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	<title>Kommando &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Kommando &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DMSP F19: Steuerung vom Boden aus bleibt unmöglich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dmsp-f19-steuerung-vom-boden-aus-bleibt-unmoeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2016 19:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. Februar 2016 verlor die US-amerikanische Luftwaffe die Möglichkeit, ihren polaren Wettersatelliten DMSP F19 vom Boden aus zu steuern. Zwischenzeitlich durchgeführte Untersuchungen brachten die Erkenntnis, dass die Steuerungsmöglichkeit nicht wiederzugewinnen ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: USAF. Kommunikation als Einbahnstraße Die mit der Überwachung und Steuerung des Satelliten befassten Ingenieure und Techniker der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 11. Februar 2016 verlor die US-amerikanische Luftwaffe die Möglichkeit, ihren polaren Wettersatelliten DMSP F19 vom Boden aus zu steuern. Zwischenzeitlich durchgeführte Untersuchungen brachten die Erkenntnis, dass die Steuerungsmöglichkeit nicht wiederzugewinnen ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf800-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/5d3dmsp150422FZZ999004usaf260-1.jpg" alt="DMSP F19 im All - Illustration
(Bild: USAF)"/></a><figcaption>DMSP F19 im All &#8211; Illustration<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Kommunikation als Einbahnstraße<br></strong> Die mit der Überwachung und Steuerung des Satelliten befassten Ingenieure und Techniker der staatlichen US-amerikanischen Wetterbehörde (NOAA, National Oceanic and Atmospheric Administration) mussten am 11. Februar 2016 feststellen, dass an den Satelliten gefunkte Kommandos nicht mehr ausgeführt wurden &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-dmsp-f19-laesst-sich-nicht-mehr-steuern/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Telemetriedaten mit Informationen über den Zustand des Raumfahrzeugs des militärischen Wettersatellitenprogramms mit der Bezeichnung Defense Meteorological Satellite Program (DMSP) und seiner Ausrüstung sowie Daten der an Bord befindlichen Instrumente zur Wetterbeobachtung lieferte DMSP F19 jedoch weiter.</p>



<p>Nach jüngsten Informationen der US-Luftwaffe (United States Air Force, USAF) vom 25. Juli 2016 hat sie ihre Bemühungen, den Satelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen, zwischenzeitlich eingestellt. Die Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Störung an Bord des Satelliten hat ihre Arbeit nach Angaben der USAF abgeschlossen. Eine Reparatur sei nicht möglich, weitere Aktionen hinsichtlich der Steuerbarkeit von DMSP F19 werde es nicht geben.</p>



<p><strong>Lange Lagerung – Kurze Standzeit<br></strong> Der Erdtrabant basiert wie zahlreiche Vorgänger auf dem Satellitenbus TIROS-N. Es war bereits in den 1990iger Jahren gebaut worden und dann lange von seinem Hersteller Lockheed Martin Space Systems in Denver eingelagert.</p>



<p>Seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/__trashed-3/" data-wpel-link="internal">3. April 2014</a> kreist DMSP F19 um die Erde. Die ihm zugedachte Auslegungsbetriebsdauer beträgt fünf Jahre. Bislang empfange man noch taktisch nutzbare Echtzeit-Wetterdaten vom Satelliten, der sich in einer sicheren und stabilen Konfiguration befände, berichtete die USAF. Die Qualität der erfassten und gesendeten Daten nimmt ab, da sich die Ausrichtungsgenauigkeit des Satelliten über die Zeit verschlechtert. Die USAF rechnet damit, dass die aus der Erdumlaufbahn gefunkten Daten von DMSP F19 irgendwann nicht mehr sinnvoll zu nutzen sein werden.</p>



<p><strong>Unzureichende Redundanz<br></strong> Bei den Untersuchungen der Anomalie wurde schnell festgestellt, dass es ein Problem mit der Stromversorgung im Bereich der Kommandoempfänger an Bord des Satelliten gibt. Eine redundant ausgelegte Elektronikeinheit zur Dekodierung der aus Sicherheitsgründen verschlüsselt an den Satelliten gefunkten Kommandos ist nach Angaben der USAF vollständig ausgefallen. Wegen der nicht mehr funktionierenden Stromversorgung kam die eingebaute Redundanz der Dekodiereinheit nicht zum Tragen.</p>



<p>Weltraumschrott generierende Ereignisse, die im Zusammenhang mit DMSP F19 stehen, sind laut USAF bisher nicht beobachtet worden. Ganz sicher aber wird der Satellit selbst bald als Weltraumschrott enden. Wegen der fehlenden Steuerungsmöglichkeit vom Boden wird sich die Bahn des Satelliten nicht beeinflussen lassen, was bedeutet, dass man ihn nicht aktiv aus seinem ehemaligen Arbeitsorbit herausschicken kann.</p>



<p><strong>Unkontrolliert in ungewisse Zukunft<br></strong> Bestimmungen über die Vermeidung von Weltraumschrott erfordern die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden. So hofft man Explosionsereignisse zu verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Für DMSP F19 fallen vom Boden aus anzustoßende Passivierungsmaßnahmen, z.B. die Trennung der Solarzellenausleger von den nachladbaren Akkumulatoren oder das Ablassen von übriggebliebenem Resttreibstoff, aus.</p>



<p>Der primäre aktive Teil der DMSP-Konstellation besteht derzeit aus den Raumfahrzeugen DMSP F17 und DMSP F18. DMSP F17 ist seit dem 4. November 2006 im All unterwegs. DMSP F18 wurde am 18. Oktober 2009 in den Weltraum transportiert.</p>



<p>Die im All befindliche DMSP-Konstellation besteht aktuell aus nur noch fünf statt sechs Satelliten. Sie alle haben ihre Auslegungsbetriebsdauer überschritten – zum Teil deutlich. Im Regelfall sollten zwei Satelliten Routineaufgaben wahrnehmen, zwei Satelliten als unmittelbar verfügbare Reserve bereitstehen, und sich zwei weitere bedarfsweise für taktische Aufgaben verwenden lassen.</p>



