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	<title>Tage der Raumfahrt &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Tage der Raumfahrt &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Das Ende einer Ära oder ein Aufbruch in eine neue Zeit &#8211; Die 40. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/40-tage-der-raumfahrt-in-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 16:32:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedanken zu den 40. Raumfahrttagen in Neubrandenburg im November 2025 Bilder: A. Weise; Quelle: Veranstaltungsbesuch. 40 mal „Raumfahrttage in Neubrandenburg“! Was für eine Leistung! Die Wurzeln dieser Veranstaltung reichen bis in das Ende der 1970er Jahre zurück. In die Zeit, in der der Flug von Sigmund Jähn eine Welle der Begeisterung für die Raumfahrt in [&#8230;]</p>
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<p><strong>Gedanken zu den 40. Raumfahrttagen in Neubrandenburg im November 2025</strong></p>



<p></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Bilder: A. Weise; Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p>40 mal „Raumfahrttage in Neubrandenburg“! Was für eine Leistung! Die Wurzeln dieser Veranstaltung reichen bis in das Ende der 1970er Jahre zurück. In die Zeit, in der der Flug von Sigmund Jähn eine Welle der Begeisterung für die Raumfahrt in der damaligen DDR auslöste. Nach der Wende entwickelten sich die „Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg“ zu einem Eldorado für Raumfahrtfans und Raumfahrtprofis, für Autogrammsammler und Briefmarkenfreunde. Nirgendwo sonst kamen so viele Kosmonauten und Astronauten regelmäßig zusammen. Legendär die Podiumsdiskussionen im Einstein-Gymnasium (mit der traditionell schlechten Akustik) oder die langen Abende, bzw. Nächte, an der Bar im ehemaligen Radisson Blue mit Dozenten und Raumfahrern. Raumfahrt buchstäblich zum Anfassen eben. Für viele waren die Raumfahrttage ein fester Bestandteil in der Jahresplanung und das Ganze dann ein richtig schönes großes Familientreffen, auf das man sich jedes Jahr freute. Möglich wurde das Alles durch ein eingeschworenes, aufopferungsvolles Team, was die Organisation immer im Griff hatte. Als Frontmann, Chef-Organisator bzw. als Gesicht der Veranstaltung fungierte, auch wenn er das nicht hören wollte, Uwe Schmaling. Mit seiner unnachahmlichen Einfühlsamkeit (die, die ihn kennen, wissen was hier gemeint ist.) hielt er den Laden zusammen und am Laufen. Aber auch Sponsoren, die nicht nur einmal, sondern über Jahre hinweg im Hintergrund die finanzielle Absicherung der Veranstaltung gewährleisteten, müssen hier Erwähnung finden. Denn ohne Moos nichts los.</p>



<p>Von der 40. Veranstaltung dieses Jahr sind mir einige persönliche Höhepunkte im Gedächtnis geblieben. Da war das Statement von Eugen Reichl in seinem Vortrag, dass es heute nur zwei wirkliche Raumfahrtnationen gibt: USA und China. Alles andere wäre nur „Hintergrundrauschen“. Armes Europa!</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2.webp" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Blick in die Glaskugel: Was wird in 30 Jahren sein? Links Volker Schmid (DLR), rechts Dr. Amelie Schoenenwald (ESA)." data-rl_caption="" title="Blick in die Glaskugel: Was wird in 30 Jahren sein? Links Volker Schmid (DLR), rechts Dr. Amelie Schoenenwald (ESA)." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-1024x768.webp" alt="" class="wp-image-149206" style="width:264px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-1024x768.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-300x225.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-768x576.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-1536x1152.webp 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild2-2048x1536.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in die Glaskugel: Was wird in 30 Jahren sein? <br>Links Volker Schmid (DLR), rechts Dr. Amelie Schoenenwald (ESA).</figcaption></figure>



<p>Bei der Podiumsdiskussion, unter anderem mit Reserveastronautin Dr. Amelie Schoenenwald (ESA) und Volker Schmid (DLR), wurde nach den persönlichen Plänen für die nächsten 30 Jahre gefragt. Man wolle gerne zur ISS oder zum Mond. Die Nachfrage, ob Europa in den nächsten 30 Jahren einen eigenen bemannten Zugang zum All haben werde, blieb unbeantwortet. Den letzten Vortrag bestritt traditionell Ulrich Köhler vom DLR in Adlershorf. Wie immer fesselte er sein Publikum mit dem was da draußen so los ist im All. Und er hätte noch eine Stunde drauf packen können, wenn, ja wenn man nicht zum Mittagessen gerufen hätte….</p>



<p>Ja das war‘s. Es hätte alles so schön weiterlaufen können und gerne wieder nächstes Jahr. Doch über die Jahre rückblickend gab es zwei einschneidende Ereignisse, die den geschichtlichen Verlauf dieser Veranstaltungsreihe beeinflussten: 2020 Corona und 2022 der Beginn des Ukraine-Krieges. Kontakte, speziell nach Russland, brachen sofort weg. Preise explodierten. Es wurde immer schwieriger, die Veranstaltung am Leben zu halten. Hinzu kamen, dass bei manchen Sponsoren das Geld nicht mehr so locker saß. Mit den verbliebenen, treuen Sponsoren wurde die Luft sehr dünn. Vor zwei Jahren sinnierten die Organisatoren bereits im internen Kreise, dass das die letzte Veranstaltung gewesen sein könnte. Dass man die 40 nun doch noch Voll gemacht hat, ist einer großen Kraftanstrengung aller Beteiligten zu danken.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4.webp" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Seit Jahren ein Hauptsponsor: Dr. Paul Jahn" data-rl_caption="" title="Seit Jahren ein Hauptsponsor: Dr. Paul Jahn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-1024x768.webp" alt="" class="wp-image-149210" style="width:267px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-1024x768.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-300x225.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-768x576.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-1536x1152.webp 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild4-2048x1536.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Seit Jahren ein Hauptsponsor: Dr. Paul Jahn</figcaption></figure>



<p>Während der Veranstaltung wurde offiziell bekannt gegeben, dass das die letzten Raumfahrttage in Neubrandenburg in der Form, wie man Sie kenne, gewesen seien. Einige schienen das schon vorab gewusst zu haben, denn beim traditionellen Tagesordnungspunkt „Grußwort der Kommune“ glänzten Stadt und Landkreis mit Abwesenheit, warum auch immer. Ob die Stadtväter eigentlich wissen, was sie an dieser Veranstaltung hatten, bzw. nun verloren haben? </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3.webp" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf Grund der Dankesreden an Ihn sehr gerührt: Organisator Uwe Schmaling" data-rl_caption="" title="Auf Grund der Dankesreden an Ihn sehr gerührt: Organisator Uwe Schmaling" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-1024x768.webp" alt="" class="wp-image-149211" style="width:267px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-1024x768.webp 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-300x225.webp 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-768x576.webp 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-1536x1152.webp 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/bild3-2048x1536.webp 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf Grund der Dankesreden an ihn sehr gerührt: <br>Organisator Uwe Schmaling</figcaption></figure>



<p>Hinzu kommt, dass die Organisatoren auch älter geworden sind. Ebenso das Publikum, was in den Jahren immer das Gleiche war. Man muss kritisch bemerken, dass es nicht gelungen ist, hier neue, jüngere Interessenten in größerer Anzahl zu begeistern, die dieser Veranstaltung eine zukunftsweisende Perspektive geben würden. Eine Staffelstabübergabe war nicht ersichtlich. Auch hat mich die Reaktion des Publikums bei der Verkündung des Endes etwas geärgert. Diese war fast gleich Null. Das war‘s und Tschüss? Vielleicht glauben manche, dass man sich trotzdem wieder aufrappelt und findet. Tot geglaubte leben länger. „Uwe wird’s schon richten.“ Ich selber bin diesmal nicht so optimistisch.</p>



<p>Fakt ist: Es muss sich was ändern. Ob und wie es weiter geht? Zu lesen wird das laut Eugen Reichl „irgendwann“ auf den Seiten von Raumfahrt Concret. Ich selber hoffe auf eine stärkere Kooperation mit der Stadt Neustrelitz, die ja auch DLR-Standort ist. Hier scheint noch ungehobenes Potential vorhanden zu sein. Man wird sehen, wie es sich entwickeln wird.</p>



<p><strong>Schön wäre ein neuer Aufbruch …und kein Ende</strong>!</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9030.msg578170#msg578170" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</a> <br></li>
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		<item>
		<title>Raumfahrt in der Zukunft – Ein Kurzgeschichten-Wettbewerb in zweiter Auflage</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-in-der-zukunft-ein-kurzgeschichten-wettbewerb-in-zweiter-auflage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2023 16:48:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt Concret]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Jahr zu den „Tagen der Raumfahrt“ in Neubrandenburg konnten die Gewinner eines Geschichten-Wettbewerbes zum Thema Raumfahrt vorgestellt werden. Nun gibt es dieses Jahr eine Neuauflage. Raumfahrer.net sprach mit dem Initiator Reinhold Glasl. Quelle: Interview Februar 2023. Raumfahrer.net (RN): Lieber Herr Glasl. Sie sind Organisator eines Geschichten-Wettbewerbes. Genauer gesagt geht es um Geschichten, die sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Letztes Jahr zu den „Tagen der Raumfahrt“ in Neubrandenburg konnten die Gewinner eines Geschichten-Wettbewerbes zum Thema Raumfahrt vorgestellt werden. Nun gibt es dieses Jahr eine Neuauflage. Raumfahrer.net sprach mit dem Initiator Reinhold Glasl.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Interview Februar 2023.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net (RN):</strong> Lieber Herr Glasl. Sie sind Organisator eines Geschichten-Wettbewerbes. Genauer gesagt geht es um Geschichten, die sich mit Raumfahrt und Zukunft beschäftigen. Kann man also sagen mit der Zukunft der Raumfahrt oder der Raumfahrt in der Zukunft?</p>



<p><strong>R. Glasl:</strong> Eher Raumfahrt in der Zukunft, denn die Zukunft der Raumfahrt ist meist ein Diskussionsthema ohne Ergebnis.</p>



<p><strong>RN: </strong>Der Wettbewerb findet im Rahmen der Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung statt. Welche Rolle spielen dabei die Fachzeitschrift Raumfahrt Concret und der Verein zur Förderung der Raumfahrt (VFR)?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong> </strong>Die Zeitschrift Raumfahrt Concret richtet seit Jahren die Nordischen Wochen der Raumfahrt und Weltraumforschung aus. Raumfahrt Concret bietet logistische Unterstützung. In diesem Rahmen findet der Geschichten-Wettbewerb statt. Die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Wettbewerbs wird vor den „Tagen der Raumfahrt“ in Rostock stattfinden.<br>Beim VFR (Verein zur Förderung der Raumfahrt) habe ich gute 10 Jahre die dortigen Literaturwettbewerbe geleitet und bin immer noch Juror. Diesen Science-Fiction-Kurzgeschichten-Wettbewerb beim VFR gibt es natürlich auch noch, hat aber mit diesem Wettbewerb nichts zu tun. Ich sehe das auch nicht als Konkurrenz.</p>



<p><strong>RN:</strong> Was ist ein Juror?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Ein Juror bewertet die Geschichten. Es gibt 5 Stück mit mir.</p>



<p><strong>RN:</strong> Aber es gibt noch weitere Unterstützer?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Ja, wobei je nach Verein und Möglichkeit die Beiträge verschieden sind. Das Wichtigste ist, gleich ob das große DLR oder z. B. eine Sternwarte, das Verteilen unserer Flyer. Also den Wettbewerb bekannt zu machen. Dabei hilft uns das DLR und die Deutsche Raumfahrtausstellung.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Glasl2RGlasl1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Grafik: R. Glasl)" data-rl_caption="" title="(Grafik: R. Glasl)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Glasl2RGlasl60.jpg" alt=""/></a></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Glasl3RGlasl1k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="(Grafik: R. Glasl)" data-rl_caption="" title="(Grafik: R. Glasl)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Glasl3RGlasl60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">(Grafiken: R. Glasl)</figcaption></figure>



<p><strong>RN:</strong> Das ist ja auch nicht der erste Wettbewerb dieser Art?</p>



<p><strong>R. Glasl:</strong> Der erste Wettbewerb fand 2022 statt und firmierte noch als „Zeitenwende“. Da war das Wort noch nicht durch die aktuelle Weltpolitik „besetzt“.<br>Der Geschichten-Wettbewerb zur Raumfahrt fand speziell in Mecklenburg-Vorpommern statt.<br>Wir hatten letztes Jahr 14 Teilnehmer. Also für das erste Mal eine beachtliche Anzahl an Einsendungen.<br>Es gab übrigens drei weibliche Sieger.</p>



<p><strong>RN:</strong> Zum aktuellen Wettbewerb. Wer kann sich am Wettbewerb beteiligen?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Beteiligen kann sich jeder, der/die sich als jung oder junggeblieben fühlt und eine Zukunftsvision zur Raumfahrt hat.</p>



<p><strong>RN: </strong>Wie lang sollte die Geschichte sein?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong> </strong>Maximal 15.000 Anschläge. Das sind in etwa vier DIN A4 Seiten.</p>



<p><strong>RN: </strong>Wann geht es los?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Formal starten wir am 1. März 2023</p>



<p><strong>RN: </strong>Wann ist Einsendeschluss?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Schluss ist am 1. August 2023 um Mitternacht.</p>



<p><strong>RN: </strong>Wer bewertet die Einsendungen? Gibt es eine Jury?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong> </strong>Die Jury setzt sich aktuell aus zwei Schriftstellern aus der Münchner Region, einem aus Berlin und einem aus Dresden sowie meiner Person (Schwaben) zusammen.</p>



<p><strong>RN: </strong>Gibt es auch was zu gewinnen?</p>



<p><strong><strong>R. Glasl:</strong></strong> Wie in 2022 wird es Raumfahrtbücher geben. Alle notwendigen Informationen finden sich auf unserem Flyer.</p>



<p><strong>RN:</strong> Bleibt uns nur noch viele interessante Einsendungen zu wünschen. Und vielleicht können wir hier die eine oder andere Geschichte auch einmal vorstellen.</p>



<p>Vielen Dank für das Gespräch.</p>



<p><em>Das Gespräch führte Andreas Weise für RN im Februar 2023.</em></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
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</ul>
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		<title>DLR_School_Labs sind Gewinner des Silbernen Meridians 2022</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr_school_labs-sind-gewinner-des-silbernen-meridians-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 16:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[DLR_School_Lab]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerlabor]]></category>
		<category><![CDATA[Silberner Meridian]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Laudatio auf den Preisträger des „Silbernen Meridian 2022“ hielt das Mitglied der Verleihungsinitiative Andreas Drexler. Diese geben wir im Folgenden wieder. Quelle: 37. Tage der Raumfahrt / Andreas Weise 5. November 2022. „Mit den derzeit 15 DLR_School_Labs – neun davon an Standorten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und sechs an kooperierenden Hochschulen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="die-laudatio-auf-den-preistrager-des-silbernen-meridian-2022-hielt-das-mitglied-der-verleihungsinitiative-andreas-drexler-diese-geben-wir-im-folgenden-wieder--974ef9cb-3d1e-4a2e-acc8-6c958ac8dd8f">Die Laudatio auf den Preisträger des „Silbernen Meridian 2022“ hielt das Mitglied der Verleihungsinitiative Andreas Drexler. Diese geben wir im Folgenden wieder.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: 37. Tage der Raumfahrt / Andreas Weise 5. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/aaameridian1bAWeise600.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure>



<p>„Mit den derzeit 15 DLR_School_Labs – neun davon an Standorten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und sechs an kooperierenden Hochschulen – wurden außerschulische Lernorte geschaffen, die nachweislich den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs fördern und damit einen Beitrag für die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Deutschland leisten.</p>



<p>Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgsrezepts dieser Schülerlabore sind die oftmals mit Fachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zusammen entwickelten und didaktisch gut aufbereiteten Experimente aus den Forschungsbereichen des DLR und der Hochschulen. Diese spannenden und authentischen Experimente vermitteln jedes Jahr rund 40.000 Schülerinnen und Schülern in den DLR_School_Labs einen Einblick in die faszinierende Welt der Forschung. Oftmals haben die Angebote einen direkten oder indirekten Bezug zu den besonders faszinierenden Forschungsgebieten Weltraum und Raumfahrt. Somit bedeutet hier „Faszination Wissenschaft“ eben auch „Faszination Raumfahrt“ – und umgekehrt!</p>



<p>Und diese Faszination wirkt: Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass die DLR_School_Labs bei sehr vielen Schülerinnen und Schülern ein großes Interesse an den behandelten Inhalten wecken und bei einigen sogar das Fächerwahlverhalten für die Oberstufe beeinflussen. Damit sind sie eine sehr gute Ergänzung zum Schulunterricht – was auch die Nachfrage belegt: Die DLR_School_Labs sind bis zu zwei Jahre im Voraus ausgebucht.&nbsp;Und die Erfolgsgeschichte geht weiter: Kommendes Jahr wird das 16. DLR_School_Lab eröffnet und über zwei weitere laufen bereits erste Gespräche.</p>



<p>Doch der Silberne Meridian geht nicht nur an „die“ DLR_School_Labs, sondern an „die Gemeinschaft“ der DLR_School_Labs und damit sind wir bei einem weiteren wesentlichen Erfolgskriterium der DLR_School_Labs: Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern! Von den Ehrenamtlichen über die Freiwilligendienstleistenden und den studentischen Aushilfen bis zu den für die Organisation und die Leitung zuständigen Personen – ohne deren große Begeisterung, außerordentlichem Engagement und ausgeprägten Kompetenzen wären die DLR_School_Labs bei Weitem nicht so erfolgreich. Hinzu kommt die kontinuierliche und enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen DLR_School_Labs. Kurzum: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leben „die Gemeinschaft der DLR_School_Labs“. Stellvertretend für „diese Gemeinschaft der DLR_School_Labs“ darf ich dem Leiter des DLR_School_Lab Neustrelitz, Albrecht Weidermann, den „Silbernen Meridian 2022“überreichen.“</p>



<p>Und so geschah es. Raumfahrer Net gratuliert und freut sich.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19511.msg539915#msg539915" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ehrungen</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg539916#msg539916" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr_school_labs-sind-gewinner-des-silbernen-meridians-2022/" data-wpel-link="internal">DLR_School_Labs sind Gewinner des Silbernen Meridians 2022</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neu im Kino: Alfons Zitterbacke</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neu-im-kino-alfons-zitterbacke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2019 17:19:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Gerst]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Kinderfilm mit „etwas“ Raumfahrt. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: X Verleih AG. Ob es ein Zufall war oder bewusstes Kalkül, ist nicht festzustellen. Tatsache ist, das ausgerechnet am Vorabend des Tages der Raumfahrt ein Kinderfilm in die deutschen Kinos kommt, der in gewisser Hinsicht auch etwas mit Raumfahrt zu tun hat. Es geht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Kinderfilm mit „etwas“ Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: X Verleih AG.</p>



<p>Ob es ein Zufall war oder bewusstes Kalkül, ist nicht festzustellen. Tatsache ist, das ausgerechnet am Vorabend des Tages der Raumfahrt ein Kinderfilm in die deutschen Kinos kommt, der in gewisser Hinsicht auch etwas mit Raumfahrt zu tun hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042019191930_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042019191930_small_1.jpg" alt="X Verleih AG" width="260"/></a><figcaption>
Flimplakat „Alfons Zitterbacke“ 
<br>
(Bild: X Verleih AG)
</figcaption></figure></div>



<p>Es geht um den Film „Alfons Zitterbacke“, dessen Kinostart auf den 11. April 2019 angesetzt ist. Nein, die Rede ist nicht von dem Ur-Alt-Kinder-Kinostreifen der DEFA aus dem Jahre 1965. Dieser angestaubte Film ist im Osten unseres Landes Kult. Hier zeigen sich wieder die unterschiedlichen Biographien der Bürger. Die meisten älteren Bewohner der fünf neuen Bundesländer werden sich sofort an den Klassiker nach den Kinderbüchern von Gerhard Holtz-Baumert erinnern. Unvergessen zum Beispiel das Kosmonauten-Training im Kettenkarussel oder das Kosmonauten-Essen aus der Tube in Form von Senf und Majonäse. Hingegen werden Alteingesessene in den Altbundesländern nur mit den Schultern zucken und fragen „Zitter…- Wer?“. </p>



<p>Die Geschichte ist einfach: Alfons hat große Pläne, schwimmt dabei auch manchmal gegen den Strom und erlebt dabei immer wieder diverse Pechsträhnen und Rückschläge. Damals wie heute. Nun war es offensichtlich Zeit, den Stoff in die Jetzt-Zeit zu adaptieren. Ob das gelungen ist, wird das Publikum entscheiden. </p>



<p>Die Neuverfilmung ist eine freche und witzige Komödie über Freundschaft, den Weltraum, Väter und Söhne und die besten Anleitungen zum Raketenbauen. </p>



<p>Ein Fluggeräte-Wettbewerb seiner Schule bietet Alfons endlich die Gelegenheit allen zu beweisen, was er kann. Gemeinsam mit Benni und seiner neuen Klassenkameradin Emilia plant Alfons eine Super-Rakete. Was nun folgt, ist ein mächtiger Knall und die Erkenntnis, dass Freunde viel wichtiger sind, als sich ständig beweisen zu müssen… </p>



<p>Die Besetzung lässt Gutes erahnen. Vor der Kamera stehen unter anderem Katharina Thalbach, Wolfgang Stumph, Bürger Lars Dietrich, Olaf Schubert und viele andere. </p>



