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	<title>Weltraumpolitik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Weltraumpolitik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Von Konflikten im Weltraum bis zu „Silberglanz und Kumpeltod“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/von-konflikten-im-weltraum-bis-zu-silberglanz-und-kumpeltod/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 15:22:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Programm des Seniorenkollegs im Wintersemester 2024/2025 ist online – Für alle Angebote ist eine Anmeldung erforderlich. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz. Quelle: Technische Universität Chemnitz 28. August 2024. 28. August 2024 &#8211; Das Seniorenkolleg an der Technischen Universität Chemnitz hat sein Veranstaltungsprogramm für das Wintersemester 2024/2025 vorgestellt. Dazu zählen Vorträge, Sprach- und Smartphone-Kurse sowie [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Programm des Seniorenkollegs im Wintersemester 2024/2025 ist online – Für alle Angebote ist eine Anmeldung erforderlich. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Technische Universität Chemnitz 28. August 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">28. August 2024 &#8211; Das Seniorenkolleg an der Technischen Universität Chemnitz hat sein Veranstaltungsprogramm für das Wintersemester 2024/2025 vorgestellt. Dazu zählen Vorträge, Sprach- und Smartphone-Kurse sowie Bildungsexkursionen. Erneut besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich für das Seniorenstudium anzumelden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inhaltlich breit gefächerte Vortragsreihe</strong><br>Die neue Vortragsreihe beginnt am 18. Oktober 2024 um 13:45 Uhr mit der Vorlesung von<a href="https://www.raumfahrer.net/der-strategische-wettbewerb-im-und-um-den-weltraum-findet-ueber-unseren-koepfen-laengst-statt/" data-wpel-link="internal"> Dr. Antje Nötzold</a> von der TU Chemnitz. Sie spricht im Raum 115 des Zentralen Hörsaal- und Seminargebäudes, Reichenhainer Straße 90, über den strategischen Wettbewerb im Weltraum und damit verbundene Herausforderungen und Konflikte. In den folgenden zwölf Vorträgen, die ebenfalls freitags stattfinden, geht es unter anderem um die Kulturhauptstadt Chemnitz, um uralte Bäume, moderne Roboter, um den Einsatz von Drohnen in Kriegsgebieten und den Pflegemarkt im Wandel. Zudem wird es einen Vortrag zur Sonderausstellung im smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz zum Thema „Silberglanz und Kumpeltod“ geben, der darüber hinaus mit einer Bildungsexkursion ins Museum begleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Homepage des Seniorenkolleg werden alle Vorträge näher beschrieben: <a href="https://www.tu-chemnitz.de/campuskolleg/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.tu-chemnitz.de/seniorenkolleg</a>. Die Teilnehmergebühr für die gesamte Vortragsreihe beträgt 35 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit Studierenden gemeinsam in die Vorlesung</strong><br>Erneut besteht in diesem Semester die Möglichkeit, an ausgewählten Vorlesungen der TU Chemnitz für Studierende teilzunehmen. Für das sogenannte Seniorenstudium braucht es kein Vorwissen, es werden auch keine Prüfungen abgenommen. Nähere Informationen zum Seniorenstudium und den Vorlesungskatalog gibt es ebenfalls unter <a href="https://www.tu-chemnitz.de/campuskolleg/seniorenstudium.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.tu-chemnitz.de/seniorenkolleg/seniorenstudium/seniorenstudium.html</a>. Die Gebühr für die Teilnahme an bis zu drei Vorlesungsreihen beträgt 30 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Intensiv in kleinen Gruppen: Zwei Sprachkurse und ein Smartphone-Kurs</strong><br>Im Wintersemester werden zudem zwei Englischkurse und ein Smartphone-Kurs angeboten. Bei diesen drei Kursen ist ebenso eine Anmeldung erforderlich, da hier die Teilnehmerzahl jeweils auf zehn begrenzt ist. Pro Kurs beträgt die Gebühr 35 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Anmeldung für alle Bildungsangebote des Seniorenkollegs im Wintersemester ist per Mail an seniorenkolleg (at) tu-chemnitz.de mit Angabe des vollständigen Namens und der Wunschformate (Vortragsreihe und/oder Kurs, Seniorenstudium) möglich. Zudem ist am 17. und 14. September 2024 von 9 bis 14 Uhr im Rühlmann-Bau, Reichenhainer Straße 70, Raum A001, die direkte Anmeldung für die Bildungsangebote möglich. Dort gibt es auch erste Informationen zu den im Wintersemester geplanten Bildungsexkursionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen zum Seniorenkolleg:</strong> <a href="https://www.tu-chemnitz.de/campuskolleg/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.tu-chemnitz.de/seniorenkolleg</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kontakt:</strong><br>Seniorenkolleg an der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-19075 oder -19074, Sprechzeit: freitags von 10 bis 12 Uhr, E-Mail seniorenkolleg (at) tu-chemnitz.de .</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg565848#msg565848" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>„Der strategische Wettbewerb im und um den Weltraum findet über unseren Köpfen längst statt“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-strategische-wettbewerb-im-und-um-den-weltraum-findet-ueber-unseren-koepfen-laengst-statt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 17:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Antje Nötzold, Expertin für Sicherheitspolitik von der Professur Internationale Politik der TU Chemnitz, hat den ersten deutschsprachigen Sammelband zum Weltraum seit über 30 Jahren herausgegeben. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz. Quelle: Technische Universität Chemnitz 11. Juni 2024. 11. Juni 2024 &#8211; Der Weltraum ist mittlerweile zur vierten Domäne der menschlichen Zivilisation – nach [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Dr. Antje Nötzold, Expertin für Sicherheitspolitik von der Professur Internationale Politik der TU Chemnitz, hat den ersten deutschsprachigen Sammelband zum Weltraum seit über 30 Jahren herausgegeben. Eine Pressemitteilung der Technischen Universität Chemnitz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Technische Universität Chemnitz 11. