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	<title>Sonnensystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sonnensystem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Doch kein Berliner Start-up mit Ionen-Antrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb-doch_nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 04:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April! Quelle: Recherche Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …! Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Zum Beitrag vom 01.04.2026: … April, April!</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Recherche</p>





<p>Doch keine interplanetaren Flüge mit Ionentriebwerken aus Adlershof …. . Es war nur geträumt …!</p>



<p>Ja, es ist heute nicht mehr so einfach, sich etwas auszudenken. Lustige Geschichtchen über Mondlander und Flugpläne werden von der Wirklichkeit so schnell eingeholt, bevor man sie zu Papier gebracht hat. Also greift man in die berühmte Mottenkiste und erzählt einen uralte, (fast) wahre Geschichte. Nur ist diese eben etwas durcheinander. Sortieren wir einmal:</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="88" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/roterkreis-1.png" alt="" class="wp-image-151504"/><figcaption class="wp-element-caption">Logo Gruppe Roter Kreis</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex">
<p>„Roter Kreis“ ist kein Start-up sondern war eine Arbeitsgruppe im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg. Es war eine Form, die es so im DDR-Filmbetrieb gab.</p>
</div>



<p>Den ehemaligen Flugplatz Johannisthal gab es tatsächlich auf dem heutigen Campus Adlershof, wo sich jetzt DLR und BESSY II befinden. Allerdings ist der genannte Berliner Raketenflugplatz, eröffnet 1930, in Berlin-Tegel, wo u.a. Nebel, Ley und Winkler tätig waren. Dort fanden auch der genannte erste erfolgreiche Brennversuch eines Raketenmotors mit flüssigen Brennstoffen ohne Explosionen(!) satt.</p>



<p>Die Zeitung Kurier (DER KURIER) war eine in West-Berlin erschienene Tageszeitung. Sie ist nicht zu verwechseln mit der heutigen Tageszeitung Berliner Kurier.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_gross.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_klein.png" alt="" class="wp-image-151289"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild aus DER KURIER vom 01.05.1959</figcaption></figure>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex">
<p>DER KURIER war ein Kind des Kalten Krieges. In seiner Ausgabe vom 01.05.1959 war folgendes auf der Titelseite mit besagtem Foto zu lesen: <em>„FEHLSTART IN DER ZONE! [Gemeint ist im verächtlich machenden Jargon die DDR]. In der Nacht vom 27. zum 28. April sollte die erste in der Sowjetzone gebaute Rakete gestartet werden. Der Versuch wurde jedoch ohne Angaben von Gründen abgeblasen. Unter größten Schwierigkeiten entstand diese Aufnahme.“</em></p>
</div>



<p>Die Ost-Berliner Tageszeitung Junge Welt konterte genüsslich ebenfalls im Propaganda-Deutsch der damaligen Zeit am 07.05.1959: „Wir wollen unseren Lesern nicht die großartige und einmalige Entdeckung des Westberliner „Kurier“ vorenthalten, der „unter größten Schwierigkeiten“ fotografierte …. . Das ist eine ganz gewöhnliche Attrappe für den utopischen DEFA-Farbfilm „Der schweigende Stern“ und steht völlig unbewacht auf dem Flugplatzgelände in Berlin-Johannisthal.“</p>



<p>Kurioser Weise war diese unbedeutende Zeitungsente dem Magazin DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 23.06.1959 unter dem Titel „Die Ost-Venusier“ auch einen Erwähnung wert. In dem Artikel wurde dann aber auch gleich eine Brücke zum eigentlichen Film „Der Schweigende Stern“ geschlagen, in dem es um einen Flug zur Venus geht. Der Film wurde übrigens auch in der alten Bundesrepublik, leicht gekürzt, unter dem etwas irreführenden Titel „Raumschiff Venus antwortet nicht“ gezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959_gross-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kurier1959klein.png" alt="" class="wp-image-151480"/></a><figcaption class="wp-element-caption">ZLB-Lesegerät <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p>Und was war mit dem Corpus Delicti? Wir haben im Archiv des Filmmuseums Potsdam nachgefragt. Dort befindet sich im Bestand, ein großes (H x B x T: 159 x 108,5 x 97 cm) und ein kleines (53 x 34 x 37 cm) Modell des Venus-Film-Raumschiffes „Kosmokrator“. Es ist davon auszugehen, das bei den Dreharbeiten in Johannisthal das größere Modell (1,59 Meter Höhe) verwendet wurde. Durch geschickte Schnitttechnik erscheint dieses Modell im Film natürlich größer. Das Geschick von Tricktechniker Ernst Kunstmann ließ die Rakete in der Szene riesig erscheinen. Und sie besitzt im Film … einen Ionenantrieb. Und das 1959!</p>



<p>Wie das Bild entstanden ist, bleibt ein Rätsel. Man könnte meinen, es wäre aus dem Film direkt herauskopiert worden. Dieser war aber noch nicht fertig abgedreht. Und wie man daraus dann eine derartig infantile Geschichte auf die Titelseite gebracht hat, ist heute unbegreiflich.</p>



<p>Was bleibt ist eine Zeitungsente.</p>



<p>Dank an die Zentral- und Landesbibliothek Berlin für die Unterstützung bei der Suche nach den entsprechenden Textstellen in KURIER und Junge Welt.</p>



<p>Dank Frau Belger vom Filmmuseum Potsdam / Sammlungen, Institut der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.</p>



<p>Dank auch an Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof, der ohne die Cover-Story zu kennen ehrlich auf alle Fragen geantwortet hat.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13527.225ionen" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenerforschung: Konzepte und zukünftige Missionen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Berliner Start-up entwickelt Ionen-Antrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-up_ionenantrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 22:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Köhler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interplanetare Raumfahrt soll kostengünstiger werden. Quelle: Recherche Es scheint auf dem Anwendungssektor der Raumfahrt zu brummen. Viel versprechend sind dabei Kleinträger wie Spectrum von Isar Aerospace oder die Rakete von Rocket Factory Augsburg (RFA). Diese sind aber bislang hauptsächlich für den erdnahen Orbit konzipiert. Das Berliner Start-up „Roter Kreis“ will entgegen dem allgemeinen Mainstream weiter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Interplanetare Raumfahrt soll kostengünstiger werden.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Recherche</p>





<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="300" height="131" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Ionenantrieb_NASA2.png" alt="" class="wp-image-151298" style="aspect-ratio:2.28976704141656;width:385px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Schema Ionenantrieb<br>Bild: NASA</figcaption></figure>



<p>Es scheint auf dem Anwendungssektor der Raumfahrt zu brummen. Viel versprechend sind dabei Kleinträger wie Spectrum von Isar Aerospace oder die Rakete von Rocket Factory Augsburg (RFA). Diese sind aber bislang hauptsächlich für den erdnahen Orbit konzipiert. Das Berliner Start-up „Roter Kreis“ will  entgegen dem allgemeinen Mainstream weiter hinaus, und zwar interplanetar. Gemunkelt wird von der Venus. Um den Nachteil chemischer Antriebe bei derartigen langen Wegstrecken auszugleichen, bastelt man auf dem ehemaligen Flugplatz Berlin-Johannisthal an einem Flugkörper mit Ionenantrieb.</p>



<p>Raumfahrer.net setzte sich übrigens schon vor über 20 Jahren mit dieser innovativen Antriebsform auseinander. Dazu unserer damaliger Beitrag: <a href="https://www.raumfahrer.net/der-ionenantrieb/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/der-ionenantrieb/</a></p>



<p>Der Ort Johannisthal konnte nicht besser gewählt sein: Schließlich gab es vor fast genau 95 Jahren hier den ersten erfolgreichen Brennversuch eines Raketenmotors mit flüssigen Brennstoffen ohne Explosionen(!). Auch befindet sich hier in unmittelbarer Nähe der Berliner Standort des DLR und das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie mit seiner Synchrotronlichtquelle BESSY II. Die besten Voraussetzungen, will man meinen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_gross.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Testobjekt_klein.png" alt="" class="wp-image-151289"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Zeitung Kurier</figcaption></figure>



<p>Die Berliner Tageszeitung Kurier veröffentlichte ein, zugegeben, etwas grobkörniges Foto des ersten Versuchsmodells mit dem Hinweis, dass ein erster Probelauf für den 27. oder 28.04. geplant sei. Welche finanziellen Unterstützer dahinterstehen, war bei Redaktionsschluss noch nicht eindeutig zu erkennen. Der Spruch „Ohne Moos nix los!“ ist allgemeingültig.</p>



<p>Aber gab es in Berlin nicht schon einmal ein Start-up, das versprach kostengünstig auf dem Mond zu landen? Und über Jahre hinweg wurde dieser Traum in den Medien aufrechterhalte.</p>



<p>Warum also nicht auch auf diesem Gebiet?</p>



<p>Um diese neue Entwicklung etwas genauer einzuordnen, sprach Raumfahrer.net (RN) mit Ulrich Köhler (U.K.) vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin Adlershof und fragten nach seiner Meinung.</p>



<p><em>RN: Die aktuelle Raumfahrt beschäftigt sich hauptsächlich mit „irdischen“ Problemen. Fernerkundung, Kommunikation, Nutzlasttransport u.s.w.. Viele Start-ups drängen hier auf den Markt, um eine kosteneffizientere Preisgestaltung zu ermöglichen. Sogar der Mond ist im Blickfeld solcher Dienstleister. Fällt dabei der interplanetare Raum „hinten runter“?</em></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Ulrich_Koehler_Ionen-1.png" alt="" class="wp-image-151303"/><figcaption class="wp-element-caption">Ulrich Köhler / DLR <br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p><em>U.K.: In der Aufzählung für die Raumfahrt, die sich „irdischen“ Themen annimmt, fehlt das Thema Sicherheit und Militär. Die Startups versuchen, korrekt, kosteneffizienter zu sein als institutionelle Anbieter wie NASA, ESA, JAXA usw. Das tun sie, weil sie mit ihrem Geschäftsmodell Geld verdienen möchten. Und wenn aus der Sicht der institutionellen Anbieter Raumfahrt mit diesen Startups (bei SpaceX kann allerdings längst nicht mehr von einem Startup gesprochen werden, auch nicht bei Blue Origin) günstiger ist als mit den eigenen Modellen und genauso zuverlässig – dann werden sie im Erdorbit und auch mit Flügen zum Mond Erfolg haben und ergo Geld verdienen, ihr Modell weiterentwickeln und versuchen, weiter und mehr Geld zu verdienen. Sollten sie sich von Deep-Space-Missionen versprechen, mit ihren Entwicklungen ebenfalls gutes Geld verdienen zu können, dann werden sie ihre Dienste anbieten und ggf. ausgewählt werden (NASA CLPS!) Wenn sie nicht zuverlässig liefern können, werden sie wieder vom Markt verschwinden oder besser und noch günstiger werden müssen.</em></p>



<p><em>RN: Wird es in naher Zukunft möglich sein, interplanetare Forschung an private Dienstleister zu vergeben?</em></p>



<p><em>U.K.: Denkbar ist es auf jeden Fall. Ob sie es in der erforderlichen Qualität und Zuverlässigkeit anbieten und dabei auch günstiger sein können als die institutionellen Anbieter mit ihrer enormen Erfahrung, bleibt abzuwarten.</em></p>



<p><em>RN: Und welche Ziele könnten das sein? Der Mars ist ja für die privaten Player (Musk und Co.) bereits ein ausgemachtes Ziel. Sollten sich weitere Akteure nicht auf andere, in unserer Nachbarschaft befindliche Ziele konzentrieren? Zum Beispiel die Venus? Frei nach Kennedys Mond-Rede: „… nicht, weil es leicht ist, sondern weil es schwer ist. …&#8220;</em></p>



<p><em>U.K.: Das lässt sich gegenwärtig m.E. nicht seriös beantworten. Angebot und Nachfrage… Die Venus dürfte jedenfalls mittelfristig kein Ziel für die astronautische Raumfahrt sein. Und die nächsten drei robotischen Missionen sind gegenwärtig für die 30er-Jahre in Entwicklung. Also kein gutes Geschäftsmodell, meiner Ansicht nach.</em></p>



<p><em>RN: Welche Bedeutung kommt hierbei nicht-chemischen Antrieben, zum Beispiel Ionentriebwerken, zu. Es gab ja bereits einige vielversprechende Einsätze für geostationäre Umlaufbahnen.</em></p>



<p><em>U.K.: Ionenantriebe haben ihre Zuverlässigkeit und in mancher Hinsicht technische Überlegenheit längst jenseits des Erdorbits unter Beweis gestellt (SMART-1, Dawn). Für den LEO habe ich nicht das Wissen, diese Frage in der erforderlichen Tiefe beantworten zu können. Für robotische Deep-Space-Missionen wird der Ionenantrieb mit Sicherheit immer einer Kosten-Nutzen-Missionsdauer-Manövrierbarkeit-Abwägung im Vergleich zum chemischen Antrieb standhalten müssen, und entsprechen wird das Missionsmanagement mit den Betreibern der wiss. Nutzlasten entscheiden.</em></p>



<p><em>RN: Vielen Dank.</em></p>



<p>(Das Interview führte Andreas Weise per Mail am 09.-10.03.26)</p>



<p>Wir resümieren: Ionenantrieb ja, interplanetare Flüge mit Fragezeichen und Ziel Venus eher unwahrscheinlich. Bleibt trotzdem den Akteuren alles Gute zu wünschen. Damit hier nicht nur geträumt wird.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13527.225ionen" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenerforschung: Konzepte und zukünftige Missionen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Countdown für Start der Artemis 2 Mission hat begonnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-countdown-fuer-den-start-der-artemis-2-mission-hat-begonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 11:51:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Countdown-Uhr vor Ort begann gestern um 22:44 Uhr MESZ mit dem Countdown bis zur geplanten Startzeitpunkt um 00:24 Uhr MESZ am Donnerstag, dem 2. April (1. April Ortszeit). Die Mitglieder des Startteams haben ihre Plätze im Rocco Petrone Launch Control Center eingenommen. Artemis II ist der erste bemannte Start der SLS-Rakete mit dem Raumschiff [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Countdown-Uhr vor Ort begann gestern um 22:44 Uhr MESZ mit dem Countdown bis zur geplanten Startzeitpunkt um 00:24 Uhr MESZ am Donnerstag, dem 2. April (1. April Ortszeit). Die Mitglieder des Startteams haben ihre Plätze im Rocco Petrone Launch Control Center eingenommen. Artemis II ist der erste bemannte Start der SLS-Rakete mit dem Raumschiff Orion der NASA. Ein Blogbeitrag der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/missions/2026/03/30/nasas-artemis-ii-launch-mission-countdown-begins/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / Jason Costa</a>, 30. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-NHQ202603290006large.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Am Sonntag, dem 29. März 2026, richten Medienvertreter ihre fernbedienbaren Kameras auf die „Space Launch System“-Rakete (SLS) der NASA für die Mission „Artemis II“ und das Raumschiff „Orion“, die auf einer mobilen Startrampe am Launch Complex 39B im Kennedy Space Center der NASA in Florida stehen. Der Testflug „Artemis II“ der NASA wird Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Missionsspezialistin Christina Koch von der NASA sowie Missionsspezialist Jeremy Hansen von der CSA (Canadian Space Agency) auf eine zehntägige Mission um den Mond und zurück bringen. Copyright: NASA/Bill Ingalls" data-rl_caption="" title="Am Sonntag, dem 29. März 2026, richten Medienvertreter ihre fernbedienbaren Kameras auf die „Space Launch System“-Rakete (SLS) der NASA für die Mission „Artemis II“ und das Raumschiff „Orion“, die auf einer mobilen Startrampe am Launch Complex 39B im Kennedy Space Center der NASA in Florida stehen. Der Testflug „Artemis II“ der NASA wird Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Missionsspezialistin Christina Koch von der NASA sowie Missionsspezialist Jeremy Hansen von der CSA (Canadian Space Agency) auf eine zehntägige Mission um den Mond und zurück bringen. Copyright: NASA/Bill Ingalls" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="445" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-NHQ202603290006large-700x445-1.jpg" alt="" class="wp-image-151445" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-NHQ202603290006large-700x445-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-NHQ202603290006large-700x445-1-300x191.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Am Sonntag, dem 29. März 2026, richten Medienvertreter ihre fernbedienbaren Kameras auf die „Space Launch System“-Rakete (SLS) der NASA für die Mission „Artemis II“ und das Raumschiff „Orion“, die auf einer mobilen Startrampe am Launch Complex 39B im Kennedy Space Center der NASA in Florida stehen. Der Testflug „Artemis II“ der NASA wird Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Missionsspezialistin Christina Koch von der NASA sowie Missionsspezialist Jeremy Hansen von der CSA (Canadian Space Agency) auf eine zehntägige Mission um den Mond und zurück bringen.<br><mark>Copyright: NASA/Bill Ingalls</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Countdown läuft offiziell, und die Ingenieure schalten die Flugausrüstung ein, überprüfen die Kommunikationsverbindungen und bereiten die Kryosysteme der Rakete auf den präzisen Betankungsvorgang vor, bei dem Hunderttausende Liter tiefgekühlter flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff eingefüllt werden müssen. Am Startplatz 39B beginnen die Teams damit, den riesigen Tank des Schalldämpfungssystems mit Wasser zu füllen, das beim Start eine Wasserflut auslösen wird, um das Fahrzeug vor dem Dröhnen seiner eigenen Triebwerke zu schützen.</p>