<p>DMSP F19 alias USA 249 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.630 und als COSPAR-Objekt 2014-015A.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11938.msg264513#msg264513" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DMSP F19 auf Atlas V 401</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Kometenlander Philae bleibt vorerst stumm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-kometenlander-philae-bleibt-vorerst-stumm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2015 13:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
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		<category><![CDATA[ROSINA]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Raumsonde Rosetta ist es erstmals gelungen, in der Umgebung eines Kometen molekularen Stickstoff nachzuweisen. Die daraus abzuleitenden Erkenntnisse könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems liefern. Ergebnislos verlief dagegen die bisherige Suche nach einem Lebenszeichen von dem Kometenlander Philae. Erstellt von Ralph-Mirko Richter. Quelle: DLR, ESA, Science Nach einem mehr als zehn Jahre [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Raumsonde Rosetta ist es erstmals gelungen, in der Umgebung eines Kometen molekularen Stickstoff nachzuweisen. Die daraus abzuleitenden Erkenntnisse könnten wichtige Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems liefern. Ergebnislos verlief dagegen die bisherige Suche nach einem Lebenszeichen von dem Kometenlander Philae.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>.  Quelle: DLR, ESA, Science</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_a-1.jpg" alt="Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort immer noch nicht ermittelt werden konnte. Der Orbiter befand sich dabei einer Entfernung von 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet von Philae. Der Lander würde aus dieser Entfernung lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera <br>am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die <br>eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche<br> Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort<br> immer noch nicht ermittelt werden konnte. Der <br>Orbiter befand sich dabei einer Entfernung von<br> 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet von<br> Philae. Der Lander würde aus dieser Entfernung <br>lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem weiteren Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems dabei intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>.</p>



<p>Kometen bewegen sich auf stark elliptischen Umlaufbahnen um die Sonne. Den Großteil ihrer Existenz fristen diese auch als &#8217;schmutzige Schneebälle&#8216; bezeichneten Objekte dabei fernab der Sonne als kalte, nahezu unveränderliche Brocken, die im Wesentlichen aus Wassereis, Staub- und Gesteinspartikeln sowie verschiedenen gefrorenen Gasen wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Methan und Ammoniak bestehen. Die Kometen sind wahrscheinlich die ältesten und weitgehend unverändert gebliebenen Überreste einer gigantischen, protosolaren Staubscheibe, aus der sich vor etwa 4,64 Milliarden unser Sonnensystem gebildet hat. In den Kometen ist diese Materie aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems dabei bis in die Gegenwart wie in einer &#8218;kosmischen Tiefkühltruhe&#8216; konserviert. Das Hauptziel der <em>Rosetta</em>-Mission, so die beteiligten Wissenschaftler, besteht darin, durch die Untersuchung der zu ermittelnden chemischen und physikalischen Eigenschaften des Kometen 67P ein noch besseres Verständnis über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte unseres Sonnensystems zu erlangen.</p>



<p><strong>Die Suche nach dem Lander Philae</strong></p>



<p>Dabei kam bereits Mitte November 2014 auch der von der Raumsonde <em>Rosetta</em> mitgeführte Kometenlander <em>Philae</em> zu Einsatz, der nach seiner Landung über einen Zeitraum von mehr als 54 Stunden eine Vielzahl an Messungen durchführen. Die dabei gesammelten Daten der <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> des Landers wurden regelmäßig bei jedem sich öffnenden Kommunikationsfenster an die Erde übertragen, bevor die Energiereserven am 15. November so weit erschöpft waren, dass sich <em>Philae</em> um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ausrichtung_philae_67p_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ausrichtung_philae_67p_a-1.jpg" alt="Dieses topographische Modell der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zeigt die wahrscheinliche Position und Ausrichtung des Landers Philae.
(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CNES, FD)"/></a><figcaption>Dieses topographische Modell der Oberfläche des<br> Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko zeigt<br> die wahrscheinliche Position und Ausrichtung des<br> Landers Philae.<br>(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CNES, FD)</figcaption></figure></div>



<p>Aufgrund der zunehmenden Annäherung des Kometen 67P an die Sonne verbessern sich im Bereich des Standortes von <em>Philae</em> die dort gegebenen Beleuchtungs- und Temperaturbedingungen jetzt allerdings immer mehr. Hierdurch bedingt <em>könnte</em> in Zukunft wieder ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung stehen, damit der für seine Stromversorgung auf die Sonnenenergie angewiesene Lander <em>Philae</em> aus seinem Winterschlaf erwacht und sich reaktiviert.</p>



<p>Deshalb wurde am 12. März 2015 um 05:00 MEZ erstmals die Kommunikationseinheit des <em>Rosetta</em>-Orbiters aktiviert, um den Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem Lander durchzuführen (<a href="https://www.raumfahrer.net/2015/03/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Allerdings blieben diese Versuche bisher erfolglos. Es ist zwar möglich, dass <em>Philae</em> die Kommunikationsversuche des Orbiters registriert hat, jedoch noch zu wenig Energie zur Verfügung hatte, um darauf zu reagieren. Am 20. März 2015 wurde deshalb die Kommunikationseinheit des <em>Rosetta</em>-Orbiters um 05:00 MEZ zunächst wieder deaktiviert.</p>



<p>&#8222;Es war ein sehr früher Versuch, den wir solange wiederholen werden, bis wir eine Rückmeldung von <em>Philae</em> erhalten&#8220;, so der für den Betrieb des Kometenlanders zuständige Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Den nächste Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem Kometenlander plant das hierfür zuständige Team des DLR jetzt für die erste Aprilhälfte. Hierbei müssen sich Orbiter und Lander jedoch zueinander in einer Konstellation befinden, welche den Kontakt überhaupt ermöglicht. Zudem muss <em>Philae</em> während dieser Kommunikationsfenster direkt im Sonnenlicht stehen, um das Signal des Orbiters mit ausreichend Energie zu empfangen und eventuell darauf zu antworten.</p>



<p>&#8222;Diese Bedingungen müssen immer mindestens über 45 Minuten andauern, denn <em>Philae</em> schaltet nach seinem Aufwachen seinen Empfänger nur alle 30 Minuten an&#8220;, so Dr. Koen Geurts vom DLR.</p>



<p>Dieses Aufwachen könnte <em>Philae</em> im April sogar etwas leichter fallen, denn das Team des Lander-Kontrollzentrums schickte in den vergangenen Tagen insgesamt sechs Mal Kommandosequenzen an den Lander, durch deren Umsetzung eine möglichst effektive Einteilung und Nutzung der zwischenzeitlich zu gewinnenden Sonnenenergie ermöglicht werden soll. Zum letzten Mal erhielt der Lander am 17. März 2015 gegen 12:30 MEZ die &#8222;blinde Kommandierung&#8220;, seine Energieversorgung zu optimieren.</p>



