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	<title>Weltraumbahnhof &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Weltraumbahnhof &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Baubeginn in Sutherland, dem ersten Startplatz und Raumfahrtzentrum auf dem britischen Festland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2023 22:01:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>14,6 Millionen Pfund öffentliches Investitionspaket für klimaneutrales Raumfahrtprojekt bestätigt. Eine Pressemitteilung von Orbex. Quelle: Orbex, 5 Mai 2023. Forres, Großbritannien, 5. Mai 2023 &#8211; Orbex hat bekannt gegeben, dass der Bau des Sutherland Spaceport (früher bekannt als Space Hub Sutherland) in Schottland begonnen hat. Der an der Nordküste Schottlands gelegene Weltraumbahnhof wird der &#8222;Heimat&#8220;-Raumhafen des [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">14,6 Millionen Pfund öffentliches Investitionspaket für klimaneutrales Raumfahrtprojekt bestätigt. Eine Pressemitteilung von Orbex.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://web.archive.org/web/20251007024641/https://orbex.space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Orbex</a>, 5 Mai 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignfull size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-1024x500.jpg" alt="" class="wp-image-126245" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-1024x500.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-300x146.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-768x375.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-1536x749.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-2048x999.jpg 2048w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5620-updated_final-600x293.jpg 600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Orbex</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Forres, Großbritannien, 5. Mai 2023 &#8211; Orbex hat bekannt gegeben, dass der Bau des Sutherland Spaceport (früher bekannt als Space Hub Sutherland) in Schottland begonnen hat. Der an der Nordküste Schottlands gelegene Weltraumbahnhof wird der &#8222;Heimat&#8220;-Raumhafen des in Forres ansässigen Raketen- und Startdienstleisters Orbex sein, der den Standort für den Start von bis zu 12 Orbitalraketen pro Jahr für den Einsatz von Satelliten in der Erdumlaufbahn nutzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am ersten Spatenstich anlässlich des Baubeginns nahmen zahlreiche Beamte und Interessenvertreter teil, darunter Richard Lochhead, Minister für Kleinunternehmen, Innovation und Handel der schottischen Regierung, Ian Annett, stellvertretender CEO der britischen Raumfahrtagentur, David Oxley, Direktor für strategische Projekte bei Highlands and Islands Enterprise, und Dorothy Pritchard, Vorsitzende von Melness Crofters Estate, sowie viele lokale Vertreter, die die Entwicklung des Weltraumbahnhofs über die Jahre hinweg unterstützt haben. Der Sutherland Spaceport soll das erste klimaneutrale Raumfahrtzentrum der Welt werden, sowohl beim Bau als auch beim Betrieb. Ein Beispiel dafür ist die Wiederverwendung von Torf, der beim Bau des Flughafens ausgehoben wurde, um große, über Jahrhunderte geschädigte Torfgebiete wiederherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einrichtung eines kommerziellen Weltraumbahnhofs in Sutherland wird in den kommenden Jahren voraussichtlich rund 250 neue Arbeitsplätze in den Highlands und auf den Inseln schaffen, davon 40 in Sutherland und Caithness. Eine von der Highlands and Islands Enterprise (HIE) in Auftrag gegebenen Bewertungen der wirtschaftlichen Auswirkungen kommt zu dem Schluss, dass die Präsenz des Weltraumbahnhofs das Potenzial hat, in den nächsten 30 Jahren eine Bruttowertschöpfung von fast 1 Milliarde Pfund für die Wirtschaft der Highlands and Islands zu erzielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wurde heute bestätigt, dass die Behörde für die Stilllegung kerntechnischer Anlagen (Nuclear Decommissioning Authority, NDA) die Entwicklung des Sutherland Spaceport mit 3 Mio. GBP unterstützen wird. Damit wird ein öffentliches Investitionspaket vervollständigt, das auch knapp über 9 Mio. GBP von HIE und der schottischen Regierung sowie 2,55 Mio. GBP umfasst, die die britische Weltraumbehörde 2018 angekündigt hat. Die NDA entschied sich für die Unterstützung des Sutherland Spaceport nach der Stilllegung des nahe gelegenen Kernkraftwerks Dounreay im Rahmen ihrer Aufgabe, die ältesten Nuklearstandorte des Vereinigten Königreichs stillzulegen und gleichzeitig die betroffenen Gemeinden und die Umwelt zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orbex hat vor kurzem mit HIE einen Untermietvertrag mit einer Laufzeit von 50 Jahren unterzeichnet, der es Orbex ermöglicht, den Bau der neuen Anlage auf dem gemeindeeigenen Melness Crofters Estate zu leiten und das vollständige Betriebsmanagement zu übernehmen. Es wird erwartet, dass die Rolle von Orbex im Weltraumbahnhof erhebliche private Investitionen auslösen wird, die der lokalen Gemeinschaft durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, Möglichkeiten in der Lieferkette und andere damit verbundene wirtschaftliche Vorteile zugute kommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jacobs, das internationale Unternehmen für professionelle und technische Dienstleistungen, wurde mit dem Bau des Standorts sowie mit der Unterstützung des Raumhafenbetriebs, der Betriebsberatung und den Ingenieurdienstleistungen beauftragt und stützt sich dabei auf seine Erfahrung bei der Verwaltung und dem Betrieb komplexer, stark regulierter Nuklear- und Raumfahrtanlagen. Jacobs hat die US-Raumfahrtbehörde NASA bei mehreren hochrangigen Raumfahrtzentren und Raumfahrtprogrammen unterstützt, einschließlich der Leitung des Betriebs im Kennedy Space Center in Florida. Näher an der Heimat hat Jacobs auch wichtige Aspekte des Nuklearstandorts Dounreay an der schottischen Nordküste verwaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den kurzfristigen Verträgen für lokale Unternehmen und Auftragnehmer, die sich aus dem Bau ergeben werden, wird Orbex qualifizierte lokale Arbeitsplätze zur Unterstützung des Betriebs des Weltraumbahnhofs einstellen. Die Aufgaben werden verschiedene Bereiche umfassen, darunter Anlagen- und Betriebsmanagement, Sicherheit, allgemeine Verwaltung und Finanzen, Engagement für Interessengruppen und Aufgaben im Zusammenhang mit der Startkampagne. Die Stellenausschreibungen werden vor Ort bekannt gegeben, sobald die Einstellungen beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2022 stellte Orbex seine innovative Prime-Rakete in ihrer endgültigen Form vor &#8211; das erste Mal, dass in Europa ein vollwertiger orbitaler Mikro-Raketenstart vorgestellt wurde. Prime ist eine 19 Meter lange, zweistufige Rakete für den Transport von Kleinsatelliten mit einem Gewicht von bis zu 180 kg in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die sechs Raketentriebwerke der ersten Stufe der Rakete werden das Fahrzeug durch die Atmosphäre auf eine Höhe von etwa 80 km befördern. Das einzige Triebwerk auf der zweiten Stufe der Rakete wird die Reise zum LEO vollenden und den Start der Nutzlast kleiner kommerzieller Satelliten in die Erdumlaufbahn ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Orbex ist bei kommerziellen Satellitenherstellern auf großes Interesse gestoßen und hat bereits mit sieben Kunden Startverträge unterzeichnet. Das Unternehmen hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde der Serie C abgeschlossen, die dem Unternehmen weitere 40,4 Millionen Pfund einbrachte. Trotz eines schwierigen Umfelds für die Kapitalbeschaffung konnte Orbex neue Investoren gewinnen und viele seiner bestehenden Investoren in die neue Finanzierungsrunde einbinden. Die zusätzliche Finanzierung ermöglicht es dem Unternehmen, seinen langfristigen Fokus über den ersten Start hinaus beizubehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzigartig ist, dass Orbex Prime mit einem erneuerbaren Biotreibstoff, Futuria Liquid Gas, angetrieben wird, der von Calor UK geliefert wird. Dieser Treibstoff ermöglicht es der Rakete, die Kohlenstoffemissionen im Vergleich zu anderen Raketen ähnlicher Größe, die anderswo auf der Welt entwickelt werden, erheblich zu reduzieren. Eine Studie der Universität Exeter hat gezeigt, dass ein einziger Start der Orbex Prime-Rakete 96 % weniger Kohlenstoffemissionen verursacht als vergleichbare Raumfahrtsysteme, die fossile Brennstoffe verwenden. Prime ist außerdem eine wiederverwendbare Rakete, die so konstruiert wurde, dass sie keine Trümmer auf der Erde und in der Umlaufbahn hinterlässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Vorbereitung des ersten Starts führt Orbex eine Vielzahl von Integrationstests durch und testet Startverfahren wie das Ausrollen, die Entfaltung des Strongbacks und die Betankung. Um die Integrationstests zu unterstützen, hat Orbex in den letzten Monaten seine Einstellungsbemühungen für seinen Hauptsitz in Forres verstärkt und Dutzende neuer Teammitglieder eingestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kristian von Bengtson, Chief Development Officer und Interims-CEO von Orbex: </strong><br>&#8222;Sutherland steht für eine neue Art von Weltraumbahnhof, für eine neue Art von Rakete. Dies ist die agile Raumfahrt des 21. Jahrhunderts mit Nachhaltigkeit als Kernstück. Der Bau des Sutherland Spaceport ist ein wichtiges Teil des Puzzles, das Großbritannien zu einer modernen Raumfahrtnation machen wird. Genauso wichtig ist, dass wir hoffentlich auch den Ton angeben, wie die Wirtschaft eine Kraft für das Gute sein kann, indem sie Arbeitsplätze und Chancen schafft und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt minimiert.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kommentare der Partner:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5589-final.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5589-final_350x233.jpg" alt="" class="wp-image-126242" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5589-final_350x233.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5589-final_350x233-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/M0R5589-final_350x233-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Orbex</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Highlands and Islands Enterprise:</strong><br>&#8222;Der Baubeginn des Sutherland Spaceport ist ein wichtiger Meilenstein für die lokale Gemeinschaft und den britischen Raumfahrtsektor. Die Aussicht auf den Start ist an sich schon aufregend, aber für HIE als Entwicklungsagentur ist der wirtschaftliche Nutzen, den diese Entwicklung für unsere Region bringen wird, ein noch größerer Preis. Wir freuen uns sehr, dieses wichtige und innovative Projekt in seiner Anfangsphase begleitet zu haben, und schätzen die Beiträge der Nuclear Decommissioning Authority und der UK Space Agency sehr. Dies war ein wirklich gemeinschaftlicher Prozess, und wir freuen uns, mit Orbex zusammenzuarbeiten, um den Sutherland Spaceport Wirklichkeit werden zu lassen.&#8220; &#8211; David Oxley, Direktor für strategische Projekte</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jacobs:</strong><br>&#8222;Als Investor von Orbex ist Jacobs fest entschlossen, dieses Schlüsselprojekt zu unterstützen, das für den schnell wachsenden britischen Raumfahrtsektor von immenser Bedeutung ist. Wir freuen uns darauf, unsere Rolle als Hauptauftragnehmer für den Weltraumbahnhof zu erfüllen, einschließlich der Planung, der Beschaffung und des Managements der lokalen Lieferkette sowie der Bereitstellung von Betriebsunterstützung und technischen Dienstleistungen.&#8220; &#8211; Andy White, Vizepräsident</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Melness Crofters&#8216; Estate:</strong><br>&#8222;Wir fangen an, die physische Umsetzung eines Traums zu sehen, der vor einigen Jahren begann. Dies ist unser Weg, diese Gemeinde zu regenerieren und den Bevölkerungsrückgang umzukehren, indem wir Familien einen Grund geben, in dieser Gegend zu bleiben oder zurückzukommen. Wir sind alle sehr stolz darauf, dass wir dies tun und gleichzeitig die Umwelt schützen. Ich möchte allen danken, die zu diesem Projekt beigetragen haben, und ich kann es kaum erwarten, den ersten Startschuss zu erleben. &#8211; Dorothy Pritchard, Vorsitzende</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Behörde für die Stilllegung kerntechnischer Anlagen:</strong><br>&#8222;Mit der Unterstützung dieses Projekts kommen wir unserer Verpflichtung nach, unseren Stilllegungsauftrag nachhaltig und mit Rücksicht auf unsere Gemeinden zu erfüllen. Diese Investition wird dazu beitragen, das Wachstum und die Diversifizierung der lokalen Wirtschaft zu fördern und so ein positives und dauerhaftes Vermächtnis für künftige Generationen zu schaffen.&#8220; &#8211; David Peattie, Vorstandsvorsitzender</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schottische Regierung:</strong><br>&#8222;Es ist eine unglaublich aufregende Zeit für den Raumfahrtsektor, da der erste Orbitalstart von britischem Boden aus voraussichtlich noch in diesem Jahr in Schottland stattfinden wird. Obwohl unser Land relativ klein ist, spielt Schottland eine führende Rolle im Raumfahrtsektor, und da der Weltmarkt bis 2030 voraussichtlich auf 490 Milliarden Pfund anwachsen wird, sind wir gut aufgestellt, um bis 2030 die führende Raumfahrtnation Europas zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Raumfahrtsektor ist bereits ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und ermöglicht es uns, in Verbindung zu bleiben, das Wetter vorherzusagen und die Auswirkungen des Klimawandels zu überwachen. Der Sutherland Spaceport und Orbex werden eine wichtige Rolle dabei spielen, Vorteile für unsere Menschen, unsere Wirtschaft und unseren Planeten zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich habe mich sehr gefreut, dass ich den Sutherland Spaceport anlässlich dieses wichtigen Meilensteins besuchen konnte. Wie ich dem Parlament bereits letzte Woche sagte, eröffnet der schottische Raumfahrtsektor neue Möglichkeiten&#8220;. &#8211; Richard Lochhead, Minister für kleine Unternehmen, Innovation und Handel</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Britische Raumfahrtbehörde:</strong><br>&#8222;Dies ist ein großer Schritt nach vorn für den Sutherland Spaceport und ein Beweis für die wachsende Startfähigkeit des Vereinigten Königreichs und den florierenden Raumfahrtsektor in Schottland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die britische Raumfahrtbehörde hat im Rahmen des Boost!-Programms der Europäischen Weltraumorganisation 8,5 Millionen Pfund in schottische Starttechnologien investiert, außerdem 2,5 Millionen Pfund in den Weltraumbahnhof und 5,5 Millionen Pfund in die Entwicklung der Prime-Rakete von Orbex, was weitere Investitionen von privaten und öffentlichen Partnern ausgelöst hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sutherland Spaceport wird nicht nur 250 neue Arbeitsplätze schaffen und die Wirtschaft der Highlands and Islands ankurbeln, sondern unterstreicht mit seiner Klimaneutralität auch die Position Großbritanniens als Weltmarktführer im Bereich der nachhaltigen Raumfahrt.