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	<title>Habitat &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Habitat &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Aufbau einer Mondbasis, „Moon Base“ Phase 3, 2032 und darüber hinaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 08:28:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dauerhafte menschliche Präsenz. In dieser Phase werden die Aktivitäten ausgeweitet, um eine dauerhafte Präsenz mit regelmäßigen Besatzungswechseln und kontinuierlichen Aktivitäten auf der Mondoberfläche zu erreichen. Damit wird das Leben und Arbeiten auf dem Mond zur Realität. Eine Projektpräsentation der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA, 26. Mai 2026 Phase drei des Aufbaus der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Dauerhafte menschliche Präsenz. In dieser Phase werden die Aktivitäten ausgeweitet, um eine dauerhafte Präsenz mit regelmäßigen Besatzungswechseln und kontinuierlichen Aktivitäten auf der Mondoberfläche zu erreichen. Damit wird das Leben und Arbeiten auf dem Mond zur Realität. Eine Projektpräsentation der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/moonbase-phases/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>, 26. Mai 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-moon-base-phase-03-v04-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-moon-base-phase-03-v04-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152911" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-moon-base-phase-03-v04-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-moon-base-phase-03-v04-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><mark><em>Moon Base Phase 3<br>Credit: NASA</em></mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Phase drei des Aufbaus der Mondbasis umfasst:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Semipermanente Wohnmodule mit geräumigeren Innenräumen für die Unterbringung der Besatzung und die Durchführung von Operationen.</li>



<li>Betriebsbereite Kernkraftwerke an der Oberfläche, die während der langen Mondnächte konstante und zuverlässige Energie liefern und die Nutzung vor Ort gewonnener Ressourcen ermöglichen.</li>



<li>Druckbeaufschlagte Rover, die Langstreckenfahrten, Erkundungen und wissenschaftliche Operationen ermöglichen.</li>



<li>Fortschrittliche Logistiknetzwerke, unterstützt durch bemannte und autonome Rover, um die Basis das ganze Jahr über zu versorgen und funktionsfähig zu halten.</li>



<li>Lieferung von bis zu 38 Tonnen Fracht pro Jahr zur Versorgung von Wohnmodulen, Energiesystemen, Logistikoperationen und wichtigen wissenschaftlichen Außenposten, ermöglicht durch kostengünstige, wiederverwendbare Schwerlasttransportkapazitäten.</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-93a81f24"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-mph-beautyshot.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-mph-beautyshot-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152913" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-mph-beautyshot-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-mph-beautyshot-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><mark><em>Credit: NASA</em></mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wichtige Infrastruktur: Habitate</strong><br>In der dritten Phase der Entwicklung der Mondbasis plant die NASA, die Wohnkapazitäten auf der Mondoberfläche von den in der zweiten Phase vorgestellten Systemen für Kurzaufenthalte auf eine fortschrittlichere Infrastruktur auszuweiten, die für einen längeren Aufenthalt von Menschen ausgelegt ist.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufbauend auf früheren Bemühungen im Bereich der Wohnmodule sollen die Systeme der dritten Phase größere Wohnmodule sowie erweiterte Funktionen für Klimatisierung, Energieversorgung und Lebenserhaltung umfassen.</li>



<li>Die geplante Wohninfrastruktur könnte zudem Luftschleusen und Knotenpunkte für die Modulverbindung umfassen, die zur Unterstützung miteinander verbundener Wohnmodule konzipiert sind.</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-619b1ff4"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/3-isru-regolithprocessing-beautyshot.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/3-isru-regolithprocessing-beautyshot-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152915" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/3-isru-regolithprocessing-beautyshot-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/3-isru-regolithprocessing-beautyshot-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung eines konzipierten Regolith-Verarbeitungssystems, das auf der Mondoberfläche zum Einsatz kommt.<br><mark>Credit: NASA</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schlüsselfähigkeit: Nutzung der Ressourcen vor Ort</strong><br>In der dritten Phase der Entwicklung der Mondbasis plant die NASA, von ersten Demonstrationen zur Nutzung vor Ort verfügbarer Ressourcen (ISRU) zu einer nachhaltigeren Umsetzung von Technologien überzugehen, die darauf abzielen, Mondmaterialien für die Erkundung und den Betrieb auf der Mondoberfläche zu nutzen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufbauend auf den ISRU-Tests, die in den Phasen eins und zwei durchgeführt wurden, sollen sich die Maßnahmen in Phase drei voraussichtlich auf die Nutzung von Mondressourcen und -rohstoffen konzentrieren, die dazu beitragen könnten, die Startmasse, die Betriebskosten und die mit einer langfristigen Mondforschung verbundenen Risiken zu verringern.</li>



<li>Zu den ISRU-Demonstrationen könnten die Gewinnung von Sauerstoff, Wasser und Wasserstoff aus dem Mondregolith gehören, während gleichzeitig Techniken zur Umwandlung von Regolith in langlebige Bau- und Infrastrukturmaterialien durch Verfahren wie Sintern, Auskragung und 3D-Druck erforscht werden.</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-8b1eb924"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/4-cargo-return-beautyshot.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/4-cargo-return-beautyshot-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152917" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/4-cargo-return-beautyshot-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/4-cargo-return-beautyshot-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Künstlerische Darstellung eines geplanten unbemannten Rückfluges mit Frachtgütern von der Mondoberfläche.<br><mark>Credit: NASA</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schlüsselfähigkeit: Unbemannte Frachtrückführung</strong><br>In der dritten Phase der Entwicklung der Mondbasis plant die NASA, mit der Umsetzung umfangreicher Fähigkeiten zur unbemannten Rückführung von Fracht von der Mondoberfläche zur Erde zu beginnen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufbauend auf ersten Demonstrationen, die in Phase Zwei durchgeführt wurden, sollen die Bemühungen in Phase Drei unbemannte Frachtrücktransportsysteme weiterentwickeln, die in der Lage sind, bis zu 500 Kilogramm Material vom Mond zurückzubringen.</li>



<li>Diese Rücktransportmissionen sollen den Transport von wissenschaftlichen Proben, Forschungsnutzlasten und kritischer Hardware von der Mondoberfläche zurück zur Erde unterstützen, um diese dort weiter zu analysieren und auszuwerten.</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-b5910df0"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/5-cpc-logistics-actionshot.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/5-cpc-logistics-actionshot-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152919" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/5-cpc-logistics-actionshot-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/5-cpc-logistics-actionshot-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schlüsselfähigkeit: Logistik</strong><br>In der dritten Phase der Entwicklung der Mondbasis plant die NASA, die durchgängigen Logistikkapazitäten auszubauen, um nachhaltigere und komplexere Operationen auf der Mondoberfläche zu ermöglichen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Aufbauend auf den in Phase Zwei unter Beweis gestellten logistischen Fähigkeiten sollen die Maßnahmen in Phase Drei die Lieferkapazität von etwa 0,5 bis 1,5 Tonnen auf bis zu acht Tonnen pro 28-tägiger Mission steigern.</li>



<li>Diese Logistiksysteme sollen den Transport und die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Infrastruktur unterstützen, darunter Lebensmittel, Wasser, Kleidung, Ersatzteile, wissenschaftliche Nutzlasten, Wartungsausrüstung und andere Materialien, die zur Versorgung der Besatzungen, der Lebensräume und der Oberflächensysteme benötigt werden.</li>
</ul>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-719fa449"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19495.msg587872#msg587872" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA Moon Base</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das ÖWF und die Republik Armenien unterzeichnen Memorandum of Understanding in Jerevan</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-oewf-und-die-republik-armenien-unterzeichnen-memorandum-of-understanding-in-jerevan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 13:04:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[AMADEE]]></category>