<p>&#8222;Wir wissen, dass die Kommunikationseinheit des Orbiters funktioniert hat &#8211; ob <em>Philae</em> die neuen Kommandos empfangen hat, wissen wir allerdings nicht&#8220;, so Dr. Geurts weiter. Sollte der Lander bereits &#8218;wach&#8216; gewesen sein und lediglich noch nicht genügend Energie für eine Rückmeldung zur Verfügung gehabt haben, so könnte er diese Befehle dennoch empfangen und ausführt haben. Spätestens im Sommer 2015, wenn der Komet 67P auf seiner Umlaufbahn der Sonne nochmals bedeutend näher gekommen ist, hofft das <em>Philae</em>-Team auf ein Lebenszeichen des Kometenlanders &#8211; und auf eine danach erfolgende Fortsetzung der direkten Untersuchung der Kometenoberfläche mit den von <em>Philae</em> mitgeführten Instrumenten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/stickstoffnachweis_67p_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/stickstoffnachweis_67p_a.jpg" alt="Im Oktober 2015 gelang mit dem ROSINA-Instrument der erstmalige Nachweis von molekularem Stickstoff in der Umgebung eines Kometen.
(Bild: Rosetta: ESA, ATG medialab; Komet: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0; Daten: Rubin et al. (2015))"/></a><figcaption>Im Oktober 2015 gelang mit dem ROSINA-Instrument<br> der erstmalige Nachweis von molekularem Stickstoff<br> in der Umgebung eines Kometen.<br>(Bild: Rosetta: ESA, ATG medialab; Komet: ESA,<br> Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0; <br>Daten: Rubin et al. (2015))</figcaption></figure></div>



<p><strong>Erstmals detektiert: Molekularer Stickstoff bei einem Kometen</strong></p>



<p>In der Zwischenzeit sind die an der <em>Rosetta</em>-Mission beteiligten Wissenschaftler damit beschäftigt, die mit den Instrumenten des Kometenorbiters gesammelten Daten auszuwerten. Bei einem dieser Instrumente handelt es sich um den Instrumentenkomplex ROSINA (kurz für &#8222;Rosetta Orbiter Spectrometer for Ion and Neutral Analysis&#8220;). ROSINA ist ein aus zwei Massespektrometern sowie einem Drucksensor bestehendes Instrumentenpaket, welches die chemische Zusammensetzung der in der Koma enthaltenen Partikel, deren Isotopenverhältnisse sowie die Temperatur und Geschwindigkeit der von dem Kometen entweichenden Gasmoleküle bestimmt.</p>



<p>Bereits im September 2014 konnten mit diesem Instrument Wasserdampf, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid, Ammoniak, Methan und Methanol nachgewiesen werden. In der Folgezeit gelang den beteiligten Wissenschaftlern mit dem ROSINA-Instrument zudem auch der Nachweis von Formaldehyd, Schwefelwasserstoff, Cyanwasserstoff, Schwefeldioxid und Kohlenstoffdisulfid, welche von 67P freigegeben werden.</p>



<p>Erst kürzlich ist es den für den Betrieb von ROSINA zuständigen Wissenschaftlern zudem gelungen, im Rahmen der Untersuchung von 67P überhaupt erstmals in der Umgebung eines Kometen auch molekularen Stickstoff direkt nachzuweisen. Dieser Nachweis basiert auf 138 Messungen, welche zwischen dem 17. und dem 23. Oktober 2014 mit dem Instrument durchgeführt wurden. Laut der thermochemikalischen Modelle zur Entstehung unseres Sonnensystems trat Stickstoff während der Bildungsphase unseres Sonnensystems wahrscheinlich in erster Linie in molekularer Form auf. Die Gasplaneten des Sonnensystems, welche sich im Bereich des äußeren Sonnensystems formten, dürften den Großteil des in der Gegenwart dort vorhandenen Stickstoffs einstmals in dieser molekularen Form &#8218;eingesammelt&#8216; haben. Auch der Zwergplanet Pluto und der Neptun-Mond Triton, welche sich ebenfalls im äußeren Sonnensystem gebildet haben dürften, weisen in den Atmosphären und auf den Oberflächen signifikante Anteile an molekularem Stickstoff auf.</p>



<p>Bei verschiedenen Kometen der sogenannten <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jupiter-Familie" target="_blank" data-wpel-link="external">Jupiter-Familie</a>, der auch der Komet 67P angehört und die sich laut den Theorien über die Entstehung des Sonnensystems ebenfalls in den äußeren Regionen gebildet haben, konnte Stickstoff dagegen im Rahmen von spektroskopischen Untersuchungen bisher lediglich als Bestandteil verschiedener chemischer Verbindungen wie etwa Blausäure oder Ammoniak nachgewiesen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_14_03_2015_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_14_03_2015_a.jpg" alt="Diese Aufnahme der Navigationskamera der Raumsonde Rosetta wurde am 14. März 2015 aus einer Entfernung von etwa 85,7 Kilometern zum Zentrum des Kometen 67P angefertigt. Das Foto zeigt die immer weiter zunehmende Aktivität des Kometen. Die Auflösung liegt bei 7,3 Metern pro Pixel.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme der Navigationskamera der <br>Raumsonde Rosetta wurde am 14. März 2015<br> aus einer Entfernung von etwa 85,7 Kilometern<br> zum Zentrum des Kometen 67P angefertigt. <br>Das Foto zeigt die immer weiter zunehmende<br> Aktivität des Kometen. Die Auflösung liegt bei<br> 7,3 Metern pro Pixel.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Der Nachweis von molekularem Stickstoff liefert uns wichtige Informationen über die Bedingungen, unter denen sich der Komet einstmals gebildet hat, denn es bedarf sehr niedriger Temperaturen, damit der Stickstoff in Eis gebunden wird&#8220;, so Martin Rubin von der Universität Bern.</p>



<p>Durch die Ermittlung des bei 67P gegebenen Mengenverhältnisses von molekularem Stickstoff zu Kohlenstoffmonoxid gelangten die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass sich der Komet 67P einstmals unter Umgebungstemperaturen von minus 220 Grad Celsius bis hinunter zu etwa minus 253 Grad Celsius gebildet hat &#8211; Bedingungen, welche im Bereich des heutigen Kuiper-Gürtels vorherrschten, wo einstmals auch Pluto und Triton entstanden.</p>



<p><strong>Kometen als Materiallieferanten für die Erdatmosphäre?</strong></p>



<p>Verschiedene Theorien besagen, dass Kometen, welche in der Frühphase unseres Sonnensystems während des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Late_Heavy_Bombardment" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Großen Bombardements</a> in großer Zahl auf der Erde einschlugen, die Lieferanten für das auf der Erde vorhandene Wasser waren und möglicherweise auch organische Verbindungen zur Erde transportierten, welche eine entscheidende Rolle bei der Entstehung des Lebens spielten. Und auch bei der Ausbildung der Atmosphäre unseres Heimatplaneten <em>könnten</em> Kometen als &#8218;Materiallieferanten&#8216; gedient haben.</p>