<p>Als Spezial-Guest zu sehen ist unser Mann im All Alexander Gerst, der sich natürlich selbst spielt. Während Gersts zweiter ISS-Mission wurde extra eine Szene nur für diesen Film gedreht. In einer weiteren Gastrolle ist laut Pressetext Helmut Roßmann, der Alfons-Darsteller im DEFA-Klassiker aus den 60er Jahren, zu sehen. </p>



<p>Kurz: Es ist nicht der klassische Raumfahrtfilm. Es ist ein Kinderfilm, der einen gewissen Bezug zur Raumfahrt hat. Und es ist ein Film, der Kinder dazu anregen soll, zu träumen und anschließend für diese Träume zu kämpfen. Und vielleicht werden sie ja auch einmal Wirklichkeit. Und deshalb glaube ich, dass es nicht verkehrt ist, gerade hier diesen Film zu erwähnen. </p>



<p>Wir wünschen allen Beteiligten an diesem Film, dass er ein großer Erfolg wird. Also liebe Großeltern und Eltern: Seht  Euch den neuen Alfons Zitterbacke an! Es ist ein Spaß.     „Lebe Deinen Traum. Auch wenn die anderen sich nicht trauen…“ </p>



<p>Kinostart ist, wie gesagt, am 11. April 2019. Der Film ist im Verleih der X Verleih AG erschienen, über die wir freundlicherweise Presseinformationen bekommen haben. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4854.msg450383#msg450383" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt Filme und Dokumentationen</a> </li></ul>
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		<title>33. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/33-tage-der-raumfahrt-in-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 14:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mars 500]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[OHB]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[TdR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den Neubrandenburger Raumfahrttagen war 2017 einiges anders als sonst. Ein definitives Programm stand erst ganz kurzfristig vor Beginn der Veranstaltung fest, so dass die letztendliche Teilnehmerzahl etwas geringer war als in den vorhergehenden Jahren. Auch Tagesgäste waren nicht so viele anwesend. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Anlässlich der 100. Ausgabe von Raumfahrt Concret hatte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei den Neubrandenburger Raumfahrttagen war 2017 einiges anders als sonst. Ein definitives Programm stand erst ganz kurzfristig vor Beginn der Veranstaltung fest, so dass die letztendliche Teilnehmerzahl etwas geringer war als in den vorhergehenden Jahren. Auch Tagesgäste waren nicht so viele anwesend. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<p>Anlässlich der 100. Ausgabe von Raumfahrt Concret hatte man sich etwas Besonderes ausgedacht: Statt der sonst üblichen russischen, sowjetischen oder internationalen  (Ex-) Kosmonauten war dieses Mal eine Delegation aus China zu Besuch mit unter anderem dem Taikonauten Chen Dong und dem Direktor des chinesischen Astronautenzentrums Professor Bin Wu. </p>



<p>Das  brachte auch verschiedene Programmänderungen mit sich: Statt in Peenemünde fanden am Freitag einige Programmpunkte in Burg Stargard, 10  km entfernt von Neubrandenburg, statt. Nach einer Führung durch die Stargarder Burg mit kulturellem Rahmenprogramm und der Enthüllung einer Gedenkstele im Ort für den gebürtigen Burg Stargarder Carl Ludwig  Rümker, der im 19. Jahrhundert in Australien und Hamburg als Astronom  tätig gewesen war, gab es das Raumfahrtforum mit dem Schwerpunkt Mondforschung. Prof. Dieter Hermann ging zuerst auf die Bedeutung und  Verehrung des Mondes in verschiedenen Kulturen ein, beispielsweise auf die chinesische Mondgöttin Changwe und die ägyptische Mondgöttin Isis,  und erwähnte dann, dass es eigentlich unpraktisch ist, die Monate  tatsächlich nach den Mondphasen einzuteilen: ein synodischer Monat (die  Zeit von einer bis zur nächsten Mondphase) dauert genau 29 Tage, 12  Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Aus diesem Grund hat man sich für das Sonnenjahr entschieden. Auch wurde kurz auf Galileo Galilei  eingegangen, der als erster Gebirge auf dem Mond sah, auf die Mondkarte von Tobias Meyer und auf die Mondmissionen von Apollo und Luna. Nach  Carl Ludwig Rümker ist ein ehemaliger Vulkan auf dem Mond benannt: Mons  Rümker.  Dieser ehemalige Vulkan wird bei den geplanten unbemannten chinesischen Mondmissionen mit Probenahme das hauptsächliche Ziel sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC0783tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC0783tdr300.jpg" alt="Taikonaut Chen Dong in Neubrandenburg
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Taikonaut Chen Dong in Neubrandenburg <br>(Bild: privat) </figcaption></figure></div>



<p>Taikonaut Chen Dong bedankte sich anschließend für die Gastfreundschaft auf Burg Stargard und sprach tiefen Respekt aus für die astronomischen Leistungen von Carl Rümker, sprach dann einige Worte zur allgemeinen Bedeutung der Raumfahrt für die Erde und erwähnte die Zusammenarbeit von Deutschland und China: so hat der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits in China trainiert und schließt Chen Dong nicht aus, dass in der Zukunft ein deutscher Astronaut Mondstaub mit auf die Erde bringt. </p>



<p>Gan Yong hielt danach einen Vortrag zur chinesischen Raumfahrt mit besonderer Betonung der geplanten Mondaktivitäten. Diese wurden aber  auch in der Hauptveranstaltung am Samstag beschrieben.</p>



<p>Abends in Neubrandenburg fand die Fotosession mit dem Taikonauten statt. Auch dies war anders als in den vergangenen Jahren: Angekündigt war ein Gruppenfoto statt individueller Fotos, für einen höheren Preis als sonst, auch ist die Fotosession normalerweise am Samstag Nachmittag. Dies passte  aber nicht in den Zeitplan der chinesischen Delegation. Aufgrund der angekündigten veränderten Voraussetzungen hatten sich für die Fotosession weniger Leute angemeldet als sonst. Am Ende hat man sich doch für individuelle Fotos entschieden. Auch der durchschnittliche  Autogrammsammler kam diesmal mit einer schlechteren Ausbeute nach Hause  als sonst. Eine offizielle Autogrammstunde gab es nicht – wegen Kommunikationsproblemen, wie man sagte &#8211; , so dass sich einige Sammler damit begnügten, das Autogramm auf der offiziellen Fotowand abzufotografieren. </p>



<p>Die Hauptveranstaltung am Samstag wurde, da der Landrat nicht anwesend sein konnte, von Hauptsponsor Dr. Paul Jahn eröffnet. Er wusste zu würdigen, dass mit Chen Dong der jüngste Taikonaut in Neubrandenburg zu Besuch war, der zudem mit 33 Tagen Weltraumerfahrung die 33. Raumfahrttage bereichert. Bis heute waren 47 Astro- und Kosmonauten zu Gast in Neubrandenburg, und jetzt ein Taikonaut. Auch bedankte sich Jahn bei den anderen Sponsoren und den ehrenamtlichen Mitarbeitern, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Eberhard Rödel richtete danach Grüße von Kosmonaut Sigmund Jähn aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07788tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07788tdr300.jpg" alt="Mitglieder der chinesischen Delegation auf dem Podium
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Mitglieder der chinesischen Delegation auf dem Podium <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Aus der chinesischen Delegation kamen die ersten beiden Vorträge. Taikonaut Chen Dong berichtete von der allgemeinen Entwicklung der chinesischen bemannten Raumfahrt und von seiner eigenen Mission Shenzhou 11. Die chinesische bemannte Raumfahrt entwickelte sich in drei Phasen. Die erste Phase bestand aus den ersten bemannten Raumschiffen Shenzhou 5 mit einer Person und Shenzhou 6 mit zwei Personen. Die zweite Phase bestand aus Shenzhou 7, 9, 10 und 11 mit dem Erproben von Außenbordeinsätzen, Rendezvous- / Docking-Manövern und dem Starten und  kurzzeitig Betreiben eines Raumlabors. Als dritte Phase ist der Bau einer Raumstation für längere Zeit geplant. Hiermit hofft man, 2020  fertig zu sein. Chen Dongs eigener Flug, zusammen mit Jing Haipeng auf  Shenzhou 11 und Tiangong 2, gehört zur zweiten Phase. Nach dem Start am 16. Oktober 2016 dockte Shenzhou 11 zwei Tage später bei der Raumstation Tiangong 2 an. Nach 33 Tagen landeten die Taikonauten erfolgreich am  18. November 2016, genau ein Jahr vor den diesjährigen Raumfahrttagen, in der  Inneren Mongolei im Grasland von China. Selbst fand Chen Dong 33 Tage  viel zu kurz für einen Weltraumaufenthalt, aber der Raumflug wird ihm  für immer wie ein Stern in der Erinnerung bleiben. Er findet den Weltraum mysteriös und wundervoll, und auch die Macht und Großartigkeit des Alls sowie die Zerbrechlichkeit der Erde habe ihn beeindruckt. Die  Erde, so meinte er, solle es jedem wert sein, sie zu schützen. Was er über das Leben im Weltraum erzählte, hört man auch von den meisten anderen Astro- und Kosmonauten. Nachdem man im Orbit angekommen ist,  fühlt sich der Körper fiebrig an, und man bekommt Reisekrankheit. Die Flüssigkeit sammelt sich im Kopf, und man bekommt vorstehende Augen und ein geschwollenes Gesicht; dies sei ein unbequemes Gefühl, als ob man auf dem Kopf steht. Nach ein paar Stunden Schlaf fühlt man sich besser, und die Tage darauf muss man lernen, wie man sich im Weltraum bewegt. Am Anfang hat man eine schlechte Richtungskoordination und setzt zu viel oder zu wenig Kraft ein. Mit Hilfe seines Kollegen Jing Haipeng, der schon zum dritten Mal im Weltraum war, hat er sich aber daran gewöhnt. </p>



<p>Bei der Mission wurden insgesamt 38 Experimente durchgeführt, und man war, so Chen Dong, unter anderem Fahrer, der die Raumstation fliegt, Mechaniker, der die Raumstation unterhält, Arzt, der seine eigene Gesundheit und die des Kollegen überwacht, Bauer, der Pflanzen anbaut und Fütterer, der die Tiere an Bord pflegt. Jeder Tag in der Raumstation sei so mit Arbeit ausgefüllt. Auch seien einige Experimente für die Popularisierung der Raumfahrt gemacht worden. So konnten chinesische Schulen und Universitäten Experimente vorschlagen. Ein Experiment von  Studenten aus Hong Kong zum Züchten von Seidenraupen in der Schwerelosigkeit hatte zum Beispiel  das Ergebnis, dass Seide, die im Weltraum produziert wurde, stärker und stabiler ist als Seide von irdischen Seidenraupen. Dieses Experiment wird nicht nur als fördernd für die Wissenschaft gesehen, sondern auch für den chinesischen Nationalstolz: man könne damit den Grundstein für die Seidenstraße im Weltraum legen.</p>



<p>Internationale Kooperationen Chinas wurden auch erwähnt; so entwickelt man zusammen mit Frankreich einen Apparat, mit dem man Venen und Arterien besser unterscheiden kann. Außerdem nahmen die ESA-Astronauten Matthias Maurer (Deutschland) und Samantha Cristoforetti (Italien) zusammen mit 16 Taikonauten an einem Training auf See teil. Samantha  Cristoforetti war in der gleichen Crew wie Liu Wang und Chen Dong; über die Zusammenarbeit mit ihr meinte er, man hätte sich ohne viel verbale Kommunikation verstanden. </p>



<p>Die anschließende Fragerunde war recht kurz gehalten. Ähnlich wie bei den anderen größeren Raumfahrtnationen wurden auch in China die ersten Raumfahrer aus den Reihen von Piloten rekrutiert. Später werden hier  auch Wissenschaftler, Ärzte und Ingenieure hinzukommen. Fragen nach  einem eventuellen Nachfolger der heutigen Shenzhou-Kapsel wurden eher ausweichend beantwortet; man kann sich aber fragen, ob das an einer eventuellen Sprachbarriere lag. Die letzte Frage, nach eventuellen chinesischen Experimenten mit Akupunktur im All, wurde von Chen Dong für seinen Flug verneint, er schließe dies jedoch für die Zukunft nicht aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07840tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07840tdr300.jpg" alt="Gan Yong von der China National Space Administration (CNSA)
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Gan Yong von der China National Space Administration (CNSA) <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Gan Yong, Vizedirektor der China National Space Administration (CNSA), gab einen allgemeinen Überblick über die chinesische Raumfahrt. So ist der 24. April zum offiziellen chinesischen nationalen Raumfahrttag  ernannt worden, den Institutionen zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Auch wird alle fünf Jahre ein White Paper zur Raumfahrt veröffentlicht. China hat bereits vor 60 Jahren angefangen, Infrastruktur für Raumfahrt zu entwickeln, und arbeitet in der Raumfahrt nach den vier Leitlinien Innovation, Synergie, Frieden und Transparenz. Von ihren vier Startplätzen aus haben die Chinesen mit verschiedenen Typen der Long March – Rakete insgesamt 253 Starts absolviert, mit einer  Erfolgsquote von 94%. Fünf Mondmissionen sind vorläufig geplant, wovon drei schon absolviert worden sind. Im Oktober 2007 hatte Chang&#8217;e 1 und  im Oktober 2010 Chang&#8217;e 2 den Mond umrundet, im Dezember 2013 war  Chang&#8217;e 3 weich auf dem Mond gelandet. Für 2018 ist mit Chang&#8217;e-4 eine  Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes geplant; dies wäre dann  die historische erste Landung eines Raumfahrzeuges überhaupt dort. Auch hatte man im Oktober 2014 eine Testmission zur Vorbereitung der  ebenfalls 2018 geplante Mission Chang&#8217;e 5 mit Sample Return geflogen. Chang&#8217;e 4 wird aus zwei separat startenden Teilen bestehen: einem  Datenübertragungssatelliten und einem Lander mit Rover. Hierbei erwähnte er die internationale Zusammenarbeit, besonders die mit der DLR; so wird die Sonde Nutzlasten aus Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Saudi-Arabien an Bord haben. Längerfristig ist für 2023 eine Landung am Südpol des Mondes geplant, für 2024 eine zweite Sample Return Mission und für 2027  ein weiterer Flug zum Mondsüdpol. </p>



<p>Auch gibt es Pläne zur Erforschung des Mars und der Asteroiden und für Missionen zu anderen Planeten des Sonnensystems. Außerdem hat China ein eigenes Navigationssatellitensystem und verschiedene eigene Satelliten zur Erd- und Ozeanobservation, für die Telekommunikation und für die Forschung. Zusammenarbeit gibt es mit 35 Ländern, Raumfahrtagenturen und  internationalen Organisationen. Betont wurden nochmals das Abkommen von Premierminister Li und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2014 zur Zusammenarbeit in der Raumfahrt, und das CE-4-Abkommen 2017 zwischen der chinesischen Weltraumagentur  und der DLR. </p>



<p>Gefragt zur Mars Sample Return, erwähnte er, diese sei abhängig vom Gewicht der Nutzlast. Man ging erst davon aus, dass die Long March 5 – Rakete reichen könnte, und entwickelt für weitere Missionen den Super Heavy Carrier. Dieser steckt momentan noch in den Kinderschuhen, und man hofft, dass sich auch kommerzielle Firmen daran beteiligen können. Auch zum Monitoring und zur Entfernung von Weltraummüll hat man Konzepte,  unter anderem in Zusammenarbeit mit der ESA. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07853tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07853tdr300.jpg" alt="Dr. Fritz Merkle, OHB
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Dr. Fritz Merkle, OHB <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Dr. Fritz Merkle vom Vorstand von OHB Bremen, angekündigt als „das  Space-X Deutschlands“,  bedauerte es, dass dieses Jahr nicht so viele junge Leute anwesend waren wie sonst. In seinem interessanten Vortrag berichtete er vom Core Business von OHB: kommerzielle Satelliten für verschiedene Anwendungen. Besonders betonte er die Telekommunikations-  und Navigationssatelliten. So baute OHB den ersten geostationären  Kommunikationssatelliten „H36W-1“ für den spanischen Satellitenbetreiber Hispasat. Dies ist der erste Satellit, der die europoäische Small GEO-Plattform nutzt, welche OHB in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelt hat. Für Airbus Defense + Space baute OHB den Telekommunikationssatelliten EDRS-C, der mit dem EDRS (European Data Relay Satellite) – Laserkommunikationssystem arbeitet. Auch hat die DLR  den Heinrich-Hertz-Satelliten in Auftrag gegeben, der teilweise auch von der deutschen Bundeswehr genutzt wird, und das Electra Satellite Program. Letzteres arbeitet nicht mit chemischem Antrieb, wie die meisten Satelliten, sondern mit elektrischem Antrieb.  Xenon wird ionisiert und die Ionen werden durch Hochspannung beschleunigt. Die Austrittsgeschwindigkeit des Gases gibt einen höheren Impuls als chemische Treibstoffe. Dadurch hat der Satellit ein geringeres Gewicht und bekommt beispielsweise ein Satellit von 2-3 Tonnen die Übertragungskapazität eines heutigen Satelliten von 6-7 Tonnen. Den elektrischen Antrieben sagt er eine Zukunft voraus; sie könnten z.B. das  hochgiftige Hydrazin ersetzen. </p>



<p> Auf dem Gebiet der Navigationssatelliten ist OHB der Hauptkontraktor für den Entwurf und Bau von 34 Galileo-Satelliten für die EU-Kommission  und die ESA. Hiervon sind 14 schon im Weltraum. Das System besteht eigentlich aus Uhren, die alle hochgenau und synchronisiert sein müssen. Da gibt es einmal die Rubidium-Atomuhren und einmal die passiven  Wasserstoff-Maser. Diese gehen etwa 1 Nanosekunde am Tag falsch, sind  also extrem genau. Um Fremdeinwirkung auf diese Uhren zu vermeiden, aber  wohl selbst die Uhren beeinflussen zu können, gibt es &#8222;safety units&#8220; mit bestimmten Algorhythmen. Satelliten lassen sich durch Quantenkryptographie verschlüsseln; darin war China Vorreiter. Die Zukunft der Navigationssatelliten sieht Merkle im Dual Use: Nutzung für militärisch sowie zivile Zwecke.</p>



<p>Ebenfalls baut OHB optische Erdbeobachtungs- bzw. Aufklärungssatelliten: das SAR und SARah – System. Der Beitrag von OHB zur Wissenschaft war der Trace Gas Orbiter für ExoMars 2016. Bei ExoMars 2020 möchte man auf dem Mars einen Rover mit Bohrer aussetzen und Bodenproben nehmen, um eventuelle Aminosäuren als Hinweis auf Leben zu finden. OHB möchte dazu eine Mühle zum Zerkleinern der Bodenproben für die chemischen Analysen beisteuern, außerdem eine hochauflösende Kamera zum Suchen nach geeigneten Bohrstellen und einen Beitrag beim Raman Laser-Spektrometer. </p>



<p>Zum Thema Startraketen erwähnte er kurz die Ariane 6 als Alternative zu Long March und Space X. Zuletzt meinte er noch, dass er bei Kongressen viele junge Leute sieht und dass diese sich vor allem gerne Vorträge von Pionieren wie Elon Musk anhören. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07903tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07903tdr300.jpg" alt="Romain Charles in Neubrandenburg
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Romain Charles in Neubrandenburg <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Der nächste Vortragende, Romain Charles von MEDES, hatte zusammen mit fünf anderen Männern am Projekt Mars 500 teilgenommen. Ziel dieser  Simulation einer Marsreise war es, herauszufinden, ob der Mensch physisch und psychisch in der Lage ist,  520 Tage lang in einer Gruppe von sechs Personen ohne große Spannungen zusammenzuleben. Im Falle des Projektes Mars 500 war die Antwort Ja. Das Team bestand aus drei Russen, einem Italiener, dem Franzosen Charles und einem Chinesen. Beruflich waren es drei Ingenieure, ein Arzt und ein Wissenschaftler. Ursprünglich  ging das Projekt vom IMBP (Institut für Medizinische und Biologische Probleme) in Moskau aus, später kamen auch die ESA und das chinesische  Astronautenzentrum dazu. Der Simulationskomplex besteht aus einem  Wohnmodul mit einem Wohnzimmer, sechs Schlafzimmern, einem Control Room sowie einem Badezimmer und ist so groß wie ein Bus, außerdem gibt es  noch ein Modul für medizinische Untersuchungen, ein Arbeitsmodul und ein Marslandemodul, das für die simulierte Marslandung genutzt wurde. </p>



<p>Der hauptsächliche Job während der Mission waren die 105 wissenschaftlichen Experimente. Die meisten davon waren psychologischer Natur, zum Beispiel wollte man erforschen, ob die Simulation des Fliegens und Docking eines Raumschiffs auch nach langer Isolation möglich sei. Ein physiologisches Experiment beschäftigte sich mit der  Schmerztoleranz, und auch die Art und Menge der Nahrung wurde genau  vorgeschrieben. Das bedeutete zum Beispiel, dass man zu Weihnachten  Hackfleisch mit Broccoli gegessen hat. Acht Monate lang hatte das Team damit keine Probleme. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07915tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07915tdr300.jpg" alt="Training am Sojus-Simulator während Mars 500
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Training am Sojus-Simulator während Mars 500 <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Das Experiment begann am 3. Juni 2010. Zuerst war noch alles neu und probierte das Team alles aus. Im Laufe der Zeit schlich sich aber Routine ein, was Monotonie und Langeweile mit sich brachte. Deshalb wurden bewusst spezielle Anlässe genommen, zu feiern, wie zum Beispiel  Halloween, auch wenn dazu niemand aus seiner Heimat heraus einen Bezug  hatte. </p>



