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	<title>Wiederverwendung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Wiederverwendung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Miniupdate zu Starship Testflug 11</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/miniupdate-zu-starship-flugtest-11/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 09:45:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>(+Updates 1 und 2) Das Bergungsteam von SpaceX hat neue Aufnahmen vom finalen Anflug und der Wasserung von Starship 38 veröffentlicht. Auf den Aufnahmen im Livestream konnte die Unterseite des Starship nicht eingesehen werden. Dies ist nun möglich.Ein Portalbeitrag vom Raumfahrer.net Redakteur James. Quelle: SpaceX, X, Raumfahrer.net Forum, 15. Oktober 2025 Wieder ist es der [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">(+Updates 1 und 2) Das Bergungsteam von SpaceX hat neue Aufnahmen vom finalen Anflug und der Wasserung von Starship 38 veröffentlicht. Auf den Aufnahmen im Livestream konnte die Unterseite des Starship nicht eingesehen werden. Dies ist nun möglich.<br>Ein Portalbeitrag vom Raumfahrer.net Redakteur James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: SpaceX, X, Raumfahrer.net Forum, 15. Oktober 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieder ist es der schon mehrmals demonstrierten Fähigkeit des Starships, sehr genau den Zielpunkt anzufliegen, zu verdanken daß das Bergungsteam sehr gute Aufnahmen des Starships während der Wasserung und davor erstellen kann. Die Aufnahmen der im Livestream benutzen Kamera waren leider etwas schlecht auf den Ort der Wasserung ausgerichtet, so daß vom Starship selber wenig zu sehen war. Auf den nun veröffentlichten Bilder kann nun auch die Unterseite eingesehen werden, und man kann feststellen daß der Thermalschutz doch sichtbar beansprucht worden ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-vor-der-Wasserung.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-vor-der-Wasserung_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148660" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-vor-der-Wasserung_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-vor-der-Wasserung_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Ship 38 bei der Wasserung</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere das nochmalige Auftreten von orangen Überdeckungen, auch wenn sie im Vergleich zum letzten Flug viel kleinräumiger sind, fällt ins Auge.<br>Von SpaceX ist dazu noch keine Aussage vorhanden; wenn dazu Neues veröffentlicht wird, erhält diese Seite ein Update.<br>Von einem erneuten Einsatz metallischer, eisenhaltiger Kacheln ist im Vorfeld nie die Rede gewesen.<br>Bekannt gegeben wurde jedoch, daß wiederum etliche Kacheln weggelassen würden, und zwar auch in Bereichen in denen sich keine ablative Schutzschicht unter den Kacheln befindet. Damit könnte das Plasma auch direkt auf die Edelstahlstruktur des Starships eingewirkt haben.<br>Eine Vermutung die man dann anstellen könnte, wäre dass die orange Verfärbung durch die Oxidation von im Edelstahl vorhandenen Eisen hervorgerufen wurde. Auf die endgültige Erklärung, wo der Entstehungort und wie es zu der Verfärbung kam, sind wir auf eine diesbezügliche Meldung von SpaceX angewiesen.<br>Auch der generelle Zustand des Thermalschutzes nach erstmaligem Gebrauch erscheint wieder etwas offener. Wenn es nicht Auswirkungen von beabsichtigten Tests sind, sind wohl weitere Entwicklungsschritte notwendig.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-im-Anflug.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-im-Anflug_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148662" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-im-Anflug_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Ship-38-im-Anflug_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Ship 38 beim Zielanflug</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX hat zwei Videos des Zielanfluges von Ship 38 auf X veröffentlicht:<br><a href="https://x.com/SpaceX/status/1978179844656480423" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Link zu den Videoaufnahmen von Ship 38</a></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/G3U9rj9XwAI3HR2.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/G3U9rj9XwAI3HR2_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148676" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/G3U9rj9XwAI3HR2_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/G3U9rj9XwAI3HR2_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Booster 15-2 über der Meeresoberfläche</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update1:</strong> SpaceX hat nun zusätzlich ein Video auf X veröffentlicht welches das hoovern des Boosters 15-2 über der Meeresoberfläche zeigt: <a href="https://x.com/SpaceX/status/1978555639115715005" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Link zu der Videoaufnahme von Booster 15-2</a></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/FinalerFlugShip38Projiziert_.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="228" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/FinalerFlugShip38Projiziert_350x228.jpg" alt="" class="wp-image-148772" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/FinalerFlugShip38Projiziert_350x228.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/FinalerFlugShip38Projiziert_350x228-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright TheSpaceEngineer@mcrs987: finaler Anflug von Ship 38 projiziert auf BocaChica.<br>Graue Linie: Höhendarstellung beim Landeanflug; rote Linie: Bodenprojektion.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 2</strong>: Wie schon im Bericht zum <a href="https://www.raumfahrer.net/voller-erfolg-des-starship-testflight-11/" data-wpel-link="internal">Starship Flugtest 11</a> beschrieben sollte die finale Flugphase des Ship 38 ein Test für den Landeanflug auf den Start- und Landeturm am Startgelände der Starbase werden.<br>TheSpaceEngineer @mcrs987 hat den Landeanflug von S38 sehr anschaulich über BocaChica projiziert und auf X gepostet.<br>In dieser Animation ist zu erkennen daß dieser Testpunkt äußerst erfolgreich durchgeführt wurde:<br><a href="https://x.com/mcrs987/status/1979231198699237519" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Link zur Videoanimation von TheSpaceEngineer auf X</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20631.msg579755#msg579755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Starship Flight Test 11 (B15-2/S38) von Starbase</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Voller Erfolg von Starship Testflug 11</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/voller-erfolg-des-starship-testflight-11/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 02:44:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thermalschutzsystem des Starship wurde erfolgreich weiterentwickelt. Ein wichtiger Schritt zur vollständigen Wiederverwendbarkeit. Keine Beschädigungen oder Abbrände an den Flaps. Alle Tests erfolgreich durchlaufen. Auch der Booster durchlief seine Tests zufriedenstellend.Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James. Quelle: SpaceX, X, Raumfahrer.net Forum, Wikipedia; 14. September 2025 Die Starbase schläft nie. Unverzüglich nach dem Flugtest 10 wurden [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Thermalschutzsystem des Starship wurde erfolgreich weiterentwickelt. Ein wichtiger Schritt zur vollständigen Wiederverwendbarkeit. Keine Beschädigungen oder Abbrände an den Flaps. Alle Tests erfolgreich durchlaufen. Auch der Booster durchlief seine Tests zufriedenstellend.<br>Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle:  SpaceX, X, Raumfahrer.net Forum, Wikipedia; 14. September 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Starbase schläft nie.</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StaticFire_B15-2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Static Fire Test von Booster 15-2" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Static Fire Test von Booster 15-2" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="267" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StaticFire_B15-2_267x400.jpg" alt="" class="wp-image-148632" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StaticFire_B15-2_267x400.jpg 267w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StaticFire_B15-2_267x400-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Static Fire Test von Booster 15-2</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Unverzüglich nach dem Flugtest 10 wurden wieder Hebebühnen an Startpad-1 gefahren und das Sicherheitsgeländer wurde errichtet. Zu diesem Zeitpunkt hatten Booster 17 und Ship 38 ihre Kältetests bereits hinter sich. Booster 17 war zu dieser Zeit noch für Flugtest 11 vorgesehen. Aber schon in ihrem Bericht zu Flugtest 10 schrieb NSF, dass der letzte Booster der Version 2 der Verwendung finden wird, Booster 15 mit Bezeichnung Booster 15-2 sein würde. Also für Flugtest 11, denn ab Flugtest 12 kommen die Versionen 3 von Booster und Ship zum Einsatz. Booster 15 wurde im März beim achten Flugtest das erste Mal verwendet. Dies war der zweite Flug der Reihe bei dem das Ship nicht so performte wie erhofft. Der Booster konnte jedoch, als Dritter nach Booster 12 und Booster 14, in den Fangarmen des Startturmes gelandet werden, womit dieser für eine Wiederverwendung zur Verfügung stand.<br>Booster 17 ereilt damit das gleiche Schicksal wie das von manch anderen früheren Boostern bzw. Ships. Kaum fertiggestellt schon Altmetall. Der Schneidbrenner steht bereit. Am 6. September wurde Booster 15-2, zum Startpad-1 gefahren, auf dieses gehoben, und tags darauf erfolgte der Static Fire Test. Von den 33 Raptortriebwerken von Booster 15-2 waren 24 schon &#8222;flugerprobte&#8220; Triebwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ship 38 in Fertigstellung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Transport-zum-Startgelaende-von-Ship-38.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Transport von Ship 38" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Transport von Ship 38" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Transport-zum-Startgelaende-von-Ship-38_350x267.jpg" alt="" class="wp-image-148634" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Transport-zum-Startgelaende-von-Ship-38_350x267.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/Transport-zum-Startgelaende-von-Ship-38_350x267-300x229.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Transport von Ship 38</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masseys Testsite wird nicht nur neu aufgebaut, sie wird auch gleich modernisiert, ähnlich zur modulareren Bauweise der Tankfarm von Startpad-2. Die Lagerkapazität der Methantankfarm wurde erhöht, die Leitungen wurden nun zum Schutz in einen Graben verlegt, der mit Beton oder Stahl abgedeckt ist. Auch ein neuer Kontrollbunker wurde errichtet. Aber der Teststand für die Static Fire Tests selber ist weiterhin nicht einsatzbereit, er wird sowieso gleich für die Version 3 der Ships errichtet.<br>Also musste für das Static Fire von Ship 38 wieder das Startpad-1 umgebaut werden. Am 10. September begann die Montage des &#8222;Startstools&#8220; am Startpad-1 und am 17. September wurde Ship 38 vom Produktionsbereich zum Startpad-1 transportiert. Die Anläufe zu einem Static Fire mussten aber an zwei Tagen in Folge schon während der Betankungsphase abgebrochen werden.<br>Dafür wurde am 21. September der letzte für den Abwurf bestimmte Hotstagingring am Produktionsgelände für die Montage an Booster 15-2 angeliefert. Am 22. September abends richtete sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Startpad. Denn dort erfolgte nun doch das Static Fire von Ship 38 mit allen 6 Raptortriebwerken. Tags darauf wurde Ship 38 zum Produktionsgelände zurück transportiert, womit auch der Rückbau des Startpads begonnen werden konnte. Der Zeitaufwand für den Static Fire Test verschoben aber auch den Starttermin. Gingen die ersten Hinweise noch von einem Termin ab 6. Oktober für einen Start aus, bestätigte SpaceX schließlich den 14. Oktober um 01:15 Uhr MESZ als geplanten Starttermin. Am 8. Oktober erfolgte der letzte Transport von Booster 15-2 zum Startgelände wo er auf das wieder einsatzbereite Startpad gehoben wurde. Am Samstag, den 11. Oktober wurden die Starlink-Dummies verladen und Ship-38 am Abend ebenfalls zum Startgelände transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Testziele von Flugtest 11</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Booster 15-2 testet eine neue Landingburn Prozedur. Zu Beginn des Landingburns werden 13 Raptortriebwerke gezündet, um dann auf 5 aktive Triebwerke zu wechseln. Bisher hatte man dies ausschließlich mit den 3 Centertriebwerken bewerkstelligt. Um die Trajektorie des Landeanfluges präziser zu regeln soll die Version 3 des Booster 5 Triebwerke einsetzen. Booster 15-2 wird auf 3 Triebwerke wechseln, über der Meeresoberfläche schweben, bevor diese deaktiviert werden und der Booster ins Meer fallen wird. Die Dynamic in den Triebwerksübergängen wird ermittelt, wobei man dies mit den Raptor 3 Triebwerken sicherlich wiederholen wird müssen.</li>



<li>Es werden wieder 8 Starlinksimulatoren ausgesetzt um den Aussetzmechanismus weiter zu entwickeln.</li>



<li>Der Wiederzündungstest wird wiederholt.</li>



<li>Beim Thermalschutzsystem werden die Erkenntnisse von Flugtest 10 umgesetzt. Es wurden auch wieder einzelne Kacheln entfernt, auch in Bereichen in denen sich keine ablative Schutzschicht unter den Kacheln befinden. Auch die Trajektorie wird so gewählt, daß das Thermalsystem stark belastet wird.</li>