<p>Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigte jedoch, dass es unwahrscheinlich ist, dass zumindestens die kurzperiodischen Kometen der Jupiter-Familie als nennenswerte Wasserlieferanten für die Erde in Frage kommen . Und auch als Lieferanten für den in der Erdatmosphäre mit einem Mengenanteil von 78 Prozent vertretenen Stickstoff scheiden diese Kometen wohl aufgrund eines abweichenden Isotopenverhältnisses aus, so Martin Rubin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_14_03_2015_02_big.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_14_03_2015_02_a.jpg" alt="Auch diese Aufnahme der Navigationskamera wurde am 14. März 2015 angefertigt - allerdings rund sechs Stunden nach dem weiter oben gezeigten Foto. Aus einer Entfernung von jetzt nur noch etwa 81,4 Kilometern zum Zentrum des Kometen liegt die Auflösung bei 6,9 Metern pro Pixel.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam - CC BY-SA IGO 3.0)"/></a><figcaption>Auch diese Aufnahme der Navigationskamera<br> wurde am 14. März 2015 angefertigt &#8211; allerdings<br> rund sechs Stunden nach dem weiter oben <br>gezeigten Foto. Aus einer Entfernung von jetzt nur<br> noch etwa 81,4 Kilometern zum Zentrum des <br>Kometen liegt die Auflösung bei 6,9 Metern pro Pixel.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam &#8211; CC BY-SA IGO 3.0)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Diese Entdeckung ist ein weiteres Puzzle-Teilchen bei der Untersuchung, welche Rolle die Kometen der Jupiter-Familie einstmals bei der Entwicklung des Sonnensystems spielten. Aber dieses Puzzle ist damit bei weitem noch nicht komplett&#8220;, so Matt Taylor, der wissenschaftliche Leiter der <em>Rosetta</em>-Mission von der ESA. Erst in etwa fünf Monaten wird der Komet 67P den sonnennächsten Punkt seiner Umlaufbahn erreichen. &#8222;Wir werden jetzt beobachten, wie sich die Zusammensetzung der Gase während der Annäherung ändert und daraus versuchen, weitere Schlüsse über die Vergangenheit dieses Kometen abzuleiten.&#8220;</p>



<p>Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse über den Nachweis von molekularem Stickstoff in der Umgebung des Kometen 67P wurden am 19. März 2015 von Martin Rubin et al. unter dem Titel &#8222;Molecular nitrogen in comet 67P/Churyumov-Gerasimenko indicates a low formation temperature&#8220; in der Fachzeitschrift Science publiziert.</p>



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<p><strong>Fachartikel von Martin Rubin et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.aaa6100" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Molecular nitrogen in comet 67P/Churyumov-Gerasimenko indicates a low formation temperature</a> (Abstract, engl.)</li></ul>
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		<title>Sojus-TMA 04M gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-04m-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2012 15:17:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Teil der Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ist heute früh planmäßig zur Erde zurückgekehrt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Die Landung der Kommandokapsel des Sojus-Raumschiffes erfolgte gegen 4.52 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe nordöstlich von Arkalyk. An Bord befanden sich Gennadi Padalka, Joseph Acaba und Sergej Rewin. Sie haben insgesamt 125 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Teil der Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ist heute früh planmäßig zur Erde zurückgekehrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092012171741_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092012171741_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bremstriebwerke zünden kurz vor dem Aufsetzen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Landung der Kommandokapsel des Sojus-Raumschiffes erfolgte gegen 4.52 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe nordöstlich von Arkalyk. An Bord befanden sich Gennadi Padalka, Joseph Acaba und Sergej Rewin. Sie haben insgesamt 125 Tage im All zugebracht, den größten Teil der Zeit an Bord der ISS gearbeitet. </p>



<p>Mit dem Ablegen des Raumschiffes gegen 1.09 Uhr heute Nacht endete auch die ISS-Expedition 32. Gestern hatte Padalka das Kommando über die Station an Sunita Williams übergeben, die damit die zweite Frau in dieser Position ist. Expedition 33 wird nun bis Ende Oktober andauern, bis das nächste bemannte Raumschiff zur ISS startet. </p>



<p>Dessen Start wurde soeben wegen eines technischen Problems um einige Tage verschoben und soll im Zeitraum vom 23. bis zum 25. Oktober über die Bühne gehen. </p>



<p>Im Verlaufe der Dienstzeit der drei gelandeten Raumfahrer wurden drei Ausstiege absolviert, wobei allerdings nur Gennadi Padalka von diesem Team direkt daran beteiligt war. Während der Außenbordarbeiten wurden ein Kranarm verlegt, eine Schalteinheit ausgetauscht, ein neues Stromkabel verlegt, Meteoritenschutzplatten installiert, eine Kamera gewechselt und eine Experimentenbox geborgen. </p>



<p>Neue Fracht kam mit einem Progress-Frachter, einem HTV sowie erstmals einem Dragon-Raumschiff zur Station. Ein ATV hatte bereits im März an deren Heck angelegt. Mit diesem wurden nicht nur Experimente, Treibstoff und Verbrauchsgüter zur ISS geliefert sondern auch deren Bahn auf derzeit durchschnittlich 416 km angehoben. </p>



<p>Von der Besatzung betreut bzw. ausgeführt wurden viele der mehr als 200 laufenden wissenschaftlichen Untersuchungen. Ein Teil davon läuft allerdings weitgehend automatisch an der Außenseite oder im Inneren der Station ab. Ein weiterer Teil bedarf zeitweilig der Betreuung. Bei Experimenten mit biologisch-medizinischem Inhalt sind hingegen die Raumfahrer Hauptakteure und Untersuchungsgegenstand gleichermaßen. Ein kontinuierliches Testprogramm absolvierte auch das siebente Besatzungsmitglied, Robonaut 2. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10713.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 04M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10844.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 32</a></li></ul>
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		<title>STS 134: Zweiter Außenbordeinsatz beendet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-134-zweiter-aussenbordeinsatz-beendet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2011 17:09:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Andrew Feustel und Michael Fincke verließen für über 8 Stunden die Internationale Raumstation und führten diverse Wartungsarbeiten durch. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Astronauten wurden um 03:27 Uhr MESZ mit dem Lied „Il Mio Penserio“ vorgetragen von Ligabue geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Roberto Vittori gewidmet. Direkt nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Andrew Feustel und Michael Fincke verließen für über 8 Stunden die Internationale Raumstation und führten diverse Wartungsarbeiten durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-23-36204.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Der zweite Ausstieg beginnt 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Astronauten wurden um 03:27 Uhr MESZ mit dem Lied „Il Mio Penserio“ vorgetragen von Ligabue geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Roberto Vittori gewidmet.</p>