<p>Die Artemis-II-Besatzung, bestehend aus den NASA-Astronauten <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/g-reid-wiseman/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Reid Wiseman</a>, <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/victor-j-glover/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Victor Glover</a> und <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/christina-koch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Christina Koch</a> sowie dem CSA-Astronauten (Canadian Space Agency) <a href="https://www.asc-csa.gc.ca/eng/astronauts/canadian/active/bio-jeremy-hansen.asp" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jeremy Hansen</a>, hält sich weiterhin in den Astronautenunterkünften im Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building des NASA Kennedy Space Centers auf. Die Besatzungsmitglieder haben die letzte Countdown-Phase damit verbracht, sich auf die Einsatzbereitschaft und technische Überprüfungen zu konzentrieren. Sie blieben unter strenger Gesundheitsüberwachung in Quarantäne und absolvierten medizinische Untersuchungen, um ihre Eignung für den Start sicherzustellen. Sie hielten sich an einen kontrollierten Schlafplan und Ernährungsplan, um Energie und Flüssigkeitshaushalt für den Start aufrechtzuerhalten, während sie weiterhin regelmäßig aktuelle Informationen über die Konfiguration der Rakete und die Wetterbedingungen aus den Crew Quarters erhielten.</p>



<p>Die NASA und die Wetterexperten des Space Launch Delta 45 der U.S. Space Force beobachten die <a href="https://www.nasa.gov/artemis-ii-weather-criteria/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wetterbedingungen</a> im Vorfeld der Betankungsarbeiten weiterhin sehr genau. Die Wettervorhersage für den Starttag geht von einer Wahrscheinlichkeit von 80 % für günstige Wetterbedingungen aus, wobei die Bewölkung und die Möglichkeit starker Winde in der Region die größten Bedenken bereiten. Die Teams werden das Wetter in den kommenden Tagen weiterhin genau beobachten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/VL3AyQ766vc" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Artemis-2-Countdown-status-News-Conference-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151447" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Artemis-2-Countdown-status-News-Conference-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Artemis-2-Countdown-status-News-Conference-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><mark><em>Copyright: NASA</em></mark></figcaption></figure>



<p>Die Übertragung beginnt am 1. April um 13:45 Uhr MESZ auf dem <a href="https://www.youtube.com/@NASA" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">YouTube-Kanal der NASA</a> mit Live-Bildern und Audiokommentaren zu den Betankungsvorgängen, während die Teams Treibstoff in die SLS-Rakete laden. Die vollständige Berichterstattung auf <a href="https://plus.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA+</a> beginnt um 18:50 Uhr MESZ. <a href="https://www.nasa.gov/ways-to-watch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Informieren Sie sich</a>, wie Sie NASA-Inhalte über verschiedene Online-Plattformen, einschließlich sozialer Medien, verfolgen können. </p>



<p>Am Montag hielt die NASA-Führung eine Pressekonferenz zum aktuellen Stand ab, um die neuesten Vorbereitungen für die Mission zu besprechen. Die Aufzeichnung können Sie sich hier ansehen:</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11842.msg585458#msg585458" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis II &#8211; Orion auf SLS</a></li>
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		<title>Webb und Hubble liefern neue Aufnahmen von Saturn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/webb-und-hubble-liefern-neue-aufnahmen-vom-saturn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 13:54:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[CSA]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Gasplanet]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Space Telescope]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Outer Planet Atmospheres Legacy]]></category>
		<category><![CDATA[Webb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA, der ESA und der CSA sowie das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und der ESA haben gemeinsam neue Aufnahmen vom Saturn gemacht, die den Planeten auf auffallend unterschiedliche Weise zeigen. Infrarot- und Sichtbarlichtbeobachtungen zeigen Schichten und Stürme in der Atmosphäre des Ringplaneten.Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA, der ESA und der CSA sowie das Hubble-Weltraumteleskop der NASA und der ESA haben gemeinsam neue Aufnahmen vom Saturn gemacht, die den Planeten auf auffallend unterschiedliche Weise zeigen. Infrarot- und Sichtbarlichtbeobachtungen zeigen Schichten und Stürme in der Atmosphäre des Ringplaneten.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Webb/Webb_Hubble_capture_new_views_of_Saturn" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Space Science / Webb</a>, 25. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Saturn-Webb-Hubble.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="270" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Saturn-Webb-Hubble-700x270-1.jpg" alt="" class="wp-image-151354" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Saturn-Webb-Hubble-700x270-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Saturn-Webb-Hubble-700x270-1-300x116.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Saturn (2024 Webb &amp; Hubble Bilder)<br><mark>Credit: NASA, ESA, CSA, STScI, A. Simon (NASA-GSFC), M. Wong (University of California); Image Processing: J. DePasquale (STScI); Licence: CC BY 4.0 INT or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Durch Beobachtungen in sich ergänzenden Wellenlängen liefern Webb und Hubble den Wissenschaftlern ein umfassenderes und vielschichtigeres Verständnis der Atmosphäre des Gasriesen. Beide erfassen das von den gestreiften Wolken und dem Dunst des Saturn reflektierte Sonnenlicht, doch während Hubble subtile Farbunterschiede auf dem gesamten Planeten sichtbar macht, erfasst Webbs Infrarotbild Wolken und chemische Stoffe in vielen verschiedenen Tiefen der Atmosphäre – von den tiefen Wolken bis hin zur dünnen oberen Atmosphäre.<br>Gemeinsam können Wissenschaftler die Atmosphäre des Saturn in verschiedenen Höhen effektiv „durchschneiden“, als würden sie die Schichten einer Zwiebel abziehen. Jedes Teleskop erzählt einen anderen Teil der Geschichte des Saturn, und die Beobachtungen zusammen helfen den Forschern zu verstehen, wie die Atmosphäre des Saturn als zusammenhängendes dreidimensionales System funktioniert.<br>Das hier gezeigte Hubble-Bild wurde im August 2024 im Rahmen eines mehr als zehn Jahre andauernden Beobachtungsprogramms namens OPAL (Outer Planet Atmospheres Legacy) aufgenommen, während das Webb-Bild einige Monate später im Rahmen der „Director’s Discretionary Time“ entstanden ist.</p>



<p>Die neu veröffentlichten Bilder zeigen Merkmale der turbulenten Atmosphäre des Saturn.<br>Auf dem Webb-Bild schlängelt sich ein langlebiger Jetstream, bekannt als „Ribbon Wave“, über die nördlichen mittleren Breiten, beeinflusst von ansonsten nicht nachweisbaren atmosphärischen Wellen. Direkt darunter stellt ein kleiner Fleck einen verbleibenden Rest des „Great Springtime Storm“ von 2011 bis 2012 dar. Auch mehrere andere Stürme, die die südliche Hemisphäre des Saturn übersäen, sind auf Webbs Bild zu sehen.<br>All diese Merkmale werden von starken Winden und Wellen unterhalb der sichtbaren Wolkendecke geformt, was den Saturn zu einem natürlichen Labor für die Erforschung der Strömungsdynamik unter extremen Bedingungen macht.</p>



<p>Auf beiden Bildern sind auch einige der spitzen Kanten des ikonischen, sechseckigen Jetstreams am Nordpol des Saturn, der 1981 von den Voyager-Sonden entdeckt wurde, schwach zu erkennen. Es bleibt eines der faszinierendsten Wetterphänomene des Sonnensystems. Seine Beständigkeit über Jahrzehnte hinweg unterstreicht die Stabilität bestimmter großräumiger atmosphärischer Prozesse auf Riesenplaneten. Dies sind wahrscheinlich die letzten hochauflösenden Aufnahmen, die wir von dem berühmten Sechseck bis in die 2040er Jahre sehen werden, da der Nordpol in den Winter eintritt und für 15 Jahre in Dunkelheit versinken wird.<br>In Webbs Infrarotaufnahmen erscheinen die Pole des Saturn deutlich graugrün, was auf Licht hinweist, das bei Wellenlängen um 4,3 Mikrometer emittiert wird. Dieses charakteristische Merkmal könnte von einer Schicht hochgelegener Aerosole in der Saturnatmosphäre stammen, die das Licht in diesen Breitengraden anders streut. Eine weitere mögliche Erklärung ist die Polarlichtaktivität, da geladene Moleküle, die mit dem Magnetfeld des Planeten interagieren, in der Nähe der Pole leuchtende Emissionen erzeugen können.<br>Hubble und Webb haben bereits die Polarlichter des Saturn erforscht, Einblicke in die spektakulären Polarlichter des Jupiter geliefert, die auch mit Hubble zu sehen waren, die 2011 von Hubble erhaschten Polarlichter des Uranus bestätigt und mit Webb erstmals die Polarlichter des Neptun entdeckt.</p>



<p>Auf Webbs Infrarotaufnahme erscheinen die Ringe extrem hell, da sie aus stark reflektierendem Wassereis bestehen. Auf beiden Aufnahmen sehen wir die sonnenbeschienene Seite der Ringe, auf der Hubble-Aufnahme etwas weniger deutlich, weshalb darunter Schatten auf dem Planeten zu sehen sind.<br>Es gibt auch subtile Ringmerkmale wie Speichen und Strukturen im B-Ring (dem dicken zentralen Bereich der Ringe), die bei den beiden Observatorien unterschiedlich erscheinen. Der F-Ring, der äußerste Ring, sieht auf dem Webb-Bild dünn und scharf aus, während er auf dem Hubble-Bild nur leicht leuchtet.</p>



<p>Die Umlaufbahn des Saturn um die Sonne bestimmt in Verbindung mit der Position der Erde auf ihrer jährlichen Umlaufbahn unseren sich verändernden Blickwinkel auf die Oberfläche und die Ringe des Saturn.<br>Diese Beobachtungen aus dem Jahr 2024, die im Abstand von 14 Wochen aufgenommen wurden, zeigen, wie sich der Planet vom nördlichen Sommer in Richtung der Tagundnachtgleiche 2025 bewegt. Während Saturn in den südlichen Frühling und später in den südlichen Sommer der 2030er Jahre übergeht, werden Hubble und Webb zunehmend bessere Einblicke in diese Hemisphäre erhalten.<br>Hubbles jahrzehntelange Beobachtungen des Saturn haben eine Aufzeichnung seiner sich entwickelnden Atmosphäre geschaffen. Programme wie OPAL mit ihrer jährlichen Überwachung haben es Wissenschaftlern ermöglicht, Stürme, Streifenmuster und saisonale Veränderungen im Laufe der Zeit zu verfolgen. Webb ergänzt diese fortlaufende Aufzeichnung nun um leistungsstarke Infrarot-Fähigkeiten und erweitert damit die Möglichkeiten der Forscher, die atmosphärische Struktur und die dynamischen Prozesse des Saturn zu messen.</p>



<p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Webb ist das größte und leistungsstärkste Teleskop, das jemals ins All gebracht wurde. Im Rahmen einer internationalen Kooperationsvereinbarung stellte die ESA den Startdienst für das Teleskop unter Einsatz der Trägerrakete Ariane 5 bereit. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern war die ESA für die Entwicklung und Qualifizierung der Anpassungen der Ariane 5 für die Webb-Mission sowie für die Beschaffung des Startdienstes durch Arianespace verantwortlich. Die ESA stellte außerdem den Hauptspektrografen NIRSpec sowie 50 % des Mittelinfrarot-Instruments MIRI bereit, das von einem Konsortium staatlich finanzierter europäischer Institute (dem MIRI European Consortium) in Zusammenarbeit mit dem JPL und der University of Arizona entwickelt und gebaut wurde.<br>Webb ist eine internationale Partnerschaft zwischen der NASA, der ESA und der Canadian Space Agency (CSA).<br>Das Hubble-Weltraumteleskop ist seit über drei Jahrzehnten in Betrieb und liefert weiterhin bahnbrechende Entdeckungen, die unser grundlegendes Verständnis des Universums prägen. Hubble ist ein Projekt der internationalen Zusammenarbeit zwischen der ESA und der NASA.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.msg585253#msg585253" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li>
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		<title>Live: Erster Celeste Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/live-erster-celeste-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 18:34:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Celeste]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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		<category><![CDATA[Māhia Launch Complex]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitennavigation]]></category>
		<category><![CDATA[Start]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2. Update: Rocket Lab hat bekannt gegeben, dass der nächste Startversuch für seine Electron-Rakete, die die ersten beiden Celeste-Satelliten der ESA transportiert, am 28. März um 10:14 Uhr MEZ stattfinden soll.1. Update: Rocket Lab hat beschlossen, den Start seiner Electron-Rakete mit den ersten beiden Celeste-Satelliten der ESA zu verschieben. Grund dafür sind ungünstige Wetterbedingungen über [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>2. Update</strong>: <em>Rocket Lab hat bekannt gegeben, dass der nächste Startversuch für seine Electron-Rakete, die die ersten beiden Celeste-Satelliten der ESA transportiert, am 28. März um 10:14 Uhr MEZ stattfinden soll.</em><br><strong>1. Update</strong>: <em>Rocket Lab hat beschlossen, den Start seiner Electron-Rakete mit den ersten beiden Celeste-Satelliten der ESA zu verschieben. Grund dafür sind ungünstige Wetterbedingungen über dem Māhia Launch Complex in Neuseeland.</em><br>Am 25. März werden die ersten beiden Satelliten der Celeste-LEO-PNT-Demonstrationsmission an Bord der Electron-Rakete von Rocket Lab vom Māhia Launch Complex des Unternehmens in Neuseeland starten.<br>Die Übertragung beginnt um 9:53 Uhr MEZ mit Live-Kommentar. Der Start der Rakete ist für 10:14 Uhr vorgesehen, das Startfenster beträgt etwa eine Stunde. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Applications/Satellite_navigation/Watch_live_First_Celeste_launch" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Applications / Satellite navigation</a>, 23. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Celeste_IOD-1_and_2_on_Electron_s_kick_stage_artist_impression_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Celeste IOD-1 und 2 auf der Kick-Stufe von Electron (Künstlerische Darstellung) Credit: ESA – D. Ducros; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Celeste IOD-1 und 2 auf der Kick-Stufe von Electron (Künstlerische Darstellung) Credit: ESA – D. Ducros; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Celeste_IOD-1_and_2_on_Electron_s_kick_stage_artist_impression_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151273" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Celeste_IOD-1_and_2_on_Electron_s_kick_stage_artist_impression_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-Celeste_IOD-1_and_2_on_Electron_s_kick_stage_artist_impression_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Celeste IOD-1 und 2 auf der Kick-Stufe von Electron (Künstlerische Darstellung)<br><mark>Credit: ESA – D. Ducros; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p><a href="https://www.esa.int/Applications/Satellite_navigation/Celeste" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Celeste</a> wird eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung der europäischen Satellitennavigationskapazitäten spielen. Als Europas erste Initiative für Satellitennavigation in der erdnahen Umlaufbahn (LEO) wird die Mission Technologien der nächsten Generation erproben und neue Frequenzbänder für die Satellitennavigation erschließen.</p>