		<category><![CDATA[Armenian Aerospace Agency]]></category>
		<category><![CDATA[Gernot Grömer]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[ÖWF]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=125227</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Delegation des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) unterzeichnete am 17. April 2023 mit der Armenischen Agentur für Luft- und Raumfahrt (Armenian Aerospace Agency) in Jerevan die offizielle Kooperationsvereinbarung zur Durchführung einer vierwöchigen Mars-Missions-Simulation im März 2024. Die Armenische Agentur für Luft- und Raumfahrt ist die vor kurzem gegründete nationale Koordinationsstelle für Forschung und Entwickung der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Delegation des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) unterzeichnete am 17. April 2023 mit der Armenischen Agentur für Luft- und Raumfahrt (Armenian Aerospace Agency) in Jerevan die offizielle Kooperationsvereinbarung zur Durchführung einer vierwöchigen Mars-Missions-Simulation im März 2024. Die Armenische Agentur für Luft- und Raumfahrt ist die vor kurzem gegründete nationale Koordinationsstelle für Forschung und Entwickung der armenischen Regierung. Eine Presseaussendung des ÖWF.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ÖWF, 18. April 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2023-04-17_MoU-signing-MherMehrabyan01.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="234" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2023-04-17_MoU-signing-MherMehrabyan01_350x234.jpg" alt="" class="wp-image-125229" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2023-04-17_MoU-signing-MherMehrabyan01_350x234.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2023-04-17_MoU-signing-MherMehrabyan01_350x234-300x201.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2023-04-17_MoU-signing-MherMehrabyan01_350x234-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung übergeben Gernot Grömer (MItte) und Reinhard Tlustos (rechts) das AMADEE-24 Mission Patch an Mher Mehrabyan. (Foto: Inno Armenia)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Beisein des Botschafters der Republik Österreich in Armenien, Dr. Thomas Mühlmann, unterzeichneten ÖWF-Vorstand, Reinhard Tlustos und der Direktor des ÖWFs, Dr. Gernot Grömer sowie Mher Mehrabyan, CEO der Armenischen Agentur für Luft- und Raumfahrt das Memorandum of Understanding für die Mars-Analog-Mission AMADEE-24.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu Mher Mehrabyan: „Das Österreichische Weltraum Forum zählt zu den weltweit renommiertesten Institutionen im Bereich der Analog-Forschung. Wir sind daher hocherfreut, dass für die nächste Mission die Republik Armenien als Gastland ausgesucht wurde. Armenien hat eine lange Tradition im Bereich der Raumfahrttechnik. Mit AMADEE-24 wollen wir diese fortführen und innovative wissenschaftliche, industrielle und pädagogische Beiträge nach Armenien bringen, von denen unsere Unternehmen, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch unsere Jugend profitieren werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Direktor Dr. Gernot Grömer, der die Mission leitet: „Mit der Armenischen Agentur für Luft- und Raumfahrt haben wir einen starken und verlässlichen Partner für unsere aktuelle Mars-Missions-Simulation gewonnen. Die Agency hat bereits wertvolle Unterstützung in der Vorbereitung von AMADEE-24 geleistet. Aktuell wird in Armenien nach unseren Vorgaben das Missions-Habitat inklusive ‚Luftschleuse&#8216; für unsere Analog-Astronaut*innen entwickelt und gebaut. Das Habitat und das ausgewählte Testgelände bieten optimale Bedingungen, um einen weiteren wichtigen Schritt in unserer Analog-Forschung zu gehen und gleichzeitig schaffen sie auch für unsere Kooperationspartner hervorragende Ausgangsbedingungen für deren Experimente.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über AMADEE-24</strong><br>Ein sechsköpfiges Analog-Astronaut*innen-Team wird vier Wochen lang Ausrüstung und Verfahren testen, die Spuren von Leben nachweisen sollen sowie die psychischen Auswirkungen der Arbeit unter Zeitdruck und in Isolation erforschen. Die Analog-Astronaut*innen werden in einem eigens entwickelten Habitat leben und können dieses nur verlassen, wenn sie einen Raumanzug-Prototypen tragen. In die Kommunikation mit dem Mission Support Center in Wien wurde eine 10-minütige Zeitverzögerung eingebaut, um die Signallaufzeit zwischen Erde und Mars zu simulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ÖWF ist eine von fünf Institutionen weltweit, die einen solchen Marsanzug-Prototyp entwickelt hat. Dieser kann alle wesentlichen Einschränkungen eines realen Mars-Raumanzugs wiedergeben, wie etwa Gewicht, Druck-Gegenkräfte oder eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit. Ein ausgeklügeltes Mensch-Maschine-Interface, ein System von Sensoren und selbst entwickelter Software lässt den Anzug zu einem virtuellen Assistenten der Astronautin, des Astronauten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Getestet wird in den Bereichen der Natur &#8211; und Ingenieurswissenschaften, Biomedizin und Psychologie. Diese repräsentativen Simulationen erhöhen den Erwerb wissenschaftlicher Erkenntnisse, optimieren die Sicherheit der angewandten Verfahren und fördern den Technologietransfer.<br>Link: <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://oewf.org/amadee-24/" target="_blank" data-wpel-link="external">https://oewf.org/amadee-24/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Österreichische Weltraum Forum</strong><br>Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) gehört im Bereich der Analogforschung weltweit zu den führenden Organisationen, die an der Vorbereitung astronautischer Erforschung anderer Planeten mitarbeiten. Expert*innen verschiedenster Disziplinen bilden innerhalb des ÖWFs die Basis für diese Arbeit. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, Industrie und Unternehmen unterschiedlicher Branchen wird hier Forschung auf höchstem Niveau betrieben. Dabei nutzt das ÖWF seine ausgezeichneten Kontakte zu Meinungsbildner*innen, Politik und Medien, um österreichische Spitzenforschung und Technologie international voranzutreiben und bekanntzumachen. Das Österreichische Weltraum Forum ist zudem einer der wichtigsten Bildungsträger in Österreich, wenn es um Raumfahrt und darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern sowie ihnen einen Zugang zu dieser Branche zu ermöglichen. Neben der Betreuung von universitären Arbeiten bietet das ÖWF auch immer wieder Studierenden und Schüler*innen die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika ihr Wissen zu erweitern. <br>Link: <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://oewf.org/" target="_blank" data-wpel-link="external">oewf.org</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16031.msg547681#msg547681" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marssimulation AMADEE des Österreichischen Weltraum Forums</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IGLUNA 2020: Forschungskampagne online</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/igluna-2020-forschungskampagne-online/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2020 05:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[IGLUNA]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<category><![CDATA[Swiss Space Center]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Forschungskampagne von IGLUNA 2020 – ein fernüberwachtes Weltraumhabitat – wird online stattfinden. Eine Pressemeldung des Swiss Space Center. Quelle: Swiss Space Center. Vom 10. bis 19. Juli 2020 werden die 15 internationalen Studententeams ihre Projekte zum Thema „Ein ferngesteuertes Weltraumhabitat“ in virtuellem Format präsentieren. Die Forschungskampagne hätte ursprünglich in Luzern stattfinden sollen. Aufgrund der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/igluna-2020-forschungskampagne-online/" data-wpel-link="internal">IGLUNA 2020: Forschungskampagne online</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Forschungskampagne von IGLUNA 2020 – ein fernüberwachtes Weltraumhabitat – wird online stattfinden. Eine Pressemeldung des Swiss Space Center.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Swiss Space Center.