<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Landung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/landung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sat, 15 Nov 2025 17:59:23 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Landung &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>New Glenn Testflug NG-2 schafft Landung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-glenn-testflug-ng-2-schafft-landung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 23:12:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[New Glenn]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[BE-3U]]></category>
		<category><![CDATA[BE-4]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Origin]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[EscaPADE]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LC-36]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumwetter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=149056</guid>

					<description><![CDATA[<p>Einen unglaublichen Erfolg konnte Blue Origin gestern Abend verbuchen. Schon beim zweiten Testflug schafft der Booster eine Landung auf dem Drone-Ship Jacklyn. Das ist ein extrem wichtiger Schritt hin zur Wiederverwendung. Auch wenn es von den Anforderungen her nicht vergleichbar ist, dürften die Erfahrungen mit New Shepard sicherlich eine wichtige Komponente für das rasche Erreichen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/new-glenn-testflug-ng-2-schafft-landung/" data-wpel-link="internal">New Glenn Testflug NG-2 schafft Landung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einen unglaublichen Erfolg konnte Blue Origin gestern Abend verbuchen. Schon beim zweiten Testflug schafft der Booster eine Landung auf dem Drone-Ship Jacklyn. Das ist ein extrem wichtiger Schritt hin zur Wiederverwendung. Auch wenn es von den Anforderungen her nicht vergleichbar ist, dürften die Erfahrungen mit New Shepard sicherlich eine wichtige Komponente für das rasche Erreichen dieses Meilensteines gewesen sein. Auch die Oberstufe konnte die Erwartungen vollständig erfüllen und funktionierte einwandfrei. Alle Nutzlasten sind erfolgreich ausgesetzt worden.<br>Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Blue Origin, NG-2Livestream, engl. Wikipedia, Raumfahrer.net Forum, 13. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die New Glenn in Zahlen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Gesamthöhe von 98 m ist die New Glenn eine der höchsten jemals gebauten Trägerraketen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-am-Startplatz.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="New Glenn auf LC-36 Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="New Glenn auf LC-36 Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-am-Startplatz-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-149041" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-am-Startplatz-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-am-Startplatz-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-am-Startplatz-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">New Glenn auf LC-36<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Stufe nimmt dabei 57,4 m ein. Die zweite Stufe 26,3 m, wobei allerdings davon über 7 m, zuunterst die Triebwerke, in die erste Stufe hineinragen. Der gemeinsame Durchmesser beider Stufen und des Fairings beträgt stolze 7 m. Angetrieben wird die erste Stufe der New Glenn von sieben, mit LOX und CH4 betriebenen BE-4 Triebwerken, ausgeführt mit gestufter Verbrennung, mit jeweils 2450 kN Schub welcher auf ca. 40 % rückregelbar ist. Der spezifische Impuls dieser Triebwerke beträgt 3300 m/s. Drei dieser Triebwerke sind +/- 5° schwenkbar. Die zwei, mit LOX und LH2 im Expander Cycle betriebenen BE-3U Triebwerke der zweiten Stufe liefern jeweils 778 kN Schub welcher auf ca. 75 % rückregelbar ist. Der spezifische Impuls dieser Triebwerke beträgt 4360 m/s.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Nutzlasten auf NG-2</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nutzlast befinden sich die beiden EscaPADE Raumsonden und ein Technologiedemonstrator von Viasat an Bord. Die EscaPADE-Sonden sollen so um die 60 Millionen Dollar gekostet haben und sind damit im Simplex-Programms der NASA in deren untersten Preissegment angesiedelt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2-Escapade-Mission-Patch.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Missionslogo der EscaPADE Mission auf NG-2 Credit: NASA, Blue Origin" data-rl_caption="" title="Missionslogo der EscaPADE Mission auf NG-2 Credit: NASA, Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="357" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2-Escapade-Mission-Patch-260x357-1.jpg" alt="" class="wp-image-149035" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2-Escapade-Mission-Patch-260x357-1.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2-Escapade-Mission-Patch-260x357-1-218x300.jpg 218w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Missionslogo der EscaPADE Mission auf NG-2<br>Credit: NASA, Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die EscaPADE (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Escape_and_Plasma_Acceleration_and_Dynamics_Explorers" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Escape and Plasma Acceleration and Dynamics Explorer</a>) Raumsonden &#8222;Blue&#8220; und &#8222;Gold&#8220;, für die als Ziel eine Umlaufbahn um den Mars vorgesehen ist, um dort das &#8222;Weltraumwetter&#8220; zu untersuchen, hätten ursprünglich bereits beim Erststart von New Glenn an Bord sein sollen.<br>Die NASA nahm jedoch wegen des unsicheren Starttermines schon im September letzten Jahres davon Abstand, denn das günstige, alle ca. 26 Monate wiederkehrende Startfenster zum Mars hatte sich bereits seinem Ende genähert.<br>Nun sind sie, auch außerhalb eines solchen Startzeitrahmens Nutzlast des 2. Starts. Angesichts des geringen Gewichtes von 550 kg pro Sonde und des Schubes von 2 BE-3U Triebwerken würde man annehmen, dass die energiesparende Hohmann Transferbahn nicht zwingend erforderlich wäre. Aber tatsächlich nutzt man nun die mit ca. 20 Milionen Dollar sehr preiswerte Transportmöglichkeit eines Teststarts und kombiniert diese mit der Nutzung des nächsten Hohmann Transfersfensters, welches sich im Spätjahr 2026 öffnet. Zu diesem Zweck fliegen die Sonden den Langrange Punkt L2 des Erde-Sonne-Systems an, wo sie auf diesen Zeitpunkt warten.<br>Zu gegebener Zeit werden sie den L2 verlassen und, um Geschwindigkeit aufzubauen, mit einem zusätzlichen Swing-by Manöver an der Erde die endgültige Bahn Richtung Mars einschlagen. Statt der ursprünglichen Reisezeit von ca. 9 Monaten, wenn sie das Startfenster 2024 nicht verpasst hätten, kommen so fast 2 Jahre zusammen und sie werden damit erst im September 2027 den Mars erreichen. Die Wartezeit am Langrange Punkt L2 will man nun nutzen, um mit den vorhandenen Sensoren (Magnetometer, elektrostatische Analysatoren und Langmuir-Sonde) das dortige &#8222;Weltraumwetter&#8220; zu vermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Integration von NG-2</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erststart von New Glenn erfolgte am 16. Januer 2025. Ursprünglich war von einem zweiten Start noch im Frühling die Rede, aber auf was in der Raumfahrt wirklich Verlass ist, das sind nun mal Verschiebungen. Nach etlichen von diesen konnte am 8. Oktober der Booster aber zum Integrationsgebäude am LC-36 gerollt werden. Dort wurden die erste und zweite Stufe integriert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Jacklyn-in-Warteposition.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Jacklyn in Warteposition Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Jacklyn in Warteposition Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Jacklyn-in-Warteposition-400x233-1.jpg" alt="" class="wp-image-149039" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Jacklyn-in-Warteposition-400x233-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Jacklyn-in-Warteposition-400x233-1-300x175.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Jacklyn in Warteposition<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Oktober erfolgte der Transport der gesamten Rakete zum LC-36, wo sie aufgerichtet, und am 31. Oktober der Static Fire Test durchgeführt wurde. Alle 7 Triebwerke feuerten bei 100% Schub über eine Dauer von 22 Sekunden. Daraufhin ging es wieder zurück in das Integrationsgebäude, um die Nutzlasten in das voluminöse 7-m-Fairing der New Glenn zu installieren. Am 8. November wurde der Stack zum letzten Mal zum Launch Complex 36 transportiert und am Startplatz aufgerichtet. Die Landeplattform Jacklyn wurde derweilen ca. 375 Meilen östlich des Capes stationiert</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonntag, 9. November 2025, Starttag 1</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">New Glenn stand aufrecht auf LC-36. Um 16:14 Uhr MEZ gab Blue Origin bekannt, dass die Betankung im Gange sei. Knapp zwei Stunden vor der vorgesehenen Startzeit zog dichte Bewölkung über das Cape. Es folgte schwerer Regen, aber da war ja noch Zeit.<br>Eine halbe Stunde vor dem Starttermin war der Himmel stellenweise wieder blau, aber es war weiterhin windig. Unbekannt war das Wetter am Landeort. Bei ca. T-20:00 min. wurde schließlich auf T-53:00 min. zurückgestellt, neue Startzeit damit 21:18 Uhr MEZ. Aber um 20:58 Uhr MEZ, 20 min vor dem geplanten Start wurde der Countdown gestoppt. Ein Schiff befand sich in der Sperrzone. Um 21:43 Uhr MEZ wurde der Countdown bei T-30:00 min. wieder aufgenommen, womit sich eine Startzeit genau am Ende des Startfensters um 22:13 Uhr MEZ ergab. Blue Origin meldete gutes Wetter, aber noch ein Problem an einer Bodeneinrichtung. Der Go-NoGo Poll um 21:56 Uhr MEZ war in mehreren Punkten negativ. Auch das Schiff befand sich weiterhin in der Sperrzone. Ein Start war nicht mehr möglich. Die abschließende Frage, die wohl verbleibt, ist, was es einem Seefahrzeug kostet in eine Sperrzone einzufahren. Nach dem Schließen des Startfensters gab Blue Origin übrigens noch bekannt das der Start wegen Cumulus Bewölkung abgesagt wurde, keine Erwähnung anderer Gründe, obwohl im Go/NoGo Poll etliche Starthindernisgründe vorlagen.<br>Neuer Starttermin sollte nach Absprache mit FAA und Range der 12. November sein.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2_FlightProfile.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Missionsprofil von NG-2 Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Missionsprofil von NG-2 Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="262" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2_FlightProfile-500x262-1.jpg" alt="" class="wp-image-149037" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2_FlightProfile-500x262-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/NG-2_FlightProfile-500x262-1-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Missionsprofil von NG-2<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mittwoch, 12. November 2025, Starttag 2</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am diesem Tag galt schon das Tagesstartverbot, welches die FAA wegen dem US-Shutdown für die Raumfahrt erlassen hatte. Blue Origin konnte jedoch bei der FAA eine Ausnahmegenehmigung, möglicherweise wegen dem erforderlichen Startfenster dieser Planetenmission, erreichen. Jedoch veroffentlichte Blue Origin bereits im Lauf des Tages eine Startabsage des Startversuches. Die Verschiebung hatte jedoch die NASA veranlasst. Grund war das Wetter, jedoch nicht jenes auf der Erde.<br>Denn am Tag zuvor wurde ein schwerer koronaler Massenauswurf auf der Sonne beobachtet, der an diesem Tag spätabends oder etwas später die Erde erreichen sollte. Da die Auswirkungen des daraus resultierenden geomagnetischen Sturms als schwerwiegend eingeschätzt wurden, und man die EscaPADE-Sonden nicht einem Risiko, welches gar nicht erforderlich ist, aussetzen wollte, entschied sich die NASA für eine Verschiebung.<br>Bezüglich dieses Weltraumwetterereignisses siehe auch: &#8222;<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-ueberwacht-schwerwiegendes-weltraumwetterereignis/" data-wpel-link="internal">ESA überwacht schwerwiegendes Weltraumwetterereignis</a>&#8222;<br>Schon früh am nächsten Morgen konnte man sich für einen weiteren Startversuch entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Donnerstag, 13. November 2025, Starttag 3</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0021-Start.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Start ist erfolgt Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Der Start ist erfolgt Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0021-Start-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149045" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0021-Start-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0021-Start-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Start ist erfolgt<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wetterbedingungen waren endlich ideal. Überall. Am Startplatz, am Landeplatz und auch über der Grenze zum All. Wieder im gleichen Zeitraum wie Sonntags erfolgte die Meldung von Blue Origin vom laufenden Betankungsvorgang. Zu T-17:00 min. erfolgte der Go/NoGo Poll. Diesmal war alles auf Go. Ein ganz ungestörter Countdown, bis der Startdirektor bei T-00:20 sec. den Countdown stoppte. Schon wieder wurde die Geduld auf die Probe gestellt. Nach einer knappen halben Stunde wurde der Countdown bei T-33:00 min. wieder aufgenommen. Neue Startzeit war damit 21:45 Uhr MEZ. Dabei blieb es auch nicht. Nächster Hold bei T-17:04 min.. Information über den Grund gab es keine. Mit Wiederaufnahme des Countdowns war die Startzeit auf 21:55 Uhr MEZ gerutscht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0833-Landingburn.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Landing Burn von NG-2 Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Landing Burn von NG-2 Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0833-Landingburn-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149049" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0833-Landingburn-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0833-Landingburn-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Landing Burn von NG-2<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder wurde T-00:20 sec. erreicht. Dieses mal aktivierte sich zu diesem Zeitpunkt das Sound Suppression System. Bei ca. T-00:04 sec. liefen die Triebwerke an und nach T-00:00 hob der Träger vorerst sehr gemütlich ab. Er brauchte ca. 37 s für die ersten 1000 m. Das änderte sich bald. Nach gut eineinhalb Minuten wurde auf einer Höhe von ca. 12 km MaxQ erreicht. Nach gut 3 Minuten, auf knapp 72 km Höhe, hatten die Erststufentriebwerke ihren Dienst erfüllt. Ab hier ging es schnell. Es erfolgten Stufentrennung und Zündung der Zweitstufentriebwerke. Nach nicht einmal 4 Minuten im Flug wurde auf knapp 120 km Höhe das Fairing abgetrennt. Der Booster folgte in der Zwischenzeit seiner Flugparabel, wo er auf einer Höhe von 67 km, nach knapp 7 Minuten Flugzeit, den halbminütigen mit 3 Triebwerken ausgeführten Reentry-Burn einleitete.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0854-Landung.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Anflug auf Jacklyn Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Anflug auf Jacklyn Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0854-Landung-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149051" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0854-Landung-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0854-Landung-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Anflug auf Jacklyn<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fluglagesteuerung durch die Finnen war im Livestream, da nur Bilder von großer Entfernung vorhanden waren, leider nicht erkennbar. Nach ca. achteinhalb Minuten war die Flughöhe auf ca. 3 km abgesunken, als die kritische Phase des Landing-Burns nahte. Die 3 schwenkbaren Triebwerke konnten wieder gezündet werden, und verringerten die Sinkgeschwindigkeit für ca. 20 s.