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	<title>Breeze &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Breeze &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Proton Medium mit anderem Aufbau</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-medium-mit-anderem-aufbau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Mar 2017 09:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews. Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im September 2016 war auf einer Konferenz in Paris eine neue, leichtere Version der russischen Proton-Rakete, genannt Proton Medium, vorgestellt worden. Jetzt wurde bekannt, dass ihre Konstruktion zwischenzeitlich umgeplant wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ILS, Spacenews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ProtMed032017ils260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Evolution Roton M zu Proton Medium<br>(Bild: International Launch Service (ILS))</figcaption></figure></div>



<p>Die 2016 bekannt gewordenen Pläne sahen vor, dass bei der Proton Medium als zweite Stufe die in bisher üblichen Proton-Raketen als dritte Stufe verwendete in verlängerter Version zum Einsatz kommen sollte, <a href="https://www.raumfahrer.net/chrunitschew-baut-eutelsat-ordert-proton-medium/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Jetzt ist vorgesehen, die originale zweite Stufe auch bei der Proton Medium unverändert als zweite Stufe zu benutzen. Darüber hinaus wird bei der Proton Medium den neuen Plänen zufolge auch keine modifizierte, verlängerte erste Stufe zum Einsatz kommen.</p>



<p>Beide Änderungen sollen die erwartete Leistung der Trägerrakete (Satellit der 5-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit mit einer Geschwindigkeitsdifferenz zum Geostationären Orbit von 1,5 km/s) nicht ändern, bezieht man sich auf vorliegende Infographiken. Der Autor nimmt an, dass die Änderungen maßgeblich zu einer Verkürzung der erforderlichen Entwicklungszeit beitragen sollen. Der International Launch Service (ILS), der voraussichtlich exklusive Vermarkter der Proton Medium, hatte am 7. März 2017 mitgeteilt, dass man mit einem Einsatz der Proton Medium ab 2018 rechne.</p>



<p>In der Meldung vom 7. März 2017 informierte ILS außerdem darüber, dass an einer neuen, rund einen Meter höheren Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von fünf Metern gearbeitet werde. Entsprechende Machbarkeitsstudien seien bereits abgeschlossen, jetzt stünden Detailplanung, Untersuchungen der Interaktion mit der Trägerrakete sowie statische und dynamische Tests von Strukturbauteilen an. Die vollständige Nutzlastverkleidung wird ebenso getestet werden, außerdem sind Trenn- und Abwurftests sowie Untersuchungen der Akustik innerhalb der Verkleidung vorgesehen.</p>



<p>Die neue Verkleidung soll auf der klassischen Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe als auch auf der noch zu realisierenden Proton Medium mit Breeze-M-Oberstufe zum Einsatz kommen. Zur Verfügung stehen soll die Verkleidung laut ILS ab dem ersten Quartal 2020. Entwicklung und Herstellung der Raketen geschehen durch die Firma Chrunitschew aus Russland.</p>



<p>Zurückgestellt wurde die Proton-Variante Proton Light mit stark veränderter erster Stufe. Die Verfolgung dieses Projektes soll wieder aufgenommen werden, wenn die Markteinführungen der Proton Medium und der neuen Nutzlastverkleidung erfolgt sind, und ein Bedarf erkannt wird. Gegenüber dem Branchendienst Spacenews teile Jim Kramer von ILS mit, der Markt für Trägerraketen in der Klasse der Proton Light (die Satelliten der 3-Tonnen-Klasse in einen Geotransferorbit bringen können), sei kleiner als ursprünglich erwartet. Möglicherweise hat man jedoch einfach die aktuelle Leistungsfähigkeit der russischen Industriepartner nicht richtig beurteilt.</p>



<p></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10288.msg387826#msg387826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">International Launch Services (ILS)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7477.msg387540#msg387540" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton Traegerrakete</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg387493#msg387493" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Russland: Militärischer Erdvermessungssatellit im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-militaerischer-erdvermessungssatellit-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 06:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Plessezk]]></category>
		<category><![CDATA[Poseidon-2]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Rockot]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[SADKO-2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Juni 2016 hat eine Rakete vom Typ Rockot vom Kosmodrom Plessezk aus den neuen militärischen Erdvermessungssatelliten GEO-IK-2 Nr. 12 alias Kosmos 2.517 in den Weltraum transportiert. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Russisches Verteidigungsministerium, Reschetnjow, RIA Nowosti, TASS. Die russischen Raketentruppen benutzten für den Start des Satelliten eine sogenannte Konversionsrakete, eine ehemalige Interkontinentalrakete [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Juni 2016 hat eine Rakete vom Typ Rockot vom Kosmodrom Plessezk aus den neuen militärischen Erdvermessungssatelliten GEO-IK-2 Nr. 12 alias Kosmos 2.517 in den Weltraum transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Russisches Verteidigungsministerium, Reschetnjow, RIA Nowosti, TASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSC9359550milru.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSC9359550milru260.jpg" alt="Rockot-Start am 4. Juni 2016
(Bild: russisches Verteidigungsministerium)"/></a><figcaption>Rockot-Start am 4. Juni 2016<br>(Bild: Russisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure></div>



