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	<title>Kollisionskurs &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Kollisionskurs &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Goodbye Cassini &#8211; das große Finale</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/goodbye-cassini-das-grosse-finale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 20:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach zwei Jahrzehnten findet eine beachtenswerte Entdeckungsreise zum Planeten Saturn, seinem Ringsystem und seinen Monden am morgigen Freitag ihr Ende. Nachdem der Treibstoffvorrat der Cassini-Mission nahezu verbraucht ist, wurde die Sonde bereits vor einigen Wochen auf Kollisionskurs mit dem Planeten Saturn gebracht. Ein Beitrag von Oliver Karger. Quelle: NASA, JPL. Knapp 20 Jahre befindet sich [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach zwei Jahrzehnten findet eine beachtenswerte Entdeckungsreise zum Planeten Saturn, seinem Ringsystem und seinen Monden am morgigen Freitag ihr Ende. Nachdem der Treibstoffvorrat der Cassini-Mission nahezu verbraucht ist, wurde die Sonde bereits vor einigen Wochen auf Kollisionskurs mit dem Planeten Saturn gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Oliver Karger</a>.   Quelle: NASA, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Science_during_Cassini_s_descent.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Science_during_Cassini_s_descent_small.jpg" alt=""/></a><figcaption>Acht verschiedene Instrumente werden während des letzten Flugs durch<br> Saturns Atmosphäre Daten aufnehmen und zur Erde senden.<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Knapp 20 Jahre befindet sich die planetare Erkundungssonde Cassini im All. Die bereits 2010 begonnene siebenjährige Erweiterungsmission brachte vor allem weitere Beobachtungen der Jahreszeitenwechsel von Saturn und dessen Mond Titan. Innerhalb dieser Missionsphase sollte der gesamte Resttreibstoff verbraucht werden, um das Saturnsystem möglichst lange erkunden zu können und die Mission schließlich in Saturns Atmosphäre zu beenden. Im April 2017 wurde Cassini mit einem letzten Orbitmanöver auf Kollisionskurs mit dem zweitgrößten Planeten des Sonnensystems gebracht. In den folgenden fünf Monaten tauchte die Sonde insgesamt 22 Mal unmittelbar zwischen den Ringen und den oberen Atmosphärenschichten hindurch, kam dabei dem Planeten so nah wie nie zuvor und schickte beeindruckende Bilder zur Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. September 2017 schließlich wird sich Cassini ein letztes Mal dem großen Ringplaneten nähern, in dessen Atmosphäre eintauchen und so lange wissenschaftliche Daten senden, wie es die kleinen Lageregelungstriebwerke schaffen, die Hauptantenne in Richtung Erde auszurichten. Kurz darauf wird Cassini wie ein Meteor verglühen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Enceladus_fountain.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Enceladus_fountain_small.jpg" alt=""/></a><figcaption>Durch die Hintergrundbeleuchtung der Sonne wird eine<br> Fontäne auf Enceladus sichtbar, die ein feines Spray aus<br> hauptsächlich Eis und Wasser versprüht. Es wird<br> davon ausgegangen, dass Jets dieser Art wie ein Geysir<br> flüssiges Wasser aus einem unter Druck stehenden<br> unterirdischem Reservoir ausstoßen.<br>(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Ende ist die Cassini-Mission eine spannende und aufregende Entdeckungsreise. Gestartet am 15. Oktober 1997 vom Cape Canaveral, USA an Bord einer Titan IV-B, befindet sich Cassini seit dem 30. Juni 2004 im Orbit um Saturn. Die vier Jahre dauernde Primärmission wurde zweimal verlängert, da sich die Sonde in guten Zustand befand und ausreichend Treibstoffreserven für eine Fortführung vorhanden waren. Zwei Highlights der Mission sind die Entdeckungen eines globalen Ozeans unter dem Eismantel des Mondes Enceladus, welcher auf hydrothermale Aktivitäten schließen lässt, und flüssige Methanseen auf Saturns größtem Mond Titan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das große Finale</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2017 begann das letzte, aufregende Kapitel in der 20 Jahre währenden Entdeckungsgeschichte – das große Finale.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Woche tauchte Cassini in die etwa 2000 km breite Lücke zwischen den oberen Atmosphärenschichten und des Ringsystems und erstellte beeindruckende Fotos. Mit dem letzten nahen Flyby am Titan wurde das Gravitationsfeld des Mondes genutzt, um Cassinis Flugbahn unter die Ringe abzusenken. Der minimale Abstand variierte dabei zwischen 1600 bis 4000 km, beeinflusst durch weitere, jedoch entferntere Vorbeiflüge an Titan. Dabei streifte Cassini mal den inneren Rand der Ringe, dann den oberen Rand der Atmosphäre. Während der letzten fünf Orbits flog die Sonde bereits durch die oberste Atmosphärenschicht, bevor sie dort am Freitag nun letztmalig eintauchen wird. Obwohl das Operationsteams zuversichtlich ist, alle Risiken verstanden zu haben, können dennoch Überraschungen passieren. Es ist die Art von kühnem Abenteuer, das höchstens am Ende einer Mission unternommen wird, ähnlich zu Rosettas Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko Ende September 2016.