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Stream war leider nicht ganz durchgehend, unterbrochen von einem Buffering während des Landeanfluges. Gerade dieser war somit nicht in allen Details beobachtbar. Erkennbar war jedoch das Ausklappen der Landebeine und Triebwerkfeuern direkt auf die Landeplattform. Damit setzte der Booster auf… und er blieb stehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0946-Landung.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="New Glenn ist auf der Landeplattform Jacklyn gelandet Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="New Glenn ist auf der Landeplattform Jacklyn gelandet Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0946-Landung-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149054" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0946-Landung-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0946-Landung-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">New Glenn ist auf der Landeplattform Jacklyn gelandet<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Nachtrag </strong>(selbiger Tag): <a href="https://x.com/JeffBezos/status/1989092331635765378" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Jeff Bezos hat auf X ein Video des Landesanfluges</a> veröffentlicht. Auf diesem ist zu erkennen, das der Anflug des Boosters nicht &#8222;direkt&#8220; Richtung Landeplattform führt, sondern Diese seitlich versetzt anfliegt. Dieses &#8222;Nichttreffen&#8220; der Plattform kann für den Fall eines Kontrollverlustes auch so gewollt sein. Denn so wie New Shepard verfügt auch New Glenn über die Fähigkeit des Hooverns, und so fliegt der Booster die Plattform von der Seite her an. Allerdings verbraucht dieses lange Hoovern sehr viel Treibstoff.</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Jubel war zu vernehmen und auch so wohl mancher Betrachter des Livestreams hatte diesen Moment gebannt verfolgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die Rückführung des Boosters wohl der spannendste Teil der Mission war, das Missionsziel mußte erst noch erreicht werden. Hier konnte man sich etwas entspannen, die Zeitabstände vergrößerten sich. Und ab hier konnte Blue Origin nur noch Animationen des Flugverlaufes anbieten.<br>Nach knapp 13 Minuten war der Zeitpunkt für die Deaktivierung der beiden BE-3U Triebwerke erreicht, die nach 25 Minuten Flugzeit für gut 100 s wieder aktiviert wurden. Damit war die Ausrichtung der Flugbahn geschafft.<br>Nach über 33 Minuten im Flug konnte das Aussetzen der EscaPADE-Sonden wieder Live beobachtet werden, 5 Minuten später wurde der Viasat Demonstrator aktiviert. Damit erreicht der Flug seine Missionsziele und die Beteiligten bei Blue Origin dürften wohl mit Zufriedenheit auf diesen Tag zurückblicken, der das Ergebnis vieler Jahre Arbeit ist.<br><mark>Ein zweiter Betreiber von wiederverwendbaren orbitalfähigen ersten Stufen ihres Trägersystems steht am Start!</mark></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-auf-LC-36.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="New glenn auf LC-36 Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="New glenn auf LC-36 Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-auf-LC-36-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-149065" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-auf-LC-36-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/New-Glenn-auf-LC-36-400x267-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">New glenn auf LC-36<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T-0012-New-Glenn-am-Pad.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Aktivierung des Sound Suppression Systems vor dem Start Credit: Blue Origin" data-rl_caption="" title="Aktivierung des Sound Suppression Systems vor dem Start Credit: Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T-0012-New-Glenn-am-Pad-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149043" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T-0012-New-Glenn-am-Pad-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T-0012-New-Glenn-am-Pad-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aktivierung des Sound Suppression Systems vor dem Start<br>Credit: Blue Origin</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0126-Flug.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="m Flug Credit Blue Origin" data-rl_caption="" title="m Flug Credit Blue Origin" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0126-Flug-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-149047" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0126-Flug-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/T0126-Flug-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Flug<br>Credit Blue Origin</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20275.msg580801#msg580801" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESCAPADE-Mission (Blue und Gold) auf New Glenn</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/new-glenn-testflug-ng-2-schafft-landung/" data-wpel-link="internal">New Glenn Testflug NG-2 schafft Landung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Himmel auf das Wasser</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vom-himmel-auf-das-wasser/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 16:17:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ekranoplan]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sankt Petersburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserflugzeug]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=131143</guid>

					<description><![CDATA[<p>Russische Spezialisten entwickeln neues Landesystem für Raumfähren. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quelle: Iswestija. Moskau/St. Petersburg, 15. September 2023 &#8211; Spezialisten der St. Petersburger Staatlichen Universität für aerokosmischen Maschinenbau haben ein System zur Landung von Raumfähren auf dem Wasser entwickelt. Wie die Moskauer Iswestja am Freitag berichtet, sollen die Fähren statt auf Flugplätzen auf dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/vom-himmel-auf-das-wasser/" data-wpel-link="internal">Vom Himmel auf das Wasser</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Russische Spezialisten entwickeln neues Landesystem für Raumfähren. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Iswestija.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau/St. Petersburg, 15. September 2023 &#8211; Spezialisten der St. Petersburger Staatlichen Universität für aerokosmischen Maschinenbau haben ein System zur Landung von Raumfähren auf dem Wasser entwickelt. Wie die Moskauer Iswestja am Freitag berichtet, sollen die Fähren statt auf Flugplätzen auf dem Rücken eines gewaltigen Wasserflugzeugs auf die Erde zurückkehren. Sie werden dazu in maximal 200 Metern Höhe bei einer Geschwindigkeit zwischen 200 und 500 Stundenkilometern huckepack von dem sogenannten Ekranoplan aufgenommen, der dann wassert. In der Auslaufphase soll das Wasser zugleich die aufgeheizte Fähre kühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptvorteil dieser Technologie bestehe darin, dass so wiederverwendbare Raumschiffe wie einst die US-Space Shuttles quasi auf der ganzen Welt in jeder Bucht oder auf anderen Wasserflächen landen können, betonten die Spezialisten. Sie gehen davon aus, dass das erste Arbeitssystem in etwa fünf Jahren zur Verfügung steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg553901#msg553901" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/vom-himmel-auf-das-wasser/" data-wpel-link="internal">Vom Himmel auf das Wasser</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russisches Raumfahrer-Trio sicher von der ISS auf die Erde zurückgekehrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russisches-raumfahrer-trio-sicher-von-der-iss-auf-die-erde-zurueckgekehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 11:58:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Denis Matwejew]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Oleg Artemjew]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sergej Korssakow]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-MS 21]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=116280</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sojus-MS 21 in Kasachstan gelandet. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quelle: Gerhard Kowalski. Koroljow, 29. September 2022 &#8211; Nach 195 Tagen im All sind drei russische Kosmonauten am Donnerstag wieder sicher von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Das Raumschiff Sojus-MS 21 mit Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow an Bord setzte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russisches-raumfahrer-trio-sicher-von-der-iss-auf-die-erde-zurueckgekehrt/" data-wpel-link="internal">Russisches Raumfahrer-Trio sicher von der ISS auf die Erde zurückgekehrt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sojus-MS 21 in Kasachstan gelandet. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Gerhard Kowalski.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SojusMS21landungnasarosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rückkehrkapsel von Sojus-MS 21 am Fallschirm. (Bild: NASA/Roskosmos)" data-rl_caption="" title="Rückkehrkapsel von Sojus-MS 21 am Fallschirm. (Bild: NASA/Roskosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SojusMS21landungnasarosc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rückkehrkapsel von Sojus-MS 21 am Fallschirm. (Bild: NASA/Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Koroljow, 29. September 2022 &#8211; Nach 195 Tagen im All sind drei russische Kosmonauten am Donnerstag wieder sicher von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Das Raumschiff Sojus-MS 21 mit Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow an Bord setzte planmäßig um 12:57 Uhr deutscher Zeit weich in der kasachischen Steppe rund 150 Kilometer südöstlich der Kupferstadt Sheskasgan auf, teilte das Flugleitzentrum (ZUP) in Koroljow bei Moskau mit. Zur schnellen Bergung der Männer waren zwölf Helikopter, zwei Flugzeuge und Dutzende Geländefahrzeuge aufgeboten worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Trio hat während seiner Mission über 50 wissenschaftliche Experimente durchgeführt und die Integration des Europäischen Roboterarms ERA an dem russischen Mehrzweckmodul Nauka (Wissenschaft) abgeschlossen. Dazu waren fünf Ausstiege in den freien Raum erforderlich. Vier davon hat Artemjew mit seinem Landsmann Matwejew, den fünften mit der italienischen ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19229.msg538337#msg538337" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS-21 (Nr.750) &#8211; Sojus-2-1А &#8211; Baikonur 31/6</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russisches-raumfahrer-trio-sicher-von-der-iss-auf-die-erde-zurueckgekehrt/" data-wpel-link="internal">Russisches Raumfahrer-Trio sicher von der ISS auf die Erde zurückgekehrt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn Cubesats auf Asteroiden treffen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wenn-cubesats-auf-asteroiden-treffen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2019 07:04:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hayabusa 2]]></category>
		<category><![CDATA[Hera]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Philae]]></category>
		<category><![CDATA[Ryugu]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42845</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Asteroidenmission Hera wurde entwickelt, um den kleinsten jemals erreichten Asteroiden zu vermessen und besteht aus drei Raumschiffen in einem. Das Hera-Mutterschiff wird von zwei CubeSats begleitet, die auf dem Zielkörper landen werden. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Ein französisches Team hat untersucht, was zum Zeitpunkt des ersten Kontakts [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-cubesats-auf-asteroiden-treffen/" data-wpel-link="internal">Wenn Cubesats auf Asteroiden treffen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Asteroidenmission Hera wurde entwickelt, um den kleinsten jemals erreichten Asteroiden zu vermessen und besteht aus drei Raumschiffen in einem. Das Hera-Mutterschiff wird von zwei CubeSats begleitet, die auf dem Zielkörper landen werden. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_small_1.jpg" alt="ESA Science Office" width="260"/></a><figcaption>
CubeSat nähert sich dem Asteroiden. 
<br>
(Bild: ESA Science Office)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein französisches Team hat untersucht, was zum Zeitpunkt des ersten Kontakts im All passieren könnte: „Wir haben einen bestehenden Fallturm individuell angepasst und mit einem System von Seilrollen und Gegengewichten ausgestattet, um eine Umgebung mit geringer Schwerkraft zu simulieren“, erklärt die Forscherin Naomi Murdoch vom Institut Supérieur de l&#8217;Aéronautique et de l&#8217;Espace (ISAE-Supaero) der Universität Toulouse. 
<br>
„In der Testbox, die wir im Fallturm platzieren und die ein Lander-Modell sowie ein simuliertes Asteroidengelände enthält, können wir auf einige wenige Prozent der Erdgravitation heruntergehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Team hat zunächst mit einem kugelförmigen Lander experimentiert, der auf einer sandigen Oberfläche landete, dann sind wir jedoch zu einer kubischen Form übergegangen, die der Form der echten CubeSats besser entspricht. Außerdem untersuchten wir den Einfluss verschiedener Oberflächenmaterialien, um zu verstehen, wie sich der Landevorgang mit unterschiedlichen Materialeigenschaften, Anziehungskräften und Geschwindigkeiten ändert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_small_2.jpg" alt="ISAE-Supaero–N. Murdoch" width="260"/></a><figcaption>
Lander-Modelle in der Testbox. 
<br>
(Bild: ISAE-Supaero–N. Murdoch)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist notwendig, da wir jedes Mal, wenn wir auf einem anderen Asteroiden landen, überrascht sind von dem, was wir vorfinden. So traf beispielsweise die japanische Mission Hayabusa2, die derzeit den Asteroiden Ryugu untersucht, auf viel weniger Regolith-Staub und mehr Felsbrocken, als die Forscher erwartet hatten.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der CubeSat „Juventas“ der Mission Hera wird die erste Radaruntersuchung eines Asteroiden durchführen, während der CubeSat „APEX“ eine multispektrale mineralische Analyse des Asteroidenmaterials vornehmen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Nanosatelliten werden näher an ihren Ziel-Asteroiden heranfliegen und mehr Risiken als das Hera-Mutterschiff eingehen. Sobald ihre wichtigsten Missionsziele erreicht sind, werden sie schließlich auf der Oberfläche aufsetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gravitation des Asteroiden beträgt weniger als ein Einhunderttausendstel der Anziehungskraft der Erde und liegt damit weit unter dem, was das ISAE-Supaero-Team reproduzieren kann. Damit wird der Touchdown mehr wie ein Andocken von Raumfahrzeugen als eine traditionelle planetarische Landung erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn die CubeSats beispielsweise 200 m von der Asteroidenoberfläche entfernt freigesetzt werden, brauchen sie mehr als eine Stunde, um diese kurze Entfernung zur Oberfläche zurückzulegen“, ergänzt Naomi Murdoch. „Alles bewegt sich in einer Art Zeitlupe. Hinzu kommt die Möglichkeit eines Abprallens der CubeSats. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_small_3.jpg" alt="ESA Science Office" width="260"/></a><figcaption>
CubeSat APEX über Didymoon. 
<br>
(Bild: ESA Science Office)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rosetta-Kometenjäger Philae Lander prallte wiederholt von der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ab, bevor er schließlich aufsetzen konnte. Wenn man sich als Astronaut auf der Oberfläche befinden würde, müsste man sich unglaublich vorsichtig bewegen, um nicht von der Oberfläche abzuprallen und auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht die Hoffnung, dass beide CubeSats ihren Abstieg überstehen, um einige Beobachtungen, einschließlich Nahaufnahmen des Oberflächenmaterials, zu erhalten. Aber der Hauptzweck des ISAE-Supaero-Tests besteht darin, so viele wertvolle Daten wie möglich aus diesem ersten Kontaktmoment herauszuholen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_small_4.jpg" alt="ESA Science Office" width="260"/></a><figcaption>
CubeSat Juventas im Anflug auf den Asteroiden. 