<li>Der finale Anflug vor der Wasserung soll den Landeanflug auf den Start-/Landeturm nachstellen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gewonnene Erkenntnis zum Thermalschutzsystem bei Testflug 10</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StarshipTileSeal.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright ChromeKiwi: Aufbau des Thermalschutzes" data-rl_caption="" title="Copyright ChromeKiwi: Aufbau des Thermalschutzes" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="223" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StarshipTileSeal_400x223.jpg" alt="" class="wp-image-148636" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StarshipTileSeal_400x223.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/StarshipTileSeal_400x223-300x167.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright ChromeKiwi: Aufbau des Thermalschutzes</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bill Gerstenmaier vermeldete nach Testflug 10 dass es nötig ist die Lücken zwischen den Kacheln zu versiegeln. Es dringt zu viel Hitze zwischen den Kacheln ein und wirkt auf die ablative Schicht unter den Kacheln.<br>Das führte zum weißen Belag am oberen Teil des Starships bei Flugtest 10. Es wurden aber auch einige Kacheln getestet, die mit einem sogannanten &#8222;Crunch Wrap&#8220; hinterlegt und seitlich umschlossen waren. Dort wurde die ablative Schicht nicht beeinträchtigt.<br>Der Crunch Wrap füllt die Lücken, überstehendes Material wird nach der Kachelmontage einfach abgeschnitten. Eine Illustration hierzu hat ChromeKiwi auf X gepostet. Ship 38 testet diese Variante nun großflächig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starttag, die Spannung steigt</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0003_Start.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Start zum Flugtest 11" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Start zum Flugtest 11" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0003_Start_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148607" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0003_Start_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0003_Start_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Start zum Flugtest 11</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Go für die Betankung kam um 00:22 Uhr MESZ und damit etwas verspätet, so dass der Start nicht ganz zu Beginn des Startfensters stattfinden konnte. Für knapp eine Stunde wurden dann zuerst Ship 38 und daraufhin Booster 15-2 mit Treibstoffen beladen. Dann standen sie dampfend am Startpad-1 und warteten auf den finalen &#8222;go poll&#8220;. Um T=-0:10s begann das Sound Suppression System Wasser aus den Bodenplatten zu drücken, zu T=-0:03s wurde die Zündsequenz der Boostertriebwerke gestartet.<br>Feuer traf wieder auf Wasser, aber zum letzten Mal stellte sich der Anblick von schnell symmetrisch nach sechs Seiten expandierenden Dampfwolken ein. Der Flammengraben an Startpad-2 hat ja &#8222;nur&#8220; 2 Austrittsöffnungen.<br>Liftoff um 01:24 Uhr MESZ. Alle 33 Triebwerke aktiv. Noch mal erwähnt: 24 leisteten ihren zweiten Einsatz. Der Anblick ist schon vertraut und gleichzeitig beeindruckend. Da werden immerhin über 5000 Tonnen in die Höhe gestemmt. Von nun an ging es schnell. Nach gut einer Minute wurde MaxQ durchschritten, nach gut zweieinhalb Minuten wurden bis auf die 3 im Zentrum nacheinander alle Triebwerke deaktiviert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0343_Boostbackburn.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Boostback Burn" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Boostback Burn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0343_Boostbackburn_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148611" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0343_Boostbackburn_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0343_Boostbackburn_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Boostback Burn</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hotstaging</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Booster 15-2 schwenkte und startete 12 der 13 zündbaren Triebwerke. Eines im Zehnerring zündete nicht. Unverzüglich nach dem &#8222;boostback burn&#8220; wurde der Hotstagering abgetrennt. Nach gut 6 Minuten zündeten dieses mal alle 13 Raptortriebwerke zum Landingburn. Die drei Centertriebwerke und zwei ziemlich gegenüberliegende aus dem 10-er Ring blieben aktiv, die anderen wurden nach einigen Sekunden deaktiviert. Booster 15-2 schwebte schließlich auf den drei Centertriebwerken, bevor auch diese deaktiviert wurden und der Booster seinen freien Fall auf die Meeresoberfläche begann, Mission des Boosters abgeschlossen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0900_Ship_SECO.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: SECO von Ship 38" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: SECO von Ship 38" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0900_Ship_SECO_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148617" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0900_Ship_SECO_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0900_Ship_SECO_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: SECO von Ship 38</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Derweilen feuerten die 6 Raptortriebwerke des Ship 38 fortlaufend bis bei ca. 9 Minuten nach dem Start die geplante knapp nicht orbitale Flugbahn erreicht wurde, und die Triebwerke verloschen.<br>Nach weiteren neuneinhalb Minuten öffnete sich die Tür für den Satellitendummyauswurf. Wieder wurde ein Kettenantrieb benutzt um die Dummies in Bewegung zu setzen. Ob die Dummies beim Trennvorgang immer ganz ruhig waren ist nicht sicher, aber unerwünschten Kontakt gab es diesmal keinen.<br>Dass der Wiederzündungstest nicht funktionieren würde hat wohl kaum mehr jemand angenommen, und er tat es auch nicht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5843_hitzeeinwirkung.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Hitzeeinwirkung auf hinterem Flap" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Hitzeeinwirkung auf hinterem Flap" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5843_hitzeeinwirkung_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148628" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5843_hitzeeinwirkung_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5843_hitzeeinwirkung_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Hitzeeinwirkung auf hinterem Flap</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als spannendster Abschnitt verblieb der Wiedereintritt. Nach einer Dreiviertelstunde wurden die ersten Einflüsse des Plasmas deutlich. Wenn Kacheln verloren wurden, dann sehr wenige.<br>Vor allem funktionierte das Thermalschutzsystem sehr gut. Der Punkt der maximalen Hitzebelastung wurde ohne Probleme überschritten. Eventuell konnte man an der Vorderkante der hinteren Flaps mal ein Aufleuchten erkennen (siehe Bild Hitzeeinwirkung auf hinterem Flap). Auch flatterte mal etwas rotes seitlich am Ship, so etwas sah man auch schon in der Startphase. Landingburn und Landingflip wurden makellos ausgeführt. Das Starship setzte wieder neben einer Boje am Wasser auf, fiel um und detonierte erwartungsgemäß.<br>Erwähnt werden sollte noch: Das Thermalschutzsystem war, soweit man es sehen konnte, bis zum Ende von Ship 38 <strong>schwarz</strong>. Ein voller Erfolg des Fluges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder des Testfluges</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0136_nach_maxQ.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: nach maxQ" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: nach maxQ" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0136_nach_maxQ_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148609" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0136_nach_maxQ_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0136_nach_maxQ_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX:  nach maxQ</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0450_hot_stage_ring_separation.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Hot Stage Ring Abtrennung" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Hot Stage Ring Abtrennung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0450_hot_stage_ring_separation_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148613" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0450_hot_stage_ring_separation_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0450_hot_stage_ring_separation_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Hot Stage Ring Abtrennung</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0626_BoosterLanding.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Landingburn" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Landingburn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0626_BoosterLanding_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148615" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0626_BoosterLanding_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/0626_BoosterLanding_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Landingburn</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/1928_DummyAuswurf.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Auswurf der Starlink Dummies" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Auswurf der Starlink Dummies" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/1928_DummyAuswurf_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148619" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/1928_DummyAuswurf_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/1928_DummyAuswurf_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Auswurf der Starlink Dummies</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4755_Plasma.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: erste Einflüsse des Plasmas auf Ship 38" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: erste Einflüsse des Plasmas auf Ship 38" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4755_Plasma_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148624" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4755_Plasma_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/4755_Plasma_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: erste Einflüsse des Plasmas auf Ship 38</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/3755_wiederzuendungstest.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Wiederzündungstest" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Wiederzündungstest" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/3755_wiederzuendungstest_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148621" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/3755_wiederzuendungstest_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/3755_wiederzuendungstest_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Wiederzündungstest</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5623_hinterer_Flap.jpg" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: hinterer Flap" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: hinterer Flap" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5623_hinterer_Flap_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148626" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5623_hinterer_Flap_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/5623_hinterer_Flap_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: hinterer Flap</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/6612_Wasserung.jpg" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="Copyright SpaceX: Wasserung von Ship 38" data-rl_caption="" title="Copyright SpaceX: Wasserung von Ship 38" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/6612_Wasserung_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148630" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/6612_Wasserung_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/10/6612_Wasserung_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Copyright SpaceX: Wasserung von Ship 38</figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20631.msg579709#msg579709" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Starship Flight Test 11 (B15-2/S38) von Starbase</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>HyImpulse: Was der SL1 Start für Deutschland bedeutet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hyimpulse-was-der-sl1-start-fuer-deutschland-bedeutet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jul 2023 09:56:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hybridantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[HyImpulse]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrolauncher]]></category>
		<category><![CDATA[Paraffin]]></category>
		<category><![CDATA[Shetland Inseln]]></category>
		<category><![CDATA[SL1]]></category>
		<category><![CDATA[SR75]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=129374</guid>

					<description><![CDATA[<p>Testrakete Micro Launcher SR 75 mit Paraffin Hybridantrieb startet im Dezember 2023 von den Shetlandinseln. Der Launcher SL1 mit 500 kg Nutzlast wird bis 2025/26 für den Regelbetrieb verfügbar. Eine Pressemitteilung der HyImpulse Technologies GmbH. Quelle: HyImpulse Technologies GmbH 27. Juli 2023. 27. Juli 2023 &#8211; Der Countdown läuft. HyImpulse steht kurz vor dem großen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Testrakete Micro Launcher SR 75 mit Paraffin Hybridantrieb startet im Dezember 2023 von den Shetlandinseln. Der Launcher SL1 mit 500 kg Nutzlast wird bis 2025/26 für den Regelbetrieb verfügbar. Eine Pressemitteilung der HyImpulse Technologies GmbH.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: HyImpulse Technologies GmbH 27. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SL1padarthyimpulse.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Launcher SL1 auf der Startanlage - künstlerische Darstellung. (Grafik: HyImpulse)" data-rl_caption="" title="Launcher SL1 auf der Startanlage - künstlerische Darstellung. (Grafik: HyImpulse)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SL1padarthyimpulse26.jpg" alt="Launcher SL1 auf der Startanlage - künstlerische Darstellung. (Grafik: HyImpulse)" class="wp-image-129378"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Launcher SL1 auf der Startanlage &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: HyImpulse)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. Juli 2023 &#8211; Der Countdown läuft. HyImpulse steht kurz vor dem großen Start seiner bahnbrechenden Neuentwicklung: Eine nachhaltige Rakete mit neuem Antrieb, die Satelliten in die Erdumlaufbahn schicken wird. Wirtschaftsminister Dr. Robert Habeck hat sich heute vor Ort ein Bild gemacht, vom Stand der Entwicklung und Umsetzung in dem hoffnungsgeladenen Raketen StartUp. Die innovative Mann- und Frauschaft aus Neuenstadt in Süddeutschland steht damit kurz vor dem Durchbruch einer neuen Technologie. Es geht um den sogenannten SL1 Launcher, eine unbemannte Trägerrakete, die künftig für die Logistik zwischen der Erde und ihren Umlaufbahnen im Weltraum eingesetzt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell hat Deutschland keinen eigenen Zugang ins Weltall. Ariane 5 fliegt nicht mehr, der Start von Ariane 6 ist ungewiss. Die ersten 18 Starts der Ariane 6 sind an die USA verkauft worden. Bleibt noch SpaceX von Elon Musk. Somit bekommen wir ohne andere Hilfe keine Satelliten ins oder aus dem All. Die neue SL1 hat durch ihren radikal neuen Aufbau das Potenzial für einen Schnellstart – nicht nur Richtung Orbit sondern auch in den multimilliardenschweren Weltmarkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tausende Satelliten brauchen dringend den direkten Zugang ins All.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutsche Klimaschutz-, Resilienz-, Kommunikations- und Defense Projekte sind aktuell 100 % abhängig vom US-amerikanischen Zugang zum All, konkret von Elon Musk. Es geht um:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Emissions Monitoring</li>



<li>Waldbrand Monitoring</li>



<li>Erdbeben Monitoring</li>



<li>Wetter Monitoring und &#8211; Prognose</li>



<li>Navigation</li>



<li>Autonome Mobilität</li>



<li>Völkerwanderung Monitoring</li>



<li>Space Debris Removal (Entfernung von Weltraummüll)</li>



<li>Landwirtschaft Monitoring</li>



<li>Sichere Telekommunikation (Quantum Key Distribution)</li>



<li>5G / 6G via Space</li>



<li>IoT / Sensorik (Emissionsmessung, Energiemessung, Recycling)</li>



<li>Erdbeobachtung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>HyImpulse ist der Weltraum-Logistiker</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>zuverlässig</li>



<li>schnell</li>



<li>günstig</li>



<li>flexibel</li>



<li>nachhaltig</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unsere Antriebsrevolution: Hybridantrieb aus Paraffin und Flüssig-Sauerstoff</strong><br>Das ist der erste radikal neue Raketenantrieb seit vielen Jahrzehnten.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Höchste Performance durch hohe Energiedichte</li>



<li>Einfach in der Herstellung und Lagerung</li>



<li>Sicher, leicht transportabel</li>



<li>Günstig und massenproduktionstauglich</li>



<li>Drosselbarer Schub für militärische Anwendungen</li>



<li>Skalierbar für fast alle Raketengrößen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir werden schnell sein: Erster Start im Dezember 2023</strong><br>Die Testrakete Micro Launcher SR 75 mit Paraffin Hybridantrieb startet im Dezember 2023 von den Shetlandinseln.<br>Der Launcher SL1 mit 500 kg Nutzlast wird bis 2025/26 für den Regelbetrieb verfügbar sein. Der Startplatz kann flexibel gewählt werden: Shetland, Schweden, Nordsee, Kourou, Neuseeland u.a..</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Multidimensionale Nachhaltigkeit von HyImpulse</strong><br>Die Raketen von HyImpulse zeichnen sich aus durch:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>25 t CO<sub>2</sub> pro Start. Das entspricht einem Linienflug Frankfurt &#8211; Athen</li>



<li>der Treibstoff Paraffin ist sicher für Mensch und Natur</li>



<li>den schnellsten und kostengünstigen Transport von klimarelevanter Sensorik</li>



<li>das Ermöglichen zeitkritischer Missionen für Umwelt, Politik und Sicherheit</li>



