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	<title>Orbitkorrekturmanöver &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Orbitkorrekturmanöver &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Eine neue Flugbahn für die Raumsonde Rosetta</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-neue-flugbahn-fuer-die-raumsonde-rosetta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 13:15:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Reaktion auf einen Ende März 2015 erfolgten Übertritt in den Sicherheitsmodus wurde die Kometensonde Rosetta auf eine neue Umlaufbahn geleitet. Dies hat zur Folge, dass auch die Planungen für den Einsatz der wissenschaftlichen Instrumente neu erfolgen müssen. Hiervon nicht betroffen ist jedoch die erneute Suche nach einem Signal von dem Kometenlander Philae, welche ab [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eine-neue-flugbahn-fuer-die-raumsonde-rosetta/" data-wpel-link="internal">Eine neue Flugbahn für die Raumsonde Rosetta</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Als Reaktion auf einen Ende März 2015 erfolgten Übertritt in den Sicherheitsmodus wurde die Kometensonde Rosetta auf eine neue Umlaufbahn geleitet. Dies hat zur Folge, dass auch die Planungen für den Einsatz der wissenschaftlichen Instrumente neu erfolgen müssen. Hiervon nicht betroffen ist jedoch die erneute Suche nach einem Signal von dem Kometenlander Philae, welche ab dem 12. April fortgesetzt werden soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>.    Quelle: DLR, ESA</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer mehr als zehn Jahre andauernden Flugzeit erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; die Raumsonde diesen Kometen auf seinem weiteren Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems dabei intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_02_04_2015_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_02_04_2015_a.jpg" alt="Noch unter den 'Nachwirkungen' des kurz zuvor erfolgten Übertritts in den Sicherheitsmodus fertigte die Navigationskamera der Raumsonde Rosetta diese Aufnahme des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko am 2. April 2015 aus einer Entfernung von etwa 383 Kilometern zu dessen Oberfläche an. Besonders gut sind dabei die von der Kometenoberfläche entweichenden Jets aus Gas und Staubpartikeln erkennbar. Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 33 Metern pro Pixel.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0)"/></a><figcaption>Noch unter den &#8218;Nachwirkungen&#8216; des kurz zuvor<br> erfolgten Übertritts in den Sicherheitsmodus<br> fertigte die Navigationskamera der Raumsonde<br> Rosetta diese Aufnahme des Kometen 67P/<br>Tschurjumow-Gerassimenko am 2. April 2015<br> aus einer Entfernung von etwa 383 Kilometern<br> zu dessen Oberfläche an. Besonders gut sind<br> dabei die von der Kometenoberfläche <br>entweichenden Jets aus Gas und Staubpartikeln<br> erkennbar. Die dabei erreichte Auflösung liegt<br> bei 33 Metern pro Pixel.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen dieser Untersuchungen überflog <em>Rosetta</em> am Vormittag des 28. März 2015 die Oberfläche von 67P in einem Abstand von lediglich 14 Kilometern. Aufgrund der starken Aktivität des Kometen 67P, von dessen <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet#Aufbau" target="_blank" data-wpel-link="external">Kern</a> inzwischen immer mehr Gas und Staubpartikel in das umgebende Weltall entweichen, konnten die für die Navigation von <em>Rosetta</em> eingesetzten <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternsensor" target="_blank" data-wpel-link="external">Sternsensoren</a> bei diesem Überflug die Ausrichtung der Raumsonde im All nicht mehr mit der nötigen Genauigkeit ermitteln. Als Reaktion auf dieses Problem versetzte sich <em>Rosetta</em> zunächst in einen Sicherheitsmodus und entfernte sich auf einer &#8218;Fluchtbahn&#8216; rund 400 Kilometer von der Oberfläche des Kometen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem für die Steuerung von <em>Rosetta</em> verantwortlichen Team des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESOC</a> gelang es jedoch relativ schnell, die Raumsonde wieder unter Kontrolle zu bringen und <em>Rosetta</em> durch zwei am 1. und am 4. April durchgeführte Orbitkorrekturmanöver bis zum 8. April wieder auf eine Entfernung von rund 140 Kilometern zur Kometenoberfläche zu dirigieren. Um derartige Zwischenfälle in Zukunft möglichst zu vermeiden, wurde der Verlauf der Flugbahn, auf der die Raumsonde <em>Rosetta</em> &#8218;ihren&#8216; Kometen umkreist, abgeändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt auf einer langgezogenen ellipsenförmigen Bahn, auf der sich <em>Rosetta</em> &#8211; wie in den letzten Monaten erfolgt &#8211; der Oberfläche von 67P bis auf wenige Kilometer annähert, soll die Raumsonde den Kometen jetzt &#8211; wie bereits im Sommer 2014 während der damaligen Annäherungsphase &#8211; auf einer pyramidenförmig verlaufenden Bahn begleiten, welche sich allerdings in einem deutlich größeren Abstand zur Kometenoberfläche befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem heutigen Tag bewegt sich <em>Rosetta</em> dabei auf einer Dreiecksbahn, deren größter Abstand zu 67P bei einem Wert von 100 Kilometern liegt. Gegenwärtig sind bis zum Ende des Monats auf dieser Flugbahn drei Umkreisungen von 67P vorgesehen. Das für die Steuerung von <em>Rosetta</em> verantwortliche Team des ESOC will in diesem Zeitraum das weitere &#8218;Verhalten&#8216; der Raumsonde beobachten und dabei zeitnah entscheiden, ob eine weitere Annäherung an den Kometen möglich ist, ohne dabei die weitere Mission von <em>Rosetta</em> zu gefährden, oder ob aus Sicherheitsgründen eventuell sogar eine nochmals größere Distanz zu 67P eingenommen werden muss.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/neue_flugbahn_rosetta_04_2015_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/neue_flugbahn_rosetta_04_2015_a.jpg" alt="Statt wie bisher auf einer langgezogenen Ellipse, auf welcher sich der Kometenorbiter der Oberfläche von 67P in den vergangenen Monaten zeitweise bis auf wenige Kilometer annähert, soll Rosetta den Kometen bis auf weiteres auf einer dreieckigen Pyramidenbahn in einer größeren Entfernung 'begleiten'.
(Bild: ESA, ATG medialab"/></a><figcaption>Statt wie bisher auf einer langgezogenen Ellipse,<br> auf welcher sich der Kometenorbiter der <br>Oberfläche von 67P in den vergangenen<br> Monaten zeitweise bis auf wenige Kilometer<br> annähert, soll Rosetta den Kometen bis auf <br>weiteres auf einer dreieckigen Pyramidenbahn<br> in einer größeren Entfernung &#8218;begleiten&#8216;.<br>(Bild: ESA, ATG medialab</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser jetzt komplett geänderte Verlauf der zukünftigen Flugbahn hat allerdings zur Folge, dass auch die über Monate hinweg im Voraus festgelegten Beobachtungsziele und Beobachtungszeiten der verschiedenen Instrumente der Raumsonde komplett neu geplant werden müssen. Im Rahmen des kürzlich erfolgten Übertritts in den Sicherheitsmodus waren diese zunächst deaktiviert. Mittlerweile befinden sich die ersten Instrumente wieder in Betrieb und sammeln Daten. Weitere Instrumente sollen im Verlauf der kommenden Woche reaktiviert werden. Für deren Einsatzplanung stehen die Mitarbeiter des Raumsondenkontrollteams in engen Kontakt mit dem hierfür zuständigen Operationsteam und den einzelnen für die verschiedenen Instrumente verantwortlichen Projektleitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Unser wissenschaftliches Operationsteam am <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESAC" target="_blank" data-wpel-link="external">ESAC</a> ist derzeit damit beschäftigt, diese neue Flugbahn und deren Auswirkung auf die wissenschaftlichen Beobachtungen der kommenden Monate &#8211; einschließlich der weiteren eigentlich geplanten dichten Überflüge &#8211; zu bewerten&#8220;, so Matt Taylor, der wissenschaftliche Leiter der <em>Rosetta</em>-Mission von der ESA. &#8222;In enger Zusammenarbeit mit den Instrumententeams sollen dabei auch die zu erwartenden Resultate der zukünftigen wissenschaftlichen Beobachtungen optimiert werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach <em>Philae</em> wird fortgesetzt</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_08_04_2015_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_08_04_2015_a.jpg" alt="Ein aus vier Einzelaufnahmen der Navigationskamera von Rosetta zusammengesetztes Foto zeigt den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hier aus einer Entfernung von etwa 137 Kilometern. Die Auflösung der am 8. April 2015 angefertigten Aufnahmen liegt bei 11,7 Metern pro Pixel.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0)"/></a><figcaption>Ein aus vier Einzelaufnahmen der Navigationskamera<br> von Rosetta zusammengesetztes Foto zeigt den<br> Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hier <br>aus einer Entfernung von etwa 137 Kilometern.<br> Die Auflösung der am 8. April 2015 angefertigten <br>Aufnahmen liegt bei 11,7 Metern pro Pixel.