<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Planung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/planung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Jun 2025 12:17:30 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Planung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kometensonde Rosetta: Vier Monate bis zum Erwachen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-vier-monate-bis-zum-erwachen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2013 17:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Anflug]]></category>
		<category><![CDATA[Erforschung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Kometensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafmodus]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37157</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 20. Januar 2014 wird die Raumsonde Rosetta ihren derzeitigen Tiefschlaf beenden und mit der Erforschung des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko beginnen. Über die zu erwartenden Resultate wurde heute auf dem diesjährigen European Planetary Science Congress berichtet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC 2013, DLR, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Vertont von Peter Rittinger. Am 2. März 2004 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-vier-monate-bis-zum-erwachen/" data-wpel-link="internal">Kometensonde Rosetta: Vier Monate bis zum Erwachen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 20. Januar 2014 wird die Raumsonde Rosetta ihren derzeitigen Tiefschlaf beenden und mit der Erforschung des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko beginnen. Über die zu erwartenden Resultate wurde heute auf dem diesjährigen European Planetary Science Congress berichtet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: EPSC 2013, DLR, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-09-18-83384.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_small_1.jpg" alt="ESA" width="300" height="217"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Kometensonde Rosetta. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. März 2004 begann die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Kometensonde <i>Rosetta</i> nach zwei Startverschiebungen ihre rund 10 Jahre dauernde Reise zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Das Hauptziel der Mission, so die beteiligten Wissenschaftler, besteht darin, ein noch besseres Verständnis über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte unseres Sonnensystems zu erlangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zu ermittelnden chemischen und physikalischen Eigenschaften von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko werden den Planetologen dabei wichtige Hinweise auf die Zusammensetzung des prä-solaren Nebels liefern, aus dem sich vor rund 4,55 Milliarden Jahren unser Sonnensystem entwickelt hat. Außerdem sollen Daten darüber gesammelt werden, wie sich die Aktivität eines Kometen beim Erreichen des inneren Sonnesystems verändert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Fluges zu dem Zielkometen hat die Raumsonde <i>Rosetta</i> dreimal die Erde und einmal den Mars passiert und dabei im Rahmen dieser <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Swing-by" target="_blank" data-wpel-link="external">Swing-by-Manöver</a> Schwung für die weitere Reise genommen. Außerdem wurden bei zwei nahen Vorbeiflügen, welche am 5. September 2008 und am 10. Juli 2010 erfolgten, die beiden Asteroiden <a href="https://www.raumfahrer.net/live-bericht-rosettas-vorbeiflug-an-steins/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">(2867) Steins</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/livebericht-rosettas-vorbeiflug-an-lutetia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">(21) Lutetia</a> mit verschiedenen Instrumenten näher untersucht. Am 8. Juni 20011 wurde die Raumsonde schließlich in einen rund 31 Monate andauernden, energiesparenden Tiefschlafmodus versetzt, welcher noch bis zum 20. Januar 2014 anhalten wird (<a href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-in-tiefschlafmodus-versetzt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_small_2.jpg" alt="Wikipedia, Philipp Salzgeber" width="300" height="404"/></a><figcaption>
Auf ihrem Weg durch das innere Sonnensystem entwickeln Kometen eine Koma und einen Schweif. Die Untersuchung der Prozesse, welche hierfür verantwortlich sind, sind eine der Hauptaufgaben der Mission Rosetta. Bei dem hier gezeigten Kometen handelt es sich um den kurzperiodischen Kometen 153P/Ikeya-Zhang, aufgenommen im Jahr 2002 durch Philipp Salzgeber.
<br>
(Bild: Wikipedia, Philipp Salzgeber)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem &#8222;Aufwachen&#8220; aus dem Tiefschlafmodus wird sich <i>Rosetta</i> dem Kometen weiter langsam annähern und damit beginnen, ihr Ziel mit den <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">11 Instrumenten</a>, welche sich an Bord der Raumsonde befinden, eingehend untersuchen. Im August 2014 wird <i>Rosetta</i> schließlich ihr Ziel erreichen. In den folgenden Monaten soll neben weiteren Analysen eine globale Kartierung der Kometenoberfläche erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dabei zu gewinnenden Daten sollen unter anderem dazu verwendet werden, um ein Landegebiet für den von <i>Rosetta</i> mitgeführten Kometenlander <i>Philae</i> zu bestimmen. Dieser etwa 100 Kilogramm schwere Lander soll am 11. November 2014 voraussichtlich im Bereich der südlichen Hemisphäre auf dem Kometen aufsetzen (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-sicherer-landeplatz-gesucht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und das Landegebiet anschließend über einen Zeitraum von mindesten 60 Stunden mit insgesamt <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">10 Instrumenten</a> noch eingehender erforschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erforschung der zunehmenden Kometenaktivität</strong>
<br>
Im Rahmen der Untersuchungen soll <i>Rosetta</i> 67P/Tschurjumow-Gerasimenko auf dessen Weg in das innere Sonnensystem begleiten und dabei bis mindestens zum Dezember 2015 weitere Daten sammeln, mit denen unter anderem die zunehmende Aktivität und die dadurch bedingte Entwicklung der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet#Koma" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Koma und des Schweifes</a> dieses Kometen dokumentiert werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Großteil ihrer Existenz fristen Kometen fernab der Sonne als kalte, nahezu unveränderliche Brocken aus Eis, Staub und gefrorenen Gasen. Erst wenn sich ein Komet der Sonne nähert, setzt eine Verwandlung ein. Aufgrund der steigenden Temperaturen verdampfen die leichtflüchtigen Bestandteile des Kometenkerns und reißen dabei regelrechte Fontänen aus Staub mit sich. Diese Teilchen formen zunächst eine sogenannte Koma, welche den Kometenkern vollständig einhüllt. Aus dieser Kometenkoma entwickelt sich aufgrund des von der Sonne ausgehenden Strahlungsdrucks anschließend auch ein &#8222;Schweif&#8220;, welcher den Kometen ihr charakteristisches Aussehen verleiht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings sind die dabei ablaufenden Prozesse längst noch nicht bis ins letzte Detail verstanden. Welche Faktoren setzen dieses Ausstoß von Gas und Staub in Gang? Wie entwickelt sich die Aktivität? Und welche Prozesse auf der Oberfläche und im Kern des Kometen spielen dabei welche Rolle? Die <i>Rosetta</i>-Mission bietet den Planetenforschern die bisher einzigartige Möglichkeit, alle Phasen der einsetzenden Kometenaktivität aus der unmittelbaren Nähe zu beobachten. 
<br>
<strong>Was erwartet Rosetta?</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_small_3.jpg" alt="ESA 2011, MPS for OSIRIS-Team, MPS, UPD, LAM, IAA, RSSD, INTA, UPM, DASP, IDA" width="300" height="88"/></a><figcaption>
Aus einer Entfernung von rund 163 Millionen Kilometern konnte Rosetta bereits im Jahr 2011 ihr eigentliches Ziel erblicken. Links: In diesem Ausschnitt des Sternenhimmels, welcher mit der Weitwinkel-Kamera des OSIRIS-Kamerasystems aufgenommen wurde, befindet sich der Komet 67P/ Tschurjumow-Gerasimenko. Mitte: Die Tele-Kamera des Kamerasystems ermöglicht einen genaueren Blick. Rechts: Nach ausgefeilter Bildbearbeitung wird der Komet sichtbar. Um den Kometen sichtbar zu machen, war eine Gesamtbelichtungszeit von 13 Stunden erforderlich. &#8222;Wir haben mit OSIRIS insgesamt 52 Bilder aufgenommen und jedes Bild 15 Minuten lang belichtet&#8220;, so Dr. Colin Snodgrass vom MPS. Da sich der Komet innerhalb dieses Zeitraums von mehreren Stunden relativ zum Fixstern-Hintergrund ein wenig weiterbewegt hat, erscheint er auf den übereinander gelegten Bildern etwas unscharf. 
<br>
(Bild: ESA 2011, MPS for OSIRIS-Team, MPS, UPD, LAM, IAA, RSSD, INTA, UPM, DASP, IDA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl sich <i>Rosetta</i> während der letzen zwei Jahre in einem Tiefschlafmodus befunden hat, waren die an der Mission beteiligten Wissenschaftler in der Zwischenzeit nicht untätig. Vielmehr wurden verschiedene Studien durchgeführt, welche sich unter anderem mit den physikalischen Parametern des Kometen, den vermutlichen Oberflächeneigenschaften, der zu erwartenden Ausgasungsrate, der Staubentwicklung in der sich bildenden Koma sowie den Eigenschaften dieses Staubes auseinandersetzen, die durch die verschiedenen Instrumente des Orbiters und des Landers ermittelt werden können. Einige dieser Arbeiten wurden am heutigen Tag auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">European Planetary Science Congress 2013</a>, einer gegenwärtig in London stattfindenden Fachtagung der Planetenforscher, vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Auf diesem Meeting haben wir alles mögliche diskutiert&#8220;, so Matt Taylor, der für diese Mission verantwortliche Projektwissenschaftler der ESA. &#8222;Von der Beschaffenheit der den Kometenkern bedeckenden Oberfläche über die zu erwartende Staubproduktionsrate bis hin zu der Größe und Geschwindigkeit dieser Teilchen und deren Interaktion mit dem Magnetfeld der Sonne&#8230; Es gibt eine Menge Dinge, die wir wissen und verstehen müssen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Studien beschäftigten sich mit der zu erwartenden Aktivität des Kometen, welche sich auf dessen Weg in das innere Sonnensystem verändern wird und mit eventuell damit verbundenen Veränderungen in der Roationsgeschwindigkeit oder der Ausrichtung der Rotationsachse. Außerdem wurde diskutiert, inwieweit die sich verändernde Oberflächentemperatur des Kometenkerns dessen Ausgasungsrate beeinflusst. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Komet wird früher aktiv als ursprünglich erwartet</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_small_4.jpg" alt="MPS" width="300" height="277"/></a><figcaption>
Während seines Umlaufs um die Sonne durchläuft 67P/Tschurjumow-Gerasimenko verschiedene Aktivitätsphasen. Bereits in einer Entfernung von 3,4 Astronomischen Einheiten (AE) zur Sonne lässt sich ein deutlicher Helligkeitsanstieg beobachten. Kurz bevor der Komet die Umlaufbahn des Mars kreuzt hat sich ein charakteristischer Kometenschweif ausgebildet. Beim Wegflug von der Sonne ist Tschurjumow-Gerasimenko noch immer sehr aktiv und zeigt ebenfalls einen deutlichen Staubschweif. Dieser ist auch in einer Entfernung von 4,9 Astronomischen Einheiten zur Sonne immer noch schwach erkennbar. 
<br>
(Bild: MPS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Ergebnisse deuten außerdem darauf hin, dass 67P/Tschurjumow-Gerasimenko bereits im März 2014 &#8211; und somit deutlich früher als ursprünglich angenommen &#8211; damit beginnen wird, eine Koma auszubilden. Die Wissenschaftler stützen ihre Vorhersagen auf insgesamt 31 Datensätze, welche von verschiedenen Forschungsgruppen im Zeitraum zwischen 1995 und 2010 mit verschiedenen Teleskopen gewonnen wurden. Die Aufnahmen zeigen den Kometen an verschiedenen Stellen seiner Umlaufbahn um die Sonne und somit in verschiedenen Phasen seiner Aktivität. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist uns gelungen, Daten aus dem kompletten Aktivitätszyklus von Tschurjumow-Gerasimenko mit ein und derselbe Methode auszuwerten und somit vergleichbar zu machen&#8220;, so Dr. Colin Snodgrass vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung im niedersächsischen Katlenburg-Lindau (MPS). &#8222;Wir erhalten dadurch erstmals ein umfassendes Bild, wie sich die Aktivität des Kometen auf seinem Weg um die Sonne entwickelt&#8220;, ergänzt seine Kollegin Dr. Cecilia Tubiana. Einen besonders genauen Blick richteten die Wissenschaftler dabei auf die vorherige Anflugphase dieses Kometen auf die Sonne, welche in den Jahren 2007 und 2008 erfolgte &#8211; für einen kompletten Umlauf um die Sonne benötigt dieser Komet sechs Jahre und 203 Tage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als die ESA den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko zum Ziel der <i>Rosetta</i>-Mission erklärte, hatte dies eine Vielzahl von Beobachtungskampagnen zur Folge. &#8222;Allerdings haben die meisten der Daten aus dem Jahr 2007, als der Komet noch weit weg von der Sonne war, einen entscheidenden Schwachpunkt&#8220;, so Cecilia Tubiana. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Komet von der Erde aus betrachtet vor dem Hintergrund des Galaktischen Zentrums &#8211; dem Massenzentrum unserer Milchstraße. Deshalb hob sich der zu diesem Zeitpunkt vergleichsweise lichtschwache Komet kaum von den unzähligen in dieser Himmelsregion befindlichen Hintergrundsternen ab. 
