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	<title>Film &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Film &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der_astronaut_filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck. Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch. Vorspiel Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch.</p>





<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kino5TitelKarte-1.png" alt="" class="wp-image-151204"/><figcaption class="wp-element-caption">Eintrittskarten zu &#8222;Der Astronaut&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorspiel</strong><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus dem Jahre 2021. (Wir gaben dazu zu Weihnachten eine Buchempfehlung.) Und ja, das ist genau der Andy Weir, dessen erster Roman, verfilmt als „Der Marsianer“, grandios vor zehneinhalb Jahren in unseren Kinos brillierte. Eine lange Zeit. Insofern waren die Erwartungen an diesen neuen Weir sehr hoch geschraubt. Die ab Ende 2025 präsentierten Trailer ließen einen neugierig werden. Speziell, wenn man die Buchvorlage zuvor gelesen hatte. Jetzt vor dem offiziellen Kinostart war die Neugier bei mir etwas verflogen. Warum? Bei Wikipedia konnte man nicht nur die ganze Romangeschichte detailliert nachlesen, auch zum Film wird vorab sehr viel verraten. Auch habe ich es selten erlebt, dass vor einem Kinostart so viel „Review“ im Netz zu erfahren war. Bei YouTube stolperte man laufend über Beiträge, die Alles schon gesehen hatten und euphorisch nur so sprudelten. Ein Hype, der einen schon wieder misstrauisch macht. Manchmal wurde sogar vom „Film des Jahres“ gesprochen. Die Story selbst kann man komprimiert so darstellen: Sonne stirbt. Menschheit ist bedroht. Lehrer-Astronaut wird los geschickt um Gegenmittel zu finden und trifft einen steinigen Außerirdischen, der das selbe Problem hat. Beide werden dicke Freunde und lösen das Problem. Ende gut. Oder noch kürzer: „Grace und Rocky retten Sterne.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas ausführlicheres zur Geschichte vorab möchte ich nicht verraten. Wer will, findet alles mit zwei Klicks. Ich versuchte das Alles auszublenden und bin voller Vorfreude in die Preview am Sonntag in eins der schönsten Kinos in Berlin gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hauptfilm</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst war ich doch sehr überrascht. Der Kinosaal war fast bist zum letzten Platz besetzt. So etwas erlebt man nicht jeden Abend. Nach über zweieinhalb Stunden Film stand das erste Resümee fest: Der Streifen ist super bunt, super lang, witzig und sehr unterhaltsam… Aber wirklich gut? Mein Gesamturteil: Guter Film. Empfehlenswert. Aber der große Wurf ist es nicht! Aber warum? Woran lag es? Man ist zunächst ratlos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ursachenforschung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wurzel des vermeidlichen Übels liegen in der Romanvorlage selber und der daraus folgenden, nicht gelungenen Umsetzung im Drehbuch. Andy Weir hat einen überaus wissenschaftlich komplexe Geschichte geschrieben, die ohne ausführliche Erläuterung der Sachverhalte und Zusammenhänge nicht ganz zu verstehen wäre. Viel wissenschaftliche Theorie also, die man in einem Roman mit ca. 560 Seiten, oder einem Hörbuch mit 15,5 Stunden Länge gut unter bringen kann. Auch muss der Leser ein gewisses Interesse an derlei Lesekost mitbringen, was bei einem unvorbereiteten Kinozuschauer nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann. Also wurde im Drehbuch sehr viele „wissenschaftliche Erläuterung“ und vieles andere herausgestrichen und vermeindlicher Ballast abgeworfen. Trotzdem war der Film mit 157 Minuten nur 12 Minuten kürzer als Interstellar und immer noch viel zu lang. Durch den Verzicht auf die herausgeschnittenen Erklärungen wurde die Gesamtstory teilweise unschlüssig. Der Zuschauer musste sich vieles selber zusammen reimen, was stark nervte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschwerend kommt hinzu das der Handlungsstrang ständig mit Rückblendungen arbeitet. Übrigens wie in der Buchvorlage. Beim „Marsianer“ war die Erzählweise linear. Alles geschah hinter einander. Im „Astronaut“ wird in verschiedenen Zeitebenen ständig hin und her geschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch vergab der Film die Chance, einige Charaktere etwas tiefgreifender zu zeichnen. Wer ahnt den schon, das die Figur der Eva Stratt zu dem Zeitpunkt eine der mächtigsten Personen der Welt ist, der alle anderen Mächte zuarbeiten? Geld und Ressourcen spielen keine Rolle. Ob es Milliarden oder Billionen sind. Es geht ja schließlich um das Überleben der Menschheit. Im Buch gibt es eine Stelle, wo Stratt sinniert, dass wenn das alles mal vorbei ist, sie bestimmt wegen Kompetenzüberschreitung und Geldverschwendung angeklagt wird. Ihr Job kennt keinen Ruhm. Egal wie das Projekt ausgeht. Aber einer muss es eben durchziehen. Die Rolle ist brillant mit Sandra Hüller besetzt, die wir erst vor Kurzem auf der Berlinale in Berlin bewundern konnten. Hüller gibt der Figur genau die Mischung von Kühle, Rationalität, aber auch Brutalität. Leider ist sie in den Grenzen des Drehbuches gefangen. Hüller erscheint hier direkt unterfordert. Nebenbei: Einmal zuckte ich zusammen, als Stratt (Hüller) im Film sagte, sie habe in einem Kinderchor in Ostdeutschland gesungen. Wie es dieser Satz in ein US-amerikanisches Drehbuch geschafft hat, war bemerkenswert. Auch andere Personen hätte man weiter ausbauen können. So auch die Figur der Russin Ilyuchina. Aber „Russland“ beschränkte sich hauptsächlich auf Wodka. Die in der Buchvorlage stehenden Orlan-Raumanzüge wichen einer etwas bequemeren und bunteren Filmumsetzung. Die Handlungsorte im Buch, wie Baikonur oder die Figur des Russischen Wachmannes blieben unerwähnt, bzw. wurden umgedeutet. Man erinnere sich: Das Buch ist von 2021. Ja, man hätte noch so viel mehr machen können. Aber dann wäre der Film noch länger geworden. Oder man hätte die Monologe von Ryan Gosling und Szenen mit seinem Partner Rocky kürzen können. Gosling führt ja ständig Selbstgespräche mit viel Witz, der zwischen Zynismus und Verzweiflung hin und her schwankt. Für meinen Geschmack wäre manchmal etwas weniger Witz mehr gewesen. Aber das deckt dann wieder die Mängel am Handlungsstrang zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selber hätte ja lieber einen Mehrteiler gesehen, weil man nach meiner ersten Einschätzung die Buchgeschichte, ohne sie arg zu beschneiden, nicht in einen Kinofilm quetschen kann. Eine Miniserie wäre toll gewesen. Aber dann wären die bunten, bildgewaltigen Weltraumaufnahmen für die ganz große Kinoleinwand nicht zur Geltung gekommen. Wie man es dreht, es ist halt kompliziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gab es ja noch den mit viel Vorschusslob getriebenen Superstar Ryan Gosling. Gosling trägt als One-Man-Show einen Großteil des Filmes. Und ja, das Lob ist völlig berechtigt. Einfach ein großartiger Schauspieler. Aber auch er konnte das Drehbuch nicht retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend wird es, wenn einmal die dazugehörigen Making-of-Produktionen veröffentlicht werden. Der Außerirdische Rocky soll nicht im Computer, sondern als Puppe direkt mit Gosling agiert haben. Hier zeichnet James Ortiz verantwortlich. Ich bin gespannt, wie das gemacht worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Film unübersehbare Defizite aufweist, ist er ein unterhaltendes Kinoerlebnis. Und er ist eine gute Geschichte voller Freundschaft und zutiefst humanistisch. Das muss hier unbedingt betont werden. Vielleicht muss man den Film mehrmals sehen, um die speziellen Besonderheiten zu erkennen. Vielleicht wird er einmal Kult. Für mich war das eine erste, schnelle, nicht abschließende persönliche Einschätzung. Andere Zuschauer mögen das ruhig anders sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass_300x400.jpg" alt="" style="aspect-ratio:0.7500000266141679;width:262px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kinoplakat mit Ryan Gosling in &#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer zuvor sich durch die Romanvorlage gekämpft hat, kann der Handlung besser folgen. Vielleicht hilft auch schon die Inhaltsbeschreibung des Romans (nicht des Films) bei Wikipedia. Wer ohne jegliche „Vorkenntnisse“ hier ins Kino geht, der lasse den Film auf sich wirken ohne nachzufragen, warum das gerade so ist und warum denn das so und nicht anders passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur noch zu sagen: Auf ins Kino und sich selber ein Bild machen. Es lohnt sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Nachsatz</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es tauchte die Frage auf, warum wir hier keine Bilder vom Film zeigen. Wir hatten schon vor Wochen nach Film-Fotos und einer Presse-Preview (Die Preview noch vor der Preview) bei SONY-PICTURES angefragt. Bedauerlicherweise bekamen wir keine Antwort.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Kino: Der Mann, der nie im All war</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kino-der-mann-der-nie-im-all-war/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Nov 2023 08:55:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Tom Lemke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Tasillo hat davon geträumt Kosmonaut zu werden. Er ist es nicht geworden aber er hat über 100.000 Dinge über die Raumfahrt gesammelt. Damit steht er sogar im Guinnessbuch der Rekorde. Er möchte sein Lebenswerk den kommenden Generationen übergeben … Quelle: Rotzfrech Cinema, mit freundlicher Genehmigung 15. November 2023. … muss aber schon bald erkennen, dass [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">„Tasillo hat davon geträumt Kosmonaut zu werden. Er ist es nicht geworden aber er hat über 100.000 Dinge über die Raumfahrt gesammelt. Damit steht er sogar im Guinnessbuch der Rekorde. Er möchte sein Lebenswerk den kommenden Generationen übergeben …</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Rotzfrech Cinema, mit freundlicher Genehmigung 15. November 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">… muss aber schon bald erkennen, dass im großen „Museum der Menschheit“ nicht für jeden Platz ist. Was ist das also für ein Leben, wenn am Ende alles in der Tonne landet?<br>Vielleicht genau das Richtige!“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_10_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Man sieht den älteren Protagonisten in einem blauen Astronautenoverall an einem Tisch mit blauer Tischdecke sitzend ein Stück Obst essen. Der Boden ist gefliest, der Raum sieht nach Küche oder Esszimmer aus. Links im Hintergrund steht eine lebensgroße Figur mit einem angedeuteten Raumanzug, daneben eine lebensgroße Puppe mit wäremeregulierender Raumfahrerunterwäsche. Rechts sind in einer Vitrine bis zur Decke Raumfahrt-Devotionalien ausgestellt." data-rl_caption="" title="Man sieht den älteren Protagonisten in einem blauen Astronautenoverall an einem Tisch mit blauer Tischdecke sitzend ein Stück Obst essen. Der Boden ist gefliest, der Raum sieht nach Küche oder Esszimmer aus. Links im Hintergrund steht eine lebensgroße Figur mit einem angedeuteten Raumanzug, daneben eine lebensgroße Puppe mit wäremeregulierender Raumfahrerunterwäsche. Rechts sind in einer Vitrine bis zur Decke Raumfahrt-Devotionalien ausgestellt." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_10_26.jpg" alt="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" class="wp-image-133634"/></a><figcaption class="wp-element-caption">(Quelle: Rotzfrech Cinema)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann, der nie im All war. Dieser Mann, das ist Tasillo. Er lebt und arbeitet in Mittweida, eine kleine Stadt in Sachsen. <br>Tasillo hat hier, in einem unscheinbaren Haus etwas entstehen lassen, was einmalig ist, für die Stadt, die Region und weit darüber hinaus: die größte private Raumfahrtsammlung der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann, der nie im All war, er lebt für seine Welt, die Raumfahrt, das Weltall, das Universum. Sein Herz schlägt genau dafür, und zwar unendlich stark und engagiert. Jeden Moment seines Lebens widmet er seiner Leidenschaft; glücklich und zufrieden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_03_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-rl_caption="" title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_03_26.jpg" alt="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" class="wp-image-133630"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kosmodrom Baikonur. (Quelle: Rotzfrech Cinema)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">100.000 Exponate hat er über viele Jahrzehnte zusammengetragen. Zu jedem Handschuh und Helm, zu den vielen Fotos, Unterschriften, Raketen und Bauteilen gibt es eine Geschichte; und Tasillo kann sie erzählen, denn es ist auch immer seine Geschichte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_06_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-rl_caption="" title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Der_Mann_der_nie_im_All_war_stills_06_26.jpg" alt="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" class="wp-image-133632"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Tasillo Römisch in seiner Werkstatt im  Raumfahrtmuseum Mittweida. (Quelle: Rotzfrech Cinema)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was passiert, wenn er geht? Mit 67 Jahren möchte er sein Lebenswerk übergeben, doch seine Heimstadt Mittweida kann mit der Sammlung wenig anfangen. Und so beginnt seine Reise, um für seine Sammlung und seine Lebensgeschichte ein neues Zuhause zu finden und um sein Erlebtes festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tom Lemke hat Tasillo einige Jahre auf dieser Reise begleitet. Mit langen Einstellungen und einer Bildästhetik, die der sowjetischen Raumfahrt schmeichelt, portraitiert er einen Menschen, der zielstrebig seiner Idee nachgeht aber gleichzeitig die Leidenschaft für die Raumfahrt immer noch mit fast kindlicher Neugier und Freude durch sein Leben trägt. <br>Eine Geschichte über die Kraft von Träumen und darüber wie schwer es mitunter ist, seine eigenen Geschichten festzuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Der Mann, der nie im All war</strong><br>präsentiert von Rotzfrech Cinema (D, 94 Minuten, 2023)<br>Buch &amp; Regie: Tom Lemke</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Filmpremiere</strong><br>Filmbühne Mittweida<br>Mittwoch, 29. November 2023<br>Einlass: 19:00 Uhr<br>Beginn: 20:00 Uhr<br>Ende: 21:30 Uhr<br>In Anwesenheit des Regisseurs Tom Lemke und des Hauptprotagonisten Tasillo Römisch, im Anschluss Filmgespräch.