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/VirtualFieldCampaign2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/05/VirtualFieldCampaign26.jpg" alt=""/></a><figcaption>IGLUNA-2020-Poster<br>(Bild: via Swiss Space Center)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 10. bis 19. Juli 2020 werden die 15 internationalen Studententeams ihre Projekte zum Thema „Ein ferngesteuertes Weltraumhabitat“ in virtuellem Format präsentieren. Die Forschungskampagne hätte ursprünglich in Luzern stattfinden sollen. Aufgrund der gegenwärtigen Covid-19-Krise musste das original Format verändert werden, und wurde statt dessen in eine Online-Version umgewandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Projekte erfolgreich abschließen zu können, richtet das Swiss Space Center stattdessen innerhalb des gleichen Zeitrahmens eine virtuelle Forschungskampagne ein, um die Projekttests zu unterstützen, das Engagement der Teams im vergangenen akademischen Jahr ins Rampenlicht zu bringen, Weltraumexperten für öffentliche Präsentationen einzuladen und die Ergebnisse vom ganzen Projekt weltweit zugänglich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die virtuelle Forschungskampagne wird aus verschiedenen Arten von Online-Veranstaltungen bestehen: Einweihungsfeier, Shows von Studentenprojekten, Präsentationen von Gästen, Preisverleihung und Abschlussfeier. Jan Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), wird am 10. Juli die virtuelle Forschungskampagne offiziell eröffnen. Über sechs Tagen (10. bis 16. Juli) wird jedes Team sein Projekt in einem einstündigen Online-Vortrag präsentieren. Während dieser Live-Events kann die breite Öffentlichkeit über einen Online-Bereich mit Fragen und Antworten mit den Teams und Experten interagieren. Im Rahmen des «Space Awards» werden die drei Teams, die die größte Motivation und das größte Engagement gezeigt haben, die Möglichkeit kriegen, ihr Projekt exklusiv Jan Wörner vorstellen zu können. Das vorläufige Programm der Virtual Field Campaign ist <a href="https://web.archive.org/web/20210125202207/https://space-innovation.ch/igluna/virtualfieldcampaign/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">online</a> verfügbar und die Livestream-Plattformen werden in Kürze definiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wird das Swiss Space Center die weitere Entwicklung von IGLUNA unterstützen, indem es die Vorbereitungen für IGLUNA 2020/2021 startet. Der Aufruf zur Einreichung von Projekten wird vom 15. Mai bis 30. Juni 2020 auf der Open Space Innovation Plattform (OSIP) der ESA geöffnet sein. Die ausgewählten Studentenprojekte beginnen im September dieses Jahres und enden im Juli 2021 bei einer Forschungskampagne in Luzern, im VERKEHRSHAUS und auf dem Pilatus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über IGLUNA</strong><br>Das vom Swiss Spacer Center koordinierte Projekt IGLUNA, welches ein ESA_Lab@CH Projekt darstellt, ermöglicht 15 Schülerteams eine aktive Beteiligung an einer internationalen Vision für die Raumfahrt: ein ferngesteuertes Weltraumhabitat. Während einem Jahr sammeln mehr als 130 Studierende aus 10 Ländern ihr Wissen, um Technologien für einen Lebensraum unter einer extremen Umgebung zu entwerfen, zu bauen und zu testen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beteiligte Länder: Schweiz, Belgien, Italien, Polen, USA, Deutschland, Griechenland, Estland, Großbritannien und Rumänien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Swiss Space Center</strong><br>Das Swiss Space Center ist eine nationale Einrichtung mit Büros in den Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH Zürich und EPFL. Das Swiss Space Center trägt zur Umsetzung der Schweizerischen Raumfahrtpolitik bei. Sie bietet einen Dienst zur Unterstützung von akademischen Einrichtungen, Forschungs- und Technologieorganisationen und der Industrie beim Zugang zu Raumfahrtmissionen und verwandten Anwendungen und fördert die Interaktion zwischen diesen Interessengruppen.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg481165#msg481165" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">ESA</a></strong></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Der Arbeitsplatz der Zukunft – auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-arbeitsplatz-der-zukunft-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2019 14:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[MaMBA]]></category>
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		<category><![CDATA[ZARM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Jahre lang hat Geophysikerin Christiane Heinicke vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen daran gearbeitet, ein Habitat als Wohn- und Arbeitsraum für den Einsatz außerhalb der Erde zu entwickeln. Eine Pressemitteilung des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM). Quelle: ZARM. Heinickes Anspruch beschränkt sich allerdings nicht allein darauf, dass [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei Jahre lang hat Geophysikerin Christiane Heinicke vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen daran gearbeitet, ein Habitat als Wohn- und Arbeitsraum für den Einsatz außerhalb der Erde zu entwickeln. Eine Pressemitteilung des Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ZARM.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MaMBAChrHeinicke3zarm15.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MaMBAChrHeinicke3zarm26.jpg" alt="Christiane Heinicke präsentiert ihr Labor Modul, eins von sechs weiteren, die folgen sollen.
(Bild: ZARM)" width="260" height="195"/></a><figcaption>Christiane Heinicke präsentiert ihr Labor Modul, eins von sechs weiteren, die folgen sollen.<br> (Bild: ZARM)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heinickes Anspruch beschränkt sich allerdings nicht allein darauf, dass die Konstruktion den tatsächlichen Umgebungsbedingungen auf Mond und Mars standhalten muss. Wichtig ist auch, dass eine Crew während einer echten Langzeitmission mit der Größe und Gestaltung der Räume zurechtkommt. Zwei Wissenschaftsteams haben sich für jeweils eine Arbeitswoche als Versuchsteilnehmer*innen zur Verfügung gestellt und ein Labormodul getestet, das als Entwurf für alle sechs Module des Habitats dienen soll. Das Projekt wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für den Bau und Ausbau des Labormoduls haben wir zwar noch andere Materialien verwendet, die Maße und Ausstattung entsprechen aber exakt dem Modul, das auf Mond und Mars zum Einsatz  kommen soll,&#8220; so Christiane Heinicke, die das Forschungsprojekt „Moon and Mars Base Analog (MaMBA)&#8220; leitet. Das ist auch der wesentliche Unterschied zu anderen Studien: Bisher lag der Schwerpunkt eher auf den psychologischen Erkenntnissen, die sich aus dem Zusammenleben auf  begrenztem Raum ergeben. Ein Beispiel dafür ist das HI-SEAS-Projekt, eine Mars-Simulation auf Hawaii, an der Christiane Heinicke selbst teilgenommen hat. Mit weiteren fünf Kolleg*innen lebte sie ein Jahr lang völlig isoliert in einem Habitat, das sie nur mit Raumanzug verlassen durfte. Diese Erfahrung fließt in ihre jetzige Forschung ein, aber bei  dem von der Klaus Tschira Stiftung mit rund 380.000 Euro geförderten MaMBA-Projekt geht es um mehr: das Team um Christiane Heinicke wagt den Spagat zwischen Architektur und Ingenieurskunst und damit dem Entwerfen, Konstruieren, Testen und Optimieren des Habitats. Damit soll den  zukünftigen Astronaut*innen nicht nur das Überleben auf Mond und Mars  ermöglicht werden, sondern auch das Leben. Architektur, Geometrie und  Inneneinrichtung des Habitats sind perfekt auf die Bedürfnisse der  Astronaut*innen abgestimmt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MaMBAWoernerzarm15.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/MaMBAWoernerzarm26.jpg" alt="Jan Wörner hielt eine Key Note zum Thema Exploration anlässlich der Präsentation der ersten Forschungsergebnisse von &quot;MaMBA&quot;.
(Bild: ZARM)" width="260" height="173"/></a><figcaption>Jan Wörner hielt eine Key Note zum Thema Exploration anlässlich der Präsentation der ersten Forschungsergebnisse von &#8222;MaMBA&#8220;.<br> (Bild: ZARM)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Modul</strong><br>Die zylinderförmige Demo-Version, die sie mit  ihrem Team in der Laborhalle des ZARM aufgebaut hat, ist knapp 7 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 5 Metern. Das entspricht einer Grundfläche von ca. 15 Quadratmetern – inklusive der Laborschränke. Somit bleiben dem bis zu vierköpfigen Team während der Testphase nur acht Quadratmeter, auf denen sie sich aufhalten können. Dennoch ist sich das Team einig, dass der Platz ausreichend war: „Anfangs waren wir skeptisch, ob wir mit der begrenzten Arbeitsfläche und den auf unterschiedlichen Ebenen angebrachten Geräten effektiv arbeiten können – aber es funktioniert sehr gut!&#8220; Voraussetzung dafür ist eine flexibel einsetzbare Einrichtung und eine gut abgestimmte Auswahl an wissenschaftlichen Instrumenten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was wurde gemessen?