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	<title>Röntgenteleskop &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Röntgenteleskop &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Die NASA-Raumsonde Chandra läutet das neue Jahr mit dem Champagner-Cluster ein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 17:44:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Feiern Sie das neue Jahr mit dem „Champagner-Haufen“, einem Galaxienhaufen, der auf diesem neuen Bild des Chandra-Röntgenobservatoriums der NASA und optischer Teleskope zu sehen ist.Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA, 30. Dezember 2025 Astronomen entdeckten diesen Galaxienhaufen am 31. Dezember 2020. Das Datum, kombiniert mit dem blasenartigen Aussehen der Galaxien [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Feiern Sie das neue Jahr mit dem „Champagner-Haufen“, einem Galaxienhaufen, der auf diesem neuen Bild des Chandra-Röntgenobservatoriums der NASA und optischer Teleskope zu sehen ist.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/chandra/nasas-chandra-rings-in-new-year-with-champagne-cluster/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>, 30. Dezember 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronomen entdeckten diesen Galaxienhaufen am 31. Dezember 2020. Das Datum, kombiniert mit dem blasenartigen Aussehen der Galaxien und dem überhitzten Gas, das mit Chandra Beobachtungen sichtbar wurde (dargestellt in violett), inspirierte die Wissenschaftler dazu, dem Galaxienhaufen den Spitznamen „Champagner Cluster“ zu geben, einen viel einprägsameren Namen als seine offizielle Bezeichnung RM J130558.9+263048.4.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Veröffentlichung zeigt ein zusammengesetztes Bild eines Galaxienhaufens, der am Silvestertag 2020 entdeckt wurde. Der Haufen erscheint hier als eine große Ansammlung strahlend weißer Lichter, von denen jedes eine einzelne Galaxie darstellt. Eine neonviolette Wolke erstreckt sich über den dicht besiedelten Kern des Haufens. Viele der über hundert Galaxien im Haufen befinden sich in zwei Galaxiengruppen oben und unten in der Mitte. Einige sind von einem schwachen, leuchtenden Schleier umgeben, während einige Vordergrundsterne mit Beugungsspitzen glänzen. Einige der kleineren Galaxien sind blau, orange oder rot gefärbt, andere erscheinen eher länglich als rund, was auf spiralförmige Strukturen hindeutet, die von der Seite betrachtet werden. Die neonviolette Wolke befindet sich im Zentrum des Bildes und umgibt den am dichtesten gepackten Teil des Haufens. Diese Wolke, die sich vertikal über den Cluster erstreckt, besteht aus Gas mit einer Temperatur von mehreren Millionen Grad, das von Chandra beobachtet wurde. Die beiden Gruppen beobachtbarer Galaxien und die Ausbreitung des überhitzten Gases zeigen, dass es sich beim Champagner Cluster tatsächlich um zwei Cluster handelt, die gerade miteinander kollidieren. Da die beiden Cluster aus funkelndem Licht miteinander klirren und das Datum der Entdeckung ein gutes Omen ist, haben Astronomen die verschmolzene kosmische Struktur „Champagner Cluster” getauft. Credit: im Röntgenbereich: NASA/CXC/UCDavis/F. Bouhrik et al.; im Optischen: Legacy Survey/DECaLS/BASS/MzLS; Bildaufbereitung: NASA/CXC/SAO/P. Edmonds and L. Frattare" data-rl_caption="" title="Diese Veröffentlichung zeigt ein zusammengesetztes Bild eines Galaxienhaufens, der am Silvestertag 2020 entdeckt wurde. Der Haufen erscheint hier als eine große Ansammlung strahlend weißer Lichter, von denen jedes eine einzelne Galaxie darstellt. Eine neonviolette Wolke erstreckt sich über den dicht besiedelten Kern des Haufens. Viele der über hundert Galaxien im Haufen befinden sich in zwei Galaxiengruppen oben und unten in der Mitte. Einige sind von einem schwachen, leuchtenden Schleier umgeben, während einige Vordergrundsterne mit Beugungsspitzen glänzen. Einige der kleineren Galaxien sind blau, orange oder rot gefärbt, andere erscheinen eher länglich als rund, was auf spiralförmige Strukturen hindeutet, die von der Seite betrachtet werden. Die neonviolette Wolke befindet sich im Zentrum des Bildes und umgibt den am dichtesten gepackten Teil des Haufens. Diese Wolke, die sich vertikal über den Cluster erstreckt, besteht aus Gas mit einer Temperatur von mehreren Millionen Grad, das von Chandra beobachtet wurde. Die beiden Gruppen beobachtbarer Galaxien und die Ausbreitung des überhitzten Gases zeigen, dass es sich beim Champagner Cluster tatsächlich um zwei Cluster handelt, die gerade miteinander kollidieren. Da die beiden Cluster aus funkelndem Licht miteinander klirren und das Datum der Entdeckung ein gutes Omen ist, haben Astronomen die verschmolzene kosmische Struktur „Champagner Cluster” getauft. Credit: im Röntgenbereich: NASA/CXC/UCDavis/F. Bouhrik et al.; im Optischen: Legacy Survey/DECaLS/BASS/MzLS; Bildaufbereitung: NASA/CXC/SAO/P. Edmonds and L. Frattare" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne-400x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-149990" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne-400x400-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne-400x400-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne-400x400-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/champagne-400x400-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Credit</mark>: im Röntgenbereich: NASA/CXC/UCDavis/F. Bouhrik et al.; im Optischen: Legacy Survey/DECaLS/BASS/MzLS; Bildaufbereitung: NASA/CXC/SAO/P. Edmonds and L. Frattare</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue zusammengesetzte Bild zeigt, dass es sich beim Champagner Cluster tatsächlich um zwei Galaxienhaufen handelt, die gerade dabei sind, zu einem noch größeren Haufen zu verschmelzen. Gas mit einer Temperatur von mehreren Millionen Grad in Galaxienhaufen nimmt in Bildern normalerweise eine annähernd kreisförmige oder mäßig ovale Form an, aber im Champagner Haufen ist es von oben nach unten weiter verteilt, was auf die Anwesenheit der beiden kollidierenden Haufen hinweist. Zwei Gruppen einzelner Galaxien, aus denen die kollidierenden Haufen bestehen, sind oben und unten in der Mitte zu sehen. (Das Bild wurde um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht, sodass Norden nach rechts zeigt.) Das heiße Gas überwiegt die Gesamtmasse aller über hundert einzelnen Galaxien in dem sich neu bildenden Cluster. Die Cluster enthalten außerdem noch größere Mengen an unsichtbarer dunkler Materie, jener mysteriösen Substanz, die das Universum durchdringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Chandra Daten enthält dieses neue Bild optische Daten aus den Legacy Surveys (rot, grün und blau), die aus drei einzelnen, sich ergänzenden Durchmusterungen verschiedener Teleskope in Arizona und Chile bestehen.<br>Der Champagne-Cluster gehört zu einer seltenen Klasse von verschmelzenden Clustern, zu denen auch der bekannte Bullet Cluster gehört, bei denen das heiße Gas in jedem Cluster kollidiert und abgebremst wurde und es eine klare Trennung zwischen dem heißen Gas und der massereichsten Galaxie in jedem Cluster gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Vergleich der Daten mit Computersimulationen kamen Astronomen zu zwei Möglichkeiten für die Entstehungsgeschichte des Champagner Clusters. Eine davon ist, dass die beiden Cluster bereits vor über zwei Milliarden Jahren miteinander kollidiert sind. Nach der Kollision bewegten sich die beiden Cluster nach außen und wurden dann durch die Schwerkraft wieder aufeinander zu gezogen, sodass sie nun auf eine zweite Kollision zusteuern. Die andere Möglichkeit ist, dass es vor etwa 400 Millionen Jahren zu einer einzigen Kollision kam und sich die beiden Cluster seitdem voneinander entfernen. Die Forscher glauben, dass weitere Untersuchungen des Champagner Clusters ihnen möglicherweise Aufschluss darüber geben können, wie dunkle Materie auf eine Hochgeschwindigkeitskollision reagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Artikel, der diese Ergebnisse beschreibt, erschien kürzlich im Astrophysical Journal und ist online verfügbar. Die Autoren des Artikels sind Faik Bouhrik, Rodrigo Stancioli und David Wittman, alle von der University of California, Davis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, leitet das Chandra-Programm. Das Chandra X-ray Center des Smithsonian Astrophysical Observatory steuert die wissenschaftlichen Operationen von Cambridge, Massachusetts, aus und die Flugoperationen von Burlington, Massachusetts, aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://chandra.si.edu/photo/2025/champagne/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weitere Informationen über das Chandra-Röntgenobservatorium der NASA</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://science.nasa.gov/mission/chandra/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/mission/chandra-x-ray-observatory/</a><br><a href="https://chandra.si.edu" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://chandra.si.edu</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Visuelle Beschreibung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Veröffentlichung zeigt ein zusammengesetztes Bild eines Galaxienhaufens, der am Silvestertag 2020 entdeckt wurde.<br>Der Haufen erscheint hier als eine große Ansammlung strahlend weißer Lichter, von denen jedes eine einzelne Galaxie darstellt. Eine neonviolette Wolke erstreckt sich über den dicht besiedelten Kern des Haufens. Viele der über hundert Galaxien im Haufen befinden sich in zwei Galaxiengruppen oben und unten in der Mitte. Einige sind von einem schwachen, leuchtenden Schleier umgeben, während einige Vordergrundsterne mit Beugungsspitzen glänzen. Einige der kleineren Galaxien sind blau, orange oder rot gefärbt, andere erscheinen eher länglich als rund, was auf spiralförmige Strukturen hindeutet, die von der Seite betrachtet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neonviolette Wolke befindet sich im Zentrum des Bildes und umgibt den am dichtesten gepackten Teil des Haufens. Diese Wolke, die sich vertikal über den Cluster erstreckt, besteht aus Gas mit einer Temperatur von mehreren Millionen Grad, das von Chandra beobachtet wurde. Die beiden Gruppen beobachtbarer Galaxien und die Ausbreitung des überhitzten Gases zeigen, dass es sich beim Champagner Cluster tatsächlich um zwei Cluster handelt, die gerade miteinander kollidieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die beiden Cluster aus funkelndem Licht miteinander klirren und das Datum der Entdeckung ein gutes Omen ist, haben Astronomen die verschmolzene kosmische Struktur „Champagner Cluster” getauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20831.msg582576#msg582576" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskop Chandra</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NASA: Schwarzes Loch zerstört Stern und jagt einen weiteren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-schwarzes-loch-zerstoert-stern-und-jagt-einen-weiteren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Oct 2024 16:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Chandra-Röntgenobservatorium der NASA und andere Teleskope haben ein supermassereiches Schwarzes Loch identifiziert, das einen Stern zerrissen hat und nun die Trümmer des Sterns nutzt, um einen anderen Stern oder ein kleineres Schwarzes Loch zu vernichten, wie in unserer jüngsten Pressemitteilung beschrieben. Diese Forschung trägt dazu bei, zwei kosmische Rätsel miteinander zu verbinden, und liefert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://chandra.si.edu/about/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Das Chandra-Röntgenobservatorium der NASA</a> und andere Teleskope haben ein <a href="https://chandra.si.edu/xray_sources/blackholes_sm.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">supermassereiches Schwarzes Loch</a> identifiziert, das einen <a href="https://chandra.si.edu/xray_sources/stars.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Stern</a> zerrissen hat und nun die Trümmer des Sterns nutzt, um einen anderen Stern oder ein kleineres Schwarzes Loch zu vernichten, wie in unserer <a href="https://chandra.si.edu/press/24_releases/press_100924.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">jüngsten Pressemitteilung</a> beschrieben. Diese Forschung trägt dazu bei, zwei kosmische Rätsel miteinander zu verbinden, und liefert Informationen über die Umgebung einiger der größeren Arten von Schwarzen Löchern. Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA, 9. Oktober 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/tde-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Veröffentlichung zeigt eine künstlerische Darstellung, die die zerstörerische Kraft eines supermassiven Schwarzen Lochs veranschaulicht. Das digitale Bild zeigt eine Scheibe aus stellarem Material, die ein solches Schwarzes Loch umgibt. An seinem äußeren Rand kollidiert ein benachbarter Stern mit der Scheibe und fliegt durch sie hindurch. Das Schwarze Loch befindet sich auf halber Höhe am rechten Rand des vertikalen Bildes. Es ähnelt einem tiefschwarzen Halbkreis mit einer gewölbten Kappe aus blassblauem Licht. Die untere Hälfte des kreisförmigen schwarzen Lochs ist hinter der Scheibe aus stellarem Material verborgen. In dieser Abbildung ist die Scheibe von der Kante aus gesehen. Sie ähnelt einem Band aus wirbelndem gelbem, orangefarbenem und rotem Gas, das sich diagonal von unserer rechten Mitte nach links unten erstreckt. In der Nähe unserer unteren linken Seite überschneidet sich der äußere Rand der Sterntrümmerscheibe mit einer hellen blauen Kugel, die von leuchtenden weißen Strudeln umgeben ist. Diese Kugel stellt einen benachbarten Stern dar, der durch die Scheibe kracht. Die stellare Scheibe ist das Wrack eines zerstörten Sterns. Eine elektrisch blau-weiße Welle zeigt das heißeste Gas in der Scheibe. Wenn der Nachbarstern durch die Scheibe stürzt, hinterlässt er eine Gasspur, die als Streifen aus feinem Nebel dargestellt ist. Dabei werden Ausbrüche von Röntgenstrahlung freigesetzt, die von Chandra nachgewiesen werden. In der oberen linken Ecke der Abbildung ist ein Kasten eingefügt, der eine Nahaufnahme der Quelle im Röntgenlicht und im optischen Licht zeigt. Das Röntgenlicht ist violett dargestellt, das optische Licht weiß und beige. Röntgenstrahlen: NASA/CXC/Queen&#039;s Univ. Belfast/M. Nicholl et al.; Optisch/IR: PanSTARRS, NSF/Legacy Survey/SDSS; Illustration: Soheb Mandhai / The Astro Phoenix; Bildverarbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk" data-rl_caption="" title="Diese Veröffentlichung zeigt eine künstlerische Darstellung, die die zerstörerische Kraft eines supermassiven Schwarzen Lochs veranschaulicht. Das digitale Bild zeigt eine Scheibe aus stellarem Material, die ein solches Schwarzes Loch umgibt. An seinem äußeren Rand kollidiert ein benachbarter Stern mit der Scheibe und fliegt durch sie hindurch. Das Schwarze Loch befindet sich auf halber Höhe am rechten Rand des vertikalen Bildes. Es ähnelt einem tiefschwarzen Halbkreis mit einer gewölbten Kappe aus blassblauem Licht. Die untere Hälfte des kreisförmigen schwarzen Lochs ist hinter der Scheibe aus stellarem Material verborgen. In dieser Abbildung ist die Scheibe von der Kante aus gesehen. Sie ähnelt einem Band aus wirbelndem gelbem, orangefarbenem und rotem Gas, das sich diagonal von unserer rechten Mitte nach links unten erstreckt. In der Nähe unserer unteren linken Seite überschneidet sich der äußere Rand der Sterntrümmerscheibe mit einer hellen blauen Kugel, die von leuchtenden weißen Strudeln umgeben ist. Diese Kugel stellt einen benachbarten Stern dar, der durch die Scheibe kracht. Die stellare Scheibe ist das Wrack eines zerstörten Sterns. Eine elektrisch blau-weiße Welle zeigt das heißeste Gas in der Scheibe. Wenn der Nachbarstern durch die Scheibe stürzt, hinterlässt er eine Gasspur, die als Streifen aus feinem Nebel dargestellt ist. Dabei werden Ausbrüche von Röntgenstrahlung freigesetzt, die von Chandra nachgewiesen werden. In der oberen linken Ecke der Abbildung ist ein Kasten eingefügt, der eine Nahaufnahme der Quelle im Röntgenlicht und im optischen Licht zeigt. Das Röntgenlicht ist violett dargestellt, das optische Licht weiß und beige. Röntgenstrahlen: NASA/CXC/Queen&#039;s Univ. Belfast/M. Nicholl et al.; Optisch/IR: PanSTARRS, NSF/Legacy Survey/SDSS; Illustration: Soheb Mandhai / The Astro Phoenix; Bildverarbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/11/tde_320x428.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Röntgenstrahlen: NASA/CXC/Queen&#8217;s Univ. Belfast/M. Nicholl et al.; Optisch/IR: PanSTARRS, NSF/Legacy Survey/SDSS; Illustration: Soheb Mandhai / The Astro Phoenix; Bildverarbeitung: NASA/CXC/SAO/N. Wolk</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Cambridge, Mass., 9. Oktober 2024 &#8211; Diese <a href="https://chandra.si.edu/photo/2024/tde/more.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">künstlerische Darstellung</a> zeigt eine Scheibe aus Material (rot, orange und gelb), die entstand, nachdem ein supermassereiches Schwarzes Loch (rechts abgebildet) einen Stern durch starke <a href="https://chandra.si.edu/resources/glossaryT.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Gezeitenkräfte</a> zerrissen hatte. Im Laufe einiger Jahre dehnte sich diese Scheibe nach außen aus, bis sie auf ein anderes Objekt traf &#8211; entweder einen Stern oder ein kleines schwarzes Loch -, das sich ebenfalls auf einer Umlaufbahn um das riesige schwarze Loch befindet. Jedes Mal, wenn dieses Objekt mit der Scheibe zusammenstößt, sendet es einen Ausbruch von <a href="https://chandra.si.edu/xray_astro/xrays.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Röntgenstrahlung</a> aus, der von Chandra entdeckt wird. Die Einblendung zeigt Chandra-Daten (lila) und ein <a href="https://chandra.si.edu/resources/em_radiation.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">optisches</a> Bild der Quelle von Pan-STARRS (rot, grün und blau).</p>



<p class="wp-block-paragraph">2019 bemerkte ein optisches Teleskop in Kalifornien einen Lichtausbruch, den Astronomen später als „tidal disruption event“ (TDE) einordneten. Dabei handelt es sich um Fälle, in denen Schwarze Löcher durch ihre starken Gezeitenkräfte Sterne zerreißen, wenn sie ihnen zu nahe kommen. Die Astronomen gaben diesem TDE den Namen AT2019qiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Zwischenzeit verfolgten die Wissenschaftler auch eine andere Art von kosmischen Phänomenen, die gelegentlich im Universum beobachtet werden. Dabei handelt es sich um kurze und regelmäßige Ausbrüche von Röntgenstrahlung in der Nähe supermassereicher schwarzer Löcher. Die Astronomen nannten diese Ereignisse „quasi-periodische Eruptionen“ oder QPEs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neueste Studie liefert den Wissenschaftlern Hinweise darauf, dass TDEs und QPEs wahrscheinlich zusammenhängen. Die Forscher gehen davon aus, dass QPEs entstehen, wenn ein Objekt in die Scheibe stürzt, die nach der TDE zurückbleibt. Obwohl es auch andere Erklärungen geben könnte, vermuten die Autoren der Studie, dass dies die Quelle zumindest einiger QPEs ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2023 untersuchten Astronomen mit Chandra und Hubble gleichzeitig die Trümmer, die nach dem Ende der Gezeitenstörung zurückblieben. Die Chandra-Daten wurden bei drei verschiedenen Beobachtungen im Abstand von jeweils etwa 4 bis 5 Stunden gewonnen. Die insgesamt etwa 14-stündige Chandra-Belichtung ergab nur ein schwaches Signal im ersten und letzten Teilstück, aber ein sehr starkes Signal in der mittleren Beobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin nutzten die Forscher den Neutron Star Interior Composition Explorer (NICER) der NASA, um AT2019qiz regelmäßig auf wiederholte Röntgenausbrüche zu untersuchen. Die NICER-Daten zeigten, dass AT2019qiz etwa alle 48 Stunden ausbricht. Beobachtungen des Neil-Grels-Swift-Observatoriums der NASA und des indischen AstroSat-Teleskops untermauerten dieses Ergebnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://chandra.si.edu/resources/em_radiation.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ultravioletten</a> Daten von Hubble, die zur gleichen Zeit wie die Chandra-Beobachtungen gewonnen wurden, ermöglichten es den Wissenschaftlern, die Größe der Scheibe um das supermassereiche Schwarze Loch zu bestimmen. Sie stellten fest, dass die Scheibe so groß geworden ist, dass jedes Objekt, das das Schwarze Loch umkreist und etwa eine Woche oder weniger für einen Umlauf benötigt, mit der Scheibe kollidieren und Eruptionen verursachen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ergebnis hat Auswirkungen auf die Suche nach weiteren quasi-periodischen Eruptionen im Zusammenhang mit Gezeitenstörungen. Die Entdeckung weiterer solcher Ausbrüche würde es den Astronomen ermöglichen, die Häufigkeit und die Entfernungen von Objekten in engen Umlaufbahnen um supermassereiche schwarze Löcher zu messen. Einige dieser Objekte könnten hervorragende Ziele für die geplanten zukünftigen <a href="https://chandra.si.edu/resources/glossaryG.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Gravitationswellenobservatorien</a> sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeit, die diese Ergebnisse beschreibt, erscheint in der Ausgabe vom 9. Oktober 2024 der Zeitschrift Nature. Der Erstautor des Artikels ist Matt Nicholl (Queen&#8217;s University Belfast in Irland). Die vollständige Liste der Autoren ist in dem Artikel zu finden, der online verfügbar ist unter: <a href="https://arxiv.org/abs/2409.02181" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2409.02181</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marshall Space Flight Center der NASA leitet das Chandra-Programm. Das Chandra X-ray Center des Smithsonian Astrophysical Observatory steuert den wissenschaftlichen Betrieb von Cambridge, Massachusetts, und den Flugbetrieb von Burlington, Massachusetts, aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://chandra.si.edu/photo/2024/tde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Lesen Sie mehr vom Chandra-Röntgenobservatorium der NASA.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahren Sie hier mehr über das Chandra-Röntgenobservatorium und seine Mission:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://science.nasa.gov/mission/chandra/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/chandra</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg568223#msg568223" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>MPE: Regelmäßige Mahlzeiten für massereiches Schwarzes Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpe-regelmaessige-mahlzeiten-fuer-massereiches-schwarzes-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 21:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die eROSITA-Himmelsdurchmusterung entdeckt wiederkehrende Röntgeneruptionen in einer ansonsten ruhigen Galaxie. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE). Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) 12. Januar 2023. 12. Januar 2023 &#8211; Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) haben in der eROSITA-Himmelsdurchmusterung ein spektakuläres, sich wiederholendes Ereignis entdeckt. Im Zentrum einer ansonsten unscheinbaren Galaxie ereignen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die eROSITA-Himmelsdurchmusterung entdeckt wiederkehrende Röntgeneruptionen in einer ansonsten ruhigen Galaxie. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) 12. Januar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LichtkurveMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Lichtkurve der neuen Quelle, J0456-20, zeigt vier ausgeprägte Phasen: Die Plateauphase des Röntgenflusses dauert etwa zwei Monate und fällt dann innerhalb einer Woche schnell ab (um den Faktor 100). Darauf folgt eine röntgenschwache Phase von etwa 2-3 Monaten, bevor die Quelle wieder in eine Phase des Röntgenanstiegs übergeht. Der gesamte Zyklus dauert etwa 220 Tage. (Bild: MPE)" data-rl_caption="" title="Die Lichtkurve der neuen Quelle, J0456-20, zeigt vier ausgeprägte Phasen: Die Plateauphase des Röntgenflusses dauert etwa zwei Monate und fällt dann innerhalb einer Woche schnell ab (um den Faktor 100). Darauf folgt eine röntgenschwache Phase von etwa 2-3 Monaten, bevor die Quelle wieder in eine Phase des Röntgenanstiegs übergeht. Der gesamte Zyklus dauert etwa 220 Tage. (Bild: MPE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LichtkurveMPE26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Lichtkurve der neuen Quelle, J0456-20, zeigt vier ausgeprägte Phasen: Die Plateauphase des Röntgenflusses dauert etwa zwei Monate und fällt dann innerhalb einer Woche schnell ab (um den Faktor 100). Darauf folgt eine röntgenschwache Phase von etwa 2-3 Monaten, bevor die Quelle wieder in eine Phase des Röntgenanstiegs übergeht. Der gesamte Zyklus dauert etwa 220 Tage. (Bild: MPE)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">12. Januar 2023 &#8211; Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) haben in der eROSITA-Himmelsdurchmusterung ein spektakuläres, sich wiederholendes Ereignis entdeckt. Im Zentrum einer ansonsten unscheinbaren Galaxie ereignen sich regelmäßig alle 220 Tage helle Röntgenausbrüche. Diese deuten auf einen Stern, der das dort befindliche massereiche Schwarze Loch umkreist und dabei in regelmäßigen Umläufen „füttert&#8220;. Solche Ereignisse könnten wirksame Mittel sein, um die Akkretionsprozesse und das Gravitationsfeld um supermassereiche Schwarze Löcher in anderen Galaxien zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Galaxien im Universum beherbergen ein supermassereiches Schwarzes Loch in ihrem Zentrum. Beobachtungen deuten auf ein symbiotisches Wachstum dieser Schwarzen Löcher und deren Wirtsgalaxien hin. Diese Studien konzentrieren sich hauptsächlich auf „aktive&#8220; Galaxien, in denen das zentrale Schwarze Loch ständig große Mengen an Materie ansammelt. Diese heizt sich auf und leuchtet sehr hell. Aktive Galaxien (oder Galaxien mit „aktiven galaktischen Kernen&#8220;, AGN) sind jedoch eine Minderheit gegenüber ruhigen Galaxien. Bei diesen ist es viel schwieriger die Eigenschaften des supermassereichen schwarzen Lochs im Kern zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelegentlich kommt es vor, dass ein Stern zu nahe an das zentrale Schwarze Loch einer Galaxie wandert und durch dessen starke Gezeitenkräfte zerrissen wird (engl: „tidal disruption event&#8220;). Ein Teil der Materie des Sterns fällt in das Schwarze Loch und erhöht damit die „Fütterungsrate&#8220; des Gravitationsmonsters vorübergehend. Diesen Prozess können Astronomen als kurzzeitige helle Blitze im Röntgen- und UV-Bereich beobachten. Derartige Ereignisse treten in einer gewöhnlichen Galaxie nur etwa alle 10.000 Jahre auf und sind damit sehr selten. Die meisten bisher beobachteten Kandidaten waren einmalige Ereignisse, die aufgrund der Zerstörung des Sterns einen einzigen Ausbruch zeigten. In jüngster Zeit wurden nun einige veränderliche Ereignisse entdeckt, die periodische oder sich wiederholende Ausbrüche zeigen. Diese könnten auf Sterne zurückzuführen sein, die ihre erste Begegnung glücklicherweise überleben: Anstatt vollständig zerstört zu werden, umkreist der Überrest das supermassereiche Schwarze Loch, wobei er Teile seiner äußeren Schichten verliert und das Schwarze Loch bei jeder Passage erneut füttert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Solche sich wiederholenden, teilweisen Zerstörungen könnten ein effektives Mittel sein, um den Akkretionsprozess um supermassereiche Schwarze Löcher zu erforschen&#8220;, betont Zhu Liu, der Hauptautor der Studie am MPE. „Mit Hilfe von eROSITA haben wir jetzt eine faszinierende veränderliche Quelle gefunden, bei der sich der Röntgenausbruch in einer ansonsten ruhigen Galaxie regelmäßig wiederholt.