<br>
In ihrer neuen Studie konnten die Forscher nun viele der Aufnahmen, welche bisher unbrauchbar waren, trotzdem auswerten. Der Schlüssel hierfür war eine spezielle Methode der Bildauswertung. Dabei werden Aufnahmen, welche in kurzen Zeitabständen angefertigt wurden, voneinander abgezogen. Auf diese Weise &#8222;verschwindet&#8220; der unübersichtliche Sternenhintergrund und nur Objekte, welche in diesem Zeitraum ihre Position verändert haben, kommen zum Vorschein. Hierdurch lässt sich die sich stetig verändernde Helligkeit des Kometen genau bestimmen. Aus dem gesamten Helligkeitsverlauf während eines Sonnenumlaufs lässt sich so rekonstruieren, wie aktiv der Komet zu welchem Zeitpunkt war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13092013193120_small_5.jpg" alt="ESA" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Kometenlanders Philae. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die aufwändigen Berechnungen lieferten unerwartete Resultate. Zur Überraschung der beteiligten Wissenschaftler zeigte 67P/Tschurjumow-Gerasimenko im Jahr 2007 bereits in einem Abstand von 4,3 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Astronomischen Einheiten</a> zur Sonne, dies entspricht einer Entfernung von etwa 643 Millionen Kilometern, einen deutlichen Helligkeitsanstieg. Bis dahin galt als Faustformel, dass Kometen erst ab einem Abstand von etwa drei Astronomischen Einheiten (etwa 450 Millionen Kilometern) damit beginnen, Gas und Staub in deutlich erkennbaren Mengen freizusetzen, denn erst in dieser Entfernung erwärmt die Sonne die Kometenoberfläche so stark, dass zum Beispiel dort befindliches gefrorenes Wasser in den gasförmigen Zustand übergeht. Sehr wahrscheinlich, so die beteiligten Forscher, ist für das &#8222;verfrühte&#8220; Einsetzen der Aktivität somit ein anderes Gas verantwortlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Da sich Tschurjumow-Gerasimenko von Umlauf zu Umlauf recht ähnlich verhält, können wir die Ereignisse im nächsten Jahr gut vorhersagen&#8220;, so Dr. Hermann Böhnhardt vom MPS, welcher ebenfalls an dieser Studie beteiligt war. Derzeit wird davon ausgegangen, dass 67P/Tschurjumow-Gerasimenko nach dem im März 2014 erfolgenden &#8222;Auftakt&#8220; den Höhepunkt seiner Aktivität etwa zur Mitte des Jahres 2015 erreicht &#8211; etwa einen Monat nachdem er in seinem geringsten Abstand an der Sonne vorbeigeflogen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=2978.255" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EPSC 2013:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/oral_program/13825" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Comets on the eve of Rosetta: Observations, laboratory Simulations and modelling (Oral Program)</a> (engl.)</li><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/poster_program/13825" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Comets on the eve of Rosetta: Observations, laboratory Simulations and modelling (Poster Program)</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-vier-monate-bis-zum-erwachen/" data-wpel-link="internal">Kometensonde Rosetta: Vier Monate bis zum Erwachen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-09-18-83384.mp3" length="17237644" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Auch Energija arbeitet an entfaltbarem Stationsmodul</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/auch-energija-arbeitet-an-entfaltbarem-stationsmodul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2013 15:22:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Energija]]></category>
		<category><![CDATA[entfaltbares Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36992</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es könnte noch auf der Internationalen Raumstation zum Einsatz kommen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger. Begonnen wurden die Entwicklungsarbeiten um 2011 in Koroljow, nahe Moskau. Für die Raumfahrt ist die Ballontechnik alter Zeiten eine neue Technologie. Zum einen bietet sie die Chance, mit vergleichsweise wenig Masse größere Volumina nutzen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/auch-energija-arbeitet-an-entfaltbarem-stationsmodul/" data-wpel-link="internal">Auch Energija arbeitet an entfaltbarem Stationsmodul</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es könnte noch auf der Internationalen Raumstation zum Einsatz kommen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: RussianSpaceWeb. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-08-24-86749.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082013172231_small_1.jpg" alt="Energija" width="260"/><figcaption>
Studie eines entfaltbaren ISS-Moduls von Energija 
<br>
(Bild: Energija)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen wurden die Entwicklungsarbeiten um 2011 in Koroljow, nahe Moskau. Für die Raumfahrt ist die Ballontechnik alter Zeiten eine neue Technologie. Zum einen bietet sie die Chance, mit vergleichsweise wenig Masse größere Volumina nutzen zu können, zum anderen soll sie aber die gleiche Sicherheit für ihre Bewohner bieten wie Module mit fester Hülle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher handelt es sich offenbar lediglich um eine Energija-Entwicklung ohne offiziellen Auftrag. Anstelle eines zweiten konventionellen Wissenschafts- und Energiemoduls NEM wäre möglicherweise auch ein entfaltbares Modul denkbar. Vorgesehen sind ein kleinformatiges Testmodul sowie später ein größeres Modul. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig wird die Station allerdings erst einmal auf die Ankunft des Mehrzweck-Labormoduls Naúka vorbereitet. Auch gehen die Tests mit hochauflösenden Kameras der Firma <a class="a" href="https://earthdaily.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UrtheCast</a> in die letzte Phase. Vor kurzem wurden bereits die Montagearbeiten im Unterwasserbecken geprobt. Beide HD-Kameras sollen mit Progress-M 21M im November zur Station gelangen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/auch-energija-arbeitet-an-entfaltbarem-stationsmodul/" data-wpel-link="internal">Auch Energija arbeitet an entfaltbarem Stationsmodul</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-08-24-86749.mp3" length="3111954" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Umfangreiche Umbauten an der ISS in Planung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/umfangreiche-umbauten-an-der-iss-in-planung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2013 17:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[BEAM]]></category>
		<category><![CDATA[Bigelow]]></category>
		<category><![CDATA[Nauka]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[PMM]]></category>
		<category><![CDATA[Umbau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37004</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den nächsten Jahren soll es erhebliche Umbauten an der Internationalen Raumstation geben. Damit soll auch ein längerer Betrieb vorbereitet werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Energija, NASA. Vertont von Peter Rittinger. Beginnen soll die Umorganisation zunächst mit dem Ablegen des bisherigen Schleusenmoduls Pirs vom unteren Kopplungsaggregat am Kopfteil von Swesda. Dies könnte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/umfangreiche-umbauten-an-der-iss-in-planung/" data-wpel-link="internal">Umfangreiche Umbauten an der ISS in Planung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den nächsten Jahren soll es erhebliche Umbauten an der Internationalen Raumstation geben. Damit soll auch ein längerer Betrieb vorbereitet werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Roskosmos, Energija, NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-08-19-47221.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082013192114_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="300" height="250"/><figcaption>
Naúka mit Schleuse, Roboterarm, Solarzellenpaneelen und Radiator. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beginnen soll die Umorganisation zunächst mit dem Ablegen des bisherigen Schleusenmoduls Pirs vom unteren Kopplungsaggregat am Kopfteil von Swesda. Dies könnte Ende dieses Jahres erfolgen. Der Frachter Progress-M 20M, der am 27. Juli von Baikonur aus gestartet ist und am Folgetag an Pirs andockte, soll das seit 2001 an der Station befindliche Modul beim Abflug in einigen Monaten einfach mitnehmen. Bei weiteren Verzögerungen soll dies dessen Nachfolger Progress-M 22M übernehmen. Pirs verglüht dann mit dem Frachter weitgehend in den dichten Schichten der Erdatmosphäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An die frei gewordene Kopplungsstelle kommt dann das Wissenschaftsmodul Naúka (sprich: Na-u-ka). Dieses könnte wohl Anfang 2014 starten. Es ist äußerlich dem Modul Sarja sehr ähnlich, da es aus dem Reservemodul für den FGB abgeleitet wurde. Im Inneren befindet sich aber auch ein Schlafquartier während an der Außenseite der Europäische Roboterarm ERA operieren wird. Kurze Zeit später sollen dann am Kopfteil die bereits im All befindliche Experimentierschleuse und an der Seite ein Radiator zur Abführung von Wärme montiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach gegenwärtigen Plänen etwa Mitte 2014 folgt dann das Kopplungsmodul UM, dass am Nadir-Port von Naúka ankoppeln soll. Hier stehen dann 5 weitere Kopplungsstellen zur Verfügung, von denen eine etwa 2016 mit einem ersten Wissenschafts- und Energiemodul NEM besetzt werden soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082013192114_small_2.jpg" alt="NASA" width="347" height="255"/><figcaption>
PMA-3 oben am Kopfteil und PMM &#8222;Leonardo&#8220; an Tranquility, in Richtung der Längsachse montiert. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch möchte auch die NASA den US-basierten Teil für die weitere Nutzung fit machen. Dazu sollen zwei Kopplungsstellen für autonom andockende Raumschiffe am Bug und zwei für Transportraumschiffe, die mittels Manipulatorarm an der Station festgemacht werden, am Kiel geschaffen werden. Letzteres soll bewerkstelligt werden, indem das Lagermodul PMM (Leonardo) im Juli 2015 vom nach unten gerichteten Port an Unity (Node 1) zum nach vorn gerichteten Port an Tranquility (Node 3) versetzt wird. Damit sind dann die beiden unteren Kopplungsstellen an Harmony (Node 2) und Unity frei und gleichzeitig von einem Ankerpunkt des Canadarm2 erreichbar. Auf diese Weise könnten sich durchaus zwei Missionen von Kounotori, Dragon oder Cygnus zeitweilig überschneiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die bemannten Raumschiffe wird eine Kopplung mittels Manipulatorarm nicht in Betracht gezogen. Bei einer Evakuierung wäre kein Personal zu dessen Bedienung mehr an Bord der Station. Auf eine Fernbedienung von der Erde aus will man sich in einem solchen Falle verständlicherweise nicht verlassen. Also werden passende Kopplungsaggregate an den anfliegenden Raumschiffen benötigt. Zunächst soll der Adapter PMA 3 von der Backbordseite von Tranquility (Node 3) zu Harmony-Zenit verlegt werden. Anschließend sollen ab Mai 2015 neue Kopplungsaggregate nach dem Soft Impact Mating Attenuation Concept (SIMAC) über die alten gestülpt werden. Die Raumschiffe verwenden dann das passende Gegenstück, was deutlich leichter ist, allerdings große Ähnlichkeiten zum bisher dort montierten APAS-System aufweist, aber in den USA gebaut wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082013192114_small_3.jpg" alt="NASA" width="442" height="292"/><figcaption>
Das Bigelow Expandable Activity Module (BEAM) an der ISS. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende stehen dann im vorderen Teil je zwei Kopplungsstellen für bemannte bzw. unbemannte Raumschiffe zur Verfügung, am hinteren Teil der ISS sechs Kopplungsstellen für bemannte oder unbemannte Raumschiffe russischer Bauart. Eine Verlängerung der Betriebsdauer der Internationalen Raumstation wäre dann auch über 2020 hinaus möglich. Sogar einer Aufstockung der Besatzungsstärke sowie kürzeren Besuchsbesatzungen stände wenig im Wege. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten bemannten Schiffe, welche über kommerzielle Partner der NASA in den USA entwickelt werden, könnten ab 2017 an der ISS festmachen. Bereits für 2015 ist zudem das Ankoppeln eines BEAM (Bigelow Expandable Activity Module) genannten entfaltbaren Moduls geplant. Es soll an den rückwärts gerichteten Port an Tranquility angedockt werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/umfangreiche-umbauten-an-der-iss-in-planung/" data-wpel-link="internal">Umfangreiche Umbauten an der ISS in Planung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-08-19-47221.mp3" length="6795160" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Sparobjekt Erdbeobachtungsmissionen der NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sparobjekt-erdbeobachtungsmissionen-der-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 21:19:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[GPM]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzungen]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[OCO2]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[SMAP]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36866</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Erdbeobachtungsmissionen der NASA könnten zum Sparobjekt werden. Die US-Weltraumbehörde nimmt dies zum Anlass, ihre diesbezügliche Satellitenflotte in Erinnerung zu rufen und vor Einschnitten zu warnen. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA. Die erdbeobachtenden Satelliten der NASA stehen sicherlich nicht im Zentrum des öffentlichen Interesses an Weltraummissionen. Im entsprechenden Direktorat wird man sich damit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sparobjekt-erdbeobachtungsmissionen-der-nasa/" data-wpel-link="internal">Sparobjekt Erdbeobachtungsmissionen der NASA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Erdbeobachtungsmissionen der NASA könnten zum Sparobjekt werden. Die US-Weltraumbehörde nimmt dies zum Anlass, ihre diesbezügliche Satellitenflotte in Erinnerung zu rufen und vor Einschnitten zu warnen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072013231936_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072013231936_small_1.jpg" alt="Jenny Mottar, NASA" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Die aktiven US-Satelliten zur Erdbeobachtung
<br>
