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	<title>Missionsverlängerung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Missionsverlängerung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Missionsverlängerung für Dawn im Orbit um Ceres</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/missionsverlaengerung-fuer-dawn-im-orbit-um-ceres/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 18:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der Raumsonde Dawn bei Ceres wird zum zweiten Mal verlängert. Das Raumfahrzeug der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) kann den Beobachtungsbetrieb auf seinem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA. Während der kommenden Monate soll Dawn näher als bisher an Ceres alias A899 OF und 1943 XB [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der Raumsonde Dawn bei Ceres wird zum zweiten Mal verlängert. Das Raumfahrzeug der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) kann den Beobachtungsbetrieb auf seinem Orbit um den Zwergplaneten Ceres fortsetzen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_small_1.jpg" alt="NASA / JPL" width="260"/></a><figcaption>
Dawn über dem Zwergplaneten Ceres &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA / JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der kommenden Monate soll Dawn näher als bisher an Ceres alias A899 OF und 1943 XB herankommen. Die 2007 gestartete Sonde kreist nach einem Besuch des großen Asteroiden Vesta seit dem 6. März 2015 um den Zwergplaneten Ceres. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell untersuchen Dawns Flugdynamiker Wege, Dawn in eine Bahn zu steuer, deren der Oberfläche von Ceres nächstliegender Bahnpunkt bei unter 200 Kilometer liegen soll. Bisher war Dawn maximal bis auf rund 240 Kilometer der Oberfläche des Zwergplaneten nahegekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Priorität der Forschungen im Rahmen der zweiten Missionserweiterung bei Ceres liegt nach einer Meldung des Labors für Strahlantrieb (Jet Propulsion Laboratory, JPL) der NASA mit Datum vom 19. Oktober 2017 bei der Sammlung von Daten durch Dawns Gamma- und Neutronspektrometer (Gamma Ray and Neutron Detector, GRaND), das vom Los Alamos National Laboratory (LANL) in den USA entwickelt worden war. Das Instrument ist in der Lage, Menge und Energie von Gamma- und Neutronenstrahlung zu bestimmen. Die Informationen, die man von dem Instrument erhalten kann, sind wichtig für das Verständnis der Zusammensetzung der obersten Schichten der Atmosphäre von Ceres und die Beantwortung der Frage, wie viel Eis es dort gibt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_small_2.jpg" alt="MPS" width="260"/></a><figcaption>
Eine von Dawns Framing Cameras 
<br>
(Bild: MPS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Fortsetzen will man auch die Beobachtung von Ceres und seinen geologischen Oberflächenstrukturen im Bereich des für den Menschen sichtbaren Lichts mit den beiden in Deutschland entstandenen Framing Cameras (FC) vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen und dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof. Ebenfalls weiterführen möchte man mineralogische Untersuchungen, in deren Rahmen ein von der Italienischen Raumfahrtagentur (Agenzia Spaziale Italiana, ASI) beigesteuertes Spektrometer für sichtbares Licht und Infrarotstrahlung (Visible &amp; Infrared Spectrometer, VIR) zum Einsatz kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuerliche Missionserweiterung erlaubt es auch, Dawn einzusetzen, während Ceres sich durch das Perihel, die größte Annäherung an die Sonne, bewegt. Im April 2018 erreicht Ceres auf seiner Bahn um die Sonne, auf der er für eine Runde etwa 1.682 Erdtage benötigt, das nächste Perihel. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017200752_small_3.jpg" alt="NASA / JPL Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA / PSI" width="260"/></a><figcaption>
Blautöne für Wasservorkommen nach Daten von GRaND über Aufnahme von FC 
<br>
(Bild: NASA / JPL Caltech / UCLA / MPS / DLR / IDA / PSI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Je näher Ceres an die Sonne herankommt, desto mehr Eis von seiner Oberfläche könnte sich in Wasserdampf verwandeln, was bei der vom ESA-Weltraumteleskop Herschel vor der Ankunft von Dawn bei Ceres beobachteten veränderlichen dünnen Atmosphäre eine Rolle spielen könnte. Bislang von Dawn gelieferte Daten werden derart interpretiert, dass der Wasserdampf in der Atmosphäre entsteht, wenn energiereiche Teichen von der Sonne mit Eis auf der Oberfläche von Ceres interagieren. Während des Durchgangs durch das Perihel soll Ceres auch von am Erdboden stationierten Teleskopen beobachtet werden. Die Informationen von den Teleskopen und der Raumsonde möchte man anschließend zusammen betrachten und auswerten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell rechnen die Missionsplaner damit, Dawn bis in die zweite Hälfte des Jahres 2018 hinein nutzbringend einsetzen zu können. Irgendwann allerdings wird die Mission der Sonde sicher enden. Im Rahmen von Bestrebungen, Ceres vor Kontaminationen von der Erde zu schützen, soll Dawn schließlich in einen auf lange Zeit sicheren Orbit um Ceres gebracht werden, aus dem heraus auf absehbare Zeit kein Absturz auf Ceres erfolgen kann, auch wenn (dann später) schon lange kein Hydrazin und Xenon für Dawns Triebwerke an Bord mehr vorhanden ist. Nach der letzten Bahnänderung will man die Sonde noch solange weiter betreiben, wie es ihr Zustand zulässt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg404797#msg404797" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Dawn (Discovery 9) auf Delta II 7925H D327 von CC SLC-17B</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 16:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenrate]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Tschurjumov-Gerssimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an. Erstellt von Viktoria Schöneich. Quelle: ESA Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf KometenDie Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Viktoria Schöneich.   Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA_260.jpg" alt="Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko am 26. Juli 2015.
