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	<title>Hydra &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Hydra &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Planetentrio mit möglicherweise bewohnbarer Welt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planetentrio-mit-moeglicherweise-bewohnbarer-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 16:08:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Observatorium]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Göttingen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen entdeckt neue Exoplaneten. Eine Presseinformation der Georg-August-Universität Göttingen. Quelle: Georg-August-Universität Göttingen. (pug) Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat drei neue Planeten entdeckt, von denen einer möglicherweise bewohnbar ist. Die neu entdeckten Planeten umkreisen in der 31 Lichtjahre entfernten Konstellation Hydra einen Stern namens GJ 357, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen entdeckt neue Exoplaneten. Eine Presseinformation der Georg-August-Universität Göttingen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Georg-August-Universität Göttingen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_small_1.jpg" alt="Carl Sagan Institute/Jack Madden" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Planetensystems von GJ 357. 
<br>
(Bild: Carl Sagan Institute / Jack Madden)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">(pug) Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat drei neue Planeten entdeckt, von denen einer möglicherweise bewohnbar ist. Die neu entdeckten Planeten umkreisen in der 31 Lichtjahre entfernten Konstellation Hydra einen Stern namens GJ 357, der etwa ein Drittel der Masse und Größe der Sonne aufweist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics erschienen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar 2019 beobachteten Kameras des Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) der NASA den Stern. Dabei stießen sie auf die Existenz eines Exoplaneten, der in seiner Umlaufbahn den Stern teilweise bedeckt und sein Licht dadurch abschwächt. Diese sogenannten „Transits“ gehören zum Planeten GJ 357 b, einem Planeten, der etwa 22 Prozent größer ist als die Erde. Er umkreist seinen Stern elfmal näher als Merkur unsere Sonne. Dies ergibt eine Gleichgewichtstemperatur – berechnet ohne Berücksichtigung des zusätzlichen Treibhauseffekts einer möglichen Atmosphäre – von etwa 250 Grad Celsius. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_small_2.jpg" alt="NASA GSFC / Chris Smith" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Planeten GJ 357 b. 
<br>
(Bild: NASA GSFC / Chris Smith)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir bezeichnen GJ 357 b als so genannte heiße Erde“, erklärt Ko-Autor Prof. Dr. Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. „Obwohl der Planet kein Leben beherbergen kann, ist er ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung erdähnlicher Planeten. GJ 357 b ist der drittnächste Transit-Exoplanet und damit einer der am besten geeigneten Planeten, die wir haben, um die Zusammensetzung einer möglichen Atmosphäre zu messen.“ Wenn GJ 357 b aus Gestein besteht, ist er vermutlich etwa doppelt so groß wie die Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mithilfe von bodengestützten Daten, aufgenommen seit 1998 an der Europäischen Südsternwarte und am Campanas-Observatorium in Chile sowie am Keck-Observatorium in Hawaii und am Calar Alto-Observatorium in Spanien, konnte das Forscherteam unter der Leitung des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln auf Teneriffa die Existenz von GJ 357 b bestätigen – und stieß überraschenderweise auf zusätzliche Signale der planetarischen Begleiter, GJ 357 c und GJ 357 d, die allein durch TESS-Beobachtungen nicht entdeckt werden konnten. GJ 357 d ist weit genug von seinem Stern entfernt, um möglicherweise bewohnbar zu sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_small_3.jpg" alt="NASA GSFC / Chris Smith" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Planeten GJ 357 c. 
<br>
(Bild: NASA GSFC / Chris Smith)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GJ 357 c hat eine Masse, die mindestens das 3,4-fache der Erde beträgt, umkreist den Stern alle 9,1 Tage und hat eine Gleichgewichtstemperatur um 130 Grad Celsius. TESS hat keine Transits von diesem Planeten beobachtet, was darauf hindeutet, dass seine Umlaufbahn im Verhältnis zur Umlaufbahn der heißen Erde leicht geneigt ist – vielleicht um weniger als ein Grad. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31072019180854_small_4.jpg" alt="NASA GSFC / Chris Smith" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Planeten GJ 357 d. 
<br>
(Bild: NASA GSFC / Chris Smith)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GJ 357 d, der äußerste bekannte Planet des Systems, hat eine Masse von mindestens dem 6,1-fachen der Erde und umkreist den Stern alle 55,7 Tage in einem Abstand von etwa 20 Prozent der Entfernung zwischen der Erde und der Sonne. Größe und Zusammensetzung des Planeten sind unbekannt, aber eine felsige Welt mit dieser Masse würde sich zwischen der ein- und zweifachen Größe der Erde bewegen. Mit einer Gleichgewichtstemperatur von -53 Grad Celsius wirkt der Planet auf den ersten Blick eher eisig als bewohnbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„GJ 357 d befindet sich am äußeren Rand der bewohnbaren Zone seines Sterns, wo er von seinem Stern etwa die gleiche Menge an Sternenenergie erhält wie der Mars von der Sonne“, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Wenn der Planet eine dichte Atmosphäre hat, die in zukünftigen Studien bestimmt werden muss, könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen.“ </p>
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			</item>
		<item>
		<title>IGLUNA: Demonstrator aufgebaut und zugänglich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/igluna-demonstrator-aufgebaut-und-zugaenglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2019 05:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CERN]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mond Habitat Demonstrator von Studenten ist aufgebaut und für Besucher frei zugänglich bis zum 30. Juni in Zermatt. Eine Pressemitteilung des Swiss Space Center. Quelle: Swiss Space Center. Die 20 Studententeams aus ganz Europa haben den Aufbau ihrer Projekte für IGLUNA in Zermatt beendet. Sie demonstrieren einen Lebensraum, der möglicherweise unter extremen Lebensbedingungen wie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mond Habitat Demonstrator von Studenten ist aufgebaut und für Besucher frei zugänglich bis zum 30. Juni in Zermatt. Eine Pressemitteilung des Swiss Space Center.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Swiss Space Center.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 20 Studententeams aus ganz Europa haben den Aufbau ihrer Projekte für IGLUNA in Zermatt beendet. Sie demonstrieren einen Lebensraum, der möglicherweise unter extremen Lebensbedingungen wie auf dem Mond gelebt werden könnte. Die breite Öffentlichkeit ist dazu eingeladen, die zwei IGLUNA Ausstellungen bis zum 30. Juni in der Vernissage Art Gallery und im Gletscherpalast des Matterhorn glacier paradise zu besichtigen. 