<p>Die russischen Raketentruppen benutzten für den Start des Satelliten eine sogenannte Konversionsrakete, eine ehemalige Interkontinentalrakete des Typs SS-19 (alias Stiletto, russische Bezeichnung RS-18. Eine solche Rakete kam dabei zum zweiten Mal im Jahr 2016 zum Einsatz. Der Start von der Rampe 133/3 erfolgte im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums unter der Leitung des Generalmajors Alexander Golowko.</p>



<p>Gemäß Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hob die Rakete exakt um 17:00 Uhr Moskauer Zeit – also um 16:00 Uhr MESZ &#8211; ab. Nach rund zwei Minuten Flug begann die Bahnverfolgung durch automatische Systeme der russischen Luft- und Weltraumüberwachung. Gegen 17:36 Uhr MESZ wurde GEO-IK-2 Nr. 12 von der Oberstufe vom Typ Breeze-KM im All abgesetzt.</p>



<p>Die vom russischen Raumfahrtkonzern Chruniteschew gebaute Raketenoberstufe wurde vom Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrum der russischen Luft- und Weltraumverteidigungskräfte (Voyska Vozdushno-Kosmicheskoy Oborony, VKO &#8211; Russisch: Войска воздушно-космической обороны, ВКО) German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau nach dem Aussetzen des Satelliten in einen sogenannten Friedhofsorbit gesteuert.</p>



<p>Eine Reihe von Brennphasen brachten die Oberstufe auf eine etwa 99,23 Grad gegen den Erdäquator geneigte Umlaufbahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt von rund 406 Kilometern über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt im Bereich von 950 Kilometern über der Erde.</p>



<p>Im Anschluss an das Aussetzen des Satelliten im vorgesehenen Orbit übernahm die Abteilung für Erdbeobachtung des Kontrollzentrum German Titow Steuerung und Überwachung des Raumfahrzeugs.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/geoik2artjscrss.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/geoik2artjscrss260.jpg" alt="GEO-IK-2-Satellit - Illustration
(Bild: Reschetnjow)"/></a><figcaption>GEO-IK-2-Satellit &#8211; Illustration<br>(Bild: Reschetnjow)</figcaption></figure></div>



<p>Nach Informationen des russischen Verteidigungsministeriums gibt es stabile Telemetrieverbindungen zu GEO-IK-2 Nr. 12, dessen Systeme normal arbeiten würden. Der neue von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Satellit mit dem Erzeugniscode 14F31 und der alternativen Typbezeichnung Mousson 2 zieht in Höhen zwischen 940 und 960 Kilometern auf einer rund 99,28 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn um die Erde.</p>



<p>Der Satellit soll Daten zur Überarbeitung eines geodätischen Koordinatensystems liefern, die Drift der Kontinentalplatten beobachten sowie den Tidenhub und andere weltweite natürliche Phänomene untersuchen. Das Raumfahrzeug besitzt neben einem zentralen Gerätebehälter mit einem Durchmesser von rund 1,3 Metern einen Radiohöhenmesser des französisch-italienischen Luft- und Raumfahrtkonzerns Thales Alenia Space. Das SADKO-2 genannte Instrument ist als Hauptinstrument des Satelliten anzusehen und wurde vom Höhenmesser mit der Bezeichnung Poseidon-2 des französischen Erdbeobachtungssatelliten Jason-1 abgeleitet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/2207sadko2jscrss.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/2207sadko2jscrss260.jpg" alt="SADKO-2 Radiohöhenmesser bei Reschetnjow
(Bild: Reschetnjow)"/></a><figcaption>SADKO-2 Radiohöhenmesser bei Reschetnjow<br>(Bild: Reschetnjow)</figcaption></figure></div>



<p>Die Vorgängersatelliten verfügen neben dem Radiohöhenmesser über ein Dopplersystem, einen Entfernungsmesser, einen optischen Reflektor für Laserlicht und ein System zur Bereitstellung einer synchronisierten Zeitbasis, sowie Empfänger für Navigationssignale der Systeme GloNaSS (Russland) und GPS (USA).</p>



<p>1982 hatte die Sowjetunion mit dem Aufbau eines militärischen geodätischen Systems begonnen. 1994 wurde der zunächst letzte Erdvermessungssatellit gestartet und ab 1999 blieben Aktualisierungen der Daten des geodätischen Systems aus.</p>