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Keinen unmittelbaren Einfluss hat die gegenwärtige Situation dagegen auf die weitere Suche nach dem Kometenlander <em>Philae</em>. Der von <em>Rosetta</em> mitgeführte Kometenlander wurde am 12. November 2014 von der Raumsonde abgetrennt und erreichte noch am selben Tag um 16:35 MEZ die Oberfläche des Kometen 67P (Raumfahrer.net berichtete live aus den Raumsondenkontrollzentren in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/philae-ist-gelandet-live-aus-dem-esoc/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Darmstadt</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-landung-der-plan-und-updates-aus-dem-dlr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Köln</a>). Dort kam <em>Philae</em> schließlich nach einer <a href="https://www.raumfahrer.net/der-kometenhuepfer-philae-update/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">dreifachen Landung</a> an einem ungeplanten Standort zum Stehen, welcher aufgrund der dort gegebenen schlechten Beleuchtungsverhältnisse &#8211; die Sonne erreichte den Lander an diesem Standort pro &#8218;Kometentag&#8216; für lediglich etwa eine Stunde &#8211; keine Möglichkeit bot, die Energiereserven in einem ausreichenden Umfang zu erneuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem konnte der Lander &#8211; mit der Energie aus einer auf eine Einsatzdauer von etwa 60 Stunden ausgelegten Batterie versorgt &#8211; in den folgenden 54 Stunden eine Vielzahl an Messungen durchführen. Die dabei gesammelten Daten der <a href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> des Landers wurden regelmäßig bei jedem sich öffnenden Kommunikationsfenster an die Erde übertragen, bevor die Energiereserven am 15. November so weit erschöpft waren, dass sich <em>Philae</em> um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der zunehmenden Annäherung des Kometen 67P an die Sonne verbesserten sich im Bereich des Standortes von <em>Philae</em> die dort gegebenen Beleuchtungs- und Temperaturbedingungen in den folgenden Monaten allerdings immer mehr. Hierdurch bedingt <em>könnte</em> in Zukunft wieder ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung stehen, damit der für seine Stromversorgung ausschließlich auf die Sonnenenergie angewiesene Lander <em>Philae</em> aus seinem &#8218;Winterschlaf&#8216; erwacht und sich reaktiviert. Zu diesem Zweck erfolgte bereits Mitte März 2015 eine erste &#8218;Horchkampagne&#8216;, in deren Rahmen der Kometenorbiter <em>Rosetta</em> nach einem Signal von <em>Philae</em> &#8218;lauschte&#8216; (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/2015/03/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Dieser Versuch verlief allerdings erfolglos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_28_03_2015_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_28_03_2015_a.jpg" alt="Lediglich sieben Stunden nach dem am 28. März 2015 in einer Entfernung von 14 Kilometern erfolgten Überflug über den Kometen 67P fertigte die Navigationskamera von Rosetta diese Aufnahmen an, welche den Kern des Kometen aus einer Entfernung von 31,3 Kilometern zeigen. Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 2,7 Metern pro Pixel. Die entsprechenden Einzelaufnahmen finden Sie auf dieser Internetseite der ESA.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0)"/></a><figcaption>Lediglich sieben Stunden nach dem am<br> 28. März 2015 in einer Entfernung von 14 Kilometern<br> erfolgten Überflug über den Kometen 67P fertigte<br> die Navigationskamera von Rosetta diese<br> Aufnahmen an, welche den Kern des Kometen aus<br> einer Entfernung von 31,3 Kilometern zeigen.<br> Die dabei erreichte Auflösung liegt bei 2,7 Metern<br> pro Pixel. Die entsprechenden Einzelaufnahmen<br> finden Sie auf <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://blogs.esa.int/rosetta/2015/04/08/near-and-far-cometwatch-28-march-2-april/" target="_blank" data-wpel-link="external">dieser Internetseite</a> der ESA.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den seitdem vergangenen drei Wochen dürfte sich die Situation von <em>Philae</em> jedoch nochmals weiter verbessert haben, da der Bereich der Kometenoberfläche, wo der Lander endgültig zum Stehen kam, mittlerweile pro &#8218;Kometentag&#8216; über einen immer längeren Zeitraum hinweg von dem Sonnenlicht erreicht wird. Je mehr Sonnenenergie &#8211; so die einfache Rechnung &#8211; desto mehr Energie steht dem Lander damit auch zur Verfügung, um seine elektrischen Heizelemente zu aktivieren und das Innere der Raumsonde auf die für eine Reaktivierung zwingend notwendige Betriebstemperatur von nicht weniger als minus 45 Grad Celsius zu erwärmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Grund wird am kommenden Sonntag, dem 12. April um 02:00 MESZ erneut die Kommunikationseinheit des <em>Rosetta</em>-Orbiters aktiviert, um den Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem Lander durchzuführen. Für eine erfolgreiche Kontaktaufnahme müssen sich Orbiter und Lander jedoch zueinander in einer Konstellation befinden, welche einen Funkkontakt überhaupt erst