Erdbeobachtungssatelliten helfen uns dabei, Phänomene wie Waldbrände, Dürren und Hitzewellen aus dem Weltraum zu überwachen. Diese Bilder zeigen, wie sich die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Welt auswirken.
Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.
Quelle: ESA / Applications / Observing the Earth / FutureEO / Space for our climate, 10. August 2026
Extreme Hitze tritt in Europa und weltweit immer häufiger und intensiver auf. Der Copernicus-Klimadienst meldete außergewöhnliche Temperaturen: Der Juni 2026 war weltweit der zweitwärmste Juni, während Westeuropa den wärmsten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnete.
Zwar können Brände durch menschliche Unachtsamkeit, wie beispielsweise eine weggeworfene Zigarette, oder durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge ausgelöst werden, doch haben die hohen Temperaturen in Verbindung mit Regenmangel und geringer Bodenfeuchtigkeit sowie starkem Wind leider optimale Bedingungen für Waldbrände geschaffen.
Alle auf dieser Seite genannten Phänomene stehen in engem Zusammenhang mit dem Klimawandel. Schätzungen zufolge entstehen bis zu 35 % der Treibhausgase durch die Verbrennung organischer Substanzen in Wäldern, Buschland und Grasland, während anhaltende Trockenheit mit geringeren Niederschlägen und einem geringeren Wasserabfluss in Flüssen zusammenhängt. Die Beobachtung und Erfassung dieser miteinander verbundenen Phänomene aus dem Weltraum spielt eine wichtige Rolle für unser Verständnis des Klimas.
Sehen Sie sich im untenstehenden Karussell eine Auswahl der aktuellsten Bilder der ESA zu diesem Thema an.
Bilder: Credit: ESA
Katastrophenhilfe aus dem Weltraum
Seit dem 1. Mai 2026 wurde der Copernicus Emergency Management Service (Copernicus-Katastrophenschutzdienst CEMS) mehr als 30 Mal aktiviert, um Daten und Bilder zu Waldbränden in Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Grönland, Italien, Polen, Portugal, Spanien, Tunesien und dem Vereinigten Königreich bereitzustellen.
Da die Hitzewelle anhält und mit trockenen Bedingungen am Boden einhergeht, liefern Satelliten über den CEMS zeitnahe Daten.
Missionen wie Copernicus Sentinel-2 erfassen hochauflösende Bilder in 13 Spektralbändern und sind damit ein nützliches Instrument zur Überwachung der Vegetation in Echtfarben sowie zur Erfassung von Infrarotdaten, die Wärmegebiete anzeigen.
Copernicus Sentinel-3 liefert zudem nützliche und aktuelle Daten sowohl über Land als auch über Meer. Sein „Ocean Land and Colour Instrument“ (OLCI) erfasst Daten über eine Streifenbreite von 1.270 km, und das „Sea and Land Surface Temperature Radiometer“ (SLSTR) der Mission ist ein leistungsstarker und hochpräziser Sensor, der Land- und Meerestemperaturen misst.
Copernicus Sentinel-5P misst Spurengase und Aerosole, die in großen Mengen durch Waldbrände freigesetzt werden und die regionale Luftqualität beeinträchtigen.
Auch EarthCARE der ESA ist in der Lage, aktive Waldbrände und Rauchfahnen mit seinem Multispektral-Imager sichtbar zu machen, während sein fortschrittliches Lidar zur Charakterisierung von Emissionen wie Rauch eingesetzt werden kann.
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