<li>Nachhaltigkeit: die ersten zwei Raketenstufen der SL1 sind wiederverwendbar</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Versprechen von HyImpulse:</strong><br>Mit entsprechender Unterstützung werden wir Deutschland und Europa einen unabhängigen und optimalen Zugang Richtung Weltall bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18048.msg551930#msg551930" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HyImpulse</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ArianeGroup: Erstmals komplette Stufe einer wiederverwendbaren Trägerrakete getestet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianegroup-erstmals-komplette-stufe-einer-wiederverwendbaren-traegerrakete-getestet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2023 20:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[PF20]]></category>
		<category><![CDATA[Prometheus]]></category>
		<category><![CDATA[statischer Brennversuch]]></category>
		<category><![CDATA[Themis]]></category>
		<category><![CDATA[Vernon]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=128298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die erste Testkampagne zur Zündung des wiederverwendbaren Prometheus®-Triebwerks auf dem Hauptstufen-Demonstrator Themis wurde am ArianeGroup-Standort in Vernon (Frankreich) mit Erfolg durchgeführt. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup. Quelle: ArianeGroup 23. Juni 2023. Vernon, 23. Juni 2023 &#8211; Am 22. Juni 2023 haben die Teams der ArianeGroup am Standort Vernon erfolgreich den letzten Test der Kampagne zur Zündung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die erste Testkampagne zur Zündung des wiederverwendbaren Prometheus®-Triebwerks auf dem Hauptstufen-Demonstrator Themis wurde am ArianeGroup-Standort in Vernon (Frankreich) mit Erfolg durchgeführt. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ArianeGroup 23. Juni 2023.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeus1stIngnitionArianeGroup.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Testzündung mit Themis und Prometheus®. (Bild: ArianeGroup)" data-rl_caption="" title="Testzündung mit Themis und Prometheus®. (Bild: ArianeGroup)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeus1stIngnitionArianeGroup60.jpg" alt="Testzündung mit Themis und Prometheus®. (Bild: ArianeGroup)" class="wp-image-128295" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeus1stIngnitionArianeGroup60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeus1stIngnitionArianeGroup60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Testzündung mit Themis und Prometheus®. (Bild: ArianeGroup)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vernon, 23. Juni 2023 &#8211; Am 22. Juni 2023 haben die Teams der ArianeGroup am Standort Vernon erfolgreich den letzten Test der Kampagne zur Zündung des wiederverwendbaren Prometheus®-Triebwerks mit dem Demonstrator der wiederverwendbaren Stufe Themis als Prüfstand durchgeführt. Das Triebwerk lief für eine Dauer von zwölf Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prometheus® und Themis sind Programme der europäischen Weltraumorganisation ESA, für die ArianeGroup der Hauptauftragnehmer ist. Die Testreihe konnte dank der Unterstützung durch das französische Konjunkturförderprogramm France Relance<sup>(1)</sup> durchgeführt werden, bei dem CNES für den Betrieb der Raumfahrtkomponente zuständig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der erfolgreiche Abschluss der Testkampagne stellt einen ersten konkreten Schritt in der Entwicklung von in Europa hergestellten wiederverwendbaren Trägerraketen dar. Vor allem der vollständige Test des Prometheus®-Triebwerks, der direkt auf dem Demonstrator der wiederverwendbaren Stufe Themis durchgeführt wurde, wurde mit Spannung erwartet, da er einen sehr vielversprechenden Weg zur Vorbereitung der zukünftigen Familie europäischer Trägerraketen eröffnet. Dieser Test in Vernon wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Teams von ArianeGroup, ESA und CNES und mit der Unterstützung von France Relance ermöglicht&#8220;, erklärte Martin Sion, Executive Chairman der ArianeGroup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prometheus® wird von ArianeGroup zusammen mit ihren europäischen Partnern entwickelt und ist ein Triebwerk einer neuen Generation, das wiederverwendbar ist und über eine hohe Schubkraft (100 Tonnen) verfügt. Es wird mit flüssigem Sauerstoff (LOX) und flüssigem Methan (LCH<sub>4</sub>) betrieben. Im Laufe der Testserie wird das Prometheus®-Triebwerk auf Themis als Prüfstand getestet. Die erfolgreiche Zündung von Prometheus® ist in dieser Triebwerksklasse eine Premiere in Europa. Für diesen Testlauf verwendet ArianeGroup Biomethan als Treibstoff und unterstreicht damit die Absicht, in der Innovation umweltfreundlicher Technologien eine Vorreiterrolle zu spielen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeusFlameArianeGroup2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prometheus®-Triebwerk in Betrieb. (Bild: ArianeGroup)" data-rl_caption="" title="Prometheus®-Triebwerk in Betrieb. (Bild: ArianeGroup)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeusFlameArianeGroup60.jpg" alt="Prometheus®-Triebwerk in Betrieb. (Bild: ArianeGroup)" class="wp-image-128297" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeusFlameArianeGroup60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThemisPrometeusFlameArianeGroup60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Prometheus®-Triebwerk in Betrieb. (Bild: ArianeGroup)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fortsetzung der Prometheus®-Themis-Tests auf dem PF20-Prüfstand in Vernon wird die Arbeitsweise des Triebwerks und der Stufe für ein erweitertes Missionsprofil veranschaulichen. Die Tests des Prometheus®-Triebwerks werden Ende 2023 auf dem Prüfstand am DLR-Standort Lampoldshausen in Deutschland fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Vorbild des &#8222;Ariane 6 Users Club&#8220; wird ArianeGroup zudem in Kürze den &#8222;Prometheus® Users Club&#8220; gründen. Damit beginnt die Vermarktung von Prometheus® an alle interessierten Akteure in Europa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Themis ist ein Demonstrator für eine wiederverwendbare Raketenstufe, bei dem ArianeGroup die Federführung hat. Zwei Jahre nach Unterzeichnung des Vertrags mit der ESA über die erste Phase von Themis stellt diese erste Testkampagne in Kombination mit dem Prometheus®-Triebwerk einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des Projekts dar. Sie bildet die Basis für die nächste Testkampagne, die im Rahmen des Programms Horizon Europe der Europäischen Union (Projekt SALTO) im schwedischen Kiruna stattfinden wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prometheus®-Triebwerk und die wiederverwendbare Raketenstufe Themis sind Kernelemente der europäischen Strategie zur Entwicklung künftiger Trägerraketen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ArianeGroup</strong><br>ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer für zivile und militärische Trägerraketen-Systeme und ist für die Entwicklung und den gesamten Produktionsablauf der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6 verantwortlich, die von ihrer Tochtergesellschaft Arianespace vermarktet und betrieben werden. Sie ist auch für die Entwicklung, den Bau, die Integration und die Wartung der Raketen der französischen See-Streitkräfte zur nuklearen Abschreckung zuständig. Als weltweit anerkannter Spezialist für innovative und wettbewerbsfähige Lösungen beherrscht ArianeGroup die ganze Palette der fortschrittlichsten Antriebstechnologien und Anwendungen in der Raumfahrt. Über ihre Tochtergesellschaften stellt sie anderen Industriezweigen ihre Fachkompetenz in Ausrüstung, Service, Weltraumüberwachung und sicherheitsrelevanten Infrastrukturen zur Verfügung. Die Unternehmensgruppe wird zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehalten und beschäftigt mehr als 8000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe belief sich in 2022 auf 2,4 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><sup>(1)</sup> Vertrag vom 12. Januar 2021 zwischen CNES und ArianeGroup im Rahmen der Raumfahrtkomponente des Programms France Relance über die Tests von Prometheus® am Standort Vernon.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14402.msg550726#msg550726" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Prometheus + Callisto</a></li>
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		<title>ArianeGroup soll Entwicklung moderner Trägerraketen vorantreiben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianegroup-soll-entwicklung-moderner-traegerraketen-vorantreiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 06:06:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ArianeGroup erhält von der Europäischen Kommission den Zuschlag für zwei Projekte, um die Entwicklung von wiederverwendbaren und umweltfreundlichen Trägerraketen in Europa voranzutreiben. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup. Quelle: ArianeGroup 4. Juli 2022. Vernon, 4. Juli 2022 &#8211; Im Rahmen einer Ausschreibung der Europäischen Kommission und als Teil des Innovationsförderungsprogramms Horizon Europe hat ArianeGroup den Zuschlag für [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ArianeGroup erhält von der Europäischen Kommission den Zuschlag für zwei Projekte, um die Entwicklung von wiederverwendbaren und umweltfreundlichen Trägerraketen in Europa voranzutreiben. Eine Pressemitteilung der ArianeGroup.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ArianeGroup 4. Juli 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vernon, 4. Juli 2022 &#8211; Im Rahmen einer Ausschreibung der Europäischen Kommission und als Teil des Innovationsförderungsprogramms Horizon Europe hat ArianeGroup den Zuschlag für zwei besonders ambitionierte Schlüsselprojekte erhalten, die die Entwicklung von wiederverwendbaren und umweltverträglichen Trägerraketen in Europa beschleunigen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ArianeGroup wird die Leitung der Projekte SALTO und ENLIGHTEN übernehmen und dabei zahlreiche wissenschaftliche und industrielle Partner sowie innovative Start-ups einbeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Initiative der Europäischen Kommission wird es uns ermöglichen, die Entwicklung der ersten europäischen wiederverwendbaren und umweltfreundlichen Trägerraketen zu beschleunigen, indem wir unser gesammeltes Fachwissen mobilisieren und das Know-how von Industrie, Forschungsinstituten und innovativen Start-ups zusammenführen&#8220;, sagte André-Hubert Roussel, CEO der ArianeGroup. &#8222;Nach der konsequenten Unterstützung der Europäischen Weltraumorganisation ESA bei den Demonstratoren Prometheus und Themis für wiederverwendbare Triebwerke und Stufen ist dieser zusätzliche Schub der Europäischen Kommission bei der Finanzierung ehrgeiziger Projekte ein starkes Signal für Europas souveränen Zugang zum Weltraum.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">SALTO steht für „reuSable strAtegic space Launcher Technologies &amp; Operations“ und wird es innerhalb von zwei Jahren erlauben, die vertikale Landung des Prototyps einer wiederverwendbaren Raketenstufe zu testen. Das Projektbudget beträgt 39 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SALTO bezweckt insbesondere die Validierung des Landevorgangs, der für die Wiederverwendbarkeit einer Trägerrakete von entscheidender Bedeutung ist. Dieser Schritt ist von besonderer Komplexität und erfordert einen breit angelegten Lernprozess und Praxistests, mit denen Europa die Beherrschung dieser Technologie vorantreiben kann. Der zukünftige Launcher ist so konzipiert, dass er diverse, von ArianeGroup und seinen Partnern entwickelte Technologien zum Einsatz bringt und es erlauben wird, noch ehrgeizigere Demonstrationen vorzubereiten und die hohe Schubkraft realer Weltraumstarts abzubilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das SALTO-Projekt enthält ein vollwertiges Flugmodell, das vom Standort Kiruna in Schweden aus eine Reihe von Flügen in niedriger Höhe durchführen wird. Die Vorbereitung dieser Tests erfolgt im Verein mit dem Themis-Programm der ESA für eine wiederverwertbare Stufe, bei dem ArianeGroup die Leitung hat, und in Ergänzung zum Callisto-Projekt, das von den Weltraumagenturen Frankreichs (CNES), Deutschlands (DLR) und von Japan (JAXA) getragen wird. Das Entwicklungsprogramm Agile soll helfen, mit den Flugtests die Technologien zur Marktreife zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen von SALTO koordiniert ArianeGroup ein Konsortium von 26 Partnern aus zwölf Ländern, bestehend aus:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Industrie: MT Aerospace, ArianeGroup GmbH, Safran Data System, Safran Electronics &amp; Defense, Avio S.p.A., Sabca, Thales Alenia Space Belgium S.A., GTD Sistemas de Informacion S.A., GMV Aerospace and Defence S.A., Deimos Engineering and Systems S.L.U., Sener TAFS SAU, Swedish Space Corporation, Amorim Cork Composites A</li><li>Forschungsinstituten: DLR, CNES, ONERA, IRT Jules Verne, INCAS</li><li>innovativen Start-ups: ETAEM, ID-Services, Shark Robotics SARL, G.L. Electronics s.r.o., SIA WIT Berry, Realtime Technologies Ltd, SpaceForest sp. z o.o.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">ENLIGHTEN steht für „European INitiative for Low cost, Innovative &amp; Green High Thrust Engine“. Es setzt das Entwicklungsprogramm Prometheus fort und soll fortschrittliche Technologien für die Produktion und den Betrieb wiederverwendbarer Raketentriebwerke entwickeln und testen. Das Projektbudget beträgt 17,4 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ENLIGHTEN unterstützt die Initiativen im Bereich neuer Antriebssysteme, mit denen die ESA ArianeGroup betraut hat, um eine Familie wiederverwendbarer Hochleistungstriebwerke auf Basis von Biomethan oder grünem Wasserstoff zu bauen. Diese Motoren sollen ab 2030 die Familie zukünftiger europäischer Trägerraketen antreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es vor allem darum, Schlüsseltechnologien für Raketentriebwerke wie etwa zusätzliche Fertigungstechnologien oder künstliche Intelligenz zu entwickeln, die für die Funktionskontrolle (das Monitoring) und die Wartung wiederverwendbarer Triebwerke wichtig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ENLIGHTEN-Konsortium unter Leitung von ArianeGroup besteht aus 18 Partnern aus acht Ländern (Deutschland, Österreich, Belgien, Estland, Frankreich, Niederlande und Portugal) und setzt sich folgendermaßen zusammen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Industrie: ArianeGroup GmbH, Avio S.p.A., APP, ADIRA Metal Forming Solutions</li><li>Forschungsinstitute und Universitäten: DLR, Fraunhofer, IREPA, KU Leuven, Onera, Silicon Austria Labs</li><li>mittelständische Unternehmen und Startups: Aiko, Areelis, AZO, Edgise, Erneo, Laser Cladding Venture, Proekspert.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ArianeGroup</strong><br>ArianeGroup, Hauptauftragnehmer der europäischen Trägerraketen Ariane 5 und Ariane 6, ist für die gesamte Produktionskette der Träger verantwortlich – vom Entwurf über die vollständige Fertigung bis hin zu Vermarktung und Betrieb über sein Tochterunternehmen Arianespace. ArianeGroup beschäftigt ca. 7000 hochqualifizierte Mitarbeiter in Frankreich und Deutschland und ist ein zu gleichen Teilen von Airbus und Safran gehaltenes Joint Venture. Das Unternehmen ist zudem Hauptauftragnehmer für die ballistischen Trägerraketen der französischen Marine. ArianeGroup und die Tochterunternehmen sind weltweit anerkannte Spezialisten für Raumfahrtausrüstungen und -antriebe, Services und Weltraumüberwachung. Ihr Know-how findet auch in anderen Industriezweigen und in der kritischen Infrastruktur Anwendung. Der Konzernumsatz betrug im Jahr 2021 rund 3,1 Milliarden Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12696.msg534369#msg534369" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ArianeGroup</a></li></ul>
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		<title>Schlussfolgerungen des informellen Treffens der europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schlussfolgerungen-des-informellen-treffens-der-europaeischen-ministerinnen-und-minister-fuer-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2022 17:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[Emmanuel Macron]]></category>
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		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[New Space]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumgipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hielt am 16. Februar 2022 in Toulouse eine Rede, in der er seine Vision der französischen und europäischen Raumfahrtstrategie darlegte. Eine Pressemitteilung der Französischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Quelle: Französische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. 16. Februar 2022 &#8211; Anlass der Rede war der informelle Rat für [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="der-franzosische-staatsprasident-emmanuel-macron-hielt-am-16-februar-2022-in-toulouse-eine-rede-in-der-er-seine-vision-der-franzosischen-und-europaischen-raumfahrtstrategie-darlegte-eine-pressemitteilung-der-franzosischen-prasidentschaft-im-rat-der-europaischen-union">Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hielt am 16. Februar 2022 in Toulouse eine Rede, in der er seine Vision der französischen und europäischen Raumfahrtstrategie darlegte. Eine Pressemitteilung der Französischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Französische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">16. Februar 2022 &#8211; Anlass der Rede war der informelle Rat für Wettbewerbsfähigkeit in der Zusammensetzung „Weltraum“, an dem die europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt teilnahmen, sowie der Ministerrat der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), unter dem Vorsitz von Bruno Le Maire, Frankreichs Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen beiden Treffen wurden vier wichtige Themen für den Aufbau der europäischen Raumfahrtpolitik behandelt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>die Pläne der Europäischen Kommission zur Einrichtung einer Konstellation für sichere Konnektivität auf europäischer Ebene und zur Festlegung gemeinsamer Regeln für das Weltraumverkehrsmanagement;</li><li>der europäische Fahrplan für die weltraumgestützte Erd- und Klimabeobachtung;</li><li>Europas Ambitionen im Bereich der Wissenschaft und der Weltraumerforschung.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Staatspräsident erinnerte in seiner Rede insbesondere daran, dass der Weltraum ein bedeutender Bestandteil der europäischen Souveränität ist, sowohl in Bezug auf die Kommunikation als auch auf die Erdbeobachtung, die Überwachung des Klimawandels und die Navigation. Er lobte die unbestrittenen Trümpfe, über die die Europäische Union durch Programme wie Galileo oder Copernicus verfügt, die tagtäglich von Milliarden von Nutzerinnen und Nutzern verwendet werden. Angesichts der Ankündigung mehrerer Länder, die bemannten Raumfahrtmissionen in Richtung Mond und Mars erneut aufnehmen zu wollen, rief der französische Staatspräsident Europa dazu auf, seine Ambitionen im Weltraum zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kündigte die Einrichtung einer Expertengruppe an, die die verfügbaren Optionen analysieren und den europäischen Staaten entsprechende Empfehlungen vorlegen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1) Informeller Ministerrat der europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt</strong><br>Die Mitgliedsstaaten kamen im November 2021 zu dem Schluss, dass Handlungsbedarf für das Weltraumverkehrsmanagement besteht. Im Rahmen des heutigen informellen Ministerrats verpflichteten sie sich daher, in den nächsten Monaten an konkreten Vorschlägen für das Weltraumverkehrsmanagement zu arbeiten. Hierbei wird eine doppelte Zielsetzung verfolgt: die Verbesserung der operativen Fähigkeiten Europas und der Vorschlag gemeinsamer Regeln auf europäischer Ebene, die dann auf internationaler Ebene verteidigt werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Mitgliedstaaten begrüßten auch den Entwurf einer EU-Verordnung über die Lenkung und Finanzierung einer weltraumgestützten sicheren Konnektivität, den die Europäische Kommission am Dienstag, den 15. Februar 2022, vorgelegt hat. Sie bekräftigten das politische Bestreben, Europa mit eigenständigen satellitengestützten Konnektivitätsmöglichkeiten auszustatten, während ähnliche Projekte im Ausland immer häufiger werden und die für solche Vorhaben benötigten Frequenzen und Umlaufbahnen knappe Ressourcen sind. Außerdem betonten sie die Notwendigkeit, stärker an den Zielen und Anforderungen, der Lenkung und der Finanzierung dieser Initiativen zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Grundlage dieser Leitlinien wird die französische EU-Ratspräsidentschaft die in den Gremien des Rates der Europäischen Union begonnenen Arbeiten fortsetzen, um gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Details dieser neuen Konstellation im Rahmen einer Verordnung festzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2) ESA-Ministerrat</strong><br>Im Zuge des Ministerrats der Europäischen Weltraumorganisation bestätigten die ESA-Mitgliedstaaten die Notwendigkeit, die Zukunft der europäischen Politik im Bereich der Weltraumerforschung zu definieren. Der Vorschlag, eine europäische Expertengruppe einzurichten, die die Möglichkeiten für die Erforschung und die bemannte Raumfahrt ermitteln soll, fand großen Anklang. Die Ergebnisse der Arbeit werden den für Raumfahrt zuständigen Ministerinnen und Ministern bei den nächsten Ministertreffen in diesem Jahr und im Jahr 2023 vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich waren sich die Ministerinnen und Minister einig, dass die Mobilisierung weltraumgestützter Instrumente für die Überwachung und Bekämpfung des Klimawandels beschleunigt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3) France 2030</strong><br>Der französische Staatspräsident betonte, dass im Rahmen von France 2030 1,5 Mrd. € bereitgestellt werden, um innerhalb von fünf Jahren ein französisches Angebot für wiederverwendbare Trägerraketen hervorzubringen, New-Space-Akteure zu fördern und Konstellationen für Konnektivität zu entwickeln (1,5 Mrd. €). Nachdem im Dezember eine erste Aufforderung zur Projekteinreichung zur Unterstützung von Initiativen in Bezug auf kleine und Mini-Trägerraketen eingeleitet wurde, hat er für die kommenden Wochen neue Projektaufforderungen angekündigt, die die Einrichtung von Initiativen in den Bereichen Dienstleistungen im Orbit, Weltraumüberwachung und schließlich Konstellationen für Konnektivität unterstützen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Projektaufforderungen können durch eine Unterstützung in Form von öffentlichen Aufträgen ergänzt werden, die von der französischen Weltraumbehörde (CNES) im Auftrag des Staates durchgeführt werden. Dies dient dazu, den Anforderungen unserer Unternehmen gerecht zu werden und sich dauerhaft im Weltraum zu etablieren.<br>Die Umsetzung der Raumfahrtkomponente von France 2030 ist somit in vollem Gange, angetrieben von einer besonders dynamischen und ehrgeizigen Industriestruktur sowie einer strategischen Vision, die auf höchster staatlicher Ebene gefördert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung: &#8222;Heute haben wir uns mit den anderen europäischen Staaten auf die Notwendigkeit geeinigt, Europa mit den Mitteln auszustatten, um eine Konstellation für autonome Konnektivität zu schaffen. Dies ist ein großer Fortschritt und ein wichtiger Akt der Souveränität. Wir haben außerdem den Rahmen festgelegt, in dem diese Satellitenkonstellation konzipiert werden soll: Die wirtschaftliche Rentabilität muss gewährleistet sein, die KMU müssen gefördert werden, und diese Konstellation darf andere Raumfahrtprojekte nicht beeinträchtigen. Wir alle – Staaten, Ingenieure, Astronauten, die Industrie – ziehen an einem Strang, damit Europa eine große Weltraummacht bleibt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressemappe auf Deutsch:</strong><br><a href="https://web.archive.org/web/20221019161846/https://presidence-francaise.consilium.europa.eu/media/4p4p04u2/2022-02-16-dp-rmi-espace-de.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://presidence-francaise.consilium.europa.eu/media/4p4p04u2/2022-02-16-dp-rmi-espace-de.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9380.msg527548#msg527548" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EU &#8211; Space Policy auf EU-Ebene</a></li></ul>
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		<title>DLR: Recycling-Raketen im Projekt RETALT</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-recycling-raketen-im-projekt-retalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 15:37:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Landebeine]]></category>
		<category><![CDATA[Modell]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[TPS]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42798</guid>

