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	<title>GALEX &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>GALEX &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>MPIA: Ein massereiches Schwarzes Loch erwacht &#8211; &#8222;live&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 20:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen sehen das Erwachen eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA). Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 19. Juni 2024. 19. Juni 2024 &#8211; Ende 2019 begann die zuvor unauffällige Galaxie SDSS1335+0728 plötzlich heller zu leuchten als je zuvor. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, haben Astronomen Daten von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Astronomen sehen das Erwachen eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 19. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GalaxieSDSS13350728leuchtetaufESOMKornmesser2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GalaxieSDSS13350728leuchtetaufESOMKornmesser26.jpg" alt="Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" class="wp-image-141296"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung: Die Galaxie SDSS1335+0728 leuchtet auf. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">19. Juni 2024 &#8211; Ende 2019 begann die zuvor unauffällige Galaxie SDSS1335+0728 plötzlich heller zu leuchten als je zuvor. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, haben Astronomen Daten von mehreren Weltraum- und Bodenobservatorien, darunter das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO), verwendet, um die Helligkeitsschwankungen der Galaxie nachzuverfolgen. In einer heute veröffentlichten Studie kommen sie zu dem Schluss, dass sie bisher noch nie beobachtete Veränderungen in einer Galaxie sehen – wahrscheinlich das Ergebnis des plötzlichen Erwachens des massereichen Schwarzen Lochs in ihrem Zentrum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Stellen Sie sich vor, Sie beobachten eine weit entfernte Galaxie seit Jahren, und sie schien immer ruhig und inaktiv zu sein“, sagt Paula Sánchez Sáez, eine Astronomin der ESO in Deutschland und Hauptautorin der Studie, die zur Veröffentlichung in Astronomy &amp; Astrophysics angenommen wurde. „Plötzlich zeigt ihr [Kern] dramatische Veränderungen in der Helligkeit, die sich von allen typischen Ereignissen, die wir bisher gesehen haben, unterscheiden.“ Genau das ist mit SDSS1335+0728 passiert, das nun als „aktiver galaktischer Kern“ (AGN) eingestuft wird – eine helle, kompakte Region, die von einem massereichen Schwarzen Loch angetrieben wird – nachdem es sich im Dezember 2019 dramatisch aufgehellt hatte [1].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Phänomene, wie Supernova-Explosionen oder das durch Gezeitenkräfte verursachte Auseinanderbrechen von Sternen, bei denen ein Stern einem Schwarzen Loch zu nahe kommt und auseinandergerissen wird, können dazu führen, dass Galaxien plötzlich heller leuchten. Diese Helligkeitsschwankungen dauern jedoch in der Regel nur einige Dutzend oder höchstens einige Hundert Tage an. SDSS1335+0728 wird auch heute noch heller, mehr als vier Jahre, nachdem zum ersten Mal beobachtet wurde, dass sie „aufleuchtet“. Weiterhin sind die in der Galaxie, die sich 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Jungfrau befindet, festgestellten Schwankungen anders als alle bisher beobachteten und weisen die Astronomen auf eine andere Erklärung hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team versuchte, diese Helligkeitsschwankungen mithilfe einer Kombination aus Archivdaten und neuen Beobachtungen von mehreren Standorten, darunter dem X-Shooter-Instrument am VLT der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste, zu verstehen [2]. Beim Vergleich der vor und nach Dezember 2019 aufgenommenen Daten stellten sie fest, dass SDSS1335+0728 jetzt viel mehr Licht im ultravioletten, optischen und infraroten Wellenlängenbereich abstrahlt. Die Galaxie begann im Februar 2024 auch mit der Aussendung von Röntgenstrahlen. „Dieses Verhalten ist beispiellos“, sagt Sánchez Sáez, die auch mit dem Millennium Institute of Astrophysics (MAS) in Chile verbunden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die naheliegendste Erklärung für dieses Phänomen ist, dass wir beobachten, wie der [Kern] der Galaxie anfängt, (…) Aktivität zu zeigen“, sagt die Co-Autorin Lorena Hernández García vom MAS und der Universität Valparaíso in Chile. „Wenn das stimmt, wäre dies das erste Mal, dass wir die Aktivierung eines massereichen Schwarzen Lochs in Echtzeit beobachten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Massereiche Schwarze Löcher – mit Massen, die über hunderttausend Mal größer sind als die unserer Sonne – existieren im Zentrum der meisten Galaxien, einschließlich der Milchstraße. „Diese Giganten schlafen normalerweise und sind nicht direkt sichtbar“, erklärt der Co-Autor Claudio Ricci von der Diego-Portales-Universität, ebenfalls in Chile. „Im Fall von SDSS1335+0728 konnten wir das Erwachen des massereichen Schwarzen Lochs beobachten, das sich plötzlich das in seiner Umgebung vorhandene Gas einverleibte und sehr hell wurde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Prozess (…) wurde noch nie zuvor beobachtet“, sagt Hernández García. In früheren Studien wurde zwar berichtet, dass inaktive Galaxien nach mehreren Jahren aktiv werden, doch dies ist das erste Mal, dass der Prozess selbst – das Erwachen des Schwarzen Lochs – in Echtzeit beobachtet wurde. Ricci, der auch mit dem Kavli-Institut für Astronomie und Astrophysik an der Peking-Universität in China verbunden ist, fügt hinzu: „Das könnte auch bei unserem eigenen Sgr A*, dem massereichen Schwarzen Loch (…) im Zentrum unserer Galaxie, passieren“, aber es ist unklar, wie wahrscheinlich dies ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind noch weitere Beobachtungen erforderlich, um alternative Erklärungen auszuschließen. Eine andere Möglichkeit ist, dass wir ein ungewöhnlich langsames Ereignis der Gezeitenstörung oder sogar ein neues Phänomen beobachten. Wenn es sich tatsächlich um ein Ereignis der Gezeitenstörung handelt, wäre dies das längste und schwächste Ereignis dieser Art, das jemals beobachtet wurde. „Unabhängig von der Art der Schwankungen liefert [diese Galaxie] wertvolle Informationen darüber, wie Schwarze Löcher wachsen und sich entwickeln“, sagt Sánchez Sáez. „Wir gehen davon aus, dass Instrumente wie [MUSE am VLT oder die Instrumente am zukünftigen Extremely Large Telescope (ELT)] entscheidend zum Verständnis beitragen werden [warum die Galaxie heller wird].“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] Die ungewöhnlichen Helligkeitsschwankungen der Galaxie SDSS1335+0728 wurden vom Zwicky-Transient-Facility-Teleskop (ZTF) in den USA entdeckt. Anschließend stufte der von Chile aus geleitete Algorithmus Automatic Learning for the Rapid Classification of Events (ALeRCE) SDSS1335+0728 als aktiven Galaxienkern ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Das Team sammelte Archivdaten von den NASA-Satelliten Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) und Galaxy Evolution Explorer (GALEX), dem Two Micron All Sky Survey (2MASS), dem Sloan Digital Sky Survey (SDSS) und dem eROSITA-Instrument auf dem Spektr-RG-Weltraumobservatorium von IKI und DLR. Neben dem VLT der ESO wurden die Nachbeobachtungen mit dem Southern Astrophysical Research Telescope (SOAR), dem W. M. Keck Observatory und dem Neil Gehrels Swift Observatory und dem Chandra X-ray Observatory der NASA durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Studie wurde in einem Artikel mit dem Titel „SDSS1335+0728: The awakening of a ∼ 106M⊙ black hole” veröffentlicht, der in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics (https://aanda.org/10.1051/0004-6361/202347957) erschienen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus P. Sánchez-Sáez (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland [ESO] und Millenium Institute of Astrophysics, Chile [MAS]), L. Hernández-García (MAS und Instituto de Física y Astronomía, Universidad de Valparaíso, Chile [IFA-UV]), S. Bernal (IFA-UV und Millennium Nucleus on Transversal Research and Technology to Explore Supermass , Chile [TITANS]), A. Bayo (ESO), G. Calistro Rivera (ESO und Deutsche Luft- und Raumfahrtgesellschaft [DLR]), F. E. Bauer (Instituto de Astrofísica, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile; Centro de Astroingeniería, Pontificia Universidad Católica de Chile, Chile; MAS; und Space Science