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAntjeNoetzoldFotomontageJacobMueller.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Chemnitzer Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Nötzold forscht zu Sicherheit, Konflikten und Rivalität im Weltraum. (Fotomontage: Jacob Müller)" data-rl_caption="" title="Die Chemnitzer Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Nötzold forscht zu Sicherheit, Konflikten und Rivalität im Weltraum. (Fotomontage: Jacob Müller)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAntjeNoetzoldFotomontageJacobMueller26.jpg" alt="Die Chemnitzer Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Nötzold forscht zu Sicherheit, Konflikten und Rivalität im Weltraum. (Fotomontage: Jacob Müller)" class="wp-image-141145"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Chemnitzer Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Nötzold forscht zu Sicherheit, Konflikten und Rivalität im Weltraum. (Fotomontage: Jacob Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. Juni 2024 &#8211; Der Weltraum ist mittlerweile zur vierten Domäne der menschlichen Zivilisation – nach Land, Wasser und Luft – geworden. „Wirtschaftlich ist ein rasch expandierende kommerzieller Raumfahrtsektor unter dem Schlagwort NewSpace entstanden und auch sicherheitspolitisch ist das Thema alles andere als in fernen Dimensionen, sondern brisant und hochaktuell, wie die neue Dimension des Weltraums im Krieg in der Ukraine und die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den Großmächten im Weltraum verdeutlichen“, sagt Dr. Antje Nötzold, Privatdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Internationale Politik der TU Chemnitz. Der Weltraum sei kritische Infrastruktur aller modernen Industrienationen und obwohl bisher kaum im öffentlichen Bewusstsein komme jeder von uns alltäglich mehrfach mit dem Weltraum in Berührung. Satelliten ermöglichen Kommunikation und Navigation, sie liefern Bilder und exakte Zeitsignale und sind somit nicht nur für jeden Staat von strategischer Bedeutung, sondern essentiell für unser tägliches Leben. „Gleichzeitig kann der Weltraum – insbesondere das erdnahen Orbit – nicht mehr als unbegrenzte Weiten charakterisiert werden, sondern ist geprägt durch Verdichtung, Internationalisierung, Kommerzialisierung und Versicherheitlichung. Der strategische Wettbewerb im und um den Weltraum findet über unseren Köpfen längst statt“, so Nötzold. Sie ist eine der deutschlandweit noch sehr wenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Sicherheit, Konflikten und Rivalität im Weltraum forschen, sowie Non-Resident Fellow am American-German Institute (AGI) an der Johns Hopkins University, Washington DC, Associate Fellow am CASSIS (Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies) der Universität Bonn und Mitglied im Forschungsnetzwerk SichTRaum (Sicherheit und Technologie im Weltraum).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen und Kollegen hat sie kürzlich das Buch „Strategischer Wettbewerb im Weltraum: Politik, Recht, Sicherheit und Wirtschaft im All“, den ersten deutschsprachigen politikwissenschaftlichen Sammelband zum Weltraum seit dem Ende des Kalten Krieges herausgegeben. Ziel dieser Publikation ist, das grundsätzliche Bewusstsein für gegenwärtige Entwicklungen in der Raumfahrt und im Weltraum zu fördern und die gesellschaftliche, wirtschaftliche als auch militärische immanente Bedeutung des Weltraums aufzuzeigen – sowohl hinsichtlich der sich daraus ergebenden Chancen als auch der möglichen Risiken. „Weltraumbasierte Infrastruktur im Erdorbit erfüllt vielfältige und überaus wichtige Aufgaben, welche zum Funktionieren aller hochmodernen Industriegesellschaften unabdingbar geworden sind und Weltraumpolitik ist Teil der vollen Bandbreite internationaler Beziehungen im 21. Jahrhundert, getrieben von hochinnovativen Technologien, gesellschaftlichen Veränderungen, wirtschaftlicher Vernetzung, ökologischen Umwälzungen, aber auch von einem immer offener ausgetragenen strategischen Wettbewerb zwischen den großen Mächten“, sagt Nötzold.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sammelband bildet die aktuellen Aktivitäten, rechtlichen Rahmenbedingungen, politischen und militärischen Konfliktlinien und Kooperationsräume sowie weiterführender Trends und Herausforderungen im Weltraum ab. Zum einen werden die rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen und technologischen Perspektiven auf den Bedeutungszuwachs dieser strategischen Domäne analysiert und zum anderen Handlungsfähigkeit und -bedarf ausgewählter Weltraummächte, ihre Kooperationsmöglichkeiten und Konfliktpotenziale sowie der internationale politische Regulierungsbedarf herausgearbeitet. Um sich diesem umfassenden, mehrdimensionalen Thema zu nähern ist der Sammelband in vier Bereiche strukturiert: Nach einer Bestandsaufnahme der Weltraumaktivitäten verschiedener Akteure werden Technologien, Trends und geopolitische Konfliktlinien im Weltraum analysiert, gefolgt von einer Auseinandersetzung mit den Reaktionen westlicher Akteure auf die Bedeutungsverschiebung des Weltraums und einem abschließenden Blick auf multilaterale Regulierung von Weltraumaktivitäten und Notwendigkeiten der Weiterentwicklung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der fast 900-seitige Sammelband bringt 58 Autoren und Autorinnen aus Forschung und Praxis zusammen, wobei Dr. Anna Christmann (Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt im BMWK) einen politischen, Matthias Wachter (Geschäftsführer der BDI-Initiative NewSpace) einen wirtschaftlichen, Generalmajor Michael Traut (Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr) einen militärischen und Anders Fogh Rasmussen (ehem. NATO-Generalsekretär sowie Premierminister von Dänemark) einen international-strategischen Blick auf den Wettbewerb im Weltraum und seinen Implikationen für Deutschland in ihren Vorworten einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Beiträge dieses Sammelbands verdeutlichen, dass die deutsche und europäische Abhängigkeit von weltraumbasierter Infrastruktur für Kommunikation, Datenerfassung und Krisenreaktion in absehbarer Zukunft noch weiter steigen wird, während gleichzeitig die Anzahl der im Weltraum aktiven Staaten und kommerziellen Akteure ebenso wie die aus den Entwicklungen resultierenden Konflikte zunehmen werden“, schätzt Nötzold ein und