<br>
(Bild: ESA Science Office)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben unseren Testlander mit Beschleunigungssensoren ausgestattet, die denen der Hera CubeSats entsprechen“, sagt Naomi Murdoch. „Wir können zum Beispiel beobachten, wie sich die Aufpralldynamik je nach Materialeigenschaft vom Sand bis zum großen Kies verändert, wie stark wir in die Oberfläche eindringen und wie lange die Kollision andauert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem werden wir erfahren, wie sich die Ergebnisse unterscheiden, je nachdem, wie die CubeSats landen, d.h. ob sie zuerst mit einer Ecke oder der Fläche aufkommen – so würde eine „Bauchlandung“ zu einer höheren Spitzenbeschleunigung führen. Wir hoffen, dass wir zum Abschluss unserer Tests über einen Datensatz verfügen, mit dem wir die tatsächlichen Landungen besser interpretieren können und die sich als nützlich erweisen werden, um auch die Interaktionen anderer Missionen mit Asteroiden zu verstehen.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits 2005 konnten die Forscher wertvolle Erkenntnisse über den Eispanzer aus gefrorenem Methan auf dem Saturnmond Titan gewinnen, als der ESA-Lander Huygens bei seinem Landeanflug „wackelte“. Die Bewegung des Landers deutet auf eine Oberflächenkonsistenz von feuchtem Sand hin, der mit einem flockigen, staubähnlichen Material bedeckt ist, mit Feuchtigkeit direkt unter der Oberfläche &#8211; und mindestens ein 1-2 cm großer Kieselstein vorhanden ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherigen Tests von ISAE-Supaero unterstreichen, dass sich der Ziel-Asteroid der Hera-Mission mit seinem Durchmesser von 160 Metern und der extrem geringer Anziehungskraft als eine extrem fremdartige Umgebung herausstellt. „Das Oberflächenmaterial wird sich zwangsläufig anders verhalten, denn die Reduzierung der Schwerkraft führt zu einer Verringerung der Normalkraft zwischen den Teilchen und damit auch der Reibung. Daher sollte weniger Kraft vonnöten sein, um in dasselbe sandige Material einzudringen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072019090454_small_5.jpg" alt="ESA Science Office" width="260"/></a><figcaption>
Hera setzt CubeSats aus. 
<br>
(Bild: ESA Science Office)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die niedrige Schwerkraft bedeutet, dass auch andere Phänomene wie die Van-der-Waals-Kräfte, die dazu führen, dass Dinge wie Mehl zusammenkleben, eine viel größere Rolle spielen werden. Die Asteroidenoberfläche könnte eine Ansammlung großer Felsen aufweisen, die sich am Ende ähnlich wie Mehlteilchen verhalten. Oder die elektrostatische Aufladung könnte zur Folge haben, dass Staub aufgewirbelt und über die Oberfläche getragen wird.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Landedaten sollten außerdem dazu beitragen, die mit der Kollisionsdynamik verbundenen Skalierungsgesetze aufzuzeigen, die auch beim Einschlag der DART-Raumsonde der NASA auf diesem Asteroiden gelten werden – eine Mission, bei der Techniken zur planetarischen Verteidigung getestet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hera-Mission wird auf dem <a class="a" href="https://blogs.esa.int/space19plus/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA-Treffen Space19+</a> im November dieses Jahres vorgestellt, auf dem die europäischen Raumfahrtminister eine endgültige Entscheidung über die Durchführung der Mission treffen werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-cubesats-auf-asteroiden-treffen/" data-wpel-link="internal">Wenn Cubesats auf Asteroiden treffen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR und Lufthansa testen satellitenbasiertes Landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-und-lufthansa-testen-satellitenbasiertes-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2019 14:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[GLASS]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42764</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das DLR führt mit Hilfe der Deutschen Lufthansa Flugversuche in Braunschweig durch. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. An jedem Flughafen mit einem modernen Landesystem automatisch landen &#8211; das ist eines der Ziele des Projekts GLASS (GLS approaches based on SBAS), in dem das Deutsche Zentrum für Luft- und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-und-lufthansa-testen-satellitenbasiertes-landen/" data-wpel-link="internal">DLR und Lufthansa testen satellitenbasiertes Landen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das DLR führt mit Hilfe der Deutschen Lufthansa Flugversuche in Braunschweig durch. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An jedem Flughafen mit einem modernen Landesystem automatisch landen &#8211; das ist eines der Ziele des Projekts GLASS (GLS approaches based on SBAS), in dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forscht. Um den Betrieb des neuen, satellitenbasierten Landesystems auch mit einer typischen Linienmaschine zu demonstrieren, finden am 6. Mai 2019 Flugversuche des DLR und der Deutschen Lufthansa (DLH) mit einem Airbus A319 am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg statt. Dabei werden mehrere Anflüge auf den Flughafen durchgeführt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052019165300_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03052019165300_small_1.jpg" alt="DLR CC-BY 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Für die Flugversuche wird die DLH einen ähnlichen Flugzeugtyp wie den A-320 ATRA verwenden, einen A-319. 
<br>
(Bild: DLR CC-BY 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Derzeit können automatische Landungen nur mit Präzisionslandesystemen, wie beispielsweise dem Instrumentenlandesystem ILS oder dem Ground Based Augmentation System GLS, durchgeführt werden&#8220;, erklärt Thomas Ludwig vom DLR-Institut für Flugführung. &#8222;Gemeinsam haben diese Systeme, dass die Führungssignale im Flugzeug direkt vom Empfangsgerät in den Autopiloten geleitet werden. Ab dann übernimmt der Autopilot die Steuerung des Flugzeugs und landet es&#8220;, so Ludwig weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der bisherige Standard: Bodenbasierte Landesysteme</strong>
<br>
 Das am häufigsten verwendete System, das ILS, sowie das bodenbasierte Satelliten-Landesystem GLS benötigen eine aufwendige Bodeninfrastruktur. Beim ILS werden dadurch die Sollanflugwege mittels HF-Technik ausgestrahlt, beim GLS werden Korrekturen für die Signale der einzelnen Satelliten ausgesendet, die vom Flugzeug zur Positionsbestimmung verwendet werden. Außerdem überträgt die GLS-Bodenstation Anfluginformationen, wie zum Beispiel Koordinaten der Landebahnschwelle und Sinkwinkel. Der Empfänger im Flugzeug errechnet aus diesen Daten die Abweichungen zum einzuhaltenden Landeanflug und überträgt sie direkt an den Autopiloten. Die für diese Landesysteme benötigten GLS-Bodenstationen sind allerdings nur an wenigen großen Flughäfen verfügbar. Größere Flugzeuge, wie der Airbus A320 oder die Boeing B737, können wiederum bisher für die automatisierte Präzisionslandung ausschließlich ILS- und GLS-Signale benutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Satelliten statt Boden</strong>
<br>
 Bei einem satellitenbasierten System (SBAS), wie es im Projekt GLASS untersucht wurde, werden ebenfalls Korrekturen an den Nutzer gesendet. Anders als beim GLS braucht es dafür aber keine Bodenstation, weil die Daten über einen geostationären Satelliten versandt werden. Das Flight Management System (FMS) des Flugzeugs speichert diese Daten dann in der Datenbank an Bord, berechnet sie und leitet sie direkt an den Autopiloten weiter. So ist zwar keine automatische Landung möglich, der Autopilot kann das Flugzeug aber bis zu einer Höhe von 200 Fuß über Grund führen. &#8222;Eine Landung per Autopilot über das FMS ist damit zwar noch nicht erlaubt, da hierfür noch eine kostspielige Zertifizierung des Autolandesystems nötig wäre, allerdings kann er so schon einen Teil des Landeanflugs übernehmen&#8220;, erklärt Ludwig. Die Daten des SBAS können nicht nur an einzelnen Flughäfen mit entsprechender Bodenstation empfangen werden, sondern unabhängig davon über ein größeres Gebiet. Für die allgemeine Luftfahrt sind entsprechende Bordempfänger schon seit längerem verfügbar und mit den entsprechenden Verfahren an Flughäfen zugelassen. Im Projekt GLASS wird nun ein kostengünstiges System entwickelt, mit dem zum einen größere Flugzeuge, die nur eine ILS und GLS Fähigkeit besitzen, auch das SBAS nutzen können und zum anderen kleinere Flugplätze, vor allem in Urlaubsregionen, in der Lage sind, Landesysteme für automatische Landungen anzubieten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abschließende Flugversuche mit A319 der DLH in Braunschweig</strong>
<br>
 Mit Unterstützung des DLR-Technologiemarketings entwickelten die DLR-Wissenschaftler das System und testeten in einer Reihe von Versuchen die Funktionstüchtigkeit des SBAS. Dazu wurden neben Flugzeugen der eigenen Versuchsflotte auch Flugzeuge der Technischen Universität Braunschweig sowie Vermessungsflugzeuge der Flight Calibration Services genutzt. In einer abschließenden Versuchskampagne soll nun der sichere Betrieb mit einer typischen Linienmaschine demonstriert werden. Da das neue GLASS System dafür ausgelegt ist, einen typischen Anflug zu unterstützen, handelt es sich bei dieser Demonstration um Standard-Landanflüge. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-und-lufthansa-testen-satellitenbasiertes-landen/" data-wpel-link="internal">DLR und Lufthansa testen satellitenbasiertes Landen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Schuss war laut genug &#8230; !</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-schuss-war-laut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 21:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42344</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RN. Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-schuss-war-laut-genug/" data-wpel-link="internal">Der Schuss war laut genug &#8230; !</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise.</a> Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon-Heavy-Start am 6. Februar 2018 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma beschäftigt. Auch glaube ich nicht, dass Elon Musk die Reinkarnation von Iron Man ist. Und schon gar nicht ist er der Techno-Messias, der uns alle retten wird, weil Prof. Stephen Hawking meinen soll: Wir müssten schnell in den nächsten 100 Jahren auf den Mars auswandern. Allerdings habe ich Musks Biographie im Schrank – und auch gelesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verfolge mit Interesse die Diskussionen in den einschlägigen Threads über SpaceX in <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a>.          Dabei sehe ich mich als Amateur im Bereich der Raketentechnologie. Den Marsprojekten stehe ich kritisch gegenüber, obwohl sie mich faszinieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich staune ich darüber, was ich so bei manchem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=420.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Berliner Raumcon-Stammtisch</a> über die SpaceX-Raketenentwicklung und über die neusten Akkus für Tesla-Autos erzählt bekomme. Dabei ist mir der Hype um die neue „Superrakete“ Falcon Heavy nicht entgangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Februar 2018 war nun der lang angekündigte und von vielen Fans herbeigefieberte Höhepunkt: Der Demo-Flight der Heavy. Ich war rechtzeitig durch den Berliner Berufsverkehr zu Hause angekommen und hatte zuerst auf einen Start um 19:30 Uhr gewartet. Dann ein Blick in Raumcon. Ah, der Start ist verschoben auf 21:45 Uhr. Im Computer lief der SpaceX-Stream. Zum Start wurde dann der Fernsehsender WELT (ehemals N24) zugeschaltet. Diese Übertragung hinkte dem Live-Stream via Internet knappe 10 Sekunden hinterher. Dafür erklärte bei WELT Prof. Ulrich Walter dem nicht so raumfahrtkundigen Zuschauer das Geschehen. Ulrich Walter hatte einmal folgende Entwicklung vorausgesagt: In seinem Buch „Höllenritt durch Raum und Zeit“ im Kapitel 28 (ab Seite 169) „Die Mär vom cleveren Raketen-Recycling“ vermutete Walter, dass Musk mit seinem Raketenrückführungskonzept finanziell scheitern wird. Und an die Mitbewerber gewandt schrieb er: „…Allen anderen Raketenbauern kann ich daher nur raten: Lasst die Finger von dieser Art Raketen-Recycling.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur TV-Übertragung. Es wurde sehr viel mit Superlativen herum geworfen:  „Raumfahrtgeschichte“ werde geschrieben. Mancher Youtuber ging dann später noch weiter: „Ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte&#8230;“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen war die Mondlandung geradezu ein Klacks, möge man meinen. Nun sei dem großen Teil dieser Jubler verziehen, denn sie haben die Mondlandung nicht selber miterlebt. Es ist halt schon zu lange her. Die WELT verabschiedete sich dann von den Zuschauer mit „… dem Stück Geschichte was wir (Wer ist wir?) gerade geschrieben haben.“ Wenige Sekunden, bevor die Landung der beiden Außenstufen zu sehen gewesen wäre. Dämlicher konnte die Übertragung nicht beendet werden. Inzwischen kannte die ehrliche Begeisterung bei Raumcon keine Grenze mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eigentlich auch eine Übertragung durch PHÖNIX erwartet. Fehlanzeige. Dafür brachte das ZDF in den 19-Uhr-heute-Nachrichten am nächsten Tag (!) einen kurzen Beitrag mit der Kernaussage, dass der Roadster (die Nutzlast) nur noch Weltraumschrott sei. Eine sehr kontraproduktive Berichterstattung also. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun möchte ich versuchen nüchtern zu rekapitulieren, was ich am 6. Februar 2018, kurz vor 10 Uhr abends wirklich gesehen habe: Es startete die zurzeit stärkste Trägerrakete der Welt zu ihrem Jungfernflug. Warum war es die stärkste Rakete? Weil die Russen es nicht mehr können, die NASA es zurzeit nicht mehr kann, die Chinesen es noch nicht können und die Europäer es nicht wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt 27 Triebwerke arbeiteten beim Start zusammen. Eine großartige Leistung von SpaceX! Die Sowjetische Raumfahrt hatte bekanntlich bei der Synchronisation von so vielen Triebwerken einige negative Erfahrungen gesammelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jungfernflug, dem Musk selber eine 50/50-Chance fürs Gelingen gegeben hatte, wurde live übertragen. Dabei wurde auch die Übertragung eines möglichen Scheiterns einkalkuliert. Absolute Öffentlichkeit eben. Dabei sind Fehlschläge bei Erststarts nichts Ungewöhnliches. Arianesapce kann sich bestimmt noch an den Flug der ersten „5“ erinnern. Da fällt mir doch gleich die Übertragung des letzten Ariane-5-Fluges ein. Die war so spannend gehalten wie die Meldungen der Wasserstände und Tauchtiefen für die Oderschifffahrt bei Hohenwutzen. Obwohl es eigentlich etwas zu berichten gab… Aber das ist eine andere Geschichte, zeigt aber eine komplett andere Herangehensweise an die Berichterstattung. Bei SpaceX ging dafür die Post ab. Dafür ein ganz großes Lob! So macht Raumfahrt Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_2.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