<p>GEO-IK-2 Nr. 11 sollte ab 2011 als erster eines neuen Satellitenpaares frische Messdaten sammeln, um Russlands militärisches geodätisches System auf einen aktuellen Stand zu bringen. Der Satellit gelangte nach seinem Start am 1. Februar 2011 wegen eines Fehlers in der Raketenoberstufe vom Typ Breeze-KM nicht auf die vorgesehene Umlaufbahn, weshalb er seinen Aufgaben nicht nachkommen konnte. Am 28. Juni 2011 erklärten die russischen Weltraumtruppen GEO-IK-2 Nr. 11 offiziell zu einem Totalverlust. Im Juli 2013 trat der Satellit wieder in die Erdatmosphäre ein und wurde dabei zerstört.</p>



<p>Ersatz für den aufgegebenen Satelliten sollte ursprünglich bereits im Jahr 2014 gestartet werden. Weil dann jedoch Maßnahmen zum Schutz der Bordelektronik und einige Upgrades der Elektronik vorgenommen wurden, verzögerte sich der Start zunächst auf 2015, dann auf 2016. Am 31. März 2016 sendete sein Hersteller GEO-IK-2 Nr. 12 schließlich an das Kosmodrom Plessezk. Ein letzter Startaufschub um rund zwei Wochen wurde im Mai 2016 beschlossen. Grund für den Aufschub sollen nicht näher beschriebene technische Probleme gewesen sein.</p>



<p>GEO-IK-2 Nr. 12 alias Kosmos 2.517 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.579 und als COSPAR-Objekt 2016-034A. Die Breeze-KM-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.580 und als COSPAR-Objekt 2016-034B.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14392.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Geo-IK-2 Nr. 2 (Kosmos 2.517) auf Rockot/Breeze-KM von Plessezk</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/russland-militaerischer-erdvermessungssatellit-im-all/" data-wpel-link="internal">Russland: Militärischer Erdvermessungssatellit im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das All, der Müll, und &#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-all-der-muell-und/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2016 09:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Akkuexplosion]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[NOAA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Intensivierung der Nutzung des erdnahen Raums steigt auch seine Verschmutzung. Jüngst berichtete die US-amerikanische Weltraumüberwachung von einer weiteren russischen Raketenoberstufe, die Fragmente freisetzte. Zusätzliche Fragmente eines ausgedienten US-amerikanischen Wettersatelliten sind ebenfalls neu katalogisiert worden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JSpOC, Raumfahrer.net . Breeze-M 38.343 / 2012-026BDas Gemeinschaftliche Zentrum für Raumfahrtaktivitäten des US-amerikanischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit der Intensivierung der Nutzung des erdnahen Raums steigt auch seine Verschmutzung. Jüngst berichtete die US-amerikanische Weltraumüberwachung von einer weiteren russischen Raketenoberstufe, die Fragmente freisetzte. Zusätzliche Fragmente eines ausgedienten US-amerikanischen Wettersatelliten sind ebenfalls neu katalogisiert worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: JSpOC, Raumfahrer.net .</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExplosionsofsatellitesrocketbodiesESA-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ExplosionsofsatellitesrocketbodiesESA260x200.jpg" alt=""/></a><figcaption>Explosion im Erdorbit &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Breeze-M 38.343 / 2012-026B</strong><br>Das Gemeinschaftliche Zentrum für Raumfahrtaktivitäten des US-amerikanischen Militärs (Joint Space Operations Center, JSpOC) hat im Rahmen der von ihm betriebenen Weltraumüberwachung ermittelt, dass die russische Raketenoberstufe vom Typ Breeze-M mit den Katalogbezeichnungen NORAD-Nr. 38.343 und COSPAR 2012-026B am 22. Dezember 2015 diverse Fragmente freigesetzt hat.</p>



<p>Aus einer Analyse der Bahndaten von neun katalogisierten Fragmenten schloss das JSPpOC auf den vermutlichen Zeitpunkt des Debris erzeugenden Ereignisses an Bord der von Chrunitschew gebauten Breeze-M. Als Zeitpunkt für das Ereignis nennt das JSpOC den 22. Dezember 2015 16:00 Uhr koordinierter Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC) +/- eine Minute.</p>



<p>Die Raketenoberstufe mit der Baunummer 99.530 befindet sich seit dem 17. Mai 2012 im Weltraum. Sie wurde verwendet, um den kanadischen Kommunikationssatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/nimiq-6-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">Nimiq 6</a> für Telesat auf einer 11.986,0 x 35.864,3 km Geotransferbahn mit einer Neigung von rund 10,2 Grad auszusetzen, von der aus der Satellit sich selbstständig zur geplanten Einsatzposition manövrierte.</p>



<p>Die Breeze-M-Oberstufe steuerte sich anschließend unter Nutzung einer gewissen Menge übrig gebliebenen Treibstoffs an Bord auf eine gegenüber dem Absetzorbit etwas veränderte Bahn. Daher konnte die Stufe später auf einer rund 10,7 Grad gegen den Erdäquator geneigten 10.532,4 x 34.453,8 km Bahn beobachtet werden. Aktuell ist die Oberstufe auf einer rund 12 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt im Bereich von 10.420 km und einem erdfernsten Bahnpunkt im Bereich von 34.600 km unterwegs. Auf dieser Bahn benötigt sie rund 814 Minuten für einen Erdumlauf.</p>