(Bild: Jenny Mottar, NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die erdbeobachtenden Satelliten der NASA stehen sicherlich nicht im Zentrum des öffentlichen Interesses an Weltraummissionen. Im entsprechenden Direktorat wird man sich damit gezwungenermaßen arrangiert haben und sich vielleicht damit motivieren, dass hier zu etwas lebensnäheren Fragestellungen wissenschaftliche Grundlagenarbeit geleistet wird, etwa dem Klimawandel auf der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in dieser gar nicht so kleinen Nische werden sich einige kräftig erschrocken haben, als sie von der Kampfansage im Gegenentwurf zum NASA-Haushalt 2014 der Republikaner im US-Kongress erfuhren. Nicht nur die Asteroiden-Mission soll gestrichen werden, auch das Teilbudget Erderforschung im Budget für Wissenschaftsmissionen der NASA soll kräftig reduziert werden. Es wurde vorgeschlagen, mal eben rund ein Drittel einzusparen und mit 1,2 statt 1,9 Mrd. US-Dollar auszukommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA regierte umgehend und erstellte eine Grafik, mit der sie an die laufenden US-Missionen im Erdorbit erinnert. NASA-Chef Charles Bolden persönlich ließ es sich nicht nehmen, auf den hohen Stellenwert der weltraumgestützten Erderforschung in der NASA-Budgetanforderung 2014 des US-Präsidenten hinzuweisen. Neben der kurzfristigen Wettervorhersage und der langfristigen Klimabeobachtung werden Umweltveränderungen, Waldbrände und der Zustand der Vegetation überwacht. Die inzwischen langen Zeitreihen vergleichbarer Daten sind dabei ein wichtiges Argument für die Fortsetzung von Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan dienen 16 Satelliten der NASA der Erderforschung. Nummer 17, Jason 1, wurde am 3. Juli 2013 außer Dienst gestellt. Die älteste der laufenden Missionen, TRMM (Tropical Rainfall Measuring Mission), wurde 1997 gestartet. Die jüngste ist Landsat 8, welche im Februar 2013 in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde. Bis 2020 stehen sieben weitere Starts von Erdbeobachtungssatelliten der NASA an, davon vier im Jahr 2014. Dies sind GPM (Global Precipitation Mission; Niederschlagsmessung), OCO 2 (Orbiting Carbon Observatory; CO2-Beobachtung), SMAP (Soil Moisture Active Passive, Messung der Bodenfeuchtigkeit) und SAGE III (Stratopheric Aerosol and Gas Experiment; Messung der vertikalen Zusammensetzung und Schichtung der Atmosphäre), das von SpaceX zur Internationalen Raumstation gebracht wird. Diese Projekte sind schon weit fortgeschritten und daher nicht ganz so stark gefährdet. Aber danach ab 2015 könnten als Teil eines Kompromisses zwischen US-Republikanern und -Demokraten Budgetstreichungen in der Erderforschung wirksam werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sparobjekt-erdbeobachtungsmissionen-der-nasa/" data-wpel-link="internal">Sparobjekt Erdbeobachtungsmissionen der NASA</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Proton-Doppelstart: KazSat 3 fliegt mit Lutsch 5V</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-kazsat-3-fliegt-mit-lutsch-5v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2013 13:48:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelstart]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36874</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die beiden Satelliten, die vom russischen Satellitenhersteller Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaut werden, möchte man nach Angaben ihres Erzeugers vom 4. Juli 2013 Anfang 2014 gemeinsam auf einer Trägerrakete in den Weltraum transportieren lassen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Reschentnjow, Roskosmos, Russian Space Web. Ob es zu einem Start der Satelliten im ersten Quartal [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-kazsat-3-fliegt-mit-lutsch-5v/" data-wpel-link="internal">Proton-Doppelstart: KazSat 3 fliegt mit Lutsch 5V</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die beiden Satelliten, die vom russischen Satellitenhersteller Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaut werden, möchte man nach Angaben ihres Erzeugers vom 4. Juli 2013 Anfang 2014 gemeinsam auf einer Trägerrakete in den Weltraum transportieren lassen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Reschentnjow, Roskosmos, Russian Space Web.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07072013154836_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07072013154836_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Doppelstart-Konfiguration aus Datenrelais- und Kommunikationssatelliten auf Raketenoberstufe (v.l.: Breeze-M, Amos 5, Lutsch 5A) 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es zu einem Start der Satelliten im ersten Quartal 2014 kommt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sicher. Starts von Russlands einziger Trägerrakete, die für Doppelstarts großer Satelliten geeignet ist, der Proton, wurden nach einem Fehlstart am 2. Juli 2013 ausgesetzt. Die Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung der Rakete jedenfalls wird der beim Proton-Flug mit Lutsch 5A und Amos 5 folgen: Der kleinere Lutsch 5V wird zu oberst sitzen, direkt auf der Raketenoberstufe und mit entsprechender struktureller Standfestigkeit ausgestattet der größere KazSat 3. </p>



<p class="wp-block-paragraph">KazSat 3 ist ein Kommunikationssatellit für die kasachische Behörde für Weltraumkommunikation (RTSKS), der eine von Thales Alenia Space (TAS) in Italien gebaute Kommunikationsnutzlast mit 28 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern und einer Leistung von insgesamt rund 5,5 Kilowatt tragen wird. Der Bus, auf dem KazSat 3 aufgebaut wird, ist der Express 1000H bzw Ekspress 1000N von Reschetnjow, der für die beim Start mit einem zusätzlich aufgesetzten Satelliten auftretenden Belastungen geeignet ist.  <br>Die Kommunikationsnutzlast aus Westeuropa befindet sich mittlerweile bei Reschetnjow im russischen Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk und muss zur Zeit eine Reihe von Eingangstests überstehen. Anschließend erfolgt die Integration in den Satelliten, d.h. ihre Verbindung mit dem Satellitenbus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertrag über den Bau von KazSat 3 zwischen Reschetnjow und Kasachstans Behörde für Weltraumkommunikation war am 20. Juni 2011 unterzeichnet worden. Im All soll KazSat 3 an einer Position von 58,5 Grad Ost im Geostationären Orbit eingesetzt werden. Als Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten nennt Reschetnjow 15 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Lutsch 5V handelt es sich um einen Relaissatelliten mit einer Startmasse im Bereich von 1.150 Kilogramm, der als Bindeglied für Datenverbindungen zwischen verschiedenen Raumfahrzeugen und zwischen Raumfahrzeugen und entsprechenden Bodenstationen eingesetzt werden soll. Damit kommen ihm innerhalb russischer Raumfahrtprogramme Funktionen zu, die TDRS-Raumfahrzeuge für US-amerikanische Programme erfüllen. Positioniert werden soll Lutsch 5V bei 167 Grad West im Geostationären Orbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgebaut wird der Satellit auf Reschetnjows Satellitenbus Express 1000A bzw. Ekspress 1000K. Lutsch 5V wird 6 Transponder für das K<sub>u</sub>&#8211; und das S-Band erhalten. Zu ihrer Energieversorgung gibt es zwei Solarzellenausleger des Herstellers Saturn aus Krasnodar mit Gallium-Arsenid-Zellen, die am Ende der Einsatzzeit des Satelliten noch eine elektrische Leistung von 2.200 Watt liefern sollen. Strom von den Solarzellen wird auch für den Betrieb der elektrischen, Xenon ausstoßenden Triebwerke vom Typ SPT-100 (SPT steht für stationary plasma thruster) vom russischen Konstruktionsbüro Fackel bzw. Fakel aus Kaliningrad benötigt.  <br>Mit dem seit dem 11. Dezember 2011 im All befindlichen Lutsch 5A und dem am 3. November 2012 gestarteten Lutsch 5B könnte sich ein annähernd erdumspannendes Netz ergeben, das es ermöglicht, von jeder erdenklichen Umlaufbahn aus Kontakt mit einer zuständigen Bodenstation in Russland herzustellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bedauerlicherweise wurden beim Bau von Lutsch 5A problembehaftete Sternensensoren verwendet. Obwohl es Erfahrungen mit ähnlichen Sensoren an Bord von GEO-IK-2 gab, die sich als empfänglich für Interferenzen erwiesen hatten, wurden die Sensoren von Lutsch 5A vor dem Start nicht angepasst. Im Weltraum gab es Schwierigkeiten, Schutzblenden für die zur korrekten Ausrichtung des Satelliten erforderlichen Sensoren vom Typ 348K von Geofizika-Cosmos richtig zu steuern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich sind mindestens zwei der drei Sternensensoren an Bord von Lutsch 5A nicht mehr benutzbar. Ob Lutsch 5A auch ohne Sternensensoren so ausgerichtet werden kann, dass ein anhaltender nützlicher Einsatz des Satelliten möglich ist, wurde von offizieller Seite nicht mitgeteilt. Es gibt Stimmen, die sagen, dass die Erd- und Sonnensensoren an Bord dafür ausreichend seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lutsch 5V ist möglicherweise als Ergänzung oder Ersatz des angeschlagenen Lutsch 5A oder als Nachfolgeprojekt des fortgeschrittenen Relaissatelliten Lutsch 4 zu verstehen. Eigentlich sollte letzterer Lutsch 5A und 5B ergänzen, erlebte zwischenzeitlich jedoch eine Transformation in einen experimentellen Kommunikationssatelliten. Basierend auf dem Satellitenbus Express 2000 sollte das ehemals als Lutsch 4 bezeichnete Raumfahrzeug als Jenissei A1 nach Planungen mit Stand vor dem jüngsten Proton-Fehlschlag im Jahr 2013 ins All transportiert werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-doppelstart-kazsat-3-fliegt-mit-lutsch-5v/" data-wpel-link="internal">Proton-Doppelstart: KazSat 3 fliegt mit Lutsch 5V</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Werden Suborbital-Flüge auf die USA beschränkt?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/werden-suborbital-fluege-auf-die-usa-beschraenkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2013 18:56:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ITAR]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[suborbital]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>
		<category><![CDATA[XCOR Aerospace]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36878</guid>

					<description><![CDATA[<p>Noch bevor es richtig ernst wird, könnten die Geschäftsmodelle einiger Anbieter privater Weltraumflüge eine grundlegende Überarbeitung benötigen. Werden private bemannte Raumfahrzeuge nach einem Vorschlag des US-Außenministeriums zu Rüstungsgütern erklärt, sind Starts außerhalb der USA kaum realistisch. Wichtige Kundenkreise könnten verloren gehen. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: Nasa Watch, XCOR, AIA, Florida Today. In den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/werden-suborbital-fluege-auf-die-usa-beschraenkt/" data-wpel-link="internal">Werden Suborbital-Flüge auf die USA beschränkt?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Noch bevor es richtig ernst wird, könnten die Geschäftsmodelle einiger Anbieter privater Weltraumflüge eine grundlegende Überarbeitung benötigen. Werden private bemannte Raumfahrzeuge nach einem Vorschlag des US-Außenministeriums zu Rüstungsgütern erklärt, sind Starts außerhalb der USA kaum realistisch. Wichtige Kundenkreise könnten verloren gehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: Nasa Watch, XCOR, AIA, Florida Today.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072013205638_small_1.jpg" alt="XCOR" width="260"/><figcaption>
Suborbital-Flieger wie der Lynx von XCOR Aerospace könnten künftig unter die Waffenexportkontrolle der USA fallen 
<br>
(Bild: XCOR Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den USA bedroht eine Überarbeitung der ITAR (International Traffic in Arms Regulations) genannten Waffenexport-Kontrollregularie die Geschäftsmodelle der Anbieter suborbitaler Raumflüge. Nach einem Vorschlag des US-Außenministeriums könnte die in Verbindung mit der ITAR gültige Liste der einer Ausfuhrkontrolle unterliegenden US-Rüstungsgüter (USML oder United States Munition List) überarbeitet und erweitert werden. Dabei soll geprüft werden, ob bemannte Privat-Raumfahrzeuge als Rüstungsgüter klassifiziert werden. Die betroffenen Unternehmen können noch bis 8. Juli 2013 ihre Kommentare zur ITAR/USML-Überarbeitung abgeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Anbieter privater Weltraumflüge käme eine solche Klassifizierung unpassend. Das Angebot von Starts außerhalb der USA würde genehmigungspflichtig und damit erheblich erschwert bis unmöglich. Die Geschäftsmodelle sehen zwar die USA als Kernmarkt an. Die Expansion ins Ausland hin zur dort ansässigen zahlungskräftigen Kundschaft ist aber auch Teil der langfristigen Planung. Wenn eine gesetzliche Beschränkung bereits in der jetzigen Investitionsphase künftige Ertragspotenziale beschneidet, müssten alle Planungen überabeitet werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Suborbital-Anbieter haben sich bislang mit öffentlichen Stellungnahmen zurückgehalten. Immerhin hat XCOR Aerospace im eigenen Blog in diesem Zusammenhang auf die wenig erfreuliche Entwicklung der US-Satellitenindustrie hingewiesen. Kommerzielle Satelliten wurden 1999 in die USML aufgenommen. Nach Berechnungen des Branchenverbandes AIA (Aerospace Industries Association) ging der globale Marktanteil in den folgenden Jahren von 63% auf rund 40% zurück. Die entgangenen Umsätze werden auf  20 Mrd. US-Dollar geschätzt, der Arbeitsplatzabbau auf 250.000 Stellen. Und in Florida Today schreibt deren Raumfahrtindustrieexperte John Kelly, bei allem Verständnis für Sicherheitsfragen müssten auch die Zukunftschancen der US-Weltraumindustrie beachtet werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3495.60#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumtourismus allgemein</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/werden-suborbital-fluege-auf-die-usa-beschraenkt/" data-wpel-link="internal">Werden Suborbital-Flüge auf die USA beschränkt?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chinas Stationspläne am Rande der aktuellen Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinas-stationsplaene-am-rande-der-aktuellen-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2013 15:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 2]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36652</guid>

					<description><![CDATA[<p>In Publikationen rund um den gegenwärtigen Flug dreier chinesischer Raumfahrer mit dem Raumschiff Shenzhou 10 und der Raumstation Tiangong 1 wurden verschiedene neue Fakten zur Zukunft der chinesischen Raumfahrt bekannt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, KCAST, Sina, Dragon in Space, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. So soll offenbar Tiangong 1 (sprich kurz: Tjen-gung) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinas-stationsplaene-am-rande-der-aktuellen-mission/" data-wpel-link="internal">Chinas Stationspläne am Rande der aktuellen Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In Publikationen rund um den gegenwärtigen Flug dreier chinesischer Raumfahrer mit dem Raumschiff Shenzhou 10 und der Raumstation Tiangong 1 wurden verschiedene neue Fakten zur Zukunft der chinesischen Raumfahrt bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Xinhua, KCAST, Sina, Dragon in Space, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-18-81477.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15062013171730_small_1.jpg" alt="KACSTAerospace.org/CMSA" width="260"/><figcaption>
Studie der chinesischen Raumstation um 2022? 