Institute, USA), C. Ricci (Instituto de Estudios Ast rofísicos, Universidad Diego Portales, Chile [UDP] und Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics, China), A. Merloni (Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik, Deutschland [MPE]), M. J. Graham (California Institute of Technology, USA), R. Cartier (Gemini Observatory, NSF National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory, Chile, und UDP), P. Arévalo (IFA-UV und TITANS), R.J. Assel (UDP), A. Concas (ESO und INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Arcetri, Italien), D. Homan (Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, Deutschland [AIP]), M. Krumpe (AIP), P. Lira (Departamento de Astronomía, Universidad de Chile, Chile [UChile], und TITANS), A. Malyali (MPE), M. L. Martínez-Aldama (Astronomy Department, Universidad de Concepción, Chile), A. M. Muñoz Arancibia (MAS und Center for Mathematical Modeling, University of Chile, Chile [CMM-UChile]), A. Rau (MPE), G. Bruni ( INAF – Institut für Weltraumastrophysik und Planetologie, Italien), F. Förster (Data and Artificial Intelligence Initiative, Universität Chile, Chile; MAS; CMM-UChile; und UChile), M. Pavez-Herrera (MAS), D. Tubín-Arenas (AIP) und M. Brightman (Cahill Center for Astrophysics, California Institute of Technology, USA).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das Haus der Astronomie in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>P. Sánchez-Sáez et al., &#8222;SDSS1335+0728: The awakening of a ∼ 10^6 M⊙ black hole&#8220;, Astronomy &amp; Astrophysics (202)<br>DOI: 10.1051/0004-6361/202347957<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/08/aa47957-23/aa47957-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/08/aa47957-23/aa47957-23.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg562948#msg562948" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Mission GALEX ist beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-mission-galex-ist-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Jun 2013 10:24:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach mehr als zehn Jahren wurde am vergangenen Freitag die Mission des Weltraumteleskops GALEX endgültig beendet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Das Weltraumteleskop GALEX wurde am 28. April 2003 mit einer Rakete vom Typ Pegasus XL in eine Erdumlaufbahn befördert und anschließend hauptsächlich zur Beobachtung von Galaxien im UV-Bereich des elektromagnetischen Spektrums eingesetzt. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach mehr als zehn Jahren wurde am vergangenen Freitag die Mission des Weltraumteleskops GALEX endgültig beendet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme von GALEX zeigt die 17 Millionen Lichtjahre entfernte, im Sternbild Jagdhunde gelegene Galaxie Messier 94 (NGC 4736) im ultravioletten Licht. Das Zentrum der Galaxie ist von einem hellen Ring aus jungen Sternen umgeben. Die Astronomen vermuten, dass die ovale Form der Galaxie für das Entstehen dieses Ringes verantwortlich ist. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop <i>GALEX</i> wurde am 28. April 2003 mit einer Rakete vom Typ <i>Pegasus XL</i> in eine Erdumlaufbahn befördert und anschließend hauptsächlich zur Beobachtung von Galaxien im UV-Bereich des elektromagnetischen Spektrums eingesetzt. Nach dem Ablauf der Primärmission im Herbst 2007 wurde die Mission trotz diverser mittlerweile aufgetretener technischer Probleme zunächst verlängert. Im Jahr 2009 führte ein weiterer Kurzschluss in der Elektronik dazu, dass der für die Beobachtung des fernen UV-Bereiches benötigte Detektor des Teleskops nicht mehr eingesetzt werden konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Februar 2012 wurde das Weltraumteleskop zunächst in einen Standby-Modus versetzt (<a href="https://www.raumfahrer.net/weltraumteleskop-galex-befindet-sich-im-standby-modus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Bei dieser Maßnahme handelte es sich um einen ersten Schritt für die vorgesehene vollständige Dekommissionierung des Weltraumteleskops, welche laut des für die Kontrolle von <i>GALEX</i> zuständigen Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien noch im selben Jahr erfolgen sollte. Zeitgleich wurden jedoch auch Verhandlungen zwischen der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/California_Institute_of_Technology" target="_blank" data-wpel-link="external">California Institute of Technology</a> (Caltech) geführt, welches die <i>GALEX</i>-Mission gerne fortsetzen wollte. Hieraus resultierte letztlich ein Vertrag, mit dem die NASA das <i>GALEX</i> ab dem 16. Mai 2012 an das Caltech auslieh, welches die Mission somit weiterbetreiben konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt wurde die überaus erfolgreiche Mission dieses Weltraumteleskops jedoch endgültig beendet. Die Kommandos für die Stillegung wurden am Freitag, dem 28. Juni 2013 um 21.09 Uhr MESZ an <i>GALEX</i> übermittelt. Das Teleskop wird allerdings noch mindestens weitere 65 Jahre in einer Umlaufbahn um die Erde verbleiben, bevor es in die Erdatmosphäre eintritt und in dieser verglüht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der <i>GALEX</i>-Mission wurden weite Teile des Universums mit einer großen Detailgenauigkeit im UV-Bereich abgebildet. Dies ermöglichte den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern eine Katalogisierung von Galaxien, welche sich bis zu 10 Milliarden Lichtjahre von unserer Heimatgalaxie entfernt befinden. Wissenschaftliche Höhepunkte der Mission waren unter anderem:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Entdeckung eines &#8222;Schweifs&#8220;, welcher dem Stern <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mira_(Stern)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mira</a> im Sternbild Cetus (zu deutsch &#8222;Walfisch) folgt, und der über eine Ausdehnung von etwa 13 Lichtjahren verfügt. </li><li>Die Beobachtung eines Schwarzen Lochs, welches gerade einen Stern verschlingt. </li><li>Das Auffinden von jungen Sternen in den Halos verhältnismäßig alter, inaktiver Galaxien. </li><li>Die unabhängige Bestätigung der Natur der Schwarzen Materie.</li><li>Die Entdeckung von &#8222;Teenager&#8220;-Galaxien, welche offenbar über ein sehr junges Alter verfügen. </li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="550" height="137"/></a><figcaption>
Im Jahr 2007 gelang mit dem GALEX-Weltraumteleskop die Entdeckung eines &#8222;Schweifs&#8220;, welcher dem Stern Mira im Sternbild Walfisch folgt. Dieser Schweif erstreckt sich über eine Länge von 13 Lichtjahren. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Weiterbetrieb der Mission durch das Caltech wurde das Weltraumteleskop von Wissenschaftlern aus der ganzen Welt dazu genutzt, um sowohl die Sterne in unserer Heimatgalaxie als auch Hunderttausende von bis zu fünf Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien zu studieren. Während des letzten Jahres scannten die Astronomen dabei erneut weite Bereiche des Himmels. Neben der Entdeckung diverser Supernovae konnten dabei auch die Zentren einer Vielzahl von aktiven Galaxien untersucht werden. Des Weiteren untersuchten die Wissenschaftler das Zentrum unserer eigenen Heimatgalaxie, studierten massereiche Schwarze Löcher und analysierten die Stoßfronten, welche von früheren Supernovae-Explosionen ausgehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062013122402_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Die im Sternbild Haar der Berenike gelegene Galaxie NGC 4565 befindet sich in einer Entfernung von etwa 30 bis 50 Millionen Lichtjahren zu unserer Heimatgalaxie. Diese Galaxie ist fast senkrecht zu unserer eigenen Galaxie ausgerichtet. Durch den so gegebenen Blick auf die &#8222;Kante&#8220; von NGC 4565 ergibt sich deren bleistiftförmiges Aussehen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Mission von <i>GALEX</i> ist jetzt zwar beendet, aber die Auswertung der wissenschaftlichen Daten dauert auch weiter an&#8220;, so Kerry Erickson, der Projektmanager der Mission vom JPL. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Während der letzten Jahre studierten wir mit dem <i>GALEX</i> Objekte, von denen wir niemals gedacht hätten, dass wir sie beobachten könnten. Dies reicht von den Magellanschen Wolken über helle Nebel bis hin zu den Supernova-Überresten in der galaktischen Ebene&#8220;, so David Schiminovich von der Columbia University in New York/USA, welcher die <i>GALEX</i>-Beobachtungen während des letzten Jahres geleitet hat. &#8222;Einige der schönsten und aus wissenschaftlicher Sicht überzeugendsten Aufnahmen stammen aus diesem letzten Beobachtungszyklus.