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	<title>SWAP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>SWAP &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Die Instrumente der Raumsonde New Horizons</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jan 2015 17:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In sechs Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und eingehend untersuchen. Welche Aufgaben haben dabei die sieben wissenschaftlichen Instrumente, mit denen diese Raumsonde ausgestattet ist? Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL, SwRI, The Planetary Society, Wikipedia. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In sechs Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und eingehend untersuchen. Welche Aufgaben haben dabei die sieben wissenschaftlichen Instrumente, mit denen diese Raumsonde ausgestattet ist?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JHU/APL, SwRI, The Planetary Society, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_1.jpg" alt="NASA, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons und die Anordnung der mitgeführten Instrumente. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile neun Jahren immer weiter dem eigentlichen Ziel ihrer Reise. Bereits am 6. Dezember 2014 beendete die Raumsonde dabei ihre letzte Tiefschlafphase vor dem Erreichen des Zwergplaneten Pluto. In den folgenden Wochen führten die für den Betrieb der Raumsonde zuständigen Wissenschaftler und Ingenieure vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland einen ausführlichen Systemtest durch, bei dem unter anderem die wissenschaftlichen Instrumente und die verschiedenen Hardware-Komponenten von <i>New Horizons</i> einer eingehenden Überprüfung und Kalibrierung unterzogen wurden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-anflug-an-pluto-beginnt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 15. Januar 2015 &#8211; und somit sechs Monate vor dem am 14. Juli um 13:50 MESZ erfolgenden Vorbeiflug am Pluto &#8211; ist diese &#8218;Zeit des Testens&#8216; jedoch beendet. Obwohl sich die Raumsonde gegenwärtig immer noch rund 215 Millionen Kilometer von ihrem Ziel entfernt befindet, beginnt jetzt auch offiziell die wissenschaftliche Beobachtungskampagne des Pluto und seiner derzeit fünf bekannten Monde. Die dabei angestrebten Forschungsziele, deren Erfüllung letztendlich über den Erfolg dieser ambitionierten Mission entscheiden werden, können Sie <a class="a" href="https://www.cambridge.org/core/journals/proceedings-of-the-international-astronomical-union/article/new-horizons-encountering-pluto-and-kbos/941EF235624B0BAE41D7118D7FED124A#" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">in diesem PDF-Dokument</a> in englischer Sprache nachlesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei kommen sieben Instrumente zum Einsatz, welche sich in zwei Gruppen &#8211; Fernerkundungsinstrumente und &#8218;In-situ&#8216;-Instrumente &#8211; einteilen lassen. In diesem Bericht sollen diese Instrumente kurz beschrieben werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Fernerkundungsinstrumente von <i>New Horizons</i></strong>
<br>
Zu den Fernerkundungsinstrumenten zählen die vier Instrumente Alice, LORRI, Ralph und Rex. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_2.jpg" alt="NASA, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Mitarbeiter des Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) bei der Montage des Alice-Instruments. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem <strong>Alice-Instrument</strong> handelt es sich um ein abbildendes UV-Spektrometer zur Untersuchung der extrem dünnen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/temperaturinversion-in-plutos-atmosphaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Atmosphäre des Pluto</a>. Alice arbeitet im ultravioletten Lichtbereich bei 46,5 bis 188 Nanometern Wellenlänge und besteht aus einem kompakten Teleskop, einem Spektrografen und einem Sensor, der 32 getrennte Flächen mit je 1.024 spektralen Kanälen aufweist. Alice kann in zwei verschiedenen Modi betrieben werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im &#8222;Airglow&#8220;-Modus können die Gase, aus denen sich die Plutoatmosphäre zusammensetzt, und deren Mengenanteile durch direkte Messungen ermittelt werden. Außerdem sollen diese Messungen dazu dienen, um zu bestimmen, in welchem Umfang diese Gase in das umgebende Weltall entweichen. Im &#8222;Occultation&#8220;-Modus wird das Instrument dagegen direkt auf die Sonne oder auf einen leuchtstarken Hintergrundstern gerichtet, welcher zu diesem Zeitpunkt von dem Zwergplaneten bedeckt wird. Da die Plutoatmosphäre das Sternlicht während einer solchen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Okkultation</a> teilweise absorbiert ergeben sich in den bei diesen Gelegenheiten gewonnenen Lichtkurven der Sterne minimale Helligkeitsschwankungen. Durch deren Auswertung erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Aufschlüsse über die Ausdehnung, die Dichte und die chemische Zusammensetzung der Plutoatmosphäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch weitere Messkampagnen soll zudem ermittelt werden, ob eventuell auch Charon &#8211; der mit einem Durchmesser von etwa 1.210 Kilometern mit Abstand größte Monde des Pluto &#8211; über eine Atmosphäre verfügt. Eine ausführliche Beschreibung des Alice-Instruments finden Sie <a class="a" href="https://pdssbn.astro.umd.edu/holdings/nh-x-alice-2-launch-v2.0/document/alice_ssr.