<p>Sinnvoll ist es, im Zuge einer sogenannten Passivierung von nicht mehr benötigten Raketenstufen alle Behälter, Leitungen und Gerätschaften, die unter Druck stehende Flüssigkeiten oder Gase enthalten, zum Vakuum hin zu entleeren, um Explosionsereignissen aus dem Wege zu gehen, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher dann eine konkrete Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Bei der Breeze-M, die Nimiq 6 erfolgreich auf den vorgesehenen Absetz-Orbit brachte, hat das möglicherweise nicht oder nicht im notwendigen Maße funktioniert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/NOAALlithonasanoaa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/NOAALlithonasanoaa260.jpg" alt="NOAA 16 alias NOAA L im All - Illustration
(Bild: NASA / NOAA)"/></a><figcaption>NOAA 16 alias NOAA L im All &#8211; Illustration<br>(Bild: NASA / NOAA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>NOAA 16 (NOAA L) 26.536 / 2000-055A</strong><br>Der US-amerikanische, auf einem Satellitenbus namens TIROS-N basierende Wettersatellit NOAA L wurde am 21. September 2000 ins All gebracht und nach seiner Inbetriebnahme auf einem sonnensynchronen, polaren Orbit rund 870 km über der Erdoberfläche in NOAA 16 umgezeichnet.</p>



<p>Nach deutlicher Überschreitung seiner Auslegungsbetriebsdauer von drei Jahren musste das von der Lockheed Martin Space Systems Company (LMSSC) gebaute Raumfahrzeug schließlich am 9. Juni 2014 außer Dienst gestellt werden, was wegen einer schwerwiegenden, aber nicht detailliert beschriebenen Anomalie unausweichlich geworden war.</p>



<p>Das JSpOC berichtete dann Ende November 2015, dass es am 25. November 2015 gegen 8:16 Uhr UTC in der Umgebung von <a href="https://www.raumfahrer.net/noaa-16-nach-aus-2014-jetzt-als-truemmerquelle/" data-wpel-link="internal">NOAA 16</a> eine Anzahl vorher nicht katalogisierter Objekte beobachtet hat. Bis 18:30 Uhr UTC des selben Tages erfasste das JSpOC 19 Objekte, die höchstwahrscheinlich von NOAA 16 stammen und teilte mit, dass man mit der Katalogisierung weiterer Objekte rechne.</p>



<p>Am 26. Januar 2016 wurde bekannt, dass 65 Fragmente neu katalogisiert wurden und die Zahl der NOAA 16 zugeordneten Objekte damit auf mittlerweile 200 angestiegen ist. Keines der katalogisierten Objekte ist bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wieder in die Erdatmosphäre eingetreten.</p>



<p>Maßnahmen zur Vermeidung von Weltraumschrott erfordern unter anderem die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden.</p>



<p>Befindet sich ein Satellit nach Außerdienststellung in freier Drift, können wegen der Umgebungsbedingungen im Weltraum heftige Temperaturwechsel geschehen, Störungen und Ausfälle des Thermalmanagements auftreten, Bauteile versagen und Strahlungsschäden vorkommen. Dabei ist es wünschenswert, wenn an Bord eines solchen Satelliten befindliche Akkumulatoren trotz allem nicht lecken oder bersten.</p>



<p>Eine Reihe US-amerikanischer ziviler und militärischer Wettersatelliten auf Basis des Busesa TIROS-N bergen auch nach Nutzung der ihnen mitgegebenen Passivierungsmöglichkeiten noch das Risiko von entwurfsfehlerinduzierten Akkuexplosionen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4124.msg351807#msg351807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Weltraummüll gefährdet Raumfahrt</a></li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Breeze-M-Oberstufe setzt Fragmente in GSO frei</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/breeze-m-oberstufe-setzt-fragmente-in-gso-frei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2016 13:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Gemeinschaftliche Zentrum für Raumfahrtaktivitäten des US-amerikanischen Militärs (Joint Space Operations Center, JSpOC) hat im Rahmen der von ihm betriebenen Weltraumüberwachung ermittelt, dass eine russische Raketenoberstufe vom Typ Breeze-M auf ihrem Geosynchronen Orbit (GSO) um die Erde am 16. Januar 2016 diverse Fragmente freigesetzt hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, Committee on the [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Gemeinschaftliche Zentrum für Raumfahrtaktivitäten des US-amerikanischen Militärs (Joint Space Operations Center, JSpOC) hat im Rahmen der von ihm betriebenen Weltraumüberwachung ermittelt, dass eine russische Raketenoberstufe vom Typ Breeze-M auf ihrem Geosynchronen Orbit (GSO) um die Erde am 16. Januar 2016 diverse Fragmente freigesetzt hat.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Chrunitschew, Committee on the Peaceful Uses of Outer Space (COPUOS), ESA, JSpOC, Roskosmos, TASS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/breezeproductionchru600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/breezeproductionchru260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Herstellung von Breeze-M-Oberstufen <br>bei Chrunitschew<br>(Bild: Chrunitschew)</figcaption></figure></div>