&#8220; Die dabei gewonnenen Daten sollen der Öffentlichkeit im nächsten Jahr zugänglich gemacht werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1080.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galex</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neues von GALEX</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-von-galex/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 17:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich sollte das Weltraumteleskop GALEX bereits im Jahr 2012 außer Dienst gestellt werden. Aufgrund einer Initiative des California Institute of Technology (Caltech) wird die Mission jedoch weiter betrieben und liefert den Astronomen auch weiterhin wichtige Einblicke in den Aufbau des Weltalls und der Entstehung und Weiterentwicklung der Galaxien. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Caltech, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eigentlich sollte das Weltraumteleskop GALEX bereits im Jahr 2012 außer Dienst gestellt werden. Aufgrund einer Initiative des California Institute of Technology (Caltech) wird die Mission jedoch weiter betrieben und liefert den Astronomen auch weiterhin wichtige Einblicke in den Aufbau des Weltalls und der Entstehung und Weiterentwicklung der Galaxien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Caltech, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa260.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Weltraumteleskops GALEX. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop <i>GALEX</i> wurde am 28. April 2003 mit einer Rakete vom Typ <i>Pegasus XL</i> in eine Erdumlaufbahn befördert und anschließend hauptsächlich zur Beobachtung von Galaxien im UV-Bereich des elektromagnetischen Spektrums eingesetzt. Nach dem Ablauf der Primärmission im Herbst 2007 wurde die Mission trotz diverser mittlerweile aufgetreten technischen Problemen zunächst verlängert. Im Jahr 2009 führte ein weiterer Kurzschluss in der Elektronik dazu, dass der für die Beobachtung des fernen UV-Bereiches benötigte Detektor des Teleskops nicht mehr eingesetzt werden konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Februar 2012 wurde das Weltraumteleskop schließlich in einen Standby-Modus versetzt (<a href="https://www.raumfahrer.net/weltraumteleskop-galex-befindet-sich-im-standby-modus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Bei diese Maßnahme handelte es sich um einen ersten Schritt für die vorgesehene vollständige Dekommissionierung des Weltraumteleskops, welche laut dem für die Kontrolle von <i>GALEX</i> zuständigen Jet Propulsion Laboratory (JPL) noch im selben Jahr erfolgen sollte. Zeitgleich wurden jedoch auch Verhandlungen zwischen der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/California_Institute_of_Technology" target="_blank" data-wpel-link="external">California Institute of Technology</a> (Caltech) geführt, welches die Nutzung des Teleskops gerne fortsetzen wollte. Hieraus resultierte letztendlich ein Vertrag, mit dem die NASA das <i>GALEX</i> ab dem 16. Mai 2012 an das Caltech auslieh, welches die Mission somit weiterbetreiben konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die NASA betrachtet dies als eine Möglichkeit dafür, dass die Öffentlichkeit auch weiterhin von den Erkenntnissen dieser mit Bundesmitteln entwickelten Mission profitieren kann&#8220;, so Paul Hertz, der leitende Verantwortliche für den Bereich Astrophysik der NASA im Rahmen der entsprechenden Bekanntmachung. &#8222;Dies ist ein hervorragendes Beispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft, aus der letztendlich die astronomischen Forschungen in den USA profitieren werden.&#8220; Für die dabei anfallenden Betriebskosten von rund 100.000 US-Dollar pro Monat kommt das Caltech auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Mission war voller Überraschungen und wird uns jetzt auch in der Zukunft weitere neue Erkenntnisse vermitteln&#8220;, so Chris Martin, der für die <i>GALEX</i>-Mission verantwortliche Wissenschaftler des Caltech, der sich mit dieser Einschätzung offensichtlicht nicht verkalkuliert hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_small_2.jpg" alt="NASA's Goddard Space Flight Center, ESO, JPL-Caltech, DSS" width="260"/></a><figcaption>
Etwa 212 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt befindet sich die Galaxie NGC 6872. Die beiden Gezeitenarme bildeten sich durch wechselwirkende Schwerkrafteinflüsse mit der kleineren, scheibenförmigen Galaxie IC 4970, welche sich in dieser Aufnahme als ein helles Oval oberhalb der zentralen Region von NGC 6872 abzeichnet. Im gelben Kreis am linken oberen Bildrand ist eine nur im ultravioletten Licht sichtbare Ansammlung von Sternen zu erkennen, die sich vom Gezeitenarm abgelöst hat und eine &#8222;Gezeiten-Zwerggalaxie&#8220; bildet. 
<br>
(Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center, ESO, JPL-Caltech, DSS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erst kürzlich neu gewonnene Erkenntnis bezieht sich auf die im Sternbild Pfau (lat. Pavo) gelegene und etwa 212 Millionen Lichtjahre von unserer Heimatgalaxie entfernt befindliche <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balkenspiralgalaxie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Balkenspiralgalaxie</a> NGC 6872. Bereits seit Jahrzehnten wird diese Galaxie zu den größten derzeit bekannten Balkenspiralgalaxien gezählt. Im Rahmen einer Auswertung der bisher gesammelten <i>GALEX</i>-Daten stellte ein internationales Team von Astronomen aus den USA, Chile und Brasilien jetzt fest, dass es sich hierbei vielmehr sogar um die größte derzeit bekannte Galaxie dieses Typs handeln könnte. Mit einem Durchmesser von etwa 522.000 Lichtjahren ist NGC 6872 etwa fünf mal größer als unsere Heimatgalaxie. 
<br>
&#8222;Ohne die durch das <i>GALEX</i> ermöglichten Messungen, mit denen sich die jüngsten, heißesten der in dieser Galaxie beheimateten Sternen aufgrund des von ihnen ausgehenden UV-Licht erkennen lassen, hätten wir niemals das volle Ausmaß dieses faszinierenden Systems erkennen können&#8220;, so Rafael Eufrasio vom Goddard Space Flight Center (GSFC) der NASA. Die ungewöhnliche Größe und die Form der Galaxie &#8211; so die Interpretation der Astronomen &#8211; resultieren aus einer Interaktion mit der benachbarten, aber viel kleineren Scheibengalaxie IC 4970, welche lediglich etwa 20 Prozent der Masse von NGC 6872 aufweist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den konventionellen Modellen über die Entstehung und Weiterentwicklung von Galaxien gehen die Astronomen davon aus, dass größere und massereichere Galaxien im Laufe der Zeit die ihnen nahe gelegenen kleineren und somit masseärmeren Galaxien absorbieren und die dort enthaltenen Sterne regelrecht &#8222;aufsaugen&#8220;, was letztendlich zu einem Massezuwachs der größeren Galaxie bei einem zeitgleich erfolgenden &#8222;Verschwinden&#8220; der kleineren Galaxien führt. Dies scheint aber zumindestens im Fall von NGC 6872/IC 4970 in dieser Form nicht der Fall zu sein. Trotz der geringeren Masse wirkt IC 4970 mit ihren gravitativen Kräften auf die größere Galaxie NGC 6872 ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_small_3.jpg" alt="NASA's Goddard Space Flight Center, after C. Horellou (Onsala Space Observatory) and B. Koribalski (ATNF)" width="260"/></a><figcaption>
Eine Computersimulation der Annäherung der beiden Galaxien NGC 6872 und IC 4970. 
<br>
(Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center, after C. Horellou (Onsala Space Observatory) and B. Koribalski (ATNF))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Wechselwirkung zwischen den beiden Galaxien werden große Mengen an Gas und Staub aus NGC 6872 herausgerissen, aus denen sich neue, massereiche Sterne bilden. Diese neu entstehenden, sehr heißen Sterne leuchten bevorzugt im energiereichen ultravioletten Licht, welches von <i>GALEX</i> registriert werden kann. Die <i>GALEX</i>-Aufnahmen zeigen, dass sich vom nordöstlichen Spiralarm der größeren Galaxie eine Wolke aus jungen Sternen gelöst hat, welche jetzt eine sich gerade bildende &#8222;Mini-Galaxie&#8220; formen. Diese wird von den Astronomen als &#8222;Gezeiten-Zwerggalaxie&#8220; bezeichnet. Nähere Analysen zeigen, dass die dort konzentrierten Sterne über ein Alter von etwa 200 Millionen Jahren verfügen. Mit einer zunehmenden Annäherung an das Zentrum von NGC 6872 weisen die in dieser Region befindlichen Sterne dagegen ein immer größeres Alter auf. 