ermöglicht. Zudem muss <em>Philae</em> während dieser Kommunikationsfenster direkt im Sonnenlicht stehen, um das Signal des Orbiters mit ausreichend Energie zu empfangen und eventuell darauf zu antworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Bedingungen müssen immer mindestens über 45 Minuten andauern, denn <em>Philae</em> schaltet nach seinem Aufwachen seinen Empfänger nur alle 30 Minuten an&#8220;, so Dr. Koen Geurts vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), einer der an der <em>Philae</em>-Mission beteiligten Wissenschaftler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erneutes &#8222;Blind Commanding&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei ergibt sich das Problem, dass die zukünftige Flugbahn von <em>Rosetta</em> &#8211; und somit auch die dabei zu überfliegenden Oberflächenbereiche von 67P &#8211; aufgrund der erst vor wenigen Tagen durchgeführten Veränderungen zunächst noch im Detail festgelegt werden muss. Wann genau die besten Bedingungen für die automatische Kontaktaufnahme mit <em>Philae</em> bestehen kann erst exakt berechnet werden, sobald die neuen Flugbahnen des Orbiters feststehen. Aus diesem Grund wird die Kommunikationseinheit des Orbiters während der in wenigen Stunden beginnenden erneuten &#8218;Horchkampagne&#8216; auch rund um die Uhr aktiviert sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/lcc_philae_dlr_big.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/lcc_philae_dlr_a.jpg" alt="Für die Kontrolle und den Betrieb des Kometenlanders Philae ist das Lander Control Center (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln zuständig.
(Bild: DLR - CC-By 3.0)"/></a><figcaption>Für die Kontrolle und den Betrieb des <br>Kometenlanders Philae ist das Lander Control <br>Center (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft-<br> und Raumfahrt (DLR) in Köln zuständig.<br>(Bild: DLR &#8211; CC-By 3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Kampagne wird sich allerdings nicht nur auf ein passives &#8218;Lauschen&#8216; nach Signalen von <em>Philae</em> beschränken. Vielmehr soll <em>Rosetta</em> dabei auch erneut selbst aktiv werden und im Rahmen einer &#8222;Blind Commanding&#8220; genannten Prozedur Kommandos absetzten, welche dem Lander Befehle erteilen, die der Optimierung der Energienutzung für das Heizsystem und der Kommunikation mit dem Orbiter dienen sollen. Sollte <em>Philae</em> diese &#8218;auf gut Glück&#8216; abgesetzten Kommandos tatsächlich empfangen, so würden diese auch dann durchgeführt, wenn sich <em>Philae</em> aufgrund immer noch zu geringer Energiereserven nicht gleich melden kann. Allerdings gehen die für die jetzige Horchkampagne verantwortlichen Mitarbeiter nicht unbedingt von einem unmittelbar eintretenden Erfolg aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Am wahrscheinlichsten ist es zwar, dass <em>Philae</em> erst im Mai oder Juni aufwacht &#8211; allerdings wollen wir sein Aufwachen natürlich nicht verpassen, falls er bereits jetzt genügend Energie und eine ausreichend hohe Betriebstemperatur haben sollte&#8220;, so der für den Betrieb des Kometenlanders zuständige Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. &#8222;Umso mehr sich der Komet mit <em>Philae</em> auf seiner Oberfläche der Sonne nähert, desto größer sind die Chancen, dass er wieder aufwacht.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Shenzhou 7 &#8211; zweiter Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7-zweiter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 16:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitkorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31497</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dieser ist geprägt von den Vorbereitungen auf den morgigen ersten Ausstieg eines chinesischen Taikonauten in den freien Weltraum. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch und Günther Glatzel. Quelle: CCTV, Chinaview, Norad. Während im chinesischen Fernsehen häufige Sondersendungen zu Themen der Raumfahrt ausgestrahlt und die Zuschauer über alltäglich erscheinende Fragen wie das Einnehmen von Mahlzeiten in der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dieser ist geprägt von den Vorbereitungen auf den morgigen ersten Ausstieg eines chinesischen Taikonauten in den freien Weltraum.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch und Günther Glatzel. Quelle: CCTV, Chinaview, Norad.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092008182257_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092008182257_small_1.jpg" alt="Wikipedia" width="361" height="219"/></a><figcaption>
Modell eines Shenzhou-Raumschiffes: oben das Orbitalmodul, dann grau das Wiedereintrittsmodul und unten der Serviceteil.