ergänzt: „Angesichts dieser komplexen und weitreichenden strategischen Entwicklung müssen sich Deutschland und Europa auf ein umstrittenes und potentiell konfliktreicheres sicherheitspolitisches Umfeld im Weltraum vorbereiten und gilt es, der gerade in Deutschland vorherrschenden Weltraumblindheit zu begegnen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>Nötzold u.a. (Hrsg.): Strategischer Wettbewerb im Weltraum. Politik, Recht, Sicherheit und Wirtschaft im All, Springer VS, Wiesbaden 2024, <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-42602-6" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-42602-6</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6607.msg563804#msg563804" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bücher über Raumfahrt</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie europäische Raumfahrt funktioniert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-europaeische-raumfahrt-funktioniert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2018 18:47:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geo-Return]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Raumfahrt ist nicht nur technologisch faszinierend, als weitgehend staatlich geprägter Sektor ergeben sich auch Einblicke in die politischen Strukturen. Ich sprach mit dem Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek MdB, über ihr Verständnis der europäischen Raumfahrtpolitik. Vielleicht könnte man sagen, Raumfahrt ist Geschwindigkeit &#8211; auch für die Politik und es muss mehr passieren. Ein [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Raumfahrt ist nicht nur technologisch faszinierend, als weitgehend staatlich geprägter Sektor ergeben sich auch Einblicke in die politischen Strukturen. Ich sprach mit dem Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek MdB, über ihr Verständnis der europäischen Raumfahrtpolitik. Vielleicht könnte man sagen, Raumfahrt ist Geschwindigkeit &#8211; auch für die Politik und es muss mehr passieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Brucksch. Quelle: Interview.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082018204720_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082018204720_small_1.jpg" alt="Bundesministerium für Wirtschaft und Energie " width="260"/></a><figcaption>
Thomas Jarzombek MdB 
<br>
(Bild: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Jarzombek kennt sich aus mit Digitalthemen, er befasste sich im letzten Bundestag mit der Digitalen Agenda der Bundesregierung. In der Regierung gibt es jetzt einen Kabinettsausschuss Digitalisierung, in dem die Ministerien koordiniert und Entscheidungen getroffen werden sollen. Unter Helmut Kohl gab es auch mal einen Kabinettsausschuss Raumfahrt, aber der wurde eingestellt, weil ein Koordinator die Dinge erfolgreich regeln konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Herrn Jarzombek möchte ich wissen, ob die erklärte deutsche Präferenz für die ESA und die Präferenz für Anwendungen nicht ein Widerspruch sind und ob man überhaupt verstehen kann, wer Europäische Raumfahrt macht und der Brexit die Kluft vergrößert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jarzombek: &#8222;Die ESA hat sich in ihrer Struktur bewährt. Die ESA hat einen langen Track-Record und funktioniert so, dass am Ende Staaten sich bereit finden, Projekte zu machen und nur die Staaten, die diese machen wollen, müssen die dann auch finanzieren. Rückflüsse, sogenannte Workshares, in die Länder, die bezahlt haben, fließen dahin wieder zurück. Das hat erstmal den Vorteil, dass sie nicht jeden der Mitgliedstaaten für ein Vorhaben gewinnen muss, es können sich diejenigen engagieren, die auch wirklich wollen. Die Rechtfertigung von öffentlichen Investitionen ist leichter, wenn man sagen kann, das Geld sichert Arbeitsplätze und Standorte im eigenen Land. Die ESA hat sich daher als operative Einrichtung, die konkrete Projekte umsetzt, bewährt. Die EU hat hierfür nicht die Strukturen so zu agieren. Allerdings finanziert auch die EU wichtige Raumfahrtprogramme, insbesondere Copernicus und Galileo.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Diskussion in unserem Forum verfolgt, wird die Diskussion um ESA/EU und Geo-Return kennen. Spätestens zur ESA-Ministerratskonferenz 2019 in Madrid wird man sich wieder ein Bild von der Effektivität machen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Thomas Jarzombek scheint rasche Entscheidungsfähigkeit ein zentrales Element der aktuellen Politik zu sein, jedenfalls zeigt er sich doch beeindruckt vom Handeln eines Elon Musk u.a.. In der Raumfahrtpolitik geht es auch um Wettbewerbsfähigkeit, also quasi die Kernkompetenz des Wirtschaftsministeriums. Er fordert nicht nur unternehmerisches Handeln, sondern will selbst eine Strategie entwickeln, wie für „New Space“ und Startups ein &#8222;Öko-System&#8220; geschaffen werden kann, um neue Akteure mit neuen Ideen und großer Geschwindigkeit zu gewinnen. Entsprechende Instrumente werden im Ministerium diskutiert. Missionsziel ist das Jahresende und es soll zusätzlich Kooperationen mit Frankreich geben. In Meseberg hatte man mit Frankreich auch die Wettbewerbsfähigkeit im Raumfahrtsektor diskutiert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082018204720_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082018204720_small_2.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
Buchcover &#8222;Europas Wege in den Weltraum&#8220; von 1989 
<br>