&#8220; &#8211; Ian Annett, stellvertretender CEO der UK Space Agency</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16554.msg548888#msg548888" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Orbex</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rocket Factory startet Erstflug von den Shetland Inseln</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rocket-factory-startet-erstflug-von-den-shetland-inseln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2023 08:20:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SaxaVord Spaceport und RFA verkünden mehrjährige Partnerschaft für den Startbetrieb. Eine Pressemitteilung der Rocket Factory Augsburg AG. Quelle: Rocket Factory Augsburg 11. Januar 2023. Augsburg, Deutschland &#38; London, GB, 11. Januar 2023 – Der Raketenbauer Rocket Factory Augsburg AG (RFA) und SaxaVord Spaceport haben heute ihre Partnerschaft für den Startbetrieb bekannt gegeben. RFA wird exklusiven [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SaxaVord Spaceport und RFA verkünden mehrjährige Partnerschaft für den Startbetrieb. Eine Pressemitteilung der Rocket Factory Augsburg AG.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Rocket Factory Augsburg 11. Januar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RFALaunchPad1rfa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Startplatz „Fredo&quot; auf den Shetland Inseln. (Bild: RFA)" data-rl_caption="" title="Startplatz „Fredo&quot; auf den Shetland Inseln. (Bild: RFA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RFALaunchPad1rfa26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Startplatz „Fredo&#8220; auf den Shetland Inseln. (Bild: RFA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Augsburg, Deutschland &amp; London, GB, 11. Januar 2023 – Der Raketenbauer Rocket Factory Augsburg AG (RFA) und SaxaVord Spaceport haben heute ihre Partnerschaft für den Startbetrieb bekannt gegeben. RFA wird exklusiven Zugang zum Startplatz „Fredo&#8220; für Orbitalstarts haben. Das bedeutet, dass der erste Start der RFA ONE-Rakete des Unternehmens – derzeit für Ende 2023 geplant – vom nördlichsten Punkt Großbritanniens aus erfolgen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kommerzielle Weltraumbahnhof auf den Shetland-Inseln ist für RFA ein idealer Standort für den Transport von Satelliten in polare und sonnensynchrone Umlaufbahnen. Die vorhandene Logistik und Infrastruktur, die Einsatzbereitschaft sowie die rasche Umsetzung und die passende Mentalität waren entscheidende Faktoren, warum sich RFA für eine Partnerschaft mit SaxaVord entschied. Mit der mehrjährigen Partnerschaft, die Investitionen im zweistelligen Millionenbereich (£) umfasst, sichert sich RFA seinen ersten Startplatz, um seine Dienstleistungen individuell und flexibel nach Kundenwünschen anbieten zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Startplatz sowie die Startrampe wurden schon Ende 2022 vollständig fertiggestellt. Die RFA-Startrampe ist damit die erste für vertikale orbitale Raketenstarts in Großbritannien und auf dem europäischen Festland. Künftig wird sie nicht nur für Orbitalstarts, sondern auch für Tests und die Qualifizierung der Erststufen der RFA ONE genutzt. Diese Tests werden voraussichtlich Mitte 2023 beginnen. Der erste Start wird dann in eine 500 km hohe sonnensynchrone Umlaufbahn erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir freuen uns sehr auf unseren ersten Flug von SaxaVord aus. Diese Partnerschaft von privat finanzierten Unternehmen ermöglicht die Mentalität und die Geschwindigkeit, die wir brauchen, um im Wettbewerb der Startdienstleister an der Spitze zu stehen&#8220;, sagte Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer bei RFA. &#8222;Das SaxaVord-Team war unglaublich zielstrebig darin, unsere Startrampe zu bauen und den Betrieb in Gang zu bringen. Wir sind stolz darauf, Teil dieses historischen Ereignisses für Großbritannien zu sein, da wir die erste Startrampe auf dem europäischen Festland gebaut haben. Wir glauben fest an die strategische Raumfahrtvision des Vereinigten Königreichs und sind absolut überzeugt, dass die zweistellige Millioneninvestition in den Standort gut angelegt ist&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frank Strang, CEO von SaxaVord Spaceport, sagte: &#8222;Wir freuen uns, das neue Jahr mit der Bekanntgabe unserer Partnerschaft mit RFA zu beginnen. Wir werden RFA während des gesamten Betriebszyklus eines Starts unterstützen, von der Erleichterung von Tests, Inspektionen, Betankung und Sicherheit bis hin zur Bereitstellung von MET-Wetterdaten und dem Zugang zu unserem Bodenstationsnetz für die Datenerfassung und -verteilung. Das gesamte Team kann es kaum erwarten, RFA willkommen zu heißen und eng mit uns zusammenzuarbeiten, während wir dem ersten vertikalen Weltraumstart Großbritanniens in Unst immer näher kommen&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partnerschaft wird es RFA ermöglichen, Satelliten zu starten, von denen die meisten in zwei Hauptbereichen tätig sind: Erdbeobachtung und Kommunikation. Die von diesen Satelliten gesammelten Daten können jeder Branche zugute kommen. Beispiele für Anwendungen sind: Optimierung von Logistikrouten, Früherkennung von Waldbränden, Internet der Dinge, Analyse von Bodenbeschaffenheiten, Instandhaltung von Infrastrukturen, Sammlung von Gesundheitsdaten, selbstfahrende Autos, Klima- und Umweltschutz. Auf diese Weise trägt RFA dazu bei, unsere Erde besser zu vernetzen, zu verstehen und zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über SaxaVord</strong><br>SaxaVord Spaceport (SaxaVord) ist die erste vertikale Satellitenstartanlage und Bodenstation Großbritanniens in Lamba Ness auf Unst, Shetland. Da Unst auf dem höchsten Breitengrad Großbritanniens liegt, bietet SaxaVord den Kunden einen geografischen Wettbewerbsvorteil, der konkurrenzlose Nutzlaste, Startplatzbetrieb, ein Netz von Bodenstationen sowie Datenerfassung und -analyse im Orbit ermöglicht. SaxaVord wurde im Sceptre Report der UK Space Agency (UKSA) ausgezeichnet und hat branchenführende Partnerschaften geschlossen. SaxaVord wurde auch als Standort für den Start des UK Pathfinder der UKSA ausgewählt, der 2022 von Lockheed Martin und ABL Systems durchgeführt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SaxaVord ist ein wesentlicher Bestandteil der Ambitionen der britischen Raumfahrtindustrie und trägt dazu bei, hochqualifizierte Arbeitskräfte auszubilden, die MINT-Bildung zu fördern und die wirtschaftliche Wiederbelebung der Shetland-Inseln zu unterstützen. Verfolgen Sie die Reise von SaxaVord von der Vorbereitung bis zum Start hier.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Rocket Factory</strong><br>Rocket Factory Augsburg wurde 2018 mit der Vision gegründet, datengenerierende Geschäftsmodelle im Weltraum zu ermöglichen, um unseren Planeten Erde besser zu verstehen, zu schützen und zu vernetzen. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel des Unternehmens, wöchentlich Starts von bis zu 1.300kg in niedrige Erdumlaufbahnen und darüber hinaus zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Auf diese Weise will RFA den Zugang zum Weltraum demokratisieren und die Startkosten in der Raumfahrtindustrie senken. Die Rakete RFA ONE kombiniert drei wichtige Wettbewerbsvorteile: Ein kundenorientierter Service mit präziser Aussetzung im Orbit und einem hohen Maß an Missionsflexibilität durch seine Orbitalstufe; zu einem äußerst wettbewerbsfähigen Preis; ermöglicht durch eine überlegene gestufte Verbrennungstechnologie, kostengünstige Strukturen und die Verwendung von Industriekomponenten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17958.msg543243#msg543243" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rocket Factory Augsburg (RFA)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rocket-factory-startet-erstflug-von-den-shetland-inseln/" data-wpel-link="internal">Rocket Factory startet Erstflug von den Shetland Inseln</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachlese: Erster #Weltraumkongress des BDI</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachlese-erster-weltraumkongress-des-bdi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 04:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erster #Weltraumkongress des BDI am 18. Oktober 2019 – Raumfahrer.net war dabei &#8211; Eine Reflexion. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Veranstaltungsbesuch. Der #Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist nun schon einige Tage her. Und noch immer rauscht es nach in den sozialen Netzwerken und in der Presse. Mit etwas zeitlichen Abstand [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Erster #Weltraumkongress des BDI am 18. Oktober 2019 – Raumfahrer.net war dabei &#8211; Eine Reflexion.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_small_1.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf (li.), BM Peter Altmaier (re.) 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der #Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist nun schon einige Tage her. Und noch immer rauscht es nach in den sozialen Netzwerken und in der Presse. Mit etwas zeitlichen Abstand scheint es nicht verkehrt, das Erlebte zu reflektieren, ohne den Anspruch auf allumfassende Vollständigkeit und Themenwertung zu erheben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraus geschickt sei die Bemerkung, dass wir uns sehr gefreut haben, vom BDI die Möglichkeit der Teilnahme erhalten zu haben. Sie war nicht an irgendwelche Vorbedingungen geknüpft. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das „Vorprogramm“</strong>
<br>
Die Veranstaltung im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin war die erste ihrer Art.         Zur Einstimmung fand im großen Konferenzsaal eine Veranstaltung mit Astronaut Matthias Maurer mit vielen, vielen Kindern statt. Hier wurde also auf das technisch interessierte Publikum von morgen gesetzt, was wir als ausgesprochen sinnvoll betrachten. Parallel dazu lief eine Kurz-Vortragsrunde mit verschiedenen Startups. Hier und auch später in der Hauptveranstaltung war es durchaus interessant, die Zwischentöne zu hören und zu interpretieren, wahrzunehmen, was gesagt wurde, und auch, was nicht gesagt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wieder einmal PTScientists/PTS</strong>
<br>
Die Gechichte von PTScientists/PTS verfolgen wir schon einige Jahre. Daher waren wir auf den Vortrag von Herrn Robert Böhme sehr gespannt. Der Gründer von PTScientists berichtete vom vorhandenen Potential und vom Zukunftsmarkt Mond. Andreas Schepers, ehemaliger Kommunikator bei PTScientists, konnten wir trotz Ankündigung im Programm nicht entdecken. Hinter Böhme prunkte ein Aufsteller mit dem Logo von „PTS &#8211; A Company of ZEITFRACHT“. Nun scheinen PTScientists und PTS (Planetary Transportation Systems) laut Handelsregister zwei verschiedene Firmen mit unterschiedlichen Geschäftsführern und Geschäftssitzen zu sein, wobei sich erstere in Liquidation (9. August 2019) befindet. Böhme schien zu versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass es sich nur um eine Namensänderung handelte. 40 Mitarbeiter arbeiteten nach seiner Aussage bei PTS. Bei PTScientists wurde meist von 60-70 Mitarbeitern gesprochen. Vom ursprünglichen Missionsziel des Erstfluges, die Landestelle von Apollo 17 zu besuchen, war keine Rede mehr. Stattdessen meinte Böhme wörtlich, man habe „in den letzten Jahren vier Raumschiffe entwickelt.“ Man sehe außerdem einen Schwerpunkt des Unternehmens in der Entwicklung von weltraumgehärteter Elektronik. Wo diese bereits eingesetzt wurde oder wird, ließ Böhme offen. Die Zeit für Fragen war sehr kurz gehalten. Auf die Frage nach einem für einen Nutzlasttransport zahlenden Kunden nannte Böhme den Uhrenhersteller OMEGA, der mechanische Uhrwerke unter Mondbedingungen für künftige Astronauten testen wolle. Hört sich gut an, allerdings ist zu vermuten, dass OMEGA nicht die ganze Mission bezahlt, sondern nur den kg-Preis für die Fracht zum Mond. Welche Masse wird wohl eine in Frage kommende Uhrenladung nebst mitfliegender Testumgebung besitzen? Ohne näher darauf einzugehen erwähnte Böhme #MissiontotheMoon. Man solle mal im Internet nachschauen, meinte er.          Alles in Allem hinterließ das ehemalige Leuchtturm-Vorzeigeunternehmen der Raumfahrt-Startup-Szene keinen übermäßig durchschlagenden Eindruck. Begeisterungsstürme gab es keine.         Einmal im Laufe des Tages flackerte das Thema PTS noch einmal ganz kurz auf. Auf seiner letzten Folie seines Vortrages zum Thema Autonomes Fahren hatte Miklos Kiss von AUDI wie durch Zufall ein Bild vom PTS-Rover, obwohl er eine Zusammenarbeit vorher mit keiner Silbe erwähnt hatte. Und genau diese Folie wurde dann getwittert. „Gutes Marketing!“ mag man da nur staunend sagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Hauptveranstaltung</strong>
<br>
Eröffnet wurde von BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf mit einer Grundsatzrede. Kempf bewies dabei viel Humor und literarische Kenntnis. Er stand mit einem Handtuch am Rednerpult, einem Verweis auf den Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ des britischen Schriftstellers Douglas Adams. Ohne besagtes Handtuch könne man nicht durch das Weltall reisen und überhaupt gehöre der Schriftsteller Douglas Adams zu den „guten“ Engländern. Der Seitenhieb auf den Brexit war nicht zu überhören. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Deutscher Weltraumbahnhof?</strong>
<br>
In seiner Rede forderte Kempf unter anderem die Schaffung eines „Deutschen Weltraumbahnhofes“. Denn man kenne sich in Deutschland mit Bahnhöfen und Flughäfen aus. Da würde man auch das hinbekommen. Das Gelächter war eher gequält. Man erinnerte sich offensichtlich an Stuttgart21, den BER und fürchtete vielleicht einen möglichen SpacePort22. Nichts desto trotz wurde die später mehrfach wiederholte Forderung nach einem „Deutschen Weltraumbahnhof“ von der Presse aufgegriffen. In der Presse spekuliert man seitdem munter darauf los, wo dieser entstehen könne. Dabei wird der Eindruck erweckt, man könne in Deutschland Raketen, wie in Kourou, Cape Canaveral oder Baikonur starten. Genau dieses ist aber hochgradig anzuzweifeln. Der BDI hat im Verlauf der Veranstaltung nicht konkretisiert, welche Örtlichkeit er sich für einen Deutschen Weltraumbahnhof vorstellen könnte. Ein Startplatz für Micro-Launcher? Dass die Idee nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigt die Diskussion um eine eventuelle Nachnutzung des Flugplatzes Rostock-Laage nach der Pleite der Germania-Airlines. Angeblich befasst sich die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern schon damit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Selbst wir hatten (allerdings als Aprilscherz) auf den Braunkohletagebau Welzow bei Spremberg im Süden von Brandenburg zur Raumfahrtumnutzung hingewiesen.) Andere haben den ehemaligen Flugplatz Nordholz südlich von Cuxhaven im Visier. Wenn man sich die dortige Lage mit der angrenzenden Nordsee ansieht, könnte man ins Grübeln kommen. Laut ARD ist dort bereits OHB aktiv. OHB sitzt bekanntlich in Bremen und arbeitet an neuen Startsystemen. Würde passen, könnte man meinen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man darf also gespannt sein, was jetzt an ernstzunehmenden Gedanken auf den Tisch kommt. Der anwesende Bundeswirtschaftsminister Altmaier fand die Idee jedenfalls prima, ohne zu verraten, was er darunter verstehen würde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_small_2.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf (li.), BM Peter Altmaier (re.) 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bundeswirtschaftsminister Altmaier &#8230;</strong>