					<description><![CDATA[<p>Projekt RETALT: Mit europäischen Recycling-Raketen zu mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und fünf europäische Unternehmen haben sich im Projekt RETALT (RETro Propulsion Assisted Landing Technologies) zusammengeschlossen, um gemeinsam die Erforschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/dlr-recycling-raketen-im-projekt-retalt/" data-wpel-link="internal">DLR: Recycling-Raketen im Projekt RETALT</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Projekt RETALT: Mit europäischen Recycling-Raketen zu mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_small_1.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption> Phasen der Konfiguration RETALT1 v.r.n.l.: Start, Abtrennung der Nutzlaststufe, die erste Stufe im Sinkflug und die Landung mit ausgefahrener Landebeinstruktur.  <br><br><br> </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und fünf europäische Unternehmen haben sich im Projekt RETALT (RETro Propulsion Assisted Landing Technologies) zusammengeschlossen, um gemeinsam die Erforschung und Entwicklung von Schlüsseltechnologien für rückwärtslandende Raketen voranzutreiben. Über drei Jahre untersucht das Konsortium die Aerodynamik, die Aerothermodynamik, also die Oberflächentemperaturen während des Flugs, die gesamte Flugdynamik bei Flug und Rückflug, Navigation und Steuerung sowie Strukturteile, Materialien und Mechanismen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;In den USA sind wiederverwendbare Raumtransportsysteme mit Retro-Schub schon in der Praxis in Betrieb. Die Bilder und Videos von SpaceX sind um die Welt gegangen. Da verwundert es vielleicht, dass die physikalischen Phänomene hinter den Technologien noch gar nicht vollständig verstanden sind. Aber es ist so: Stand heute fehlen hochwertige, experimentelle Daten aus Windkanalversuchen und Bodendemonstratoren&#8220;, sagt Prof. Ali Gülhan, RETALT-Projektkoordinator und Leiter der Abteilung Über- und Hyperschalltechnologien am DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik in Köln. &#8222;Wenn wir diese Daten mit numerischen Simulationen kombinieren, können wir die komplexe Physik besser verstehen und einen großen Schritt in Richtung Wiederverwendbarkeit von Raketen in Europa machen. Nur eine enge und intensive Zusammenarbeit von Forschung und Industrie kann das Know-how für eine schnellstmögliche Umsetzung der notwenigen Technologien liefern&#8220;, so Gülhan weiter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_small_2.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Phasen der Konfiguration RETALT2. Links: Start. Rechts: Sinkflug und Landung. 
<br>
(Bilder: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Projekts werden zwei Konzepte für senkrecht startende und landende Raketen getestet: Die Konfiguration RETALT1 hat zwei Stufen – ähnlich den konventionellen Raketen Falcon 9 oder Ariane 5. Die erste Stufe dieser Trägerrakete soll wieder landen. Der zweite Launcher (Konzept RETALT2) hat nur eine einzige Stufe. Er ist für kleinere Nutzlasten ausgelegt und bremst bei der Rückführung nicht nur mit dem Retro-Schub, sondern zusätzlich mit Hilfe einer großen aerodynamischen Grundfläche an der Unterseite. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_small_3.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik betreibt am Standort Köln den Hyperschallwindkanal 2 Köln (H2K). Die Wissenschaftler setzen den H2K unter anderem zur Simulation der Umströmung maßstabsgetreuer Modelle zukünftiger Fluggeräte zwischen Mach 4,8 und 11,2 sowie der Messung aerodynamischer und aerothermodynamischer Belastungen an Modellen und deren Komponenten ein. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das RETALT-Team untersucht sämtliche Aspekte mit Referenzkonfigurationen, und Modellen im kleineren Maßstab. So werden bei den Aerodynamiktests in den Windkanälen des DLR Modelle in Maßstäben zwischen 1:30 und 1:100 eingesetzt. Konfigurationen zur Untersuchung von Strukturkomponenten wie den Landebeinen entstehen in Maßstäben von bis zu 1:3. Während des Projekts werden die Technologien in repräsentativen Umgebungen getestet. Davon ausgehend können in Folgeprojekten Prototypen gebaut und tatsächlich im Wellstall getestet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Projekt RETALT</strong>
<br>
RETALT (RETro Propulsion Assisted Landing Technologies) ist ein europäisches Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizont 2020 mit drei Millionen Euro gefördert wurde. Partnerorganisationen sind das DLR, CFS Engineering (Schweiz), Elecnor Deimos (Spanien), MT Aerospace (Deutschland), Almatech (Schweiz) und Amorim Cork Composites (Portugal). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062019173702_small_4.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Schlierenbild eines Trennvorgangs eines 4-fach Boosters bei Mach 1,8 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik ist verantwortlich für die Koordination des Projekts, das Design der Referenzkonfigurationen sowie die Bewertung von Aerodynamik und aerothermodynamischem Verhalten durch Windkanaltests und Computational-Fluid-Dynamics-Simulationen (CFD). Beteiligt sind die Abteilungen Über- und Hyperschalltechnologien am DLR-Standort Köln und die Abteilung Raumfahrzeuge am Standort Göttingen.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch CFS Engineering führt CFD-Simulationen durch und ist darüber hinaus für die Verbreitung und Verwertung der Projektergebnisse verantwortlich. Elecnor Deimos untersucht die Flugdynamik und entwickelt das Leit-, Navigations- und Steuerungskonzept für die Referenzkonfigurationen. MT Aerospace entwickelt Strukturkomponenten wie die Landebeine sowie aerodynamischen Steuerflächen und wird skalierte Demonstratoren der Strukturen herstellen. Almatech entwickelt Mechanismen für die Strukturbauteile und ist verantwortlich für die Konzeption einer Schubvektorsteuerung (TVC). Amorim Cork Composites entwickelt das Thermalschutzsystem (TPS) für kritische Bauteile, insbesondere die Grundfläche der Trägerraketen, die mit heißem Abgasstrahl im Windkanal getestet werden. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Airbus Chef Enders hat die richtigen Ideen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kommentar-airbus-chef-enders-hat-die-richtigen-ideen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2018 11:02:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 6]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Geo-Return]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42510</guid>

					<description><![CDATA[<p>Airbus Chef Thomas Enders fordert in einem Interview bei Spiegel Online Veränderungen beim Geo-Return der ESA und erklärt &#8222;Wegwerfraketen&#8220; zum &#8222;Auslaufmodell&#8220;. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Spiegel Online. Struktur der europäischen Raumfahrt In einem Interview mit Spiegel Online hat Tom Enders zum Thema europäische Raumfahrt Stellung bezogen: Enders macht viele allgemeine Aussagen zu perspektivischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Airbus Chef Thomas Enders fordert in einem Interview bei Spiegel Online Veränderungen beim Geo-Return der ESA und erklärt &#8222;Wegwerfraketen&#8220; zum &#8222;Auslaufmodell&#8220;.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Spiegel Online.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102018130242_small_1.jpg" alt="CC BY SA 2.0, Heinrich Böll Stiftung" width="300" height="399"/><figcaption>
Airbus Chef Thomas Enders 
<br>
(Bild: CC BY SA 2.0, Heinrich Böll Stiftung)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Struktur der europäischen Raumfahrt</strong>
<br>
In einem Interview mit <a class="a" href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/tom-enders-airbus-chef-will-unterstuetzung-fuers-all-business-a-1231334.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Spiegel Online</a> hat Tom Enders zum Thema europäische Raumfahrt Stellung bezogen:                 </p>



