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	<title>Vigil &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Vigil &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 18:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS. Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen, 28. November 2025 Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen/" data-wpel-link="internal">ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA-Sonde Vigil soll die Vorwarnzeit vor gefährlichen Sonnenstürmen deutlich verlängern. Am MPS entsteht eines der Instrumente der Mission. Eine Nachricht des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung MPS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/esa-raumsonde-vigil-soll-vor-sonnenstuermen-warnen?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/ESA-Raumsonde Vigil soll vor Sonnenstürmen warnen</a>, 28. November 2025</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-rl_caption="" title="Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Copyright: ESA" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="700" height="370" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg" alt="" class="wp-image-152111" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/1-Vigil-Sonne-Erde-700x370-1-300x159.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Raumsonde Vigil wird aus seitlicher Perspektive auf die Sonne schauen und von dort vor gefährlichem Weltraumwetter warnen.<br><mark>Copyright: ESA</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die ESA-Ministerratskonferenz hat den weiteren Fahrplan für die Weltraummission Vigil beschlossen. Die Raumsonde soll ab 2031 gefährliches Weltraumwetter vorhersagen.</li>



<li>Vigil schaut aus bisher ungenutzter Beobachtungsposition auf die Sonne. Die Vorwarnzeit vor Sonnenstürmen verlängert sich so um bis zu fünf Tage.</li>



<li>Der Photospheric Magnetic Field Imager (PMI) von Vigil wird unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung entwickelt und gebaut. Arbeiten an dem Instrument haben bereits begonnen.</li>



<li>PMI liefert beinahe ununterbrochen und in Echtzeit detaillierte Karten des Magnetfeldes an der sichtbaren Sonnenoberfläche. Das ist auch für wissenschaftliche Zwecke wertvoll.</li>
</ul>



<p>Von der Erdoberfläche oder aus Erdnähe im All schauen mehrere Teleskope und Raumsonden unentwegt auf die Sonne. Wenn sich dort eine möglicherweise gefährliche Sonneneruption zusammenbraut, merken sie es als erste – jedoch mit einer recht kurzen Vorwarnzeit von höchstens drei Tagen. Denn ebenso wie die Planeten rotiert auch die Sonne um die eigene Achse. Die Regionen, die das künftige Weltraumwetter auf der Erde bestimmen, drehen sich erst nach und nach in unser Sichtfeld; die ersten Anzeichen eines gefährlichen Sonnensturms bleiben uns so verborgen. Ein effektiveres Vorwarnsystem benötigt deshalb in erster Linie einen Perspektivenwechsel.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://streaming-eu.mpg.de/de/institute/mps/PMI_De.mp4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152113" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/2-Vigil_MPS-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS / Science Office</mark></em></figcaption></figure>



<p><em>Die Sonne im Blick mit dem Photospheric Magnetic Field Imager der Raumsonde Vigil<br>Die Raumsonde Vigil wird aus einzigartiger Beobachtungsperspektive vor gefährlichem Weltraumwetter warnen. Mit an Bord: der Photospheric Magnetic Field Imager vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-253b4d08"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p>Diesen soll die ESA-Sonde Vigil ermöglichen. Ihr Start ist für 2031 geplant. In einem Abstand von etwa 150 Millionen Kilometern wird die Sonde der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne folgen. Vigil schaut so auf die Seite der Sonne, die sich der Erde erst vier bis fünf Tage später zuwendet. Der anvisierte Beobachtungsposten zählt zu den so genannten Lagrange-Punkten. Dies sind insgesamt fünf Positionen im Sonne-Erde-System, an denen eine Raumsonde im Gleichtakt mit der Erde um die Sonne kreisen kann. Der Punkt L5 wurde in der Weltraumforschung bisher noch nicht genutzt.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-06f92ee7"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-rl_caption="" title="Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All. Copyright: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="267" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/3-Lagrange-Punkte-267x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152114"/></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Copyright: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p><em>Vigil wird die Sonne vom Lagrange-Punkt L5 beobachten. Die Sonde folgt der Erde auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne und hat so Regionen der Sonne im Blick, bevor sie von der Erde aus sichtbar sind. Der Lagrange-Punkt L1 ist Arbeitsplatz des altgedienten Sonnenobservatoriums Solar and Heliospheric Observatory (SOHO); vom Langrange-Punkt L2 aus blickt das James-Webb-Teleskop (JWT) ins All.</em></p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-f720a250"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p><strong>Ein Instrument und sein Vorgänger</strong><br>Vier Messinstrumente werden an Bord von Vigil in verschiedene Schichten der Sonne schauen: von der Oberfläche über die innere bis in die äußere Atmosphäre. Zudem misst die Sonde mit zwei Instrumenten den Sonnenwind, der die Raumsonde an Ort und Stelle umströmt. Vigils Photospheric Magnetic Field Imager (PMI), der derzeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) entsteht, hat die Oberfläche der Sonne im Blick und bestimmt Stärke und Richtung des dortigen Magnetfeldes. Wenn sich das Magnetfeld stellenweise umstrukturiert und Energie freisetzt, kann das eine Sonneneruption auslösen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Erste Anzeichen für eine drohende Sonneneruption zeigen sich oftmals schon an der Oberfläche der Sonne. Solche Hinweise wird Vigil dank PMI früher als andere Sonnenspäher erkennen.</em><br><strong>Sami K. Solanki, MPS-Direktor und wissenschaftlicher Leiter des PMI-Teams</strong></p>
</blockquote>



<p>Vorbild für PMI ist das Instrument PHI (Photospheric and Helioseismic Imager), das seit 2020 an Bord der ESA-Raumsonde Solar Orbiter um die Sonne kreist. Auch PHI wurde unter Leitung des MPS entwickelt und gebaut. „Die Erfahrung, die wir in den vergangenen Jahren beim Bau von PHI gesammelt haben, sind für unseren Beitrag zu Vigil sehr wertvoll“, so PMI-Projektmanager Jan Staub vom MPS. Eine exakte Kopie von PHI ist das neue Instrument jedoch nicht. Anders als PHI soll PMI beinahe in Echtzeit und im Dauerbetrieb die Grundlage für Weltraumwettervorhersagen liefern.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em>Der Einsatz für Weltraumwettervorhersagen stellt höchste Anforderungen an die Verlässlichkeit unseres Instruments.</em><br><strong>Jan Staub, PMI-Projektmanager</strong></p>
</blockquote>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-rl_caption="" title="Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild). Copyright: NASA/SDO/MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="140" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg" alt="" class="wp-image-152116" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/4-Sonne-Falschfarben-700x140-1-300x60.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Falschfarben-Aufnahmen der Sonne zeigen, wie der Blick von PMI auf die Sonnenoberfläche aussehen wird. Das Instrument liefert Messungen der Intensität des Sonnenlichts (linkes Bild), der Stärke des Magnetfeldes (zweites Bild von links), der Richtung des Magnetfeldes (drittes und viertes Bild von links) und der Strömungsgeschwindigkeit des Sonnenplasmas an der Oberfläche in Blickrichtung (rechtes Bild).<br><mark>Copyright: NASA/SDO/MPS</mark></em></figcaption></figure>



<p><strong>Wissenschaftliche Anwendungen</strong><br>Der ununterbrochene Datenstrom aus einzigartiger Perspektive ist nicht nur zur Vorhersage von Sonnenstürmen, sondern auch unter Forschenden gefragt. Besonders in Zusammenarbeit mit anderen Raumsonden ergeben sich neue Möglichkeiten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ansichten der Sonnenrückseite</strong>:<br>Durch Methoden der Helioseismologie könnte Vigil seinen Wissensvorsprung noch weiter vergrößern. Schallwellen durchlaufen die Sonne und verbinden so ihre erdabgewandte und ihre erdzugewandte Seite. <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2023/06/aa46030-23/aa46030-23.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Da sich solche Wellen unter dem Einfluss starker Magnetfelder schneller ausbreiten, ist es möglich, durch Beobachtungen der Schallwellen an der erdzugewandten Sonnenoberfläche auf Regionen hoher magnetischer Aktivität auf der Rückseite der Sonne zu schließen.</a> Große und komplexe aktive Regionen sind oftmals potentielle Ausgangsorte zukünftiger Sonneneruptionen. „Vigils Perspektive vom Lagrange-Punkt L5 wird es uns erlauben, aktive Regionen auf der Rückseite der Sonne mit verbesserter Genauigkeit und Verlässlichkeit aufzuspüren“, so Laurent Gizon, Geschäftsführender Direktor des MPS.</li>



<li><strong>Magnetfeldmessungen</strong>: <br>Das Magnetfeld der Sonne ist Motor vieler Prozesse auf unserem Stern – und Schlüssel zu seinem Verständnis. Doch bisher lässt sich nur die Magnetfeldkomponente in Blickrichtung eindeutig und routinemäßig messen. Für Abhilfe kann ein Stereo-Blick auf die Sonne aus zwei Perspektiven sorgen. <a href="https://www.mps.mpg.de/doppelblick-auf-das-magnetfeld-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">So lässt sich auch die Magnetfeldkomponente senkrecht zur Blickrichtung zweifelsfrei bestimmen, wie Forschende des MPS bereits zeigen konnten.</a> Dafür werteten sie gleichzeitig aufgenommene Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und der erdnahen NASA-Raumsonde Solar Dynamics Observatory (SDO) aus. Durch Vigil werden solche Daten erstmals ständig zur Verfügung stehen.</li>



<li><strong>Helligkeit von Sonnenfackeln</strong>: <br>Um die Gesamthelligkeit der Sonne und ihre Schwankungen einzuschätzen, sind neben den dunklen Sonnenflecken auch Sonnenfackeln von maßgeblicher Bedeutung. Das sind besonders helle Gebiete auf der Sonnenoberfläche mit hohen magnetischen Feldstärken. Entscheidende Eigenschaften von Sonnenfackeln lassen sich nur unzureichend messen, wenn sie von der Erde aus betrachtet am Rand der Sonne liegen. „Mit einer Seitenansicht auf diese Regionen können wir die Magnetfelder der Fackeln besser bestimmen und mehr über ihre Helligkeit erfahren“, erklärt Kinga Albert vom MPS, <a href="https://arxiv.org/pdf/2510.00320" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">die entsprechende Studien mit Daten der ESA-Raumsonde Solar Orbiter und SDO durchgeführt hat.</a></li>
</ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg586346#msg586346" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission Vigil (früher Lagrange)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 10:31:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><mark>In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde.</mark> In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das diffuse Leuchten ist nicht nur wunderschön, sondern auch eindrucksvolle Erinnerung, dass Eruptionen auf der Sonne direkten Einfluss auf die Erde haben können. Dieser stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde geht die aktuelle Vortragsreihe „Im Feuerwerk der Sonne“ am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nach. In sechs Vorträgen berichten Forschende von Februar bis Mai 2026 vom aktiven Wesen unseres Sterns. Sie beschreiben den aktuellen Zustand der Sonne, blicken weit in ihre Vergangenheit, präsentieren Neuigkeiten aus der Polarlichtforschung, erklären die Gefahren von gefährlichem Weltraumwetter für die Erde und berichten von Plänen, Sonnenstürme in Zukunft besser vorhersagen zu können. Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.<br><em><strong>Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion: </strong>&#8222;Wir übernehmen diese Ankündigung leider nicht zeitgerecht. Der erste Vortrag der Reihe erfolgte bereits, fünf der Vorträge folgen jedoch noch, der Nächste demnächst&#8220;.</em></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.mps.mpg.de/8608430/pm20260115-oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne?c=2728" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MPS/Aktuelles/Nachrichten/Pressemitteilung/Im Feuerwerk der Sonne</a>, 15. Januar 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-rl_caption="" title="Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026 Bildquelle: MPS" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="700" height="366" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg" alt="" class="wp-image-150994" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1.jpg 700w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/original-450x235-1-300x157.jpg 300w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Öffentliche Vortragsreihe Februar &#8211; Mai 2026<br><mark>Bildquelle: MPS</mark></em></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Auftakt macht MPS-Direktor <mark>Prof. Dr. Sami K. Solanki</mark> am <mark>12. Februar 2026</mark>. Sein Vortrag „<mark>Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde</mark>“ bietet einen einführenden Überblick über die Aktivität der Sonne. Es geht um Eruptionen und Strahlungsausbrüche, den schwankenden Aktivitätszyklus unseres Sterns, ihren aktuellen Zustand und die Frage, was uns der Blick auf ferne Sterne über gewaltige Sonnenausbrüche, so genannte Superflares, lehren kann.</li>



