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	<title>RKK Energia &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>RKK Energia &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Tierbeobachtungssystem ICARUS wird angeschaltet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tierbeobachtungssystem-icarus-wird-angeschaltet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2019 11:03:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weltraumtechnik erlaubt das Nachverfolgen von Tierwanderungen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen, ICARUS, wird am 10. Juli 2019 in Betrieb gehen. ICARUS ist ein Kooperationsprojekt der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter Leitung von Martin Wikelski vom [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Weltraumtechnik erlaubt das Nachverfolgen von Tierwanderungen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_small_1.jpg" alt="Max-Planck-Institut für Ornithologie / MaxCine." width="260"/></a><figcaption>
Prof. Martin Wikelski, Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie und wissenschaftlicher Leiter des ICARUS-Projekts, mit einem Weißstorch, der einen ICARUS-Sender (&#8222;Tag&#8220;) in einer Testversion trägt. 
<br>
(Bild: Max-Planck-Institut für Ornithologie / MaxCine.)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsch-russische Beobachtungssystem für Tierbewegungen, ICARUS, wird am 10. Juli 2019 in Betrieb gehen. ICARUS ist ein Kooperationsprojekt der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter Leitung von Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz. Mit dem weltraumgestützten Beobachtungssystem wollen Wissenschaftler mehr über das Leben der Tiere auf der Erde herausfinden: auf welchen Routen sie wandern, unter welchen Bedingungen sie leben und vor allem wie sie am besten geschützt werden können. Auf das Einschalten folgt eine Testphase, in der die ICARUS-Ingenieure und -Wissenschaftler die Systemkomponenten am Boden, an Bord der Internationalen Raumstation ISS, sowie die Sender überprüfen, die die Daten der Tiere erfassen. Nach Abschluss aller Tests wird ICARUS der Wissenschaftsgemeinschaft voraussichtlich im Herbst oder Winter 2019 zur Verfügung stehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_small_2.jpg" alt="ESA/NASA/AstroSerena." width="260"/></a><figcaption>
Die ICARUS-Antenne (rechts) an der Außenseite des russischen ISS-Segments. 
<br>
(Bild: ESA/NASA/AstroSerena.)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Miniatursender an Tieren senden Daten ins All</strong>
<br>
Die Forscher rüsten dabei unterschiedliche Tierarten mit Miniatursendern aus, die ihre Messdaten an eine Empfangsstation im All schicken. Diese übermittelt sie an eine Bodenstation, von dort gelangen sie zu den jeweiligen Forscherteams. Die Resultate werden in der für jedermann frei zugänglichen Datenbank Movebank sowie in einem von RKK Energia und dem Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften (IG-RAS) entwickeltem Pendant veröffentlicht. Die ICARUS-Ausrüstung unterstützt das russische Weltraumforschungsprojekt Uragan (Hurrikan), welches zur Anpassung von Erdbeobachtungshardware und -methoden und der Beobachtung potenziell gefährlicher Phänomene entwickelt wurde. Mit Hilfe der Uragan-Instrumente wird die Erdoberfläche gleichzeitig observiert, um die Wanderungen der Tiere und Gründe für deren Änderungen zu verstehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juli 2019 wird das russische Bodenkontrollzentrum die ICARUS-Antenne und den Bordcomputer auf der ISS aktivieren. Der Bordcomputer befindet sich bereits auf der Raumstation, die Antenne hatten russische Kosmonauten an der Außenseite des &#8222;Swesda&#8220;-Moduls angebracht. Parallel dazu nimmt eine Test-Bodenstation der Firma SpaceTech in Immenstaad am Bodensee ihren Betrieb auf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072019130341_small_3.jpg" alt="SpaceTech GmbH" width="260"/></a><figcaption>
Antenne zum Testen und Ausmessen der ICARUS-Signale bei SpaceTech GmbH in Immenstaad am Bodensee. 
<br>
(Bild: SpaceTech GmbH)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Test der Datenübertragung über mehrere Monate</strong>
<br>
Über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten testen die ICARUS-Wissenschaftler zunächst die Datenübertragung von den Sendern über die ISS zur Bodenstation. Durch die Messung des Hintergrundrauschens im Frequenzbereich von ICARUS wollen die Forscher herausfinden, wo die Übertragungen von anderen Signalen gestört werden könnten. Anschließend werden die Ingenieure den ICARUS-Sender auf der ISS einschalten, mit dem später die Tiersender programmiert werden können. Die Test-Bodenstation soll dann die Übertragungszeiten und Signalstärke aufzeichnen. Als Nächstes bestimmen die Ingenieure von SpaceTech zusammen mit ihren russischen Kollegen von RKK Energia die Regionen  der Erde, die im Überflug der Antenne von der ISS abgedeckt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sender können ihre Daten nur ins All übertragen, wenn sie sich innerhalb des Signalkegels der Antenne befinden. Für die weltweite Beobachtung tausender Tiere müssen große Datenmengen reibungslos und sicher von den Sendern ins All und wieder zurück geschickt werden. In der Testphase wird ein Simulator künstliche Sendersignale erzeugen, die während des Vorbeiflugs der ISS an das ICARUS-Modul an Bord übertragen werden. Mit dem Simulator können die Forscher die Übertragung von Daten einzelner bis hin zu Hunderten von Sendern prüfen. Schließlich sollen reale Sender ihre Daten aus Testgebieten in Deutschland und Russland ins All schicken. Dabei wird auch die Sicherheit der Datenübertragung getestet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftler auf der ganzen Welt werden mit ICARUS arbeiten können</strong>
<br>
Nach Abschluss der Tests und Auswertung der Ergebnisse wird ICARUS für den Routinebetrieb freigegeben. Ende 2019 sollen dann Wissenschaftler weltweit mit ICARUS arbeiten können. Die damit verbundenen Forschungsprojekte werden auf russischer Seite vom Institut für Geographie der Russischen Akademie der Wissenschaften (IG-RAS) geleitet. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Angola angelt im Trüben &#8211; Aus für Angosat 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angola-angelt-im-trueben-aus-fuer-angosat-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 16:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos. Unter der Überschrift „Die Arbeiten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Überschrift „Die Arbeiten am Projekt Angosat werden fortgesetzt“ meldete der Hersteller von Angosat 1, das Unternehmen Energia aus Koroljow vor den Toren Moskaus, schließlich mit Datum vom 23. April 2018, Vertragsparteien aus Angola und aus Russland hätten sich auf den Bau von Angosat 2 geeinigt, welcher eine verbesserte Variante von Angosat 1 sei. Gleichlautend äußerte sich auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am selben Tag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Energia wurde in Angola von seinem leitenden Entwickler für automatisierte Raumfahrtsysteme Igor Frolow vertreten. Außerdem nahmen neben verschiedenen Botschaftsangehörigen der russische Botschafter in Angola, Wladimir Tararow, der für internationale Zusammenarbeit zuständige stellvertretende Generaldirektor von Roskosmos, Sergej Saweljew, und ein Vertreter einer militärischen russischen Industrie-Kommission, Oleg Frolow, an den Gesprächen teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf angolanischer Seite lagen die Verhandlungen in den Händen des Ministers für Telekommunikation und Informationstechnik, José Carvalho da Rosha, und des Leiters des Büros für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) João Rui Zolana. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Meldungen von Energia und Roskosmos wird Zolana mit den Worten zitiert, die am 23. April 2018 getroffene Vereinbarung erlaube es, die Arbeit an Angosat 2 morgen zu beginnen. Außerdem soll Zolana seinen Stolz über das von russischen Experten in Angola eingerichtete Kontrollzentrum geäußert haben. Den Leiter des Kontrollzentrums Amaru Joao zitieren die beiden Meldungen mit der Äußerung, dass man seit der Installation von Software durch Spezialisten aus Russland keinen Zweifel daran habe, das es sich um das Beste handele, was in diesem Bereich existiere. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein mit der Nutzbarkeit des Kontrollzentrums ist das so eine Sache: Es gibt aktuell keinen Satelliten, den man von dem Zentrum aus überwachen und bedienen könnte. Mit Angosat 2 ändert sich das vielleicht. Energia jedenfalls beteuerte seine Absichten, alle vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Satellitenkommunikations- und Übertragungssystems für Angola zu erfüllen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Energia und Roskosmos will die russische Seite in dem Zeitraum, in dem an dem Ersatzsatelliten für Angosat 1 gearbeitet werde, Angola Satellitenübertragungskapazitäten im C- und im K<sub>u</sub>-Band zur Verfügung stellen. 