<p>Celeste wird zeigen, wie eine ergänzende Ebene, die näher an der Erde fliegt, das derzeitige europäische Galileo-System in der mittleren Erdumlaufbahn (MEO) verbessern kann, indem sie die allgemeine Ausfallsicherheit erhöht, die Leistung steigert und Möglichkeiten für neue Dienstleistungen direkt aus dem LEO eröffnet.</p>



<p>Verfolgen Sie den Start von Celeste live auf <a href="https://watch.esa.int/Two/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA WebTV</a> oder <a href="https://www.youtube.com/live/jJxRic-a4SU?cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA YouTube</a>.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-6f60da0a"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p><strong>Programm</strong> (alle Zeiten in MEZ)</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>09:53 Beginn der Übertragung</li>



<li>10:14 Start</li>



<li>10:16 Abtrennung der ersten Stufe</li>



<li>10:23 Abtrennung der zweiten Stufe</li>



<li>11:04 Ausbringen von Nutzlast 1</li>



<li>11:08 Ausbringen von Nutzlast 1</li>



<li>11:09 Ende der Übertragung</li>
</ul>



<p><strong>Live vom Münchner Space Summit</strong><br>Wenn Sie am Münchner Space Summit teilnehmen, wird der Start live übertragen. Das Programm finden Sie hier: <a href="https://www.munich-space-summit.org/programme/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.munich-space-summit.org/programme/</a></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Celeste_mission_patch_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Celeste Mission Patch Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Celeste Mission Patch Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="250" height="250" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Celeste_mission_patch_pillars-250x250-1.jpg" alt="" class="wp-image-151275" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Celeste_mission_patch_pillars-250x250-1.jpg 250w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Celeste_mission_patch_pillars-250x250-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Celeste_mission_patch_pillars-250x250-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Celeste Mission Patch<br><mark>Credit: ESA; Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Über Celeste</strong><br>Die Celeste-Mission ist eine Initiative der ESA für LEO-PNT (Low Earth Orbit Positioning Navigation and Timing) und befindet sich derzeit in der Demonstrationsphase im Orbit. Diese erste Phase umfasst eine Demonstrationskonstellation aus 11 Satelliten, die in der erdnahen Umlaufbahn fliegen werden, um innovative Signale in verschiedenen Frequenzbändern zu testen. Ziel ist es, Konzepte der Satellitennavigation für robuste Ortungs- und Zeitbestimmungsdienste voranzutreiben.</p>



<p>Die In-Orbit-Demonstrationsphase von Celeste wurde auf der Ministerratstagung der ESA im Jahr 2022 genehmigt. Die Flotte wird im Rahmen von zwei parallelen Verträgen entwickelt, die jeweils von GMV (ES) mit OHB (DE) als Kernpartner sowie von Thales Alenia Space (FR) als Hauptauftragnehmer und Thales Alenia Space (IT) als Verantwortlichem für das Weltraumsegment geleitet werden. An den beiden Konsortien sind über 50 Einrichtungen aus mehr als 14 Ländern beteiligt.</p>



<p>Celeste wurde auf der Ministerratstagung der ESA im Jahr 2025 (CM25) weiter unterstützt, um die nächste Phase umzusetzen: die LEO-PNT-Vorbereitungsphase im Orbit.</p>



<p>Celeste trägt zudem zu einer der drei Kernsäulen der neuen ESA-Initiative „European Resilience from Space“ (ERS) bei, die auf dem CM25 gebilligt wurde. ERS befasst sich mit kritischen Sicherheits- und Resilienzbedürfnissen der Mitgliedstaaten und legt gleichzeitig den Grundstein für künftige strategische Weltraumfähigkeiten Europas.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20841.msg585097#msg585097" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rocket Lab (USA) Electron-Trägerstarts (2026)</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/live-erster-celeste-start/" data-wpel-link="internal">Live: Erster Celeste Start</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Die Artemis 2 Rakete ist am Startplatz SLC-39B eingetroffen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-artemis-2-rakete-ist-am-startplatz-slc-39b-eingetroffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 18:29:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis 2]]></category>
		<category><![CDATA[Crawler]]></category>
		<category><![CDATA[Kennedy Space Center]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[SLC 39B]]></category>
		<category><![CDATA[VAB]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=151250</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Freitag, dem 20. März, um 16:21 Uhr MEZ traf die SLS-Rakete mit dem Raumschiff Orion für die Mission Artemis II nach einer elfstündigen Fahrt vom VAB im Kennedy Space Center auf der Startrampe SLC-39B ein. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA / Jason Costa, 20. März 2026 Der Crawler-Transporter [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-artemis-2-rakete-ist-am-startplatz-slc-39b-eingetroffen/" data-wpel-link="internal">Die Artemis 2 Rakete ist am Startplatz SLC-39B eingetroffen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Freitag, dem 20. März, um 16:21 Uhr MEZ traf die SLS-Rakete mit dem Raumschiff Orion für die Mission Artemis II nach einer elfstündigen Fahrt vom VAB im Kennedy Space Center auf der Startrampe SLC-39B ein. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/missions/2026/03/20/nasas-artemis-ii-rocket-arrives-at-launch-pad-39b/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / Jason Costa</a>, 20. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/artemis-ii-rollout.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die SLS-Rakete (Space Launch System) der NASA und das Raumschiff Orion, die auf dem mobilen Startträger verankert sind, bei ihrer Ankunft am Startplatz 39B am Freitag, dem 20. März 2026, im Kennedy Space Center der NASA in Florida. Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky" data-rl_caption="" title="Die SLS-Rakete (Space Launch System) der NASA und das Raumschiff Orion, die auf dem mobilen Startträger verankert sind, bei ihrer Ankunft am Startplatz 39B am Freitag, dem 20. März 2026, im Kennedy Space Center der NASA in Florida. Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="412" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/artemis-ii-rollout-700x412-1.jpg" alt="" class="wp-image-151248" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/artemis-ii-rollout-700x412-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/artemis-ii-rollout-700x412-1-300x177.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die SLS-Rakete (Space Launch System) der NASA und das Raumschiff Orion, die auf dem mobilen Startträger verankert sind, bei ihrer Ankunft am Startplatz 39B am Freitag, dem 20. März 2026, im Kennedy Space Center der NASA in Florida.<br><mark>Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Crawler-Transporter 2 der NASA begann um 05:20 Uhr MEZ seine 6,4 Kilometer lange Fahrt mit der SLS und der integrierten Orion, die auf dem mobilen Startfahrzeug fest montiert waren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von nur 1,36 km/h beförderte der Crawler die 98 Meter hohe Mondrakete und das Raumschiff langsam und stetig in Richtung Startrampe. </p>



<p>Nachdem die Rakete nun auf Startrampe SLC-39B steht, bereiten sich die NASA-Teams auf die letzte Phase der Startvorbereitungen vor, damit der Start bereits am Mittwoch, dem 1. April, erfolgen kann. Das Startfenster Anfang April umfasst Termine bis einschließlich Montag, dem 6. April.</p>



<p>Artemis-II-Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover und Missionsspezialistin Christina Koch von der NASA sowie der Missionsspezialist Jeremy Hansen von der CSA werden sich auf eine zehntägige Reise um den Mond und zurück begeben.</p>



<p>Artemis II ist ein weiterer Schritt in Richtung neuer bemannter US-Missionen zum Mond, die zu einer dauerhaften Präsenz auf dem Mond führen sollen, ein Schritt um Astronauten auch zum Mars zu entsenden.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11842.msg584989#msg584989" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis II &#8211; Orion auf SLS</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der_astronaut_filmkritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 10:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sci-Fi]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Weir]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck. Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch. Vorspiel Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Verfilmung von Andy Weirs gleichnamigen Roman kommt in die Kinos. Ein erster subjektiver Eindruck.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Bilder: Andreas Weise / Quelle: Kinobesuch.</p>





<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kino5TitelKarte-1.png" alt="" class="wp-image-151204"/><figcaption class="wp-element-caption">Eintrittskarten zu &#8222;Der Astronaut&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p><strong>Vorspiel</strong><br></p>



<p>Am Donnerstag, 19.03.26, startet in den deutschen Kinos der Film „Der Astronaut“ , im Original „Project Hail Mary“. Hierbei handelt es sich um die versuchte Verfilmung des gleichnamigen Romans von Andy Weir aus dem Jahre 2021. (Wir gaben dazu zu Weihnachten eine Buchempfehlung.) Und ja, das ist genau der Andy Weir, dessen erster Roman, verfilmt als „Der Marsianer“, grandios vor zehneinhalb Jahren in unseren Kinos brillierte. Eine lange Zeit. Insofern waren die Erwartungen an diesen neuen Weir sehr hoch geschraubt. Die ab Ende 2025 präsentierten Trailer ließen einen neugierig werden. Speziell, wenn man die Buchvorlage zuvor gelesen hatte. Jetzt vor dem offiziellen Kinostart war die Neugier bei mir etwas verflogen. Warum? Bei Wikipedia konnte man nicht nur die ganze Romangeschichte detailliert nachlesen, auch zum Film wird vorab sehr viel verraten. Auch habe ich es selten erlebt, dass vor einem Kinostart so viel „Review“ im Netz zu erfahren war. Bei YouTube stolperte man laufend über Beiträge, die Alles schon gesehen hatten und euphorisch nur so sprudelten. Ein Hype, der einen schon wieder misstrauisch macht. Manchmal wurde sogar vom „Film des Jahres“ gesprochen. Die Story selbst kann man komprimiert so darstellen: Sonne stirbt. Menschheit ist bedroht. Lehrer-Astronaut wird los geschickt um Gegenmittel zu finden und trifft einen steinigen Außerirdischen, der das selbe Problem hat. Beide werden dicke Freunde und lösen das Problem. Ende gut. Oder noch kürzer: „Grace und Rocky retten Sterne.“</p>



<p>Etwas ausführlicheres zur Geschichte vorab möchte ich nicht verraten. Wer will, findet alles mit zwei Klicks. Ich versuchte das Alles auszublenden und bin voller Vorfreude in die Preview am Sonntag in eins der schönsten Kinos in Berlin gegangen.</p>



<p><strong>Hauptfilm</strong></p>



<p>Zunächst war ich doch sehr überrascht. Der Kinosaal war fast bist zum letzten Platz besetzt. So etwas erlebt man nicht jeden Abend. Nach über zweieinhalb Stunden Film stand das erste Resümee fest: Der Streifen ist super bunt, super lang, witzig und sehr unterhaltsam… Aber wirklich gut? Mein Gesamturteil: Guter Film. Empfehlenswert. Aber der große Wurf ist es nicht! Aber warum? Woran lag es? Man ist zunächst ratlos.</p>



<p><strong>Ursachenforschung</strong></p>



<p>Die Wurzel des vermeidlichen Übels liegen in der Romanvorlage selber und der daraus folgenden, nicht gelungenen Umsetzung im Drehbuch. Andy Weir hat einen überaus wissenschaftlich komplexe Geschichte geschrieben, die ohne ausführliche Erläuterung der Sachverhalte und Zusammenhänge nicht ganz zu verstehen wäre. Viel wissenschaftliche Theorie also, die man in einem Roman mit ca. 560 Seiten, oder einem Hörbuch mit 15,5 Stunden Länge gut unter bringen kann. Auch muss der Leser ein gewisses Interesse an derlei Lesekost mitbringen, was bei einem unvorbereiteten Kinozuschauer nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann. Also wurde im Drehbuch sehr viele „wissenschaftliche Erläuterung“ und vieles andere herausgestrichen und vermeindlicher Ballast abgeworfen. Trotzdem war der Film mit 157 Minuten nur 12 Minuten kürzer als Interstellar und immer noch viel zu lang. Durch den Verzicht auf die herausgeschnittenen Erklärungen wurde die Gesamtstory teilweise unschlüssig. Der Zuschauer musste sich vieles selber zusammen reimen, was stark nervte.</p>



<p>Erschwerend kommt hinzu das der Handlungsstrang ständig mit Rückblendungen arbeitet. Übrigens wie in der Buchvorlage. Beim „Marsianer“ war die Erzählweise linear. Alles geschah hinter einander. Im „Astronaut“ wird in verschiedenen Zeitebenen ständig hin und her geschaltet.</p>



<p>Auch vergab der Film die Chance, einige Charaktere etwas tiefgreifender zu zeichnen. Wer ahnt den schon, das die Figur der Eva Stratt zu dem Zeitpunkt eine der mächtigsten Personen der Welt ist, der alle anderen Mächte zuarbeiten? Geld und Ressourcen spielen keine Rolle. Ob es Milliarden oder Billionen sind. Es geht ja schließlich um das Überleben der Menschheit. Im Buch gibt es eine Stelle, wo Stratt sinniert, dass wenn das alles mal vorbei ist, sie bestimmt wegen Kompetenzüberschreitung und Geldverschwendung angeklagt wird. Ihr Job kennt keinen Ruhm. Egal wie das Projekt ausgeht. Aber einer muss es eben durchziehen. Die Rolle ist brillant mit Sandra Hüller besetzt, die wir erst vor Kurzem auf der Berlinale in Berlin bewundern konnten. Hüller gibt der Figur genau die Mischung von Kühle, Rationalität, aber auch Brutalität. Leider ist sie in den Grenzen des Drehbuches gefangen. Hüller erscheint hier direkt unterfordert. Nebenbei: Einmal zuckte ich zusammen, als Stratt (Hüller) im Film sagte, sie habe in einem Kinderchor in Ostdeutschland gesungen. Wie es dieser Satz in ein US-amerikanisches Drehbuch geschafft hat, war bemerkenswert. Auch andere Personen hätte man weiter ausbauen können. So auch die Figur der Russin Ilyuchina. Aber „Russland“ beschränkte sich hauptsächlich auf Wodka. Die in der Buchvorlage stehenden Orlan-Raumanzüge wichen einer etwas bequemeren und bunteren Filmumsetzung. Die Handlungsorte im Buch, wie Baikonur oder die Figur des Russischen Wachmannes blieben unerwähnt, bzw. wurden umgedeutet. Man erinnere sich: Das Buch ist von 2021. Ja, man hätte noch so viel mehr machen können. Aber dann wäre der Film noch länger geworden. Oder man hätte die Monologe von Ryan Gosling und Szenen mit seinem Partner Rocky kürzen können. Gosling führt ja ständig Selbstgespräche mit viel Witz, der zwischen Zynismus und Verzweiflung hin und her schwankt. Für meinen Geschmack wäre manchmal etwas weniger Witz mehr gewesen. Aber das deckt dann wieder die Mängel am Handlungsstrang zu.</p>



<p>Ich selber hätte ja lieber einen Mehrteiler gesehen, weil man nach meiner ersten Einschätzung die Buchgeschichte, ohne sie arg zu beschneiden, nicht in einen Kinofilm quetschen kann. Eine Miniserie wäre toll gewesen. Aber dann wären die bunten, bildgewaltigen Weltraumaufnahmen für die ganz große Kinoleinwand nicht zur Geltung gekommen. Wie man es dreht, es ist halt kompliziert.</p>



<p>Und dann gab es ja noch den mit viel Vorschusslob getriebenen Superstar Ryan Gosling. Gosling trägt als One-Man-Show einen Großteil des Filmes. Und ja, das Lob ist völlig berechtigt. Einfach ein großartiger Schauspieler. Aber auch er konnte das Drehbuch nicht retten.</p>



<p>Spannend wird es, wenn einmal die dazugehörigen Making-of-Produktionen veröffentlicht werden. Der Außerirdische Rocky soll nicht im Computer, sondern als Puppe direkt mit Gosling agiert haben. Hier zeichnet James Ortiz verantwortlich. Ich bin gespannt, wie das gemacht worden ist.</p>