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DMDNIAW_DINA2_420X594_V1_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-rl_caption="" title="(Quelle: Rotzfrech Cinema)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="366" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DMDNIAW_DINA2_420X594_V1_26.jpg" alt="" class="wp-image-133636" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DMDNIAW_DINA2_420X594_V1_26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DMDNIAW_DINA2_420X594_V1_26-213x300.jpg 213w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Quelle: Rotzfrech Cinema)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Termine mit Filmgespräch</strong><br>06.12.2023 Riesa Filmpalast 18 Uhr (17:30 Uhr Einlass)<br>11.12.2023 Halle Puschkino 19 Uhr<br>12.12.2023 Berlin Kino Krokodil 20 Uhr<br>13.12.2023 Chemnitz Weltecho 19 Uhr<br>14.12.2023 Dessau Kiez Kino 20:30 Uhr (20 Uhr Einlass)<br>15.12.2023 Jena Schillerhof 19:30 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Tom Lemke</strong><br>Tom Lemke (geboren, 1976 in Großenhain) ist in Görlitz aufgewachsen. Dort absolvierte er die Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton. Anschließend zog er nach Chile, wo sein erster Dokumentarfilm entstand. Tom Lemke lebt heute in Leipzig und arbeitet als Filmregisseur für Kino- und Fernsehproduktionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Filmografie</strong><br>Land am Wasser, D 2015 (Gewinner der Goldenen Taube beim DOK Leipzig), 85 Minuten<br>Das Flüstern der Bäume, D 2008, 55 Minuten<br>Lebenswert D 2004, 14 Minuten</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg556084#msg556084" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Skaphander der russischen Schauspielerin Julija Peresild steht zum Verkauf</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/skaphander-der-russischen-schauspielerin-julija-peresild-steht-zum-verkauf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2023 20:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Skaphander]]></category>
		<category><![CDATA[Wysow]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=128611</guid>

					<description><![CDATA[<p>Glawkosmos bot Raumanzug im Internet an. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: Glawkosmos, GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS. Moskau, 12. Juli 2023 &#8211; Der Skaphander der russischen Schauspielerin Julija Peresild steht zum Verkauf. Die Hauptdarstellerin des ersten im Weltraum gedrehten Spielfilms &#8222;Wysow&#8220; (&#8222;Herausforderung&#8220;) hatte ihn im Oktober 2021 bei ihrem Flug mit Regisseur Klim Schipenko [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/skaphander-der-russischen-schauspielerin-julija-peresild-steht-zum-verkauf/" data-wpel-link="internal">Skaphander der russischen Schauspielerin Julija Peresild steht zum Verkauf</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="glawkosmos-bot-raumanzug-im-internet-an-ein-beitrag-von-gerhard-kowalski--3049a079-0180-4ce7-9d59-addbf03fb7a2">Glawkosmos bot Raumanzug im Internet an. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: Glawkosmos, GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JulijaPeresildprelaunchrosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Julija Peresild vor dem Start. (Videostill: Roskosmos)" data-rl_caption="" title="Julija Peresild vor dem Start. (Videostill: Roskosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JulijaPeresildprelaunchrosc26.jpg" alt="Julija Peresild vor dem Start. (Videostill: Roskosmos)" class="wp-image-128614"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Julija Peresild vor dem Start. (Videostill: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 12. Juli 2023 &#8211; Der Skaphander der russischen Schauspielerin Julija Peresild steht zum Verkauf. Die Hauptdarstellerin des ersten im Weltraum gedrehten Spielfilms &#8222;Wysow&#8220; (&#8222;Herausforderung&#8220;) hatte ihn im Oktober 2021 bei ihrem Flug mit Regisseur Klim Schipenko zur Internationalen Raumstation ISS und in einigen Szenen getragen. Jetzt wird der Raumanzug von Glawkosmos, einer Tochtergesellschaft der russischen Raumfahrtbehörde GK Roskosmos, im Internet angeboten, melden Nachrichtenagenturen am Mittwoch. Ein Preis wird nicht genannt. Es heißt lediglich, der rund 10,5 Kilogramm schwere maßgeschneiderte Raumanzug sei voll funktionstüchtig und eigne sich als Museumsexponat, privates Sammlerstück oder Requisite für Film- und Reklameaufnahmen. Man warte nun auf Angebote.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film handelt von einer jungen Ärztin, die nach nur einmonatiger Vorbereitung in den Weltraum geschickt wird, um einem Kosmonauten das Leben zu retten. 12 der insgesamt 53 Episoden des Streifens, der seit dem 20. April in den russischen Kinos läuft, entstanden in der ISS. Zu den Akteuren zählen auch die Kosmonauten Oleg Nowizki, Pjotr Dubrow und Anton Schkaplerow. Produzenten sind der Erste Kanal, Glawkosmos, die GK Roskosmos und die Studios Yellow, Black and White.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg551407#msg551407" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Spacewalker – „Vremya Pervykh &#8211; Die Zeit der Ersten“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacewalker-vremya-pervykh-die-zeit-der-ersten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2017 09:19:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russische Kinofilm „Vremya Pervykh &#8211; Die Zeit der Ersten“ über den historischen Flug von Woschod 2 ist als DVD in deutscher Synchronisation erschienen. Im April 2017 ist der russische Kinofilm zum 50. Flugjubiläum von Woschod 2 in den russischen Kinos angelaufen. Also brandneu. Man könnte aber auch sagen: Etwas verspätet, denn schließlich war der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der russische Kinofilm „Vremya Pervykh &#8211; Die Zeit der Ersten“ über den  historischen Flug von Woschod 2 ist als DVD in deutscher Synchronisation erschienen. </h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/kino2baw1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/kino2baw300.jpg" alt="Spacewalker auf dem Notebook des Autors
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption> Spacewalker auf dem Notebook des Autors <br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2017 ist der russische Kinofilm zum 50. Flugjubiläum von Woschod 2 in den russischen Kinos angelaufen. Also brandneu. Man könnte aber auch sagen: Etwas verspätet, denn schließlich war der 50. Jahrestag des historischen Fluges von Woschod 2 schon vor zwei Jahren. In einigen  ausgewählten deutschen Kinos konnte man sich in Sonderveranstaltungen dieses Werk in 3D in der Originalfassung (Russisch ohne Untertitel) vorab ansehen. Ich hatte Gelegenheit, in Berlin-Marzahn im tiefsten Osten Berlins einer solchen Filmvorführung bei zu wohnen. Fünf Minuten vor Beginn der Vorstellung saß ich allein in dem riesigen Kinosaal. Fünf Minuten nach Filmbeginn war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt &#8211; mit fast ausschließlich russischem Publikum. Ein Heimspiel gewissermaßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte damals Abstand  genommen, über dieses Kinoereignis einen Bericht zu schreiben. Zu theatralisch, zu aufgesetzt und zu heldenkultig erschien mir der Streifen. Ein russischer Film über eine russische Geschichte für das russische Publikum. Seit Ende Oktober 2017 ist nun dieser Streifen unter dem Titel „Spacewalker“ in der deutschen Synchronfassung auf DVD  erhältlich. Nach dreimaligem Ansehen komme ich zu dem Schluss: So schlecht ist er dann doch nicht. Im Gegenteil! Ob es an der deutschen Synchronisation liegt, dank der man nun die ganzen Anspielungen und Doppeldeutigkeiten besser versteht? Das könnte schon sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film wird auf dem Cover als „bildgewaltig inszenierter  Sci-Fi-Blockbuster über die Eroberung des Weltraums – basierend auf einer wahren Begebenheit“ beworben. Natürlich ist das Unfug, schließt sich „Sci-Fi“ und „Wahre Begebenheit“ doch eigentlich aus. Darin liegt auch ein wenig die Schwäche des Films. Es ist eben nicht ein lupenreiner Dokumentarspielfilm, der sich ganz genau bis in das letzte Detail an die geschichtliche Vorlage hält. Man hat sich zwar viel Mühe gegeben, die technischen Abläufe sehr detailliert darzustellen. Für den technisch interessierten Raumfahrtfan ist der Wiedererkennungsfaktor fast 100%. Bei der Charakterdarstellung der einzelnen Personen hat man sich aber so einige künstlerische Freiheiten  genommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Worum geht es in dem Streifen?<br></strong>In den 60er Jahren ist der Kalte Krieg auf einem Höhepunkt. Zwei Supermächte, die UdSSR und die USA, kämpfen um den Vorrang in der Weltraumfahrt. Noch hat die UdSSR die Nase vorn. Als  nächste Erstleistung ist der Gang des Menschen in den freien Weltraum geplant. Dafür steht das Raumschiff Woschod 2 bereit. Zwei Wochen vor dem Start havariert das Testraumschiff. Chefkonstrukteur Koroljow will den Flug absagen. Die Technik ist noch nicht ausgereift. Aber die Parteiführung setzt ihn unter Druck. So wird die Mission dem erfahrenen Militärflieger Pawel Beljajew und seinem jüngeren Partner Aleksej Leonow übertragen. Dieser Draufgänger kennt keine Angst. Beljajew dagegen ist ruhig und bedächtig. Das glatte Gegenteil. Beide sind bereit, das Risiko auf sich zu nehmen. Wie die Geschichte ausgeht, ist allgemein bekannt: Es endet mit einer „heldenhafte Leistung“ und einem „heroischen Sieg“… </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Wos2MusEnergia2008Dieke1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Wos2MusEnergia2008Dieke300.jpg" alt="Woschod 2 im Energia-Museum 2008
(Bild: Dieke)"/></a><figcaption>Woschod 2 im Energia-Museum 2008<br> (Bild: Dieke)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war der Flug ein einziges Himmelfahrtskommando. Man ging auf  volles Risiko, um die Ersten zu sein. Unter heutigen Gegebenheiten wäre das unvorstellbar. Aber man befand sich damals in einem Krieg, wenn auch in einem kalten. Und die Akteure kämpften zum Ruhm des Landes. Und in diesem Kampf waren auch Opfer eingeplant. Die Protagonisten waren  Kämpfer an der Front, als Soldaten oder Wissenschaftler. Eine Einstellung, die für heutige Generationen nicht leicht nachvollziehbar ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Spielfilm lebt von seinen Charakteren. Sind diese dann noch historische Personen, lohnt es sich, ein wenig genauer hin zuschauen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Charaktere und ihre Darstellung <br></strong>Der Hauptheld Leonow wird als etwas übermütiger, spontaner, warmherziger, heimat- und naturverbundener Mensch dargestellt. Ein echter Draufgänger, der aber auf der anderen Seite auch kein Lebensmüder ist. Er glaubt, das Risiko einschätzen zu können und geht dabei bis an die Grenzen. Negative Eigenschaften? Fehlanzeige. Vielleicht ein wenig zu vorlaut gegenüber seinen Vorgesetzten, was ihn aber wieder sympathisch macht. Ein echter Held eben und typisch russisch. Diese Art von Filmcharakter könnte beim deutschen Filmpublikum ein wenig seltsam rüber kommen, hat man hier doch vielleicht lieber einen etwas differenzierteren Heldentyp. Aber Leonow ist nun mal so. Und der „echte“ Leonow war bei der Entstehung des Films beratend tätig und wird schon aufgepasst haben, dass er „richtig“ dargestellt wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Wos2MusEnergia2008aw1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Wos2MusEnergia2008aw300.jpg" alt="Schleusenkopf mit Kosmonaut - Energia-Museum 2008
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Schleusenkopf mit Kosmonaut &#8211; Energia-Museum 2008<br> (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hat Leonow das gar nicht nötig. Schließlich steht er unauslöschlich in der Chronik der bemannten Weltraumfahrt genau zwischen Gagarin (1. Mensch im All) und Armstrong (1. Mensch auf dem Mond). Leonow vollführte 1965 den ersten Weltraumspaziergang, die erste Extravehicular Activity (EVA). Er hat in seinem Leben mehrmals dem Tod ins Auge geschaut. Sein Weltraumspaziergang endete beinahe in einer Katastrophe, als sich sein Raumanzug aufblähte, so dass eine Rückkehr in die Luftschleuse der Woschod 2 schwierig wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung wäre beinahe nicht möglich gewesen, da das Automatiksystem versagte. Nach der Landung wäre er beinahe erfroren, da die Kapsel im eiskalten Nichts der Wälder am Ural gelandet war. Später flog er nur durch einen Zufall nicht als Kommandant mit Sojus 11. Er weigerte sich damals, ohne seinen Partner Waleri Kubassow, der erkrankt war, zu fliegen. Deshalb flog die Reserve-Besatzung und nicht sein Team. Das rettet ihm das Leben.  Die Flug-Besatzung kam bekanntlich beim Versagen des Landeapparates um. Und wer weis, was er noch erlebt hätte. Bekanntlich war Leonow als einer der Kosmonauten für die erste sowjetische bemannte Mondlandung vorgesehen. Den Einsatz bei solch einem  Himmelfahrtskommando (wie wir heute wissen) hätte man ihm getrost  zugetraut. „Verrückt ist genau das, was wir brauchen“ wird im Film in Bezug auf ihn gesagt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beljajew ist dagegen der krasse Gegensatz. Er ist ruhig, ausgeglichen und überdenkt erst alles gründlich, bevor er handelt. Genau das macht ihn zu dem idealen Partner von Leonow. Und Leonow weis das auch. Beljajew erscheint im Film ein wenig zu jung, ist er doch bereits 40 gegenüber dem neun Jahre jüngeren Leonow. Die Schaupielerauswahl ist aber bei beiden sehr gut geglückt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Darstellung des  Chefkontrukteurs Koroljow dagegen ist meiner Meinung nach total misslungen. Wir erleben hier nicht den energischen, grimmig drein blickenden Chefkonstrukteur, sondern eher einen ausgebrannten Mann, der die Last der Verantwortung nur schwer (er-)tragen kann. Mit hängendem Kopf, Hut und Aktentasche schlurft er von seinem Treffen mit Parteichef  Breschnew davon, nachdem er die Vorgabe erhalten hat, sich trotz aller  technischen Unausgereiftheiten „&#8230;mehr anzustrengen“… „und zu starten“. Der dargestellte Charakter erinnert eher an Wassili P. Mischin, Koroljows Nachfolger. Im Film wird der Chefkonstrukteur sichtlich vom Stress und der Verantwortung zermürbt. Für das alles kann aber der gute Schauspieler Vladimir Ilin nichts. Die Figur ist eben falsch angelegt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/VoskhodscdiagPDviaWikipediaEditrn800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/VoskhodscdiagPDviaWikipediaEditrn300.jpg" alt="Woschod 2 - Illustration