<br>
Im Onlinemagazin „Jornal de Angola“ wird zu den Gesprächen in Angola unter der Überschrift „Russland räumt Versagen von Angosat 1 ein“ berichtet, für den Bau von Angosat 2, den man im Jahr 2020 starten wolle, würden Angola keine Kosten in Rechnung gestellt, obwohl der Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 18 Jahren teurer sei als Angosat 1. Auch die Stellung der Ersatzkapazitäten erfolge ohne Berechnung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter meldete das Journal, dass am 15. Mai 2018 mitgeteilt werden soll, welche konkreten Gründe zum Abbruch der Kommunikation mit Angosat 1 geführt haben. Mit der abgebrochenen Kommunikation beschäftige sich eine Untersuchungskommission. Gleichzeitig habe man weiter versucht, wieder Kontrolle über den Satelliten zu bekommen, was aber daran gescheitert sei, dass eine Kommunikation mit dem Satelliten nicht möglich war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Bezugnahme auf Igor Frolow schrieb das Journal, man werde eine Entscheidung über die Nutzung von Angosat 1 Angola überlassen, falls es doch gelänge, den Satelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Würde Angola dann für die Fortsetzung des Angosat-2-Programms optieren, könnte Angosat 1 für Ausbildung und Tests verwendet werden. Der Autor von Raumfahrer.net rechnet nicht, dass derartiges noch im Bereich des wahrscheinlichen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch wesentlich merkwürdiger ist die Angabe des „Jornal de Angola“, Igor Frolow habe gesagt, man habe vorher nie derartige Probleme mit einem Satelliten gehabt. Der Autor verweist diesbezüglich auf die zahlreichen Schwierigkeiten mit von Energia wie Angosat 1 auf Basis des Satellitenbus USP (Universal Satellite Platform, auch als Jamal-Bus bezeichnet) aufgebauten Raumfahrzeugen und entsprechende vollständig ausgefallene, von Energia gebaute Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Schwierigkeiten seien, so Frolow laut „Jornal de Angola“, bereits am Boden vorhersehbar, sie würden unverzüglich bewältigt. Die einzige Beteiligung seines Unternehmens an einem fehlgeschlagenen Programm sei eine, die mit dem Tod dreier Astronauten endete (gemeint ist hier wohl die Sojus-11-Tragödie). Aktuell würden laut Frolow nur Russland und China Satelliten starten. Das wäre aber nur richtig, bezöge man sich ausschließlich auf bemannte Raumfahrzeuge. Und einen konkreten Bezug zu Angosat 1 kann der Autor nicht erkennen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den einen oder anderen mag die von Widersprüchen und Wunschdenken durchsetzte Öffentlichkeits- und Pressearbeit erstaunen. Der Autor glaubt, dass es wohl ohne weiteres möglich gewesen wäre, gegenüber der interessierten Öffentlichkeit, und vielleicht auch gegenüber beteiligten Organisationen, mit fallbezogenen, konkreten, zutreffenden und verbindlichen Informationen aufzutreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorstellbar erscheint dem Autor auch, dass ein Plus an zusätzlicher Information durch unmittelbar beteiligte Stellen ins Kraut schießende Spekulationen und Phantastereien von vorne herein reduzieren könnte. Bedauerlich ist die offensichtliche Tatsache, dass allzu oft unüberprüfbares, gar unrichtiges verbreitet wird. Dessen hemmungslose Publikation liegt womöglich im Trend, möglichst zahlreiche Text-Häppchen anzubieten, ohne noch auf ihren Inhalt Wert zu legen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was da insbesondere an die Öffentlichkeit in Angola gerichtet berichtet wird, reiht sich ein in eine ganze Reihe auffälliger Meldungen, die es jedenfalls dem Autor dieser Zeilen hier schwer machen, an Missinterpretationen oder Nachlässigkeiten beim Übersetzen zu glauben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti beispielsweise hatte am 21. März 2018 geschrieben, in der ersten Märzhälfte habe ein Test des Antriebssystems von Angosat 1 stattgefunden. Man sei nun in der Lage, den Satelliten die geplante Position im Geostationären Orbit (GEO) einnehmen zu lassen. Den (angeblichen) Antriebstest im März meldete auch das Konsulat Angolas in New York in einer im Internet mittlerweile nicht mehr aufrufbaren Meldung unter der Überschrift „Angosat 1 erreicht die Zone der Funksichtbarkeit im April diesen Jahres“. Der Autor kann sich allenfalls Tests am Boden vorstellen, um zum Beispiel Kommandosequenzen für das Antriebssystem zu überprüfen, welche man an den Satelliten senden könnte, falls sich letzterer noch einmal empfangsbereit zeigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. April 2018 gaben eine Anzahl russischer Nachrichtenagenturen an, dass am gleichen Tag erfolglos versucht worden sei, von Russland aus eine Verbindung zu Angosat 1 herzustellen. Unter Bezug auf Roskosmos ergänzten die Agenturen, man wolle bis Ende des Frühjahrs weiter versuchen, Verbindung zu Angosat 1 zu bekommen. Am 15. April 2018 meldeten einige russische Agenturen dann den Totalverlust von Angosat 1. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 kreist seit seinem Start auf einer Rakete vom Typ Zenit-3SLBF mit Fregat-SB-Oberstufe am 26. Dezember 2017 um die Erde. Nach zahlreichen Agenturmeldungen über einen recht bald nach dem Aussetzen erfolgten Kontaktverlust und Berichten über danach noch einmal vom Satelliten empfangene Daten hatte Energia dann am 15. Januar 2018 endlich bekannt gegeben, man denke, ein mögliches Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 identifiziert zu haben &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-das-abenteuer-geht-weiter/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahn von Angosat 1 hat einen der Erde nächsten Bahnpunkt von rund 35.982 Kilometern über der Erde, einen erdfernsten Bahnpunkt von rund 36.108 Kilometern über der Erde und eine Neigung gegen den Erdäquator von 0,3 Grad. Bis dato gab es seit dem Aussetzten von der Raketenoberstufe keinerlei erkennbare aktive Bahnveränderungen des mit elektrischen Triebwerken vom  Typ SPT-70  ausgestatteten, etwas oberhalb des GEOs frei driftenden Raumfahrzeugs. Stationieren wollte man Angosat 1 an einer Position zwischen 12 und 15 Grad Ost im GEO (im Durchschnitt rund 35.786 Kilometer über der Erde). Der Satellit ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#150; Das Abenteuer geht weiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-das-abenteuer-geht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2018 12:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42278</guid>

					<description><![CDATA[<p>Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, Russische Botschaft in Angola, Sputniknews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit basiert auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus, der sich bei seinen bisherigen Einsätzen nicht gerade durch bestechende Betriebssicherheit ausgezeichnet hat. Nachdem Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal, 2009 beschlossen hatte, weitere bei Energia beauftragte und auf dem USP-Bus basierende Satelliten nicht abzunehmen, kam ein Vertrag zwischen dem Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) und Energia über die Lieferung eines auf dem USP-Bus basierenden Satelliten zustande. Nachdem eine verfügbare Trägerrakete gefunden war, konnte Angosat 1 nach entsprechender Ertüchtigung der Rakete schließlich am 26. Dezember 2017 ins All gebracht werden, <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 1.647 kg besitzt eine Kommunikationsnutzlast von Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse mit 16 C-Band- und 6 Ku-Band-Transpondern. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren. Er soll künftig eingesetzt werden, um die Republik Angola und den übrigen afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Ob es dazu kommen wird, darf nach derzeitigem Stand mit einiger Berechtigung bezweifelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Energia teilte mit Datum vom 15. Januar 2018  mit, dass das neue Raumfahrzeug geplanten Tests unterzogen werde. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Üblicherweise durchlaufen Satelliten, die gerade im Weltraum eingetroffen sind und dort ausgesetzt wurden, eine Inbetriebnahmephase mit verschiedenen Tests, an deren Ende eine Abnahme durch den Auftraggeber erfolgen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Angosat 1 verläuft die Inbetriebsetzung keineswegs wie ursprünglich vorgesehen. Energia hatte, nachdem bereits kurz nach dem Start erste Pressemeldungen erschienen, die über mögliche Probleme mit dem Satelliten berichteten, mit Datum vom 27. Dezember 2017 mitgeteilt, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemtriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Am Folgetag gab Energia knapp an, man empfange wieder Telemetriedaten, die dafür sprächen, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten würden wie vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass nicht alle Systeme an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen, berichtete Energia dann in seiner Meldung mit Datum vom 15. Januar 2018. Die vom Satelliten empfangene Telemetrie habe es laut Energia ermöglicht, ein Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 zu identifizieren. Derzeit seien Spezialisten von Energia dabei, die Verarbeitung vorliegender Telemetriedaten abzuschließen und eine Serie von Tests vorzubereiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_2.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller &#8211; etwas rechts von der Bildmitte unter zwei roten Schutzabdeckungen zwei elektrische Triebwerke 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus teile Energia in der gleichen Meldung mit, dass Angosat 1 in naher Zukunft bei seiner Bewegung entlang des Geostationären Orbits (GEO) Richtung Westen den Empfangsbereich des Flugkontrollzentrums Koroljow verlassen werde. Angesichts der hohen Verantwortung bei Manövern im GEO sei entschieden worden, das Raumfahrzeug nicht aktiv zu beeinflussen, bevor es nicht wieder für die Bodenstation sichtbar werde. Laut Energia plane man die Wiederaufnahme der Arbeiten im Zusammenhang mit den Tests von Angosat für Mitte April 2018. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der brasilianischen Ausgabe des staatlichen russischen Nachrichtenportals Sputniknews wird mit Datum vom 16. Januar 2018 berichtet, Angosat 1 sei nach Angaben von Energias Generaldirektor Wladimir Solntsew wegen eines Problems mit der Stromversorgung in einen Stromsparmodus versetzt worden, der in der Meldung auch „sicheres Betriebsregime“ genannt wird. Ein sogenannter Safemode ist nichts unübliches für Raumfahrzeuge in Schwierigkeiten. Er soll, kann aber durchaus nicht immer, gewährleisten, dass an Bord eines Raumfahrzeugs nur für einen Notbetrieb unmittelbar erforderliche Komponenten mit Strom versorgt und aktiviert sind, und die Lage im Raum eine solche ist, dass Strom erzeugt werden könnte und Kommunikationsverbindungen zur Erde prinzipiell möglich sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Einlassungen von Energia kamen erst, nach dem Angosat 1 von Osten kommend in Flughöhen etwas über der Nominalhöhe des GEO an seiner an sich geplanten Einsatzposition vorbeigezogen war. Bereits vorher hatten Beobachter bei der Analyse von verfügbaren Bahnverfolgungsdaten vermutet, dass Angost 1 bis dato keine Manöver zur Veränderung seiner Umlaufhahn und zur Vorbereitung einer Stationierung im Bereich um 15 Grad Ost (laut Infrasat 12,8 Grad Ost) ausgeführt haben dürfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist wie bereits erwähnt mit einem elektrischen Triebwerkssystem ausgestattet. Wegen der im Vergleich zu aktuell verwendeten chemischen Antriebssystemen auf Kommunikationssatelliten erheblich geringeren Schübe seiner Triebwerke erfordern diese eine andere Einsatzplanung und längere Einsatzphasen. Darüber hinaus benötigen elektrische Triebwerke für ihren Einsatz nicht unerhebliche Mengen Strom, welchen bereitzustellen Angosat 1 es derzeit möglicherweise eben nicht möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum das Stromversorgungssystem von Angosat 1 nicht arbeitet wie erwartet teilte Energia bis dato nicht mit und machte auch keine Angaben dazu, welche Komponenten des Stromversorgungssystems Auslöser der Schwierigkeiten sind oder sein könnten. Typische Szenarien bei Fehlern von Stromversorgungssystemen sind beispielsweise Beschädigungen an elektrischen Leitungen, Kurzschlüsse wegen unvorhergesehenen Umgebungsbedingungen, Kapazitätsprobleme mit Akkumulatoren, Defekte von Reglern zur Akkumulatorladung und Fehler beim Entfalten und beim Betrieb von Solarzellenauslegern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 bewegt sich derzeit mit rund drei Längengeraden pro Tag westwärts. Wenn er nach einer fast vollständigen Erdumrundung wieder in den Empfangsbereich einer von Energia nutzbaren Bodenstation kommt, ist nicht auszuschließen, dass Energia noch einmal Daten vom Satelliten beziehen kann. Ob beim Weiterflug des Satelliten dann genug Zeit ist, ob der tatsächliche Zustand des Raumfahrzeugs es zulässt, und ob am Boden vor Ort bereitzustellende Kapazitäten an Arbeitskraft, Technik und Wissen überhaupt ausreichen können, um den Satelliten zu retten, ist unklar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in Transportkonfiguration &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dato gibt es von keiner der beteiligten Organisationen und Unternehmen direkt konkrete Aussagen, nach denen es nach dem Start und über einen bestimmten Zeitraum hinweg möglich war, den Satelliten mit Kommandos vom Boden aktiv zu beeinflussen. Die vorliegenden Bahnverfolgungsdaten geben darauf keinerlei Hinweis. Sie sprechen nicht gegen eine Annahme, dass bis dato kein Einsatz der Treibwerke an Bord erfolgt ist. Ein solcher Einsatz wäre im übrigen nur dann sinnvoll, wenn die am Hauptkörper angebrachten Solarzellenausleger und Antennenreflektoren entfaltet worden sind, weil sie die Triebwerke in der Transportkonfiguration abdecken. Auch dazu, dass die entsprechenden Entfaltungsvorgänge erfolgreich abwickelt wurden, liegen von offizieller Seite keine Informationen vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Informationslage sind bestimmte Aussagen kaum nachvollziehbar: Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) hatte mit Datum vom 29. Dezember 2017 mitgeteilt, nach einem Problem mit Ausgasen, Verunreinigungen und einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners mit Ausfall von Telemetriedaten über einen gewissen Zeittraum gehe man von einem mittlerweile optimalen Zustand des Satelliten aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche angolanische Nachrichtenagentur Agência Angola Press (ANGOP) meldete mit Datum vom 3. Januar 2018, der bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Angola, Wladimir Tararow, habe in Luanda mitgeteilt, Angosat 1 arbeite wie vorgesehen, und platziere Angola innerhalb der internationale Gemeinschaft im Club der Weltraummächte. Die Botschaft selbst veröffentlichte ebenfalls einen Text, demzufolge alle Satellitensysteme trotz gewisser Schwierigkeiten regulär arbeiten würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. Januar 2018 meldete beispielsweise die Broadcast Media Africa, Manuel Homem, Angolas Minister für Information und Telekommunikation sei erleichtert, dass man in der Lage war, Angosat 1 (wieder) zu finden. In der selben Quelle heißt es, man habe einem Regierungssprecher von Seiten einer Arbeitsgruppe aus Technikern versichert, ein weiterer Abbruch der Verbindung mit der Ausrüstung (an Bord des Satelliten) werde nicht mehr vorkommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem muss festgestellt werden, dass eine transparentere, offenere Informationspolitik es Beteiligten und Beobachtern eher ermöglichen würde, zu  einer der den tatsächlichen Fakten gerecht werdenden Beurteilung der Situation zu