<p>Die Raketenstufe zieht seit dem 13. Dezember 2015 um die Erde. Sie war verwendet worden, um den russischen militärischen Kommunikationssatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/proton-m-bringt-kosmos-2-513-alias-garpun-2-ins-all/" data-wpel-link="internal">Kosmos 2.513</a> auf einer annähernd geostationären Bahn auszusetzen, von der aus der Satellit sich selbstständig zur geplanten Einsatzposition manövrieren kann.</p>



<p>Ihren Transportauftrag erfüllte die von Chrunitschew in Russland gebaute Oberstufe offensichtlich wie vorgehen. Der als COSPAR-Objekt 2015-075A und mit der NORAD-Nr. 41.121 katalogisierte Kommunikationssatellit konnte wenige Tage nach dem Start auf einer etwa 0,05 Grad gegen den Erdäquator geneigten 35.513 x 35.667 km Bahn beobachtet werden.</p>



<p>Nach dem Aussetzen von Kosmos 2.513 hatte die Oberstufe weitere Manöver zu erledigen, deren Ziel es insbesondere war, die Oberstufe auf eine Bahn zu bringen, auf der sie für die zahlreichen im Geostationären Orbit (GEO) in Flughöhen um durchschnittlich rund 35.786 Kilometer über der Erde aktiven Satelliten keine unmittelbare Gefahr darstellen würde. Im GEO werden unter anderem sehr viele Kommunikationssatelliten sowie eine Anzahl von Navigations- und Wettersatelliten betrieben.</p>



<p>Die Breeze-M-Oberstufe steuerte sich deshalb unter Nutzung einer gewissen Menge übrig gebliebenen Treibstoffs an Bord auf eine gegenüber dem Absetzorbit etwas veränderte Bahn. Deshalb konnte die als COSPAR-Objekt 2015-075B und mit der NORAD-Nr. 41.122 katalogisierte Stufe anschließend auf einer rund 0,2 gegen den Erdäquator geneigten 33.308,5 x 35.916,4 km Bahn beobachtet werden.</p>



<p>Sinnvoll ist es, im Zuge einer sogenannten Passivierung von nicht mehr benötigten oder nicht mehr nutzbringend zu betreibenden Raumfahrzeugen oder Raketenstufen alle Behälter, die unter Druck stehende Flüssigkeiten oder Gase enthalten, zum Vakuum hin zu entleeren.</p>



<p>Druckgase und Treibstoffe kann man ablassen, Akkumulatoren entladen &#8211; soweit dies alles konstruktionsseitig vorgesehen ist und entsprechende technische Vorrichtungen wie vorgesehen funktionieren. Klappt das wie geplant, lassen sich zum Beispiel Explosionsereignisse verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher dann eine konkrete Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/breezemstagechru600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/breezemstagechru260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oberstufe vom Typ Breeze-M<br>(Bild: Chrunitschew)</figcaption></figure></div>



<p>Die Breeze-M, die Kosmos 2.513 transportiert hatte, verhielt sich möglicherweise nicht so, wie es wünschenswert gewesen wäre. Am 21. Januar 2016 gab das JSpOC bekannt, dass Fragmente von der Oberstufe beobachtet wurden. Aus einer Analyse der Bahndaten der Fragmente schloss das JSPpOC auf den vermutlichen Zeitpunkt des Debris erzeugenden Ereignisses an Bord der Breeze-M. Als Zeitpunkt für das Ereignis nennt das JSpOC den 16. Januar 2016 3:50 Uhr koordinierter Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC) +/- 4 Minuten.</p>



<p>Das toroidale Zusatztank-Modul der Breeze-M, englisch Additional Fuel Tank (AFT) oder Auxiliary Propulsion Tank (APT) genannt und auf russisch als DTB für Дополнительный Топливный Бак bezeichnet, kann an dem Ereignis selbst nicht unmittelbar beteiligt gewesen sein, es war nach einer der ersten Brennphasen der Oberstufe noch vor dem Erreichen eines geosynchronen Orbits abgeworfen worden. (Das Tankmodul als Weltraumschrott stellt jedoch durchaus eine eigenständige Gefahrenquelle dar).</p>



<p>Im Augenblick bedeuten die von der Oberstufe in geosynchronem Orbit freigesetzten Fragmente oder Objekte keine unmittelbare Gefahr für andere Erdtrabanten. Allerdings werden Objekte auf geosynchronen Bahnen dort quasi unbegrenzt lange überdauern. Kollisionen untereinander und mit anderen Raumfahrzeugen können ihre Anzahl schnell ansteigen lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/OpticalGroundStationWSkayESA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/OpticalGroundStationWSkayESA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>OGS und Teide unter dem Nachthimmel<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Für Betreiber von Raumfahrzeugen auf geosynchronen oder geostationären Umlaufbahnen und, nicht zu vergessen, die Nutzer der von diesen Raumfahrzeugen bereitgestellten Dienste, wäre eine schnell ansteigende Menge Weltraumschrott ein tatsächliches Problem.</p>