<p><strong>Fazit</strong></p>



<p>Obwohl der Film unübersehbare Defizite aufweist, ist er ein unterhaltendes Kinoerlebnis. Und er ist eine gute Geschichte voller Freundschaft und zutiefst humanistisch. Das muss hier unbedingt betont werden. Vielleicht muss man den Film mehrmals sehen, um die speziellen Besonderheiten zu erkennen. Vielleicht wird er einmal Kult. Für mich war das eine erste, schnelle, nicht abschließende persönliche Einschätzung. Andere Zuschauer mögen das ruhig anders sehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-rl_caption="" title="Kinoplakat mit Ryan Gosling in &quot;Der Astronaut - Project Hail Mary&quot; Bild: Andreas Weise" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/astronau-litfass_300x400.jpg" alt="" style="aspect-ratio:0.7500000266141679;width:262px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kinoplakat mit Ryan Gosling in &#8222;Der Astronaut &#8211; Project Hail Mary&#8220;<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p>Wer zuvor sich durch die Romanvorlage gekämpft hat, kann der Handlung besser folgen. Vielleicht hilft auch schon die Inhaltsbeschreibung des Romans (nicht des Films) bei Wikipedia. Wer ohne jegliche „Vorkenntnisse“ hier ins Kino geht, der lasse den Film auf sich wirken ohne nachzufragen, warum das gerade so ist und warum denn das so und nicht anders passiert.</p>



<p>Bleibt nur noch zu sagen: Auf ins Kino und sich selber ein Bild machen. Es lohnt sich.</p>



<p><strong><em>Nachsatz</em></strong></p>



<p><em>Es tauchte die Frage auf, warum wir hier keine Bilder vom Film zeigen. Wir hatten schon vor Wochen nach Film-Fotos und einer Presse-Preview (Die Preview noch vor der Preview) bei SONY-PICTURES angefragt. Bedauerlicherweise bekamen wir keine Antwort.</em></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg584869#msg584869" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li>
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		<item>
		<title>Die tägliche Planung der Artemis 2 Mondmission der NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-taegliche-planung-der-artemis-2-mondmission-der-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2026 20:18:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis 2]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der etwa zehntägige Testflug wird voller Aktivitäten sein, während die Astronauten den Mond umrunden und zurückkehren und die Teams unterwegs die Systeme von Orion überprüfen. Während die Teams in der Missionskontrolle den Zeitplan der Besatzung jeden Tag auf der Grundlage der operativen Aktivitäten während des Testflugs anpassen können, haben die Bodenteams und die Besatzung einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der etwa zehntägige Testflug wird voller Aktivitäten sein, während die Astronauten den Mond umrunden und zurückkehren und die Teams unterwegs die Systeme von Orion überprüfen. Während die Teams in der Missionskontrolle den Zeitplan der Besatzung jeden Tag auf der Grundlage der operativen Aktivitäten während des Testflugs anpassen können, haben die Bodenteams und die Besatzung einen allgemeinen Plan für jeden Tag der Mission. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/missions/artemis/nasas-artemis-ii-moon-mission-daily-agenda/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / Lauren E. Low</a>, 13. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-suit-patch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Artemis-II-Missionsabzeichen ist auf der rechten Schulter der Orion-Crew-Survival-System-Anzüge zu sehen, die die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen beim Artemis-II-Testflug tragen werden. Das Foto wurde am 17. Januar 2026 im Ankleideraum des Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center der NASA in Florida aufgenommen. Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky" data-rl_caption="" title="Das Artemis-II-Missionsabzeichen ist auf der rechten Schulter der Orion-Crew-Survival-System-Anzüge zu sehen, die die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen beim Artemis-II-Testflug tragen werden. Das Foto wurde am 17. Januar 2026 im Ankleideraum des Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center der NASA in Florida aufgenommen. Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="257" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-suit-patch-400x257-1.jpg" alt="" class="wp-image-151175" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-suit-patch-400x257-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-suit-patch-400x257-1-300x193.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Artemis-II-Missionsabzeichen ist auf der rechten Schulter der Orion-Crew-Survival-System-Anzüge zu sehen, die die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen beim Artemis-II-Testflug tragen werden. Das Foto wurde am 17. Januar 2026 im Ankleideraum des Neil A. Armstrong Operations and Checkout Building im Kennedy Space Center der NASA in Florida aufgenommen.<br><mark>Bildnachweis: NASA/Joel Kowsky</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Flugtag 1, Starttag:</strong><br>Etwa acht Minuten nach dem Start von Artemis II werden sich das Raumschiff Orion und seine Besatzung – die NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen – im Weltraum befinden. Sobald die Haupttriebwerke der SLS-Rakete (Space Launch System) abgeschaltet sind, trennen sich Orion und die Interim Cryogenic Propulsion Stage (ICPS) vom Rest der Rakete. Die ICPS hat noch eine Aufgabe zu erfüllen – etwa 49 Minuten nach dem Start zündet ihr Triebwerk, um das Perigäum, also den tiefsten Punkt der Umlaufbahn eines Raumfahrzeugs, auf eine sichere Höhe von ca. 160 Kilometer über der Erde anzuheben. Etwa eine Stunde später, wenn Orion dieses Perigäum erreicht, zündet die ICPS erneut, um das Raumfahrzeug weiter in eine hohe Erdumlaufbahn zu bringen. Die Besatzung hat dann etwa 23 Stunden Zeit, um die Systeme von Orion gründlich zu überprüfen, während sie sich noch relativ nah an der Erde befindet.</p>



<p>Die Besatzung wird damit beginnen, Systeme zu testen, wie zum Beispiel den Wasserspender, der Trinkwasser liefert und die mitgebrachten Lebensmittel rehydriert, die Toilette sowie das System, das Kohlendioxid aus der Luft filtert. Die Besatzungsmitglieder können zudem die orangefarbenen Raumanzüge, die sie beim Start trugen, ausziehen und in normaler Kleidung arbeiten. Sie werden Zeit damit verbringen, den Innenraum von Orion so umzugestalten, dass er in den nächsten 10 Tagen als Wohn- und Arbeitsbereich für vier schwebende Personen dienen kann. </p>



<p>Etwa drei Stunden nach Beginn der Mission wird die NASA testen, wie sich Orion steuern lässt. Bei zukünftigen Missionen wird Orion an andere Raumfahrzeuge andocken. Um zu überprüfen, ob Orion dies sicher tun kann, wird das ICPS als Andockziel umfunktioniert. Es wird sich von Orion trennen, und die Besatzung wird in einer Demonstration von Nahbereichsoperationen üben, ihr Raumfahrzeug auf das ICPS zu und um es herum zu fliegen. Danach wird das ICPS seine Triebwerke erneut zünden, um sich in den Pazifischen Ozean zu entsorgen, während Orion seine hohe Erdumlaufbahn fortsetzt.</p>



<p>Nach etwa achteinhalb Stunden im Weltraum werden die Astronauten eine kurze Schlafpause einlegen. Die vier Astronauten werden nach etwa vier Stunden geweckt, um eine zusätzliche Triebwerkszündung durchzuführen, der Orion in die richtige Umlaufbahngeometrie für den TLI-Zündvorgang (Translunar Injection) am zweiten Flugtag bringt. Außerdem werden sie die Gelegenheit nutzen, um am entferntesten Punkt ihrer Erdumlaufbahn eine kurze Überprüfung ihrer Notfallkommunikation über das Deep Space Network durchzuführen, was vor dem TLI erforderlich ist. Danach können sie für weitere viereinhalb Stunden schlafen gehen, womit der erste Flugtag abgeschlossen ist.</p>



<p><strong>Flugtag 2</strong><br>Wiseman und Glover werden ihren Tag damit beginnen, das Fitnessgerät von Orion einzurichten und zu überprüfen, bevor sie ihr erstes Training der Mission absolvieren. Koch und Hansen haben für die zweite Tageshälfte Trainingseinheiten geplant. Die morgendlichen Trainingseinheiten dienen als weiterer Test für die Lebenserhaltungssysteme von Orion, bevor die Erdumlaufbahn verlassen wird. </p>



<p>Koch wird ihren Vormittag damit verbringen, sich auf das Hauptereignis des Tages vorzubereiten – den Translunar-Injection-Manöver (TLI). Der TLI ist die letzte große Triebwerkszündung der Artemis-II-Mission und wird Orion auf den Weg zum Mond bringen. Und da Orion eine Freirückkehrbahn nutzt, um die Rückseite des Mondes zu umrunden, bringt die TLI-Triebwerkszündung Orion auch auf den Weg zur Rückkehr zur Erde am Flugtag 10. Koch wird das System von Orion für den Manövriervorgang vorbereiten, der vom Haupttriebwerk von Orion am europäischen Servicemodul des Raumfahrzeugs durchgeführt wird. Dieses Triebwerk, das auch als Orbitalmanövriertriebwerk bezeichnet wird, liefert bis zu 27 kN Schub – genug, um ein Auto in etwa 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.</p>



<p>Nach dem TLI steht der Besatzung ein ruhigerer Tag bevor, an dem Zeit vorgesehen ist, sich an die Weltraumumgebung zu gewöhnen. Sie werden die Gelegenheit haben, an einer Videokommunikation zwischen Weltraum und Erde teilzunehmen – der ersten von mehreren, die im Laufe der Mission stattfinden werden. Mit Ausnahme von Flugtag 7 – dem freien Tag der Besatzung – und dem Landetag werden sie voraussichtlich an jedem Tag der Mission ein oder zwei solcher Gelegenheiten haben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-orionsim-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die NASA-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen trainieren während einer Artemis-II-Simulation. Bildnachweis: NASA/James Blair" data-rl_caption="" title="Die NASA-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen trainieren während einer Artemis-II-Simulation. Bildnachweis: NASA/James Blair" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-orionsim-1-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-151177" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-orionsim-1-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-orionsim-1-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-orionsim-1-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die NASA-Astronauten Victor Glover und Reid Wiseman sowie der CSA-Astronaut (Canadian Space Agency) Jeremy Hansen trainieren während einer Artemis-II-Simulation.<br><mark>Bildnachweis: NASA/James Blair</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Flugtag 3</strong><br>Der erste von drei kleineren Triebwerkszünden, die als „Outbound Trajectory Correction“ (Korrektur der Hinflugbahn) bezeichnet werden, soll sicherstellen, dass Orion auf Kurs für seine Flugbahn um den Mond bleibt, wird am Flugtag 3 stattfinden. Hansen wird sich am Vormittag auf den Zündvorgang vorbereiten, der kurz nach dem Mittagessen der Besatzung stattfinden soll.</p>



<p>Der Rest des Tages wird verschiedene Überprüfungen und Demonstrationen umfassen. Glover, Koch und Hansen werden CPR-Verfahren im Weltraum demonstrieren; Wiseman und Glover werden einen Teil des medizinischen Ausrüstungssets von Orion überprüfen, darunter das Thermometer, das Blutdruckmessgerät, das Stethoskop und das Otoskop. Für Koch wird in der zweiten Tageshälfte Zeit eingeplant, um das Notfallkommunikationssystem von Orion über das Deep Space Network zu testen. Die gesamte Besatzung wird zusammenkommen, um die Abläufe für die wissenschaftlichen Beobachtungsarbeiten zu proben, die sie am sechsten Flugtag durchführen werden, wenn Orion dem Mond am nächsten kommt.</p>



<p><strong>Flugtag 4</strong><br>Ein zweites Manöver zur Korrektur der Flugbahn am Flugtag 4 wird den Kurs von Orion zum Mond weiter verfeinern, während die Besatzung ihre eigenen Vorbereitungen abschließt. Jeder von ihnen wird eine Stunde Zeit haben, um die geografischen Ziele zu studieren, von denen sie am Flugtag 6 Aufnahmen machen sollen. Da diese je nach endgültiger Startzeit und -tag der Besatzung variieren werden, bietet dies die Gelegenheit, genau zu studieren, wonach sie Ausschau halten müssen, wenn sie sich der Mondoberfläche nähern. Obwohl sie wahrscheinlich häufig Fotos und Videos aus den Fenstern von Orion aufnehmen werden, sind am Flugtag 4 20 Minuten im Zeitplan speziell für das Fotografieren von Himmelskörpern aus den Fenstern von Orion vorgesehen.</p>



<p><strong>Flugtag 5</strong><br>Am Flugtag 5 wird Orion in den Einflussbereich des Mondes eintreten; dies ist der Zeitpunkt, an dem die Anziehungskraft des Mondes stärker wird als die der Erde. Beim Eintritt in die Einflusszone des Mondes wird die Besatzung einen ganzen Tag Zeit haben, wobei der Vormittag fast ausschließlich Tests ihrer Raumanzüge gewidmet sein wird. Die orangefarbenen Anzüge, offiziell als „Orion Crew Survival System“ bezeichnet, schützen die Besatzung während des Starts und des Wiedereintritts, könnten aber im Notfall auch dazu dienen, dem Träger bis zu sechs Tage lang eine atembare Atmosphäre zu bieten, falls Orion drucklos werden sollte. Als erste Astronauten, die die neuen Anzüge im Weltraum tragen, wird die Artemis-II-Besatzung deren Eignung testen, die Anzüge schnell anzuziehen und unter Druck zu setzen; ihre Sitze einzurichten und sich in diese zu setzen, während sie die Anzüge tragen; über eine Öffnung am Helm der Raumanzüge zu essen und zu trinken; sowie weitere Funktionen.</p>



<p>Am Nachmittag dieses Tages findet vor dem Mondvorbeiflug von Orion (am sechsten Flugtag) das letzte Kurskorrekturmanöver statt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-orion.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Foto, das am 20. November 2022, dem fünften Tag der Artemis-I-Mission, aufgenommen wurde und das Raumschiff Orion mit dem Mond im Hintergrund zeigt, wurde von einer Kamera an der Spitze eines der Solarpaneele von Orion aufgenommen. Quelle: NASA" data-rl_caption="" title="Dieses Foto, das am 20. November 2022, dem fünften Tag der Artemis-I-Mission, aufgenommen wurde und das Raumschiff Orion mit dem Mond im Hintergrund zeigt, wurde von einer Kamera an der Spitze eines der Solarpaneele von Orion aufgenommen. Quelle: NASA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-orion-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-151179" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-orion-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-orion-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-orion-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Dieses Foto, das am 20. November 2022, dem fünften Tag der Artemis-I-Mission, aufgenommen wurde und das Raumschiff Orion mit dem Mond im Hintergrund zeigt, wurde von einer Kamera an der Spitze eines der Solarpaneele von Orion aufgenommen.<br><mark>Quelle: NASA</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Flugtag 6</strong><br>Am Flugtag 6 wird die Artemis-II-Besatzung dem Mond am nächsten kommen, während sie sich am weitesten von der Erde entfernt befindet. Je nach Starttag könnte Artemis II einen Rekord für die größte Entfernung aufstellen, die jemals von der Erde aus zurückgelegt wurde, und damit den aktuellen Rekord – 400.171 Kilometer – brechen, der 1970 von der Apollo-13-Besatzung aufgestellt wurde. Die Entfernung, die die Artemis-II-Besatzung zurücklegen wird, hängt vom genauen Starttag und der Startzeit ab.</p>



<p>Im Laufe des Tages wird die Besatzung auf 6400 bis 9700 Kilometer an die Mondoberfläche herankommen, während sie um die Rückseite des Mondes herumfliegt – für sie dürfte er etwa so groß aussehen wie ein Basketball, den man auf Armeslänge hält. Sie werden den Großteil ihres Tages damit verbringen, Fotos und Videos vom Mond aufzunehmen und ihre Beobachtungen festzuhalten, da sie die ersten sind, die bestimmte Teile des Mondes mit eigenen Augen sehen.</p>



<p>Da sich der Winkel der Sonne zum Mond alle zwei Stunden um etwa einen Grad ändert, wird die Besatzung erst beim Start genau wissen, welche Lichtverhältnisse auf der Mondoberfläche zu erwarten sind. Steht die Sonne während des Vorbeiflugs hoch am Mondhimmel, gibt es kaum Schatten, und die Besatzung wird nach subtilen Abweichungen in der Oberflächenfarbe und -beschaffenheit Ausschau halten. Steht die Sonne tiefer am Horizont, werden sich lange Schatten über die Oberfläche ziehen, wodurch das Relief verstärkt und Tiefen, Grate, Hänge und Kraterränder sichtbar werden, die bei voller Beleuchtung oft schwer zu erkennen sind. Steht die Sonne aus der Perspektive von Orion senkrecht über ihnen – wie zur Mittagszeit auf der Erde –, wird es kaum bis gar keine Schatten geben, was ideale Lichtverhältnisse für Nahaufnahmen bestimmter Mondmerkmale schafft.</p>