kommen. Wenig aussagekräftige Mitteilungen, die den Veränderungen der Situation deutlich hinterherhinken, sind nicht geeignet, erforderliches Vertrauen zu untermauern und zu stärken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Investitionen der öffentlichen Hand Angolas im Zusammenhang mit Angosat 1 betragen nach Angaben aus Angola rund 320 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 270 Millionen Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3F, Angosat-1</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AIF, Energia, GGPEN, MTTI, RIAN, Roskosmos, TASS, Vesti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-445ef3d6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 auf der Startrampe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 mit einer Startmasse von rund 1.647 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SLBF mit einer um einen Donut-Tank ergänzten Oberstufenvariante der Fregat, der Fregat-SB, in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171M-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete mit der Seriennummer 70103403 SLБ80.5 und dem Triebwerksblock А164 in der ersten Stufe wurde kurz vor dem Abheben (exakter Abhebezeitpunkt 19:00:03.435 Uhr UTC) gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b8cdebd0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und gerade abgehoben.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 die Fregat-SB und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe – fünf Minuten und 22 Sekunden nach dem Abheben &#8211; wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten und 37 Sekunden nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt, anschließend war es Aufgabe der Fregat-SB-Oberstufe mit drei Brennphasen ihres S5.92-Haupttriebwerks die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant für das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) ist nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im richtigen Orbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 6:54 Uhr Moskauer Zeit am 27. Dezember 2017 nach acht Stunden und 55 Minuten Gesamtflugzeit getrennt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-b2a118a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 auf Fregat-SB-Oberstufe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültige Orbitzirkularisierung soll Angosat 1 mit eigenem Antrieb vornehmen. Der von Energia in Russland basierend auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 14 Grad Ost positioniert werden. Dort will man das Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von  Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse einsetzen, um die Republik Angola und den übrigen Afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Um dies zu ermöglichen, gibt es an Bord 16 C-Band- und 6 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8ab2153d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_4.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und vor der Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bus des Raumfahrzeugs trägt auch den alternativen Namen Yamal bzw. Jamal. Die Halbinsel Jamal im Norden Russlands ist maßgebliche Wirkungsstätte des russischen Konzerns Gazprom, wo sein größtes Projekt auf dem Gebiet der Gasförderung in Russland läuft. Ein Tochterunternehmen von Gazprom, Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), ist Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal. Im Rahmen dieser Satellitenserie wurde der gleichnamige Bus zum ersten Mal im Weltraum verwendet. Bei der Inbetriebnahme und dem Einsatz dieser Satelliten traten eine Reihe von Anomalien auf, die letztlich dazu führten, das eine geplante Verwendung einer Anzahl weiterer auf dem Jamal-Bus aufgebauter Satelliten durch Gazprom Space Systems nicht zu Stande kam. Der Betreiber kündigte im Januar 2009 eine Bestellung von zwei Jamal-300-Satelliten bei Energia und entschied sich in der Folge für Produkte anderer Hersteller. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd175e39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_5.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 in der Integrationshalle &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen der frustrierenden <a href="https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/" data-wpel-link="internal">Betriebserfahrungen</a> mit Jamal-Bus-basierten Raumfahrzeugen und einem von Roskosmos und Energie bestätigten Kontaktverlust mit Angosat 1 nach der Abtrennung von der Zenit-SB-Oberstufe gab es Befürchtungen, der neue Satellit teile das Schicksal eines Vorgängers. Jamal 101, der nach seinem unmittelbaren Ausfall nicht mehr so genannt wurde, konnte 1999 nach dem Start nicht in Betrieb genommen werden. Angeblich wurde nie ein Signal des Erdtrabanten empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Problemen mit Angosat 1 wurde eine Reihe von Meldungen veröffentlicht, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, sich ein klares Bild von den Abläufen und Zusammenhängen zu machen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-221a66a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_6.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und auf dem Weg zur Startrampe.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet am 27. Dezember 2017, nach der Trennung der Oberstufe mit dem Satelliten von der Zenit und der ersten Erdumrundung seien Telemetriedaten von der Fregat-Oberstufe eingegangen. Der Datenstrom sei später abgebrochen. Außerdem wurde mitgeteilt, dass sich der neue Satellit nicht einsetzen lassen werde, wenn der Satellit seine Solarzellenausleger nicht entfalte und der Bordrechner nicht neu starte. Die TASS berichtet am selben Tag, der Kontakt mit Angolsat 1 sei während des Entfaltens der Solarzellenausleger abgerissen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellitenhersteller Energia gab am 27. Dezember 2017 dann zu Protokoll, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemetriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Vergleichbare Fälle seien Vorkommnisse mit Foton-M 2014, STEREO 9 der NASA 2016, KazSat 2017 usw&#8230; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3cc26306"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Dezember 2017 veröffentlichte die russische Wochenzeitung Argumente und Fakten im Internet eine Meldung, der zufolge im Bus des Satelliten ein Kurzschluss aufgetreten sei. Ebenfalls am 28. Dezember 2017 meldete die TASS, es bestünde wieder Kontakt zu Angosat 1. Am gleichen Tag berichtete Energia, man empfange wieder Telemetriedaten. Diese sprächen dafür, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen. Roskosmos veröffentlichte am 29. Dezember 2017 eine Mitteilung, die die Angaben von Energia vom Vortrag wiederholt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) berichtet am 29. Dezember 2017, der Satellit habe nach dem Aussetzen im All begonnen, Verbindungen zu Bodenstationen in Luanda in Angola und in Russland aufzubauen. Dabei seien zunächst Telemetriedaten zur Erde gesendet worden. Es folgte eine Stabilisierung der Lage des Satelliten in einer bestimmten Ausrichtung in Bezug auf Erde und Sonne, und anschließend das Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Wegen eines Ausgasens, Verunreinigungen und  einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners seien anschließend für eine gewisse Zeit keine Telemetriedaten gesendet worden. Um 15:00 Uhr angolanischer Ortszeit am 28. Dezember 2017 habe der Satellit die Telemetriedatenausstrahlung wieder aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Internet-Zeitung Vesti der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft berichtete am 30. Dezember 2017, Angosat 1 habe die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. (Wikipedia in Russisch gibt an, es werde vom Start an zwei Monate dauern, bis Angosat 1 seine Einsatzposition erreicht habe.) Nach dem Start des Satelliten