<p class="wp-block-paragraph">Enders macht viele allgemeine Aussagen zu perspektivischen Themen wie auf Asteroiden nach Ressourcen zu suchen, viel interessanter sind jedoch seine Kommentare zu der Industriestruktur in Europa. Zum Geo-Return sagt er: &#8222;Mit den gegenwärtigen Strukturen kann es nicht weitergehen. Der sogenannte Georeturn-Verteilungsschlüssel ist ein großes Hindernis für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Wenn jedes Land so viel an Arbeitsaufträgen für seine Raumfahrtindustrie zurückbekommt, wie es für ein Raumfahrtprojekt bezahlt, kann man nicht wettbewerbsfähig bleiben&#8220;.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Enders fordert die deutsch-französische Politik &#8211; als größte Beitragszahler der ESA &#8211; auf, hier eine Änderung anzugehen, die Reaktion aus der Politik ist bisher laut Enders enttäuschend.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider konzentriert sich Enders einseitig auf die ESA und Deutschland und Frankreich. Seit kurzem ist die EU dabei eine eigene Raumfahrtagentur aufzubauen. Diese mehr Management orientierte Behörde mit dem Namen &#8222;Agentur der Europäischen Union für alle Weltraumprogrammkomponenten&#8220; bzw. englisch &#8222;EU Agency for the Space Programme&#8220; ist eine Erweiterung der aktuellen Behörde GSA für das Galileosystem und soll jetzt auch andere Raumfahrtprojekte durchführen.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt keinen Geo-Return bei der EU. Daher könnte eine Firma bereits heute eine neue Ariane bauen ohne Geo-Return, wenn sie Geld von der EU bekommt oder die Rakete komplett selbst finanzieren, was aber unwahrscheinlich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist die EU im Bereich Trägerraketen bisher nur als Abnehmer, nicht jedoch als Finanzier aktiv. Und genau hier könnte Enders ansetzen. Die EU könnte einen (teil-)wiederverwendbaren Nachfolger von Ariane 6 finanzieren und die ESA übergehen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer <a class="a" href="https://dserver.bundestag.de/btd/19/037/1903745.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Anfrage der Bundestagsfraktion B90/Grüne</a> sieht die Bundesregierung diese neue EU-Behörde sehr kritisch, da diese &#8222;zu einer Verschiebung etablierter Aufgaben und Rollen in der europäischen Raumfahrt zu Lasten der Mitgliedstaaten und der ESA führen.&#8220;                </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese &#8222;Entmachtung&#8220; der ESA bei Raumfahrtentwicklungen im kommerziellen Bereich ist meiner Einschätzung nach jedoch der einzige Weg, um die europäische Raumfahrt wieder auf Erfolgskurs zu bringen, denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Mitgliedsstaaten zu keinen großen Reformen bei der ESA bereit sind.        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102018130242_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05102018130242_small_2.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon 9 Landung 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Thema Wiederverwendung</strong> <br>Ebenso bemerkenswert wie Enders Kommentare zum Geo-Return sind seine Kommentare zur Technik der Ariane. Bisher gab es von keinem Entscheidungsträger aus Europa in der Presse ein klares Bekenntnis zum Thema Wiederverwendung, sondern nur ausweichend Antworten. ESA-Chef Wörner hat z.B. <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://x.com/pbdes/status/696980096800964608" target="_blank" data-wpel-link="external">Raketen mit Ein-/Mehrwegplastikflaschen verglichen</a>.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus-Chef Enders sagt nun: &#8222;Wir haben, wie viele herkömmliche Raumfahrtfirmen, lange daran gezweifelt, dass das Recycling von Raketen technologisch möglich und ökonomisch sinnvoll sein kann. Aber der Trend ist sehr klar erkennbar. Und damit auch die Konsequenzen für uns: Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell.&#8220;        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bekenntnis zum Technologiewandel ist sehr bedeutend. Denn der Realität, dass die Wiederverwendung funktioniert, kann sich keiner mehr verwehren. Bisher hat es nur noch niemand von den Entscheidungsträgern gewagt, öffentlich den Technologiewandel zu fordern. Jetzt sind auch andere Akteure gefordert, öffentlich zu diesem Thema Stellung zu beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund zu Situation der Ariane</strong> <br>Seit dem Aufstieg der US-amerikanischen Unternehmens SpaceX mit ihrer Falcon 9-Rakete steht die europäische Ariane 5 unter Druck. Die teilwiederverwendbare Falcon 9 Rakete kann deutlich günstiger gestartet werden als das &#8222;Wegwerfmodell&#8220; Ariane 5 aus Europa. Viele Kunden wechseln von Ariane zu SpaceX. Ein zweites Problem ist der Einbruch bei den Aufträgen für neue geostationäre Satelliten, ausgelöst durch die geplanten Internetkonstellationen  mit mehreren hundert oder sogar tausenden Satelliten in niedrigen Erdorbits.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch gibt es weniger Nutzlasten, gleichzeitig tobt ein harter Preiskrieg zwischen SpaceX und Arianespace. Die französische Wirtschaftszeitung La Tribune warnt vor <a class="a" href="https://www.latribune.fr/entreprises-finance/industrie/aeronautique-defense/quand-arianespace-flirte-avec-une-perte-colossale-790871.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">kolossalen finanziellen Verlusten bei Arianespace</a>.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um der Konkurrenz durch SpaceX zu begegnen, haben Arianegroup (Joint Venture von Airbus und Safran), ESA, CNES, DLR &amp; ASI die Ariane 6 erdacht. Die Ariane 6 ist im Prinzip der Ariane 5 sehr ähnlich. Aus dem Vulcain 2 Haupttriebwerk wurde Vulcain 2.1. Die Booster sind kleiner geworden und jetzt 2 oder 4 an der Zahl statt nur 2. Und die Oberstufe wird durch das neue Vinci-Triebwerk angetrieben. Soweit die technischen Neuheiten. Eine Wiederverwendung wie bei SpaceX gibt es auch bei Ariane 6 nicht.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der organisatorischen Ebene haben sich ein Großteil der Firmen zu dem neuen Joint-Venture Arianegroup zusammengeschlossen &#8211; das soll Effizienzgewinne bringen. Jedoch wurden offensichtlich hauptsächlich neue Namensschilder an den Standorten angebracht. Berichte über Standortzusammenlegungen oder andere härtere Maßnahmen konnte man der Presse nicht entnehmen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Standortzusammenlegungen sind aber sehr wahrscheinlich notwendig, um mit SpaceX gleichzuziehen. SpaceX baut die komplette Rakete in Los Angeles, testet sie in Texas und startet vom Cape/KSC (Ostküste) oder von Vandenberg (Westküste). Zusätzlich ist SpaceX <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vertikale_Integration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">vertikal integriert</a> und baut fast alles selbst.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Europa gibt es anstatt zwei Standorten für Produktion/Tests mindestens 20 Standorte, allein in Deutschland kann man vier sofort nennen: Bremen (Oberstufe), Ottobrunn (Triebwerke), Augsburg (Boosterteile) und Lampoldshausen (Triebwerkstests) und es gibt sicher noch viele mehr Standorte für kleinere Bauteile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu den neuen Raumfahrtstrukturen ist auch ein Technologiewandel hin zu einer wiederverwendbaren Ariane unumgänglich, wenn sie weiter kommerziell erfolgreich sein soll. Das bedeutet vor allem eine Rakete ohne Feststoffbooster, was politisch ein weiteres Problem ist, weil Italien dann nur noch wenig zu Ariane beitragen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem gibt es eine enge Verzahnung von Ariane und der Atomrakete M51 in Frankreich. Beide Raketen benutzen eine ähnliche Boostertechnologie und werden von der Arianegroup gebaut. Dieser enge Verzahnung müsste erst gelöst werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12191.msg432953#msg432953" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Airbus Defence and Space</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Schuss war laut genug &#8230; !</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-schuss-war-laut-genug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Feb 2018 21:02:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42344</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: RN. Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zum Jungfernflug der Falcon Heavy ein Kommentar von Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise.</a> Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Falcon-Heavy-Start am 6. Februar 2018 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um es vorweg zu sagen: Nein, ich bin kein SpaceX-Freak. Ich bin auch kein Falcon-Nerd, der jedes Detail einer „Nine“ oder „Heavy“ im Schlaf aufsagen kann. Ich habe mich nicht detailliert mit der Geschichte einer gewissen space-x-igen Raumfahrtfirma beschäftigt. Auch glaube ich nicht, dass Elon Musk die Reinkarnation von Iron Man ist. Und schon gar nicht ist er der Techno-Messias, der uns alle retten wird, weil Prof. Stephen Hawking meinen soll: Wir müssten schnell in den nächsten 100 Jahren auf den Mars auswandern. Allerdings habe ich Musks Biographie im Schrank – und auch gelesen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verfolge mit Interesse die Diskussionen in den einschlägigen Threads über SpaceX in <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumcon</a>.          Dabei sehe ich mich als Amateur im Bereich der Raketentechnologie. Den Marsprojekten stehe ich kritisch gegenüber, obwohl sie mich faszinieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich staune ich darüber, was ich so bei manchem <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=420.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Berliner Raumcon-Stammtisch</a> über die SpaceX-Raketenentwicklung und über die neusten Akkus für Tesla-Autos erzählt bekomme. Dabei ist mir der Hype um die neue „Superrakete“ Falcon Heavy nicht entgangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 6. Februar 2018 war nun der lang angekündigte und von vielen Fans herbeigefieberte Höhepunkt: Der Demo-Flight der Heavy. Ich war rechtzeitig durch den Berliner Berufsverkehr zu Hause angekommen und hatte zuerst auf einen Start um 19:30 Uhr gewartet. Dann ein Blick in Raumcon. Ah, der Start ist verschoben auf 21:45 Uhr. Im Computer lief der SpaceX-Stream. Zum Start wurde dann der Fernsehsender WELT (ehemals N24) zugeschaltet. Diese Übertragung hinkte dem Live-Stream via Internet knappe 10 Sekunden hinterher. Dafür erklärte bei WELT Prof. Ulrich Walter dem nicht so raumfahrtkundigen Zuschauer das Geschehen. Ulrich Walter hatte einmal folgende Entwicklung vorausgesagt: In seinem Buch „Höllenritt durch Raum und Zeit“ im Kapitel 28 (ab Seite 169) „Die Mär vom cleveren Raketen-Recycling“ vermutete Walter, dass Musk mit seinem Raketenrückführungskonzept finanziell scheitern wird. Und an die Mitbewerber gewandt schrieb er: „…Allen anderen Raketenbauern kann ich daher nur raten: Lasst die Finger von dieser Art Raketen-Recycling.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück zur TV-Übertragung. Es wurde sehr viel mit Superlativen herum geworfen:  „Raumfahrtgeschichte“ werde geschrieben. Mancher Youtuber ging dann später noch weiter: „Ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte&#8230;“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dagegen war die Mondlandung geradezu ein Klacks, möge man meinen. Nun sei dem großen Teil dieser Jubler verziehen, denn sie haben die Mondlandung nicht selber miterlebt. Es ist halt schon zu lange her. Die WELT verabschiedete sich dann von den Zuschauer mit „… dem Stück Geschichte was wir (Wer ist wir?) gerade geschrieben haben.“ Wenige Sekunden, bevor die Landung der beiden Außenstufen zu sehen gewesen wäre. Dämlicher konnte die Übertragung nicht beendet werden. Inzwischen kannte die ehrliche Begeisterung bei Raumcon keine Grenze mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte eigentlich auch eine Übertragung durch PHÖNIX erwartet. Fehlanzeige. Dafür brachte das ZDF in den 19-Uhr-heute-Nachrichten am nächsten Tag (!) einen kurzen Beitrag mit der Kernaussage, dass der Roadster (die Nutzlast) nur noch Weltraumschrott sei. Eine sehr kontraproduktive Berichterstattung also. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun möchte ich versuchen nüchtern zu rekapitulieren, was ich am 6. Februar 2018, kurz vor 10 Uhr abends wirklich gesehen habe: Es startete die zurzeit stärkste Trägerrakete der Welt zu ihrem Jungfernflug. Warum war es die stärkste Rakete? Weil die Russen es nicht mehr können, die NASA es zurzeit nicht mehr kann, die Chinesen es noch nicht können und die Europäer es nicht wollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt 27 Triebwerke arbeiteten beim Start zusammen. Eine großartige Leistung von SpaceX! Die Sowjetische Raumfahrt hatte bekanntlich bei der Synchronisation von so vielen Triebwerken einige negative Erfahrungen gesammelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Jungfernflug, dem Musk selber eine 50/50-Chance fürs Gelingen gegeben hatte, wurde live übertragen. Dabei wurde auch die Übertragung eines möglichen Scheiterns einkalkuliert. Absolute Öffentlichkeit eben. Dabei sind Fehlschläge bei Erststarts nichts Ungewöhnliches. Arianesapce kann sich bestimmt noch an den Flug der ersten „5“ erinnern. Da fällt mir doch gleich die Übertragung des letzten Ariane-5-Fluges ein. Die war so spannend gehalten wie die Meldungen der Wasserstände und Tauchtiefen für die Oderschifffahrt bei Hohenwutzen. Obwohl es eigentlich etwas zu berichten gab… Aber das ist eine andere Geschichte, zeigt aber eine komplett andere Herangehensweise an die Berichterstattung. Bei SpaceX ging dafür die Post ab. Dafür ein ganz großes Lob! So macht Raumfahrt Spaß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_2.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
ein Start vom KSC, zwei Landungen dort 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Außenstufen sind bilderbuchmäßig gelandet. Es sah aus, wie in einer Computersimulation. Aber es war keine Fake-News. Es war Realität. Eigentlich wurde relativ wenig auf den eigentlichen Grund der Rückführung der Stufen eingegangen. Es geht um die Wiederverwendung und damit um Kostensenkung. Kein anderer Raketenhersteller kann derzeit bei dieser Disziplin in einer Liga mitspielen. Jedenfalls nicht in dieser Größenordnung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX wird hier anderen Anbieter sehr viel Kopfschmerzen bereiten. Hat die hochgezüchtete Wegwerfrakete langfristig eine Zukunft? Irgendwie sehe ich hier Parallelen mit den Autobauern. Neue E-Autos gegen hochgezüchtete Diesel-Technologie. Wer ist da in welcher Sackgasse? Es geht um Steuergelder, Arbeitsplätze, Staatsaufträge und so weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX zeigt hier, dass sie eine neue Technologie, die vorher niemand für möglich gehalten hat, beherrschen. Und das in einer Präzision wie ein Uhrwerk. Ein Außenstehender hält das alles schon für normal. Ein Scheitern von SpaceX wird fast schon ausgeschlossen obwohl ein Fehlstart nichts Ehrenrühriges wäre. Das Alles ist mit eisernem Willen und dem Engagement der Mitarbeiter &#8211; das waren die jungen Leute, die beim Start im Hintergrund zu Recht so laut gejubelt haben &#8211; erreicht. Qualitätsmanagement, Entwicklungsstrategie, Planung … Man fragt sich, wie die das machen. Die sind so richtig super innovativ und das ist sehr zu bewundern! Dass die Rückführung der Zentralstufe nicht funktioniert hat, ist nur eine Randnotiz. SpaceX wird auch das in den Griff bekommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TeslaRoadsterImAll.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09022018220216_small_3.jpg" alt="SpaceX" width="260"/></a><figcaption>