<br>
war der Hauptgastredner der Veranstaltung. Zunächst wurde ihm von BDI-Chef Kempf die „Berliner Weltraumerklärung&#8220; in einem großen Bilderrahmen übergeben. Seine Bemerkung bei der Übergabe, er habe schon zwei derartige Sachen im Büro an der Wand hängen, ließ an der Ernsthaftigkeit einer Inhaltsprüfung zweifeln. Aber alle Anwesenden fanden den flotten Spruch toll und lachten wohlwollend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Altmaier selber entwickelte in seiner dann folgenden Rede eine mitreißende Dynamik. Er finde Raumfahrt toll! Punkt! Da müsse man was machen! Und man wird darüber reden. Und Herr Thomas Jarzombek, Koordinator für Luft- und Raumfahrt der Bundesregierung, der auch im Saal war, werde ihm berichten. „Wow!“ wollte man am Ende rufen. Das ging los! Jetzt geht die Post ab! Aufbruchstimmung! Alle Probleme sind beim Minister angekommen und der macht jetzt was …!  Folgerichtig schrieb BILD-online von ALLmaier und zeigte den Minister im Raumanzug in einer Pose zwischen Superman und Alex Gerst. Wir selber waren auch sehr beeindruckt. Hätte man uns aber eine halbe Stunde später gefragt, was der Herr Minister jetzt konkret zugesagt habe und bewegen wolle, wir hätten keine Antwort gewusst. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erste deutsche Frau im Weltraum</strong>
<br>
Ja, auch das war ein Thema, wenn auch kein in der Agenda extra aufgeführtes. Man sprach darüber, dass es das Beste wäre, wenn sich potentielle Kandidatinnen dem „normalen“ ESA-Auswahlverfahren und dem Gang durch die Institutionen stellen würden. Kommenden Jahres sei wieder ein Einstieg möglich. Natürlich wünsche man allen viel Glück. Eine explizite Unterstützung der Privat-Initiative „Die Astronautin“ wurde nicht erwähnt. Frau Kessler von der gleichnamigen Initiative war übrigens nicht anwesend. Sie twitterte allerdings, dass Minister Altmaier meine, „Die Astronautin“ solle man mit Matthias Maurer besprechen. Woher dieser Eindruck kommt? So haben wir den Herrn Minister jedenfalls nicht verstanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert war eine Aussage von Moderatorin Céline Flores Willers: Am wichtigsten wäre, dass die Person, die es macht, sich damit auskennen sollte. Ob es ein Mann oder eine Frau ist, sei an dieser Stelle egal. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA und das DLR</strong>
<br>
Die ESA erschien in Form einer Video-Grußbotschaft von ESA-Chef Wörner auf der Leinwand. Damit war diese wichtige europäische Komponente auch vertreten. Wir hätten uns gefreut, wenn von Seiten des DLR auch solch ein eindeutiges verbales Zeichen gesetzt worden wäre. Es ging ja im Speziellen um die Deutsche Raumfahrt. Aber Frau Ehrenfreund war nicht präsent. Schade! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wem gehört der Mond?</strong>
<br>
In der letzten Bühnendiskussionsrunde ging es zur Sache. Während der angereiste Gast aus Luxemburg zunächst für seine Vertragspolitik hinsichtlich der Rohstoffausbeutung, hier speziell auf dem Mond, allseits als Vorbild für Deutschland gelobt wurde, platzte Rechtsanwalt Prof. Dr. Stephan Hobe dann doch der Kragen und die Stimmung kippte. Man solle bitteschön mal den Weltraumvertrag von 1967 genau lesen. Und dann solle man den Mondvertrag von 1979 lesen. Da wäre fast alles geregelt. Strittige Fragen seien vor der UNO zu klären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erinnerte uns an die Aussagen von Alexander Soucek, der als Spezialist für Weltraumrecht und ESA-Mitarbeiter genau dieses Thema bei der UNO in Wien bearbeitet. Soucek, auch Mitglied im Österreichischen Weltraumforum ÖWF,  ist bekannt durch seine Auftritte zur YurisNight in Wien und zu den Neubrandenburger Raumfahrttagen. Hier wusste er schon mehrmals zu berichten, wie kompliziert die Materie ist und wie die einzelnen Interessenvertreter ringen. Das Thema wird (nicht nur) uns auf jeden Fall noch weiter beschäftigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit?</strong>
<br>
Die Beteiligten von Seiten der Industrie waren sich einig: Der Staat müsse mehr in Raumfahrt investieren. Genannt wurde dabei eine Investitionshöhe, die der Frankreichs entspräche. Auch fordere die Industrie bessere rechtliche Rahmenbedingungen in Form eines Weltraumgesetzes. Dem widersprach Jarzombek, der so ein Gesetz eher hinderlich und bremsend sähe. Die bestehenden rechtlichen Grundlagen würden ausreichen. Der Forderung nach mehr staatlicher Unterstützung widersprach auch indirekt Herr Marco Fuchs von OHB. In seinem Vortrag zeigte er sich zuversichtlich, dass „..der Markt es schon richten würde und sich selbst sortiert“. Damit waren insbesondere die vielen Startups gemeint, wo sich die Besten dann durchsetzen sollen. Also bitte mehr Geld vom Staat und rechtliche Rahmenbedingungen bei gleichzeitiger freier Hand für die Kräfte des Marktes ohne gesetzliche Einschränkungen. Ob das so funktionieren kann? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kunden im Downstream der Weltraumindustrie</strong>
<br>
Es herrschte Konsens, dass das Gros der eigentlichen Kunden der Weltraumindustrie nicht vertreten war. Einem Weltraumkongress stünde das jedoch gut zu Gesicht. Allein Forschungsprojekte, die durch den Staat finanziert werden, brächten die Raumfahrtindustrie nicht voran.  Man bräuchte mehr Öffentlichkeit, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Nur wenn diese Akzeptanz erhöht werde, könne der Staat auch mehr finanzielle Mittel für die Projekte der Industrie bereitstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir meinen: Es wäre schön, wenn man beim nächsten Kongress die Öffentlichkeit schon in einer Vorbereitungsphase mit einbindet, und nicht nur Anbieter von Raumfahrttechnik, Infrastruktur und Dienstleistungen vorstellt, sondern auch deren Nutzer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eventuell könnte man so besser berücksichtigen, was die Öffentlichkeit interessiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zentrale Frage ist: Wem nutzt die Raumfahrt? Was ist mit Energieversorgern und Schafhirten? Was ist mit Förstern und Containerverschiffern? Was ist mit Gleisbauarbeitern und Wettervorhersagern? Was wäre, wenn einige aus dem Kreis der Nutzer, an die man vielleicht nicht ohne weiteres denkt, auf einem neuen Kongress direkt berichten würden? Was bringt Raumfahrt für sie als Endnutzer und was könnte man mit Raumfahrt noch anstellen? Wir haben Firmen-Beiträge auf dem Kongress gehört, die sich mit Auswertung von Satellitendaten beschäftigen. Was sagen tatsächliche und mögliche Endbenutzer dazu?  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Präsentationen der großen Player sind für die Öffentlichkeit möglicherweise bereits langsam langweilig geworden. Jedenfalls wäre es spannend zu erfahren, wen und was es da noch so gibt. Und natürlich ist ganz wichtig, wie „die Politik“ das alles unterstützt. Auf dem #Weltraumkongress hat sie ja schon einmal „Viel Erfolg!“ gewünscht. Jetzt sollte der nächste Schritt – vielleicht ein nachhaltiger &#8211; erfolgen. Der nächste #Weltraumkongress soll in zwei Jahren stattfinden … </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>… und wir?</strong>