<br>
(Bild: KACSTAerospace.org/CMSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So soll offenbar Tiangong 1 (sprich kurz: Tjen-gung) nach der aktuellen Mission noch etwa 1 Jahr autonom im All operieren und Messwerte vielfältiger Sensoren an Bord zur Erde übertragen. Die Technik arbeitet offenbar sehr zuverlässig, so dass man noch ausgiebiger testen kann. Zu den überprüften Systemen gehören Steuerung, Antrieb, Lageregelung, Lebenserhaltung, Kühlung, Navigation und Kommunikationssystem sowie die Energieversorgungseinrichtungen. Gegenwärtig verwendet Shenzhou 10 (sprich kurz: Schin-dschu) Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 26%, welcher der höchste in der aktuellen bemannten Raumfahrt weltweit ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des Nachfolgers Tiangong 2 wurde aufgrund der guten Resultate mit Tiangong 1 auf 2015 verschoben, wodurch man in einen Bereich kommt, in dem die neue Trägerrakete CZ 7 einsatzbereit wird. Diese hat eine höhere Nutzlast um 13,5 Tonnen, wodurch man die zweite Teststation größer bauen kann. Zudem entfällt damit die dritte Teststation, so dass man nach ausführlichen Tests mit Tiangong 2 in den Jahren 2015 bis 2019 anschließend gleich den Aufbau der modularen Raumstation in Angriff nehmen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deren Grundaufbau soll 2022 zur Verfügung stehen und wohl aus drei großen Modulen bestehen. Das Kernmodul stellt Antrieb, Steuerung und mehrere Kopplungsstellen sowie Lebensraum für die Besatzungen bereit. Zwei Forschungsmodule sollen am Kopfteil seitlich angekoppelt werden und sowohl unter Druck stehenden Arbeitsraum als auch Platz für Außenlasten bieten. Geplant sind hier unter anderem eine Ausstiegsschleuse und ein Infrarot-Teleskop. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere drei Kopplungsstellen stehen dann am Kopfteil und eine am Heck des Kernmoduls zur Verfügung. Hier sollen sowohl bemannte Shenzhou-Raumschiffe als auch unbemannte Transporter ankoppeln können. Letztere werden aus dem Design von Tiangong 1 abgeleitet und können bei einer Startmasse von 13,5 t maximal 6,5 t Nutzlast transportieren. Dabei teilt sich der Stauraum bei Bedarf in einen Part, der unter Druck steht, einen mit Flüssigkeiten oder Gasen unter definiertem Druck sowie einen weiteren für Außenlasten. In der zweiten Ausbaustufe nach 2022 könnten ein weiteres Kernmodul und seitlich zusätzliche Forschungsmodule angedockt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Entladen soll die modulare Station über einen Manipulatorarm verfügen. Ein weiterer dient möglicherweise zum Umsetzen der Module, die beim Eintreffen an der Längsachse ankoppeln. Das Nachtanken und die Verwendung eines Manipulatorarms ist bereits für Tiangong 2 vorgesehen. Die Station wird daher mit einem zweiten Kopplungsaggregat ausgerüstet sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gegenwärtige Besatzung der Station Tiangong 1, Nie Haisheng, Zhang Yiaoguang und Wang Yaping, verlebt mittlerweile ihren zweiten Tag an Bord der Station und ist vollauf beschäftigt. Insgesamt stehen 30 Experimente auf dem Programm, wovon die meisten den Gesundheitszustand der Besatzung bzw. Veränderungen im Organismus, welche durch die Schwerelosigkeit hervorgerufen werden, oder technische Erprobungen zum Gegenstand haben. Zweimal wird zudem eine Unterrichtsstunde aus dem All übertragen. Dabei soll u.a. gezeigt werden, wie sich Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit verhalten und wie man im All auf einem Ergometer trainiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst hatte man einige kleinere Umbauten in der Station vorgenommen. So wurde ein neuer Schlafsack mitgebracht und die bisher stoffartige, flexible Flurbespannung durch festere Auflagen aus einem speziellen Papiergeflecht ersetzt. Außerdem wurden erste medizinische Untersuchungen durchgeführt. Dazu verfügt die Station über Blutdruckmessgerät, EKG- und weitere Technik, darunter auch einen elektrischen neuromuskularen Stimulator, der die Muskeln mit Stromimpulsen zum Zucken bringt. Zur körperlichen Ertüchtigung gibt es auf der Station zudem ein Fahrrad-Ergometer und Expander. Wasser, Verpflegung und Bekleidung hatte man im Umfang von etwa 300 kg an Bord des Raumschiffes mitgebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anflug an die Station sollte ein neuer Pfad versucht werden, wie er für die Kopplung eines kleinen Raumfahrzeugs mit einer größeren Station angewendet werden würde. Dabei sollte das Raumschiff bei der Annäherung nicht in gleicher Höhe sondern von unten anfliegen. Ob dieses Manöver auch so durchgeführt wurde, ist allerdings noch nicht bekannt gegeben worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll insgesamt 12 Tage an Bord der Station leben und arbeiten, dabei wird es erstmals ausgewiesene Freizeit zur Erholung geben. Nach insgesamt 15 Tagen im All soll die Landekapsel von Shenzhou 10 zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinas-stationsplaene-am-rande-der-aktuellen-mission/" data-wpel-link="internal">Chinas Stationspläne am Rande der aktuellen Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-06-18-81477.mp3" length="7356792" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Bigelow: Ziel ist ein Mond-Habitat</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bigelow-ziel-ist-ein-mond-habitat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 14:38:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpha]]></category>
		<category><![CDATA[BA-330]]></category>
		<category><![CDATA[Bigelow]]></category>
		<category><![CDATA[entfaltbares Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Mondhabitat]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36542</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer längeren Studie wurden etwa 20 kommerzielle Raumfahrtfirmen durch die NASA kontaktiert, um herauszufinden, was diese über den Erdorbit hinaus leisten können und wollen. Erste Ergebnisse der Studie wurden auf einer Pressekonferenz am 23. Mai mit Bigelow Aerospace (BA) vorgestellt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Space Watch. Hauptakteure auf dem Briefing [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bigelow-ziel-ist-ein-mond-habitat/" data-wpel-link="internal">Bigelow: Ziel ist ein Mond-Habitat</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen einer längeren Studie wurden etwa 20 kommerzielle Raumfahrtfirmen durch die NASA kontaktiert, um herauszufinden, was diese über den Erdorbit hinaus leisten können und wollen. Erste Ergebnisse der Studie wurden auf einer Pressekonferenz am 23. Mai mit Bigelow Aerospace (BA) vorgestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: New Space Watch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013163842_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013163842_small_1.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="400" height="309"/></a><figcaption>
Bigelow Alpha soll 2016 zusammengebaut werden. 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptakteure auf dem Briefing waren William Gerstenmaier (NASA) und Robert Bigelow (BA). Bigelow Aerospace hatte die Studie der ersten Phase 40 Tage vor Ablauf der Frist fertiggestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während man den möglichen Beitrag kommerzieller Unternehmen zur Infrastruktur im erdnahen Weltraum als bedeutend ansieht, versucht man nun, mit dieser Studie darüber hinaus gehende Ambitionen und Möglichkeiten zu evaluieren. Hierbei stellte Robert Bigelow fest, dass sein primäres Ziel auf lange Sicht eine bewohnbare Station auf dem Mond ist. Dazu würden in naher Zukunft Tests mit entfaltbaren Habitaten auf der Erde beginnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste Raumstation im erdnahen Orbit soll bereits 2016 aufgebaut werden, wenn dafür bemannte Raumschiffe zur Verfügung stünden. Die Station Bigelow Alpha solle (zunächst) aus zwei BA-330-Modulen bestehen, von denen das erste unbemannt gestartet und über einen gewissen Zeitraum erprobt würde. Danach solle die erste (zweiköpfige) Besatzung starten und ankoppeln. Im Verlaufe der Mission solle die Station für den bemannten Betrieb sowie die Ankopplung des zweiten Moduls vorbereitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, ob eine kommerzielle Station wie Bigelow Alpha die ISS ersetzen könne, antwortete Gerstenmaier, die Aufgaben einer solchen Station würden nicht mit denen der ISS übereinstimmen. Er sehe kommerzielle Anwendungen für eine kommerzielle Station. Er erwarte, dass die Internationale Raumstation bis 2028 betrieben würde. Damit könne man kommerziellen Anbietern einen Anreiz zur Entwicklung und Vervollkommnung ihrer Transportsysteme bieten. Zur Frage des Monds als neuem &#8211; altem NASA-Ziel äußerte Gerstenmaier, Asteroiden und der Mars genössen Priorität, man wolle aber durchaus allgemeine, umfassende Lösungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3535.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bigelow</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bigelow-ziel-ist-ein-mond-habitat/" data-wpel-link="internal">Bigelow: Ziel ist ein Mond-Habitat</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Raumflug mit DiCaprio</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-raumflug-mit-dicaprio/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 12:05:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumflug]]></category>
		<category><![CDATA[Sir Richard Branson]]></category>
		<category><![CDATA[suborbital]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36543</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein paar kleine Neuigkeiten aus dem Bereich des aufziehenden Weltraumtourismus&#8216; gab es in den letzten Tagen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Nowosti, New Space Watch, Raumcon. Offenbar wurde in einer Zeitung in Dubai Virgin-Galactic-Gründer Branson zitiert, der erste Touristenflug mit SpaceShipTwo fände am 25. Dezember diesen Jahres statt. Offiziell wurde von Virgin Galactic [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-raumflug-mit-dicaprio/" data-wpel-link="internal">Ein Raumflug mit DiCaprio</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein paar kleine Neuigkeiten aus dem Bereich des aufziehenden Weltraumtourismus&#8216; gab es in den letzten Tagen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: RIA Nowosti, New Space Watch, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013140533_small_1.jpg" alt="Virgin Galactic" width="640" height="360"/><figcaption>
Ein Bild einer Onboard-Kamera während des ersten Überschallfluges von SpaceShipTwo am 29. April 2013. 