Tesla-Roadster im All 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Aber die Nutzlast hat nicht richtig funktioniert!“ Diese Meldung, dass das Space-Auto angeblich nicht die richtige Bahn einschlägt, ist das typische Suchen nach dem Haar in der Suppe durch unsere Medien. Dabei wird bewusst unterschlagen, dass es um den erfolgreichen Start eines neuen Raketentyps ging und nicht um ein Auto im Weltall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Werbegag mit dieser schon etwas verrückten Nutzlast war etwas für die Fans. Motto: Alles ist möglich. Es ging um die Simulation einer Nutzlast, die ebenso ein Zementblock hätte sein können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde? Sie wurde auf alle Fälle fortgeschrieben. Nicht mehr und nicht weniger. Und in der Geschichte der Menschheit als Gesamtheit ist dieses Ereignis wohl eher zu vernachlässigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich hat mich nur eine Sache wirklich beeindruckt und zum tiefgreifenden Nachdenken angeregt. SpaceX hat in einer geradezu rasanten Geschwindigkeit die technologische Entwicklung der Raumfahrt vorangetrieben. SpaceX hat eine Strategie und setzt diese konsequent und in einer Präzision um, die einfach nur verblüfft. Das ist freilich nur durch die Finanzkraft des Unternehmens möglich. Aber Unternehmen kommt eben von unternehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt ein charismatischer, visionärer und unkonventioneller Vordenker in Gestalt von Elon Musk. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ lautet ein bekanntes Zitat. Aber das stimmt nicht. Und das nicht nur in Bezug auf die Raumfahrt.  Wie machen es denn die Mitbewerber? In Russland „bastelt“ man seit einer gefühlten Ewigkeit an der Angara herum. Bei der NASA erfindet man gerade die Saturn V in Gestalt des SLS wieder neu. Das entsprechende Ingenieurwissen muss sich dabei nach dem Abbruch von Apollo- und Shuttle-Programm zum Teil wieder erarbeitet werden.  Aber es sind ja nur Steuergelder die hier zum wiederholten Male ausgegeben werden. Und in Europa schaut man jedes Jahr wie das Kaninchen auf die Schlange, wenn die Finanztöpfe in der ESA-Ministerratskonferenz neu verteilt werden. Die Entwicklungsgeschichte der Ariane 6 ist hier das Beispiel. Man könnte glauben, es ginge nur um Geldverteilung, um den einzelnen nationalen Firmen etwas vom Kuchen abzugeben, und nicht darum, ein Produkt mit einer konkreten Zielsetzung zu schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Markt wird es schon richten. Nein! Wird er nicht! Steuerfinanzierung zwingt nicht unbedingt zum Erfolg. Beispiele aus anderen Bereichen stehen hier Pate. Die Liste ist sehr lang. A400M, NH90, Eurofighter – alles tolle Technologieprojekte, die nicht so funktionieren, wie sie sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Versagen von Ingenieur-, Projektierungs- und Planungsleistung findet man eben nicht nur am BER oder am Stuttgarter Bahnhof. Beispiele gibt es im Kleinen wie im Großen. Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Regierungsviertel ist ebenso beschämend, wie das 90-Meter-Loch auf der A20 nördlich von Neubrandenburg. Der Ausfall von unseren supermodernen ICE-Sprintern gleich bei der Premiere der neuen Bahnstrecke Berlin-München wird bei uns fast schon als normal angesehen.  Es wäre auch ein Wunder, wenn es sofort funktioniert hätte. Würde morgen jemand sagen, in der Elbphilharmonie wäre die Haustechnik nicht in Ordnung, ich würde es ohne darüber nachzudenken sofort glauben…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was macht SpaceX da anders? </p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX ist zum Erfolg verdammt. Das scheint ganz andere Energien freizusetzen. Die Mitarbeiter sind hoch motiviert. Und Effektivität bestimmt das Handeln. Es scheint, dass eine Strategie wie ein Masterplan abgearbeitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das macht mir Angst. Nicht Angst vor SpaceX sondern Angst davor, dass WIR den Schuss nicht gehört haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche SpaceX noch viele bahnbrechende Erfolge. Erfolge, die uns den Spiegel vorhalten. Warum nicht wir?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15666.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesla auf Falcon Heavy (2x♺) Jungfernflug vom LC-39A CC</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Kommentar: SES &#038; SpaceX vor der Feuertaufe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kommentar-ses-spacex-vor-der-feuertaufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2017 19:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[OCISLY]]></category>
		<category><![CDATA[SES]]></category>
		<category><![CDATA[SES 10]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceX startet SES 10 auf einer Falcon 9, wobei die erste Stufe ihren zweiten Flug macht. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag geht es um die Zukunft des Raumtransports: Die Wiederverwendung. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, FloridaToday. Es geht um viel bei dem kommenden Start des Kommunikationssatelliten SES 10 auf einer Falcon-9-Rakete. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">SpaceX startet SES 10 auf einer Falcon 9, wobei die erste Stufe ihren zweiten Flug macht. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag geht es um die Zukunft des Raumtransports: Die Wiederverwendung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, FloridaToday.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ses10hotfire.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ses10hotfire_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hotfiretest der Falcon 9-Erststufe vor dem SES-10-Start<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um viel bei dem kommenden Start des Kommunikationssatelliten SES 10 auf einer Falcon-9-Rakete. SpaceX möchte zeigen, dass die Wiederverwendung nicht nur ein schöner Traum, sondern auch technisch durchführbar ist. Ein ökonomischer Vorteil kann sich natürlich nur langfristig zeigen. Er wird daher bei diesem Start nicht das große Thema sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SES hofft auf den erfolgreichen Start von SES 10. Langfristig setzt man bei SES auf niedrige Startpreise und vor allem auf eine schnellere Verfügbarkeit von Starts. Wenn eine bereits geflogenen Stufe irgendwo bereit liegt, kann man sie schneller flugbereit machen, als müsste sie erst gebaut werden. Dadurch soll es mehr Flexibilität im Startzeitplan geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Zeitung <a href="https://eu.floridatoday.com/story/tech/science/space/spacex/2017/03/28/ses-confident-spacex-rocket-can-deliver-second-time/99699862/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Florida Today</a> berichtet von einer Pressekonferenz mit SES CTO Halliwell in Florida:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halliwell sagte, dass man bei SES sehr zuversichtlich sei, dass der Start ein Erfolg werden wird. Ebenfalls bestätigt wurde, dass alle neun Triebwerke der Falcon 9 noch die Originaltriebwerke sind und nicht ausgetauscht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wieder eine Landung auf dem autonomen Drohnenschiff &#8222;Of course I still love you&#8220; im Atlantik geplant. Auch hier eine Innovation: Der autonome Roboter &#8222;Optimus Prime&#8220; (benannt nach der Transformers-Reihe) soll die Rakete nach der Landung sichern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des schweren Satelliten (Masse ca. 5.300 kg) ist die Landung jedoch schwierig und wie der Start mit einem erhöhten Risiko behaftet. Sollte die Landung jedoch gelingen, bekommt SES einige Souvenirstücke aus der Rakete für die eigene Firmenzentrale.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SES plant drei weitere Satelliten mit SpaceX in diesem Jahr zu starten (SES 11, SES 14 &amp; SES 16). Sollte der heutige Start ein Erfolg werden, überlegt man bis zu zwei von diesen Satelliten ebenfalls auf einer geborgenen Erststufe zu fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versicherung war laut Halliwell nicht viel teurer als bei Verwendung einer fabrikneuen Rakete. SES hat dies jedoch nicht in erster Linie aus kurzfristiger finanzieller Sicht gemacht, sondern sieht sich auch in einer Art Early-Adopter-Rolle, wie man sie auch aus der Unterhaltungsindustrie kennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kleine Anekdote hatte Halliwell auch noch parat: Der Chefingenieur eines konkurrierenden Startanbieters hatte Halliwell gesagt, dass selbst wenn Elon eine erste Stufe landen könnte, sich diese in einem demolierten Zustand befinden würde und niemals wieder fliegen könnte. Welchen Startanbieter Halliwell meinte, blieb unklar. Nicht ganz unwahrscheinlich allerdings, dass es sich um Arianespace handelte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/crs8landing.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/crs8landing_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eine Falcon 9-Erststufe nach der ersten Landung bei der CRS-8 Mission zur ISS im Jahre 2016<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg zur Wiederverwendbarkeit war für SpaceX ein langer. Elon Musk hat seine Pläne für die Wiederverwendbarkeit im Jahre 2011 vorgestellt. In diesem Jahr war SpaceX kein einziges Mal gestartet, da gab es viel Häme im Netz. Das hat Musk offensichtlich nicht davon abgehalten, weiter an seinen Plänen festzuhalten. Jetzt schreiben wir das Jahr 2017, sechs Jahre später.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich sollte sogar die zweite Stufe der Falcon 9 wiederverwendbar werden, diese Pläne wurden inzwischen begraben. Doch die Wiederverwendung der ersten Stufe soll jetzt Ende der Woche demonstriert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Shuttle, bei dem sich die Hoffnungen nicht realisiert haben, galt die Wiederverwendbarkeit ersteinmal als tot, jetzt gibt es also eine neue Hoffnung. Neben SpaceX arbeitet auch die amerikanische Konkurrenzfirma Blue Origin an einer Wiederverwendbarkeit. Blue Origin wird von dem Amazon-Chef und Multimilliardär Jeff Bezos geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch jenseits von SpaceX &amp; Blue Origin gibt es nur Lippenbekenntnisse. Die ULA macht offiziell SMART-Reuse ab 2024, aber dies scheint mehr PR als Realität zu sein. Der ULA-Mann für Innovationen, George Sowers, hat auch gerade seinen Ruhestand angekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Europa hat sich mit den Ministerratskonferenzen 2012, 2014 &amp; 2016 auf die nicht-wiederverwendbare Rakete Ariane 6 festgelegt. In Anbetracht der langen Zeiträume, die jede Ariane-Rakete fliegt, scheint ein neues Konzept vor 2035 eher unwahrscheinlich. Die Ariane 5 fliegt seit 1996 und wird es noch bis mindestens 2021 tun, also insgesamt mindestens 25 Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist völlig unklar, wie eine wiederverwendbare Rakete ohne Feststoffbooster jemals Geo-Return-kompatibel sein wird. Was kann Italien dann noch groß beitragen, die Kompatibilität mit Vega etc.. etc.., nein in Europa ist die Hoffnung auf Wiederverwendbarkeit ersteinmal tot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland hat die Angara entwickelt, China die Langer Marsch-Serie, aktuell die Langer-Marsch-5-Rakete. Diese Länder werden das nicht einfach über den Haufen werfen. SpaceX &amp; Blue Origin sind die einzige zeitnahe Hoffnung auf einen Raumtransport mit Wiederverwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ein Produkt braucht nicht nur einen Hersteller sondern auch einen Kunden. Und als Europäer kann es einen nur mit dem größten Stolz erfüllen, dass der große europäische Satellitenbetreiber SES das Risiko eingeht und den SES-10-Satelliten auf die Rakete packen lässt. Fortschritt geht nicht ohne Risiko, wenigstens einer der großen &#8222;Player&#8220; in der europäischen Raumfahrt hat es begriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GO Falcon 9! GO SES 10!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14196.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SES-10 auf Falcon 9</a></li></ul>
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		<title>SpaceX startet JCSAT-16, landet Erststufe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-jcsat-16-landet-erststufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2016 06:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceX hat erfolgreich den Satelliten JCSAT-16 für die JSAT Corporation aus Japan gestartet. Gleichzeitig hat SpaceX eine weitere Landung auf der Seeplattform durchgeführt. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, Spacenews Start von JCSAT-16Am 14. August 2016, um 07:26 MESZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten JCSAT-16 gestartet. Vor ein paar Monaten hatte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">SpaceX hat erfolgreich den Satelliten JCSAT-16 für die JSAT Corporation aus Japan gestartet. Gleichzeitig hat SpaceX eine weitere Landung auf der Seeplattform durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.    Quelle: SpaceX, Spacenews</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-ad5bb205"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/launchJCSAT16.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/launchJCSAT16_low.jpg" alt="Start Falcon 9 mit JCSAT-16
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Start Falcon 9 mit JCSAT-16<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start von JCSAT-16</strong><br>Am 14. August 2016, um 07:26 MESZ ist eine Falcon 9-Rakete von SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten JCSAT-16 gestartet. Vor ein paar Monaten hatte SpaceX bereits den Satelliten JCSAT-14 gestartet. Die Stufentrennung erfolgte diesmal nach 2 Minuten und 36 Sekunden, kurz darauf zündete die zweite Stufe für ca. 6 Minuten und brachte das Gespann aus Oberstufe und Satellit in einen Parkorbit. 26,5 Minuten nach dem Start erfolgte eine zweite Brennphase der Oberstufe, die JCSAT-16 auf einen leicht supersynchronen geostationären Transferorbit mit einem Apogäum von mindestens 36.000 Kilometern katapultierte. Bisher wurden noch keine Orbitdaten veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JCSAT-16 ist ein Kommunikationssatellit für Sky Perfect JSAT, der von SSL gebaut wurde. Er verfügt über eine Masse von 4-5 Tonnen, genaue Zahlen wurden nicht veröffentlicht. Der Satellit verfügt sowohl über K<sub>u</sub>&#8211; als auch K<sub>a</sub>-Bandtransponder und sollte ursprünglich als Backup für andere Satelliten der Firma JSAT dienen und die Zuverlässigkeit ihrer Dienstleistungen erhöhen. Allerdings wurde der Satellit Superbird-8 kürzlich am Boden beschädigt und muss jetzt aufwendig repariert werden. Daher nimmt JCSAT-16 die für Superbird-8 gedachte Position bei 162 Grad Ost im Geostationären Orbit ein.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-16d68b36"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9gelandetJCSAT16.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f9gelandetJCSAT16_low.jpg" alt="Die erste Stufe der Falcon 9 auf der Seeplattform