<br>
Diese Beobachtung deckt sich mit Computersimulationen, welche bereits im Jahr 2007 von einem Team um Cathy Horellou vom Onsala Space Observatory/Schweden veröffentlicht wurden. Aus diesen Berechnungen ergab sich, dass die Galaxie IC 4970 vor rund 130 Millionen Jahren ihre dichteste Annäherung an NGC 6872 durchlief. Dabei folgte die kleinere Galaxie einer Bahn in der Scheibenebene der Hauptgalaxie und umrundete diese dabei in ihrer Rotationsrichtung. Auf diese Weise entstanden auch die beiden prägnanten Gezeitenarme, welche eines der charakteristischen Merkmale von NGC 6872 darstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Verständnis der Struktur und Dynamik von nahe beieinander liegenden, miteinander interagierenden Sternsystemen erlaubt es uns, die dabei ablaufenden Ereignisse in einen kosmologischen Kontext zu versetzen und korrekt einzuordnen. Dadurch ebnen wir auch den Weg, um die Abläufe in anderen Sternsystemen zu entschlüsseln&#8220;, so Eli Dwek vom GSFC. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1080.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galex</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Weltraumteleskop GALEX befindet sich im Standby-Modus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weltraumteleskop-galex-befindet-sich-im-standby-modus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 18:52:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission des Weltraumteleskops Galaxy Evolution Explorer, kurz GALEX, neigt sich langsam aber sicher ihrem Ende zu. Am gestrigen Tag wurde GALEX in den Standby-Modus versetzt. Die komplette Außerbetriebnahme des Weltraumteleskops soll noch in diesem Jahr erfolgen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Wikipedia. Am gestrigen 7. Februar 2012 wurde das Weltraumteleskop GALEX wie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission des Weltraumteleskops Galaxy Evolution Explorer, kurz GALEX, neigt sich langsam aber sicher ihrem Ende zu. Am gestrigen Tag wurde GALEX in den Standby-Modus versetzt. Die komplette Außerbetriebnahme des Weltraumteleskops soll noch in diesem Jahr erfolgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022012195201_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022012195201_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="373"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Weltraumteleskops GALEX. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am gestrigen 7. Februar 2012 wurde das Weltraumteleskop <i>GALEX</i> wie vorgesehen in einen Standby-Modus versetzt. Diese Maßnahme ist ein erster kontrollierter Schritt für die demnächst anstehende vollständige Dekommissionierung des Weltraumteleskops, welche laut dem für die Kontrolle von <i>GALEX</i> zuständigen Jet Propulsion Laboratory (JPL) noch in diesem Jahr erfolgen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>GALEX</i> wurde am 28. April 2003 mit einer Rakete vom Typ <i>Pegasus XL</i> gestartet und anschließend hauptsächlich zur Beobachtung von Galaxien im UV-Bereich des elektromagnetischen Spektrums eingesetzt. Nach dem Ablauf der Primärmission im Herbst 2007 wurde die Mission verlängert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere zwischenzeitlich erfolgte Kurzschlüsse in der Elektronik des Weltraumteleskops führten jedoch schließlich zu einem irreparablen Ausfall eines Detektors, welcher für die UV-Beobachtungen benötigt wird. <i>GALEX</i> umkreist die Erde in einem Orbit mit einer Höhe von 695 Kilometern und einer Bahnneigung von 29 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der <i>GALEX</i>-Mission wurden weite Teile des Universums mit einer großen Detailgenauigkeit im UV-Bereich abgebildet. Dies ermöglichte den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern eine Katalogisierung von Galaxien, welche sich bis zu 10 Milliarden Lichtjahre von unserer Heimatgalaxie entfernt befinden. 
<br>
Als bisherige wissenschaftliche Höhepunkte dieser erfolgreichen Mission können zum Beispiel die Entdeckung von relativ jungen Sternen in den Halos verhältnismäßig alter Galaxien verbucht werden. Aber auch die Entdeckung von &#8222;Teenager&#8220;-Galaxien mit einem anscheinend sehr jungen Alter sorgte innerhalb der Wissenschaftsgemeinde für Aufsehen. Diese Entdeckungen lieferten den Astrophysikern weitere Daten, welche in die aktuellen Modelle bezüglich der Entstehung und Entwicklung unseres Universums einfließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein spezieller wissenschaftlicher Höhepunkt der <i>GALEX</i>-Mission war die Entdeckung eines &#8222;Schweifs&#8220;, welcher dem Stern <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mira_(Stern)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mira</a> im Sternbild Cetus (zu deutsch &#8222;Walfisch) folgt, und der über eine Ausdehnung von etwa 13 Lichtjahren verfügt. Zum Vergleich: Der dem Sonnensystem am nächsten gelegenen Stern ist etwa vier Lichtjahre von der Erde entfernt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungeachtet des jetzt unmittelbar bevorstehenden Endes der Mission hoffen die Wissenschaftler, dass die bisher gesammelten <i>GALEX</i>-Daten auch weiterhin entscheidende Bausteine bei der Entschlüsselung der Rätsel der sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Materie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Dunklen Materie</a> oder bei der Charakterisierung von Schwarzen Löchern liefern werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022012195201_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08022012195201_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="550" height="137"/></a><figcaption>
Im Jahr 2007 gelang mit dem GALEX-Weltraumteleskop die Entdeckung eines &#8222;Schweifs&#8220;, welcher dem Stern Mira im Sternbild Walfisch folgt. Dieser Schweif erstreckt sich über eine Distanz von 13 Lichtjahren. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1080.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galex</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/weltraumteleskop-galex-befindet-sich-im-standby-modus/" data-wpel-link="internal">Weltraumteleskop GALEX befindet sich im Standby-Modus</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>IHI möchte Liquidation der Galaxy Express Corporation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ihi-moechte-liquidation-der-galaxy-express-corporation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 12:10:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das japanische Unternehmen IHI, das an einem japanisch-US-amerikanischen Joint-Venture, der Galaxy Express Corporation, beteiligt ist, will die Liquidation der zu Betrieb und Vermarktung der GX-Rakete gegründeten Organisation. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: istockanalyst.com. Der Maschinenbauer IHI, der sich mit einem Subunternehmen unter anderem mit der Entwicklung eines ursprünglich für die GX-Rakete vorgesehenen Erdgastriebwerks beschäftigt, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das japanische Unternehmen IHI, das an einem japanisch-US-amerikanischen Joint-Venture, der Galaxy Express Corporation, beteiligt ist, will die Liquidation der zu Betrieb und Vermarktung der GX-Rakete gegründeten Organisation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: istockanalyst.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012010131018_small_1.jpg" alt="JAXA" width="345" height="219"/><figcaption>
GX-Rakete &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Maschinenbauer IHI, der sich mit einem Subunternehmen unter anderem mit der Entwicklung eines ursprünglich für die GX-Rakete vorgesehenen Erdgastriebwerks beschäftigt, erwartet im Rahmen der Liquidation der 2001 entstandenen Galaxy Express Corporation (GALEX) einen Buchverlust von 10 Milliarden Yen, das sind über 76 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">IHI, selbt mit vierzig Prozent an GALEX beteiligt, will mit anderen Teilhabern, so z.B. der Mitsubishi Corporation und Kawasaki Heavy Industries Ltd. die Liquidation besprechen. Die Beendigung des Joint-Venture erscheint IHI angesichts der eingestellten Unterstützung der Entwicklung der GX-Rakete durch die japanische Regierung (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/japan-stellt-entwicklung-der-gx-rakete-ein/" data-wpel-link="internal">raumfahrer.net berichtete</a>) offensichtlich angezeigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer Meldung von istockanalyst.com am 15. Januar 2010 zufolge wurden für die Entwicklung der GX-Rakete bisher insgesamt 70 Milliarden Yen (über 530 Millionen Euro) ausgegeben, ein Anteil von 43 Milliarden Yen (über 320 Millionen Euro) soll dabei von Unternehmen in Privatbesitz geschultert worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GALEX nennt die folgenden Unternehmen als Teilhaber: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>IHI Corporation (IHI)</li><li>IHI AEROSPACE CO., LTD. (IA)</li><li>Mitsubishi Corporation (MC)</li><li>Kawasaki Heavy Industries, Ltd. (KHI)</li><li>Japan Aviation Electronics Industry, Limited (JAE)</li><li>Fuji Heavy Industries Ltd. (FHI)</li><li>Kokusai AeroMarine Co., Ltd. (KAM)</li><li>NEC Corporation(NEC)</li><li>Lockheed Martin Overseas Corporation (LMOC)</li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unentdeckte Sterne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/unentdeckte-sterne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 11:53:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Magellansche Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[Sternencluster]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31013</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Galaxy Evolution Explorer hat einen großen Sternencluster, kurz NGC 362, in unserer Milchstraße entdeckt. Den aktuelle Daten und Bildern zu Folge, erscheinen die Sterne direkt neben der weiter entfernten Nachbargalaxie, der kleinen Magellanschen Wolke. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: NASA. Die Kugelsternhaufen, zu denen dieser Fund gehört, sind vollgepackt mit alten Sternen, die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Galaxy Evolution Explorer hat einen großen Sternencluster, kurz NGC 362, in unserer Milchstraße entdeckt. Den aktuelle Daten und Bildern zu Folge, erscheinen die Sterne direkt neben der weiter entfernten Nachbargalaxie, der kleinen Magellanschen Wolke.