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )"/></a><figcaption>Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko<br> am 26. Juli 2015.<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/<br>UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf Kometen</strong><br>Die Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit sie im August 2014 in den Orbit um 67P/Tschurjumov-Gerassimenko einschwenkte, versorgt sie die Öffentlichkeit mit spektakulären Bildern und die Wissenschaftsgemeinde mit wertvollen Daten. Unter anderem konnten bereits organische Verbindungen auf dem Kometen nachgewiesen werden, sein Magnet- und Gravitationsfeld wurde untersucht und der Periheldurchgang eines Kometen konnte erstmals aus nächster Nähe beobachtet werden. Die vollständige Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und so ist zu erwarten, dass wir auch nach Missionsende neue Erkenntnisse von Rosetta erhalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die weltweit beachtete Landung von Philae auf dem Kometen. Zwar lief bei diesem Novum der Raumfahrt nicht alles nach Plan, trotzdem konnte auch Philae wertvolle Daten sammeln, bevor ihm der Strom ausging. Es wurde unter anderem gezeigt, dass das Wasser wahrscheinlich nicht von Kometen auf die Erde gebracht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann endet die Mission und warum?</strong><br>Eine Besonderheit von Rosetta ist, dass sie ihre Energie vollständig von ihren Solarzellen bezieht und deshalb eine genügend hohe Sonneneinstrahlung zum Betrieb benötigt. Entfernt sich Rosetta zu weit von der Sonne, muss sie in einen Hibernations-Modus heruntergefahren werden. In diesem Modus befand sie sich bereits von 2011-2014. Jetzt, da der Komet seinen Periheldurchgang hinter sich gebracht hat, entfernt auch er sich weiter von der Sonne. Im September/Oktober 2016 wird die Entfernung schließlich so groß sein, dass Rosetta nicht mehr genügend elektrischen Strom produzieren kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_260.jpg" alt="Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Problem in diesem Fall ist die Kommunikation mit Rosetta. Ab diesem Herbst wird 67P von der Erde aus gesehen in die Nähe der Sonne rücken und kurzzeitig auch hinter ihr verschwinden. Die große Entfernung zur Erde wird weiterhin zu einer stark reduzierten Datenrate von 22-57 kbit/s führen. Beides zusammen bedeutet, dass der Kontakt mit Rosetta stark eingeschränkt oder unmöglich wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen Bedingungen stellt sich natürlich die Frage, warum Rosetta nicht einfach wieder in den Winterschlaf versetzt und bei günstigeren Bedingungen geweckt wird. Das Hauptproblem ist hierbei, dass 67P sich weiter von der Sonne entfernen wird, als es auf der Hinreise der Fall war. Die Raumsonde ist also für diesen Kältefall nicht ausgelegt, eine Reaktivierung ist nicht garantiert. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die geringe Anziehungskraft von 67P und durch seine unregelmäßige Form zahlreiche Manöver notwendig waren, die viel Treibstoff verbraucht haben. Es ist gut möglich, dass der verbleibende Treibstoff nicht mehr für eine vollwertige Nachfolgemission ausreichen wird. Und schließlich arbeiten die Instrumente nach der Missionsverlängerung im Juni 2015 schon jetzt länger, als es vorgesehen war. Die Gefahr, dass die Instrumente nach einer erfolgreichen Reaktivierung nicht mehr arbeiten können, ist also groß.<br>Aus diesen Gründen hat man sich entschlossen, Rosetta auf ihrem Kometen landen zu lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_260.jpg" alt="Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus ca. 120 m Höhe
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus<br> ca. 120 m Höhe<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rosetta ist nicht der erste Orbiter, der seine Mission auf einem kosmischen Kleinkörper beenden soll. 2001 gelang es der NASA, die Raumsonde NEAR Shoemaker weitgehend unbeschadet auf dem Asteroiden Eros zu landen. Allerdings ist die Landung auf 67P durch sein unregelmäßiges Gravitationsfeld schwieriger, nach Angaben des Science Working Teams sogar komplexer als die Landung von Philae.<br>Innerhalb der nächsten Monate wird Rosetta auf eine immer niedrigere Umlaufbahn um ihren Kometen gebracht, was erst durch die verringerte Aktivität möglich ist. Hierbei wird – neben der Sammlung wissenschaftlicher Daten – auch das Gravitationsfeld in geringer Höhe vermessen, wovon die weitere Planung der Landungstrajektorie abhängt. Man erwartet durch die Unregelmäßigkeiten starke Schwankungen in der Apogäumshöhe und viele aufwändige Bahnmanöver. Zum Ende der Mission wird ein Orbit von lediglich einem Kilometer Höhe angestrebt, von dem aus man sich besonders hochwertige wissenschaftliche Daten verspricht. Nach Abschluss dieser Phase wird Rosetta auf Kollisionskurs gebracht, um am 30.09.2016 auf dem Kometen zu landen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Abstiegs soll es weiterhin Funkkontakt geben, um Bilder und Messungen, die während des Abstiegs vorgenommen werden, zur Erde zu senden. Beim Aufsetzen von Rosetta wird jedoch damit gerechnet, dass die langen Solarpaneele brechen und die Stromversorgung nur noch für kurze Zeit durch die Akkus erfolgen kann. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Rosetta, ähnlich wie Philae, schräg zum liegen kommt und ihre High-Gain Antenne nicht mehr auf die Erde richten kann. Bereits eine Abweichung von einem halben Grad an der Erde vorbei würde nach Angaben der ESA zu einem Verlust der Kommunikation führen. Vermutlich werden wir also nach dem Aufsetzen nichts mehr von Rosetta hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig vom Ausgang dieses Vorhabens wird die Absenkung des Orbits zum Missionsende sicherlich neue Details von 67P offenbaren. Auch ein Foto von Philae auf dem Kometen aus nächster Nähe ist bereits im Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ebenfalls bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13327.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landung der Orbitersonde Rosetta auf Tschurjumow-Gerassimenko</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Marsrover Opportunity &#8211; 4.000 Sols &#8230; and counting</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-4-000-sols-and-counting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Apr 2015 14:33:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
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		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erfolgsgeschichte des Marsrovers Opportunity setzt sich auch weiter fort. Ursprünglich für eine Missionsdauer von lediglich 90 Tagen ausgelegt hat der Rover jetzt seinen Missionstag Sol 4.000 abgeschlossen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, UMSF. In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwarfen die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler der US-amerikanischen Weltraumbehörde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Erfolgsgeschichte des Marsrovers Opportunity setzt sich auch weiter fort. Ursprünglich für eine Missionsdauer von lediglich 90 Tagen ausgelegt hat der Rover jetzt seinen Missionstag Sol 4.000 abgeschlossen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richte</a>r. Quelle: JPL, UMSF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26042015163326_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26042015163326_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University" width="260"/></a><figcaption>