<p>Am 10. Dezember 2010 gab es auf einmal einen Stromausfall; das Licht und die Ventilation fielen aus, und es gab keine neue Luft und kein Wasser mehr. Das Missionskontrollzentrum teilte mit, man hatte einen Brand in der Stromzufuhr, man arbeite dran, aber man wisse noch nicht, wann das Problem gelöst sei. Dies war nach 24 Stunden der Fall. Im ersten Moment waren die Missionsteilnehmer über diese Situation verärgert; als sie  aber später darüber nachdachten, merkten sie, dass es ihnen etwas gebracht hatte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies eine  Simulation war; es gehörte auch zum Testprogramm, die Reaktion des Teams  auf  Gefahrensituationen zu testen. </p>



<p>Drei Wochen später war die geplante „Marslandung“, und es öffnete sich ein ganz neues Modul voll mit Essen und Geschenken von Freunden und Verwandten. Das war für die Missionsteilnehmer wie Ostern und Weihnachten auf einmal. Irgendwann musste dann aber weiter gearbeitet  werden, und drei der Teilnehmer haben eine Marslandung simuliert, wobei  auch dreimal zwei von ihnen einen zweistündigen Außenbordeinsatz im Raumanzug hatten, um zu sehen, was man auf der Marsoberfläche erkunden kann. Auf der „Rückreise“ zur Erde fühlte sich das Team ziemlich leer  und gelangweilt. Das lag daran, dass die Experimente, die man schon  öfter gemacht hatte, nochmal gemacht werden mussten, und dass auch das Essen wenig abwechslungsreich war. Zum Beispiel bestand die Auswahl an Schokoriegeln aus Mars, Nuts und Snickers, aber alle wollten Snickers. Drittens war die Kommunikation mit den Nächsten zuhause ein Problem. Da man auch die Zeitverzögerung simulierte, gab es kein Internet. Man konnte Berichte für Freunde und Familie an Mission Control schreiben, die es dann an die betreffenden Personen weiter schickten; jedoch waren  im August die meisten Verwandten und Freunde im Urlaub, und Charles bekam nur noch ein Drittel der Nachrichten, die er sonst bekommt. Schließlich und endlich hat man sich innerhalb des Teams immer wieder gegenseitig motiviert. Am 4. November 2011 war das Experiment beendet. Der größte Erfolg von Mars 500 war, dass sechs Leute nach 520 Tagen immer noch freundschaftlich miteinander umgehen können. Charles würde  wohl nochmal zum Mars gehen, aber dann nur für zwei Wochen und als  Commander. Mittlerweile ist Charles Crew Support Engineer im Europäischen Astronautenzentrum EAC in Köln, wo er die Astronauten bei ihren täglichen Aufgaben unterstützt. Das tut er in Köln sowie auch in Baikonur und bei der Landung von ESA-Astronauten in der kasachischen Steppe.</p>



<p>Seine Crew hatte nur aus Männern bestanden. Zu gemischten Crews meinte er, jedes Land habe sein eigenes Auswahlverfahren gehabt. Der europäische Aufruf war offen für Männer und Frauen. Nur 15 der Bewerbungen kamen von Frauen, und die letzte Frau kam nicht durch die  medizinische Prüfung. Auch wollten die Russen die Komplexität der Mannschaft nicht noch durch ein zweites Geschlecht erhöhen; mehrere Nationalitäten waren für ein erstes Experiment schon komplex genug. Für  den richtigen Marsflug müsse aber die Menschheit repräsentiert werden, und davon besteht die Hälfte aus Frauen. Nach Charles&#8216; eigener Meinung hängt der Erfolg einer Mission nicht vom Geschlecht oder von der  Orientierung der Teammitglieder ab; auch werde bei anderen Marsexperimenten sowieso mit gemischten Teams gearbeitet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC0792tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC0792tdr300.jpg" alt="Raumfahrtjournalist Chen Lan
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Raumfahrtjournalist Chen Lan <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Dass China auch kommerzielle Raumfahrt betreibt, berichtete Raumfahrtjournalist Chen Lan im darauf folgenden Vortrag. Chen Lan war übrigens derjenige, der den Begriff „Taikonaut“ für chinesische Raumfahrer geprägt hat. Er betonte noch einmal, dass er trotz der Namensgleichheit nicht mit dem Taikonauten Chen Dong verwandt ist;  vielleicht haben sie vor 500 Jahren gemeinsame Vorfahren gehabt. </p>



<p>China ist schon seit 1990 in der kommerziellen Raumfahrt aktiv, als China Great Wall Industry dem Staat Dienstleistungen angeboten hat: entweder Kommunikationssatelliten oder Piggyback-Satelliten. Seit 2007 sind noch acht Kommunikationssatelliten und zwei Remote  sensing-Satelliten gestartet worden. Erst als Reaktion auf Space X  fingen in China Start-Up-Unternehmen an, sich mit Raumfahrt zu beschäftigen und man merkte, dass private Unternehmen schneller auf  Marktentwicklungen reagieren können als die Regierung. Space X und Falcon 9 sind konkurrrenzfähiger als die herkömmlichen chinesischen  Raumfahrtsysteme. So haben sich auch in China Public Private Partnerships und ähnliches entwickelt, und es hat in großen Raumfahrtunternehmen kommerzielle Projekte wie CASC (Commercial Remote  Sensing Constellation) und CASIC gegeben sowie Start-ups, die auch aus  großen Unternehmen hervorgingen. Auch gibt es ein chinesisches internationales kommerzielles Aerospace Forum in Wuhan. Prominente Startup-Unternehmen auf dem Gebiet der Raketen sind zum Beispiel Landspace mit der relativ kleinen Feststoffrakete LS-1, Onespace mit der kleinen Rakete Messenger 1, Link Space und Dragon Drive. Auf dem Gebiet  der Kommunikationssatelliten sind hauptsächlich HEAD mit 24 Satelliten, OKW mit 64 Satelliten, Commsat mit 60 Satelliten und Xinwei mit 64  Satelliten aktiv, auf dem Gebiet von Remote Sensing und anderem Chang  Guang mit 128 Satelliten, Orbita mit drei Konstellationen von jeweils 34, 38 und 72 Satelliten und Spacety mit einer kleinen Satellitenplattform für Mikroschwerkraftsforschung. Finanziert werde diese Unternehmen von der Regierung, von privaten Investoren und vom  Kapitalmarkt. </p>



<p>Der Vortrag von Chen Lan war so spontan ins Programm mit hereingenommen  worden, dass er nicht auf dem Programmflyer erwähnt war. Deshalb war auch für die normalerweise stattfindende Podiumsdiskussion keine Zeit mehr. </p>



<p>Motto der Sonntagsvormittagsveranstaltung im Hotel am Ring war „Aktuelles aus der Raumfahrt“. In Anbetracht der ersten beiden Vortragsthemen kann man sich aber fragen, wie aktuell diese Informationen sind, handelte es sich bei beiden Vorträgen doch um historische Themen. Sergej Gerasjutin, Wissenschaftsjournalist aus  Moskau, hielt einen sehr daten- und faktenreichen Vortrag über die Geschichte von Baikonur. Der Bau des Kosmodroms fing 1955 an. Die meisten historischen Meilensteine der sowjetischen und russischen bemannten und unbemannten Raumfahrt ließ er Revue passieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07971tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07971tdr300.jpg" alt="Michael Tilgner
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Michael Tilgner <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Der zweite Vortrag, von Michael Tilgner aus Wedel, beschäftigte sich mit der Frage, ob Hermann Potočnik (Noordung) der Entdecker der Möglichkeit des geostationären Orbits ist. Er beschrieb diesen als erster 1928 in seinem Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums“. Arthur Clarke  brachte diesen Gedanken 1945 im Journal der BIS (British Interplanetary  Society) in einem Leserbrief vor: drei Satelliten, in einem Winkel von  jeweils 120 Grad zueinander,  könnten eine Fernseh- und  Mikrowellenabdeckung für den ganzen Planeten erreichen. </p>



<p>Um der Grundfrage des Vortrags noch einmal nachzugehen: 1920 veröffentlichte Konstantin Ziolkowski sein Buch „Beyond the Planet Earth“, in dem er auch schon von der Möglichkeit geostationärer  Satelliten schreibt. Da es hierzu aber keine deutsche Version gab, konnte Potočnik diese Information nicht kennen. 1928 erwähnte Johannes  Winkler in der Zeitschrift „Die Rakete“ auch die Möglichkeit des  geostationären Orbits, dies war aber nach der Veröffentlichung des Buches von Potočnik. Ebenfalls tat dies Willy Ley 1926 in einer Broschüre, und Max Valier in seinem Buch „Der Vorstoss in den Weltenraum“ von 1924. Die Idee des geostationären Orbits war also nicht von Potocnik, sondern von Max Valier. Auch wurde auf das Leben und Wirken Potočniks eingegangen. 1928 und 1929 war er bereits Mitglied im Verein der Raumschiffahrt, und hatte im Januar 1927 in einem Brief an den Oldenbourg-Verlag gefragt, wann mit dem Erscheinen des neuesten Buches von Max Valier zu rechnen sei. Potočnik hat sich also schon 1926  mit Raumfahrt beschäftigt. 1928 erschien sein Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums“, in dem er unter anderem auch Raumstationen beschreibt: ein Wohnrad im Weltraum, ähnlich wie Wernher von Braun und Stanley Kubrick, ausserdem ein Observatorium und ein Maschinenhaus.  Selbst Details vom Inneren dieser Station und über das Leben im Weltraum  werden in diesem Buch gezeigt. Am 27. August 1929 starb Potočnik in Wien im Alter von 37 Jahren an Tuberkulose und wurde auf dem  evangelischen Friedhof in Wien begraben. Da die Gebühren für sein Grab irgendwann nicht mehr weiter bezahlt worden sind, wurde es anderweitig vergeben. Dem slowenischen Heimatforscher Primož Premzl ist es zu verdanken, dass einige Meter von der Grabstelle entfernt 2014 eine  Gedenkstelle für Potočnik eingeweiht wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC08003tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC08003tdr300.jpg" alt="Planetengeologe Ulrich Köhler
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Planetengeologe Ulrich Köhler <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p>Abgeschlossen wurde die Veranstaltung, fast schon traditionsgemäß, tatsächlich mit Neuigkeiten aus der Raumfahrt: Ulrich Köhler vom DLR in Berlin berichtete von den letzten Stunden der Cassini-Mission und gab einen Ausblick auf die zukünftigen Geschehnisse im äußeren Sonnensystem.  Am 15. September 2017 wurde Cassini, nachdem sie 13 Jahre lang  Ergebnisse geliefert hatte, in die Saturnatmosphäre gesteuert, um dort zu verglühen. Sie hatte zu wenig Treibstoff übrig und man wollte sie  nicht steuerlos im Saturnorbit lassen. Sonst könnte sie nämlich vielleicht auf einen der Monde stürzen und ihn mit irdischen Mikroben verseuchen. Nach einigen allgemeinen Informationen zum Saturn und seinen Monden benannte Köhler die Höhepunkte und einige statistische Daten der Cassini-Mission. Auch zeigte er einige der zahlreichen Bilder, die  Cassini zur Erde geschickt hatte. So hat Mimas zum Beispiel den  Spitznamen „Todesstern“, weil er dem Todesstern aus den Star Wars-Filmen  verblüffend ähnlich sieht. Enceladus wird gesehen als Mond, auf dem  sich eventuell Leben entwickeln könnte. Insgesamt gibt es von der Cassini-Mission noch viele Ergebnisse auszuwerten. </p>



<p>Soviel zum Inhaltlichen der Veranstaltung. Das Programm war teilweise hochkarätig, teilweise hatte man jedoch den Eindruck, nicht viel Neues  zu hören. Auch die direkte Ansprechbarkeit der Stargäste, durch die sich die Neubrandenburger Raumfahrttage sonst von ähnlichen Veranstaltungen positiv unterscheiden, gab es bei dieser Veranstaltung nicht. Das kann aber auch an der Sprachbarriere zwischen den  chinesischen Gästen und den anderen Konferenzteilnehmern liegen, oder am Zeitplan der chinesischen Delegation. Dass diese überhaupt den Weg nach Neubrandenburg gefunden hat, so Tagungsleiterin Jacqueline Myrrhe beim Abendessen am Samstag, sei der Hartnäckigkeit ihres Kollegen Uwe Schmaling zu verdanken. Jedoch wurde auch kein sehr grosses Geheimnis daraus gemacht, dass so eine Veranstaltung Geld kostet, das auch irgendwo her kommen muss: nicht nur im Vorfeld auf der Website von  Raumfahrt Concret, sondern auch während der Veranstaltung selbst hat es  Spendenaufrufe gegeben. Auch war, wie schon eingangs erwähnt, das Programm erst ziemlich kurzfristig definitiv, so dass weniger Gäste als die letzten Jahre anwesend waren. Und selbst von denen kannte man schon den größten Teil, und die Stimmung war nicht ganz so gut wie sonst. </p>



<p>Fazit: Vor allem wenn man von weit kommt, überlegt man sich vielleicht –  vor allem wegen der nicht optimalen Planbarkeit des Programms &#8211; nächstes Mal zweimal, ob man wieder an dieser Veranstaltung teilnimmt. Und wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich die Vorträge anschauen auf <a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.spacelivecast.de</a> .  </p>



<p><strong>Die Aufzeichnung des Webcasts von spacelivecast.de</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://spacelivecast.de/myportal/2017/11/33-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-17-11-19-11-2017/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">http://spacelivecast.de/2017/11/33-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-17-11-19-11-2017/</a> </li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9030.msg401990#msg401990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</a>                        
</li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseite:</strong>  <a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.spacelivecast.de</a>  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>32. Tage der Raumfahrt &#8211; Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/32-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2016 12:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“Neubrandenburger Tage der Raumfahrt” ist schon seit der DDR-Zeit ein Begriff, aber mittlerweile könnte man die Veranstaltung auch “Mecklenburger Tage der Raumfahrt” nennen. Sie zieht immer größere Kreise und erstreckt sich über immer mehr Tage, dieses Jahr hat die Initiative 2000plus vom 11. bis zum 20. November Veranstaltungen in Rostock, Greifswald, Neustrelitz, Peenemünde und Neubrandenburg [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">“Neubrandenburger Tage der Raumfahrt” ist schon seit der DDR-Zeit ein Begriff, aber mittlerweile könnte man die Veranstaltung auch “Mecklenburger Tage der Raumfahrt” nennen. Sie zieht immer größere Kreise und erstreckt sich über immer mehr Tage, dieses Jahr hat die Initiative 2000plus vom 11. bis zum 20. November Veranstaltungen in Rostock, Greifswald, Neustrelitz, Peenemünde und Neubrandenburg organisiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<p>In Rostock hielt ESA-Astronaut Thomas Reiter einen Vortrag, für die anderen Orte war schon Monate zuvor Nikolai Budarin eingeladen. Außerdem war im Vorfeld der Veranstaltung ein eventueller “Überraschungsgast” angekündigt. Erst eine knappe Woche vorher wurde bekannt, dass er auch kommen könne: Interkosmos-Kosmonaut Arnaldo Tamayo Mendez aus Kuba nahm an den Veranstaltungen in Greifswald, Neustrelitz, Peenemünde und Neubrandenburg teil.</p>



<p>Der öffentliche Wissenschaftsabend am Donnerstag im Kulturquartier Neustrelitz war recht gut besucht. Dort wurden drei Vorträge gehalten. Nikolai Budarin, Arnaldo Tamayo Mendez, Jody Singer (NASA) und Prof. Dr. Dieter Hermann hielten Vorträge. Budarin erzählte von seinen Erfahrungen während seinen drei Weltraummissionen STS-71 / MIR-19 / Sojus TM-21, Sojus TM-27 / Mir-25 und STS-113 / ISS-06 / Sojus TMA-01. Zweimal war er mit einem Shuttle gestartet, einmal mit einer Sojus; alle drei Male war er mit einer Sojus gelandet. Bei seiner ersten Mission 1995 hat die Atlantis an die Raumstation MIR angedockt, um ihn zusammen mit seinem Kollegen Anatoli Solovjov dort abzusetzen. Dies war das erste Mal seit zwanzig Jahren, dass wieder ein amerikanisches an ein russisches Raumfahrzeug andockte. Selbst verbrachte er 75 Tage auf der MIR. Dort machte er nicht nur Experimente, sondern absolvierte auch zusammen mit seinem Kollegen Anatoli Solojov drei Außenbordeinsätze. Hierbei wurden unter anderem neue Geräte für das Radiospektrometer montiert, die Sonnenbatterien repariert und das Verhalten verschiedener Materialien bei Weltraumbedingungen untersucht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/budarin_260.jpg" alt="" width="260" height="390"/><figcaption>Kosmonaut Nikolai Budarin in Neustrelitz. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Budarins zweite Mission im Jahre 1998 dauerte 207 Tage. Zusammen mit seinem kasachischen Kommandanten Talgat Musabajew und dem französischen ESA-Astronauten Leopold Eyharts startete er von Baikonur aus mit einer Sojus. Musabajev, Budarin und US-Astronaut Andy Thomas wurden die 25. Stammcrew der MIR. Insgesamt gab es während dieser Mission fünf Ausstiege. Bei einer früheren MIR-Mission hatte ein Progress-Transporter die Sonnensegel der MIR beschädigt, deshalb galten alle fünf Ausstiege der Reparatur dieser Sonnensegel. Sogar die Entscheidung, ob die Shuttle-Mission STS-91 geflogen werden dürfe, hing ab vom Zustand der Sonnensegel. Beim letzten Ausstieg hielt sich Kommandant Musabajev mit den Füßen fixiert an der Station und hielt seinerseits Budarins Füße fest, damit dieser die zwei Hälften der Sonnensegel aneinander befestigen und festschrauben konnte. Als das geklappt hatte, kam vom Bodenkontrollzentrum die Nachricht, es sei ein Fehler im Bedienungsmodul aufgetreten, die Kosmonauten sollen also sofort in die Station zurückkehren. Innerhalb von rekordverdächtigen 20 Minuten kamen die Kosmonauten in die Luftschleuse, zogen ihre Raumanzüge aus und bewegten sich in die Station. Darauf konnte STS-91, die letzte Shuttle-MIR-Mission, andocken. Damit war Budarin sowohl beim ersten als auch beim letzten Shuttle-MIR-Flug mit dabei.</p>



<p>Sein dritter und letzter Flug war STS-113 im November 2002 zur Internationalen Raumstation. Dort war er zusammen mit Don Pettit und Ken Bowersox Mitglied der sechsten ISS-Stammbesatzung und für das russische ISS-Segment verantwortlich. Eigentlich war geplant, dass er 165 Tage im Weltraum bleiben und mit einem Shuttle zurückkehren sollte. Am 1. Februar 2003 verglühte aber die Raumfähre Columbia bei der Landung des Fluges STS-107, wobei alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Für die ISS-Besatzung war dies ein großer Schock, und sie war bereit, so lange wie möglich auf der ISS zu bleiben. Da jetzt vorläufig alle Shuttle-Flüge gestrichen waren, beschloss man, dass die ISS-06-Besatzung mit der Sojus TMA-01 landen sollte. Für Budarin war es die dritte Sojus-Landung, für seine amerikanischen Kollegen die erste. Budarin wurde also zum Kommandanten berufen. Während der Landung trat im System ein Fehler auf, und es wurde beschlossen, dass man nicht automatisch, sondern ballistisch landen würde. Bei einer solchen Landung dreht sich die Landekapsel plötzlich um ihre eigene Achse, und man fällt steiler, was zur Folge hat, dass man einer Belastung von 9 g (neunmal der Erdbeschleunigung) ausgesetzt ist, während das bei einer gesteuerten Landung nur 4 g sind. Bei einer derart hohen Beschleunigung bekommt man Atembeschwerden. Selbst das Öffnen des Fallschirms ist dann noch eine Überbelastung. Auch war die Kapsel auf der Seite und 470 km vom geplanten Landeplatz gelandet, und man hatte den Funkkontakt zum Flugzeug und zum Kontrollzentrum verloren. Nach dreißig Minuten sind die Kosmonauten aus der Kapsel herausgekrochen und waren so geschwächt, dass sie nicht auf den Beinen stehen konnten und im Liegen die Signalraketen für die Rettungsflugzeuge abgeschossen haben. Diese haben sie dann eher zufällig entdeckt.</p>



<p>Gerne wäre Budarin noch ein viertes Mal geflogen, das klappte aber nicht, weil er sich mit einem Arzt nicht so gut verstand. Trotzdem ist die 4 für Budarin eine magische Zahl: insgesamt war er 444 Tage im All, hat 8 (also zweimal 4) Außenbordeinsätze gemacht und war 44 Stunden im freien Kosmos. Außerdem war er am 4. Mai von seiner letzten Mission zurückgekehrt, hat am 4. April sein zweites Enkelkind Geburtstag und ist er 2007 für 4 Jahre in die russische Duma gewählt worden. Die wertvollste Erfahrung von seinen Raumflügen findet er den Blick auf die Erde aus dem Weltraum.</p>