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einzigartige Wissenschaft bis zum Ende</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Cassini in den Saturn stürzt, wird das Raumfahrzeug wertvolle Informationen sammeln, die bisher nicht aufgenommen werden konnten, da das Risiko eines Komplettverlusts der Mission zu hoch gewesen wäre. So soll eine detaillierte Karte des Gravitations- und Magnetfelds erstellt werden, um die interne Zusammensetzung des Planeten besser zu verstehen. Möglicherweise helfen die Daten zu klären, wieso die Eigenrotation des Saturn so hoch ist. Weiterhin soll die Menge des Materials in den Ringen bestimmt werden, um deren Ursprung besser verstehen zu können. Eisteilchen aus den Ringen, die durch Saturns Magnetfeld in die Atmosphäre strömen, werden mit Cassinis Teilchendetektoren gemessen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Titan_Methansee.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Titan_Methansee_small.png" alt=""/></a><figcaption>Eine Mosaikaufnahme von Titans Seen und Meeren auf der<br> nördlichen Hemisphäre. Durch den direkten Überflug wurde<br> die Aufnahmequalität nicht so stark wie üblich durch den<br> Dunst der Methanatmosphäre beeinträchtigt, sodass die<br> Küstenlinien sichtbar sind. Die Aufnahme wurden aus einer<br> Entfernung von etwa 243 000 km mit einem Infrarotfilter bei<br> 938 nm erstellt.<br>(Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzten Bilder, welche von Saturns Ringen und den Wolken in der Atmosphäre angefertigt werden, sollen bereits einige Stunden vor dem finalen Sturz zur Erde gesendet werden. Während des Flugs in die Atmosphäre wird unter anderem Cassinis Massenspektrometer kontinuierlich die Zusammensetzung der Gashülle messen und zur Erde senden, bis der Kontakt abbricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum die Mission endet</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Cassini-Sonde befindet sich knapp 20 Jahre im All, sieben Jahre auf dem Weg von der Erde zum Saturn, dann schließlich knapp 13 Jahre im Saturnsystem. Der nötige Treibstoff, um Kursanpassungen und die Lageausrichtung vorzunehmen, ist inzwischen fast komplett aufgebraucht. Würde die Mission fortgesetzt werden, kann die Flugbahn der Sonde ohne Treibstoff nicht mehr beeinflusst werden, und damit zu einer Bedrohung für zwei wissenschaftlich äußerst interessante Monde, Enceladus und Titan, werden. Cassinis Beobachtungen selber lieferten Belege, dass dort potentiell habitable oder wenigstens präbiotische Umweltbedingungen vorhanden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den zwar unwahrscheinlichen, aber nicht auszuschließenden Fall, dass Cassini eines Tages auf einen dieser Monde stürzt und diesen kontaminiert zu vermeiden, hat sich die NASA entschlossen, den Satelliten in der Saturnatmosphäre verglühen zu lassen. Damit wird sichergestellt, dass zukünftige Mission unberührtes Terrain erforschen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn es schade ist, dass diese Mission zu Ende geht, Cassinis finaler Sturz in den Saturn wird ein spektakulärer Abschluss einer wissenschaftlich sehr erfolgreichen Mission im Sonnensystem sein. Die enorme Datenmenge vom Planeten Saturn selber, seiner Magnetosphäre, Ringen und Monden wird sicherlich noch weitere tolle Entdeckungen für die nächsten Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnten bereithalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA wird verschiedene Livestreams anbieten, welche <a href="https://science.nasa.gov/mission/cassini/#streaming" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> zu finden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.msg402028#msg402028" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Cassini Thread</a> (Einträge seit dem 13. September 2017)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterlesen auf Raumfahrer Net:</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/besonderes-manoever-zum-abschluss-der-cassini-mission/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Besonderes Manöver zum Abschluss der Cassini-Mission</a> (29. April 2017)</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Komet C/2013 A1 im nächsten Jahr in Marsnähe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/komet-c-2013-a1-im-naechsten-jahr-in-marsnaehe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 16:31:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[c/2013 A1]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitte Oktober nächsten Jahres gelangt ein erst vor wenigen Wochen entdeckter Komet, der die Bezeichnung C/2013 A1 (Siding Spring) trägt, in unmittelbare Nähe des Roten Planeten. Im Augenblick kann man noch nicht einmal eine Kollision ausschließen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceObs.org, ScienceBlogs.de. Nach 74 Beobachtungstagen mit möglichst genauen Messungen der Positionen führt die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mitte Oktober nächsten Jahres gelangt ein erst vor wenigen Wochen entdeckter Komet, der die Bezeichnung C/2013 A1 (Siding Spring) trägt, in unmittelbare Nähe des Roten Planeten. Im Augenblick kann man noch nicht einmal eine Kollision ausschließen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: SpaceObs.org, ScienceBlogs.