seien laut Vesti wegen Inkonsistenzen zwischen russischen und französischen Vorschriften Probleme aufgetreten, man habe aber nun Verbindung mit dem Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher zu wenig weit entfernt von dem Einsatzbereich der Satelliten im Geostationären Orbit hat sich offenbar die Oberstufe. Die Fregat-SB ist derzeit auf einer 35.882 x 36.777 km Bahn unterwegs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung über Bau und Start von Angosat 1 hatte Angola mit Roskosmos im Jahre 2009 getroffen. Im November 2013 wurde die Konstruktion des Satelliten aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Beauftragung des Satelliten war für 2016 ein Start auf einer Zenit-Rakete von der Seeplattform Odyssey zusammen mit einem anderen Kommunikationssatelliten namens Energia 100 anvisiert worden. Nach dem finanziellen Zusammenbruch des entsprechenden Startanbieters Sea Launch wurde ein Start von Angosat 1 auf einer Rakete vom Typ Angara 5 mit DM-03-Oberstufe vom Kosmodrom Plesetsk aus in Betracht gezogen. Mängel bei Produktionsreife und Verfügbarkeit der Angara 5 erforderten eine wiederholte Suche einer geeigneten Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich für den Astrophysik-Satelliten Spektrum-RG gedachte Zenit-Rakete lagerte in Baikonur. Die Fertigstellung von Spektrum-RG unterliegt verschiedenen Verzögerungen, außerdem ist ein Wechsel zur Proton als Startrakete angedacht – deshalb bot die im Eigentum von Roskosmos befindliche, in Baikonur eingelagerte Zenit eine Möglichkeit – sofern wegen abgelaufener Garantiezeiten notwendige Überarbeitungen der Rakete erfolgen würden. Die entsprechenden Arbeiten wurden ausgeführt, und die üblichen Startvorbereitungen konnten begonnen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. Die Fregat-SB-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.088 als COSPAR-Objekt 2017-086B. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neues von der und für die ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-von-der-und-fuer-die-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2017 15:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[Kounotori]]></category>
		<category><![CDATA[NanoRacks]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-MS]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Woronesch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=7856</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Frachter HTV 6 und Progress-MS 03 haben die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) verlassen. Neue Besatzungsmitglieder bekommt die ISS frühestens Ende April 2017. Eine neue Satellitenschleuse soll es 2019 geben. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, JAXA, NanoRacks, NASA, Raumfahrer.net, RIAN, Roskosmos, A. Zak. Das ZUP &#8230; &#8230; genannte russische Flugleitzentrum in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Frachter HTV 6 und Progress-MS 03 haben die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) verlassen. Neue Besatzungsmitglieder bekommt die ISS frühestens Ende April 2017. Eine neue Satellitenschleuse soll es 2019 geben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, JAXA, NanoRacks, NASA, Raumfahrer.net, RIAN, Roskosmos, A. Zak.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/4076539752ms03rosc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/4076539752ms03rosc260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Progress-MS 03 bei Startvorbereitungen in Baikonur<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das ZUP &#8230;<br></strong> &#8230; genannte russische Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau bestätigte am 31. Januar 2017 das feurige Ende des russischen ISS-Versorgers Progress-MS 03 (№433, russ. Прогресс МC-03) alias Progress 64P. Gegen 19:24 Uhr MEZ trat das unbemannte Raumfahrzeug wieder in dichtere Atmosphärenschichten ein und wurde dabei zerstört. Gegebenenfalls übrig gebliebene Bestandteile dürften bei 51,21 Süd und 232,11 Grad Ost in einer Region des Pazifik ohne nennenswerten Schiffsverkehr niedergegangen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des von <a href="https://web.archive.org/web/20220321061616/https://www.energia.ru/english/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">RKK Energia</a> gebauten Versorgers war am 16. Juli 2016 um 23:41 Uhr und 45 Sekunden MESZ erfolgt. Die Startmasse des Versorgers betrug 7.281 Kilogramm. Beladen war er mit rund 2.406 Kilogramm Fracht für die ISS. Tanks enthielten 705 Kilogramm Treibstoffe für die Raumstation, 420 Kilogramm Wasser und 51 Kilogramm komprimiertes Atemgas. Die druckbeaufschlagte Frachtsektion hatte man mit 1.230 Kilogramm Trockenfracht beladen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/020100proms03rkkenergiaOlegNovitsky.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/020100proms03rkkenergiaOlegNovitsky260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Progress-MS 03 an der ISS<br>(Bild: Kosmonaut Oleg Novitski via RKK Energia)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der druckbeaufschlagten Frachtsektion von Progress-MS 03 hatten sich unter anderem Lebensmittel (705 Kilogramm), Behälter für Abfall, Sanitär- und Hygieneartikel, medizinische Ausrüstung, Hardware für das Energieversorgungs- und das Temperaturkontrollsystem des russischen Stationssegments sowie Werkzeuge und Experimente befunden. Am 19. Juli 2016 um 2:22 Uhr MESZ hatte der Transporter am Modul <a href="https://www.raumfahrer.net/pirs/" data-wpel-link="internal">Pirs</a> (russ. Пирс für Pier, auch DC-1 für docking compartment 1) an der ISS angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trennung von der ISS geschah am 31. Januar 2017 um 15:52 Uhr MEZ. Eine Bremszündung, der sogenannte deorbit burn, folgte um 18:34 Uhr MEZ. Beim Rücksturz des Transporters zur Erde befanden sich nicht mehr benötigte Ausrüstungsgegenstände und Müll an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-MS 03 wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.670 bzw. als COSPAR-Objekt 2016-045A.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/htv6at13dec2016JAXAESANASA1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/htv6at13dec2016JAXAESANASA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das HTV 6 vor der Verbindung mit der ISS<br>(Bild: ESA / JAXA / NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die JAXA &#8230;<br></strong> &#8230;, Japans Weltraumforschungsagentur (Japan Aerospace Exploration Agency), bestätigte mit Datum 6. Februar 2017 den Wiedereintritt ihres ISS-Versorgers HTV 6 alias Kounotori 6 in die Erdatmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Januar 2017 um 11:59 Uhr MEZ wurde das HTV 6 von seinem Kopplungsport an der ISS abgedockt und später gegen 16:45 Uhr MEZ vom Roboterarm ins All entlassen. Nach drei Bremszündungen am 5. Februar 2017 um 9:42, 11:12 und 15:42 Uhr MEZ trat das H-2 Transfer Vehicle (HTV) gegen 16:06 Uhr MEZ am 5. Februar rund 120 Kilometer über der Ostküste Neuseelands in die Erdatmosphäre ein und wurde anschließend zerstört.