(Bild: SpaceX Webcast)"/></a><figcaption>Die erste Stufe der Falcon 9 auf der Seeplattform<br>(Bild: SpaceX Webcast)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung auf der Seeplattform</strong><br>Bei diesem Start wurde ebenfalls ein Landeversuch auf der Seeplattform (offiziell &#8222;autonomous spaceport droneship&#8220;, kurz ASDS) mit dem Namen &#8222;Of course I still love you&#8220;, kurz OCISLY, durchgeführt. Dazu flog die erste Stufe der Falcon 9 nach der Stufentrennung eine Reihe von Manövern, die sie auf Landekurs auf die Seeplattform brachten. Trotz der hohen Performanceanforderungen wurde der finale Brennvorgang mit nur einem Triebwerk durchgeführt, da es offenbar bei diesem Flugprofil ausreichend Reserven gab, oder man sich traute, Reserven weiter auszuschöpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Webcast wurde die Motivation für Landungen mit einem Triebwerk erläutert: Sie erlaubt Landungen bei höheren Seitenwinden und diese sind sanfter, sodass die Struktur der Rakete weniger beansprucht wird. Eine Landung mit drei Triebwerken erzeugt eine kürzere, härtere Abbremsung und reduziert die Gravitationsverluste. Allerdings wird die Struktur der Rakete stärker beansprucht. Ein Landeanflug mit drei Triebwerken wurde z.B. erfolgreich beim JCSAT-14 Start demonstriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um auf der Seeplattform landen zu können, verfügt die erste Stufe über einen eigenen Flugcomputer, Landebeine, Kaltgasdüsen für die Steuerung im Vakuum, Gridfins für die Steuerung in der Atmosphäre und eine extra Ladung TEA-TEB (Triethylaluminium-Triethylboran, Zündmittel), um drei Triebwerke mehrmals zünden zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann kommt die Wiederverwendung?</strong><br>Heute war dies die insgesamt sechste Landung einer F9 Rakete, und die vierte Landung auf der Seeplattform im Meer. Bis Ende des Jahres plant SpaceX die bei der ISS-Mission CRS-8 gelandete Stufe wiederzufliegen. Welche Nutzlast bei diesem Flug mitfliegt, ist noch nicht bekannt, es wird jedoch vermutet, dass der europäische Satellitenbetreiber SES der erste Kunde sein wird. SES hat in der Vergangenheit sein Interesse an wiederverwendbaren Raketen öffentlich bekundet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings möchte man bei SES auch einen deutlichen Preisnachlass von bis zu 50% und damit auf rund 30 Millionen Dollar, während SpaceX bisher einen Preis von 40 bis 45 Millionen Dollar ins Spiel gebracht hat. Derzeit kostet die Falcon 9 circa 62 Millionen Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14459.msg367884#msg367884" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">JCSAT-16 auf Falcon 9v1.2</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-jcsat-16-landet-erststufe/" data-wpel-link="internal">SpaceX startet JCSAT-16, landet Erststufe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Kopiert Europa SpaceX für Ariane 7?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kopiert-europa-spacex-fuer-ariane-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2016 21:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Callisto]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[Methantriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Prometheus]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pressemeldungen aus Frankreich berichten von einem neuen Methantriebwerk, genannt Prometheus, und von einer Kooperation zwischen Europa und Japan bzgl. eines Vehikels, das senkrecht starten und landen kann. Beide Projekte sollen als Vorbereitung für Ariane 7 dienen. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: Französische Pressemeldungen Als Antwort auf die Konkurrenz durch SpaceX entwickelt Airbus D&#38;S derzeit die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Pressemeldungen aus Frankreich berichten von einem neuen Methantriebwerk, genannt Prometheus, und von einer Kooperation zwischen Europa und Japan bzgl. eines Vehikels, das senkrecht starten und landen kann. Beide Projekte sollen als Vorbereitung für Ariane 7 dienen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.    Quelle: Französische Pressemeldungen</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ariane64-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ariane64_low.jpg" alt="Ariane 64, aktuelles Design mit Durchmesser der Ariane 5
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Ariane 64, aktuelles Design mit Durchmesser<br> der Ariane 5<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort auf die Konkurrenz durch SpaceX entwickelt Airbus D&amp;S derzeit die Ariane 6 im Auftrag der ESA. Provokativ könnte man die Ariane 6 als Ariane 5 mit vier statt zwei Feststoffbooster beschreiben. Ansonsten ähnelt sie äußerlich der nicht realisierten Ariane 5 ME, allerdings soll sie deutlich günstiger sein. Inzwischen hat man auch horizontale Integration als &#8222;revolutionäre&#8220; Technik entdeckt, etwas was Russland schon seit den 1950ern macht und SpaceX ebenfalls nutzt. Auch die erste große Flüssigkeitsrakete der Welt, das Aggregat 4 &#8211; von den Nationalsozialisten als &#8222;Vergeltungswaffe 2&#8220; bezeichnet &#8211; wurde horizontal zusammengebaut. Aber in Europa kann die horizontale Integration der Ariane 6 wegen der schweren Feststoffbooster dann doch nur zur Hälfte implementiert werden, die finale Integration auf der Startrampe erfolgt weiter vertikal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nun Anfang Juni eine echte Revolution: Nach langem Ignorieren des Themas, startet Europa unter Führung von CNES jetzt zwei neue Projekte zum Thema Wiederverwendbarkeit!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prometheus</strong><br>Einmal ein günstiges Flüssigtriebwerk mit dem Namen Prometheus, das mit Methan und Sauerstoff arbeiten soll. 3D-Druck soll die Kosten von aktuell 10 Millionen Euro (Vulcain 2) auf 1 Million Euro (Prometheus) senken. Laut CNES könnten 5-7 dieser Triebwerke einmal eine Ariane 7 antreiben. Das Triebwerk soll 2020 auf dem Prüfstand sein, die Kosten belaufen sich auf 125 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Callisto</strong><br>Außerdem eine Rakete, die vertikal starten und landen kann &#8211; ähnlich dem Grasshopper von SpaceX. Dieses Projekt heißt Callisto, es soll zusammen mit Japan durchgeführt werden. Callisto hat eine Größe von ca. 10 Metern und soll laut einem Bild in einem CNES-Magazin von drei Triebwerken angetrieben werden. Dieses Projekt kostet Europa 100 Millionen Euro.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/cnesprometheus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/cnesprometheus_low.jpg" alt="Mitarbeiter aus der europäischen Raumfahrtindustrie versammeln sich um ein Modell von Prometheus
(Bild: CNES)"/></a><figcaption>Mitarbeiter aus der europäischen Raumfahrtindustrie<br> versammeln sich um ein Modell von Prometheus<br>(Bild: CNES)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Antwort auf die Konkurrenz durch SpaceX entwickelt Airbus D&amp;S derzeit die Ariane 6 im Auftrag der ESA. Provokativ könnte man die Ariane 6 als Ariane 5 mit vier statt zwei Feststoffbooster beschreiben. Ansonsten ähnelt sie äußerlich der nicht realisierten Ariane 5 ME, allerdings soll sie deutlich günstiger sein. Inzwischen hat man auch horizontale Integration als &#8222;revolutionäre&#8220; Technik entdeckt, etwas was Russland schon seit den 1950ern macht und SpaceX ebenfalls nutzt. Auch die erste große Flüssigkeitsrakete der Welt, das Aggregat 4 &#8211; von den Nationalsozialisten als &#8222;Vergeltungswaffe 2&#8220; bezeichnet &#8211; wurde horizontal zusammengebaut. Aber in Europa kann die horizontale Integration der Ariane 6 wegen der schweren Feststoffbooster dann doch nur zur Hälfte implementiert werden, die finale Integration auf der Startrampe erfolgt weiter vertikal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nun Anfang Juni eine echte Revolution: Nach langem Ignorieren des Themas, startet Europa unter Führung von CNES jetzt zwei neue Projekte zum Thema Wiederverwendbarkeit!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Prometheus</strong><br>Einmal ein günstiges Flüssigtriebwerk mit dem Namen Prometheus, das mit Methan und Sauerstoff arbeiten soll. 3D-Druck soll die Kosten von aktuell 10 Millionen Euro (Vulcain 2) auf 1 Million Euro (Prometheus) senken. Laut CNES könnten 5-7 dieser Triebwerke einmal eine Ariane 7 antreiben. Das Triebwerk soll 2020 auf dem Prüfstand sein, die Kosten belaufen sich auf 125 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Callisto</strong><br>Außerdem eine Rakete, die vertikal starten und landen kann &#8211; ähnlich dem Grasshopper von SpaceX. Dieses Projekt heißt Callisto, es soll zusammen mit Japan durchgeführt werden. Callisto hat eine Größe von ca. 10 Metern und soll laut einem Bild in einem CNES-Magazin von drei Triebwerken angetrieben werden. Dieses Projekt kostet Europa 100 Millionen Euro.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/grasshopper_ariane6.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/grasshopper_ariane6_low.jpg" alt="Links: Grasshopper, rechts: das CNES Ariane 6 Design von 2012
(Bild: ESA, SpaceX)"/></a><figcaption>Links: Grasshopper, rechts: das CNES Ariane 6 <br>Design von 2012<br>(Bild: ESA, SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Jahr 2012</strong><br>Das Schicksalsjahr ist dann das Jahr 2012. SpaceX erreicht mit Dragon die Raumstation und CNES Chef Le Gall muss zugeben, dass SpaceX ein Erfolg ist. Offenbar erkennt CNES in der Falcon 9 eine auf kosten optimierte Wegwerfrakete &#8211; die Wiederverwendbarkeitspläne der Falcon 9 nimmt man nicht ernst. Die Antwort aus Europa kann dann nur eine kostenoptimierte Wegwerfrakete sein. Bei der Ministerratskonferenz Ende 2012 schließlich wird die inzwischen aus der Versenkung geholte Ariane 5 ECB, die jetzt Ariane 5 ME heißt, und ebenfalls gleichzeitig die Entwicklung der Ariane 6 beschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Ariane 6-Design besteht wie die europäische Vega fast komplett aus Feststoffmotoren, nur die Oberstufe ist weiter eine Flüssigstufe mit dem auch für die Ariane 5 ME geplanten Vinci-Triebwerk. Deutschland wehrt sich gegen die Ariane 6 und befürwortet die Ariane 5 ME. Gleichzeitig stellt sich dann jedoch heraus, dass die Wiederverwendbarkeitspläne von SpaceX nicht nur Powerpoint sind, der Grasshopper macht zwei Testflüge im Jahre 2012. Der Grasshopper ist eine Erststufe der Falcon 9 mit Landegestell, die vertikal mit einem Triebwerk starten und landen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halten wir also fest: im Jahre 2012 schwenkt SpaceX endgültig auf den Kurs der Wiederverwendbarkeit, während CNES das ignoriert und die optimierte Wegwerfrakete Ariane 6 als Lösung verkauft. CNES nimmt damit einen großen Know-How-Verlust bei Flüssigtriebwerken in Kauf, auch die Entwicklung von Wiederverwendbarkeit wäre defakto für eine lange Zeit aufgegeben. Die Enwicklungen von SpaceX und CNES/ESA gehen also in fundamental gegensätzliche Richtungen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahe 2013 führt SpaceX das Falcon 9 Upgrade F9v1.1 ein. Es kommt heraus, dass bereits diese Version der Falcon 9 mit Wiederverwendbarkeit im Konzept entworfen ist. Es kommt zu ersten Landetests im Wasser, später in 2014 auch auf der Seeplattform. CNES jedoch ignoriert das weiterhin, viel überraschter ist man, dass im Dezember 2013 der erste GTO-Start der Falcon 9 mit SES-8 so reibungslos klappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der Ministerratskonferenz 2014 schließlich kommt es zu einem Kompromiss zwischen Deutschland und Frankreich, auch Airbus erkennt den Handlungsbedarf. Das Ariane 6-Design wird geändert und ist der Ariane 5 ME jetzt schon deutlich ähnlicher und so wie am Anfang dieses Artikels beschrieben. Von Wiederverwendbarkeit kann allerdings auch weiter keine Rede sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahre 2015 macht SpaceX weitere Landeversuche, die Falcon 9 hat einen Fehlstart. Im Dezember gibt die Falcon 9 ein spektakuläres Comeback. Neben der Einführung eines weiteren Falcon 9-Upgrades klappt auch die Landung der ersten Stufe der Falcon 9 an Land zum ersten Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahre 2016 klappt die Landung bei bisher fünf Flügen dreimal. Vier geborgene Stufen sammeln sich im Hangar 39A. Laut Elon Musk soll im September oder Oktober eine geborgene Stufe zum ersten Mal ein zweites Mal fliegen. Inzwischen hat man auch bei CNES einen Handlungsbedarf identifiziert. Zwei Projekte sollen dafür sorgen, dass Europa nicht den Anschluss verliert: Prometheus und Callisto.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14402.msg365142#msg365142" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Prometheus + Callisto = Ariane 7?</a></li></ul>
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		<title>ISRO testet Technologiedemonstrator RLV-TD</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/isro-testet-technologiedemonstrator-rlv-td/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2016 17:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[RLV]]></category>
		<category><![CDATA[Satish Dhawan]]></category>
		<category><![CDATA[SDSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
		<category><![CDATA[Technologiedemonstrator]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) hat am 23. Mai 2016 einen Testflug ihres Demonstrators für ein wiederverwendbares, geflügeltes Raumfahrzeug durchgeführt. Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO RLV-TD steht für Reusable Launch Vehicle-Technology Demonstrator. Nach Angaben der ISRO wurde das rund 6,5 Meter lange Fluggerät im hypersonischen Bereich, das heißt bei einer Geschwindigkeit jenseits der fünffachen Schallgeschwindigkeit, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die indische Weltraumforschungsorganisation (ISRO) hat am 23. Mai 2016 einen Testflug ihres Demonstrators für ein wiederverwendbares, geflügeltes Raumfahrzeug durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.    Quelle: ISRO</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/1c33isro1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/1c33isro260.jpg" alt="RLV-TD beim Absenken auf das Transportgestell
"/></a><figcaption>RLV-TD beim Absenken auf das<br> Transportgestell</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">RLV-TD steht für Reusable Launch Vehicle-Technology Demonstrator. Nach Angaben der ISRO wurde das rund 6,5 Meter lange Fluggerät im hypersonischen Bereich, das heißt bei einer Geschwindigkeit jenseits der fünffachen Schallgeschwindigkeit, getestet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Feststoffbooster des indischen Typs HS9 hob mit dem RLV-TD genannten Testobjekt an der Spitze um 7:00 Uhr Ortszeit (3:30 Uhr MESZ) von der Rampe Nr. 1 des indischen Raumfahrtzentrums Satish Dhawan auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste ab. Nach rund 91,1 Sekunden waren die rund neun Tonnen fester Treibstoff des HS-9-Motors verbraucht. Der Motor blieb jedoch zunächst mit dem Testobjekt verbunden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/2c33isro1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/2c33isro260.jpg" alt="RLV-TD beim Transport zur Startrampe
(Bilder: ISRO)"/></a><figcaption>RLV-TD beim Transport zur Startrampe<br>(Bilder: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide stiegen zusammen bis auf eine Höhe von rund 56 Kilometern über der Erde weiter auf. Dann erfolgte die Freigabe des RLV-TD mit einer Masse im Bereich zwischen 1.500 und 1.700 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Demonstrator erreichte anschließend in freiem, nicht angetriebenem Flug eine Gipfelhöhe von rund 65 Kilometern über der Erde. Nach dem überschreiten des Höhepunkts des Flugprofils begann der Wiedereintritt in dichtere Atmosphärenschichten mit rund fünffacher Schallgeschwindigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Testobjekt wurde während des Wiedereintritts von einem Flugführungssystem akkurat gesteuert und so ein sicherer Abstieg gewährleistet, berichtet die ISRO. Den Schutz vor den hohen Temperaturen beim Wiedereintritt übernahm ein Hitzeschutzsystem, das unter anderem auf über 600 Hitzeschutzkacheln an der Unterseite des Testobjekts und eine Nase aus Carbon-Carbon baute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Flugphase mit der höchsten Temperaturbelastung überstanden war, steuerte das RLV-TD im Gleitflug die anvisierte Landestelle im Golf von Bengalen, rund 450 Kilometer von Sriharikota entfernt, an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug des RLV-TD wurde von Sriharikota und von schiffsgestützten Bahnverfolgungsanlagen verfolgt. Die ermittelte Gesamtflugdauer vom Abheben bis zum Auftreffen auf dem Meer betrug rund 770 Sekunden, das sind nicht ganz 13 Minuten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/bdksisro1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/bdksisro260.jpg" alt="RLV-TD-Start am 23. Mai 2016