<p>Der Vortrag des Kubaners Tamayo Mendez hätte genauso vor 30 Jahren gehalten werden können. Er las seinen Vortrag größtenteils vom Blatt ab. Parallel dazu lief ein Film von seinem Training und seiner Mission. Eine große Ehre fand er es, zu dieser Konferenz eingeladen zu sein, und grüßte von den Wissenschaftlern aus seinem Land und vom kubanischen Volk. Auch erhob er ein Lob auf die kubanische Regierung, das kubanische Wissenschaftsministerium, die kubanischen Universitäten und die Akademie der Wissenschaften. 1967 haben sich die Akademien der Wissenschaften verschiedener Länder auf internationale Zusammenarbeit in der Weltraumforschung geeinigt, woraus 1970 das Interkosmos-Programm entstand. Hierin war Kuba in fünf Arbeitsgruppen vertreten. 1976 wurde die erste Interkosmos-Kosmonautengruppe selektiert. Mendez gehörte, zusammen mit Kosmonauten aus Bulgarien, Ungarn, der Mongolei und Vietnam, zur zweiten Gruppe. Aus allen Interkosmos-Staaten waren 41 Kandidaten in der engeren Auswahl. Jedes Land sollte zwei Kandidaten stellen, die vorzugsweise Piloten sein sollten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mendez_260.jpg" alt="" width="260" height="390"/><figcaption>Arnaldo Tamayo Mendez aus Kuba. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Für Kuba sind am Ende Jose Armando Lopez Falcon und Arnaldo Tamayo Mendez übrig geblieben. Vom März 1978 bis September 1980 absolvierten zwei Crews – Jewgeni Krunov und Jose Armando Lopez Falcon sowie Juri Romanenko und Arnaldo Tamayo Mendez – ein komplettes Vorbereitungsprogramm. 48 Stunden vor dem Start schließlich beschloss die Sowjet-Regierungskommission, welche Crew starten würde, und entschied sich für die Crew von Romanenko und Tamayo Mendez, die am 19. September 1980 mit Sojus 38 an die Raumstation Saljut 6 andockten. Insgesamt wurden während der einwöchigen Mission 27 Experimente durchgeführt, unter anderem zum Zuckerkristallwachstum und psychosoziale Untersuchungen zur Auswirkung der Schwerelosigkeit auf den Menschen. Selbst empfand er den Kosmos als ein unfreundliches Medium, in dem die Schwerkraft der Erde fehlt. Man leidet anfangs unter Appetitlosigkeit, Schwindelgefühlen und anderen unschönen Empfindungen, bis sich der Organismus an die Schwerelosigkeit gewöhnt. Was er wohl phantastisch fand, war die schnelle Beschleunigung zur ersten kosmischen Geschwindigkeit mitzuerleben und in dieser Geschwindigkeit innerhalb von 90 Minuten die Erde zu umrunden, in denen man jeweils einen Tag-Nacht-Wechsel sieht. Da wird einem bewusst, dass die Erde gegen alle Versuche, sie zu zerstören, verteidigt werden muss. Auch die politische Bedeutung seiner Weltraummission war ihm klar: das kleine, unbedeutende Kuba ohne irgendwelche Weltraumerfahrung hat es als erstes lateinamerikanisches Land in den Kosmos geschafft. Zu guter Letzt bedankte er sich nochmal bei der Organisation der Veranstaltung für die Gastfreundschaft und erwähnte, dass es zwischen Deutschland und Kuba politische und Handelsbeziehungen gibt und dass auch viele deutsche Touristen Kuba besuchen.</p>



<p>Der dritte Vortrag, von Prof. Dr. Dieter Hermann, handelte von Antimaterie, die er anhand des Bohrschen Atom-und Elektronenmodells erklärte.</p>



<p>Auch eingeladen war das Ehepaar Jody und Chris Singer von der NASA. Jody Singer, Vize-Direktorin des Marshall Spaceflight Center in Huntsville, Alabama, USA, hatte vom Boden aus an einer von Budarins Missionen mitgearbeitet und arbeitet jetzt im ISS-Programm und im Space Launch System (SLS)-Programm. Ihr Vortrag behandelte die Möglichkeiten, mit dem SLS / Orion – System zum Mars zu fliegen. In den letzten 50 Jahren hat es 40 unbemannte Missionen zum Mars gegeben. Bei jeder dieser Missionen gewinnt man neue Erkenntnisse, die man für eine bemannte Marsmission verwenden kann. Momentan sind Rover auf dem Mars, und es gibt Kooperationen mit Europa und Indien.</p>



<p>Für die Zukunft ist das SLS-System als einziges System in der Lage, Menschen ins tiefe Weltall zu senden. Es kann eine Nutzlast von 30 Tonnen mitnehmen – das ist für eine bemannte Mission nötig – und auch auf der Marsoberfläche landen. Bis jetzt hatten die Marsmissionen eine Nutzlast von 1 Tonne. Vom Space Shuttle-System hat das SLS-System die Feststoffraketen und die RS-25-Triebwerke übernommen. Davon sind vom Shuttle-Programm noch 15 Exemplare übrig. Das SLS-System hat vier Triebwerke, die Shuttles hatten jeweils drei. Beim Shuttle wurden diese mehrfach verwendet, beim SLS-System einmal. Nutzlasten, die das SLS mitnehmen kann, können je weiter sich das Programm entwickelt, Größen haben zwischen 400 und 1.800 m3. Für Januar 2018 ist die EM-1-Mission zum Mond geplant. Eine bemannte Mission zum Mars wird für 2030 anvisiert, und Singer wünscht sich, dass – analog dem “Selfie”, das der Marsrover Curiosity im Januar 2015 gemacht hat – 2030 die Menschen auf dem Mars auch ein Selfie zur Erde schicken.</p>



<p>Am Freitag fand wieder die traditionelle Peenemündefahrt statt. Vormittags bestand die Möglichkeit, das Museum im ehemaligen Kraftwerk zu besuchen oder an einer Führung entlang der Prüfstände teilzunehmen. Nachmittags fand eine Vortragsveranstaltung statt, in der die beiden Raumfahrer und Jody Singer Vorträge hielten, die inhaltlich denen in Neustrelitz analog waren. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahm außerdem noch Matthias Maurer vom EAC Köln teil.</p>



<p>Ein Thema, das zur Sprache kam, war der Anteil von Frauen in den verschiedenen Astronautengruppen. Bei der ESA sind 15% der Bewerber weiblich, und entsprechend war unter den sechs Astronauten der neuesten Gruppe eine Frau dabei. Bei der NASA ist der Prozentsatz an Frauen höher. Tamayo Mendez meinte dazu, der Weltraum sei – sowohl für Frauen als auch für Männer &#8211; eine feindliche Umgebung für den menschlichen Organismus. Unter anderem geht bei einem Raumflug Muskelmasse verloren, und es gebe Reproduktionsprobleme. Es bringe nichts, einen Menschen in den Weltraum zu bringen, wenn er krank zurückkäme. Auch sei es ein Scheitern, wenn man einen Menschen zum Mars bringt, er es aber nicht zurück schaffe. Das alles sei keine Diskriminierung, vielmehr “möchte man die Schönheit der Frau bewahren”. Jody Singer wusste zu berichten, dass 21% der Frauen in STEM- (MINT-) Berufen arbeiten. Wieso das nicht mehr sind, erklärt sie sich mit dem eventuellen Fehlen von Rollenvorbildern. Auch plädiert sie für frühzeitige Information und Karriereberatung. Selbst sieht sie ein potentielles Rollenvorbild in Astronautin Peggy Whitson, die momentan an Bord der ISS ist. Diese kann nicht nur alles, was für den Beruf der Astronautin nötig ist, sondern hat auch Führungsqualitäten. Auch sieht Singer keine Diskriminierung in der Arbeitswelt, wohl bedürfe es harter Arbeit, sein Ziel zu erreichen. Selbst hatte sie viele – sowohl männliche als weibliche – Rollenvorbilder, die für sie und ihre Karriere Weichen gestellt haben.</p>



<p>Ein anderes Thema der Diskussion waren eventuelle Folgeschäden der Schwerelosigkeit für Raumfahrer. Tamayo Mendez gab an, von seiner kurzen Mission habe er keine Schäden davon getragen. Nach längeren Missionen könne sich aber &#8211; auf jeden Fall sozial – die Persönlichkeit verändern. Ihn selbst kannte vor seinem Flug nur sein eigener Bekanntenkreis. Hinterher konnte er in Kuba kaum noch unbehelligt auf die Straße gehen, weil jeder ihn erkannte. Budarin fühlte, dass sich nach seinem Flug sein Körper verändert hatte. Dies war unabhängig von der Dauer der Mission. Trotz Trainings bauen sich die Muskeln und Knochen ab, und man wird schwächer. Auch wird der Blutkreislauf beeinflusst, da das Blut bei Schwerelosigkeit vorzugsweise in den oberen Körperregionen zirkuliert. Der Körper gewöhnt sich an die Schwerelosigkeit, also muss man direkt nach der Rückkehr auf die Erde meistens von der Sojus in den Hubschrauber getragen werden, weil einem beim Versuch, in der Senkrechte zu stehen und zu laufen, schwindelig werden kann. Die Zeit, die nötig ist, um sich wieder an irdische Bedingungen zu gewöhnen, wird subjektiv von Astro- und Kosmonauten als 10 bis 14 Tage angegeben. Objektiv betrachtet ist dies aber genau die gleiche Zeit, die der Raumflug gedauert hat. Die ESA empfiehlt ihren Astronauten nach Langzeitmissionen eine Rehabilitationszeit von 21 Tagen. Danach dürfen sie wieder Auto fahren. Nach vier Jahren dürfen sie wieder eine Langzeitmission fliegen. Ein nicht reversibler Folgeschaden längerer Schwerelosigkeit ist die Veränderung der Sehkraft. Das ist eine Folge der Fluid Shift. Es entsteht ein Druck auf den Sehnerv, der dadurch geschädigt wird. Deshalb messen die ISS-Besatzungen regelmäßig ihren Augeninnendruck.</p>



<p>Die Hauptveranstaltung am Samstag fand dieses Jahr nicht, wie sonst, im Gymnasium statt, sondern in der Neubrandenburger Hochschule. Nach den obligatorischen Grußworten hielt Jody Singer auch hier wieder ihren Vortrag. Danach berichtete Matthias Maurer vom EAC Köln über die irdischen Trainingsprogramme CAVES, NEEMO und LUNA, mit denen Astronauten auf Missionen zum Mond oder Mars vorbereitet werden können. Beim CAVES-Training war dieses Mal auch ein Taikonaut dabei. CAVES ist ein Training in Höhlen, bei dem die Teilnehmer nicht nur Berg steigen und sich im Wasser bewegen, sondern sich auch durch enge Höhlen schlängeln. Das Training zielt stark auf Teamwork ab, wobei die einzelnen Teammitglieder verschiedene Aufgaben bekommen. Am ersten Tag gibt es eine Essensprobe. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem CAVES-Programm verspricht man sich aus der Suche nach und in situ Konservierung von Lebewesen. Dieses kann zukünftig auch bei der Forschung nach Leben auf anderen Planeten angewandt werden. Auch werden die Höhlen kartiert und ist das Programm sowieso, wie die Raumfahrt, ein Vordringen in unbekanntes Territorium. Den Aufenthalt von Astronauten in Höhlen – auf den ersten Blick eher ungewöhnlich – kann man auch als Vorbereitung auf künftige Mondmissionen sehen. Durch den Vulkanismus, der früher auf dem Mond herrschte, haben sich dort Lavahöhlen gebildet. Diese könnten die Astronauten bei bemannten Mondmissionen vor kosmischer Strahlung schützen.</p>



<p>NEMOO ist ein Forschungsprogramm unter Wasser, bei dem sechs Versuchspersonen 16 Tage unter Wasser in einem Habitat bei Florida verbringen. Dies dient der Simulation der bemannten Mission zum Mars. An diesem Training hatte Maurer selbst teilgenommen, zusammen mit den NASA-Astronauten Megan McArthur und Reid Wiseman und noch drei anderen Wissenschaftlern. Es ist eine Kombination aus IVAs (intravehicular activities) und EVAs (extravehicular activities), also hatten die Teilnehmer im Vorfeld ein Tauchtraining zu absolvieren. Während des Unterwasseraufenthaltes selbst, in einer Tiefe von 30 m, waren Tauchgänge von 4 bis 5 Stunden zu absolvieren, was zur Sättigung der Lungen mit Sauerstoff führen kann. NEEMO wird dann auch als Analoge gesehen zu einer “Verbannung auf einen anderen Planeten, den man nicht ohne Lebensgefahr verlassen kann”. Außerdem wurde unter Wasser erforscht, welche Korallen in welcher Tiefe wachsen, so dass man auf abgestorbenen Riffen Korallen wieder “anpflanzen” kann. Ebenfalls wurde, wie auf der ISS, bei NEEMO DNA-Sequenzierung durchgeführt. Um die Effizienz der Arbeit auf der ISS zu steigern, wurden außerdem neue Methoden zum Ein- und Auspacken und Verstauen von Material ausprobiert sowie das mobiPV getestet, ein kleines Gerät mit Kamera, mit dessen Hilfe die Wissenschaftler unter Wasser (und später im Weltraum) mit denen auf der Erde kommunizieren können. Nach 16 Tagen werden die NEEMO-Missionen beendet, da sonst aufgrund des höheren Drucks unter Wasser Übersättigung droht.</p>



<p>Als drittes Programm stellte Maurer LUNA vor. Die ESA hatte den Wunsch nach einer Testplattform, um Missionen zu Mond und Mars simulieren zu können. Diese Plattform wird in Köln zwischen dem EAC und dem Envihab gebaut werden. Unter einem kuppelförmigen Dach wird aus Regolith eine 900 m2 große Oberfläche mit variablen Lichtkonditionen für das Simulieren von Außentätigkeiten entstehen. Daneben werden Habitate gebaut mit Arbeitsräumen, einer Schleuse für Ausrüstung und einer Schleuse für die Besatzung. Man wird verschiedene Habitat-Module aneinander bauen können. Die Energieversorgung wird mittels Sonnenenergie geschehen. Man wird Ausrüstung und Werkzeuge im staubigen Umfeld messen können sowie ISRU (in-situ Nutzung von Ressourcen) und 3D-Drucken anwenden können. LUNA wird nicht nur der DLR und der ESA zur Verfügung stehen, auch andere Institutionen werden – abhängig von der Relevanz der geplanten Forschung – LUNA gratis nutzen können.</p>



<p>Der Vortrag von Nikolai Budarin an diesem Tag war eher allgemein gehalten und beschrieb mit Folien die Geschichte der Zusammenarbeit in der internationalen Raumfahrt und das Leben auf der ISS. Beim darauf folgenden Vortrag, von Dr. Frank Jansen vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme, wurde gebeten, aus Gründen der Vertraulichkeit nicht zu fotografieren und zu filmen. Er referierte über die Möglichkeiten, mit Hochleistungstechnologien zum Mars zu fliegen. Seine Arbeit wird nicht von der ESA, sondern von der Europäischen Kommission finanziert. Im Allgemeinen beschäftigt sich Jansen mit nuklearelektrischen Raketenantrieben.</p>



<p>Die Pläne für das russische Raumfahrtprogramm von 2016 bis 2025 wurden von Igor Afanasjew präsentiert. Im Vortrag wurden größtenteils die Finanzierungspläne und die geplante Verwendung der Gelder erwähnt, sowie die Ergebnisse, die man sich davon verspricht. Danach wurde die Aufzeichnung einer Grußbotschaft aus dem Weltraum von der chinesischen Shenzhou 11-Besatzung ausgestrahlt. Am 18. November war die Besatzung bereits wieder gelandet. Jing Haipeng erwähnte, die Chinesen hätten erstmals europäische Weltraumnahrung mit an Bord gehabt und sie habe ihnen wunderbar geschmeckt. Auch über den Kuchen zum 50. Geburtstag habe er sich gefreut. Sein Kollege Chen Dong war Kandidat beim CAVES-Programm gewesen, war dann aber verhindert.</p>



<p>Der Kubaner Tamayo Mendez hielt auch wieder seinen Vortrag mit Film. Bemerkenswerterweise sprach er diesmal aber freier als in Neustrelitz und Peenemünde, und las nicht mehr so viel von seinen Blättern ab. Sein Flug von Havanna nach Berlin, so gab er an, sei länger gewesen als sein Flug von Baikonur in den Kosmos: in den Kosmos sei er 10 Minuten unterwegs gewesen, und 10 Stunden habe er im Flugzeug gesessen. Auch richtete er den Anwesenden Grüße aus von Sigmund Jähn, mit dem er gut befreundet sei und zwei Tage vorher noch telefoniert habe. Des weiteren ging er ausführlich auf die Experimente ein, die während seiner Mission durchgeführt wurden. Von den vierzig Experimenten, die kubanische Wissenschaftler vorgestellt hatten, wurden am Ende zweiundzwanzig ausgewählt. Unter anderem wurden bei seinem Flug die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf die Elektrosignale im Gehirn untersucht sowie Experimente zur Kristallzucht beim – für die kubanische Wirtschaft als Exportprodukt wichtigen – Zucker gemacht. So war ein Zuckerkristall von 1 mm Durchmesser, dem man eine Lösung von Zucker zuführte, nach 72 Stunden angewachsen auf 9 mm. Ebenfalls wurden mit der deutschen MKF6-Kamera topografische Aufnahmen gemacht, was viel weniger Zeit in Anspruch nahm als die herkömmlichen Methoden auf der Erde.</p>



<p>Seine Rückkehr nach Kuba fand er fast so aufregend wie den Raumflug selbst. Von einem einfachen Piloten hatte er sich in eine öffentliche Person gewandelt. Er empfindet es als Glück, überall erkannt zu werden, und fühlt sich durch diese Anerkennung noch verbundener mit dem kubanischen Volk. Wohl gab er bei der anschließenden Podiumsdiskussion an, er bekäme Probleme, wenn er die kubanische Jugend für Raumfahrt begeistern wolle oder inspirieren wolle, auch Kosmonaut zu werden – dies aus dem einfachen Grunde, dass Kuba gar nicht die Technologie und die Ressourcen für Raumfahrt habe und sich deshalb diesen Luxus gar nicht leisten könne. Seinen Backup-Kosmonautenkollegen Jose Lopez Falcon kannte er schon aus der Luftwaffe. Beim gemeinsamen Training haben sie sich gegenseitig geholfen und für das gemeinsame Ziel ihre Rivalitäten beiseitegelegt. Auch heute telefonieren sie noch wöchentlich. Mit seinem Crewkollegen Juri Romanenko verbindet ihn ebenfalls noch eine Freundschaft; dieser werde bald nach Kuba kommen und ihn besuchen.</p>



<p>Auch kamen bei der Podiumsdiskussion Mentalitätsunterschiede bei der internationalen Zusammenarbeit zur Sprache. Auf der ISS, so Budarin, versteht man sich trotz verschiedener Nationalitäten ohne Worte. Über CAVES wusste Maurer zu berichten, dass sich Unterschiede im Denken mehr aufgrund verschiedener Berufshintergründe bemerkbar machen, so hätten dort Kampfpiloten und Naturwissenschaftler zusammengearbeitet. Kampfpiloten haben, im Gegensatz zu Wissenschaftlern, mehr eine militärische Arbeitsweise. In Vorbereitung der Arbeiten an ESA-Projekten absolvieren Astronauten und Flight Controller der ESA das Human Behaviour and Performance (HBP) Training. Auch die chinesischen Taikonauten nehmen an diesem Training teil. Allerdings ist das Geben von Feedback in der chinesischen Kultur nicht so üblich, eventuelle Kritik muss man also auf eine andere Art verpacken.</p>



<p>Fragen nach den Erwartungen über die Zukunft des amerikanischen Raumfahrtprogramms unter dem zukünftigen Präsidenten Donald Trump wurden von Jody und Chris Singer ziemlich diplomatisch beantwortet. Ihren Angaben nach hat die NASA ein Übergangsteam mit regelmäßigen Kontakten zum Weißen Haus. Bis jetzt seien keine großartigen Veränderungen geplant.</p>



<p>Zwischen den Vorträgen gab es auch die Möglichkeit, bei den aufgebauten Ständen das eine oder andere zu erwerben. Auch fand die traditionelle Fotosession mit den Kosmonauten und Fans statt, und signierten Tamayo Mendez und Budarin das große Tage der Raumfahrt-Poster. Man hätte vielleicht erwarten können, dass der Wechsel des Veranstaltungsortes vom Gymnasium an die Hochschule auch ein anderes örtliches Publikum ziehen würde. Diesen Eindruck bekam man aber nicht – die meisten Anwesenden im Publikum waren sowieso schon bekannte Gesichter aus den vorhergehenden Jahren. Nicht nur die Hauptveranstaltung fand dieses Mal an einem anderen Ort statt, auch das Abendessen am Freitag und Samstag sowie die Übernachtung der auswärtigen Tagungsgäste waren im Hotel am Ring. Das Radisson Blu, vorheriges Tagungshotel, ist nämlich abgerissen worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/budarin_wand_260.jpg" alt="" width="260" height="200"/><figcaption>Nikolai Budarin signiert die Autogrammwand. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Sonntagvormittag im Hotel wurden noch einige Vorträge gehalten. Michael Tilgner aus Wedel referierte über den Jurastudenten und Erfinder Hermann Ganswindt (1856 –1934). Dieser hatte unter anderem ein “lenkbares Luftschiff”, einen “lenkbaren Flugapparat” (eine Art Hubschrauber), einen durch Pedale angetriebenen Tretmotorwagen, Fahrräder mit Drahtachse und ein für Raumfahrt relevantes „Weltenfahrzeug“ erdacht. Er war mit diesen Ideen seiner Zeit weit voraus. In der Berliner Pilharmonie hielt er einen öffentlichen Vortrag, von dem man sich lange nicht einig war, wann er stattgefunden hatte. Erst war 1899 als Jahreszahl angegeben, später deutete das meiste auf 1893 hin. 1899 kam das Buch „Das jüngste Gericht“ heraus, in dem seine Erfindungen beschrieben wurden. Schon in seinem Vortrag wies er darauf hin, dass man aufgrund des Trägheitsgesetzes und aufgrund der Reaktionsgesetze explodierender Stoffe Flugkörper im luftleeren Raum fortbewegen könne. Sein Entwurf war ein Stahlblock mit Dynamitpatrone, welche die Energie auf den Stahlblock überträgt. Von Ziolkowskis Idee der Verbrennung von Gasen durch eine Düse hielt Ganswindt nichts. Seine Berechnungen ergaben allerdings, dass man den Mars oder die Venus innerhalb von 22 Stunden erreichen könne – was aus heutiger Sicht eher unrealistisch erscheint. Ganswindt hat mehrere Vorträge gehalten. Im großen und ganzen wurden seine Ideen von seinen Zeitgenossen nicht sehr ernst genommen. Erst Hermann Oberth hat ihn wieder gewürdigt. Auch gibt es auf dem Mond einen Ganswindt-Krater.</p>