<p>Direkt nach dem Weckruf begannen für Feustel und Fincke die Vorbereitungen auf den Außenbordeinsatz. Unterstützt wurden sie dabei von Shuttlekommandant Mark Kelly und Missionsspezialist Greg Chamitoff, der zusammen mit Feustel den ersten Außenbordeinsatz der Mission durchführte. Um 08:05 Uhr MESZ waren dann alle Vorbereitungen abgeschlossen und der zweite Außenbordeinsatz der Mission konnte beginnen. </p>



<p>Die erste Aufgabe des Tages führte die beiden Astronauten zum P3/P4-Trägersegment der Raumstation, wo sie die Leitungen des Kühlsystems der Raumstation neu anordneten. Die Arbeiten am Leitungssystem wurden bewusst an den Anfang des Einsatzes gelegt, da die Möglichkeit bestand, dass Ammoniak aus den Leitungen austreten und die Anzüge der Astronauten kontaminieren kann. Die Länge des Einsatzes hätte dann alles Ammoniak, das sich auf den Raumanzügen absetzt, verdampfen lassen.</p>



<p>Nach erledigter Arbeit am P3/P4-Segment, trennten sich die beiden Astronauten. Andrew Feustel begab sich zum P5/P6-Segment, um dort einige Schnellverschlüsse an einem Paneel umzulegen. In der Zwischenzeit arbeitete Mike Fincke am P1-Segment, um dort die sogenannte Ammonia Tank Assembly (ATA) mit Ammoniak aufzufüllen. Die Arbeiten an diesen Systemen stellten eine permanente Verbindung zwischen dem Ersatztank am P1-Segment mit dem Kühlsystem am P6-Segment her, welches in der Vergangenheit Undichtigkeiten aufwies. </p>



<p>Anschließend begab sich Finke zum linken Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), wo er anfing vier Schutzabdeckungen zu entfernen. Nach Abschluss der Arbeiten am P5/P6-Segment unterstützte Feustel ihn dabei. Beim Lösen der Schrauben von den Schutzabdeckungen kam es zu kleineren Problemen. Die Schrauben wollten sich zuerst mit den normalen Einstellungen am sogenannten Pistol Grip Tool nicht lösen. Nach Rücksprache mit dem Boden nutzte Fincke dann eine höhere Krafteinstellung, was erfolgreich war. Beim Lösen der Schrauben sprangen diese allerdings unerwartet aus ihren Verankerungen. Mike Fincke war in der Lage drei von vier Schrauben aufzufangen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Blick ins SARJ 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die Schutzabdeckungen entfernt waren, begann Fincke mit dem Schmieren des Drehlagers. Das Schmieren der Drehlager soll das SARJ vor exzessiver Abnutzung zu schützen. Nach den Problemen mit dem SARJ auf der rechten Seite der Station und den Abnutzungserscheinungen, die während der STS-120-Mission gefunden wurden, empfahlen die Ingenieure am Boden die Drehlager an beiden SARJ etwa alle fünf Jahre zu schmieren. Da nur die Hälfte der Schutzabdeckungen entfernt wurde, bearbeitete Fincke nur eine Seite des Drehlagers. Die Astronauten widmeten sich danach weiteren Aufgaben, während die Bodenkontrolle in Houston das SARJ um 180 Grad drehte.</p>



<p>Andrew Feustel begab sich wieder zur Ammonia Tank Assembly (ATA), um dort die Leitungen zu entlüfteten. Mike Ficke installierte derweil zwei Träger für Haltestangen am S1-Segment der Raumstation. Die Haltestangen werden notwenig, falls in Zukunft einmal die Radiatoren der Station ausgetauscht werden müssen. Feustels nächste Aufgabe war die Installation einer Schutzabdeckung am Roboter DEXTRE und das Schmieren des Greifmechanismus am Roboter. </p>



<p>Anschließend begaben sich beide Astronauten wieder zum SARJ und schmierten dort den zweiten Teil des Drehlagers. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschied man sich, nur drei der insgesamt vier Schutzabdeckungen zu installieren und die vierte ins Innere der Station mitzunehmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22052011190922_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Arbeiten an DEXTRE 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der zweite Außenbordeinsatz der Mission endete um 16:12 Uhr MESZ. Es war der sechstlängste Außenbordeinsatz der Geschichte. Andrew Feustel verbrachte nun, verteilt über fünf Einsätze, insgesamt über 35 Stunden in einem Raumanzug im All. Mike Fincke absolvierte seinen siebenten Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von über 34 Stunden. </p>



<p>Gegen Ende des Tages vollführte die Besatzung der Internationalen Raumstation noch die traditionelle Kommandoübergabe. Neuer Kommandant der Internationalen Raumstation ist nun Andrej Borisjenko, der das Kommando von Dmitri Kondratjew erbt. </p>



<p>Am Boden konnte derweil das Mission Management Team (MMT) vermelden, dass der Hitzeschild der Endeavour für den Wiedereintritt freigegeben wurde. Damit steht einer erfolgreichen Rückkehr der Besatzung am 1. Juni nichts mehr im Wege. </p>



<p>Die Besatzung soll um 03:56 Uhr MESZ für ihren achten Flugtag geweckt werden. Neben einigen Interviews wird die Besatzung ein wenig Freizeit genießen können, um sich von den anstrengenden letzten Tagen zu erholen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9655.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Countdown und Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9832.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 134 &#8211; Mission und Landung </a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-05-23-36204.mp3" length="7144155" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Ein neuer Kommandant auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-kommandant-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 17:05:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumspaziergang]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33126</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kommandoübergabe, das Entladen von Rasswjet und die Vorbereitung der Rückkehr von Sojus-TMA 17 bestimmten die letzten Tage auf der Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, roscosmos. Die Dauer der Langzeitbesatzung 23 geht langsam ihrem Ende entgegen. Am Donnerstag, dem 27. Mai, begann die Übergabe der Verantwortung auf der ISS von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Kommandoübergabe, das Entladen von Rasswjet und die Vorbereitung der Rückkehr von Sojus-TMA 17 bestimmten die letzten Tage auf der Internationalen Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, roscosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die vollständige Langzeitbesatzung 24 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Dauer der Langzeitbesatzung 23 geht langsam ihrem Ende entgegen. Am Donnerstag, dem 27. Mai, begann die Übergabe der Verantwortung auf der ISS von Oleg Kotow an den neuen Kommandanten der Langzeitbesatzung 24 Alexander Skworzow. Die traditionelle Übergabezeremonie, “Change of Command” Zeremonie genannt, soll am 31. Mai mit allen Besatzungsmitgliedern stattfinden. Die ISS-Expedition 24 besteht zuerst, neben Alexander Skworzow, aus den Bordingenieuren Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornijenko. Am 17. Juni erhalten sie nach der Ankunft von Sojus-TMA 19 Verstärkung durch die Bordingenieure Shannon Walker, Doug Wheelock und Fjodor Jurtschichin. </p>