<br>
(Bild: Virgin Galactic)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Offenbar wurde in einer Zeitung in Dubai Virgin-Galactic-Gründer Branson zitiert, der erste Touristenflug mit SpaceShipTwo fände am 25. Dezember diesen Jahres statt. Offiziell wurde von Virgin Galactic später aber eingeschränkt, alle Zeitplanungen hingen von der Erfüllung aller Sicherheitsanforderungen ab. Die optimistischsten Schätzungen gehen von einer Aufnahme bezahlter Touristenflüge im nächsten Jahr aus. Dies schließt aber nicht aus, dass zuvor bereits ein &#8222;Firmenausflug&#8220; ins All stattfinden könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Virgin Galactic hat bisher etwa 580 Plätze an Bord ihrer Raumschiffe vergeben, wofür die Touristen mehr als 70 Millionen US-Dollar angezahlt haben. Das Alter der Teilnehmer reicht von unter 18 bis über 90. Einige von ihnen haben an Zentrifugentests teilgenommen und bestanden. XCOR bietet mit Lynx eine harte Konkurrenz. Bisher wurden 275 Flüge gebucht, wobei immer nur ein Tourist an Bord des kleinen Weltraumflugzeuges ist. Mit Unilever (Deospray Axe) und McDonalds hat man bereits erste werbeträchtige Firmenverträge in der Tasche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Rande des Filmfestivals in Cannes (Frankreich) wurde am 23. Mai ein Ticket für einen Touristenflug versteigert, bei dem auch Leonardo DiCaprio an Bord von SpaceShipTwo sein wird. Der Meistbietende, Wassili Kljukin, ein 37-jähriger, in Monaco lebender Russe, zahlte 1,2 Millionen Euro für den Platz an der Seite des bekannten Schauspielers und Regisseurs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Anfang des Monats wurde nach medizinisch-psychologischen Untersuchungen in der Nähe von Moskau der britischen Sängerin Sarah Brightman die Tauglichkeit für einen Touristenflug zur Internationalen Raumstation an Bord eines Sojus-Raumschiffes attestiert und mittlerweile ein Termin genannt: Oktober 2015. In einem Interview hatte sie berichtet, dass dies bereits seit Langem ein Traum von ihr ist. Die 52-jährige Sängerin hat auf ihrem neuesten Album &#8222;Traumfänger&#8220; auch vom All inspirierte Titel wie &#8222;Venus and Mars&#8220; eingespielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3436.msg255279#msg255279" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Virgin Galactic (ab 1. Mai 2013)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-raumflug-mit-dicaprio/" data-wpel-link="internal">Ein Raumflug mit DiCaprio</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid oder Mond?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-oder-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2013 06:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Einfang]]></category>
		<category><![CDATA[Mondhabitat]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36546</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Vorhaben der NASA, einen Asteroiden einzufangen, ihn in eine Umlaufbahn um den Mond zu verfrachten, um anschließend Astronauten dorthin zu entsenden, war vor einigen Tagen Thema eines Hearings des Komitees für Wissenschaft, Weltraum und Technologie des US-Repräsentantenhauses. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: US House of the Representatives, space.com. Zweck der Veranstaltung war es, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-oder-mond/" data-wpel-link="internal">Asteroid oder Mond?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Vorhaben der NASA, einen Asteroiden einzufangen, ihn in eine Umlaufbahn um den Mond zu verfrachten, um anschließend Astronauten dorthin zu entsenden, war vor einigen Tagen Thema eines Hearings des Komitees für Wissenschaft, Weltraum und Technologie des US-Repräsentantenhauses.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: US House of the Representatives, space.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26052013085610_small_1.jpg" alt="NASA" width="600" height="319"/><figcaption>
So stellte man sich in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts eine Mission zu einem Asteroiden vor. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zweck der Veranstaltung war es, die Frage zu erörtern, welchen Weg die US-amerikanische Raumfahrt einschlagen soll um das Fernziel einer bemannten Marslandung zu erreichen. Während die NASA und das Weiße Haus die Asteroidenmission planen, gibt es in den USA zahlreiche Stimmen, die den Sinn einer solchen Aktion bezweifeln und stattdessen lieber eine erneute Landung und eine permanente Station auf dem Mond sehen würden. Als Teilnehmer bzw. Redner waren neben den Politikern auch Wissenschaftler geladen, darunter auch Dr. Louis Friedman, einer der Autoren der Studie, auf der das Asteroidenkonzept beruht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Erinnerung: Das Konzept der NASA sieht die Asteroidenmission als einen Weg vor, Technologien, die man auch bei einem Flug zum Mars brauchen würde, zu erproben. Also will man 2017 einen etwa sieben Meter großen Brocken einfangen (robotgesteuert) und diesen dann in eine lunare Umlaufbahn bugsieren, um ihn dort auszusetzen. Dann soll eine bemannte Orionkapsel ihn (nach zwei Testflügen in den Jahren 2014 und 2017) 2021 ansteuern, damit US-amerikanische Astronauten ihn betreten können. Soweit der Plan, der die vorherigen Konzepte einer Mondlandung als Zwischenschritt zum Mars ersetzen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Hearing zeigte sich aber, dass nicht jeder der US-amerikanischen Politiker und Wissenschaftler mit dieser Konzeption der zukünftigen bemannten amerikanischen Raumfahrt  einverstanden ist. Vielmehr würde es einige von ihnen als sinnvoller ansehen, den Mond als Zwischenstation zum Mars zu präferieren. Die Gründe dafür sind:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Durch eine Mondlandung können ebenfalls Technologien erprobt werden, die für den Mars von Bedeutung sein können und dieses z.T. auch besser. Dazu gehört die Landung auf und der Aufstieg von einem großen Gesteinskörper mit einem bemannten Raumfahrzeug, etwas, was die NASA seit der letzten Mondlandung nicht mehr gemacht hat.</li><li>Wenn man eine ständig besetzte Station auf dem Mond aufbauen würde, würden Astronauten die Möglichkeit erhalten, dauerhaft in einer Umgebung zu leben, die der des Mars nahe kommt. So wäre ein Aufenthalt auf dem Mond ein Training für den Aufenthalt auf dem Mars. Der Vorsitzende des Komitees, der Republikaner Lamar Smith aus Texas, hieb in diese Kerbe, als er davon sprach, dass er sich keinen besseren Ort als den Mond vorstellen könne, um das Leben und Arbeiten auf einem anderen Himmelskörper zu lernen und zu trainieren.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Louis Friedman hielt dem entgegen, dass der Weg über die Asteroidenmission im Moment aus technischen und finanziellen (laut der Keck-Studie sollen die Kosten für das komplette Missionskozept bei etwa 2,6 Milliarden US-Dollar liegen) Gründen der einzig gangbare sei, um eine Marsmission vorzubereiten. Dies hat auch der Administrator der NASA, Charles Bolden, vor einigen Tagen bei zwei Ansprachen in Washington bestätigt, als er sagte, eine erneute Landung auf dem Mond halte die NASA davon ab, den Mars in den 2030er Jahren zu erreichen.  <br>Grundlegendere Kritik an der Entscheidungsfindung für die Asteroidenmission hatte dagegen Douglas Cooke, ein früherer NASA-Mitarbeiter, der jetzt eine Consulting-Firma leitet. Seiner Meinung nach habe man zu wenige Experten in den Prozess eingebunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einig war man sich hingegen darin, dass die NASA für die Ziele, die sie erreichen soll, auch mit den entsprechenden finanziellen Mitteln ausgestattet werden muss. Da habe sich die Lage in den letzten Jahren verschlechtert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10974.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Asteroid Retrieval Feasibility Study</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-oder-mond/" data-wpel-link="internal">Asteroid oder Mond?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumsonde Cassini: Der Umlauf Nummer 192 steht bevor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-der-umlauf-nummer-192-steht-bevor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 14:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnringe]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36547</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Vormittag des 26. Mai wird die Raumsonde Cassini ihren mittlerweile 192. Umlauf um den Planeten Saturn beginnen. Während der folgenden 12 Tagen sollen speziell die Atmosphäre des Saturn und dessen Ringsystem mit den wissenschaftlichen Instrumenten der Raumsonde eingehend untersucht werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society. Am 26. Mai [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-der-umlauf-nummer-192-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Raumsonde Cassini: Der Umlauf Nummer 192 steht bevor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Vormittag des 26. Mai wird die Raumsonde Cassini ihren mittlerweile 192. Umlauf um den Planeten Saturn beginnen. Während der folgenden 12 Tagen sollen speziell die Atmosphäre des Saturn und dessen Ringsystem mit den wissenschaftlichen Instrumenten der Raumsonde eingehend untersucht werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Die diversen Verästelungen und die gewundene Einzelringe des F-Ringes des Saturn werden durch gravitative Wechselwirkungen mit dem weiter innen liegenden A-Ring und den beiden den F-Ring begrenzenden Saturnmonden Prometheus und Pandora erzeugt. Die hier gezeigte Aufnahme wurde am 25. Dezember 2012 mit der NAC-Kamera im sichtbaren Bereich des Lichts erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Mai 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um den Saturn um 9.38 Uhr MESZ erneut die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apsis_(Astronomie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Apoapsis</a>, den Punkt ihrer größten Entfernung zum zweitgrößten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems erreichen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Raumsonde in einer Entfernung von rund 1,34 Millionen Kilometern zu der obersten Wolkenschicht des Saturn und beginnt damit zugleich ihren mittlerweile 192. Umlauf um den Ringplaneten. Aktuell verfügt <i>Cassini</i> auf ihrer Umlaufbahn um den Saturn über eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnneigung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Inklination</a> von 59,4 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das aus einer Telekamera (NAC) und einer Weitwinkelkamera (WAC) bestehende <a class="a" href="https://www.geoinf.fu-berlin.de/projekte/cassini/cassini_nacwac.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ISS-Kameraexperiment</a>, einem der 12 wissenschaftlichen Instrumenten an Bord von <i>Cassini</i>, sind während des diesmal 12 Tage andauernden Umlaufs &#8211; dieser trägt die Bezeichnung &#8222;Rev 191&#8220; &#8211; insgesamt 26 Beobachtungskampagnen vorgesehen. Die meisten dieser Kampagnen werden sich auf  die Atmosphäre und das Ringsystem des Saturn fokussieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer kurzen Aktivierung der Triebwerke &#8211; dieses Manöver dient einer notwendigen Kurskorrektur der Raumsonde &#8211; wird sich die ISS-Kamera jedoch nur wenige Stunden nach dem Beginn des neuen Umlaufs zuerst auf den kleinen, äußeren Saturnmond Siarnaq richten. Außer den Daten von dessen Umlaufbahn um den Saturn und seinem Durchmesser von rund 40 Kilometern ist über diesen erst im Jahr 2000 entdeckten Mond bisher nur sehr wenig bekannt. Die ISS-Kamera soll Siarnaq über einen Zeitraum von mehreren Stunden aus einer Distanz von rund 11,5 Millionen Kilometern wiederholt abbilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhand der Variationen in der sich bei dieser Beobachtungssequenz ergebenden Lichtkurve und einem Abgleich mit vorherigen Beobachtungen sollen dessen Helligkeitsvariationen und die sich daraus ergebende Rotationsperiode dieses Mondes näher bestimmt werden. Vergleichbare Beobachtungen in den Jahren 2009 und 2010 führten zu widersprüchlichen Resultaten. Die jetzt geplante Messung wird &#8211; zusammen mit weiteren für das Jahr 2013 vorgesehenen Siarnaq-Beobachtungen &#8211; diese Widersprüche hoffentlich bereinigen. Die Beobachtung von Siarnaq ist Bestandteil einer langfristig angelegten Kampagne, in deren Verlauf mehrere der kleinen, äußeren Saturnmonde unter verschiedenen Beleuchtungsverhältnissen aus jeweils mehreren Millionen Kilometern Entfernung abgebildet werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Am 3. Januar 2008 wurde eine Okkultation des Sternes Antares dazu genutzt, um die Dichte der einzelnen Saturnringe eingehender zu untersuchen. Die NAC-Kamera fertigte diese Aufnahme aus einer Entfernung von 541.000 Kilometern zum Saturn an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Mai steht der F-Ring des Saturn auf dem Beobachtungsprogramm wobei einige von dessen diversen Verästelungen und gewundene Einzelringe abgebildet werden sollen. Frühere Beobachtungen zeigten, dass vor allem gravitative Wechselwirkungen mit dem weiter innen liegenden A-Ring und den beiden den F-Ring begrenzenden Saturnmonden Prometheus und Pandora die Struktur des F-Ringes gestalten. Speziell die gravitativen Einflüsse dieser beiden als <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4fermond" target="_blank" data-wpel-link="external">&#8222;Schäfermonde&#8220;</a> fungierenden Monde sind für die Ausbildung der beobachteten Wellenstrukturen des F-Ringes verantwortlich (<a href="https://www.raumfahrer.net/mini-jets-im-f-ring-des-saturn/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den 28. Mai sind die Abbildungen von mehreren der kleinen inneren Saturnmonde vorgesehen, welche dabei im Rahmen sogenannter astrometrischer Beobachtungen fotografiert werden sollen. Die Umlaufbahnen dieser kleinen und entsprechend massearmen Saturnmonde unterliegen einer permanenten gravitativen Beeinflussung durch den Saturn und dessen größeren Monden, was zu minimalen Veränderungen der Mond-Umlaufbahnen führen kann. Das wissenschaftliche Ziel der anzufertigenden Aufnahmen der Monde besteht darin, die derzeit verfügbaren Daten über deren jeweilige Umlaufbahnen noch weiter zu verfeinern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls an diesem Tag wird die ISS-Kamera zusammen mit einem weiteren Instrument der Raumsonde, dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (kurz &#8222;VIMS&#8220;), eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternokkultation</a> dokumentieren. Hierbei wird der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Halbregelm%C3%A4%C3%9Fig_ver%C3%A4nderlicher_Stern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">halbregelmäßig veränderliche</a> Stern <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Granatstern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">My Cephei</a> von Teilen den Ringsystems bedeckt. Durch die sich dabei ergebenden Helligkeitsschwankungen in der Lichtkurve von My Cephei erhoffen sich die an der Kampagne beteiligten Wissenschaftler Aufschlüsse über den Aufbau, die Materialdichte und die Struktur der Ringbereiche, welche den Stern bei dieser Okkultation bedecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Space Science Institute, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