Diese Falschfarbenaufnahme der Panoramakamera von Opportunity gewährt einen Blick über den Endeavour-Krater, dem gegenwärtigen Operationsgebiet des Marsrovers. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell University, Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwarfen die auf die Erforschung des Mars spezialisierten Wissenschaftler der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA den Plan, eine aus zwei baugleichen Rovern bestehende Robotermission zu unserem äußeren Nachbarplaneten zu entsenden. Das primäre Ziel dieser Mission, so die gestellte Zielsetzung der NASA, sollte die Suche nach Anzeichen für ein früheres Vorhandensein von flüssigem Wasser auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten sein. Insbesondere sollten zu diesem Zweck die Zusammensetzung und Verteilung von Mineralien und Gesteinen in der unmittelbaren Umgebung der Landestellen der beiden Rover untersucht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Anlehnung an ihre instrumentarische Ausstattung mit verschiedenen Spektrometern und diversen Kamerasystemen sowie einer Mikroskopkamera und einem Gesteinsbohrer zur direkten Untersuchung der Marsoberfläche werden die beiden Rover <i>Spirit</i>, dessen Mission allerdings bereits im Mai 2011 beendet wurde (<a href="https://www.raumfahrer.net/nasa-beendet-die-mission-des-marsrovers-spirit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), und <i>Opportunity</i> auch als &#8222;Robotergeologen&#8220; bezeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was von der NASA anfangs als eine Mission von lediglich 90 Tagen Dauer geplant war, in denen jeder dieser beiden Rover auf der Marsoberfläche eine Strecke von optimistisch veranschlagten etwa 700 bis bestenfalls 1.000 Metern zurücklegen sollte, entwickelte sich im Laufe der folgenden Jahre zu einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte. Sowohl aus technischer als auch aus wissenschaftlicher Sicht übertrafen die beiden Rover selbst die am höchsten angesetzten Erwartungen bei Weitem. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz einer Vielzahl von zuvor nicht vorhersehbaren komplizierten Situationen und den daraus resultierenden Problemen, welche im Laufe der Jahre immer wieder die Fortsetzung der <i>Opportunity</i>-Mission in Frage stellten, war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern, Ingenieuren und Rover-Drivern immer wieder möglich, die Funktionalität von <i>Opportunity</i> seit seiner am 25. Januar 2004 erfolgten Landung auf dem Mars aufrecht zu erhalten. Dabei gelang es den an der Mission beteilten Wissenschaftlern auch immer wieder, neue Daten zu sammeln, welche den Kenntnisstand der Menschheit über die Entwicklungsgeschichte unseres äußeren Nachbarplaneten ungemein erweiterten. Eine ausführliche Berichterstattung über die bisherigen Aktivitäten <i>Opportunitys</i> finden Sie auf einer entsprechenden Sonderseite von Raumfahrer.net.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben einer Vielzahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen &#8211; unter anderem auch aufgrund der während dieser Untersuchungen gesammelten Daten gilt es mittlerweile zum Beispiel als gesichert, dass auf der Oberfläche des Mars vor Jahrmilliarden Wasser geflossen ist, welches dabei lange genug auftrat, um die auf der Marsoberfläche befindlichen Gesteine auch chemisch zu verändern &#8211; wurde der Rover <i>Opportunity</i> bereits im Juli 2014 zu dem neuen &#8218;Rekordhalter&#8216; für jenseits der Erde zurückgelegte Fahrten und die dabei überbrückten Distanzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26042015163326_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26042015163326_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="260"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt die in den letzten Wochen von dem Marsrover Opportunity zurückgelegte Strecke. Die letzte hier verzeichnete Fahrt erfolgte dabei am 23. April 2015 &#8211; dem Missionstag Sol 3998. Im Rahmen einer weiteren Fahrt hat Opportunity inzwischen am heutigen Sol 4.000 weitere fünf Meter zurückgelegt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erst kürzlich stellte dieser Rover anschließend einen weiteren Rekord auf, welcher voraussichtlich wohl noch über Jahrzehnte hinweg Bestand haben wird. Mit einer Fahrt über 46,5 Meter erreichte der &#8218;Kilometerzähler&#8216; von <i>Opportunity</i> nach fast genau elf Jahren und zwei Monaten am 24. März 2015 einen Stand von 42.195 auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegten Metern, was der bei einem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marathonlauf" target="_blank" data-wpel-link="external">Marathonlauf</a> zurückzulegenden Entfernung entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4.000 Sols</strong> <br>Der heutige Tag markiert dann auch in erster Linie keinen neuer Entfernungsrekord sondern steht vielmehr für den Zeitraum, den dieser Rover im aktiven Modus auf der Marsoberfläche verbracht hat. Der Marsrover <i>Opportunity</i> ist seit dem heutigen Tag seit mittlerweile genau 4.000 <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" data-wpel-link="external">Sols</a> &#8211; wie anfangs erwähnt wurden lediglich 90 Sols erwartet &#8211; auf dem Mars aktiv. Und erst vor wenigen Stunden in seinem Kontrollzentrum auf der Erde eingegangene Telemetriedaten zeigen jetzt, dass auch dieser Missionstag erfolgreich absolviert wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit befindet sich der Marsrover <i>Opportunity</i> nach einer am 23. April 2015 erfolgten Fahrt am südlichen Rand des etwa 30 Meter durchmessenden Kraters &#8222;Spirit of St. Louis&#8220;. Hierbei handelt es sich um einen bereits älteren und dementsprechend stark erodierten Krater, der in den kommenden Tagen eingehender untersucht werden soll. Im Anschluss an diese Analysen soll dann die intensive Erkundung des benachbarten &#8222;Marathon Valley&#8220; beginnen. Hierbei handelt es sich um ein zwar flaches, dafür aber auch relativ breites Tal, in dessen Inneren in den vergangenen Jahren durch das CRISM-Spektrometer des <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (kurz <i>MRO</i>) der NASA erhöhte Konzentrationen von verschiedenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tonminerale" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Tonmineralen</a> und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schichtsilikate" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtsilikaten</a> registriert wurden, welche sich dort anscheinend auf engen Raum konzentrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die eingehende Untersuchung dieser Minerale, welche sich nur unter dem langfristigen Einfluss von Wasser mit einem nahezu neutralen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert" target="_blank" data-wpel-link="external">pH-Wert</a> gebildet haben können, und der Erforschung der allgemeinen geologischen Bedingungen in dieser Region erhoffen sich die an der <i>Opportunity</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler in den kommenden Wochen und Monaten weitere Erkenntnisse über die Vorgänge, welche einstmals zu der Bildung dieser Tonminerale führten und über die Umweltbedingungen, die dabei vor Jahrmilliarden in diesem Bereich der Marsoberfläche vorherrschten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> <br><strong>Weiterhin Probleme mit dem Flash-Speicher</strong> <br>Im Jahr 2014 traten vermehrt Probleme mit dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Speicher" target="_blank" data-wpel-link="external">Flash-Speicher</a> des Bordcomputers von <i>Opportunity</i> auf. Diese Probleme waren letztendlich so gravierend, dass der Rover seit dem Dezember 2014 auf diesen nichtflüchtigen Speicher verzichten musste. Dies hatte zur Folge, dass der Rover alle an einem &#8218;Arbeitstag&#8216; gesammelten Daten noch vor dem Einbruch der Marsnacht und dem dann beginnenden &#8218;Schlafmodus&#8216; an sein Kontrollzentrum übermitteln musste. Daten, welche nicht vor dem routinemäßig erfolgenden Wechsel in den nächtlichen Ruhemodus übertragen werden konnten, gingen dagegen beim Neustart des Computersystems am nächsten Tag unwiderruflich verloren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als für die Flashspeicher-Probleme verantwortliche Fehlerquelle wurde eine der insgesamt sieben Speicherbänke des Flash-Speichers identifiziert. Am 24. Februar 2015 wurde schließlich eine neue Softwareversion an den Rover überspielt, durch deren Einsatz diese Speicherbank in Zukunft dauerhaft außer Betrieb gesetzt wurde. Die von <i>Opportunity</i> bereits am 20. März an sein Kontrollzentrum am JPL übermittelte Telemetriewerte zeigten, dass die Übertragung des Softwareupgrades und der anschließend am 19. März erfolgte Reboot des Systems erfolgreich verlaufen ist. Seitdem steht dem Rover somit auch wieder der Flash-Speicher zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings zeigte sich in den letzten Wochen, dass das Flash-Speicher-Problem entgegen den Hoffungen der beteiligten Mitarbeiter doch nicht gelöst ist, denn auch in den folgenden Wochen kam es mehrfach zu Aussetzern dieses Systems. Im Gegensatz zu früheren vergleichbaren Vorfällen erfolgte dabei jedoch kein kompletter Neustart des Systems. Der Rover konnte sein Programm somit ohne Unterbrechungen fortsetzen und es gingen keine wissenschaftlichen oder telemetrischen Daten verloren. Der Rover, so die Mitarbeiter des JPL, befindet sich nach wie vor in einem guten technischen Zustand. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Tagen wurde deshalb die eingehende Untersuchung der Umgebung des Kraters &#8222;Spirit of St. Louis&#8220; fortgesetzt. Erst vor wenigen Stunden erfolgte dabei eine Umpositionierung des Rovers. Durch eine Fahrt über etwa fünf Meter gelangte ein neuer Oberflächenbereich in den Aktionsbereich der am Roboterarm des Rovers montierten Instrumente, welcher sich im Inneren dieses Kraters befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag &#8211; dem gerade ablaufenden Sol 4.000 seiner Mission &#8211; hat der Marsrover <i>Opportunity</i> 202.829 Aufnahmen von der Oberfläche und der Atmosphäre des &#8222;Roten Planeten&#8220; aufgenommen und an sein Kontrollzentrum am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?search=spirit+opportunity&amp;types=images&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL einsehbar.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.5730" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-opportunity-4-000-sols-and-counting/" data-wpel-link="internal">Marsrover Opportunity &#8211; 4.000 Sols &#8230; and counting</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Messenger beendet die erste Missionsverlängerung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/messenger-beendet-die-erste-missionsverlaengerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2013 21:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Merkur]]></category>
		<category><![CDATA[MESSENGER]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 17. März 2013 endete die ein Jahr andauernde erste Missionsverlängerung des Merkurorbiters Messenger. Über das weitere Schicksal der Raumsonde wurde bisher jedoch noch kein endgültiger Beschluss gefasst. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHUAPL. Am 18. März 2011 trat die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde Messenger nach einem fast sieben Jahre dauernden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 17. März 2013 endete die ein Jahr andauernde erste Missionsverlängerung des Merkurorbiters Messenger. Über das weitere Schicksal der Raumsonde wurde bisher jedoch noch kein endgültiger Beschluss gefasst.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JHUAPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032013223115_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032013223115_small_1.jpg" alt="NASA, JHU/APL, Carnegie Institution of Washington" width="300" height="169"/></a><figcaption>
Mittlerweile konnte Messenger die Merkuroberfläche vollständig abbilden. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. März 2011 trat die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>Messenger</i> nach einem fast sieben Jahre dauernden Flug durch das innere Sonnensystem in eine Umlaufbahn um den Merkur ein und untersuchte diesen innersten Planeten unseres Sonnensystems in den folgenden Monaten mit den sieben an Bord der Raumsonde befindlichen wissenschaftlichen Instrumenten eingehend. Aufgrund des guten technischen Zustandes der Raumsonde und der hohen wissenschaftlichen Ausbeute wurde die ursprünglich auf 12 Monate ausgelegte <i>Messenger</i>-Mission schließlich um ein weiteres Jahr verlängert.  <br> Während dieser am 17. März 2013 abgelaufenen verlängerten Missionsphase konnte die Raumsonde nicht nur die vollständige Kartierung der Oberfläche des Merkur in einer hohen Auflösung abschließen (<a href="https://www.raumfahrer.net/oberflaeche-vom-merkur-zu-100-erfasst/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), sondern unter anderem auch Wassereisablagerungen in der Nordpolregion dieses Planeten nachweisen (<a href="https://www.raumfahrer.net/messenger-entdeckt-wassereis-auf-dem-merkur/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Weitere Erkenntnisse bezogen sich auf die früheren vulkanischen und tektonischen Aktivitäten des Merkur und auf die langfristige Entwicklung der dortigen Topographie, auf die Entstehung, Entwicklung und Zusammensetzung der Exosphäre des Merkur und auf die Interaktion der Planetenoberfläche und der Exosphäre mit der Sonne. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quo vadis?</strong> <br>Trotz dieser immens hohen wissenschaftlichen Ausbeute, durch welche unschätzbare Details über die Entwicklungsgeschichte des Merkur gewonnen wurden, konnte sich die NASA bis zum heutigen Tag allerdings immer noch nicht dazu durchringen, eine endgültige Entscheidung über das weitere Schicksal dieses immer noch <i>voll einsatzfähigen Merkurorbiters</i> zu treffen. Soll die Mission jetzt zeitnah beendet werden, wobei der Orbiter kontrolliert auf der Planetenoberfläche abstürzen würde, oder wird eine weitere Verlängerung dieser überaus erfolgreichen Mission beschlossen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die NASA erwägt momentan eine zweite Verlängerung der Mission. Wir wurden deshalb gebeten, die Mission bis zu der offiziellen Bekanntgabe einer endgültigen Entscheidung fortzuführen&#8220;, so die <i>Messenger</i>-Projektmanagerin Helene Winters vom Applied Physics Laboratory (APL) der Johns Hopkins University (JHU) in Laurel, Maryland/USA. 
<br>
Sollte sich die NASA dazu entschließen, die Mission erneut zu verlängern, so könnten die an der Mission beteiligten Wissenschaftler sich dabei auf verschiedene bisher noch nicht ausreichend beantwortete Fragestellungen konzentrieren:     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Welche einstmaligen oder derzeit noch aktiven Prozesse haben die Merkuroberfläche geformt?</li><li>Wie hat sich die Kruste des Planeten im Laufe der Zeit entwickelt?</li><li>In welchem Ausmaß variierte die Ablagerung von vulkanischem Material in der Vergangenheit?</li><li>Durch welche Prozesse wurden eigentlich flüchtige Stoffe anscheinend dauerhaft in der Nordpolregion abgelagert?</li><li>Wie verhalten sich die Ionen und Elektronen im Bereich der Planetenoberfläche und der Exosphäre im Detail?</li><li>In welcher Form reagieren Exosphäre und Magnetosphäre auf eine starke solare Aktivität während eines <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenaktivit%C3%A4t" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">solaren Maximums</a>?</li><li>Welche neuen Einsichten in die Entwicklungsgeschichte ergeben sich bei Untersuchungen aus einer niedrigeren Orbithöhe?</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032013223115_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032013223115_small_2.jpg" alt="NASA, UCLA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington" width="300" height="169"/></a><figcaption>
In dieser Karte, welche das Reflexionsverhalten der Merkuroberfläche darstellt, zeigen sich sowohl auffallend helle als auch dunkle Bereiche. Die hellen Bereiche zeigen Stellen mit offen zutage tretenden Wassereisablagerungen. In den dunklen Bereichen sind diese Ablagerungen mit einer Schicht aus Lockermaterial bedeckt. 
<br>
(Bild: NASA, UCLA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die sich bei einer zweiten Missionsverlängerung für die <i>Messenger</i>-Mission ergebenden Möglichkeiten für weiterführende Forschungen sollen am morgigen 20. März 2013 auf einer gegenwärtig in The Woodlands, Texas/USA stattfindenden Planetologen-Fachtagung, der Lunar and Planetary Science Conference, erörtert und diskutiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Merkur hat uns [im bisherigen Missionsverlauf] viele seiner Geheimnisse offenbart. Aber jede Entdeckung hat dabei zu neuen Rätseln geführt&#8220;, so Sean Soloman vom Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia University/USA, der für die wissenschaftliche Leitung der <i>Messenger</i>-Mission verantwortliche Principal Investigator (kurz &#8222;PI&#8220;). 
