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	<title>STS-122 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>STS-122 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Expedition 16</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 16 An der an Höhepunkten reichen ISS-Expedition waren insgesamt 6 Raumfahrer hauptamtlich beteiligt. Den Stamm bildeten Kommandantin Peggy Whitson und Bordingenieur Juri Malentschenko. Mit ihnen arbeiteten als Expeditionsmitglieder Clayton Anderson, Leopold Eyhardts, Daniel Tani und in den letzten Wochen Garrett Reisman. Außerdem waren auch die jeweils sechsköpfigen Besatzungen der Shuttle-Missionen STS [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mission der ISS-Expedition 16</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/Unbenannt.png" alt="" class="wp-image-78320" width="250" height="264"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der an Höhepunkten reichen ISS-Expedition waren insgesamt 6 Raumfahrer hauptamtlich beteiligt. Den Stamm bildeten Kommandantin Peggy Whitson und Bordingenieur Juri Malentschenko. Mit ihnen arbeiteten als Expeditionsmitglieder Clayton Anderson, Leopold Eyhardts, Daniel Tani und in den letzten Wochen Garrett Reisman. Außerdem waren auch die jeweils sechsköpfigen Besatzungen der Shuttle-Missionen STS 120, STS 122 und STS 123 sowie die Gäste Sheikh Muszaphar Shukor aus Malaysia und die Südkoreanerin So-Yeon Yi mit von der Partie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01.jpg" alt="" class="wp-image-78322" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-harmony01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Harmony und Kopplungsadapter PMA 2 am Bug der ISS (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Whitson und Malentschenko starteten mit&nbsp;<em>Sojus-TMA 11</em>&nbsp;am 10. Oktober 2007 und erreichten die Station zwei Tage später. Nach der formalen Übernahme der &#8222;Amtsgeschäfte&#8220; von ihren Vorgängern begannen die Wartungs-, Forschungs-, Umbau- und Erweiterungsarbeiten. Noch im Oktober gelangte das zweite Verbindungsmodul des amerikanisch basierten Teils zur Station. Es trägt den passenden Namen&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;und wurde in Italien gebaut. Die Besatzung der Raumfähre&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;koppelte&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;am 26. Oktober zunächst an&nbsp;<em>Unity</em>-Backbord an. Außerdem wurde der Solarzellenträger&nbsp;<em>P6</em>&nbsp;am 30. Oktober von&nbsp;<em>Z1</em>&nbsp;abgekoppelt und mit dem Manipulatorarm der Station an das Backbordende der Gitterstruktur transportiert. Nach der Befestigung an&nbsp;<em>P5</em>&nbsp;wurden die Solarzellenpaneele erneut ausgefahren. Dabei trat an einer Stelle ein Riss auf. Dieser wurde am 31. Oktober während eines außergewöhnlichen Außenbordeinsatzes von Scott Parazynski mit Hilfe von isolierten Drahtschlingen „genäht“. Dabei stand er mit den Füßen verankert auf einer Plattform am Ende des Orbiter Boom Sensor Systems, das vom Stationsmanipulator Canadarm2 gehalten wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/ec-16-crew.jpg" alt="" class="wp-image-78321" width="302" height="242"/><figcaption>v.l.n.r., vorn: Juri Malenchenko, Peggy Whitson und hinten: Clayton Anderson, Daniel Tani, Léopold Eyharts, Garrett Reisman<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Februar 2008 wurde das mit der Raumfähre&nbsp;<em>Atlantis</em>&nbsp;zur Station gebrachte europäische Forschungsmodul&nbsp;<em>Columbus</em>&nbsp;am Steuerbord-Kopplungsaggregat von&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;angedockt. Es wurde weitgehend in Deutschland ausgebaut, die Hülle stammt aus Italien, und ist einer von drei Hauptbeiträgen der ESA zur Internationalen Raumstation. An den nachfolgenden Installationsarbeiten außerhalb der Station war auch der deutsche Raumfahrer Hans Schlegel beteiligt. Mit der Installation und Inbetriebnahme der Inneneinrichtung war in den folgenden Wochen auch die Stammbesatzung beschäftigt, zu der für einige Wochen der Franzose Leopold Eyhardts gehörte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01.jpg" alt="" class="wp-image-78323" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-columbus01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Das ESA-Forschungsmodul Columbus bereits mit zwei externen Experimenten an der ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa einen Monat danach transportierte die Raumfähre&nbsp;<em>Endeavour</em>&nbsp;das japanische Logistikmodul zur Station. Es wurde am 14. März vorläufig an&nbsp;<em>Harmony</em>-Zenit angekoppelt und fand später seinen Platz auf dem japanischen Experimentiermodul, das mit STS 124 Anfang Juni 2008 zur ISS gelangte. Zum japanischen Komplex&nbsp;<em>Kibo</em>&nbsp;gehören außerdem ein Manipulatorarm und eine Außenplattform, die 2008 zur Station gebracht wurde. Mit der&nbsp;<em>Endeavour</em>&nbsp;wurde aber auch der kanadische Roboter&nbsp;<em>Dextre</em>&nbsp;geliefert. Er kann filigranere Arbeiten ausführen als mit dem&nbsp;<em>Canadarm2</em>&nbsp;allein möglich sind, wurde im Verlaufe mehrerer Ausstiege montiert und zu seinen Stammplatz auf&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. April koppelte das europäische Transportraumschiff&nbsp;<em>ATV 1 Jules Verne</em>&nbsp;am Heck der Station an.&nbsp;<em>JuVe</em>&nbsp;war das erste von zunächst 5 geplanten derartigen Transportern, die jeweils etwa 10 Tonnen Fracht und Treibstoffe zur ISS bringen können. Neu war, dass das Raumschiff nicht nur beim unmittelbaren Andockvorgang autonom arbeitete. Außerdem verwendete es zusätzlich zum weltweiten US-Navigationssystem GPS und dem bewährten russischen Radarsystem Kurs ein bei der ESA entwickeltes System, das aufgrund laseroptischer Daten Angaben zu Position und Geschwindigkeit berechnet. Vor dem eigentlichen Rendezvous wurden zwei Demonstrationen absolviert, bei denen sich&nbsp;<em>ATV 1</em>&nbsp;der Station zunächst auf 3,5 km und später bis auf 11 Meter näherte. Dabei wurden Halte- und Fluchtoperationen getestet. Weiteren Nachschub an Versorgungsmaterialien und Ausrüstungen brachten die automatischen Frachter&nbsp;<em>Progress-M 62</em>&nbsp;und&nbsp;<em>63</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01.jpg" alt="" class="wp-image-78324" width="360" height="230" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-atv01-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>ATV beim Rendezvous mit der ISS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Rückkehr der Raumfähre auf die Erde baute die Stationsbesatzung die&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;weiter um. Zunächst wurde der Kopplungsadapter&nbsp;<em>PMA 2</em>&nbsp;am 12. November von&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;gelöst und an&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;angedockt. Zwei Tage später wurden beide Module gemeinsam von&nbsp;<em>Unity</em>-Backbord nach&nbsp;<em>Destiny</em>-Bug verlegt. Damit war die Längsachse der Internationalen Raumstation komplett. Vor- und nachbereitend führten Whitson und Malentschenko bzw. Tani drei geplante Außenbordeinsätze mit einer Gesamtdauer von 21 Stunden und 15 Minuten aus. Zwei außerplanmäßige Ausstiege von Whitson und Tani betrafen die Inspektion eines schwergängigen und zeitweilig stillgelegten Drehgelenks (Solar Alpha Rotary Joint) zur Ausrichtung eines Teils der Gitterstruktur auf der Steuerbordseite und zur Reparatur eines defekten Nachführmotors für Solarzellenpaneele (Beta Gimbal Assembly) auf der Backborseite. Peggy Whitson übernahm dadurch mit 39 Stunden und 46 Minuten den Ausstiegsrekord für Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Mission wurden aber auch 79, zum Teil komplexe wissenschaftliche Experimente durchgeführt. Diese betrafen die Gebiete Medizin, Biologie, Biotechnologie, Materialwissenschaft, Erderkundung und Raumfahrttechnologie. Automatisch ablaufende Untersuchungen bedurften der Wartung durch die Raumfahrer. Dabei mussten Messergebnisse gesichert, die Geräte überprüft und Proben gewechselt werden. Medizinische und biologische Experimente hatten dagegen auch den Menschen als Untersuchungsgegenstand.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01.jpg" alt="" class="wp-image-78325" width="360" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/iss016-experimente01-300x250.jpg 300w" sizes="(max-width: 360px) 100vw, 360px" /><figcaption>Peggy Whitson arbeitet an einer Handschuhbox<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sollen nur einige Beispiele der internationalen Untersuchungen aufgeführt werden. Coarsening in Solid Liquid Mixtures-2 (CSLM-2) erforschte den Einfluss kleiner und größerer Partikel in Stoffgemischen auf die Festigkeit und Elastizität des Materials. Bei Lab-on-a-Chip Application Development-Portable Test System (LOCAD-PTS) ging es um ein Handgerät für den schnellen Nachweis potentiell gefährlicher biologischer und chemischer Substanzen, die sich an den Oberflächen der Apparaturen in der Station sammeln. Innerhalb von 15 Minuten lagen Analyseergebnisse vor und wurden auf einem Display des Gerätes angezeigt &#8211; ähnlich wie bei einem Tricorder aus der Fernsehserie Star Trek. ELaboratore Immagini Televisive – Space 2 (ELITE-S2) untersuchte Änderungen der Koordination zwischen Gehirn, Sehen und Bewegungen in der Schwerelosigkeit. Dazu wurden bestimmte Bewegungsvorgänge dreidimensional erfasst. Im Rahmen von Bioemulsija wurden Teile eines autonomen Bioreaktors zur Erhaltung von Mikroorganismen und biologisch aktiver Substanzen getestet. Bei Vakzina-K wurden im Kristallisator Lutsch 2 Proteine, die potentiell gegen die Immunshwächekrankheit AIDS eingesetzt werden könnten, synthetisiert