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AbfolgeEreignisseMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Skizze zeigt eine Abfolge von Ereignissen, die die Entwicklung der Lichtkurve von J0456-20 erklären könnten: Ein Stern wird bei der Annäherung an ein supermassereiches Schwarzes Loch teilweise zerstört (oben). Die Sterntrümmer bilden eine Akkretionsscheibe (blau), wobei die Akkretion in verschiedenen Phasen (1-5) mit wechselnden Emissionssignaturen abläuft. Schließlich ist der Treibstoff vollständig erschöpft (6) und der Röntgenausbruch beendet. (Bild: MPE)" data-rl_caption="" title="Diese Skizze zeigt eine Abfolge von Ereignissen, die die Entwicklung der Lichtkurve von J0456-20 erklären könnten: Ein Stern wird bei der Annäherung an ein supermassereiches Schwarzes Loch teilweise zerstört (oben). Die Sterntrümmer bilden eine Akkretionsscheibe (blau), wobei die Akkretion in verschiedenen Phasen (1-5) mit wechselnden Emissionssignaturen abläuft. Schließlich ist der Treibstoff vollständig erschöpft (6) und der Röntgenausbruch beendet. (Bild: MPE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AbfolgeEreignisseMPE26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Skizze zeigt eine Abfolge von Ereignissen, die die Entwicklung der Lichtkurve von J0456-20 erklären könnten: Ein Stern wird bei der Annäherung an ein supermassereiches Schwarzes Loch teilweise zerstört (oben). Die Sterntrümmer bilden eine Akkretionsscheibe (blau), wobei die Akkretion in verschiedenen Phasen (1-5) mit wechselnden Emissionssignaturen abläuft. Schließlich ist der Treibstoff vollständig erschöpft (6) und der Röntgenausbruch beendet. (Bild: MPE)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Durchmusterung des gesamten Himmels beobachtet das eROSITA-Röntgenteleskop jeden Punkt am Himmel mehrfach und hat dabei energiereiche veränderliche Quellen in Galaxien entdeckt, die keine Anzeichen früherer Aktivität in ihren Zentren aufwiesen. Die neue Quelle, J0456-20, die im Februar 2021 entdeckt wurde, befindet sich in einer ruhigen Galaxie, die etwa 1 Milliarde Lichtjahre entfernt ist. Sie ist eine Röntgenquelle mit einer der höchsten Variabilitäten, die von eROSITA beobachtet wurden; innerhalb einer Woche nimmt der Röntgenfluss um den Faktor 100 ab. Insgesamt beobachteten die Astronomen drei vollständige Zyklen der Quelle, bei der sich die Röntgenausbrüche in einem Zeitraum von etwa 220 Tagen wiederholten. Nachfolgende optische Beobachtungen zeigten eine normale ruhige Galaxie, während die wiederholten Röntgeneruptionen stark auf eine sich wiederholende, teilweise Gezeitenstörung hindeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir schätzen, dass der Stern, der das Schwarze Loch umkreist, beim ersten, zweiten und dritten Zyklus jeweils nur eine Masse verloren hat, die 5 %, 1,5 % und 0,5 % unserer Sonne entspräche&#8220;, erklärt Adam Malyali, Postdoc am MPE. „Diese Werte sind so niedrig, dass der Stern tatsächlich mehrere Annäherungen an das zentrale Schwarze Loch überleben könnte.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe einer Kooperation mit den ATCA-Teleskopen in Australien konnte das Team zudem veränderliche Radioemission bei der Quelle J0456-20 nachweisen, welche ein deutlicher Hinweis auf einen Ausfluss von Gas darstellt. Zusammen mit dem charakteristischen Verlauf der Röntgenstrahlung ergeben sich damit zwingende Hinweise auf Veränderungen in der Struktur der Akkretionsscheibe um das supermassereiche Schwarze Loch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Weitere Beobachtungen sind notwendig, um die genauen Details der physikalischen Prozesse zu ergründen&#8220;, sagt Andrea Merloni, der wissenschaftliche Leiter von eROSITA. „Dennoch liefert die Entdeckung dieses sich wiederholenden Röntgenereignisses bereits jetzt einen soliden Beweis dafür, dass es Sterne gibt, die eng um supermassereiche Schwarze Löcher jenseits unserer eigenen Milchstraße kreisen. Diese könnten ein ideales Labor sein, um die Allgemeine Relativitätstheorie in sehr starken Gravitationsfeldern zu testen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">eROSITA hat bereits andere sich wiederholende Röntgenquellen gefunden, z.B. zwei quasi-periodische Eruptionen in AGN. Für die Zukunft erwartet das Team weitere Entdeckungen mit eROSITA, aber auch mit dem Ende 2023 startenden „Einstein Probe&#8220;-Satelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Zhu Liu, A. Malyali, M. Krumpe et al.<br>Deciphering the extreme X-ray variability of the nuclear transient eRASSt J045650.3<br>A&amp;A, 669, A75, doi.org/10.1051/0004-6361/202244805,<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2023/01/aa44805-22/aa44805-22.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2023/01/aa44805-22/aa44805-22.html</a>.</p>



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		<title>Röntgenanalyse ohne Zweifel &#8211; Vier Jahrzehnte währendes Rätsel kosmischer Röntgenstrahlung gelöst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 18:46:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Team unter Leitung des Heidelberger MPl für Kernphysik hat mit einem hochpräzisen Experiment ein Jahrzehnte währendes Problem der Astrophysik gelöst. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik. Quelle: Max-Planck-Institut für Kernphysik 6. Dezember 2022. 6. Dezember 2022 &#8211; Die im Labor gemessenen Intensitätsverhältnisse wichtiger Strahlungslinien von Eisen wichen bislang von den berechneten ab, und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein internationales Team unter Leitung des Heidelberger MPl für Kernphysik hat mit einem hochpräzisen Experiment ein Jahrzehnte währendes Problem der Astrophysik gelöst. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Kernphysik.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Kernphysik 6. Dezember 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/372512NASANuSTARSDO.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Gemessenes Röntgen-Fluoreszenz-Spektrum mit den Emissionslinien 3C und 3D von Fe-XVII, sowie B and C von Fe XVI. Hintergrundbild: Die Sonne im Röntgenlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop NuSTAR (Bild: NASA, NuSTAR, SDO)." data-rl_caption="" title="Gemessenes Röntgen-Fluoreszenz-Spektrum mit den Emissionslinien 3C und 3D von Fe-XVII, sowie B and C von Fe XVI. Hintergrundbild: Die Sonne im Röntgenlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop NuSTAR (Bild: NASA, NuSTAR, SDO)." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/372512NASANuSTARSDO26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Gemessenes Röntgen-Fluoreszenz-Spektrum mit den Emissionslinien 3C und 3D von Fe-XVII, sowie B and C von Fe XVI. Hintergrundbild: Die Sonne im Röntgenlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop NuSTAR (Bild: NASA, NuSTAR, SDO).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">6. Dezember 2022 &#8211; Die im Labor gemessenen Intensitätsverhältnisse wichtiger Strahlungslinien von Eisen wichen bislang von den berechneten ab, und damit herrschte auch Unklarheit über die aus den Röntgenspektren abgeleiteten Zustände sehr heißer Gase, wie in der Korona der Sonne oder der Umgebung Schwarzer Löcher. Mit den neuen experimentellen Daten wurde nun eine Übereinstimmung mit der Theorie erreicht. Damit können Röntgendaten von Weltraumteleskopen zukünftig mit hohem Vertrauen an die dahinterliegenden Atommodelle analysiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nahezu alles, was wir über ferne Sterne, Gasnebel und Galaxien wissen, beruht auf der Analyse des Lichts, das wir von ihnen empfangen. Genauer gesagt, der elektromagnetischen Wellen, denn mittlerweile steht Astronomen deren gesamtes Spektrum zur Verfügung. In welchem Spektralbereich ein Körper oder ein Gas besonders hell leuchtet, hängt vor allem von seiner Temperatur ab: Je heißer, desto energiereicher die Strahlung. Im Weltraum befindet sich mehr als 99 Prozent der gesamten sichtbaren Materie im Plasmazustand; es ist so heiß, dass die Atome ein oder mehrere Elektronen verloren haben und als positiv geladene Ionen vorliegen. Extrem heiße Plasmen mit Temperaturen von mehr als eine Million Grad gibt es zum Beispiel in der während einer totalen Sonnenfinsternis sichtbaren Korona der Sonne. Darüber hinaus findet man sie in der Umgebung von Schwarzen Löchern oder als intergalaktisches Gas zwischen den Galaxien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von solchen Plasmen ausgesandte Röntgenstrahlung weist die Fingerabdrücke der in ihnen befindlichen chemischen Elemente auf. Sehr prominent sind Strahlungslinien (Emissionslinien) von mehrfach ionisiertem Eisen, insbesondere Fe XVII, das von seinen ursprünglichen 26 Elektronen 16 verloren hat. Der Grund: Eisen ist unter den schweren Elementen häufig und Fe XVII über einen breiten Temperaturbereich vertreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Analyse eines Röntgenspektrums vergleicht man neben den Energien der Emissionslinien unter anderem die Intensitätsverhältnisse charakteristischer Linien. Um daraus auf die Eigenschaften des kosmischen Plasmas schließen zu können, muss man diese Intensitätsverhältnisse gut kennen. Das ist möglich, indem man sie theoretisch berechnet und im Labor experimentell überprüft. Und genau das war bislang das Problem: Quantenmechanische Rechnungen und Laborergebnisse des Intensitätsverhältnisses von zwei starken Linien namens 3C und 3D wichen um etwa 20 Prozent voneinander ab und stellten unser Verständnis atomarer Struktur und das Vertrauen in die genutzten Modelle in Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war nicht nur ein Problem für die Astronomen, sondern auch für die Physiker, denn wo lag der Fehler, in der Theorie oder dem Experiment? Vor zwei Jahren hatte das Team um Doktorand Steffen Kühn vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik (MPIK) das bis dahin genauestes Experiment durchgeführt, und auch damals blieb eine unerklärbare Diskrepanz bestehen. Das MPIK-Theorieteam um Natalia Oreshkina und Zoltan Harman, sowie Marianna Safronova und Charles Cheung in den USA und Julian Berengut in Australien hatten Supercomputer heißlaufen lassen, um die Emissionslinien 3C und 3D von Fe-XVII mit höchster Präzision erneut zu berechnen: Die Diskrepanz sowie die Fragestellung blieben: Wer hatte Recht?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/newsimage372513in2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Übersicht der bisherigen und aktuellen Ergebnisse experimenteller und theoretischer Untersuchungen des Verhältnisses der Oszillatorstärken der Emissionslinien 3C/3D in Fe XVII. (Grafik: MPIK)" data-rl_caption="" title="Übersicht der bisherigen und aktuellen Ergebnisse experimenteller und theoretischer Untersuchungen des Verhältnisses der Oszillatorstärken der Emissionslinien 3C/3D in Fe XVII. (Grafik: MPIK)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/newsimage372513in26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Übersicht der bisherigen und aktuellen Ergebnisse experimenteller und theoretischer Untersuchungen des Verhältnisses der Oszillatorstärken der Emissionslinien 3C/3D in Fe XVII. (Grafik: MPIK)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir waren überzeugt alle damals bekannten systematische Effekte bei der Messung im Griff zu haben“, erinnert sich Kühn. Doch in einem letzten Anlauf wollte er und das Forscherteam geleitet von José Crespo der Sache auf den Grund gehen: Anstelle des Intensitätsverhältnisses der beiden Linien versuchte man die absolute Stärke der einzelnen Übergänge, auch Oszillatorstärke genannt, zu vermessen. Doch um diese individuellen Linienstärken zu vermessen und den Übeltäter der beiden Linien in der theoretischen Betrachtung zu identifizieren, musste die Qualität der Messdaten erheblich verbessert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese knifflige Messung hat Kühn im Rahmen seiner Doktorarbeit eine Electron Beam Ion Trap Apparatur (PolarX-EBIT) verwendet, die im Rahmen eines Projekts von Postdoc Sonja Bernitt am MPIK gebaut worden war. In ihr werden Eisen-Ionen durch einen Elektronenstrahl produziert und in einem Magnetfeld gefangen. Dabei entfernt der Elektronenstrahl die äußeren Elektronen der Eisen-Ionen, bis das gewünschte Fe XVII vorliegt. Dann werden die gefangenen Eisen-Ionen mit Röntgenlicht geeigneter Energie bestrahlt, sodass sie leuchten. Dafür muss die eingestrahlte Energie der Röntgenphotonen variiert werden, bis die gesuchten Linien exakt getroffen werden. Da handelsübliche Quellen die benötigte Röntgenstrahlung nicht produzieren können, musste die PolarX-EBIT zum DESY nach Hamburg transportiert werden. Dort erzeugt das Synchrotron PETRA III einen Röntgenstrahl, dessen Energie sich über einen bestimmten Energiebereich durchstimmen lässt. Auf diese Weise regt man die Eisen-Ionen zur Emission von Röntgenstrahlung an, die dann in Abhängigkeit von der eingestrahlten Photonenenergie spektral analysiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit trickreichen Verbesserungen an der Apparatur und am Messschema gelang es Kühn mit seinen Kollegen Moto Togawa, René Steinbrügge und Chintan Shah, in langen Tagen und kurzen Nächten an der PETRAIII-Strahlröhre die Auflösung der Spektren im Vergleich zu ihrer vorherigen Messung noch einmal zu verdoppeln und den störenden Untergrund, wie er bei jeder Messung auftritt, um einen Faktor tausend zu unterdrücken. Die enorm verbesserte Datenqualität brachte den Durchbruch: Erstmals konnten die zu untersuchenden Emissionslinien vollständig von benachbarten Linien getrennt werden. Außerdem ließen sich die Linien 3C und 3D nun bis zum äußersten Rand vermessen. „In den bisherigen Messungen waren die Flügel dieser Linien im Untergrund versteckt, was zu einer fehlerhaften Interpretation der Intensitäten geführt hatte“, erklärt Kühn. Damit ist auch Maurice Leutenegger vom NASA Goddard Space Flight Center hochzufrieden, der als Experte für Röntgenastrophysik am Experiment mitbeteiligt war: Das Endergebnis stimmt nun hervorragend mit den theoretischen Vorhersagen überein. Das freut auch die Theoretiker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ist das Vertrauen in die quantenmechanischen Rechnungen gestärkt, mit denen astrophysikalische Spektren analysiert werden. Dies gilt besonders für Linien, für die es keine experimentellen Vergleichswerte gibt“, verdeutlicht Kühn die Bedeutung des neuen Resultats. Und die Spektren der Weltraumteleskope können nun mit höherer Genauigkeit ausgewertet werden. Das betrifft auch zwei große Röntgenobservatorien, die demnächst ins All gelangen sollen: Das unter japanischer Leitung gebaute X-Ray Imaging Spectroscopy Mission (XRISM, Start im Mai 2023) und das Athena X-Ray Observatory der Europäischen Weltraumorganisation ESA (Start in den frühen 2030er Jahren).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>New Measurement Resolves Key Astrophysical Fe-XVII Oscillator Strength<br>Steffen Kühn, Charles Cheung, Natalia S. Oreshkina, René Steinbrügge, Moto Togawa, Sonja Bernitt, Lukas Berger, Jens Buck, Moritz Hoesch, Jörn Seltmann, Florian Trinter, Christoph H. Keitel, Mikhail G. Kozlov, Sergey G. Porsev, Ming Feng Gu, F. Scott Porter, Thomas Pfeifer, Maurice A. Leutenegger, Zoltán Harman, Marianna S. Safronova, José R. Crespo López-Urrutia and Chintan Shah<br>Physical Review Letters, 5. Dezember 2022 DOII: doi.org/10.1103/PhysRevLett.129.245001, <a href="https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.129.245001" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.129.245001</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