<br>
Wie können Menschen in extremen Bedingungen wie auf dem Mond überleben? Das ist die zentrale Frage, mit der sich Studierende aus neun Ländern Europas gemeinsam befasst haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teams gingen die Herausforderung aus unterschiedlichen Perspektiven an und konnten schliesslich mit den einzelnen Projektbausteinen zusammen einen Lebensraum im Eis schaffen. Einige konzipierten und bauten die Struktur der Behausung, während andere an der Kommunikation, Energiezufuhr und an wissenschaftlichen Experimente tüftelten. Weitere Teams beschäftigten sich mit der Lebenserhaltung: wie man Luft und Nahrung produzieren und die Gesundheit der Bewohner aktiv überwachen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem einwöchigem Aufbau präsentieren die Teams ihre Resultate an zwei Standorten in Zermatt. Jeder ist willkommen, die konzeptionellen und künstlerischen Projekte in der Vernissage Art Gallery des Backstage Hotel zu besuchen. Die wissenschaftliche und technische Experimente finden im Gletscherpalast des Matterhorn glacier paradise auf 3.883 Meter über Meer statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den 20 Studentenprojekten versammeln sich weitere wissenschaftliche Akteure der Raumfahrbranche in Zermatt. Mehrere Technologien der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) überwachen die Strahlung kosmischer Strahlung außerhalb und innerhalb des Gletscherpalastes, um das Abschirmpotenzial von Eis zu messen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher der Amerikanischen Universität MIT erproben während IGLUNA ihr Projekt HYDRA. Ziel dieses Systems ist es, die Menge an gefiltertem Wasser zu maximieren, welches von einer Untergrundquelle extrahiert wird – so wie es auf dem Mars oder dem Mond der Fall sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das vom Swiss Spacer Center koordinierte IGLUNA, welches ein ESA_Lab Initiative Demonstrator-Pilotprojekt darstellt, ermöglicht Studierenden eine aktive Rolle in einer internationalen Vision für die Raumfahrt : Ein Habitat im Eis. In einem Jahr sind 20 Studententeams aus unterschiedlichsten Disziplinen zusammengekommen, um ein Habitat unter extremen Bedingungen zu schaffen – wie für den Mond. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über 150 Studierende aus neun europäischen Ländern haben ihre Module im Herbstsemester 2018 entwickelt und anschliessend im Frühlingssemester 2019 in die Realität umgesetzt. Zwischen dem 17. Juni und dem 3. Juli kommen die Teams für eine Forschungskampagne in der Schweiz in Zermatt zusammen. Hier findet eine Ausstellung im Dorfzentrum statt, während auf dem Klein Matterhorn auf und im Gletscher wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Öffnungszeiten und Eintritt</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Vernissage Art Gallery, Backstage Hotel: 14:00 – 23:00. Offen für alle, freier Eintritt</li><li>Gletscherpalast, Matterhorn glacier paradise: 09:30 – 16:00. Tickets können online oder direkt an der Matterhorn Talstation gekauft werden.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das Swiss Space Center ist eine nationale Einrichtung mit Büros in den Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH und EPFL. Das Swiss Space Center trägt zur Umsetzung der Schweizerischen Raumfahrtpolitik bei. Sie bietet einen Dienst zur Unterstützung von akademischen Einrichtungen, Forschungs- und Technologieorganisationen und der Industrie beim Zugang zu Raumfahrtmissionen und verwandten Anwendungen und fördert die Interaktion zwischen diesen Interessengruppen. 