<br>
Raumfahrer.net hat sich der Förderung und Verbreitung des Raumfahrtgedankens verschrieben.         Insofern sehen wir uns hier in unserem Handeln bestätigt und werden den vom BDI angeschobenen Prozess gerne nicht nur begleiten, sondern auch unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss eine Aussage im sozialen Netz von Moderatorin Céline Flores Willers: „Bin sehr sehr begeistert vom Thema #Raumfahrt und geplättet von den ungenutzten Potenzialen.“ Ja, geplättet waren wir auch. Das mit den ungenutzten Potentialen wussten wir aber schon &#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17236.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BDI Weltraumkongress in Berlin</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sojus startet ab 2006 von Kourou</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-startet-ab-2006-von-kourou/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2003 11:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich wurde der Vertrag geschlossen, der nach jahrelangen Verhandlungen den Start von russischen Sojus-Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof besiegelt. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA / Russland.ru. Am vergangenen Freitag unterzeichneten in Paris Frankreichs Premierminister Jean-Pierre Raffarin und der Vizepremier Russlands Boris Aljoschin den Vertrag zum Start russischer Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou. Raffarin war [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Kürzlich wurde der Vertrag geschlossen, der nach jahrelangen Verhandlungen den Start von russischen Sojus-Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof besiegelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA / Russland.ru.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11112003121949_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Start einer bemannten 
<i>Sojus</i>
-Kapsel mithilfe der 
<i>Sojus</i>
-Rakete vom russischen Kosmodrom Baikonur
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Freitag unterzeichneten in Paris Frankreichs Premierminister Jean-Pierre Raffarin und der Vizepremier Russlands Boris Aljoschin den Vertrag zum Start russischer Raketen vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou. Raffarin war der Unterzeichner für die europäische Seite, da der Weltraumbahnhof auf dem französischen Übersee-Departement Französisch-Guyana betrieben wird. 
<br>
Der geschlossene Vertrag sieht die Errichtung eines neuen Startkomplexes für die etablierte <a href="https://www.raumfahrer.net/sojus/" data-wpel-link="internal"><i>Sojus</i></a>-Rakete in Kourou vor. Der Bau wird etwa 314 Millionen Euro in Anspruch nehmen. 
<br>
<i>Sojus</i> ist eine der zuverlässigsten Raketen der Welt. Nicht umsonst starten alle bemannten Raumflüge Russlands seit vielen Jahrzehnten noch von der gleichen Rampe, von der schon 1961 Juri Gagarin startete. Bis heute starten alle bemannten Missionen mit <i>Sojus</i>-Modellen. Insgesamt starteten mehr als 1.680 Flüge dieses Typs, bemannt und unbemannt. 
<br>
Mit dem letzten Start der etablierten und äußerst erfolgreichen europäischen Rakete <a href="https://www.raumfahrer.net/ariane-4/" data-wpel-link="internal"><i>Ariane 4</i></a> am 15. Februar 2003 verengte sich auch das Angebot für kommerzielle Träger aus Europa: Momentan werden alle Starts des europäischen Trägerunternehmens <a href="https://www.arianespace.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>Arianespace</i></a> mit der schubstärkeren <i>Ariane 5</i> durchgeführt. Dies hat zum einen den Nachteil, dass bei kleineren Nutzlasten mehrere Satelliten gleichzeitig gestartet werden, was das Risiko eines Fehlstarts vergrößert und den Start verkompliziert. Zum anderen hängt der Erfolg von <i>Arianespace</i> von nur einem Trägertyp ab. Nach dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-ariane-5-fehlschlag/" data-wpel-link="internal">Fehlstart</a> einer neuen schubstärkeren Version der <i>Ariane 5</i> am 11. Dezember 2002 mussten alle Starts für die Rakete mehrere Monate ausgesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verlegung der <i>Sojus</i> nach Kourou bietet also zwei entscheidende Vorteile für europäische Raketenstarts: Mit der Nutzung eines etwas kleineren Trägers wird die europäische Raumfahrt flexibler. Die Abhängigkeit von der <i>Ariane 5</i> nimmt ab und die Starts kleinerer Nutzlasten wird zum Teil auf die äußerst zuverlässige <i>Sojus</i> übertragen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brasiliens Raumfahrt wird international</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/brasiliens-raumfahrt-wird-international/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2003 09:49:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Ukraine und Israel zeigen offenbar Interesse an einer Nutzung des brasilianischen Kosmodroms Alcantara. Auch für Brasilien ergeben sich hier neue Möglichkeiten. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: Itar-TASS/Globes Online. Künftig möchte die Ukraine einige ihrer leichten und mittleren Trägerraketen vom brasilianischen Weltraumbahnhof Alcantara aus starten lassen. Hintergrund ist ein enger Kooperations-Vertrag mit dem südamerikanischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Ukraine und Israel zeigen offenbar Interesse an einer Nutzung des brasilianischen Kosmodroms <i>Alcantara</i>. Auch für Brasilien ergeben sich hier neue Möglichkeiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: Itar-TASS/Globes Online.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftig möchte die Ukraine einige ihrer leichten und mittleren Trägerraketen vom brasilianischen Weltraumbahnhof <i>Alcantara</i> aus starten lassen. Hintergrund ist ein enger Kooperations-Vertrag mit dem südamerikanischen Land, welcher unter anderem die gemeinsame Nutzung des Trägers <i>Zyklon-4</i> von brasilianischem Boden aus umfasst. Ein entsprechendes Treffen von Vertretern der brasilianischen und der ukrainischen Raumfahrtbehörde fand bis gestern in Brasilia statt. In rund einer Woche soll eine dazugehörige Vereinbarung getroffen werden, welche zusätzlich auf den Bau eines neuen, zu den ukrainischen Modellen kompatiblem Startkomplexes abzielt. Die Modalitäten der Bezahlung sollen ebenfalls bis kommende Woche geregelt sein, wobei die Hauptlast auf brasilianischer Seite liegen soll. Dies zumindest berichtet Itar-TASS, muss aber nicht verwundern, schließlich geriet die ukrainische Raumfahrt nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in eine ebenso tiefe Krise wie die russische. Während Russland bemüht ist, nur noch eigene Träger zu vermarkten, stagniert der Einsatz der einstig unter dem Label &#8222;UdSSR&#8220; gestarteten Raketen aus der Ukraine.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082003114924_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Die 
<i>Zyklon-4</i>
 soll das Zugpferd der ukrainischen Raumfahrt werden, welche sich zwangsweise vom russischen Programm lossagen musste.