<p>Die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA) teilte am 22. Januar 2016 mit, dass sie bereit sei, ein auf dem Berg Izaña auf der Kanaren-Insel Teneriffa stationiertes Teleskop im Rahmen einer Beobachtungskampagne zur Untersuchung der von der Oberstufe freigesetzten &#8222;Fragment-Wolke&#8220; einzusetzen. Damit könnte einen Beitrag zur Verbesserung der Modelle zur Ausbreitung und Verteilung von Weltraumschrott geleistet werden.</p>



<p>Auf dem Izaña &#8211; 2393 m hoch und rund 20 km nordöstlich des bekannteren Teide &#8211; befindet sich die Optical Ground Station (OGS) genannte Bodenstation der ESA, die ein Teleskop besitzt, das als sogenanntes space debris telescope zur Weltraumschrott-Beobachtung benutzt werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ann14034b2014iaceso1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ann14034b2014iaceso260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick in die Beobachtungskuppel auf das Teleskop<br>(Bild: IAC / ESO)</figcaption></figure></div>



<p>Das von Zeiss gebaute Instrument mit einem Spiegeldurchmesser von einem Meter wird für die Beobachtung und Charakterisierung von Objekten im geostationären Gürtel durchschnittlich 35.786 Kilometer über dem Erdäquator genutzt. Es besitzt eine Optik, die in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ritchey-Chr%C3%A9tien-Cassegrain-Teleskop" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ritchey-Chrétien</a>-Konfiguration in einem Modus mit einem Sichtfeld von rund 0,7 Grad besonders für die Debris-Beobachtung geeignet ist. Es ist zusammen mit seinen hochempfindlichen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/CCD-Sensor" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CCD</a>-Kameras in der Lage, im oder nahe des GEO noch Objekte zu verfolgen, die nur rund 15 Zentimeter Durchmesser haben.</p>



<p>Die vergangene Woche Fragmente freisetzende Breeze-M-Oberstufe war nicht die erste ihres Typs, die eine Verschmutzung des Weltraums verursachte. Das mehrfach aufgetretene schädliche Verhalten entsprechender ausgedienter Raketenstufen im All wurde international bereits mehrfach und deutlich kritisiert.</p>



<p>2007 beispielsweise wurden Normen für russische Raumfahrtträger diskutiert, gemäß derer bei der Trennung der Breeze-M-Oberstufe von der dritten Stufe der Proton-Rakete keine Einzelteile der Trennvorrichtung usw. freigesetzt werden dürfen und verbliebene Treibstoffe und Druckgase aus dem Zusatztank-Modul in den umgebenden Raum abgelassen werden sollen, nachdem er von der Breeze-M abgestoßen wurde.</p>



<p>Im Februar 2011 teilte die russische Raumfahrtbehörde anlässlich einer internationalen Konferenz mit, man habe Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen würden, dass russische Raketenoberstufen der Typen Block I, Fregat, DM-3 und Breeze-M im Rahmen ihres üblichen Betriebsregimes keine Fragmente freisetzen. Hinsichtlich der zu reduzierenden Gefahr von Oberstufen-Zerlegern nach Missionsende berichtete Roskomos bei gleicher Gelegenheit, es sei bei den Typen Fregat, DM-3 und Breeze-M nunmehr gewährleistet, dass Resttreibstoff nach Abtrennung der Nutzlast abgelassen oder verbrannt würde und Akkumulatoren und Batterien ab Bord abschließend entladen würden.</p>



<p>Nicht ausgeschlossen werden können auf solche Weise weiteren Weltraumschrott erzeugende Treffer durch bereits um die Erde kreisenden Weltraumschrott oder Objekte natürlichen Ursprungs.</p>