<li>Weniger explosiv als Sonneneruptionen, aber ebenso faszinierend ist der Sonnenwind: der stetige, nie ganz abreißende Teilchenstrom von der Sonne, der zum Teil mit Überschallgeschwindigkeiten bis an den Rand des Sonnensystems jagt. Unter dem Titel „<mark>Unsichtbar und doch zu messen: Wie der Wind von der Sonne ihre Umgebung prägt</mark>“ berichtet <mark>Prof. Dr. Hardi Peter</mark> am <mark>12. März 2026</mark> vom Einfluss des ständigen Sonnenteilchenbeschusses auf die Erde.</li>



<li>Den wohl malerischsten Auswirkungen der Sonnenaktivität, den Polarlichtern, wendet sich <mark>Prof. Dr. Yasuhito Narita</mark> von der TU-Braunschweig am <mark>2. April 2026</mark> zu. In seinem Vortrag „<mark>Polarlichter: Faszination und aktuelle Forschung</mark>“ erklärt er, wie die Leuchterscheinungen am Himmel entstehen und welche Erkenntnisse Forschende daraus gewinnen können.</li>



<li>Um gefährliche Auswirkungen der Sonnenaktivität geht es am <mark>16. April 2026</mark>. In seinem Vortrag „<mark>Gefahren von Weltraumwetter für unsere moderne Infrastruktur</mark>“ berichtet <mark>Dr. Volker Bothmer</mark> vom Institut für Astrophysik und Geophysik der Universität Göttingen von den Problemen, zu denen heftige Sonnenstürme auf der Erde führen können.</li>



<li>Auf eine Reise in die weite Vergangenheit unseres Sterns entführt <mark>Dr. Natalie Krivova</mark> vom MPS mit ihrem Vortrag „<mark>Wenn die Sonne tobt: Auf den Spuren der stärksten Sonnenstürme des Holozäns</mark>“ am <mark>7. Mai 2026</mark>. Um zu verstehen, zu welchem Verhalten die Sonne prinzipiell fähig ist, blickt die Forscherin zurück auf die Epoche der Nacheiszeit. Gibt es Hinweise auf starke Sonnenstürme? Wie häufig kamen sie vor? Und wie lassen sie sich nach Jahrhunderten und Jahrtausenden aufspüren?</li>



<li>Um Zukunftsmusik geht es im letzten Vortrag der Reihe: <mark>Mission Vigil &#8211; Weltraumwettervorhersage aus einzigartiger Perspektive</mark>. 2031 startet die ESA-Raumsonde Vigil ins All. Aus seitlicher Beobachtungsposition wird der Sonnenspäher eher als erdnahe und erdgebundene Teleskope erkennen können, wenn sich auf der Sonne gefährliches Weltraumwetter zusammenbraut. Eines der wissenschaftlichen Instrumente der Mission entsteht derzeit am MPS. Am <mark>21. Mai 2026</mark> gibt <mark>Dr. Johann Hirzberger</mark> vom MPS einen Überblick.</li>
</ul>



<p>Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.</p>



<p>Hinweis zum Parken: Das MPS liegt am Nordcampus der Uni Göttingen und bietet so viele Parkmöglichkeiten. Einige öffentliche Parkplätze finden sich rechts neben dem Haupteingang des Instituts. Weitere Parkplätze gibt es am nahegelegen Friedrich-Hund-Platz zwischen den Fakultäten für Chemie und Physik.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20840.msg584487#msg584487" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vortragsreihe 2026 am MPS, Göttingen</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/oeffentliche-vortragsreihe-im-feuerwerk-der-sonne/" data-wpel-link="internal">Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESA überwacht schwerwiegendes Weltraumwetterereignis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-ueberwacht-schwerwiegendes-weltraumwetterereignis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 18:31:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonneneruption]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumwetter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. November 2025 wurde eine intensive Sonneneruption beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Weniger als eine Stunde später wurde ein koronaler Massenauswurf (CME) beobachtet, dessen Anfangsgeschwindigkeit auf etwa 1500 km/s geschätzt wurde und der am späten Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November die Erde erreichen sollte, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. November 2025 wurde eine intensive Sonneneruption beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Weniger als eine Stunde später wurde ein koronaler Massenauswurf (CME) beobachtet, dessen Anfangsgeschwindigkeit auf etwa 1500 km/s geschätzt wurde und der am späten Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November die Erde erreichen sollte, wobei diese Schätzungen jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.<br>Die Auswirkungen des daraus resultierenden geomagnetischen Sturms werden als schwerwiegend eingeschätzt und könnten Satelliten, Stromnetze und Navigationssysteme beeinträchtigen. Das Ereignis stellt keine direkte biologische Gefahr für die Menschen auf der Erde dar.<br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) beobachtet dieses starke Weltraumwetterereignis aufmerksam und sammelt detaillierte Informationen von allen ihren Fachdienststellen. Die folgende Beschreibung basiert auf den derzeit verfügbaren Informationen und kann sich ändern.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Space_weather/ESA_monitoring_November_2025_space_weather_event" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA/SpaceSafety</a>, 12. November 2025</p>



<p><strong>Drei Weltraumwetterereignisse hintereinander</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen Credit: ESA" data-rl_caption="" title="Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen Credit: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1.jpg" alt="" class="wp-image-149008" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Severe_space_weather_event_on_11_November_2025_pillars-350x197-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zusammenfassung des am 11. November 2025 ausgelösten Weltraumwetterereignisses und seiner Folgen<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p>Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche erzeugen Weltraumwetter, das sich über das gesamte Sonnensystem ausbreitet. Anfang dieser Woche wurden zwei starke <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/What_are_solar_flares" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonneneruptionen</a> vom Typ X aus derselben aktiven Region der Sonne (NOAA Active Region 14274) beobachtet, die zwei CMEs erzeugt haben, die heute Morgen die Erde erreichten und einen schweren geomagnetischen Sturm der Intensität G4 auslösten.<br>Am 11. November wurde eine noch stärkere Sonneneruption der Klasse X5.1 beobachtet, deren Höhepunkt um 10:04 Uhr UTC erreicht wurde. Nach der Eruption wurden auf der Sonnenoberfläche Schockwellen beobachtet, die sich von der aktiven Region ausbreiteten.<br>Weniger als eine Stunde später folgte die Beobachtung einer CME durch die Koronagraphen LASCO von <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/SOHO" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SOHO</a> und CCOR-1 von <a href="https://www.ncei.noaa.gov/cloud-access/space-weather-portal/overview?sat=GOES-19" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">GOES-19</a>. Unsere ersten Beobachtungen zeigen eine Anfangsgeschwindigkeit von etwa 1500 km/s, mit einer geschätzten Ankunft auf der Erde am Abend des 12. November oder am frühen Morgen des 13. November, wobei diese Schätzungen jedoch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="430" style="aspect-ratio: 768 / 430;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/2511_022_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">SOHOs Blick auf die koronalen Massenauswürfe Anfang November 2025<br>Credit: ESA und NASA</figcaption></figure>



<p><strong>Geschätzte Auswirkung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="800" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Solar_flare_observed_on_11_November_2025_article.gif" alt="" class="wp-image-149011" style="width:450px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Beobachtung der Sonne im extremen Ultraviolettbereich durch das AIA-Instrument des Solar Dynamics Observatory am 11. November, bereitgestellt vom Königlichen Observatorium von Belgien / SIDC.<br>Credit: ESA, SDO/AIA</figcaption></figure>



<p>Es ist bekannt, dass große Sonneneruptionen dieser Art die Funkkommunikation und Satellitennavigationsanwendungen (GNSS) in den Regionen beeinträchtigen, die zum Zeitpunkt des Ereignisses der Sonne zugewandt sind. Bei diesem Ereignis sind dies die Regionen Europa, Afrika und Asien.<br>„Unser Planet wurde letzte Nacht von zwei aufeinanderfolgenden CMEs getroffen, die eine schwere geomagnetische Störung ausgelöst haben. Wir erwarten, dass heute im Laufe des Tages oder morgen eine dritte CME eintreffen wird. Die Auswirkungen der dritten CME hängen stark davon ab, ob sie sich mit den ersten beiden verbindet oder nicht“, sagt Juha-Pekka Luntama, Leiter des ESA-Büros für Weltraumwetter.<br>„Es wird davon ausgegangen, dass der geomagnetische Sturm weiterhin sehr stark bleibt und Auswirkungen auf Satelliten, Stromnetze und Navigationssysteme haben könnte. Wir haben Beobachtungen gemacht, dass weitere CMEs von der Sonne ausbrechen, sodass davon auszugehen ist, dass die starken Weltraumwetteraktivitäten in der zweiten Hälfte dieser Woche anhalten werden.“<br>Obwohl diese Auswirkungen für die Technologie besorgniserregend sind, stellen sie dank der schützenden Atmosphäre und Magnetosphäre unseres Planeten kein direktes biologisches Risiko für die Menschen auf der Erde dar.</p>



<p><strong>Neue Projekte zur Feinabstimmung von Schätzungen</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW). Credit: Institute for Data Science (FHNW)" data-rl_caption="" title="Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW). Credit: Institute for Data Science (FHNW)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1.jpg" alt="" class="wp-image-149012" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Radio_disruption_following_the_11_November_2025_flare_pillars-350x233-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Funkstörungen durch die Sonneneruption vom 11. November 2025, beobachtet in Österreich, bereitgestellt von eCallisto-Radiospektrogrammen, einem Verbundprodukt des Instituts für Datenwissenschaft (FHNW).<br>Credit: Institute for Data Science (FHNW)</figcaption></figure>