<br>
Das Swiss Space Center hat 23 Mitarbeiter, darunter den Professor und ehemaligen ESA-Astronauten Claude Nicollier, sowie drei Doktoranden und fünf nationale Praktikanten an mehreren Standorten der Europäischen Weltraumorganisation ESA. </p>
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		<item>
		<title>New Horizons fotografiert mehrere Monde des Pluto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-horizons-fotografiert-mehrere-monde-des-pluto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2015 12:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[LORRI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Nix]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erst in fünf Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und dabei eingehend untersuchen. Doch bereits jetzt kann die Hauptkamera an Bord der Raumsonde einige der Monde des Zwergplaneten abbilden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL, SwRI, The Planetary Society. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erst in fünf Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und dabei eingehend untersuchen. Doch bereits jetzt kann die Hauptkamera an Bord der Raumsonde einige der Monde des Zwergplaneten abbilden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JHU/APL, SwRI, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_big_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_small_1.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Am 25. und am 27. Januar 2015 fertigte die an Bord der Raumsonde New Horizons befindliche LORRI-Kamera im Rahmen einer optischen Navigationskampagne diese beiden Aufnahmen des Pluto und dessen größten Mondes Charon an. Die Belichtungszeit betrug bei beiden Aufnahmen lediglich 0,1 Sekunden. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile etwas über neun Jahren, in denen eine Distanz von mehr als fünf Milliarden Kilometern zurückgelegt wurde, immer weiter dem eigentlichen Ziel ihrer Reise. Bereits am 6. Dezember 2014 beendete die Raumsonde dabei ihre letzte Tiefschlafphase vor dem Erreichen des Zwergplaneten Pluto. In den folgenden Wochen führten die für den Betrieb der Raumsonde zuständigen Wissenschaftler und Ingenieure vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland einen ausführlichen Systemtest durch, bei dem unter anderem die wissenschaftlichen Instrumente und die verschiedenen Hardware-Komponenten von <i>New Horizons</i> einer eingehenden Überprüfung und Kalibrierung unterzogen wurden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-anflug-an-pluto-beginnt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Januar 2015 begann schließlich die wissenschaftliche Beobachtungskampagne des Pluto und seiner derzeit fünf bekannten Monde, wobei derzeit mehrere der insgesamt sieben wissenschaftlichen Instrumente der Raumsonde zum Einsatz kommen. Neben der <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-lorri.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a>, welche in regelmäßigen Abständen Aufnahmen des Pluto anfertigen wird, sollen dabei auch Messungen und Analysen der interplanetaren Staubpartikel, der energiereichen Teilchen in dieser Region des Sonnensystems sowie des Sonnenwindes erfolgen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-der-raumsonde-new-horizons/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 25. Januar begann die LORRI-Kamera mit der zweiten von insgesamt vier Beobachtungskampagnen, welche in erster Linie der optischen Navigation der Raumsonde dienen. Aus einer Entfernung von damals noch etwas mehr als 200 Millionen Kilometern erscheint der Pluto zwar immer noch lediglich als ein kleiner Punkt im Weltall &#8211; trotzdem können die beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure aus diesen Aufnahmen ableiten, ob <i>New Horizons</i> im Rahmen der weiteren Annäherung an den Pluto noch weitere Kurskorrekturmanöver durchführen muss. Eine erste Korrektur der Flugbahn ist auf der Grundlage dieser Beobachtungen aktuell für den 10. März 2015 geplant. Ein zweites Kurskorrekturmanöver wird dann voraussichtlich Mitte Mai erfolgen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_big_2.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_small_2.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Diese Animation dokumentiert einen kompletten Umlauf des Mondes Charon um den Zwergplaneten Pluto. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Monde des Pluto</strong>
<br>
Bereits jetzt ist die LORRI-Kamera zudem in der Lage, einige der derzeit <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-hat-mindestens-fuenf-monde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">fünf bekannten Monde</a>, welche den Zwergplaneten umkreisen, abzubilden. Auf zwei der Aufnahmen, angefertigt am 25. und am 27. Januar 2015 aus Entfernungen von 203 beziehungsweise 200,5 Millionen Kilometern, ist &#8211; trotz der kurzen Belichtungszeit von lediglich 0,1 Sekunden &#8211; der größte und zugleich innerste der Plutomonde, der etwa 1.212 Kilometer durchmessende Mond Charon, erkennbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die entsprechenden Aufnahmen wurden bereits am 4. Februar 2015, dem 109. Geburtstag des bereits am 17. Januar 1997 verstorbenen US-amerikanischen Astronomen Clyde Tombaugh, veröffentlicht, welcher Pluto am 18. Februar 1930 bei der Auswertung von Fotoaufnahmen <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20180210141213/http://www.manfredholl.de/pluto.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">entdeckte</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Aufnahmen sind unser Tribut an den Geburtstag von Professor Tombaugh und an dessen Familie. Wir ehren hiermit seine Entdeckung sowie sein Lebenswerk. Er war einer der Wegbereiter für die planetare Astronomie des 21. Jahrhunderts&#8220;, so Dr. Alan Stern vom Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder im US-Bundesstaat Colorado, der für die <i>New Horizons</i>-Mission verantwortliche Wissenschaftler. &#8222;Diese Fotos von Pluto sind deutlich heller und näher als die Aufnahmen vom Juli des vergangenen Jahres aus doppelter Entfernung und sie sind unser erster Schritt, um den Lichtpunkt, den Clyde vor 85 Jahren am Lowell Observatory erblickte, vor den Augen der gesamten Welt bis zum Sommer in einen Planeten zu verwandeln.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_big_3.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_small_3.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Die Plutomonde Nix (orangefarbene Markierung) und Hydra (gelb) &#8211; aufgenommen zwischen dem 27. Januar und dem 8. Februar 2015 aus Entfernungen von 201 bis hin zu 186 Millionen Kilometern. In der Animation auf der rechten Seite wurde das Licht der Hintergrundsterne sowie von Pluto und Charon mittels rechnerischer Verfahren unterdrückt, um die beiden Monde besser sichtbar zu machen. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erheblich komplizierter gestaltet sich dagegen derzeit noch die Abbildung der beiden deutlich kleineren Monde Nix (geschätzter Durchmesser zwischen 46 und 137 Kilometern) und Hydra (geschätzter Durchmesser zwischen 61 und 167 Kilometern), welche aufgrund ihrer geringen Größen und der damit verbundenen Helligkeit von lediglich 23,41 beziehungsweise 22,96 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> erst im Jahr 2005 auf Aufnahmen des Weltraumteleskops <i>Hubble</i> entdeckt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem konnten auch diese beiden Monde zwischen dem 27. Januar und dem 8. Februar aus Entfernungen von 201 bis hin zu 186 Millionen Kilometern erfolgreich abgebildet werden. Die für die Erstellung der Aufnahmen verantwortlichen Wissenschaftler verwendeten hierzu eine spezielle Technik, bei der jeweils fünf über je zehn Sekunden belichtete Einzelaufnahmen überlagert wurden. Durch diese Bearbeitung entstand auch der in den Aufnahmen erkennbare <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Blooming" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Blooming-Effekt</a>, durch den Pluto überbelichtet und &#8218;verzerrt&#8216; erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mond Nix, so die bisherigen auf den Beobachtungen mit dem <i>Hubble Space Telescope</i> basierenden Erkenntnisse der Astronomen, umläuft den Pluto in einer Entfernung von etwa 48.675 Kilometern innerhalb von 24,85 Tagen. Hydra benötigt in einer Entfernung von rund 64.780 Kilometern dagegen 38,2 Tage für einen kompletten Umlauf. Die jetzigen Beobachtungen dienen auch dazu, um diese Daten noch weiter zu präzisieren. Nur durch die genauen Kenntnisse der Bahnparameter der Monde kann das im Juli 2015 zu absolvierende Beobachtungsprogramm einen maximalen wissenschaftlichen Output liefern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022015135818_small_4.jpg" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Eine Einzelaufnahme der Monde Nix und Hydra vom 8. Februar 2015. Zum Aufnahmezeitpunkt befand sich New Horizons in einer Entfernung von 186 Millionen Kilometern zum Pluto. Die Aufnahme verdeutlicht auch, wie kompliziert es ist, derartig lichtschwachen Objekte vor dem Sternhintergrund zu entdecken. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die noch kleineren Plutomonde Kerberos (14 bis 40 Kilometer Durchmesser) und Styx (zehn bis 25 Kilometer), welche beide erst in den Jahren 2011 beziehungsweise 2012 entdeckt wurden, sind dagegen zu lichtschwach, um bereits jetzt mit der LORRI-Kamera abgebildet zu werden. Dies wird erst bei einer noch weiteren Annäherung der Raumsonde an ihr Ziel möglich sein. Dann werden die beteiligten Wissenschaftler die zu erstellenden Aufnahmen auch dazu nutzen, um in der Umgebung des Pluto nach weiteren, bisher unbekannten Monden zu suchen und zu ergründen, ob der Zwergplanet eventuell von einem Ringsystem umgeben ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Pluto ist allmählich mehr als nur ein Lichtpunkt&#8220;, so Hal Weaver, der Projektwissenschaftler der <i>New Horizons</i>-Mission am Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University in Laurel im US-Bundesstaat Maryland. &#8222;LORRI kann Pluto mittlerweile auflösen und der Zwergplanet wird jetzt immer größer erscheinen, während sich <i>New Horizons</i> ihrem Ziel immer weiter annähert. Die neuen LORRI-Aufnahmen zeigen auch, dass das Leistungsvermögen der Kamera seit dem Start der Raumsonde vor über neun Jahren nicht nachgelassen hat.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit befindet sich <i>New Horizons</i> in einer Entfernung von noch etwa 1,13 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Astronomischen Einheiten</a> (abgekürzt &#8222;AE&#8220;) &#8211; dies entspricht in etwa 169 Millionen Kilometern &#8211; zum Pluto und nähert sich dem Zwergplaneten dabei gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von 52.546 Kilometern pro Stunde an. Die Entfernung zur Erde beträgt dagegen aktuell 32,38 AEs &#8211; die Entfernung zur Sonne liegt bei 31,73 AEs. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-der-raumsonde-new-horizons/" data-wpel-link="internal">Die Instrumente der Raumsonde New Horizons</a> (14. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-anflug-an-pluto-beginnt/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Der Anflug an Pluto beginnt</a> (8. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-suche-nach-folgeziel-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Suche nach Folgeziel war erfolgreich!</a> (19.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-plutomond-hydra/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt Plutomond Hydra</a> (16.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</a> (9. August 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-kurskorrektur-auf-dem-weg-zum-pluto/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Kurskorrektur auf dem Weg zum Pluto</a> (17. Juli 2014)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.570" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.105" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abell 33 &#8211; Ein Diamantring am Himmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/abell-33-ein-diamantring-am-himmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2014 16:51:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[FORS]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxienhaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[planetarischer Nebel]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Zwerg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine am vergangenen Mittwoch von der Europäischen Südsternwarte veröffentlichte Aufnahme zeigt den planetarischen Nebel Abell 33. Die blaue Blase, welche durch das Abwerfen der äußeren Hüllen eines alternden Sterns entstanden ist, steht zufälligerweise auf derselben Sichtlinie wie ein Vordergrundstern. Zusammen betrachtet erinnern die beiden Objekte sehr stark an einen diamantenen Verlobungsring. Dieses kosmische Schmuckstück ist [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine am vergangenen Mittwoch von der Europäischen Südsternwarte veröffentlichte Aufnahme zeigt den planetarischen Nebel Abell 33. Die blaue Blase, welche durch das Abwerfen der äußeren Hüllen eines alternden Sterns entstanden ist, steht zufälligerweise auf derselben Sichtlinie wie ein Vordergrundstern. Zusammen betrachtet erinnern die beiden Objekte sehr stark an einen diamantenen Verlobungsring. Dieses kosmische Schmuckstück ist ungewöhnlich symmetrisch und erscheint als nahezu perfekter Kreis am Himmel.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_small_1.jpg" alt="ESO, IAU, Sky&amp;Telescope" width="260"/></a><figcaption>
In dieser Sternkarte ist die Position des im Sternbild Wasserschlange (lateinischer Name &#8222;Hydra&#8220;) gelegenen planetarischen Nebels Abell 33 durch einen roten Kreis markiert. 