(Bild: Grafik Wikipedia - Beschriftung RN)"/></a><figcaption>Woschod 2 &#8211; Illustration<br> (Bild: Grafik Wikipedia &#8211; Beschriftung RN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso nicht ganz geglückt ist die Darstellung des General Kamanin, dem  Vorgesetzten der Kosmonautengruppe. Dieser wird von Schauspieler Anatoliy Kotenyow als gewaltiger Recke mit weißem Haar verkörpert. So  ähnelt die Figur eher dem ehemaligen Chef der Raketentruppen Marschall  Nedelin, der 1960 bei der R-16-Katastrophe ums Leben kam. Im Film stellt Kamanin auch gleich den militärischen Aspekt in den Vordergrund. Man  muss genau hinhören und manche Dialoge genau durchdenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Nebenrollen haben zwar vom Namen her einen  gewissen Wiedererkennungswert, vom Aussehen aber nicht. Konstrukteur und Akademiemitglied Boris Rauschenbach, hier zu Lande auch durch seine  Biographie über Hermann Oberth bekannt, sieht im Film dem Ingenier-Kosmonauten Viktor Savinich (u.a. Saljut 7) mehr als ähnlich. Anfreunden könnte ich mich mit der Darstellung des Boris Tschertok, ebenfalls einer der Konstrukteure. Dieser muss in einer Szene nach einem Fehlschlag gleich den Havariebericht schreiben. Da erinnert man sich doch sofort an Tschertoks Memorieren „Raketen und  Menschen“. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit <br></strong>Den Film ansehen! Er ist handwerklich sehr gut gemacht. Es gibt viele technische Details zu entdecken und zu bestaunen. Die  Unzulänglichkeiten und Ungenauigkeiten kann man übersehen. Der Film  spielt in einer Zeit, die in Bezug auf den Kalten Krieg &#8211; glücklicherweise &#8211; vorbei ist. Wir erleben den Drang in den Weltraum, der heute so in dieser Konsequenz und geradezu selbstmörderischen Risikobereitschaft niemals mehr stattfinden könnte. Es ist eben Geschichte, die es sich lohnt, noch einmal rekapituliert zu werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das russische Publikum ist dieser Film die Erinnerung an einen großen technischen und politischen „Sieg“. <br>Wir sollten ihn als ein Stück Zeitgeschichte betrachten, die für die große Kinoleinwand künstlerisch bearbeitet wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag <br></strong>Der nächste russische Weltraum-Geschichtsfilm kommt bestimmt. Gerade ist in den russischen Kinos der Film „Salut-7“ angelaufen. Eine spannende Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Und wieder ist der Streifen gewürzt mit Pathos, russischem Heldentum und einem gewissen künstlerischem Interpretationsspielraum. Auch bei diesem Werk ist damit zu rechnen, dass es vielleicht in einem halben Jahr in einer deutschen Fassung erscheint. Aber das ist eine andere Geschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg390693#msg390693" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a>    </li></ul>
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		<item>
		<title>Rogue One: A Star Wars Story?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rogue-one-a-star-wars-story/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 05:20:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17864</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Ende der Unschuld &#8211; oder &#8211; Der Traum vom schönen Märchen ist zerplatzt. Den aktuellen Film aus dem Star Wars-Universum hat Andreas Weise gesehen und ist nicht amüsiert. Erstellt von Andreas Weise. Quelle: Kinobesuch Was ist das nur für ein Film? Ein echter Star Wars? Die Unterschrift „A Star Wars Story&#8220; lässt vermuten: Es [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Ende der Unschuld &#8211; oder &#8211; Der Traum vom schönen Märchen ist zerplatzt. Den aktuellen Film aus dem Star Wars-Universum hat Andreas Weise gesehen und ist nicht amüsiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.     Quelle: Kinobesuch</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF5822800aw.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF5822260aw.jpg" alt="Lieblingskino des Autors
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>Lieblingskino des Autors<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist das nur für ein Film? Ein echter Star Wars? Die Unterschrift „A Star Wars Story&#8220; lässt vermuten: Es sollte ein eigenständiger Film sein, der „nur&#8220; im Star Wars-Universum spielt. Nein! Nach meiner Meinung war das gar nichts!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Disney hatte angekündigt, Filme außerhalb der üblichen Star Wars-Saga zu drehen. Aber ob das der Geschlossenheit der eigentlichen Geschichte hilfreich ist, darf bezweifelt werden. Diese &#8222;Eigenständigkeit&#8220; kann ein Gesamtwerk kaputt machen. Wo Star Wars drauf steht, sollte auch Star Wars drin sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor über 35 Jahren droschen die nie ganz verstummenden politideologischen Kritiker mit ihren Vorurteilen auf die Star Wars-Saga ein. Sie sei ein kriegsverherrlichendes Machwerk. Das war in der Hochzeit des Kalten Krieges.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Möchtegern-Star Wars-Film vom Dezember 2016 hätten sie ihre wahre Freude gehabt, denn es wurde nur geballert. Man kam sich teilweise vor wie im Demo-Modus eines Egoshooter-Computerspiels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Handlung ist ein einziges Gemetzel. Es geht um die neu gebaute Superwaffe des Imperiums, den Todesstern. Den konnte man in Teil 4 (ehemals Teil 1) nur zerstören, weil die Rebellen die Baupläne erbeutet hatten. Und genau um letzteres geht es in dem aktuellen Streifen. Er ist also thematisch kurz vor dem Teil 4 nach neuer Star Wars-Teile-Zählung angesiedelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Story ist trostlos gehalten. Die Rüstungen der Sturmtruppen, die sonst schneeweiß glänzen, sind verschmiert und dreckig. Es regnet oder es ist staubig. Ich kann mich nicht erinnern, an irgendeiner Stelle mal spontan gelacht zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muss man eigentlich in einem Star Wars-Film lachen? Ich denke schon. Das machte diese Lucas-Filme aus. Witz und Humor gepaart mit einer spannenden, tempogeladenen Handlung &#8211; das ist für mich Star Wars. Star Wars ist Märchenfilm!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Märchen haben auch ihre Roten Linien. Diese wurden hier überschritten. Lucas ist leider Geschichte. Ich möchte hier bewusst auf inhaltliche Angaben verzichten. Man möge beispielsweise bei Wikipedia nachlesen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF5826800aw.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF5826260aw.jpg" alt="&quot;Zoopalast&quot; in Sichtweite zum Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>&#8222;Zoopalast&#8220; in Sichtweite zum <br>Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Warum ist die Geschichte so düster? Vielleicht, weil man sich auf den unausweichlichen Tod im Kampf vorbereitete und das in den Vordergrund gestellt wird. Da hilft auch nicht, wenn man mit den gebetsmühlenartigen Worten „Die Macht ist mit mir&#8220; durch das gegnerische Feuer wandelt. Es ist einfach nur albern und wenig überzeugend. Ebenso könnte ich in Berlin auf der Kreuzung Friedrichstraße/Leipziger Straße bei Rot über die Straße gehen mit den Worten „Mir passiert nichts!&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schauspieler mögen bestimmt großartige Charaktere sein. In dieser Story wurden sie verheizt. Niemand trauert den Leinwandhelden nach. Bekannte Namen sind beteiligt, es muss auch nicht unbedingt der Karriere schaden, in einem solchen Film mitzuspielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Regisseur Gareth Edwards war in einem Radio-Bericht zu hören gewesen, in dem er berichtete, man habe extra Filmmaterial von Frontberichterstattern aus den letzten Kriegen ausgewertet und die Kamerafahrt dementsprechend nachempfunden. Also ein Kriegsfilm?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergleichen wir hier Kamerafahrten und Einstellungen mit Kriegsfilmen wie in „Der Soldat James Ryan&#8220;? Ob D-Day, oder eben in einer weit, weit entfernten Galaxis: Ähnlichkeiten bestehen. So manches Outfit ließe sich direkt in den Häuserkampf von Bagdad, in die Afghanischen Berge oder anderswohin transportieren. Nur mit dem Unterschied, dass im besagten Film &#8222;Der Soldat James Ryan&#8220; keine Knirpse hinter mir mit Popcorn saßen und sich köstlich amüsierten, wie einer nach dem anderen liquidiert oder weg geblastert wurde. Der Film ist übrigens ab 12 offiziell freigegeben. Ob sich alle daran halten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht aber war ICH im falschen Film und sehe manche Dinge im fortgeschrittenen Alter anders. Ich habe Probleme mit einer Glorifizierung des unausweichlichen Heldentodes in einer Welt, die sich nur aus schwarz und weiß, gut und böse definiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das speziell in der heutigen Zeit.. .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt also in Erinnerung? Ich erinnere mich an die guten Ergebnisse der Arbeit der Maskenbildner. So spielte zum Beispiel im ersten Star Wars vor über 35 Jahren der großartige Peter Cushing (gestorben 1994) den Gouverneur Tarkin. Diese Rolle übernahm jetzt Guy Henry. Das Aussehen ist zum Verwechseln ähnlich. Toll gemacht. Ansonsten laufen einem so manche Charaktere aus den ersten Filmen durch das Bild.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso bekannt erscheint die gezeigte Kampftechnik von den sogenannten Allterrain-Angriffstransportern (AT-ATs) bis zu den Schlachtschiffen. Aber während in „Das Imperium schlägt zurück&#8220; das Auftauchen der AT-ATs fast sensationell war, sind sie hier alte Bekannte, die auch irgendwie sehr schnell kaputt gemacht werden können. Nichts Neues also und zu einfach dargestellt. Das Gezeigte vermittelt zweifellos ein Gefühl von zeitlicher Nähe zu den alten Filmen, kommt aber nicht gut herüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte selbst&nbsp;bleibt ganz bestimmt nicht in Erinnerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fazit also: Den Streifen möglichst schnell vergessen und auf den nächsten, wirklichen hoffen. Mark Hamill soll ja noch zur Verfügung stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<item>
		<title>Die Aufpolierung der Macht &#8211; Alle (paar) Jahre wieder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-aufpolierung-der-macht-alle-paar-jahre-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 09:51:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10077</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist „Star Wars: Episode VII“ in den Kinos gelandet. Andreas Weise hat den Film gesehen und verrät die Geschichte nicht. Autor: Andreas Weise.  / 23. Dezember 2015, 11:44 Uhr. Quelle: Kinobesuch Eigentlich hat dieser Artikel hier nichts zu suchen! Wir sind ein&#160;Forum für Raumfahrt und Astronomie&#160;und keine Plattform für Science-Fiction orientierte Märchen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist „Star Wars: Episode VII“ in den Kinos gelandet. Andreas Weise hat den Film gesehen und verrät die Geschichte nicht.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.  / 23. Dezember 2015, 11:44 Uhr.  Quelle: Kinobesuch</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSCF18841500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="195" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSCF1884260.jpg" alt="" class="wp-image-10084"/></a><figcaption>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hat dieser Artikel hier nichts zu suchen! Wir sind ein&nbsp;<a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Forum für Raumfahrt und Astronomie</a>&nbsp;und keine Plattform für Science-Fiction orientierte Märchen aus einer weit, weit entfernten Galaxis…! Auch bezweifele ich, dass dieser Film etwas mit Raumfahrt im klassischen Sinne zu tun hat, obwohl er zugegebener Maßen zu großen Teilen im Weltraum spielt. Aber er wird nun mal auch hier im Forum besprochen und ich gebe zu: Ich bin selber „Star Wars“-Fan. Jawohl, ich auch! Und das seit über 30 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgewachsen in Pankow, Berlin (Ost), hatten mir immer wieder einige Zeitgenossen versucht zu erklären, wie kriegsverherrlichend und friedensfeindlich diese Geschichte sei. Man erinnere sich: Es war die Zeit der Hochrüstung und des kalten Krieges. US-Präsident Ronald Reagen hatte seinen Krieg der Sterne in Gestalt des Weltraurüstungsprogramms SDI verkündet. Insofern war schon was dran an dieser kritischen Betrachtungsweise. Aber die Faszination an den bunten Bildern, den großen Magnesiumexplosionen und der Flug der galaktisch großen Raumkreuzern überwog. Außerdem war es ein „sauberer“ (Sternen-)Kriegsfilm. Kein einziger Blutspritzer damals an den leuchtend weißen Rüstungen der Sturmtruppen oder gar ein zerfetzte Körper war zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laser-Waffen machten es möglich: Schuss, Blitz und weg. Das mag jetzt hochgradig zynisch klingen, aber das ist nun einmal der Garant für den Erfolg solcher Streifen. Man stelle sich im Vergleich vor, in den beliebten Winetou-Indianerfilmen der 60er Jahre würde wirklich gestorben werden mit allen bildlichen Konsequenzen wie Blut und zerstückelte Körper. Märchen sind nun mal sauber. Auch beim töten. Und es handelt sich bei „Star Wars“ nun einmal um ein Märchen. Ein großes Märchenepos, wo Gut und Böse klar definiert sind. Meistens jedenfalls.