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> in englischer Sprache. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <strong>LORRI-Kamera</strong> &#8211; so die Kurzform für den &#8222;LOng Range Reconnaissance Imager&#8220; &#8211; handelt es sich um die Hauptkamera an Bord von <i>New Horizons</i>. Diese hochauflösende CCD-Kamera ist mit einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ritchey-Chr%C3%A9tien-Cassegrain-Teleskop" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Ritchey-Chrétien-Cassegrain-Teleskop</a> verbunden, dessen Primärspiegel über einen Durchmesser von 20,8 Zentimetern und über eine Brennweite von 2.630 Millimetern verfügt. LORRI ist für Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts bei Wellenlängen von 350 bis 850 Nanometern ausgelegt und zudem für die im Bereich des Pluto vorherrschenden Lichtverhältnisse optimiert. Das Sichtfeld der Kamera verfügt dabei über eine Ausdehnung von 0,29 x 0,29 Grad. Da die Kamera über keine Farbfilter verfügt, werden lediglich Schwarz-Weiß-Aufnahmen erstellt, welche jedoch unter der Verwendung der Farbaufnahmen des weiter unten beschriebenen Kamerasystems Ralph nachträglich &#8218;colorisiert&#8216; werden können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_3.jpg" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Dieses Foto zeigt den Einbau der LORRI-Kamera am Applied Physics Laboratory. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden Monaten wird das Kamerasystem in regelmäßigen Abständen mehrere Hundert Aufnahmen des Pluto-Systems anfertigen, welche zunächst der optischen Navigation der Raumsonde dienen. Aus den Daten der am 25. Januar beginnenden zweiten von insgesamt vier Navigationskampagnen soll noch bis zum Februar 2015 abgeleitet werden, ob <i>New Horizons</i> in den folgenden Monaten ein weiteres Kurskorrekturmanöver durchführen muss, welches dann Mitte März beziehungsweise Mitte Mai ausgeführt werden müsste. Aus den Aufnahmen sollen zudem kurze &#8218;Annäherungsvideos&#8216; erstellt werden, auf denen Pluto und dessen Monde immer besser und besser zu erkennen sein werden. Im April 2015 sollen der Pluto und der Mond Charon dann auch erstmals &#8218;in Farbe&#8216; abgebildet werden. Ebenfalls ab dem April sollen es die LORRI-Aufnahmen ermöglichen, bei den vier kleineren Plutomonden Helligkeitsunterschiede auf deren Oberflächen zu erkennen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungefähr ab Mitte Mai 2015 wird LORRI Fotos anfertigen können, welche über eine bessere Auflösung verfügen als die besten Pluto-Aufnahmen des Weltraumteleskops <i>Hubble</i>. Während der Plutopassage sollen Aufnahmen angefertigt werden, welche Teilbereiche der Plutooberfläche im Bereich der dort zu diesem Zeitpunkt gegebenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tag-Nacht-Grenze" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tag/Nacht-Grenze</a> mit einer Auflösung von bis zu 50 Metern wiedergeben. Die Oberfläche von Charon soll dagegen aufgrund der größeren Distanz während des Vorbeifluges mit Auflösungen von bis zu 250 Metern abgebildet werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sowohl Pluto als auch Charon für eine vollständige Drehung um ihre Rotationsachsen einen Zeitraum von etwa sechs Tagen, neun Stunden und 17 Minuten benötigen und der eigentliche Vorbeiflug am 14. Juli 2015 innerhalb weniger Stunden erfolgt werden diese am höchsten aufgelösten Aufnahmen jedoch in beiden Fällen nur einen Teil der jeweiligen Oberflächen zeigen. Durch das Studium dieser Aufnahmen erhoffen sich die beteiligten Wissenschaftler trotzdem Erkenntnisse über die globale Form und Gestalt der Oberflächen dieser beiden Himmelskörper sowie über deren exakte Rotationsdauer. Die nicht während der dichtesten Annäherungen fotografierbaren Oberflächenbereiche dieser beiden Himmelskörper können drei Tage vor beziehungsweise nach dem Encounter aus Entfernungen von etwa drei Millionen Kilometern abgebildet werden. Selbst auf diesen Aufnahmen wird dabei immer noch eine maximale Auflösung von etwa 40 Kilometern pro Pixel erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Details zur LORRI-Kamera finden Sie &#8211; ebenfalls in englischer Sprache &#8211; <a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/2001.03524" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">in diesem PDF-Dokument</a>. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Ralph-Kamera an Bord der Raumsonde New Horizons wiegt 10,5 Kilogramm und ist &#8211; wie auch die LORRI-Kamera &#8211; in der Lage, selbst in der Umgebung des Pluto, wo das Sonnenlicht rund 1.000mal schwächer ausfällt als auf der Erde, wissenschaftlich relevante Aufnahmen anzufertigen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Kamerasystem trägt den Namen <strong>Ralph</strong>. Neben der Kartierung der Oberflächen von Pluto und Charon mit einer Auflösung von bis zu maximal 250 Metern pro Pixel kann dieses Kamerasystem auch dazu genutzt werden, um Farbaufnahmen anzufertigen. Zu diesem Zweck verfügt das Instrument über ein Sechs-Zentimeter-Teleskop, welches das Licht &#8218;einfängt&#8216; und anschließend zu zwei getrennten Subsystemen weiterleitet. 