<br>
(Bild: ESO, IAU, Sky&amp;Telescope)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Planetarischer_Nebel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">planetarischen Nebel</a> handelt es sich um eine Hülle aus Gas, welche einen sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fer_Zwerg" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Weißen Zwerg</a> &#8211; einen relativ massearmen, sonnenähnlichen Stern, der sich in der letzten Phase seiner Entwicklung befindet &#8211; umgibt. Sobald ein Stern mit einer Masse von bis zu dem etwa achtfachen Massewert der Sonne seine Vorräte an nuklearem Brennstoff nahezu aufgebracht hat und damit die Endphase seines kosmischen Daseins erreicht stößt er im Rahmen eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses seine äußeren Schichten ab und verliert im Rahmen dieses Vorganges einen Großteil seiner ursprünglichen Masse. Eine starke, von dem immer noch heißen Kernbereich des Sterns ausgehende Strahlung lässt diese immer weiter nach außen driftende Hülle in der Folgezeit über einen Zeitraum von einigen zehntausend Jahren als planetarischen Nebel aufleuchten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz ihres Namens stehen planetarische Nebel somit in keinem Zusammenhang mit den herkömmlichen Planeten. Vielmehr wurde dieser Begriff für einige der ersten Entdeckungen solcher kosmischer Objekte verwendet, da diese bei der Betrachtung mit den damals verwendeten Teleskopen gewisse Ähnlichkeiten zu den erst kurz zuvor entdeckten äußersten Planeten unseres Sonnensystems, dem Uranus und dem Neptun, aufwiesen. Der Begriff war jedoch eingängig genug, um auch bis in die Gegenwart in der Fachsprache der Astronomen zu &#8222;überleben&#8220;, obwohl selbst frühe Beobachter wie der Astronom <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Herschel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Wilhelm Herschel</a>, welcher selbst mehrere planetarische Nebel entdeckte und über deren Ursprung und ihre Zusammensetzung spekulierte, sich darüber bewusst waren, dass diese kosmischen Objekte keine Planeten in einer Umlaufbahn um unsere Sonne darstellten, da sie sich relativ zu den Hintergrundsternen in ihrer Umgebung nicht bewegten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb unserer Galaxie sind den Astronomen mittlerweile etwa 1.500 planetarische Nebel bekannt. Einer davon ist der rund 2.500 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernte und im Sternbild Wasserschlange (lateinischer Name &#8222;Hydra&#8220;) gelegene Nebel Abell 33, welcher über eine Winkelausdehnung von 4,6 x 4,6 Bogenminuten verfügt und eine visuelle Helligkeit von 13,4 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> aufweist. Der Nebel wurde erst im Jahr 1955 von dem US-amerikanische Astronomen George Ogden Abell entdeckt. Es handelt sich hierbei um eines von 86 Objekten, welche der Astronom im Jahr 1966 in seinem &#8222;Catalogue of Planetary Nebulae&#8220; vorstellte. George Ogden Abell hat im Rahmen seiner astronomischen Tätigkeiten den Nachthimmel auch nach <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Galaxienhaufen" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Galaxienhaufen</a> durchsucht und dabei den daraus resultierenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Abell-Katalog" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Abell-Katalog</a> erstellt, welcher mehr als 4.000 solcher Galaxienhaufen mit jeweils mindestens 50 Galaxien beinhaltet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_small_2.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Astronomen haben mit dem VLT-Teleskop der ESO dieses Foto des planetarischen Nebels Abell 33 angefertigt. Die blaue Blase, welche durch das Abwerfen der äußeren Hüllen eines alternden Sterns entstanden ist, steht zufälligerweise auf derselben Sichtlinie wie ein Vordergrundstern. Zusammen ähneln die beiden einem diamantenen Verlobungsring. Dieses kosmische Schmuckstück ist ungewöhnlich symmetrisch und erscheint als nahezu perfekter Kreis am Himmel. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der planetarische Nebel Abell 33</strong>
<br>
Astronomen haben den planetarischen Nebel Abell 33, dessen Durchmesser etwa 3,2 Lichtjahre beträgt, jetzt mit dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paranal-Observatorium#Very_Large_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) abgebildet. Der Überrest des Vorgängersterns von Abell 33 befindet sich gerade in der Übergangsphase zu einem Weißen Zwerg und ist als winzige weiße Perle etwas abseits der Mitte innerhalb des Nebels zu erkennen. Er ist immer noch sehr hell &#8211; heller als zum Beispiel unsere Sonne &#8211; und emittiert genügend ultraviolette Strahlung, um die von ihm ausgestoßene Atmosphärenblase zum Leuchten anzuregen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nahezu perfekt runde Form ist für diese Art von kosmischen Objekten ungewöhnlich, denn normalerweise stören äußere Einflüsse wie das unregelmäßige Rotationsverhalten des &#8222;sterbenden Sterns&#8220; oder gravitative Störungen durch nahe gelegene Nachbarsterne, die Symmetrie und verursachen dabei eine Unregelmäßigkeit in der äußeren Form und Gestalt von planetarischen Nebeln. Häufig befinden sich im Zentrum von planetarischen Nebeln auch Doppelsterne. Der dabei noch nicht in das Stadium eines &#8222;Weißen Zwerges&#8220; eingetretene Sternenpartner beeinflusst dabei das Abströmen der Gase des sterbenden Sterns nachhaltig. Auch in der jetzt veröffentlichten Aufnahme erscheint der Zentralstern des Nebels &#8222;doppelt&#8220;. Unklar ist dabei derzeit noch, ob es sich wirklich um ein gravitativ aneinander gebundenes Doppelsternsystem handelt oder ob diese Anordnung <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Doppelstern#Typen_von_Doppelsternen" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zufälliger Natur</a> ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Diamantring am nächtlichen Himmel</strong>