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss im Sommer 1983 gewesen sein, als ich mit Freunden in Budapest auf der Margareteninsel fern der Heimat im Freiluftkino „Star Wars 3: Die Rückkehr der Jediritter“, im Original-Englisch mit ungarischen Untertiteln, sehen konnte. Zu Hause ging das ja nicht. Das heißt, so richtig konnten wir dort auch nicht sehen, da wir nur über den Zaun von Außen zuschauen konnten. Das Rondell war hoffnungslos überfüllt und wir hatten keine Eintrittskarten mehr bekommen. Aus Ermangelung an Kenntnissen der Vorgeschichte kam uns die ganze Story damals sehr naiv, komisch und manchmal geradezu albern vor. „Berühmte“ Sätze aus diesem Streifen wurden noch Jahre später in studentischer Runde zum Besten gegeben. „… Denn der Imperator verzeiht nicht so leicht, wie ich es tue. …“ war dabei einer der Klassiker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist alles sehr lange her. Inzwischen mutierte Teil 3 zu Teil 6 und die ganze Saga schien schlüssig abgeschlossen zu sein. Das Ergebnis war endgültig und einleuchtend:<br>Todesstern: Gesprengt!<br>Imperator: Weg geschmissen!<br>Vater: Gerettet!<br>Freiheit: Erkämpft!<br>Freudenfeuerwerk: An allen Himmeln!<br>Jubelndes Volk: Auf allen Planeten!<br>„Mission erfüllt!“ (nach J.W. Bush, 01.05.2003)<br>Der Diktator, genannt der Imperator, war gestürzt. Die Achse des Bösen war bezwungen. Doch dann lief offensichtlich irgendwas schief. In der „Schlacht von Endor“ konnte zwar die Rebellen-Allianz (die Guten) dem „Galaktischen Imperium“ (also den Bösen) am Ende jenes mutmaßlich letzten „Star Wars“-Filmes eine vernichtende militärische Niederlage beibringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch offensichtlich genügte der Jubel in der Schlussszene nicht, der guten Seite zum allumfassenden Sieg zu verhelfen. Oder anders ausgedrückt: Man hatte, so vermute ich, keinen Plan, die errungene Macht zu sichern, bzw. das entstandene Machtvakuum zu füllen. Parallelen zu diversen kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre tun sich auf. Man könnte mit Schrecken Vergleiche zwischen Realität und „Star Wars“-Fiktion ziehen – wenn man wollte. Allerdings glaube ich nicht, das die Autoren des neuen Streifens sich hier wirklich bewusst mit aktueller Politik und Geschichte beschäftigt haben und sehr weit davon entfernt sind, hier irgend etwas kritisch beleuchten zu wollen. Das Böse triumphierte, weil das Gute einfach zu blöd war (frei nach „Spaceballs“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch warum überhaupt ein neuer Film, der in der „Star Wars“-Saga das Ende wieder offen hält? Die Antwort ist ganz einfach. Geradezu primitiv: Es geht um Geld. Um sehr viel Geld. Beim betrachten des neuen Sternenkriegswerkes ist nämlich zu beachten: George Lucas ist nicht mehr der „Eigentümer“ von „Star Wars“. Disney hat alles, was rund um „Star Wars“ existiert, von ihm 2012 gekauft: Das Unternehmen Lucasfilm mit sämtlichen Tochterunternehmen, darunter das Spezialeffekt-Unternehmen Industrial Light &amp; Magic und alle Markenrechte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ganze ging für den Spottpreis von rund 4,05 Milliarden US-Dollar weg. Man stelle es sich jetzt vor, wie demnächst Luke, Han, Leia und Co. neben Ariel, Aladin und Micky im Spielzeugregal sitzen. Übrigens wurden die Einnahmen über die „Star Wars“-Vermarktung, also das „Star Wars“-Merchandising, über die ersten 28 Jahre mit einer Gesamtsumme von beinahe 20 Milliarden Dollar geschätzt (Quelle: Wikipedia). Ein Ende ist nicht abzusehen. Denn mit Merchandising macht man das große Geschäft beim Film: „Star Wars: Das T-Shirt“, „Star Wars: Die Müslipackung“, „Star Wars: Der Flammenwerfer“ – Die Kinder stehen drauf. Ja, so in abgewandelter Form wusste es schon Mel Brooks in seiner Parodie „Spaceballs“ 1987 zu berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der „neue“ „Star Wars“ selber ist ein Novum. Sozusagen die erste Episode der Nach-Lucas-Zeit. Lucas selber soll vom Drehbuch nicht begeistert gewesen sein. Offensichtlich hatte er sich eine andere Richtung der Saga vorgestellt. Aber das Recht hier einzugreifen hatte er bekannter Maßen verwirkt, genauer gesagt, verkauft. Die Bosse von Disney setzten also ihre Linie durch. Bestimmt spielten da auch Fragen der Vermarktung eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann bekam jemand kalte Füße. Der Regisseur des neuen Streifens höchst selbst zweifelte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters die Grandiosität seines eigenen Werkes an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„J.J. Abrams sagt den Fans Enttäuschung voraus“ konnte man zwei Wochen vor Kinostart lesen. Man hätte eben nicht die Visionen eines Lucas. Ein Marketing-Gag oder eine vorweg genommene Schadensbegrenzung? Egal! Der Film wird ein Erfolg! Dazu ist schon zu viel in die Werbekompanien investiert worden. Ein zurück gibt es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun muss man aber der Ehrlichkeit halber sagen: Abrams stand unter einem enormen Druck. Vermutlich unter einer solchen Erwartungshaltung, wie ihn noch nie ein Regisseur in der Filmgeschichte zuvor aushalten musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da war zuerst George Lucas. Oder besser gesagt, seine Aura. Dem Schöpfer und geistigen Vater von „Star Wars“ einen ebenbürtigen Film folgen zulassen, war schier unmöglich! Lucas hatte konkrete Vorstellungen über den Weitergang seiner Geschichte. Diese konnte er nach dem Verkauf seines Lebenswerkes nicht mehr realisieren. Und ob er auch alle seine Ideen offenbart hat, ist auch fraglich. Und richtig glücklich mit dem von Disney favorisierten Fortgang der Geschichte war er nicht, wie bereits erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gab es die Fans. Tausende, wenn nicht Millionen Fans aller Alterskategorien fieberten dem neuen Werk entgegen. Allein die Diskussion im Vorfeld, welche Rolle Mark Hamill, alias Luke Skywalker, einnehmen würde, mutierte schon fast zur Zerreißprobe. Dabei wussten alle &#8230; gar nichts! Abrams hielt den Mantel des Schweigens über die Geschichte. Kein Detail zur Story sollte nach außen dringen. Das ist ihm auch ganz gut gelungen. Damit findet die Diskussion über Gut und Böse, bzw. über gelungen oder missraten, erst nach der Premiere statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nicht zuletzt stand dann noch das Imperium (gemeint ist Disney) bereit, über die Galaxis (den „Star Wars“-Markt) zu herrschen. Man hatte also viel zu verlieren. Die einen Geld, der einsame Abrams seinen Ruf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="600" height="151" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSCF1881600.jpg" alt="" class="wp-image-10083" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSCF1881600.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/DSCF1881600-300x76.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So eingestimmt ging ich gleich am ersten Tag nach dem Deutschlandstart des Films in mein heimische Kino&#8230; Das Publikum war gut gemischt. Von ganz alt bis ganz jung. Das Licht verlosch und die Overtüre brauste auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der bei Star Wars-Filmen geradezu zwingend notwendige Einführungstext schwebte im 3D-Raum vom Zuschauersaal in die Unendlichkeit der Leinwand&#8230; Doch was war da zu lesen?! Die ersten „spitzen“ Bemerkungen waren im Saal zu hören. Was ist den das für ein Unfug?! Mir verschlug es den Atem angesichts der Plattheit und Einfältigkeit der Rahmen-Story, die da aufgeschrieben war. Schlimmes hatte man zu befürchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann siegte das Gute und der Film ward gerettet! Nein, ich werde hier keine Inhaltsangabe schreiben um mich dann des Vorwurfes des Spielverderbers auszusetzen. Wer den Inhalt unbedingt wissen will, braucht ja bekanntlich nur auf Wikipedia schauen. Dort wird bereits alles bis ins Detail erzählt und verraten. Leider!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber einige Bemerkungen seien gestattet:</strong><br>Denn es bleibt ja die Frage: Wie zog nun Abrams seinen Hals aus der virtuellen Schlinge? Die Lösung war einfach und geradezu genial! Er schuf ein verkapptes Remake … ! Wiedererkennungswert: 100%! Damit stellte er die alten Fans zufrieden, die sich freuten, in ihren Erinnerungen kramen zu dürfen. Und den neuen Fans wurde eine tolle Story geboten, die vor 38 Jahren schon einmal funktionierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig bediente er sich bei anderen Geschichten. Sei es „Herr der Ringe“, „Harry Potter“, „Die Suche nach dem Heiligen Gral“ und andere. Alles, was klischeehaft schon einmal da gewesen war, wurde wieder aufgewärmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber seien wir ehrlich! Das ist genau das, was wir als „Star Wars“-Fan-Zuschauer erwartet haben. Tolle Musik, große Weltraumschlachten, gute Helden und richtig böse Schurken. Wobei, von der Coolness und Düsterkeit eines Darth Vader ist man Meilen weit entfernt. Das Böse steckt sozusagen noch in der Pubertät, tobt sinnlos herum und muss sich noch die Hörner abstoßen. „Warst Du auch heute wirklich richtig böse gewesen? Nein? Dann schäme Dich und Marsch ins Bett!“ möge man rufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten gab es lauter alte Bekannte zu sehen. Die richtig alten und die immer zeitlos jungen&#8230;. und mindestens einen alten mutmaßlichen Alzheimer-Kranken (Zumindest sah er so aus.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was die neuen Charaktere angeht, die in dieser Geschichte die Wachablösung der Teile 4 bis 6 einmal übernehmen sollen, so ist einem nicht bange. Es sind großartige Schauspieler. Die Story selber … – Ach ja! – Ich wollte ja nichts erzählen. Diese ist mit einem Affentempo gedreht und die Darsteller rennen von einer Szene in die nächste. Schnell, schnell! Man ist auf der Flucht. Ungereimtheiten in der Handlung werden so geradezu überrannt. „Warum passiert das jetzt?“ „Entschuldigung! Ging zu schnell. Habe das nicht mit bekommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Publikum selber liebt das. Logik hin oder her. Es gab Gelächter auf offener Szene. Und auch an Stellen, wo das vermutlich gar nicht vorgesehen war. „Habt Ihr Müllpressen?“ fragt Han Solo und alle im Saal wissen, was gemeint ist. Daher kann man gleich zur nächsten Szene schalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Handlung rauscht nur so an einem vorbei. Und dabei werden grandiose Kinobilder inszeniert. Sei es die Wüstenlandschaft mit Schrott-Raumschiffen oder exotische Orte, die an Tibet oder Irland erinnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo jüngere Kinobesucher ganz beseelt auf die 3D-Leinwand starren, lehne ich mich zurück und sage: Ja – Kenne ich – Alles schon mal da gewesen. Da fliegen, die Sonne im Rücken, die T-Fighter auf den Zuschauer zu. Es läuft einem schaurig-schön den Rücken hinunter. Eine tolle Bildregie. Allerdings schon 1990 gesehen in dem Streifen „Fire Birds (Air Born – Flügel aus Stahl)“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Choreografie der Massenszenen mit den angetretenen Heerscharen der Bösewichte in Gestalt der Sturmtruppen könnte aus dem Leni Riefenstahl-Film zum NS-Reichsparteitag von 1935 stammen. Und diese Frau verstand es nun wirklich, die Massen mit gigantomanischen Bildern zu fesseln und zu manipulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was soll&#8217;s? Und so hat man sich auch im Szenenbild und der Handlung kräftig an den „ur-“alten „Star Wars“-Filmen bedient. „Wir sind zu Hause, Chewie!“ höre ich Großvater Han, alias Harrison Ford, mit feuchten Augen sagen. Recht hat er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und all das inszeniert Regisseur J.J. Abrams in einer Dynamik und Leichtigkeit, das man alles, was einem sonderbar vorkommt, als positiv empfindet. Durch diese locker, flockige Umsetzung des Stoffes hat er sofort das Publikum auf seiner Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal ist das ganze so überdreht, dass man glaubt, man sieht eine „Star Wars“-Parodie. Aber keine Angst, es ist nicht „Spaceballs-2“. Es ist ein echter „Star Wars“! Hätte Abrams versucht einen knallharten Film zu machen, er wäre gescheitert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende selber kommt dann nach zwei Stunden Hetzerei durch die Handlung etwas seltsam daher. Eigentlich war der Film schon zu Ende, da merkte man plötzlich: Etwas fehlt. Und dann wird schnell und überstürzt noch etwas hinten an geklatscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dieses Ende hat auch was Gutes. Es lässt alle Entwicklungsmöglichkeiten der Handlung offen. Offen bis 2017. Dann kommt die Fortsetzung. „Star Wars 7“ wird auf alle Fälle lange in guter Erinnerung bleiben. Man möge mit Freude und Erleichterung ausrufen: „Herr Abrams! Sie haben das Ziel erreicht!