</strong><br>Aufnahmen des Versuchsteams sollen Aufschluss geben über die Bewegungen der einzelnen Teilnehmenden innerhalb der Modulfläche und damit über ihren jeweiligen Hauptaufenthaltsort. Um das Befinden der Teilnehmenden zu überwachen, sind im gesamten Labor Sensoren verteilt: u.a. Temperatur- und Drucksensoren an den Wänden, aber auch Pulsmesser, die von den Wissenschaftler*innen getragen werden. Eine sehr wichtige Datenquelle sind darüber hinaus die Interviews mit den Wissenschaftler*innen vor und nach Ablauf der Simulation. Die Fragen beziehen sich vor allem auf die Einrichtung des Labormoduls: Entsprechen die Inneneinrichtung, Geräteauswahl, Klimaanlage, Beleuchtung, Akustik, sowie Material, Form und Positionierung der Arbeitsflächen den  Anforderungen an einen langfristig nutzbaren Arbeitsplatz? Wäre das Labor auch mit körperlichen Einschränkungen – wie nach einem Unfall – noch nutzbar? Zudem wurde der Frage nachgegangen, inwiefern eine Künstliche Intelligenz die Wissenschaftler*innen bei ihrer Arbeit unterstützen kann und was sie dafür leisten könnten müsste. Für letzteres wurde ein provisorischer Sprachassistent eingesetzt und die Kommunikation zwischen ihm und der Crew aufgezeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Testwochen sind vielschichtig. Einige Erkenntnisse waren sehr früh ersichtlich, wie beispielsweise der Wunsch nach einem mobilen Tisch in der Mitte des Labors, der die Interaktion unter den Wissenschaftler*innen erleichtert. Ebenso wurde deutlich, dass sich die Anforderungen an die Künstliche Intelligenz nicht auf Fachfragen beschränken. Sie muss einerseits sehr detailliert in die Infrastruktur des Habitats eingebunden sein und andererseits alle gängigen Informationen und Angebote des Internets bereitstellen. So war eine der ersten Anfragen der Wissenschaftler*innen ein Musikwunsch, gefolgt von Fragen zum weiteren Zeitplan und zu den Lagerorten von Ausstattungsteilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Christiane Heinicke erwartet aber auch, dass die detaillierte Auswertung der gewonnen Messdaten weitere Informationen zur idealen Nutzbarkeit des begrenzten Raums ergeben wird. So sollen insbesondere die Kameraaufzeichnungen dabei helfen, die Bewegungsabläufe der Crew zu verstehen und daraus das Design der  Inneneinrichtung und die Positionen der wissenschaftlichen Instrumente zu verbessern. Außerdem soll die eingesetzte Künstliche Intelligenz nicht nur neue Fähigkeiten, sondern auch eine neue Gestalt bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Klaus Tschira Stiftung:</strong><br>Der Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940 – 2015) rief 1995 mit privaten Mitteln die <a href="https://klaus-tschira-stiftung.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Klaus Tschira Stiftung</a> (KTS) ins Leben. Heute gehört die KTS zu den großen Stiftungen Europas. Sie fördert Naturwissenschaften, Mathematik sowie Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung spiegelt sich in den drei Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation wider. Besonderen Wert legt sie dabei auf  neue Formen der Vermittlung und Einordnung wissenschaftlicher Themen. Die KTS ist bundesweit tätig in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und eigenen Instituten. Für die Verwirklichung all dieser Ziele engagieren sich seit mehr als 20 Jahren Menschen innerhalb und außerhalb der Klaus Tschira Stiftung. </p>
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		<title>Ein Studenten-Loft fürs All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-studenten-loft-fuers-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jul 2011 18:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA hat das entfaltbare Loft der Universität von Wisconsin-Madison zum Sieger eines Studentenwettbewerbs erklärt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Im Rahmen des Wettbewerbs eXploration Habitat Academic Innovation der NASA, an dem Teams verschiedener Universitäten der USA teilgenommen haben, sollten Designstudien für ein auf die Habitat Demonstration Unit aufsetzbare und entfaltbare Wohneinheit erarbeitet [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA hat das entfaltbare Loft der Universität von Wisconsin-Madison zum Sieger eines Studentenwettbewerbs erklärt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07072011201229_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07072011201229_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Loft der UWM auf einem Demonstrationsmodell eines künftigen Habitats der NASA 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Wettbewerbs eXploration Habitat Academic Innovation der NASA, an dem Teams verschiedener Universitäten der USA teilgenommen haben, sollten Designstudien für ein auf die Habitat Demonstration Unit aufsetzbare und entfaltbare Wohneinheit erarbeitet werden. Die drei Finalisten durften ihre Entwürfe anschließend auch bauen. Ende Juni wurden die realisierten &#8222;Lofts&#8220; dann am Johnson Space Center auf ein Habitat-Modell aufgesetzt und auf Herz und Nieren geprüft. Am Ende hatte das Team aus Madison die Nase vorn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Belohnung gibt es noch einmal Mittel, um das Loft auf einen Feldeinsatz im September vorzubereiten. In der Wüste von Arizona finden jährlich Simulationen mit Modellen, die für zukünftige bemannte Weltraummissionen entworfen wurden, statt. Diese Veranstaltung nennt sich Desert Research and Technology Studies, kurz Desert RATS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wettbewerb 2012 zielt auf Rauminhalt, Geometrie und Bewohnbarkeit eines Habitats für Tiefraummissionen ab. In diesem sollen nicht nur Menschen leben, sondern auch Pflanzen wachsen und Gesteinsproben analysiert werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4671.msg125334#msg125334" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Diskussion über entfaltbare Strukturen im Rahmen des Themas &#8222;Rückkehr zum Mond&#8220;</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Eine realistische Marsmission (3)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-realistische-marsmission-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenserhaltungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=73528</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der letzte Teil der dreiteiligen Artikelreihe. Autor: Georg Jakubaas. Vertont von Karl Urban. Der Aufenthalt auf dem MarsGleich nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der letzte Teil der dreiteiligen Artikelreihe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Georg Jakubaas</a>. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-12-24-12880.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Aufenthalt auf dem Mars</strong><br>Gleich nach der Landung wird die Funktionalität der Lebenserhaltungssysteme und weiterer missionskritischer Systeme gründlich getestet. Erst danach überprüft die Besatzung die weniger wichtigen Anlagen. Die Flugsysteme werden deaktiviert, die Lebenserhaltung für den Marsaufenthalt konfiguriert. Dabei beginnt die Besatzung, sich an die 3/8 Gravitation (0,38 g) anzupassen. Nachdem die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind und die Crew sich mit den Effekten der Marsanziehung vertraut gemacht hat, steuert sie ihr Habitat in die Nähe des Wohn- und Labormoduls, welches seit zwei Jahren auf ihre Ankunft wartet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitats.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitats-small.jpg" alt="" width="261" height="207"/></a><figcaption>Die Marsbasis mit redundantem Habitat<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Danach kommt der große Augenblick. Der erste Schritt auf dem Mars wird gemacht. Leider werden wir nicht live dabei sein können. Wer aber wird der oder die Glückliche sein, diesen bedeutsamen Schritt zu machen? Und was wird er oder sie sagen? Auf diese Fragen gibt die Mars-Referenzmission verständlicherweise keine Antworten. Im Rahmen der ersten Außeneinsätze wird das Ankunftsmodul an das redundante Energiesystem der Basis angeschlossen. Die beiden Module werden durch einen Tunnel verbunden, womit die Größe des Lebensraumes verdoppelt wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-living.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-living-small.jpg" alt="" width="268" height="202"/></a><figcaption>Konzept des Wohnbereichs im Habitat<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleich vom Beginn des Aufenthaltes weg verbrauchen die Astronauten die Vorräte, welche im unteren Teil des Wohn- und Labormoduls gelagert sind. Es entsteht neuer, nutzbarer Raum. Dieser wird dazu verwendet, ein bioregeneratives Lebenserhaltungssystem einzurichten: Mitgebrachte Samen werden ausgesät, es wachsen Pflanzen, die Sauerstoff und Nahrung produzieren. Dieses System ist für die Mission und für die Lebenserhaltung zwar nicht unbedingt notwendig, es verleiht den Lebenserhaltungssystemen aber eine zusätzliche Komponente, womit ihre Robustheit erhöht wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-training.