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	<title>Wasseraufbereitungsanlage &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Wasseraufbereitungsanlage &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Moose für den Mars: Test von Wasserpflanzen als weltraumtaugliche Biofilter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/moose-fuer-den-mars-test-von-wasserpflanzen-als-weltraumtaugliche-biofilter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 17:53:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Langzeit-Weltraummissionen erfordern geschlossene Lebenserhaltungssysteme, die Sauerstoff regenerieren, Wasser reinigen und gleichzeitig Abfall recyceln können. Ein kürzlich von der Universität Neapel Federico II durchgeführtes ESA-Discovery-Projekt untersuchte, ob Wasserpflanzen, wie sie häufig in Aquarien zu finden sind, in kompakten, wartungsarmen Systemen sowohl Sauerstoff produzieren als auch Wasser filtern können. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Enabling&#38;Support/PreparingForTheFuture/DiscoveryAndPreparation, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Langzeit-Weltraummissionen erfordern geschlossene Lebenserhaltungssysteme, die Sauerstoff regenerieren, Wasser reinigen und gleichzeitig Abfall recyceln können. Ein kürzlich von der Universität Neapel Federico II durchgeführtes ESA-Discovery-Projekt untersuchte, ob Wasserpflanzen, wie sie häufig in Aquarien zu finden sind, in kompakten, wartungsarmen Systemen sowohl Sauerstoff produzieren als auch Wasser filtern können. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Preparing_for_the_Future/Discovery_and_Preparation/Mosses_for_Mars_Testing_Aquatic_Plants_as_Space-Ready_Biofilters" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/Enabling&amp;Support/PreparingForTheFuture/DiscoveryAndPreparation</a>, 11. Februar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bioregenerative Lebenserhaltungssysteme (BLSS) sind auf lebende Organismen angewiesen, um menschliche Besatzungen während längerer Missionen zu versorgen. Höhere Pflanzen und Mikroalgen wurden bereits umfassend untersucht, weisen jedoch jeweils Einschränkungen auf. Höhere Pflanzen erfordern große und komplexe Kultivierungssysteme, während Mikroalgen mit Herausforderungen wie Biofilmbildung, Kontamination und ungleichmäßiger Lichtverteilung in Photobioreaktoren konfrontiert sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wassermoose stellen eine interessante Alternative dar. Diese nicht-vaskulären Pflanzen haben einfache Strukturen, erfordern nur minimale Pflege und sind bereits als wirksame Biofilter bekannt. Ihr Potenzial für Weltraumanwendungen wurde jedoch noch nie systematisch untersucht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/Moss_on_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Moose am Mars Bildnachweis: ChatGPT/Dr Chiara Amitrano; Lizenz: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Moose am Mars Bildnachweis: ChatGPT/Dr Chiara Amitrano; Lizenz: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/Moss_on_Mars_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150617" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/Moss_on_Mars_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/Moss_on_Mars_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Moose am Mars<br><mark>Bildnachweis: ChatGPT/Dr Chiara Amitrano; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neuer Ansatz</strong><br>Im Rahmen des Projekts „Moose an Mars“ wurden drei aquatische Moosarten, Taxiphyllum barbieri, Leptodictyum riparium und Vesicularia montagnei, unter kontrollierten Umweltbedingungen untersucht, die denen in Weltraumhabitaten nachempfunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieses Projekt umfasste zwei wichtige neue Elemente“, erklärt die leitende Forscherin Dr. Chiara Amitrano, Wissenschaftlerin an der Universität Neapel Federico II. „Das erste ist die Untersuchung der Möglichkeit, Wassermoose als Biofilter und Bioregeneratoren in die Weltraumforschung zu integrieren. Und das zweite ist die Untersuchung des physiologischen Apparats, des Photosystems II dieser Moose. Alle veröffentlichten Arbeiten über Wassermoose befassen sich mit Biofiltration und Phytosanierung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team