<p>Diese sechs Raumfahrer werden während ihrer dreieinhalb Monate dauernden Zusammenarbeit einige wichtige Missionshöhepunkte erleben. Neben der Ankunft und dem Abflug von von zwei Progress-Raumfrachtern, wird es einen amerikanischen und einen russischen Weltraumaustieg von ISS-Besatzungsmitgliedern geben. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wird die Ankunft der Discovery, bis jetzt geplant am 18. September, mit sechs Astronauten und dem für den dauerhaften Verbleib umgebauten Mehrzweck-Modul Leonardo an Bord sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Glovebox-C für Rasswjet 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das neue russische Mini-Forschungsmodul Rasswjet (MRM 1), welches am 18. Mai angedockt und zwei Tage später das erste Mal betreten wurde, ist inzwischen fast vollständig entladen. In dem fünf Tonnen schweren Modul, das durch die Atlantis zur ISS geliefert wurde, befanden sich 1,5 Tonnen hauptsächlich amerikanischer Fracht. Michail Kornijenko und Alexander Skworzow hatten in den letzten Tagen die Aufgabe, diese Fracht an ihre neuen Lagerplätze in der Station zu bringen und zu verstauen.  </p>



<p>Der Innenraum des neuen Moduls kann nun für seine zukünftige Nutzung vorbereitet werden. Neben seiner Funktion als vierter russischer Andockstutzen und der Nutzung als Lagerraum, enthält Rasswjet mehrere Forschungseinrichtungen. In einer Druckabteilung mit acht Arbeitsstationen sind ein Isolierkasten mit Handschuhen (Glovebox) für empfindliche Experimente, zwei Inkubatoren zur Durchführung von Hoch- und Niedrigtemperatur-Experimenten und eine spezielle Plattform enthalten. Diese Plattform ist entsprechend gelagert, um Versuchsreihen vor Vibrationen der Station zu schützen. Es ist geplant, in diesen wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen eine Anzahl von Experimenten aus den Bereichen Biotechnologie, Biowissenschaften, Fluidphysik und Bildungsforschung durchzuführen. Vier dieser acht Arbeitsstationen sind bisher nicht belegt, aber mit mechanischen Adaptern ausgestattet, um weitere wissenschaftliche Nutzlasten in den beweglichen Racks und Borden zu installieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052010190523_small_3.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
Oleg Kotow, T. J. Creamer und Sōichi Noguchi in Sojus-TMA 17 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Dienstag, dem 25. Mai, begann die letzte vollständige Woche der Besatzung von Sojus-TMA 17 an Bord der ISS. Sōichi Noguchi, T. J. Creamer und der Kommandant der Sojus Oleg Kotow widmeten einen Teil ihrer Zeit in dieser Woche den Vorbereitungen auf ihren Rückflug zur Erde. Sie gingen mit der russischen Bodenstation die Prozeduren für ihre Rückkehr durch, verpackten persönliche Sachen und säuberten ihre Schlafstationen. Oleg Kotow verstaute ca. 100 Kilogramm Fracht in dem Sojus-Landemodul für die Rückführung zur Erde und befüllte das Sojus-Orbitalmodul mit einigen nicht mehr benötigten Gegenständen. </p>



<p>Die drei Rückkehrer probierten auch ihre „Kentavr anti-G“-Kleidung an. Diese spezielle Kleidung, bestehend aus Shorts, Gamaschen, Unterhose, Trikot und Socken, wird unter den Sokol-Fluganzügen getragen. Sie soll den Langzeitraumfahrern die Wiederanpassung an die Schwerkraft der Erde erleichtern. Weiterhin wurde sie angewiesen, drei Natriumchlorid-Tabletten mit 300 ml Flüssigkeit zum Frühstück und Mittagessen einzunehmen. Zwei zusätzliche Tabletten werden zu einer Mahlzeit an Bord der Sojus kurz vor dem Verlassen der Umlaufbahn eingenommen. Dies soll am 2. Juni um 4:37 Uhr MESZ erfolgen, die Landung ist um 5:27 Uhr MESZ geplant. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 28.05.2010:344,9 km bei einem Höhenverlust von 66 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>02. Juni, Abdocken von Sojus-TMA 17 (Kotow, Creamer, Noguchi) </li><li>05. Juni, Reboost durch die Triebwerke von Swesda </li><li>8/9.Juni, Doppel-Reboost durch die Triebwerke von Progress-M 05M </li><li>17. Juni, Ankunft von Sojus-TMA 19 (Walker, Wheelock, Jurtschichin) </li><li>22. Juni, Umsetzen Sojus-TMA 19 von Swesda nach Rasswjet</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.1860#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema </a></li></ul>
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		<title>Galaxy 15 wurde zum Zombiesat</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galaxy-15-wurde-zum-zombiesat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2010 16:48:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxy 15]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[OSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sensor]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Galaxy 15, ein Kommunikationssatellit, der sich vom Boden nicht mehr kontrollieren lässt, wird möglicherweise zu einer Bedrohung für andere Satelliten im geostationären Orbit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Spacenews. Seit dem 5. April 2010 reagiert Galaxy 15, ein von Intelsat betriebener Kommunikationssatellit mit einer Startmasse von 2.033 kg nicht mehr auf Kommandos vom Boden. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Galaxy 15, ein Kommunikationssatellit, der sich vom Boden nicht mehr kontrollieren lässt, wird möglicherweise zu einer Bedrohung für andere Satelliten im geostationären Orbit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Spacenews.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-94211c3a"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04052010184812_small_1.jpg" alt="OSC" width="346" height="242"/><figcaption>
Galaxy 15 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Orbital Sciences Corporation (OSC))
</figcaption></figure>



<p>Seit dem 5. April 2010 reagiert Galaxy 15, ein von Intelsat betriebener Kommunikationssatellit mit einer Startmasse von 2.033 kg nicht mehr auf Kommandos vom Boden. Zwischenzeitlich begann der Satellit, dessen fehlerhaftes Verhalten möglicherweise auf erhöhte Sonnenaktivität im Zeitraum zwischen dem 3. und dem 5. April 2010 zurückzuführen ist, im geostationären Orbit ostwärts zu driften.</p>