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-training-small.jpg" alt="" width="267" height="199"/></a><figcaption>Konzept der Trainingsgeräte<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Erforschung des Mars&#8216;</strong><br>In den ersten Monaten wird die nähere Umgebung der Basis erforscht. Es werden erste Gesteins- und Bodenproben gesammelt und analysiert. Die Atmosphäre, das Marswetter, der Boden, die Lichtverhältnisse werden untersucht. Auch werden Sensoren, Proben und Experimente ausgesetzt. Neben den wissenschaftlichen Tätigkeiten sind auch eine Reihe anderer Arbeiten zu erledigen. Systeme müssen gewartet oder repariert werden, Essen muss zubereitet werden. Auch benötigen die Planetenforscher Freizeit, um sich zu erholen. Die durchschnittlichen täglichen Aufwände der Missionsteilnehmer werden wie folgt geschätzt:</p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td>Schlafen, an- und entkleiden:</td><td>8 Stunden</td></tr><tr><td>Körperhygiene, Räume reinigen, persönliche Kommunikation:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Freizeit, Muskeltraining, entspannen:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Zubereiten der Mahlzeiten, essen, abräumen:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Ein Tag frei pro Woche:</td><td>3 Stunden</td></tr><tr><td>Planen, berichten, dokumentieren, mit der Erde kommunizieren:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Sozialleben, Sitzungen, Selbstuntersuchungen, Gesundheitsfürsorge:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Überwachen, kalibrieren, warten und reparieren der Systeme:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Arbeitszeit:</td><td>7 Stunden</td></tr></tbody></table>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die unmittelbare Umgebung um die Basis herum erforscht und analysiert wurde, sind mehrere kleinere und größere Expeditionen geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobilität auf dem Mars wird in unterschiedlichen Stufen implementiert. In einem Radius um die Basis herum, welchen die Astronauten durch Laufen durchqueren können (ca. 1 km), arbeiten sie in Druckanzügen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-airlock.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-airlock-small.jpg" alt="" width="260" height="196"/></a><figcaption>Konzept der Luftschleuse<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Umkreis von 1 bis 10 km kommen Fahrzeuge ohne Druckkabine zum Einsatz, welche mit einem Druckanzug bestiegen werden. Weit entfernte Ziele werden mit einem Fahrzeug zurückgelegt, das mit einer Druckkabine und einer Luftschleuse ausgestattet ist. Mit solchen Fahrzeugen wird es möglich sein, entfernte Einsätze mit einer Dauer von bis zu 10 Tagen zu absolvieren. Ein solches Gefährt kann im Normalfall zwei, im Notfall vier Personen transportieren und beherbergen. Dabei werden Gebiete erreicht, die bis zu 500 km entfernt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach jeder großen Exkursion folgen 40 Tage Analyse der mitgebrachten Proben. Nach diesen 40 Tagen erhält die Besatzung jeweils eine Woche frei. Insgesamt sind während des ca. 600 Tage dauernden Aufenthaltes sieben große Exkursionen geplant. Einen Teil der zur Verfügung stehenden Zeit werden die Marsforscher dazu verwenden, die Basis auf die Ankunft weiterer Module vorzubereiten, da mit jeder neuen Mannschaft auch ein zusätzliches Habitat auf dem Mars hinzukommt. Alle Wohn- und Labormodule verbleiben auf dem Mars und werden zukünftigen Missionen zur Verwendung bereitstehen. Mit dem Eintreffen der zweiten Gruppe wird die Basis um eine Einheit erweitert, nämlich um jene, in der sich die Raumfahrer während ihres Fluges zum Mars aufgehalten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um für den Rückflug nicht außer Übung zu kommen, werden auch regelmäßig Trainings und Simulationen des Aufstiegs, des Andockmanövers, des Rückfluges und der Landung auf der Erde absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zeitplan ist auch berücksichtigt, falls während des Aufenthaltes eine erhöhte Strahlenbelastung auftritt. Diese kann z.B. durch große Sonneneruptionen (Solar Flares) ausgelöst werden. Zwar schützen die Marsatmosphäre und der Planet die Astronauten bis zu einem gewissen Grad. Trotzdem werden die Forscher bei stark erhöhten Strahlenwerten in den Modulen bleiben müssen, welche sie vor solcher Strahlung schützen. Kaum ein Schutz existiert aber gegen die hochenergetischen, dauernd auftretenden kosmischen Partikel. Diese Strahlenbelastung wird in Kauf genommen werden müssen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/rover-mav.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/rover-mav-small.jpg" alt="" width="270" height="216"/></a><figcaption>Rover vor dem Mars Ascent Vehicle<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten 50 Tage des Marsaufenthaltes verbringt die Besatzung damit, die Systeme der Basis für die kommende Wartezeit und damit für einen reduzierten Betrieb zu konfigurieren. Da die zweite Expedition erst Monate nach dem Abflug der Ersten landen wird, muss die Station gesichert werden. Auch wird das Aufstiegsmodul für seinen ersten und einzigen aktiven Flug vorbereitet. Zudem wird das im Orbit befindliche ERV von der Marsoberfläche aus aktiviert, sodass es für das bevorstehende Andockmanöver in Bereitschaft ist. Das Krafttraining wird dramatisch intensiviert, damit die Besatzung für die Schwerelosigkeit und die spätere Anpassung an die normale Erdanziehung vorbereitet ist. Da diese Aktivitäten absolute Priorität haben, werden andere, nicht lebenswichtige Aufgaben minimiert oder ganz gestoppt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Rückkehr zur Erde</strong><br>Nach 600 Tagen ist das Ende des Marsaufenthaltes gekommen und aus den Planetenforschern werden wieder Astronauten. Sie begeben sich in das vollgetankte Aufstiegsmodul, welches einer Apollo-Kommandokapsel ähnelt und neben den Lagesteuerungsdüsen zusätzlich über zwei Triebwerke und Treibstofftanks für den Aufstieg in den Marsorbit verfügt. Beim Aufstieg wird der Treibstoff verwendet, der aus der Atmosphäre des Mars gewonnen wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-start-with-mav.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-start-with-mav-small.jpg" alt="" width="265" height="210"/></a><figcaption>Start des Mars Ascent Vehicle<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein interessanter Aspekt ist, dass die Aufstiegsstufe keine hypergolischen Treibstoffe verwendet (Hydrazin und Stickstoff-Tetroxyd), wie das bei den Apollo-Missionen der Fall war. Triebwerke mit hypergolischen Treibstoffen sind sehr verlässlich, da sie sehr einfach konstruiert sind. Die beiden Chemikalien reagieren ohne komplizierte Technik miteinander. Trotzdem hat sich die NASA für die komplexeren und damit risikoreicheren Triebwerke entschieden, da nur für diese der Treibstoff auf dem Mars produziert werden kann. Bei den Lagesteuerungssystemen werden aber auch bei der Marsmission hypergolische Systeme verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Aufstieg erreicht das Aufstiegsmodul einen runden Marsorbit. Die Astronauten docken am ERV an und lassen das MAV später zurück. Danach bereiten sie das ERV für den langen Flug nach Hause vor. Schließlich zünden sie die Triebwerke und verlassen den Roten Planeten mit Kurs auf die Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mav-erv-docking.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mav-erv-docking-small.jpg" alt="" width="264" height="211"/></a><figcaption>Das MAV dockt an das ERV an<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da die zweite bemannte Mission zum Mars schon starten wird, noch während die erste Expedition auf dem Rückflug ist, beginnt das Debriefing der ersten Besatzung bereits während des Rückfluges. Dies ist notwendig, damit die zweite Gruppe von den wertvollen Erfahrungen und den gewonnenen Erkenntnissen der ersten profitieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Rückfluges unterziehen sich die Astronauten einem intensiven Spezialtraining, welches sie dabei unterstützt, ihre Körper auf die normale Erdanziehung (1 g) vorzubereiten. Die dazu notwendigen Geräte befinden sich an Bord des ERV. Wie beim Hinflug verfügt die Besatzung über relativ viel Zeit. Deshalb wird ein Schwerpunkt der Transitphase das Training für den Wiedereintritt bilden. Die dafür notwendigen Simulatoren sind ebenfalls mit an Bord. Nach ca. 110 Tagen endet auch der letzte Teil der Mission. Die Astronauten führen die letzte Korrektur der Flugbahn durch, begeben sich in das ECCV und trennen sich anschließend vom ERV.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgt die letzte kritische Flugphase der Marsmission. Wie schon beim Einschwenken in den Marsorbit wird die Landung auf der Erde mittels Aerocapture / Aerobraking eingeleitet. Nachdem dieses Manöver abgeschlossen ist, wird das ECCV durch Bremsfallschirme verschiedener Größen weiter abgebremst. Zuletzt kommt noch eine weitere Neuheit zum Einsatz. Das ECCV landet nicht wie die Apollo-Kommandokapseln mit einem Fallschirm, sondern unter Verwendung eines steuerbaren Gleitschirms. So kann die Landung präzise in der Nähe einer NASA-Basis erfolgen. Es ist anzunehmen, dass die Landung nicht auf Wasser erfolgt, sondern auf festem Boden. Damit sind die Pioniere knapp 900 Tage nach ihrem Start wieder auf der Erde angekommen und die erste Etappe des Marsprogramms abgeschlossen, während die zweite gerade erst begonnen hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/erv-earth-landing.