verglich alle drei Arten unter zwei Umweltbedingungen und bewertete dabei die Photosyntheseleistung, die Pigmentkonzentrationen, die antioxidative Aktivität und die Biofiltrationseffizienz sowohl für Schwermetalle als auch für Stickstoffverbindungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl T. barbieri als auch L. riparium zeigten eine effektive Biofiltration und entfernten erfolgreich Kupfer, Blei und Zink aus kontaminiertem Wasser. T. barbieri erwies sich jedoch als klarer Spitzenreiter und wies die höchsten Raten an Nettophotosynthese und Pigmentakkumulation auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Strahlungsresistenz</strong><br>Auf Grundlage dieser Ergebnisse wählte das Team T. barbieri für weitere Tests aus, um dessen Reaktionen auf ionisierende Strahlung zu untersuchen, eine zentrale Herausforderung für alle im Weltraum lebenden Organismen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Untersuchung der Auswirkungen ionisierender Strahlung auf Wassermoose war für uns und auch in der Literatur eine Premiere“, bemerkt Amitrano. Die Forscher setzten Moosproben drei verschiedenen Röntgendosen aus – 1, 10 und 30 Gray (Gy) – und beobachteten dann 63 Tage lang ihre Erholung mit Hilfe einer speziellen Anlage mit kontinuierlichen Kohlendioxid- und Sauerstoffsensoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse waren überraschend. Anstatt Schäden zu zeigen, übertrafen Moose, die einer Strahlung von 1 Gy ausgesetzt waren, die nicht bestrahlten Kontrollgruppen und wiesen eine höhere Nettophotosynthese, größere Elektronentransportraten und erhöhte Chlorophyllkonzentrationen auf. Dieses als Strahlenhormese bekannte Phänomen deutet darauf hin, dass niedrig dosierte Strahlung positive physiologische Reaktionen stimulieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst bei höheren Dosen zeigten die Moose Widerstandsfähigkeit. Die Strahlung veränderte die Morphologie der Moose, wodurch dichtere Verzweigungen entstanden und gleichzeitig die Zweiglänge reduziert wurde – Veränderungen, die möglicherweise die Oberfläche für den Gasaustausch und die Filtration vergrößern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Anwendungen</strong><br>„Wir sind fest davon überzeugt, dass wir diese Wassermoose in die Weltraumumgebung integrieren können“, sagt Amitrano. „Sie sind strahlungsresistente Biofilter. Sie können das Recycling von Ressourcen unterstützen und benötigen nur wenig Aufwand, um zu wachsen. Außerdem verfügen sie über einen guten Photosyntheseapparat, produzieren Sauerstoff und entfernen Kohlendioxid.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Universität Neapel hat im Rahmen ihrer Discovery Aktivitäten gezeigt, dass Moose dazu beitragen könnten, Astronauten auf dem Mars am Leben zu erhalten, indem sie ihr Wasser filtern, ihre Luft auffrischen und dabei Strahlung abwehren“, sagt Moritz Fontaine, Discovery &amp; Preparation Officer und ESA-Projektleiter. „Diese Erkenntnisse sind ein wichtiges Puzzleteil für die zukünftige bemannte Raumfahrt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterstützung der ESA durch das Discovery-Programm erwies sich als unverzichtbar. „Die Finanzierung war für uns von grundlegender Bedeutung, um das Experiment durchzuführen, zunächst mit den drei Arten und dann mit der ionisierenden Strahlung dieser Moose“, erklärt Amitrano.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee entstand im Rahmen der <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Preparing_for_the_Future/Discovery_and_Preparation/The_Open_Space_Innovation_Platform_OSIP" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Open Space Innovation Platform</a> (OSIP) der ESA, die vielversprechende neue Konzepte für die Weltraumforschung sucht, und wurde durch das <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Preparing_for_the_Future/Discovery_and_Preparation" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Discovery Element</a> der ESA finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt hat bereits eine begutachtete Veröffentlichung in <a href="https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2025.1667463/full" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Frontiers in Plant Science</a> hervorgebracht, ein zweiter Artikel über die Strahlungsexperimente ist in