<br>
&#8222;Wir verfügen derzeit über eine voll einsatzfähige Raumsonde in einen Orbit um einen Planeten, welcher erst in zehn Jahren wieder durch eine andere Raumsonde besucht werden wird. Unsere wissenschaftlichen Pläne für eine zweite Missionsverlängerung bauen auf vorher gewonnenen Erkenntnissen auf und können durch weitere orbitale Beobachtungen erfüllt werden. Diese Beobachtungen würden dann während einer beispiellosen Phase des Sonnenzyklusses stattfinden und beinhalten zudem Beobachtungskampagnen, welche aus außerordentlich niedrigen Umlaufbahnen heraus spektakuläre Ansichten der Merkuroberfläche und eine Erforschung der oberflächennahen Bereiche [der Exosphäre] ermöglichen. Wir hoffen, dass die NASA eine weitere Untersuchung des rätselhaftesten der inneren Planeten unterstützt.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtkosten der <i>Messenger</i>-Mission betrugen einschließlich der Entwicklung und des Baus der Raumsonde und der mitgeführten wissenschaftlichen Instrumente, der Trägerrakete sowie der Missionsdurchführung und Datenanalyse bis zum Ende der Primärmission im März 2012 etwa 427 Millionen US-Dollar. Für den August 2015 ist der Start einer weiteren, diesmal aus gleich zwei Orbitern bestehenden Merkur-Mission vorgesehen. Die von der europäischen Weltraumagentur ESA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA betriebene Mission <i>BepiColombo</i> soll nach dem derzeitigen Planungsstand im Januar 2022 in einen Merkurorbit eintreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=782.75" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Merkur</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4199.315" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Messenger-Mission</a></li></ul>
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		<title>Neues von GALEX</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neues-von-galex/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 17:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[GALEX]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[UV-Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich sollte das Weltraumteleskop GALEX bereits im Jahr 2012 außer Dienst gestellt werden. Aufgrund einer Initiative des California Institute of Technology (Caltech) wird die Mission jedoch weiter betrieben und liefert den Astronomen auch weiterhin wichtige Einblicke in den Aufbau des Weltalls und der Entstehung und Weiterentwicklung der Galaxien. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Caltech, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eigentlich sollte das Weltraumteleskop GALEX bereits im Jahr 2012 außer Dienst gestellt werden. Aufgrund einer Initiative des California Institute of Technology (Caltech) wird die Mission jedoch weiter betrieben und liefert den Astronomen auch weiterhin wichtige Einblicke in den Aufbau des Weltalls und der Entstehung und Weiterentwicklung der Galaxien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Caltech, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/galexart0nasa260.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des Weltraumteleskops GALEX. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop <i>GALEX</i> wurde am 28. April 2003 mit einer Rakete vom Typ <i>Pegasus XL</i> in eine Erdumlaufbahn befördert und anschließend hauptsächlich zur Beobachtung von Galaxien im UV-Bereich des elektromagnetischen Spektrums eingesetzt. Nach dem Ablauf der Primärmission im Herbst 2007 wurde die Mission trotz diverser mittlerweile aufgetreten technischen Problemen zunächst verlängert. Im Jahr 2009 führte ein weiterer Kurzschluss in der Elektronik dazu, dass der für die Beobachtung des fernen UV-Bereiches benötigte Detektor des Teleskops nicht mehr eingesetzt werden konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. Februar 2012 wurde das Weltraumteleskop schließlich in einen Standby-Modus versetzt (<a href="https://www.raumfahrer.net/weltraumteleskop-galex-befindet-sich-im-standby-modus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Bei diese Maßnahme handelte es sich um einen ersten Schritt für die vorgesehene vollständige Dekommissionierung des Weltraumteleskops, welche laut dem für die Kontrolle von <i>GALEX</i> zuständigen Jet Propulsion Laboratory (JPL) noch im selben Jahr erfolgen sollte. Zeitgleich wurden jedoch auch Verhandlungen zwischen der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA und dem <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/California_Institute_of_Technology" target="_blank" data-wpel-link="external">California Institute of Technology</a> (Caltech) geführt, welches die Nutzung des Teleskops gerne fortsetzen wollte. Hieraus resultierte letztendlich ein Vertrag, mit dem die NASA das <i>GALEX</i> ab dem 16. Mai 2012 an das Caltech auslieh, welches die Mission somit weiterbetreiben konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die NASA betrachtet dies als eine Möglichkeit dafür, dass die Öffentlichkeit auch weiterhin von den Erkenntnissen dieser mit Bundesmitteln entwickelten Mission profitieren kann&#8220;, so Paul Hertz, der leitende Verantwortliche für den Bereich Astrophysik der NASA im Rahmen der entsprechenden Bekanntmachung. &#8222;Dies ist ein hervorragendes Beispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft, aus der letztendlich die astronomischen Forschungen in den USA profitieren werden.&#8220; Für die dabei anfallenden Betriebskosten von rund 100.000 US-Dollar pro Monat kommt das Caltech auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Mission war voller Überraschungen und wird uns jetzt auch in der Zukunft weitere neue Erkenntnisse vermitteln&#8220;, so Chris Martin, der für die <i>GALEX</i>-Mission verantwortliche Wissenschaftler des Caltech, der sich mit dieser Einschätzung offensichtlicht nicht verkalkuliert hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_small_2.jpg" alt="NASA's Goddard Space Flight Center, ESO, JPL-Caltech, DSS" width="260"/></a><figcaption>
Etwa 212 Millionen Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt befindet sich die Galaxie NGC 6872. Die beiden Gezeitenarme bildeten sich durch wechselwirkende Schwerkrafteinflüsse mit der kleineren, scheibenförmigen Galaxie IC 4970, welche sich in dieser Aufnahme als ein helles Oval oberhalb der zentralen Region von NGC 6872 abzeichnet. Im gelben Kreis am linken oberen Bildrand ist eine nur im ultravioletten Licht sichtbare Ansammlung von Sternen zu erkennen, die sich vom Gezeitenarm abgelöst hat und eine &#8222;Gezeiten-Zwerggalaxie&#8220; bildet. 
<br>
(Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center, ESO, JPL-Caltech, DSS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erst kürzlich neu gewonnene Erkenntnis bezieht sich auf die im Sternbild Pfau (lat. Pavo) gelegene und etwa 212 Millionen Lichtjahre von unserer Heimatgalaxie entfernt befindliche <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Balkenspiralgalaxie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Balkenspiralgalaxie</a> NGC 6872. Bereits seit Jahrzehnten wird diese Galaxie zu den größten derzeit bekannten Balkenspiralgalaxien gezählt. Im Rahmen einer Auswertung der bisher gesammelten <i>GALEX</i>-Daten stellte ein internationales Team von Astronomen aus den USA, Chile und Brasilien jetzt fest, dass es sich hierbei vielmehr sogar um die größte derzeit bekannte Galaxie dieses Typs handeln könnte. Mit einem Durchmesser von etwa 522.000 Lichtjahren ist NGC 6872 etwa fünf mal größer als unsere Heimatgalaxie. 