<br>
Für die Anfertigung der Farbbilder ist die &#8222;Multispectral Visible Imaging Camera&#8220; (kurz &#8222;MVIC&#8220;) zuständig, welche im sichtbaren und im nahinfraroten Lichtbereich bei 400 bis 975 Nanometern arbeitet. Dank der Daten der MVIC können auch die deutlich höher aufgelösten Schwarz-Weiß-Aufnahmen der LORRI-Kamera in einen farblichen Kontext gesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Linear Etalon Imaging Spectral Array&#8220; (kurz &#8222;LEISA&#8220;) &#8211; ein abbildendes Spektrometer &#8211; sammelt seine Daten dagegen im infraroten Bereich des Lichts bei 1,25 bis 2,50 Mikrometern Wellenlänge. Hierdurch sollen Daten über die Temperatur sowie über die chemische und mineralogische Oberflächenzusammensetzung von Pluto und Charon gewonnen werden. Falls auf den Oberflächen dieser beiden Himmelskörper tiefere Krater existieren sollten, so könnte LEISA durch deren Beobachtung auch Daten gewinnen, welche Informationen aus dem Inneren dieser beiden Objekte enthüllen. Aber auch die kleineren Begleiter des Pluto stehen auf dem gegenwärtig gültigen Beobachtungsprogramm dieses Spektrometers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ausführlichere Beschreibung der Ralph-Kamera finden Sie <a class="a" href="https://pdssbn.astro.umd.edu/holdings/nh-j-leisa-3-jupiter-v1.1/document/ralph_ssr.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> in englischer Sprache. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_5.jpg" alt="NASA, KSC" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons ist für die Kommunikation mit der Erde mit einer 2,1 Meter durchmessenden Parabol-Hochgewinnantenne ausgestattet, welche zusätzlich für ein Radiowellenexperiment genutzt werden kann. 
<br>
(Bild: NASA, KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Fernerkundungsinstrumenten handelt es sich bei <strong>Rex</strong> nicht um ein direkt abbildendes System. Rex ist vielmehr ein Radiowellenexperiment, welches mit dem Kommunikationssystem der Raumsonde durchgeführt wird und das auf dem Prinzip der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Radio-Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Radio-Okkultation</a> basiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzu werden mit den Antennen des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Networks</a> (kurz &#8222;DSN&#8220;) der NASA während der Plutopassage einfache Trägerwellensignale in Richtung <i>New Horizons</i> abgesetzt. Die Flugbahn von <i>New Horizons</i> ist so gewählt, dass sich der Zwergplanet Pluto rund 62 Minuten nach dem Vorbeiflug kurzfristig genau zwischen der Raumsonde und der Erde befinden wird. Die von dem DSN abgesetzten Signale müssen somit zuerst die Plutoatmosphäre durchdringen, bevor sie von der Raumsonde empfangen werden können. Hierbei werden sie jedoch minimal verändert. Diese Signale werden anschließend von <i>New Horizons</i> gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt zurück zur Erde übertragen. Durch die Auswertung der veränderten Signale lässt sich ebenfalls die Ausdehnung, Dichte, Temperatur und Zusammensetzung der Pluto-Atmosphäre studieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein vergleichbares Experiment ist nochmals 87 Minuten später auch bei dem Mond Charon vorgesehen. Hierbei wollen die Wissenschaftler jedoch in erster Linie erst einmal prinzipiell herausfinden, ob dieser größte Mond des Zwergplaneten überhaupt über eine Atmosphäre verfügt. Weitere Informationen und technische Details über das Rex-Experiment finden Sie <a class="a" href="https://pdssbn.astro.umd.edu/holdings/nh-x-rex-3-launch-v1.0/document/rex_ssr.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> in englischer Sprache. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="260"/></a><figcaption>
Mit dem Rex-Experiment vergleichbare Studien wurden und werden gegenwärtig auch bei den Planeten Merkur, Venus, Mars und Saturn sowie bei den größeren Saturnmonden durchgeführt. Die von dem Saturnorbiter Cassini ausgestrahlte Radiosignale werden dabei zum Beispiel beim Durchdringen der Atmosphäre oder des Ringsystems des Saturn beziehungsweise beim Passieren der Atmosphäre des Mondes Titan minimal verändert. Diese Radiosignale werden anschließend von den Kommunikationsstationen des DSN auf der Erde empfangen. Durch die Auswertung ergeben sich Informationen über die Temperatur, Dichte und Zusammensetzung der durchdrungenen Objekte. Einen aktuellen Überblick über die Kommunikationsaktivitäten des DSN der NASA liefert Ihnen 
<a class="a" href="https://eyes.nasa.gov/apps/dsn-now/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">diese Internetseite</a>
. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die &#8218;In-situ&#8216;-Instrumente von <i>New Horizons</i></strong>
<br>
Zu den für &#8218;direkte&#8216; Untersuchungen ausgelegten &#8218;In-situ&#8216;-Instrumenten zählen dagegen die drei Instrumente PEPPSI, SWAP und Venetia. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>PEPSSI</strong> &#8211; kurz für &#8222;Pluto Energetic Particle Spectrometer Science Investigation&#8220; &#8211; handelt es sich um ein Ionen- und Elektronenspektrometer, welches unter der Verwendung von 12 Empfangskanälen nach neutralen Atomen, die aus der Atmosphäre des Pluto entweichen, suchen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pluto ist von einer extrem dünnen, aber trotzdem vermutlich bis zu 3.000 Kilometer über die Oberfläche reichenden Atmosphäre umgeben, welche sich laut den bisherigen Studien zum größten Teil aus Stickstoff zusammensetzt. Des weiteren sind dort auch Kohlenstoffmonoxid und Methan in geringen Konzentrationen enthalten. Allerdings verfügt der Pluto mit seinem Durchmesser von etwa 2.310 Kilometern über deutlich zu wenig Masse, um diese Gase dauerhaft an sich binden zu können. Vergleichbar mit dem Planeten Mars &#8211; wo allerdings noch weitere Faktoren eine Rolle spielen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-marsatmosphaere-vom-sonnenwind-verweht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) &#8211; verliert auch Pluto permanent einen Teil seiner Atmosphäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Verlust &#8211; und dabei speziell die auftretenden Fluchtraten der verschiedenen Gasmoleküle &#8211; soll durch das Instrument PEPPSI näher untersucht werden. Dabei werden aus der Pluto-Atmosphäre entweichende und anschließend in das Instrument eintretende Ionen mit Energien von 1 bis 1.000 keV und Elektronen mit Energien von 20 bis 700 keV erfasst, wobei die Masse und Energie jedes einzelnen Partikels gemessen werden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu PEPPSI finden Sie <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-pepssi.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> in englischer Sprache. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_7.jpg" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Das SWAP-Instrument bei seiner Montage. Weiter rechts ist die LORRI-Kamera erkennbar. Am rechten Bildrand befindet sich zudem &#8211; mit einer roten Abdeckung geschützt &#8211; eine der beiden für die Navigation der Raumsonde eingesetzten Navigationskameras. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>SWAP</strong>-Instrument &#8211; kurz für &#8222;Solar Wind Around Pluto&#8220; &#8211; beschäftigt sich ebenfalls mit dem Atmosphärenverlust auf dem Pluto, dient dabei aber auch der Studie des Zentralgestirns unseres Sonnensystems. SWAP ist ein Instrument, mit dem geladene Teilchen mit Energien von bis zu 7,5 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/KeV" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kiloelektronenvolt</a>, welche aus Plutos Atmosphäre entweichen und dabei vom <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnenwind</a> mitgerissen werden, gemessen werden können. Dadurch soll in erster Linie festgestellt werden, ob Pluto über eine Magnetosphäre verfügt. Weiterhin kann mit SWAP auch der Sonnenwind beziehungsweise dessen Auswirkungen in der Umgebung von Pluto studiert werden. Außerdem werden auf diese Weise ebenfalls grundlegende Daten über die Plutoatmosphäre gesammelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere technische Informationen und Einzelheiten zu den wissenschaftlichen Zielsetzungen von SWAP finden Sie <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-swap.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> ebenfalls in englischer Sprache. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem <strong>Venetia Burney Dust Counter</strong>-Experiment (kurz &#8222;Venetia&#8220;) handelt es sich um ein Instrument zur Untersuchung von kosmischen Staubpartikeln entlang der gesamten Flugroute der Raumsonde. Das Instrument zählt hierzu die auf die Raumsonde auftreffenden Staubpartikel und bestimmt zugleich deren Masse. Es handelt sich dabei um das erste Instrument dieser Art, welches weiter als 18 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt &#8211; dies entspricht einer Entfernung von etwa 2,7 Milliarden Kilometern &#8211; betrieben wird. Durch das Instrument sollen in erster Linie Informationen zu der Menge und Verteilung von interplanetaren Staubpartikeln im Sonnensystem gesammelt werden, welche sich entlang der Flugbahn von <i>New Horizons</i> befinden. Aus diesen Daten lassen sich auch Aussagen über die Kollisionsraten von Asteroiden, Kometen und Kuipergürtelobjekten ableiten. Auch im Mini-System des Zwergplaneten Pluto wird Venetia nach den dort vermuteten Staubpartikeln Ausschau gehalten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_8.jpg" alt="NASA, LASP" width="260"/></a><figcaption>