<p>Große Sonnenstürme sind kurz vor dem Sonnenmaximum häufig. Obwohl es möglich ist, die Wahrscheinlichkeit einer Eruption vorherzusagen, sind der genaue Zeitpunkt des Ereignisses – wenn das elastische Band reißt – und die genaue Stärke nach wie vor schwer vorherzusagen.<br>Die großen aktiven Bereiche auf der Sonnenoberfläche werden ständig genau beobachtet, und die ESA unterhält eine Reihe von Weltraumwetterdiensten, die von der Industrie und Raumfahrzeugbetreibern genutzt werden, um schnell auf ein Weltraumwetterereignis reagieren zu können.<br>Der Engpass bei den Informationen lag bisher in der Einschätzung des Zeitpunkts der Ankunft der CME und der Schwere des daraus resultierenden geomagnetischen Sturms. Um diese Prognoseunsicherheiten zu verringern, entwickelt die ESA eine Reihe neuer Missionen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum Credit: ESA" data-rl_caption="" title="Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum Credit: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1.jpg" alt="" class="wp-image-149014" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Space_weather_reporter_Vigil_in_deep_space_pillars-350x197-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Weltraumwetterbeobachter Vigil im Weltraum<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p>Die <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Vigil" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vigil</a>-Mission der ESA wird einen revolutionären Ansatz verfolgen, indem sie die „Seite“ der Sonne vom <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Operations/What_are_Lagrange_points" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt 5</a> im Weltraum aus beobachtet und so kontinuierliche Einblicke in die Sonnenaktivität ermöglicht. Vigil soll 2031 starten und potenziell gefährliche Sonnenereignisse erkennen, bevor sie von der Erde aus sichtbar werden. So erhalten wir vorab Informationen über ihre Besonderheiten und wertvolle Zeit, um Raumfahrzeuge und Bodeninfrastruktur zu schützen.<br>Derzeitige In-situ-Messungen von Sonneneruptionen und CMEs werden vom <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Operations/What_are_Lagrange_points" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt 1</a> (L1) aus durchgeführt und ermöglichen es uns, die Auswirkungen dieser Sonnenstürme nur etwa 20 Minuten vor ihrem Eintreffen vorherzusagen. Die vorgeschlagene Shield-Mission, die mehr als 15 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, also etwa zehnmal weiter als L1, könnte etwa zweieinhalb Stunden vor dem Aufprall eine Warnung vor diesem Sturm ausgeben, wodurch Betreiber kritischer Infrastrukturen sich effizient vorbereiten und die Auswirkungen geomagnetischer Stürme minimieren könnten.</p>



<p><strong>Über Sonnenstürme</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Schutzschild der Erde Credit: ESA/ATG medialab" data-rl_caption="" title="Das Schutzschild der Erde Credit: ESA/ATG medialab" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="206" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1.jpg" alt="" class="wp-image-149017" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_protective_shield_pillars-350x206-1-300x177.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Schutzschild der Erde<br>Credit: ESA/ATG medialab</figcaption></figure>



<p>Während eines Sonnensturms kann die Sonne die folgende Abfolge von Ereignissen durchlaufen, wobei jedoch nicht jedes Mal alle Elemente auftreten.<br><mark>Wenn eine</mark> <mark>Sonneneruption stattfindet</mark>, kann die Explosion so viel Energie freisetzen wie eine Milliarde Atombomben. Eine Flut elektromagnetischer Wellen verlässt die Sonne mit Lichtgeschwindigkeit und erreicht die Erde acht Minuten später, wo sie möglicherweise den Kurzwellenfunk stört und Fehler in Navigationssystemen verursacht.<br>Einen Bruchteil einer Stunde später folgen <mark>hochenergetische Teilchen</mark>, darunter Protonen, Elektronen und Alphateilchen. Diese Strahlung kann Astronauten schädigen, Raumfahrzeuge beschädigen und in unserer Atmosphäre eine Kaskade von Sekundärteilchen erzeugen, die bei Erreichen des Bodens zu Fehlern in elektronischen Bauteilen führen können.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Earth_s_magnetic_shield_reacts_to_a_coronal_mass_ejection_pillars.gif" alt="" class="wp-image-149019" style="width:650px;height:auto"/><figcaption class="wp-element-caption">Das Magnetfeld der Erde reagiert auf eine koronale Massenauswurf<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p>Eine Sonneneruption geht oft mit einer großen Eruption ionisierten Gases aus der äußeren Atmosphäre der Sonne einher, die als <mark>koronale Massenauswürfe</mark> (CME) bezeichnet wird. Ein CME erzeugt Böen und Schockwellen im Sonnenwind, die, wenn sie auf die Erde zusteuern, zwischen 18 Stunden und einigen Tagen brauchen, um uns zu erreichen.<br>Wenn eine CME die Erde erreicht, belastet sie ihr Magnetfeld und verursacht einen <mark>geomagnetischen Sturm</mark>. Dies führt dazu, dass Kompassnadeln ausschlagen und es zu schädlichen Stromstößen in langen metallischen Strukturen wie Stromleitungen und Pipelines kommen kann. Während geomagnetischer Stürme gelangen Partikel aus dem Weltraum in die obere Atmosphäre, wo sie mit Atomen und Molekülen kollidieren und Polarlichter erzeugen.<br>Die in die Atmosphäre eingespeisten Ströme erzeugen nicht nur Licht, sondern können auch die obere Atmosphäre der Erde erwärmen, wodurch sie sich ausdehnt und den Luftwiderstand für Satelliten in niedriger Höhe erhöht. Wenn ein Satellit dies nicht durch den Einsatz seiner Triebwerke ausgleicht, kann er aus seiner Umlaufbahn gerissen werden. Dieser Effekt hat auch eine positive Seite, da er dazu beiträgt, Weltraummüll in die Atmosphäre zu ziehen, wo er verglüht.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="432" style="aspect-ratio: 768 / 432;" width="768" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/1811_003_AR_EN.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Was ist Weltraumwetter?<br>Credit: ESA</figcaption></figure>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20275.msg580738#msg580738" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESCAPADE-Mission (Blue und Gold) auf New Glenn</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17425.msg580739#msg580739" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraumwetter</a></li>
</ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/2511_022_AR_EN.mp4" length="1832331" type="video/mp4" />
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			</item>
		<item>
		<title>Airbus erhält Auftrag für Weltraumwetter-Sonde Vigil</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/airbus-erhaelt-auftrag-fuer-weltraumwetter-sonde-vigil/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 18:53:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
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		<category><![CDATA[geomagnetischer Sturm]]></category>
		<category><![CDATA[L5]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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		<category><![CDATA[SSA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vigil wird genauere Warnungen vor drohenden Sonnenstürmen liefern. Erkenntnisse werden helfen, Satelliten im Weltraum und Elektronik auf der Erde zu schützen. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space 22. Mai 2024. Brüssel 22. Mai 2024 – Airbus wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Entwicklung und dem Bau des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vigil wird genauere Warnungen vor drohenden Sonnenstürmen liefern. Erkenntnisse werden helfen, Satelliten im Weltraum und Elektronik auf der Erde zu schützen. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Airbus Defence and Space 22. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VigilInActionArtAirbus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vigil im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Airbus)" data-rl_caption="" title="Vigil im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Airbus)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VigilInActionArtAirbus26.jpg" alt="Vigil im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: Airbus)" class="wp-image-140339"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vigil im Einsatz &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Airbus)</figcaption></figure>



<p>Brüssel 22. Mai 2024 – Airbus wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit der Entwicklung und dem Bau des Weltraumwettervorhersagesatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/vigil/" data-wpel-link="internal">Vigil</a> beauftragt, der ersten operationellen Mission im Rahmen des ESA-Programms für Weltraumsicherheit (Space Situational Awareness, SSA). Der Satellit wird die Erde vor ankommenden Sonnenstürmen und koronalen Massenauswürfen warnen, die Satelliten in der Erdumlaufbahn sowie elektronische und Energieverteilungssysteme auf der Erde stören können.</p>



<p>Patrick Wood, Leiter von Space Systems UK, Airbus Defence and Space, sagte: &#8222;Vigil ist eine der aufregendsten und wichtigsten Weltraummissionen, die nicht nur unser Verständnis für das Verhalten der Sonne verbessern wird, sondern uns auch eine frühere und präzisere Warnung vor potenziell schädlichem Sonnenwetter ermöglicht. Die Meteorologen im Weltraum werden in der Lage sein, zu sehen, was von der Sonne kommt, und genauere Warnungen auszusprechen.”</p>



<p>Andrew Griffith, Minister für Raumfahrt im Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Technologie, sagte: &#8222;Das Weltraumwetter erzeugt atemberaubende Phänomene wie die jüngsten Nordlichter über unserem Himmel &#8211; aber es stellt auch ein echtes Risiko für unsere Lebensweise dar, die zunehmend von Weltraum- und Satellitendiensten abhängig ist. Die Vigil-Mission wird unser Verständnis der Auswirkungen potenziell gefährlicher Sonnenereignisse verändern, und ich gratuliere Airbus hier im Vereinigten Königreich dazu, dass es die Führung bei dieser wichtigen Mission übernommen hat.&#8220;</p>



<p>&#8222;Vigil wird Europas erster rund um die Uhr einsatzbereiter Weltraumwettersatellit sein und er wird wertvolle Zeit gewinnen zum Schutz kritischer Infrastrukturen wie Stromnetze oder Mobilfunknetze auf der Erde sowie wertvoller Satelliten in der Erdumlaufbahn, einschließlich der Internationalen Raumstation ISS&#8220;, sagte Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA. &#8222;Vigil wird sowohl die Vorlaufzeit der Weltraumwetterwarnungen als auch deren Detailgenauigkeit durch seinen einzigartigen Blickwinkel im tiefen Weltraum drastisch verbessern.&#8220;</p>



<p>Vigil wird am Lagrange-Punkt L5 auf der gleichen Umlaufbahn wie die Erde positioniert, 150 Millionen km hinter ihr, während die Erde die Sonne umkreist. Dadurch kann Vigil die Sonne bei ihrer Rotation beobachten und die Größe und Geschwindigkeit des Sonnenwetters erkennen, das auf die Erde zusteuert. Die Daten von Vigil könnten vier bis fünf Tage lang Hinweise auf Sonnenwinde liefern, die auf die Erde zuströmen.</p>



<p>Von seinem besonderen Aussichtspunkt aus wird Vigil andere Satelliten ergänzen, die die Sonne aus größerer Nähe zur Erde beobachten. Zu den potenziell schädlichsten Ereignissen gehören die koronalen Massenauswürfe (CMEs) der Sonne, die aus einem magnetisierten Plasma bestehen, das Protonen, Elektronen und andere geladene Teilchen enthält. Im Jahr 1989 wurde die Erde von einem großen geomagnetischen Sturm heimgesucht, der in ganz Quebec zu einem neunstündigen Ausfall der Stromübertragung führte.</p>



<p>Durch die Vorwarnung vor einem CME können Energieversorgungsunternehmen und Behörden die Systeme vorübergehend abschalten, um sie vor Stromstößen zu schützen und sicherzustellen, dass sie nach dem Abklingen der Gefahr schnell wieder in Betrieb genommen werden können. Auf diese Weise werden längere Stromausfälle und größere Schäden an elektronischen Systemen, die für globale Ortungs- und Kommunikationsdienste genutzt werden, vermieden.</p>



<p>Vigil, das im Vereinigten Königreich gebaut wird, umfasst einen vom U.S. Naval Research Laboratory entwickelten kompakten Koronagraphen, einen heliographischen Imager von Leonardo S.p.A. aus Florenz und einen Photomagnetfeld-Imager vom deutschen Max-Planck-Institut. Darüber hinaus wird Vigil einen Plasmaanalysator des Mullard Space Science Laboratory in London und ein Magnetometer vom Imperial College London mitführen. Die NASA liefert das sechste Instrument von Vigil, einen Bildgeber für extremes Ultraviolett.</p>



<p>Die Plattform des Satelliten wird die besten Voraussetzungen für hochwertige wissenschaftliche Messungen bieten, einschließlich strenger Maßnahmen zur Kontrolle der magnetischen Reinheit und der Kontamination. Da es sich um eine operationelle Mission handelt, muss die Konstruktion des Satelliten extrem widerstandsfähig sein, um den kontinuierlichen, fehlerfreien Betrieb seiner Instrumente und eine hohe Zuverlässigkeit der Datenübertragung für die Nutzer zu gewährleisten, insbesondere im Falle eines größeren Sonnenereignisses.</p>