<br>
&#8222;Ohne die durch das <i>GALEX</i> ermöglichten Messungen, mit denen sich die jüngsten, heißesten der in dieser Galaxie beheimateten Sternen aufgrund des von ihnen ausgehenden UV-Licht erkennen lassen, hätten wir niemals das volle Ausmaß dieses faszinierenden Systems erkennen können&#8220;, so Rafael Eufrasio vom Goddard Space Flight Center (GSFC) der NASA. Die ungewöhnliche Größe und die Form der Galaxie &#8211; so die Interpretation der Astronomen &#8211; resultieren aus einer Interaktion mit der benachbarten, aber viel kleineren Scheibengalaxie IC 4970, welche lediglich etwa 20 Prozent der Masse von NGC 6872 aufweist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den konventionellen Modellen über die Entstehung und Weiterentwicklung von Galaxien gehen die Astronomen davon aus, dass größere und massereichere Galaxien im Laufe der Zeit die ihnen nahe gelegenen kleineren und somit masseärmeren Galaxien absorbieren und die dort enthaltenen Sterne regelrecht &#8222;aufsaugen&#8220;, was letztendlich zu einem Massezuwachs der größeren Galaxie bei einem zeitgleich erfolgenden &#8222;Verschwinden&#8220; der kleineren Galaxien führt. Dies scheint aber zumindestens im Fall von NGC 6872/IC 4970 in dieser Form nicht der Fall zu sein. Trotz der geringeren Masse wirkt IC 4970 mit ihren gravitativen Kräften auf die größere Galaxie NGC 6872 ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17022013184407_small_3.jpg" alt="NASA's Goddard Space Flight Center, after C. Horellou (Onsala Space Observatory) and B. Koribalski (ATNF)" width="260"/></a><figcaption>
Eine Computersimulation der Annäherung der beiden Galaxien NGC 6872 und IC 4970. 
<br>
(Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center, after C. Horellou (Onsala Space Observatory) and B. Koribalski (ATNF))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Wechselwirkung zwischen den beiden Galaxien werden große Mengen an Gas und Staub aus NGC 6872 herausgerissen, aus denen sich neue, massereiche Sterne bilden. Diese neu entstehenden, sehr heißen Sterne leuchten bevorzugt im energiereichen ultravioletten Licht, welches von <i>GALEX</i> registriert werden kann. Die <i>GALEX</i>-Aufnahmen zeigen, dass sich vom nordöstlichen Spiralarm der größeren Galaxie eine Wolke aus jungen Sternen gelöst hat, welche jetzt eine sich gerade bildende &#8222;Mini-Galaxie&#8220; formen. Diese wird von den Astronomen als &#8222;Gezeiten-Zwerggalaxie&#8220; bezeichnet. Nähere Analysen zeigen, dass die dort konzentrierten Sterne über ein Alter von etwa 200 Millionen Jahren verfügen. Mit einer zunehmenden Annäherung an das Zentrum von NGC 6872 weisen die in dieser Region befindlichen Sterne dagegen ein immer größeres Alter auf. 
<br>
Diese Beobachtung deckt sich mit Computersimulationen, welche bereits im Jahr 2007 von einem Team um Cathy Horellou vom Onsala Space Observatory/Schweden veröffentlicht wurden. Aus diesen Berechnungen ergab sich, dass die Galaxie IC 4970 vor rund 130 Millionen Jahren ihre dichteste Annäherung an NGC 6872 durchlief. Dabei folgte die kleinere Galaxie einer Bahn in der Scheibenebene der Hauptgalaxie und umrundete diese dabei in ihrer Rotationsrichtung. Auf diese Weise entstanden auch die beiden prägnanten Gezeitenarme, welche eines der charakteristischen Merkmale von NGC 6872 darstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Verständnis der Struktur und Dynamik von nahe beieinander liegenden, miteinander interagierenden Sternsystemen erlaubt es uns, die dabei ablaufenden Ereignisse in einen kosmologischen Kontext zu versetzen und korrekt einzuordnen. Dadurch ebnen wir auch den Weg, um die Abläufe in anderen Sternsystemen zu entschlüsseln&#8220;, so Eli Dwek vom GSFC. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1080.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Galex</a></li></ul>
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		<title>Missionserweiterung für Tiangong 1 möglich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/missionserweiterung-fuer-tiangong-1-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 16:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CMSA]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou 10]]></category>
		<category><![CDATA[Tiangong 1]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36265</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bisher hat sich die kleine chinesische Raumstation offenbar bestens bewährt. Bahnmanöver hat sie korrekt ausgeführt, ihre Lage im Raum ist stabil, Kopplungen hat sie sowohl mit einem unbemannten als auch mit einem bemannten Raumschiff absolviert und drei Raumfahrern für eine reichliche Woche als Unterkunft und Laboratorium gedient. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceDaily. Damit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bisher hat sich die kleine chinesische Raumstation offenbar bestens bewährt. Bahnmanöver hat sie korrekt ausgeführt, ihre Lage im Raum ist stabil, Kopplungen hat sie sowohl mit einem unbemannten als auch mit einem bemannten Raumschiff absolviert und drei Raumfahrern für eine reichliche Woche als Unterkunft und Laboratorium gedient.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: SpaceDaily.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012013175603_small_1.jpg" alt="CMSA" width="300" height="250"/><figcaption>
Shenzhou-Raumschiff im Anflug auf die Tiangong-Station &#8211; Impression 
<br>
(Bild: CMSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wäre ihre Mission eigentlich bereits erfolgreich abgeschlossen. Shenzhou 10 war wohl ursprünglich als Reservemission für 2012 geplant, falls mit Shenzhou 9 nicht alle Ziele erreicht würden. Jetzt aber scheint eine bloße Wiederholung der Mission als das Sammeln von Erfahrungspunkten. Daher hat man wohl eine Missionserweiterung ins Auge gefasst, und zwar sowohl für Shenzhou 10 als auch für Tiangong 1. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die erweiterten Vorbereitungen der Mission Shenzhou 10 nahm man sich ein halbes Jahr mehr Zeit und peilt nun einen Zeitpunkt in der Jahresmitte an. Auf jeden Fall sollen einige neue wissenschaftliche Experimente unternommen werden. Auch könnte die Mission ein paar Tage länger dauern und einen Rundumflug der Station mit dem Raumschiff einschließen. Der Treibstoffaufwand dafür wäre gar nicht so groß. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Beobachter glauben, dass man einerseits die noch funktionstüchtige Station so einfach nicht aufgeben möchte. Schließlich hat man auch die Mondsonde Chang&#8217;e 2 nach erfolgreicher Mission weiter genutzt und sie zunächst zum Lagrangepunkt L2 geschickt und anschließend noch einen Vorbeiflug an dem erdnahen Asteroiden Toutatis organisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da erscheint es im Bereich des Möglichen, dass man andererseits auch Tiangong 1 noch 2014 für eine erweiterte Mission mit einer Dauer von bis zu einem Monat nutzen könnte. Obendrein könnte der Start von Tiangong 2 entfallen und man 2015 gleich den deutlich größeren Nachfolger starten. Voraussetzung dafür ist allerdings die Fertigstellung der neuen, stärkeren Trägerrakete Chang Zheng 5, die ja eigentlich für 2015 avisiert ist. Die bereits fertige Technik von Tiangong 2 könnte man zu einem späteren Zeitpunkt für eine Frachtmission zu dieser Station nutzen. Immerhin sollen Raumschiffe vom Typ Tiangong 1 in den zwanziger Jahren als Frachter für die große Station dienen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu offiziellen Mitteilungen der chinesischen Agentur für bemannte Raumfahrt (engl. Abkürzung: CMSA) bleiben derartige Überlegungen allerdings Spekulationen. Eine erweiterte Mission für Shenzhou 10 scheint indes sicher. Die Verzögerung um etwa ein halbes Jahr lässt sich angesichts der Erfolge der Vorgängermissionen nicht allein mit umfangreicher Datenauswertung begründen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou 10</a></li></ul>