<br>
(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während im chinesischen Fernsehen häufige Sondersendungen zu Themen der Raumfahrt ausgestrahlt und die Zuschauer über alltäglich erscheinende Fragen wie das Einnehmen von Mahlzeiten in der Schwerelosigkeit informiert werden, bereiten die Raumfahrer Zhai Zhigang, Liu Boming und Jing Haipeng den geplanten Ausstieg vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am Freitag wurde mit einer zweiminütigen Zündung der Orbitaltriebwerke des Raumschiffes aus dem leicht elliptischen Orbit ein weitgehend kreisförmiger gemacht. Gegenwärtig fliegt Shenzhou 7 in etwa 343 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 42 Grad. Durch diese Inklination ist es (fast) unmöglich, das Raumschiff von Deutschland aus zu sehen (heute um 19:57 Uhr herum im Süden in 13° Höhe). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den gesamten heutigen Tag über ist die Besatzung damit beschäftigt, die beiden Raumanzüge auszupacken, zu montieren und probeweise anzulegen. Was man auf der Erde wegen der Schwerelosigkeit nicht trainieren konnte, wird jetzt nachgeholt. Dabei sollen die Taikonauten auch ei Gefühl dafür bekommen, wie sich der Anzug in der Schwerelosigkeit anlegen lässt und wie er sich anfühlt. Für morgen früh, ab 10:30 Uhr MESZ, ist der mittlerweile nur noch mit 20 Minuten Dauer angegebene Ausstieg geplant. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092008182257_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092008182257_small_2.jpg" alt="Wikipedia" width="349" height="344"/></a><figcaption>
Landekapsel von Shenzhou 5, 2003 
<br>
(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der gesammten Mission werden Bahnverfolgung per Radar sowie Sprach-, Bild- und Datenkommunikation über Bodenstationen und sechs spezielle Schiffe vom Typ Yuanwang (dt. weiter Blick) sichergestellt. Außerdem befindet sich seit April der Relaissatellit Tianlian im Orbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zahlen und Fakten zur laufenden Shenzhou-Mission</strong>
<br>
Das an sich für maximal 5 Tage lange Flüge entworfene Raumschiff besteht aus 3 zentralen Komponenten, dem Orbitalmodul, das als Schleuse für den geplanten Ausstieg dient, dem Wiedereintrittsmodul, in dem sich die Besatzung bei Start und Landung aufhält, und dem Antriebsmodul, das die raumflugtechnischen Anlagen enthält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler, Ingenieure und das an der Mission beteiligte Bodenpersonal sind 8 Systembereichen zugeordnet. Diese Bereiche sind zuständig für                  
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>die Taikonauten,</li><li>die Weltraumanwendungen,</li><li>das bemannte Raumfahrzeug,</li><li>die Startrakete,</li><li>die Startplattform,</li><li>die Fernsteuer- und Kommunikationsanlagen,</li><li>das Landesystem und</li><li>die Weltraumlabortechnik.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der geplante Austieg soll 30 Minuten dauern, aber es wird fast 15 Stunden brauchen, den Raumanzug vorzubereiten und anzuziehen. Zum Programm der geplanten EVA gehört auch, eine auf der Erde 3 Kilo schwere Schmiermittelexperimentapparatur, die außen am Raumschiff montiert ist, ins Innere zu bringen.