Die Detektorplatte und die Elektronikbox des Venetia-Experiments vor ihrem Einbau in die Raumsonde. 
<br>
(Bild: NASA, LASP)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem in diesem Zusammenhang nur mit einer nicht nennenswerten Atmosphäre geschützten Pluto stellen auch dessen fünf bisher bekannten Monde ein &#8218;Ziel&#8216; für die Einschläge von <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meteoroid" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Meteoroiden</a> dar. Bei den Meteoroiden handelt es sich um kleine Objekte mit Durchmessern von wenigen Mikrometern bis hin zu einigen Metern, welche sich auf einer Umlaufbahn um unsere Sonne befinden und die dabei schließlich auch mit den Planeten, Asteroiden und Monden unseres Sonnensystems kollidieren können. Durch diese kontinuierlich erfolgenden Einschläge von Mikrometeoriten werden vermutlich <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240610045318/https://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1108/1108.0712v1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">größere Mengen an Staubpartikeln</a> in das den Pluto umgebende Weltall befördert. Aus diesen Partikeln, so die Vermutung von einigen Wissenschaftlern, könnte sich eventuell sogar ein den Zwergplaneten umgebendes Ringsystem gebildet haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ein solches Ringsystem &#8211; sofern es denn tatsächlich vorhanden ist &#8211; in den kommenden Monaten von den Kamerasystemen aufgespürt werden wird, soll Venetia allgemeine Informationen über die &#8218;freien&#8216; Staubpartikel liefern, welche viel zu klein sind, um sie mit optischen Systemen aufzuspüren. Venetia besteht aus einer 46 x 30 Zentimeter abmessenden Detektorplatte, welche auf der Außenhülle der Raumsonde angebracht ist, und einer im Inneren von <i>New Horizons</i> befindlichen Elektronikbox. Mit dem Instrument können noch Partikel aufgespürt werden, welche über die Masse von lediglich einem Picogramm &#8211; dies entspricht einem billionstel Gramm &#8211; verfügen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Venetia ist das einzige der sieben von <i>New Horizons</i> mitgeführten wissenschaftlichen Instrumente, welches auch während der zwischenzeitlichen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Hibernationsphasen</a> der Raumsonde aktiv war und somit fast während des gesamten Fluges Daten sammeln konnte. Auch nach dem Passieren des Pluto soll das Instrument weiterhin aktiv sein und während des Weiterfluges zum <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-suche-nach-folgeziel-war-erfolgreich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">nächsten Ziel</a> von <i>New Horizons</i> weitere Daten sammeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Venetia-Experiment wurde von Studenten der Universität Colorado entwickelt und ist das erste von Studenten entwickelte Instrument, welches von der NASA auf einer interplanetaren Forschungsmission mitgeführt wurde. Ursprünglich trug das Instrument den Namen &#8222;Student-built Dust Counter&#8220; (kurz &#8222;SDC&#8220;). Im Juni 2006 wurde es jedoch zu Ehren von <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Venetia_Burney" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Venetia Burney</a>, welche im Jahr 1930 für den erst kurz zuvor entdeckten Pluto den seitdem verwendeten Namen vorschlug, in &#8222;Venetia&#8220; umbenannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen zu dem Venetia-Experiment finden Sie <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-sdc.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> erneut in englischer Sprache. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Wissenschaftskampagne</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012015180041_small_9.jpg" alt="Leslie Young (SwRI)" width="260"/></a><figcaption>
Für die Monaten vor und nach dem Passieren des Pluto sind die wissenschaftlichen Aktivitäten von New Horizons in verschiedene &#8218;Blöcke&#8216; eingeteilt, welche durch die jeweiligen Entfernungen der Raumsonde zum Pluto und durch die dabei gegebenen Möglichkeiten der Instrumente bestimmt werden. Aus dieser Planung ergibt sich ein optimaler Output an wissenschaftlichen Erkenntnissen. 