Diese propellerähnliche Struktur innerhalb des A-Ringes des Saturn wurde am 5. Juni 2012 mit der ISS-Kamera abgebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Mai wird die ISS-Kamera dann zunächst den äußeren Bereich des A-Ringes abbilden. Mit den entsprechenden Aufnahmen sollen zum wiederholten Mal sogenannte &#8222;Propellerstrukturen&#8220; in diesem Ring dokumentiert werden. Bei diesen entfernt an Flugzeugpropeller erinnernden, lediglich etwa 15 bis 25 Kilometer großen Strukturen handelt es sich um kleine &#8222;Hohlräume&#8220; innerhalb des A-Ringes, welche durch die gravitativen Einflüsse von vermutlich lediglich wenige Dutzend Kilometer durchmessenden Mini-Monden &#8211; so genannten Moonlets &#8211; verursacht werden. Durch die anzufertigenden Aufnahmen sollen die bisher bekannten Bahnparameter dieser Moonlets noch weiter eingegrenzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere für diesen Tag vorgesehenen Beobachtungen werden den größten der Saturnmonde, den 5.150 Kilometer durchmessenden Titan, zum Ziel haben. Aus einer Entfernung von rund 1,2 Millionen Kilometern soll auf dessen südlicher Hemisphäre nach markanten Wolkenformationen Ausschau gehalten werden. Durch eine kontinuierlich erfolgende Dokumentation solcher Strukturen lassen sich zum Beispiel Aussagen über die gegenwärtig in der Titanatmosphäre vorherrschenden Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten tätigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Beobachtung einer weiteren Sternokkultation &#8211; diesmal wird der Rote Riesenstern R Cassiopeiae von dem Ringsystem bedeckt &#8211; soll die ISS-Kamera zuletzt die Roche-Teilung abbilden, welche sich zwischen dem A-Ring und dem F-Ring des Saturn befindet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, LPG Nantes" width="260"/></a><figcaption>
Über dem Südpol des Titan befindet sich ein ausgedehnter Wolkenwirbel. Die hier gezeigten Falschfarbenaufnahmen dieser Formation wurden am 22. Mai und am 7. Juni 2012 mit dem VIMS-Spektrometer der Raumsonde Cassini im infraroten Wellenbereich des Lichts erstellt 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, LPG Nantes)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. und 31. Mai steht erneut der Titan auf dem Beobachtungsprogramm. Auch hierbei gilt das Interesse der an der Mission beteiligten Wissenschaftler in erster Linie der Dokumentation des dortigen Wettergeschehens. Zusätzlich wird die ISS-Kamera einen ausgedehnten, über dem Südpol dieses Mondes befindlichen Wolkenwirbel abbilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Juni wird <i>Cassini</i> schließlich um 9.01 MESZ die Periapsis, den Punkt der größten Annäherung an den Saturn während dieses Orbits Nummer 192 erreichen und den Planeten in einer Höhe von 557.370 Kilometer über dessen oberster Wolkenschicht passieren. In dieser Phase wird sich die ISS-Kamera in Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten in erster Linie auf verschiedene Bereiche des Ringsystems des Saturn konzentrieren und dabei sowohl den F-Ring als auch den A-Ring erneut abbilden. Hierbei sind auch die Dokumentationen von zwei weiteren Sternbedeckungen vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Juni wird das VIMS-Spektrometer eingesetzt, um auch auf der Nordhemisphäre des Saturn nach markanten Wolkenformationen zu suchen. Diese Scans werden durch begleitende Aufnahmen der ISS-Kamera ergänzt. Einen Tag später sollen dann durch die ISS in erster Linie mehrere Wolkenstrukturen im Detail abgebildet werden. Außerdem sollen die gesammelten Daten genutzt werden, um die Dichte der oberen Bereiche der Saturn-Atmosphäre näher zu bestimmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013161733_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Die oberen Atmosphärenschichten des Titan erscheinen in dieser am 11. September 2011 durch die NAC-Kamera aus einer Entfernung von rund 134.000 Kilometern angefertigten Aufnahme in bläulichen Farbtönen. Tiefer gelegene Schichten werden dagegen orange dargestellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Juni 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> schließlich um 8.29 MESZ in einer Entfernung von rund 1,4 Millionen Kilometern zum Saturn erneut die Apoapsis erreichen und damit auch diesen 192. Umlauf um den Ringplaneten beenden. Für den dann beginnenden Orbit Nummer 193 sind erneut diverse Beobachtungen des Ringsystems und der Atmosphäre des Saturn sowie verschiedener Saturnmonde vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <i>Cassini-Huygens</i> ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der italienischen Weltraumagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), leitet die Mission im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll <i>Cassini</i> den Saturn noch bis zum Jahr 2017 erkunden und am 15. September 2017 aufgrund des dann nahezu komplett aufgebrauchten Treibstoffvorrates kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.240" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=704.210" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.510" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumsonde CASSINI</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Internetseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220121074330/http://ciclops.org/index.php?js=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CICLOPS</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-der-umlauf-nummer-192-steht-bevor/" data-wpel-link="internal">Raumsonde Cassini: Der Umlauf Nummer 192 steht bevor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Opportunity ist auf Südkurs</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-ist-auf-suedkurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 13:51:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrstrecke]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Marswinter]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36560</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Opportunity hat seine Untersuchungen am Cape York zu Beginn der letzten Woche beendet und befindet sich mittlerweile auf dem Weg zu einer rund zwei Kilometer entfernten Geländeerhebung namens Cape Tribulation. Hier soll der Rover ab dem August 2013 den nächsten Winter auf dem Mars verbringen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, The [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-ist-auf-suedkurs/" data-wpel-link="internal">Marsrover Opportunity ist auf Südkurs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Opportunity hat seine Untersuchungen am Cape York zu Beginn der letzten Woche beendet und befindet sich mittlerweile auf dem Weg zu einer rund zwei Kilometer entfernten Geländeerhebung namens Cape Tribulation. Hier soll der Rover ab dem August 2013 den nächsten Winter auf dem Mars verbringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, The Planetary Society, Unmanned Spaceflight, Malin Space Science Systems.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum)" width="300" height="450"/></a><figcaption>
Der von Opportunity während der letzten Monate zurückgelegte Weg. Die bisher letzte Fahrt erfolgte am Sol 3312, dem 19. Mai 2013. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Eduardo Tesheiner (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 9. August 2011, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sol</a> 2.681 seiner Mission, erreichte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Opportunity</i> die Südspitze des Cape York. Hierbei handelt es sich um eine mehrere hundert Meter lange und nur wenige Meter über die Umgebung herausragende Geländeerhebung, welche sich direkt am westlichen Rand des etwa 22 Kilometer durchmessenden Endeavour-Kraters befindet. Vorherige Untersuchungen des NASA-Marsorbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) deuteten zweifelsfrei darauf hin, dass sich am Westrand dieses Kraters an verschiedenen Stellen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schichtsilikate" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtsilikate</a> und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tonmineral" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tonminerale</a> abgelagert haben. Dies, so die Wissenschaftler der NASA, ist ein eindeutiger Hinweis auf eine früher erfolgte Interaktion der dortigen Oberfläche mit Wasser. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die folgenden Monate verbrachte  <i>Opportunity</i> damit, den Bereich des Cape York ausführlich mit seinen Kameras abzubilden und mit seinen wissenschaftlichen Instrumenten zu analysieren. Seit dem Oktober 2012 konzentrierten sich die wissenschaftlichen Aktivitäten des Rovers dabei auf die im östlichen Bereich des Cape York gelegene Region &#8222;Matijevic Hill&#8220;. Dort konnte das CRISM-Spektrometer an Bord des <i>MRO</i> zuvor die höchste Konzentration von <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Smektitgruppe" target="_blank" data-wpel-link="external">Smektiten</a> registrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eingehende Analysen verschiedener Formationen von offen zutage liegenden Grundgestein zeigten den an den Untersuchungen beteiligten Wissenschaftlern, dass diese Region tatsächlich einstmals über längere Zeiträume hinweg mit Wasser interagiert haben muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Messungen durch das vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz entwickelte <a class="a" href="http://www.apxs.mpich.de/apxs.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">APX-Spektrometer</a> zeigten zum Beispiel, dass die zuletzt untersuchte Gesteinsformation &#8222;Esperance&#8220; einen deutlich höheren Anteil an Aluminium- und Siliziumoxiden aufweist als andere Gesteine, welche der Rover während seiner mittlerweile über neunjährigen Erforschung der Marsoberfläche untersuchte. Dagegen fällt der gemessene Anteil von Kalzium und Eisen hier niedriger aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University" width="300" height="301"/></a><figcaption>
Eine Falschfarbenaufnahme der Gesteinsformation Esperance. Die drei verwendeten Einzelbilder wurden am 28. März 2013 mit der Panoramakamera des Rovers aufgenommen.
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorläufige Interpretationen dieser Daten gehen davon aus, dass sich Esperance aus Tonmineralen zusammensetzt, welche in der Vergangenheit durch eine intensive, durch Wasser verursachte Veränderung der dortigen Oberfläche erzeugt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es scheint so, als ob es umfangreiche, aber schwache Veränderungen bei &#8218;Whitewater Lake&#8216; [einer weiteren Gesteinsformation in diesem Bereich] gegeben hat. Bei &#8218;Esperance&#8216; kam es dagegen besonders entlang von verschiedenen Rissen, durch welche einstmals Wasser geströmt sein könnte, zu intensiven Veränderungen&#8220;, so Dr. Steve Squyres von der Cornell University, der leitende Wissenschaftler der <i>Opportunity</i>-Mission.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Ein neuer Streckenrekord</strong> <br>Die Untersuchungen im Bereich des Cape York wurden schließlich am 13. Mai, dem Sol 3307der Mission, beendet und am darauffolgenden Tag absolvierte der Rover eine Fahrt über 24,9 Meter in die südliche Richtung. Hierauf folgten in schneller Folge drei weitere Fahrten, bei denen am 15., 16. und 19. Mai insgesamt weitere 270 Meter in die südwestliche Richtung zurückgelegt werden konnten. Am 15. Mai stellte <i>Opportunity</i> dabei nach einer Fahrt über 80 Meter und mit einer bis dahin zurückgelegten Strecke von 35.760 Metern einen neuen NASA-internen Rekord auf. Kein von der US-amerikanischen Weltraumbehörde betriebenes Fahrzeug konnte bisher auf einem fremden Himmelskörper eine größere Entfernung überbrücken (<a href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-mit-jetzt-zweitlaengster-fahrstrecke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in den kommenden Tagen soll sich der Rover weiter zügig in die südliche Richtung bewegen. Das dabei angepeilte Ziel ist eine weitere, derzeit noch etwa 2,2 Kilometer entfernt liegende Geländeerhebung namens Solander Point. Wie auch bei dem zuvor untersuchten Cape York handelt es sich bei Solander Point um einen Teilbereich vom Westrand des Endeavour-Kraters. An der Nordseite dieser etwa 80 Meter hohen Geländeerhebung soll <i>Opportunity</i> dann den kommenden Marswinter verbringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Quartier für den nächsten Winter</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="300" height="175"/></a><figcaption>
Opportunity soll möglichst bis Anfang August 2013 die nördliche Flanke der Formation Solander Point erreichen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu dem zweiten derzeit aktiven Marsrover, dem durch einen Radioisotopengenerator mit Strom versorgten Rover <i>Curiosity</i>, ist  der mit Solarpaneelen ausgestattete Rover <i>Opportunity</i> bezüglich seiner Energieversorgung ausschließlich auf die Sonnenenergie angewiesen. Aufgrund des Fortschreitens der Jahreszeiten &#8211; am 31. Juli 2013 beginnt auf der südlichen Hemisphäre des Mars der Herbst und <i>Opportunitys</i> gegenwärtiges Operationsgebiet befindet sich bei 2,3 Grad südlicher Breite &#8211; wird die Sonne in der zweiten Hälfte des Jahres von Tag zu Tag eine immer niedrigere Höhe über dem Horizont erreichen, was letztendlich zu einer immer geringeren täglichen Energieausbeute der Solarzellen führen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Effekt kann teilweise ausgeglichen werden, indem der Rover die &#8222;dunkle Jahreszeit&#8220; auf einem nach Norden ausgerichteten Berghang verbringt. Dabei werden die Solarpaneele des Rovers automatisch in Richtung auf die Sonne ausgerichtet, was wiederum eine höhere Energieausbeute zur Folge haben wird. Ein solches &#8222;Parken&#8220; in einem Winterquartier war in den vergangenen Jahren bei dem weiter südlich operierenden, mittlerweile aber nicht mehr aktiven  Zwillingsrover von <i>Opportunity</i>, dem Rover <i>Spirit</i>, üblich. Und auch <i>Opportunity</i> verbrachte seinen bisher letzten Marswinter &#8222;stationär&#8220; am Nordhang des Cape York (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-auf-dem-weg-zum-winterquartier/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Basierend auf unseren aktuellen Berechnungen bezüglich der zu erwartenden Bedeckung der Solarpaneele des Rovers mit Staubablagerungen sind wir bemüht, noch vor dem Einsetzten des mittlerweile sechsten Winters, den <i>Opportunity</i> auf dem Mars verbringen wird, ein Gebiet zu erreichen, welches eine Neigung von mindestens 15 Grad in die nördliche Richtung aufweist&#8220;, so Scott Lever, einer der Projektmanager der <i>Mars Exploration Rover</i>-Mission vom JPL. &#8222;Solander Point bietet uns diese Neigung.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_big_4.gif" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013155111_small_4.