(Bild: privat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ist Elon Musk der Sputnik-Moment für mehr Innovation? Aktuell scheint das politisch mehr im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stattzufinden. In der Raumfahrt geht es um komplexe technische Projekte, Sicherheit und meist auch viel Geld, was den Sektor eher konservativ macht. &#8222;Geschwindigkeit&#8220; ist aber nicht nur für die Raumfahrt ein entscheidendes Element, vielleicht jetzt auch für die Politik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissen wollte ich auch, ob in Europa nicht auch ein bisschen mehr Transparenz über Raumfahrt möglich ist, wie in den USA/NASA, wo man in öffentlichen Kongress-Hearings, Berater-Boards und Security-Panels viele Informationen über laufende Aktivitäten als Interessierter mitbekommen kann. Europa scheint da zu sehr auf Schönwetter Raumfahrt ausgelegt zu sein &#8211; schöne Bilder/Erfolgsnews, aber zu wenig Aktuelles/Hintergrundinfos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr Jarzombek jedenfalls ist ein großer Verfechter der Open Data Policy und verspricht, den Hinweis aufzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5714.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Politik in Deutschland</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9380.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EU &#8211; Space Policy auf EU-Ebene</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15404.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2019</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13879.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">New Space Economy</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16244.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane &#8211; staatliche Garantien</a> </li><li> <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14434.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BREXIT und Raumfahrt</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wie-europaeische-raumfahrt-funktioniert/" data-wpel-link="internal">Wie europäische Raumfahrt funktioniert</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MELCO will in Japan Satellitenproduktion steigern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/melco-will-in-japan-satellitenproduktion-steigern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 15:59:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34188</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 6. Juni 2011 gab die japanische Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) bekannt, dass sie in neue Anlagen für Bau und Test von Satelliten investieren möchte, um die Einnahmen aus dem Satellitengeschäft bis 2021 zu verdoppeln. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO. Der erste für einen kommerziellen Satellitenbetreiber ins All transportierte Satellit, den die in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 6. Juni 2011 gab die japanische Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) bekannt, dass sie in neue Anlagen für Bau und Test von Satelliten investieren möchte, um die Einnahmen aus dem Satellitengeschäft bis 2021 zu verdoppeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09062011175956_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09062011175956_small_1.jpg" alt="MELCO" width="325" height="234"/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste für einen kommerziellen Satellitenbetreiber ins All transportierte Satellit, den die in der japanischen Hauptstadt ansässige MELCO gebaut hatte, ist der seit dem 20. Mai 2011 im Weltraum befindliche ST 2. Mit diesem für ein Jointventure aus der Singapore Telecommunications Ltd. (SingTel) und Taiwans Chunghwa Telecom gebauten Raumfahrzeug und einer Anzahl auf dem gleichen Satellitenbus basierenden früher gestarteten japanischen Kommunikations- und Technologiedemonstrationssatelliten betrachtet MELCO die DS2000-Plattform als ausreichend bewährt, um einen größeren Kundenkreis zu adressieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb soll das MELCO-Werk im rund 50 Kilometer südwestlich von Tokio gelegenen Kamakura mit dem Ziel der Reduzierung von Herstellungskosten und Lieferzeiten ausgebaut werden. 3 Milliarden Yen möchte MELCO aufwenden, um die Produktionsstätte, in der bis dato 18 Satelliten und zahlreiche Elektronikkomponenten für unbemannte Transportschiffe des Typs HTV hergestellt wurden, auf 7.700 Quadratmeter zu erweitern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09062011175956_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09062011175956_small_2.jpg" alt="MELCO" width="317" height="184"/></a><figcaption>
Die Fabrikerweiterung in Kamakura &#8211; Illustration 
<br>
(Bilder: MELCO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch wird es, so hofft man, möglich, die jährlichen Einnahmen bis März 2021 auf rund 150 Milliarden Yen, umgerechnet ca. 1,9 Milliarden US-Dollar, zu steigern. Das wäre dann etwa das Doppelte der aktuellen Jahreseinnahme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Einnahmeerwartungen begründet MELCO den beabsichtigten Ausbau der Produktionskapazitäten auch mit der 2009 verkündeten neuen japanischen Weltraumpolitik, die den Fokus auf kommerzielle und anwendungsorientierte Raumfahrzeuge legt, statt nur auf Forschungssatelliten. Außerdem geht es MELCO um Teilhabe an dem Geschäft, das bei der Deckung des weltweiten Jahresbedarfs von rund 20 Kommunikationssatelliten für den Geostationären Orbit gemacht werden kann. </p>
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		<title>SpaceX-Gründer bittet um Unterstützung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-gruender-bittet-um-unterstuetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 21:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtbereich]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elon Musk ruft angesichts einer in einem Gesetzentwurf des US-Repräsentatenhauses fast auf Null zusammengestrichenen staatlichen Unterstützung zur Entwicklung der privaten Raumfahrt um Hilfe. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceRef, SpaceX, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Während der Präsidentenentwurf noch 3,3 Milliarden US-Dollar bis 2013 vorsah, setzte der Handelsausschuss des Senats am 15. Juli, diese [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Elon Musk ruft angesichts einer in einem Gesetzentwurf des US-Repräsentatenhauses fast auf Null zusammengestrichenen staatlichen Unterstützung zur Entwicklung der privaten Raumfahrt um Hilfe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceRef, SpaceX, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-08-11-37495.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Präsidentenentwurf noch 3,3 Milliarden US-Dollar bis 2013 vorsah, setzte der Handelsausschuss des Senats am 15. Juli, diese Summe auf 1,3 Milliarden US-Dollar an. Im Repräsentatnehaus kursiert gar ein Vorschlag, diesen Batrag auf 150 Millionen US-Dollar zu reduzieren. Damit scheinen private Entwicklungen zur bemannten Raumfahrt aber praktisch unmöglich. Nun ruft SpaceX seine Anhänger dazu auf, ihre Kongressabgeordneten anzurufen und diese dazu aufzufordern, den Gesetzentwurf abzulehnen. 