<br>
(Bild: Leslie Young (SwRI))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die kommenden Monate wurde von den beteiligten Wissenschaftlern ein detaillierter Plan ausgearbeitet, nach dem die verschiedenen Instrumente aktiv sein werden und Daten sammeln sollen. Die dabei erwünschten Daten sind auf die Möglichkeiten der einzelnen Instrumente ausgerichtet, welche sich mit den unterschiedlichen Entfernungen zum Pluto verändern werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 4. April wird eine bereits am 6. Januar 2015 begonnene Kampagne andauern, bei der PEPPSI und SWAP zunächst aus großen Entfernungen die Fluchtraten der Gasmoleküle aus der Plutoatmosphäre untersuchen sollen, während die LORRI-Kamera im gleichen Zeitraum den Pluto vor dem Sternenhintergrund und die Bewegungen seiner Monde dokumentieren wird. Ab Anfang April &#8211; hier beginnt die &#8222;Approach Phase 2&#8220; &#8211; werden die LORRI-Aufnahmen Auflösungen bieten, welche für die Suche nach weiteren  Monden oder einem eventuell vorhandenen Ringsystem geeignet sein werden. Am 23. Juni beginnt schließlich die dritte und letzte Phase der Annäherung von <i>New Horizons</i> an den Pluto, welche bis zum 13. Juli andauern wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Immer höher aufgelöste Aufnahmen ermöglichen dabei eine immer besser werdende Kartierung der Oberfläche und auch die restlichen Instrumente- speziell PEPPSI und SWAP &#8211; werden immer bessere Daten liefern. LEISA und Alice werden dabei zudem im ultravioletten und infraroten Spektralbereich auftretende Veränderungen detektieren, welche in Verbindung mit den weiteren Daten der verschiedenen Instrumente dazu geeignet sein werden, den Pluto und dessen Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eingehend zu untersuchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützt und ergänzt werden die jetzt in die &#8218;heiße Phase&#8216; eintretenden Untersuchungen von <i>New Horizons</i> in den kommenden Monaten zudem durch diverse Beobachtungen, bei denen die Wissenschaftler auf verschiedene erdgestützte und im Weltraum operierende Teleskope zurückgreifen wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-anflug-an-pluto-beginnt/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Der Anflug an Pluto beginnt</a> (8. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-suche-nach-folgeziel-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Suche nach Folgeziel war erfolgreich!</a> (19.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-plutomond-hydra/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt Plutomond Hydra</a> (16.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</a> (9. August 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-kurskorrektur-auf-dem-weg-zum-pluto/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Kurskorrektur auf dem Weg zum Pluto</a> (17. Juli 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-hubble-suche-wird-ausgeweitet/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Hubble-Suche wird ausgeweitet</a> (3. Juli 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-die-suche-nach-dem-naechsten-ziel/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Die Suche nach dem nächsten Ziel</a> (22. Juni 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/" data-wpel-link="internal">Plutomission New Horizons: Der letzte Checkout</a> (21. Juni 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-hat-mindestens-fuenf-monde/" data-wpel-link="internal">Pluto hat mindestens fünf Monde</a> (12. Juli 2012)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.525" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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		<title>Proba 2 beobachtet Sonneneruption</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proba-2-beobachtet-sonneneruption/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 07:26:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[LYRA]]></category>
		<category><![CDATA[Plasma]]></category>
		<category><![CDATA[Proba 2]]></category>
		<category><![CDATA[Radiometer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[SWAP]]></category>