<p>Die Besatzung wird ihre Beobachtungen aufzeichnen, während sie Fotos und Videos aufnimmt – auch wenn sie für 30 bis 50 Minuten den Kontakt zur Erde verliert, während sie hinter dem Mond vorbeifliegt. Auf diese Weise können ihre Beobachtungen später mit den genauen Bildern verknüpft werden, die sie aufgenommen hat.</p>



<p><strong>Flugtag 7</strong><br>Orion wird am Morgen des Flugtags 7 den Einflussbereich des Mondes verlassen. Bevor sich die Artemis-II-Besatzung zu weit vom Mond entfernt, werden Wissenschaftler am Boden, Gelegenheit haben, mit der Besatzung zu sprechen, solange die Erlebnisse noch frisch in ihrem Gedächtnis sind.</p>



<p>In der zweiten Hälfte des Tages wird das Orion-Triebwerk erneut gezündet, um die erste von drei Korrekturmanövern zur Anpassung der Rückflugbahn durchzuführen, die den Heimweg von Orion korrigieren werden.</p>



<p>Der Rest des Tages steht der Besatzung größtenteils zur freien Verfügung, sodass sie sich ausruhen kann, bevor sie sich wieder ihren letzten Aufgaben vor der Rückkehr zur Erde widmet.</p>



<p><strong>Flugtag 8</strong><br>Zu den wichtigsten Aktivitäten am Flugtag 8 gehören zwei Orion-Demonstrationen. Zunächst wird die Besatzung prüfen, inwieweit sie sich vor Ereignissen mit hoher Strahlenbelastung wie Sonneneruptionen schützen kann. Sie wird die Vorräte und Ausrüstung von Orion nutzen, um bei Bedarf einen Schutzraum zu errichten. Da Strahlung ein ständiges Problem darstellt, wenn Menschen in den Weltraum vordringen, zielen mehrere Experimente darauf ab, Daten über die Strahlungswerte im Inneren von Orion zu sammeln.</p>



<p>Am Ende des Tages wird die Besatzung die manuellen Steuerungsfähigkeiten von Orion testen, indem sie das Raumschiff durch verschiedene Aufgaben steuert. Sie werden ein ausgewähltes Ziel in den Fenstern von Orion zentrieren, eine „Tail-to-Sun“-Ausrichtung einnehmen und Lage-Manöver durchführen, bei denen die Lage-Steuerungsmodi mit sechs Freiheitsgraden und drei Freiheitsgraden verglichen werden.</p>



<p><strong>Flugtag 9</strong><br>Der letzte volle Tag von Artemis II im Weltraum beginnt mit den Vorbereitungen für die Rückkehr zur Erde. Die Besatzung hat Zeit eingeplant, um die Abläufe für den Wiedereintritt und die Wasserung durchzugehen und sich mit dem Flugkontrollteam zu beraten. Ein weiterer Manöver zur Korrektur der Rückkehrbahn wird sicherstellen, dass das Raumschiff auf Kurs für die Rückkehr bleibt.</p>



<p>Die Besatzung wird weitere Demonstrationen durchführen, um Punkte auf ihrer To-do-Liste abzuhaken: Abfallsammelsysteme für den Fall, dass die Orion-Toilette nicht ordnungsgemäß funktioniert, sowie Passformprüfungen für Kleidung gegen orthostatische Intoleranz. Orthostatische Intoleranz – die Symptome wie Schwindel und Benommenheit im Stehen verursachen kann – ist eine mögliche Gefahr für Astronauten bei der Rückkehr zur Erde, wenn sich ihr Körper wieder an die Auswirkungen der Schwerkraft auf die Durchblutung anpassen muss. Kompressionskleidung, die unter den Raumanzügen getragen wird, kann dabei helfen.<br>Die Besatzungsmitglieder werden ihre Kleidung anprobieren, Körperumfänge messen und einen Fragebogen dazu ausfüllen, wie sie sitzt und wie einfach sie an- und auszuziehen ist.</p>



<p><strong>Flugtag 10</strong><br>Am letzten Tag der Artemis-II-Mission steht die sichere Rückkehr der Besatzung im Mittelpunkt. Ein abschließendes Manöver zur Korrektur der Rückkehrbahn wird sicherstellen, dass sich Orion auf dem richtigen Kurs für die Wasserung befindet. Die Besatzung wird die Kabine wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen – mit verstauter Ausrüstung und aufgestellten Sitzen – und ihre Raumanzüge anlegen.</p>



<p>Das Besatzungsmodul wird sich vom Servicemodul trennen, dessen Triebwerke sie um den Mond und zurück zur Erde gesteuert haben. Dadurch wird der Hitzeschild des Besatzungsmoduls freigelegt, welcher das Raumschiff und die Besatzung auf ihrem Weg zurück durch die Erdatmosphäre und vor Temperaturen von bis zu etwa 3.000 Grad Fahrenheit schützt. Sobald die Hitze des Wiedereintritts sicher überwunden ist, wird die Abdeckung, die den vorderen Bereich des Raumfahrzeugs geschützt hat, abgeworfen, um Platz für eine Reihe von Fallschirmen zu schaffen – zwei Bremsfallschirme, die die Kapsel auf etwa 500 km/h abbremsen, gefolgt von drei Pilotfallschirmen, die die letzten drei Hauptfallschirme auslösen. Diese werden Orion auf etwa 27 km/h abbremsen, bevor die Kapsel im Pazifischen Ozean aufschlägt, wo Mitarbeiter der NASA und der US-Marine bereits auf sie warten, womit die Artemis-II-Mission abgeschlossen ist.</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11842.msg584767#msg584767" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis II &#8211; Orion auf SLS</a></li>
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		<title>&#8222;Mission Dragonfly&#8220; startet mit der Integration und Testphase des Rotorflugzeugs</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-dragonfly-startet-mit-der-integration-und-testphase-des-rotorflugzeugs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 19:17:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dragonfly]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[APL]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[John Hopkins Applied Physics Laboratory]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnmond]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Integration und Erprobung von NASA Dragonfly – die Aktivitäten, die mit dem Zusammenbau des Rotorcraft-Landers für die Mission und dessen Erprobung unter den harten Bedingungen des Starts und den extremen Bedingungen im Weltraum verbunden sind – sind offiziell in den Reinräumen und Kontrollräumen des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, angelaufen. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Integration und Erprobung von NASA Dragonfly – die Aktivitäten, die mit dem Zusammenbau des Rotorcraft-Landers für die Mission und dessen Erprobung unter den harten Bedingungen des Starts und den extremen Bedingungen im Weltraum verbunden sind – sind offiziell in den Reinräumen und Kontrollräumen des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, angelaufen. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/dragonfly/2026/03/10/nasas-dragonfly-mission-begins-rotorcraft-integration-testing-stage/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">  NASA / Erin Morton</a>, 10. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-IEM_harness.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im Reinraum des APL integrieren Emory Toomey (links) und Hunter Reeling das technische Modell des IEM von Dragonfly, das die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs, mit dem elektrischen Verkabelungssystem des Landers, enthält, über den Strom und Daten im gesamten Rotorflugzeug übertragen werden. Credit: NASA/Johns Hopkins APL" data-rl_caption="" title="Im Reinraum des APL integrieren Emory Toomey (links) und Hunter Reeling das technische Modell des IEM von Dragonfly, das die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs, mit dem elektrischen Verkabelungssystem des Landers, enthält, über den Strom und Daten im gesamten Rotorflugzeug übertragen werden. Credit: NASA/Johns Hopkins APL" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-IEM_harness-300x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-151142" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-IEM_harness-300x400-1.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-IEM_harness-300x400-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Im Reinraum des APL integrieren Emory Toomey (links) und Hunter Reeling das technische Modell des IEM von Dragonfly, das die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs, mit dem elektrischen Verkabelungssystem des Landers, enthält, über den Strom und Daten im gesamten Rotorflugzeug übertragen werden.<br><mark>Credit: NASA/Johns Hopkins APL</mark></em></figcaption></figure>



<p>In Zusammenarbeit mit Teams aus Regierung, Industrie und Wissenschaft baut APL für die NASA eine atomgetriebene Drohne in der Größe eines Autos. Der Start von Dragonfly ist frühestens für 2028 geplant. Die Drohne wird eine sechsjährige Reise zum Saturnmond Titan unternehmen, wo sie verschiedene Orte erkunden wird, um die Chemie, Geologie und Atmosphäre des terrestrischen Mondes zu untersuchen und letztendlich unser Verständnis der chemischen Ursprünge des Lebens zu erweitern.</p>



<p>Zu den Hauptaktivitäten in den ersten Wochen dieser Projektphase gehörten Leistungs- und Funktionstests an zwei kritischen Komponenten: dem integrierten Elektronikmodul (IEM) und den Stromversorgungseinheiten (PSUs). Das IEM ist sozusagen das „Gehirn“ von Dragonfly und enthält die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs (wie Befehls- und Datenverarbeitung, Steuerung und Navigation sowie Kommunikation) in einem einzigen platzsparenden und energieeffizienten Gehäuse. Das IEM und beide PSUs wurden an das Verkabelungssystem von Dragonfly angeschlossen und haben ihre ersten Stromversorgungsprüfungen bestanden. „Dieser Meilenstein markiert im Wesentlichen die Geburt unseres Flugsystems“, sagte Elizabeth Turtle, Dragonfly-Projektleiterin bei APL. „Der Bau eines einzigartigen Fahrzeugs, das über eine andere Ozeanwelt in unserem Sonnensystem fliegen soll, bringt uns an die Grenzen des Möglichen, aber genau deshalb ist diese Phase so spannend. Das Team leistet hervorragende Arbeit, und jede Komponente, die wir installieren, und jeder Test, den wir durchführen, bringt uns dem Start von Dragonfly zum Titan einen Schritt näher.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-PSU_IEM-Integration2_Feb2026.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Von links: Carlisa Drew, Seth Harvey, Anthony Fanelli, Emory Toomey und TJ Lee führen Leistungs- und Funktionstests am integrierten Elektronikmodul (IEM) und der Stromversorgungseinheit (PSU) von Dragonfly im Reinraum des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, durch. Das IEM ist das „Gehirn“ von Dragonfly und enthält die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs; die PSUs steuern die Stromversorgung der Instrumente und Systeme von Dragonfly. Credit: NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman" data-rl_caption="" title="Von links: Carlisa Drew, Seth Harvey, Anthony Fanelli, Emory Toomey und TJ Lee führen Leistungs- und Funktionstests am integrierten Elektronikmodul (IEM) und der Stromversorgungseinheit (PSU) von Dragonfly im Reinraum des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, durch. Das IEM ist das „Gehirn“ von Dragonfly und enthält die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs; die PSUs steuern die Stromversorgung der Instrumente und Systeme von Dragonfly. Credit: NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-PSU_IEM-Integration2_Feb2026-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-151144" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-PSU_IEM-Integration2_Feb2026-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-PSU_IEM-Integration2_Feb2026-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-PSU_IEM-Integration2_Feb2026-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Von links: Carlisa Drew, Seth Harvey, Anthony Fanelli, Emory Toomey und TJ Lee führen Leistungs- und Funktionstests am integrierten Elektronikmodul (IEM) und der Stromversorgungseinheit (PSU) von Dragonfly im Reinraum des Johns Hopkins Applied Physics Laboratory (APL) in Laurel, Maryland, durch. Das IEM ist das „Gehirn“ von Dragonfly und enthält die zentrale Avionik des Raumfahrzeugs; die PSUs steuern die Stromversorgung der Instrumente und Systeme von Dragonfly.<br><mark>Credit: NASA/Johns Hopkins APL/Ed Whitman</mark></em></figcaption></figure>



<p>Bis hierher war viel Arbeit nötig. Die Aeroshell- und Cruise-Stage-Baugruppen werden derzeit bei Lockheed Martin Space in Littleton, Colorado, integriert und getestet. Das Team hat eine Reihe gründlicher aerodynamischer Tests in den Windkanälen des Langley Research Center der NASA in Hampton, Virginia, durchgeführt. In der Titan-Kammer am APL werden weiterhin Tests mit der Schaumbeschichtung durchgeführt, die das Drehflügelflugzeug vor den eisigen Temperaturen auf dem Titan schützen soll. Die wissenschaftliche Nutzlast wird an verschiedenen Standorten im In- und Ausland zusammengestellt. Das Flugfunkgerät wurde bereits geliefert, weitere Flugsysteme sollen innerhalb der nächsten sechs Monate geliefert und getestet werden. Die Integration und Erprobung von Dragonfly wird bei APL bis Ende dieses Jahres und bis Anfang 2027 fortgesetzt, wenn bei Lockheed Martin Tests auf Systemebene geplant sind. Ende nächsten Jahres kehrt der Lander zu APL zurück, um dort letzte Tests unter Weltraumbedingungen zu durchlaufen, bevor er im Frühjahr 2028 zum Kennedy Space Center der NASA in Florida gebracht wird, um im Sommer desselben Jahres an Bord einer SpaceX Falcon Heavy-Rakete gestartet zu werden.</p>



<p>„Der Beginn der Integration und der Tests ist ein wichtiger Meilenstein für das Dragonfly-Team“, sagte Annette Dolbow, Leiterin der Dragonfly-Integration und -Tests bei APL. „Wir haben Jahre damit verbracht, dieses erstaunliche Drehflügelflugzeug am Computer und im Labor zu entwerfen und zu verfeinern, und jetzt können wir all diese Elemente zusammenführen und Dragonfly in ein echtes Flugsystem verwandeln.“</p>



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		<title>Das Strahlungsparadoxon: Warum das Sonnenmaximum die sicherste Zeit für eine Reise zum Mars ist</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-strahlungsparadoxon-warum-das-sonnenmaximum-die-sicherste-zeit-fuer-eine-reise-zum-mars-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 20:36:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Kiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie Ihr Raumschiff für eine Reise zum Mars packen, wäre es besser, während einer Phase maximaler Sonnenaktivität zu starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Science &#38; Exploration / Human and Robotic Exploration, 9. März 2026 Eine Reise durch den Weltraum zu unternehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit von Sonnenstürmen und Sonneneruptionen am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn Sie Ihr Raumschiff für eine Reise zum Mars packen, wäre es besser, während einer Phase maximaler Sonnenaktivität zu starten. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/The_radiation_paradox_why_solar_maximum_is_the_safest_time_to_travel_to_Mars" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Science &amp; Exploration / Human and Robotic Exploration</a>, 9. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Terrae Novae Reiseziele: Mars Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Terrae Novae Reiseziele: Mars Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151108" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Terrae_Novae_destinations_Mars_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Terrae Novae Reiseziele: Mars<br><mark>Credit: ESA–Olivier Pâques; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Eine Reise durch den Weltraum zu unternehmen, wenn die Wahrscheinlichkeit von Sonnenstürmen und Sonneneruptionen am höchsten ist, erscheint zunächst widersinnig, doch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass eine solche Reise gerade dann sicherer ist, wenn die Sonne am aktivsten ist. Die erhöhte Sonnenaktivität fegt die energiereiche Weltraumstrahlung aus unserem Sonnensystem hinaus. Eine bemannte Marsmission während des nächsten Höhepunkts des Sonnenzyklus könnte die Belastung durch schädliche Strahlung im Vergleich zu einer Reise während eines Sonnenminimums möglicherweise um die Hälfte reduzieren.</p>