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/erv-earth-landing-small.jpg" alt="" width="268" height="315"/></a><figcaption>Die Kommandokapsel gleitet gesteuert dem Landeziel entgegen<br>(Bild: Bildquelle)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Zeit nach der Rückkehr</strong><br>Nach der Landung wird wahrscheinlich eine Quarantänephase folgen. Ob diese Maßnahme notwendig ist, hängt auch davon ab, ob auf dem Mars Spuren von Leben gefunden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf jeden Fall wird eine längere Erholungs- und Anpassungsphase notwendig sein, während derer sich die Astronauten wieder an die Erdschwerkraft gewöhnen. Ist dies geschehen, finden erneut Debriefings statt, diesmal in Form von Interviews mit den zuständigen Wissenschaftlern und Technikern. Langfristig werden regelmäßige medizinische Untersuchungen durchgeführt, um später auftretende Krankheiten identifizieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch stellen wir mal alle Wissenschaft, Technik und Medizin beiseite. Letztendlich werden die Marsforscher die Helden vieler Nationen sein. Sie haben den ersten Schritt der Menschheit auf einem anderen Planeten getan. Sie haben einen Riesensprung für die Menschheit hinaus ins All gemacht. Es ist nicht auszudenken, welchen Medienrummel diese Menschen auslösen werden. Eine der berühmten Tickertape-Paraden, wie die Apollo 11 Astronauten, werden sie allemal genießen dürfen. Vielleicht sogar sechs – in jedem an der Mission teilnehmenden Land eine.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



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		<title>Eine realistische Marsmission (2)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-realistische-marsmission-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Frachttransport]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der zweite Teil der dreiteiligen Artikelreihe. Autor: Georg Jakubaas. Vertont von Karl Urban. Das erste StartfensterPro Startfenster werden drei [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der zweite Teil der dreiteiligen Artikelreihe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Georg Jakubaas</a>. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-12-21-42449.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das erste Startfenster</strong><br>Pro Startfenster werden drei Flüge gestartet. Die ersten drei Flüge sind Lasttransporte und dienen dazu, die Marsbasis einzurichten und ein Raumschiff für den Rückflug in den Marsorbit zu befördern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-mission-schedule.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-mission-schedule-small.jpg" alt="" width="301" height="226"/></a><figcaption>Der Zeitplan der Marsmission<br>(Bild: NASA / G. Jakubaas)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem ersten Marsflug wird das vollbetankte ERV (Earth Return Vehicle) zum Mars transportiert und im Orbit geparkt. Das ERV besteht aus einer Antriebsstufe, einem Wohnmodul, einem Versorgungsmodul und der Kapsel für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre (ECCV, Earth Crew Capture Vehicle). Bereits an Bord des ERV befinden sich die Verpflegung und alle Verbrauchsgüter für den gesamten Rückflug. Das Wohnmodul ist größtenteils identisch mit dem Habitat, mit welchem die Astronauten später zum Mars fliegen werden und auch mit dem zweistöckigen Wohn- und Laborkomplex, in welchem sie sich auf dem Mars aufhalten werden. Der Hinflug verläuft wie alle Lastflüge auf einer Minimum-Energie-Flugbahn, bei welcher der Flug etwa 224 Tage dauert. Das Raumschiff wird anschließend etwa vier Jahre lang im Marsorbit den Planeten umkreisen, bis es wieder aktiviert wird und zum Einsatz kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem zweiten Flug im gleichen Startfenster wird ein unbetanktes MAV (Mars Ascent Vehicle, das Aufstiegsraumschiff) und das Modul für die Sauerstoff/Methan-Treibstoffproduktion auf den Mars befördert, zusammen mit sechs Tonnen flüssigem Wasserstoff, das für die Treibstoffproduktion benötigt wird. Auch ein 160 kW-Nuklearreaktor, sowie ein Mars-Geländefahrzeug und ein Mars-Rover mit Druckkabine wird mit an Bord sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Landung wird der Nuklearreaktor einige hundert Meter von der Basis entfernt platziert und autonom oder per Fernsteuerung in Betrieb genommen. Danach beginnt das Modul für die Treibstoffgewinnung damit, Sauerstoff und Methan aus der Marsatmosphäre als Treibstoff für das MAV zu produzieren. Dabei verwendet es den mitgebrachten Wasserstoff. Die Produktion wird etwa ein Jahr dauern und einige Monate vor dem Start der Besatzung zum Mars abgeschlossen sein. Am Ende stehen 30 Tonnen Sauerstoff und Methan im MAV zur Verfügung. Später wird die Treibstoffgewinnung dazu benutzt, um zusätzliche Betriebsstoffe für den Aufenthalt auf dem Mars zu produzieren. Die Fabrik ist in der Lage, Treibstoff für die Rover, Chemikalien für Energiezellen, sowie Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und Argon herzustellen. Diese Substanzen dienen als zusätzliche Sicherheitsreserve für die Lebenserhaltungssysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Transport bringt den zweistöckigen Wohn- und Laborkomplex inklusive Notrationen, einen zweiten 160 kW-Nuklearreaktor, ein weiteres Mars-Geländefahrzeug, Werkzeuge, Ersatzteile und einen weiteren fernsteuerbaren Mars-Rover auf den Roten Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wohn- und Labormodul ist beinahe identisch mit dem Modul, in welchem die Astronauten zum Mars reisen werden. Damit spart man einerseits Kosten, andererseits verwendet man ein redundantes System, das der Besatzung zusätzliche Sicherheit für den Fall gibt, dass mit einem Modul Probleme auftreten. Dies ist auch der Grund, weshalb das Wohn- und Labormodul bereits von Anfang an mit nichtverderblichen Notrationen ausgestattet ist. So kann die Besatzung im Wohn- und Labormodul überleben, falls das andere Modul Schaden nimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzelnen Systeme müssen nahe beieinander landen, was eine hohe Präzision voraussetzt. Die Module müssen beschränkt mobil sein und werden deshalb mit Rad- oder Kettenantrieb ausgestattet, um sie nach der Landung nahe aneinander positionieren zu können. Anschließend wird die gesamte Ausrüstung zum Teil autonom, zum Teil per Fernsteuerung in Betrieb genommen und ausgetestet. Nur wenn alles einwandfrei funktioniert, die Treibstoffgewinnung abgeschlossen, das MAV vollgetankt und das ERV einsatzbereit im Orbit ist, startet die kritischste Phase der Mission: der Flug der ersten Mannschaft zum Mars.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das zweite Startfenster</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/pressurized-rover-ifo-mav.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/pressurized-rover-ifo-mav-small.jpg" alt="" width="302" height="240"/></a><figcaption>Rover mit Druckkabine vor dem MAV<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Startfenster werden erneut drei Flüge zum Mars unternommen. Mit dem ersten Flug dieser Gruppe wird ein zweites, ebenfalls vollgetanktes EAV zum Mars entsandt und dort wie das erste EAV im Orbit geparkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Flug platziert ein zweites MAV und ein zweites Modul für die Sauerstoff/Methan-Treibstoffproduktion, sowie weitere Ersatzteile auf dem Mars. Diese zusätzlichen Systeme haben eine Doppelfunktion. Einerseits dienen sie der ersten Mannschaft als Ersatz, falls ein ERV, MAV oder das Treibstoff-Produktionsmodul ausfällt. Falls sie von der ersten Besatzung nicht benötigt werden, wird die zweite Besatzung sie für ihre Mission verwenden. Mit diesem Rotationsprinzip lässt sich die Mission beinahe beliebig oft verlängern und die Marsbasis sukzessive ausbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start der ersten beiden Lastschiffe folgt letztlich die erste Mannschaft mit dem dritten Flug im zweiten Startfenster. Obwohl die Astronauten als letzte starten, werden sie vorher auf dem Mars ankommen, da sie auf einem schnellen Transitkurs fliegen. Dieser dauert nur 150 Tage, im Gegensatz zu den 224 Tagen, welche die Lastflüge benötigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der erste bemannte Flug</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/earth-start.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/earth-start-small.jpg" alt="" width="298" height="374"/></a><figcaption>Start der ersten Menschen zum Mars<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alle notwendigen Systeme auf dem Mars in Betrieb genommen und alle Vorbereitungen abgeschlossen wurden, starten die Astronauten nach vielen Jahren intensivsten Trainings mit dem siebten Flug endlich zum Mars.