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selber habe die Erkenntnis gewonnen: In „Star Wars“ geht es nicht vordringlich um den Kampf zwischen Gut und Böse. Das natürlich auch, aber im Grunde genommen ist das ganze eine Familien-Oper, in der auch mal die Erziehungsberechtigten bei ihren Kindern versagen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammengefasst:</strong><br>Der Stoff „Star Wars“ ist offensichtlich so gut, dass man ihn alle 15 Jahre aufwärmen kann. Inzwischen ist eine neue Zuschauergeneration herangewachsen, denen man die ganze Story vom Kampf zwischen Gut und Böse, inklusive der ganzen Familiengeschichte noch einmal verkaufen kann. Inklusive, Spielzeug, Computerspiele und allem anderen, was schon mal da war. Warum nicht? Es ist die Geschichte von Angebot und Nachfrage. Und die Nachfrage wird garantiert mit einem gigantischen Hype erzeugt und befeuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch immer wieder das Selbe sehen? Auf Grund der fortschreitenden technischen Perfektion des Filmemachens entfällt ein inhaltlicher Vergleich zwischen den Teilen von vor über 30 Jahren mit den neueren Streifen. Hatte Lucas noch seinen Todesstern an der Angelleine im Studio hängen, so kommt jetzt fast alles aus dem Computer-Cyber-Space. Das ist zwar nicht billiger, aber perfektioneller. Auch erfolgt ein „Austausch“ des Publikums. Eine neue Zuschauergeneration ist jetzt die Zielgruppe. Die Geschichte wiederholt sich. Sie dreht sich im Kreise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun sitze ich am Schreibtisch, das Fan-T-Shirt mit dem Drei-Seiten-Riss eines X-Wing (gekauft 2015) auf dem Bauch und das entsprechende Kapitel im Konstruktionsbuch vom Heye-Verlag aus dem Jahre 1998 aufgeschlagen. Wie funktionierte das gleich noch einmal mit dem Plasma-Antrieb … ? Egal! Findet sich sowieso keiner, der das hier und jetzt nachbaut! Dabei ist der X-Wing hierzulande seit 37 (in Worten: siebenunddreißig) Jahren bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schade – aber ich vergaß: Es ist alles nur ein Märchen. Ob ich das alte PC-Spiel „Rogue Squadron“ von 1998 noch einmal installiere? Läuft das überhaupt unter Windows 10? Wohl eher nicht, und so langsame Rechner habe ich auch nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wird es in 15 Jahren sein? Ich schließe die Augen. Bestimmt werde ich gefragt: „&#8230; Opa, kommst Du Samstag mit ins Cyber-Kino? Da spielen Sie den neuen „Star Wars 10: Die Reanimation der Macht“. Die böse Defribillatorin Darth Rey hat die dunkle Seite an sich gerissen. Nun will ein uralter, gebrechlicher Großvater, der von den Toten auferstanden ist, ihr entgegen treten. Es geht um DIE MACHT, die Galaxie zu beherrschen, zu retten oder so etwas ähnliches …“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Und wusstest Du, dass vermutlich Fin der uneheliche Sohn von Leia und Lando Calrissian ist? Also Fin ist jetzt Jedi. Der Todesstern explodiert oder implodiert diesmal nicht. Er filetiert! Und die Oma von Joda ist auch dabei! …“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich freue mich schon drauf. Und ich werde dann mit einem Augenzwinkern mit ins Kino gehen. Auch wenn Alles schon mal da gewesen ist&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Sinne:</strong><br>Möge die Macht mit Euch sein … wo immer Ihr seid.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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			</item>
		<item>
		<title>Der Marsianer. Der Mars-Film lebt noch!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-marsianer-der-mars-film-lebt-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 15:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein großer Film geht an den Start. Andreas Weise hat ihn schon gesehen. Autor: Andreas Weise. Quelle: Kinobesuch. Die Vorgeschichte &#8211; Eine Geschichte von Katastrophen:Unser roter Nachbarplanet im Sonnensystem, der Mars, hat schon immer unsere Phantasie angeregt. Was ist dort los? Wie sieht es da aus? Kann man dort hin? Als H. G. Wels 1898 mutmaßliche [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein großer Film geht an den Start. Andreas Weise hat ihn schon gesehen.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Kinobesuch.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260.jpg" alt="" class="wp-image-16878" width="260" height="458" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260-170x300.jpg 170w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Der Marsianer aktuell auf einer Litfaßsäule
(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorgeschichte &#8211; Eine Geschichte von Katastrophen:</strong><br>Unser roter Nachbarplanet im Sonnensystem, der Mars, hat schon immer unsere Phantasie angeregt. Was ist dort los? Wie sieht es da aus? Kann man dort hin? Als H. G. Wels 1898 mutmaßliche Marsbewohner in seinem epochalen Roman „Der Krieg der Welten“ mit nicht unbedingt friedlichen Absichten zu uns kommen ließ, war an Raumfahrt noch nicht zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein halbes Jahrhundert später, genauer gesagt 1950, startete dann in den USA der Film „Rocketship XM“, der den Auftakt zu einem ganzen Genre gab. Vermutlich zum ersten mal in der Filmgeschichte landete ein Raumschiff auf dem Mars Not! Und das 11 Jahre bevor überhaupt ein Mensch die Erde mit einem Raumschiff verlassen würde. Nun, den Streifen hat man heute zurecht vergessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die verunglückten Marsexpeditionen setzten sich fort. 1959 im sowjetischen Film „Der Himmel ruft“ schafften es sowjetische und amerikanische Raumfahrer nur mit Mühe bis zu einem Asteroiden in Marsnähe. Vier Jahre später, 1963, eilte man im sowjetischen Film „Begegnung im All“ einem außerirdischen Wesen, das auf dem Mars notgelandet war, zu Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1964 erwischte es dann auch die Amerikaner. In „Notlandung im Weltraum“ (alias „Robinson Crusoe auf dem Mars“) machten Astronauten auf dem Mars Bruch und befreiten nebenbei gleich einmal einen Eingeborenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vielleicht war ja auch alles eine große Lüge. Das behauptete 1977 der amerikanische Thriller „Capricorn One“ alias „Unternehmen Capricorn“. Es ging um eine gefälschte Mars-Landung, die dann ihrerseits in einer Katastrophe endete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Abstürze gingen weiter: 2000 machte die Crew im Film „Red Planet“ auf dem Mars Bruch. Zum Schluss des Films kam nur einer durch. Ein Jahr später, 2001, schlug die Besatzung des spanischen Films „Stranded“ hart auf dem roten Planeten auf. Ausgang und Rettung sind bis heute ungewiss. Zuvor aber war in „Mission to Mars“ (2000) sowohl die Marsexpedition als auch die Rettungsexpedition verunglückt. Hier gab es allerdings ein Happy End und nebenbei die Erleuchtung, dass das mit der Evolution auf der Erde alles Quatsch ist, da das Leben vom Mars kommt/kam (oder so ähnlich&#8230;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den derzeitigen traurigen Höhepunkt aller Marsunglücks- und Marskatastrophenfilme bildet der anglo-amerikanische-Horrorfilm „The Last Days On Mars“, erschienen 2013. Eine Zombieseuche rottet hier die Forschungsastronauten auf dem Mars aus. Der Film ist im Bühnenbild wirklich gut gemacht. Die Story ist sehr schlecht. Dank gebührt den deutschen Filmverleihern dafür, dass dieses Werk nicht in die deutschen Kinos kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2015 kommt nun mit „Der Marsianer“ ein neuer Marsunglücks-Film in die Lichtspielhäuser.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und jetzt wird alles anders!</strong><br>Gute Geschichten sind offensichtlich nicht immer leicht zu finden. Der Amerikaner Andy Weir hat so eine gute Geschichte geschrieben. Einen Roman. Und was für einen! Zuerst wollte kein Verlag sein Erstlingswerk herausbringen. Jetzt ist er auf der Bestsellerliste der New York Times.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig meldete sich Hollywood. Seit Mai 2014 arbeitete der Star-Regisseur Ridley Scott an einer Verfilmung. Dieser ließ für die Story extra die Arbeiten an „PROMETHEUS-2“ ruhen. Kein geringerer als Matt Damon spielt die Hauptrolle. Das Ergebnis kommt jetzt am 8. Oktober 2015 in die Kinos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Romanvorlage ….</strong><br>… wurde im&nbsp;<a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13151.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Forum des Raumfahrer.net e.V</a>&nbsp;schon behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst habe selten mit einer solch großen Begeisterung 500 Romanseiten in kürzester Zeit gelesen, um dann gleich das Ganze noch einmal zu verschlingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ganz besondere Faszination geht von der Geschichte aus. Viele der beschriebenen Technologien sind heute schon machbar. Man möge das Buch also einen Realo-Sci-Fi-Roman nennen. Und die Fachleute sind begeistert. Ulrich Köhler vom DLR in Berlin-Adlershof bestätigte mir einen fachlich realistischen Hintergrund. Auch er hatte das Buch mit Begeisterung gelesen. Freilich, die Geschichte bleibt natürlich ein Märchen, da schon der politische Wille in den USA fehlt, eine Expedition wie die beschriebene überhaupt finanziell umzusetzen. Aber man wird ja mal träumen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Geschichte noch nicht kennt: Bei einer Marsexpedition wird Astronaut Mark Watney nach dem plötzlichen Abbruch der Expedition versehentlich auf dem Mars zurückgelassen. Man hält ihn für tot. Aber er hat überlebt. Jetzt plant er sein Überleben. Und er lässt sich dabei etwas einfallen – und natürlich wird am Ende alles gut. Und dass die Story ohne jede Mystik, Alien-Phobie oder sonstige Ungereimtheiten auskommt, ist einfach großartig. Sie ist logisch und physikalisch korrekt aufgebaut. Die Spannung bleibt bis zum Schluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empfehlenswert ist, sich den Roman vor dem Gang ins Kino durchzulesen. Man wird seine helle Freude an dem Witz, der Ironie und dem lebensbejahenden Sarkasmus des Haupthelden haben. Allerdings bleibt nicht mehr viel Zeit … bis zum Kinostart am 8. Oktober 2015.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF0996Weise1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF0996Weise260.jpg" alt="" class="wp-image-16875" width="260" height="195"/></a><figcaption>Bei dem Wetter ab ins Kino!
(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Film:</strong><br>Ich hatte Gelegenheit, eine Pressevorführung in der Original-Version und in 3D vorab zu sehen. Zur Einstimmung gab es einen Kurzfilm des DLR Berlin mit einem virtuellen Flug über den Mars und allen in der Geschichte vorkommenden Orten der Geschehnisse. Auf der Internetseite des DLR kann man übrigens entsprechendes Begleitmaterial ansehen.&nbsp;<a href="https://www.dlr.de/de/next/aktuelles/nachrichten/2015/der-marsianer" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">(Artikel bei DLR_next)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film selber hält sich nicht einhundertprozentig an die Romanvorlage. Das war bei so einem dicken Buch auch nicht zu erwarten. Allein die Hörbuchausgabe ist über 12 Stunden lang. Einige Szenen und Erlebnisse sind im Film also dem Cutter zum Opfer gefallen. So wurde das Abenteuer mit der abgerissenen Schleuse, dem defekten Raumanzug und der darauf folgenden Dramatik sehr zusammengestrichen. Die lange Fahrt über die Marsoberfläche ist auf ein Minimum gekürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere Ereignisse gehen zu schnell und zu glatt über die Bühne. Genannt sei hier nur die Übernahme des Frachtcontainers beim Erdvorbeiflug, die geradezu harmonisch erfolgt. Überhaupt hat man den Eindruck, Scott stand unter einem ganz schönen Zeitdruck bei der Fertigstellung des Films. Sonst hätte er an manchen Stellen nicht so geschludert. Aber was wäre die Alternative gewesen? Vielleicht ein ausführlicher Fernsehfilm in 5 Teilen a 90 Minuten? Mich hätte es gefreut, die Mehrzahl des Kinopublikums möglicherweise nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Szenenbild ist geprägt von großartigen Landschaftsaufnahmen auf dem Mars mit Weite und Tiefe. Hier zeigt sich eben der Meister Scott. Anders bei Details. Das Raumschiff Hermes erscheint überproportional groß. Das Platzangebot und Raumvolumen für die Crew ist riesig und wirkt für jeden, der sich ein wenig mit Raumaufteilung z.B. in der internationalen Raumstation ISS beschäftigt hat, geradezu unreal. Die Raumfahrer verlieren sich fast in der Weite des Raumschiffes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Schwerelosigkeitsszenen hat man sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Der Zuschauer spürt geradezu die Drähte, an denen die Schauspiel-Astronauten an der Kamera vorbei gefahren werden. Auch hier scheint der Produktionszeitdruck die Qualität eingeschränkt zu haben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass entsprechende Computeranimationen zeit- und kostenintensiver gewesen wären, als am Stahlseil vor einer grünen Wand zu hängen. Wie so etwas wirklich gut ausgesehen hätte, konnte man unlängst in „<a href="https://www.raumfahrer.net/aktuell-im-kino-gravity/" data-wpel-link="internal">Gravity</a>&#8220; sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Garderobe, also genauer gesagt die Marsraumanzüge, zeigen eindeutig, woran Scott zuvor gearbeitet hat. Die Gummianzüge und der eiförmige Helm haben große Ähnlichkeit mit den Skaphandern aus Scotts „PROMETHEUS&#8220;-Film. Und da er gerade an „PROMETHEUS-2&#8243; arbeitete, liegt der Verdacht nahe, dass er sich hier von Seiten des Designs bedient hat. Schade! Ein wenig mehr Realismus in Bezug auf marsianische Gegebenheiten wären hier wünschenswert gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleiner Lacher, sagen wir lieber Schmunzler, am Ende des Films: Im Abspann wird die nächste Marsmission gestartet. Als ESA-Astronaut mit dabei: Ein Brite. Als ob Großbritannien sich intensiv mit bemannter Raumfahrt beschäftigen würde. Nun ja. Die Weltpremiere fand in London statt. Das ist dann vermutlich der Tribut an das britische Publikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chinesen spielen eine große Rolle, die Russen gar keine Rolle in der Geschichte. Über Wunschdenken und Realitätsnähe soll aber hier nicht diskutiert werden. Es ist halt ein US-Film. Und es ist Sci-Fi! Ein modernes Märchen eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den handelnden Charakteren und Organisationen wurde einiges uminterpretiert. Trotzdem macht es einen riesigen Spaß, die betreffenden Personen in Aktion zu erleben. Dabei bekommt jeder sein Fett weg. Sei es das JPL, Mission Control oder die NASA selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frage: Warum müssen eigentlich Pressesprecherinnen, äh, Communication-Manager, immer langbeinig und blond sein …?!