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ORUsatTanegashimaJune12016jaxa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ORUsatTanegashimaJune12016jaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Akku-ORUs im Juni 2016 in Tanegashima<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Überreste des unbemannten Transportschiffs dürften nach Angaben der JAXA am 5. Februar 2017 zwischen 16:18 und 16:42 Uhr MEZ ins Meer gestürzt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor seiner Entsorgung misslang dem Transporter ein KITE für Kounotori Integrated Tether Experiment genannter Versuch, der der Untersuchung einer Möglichkeit zur Beseitigung von Weltraumschrott dienen sollte. Vorgesehen war, ein rund 700 Meter langes Kabel mit einem Testkörper am Ende von einer Winde an Bord des HTV 6 abzurollen. In ausgerolltem Zustand war zwischen dem HTV und dem Testkörper ein durch den Flug durch das Magnetfeld der Erde verursachter Maximalstrom von rund 10 Milliampere erwartet worden. Bewegungen des Testkörpers wollte man mit den ISS-Annäherungssensoren des HTV erfassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSEVA39ShaneKimbroughhr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSEVA39ShaneKimbroughhr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Akku-Erneuerung am Solar-Array S4 &#8211; Shane Kimbrough (rechts oben) im EMU am 13. Januar 2017</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erfolgreich war jedoch der Transport von Nachschub, Lebensmitteln und wichtigen Ersatzteilen zur Raumstation. Auf der Transportpalette des HTV-6 war eine Nutzlast von rund 1.900 Kilogramm ins All gelangt. In der druckbeaufschlagten Sektion hatten sich rund 3.900 Kilogramm Fracht befunden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/iss050e036132htv6releasenasa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/iss050e036132htv6releasenasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>das HTV 6 am 28. Januar 2017 vor dem Aussetzen neben der ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vom HTV 6, gestartet am 9. Dezember 2016 um 14:26 Uhr und 47 Sekunden MEZ, wurden unter anderem sechs Ersatzakkumulatorensätze (Orbital Replacement Units, ORUs) angeliefert. Die mit Lithium-Ionen-Akkumulatorenzellen ausgestatteten Komponenten wurden im Rahmen mehrerer Außenbordeinsätze als Ersatz für verschlissene Nickelmetallhydrid-Akkumulatoren außen an der Station installiert. Bei kommenden HTV-Flügen sollen weitere 18 Akku-ORUs zur ISS gebracht werden, um auch in Zukunft die Speicherung von durch die großen Solarzellenausleger der Station bereitgestellter elektrischer Energie zu gewährleisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das HTV 6 wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.881 bzw. als COSPAR-Objekt 2016-76A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NanoRacks und Boeing &#8230;<br></strong> &#8230; wollen zusammen eine neue Schleusungseinrichtung für die ISS bauen. Nach derzeitigem Planungsstand soll das Schleusenmodul 2019 zur Raumstation transportiert und am US-amerikanischen Modul <a href="https://www.raumfahrer.net/tranquility/" data-wpel-link="internal">Tranquility</a> montiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://voyagertechnologies.com/space-solutions/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NanoRacks</a> wurde 2009 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Houston im US-amerikanischen Bundesstaat Texas. Zusammen mit dem US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing will NanoRacks das nach eigenen Angaben erste kommerzielle Schleusenmodul für die ISS bereitstellen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSNanoRacksAirlocknanoracks1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSNanoRacksAirlocknanoracks260.jpg" alt=""/></a><figcaption>NanoRacks-Schleuse an der ISS &#8211; Illustration<br>(Bild: NanoRacks)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2016 hatte NanoRacks zusammen mit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) eine Vereinbarung über die Installation eines privaten Schleusenmoduls an der Raumstation unterzeichnet. Die Partnerschaft mit Boeing ging NanoRacks ein, um insbesondere den für die Kopplung an der Raumstation erforderlichen Adapter bauen und installieren zu lassen. Geplant ist die Verwendung eines passiven Adapters vom Typ Passive Common Berthing Mechanism (PCBM).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hause NaoRacks soll sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Brock Howe dem Projektmanagement widmen und der Organisation und Überwachung der Entwurfsarbeiten für Mechanik und Avionik, von Training und Betrieb, von Sicherheitsaspekten und der Qualitätssicherung, sowie von Bau und Test von Mustern und Flugeinheit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSNanoRacksAirlockbnanoracks1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ISSNanoRacksAirlockbnanoracks260.jpg" alt=""/></a><figcaption>NanoRacks-Schleuse an der ISS &#8211; Illustration<br>(Bild: NanoRacks)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Schleusenmodul könnte vor allem zum Aussetzen von Klein- und Kleinstsatelliten benutzt werden, die bisher insbesondere auf eine Schleuse am japanischen Modul <a href="https://www.raumfahrer.net/kibo/" data-wpel-link="internal">Kibo</a> angewiesen sind. Darüber hinaus könnten über die Schleuse auch größere, innerhalb der ISS montierte Konstruktionen ins All transferiert werden, als mit der Schleuse der Japaner handhabbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegung des Schleusenmoduls erlaubt laut NanoRacks auch einen künftigen Einsatz an einer anderen Raumstation als der ISS. NanoRacks nennt in diesem Zusammenhang eine &#8222;zukünftige kommerzielle Plattform&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mechanischen Werke Woronesch &#8230;<br></strong> &#8230; (russisch: <a href="https://vmzvrn.ru/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Воронежский механический завод</a>) aus Russland sind Hersteller von Triebwerken des Typs RD-0110 (Erzeugniscode 11D55), bei deren Untersuchung nach dem gescheiterten Start von Progress-MS 04 am 1. Dezember 2016 Qualitätsprobleme festgestellt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde <a href="https://web.archive.org/web/20220904184210/https://en.roscosmos.ru/20665/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Roskosmos</a> sind Fehler bei der Herstellung der Triebwerke oder unerwünschte Fremdstoffe für ein Versagen einer Oxidatorpumpe in der dritten Stufe der Trägerrakete verantwortlich. Die Zerstörung der Pumpe und das resultierende Feuer könnten zu einer Beschädigung des Oxidatortanks der Stufe geführt haben. Im Rahmen der Zerstörung des Tanks wäre es dann zur nicht bestimmungsgemäßen Abtrennung des Transportschiffs gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im weiteren Verlauf kam es möglicherweise zu zwei Kollisionen zwischen der Raketenstufe und dem Transportschiff. Wegen der zum entsprechend Zeitpunkt suborbitalen Flugbahn stürzte Progress-M 04 schließlich zurück zur Erde. Überreste haben im Süden Sibiriens den Erdboden erreicht. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete am 2. Dezember 2016, dass das Gebiet des Niedergangs in der Republik Tuwa westlich der Hauptstadt Kysyl identifiziert worden sei. Der Journalist Anatoly Zak berichtet von einem Tank mit rund 90 Zentimetern Durchmesser, der im Distrikt Ulug-Chemski gefunden wurde und dem Transportschiff zugeordnet werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Starts zur ISS auf Sojus-Raketen von Baikonur werden wegen den Problemen mit den Triebwerken jetzt verschoben, teilte der russische Flugleiter Wladimir Alexejewitsch Solowjow zwischenzeitlich mit. Der ursprünglich für den 27. März 2017 geplante Start von Sojus-MS 04 mit dem Russen Fjodor Nikolajewitsch Jurtschichin und dem US-Amerikaner Jack David Fischer an Bord ist nun auf den 20. April 2017 terminiert. In diesem Zusammenhang wurde die Landung von Sojus-MS 02 mit den Russen Andrei Iwanowitsch Borissenko und Sergei Nikolajewitsch Ryschikow und dem US-Amerikaner Robert Shane Kimbrough vom 25. Februar 2017 auf den 10. April 2017 nach hinten verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des ISS-Versorgers Progress-MS 05 wurde um einen Tag vom 21. auf den 22. Februar 2017 nach hinten verlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14744.msg379922#msg379922" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-2B mit HTV Kounotori-6</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14072.msg351828#msg351828" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress MS-03 (433) auf Sojus-U</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14614.msg374264#msg374264" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vorbereitung von Progress MS-04</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14505.msg369415#msg369415" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS-02 &#8211; (Nr.732) &#8211; Sojus-FG</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg384364#msg384364" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema (Beiträge zur Schleuse von NanoRacks)</a></li></ul>