Vorbereitung. Für die Zukunft sieht das Team Anwendungsmöglichkeiten, die von Biofiltern in Wasserrecyclingsystemen bis hin zu Biomaterialien und potenziellen Strahlenschutzvorrichtungen reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl noch viel Arbeit vor uns liegt, zeigt dieses Projekt das Potenzial von Wassermoosen als vielseitige, pflegeleichte Organismen, die in ressourcenarmen Umgebungen – sowohl im Weltraum als auch bei der Wasseraufbereitung auf der Erde – mehrere ökologische Funktionen erfüllen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9797.msg583956#msg583956" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lebenserhaltungssysteme</a></li>
</ul>
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		<title>Destiny</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/destiny/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist das Herzstück der US-Forschung und das &#8222;Cockpit&#8220; des US-Teils auf der ISS: Das Forschungsmodul Destiny ist Labor, Roboterkonsole und Energieverteiler in einem, zudem steuert es viele Systeme des US-Teils der Station. Autor: Daniel Maurat Das Forschungsmodul Destiny (zu deutsch Schicksal) ist das zweite US-Modul der ISS und das insgesamt sechste. Im Modul kann [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es ist das Herzstück der US-Forschung und das &#8222;Cockpit&#8220; des US-Teils auf der ISS: Das Forschungsmodul <em>Destiny</em> ist Labor, Roboterkonsole und Energieverteiler in einem, zudem steuert es viele Systeme des US-Teils der Station.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungsmodul <em>Destiny</em> (zu deutsch Schicksal) ist das zweite US-Modul der ISS und das insgesamt sechste. Im Modul kann man eine Reihe von wissentschaftlichen Experimente durchführen, aber auch z.B. bei Außenbordeinsätzen das fernbedienbare Raumstationsmanipulatorsystem <em>SSRMS Canadarm 2</em> (Space Station Remote Manipulator System) steuern. Zudem ist <em>Destiny</em> mit der mehr als 100 Meter langen integrierten Gitterstruktur (ITS für Integrated Truss Structure), und damit auch mir den Solarauslegern verbunden und verteilt die dort gewonnene Energie auf alle Module der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwickliung von <em>Destiny</em> begann, wie auch bei allen anderen US-Modulen, mit der Planung zur Raumstation <em>Freedom</em>, einem der beiden ISS-Vorgängerprojekte. <em>Destiny</em> hätte auch hier vor allem ein Forschungsmodul sein sollen. Nach der Zusammenführung von <em>Freedom</em> und <em>Mir 2</em>, dem russischen Äquivalent zu <em>Freedom</em>, blieb <em>Destiny</em> essentieller Bestandteil der ISS als Steuerungsstation für die ITS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebaut wurde das Modul vom US-Luft- und Raumfahrtunternehmem <em>Boeing</em>, das auch schon den Kopplungsknoten Node 1 <em>Unity</em> gebaut hat. Der Bau begann 1995. Nach der Fertigstellung 1998 wurde <em>Destiny</em> in die <em>SSPF</em> im <em>Kennedy Space Center</em> gebracht, wo es auf seinen Start vorbereitet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/destiny.jpg" alt=""/><figcaption>Destiny kurz vor dem Ankoppeln an die ISS<br>(Bild: NASA)<br><em><strong>Maße</strong></em><br>Länge: 8,5 m<br>Breite: 4,3 m<br>Masse: 24,0 t<br>Start: 7. Februar 2001</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Destiny</em> ist eine zylindrische Röhre aus Aluminium. Es verfügt über zwei der CBMs (Common Berthing Mechanism), der Standard-US-Kopplungsstutzen, je einen passiven (zu Unity) und einen aktiven (früher zu <em>PMA-2</em>, heute zu <em>Harmony</em>). Des Weiteren gibt es in der Außenhaut ein im Durchmesser etwa 51 cm großes Fenster, dass zur Erde gerichtet ist. Von dort aus können Beobachtungen unseres Heimatplaneten durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt verfügt <em>Destiny</em> über 24 &#8222;Racks&#8220;, eine Art von standardisierten Schränken, in denen man z.B. Experimente verstauen kann, die aber auch als Ersatzteillager oder Steuerungseinheit für verschiedene Systeme wie <em>ITS</em> oder <em>SSRMS/Canadarm 2</em>, Luftreinigung, CO<sub>2</sub>-Absorbern sowie der Wasseraufbereitung dienen. Jeweils sechs von ihnen sind an einer der Wände, am Boden und an der Decke untergebracht. Die meisten von ihnen wurden aber nicht mit <em>Destiny</em> gestartet, sondern erst später auf einem der ISS-Versorgungsflüge der Space Shuttles. Dies musste so gemacht werden, da das Shuttle nicht das ganze Modul mit seinen voll beladen 24 Tonnen hätte tragen können. Deswegen startete man mit nur vier Racks, die mit dem Modul etwa 15 Tonnen wogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Orbit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde <em>Destiny</em> während der Mission STS 98 des Space Shuttles <em>Atlantis</em> am 7. Februar 2001. Zwei Tage später koppelte das Shuttle an die ISS an, wo schon die Besatzung der ISS-Expedition 1, die im Oktober 2000 startete, wartete. Eine Besonderheit ist, dass <em>Atlanits</em> nicht, wie alle anderen Missionen zuvor, an <em>PMA 2</em>, sondern an <em>PMA 3</em> andockte, der zu der Zeit an <em>Unity</em> Nadir befestigt war. Dies war nötig, da Destiny seinen Platz zwischen Unity und PMA 2 finden sollte. Deshalb lagerte man am 11. Februar zunächst <em>PMA 2</em> am Gitterelement P6 zwischen. Danach wurde <em>Destiny</em> mit dem Shuttlemanipulator <em>Canadarm</em> aus der Ladebucht des Shuttles gehieft und an <em>Unity</em> angekoppelt. Dabei fungierten die beiden Astronautan Thomas Jones und Robert Curbeam als Monteure. Sie benutzten für ihre <em>EVA</em> (Extravehicular Activity für Außenbordeinsatz) die Shuttlescheuse, da zu diesem Zeitpunkt die ISS noch über keine eigene Ausstiegsmöglichkeit verfügte. Einen Tag später stiegen Jones und Curbeam wieder aus, um <em>PMA 2</em> an <em>Destiny</em> anzukoppeln. zudem bereiteten sie <em>Destiny</em> auf die Ankunft des Stationsmanipulators <em>Canadarm 2</em> vor, indem sie einen Sockel für diesen installierten. Die <em>Atlantis</em> koppelte am 16. Februar ab und landete 4 Tage danach auf der Edwards Air Force Base (EAFB) in Kalifornien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ankoppeln von <em>Destiny</em> versorgten weitere Shuttle-Missionen das Modul mit immer mehr Racks, wie einem Beobachtungsrack, das vor dem Fenster montiert wurde. Dieses ermöglicht automatisierte Beobachtungen und Aufzeichnungen zu Veränderungen auf der Erdoberfläche, was Geologen, Ozeanologen und Meteorogen zugute kommt. 2007 wurde das zweite Kopplungsmodul <em>Harmony</em> angeliefert, welches an <em>Destiny</em> befestigt wurde. Bis zu diesem Tag war Destiny das Tor zur ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-5a/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-5A (Mission STS-98 der <em>Atlanits</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/unity/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Unity</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/harmony/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Harmony</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/pressurized-mating-adapters/" data-wpel-link="internal"><em>PMA</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ssrms-canadarm-2/" data-wpel-link="internal"><em>SSRMS/Canadarm 2</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-truss-structure/" data-wpel-link="internal"><em>ITS</em></a></li></ul>
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		<title>Ein großes Ereignis und zahlreiche Vorbereitungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-grosses-ereignis-und-zahlreiche-vorbereitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2009 23:02:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Wasseraufbereitungsanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem die Wasseraufbereitungsanlage letzte Woche endlich in Betrieb ging, laufen Vorbereitungen an Bord der Internationalen Raumstation für den angesetzten Weltraumspaziergang nächsten Monat und den Besuch der Raumfähre Endeavour. Der Start der nächsten Sojus-Kapsel mit drei weiteren Besatzungsmitgliedern für die ISS steht dabei unmittelbar bevor. Ein Beitrag von Paul Blasl. Quelle: NASA. Zu Beginn der letzten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nachdem die Wasseraufbereitungsanlage letzte Woche endlich in Betrieb ging, laufen Vorbereitungen an Bord der Internationalen Raumstation für den angesetzten Weltraumspaziergang nächsten Monat und den Besuch der Raumfähre Endeavour. Der Start der nächsten Sojus-Kapsel mit drei weiteren Besatzungsmitgliedern für die ISS steht dabei unmittelbar bevor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Paul Blasl. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn der letzten Woche wurde durch das japanische Besatzungsmitglied Koichi Wakata das fehlerhaft arbeitende Rückschlagventil innerhalb der Wasseraufbereitungsanlage der Station nach mehreren Stunden Arbeit erfolgreich ausgebaut. Letztere funktioniert durch eben dieses als überflüssig angesehene Ventil seit Anfang Mai nicht mehr. Nach einem Dichtheitscheck der Anlage wurde ihr Vorratstank zu ~35% mit Urin aus der russischen Toilette befüllt. In der Nacht auf Dienstag folgte ein erfolgreicher Testlauf und so ist die Wasseraufbereitungsanlage seitdem endlich bereit, Trinkwasser zu gewinnen. Wakata füllte noch am selben Tag deren Vorratstank wieder auf und schloss am Mittwoch die Anlage an die amerikanische Toilette der Raumstation an, sodass weitere Umfüllaktionen hinfällig wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26052009010213_small_1.jpg" alt="NASA " width="332" height="313"/><figcaption>
Die Crew der ISS vor der Einweihung der Wasseraufbereitungsanlage 
<br>
(Bild: NASA )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der 20. Mai war auch der Tag, an dem die 19. Langzeitbesatzung schließlich grünes Licht bekam, das Wasser aus der Aufbereitungsanlage zu trinken. Zahlreiche Gäste versammelten sich dafür im ISS-Kontrollzentrum in Houston und im Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, wo die Anlage geplant und konstruiert wurde. Während einer Videokonferenzschaltung sprach die Besatzung noch einen kurzen Toast aus, bevor sie schließlich das erste Mal recyceltes Wasser aus Päckchen tranken. Man rechnet damit, dass die Aufbereitungsanlage die Menge an Wasser die zur Station geliefert werden muss in Zukunft um ungefähr 65% verringern wird. Zudem ist es ein hervorragendes Beispiel für Technologie, die bei zukünftigen Reisen zum Mond, Mars und darüber hinaus unabdingbar sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben diesem wichtigen Ereignis in der Geschichte der Internationalen Raumstation, führte die 19. Langzeitbesatzung wieder einige Experimente und Wartungsarbeiten durch. So wurde durch Michael Barratt das Experiment SLEEP (Sleep-Wake Actigraphy &amp; Light Exposure during Spaceflight) fortgeführt, bei dem die Schlafzyklen, aber auch wie stark das Besatzungsmitglied Licht im Laufe des Tages ausgesetzt ist, durch Detektoren in einem Armband aufgezeichnet werden. Außerdem nahm Koichi Wakata wieder eine Alendronat-Tablette ein. Letzteres ist Teil eines Experiments, das Medikamente testen soll, die dem bis dato noch ungelösten Knochenschwund bei Langzeitaufenthalten im All entgegenwirken soll. Der derzeitige Kommandeur der ISS, Gennadi Padalka unterzog sich schließlich am Mittwoch einem russischen Experiment, dass unter andrem mit Hilfe eines Blutdruckmessgerätes die Arbeitsweise des Herzens in der Schwerelosigkeit genauer als bisher untersuchen soll. Dafür musste Padalka mehr als eine Stunde ohne Sprechen und Bewegung verbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wurden erste Vorbereitungen für den Besuch des Space Shuttles <i>Endeavour</i> im kommenden Monat getroffen. Vor allem ging es darum, Equipment und Fracht, die von der Raumfähre zur Erde zurückgebracht werden soll, für die Abreise einzusammeln und zu verpacken. Außerdem trainierten Gennadi Padalka und Michael Barratt das erste Mal für das Shuttle-RPM (R-bar Pitch Maneuver). Dabei wurden die Besatzungsmitglieder auf das Schießen der Fotos vom ankommenden Space Shuttle vorbereitet, wenn letzteres seine berühmte Drehung um die Querachse vollführt, um eventuelle Schäden des Hitzeschildes zu entdecken. Sie werden dafür in etwa nur 90 Sekunden Zeit haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag gab es weiters die ersten konkreten Vorbereitungen für den nächsten Weltraumspaziergang, der für den 5. Juni geplant ist. Gennadi Padalka und Michael Barratt, die gemeinsam aussteigen werden, sahen sich den Zeitplan dafür an und bereiteten Equipment vor, das gebraucht werden wird. Die erste von zweite geplanten EVAs im Juni wird sich dem Installieren von russischen KURS-Navigationsantennen am im Zenit liegenden Kopplungsmechanismus von <i>Swesda</i> als Vorbereitung für die dortige im Herbst geplante Kopplung des russischen