<br>
&#8222;Wenn Sie sich um die Zukunft der amerikanischen Weltraumforschung sorgen, dann ist Ihre schnelle Hilfe erforderlich. Die einzige Hoffnung für den Durchschnittsbürger, eines Tages ins All zu reisen, ist durch Aktionen einiger Kongressmitglieder in Gefahr. SpaceX hat nicht die enorme Lobby-Unterstützung großer Vertragspartner der Regierung, diese zu stoppen, doch mit Ihrer Hilfe kann der Tag gerettet werden&#8220;, schreibt Elon Musk auf der Firmenwebsite von SpaceX. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Ermächtigungsgesetz der NASA (H.R. 5781) wird morgen auf dem Flur des US-Repräsentantenhauses debatiert. Ungeachtet der bevorstehenden Pensionierung des Space Shuttle genehmigt H.R. 5781 mehr als fünfmal so viele Steuergelder dafür, dass NASA-Astronauten mit russischen Sojus fliegen, als es in die Entwicklung einer amerikanischen, kommerziellen Alternative investiert und dies zu einer Zeit, zu der Jobs dringend in den USA gebraucht werden.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Vertreter anderer kommerzieller Unternehmen der Raumfahrtbranche hatten sich zuvor kritisch oder enttäuscht über den Entwurf geäußert. Selbst Mitarbeiter der NASA sind unzufrieden. Zwar sollen erneut größere Mittel für die Entwicklung eines NASA-Raumschiffes und einer Schwerlastrakete bereitgestellt werden, allerdings vergrößere sich dadurch die Zeit, in der die USA keinen eigenen bemannten Zugang zum All hätten. Außerdem könnten erneut nicht ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Ohne die staatliche Unterstützung über die NASA ist die Wahrscheinlichkeit aber groß, dass die Raumfahrtindustrie komplett davor zurückschreckt, in kommerziellen Personentransport zu investieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3407.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Commercial Resupply Services</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6211.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kommerzielle bemannte Raumfahrt zur ISS?</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Auf zum Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/auf-zum-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondmission]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit seiner Ankündigung vom Januar 2004 der NASA, das Budget für die Errichtung einer Basis auf dem Mond zu Verfügung zu stellen, hat US Präsident George W. Bush, damals wohl ungewollt, den Startschuss für ein erneutes Weltraumrennen gegeben. Autor: Markus Rösken. Der Mond wurde seit 1972 mit Apollo 17 nicht mehr von Menschen betreten, da [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit seiner Ankündigung vom Januar 2004 der NASA, das Budget für die Errichtung einer Basis auf dem Mond zu Verfügung zu stellen, hat US Präsident George W. Bush, damals wohl ungewollt, den Startschuss für ein erneutes Weltraumrennen gegeben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Markus Rösken</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mond wurde seit 1972 mit <a href="https://www.raumfahrer.net/apollo-12-17/" data-wpel-link="internal">Apollo 17</a> nicht mehr von Menschen betreten, da der wissenschaftliche und kommerzielle Nutzen fragwürdig war. Heute, über dreißig Jahre nach dieser letzten Mondlandung haben sich die technischen und politischen Möglichkeiten einer Rückkehr zum Mond allerdings drastisch verändert. Durch die Ausbreitung der Raketen- und Satellitentechnik ist auch die Weltraumfahrt zum Thema globaler Politik und finanziellen Konkurrenzdrucks geworden. Die Tatsache, dass die Risiken und finanziellen Erfordernisse außergewöhnlich hoch und die Gewinne fragwürdig sind, bleibt auch heute noch bestehen, allerdings haben sich die Anwendungs- und Forschungsbereiche vervielfältigt. War ein Raketenstart in den 70er Jahren noch High-End Technologie, ist er heute beinahe zur Durchschnittsfähigkeit eines Industriestaates geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine Rückkehr zum Mond gibt es einige Argumente, die einzeln gesehen vielleicht bedenklich sind, in der Summe aber menschheitsgeschichtlich revolutionären Charakter besitzen. Zum einen ist der Mond bis heute noch relativ unbekannt. Sowohl die Zusammensetzung und die planetologischen Bedingungen sind beispielsweise beim Mars bereits viel besser erforscht. Auch wenn die Erkenntnisse über den Mond in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, gibt es noch viel über ihn zu lernen. Unser gegenwärtiges Wissen des Mondes stammt teilweise noch von den bei den Apollo Missionen zurückgelassenen Seismometern und den Kartographierungen der Lunar- und Clementinesonden. Über die genaue innere Struktur des Mondes, die Mondgeschichte oder eventuelle Rohstoffquellen ist noch zu wenig bekannt um bereits weitere Schritte zu planen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mond2018_01.jpg" alt=""/><figcaption>Rückkehr zum Mond<br>(Bild: NASA/John Frassanito and Associates)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben stellt die von den USA vorgeschlagene Mondbasis auch einen großen Schritt für eine bemannte Mission zum Mars dar. Auf dem Mond können Versuche unter ähnlichen Bedingungen wie auf unserem Nachbarplaneten durchgeführt werden, allerdings mit relativ größerer Sicherheit für die Astronauten. Die für Marslandungen vorgesehenen Ausrüstungsgegenstände und die nötige Infrastruktur kann hier getestet werden, um die erste extra-terrestrische Basis zu errichten. Auch was die wissenschaftliche Beobachtung und Erforschung des Weltalls betrifft bietet eine Mondbasis ebenfalls interessante Alternativen gegenüber geostationären Satelliten oder gar erdgebundener Astronomie. Da der Mond über keine nennenswerte Atmosphäre verfügt, ist ein ungehinderter Blick in die Tiefen des Alls möglich. Dadurch würden teure und schwer zu wartende Satelliten wie das Hubble Weltraumteleskop obsolet, da die optischen Qualitäten durch die stationäre Lage und die manuelle Bedienung die geringen atmosphärischen Störungen des Mondes mehr als wettmachen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was einen erneuten Wettlauf zum Mond und danach, als Fernziel, zum Mars so interessant macht, sind die vielfältigen Interessensgebiete, die ein solches Projekt abdecken könnte und die von einer einzigen Nation kaum zu bewältigen sind. In diesem Sinne bilden sich bereits heute Interessensgemeinschaften sehr unterschiedlicher Art und Größe. Erfahrung in der Weltraumindustrie spielt dabei ebenso eine Rolle wie finanzielle