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022013173145_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Mars, unser äußerer Nachbarplanet, fotografiert von Mars Global Surveyor (Montage) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 74 Beobachtungstagen mit möglichst genauen Messungen der Positionen führt die Bahn des Kometen am 19. Oktober 2014 etwa 110.000 km am Mars vorbei. Da die Messungen aber noch mit recht hohen Toleranzen behaftet sind, könnte C/2013 A1 aber auch mit dem Mars kollidieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig nimmt man für den Kometen eine Größe von etwa 50 Kilometern an. Die Wirkung eines Einschlags wäre gewaltig. Zudem bewegt sich der aus der Oortschen Wolke stammende Himmelskörper entgegen der Umlaufbahn der Planeten. Damit addieren sich die Geschwindigkeit des Kometen und die des Mars beim Zusammenstoß auf etwa 56 km/s, das sind mehr als 200.000 km/h. Beim Aufschlag würde ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern entstehen, was die Oberfläche des Roten Planeten für immer verändern würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlicher aber ist, dass der Komet in geringer Entfernung am Mars vorbeifliegt. Vorteilhaft wäre dabei wohl, dass gegenwärtig noch 3 funktionierende Orbiter den äußeren Planetennachbarn der Erde umlaufen: Mars Odyssey (NASA, seit 2001), Mars Express (ESA, seit 2003) und Mars Reconnaissance Orbiter (NASA, seit 2006). Sie sind zwar eigentlich nicht für die Beobachtung eines schnell vorbeiziehenden Himmelskörpers konstruiert, haben sich auf diesem Feld bei Vorbeiflügen an den Marsmonden aber bereits bewährt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig ist C/2013 A1 (Siding Spring) noch etwa 7 Astronomische Einheiten (mehr als 1 Milliarde Kilometer) von der Sonne entfernt und hat daher noch keinen Schweif entwickelt. Von der Erde aus gesehen befindet er sich derzeit im Sternbild Eridanus und besitzt eine Helligkeit 18-ter bis 19-ter Größenklasse, ist also in Amateurteleskopen nicht wahrnehmbar. Im Oktober nächsten Jahres könnte er vom Mars aus gesehen allerdings eine Helligkeit um -8 Magnituden erreichen, von der Erde aus in unseren Breiten mit bestenfalls 8. Größenklasse kurz nach Sonnenuntergang. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=819.msg249689#msg249689" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelles im Sonnensystem ab 26. Februar 2013</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg248751#msg248751" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall ab 15. Februar 2013</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Deep Impact ändert Kurs für Asteroiden-Vorbeiflug</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/deep-impact-aendert-kurs-fuer-asteroiden-vorbeiflug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2012 20:12:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Oberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Zündung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumsonde Deep Impact, auch bekannt als Mission EPOXI, hat am vergangenen Donnerstag gegen 22.00 Uhr MESZ ein kurzes Triebwerksmanöver durchgeführt. Die 71 Sekunden andauernde Zündung der Triebwerke führte zu einer Geschwindigkeitsveränderung von rund zwei Metern pro Sekunde. Durch dieses Manöver hält sich die NASA die Option offen, mit der Raumsonde im Januar 2020 einen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumsonde Deep Impact, auch bekannt als Mission EPOXI, hat am vergangenen Donnerstag gegen 22.00 Uhr MESZ ein kurzes Triebwerksmanöver durchgeführt. Die 71 Sekunden andauernde Zündung der Triebwerke führte zu einer Geschwindigkeitsveränderung von rund zwei Metern pro Sekunde. Durch dieses Manöver hält sich die NASA die Option offen, mit der Raumsonde im Januar 2020 einen dichten Vorbeiflug an dem Asteroiden 2002 GT durchzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102012221248_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102012221248_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="385" height="216"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Deep Impact. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>Deep Impact</i> startete am 12. Januar 2005 zu dem Kometen Tempel 1, erreichte diesen knapp sechs Monate später am 3. Juli und dokumentierte dabei unter anderem die Auswirkungen des Einschlags eines zuvor von der Raumsonde ausgesetzten Impaktors, welcher größere Mengen Kometenmaterials von der Oberfläche aufwirbelte. Im Rahmen einer Missionsverlängerung setzte <i>Deep Impact</i> den Flug fort und passierte am 4. November 2010 den Kometen Hartley 2 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/epoxi-bei-hartley-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Triebwerkszündung am vergangenen Donnerstag, dem 4. Oktober 2012, hält sich die NASA die Option offen, mit der Raumsonde einen weiteren kleinen Himmelskörper in unserem Sonnensystem anzusteuern und diesen dabei aus nächster Nähe zu untersuchen. Bei dem dafür ausgewählten Ziel handelt es sich um den erdnahen Asteroiden 2002 GT, welcher am 3. April 2002 durch Astronomen des Kitt Peak Nationalobservatoriums/USA entdeckt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berechnung der Umlaufbahn-Parameter zeigte, dass es sich bei diesem Asteroiden um einen so genannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnkreuzer#Erdbahnkreuzer" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Erdbahnkreuzer</a> vom <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo-Typ#Apollo-Typ" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Apollo-Typ</a> handelt. Der Durchmesser von 2002 GT wird von den Astronomen derzeit mit rund 800 Metern angegeben, wobei allerdings eine Unsicherheit von einigen hundert Metern besteht. Über weitere Parameter wie die Dichte oder die chemische Zusammensetzung ist dagegen bisher noch nichts bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings wird der Asteroid die Erde am 26. Juni 2013 in einer Entfernung von lediglich 18 Millionen Kilometern passieren. Als ein potentielles zukünftiges Ziel für die direkte Untersuchung durch eine Raumsonde werden im nächsten Sommer sehr wahrscheinlich mehrere Observatorien ihre Teleskope auf den Asteroiden ausrichten und dabei weitere Daten sammeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist jedoch noch nicht beschlossen, dass die Mission von <i>Deep Impact</i> wirklich fortgesetzt wird. Eine Missionsverlängerung bis zum Jahr 2020 ist zwar von den an der Mission beteiligten Mitarbeitern beantragt, wurde bisher jedoch noch nicht genehmigt. Sollte sich die NASA allerdings dazu entschließen, die <i>Deep Impact</i>-Mission auch trotz der allgemeinen schlechten finanziellen Lage fortzusetzen, so dürfen sich die an der Mission beteiligten Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit auf spektakuläre Aufnahmen freuen. 
<br>
Das letzte Kurskorrekturmanöver war so ausgelegt, dass <i>Deep Impact</i> den Asteroiden 2002 GT am 4. Januar 2020 in einer Entfernung von voraussichtlich lediglich rund 200 Kilometern passieren wird. Die Überfluggeschwindigkeit wird dabei bei einem Wert von sieben Kilometern pro Sekunde liegen. Dies ist sowohl deutlich näher als auch langsamer, als der Vorbeiflug der Raumsonde an dem Kometen Hartley 2. Dieser wurde mit einer Geschwindigkeit von rund 12 Kilometern pro Sekunde in einer Entfernung von etwa 700 Kilometern passiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Deep Impact</i> wird sich 2002 GT dabei von dessen Nachtseite aus nähern. Die besten Beleuchtungsverhältnisse für die Anfertigung von hochaufgelösten Bildern der Oberfläche ergibt sich somit erst unmittelbar nach dem Überschreiten der geringsten Entfernung zu dem Asteroiden. Größere Kurskorrekturen zum Erreichen eines besseren Anflugwinkels sind aufgrund der extrem geringen Treibstoffreserven, über welche die Raumsonde derzeit noch verfügt, sehr wahrscheinlich nicht mehr möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine nähere Untersuchung von 2002 GT ist deshalb besonders wünschenswert, weil es sich hierbei um einen Asteroiden handelt, welcher aufgrund seiner Bahnparameter theoretisch einmal mit der Erde kollidieren könnte. Um einen solchen Impakt, welcher deutliche negative Einwirkungen auf der Erde zur Folge hätte, rechtzeitig begegnen zu können, muss im Vorfeld möglichst viel über den Aufbau und die Zusammensetzung solcher potentiell gefährlichen Himmelskörper bekannt sein. Die Raumfahrtagenturen haben zu diesem Zweck in der Vergangenheit bereits diverse Forschungsgruppen ins Leben gerufen. Über eines dieser Forschungsprojekte, <i>NEOShield</i>, hat Raumfahrer.net <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/asteroidenabwehr-projekt-neoshield-nimmt-arbeit-auf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">erst Anfang des Jahres berichtet</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4143.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EPOXI (ehemals Deep Impact)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.330" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/deep-impact-aendert-kurs-fuer-asteroiden-vorbeiflug/" data-wpel-link="internal">Deep Impact ändert Kurs für Asteroiden-Vorbeiflug</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars &#8211; Ein feuriger Jahresbeginn?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-ein-feuriger-jahresbeginn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 21:34:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31129</guid>