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a>. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kugelsternhaufen, zu denen dieser Fund gehört, sind vollgepackt mit alten Sternen, die in den verschiedensten Galaxien im ganzen Universum verstreut sind. NGC 362, etwa 30.000 Lichtjahre entfernt, kann auf aktuellen Bildern als eine Sammlung von leicht gelb schimmernden Sternen erkannt werden. Der große weiß-gelbe Punkt bildet das Zentrum des Clusters, in dem die Sterne so nahe beieinander sind, dass der GALEX (GALaxy Evolution eXplorer) sie nicht einzeln erfassen konnte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082007135335_small_1.jpg" alt="GALEX/NASA/JPL" width="260"/><figcaption> Der Sternencluster NGC 362, umgeben von seinen Ablegersternen und den Sternen der kleinen magellanschen Wolke  <br> (Bild: GALEX/NASA/JPL) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die leicht blau schimmernden Sterne, die den Clusterkern umgeben, werden übersetzt etwa &#8222;Ablegersterne&#8220; genannt. Diese Sterne besitzen eine gewisse Ähnlichkeit mit unserer Sonne und stehen bereits am Ende ihrer Lebenszeit. Allerdings können sie um das Vierfaches heißer sein, als die Oberfläche unseres Heimatsterns (Sonne: ca. 6.000 Grad Celsius, Sterne in NGC362: bis ca. 25.000 Grad Celsius). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein sonnenähnlicher Stern verbringt die meiste Zeit seines Daseins damit, Wasserstoffkerne im Zentrum in Heliumkerne umzuwandeln. Sollte dem Stern der Wasserstoff im Kern ausgehen, so erweitert sich seine äußere Hülle und er wird zu einem roten Riesenstern, der nun in seiner Hülle den Wasserstoff fusioniert. Währenddessen verliert er viel Masse und schlussendlich beginnt er, das Helium im Kern ebenfalls zu fusionieren. Bei diesem Vorgang verliert er weiterhin an Masse und Größe, weswegen er nach diesem Prozess kaum wiederzuerkennen ist. Es kann schon mal vorkommen, dass ein derartiger Stern 85 Prozent seiner Gesamtmasse und/oder Gesamtgröße verliert. Was bleibt übrig? Ja, genau diese &#8222;Ablegersterne&#8220;, die meistens im ultravioletten Licht durch ihren sehr heißen Kern &#8211; oder das was von ihm übrig ist &#8211; sehr gut zu sehen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kann man auch jünge Sterne von der weiter entfernten kleinen Magellanschen Wolke erkennen, die etwa 200.000 Lichtjahre entfernt ist. Eigentlich sind diese Sterne um einiges heller als die Ablegersterne dieses Sternenclusters, jedoch kommt es dem menschlichen Auge gleich hell vor, da die Sterne der Magellanschen Wolke viel weiter weg sind. Im Vergleich sind diese magellanschen Sterne um einiges jünger, als die umgebenden Sterne von NGC 362. Während erstere nur geschätzte 10 Millionen Jahre alt sind, bringen es letztere auf an die 100 Millionen Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche der gelben Punkte auf diesen Bildern sind Sterne, die einfach gerade in der Sichtlinie des GALEX waren. Manche könnten jedoch jüngere &#8222;Ablegersterne&#8220; von NGC 362 sein. In diesem Punkt sind sich die Astronomen aber noch nicht einig. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass diese gelb schimmernden Sterne bei Sternenkollisionen innerhalb des Kugelsternhaufens entstanden sind.  
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/unentdeckte-sterne/" data-wpel-link="internal">Unentdeckte Sterne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwergnova tanzt aus der Reihe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zwergnova-tanzt-aus-der-reihe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Mar 2007 00:15:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Nova]]></category>
		<category><![CDATA[Weißer Zwerg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daten des Galaxy Evolution Explorers der NASA unterstützen eine bereits ältere Theorie, die besagt, dass manche Novae zwei Typen von Explosionen durchmachen. Diese Doppelsternsysteme leuchten alle paar Wochen kurz auf- bis zu dem nächsten großen Ausbruch ungefähr 10.000 Jahre später. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Untersucht wurde der kataklysmisch veränderliche Stern Z Camelopardalis [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Daten des <i>Galaxy Evolution Explorers</i> der NASA unterstützen eine bereits ältere Theorie, die besagt, dass manche Novae zwei Typen von Explosionen durchmachen. Diese Doppelsternsysteme leuchten alle paar Wochen kurz auf- bis zu dem nächsten großen Ausbruch ungefähr 10.000 Jahre später.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal"> Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032007011557_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="200" height="200"/><figcaption>
Im ultravioletten Licht ist die Hülle um Z Cam deutlich zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Untersucht wurde der kataklysmisch veränderliche Stern <i>Z Camelopardalis (Z Cam)</i>. Es handelt sich dabei um einen Weißen Zwerg, also einen bereits kollabierten Stern, der wasserstoffreiches Material von seinem Nachbarn im Doppelsternsystem an sich reißt. Dieses bildet eine rotierende Scheibe um den Weißen Zwerg.  <br>Solche Sterne, deren Helligkeit öfter für kurze Zeit ansteigt, teilt man in zwei Klassen ein: Zwergnovae und klassische Novae.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwergnovae mit kleinen Ausbrüchen in kurzen Abständen leuchten auf, wenn durch eine Instabilität Material aus der Akkretionsscheibe auf die Oberfläche des Weißen Zwerges stürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klassische Novae haben große Ausbrüche, die viel heller als die der Zwergnovae sind, jedoch liegt bei ihnen auch viel mehr Zeit zwischen den Ausbrüchen. Diese entstehen, wenn der Weiße Zwerg genug Material aus der Akkretionsscheibe sammelt, dass der Druck ansteigt und eine Kernfusion hervorruft.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Z Cam</i> ist 530 Lichtjahre von der Erde entfernt. Über Jahrzehnte konnten regelmäßige Ausbrüche in Abständen von drei Wochen beobachtet werden. Die Helligkeit stieg dabei auf das 40-fache an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelegentlich sammeln Zwergnovae so viel Material von der Akkretionsscheibe, dass es zu einem klassischen Nova-Ausbruch kommt &#8211; zumindest vermuteten das die Forscher. Einen eindeutigen Beweis fanden sie jedoch nicht.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11032007011557_small_2.jpg" alt="Bildquelle" width="330" height="230"/><figcaption>
Dieses Bild setzt sich aus Daten im nahen (gelb) und fernen (blau) ultravioletten Strahlungsbereich zusammen. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich entdeckte Dr. Mark Seibert von der <i>Carnegie Institution of Washington</i> auf einem Bild des <i>Galaxy Evolution Explorers</i> Strukturen um <i>Z Cam</i>, die auf eine massive Hülle um den Stern hinwiesen, die während eines klassischen Nova-Ausbruchs vor wenigen tausend Jahren entstanden sein musste. 
<br>
Zuvor hatte man diese Hülle nicht entdeckt, da sie im optischen Bereich kaum sichtbar ist. Auf den Bildern des <i>Galaxy Evolution Explorers</i>, die <i>Z Cam</i> in ultravioletten Wellenlängen zeigen, ist sie kaum zu übersehen. Neuere Daten bestätigen, dass die Zwergnova auch einmal einen klassische Nova-Ausbruch durchmachte. Währenddessen muss <i>Z Cam</i> der hellste Stern am Nachthimmel gewesen sein.  
</p>
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		<item>
		<title>GALEX findet unsichtbare Spiralarme</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galex-findet-unsichtbare-spiralarme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2005 13:51:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxie]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neues Bild von NASAs Galaxy Evolution Explorer zeigt, dass eine Galaxie, welche früher für ziemlich unbeeindruckend und alt gehalten wurde, tatsächlich prachtvolle, junge Spiralarme besitzt. Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: NASA/Galaxy Evolution Explorer. Die ungewöhnliche Galaxie NGC 4625 zählt auch durch ihre Nähe als hervorzuhebendes Fundstück. Bis heute dachten Astronomen, dass dieses außergewöhnliche [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein neues Bild von NASAs <i>Galaxy Evolution Explorer</i> zeigt, dass eine Galaxie, welche früher für ziemlich unbeeindruckend und alt gehalten wurde, tatsächlich prachtvolle, junge Spiralarme besitzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: NASA/Galaxy Evolution Explorer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ungewöhnliche Galaxie <i>NGC 4625</i> zählt auch durch ihre Nähe als hervorzuhebendes Fundstück. Bis heute dachten Astronomen, dass dieses außergewöhnliche Glühen in einer Galaxie der Vergangenheit angehört. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26072005155119_small_1.jpg" alt="None" width="398" height="398"/><figcaption>
Das Bild wurde aus Daten von früheren Bildern und dem Ultraviolettbild von 
<i>Galaxie Evolution Explorer</i>
 erstellt. Bei der obere Galaxy 
<i>NGC 4625</i>
 konnten dadurch Spiralarme entdeckt werden. Die untere Galaxie 
<i>NGC 4618</i>
 besitzt im Gegensatz keine Arme. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Carnegie Observatories/DSS]
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Galaxie ist eine aufregende Überraschung&#8220;, meint Dr. Armando Gil de Paz von den <i>Carnegie Observatories</i>. &#8222;Wir machen praktischer Weise, aus naher Sicht und persönlich, mit einer Galaxie eine evolutionäre Stufe durch, von welcher man gedacht hatte, dass sie nur in der Frühzeit des Universums stattfand, in sehr jungen und weit entfernten Galaxien.&#8220;
<br>
&#8222;Diese nahe Galaxie steht für eine unserer möglichen Vergangenheiten, in welcher Sternen sich zuerst im Galaxiekern und später in den Armen entwickelt haben&#8220;, führt Dr. Barry Madore, ebenfalls von den <i>Carnegie Observatories</i>, weiter aus.