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgt gleich wie bei den vorhergehenden Flügen mittels herkömmlicher Triebwerke bis in den Erdorbit. Nach dem Start werden alle Systeme des Raumschiffs komplett und eingehend getestet, solange noch Echtzeitkommunikation mit dem Kontrollzentrum und ein allfälliger Flugabbruch z.B. zur ISS möglich ist. Wenn alle Systeme einwandfrei funktionieren, ist es Zeit für den TMI (Trans Mars Injection).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mars-Referenzmission war geplant, für das Verlassen des Erdorbits einen thermonuklearen Antrieb zum Einsatz zu bringen. Dieser Antrieb wurde bis 2006 im Rahmen des Projektes <em><a href="https://www.raumfahrer.net/projekt-prometheus/" data-wpel-link="internal">Prometheus</a></em> entwickelt und ist ein Nachfolger des NERVA-Projektes, welches 1972 eingestellt wurde. Durch Budgetkürzungen scheint das Projekt aber ebenfalls gefährdet zu sein. Es ist deshalb anzunehmen, dass auch für den MOI (Mars Orbit Insertion) konventionelle Triebwerke zum Einsatz kommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Energie zu sparen werden nach dem erfolgreichen TMI alle Systeme heruntergefahren, die für den Transit nicht benötigt werden. Die für den Flug selbst notwendigen Arbeiten und Verrichtungen der Besatzung bestehen aus Routineaufgaben wie das Zubereiten der Mahlzeiten oder den Unterhalt des Raumschiffs. So steht den Raumfahrern relativ viel Zeit zur Verfügung. Die Crew trainiert deshalb während des Transits den MOI (Mars Orbit Insertion) und die Landung. Dafür werden entsprechende Simulatoren an Bord mitgeführt. Zudem trainieren die Astronauten ihre Konstitution und bereiten sich einerseits auf die lange Transitphase in der Schwerelosigkeit und später auf die Marsschwerkraft vor. Durch regelmäßige Gesundheitschecks werden sowohl medizinische Daten erhoben, als auch die Ergebnisse des Konstitutionstrainings verifiziert. Alle Daten und Ergebnisse der Simulationen und des Trainings werden an das Kontrollzentrum übermittelt und liefern kommenden Missionen wertvolle Erkenntnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem zu Beginn des Fluges, wenn die Kommunikation noch ohne längere Wartezeiten abläuft, werden die Astronauten relativ viel Medienarbeit leisten. Durch die internationale Besatzung wird weltweit ein großes Interesse der Medien zu befriedigen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Fluges halten sich die Astronauten im Wohnmodul auf, das beinahe identisch mit dem Wohn- und Labormodul ist, welches bereits auf dem Mars auf die Astronauten wartet. Auf die Nutzung einer künstlichen Schwerkraft per Rotation wird verzichtet, da die Risiken größer wären als der Nutzen. Früher plante man, das Raumschiff mit einer ausgebrannten Raketenstufe mittels eines 30 Meter langen Stahlseils zu verbinden und in Rotation zu versetzen. Von Langzeitaufenthalten auf der Mir und der ISS weiß man, dass ein längerer Aufenthalt in der Schwerelosigkeit teilweise kompensierbar ist und keine unmittelbare Gefahr für den Organismus der Astronauten darstellt. Der Flug dauert ca. 150 Tage, also etwa fünf Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ankunft auf dem Mars</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/aerocapture.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/aerocapture-small.jpg" alt="" width="301" height="226"/></a><figcaption>Schema des aerocapture / areobraking Manövers<br>(Bild: NASA / G. Jakubaas)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um Gewicht zu sparen wird bei der Ankunft nicht per Triebwerk gebremst, sondern mit dem Aerocapture/Aerobraking-Verfahren. Dabei tritt das ankommende Raumschiff in die Atmosphäre ein und wird dabei so abgebremst, dass es praktisch ohne nennenswerten Treibstoffverbrauch in einen Orbit gelangt (aerocapture). Ein Hitzeschild schützt das Raumschiff bei diesem Manöver, mit welchem sogar ein kreisrunder Orbit erreicht werden kann. Bei den Marsmissionen wird mit diesem Verfahren aber in einen elliptischen Orbit eingeschwenkt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-landing.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-landing-small.jpg" alt="" width="298" height="278"/></a><figcaption>Sekunden vor der Landung<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Manöver taucht das Raumschiff beim Erreichen des Periapsis (größte Annäherung an den Planeten) erneut in die Marsatmosphäre ein und wird davon so weit abgebremst (aerobraking), dass eine Landung möglich wird. Der Entscheid für den Einsatz dieses Verfahrens hat drei Gründe:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Für die Landung auf dem Mars wird sowieso ein Hitzeschild benötigt, welches auch für Aerobraking verwendet werden kann.</li><li>Die zusätzlichen Anforderungen an den Hitzeschild sind nur bescheiden.</li><li>Mit diesem Verfahren kann eine Triebwerkstufe eingespart werden, womit ein potenzielles technisches Risiko eliminiert wird.</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der ersten Abstiegsphase durch die Atmosphäre wird der Hitzeschild abgesprengt und der sequenzielle Einsatz von mehreren, unterschiedlich großen Fallschirmen bremst den Fall weiter ab. In der letzten Phase setzt das Raumschiff mit Hilfe der Landetriebwerke sanft in der Nähe der Basis auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/eine-realistische-marsmission-1/" data-wpel-link="internal">Eine realistische Marsmission (1)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/eine-realistische-marsmission-3/" data-wpel-link="internal">Eine realistische Marsmission (3)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/mars-direct/" data-wpel-link="internal">Mars Direct</a></li></ul>
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		<title>Genesis 1 &#8211; Ein aufblasbares Wohnmodul im Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/genesis-1-ein-aufblasbares-wohnmodul-im-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2006 13:39:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bigelow]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein weiterer Schritt zum florierenden Weltraum-Tourismus ist getan. Gestern startete Genesis 1, der Prototyp eines Wohnmoduls der Firma Bigelow Aerospace. Das Modul hat sich planmäßig entfaltet und steht nun für langjährige Tests zur Verfügung. Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: Universe Today. Das langfristige Ziel der Firma von Robert Bigelow ist es, ein Weltraumhotel zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein weiterer Schritt zum florierenden Weltraum-Tourismus ist getan. Gestern startete <i>Genesis 1</i>, der Prototyp eines Wohnmoduls der Firma <i>Bigelow Aerospace</i>. Das Modul hat sich planmäßig entfaltet und steht nun für langjährige Tests zur Verfügung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: Universe Today.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das langfristige Ziel der Firma von Robert Bigelow ist es, ein Weltraumhotel zu entwickeln, um reichen Urlaubern ein außergewöhnliches Erlebnis zu bieten. Da herkömmliche Teile von Raumstationen sehr sperrig sind und damit nur sehr teuer in den Orbit gebracht werden können, entwickelt <i>Bigelow Aerospace</i> aufblasbare Module. Diese werden im komprimierten Zustand in den Weltall geschossen, entfalten sich dann dort und bieten großzügigen Platz für Weltraum-Touristen oder Astronauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erste Schritt dazu ist der Prototyp <i>Genesis 1</i>, der gestern an Bord einer ehemaligen Interkontinental-Rakete vom Raketenstartplatz Yasny in Rußland gestartet wurde. Am Boden ist das Modul ca. 5 Meter lang, mit einem Durchmesser von 1,9 Metern. Im Weltraum entfaltet es sich dann ungefähr auf die doppelte Größe. Bisher arbeitete das Modul planmäßig in 550 Kilometern Höhe und die Bodenstation steht in Kontakt zu dem Raumflugkörper.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072006153921_small_1.jpg" alt="Bigelow Aerospace" width="450" height="374"/><figcaption>
Das Genesis 1 &#8211; Modul 
<br>
(Bild: Bigelow Aerospace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord befinden sich außer Andenken und Fotos auch Insekten, die es erlauben, die Dichtheit der Hülle zu überprüfen. Verläuft alles nach Plan, wird das Modul für die nächsten fünf Jahre im Orbit bleiben, der Sonnen- und Weltraumstrahlung sowie dem Teilchenbeschuss ausgesetzt. So bietet sich den Ingenieuren die Möglichkeit, Daten über das Verhalten und die Leistung von <i>Genesis 1</i> zu sammeln und somit den Nachfolger <i>Genesis 2</i> dementsprechend zu verbessern. Er soll Ende 2006 bis 2007 starten und <i>Genesis 1</i> in der Größe entsprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch größere Module hat <i>Bigelow Aerospace</i> schon in der Planung. Nach der <i>Genesis</i>-Klasse soll es eine <i>Galaxy</i>-Klasse geben. Danach folgt dann das <i>BA330</i>-Modul. Dieses soll ein nutzbares Volumen von 330 Kubikmetern haben (Die Internationale Raumstation ISS hat 425 Kubikmeter).  