					<description><![CDATA[<p>Asteroid 2007 WD5 kreuzt im Januar 2008 die Marsbahn. Aktuelle Beobachtungen ergeben eine Chance von 1 zu 75, dass er am 30. Januar auf dem Mars einschlagen könnte. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA. Am 20. November 2007 entdeckten Astronomen den Asteroiden, da seine Bahn auch nahe an unserem Heimatplaneten vorbei führt. Dabei ergab [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Asteroid 2007 WD5 kreuzt im Januar 2008 die Marsbahn. Aktuelle Beobachtungen ergeben eine Chance von 1 zu 75, dass er am 30. Januar auf dem Mars einschlagen könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22122007223426_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="260"/><figcaption>
Darstellung der Flugrichtung und des möglichen Korridors über dem Mars, durch den Asteroid 2007 WD5 fliegen wird. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. November 2007 entdeckten Astronomen den Asteroiden, da seine Bahn auch nahe an unserem Heimatplaneten vorbei führt. Dabei ergab sich keine Gefahr für die Erde. Statt dessen kann es passieren, dass er auf dem Mars einschlägt. Momentan befindet sich der Asteroid zwischen Erde und Mars und nähert sich diesem mit ca. 44.900 km/h. Bei einem Einschlag würde eine Explosion entstehen, die 3 Megatonnen TNT entspräche. Die Wirkung wird verglichen mit dem Tunguska-Ereignis, dem Einschlag eines Asteroiden in Sibirien im Jahr 1908, obwohl dieser in der Atmosphäre zerbrach und keinen Krater hinterließ. Durch die dünne Atmosphäre des Mars wäre ein Auftreffen auf der Oberfläche wahrscheinlicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den nächsten Wochen wird der Orbit genauer bestimmt. Die Wahrscheinlichkeit eines Treffer dürfte dabei sinken. Bisher sind die Orbitparameter des Asteroiden durch die kurze Beobachtungsphase noch unsicher und müssen verbessert werden. Außerdem zeigt die Entdeckung dieses Asteroiden auch, dass noch nicht alle Asteroiden mit Bahnen nahe der Erde bekannt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis" target="_blank" title="Wikipediaartikel zum Tunguska-Ereignis" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Wikipediaartikel zum Tunguska-Ereignis</a></li><li><a href="https://ssd.jpl.nasa.gov/tools/sbdb_lookup.html#/?sstr=2007%20WD5" target="_blank" title="Orbitdiagramm von Asteriod 2007 WD5" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Orbitdiagramm von Asteriod 2007 WD5</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Curling mit Asteroiden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curling-mit-asteroiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2006 11:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidenabwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es klingt nach Hollywood: ein gefährlicher Asteroid rast auf die Erde zu und Wissenschaftler bemühen sich, die Gefahr abzuwenden – mit einem anderen Asteroiden. Genau das schlagen zwei französische Wissenschaftler vor. Sie wollen einen kleinen Asteroiden einfangen und ihn für diesen Zweck im erdnahen Raum „parken“. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: New Scientist. Eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es klingt nach Hollywood: ein gefährlicher Asteroid rast auf die Erde zu und Wissenschaftler bemühen sich, die Gefahr abzuwenden – mit einem anderen Asteroiden. Genau das schlagen zwei französische Wissenschaftler vor. Sie wollen einen kleinen Asteroiden einfangen und ihn für diesen Zweck im erdnahen Raum „parken“.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: New Scientist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite Gruppe von Forschern hält es für einfacher und effektiver, ein Raumschiff in den Asteroiden zu jagen. Andere Experten warnen vor dem Risiko beider Pläne, dass Teile des zerstörten Asteroiden die Erde treffen könnten, befürworten aber die Notwendigkeit von staatlichen Strategien für die Asteroidenabwehr.  <br>Relativ kleine Asteroiden mit einem Durchmesser von weniger als 100 Metern treffen die Erde alle paar hundert Jahre. Trotzdem können sie tödliche Auswirkungen haben. Ein solcher Aufprall in einem glücklicherweise unbewohnten Gebiet in Sibirien im Jahr 1908 hatte die Sprengkraft von 1000 Atombomben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052006132207_small_1.jpg" alt="ESA" width="444" height="355"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung eines Raumschiffs auf Abfangkurs 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Asteroideneinschläge sind selten, können aber sehr viele Menschen töten,“ sagt Dan Durda vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado. „Und wir können die Verluste zu 100 Prozent verhindern.