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		<title>Go GOCE, go!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/go-goce-go/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 08:23:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission des europäischen Satelliten zur Vermessung des Schwerefelds der Erde GOCE wird verlängert. Das gab die europäische Raumfahrtagentur (ESA) am 25. November 2010 bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger. Die Erfassung von Daten zur Kartierung des Schwerefelds der Erde erledigt GOCE mit einer bisher nicht gekannten Genauigkeit und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission des europäischen Satelliten zur Vermessung des Schwerefelds der Erde GOCE wird verlängert. Das gab die europäische Raumfahrtagentur (ESA) am 25. November 2010 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-12-06-35919.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112010092347_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112010092347_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
GOCE im All &#8211; Illustration
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfassung von Daten zur Kartierung des Schwerefelds der Erde erledigt GOCE mit einer bisher nicht gekannten Genauigkeit und Auflösung. Ursprünglich war geplant, den Satelliten 20 Monate lang bis April 2011 einzusetzen. Die jetzt beschlossene Missionsverlängerung wird es ermöglichen, die Qualität der gewonnenen Daten noch einmal zu verbessern. Bis in den Dezember 2012 soll GOCE seine Messungen nun fortsetzen, wurde am 24. November 2010 entschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GOCE ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 34.602 und als COSPAR-Objekt 2009-013A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4207" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GOCE mit Rockot</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-12-06-35919.mp3" length="4816645" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Envisat fliegt tiefer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envisat-fliegt-tiefer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 13:22:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Orbit des größten europäischen Erdbeobachtungssatelliten Enivsat um die Erde wurde wie angekündigt erfolgreich um 17 Kilometer abgesenkt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Die Reduzierung von Envisats Flughöhe war beschlossen worden, um knapp gewordenen Treibstoff für künftige Bahnkorrekturen einsparen und die aktive Lebensdauer des Satelliten im Orbit verlängern zu können. Der Satellit mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Orbit des größten europäischen Erdbeobachtungssatelliten Enivsat um die Erde wurde wie angekündigt erfolgreich um 17 Kilometer abgesenkt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisatinkourouesacnesaspace.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisatinkourouesacnesaspace260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Envisat bei Startvorbereitungen in Kourou<br>(Bild: ESA/CNES/Arianespace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reduzierung von Envisats Flughöhe war beschlossen worden, um knapp gewordenen Treibstoff für künftige Bahnkorrekturen einsparen und die aktive Lebensdauer des Satelliten im Orbit verlängern zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit mit einer Startmasse von 8.111 Kilogramm war am 28. Februar 2002 auf einer Ariane-5-Rakete in den Weltraum gelangt. Mit zehn verschiedenen Instrumenten dient er seit dem Abschluss seiner Inbetriebnahme der Sammlung von Daten aus der Erdatmosphäre und von der festen sowie mit Wasser und Eis bedeckten Oberfläche der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war von einem fünfjährigen Einsatz des Satelliten im All ausgegangen worden, eine erste Missionsverlängerung sah einen Weiterbetrieb bis 2010 vor. Aufgrund des hervorragenden Allgemeinzustands des Raumfahrzeugs konnte schließlich eine Missionsausdehnung bis 2013 geplant werden, der die Mitgliedsstaaten der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) im Jahre 2009 zustimmten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/arianev145liftoff.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/arianev145liftoffsm.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Ariane 5 mit Envisat an Bord hat abgehoben.<br>(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Satelliten weitere drei Jahre sicher betreiben zu können, entwarfen Ingenieure von ESAs Forschungs- und Technologiezentrum (ESTEC) im niederländischen Noordwijk eine Strategie, in deren Rahmen Envisat auf einem abgesenkten Orbit weniger Treibstoff verwenden müssen würde, weil es dort nicht nötigt ist, eine sich verändernde Bahnneigung regelmäßig unter Verwendung von Treibstoff zu korrigieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unter der Projektbezeichnung &#8222;Envisat 2010+&#8220; dann tatsächlich durchgeführte Bahnveränderung begann am Morgen des 22. Oktober 2010. In einem ersten Schritt wurde Envisats Orbit von rund 800 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche um 10 Kilometer abgesenkt. Dazu wurden zwei jeweils 28 Minuten dauernde Manöver ausgeführt. Am Abend des 26. Oktober 2010 folgten zwei weitere Manöver, nach denen der Satellit auf einer um weitere 7 Kilometer Flughöhe reduzierten Bahn unterwegs war. In jetzt rund 783 Kilometern Höhe hat Envisat seinen neuen Arbeitsorbit gefunden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ENVISATcorv258esa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ENVISATcorv258esa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Envisat im All &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 27. Oktober 2010 läuft die Reaktivierung der wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Envisat, der zwischenzeitlich bereits wieder einen Teil seiner regulären Beobachtungsaufgaben erfüllt. Erste am Boden empfangene Bilder sprechen dafür, dass der Satellit die Bahnabsenkung unbeschadet überstanden hat. Den traditionellen Nutzern der Daten von Envisat soll der Zugriff auf neue Daten ab dem 2. November 2010 wieder möglich sein. Zwischen November und Dezember 2010 wird die Bereitstellung der Daten durch eine kurze Wartungsphase unterbrochen werden, kündigte die ESA an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27.386 bzw. als Objekt 2002-009A.</p>
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		<item>
		<title>Internationales Interesse an ISS wächst</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/internationales-interesse-an-iss-waechst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 08:32:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32645</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da sich die Internationale Raumstation ihrer Fertigstellung nähert, bekunden nun auch vollkommen neue potentielle Partner ihr Interesse an einer Mitarbeit. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Flightglobal. Auf der diesjährigen Plenartagung des Internationalen Raumfahrtkongresses, die am 12. Oktober in der südkoreanischen Stadt Daejeon stattfand, zeigten sich sowohl der Leiter der südkoreanischen als auch der indischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Da sich die Internationale Raumstation ihrer Fertigstellung nähert, bekunden nun auch vollkommen neue potentielle Partner ihr Interesse an einer Mitarbeit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Flightglobal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009103213_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17102009103213_small_1.jpg" alt="NASA" width="346" height="229"/></a><figcaption>