<br>
Mit einer Entfernung von 31 Millionen Lichtjahren ist <i>NGC 4625</i> die naheste, jemals beobachtete Galaxie mit solch jungen Spiralarmen. Sie ist etwas kleiner als unsere Milchstraße, in der Masse und in der Größe. Jedoch lässt sich vermuten, dass sie sich durch ihre starke Sternenbildung, zu einer massiveren Galaxie als der Milchstraße entwickeln wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zuvor von <i>NGC 4625</i> mit sichtbarem Licht gemachten Bildern zeigten nur einen eiförmigen Ball aus Licht, welcher nur sehr schwache Hinweise auf Spiralenarme aufwies. Schlussendlich konnten diese Spiralarme durch Ultraviolettbilder von <i>Galaxy Evolution Explorer</i> aufgedeckt werden. Zur ihre Entdeckung hat ihre intensive Helligkeit geführt. Diese lässt vermuten, dass es in den Armen nur so wimmelt vor lauter heißen, neugeborenen Sternen. Diese leichten hauptsächlich im ultravioletten Licht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Sterne in den Armen sind etwa eine Milliarde Jahre alt, während die Sterne in dem Zentrum etwa um das Zehnfache älter sind&#8220;, meint Gil de Paz. Die Arme von <i>NGC 4625</i> sind sehr länglich, erstrecken sich über das Vierfache der Größe des Kerns der Galaxie. Das macht sie zur der längsten, jemals entdeckten, ultravioletten Scheibe. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26072005155119_small_2.jpg" alt="None" width="391" height="391"/><figcaption>
Das Bild der zwei Galaxien 
<i>NGC 4625</i>
 und 
<i>NGC 4618</i>
 zeigt in violett den kühlen Wasserstoff um den beiden Galaxien. Erst durch ultraviolettes Licht konnten die Arme von 
<i>NGC 4625</i>
, durch das starke Glühen der jungen Sterne, entdeckt werden. [Quelle: NASA/JPL-Caltech/Carnegie Observatories/WSRT]
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem neuen Bild von <i>Galaxy Evolution Explorer</i> lässt sich noch weiteres interessantes entdecken: Eine benachbarte Galaxie, welche <i>NGC 4625</i> ziemlich ähnlich sieht, genannt <i>NGC 4618</i>. Momentan hat sie keine Arme. Wie kann dieses galaktische Duo sich so unterschiedlich entwickelt haben? Die Astronomen stehen vor einem Rätsel für das es nur Ansätze aber noch keine Lösung gibt. Jedoch besagen einige Theorien, dass die Anwesenheit der armlosen Galaxie ein wichtiger Bestandteil war, damit <i>NGC 4625</i> Arme wachsen konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wissen, dass Interaktionen zwischen Galaxien die Bildung von Sternen antreiben kann. Jedoch ist nicht klar, warum nur eine Galaxie mit Armen endete&#8220;, sagt Dr. Chris Martin vom Kalifornischen Institut für Technologie in Pasadena, Kalifornien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Studien der Gasverbreitung um den zwei Galaxien zeigt, dass <i>NGC 4625</i> sich vielleicht in einem mehr solideren Umgebung entwickelt hat, während die armlose Galaxie in einem mehr chaotischen und turbulenteren  Umfeld aufwuchs.    </p>
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		<title>Junge Riesengalaxien im alternden Universum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/junge-riesengalaxien-im-alternden-universum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2004 21:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Entstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Ultraviolett]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Galaxy Evolution Explorer der NASA hat möglicherweise riesige Baby-Galaxien in der Umgebung der Milchstraße entdeckt. Ein Beitrag von ingofroeschmann. Quelle: NASA. Bislang dachten Astronomen, dass die Geburtenrate des Universums stark zurückgegangen sei und sich nur noch kleine Galaxien formen würden. „Wir wissen, dass es einmal riesige junge Galaxien gegeben hat, aber wir dachten, dass [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der <i>Galaxy Evolution Explorer</i> der NASA hat möglicherweise riesige Baby-Galaxien in der Umgebung der Milchstraße entdeckt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von ingofroeschmann. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang dachten Astronomen, dass die Geburtenrate des Universums stark zurückgegangen sei und sich nur noch kleine Galaxien formen würden.   <br>„Wir wissen, dass es einmal riesige junge Galaxien gegeben hat, aber wir dachten, dass sie, wie unsere Milchstraße, alle alt geworden seien. Wenn das nun tatsächlich junge Galaxien sind, heißt das, dass es in Teilen des Universums immer noch Brennpunkte der Galaxienentstehung gibt,“ sagt Dr. Chris Martin vom <i>California Institute of Technology</i> und zuständig für die Forschungen des <i>Galaxy Evolution Explorer,</i>.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122004224531_small_1.jpg" alt="None" width="500" height="400"/><figcaption>
Diese Darstellung verdeutlicht den Rückgang der “Geburtenrate”  in unserem Universum. Im jungen Universum war dei Entstehung masssiver Galaxien (weisse Kreise) an der Tagesordnung. Mit der Zeit wurden es immer weniger und die existierenden Galxien alterten und wurden der Milchstraße ähnlich (Spiralen) (Quelle: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Martin und einige Kollegen von der <i>John Hopkins University</i> in Baltimore entdeckten drei Dutzend helle, kompakte Galaxien, die den Galaxien ähneln, die sonst nur in zehn Milliarden Lichtjahren Entfernung gefunden wurden. Diese neuen Galaxien sind relativ nah, in einer Entfernung von zwei bis vier Milliarden Lichtjahren. Sie könnten ein Alter von 100 Millionen Jahren bis zu einer Milliarde Jahren haben. Unsere Milchstraße ist 10 Milliarden Jahre alt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung deutet darauf hin, dass unser alterndes Universum immer noch jugendliche Züge haben kann. Außerdem bietet es den Astronomen einen gutes Beispiel für die Frühzeit unserer eigenen Galaxie.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind jetzt in der Lage, Vorfahren unserer Milchstraße viel detaillierter zu beobachten,“ sagt Dr. Tim Heckman von der <i>John Hopkins University</i>. „Es ist, als hätten wir ein lebendes Fossil in unserem Vorgarten gefunden. Wir dachten, diese Art von Galaxie wäre ausgestorben.“   <br>Die Entdeckungen gehören zum Typ der ultraviolett leuchtenden Galaxien. Sie wurden entdeckt, nachdem der <i>Galaxy Evolution Explorer</i> einen großen Himmelsbereich in diesem Lichtwellenbereich gescannt hatte. Da junge Sterne einen großen Teil ihrer Energie im Ultraviolettbereich abgeben, erscheinen dem Satelliten junge Galaxien wie Diamanten an einem Kiesstrand. Astronomen haben schon früher nach diesen Diamanten geschürft, aber ihre Instrumente deckten zu kleine Himmelsabschnitte ab.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der <i>Galaxy Evolution Explorer</i> hat Tausende von Galaxien untersucht, bevor er ein paar ultraviolette Galaxien fand,“ berichtet Dr. Michael Rich von der <i>University of California</i>.   <br>Die neu entdeckten Galaxien sind im ultravioletten Licht etwa zehn Mal heller als die Milchstraße. Das zeigt, dass in ihnen viele Sterne geboren werden und häufig Supernovae explodieren, was in jungen Galaxien der Normalzustand ist.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <i>Galaxy Evolution Explorer</i> wurde am 28. April 2003 mit der Mission gestartet, bis zu einer Entfernung von zehn Milliarden Lichtjahren die Form, Helligkeit, Größe und Entfernung von Galaxien mit Hilfe seines 50-Zentimeter Teleskops zu messen.     </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mission erfasst Galaxien in Hülle und FülleJPL</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-erfasst-galaxien-in-huelle-und-fuellejpl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2003 19:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxie]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das umfassendste Bild im ultravioletten Bereich, das jemals von unserer Nachbargalaxie Andromeda gemacht wurde, hat der amerikanische Galaxy Evolution Explorer aufgenommen. Ein Beitrag von thomasseine. Quelle: none. Das Bild ist eines von mehreren das im Rahmen der ersten Bildergalerie der Mission veröffentlicht wurde. &#8222;Das kürzlich aufgenommene Andromeda-Bild gibt uns eine neue Übersicht über die Sternenformation“, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mission-erfasst-galaxien-in-huelle-und-fuellejpl/" data-wpel-link="internal">Mission erfasst Galaxien in Hülle und FülleJPL</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das umfassendste Bild im ultravioletten Bereich, das jemals von unserer Nachbargalaxie Andromeda gemacht wurde, hat der amerikanische <i>Galaxy Evolution Explorer</i> aufgenommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von thomasseine. Quelle: none.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122003203107_small_1.jpg" alt="None" width="310" height="206"/><figcaption>