<p>Neben einer Kollision, der aktive Satelliten ggf. durch rechtzeitige Ausweichmanöver aus dem Weg gehen können, bedroht Galaxy 15 die Funktion anderer Raumfahrzeuge auch mit Nutzsignalstörungen und Unterbrechungen verursachenden Interferenzen, die entstehen können, wenn sich Galaxy 15 mit seinen weiterhin voll aktivierten Transpondern annähert. Die Transponder empfangen, verstärken und senden alle Signale, die elektrisch kompatibel sind.</p>



<p>Bis zum 30. April 2010 hatten Intelsat und der Hersteller des Satelliten, die Orbital Sciences Corporation, zwischen 150.000 und 200.000 Kommandos an Galaxy 15 geschickt. Auf diese fast vier Wochen andauernden Kommunikationsversuche reagierte der Satellit jedoch nicht.</p>



<p>Von seiner letzten Position bei 133 Grad West im geostationären Orbit bewegt sich Galaxy 15 Richtung  AMC 11. Der von SES betriebene AMC 11 ist bei 131 Grad West stationiert. Intelsat und SES haben bereits besprochen, wie man die Folgen der Drift von Galaxy 15 für die Kunden von SES minimieren kann. Am 30. April 2010 war jedoch noch nicht klar, ob es möglich sein wird, Probleme mit Interferenzen zu vermeiden, wenn Galaxy 15 sich in größerer Nähe zu AMC 11 bewegt, was vermutlich zwischen dem 23. Mai und dem 7. Juni der Fall sein wird. Während der größten Annäherung von Galaxy 15 an AMC 11 will SES die Signale der eigenen Kunden ggf. über Bodenstationen mit größeren Antennen umlenken.</p>



<p>Sollte es nicht gelingen, Galaxy 15 wieder komerziell betriebsfähig zu machen, oder in einen Friedhofsorbit zu dirigieren, und danach sieht es im Moment aus, wird der Satellit Mitte Juli 2010 in die nähere Umgebung von Intelsats Galaxy 13 bei 127 Grad West wandern. Ende Juli 2010 erreicht er dann Galaxy 14 bei 125 Grad West, um anschließend Mitte August 2010 an Galaxy 18 vorbeizuziehen. So wie Galaxy 15 um die Erde treibt, tun es zahlreiche weitere Satelliten. Man spricht von mehreren Dutzend Raumfahrzeugen, die auf entsprechenden Bahnen unterwegs sind, und bezeichnet sie gelegentlich als Zombiesats.</p>



<p>Möglicherweise verliert Galaxy 15 zwischenzeitlich seine Fähigkeit zur korrekten Ausrichtung Richtung Erde, wenn die Erdsensoren des Satelliten feststellen, dass sich der wandernde Satellit nicht mehr an seiner vorgesehenen Position befindet. Ende Juli oder Anfang August 2010 könnte dies geschehen, schätzt Intelsat. Es würde dazu führen, dass die Solarzellenausleger nicht mehr richtig zur Sonne stehen, und, nachdem die Akkumulatoren des Satelliten entladen sind, ein Abschalten wegen Energiemangel verursachen. Intelsat ist sich nicht sicher, ob es zu einem solchen Ablauf kommt oder kommen würde. Eine vorsätzliche Abschaltung soll vorher probiert werden.</p>



<p>Für den 3. Mai 2010 hatte Intelsat einen Versuch angesetzt, den driftenden Satelliten durch ein besonderes Signal zur völligen Abschaltung zu bringen. Dreißig Minuten sollte das entsprechende Signal gesendet werden, würde der Satellit darauf nicht reagieren, sollte ein entsprechendes Signal nicht wiederholt werden. Ob der Versuch erfolgte, und mit welchem Ergebnis er endete, wurde bisher nicht bekannt.</p>



<p>Galaxy 15 alias G-15 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.884 bzw. als Objekt 2005-041A.</p>
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		<item>
		<title>Offizieller Wachwechsel auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/offizieller-wachwechsel-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 16:58:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommandoübergabe auf der ISS, der Abschied von der Expedition 22 und eine Bahnanhebung standen auf dem Plan in den letzten beiden Wochen. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA. Mit dem Abdocken von Sojus-TMA 16 endete offiziell die Mission der Expedition 22 Crew und die ca. zweimonatige Mission der Expedition 23 mit zur Zeit Kommandant [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kommandoübergabe auf der ISS, der Abschied von der Expedition 22 und eine Bahnanhebung standen auf dem Plan in den letzten beiden Wochen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032010185815_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032010185815_small_1.jpg" alt="(Bild: NASA)" width="260"/></a><figcaption>
Jeffrey Williams und Maxim Surajew beim Abschied von der ISS
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Mit dem Abdocken von Sojus-TMA 16 endete offiziell die Mission der Expedition 22 Crew und die ca. zweimonatige Mission der Expedition 23 mit zur Zeit Kommandant Oleg Kotow, Flugingenieur T. J. Creamer und Flugingenieur Sōichi Noguchi begann. Die beiden ehemaligen Mitglieder der Expedition 22, Jeffrey Williams und Maxim Surajew, kehrten am 18. März wohlbehalten mit Sojus-TMA 16 zur Erde zurück. Vorher, am 17. März gegen 14 Uhr, fand allerdings noch die Zeremonie der Kommandoübergabe zwischen Jeff Williams und dem neuen  Kommandanten Oleg Kotow statt. Jeff Williams richtete dabei einige Worte des Dankes für die gute Zusammenarbeit an seine Kameraden auf der ISS und an die verschiedenen Bodenstationen. </p>



<p>In den nächsten Tagen folgten nun hauptsächlich die Vorbereitungsarbeiten für die Ankunft der nächsten beiden bemannten Raumfahrzeuge Sojus-TMA 18 und die US-Raumfähre Discovery. Allerdings auch alltägliche Aufgaben wie Wartung der Systeme, Fitnessübungen und Betreuung der Forschungsexperimente standen auf dem Plan.  </p>



<p>Probleme macht zur Zeit die erneut defekte Abwasseraufbereitungsanlage der Station. Wegen eines Temperaturproblems am Katalysator war die Anlage ausgefallen. Spezialisten am Boden arbeiten daran, das Problem zu beheben und die Water Processor Assembly (WPA) genannte Anlage wieder in Funktion zu bringen. Probleme bezüglich der vorhandenen Wasservorräte auf der ISS gibt es nicht, da diese noch in ausreichendem Maße vorhanden sind. Die dreiköpfige Besatzung verwendet im Augenblick nur russisches Trinkwasser. Anfallendes Abwasser wird solange zwischengelagert, bis die Aufbereitungsanlage wieder funktioniert. </p>