ein Start vom KSC, zwei Landungen dort 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Außenstufen sind bilderbuchmäßig gelandet. Es sah aus, wie in einer Computersimulation. Aber es war keine Fake-News. Es war Realität. Eigentlich wurde relativ wenig auf den eigentlichen Grund der Rückführung der Stufen eingegangen. Es geht um die Wiederverwendung und damit um Kostensenkung. Kein anderer Raketenhersteller kann derzeit bei dieser Disziplin in einer Liga mitspielen. Jedenfalls nicht in dieser Größenordnung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX wird hier anderen Anbieter sehr viel Kopfschmerzen bereiten. Hat die hochgezüchtete Wegwerfrakete langfristig eine Zukunft? Irgendwie sehe ich hier Parallelen mit den Autobauern. Neue E-Autos gegen hochgezüchtete Diesel-Technologie. Wer ist da in welcher Sackgasse? Es geht um Steuergelder, Arbeitsplätze, Staatsaufträge und so weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX zeigt hier, dass sie eine neue Technologie, die vorher niemand für möglich gehalten hat, beherrschen. Und das in einer Präzision wie ein Uhrwerk. Ein Außenstehender hält das alles schon für normal. Ein Scheitern von SpaceX wird fast schon ausgeschlossen obwohl ein Fehlstart nichts Ehrenrühriges wäre. Das Alles ist mit eisernem Willen und dem Engagement der Mitarbeiter &#8211; das waren die jungen Leute, die beim Start im Hintergrund zu Recht so laut gejubelt haben &#8211; erreicht. Qualitätsmanagement, Entwicklungsstrategie, Planung … Man fragt sich, wie die das machen. Die sind so richtig super innovativ und das ist sehr zu bewundern! Dass die Rückführung der Zentralstufe nicht funktioniert hat, ist nur eine Randnotiz. SpaceX wird auch das in den Griff bekommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TeslaRoadsterImAll.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_3.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Tesla-Roadster im All 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber die Nutzlast hat nicht richtig funktioniert!“ Diese Meldung, dass das Space-Auto angeblich nicht die richtige Bahn einschlägt, ist das typische Suchen nach dem Haar in der Suppe durch unsere Medien. Dabei wird bewusst unterschlagen, dass es um den erfolgreichen Start eines neuen Raketentyps ging und nicht um ein Auto im Weltall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Werbegag mit dieser schon etwas verrückten Nutzlast war etwas für die Fans. Motto: Alles ist möglich. Es ging um die Simulation einer Nutzlast, die ebenso ein Zementblock hätte sein können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde? Sie wurde auf alle Fälle fortgeschrieben. Nicht mehr und nicht weniger. Und in der Geschichte der Menschheit als Gesamtheit ist dieses Ereignis wohl eher zu vernachlässigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich hat mich nur eine Sache wirklich beeindruckt und zum tiefgreifenden Nachdenken angeregt. SpaceX hat in einer geradezu rasanten Geschwindigkeit die technologische Entwicklung der Raumfahrt vorangetrieben. SpaceX hat eine Strategie und setzt diese konsequent und in einer Präzision um, die einfach nur verblüfft. Das ist freilich nur durch die Finanzkraft des Unternehmens möglich. Aber Unternehmen kommt eben von unternehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein charismatischer, visionärer und unkonventioneller Vordenker in Gestalt von Elon Musk. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ lautet ein bekanntes Zitat. Aber das stimmt nicht. Und das nicht nur in Bezug auf die Raumfahrt.  Wie machen es denn die Mitbewerber? In Russland „bastelt“ man seit einer gefühlten Ewigkeit an der Angara herum. Bei der NASA erfindet man gerade die Saturn V in Gestalt des SLS wieder neu. Das entsprechende Ingenieurwissen muss sich dabei nach dem Abbruch von Apollo- und Shuttle-Programm zum Teil wieder erarbeitet werden.  Aber es sind ja nur Steuergelder die hier zum wiederholten Male ausgegeben werden. Und in Europa schaut man jedes Jahr wie das Kaninchen auf die Schlange, wenn die Finanztöpfe in der ESA-Ministerratskonferenz neu verteilt werden. Die Entwicklungsgeschichte der Ariane 6 ist hier das Beispiel. Man könnte glauben, es ginge nur um Geldverteilung, um den einzelnen nationalen Firmen etwas vom Kuchen abzugeben, und nicht darum, ein Produkt mit einer konkreten Zielsetzung zu schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Markt wird es schon richten. Nein! Wird er nicht! Steuerfinanzierung zwingt nicht unbedingt zum Erfolg. Beispiele aus anderen Bereichen stehen hier Pate. Die Liste ist sehr lang. A400M, NH90, Eurofighter – alles tolle Technologieprojekte, die nicht so funktionieren, wie sie sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Versagen von Ingenieur-, Projektierungs- und Planungsleistung findet man eben nicht nur am BER oder am Stuttgarter Bahnhof. Beispiele gibt es im Kleinen wie im Großen. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel ist ebenso beschämend, wie das 90-Meter-Loch auf der A20 nördlich von Neubrandenburg. Der Ausfall von unseren supermodernen ICE-Sprintern gleich bei der Premiere der neuen Bahnstrecke Berlin-München wird bei uns fast schon als normal angesehen.  Es wäre auch ein Wunder, wenn es sofort funktioniert hätte. Würde morgen jemand sagen, in der Elbphilharmonie wäre die Haustechnik nicht in Ordnung, ich würde es ohne darüber nachzudenken sofort glauben…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was macht SpaceX da anders? </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX ist zum Erfolg verdammt. Das scheint ganz andere Energien freizusetzen. Die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Und Effektivität bestimmt das Handeln. Es scheint, dass eine Strategie wie ein Masterplan abgearbeitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das macht mir Angst. Nicht Angst vor SpaceX sondern Angst davor, dass WIR den Schuss nicht gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche SpaceX noch viele bahnbrechende Erfolge. Erfolge, die uns den Spiegel vorhalten. Warum nicht wir?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-schuss-war-laut-genug/" data-wpel-link="internal">Der Schuss war laut genug &#8230; !</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SpaceX startet Falcon Heavy</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-falcon-heavy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2018 22:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LC 39 A]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42345</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Falcon Heavy hat den Erdorbit erreicht, die Booster sind an Land gelandet. Das Schicksal der Zentralstufe ist unklar. Der Tesla kreist noch im Erdorbit, soll im Laufe der Nacht Richtung Mars geschossen werden. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Webcast. Heute um 21:45 MEZ ist die Falcon Heavy-Trägerrakete von SpaceX das erste Mal [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-falcon-heavy/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet Falcon Heavy</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Falcon Heavy hat den Erdorbit erreicht, die Booster sind an Land gelandet. Das Schicksal der Zentralstufe ist unklar. Der Tesla kreist noch im Erdorbit, soll im Laufe der Nacht Richtung Mars geschossen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Webcast.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_1.jpg" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Falcon Heavy hebt ab 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Heute um 21:45 MEZ ist die Falcon Heavy-Trägerrakete von SpaceX das erste Mal gestartet. Die Falcon Heavy ist eine Falcon-9-Trägerrakete mit zwei zusätzlichen Seitenboostern, um noch größere Nutzlasten in den Orbit zu transportieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nutzlast ist das Elektroauto Tesla Roadster von Elon Musk an Bord. Der Zielorbit für das Auto ist ein Sonnenorbit, auf dem es für Milliarden Jahre kreisen wird. Die zweite Stufe der Falcon Heavy soll eine längere sechsstündige Freiflugphase testen, um sich für US-Militärnutzlasten zu empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte von Startplatz 39A am Kennedy Space Center, wo bereits die Saturn-V-Rakete vor langer Zeit zum Mond startete. Nach circa 2:29 Minuten schalteten sich die Seitenbooster ab und trennten wenige Sekunden später sich von der Zentralstufe. Nach circa drei Minuten löste sich auch die Zentralstufe von der Oberstufe. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_2.jpg" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Synchrone Boosterlandung 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Seitenbooster zündeten anschließend die Triebwerke für einen Boostback-Brennvorgang erneut und flogen zum Startplatz zurück. Die Zentralstufe flog Richtung der Seeplattform &#8222;OCISLY&#8220; (Of course I still love you). DIe Landung der beiden Seitenbooster an Land auf LZ-1 und LZ-2 (LZ = Landezone) erfolgte circa acht Minuten nach dem Start. Bei der Landung der Zentralstufe brach das Signal ab. Ob die Landung gelungen ist, ist zu diesem Zeitpunkt unklar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 8:31 schaltete sich die Oberstufe ab und ein niedriger Erdorbit war erreicht. Nach diesem Ereignis beendete SpaceX den offiziellen Webcast. Nach 28 Minuten sollte die Oberstufe das erste Mal das Triebwerk erneut zünden, was laut Elon Musks Twitteraccount auch gelang. Sechs Stunden nach dem Start, also gegen 03:45 MEZ, soll die Oberstufe erneut wiederzünden und den Tesla Richtung Mars schicken. Den Ausgang dieses Manövers wird man also erst am frühen morgen wissen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_big_3.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022018234344_small_3.png" alt="SpaceX Webcast" width="260"/></a><figcaption>
Tesla Roadster mit Erde im Hintergrund 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einem Jahr hatte SpaceX angekündigt, mit einer Falcon Heavy einen bemannten Mondflug mit zwei Weltraumtouristen durchzuführen. Dieser Plan wurde laut Elon Musk zurückgestellt, möglicherweise sogar aufgegeben. Eine Qualifizierung der Falcon Heavy für bemannte Flüge wird vorerst nicht mehr angestrebt, stattdessen möchte man alle Energie auf das Nachfolgesystem BFR (Big Falcon Rocket) konzentrieren, das Elon Musk auf dem IAC 2016 und 2017 vorgestellt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Rakete soll vollständig wiederverwendbar sein (inkl. Oberstufe) und deutlich mehr Nutzlast transportieren. Dafür entwickelt SpaceX unter anderem das Raptor-Triebwerk. In einer Telefonkonferenz vor dem Falcon Heavy-Start spekulierte Musk, dass die Oberstufe von BFR &#8211; die eher ein vollwertiges Raumschiff ist &#8211; 2019 erste &#8222;Hüpfer&#8220; machen könnte &#8211; wie es auch einst &#8222;Grasshopper&#8220; gemacht hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-falcon-heavy/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet Falcon Heavy</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Elon Musk enthüllt seine Marsvision</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/elon-musk-enthuellt-seine-marsvision/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 02:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Faserverbundwerkstoff]]></category>
		<category><![CDATA[IAC]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=13203</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gestern am 27. September 2016 hat Elon Musk, CEO von SpaceX, auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Guadalajara seine Marsvision enthüllt. Ein riesiges Raumschiff und ein noch größerer Booster sollen dafür die Grundlage sein. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Zu Beginn seiner Rede ging Musk auf die Herausforderung ein, die Kosten für den [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/elon-musk-enthuellt-seine-marsvision/" data-wpel-link="internal">Elon Musk enthüllt seine Marsvision</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern am 27. September 2016 hat Elon Musk, CEO von SpaceX, auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Guadalajara seine Marsvision enthüllt. Ein riesiges Raumschiff und ein noch größerer Booster sollen dafür die Grundlage sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.    Quelle: SpaceX</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_overview.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_overview_low.png" alt="Überblick Interplanetares Transportsystem
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Überblick Interplanetares Transportsystem<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn seiner Rede ging Musk auf die Herausforderung ein, die Kosten für den Raumtransport zum Mars dramatisch zu senken. Für eine Marskolonie soll es seiner Meinung nach möglich sein für ein paar Hunderttausenddollar zum Mars zu fliegen. Für diese dramatische Kostensenkung um mehrere Größenordnungen sind seiner Meinung nach 4 Schlüsseltechnologien notwendig: Volle Wiederverwendbarkeit, Treibstofftransfer im Orbit, Treibstoffproduktion auf dem Mars und Methan als Treibstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konzept</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Musks Konzept beruht auf einem Booster und einem Raumschiff. Beides zusammen hat er auf den Namen &#8222;interplanetares Transportsystem&#8220; getauft. Der Booster ist ähnlich der ersten Stufe der Falcon 9. Er hat aber eine Masse von fast 7.000 Tonnen und eine Höhe von 77 Metern. Der Durchmesser beträgt 12 Meter. Angetrieben wird er von 42 Raptor-Triebwerken, die jeweils über einen Schub von ca. 3 MN verfügen. Die Stufe soll genau wie die Falcon 9 wieder auf Land landen, und zwar immer direkt auf dem Startplatz. Offenbar ist man bei SpaceX zuversichtlich, dass man immer diese Genauigkeit erzielen kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/carbonfibertank.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/carbonfibertank_low.jpg" alt="Kohlefasertank für flüssigen Sauerstoff
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Kohlefasertank für flüssigen Sauerstoff<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Booster sitzt das Raumschiff, eine klassische Oberstufe gibt es nicht. Das Raumschiff ist ein Lifting-Body-Design und hat eine Höhe von 50 Metern und 9 Raptor-Triebwerke. 6 davon haben eine längere Vakuumdüse und 3 eine kürzere Düse für die Landung auf der Erde. Das Raumschiff wiegt über 2.000 Tonnen und gibt es in einer Marsversion und in einer Tankerversion. Die Marsversion soll Platz für mindestens 100 Menschen haben. Für Musks Ziel, einer Marsstadt mit mindestens einer Million Leute, sind also 10.000 Flüge notwendig. Dies hofft er über einen Zeitraum von ein paar Jahrzehnten und mit vielen Raumschiffen zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marsraumschiff verbrennt einen Teil seines Treibstoffes, um nach der Abtrennung vom Booster den Erdorbit zu erreichen. Dort muss es dann von mehreren Tankern wieder aufgefüllt werden. Wenn es vollgetankt ist, verfügt es über genug Treibstoff, um zum Mars zu fliegen und dort zu landen. Dort wird es dann wieder mit auf dem Mars gewonnen Treibstoff aufgetankt und kann zurück zur Erde fliegen. Für den Start vom Mars ist kein Booster notwendig, da das Gravitationsfeld des Mars schwächer als das auf der Erde ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Finanzierung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Finanzierung machte Musk nur grobe Angaben. Die Entwicklungskosten schätzt er auf ca. 10 Milliarden Dollar, aktuell gibt SpaceX ein paar Dutzend Millionen Dollar pro Jahr für das Marskonzept aus, in den kommenden Jahren soll es mehr werden. Das Geld soll aus Einnahmen aus F9-Flügen, der Internetkonstellation, privaten Investoren und nicht zuletzt vom Staat kommen. Musk glaubt, dass das Projekt letzten Endes ein großes Puplic Private Partnership (PPP) wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/raptordetails.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/raptordetails_low.png" alt="Raptortriebwerk
