Zwischen dem 11. und 12. August nahm der Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA eine Reihe von Bildern eines neuen Kraters auf dem Mond auf. Der Krater entstand am 5. August, als eine Oberstufe der SpaceX Falcon 9 nach dem Start der Mission „Firefly Blue Ghost M1“ im Januar 2025 auf der Mondoberfläche aufschlug.
Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.
Quelle: NASA Science Editorial Team, 18. August 2026

Credit: NASA Goddard/Intuitive Machines
Um Aufnahmen des Einschlags zu machen, neigten die Ingenieure das Raumfahrzeug so, dass seine Kameras jedes Mal auf den Krater gerichtet waren, wenn der LRO in einer Höhe von etwa 60 Meilen über dem Mond vorbeiflog und dabei 1 Meile pro Sekunde zurücklegte. Der Orbiter umkreist den Mond alle zwei Stunden von Pol zu Pol, während sich der Mond langsam unter ihm dreht. Um eine bestimmte Stelle zu fotografieren, muss das Raumfahrzeug warten, bis diese Stelle ins Blickfeld rückt, was in diesem Fall sechs Tage dauerte.
Die richtige Ausrichtung war nur die halbe Herausforderung; auch das Timing musste präzise sein. Hätte die Kamera auch nur 10 Sekunden zu früh oder zu spät ausgelöst, wäre das Ziel um 10 Meilen aus der Mitte gerückt.

Credit: NASA’s Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab
Dank der Vielzahl an Blickwinkeln konnten die Wissenschaftler den Krater unter verschiedenen Lichtverhältnissen betrachten, wodurch einzigartige Merkmale sichtbar wurden. Auf Bildern, auf denen der Kraterrand deutlich zu erkennen war, maßen die Wissenschaftler dessen Breite von 18 Meter. Anhand der Länge seines Schattens stellten die Wissenschaftler außerdem fest, dass der Krater weniger als 3 Meter tief ist.
Um diese Details festzuhalten, setzte die LRO ihre Schmalwinkelkamera ein, die Merkmale mit einer Breite von knapp unter 1 Meter erkennen kann.

Credit: NASA Goddard/Intuitive Machines
Die obigen Bilder zeigen helle und dunkle Streifen, die sich vom Krater aus erstrecken. Die dunkleren Streifen bestehen aus Oberflächenstaub und Gesteinsbrocken, die im Laufe langer Zeit durch Sonnenwind, galaktische kosmische Strahlung und Mikrometeoriteneinschläge verwittert wurden. Dieses verwitterte Material wurde durch den Einschlag aus einer Tiefe von 1,5 Fuß aus der Mondoberfläche herausgegraben. Die helleren Streifen nahe dem Kraterrand bestehen aus frischem Material, das aus tieferen Schichten der Mondoberfläche herausgegraben wurde.

Credit: NASA/JPL-Caltech
Die Lokalisierung der Einschlagstelle erforderte eine weltweite Zusammenarbeit zwischen Experten und Amateurastronomen. Unabhängige Astronomen ermittelten zunächst anhand öffentlich zugänglicher Daten die Flugbahn der Rakete. Das Center for Near Earth Object Studies der NASA, das im Rahmen des Planetary Defense-Programms der Behörde natürliche Objekte verfolgt, die eine Gefahr für die Erde darstellen könnten, nutzte diese Gelegenheit, um Instrumente und Techniken zur Vorhersage von Einschlägen zu testen und zu validieren.
Das Zentrum mit Sitz im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien verfeinerte die Flugbahn schrittweise, bis der Einschlagort ermittelt war, den es der Republik Korea für das Team des „Korea Pathfinder Lunar Orbiter“ (Danuri) zur Verfügung stellte. Das Team nutzte wenige Stunden später die hochauflösende LUTI-Kamera an Bord von Danuri, um den Krater abzubilden, und stellte fest, dass die Vorhersage auf knapp 1 Kilometer genau war.
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