und analysiert. Um die Entwicklung dreidimensionaler photonischer Kristalle durch die Selbstorganisation von Nanopartikel-Kolloiden in Elektrolytlösungen mit anschließender Fixierung in elastischen Gelformen ging es beim Experiment Jaxa 3DPC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Übergabe der Station an die neue Stammbesatzung und den die Landung vorbereitenden Arbeiten koppelte Sojus-TMA 11 am 19. April um 5:06 Uhr UTC von der ISS ab und landete gegen 8:30 Uhr nach einer vergleichsweise harten, ballistischen Wiedereintrittsphase rund 420 Kilometer vom geplanten Landeort entfernt in der kasachischen Steppe. Vorgesehen war ursprünglich eine aerodynamische Wiedereintrittsphase. Dabei wird die Landkapsel in den dichteren Schichten der Erdatmosphäre in eine Lage gebracht, die durch einen geringfügigen aerodynamischen Auftrieb den Bremsweg verlängert und damit die Bremskräfte reduziert. Nach dem Öffnen des Fallschirms verläuft die eigentliche Landung identisch zum ballistischen Verfahren. Es handelt sich in keinem Falle um eine Notlandung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursache für das gewählte Landeverfahren und die damit verbundene Überbelastung war offenbar die Tatsache, dass sich der Serviceteil nach dem Bremsmanöver nicht wie vorgesehen von der Landekapsel löste. Demnach könnte das Gespann mit dem Oberteil der Rückkehrkapsel zuerst in die Atmosphäre eingetreten sein. Die thermischen Belastungen beschädigten die nicht mit einem so starken Hitzeschutz versehene Oberseite, sorgten aber auch dafür, dass der Serviceteil schließlich abriss. Danach schwenkte die Kapsel in ihre normale Lage, mit dem Hitzeschutz voran. Das Fallschirmsystem wurde nicht beschädigt. Mit dabei war die Südkoreanerin So-Yeon Yi, die mit Sojus-TMA 12 zu einem Kurzaufenthalt zur ISS gestartet war und ein eigenes Forschungsprogramm absolvierte.</p>
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		<item>
		<title>Nachlese ILA 2008: Eine Crew und viele Stände</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachlese-ila-2008-eine-crew-und-viele-staende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für Raumfahrtinteressierte war ein Höhepunkt der ILA 2008 der Besuch der STS-122-Crew mit Hans Schlegel. Außerdem präsentierten Raumfahrtfirmen aus aller Welt ihre Neuigkeiten, darunter das bemannte ATV-Evolution der EADS und den Lunar Exploration Orbiter des DLR. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN, Kirsten Müller. Der Besuch der STS-122-Besatzung auf der ILA in Berlin am [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Für Raumfahrtinteressierte war ein Höhepunkt der ILA 2008 der Besuch der STS-122-Crew mit Hans Schlegel. Außerdem präsentierten Raumfahrtfirmen aus aller Welt ihre Neuigkeiten, darunter das bemannte ATV-Evolution der EADS und den Lunar Exploration Orbiter des DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN, Kirsten Müller.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/sts122crew_ila2008_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Crew von STS 122. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-rl_caption="" title="Die Crew von STS 122. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/sts122crew_ila2008.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Crew von STS 122.<br>(Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Besuch der STS-122-Besatzung auf der ILA in Berlin am 1. Juni war Programmpunkt der Europatour, die jeder europäische Astronaut traditionsgemäß mit seinen amerikanischen Kollegen nach seinem Raumflug unternimmt. Mit STS 122 hat das Space Shuttle Atlantis im Februar 2008 das europäische Raumlabor Columbus zur ISS gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei anderen Crewtouren war diesmal die vollständige Besatzung anwesend: Stephen Frick, Kommandant; Alan Poindexter, Pilot; Leland Melvin, Mission Specialist 1, zu dessen Aufgaben auch das Bedienen des Roboterarms in der ISS gehörte; Rex Walheim, Mission Spezialist 2, der während des Fluges insgesamt 3 Außenbordeinsätze durchführte; Hans Schlegel, Mission Specialist 3, dessen erste Aufgabe im Orbit darin bestand, das Mitteldeck des Shuttle von einer Raketenumgebung in eine Wohnumgebung umzuwandeln, und der außerdem einen Außenbordeinsatz ausführte, und Stan Love, Mission Specialist 4, der den Roboterarm des Space Shuttle bediente und seinem Kollegen Melvin beim Bedienen des ISS-Arm half. Außerdem gehörte der Besatzung noch der Franzose Leopold Eyharts an, der 2 Monate auf der ISS verbracht hatte. Allerdings befand sich dieser noch mitten in der Nachbereitungsphase seines Weltraumaufenthaltes und konnte deshalb seine Kollegen nicht begleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Vorstellungsrunde sollte eigentlich ein Film über die Mission gezeigt werden, den die Astronauten dann kommentieren sollten. Wegen technischer Probleme mit einem Beamer wurde jedoch die Frage-Antwort-Sitzung vorverlegt. Vor allem Hans Schlegel gab auf fast alle Fragen sehr ausführliche Antworten, egal, ob diese eher technischer Natur waren oder ob sie mehr das Menschliche betrafen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das Space-Shuttle-Programm in einigen Jahren zu Ende geht, stellte sich einem Besucher die Frage, was die Astronauten zwischen den beiden Programmen, wenn es keine Flüge geben würde, tun. Zwischen dem Apollo/Skylab- und dem Space-Shuttle-Programm, so die Besatzung, seien auch viele Astronauten bei der NASA geblieben und hätten wertvolle Beiträge zur Entwicklung des neuen Programms geleistet. Ähnlich könnte es nach dem Shuttle-Programm auch zugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den vier Außenracks von Columbus befinden sich ferngesteuerte Experimente zur Mond-, Erd-, Weltall- und Sonnenbeobachtung. Diese Systeme können bis zu 10 Jahren arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine der meist gestellten Fragen für Astronauten ist die nach dem Toilettengang im Weltraum, besonders wenn – wie einige Tage zuvor geschehen – die Toilette in der ISS kaputtgegangen ist. Normalerweise ist für jedes Utensil auf der ISS Ersatz da, bloß nicht für die Toilette, davon gibt es nur ein gut funktionierendes russisches Modell. Geht dieses also kaputt, benutzt man zuerst das Klo der Sojus. Das hält 10 Tage. Danach kann man nur hoffen, dass bald ein Space Shuttle mit Ersatzteilen kommt. Dessen Toilette kann man dann 14 Tage benutzen. Ist vorläufig kein Shuttle geplant, muss man sich halt mit Plastiktüten helfen, wie früher im Apollo-Zeitalter. Zu schauen, dass das Klo vernünftig funktioniert, ist übrigens der Job des Commanders. Wie Stephen Frick erzählte, war das bei seinem ersten Flug, STS 110, der Job des Piloten, also sein Job. Weil er das damals gut gemacht habe, witzelte er, sei er wohl für STS 122 als Commander eingeteilt worden. Damit wollte er sagen, dass es im Weltraum niemals einen „unwichtigen“ Job gibt und dass jeder im Team gleich wichtig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem europäischen ATV-Modell steht Schlegel positiv gegenüber: Sollte wieder etwas im amerikanischen Space-Shuttle-Programm passieren, wodurch die Amerikaner erneut einige Jahre pausieren müssten, könne es ganz hilfreich sein, wenn man neben der russischen Sojus noch ein weiteres funktionierendes bemanntes System habe. Das sei dann keine Konkurrenz, sondern einfach Europas Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit. Auch Columbus wird als erster großer Schritt zur Internationalisierung der ISS gesehen. Mit dem erfolgreichen Start von KIBO einige Tage vorher werden jetzt die Forschungsmöglichkeiten noch weiter ausgebaut, so dass die ISS bald von sechs Leuten bewohnt werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere, Astronauten häufig gestellte Frage ist die, ob sich das religiöse Bewusstsein nach dem Raumflug irgendwie verändert hat. Melvin antwortete, in der Tiefe des Weltraums sei sein Glaube stärker geworden. Wenn man alle 90 Minuten um die Erde kreise und keine Grenzen sehe, dann frage man sich irgendwann, wieso die Menschen nicht auch auf der Erde mit so vielen Nationen friedlich zusammenleben könnten wie auf der Internationalen Raumstation, wo sie als Russen, Amerikaner, Franzosen und Deutsche auch so gut zusammengearbeitet haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Frage vor dem Film galt Hans Schlegel: ob er denn während des Fluges irgend etwas vermisst habe. Während der 12-13 Tage gebe es an Bord so viel zu tun, so die Antwort, da gäbe es gar keine Zeit, irgend etwas zu vermissen. Man muss sich dort oben echt die Zeit nehmen, zu schlafen, zu essen, Pressekonferenzen abzuhalten und Kontakt über E-mail und Webcam mit seiner Familie zu halten. Allerdings war für ihn das Schönste, als er wieder zur Erde kam, die erste Dusche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen funktionierte auch der Beamer, und die Crew konnte ihren Film zeigen. Dieser behandelte einige Höhepunkte der Mission. Insgesamt dauerte die Präsentation genau eine Stunde, danach verschwanden die Astronauten in den abgeschirmten ESA-Bereich. Ihr Zeitplan war sehr knapp, deshalb wohl die strikte Zeiteinteilung. Außer auf der ILA haben sie noch Veranstaltungen in Aachen und Köln besucht, und am 2. Juni waren sie zum Empfang bei Bundeskanzlerin Merkel geladen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stände zum Thema Raumfahrt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zu 2006 war bei der diesjährigen ILA die Raumfahrt etwas prominenter vertreten. Verschiedene Firmen und Agenturen stellten bekannte und neuere Konzepte zur bemannten und unbemannten Raumfahrt vor. So hatte EADS Astrium einen sehr großen Stand, auf dem neben verschiedenen Airbusmodellen ein großes Modell der Ariane 5, ein Modell des ATV und einige kleinere Raketenmodelle – Semyorka / Starsem, Vega und Rockot – zu sehen waren. Außerdem wurden hier Satelliten gezeigt, die den Zielen der Erdbeobachtung, der Navigation, der Kommunikation und der Erforschung des Weltraums dienen, beispielsweise Theos, Spot 5, Venus Express, Pleiades, Intelsat 10-02, Skynet 5B und Hotbird 8, 9 und 10. Ein weiteres Modell der Ariane 5 und einer Semyorka-Rakete mit ESA-Nutzlast, sowie ein Modell des ATV in einer Raketenspitze gab es eine Halle weiter am Stand von Arianespace zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während das Bundesministerium für Technologie ein Modell des europäischen Weltraumlabors Columbus zeigte und mit dem DLR School Lab versuchte, die Jugend für Technik und Raumfahrt zu interessieren, stellte die nationale Weltraumagentur der Ukraine ein Modell des Raumfahrtsystems Zenit-3 SL, welches von einer Plattform auf See gestartet werden kann, sowie Modelle von Cyclone-4 und Dnepr aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/leo_ila2008_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mock-Ups des Projekts LEO. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-rl_caption="" title="Mock-Ups des Projekts LEO. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/leo_ila2008.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mock-Ups des Projekts LEO.<br>(Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Modell des LEO (Lunar Exploration Orbiter), mit dem das DLR <a href="https://www.raumfahrer.net/deutschlands-beitrag-zur-monderforschung/" data-wpel-link="internal">den Mond erforschen möchte</a>, war beim Stand von OHB Systems zu bewundern. Aufbauend auf dem System der GEO-Satelliten, soll LEO aus einen Hauptsatelliten, der den größten Teil der Instrumente mitnehmen soll, und zwei Nebensatellliten bestehen. OHB Systems soll die Plattform zu diesem System liefern. Außerdem leistet OHB einen Beitrag zu LUNARES, einem unbemannten Mondlandeprojekt speziell für die Erforschung von Mondkratern. Dieses System wird aus einem Lander, einem Rover, einem Roboter mit Beinen und einem Manipulatorarm bestehen. Neben OHB arbeiten daran Astrium GmbH und die DFKI GmbH in Bremen mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr prominent waren wieder das DLR und die ESA mit einer eigenen Raumfahrthalle anwesend. Die europäischen Aktivitäten in der bemannte Raumfahrt wurden mit einem originalgroßen Modell des Columbus-Laboratoriums und mit einer Industriestudie für ATV-Evolution, einer bemannten Version des Automatic Transfer Vehicles, gezeigt. ATV Evolution soll drei Personen Platz bieten und wie sein unbemanntes Gegenstück auf einer Ariane gestartet werden. Es wurden auch Satelliten zur weltweiten Kommunikation und das Satelliten-Navigationssystem Galileo vorgestellt, letzteres allerdings nur auf vier Bildschirmen und ohne Modelle. Intensiver wurden da schon die Mond- und Marslandeprojekte ausgestellt: es gab Modelle von Exomader (Exomars Demonstration Rover) im Massstab 1:2 und vom Mars Rover in Originalgröße zu sehen. Auch wurde eine Industriestudie für ein Mondlandegerät gezeigt und gab es die HRSC-List, eine Spezialkamera des DLR für zukünftige deutsche Mondmissionen, zu sehen. Mit dieser Kamera soll man die Oberfläche des Mondes systematisch dreidimensional, farbig und hoch aufgelöst abbilden können.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/angara_ila2008_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raketenmodelle &quot;Angara&quot; der traditionsreichen russischen Firma Chrunitschew. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-rl_caption="" title="Raketenmodelle &quot;Angara&quot; der traditionsreichen russischen Firma Chrunitschew. (Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/angara_ila2008.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raketenmodelle &#8222;Angara&#8220; der traditionsreichen russischen Firma Chrunitschew.<br>(Bild: Kirsten Müller/Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Russen waren wieder anwesend: den Stand der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos teilten sich mehrere Institute und Firmen, die Modelle von Raketen und Satelliten für verschiedene Zwecke – bemannte und unbemannte Projekte – zeigten, worunter auch Spektr R und Spektr UV zum Untersuchen des Weltraums in Bereichen der Radio- und der Ultraviolett-Wellenlängen waren. Neben einem Modell des Startkomplexes TR „Sojus ST“ beim Guayanischen Raumfahrtzentrum gab es außerdem ein Modell vom Phobos-Sample-Return-Fahrzeug zu sehen, dessen Start momentan für den Oktober 2009 geplant ist. 10-11 Monate soll er für den Weg zum Mars brauchen und nach getaner Arbeit im Juli/August 2011 wieder den Weg zur Erde antreten. Daneben gibt es auch ein russisches Mondprojekt: Luna-Glob SC. Im Großen und Ganzen war das diesjährige Raumfahrtangebot der ILA doch relativ umfassend. Auch war es organisatorisch besser geregelt als vor zwei Jahren – übermäßig voll, trotz des guten Wetters, war es an keinem der beiden Tage, an denen ich da war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3294.0" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">ILA 2008 / BerlinAirShow</a></strong></li>
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		<title>Atlantis kehrt nach Florida zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-kehrt-nach-florida-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Feb 2008 16:31:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Schlegel]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-122]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Landung im Kennedy Space Center ging heute die Space-Shuttle-Mission STS 122, bei der das europäische Raumlabor Columbus zur ISS gebracht wurde, zu Ende. An Bord der Atlantis kehrte auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel zur Erde zurück. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Dank wunderschönem Wetter in Florida konnten die Astronauten heute [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit der Landung im Kennedy Space Center ging heute die Space-Shuttle-Mission <i>STS 122</i>, bei der das europäische Raumlabor <i>Columbus</i> zur <i>ISS</i> gebracht wurde, zu Ende. An Bord der Atlantis kehrte auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel zur Erde zurück.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS122LandingNASAJackPfaller2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS122LandingNASAJackPfaller260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Atlantis kurz vor dem Aufsetzen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dank wunderschönem Wetter in Florida konnten die Astronauten heute bereits die erste Landemöglichkeit nutzen. Um 13:59 Uhr MEZ zündeten die Triebwerke des <i>Orbital Maneuvering Systems (OMS)</i> der <i>Atlantis</i>, um das Space Shuttle abzubremsen und so die Umlaufbahn zu verlassen.  <br> Etwas mehr als eine halbe Stunde später begann der heiße Wiedereintritt. In einer Höhe von 130 Kilometern trifft der Orbiter auf die Erdatmosphäre und wird durch deren Widerstand abgebremst. Dabei wird die Bewegungsenergie des Space Shuttles in Hitze umgewandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Wiedereintritt lenkte Kommandant Steve Frick die <i>Atlantis</i> in S-förmigen Kurven, durch die das Tempo reduziert wurde, über den Golf von Mexico in Richtung Florida, wo das Space Shuttle auf der <i>Shuttle Landing Facility</i>, der Landebahn des <i>Kennedy Space Centers</i> bereits erwartet wurde.        Das Hauptfahrwerk der Atlantis setzte um 9:07 Uhr Ortszeit (15:07 MEZ) am Boden auf. Der Bremsschirm wurde ausgelöst, anschließend setzte auch das Bugfahrwerk auf. Knapp eine Minute dauerte es, bis die Räder der Atlantis zum Stillstand kamen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122s071nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="259" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122s071nasa260.jpg" alt="" class="wp-image-82679"/></a><figcaption>Die Atlantis bei der Landung. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <i>STS-122</i> geht eine erfolgreiche und besonders für die europäische Raumfahrt wichtige Mission zu Ende. Am 7. Februar war die <i>Atlantis</i> mit den Astronauten Steve Frick, Alan Pointdexter, Rex Walheim, Stanley Love, Leland Melvin, dem Franzosen Léopold Eyharts und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel sowie dem europäischen Modul <i>Columbus</i><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/" data-wpel-link="internal">gestartet</a>. Zwei Tage später dockte sie an die Internationale Raumstation <i>ISS</i> an. Am fünften Flugtag wurde während eines Weltraumausstiegs (<i>EVA</i>) von Rex Walheim und Stanley Love <i>Columbus</i> zur <i>ISS</i><a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-kommt-an-der-iss-an/" data-wpel-link="internal">hinzugefügt</a>. Einen Tag später betrat Léopold Eyharts zum ersten Mal das europäische Raumlabor. Während zweier weiterer <i>EVAs</i> führten Hans Schlegel, Rex Walheim und Stanley Love weitere Arbeiten an <i>Columbus</i> und anderen Teilen der Raumstation durch. Am Montag, dem zwölften Flugtag, koppelte die Atlantis wieder von der Raumstation ab. Dabei blieb Léopold Eyharts als Mitglied der Langzeitbesatzung auf der <i>ISS</i> zurück. Er ersetzt Daniel Tani, der nach fast vier Monaten mit der <i>Atlantis</i> zur Erde zurückkehrte. Insgesamt dauerte die  Mission 12 Tage, 18 Stunden und 21 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zur nächsten Mission wird es, wenn keine weiteren Probleme auftauchen, nicht allzu lange dauern: Am Montag kam die <i>Endeavour</i> auf der Startrampe 39A an, sie soll am 11. März mit dem ersten Teil des japanischen Moduls <i>Kibo</i> zur <i>ISS </i>starten. 