Liquidität, nationale Mobilmachung und Prestige. Noch stehen die Programme am Anfang und definitive Zusagen wurden bisher wenig gemacht. Ob die Kooperation der USA und Russlands dabei fortgesetzt wird, oder ob sich interessante neue Partner finden lassen, lässt sich heute noch nicht mit Gewissheit sagen. In den vergangenen Jahren sind immer wieder Zusagen einzelner Weltraumbehörden aufgetaucht, keine davon jedoch war verbindlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So bildet sich deutlich eine enge Zusammenarbeit zwischen Russland und China an. Die Beiden Länder planen im Oktober 2009 eine gemeinsame Marsmission. Dabei soll eine russische Trägerrakete eine kleine chinesische Marssonde und ein russisches Marslandegerät mit Namen „Phobos Explorer“ in den Weltraum <a href="https://de.wikinews.org/wiki/China_und_Russland_konkretisieren_gemeinsame_Marsmission" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">transportieren</a>. Die chinesische Sonde hat die Aufgabe, den Mars zu umrunden, während das Landgerät der Russen auf dem Mond Phobos landen soll, um dort Bodenproben zu entnehmen. Das Landegerät ist mit Geräten ausgestattet, die von der Hong Kong Polytechnic University entwickelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch kleine weltraumfahrende Nationen wie Deutschland haben mit Sonden und Mondlandeeinheiten ihren Willen für ehrgeizige Projekte deklariert. Während die unmittelbaren Anstrengungen dabei variieren, sind die Fernziele jedoch auf das Selbe ausgerichtet: Eine permanente Präsenz der Menschen im All. Was sich wie Science Fiction anhört, ist eigentlich schon Teil unserer Welt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mare_Imbrium-Apollo17.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mare_Imbrium-Apollo17_kl.jpg" alt="" width="387" height="347"/></a><figcaption>Mare Imbrium und Kopernikus Krater: Wem gehört der Mond?<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Unterschied, den das neue Weltraumrennen vom alten unterscheidet, ist die politische Motivation. War der Wettlauf der 60er Jahre noch im Rahmen des kalten Kriegs entstanden und teilte sich den Etat mit den Militärs, so haben die neuen Bestrebungen einen weit größeren wissenschaftlichen Charakter. Auch wenn ein erneuter Wettlauf zum Mond sicherlich nicht aus der rein humanistischen Motivation gestartet wurde, die Menschheit an sich zu verbessern, sondern um technologische Vormachtstellung und militärischen Vorsprung zu sichern, so bieten die vielfältigen Möglichkeiten vor allem durch die globale Weiterverbreitung der Raketen- und Satellitentechnik jedem Weltraumprogramm individuelle Aufgaben an. Wie das weltweit größte technische Projekt der Welt, die ISS, gezeigt hat, sind solche Leistungen kaum von einem Land alleine zu bewältigen und führen unweigerlich zu einer internationalen Kooperation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sind die neuen Bündnisse allerdings noch lange nicht festgelegt. Ob die USA und Russland erneut zusammen arbeiten werden ist mehr als fraglich. Vor allem, da die neuen Bemühungen im All nicht allein technischer Natur sind, wie noch bei der ISS, sondern konkrete strategische Bedeutung haben. Der deutsche Bundestagsabgeordnete Kurt Rossmanith hat es im März 2007 als erster ausgesprochen. Er sagte dem Magazin &#8222;Bericht aus Berlin&#8220;, die Regierung wisse, dass sehr viele Ressourcen auf dem Mond zu finden seien. &#8222;Und da müssen wir uns &#8211; um das mal sehr flapsig auszudrücken &#8211; auch einen entsprechenden Claim mit abstecken.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Claim abstecken. Das ist wohl auch genau das, wozu die großen Weltraumprogramme den erneuten Start zum Mond planen. Doch ist das überhaupt möglich? Gibt es rechtliche Grenzen für ein solches vorhaben? Ist der Mond nicht „unbesitzbar“ oder anders herum gefragt: Ist er nicht allgemeiner Besitz aller Menschen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So fanden z.B. bis 1962 Nuklearwaffentests beider Länder auch im Weltraum statt. Im selben Zeitraum entwickelte sich aber auch die friedliche Nutzung des Weltraums zu einem zentralen Gegenstand rechtlicher Regulierungsbemühungen auf internationaler Ebene. Bereits 1959 folgte die Einrichtung eines „Ad Hoc Commitee on the Peaceful Uses of Outer Space“ (COPUOS) der Vereinten Nationen, das bald in einen ständigen Ausschuss umgewandelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der wichtigsten rechtlichen Regelungen ist bis heute der <a href="https://www.unoosa.org/pdf/publications/STSPACE11E.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weltraumvertrag&nbsp;von&nbsp;1967</a> („Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper“) sowie vier weitere internationale Verträge, nämlich</p>



<ol class="wp-block-list"><li>das „Übereinkommen über die Rettung und Rückführung sowie die Rückführung von in den Weltraum gestarteten Gegenständen“ (Weltraumrettungsabkommen) vom 22. April 1968, welches zur Rettung von in Not geratenen Astronauten und zur Rückgabe von Raumschiffen verpflichtet.</li><li>Das „Übereinkommen über die völkerrechtliche Haftung für Schäden durch Weltraumgegenstände“ (Weltraumhaftungsabkommen) vom 29. März 1972, welches Besitzer von Weltraumobjekten verpflichtet, für alle durch diese verursachten Schäden aufzukommen.</li><li>Das „Übereinkommen über die Registrierung von in den Weltraum gestarteten Gegenständen“ (Registrierungsübereinkommen) vom 14. Januar 1975, welches ein Mindestmaß an Informationen über jeden Weltraumstart fordert sowie</li><li>das „Übereinkommen zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten auf dem Mond und anderen Himmelskörpern“ (MV, Mondvertrag) vom 18. Dezember 1979, welches den Mond und seine Naturschätze als „common heritage of mankind“, als gemeinsames Erbe der Menschheit, das keiner nationalen Aneignung unterliegen darf bezeichnet. Der Vertrag enthält zudem ein Totalverbot von Waffen auf den Himmelskörpern.</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäß dem Weltraumvertrag ist der Weltraum ein hoheitsfreier Gemeinschaftsraum, dessen Erforschung und Nutzung im Interesse und zum Vorteil aller Staaten zu friedlichen Zwecken erfolgen muss. Das Weltall wird zur „province of all mankind“ erklärt (<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/spacelaw/treaties/introouterspacetreaty.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Outer Space Treaty</a>, Artikel 1). Mit dem Weltraumvertrag soll eine Aneignung von astronomischen Körpern wie Asteroiden, Monde oder Planeten durch einzelne Gruppen verhindert werden.