<p>Strahlungsmessungen des ExoMars Trace Gas Orbiter (TGO) der ESA bestätigen die paradoxe Erkenntnis, dass Reisen während des Sonnenmaximums der beste Zeitpunkt dafür sind. Ein internationales Forschungsteam kam zu dem Schluss, dass eine Besatzung die Hin- und Rückreise ohne Überschreitung der Strahlungsrichtlinien absolvieren könnte. Außerdem lieferten sie Schätzungen zu den Strahlungsdosen, denen eine Besatzung bei verschiedenen Missionsszenarien ausgesetzt wäre.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumrisiko: Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Weltraumrisiko: Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151110" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/3-Space_risks_Radiation_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Weltraumrisiko: Strahlung<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Strahlungsdosen für Astronauten</strong><br>Eine der größten Herausforderungen bei der Entsendung von Menschen zum Mars ist ihre Exposition gegenüber Weltraumstrahlung. Ionisierende Strahlung birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken, darunter ein erhöhtes Krebsrisiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Katarakte. Außerhalb des schützenden Magnetfelds der Erde könnte ein Astronaut auf einer Marsmission Strahlungsdosen ausgesetzt sein, die um ein Vielfaches höher sind als auf unserem Planeten. Die Strahlungsgrenze der ESA für die gesamte Laufbahn eines Astronauten liegt bei 1000 Millisievert, der Einheit für die effektive Dosis, die zu Schäden am menschlichen Gewebe führen kann. Höhere Dosen über kurze Zeiträume stellen akute Risiken dar, während niedrigere Dosen hauptsächlich zu langfristigen Gesundheitsrisiken beitragen.</p>



<p>Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass eine Marsmission während eines Sonnenminimums die Strahlungsdosis durch galaktische kosmische Strahlung gefährlich nahe an die ESA-Grenzwerte heranbringen würde. Die neue Analyse erweitert den Umfang anhand von Daten des Liulin-MO-Dosimeters an Bord des TGO und des Cosmic Ray Telescope for the Effects of Radiation (CRaTER) an Bord des Lunar Reconnaissance Orbiter über einen Zeitraum von 15 Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumrisiko: Kampf gegen Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Weltraumrisiko: Kampf gegen Strahlung Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151112" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/4-Space_risks_Fighting_radiation_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Weltraumrisiko:<em> Kampf gegen Strahlung<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Kein Ort, an dem man sich verstecken kann</strong><br>Auf dem Weg zum Mond und zum Mars sind Astronauten zwei Hauptquellen kosmischer Strahlung ausgesetzt: galaktischer kosmischer Strahlung und energiereichen Teilchen aus dem Sonnenwind. Erstere entsteht durch energiereiche Ereignisse außerhalb unseres Sonnensystems, wie beispielsweise Supernovae, letztere durch starke Sonneneruptionen. Während solaren energetischen Partikelströmen können sich Astronauten in ihrem Raumschiff in Sicherheit bringen. Diese Stürme sind unvorhersehbar, aber bei ausreichender Vorwarnung und Abschirmung können sich die Besatzungen in „Sturmschutzräume“ zurückziehen – Bereiche mit zusätzlicher Abschirmung. Auf der Internationalen Raumstation suchen Astronauten Zuflucht in den Schlafräumen oder in der Küche.</p>



<p>Es gibt jedoch keinen Ort, an dem man sich vor dem ständigen Beschuss durch galaktische kosmische Strahlung verstecken kann. Diese Teilchen bewegen sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit und durchdringen sowohl die Abschirmung von Raumfahrzeugen als auch den menschlichen Körper. Wenn sie gestoppt werden, lösen kosmische Strahlen oft Schauer von Sekundärteilchen aus, die für den Menschen noch schädlicher sein können. Auf der Marsoberfläche wären Astronauten einer um bis zu 60 % geringeren Strahlenbelastung ausgesetzt als während der interplanetaren Reise. Höhlen und Lavaröhren könnten gute Lebensräume sein, um die Strahlenbelastung zu reduzieren.</p>



<p><strong>Beste Reise zum Mars</strong><br>Die Studie berechnete die Strahlungsdosis für simulierte Marsmissionen unter verschiedenen Sonnenaktivitätsniveaus und für drei Flugbahnen: die energieeffizienteste, aber längste Route, die energieintensivste, aber kürzeste Route und einen Kompromiss zwischen beiden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="749" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151114" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1.jpg 749w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/5-Radiation_doses_on_the_way_to_Mars_pillars-749x225-1-300x90.jpg 300w" sizes="(max-width: 749px) 100vw, 749px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Strahlungsdosen auf dem Weg zum Mars<br><mark>Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Bei allen drei Arten nimmt die kumulative Strahlungsdosis durch kosmische Strahlung in der Nähe des Sonnenmaximums deutlich ab. Eine unruhige Sonne scheint der einzige Trost gegen galaktische kosmische Strahlung zu sein. </p>



<p>Das Team analysierte die Transferbahnen zum Mars in den letzten 60 Jahren und simulierte mit einem mehrschichtigen Wasserball, wie viel Strahlung die Organe im menschlichen Körper absorbieren würden. Schnellere Transferbahnen könnten die Strahlenbelastung um 55 % reduzieren, wenn sie während des Sonnenmaximums statt während des Sonnenminimums zurückgelegt würden, während Missionen mit treibstoffsparenden Flugbahnen eine Reduzierung von bis zu 45 % erzielen könnten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="800" height="530" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/6-Earth_to_Mars_trajectories_for_radiation_study_pillars.gif" alt="" class="wp-image-151117"/><figcaption class="wp-element-caption"><em>Flugbahnen von der Erde zum Mars für die Strahlungsstudien<br><mark>Credit: Chao Zhang et al.; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>„Um die Strahlungsgrenzwerte für die gesamte Berufslaufbahn einzuhalten, sollten Missionsplaner bestimmte Transferbahnen und Startfenster sorgfältig auswählen“, sagt Robert Wimmer-Schweingruber, Mitautor von der Universität Kiel, Deutschland. </p>



<p>Der Schutz der Astronauten bei ihren Vorstößen in den Weltraum hat für die ESA höchste Priorität. „Diese Studie hilft uns, die Schwankungen des Sonnenzyklus in klare Ziele für Missionsbahnen und Risikominderung umzuwandeln. Wir können quantifizieren, wie viel wir durch die Wahl eines bestimmten Startfensters und schnellerer Flugbahnen gewinnen können und wann wir noch bessere Abschirmungs- und Betriebskonzepte benötigen, um Marsmissionen wirklich sicherer zu machen“, sagt Anna Fogtman, Leiterin des Strahlenschutzes bei der ESA.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Artikel veröffentlicht in Space Weather am 9. März 2026, „The constraint of crewed Mars missions based on current radiation dose measurements” (Die Einschränkungen bemannter Marsmissionen auf Grundlage aktueller Strahlungsdosismessungen) von Chao Zhang und Forschern der Universität für Wissenschaft und Technologie China, der Universität Kiel in Deutschland und der Universität Michigan, USA.</p>
</blockquote>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4664.msg584607#msg584607" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsflug, Marsbasis</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA analysiert Meteoriteneinschlag vom 8. März 2026 über Europa</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-analysiert-meteoriteneinschlag-vom-8-maerz-2026-ueber-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:43:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[AllSky7]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Feuerball]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriteneinschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoritenfall]]></category>
		<category><![CDATA[Space Safety Program]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 8. März 2026, um ca. 18:55 Uhr MEZ wurde von vielen Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden ein sehr heller Feuerball beobachtet, der sich von Südwesten nach Nordosten bewegte. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA / Space Safety / Planetary Defence, 9. März 2026 Der Feuerball leuchtete [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Sonntag, dem 8. März 2026, um ca. 18:55 Uhr MEZ wurde von vielen Menschen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden ein sehr heller Feuerball beobachtet, der sich von Südwesten nach Nordosten bewegte. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_analysing_fireball_over_Europe_on_8_March_2026" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA / Space Safety / Planetary Defence</a>, 9. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN.mp4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="282" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1.jpg" alt="" class="wp-image-151101" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN-500x282-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Kometeneinschlag über Europa, 8. März 2026<br><mark>Credit: ALLSKY7 / Bernd Klemt – AMS76 Herkenrath/DE</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Feuerball leuchtete etwa sechs Sekunden lang und hinterließ eine sichtbare Spur am Himmel, bevor er in Stücke zerbrach. Das Ereignis wurde von vielen speziellen Meteoritenkameras, wie denen des europäischen <a href="https://www.allsky7.net/#archive" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">AllSky7 fireball network</a>, sowie von Mobiltelefonen und anderen Kameras aufgezeichnet. Einige Beobachter berichten, dass das Ereignis vom Boden aus hörbar war. Mindestens ein Haus in der deutschen Stadt Koblenz-Güls soll von kleinen Teilen der entstandenen Meteoriten getroffen worden sein. Es gibt keine Berichte über Verletzte.</p>



<p><strong>ESA-Analyse des Ereignisses</strong><br>Das <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Planetary Defence</a> Team im Rahmen des Space Safety Programms der ESA nutzt alle verfügbaren Daten, um die Größe des Objekts zu schätzen. Derzeit geht man davon aus, dass es einen Durchmesser von einigen Metern hatte. Objekte dieser Größenordnung treffen alle paar Wochen bis alle paar Jahre auf die Erde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="354" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1.jpg" alt="" class="wp-image-151098" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/2-Asteroid_danger_explained_pillars-500x354-1-300x212.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Infografik: Erläuterung der Gefahr durch Asteroiden<br><mark>Credit: ESA; Licence: CC BY-SA 3.0 IGO or ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Der Zeitpunkt und die Richtung des Einschlags deuten darauf hin, dass das Objekt wahrscheinlich für keine der groß angelegten Teleskop-Himmelsdurchmusterungen sichtbar war, die den Nachthimmel nach solchen Objekten absuchen. Das ist nicht ungewöhnlich: Bis heute gab es <a href="https://neo.ssa.esa.int/past-impactors" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">nur 11 erfolgreiche Entdeckungen</a> von natürlichen Weltraumobjekten vor ihrem Eintritt in die Atmosphäre. Kleine Objekte, die sich der Erde aus helleren Tagesbereichen des Himmels nähern (selbst in der Dämmerung, wie in diesem Fall), werden in den meisten Fällen übersehen.</p>



<p>Das Planetary Defence Team der ESA arbeitet daran, die Erkennungsrate dieser Objekte vor dem Aufprall durch Aktivitäten wie das <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Flyeye_ESA_s_bug-eyed_asteroid_hunters" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Flyeye asteroid survey telescope</a>-Projekt zu verbessern. Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald neue Informationen verfügbar sind.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584595#msg584595" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/1-2603_011_AR_EN.mp4" length="2565432" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>Theia und Erde waren Nachbarn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/theia-und-erde-waren-nachbarn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 17:12:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Isotopenverhältnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Kollision]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondgestein]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Theia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Untersuchungen legen nahe, dass der Körper, der vor 4,5 Milliarden Jahre in die Erde einschlug und so den Mond schuf, aus dem inneren Sonnensystem stammt. Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Forschung/Planetenwissenschaften/Arbeitsgruppen/Planetare Materialien/Theia und Erde waren Nachbarn, 20. November 2025 In Kürze: Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kam es zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neue Untersuchungen legen nahe, dass der Körper, der vor 4,5 Milliarden Jahre in die Erde einschlug und so den Mond schuf, aus dem inneren Sonnensystem stammt. Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/theia-und-erde-waren-nachbarn?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Forschung/Planetenwissenschaften/Arbeitsgruppen/Planetare Materialien/Theia und Erde waren Nachbarn</a>, 20. November 2025</p>



<p><strong>In Kürze:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kuenstlerische-Darstellung-des-Zusammenstosses-der-fruehen-Erde-mit-Theia.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung des Zusammenstoßes der frühen Erde mit Theia. Da Theia aus dem inneren Sonnensystem stammt, ist in dieser Perspektive im Hintergrund die Sonne zu sehen. Bildnachweis: MPS / Mark A. Garlick" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung des Zusammenstoßes der frühen Erde mit Theia. Da Theia aus dem inneren Sonnensystem stammt, ist in dieser Perspektive im Hintergrund die Sonne zu sehen. Bildnachweis: MPS / Mark A. Garlick" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kuenstlerische-Darstellung-des-Zusammenstosses-der-fruehen-Erde-mit-Theia-400x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-151083" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kuenstlerische-Darstellung-des-Zusammenstosses-der-fruehen-Erde-mit-Theia-400x300-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Kuenstlerische-Darstellung-des-Zusammenstosses-der-fruehen-Erde-mit-Theia-400x300-1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung des Zusammenstoßes der frühen Erde mit Theia. Da Theia aus dem inneren Sonnensystem stammt, ist in dieser Perspektive im Hintergrund die Sonne zu sehen.<br><mark>Bildnachweis: MPS / Mark A. Garlick</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zutatenliste des Impaktors: In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science bestimmen Forschende die mögliche Zusammensetzung von Theia.</li>



<li>Suche nach Geburtsort: Aus den „Zutaten“ des Einschlagskörpers lässt sich auf seinen Entstehungsort schließen. Dieser liegt im inneren Sonnensystem, wahrscheinlich sonnennäher als der der Erde.</li>



<li>Mondproben im Labor: Bei den Analysen kam Mondgestein der Apollo-Missionen zum Einsatz. Erstmals nutzen Forschende das Verhältnis der Eisenisotope darin, um den Ursprung von Theia zu bestimmen.</li>
</ul>



<p>Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kam es zu dem wohl folgenreichsten Ereignis in der Geschichte unseres Planeten: Ein gewaltiger Himmelskörper, genannt Theia, schlug in die junge Erde ein. Wie sich der Zusammenstoß abspielte und was genau danach geschah, ist nicht endgültig geklärt. Sicher ist jedoch, dass sich als Folge Größe, Aufbau, Zusammensetzung und Umlaufbahn der Erde veränderten – und dass der Einschlag die Geburtsstunde unseres ständigen Begleiters im All, des Mondes, war.</p>



<p>Was war das für ein Körper, der den Werdegang unseres Planeten so dramatisch umschrieb? Wie groß war Theia? Aus welchem Material bestand sie? Und aus welchem Teil des Sonnensystems raste sie auf die Erde zu? Antworten auf solche Fragen zu finden, ist schwierig. Schließlich wurde Theia bei der Kollision vollständig zerstört. Dennoch finden sich noch heute Spuren von ihr, etwa in der Zusammensetzung der heutigen Erde und des Mondes. In der aktuellen Untersuchung, die am 20. November 2025 in der Fachzeitschrift Science erschien, schließen Forschende unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der Universität von Chicago auf diesem Wege auf die mögliche „Zutatenliste“ von Theia – und so auf ihren Entstehungsort.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>In der Zusammensetzung eines Körpers ist seine gesamte Entstehungsgeschichte archiviert, auch sein Entstehungsort.</strong><br><mark>Thorsten Kleine, Direktor am MPS und Koautor der neuen Studie</mark></p>
</blockquote>



<p>Besonders aussagekräftig sind die Verhältnisse, in denen bestimmte Metallisotope in einem Körper vorliegen. Isotope sind Varianten desselben Elements, die sich allein durch die Anzahl ihrer Neutronen im Atomkern – und damit durch ihr Gewicht – unterscheiden. Im frühen Sonnensystem dürften die Isotope eines jeweiligen Elementes nicht gleichverteilt gewesen sein: Am äußeren Rand des Sonnensystems etwa kamen die Isotope in einem minimal anderen Verhältnis vor als in Sonnennähe. Informationen über die Herkunft seines ursprünglichen Baumaterials bleibt auf diese Weise in der Isotopenzusammensetzung eines Körpers gespeichert.</p>



<p><strong>Suche nach Spuren von Theia in Erde und Mond</strong><br>In der aktuellen Studie bestimmt das Forscherteam erstmals das Verhältnis verschiedener Eisenisotope in Erd- und Mondgestein mit bisher unerreichter Genauigkeit. Dafür untersuchen sie 15 Proben typischen Erdgesteins und sechs Gesteinsproben, die Astronauten der Apollo-Missionen zurück zur Erde gebracht haben. Das Ergebnis überrascht kaum: Wie schon frühere Messungen der Isotopenverhältnisse von Chrom, Kalzium, Titan und Zirkonium ergeben hatten, sind Erde und Mond in dieser Hinsicht nicht unterscheidbar.</p>