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Verschiedene Pläne zur Asteroidenabwehr sind über die Jahre formuliert worden. Zum Beispiel könnten Laser oder riesige Spiegel im Weltraum verwendet werden, um Eis auf der Oberfläche von Asteroiden zu verdampfen. Die daraus resultierenden Jets sollen den Asteroiden von der Erde weg lenken. Ein zur Hälfte angestrichener Asteroid könnte Wärme unterschiedlich abstrahlen und so ebenfalls den Kurs ändern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele dieser Pläne funktionieren jedoch nur mit einer Vorwarnzeit von mehreren Jahren, um die Asteroidenbahnen ausreichend zu verändern. &#8222;Wenn ein großer Asteroid weniger als ein Jahr vor dem Aufprall entdeckt wird, hilft möglicherweise nur noch ein großes Abwehrgeschoss“, sagt Durda. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Fall haben Didier Massonnet und Benoît Meyssignac vom französischen Zentrum für Weltraumstudien ihren Plan entwickelt. Sie schlagen vor, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von 40 Metern einzufangen und in einem der stabilen Lagrange Punkte, 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, zu parken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird ein größerer Asteroid auf Kollisionskurs entdeckt, könnte dieser kleine Asteroid innerhalb von acht Monaten auf einen Abfangkurs gebracht werden. Dieser Rettungsanker ist zu klein, um im Falle eines Fehlers beim Einfangen auf der Erde Schaden anzurichten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Experten halten den Plan nicht für realistisch. Um zu funktionieren, benötigt der Plan einen kleinen Roboter auf der Oberfläche des Asteroiden, um Gestein in beträchtlicher Geschwindigkeit vom Asteroiden zu schleudern und diesen abzubremsen beziehungsweise für die Asteroidenabwehr wieder zu beschleunigen. Das Einfangen würde ein Jahr dauern, währenddessen der Roboter etwa 66 Prozent der Masse des Astroiden bewegen müsste. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Maschine die alleine auf der staubigen und felsigen Oberfläche eines fremden Himmelskörpers arbeitet, ist sehr schwer zu konstruieren“, sagt Durda. Gerhard Hahn und Ekkehard Kührt vom deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum teilen diese Meinung. „Es klingt nach Science Fiction“, sagen sie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dario Izzo, ein ESA Ingenieur der niederländischen Arbeitsgruppe für Fortschrittliche Konzepte hält das Einfangen des Asteroiden für technisch machbar. „Wir können es schaffen, aber es wäre sehr, sehr teuer.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Izzo arbeitet an einer Strategie auf der Grundlage der Don Quijote Mission. Diese Mission bringt ein Raumschiff in die Umlaufbahn eines Asteroiden um zu beobachten, wie dieser von einem weiteren getroffen wird. Don Quijote soll die entsprechende Technologie demonstrieren, langfristig arbeitet Izzos Team aber an der Entwicklung eines Impaktors, um einen gefährlichen Asteroiden abzulenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Simulation verwendete das Team die Bahndaten von Apophis, einem 400 Meter großen Asteroiden, der die Erde im Jahr 2029 passieren wird. Dieser Vorbeiflug könnte die Flugbahn des Asteroiden ändern, so dass er bei seiner Wiederkehr im Jahr 2036 tatsächlich die Erde treffen könnte – mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 500. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team zeigte in ihren Simulationen, wie stark Apophis durch ein 700 Kilogramm schweres Geschoss abgelenkt werden kann. „Wir fanden viele Bahnmöglichkeiten und Startfenster die uns eine Ablenkung des Asteroiden erlauben“, sagt Izzo. Würde das Abfangschiff 2026 starten, könnte es Apophis treffen und seine Geschwindigkeit um 0,01 Millimeter pro Sekunde verringern – eine geringe Änderung, jedoch groß genug, um eine Kollision zwischen Erde und Apophis zu verhindern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NASA-Astronaut und Physiker Ed Lu hält jeden Plan, der den Beschuss eines Asteroiden beinhaltet, für riskant. „Einige der Fragmente des Asteroiden könnten auf ihrer ursprünglichen Bahn bleiben und die Erde treffen“, sagte er gegenüber New Scientist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ist es wirklich realistisch, dass wir eine Methode wählen würden, die das Problem möglicherweise noch vergrößert?“, fragt Lu. Er hatte in der Vergangenheit einen eigenen Plan zur Asteroidenabwehr präsentiert. Er hält es für möglich, ein Schiff in die Nähe eines Asteroiden zu bringen und diesen mit der Anziehungskraft des Schiffes aus der Bahn zu lenken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig hat die US-Regierung noch keine Agentur damit beauftragt, sich um Gefahrenabwehr zu kümmern. Aber die NASA versucht die Größe dieser Gefahr einzuschätzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird erwartet, dass die Suche nach potentiell gefährlichen Asteroiden von mehr als einem Kilometer Durchmesser bis 2008 abgeschlossen sein wird. Durda hat noch keine Fördergelder bekommen, kleinere Asteroiden ab 140 Metern Durchmesser zu finden.  