<br>
Auf jeden Fall zufälligerweise befindet sich &#8211; von der Erde aus betrachtet &#8211; am Rand des Nebels jedoch ein relativ heller Stern, welcher von den Astronomen mit dem Namen HD 83535 belegt wurde. Dieser in etwa auf halben Weg zwischen unserem Sonnensystem und dem planetarischen Nebel platzierte Stern verfügt über keinen Zusammenhang mit Abell 33 &#8211; befindet sich jedoch allerdings an genau der richtigen Stelle am Himmel, um eine wunderschöne Illusion zu erzeugen, denn gemeinsam bilden der Vordergrundstern HD 83535 und der Nebel Abell 33 einen funkelnden Diamantring, welcher &#8211; zugegebener Weise etwas Phantasie vorausgesetzt &#8211; einen funkelnden diamantenen Verlobungsring ähnelt. Obwohl dieser Stern bereits mühelos durch ein kleines Fernglas zu erkennen ist, ist der weiter entfernt gelegene planetarische Nebel ein sehr lichtschwaches Objekt, welches nur durch ein größeres Amateurteleskop &#8211; und dabei am besten unter der Verwendung einen geeigneten Filters &#8211; beobachtet werden kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042014185143_small_3.jpg" alt="ESO, Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin" width="260"/></a><figcaption>
In dieser Weitfeldaufnahme ist die Himmelsregion um den Planetarischen Nebel Abell 33 zu sehen, welcher als blauer Kreis in der Mitte des Bildes erscheint. Diese Aufnahme wurde aus fotografischem Material des Digitized Sky Survey 2 erstellt. Bei dem hellorangenen Stern am oberen Bildrand handelt es sich um Iota Hydri. Dieser Stern ist mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,91 mag  hell genug, um bereits mit dem bloßen Auge beobachtet zu werden. 
<br>
(Bild: ESO, Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die am vergangenen Mittwoch von der ESO veröffentlichte Aufnahme des planetarischen Nebels Abell 33 wurden Aufnahmen verwendet, welche im Rahmen des &#8222;Cosmic Gems&#8220;-Programms der ESO mit dem im sichtbaren Licht und im nahen ultravioletten Lichtbereich arbeitenden &#8222;FOcal Reducer and low dispersion Spectrograph&#8220; (kurz &#8222;FORS&#8220;) am VLT der ESO angefertigt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem &#8222;Cosmic Gems-Programm&#8220; handelt es sich um eine Initiative der ESO zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm nutzt hauptsächlich Beobachtungszeiten, während derer die Beobachtungsbedingungen nicht den strengen Ansprüchen einer wissenschaftlichen Beobachtungsarbeit genügen, um Himmelsaufnahmen von interessanten, faszinierenden oder von Himmelsobjekten anzufertigen, die einfach schön anzusehen sind. Die Bilddaten sind anschließend im wissenschaftlichen Archiv der ESO für jedermann zugänglich. Auch professionelle Astronomen können diese Aufnahmen für ihre Zwecke nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-planetarische-nebel-ic-1295/" data-wpel-link="internal">Der planetarische Nebel IC 1295</a> (10. April 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zwei-weisse-zwerge-im-nebel-fleming-1/" data-wpel-link="internal">Zwei Weiße Zwerge im Nebel Fleming 1</a> (10. November 2012)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=631.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetarische Nebel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=632.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weiße Zwerge</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Pluto, Asteroid Nummer 134340</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/pluto-asteroid-nummer-134340/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2006 10:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Charon]]></category>
		<category><![CDATA[Clyde Tombaugh]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[Minor Planet Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Nix]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergplanet]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30448</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pluto hat einen neuen Namen erhalten, der seinen neuen Status als Zwergplanet reflektiert. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Space.com. Am 7. September wurde dem früheren 9. Planeten des Sonnensystems, Pluto, vom Minor Planet Center (MPC) die Asteroidennummer 134340 zugewiesen. Das MPC ist verantwortlich für die Sammlung von Daten der kleinen Himmelskörper des Sonnensystems, also [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-asteroid-nummer-134340/" data-wpel-link="internal">Pluto, Asteroid Nummer 134340</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Pluto hat einen neuen Namen erhalten, der seinen neuen Status als Zwergplanet reflektiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. September wurde dem früheren 9. Planeten des Sonnensystems, Pluto, vom <i>Minor Planet Center</i> (MPC) die Asteroidennummer 134340 zugewiesen. Das MPC ist verantwortlich für die Sammlung von Daten der kleinen Himmelskörper des Sonnensystems, also Asteroiden und Kometen mit bekannten Sonnenorbits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit sind 136.563 solcher Objekte registriert. Letzte Woche wurden 2.224 neue Objekte angemeldet. Das erste davon war Pluto. Ein neuer Name musste für Asteroid Nummer 134.340 nicht mehr vergeben werden, da dieser Himmelskörper bereits 1930 auf Wunsch einer sehr jungen Zeitgenossin seines Entdeckers Clyde Tombaugh nach einer Trickfilmfigur des Disney-Konzerns benannt worden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Zug wurden Plutos Monde Charon, Nix und Hydra als Objekte Nr. 134.340 I, II und III registriert. Da sie mit Pluto ein System bilden, erhalten sie keine eigenen Asteroidennummern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zuweisung ist die Konsequenz aus der wissenschaftlich weitgehend berechtigten, aber kulturell umstrittenen Entscheidung der IAU, Pluto seinen Rang als Planet abzuerkennen und ihn fortan als &#8222;Zwergplanet&#8220; einzuordnen. Ein Kommentar von Pluto liegt bislang nicht vor.    