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		<title>Mission von Progress-M 28M beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-von-progress-m-28m-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 13:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Reboost]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos teilte am 19. Dezember 2015 mit, dass das Transportschiff für die Internationale Raumstation (ISS) Progress-M 28M wieder in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dabei wie vorgesehen zerstört wurde. Autor:&#160;Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos Die Bremszündung des Haupttriebwerkes von Progress-M 28M erfolgte gegen 11:42 Uhr MEZ am 19. Dezember 2015 nach einem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos teilte am 19. Dezember 2015 mit, dass das Transportschiff für die Internationale Raumstation (ISS) Progress-M 28M wieder in die Erdatmosphäre eingetreten ist und dabei wie vorgesehen zerstört wurde.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor:&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: NASA, Roskosmos</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/3431130054m28mrosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/3431130054m28mrosc260x200.jpg" alt="" class="wp-image-10198" width="260" height="200"/></a><figcaption>Progress-M 28M vor dem Start in Baikonur
(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bremszündung des Haupttriebwerkes von Progress-M 28M erfolgte gegen 11:42 Uhr MEZ am 19. Dezember 2015 nach einem Kommando des Moskauer Kontrollzentrums. Mögliche Überreste des unbemannten Transportschiffs dürften anschließend in der vorausberechneten Pazifikgegend, welche nach russischen Angaben von der Seefahrt nicht genutzt wird, gegen 12:28 Uhr MEZ ins Meer gefallen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Abfällen beladen war Progress-M 28M, von der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA auch als Progress 60 bezeichnet, am 19. Dezember 2015 um 8:35 Uhr MEZ vom ISS-Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs (russ. Пирс für Pier) getrennt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Transportschiff der Erzeugnisnummer 11F615А60 und der Seriennummer 428 hatte nach seinem Start am 3. Juli 2015 um 6:55 Uhr MESZ auf einer Rakete vom Typ Sojus-U (Erzeugnis 11A511U) zunächst eine Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von 197,78 Kilometern über der Erde und einem von der Erde am weitesten entfernten Bahnpunkt von 243,26 Kilometern erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Reihe von Bahnanhebungsmanövern befand sich Progress-M 28M &#8211; Startmasse 7.282 Kilogramm &#8211; rund zwei Tage später in unmittelbarer Nähe der ISS, die zu diesem Zeitpunkt in Höhen zwischen 402,85 und 426,87 Kilometern um die Erde zog. Das Ankoppeln am ISS-Modul Pirs war am 5. Juli 2015 um 9:11 MESZ über dem Südpazifik außerhalb der unmittelbaren Reichweite russischer Bodenstationen erfolgt. Die Kommunikation des Kontrollzentrums in Moskau mit der Station und dem Transportschiff hatte man deshalb routinemäßig über US-Relaissatelliten hergestellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1188696375m28mrosc.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1188696375m28mrosc260.jpg" alt="" class="wp-image-10196" width="260" height="173"/></a><figcaption>Sojus-U-Start mit Progress-M 28M am 3. Juli 2015
(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der druckbeaufschlagten Sektion des von RKK Energia gebauten Transportschiffs waren 1.393 Kilogramm Nachschub geladen. Darunter befanden sich Nahrungsmittel, Sanitär- und Medizinprodukte sowie Bekleidung. Dem gemeinsamen internationalen Betrieb der Station gewidmet waren außerdem elektrische Ausrüstungen, Ersatzteile, Werkzeuge und wissenschaftliche Experimente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den 2.381 Kilogramm Gesamtfrachtmasse, die Progress-M 28M zur ISS gebracht hatte, waren 520 Kilogramm Treibstoffe, 48 Kilogramm Sauerstoff und 420 Kilogramm Wasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Anlieferung von Versorgungsgütern hatte Progress-M 28M auch die Aufgabe, mit Bordtriebwerken an seinem Heck die Bahn der ISS zu korrigieren, also für sogenannte Reboosts zur Verfügung zu stehen und gegebenenfalls Ausweichmanöver der Raumstation zu bewirken, wenn sich Weltraumschrott zu sehr dem bemannten Außenposten zu nähern drohte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Reboosts sind regelmäßig erforderlich, weil insbesondere die Bremswirkung der dünnen Restatmosphäre immer wieder zur Absenkung der Bahn der ISS führt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/20349500436m28mnasajsc1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/20349500436m28mnasajsc260.jpg" alt="" class="wp-image-10199" width="260" height="173"/></a><figcaption>Progress-M 28M (oben) an der ISS
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. September 2015 beispielsweise wurden um 7:25 Uhr Moskauer Zeit, das ist 6:25 Uhr MESZ, die Triebwerke des Versorgers für ein Bahnanhebungsmanöver gezündet und brannten dann rund 538 Sekunden lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation steigerte die Geschwindigkeit der ISS um rund 0,55 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um etwa 950 Meter an. Die Flughöhe der Station lag nach dem Manöver im Bereich zwischen 401,8 und 419,3 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-M 28M wurde katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.713 bzw. als COSPAR-Objekt 2015-031A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13501.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress M-28M (№428)</a></li></ul>
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		<title>EgyptSat 2 nach Start auf Sojus U im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/egyptsat-2-nach-start-auf-sojus-u-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2014 09:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Erdbeobachtungssatellit EgyptSat 2 für Ägypten wurde am 16. April 2014 auf einer russischen Sojus-U-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum transportiert. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Energia, NARSS, RIA Novosti, Roskosmos, Tsenki. Die russische Rakete hob am 16. April 2014 wie geplant pünktlich um 18:20 Uhr MESZ von der Startrampe [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/egyptsat-2-nach-start-auf-sojus-u-im-all/" data-wpel-link="internal">EgyptSat 2 nach Start auf Sojus U im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Erdbeobachtungssatellit EgyptSat 2 für Ägypten wurde am 16. April 2014 auf einer russischen Sojus-U-Rakete vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus in den Weltraum transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Energia, NARSS, RIA Novosti, Roskosmos, Tsenki.