</p>
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		<item>
		<title>Asteroidenjagd im Süden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroidenjagd-im-sueden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2004 12:40:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Observatorium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA schließt eine Beobachtungslücke durch ein Projekt in Australien bei dem nach Asteroiden auf Kollisionskurs gesucht werden soll. Schon im ersten Monat sind dabei drei Beinahkollisionen entdeckt worden. Ein Beitrag von Markus Arens. Quelle: Spaceflight Now. Ein NASA finanziertes Projekt bei dem australische Astronomen den südlichen Himmel nach Asteroiden absuchen sollen die die Erdbahn [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA schließt eine Beobachtungslücke durch ein Projekt in Australien bei dem nach Asteroiden auf Kollisionskurs gesucht werden soll. Schon im ersten Monat sind dabei drei Beinahkollisionen entdeckt worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Markus Arens. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein NASA finanziertes Projekt bei dem australische Astronomen den südlichen Himmel nach Asteroiden absuchen sollen die die Erdbahn schneiden,  hat bereits drei im ersten Monat gefunden.  Die Nasa will 90 Prozent aller Asteroiden die größer als einen Kilometer sind, (diese Größe würde ausreichen eine globale Zerstörung zu verursachen) bis 2008 finden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042004144059_small_1.jpg" alt="None" width="376" height="292"/><figcaption>
Asteroid Quelle: NASA
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die australische Suche startete letzten Monat bei Siding Spring, nahe Coonabarabran. Am 29. März verfehlten zwei Asteroiden die Erde knapp. Der erste, etwa 100 Meter im Durchmesser mit einer Geschwindigkeit von 10 Kilometern in der Sekunde, verpasste die Erde um etwa 3 Millionen Kilometer. In der gleichen Nacht flog ein weiterer, 300 Meter breiter und 18 Kilometer pro Sekunde schneller, in etwa 20 Millionen Kilometer vorbei. Am 9. April wurde ein dritter, &#8222;neuer&#8220; 100 m-Asteroid entdeckt. Er wird die Erde am Dienstag den 13.04. um knapp 2,5 Millionen Kilometer verfehlen. &#8222;Das ist nur fünf- bis sechsmal soweit entfernt wie der Mond,&#8220; sagte der Astronom Gordon Garradd. Er ist der Überzeugung, dass auch wenn keiner der drei die Erde in den nächsten Jahrhunderten treffen würde, ein Asteroid der bislang noch nicht entdeckt ist es sicher tun wird. &#8222;Viele haben uns in der Vergangenheit getroffen, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sie es auch in der Zukunft treffen werden.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn Observatorien die nördliche Hemisphäre absuchen, gab es bis jetzt keine professionelle Jagd nach Asteroiden am südlichen Himmel.   &#8222;Das war eine große Unaufmerksamkeit. Die Nasa hatte die Nase voll auf die Australier zu warten,&#8220; sagte Mr. Garrad.  So entschied sich die NASA ihn und einen  weiteren Experten, Rob McNaught für zwei Jahre zu finanzieren. Deren Teleskope fotografieren zehn Himmelbereiche viermal in der  Stunde. Dann überprüfen Sie die Bilder auf Hinweise für sich schnell nähernde Objekte, entweder auf kurze Streifen oder auf Punkte die schnell die Position gewechselt haben.   Mr. Garradd sagt das es möglich sein könnte,  wenn Sie ein Objekt auf Kollisionskurs entdecken, die Einschlagstelle zu berechnen und Evakuierungen einzuleiten. Aber wenn niemand aufpasst können sich die Asteroiden &#8222;anschleichen und uns treffen&#8220;.      </p>
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		<item>
		<title>Unterschätzte Gefahr</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/unterschaetzte-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2004 10:27:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Impact]]></category>