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			</item>
		<item>
		<title>Erste Ergebnisse des Röntgenteleskops eROSITA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-ergebnisse-des-roentgenteleskops-erosita/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2021 17:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[eROSITA]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Hamburg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=81407</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erste Ergebnisse des Weltraum-Röntgenteleskops eROSITA veröffentlicht &#8211; Erstaunliche Einblicke in das Leben junger Sterne und massereicher Schwarzer Löcher. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität Hamburg. Vor zwei Jahren wurde das Röntgenteleskop eROSITA als Teil einer russisch-deutschen Kooperation ins Weltall geflogen, um die bislang umfangreichste Himmelskarte im Röntgenfrequenzbereich zu erstellen. Das deutsche eROSITA-Konsortium, zu dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erste Ergebnisse des Weltraum-Röntgenteleskops eROSITA veröffentlicht &#8211; Erstaunliche Einblicke in das Leben junger Sterne und massereicher Schwarzer Löcher. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Hamburg.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/abb1eROSITAcollabRobrade.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Vergleich des Röntgenbildes von eROSITA (links) und des optischen Bildes (rechts) mit einem herkömmlichen Teleskop von jungen Sternen im eta Cha-Haufen im Sternbild Chamäleon. Die hier abgebildeten Sterne sind tausendmal aktiver als unsere Sonne. Beide Bilder zeigen die gleiche Himmelsregion. (Bild: eROSITA collaboration/Robrade)" data-rl_caption="" title="Ein Vergleich des Röntgenbildes von eROSITA (links) und des optischen Bildes (rechts) mit einem herkömmlichen Teleskop von jungen Sternen im eta Cha-Haufen im Sternbild Chamäleon. Die hier abgebildeten Sterne sind tausendmal aktiver als unsere Sonne. Beide Bilder zeigen die gleiche Himmelsregion. (Bild: eROSITA collaboration/Robrade)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/abb1eROSITAcollabRobrade26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein Vergleich des Röntgenbildes von eROSITA (links) und des optischen Bildes (rechts) mit einem herkömmlichen Teleskop von jungen Sternen im eta Cha-Haufen im Sternbild Chamäleon. Die hier abgebildeten Sterne sind tausendmal aktiver als unsere Sonne. Beide Bilder zeigen die gleiche Himmelsregion.<br>(Bild: eROSITA collaboration/Robrade)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor zwei Jahren wurde das Röntgenteleskop eROSITA als Teil einer russisch-deutschen Kooperation ins Weltall geflogen, um die bislang umfangreichste Himmelskarte im Röntgenfrequenzbereich zu erstellen. Das deutsche eROSITA-Konsortium, zu dem auch die Universität Hamburg gehört, hat nun die ersten Daten veröffentlicht, die mit dem satellitengebundenen Röntgenteleskop aufgenommen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veröffentlichung der ersten eROSITA-Daten wird von 35 wissenschaftlichen Publikationen begleitet, die in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ erscheinen werden und schon jetzt öffentlich zugänglich sind. Sechs dieser Veröffentlichungen wurden von Forschenden der Universität Hamburg geleitet und haben sich auf die Aktivität von Sternen sowie die Auswirkungen von Schwarzen Löchern auf ihre Umgebung konzentriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mithilfe der Daten konnten wir zeigen, dass massereiche Schwarze Löcher das Gas in großen Gruppen von Galaxien aufheizen“, berichtet Doktorand Thomas Pasini von der Hamburger Sternwarte, der eine Veröffentlichung geleitet hat. Dieser Nachweis wurde erst durch die neuen Aufnahmen möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist großartig zu sehen, dass dieses Teleskop so perfekt funktioniert. Die frühen Daten ermöglichen bereits bahnbrechende Ergebnisse und geben einen Vorgeschmack auf die endgültige Himmelskarte, die in gut zwei Jahren fertig sein wird,“ sagt Prof. Dr. Marcus Brüggen von der Universität Hamburg. Eine neue und richtungsweisende Erkenntnis, die durch die Kombination von verschiedenen Himmelskarten im Radio- und Röntgenbereich gewonnen werden konnte, ist die Einsicht, dass Schwarze Löcher umso stärkere Materiestrahlen, sogenannte Jets, aussenden, je dichter ihre Umgebung ist. Das bedeutet, dass Schwarze Löcher aus dem heißen Umgebungsgas „gefüttert“ werden. Diese stärkeren Jets führen aber nicht zu größeren Jets, weil sie sich in den dichteren Umgebungen nur schwer weiter ausdehnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer weiteren Arbeit beobachteten Forschende der Hamburger Sternwarte einen jungen Sternhaufen im Sternbild Chamäleon. Junge Sterne weisen eine hohe magnetische Aktivität auf, wodurch das Plasma, aus dem sie bestehen, auf mehrere Millionen Grad Celsius erhitzt wird. Dieses heiße Plasma sendet starke Röntgenstrahlung aus. Röntgenbeobachtungen sind deshalb besonders gut geeignet, um diese Sterne zu identifizieren und zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Röntgenbilder des gesamten Himmels werden mehr als drei Millionen Quellen enthalten, viel mehr als alle derzeit bekannten Röntgenquellen“, ergänzt Prof. Dr. Jürgen Schmitt von der Hamburger Sternwarte, der das Projekt von Anfang an betreut hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">eROSITA ist eines von zwei Röntgenteleskopen an Bord des Spektrum-Röntgen-Gamma-Weltraumobservatoriums (SRG). Das Teleskop erlaubt Messungen im Röntgenbereich und macht astrophysikalische Ereignisse sichtbar, die Strahlung oberhalb des ultravioletten Spektrums erzeugen. Die Hamburger Sternwarte der Universität Hamburg ist maßgeblich an dieser Weltraummission beteiligt und führt die Missionsplanung für das eROSITA-Teleskop durch. Dabei wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Außerdem gleichen die Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Röntgenquellen mit Daten von optischen Teleskopen, zum Beispiel dem Hamburger Teleskop TIGRE in Mexiko, und Radioteleskopen, zum Beispiel dem Low Frequency Array – LOFAR, ab. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten ist Teil der Forschungsaktivitäten des Hamburger Exzellenzclusters „Quantum Universe“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie für viele andere Forschende auch, hat COVID-19 die Arbeit des eROSITA-Teams komplizierter gemacht. „Nur sechs Monate nach dem Start der wissenschaftlichen Beobachtungen von eROSITA zwang uns die weltweite Pandemie dazu, unsere Herangehensweise massiv zu verändern“, sagt der leitende Wissenschaftler Dr. Andrea Merloni vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Sogar der Betrieb des 1,5 Millionen Kilometer entfernten Teleskops musste von zu Hause aus aufrechterhalten werden. „Ich würde gerne glauben, dass die einzigartige Gelegenheit, mit einer brandneuen ‚Entdeckungsmaschine‘ zu arbeiten, vielen von uns geholfen hat, den Fokus zu bewahren – zumindest tat es das für mich“, sagt Merloni. „eROSITA hat uns viele Gründe zum Feiern gegeben, und wir freuen uns alle darauf, bald eine richtige Party zu feiern!“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3932.msg514353#msg514353" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskope ART-XC und eRosita auf Spektr-RG (SRG)</a></li></ul>
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		<title>Unser tiefster Blick in den Röntgenhimmel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2020 08:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das eROSITA-Teleskop liefert Astronomen einen neuen, scharfen Blick auf heiße und energiereiche Prozesse im gesamten Universum. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE). Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). Nach 182 Tagen hat das Röntgenteleskop eROSITA an Bord der SRG-Raumsonde seine erste vollständige Durchmusterung des Himmels abgeschlossen. Diese neue Karte des heißen, energiereichen Universums [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das eROSITA-Teleskop liefert Astronomen einen neuen, scharfen Blick auf heiße und energiereiche Prozesse im gesamten Universum. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/MapJSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Himmelskarte im Röntgenlicht" data-rl_caption="" title="Himmelskarte im Röntgenlicht" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/MapJSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov6.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das energiereiche Universum, gesehen mit dem Röntgenteleskop eROSITA. Die erste vollständige eROSITA-Himmelsdurchmusterung wurde über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt. Hierbei rotierte das Teleskop kontinuierlich, was eine gleichmäßige Belichtung von etwa 150-200 Sekunden über den größten Teil des Himmels lieferte; die Pole der Ekliptik wurden öfter besucht, wodurch hier die Aufnahmen tiefer sind. Während eROSITA den Himmel abtastet, wird die Energie der gesammelten Photonen mit einer Genauigkeit von 2% &#8211; 6% gemessen. Um dieses Bild zu erzeugen, bei dem der gesamte Himmel auf eine Ellipse projiziert wird (so genannte Aitoff-Projektion) mit dem Zentrum der Milchstraße in der Mitte und der Scheibe der Milchstraße in der Horizontalen, wurden die Photonen entsprechend ihrer Energie farblich kodiert (rot für Energien 0,3-0,6 keV, grün für 0,6-1 keV, blau für 1-2,3 keV). Das Originalbild mit einer Auflösung von etwa 10&#8243; und einem entsprechenden Dynamikumfang von mehr als einer Milliarde wird dann geglättet, um das obige Bild zu erzeugen. Das rote diffuse Glühen außerhalb der galaktischen Ebene zeigt die Emission des heißen Gases in der Umgebung des Sonnensystems (die Lokale Blase). Entlang der Ebene selbst absorbieren Staub und Gas die Röntgenphotonen bei niedrigen Energien, so dass nur energiereiche Strahlung emittierende Quellen zu sehen sind, deren Farbe im Bild blau erscheint. Das heißere Gas in der Nähe des galaktischen Zentrums, das in Grün und Gelb dargestellt ist, trägt Informationen über die Geschichte der energiereichsten Prozesse im Leben der Milchstraße in sich, wie zum Beispiel Supernova-Explosionen, die Gasfontänen aus der Ebene hinausschleudern, sowie möglicherweise vergangene Ausbrüche aus dem jetzt ruhenden supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie. Durch dieses turbulente, heiße, diffuse Medium dringen Hunderttausende von Röntgenquellen, die im Bild meist weiß erscheinen und gleichmäßig über den Himmel verteilt sind. Darunter sind entfernte aktive Galaxienkerne als Punktquellen sichtbar (darunter einige wenige, die zu einer Zeit emittierten, als das Universum weniger als ein Zehntel seines heutigen Alters betrug), während sich Galaxienhaufen als ausgedehnte Röntgennebel zeigen. Insgesamt wurden über eine Million Röntgenquellen im eROSITA-Himmelsbild entdeckt, eine Fundgrube, die die Teams in den kommenden Jahren beschäftigen wird.<br>(Bild: Jeremy Sanders, Hermann Brunner and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 182 Tagen hat das Röntgenteleskop eROSITA an Bord der SRG-Raumsonde seine erste vollständige Durchmusterung des Himmels abgeschlossen. Diese neue Karte des heißen, energiereichen Universums enthält mehr als eine Million Objekte – damit verdoppelt sich in etwa die Zahl der bekannten Röntgenquellen, die in der bislang 60-jährigen Geschichte der Röntgenastronomie entdeckt wurden. Bei den meisten der neuen Quellen handelt es sich um aktive galaktische Kerne bei kosmologischen Entfernungen, die das Wachstum gigantischer Schwarzer Löcher im Laufe der kosmischen Zeit markieren. Galaxienhaufen in der neuen Karte werden genutzt, um das Wachstum kosmischer Strukturen nach zu verfolgen und kosmologische Parameter einzuschränken. Näher an unserer kosmischen Heimat befinden sich Sterne mit einer heißen Corona, Doppelsterne und Supernova-Überreste in unserer Galaxie. Zudem haben die Astronomen jetzt eine vollständige Karte der heißen Baryonen in der Milchstraße, was nur mit der 360-Grad-Ansicht der eROSITA-Himmelskarte möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Million Röntgenquellen, die die Natur des heißen Universums offenbaren &#8211; das ist der beeindruckende Ertrag der ersten vollständigen Himmelsdurchmusterung mit dem eROSITA-Teleskop an Bord der SRG-Raumsonde. „Dieses Bild des kompletten Himmels ändert völlig die Art und Weise, wie wir das energiereiche Universum betrachten“, sagt Peter Predehl, der leitende Wissenschaftler von eROSITA am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE). „Wir sehen einen enormen Reichtum an Details &#8211; die Schönheit der Bilder ist wirklich überwältigend.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste vollständige Himmelsdurchmusterung von eROSITA ist etwa viermal tiefer als die vorherige Karte des gesamten Röntgenhimmels durch das ROSAT-Teleskop vor 30 Jahren und liefert etwa zehnmal mehr Quellen: etwa so viele, wie von allen bisherigen Röntgenteleskopen zusammen entdeckt wurden. Und während die meisten Klassen astronomischer Objekte Röntgenstrahlen aussenden, sieht das heiße und energiereiche Universum ganz anders aus als durch optische oder Radioteleskope. Außerhalb unserer Heimatgalaxie sind die meisten eROSITA-Quellen aktive Kerne von Galaxien in kosmologischen Entfernungen, bei denen supermassereiche Schwarze Löcher Materie akkretieren. Daneben gibt es auch Galaxienhaufen, die als ausgedehnte Röntgenhalos erscheinen und dank des heißen Gases leuchten, das in den riesigen Ansammlungen aus dunkler Materie eingeschlossen ist. Das Bild des gesamten Himmels enthüllt aber auch die Struktur des heißen Gases in der Milchstraße selbst bis ins kleinste Detail sowie das zirkumgalaktische Medium, das sie umgibt und dessen Eigenschaften für das Verständnis der Entstehungsgeschichte unserer Galaxis von entscheidender Bedeutung sind. Die eROSITA-Röntgenkarte zeigt aber noch mehr: Sterne mit starken, magnetisch aktiven heißen Coronae, Röntgendoppelsterne, die Neutronensterne, Schwarze Löcher oder Weiße Zwerge enthalten, und spektakuläre Supernova-Überreste in unserer eigenen und anderen nahen Galaxien wie den beiden Magellanschen Wolken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/eroPPredehlWBeckerDMella.