<br>
<strong>Links</strong>
<br>
<a href="https://www.raumfahrer.net/sts-122-statusreports/" data-wpel-link="internal">Statusreports</a>
<br>
<a href="https://www.raumfahrer.net/space-shuttle-missionen/" data-wpel-link="internal">Übersicht der Space Shuttle-Missionen</a></p>
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		<item>
		<title>Columbus kommt an der ISS an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/columbus-kommt-an-der-iss-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 12:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Andockport]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
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		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-122]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumlabor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Montag wurde während eines Weltraumausstieges das europäische Raumlabor Columbus an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht. Heute soll die Luke geöffnet werden. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: ESA/NASA. &#8222;Ein weiterer großartiger Tag für die European Space Agency (ESA). Ein großartiger Tag für unsere europäische Industrie und ein großartiger Tag für Europa überhaupt&#8220;, kommentierte Alan [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Montag wurde während eines Weltraumausstieges das europäische Raumlabor <i>Columbus</i> an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht. Heute soll die Luke geöffnet werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: ESA/NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ein weiterer großartiger Tag für die European Space Agency (ESA). Ein großartiger Tag für unsere europäische Industrie und ein großartiger Tag für Europa überhaupt&#8220;, kommentierte Alan Thirkettle, der Manager des <i>ISS</i>-Programms der ESA, die Ereignisse des fünften Flugtags der Space-Shuttle-Mission <i>STS 122</i>. Seit Montag Abend ist nämlich endlich das europäische Raumlabor <i>Columbus</i> dort, wo es hingehört, an der Internationalen Raumstation (<i>ISS)</i>. 
<br>
An diesem Tag führten die Astronauten Rex Walheim und Stanley Love einen Tag später als geplant die erste <i>Extra-vehicular Activity</i> (<i>EVA</i>, auf deutsch Außenbordeinsatz (Weltraumausstieg), durch. Stanley Love ersetzte dabei den Deutschen Hans Schlegel, der aus gesundheitlichen Gründen im Inneren der Raumstation blieb. Um 15:13 Uhr MEZ wurde die Luke geöffnet und die zwei Astronauten stiegen aus. Zuerst montierten sie eine <i>Power and Data Grapple Fixture (PDGF)</i> an <i>Columbus</i>. Diese ist nötig, um das Modul mit dem Roboterarm der Raumstation packen und manövrieren zu können. Die Missionsspezialisten Daniel Tani und Leland Melvin sowie der Franzose Léopold Eyharts, der nun zur Stammbesetzung der <i>ISS</i> gehört, steuerten den Roboterarm nun zur Nutzlastbucht der <i>Atlantis</i>. Dann packten sie damit das sieben Meter lange und viereinhalb Meter breite <i>Columbus</i>-Modul und beförderten es aus der Nutzlastbucht des Space Shuttles heraus zu seinem Platz an dem erst im Oktober 2007 installierten Modul <i>Harmony (Node 2)</i>. 
<br>
Währenddessen führten Rex Walheim und Stanley Love Arbeiten an einem Stickstofftank des Kühlsystems der <i>ISS</i> durch, der am Mittwoch bei der zweiten <i>EVA</i> ausgetauscht werden soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022008132509_small_1.jpg" alt="ESA/NASA" width="440" height="330"/><figcaption>
Das Raumlabor 
<i>Columbus</i>
 an seinem Platz an der ISS 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 22:44 Uhr MEZ war es dann so weit: <i>Columbus</i> wurde an der <i>ISS</i> angedockt und wurde somit ein Teil der Raumstation. Auf diesen Moment hatten die vielen Mitarbeiter der <i>ESA</i> und ihrer Partner, die an dem Projekt beteiligt sind, lange gewartet. Knapp eine halbe Stunde später, um 23:11 Uhr MEZ, kehrten Stanley Love und Rex Walheim nach erledigter Arbeit wieder in die Raumstation zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute um 14:50 Uhr MEZ soll erstmals die Luke von <i>Columbus</i> geöffnet werden. Léopold Eyharts wird zuerst das Raumlabor mit Schutzbrille und Atemmaske betreten. Wenn dabei alles gut geht, können um 20:55 Uhr MEZ alle Astronauten das Modul betreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong>
<br>
<a href="https://www.raumfahrer.net/sts-122-statusreports/" data-wpel-link="internal">Tägliche Statusreports</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atlantis &#038; Columbus unterwegs zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 19:10:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Harmony]]></category>
		<category><![CDATA[Sensor]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-122]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumlabor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute abend um 20.45 Uhr (MEZ) ist die amerikanische Raumfähre Atlantis mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus als Nutzlast an Bord zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Nach mehreren Startverschiebungen seit dem 6. Dezember letzten Jahres und letzten technischen Problemen war heute eigentlich nur noch das Wetter die große Unbekannte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute abend um 20.45 Uhr (MEZ) ist die amerikanische Raumfähre <i>Atlantis</i> mit dem europäischen Weltraumlabor <i>Columbus</i> als Nutzlast an Bord zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgebrochen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07022008201001_small_1.jpg" alt="" width="382" height="297"/><figcaption>
<i>Atlantis</i>
 auf dem Weg zur ISS.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Startverschiebungen seit dem 6. Dezember letzten Jahres und <a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">letzten technischen Problemen</a> war heute eigentlich nur noch das Wetter die große Unbekannte &#8211; die Probleme mit den Treibstoffsensoren im externen Tank der Raumfähre, die im vergangenen Dezember den Ingenieuren der NASA so viel Kopfzerbrechen bereitet haben, schienen nach den intensiven Tests und Nachbesserungen der letzten Wochen beseitigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich verlief der Start dann auch planmäßig, nachdem die Wetterbedingungen sich kurz vor dem angesetzten Starttermin soweit gebessert hatten, dass auch von dieser Seite dem Beginn der Mission STS-122 nichts mehr im Wege stand. Mit dem Öffnen der Nutzlastbucht um 22.35 Uhr wurde der erste wichtige Meilenstein dieser Mission nach dem Start erfolgreich absolviert. Das Andocken an die ISS soll in zwei Tagen um 18.24 Uhr (MEZ) erfolgen. Während des ersten Weltraumausstiegs wird dann schließlich das europäische Labormodul <i>Columbus</i> am Verbindungsmodul <i>Harmony</i> dauerhaft angedockt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Täglich aktuelle Statusreports der Mission STS-122 können Sie <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-122-statusreports/" data-wpel-link="internal">hier</a> nachlesen. </p>



<p>Nachfolgend finden Sie unsere Live-Berichterstattung über die Startphase zum Nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21.30 Uhr:</strong>
<br>
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Starts beenden wir unsere Live-Berichterstattung vom Beginn der Shuttle-Mission STS-122. Wie gewohnt werden wir Sie auf <i>Raumfahrer.net</i> während der gesamten Mission täglich über den Fortgang auf dem Laufenden halten. Vielen Dank für Ihr Interesse.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21.20 Uhr:</strong>
<br>
Die Raumfähre <i>Atlantis</i> hat eine Erdumlaufbahn erreicht. Die nächste größere Aktion wird das Öffnen der Nutzlastbucht sein &#8211; dann wird das Weltraumlabor <i>Columbus</i> erstmals den harschen Weltraumbedingungen ausgesetzt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21.00 Uhr:</strong>
<br>
Genau 8 Minuten und 30 Sekunden nach dem Start sind die drei Haupttriebwerke abgeschaltet worden. Auch dieser Meilenstein während des Startvorgangs ist nach Plan absolviert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.56 Uhr:</strong>
<br>
Die Abtrennung des externen Tanks der <i>Atlantis</i> hat offenbar reibungslos geklappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.55 Uhr:</strong>
<br>
Die am externen Tank angebrachten Kameras bieten die gewohnt beeindruckenden Bilder vom &#8222;Bauch&#8220; der Raumfähre. Der Flug verläuft noch immer nach Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.50 Uhr:</strong>
<br>
Die Abtrennung der beiden Feststoffbooster ist gut zwei Minuten nach dem Start erfolgt, bisher läuft der Flug reibungslos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.48 Uhr:</strong>
<br>
Bisher verläuft der Flug von <i>Atlantis</i> nach Plan. Die beiden gewaltigen Feststoffbooster liefern momentan den Großteil des Schubes, der das neue Labormodul Richtung Erdorbit transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.45 Uhr:</strong>
<br>
<strong>START!</strong> Am Ende einer nervenaufreibenden Zitterpartie aufgrund unsicherer Wetterverhältnisse hebt die Raumfähre <i>Atlantis</i> mit dem Weltraumlabor <i>Columbus</i> an Bord donnernd von der Startplattform ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.40 Uhr:</strong>
<br>
Mit an Bord der Raumfähre <i>Atlantis</i> sind die europäischen ESA-Astronauten Hans Schlegel und Leopold Eyharts. Während Hans Schlegel mit dem Space Shuttle nach zwölf Tagen wieder zur Erde zurückkehren wird, soll der französische Astronaut Leopold Eyharts erst mit der nächsten Shuttle-Mission STS-123 &#8211; deren Start derzeit für den 11. März geplant ist &#8211; zur Erde zurückkehren. Bis dahin wird er das europäische Weltraumlabor in Betrieb nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.35 Uhr:</strong>
<br>
Derzeit würde das Wetter der NASA zufolge einen Start erlauben, doch wahrscheinlich bleibt es eine Zitterpartie bis zum letzten Moment.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.25 Uhr:</strong>
<br>
Gerade verkündet das Mission Management Team der NASA, dass die Raumfähre aus technischer Sicht startklar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.20 Uhr:</strong>
<br>