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Raptortriebwerk<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Demonstratoren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Marsprojekt vorzubereiten, arbeitet SpaceX bereits an diversen Technologien um die Entwicklung des interplanetaren Transportsystems voranzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raptor-Triebwerk ist ein Triebwerk mit &#8222;full flow staged combustion&#8220;-Zyklus, das einen spezifischen Impuls von 334 Sekunden auf Meereshöhe für den Booster liefern soll. Mit größerer Düse sind im Vakuum laut SpaceX 382 Sekunden möglich. Das Triebwerk kann außerdem auf bis zu 20% des Schubes herunterdrosseln und ist mehrfach wiederzündbar. Musk zeigt auf dem IAC ein kurzes Video von einem ersten Test. Dieser Test war aber noch nicht die finalen Version des Raptor-Triebwerkes, sondern eine schwächere Testversion.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_europa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_europa_low.jpg" alt="Raumschiff auf Europa
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Raumschiff auf Europa<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Booster als auch Raumschiff sollen Tanks aus einem Faserverbundwerkstoff erhalten, auf Metall soll dabei komplett verzichtet werden. Musk zeigt Bilder von einem großen Testtank, der laut seiner Aussage bereits mit flüssigem Sauerstoff gestest wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Perspektive jenseits des Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seiner Präsentation ging Musk noch auf Flüge ins weitere Sonnensystem ein. Er stellte dabei fest, dass mit entsprechender Tankstelleninfrastruktur das Raumschiff auch durchaus zu den Jupitermonden fliegen könnte, wenn es im Marsorbit aufgetankt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder in Elon Musks Präsentation:</strong><br><a href="https://web.archive.org/web/20250711193211/https://www.spacex.com/media/making_life_multiplanetary_2016.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Elon Musks Präsentation</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Animation:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SpaceX Interplanetary Transport System" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/0qo78R_yYFA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rede von Elon Musk:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://youtu.be/A1YxNYiyALg
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14600.msg373580#msg373580" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX beim IAC 2016</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/elon-musk-enthuellt-seine-marsvision/" data-wpel-link="internal">Elon Musk enthüllt seine Marsvision</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heute entschieden – Rosetta-Wissenschaft bis zum Ende</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/heute-entschieden-rosetta-wissenschaft-bis-zum-ende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2016 19:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[67P]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[Kometensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=12847</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unmittelbar vor dem bevorstehenden Ende der Mission der Kometensonde können möglicherweise noch einmal hoch interessante wissenschaftliche Daten über den Kometen 67P / Tschurjumow-Gerassimenko gesammelt werden. Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion. Quelle: ESA. Wie Raumfahrer.net zusammen mit spacelivecast.de heute im Kontrollzentrum für unbemannte Raumfahrt der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA), dem European Space Operations Center (ESOC), in Darmstadt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/heute-entschieden-rosetta-wissenschaft-bis-zum-ende/" data-wpel-link="internal">Heute entschieden – Rosetta-Wissenschaft bis zum Ende</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unmittelbar vor dem bevorstehenden Ende der Mission der Kometensonde können möglicherweise noch einmal hoch interessante wissenschaftliche Daten über den Kometen 67P / Tschurjumow-Gerassimenko gesammelt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RosettacometESAATGmedialabCometESARosettaNavcam1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RosettacometESAATGmedialabCometESARosettaNavcam260.jpg" alt="Rosetta und 67P / Tschurjumow-Gerassimenko
(Bild: ESA / ATG medialab, Komet: ESA / Rosetta Navcam)"/></a><figcaption>Rosetta und 67P / Tschurjumow-Gerassimenko<br>(Bild: ESA / ATG medialab, Komet: ESA<br> / Rosetta Navcam)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Raumfahrer.net zusammen mit <a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">spacelivecast.de</a> heute im Kontrollzentrum für unbemannte Raumfahrt der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA), dem European Space Operations Center (ESOC), in Darmstadt vor Ort in Erfahrungen bringen konnte, wurden Einzelheiten des Landeverfahrens für Rosetta auf dem Kometen 67P festgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Auswahl standen zwei verschiedene Abstiegsverfahren. Diskutiert wurde ein relativ zügiger Abstiegsvorgang mit einer Dauer zwischen einer und zwei Stunden, bei dem vor dem Kontakt mit dem Kometen eine relative saubere Umgebung der Sonde für gute Arbeitsmöglichkeiten der Instrumente an Bord des Raumfahrzeugs sorgen würde. Der Kontakt selbst würde schließlich mit einer Geschwindigkeit von etwa einem Meter pro Sekunde – der Geschwindigkeit, mit der auch der Lander Philae die Oberfläche erreichte – erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem wurde ein langsameres Verfahren der Annäherung untersucht, das auf Grund ausgiebigeren Einsatzes der Lageregelungstriebwerke schwierigere Arbeitsbedingungen für die wissenschaftlichen Instrumente bedeutet, aber eine erheblich längere abschließende Phase wissenschaftlicher Untersuchungen möglich machen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Verhalten der Instrumente ist zum Teil so gut bekannt, dass ihre Daten hinsichtlich der durch den Triebwerkseinsatz verursachten Störungen vermutlich gut korrigiert werden können. Sechs bis sieben Stunden Beobachtungszeit sollten bei der langsameren Annäherung möglich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solarzellenausleger und Akkumulatoren sollen voraussichtlich im Juli 2016 noch einem überprüft werden, um ihren Zustand vor der Einleitung der abschließenden Missionsphase exakt beurteilen zu können. Steht möglicherweise nicht mehr genug Leistung für den gleichzeitigen Betrieb aller einsatzfähigen Instrumente zur Verfügung, sind Entscheidungen hinsichtlich der Abschaltung einzelner Instrumente zu treffen. Ob letzteres erforderlich ist, kann derzeit nicht gesagt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach intensiven Besprechungen der Teams, die einerseits unter der Leitung von Matt Taylor die wissenschaftlichen Instrumente an Bord der Sonde betreuen, und den Technikern und Ingenieuren, die sich beim ESOC um die raumflugtechnischen Aspekte der Mission kümmern, wurde beschlossen, der langsameren Annäherung den Vorzug zu geben. Dabei spielte der Wunsch der Wissenschaftler, ihre Instrumente möglichst lange betreiben zu können, um Daten aus extremer Kometennähe erfassen zu können, eine maßgebliche Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das angedachte Verfahren kam noch nie zum Einsatz. Die erforderlichen Triebwerke wurden noch nie in der notwendigen Kombination zusammen betrieben. Bisher durchgeführte Simulationen sprechen dafür, dass sich die geplanten Manöver erfolgreich durchführen lassen. Treibstoff steht ausreichend zur Verfügung. Die aufzuwendende Treibstoffmenge ist wegen des bevorstehenden Missionsendes kein limitierender Faktor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das konkrete Datum, an dem Rosetta die Oberfläche des Kometen erreichen wird, ist derzeit nicht exakt anzugeben. Die bahndynamische Komplexität der Aufgabe erfordert umfangreiche Vorarbeiten, berichtete Sylvain Lodiot, Spacecraft Operations Manager (SOM). Sie sollen in nächster Zeit am ESOC aufgenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission von Rosetta wird nach derzeitigem Kenntnisstand frühestens zwischen dem 28. September und 1. Oktober 2016 beendet werden. Wenn es soweit ist, wird eine Prozedur greifen, die vorher zur Sonde übermittelt werden muss. Diese soll insbesondere die Abschaltung der Sender an Bord von Rosetta sicherstellen, um die vorher genutzten Funkfrequenzen wieder freizugeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rosetta wird so konfiguriert, dass Anomalien bei der endgültigen Annäherung an den Kometen keinen Wechsel in einen Sicherheitsmodus wie bisher programmiert auslösen, sondern die Abschaltung des Senders veranlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auslöser der Abschaltung muss ausserdem nicht unbedingt ein anhaltender Kontakt mit dem Kometen sein. Nicht auszuschließen ist, dass die Sonde hüpft wie Philae. An Bord der Sonde kann sensorisch nicht unterschieden werden, was konkret den Abschaltimpuls auslöste, und eine Beurteilung der Situation anhand von Telemetrie ist wegen des abgeschalteten Senders dann nicht mehr möglich. Von den allerletzten aktiven Momenten werden die Menschen keine Kenntnis erhalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12224.msg362171#msg362171" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Statusthread Rosetta und Philae</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/heute-entschieden-rosetta-wissenschaft-bis-zum-ende/" data-wpel-link="internal">Heute entschieden – Rosetta-Wissenschaft bis zum Ende</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SpaceX startet JCSAT-14, landet Erststufe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-jcsat-14-landet-erststufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2016 06:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASDS]]></category>
		<category><![CDATA[C-Band]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Gridfins]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Ku-Band]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[OCISLY]]></category>
		<category><![CDATA[Seeplattform]]></category>
		<category><![CDATA[SSL]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=12849</guid>

					<description><![CDATA[<p>SpaceX hat erfolgreich den Satelliten JCSAT-14 für die JSAT Corporation aus Japan gestartet. Gleichzeitig hat SpaceX das erste Mal eine Landung bei einer GTO-Mission geschafft. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, reddit Start von JCSAT-14Heute um 07:21 MESZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten JCSAT-14 gestartet. Die Stufentrennung erfolgte nach 2 Minuten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-jcsat-14-landet-erststufe/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet JCSAT-14, landet Erststufe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SpaceX hat erfolgreich den Satelliten JCSAT-14 für die JSAT Corporation aus Japan gestartet. Gleichzeitig hat SpaceX das erste Mal eine Landung bei einer GTO-Mission geschafft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.    Quelle: SpaceX, reddit</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9_jcsat14_liftoff-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9_jcsat14_liftoff_low.jpg" alt="Start Falcon 9 mit JCSAT-14
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Start Falcon 9 mit JCSAT-14<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start von JCSAT-14</strong><br>Heute um 07:21 MESZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten JCSAT-14 gestartet. Die Stufentrennung erfolgte nach 2 Minuten und 40 Sekunden, kurz darauf zündete die zweite Stufe für ca. 7 Minuten und brachte das Gespann Oberstufe und Satellit in einen Parkorbit. 26,5 Minuten nach dem Start erfolgte eine zweite Brennphase der Oberstufe, die JCSAT-14 auf einen leicht supersynchronen geostationären Transferorbit mit einem Apogäum von mindestens 36.000 km katapultierte. Bisher wurden noch keine Orbitdaten veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JCSAT-14 ist ein Kommunikationssatellit für JSAT, der von SSL gebaut wurde. Er verfügt sowohl über ein chemisches als auch ein elektrisches Antriebssystem. JCSAT-14 soll eine Position bei 154° Ost im geostationären Orbit annehmen, um dort den Satelliten JCSAT-2A zu ersetzen. Der Satellit hat eine Masse 4.696 kg, eine elektrische Leistung von 10 Kilowatt bei Lebensende und verfügt über 26 C-Band und 18 Ku-Band Transponder.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9_jcsat14_landung.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9_jcsat14_landung_low.jpg" alt="Die gelandete erste Stufe der Falcon 9 auf dem &quot;autonomen Drohnenschiff&quot; mit dem Namen &quot;Of course I still love you&quot;
(Bild: SpaceX via reddit)"/></a><figcaption>Die gelandete erste Stufe der Falcon 9 auf dem<br> &#8222;autonomen Drohnenschiff&#8220; mit dem Namen<br> &#8222;Of course I still love you&#8220;<br>(Bild: SpaceX via reddit)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung auf der Seeplattform</strong><br>Bei diesem Start wurde ebenfalls ein Landeversuch auf der Seeplattform (offiziell &#8222;autonomous spaceport droneship&#8220;, kurz ASDS) mit dem Namen &#8222;Of course I still love you&#8220;, kurz OCISLY, durchgeführt. Dazu flog die erste Stufe der Falcon 9 nach der Stufentrennung eine Reihe von Manövern, die sie auf Landekurs auf die Seeplattform brachten. Aufgrund der hohen Performanceanforderungen an diese Mission wurde der finale Brennvorgang für die Landung auf dem Drohnenschiff mit drei Triebwerken durchgeführt, was zu einer kurzen, starken Abbremsung führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Landung mit drei Triebwerken reduziert die Gravitationsverluste. Dies wurde bereits beim SES-9-Start probiert, dort ging der Stufe jedoch kurz vor der Landung der Treibstoff aus und die Stufe wurde durch den harten Aufprall stark beschädigt. Diesmal schaffte die Rakete die Landung. Elon Musk hatte auf Twitter der Landung eine 50-50 Chance gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um auf der Seeplattform landen zu können verfügt die erste Stufe über einen eigenen Flugcomputer, Landebeine, Kaltgasdüsen für die Steuerung im Vakuum, Gridfins für die Steuerung in der Atmosphäre und eine extra Ladung TEA-TEB (Triethylaluminium-Triethylboran, Zündmittel) um drei Triebwerke mehrmals zu zünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satellitenmasse von JCSAT-14 ist mit 4.696 kg deutlich unter den von SpaceX auf der Firmenwebseite beworbene maximale Performance der Falcon 9 für einen geostationären Orbit bei 27° Inklination, bei gleichzeitiger Bergung der ersten Stufe. Das Limit dafür soll bei 5,5 Tonnen liegen. Allerdings impliziert diese Performance eine noch nicht eingeführte weitere Schubsteigerung der Merlin 1D-Triebwerke. Nichtsdestoweniger hat die Landung der ersten Stufe auf der Seeplattform entgegen den Erwartungen funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14205.msg361861#msg361861" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JCSAT-14 auf Falcon 9v1.2</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-jcsat-14-landet-erststufe/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet JCSAT-14, landet Erststufe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 16:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenrate]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Philae]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpaneele]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumov-Gerssimenko]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10788</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an. Erstellt von Viktoria Schöneich. Quelle: ESA Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf KometenDie Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/" data-wpel-link="internal">Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Viktoria Schöneich.   Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA_260.jpg" alt="Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko am 26. Juli 2015.