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vela-Supernova-Überrest" data-rl_caption="" title="Vela-Supernova-Überrest" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/eroPPredehlWBeckerDMella26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der &#8222;Vela-Supernova-Überrest&#8220;, der auf diesem Bild zu sehen ist, ist aufgrund seiner Größe und der geringen Entfernung zur Erde eines der prominentesten Objekte am Röntgenhimmel. Die Supernova Vela explodierte vor etwa 12000 Jahren in einer Entfernung von 800 Lichtjahren und überschneidet sich mit mindestens zwei weiteren Supernova-Überresten, Vela Junior (im Bild links unten als bläulicher Ring zu sehen) und Puppis-A (rechts oben). Vela Junior wurde erst vor 20 Jahren entdeckt, obwohl dieses Objekt so nahe an der Erde liegt, dass Überreste dieser Explosion in polaren Eiskernen gefunden wurden. Alle drei Supernova-Explosionen erzeugten sowohl die röntgenhellen Supernova-Überreste als auch Neutronensterne, die als intensive Röntgenpunktquellen in der Nähe der Zentren der Überreste leuchten. Die Qualität der neuen eROSITA-Daten dieses &#8222;Sternenfriedhofs&#8220; wird den Astronomen viele aufregende neue Einblicke in die physikalischen Prozesse im heißen Supernova-Plasma sowie für die Erforschung der exotischen Neutronensterne geben.<br>(Bild: Peter Predehl, Werner Becker (MPE), Davide Mella)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben alle mit Spannung auf die erste Himmelskarte von eROSITA gewartet“, sagt Mara Salvato, die leitende Wissenschaftlerin am MPE um die eROSITA-Beobachtungen mit anderen Teleskopen über das gesamte elektromagnetische Spektrum hinweg zu kombinieren. „Große Himmelsbereiche wurden bereits bei vielen anderen Wellenlängen abgedeckt, und jetzt haben wir die entsprechenden Röntgendaten. Wir brauchen diese anderen Beobachtungen, um die Röntgenquellen zu identifizieren und ihre Natur zu verstehen.“ Die eROSITA Daten sind auch eine Fundgrube für seltene und exotische Phänomene, darunter zahlreiche Arten von Veränderlichen, wie z.B. Flares von kompakten Objekten, verschmelzende Neutronensterne und Sterne, die von Schwarzen Löchern verschluckt werden. „eROSITA sieht oft unerwartete Ausbrüche von Röntgenstrahlen vom Himmel“, fährt Salvato fort. „Wir müssen bodengebundene Teleskope sofort alarmieren, um zu verstehen, was dahintersteckt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zusammensetzen des ersten kompletten Himmelsbildes war eine Mammutaufgabe. Bislang hat das Team etwa 165 GB an Daten, die von eROSITAs sieben Kameras gesammelt wurden, empfangen und verarbeitet. Während der Betrieb dieses komplexen Instruments im Weltraum, gemessen an den Datenmengen am Boden, relativ klein ist, stellt die Distanz eine besondere Herausforderung dar. „In Zusammenarbeit mit unseren Kollegen in Moskau, die die SRG-Raumsonde betreiben, überprüfen und überwachen wir täglich den Zustand des Instruments“, erklärt Miriam Ramos-Ceja, Mitglied des eROSITA-Operationsteams am MPE. „So können wir schnell auf alle Anomalien reagieren und gleichzeitig Daten mit einer Effizienz von ~97% sammeln. Es ist fantastisch, in Echtzeit mit einem Instrument kommunizieren zu können, das sich 1,5 Millionen Kilometer von uns entfernt befindet!“ Der Daten-Downlink erfolgt täglich. „Wir prüfen sofort die Qualität der Daten“, fährt sie fort, „bevor sie von den Teams in Deutschland und Russland weiterverarbeitet und analysiert werden.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ShapleyEBulbulJSanders.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Shapley-Superhaufen" data-rl_caption="" title="Shapley-Superhaufen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ShapleyEBulbulJSanders26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der Shapley-Superhaufen von Galaxien ist eine der massereichsten Galaxienkonzentrationen im lokalen Universum in einer Entfernung von etwa 650 Millionen Lichtjahren (z~0,05). Jede der Dutzend ausgedehnten Strukturen ist selbst ein Galaxienhaufen, der aus 100 bis 1000 einzelnen Galaxien besteht, von denen jeder an den Schnittpunkten der Filamente sitzt, aus denen die großräumige Struktur im Universum besteht. Dieses Bild erstreckt sich über einen Raumwinkel von 16 Grad am Himmel (etwa 30 mal so groß wie der Vollmond), was in der Entfernung des Shapley-Superhaufens einem Durchmesser von etwa 180 Millionen Lichtjahren entspricht. Die Bilder links zeigen vergrößerte Aufnahmen der massereichsten Haufen im Shapley-Superhaufen.<br>(Bild: Esra Bulbul, Jeremy Sanders (MPE))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Team nun damit beschäftigt ist, diese erste Karte des gesamten Himmels zu analysieren und die Bilder und Kataloge zu nutzen, um unser Verständnis der Kosmologie und der energiereichen astrophysikalischen Prozesse zu vertiefen, setzt das Teleskop seine Durchmusterung des Röntgenhimmels fort. „Das SRG-Observatorium beginnt nun seine zweite Himmelsdurchmusterung, die bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein wird“, sagt Rashid Sunyaev, leitender Wissenschaftler des russischen SRG-Teams. „Insgesamt planen wir, in den nächsten 3,5 Jahren sieben Karten wie dieses schöne Bild zu erhalten. Ihre kombinierte Empfindlichkeit wird um den Faktor 5 besser sein und von Astrophysikern und Kosmologen jahrzehntelang genutzt werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kirpal Nandra, Leiter der Abteilung Hochenergie-Astrophysik am MPE, fügt hinzu: „Mit einer Million Quellen in nur sechs Monaten hat eROSITA die Röntgenastronomie bereits revolutioniert, aber dies ist nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird. Diese Kombination von Himmelsfläche und Tiefe transformiert alles. Wir untersuchen bereits jetzt ein kosmologisches Volumen des heißen Universums, das viel größer ist, als es bisher möglich war. In den nächsten Jahren werden wir in der Lage sein, noch tiefer zu gehen und zu erforschen, wo sich die ersten riesigen kosmischen Strukturen und supermassereichen Schwarzen Löcher gebildet haben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br>Am 11. Juni 2020 schloss das eROSITA-Teleskop seine erste Durchmusterung des gesamten Röntgenhimmels ab. Das am 13. Juli 2019 an Bord der SRG-Raumsonde gestartete Teleskop umkreist den zweiten Lagrange-Punkt des Erde-Sonne-Systems und befindet sich in einem kontinuierlichen Scan-Modus. Bei dieser ersten Himmelsdurchmusterung wurde jeder Punkt am Himmel für eine durchschnittliche Dauer von 150-200 Sekunden von eROSITA beobachtet. Die Regionen in der Nähe der Ekliptikpole, wo sich die vom Teleskop am Himmel gezogenen Großkreise schneiden, wurden viele Male überstrichen, wobei sich Belichtungen von bis zu einigen Stunden ansammelten. SRG wird den Himmel noch dreieinhalb Jahre lang scannen, wobei eROSITA sieben weitere Himmelsdurchmusterungen durchführen wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Map2JSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="eROSITA Himmelskarte im Röntgenlicht mit Beschriftungen" data-rl_caption="" title="eROSITA Himmelskarte im Röntgenlicht mit Beschriftungen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Map2JSandersHBrunnereSASSteamEChurazovMGilfanov6.jpg" alt=""/></a><figcaption>In dieser Version der eROSITA-Himmelskarte sind einige markante Röntgenquellen eingezeichnet. Diese reichen von entfernten Galaxienhaufen (Coma, Virgo, Fornax, Perseus), über ausgedehnte Quellen wie Supernova-Überrestes (SNRs) und Nebel bis hin zu hellen Punktquellen, wie z.B. Sco X-1, die erste Röntgenquelle, die außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt wurde. Der Vela SNR befindet sich in der rechten Bildhälfte, die Große Magellansche Wolke im Quadrant rechts unten, der Shapley-Superhaufen oben rechts (auch wenn er in dieser Darstellung nicht deutlich heraussticht).<br>(Bild: Jeremy Sanders, Hermann Brunner, Andrea Merloni and the eSASS team (MPE); Eugene Churazov, Marat Gilfanov (on behalf of IKI))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">eROSITA ist das Hauptinstrument an Bord von SRG, einer gemeinsamen russisch-deutschen Wissenschaftsmission, die von der Russischen Weltraumagentur (Roskosmos) im Interesse der Russischen Akademie der Wissenschaften, vertreten durch ihr Weltraumforschungsinstitut (IKI), und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt wird. Die SRG-Raumsonde wurde von der Lavochkin Association (NPOL) und ihren Unterauftragnehmern gebaut und wird von NPOL mit Unterstützung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) betrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung und der Bau des Röntgeninstruments eROSITA wurden unter Federführung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) mit Beiträgen der Dr. Karl Remeis-Sternwarte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, der Sternwarte der Universität Hamburg, des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) und des Instituts für Astronomie und Astrophysik der Universität Tübingen mit Unterstützung des DLR und der Max-Planck-Gesellschaft durchgeführt. Auch das Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn und die Ludwig-Maximilians-Universität München beteiligten sich an der wissenschaftlichen Vorbereitung von eROSITA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier gezeigten eROSITA-Daten wurden mit dem vom deutschen eROSITA-Konsortium entwickelten Softwaresystem eSASS verarbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3932.msg477810#msg477810" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskope ART-XC und eRosita auf Spektr-RG (SRG)</a></li></ul>
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		<title>Japan: SLIM und XARM starten im Finanzjahr 2021</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-slim-und-xarm-starten-im-finanzjahr-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 11:40:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mondlander SLIM und das Röntgenteleskop XARM alias XRISM sollen im japanischen Finanzjahr 2021 gestartet werden. Vorgesehen ist, dass die beiden Raumfahrzeuge aus Japan gemeinsam von einer HII-A-Rakete ins All transportiert werden. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ELS 2018, ESSC/ESF, ISAS, JAXA. Am 9. August 2018 wurde die Entscheidung für einen gemeinsamen Start im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mondlander SLIM und das Röntgenteleskop XARM alias XRISM sollen im japanischen Finanzjahr 2021 gestartet werden. Vorgesehen ist, dass die beiden Raumfahrzeuge aus Japan gemeinsam von einer HII-A-Rakete ins All transportiert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ELS 2018, ESSC/ESF, ISAS, JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Mondlander SLIM Variante 2015 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. August 2018 wurde die Entscheidung für einen gemeinsamen Start im japanischen Finanzjahr 2021, also ab dem 1. April 2021, auf einer Besprechung des japanischen Wissenschaftsministeriums mitgeteilt. Ein entsprechender Beschluss erfolgte aber bereits 2017. Man verspricht sich von ihm Kostenvorteile, da eine eigene Rakete für SLIM eingespart werden kann. Durch die Entwicklung von XARM verzögern sich andere japanische Raumfahrtprogramme, denen die eingesparten Kosten zu Gute kommen sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich war geplant, den Mondlander SLIM auf einer von IHI gebauten Rakete vom Typ Epsilon zu starten und ihn im Finanzjahr 2018 auf dem Mond aufsetzen zu lassen. Auch ein Start an Bord auf einer Falcon-9-Rakete des US-amerikanischen Herstellers SpaceX war einmal in Erwägung gezogen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SLIM steht für Smart Lander for Investigating Moon. Der Lander hat die besondere Aufgabe, an einer bestimmten Stelle auf dem Mond selbstständig besonders punktgenau aufzusetzen. Dabei beträgte die tolerierte maximale Abweichung vom Zentrum der geplanten Landestelle bei 13,3 Grad südlicher Breite und 25,5 Grad östlicher Länge im Mare Nectaris 100 Meter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_small_2.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Innovatives Landeverfahren für SLIM &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Schluss des Endanflugs, der mit autonomer Bilderkennung, Auswertung und Flugweganpassung bei Erkennung eines Hindernisses erfolgen soll, ist ein vertikales Aufsetzen mit anschließendem Umlegen auf eine Seite des Landers geplant. Die Seite des Landers, die bei gelungener Landung in richtiger Lage zum Mondboden zeigt, ist dafür mit fünf Landebeinen ausgestattet. Die gegenüberliegende Seite ist mit Solarzellen bedeckt, um auch auf der Mondoberfläche Sonnenlicht zur Stromerzeugung nutzen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Boden der Landestelle hofft man unter anderem Amphibol-Minerale vom Mantel des Mondes entdecken zu können. Ein entsprechendes Vorkommen bzw. sein Fehlen könnte die Vorstellung von der Entstehung des Mondes verändern. Die aktuell vorherrschende Einschätzung, der Mond sei bei einem Einschlag eines großen Objektes auf der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren entstanden, will man durch den Vergleich von Vorkommen bestimmter Mantelmaterialien des Mondes und der Erde überprüfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startmasse von SLIM darf auf Grund der Leistungsreserven der stärkeren Trägerrakete nun ansteigen. Ursprünglich hatte man dem Lander bei einer Gesamtmasse von rund 600 Kilogramm eine Leermasse ohne Betriebsstoffe von rund 130 Kilogramm zugedacht, jetzt ist eine Leermasse im Bereich von 200 Kilogramm möglich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082018134038_small_3.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Mondlander SLIM Variante 2018 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2018 wurden für eine Variante mit einer Leermasse von 120 Kilogramm eine Treibstoffmenge von 520 Kilogramm angegeben. In einer aktuellen Pressemitteilung spricht die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) von einer Leermasse von rund 200 Kilogramm und einer Gesamtmasse von rund 730 Kilogramm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Triebwerke von SLIM und sein Kamerasystem könnten nun leistungsfähiger ausfallen. Auch das Mitführen eines zusätzlichen autarken robotischen Geräts, das in etwas Entfernung Lander und Landestelle beobachten kann, fand Eingang in die aktuellen Planungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">XARM ist die Ersatzmission für das nach wenigen Einsatztagen gescheiterte japanische Röntgenteleskop Hitomi alias Astro-H und wird demzufolge auch schon mal als ASTRO-H2 bezeichnet. XARM steht für X-Ray Astronomy Recovery Mission. Ihre aktuelle Bezeichnung lautet mittlerweile X-Ray Imaging and Spectroscopy Mission (XRISM). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12141.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SLIM &#8211; Landung in einer eingestürzten Mondhöhle</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japan: Röntgensatellit Suzaku stillgelegt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-roentgensatellit-suzaku-stillgelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2015 09:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=11640</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) hat am 26. August 2015 bekanntgegeben, dass der Betrieb des Röntgenobservatoriums Suzaku alias ASTRO-EII aus technischen Gründen eingestellt wurde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, NASA. Suzaku kreist seit dem Start auf einer mehrstufigen Feststoffrakete des Typs M-V am 10. Juli 2005 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) hat am 26. August 2015 bekanntgegeben, dass der Betrieb des Röntgenobservatoriums Suzaku alias ASTRO-EII aus technischen Gründen eingestellt wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: JAXA, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/P02108782jaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/P02108782jaxa260.jpg" alt="M-V-Start mit Suzaku an Bord