<p>Den Herstellern der fraglichen Raketenoberstufen aus Russland und ähnlicher Konstruktionen aus anderen Teilen der Welt, und allen Nutzern von Raumfahrzeugen auf Umlaufbahnen um die Erde ist jedenfalls zu wünschen, dass es den Herstellern gegebenenfalls möglichst schnell gelingt, die Stufen tatsächlich so zu bauen, dass sie nach ihrem Einsatz nicht zu einer Gefahr werden.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13934.0" target="_blank" data-wpel-link="internal">Garpun 2 (Kosmos 2513) auf Proton-M / Breeze-M</a></li><li><a rel="noreferrer noopener" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4124.msg351389#msg351389" target="_blank" data-wpel-link="internal">Weltraummüll gefährdet Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Komsat Asiasat 5 auf Proton-M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/komsat-asiasat-5-auf-proton-m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 15:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asiasat]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[SS/L]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. August 2009 hob pünktlich um 21:47 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Asiasat 5 der Asia Satellite Telecommunications Co. Ltd. (Asiasat) mit Sitz in Hong Kong in den Weltraum zu befördern. Der Start wurde von International Launch Services, abgekürzt ILS, durchgeführt, es war die vierte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. August 2009 hob pünktlich um 21:47 Uhr MESZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten Asiasat 5 der Asia Satellite Telecommunications Co. Ltd. (Asiasat) mit Sitz in Hong Kong in den Weltraum zu befördern. Der Start wurde von International Launch Services, abgekürzt ILS, durchgeführt, es  war die vierte ILS-Proton-Mission im Jahr 2009. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Asiasat, ILS, Chrunitschew, Roskosmos, SS/L.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/1212080933rosc260.jpg" alt="Proton-M-Start am 11. August 2009
(Bild: Roskosmos)"/><figcaption>Proton-M-Start am 11. August 2009<br> (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p>Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-Träger verwendete drei Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Breeze-M und der Nutzlast, auf den Weg zu bringen. Nach rund 10 Minuten Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen der Breeze-M-Oberstufe wurde der Satellit mit einer Masse von 3.760  Kilogramm schließlich nach neun Stunden und fünfzehn Minuten Flugdauer um 7:02 Uhr MESZ am 12. August 2009 in einem Geotransferorbit mit einem Perigäum von rund 17.949 Kilometern, einem Apogäum von rund 35.786 Kilometern über der Erde und einer Inklination von etwas über 6 Grad ausgesetzt. </p>



<p>Der mit 26 C-Band- und 14 Ku-Band-Transpondern ausgerüstete Satellit soll eine Position bei 100,5 Grad Ost im geostationären Orbit einnehmen, die er unter Nutzung eigener Triebwerke erreichen wird. Dort soll der seit dem 28. November 1995 im All befindliche Asiasat 2 ersetzt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/asiasat5xyssl260.jpg" alt="Asiasat 5 im All - Illustration
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))"/><figcaption>Asiasat 5 im All &#8211; Illustration<br> (Bild: Space Systems/Loral (SS/L))</figcaption></figure></div>



<p>Die Ausleuchtzone von Asiasat 5 im C-Band deckt ganz Asien ab, im Ku-Band-Bereich werden der Süden und der Osten Asiens ausgeleuchtet. Der Satellit hat außerdem eine schwenkbare Antenne für den Ku-Band-Bereich an Bord, was zusätzliche Flexibilität schafft. Die erwartete Lebensdauer des von Space Systems/Loral (SS/L) gebauten und auf dem 1300-er Bus basierenden Raumfahrzeugs beträgt 15 Jahre. </p>



<p>Asiasat 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 35.696 und als COSPAR-Objekt 2009-042A.  </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5893.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton M / Breeze M mit Asiasat 5</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/komsat-asiasat-5-auf-proton-m-gestartet/" data-wpel-link="internal">Komsat Asiasat 5 auf Proton-M gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>AMC 14 weiter auf Wanderschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/amc-14-weiter-auf-wanderschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 11:35:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Orbitkorrekturmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31534</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Mitte März gestartete Fernsehsatellit kommt langsam dem geostationären Orbit näher, hat aber noch ein gutes Stück vor sich. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Starttabellen von Raumfahrer.net. Wenn man sich die Bahndaten der in diesem Jahr gestarteten Satelliten genauer betrachtet, so bemerkt man rasch, dass einige davon den geostationären Orbit noch nicht ganz erreicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mitte März gestartete Fernsehsatellit kommt langsam dem geostationären Orbit näher, hat aber noch ein gutes Stück vor sich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Starttabellen von Raumfahrer.net.</p>



<p>Wenn man sich die Bahndaten der in diesem Jahr gestarteten Satelliten genauer betrachtet, so bemerkt man rasch, dass einige davon den geostationären Orbit noch nicht ganz erreicht haben. Meist weicht die Bahnneigung um einiges vom Idealwert Null ab, was natürlich auch Empfangsprobleme nach sich ziehen kann. AMC 14, der für SES Americom gebaut wurde, ist ein Paradebeispiel dafür. 
<br>
Gestartet am 14. März mit einer Proton-Trägerrakete und Briz-Oberstufe gelangte er wegen eines vorzeitigen Abschaltens der Oberstufe nicht in seinen Zielorbit. Die Bahnparameter waren zunächst 771 x 26.449 km bei 49,2° Bahnneigung. Daraufhin hatte man die Lage genau analysiert und im Mai mehrere größere Korrekturmanöver mit dem Antrieb des Satelliten ausgeführt. So gelangte AMC 14 (in mindestens fünf Etappen) auf eine Bahn mit 19,4° Bahnneigung und einer Höhe zwischen 16.859 und 35.594 km. </p>