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )"/></a><figcaption>Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko<br> am 26. Juli 2015.<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/<br>UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf Kometen</strong><br>Die Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit sie im August 2014 in den Orbit um 67P/Tschurjumov-Gerassimenko einschwenkte, versorgt sie die Öffentlichkeit mit spektakulären Bildern und die Wissenschaftsgemeinde mit wertvollen Daten. Unter anderem konnten bereits organische Verbindungen auf dem Kometen nachgewiesen werden, sein Magnet- und Gravitationsfeld wurde untersucht und der Periheldurchgang eines Kometen konnte erstmals aus nächster Nähe beobachtet werden. Die vollständige Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und so ist zu erwarten, dass wir auch nach Missionsende neue Erkenntnisse von Rosetta erhalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die weltweit beachtete Landung von Philae auf dem Kometen. Zwar lief bei diesem Novum der Raumfahrt nicht alles nach Plan, trotzdem konnte auch Philae wertvolle Daten sammeln, bevor ihm der Strom ausging. Es wurde unter anderem gezeigt, dass das Wasser wahrscheinlich nicht von Kometen auf die Erde gebracht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann endet die Mission und warum?</strong><br>Eine Besonderheit von Rosetta ist, dass sie ihre Energie vollständig von ihren Solarzellen bezieht und deshalb eine genügend hohe Sonneneinstrahlung zum Betrieb benötigt. Entfernt sich Rosetta zu weit von der Sonne, muss sie in einen Hibernations-Modus heruntergefahren werden. In diesem Modus befand sie sich bereits von 2011-2014. Jetzt, da der Komet seinen Periheldurchgang hinter sich gebracht hat, entfernt auch er sich weiter von der Sonne. Im September/Oktober 2016 wird die Entfernung schließlich so groß sein, dass Rosetta nicht mehr genügend elektrischen Strom produzieren kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_260.jpg" alt="Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem in diesem Fall ist die Kommunikation mit Rosetta. Ab diesem Herbst wird 67P von der Erde aus gesehen in die Nähe der Sonne rücken und kurzzeitig auch hinter ihr verschwinden. Die große Entfernung zur Erde wird weiterhin zu einer stark reduzierten Datenrate von 22-57 kbit/s führen. Beides zusammen bedeutet, dass der Kontakt mit Rosetta stark eingeschränkt oder unmöglich wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen Bedingungen stellt sich natürlich die Frage, warum Rosetta nicht einfach wieder in den Winterschlaf versetzt und bei günstigeren Bedingungen geweckt wird. Das Hauptproblem ist hierbei, dass 67P sich weiter von der Sonne entfernen wird, als es auf der Hinreise der Fall war. Die Raumsonde ist also für diesen Kältefall nicht ausgelegt, eine Reaktivierung ist nicht garantiert. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die geringe Anziehungskraft von 67P und durch seine unregelmäßige Form zahlreiche Manöver notwendig waren, die viel Treibstoff verbraucht haben. Es ist gut möglich, dass der verbleibende Treibstoff nicht mehr für eine vollwertige Nachfolgemission ausreichen wird. Und schließlich arbeiten die Instrumente nach der Missionsverlängerung im Juni 2015 schon jetzt länger, als es vorgesehen war. Die Gefahr, dass die Instrumente nach einer erfolgreichen Reaktivierung nicht mehr arbeiten können, ist also groß.<br>Aus diesen Gründen hat man sich entschlossen, Rosetta auf ihrem Kometen landen zu lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_260.jpg" alt="Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus ca. 120 m Höhe
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus<br> ca. 120 m Höhe<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rosetta ist nicht der erste Orbiter, der seine Mission auf einem kosmischen Kleinkörper beenden soll. 2001 gelang es der NASA, die Raumsonde NEAR Shoemaker weitgehend unbeschadet auf dem Asteroiden Eros zu landen. Allerdings ist die Landung auf 67P durch sein unregelmäßiges Gravitationsfeld schwieriger, nach Angaben des Science Working Teams sogar komplexer als die Landung von Philae.<br>Innerhalb der nächsten Monate wird Rosetta auf eine immer niedrigere Umlaufbahn um ihren Kometen gebracht, was erst durch die verringerte Aktivität möglich ist. Hierbei wird – neben der Sammlung wissenschaftlicher Daten – auch das Gravitationsfeld in geringer Höhe vermessen, wovon die weitere Planung der Landungstrajektorie abhängt. Man erwartet durch die Unregelmäßigkeiten starke Schwankungen in der Apogäumshöhe und viele aufwändige Bahnmanöver. Zum Ende der Mission wird ein Orbit von lediglich einem Kilometer Höhe angestrebt, von dem aus man sich besonders hochwertige wissenschaftliche Daten verspricht. Nach Abschluss dieser Phase wird Rosetta auf Kollisionskurs gebracht, um am 30.09.2016 auf dem Kometen zu landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Abstiegs soll es weiterhin Funkkontakt geben, um Bilder und Messungen, die während des Abstiegs vorgenommen werden, zur Erde zu senden. Beim Aufsetzen von Rosetta wird jedoch damit gerechnet, dass die langen Solarpaneele brechen und die Stromversorgung nur noch für kurze Zeit durch die Akkus erfolgen kann. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Rosetta, ähnlich wie Philae, schräg zum liegen kommt und ihre High-Gain Antenne nicht mehr auf die Erde richten kann. Bereits eine Abweichung von einem halben Grad an der Erde vorbei würde nach Angaben der ESA zu einem Verlust der Kommunikation führen. Vermutlich werden wir also nach dem Aufsetzen nichts mehr von Rosetta hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig vom Ausgang dieses Vorhabens wird die Absenkung des Orbits zum Missionsende sicherlich neue Details von 67P offenbaren. Auch ein Foto von Philae auf dem Kometen aus nächster Nähe ist bereits im Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ebenfalls bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13327.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landung der Orbitersonde Rosetta auf Tschurjumow-Gerassimenko</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/" data-wpel-link="internal">Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SpaceX startet SES-9</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-ses-9/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Mar 2016 00:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASDS]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Droneship]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Gridfins]]></category>
		<category><![CDATA[Kaltgasdüsen]]></category>
		<category><![CDATA[Landebeine]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[OCISLY]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Seeplattform]]></category>
		<category><![CDATA[SES]]></category>
		<category><![CDATA[SES 9]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=11038</guid>

					<description><![CDATA[<p>SpaceX hat erfolgreich den Satelliten SES-9 für SES aus Luxemburg gestartet. Trotz der hohen Performanceanforderungen für SES-9 schaffte es die erste Stufe zur Seeplattform, allerdings war der finale Landeanflug nicht erfolgreich. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, NSF, reddit Start von SES-9Am Samstag den 05.03.2016 um 00:35 MEZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-ses-9/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet SES-9</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SpaceX hat erfolgreich den Satelliten SES-9 für SES aus Luxemburg gestartet. Trotz der hohen Performanceanforderungen für SES-9 schaffte es die erste Stufe zur Seeplattform, allerdings war der finale Landeanflug nicht erfolgreich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.   Quelle: SpaceX, NSF, reddit</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ses9vorstart-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ses9vorstart_low.jpg" alt="Falcon 9 mit SES-9 vor dem Start
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Falcon 9 mit SES-9 vor dem Start<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start von SES-9</strong><br>Am Samstag den 05.03.2016 um 00:35 MEZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten SES-9 gestartet. Der Start erfolgte von Startplatz 40 auf der Cape Canaveral Airforce Station. Die Stufentrennung erfolgte nach 2 Minuten und 40 Sekunden, kurz darauf zündete die zweite Stufe für ca. 7 Minuten und brachte das Gespann Oberstufe und Satellit in einen Parkorbit. 27 Minuten nach dem Start erfolgte eine zweite Brennphase der Oberstufe, die SES-9 auf einen leicht supersynchronen geostationären Transferorbit mit einem Apogäum von über 36.000 km katapultierte. Der Zielorbit hatte ein Perigäum von 290 km, ein Apogäum von 40.600 km und eine Inklination von 28°. Einige Stunden nach dem Start wurden Oberstufe und Satellit in folgenden Orbits getrackt:<br>2016-013A/41380 in 334 x 40.648 km x 27.96°<br>2016-013B/41381 in 323 x 40.654 km x 27.95°</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dieser Mission wurde die Programmierung der Oberstufe geändert. Anstatt einen bestimmten Orbit anzufliegen, beschleunigt die Oberstufe solange bis der Treibstoff alle ist. Auf diese Weise soll der komplette Treibstoff verbraucht werden, die Brennzeit der Oberstufe verlängert sich um wenige Sekunden. Da bei Brennschluss die Beschleunigung am höchsten ist, wird so trotzdem noch ein deutliches Plus an Geschwindigkeit erzielt und das Apogäum stieg von 26.000 km auf 40.600 km.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satellitenmasse von SES-9 ist mit 5.271 kg fast 400 kg schwerer als die von SpaceX auf der Firmenwebseite beworbene maximale Performance der Falcon 9 für einen geostationären Transferorbit bei 28° Inklination. Dazu kommt noch der für die Seeplattformlandung reservierte Treibstoff der Hauptstufe, sodass die Rakete in einer &#8222;Wegwerfvariante&#8220; über 6 Tonnen in einen GTO bei 28° Inklination liefern dürfte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ses9_liftoff-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ses9_liftoff_low.jpg" alt="Start von SES-9
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Start von SES-9<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">SES-9 ist ein Kommunikationssatellit für SES, der von Boeing gebaut wurde. Er verfügt sowohl über ein chemisches als auch ein elektrisches Antriebssystem. SES-9 soll eine Position bei 108,2° Ost im geostationären Orbit einnehmen, von wo er Fernsehen und andere Dienste für den Großraum Asien liefern soll. Der Satellit hat eine Masse 5.271 kg, eine elektrische Leistung von 12,7 kW und verfügt über 57 Ku-Band Transponder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung auf der Seeplattform</strong><br>Bei diesem Start wurde ebenfalls ein Landeversuch auf der Seeplattform (offiziell &#8220; autonomous spaceport droneship&#8220;, kurz ASDS) mit dem Namen &#8222;Of course I still love you&#8220;, kurz OCISLY, durchgeführt. Dazu flog die erste Stufe der Falcon 9 nach der Stufentrennung eine Reihe von Manövern, die sie auf Landekurs auf die Seeplattform brachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der hohen Performanceanforderungen an diese Mission wurde der finale Brennvorgang für die Landung auf dem Drohnenschiff mit drei Triebwerken durchgeführt, was zu einer kurzen, starken Abbremsung führt. Wie im Webcast live zu sehen war, schaffte es die Rakete zur Seeplattform. Der finale Landeanflug ist aber offenbar nicht geglückt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elon Musk spricht in einem Tweet von einer harten Landung. Dies hatte Musk aber offenbar erwartet, es gab nur wenige Treibstoffreserven um die Stufe vor dem Wiedereintritt abzubremsen, sodass sich die Stufe zusehr aufgeheizt hat und eine erfolgreiche Landung nicht mehr möglich war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um auf der Seeplattform landen zu können, verfügt die erste Stufe über einen eigenen Flugcomputer, Landebeine, Kaltgasdüsen für die Steuerung im Vakuum, Gridfins für die Steuerung in der Atmosphäre und eine extra Ladung TEA-TEB (Triethylaluminium-Triethylboran, Zündmittel) um drei Triebwerke mehrmals zu zünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13274.msg318684#msg318684" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SES-9 auf Falcon 9v1.2</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-ses-9/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet SES-9</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Falcon 9 landet erfolgreich &#038; startet Satelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-9-landet-erfolgreich-startet-satelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 18:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASDS]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[orbcomm]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=9973</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex. Der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/falcon-9-landet-erfolgreich-startet-satelliten/" data-wpel-link="internal">Falcon 9 landet erfolgreich &#038; startet Satelliten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding.   Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="242" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2_low.jpg" alt="" class="wp-image-9978"/></a><figcaption>Orbcomm OG2 Satelliten