<p>Der Frage, ob Roboter die Menschen ablösen werden, widmete sich Prof. Dr. Rainer Schimming. In seinem Vortrag sprach er vor allem von humanoiden Robotern und dem Einfluss, den diese auf die menschliche Gesellschaft haben könnten.</p>



<p>Marius Wirtz vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Bremen (DFKI) erzählte von der Forschung auf dem eisigen Jupitermond Europa. Das DFKI baut seine Roboter zur Weltraumforschung selber. Diese lassen sich – je nach Typ &#8211; für Unterwasserarbeiten und für Arbeiten auf der Oberfläche einsetzen. Für die Erforschung des Mondes Europa will man sie verwenden, weil man vermutet, dass er unter seinem Eis einen Ozean beherbergt. Die Unterwasserroboter sind dann dazu geeignet, ein Loch ins Eis zu bohren und durch dieses Loch eine Forschungssonde in das Wasser unter dieser Eisoberfläche zu befördern.</p>



<p>Abgeschlossen wurde die Veranstaltung von Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof. Am 30. September 2016 um 13.19 Uhr hat das ESOC in Darmstadt das Rosetta Programm offiziell für beendet erklärt. Die nicht geglückte Landung der ExoMars-Sonde Schiapparelli zehn Tage vorher wurde in den gängigen Medien als Misserfolg umschrieben. Tatsächlich war es so, dass bis zum Eintritt in die Marsatmosphäre alles geklappt hat. Bis zum Abtrennen der Fallschirme und dem Zünden der Bremsraketen hatte man noch Signale, danach nicht mehr. Es stellte sich heraus, dass es starke Seitenwinde gegeben hatte und der Bordcomputer deshalb zu früh Signale bekommen hatte, die Bremstriebwerke abzustellen. Auch wurde der Öffentlichkeit suggeriert, die Landung sei das Wichtigste an der Mission gewesen. In Wirklichkeit besteht das System der ExoMars-Mission jedoch aus dem Lander Schiapparelli und dem Trace Gas Orbiter (TGO). Ziel der Mission ist es, nachzuweisen, ob Leben auf anderen Planeten möglich ist. Man war bei der ESA wohl traurig, dass die Landung nicht so geklappt hat wie gewünscht, doch war man froh, dass bis zur letzten Minute Wissenschaft betrieben wurde. Köhler beschrieb in seinem Vortrag noch die Mögllichkeiten der EXOMars-Komponenten – der Landesonde und des TGO – und erwähnte noch einiges Allgemeines zum Mars sowie die Reaktionen einzelner Medien zur Marsforschung. Schließlich gab er noch einen kurzen Ausblick – der deutsche ehemalige Astronaut Ulrich Walter ist der Meinung, im Jahre 2048 sei die Menschheit imstande, auf dem Mars zu landen.</p>



<p>Im großen und ganzen war es wieder eine gelungene Veranstaltung, die es sich auf jeden Fall lohnt, mal selbst zu besuchen. Nicht nur werden interessante Vorträge aus diversen Themenbereichen angeboten, auch hat man am Rande der Veranstaltung die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und bei Interesse ein paar persönliche Worte mit den Referenten zu wechseln. Die 33. Tage der Raumfahrt werden am 15. November 2017 in Neustrelitz und vom 16. bis 19. November 2017 in Neubrandenburg stattfinden. Weitere Veranstaltungsorte werden später bekanntgegeben.</p>



<p><strong>Die Aufzeichnung des Webcasts von spacelivecast.de</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://spacelivecast.de/myportal/2016/11/32-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-18-11-20-11-2016/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">32. Tage der Raumfahrt Neubrandenburg (18.11 – 20.11.2016)</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9030.msg369940#msg369940" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>30. Tage der Raumfahrt Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/30-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2014 12:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Paolo Nespoli]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[TdR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Namensschilder, die am Anfang der Veranstaltung ausgeteilt wurden, haben die meisten Teilnehmer im Laufe der Veranstaltung weggelassen &#8211; größtenteils kannte man sich nämlich schon. Trotzdem war dieses Jahr manches anders als sonst. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Los ging es eigentlich schon am Freitag Vormittag: wer Interesse hatte, konnte mit nach Peenemünde fahren. Dort [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Namensschilder, die am Anfang der Veranstaltung ausgeteilt wurden, haben die meisten Teilnehmer im Laufe der Veranstaltung weggelassen &#8211; größtenteils kannte man sich nämlich schon. Trotzdem war dieses Jahr manches anders als sonst.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nespoli300.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nespoli260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Von links: Sigmund Jähn, Eugen Reichl, <br>Paolo Nespoli. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Los ging es eigentlich schon am Freitag Vormittag: wer Interesse hatte, konnte mit nach Peenemünde fahren. Dort wurde man nicht nur, wie sonst, zu Prüfstand VII geführt, von wo die erste V2 gestartet worden war, sondern auch zu einigen anderen Prüfständen und historischen Stätten und man bekam das kleine Museum am Müggenhof gezeigt. Beim Historisch-Technischen Museum, im ehemaligen Kraftwerk, fand am Nachmittag die sehr gut besuchte Vortragsveranstaltung mit dem italienischen ESA-Astronauten Paolo Nespoli und dem DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn statt. Vor allem wegen letzterem haben viele Tagesgäste den Weg ins abgelegene Usedom gemacht. Dem Ort angemessen, hielt Jähn einen Vortrag, in dem er zuerst auf die Geschichte der Raumfahrt und die Rolle Peenemündes darin einging, und dann von seinen eigenen Erfahrungen vor, während und nach seiner Mission berichtete. Auch auf die anderen Deutschen im Weltraum, die Astronauten der „alten Bundesrepublik“ sowie die Deutschen, die nach der Wende geflogen waren, ging er ein – zuletzt natürlich auf Alexander Gerst, dessen Start er in Baikonur live miterlebt hatte.</p>



<p>Paolo Nespoli begrüßte das Publikum mit den Worten, er habe die Einladung vor allem angenommen wegen der Gelegenheit, mal das geschichtsträchtige Peenemünde zu sehen und auch Sigmund Jähn Hallo zu sagen. Die Museumstour fand er, als gelernter Raumfahrtingenieur, wegen der „gefühlt 200 Jahre alten“ Originalteile sehr interessant, und er freue sich schon darauf, vor so vielen begeisterten Leuten zu sprechen und Autogramme zu geben. Beim anschließenden Forum hat er Fragen nach Raumfahrtpolitik und nach dem ATV und Orion eher diplomatisch-neutral beantwortet, und zum Kalten Krieg hat er keine Meinung geäußert. Bemerkenswert war die lange Schlange bei der anschließenden Autogrammstunde, bei der die meisten Anwesenden natürlich hauptsächlich „ihren eigenen“ Sigmund Jähn treffen wollten.</p>



<p>Parallel zum Besuch in Peenemünde fand am Freitag Nachmittag in Neubrandenburg das Forum Space 3000 – Phänomene-Mysterien-Visionen statt, mit Beiträgen zu Zukunftstechnologien, Zeitreisen, außerirdischem Leben und Antimaterie. Abendessen gab es nicht wie sonst im Seglerheim, sondern im Hotel am Ring. Dort ließ es sich der sympathische Paolo Nespoli nicht nehmen, nach dem Essen an jedem einzelnen Tisch zu einem kurzen Smalltalk vorbeizuschauen.</p>



<p>Die nächste Autogrammstunde fand in der Galeria Kaufhof am Samstag Morgen statt, vor der Hauptveranstaltung im Albert-Einstein-Gymnasium. Letztere war, wie der Freitag in Peenemünde, sehr gut besucht, und es gab wieder mehrere Vorträge. Zum einen erzählte Fritz Merkle von OHB über 50 Jahre ESA, den heutigen Stand und die Zukunft der europäischen Raumfahrt. Eigentlich ging dieser Vortrag eher um OHB und dessen Rolle im europäischen Raumfahrtprogramm; so leistet OHB einen signifikanten Beitrag zum Satellitensystem Galileo, indem es alle sechs Wochen einen neuen Galileo-Satelliten fertigstellt. Diese werden mit einer modifizierten Sojus gestartet. Zweidieser Satelliten sind in einen falschen Orbit gekommen, weil Treibstoffleitungen eingefroren waren. Astrophysiker können mit diesen Satelliten die Relativitätstheorie testen. Auch wurden die drei Generationen Meteosat genannt, von denen die dritte eine andere Art Kameras hat als die ersten beiden, sowie die deutsche Beteiligung bei ExoMars. Insgesamt ist das ursprünglich geplante Budget für die Raumfahrt von 850 Millionen Euro schon überschritten worden, und es wird jetzt geschätzt, dass 1,3 Milliarden nötig sein werden. Wie die Restfinanzierung zustande kommen soll, weiß man aber noch nicht.</p>



<p>Für die ISS halten von europäischer Seite momentan Italien und Deutschland die Fahne hoch, die anderen Länder sind da noch etwas skeptisch. Europa hofft, dass die ISS bis 2020 erhalten bleiben kann, die USA hoffen sogar auf 2024. Die Frage, ob man mit der Ariane 5 weitermachen würde oder mit Ariane 6, hatte sich genau einen Tag vorher zugunsten der Ariane 6 entschieden. Die wirtschaftlichen Probleme treffen jetzt auch die Raumfahrt, der es die vorherigen vier Jahre eher gut ging. In Eigenregie hat OHB in Gedenken an ihren Firmengründers Manfred Fuchs die kleine Sonde 4M (Manfred Memorial Moon Mission) mit einer chinesischen Rakete zum Mond geschickt. Für die Zukunft hält er Jugendarbeit in der Raumfahrt für wichtig.</p>



<p>Dem Orion-Programm war der nächste Vortrag von Barbara Zelon, Kommunikationsdirektorin der NASA, und Linda Singleton, Kommunikationsdirektorin von Lockheed Martin, gewidmet. Viele neue Informationen gab es dabei nicht.</p>



<p>Zu den „zwei Gesichtern der Raumfahrt“ äußerte sich Prof. Dr. Robert Schmucker . Damit meinte er die zivile und die militärische Raumfahrt. Zwar waren ja die ersten Ideen der Raumfahrtgeschichte nicht militärischer Natur, sondern dienten dazu, neue Welten zu entdecken. Hermann Oberths Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“ hatte drei Auflagen; das gäbe es heute für ein Fachbuch nicht mehr. Finanziert werden konnte die Forschung und Entwicklung von Raketen allerdings nur vom Staat, und der sah darin den militärischen Nutzen. Innerhalb von 10 Jahren war die A4 / V2 entwickelt, und auch nach dem 2. Weltkrieg in den USA stellte Wernher von Braun seine Mitarbeiter in der Raketenentwicklung offiziell als Militärs an. Für Kennedy, der das amerikanische Mondlandedprogramm förderte, war die Raumfahrt auch mehr Prestigeobjekt im Kalten Krieg, als dass er sich tatsächlich dafür interessierte. Auch die russischen Raumfahrtträger waren aus ursprünglich militärischen Raketen entwickelt worden.<br>Über die gerade zu Ende gegangene Blue Dot-Mission von Alexander Gerst berichtete DLR-Mitarbeiter Volker Schmid. Neben dem Training, den Missionsdaten und den Experimenten betonte er auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Gerst während der Mission leistete, zum Beispiel den ARISS-Call mit Siegburg und die Liveschaltung mit seiner Heimatstadt Künzelsau.</p>



<p>Paolo Nespoli erzählte von Fragen aus der Öffentlichkeit nach seinen eigenen Weltraumflügen: manchmal fragen ihn Leute, wann er denn auf dem Mond gewesen sei. Das Publikum in Neubrandenburg fand er im Gegensatz dazu ziemlich fachkundig. Er erzählte von der Schwerelosigkeit und davon, dass der Umgang damit sich nicht trainieren lasse. Es gebe zwei Sorte Astronauten: die „außerirdischen“, die sich schnell daran gewöhnen, und die „irdischen“, die immer noch denken, sie seien auf der Erde. Selbst musste er sich nach der Rückkehr auf die Erde wieder umstellen auf die Schwerkraft.</p>



<p>Viel unbemannte Raumfahrt gab es wieder am Sonntag Vormittag. Egbert Schwarz vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum am DLR-Standort Neustrelitz erzählte vom ersten deutschen Fernerkundungssatelliten Terra-SAR X. Dieser ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der DLR und EADS Astrium.</p>



<p>Mit viel Interesse erwartet wurde der hochaktuelle Vortrag von Ulrich Köhler mit neuesten Erkenntnissen über die Rosetta / Philae-Mission. Den häufig gemachten Vergleich der Landung von Philae auf dem Kometen mit den Apollo-Mondlandungen findet Köhler zwar nicht so ganz passend, doch sieht er die Kometenlandung wohl als einen Höhepunkt der nichtastronautischen Raumfahrt. Nach einigen grundlegenden Erklärungen, was denn ein Komet sei, zeigte er noch einige Fotos von Philae, die mit der hochauflösenden Weitwinkelkamera von OSIRIS aufgenommen, aber noch nicht veröffentlicht worden waren.</p>



<p>Die DGLR-Nachwuchsgruppe Berlin stellte anschließend ihr JETSDREAM – Programm vor. Als selbststeuernde Studentengruppe, die sich selbst um ihr Sponsoring kümmert, entwickeln und testen sie verschiedene Turbinen. Zum einen arbeiten sie an einer neuen Axialturbine KGT200, die sie später auch mit erneuerbaren Rohstoffen antreiben wollen, zum anderen versuchen sie mit CO2NCEPT (CO2 Neutral Compact Electric Power Turbine) eine CO2-neutrale Turbine zu entwickeln, die ebenfalls mit erneuerbaren Brennstoffen laufen soll.</p>



<p>Neueste Erkenntnisse und Entwicklungen in der chinesischen Raumfahrt wurden im abschließenden Vortrag vorgestellt von Jacqueline Myrrhe, Mit-Herausgeberin des Informationsdienstes „Go Taikonauts“ über die chinesische Raumfahrt. Sie beschrieb die Entwicklungen nach ihrem Vortrag vom vergangenen Jahr. Da China dauernd aus dem ISS-Programm ausgeschlossen war, sei es seinen eigenen Weg in der Raumfahrt gegangen. Es sei wohl zur internationalen Zusammenarbeit bereit, aber auch in der Lage, selbständig in der Raumfahrt zu arbeiten. So könne es 2020 eine eigene Raumstation haben. Den USA und Russland geht es mittlerweile finanziell nicht mehr so ganz optimal.</p>



<p>Das EAC (European Astronaut Centre) der ESA arbeitet mittlerweile in zwei Arbeitsgruppen mit China zusammen. Mittlerweile haben sich im Frühjahr 2014 allgemein die politischen Differenzen zwischen den USA und Russland verschärft; nur die ISS war davon ausgenommen. Russland schließt daraufhin eine Zusammenarbeit mit der ESA und mit China nicht aus, und zeichnet im Mai mit China ein Protokoll zur Einrichtung einer Kontrollgruppe für unter anderem Zusammenarbeit im Weltraum. Diese Zusammenarbeit zwischen Russland und China wird im Laufe des Jahres weiter gefestigt. Es wird sogar nicht ausgeschlossen, dass längerfristig auch chinesische Raumfahrer auf die ISS fliegen würden. Wohl hat andererseits zum IAC-Kongress 2014 in Toronto die kanadische Regierung Teilen der russischen und chinesischen Delegation die Einreisevisa verweigert.</p>



<p>Auch mit Indien schliesst China Kooperationsverträge. Es gestaltete sich übrigens für die Referentin während ihrer Recherchen recht schwierig, in deutschen Medien Informationen zu den Fachfragen zu erhalten, so dass sie teilweise auf RIA Novosti und Al-Jazeera zurückgreifen mußte. Im großen und ganzen faßt sie zusammen, daß China es nicht unbedingt nötig hat, für seine eigenen nationalen Raumfahrtziele mit anderen Nationen zusammenzuarbeiten. Dies im Gegensatz zu den USA und Europa. China kann aber wohl mit den Vereinten Nationen und mit Russland zusammenarbeiten, um seinen Einfluss in der weltweiten Raumfahrt zu erhöhen, und längerfristig könne sich auch eine Zusammenarbeit der USA und Europa mit China lohnen.</p>



<p>Natürlich hat es in Neubrandenburg nicht nur die Vorträge gegeben, auch konnte man wieder informell alte Kontakte festigen und neue knüpfen. Und es gibt nur wenige andere Veranstaltungen, bei denen die Ehrengäste so zugänglich sind und man wie selbstverständlich auch mal mit Kosmonauten am Frühstückstisch sitzen und sich mit ihnen mal kurz persönlich unterhalten kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>29. Tage der Raumfahrt Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/29-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Nov 2013 10:34:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den 29. Neubrandenburger Raumfahrttagen fing das Vortragsprogramm, anders als in den Jahren davor, schon am Freitag Nachmittag an. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Im Rahmen des 1. Forum Space3000 setzte man sich mit dem Thema: Phänomene-Mysterien-Visionen auseinander. Es wurde über wissenschaftliche UFO-Forschung, über Konzepte zur interstellaren Raumfahrt, über ausserirdisches Leben und über verschwundene Jahrhunderte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei den 29. Neubrandenburger Raumfahrttagen fing das Vortragsprogramm, anders als in den Jahren davor, schon am Freitag Nachmittag an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<p>Im Rahmen des 1. Forum Space3000 setzte man sich mit dem Thema: Phänomene-Mysterien-Visionen auseinander. Es wurde über wissenschaftliche UFO-Forschung, über Konzepte zur interstellaren Raumfahrt, über ausserirdisches Leben und über verschwundene Jahrhunderte berichtet.</p>



<p>Später am Freitag Nachmittag fand die traditionelle Autogrammstunde mit den geladenen Raumfahrern statt, dem in den Niederlanden geborenen und später in die USA ausgewanderten NASA-Nutzlastspezialisten Lodewijk van den Berg (STS-51B) und dem ersten und bisher einzigen Vietnamesen im Weltraum, Interkosmos-Kosmonauten Pham Tuan (Interkosmos -3; Sojus-36 / Sojus 37). Dass sich Pham Tuan bei seinen in Deutschland lebenden Landsleuten großer Beliebtheit erfreut, war nach dem anschließenden Essen im chinesischen Restaurant zu merken. Völlig ohne Vorankündigung kamen auf einmal viele Vietnamesen an, ließen sich mit ihrem berühmten Landsmann fotografieren und boten im Restaurant folkloristische Vorstellungen dar. Der vietnamesische Kosmonaut war sichtlich davon angetan.</p>



<p>Am Samstag gab es wieder die Hauptveranstaltung mit Vorträgen. Dr. Martin Sippel vom DLR in Bremen berichtete über Geschichte und Zukunft der europäischen Trägerrakete Ariane. Mehrere Varianten der Ariane 5 wurden vorgestellt, und die Zukunftsoption Ariane 6, der aber kein großes Zukunftspotential vorhergesagt wird. Als Alternative denkt man über den Einsatz wiederverwendbarer Flüssigkeitsbooster bei der Ariane 5 nach. Ein ähnliches System ist aber auch schon in den USA entwickelt worden: bei der Falcon 9-Rakete verläuft die erste Phase nach dem Start klassisch, und in der zweiten Flugphase wird die erste Stufe nach dem Abwurf ein weiteres Mal gezündet, fliegt dann frei und kann sanft landen, geborgen und wiederverwendet werden.</p>