		<category><![CDATA[Technologiesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumwetter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der europäische Technologieerprobungssatellit Proba 2 konnte mit verschiedenen Instrumenten erfolgreich die jüngste Sonneneruption beobachten und zahlreiche Messdaten zur Erde liefern. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Unter den zahlreichen Satelliten, die diese Woche eine spektakuläre Sonneneruption beobachteten, war auch Proba 2 von der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Nach einer ganzen Anzahl von Jahren relativer Ruhe [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der europäische Technologieerprobungssatellit Proba 2 konnte mit verschiedenen Instrumenten erfolgreich die jüngste Sonneneruption beobachten und zahlreiche Messdaten zur Erde liefern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11062011092642_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11062011092642_small_1.jpg" alt="SWAP" width="260"/></a><figcaption>
<br>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den zahlreichen Satelliten, die diese Woche eine spektakuläre Sonneneruption beobachteten, war auch Proba 2 von der Europäischen Weltraumagentur (ESA). Nach einer ganzen Anzahl von Jahren relativer Ruhe steigt die Aktivität der Sonne wieder an. Am Dienstag den 7. Juni 2011 erfolgte eine mit einem Schauer von Protonen verbundene Sonneneruption mittlerer Stärke (Klasse M2,5). Die Teilchen dieses koronalen Massenauswurfs erreichten die Erde am Donnerstag den 9. Juni, begleitet von starker Radiostrahlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Radiometer an Bord von Proba 2 ist in der Lage die Energieniveaua der Sonnenstrahlung in vier verschiedenen Bändern im Bereich des Ultravioletten alle 50 Millisekunden aufzuzeichnen. Das LYRA für <i>Large Yield Radiometer</i> genannte Instrument protokollierte nach der Sonneneruption im Bereich seiner beiden kurzwelligeren Bänder jeweils ein Maximum.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11062011092642_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11062011092642_small_2.jpg" alt="ROB" width="260"/></a><figcaption>
Die Sonneneruption vom 7. Juni 2011 
<br>
(Bilder: SWAP/ROB)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum gleichen Zeitpunkt konnte ein Detektorsystem mit der Bezeichnung SWAP für <i>Sun watcher using APS detectors and image processing</i> die spektakuläre Erruption, bei der große Massen hochenergetischer Teilchen und superheisses Plasma von der Sonne aufsteigen, in Bildern festhalten. Das hoch geschleuderte Plasma war vergleichsweise kalt, weshalb es im Arbeitsbereich von SWAP im extremen Ultravioletten relativ dunkel erscheint.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11062011092642_small_3.jpg" alt="ROB" width="260"/><figcaption>
LYRA misst die Intensität des Ausbruchs 
<br>
(Bild: ROB)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil des empor getragenen Materials fiel zurück auf die Sonne und wurde dabei möglicherweise an einigen Stellen wieder aufgeheizt, was angesichts der teilweise helleren Darstellung des Plasmas in der Nähe der Oberfläche plausibel erscheint. Insgesamt korreliert das zurückfallende Plasma mit einem zu diesem Zeitpunkt festgestellten Abfall der durch SWAP erfassten Intensität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben LYRA und SWAP, die vom königlichen Observatorium in Belgien (ROB) betreut werden, befinden sich auf Proba 2 zwei aus Tschechien beigesteuerte Instrumente. Das Astronomische Institut und das Institut für Physik der Atmosphäre von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften betreiben sie zur Untersuchung von Plasma in der unmittelbaren Umgebung des Satelliten und ob Auswirkungen von koronalen Masseauswürfen die elektrisch geladene Ionosphäre der Erde beeinflussen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/pr2cropESAPierreCarril.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/pr2cropESAPierreCarril260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Proba 2 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA/Pierre Carril)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. November 2009 war Proba 2 zusammen mit dem Erdbeobachtungssatelliten SMOS in den Weltraum gebracht worden, als die Sonne sich gerade im Bereich der geringsten Aktivität im sich alle etwa 11 Jahre wiederholenden Sonnenzyklus befand. Jetzt steigt die Aktivität der Sonne an und wird ihr nächstes Maximum vermutlich im Jahr 2013 erreichen. Obwohl die Auslegungsbetriebsdauer von Proba 2 nur zwei Jahre beträgt, geht man fest davon aus, dass der kleine Satellit mit einem Volumen von weniger als einem Kubikmeter auch während des kommenden Aktivitätsmaximums Sonnenbeobachtungen durchführen können wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Proba 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36037 bzw. als Objekt 2009-059B.</p>