<br><br>Außerdem werden durch den Weltraumvertrag militärische Einrichtungen auf Himmelskörpern sowie die Stationierung von Massenvernichtungswaffen im Weltraum verboten. Da das Stationierungsverbot lediglich für Massenvernichtungswaffen gilt, dürfen die Vertragsparteien auf der Erde Massenvernichtungswaffen für den Einsatz im Weltraum entwickeln sowie konventionelle Waffen im Weltraum stationieren. Ein generelles Verbot für Massenvernichtungswaffen im All wäre natürlich sinnvoll, wäre aber niemals unterzeichnet worden, da Interkontinentalraketen zwangsläufig durch den Weltraum reisen, da sie in jedem Fall Höhen von mehr als 100 km erreichen.<br><br>Obwohl diese Verträge bis heute die einzige internationale Regelung für juristische Weltraumprobleme sind, gelten die meisten von ihnen als gescheitert, da vor allem die großen Nationen die Verträge nicht unterschrieben oder ratifiziert haben. Vor allem der Mondvertrag, der den Schutz der natürlichen Ressourcen des Mondes sichern sollte, wurde von nur 16 Staaten unterschrieben und davon von nur 12 ratifiziert. Von den Unterzeichnernationen stellte nur Belgien zu dem Zeitpunkt Raumfahrer. Da keine der Unterzeichnernationen den Weltraum bereist, ist der Vertrag sinngemäß wertlos. Vor allem die USA sperrten sich gegen den Vertag, da sie ihr Recht auf Profit und Ressourcen gefährdet sahen.<br><br>Ein grundsätzliches Problem der Weltraumverträge scheint vor allem die Unvereinbarkeit des Denkens in Staatsgrenzen und des keine-Grenzen-kennenden-Weltraums zu sein. Probleme, die Umweltfragen betreffen, kennen keine politischen Grenzen, sondern haben globale Bedeutung. Der Gedanke, den Weltraum zu nutzen, um mehr über die Erde zu erfahren hat international große Unterstützung erfahren und ist zudem auch ein Katalysator für andere internationale Zusammenarbeiten geworden.<br><br>Ein weiteres Problem der Militarisierung des Alls spielt auch die Definition des Begriffs „friedliche Nutzung des Weltraums“. Der Begriff ist ungenau definiert, da er einerseits als „nicht aggressiv“, andererseits als „nicht militärisch“ ausgelegt werden kann. Vor allem die Frage nach Satelliten und Objekten im Weltall, die indirekt Einfluss auf militärische Operationen am Boden nehmen, wie beispielsweise Spionagesatelliten, oder Satelliten mit denen Zielgenauigkeit und Treffsicherheit von Waffen verbessert werden, wird unterschiedlich beantwortet. Die meisten Länder bekennen sich zu einer nicht militärischen Interpretation des Begriffs, doch rein rechtlich herrscht hier Anarchie, da es keine globale Kontrollinstanz für Aktionen außerhalb des Hoheitsgebiets der Erde gibt.<br><br>Vor allem die USA setzen in ihrer Weltraumpolitik vermehrt auf eine Militarisierung des Alls. Schon früh wehrten sich die Staaten gegen Kontrollen und Beschränkungen ihrer Weltraumpolitik. In der neuen „Nationalen Weltraumpolitik“ vom Oktober 2006 gehen die USA sogar noch einen Schritt weiter und lehnen künftig alle Rüstungskontrollabkommen ab, die der Bewegungsfreiheit der USA im All schaden könnten. Nationen, die sich nicht amerikanischen Interessen gemäß verhielten, werde der Zugang zum All versperrt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;The United States considers space capabilites – including the ground and space segements and supporting links – vital to its national interests. Consistent with this policy, the United States will: preserve its rights, capabilities, and freedom of action in space; dissuade or deter others from either impeding those rights or developing capabilities to do so; take actions necessary to protect its space capabilities; respond to interference; and deny, if necessary, adversaries the use of space capabilies hostile to U.S. national interest; The United States will oppose the development of new legal regimes or other restrictions that seek to prohibit or limit U.S. access to or use of space. Proposed arms control agreements or restrictions must not impair the rights of the United States to conduct research, development, testing, and operations or other activities for U.S. national interest; […]&#8220;<br><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/03/national-space-policy-2006.pdf" data-wpel-link="internal">Kapitel 2 „Principles“</a></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne ist eine Neuregelung der bestehenden rechtlichen Verhältnisse notwendig, die in der Lage ist, nach den völkerrechtlichen Grundsätzen eine juristische Grundlage zu schaffen, um weiterem Missbrauch der Technik entgegenzutreten.<br>In Sachen militärischer Nutzung des Alls wird aber auch von Seiten Chinas mit dem Säbel gerasselt. So zum Beispiel als das Land am 12 Januar 2007 probeweise einen eigenen, ausrangierten Satelliten abschoss und so ebenfalls seine militärische Bereitschaft <a href="/china-testet-weltraumwaffe-2/" data-wpel-link="internal">demonstrierte</a>. Langfristig ist die Frage, ob sich überhaupt noch eine Unterteilung in zivile und militärische Nutzbarkeit der Raumfahrt treffen lässt. Die dual-use Kapazität von Raumfahrtprogrammen lässt sich auch durch verschiedene Auslegungen oder Interpretationen nicht verleugnen. Der damalige NASA Administrator Webb ließ 1965 bereits die Unterscheidung von „friedlichen“ und „militärischen“ Weltraumaktivitäten gänzlich aus dem Vokabular de NASA streichen. Auch militärische Aktivitäten im All können vollkommen friedlich genutzt werden, hieß es da. Die Unterscheidung liege also zwischen „friedlich“ und „aggressiv“ (Werth, 2006: S. 94).</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>EU kann der ESA aus der Krise helfen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eu-kann-der-esa-aus-der-krise-helfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jan 2003 20:24:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[GMES]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Union plant, sich in der Raumfahrt in Zusammenarbeit mit der ESA mehr zu engagieren. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Am Mittwoch hat der für die Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin in Brüssel das Grünbuch zur Weltraumpolitik der EU vorgestellt. In diesem gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erarbeiteten Dokument werden die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eu-kann-der-esa-aus-der-krise-helfen/" data-wpel-link="internal">EU kann der ESA aus der Krise helfen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Union plant, sich in der Raumfahrt in Zusammenarbeit mit der ESA mehr zu engagieren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_1.