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>RLV-TD-Start am 23. Mai 2016<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob ein Bergungsversuch gemacht wurde, teilte die ISRO nicht mit. Vor etwas über einem Jahr wurde diskutiert, den Demonstrator nach absolvierter Mission zu bergen. Möglich, dass aktuell keine Bergung vorgesehen wurde, da vielleicht mit einer Zerstörung des Fluggeräts beim ungebremsten Auftreffen auf die Meeresoberfläche gerechnet werden musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut ISRO gelang es mit der Mission, das autonome automatische Flugführungssystem, das für eine Wiederverwendung vorgesehene Hitzeschutzsystem und die Organisation einer Missionen mit einem Wiedereintritt erfolgreich zu validieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ging es außerdem darum, das Flugverhalten des Boosters mit dem geflügelten Testobjekt an der Spitze in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen, also im Unterschallbereich, beim Übergang von Unterschall- auf Überschallgeschwindigkeit und bei Überschallgeschwindigkeit zu überprüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der indischen Küstenwache und dem nationalen Institut für Meerestechnik (National Institute of Ocean technology, NIOT) sprach die ISRO ihren Dank für Daten über die Windverhältnisse über dem entsprechenden Meeresbereich und die schiffsgestützte Telemetriedatenerfassung aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die heutige, HEX(-01) für Hypersonic Flight Experiment genannte Mission steht am Anfang einer Reihe von Flugexperimenten mit Demonstratoren des Typs RLV-TD. Geplant sind noch die Missionen LEX (eine Landexperiment), REX (ein Rückflugexperiment) und SPEX (ein Experiment mit Antrieb durch einen Scramjet).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eventuell führt die begonnene Entwicklung schließlich einmal zu einem zweistufigen indischen Raumfahrtträgersystem mit wiederverwendbaren Komponenten. Beim RLV-TD handelt es sich um eine 1:6-Version der zweiten, rückführbaren Stufe eines künftigen Raumfahrtträgersystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14341.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">RLV-TD HEX-01 (suborbital)</a></li></ul>
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		<title>Falcon 9 landet erfolgreich &#038; startet Satelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-9-landet-erfolgreich-startet-satelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 18:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASDS]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[orbcomm]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex. Der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding.   Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="242" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2_low.jpg" alt="" class="wp-image-9978"/></a><figcaption>Orbcomm OG2 Satelliten
(Bild: Orbcomm)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ist für Dienstag den 22. Dezember 2015 um 02:33 Uhr MEZ geplant. Es gibt nur ein instantanes Startfenster, bei einem Abbruch muss der Start auf Mittwoch morgen verschoben werden. Wie SpaceX-Chef Elon Musk auf Twitter bestätigte, ist der Testcountdown mit kurzem Zünden der Triebwerke gestern erfolgreich gelaufen, was den Weg frei macht für einen Startversuch am Montag (Ortszeit). Nutzlast sind 11 Orbcomm-Satelliten, die in einem niedrigen Erdorbit ausgesetzt werden sollen. Orbcomm bietet sog. Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Kommunikationslösungen, die zum Tracking, zur Fernüberwachung und Fernsteuerung stationärer und mobiler Anlagen, wie z.B. Container und Schiffe, dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug seit dem Fehlstart im Juni 2015</strong><br>Vor fast sechs Monaten ist die Falcon 9 das letzte Mal geflogen. Damals endete der Flug nach etwas mehr als 2 Minuten in einer grauen Wolke. Eine Strebe war gerissen, worauf der Heliumtank sich im Flüssigsauerstofftank selbstständig machen konnte. Deshalb wurde zu viel Helium freigesetzt, und der Sauerstofftank explodierte schließlich auf Grund des aufgebauten Überdrucks. Das Problem wurde nach ein paar Wochen identifiziert. Die gebrochene Strebe hatte vermutlich einen Herstellungsfehler, weshalb sie nur einen Bruchteil ihrer Sollfestigkeit aufwies. SpaceX musste über 1000 Streben am Boden testen, um das Problem zu reproduzieren. Die Stahlstreben wurden inzwischen durch solche aus Inconel ersetzt. Die Streben wurde von einem externen Zulieferer geliefert. Um auszuschließen, dass weitere Zulieferteile Herstellungsproblemen unterliegen, wurde die gesamte Falcon 9 einem umfangreichen Review unterzogen, was maßgeblich zum zeitlichen Abstand von 6 Monaten seit dem letzten Start beigetragen hat. Der aktuelle Flug ist also der erste Flug seit einem Fehlstart.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug von jüngstem Falcon-9-Upgrade</strong><br>Dieser Flug ist aber viel mehr. Er führt auch ein weiteres Falcon 9-Upgrade ein, was die Performance nochmal signifikant steigert. Bei der Benennung dieser neuen Falcon-9-Version ist man sich auch bei SpaceX mit dem Namen noch nicht einig, häufig wird sie &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220; (voller Schub), &#8222;Falcon 9 v1.2&#8220; oder &#8222;Falcon 9.2&#8220; genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Oberstufentankvolumen wurde um 10% gesteigert, der Sauerstoff wird jetzt ca. 23 K kälter sein als am Siedepunkt. Dadurch ergibt sich ein Dichteanstieg von ca. 9%. Auch das Kerosin wird leicht gekühlt, bei einer Temperatur von -6° C steigert sich seine Dichte um ca. 2%. Dadurch steigt das Gewicht der Rakete. Um das zu kompensieren, liefern die Merlin-1D-Triebwerke jetzt 15% mehr Schub, er steigt jeweils auf 756 kN am Boden bzw. 825 kN im Vakuum. Das Oberstufentriebwerk mit größerer Düse liefert einen Schub von 934 kN bei einem spezifischen Impuls von 348 s laut SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="175" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft_low.jpg" alt="" class="wp-image-9976"/></a><figcaption>Falcon 9 Full Thrust auf dem Startplatz
(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug mit Landlandung</strong><br>Diese Performancesteigerungen sollen es erlauben, auch bei GTO-Flügen die erste Stufe zu bergen, entweder nach Landung auf der Seeplattform, offiziell Autonomous Spaceport Droneship (ASDS) genannt, oder einem Aufsetzen auf dem Landeplatz X-1. Letzterer ist der vorher stillgelegte Startplatz 13 (LC-13) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug soll zum ersten Mal eine Landlandung probiert werden. SpaceX hat dafür die Erlaubnis von der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) und der amerikanischen Luftwaffe (USAF) erhalten. Bei vorherigen Flügen war nur eine Landung auf der Plattform ASDS genehmigt, die aber bisher noch nicht gelang, obwohl SpaceX der Landung schon sehr nahe gekommen ist. Für die Landlandung müssen Teile auf Cape Canaveral und des Kennedy Space Centers abgesperrt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiederverwendbarkeit</strong><br>Seit dem Anbeginn der Raumfahrt wird über Wiederverwendbarkeit diskutiert. Dabei geht es häufig um die Frage Landung mit Flügeln oder am Fallschirm (also unter Nutzung aerodynamischer Effekte) oder mittels des Raketentriebwerks (also mit Nutzung des Rückstoßprinzips). Das Shuttle landete als Raumgleiter, Kapseln landen am Fallschirm. Shuttle- und Ariane-Booster landeten ebenfalls am Fallschirm. Die Ariane-Booster wurden nur zur Inspektion geborgen, die Shuttle-Booster mussten umständlich wiederaufbereitet werden. Der Hitzeschild vom Shuttle musste aufwendig gewartet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Falcon 9-Stufe erreicht eine höhere Geschwindigkeit als Shuttle- oder Ariane-Booster, aber sie erreicht keine Orbitalgeschwindigkeit. Um eine zu große Erhitzung durch die Abbremsung in der Erdatmosphäre zu vermeiden, bremst die Falcon 9, indem ihre Triebwerke gegen die Flugrichtung feuern. Das kostet Treibstoff und ist einer der Nachteile, wenn man nicht aerodynamisch bremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konkurrenz</strong><br>SpaceX ist derzeit mit dem eigenen Konzept bei der Wiederverwendbarkeit konsequenter als andere Entwickler und Hersteller von Raumfahrtträgern. Blue Origin, gegründet von Amazon-Chef Jeff Bezos, möchte ebenfalls eine wiederverwendbare orbitale Rakete bauen. Bisher gelang Blue Origin ein Flug auf 100 km mit einer erfolgreichen vertikalen Landung. Bei Geschwindigkeit und Flugweite liegt Blue Origin deutlich hinter SpaceX zurück &#8211; darüber hinaus ist die von Blue Origin bisher geflogene Hardware auch nicht für den Transport von Menschen oder Nutzlast in Erdorbits oder den Einschuss auf Fluchtbahnen weg von der Erde gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch von der United Launch Alliance (ULA) und Airbus Defence and Space gibt es Konzepte. Anstatt einer vollständigen Raketenstufe wollen diese Firmen jedoch nur das Haupttriebwerk bergen. Es soll von der Hauptstufe nach Stufentrennung abgesprengt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ULA nennt ihr Konzept SMART-Reuse, das Triebwerk soll am Fallschirm heruntergleiten und schließlich mit dem Helikopter eingefangen werden. Airbus will das Triebwerk mit Flügeln ausstatten und es zum Startplatz zurückfliegen, ein Demonstrator mit dem Namen Adeline ist geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei beiden Unterfangen kann man die Ernsthaftigkeit, mit der diese Konzepte verfolgt werden, durchaus in Frage stellen. Bei der ULA hat man außer Darstellungen mit der Software Powerpoint noch nichts öffentlich präsentiert, Airbus hat immerhin ein Modellflugzeug als Demonstrationsobjekt gebaut. Das steht in deutlichem Gegensatz zum Einsatz (engl. commitment) von SpaceX. Der Eindruck, Airbus und ULA wollten auf der Publicity-Welle mitreiten, ohne wirklich etwas investieren zu müssen, ist angesichts der Umstände nicht wirklich vermeidbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederverwendbarkeit bei der Ariane ist auch politisch fragwürdig. Letztlich bedeutet die Verwirklichung von Wiederverwendbarkeit die Konstruktion einer Rakete ohne Feststoffmotore. Die Feststoffmotorindustrie ist durch die Entscheidungen der letzten Ministerratskonferenzen in Europa massiv gestärkt worden. Die Vega nutzt in drei von vier Stufe feste Treibstoffe, bei der Ariane 6 werden die Boosterhüllen jetzt sogar in Italien und Augsburg parallel gefertigt (dasselbe Bauteil wohlgemerkt). Eine Abkehr vom festen Treibstoff und der Schritt zur Wiederverwendbarkeit scheint damit politisch ausgesprochen schwierig, weil bestimmte Firmen bei der Herstellung von Ariane-Raketen dann möglicherweise nicht mehr beteiligt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13511.msg347960#new" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Orbcomm OG2 auf Falcon 9 v1.2</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Amazon-Imperium schlägt zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-amazon-imperium-schlaegt-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 21:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Origin]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Bezos]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LC 39 A]]></category>
		<category><![CDATA[New Shepard]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin. Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch_low.jpg" alt="" class="wp-image-11352" width="300" height="191"/></a><figcaption>Start, hier eine Aufnahme vom ersten Versuch im April 2015
(Bild: Blue Origin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New Shephard&#8220; erfolgreich auf über 100 km geflogen und anschließend die Raketenstufe wieder senkrecht auf dem Triebwerksstrahl gelandet. Der Flug folgt auf einen ersten Versuch im April, der bis auf die Landung der Raketenstufe ebenfalls erfolgreich war. Blue Origin ist eine Raumtransportfirma, die vom Amazon-Chef und Multimilliardär Jeff Bezos geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel wurde dabei von einer Raketenstufe, welche mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff befüllt ist, beschleunigt. Nach dem Verlassen der Erdatmosphäre haben sich Raumschiff und Raketenstufe getrennt. Die unbemannte Kapsel landete anschließend an einem Fallschirm und die Raketenstufe vertikal mit dem Haupttriebwerk auf einem vorgesehenden Landeplatz. Bei dem Haupttriebwerk handelt es sich um das BE-3, ein Triebwerk mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff, das von Blue Origin in den letzten Jahren in Eigenregie entwickelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezos sagte in einem Interview, dass er es kaum erwarten kann, einen zweiten Flug mit derselben Hardware zu unternehmen. Wann ein solcher Flug erfolgen könnte, ist jedoch unklar. Ebenfalls ist unklar, wann Weltraumtouristen einen ersten suborbitalen Trip ins All unternehmen können. Der Preis ist auch nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Blue Origin plant auch eine orbitale Trägerrakete, bei der das BE-3 Triebwerk die Oberstufe antreiben soll. Für die Hauptstufe entwickelt Blue Origin gerade das Hauptstromtriebwerk BE-4, das mit Methan und Sauerstoff arbeitet. Dieses Triebwerk soll auch an die ULA verkauft werden, wo es in dem Nachfolger der Atlas 5, der Vulcan, eingesetzt werden soll. Die Atlas 5 wird eingestellt, da sie zu teuer ist und das russische RD-180 Triebwerk benutzt, welches aus politischen Gründen nicht mehr für US-Militärstarts benutzt werden darf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung_low.jpg" alt="" class="wp-image-11350" width="300" height="136"/></a><figcaption>Raketenstufe im Landeanflug
(Bild: Blue Origin Youtube Video)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Elon Musk, der Chef von der Firma SpaceX, versucht ebenfalls seit mehreren Jahren eine Raketenstufe erfolgreich zu landen. Im Gegensatz zu Blue Origin ist sein Unterfangen jedoch ambitionierter. Die Unterstufe der orbitalen Trägerrakete Falcon 9 soll dabei nach der Stufentrennung zum Startplatz oder einer Seeplattform zurückfliegen und dort senkrecht landen. Dieses Unterfangen hat bisher auch schon fast geklappt aber eben nur fast. Dass Blue Origin Musk jetzt zuvor gekommen ist, ärgert Musk offenbar sichtlich. Kurz nach der Pressemitteilung von Blue Origin gratulierte er Blue Origin erst via Twitter bevor er in einer Reihe von Tweets den Erfolg von Blue Origin zu relativieren versuchte. SpaceX plant für Dezember den Erstflug der neuen &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220;, wo auch eine weitere Seeplattformlandung versucht werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Blue Origin sind schon des Öfteren aneinander geraten. In der Vergangenheit haben sie sich zum Beispiel über ein von Blue Origin eingereichtes Raketenseeplattformlandungspatent gestritten. Dieses Patent wurde nach Einspruch von SpaceX erstmal zurückgewiesen. Ein weiterer Streitpunkt war die Vergabe von LC-39, also desjenigen Startplatzes, wo z.B. Apollo 11 zum Mond gestartet ist. Die NASA hatte SpaceX eine Pacht über 20 Jahre zugeteilt, worauf Blue Origin Widerspruch eingelegt hatte. Auch diesen verlor Blue Origin. Musk kommentierte, dass es wahrscheinlicher sei, dass &#8222;Einhörner im Flammenschacht tanzen&#8220; als dass Blue Origin in 5 Jahren eine orbitales bemanntes Raumfahrtprojekt auf die Startrampe bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Informationen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9pillaOxGCo" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Video vom Flug bei Youtube</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3385.msg345807#msg345807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Blue Origin</a></li></ul>
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