<br>
30 verschiedene Pläne wurden für den Fall entwickelt, dass es bei der EVA zu einem Notfall kommen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 80 verschiedenen Speisevarainaten können sich die Raumfahrer während der Mission stärken. Beim vorausgegangenen Flug im Jahr 2005 gab es nur 50 Varianten zur Auswahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">100 Meter hoch ist der Turm der Startanlagen, der mit einer Notrutsche für die Astronauten ausgerüstet ist, und etwa 1.500 Meter vom Bodenkontrollzentrum entfernt steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">220 technische Änderungen wurden an Shenzhou 7 im Vergleich zu Shenzhou 6 vorgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">343 Kilometer über der Erde fliegt Shenzhou 7 nun, nachdem die Bordtriebwerke für den Übergang in einen kreisförmigen Orbit aus dem elliptischen Orbit nach dem Start gesorgt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">583 Sekunden nach dem Start war Shenzhou 7 von der Trägerrakete abgetrennt und selbstständig unterwegs.</p>
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		<title>AMC 14 weiter auf Wanderschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/amc-14-weiter-auf-wanderschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 11:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitkorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mitte März gestartete Fernsehsatellit kommt langsam dem geostationären Orbit näher, hat aber noch ein gutes Stück vor sich. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Starttabellen von Raumfahrer.net. Wenn man sich die Bahndaten der in diesem Jahr gestarteten Satelliten genauer betrachtet, so bemerkt man rasch, dass einige davon den geostationären Orbit noch nicht ganz erreicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mitte März gestartete Fernsehsatellit kommt langsam dem geostationären Orbit näher, hat aber noch ein gutes Stück vor sich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Starttabellen von Raumfahrer.net.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich die Bahndaten der in diesem Jahr gestarteten Satelliten genauer betrachtet, so bemerkt man rasch, dass einige davon den geostationären Orbit noch nicht ganz erreicht haben. Meist weicht die Bahnneigung um einiges vom Idealwert Null ab, was natürlich auch Empfangsprobleme nach sich ziehen kann. AMC 14, der für SES Americom gebaut wurde, ist ein Paradebeispiel dafür. 
<br>
Gestartet am 14. März mit einer Proton-Trägerrakete und Briz-Oberstufe gelangte er wegen eines vorzeitigen Abschaltens der Oberstufe nicht in seinen Zielorbit. Die Bahnparameter waren zunächst 771 x 26.449 km bei 49,2° Bahnneigung. Daraufhin hatte man die Lage genau analysiert und im Mai mehrere größere Korrekturmanöver mit dem Antrieb des Satelliten ausgeführt. So gelangte AMC 14 (in mindestens fünf Etappen) auf eine Bahn mit 19,4° Bahnneigung und einer Höhe zwischen 16.859 und 35.594 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen nun hat man möglicherweise die Gravitation des Mondes dazu genutzt, die Bahn ohne großen Treibstoffeinsatz weiter zu verändern. Durch viele kleine &#8222;Schritte&#8220; umläuft der bisher verhinderte Fernsehsatellit die Erde nun auf einer Bahn mit 26.424 x 36.140 km Höhe bei 16,2° Inklination. Ob der Satellit jedoch die geostationäre Bahn erreicht und wie lange er mit verminderten Treibstoffvorräten dort eingesetzt werden kann, ist wohl nicht absehbar. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die russischen Techniker AMC 14 nur für Übungszwecke für derartige Manöver verwenden. </p>
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		<item>
		<title>VENUS EXPRESS &#8211; Orbitmanöver</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-orbitmanoever/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 14:05:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitkorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 13. Juli 2008 begann der Orbiter eine Serie von Orbitmanövern, um seine Umlaufbahn um die Venus zu ändern. Auf der neuen Bahn sollen Bereiche beobachtet werden, welche von der Sonde bisher noch nicht erreicht wurden. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ESA. Für seine erste nominelle Missionsphase von Mai 2006 bis Sommer 2007 befand [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 13. Juli 2008 begann der Orbiter eine Serie von Orbitmanövern, um seine Umlaufbahn um die Venus zu ändern. Auf der neuen Bahn sollen Bereiche beobachtet werden, welche von der Sonde bisher noch nicht erreicht wurden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072008160518_small_1.jpg" alt="ESA - AOES Medialab" width="328" height="254"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung von VENUS EXPRESS während eines Orbitmanövers 