<p>Der russische Raumfahrtjournalist Igor Afanasjew erzählte danach über die russische Politik in der Raumfahrt. Seinen Vortrag begann er mit einem Zitat von Vladimir Putin, der die Entwicklung der russischen Raumfahrt weiterhin als eine der Prioritäten der russischen Politik sieht, da Russland seinen Status als eine der führenden Raumfahrtnationen behalten solle. Nach Möglichkeit solle Russland dabei unter anderem unabhängig sein, von seinem eigenen Territorium Zugang zum Weltraum haben, aber auch internationalen Verpflichtungen nachkommen können. Unter anderem wurden Plesetsk und die Aufbaupläne für den Startkomplex Wostotschny erwähnt, wo der erste Start für das Jahr 2020 geplant ist. Vergleicht man die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit russischer und vergleichbarer amerikanischer Systeme, so kann man zu dem Schluss kommen, dass die russischen Systeme preiswerter sind. Übersetzt wurde der russisch gesprochene Vortrag von Eberhard Rödel, der aus Zeitgründen irgendwann den Vortrag selbst auf deutsch fortsetzte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nbr2013phamtuan300.jpg" alt=""/><figcaption>Kosmonaut Pham Tuan beim Vortrag. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Interkosmos-Raumfahrer Pham Tuan war nicht nur der erste Asiat im Weltraum, sondern verdankt seine Möglichkeit, in den Weltraum zu fliegen, auch der Tatsache, dass er als erster Vietnamese im Vietnamkrieg ein amerikanisches Kampfflugzeug abgeschossen hat. Er erzählte auch von seinem Raumflug selbst. Von der damaligen DDR habe er Bilder machen können; über Vietnam gab es jedoch, als er im All war, einen Sturm, so dass er sein eigenes Heimatland nicht fotografieren könne.</p>



<p>Die Zukunft der vietnamesischen Raumfahrt sieht er nicht speziell in den Händen einer bestimmten Nation wie Russland, den USA oder China. Vietnam selbst verfüge nicht über die Technologie, eigene Raumfahrt zu entwickeln; für eine eventuelle Zusammenarbeit würde es ein Land aus wählen, zu dem es gute Beziehungen habe. Für einen zweiten vietnamesischen Kosmonauten halte er die Zeit nicht für gekommen, da er nicht wisse, wozu der ins All fliegen solle. Wenn die Wissenschaftler jemanden für ihre Experimente bräuchten, dann würden sie jemanden auswählen.</p>



<p>Nach der Pause war der Wissenschaftler und US-Nutzlastspezalist Lodewijk van den Berg am Wort. Der studierte Chemiker hatte 1985 an der Spacelab-Mission STS-51B teilgenommen. Im Weltraum sei man, so sagte er, nicht zum Spass, sondern zum Arbeiten. Und das bei Schwerelosigkeit &#8211; vielen Leuten sei gar nicht bewusst, was das eigentlich bedeutet. Die Beine hängen nutzlos am Körper, und man bewegt sich mit den Armen fort vom einen zum anderen Punkt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nbr2013lvdbergdolmets300.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nbr2013lvdbergdolmets260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Lodewijk van den Berg mit Dolmetscherin Claudia Heiduk. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Bei seinem Spacelab-Flug habe er 18 Experimente an Bord gehabt. Manche Experimente seien heute bei der ISS genauso wie zu seiner Zeit beim Shuttle, bloß sei im Shuttle der Arbeitsraum kleiner gewesen. Da man seine Experimente schnell vergisst, sei der Ablaufplan der Mission Minute für Minute schriftlich festgelegt. Anders als heute in der ISS, hatte man 1985 im Shuttle nur in Zeitfenstern von 20 Minuten Kontakt zur Bodenstation.</p>



<p>Vom IAF-Kongress in China und von der Zusammenarbeit Chinas mit dem Westen berichtete die Neubrandenburger Raumfahrtjournalistin Jacqueline Myrrhe. Sie gehört zu einem vierköpfigen Team von Leuten mit drei Muttersprachen, die gemeinsam den Newsletter „Go Taikopnauts !“ herausbringen. Momentan geht in China der Trend forciert in Richtung internationaler Zusammenarbeit und Austausch. Die chinesische Raumstation wird „Tiangong“ heißen, hierbei seien auch internationale Module willkommen. 2013 war ein gutes Jahr für die chinesische Raumfahrt – unter anderem hat sich eine asiatische Allianz zur Zusammenarbeit in der Raumfahrt gebildet: APSCO (Asian Pacific Space Cooperation Organisation), die auch den Beitritt nichtasiatischer Länder begrüßt. Näheres kann man der neuesten Ausgabe von „Go Taikonauts !“ entnehmen.</p>



<p>Den Vorträgen folgte wieder eine Podiumsdiskussion mit allen Vortragenden, und den den Tag ließ man, wie üblich, beim abendlichen Bankett im Radisson Blu Hotel ausklingen.</p>



<p>Am Sonntagvormittag wurden dann noch im Tagungsraum des Hotels einige Vorträge gehalten. So erklärte Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Planetenforschung den Unterschied zwischen Asteroiden, Kometen, Boliden und Meteoren und erzählte, wieso kleinere Himmelskörper die Raumfahrtziele der Stunde sind.</p>



<p>Auf die politische Geschichte einer Jugendarbeitsgruppe zur Raumfahrt in der DDR ging anschließend Dr. Reinhold Buthmann ein. Interessant zu erwähnen ist dabei, dass es sowohl vor als auch nach der Wende eigentlich in den östlichen Bundesländer mehr Jugendarbeit in der Raumfahrt gab und gibt als im Westen.</p>



<p>Spannendes wussten die Jugendlichen Nana Reinhardt und Adrian Melinat vom Spaceclub Berlin sowie Dr. Sylvia Reinhardt über die heutige Jugendarbeit im Orbitall in Berlin zu berichten. DerSpaceclub Berlin ist im Februar 2013 gegründet worden und hat mittlerweile 50 Mitglieder. Im Orbitall gibt es eine Ausstellung zum Mitmachen, in der man unter anderem mit einem Drehstuhl und einer Taumelscheibe das Astronautentraining absolvieren kann, mit einem nachgebauten Kontrollzentrum einen Raumflug simulieren kann und die Möglichkeit hat, im nachgebauten Columbus-Raumlabor Experimente durchzuführen, zum Beispiel Vakuumtests mit Schaumküssen. Auch finden in diesem Zentrum regelmäßig Clubtreffen, Vorträge zu Raumfahrtthemen und ab und zu Auftritte von Astronauten statt.</p>



<p>Als mögliches Konzept für suborbitale Raumflüge stellte Frau Olga Trivailo, Doktorandin am Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen, das SpaceLiner-Konzept vor. Dieses soll längerfristig die Möglichkeit geben, suborbital mit 50 Passagieren innerhalb von 90 Minuten von Australien nach Europa zu fliegen. Diese Strecke hat man sich auch deshalb als Referenzstrecke für die Studien ausgesucht, weil dies gegen die Erdrotation geht und die anspruchsvollste der möglichen Missionen ist. Der SpaceLiner soll in horizontaler Lage den Passagieren die Möglichkeit zum Einsteigen geben, dann vertikal starten wie ein Space Shuttle, einen suborbitalen Gleitflug machen und dann auch wieder landen wie der Shuttle, ohne Möglichkeit zum Durchstarten. Von einem gut erreichbaren Ort auf einer Halbinsel oder Insel soll der SpaceLiner über das Meer hinweg starten und maximal 75 bis 80 km hoch fliegen. Jeweils soll es pro Kontinent einen Startort geben, und bei Flugdistanzen von mehr als 9000 km spart man genug Reisezeit. Den Markt dafür sieht man vergleichbar mit dem Weltraumtourismus, später vielleicht bei Stars und VIPs, Premium-Vielfliegern, Erlebnis-Touristen und Firmen, die es besonders eilig haben.</p>



<p>Recht im Weltraum war schließlich Thema des letzten Vortrages, von Alexander Soucek, Mitarbeiter der ESA in Paris. Weltraumrecht ist wichtig wegen seiner Komplexität, der Technologie und der Gefahren. Es ist von internationaler Relevanz: der Weltraum umgibt die Erde und ist von allen Staaten erreichbar. Deshalb betrifft Raumfahrt (direkt oder indirekt ) alle Staaten, und ist somit Teil des Völkerrechts. Interessant ist zu erwähnen, dass man 8 Jahre zum Erstellen des Weltraumrechtes gebraucht hat und dies ein Heft von fünf Seiten geworden ist, während die UNO- Seerechtskonvention 194 Seiten hat, zu deren Erstellung man 400 Jahre brauchte.</p>



<p>Insgesamt war es wieder eine abwechslungsreiche und gelungene Veranstaltung, man hat viele Bekannte wieder getroffen und Kontakte erneuern können. Man sieht sich wieder im nächsten Jahr!</p>
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		<title>28. Tage der Raumfahrt Neubrandenburg 2012</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/28-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 10:59:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr fanden auch 2012 wieder in Neubrandenburg die Raumfahrttage statt. Nicht alle der angekündigten Gäste waren anwesend, so mussten Deutschlands voraussichtlich erste Weltraumtouristin Sonja Rohde und Ralf Heckel, Gründer des International Space Education Institute Leipzig wegen Krankheit absagen. Wohl anwesend, auch wenn das bis zum letzten Moment nicht sicher war, waren Mohammed Ahmed [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie jedes Jahr fanden auch 2012 wieder in Neubrandenburg die Raumfahrttage statt. Nicht alle der angekündigten Gäste waren anwesend, so mussten Deutschlands voraussichtlich erste Weltraumtouristin Sonja Rohde und Ralf Heckel, Gründer des International Space Education Institute Leipzig wegen Krankheit absagen. Wohl anwesend, auch wenn das bis zum letzten Moment nicht sicher war, waren Mohammed Ahmed Fares, syrischer Kosmonaut (Sojus-TM 3 / Sojus-TM 2) und der aktive russische Kosmonaut Alexandr Michailowitsch Samokutjajew (Sojus-TMA 21 / ISS 27 / ISS 28).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-samokutjajew-fares-781.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-samokutjajew-fares-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein aktiver Raumfahrer und ein Veteran: Alexander Samokutjajew und Mohammed Fares. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Die Vorträge am Samstag fanden, wie im vergangenen Jahr, wieder in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums statt, am Sonntag im SAS-Radisson-Hotel. Teilnehmer waren wie immer ein großer harter Kern von Raumfahrtbegeisterten aus ganz Deutschland. Man könnte vielleicht annehmen, dass auch einige Schüler des Gymnasiums an den Vorträgen Interesse finden könnten; dem war aber nicht so. Der Schulchor am Anfang der Veranstaltung waren die einzigen Schüler, die man zu Gesicht bekam.</p>



<p>Den Anwesenden wurde wieder ein breites Spektrum von interessanten Vorträgen geboten. Anders als in den vergangenen Jahren wurde dieses Jahr die Veranstaltung live im Internet übertragen auf www.spacelivecast.de.</p>



<p>Der Leitvortrag in diesem Jahr war von Dr. Karlheinz Steinmüller, wissenschaftlicher Direktor der Z Punkt GmbH / Foresight Company Köln und Berlin, über „Die Welt in 100 Jahren &#8211; Langfristperspektiven aus Sicth von Science Fiction und Zukunftsforschung“. Nach einem Exkurs in die Vergangenheit über damalige Utopien, die jetzt Wirklichkeit sind – z.B. das Mobiltelefon (1910 Utopie), Raketenantrieb und Roboter (1923) sowie Gentechnik (1924) wurde ein Beispiel der immer kleiner werdenden Computertechnik gezeigt sowie Ambient Intelligence und selbsttätig arbeitende Software erwähnt. Natürlich wurde auch auf die Raumfahrt eingegangen, mit SSTO–Projekten (Single Stage To Orbit), Weltraumtourismus, Robotern als Ersatz für Astronauten, Marsexpeditionen und Nanosatelliten. Nach einigen Standardszenarien zur Welt anno 2050 wurde auf Biotechnologie heute und im Jahr 2050 eingegangen. Zu Fragen nach eventuellem weiteren Leben und Intelligenz im Universum wurden dann noch Lösungsansätze präsentiert.</p>



<p>Als nächstes hielt Prof. Dr. Dieter Hermann von der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin einen Vortrag zum Thema „Urknall im Labor“. Zwar sei das ein Widerspruch in sich, da man mit astronomischen Phänomenen wie Galaxien keine Experimente machen könne, es ist aber möglich, auf der Erde Versuche anzustellen und deren Ergebnisse auf den Kosmos zu übertragen. So könne man mithilfe einer Spektralanalyse herausfinden, dass die Hülle eines Sterns aus Wasserstoff bestehe. Einigen Erklärungen über die Entstehung von Urknalltheorien folgte ein Exkurs über Neutronen, Protonen, Leptonen und Higgs-Bosonen, um schliesslich auf Experimente im LHC / CERN in der Schweiz hinzuweisen.</p>



<p>Nach der Mittagspause fand die traditionelle Fotosession der Kosmonauten mit den Fans statt. Erster Vortragender danach war Dr. Marcel Dickow von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, der über Sicherheitspolitik in der deutschen und europäischen Raumfahrt referierte. Hier ging es um Raumfahrt aus der Sicht der Politik und der Sicherheit, mit auch einigen Beispielen über Industriepolitik, Technologiepolitik und Finanzpolitik.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-hartmut-saenger-400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-hartmut-saenger-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hartmut Sänger sprach auf den 28. Raumfahrttagen in Neubrandenburg. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Als Ersatz zum ursprünglich geplanten Vortrag des International Space Institute Leipzig kam als nächstes ein Vortrag von Hartmut Sänger, Sohn des Raumfahrtpioniers Eugen Sänger, über die Arbeit seines Vaters am Standort Trauen. Dort führte Eugen Sänger von 1937 bis zur Sprengung der Anlagen 1948 Tests mit Raketenflugzeugen durch. 1963 wurde der Standort reaktiviert zur Entwicklung der Europa-I-Trägerstufe und weiteren Triebwerksversuchen. Seit 2012 gibt es wieder Initiativen, Trauen in Raumfahrtentwicklungen einzugliedern. Während des Vortrages wurde noch intensiver auf die Aktivitäten an diesem Standort eingegangen.</p>



<p>Kosmonaut Alexandr Samokutjajew erzählte anschließend von seiner Zeit auf der ISS. Er wollte hierüber keinen Vortrag halten, sondern eher einen Dialog mit seinen Zuhörern eingehen. Während seines ISS-Einsatzes war am 12. April 2011 das 50-jährige Jubiläum des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin, wozu es weltweite Feiertage gab. Auch hat er an der ISS eine Progress abgedockt und hatte die Besatzung des letzten Shuttle-Fluges STS 135 zu Besuch, wenngleich man das Wort „letzte“ nicht so gerne benutzt. Er gab einige allgemeine Informationen zum Leben und Arbeiten auf der ISS – die Raumstation hat 5 russische, 7 US-amerikanische, 2 japanisches und 1 ESA-Modul und es ist eine ständige Besatzung von 6 Leuten an Bord, wovon immer 3 Russen sind, 2 US-Amerikaner und ein JAXA-, CSA- oder ESA-Astronaut. Es sind immer 2 Sojus angedockt für Notfälle und die Rückkehr zur Erde. Da das Shuttle-Programm jetzt beendet ist und die Dragon noch in der Testphase sind, übernimmt jetzt die Sojus alle Transportaufgaben. Die Russen arbeiten manchmal im russischen Teil der Raumstation und die Amerikaner im US-amerikanischen. Manchmal arbeitet man aber auch an gemeinsamen Projekten und muss mit verschiedenen Nationen zusammenarbeiten und auskommen, deshalb verbringe man auch einen Teil seiner Freizeit miteinander.</p>



<p>Nach Bildern von seinem Raumflug beantwortete der Kosmonaut Fragen, unter anderem zur Bequemlichkeit beim verkürzten Andockvorgang der Sojus an die Raumstation. Beim Docking des Shuttle hat er selbst auch die Raumfähre betreten. Es ist aber die Regel, dass Amerikaner in der Soyuz und Russen im Shuttle nichts anfassen dürfen. Es war aber schon emotional, weil es der letzte Shuttle-Einsatz war. Auch hatte diese Besatzung kein Backup. Wenn der Shuttle verloren gegangen wäre, hätte die Besatzung auf der ISS bleiben müssen.</p>



<p>Im Anschluss an die Vorträge fand die Podiumsdiskussion statt. Hier war man gehalten, sich auf technische und raumfahrtspezifische Fragen zu konzentrieren. So meinte Hartmut Sänger auf die Frage, ob sein Vater seine Berufswahl beeinflusst habe, dass er die Raumfahrt mehr im Freundeskreis miterlebt habe, da sein Vater gestorben sei, als er 11 Jahre war. Er selbst ist jetzt Bauingenieur. Alexandr Samokutjajews Sojus, mit der er an die ISS andockte, hatte den Namen Juri Gagarin. Er hat aber die Familie Gagarins nicht um persönliche Gegenstände des ersten Kosmonauten gebeten. Wohl habe er ein Foto von Gagarin im Din A-4-Format mitgenommen, das jetzt auf der Raumstation ist. Auch sei eine Abbildung Gagarins in das Emblem seines Raumfluges verarbeitet worden. Hierfür habe man dessen Familie um Erlaubnis fragen müssen.</p>



<p>Mohammed Fares wurde nach seiner Vorbereitungszeit vor dem Raumflug gefragt und danach, ob er noch Kontakt zu seinen Kollegen habe. Seine Kollegen hatte er gerade einige Tage vorher noch gesehen beim ASE-Kongress in Rijad, das Training für seinen Flug hat 2 Jahre gedauert. 1 Jahr war theoretisches Training, das zweite Jahr praktisch im Sternenstädtchen.</p>



<p>Für Weltraumschrott hat man noch keine Lösung gefunden. Es gibt, so Dr. Steinmüller, zwar Konzepte, aber diese sind noch nicht technisch ausgegoren. Soziale Medien können sich als durchaus raumfahrtfreundlich erweisen, können sich aber auch zur Konkurrenz für Raumfahrtbegeisterung entwickeln. Auch ist z.B. das DLR die letzte Zeit sehr aktiv mit Twitter und Facebook in der Unternehmenskommunikation. Dies komme bei Jugendlichen besser an als die traditionellen Printmedien und das Fernsehen.</p>



<p>Fares wusste zu berichten, dass bei der Raumfahrt, von den arabischen Ländern, vor allem Saudi-Arabien viele Fortschritte gemacht habe und dass dort viele Forscher und Wissenschaftler aktiv seien. Man habe sogar ein Konzept für Landwirtschaft auf dem Mond. Auch in Syrien gebe es viele Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen, es sei aber sehr schwierig, das umzusetzen. In Algerien gibt es Versuche sowohl von Seiten der Wissenschaft als auch der Industrie.</p>



<p>Weltraumtouristen werden, so Samokutjajew, von den trainierten Kosmonauten eher als Störfaktor gesehen, nicht als Bereicherung für die bemannte Raumfahrt. Auch wurde gefragt, ob die neue Gruppe von 28- bis 29-jährigen Kosmonauten, die Roskosmos jetzt eingestellt hat, mit 40 oder 50 Jahren immer noch Sojus fliegen würden. Darauf ist noch keine Antwort bekannt. Das neue Raumschiff ist zwar experimentell, doch bis jetzt hat man nur die Sojus.</p>



<p>Die Vortragsreihe am Sonntag begann mit einem Vortrag von Thoralf Noack vom DLR in Neustrelitz, über das Galileo-System. Hier wurde auf die historische Entwicklung globaler Satellitennavigationssysteme eingegangen und darauf, was sie den Nutzern bringen könnten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-spacelivecast-donath-wehr-400.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/kirsten-mueller-spacelivecast-donath-wehr-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Jungs von Spacelivecast.de übertrugen den Event im Internet und hatten Spaß. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend kam ein Vortrag von Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung des DLR Berlin, zum Thema Curiosity auf dem Mars. Es wurde auf die Instrumente und Experimente von Curiosity eingegangen sowie auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Erde und Mars, aufgrund welcher es auf dem Mars wohl kein Leben geben könne. Genaue Ergebnisse möchten die US-Amerikaner aber erst im Dezember veröffentlichen.</p>



<p>In der Pause bekam man noch einen Hauch des neubrandenburgischen Karnevals mit, sehr zur Freude oder zum Leidwesen des einen oder anderen anwesenden Rheinländers. Es war schließlich der 11.11. Die Vorträge gingen weiter mit einem Beitrag des ERIG e.V., der studentische Raumfahrtforschung bei der TU Braunschweig betreibt. Dies ist eine Interessengemeinschaft mit Arbeitsgemeinschaften auf dem Gebiet der Experimentalraketen, der Kleinsatelliten und der Presse &amp; Öffentlichkeit. Für die ersten beiden Gebiete wurden Beispiele gezeigt.</p>



<p>Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag von Klaus Donath und Thomas Wehr zum Thema „Raumfahrtbegeisterung im Web am Beispiel von raumfahrer.net und spacelivecast.de“. Hier wurden diese beiden Projekte den Zuhörern vorgestellt, wenn sie nicht schon bekannt waren &#8211; den Livestream zur Veranstaltung in Neubrandenburg hatten jedenfalls 500 bis 600 Leute angeklickt. Vielleicht sieht man den einen oder anderen Leser nächstes Jahr selbst in Neubrandenburg?</p>
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		<title>27. Tage der Raumfahrt Neubrandenburg 2011</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/27-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 11:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Messerschmid]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[TdR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im ersten Novemberwochenende 2011 fanden in Neubrandenburg wieder die Tage der Raumfahrt statt. Organisiert wurden sie wie immer von der Initiative 2000 plus, welche auch die Raumfahrtzeitschrift Raumfahrt Concret herausgibt. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Stargäste in diesem Jahr waren der deutsche Wissenschaftsastronaut Prof. Dr. Ernst Messerschmid (STS-61A / Spacelab D1), der polnische Kosmonaut Mirosław [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im ersten Novemberwochenende 2011 fanden in Neubrandenburg wieder die Tage der Raumfahrt statt. Organisiert wurden sie wie immer von der Initiative 2000 plus, welche auch die Raumfahrtzeitschrift Raumfahrt Concret herausgibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RNNBR2011EdBuckbeeb1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RNNBR2011EdBuckbeeb260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Den Leitvortrag hielt Ed Buckbee, Öffentlichkeitsreferent des Marshall Space Flight Center. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Stargäste in diesem Jahr waren der deutsche Wissenschaftsastronaut Prof. Dr. Ernst Messerschmid (STS-61A / Spacelab D1), der polnische Kosmonaut Mirosław Hermaszewski (Sojus 30 / Salut 6) sowie Ed Buckbee, Presse- und Öffentlichkeitsreferent für Wernher von Braun im Marshall Space Flight Center in Huntsville / Alabama. Die Veranstaltung hatte dieses Jahr von der Teilnehmerzahl her eher einen lauschigen Charakter, dafür war die Qualität des Programmes von der Professionalität, die man von dieser Veranstaltung gewohnt ist.</p>