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>M-V-Start mit Suzaku an Bord<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Suzaku kreist seit dem Start auf einer mehrstufigen Feststoffrakete des Typs M-V am 10. Juli 2005 vom Uchinoura Raumfahrtzentrum nahe Kagoshima auf der japanischen Insel Kyūshū aus um die Erde und hat seine Auslegungsbetriebsdauer von zwei Jahren deutlich überschritten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar war Anfang August 2005 kurz nach Inbetriebnahme festgestellt worden, dass das als Kühlmittel für ein Instrument der US-amerikanischen Luft und Raumfahrtbehörde (NASA) an Bord, das X-ray Spectrometer (XRS), verwendete Helium verkocht war, was die Beobachtungsmöglichkeiten einschränkte. Die verbliebenen Kapazitäten von Suzaku mit dem Röntgenteleskop XRT, dem bildgebenden Röntgenspektrometer XIS und dem Detektor für harte Röntgenstrahlung HXD erwiesen sich über die Jahre für die JAXA und die am Projekt beteiligte NASA jedoch als außerordentlich wertvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der JAXA erlangten Wissenschaftler Erkenntnisse über strukturbildende Prozesse im Universum. Regionen in unmittelbarer Umgebung schwarzer Löcher konnten erfolgreich untersucht werden. Und zum ersten mal gelang es mit der Hilfe von Suzaku, Röntgenspektren aus den Außenbereichen eines Galaxienhaufens zu messen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AE2HXD2004Julyjaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AE2HXD2004Julyjaxa260.jpg" alt="Suzaku in Bau im Juli 2004
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>Suzaku in Bau im Juli 2004<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit von Suzaku gelieferten Daten war es Wissenschaftlern unter anderem möglich, eine Periode in der Entwicklungsgeschichte des Universums zu bestimmen, in der vor rund 10 Milliarden Jahren schwere Elemente wie Eisen im Universum verteilt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen der NASA half Suzaku auch maßgeblich bei der Erforschung der Überreste von Supernova-Explosionen. Daten von Suzaku sprechen dafür, dass es in unserer Galaxie, der Milchstraße, seit ihrer Entstehung mehrere Millionen Supernova-Explosionen des Typs II gegeben haben muss, bei denen gealterte Sterne sehr großer Massen explodierten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den am Betrieb des Satelliten beteiligten Technikern und Ingenieuren gelang es immer wieder, eine Fortsetzung des wissenschaftlichen Betriebs zu gewährleisten, wenn sich Auswirkungen der Alterung von einzelnen Satellitensystemen zeigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter anderem galt es, die Nutzung des Raumfahrzeugs an die alternden Akkumulatoren des Satelliten und ihre sinkende Kapazität zur Stromspeicherung anzupassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 1. Juni 2015 gab es Probleme mit der Kommunikation zwischen dem Satelliten und den für ihn zuständigen Bodenstationen. Statt stabilen Verbindungen kam immer wieder nur noch ein intermittierender Kontakt zu Stande.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AstroE2vibtestJAXA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AstroE2vibtestJAXA260.jpg" alt="Suzaku beim Vibrationstest
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>Suzaku beim Vibrationstest<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Kommunikationsschwierigkeiten beobachtete die JAXA außerdem Probleme mit Suzakus Energieversorgungssystem und der Lageregelung des an sich dreiachsstabilisierten Satelliten. Daraus leitete man ab, dass eine weitere wissenschaftliche Verwendung des Raumfahrzeugs schwierig oder gar unmöglich sein würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich waren die Kommunikations- und Lagerregelungsprobleme Folge einer zusammenbrechenden Energieversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. September 2015 erfolgte die endgültige Abschaltung der Transceiver der Funkkommando- und Telemetriesysteme von Suzaku. Mit einem der letzten Kommandos an den Satelliten wurde auch eine Unterbrechung der Verbindung von Suzakus Akkumulatoren mit Ladereglern und Solarzellenauslegern veranlasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Trennung der Akkumulatoren von der Stromerzeugung hofft man sicherzustellen, dass Akkumulatoren an Bord von Suzaku nicht auf Grund von Überladung platzen, und die Wahrscheinlichkeit einer Explosion, bei der weiterer Weltraumschrott entsteht, zu reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Suzaku nun wie viele andere ausgediente Raumfahrzeuge auch ohne aktive Lageregelung um die Erde zieht, kann realistischer Weise nicht ausgeschlossen werden, dass wegen der Umgebungsbedingungen im Weltraum heftige Temperaturwechsel geschehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Störungen im Thermalmanagement können dazu führen, dass an Bord eines Satelliten befindliche Akkumulatoren lecken oder bersten. Eigentlich sollten Ereignisse verhindert werden, bei denen Weltraumschrott entsteht, der dann eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AstroE2ArtJAXA.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/AstroE2ArtJAXA260.jpg" alt="Suzaku alias ASTRO-EII im All - Illustration
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>Suzaku alias ASTRO-EII im All &#8211; Illustration<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Einen unkontrollierten zerstörerischen Wiedereintritt wird Suzaku nach Angaben der JAXA nach derzeitigem Stand nicht vor 2020 erleben. Derzeit kreist der Satellit, der eine Startmasse von rund 1.706 kg besaß, in Höhen um 530 Kilometer auf einer gegen den Äquator um rund 31,4 Grad geneigter Bahn um die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine beiden entfalteten Solarzellenausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 5,5 Metern. Die ausgefahrene optische Bank, Extensible Optical Bench (EOB) genannt, bewirkt eine Länge des Raumfahrzeugs von rund 7,1 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Suzaku alias ASTRO-EII ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.773 und als COSPAR-Objekt 2005-025A.</p>
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		<title>Röntgenteleskop eROSITA: Das allsehende Auge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/roentgenteleskop-erosita-das-allsehende-auge/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 16:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[eROSITA]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L2]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Spektr-RG]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit befindet sich das deutsche Röntgenteleskop eROSITA in der Endmontage. Ende 2014 soll es gemeinsam mit dem russischen Röntgenteleskop ART-XC an Bord des russischen Satelliten Spektr-RG zu seiner Mission starten. In den ersten vier Jahren im All wird es den kompletten Himmel durchmustern und somit eine Unmenge neuer Röntgenquellen entdecken. Ein Beitrag von Stefan Heykes. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Derzeit befindet sich das deutsche Röntgenteleskop eROSITA in der Endmontage. Ende 2014 soll es gemeinsam mit dem russischen Röntgenteleskop ART-XC an Bord des russischen Satelliten Spektr-RG zu seiner Mission starten. In den ersten vier Jahren im All wird es den kompletten Himmel durchmustern und somit eine Unmenge neuer Röntgenquellen entdecken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a>. Quelle: eROSITA Science Book.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042013181000_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042013181000_small_1.jpg" alt="NPO Lawotschkin" width="260"/></a><figcaption>
Spektr-RG im All. eROSITA ist das hintere, sechseckige Teleskop. ART-XC ist davor zu sehen 
<br>
(Bild: NPO Lawotschkin)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionsplanung sieht vor, in den ersten vier Jahren 8 komplette Durchmusterungen durchzuführen, danach sollen mindestens 3,5 Jahre gezielte Beobachtungen vorgenommen werden. Im Bereich weicher Röntgenstrahlung (0,5-2 keV) stellt eROSITA damit den Nachfolger der ROSAT-Mission (ich glaub wir alle erinnern uns noch an den Absturz ;)) dar, während im Bereich von 2-10 keV eROSITA die erste wirklich komplette Durchmusterungsmission überhaupt darstellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Röntgenoptik basiert auf dem System der (gescheiterten) ABRIXAS-Mission. Aufgrund eines Designfehlers ging der Satellit leider direkt nach dem Start verloren. eROSITA besitzt also auch 7 einzelne Teleskopmodule. Es handelt sich dabei um Wolter-Teleskope mit jeweils 54 Spiegelschalen. Das Blickfeld von eROSITA beträgt 1° x 1°, dabei wird eine Winkelauflösung von etwa 15 Bogensekunden im Zentrum erreicht. Unter günstigen Bedingungen ist es mithilfe von Subpixel-Rekonstruktionsalgorithmen sogar möglich, die Auflösung auf bis zu 2 Bogensekunden zu senken. Die einzelnen Spiegelschalen müssen dafür extrem präzise gearbeitet sein, ihre Oberflächenrauigkeit liegt unter 0,5 Nanometern. Es handelt sich dabei um Nickelschalen mit Goldbeschichtung. Das bedeutet, dass die Oberfläche auf 2-3 Atomlagen genau gearbeitet ist. Insgesamt wiegt eROSITA etwa 800 kg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit Spektr-RG wird um den Sonne-Erde-L2 kreisen. Dies ist ein Punkt, der von der Sonne aus 1,5 Mio Kilometer hinter der Erde liegt. Um diesen Punkt können Satelliten stabil auf sogenannten Lissajous-Orbits kreisen. Aufgrund der großen Entfernung zur Erde herrschen dort immer die gleichen Bedingungen zur Beobachtung. Daher wird dieser Punkt von immer mehr Weltraumteleskopen genutzt. So haben Herschel und Planck hier ihre Mission erfüllt, viele weitere Missionen werden folgen. Ein Nachteil an diesem Punkt ist jedoch die erhöhte Strahlenbelastung, da hier das schützende Magnetfeld der Erde nicht mehr wirksam ist. Die für eROSITA verwendeten CCDs haben jedoch bei Bodentests nachgewiesen, dass diese Effekte ihre Leistung nicht einschränken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start mit einer Rakete vom Typ Zenit-3F wird Spektr-RG etwa 3 Monate brauchen, bis der Zielorbit erreicht wird. Dann wird Spektr-RG innerhalb von 6 Monaten einmal um den L2 kreisen. Der Abstand zu diesem Punkt wird dabei rund 1 Million Kilometer betragen. In diesem Orbit wird eROSITA sich so drehen, dass innerhalb von 4 Stunden eine komplette Rotation durchgeführt und somit ein großer Himmelskreis abgetastet wird. Die Drehachse ist dabei zur Sonne hin ausgerichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Verhalten wird der Himmel alle sechs Monate komplett aufgenommen sein. Aufgrund dieser Beobachtungsplanung wird eROSITA die Umgebung der Himmelspole deutlich öfter und länger beobachten als Objekte im Bereich des Himmelsäquators und daher in diesem Bereich eine bessere Datenqualität liefern. Um diese höchste Qualität für einen möglichst großen Bereich von etwa 100 Quadratgrad zu erzielen, wird die Rotationsachse von Spektr-RG um wenige Grad variiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der Mission wird eROSITA eine Vielzahl von Objekten erfassen, entdecken und katalogisieren können. Unter anderem sollen alle massereichen Galaxiencluster im beobachtbaren Universum entdeckt werden können. Mit den daraus gewinnbaren Informationen können die Parameter für einige kosmologische Modelle 1-2 Größenordnungen präziser als mit bisherigen Röntgen-Beobachtungen gewonnen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">eROSITA wird auch normale Galaxien sowie aktive Galaxienkerne (AGN) entdecken. Alleine drei Millionen AGN sollen mit eROSITA erfasst werden können. Da diese Objekte alle 6 Monate beobachtet werden, kann erstmals für eine große Anzahl von AGN über einen längeren Zeitraum hinweg die Entwicklung der Helligkeit beobachtet werden. Das ist vor allem interessant für Galaxien, die normalerweise nicht aktiv sind, sondern nur bei einzelnen Ereignissen aufleuchten. Das kann zum Beispiel passieren, wenn das zentrale schwarze Loch mal einen Stern verschluckt. Erwartet wird die Entdeckung von etwa 1.000 solcher Ereignisse im Verlauf der Mission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Beobachtung des Helligkeitsverlaufs lässt sich rekonstruieren, wie viel Masse die supermassiven schwarzen Löcher innerhalb von AGNs im Lauf der Beobachtungszeit aufnehmen. Damit können Modelle überprüft oder verfeinert werden, die sich mit dem langfristigen Wachstum dieser Objekte beschäftigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben aktiven Galaxienkernen werden auch normale Galaxien erfasst werden können, deren Röntgenstrahlung von stellaren Quellen innerhalb der Galaxie stammt und nicht vom schwarzen Loch in ihrem Zentrum. Hier wird die Entdeckung von etwa 15.000 bis 20.000 Galaxien erwartet. Bei relativ nahen Galaxien können sogar die hellsten Röntgenquellen innerhalb der Galaxien einzeln identifiziert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in unserer Galaxie gibt es eine Vielzahl von Röntgenquellen. Stellare schwarze Löcher zählen ebenso dazu, wie weiße Zwerge oder Neutronensterne. eROSITA soll mehrere 10.000 solcher Objekte in unserer Milchstraße beobachten können. Auch in unseren Nachbargalaxien wird eROSITA viele einzelne Röntgenquellen erfassen und beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben einzelnen Objekten erzeugt auch heiße interstellare Materie Röntgenstrahlung. eROSITA wird damit auch die Struktur und Verteilung dieses Materials erforschen können und somit vielleicht auch zur Beantwortung ungeklärter Fragen beitragen. So besitzt unsere Milchstraße die sogenannten &#8222;Fermi-Blasen&#8220;. Dies sind zwei kugelförmige Quellen hochenergetischer Strahlung, die zuerst vom Fermi-Teleskop für Gammastrahlen nachgewiesen werden konnten. Es wird vermutet, dass sie in einer aktiven Phase unseres galaktischen Zentrums entstanden sind, allerdings sind die genauen Ereignisse, die zur Bildung führten, noch unklar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9946.msg253867#msg253867" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Weltraumteleskope: Die Spektr-Serie</a></li></ul>