Aufnahme des Satelliten GALEX von der Andromeda-Galaxie 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild ist eines von mehreren das im Rahmen der ersten Bildergalerie der Mission veröffentlicht wurde. &#8222;Das kürzlich aufgenommene Andromeda-Bild gibt uns eine neue Übersicht über die Sternenformation“, sagt Dr. Christopher Martin, der Leiter des <i>Galaxy Evolution Explorer</i> Projekts und Professor der Astrophysik am Kalifornischen Institut für Technologie in Pasadena. “Durch das analysieren der Bilder können wir bessere Rückschlüsse auf die Entstehung von Sternen und wie dieser fundamentale Prozess funktioniert ziehen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild von Andromeda, des am weitesten Entfernteste Objekts, das man mit bloßem Auge sehen kann, besteht aus neun Einzelbildern, die im September und Oktober 2003 aufgenommen wurden. Das Bild verknüpft in sich zwei ultraviolette Farben sowie Rot und Blau. Zum Vergleich, zeigt ein zweites Bild die Andromeda Galaxie, die auch <i>Messier 31</i> genannt wird im sichtbaren Licht. Beide Bilder und einige weitere Bilder des <a href="https://www.raumfahrer.net/das-universium-in-uv/" data-wpel-link="internal"><i>Galaxy Evolution Explorers</i></a> sind außerdem <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://science.nasa.gov/mission/galex/" target="_blank" data-wpel-link="external">hier</a>. Die neue Kollektion von Bildern, beinhaltet auch Bilder von verschiedenen anderen nahe gelegen Sternen- Formationen, wie dem kugelförmigen Sternenhaufen M2, sowie ein Bild der Sternen- Konstellation Bootes. Das <i>Galaxy Evolution Explorer</i>&#8211; Team veröffentlichte ebenfalls die ersten wissenschaftlichen Daten, so dass die Gemeinschaft von Wissenschaftlern einige nachträgliche Beobachtungsziele aufstellen können. Diese Daten, aber auch die Bilder verdeutlichen die sehr guten Möglichkeiten des <i>Galaxy Evolution Explorer-</i> Projekts hoch auflösende ultraviolette Bilder großer Teile des Himmels aufzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist schön für das Team die Früchte ihrer Anstrengungen zu sehen&#8220;, sagt Kerry Erickson, der Projektmanager des JPL (Jet Propulsion Laboratory) in Pasadena (Kalifornien). &#8222;Weil Leute diese Objekte normalerweise nur im normalen Licht sehen, ist es interessant zu sehen wie unterschiedlich das Universum in ultraviolettem Licht aussieht und wie viele Informationen man durch diese Aufnahmen erlangt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler sind sehr interessiert daran, mehr über die Andromeda Galaxie zu erfahren, besonders die Helligkeit, Masse, Alter und die Verteilung der Sternenhaufen in den Spiralarmen von Andromeda sind wichtige Daten. Diese liefern außerdem eine außerordentlich große Fülle von Informationen über Mechanismen von Sternenformationen in Galaxien und sollen dabei helfen ultraviolette und infrarote Aufnahmen von anderen weiter entfernten Galaxien zu interpretieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <i>Galaxy Evolution Explorer</i> startete am 28. April 2003. Sein Ziel ist es den Himmel im ultravioletten Bereich kartografisch zu erfassen und die Anordnung der Sterne für die letzten 10 Millionen Jahre zu bestimmen. Von seinem Orbit aus, hoch über der Erde wird die Sonde den Himmel rund 28 Monate lang mit den modernsten ultravioletten Detektoren abtasten. Geschaut wird ob einzelne Stellen innerhalb von  Galaxien durch junge, heiße kurzlebige Sterne dominiert werden, die viel Energie in dieser Wellenlänge abgeben. Diese Galaxien sind aktiv in der Sternentstehung und deshalb bilden sie ein Fenster in die Vergangenheit das Rückschlüsse auf galaktische Sternen-Formationen zulässt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mission-erfasst-galaxien-in-huelle-und-fuellejpl/" data-wpel-link="internal">Mission erfasst Galaxien in Hülle und FülleJPL</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GALEX erfolgreich gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galex-erfolgreich-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2003 21:16:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[L-1011]]></category>
		<category><![CDATA[Pegasus-XL]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28383</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das amerikanische Weltraumteleskop GALEX ist heute gegen 14:00 Uhr (MESZ) erfolgreich mit Hilfe einer Pegasus XL-Trägerrakete zu seiner mindestens zweieinhalbjährigen Forschungsmission gestartet worden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Die dreistufige Pegasus-Rakete wurde östlich vor der Küste von Florida in rund 12 Kilometern Höhe von dem Trägerflugzeug ausgeklinkt, wenige Sekunden später startete dann das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/galex-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">GALEX erfolgreich gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das amerikanische Weltraumteleskop <i>GALEX</i> ist heute gegen 14:00 Uhr (MESZ) erfolgreich mit Hilfe einer <i>Pegasus XL</i>-Trägerrakete zu seiner mindestens zweieinhalbjährigen Forschungsmission gestartet worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KSC03PD12862nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KSC03PD12862nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>L-1011 startet von der CCAFS mit der mit GALEX beladenen Pegasus XL unter dem Rumpf. (Bild: NASA KSC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die dreistufige <i>Pegasus</i>-Rakete wurde östlich vor der Küste von Florida in rund 12 Kilometern Höhe von dem Trägerflugzeug ausgeklinkt, wenige Sekunden später startete dann das Triebwerk der ersten Raketenstufe. Gut 11 Minuten nach dem Start trennte sich der Satellit von der dritten Stufe der Trägerrakete und trat in eine 690 Kilometer hohe Erdumlaufbahn ein. Um 14:45 Uhr fuhr <i>GALEX</i> schließlich seine beiden Solarpaneele aus, was den erfolgreichen Abschluss des Starts dieser Forschungsmission markierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop wird nach Abschluss der für einen Monat veranschlagten Überprüfung aller Systeme im Erdorbit seine Arbeit aufnehmen und über 100.000 Galaxien im ultravioletten Licht beobachten. Vor allem junge und heiße Sterne strahlen einen großen Teil ihrer Energie in diesem Spektralbereich ab, so dass sich die Wissenschaftler durch die Beobachtung von im ultravioletten Spektrum aktiven Galaxien neue Erkenntnisse über die Entstehung von Sternen erhoffen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/galex-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">GALEX erfolgreich gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Universium in UV</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-universium-in-uv/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Pegasus-XL]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Raumsonde GALEX soll das Universum nach UV-Strahlungsquellen durchsuchen, um Hinweise über die Sternenentstehungsprozesse in der Frühzeit des Kosmos zu liefern. Autor: Michael Stein. EinleitungAm 28.&#160;April wird der Galaxy Evolution Explorer (GALEX) mit Hilfe einer dreistufigen Pegasus&#160;XL-Rakete in eine 690&#160;Kilometer hohe Erdumlaufbahn transportiert, von wo aus das Weltraumteleskop rund zweieinhalb Jahre lang das Weltall [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Raumsonde <em>GALEX</em> soll das Universum nach UV-Strahlungsquellen durchsuchen, um Hinweise über die Sternenentstehungsprozesse in der Frühzeit des Kosmos zu liefern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das UV-Teleskop <em>GALEX</em> im Erdorbit.<br>(Grafik: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einleitung</strong><br>Am 28.&nbsp;April wird der <em>Galaxy Evolution Explorer (GALEX)</em> mit Hilfe einer dreistufigen <em>Pegasus&nbsp;XL</em>-Rakete in eine 690&nbsp;Kilometer hohe Erdumlaufbahn transportiert, von wo aus das Weltraumteleskop rund zweieinhalb Jahre lang das Weltall im ultravioletten Spektralbereich durchmustern wird. Da die Erdatmosphäre den Großteil der auf unseren Planeten niedergehenden ultravioletten Strahlung (UV-Strahlung) absorbiert müssen Astronomen, die kosmische Objekte in diesem Spektralbereich beobachten wollen, Beobachtungspositionen jenseits unserer irdischen Atmosphäre beziehen. <em>GALEX</em> ist mit einem 50&nbsp;cm durchmessenden Teleskopspiegel ausgestattet, der die UV-Strahlung zu zwei Detektoren an Bord des Satelliten weiterleitet.