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-asteroid-nummer-134340/" data-wpel-link="internal">Pluto, Asteroid Nummer 134340</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Plutos neu entdeckte Monde benannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plutos-neu-entdeckte-monde-benannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 11:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Benennung]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Nix]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto-System]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30317</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den beiden, im Mai vergangenen Jahres entdeckten, kleinen Begleiter des Pluto wurden nun die Namen Nix und Hydra gegeben. Die Internationale Astronomische Union (IAU), die international anerkannte Autorität für die Benennung von Himmelskörpern, bestätigte die Namen in dieser Woche. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: Spaceflight Now. Forscherteams verschiedener Institute verwendeten Bilder des Hubble-Weltraumteleskopes, um [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Den beiden, im Mai vergangenen Jahres entdeckten, kleinen Begleiter des Pluto wurden nun die Namen <i>Nix</i> und <i>Hydra</i> gegeben. Die Internationale Astronomische Union (IAU), die international anerkannte Autorität für die Benennung von Himmelskörpern, bestätigte die Namen in dieser Woche.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Eric Honstrass</a>. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24062006130302_small_1.jpg" alt="NASA/STScI" width="398" height="359"/><figcaption>
Hydra und Nix scheinen etwa 5000 mal schwächer als Pluto und sind etwa zwei bis drei mal so weit von Pluto entfernt wie Charon. 
<br>
(Bild: NASA/STScI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Forscherteams verschiedener Institute verwendeten Bilder des Hubble-Weltraumteleskopes, um die NASA-Mission <i>New Horizons</i> zu unterstützen und entdeckten dabei die Monde.   
   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Über die Entscheidung der IAU sind wir sehr erfreut&#8220;, meint der stellvertretende Leiter des Entdeckerteams und zugleich Forschungsdirektor der <i>New Horizons</i>-Mission, Dr. Alan Stern vom Southwest Research Institute. &#8222;In den kommenden Jahren werden Sie noch viel mehr über Nix und Hydra erfahren &#8211; Astronomen bewerben sich bereits um Teleskopzeit, um die Orbits und die physikalischen Eigenschaften zu studieren. Und wenn <i>New Horizons</i> im Sommer 2015 den Pluto passieren wird, werden wir alles noch viel detaillierter ausarbeiten.&#8220;   
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24062006130302_small_2.jpg" alt="Eliot Young (SwRI) et al., NASA" width="150" height="150"/><figcaption>
Oberfläche des Pluto in Echtfarben 
<br>
(Bild: Eliot Young (SwRI) et al., NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Pluto enthüllt seine Monde nicht wirklich leicht&#8220;, fügt Dr. Hal Weaver hinzu, der unter anderem auch Wissenschaftler der <i>New Horizons</i>-Mission ist. &#8222;Es brauchte 48 Jahre nach der Entdeckung Plutos, bis Charon gefunden wurde und weitere 27 Jahre, um Nix und Hydra ausfindig zu machen. Vielleicht müssen wir auf die nächste Entdeckung nicht mehr so lange warten, da <i>New Horizons</i> sein Rendezvous mit dem System in neun Jahren hat und dann auch nach kleinen Begleitern suchen wird.&#8220;   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nix und Hydra sind etwa 5000 mal lichtschwächer als Pluto und ungefähr zwei bis drei mal so weit von Pluto entfernt wie Charon, der im Jahre 1978 entdeckt wurde. Das aus neun Mitgliedern bestehende Entdeckerteam wählte den Namen Nyx für den kleinen, inneren Mond mit dem vorläufigen Namen S/2005 P 2 und Hydra für den äußeren Winzling S/2005 P 1. Da aber der Asteroid 3908 bereits den griechischen Namen Nyx trägt, übernahm die IAU das ägypische Äquivalent &#8211; nämlich Nix.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mythologie ist Nix die Göttin der Finsternis und der Nacht, passend für einen Mond, der den Gott der Unterwelt &#8211; Pluto &#8211; umkreist.Hydra ist der Name eines furchteinflößenden Ungeheuers mit Schlangenkörper und neun Köpfen – ein ebenfalls angemessener Name für ein Objekt, das den neunten Planeten umkreist.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Namen sind auch Widmungen versteckt: So ehrt man mit <strong>Pl</strong>utos Initialen Sir <strong>P</strong>ercival <strong>L</strong>owell, der Clyde Tombaughs erfolgreiche Suche nach dem neunten Planeten ermöglichte. Nix und Hydra ehren die Suche nach neuen Begleitern, indem sie die selben Initialen innehaben wie die Pluto und Kuiper-Gürtel Mission <i> <strong>N</strong>ew <strong>H</strong>orizons</i>. Und letztlich ehrt der erste Buchstabe von Hydra das Hubble-Weltraumteleskop, das zur Entdeckung der beiden neuen Monde benutzt wurde.   