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		<item>
		<title>RXTE beobachtet kleinstes schwarzes Loch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rxte-beobachtet-kleinstes-schwarzes-loch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:11:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34668</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine internationale Gruppe von Astronomen hat im All eine Röntgenquelle ausgemacht, bei der es sich möglicherweise um das kleinste bisher bekannte schwarze Loch handelt. Zu dieser Entdeckung verhalf ihnen das Röntgenobservatorium Rossi X-ray Timing Explorer (RXTE), das seit Ende 1995 um die Erde kreist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. RXTE, ein Forschungssatellit der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine internationale Gruppe von Astronomen hat im All eine Röntgenquelle ausgemacht, bei der es sich möglicherweise um das kleinste bisher bekannte schwarze Loch handelt. Zu dieser Entdeckung verhalf ihnen das Röntgenobservatorium Rossi X-ray Timing Explorer (RXTE), das seit Ende 1995 um die Erde kreist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
RXTE im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">RXTE, ein Forschungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA), fand eine spezifische Röntgenstrahlensignatur, die, weil sie bei einem EKG aufgezeichneten Signalen ähnelt, auch Herzschlag genannt wird. Die Wissenschaftler betrachten sie als deutlichen Hinweis auf ein schwarzes Loch, da solch eine Signatur bisher ausschließlich bei schwarzen Löchern beobachtet werden konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Objekt mit der fluktuierenden Röntgenquelle wird wegen seiner astronomischen Koordinaten am Himmel als IGR J17091-3624 bezeichnet. Man geht davon aus, dass es sich um ein sogenanntes Binärsystem handelt, bei dem sich ein gewöhnlicher Stern und ein schwarzes Loch gegenseitig umkreisen. Im Falle von IGR J17091-3624 schätzt man die Größe des schwarzen Lochs auf etwa drei Sonnenmassen, was der theoretischen Untergrenze für die Masse eines schwarzen Lochs sehr nahe kommt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_small_2.jpg" alt="NASA/GSFC(CI LAB" width="260"/></a><figcaption>
Schwarzes Loch von GRS 1915+105
<br>
(Bild: NASA/GSFC/CI LAB)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Stern strömt Gas in Richtung des schwarzen Lochs und bildet eine Art Scheibe um das Loch herum. Material, das sich innerhalb der Scheibe bewegt, wird durch Reibung soweit aufgeheizt, dass es schließlich auch Röntgenstrahlung aussendet. Wiederkehrende Intensitätsschwankungen der emittierten Röntgenstrahlung repräsentieren bestimmte Prozesse, die innerhalb der Gasscheibe ablaufen. Allgemein wird angenommen, dass dabei in der Nähe des sogenannten Ereignishorizonts, hinter dem nicht einmal Lichtquanten der Schwerkraft des schwarzen Lochs entkommen können, die dynamischsten Prozesse stattfinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGR J17091-3624 machte durch einen Strahlungsausbruch im Jahre 2003 auf sich aufmerksam. Ein Studium archivierter Daten verschiedener vorhergehender Missionen von Forschungssatelliten brachte zu Tage, dass das Binärsystem alle paar Jahre ein Aktivitätshoch erlebt. Der jüngste Strahlungsausbruch begann im Februar 2011 und hält an. Die Entfernung des Binärsystems von unserem Sonnensystem konnte noch nicht besonders genau bestimmt werden. Das in Richtung des Sternbilds Skorpion liegende System befindet sich in einem Abstand zu uns zwischen 16.000 und 65.000 Lichtjahren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_small_3.jpg" alt="NASA/GSFC(CI LAB" width="260"/></a><figcaption>
Schwarzes Loch, disk wind tritt auf
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(Bild: NASA/GSFC/CI LAB)
</figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Rekordhalter in Sachen schwankender Intensität ausgesandter Röntgenstrahlung ist GRS 1915+105, ein anderes Binärsystem mit schwarzem Loch. An ihm einzigartig ist, dass es mehr als zwölf verschiedene ausgeprägte Signaturen erkennen lässt, die typischerweise für Zeiträume zischen Sekunden und Stunden sichtbar bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Signaturen von GRS 1915+105 führt man auf Verdichtungserscheinungen in und Auswürfe von einer instabilen Scheibe zurück. Bei IGR J17091 wurden ähnliche Signaturen unlängst ebenfalls festgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle von GRS 1915 sorgen starke Magnetfelder für einen Materialausstoß in zwei gegenüberliegenden sogenannten Jets. Das ausgestoßene Material bewegt sich mit rund 98 Prozent der Lichtgeschwindigkeit. Dabei korrespondiert die Herzschlag-Signatur mit dem Auftreten der Jets. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_small_4.jpg" alt="NASA/GSFC(CI LAB" width="262" height="147"/></a><figcaption>
Schwarzes Loch mit Jets und disk wind
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(Bild: NASA/GSFC/CI LAB)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von RXTE pro Herzschlag beobachte Veränderungen im Röntgenspektrum sprechen dafür, dass in den innersten Regionen der Scheibe um das schwarze Loch von GRS 1915 immer wieder derartig starke Strahlung auftritt, dass Material aus der Scheibe hinausgestoßen wird (disk wind). Das wiederum hat eine Störung des Materialnachschubs für das schwarze Loch zur Folge, so dass Jets nach ihrer Ausbildung schnell zusammenbrechen. Zu diesem Zeitpunkt des Ablaufs wird dann am wenigsten Röntgenstrahlung ausgesendet. Am inneren Rand wird das Material in der Scheibe danach schließlich extrem heiß und hell, bevor es in das Loch stürzt, und der Zyklus beginnt von vorne. Bei GRS 1915+105 dauert ein solcher Zyklus 40 Sekunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei IGR J17091 wurden noch keine jetartigen Partikelströme gefunden, die Herzschlag-Signatur des Objekts spricht jedoch dafür, dass dort ähnliche Prozesse wie in GRS 1915 ablaufen. Eine um den Faktor 20 schwächere Signatur tritt in einem um den Faktor 8 häufigeren Zyklus alle fünf Sekunden auf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012012121110_small_5.jpg" alt="NASA/GSFC(CI LAB" width="260"/></a><figcaption>
Schwarzes Loch mit Jets 
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(Bild: NASA/GSFC/CI LAB)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masse des schwarzen Lochs von GRS 1915 beträgt rund 14 Sonnenmassen. Es ist eines der größten, das beim Kollaps eines einzelnen Sterns entstanden ist. Nach dem Vergleich von Daten zu GRS 1915 mit Daten zu IGR J17091, die RXTE in einem Zeitraum von sechs Monaten gesammelt hatte, sind die beteiligten Wissenschaftler, unter anderem vom italienischen Observatorium Brera, der Universität Amsterdam in den Niederlanden und dem NASA-Zentrum für Weltraumflug im US-amerikanischen Greenbelt, davon überzeugt, dass sich in IGR J17091 ein außerordentlich kleines schwarzes Loch befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem umfangreicheren Programm zur vergleichenden Untersuchung der beiden Binärsysteme markieren die neugewonnenen Erkenntnisse einen gelungenen Start. Bis zur Aufnahme der Studien stellte sich GRS 1915 als Einzelfall dar. Von intensiver Arbeit mit Daten der US-Weltraumobservatorien Swift und RXTE sowie dem europäischen Weltraumobservatorium XMM-Newton erwartet man eine deutliche Ausdehnung des Wissens über schwarze Löcher als Quellen stark schwankender Röntgenstrahlung und der Vorgänge, die an ihren Rändern ablaufen. </p>
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		<item>
		<title>ROSAT ist zurück auf der Erde (Update)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosat-ist-zurueck-auf-der-erde-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 07:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[ROSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht zum Sonntag ist der deutsche Röntgensatellit ROSAT in die Erdatmosphäre eingetreten und zumindest teilweise verglüht. Inwiefern Teile von ihm bis zur Erdoberfläche durchgekommen sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, Spaceflight101, Twitter. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem er bereits seit Jahren an Höhe verloren hat, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht zum Sonntag ist der deutsche Röntgensatellit ROSAT in die Erdatmosphäre eingetreten und zumindest teilweise verglüht. Inwiefern Teile von ihm bis zur Erdoberfläche durchgekommen sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, Spaceflight101, Twitter. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-25-36610.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_small_1.jpg" alt="EADS Astrium" width="260"/></a><figcaption>
ROSAT im Orbit (Künstlerische Darstellung) 
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(Bild: EADS Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem er bereits seit Jahren an Höhe verloren hat, ist ROSAT (Röntgensatellit) zwischen 3:45 Uhr MESZ und 4:15 Uhr MESZ am Sonntagmorgen in die Erdatmosphäre eingetreten. Dabei sind große Teile von ihm verglüht. Ob Teile auf der Erde aufgeschlagen sind und ob diese Schäden verursacht haben, ist bis jetzt noch nicht bekannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Eintrittsfensters führte der Orbit des Satelliten über den indischen Ozean sowie Teile von Asien (China und Myanmar). Genauere Daten über die Position und über möglicherweise betroffene Gebiete werden wahrscheinlich im Laufe des Tages veröffentlicht. Aktuelle Updates finden Sie dann auch auf unserer Homepage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ROSAT war am 1. Juni 1990 an Bord einer Delta-II-Rakete gestartet worden und durchsuchte 9 Jahre lang den Himmel im Röntgen- und UV-Bereich. Dabei wurden über 125.000 neue Röntgenquellen gefunden, darunter viele Supernovaüberreste. Zu seinen Entdeckungen gehören auch Neutronensterne, die nur im thermischen Bereich strahlen  und die Reflektion von Röntgenstrahlung am Mond. Zu den eher weniger erwarteten Ergebnissen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass Kometen trotz ihrer niedrigen Temperatur Röntgenstrahlung aussenden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der Start von ROSAT im Jahre 1990 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war ROSAT für eine Einsatzdauer von 5 Jahren ausgelegt, diese wurde jedoch erheblich überschritten. 1998 kam es schließlich zu altersbedingten Ausfällen an Bord des Satelliten, die einen Forschungsbetrieb erschwerten. So fiel zuerst der primäre Sternsensor aus, woraus eine Fehlausrichtung mit resultierte. Wenige Monate später gab es aufgrund der Sättigung eines Drallrades erneut eine Fehlorientierung, wobei der hochauflösende Detektor für Röntgen- und UV-Strahlung (High Resolution Imager, HRI) schwer beschädigt wurde. Am 12. Februar 1999 schließlich wurde ROSAT abgeschaltet, da nun auch die Treibstoffvorräte nahezu verbraucht waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UPDATE:</strong> Wie das DLR bekannt gab, ist ROSAT über dem Golf von Bengalen, einem Randmeer des indischen Ozeans, eingetreten. Über Teile, die die Erdoberfläche erreicht haben und eventuellle Schäden ist weiterhin nichts bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9585.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wiedereintritt ROSAT</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Chandra entdeckt Schwarzes Loch in SN 1979C</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chandra-entdeckt-schwarzes-loch-in-sn-1979c/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 05:05:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Supernova]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Röntgenteleskop Chandra liefert den Beweis des jüngsten schwarzen Loches in unserer kosmischen Nachbarschaft. Das 30-jährige schwarze Loch bietet den Astronomen die einzigartige Gelegenheit zu sehen, wie sich solch ein astronomisches Objekt vom Säuglingsalter an entwickelt. Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: nasa.gov/home/hqnews/2010/nov/HQ_10-299. SN 1979C ist der Name einer Supernova aus dem Jahre 1979, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Röntgenteleskop Chandra liefert den Beweis des jüngsten schwarzen Loches in unserer kosmischen Nachbarschaft. Das 30-jährige schwarze Loch bietet den Astronomen die einzigartige Gelegenheit zu sehen, wie sich solch ein astronomisches Objekt vom Säuglingsalter an entwickelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: nasa.gov/home/hqnews/2010/nov/HQ_10-299.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16112010060540_small_1.jpg" alt="Chandra" width="327" height="249"/><figcaption>