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war es ein besonderes Highlight, als die Spezialisten der Pathfinder-Mission aus dem Jahre 1996 zusammen getrommelt werden. Alle sind garantiert längst im Ruhestand und alle sehen irgendwie wie Altachtundsechziger aus. Die Szene käme völlig ohne Worte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur Mark Watney ist natürlich der absolute Hingucker. Wie er sein Videotagebuch führt und so dem Zuschauer, der qausi hinter dem Kameraauge sitzt, seine Welt erklärt, ist schon toll. Witz, Sarkasmus und der unbedingte Wille, sich mit seinem Schicksal nicht abzufinden, dass wird von Matt Damon hervorragend gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es wird musikalisch:</strong><br>Sonst manchmal etwas unbeachtet, spielt die Filmmusik doch eine große Rolle. Sie unterstreicht und verstärkt filmische Stimmungen. Scott konnte hier fast komplett auf Neukompositionen verzichten. Dank Mars-Commander Lewis! Wer das Buch nicht gelesen hat, dem sei erklärt: Watney plündert aus Gründen des Zeitvertreibs das Musikarchiv seiner Kommandantin, das auf dem Mars zurückgeblieben ist. Und die Dame ist nun mal Disco-Fan! Folgerichtig dröhnt Disco über die Weiten der Marslandschaft. Und ich habe im Kinosessel mit gewippt, als Watney unter der Klängen von ABBA seine Rückkehrkapsel ausschlachtet. „Waterloo, finally facing my Waterloo&#8230;“ Ja, das ging ab. Einfach lebensbejahend! Nur Stayin’ Alive von den Bee Gees, wie im Buch beschrieben, habe ich vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassend:</strong><br>Trotz aller Nörgelei über Unvollkommenheiten in diesem Filmwerk ist festzustellen: Es ist eine tolle und spannende Geschichte. Und es ist vor allem eine gute Geschichte. Es ist eine Geschichte von Menschen, die einander helfen und sich nicht im Stich lassen. Es ist eine Geschichte, die uns etwas lehrt: Nie Aufgeben. Nie den Lebensmut verlieren. Nicht ins Schicksal ergeben, sondern an die Arbeit gehen. Symbolhaft dafür steht für mich die kleine Szene, in der Watney von einem Kruzifix Holzspäne abraspelt, um Feuer zu machen. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.<br>Und der Filmabspann zeigt, dass es nicht das Ende der Geschichte ist, sondern dass es weiter geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sehr gespannt auf die deutsche Synchronisation!<br>Einigen Veröffentlichungen im Netz zu Folge plant die 20th Century Fox den Film „Der Marsianer“ im kommenden Jahr möglicherweise auch als längeren „Directors Cut“ in einer 160 Minuten langen Fassung herauszubringen. Tatsache ist, dass Scott einige Szenen herausschneiden musste, um auf die gewünschte Spiellänge von 141 Minuten zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Preview der besonderen Art gab es im Weltraum auf der ISS. Exklusiv wurde der Film am Sonntag, dem 20. September 2015 dort gezeigt. Die Astronauten Scott Kelly und Kjell Lindgren twitterten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun hinein in die Kinos und hinauf auf den Mars!<br>Mark Watney lebt &#8230; offensichtlich! Und mit ihm der Marsfilm. Ich habe es selbst gesehen! Wirklich!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg340917#msg340917" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Bis zur Unendlichkeit &#8211; und doch nicht weiter&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bis-zur-unendlichkeit-und-doch-nicht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 20:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interstellar]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; (frei nach Buzz Lightyear &#8211; Toy Story) Eine etwas andere Betrachtung von Christopher Nolans INTERSTELLAR durch Andreas Weise Quelle: Andreas Weise. Am 12. April 2015 wurde im großen altehrwürdigen Filmtheater DELPHI am Bahnhof ZOO in Berlin zu Ehren des Tages der Raumfahrt der Film INTERSTELLAR in einer 70mm-Version aufgeführt. Ein großer und vor allem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8230; (frei nach Buzz Lightyear &#8211; Toy Story)   Eine etwas andere Betrachtung von Christopher Nolans INTERSTELLAR durch Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_small_1.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
DVD-Hülle INTERSTELLAR 
<br>
(Bild: privat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. April 2015 wurde im großen altehrwürdigen Filmtheater DELPHI am Bahnhof ZOO in Berlin zu Ehren des Tages der Raumfahrt der Film INTERSTELLAR in einer 70mm-Version aufgeführt. Ein großer und vor allem langer Film – zweifellos. Trotzdem wirft er für mich auch fünf Monate nach seiner Uraufführung viele Fragen auf. Grund genug, einmal einige Gedanken aufzuschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich! Ich hatte mich auf den Film sehr gefreut. Endlich einmal ein neuer Science-Fiction-Film, der ohne die üblichen Weltuntergangsschlachten und Aliengemetzel auskommt. Ein Film der einen wissenschaftlichen und auch philosophischen Hintergrund verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Start in den deutschen Kinos im November 2014 folgten Lobeshymnen, Vergleiche mit Kubricks Meisterwerk „2001“ und endlose Diskussionen über den Physik des Filmes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich kein Astrophysiker bin und auch nicht in die Hobbygilde solcher aufsteigen will, habe ich schlicht zur Kenntnis genommen, dass sich Nolan bei den physikalischen Hintergründen sehr viel Mühe gegeben und dabei auch wissenschaftlichen Rat eingeholt und berücksichtigt hat. Ein Umstand, der in der Filmbranche nicht unbedingt normal ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die positive Folge: Populärwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema in den Fachmedien. Und der einfache Kinogänger staunt.So muss es in den Menschen zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit Albert Einstein ergangen sein. Einsteins Relativitätstheorie begeistert die Menschen und ließ ihn zu einem Superstar aufsteigen. Aber nicht, weil die Menschen seine Erkenntnisse verstanden, sondern gerade weil sie ihn nicht verstanden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und INTERSTELLAR ? Ich hatte mir den Film dreimal angesehen. Fast erschlagen von den grandiosen Bildern bin ich jedes Mal aus dem Kino gekommen und habe mich gefragt: Was war das jetzt gerade?!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein bekanntes Gefühl von Ratlosigkeit machte sich breit. Erinnerungen an den zweieinhalb Stunden Film SOLARIS aus dem Jahre 1972 kamen hoch. Spannung halten bis zum Schluss und passiert ist dann doch nichts! Ebenso der Film „2001“, der sich mir erst erschlossen hatte, nachdem ich Arthur C. Clarkes Romanvorlage gelesen hatte. Ja ich bekenne offen: Ich habe „2001“ erst als filmisches Meisterwerk begriffen, nachdem ich ihn mehrmals angesehen und überdacht hatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei INTERSTELLAR ist das anders. Je weiter ich in das Werk eindringe, umso verworrener, oberflächlicher, klischeehafter und naiver wird es.Und die Angst steigt auf, gegen den Mainstream zu schwimmen und zum Schluss als der kleine Junge aus dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ dazustehen. Der rief bekanntlich „Er hat ja nichts an!“ Ich würde rufen „Nein! Der Film ist nicht das geniale Meisterwerk!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Film irgendwie zu fassen, muss man sich kurz mit seinem Schöpfer, Christopher Nolan, befassen. Nolan, der Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben hat, ist vom Geiste her Amerikaner. Und das durch und durch. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, ist aber so. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insofern ist das vermittelte Weltbild sehr einfach gestrickt. Aber was in den Batman-Verfilmungen hervorragend funktioniert hat, eine einfache Schwarz-Weiß-Sichtweise, das funktioniert bei einem Film wie INTERSTELLAR nicht.Bei Kubricks 2001 oder bei Tarkowskis SOLARIS war der Zuschauer gerade zu gezwungen, in philosophischen Kategorien zu denken. Das war anstrengend für den Zuschauer, machte die Filme aber gerade deshalb attraktiv. Die Suche nach dem höheren Sinn eben. Mit einer höheren Moral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolan aber fordert hier dem Zuschauer nichts ab. Er setzt ihm seine (Welt-)Bilder vor und damit genug. Und diese Welt ist der mittlere Westen der USA, der durch häufige Sandstürme veranlasst langsam untergeht. Die Ursachen dafür bleibt Nolan schuldig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es die maßlose Lebensweise der Menschen, wie kurz angedeutet? Auf alle Fälle ist das Schicksal unwiderruflich und gegeben. Man möge fast denken, es ist Gott gegeben. Kein Aufbäumen der breiten Wissenschaft gegen das Unheil. Im Gegenteil. Die Strafe für das „sündige“ Leben muss ertragen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungebildete Farmer (wie Nolan seinen Helden sagen lässt), statt Ingenieure. Mit dieser Denkweise eckt man natürlich nicht an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man stelle sich nur vor, Nolan hätte etwas vom Klimawandel und deren Auswirkung erwähnt. Sofort hätte es Schälte von den Fundamentalisten gehagelt. Nicht gut für die Publicity.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Rest der Welt wird komplett ausgeblendet. Die Welt geht unter und jeder stirbt für sich allein. Der Gedanke einer weitreichenden Zusammenarbeit gegen das drohende Unheil – Fehlanzeige! Nicht einmal im kleinsten Ansatz. Ganz nach der Denkweise: Jeder ist seines Glückes Schmied – und zwar allein. The American Way Of Life. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rettung der Menschheit, von der hier ausschließlich die US-Szenerie im besagten mittleren Westen gezeigt wird, besteht in einer Organisation im Verborgenen. Diese sucht nach einem Ausweg in Gestalt einer „Wundergleichung“, die dann „das“ Problem der Rettung der Menschheit lösen soll. Es geht um die Manipulation von Gravitation. Das ist ein toller Gedanke, kommt hier aber völlig naiv und platt herüber. Alle greifbaren Klischees werden gezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Held erreicht einen Ort in der Nacht. Wir sehen kurz am Berg ein verwittertes Schild &#8222;NORAD&#8220;. (NORAD zu deutsch: Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando). Die Szenerie des Tunneleingang in den Berg musste schon in unzähligen Filmen herhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren erfährt der staunende Held, wer hinter allem steckt. Eine naive Szene, die nicht nur bei mir fast einen Lachkrampf ausgelöst hätte. Sogar der Held Cooper (Metthew McConaughye) selber schaut mehr als ungläubig:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sind Sie? Wir sind die NASA. NASA? NASA!Und zum Beweis öffnet sich eine Wand und in circa 50 Schritten Entfernung vom Konferenztisch steht man in einem Startschacht. Der Zuschauer sieht drei riesige Triebwerke. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Szene erinnert an die Startsequenz aus dem Film APOLLO 13. Das wäre so, als habe man ein Büro direkt neben dem Starttisch der Rampe LC-39a für die Saturn-5-Raketen auf Cape Kennedy. In einer viel späteren Szene erfolgt der Start des triebwerkbewehrten Gerätes aus dem Schacht. Dabei werden ebenfalls sehr ähnliche Einstellungen wie bei APOLLO 13 verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stufentrennung des Raumfahrzeuges sieht auch genauso aus wie die in Ron Howards Film APOLLO 13. Die Raumfahrtgeschichte kennt solche Einstellungen vom Start der Apollo 4 (erster Sarturn-5-Start überhaupt) und waren real gedreht mit Onbordkameras. Für das Jahr 1967 eine grandiose Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zum Konferenztisch: An dieser Stelle keimte kurz Hoffnung auf. Am Tisch saß ein älterer, weißhaariger Herr mit Brille. Der dunkelblaue Anzug saß perfekt und er war offensichtlich so was wie der Boss vom Ganzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesicht gehörte dem Schauspieler William Devane. Für mich die Verkörperung eines der klassischen starken US-Gesichter, zu vergleichen z.B. mit John Wayne. Schade aber, sein Auftritt dauerte nur Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den absoluten verbalen Höhepunkt leistet sich die Figur des Prof. Brand (Michael Caine): An den Haupthelden Cooper gerichtet fordert er „Dann gehen Sie da raus, und retten Sie sie&#8230;. .“  Das könnte aus einem Western entsprungen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon erwähnt, das ganze Problem der Menschheitsrettung erscheint unter US-Sichtweise. Andere Teile der Menschheit werden mit keiner Silbe erwähnt. Auf den fernen Planeten steht das Sternenbanner. Es ist vom Winde zerschlissen, aber es weht. So wie bei den großen Pionieren der Eroberung des Westens. Das ist das Reinverständnis, wie man sich als Amerikaner möglicherweise selber sieht. Als Garant für die Freiheit und die Zukunft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nur Amerika ist überhaupt in der Lage, etwas zu tun. Aus US-amerikanischer Sicht geht das vielleicht in Ordnung. Als Mitteleuropäer habe ich da so meine Probleme mit dieser absoluten Sichtweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt nun von der Story übrig? Nolan zeigt eine Welt, die nicht mehr zu retten ist. Wo der Mensch nur noch die Erde verlassen kann. Das ist eine Bankrotterklärung unserer heutigen Lebensweise und die Verneinung jedweder Hoffnung auf Änderung. Die globalen Probleme bleiben ungelöst und man macht sich vom Acker.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein nicht gerade sehr optimistischer Gedankengang. Die Zukunft der Menschheit über ein Auswandern der Bevölkerung von der Erde innerhalb von 80 Jahren erscheint als ausgesprochen traumhafte Lösung. Insofern bietet der Film keine Visionen sondern spielt mit unseren Ängsten. Es geht ja sowieso alles den Bach herunter, also nur noch Flucht. Und genau das macht den Unterschied zwischen INTERSTALLAR und 2001 oder auch 2010.