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch hat der für die Forschung zuständige EU-Kommissar Philippe Busquin in Brüssel das Grünbuch zur Weltraumpolitik der EU vorgestellt. In diesem gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) erarbeiteten Dokument werden die Stärken und Schwächen Europas in diesem Bereich unter die Lupe genommen.  &nbsp;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bericht, der den Ausgangspunkt einer breit angelegten Debatte darstellt, geht auf Schlüsselfragen wie den eigenständigen Zugang der EU zum Weltraum, die weltraumwissenschaftliche Fachkompetenz, die industrielle und technologische Basis, die betroffenen Märkte, die Beschäftigten des Sektors, den rechtlichen und institutionellen Rahmen, die internationale Zusammenarbeit sowie Umwelt- und Sicherheitsaspekte ein. Mit dem Grünbuch soll eine Debatte angestoßen werden, die alle Akteure &#8211; nationale und internationale Organisationen, die Raumfahrtindustrie und die Nutzer in der EU, die Wissenschaft und die Bürger &#8211; mit einbezieht. Die Konsultation soll dazu beitragen, auf die sich im Zusammenhang mit der Raumfahrt stellenden Herausforderungen in bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit eine geeignete Reaktion der EU festzulegen, die zu einem späteren Zeitpunkt in einem Weißbuch genauer erläutert werden soll. ESA-Generaldirektor Antonio Rodotà und Kommissar Philippe Busquin werden das Grünbuch am Montag, den 27. Januar um 11.00 Uhr in Brüssel offiziell der Presse vorstellen.  &nbsp;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_2.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gestützt auf Jahrzehnte erfolgreicher Weltraumforschung und insbesondere dank der Anstrengungen der ESA hat Europa in der Weltraumtechnik ein hohes Maß an Eigenständigkeit erreicht und ist heute ein führender Akteur in der Raumfahrt.  Europäische Satelliten, die mit europäischen Trägern gestartet werden, bieten Unternehmen, Behörden und Privatpersonen Dienste wie Fernsehrundfunk, fortschrittliche Telekommunikation, nachhaltigere Verkehrskapazität und Mobilität, kurz- und mittelfristige Wettervorhersagen, die Überwachung des Klimawandels und die Fähigkeit, schneller auf Naturkatastrophen zu reagieren.  Die Anwendungen der Weltraumtechnik, Nährboden für bahnbrechende Forschung und Innovation in der wissensbasierten Gesellschaft, fördern das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen. In Bereichen wie Raumordnung, Landwirtschaft und Fischerei, nachhaltiger Verkehr, Zivilschutz und Reaktion auf Notfälle tragen sie zur Erschließung neuer Märkte für die Unternehmen bei und sind für die europäischen Bürger von großem Nutzen.  &nbsp;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Satellitennavigationssystem Galileo hat einige Verzögerungen erfahren. Jedoch sind die ESA und die Kommission zuversichtlich, daß die noch offenen Fragen geklärt werden können, so daß das Vorhaben wie geplant zur Durchführung gebracht werden kann.  
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Während der zurückliegenden Jahrzehnte wurde die Verantwortung für die Weltraumpolitik über die ESA auf zwischenstaatlicher Ebene und über die nationalen Raumfahrtagenturen und andere nationale Stellen auf einzelstaatlicher Ebene wahrgenommen. Die ESA spielt mit ihrem einzigartigen Fachwissen eine führende Koordinierungsrolle in Europas erfolgreichen Bemühungen, seine industrielle Basis zu konsolidieren und technologisch unabhängig zu werden. Dank der von der ESA aufgebauten europäischen Kapazitäten im Träger- und im Raumfahrzeugbereich ist Europa heute einer der weltweit wichtigsten Akteure auf einem hart umkämpften Markt.  
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Der Weltraum ist eine wesentliche Komponente bei der Verwirklichung der europäischen Ziele und Politiken vor allem für nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz, Verkehr und Mobilität und die Informationsgesellschaft geworden. Weltraumtechnische Anwendungen bieten außerdem Antworten auf die sich abzeichnenden Sicherheitsanforderungen mit sowohl zivilen als auch Verteidigungsaspekten, die in der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU (GASP) und der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) behandelt werden.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23012003212426_small_3.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Galileo-Projekt und die GMES-Initiative (Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung) verdeutlichen diesen neuen Ansatz und unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten Rolle der Union im Raumfahrtbereich. Sie zeigen auch, wie die von der ESA erzielten industriellen und technologischen Erfolge durch gemeinsame Weltraumvorhaben maximiert werden können.  Es ist daher folgerichtig, die Möglichkeit der Einbeziehung der Raumfahrt in den Zuständigkeitsbereich der Union ins Auge zu fassen. Damit könnte die Ausarbeitung eines Weltraumprogramms in Angriff genommen werden, das ein wirksames Vorgehen der EU in diesem Bereich einschließlich einer breiten Palette neuer Anwendungen für die Industrie und die Bürger ermöglicht.     </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konsultation</strong>
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Das Grünbuch soll deshalb eine eingehende Debatte mit allen Beteiligten in Gang setzen. Es soll das allgemeine Bewußtsein der strategischen Bedeutung des Weltraums und der Weltraumpolitik für die Union und ihre Bürger steigern, zur Klärung konsensfähiger Bereiche beitragen und konkrete Antworten auf Fragen wie Zugang, Finanzierung und institutionelle Regelungen finden helfen.  Die Konsultation läuft vom 22. Januar bis 30. Mai 2003. Sie wird von der Gemeinsamen Task Force der Kommission und der ESA für Raumfahrtfragen geleitet, die zur Förderung der Debatte eine Reihe von Seminaren, Arbeitstagungen und Anhörungen in ganz Europa veranstalten wird. Diskussionsbeiträge können auch on-line über ein eigens eingerichtetes Web-Forum eingereicht werden. Auf der Grundlage der Stellungnahmen aller Beteiligten will die Kommission dann ein Weißbuch verfassen, das konkrete Vorschläge in Form eines Aktionsplans enthalten und noch dieses Jahr veröffentlicht werden soll.</p>
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