<p>Am Freitag abend fand das Essen, wie jedes Jahr, in der Hafenkneipe statt, allerdings entsprechend der Teilnehmerzahl in einem kleineren Raum als sonst. Danach war Autogrammstunde mit Hermaszewski und Buckbee. Prof. Messerschmid war noch nicht dabei, er reiste erst am Samstag Vormittag an. Untergebracht waren die Teilnehmer im Radisson Blue-Hotel in der Neubrandenburger Innenstadt. Zur Hauptveranstaltung am Samstag, in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums, und auch zum Mittagessen, hatten die Organisatoren einen Busfahrdienst geregelt.</p>



<p>Die Hauptveranstaltung im Gymnasium begann mit einer hervorragenden Darbietung des Schulchors. Den Leitvortrag hielt Ed Buckbee, der einen Einblick hinter die Kulissen der bemannten US-Raumfahrt zu Zeiten Wernher von Brauns gab. So erzählte er, der Sputnik-Start sei für die Amerikaner ein so großer Schock gewesen, weil sie die Russen eher für Bauern hielten, die von Technik keine Ahnung haben. Der Vortrag war gespickt von Anekdoten aus den Mercury-, Gemini- und Apollo-Tagen sowie über die ersten amerikanischen Astronauten. Unter anderem ging es um deren Meinung zum Thema Schimpansen, sowie ihren Frust, in der Entwicklung der Mercury-Kapseln kaum mitreden zu können. Im Gemini-Programm hatten sie viel mehr Mitspracherecht. Auch wurden einige eher unbekannte Filmausschnitte gezeigt und Anekdoten aus dem Apollo-Programm erzählt, wie zum Beispiel, dass das offizielle Raumfahrergetränk “Tang” bei den Astronauten starke Blähungen verursachte und sich zwei Apollo-Astronauten darüber bei offenen Mikrofonen, für die Bodenstation deutlich hörbar, beschwert haben. Der Start vom Mond zurück auf die Erde wurde von den Amerikanern als so gefährlich gesehen, dass der US-Präsident drei verschiedene Presseerklärungen hatte vorbereiten lassen: eine für den Fall, dass alle Astronauten heil zurückkehren, eine für den Fall, das einer zurückkehrt und zwei auf dem Mond verbleiben und eine für den Fall, dass alle drei nicht zurückkehren.</p>



<p>Prof. Dr. Ernst Messerschmid, Wissenschaftsastronaut auf der ersten deutschen Spacelab-Mission im Herbst 1985, erzählte &#8211; nach einer kurzen Einleitung über die Geschichte der Raumfahrt von Gagarin über Apollo bis zum Space Shuttle / ISS &#8211; von seinen eigenen Erfahrungen an Bord der Challenger. Wenn man ganz genau sein will, sei er nach Sigmund Jähn und Ulf Merbold der dritte Deutsche im Weltraum gewesen, da er beim Einschwenken des Shuttle in die Erdumlaufbahn gerade 2,5 m höher saß als sein mittlerweile verstorbener Kollege Reinhard Furrer. Er sehe das aber nicht so genau und sagt, sie seien beide gleichzeitig oben gewesen.</p>



<p>Hauptsächlich ging Messerschmid in seinem Vortrag auf die Nutzungsmöglichkeiten der Schwerelosigkeit für die Wissenschaft ein. So kann man im Weltraum organische Kristalle wie z.B. Enzyme und andere Proteine züchten, die tausend Mal größer sind als auf der Erde. Auch ging er auf das Phänomen “Fluid Shift” ein: bei Schwerelosigkeit verschiebt sich im menschlichen Körper die Flüssigkeit von den Beinen in die oberen Körperregionen. Außerdem findet bei längeren Weltraumaufenthalten ein Verlust an Knochensubstanz statt. Mithilfe der Raumforschung lassen sich auch gesundheitliche Phänomene, die mit Alterung einhergehen, näher erforschen. Darüber hinaus ging Messerschmid auch auf die heutigen europäischen Beiträge zur Raumfahrt ein: Columbus und ATV beim ISS-Programm, sowie Astronauten und Wissenschaftler. Insgesamt werden 30% des Raumfahrtbudgets in wissenschaftliche Forschung investiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RNGaesteNBR2011b1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/RNGaesteNBR2011b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ed Buckbee, Prof. Dr. Ernst Messerschmid und Dr. Miroslaw Hermaszewski. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Mittagspause und der traditionellen Fotosession und Autogrammstunde mit den prominenten Gästen richtete Synthie-Pop-Musiker Peter Schilling ein kurzes Grußwort an die Gäste und zeigte einen kleinen Film. In den 80er Jahren hatte er mit dem raumfahrtbezogenen Song “Major Tom” einen großen Hit gelandet. Am Samstagabend sollte er in der ausverkauften Konzertkirche in Neubrandenburg ein Konzert geben.</p>



<p>Den nächsten größeren Vortrag hielt Volker Schmid vom DLR in Köln zum Thema ATV. Er erwähnte, dass das ATV Nutzlasten auf die ISS transportiert als Gegenleistung dafür, dass ESA-Astronauten zusammen mit den Russen und den Amerikanern auf der ISS arbeiten dürften. Das ATV ist vollautomatisch ausgelegt und kann nicht von Hand gesteuert werden. Auf einer ILA in Berlin hatte Astrium ein Modell einer bemannten ATV-Version ausgestellt. Es gibt tatsächlich mehrere Modelle: eine Rückführkapsel mit 1 Tonne Nutzlast und eine Kapsel, die zwei bis drei Personen transportieren kann. Es hätte sich aber politisch und hinsichtlich Kooperationen als problematisch herausstellen können, diese Projekte in die Tat umzusetzen.</p>



<p>Der polnische Interkosmos-Kosmonaut Miroslaw Hermaszewski hielt danach einen detailreichen Vortrag über die Flüge der russischen Weltraumhunde Laika, Bjelka und Strelka sowie den Flug Juri Gagarins. Ausführlich ging er dabei auf die Konfigurationen der russischen Kapseln ein. Selbst war Hermaszewski der 89. Mensch im Weltraum.</p>



<p>Den Vorträgen folgte eine Podiumsdiskussion, moderiert von Gerhard Kowalski, in der die Referenten Fragen aus dem Publikum und aus der Diskussionsrunde beantworten konnten. Dabei kamen die verschiedenen Themen der Vorträge noch einmal zur Sprache. Dass das Konzert am Samstagabend von Peter Schilling in Neubrandenburg zeitgleich zu den Tagen der Raumfahrt stattfand, war eigentlich Zufall. Als Teilnehmer der Raumfahrttage konnte man dieses Konzert mit ermäßigtem Eintritt besuchen. Meiner Ansicht nach hat sich dieser Besuch gelohnt. Netterweise gab es nach dem Konzert im Hotel auch noch etwas zu essen für die Konzertbesucher.</p>



<p>Am Sonntagvormittag fanden ebenfalls einige interessante Vorträge statt. Walter Päffgen beschrieb das europäische satellitengestützte Navigationssystem Galileo, das für Europa der Einstieg in den Markt der globalen Satellitennavigation bedeutet. Vom Bodenkontrollzentrum Oberpfaffenhofen aus werden rund um die Uhr bis 2014 achtzehn Satelliten betrieben werden. Dies geschieht im Auftrag der EU und der ESA über das Gemeinschaftsunternehmen Space Opal GmbH. Genutzt wird es für die Navigation beim Luft-, See-, Schienen- und Straßenverkehr; außerdem in der Energiewirtschaft, der Landwirtschaft, von Banken, Rettungsdiensten und der Polizei, im Krisenmanagement und in der Erholung.</p>



<p>Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung der DLR in Berlin-Adlershof hat zu den Neubrandenburger Raumfahrttagen schon häufiger beigetragen. Diesmal berichtete er von der Mission der Raumsonde Dawn zum Asteroiden 4 Vesta, sowie von anderen Raumsondenmissionen. Nachdem die Mission Dawn vom Asteroiden 4 Vesta genügend Aufnahmen gemacht hat, wird sie weiterfliegen zum Asteroiden Ceres. Die Asteroiden werden alle nach den Vestalinnen, Priesterinnen aus der altgriechischen Mythologie, benannt. Momentan sind in Adlershof Praktikanten dabei, die altgriechische Literatur nach Namen der Vestalinnen zu durchsuchen.</p>



<p>Ein regelmäßiger Besucher der Neubrandenburger Raumfahrttage ist der 16-jährige Berliner Schüler Sebastian Hadjadj, der später auch beruflich im Feld der Raumfahrt tätig sein möchte. Er hielt einen interessanten, gut recherchierten und verständlichen Vortrag über die verschiedenen Arten von Raketenantrieben. Hierbei erläuterte er die Vor- und Nachteile der verschiedenen Antriebsarten.</p>



<p>Letzter Vortragender der Veranstaltung war Alexander Soucek. Er ist ESA-Angestellter bei ESRIN in Rom und privat dem österreichischen Weltraumforum verbunden, das öffentliche Live-Übertragungen von Raumfahrtereignissen, wie der Cassini-Landung und auch Parabelflüge für Schüler veranstaltet. Seinen Vortrag hielt er in seiner Eigenschaft als Privatperson. Mit dem Thema „Krankenakte Bemannte Raumfahrt“ beschrieb er Visionäre der Raumfahrt und was von deren Voraussagen tatsächlich erreicht worden ist. So sagte Hermann Oberth in seinem Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“ von 1923 voraus, es sei (frei zitiert) „nach dem heutigen Stand der Technik möglich, Maschinen zu bauen, die höher als die Erdatmosphäre fliegen können; bei weiterer Vervollkommnung könnten diese auch die Geschwindigkeiten erreichen, die nötig sind, dass sie nicht auf die Erde zurückfallen und sogar den Anziehungsbereich der Erde verlassen können. Diese Maschinen können so gebaut werden, dass Menschen wahrscheinlich ohne gesundheitlichen Nachteil mit emporfahren können, unter gewissen wirtschaftlichen Bedingungen könne sich der Bau solcher Maschinen lohnen – diese Bedingungen könnten in einigen Jahrzehnten eintreten“. Fast 40 Jahre später ist davon alles wahr geworden. Als Nächster wurde Jesco von Puttkamer genannt, der 1970 voraussagte, es sei möglich, in naher Zukunft Raumstationen, Reisen zu anderen Planeten und eine Station auf dem Mars zu haben. Jetzt – 2011 – hat nichts davon geklappt.</p>



<p>Als Gründe dafür wird die Raumfahrtbegeisterung in der Öffentlichkeit früher bei den Apollo-Missionen und bei Shuttle-Starts genannt. Im Vergleich dazu möchte man heute lieber Fotos von der Erde aus dem Weltraum sehen. Auch findet er, dass der häufig gemachte Vergleich von Gagarin mit Christoph Columbus hinkt, da Columbus mit seinem eigenen Geld ins wirklich Unbekannte vorgestoßen ist, während Gagarin seinen Vorstoß ins Unbekannte unter Überwachung durch viele Techniker und mit vielen Elektroden am Körper machte.</p>



<p>Bemannte Raumfahrt ist so komplex, weil der Mensch im Weltraum nicht überleben kann ohne viel Technik, deshalb tun sich politische Entscheidungsträger mit der Entscheidung über die Raumfahrt schwer. Kennedy brauchte nach dem Debakel in der Schweinebucht und dem Flug Gagarins ein Programm, um sein politisches Image wieder aufzupolieren. Seine PR-Berater rieten ihm zur bemannten Mondlandung. So kam es zum Apollo-Programm mit dem Ziel, noch vor 1970 einen Menschen auf den Mond und wieder zurück zur Erde zu bringen. Als er mitten im Programm ermordet wurde, führte man es weiter als sein Vermächtnis.</p>



<p>Auch sammelte Soucek bei einem Experiment mit dem Publikum Geld ein: „angenommen, Sie sind politischer Entscheidungsträger und möchten mir helfen, eine kleine Apollo-Kapsel für 150 Euro zu finanzieren?“ Nachdem von den 47 Anwesenden 140 Euro zusammengekommen waren, konfrontierte er die Zuhörer mit einem Bild aus der Kinderkrebsstation und der Frage: „Wofür soll man dieses Geld jetzt einsetzen?“ Betretenes Schweigen folgte. Schließlich gab er an, dass das Weltraumforum für dieses Geld Weltraumspielzeug für eine Kinderkrebsstation stiften würde.</p>



<p>Am Rande bot die Veranstaltung auch Verkaufsstände, an denen man sich Raumfahrtartikel kaufen konnte. Was mir aber am besten zugesagt hat, war die Tatsache, dass auch prominente Gäste ziemlich direkt zugänglich waren, sei es bei den Veranstaltungspausen oder auch abends im Hotel nach dem Essen, an der Bar oder beim Frühstück. Themenbereiche im kommenden Jahr 2012 werden die bemannte Raumfahrt der 80er Jahre, Erdbeobachtung, Zukunftsprojekte und die Nachwuchsförderung sein. Teilnehmen lohnt sich auf jeden Fall!</p>
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		<title>Nun ist es offiziell: Alexander Gerst fliegt zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nun-ist-es-offiziell-alexander-gerst-fliegt-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 21:36:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Gerst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der erst 2009 von der ESA rekrutiert wurde, hat eine Mission zur ISS zugeteilt bekommen. Ein Beitrag von Ian Benecken. Quelle: ESA, raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Am Tag der Luft- und Raumfahrt am 18.09.11 verkündete der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler, feierlich in seiner Eröffnungsrede, dass der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, der erst 2009 von der ESA rekrutiert wurde, hat eine Mission zur ISS zugeteilt bekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ian Benecken. Quelle: ESA, raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-09-23-71472.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092011233614_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092011233614_small_1.jpg" alt="raumfahrer.net" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Gerst beim Space TweetUp in Köln 
<br>
(Bild: raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Tag der Luft- und Raumfahrt am 18.09.11 verkündete der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler, feierlich in seiner Eröffnungsrede, dass der erst 2009 ausgewählte deutsche ESA-Astronaut zur ISS fliegt. </p>



<p>Der erst 35 Jahre alte Alexander Gerst kommt aus Künzelsau, Baden-Württemberg, und ist gelernter Geophysiker. Er wurde 2009 als eine von sechs Personen unter Tausenden von Bewerbern ausgewählt, das europäische Astronautencorps zu verstärken. Lange Zeit war es nicht klar, wann er das erste Mal ins All fliegen würde. Nun wissen wir es! 2014 soll es soweit sein! </p>



<p>Alexander Gerst soll als Teil der Expeditionen 40 und 41 an Bord einer Sojus-TMA-M-Kapsel zur ISS fliegen und als Teil der Langzeitbesatzung etwa sechs Monate dort verbringen. Mit ihm werden der US-Amerikaner Gregory Reid Wiseman und der Russe Fjodor Jurtschichin fliegen, der auch der Kommandant der Sojus-Kapsel sein wird. Auf der Station stocken diese drei die bestehende ISS-Expedition 39 auf, die aus den Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie dem NASA-Astronauten Steven Swanson besteht.  </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3349.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA heuert neue Astronauten an</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>SpaceTweetup: Was machen die Space Tweeps (Podcast)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacetweetup-was-machen-die-space-tweeps-podcast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 08:33:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceTweetup]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist die Motivation, am SpaceTweetup teilzunehmen? Raumfahrer.net hat gestern mit einigen SpaceTweeps gesprochen. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Auf dem Tag der Luft- und Raumfahrt fand dieses Jahr der erste europäische SpaceTweetup statt. Genau 60 aktive Twitternutzer wurden eingeladen, in einem gesonderten Zelt über das Ereignis zu schreiben. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Was ist die Motivation, am SpaceTweetup teilzunehmen? Raumfahrer.net hat gestern mit einigen SpaceTweeps gesprochen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-09-19-48349.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092011103359_small_1.jpg" alt="Raumfahrer.net" width="260"/><figcaption>
SpaceTweetup: ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt spricht im Tweetup-Zelt 
<br>
(Bild: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf dem Tag der Luft- und Raumfahrt fand dieses Jahr der erste europäische SpaceTweetup statt. Genau 60 aktive Twitternutzer wurden eingeladen, in einem gesonderten Zelt über das Ereignis zu schreiben. Viele dieser anwesenden <i>Tweeps</i> waren dabei keine Journalisten, sondern Weltraumfans. Ein paar von ihnen haben wir zu ihren Projekten befragt. Am Ende kommt auch einer der Organisatoren vom DLR zu Wort. </p>



<p>Mehr davon können Sie in diesem Podcast nachhören.</p>



<p><strong>Kurzinterviews mit SpaceTweeps</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20240825121800/https://www.pts.space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Part Time Scientists</a></li><li><a href="https://x.com/twisst" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Projekt twisst</a></li><li><a href="https://x.com/marco_t" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Marco Trovatello, DLR</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacetweetup-was-machen-die-space-tweeps-podcast/" data-wpel-link="internal">SpaceTweetup: Was machen die Space Tweeps (Podcast)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Besatzung begeht Jubiläumstag im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-begeht-jubilaeumstag-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 18:31:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach fast drei Wochen als Drei-Personen-Crew ist die ISS-Mannschaft nun wieder vollständig. Die gemeinsame Arbeit startete planmäßig, da stand schon gleich der erste Höhepunkt auf dem Programm. Die Menschen auf der Erde und im All begingen den „Tag der Raumfahrt“ zum 50. Jahrestag des ersten Menschen im All. Weiterhin wurden die Stationsteile gewartet, Experimente betreut, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-begeht-jubilaeumstag-im-all/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung begeht Jubiläumstag im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach fast drei Wochen als Drei-Personen-Crew ist die ISS-Mannschaft nun wieder vollständig. Die gemeinsame Arbeit startete planmäßig, da stand schon gleich der erste Höhepunkt auf dem Programm. Die Menschen auf der Erde und im All begingen den „Tag der Raumfahrt“ zum 50. Jahrestag des ersten Menschen im All. Weiterhin wurden die Stationsteile gewartet, Experimente betreut, Fracht transportiert und die kommende STS-134-Mission der Endeavour vorbereitet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Alexander Samokutjajew arbeitet an einem Teil von Matroschka-R 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Kurz nach der Ankunft der drei neuen Mitglieder der Langzeitbesatzung 27 begannen diese auch gleich mit wichtigen Arbeiten. So hatten die beiden russischen Raumfahrer Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew die Aufgabe, ihr Raumschiff „Gagarin“ zu sichern und in die ISS-Struktur einzubinden. Sie fuhren einige Systeme herunter und installierten externe Lüftung &amp; Heizung. Ein geringer Frachtanteil der Sojus besteht aus zeitnah zu entladenden Gütern. So wurden umgehend nach der Ankunft ein neuer Satz für das Experiment BTKh-29 ZHENSHEN-2 (Ginseng-2) in das Poisk-Modul transportiert, ein neuer Aufbau des BTKh-42-STRUKTURA-Wissenschaftsexperiments (Struktur) entladen und ebenfalls in Poisk eingebaut und eine neue Lieferung für das Strahlungsmessexperiment Matroschka-R entnommen. Die Installation in dem korpusähnlichen System erfolgte sogleich durch die Besatzung. Hier möchte man die Belastung eines menschlichen Körpers durch Energie- und Teilchenstrahlung genauer ermitteln und deren Folgen besser abschätzen. Ronald Garan bereitete währenddessen die Schlafquartiere vor, er rüstete sie mit Schlafsäcken aus und brachte persönliche Fracht in die Kabinen. </p>



<p>Am Donnerstag der letzten Woche durfte die Besatzung, nach den vorangegangen anstrengenden Tagen, etwas Freizeit genießen. Anschließend arbeiteten Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew im russischen Segment und fuhren fort, Fracht aus Sojus-TMA 21 zu entladen. Ronald Garan hielt sich zu dieser Zeit im amerikanischen Stationsteil auf, wo er die Wasseraufbereitungsanlage (WPA) im Destiny-Modul überprüfte und an den Kühlleitungen im Columbus-Modul arbeitete. Kommandant Dmitri Kondratjew, Paolo Nespoli und Catherine Coleman warteten die amerikanischen und russischen Raumanzüge der Station. So wurden bei den russischen Orlan-MK-Raumanzügen die Batterien geprüft, im Quest-Schleusenmodul die Größeneinstellung der US-Anzüge geändert und Metal Oxide (METOX) Canister erneuert. Diese Kanister entfernen das Kohlendioxid aus der in den Weltraumanzug ausgeatmeten Luft und bereiten den Sauerstoff wieder auf. Gemeinsam mit seinen fünf Kollegen hielt ISS-Kommandant Dmitri Kondratjew eine 1,5-stündige Notfallunterweisung ab. Dabei werden die Rollen und Verantwortlichkeiten bei außergewöhnlichen Notlagen, wie zum Beispiel Feuer an Bord, erörtert und die räumlichen Gegebenheiten besichtigt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="307" height="234"/></a><figcaption> Die ISS-Crew spricht mit Medienvertretern.  </figcaption></figure></div>