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Seit Anfang Mai 2013 konnte über dem Meridiani Planum, dem Operationsgebiet von Opportunity, eine Zunahme des Staubanteils in der Atmosphäre beobachtet werden. Die erste Aufnahme der vorderen rechten HazCam wurde am Sol 3296, dem 2. Mai 2013 um 14:02 lokaler Marszeit angefertigt. An diesem Tag lag der Tau-Wert, welcher die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen beschreibt, bei einem Wert von 0,85. Das zweite Bild vom Sol 3301 wurde am 7. Mai 2013 um 13:51 lokaler Marszeit angefertigt. An diesem Tag lag der Tau-Wert bereits bei 1,53. Deutlich erkennbar ist, dass der von dem Rover geworfene Schatten aufgrund des verminderten Sonnenlichtes in der Aufnahme vom Sol 3301 weniger stark ausgeprägt ist als noch einige Tage zuvor. Mittlerweile ist der Staubanteil jedoch wieder deutlich gesunken. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zum letzten Marswinter wird <i>Opportunity</i> in diesem Jahr aufgrund der deutlich größeren Anzahl von steileren Hängen im Bereich des Solander Point aller Wahrscheinlichkeit auch dazu in der Lage sein, seine Positionen während des etwa sechs Monate andauernden Marswinters zu verändern und dabei immer wieder neue Ziele anzusteuern, welche dann in Form von weiteren Fotoaufnahmen und spektroskopischen Messungen untersucht werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zu seinem nächsten Winterquartier wird der Rover jedoch zunächst eine flache, etwa 200 Meter breite Ebene namens Botany Bay durchqueren und sich dabei zwei weiteren Geländeerhebungen namens &#8222;Sutherland Point&#8220; und &#8222;Nobby&#8217;s Head&#8220; nähern. Abhängig von der aktuellen Situation beim Erreichen dieser Formationen besteht hier ein gewisser Spielraum für weitere, diesmal aber nur kurz andauernde Untersuchungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Staubsturmsaison auf dem Mars</strong> <br>Neben dem technischen Zustand, und dieser kann trotzt des hohen Einsatzalters immer noch als gut bezeichnet werden, muss bei der Durchführung der Mission jedoch immer auch ein Auge auf die aktuelle Energiesituation des ausschließlich mittels Sonnenergie betriebenen Rovers geworfen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten Wochen haben sich auf dem Mars verschiedene Staubstürme entwickelt, welche <i>Opportunity</i> jedoch nicht direkt getroffen haben. Trotzdem führte der dabei in Marsatmosphäre beförderte Staub zu einer deutlich erkennbaren Eintrübung der Luft und einer daraus resultierenden Abnahme der täglich zur Verfügung stehenden Energiemenge. Diese allgemeine Entwicklung, welche in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet werden konnte, ist jedoch in Anbetracht der gegenwärtigen Jahreszeit auf dem Mars normal und hat sich auch in diesem Jahr nicht weiter negativ auf den operativen Betrieb des Rovers ausgewirkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ein Überblick über die Entwicklung der Energiewerte von <i>Opportunity</i> während der letzten Wochen. Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub und Wassereiskristallen. Je mehr Staub sich in der Atmosphäre des Planeten befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit der Solarzellen gibt dagegen an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele des Rovers trotz einer bedeckenden Staubschicht erreicht und letztendlich zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Je niedriger der Tau-Wert und je höher der Faktor für die Lichtdurchlässigkeit ausfällt, desto besser ist dies für den Energiehaushalt des ausschließlich mittels Sonnenenergie betriebenen Rovers. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>15.05.2013:  0,431 kWh/Tag , Tau-Wert 1,210 , Lichtdurchlässigkeit 57,60 Prozent</li><li>08.05.2013:  0,385 kWh/Tag , Tau-Wert 1,450 , Lichtdurchlässigkeit 58,40 Prozent</li><li>30.04.2013:  0,506 kWh/Tag , Tau-Wert 0,672 , Lichtdurchlässigkeit 57,30 Prozent</li><li>09.04.2013:  0,557 kWh/Tag , Tau-Wert 0,677 , Lichtdurchlässigkeit 61,70 Prozent</li><li>01.04.2013:  0,559 kWh/Tag , Tau-Wert 0,741 , Lichtdurchlässigkeit 63,60 Prozent</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem Sol 3313 seiner Mission, hat der Rover <i>Opportunity</i> insgesamt rund 35.950 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt und dabei <a class="a" href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?search=spirit+opportunity&amp;types=images&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">fast 179.500 Bilder</a> von der Oberfläche und der Atmosphäre des &#8222;Roten Planeten&#8220; aufgenommen und an sein Kontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.4875" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-ist-auf-suedkurs/" data-wpel-link="internal">Marsrover Opportunity ist auf Südkurs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cassini: Saturnorbit Nummer 191 und Titan-Vorbeiflug</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cassini-saturnorbit-nummer-191-und-titan-vorbeiflug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 17:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnmond]]></category>
		<category><![CDATA[Seen]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36575</guid>

					<description><![CDATA[<p>In wenigen Stunden beginnt ein neuer Umlauf der Raumsonde Cassini um den Saturn. Den Höhepunkt dieses neun Tage andauernden Orbits Nummer 191 bildet ein für den 23. Mai geplanter dichter Vorbeiflug der Raumsonde an dem Saturnmond Titan. Hierbei sollen mit einem Radar-Instrument speziell die Seen auf diesem Mond untersucht werden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-saturnorbit-nummer-191-und-titan-vorbeiflug/" data-wpel-link="internal">Cassini: Saturnorbit Nummer 191 und Titan-Vorbeiflug</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In wenigen Stunden beginnt ein neuer Umlauf der Raumsonde Cassini um den Saturn. Den Höhepunkt dieses neun Tage andauernden Orbits Nummer 191 bildet ein für den 23. Mai geplanter dichter Vorbeiflug der Raumsonde an dem Saturnmond Titan. Hierbei sollen mit einem Radar-Instrument speziell die Seen auf diesem Mond untersucht werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Der Saturnmond Titan &#8211; aufgenommen am 20. September 2012 durch die NAC-Kamera aus einer Entfernung von 2,9 Millionen Kilometern. Die Aufnahme wurde mit einem Spektralfilter bei einer Wellenlänge von 938 Nanometern erstellt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Mai 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um den Saturn um 2.30 Uhr MESZ erneut die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apsis_(Astronomie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Apoapsis</a>, den Punkt ihrer größten Entfernung zum zweitgrößten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems erreichen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Raumsonde in einer Entfernung von rund 1,3 Millionen Kilometern zu der obersten Wolkenschicht des Saturn und beginnt damit zugleich ihren mittlerweile 191. Umlauf um den Ringplaneten. Aktuell verfügt <i>Cassini</i> auf ihrer Umlaufbahn um den Saturn immer noch über eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnneigung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Inklination</a> von 61,7 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das aus einer Telekamera (NAC) und einer Weitwinkelkamera (WAC) bestehende <a class="a" href="https://www.geoinf.fu-berlin.de/projekte/cassini/cassini_nacwac.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ISS-Kameraexperiment</a>, einem der 12 wissenschaftlichen Instrumenten an Bord von <i>Cassini</i>, sind während des erneut 9,6 Tage andauernden Orbits &#8211; dieser trägt die Bezeichnung &#8222;Rev 190&#8220; &#8211; insgesamt 26 Beobachtungskampagnen vorgesehen. Die meisten dieser Kampagnen werden sich auf den größten der derzeit 62 bekannten Monde des Saturn, den 5.150 Kilometer durchmessenden Mond Titan, konzentrieren, welcher am 23. Mai im Rahmen eines gesteuerten Vorbeifluges von der Raumsonde passiert werden wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste beiden Beobachtungen werden bereits mehrere Stunden nach dem Beginn des neuen Orbits erfolgen, wobei die ISS-Kamera zuerst den Saturn und dann den Mond Titan aus mehreren Millionen Kilometern Entfernung abbilden wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittels der hierbei geplanten Abbildungen der Atmosphären dieser beiden Himmelskörper durch die WAC-Kamera, welche Bestandteile von langfristig ausgelegten &#8222;Sturmbeobachtungskampagnen&#8220; sind, sollen erneut aktuelle Daten über das dortige Wettergeschehen gesammelt werden. Durch die Beobachtung von kleineren Sturmgebieten und markanten Wolkenformationen in den Atmosphären des Ringplaneten und des Titan lassen sich zum Beispiel Aussagen über die dort gegenwärtig vorherrschenden Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten tätigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Im Zentrum dieser Aufnahme der ISS-Kamera befindet sich der Saturnmond Anthe. Im Bereich von dessen Umlaufbahn ist ein feiner Ring erkennbar, welcher aus Material von der Oberfläche des Mondes gespeist wird. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als nächstes steht der G-Ring des Saturn auf dem Beobachtungsprogramm der ISS-Kamera, welcher in erster Linie durch Material gespeist wird, das von der Oberfläche des Mondes Anthe stammt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Beobachtungskampagne sollen mehrere der kleineren inneren Saturnmonde im Rahmen sogenannter astrometrischer Beobachtungen abgebildet werden. Die Umlaufbahnen dieser kleinen und entsprechend massearmen Saturnmonde unterliegen einer permanenten gravitativen Beeinflussung durch den Saturn und dessen größeren Monden, was zu minimalen Veränderungen der jeweiligen Umlaufbahnen führen kann. Das wissenschaftliche Ziel der anzufertigenden Aufnahmen der Monde besteht darin, die derzeit verfügbaren Daten über deren jeweilige Umlaufbahnen noch weiter zu verfeinern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. Mai wird die ISS-Kamera dann den äußeren Bereich des A-Ringes abbilden. Mit den entsprechenden Aufnahmen sollen zum wiederholten Mal sogenannte &#8222;Propellerstrukturen&#8220; in diesem Ring dokumentiert werden. Bei diesen entfernt an Flugzeugpropeller erinnernden, lediglich etwa 15 bis 25 Kilometer großen Strukturen handelt es sich um kleine &#8222;Hohlräume&#8220; innerhalb des A-Ringes, welche durch die gravitativen Einflüsse von vermutlich lediglich wenige Dutzend Kilometer durchmessenden Mini-Monden &#8211; so genannten Moonlets &#8211; verursacht werden (<a href="https://www.raumfahrer.net/mini-jets-im-f-ring-des-saturn/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a> über den bei der Entstehung solcher &#8222;Propellerstrukturen&#8220; zugrunde liegenden Prozess). Durch die anzufertigenden Aufnahmen sollen die bisher bekannten Bahnparameter dieser Moonlets noch weiter verfeinert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Space Science Institute, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
Diese propellerähnliche Struktur innerhalb des A-Ringes des Saturn wurde am 5. Juni 2012 mit der ISS-Kamera abgebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Mai wird sich die ISS-Kamera erneut auf den Saturn richten. In Zusammenarbeit mit einem der Spektrometer der Raumsonde, dem Ultraviolet Imaging Spectrometer (UVIS), soll die ISS-Kamera hierbei die Südpolregion des Saturn abbilden. Neben der Suche nach Polarlichtern dienen diese Beobachtungen dazu, die Rotationsperiode des Saturn-Magnetfeldes näher zu bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Mai wird <i>Cassini</i> schließlich um 21.22 MESZ die Periapsis, den Punkt der größten Annäherung an den Saturn während dieses Orbits Nummer 191 erreichen und den Planeten in einer Höhe von 316.000 Kilometer über dessen oberster Wolkenschicht passieren. Neben verschiedenen Abbildungen der Monde Titan und Mimas ist in dieser Phase des Orbits Nummer 191 die Dokumentation einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternokkultation</a> vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei wird der Stern Theta Carinae von Teilen den Ringsystems bedeckt. Durch die sich dabei ergebenden Helligkeitsschwankungen in der Lichtkurve von Theta Carinae erhoffen sich die an dieser Kampagne beteiligten Wissenschaftler Aufschlüsse über den Aufbau, die Materialdichte und die Struktur der Ringbereiche, welche den Stern bei dieser Okkultation bedecken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Tage nach dem Passieren der Periapsis wird <i>Cassini</i> am 23. Mai 2013 schließlich den Saturnmond Titan mit einer Geschwindigkeit von 5,9 Kilometern pro Sekunde überfliegen. Dieser mittlerweile 92. gesteuerte Vorbeiflug der Raumsonde am Titan, das Manöver trägt die Bezeichnung &#8222;T-91&#8220;, ist der dritte von insgesamt acht in diesem Jahr erfolgenden Vorbeiflügen am Titan. Die dichteste Annäherung an den Titan, welche diesmal 970 Kilometer betragen wird, soll die Raumsonde dabei um 19.33 MESZ erreichen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, ASI, Cornell University" width="260"/></a><figcaption>
In dieser Radar-Aufnahme der Raumsonde Cassini präsentieren sich die erkennbaren Kohlenwasserstoffseen auf dem Titan in unterschiedlichen Helligkeiten. Eventuell ist hierfür eine die Oberfläche der Seen bedeckende Eisschicht verantwortlich. Die Aufnahme wurde am 22. Mai 2012 angefertigt und verfügt über eine Auflösung von rund 350 Metern pro Pixel. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, ASI, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Anflugphase wird eines der Spektrometer der Raumsonde, das Composite Infrared Spectrometer (CIRS), aktiv sein und die Nachtseite des Titan abtasten. Hierbei sollen Daten über die zu diesem Zeitpunkt auf der Oberfläche und in der Stratosphäre vorherrschenden Temperaturen gesammelt werden. Weitere Messungen des CIRS, welche im mittleren und Fern-Infrarotbereich erfolgen, dienen unter anderem dazu, um die Verteilung von Aerosolen und verschiedener chemischer Verbindungen in den oberen Schichten der Titanatmosphäre zu bestimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel zu diesen Messungen wird auch die ISS-Kamera aktiv sein, welche sowohl mit der WAC-Kamera als auch mit der NAC-Kamera diverse Aufnahmen der nördlichen Hemisphäre des Titan erstellen soll. Das &#8222;Zielgebiet&#8220; der NAC-Kamera wird einige der größten <a href="https://www.raumfahrer.net/titansee-ontario-lacus-aehnelt-der-etosha-pfanne/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Methan-Seen</a> in dieser Region &#8211; nämlich Bolsena Lacus, Neagh Lacus und Ladoga Lacus &#8211; beinhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Phase der dichtesten Annäherung wird schließlich das RADAR-Instrument von <i>Cassini</i> die wissenschaftlichen Arbeiten der Raumsonde dominieren. Unmittelbar vor der dichtesten Annäherung soll das Instrument die südlichen und östlichen Bereiche des Kraken Mare, des mit einer Fläche von etwa 400.000 Quadratkilometer größten Methansees auf dem Titan im <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Synthetic_Aperture_Radar" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">SAR-Modus</a> abtasten. Kurz darauf wird das Ligeia Mare, ein weiterer mit Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllter See, in den Aufnahmebereich des RADAR rücken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Messungen, so die Erwartungen der Wissenschaftler der <i>Cassini</i>-Mission, können minimalste Höhenunterschiede auf der Oberfläche dieser Seen erkannt werden, welche sich im Millimeterbereich bewegen und die durch Wellenbewegungen ausgelöst werden, welche ihren Ursprung in Windeinflüssen, durch die Strömungen der diversen Zuflüsse von Kohlenwasserstoffverbindungen oder in <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gezeiten" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Gezeitenbewegungen</a> haben können. In der Abflugphase wird sich das RADAR dann unter anderem auf die Region Ardiri &#8211; hierbei handelt es sich um ein ausgedehntes Dünenfeld im Bereich des Äquators des Titan &#8211; richten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052013191557_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, LPG Nantes" width="260"/></a><figcaption>