Momentan gibt es der NASA zufolge keine technischen Probleme. Die Wahrscheinlichkeit für günstiges, den Start gestattendes Wetter wurde von den Meteorologen der amerikanischen Weltraumagentur zwei Stunden vor dem Start mit 40 Prozent angegeben; doch vielleicht gibt es heute nach den ganzen negativen Überraschungen bei den letzten Startversuchen der <i>Atlantis</i> ja ausnahmsweise einmal eine positive Überraschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.15 Uhr:</strong>
<br>
Das Wetter scheint den heutigen Abend wirklich spannend gestalten zu wollen: Für kurze Zeit standen die Ampeln auf &#8222;rot&#8220;, mittlerweile wieder auf &#8222;go&#8220;. Über dem Atlantik westlich vom Kennedy Space Center entwickelt sich derzeit ein Gewittersturm, der den Start verhindern könnte, wenn er über den amerikanischen Weltraumstartplatz während des rund 10-minütigen Startfensters hinweg ziehen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20.00 Uhr:</strong>
<br>
Derzeit stehen alle Zeichen auf Start. Auch das Wetter erlaubt derzeit (noch) den Start der Raumfähre. Momentan verharrt der Countdown planmäßig bis neun Minuten vor dem Start. In dieser Phase werden alle am Start der Raumfähre beteiligten Stellen abgefragt &#8211; der so genannte &#8222;Go &#8211; No-Go-Poll&#8220;.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Atlantis &#038; Columbus unterwegs zur ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>STS 122 &#8211; Statusreports</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-122-statusreports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-122]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=81072</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte vom Verlauf der Mission STS-122 der Atlantis, die am 7. Februar 2008 startete. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag) Nach zweimonatiger Verspätung hob am 7. Februar, um 20:45 Uhr MEZ, das Space Shuttle Atlantis, mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus, von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sts-122-statusreports/" data-wpel-link="internal">STS 122 &#8211; Statusreports</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf dieser Seite finden Sie Berichte vom Verlauf der Mission STS-122 der Atlantis, die am 7. Februar 2008 startete.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#a16eacb09038">Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag)</a></li><li><a href="#6e3ef01e8c44">Statusreport Nr. 2 vom 8. Februar 2008 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#fe52440be62f">Statusreport Nr. 3 vom 9. Februar 2008 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#abec4bad88b5">Statusreport Nr. 4 vom 10. Februar 2008 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#593cd6726089">Statusreport Nr. 5 vom 11. Februar 2008 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#1f546fc4dde7">Statusreport Nr. 6  vom 12. Februar 2008 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#35e9b89844c8">Statusreport Nr. 7 vom 13. Februar 2008 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#772309a3327e">Statusreport Nr. 8 vom 14. Februar 2008 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#acf35abe3f3e">Statusreport Nr. 9 vom 15. Februar 2008 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#81fda44a6361">Statusreport Nr. 10 vom 16. Februar 2008 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#a7ec6b3d00d7">Statusreport Nr. 11 vom 17. Februar 2008 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#d442c763d1ce">Statusreport Nr. 12 vom 18. Februar 2008 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#f67313bcc0fe">Statusreport Nr. 13 vom 19. Februar 2008 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#27a9e36d36e5">Statusreport Nr. 14 vom 20. Februar 2008 (Landung)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="a16eacb09038">Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122liftoff_gr-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122liftoff_kl.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start der <em>Atlantis</em> mit dem europäischen <em>Columbus</em>-Modul zur ISS. Schlechtes Wetter hätte den Start beinahe verhindert.<br>(Bild: NASA/Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zweimonatiger Verspätung hob am 7. Februar, um 20:45 Uhr <em>MEZ</em>, das Space Shuttle <em>Atlantis</em>, mit dem europäischen Weltraumlabor <em>Columbus</em>, von der Startrampe 39A des Kennedy Space Centers ab. Zu Beginn des Tages waren die Hoffnungen auf einen Start noch gering, da die Wettervorhersage eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für schlechtes Wetter prognostizierte. Zum Glück kooperierten jedoch das Wetter und die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Stephen Frick, dem Piloten Alan Poindexter und den Missionsspezialisten Leland Melvin, Rex Walheim, Stanley Love, sowie dem Deutschen Hans Schlegel und Expedition-16-Crewmitglied Léopold Eyharts, konnte so ohne weitere Hindernisse ihre 11-tägige Mission zur Internationalen Raumstation beginnen. Auch die neue Verkabelung der sogenannten Engine Cutoff (ECO) Sensoren, die die zweimonatige Verspätung verursacht hatte, arbeitete fehlerfrei und bestärkte die Ingenieure, endlich die Ursache für die Sensorausfälle gefunden und behoben zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht nur die amerikanische Weltraumbehörde konnte sich über den gelungenen Start freuen. Auch für die europäische Weltraumagentur bedeutet der Start des Space Shuttles <em>Atlantis</em> endlich den Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation. Mit dem <em>Columbus</em>-Labor verbessern sich die Möglichkeiten für die wissenschaftliche Arbeit an Bord der Raumstation signifikant. ESA-Spationaut Léopold Eyharts, der mit der Mission STS-122 einen Langzeitaufenthalt an Bord der Raumstation beginnt, wird sich während seiner Arbeit hauptsächlich um die Ausstattung des europäischen Labors kümmern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch bei diesem Start zeigte sich das typische Verhalten des externen Tankes, gegen Ende des Aufstiegs in die Umlaufbahn, Teile der Isolierung zu verlieren. Außerdem entdeckten die Experten am Boden drei Teile der Isolierung, die sich ca. 2:13 Minuten nach dem Start von der Bipod Rampe des Tanks gelöst hatten. Da dies innerhalb der kritischen Flugphase passierte, werden die Experten eine genauere Analyse durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreichem Erreichen der Umlaufbahn begann die Crew sofort damit, das Space Shuttle für den Aufenthalt im All einzurichten. Sie öffneten die Türen der Ladebucht und fuhren die Ku-Band-Antenne aus, die für die Breitbandkommunikation mit dem Orbiter genutzt wird. Bedenken, das ein verbogener Verbindungsschlauch in der Ladebucht Probleme bereiten und undicht werden könnte, bestätigten sich nicht. Das Space Shuttle ist in einem guten Zustand und bereit für die kommende Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 250 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll am Samstag um 18:25 <em>MEZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="6e3ef01e8c44">Statusreport Nr. 2 vom 8. Februar 2008 (2. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „The Book of Love“ von Peter Gabriel. Das Lied wurde <em>ESA</em>-Astronaut Léopold Eyharts gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew verbrachte die meiste Zeit ihres ersten vollen Tags in der Umlaufbahn mit der Inspektion des Hitzeschildes. Sie nutzte dazu das etwa 15 Meter lange Orbiter Boom Sensor System (OBSS), um detaillierte Aufnahmen der Flügelkanten und der Nasenkappe zu machen. Anschließend verstaute sie das <em>OBSS</em> wieder in der Ladebucht, um mithilfe der Kameras am Roboterarm Aufnahmen der Hitzeschutzkacheln an den beiden Orbitalen Manöver Steuerdüsen, den sogenannten <em>OMS</em>-Pods, sowie an der Crewkabine zu machen. Die gesamte Inspektion dauerte ca. fünf Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den Arbeiten mit dem Roboterarm, bereitete die Besatzung alle benötigten Werkzeuge für das heutige Andockmanöver vor. So installierte sie eine Kamera im Andocksystem und fuhr den Andockring aus. Die Kamera wird Shuttlekommandant Steve Frick während der letzten Minuten des Andockmanövers dabei helfen, Atlantis perfekt für das Andockmanöver auszurichten.<br>Stanley Love und Hans Schlegel verbrachten außerdem einen Großteil des Tages damit, ihre Weltraumanzüge für den ersten Außenbordeinsatz der Mission am Sonntag vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">John Shannon, Vorsitzender des On Orbit Mission Management Teams, konnte berichten, dass nach einer ersten Analyse des Bildmaterials vom Start des Space Shuttle <em>Atlantis</em> keinerlei Auffälligkeiten zu sehen waren. Die zunächst gemeldeten drei abgelösten Teile der Tankisolierung entpuppten sich als zu klein, um irgendein Problem für den Orbiter darzustellen. Insgesamt bezeichnete Shannon den gestrigen Start als sehr sauber und hob hervor, dass derzeit das Ingenieurteam in Houston an keinerlei Problemen zu arbeiten hat, was sehr selten während eines Shuttlefluges vorkommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 250 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll heute um 18:25 Uhr <em>MEZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="fe52440be62f">Statusreport Nr. 3 vom 9. Februar 2008 (3. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Tishomingo Blues“ von Spencer Williams geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Steve Frick gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ereignisreicher Tag liegt hinter der Besatzung, der seinen Höhepunkt im Andocken an die Raumstation um 18:17 Uhr <em>MEZ</em> fand. Der Tag begann jedoch für die Besatzung mit einer Reihe von Kurskorrekturen, die das Space Shuttle zu einem Punkt direkt unterhalb der <em>ISS</em> führte. Dort angekommen näherte sich der Orbiter unter der Kontrolle von Kommandant Steve Frick auf ca. 182 Meter an und vollführte anschließend das Rendezvous Pitch Manöver (RPM). Das <em>RPM</em> ist eine 360 Grad-Drehung um die Querachse des Orbiters, um der Besatzung an Bord der Raumstation die Möglichkeit zu geben, Fotos von den Hitzeschutzkacheln auf der Unterseite des Space Shuttles zu machen. Die Bilder wurden anschließend sofort an die Bodenkontrolle übermittelt, wo sie von Experten untersucht werden. Zusätzlich wurden noch Aufnahmen eines kleinen Schadens am rechten Pod des Orbitalen Manöver-Systems (OMS) gemacht. Der Schaden ist dem recht ähnlich, der während der STS-117-Mission im letzten Jahr aufgetreten ist. Während der Mission STS 117 wurde der Schaden bei einem Außenbordeinsatz repariert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss des <em>RPM</em> steuerte Frick das Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation und näherte sich langsam dem Pressurized Mating Adapter (PMA) Nummer 2, welcher sich am Bug des <em>Harmony</em>-Moduls befindet. Es war das erste Mal, das ein Shuttle am <em>Harmony</em>-Modul andockte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 1:30 Stunden nach dem Andocken öffneten die Besatzungen die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen und begrüßten sich herzlich. Nach dem üblichen Sicherheitsbriefing der Stationskommandantin Peggy Witson, die am 8. Februar ihren 48. Geburtstag feierte, begab sich die Besatzung wieder an die Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Léopold Eyharts transferierte seinen <em>Sojus</em>-Sitz an Bord der russischen Kapsel und wurde damit offizielles Mitglied der Expedition 16. Daniel Tani wurde zur gleichen Zeit ein Mitglied der STS-122-Besatzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund eines medizinischen Problems mit einem Mitglied der Shuttle-Besatzung, wurde der erste Weltraumausstieg der Mission um 24 Stunden verschoben. Außerdem wird Stanley Love den deutschen Hans Schlegel während des Einsatzes ersetzen. Aufgrund dieser Verschiebung entschied sich das Mission Management Team (MMT), die Mission um einen Tag zu verlängern. Die Planungsteams arbeiten derzeit an einem neuen Zeitplan. John Shannon, Vorsitzender des <em>MMT</em>, glaubt jedoch nicht, dass die Verschiebung des Außeneinsatzes ein Problem darstellt und weiterhin alle Ziele der Mission erfüllt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ingenieure am Boden analysieren zusätzlich noch die abgelöste Isolierdecke am rechten <em>OMS</em>-Pod. Der Schaden befindet sich allerdings in einer Position, wo die Hitzeentwicklung während des Wiedereintritts relativ gering ist, sodass eine Reparatur während eines Außenbordeinsatzes, zu diesem Zeitpunkt, recht unwahrscheinlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Rendezvous-Phase zeigten sich außerdem Probleme mit einem der Shuttle-Bordcomputer und die Crew entschied sich, für das Andocken diesen Computer nicht zu nutzen. Experten am Boden untersuchen derweil den Grund für die Probleme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="abec4bad88b5">Statusreport Nr. 4 vom 10. Februar 2008 (4. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer. Das Lied wurde Hans Schlegel gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Weltraumausstieg, der eigentlich am 10. Februar stattfinden sollte, um 24 Stunden verschoben wurde, kümmerte sich die Besatzung vornehmlich um den Transfer von Gütern vom Space Shuttle zur Raumstation. Sie nutzen außerdem den zusätzlichen Tag, um den Schaden am rechten Orbital Manöver-System-Pod (OMS) mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems (OBSS) zu dokumentieren. Die detaillierten und hochauflösenden Bilder werden den Experten am Boden dabei helfen, zu entscheiden, ob eine Reparatur während eines Außenbordeinsatzes notwendig ist.<br><br>Die Missionsspezialisten Rex Walheim, Stanley Love und Hans Schlegel bereiteten sich zusammen auf den für heute geplanten Ausstieg vor. Besonders Love, der Schlegel bei diesem Einsatz ersetzen wird, ging mit dem EVA-Planungsteam am Boden noch einmal alle Prozeduren und Arbeiten, die heute erledigt werden sollen, durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages begaben sich Walheim und Love in das <em>Quest</em>-Modul, wo sie die Nacht bei geringerem Druck verbrachten. Diese Prozedur dient dazu, Stickstoff aus dem Blut zu entfernen, um der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team (MMT) arbeitet derzeit an einem Plan, die Mission um einen weiteren Tag zu verlängern. Dazu wurde die Crew angewiesen, nicht essenzielle Geräte abzuschalten, um Strom zu sparen. Diese Prozedur wird auch „Group B Powerdown“ genannt. Ob dieser zusätzliche Tag wirklich benötigt wird, wird das Planungsteam im Laufe der Mission entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem gehen die Analysen eines fehlerhaften Bordcomputers des Shuttles weiter. Der Grund für den Fehler, der zu Beginn der Rendezvous-Manöver auftrat, ist derzeit noch unbekannt. Der leitende Flugdirektor Michael Sarafin zeigte sich aber zuversichtlich, dass spätestens beim Abkoppeln der Bordcomputer wieder einsatzbereit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Plan soll das Space Shuttle am Sonntag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="593cd6726089">Statusreport Nr. 5 vom 11. Februar 2008 (5. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:46 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Fly Like An Eagle“ von Steve Miller geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Leland Melvin gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Weltraumausstieg liegt hinter der Besatzung. Rex Walheim und Stanley Love verließen die Raumstation für fast acht Stunden und bereiteten das europäische Weltraumlabor <em>Columbus</em> für die Installation an der Internationalen Raumstation vor. Sie installierten einen Greifpunkt für den Roboterarm der Raumstation, die sogenannte Power and Data Grapple Fixture (PDGF). Außerdem bereiteten sie elektrische Verbindungen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die beiden mit ihren Arbeiten in der Ladebucht fertig waren, steuerten Leland Melvin, Daniel Tani und Léopold Eyharts den Roboterarm der Raumstation zum <em>Columbus</em>-Labor und hoben das Modul aus der Ladebucht. 42 Minuten später erreichte <em>Columbus</em> seinen endgültigen Platz an der Steuerbordseite des <em>Harmony</em>-Moduls. Eyharts kommentierte den Moment mit den Worten „Das europäische <em>Columbus</em>-Modul ist nun ein Teil der ISS“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Walheim und Love arbeiteten unterdessen an einen Stickstofftank und bereiteten dessen Austausch vor. Der Tank wird für das Kühlsystem der Raumstation benötigt und während des zweiten Außenbordeinsatzes am Mittwoch ausgewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem installierten <em>Columbus</em>-Modul ist die Internationale Raumstation nun zu 57 Prozent komplett, was die Gesamtmasse angeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team (MMT) konnte einen Großteil des Hitzeschildes des Orbiters für den Wiedereintritt freigeben. Einzig der kleine Schaden am rechten Orbitalen Manöver-System-Pod (OMS), sowie minimale Schäden oberhalb der Fenster Nummer 3 und 4 werden derzeit noch analysiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll am Sonntag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1f546fc4dde7">Statusreport Nr. 6  vom 12. Februar 2008 (6. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Dream Come True“ von Jim Brickman. Das Lied wurde Missionsspezialist Rex Walheim gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptaufgabe der Crew bestand darin, das europäische Weltraumlabor <em>Columbus</em> für die Arbeit im All auszustatten. Dazu öffneten Expedition-16-Flugingenieur Léopold Eyharts und Missionsspezialist Hans Schlegel um 15:08 Uhr <em>MEZ</em> die Luken des Labors, überprüften das Innere auf eventuelle Schäden und nahmen Luftproben. Eyharts kommentierte den Moment mit den Worten &#8222;Dies ist ein großer Moment und Hans und ich sind sehr stolz hier zu sein und das <em>Columbus</em>-Modul zum ersten Mal zu betreten&#8220;. Anschließend begannen die Innenarbeiten im Labor. Die Astronauten installierten Computer und aktivierten die Belüftung sowie das Kühlsystem des Labors.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeitgleich mit der Aktivierung des Labors, nahm auch das <em>Columbus</em>-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen seine Arbeit auf. Von dort aus wird rund um die Uhr die gesamte wissenschaftliche Arbeit des Labors betreut.<br>Teile der Besatzung nahmen sich zusätzlich noch Zeit, um mit Reportern von verschiedenen Fernseh- und Radiostationen zu reden.<br>Rex Walheim und Hans Schlegel bereiteten sich außerdem auf ihren Außenbordeinsatz vor. Für Walheim ist es der zweite Einsatz, während Schlegel zum ersten Mal die Station verlassen wird.<br>Zusätzlich gingen die Transferarbeiten zwischen Shuttle und Station unvermindert weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experten am Boden konnten nach eingehender Analyse den Schaden am rechten Orbitalen Manöver-System-Pod als ungefährlich einstufen und gaben diesen Teil für den Wiedereintritt frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll die Station am Sonntag wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="35e9b89844c8">Statusreport Nr. 7 vom 13. Februar 2008 (7. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Oysters and Pearls“ von Jimmy Buffet geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot Alan Poindexter gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rex Walheim und Hans Schlegel absolvierten erfolgreich den zweiten Weltraumausstieg der Mission. Die beiden Astronauten verbrachten 6:45 Stunden außerhalb der Station. Die Hauptaufgabe des Einsatzes war der Austausch eines Stickstofftanks, der dazu genutzt wird, das Ammoniak-Kühlsystem der Station unter Druck zu halten. Nachdem sie den alten Tank ausgetauscht hatten, begab sich Walheim mithilfe des Roboterarms der Raumstation in die Ladebucht des Space Shuttles und platzierte den alten Stickstofftank auf einem Frachtträger. Der Tank wird mit dem Orbiter zur Erde zurückkehren.