<p>Doch die große Ähnlichkeit erlaubt keinen direkten Rückschluss auf Theia. Dafür sind zu viele Kollisionsszenarien denkbar. Zwar gehen die meisten Modelle davon aus, dass sich der Mond fast ausschließlich aus Material von Theia formte. Es ist aber auch möglich, dass er vornehmlich aus Material des frühen Erdmantels besteht oder dass sich das Gestein von Erde und Theia untrennbar durchmischte.</p>



<p><strong>Reverse Engineering eines Planeten</strong><br>Um dennoch mehr über Theia zu erfahren, wandten die Forschenden eine Art Reverse Engineering für Planeten an. Ausgehend von den übereinstimmenden Isotopenverhältnissen in heutigem Erd- und Mondgestein spielte das Team durch, welche Zusammensetzungen und Größen von Theia sowie welche Zusammensetzung der frühen Erde zu diesem Endzustand geführt haben könnten. Die Forschenden schauten in ihren Untersuchungen nicht nur auf Eisenisotope, sondern auch auf solche von Chrom, Molybdän und Zirkonium. Die verschiedenen Elemente verschaffen Zugang zu unterschiedlichen Phasen der Planetenentstehung.</p>



<p>Lange vor der verheerenden Begegnung mit Theia hatte sich im Innern der frühen Erde eine Art Sortierprozess abgespielt. Mit Entstehung des Eisenkerns reicherten sich manche Elemente wie etwa Eisen oder Molybdän dort an; im Gesteinsmantel fehlten sie danach weitgehend. Das Eisen, das sich heute im Erdmantel findet, kann also erst nach der Kernbildung „zugereist“ sein, etwa an Bord von Theia. Andere Elemente wie Zirkonium, die nicht in den Kern sanken, dokumentieren hingegen die gesamte Entstehungsgeschichte unseres Planeten.</p>



<p><strong>Meteoriten als Referenz</strong><br>Von den rechnerisch möglichen Zusammensetzungen von Theia und der frühen Erde, die sich in den Berechnungen ergaben, scheiden einige als unplausibel aus.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong>Das überzeugendste Szenario ist, dass der Großteil des Baumaterials von Erde und Theia aus dem inneren Sonnensystem stammt. Erde und Theia dürften Nachbarn gewesen sein.</strong><br><mark>Timo Hopp, MPS-Wissenschaftler und Erstautor der neuen Studie</mark></p>
</blockquote>



<p>Während sich die Zusammensetzung der frühen Erde überwiegend als Mischung bekannter Meteoritenklassen darstellen lässt, ist dies bei Theia nicht der Fall. Verschiedene Meteoritenklassen sind in unterschiedlichen Bereichen des äußeren Sonnensystems entstanden. Sie dienen deshalb als Referenzmaterial für das Baumaterial, das bei der Entstehung der frühen Erde und von Theia zur Verfügung stand. Bei Theia dürfte auch eine größere Menge bisher unbekannten Materials im Spiel gewesen sein, dessen Ursprung die Forschenden näher an der Sonne verorten als die Erde. Die Rechnungen sprechen deshalb dafür, dass Theia sonnennäher entstanden ist als unser Planet.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=924.msg584580#msg584580" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mond</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeiten zur Wiederherstellung des Kontakts mit dem Koronagraphen von Proba-3 dauern an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arbeiten-zur-wiederherstellung-des-kontakts-mit-dem-koronagraphen-von-proba-3-dauern-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 20:12:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Formationsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Koronagraph]]></category>
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		<category><![CDATA[Proba 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Anomalie an Bord des Koronagraphteiles der Proba-3-Mission führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenkontrolle. Die Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams arbeiten intensiv daran, die Situation wiederherzustellen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA. Quelle: ESA/Enabling&#38;Support/SpaceEngineering&#38;Technology, 6. März 2026 Am Wochenende vom 14. bis 15. Februar 2026 löste [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine Anomalie an Bord des Koronagraphteiles der Proba-3-Mission führte zum Verlust des Kontakts zwischen dem Raumfahrzeug und der Bodenkontrolle. Die Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams arbeiten intensiv daran, die Situation wiederherzustellen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/Enabling&amp;Support/SpaceEngineering&amp;Technology</a>, 6. März 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Proba-3 über der Erde in Position gebracht Credit: ESA – P. Carril, Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Proba-3 über der Erde in Position gebracht Credit: ESA – P. Carril, Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151010" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/01-Proba-3_spacecraft_aligned_above_Earth_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Proba-3 über der Erde in Position gebracht<br><mark>Credit: ESA &#8211; P. Carril, Licence: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p>Am Wochenende vom 14. bis 15. Februar 2026 löste eine Anomalie an Bord des Koronagraph-Raumfahrzeugs von Proba-3 eine Kettenreaktion aus, die zu einem fortschreitenden Verlust der Lage (Ausrichtung des Raumfahrzeugs) führte und den Eintritt in den Sicherheitsmodus verhinderte. Da das Solarpanel des Raumfahrzeugs nicht mehr zur Sonne ausgerichtet war, begann sich die Bordbatterie schnell zu entladen. Dies führte dazu, dass das Raumfahrzeug in den Überlebensmodus wechselte, in dem nur noch ein Minimum an Elektronik aktiv ist und die Datenübertragung zur Erde unterbrochen wird. Die genaue Ursache der Anomalie wird derzeit untersucht, und die Missionsteams und Betreiber haben sich zusammengeschlossen, um den Kontakt zum Raumfahrzeug wiederherzustellen und die Situation zu bereinigen. Eine ihrer Prioritäten ist es, zu untersuchen, wie das Occulter-Raumfahrzeug der Mission, das weiterhin funktionsfähig und einsatzbereit ist, sich sicher dem Coronagraph nähern und dessen Ausrichtung im Weltraum beobachten kann, um die Wiederherstellungsbemühungen zu unterstützen. </p>



<p>Aktuelle Informationen werden bekannt gegeben, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence" data-rl_caption="" title="Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151012" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/02-Proba-3_infographic_Double_spacecraft_mission_pillars-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Proba-3-Infografik: Mission mit zwei Raumfahrzeugen<br><mark>Credit: ESA-F. Zonno, Licence: ESA Standard Licence</mark></figcaption></figure>



<p><strong>Über Proba-3</strong><br>Proba-3 ist die erste Mission der Europäischen Weltraumorganisation zur Erzeugung einer künstlichen Sonnenfinsternis. Die Mission besteht aus zwei Satelliten – dem Koronagraph und dem Occulter. Seit ihrem Start im Dezember 2024 hat das Satellitenduo nicht nur eine, sondern gleich zwei Weltpremieren vorzuweisen: den ersten präzisen Formationsflug, der die Mission für ihre erste künstliche Sonnenfinsternis im Orbit vorbereitet hat. Nachdem alle technologischen Ziele erreicht wurden, hat die Mission bisher mehr als 60 extrem präzise Formationsflugbahnen absolviert, während derer sie den hochdynamischen inneren Bereich der Sonnenkorona beobachten konnte. Indem Proba-3 den Wissenschaftlern stundenlange wissenschaftliche Daten pro Umlaufbahn liefert, hat sie eine bedeutende Leistung in der weltraumgestützten Sonnen- und Heliophysikforschung erbracht.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19828.msg584538#msg584538" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESAs Proba-3-Mission auf PSLV</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Wie legal ist Mondbergbau? Ein Gespräch mit UN-Experte Prof. Dr. Schladebach</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-legal-ist-mondbergbau-ein-gesprach-mit-un-experte-prof-dr-schladebach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 10:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Bergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Mondbergbau]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Space Mining]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abbau von Rohstoffen im All, private Raumfahrtfirmen und internationale Abkommen – was ist rechtlich überhaupt möglich? Im Interview erklärt Prof. Dr. Marcus Schladebach, welche Regeln heute gelten und welche Lücken die Zukunft noch bringen könnte. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, 04. März 2026. Wie lässt sich der Weltraum rechtlich nutzen und welche Regeln gelten für Staaten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Abbau von Rohstoffen im All, private Raumfahrtfirmen und internationale Abkommen – was ist rechtlich überhaupt möglich? Im Interview erklärt Prof. Dr. Marcus Schladebach, welche Regeln heute gelten und welche Lücken die Zukunft noch bringen könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, 04. März 2026.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Marcus-Schladebach_Foto_Studioline-kl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Portraitfoto von Prof. Dr. Marcus Schladebach Quelle: Prof. Dr. Marcus Schladebach" data-rl_caption="" title="Portraitfoto von Prof. Dr. Marcus Schladebach Quelle: Prof. Dr. Marcus Schladebach" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Marcus-Schladebach_Foto_Studioli.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild: Prof. Dr. Marcus Schladebach<br></figcaption></figure>



<p>Wie lässt sich der Weltraum rechtlich nutzen und welche Regeln gelten für Staaten und private Unternehmen, wenn es um Mondmissionen oder Ressourcennutzung geht? Diese Fragen diskutieren wir in unserem Interview mit <strong>Prof. Dr. Marcus Schladebach</strong>. Er ist Professor für Öffentliches Recht, Medienrecht sowie Luft- und Weltraumrecht an der Universität Potsdam und deutscher Delegierter beim UN-Weltraumausschuss in der Expertengruppe zur Mondnutzung. Im Gespräch gibt er Einblicke in internationale Rechtsgrundlagen, aktuelle Entwicklungen wie den Mondbergbau und die Artemis Accords sowie die Chancen und Herausforderungen für private Raumfahrtunternehmen.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Welche internationalen Rechtsgrundlagen regeln derzeit die Nutzung des Weltraums?</strong></p>



<p><strong>Prof. Dr. Marcus Schladebach: </strong>Wir haben hier fünf große Verträge. Erstens der <strong>Weltraumvertrag von 1967</strong>, der unter UN-Ägide, hauptsächlich von den USA und der Sowjetunion, verhandelt wurde. Der ist bis heute von 116 Staaten ratifiziert, darunter Deutschland, und weitere 23 haben ihn nur unterzeichnet. Das ist sozusagen das Vorstadium.</p>



<p>Dann gibt es noch weitere Verträge, die eigentlich nur Konkretisierungen sind, weil der Weltraumvertrag sehr allgemein formuliert ist. Große Worte, friedliche Nutzung des Weltraums, gemeinsames Erbe der Menschheit, sozusagen Grundsatzdinge. Deshalb kamen dann:</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Minimalist-Timeline-Diagram-Concept-Map.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zeitstrahl des Weltraumrechts und der 5 großen Verträge" data-rl_caption="" title="Zeitstrahl des Weltraumrechts und der 5 großen Verträge" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Minimalist-Timeline-Diagram-Conc.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Weltraumrecht auf dem Zeitstrahl<br>Bild: Raumfahrer.net  <a href="https://lucnix.be/" data-type="link" data-id="https://lucnix.be/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">/ Luc Viatour</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>1968 das Rettungsübereinkommen für Raumfahrer</strong>,</li>



<li><strong>1972 das Haftungsübereinkommen</strong> bei Unfällen,</li>



<li><strong>1975 das Registrierungsübereinkommen</strong>, damit Raumfahrzeuge angemeldet werden, bevor sie ins All geschickt werden,</li>



<li><strong>1979 der Mondvertrag</strong>, als Reaktion auf Armstrong &amp; Aldrin.</li>
</ul>



<p>Der Haken beim Mondvertrag: Die großen Raumfahrtnationen haben ihn nicht ratifiziert. Nur 18 Staaten haben ratifiziert, die politisch oder symbolisch dabei sind, aber keine Rolle im Raumfahrtgeschäft spielen. Praktisch bedeutet das, für den Mond ist der Vertrag bedeutungslos.</p>



<p>Interessant ist trotzdem, dass im Mondvertrag das Abbausystem für Bodenschätze steht. Artikel 11 erlaubt es prinzipiell, Bodenschätze auf dem Mond zu nutzen. Aber alles unter dem Gedanken &#8222;Gemeinsames Erbe der Menschheit&#8220;, der Mond gehört keinem einzelnen Staat, genauso wie die Erde. Das ist der bekannte Gemeinschaftsgedanke, den sowohl der Weltraumvertrag von 1967 als auch der Mondvertrag festschreiben.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Ist der Abbau von Ressourcen auf dem Mond oder Asteroiden nach geltendem Recht erlaubt?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach:</strong> Im Mondvertrag steht grundsätzlich: Wenn ich Bodenschätze abbauen will, muss ich allen anderen Staaten, die inaktiv bleiben etwas abgeben. Also ein Verteilungssystem, einer arbeitet, alle anderen profitieren. Ich nenne das in meinen Auftritten gerne „Kommunismus im Weltraum“. Wenn alle Himmelskörper allen gehören, sollen auch alle vom Abbau profitieren.</p>



<p>Jetzt kann man sich vorstellen, wie damals die großen Raumfahrtnationen – USA, Deutschland, Russland – das von der UN-Generalversammlung vorgelegt bekommen haben und dem nicht zustimmen wollten, dass wenn sie die Arbeit leisten, alle anderen davon profitieren. Und deshalb wurde der Mondvertrag von den großen Industriestaaten nicht ratifiziert. Artikel 11 Absatz 7 ist also praktisch bedeutungslos.</p>



<p>Also, zur Frage, ob der Abbau von Ressourcen nach geltendem Recht erlaubt ist: Nein. Man kann sich nicht auf den Mondvertrag berufen, weil man ihn nicht ratifiziert hat. Dann fällt man zurück auf den Weltraumvertrag von 1967, und da steht in Artikel 2: niemand darf sich etwas aneignen. Das unterstützt den Gemeinschaftsgedanken: Allen gehört alles, also darf sich niemand etwas exklusiv sichern – weder Staaten noch Privatpersonen. Lustige Beispiele gibt’s ja, Leute verkaufen „Mondzertifikate“ oder Sternenrechte, aber das geht nicht.</p>



<p>Fazit: Bodenschätze abbauen wäre eine Aneignung im Sinne von Artikel 2, und das ist nach dem Gemeinschaftsgedanken verboten.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Unter welchen Voraussetzungen dürfen private Unternehmen im All tätig werden, und welche Verantwortung tragen Staaten für deren Aktivitäten?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach: </strong>Das ist tatsächlich ein echter Wandel in der Raumfahrtgeschichte. Früher gab es im Grunde nur staatliche Akteure, also Raumfahrtagenturen wie die NASA, Roskosmos, die ESA oder die JAXA. Jetzt treten zunehmend private Unternehmen auf den Plan, schlicht weil sie enorme finanzielle Mittel haben.</p>



<p>Grundsätzlich dürfen private Unternehmen im All tätig werden. Das ist im Weltraumvertrag ausdrücklich vorgesehen und zwar schon seit den 1960er-Jahren. In Artikel 6 ist erstaunlich visionär geregelt, dass nicht nur Staaten, sondern auch nichtstaatliche Akteure im Weltraum aktiv sein können.</p>



<p>Aber: Völkerrechtlich verantwortlich bleibt immer der Staat. Artikel 6 stellt klar, dass der Staat für die Aktivitäten „seiner“ privaten Unternehmen nach außen haftet. Wenn also ein Unternehmen im All Schäden verursacht, trifft die Verantwortung zunächst den sogenannten Startstaat – also den Staat, von dessen Territorium aus gestartet wird oder der die Aktivität genehmigt hat. Er hat die Gefahrenquelle geschaffen und zugelassen, dass dieses Unternehmen tätig wird, und muss deshalb auch geradestehen. Genau deshalb hat der Staat ein starkes Interesse daran, private Akteure streng zu beaufsichtigen. </p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Welche Rolle spielen nationale Weltraumgesetze für die kommerzielle Nutzung außerirdischer Rohstoffe?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach:</strong> Wenn ein Staat private Unternehmen ins All lassen will, dann will er natürlich nur solche Akteure zulassen, die zuverlässig sind – technisch, finanziell und organisatorisch solide aufgestellt.</p>