Mini Research Module 2 (MRM2), das ähnlich wie das bereits angedockte Modul <i>Pirs</i> aufgebaut ist, widmen. Die abgeschlossenen Arbeiten sollen dann mittels Fotos dokumentiert und schließlich noch ein Experiment an der Außenseite von <i>Pirs</i> abmontiert werden. Der Weltraumeinsatz wird laut Plan am 5. Juni um 8:45 Uhr MESZ beginnen und rund fünfeinhalb Stunden dauern. Am Donnerstag, nachdem sich die Raumfahrer mit dem Zeitplan vertraut gemacht hatten, räumten sie das russische Modul <i>Pirs</i> zur weiteren Vorbereitung für den geplanten Weltraumausstieg aus. Rund 230 Gegenstände werden vorübergehend im <i>Swesda</i> gelagert, während <i>Pirs</i> als Luftschleuse verwendet werden wird. Außerdem wurde weiteres Werkzeug und Equipment in der Station für den Weltraumspaziergang gesammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Übrigen führte Padalka die Installation von Systemen, die für die Kopplung mit dem neuen Modul MRM2 von Bedeutung sind, im Modul <i>Swesda</i> fort. Zu den Aufgaben diese Woche gehörte aber auch ein weiterer Teil der Reparatur des Ergometers der Station, bei dem vor einiger Zeit eine bedeutende Diskrepanz zwischen der eingestellten Belastung und der tatsächlichen beobachtet wurde. Koichi Wakata reinigte dabei am Freitag das Innere des Sportgeräts gründlich mit Zahnbürste und Staubsauger.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26052009010213_small_2.jpg" alt="NASA" width="348" height="299"/><figcaption>
Koichi Wakata an der Steuereinheit für den SSRMS im Modul 
<i>Destiny</i>
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Früher in der Woche setzte Wakata den Stationsroboterarm (SSRMS) auf die dritte PDGF (Power &amp; Data Grapple Fixture) der <i>Mobile Base System</i> genannten Plattform, um ihn in eine günstige Position zur visuellen Überwachung des Roboterarms <i>Dextre</i> zu bringen. Außerdem führte er am 22. Mai eine Überprüfung eines weiteren Roboterarms am japanischen Labormodul <i>Kibō</i> durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Woche ist der Start dreier weiterer Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation vorgesehen. Mit deren Start, der für Mittwoch um 12:34 Uhr MESZ geplant ist, beginnt die Dienstzeit der 20. Langzeitbesatzung, der ersten sechsköpfigen und aus Raumfahrern aller Raumfahrtagenturen, die am Aufbau der ISS beteiligt sind, zusammengesetzten Expedition. Die Sojus-Kapsel TMA 15 mit dem Kosmonauten und Sojus-Kommandeur Roman Romanenko, dem belgischen ESA-Astronauten Frank De Winne und Robert Thirsk von der kanadischen Weltraumbehörde soll am Freitag um 14:36 Uhr MESZ an die Internationale Raumstation andocken. Die Luken zwischen den beiden Raumfahrzeugen sollen schließlich um 15:45 Uhr MESZ geöffnet werden. Die Vorbereitungen für den Start, mit der Sojus-Trägerrakete im kasachischen Baikonur bereits auf der Startrampe, laufen derweil ohne größere Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg98996#msg98996" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Thread seit 19. Mai</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5376.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zur Sojus TMA-15</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Endeavour auf dem Weg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/endeavour-auf-dem-weg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 17:09:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Wasseraufbereitungsanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Raumfähre Endeavour ist wie vorgesehen in der Nacht ins All gestartet. Ziel ist die Internationale Raumstation. Vorgesehen sind die Vorbereitung der ISS auf eine sechsköpfige Stammbesatzung sowie Reparaturarbeiten an einem Drehgelenk zur Ausrichtung der Steuerbord-Solarzellenpaneele. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Space Shuttle Endeavour erhellte pünktlich um 1:55 Uhr MEZ den Nachthimmel über [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-Raumfähre Endeavour ist wie vorgesehen in der Nacht ins All gestartet. Ziel ist die Internationale Raumstation. Vorgesehen sind die Vorbereitung der ISS auf eine sechsköpfige Stammbesatzung sowie Reparaturarbeiten an einem Drehgelenk zur Ausrichtung der Steuerbord-Solarzellenpaneele.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112008180938_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="372" height="290"/><figcaption>