<br>Nachdem die Arbeiten am Kühlsystem der Station abgeschlossen waren, begaben sich die beiden Astronauten zum Destiny-Weltraumlabor und überprüften einige Abschirmpaneele gegen Mikrometeoriten auf eventuelle Einschläge und reparierten einige kleine Schäden. Aufgrund ihrer schnellen Arbeit konnten Walheim und Schlegel noch einige Isolierungen am Columbus-Labor anbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team (MMT) gab das Hitzeschild des Orbiters für den Wiedereintritt frei. Sollte auch während der letzten Inspektion des Hitzeschildes nach dem Ablegen von der Raumstation keine Schäden gefunden werden, dann steht der Rückkehr des Shuttles nichts mehr im Wege. Das <em>MMT</em> verlängerte außerdem die Mission um einen weiteren Tag. Der zusätzliche Tag soll primär der Besatzung mehr Zeit geben, um das Columbus-Labor vollständig zu aktivieren und auszustatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach der Verlängerung der Mission soll das Shuttle nun am Montag die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="772309a3327e">Statusreport Nr. 8 vom 14. Februar 2008 (8. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 09:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Consider Yourself at Home“ aus dem Musical Oliver. Der Song wurde Missionsspezialist Stanley Love gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung verbrachte den Tag damit, sich auf den dritten und letzten Außenbordeinsatz der Mission vorzubereiten. Stanley Love und Rex Walheim bereiteten ihre Weltraumanzüge vor und gingen mit der kompletten Besatzung die einzelnen Aufgaben durch.<br>Zusätzlich gingen die Arbeiten im Columbus-Weltraumlabor weiter. Die Astronauten installierten und aktivierten Hardware, die für die wissenschaftliche Arbeit innerhalb des Labors benötigt wird.<br>Teile der Besatzung nahmen sich außerdem Zeit, um mit Bundeskanzlerin Merkel, ESA-Direktor Jean-Jacques Dordain und Astronaut Thomas Reiter zu sprechen. Später am Tag sprachen die Astronauten noch mit Reportern verschiedener Fernsehstationen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Love und Walheim in das Quest-Modul, um dort bei geringem Druck zu schlafen. Diese Prozedur dient dazu, Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu entfernen, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Atlantis soll die Station am Montag um 10:26 Uhr MEZ verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="acf35abe3f3e">Statusreport Nr. 9 vom 15. Februar 2008 (9. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 9:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Hans Schlegel gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rex Walheim und Stanley Love absolvierten erfolgreich den dritten und letzten Außenbordeinsatz der Mission. Für Walheim war es der dritte Ausstieg und für Love der Zweite. Beide verbrachten 7:25 Stunden außerhalb der Station. Die erste Aufgabe für die beiden Astronauten bestand in der Installation des <em>SOLAR</em>-Experiments auf einer externen Plattform am Columbus-Labor. Mit dem <em>SOLAR</em>-Experiment soll die Strahlung der Sonne und deren Varianz präzise gemessen werden. Shuttlepilot Alan Poindexter koordinierte die Arbeit von Walheim und Love, während Leland Melvin den Roboterarm der Raumstation bediente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreicher Installation von <em>SOLAR</em> widmeten sich die beiden einem defekten Kontrollgyroskop. Das Gyroskop wurde während einer früheren Mission ersetzt und soll nun mit der Atlantis wieder zur Erde zurückkehren. Am Boden wird das Gyroskop repariert und als Ersatz für die Raumstation bereitstehen.<br>Anschließend installierten Walheim und Love das zweite Experiment an der Außenseite des Columbus-Labors. Mit <em>EuTEF</em> wird es Wissenschaftlern möglich sein, Experimente den harschen Bedingungen des Alls auszusetzen. Zusätzlich wurden noch einige Handläufe am Labor installiert und damit die Außenarbeiten am Columbus-Modul beendet.<br>Die letzte Aufgabe des Tages führte Walheim und Love zum <em>Quest</em> Modul, wo sie mit einem improvisierten Werkzeug einen Handlauf auf Schäden überprüften. Die Griffstange steht im Verdacht, Schäden an den Handschuhen von Astronauten während verschiedener Außenbordeinsätze verursacht zu haben. Die Ergebnisse des Tests werden von Experten am Boden diskutiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Atlantis soll am Montag um 10:26 Uhr <em>MEZ</em> die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="81fda44a6361">Statusreport Nr. 10 vom 16. Februar 2008 (10. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 9:20 Uhr <em>MEZ</em> die Crew mit dem Lied „I Believe I can Fly“ vorgetragen von Yolanda Adams und Kenny G. Das Lied wurde Missionsspezialist Leland Melvin gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle 10 Raumfahrer an Bord der Internationalen Raumstation widmeten sich dem Columbus-Weltraumlabor, um die Aktivierung und Initialisierung des Moduls abzuschließen. Die Arbeit drehte sich hauptsächlich um die wissenschaftlichen Experimente des Moduls. 10 von 16 Schränken, die das Labor fassen kann, sind derzeit von Experimenten besetzt. Die restlichen Plätze werden im Laufe der kommenden Wochen installiert und aktiviert. Bis zur STS-123-Mission im März soll das Columbus-Modul dann sein volles Potenzial entfaltet haben.<br>Das Space Shuttle nutzte außerdem vier seiner Steuerdüsen, die einen Schub von etwa 130 N erzeugen, um die Umlaufbahn der Raumstation um 2,2 Kilometer anzuheben. Dies war das erste Mal seit 2002, dass das Shuttle für diese Aufgabe genutzt wurde. Die Zündung der Steuerdüsen dauerte 36 Minuten und diente dazu, die Raumstation in die korrekte Lage für die STS-123-Mission zu bringen. Eine weitere Anhebung der Umlaufbahn der Raumstation, diesmal mit den Düsen der Station, ist in der nächsten Zeit geplant, wenn das Shuttle die Station verlassen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Arbeitstages der Crew wurden die Luken zwischen Columbus und dem Harmony-Modul geschlossen, um die Dichtigkeit zwischen beiden Modulen sicherzustellen. Eine solche Prüfung wurde schon durchgeführt, nachdem das Columbus-Labor angedockt wurde und wird nun noch einmal gemacht, um sicherzustellen, dass sich während der ganzen Innenarbeiten, bei dem einige Ventile ausgetauscht wurden, kein Leck gebildet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich unterbrachen die Besatzungen des Shuttles und der Station für einen Moment die Arbeiten und beantworteten Fragen von Journalisten aus den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Atlantis soll die Station am Montag um 10:26 Uhr <em>MEZ</em> wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="a7ec6b3d00d7">Statusreport Nr. 11 vom 17. Februar 2008 (11. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Atlantis wurde um 07:45 Uhr <em>MEZ</em> mit Harvey Mudd College´s Hymne „Hail Thee, Harvey Mudd“ geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Stanley Love gewidmet, der 1987 auf diesem College graduierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte gemeinsame Tag liegt hinter der Shuttle-Besatzung. Beide Crews verabschiedeten sich voneinander und schlossen um 19:03 Uhr <em>MEZ</em> die Luken zwischen beiden Raumfahrtzeugen.<br>Zuvor jedoch wurden noch letzte Versorgungsgüter zwischen der Station und dem Orbiter transferiert. Atlantis ist mit dem schwersten Mitteldeck in der Geschichte des Shuttleprogramms gestartet und wird auch wieder mit dem schwersten Mitteldeck landen.<br>Zusätzlich transferierte die Shuttlecrew fast 42 Kilogramm Sauerstoff in die Tanks des Quest-Modules. Der Sauerstoff wird hauptsächlich für Außenbordeinsätze genutzt, kann aber auch für die Atmosphäre innerhalb der Raumstation eingesetzt werden.<br>Außerdem wurde der Dichtungstest zwischen dem Harmony- und dem Columbus-Modul, der über Nacht durchgeführt wurde, erfolgreich abgeschlossen und so kann die Stationsbesatzung die Luken zwischen den beiden Modulen wieder öffnen.<br>Für Daniel Tani war dies auch der letzte Tag seiner Langzeitmission an Bord der Internationalen Raumstation. Tani kam im Oktober vergangenen Jahres an Bord der Station und sollte ursprünglich zwei Monate hier arbeiten. Durch die Verschiebung der STS-122-Mission wurden daraus allerdings vier Monate. Tani wird durch den <em>ESA</em>-Astronauten Léopold Eyharts ersetzt, dessen Hauptaufgabe die Kommissionierung des Columbus-Weltraumlabor sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Atlantis soll heute um 10:27 Uhr <em>MEZ</em> von der Station ablegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d442c763d1ce">Statusreport Nr. 12 vom 18. Februar 2008 (12. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 06:53 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Over the Rainbow/What a Wonderful World“ vorgetragen von Israel Kamakawiwo&#8217;ole geweckt. Das Lied wurde dem ehemaligen Expedition-16-Mitglied Daniel Tani gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fast neun Tagen gemeinsamer Arbeit verließ das Space Shuttle Atlantis um 09:24 Uhr MEZ die Internationale Raumstation. Shuttlepilot Alan Poindexter steuerte das Shuttle knapp 122 Meter vor die Station und begann dann mit der Umrundung der Raumstation. Dies gab der Crew Gelegenheit, Fotos und Filmaufnahmen von der Station zu machen. Besonders Tani konnte noch einmal einen letzten Blick auf sein altes Zuhause werfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Beendigung des sogenannten Fly-Around zündete Poindexter die Steuerdüsen des Orbiters und entfernte sich damit endgültig von der Raumstation. Für die Besatzung begann damit die zweite Hälfte ihres Arbeitstages. Sie hob das ca. 15 Meter lange Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht des Shuttles und analysierte mit dessen Hilfe das Hitzschild an den Flügeln und der Nasenkappe auf eventuelle Einschläge von Mikrometeoriten. Die Daten werden derzeit von Experten am Boden ausgewertet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Daniel Tani stand außerdem zusätzliches Training auf dem Tagesplan. Durch den langen Aufenthalt im All verliert der Körper Muskel- und Knochenmasse, was eine Rückkehr zur normalen Schwerkraft zu einer hohen Belastung macht. Durch das Extra-Training sollen diese negativen Effekte verringert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Atlantis soll morgen um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f67313bcc0fe">Statusreport Nr. 13 vom 19. Februar 2008 (13. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle weckte die Besatzung um 06:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Always Look on the Bright Side of Life“. Das Lied wurde Shuttlekommandant Stephen Frick gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew ging durch ihre Routine der Vorbereitungen für eine Landung am Mittwoch. Alle nicht mehr benötigen Gegenstände wurden im Mitteldeck verstaut. Kommandant Frick, Shuttlepilot Alan Poindexter und Missionsspezialist Rex Walheim, der während des Wiedereintritts die Rolle des Flugingenieurs übernimmt, starteten einen Hilfsgenerator, die sogenannte Auxiliary Power Unit, um die Steuerflächen des Space Shuttles auf ihre Beweglichkeit zu testen. Nach erfolgreichem Test zündeten sie außerdem die Düsen des Reaction Control Systems (RCS), um auch deren Funktion zu überprüfen. Das Space Shuttle benutzt das <em>RCS</em> während der frühen Phase des Wiedereintritts, wenn die Atmosphäre noch sehr dünn ist und die Quer- und Höhenruder noch keinerlei Effekt haben. Mit zunehmender Dichte der Atmosphäre wird die Steuerung des Shuttles mehr und mehr mit den Steuerflächen des Shuttles erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frick und Poindexter trainierten zusätzlich noch an einem Laptop, in einer Simulation der Landung, die nötigen Landeprozeduren.<br>Die gesamte Besatzung nahm sich gegen Mittag ihres Arbeitstages eine kleine Auszeit, um mit Reportern von drei Fernsehstationen zu sprechen. Anschließend stellte sie den Spezialsitz für das ehemalige Expedition-16-Mitglied Daniel Tani auf. Der Sitz soll Tani dabei helfen, sich besser wieder an die Schwerkraft gewöhnen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionsspezialisten Leland Melvin und Hans Schlegel fuhren gegen Ende des Tages die Ku-Band-Antenne ein. Diese Antenne ist primär für die Breitbandkommunikation, wie z. B. für Fernsehbilder, mit dem Orbiter verantwortlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle bemerkte außerdem, dass die Heizungen an den vier hinteren Steuerdüsen, den sogenannten Vernier-Jets ausgefallen sind. Diese kleinen Steuerdüsen werden für die Feinjustierung der Orientierung in der Umlaufbahn eingesetzt. Für die Landevorbereitungen hat diese jedoch keinerlei Auswirkungen, da diese Düsen während des Deorbits nicht eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Atlantis soll heute um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="27a9e36d36e5">Statusreport Nr. 14 vom 20. Februar 2008 (Landung)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord des Space Shuttle Atlantis wurden heute, zum letzten Mal im All, um 06:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Hail to the Spirit of Liberty“ von John Philip Sousa geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Alan Poindexter gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Reise von 8,5 Millionen Kilometern landete die Atlantis um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> wieder an dem Ort, wo die Mission vor knapp 13 Tagen startete. Shuttlekommandant Stephen Frick steuerte das Shuttle sicher auf die Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Für Daniel Tani endete mit der Landung seine 120 Tage lang andauernde Mission zur Internationalen Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der äußerst erfolgreichen STS-122-Mission lieferte und installierte die Besatzung das Columbus-Weltraumlabor und brachte mit <em>ESA</em>-Astronaut Léopold Eyharts ein neues Expedition-16-Mitglied an Bord der Raumstation. Außerdem absolvierten Hans Schlegel, Rex Walheim und Stanley Love insgesamt drei Außenbordeinsätze. STS-122 war die 141. Space-Shuttle-Mission und die 24. Mission zur Internationalen Raumstation. Der nächste Flug für das Space Shuttle Atlantis, wird die Service-Mission zum Hubble-Weltraumteleskop Ende August sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Peggy Witson und ihre Besatzung an Bord der <em>ISS</em> markiert die Landung von Atlantis den Startschuss für die Vorbereitungen auf das Weltraumlabor der japanischen Weltraumagentur. Schon am 11. März soll die Raumfähre Endeavour, unter dem Kommando von Dominic Gorie, das Kibo-Logistik-Modul zur Raumstation bringen. Der japanische Beitrag zur Internationalen Raumstation umfasst insgesamt drei Shuttleflüge. Zusätzlich zum Logistik-Modul, wird die STS-123-Mission noch den <em>DEXTRE</em> Roboterarm der kanadischen Weltraumbehörde transportieren. <em>DEXTRE</em> wird die Astronauten an Bord der Raumstation bei Arbeiten an der Raumstation unterstützen, die bisher nur während eines Außenbordeinsatzes erledigt werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Monat wird außerdem den Start des europäischen Transporters <em>ATV</em> sehen, der die Raumstation mit 7,5 Tonnen an Gütern versorgen kann. Für die Besatzung an Bord der <em>ISS</em> steht also eine Menge Arbeit an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Atlantis &amp; Columbus unterwegs zur ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">Columbus-Start: Der Countdown läuft</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3679.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS* / Vorbereitung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3678.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS*/ Countdown &amp; Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3676.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS*/ Mission und Landung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3787.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumlabor COLUMBUS</a></li></ul>
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		<title>Columbus-Start: Der Countdown läuft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 11:06:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern traf die STS-122-Crew in Florida ein, wenige Stunden später begann der offizielle Countdown für den Start der Atlantis. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Kurz zuvor war auch ein Problem mit einem Kühlmittelschlauch in der Nutzlastbucht des Space Shuttles beseitigt worden. Somit steht dem Start der Mission, die das europäische Weltraumlabor Columbus ins [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern traf die STS-122-Crew in Florida ein, wenige Stunden später begann der offizielle Countdown für den Start der Atlantis.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008120641_small_1.jpg" alt="NASA/Kim Shifflet" width="298" height="423"/><figcaption>
Die Crew während einer Übung. 
<br>
(Bild: NASA/Kim Shifflet)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz zuvor war auch ein Problem mit einem Kühlmittelschlauch in der Nutzlastbucht des Space Shuttles beseitigt worden. Somit steht dem Start der Mission, die das europäische Weltraumlabor Columbus ins All bringt, nichts mehr im Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem der vier <i>Shuttle Training Aircrafts (STAs)</i>, einer <i>Gulfstream II</i>, die so umgebaut wurde, dass sie bei der Landung ein ähnliches Flugverhalten wie ein Space Shuttle zeigt, flogen die sieben Astronauten der <i>STS-122</i>-Crew am Montag von Houston zum Kennedy Space Center in Florida. Zur Crew gehören Kommandant Steve Frick, Pilot Alan Pointdexter und die Missionspezialisten Rex Walheim, Leland Melvin und Stanley Love sowie die europäischen Raumfahrer Hans Schlegel (Deutschland) und Leopold Eyharts (Frankreich).  <br>Am Donnerstag, um 14:45 Uhr Ortszeit (20:45 MEZ), sollen die Astronauten mit dem Space Shuttle <i>Atlantis</i> von der Startrampe 39A abheben. Mit an Bord ist <i>Columbus</i>, das europäische Raumlabor, das während dieser Mission als nächstes Modul der Internationalen Raumstation (<i>ISS</i>) hinzugefügt wird.  <br>Ursprünglich war der Start der Mission <i>STS-122</i> bereits für Dezember 2007 geplant gewesen. Doch kurz vor dem Start bereiteten die <i>Engine Cuttoff (ECO)</i>-Sensoren Probleme. Diese zeigen an, wenn der externe Tank leer wird. Normalerweise werden die Haupttriebwerke bereits abgeschaltet, bevor es so weit kommt, aber sollte aus irgendeinem Grund, z. B. durch ein Leck, der Treibstoff früher als erwartet ausgehen, sorgen diese Sensoren für das Abschalten der Triebwerke. Sollten mehrere dieser Sensoren gleichzeitig versagen, hätte das fatale Folgen: Wenn die Triebwerke nicht rechtzeitig abgeschaltet werden und dadurch trockenlaufen, könnten sie explodieren. Andererseits könnten die Triebwerke bei einer Fehlanzeige frühzeitig abgeschaltet werden, was ebenfalls gefährlich werden könnte. Weil zwei der <i>ECO</i>-Sensoren bei Tests ständig falsche Werte anzeigten, wurde der Start auf 2008 verschoben. In der Zwischenzeit versuchte die NASA, das Problem in den Griff zu bekommen, was ihr letztlich gelungen sein sollte.  <br>Doch in der letzten Woche tauchte ein neues Problem auf: Nachdem bei der Vorbereitung der <i>Discovery</i> auf deren nächste Mission ein ähnliches Problem festgestellt worden ist, fand man einen Knick in einem Kühlmittelschlauch in der Nutzlastbucht der <i>Atlantis</i>. Bei offenen Nutzlastbuchttüren war der Schlauch zwar in der richtigen Position doch beim Schließen bog er sich zu einer Omega-ähnlichen Form. Einmal mehr war die Improvisation der NASA-Mitarbeiter gefragt: Sie entwickelten ein Werkzeug, mit dem sie während des Schließens den Schlauch in die richtige Position bringen konnten &#8211; mit Erfolg. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008120641_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008120641_small_2.jpg" alt="NASA/Kim Shifflet" width="451" height="302"/></a><figcaption>
Der Orbiter auf Startrampe 39A. 
<br>
(Bild: NASA/Kim Shifflet)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag, um 17 Uhr Ortszeit (23 Uhr MEZ), begann schließlich der offizielle Countdown bei T-43 Stunden. Darin sind mehrere &#8222;Holds&#8220; eingeplant. Holds sind Stellen, an denen der Countdown für Aktivitäten angehalten wird, deren Dauer nicht so genau voraussehbar ist. Außerdem hat man dadurch eine gewisse Zeitreserve zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit steht dem <a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-abgesagt/" data-wpel-link="internal">lange erwarteten</a> Start nichts mehr im Weg &#8211; bis auf das Wetter. Wie so oft könnte dieses einen Strich durch die Rechnung machen: Nach derzeitigen Wettervorhersagen liegt die Chance, dass der Start vom Wetter her am Donnerstag möglich ist, bei 40 Prozent.      </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">Columbus-Start: Der Countdown läuft</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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