<p>Genau dafür braucht es ein nationales Weltraumgesetz. Darin werden die Genehmigungsvoraussetzungen festgelegt – also unter welchen Bedingungen ein privates Unternehmen überhaupt starten darf. Und es geht nicht nur um die einmalige Erlaubnis, sondern auch um eine ständige Aufsicht, wie sie Artikel 6 des Weltraumvertrags ausdrücklich verlangt.</p>



<p>Das liegt im ureigenen Interesse des Staates. Deshalb richtet er ein Prüfverfahren ein, ähnlich wie bei anderen genehmigungspflichtigen Tätigkeiten auf der Erde. Man prüft vorab, ob ein Unternehmen seriös agieren wird. Das ist natürlich immer eine Prognoseentscheidung, aber ohne ein solches Verfahren geht es nicht.</p>



<p>Und was ist mit deutschen Unternehmen? Wir haben ja richtig gute Technik, viel Innovationspotenzial, und es ist gut möglich, dass deutsche Firmen auch Interesse an Aktivitäten im All hätten. Das Problem: Es gibt in Deutschland kein nationales Weltraumgesetz, das genau regelt, unter welchen Bedingungen deutsche Unternehmen tätig werden dürfen. Man könnte sagen, die Bundesregierung hat andere Prioritäten, aber das Thema wird schon seit Jahren verschoben. Es gibt nur sogenannte Eckpunkte der alten Bundesregierung vom 5. September 2024. Jetzt hofft man, dass diese Eckpunkte vielleicht umgesetzt werden.</p>



<p>Wichtig wäre, dass Deutschland den privaten Unternehmen rechtssichere, finanz- und investitionssichere Grundlagen bietet, wie es Artikel 6 Satz 2 des Weltraumvertrags vorsieht. Denn private Unternehmen investieren viel Geld, und ohne klare Regeln können sie nicht planvoll agieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Dunkel-Blau-Minimalistisch-Interaktiv-Top-5-Liste-Lieblings-Reiseziele-Instagram-Story.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="5 Regelungslücken im Weltall" data-rl_caption="" title="5 Regelungslücken im Weltall" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Dunkel-Blau-Minimalistisch-Inter.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Regelungslücken im Weltraumrecht<br>Bild: Raumfahrer.net <a href="https://lucnix.be/" data-type="link" data-id="https://lucnix.be/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">/ Luc Viatour</a></figcaption></figure>



<p><strong>Raumfahrer.net: Ist das bestehende Weltraumrecht noch auf die Realität der heutigen Raumfahrt zugeschnitten? Sehen Sie konkrete Regelungslücken?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach: </strong>Ich bin ein Fan des Weltraumvertrags. In den 60ern, mitten in Kuba-Krise, Berlin-Krise, Atomspannung – trotzdem haben sie sich auf Grundsätze geeinigt, die bis heute noch gelten. Das ist schon beeindruckend.</p>



<p>Aber es gibt konkrete Regelungslücken. Die wichtigste ist der Mondbergbau. Ob der wirklich sinnvoll ist, können eher Geowissenschaftler beurteilen – wie viel Rohstoffe sind da, ist es technisch machbar oder nicht. Mit zunehmender Weltbevölkerung muss man sich fragen, wie die Menschheit ihren Rohstoffhunger stillt.</p>



<p>Zweitens: Weltraummüll. Große Metallobjekte, alte Satelliten, die Starlink-Satelliten – die verglühen nicht so einfach in der Atmosphäre. Bisher gibt es keine internationale Regelung, die Staaten verpflichtet, Weltraummüll zurückzuholen oder die Kosten zu tragen. Ich habe schon vor 15 Jahren vorgeschlagen: Wer etwas hochschickt, muss sich auch um die Entsorgung kümmern, wie auf der Erde. Wenn man die Umlaufbahn nicht sauber hält, wird das Starten immer komplizierter.</p>



<p>Drittens: Geistiges Eigentum. Auf der ISS gibt es zwar eine Art Regelung für die dort durchgeführten Experimente, aber das gilt nicht international für alle Missionen. Wenn einer der Forscher dort oben etwas entdeckt oder eine neue Technologie entwickelt, ist oft unklar, wem die Rechte daran gehören – dem einzelnen Forscher, dem betreibenden Unternehmen oder dem Staat, von dem aus gestartet wurde. Gerade angesichts der zunehmenden Beteiligung privater Akteure wird das schnell relevant, denn geistiges Eigentum kann extrem wertvoll sein.</p>



<p>Zwei weitere heiße Themen: Space Traffic Management, also Verkehrsordnung im Weltraum. Es gibt ein Manual der Uni Köln, gefördert von der ESA, wie man sich verkehrlich im All verhält. Und Planetary Defense, also Verteidigung der Erde gegen Meteoriten oder andere einschlagende Objekte. </p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Welche Bedeutung haben Initiativen wie die Artemis Accords für die zukünftige Nutzung des Mondes – entsteht hier ein paralleles Regelwerk zum bestehenden Völkerrecht?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach:</strong> Die Artemis Accords sind ein Versuch der USA, das rechtliche Hindernis für Mondbergbau zu umgehen. Die Amerikaner haben am 13. Oktober 2020 dieses Vertrags-ähnliche Konzeptpapier entworfen mit 13 Artikeln, als Einladung an Staaten, sich an neuen Mondmissionen zu beteiligen. Juristisch sind die Accords kein völkerrechtlicher Vertrag, sie können nicht ratifiziert werden. Trotzdem haben mittlerweile 59 Staaten, darunter Deutschland, unterschrieben.</p>



<p>Besonders interessant: In Artikel 10 Absatz 2 der Accords steht versteckt, dass der Abbau von Bodenschätzen nicht zwingend als Aneignung nach Artikel 2 des Weltraumvertrags zu sehen ist. Für die USA ist das ein Weg, die wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen, ohne direkt gegen bestehendes Völkerrecht zu verstoßen.</p>



<p>Deutschland hat als 29. Staat unterzeichnet, aber gleichzeitig eine Zusatzerklärung nachgeschoben, dass man am Aneignungsverbot festhält – das ist widersprüchlich, weil die Accords selbst eben versuchen, dieses Hindernis aufzuweichen.</p>



<p>Kurz gesagt: Wer Mondbergbau machen will, muss die Hürde des Gemeinschaftsgedankens überwinden. Die Artemis Accords versuchen das „durch die Hintertür“, und die Diskussion dazu läuft in den entsprechenden UN-Gremien. Aber konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht, weil die Interessen der verschiedenen Staaten sehr unterschiedlich sind.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Was würde passieren, wenn ein Staat entgegen internationaler Regeln Rohstoffe abbaut? Und ist das bestehende Weltraumrecht stark genug, um solche Konflikte zu verhindern?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach: </strong>Rechtlich passiert erstmal gar nichts. Im Völkerrecht gibt es leider kaum Durchsetzungsbefugnis. Man könnte vielleicht den UN-Weltraumausschuss anrufen, aber der hat keine Sanktionsbefugnis. Eher theoretisch könnte ein Konkurrenzstaat den Internationalen Gerichtshof in Den Haag einschalten. Der würde dann prüfen, ob durch den Abbau das Aneignungsverbot aus dem Weltraumvertrag von 1967 verletzt wurde. Praktisch wird das aber kaum passieren, weil man sich diplomatisch nicht gleich verknoten will.</p>



<p>Wahrscheinlich werden neue Regelungen kommen müssen, vielleicht ein „Mondvertrag 2.0“. Aber momentan gibt es keine Institution mit echter Durchsetzungskraft, außer dem Internationalen Gerichtshof oder dem Permanent Court of Arbitration (PCA) in Den Haag. Der PCA kann Schiedsverfahren zwischen Staaten machen, so eine Art Ausgleich. Theoretisch könnte man also einen Staat da hinziehen, aber das ist eher unwahrscheinlich.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Denken Sie, dass der Abbau von Rohstoffen im Weltall in den nächsten 20 Jahren Realität wird?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach: </strong>Ja, das wird passieren. Alles, was technisch möglich ist, macht die Menschheit, ob es klug ist oder nicht. In fünf, sechs, sieben Jahren wird die Technik wahrscheinlich soweit sein. Dann wird gesagt: „Es gibt ja keine Regeln, also ist es erlaubt.“ Eigentlich gilt aber noch der Weltraumvertrag, also offiziell ist es nicht erlaubt.</p>



<p>Aber die großen Staaten werden es machen: USA, China, Russland, vielleicht Indien, und auch Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die viel Geld haben. Es geht oft darum, der Erste zu sein – egal ob Staat oder privates Unternehmen – immer mit einem verantwortlichen Staat im Hintergrund. </p>



<p>Bisher denkt niemand wirklich über die Konsequenzen nach. Ich habe letztes Jahr im UN-Weltraumausschuss in Wien vorgeschlagen, dass ein Eingriff in die Mondoberfläche auch als Eingriff in eine Art Umwelt gesehen werden sollte, auch wenn es kein Ökosystem wie auf der Erde gibt. Auf der Erde gibt es Umweltverträglichkeitsprüfungen, bevor man in Flüsse, Meere oder Gebiete eingreift, die auch international anerkannt sind. Und genau so sollte man auch auf den Mond schauen: man sollte prüfen, welche Folgen der Abbau dort hat, bevor man einfach alles verändert.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net: Was wäre Ihre persönliche Wunschvorstellung?</strong></p>



<p><strong>Prof. Schladebach: </strong>Dass wir die Ressourcen erst einmal auf der Erde vernünftig nutzen. Dass wir uns um die wiederanbaubaren Rohstoffe kümmern und die Himmelskörper wie den Mond in Ruhe lassen. Denn wenn man den Mond jetzt bewirtschaftet oder, sagen wir mal ein bisschen Science-Fiction-mäßig, sogar besiedelt – da gibt’s ja alle möglichen Vorstellungen, von Stationen bis zu Mondhotels oder Infrastruktur, um irgendwann vielleicht zum Mars weiterzufliegen – dann ist das für den Mond nicht unbedingt günstig.</p>



<p>Es geht nicht nur um Nutzung, sondern irgendwann auch um Übernutzung, und ob das für das Verhältnis Mond–Erde gut wäre, ist fraglich. </p>



<p>Damit sage ich nicht, dass man den Mond nicht besuchen sollte, wissenschaftliche Forschung ist total wichtig. Schon die zwölf Apollo-Astronauten Anfang der 70er haben gezeigt, dass man durch den Mond viel über sich selbst und die Erde lernen kann. Aber richtigen Bergbau wie in Brandenburg, Krater und Kohlegruben auf dem Mond, das fände ich zu viel. Ob man das auf Dauer überhaupt stoppen kann, weiß ich nicht – die Menschheit strebt ja immer nach „mehr“ und macht alles, was technisch möglich ist.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582769#msg582769" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19915.msg584490#msg584490" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumrecht</a></li>
</ul>





<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 10:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Polarlichter]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Vigil]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150996</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><mark>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde.</mark> In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das diffuse Leuchten ist nicht nur wunderschön, sondern auch eindrucksvolle Erinnerung, dass Eruptionen auf der Sonne direkten Einfluss auf die Erde haben können. Dieser stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde geht die aktuelle Vortragsreihe „Im Feuerwerk der Sonne“ am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nach. In sechs Vorträgen berichten Forschende von Februar bis Mai 2026 vom aktiven Wesen unseres Sterns. Sie beschreiben den aktuellen Zustand der Sonne, blicken weit in ihre Vergangenheit, präsentieren Neuigkeiten aus der Polarlichtforschung, erklären die Gefahren von gefährlichem Weltraumwetter für die Erde und berichten von Plänen, Sonnenstürme in Zukunft besser vorhersagen zu können. Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.<br><em><strong>Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion: </strong>&#8222;Wir übernehmen diese Ankündigung leider nicht zeitgerecht. Der erste Vortrag der Reihe erfolgte bereits, fünf der Vorträge folgen jedoch noch, der Nächste demnächst&#8220;.</em></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/8608430/pm20260115-oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/Pressemitteilung/Im Feuerwerk der Sonne</a>, 15. Januar 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-rl_caption="" title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="366" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg" alt="" class="wp-image-150994" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Öffentliche Vortragsreihe Februar &#8211; Mai 2026<br><mark>Bildquelle: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Auftakt macht MPS-Direktor <mark>Prof. Dr. Sami K. Solanki</mark> am <mark>12. Februar 2026</mark>. Sein Vortrag „<mark>Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde</mark>“ bietet einen einführenden Überblick über die Aktivität der Sonne. Es geht um Eruptionen und Strahlungsausbrüche, den schwankenden Aktivitätszyklus unseres Sterns, ihren aktuellen Zustand und die Frage, was uns der Blick auf ferne Sterne über gewaltige Sonnenausbrüche, so genannte Superflares, lehren kann.</li>



<li>Weniger explosiv als Sonneneruptionen, aber ebenso faszinierend ist der Sonnenwind: der stetige, nie ganz abreißende Teilchenstrom von der Sonne, der zum Teil mit Überschallgeschwindigkeiten bis an den Rand des Sonnensystems jagt. Unter dem Titel „<mark>Unsichtbar und doch zu messen: Wie der Wind von der Sonne ihre Umgebung prägt</mark>“ berichtet <mark>Prof. Dr. Hardi Peter</mark> am <mark>12. März 2026</mark> vom Einfluss des ständigen Sonnenteilchenbeschusses auf die Erde.</li>



<li>Den wohl malerischsten Auswirkungen der Sonnenaktivität, den Polarlichtern, wendet sich <mark>Prof. Dr. Yasuhito Narita</mark> von der TU-Braunschweig am <mark>2. April 2026</mark> zu. In seinem Vortrag „<mark>Polarlichter: Faszination und aktuelle Forschung</mark>“ erklärt er, wie die Leuchterscheinungen am Himmel entstehen und welche Erkenntnisse Forschende daraus gewinnen können.</li>



<li>Um gefährliche Auswirkungen der Sonnenaktivität geht es am <mark>16. April 2026</mark>. In seinem Vortrag „<mark>Gefahren von Weltraumwetter für unsere moderne Infrastruktur</mark>“ berichtet <mark>Dr. Volker Bothmer</mark> vom Institut für Astrophysik und Geophysik der Universität Göttingen von den Problemen, zu denen heftige Sonnenstürme auf der Erde führen können.</li>



<li>Auf eine Reise in die weite Vergangenheit unseres Sterns entführt <mark>Dr. Natalie Krivova</mark> vom MPS mit ihrem Vortrag „<mark>Wenn die Sonne tobt: Auf den Spuren der stärksten Sonnenstürme des Holozäns</mark>“ am <mark>7. Mai 2026</mark>. Um zu verstehen, zu welchem Verhalten die Sonne prinzipiell fähig ist, blickt die Forscherin zurück auf die Epoche der Nacheiszeit. Gibt es Hinweise auf starke Sonnenstürme? Wie häufig kamen sie vor? Und wie lassen sie sich nach Jahrhunderten und Jahrtausenden aufspüren?</li>



<li>Um Zukunftsmusik geht es im letzten Vortrag der Reihe: <mark>Mission Vigil &#8211; Weltraumwettervorhersage aus einzigartiger Perspektive</mark>. 2031 startet die ESA-Raumsonde Vigil ins All. Aus seitlicher Beobachtungsposition wird der Sonnenspäher eher als erdnahe und erdgebundene Teleskope erkennen können, wenn sich auf der Sonne gefährliches Weltraumwetter zusammenbraut. Eines der wissenschaftlichen Instrumente der Mission entsteht derzeit am MPS. Am <mark>21. Mai 2026</mark> gibt <mark>Dr. Johann Hirzberger</mark> vom MPS einen Überblick.</li>
</ul>



<p>Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.</p>



<p>Hinweis zum Parken: Das MPS liegt am Nordcampus der Uni Göttingen und bietet so viele Parkmöglichkeiten. Einige öffentliche Parkplätze finden sich rechts neben dem Haupteingang des Instituts. Weitere Parkplätze gibt es am nahegelegen Friedrich-Hund-Platz zwischen den Fakultäten für Chemie und Physik.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20840.msg584487#msg584487" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vortragsreihe 2026 am MPS, Göttingen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/" data-wpel-link="internal">Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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