SN 1979c 
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(Bild: Chandra)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">SN 1979C ist der Name einer Supernova aus dem Jahre 1979, die sich in einer Entfernung von 56 Millionen Lichtjahren von der Erde in der Galaxie M 100 im Virgo-Galaxienhaufen im Sternbild Haar der Berenike befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einer Pressekonferenz haben NASA-Astronomen ein Geheimnis gelüftet. Das Weltraumteleskop Chandra hat den Beweis für das bislang jüngste schwarze Loch in unserer kosmischen Nachbarschaft gefunden, es ist erst 30 Jahre alt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16112010060540_small_2.jpg" alt="Chandra" width="260"/><figcaption>
SN 1979c X-ray 
<br>
(Bild: Chandra)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorliegenden Daten von Swift, Chandra, XMM-Newton und ROSAT zeigten schon vorher eine helle Quelle von Röntgenstrahlen, die sich zwischen 1996 und 2007 nicht verändert hatte. Daraus leiten die Wissenschaftler ab, dass es sich um ein schwarzes Loch handelt, welches entweder vom Restmaterial der Sternenexplosion SN 1979C oder von dem Begleiter dieses einstigen Sterns mit Materienachschub gefüttert wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von dieser Entdeckung versprechen sich die Astronomen ein besseres Verständnis über den Tod von Sternen &#8211; welche davon zu schwarzen Löchern werden und welche zu Neutronensternen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chandra-entdeckt-schwarzes-loch-in-sn-1979c/" data-wpel-link="internal">Chandra entdeckt Schwarzes Loch in SN 1979C</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Röntgen-Doppelsternystem M33 X-7</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/roentgen-doppelsternystem-m33-x-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 20:11:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Riesenstern]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler haben in einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße, dem Triangulumnebel (M33), das bisher massereichste stellare Schwarze Loch entdeckt. Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: Weinberg College of Arts and Sciences / Northwestern University. Im Oktober 2007 entdeckten Forscher mit Hilfe des Chandra-Röntgenteleskops in der Galaxie Messier 33 das zu dieser Zeit massereichste bekannte Schwarze Loch, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/roentgen-doppelsternystem-m33-x-7/" data-wpel-link="internal">Röntgen-Doppelsternystem M33 X-7</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler haben in einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße, dem Triangulumnebel (M33), das bisher massereichste stellare Schwarze Loch entdeckt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: Weinberg College of Arts and Sciences / Northwestern University.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2007 entdeckten Forscher mit Hilfe des Chandra-Röntgenteleskops in der Galaxie <i>Messier 33</i> das zu dieser Zeit massereichste bekannte <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Schwarze Loch</a>, das sich aus einem einzelnen Stern entwickelt hat. Das Objekt, das als Röntgenquelle den Namen <i>M33 X-7</i> erhielt, wird auf knapp 15,7 Sonnenmassen geschätzt. Es befindet sich im Orbit um einen mit etwa 70-facher Sonnenmasse großen Riesenstern. Das Schwarze Loch umkreist diesen in einer ungewöhnlich engen Umlaufbahn und beide bilden ein Röntgen-Doppelsternsystem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhand eines Modells am Weinberg College of Arts and Sciences in Chicago konnte jetzt ermittelt werden, wie sich dieses eigenartige Duo-System gebildet hat. Zwei massereiche Sterne, einer mit 100 m<sub>So</sub>, der andere mit 30 m<sub>So</sub>, umkreisten sich in einem sehr geringen Abstand. Der massereichere Stern blähte sich zu einem roten Riesen auf, musste dann aber Materie an den kleineren Partner abgeben. Dadurch kollabierte er zu dem heutigen Schwarzen Loch. Der verbliebene Stern zog schnell das bei der Entstehung freigewordene Material an und nahm an Masse zu. Dieser Vorgang muss so schnell abgelaufen sein, dass diese aufgenommene Materie bisher nicht richtig mit dem Sternkörper vereint ist. Daher ist auch der Kernfusionsprozess im Inneren des Sterns nicht so effizient wie bei anderen Sternen mit vergleichbarer Masse und somit leuchtet der Stern auch nicht so hell. Außerdem hat er sich durch die große Nähe zum Schwarzen Loch stark verformt. Somit sind Temperatur und Leuchtkraft nicht auf der ganzen Oberfläche homogen verteilt. 
<br>
Im Augenblick gibt der Sternriese seinem Begleiter über stellare Winde wieder Materie zurück. Bei diesem Prozess wird Röntgenstrahlung emittiert. Irgendwann wird sich der Sternpartner in einen roten Riesen verwandeln. Ist er dann zu massereich, wird er sein Dasein als Schwarzes Loch beenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.165" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/roentgen-doppelsternystem-m33-x-7/" data-wpel-link="internal">Röntgen-Doppelsternystem M33 X-7</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Können Schwarze Löcher ihren Hunger regulieren?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/koennen-schwarze-loecher-ihren-hunger-regulieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 20:01:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Chandra]]></category>
		<category><![CDATA[Quasar]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32143</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit Hilfe des 1999 vom Space Shuttle Columbia gestarteten Chandra X-Ray Observatory konnte ein Astronomenteam der Harvard University neue Erkenntnisse über Prozesse gewinnen, die sowohl in kleinen stellaren Schwarzen Löchern, als auch in Millionen Sonnenmassen schweren Schwarzen Löchern im Zentrum von Galaxien ablaufen. Ein Beitrag von Timo Lange. Quelle: NASA. Können Schwarze Löcher ihr Wachstum [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit Hilfe des 1999 vom Space Shuttle Columbia gestarteten Chandra X-Ray Observatory konnte ein Astronomenteam der Harvard University neue Erkenntnisse über Prozesse gewinnen, die sowohl in kleinen stellaren Schwarzen Löchern, als auch in Millionen Sonnenmassen schweren Schwarzen Löchern im Zentrum von Galaxien ablaufen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Timo Lange. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032009220130_small_1.jpg" alt="NASA/CXC/Weiss" width="376" height="291"/><figcaption>
Illustration eines Schwarzen Lochs mit Akkretionsscheibe und Begleitstern 
<br>
(Bild: NASA/CXC/Weiss)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Können Schwarze Löcher ihr Wachstum selbst regulieren? Wie werden die Jets produziert, die von supermassiven Schwarzen Löchern im Zentrum aktiver Galaxien (z.B. Quasaren) ebenso ausgehen, wie von machen stellaren Schwarzen Löchern?  
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Hinblick auf diese Fragen haben Astronomen nun mit Hilfe des Röntgen-Weltraumteleskops Chandra neue Erkenntnisse gewonnen. Beobachtet wurde das stellare Schwarze Loch GRS 1915+105. Dieses spezielle Schwarze Loch erzeugt Jets und wird daher auch als &#8222;Mikro-Quasar&#8220; klassifiziert. GRS 1915 hat ungefähr die vierzehnfache Sonnenmasse und &#8222;ernährt&#8220; sich von Material eines nahegelegenen Begleitsterns, welches eine Akkretionsscheibe um GRS 1915 bildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jets von GRS 1915 erlöschen in unregelmäßigen Abständen, werden aber später immer wieder aktiv. Die neuen Beobachtungen deuten nun auf einen Zusammenhang mit mächtigen Winden in der Akkretionsscheibe hin, die ungefähr den gleichen Betrag an Masse aus dem System abführen wie die Jets. Sobald diese Winde aufkommen, schalten sich die Jets ab und werden erst wieder aktiviert, wenn die Winde schwächer werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir denken, die Jets und der Wind um das Schwarze Loch befinden sich in einer Art Tauziehen miteinander&#8220;, sagt der Astronom Jospeh Neilsen, der Hauptautor der Veröffentlichung. Aus noch unbekannten Gründen gewinnt mal das eine Phänomen die Oberhand und mal das andere. Das deutet darauf hin, dass das Schwarze Loch seine Masseaufnahme durch diese Prozesse selbst regulieren kann. Julia Lee, die Ko-Autorin der Studie, meint dazu: &#8222;Es sieht so aus, als könnten sich Schwarze Löcher besser selbstregulieren als die Finanzmärkte!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant sind diese Beobachtungen auch, weil ganz ähnliche Prozesse in der Umgebung von millionenmal schwereren, supermassiven Schwarzen Löchern stattfinden müssten. Dieselben Prozesse finden dort allerdings auf einer ganz anderen Zeitskala statt (Jahrtausende statt Tage), sodass sie für uns nicht wahrnehmbar sind. Anhand eines Schwarzen Lochs von &#8222;nur&#8220; stellaren Ausmaßen können sie aber gewissermaßen im Zeitraffer studiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Schwarzen Löchern</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=536.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Quasaren und Aktiven Galaxien</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/koennen-schwarze-loecher-ihren-hunger-regulieren/" data-wpel-link="internal">Können Schwarze Löcher ihren Hunger regulieren?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flackern bei Schwarzen Löchern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/flackern-bei-schwarzen-loechern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 14:44:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenstrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Forscherteam von ESO (European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere) und NASA hat über Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) und einem Röntgenteleskop im Weltraum Zusammenhänge zwischen einem regelmäßigen Flackern im sichtbaren Licht und Röntgenemissionen bei aktiven, stellaren Schwarzen Löchern entdeckt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ESO/Raumcon/Wikipedia/NASA. Mit Hilfe [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein internationales Forscherteam von ESO (European Organisation for Astronomical Research in the Southern Hemisphere) und NASA hat über Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) und einem Röntgenteleskop im Weltraum Zusammenhänge zwischen einem regelmäßigen Flackern im sichtbaren Licht und Röntgenemissionen bei aktiven, stellaren Schwarzen Löchern entdeckt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ESO/Raumcon/Wikipedia/NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18102008164402_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18102008164402_small_1.jpg" alt="ESO" width="383" height="303"/></a><figcaption>
Das Very Large Telescope der ESO besteht aus vier großen Einzelteleskopen, deren Licht überlagert wird. (Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe der Hochgeschwindigkeitskamera UltraCam im VLT und parallelen Beobachtungen im Röntgenbereich über den Rossi X-Ray Timing Explorer der NASA wurde ein sprunghafter Intensitätswechsel im sichtbaren Spektrum bei den Schwarzen Löchern Swift J1753.5-0127 und GX 339-4 untersucht und mit den Röntgenemissionen der beiden Objekte abgeglichen. Beide Schwarzen Löcher werden von Begleitsternen in sehr geringem Abstand umlaufen. Die Umlaufzeiten liegen bei 3,2 Stunden bzw. 1,7 Tagen. Dabei wird in beiden Fällen vom jeweiligen Schwarzen Loch Materie aus dem Begleitstern abgezogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf seinem spiralähnlichen Weg in die Singularität wird das Gas extrem komprimiert und erhitzt. Dabei entstehen variable Lichtemissionen. Vor jedem hellen Aufflackern im Röntgenbereich wird das sichtbare Licht zunächst schwächer, um dann in einem hellen Blitz aufzuleuchten und schließlich rasch wieder nachzulassen. Bisher hatte man angenommen, dass das sichtbare Licht infolge des Röntgenblitzes entstünde. Dies stellte sich nun als Irrtum heraus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18102008164402_small_2.jpg" alt="ESO/L. Calçada " width="373" height="294"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung eines Schwarzen Loches, das Materie von einem benachbarten Stern absaugt. 
<br>
(Bild: ESO/L. Calçada )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Man nimmt jetzt stattdessen an, dass das Flackern im sichtbaren Spektrum durch die starken Magnetfelder in der Umgebung der Schwarzen Löcher entsteht. Diese sind in der Lage, Energie für eine gewisse Zeit aufzunehmen und zu speichern. Bei einem gewissen Schwellenwert aber kommt es zu spontanen Emmissionen von Licht oder Röntgenstrahlung. Das Licht entsteht demnach beim Aussenden hochenergetischer Partikelströme, die Röntgenstrahlung dagegen bei gewaltigen Plasmaausstößen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die UltraCam ist eine neu entwickelte Hochgeschwindigkeitskamera für Großteleskope. Sie kann 20 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Bei der anfallenden, nicht mit der normalen Fotografie vergleichbaren Datenmenge, ist dies ein deutlicher Fortschritt. Rossi XRTE ist ein nach dem Astronomen Bruno Rossi benanntes Weltraum-Teleskop der NASA, dass Beobachtungen im Röntgenstrahlungsbereich bei Energien von 2 bis 250 keV (keV = Tausend Elektronenvolt) durchführt. Es wurde am 30. Dezember 1995 gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg6578#msg6578" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher (ab dem betreffenden Thema)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weblinks (engl.):</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.eso.org/public/germany/news/eso0836/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">VLT and Rossi XTE satellite probe violently variable black holes</a></li><li><a href="https://heasarc.gsfc.nasa.gov/docs/xte/XTE.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rossi XTE Home (NASA)</a></li></ul>
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