<br>
(Bild: UNSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt soll insgesamt 280 Millionen US-Dollar kosten. Ein erster Start der <i>Zyklon-4</i> von Brasilien aus ist für 2006 geplant. Der Standort <i>Alcantara</i> hat zudem den Vorteil einer großen Nähe zum Äquator, während den Ukrainern kein äquivalentes Startgelände im eigenen Land zur Verfügung steht. Die neue <i>Zyklon-4</i>, eine Eigenentwicklung der Ukraine und eine Fortsetzung der bewährten <i>Zyklon</i>-Reihe aus früheren Jahren, wird in der Lage sein, bis zu 1,8 Tonnen in einen geostationären und 5,5 Tonnen in einen niedrigen Erdorbit zu befördern. Die Startkosten sollen bei etwa 15 Millionen US-Dollar liegen, wobei das Vorgänger-Modell <i>Zyklon-3</i> bereits auf spektakuläre Weise sechs Satelliten mit einem Male ins All befördern konnte. Die neue <i>Zyklon-4</i> soll noch effizienter arbeiten &#8211; unterstützt vom äquatornahen Standort &#8211; und somit das ukrainische Segment auf dem Markt der Weltraumstarts vor allem gegenüber Russland behaupten und vergrößern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ukraine ist nicht das einzige Land, mit dem Brasilien im Bereich der Raumfahrt eine stärkere Kooperation anstrebt. Auch mit Israel steht man offenbar in entsprechenden Verhandlungen. Bereits im vergangenen April kam es zu einem Grundlagenvertrag zwischen den Wissenschafts-Ministerien beider Staaten, welcher unter anderem die Möglichkeit des Starts der israelischen <i>Shavit</i>-Trägerrakete von <i>Alcantara</i> aus einschließt. Zwar verfügt Israel über eigene Startkomplexe nahe dem Äquator; allerdings ist man gezwungen, sämtliche Raketen westwärts, also gegen die Erdrotation abzufeuern, um keinen Konflikt mit Saudi-Arabien oder Jordanien zu riskieren. Durch diesen politischen Zwang verliert man leider rund ein Drittel der Nutzlastkapazität, was die eigenen Möglichkeiten stark begrenzt und auch eine kommerzielle Nutzung erheblich einschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings, dies betonte israelische Quellen, seien die Kosten für diesen Technologie-Transfer im Vergleich zum brasilianisch-ukrainischen Deal gering. Die israelische <i>Shavit</i>-Rakete lässt sich mobil von einem eigens konstruierten Fahrzeug aus starten, was einen Einsatz praktisch von jedem Punkt der Erde aus ermöglicht. Lediglich ist man auf das Vorhandensein entsprechender Service- und Montage-Gebäude angewiesen. Die Gegenleistung gegenüber Brasilien ist die Nutzung der israelischen Trägerrakete auch für seine Zwecke. Zwar verfügt Brasilien auch über eigene Trägertechnologie, doch offenbarten sich in der Vergangenheit wiederholt technische und finanzielle Barrieren.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Südkorea baut eigenes Startzentrum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/suedkorea-baut-eigenes-startzentrum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2003 15:53:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28636</guid>

					<description><![CDATA[<p>Künftig möchte man aktiv mitmischen in Sachen Raumfahrt &#8211; und baut hierzu finanzaufwendig ein großes Raumfahrt-Zentrum auf Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: SpaceDaily.com. Um das eigene, nationale Raumfahrt-Programm voranzubringen plant der asiatische Staat den Aufbau eines eigenen kleinen Weltraum-Bahnhofes. Damit möchte man, so der Wunsch der Regierung, baldestmöglich der 13. Staat mit entsprechenden Einrichtungen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Künftig möchte man aktiv  mitmischen in Sachen Raumfahrt &#8211; und baut hierzu finanzaufwendig ein großes Raumfahrt-Zentrum auf</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: SpaceDaily.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das eigene, nationale Raumfahrt-Programm voranzubringen plant der asiatische Staat den Aufbau eines eigenen kleinen Weltraum-Bahnhofes. Damit möchte man, so der Wunsch der Regierung, baldestmöglich der 13. Staat mit entsprechenden Einrichtungen werden. Für dieses Unterfangen wird eine 4,95 Millionen Quadratmeter große Fläche im Gebiet Goheung, Provinz South Jeoella genutzt. Bereits am vergangenen Freitag fand anlässlich dieses Regierungs-Beschlusses ein Festakt in der Hauptstadt Seoul statt. Südkoreas Präsident Roh Moo-hyun überbrachte die Botschaft, dass dieses Projekt dem eigenen Land die strategische Technologie bringen wird, welche es für den Schritt in die Aerospace-Industrie benötigt. &#8222;Das Raumfahrt-Zentrum wird aktiv zur Entwicklung von Raketen und Satelliten beitragen&#8220;, so der Präsident.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082003175320_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Start einer unbekannten nordkoreanischen Militärrakete. Der empfundenen Bedrohung möchte man in Südkorea durch ein eigenes Programm entgegen wirken.
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(Bild: SpaceDaily.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis etwa 2005 soll das Startzentrum voll einsatzbereit sein. Hierfür werden staatlicherseits 150 Millionen Won, umgerechnet 126,5 Millionen US-Dollar aufgewandt. Betrieben werden soll das <i>Goheung Space Center</i> vom <i>Korea Aerospace Research Institute</i> (<i>KARI</i>), einer staatlichen Forschungseinrichtung für Luft- und Raumfahrttechnik. Zum Projekt gehören auch Bauten wie etwa ein Kontrollzentrum sowie Testgebäude und Werkshallen für eigene Trägersysteme. Erstes konkretes Ziel wird der Start einer neuen, selbst geschaffenen Trägerrakete für kleine Nutzlasten namens <i>KSLV-1</i> samt einem rund 100 Kilogramm schweren Forschungs-Satelliten sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausbau des Luft- und Raumfahrtsektors seitens Südkoreas ist bereits seit 1996 geplant. Im Jahre 1998 wurden die Pläne ausgeweitet. Hintergrund mögen hier auch die andauernden Spannungen mit dem Nachbarstaat Nordkorea und die Rolle Südkoreas als Frontstaat zwischen den USA und dem kommunistischen Norden sein. Nordkorea verfügt seit Jahren über weltraumfähige Trägertechnologie und testet von eigenen, vornehmlich militärischen Startzentren aus regelmäßig Kurz- und Mittelstrecken-Raketen. So zum Beispiel auch im Februar dieses Jahres, als eine Mittelstreckenrakete Südkorea überflog und schließlich im Japanischen Meer einschlug. Inwieweit das südkoreanische Programm nun ebenfalls militärische Züge trägt wurde nicht bekannt gegeben.</p>
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		<title>Bauphase des &#8222;Russisch-Kourou&#8220; beginnt bald</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bauphase-des-russisch-kourou-beginnt-bald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2003 08:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch-Guayana]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland entsendet Techniker und Arbeiter, um womöglich noch dieses Jahr die Bauarbeiten in Französisch-Guayana aufnehmen zu können Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: Itar-TASS. Die Realisierung einer regen russischen Beteiligung am europäischen Weltraum-Bahnhof Kourou in Französisch-Guayana geht nun in die praktische Phase: Russland wird bald ein Team aus 200 Spezialisten entsenden, welche den europäischen Technikern [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Russland entsendet Techniker und Arbeiter, um womöglich noch dieses Jahr die Bauarbeiten in Französisch-Guayana aufnehmen zu können</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: Itar-TASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12082003104612_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Start einer 
<i>Sojus-U</i>
 samt 
<i>Fragat</i>
-Oberstufe. In wenigen Jahren könnten diese Raketen auch von Kourou aus abheben.