</p>
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		<title>Zwei neue Pluto-Monde bestätigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwei-neue-pluto-monde-bestaetigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2006 12:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Hydra]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vor einigen Monaten entdeckten beiden kleinen Pluto-Begleiter konnten mit Hilfe neuer Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble wie erwartet als Monde des äußersten Planeten unseres Sonnensystems bestätigt werden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: JHU/APL. Vertont von Julian Schlund. Erst im Mai letzten Jahres hatten Astronomen auf Pluto-Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble neben dem Planeten und seinem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die vor einigen Monaten entdeckten beiden kleinen Pluto-Begleiter konnten mit Hilfe neuer Aufnahmen des Weltraumteleskops <i>Hubble</i> wie erwartet als Monde des äußersten Planeten unseres Sonnensystems bestätigt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: JHU/APL. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-27-68920.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27022006135056_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
<strong><i>Hubble</i>-Aufnahme</strong>
 von Pluto und seinen nunmehr drei bekannten Monden: 
<i>P1</i>
 hat einen Durchmesser von 60 &#8211; 165 Kilometern und hat Pluto in ca. 38 Tage einmal umkreist, 
<i>P2</i>
 ist etwa zwanzig Prozent kleiner als 
<i>P1</i>
 und braucht ungefährt 28 Tage für eine Umrundung.
<br>
(Foto: NASA, ESA, H. Weaver [JHU/APL], A. Stern [SwRI], and the HST Pluto Companion Search Team)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erst im Mai letzten Jahres hatten Astronomen auf Pluto-Aufnahmen des <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal">Weltraumteleskops <i>Hubble</i></a> neben dem Planeten und seinem bereits seit 1978 bekannten Mond Charon noch zwei weitere winzige Lichtpunkte entdeckt, die <a href="https://www.raumfahrer.net/neue-plutomonde-entdeckt/" data-wpel-link="internal">schon damals</a> mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als natürliche Trabanten klassifiziert worden waren. Um die damalige Beobachtung zu bestätigen sowie mehr über die beiden vorläufig <i>S/2005 P 1</i> und <i>S/2005 P 2</i> genannten Monde und ihre Umlaufbahnen herauszufinden, wurde das <i>Hubble</i>-Teleskop in diesem Monat erneut auf Pluto gerichtet. <br> Wie das Wissenschaftlerteam in einem Artikel der Zeitschrift &#8222;Nature&#8220; von letzter Woche berichtet, konnte durch die neuerliche Beobachtung der beiden kleinen Monde die Möglichkeit, dass es sich dabei nur um optische Phänomene handelt, definitiv ausgeschlossen werden. Da sie sich in der selben Ebene wie der mehrfach größere Pluto-Mond Charon bewegen, gehen die Forscher davon aus, dass die beiden zwischen 55 und 160 Kilometer durchmessenden Monde zeitgleich mit Charon durch den Einschlag eines grossen Eis- und Gesteinbrockens auf <a href="https://www.raumfahrer.net/pluto/" data-wpel-link="internal">Pluto</a> in der Frühzeit des Sonnensystems entstanden sind. Die Monde sind rund 48.000 und 65.000 Kilometer vom Planeten entfernt und werden aufgrund ihrer geringen Größe um rund das 4.000-fache durch Pluto überstrahlt; selbst Charon ist immer noch etwa 600-mal leuchtstärker als die neu entdeckten Trabanten, was ihre Entdeckung bei früheren Pluto-Beobachtungen mit erdgebundenen Teleskopen verhindert hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27022006135056_small_2.jpg" alt="Hubble-Telescope/NASA" width="260"/><figcaption>
Größenvergleich inklusive der zwei neu hinzugekommenen Pluto-Monde, die hier lediglich als zwei kleine Pixel erscheinen. 
<br>
(Bild: editiert, orig. Hubble-Telescope/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund ist es dann doch schon erstaunlich, wie deutlich die beiden kleinen Monde auf den am 15. und 18. Februar mit der <i>Advanced Camera for Surveys</i> des <i>Hubble</i>-Teleskops gewonnenen Aufnahmen zu sehen sind. Die Positionen der neuen Monde während der Aufnahme am 18. Februar wurden von den Wissenschaftlern auf Basis der Aufnahmen vom Mai 2005 und der des 15. Februar vorherberechnet. Und tatsächlich befanden sie sich dort, wo sie bei Annahme einer kreisförmigen Umlaufbahn und gleicher Bahnebene wie ihr &#8222;großer Bruder&#8220; Charon auch sein sollten: Der endgültige Beweis, dass es sich hierbei nicht um optische Effekte sondern reale Himmelskörper handeln muss, war erbracht!
<br>
Am 2. März wird das Weltraumteleskop <i>Hubble</i> erneut auf Pluto und seine nunmehr drei Monde gerichtet werden, um noch weitere Informationen wie die Farbe der Monde, ihre genaue Größe und Form in Erfahrung zu bringen. Und auch für eine <a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-ist-unterwegs-zum-pluto/" data-wpel-link="internal">eben erst gestartete Forschungssonde</a> kommen die neuen Pluto-Begleiter gerade recht: Wenn die amerikanische Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-erste-zum-letzten/" data-wpel-link="internal"><i>New Horizons</i></a> im Juli 2015 an dem äußersten Planeten unseres Sonnensystems (oder vielleicht besser: an dem innersten Vertreter des so genannten <i>Kuiper-Gürtels</i>?) vorbeifliegen wird, warten gleich vier Kandidaten darauf, von den Instrumenten der kleinen Sonde untersucht zu werden. 
</p>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-27-68920.mp3" length="4038405" type="audio/mpeg" />

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