Über dem Südpol des Titan befindet sich ein ausgedehnter Wolkenwirbel. Die hier gezeigten Falschfarbenaufnahmen dieser Formation wurden am 22. Mai und am 7. Juni 2012 mit dem VIMS-Spektrometer der Raumsonde Cassini im infraroten Wellenbereich des Lichts erstellt 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, LPG Nantes)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Beobachtungen wird sich erneut die ISS-Kamera auf den Titan ausrichten und diesen bis zum 25. Mai mehrfach abbilden. Die dabei anzufertigenden Aufnahmen sollen genutzt werden, um eine bereits bestehende <a class="a" href="https://www.jpl.nasa.gov/news/cassini-shapes-first-global-topographic-map-of-titan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">topografische Karte der Titanoberfläche</a> noch weiter zu verfeinern. Zudem wird die ISS-Kamera einen über dem Südpol des Titan befindlichen Wolkenwirbel mit einer zuvor nicht erreichten Auflösung abbilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Mai 2013 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> schließlich um 9.38 MESZ in einer Entfernung von rund 1,3 Millionen Kilometern zum Saturn erneut die Apoapsis erreichen und damit auch diesen 191. Orbit um den Ringplaneten beenden. Für den dann beginnenden Orbit Nummer 192 sind erneut diverse Beobachtungen des Ringsystems und der Atmosphäre des Saturn sowie verschiedener Saturnmonde vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <i>Cassini-Huygens</i> ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der italienischen Weltraumagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), leitet die Mission im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll <i>Cassini</i> den Saturn noch bis zum Jahr 2017 erkunden und am 15. September 2017 aufgrund des dann nahezu komplett aufgebrauchten Treibstoffvorrates kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.240" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=704.210" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.495" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumsonde CASSINI</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Internetseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220121074330/http://ciclops.org/index.php?js=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CICLOPS</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-saturnorbit-nummer-191-und-titan-vorbeiflug/" data-wpel-link="internal">Cassini: Saturnorbit Nummer 191 und Titan-Vorbeiflug</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2013 09:50:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Bohrung]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36583</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auch der Marsrover Curiosity hat die erst kürzlich beendete Sonnenkonjunktion gut überstanden und konnte seine Arbeiten mittlerweile wieder aufnehmen. In den nächsten Tagen soll der Rover dabei eine zweite Bohrung auf der Marsoberfläche durchführen und die so gewonnenen Materialproben anschließend ausführlich untersuchen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Vertont von Peter Rittinger. Aufgrund [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor-2/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auch der Marsrover Curiosity hat die erst kürzlich beendete Sonnenkonjunktion gut überstanden und konnte seine Arbeiten mittlerweile wieder aufnehmen. In den nächsten Tagen soll der Rover dabei eine zweite Bohrung auf der Marsoberfläche durchführen und die so gewonnenen Materialproben anschließend ausführlich untersuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, USGS. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-11-86169.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Bereits in wenigen Tagen soll der Rover Curiosity die Gesteinsformation &#8222;Cumberland&#8220; ansteuern, um dort eine weitere Bohrung durchzuführen. Cumberland befindet sich 2,75 Meter westlich vom aktuellen Standort des Rovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der erst kürzlich beendeten Konjunktionsstellung des Mars &#8211; hierbei handelt es sich um eine etwa alle 26 Monate auftretenden Planetenstellung, bei der sich der Mars von der Erde aus gesehen direkt neben der Sonne befindet &#8211; war im Zeitraum zwischen dem 4. April und dem 1. Mai 2013 keine direkte Kommunikation mit dem auf der Marsoberfläche operierenden Rover <i>Curiosity</i> möglich (<a href="https://www.raumfahrer.net/endlich-wieder-mehr-neuigkeiten-vom-mars/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete über diese Konjunktion</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings war <i>Curiosity</i> während der vierwöchigen Kommunikationsunterbrechung nicht untätig. Vielmehr nutzte der Rover mehrere seiner insgesamt zehn wissenschaftlichen Instrumente, um die Untersuchungen des Mars autonom fortzusetzen. Die dabei gesammelten Messwerte der Instrumente RAD, REMS und DAN wurden zunächst im Bordcomputer des Rovers abgelegt beziehungsweise an die beiden im Marsorbit befindlichen NASA-Orbiter <i>Mars Odyssey</i> und <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> übermittelt und erst nach dem Ende der Konjunktion von dort aus an die Stationen des <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> (DSN) der NASA übertragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Auswertung der ebenfalls übermittelten Telemetriewerte des Rovers zeigte sich, dass <i>Curiosity</i> sich in einem guten Zustand befindet und die vierwöchige Phase der Sonnenkonjunktion ohne zwischenzeitlich aufgetretene Probleme überstanden hat. Bereits am 2. Mai konnte der Rover &#8211; mit neuen Kommandos von seinem Kontrollzentrum versehen &#8211; den wissenschaftlichen Betrieb fortsetzen, wobei unter anderem auch der Laser der ChemCam zum Einsatz kam. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eine 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fabgleich" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Weißabgleich</a>
-Nahaufnahme der Formation Cumberland, angefertigt am 19. Februar 2013 mit der MastCam-100 des Rovers. Der derzeit für die Bohrung favorisierte Bereich befindet sich unten rechts im Bild. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Software</strong> <br>In den folgenden Tagen wurde dem Rover eine neue, für den Einsatz und die Aktivitäten auf der Marsoberfläche optimierte Version seiner &#8222;Flugsoftware&#8220; überspielt. Während der letzten beiden Tage wurde die Funktionalität der Software überprüft, wobei ein besonderes Augenmerk auf die präzise Ausrichtung der verschiedenen Kameras gelegt wurde. Obwohl dabei bisher keine Probleme auftraten sind zunächst noch weitere Analysen und Tests vorgesehen, bevor der Rover seine ihm zur Verfügung stehenden Kapazitäten wieder voll ausschöpfen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine weitere Bohrung ist geplant</strong> <br>Zeitgleich wählten die an der Mission beteiligten Wissenschaftler ein neues Bodenziel aus, welches in den kommenden Tagen mit dem am Kopfstück des Instrumentenarms montierten Gesteinsbohrer angebohrt werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für diese Bohrung ausgewählte Gesteinsformation &#8222;Cumberland&#8220; befindet sich lediglich 2,75 Meter westlich von der Formation &#8222;John Klein&#8220;, an der <i>Curiosity</i> bereits am 2. Februar 2013 erstmals seinen Bohrer einsetzte (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-bohrt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und die in den folgenden Monaten ausführlich untersucht wurde. Die entsprechenden Analysen führten zu dem Ergebnis, dass der Mars in diesem Bereich seiner Oberfläche in der Vergangenheit Bedingungen aufwies, welche die Existenz von primitiven Lebensformen prinzipiell begünstigt haben könnten (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die jetzt geplante Untersuchung einer zweiten Bohrprobe, welche nur wenige Meter entfernt genommen wird, sollen die Ergebnisse der ersten Bohrung bestätigt werden. Sehr wahrscheinlich auftretende <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzkontamination" target="_blank" data-wpel-link="external">Kreuzkontaminationen</a> durch das zuvor durch den Bohrer bei &#8222;John Klein&#8220; entnommene Material dürften unwesentlich sein, da beide Gesteinsformationen über eine vergleichbare Zusammensetzung verfügen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10052013115023_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eine weitere Aufnahme von Cumberland. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wesentliche Unterschiede scheinen darin zu liegen, dass die jetzt gewählte Formation &#8222;Cumberland&#8220; über eine körnigere Oberfläche verfügt, welche dem Gestein ein unebenes Aussehen verleihen. Bei diesen auch bei &#8222;John Klein&#8220; beobachteten Körnern handelt es sich um erosionsbeständige <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Konkretion" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mineral-Konktretionen</a>, welche sich vor langer Zeit unter dem Einfluss von Wasser gebildet haben. Die Analyse einer Probe, welche mehr Material von diesen Konkretionen enthält, könnte laut den beteiligten Wissenschaftlern Informationen über die Variabilität innerhalb der Gesteinsschicht liefern, in der sich sowohl &#8222;John Klein&#8220; als auch &#8222;Cumberland&#8220; befinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong> <br>Bereits in wenigen Tagen soll sich <i>Curiosity</i> in Bewegung setzen und die wenigen Meter bis zur Cumberland-Formation überbrücken. Nach der dortigen Entnahme der Bohrprobe, einer eingehenden Untersuchung dieser Probe durch die Analyseinstrumente CheMin und SAM und begleitenden Kameraaufnahmen soll der Rover noch verschiedene weitere Messungen im Bereich seines aktuellen Standortes durchführen. Derzeit wurde noch nicht entschieden, wie lange diese Untersuchungen im Detail andauern werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss dieser Analysen soll <i>Curiosity</i> seine Fahrt durch den Gale-Krater jedoch fortsetzen und sich dabei in die Richtung des im Zentrum des 154 Kilometer durchmessenden Gale-Kraters gelegenen Zentralberges begeben. Mit dieser Fahrt zum Aeolis Mons, so der Name dieses Berges, wird der Rover dann den Rest dieses Jahres beschäftigt sein. Die Fahrt soll dabei lediglich für einige wenige Untersuchungen, durch welche das überbrückte Gelände weiter analysiert werden soll, kurz unterbrochen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 270 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von etwa 746 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. In diesem Zeitraum haben die Kamerasysteme des Rovers bisher 51.896 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2205" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-eine-weitere-bohrung-steht-bevor-2/" data-wpel-link="internal">Marsrover Curiosity: Eine weitere Bohrung steht bevor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-11-86169.mp3" length="8527600" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>NASA-Einrichtungen auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-einrichtungen-auf-dem-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 09:49:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kürzungen]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Stilllegung]]></category>
		<category><![CDATA[Teststand]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36517</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer Rechnungsprüfung der NASA wurde nun eine Diskussion über verschiedene selten genutzte NASA-Einrichtungen los getreten. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. Aufgrund der prekären Situation im US-Haushalt und den damit verbundenen Budgetkürzungen in staatlichen Einrichtungen, zu denen auch die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA gehört, überlegt man nun angestrengt, wie man Kosten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-einrichtungen-auf-dem-pruefstand/" data-wpel-link="internal">NASA-Einrichtungen auf dem Prüfstand</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen einer Rechnungsprüfung der NASA wurde nun eine Diskussion über verschiedene selten genutzte NASA-Einrichtungen los getreten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: NASA, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der prekären Situation im US-Haushalt und den damit verbundenen Budgetkürzungen in staatlichen Einrichtungen, zu denen auch die Luft- und Raumfahrtbehörde NASA gehört, überlegt man nun angestrengt, wie man Kosten sparen kann. Zum einen sind bereits Dienstreisen von NASA-Mitarbeitern entfallen, worauf auch einige Veranstaltungen in den USA abgesagt wurden. Ohne die Anwesenheit von NASA-Spezialisten macht so manche Veranstaltung keinen Sinn. 
<br>
Am 27. Februar veröffentlichte das Büro für Verwaltung und Haushalt Richtlinien zur genauen Überprüfung von Neueinstellungen, Ausbildung, Konferenzen, Reisen sowie Prämien für Angestellte. Diese stehen im Zusammenhang mit der sogenannten Sequestration (Zwangsverwaltung), die am 1. März aufgrund der nach wie vor ungeklärten Verschuldungslage öffentlicher Haushalte in den USA Auswirkungen auf staatliche Zahlungen hat. Am 23. März wurden alle Bildungs- und Öffentlichkeitsprogramme der NASA vorläufig eingestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile wurden Überprüfungen auch in anderen Bereichen vorgenommen. Diese betreffen beispielsweise die Auslastung verschiedener NASA-Einrichtungen, so Windkanäle, Prüfstände, Vakuumkammern sowie Start- und Landeplätze. Einige von ihnen wurden in den letzten Jahrzehnten nicht oder kaum benutzt, verursachen aber Unterhaltungs- und Reparaturkosten, die teilweise recht beträchtlich sind. Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten schlägt der NASA-Generalinspekteur nun vor, einige davon einzumotten oder zu schließen bzw. abzureißen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies betrifft insgesamt 14 der 33 auf der Liste stehenden Einrichtungen, so zwei Windkanäle am Langley Research Center (US-Bundesstaat Virginia), Teststände am Stennis Space Center (Mississippi), Marshall Space Flight Center (Alabama) und an der White Sands Missile Range (New Mexico), Vakuumkammern am Glenn Research Center (Ohio) und Johnson Space Flight Center (Texas) sowie Startplätze am Kennedy Space Center in Florida. Einige weitere Einrichtungen, die bereits stillgelegt wurden, sollen zudem weiterhin in diesem Zustand verbleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3439.msg249256#msg249256" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA-Thema ab 21. Februar 2013</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-einrichtungen-auf-dem-pruefstand/" data-wpel-link="internal">NASA-Einrichtungen auf dem Prüfstand</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