<p>In den letzten Wochen nun hat man möglicherweise die Gravitation des Mondes dazu genutzt, die Bahn ohne großen Treibstoffeinsatz weiter zu verändern. Durch viele kleine &#8222;Schritte&#8220; umläuft der bisher verhinderte Fernsehsatellit die Erde nun auf einer Bahn mit 26.424 x 36.140 km Höhe bei 16,2° Inklination. Ob der Satellit jedoch die geostationäre Bahn erreicht und wie lange er mit verminderten Treibstoffvorräten dort eingesetzt werden kann, ist wohl nicht absehbar. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass die russischen Techniker AMC 14 nur für Übungszwecke für derartige Manöver verwenden. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Russland: Erfolgreicher Neunfachstart</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-erfolgreicher-neunfachstart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2003 19:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze]]></category>
		<category><![CDATA[Plessezk]]></category>
		<category><![CDATA[Rockot]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28478</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine ehemalige Interkontinental-Rakete brachte heute gleich neun Mini-Satelliten auf einen Schlag ins All. Geholfen hat auch deutsche Technik. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: eurockot.com. Eine russische Trägerrakete des Typs Rockot brachte heute gleich neun Satelliten auf einmal ins All. Der Lift-off erfolgte problemlos um 17:15 Uhr MESZ von russischen Weltraumbahnhof Plessetzk im Norden des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine ehemalige Interkontinental-Rakete brachte heute gleich neun Mini-Satelliten auf einen Schlag ins All. Geholfen hat auch deutsche Technik.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: eurockot.com.</p>



<p>Eine russische Trägerrakete des Typs <i>Rockot</i> brachte heute gleich neun Satelliten auf einmal ins All. Der Lift-off erfolgte problemlos um 17:15 Uhr MESZ von russischen Weltraumbahnhof Plessetzk im Norden des Landes aus. An Bord befanden sich neben acht Kleinsatelliten auch ein Technologie-Demonstrator als neunte Nutzlast des Trägers. Die Hauptnutzlast besteht aus dem tschechischen <i>Mimosa</i>-Satelliten und dem kanadischen Projekt <i>Most</i>. Hinzu kommt eine Reihe so genannter Nano-Satelliten, darunter die japanischen Geräte <i>Cubesat</i> und <i>Cute-1</i>, der kanadische <i>Can X-1</i>, der dänische <i>AAU</i> sowie <i>DTUSat</i> und der amerikanische Satellit <i>QuakeSat</i>. Erstmals brachte der <i>Rockot</i>-Träger damit auch Nutzlasten in einen <i>sonnensynchronen Orbit</i> von 820 Kilometern. Ein russischer Massen-Frequenz-Simulator verblieb auf der Oberstufe vom Typ <i>Breeze</i> (russisch &#8222;Bris&#8220;). Selbige ist eine Gemeinschafts-Entwicklung des europäischen Aerospace-Konzerns EADS und dem russischen Raketenhersteller Chrunitschew, welche die <i>Rockot</i> als Joint-Venture namens Eurockot vermarkten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062003213420_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Erfolgreicher Start und Aufstieg der 
<i>Rockot</i>
 &#8211; einer Rakete mit erstaunlichem Karriere-Wandel.
<br>
(Bild: EUROCKOT)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei der <i>Rockot</i> handelt es sich um eine wahrlich außergewöhnliche Trägerrakete: bekannt geworden als <i>SL-19</i> und konzipiert als silogestützte Interkontinental-Rakete wurde sie in Folge des Start-2-Abkommens mit den USA ausgemustert. Ab 1989 wurde begonnen, die reichlichen Restbestände als leichte Trägerraketen umzurüsten und es entstand die <i>Rokot</i>. Vom militärischen Grundmodell unterscheidet sie sich lediglich durch eine größere Nutzlast-Verkleidung und die stärkere Oberstufe <i>Breeze-K</i> (später: <i>Breeze KM</i>). Gestartet wird sie aus Silos heraus, wie sich auf den russischen Kosmodromen noch immer reichlich vorhanden sind, doch auch normale Rampenstarts sind möglich. Seit 1995 steht sie internationalen Kunden zum Start kleiner und leichter Nutzlasten zur Verfügung. Die Vorteile liegen auf der Hand: genutzt wird vorhandene Technik, die lediglich minimaler Umrüstung bedarf. Die Fähigkeit, wie bei dem aktuellen Flug gleich mehrere Satelliten mit einem Mal ins All zu bringen, macht sie für den Markt der Weltraumstarts interessant. Die Flugkontrolle übernehmen übrigens noch immer die Raketentruppen Russland.
<br>
Der heutige Start bewies vor allem die Leistungsfähigkeit und das Potential der <i>Rockot<i> in Kombination mit der Oberstufe <i>Breeze-K<i>, wie sie mittlerweile auch in <i>Proton</i>-Raketen zum Einsatz kommt. Die zweistufige Rakete soll im Oktober ihre neue Mission bestreiten. Für weitere Missionen verfügt Chrunitschew über mindestens zehn weitere Raketen des Typs <i>Rockot</i>.</i></i></i></i></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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