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Sojus-U-Start mit EgyptSat 2 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Rakete hob am 16. April 2014 wie geplant pünktlich um 18:20 Uhr MESZ von der Startrampe 6 der Anlage 31 in Baikonur ab. Eine neuerliche Startverschiebung wegen angeblicher, bei elektrischen Tests aufgetreten Schwierigkeiten mit dem Satelliten war nicht erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 9 Minuten Flugzeit benötigte die Sojus U (Erzeugniscode 11A511U), um ihre Nutzlast zum vorgesehen Aussetzpunkt bei direktem Bahneinschuss zu bringen. EgyptSat 2, der am Anfang des Fluges von einer Nutzlastverkleidung geschützt wurde, wie sie auch beim Start von Progress-Transportschiffen zur Internationalen Raumstation (ISS) verwendet wird, gelangte nach Angaben von Roskosmos gegen 20:29 Uhr Moskauer Zeit (18:29 Uhr MESZ) auf die vorgesehene Erdumlaufbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist ein kreisförmiger Einsatzorbit in rund 700 Kilometern Höhe über der Erde, der eine Neigung gegen den Erdäquator (Inklination) von 51,6 Grad aufweist. Der Hersteller des Satelliten aus Koroljow bei Moskau meldete, dass beim Aussetzen eine Bahn mit einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 720 über der Erde und einem Perigäum, dem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt, von rund 440 Kilometern über der Erde sowie einer Inklination von 51,6 erreicht wurde. Elektrische Triebwerke an Bord des Satelliten sollen ihn später in den Einsatzorbit bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftige Nutzer des für die nationale Behörde für Fernerkundung und Weltraumwissenschaften Ägyptens (National Authority for Remote Sensing and Space Sciences, NARSS) gestarteten dreiachsstabilisierten Satelliten sind sicher hoch zufrieden, dass jetzt nach zahlreichen Programmverzögerungen ein neuer Erdbeobachtungssatellit zur Verfügung steht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_small_2.jpg" alt="Energia" width="260"/></a><figcaption>
EgyptSat 2 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst als unter maßgeblicher Beteiligung Ägyptens zu bauendes Raumfahrzeug präsentiert nahm EgyptSat 2 schließlich in Form eines in Russland konstruierten Satelliten Gestalt an. EgyptSat 2 hatte eine Startmasse von rund 1.050 Kilogramm und basiert auf einer 559GK genannten Ableitung des Satellitenbus Jamal 100 (Yamal 100) von der Russian Rocket and Space Corporation &#8222;Energia&#8220; (RSC Energia / RKK Energia) ohne einen thermisierten Gerätebehälter wie bei früheren russischen Entwürfen üblich. Den Bordrechner für EgyptSat 2 leitete Energia aus einem für den Satellitenbus Jamal 300 ausgedachten Entwurf ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Stromversorgung von EgyptSat 2 sehen drei ausklappbare Solarzellenausleger zur Verfügung, die so montiert sind, dass sie nicht autonom der Sonne nachgeführt werden können. Bis zu 3.000 Watt elektrischer Leistung können sie zusammen liefern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dienen Nickelmetallhydrid-Akkumulatoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegungsbetriebsdauer des nach nicht bestätigten Angaben umgerechnet rund 40 Millionen US-Dollar teuren Satelliten beträgt 11 Jahre. Während seines Einsatzes soll er Beiträge zur Kartographierung Ägyptens liefern, Umweltdaten erfassen und zur Erde senden, und bei der Katastrophenvorsorge und -Bewältigung helfen. Die via EgyptSat 2 gewonnenen georeferenzierten Informationen möchte die NARSS künftig in ein nationales Geoinformationssystem (GIS) einpflegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bilddaten soll EgyptSat 2 im Bereich des sichtbaren Lichts und des Infraroten erfassen. Die elektrooptischen Systeme dafür und die zur Bildübertragung stammen vom Entwicklungsbüro Peleng (OAO Peleng) aus dem weißrussischen Minsk und dem nationalen Zentrum für Informationstechnik- und Quellen (NIRUP) aus der gleichen Stadt und ermöglichen eine Schwadbreite von 1.400 Kilometern. Bei Farbbildern beträgt die errechnete Auflösung 4 Meter, monochromatisch will man einen Meter Bodenauflösung erreichen. Zum Boden übertragen kann EgyptSat 2 Daten im X-Band mit 300 bis 600 Megabit pro Sekunde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042014110011_small_3.jpg" alt="Energia" width="454" height="182"/></a><figcaption>
EgyptSat-2-Hauptbestandteile: Bus von Energia, Teleskop von Peleng 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">EgyptSat 2 alias MisrSat 2 (Misr Arabisch für Ägypten) und E-Star ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.678 und als COSPAR-Objekt 2014-021A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11566.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EgyptSat 2 (MisrSat 2) auf Sojus-U</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Gazproms Komsats mit gelegentlichen Problemen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 09:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Satellit]]></category>
		<category><![CDATA[Softwareprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Yamal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32404</guid>

					<description><![CDATA[<p>Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru. Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Von Gazprom Space Systems betriebene, von Energia gebaute russische geostationäre Kommunikationsatelliten des Typs Yamal haben, möglicherweise wegen Softwarefehlern, hin und wieder Probleme mit ihrer Ausrichtung im Raum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: sat-index.co.uk, gascom.ru.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngste Störung erfuhr Yamal-202 am 3. Juni 2009 um 12:30 Uhr MESZ, als ein Softwarefehler im Navigationssystem des Satelliten zu einem Orientierungsverlust führte. Um 21:00 Uhr MESZ am selben Tag wurde die richtige Ausrichtung des Satelliten wieder erreicht. Ein vollständiger Kontrollverlust sei laut Gazprom nicht aufgetreten.  <br>Der Schwestersatellit Yamal-201 aus dem Proton-Doppelstart vom 24. November 2003 hatte am 5. April 2007 eine sechs Stunden dauernde Betriebsunterbrechung, und Yamal-202 hatte Ende September 2006 einen vierundzwanzigstündigen Ausfall. Beide Ereignisse werden auf Softwareprobleme zurückgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Proton-Doppelstart der beiden Vorgängersatelliten am 6. September 1999 erreichte nur Yamal-102 seinen Zielorbit funktionsfähig, Yamal-101 gelang das nicht. Er wurde nicht in Betrieb genommen, technische Details dazu wurden bisher nicht veröffentlicht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06062009111915_small_1.jpg" alt="www.roscosmos.ru" width="260"/><figcaption>
Yamal-Satellit aus der 100-er Serie am Boden 
<br>
(Bild: www.roscosmos.ru)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Energia hat auch die beiden Satelliten Yamal-301 und Yamal-302 gebaut, die nach Angaben von Gazprom Space Systems bereits im Jahre 2008 ins All gebracht werden sollten. Obwohl Gazprom Space Systems den entsprechenden Betrag bezahlt habe und die Kommunikationsnutzlasten für die Satelliten an Energia geliefert wurden, sehe Energia lt. Gazprom Space Systems auch 2009 keinen Start der Satelliten vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS–Reschetnjew, ehemals NPO PM, soll daher auf Basis des Express-1000-Busses Yamal-300К aufbauen, welcher 2010 in den Weltraum gebracht werden soll. Zwei weitere Satelliten sind in Westeuropa bestellt: Yamal-401 und Yamal-402 werden auf dem Spacebus-4000-C3 von Thales Alenia Space basieren, und sollen im Jahr 2011 gestartet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamal-401 soll 4.900 Kilogramm Startgewicht auf die Waage bringen und mit 36 Ku-Band- sowie 17 C-Band-Transpondern ausgestattet sein. Die Positionierung im geostationären Orbit erfolgt bei 90 Grad Ost. Yamal-402 wird beim Start 4.800 Kilogramm wiegen und mit 46 Ku-Band-Transpondern ausgerüstet sein. Sein Ziel im geostationären Orbit ist 55 Grad Ost. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bereits im All befindlichen Yamal-Satelliten sind wie folgt katalogisiert:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Yamal-101 mit der NORAD-Nr. 25896 bzw. als Objekt 1999-047A</li><li>Yamal-102 alias Yamal-100 mit der NORAD-Nr. 25897 bzw. als Objekt 1999-047B </li><li>Yamal-201 alias Yamal-200 Nr.2 mit der NORAD-Nr. 28094 bzw. als Objekt 2003-053B</li><li>Yamal-202 alias Yamal-200 Nr.1 mit der NORAD-Nr. 28089 bzw. als Objekt 2003-053A</li></ul>
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