Die Endeavour startet in den Nachthimmel. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Space Shuttle <i>Endeavour</i> erhellte pünktlich um 1:55 Uhr <i>MEZ</i> den Nachthimmel über Florida und machte sich mitsamt seiner siebenköpfigen Besatzung auf den Weg zur Internationalen Raumstation, um diese auf eine Zukunft mit sechs Besatzungsmitgliedern vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem recht ereignislosen Countdown, bei dem es einzig ein Problem mit einer Tür im sogenannten White Room gab, sowie eine fehlerhafte Datenübertragung mit einem Wetterballon, konnte das Team rund um Startdirektor Mike Leinbach grünes Licht für den Start geben. STS 126 vollzog den 31. Nachtstart eines Space Shuttles und war für die Endeavour der insgesamt 22. Start. Nachdem das Space Shuttle die Umlaufbahn erreicht hatte, begannen die routinemäßigen Arbeiten im Orbiter, um das Space Shuttle in ein Raumfahrzeug umzufunktionieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112008180938_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="381" height="297"/><figcaption>
Die &#8222;Tür&#8220; im White Room 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Chris Ferguson, Pilot Eric Boe und den Missionsspezialisten Donald Pettit, Steve Bowen, Heidemarie Stefanyshyn-Piper, Shane Kimbrough sowie das zukünftige Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus wird in den kommenden 15 Tagen viel Arbeit sowohl im Inneren als auch am Äußeren der Station warten. Mithilfe des in Italien gebauten Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) wird die Crew Geräte zur Raumstation bringen, die in Zukunft ermöglichen werden, die Besatzungsstärke der ISS zu verdoppeln. Neben einer Wasser-Recycling-Anlage und einer zweiten Toilette, werden den zukünftigen Expeditionsmitgliedern auch ein neues Trainingsgerät zur Verfügung stehen, sowie eine weitere neue Bordküche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Shuttlebesatzung wird außerdem in vier Außenbordeinsätzen, neben der Wartung einiger Stationssysteme, versuchen, die beschädigte Drehverbindung am Steuerbord Solargenerator zu reparieren. Experten am Boden vermuten, dass die Beschädigungen am Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) durch eine fehlerhafte Schmierung entstanden sind. Piper, Bowen und Kimbrough werden daher zuerst das <i>SARJ</i> vollständig säubern und anschließend neu schmieren. Zusätzlich werden die Astronauten noch <i>GPS</i> Antennen und neue Fernsehkameras am Träger der Station anbringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112008180938_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="360" height="280"/><figcaption>
Die ISS &#8222;wartet&#8220; auf Besuch 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">STS 126 dient des Weiteren dem Austausch von Besatzungsmitgliedern. Sandra Magnus wird Greg Chamitoff an Bord der Internationalen Raumstation ablösen und ihren dreimonatigen Dienst antreten. Magnus soll im Februar wieder zur Erde zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <i>Endeavour</i> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 235 Kilometern. Endeavour soll am Sonntag um 23:13 Uhr <i>MEZ</i> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3773.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 126 &#8211; Mission &amp; Landung</a></li></ul>
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		<title>Endeavour am Startplatz 39B</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/endeavour-am-startplatz-39b/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 06:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Wasseraufbereitungsanlage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Schwesterschiff der Atlantis ist, vorbereitet auf eine eventuelle Rettungsmission, zum zweiten Shuttle-Startgelände im Kennedy Space Center gefahren worden. Die Vorbereitungen verliefen erneut problemarm. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. Eigentlich soll die Endeavour Mitte November zur Internationalen Raumstation fliegen und deren Ausrüstung ergänzen. Die Fracht wird in 16 Racks im Multi-Purpose Logistics [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Schwesterschiff der Atlantis ist, vorbereitet auf eine eventuelle Rettungsmission, zum zweiten Shuttle-Startgelände im Kennedy Space Center gefahren worden. Die Vorbereitungen verliefen erneut problemarm.