<p>Vigil wurde von der ESA im Jahr 2022 ausgewählt und wird von der britischen Weltraumbehörde und anderen ESA-Mitgliedstaaten unterstützt. Das britische Met Office hat eine eigene Abteilung für Weltraumwettervorhersagen, die die Daten von Vigil nutzen wird, um der Welt genauere Vorhersagen zu bieten.</p>



<p>Vigil, das 2031 gestartet werden soll, wird das erste ESA-Raumfahrzeug sein, das auf L5 positioniert wird und mehr als 7,5 Jahre in der Umlaufbahn arbeiten soll.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg561789#msg561789" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission Vigil (früher Lagrange)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA fördert Handel und liefert Nachhaltigkeit in der Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-foerdert-handel-und-liefert-nachhaltigkeit-in-der-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 18:11:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bemühungen, die europäische Raumfahrtindustrie zu stärken und gleichzeitig die verantwortungsvolle Nutzung des Weltraums zu fördern, erhielten heute einen strategischen Schub. Zwei europäische Unternehmen werden Frachttransportdienste zu und von Raumstationen im niedrigen Erdorbit entwickeln. Zwölf Länder haben die Zero Debris Charta zur Reduzierung des Weltraumschrotts unterzeichnet, während ein weiteres europäisches Unternehmen die Vigil-Mission aufbauen wird, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Bemühungen, die europäische Raumfahrtindustrie zu stärken und gleichzeitig die verantwortungsvolle Nutzung des Weltraums zu fördern, erhielten heute einen strategischen Schub. Zwei europäische Unternehmen werden Frachttransportdienste zu und von Raumstationen im niedrigen Erdorbit entwickeln. Zwölf Länder haben die Zero Debris Charta zur Reduzierung des Weltraumschrotts unterzeichnet, während ein weiteres europäisches Unternehmen die Vigil-Mission aufbauen wird, um Satelliten im Orbit und Stromnetze auf der Erde vor den gewaltsamen Ausbrüchen der Sonne zu schützen. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 22. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WiedereintrittsdemonstratorfuerkuenftigeLEOkapselbTAS2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wiedereintrittsdemonstrator für künftige LEO-Rückkehrkapsel. (Bild: Thales Alenia Space)" data-rl_caption="" title="Wiedereintrittsdemonstrator für künftige LEO-Rückkehrkapsel. (Bild: Thales Alenia Space)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WiedereintrittsdemonstratorfuerkuenftigeLEOkapselbTAS26.jpg" alt="Wiedereintrittsdemonstrator für künftige LEO-Rückkehrkapsel. (Bild: Thales Alenia Space)" class="wp-image-140329"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wiedereintrittsdemonstrator für künftige LEO-Rückkehrkapsel. (Bild: Thales Alenia Space)</figcaption></figure>



<p>22. Mai 2024 &#8211; Das französisch-deutsche Raumfahrtunternehmen Exploration Company und das französisch-italienische Unternehmen Thales Alenia Space in Italien haben Aufträge für die Entwicklung von Frachtrückkehrdiensten für niedrige Erdumlaufbahnen erhalten. Die Frachtfahrzeuge sollen bis 2030 Versorgungsgüter an die Internationale Raumstation liefern und könnten für alle künftigen Raumstationen eingesetzt oder möglicherweise modifiziert werden, um die Besatzung ins All zu schicken. Der Beschluss kommt nur sechs Monate nach dem Start eines Wettbewerbs zur Förderung der Kommerzialisierung der Raumfahrt durch die ESA auf der Ministerratstagung 2023 in Sevilla. Das Ergebnis zeigt, wie ESA zur Stärkung, Diversifizierung und Erweiterung der europäischen Raumfahrtindustrie beiträgt und damit die Wettbewerbsfähigkeit Europas erhöht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RueckkehrkapselReentryArtNyx2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rückkehrkapsel Nyx beim Wiedereintritt - künstlerische Darstellung. (Bild: Exploration Company)" data-rl_caption="" title="Rückkehrkapsel Nyx beim Wiedereintritt - künstlerische Darstellung. (Bild: Exploration Company)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RueckkehrkapselReentryArtNyx26.jpg" alt="Rückkehrkapsel Nyx beim Wiedereintritt - künstlerische Darstellung. (Bild: Exploration Company)" class="wp-image-140327"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Rückkehrkapsel Nyx beim Wiedereintritt &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Exploration Company)</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus haben 12 Nationen die Zero Debris Charta unterzeichnet – eine weltweit führende Anstrengung, bis 2030 Weltraumschrott neutral zu machen, die ebenfalls auf dem Sevilla-Gipfel angekündigt wurde. Es ist das erste Mal, dass Länder auf nationaler Ebene unterzeichnen, Europa als führendes Land im Bereich der sauberen Raumfahrt stärken und gleichzeitig die internationale Akzeptanz der Charta unter Beweis stellen. Österreich, Belgien, Zypern, Estland, Deutschland, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Schweden und das Vereinigte Königreich haben sich alle zur Einhaltung der Charta verpflichtet.</p>



<p>Mehr als 100 Organisationen haben versprochen, sich in den kommenden Monaten auch dem von der Raumfahrt-Gemeinschaft geleiteten Unterfangen anzuschließen. Neben 12 Ländern unterzeichnete auch die Europäische Weltraumorganisation ESA als Internationale Organisation (IGO) die Zero Debris Charter (Deutsch: &#8222;Null Weltraumrückstände Charta&#8220;)</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vigil Missionslogo. (Grafik: ESA)" data-rl_caption="" title="Vigil Missionslogo. (Grafik: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA26.jpg" alt="Vigil Missionslogo. (Grafik: ESA)" class="wp-image-140325" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESAVigilmissionpatchESA26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vigil  Missionslogo. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p>Die Nachhaltigkeit des Weltraums wird durch die neue Vigil-Mission der ESA weiter verbessert, die lebenswichtige Infrastrukturen auf der Erde und im Weltraum schützen wird, indem sie Frühwarnungen vor einfallenden Sonnenstürmen liefert. Seit dem Gipfel in Sevilla hat die ESA mit Airbus UK einen Vertrag über den Bau des Raumfahrzeugs unterzeichnet, dessen Start für 2031 geplant ist. Durch die Beobachtung der Sonne aus ihrem Blickwinkel fern der Erde wird das Raumfahrzeug potenziell gefährliche solare Aktivitäten erkennen, bevor sie vom Boden aus gesehen werden kann– und diese Informationen nahezu in Echtzeit zur Erde weiterleiten. Die Vorabwarnung vor eingehenden Sonnenstürmen verschafft mehr Zeit für den Schutz wichtiger terrestrischer Stromnetze sowie von Raumfahrzeugen in der Umlaufbahn, von denen alle modernen Gesellschaften und Wirtschaften abhängen.</p>



<p>Josef Aschbacher, Generaldirektor der ESA, sagte: „Heute hat die ESA ihre Führungsrolle in der Raumfahrt für Europa und die europäischen Bürger:innen weiter unter Beweis gestellt. Die Unterzeichnung der Verträge über Frachtrückkehrdienste im niedrigen Erdorbit zeigt, wie sich die ESA modernisiert hat, um den Anforderungen der nächsten Ära der Raumfahrtwirtschaft gerecht zu werden. Die Unterzeichnung der Zero Debris Charta durch zehn europäische Nationen zeigt, dass die ESA bei der Schaffung konkreter, nützlicher und attraktiver Normen für die Weltraumnachhaltigkeit, die die Grundlage für europäische oder gar globale Regelungen und Gesetzgebung bilden werden, weltweit führend ist. Währenddessen wird die Vigil-Mission weiter zur Nachhaltigkeit im All beitragen.&#8220;</p>



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<ul class="wp-block-list">
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			</item>
		<item>
		<title>Minister unterstützen kühne Ambitionen der ESA für die Raumfahrt mit historischem Mittelanstieg um 17%</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/minister-unterstuetzen-kuehne-ambitionen-der-esa-fuer-die-raumfahrt-mit-historischem-mittelanstieg-um-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 21:28:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 23. November 2022. Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 23. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-rl_caption="" title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">CM22 &#8211; Portrait der Minister. (Foto: ESA &#8211; S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p>Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der ESA-Mitgliedstaaten, der assoziierten Mitglieder und der kooperierenden Staaten gemeinsam die Stärkung der Ambitionen Europas in der Raumfahrt beschlossen, wodurch kontinuierliche gemeinschaftliche Anstrengungen im Dienste der europäischen Bürger gewährleistet werden.</p>



<p>Die Minister bestätigten, dass ein eigenständiger Zugang Europas zum Weltraum unerlässlich ist, um den Nutzen der Raumfahrt für das Leben auf der Erde – einschließlich der Überwachung und Eindämmung des Klimawandels, sicherer Kommunikation und Navigation unter europäischer Kontrolle und rascher und resilienter Krisenbewältigung – sicherzustellen.</p>



<p>Mit seinem Engagement für die künftige Weltraumexploration hat sich Europa zudem verpflichtet, das wissenschaftliche Verständnis zu erweitern, sein Potenzial auszuschöpfen und seine Fähigkeiten über Generationen hinweg zu erhalten. Die ESA setzt sich für die Gewährleistung der Sicherheit grundlegender weltraumgestützter Dienste und eines verantwortungsvollen Managements der Erdumlaufbahn ein.</p>



<p>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher: „In wirtschaftlichen Krisenzeiten ist es wichtig, mit Bedacht in Branchen zu investieren, die Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa schaffen. Mit diesen Investitionen bauen wir ein Europa auf, dessen Raumfahrtagenda seine politische und künftige wirtschaftliche Stärke widerspiegelt. Wir fördern die Raumfahrt in Europa und läuten eine neue, von Ambitionen, Entschlossenheit, Stärke und Stolz geprägte Ära ein. Klima und Nachhaltigkeit sind hierbei auch weiterhin die höchste Priorität der ESA, unsere Wissenschaft und Exploration werden die nächste Generation inspirieren, und wir werden einen Ort schaffen, an dem europäische Raumfahrtunternehmen gedeihen.&#8220;</p>



<p>Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, erklärte als Vorsitzender des ESA-Rates auf Ministerebene: „Auf der heutigen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben wir gemeinsam mit allen Ministern der ESA-Mitgliedstaaten eine weitere Etappe zur Stärkung der europäischen Weltrauminfrastruktur erreicht, auf die sich alle Bürger täglich stützen und die von Klimaüberwachungssatelliten über Navigation bis zu Telekommunikation reicht.</p>



<p>Zudem haben wir eine Reihe wichtiger Vorhaben genehmigt, die unsere Umlaufbahnen schützen, junge Menschen inspirieren, kleinen und großen Unternehmen Erfolgschancen in Europa bieten und unseren Ruf als Hightech-Region, die für Talente attraktiv ist, weiter stärken. Durch gemeinsames Handeln können wir insbesondere in schwierigen Zeiten sicherstellen, dass Europa in Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit auch weiterhin führend bleibt.&#8220;</p>



<p><strong>Klimapolitik bleibt hohe Priorität der ESA-Mitgliedstaaten</strong><br>Die Minister kamen überein, dem Erdbeobachtungsprogramm der ESA 2,7 Mrd. Euro zuzuweisen. Dies umfasst Mittel für das weltweit führende Geowissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsprogramm der ESA, FutureEO, in dessen Rahmen Innovationen genutzt und bahnbrechende Missionen entwickelt sowie innovative Wege für den Einsatz von Erdbeobachtungsdaten gefördert werden.</p>