<p>Der Beginn dieser Woche stand ganz im Zeichen des „Tag der Raumfahrt“ zum 50. Jahrestag des ersten Menschen im All, Juri Gagarin. Die Besatzung bereitete etliche Pressetermine vor, da am 12. April einige Aufzeichnungen aber auch Live-Schaltungen zu den Feierlichkeiten in Russland, den USA und anderen Ländern geplant waren. </p>



<p>Im Vorfeld gab es einen weiteren Höhepunkt, in Gedenken an Juri Gagarin und seinen Flug spielten Catherine Coleman und Ian Anderson, Gründer der Rockband Jethro Tull, ein gemeinsames Duett auf der Flöte. Die Hauptfeierlichkeiten zum „Tag der Raumfahrt“ fanden im Moskauer Kreml, der Stadt Koroljow nahe Moskau und vor Angehörigen des RKK Energija statt. Aber auch an anderen Orten der Welt wurde dieser Tag mit etlichen Events gefeiert. Amerika beging an diesem Tage ebenfalls ein Jubiläum, am 12. April 1981 startete das erste Space Shuttle Columbia mit John Young und Robert Crippen an Bord ins All. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_small_3.jpg" alt="NASA" width="308" height="185"/></a><figcaption>
Catherine Coleman und Ian Anderson spielen im Duett. 
<br>
(Bilder: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zum Anlass des „Tag der Raumfahrt“ aktivierten die russischen Besatzungsmitglieder den mit Progress-M 09M angelieferten Mikrosatelliten „Kedr“ innerhalb der ISS. In der Station wurde der Mikrosatellit mit einer 825M3-Orlan-Batterie betrieben, verwendete seinen 430-MHz-Sender und eine externe Antenne. Ursprünglich sollte dieser bei einem Außeneinsatz im Februar ins All entlassen werden und zum 50. Jahrestag des Erstfluges Juri Gagarins 1961 an die 25 Grußbotschaften in 15 Sprachen, etliche Fotos und wissenschaftliche Daten versenden. Dies geschah jetzt aus der Station heraus, „Kedr“ wird nun beim nächsten russischen Ausstieg im Juli seine eigentliche Mission beginnen. Grund für die Verschiebung des Aussetzens war eine unzureichende Batteriekapazität bis zum 12. April 2011. </p>



<p>Der russische Präsident Dmitri Medwedjew sandte seine eigene Glückwunschnachricht an die Mannschaft, als er das Flugleitungszentrum in Koroljow nahe Moskaus besuchte. Während seines Gespräches mit der Besatzung betonte er: „Im Laufe der letzten 50 Jahre könnten wir uns unser Leben ohne Weltraumforschung, ohne Ihre Mission, ohne die Ergebnisse und den praktischen Nutzen Ihrer Arbeit in der Umlaufbahn nicht  vorstellen.“ Erneut sendeten die sechs Raumfahrer Worte der Unterstützung und Aufmunterung ihren Kollegen von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, welche Verluste während des Erdbebens und des Tsunamis erlitten hatten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042011203134_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ronald Garan wartet ARED (Advanced Resistive Exercise Device). 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach diesem meist arbeitsfreien Feiertag stellte sich die Stammbesatzung wieder den ganz alltäglichen Dingen. So wurden an dem Universal-Trainingsgerät mit Namen ARED (Advanced Resistive Exercise Device) Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt, da das Gerät nach Problemen seit dem Wochenende außer Dienst gestellt war. Ebenso wurde wieder am Wasseraufbereitungssystem (WRS-2) im Rack 2 des Tranquility-Moduls gearbeitet. Catherine Coleman hat dabei eine mit dem ATV-2 angelieferte Filtereinheit ersetzt. Zuvor musste sie allerdings den Schmutzwassertank der Einheit mit einem Kompressor auf ein Niveau von 60 % auffüllen, um ein automatisches Entleeren in die Filtereinheit auszulösen und diese damit zu spülen. Dieser Vorgang wurde mehrmals wiederholt, die Toiletten- und Hygiene-Abteilung WHC (Waste &amp; Hygiene Compartment) stand während dieser Zeit nicht zur Verfügung. Vorbereitend auf die STS-134-Mission der Endeavour wurde der Stationsarm Canadarm2 von der Bodenkontrolle mit dem Mobilen Transporter (MT) von der der Arbeitsseite 2 zur Arbeitsseite 7 bewegt. Um Vibrationen im Gittersegment zu vermeiden, waren die russischen Kontrolltriebwerke der Station bei diesem Vorgang deaktiviert. </p>



<p>Am gestrigen Tag hatte Catherine Coleman die Aufgabe, ein Mikroskop und ein Spektralphotometer des Biolab-Rack in Columbus auszubauen. Beide Instrumente funktionierten nicht mehr und sollen mit der Endeavour für weitere Untersuchungen zur Erde zurückkehren. Weiter gingen die Astronauten zusammen mit der Bodenkontrolle die Liste der Frachttransfers während der STS-134-Mission durch. Sie sprachen ebenfalls mit drei Astronauten der Shuttle-Mission, Mike Fincke, Greg Chamitoff und Andrew Feustel, über deren Außeneinsätze und die dann anstehenden Prozeduren. Auf russischer Seite demontierten Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew der Robotic-Arm des ROKVISS-Experiments (KONTUR), welcher bei einem russischen Außeneinsatz im November 2010 geborgen wurde. Dieser vom DLR entwickelte Arm dient der Erforschung und Entwicklung moderner Steuerungssoftware und Roboterkomponenten für den Einsatz im All. Jetzt wurde er, mit Unterstützung der Spezialisten am Boden, in Einzelteile zerlegt und für den Rücktransport zur Erde vorbereitet. Die drei Neuankömmlinge Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew verbringen täglich eine Stunde damit, sich an das Leben im All zu gewöhnen und mit der Station vertraut zu werden. In dieser Zeit sind sie von den normalen Stationsaufgaben entbunden. </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 14.04.2011:349,2 km bei einem Höhenverlust von 179 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>22. April, Progress-M 09M verlässt die ISS </li><li>29. April, Progress-M 10M erreicht die ISS</li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9484.msg182169#msg182169" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 27 seit dem 10. April</a></li></ul>
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		<title>Tage der Raumfahrt Neubrandenburg 2010</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 11:34:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mars 500]]></category>
		<category><![CDATA[Neutronenstern]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[TdR]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17484</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum 26. Mal fanden vom 5.-7. November 2010 in Neubrandenburg die Tage der Raumfahrt statt. Wieder kamen mehrere Raumfahrer und Vertreter von Raumfahrtagenturen zu Vorträgen und Gesprächen zusammen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Hierzu lädt die Initiative 2000 plus, Herausgeber der Raumfahrtzeitschrift Raumfahrt Concret, jährlich Astronauten, Kosmonauten und Raumfahrtexperten ein, damit diese einem interessierten Publikum [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum 26. Mal fanden vom 5.-7. November 2010 in Neubrandenburg die Tage der Raumfahrt statt. Wieder kamen mehrere Raumfahrer und Vertreter von Raumfahrtagenturen zu Vorträgen und Gesprächen zusammen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<p>Hierzu lädt die Initiative 2000 plus, Herausgeber der Raumfahrtzeitschrift Raumfahrt Concret, jährlich Astronauten, Kosmonauten und Raumfahrtexperten ein, damit diese einem interessierten Publikum über verschiedene Raumfahrtthemen berichten können.</p>



<p>Für dieses Jahr waren als Kosmonauten eigentlich Muhammad Faris aus Syrien und Oleg Kotow aus Russland eingeladen. Beide haben jedoch sehr kurzfristig abgesagt, Faris aus gesundheitlichen Gründen und Kotow wegen anderer Termine. Innerhalb kürzester Zeit ist es den Organisatoren gelungen, stattdessen Juri Usatschow aus Russland für die Veranstaltung zu gewinnen.</p>



<p>Am Freitagabend findet traditionsgemäß ein Kulturabend mit landesüblichen Speisen und Kulturprogramm aus dem Land des weitestgereisten Astro- oder Kosmonauten statt. Da der syrische Kosmonaut aber kurzfristig abgesagt hatte, war es so schnell nicht möglich, umzuplanen. Deshalb gab es hervorragendes orientalisches Essen und eine Bauchtanzdarbietung.</p>



<p>Der Samstag war vollständig Vorträgen und Diskussionen gewidmet. Erster Vortragender war der Spanier Manuel Valls Toimil, ehemaliger stellvertretender Leiter des Direktorats für bemannte Raumfahrt beim ESTEC in Noordwijk. Zu seinen Aufgaben gehörte es unter anderem, bei wichtigen strategischen Verhandlungen zwischen den ISS-Partnern die ESA zu vertreten. Valls hielt einen Vortrag über10 Jahre ISS und die Entwicklungen, die das Projekt durchgemacht hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/usachev_636.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/usachev_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Juri Usatschow. (Bild: Mandy Kobs)</figcaption></figure></div>



<p>Als zweiter Vortragender erzählte Juri Usatschow von seinen Erfahrungen im Weltraum, wobei er vor allem die menschliche Seite der Raumfahrt betonte. Auf seinem ersten ISS-Flug war er als Kommandant eingeteilt, sah sich selbst aber nicht als “Kommandant” in dem Sinne, sondern sah als seine Hauptaufgabe, sich genau mit den Menschen zu befassen, mit denen er auf der Raumstation war und für die er sich verantwortlich fühlte. Zwischenmenschliche Beziehungen hält er im Weltraum für wichtiger als um jeden Preis das geplante Programm durchzuziehen.</p>



<p>In der russisch-amerikanischen Zusammenarbeit gab es für ihn einige Hindernisse, wobei er als erstes die Sprachbarriere anführte. Da er in der Schule kein Englisch gelernt hatte, dies aber die Hauptsprache auf der ISS sein würde, musste er sich diese Sprache aneignen. Dies gelang ihm mit Hilfe seiner Kollegin Shannon Lucid sowie durch das Lesen englischer Bücher und das Schauen englischer Filme. Auch den Aspekt der unterschiedlichen Kulturen fand er wichtig; Amerikaner und Russen lernten, einander zu verstehen, indem sie im jeweils anderen Land auch in der Freizeit miteinander umgingen und miteinander Feste feierten. So erkannten sie Gemeinsamkeiten; das machte dann den gemeinsamen Flug einfacher. Auch war es für ihn hilfreich, sich über die Hobbys und Interessen seiner Kollegen zu informieren, so dass er sich mit ihnen im Smalltalk auch darüber unterhalten konnte.</p>



<p>Auf der ISS selber war es wichtig, nach dem Aufstehen erst mal zu schauen, wie überhaupt die Stimmung der Crewmitglieder war, und anhand dessen zu beschließen, ob man das ganze geplante Programm durchzieht oder Abstriche macht. Zu seinen Hauptaufgaben als Kommandant gehörte es, die Sicherheit an Bord zu wahren und das Programm im Auge zu behalten.</p>



<p>Auch war während Usatschows Raumeinsatz der amerikanische Weltraumtourist Dennis Tito auf der ISS zu Besuch. Hierüber hatte es in den USA Diskussionen gegeben, wieso er als Amerikaner den Russen noch 20 Millionen Dollar bezahlen sollte, um auf der ISS sein zu dürfen. Es war Tito auch nicht gestattet, sich mit den amerikanischen Astronauten an Bord fotografieren zu lassen oder das amerikanische ISS-Segment zu betreten. Zwischen Dennis Tito und den amerikanischen ISS-Bewohnern Jim Voss und Susan Helms hat es vor dem Flug ein Briefing gegeben, man möge sich bitte so freundlich wie möglich zueinander verhalten. Daran haben sie sich während des Fluges gehalten. Usatschow selbst und seine russischen Kollegen haben Tito als Gast auf der ISS aufgefasst und sich aus den politischen Diskussionen herausgehalten.</p>



<p>Da die Russen mehr Erfahrung mit Langzeitflügen und die Amerikaner mit Kurzzeitflügen haben, wusste Usatschow seinen amerikanischen Kollegen zu erzählen, wie diese ihr Trainingsschema am besten einteilen sollten. Insgesamt, so berichtet Usatschow, habe es während seines sechsmonatigen Weltraumaufenthaltes keine nennenswerten Probleme gegeben. Nach dem Flug war sein Umgang mit Jim Voss und Susan Helms familiärer als er vorher war; das wird öfter bei Besatzungen nach gemeinsamen Raumflügen beobachtet.</p>



<p>Als dritter Vortragender hat Hartmut Ripken vom DLR über die industriellen Möglichkeiten der ISS berichtet. Besonders wurde hier der multidisziplinäre Charakter der ISS-Forschung betont. Als Beispiele wurden Untersuchungen über das Verhalten von Flammen in der Schwerelosigkeit hervorgehoben sowie unter anderem Biologie, Materialwissenschaften und neue Konzepte zur Telekommunikation und Datenübertragung. Auch wurde auf die unterschiedliche Herangehensweise von Industrie und Wissenschaft an Weltraumforschung eingegangen. Als Beispiel für Telekommunikation wurde das GTS (Global Time System) zur globalen Zeitübertragung per Satellit erwähnt. Die ISS sendet auf ihrer Inklination zwischen 52° Nord und 52° Süd Zeitsignale aus, welche dann von Funkuhren empfangen werden. Momentan befindet sich dieses System noch im Experimentalstadium, es besteht aber Interesse seitens der Industrie. Man kann es auch für die Entwicklung einer Wegfahrsperre für Autos nutzen. Den Diebstahl seines Autos meldet man an eine Kontrollstation, diese leitet die Meldung weiter an die ISS, die dann ein Signal an das Auto zur Wegfahrsperre schickt.</p>



<p>Des Weiteren wird die Möglichkeit erwähnt, auf der ISS Medikamente “vom Reißbrett” zu entwickeln, da sich Eiweiße bei der Kristallisation unter Schwerelosigkeit anders verhalten als unter Schwerkraft. Anhand der Strukturanalyse nach der Kristallisation erlangt man genaue Kenntnisse über den Kristall und kann diese dann zum genauen Entwurf von Medikamenten nutzen. Auch das Schmelzverhalten von Aluminiumlegierungen bei Mikrogravitation kann man auf der ISS erforschen; hierfür läuft ein Projekt mit der Firma Hydro. Bereits abgeschlossen sind Projekte über Telemonitoring und Ferndiagnose von Herz-Kreislaufproblemen. Mithilfe eines speziellen Hemdes konnten Mediziner die Herz-Kreislaufsysteme von Astronauten im Auge behalten und darauf reagieren. In Zukunft soll dies auch bei Senioren möglich sein. Auch die Haut des Menschen verhält sich in der Schwerelosigkeit anders als unter Schwerkraft. Deshalb wurden im Projekt “Skin Care” Cremes gegen Hautalterung getestet.</p>



<p>Vierter Vortragender war der chinesische Raumfahrtexperte Chen Lan, China-Korrespondent von Raumfahrt Concret, der einen Überblick über die chinesische Raumfahrt gab. So plant China im nächsten Jahr, den Long March 5 Heavy Launcher zu starten, eine 1,5-Stufen-Rakete. Die Raketen Langer Marsch 2 bis 4 werden weiterhin für unbemannte und bemannte Flüge im Einsatz bleiben, jedoch wird Langer Marsch 5 sie stufenweise ersetzen. Längerfristig geplant sind Langer Marsch 6 mit einer Nutzlast von 1 t, welche 2013 zuerst fliegen soll, und Langer Marsch 7 mit 13,5 t Nutzlast, welche 2014 ihren ersten Flug absolvieren soll. Auch ist eine bemannte Mondmission geplant, dies jedoch nicht vor 2030. Daneben ist auf den momentanen Stand der bemannten Raumfahrt in China eingegangen worden. Auch gibt es Pläne, vielleicht später an die ISS anzudocken. China sei, so Chen Lan, bereit, bei der ISS mitzuarbeiten, jedoch scheiterte das bis jetzt an mangelnder Kooperationsbereitschaft der Amerikaner. China selbst plant, ein bemanntes Laboratorium (Tiangong 1) in den Weltraum zu schicken. Längerfristig ist eine eigene modulare Raumstation geplant.</p>



<p>Im Anschluss an den letzten Vortrag gab es eine Diskussion und Fragestunde mit allen Beteiligten sowie Oliver Knickel, Teilnehmer der Mars500-Vorstudie Mars 105. Hier wurden interessante Fragen zu den verschiedenen Vorträgen gestellt und diskutiert. Abends fand ein Bankett mit reichhaltigem Büffet statt.</p>



<p>Die zweite Vortragsrunde war am Sonntag Vormittag. Ulrich Köhler vom Institut für Planetenforschung des DLR beschrieb die deutschen Beiträge bei der Planetenforschung. So ist das DLR an der Exoplanetensonde CoRoT, der Kometensonde Deep Impact beteiligt, welche 2005 den Kometen Tempel 1 erforschte und an Rosetta beteiligt, welche 2014 den Kometen 67P Tschurjumow-Gerasimenko erreichen wird. Zur NASA–Mission Dawn, die 2011 den Asteroiden Vesta erreicht, hat das DLR die Kamera beigesteuert. Dies ist die erste NASA-Mission, welche keine US-Kamera an Bord hat. 2015 wird diese Mission den Asteroiden Ceres erreichen.</p>



<p>Der nächste Vortrag, von Ralf Heckel vom International Space Education Institute, ging über die Möglichkeiten, Jugendliche über handwerkliche Projekte an die Raumfahrt heranzuführen. Beispiele hierfür sind das Projekt “Moonbuggy”, wobei Jugendliche mit neuen Technologien ein völlig pedalbetriebenes Fahrzeug entworfen und gebaut haben, welches im Versuch bis zu 80 km/h geschafft hat. Auch veranstaltet das International Space Education Institute regelmäßig Exkursionen für Jugendliche zu Raumfahrtzentren in den USA und in Russland.</p>



<p>Anschließend hielt Dr.-Ing. Carsten Wiedemann vom Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme der TU Braunschweig einen Vortrag über Weltraummüll. Hierbei sind unter anderem auch Natrium-Kaliumtropfen von russischen Kernreaktoren anzutreffen. Im US-amerikanischen TLE-Bahndatenkatalog (Two Line Elements) sind etwa 15.000 Objekte Weltraummüll ab 5 cm Größe aufgeführt; eigentlich sind es aber 20.000 bis 23.000 Objekte. Manche davon sind entweder militärischen Ursprungs und deshalb nicht aufgeführt, andere sind zu alt, um erfasst worden zu sein. Außerdem wird davon ausgegangen, dass es noch 44.000 Objekte Weltraumschrott gibt, welche kleiner sind als 5 cm, sowie etwa 660.000 Objekte mit einer geringeren Größe als 1 mm. Als Friedhofsumlaufbahn wird gerne die Höhe von 950 km genommen; allerdings werden viele Erdbeobachtungssatelliten auf der Höhe von 900 km betrieben, wobei sie Gefahr laufen, mit Weltraummüll in Kontakt zu kommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/knickel_1024.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/knickel_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oliver Knickel, Teilnehmer der Mars500-Vorstudie. (Bild: Mandy Kobs)</figcaption></figure></div>



<p>Letzter Vortragender der Veranstaltung war Oliver Knickel, seitens der ESA deutscher Teilnehmer der Marssimulationsstudie Mars 105, welche 2009 als Vorstudie für das momentan laufende Projekt Mars500 durchgeführt wurde. Unter Ausschluss von Radio, Fernsehen und Internet lebte im IMBP (Institut für medizinische und biologische Problemme) in Moskau eine Gruppe Personen 105 Tage lang auf engem Raum zusammen, wobei ihr Verhalten beobachtet wurde und ihre Fähigkeit, mit dieser Situation zurecht zu kommen. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, welchen Einfluss ein eventueller Marsflug auf die Astronauten haben würde. Das momentan laufende Projekt Mars500 wird insgesamt 500 Tage dauern. Es wurden die räumlichen Bedingungen des Projektes beschrieben. Aus Zeitgründen konnte ich mir diesen Vortrag nicht vollständig anhören. Aus der Podiumsdiskussion am Samstag konnte ich jedoch heraushören, dass man auf jeden Fall verändert aus einem solchen Projekt herauskommt und danach Dinge des Alltags viel mehr zu schätzen weiß. Für den echten Marsflug hält Knickel Mars500 von sehr großer Bedeutung; wenn es möglich sei, eine internationale Crew so lange auf engem Raum zusammen leben zu lassen, sei es auch möglich, zum Mars zu fliegen.</p>



<p>Neben den Vorträgen gab es wie jedes Jahr als Randprogramm Stände, an denen die Möglichkeit bestand, raumfahrtbezogene Bücher und andere Artikel zu kaufen, sowie mehrere Autogrammstunden und eine Fotosession mit dem Kosmonauten. Die Veranstaltung ist allen Interessierten zugänglich und war entsprechend gut besucht, obwohl sie dieses Mal nicht, wie sonst, im Stadtzentrum stattfand, sondern in einem Gymnasium außerhalb des Zentrums. Die Organisatoren haben gute Arbeit geleistet, wieder so ein hochkarätiges Team an Vortragenden zusammen bekommen zu haben. Die Besucher kamen aus ganz Deutschland sowie einige aus anderen europäischen Ländern. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Veranstaltung einmal zu besuchen.</p>
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