<br>
(Bild: ESA &#8211; AOES Medialab)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine erste nominelle Missionsphase von Mai 2006 bis Sommer 2007 befand sich <i>VENUS EXPRESS</i> auf einem elliptischen, quasipolaren 24-stündigen Orbit. Während das Apozentrum konstant bei 66.000 km Orbithöhe lag, schwankte die Höhe des Perizentrums zwischen 250 und 400 km über der Planetenoberfläche. Diese Änderungen wurden v.a. durch Störungen der Sonnengravitation erzeugt und mussten regelmäßig durch Korrekturmanöver ausgeglichen werden. Momentan befindet sich die Sonde in ihrer verlängerten Mission, welche bis zum Mai 2009 andauern soll.</p>



<p>Am 13. Juli 2008 begann eine vierwöchige Serie von Manövern, welche das Perizentrum dauerhaft in den Bereich 180 &#8211; 300 km absenken werden. Jede Woche werden zwei kombinierte Manöver innerhalb eines Umlaufs durchgeführt. Am Perizentrum beschleunigt die Sonde, um das gegenüberliegende Apozentrum anzuheben. Beim Erreichen des neuen Apozentrums wird die Sonde dann abgebremst, um das Perizentrum abzusenken. Durch diese Kombination von Manövern soll die Umlaufzeit pro Orbit konstant gehalten werden. Nach jedem Manöver werden folgende Perizentrumshöhen erreicht:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/venus_express_orbit.png" alt="" width="326" height="326"/><figcaption>Schematische, maßstäbliche Darstellung des Orbits von VENUS EXPRESS<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Manöver 1</strong><br>
<ul>
<li>13.07.08: 170 s Brenndauer, Anhebung Apozentrum </li>
<li>14.07.08: 620 s Brenndauer, Absenkung Perizentrum</li>
<li>Perizentrumshöhe: 220 km</li>
</ul>
</li><li><strong>Manöver 2</strong><br>
<ul>
<li>20.07.08: 7 s Brenndauer, Anhebung Apozentrum </li>
<li>21.07.08: 195 s Brenndauer, Absenkung Perizentrum</li>
<li>Perizentrumshöhe: 200 km</li>
</ul>
</li><li><strong>Manöver 3</strong><br>
<ul>
<li>27.07.08: 4 s Brenndauer, Anhebung Apozentrum </li>
<li>28.07.08: 40 s Brenndauer, Absenkung Perizentrum</li>
<li>Perizentrumshöhe: 190 km</li>
</ul>
</li><li><strong>Manöver 4</strong><br>
<ul>
<li>03.08.08: 2 s Brenndauer, Anhebung Apozentrum </li>
<li>04.08.08: 20 s Brenndauer, Absenkung Perizentrum</li>
<li>Perizentrumshöhe: 185 km</li>
</ul>
</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/venus_express_pericentre_lowering_big.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/venus_express_pericentre_lowering.png" alt="" width="325" height="222"/></a><figcaption>Verlauf der Perizentrumshöhe während und nach den Manövern vom Juli 2008.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die beiden Instrumente MAG (Magnetometer) und ASPERA (Analyser of Space Plasmas and Energetic Atoms) profitieren vom geringeren Abstand zur Planetenoberfläche. Energiereiche und neutrale Teilchen sollen über einen größeren Orbitbereich untersucht werden können. Außerdem wird man tiefer in die Ionosphäre eindringen, deren untere Grenze bei 120 km liegt. Da das Perizentrum über den nördlichen Breitengraden der Venus liegt, wird es möglich sein, in diesen Regionen das Magnetfeld genauer zu analysieren und Blitze in der oberen Atmosphäre besser zu beobachten.
<br>
 
 
Auf der neuen Perizentrumshöhe wird sich der atmosphärische Widerstand bemerkbar machen. Um diesen Effekt genau messen zu können, werden zwischen dem 30. Juli und dem 3. August zusätzliche Orts- und Bewegungsbestimmungen der Sonde durch das Deep Space Network (DSN) der NASA und die New Norcia Bodenstation der ESA erfolgen. 
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-orbitmanoever/" data-wpel-link="internal">VENUS EXPRESS &#8211; Orbitmanöver</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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