<p>Dabei haben sie sich zu Folgendem verpflichtet: dem weiteren Ausbau der Kontinuität der Weltraumkomponente des <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/copernicus/" data-wpel-link="internal">Copernicus</a>-Programms auf der Grundlage neu ermittelten Bedarfs, der operationellen Mission „Aeolus-2&#8243; zur Messung der globalen Windgeschwindigkeiten und Verbesserung der Wettervorhersage, der verstärkten Überwachung neuer essenzieller Klimavariablen und der Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, der Initiative „InCubed-2&#8243; zur Unterstützung der Kommerzialisierung in der Erdbeobachtungsindustrie, der Entwicklung eines digitalen Zwillings der Erde unter Nutzung von Hochleistungs- und Cloud-Computing oder künstlicher Intelligenz, der weiteren Entwicklung der Mission „TRUTHS&#8220;, mit der die gegenseitige Kalibrierung von Daten verschiedener Klimamissionen, die kritischen Modellen zugrunde liegen, sichergestellt wird, der Ausweitung der von Dritten finanzierten Erdbeobachtungsmissionen und der Sicherung grundlegender langfristiger Klimadaten.</p>



<p>Sie gaben grünes Licht für zwei ehrgeizige Missionen: die nächste ESA-Erdforschungsmission „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-waehlt-harmony-als-zehnte-earth-explorer-mission-aus/" data-wpel-link="internal">Harmony</a>&#8222;, die die Bereitstellung innovativer Daten zur Beantwortung kritischer Fragen im Zusammenhang mit Meeres-, Eis- und Landveränderungen verspricht, die sich unmittelbar auf die Risikoüberwachung, Wasser- und Energieressourcen, die Ernährungssicherheit und den Klimawandel auswirken, sowie die Gravitationsmission „MAGIC&#8220; zur Beobachtung des Wasservolumens in Ozeanen, Eisschichten und Gletschern für ein besseres Verständnis der Veränderungen des Meeresspiegels sowie die Verbesserung des Wassermanagements.</p>



<p><strong>Wissenschaft festigt weltweite Führungsrolle</strong><br>Mit einem Haushalt von 3,2 Mrd. Euro für das Wissenschaftliche Programm führt die ESA die Missionen ihres Programms „Kosmische Vision&#8220; durch und bereitet zugleich das neue Weltraumwissenschaftsprogramm „Voyage 2050&#8243; vor, das die Vision der ESA auf dem Gebiet der Wissenschaft im Zeitraum 2035–2050 definiert. Die Mitgliedstaaten bestätigten die weltweit führende Rolle des Wissenschaftlichen Programms, räumten jedoch ein, dass die schwierige Wirtschaftslage das Potenzial für umfangreiche Mittelerhöhungen untergräbt.</p>



<p>Mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=JUICE" data-wpel-link="internal">JUICE</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Euclid" data-wpel-link="internal">Euclid</a>&#8220; sind zwei ehrgeizige Missionen, die Europas Führungsrolle und Zusammenarbeit verkörpern, im Jahr 2023 pünktlich zum Start bereit. „JUICE&#8220; wird Jupiter und seine ozeanhaltigen Eismonde erforschen und untersuchen, wo sonst im Sonnensystem Leben entstanden sein könnte. Mit „Euclid&#8220; wird ein Großteil des Universums kartiert, wobei Milliarden von Galaxien in über 10 Milliarden Jahren kosmischer Zeit beobachtet werden, um die Geheimnisse der rätselhaften Dunkelmaterie und dunklen Energie zu entschlüsseln, die zusammen 95 % des Universums ausmachen.</p>



<p>Mit den bereitgestellten Finanzmitteln wird die Entwicklung der weltweit führenden ESA-Missionen „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Plato" data-wpel-link="internal">Plato</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/startschuss-fuer-weltraumteleskop-ariel/" data-wpel-link="internal">Ariel</a>&#8220; zur Untersuchung extrasolarer Planeten fortgesetzt, die 2026 bzw. 2029 gestartet werden sollen. Im Rahmen von „Ariel&#8220; wird die neue schnelle ESA-Mission „<a href="https://www.raumfahrer.net/vertrag-fuer-comet-interceptor-studie/" data-wpel-link="internal">Comet Interceptor</a>&#8220; gestartet, die drei Raumfahrzeuge umfasst und als erste Mission überhaupt zu einem völlig unberührten Kometen – einem interstellaren Gegenstand, dessen Reise in das innere Sonnensystem gerade erst begonnen hat – aufbrechen wird.</p>



<p><strong>Stärkung des Explorationsprogramms der ESA und Bestätigung des Rovers „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Rosalind+Franklin" data-wpel-link="internal">Rosalind Franklin</a>&#8222;</strong><br>Die Exploration des Weltraums bietet eine einzigartige Kombination aus bahnbrechender Wissenschaft, technologischer Innovation und Inspiration für die nächste Generation. Die Minister genehmigten 2,7 Mrd. Euro für die nächste Phase des neuen Weltraumexplorationsprogramms der ESA, „Terrae Novae&#8220;, das sich auf die drei Ziele niedrige Erdumlaufbahn, Mond und Mars konzentriert. „Terrae Novae&#8220; stellt den Beginn von Europas Reise in das Sonnensystem mit Robotern als Wegbereiter und Kundschafter dar.</p>



<p>Die Minister beschlossen ferner, die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation bis 2030 zu verlängern, wodurch ESA-Astronauten auch weiterhin die Möglichkeit haben, an Bord des europäischen Forschungslabors Columbus in der Erdumlaufbahn zu arbeiten.</p>



<p>Das nächste Ziel ist der Mond, wobei mit Europas großem Logistiklandegerät „Argonaut&#8220; als wichtigstem neuen genehmigten Bestandteil in den 2030er Jahren regelmäßig wissenschaftliche Nutzlasten und Fracht zum Mond transportiert werden können. Die Minister kamen zudem überein, die Arbeiten am nächsten Los europäischer Versorgungsmodule einzuleiten. Mit diesen Bestandteilen wird Europas wesentliche Rolle beim Artemis-Programm gestärkt, wobei auch Flüge von drei ESA-Astronauten zum <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Lunar+Gateway" data-wpel-link="internal">Lunar Gateway</a> vorgesehen sind, und die Exploration der Mondoberfläche gefördert, wodurch die Möglichkeit für einen ESA-Astronauten eröffnet wird, einen Fuß auf die Mondoberfläche zu setzen. Die ESA wird die Arbeiten an ihren Bestandteilen für das Gateway fortsetzen und auch die Entwicklung internationaler Monddienste mit dem Satelliten „Lunar Pathfinder&#8220; weiter unterstützen.</p>



<p>Mit Blick auf die Exploration des Mars und intensiver Unterstützung der Wissenschaftskreise wurde der Beschluss gefasst, ein europäisches Landegerät zu bauen, mit dem der Rover „Rosalind Franklin&#8220; auf die Marsoberfläche gebracht werden soll, um zu untersuchen, ob in den alten Seen des Roten Planeten Spuren von Leben zu finden sind.</p>



<p>Für die Zusammenarbeit der ESA mit der NASA bei der Rückführung von Mars-Bodenproben wurde die nächste Etappe des kühnen Plans zur ersten Rückführung von Bodenproben von einem anderen Planeten bestätigt. Nach dem jüngsten Abschluss der Entwurfsarbeiten wird die vollständige Entwicklung des riesigen <a href="https://www.raumfahrer.net/der-erste-schritt-des-earth-return-orbiters-zum-mars/" data-wpel-link="internal">Rückflugorbiters</a> und des komplexen Probentransferarms für das Landegerät zur Einholung von Bodenproben in Angriff genommen. Die ersten Mars-Bodenproben wurden vor kurzem vom Rover „Perseverance&#8220; aufgenommen.</p>



<p><strong>Stärkung von Konnektivität, Sicherheit und Nachhaltigkeit aus dem Weltraum</strong><br>Rund 1,9 Mrd. Euro wurden für die Verbesserung des Lebens auf der Erde durch eine ständig und überall verfügbare Konnektivität bereitgestellt. Der größte Teil wird für das ESA-Programm für fortgeschrittene Forschung zu Telekommunikationssystemen (ARTES) aufgewandt, mit dem Innovationen in der europäischen Raumfahrtindustrie gefördert werden sollen, um Unternehmen auf dem hart umkämpften Weltmarkt für Telekommunikationssatelliten und deren Anwendungen zum Erfolg zu verhelfen.</p>



<p>Der erste Schritt für die Errichtung eines Systems für sichere Konnektivität unter Federführung der EU wurde mit der Finanzierung eines neuen ESA-Programms getan. Nach festen Beitragszusagen in Höhe von 35 Mio. Euro für die erste Phase kann die ESA vorbereitende Tätigkeiten einleiten, die in der Entwicklung und Validierung einer europäischen Satellitenkonstellation für sichere Konnektivität münden werden. Die zweite Phase mit einem Mittelvolumen von 685 Mio. Euro soll 2023 bestätigt werden.</p>



<p>Weitere finanzierte Pläne umfassen das ESA-Programm Moonlight, mit dem private europäische Raumfahrtunternehmen durch die Errichtung einer Satellitenkonstellation in der Mondumlaufbahn dazu ermutigt werden sollen, Mondtelekommunikations- und -navigationsdienste anzubieten, sowie ein neues Programm für weltraumgestützte zivile Sicherheit, das schnelle und resiliente weltraumgestützte Maßnahmen für ein Krisenmanagement in Echtzeit im Dienste der europäischen Bürger umfasst.</p>



<p><strong>Künftige Navigationstechnologien erhalten grünes Licht</strong><br>Auf der Grundlage der von ihr bei der Entwicklung von Galileo und des Europäischen Geostationären Navigationsüberlagerungsdienstes für die Europäische Kommission gewonnenen Erfahrungen wird das Programm FutureNAV der ESA gestatten, künftigen Tendenzen und dem Bedarf der Satellitennavigation in den Bereichen Ortung, Navigation und Zeitgebung gerecht zu werden und Europa damit auch weiterhin eine Führungsrolle bei der Satellitennavigationstechnologie zu ermöglichen. Die nächsten Schritte umfassen eine orbitale Demonstration von Navigationssatelliten in niedriger Erdumlaufbahn sowie eine Einzelsatellitenmission mit der Bezeichnung „GENESIS&#8220; zur Erzielung einer bislang unerreichten Vermessung der Erde und verbesserter Ortungsleistungen.</p>



<p>Das Budget für die Navigation ist somit auf 351 Mio. Euro gestiegen. Darüber hinaus wird das ESA-Programm für Innovationen und Unterstützung im Bereich der Navigation weiterhin die Entwicklung innovativer Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungstechnologien und die Kommerzialisierung in Europa, dem größten und weiter stetig wachsenden nachgelagerten Raumfahrtmarkt, fördern.</p>



<p><strong>Weltraumsicherheit für fortschrittliche Missionen und Technologien</strong><br>Mit einem Haushalt von 731 Mio. Euro wird das Programm für Weltraumsicherheit seine Anstrengungen zum Schutz der Erde vor Gefahren aus dem Weltraum weiter verstärken können – mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/" data-wpel-link="internal">Vigil</a>&#8220; zur Überwachung der Sonnenaktivität, der Sonde „<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a>&#8220; zur detaillierten Untersuchung des Asteroiden Dimorphos nach einem Einschlag und der ersten Entfernung von Raumfahrtrückständen aus der Umlaufbahn, die für 2026 geplant ist.</p>



<p>Das Programm wird ferner einen wertvollen neuen Markt für die orbitale Wartung erschließen und Technologien zur Gewährleistung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Weltraum entwickeln.</p>