<p>Am 24. März fand wie geplant eine weitere Bahnanhebung durch den unbemannten Frachttransporter Progress-M 04 statt, welcher zur Zeit am hinteren Port des Servicemoduls Swesda gekoppelt ist. Die acht Kopplungs- und Orientierungstriebwerke des Transportraumschiffes wurden um 10:15 Uhr MEZ aktiviert, arbeiteten sieben Minuten und fünf Sekunden und verbrauchten dabei 142 kg Treibstoff. Das Manöver hob die ISS um 1,7 km auf eine mittlere Bahnhöhe von 348 km an diesem Tage an. Damit wurde die Umlaufbahn der ISS für die beiden nächsten ankommenden Raumfahrzeuge Sojus-TMA 18 und das Space Shuttle Discovery optimiert.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032010185815_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032010185815_small_2.jpg" alt="(Bild: NASA)" width="260"/></a><figcaption>
Michail Kornijenko, Tracy Caldwell und Alexander Skworzow vor Sojus-TMA 18 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 27. März sah das wöchentliche Programm der Besatzung auch die gründliche Stationsreinigung, einschließlich der Module Columbus und Kibo, mit einer Dauer von drei Stunden vor. Diese schließt die Beseitigung von Nahrungsmittelabfällen, die Reinigung von Modulen mit dem Staubsauger, die feuchte Reinigung des Esstisches im Service-Modul und anderer oft berührte Oberflächen ein. Weiterhin werden die Schlaf-Stationen mit einer Standardreinigungslösung behandelt und die Lüftungsschlitze von Bildschirmen und Anlagen gesäubert, um Temperaturanstiege zu vermeiden. </p>



<p>Am kommenden Sonntag, dem 4. April, wird mit der Ankunft des bemannten Raumschiffes Sojus-TMA 18 die Besatzungsstärke der  Expedition 23 auf das geplante Soll von sechs Personen erhöht. Michail Kornijenko, Tracy Caldwell und Alexander Skworzow werden zur jetzigen Mannschaft stoßen und mit ihnen       ca. zwei Monate leben und arbeiten. Damit befinden sich zum ersten mal drei russische Kosmonauten in einer Langzeitbesatzung auf der ISS. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 29.03.2010:347,4 km bei einem Höhenverlust von 127 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p>Zukünftige Ereignisse:</p>



<p>4. April, Ankunft des bemannten Raumschiffes Sojus TMA-18, Docking an Poisk7. April, Ankunft der US-Raumfähre Discovery (STS-131), Docking an PMA-2 </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.1725#top" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab dem 14. März 2010</a></li></ul>
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		<title>Atlantis bereit zum Ablegen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-bereit-zum-ablegen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2009 22:44:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Transferarbeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Luken zwischen dem Space Shuttle Atlantis und der Internationalen Raumstation wurden um 19:12 Uhr MEZ geschlossen. Damit endeten sechs Tage gemeinsamer Arbeit an Bord der Station. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten zuvor für ihren letzten gemeinsamen Tag um 07:58 Uhr MEZ [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Luken zwischen dem Space Shuttle Atlantis und der Internationalen Raumstation wurden um 19:12 Uhr MEZ geschlossen. Damit endeten sechs Tage gemeinsamer Arbeit an Bord der Station.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-11-25-96118.mp3"></audio></figure>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten zuvor für ihren letzten gemeinsamen Tag um 07:58 Uhr MEZ mit der Hymne des US Marine Korps, die von der Marine Korps Band gespielt wurde. Das Lied wurde Shuttlekommandant Charles Hobaugh gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24112009234410_small_1.jpg" alt="Nasa" width="395" height="280"/><figcaption>
Übergabe des Kommandos 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zu Beginn des Tages transferierte die Besatzung noch letzte Gegenstände und Versorgungsgüter. Insgesamt lieferte die STS-129-Besatzung 14 Tonnen an Fracht zur Internationalen Raumstation. Im Mitteldeck des Shuttles befanden sich knapp eine Tonne an Gütern für die Station. Etwa die gleiche Menge wird das Shuttle auch wieder zur Erde zurückbringen. Zu den größten Gegenständen, die zur Erde gelangen, gehört die Urin Processing Assembly (UPA), die aus dem Urin der Astronauten an Bord der Raumstation Trinkwasser recycelt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, die UPA zu reparieren, wurde am Boden kurzfristig entschieden, das Gerät mit dem Shuttle zurückzubringen, damit Experten das Gerät auseinandernehmen und eine genaue Fehleranalyse durchführen können. Das Gerät soll mit einer zukünftigen Mission wieder zur Raumstation fliegen.</p>



<p>Nachdem alle Transferarbeiten abgeschlossen waren, versammelten sich die 12 Raumfahrer zur traditionellen gemeinsamen Pressekonferenz, um Fragen von Reportern zu beantworten, die sich an den verschiedensten Kontrollzentren rund um den Globus versammelt hatten. Kurze Zeit später übergab Frank de Winne, im Rahmen einer kleinen Zeremonie, das Kommando über die Raumstation an den amerikanischen Astronauten Jeff Williams. Normalerweise wird die Übertragung des Kommandos erst kurz vor dem Ablegen der Sojuskapsel durchgeführt, die den bisherigen Kommandanten zur Erde zurückbringt. De Winne entschied sich, diese Zeremonie vorzuverlegen, um so Nicole Stott die Gelegenheit zu geben, Teil der Kommandoübergabe zu sein.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24112009234410_small_2.jpg" alt="Nasa" width="377" height="266"/><figcaption>
Die Verabschiedung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend konnten die beiden Besatzungen ein wenig Freizeit genießen, bevor die Astronauten ein letztes Mal zusammen kamen, um sich voneinander zu verabschieden. Nicole Stott beendete mit dem Schließen der Luken ihre 87-tägigen Einsatz auf der Raumstation. Stott ist das letzte ISS-Besatzungsmitglied, das mit dem Space Shuttle transportiert wird. Alle zukünftigen Raumfahrer, die eine Langzeitmission auf der ISS durchführen, werden mit einer russischen Sojuskapsel zur Station fliegen.</p>



<p>Die nun siebenköpfige Crew an Bord der Atlantis begann gegen Ende des Tages damit, den Orbiter auf das Ablegemanöver vorzubereiten. So installierte man die Videokamera im Andockring und legte alle benötigten Werkzeuge zurecht.</p>



<p>Atlantis soll nach derzeitigem Plan um 10:53 Uhr MEZ von der Internationalen Raumstation ablegen.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7172.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6830.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Countdown &amp; Start</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5720.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 129 &#8211; Vorbereitungen</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-11-25-96118.mp3" length="8349968" type="audio/mpeg" />

			</item>
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