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(Bild: ESA/Starsem)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Realisierung einer regen russischen Beteiligung am europäischen Weltraum-Bahnhof <i>Kourou</i> in Französisch-Guayana geht nun in die praktische Phase: Russland wird bald ein Team aus 200 Spezialisten entsenden, welche den europäischen Technikern beim Aufbau eines Launchpads für die russische <i>Sojus</i>-Rakete helfen sollen. Der Arbeitseinsatz ist laut Angaben der Nachrichtenagentur Itar-TASS ausgelegt auf eine Dauer von rund sechs Monaten. Nach dieser Zeit sollen über hundert Experten die pesonelle russische Präsenz dauerhaft sichern und vor allem entsprechende Starts mit vorbereiten. Parallel zu der eigentlichen Startanlage soll von russischer Seite ausßerdem ein etsprechendes Montagegebäude entstehen.
<br>
Der mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA geschlossene Deal sieht vor, russische <i>Sojus</i>-Raketen künftig auch von Kourou aus ins All starten zu lassen. Die ESA investiert hierzu eine Gesamtsumme von rund 314 Millionen Euro; die Russische Seite dagegen trägt ob seiner eigenen kritischen finanziellen Lage nur rund ein Drittel der Kosten. Eine künftig fruchtbare Zusammenarbeit erhofft sich vor allem <i>Arianespace</i>, wenn kommerzielle <i>Sojus</i>-Starts ins eigene Programm mit aufgenommen werden. Diese sollen ab etwa 2006 unter der Führung des <i>Starsem</i>-Konsortiums anlaufen. Der Standort Kourou mit seiner Nähe zum Äquator ist nicht zufällig gewählt: die Nutzlastkapazität der <i>Sojus</i>-Rakete samt <i>Ikar</i> oder <i>Fregat-Oberstufe</i> lässt sich von 1,5 auf 4 Tonnen steigern, so zumindest die Rechnung der russischen Raumfahrtagentur <i>Rosaviakosmos</i>.
<br>
Natürlich erhofft man sich durch die engere Kooperation auch einen technologischen Austausch. Europä hätte künftig Zugriff auf die bewährte russische Trägertechnologie, während Russland umgekehrt moderne Startanlagen nutzen kann, um die Kosten für einzelne Starts zu minimieren. Allerdings, so der Chef von <i>Rosaviakosmos</i>, Juri Koptew, werde man das eigene Kosmodrom<i>Baikonur</i> nicht aufgeben &#8211; allerdings wolle man nun &#8222;gemeinsam mit dem weltweit führenden Operator für Weltraumstarts mit mehr als der Hälfte aller kommerziellen Starts zusammenarbeiten&#8220;. Bislang erwies sich das russische Startsystem mit der bewährten <i>Sojus</i>-Technologie als wesentlich zuverlässiger als die neue <i>Ariane 5</i> mit bereits zwei Totalverlusten und zwei weiteren nicht erreichten Orbits während bislang 16 Flügen. Ein &#8222;Russisch-Kourou&#8220; könnte schon durch diesen Sicherheitsbonus attraktiv für Investoren sein.</p>
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		<title>Wieder ein Erfolg für eine Ariane 4</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-92/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Sep 2002 23:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 4]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Transferorbit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Freitag, dem 6.&#160;September ist erneut eine Ariane&#160;4 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus problemlos gestartet und hat den amerikanischen Kommunikationssatelliten Intelsat&#160;906 in eine geostationäre Umlaufbahn transportiert. Damit kommt die Ariane&#160;4 nun schon auf 72 erfolgreiche Flüge in Folge. Ein Beitrag von Michael Stein, bearbeitet von Star-Light. Quelle: Arianespace. Kurz vor dem letzten Einsatz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Freitag, dem 6.&nbsp;September ist erneut eine <em>Ariane&nbsp;4</em> vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus problemlos gestartet und hat den amerikanischen Kommunikationssatelliten <em>Intelsat&nbsp;906</em> in eine geostationäre Umlaufbahn transportiert. Damit kommt die <em>Ariane&nbsp;4</em> nun schon auf 72 erfolgreiche Flüge in Folge.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein, bearbeitet von Star-Light. Quelle: Arianespace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/The_155th_launch_flight_V.154_pillars-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/The_155th_launch_flight_V.154_pillars_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der 155. Start (Flug V154) fand am Freitag, den 6. September 2002 um 3:44 Uhr Kourou-Zeit (6:44 Uhr GMT &#8211; 8:44 Uhr MESZ) erfolgreich statt.<br>Eine Ariane 44L hob vom Raumfahrtzentrum Guayana &#8211; dem europäischen Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana &#8211; ab und brachte den Telekommunikationssatelliten INTELSAT 506 in eine geostationäre Transferumlaufbahn.</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor dem letzten Einsatz einer Ariane 4 hat das Arbeitspferd der europäischen Weltraumfahrt mit Flug 154 wieder einmal ihre außerordentliche Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Beim 72. erfolgreichen Start eines Exemplars dieser Raketenfamilie in Folge liftete eine mit vier Flüssigtreibstoff-Boostern ausgestattete Ariane 44L &#8211; die stärkste Ariane 4-Version &#8211; am 6. September um 08:44 Uhr (MESZ) den amerikanischen Kommunikationssatelliten Intelsat 906 in einen geostationären Transferorbit. Rund 22 Minuten nach dem Start erfolgte die planmäßige Aussetzung des Satelliten in einen hochelliptischen Transferorbit (Perigäum 199,7 km, Apogäum 35.929 km), was den erfolgreichen Abschluss des Startvorgangs markierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kommunikationssatellit der Intelsat XI-Serie wird auf einer geostationären Umlaufbahn über dem Indischen Ozean stationiert werden und Rundfunk-, Telefon- sowie Datenkommunikationsdienste anbieten. Er ist der 22. von Intelsat betriebene Satellit, der in den letzten zwanzig Jahren für diesen Satellitenbetreiber von Arianespace gestartet worden ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/intelsat9artssl400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/intelsat9artssl260.jpg" alt="Intelsat 906 im All - Illustration. (Bild: SSL)"/></a><figcaption>Intelsat 906 im All &#8211; Illustration. (Bild: SSL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig neigt sich die im Juni 1988 begonnene Ära der Ariane 4 ihrem Ende zu. In der ersten Hälfte des nächsten Jahres sind noch zwei weitere Starts dieser Raketenfamilie geplant, bevor dann ziemlich genau 25 Jahre nach dem ersten Einsatz endgültig die Ablösung durch die stärkere Ariane 5 vollzogen sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zwei erfolgreichen Starts in nur acht Tagen ist der nächste Raketenstart von Kourou aus für Ende Oktober bzw. Anfang November geplant, wenn eine neue, leistungsstärkere Version der Ariane 5 zwei Satelliten in eine Erdumlaufbahn transportieren wird. Auch wenn bis dahin noch einige Wochen vergehen werden, die Vorbereitungen für diesen Start haben bereits begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-92/" data-wpel-link="internal">Wieder ein Erfolg für eine Ariane 4</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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