		<category><![CDATA[Einschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Kollisionskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler der NASA und der Universität Arizona arbeiten an einem Programm, das die Bevölkerung vor Asteroiden oder Kometen warnt. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceDaily. Fast jeden Monat ist ein Komet oder ein Asteroid für kurze Zeit auf Kollisionskurs mit der Erde. Auf der Website, die die Wissenschaftler entwickeln, werden Sie vorgewarnt, falls ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler der NASA und der Universität Arizona arbeiten an einem Programm, das die Bevölkerung vor Asteroiden oder Kometen warnt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceDaily.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast jeden Monat ist ein Komet oder ein Asteroid für kurze Zeit auf Kollisionskurs mit der Erde. Auf der Website, die die Wissenschaftler entwickeln, werden Sie vorgewarnt, falls ein Komet wirklich auf der Erde aufschlagen wird, wie lange sie noch Zeit haben, um sich von ihren Liebsten zu verabschieden oder ob es sich auszahlt, ins Auto zu steigen und zu fliehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042004122745_small_1.jpg" alt="None" width="388" height="262"/><figcaption>
So könnte ein möglicher Einschlag aussehen. (Bild:NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Universität von Arizona arbeitet am Design, das sehr leicht und benutzerfreundlich gestaltet sein soll, während NASA-Experten an den Algorithmen für die Berechnung des Kollisionskurs und mögliche Auswirkungen arbeiten. Dieses Programm berücksichtigt den Durchmesser des Kometen (Asteroiden) und den Durchmesser des Kraters, den er hinterlässt. Auch die Energie, die freigesetzt wird, wird berücksichtigt, um die Konsequenzen auf die Umwelt zu berechnen.
<br>
Außerdem wird berechnet, wo der wahrscheinliche Einschlagsort liegt und wie der Sturzflug ausgebremst wird, zum Beispiel von Bergen. Ein Einschlag würde Erdbeben und Vulkanausbrüche heraufbeschwören, die auf die seismologische Aktivität zurückzuführen sind. 
<br>
&#8222;Die Seite wird eine genaue Beschreibung unserer Algorithmen und unserer Quellen beeinhalten&#8220;, sagt Robert Marcus, Teammitglied. Das wurde auf der <i>35. Mond- und Planeten-Forschungskonferenz</i> vorgestellt die in Houston, Texas, stattfand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinen Kollegen Dr. Jay Melosh arbeitet Marcus im <i>Lunar and Planetary Laboratory</i>, um diesen Algorithmus auszuarbeiten. Melosh war der erste, der das Weiße Haus auf die Gefahr eines Kometeneinschlags aufmerksam machte und mit Kalkulationen begann.
<br>
Damit es uns nicht so ergeht wie den Dinosauriern, die vermutlich von einem Kometeneinschlag ausgerottet wurden, arbeitet die NASA an der Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/deep-impact-anschlag-auf-einen-kometen/" data-wpel-link="internal">Deep Impact</a>. Diese Sonde soll zu einen Kometen fliegen, eine Rakete auf den Kometen abfeuern und analysieren, wie man am besten Kometen zerstören kann, die sich auf Kollisionskurs mit der Erde befinden. Nebenbei wird diese Sonde auch zu anderen wissenschaftlichen Aktivitäten verwendet. 
<br>
Mit diesem Programm kommen Marcus und Melosh nahe an die momentane Grenze der Genauigkeit für Einschlagsprognosen heran. Sie berücksichtigen sehr viele Faktoren: Die Windgeschwindigkeit, den Einschlagswinkel, den Einschlagsort, die natürliche seismologische Aktivität in dieser Region, um nur einige zu nennen. Natürlich gibt es noch sehr viele andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Marcus und Melosh beschwören die US-Regierungen seit Jahren, mehr Geld in die Kometenabwehr zu investieren, doch erst als in letzter Zeit einige Kometen haarscharf an der Erde vorbeiflogen, wurde man aufmerksam und investiert nun wirklich. Als erstes Projekt dieses Programms wird die Raumsonde <i>Deep Impact</i> sein, die voraussichtlich im Dezember dieses Jahres starten wird. Im Großen und Ganzen wird die Gefahr eines Kometeneinschlags von fast allen unterschätzt. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/unterschaetzte-gefahr/" data-wpel-link="internal">Unterschätzte Gefahr</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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