</p>
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		<title>Leben ohne Wasser möglich?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/leben-ohne-wasser-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2004 17:53:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[ausserirdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Titan]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jedes Jahr werden Milliarden von Dollar für die Erforschung des Kosmos bereitgestellt, um letztendlich eine Frage zu beantworten: Gibt es Leben auf anderen Planeten? Aber suchen wir auch an den richtigen Stellen? Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: Current Opinion on Chemical Biology, SpaceRef.com. Professor Steven A. Benner, der unter anderem am Design der nächsten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Jedes Jahr werden Milliarden von Dollar für die Erforschung des Kosmos bereitgestellt, um letztendlich eine Frage zu beantworten: Gibt es Leben auf anderen Planeten? Aber suchen wir auch an den richtigen Stellen?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: Current Opinion on Chemical Biology, SpaceRef.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Steven A. Benner, der unter anderem am Design der nächsten Generation von Marssonden arbeitet, glaubt an die Möglichkeit von Leben, das ohne Wasser auskommt. In der Dezemberausgabe des Wissenschaftsmagazins <i>Current Opinion on Chemical Biology</i> beschreiben er und seine Kollegen von der <i>University of Florida</i>, wie Organismen auf so exotischen Welten wie dem Saturnmond Titan überleben könnten.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30112004185340_small_1.jpg" alt="None" width="516" height="516"/><figcaption>
Aufnahme des Saturnmonds Titan vom 27. Oktober 2004(Quelle: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Benner und seine Kollegen haben nur zwei absolut notwendige Bedingungen für das Leben ausgemacht: zum einen ein Temperaturbereich, der chemische Reaktionen zulässt, und zum anderen eine Energiequelle, wie zum Beispiel Sonnenlicht oder Radioaktivität. Das Ergebnis der Studie unterscheidet sich von der landläufigen Meinung, dass Leben unbedingt flüssiges Wasser benötigt. Die Autoren spekulieren sogar über das Vorkommen von Leben in kalten, eisigen Umwelten wie der des Titan, der beide Bedingungen für Leben erfüllt. „Leben könnte auch unter weitaus exotischeren Umständen, wie den Gashüllen der Gasriesen Jupiter und Saturn, vorkommen,“ spekuliert Benner. Er fragt sich auch, ob wir nicht einige exotische Lebensformen hier auf der Erde übersehen haben. „Die Frage ist gar nicht so absurd, wie sie scheinen mag,“ sagt Benner. „Vor gerade mal 50 Jahren wussten wir nichts vom Leben in den Tiefen der Ozeane.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Titan, der gerade von der Sonde <i>Cassini</i> besucht wurde, ist vielleicht ein idealer Platz, um nach Leben zu suchen. Die veröffentlichten Bilder und Daten zeigen ein Welt mit gelben Wolken und schwarzen, öligen Methanseen; eine Umwelt, die der der Erde vor Milliarden von Jahren ähnelt. Der rätselhafte Mond ist zu kalt, als dass große Mengen flüssigen Wassers dort existieren könnten. Und Menschen und Bakterien bestehen hauptsächlich aus Wasser, was es erschwert, sich ein Leben ohne Wasser vorzustellen. Benner glaubt, dass die Konzentration auf Wasser der Suche nach Leben unnötige Scheuklappen aufsetzt. „Warum sollte Leben nicht Kohlenwasserstoffe benutzen, die auf Titan in flüssiger Form vorhanden sind? In vielerlei Hinsicht sind Kohlenwasserstofflösungen sogar geigneter als Wasser, um eine komplexe organische Chemie zu steuern,“ spekuliert Benner.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden bald mehr wissen. Im Dezember wird die europäische <i>Huygens</i> Sonde von <i>Cassini</i> abkoppeln und im Januar auf Titan landen. „Die <i>Huygens</i> Mission hat enormes Potential für ein Aha-Erlebnis in Hinblick auf exotisches Leben,“ glaubt Benner.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Leben auf der Erde stammt wahrscheinlich von einem Urahn ab. Eine Konsequenz davon ist, dass jeder lebende Organismus die gleiche Biochemie verwendet. Zum Beispiel verwenden alle Lebensformen Proteine, die aus den gleichen Bausteinen bestehen. Aber das muss nicht notwendigerweise die einzige Möglichkeit sein. Experimente haben sich dieser Frage in den letzten Jahren genähert. So wurden zum Beispiel andere Aminosäuren gefunden, die die Aufgaben der in der Natur vorkommenden Aminosäuren übernehmen können.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine führende Theorie über die Entstehung von Leben behauptet, dass frühes Leben RNA anstatt DNA verwendete, um genetische Informationen weiterzugeben. Wenn das stimmt, würde das zeigen, dass andere biochemische Organismen möglich sind.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Exotische Welten könnten also Leben beherbergen, aber Mars bleibt der wahrscheinlichste Kandidat. „Es gab zu einer Zeit Wasser auf dem Mars, als auf der Erde bereits Leben herrschte,“ betont Benner. „ Leben auf dem Mars wäre also nicht so exotisch, da es in Wasser leben würde, aber nach irdischen Maßstäben wäre es immer noch exotisch genug. &#8222;Trotz allem&#8220;, gibt Benner zu, ist &#8222;ein ’Wir wissen es nicht’ oft die ehrlichste Antwort. Bis wir außerirdisches Leben finden, werden wir keinen unabhängigen zweiten Datensatz haben. Und selbst dann ist es noch möglich, dass das außerirdische Leben den selben Ursprung hat wie wir.“    </p>
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		<title>Zurück zum Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zurueck-zum-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2003 21:02:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESTEC]]></category>
		<category><![CDATA[Habitat]]></category>
		<category><![CDATA[Mondstation]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen ihres Aurora-Langzeitprogramms sieht die ESA in den kommenden 25 Jahren auch die Rückkehr des Menschen zum Mond vor. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Ein spezieller Design-Workshop, der im Weltraumforschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) der ESA sowie im Institut für Hochbau 2 der TU Wien stattfand, widmete sich dem Entwurf zukünftiger bemannter Mondstationen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen ihres Aurora-Langzeitprogramms sieht die ESA in den kommenden 25 Jahren auch die Rückkehr des Menschen zum Mond vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25022003220248_small_1.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein spezieller Design-Workshop, der im Weltraumforschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) der ESA sowie im Institut für Hochbau 2 der TU Wien stattfand, widmete sich dem Entwurf zukünftiger bemannter Mondstationen. Am 1. März werden die innovativen Konzepte der jungen Weltraumarchitekten und -ingenieure in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt.  &nbsp;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der von der ESA, der Österreichischen Weltraumagentur ASA, dem österreichischen Technologieministerium sowie von privaten Sponsoren finanzierte „Lunar Base Design Workshop 2002“ war für Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen bestimmt. 40 Fachstudenten aus 13 Ländern nahmen an diesem außergewöhnlichen Raumfahrt-Workshop teil. Ziel der in spezielle Teams integrierten angehenden Architekten und Ingenieure war die Konzeption einer innovativen Generation permanenter Habitate (Wohneinrichtungen) auf dem Mond. Die Stationen sollten einer mindestens sechsköpfigen Crew den mehrmonatigen Aufenthalt auf dem Erdtrabanten erlauben.   
<br>
Entstanden sind Design-Studien für Mondbasen, die wissenschaftlichen, technischen sowie kommerziellen Zwecken dienen. Die Teams haben bei der Konzeption viele Anforderungen berücksichtigt. Hierzu gehören Konstruktion und Transport der Basisteile, die Lebenserhaltungs- und Energieversorgungssysteme, der Schutz vor kosmischer Strahlung, das menschliche Zusammenleben unter Extrembedingungen und die Besonderheiten des Lebens in geringer Schwerkraft. Unterstützt und betreut wurden sie bei ihrer Arbeit von Experten der ESA, der NASA sowie von verschiedenen Raumfahrtunternehmen und Universitäten.   &nbsp;  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25022003220248_small_2.jpg" alt="" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lunare Visionen</strong> <br> Die einzelnen Konzepte gehen von sehr unterschiedlichen Szenarien der Mondbesiedlung aus. Ein Entwurf des Studententeams „Kopernikus“ stellt beispielsweise Dienstleistungen in den Vordergrund. In einer Phase fortgeschrittener industrieller und touristischer Erschließung des Mondes soll die mit neun Mann besetzte Station die medizinische Versorgung der Basen in der näheren Umgebung sichern. Außerdem ist sie für Reparatur- und Wartungsarbeiten zuständig, übernimmt den Gütertransport auf dem Mond und bietet einen Raumhafen für Personal- und Frachtflüge zur Erde. Die Mondstation besteht aus aufblasbaren Segmenten, die an einem stählernen Rückgrat verankert sind. Die insektoiden Kopernikus-Oberflächentransporter können auch schwere Lasten befördern. Zu den Freizeitangeboten gehört eine Bar, die bis zu 30 Personen Platz bietet.       <br> Ein anderer Entwurf sieht eine Forschungsstation für sechs Personen vor, die ab etwa 2015 in Zusammenarbeit mit ESA und NASA in mehreren Schritten errichtet und ausgebaut werden soll. Ziel ist die Entwicklung von Methoden zum Abbau lunarer Rohstoffe, beispielsweise von Krater-Eis. Die Rohstoffe sollen vor Ort verarbeitet werden, um Wasser, Sauerstoff und Wasserstoff zu gewinnen. Ziel ist größtmögliche Autarkie der Station. Zwei riesige Gewächshäuser auf Hydro-Basis sichern die Nahrungsmittelversorgung. Verbrauchte Luft, Altwasser und Abfallprodukte werden wieder aufbereitet. Energie liefern Solaranlagen und Brennstoffzellen. Das Lebenserhaltungssystem des Habitats ist als geschlossener Kreislauf konzipiert. Andere Teams legten ihren Entwürfen Szenarien wie den Bau lunarer Teleskopanlagen in Kratern am Südpol oder die Helium-3-Gewinnung auf dem Erdtrabanten zugrunde. Helium-3, ein Isotop des Heliums kann auf dem Mond kostengünstig zur Erzeugung elektrischer Energie genutzt werden.     <br></p>
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