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolans Werk aber nur auf den Fakt einer zerrissenen Geschichte zu reduzieren wäre nicht fair. Die Szenen außerhalb der Erde, die Bilder der Raumschiffe, des Weltalls, der Planeten, alles ist hervorragend in Szene gesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man findet auch innerhalb des Bühnenbildes keine Makel. Vergebens eine Suche nach &#8222;Fehlern&#8220; wie zum Beispiel einem Bügeleisen (wie in RAUMPATROLIE) oder einer nicht offensichtlich befestigten Schreibtischlampe im schwerelosen Raum oder andere Ungereimtheiten. Jedenfalls, wenn man nicht zielgerichtet danach sucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolan beglückt uns mit weltraumexotischen Landschaften, eingebettet in eine passende Musik und eine sehe gute Regiearbeit mit den Schauspielern. Hierbei gibt es keine Abstriche. Und ich habe auch an mancher Stelle eine kleine Träne unterdrücken müssen. Gefallen hat mir hierbei besonders die kleine aber feine Rolle von John Lithgow als Großvater Donald. Aber auch die bewusst etwas zurückgehaltene Rolle von Matt Damon als Doktor Man kommt sehr gut herüber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es fehlt auch nicht an kreativen Ideen, das unvorstellbare von Raum und Zeit zu visualisieren. Das zu lösende Problem ließe sich vielleicht so beschreiben: Ein Strichmännchen auf einem Blatt Papier kennt nur zwei Dimensionen: Ein Strich im Wege wäre ein schier unüberwindliches Hindernis. Also muss man dem Strichmännchen eine dritte Dimension zuordnen, damit es den Strich überspringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nolans Idee im Film mit der Rückseite einer Bücherwand eine Verbindung von Raum und Zeit darzustellen, das ist äußerst originell. An dieser Stelle sollte man nicht nach wissenschaftlicher Genauigkeit fragen. Das ist eben halt großes künstlerisches Kino. Da bleibt man dann doch gerne die zweidreiviertel Stunden im Kinosessel sitzen. Auch wenn es schwer fällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit wären wir beim Dilemma des Betrachters. Einerseits eine sehr fragwürdige Ausgangsgeschichte, anderseits tolle Bilder. Den Film als gut oder schlecht zu kategorisieren ist mir nicht möglich. Damit stellt sich das gewisse Gefühl der Ratlosigkeit ein, wie am Anfang erwähnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">INTERSTELLAR wird als großer bunter Film in der Kinogeschichte seinen Platz finden. Aber nicht als vollkommenes Meisterwerk wie das eines Kubrick.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geh nicht gelassen in die gute Nacht, brenn, Alter, rase, wenn die Dämmerung lauert;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sterbelicht sei doppelt zornentfacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Strophe eines Gedichtes von Dylan Thomas. In INTERSTELLR mehrfach zitiert &#8230;Es empfiehlt sich, das Gedicht etwas genauer zu betrachten. Das ist aber schon wieder eine andere Geschichte.</p>
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		<title>Zum 80sten: Der Film</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zum-80sten-der-film/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2014 08:27:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer, wenn es in Russlands Weltraumfahrt nicht so gut läuft, erinnert man sich gerne der Helden und der großen ruhmreichen Vergangenheit, findet Andreas Weise, der für Raumfahrer.net den auf DVD und Blu-ray Disc erschienen Film &#8222;Gagarin: Wettlauf ins All&#8220; gesehen und begutachtet hat. Anfang der siebziger Jahre musste die sowjetische Raumfahrt schwere Niederlagen hinnehmen: Der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Immer, wenn es in Russlands Weltraumfahrt nicht so gut läuft, erinnert man sich gerne der Helden und der großen ruhmreichen Vergangenheit, findet Andreas Weise, der für Raumfahrer.net den auf DVD und Blu-ray Disc erschienen Film &#8222;Gagarin: Wettlauf ins All&#8220; gesehen und begutachtet  hat. </h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/gagarin_1_600rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/gagarin_1_260rosc.jpg" alt="Juri Alexejewitsch Gagarin
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Juri Alexejewitsch Gagarin <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang der siebziger Jahre musste die sowjetische Raumfahrt schwere  Niederlagen hinnehmen: Der Flug zur ersten bemannte Raumstation 1971  endete bei der Landung der Sojus 11 im Desaster und mit dem Tod von drei  Kosmonauten. Von den anderen Tragödien, beispielsweise dem dritten  Fehlstart der Superrakete N1, erfuhr die Öffentlichkeit damals erst gar  nichts. Zuvor war der Wettlauf zum Mond verloren gegangen. Und wie zum  Trotz erschien 1972 der sowjetische Spielfilm „Die Bändigung des  Feuers“. Ein Helden-Film über die ersten großen Erfolge der sowjetischen  Raumfahrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 40 Jahre später ist die  russische Raumfahrt durch diverse Tiefschläge wieder auf einem Tiefpunkt angelangt und man braucht erneut Helden auf der Leinwand, um vom Sieg  im Kosmos zu künden. Das kommt daher mit dem Film „Гагарин. Первый в  космосе“ (Gagarin: Der Erste im Weltraum), welcher im Sommer 2013 in den russischen Kinos startete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide genannten Filme sind großartig – jeder auf seine Weise. Aber damit hören die  Gemeinsamkeiten schon auf. Während 1972 die Raumfahrtgeschichte als monumentales Heldenepos mit einem sehr schwammigen Bezug zur realen Geschichte gezeigt wird, versucht der neue Gagarin-Film das zu sein, was man so dem Russischen Kino nicht zugetraut hätte: Einfach und ehrlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist erfreulich, dass es dieser Film nun auch nach Deutschland geschafft hat, und das in einer deutschen Synchronisation und rechtzeitig zu Gagarins 80. Geburtstag. Allerdings lässt der  deutsche Filmtitel schon wieder argwöhnen. &#8222;Gagarin: Wettlauf ins All&#8220;. Warum diese Übersetzungsungenauigkeit? Die englische Variante ist da einfach, direkt und wahrheitsgemäß: &#8222;Gagarin: First in Space&#8220;. Punkt! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film stellt die Ereignisse des 12. April 1961 bis zur Landung von Wostok 1 dar. Darin eingebettet sind unzählige Rückblenden auf das Leben Gagarins vor seinem Raumflug. Dies ist eine typische russische Filmmachart, eben ein Film speziell für das russische Publikum. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC06914rc1500tw.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Büste Juri Gagarins im EAC 2013. (Bild: Thomas Weyrauch)" data-rl_caption="" title="Büste Juri Gagarins im EAC 2013. (Bild: Thomas Weyrauch)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC06914rc260tw.jpg" alt="Büste Gagarins im EAC in Köln
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Büste Gagarins im EAC in Köln<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzulande tut man sich schwer mit einem solchen Format, was den  Schwerpunkt eher auf das gesprochene Wort, als auf die Kraft der Bilder  legt. Dieser Raumfahrt-Historien-Film steht in einer Reihe mit den Filmen „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ und „Apollo 13“. Allerdings  reicht er in der Dynamik und der Kraft der Bilder nicht an letztere Filme heran. Das nun sollte aber kein Hinderungsgrund sein, ihn sich nicht genau anzusehen. Es lohnt sich! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir erleben einen jungen Mann, der sucht, der auch Zweifel hat, der nicht der Superheld ist, wie er in der Propaganda Jahrzehnte lang dargestellt wurde. Wir erfahren, dass seine Frau Walja immer für ihn betet. Ein Fakt, der zu Sowjetzeiten geradezu ungeheuerlich für einen  sozialistischen Superhelden gewesen wäre. Wer den Film aufmerksam ansieht, findet eine Unmenge von Fakten und Details. Hat man vorab zum  Beispiel Kowalskis Gagarin-Buch „Heute 6:07 UT“ gelesen, ist der Wiedererkennungswert garantiert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da wird unter den 20 auserwählten Kosmonauten-Kandidaten auch ein gewisser Bondarenko  aufgerufen. Dieser Mann kam auf tragische Weise im März 1961, einen Monat vor dem Start von Wostok 1, ums Leben, nachdem er in einer mit reinem Sauerstoff gefüllten Druckkammer einen in Alkohol getränkten Wattebausch auf eine Kochplatte geworfen hatte. Leider wird das im Film nicht erwähnt. Es wäre vielleicht zu viel der Offenheit gewesen. Aber genau diese Druckkammer und auch den Kocher mit der roten Herdplatte sehen wir im Film – in einer Szene mit Gagarin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann die Tragik, wie die Kandidaten verbissen um die Reihenfolge kämpfen und eben auch scheitern. Wir erleben die unterschiedlichen Charaktere Gagarin, Titow und Neljubow. Wir erfahren, dass Neljubow ein sehr ehrgeiziger Charakter war. Das brachte ihn später auch zu Fall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neljubow hatte es nicht verwunden, nicht erster zu sein. Er wurde wegen einer Disziplinlosigkeit später aus der Kosmonautengruppe ausgeschlossen, ja sogar von allen Fotos getilgt. Aber auch Titow wusste, dass man sich nur an den Ersten erinnern würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dramatik des Fluges von Wostok 1 wird sehr gut dargestellt. So äußert sich Koroljow verärgert auf die Frage, was man machen solle, wenn die Kapsel nicht auf sowjetischen Territorium landen würde: „Sprengen! Sprengen, damit der Gegner nicht erfährt, mit was für einem Schrott wir ins Weltall fliegen!“ Drastische klare Worte. So lässt sich vielleicht erklären, dass in manchen Berichten Gagarins  Überlebenschancen mit 50/50 eingeschätzt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass General Kamanin, quasi der militärische Vorgesetzte von Gagarin, eben nicht den am 9. März 1934 geborenen Gagarin bevorzugte, sondern den rund eineinhalb Jahre jüngeren Titow, ist bestimmt auch für manchen Zuschauer neu. Hier sei zu bemerken: Die Figur Koroljow sieht seinem Original sehr ähnlich. Die andere wichtige Person, General Kamanin,  weicht doch optisch sehr vom Vorbild ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das  Szenenbild selber ist zum größten fast ausnahmslos nachgebaut und am  Computer entstanden. Filmdrehs an den Originalschauplätzen waren wohl zu kostenaufwendig. Auch halten sich hartnäckig Gerüchte, dass die Dreharbeiten nicht unbedingt die Unterstützung der entsprechenden russischen Stellen gefunden haben. Baikonur war zumindest nicht Drehort. Im Großen und Ganzen ist das aber Alles ganz gut gelungen. Und man sollte im Szenenbild nicht gleich nach allen Details der Startanlagen oder der Ausrüstung sucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist, dass Gagarins Töchter Galina und Jelena dem Filmprojekt ihren Segen gegeben haben. Bislang hatten Sie sich gegen so manche Verfilmung des Lebens ihres Vaters und gegen eine Kommerzialisierung des Namens Gagarin entgegen gestemmt. Man erinnere sich an die Aufregung, als der Name „Gagarin“ urheberrechtlich geschützt werden sollte, um Missbrauch zu verhindern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. März, zu Gagarins 80. Geburtstag wurde der Film im zentralen russischen Fernsehen „Perviy Kanal“  zur besten Sendezeit ausgestrahlt und damit landesweit über die russischen Kinos hinaus bekannt gemacht. Diese Tatsache ist sehr bemerkenswert, wurde doch hier nichts geringeres getan, als das  vorherrschende Gagarinbild vom fast gottgleichen Nationalhelden durch eine realistische und menschliche Darstellung zu ersetzen. Für russische Verhältnisse ein ungeheuerlicher Vorgang. Für das Ansehen der Person Gagarins kann das nur positiv aufwertend sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Raumfahrt- und Geschichtsinteressierte ist dieser Film auf alle Fälle ansehens– und empfehlenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine, nicht ganz ernst gemeinte Anmerkung zum Schluss:<br>In einer Szene bei medizinische Tests sieht man in einer  Großaufnahme ein Gerät und das Typenschild: R-F-T, Funkwerk Erfurt, VEB! Ein Schelm, der hier nicht an einen Zufall glaubt! Denn „Sergej Pawlowitsch (Koroljow) hat deutsche Technik geliebt ….!“ So die Erläuterung im Koroljow-Museum in Moskau mir gegenüber im Jahre 2008 zu einer ähnlichen Situation. Wie wahr, wie wahr! </p>
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		<title>Aktuell im Kino: GRAVITY</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aktuell-im-kino-gravity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2013 05:55:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[GRAVITY]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andreas Weise hat für uns GRAVITY gesehen. Hier ist sein fundierter Bericht über das aktuelle Weltraum-Kinospektakel. Mit Empfehlungen für Kinogänger, Raumfahrtbegeisterte, Wissensdurstige und Regie. Ein Beitrag von Andreas Weise. A star is born&#8230; .Lange vor dem Kinostart in Deutschland am 3. Oktober 2013 hatte der Weltraumfilm GRAVITY die raumfahrtbegeisterten Kinobesucher neugierig gemacht. Die vorab veröffentlichten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Andreas Weise hat für uns GRAVITY gesehen. Hier ist sein fundierter Bericht über das aktuelle Weltraum-Kinospektakel. Mit Empfehlungen für Kinogänger, Raumfahrtbegeisterte, Wissensdurstige und Regie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSC09157GRAA300.jpg" alt="" class="wp-image-16874" width="300" height="200"/><figcaption>(Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>A star is born&#8230; .</strong><br>Lange vor dem Kinostart in Deutschland am 3. Oktober 2013 hatte der Weltraumfilm GRAVITY die raumfahrtbegeisterten Kinobesucher neugierig gemacht. Die vorab veröffentlichten Trailer zeigten überwältigende Szenen, die den Zuschauer in ihren Bann zogen. Auch wussten einige Rezensenten vor dem Kinostart schon genau, was wir zu sehen bekommen würden. Etwas Einmaliges!<br>Der Filmregisseur James Cameron soll über GRAVITY gesagt haben: „Der beste Weltraumfilm aller Zeiten!