(Bild: Orbcomm)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ist für Dienstag den 22. Dezember 2015 um 02:33 Uhr MEZ geplant. Es gibt nur ein instantanes Startfenster, bei einem Abbruch muss der Start auf Mittwoch morgen verschoben werden. Wie SpaceX-Chef Elon Musk auf Twitter bestätigte, ist der Testcountdown mit kurzem Zünden der Triebwerke gestern erfolgreich gelaufen, was den Weg frei macht für einen Startversuch am Montag (Ortszeit). Nutzlast sind 11 Orbcomm-Satelliten, die in einem niedrigen Erdorbit ausgesetzt werden sollen. Orbcomm bietet sog. Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Kommunikationslösungen, die zum Tracking, zur Fernüberwachung und Fernsteuerung stationärer und mobiler Anlagen, wie z.B. Container und Schiffe, dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug seit dem Fehlstart im Juni 2015</strong><br>Vor fast sechs Monaten ist die Falcon 9 das letzte Mal geflogen. Damals endete der Flug nach etwas mehr als 2 Minuten in einer grauen Wolke. Eine Strebe war gerissen, worauf der Heliumtank sich im Flüssigsauerstofftank selbstständig machen konnte. Deshalb wurde zu viel Helium freigesetzt, und der Sauerstofftank explodierte schließlich auf Grund des aufgebauten Überdrucks. Das Problem wurde nach ein paar Wochen identifiziert. Die gebrochene Strebe hatte vermutlich einen Herstellungsfehler, weshalb sie nur einen Bruchteil ihrer Sollfestigkeit aufwies. SpaceX musste über 1000 Streben am Boden testen, um das Problem zu reproduzieren. Die Stahlstreben wurden inzwischen durch solche aus Inconel ersetzt. Die Streben wurde von einem externen Zulieferer geliefert. Um auszuschließen, dass weitere Zulieferteile Herstellungsproblemen unterliegen, wurde die gesamte Falcon 9 einem umfangreichen Review unterzogen, was maßgeblich zum zeitlichen Abstand von 6 Monaten seit dem letzten Start beigetragen hat. Der aktuelle Flug ist also der erste Flug seit einem Fehlstart.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug von jüngstem Falcon-9-Upgrade</strong><br>Dieser Flug ist aber viel mehr. Er führt auch ein weiteres Falcon 9-Upgrade ein, was die Performance nochmal signifikant steigert. Bei der Benennung dieser neuen Falcon-9-Version ist man sich auch bei SpaceX mit dem Namen noch nicht einig, häufig wird sie &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220; (voller Schub), &#8222;Falcon 9 v1.2&#8220; oder &#8222;Falcon 9.2&#8220; genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Oberstufentankvolumen wurde um 10% gesteigert, der Sauerstoff wird jetzt ca. 23 K kälter sein als am Siedepunkt. Dadurch ergibt sich ein Dichteanstieg von ca. 9%. Auch das Kerosin wird leicht gekühlt, bei einer Temperatur von -6° C steigert sich seine Dichte um ca. 2%. Dadurch steigt das Gewicht der Rakete. Um das zu kompensieren, liefern die Merlin-1D-Triebwerke jetzt 15% mehr Schub, er steigt jeweils auf 756 kN am Boden bzw. 825 kN im Vakuum. Das Oberstufentriebwerk mit größerer Düse liefert einen Schub von 934 kN bei einem spezifischen Impuls von 348 s laut SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="175" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft_low.jpg" alt="" class="wp-image-9976"/></a><figcaption>Falcon 9 Full Thrust auf dem Startplatz
(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug mit Landlandung</strong><br>Diese Performancesteigerungen sollen es erlauben, auch bei GTO-Flügen die erste Stufe zu bergen, entweder nach Landung auf der Seeplattform, offiziell Autonomous Spaceport Droneship (ASDS) genannt, oder einem Aufsetzen auf dem Landeplatz X-1. Letzterer ist der vorher stillgelegte Startplatz 13 (LC-13) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug soll zum ersten Mal eine Landlandung probiert werden. SpaceX hat dafür die Erlaubnis von der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) und der amerikanischen Luftwaffe (USAF) erhalten. Bei vorherigen Flügen war nur eine Landung auf der Plattform ASDS genehmigt, die aber bisher noch nicht gelang, obwohl SpaceX der Landung schon sehr nahe gekommen ist. Für die Landlandung müssen Teile auf Cape Canaveral und des Kennedy Space Centers abgesperrt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiederverwendbarkeit</strong><br>Seit dem Anbeginn der Raumfahrt wird über Wiederverwendbarkeit diskutiert. Dabei geht es häufig um die Frage Landung mit Flügeln oder am Fallschirm (also unter Nutzung aerodynamischer Effekte) oder mittels des Raketentriebwerks (also mit Nutzung des Rückstoßprinzips). Das Shuttle landete als Raumgleiter, Kapseln landen am Fallschirm. Shuttle- und Ariane-Booster landeten ebenfalls am Fallschirm. Die Ariane-Booster wurden nur zur Inspektion geborgen, die Shuttle-Booster mussten umständlich wiederaufbereitet werden. Der Hitzeschild vom Shuttle musste aufwendig gewartet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Falcon 9-Stufe erreicht eine höhere Geschwindigkeit als Shuttle- oder Ariane-Booster, aber sie erreicht keine Orbitalgeschwindigkeit. Um eine zu große Erhitzung durch die Abbremsung in der Erdatmosphäre zu vermeiden, bremst die Falcon 9, indem ihre Triebwerke gegen die Flugrichtung feuern. Das kostet Treibstoff und ist einer der Nachteile, wenn man nicht aerodynamisch bremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konkurrenz</strong><br>SpaceX ist derzeit mit dem eigenen Konzept bei der Wiederverwendbarkeit konsequenter als andere Entwickler und Hersteller von Raumfahrtträgern. Blue Origin, gegründet von Amazon-Chef Jeff Bezos, möchte ebenfalls eine wiederverwendbare orbitale Rakete bauen. Bisher gelang Blue Origin ein Flug auf 100 km mit einer erfolgreichen vertikalen Landung. Bei Geschwindigkeit und Flugweite liegt Blue Origin deutlich hinter SpaceX zurück &#8211; darüber hinaus ist die von Blue Origin bisher geflogene Hardware auch nicht für den Transport von Menschen oder Nutzlast in Erdorbits oder den Einschuss auf Fluchtbahnen weg von der Erde gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch von der United Launch Alliance (ULA) und Airbus Defence and Space gibt es Konzepte. Anstatt einer vollständigen Raketenstufe wollen diese Firmen jedoch nur das Haupttriebwerk bergen. Es soll von der Hauptstufe nach Stufentrennung abgesprengt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ULA nennt ihr Konzept SMART-Reuse, das Triebwerk soll am Fallschirm heruntergleiten und schließlich mit dem Helikopter eingefangen werden. Airbus will das Triebwerk mit Flügeln ausstatten und es zum Startplatz zurückfliegen, ein Demonstrator mit dem Namen Adeline ist geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei beiden Unterfangen kann man die Ernsthaftigkeit, mit der diese Konzepte verfolgt werden, durchaus in Frage stellen. Bei der ULA hat man außer Darstellungen mit der Software Powerpoint noch nichts öffentlich präsentiert, Airbus hat immerhin ein Modellflugzeug als Demonstrationsobjekt gebaut. Das steht in deutlichem Gegensatz zum Einsatz (engl. commitment) von SpaceX. Der Eindruck, Airbus und ULA wollten auf der Publicity-Welle mitreiten, ohne wirklich etwas investieren zu müssen, ist angesichts der Umstände nicht wirklich vermeidbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederverwendbarkeit bei der Ariane ist auch politisch fragwürdig. Letztlich bedeutet die Verwirklichung von Wiederverwendbarkeit die Konstruktion einer Rakete ohne Feststoffmotore. Die Feststoffmotorindustrie ist durch die Entscheidungen der letzten Ministerratskonferenzen in Europa massiv gestärkt worden. Die Vega nutzt in drei von vier Stufe feste Treibstoffe, bei der Ariane 6 werden die Boosterhüllen jetzt sogar in Italien und Augsburg parallel gefertigt (dasselbe Bauteil wohlgemerkt). Eine Abkehr vom festen Treibstoff und der Schritt zur Wiederverwendbarkeit scheint damit politisch ausgesprochen schwierig, weil bestimmte Firmen bei der Herstellung von Ariane-Raketen dann möglicherweise nicht mehr beteiligt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13511.msg347960#new" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Orbcomm OG2 auf Falcon 9 v1.2</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/falcon-9-landet-erfolgreich-startet-satelliten/" data-wpel-link="internal">Falcon 9 landet erfolgreich &#038; startet Satelliten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Amazon-Imperium schlägt zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-amazon-imperium-schlaegt-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 21:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Origin]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Bezos]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LC 39 A]]></category>
		<category><![CDATA[New Shepard]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=11354</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin. Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-amazon-imperium-schlaegt-zurueck/" data-wpel-link="internal">Das Amazon-Imperium schlägt zurück</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch_low.jpg" alt="" class="wp-image-11352" width="300" height="191"/></a><figcaption>Start, hier eine Aufnahme vom ersten Versuch im April 2015
(Bild: Blue Origin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New Shephard&#8220; erfolgreich auf über 100 km geflogen und anschließend die Raketenstufe wieder senkrecht auf dem Triebwerksstrahl gelandet. Der Flug folgt auf einen ersten Versuch im April, der bis auf die Landung der Raketenstufe ebenfalls erfolgreich war. Blue Origin ist eine Raumtransportfirma, die vom Amazon-Chef und Multimilliardär Jeff Bezos geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel wurde dabei von einer Raketenstufe, welche mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff befüllt ist, beschleunigt. Nach dem Verlassen der Erdatmosphäre haben sich Raumschiff und Raketenstufe getrennt. Die unbemannte Kapsel landete anschließend an einem Fallschirm und die Raketenstufe vertikal mit dem Haupttriebwerk auf einem vorgesehenden Landeplatz. Bei dem Haupttriebwerk handelt es sich um das BE-3, ein Triebwerk mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff, das von Blue Origin in den letzten Jahren in Eigenregie entwickelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezos sagte in einem Interview, dass er es kaum erwarten kann, einen zweiten Flug mit derselben Hardware zu unternehmen. Wann ein solcher Flug erfolgen könnte, ist jedoch unklar. Ebenfalls ist unklar, wann Weltraumtouristen einen ersten suborbitalen Trip ins All unternehmen können. Der Preis ist auch nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Blue Origin plant auch eine orbitale Trägerrakete, bei der das BE-3 Triebwerk die Oberstufe antreiben soll. Für die Hauptstufe entwickelt Blue Origin gerade das Hauptstromtriebwerk BE-4, das mit Methan und Sauerstoff arbeitet. Dieses Triebwerk soll auch an die ULA verkauft werden, wo es in dem Nachfolger der Atlas 5, der Vulcan, eingesetzt werden soll. Die Atlas 5 wird eingestellt, da sie zu teuer ist und das russische RD-180 Triebwerk benutzt, welches aus politischen Gründen nicht mehr für US-Militärstarts benutzt werden darf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung_low.jpg" alt="" class="wp-image-11350" width="300" height="136"/></a><figcaption>Raketenstufe im Landeanflug
(Bild: Blue Origin Youtube Video)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Elon Musk, der Chef von der Firma SpaceX, versucht ebenfalls seit mehreren Jahren eine Raketenstufe erfolgreich zu landen. Im Gegensatz zu Blue Origin ist sein Unterfangen jedoch ambitionierter. Die Unterstufe der orbitalen Trägerrakete Falcon 9 soll dabei nach der Stufentrennung zum Startplatz oder einer Seeplattform zurückfliegen und dort senkrecht landen. Dieses Unterfangen hat bisher auch schon fast geklappt aber eben nur fast. Dass Blue Origin Musk jetzt zuvor gekommen ist, ärgert Musk offenbar sichtlich. Kurz nach der Pressemitteilung von Blue Origin gratulierte er Blue Origin erst via Twitter bevor er in einer Reihe von Tweets den Erfolg von Blue Origin zu relativieren versuchte. SpaceX plant für Dezember den Erstflug der neuen &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220;, wo auch eine weitere Seeplattformlandung versucht werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Blue Origin sind schon des Öfteren aneinander geraten. In der Vergangenheit haben sie sich zum Beispiel über ein von Blue Origin eingereichtes Raketenseeplattformlandungspatent gestritten. Dieses Patent wurde nach Einspruch von SpaceX erstmal zurückgewiesen. Ein weiterer Streitpunkt war die Vergabe von LC-39, also desjenigen Startplatzes, wo z.B. Apollo 11 zum Mond gestartet ist. Die NASA hatte SpaceX eine Pacht über 20 Jahre zugeteilt, worauf Blue Origin Widerspruch eingelegt hatte. Auch diesen verlor Blue Origin. Musk kommentierte, dass es wahrscheinlicher sei, dass &#8222;Einhörner im Flammenschacht tanzen&#8220; als dass Blue Origin in 5 Jahren eine orbitales bemanntes Raumfahrtprojekt auf die Startrampe bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Informationen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9pillaOxGCo" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Video vom Flug bei Youtube</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3385.msg345807#msg345807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Blue Origin</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-amazon-imperium-schlaegt-zurueck/" data-wpel-link="internal">Das Amazon-Imperium schlägt zurück</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Marsianer. Der Mars-Film lebt noch!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-marsianer-der-mars-film-lebt-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2015 15:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Pathfinder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=16885</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein großer Film geht an den Start. Andreas Weise hat ihn schon gesehen. Autor: Andreas Weise. Quelle: Kinobesuch. Die Vorgeschichte &#8211; Eine Geschichte von Katastrophen:Unser roter Nachbarplanet im Sonnensystem, der Mars, hat schon immer unsere Phantasie angeregt. Was ist dort los? Wie sieht es da aus? Kann man dort hin? Als H. G. Wels 1898 mutmaßliche [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-marsianer-der-mars-film-lebt-noch/" data-wpel-link="internal">Der Marsianer. Der Mars-Film lebt noch!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein großer Film geht an den Start. Andreas Weise hat ihn schon gesehen.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Kinobesuch.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260.jpg" alt="" class="wp-image-16878" width="260" height="458" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/KinoplakatLR260-170x300.jpg 170w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Der Marsianer aktuell auf einer Litfaßsäule