<p><strong>Raumtransport wird solider und ökologisch nachhaltiger</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Raumtransport wurde auf 2,8 Mrd. Euro erhöht. Die ESA wird ihre Träger <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/ariane-6/" data-wpel-link="internal">Ariane-6</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/vega-c/" data-wpel-link="internal">Vega-C</a> weiter stärken, die Entwicklung des wiederverwendbaren „Space Rider&#8220; abschließen, der mehr als zwei Monate in der niedrigen Erdumlaufbahn verbringen kann, bevor er zur Überholung zur Erde zurückkehrt, und ein System zur Gewinnung von grünem Wasserstoff zur Treibstoffversorgung der Ariane-Träger in Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana entwickeln, wobei das Ziel ist, bis 2030 die Kohlenstoffe aus der Wasserstoffproduktion zu verbannen. Sie wird weiterhin kritische Technologien als Grundlage europäischer Kapazitäten ausreifen, gleichzeitig den Anforderungen in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz gerecht werden und Vorbereitungstätigkeiten für den Aufbau bemannter Raumtransportkapazitäten in die Wege leiten. Ferner wird die ESA ihr Programm „Boost!&#8220; ausbauen, das Raumfahrtunternehmen bei der kommerziellen Umsetzung ihrer Raumtransportvorhaben unterstützt.</p>



<p><strong>Neudimensionierung der europäischen Technologien und Förderung der Kommerzialisierung</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Technologiebereich wurde auf 542 Mio. Euro aufgestockt. Die Minister haben die Inangriffnahme eines neuen ESA-Programms namens „ScaleUp&#8220; zur Unterstützung der Kommerzialisierung der Raumfahrt und der Entwicklung des NewSpace-Sektors in Europa beschlossen. Die ESA wird mit europäischen Raumfahrtunternehmen zusammenarbeiten, um mithilfe der Bestandteile „Entwicklung&#8220;, „Herstellung&#8220; und „Flug&#8220; ihres Allgemeinen Programms für Begleitende Technologie (GSTP) neue Technologien auf ein für die Raumfahrt und den offenen Markt geeignetes Niveau zu bringen. Die ESA wird ihre unabhängige und zuverlässige Kapazität für den Start aller Arten von Missionen weiter ausbauen, indem sie in neue, von der europäischen Industrie entwickelte Multimissionsinfrastrukturen und Bodensegmentkapazitäten der nächsten Generation investiert.</p>



<p>Mit ihrem Scale-Up-Programm wird die ESA außerdem darauf hinarbeiten, Europa durch die Bereitstellung von Gründerzentren, Geschäfts-Acceleratoren sowie Diensten für den Transfer von geistigem Eigentum und Technologien an neue Unternehmen zu einem Drehkreuz für die Kommerzialisierung der Raumfahrt zu machen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Geschäftsideen auf neuen Märkten Fuß fassen und private und institutionelle Investitionen anziehen.</p>



<p>Die vollständige Liste der auf der ESA-Ratstagung auf Ministerebene 2022 gefassten Beschlüsse einschließlich der genauen Höhe ihrer Finanzierung durch jeden Mitgliedstaat ist den folgenden Vorlagen zu entnehmen: <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_1_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 1</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_2_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 2</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_4_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 4</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/CM22_charts.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Übersichten</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/DGpresentationCM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Präsentation des Generaldirektors</a>.</p>



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		<title>Schutz der Erde: ESA-Zentrum für Weltraumsicherheit eröffnet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schutz-der-erde-esa-zentrum-fuer-weltraumsicherheit-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 17:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neue Zentrum für Weltraumsicherheit der ESA ist ein Knotenpunkt für Aktivitäten zum Schutz unseres Planeten vor Sonnenstürmen, gefährlichen Asteroiden und ausgedienten Satelliten. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 14. April 2022 &#8211; Der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, hat die Einrichtung vorgestern (12. April 2022) im ESA-Missionskontrollzentrum ESOC in Darmstadt eingeweiht. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das neue Zentrum für Weltraumsicherheit der ESA ist ein Knotenpunkt für Aktivitäten zum Schutz unseres Planeten vor Sonnenstürmen, gefährlichen Asteroiden und ausgedienten Satelliten. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherandRDensinginaugurateSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherandRDensinginaugurateSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher und Direktor Rolf Densing eröffnen das neue Zentrum für Weltraumsicherheit. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>14. April 2022 &#8211; Der Generaldirektor der ESA, Josef Aschbacher, hat die Einrichtung vorgestern (12. April 2022) im ESA-Missionskontrollzentrum ESOC in Darmstadt eingeweiht.</p>



<p>Das Leben in der Nähe eines aktiven Sterns, in einem Sonnensystem voller alter und sich schnell fortbewegender Asteroiden und auf einem Planeten, der zunehmend von ausgedienten Satelliten und deren Trümmern umzingelt wird, ist mit einer Fülle von Herausforderungen verbunden. Das Weltraumsicherheitsprogramm der ESA beschäftigt sich mit den notwendigen Maßnahmen, um die Auswirkungen dieser Gefahren einzudämmen und zu verhindern.</p>



<p>Das am 12. April eingeweihte neue Space Safety Centre ist eine spezielle Einrichtung für die Teams, die das Weltraumwetter überwachen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Die von der Sonne in den Weltraum ausgestrahlten elektromagnetischen Strahlen und geschleuderten geladenen Teilchen können aktive Satelliten, Astronaut*innen und die Infrastruktur auf der Erde, wie z. B. Stromnetze, stören oder beschädigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/JAschbacherSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher weiht neues ESA-Zentrum für Weltraumsicherheit ein. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>„Diese neue ESA-Einrichtung verdeutlicht den Ehrgeiz Europas, seine kritischen Missionen in der Erdumlaufbahn und die zivile Infrastruktur am Boden bestmöglich gegen Gefahren aus dem Weltraum zu schützen“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.</p>



<p>„Die ESA trägt in enger Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedstaaten zu unabhängigeren und robusteren Raumfahrtprogrammen bei &#8211; heute und in Zukunft.“</p>



<p>Die Teams der ESA überwachen den Zustand der Daten, die von unseren Satelliteninstrumenten und anderen Weltraumwetterdiensten auf der Erde eingehen. Auf diese Weise sorgen sie dafür, dass Raumfahrzeuge und Astronaut*innen vor den unvorhersehbaren Ausbrüchen unseres Sterns geschützt sind, und tragen gleichzeitig zum Schutz der zivilen Infrastruktur, wie z. B. der Stromnetze, auf der Erde bei.</p>



<p><strong>Schaffung von Eigenständigkeit für Europa</strong><br>Das Zentrum für Weltraumsicherheit ist eine Premiere für die ESA und bietet ein dynamisches Umfeld, wo die nächste Generation von Kapazitäten, Tools und Modellen für das Weltraumwetter in enger Zusammenarbeit mit europäischen Instituten und der Industrie entwickelt, getestet und bewertet wird.</p>



<p>Das Zentrum liefert auch Informationen und Warnungen zum Weltraumwetter für die von der ESA betriebenen Raumfahrtmissionen. Es arbeitet eng mit dem Weltraumwetter-Netzwerk der ESA zusammen und versorgt europäische Satellitenbetreiber, Behörden, Institutionen, Forscher*innen und kommerzielle Sektoren, die von der Sonnenaktivität betroffen sind, wie z. B. Transport-, Navigations- und Stromnetzbetreiber, mit zeitnahen und zuverlässigen Weltraumwetterinformationen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/InsideESAsSpaceSafetyCentreESAJMai2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/InsideESAsSpaceSafetyCentreESAJMai26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Im neuen Zentrum für Weltraumsicherheit. (Foto: ESA / J. Mai)</figcaption></figure></div>



<p>Die Teams des Zentrums werden die von den Weltraumwettersensoren der ESA empfangenen Daten überwachen. Dazu gehören heute die Nutzlasten an Bord von <a href="https://www.raumfahrer.net/proba-2-beobachtet-sonneneruption/" data-wpel-link="internal">Proba-2</a>, die Nutzlasten, die auf Missionen anderer Organisationen mitfliegen und in Zukunft auch die Daten der Vigil- und Aurora-Missionen sowie von neuen Nanosatellitenmissionen.</p>



<p>Darüber hinaus wird es in Zukunft auch zur Überwachung der Nutzung von Daten eingesetzt, die von den drei bevorstehenden Weltraumsicherheitsmissionen der ESA gesammelt werden.</p>



<p>„Die Einrichtung dieses Zentrums in unserem ESOC-Missionskontrollzentrum zeigt unsere Vorreiterrolle und ist ein klarer Schritt auf dem Weg der ESA, die europäische Eigenständigkeit im Weltraum zu stärken“, sagt Rolf Densing, ESA-Direktor für Missionsbetrieb.</p>



<p>„Ein starkes Weltraumwetterereignis könnte in Europa einen Schaden von über 15 Milliarden Euro verursachen. Wir können zwar nicht die Folgen des Weltraumwetters aufhalten, aber teure Bodeninfrastrukturen und Satelliten, und die damit verbundenen wichtigen Dienste, können durch Prognosen, rechtzeitige Warnungen und Echtzeitinformationen geschützt werden.“</p>



<p><strong>Bevorstehende ESA-Weltraumsicherheitsmissionen</strong></p>



<p><strong>Vigil</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/" data-wpel-link="internal">ESA Vigil</a> wird unsere aktive und unberechenbare Sonne überwachen und uns vor ihren heftigen Ausbrüchen schützen.</p>



<p><strong>Hera</strong><br>Der Start von <a href="https://www.raumfahrer.net/esa-industrie-beginnt-arbeit-an-hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a> ist für 2024 geplant. Die Mission wird die Folgen des ersten kinetischen Einschlagtests zur Ablenkung von Asteroiden untersuchen, der von der DART-Mission der NASA durchgeführt wird.</p>



<p>Das europäische Vorzeigeprojekt Planetary Defender wird aus dem groß angelegten Experiment eine verständliche und wiederholbare Technik zur Verteidigung des Planeten machen. Hera wird neue Technologien zeigen, von der autonomen Navigation um einen Asteroiden bis hin zum Einsatz von CubeSats in den Tiefen des Weltalls. Sie wird die erste Sonde der Menschheit sein, die ein binäres Asteroidensystem ansteuert und eine Technik zur Planetenverteidigung vollständig erprobt.</p>



<p><strong>ClearSpace-1</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/mission-zur-entfernung-von-weltraummuell-beauftragt/" data-wpel-link="internal">Clearspace-1</a> ist die erste Mission, die ein Stück Weltraummüll aus der Umlaufbahn entfernen wird. Dabei wird Clearspace-1 ein 112 kg schweres Wrackteil abfangen und herunterbringen, damit es wieder sicher in die Atmosphäre eintreten kann.</p>