“ Nun, das ist ein Superlativ, das misstrauisch macht. Also habe ich mir den Film gleich nach seinem Erscheinen angesehen: In meinem kleinen Heimatkino, schon in 3D und auf Berlins größer Kinoleinwand, im IMAX im Sonycenter am Potsdamer Platz. Das Ergebnis war grandios, berauschend, überwältigend und ernüchternd zu gleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Story</strong><br>Die Geschichte ist schnell erzählt und könnte auf dem berühmten Bierdeckel Platz finden: Zeit und Ort der Handlung: Das Jetzt im Weltraum mit dem technologischen Stand von heute. Bei einer Shuttle-Mission am Hubble-Teleskop werden die Raumfahrzeuge durch einen Trümmerregen, verursacht durch die Sprengung eines russischen Satelliten komplett zerstört. Einzige Überlebende sind der alte Raumfahrt-Hase Kowalsky (George Clooney) und die Missionsspezialistin Dr. Stone (Sandra Bullock). Beide schweben jetzt im All allein, nur durch die Sicherungsleine miteinander verbunden. Über die Zwischenstationen ISS, Sojus, und die chinesische Raumstation Tiangong mit dem Raumschiff Shenzhou gelangt schließlich Stone zurück auf die Erde. Unterwegs ist ihr der Begleiter verloren gegangen und alles, was im All so herum flog, ist zertrümmert. Über weite Strecken ist der Film damit fast ein Einpersonenstück. Die Geschichte ist zu geradlinig und ohne wirkliche dramatische Wendungen. Der Zuschauer weiß, das es trotz aller Pannen und Zerstörungen gut ausgehen muss, da sonst die dünne Story vorzeitig beendet wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Schauspieler</strong><br>Mit der Besetzung der Rolle von Stone durch Sandra Bullock ist ein großer Wurf gelungen. Bullock spielt Ihre Rolle als ums Überleben kämpfende Astronauten sehr überzeugend. Angst, Panik, Überlebenswille – all das kommt überzeugend herüber. Außerdem trägt sie den Film als One-Woman-Show über weite Strecken allein. Ob es für den Oscar reicht, wird sich zeigen.<br>Für den männlichen Part, die Rolle des altgedienten Weltraum-Hasen Kowalsky konnte Georg Clooney gewonnen werden. Auch hier ein Glücksfall. Clooney gelingt es, der sehr überzogen und klischeehaft aufgebauten Figur Kowalsky wenigstens etwas Charme abzugewinnen. Sei es beim Herumkurven wie eine Hummel um die Blume mit dem Jetpack im Weltraum, der Suche nach dem russischen Wodka oder seinen flachen Sprüchen, die selbst die Bodenstation langweilen. Auch hat er dauernd diese durchdringende Mischung zwischen Lächeln und Grinsen in seinem Gesicht. Für mich sah das Gesicht immer irgendwie wie Buzz Lightyear aus Toystory aus. Zu erwähnen wäre, das in der US-Version Ed Harris als die Stimme von Mission Control zu hören ist. Man erinnere sich an seine Rolle als Flugleiter Gene Kranz in Apollo 13.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Szenenbild</strong><br>Im krassen Gegensatz zur dünnen Geschichte steht die bildnerische Umsetzung. Diese ist grandios und überwältigend. Hier werden alle technischen Möglichkeiten des 3D-Films bis an ihre Grenzen voll ausgereizt. Die beste Wirkung entfalten die Bilder auf einer wirklich großen Kinoleinwand. Das Wohnzimmerkino mit Blueray wird hier später nicht mithalten können. Die überwältigenden Bilder der Eröffnungsszene und der ersten 10 Minuten Film sind in ihrer Wirkung vergleichbar mit dem für damalige Verhältnisse geradezu umwerfenden Erdanblick aus der Umlaufbahn in Kubrick&#8217;s 2001 aus dem Jahre 1968. Nachdem das Inferno der Zerstörung durch den Trümmerregen losbricht, sind atemberaubende Kamerafahrten zu sehen. Die Kamera erfasst die Totale der beginnenden Zerstörung, folgt dann den wilden Rotationen von Stone auf dem Greifarm und fängt zum Schluss ihr Gesichtsfeld ein. Und das alles ohne Schnitt!<br>Überhaupt ist es manchmal unfassbar, wie die Schwerelosigkeitsszenen umgesetzt worden sind. Sei es im freien Raum oder in den jeweiligen Raumfahrzeugen. Bei den Möglichkeiten der Computeranimation und Bildüberblendung wurden alle Register gezogen. Kleinere Fehlerchen haben sich zwar eingeschlichen, Stones Haar liegt in der Schwerelosigkeit wie angeklebt, aber das fällt nicht weiter auf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/iss014e18785tma9nasasnipp300.jpg" alt="" class="wp-image-16877" width="300" height="219"/><figcaption>Steuerung in Sojus-TMA 9
(Bildausschnitt: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Kulissen &#8230;</strong><br>&#8230; zeugen von eine absoluten Liebe zum Detail. Es macht hier eine riesige Freude, mit den Augen auf Entdeckungsreise zu gehen. Es ist eigentlich fast alles da. So erinnert das Innere der russischen Schleuse stark an Bilder aus der alten Raumstation MIR und die Steuerhebel der Sojus haben sogar die Handballenaufleger, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der Wiedererkennungswert ist auf alle Fälle gegeben. Kleinere konstruktive Änderungen, die aus dramaturgischen Gründen notwendig sind, übersieht der Betrachter, wenn er sich nicht gerade im Detail der Sojus-Konstruktion auskennt. Ob es eine fachlich kompetente Unterstützung, zum Beispiel durch die NASA oder Roskosmos gab, bleibt anzuzweifeln. Periodisch erlebt man im Laufe des Films eine Orgie der Zerstörung: Bunt, schrill und grandios in Szene gesetzt. Die Lautlosigkeit im All wird durch entsprechend aufpeitschende Filmmusik kompensiert. Man kann sich diesen Bildern der Zerstörung einfach nicht entziehen. Warum muss eigentlich in fast jedem US-Film, der an der Kinokasse Erfolg haben will, etwas vernichtet werden? Nun, diese Frage werde ich hier nicht klären können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als Fazit bleibt &#8230;</strong><br>&#8230; eine extrem dünne Story, gegen die eine Sandra Bullock verbissen ankämpft. Eine (Fast-) Nebenrolle von George Clooney, der dramaturgisch aber auch nichts verbessert. Dagegen ein überwältigendes Szenenbild, an dem man sich einfach nicht satt sehen kann. Und das natürlich in 3D! Der Zuschauer hat zwei verschiedene Seiten einer Medaille vor sich und muss nun entscheiden, welche er nach oben dreht. Zweifellos wird das jeder irgendwie anders entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und der Sinn?</strong><br>Jeder Film sollte einen Sinn haben (außer Geld einzuspielen). Aber welchen Sinn kann dieser Film ergeben? Was ist nun seine Aussage an das Publikum? Große Raumfahrtfilme wie 2001, 2010, Verschollen im Weltraum oder Apollo 13 hatten eindeutige Aussagen.<br>Man könnte es sich einfach machen, und sagen: &#8222;Bei GRAVITY: Gar keinen!&#8220; Er ist ein Bombardement von tollen 3D-Bildern und rasanten Kamerafahrten. Wortwörtlich genommen also ein sinnloser Film?<br>Vielleicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Versucht man das Ganze aus Sicht des US-amerikanischen Publikums zu betrachten, so könnte man auf ganz andere Gedanken kommen. GRAVITY zeigt nichts anderes, als das Ende der bemannten Raumfahrt. All die investierten Milliarden Steuergelder der letzten Jahrzehnte in Shuttle, Hubble und ISS sind in Trümmern aufgegangen. Der Traum von der US-amerikanischen Supermacht im All ist dahin. Und Schuld daran sind, wie klischeehaft, die Russen mit ihrem stümperhaften Abschießen eines Satelliten. Da fragt man sich, warum es nicht gleich eine nordkoreanische Rakete war, die einen indischen Militärsatelliten getroffen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die USA sich selbst ihrer Spitzenerrungenschaften beraubt haben, wird verdrängt. Die Einstellung des Shuttle-Programms, damit die nicht mehr mögliche Erreichbarkeit von Hubble, die Demütigung, bei den Russen per Anhalter zur ISS mit fliegen zu müssen, sind hausgemacht. Ja selbst die Chinesen können jetzt allein bemannt ins All gelangen. Aber es soll nicht der mangelnde Wille der Politik oder der fehlende visionäre Blick sein, die dazu führten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich ihres bemannten Weltraumzugang beraubt haben.<br>Es ist ein „höheres Ereignis“, was schlussfolgern lässt: Im Weltraum ist kein Leben möglich! Also keine bemannte Raumfahrt! Und alles wird wie beim Jüngsten Gericht in Trümmer gelegt. Der Film ist für alle Kreise in den USA Oberwasser, die meinen, aus Ermangelung an potentiellen Gegnern wie im Kalten Krieg sei es sowieso Unfug, sich mit bemannter Raumfahrt, Marsmenschensuche und ähnlichem zu beschäftigen. Und dafür setzt GRAVITY den Schlusspunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und was bringt der Film für die deutsche Raumfahrt-Szene?</strong><br>GRAVITY ist keine Werbung oder gar eine Förderung des Raumfahrtgedankens. Kinder und Jugendliche werden nach Ansicht dieses Films nicht spontan überlegen, ob sie Astronaut werden. Insofern ist der Film kontraproduktiv.<br>Aber ich möchte, nicht ganz ohne Augenzwinkern, diesem brillant in Szene gesetzten Streifen doch etwas lehrreiches abgewinnen. Ich rufe alle raumfahrtbegeisterten Lehrer für Naturwissenschaften auf, sich mit Ihren Schülern den Film genau anzusehen und im Unterricht zu fragen: &#8222;Wäre das möglich?&#8220;. Wo verlaufen die Bahnen von ISS und Hubble wirklich? Funktioniert ein Feuerlöscher im All? Was trägt man für Anziehsachen im Raumanzug? Hat man nicht wenigstens Socken an? Kann beim Wiedereintritt der Landekapsel und entsprechender Abbremsung ein Kugelschreiber schwerelos durch das Bild schweben?<br>Es gibt ja so viel schöne und liebevoll in Szene gesetzte Ungereimtheiten zu entdecken! Und dabei unterstelle ich nicht, unbedingt nach dem berühmten Haar in der Suppe suchen zu müssen. Die Diskussion ist jedenfalls bereits im Gange. Nicht nur unter den Raumfahrt-Fans. Auch ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti und Ex-Astronaut Prof. Ulrich Walter haben sich zum Realitätsgehalt geäußert. Es lohnt sich bestimmt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die mögliche Rettung:</strong><br>Es gäbe eine Möglichkeit, alle Schwächen des Filmes mit einem Schlag zu beseitigen. Dazu müssten nur ganze 2 Minuten zusätzlich gedreht werden. Vielleicht erleben wir das noch in einer späteren Version. Ich könnte mit das so vorstellen: In der Schlussszene bricht Stone auf der Erde zusammen. Das Bild wird verschwommen, sie wird ohnmächtig. Von Ferne hört sie die Stimme von Kowalsky: „Dr. Stone. Hören Sie mich? Dr. Stone! Aufwachen! Sie sind an der Reihe. &#8230;“ Stone schlägt die Augen auf. Sie befindet sich im Ausbildungszentrum der NASA in Houston und soll gleich in das Wasserbecken zu einem Schwerelosigkeitstraining an einem ISS-Modell steigen. Die Erkenntnis reift: Es war nur ein Traum&#8230; . Ein Alptraum&#8230; .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt zum Schluss nur noch eine Frage:<br>Wann erscheint die DVD oder die Blueray?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://freunde-der-raumfahrt.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Andreas Weise</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg255867#msg255867" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li></ul>
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		<title>Ritt durch Zeit und Raum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ritt-durch-zeit-und-raum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2004 18:17:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Chandra]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer einen Ritt durch Zeit und Raum erleben will findet nun das Richtige. Ein IMAX Film wurde mit Hilfe von Hubble zusammengestellt. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceRef. Dieser Film, der den Namen &#8222;Hubble: Galaxies Across Space and Time&#8220; (übersetzt etwa: Hubble: Galaxien im Laufe der Zeit) trägt, berichtet über die Geschichte von Galaxien [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wer einen Ritt durch Zeit und Raum erleben will findet nun das Richtige. Ein IMAX Film wurde mit Hilfe von Hubble zusammengestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceRef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Film, der den Namen &#8222;Hubble: Galaxies Across Space and Time&#8220; (übersetzt etwa: Hubble: Galaxien im Laufe der Zeit) trägt, berichtet über die Geschichte von Galaxien in einem Zeitraum vom zehn Milliarden Jahren. Man nahm Bilder des Hubble Weltraum Teleskop und bearbeitete diese etwas damit sie IMAX tauglich werden. Dies führt dazu das dieser Kinobesuch sie zu einer Reise durch das gesamte Universum verführt, da Hubble ja schon ziemlich viele wunderschöne aber auch viele beeindruckende Bilder von Galaxien gemacht hat. Diese Galaxien sind durch das gesamte Universum verstreut.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062004201751_small_1.jpg" alt="None" width="372" height="401"/><figcaption>
Ein Foto aus dem IMAX mit vielen Zuschauern (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind insgesamt mehr als 11.000 Fotos die immer wieder zu 3D Modellen zusammengefügt wurden. Einen drei minütigen Vorgeschmack bekommt man <a href="http://images.spaceref.com/news/2004/2004-16-b-high_mpeg.mpg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> zum downloaden. Der Besucher sieht wie Galaxien auf ihm zurasen und sieht Gase und Staub umher fliegen so als ob man direkt mit einem Raumschiff vorüberfliegen würde. Der Film besteht im Grunde aus zwei Teile. Einer verführt Sie in die Welt der Galaxien die nahe der Milchstraße sind und der andere verführt Sie noch tiefer in den Weltraum. Umso weiter man von der Erde wegblickt umso tiefer sieht man in die Vergangenheit unseres Universums. Ereignisse die man hier sieht passierten meist schon vor einigen Milliarden Jahren und wurden erst vor kurzen vom Hubble Teleskop aufgenommen da das Licht solange braucht um die Erde zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film wurde bereits bei den Filmfestivals in Los Angeles ausgezeichnet. Der Film beinhaltet nicht nur Fotos vom Hubble Weltraumteleskop sondern auch vom Chandra Röntgenteleskop und des Spitzer Weltraumteleskop, den größten drei Teleskopen der NASA zurzeit. Der Film wurde von einem Team rund um Barbara Feldon gedreht und entstand mit der festen Zusammenarbeit von NASA und ESA. 
<br>
Den ersten Reaktionen zufolge soll dieser Film sehr gut sein. Es kommt auf jeden Fall etwas Star Trek Stimmung auf wenn man die Galaxien an sich vorbeirasen sieht, doch (leider) kommt man vom Ausflug in die Zukunft wieder in die Realität zurück. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ritt-durch-zeit-und-raum/" data-wpel-link="internal">Ritt durch Zeit und Raum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<enclosure url="http://images.spaceref.com/news/2004/2004-16-b-high_mpeg.mpg" length="27449988" type="video/mpeg" />

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