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092008085101_small_1.jpg" alt="" width="331" height="259"/><figcaption>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich soll die <i>Endeavour </i>Mitte November zur Internationalen Raumstation fliegen und deren Ausrüstung ergänzen. Die Fracht wird in 16 Racks im Multi-Purpose Logistics Modul <i>Leonardo </i>untergebracht sein, die größte derartige Lieferung bisher.  <br> Vier der Racks sind wiederverwendbare Stauraum-Plattformen (Resupply Stowage Platforms), zwei enthalten je eine Wasseraufbereitungsanlage (Water Recovery System) und sind Teil eines ganzen Umweltsteuerungs- und Lebenserhaltungssystems (Environmental Control and Life Support System). Ein Rack enthält eine kleine Küche, ein weiteres ein Laufband. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird die Fracht durch ein Rack mit einer integrierten Brennkammer (für Experimente), eine neue Toilette, 3 Schlafkabinen (Crew Quarters) und drei wiederverwendbare Frachtregale. Letztere und die wiederverwendbaren Plattformen werden nur zur Lagerung von Stückgut benötigt und kehren mit der Endeavour auf die Erde zurück. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092008085101_small_2.jpg" alt="" width="324" height="253"/><figcaption>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorerst wird die Raumfähre aber nicht mit diesen Materialien beladen. Der Grund für die frühe Ausfahrt auf den zweiten Startplatz ist der Fakt, dass die <i>Atlantis </i>nicht die ISS sondern das <i>Hubble Space Telescope</i> als Ziel hat. Dieses befindet sich auf einer völlig anderen Bahn als die Raumstation. Von dieser Bahn aus ist es außerdem unmöglich, die ISS anzufliegen und als &#8222;sicheren Hafen&#8220; zu benutzen. Eine Rettungsmission müsste innerhalb von zwei Wochen nach der <i>Atlantis </i>starten. Deshalb muss die <i>Endeavour </i>vorbereitet am Pad sein. Läuft bei der Hubble-Service-Mission der <i>Atlantis </i>alles glatt, dann rollt die <i>Endeavour </i>zur Vorbereitung auf ihre eigentliche Mission für ein paar Tage zurück ins Vehicle Assembly Building und wird Mitte November auch vom Startplatz 39B ihre Reise zur ISS antreten. 
<br>
Während der Vorbereitungen gab es erneut erfreulich wenig Probleme. Wegen einer Undichtheit im Treibgasbehälter der Auxiliary Power Unit 1 beim letzten Flug der Endeavour (STS 123) wurden alle drei derartigen Stromlieferanten gründlich überprüft. Der Austausch eines defekten Ventils in einer Schalttafel im Mitteldeck der Raumfähre wurde aufgrund von Zeitmangel verschoben. Stattdessen wurde das Ventil überbrückt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092008085101_small_3.jpg" alt="NASA" width="318" height="248"/><figcaption>
Etappen der Vorbereitung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am externen Tank musste zunächst eine beschädigte Kabelschachtabdeckung ausgetauscht werden. Wegen eines metallischen Geräusches beim Aufrichten des Tanks wurden danach umfangreiche Untersuchungen in die Wege geleitet. Mit Endoskopen wurde das Innere des Tanks untersucht, Zuleitungen wurden mit speziellen Röntgenapparaten durchleuchtet. Schließlich konnte der Tank aber für den Einsatz freigegeben werden. Nach der Montage der drei Komponenten des Space Transportation Systems &#8211; Feststoffraketen, Tank und Raumfähre &#8211; musste eine undichte Stelle an einer Trägerplatte für die Wasserstoffzuleitung repariert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile steht der Stack am Pad 39B. Zum wahrscheinlich letzten Mal stehen zwei Raumfähren nebeneinander im Kennedy Space Center. Hoffen wir auf ein paar schöne Bilder in den nächsten Tagen. Solange gibt es hier eines von 1990 (Discovery &amp; Columbia).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092008085101_small_4.jpg" alt="NASA" width="548" height="311"/><figcaption>
Beide Shuttle-Startplätze sind besetzt. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3748.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Endeavour &#8211; STS 126 &#8211; MPLM Leonardo-Vorbereitung</a>
</li></ul>
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