<p>Die Organisation bezieht das vom Clean Space Team der ESA entwickelte Projekt als Dienstleistung vom Schweizer Start-up-Unternehmen „Clearspace SA“. Damit soll die für die Trümmerbeseitigung benötigte Technologie und der erste Schritt zum Aufbau eines neuen und nachhaltigen kommerziellen Sektors im Weltraum demonstriert werden. Die Mission befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird voraussichtlich im Jahr 2026 starten.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg530753#msg530753" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li></ul>
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		<title>ESA: Vigil, der treue Wächter der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 16:37:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist die erste Mission ihrer Art, die unsere aktive und unberechenbare Sonne überwachen und uns vor den Folgen ihrer heftigen Ausbrüchen schützen soll &#8211; und sie hat einen neuen Namen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 10. Februar 2022 &#8211; Die bevorstehende Weltraumwetter-Mission der ESA, die früher unter dem Namen „Lagrange&#8220; bekannt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="es-ist-die-erste-mission-ihrer-art-die-unsere-aktive-und-unberechenbare-sonne-uberwachen-und-uns-vor-den-folgen-ihrer-heftigen-ausbruchen-schutzen-soll-und-sie-hat-einen-neuen-namen-eine-pressemitteilung-der-europaischen-weltraumorganisation-esa">Es ist die erste Mission ihrer Art, die unsere aktive und unberechenbare Sonne überwachen und uns vor den Folgen ihrer heftigen Ausbrüchen schützen soll &#8211; und sie hat einen neuen Namen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5f5fc8f4e4fc0esa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5f5fc8f4e4fc0esa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>10. Februar 2022 &#8211; Die bevorstehende Weltraumwetter-Mission der ESA, die früher unter dem Namen „Lagrange&#8220; bekannt war, brauchte einen neuen Namen, der ihre wichtige Rolle widerspiegelt: Sie soll die Infrastruktur der Erde, Satelliten, Bewohner und Weltraumforscher durch rechtzeitige Warnungen weitestgehend vor den Folgen der unvorhersehbaren, aber heftigen Sonnenereignissen wie Sonneneruptionen und „koronalen Massenauswürfen&#8220; bewahren.</p>



<p>Nach 5422 Einsendungen aus ganz Europa und der ganzen Welt &#8211; und nach wochenlangen Überlegungen, unzähligen Tabellen, drei fachkundigen Jurymitgliedern aus verschiedenen Bereichen und einer lebhaften Debatte &#8211; wurde ein neuer Name für unsere kommende Weltraumwettermission ausgewählt: ESA Vigil.</p>



<p>Für den ESA-Wettbewerb „No Name&#8220; , der von Mai bis September 2021 lief, wurden Tausende von einfallsreichen, cleveren und auch lustigen Namen eingereicht.</p>



<p>Nach Ablauf der Einreichungsfrist prüfte ein Team der ESA-Kommunikationsabteilung und der Abteilung für Weltraumwetter alle Einsendungen und stellte eine Auswahlliste mit letztendlich neun Namen auf, die einer eingeladenen, externen Jury vorgelegt wurde.</p>



<p>Ausgehend von ihren drei Favoriten nahmen die Jurymitglieder dann an einem lebhaften, zweistündigen Videochat teil, bei dem sie die besonderen Vorzüge der einzelnen Kandidaten erörterten und abwägten. Schließlich einigten sie sich auf einen Gewinner.</p>



<p>„Wir freuen uns sehr über den neuen Namen unserer Mission&#8220;, erklärt Juha-Pekka Luntama, Leiter der ESA-Abteilung für Weltraumwetter. „Als ich ihn zum ersten Mal hörte, dachte ich, dass er absolut treffend ist. Das ist genau das, was wir tun, wir halten Wache und beschützen die Erde&#8220;.</p>



<p>Das lateinische Wort „vigilis exceptus&#8220; bedeutet „Wache&#8220; oder „Wächter&#8220;, während „vigilia&#8220; die Wachsamkeit und den Akt der hingebungsvollen Wache bedeutet. Die Jury war besonders davon beeindruckt, wie gut der Name mit der Rolle der Mission übereinstimmt &#8211; als hingebungsvoller Wächter, der ständig über die Sonne und die Erde wacht.</p>



<p>„Es war nicht leicht, sich zwischen den verschiedenen Namen, Sprachen und Mythen zu entscheiden, aber &#8218;Vigil&#8217;war meine endgültige Wahl&#8220;, erklärt Andrea Marcolongo, italienische Bestsellerautorin und eine der drei Juroren in der Jury.</p>



<p>„ESA Vigil ist einprägsam, aber auch pfiffig. Der Begriff veranschaulicht sofort die Ziele der Mission und verweist auf die allgemeine Idee, sich um etwas zu kümmern, auf etwas aufzupassen. Da er aus dem Lateinischen stammt, ist er außerdem etymologisch mit einer der ältesten Sprachen im Herzen Europas verwandt&#8220;.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/e18b54769fe0.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/e18b54769fe026.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Grafik: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Das Mission Patch</strong><br>Das Designteam der ESA begann sofort mit der Arbeit an einem Mission Patch, das die Bedeutung von Vigil hervorheben sollte. Das Symbol eines auffliegenden, wachsamen Vogels wurde immer wieder neu in seiner Gestaltung überarbeitet.</p>



<p>Emmet Fletcher, Leiter des Partnerschaftsbüros der ESA, erläuterte den Grundgedanken hinter dem Mission Patch: „Bei diesem atemberaubenden Design hat das Team einen stilisierten ‚Schutzflügel&#8216; dargestellt, der die Erde vor der gefährlichen Strahlung der Sonne schützt. Der Scheitelpunkt des Flügels berührt die Orbitalposition von Vigil, und die wichtige Position des fünften Lagrange-Punkts in Bezug auf die Erde und die Sonne ist nachgezeichnet. Um die Darstellung abzurunden, wird der L5-Punkt durch die fünf Sterne hervorgehoben, die direkt über der blauen Erde abgebildet sind.&#8220; Es ist gerade die Position des Flügels, der von der Seite des Sonne-Erde-Systems ausgeht, die dem Missionsteam besonders gefällt.</p>



<p>„Das Design des Mission Patches gefällt uns sehr gut und zeigt, wie wichtig die Geometrie für diese Mission ist&#8220;, erklärt Giuseppe Mandorlo, Leiter der ESA-Mission Vigil.</p>



<p>„Die Vigil-Mission wird aufgrund ihres Standorts im Weltraum einen scharfen Blick auf potenziell gefährliche Sonnenaktivitäten werfen können. Da die Sonde im fünften Lagrange-Punkt hinter der Erde herfliegt, wird sie die Sonne von der Seite sehen und ihre aktiven Regionen beobachten, bevor sie sich unserer Heimat zudreht.&#8220;</p>



<p><strong>Die Jury</strong><br>Ein wichtiger Schwerpunkt bei der Namenskampagne war es, eine Reihe von Menschen aus ganz Europa anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Sichtweise auf unseren Planeten, den Weltraum und die Rolle dieser wichtigen neuen Mission zum Ausdruck zu bringen.</p>



<p>Um den am besten geeigneten Missionsnamen zu finden, beschloss die ESA, ein Trio von externen Juroren einzuladen, die im Namen Europas und seiner Bürgerinnen und Bürger entscheiden sollten. Die Juroren, die nicht der ESA angehören, aber Expertinnen und Experten in ihren unterschiedlichen Fachgebieten sind, wählten den Gewinnernamen aus.</p>



<p><strong>Andrea Marcolongo</strong><br>Andrea Marcolongo ist eine italienische Schriftstellerin und Journalistin. Sie lebt derzeit in Paris, hat an der Universität Mailand ein Studium der Klassischen Philologie absolviert und ist Autorin von „Warum Altgriechisch genial ist: Eine Liebeserklärung an die Sprache, mit der alles begann&#8220;; „Das Meer, die Liebe, der Mut aufzubrechen: Was uns die Argonautensage erzählt; „Alla fonte delle parole&#8220;, ein Handbuch zur Etymologie 99 Wörter, und „Starting from Scratch. The life-changing lesson of Aeneas&#8220;.</p>



<p><strong>Rick Brink</strong><br>Rick Brink stammt aus Hardenberg, einer kleinen Stadt in der niederländischen Provinz Overijssel, und wurde 2019 zum ersten Minister für Behindertenangelegenheiten des Landes gewählt. Zuvor war Rick Brink auch als Personalberater tätig und hatte verschiedene andere Positionen in der Politik inne.</p>



<p>Heute leitet Rick ein Beratungsunternehmen, das Unternehmen bei Fragen zu Vielfalt und Eingliederung unterstützt. In diesen Positionen setzt er sich dafür ein, die Position von Menschen in den Niederlanden zu stärken, die mit einer Behinderung leben.</p>



<p>„Ein neuer Name sollte immer angenehm im Mund sein. ESA Vigil ist ein solcher Name&#8220;, sagt Rick. „Er ist leicht zu merken und lässt sich leicht mit dem in Verbindung bringen, was die ESA im Rahmen ihrer Mission tun wird. Außerdem sind für mich Kürze und Prägnanz ein wichtiges Kriterium. Was mich betrifft, so ist dieser Missionsname mehr als gelungen.&#8220;</p>



<p><strong>Lucie Green</strong><br>Lucie ist Professorin für Physik am Mullard Space Science Laboratory des UCL, wo sie die Auswurfaktivitäten in der Sonnenatmosphäre untersucht. Lucy interessiert sich für die Frage, wie solche Eruptionen zu stürmischem Weltraumwetter auf der Erde führen, und es ist ihr ein Anliegen, ein breites Publikum für die Wissenschaft zu begeistern. Lucie ist Vorsitzende der UCL Academy, leitende Sternendeuterin bei der Society for Popular Astronomy und Autorin von „15 Million Degrees: journey to the centre of the Sun&#8220;.</p>



<p>„Es war fantastisch zu sehen, dass sich so viele Menschen an diesem Wettbewerb beteiligt haben und dass so viele durchdachte Namen für die Weltraumwettermission der ESA vorgeschlagen wurden&#8220;, erklärte Lucie. „Vigil hat sich jedoch besonders ausgezeichnet, da der Name die Ziele der Mission auf den Punkt bringt, die darin bestehen, ein wachsames Auge auf unsere aktive Sonne zu haben und uns vor gefährlichen Emissionen zu warnen, die auf uns zukommen.&#8220;</p>



<p><strong>Ein Wort von unserem Gewinner</strong><br>„Ich fühle mich zutiefst geehrt, dass die Europäische Raumfahrtorganisation den von mir vorgeschlagenen Missionsnamen Vigil für ihre bevorstehende Sonnenmission ausgewählt hat&#8220;, erklärt Francois Gosselin, Gewinner der #NameTheMission-Kampagne mit seinem Beitrag Vigil.</p>



<p>„Da ich in Kanada lebe, weiß ich nur zu gut, welche Auswirkungen die Sonnenaktivität auf die Erde haben kann, wie z. B. der Stromausfall in Quebec 1989, der durch eine große Sonneneruption verursacht wurde.&#8220;</p>



<p>„Vigil, aus dem Lateinischen „Vigilis Exceptus&#8220;, was &#8218;Wache&#8216; bedeutet, war meine Idee für diesen ESA-Missionsnamen. Der Wächter, der die Sonne auf eintretende Ereignisse beobachtet und uns alarmiert, entspricht genau dem Ziel der Mission.&#8220;</p>



<p><strong>Schutz des modernen Lebens &#8211; und des Lebens selbst</strong><br>Sonnenstürme können Stromnetze beschädigen, die Telekommunikation stören und die Funktionstüchtigkeit von Satelliten beeinträchtigen und damit auch die von ihnen erbrachten lebenswichtigen Dienste. Gleichzeitig schießen wir immer mehr Satelliten in die Umlaufbahn, wodurch immer mehr Trümmerteile entstehen und das Kollisionsrisiko für heutige und künftige Missionen drastisch steigt.</p>



<p>Satelliten haben unser Leben verändert und unseren Blick auf die Erde erweitert &#8211; aber Raumfahrzeuge und ihre Technologien, auf die sich die Moderne stützt, sind verwundbar.</p>



<p>Der Schutz von Weltraumressourcen steht im Mittelpunkt der ESA-Vision für die Zukunft. Zu diesem Zweck schlägt der neue Protect-„Beschleuniger&#8220; die Entwicklung einer ‚Luftverkehrskontrolle für den Weltraum&#8220; sowie ein Frühwarnsystem vor, mit dem wir uns auf gefährliche Sonnenaktivitäten vorbereiten können. Mehr erfahren: <a href="https://web.archive.org/web/20250604095725/https://vision.esa.int/category/ambition/accelerate-the-use-of-space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://vision.esa.int/category/ambition/accelerate-the-use-of-space/</a> .</p>