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		<title>Sonnenwind und Jupiters Magnetosphäre</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sonnenwind-und-jupiters-magnetosphaere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2007 19:25:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Jupiter]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
		<category><![CDATA[SWAP]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde New Horizons testet während ihres Jupiter-Vorbeifluges nicht nur ihre Instrumente, sondern erforscht auch den Einfluss des Sonnenwinds auf die Magnetosphäre des Gasplaneten- eine einmalige Gelegenheit für Astronomen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA/JHUAPL/SwRI. Wie bereits berichtet, nähert sich die Raumsonde New Horions während ihrer Reise zum Zwergplaneten Pluto in diesem Monat dem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde New Horizons testet während ihres Jupiter-Vorbeifluges nicht nur ihre Instrumente, sondern erforscht auch den Einfluss des Sonnenwinds auf die Magnetosphäre des Gasplaneten- eine einmalige Gelegenheit für Astronomen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA/JHUAPL/SwRI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022007202545_small_1.jpg" alt="ASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute" width="331" height="224"/><figcaption>
Die Lage des SWAP-Instrumentes der Raumsonde New Horizons 
<br>
(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits <a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-erreicht-jupiter/" data-wpel-link="internal">berichtet</a>, nähert sich die Raumsonde <i>New Horions</i> während ihrer Reise zum Zwergplaneten Pluto in diesem Monat dem größten Planeten unseres Sonnensystems: Jupiter. Während des Vorbeifluges an dem Gasplaneten testet die Raumsonde ihre Instrumente und liefert <a href="https://www.raumfahrer.net/rohbilder-von-new-horizons/" data-wpel-link="internal">Bilder</a> von Jupiter und seinen Monden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <i>Solar Wind Around Pluto (SWAP)</i>-Instrument der Raumsonde beobachtet derzeit noch nicht Sonnenwind in der Nähe von Pluto &#8211; bis <i>New Horizons</i> dort ankommt dauert es noch acht Jahre &#8211; sondern den Einfluss des Sonnenwinds auf Jupiters Magnetosphäre.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sonnenwind, ein Strom geladener Teilchen, fliegt mit einer Geschwindigkeit von mehreren Millionen Kilometern pro Stunde durch das All. Wenn er auf Jupiter trifft, beeinflusst er dessen Magnetosphäre.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus einer Entfernung von 0,4 Astronomischen Einheiten zum Jupiter, das entspricht 40% der Entfernung zwischen Erde und Sonne, beobachtete <i>SWAP</i> eine gewaltige Struktur aus verdichtetem, ionisiertem Gas, die sich im Sonnenwind bildet. Dies geschieht, wenn langsamer und schneller Sonnenwind sich begegnen. Aufgrund der Rotation der Sonne bewegen sie sich in etwas unterschiedliche Richtungen. Der schnellere Sonnenwind versucht den langsameren zu überholen, er kann jedoch nicht durch ihn durch. Deshalb wird der Sonnenwind verdichtet und bildet eine solche Struktur. Der Druck und die Dichte in diesen Regionen ist deutlich erhöht. An diesen Stellen bilden sich Unregelmäßigkeiten im Sonnenwind, die sich ausbreiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Sonnenwindstrukturen kollidieren mit den Magnetosphären der Planeten und verursachen bedeutende Veränderungen in deren Struktur. Weil Jupiter die größte Magnetosphäre im Sonnensystem hat, könnten die Effekte des Sonnenwinds auf Jupiter auch für die anderen Planeten von Bedeutung sein&#8220;, erklärt David McComas, Geschäftsführer der SwRI Space Science and Engineering Division, der für das <i>SWAP</i>-Instrument zuständig ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022007202545_small_2.jpg" alt="Southwest Research Institute" width="464" height="165"/><figcaption>
Ein Diagramm mit den von SWAP gesammelten Daten. 
<br>
(Bild: Southwest Research Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Beobachtung dieser Beeinflussung von Jupiters Magnetosphäre könnte man mehr darüber herausfinden, wie stark diese von äußeren Einflüssen, also Sonnenwind, und inneren Prozessen, wie Jupiters Rotation, abhängt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den von <i>SWAP</i> gesammelten Daten soll das Hubble-Weltraumteleskop Bilder von Jupiters Aurora liefern. Durch diese Kombination und die Tatsache, dass New Horizons aufgrund ihrer Flugbahn einen Blickwinkel auf die Magnetosphäre des Gasriesen wie noch keine andere Raumsonde hat, gewinnen die Forscher einen bedeutenden Einblick in den Zusammenhang zwischen Sonnenwind und Jupiters Polarlichtern und Magnetosphäre.</p>
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