<br>&nbsp;<br><strong>Der Satellit</strong><br><em>GALEX</em> ist ein vergleichsweise kleiner und leichter Forschungssatellit. Der nur 280&nbsp;Kilogramm schwere zylinderförmige Flugkörper verfügt über kein eigenes Antriebssystem, statt dessen reguliert er seine Lage über ein System von Reaktionsrädern, die je nach Bedarf rotieren und dadurch entgegengesetzt wirkende Kräfte erzeugen, durch die der Satellit in die gewünschte Richtung gedreht werden kann. Sämtliche Systeme an Bord werden von zwei Solarpaneelen mit einer Fläche von rund drei Quadratmetern mit Energie versorgt.<br>&nbsp;<br>Der wichtigste Bestandteil von <em>GALEX</em> ist natürlich das eigentliche UV-Teleskop. Der Hauptspiegel des Teleskops mit einem Durchmesser von 50&nbsp;cm reflektiert die einfallende UV-Strahlung auf einen 70&nbsp;cm entfernt angebrachten und 22&nbsp;cm durchmessenden Sekundärspiegel, von dem aus die Strahlung durch ein Loch in der Mitte des Hauptspiegels zu den beiden UV-Detektoren geleitet wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galex_02.jpg" alt="" width="335" height="226"/><figcaption>Die <em>PEGASUS&nbsp;XL</em>-Trägerrakete einige Tage vor dem Start. In rund 13.000&nbsp;Metern Höhe wird die dreistufige Feststoffrakete vom Trägerflugzeug ausgeklinkt, um wenige Sekunden später zu starten.<br>(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Detektoren sind die empfindlichsten UV-Empfänger, die bisher eingesetzt worden sind. Ein Detektor ist für die Registrierung der so genannten &#8222;Nahen UV-Strahlung&#8220; verantwortlich, während der andere Detektor auf die &#8222;Ferne UV-Strahlung&#8220; anspricht. Die Bezeichnungen &#8222;Nah&#8220; und &#8222;Fern&#8220; beziehen sich übrigens auf die Nähe zum Spektralbereich des sichtbaren Lichts, d.h. die &#8222;Nahe UV-Strahlung&#8220; schließt sich im elektromagnetischen Spektrum unmittelbar an das durch die Farbe Violett markierte Ende des sichtbaren Lichts an, gefolgt von der &#8222;Fernen UV-Strahlung&#8220;, die energiereicher ist und sich durch eine höhere Frequenz und niedrigere Wellenlänge auszeichnet. Die beiden Detektoren sind extrem empfindlich, weshalb die Beobachtungen nur dann durchgeführt werden, wenn sich <em>GALEX</em> auf seiner Umlaufbahn im Erdschatten befindet. Aus dem gleichen Grund werden die Detektoren abgeschaltet, sobald sich ein Planet in das Sichtfeld des Teleskops schiebt.<br>&nbsp;<br><strong>Wissenschaftliche Ziele der Mission</strong><br>Durch die Beobachtung der UV-Emissionen anderer Galaxien sollen diejenigen herausgefiltert werden, die vorwiegend junge, heiße und vergleichsweise kurzlebige Sterne enthalten. Solche Sterne strahlen anders als unsere Sonne einen großen Anteil ihrer Energie in Form von UV-Strahlung ab. In den durch dieses Merkmal gekennzeichneten Galaxien werden aktiv neue Sterne &#8222;geboren&#8220;, so dass sie einen Blick in die Geschichte und auf die Ursachen galaktischer Sternenentstehungen geben.<br>&nbsp;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/workongalexnasajpl2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/workongalexnasajpl260.jpg" alt=""/></a><figcaption><em>GALEX</em> während der Montage. Deutlich sind die beiden Solarpaneele und die zylinderförmige Satellitenstruktur erkennbar.<br>(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>GALEX</em> wird durch seine Beobachtungen die Ergebnisse anderer Teleskope ergänzen, die das Weltall in anderen Bereichen des elektromagnetischen Spektrums (wie z.B. im sichtbaren Licht oder im Bereich der Gammastrahlung) observiert haben. Unter anderem soll durch diese Mission herausgefunden werden, ob die Sternenentstehung in unserem Universum tatsächlich vor acht bis zehn Milliarden Jahren einen Höhepunkt erreichte, und was die Ursachen dafür waren. Die Auswertung der UV-Strahlung wird den Astronomen erlauben, die Sternenentstehungsrate in den untersuchten Galaxien zu bestimmen. So hoffen die Astronomen durch den Vergleich einer Vielzahl von Galaxien Merkmale herauszufinden, durch die sich Galaxien mit einer hohen &#8222;Geburtenrate&#8220; neuer Sterne auszeichnen. Aus den Daten, die durch <em>GALEX</em> gewonnen werden, können darüber hinaus auch Rückschlüsse auf den Entstehungszeitraum so genannter &#8222;schwerer Elemente&#8220; (also aller Elemente, die im Periodensystem auf Helium folgen) gezogen werden.<br>&nbsp;<br>Indem uns nahe gelegene Galaxien mit ungefähr dem gleichen Alter wie unsere Milchstraße wie auch bis zu acht Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxien beobachtet werden können verschiedene Stadien der Galaxien- und Sternenentstehung miteinander verglichen werden, so dass sich letztendlich auch typische Entwicklungspfade herauskristallisieren lassen.<br>&nbsp;<br>Eine andere wichtige Aufgabe dieser Mission ist die Kartierung kosmischer Himmelskörper, die UV-Strahlung aussenden. <em>GALEX</em> soll mehrer als 100.000 Galaxien kartieren, was durch ein vergleichsweise großes Sichtfeld erreicht wird. Das Sichtfeld dieses Teleskops ist im Vergleich zum <em>Hubble Space Telescope</em> 500-mal größer, so dass mit jeder Aufnahme ein vergleichsweise großer Himmelsausschnitt erfasst wird. Der dadurch entstehende Katalog von UV-Strahlungsquellen wird eine wichtige Basis für zukünftige wissenschaftliche Auswertungen und Arbeiten bilden.<br>&nbsp;<br>Wenn diese Mission erfolgreich verlaufen sollte, dann werden wir sicher noch weit nach dem Ende der eigentlichen Forschungsmission von wissenschaftlichen Resultaten lesen können, die sich auf die durch <em>GALEX</em> gewonnenen Daten beziehen.</p>
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		<title>Vorbereitung des Galaxy Evolution Explorer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorbereitung-des-galaxy-evolution-explorer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2003 11:15:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[Universum]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Techniker bereiten den Start des Galaxy Evolution Explorer vor, der am 28. April von Cape Canaveral starten soll. Die Mission soll die Entwicklung der Sterne zurückverfolgen. Ein Beitrag von dominikpuckert. Quelle: NASA. Der Galaxy Evolution Explorer (GALEX) ist ein Weltraumteleskop, das im ultravioletten Lichtbereich bis zu 10&#160;Milliarden Jahre alte Sterne untersuchen wird. Solche Untersuchungen geben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Techniker bereiten den Start des <i>Galaxy Evolution Explorer</i> vor, der am 28. April von Cape Canaveral starten soll. Die Mission soll die Entwicklung der Sterne zurückverfolgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von dominikpuckert. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/workongalexnasajpl2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/workongalexnasajpl260.jpg" alt=""/></a><figcaption>
<i>GALEX</i>
 im Labor.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der <i>Galaxy Evolution Explorer (GALEX)</i> ist ein Weltraumteleskop, das im ultravioletten Lichtbereich bis zu 10&nbsp;Milliarden Jahre alte Sterne untersuchen wird. Solche Untersuchungen geben Wissenschaftlern Aufschluss über die Entwicklung und Veränderung der Grundstruktur unseres Universums. Außerdem soll <i>GALEX</i> die Ursache der Sternformation, wie wir sie heute kennen, erforschen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042003131546_small_1.gif" alt="" width="260"/><figcaption>
Bild der Spiralgalaxie M77, im optischen (rot) und ultravioletten (blau) Licht aufgenommen.
<br>
(Grafik: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziele</strong>
<br>
<i>Welche Geschichte hat die Sternformation im All?<br>Wie sehen nahe gelegene Galaxien im ultravioletten Licht aus?<br>Wann und wo haben die heutigen Sterne ihren Ursprung?</i>
<br>
<i>GALEX</i> soll die Entwicklung der heutigen Konstellationen zurückverfolgen und wird dabei 80&nbsp;Prozent der Strecke zum Urknall zurückblicken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orbit</strong>
<br>
<i>690 km Höhe, Inklinationswinkel von 29° zum Äquator</i>
<br>
<strong>Gewicht</strong>
<br>
<i>280 kg</i>
<br>
<strong>Teleskop</strong>
<br>
<i>f/6.0 Richey-Chretien Design, Primärspiegel 50 cm, Sekundärspiegel 22 cm</i></p>
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