<p><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong><br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum.<br>Sie ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und weltweit zugutekommen.</p>



<p>Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Slowenien, Lettland und Litauen sind assoziierte Mitglieder.</p>



<p>Die ESA arbeitet förmlich mit fünf anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.</p>



<p></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg527195#msg527195" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission &#8222;Lagrange&#8220; / Space weather</a></li></ul>
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		<title>Geben Sie der neuen ESA-Mission einen Namen!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/geben-sie-der-neuen-esa-mission-einen-namen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 May 2021 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ihre Mithilfe ist gefragt! Die Mission mit dem Arbeitsamen „Lagrange&#8220; braucht einen Namen. Ihre Aufgabe ist es, potenziell gefährliche Sonnenstürme aufzuspüren, bevor diese die Erde erreichen. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Die neue Weltraumwetter-Mission wird unseren unberechenbaren und oft launischen Stern permanent im Blick behalten und einen kontinuierlichen Datenstrom [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="ihre-mithilfe-ist-gefragt-die-mission-mit-dem-arbeitsamen-lagrange-braucht-einen-namen-ihre-aufgabe-ist-es-potenziell-gefahrliche-sonnensturme-aufzuspuren-bevor-diese-die-erde-erreichen-eine-information-der-europaischen-raumfahrtagentur-european-space-agency-esa">Ihre Mithilfe ist gefragt! Die Mission mit dem Arbeitsamen „Lagrange&#8220; braucht einen Namen. Ihre Aufgabe ist es, potenziell gefährliche Sonnenstürme aufzuspüren, bevor diese die Erde erreichen. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LagrangeMissionESAABakerCCBYSA30IGO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raumsonde zur Beobachtung der Sonne (Bild: ESA/A. Baker, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="Raumsonde zur Beobachtung der Sonne (Bild: ESA/A. Baker, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LagrangeMissionESAABakerCCBYSA30IGO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumsonde zur Beobachtung der Sonne<br>(Bild: ESA/A. Baker, CC BY-SA 3.0 IGO)</figcaption></figure></div>



<p>Die neue Weltraumwetter-Mission wird unseren unberechenbaren und oft launischen Stern permanent im Blick behalten und einen kontinuierlichen Datenstrom an das Space Weather Service Network der ESA schicken.</p>



<p>Der Satellit, derzeitiger Arbeitsame: „Lagrange&#8220;, wird der erste seiner Art sein. Von seinem einzigartigen Ziel im Weltraum aus, einer Position an einem festgelegten Punkt in Bezug auf Sonne und Erde, wird er eine „Seitenansicht“ auf unseren Stern haben und so gefährliche Sonnenaktivität, zum Beispiel Sonnenflecken, entdecken, bevor diese in ein von der Erde aus erfassbares Blickfeld kommen. Außerdem wird er die Ausbreitung solarer Ereignisse auf dem Weg in Richtung Erde nachverfolgen.</p>



<p>Die Daten der Mission werden genutzt, um nationalen Behörden, Unternehmen und Organisationen, die sich auf moderne technologische Systeme, von denen wir alle abhängen und die durch die Sonnenausbrüche gefährdet sind, verlassen oder diese betreuen, rechtzeitig Warnungen zukommen zu lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewViewOf2012solaractivitySOHOESANASABGallagher.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Blick auf die Sonnenaktivität 2012 (Bild: SOHO (ESA &amp; NASA) - Brendan Gallagher)" data-rl_caption="" title="Blick auf die Sonnenaktivität 2012 (Bild: SOHO (ESA &amp; NASA) - Brendan Gallagher)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewViewOf2012solaractivitySOHOESANASABGallagher26.gif" alt=""/></a><figcaption>Blick auf die Sonnenaktivität 2012<br>(Bild: SOHO (ESA &amp; NASA) &#8211; Brendan Gallagher)</figcaption></figure></div>



<p>So wird diese Mission unsere Sicherheit erhöhen und dabei helfen, unerlässliche zivile Infrastruktur wie Stromnetze oder Navigations- und Telekommunikationssatelliten zu schützen. Das einzige, was der Mission jetzt (noch) fehlt, ist ein richtiger Name!</p>



<p>Werden Sie kreativ und schicken Sie uns Ihre besten und treffendsten Namensvorschläge. Einsendungen sind ab sofort und noch bis zum 17. Oktober möglich. Die Person, die den Gewinnernamen vorgeschlagen hat, erwartet ein toller Preis. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!</p>



<p>Hier finden Sie alle geltenden <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Temp/Wettbewerb_zur_Benennung_der_neuen_Weltraumwetter-Mission" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Regeln für den Wettbewerb</a> und können Ihren <a href="https://blogs.esa.int/forms/name-esas-new-mission/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vorschlag einreichen</a>.</p>



<p><strong>Weltraumwetter</strong><br>Die Sonne muss ziemlich häufig „niesen“, wobei sie Milliarden Tonnen heißes Plasma in den Weltraum ausstößt. Diese gewaltigen Eruptionen sind mit Magnetfeldern durchzogen und werden „koronale Massenauswürfe“ genannt.</p>



<p>Dabei werden auch gigantische sog. Flares ausgestoßen, Ausbrüche starker elektromagnetischer Strahlung &#8211; Röntgen-, Gammastrahlen und Radioausbrüche &#8211; begleitet von Strömen hochenergetischer Teilchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceWeatherEffectsESScienceOfficeCCBYSA30IGO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Effekte von Weltraumwetter (Bild: ESA/Science Office, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-rl_caption="" title="Effekte von Weltraumwetter (Bild: ESA/Science Office, CC BY-SA 3.0 IGO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceWeatherEffectsESScienceOfficeCCBYSA30IGO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Effekte von Weltraumwetter<br>(Bild: ESA/Science Office, CC BY-SA 3.0 IGO)</figcaption></figure></div>



<p>Diese heftigen Ausstöße drehen sich manchmal auch in Richtung Erde. Die enormen Mengen an Strahlung, Energie und aufgeladenen Teilchen können das Magnetfeld sowie die obere Atmosphäre unseres Heimatplaneten erheblich stören und stellen auch ein Strahlungsrisiko für Astronautinnen und Astronauten dar.</p>



<p>Darüber hinaus verursachen Störungen unseres Magnetfelds geomagnetische Stürme, die unter anderem Auswirkungen auf Satelliten in ihren Umlaufbahnen, Navigationssysteme, Energieversorgungsnetze sowie Daten- und Kommunikationsnetzwerke auf der Erde haben können.</p>



<p><strong>Frühzeitige Warnungen vor Auswirkungen auf der Erde</strong><br>Solch gefährliches „Weltraumwetter“ hat sich in der Vergangenheit bereits auf unseren Heimatplaneten ausgewirkt. In Zeiten, in denen wir immer abhängiger werden von Systemen und Technologien, denen Sonneneruptionen gefährlich werden können, könnte Sonnenaktivität in der Zukunft noch weitaus größere Störungen verursachen.</p>



<p>Frühzeitige Warnungen vor solchen Ereignissen sind also extrem wichtig, da sie den Zivilbehörden einen zeitlichen Vorsprung zur Vorbereitung verschaffen. So können diese die Maßnahmen einleiten, die zum Schutz unerlässlicher Infrastruktur auf der Erde sowie der Astronautinnen und Astronauten im Weltraum nötig sind.</p>



<p>Genau das ist der Zweck unserer neuen Mission. Sie wird die Sonne „von der Seite aus“ beobachten und so Sonnenflecken, die oftmals die Quellen von Sonneneruptionen sind, im Blick behalten – und zwar schon bevor diese in ein von der Erde aus erfassbares Blickfeld kommen. Bei Sonnenereignissen wird die Mission kontinuierliche Ströme wichtiger Daten übertragen, damit frühzeitig gewarnt werden kann, wenn Sonnenaktivität den Menschen oder die Infrastruktur auf der Erde gefährden könnten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TheFiveLagrangePointsESA16.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die 5 Lagrange-Punkte (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Die 5 Lagrange-Punkte (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TheFiveLagrangePointsESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die 5 Lagrange-Punkte<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Bisheriger Arbeitsname der Mission: Lagrange</strong><br>Bei der ESA nennen wir die Mission bisher „Lagrange-Mission zum L5“, da das Raumfahrzeug schlussendlich am 5. Lagrange-Punkt „parken“ wird. Diese Position zeichnet sich durch ihre Gravitationsstabilität aus und befindet sich im selben Orbit wie die Erde. Außerdem ist der Punkt in etwa so weit von der Sonne entfernt wie wir: ungefähr 150 Millionen Kilometer.</p>



<p>Von der Position am 5. Lagrange-Punkt aus läuft der neue Satellit um 60 Grad der Erde hinterher. So wird er eine andere Seite unseres Sterns beobachten und in gewisser Hinsicht in die Zukunft blicken – da er schon vorher weiß, was gleich „um die Ecke“ kommt.</p>



<p>Die Mission dient der Lieferung operationeller Daten und wird &#8211; im Gegensatz zu einer rein wissenschaftlichen Mission &#8211; Warnungen in Echtzeit ermöglichen. Dazu werden die Daten vom Raumfahrzeug kontinuierlich über das ESA-Bodenstationsnetzwerk zur Erde übertragen und weiter an das ESA Space Weather Service Network und dessen Knotenpunkte in ganz Europa geleitet.</p>



<p><strong>Das Kleingedruckte</strong><br>Nachfolgend haben wir einen Überblick über die geltenden Regeln zusammengestellt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Teilnahme am Namensgebungswettbewerb für die Mission ist vom 10. Mai bis 17. Oktober 2021, 12:00 (CEST) möglich</li><li>Teilnehmen können Staatsangehörige der ESA-Mitgliedsstaaten, aus kooperierenden und assoziierten Staaten, der EU, Argentinien und Australien sowie den ISS-Partnerländern (allerdings gibt es Ausnahmen).</li><li>Die <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/No-Name_Mission_Contest_Terms_and_Conditions" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Teilnahmebedingungen</a>, die <a href="https://www.esa.int/Services/Privacy_notice" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Datenschutzerklärung</a> und weitere Dokumente im Zusammenhang mit dem Wettbewerb sind auf Englisch.</li><li>Berücksichtigt werden nur Vorschläge von Einzelpersonen.</li><li>Der Gewinnername wird der offizielle Name der neuen ESA-Weltraumwetter-Mission.</li><li>Pro E-Mail-Adresse darf nur ein Vorschlag eingereicht werden.</li><li>Reichen mehrere Teilnehmende denselben Namensvorschlag ein und wird dieser zum Gewinnernamen gekürt, gewinnt derjenige, der den Vorschlag zuerst eingereicht hat (hier entscheidet dann, wann das Online-Teilnahmeformular ausgefüllt wurde).</li><li>Namensvorschläge müssen den Zweck und die Ziele der Mission widerspiegeln.</li><li>Namensvorschläge dürfen aus maximal drei Wörtern bestehen, Sonderzeichen sind nicht erlaubt.</li><li>Die Gewinnerin/der Gewinner gewinnt einen Gutschein für den ESA Space Shop.</li><li>Die Gewinnerin/der Gewinner wird im Oktober 2021 ausgewählt und anschließend so schnell wie möglich informiert.</li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18450.msg511140#msg511140" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Sonnenmission &#8222;Lagrange&#8220; / Space weather</a></li></ul>
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