(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorgeschichte &#8211; Eine Geschichte von Katastrophen:</strong><br>Unser roter Nachbarplanet im Sonnensystem, der Mars, hat schon immer unsere Phantasie angeregt. Was ist dort los? Wie sieht es da aus? Kann man dort hin? Als H. G. Wels 1898 mutmaßliche Marsbewohner in seinem epochalen Roman „Der Krieg der Welten“ mit nicht unbedingt friedlichen Absichten zu uns kommen ließ, war an Raumfahrt noch nicht zu denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein halbes Jahrhundert später, genauer gesagt 1950, startete dann in den USA der Film „Rocketship XM“, der den Auftakt zu einem ganzen Genre gab. Vermutlich zum ersten mal in der Filmgeschichte landete ein Raumschiff auf dem Mars Not! Und das 11 Jahre bevor überhaupt ein Mensch die Erde mit einem Raumschiff verlassen würde. Nun, den Streifen hat man heute zurecht vergessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die verunglückten Marsexpeditionen setzten sich fort. 1959 im sowjetischen Film „Der Himmel ruft“ schafften es sowjetische und amerikanische Raumfahrer nur mit Mühe bis zu einem Asteroiden in Marsnähe. Vier Jahre später, 1963, eilte man im sowjetischen Film „Begegnung im All“ einem außerirdischen Wesen, das auf dem Mars notgelandet war, zu Hilfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1964 erwischte es dann auch die Amerikaner. In „Notlandung im Weltraum“ (alias „Robinson Crusoe auf dem Mars“) machten Astronauten auf dem Mars Bruch und befreiten nebenbei gleich einmal einen Eingeborenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber vielleicht war ja auch alles eine große Lüge. Das behauptete 1977 der amerikanische Thriller „Capricorn One“ alias „Unternehmen Capricorn“. Es ging um eine gefälschte Mars-Landung, die dann ihrerseits in einer Katastrophe endete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die Abstürze gingen weiter: 2000 machte die Crew im Film „Red Planet“ auf dem Mars Bruch. Zum Schluss des Films kam nur einer durch. Ein Jahr später, 2001, schlug die Besatzung des spanischen Films „Stranded“ hart auf dem roten Planeten auf. Ausgang und Rettung sind bis heute ungewiss. Zuvor aber war in „Mission to Mars“ (2000) sowohl die Marsexpedition als auch die Rettungsexpedition verunglückt. Hier gab es allerdings ein Happy End und nebenbei die Erleuchtung, dass das mit der Evolution auf der Erde alles Quatsch ist, da das Leben vom Mars kommt/kam (oder so ähnlich&#8230;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den derzeitigen traurigen Höhepunkt aller Marsunglücks- und Marskatastrophenfilme bildet der anglo-amerikanische-Horrorfilm „The Last Days On Mars“, erschienen 2013. Eine Zombieseuche rottet hier die Forschungsastronauten auf dem Mars aus. Der Film ist im Bühnenbild wirklich gut gemacht. Die Story ist sehr schlecht. Dank gebührt den deutschen Filmverleihern dafür, dass dieses Werk nicht in die deutschen Kinos kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2015 kommt nun mit „Der Marsianer“ ein neuer Marsunglücks-Film in die Lichtspielhäuser.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Und jetzt wird alles anders!</strong><br>Gute Geschichten sind offensichtlich nicht immer leicht zu finden. Der Amerikaner Andy Weir hat so eine gute Geschichte geschrieben. Einen Roman. Und was für einen! Zuerst wollte kein Verlag sein Erstlingswerk herausbringen. Jetzt ist er auf der Bestsellerliste der New York Times.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgerichtig meldete sich Hollywood. Seit Mai 2014 arbeitete der Star-Regisseur Ridley Scott an einer Verfilmung. Dieser ließ für die Story extra die Arbeiten an „PROMETHEUS-2“ ruhen. Kein geringerer als Matt Damon spielt die Hauptrolle. Das Ergebnis kommt jetzt am 8. Oktober 2015 in die Kinos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Romanvorlage ….</strong><br>… wurde im&nbsp;<a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13151.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Forum des Raumfahrer.net e.V</a>&nbsp;schon behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich selbst habe selten mit einer solch großen Begeisterung 500 Romanseiten in kürzester Zeit gelesen, um dann gleich das Ganze noch einmal zu verschlingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ganz besondere Faszination geht von der Geschichte aus. Viele der beschriebenen Technologien sind heute schon machbar. Man möge das Buch also einen Realo-Sci-Fi-Roman nennen. Und die Fachleute sind begeistert. Ulrich Köhler vom DLR in Berlin-Adlershof bestätigte mir einen fachlich realistischen Hintergrund. Auch er hatte das Buch mit Begeisterung gelesen. Freilich, die Geschichte bleibt natürlich ein Märchen, da schon der politische Wille in den USA fehlt, eine Expedition wie die beschriebene überhaupt finanziell umzusetzen. Aber man wird ja mal träumen dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Geschichte noch nicht kennt: Bei einer Marsexpedition wird Astronaut Mark Watney nach dem plötzlichen Abbruch der Expedition versehentlich auf dem Mars zurückgelassen. Man hält ihn für tot. Aber er hat überlebt. Jetzt plant er sein Überleben. Und er lässt sich dabei etwas einfallen – und natürlich wird am Ende alles gut. Und dass die Story ohne jede Mystik, Alien-Phobie oder sonstige Ungereimtheiten auskommt, ist einfach großartig. Sie ist logisch und physikalisch korrekt aufgebaut. Die Spannung bleibt bis zum Schluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empfehlenswert ist, sich den Roman vor dem Gang ins Kino durchzulesen. Man wird seine helle Freude an dem Witz, der Ironie und dem lebensbejahenden Sarkasmus des Haupthelden haben. Allerdings bleibt nicht mehr viel Zeit … bis zum Kinostart am 8. Oktober 2015.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF0996Weise1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF0996Weise260.jpg" alt="" class="wp-image-16875" width="260" height="195"/></a><figcaption>Bei dem Wetter ab ins Kino!
(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Film:</strong><br>Ich hatte Gelegenheit, eine Pressevorführung in der Original-Version und in 3D vorab zu sehen. Zur Einstimmung gab es einen Kurzfilm des DLR Berlin mit einem virtuellen Flug über den Mars und allen in der Geschichte vorkommenden Orten der Geschehnisse. Auf der Internetseite des DLR kann man übrigens entsprechendes Begleitmaterial ansehen.&nbsp;<a href="https://www.dlr.de/de/next/aktuelles/nachrichten/2015/der-marsianer" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">(Artikel bei DLR_next)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film selber hält sich nicht einhundertprozentig an die Romanvorlage. Das war bei so einem dicken Buch auch nicht zu erwarten. Allein die Hörbuchausgabe ist über 12 Stunden lang. Einige Szenen und Erlebnisse sind im Film also dem Cutter zum Opfer gefallen. So wurde das Abenteuer mit der abgerissenen Schleuse, dem defekten Raumanzug und der darauf folgenden Dramatik sehr zusammengestrichen. Die lange Fahrt über die Marsoberfläche ist auf ein Minimum gekürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch andere Ereignisse gehen zu schnell und zu glatt über die Bühne. Genannt sei hier nur die Übernahme des Frachtcontainers beim Erdvorbeiflug, die geradezu harmonisch erfolgt. Überhaupt hat man den Eindruck, Scott stand unter einem ganz schönen Zeitdruck bei der Fertigstellung des Films. Sonst hätte er an manchen Stellen nicht so geschludert. Aber was wäre die Alternative gewesen? Vielleicht ein ausführlicher Fernsehfilm in 5 Teilen a 90 Minuten? Mich hätte es gefreut, die Mehrzahl des Kinopublikums möglicherweise nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Szenenbild ist geprägt von großartigen Landschaftsaufnahmen auf dem Mars mit Weite und Tiefe. Hier zeigt sich eben der Meister Scott. Anders bei Details. Das Raumschiff Hermes erscheint überproportional groß. Das Platzangebot und Raumvolumen für die Crew ist riesig und wirkt für jeden, der sich ein wenig mit Raumaufteilung z.B. in der internationalen Raumstation ISS beschäftigt hat, geradezu unreal. Die Raumfahrer verlieren sich fast in der Weite des Raumschiffes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Schwerelosigkeitsszenen hat man sich auch nicht mit Ruhm bekleckert. Der Zuschauer spürt geradezu die Drähte, an denen die Schauspiel-Astronauten an der Kamera vorbei gefahren werden. Auch hier scheint der Produktionszeitdruck die Qualität eingeschränkt zu haben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass entsprechende Computeranimationen zeit- und kostenintensiver gewesen wären, als am Stahlseil vor einer grünen Wand zu hängen. Wie so etwas wirklich gut ausgesehen hätte, konnte man unlängst in „<a href="https://www.raumfahrer.net/aktuell-im-kino-gravity/" data-wpel-link="internal">Gravity</a>&#8220; sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Garderobe, also genauer gesagt die Marsraumanzüge, zeigen eindeutig, woran Scott zuvor gearbeitet hat. Die Gummianzüge und der eiförmige Helm haben große Ähnlichkeit mit den Skaphandern aus Scotts „PROMETHEUS&#8220;-Film. Und da er gerade an „PROMETHEUS-2&#8243; arbeitete, liegt der Verdacht nahe, dass er sich hier von Seiten des Designs bedient hat. Schade! Ein wenig mehr Realismus in Bezug auf marsianische Gegebenheiten wären hier wünschenswert gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleiner Lacher, sagen wir lieber Schmunzler, am Ende des Films: Im Abspann wird die nächste Marsmission gestartet. Als ESA-Astronaut mit dabei: Ein Brite. Als ob Großbritannien sich intensiv mit bemannter Raumfahrt beschäftigen würde. Nun ja. Die Weltpremiere fand in London statt. Das ist dann vermutlich der Tribut an das britische Publikum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chinesen spielen eine große Rolle, die Russen gar keine Rolle in der Geschichte. Über Wunschdenken und Realitätsnähe soll aber hier nicht diskutiert werden. Es ist halt ein US-Film. Und es ist Sci-Fi! Ein modernes Märchen eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den handelnden Charakteren und Organisationen wurde einiges uminterpretiert. Trotzdem macht es einen riesigen Spaß, die betreffenden Personen in Aktion zu erleben. Dabei bekommt jeder sein Fett weg. Sei es das JPL, Mission Control oder die NASA selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frage: Warum müssen eigentlich Pressesprecherinnen, äh, Communication-Manager, immer langbeinig und blond sein …?!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich war es ein besonderes Highlight, als die Spezialisten der Pathfinder-Mission aus dem Jahre 1996 zusammen getrommelt werden. Alle sind garantiert längst im Ruhestand und alle sehen irgendwie wie Altachtundsechziger aus. Die Szene käme völlig ohne Worte aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Figur Mark Watney ist natürlich der absolute Hingucker. Wie er sein Videotagebuch führt und so dem Zuschauer, der qausi hinter dem Kameraauge sitzt, seine Welt erklärt, ist schon toll. Witz, Sarkasmus und der unbedingte Wille, sich mit seinem Schicksal nicht abzufinden, dass wird von Matt Damon hervorragend gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es wird musikalisch:</strong><br>Sonst manchmal etwas unbeachtet, spielt die Filmmusik doch eine große Rolle. Sie unterstreicht und verstärkt filmische Stimmungen. Scott konnte hier fast komplett auf Neukompositionen verzichten. Dank Mars-Commander Lewis! Wer das Buch nicht gelesen hat, dem sei erklärt: Watney plündert aus Gründen des Zeitvertreibs das Musikarchiv seiner Kommandantin, das auf dem Mars zurückgeblieben ist. Und die Dame ist nun mal Disco-Fan! Folgerichtig dröhnt Disco über die Weiten der Marslandschaft. Und ich habe im Kinosessel mit gewippt, als Watney unter der Klängen von ABBA seine Rückkehrkapsel ausschlachtet. „Waterloo, finally facing my Waterloo&#8230;“ Ja, das ging ab. Einfach lebensbejahend! Nur Stayin’ Alive von den Bee Gees, wie im Buch beschrieben, habe ich vermisst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassend:</strong><br>Trotz aller Nörgelei über Unvollkommenheiten in diesem Filmwerk ist festzustellen: Es ist eine tolle und spannende Geschichte. Und es ist vor allem eine gute Geschichte. Es ist eine Geschichte von Menschen, die einander helfen und sich nicht im Stich lassen. Es ist eine Geschichte, die uns etwas lehrt: Nie Aufgeben. Nie den Lebensmut verlieren. Nicht ins Schicksal ergeben, sondern an die Arbeit gehen. Symbolhaft dafür steht für mich die kleine Szene, in der Watney von einem Kruzifix Holzspäne abraspelt, um Feuer zu machen. Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.<br>Und der Filmabspann zeigt, dass es nicht das Ende der Geschichte ist, sondern dass es weiter geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin sehr gespannt auf die deutsche Synchronisation!<br>Einigen Veröffentlichungen im Netz zu Folge plant die 20th Century Fox den Film „Der Marsianer“ im kommenden Jahr möglicherweise auch als längeren „Directors Cut“ in einer 160 Minuten langen Fassung herauszubringen. Tatsache ist, dass Scott einige Szenen herausschneiden musste, um auf die gewünschte Spiellänge von 141 Minuten zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Preview der besonderen Art gab es im Weltraum auf der ISS. Exklusiv wurde der Film am Sonntag, dem 20. September 2015 dort gezeigt. Die Astronauten Scott Kelly und Kjell Lindgren twitterten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun hinein in die Kinos und hinauf auf den Mars!<br>Mark Watney lebt &#8230; offensichtlich! Und mit ihm der Marsfilm. Ich habe es selbst gesehen! Wirklich!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg340917#msg340917" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-marsianer-der-mars-film-lebt-noch/" data-wpel-link="internal">Der Marsianer. Der Mars-Film lebt noch!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