Die ISS im All am 31. Juli 2009 gesehen von der Crew von STS-127 an Bord von Endeavour 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der diesjährigen Plenartagung des Internationalen Raumfahrtkongresses, die am 12. Oktober in der südkoreanischen Stadt Daejeon stattfand, zeigten sich sowohl der Leiter der südkoreanischen als auch der indischen Raumfahrtbehörde an einer Teilnahme am ISS-Programm interessiert. Der Vorsitzende der indischen Raumfahrtorganisation ISRO betonte dabei zusätzlich, dass Indien um 2015 mit russischer Hilfe den Einstieg in die bemannte Raumfahrt mit einem eigenen Raumschiff plane. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Monaten hatte sich zudem gezeigt, dass auch China ein möglicher ISS-Partner werden könnte (wir <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/engere-zusammenarbeit-usa-china/" data-wpel-link="internal">berichteten</a> darüber). China verfügt nach den ersten drei Flügen bemannter Shenzhou-Raumschiffe seit 2003 und dem ersten Außenbordeinsatz im letzten Jahr bereits über eigene Erfahrungen und Mittel auf diesem Gebiet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Augenblick warten alle Partner der ISS, zu denen bisher die ESA, Japan, Kanada, Russland und die USA gehören, auf eine Entscheidung der US-Regierung, ob die Internationale Raumstation über 2015 hinaus betrieben wird. Alle Partner außer den USA haben sich bereits dafür ausgesprochen. Einerseits bietet die ISS erst jetzt wirklich umfassende Möglichkeiten für wissenschaftliche Forschungen und technologische Erprobungen, andereseits zögert sich die Fertigstellung, die ursprünglich für 2003 geplant war, aus verschiedenen Gründen bis mindestens 2012 hinaus. Russland will seine Module 7 bis 9 (UM, NEM 1 und NEM 2) sogar erst in den Jahren 2013 bis 2015 starten. Dies wird aber nur dann geschehen, wenn die USA einer Verlängerung der Betriebsdauer der Station bis mindestens 2020 zustimmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg120391#msg120391" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab 14. Oktober</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/internationales-interesse-an-iss-waechst/" data-wpel-link="internal">Internationales Interesse an ISS wächst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Cassini zurück in Saturnmondebene</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cassini-zurueck-in-saturnmondebene/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 13:47:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flyby]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32647</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei ihrem letzten Vorbeiflug am Saturnmond Titan wurde die Bahnebene des Orbiters soweit geändert, dass Cassini jetzt wieder mehr in der Äquatorebene des Ringplaneten fliegt. Damit rücken erneut die Monde in den Fokus der Untersuchungen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Vorher umlief die Saturnsonde den Ringplaneten längere Zeit deutlich außerhalb der Äquatorialebene, was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-zurueck-in-saturnmondebene/" data-wpel-link="internal">Cassini zurück in Saturnmondebene</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei ihrem letzten Vorbeiflug am Saturnmond Titan wurde die Bahnebene des Orbiters soweit geändert, dass Cassini jetzt wieder mehr in der Äquatorebene des Ringplaneten fliegt. Damit rücken erneut die Monde in den Fokus der Untersuchungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16102009154746_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/SSI" width="244" height="192"/><figcaption>  </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vorher umlief die Saturnsonde den Ringplaneten längere Zeit deutlich außerhalb der Äquatorialebene, was für intensive Ringbeobachtungen erheblich besser war. Daraus resultiert auch eine ganze Reihe neuer Erkenntnisse. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrem Titan-Flyby hat Cassini am 13. und 14. Oktober vier Monde unter die Lupe genommen. Diese Bilder wurden mittlerweile zur Erde übertragen und veröffentlicht. Sie zeigen Rhea (Passage in 40.400 km Entfernung), Enceladus, Mimas (44.200 km) und Tethys (85.250 km).  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Enceladus wurde dabei von weitem fotografiert. Hinter ihm schaut derweil die ferne Sonne ein wenig hervor. Am 2. und 21. November finden dagegen weitere nahe Vorbeiflüge am Eismond Enceladus statt, bei denen erheblich mehr Details erkennbar werden sollten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nasa-jpl-ssi-cassini-enceladus09.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Saturnsonde Cassini startete am 15. Oktober 1997, passierte zum Schwungholen Venus (April 1998 und Juni 1999), Erde (August 1999) sowie Jupiter (Dezember 2000) und trat am 1. Juli 2004 in eine Umlaufbahn um den Ringplaneten ein. Sie befindet sich gegenwärtig im 119. Umlauf um Saturn. Die primäre Mission endete am 1. Juli 2004, also nach genau 4 Jahren, die erste erweiterte Mission läuft noch bis Mitte 2010. Da die Treibstoff- und Energiereserven von Cassini noch ausreichend sind, intern ist davon die Rede, dass der Treibstoff bis 2017 reichen könnte, wird man die Mission wohl im nächsten Jahr noch einmal verlängern, falls bis dahin keine schwerwiegenden Defekte auftreten und ausreichend finanzielle Mittel (ca. 80 Millionen Dollar pro Jahr von US-Seite) zur Verfügung gestellt werden können. Neben einem Team zur Bedienung der 12 wissenschaftlichen Instrumente und einem Navigationsteam arbeiten in den USA und in Europa etwa 250 Wissenschaftler am Cassini-Programm. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nasa-jpl-ssi-cassini-mimas09.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine eventuelle Missionsverlängerung (XXM) existiert bereits eine vorläufige Planung. So soll es unter anderem 12 Vorbeiflüge an Enceladus vorgesehen, drei sehr nahe Passagen an Dione und 56 Vorbeiflüge am größten Saturnmond Titan. Zum Ende der Mission soll Cassini dann aus der Nähe der Monde heraus manövriert werden. Um einen eventuellen Absturz auf einen der Monde bei Ausfall wichtiger Systeme zu vermeiden, wird Cassini näher an den Saturn gebracht. Hier kann sie das innere Ringsystem und die Saturnatmosphäre näher untersuchen. Im September 2017 könnte die Sonde dann zum Sturz in die dichte Saturnatmoshäre gebracht werden, wobei sie restlos verglühen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nasa-jpl-ssi-cassini-thetys09.jpg" alt=""/><figcaption>Die Saturnmonde Rhea, Enceladus, Mimas und Tethys (v.o.n.u.)<br>(Bilder: NASA/JPL/SSI)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.msg119955#msg119955" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Cassini-Thread ab 11. Oktober</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mission von Envisat verlängert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mission-von-envisat-verlaengert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 12:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 5. Juni 2009 gab die europäische Weltraumorganisation ESA bekannt, dass sich ihre Mitglieder einmütig für eine erneute Verlängerung der Mission des Erdbeobachtungssatelliten Envisat ausgesprochen haben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Der größte überhaupt bisher ins All gebrachte Erdbeobachtungssatellit, Envisat, soll nun bis 2013 weiterbetrieben werden. Ursprünglich sollte die Mission des Satelliten bis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 5. Juni 2009 gab die europäische Weltraumorganisation ESA bekannt, dass sich ihre Mitglieder einmütig für eine erneute Verlängerung der Mission des Erdbeobachtungssatelliten Envisat ausgesprochen haben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat7esa2kjpg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat7esa260.jpg" alt="Envisat vor dem Start bei ESTEC
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Envisat vor dem Start bei ESTEC<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der größte überhaupt bisher ins All gebrachte Erdbeobachtungssatellit, Envisat, soll nun bis 2013 weiterbetrieben werden. Ursprünglich sollte die Mission des Satelliten bis 2007 dauern und war bereits bis 2010 verlängert worden. Der europäische Satellit hat seit seinem Start am 1. März 2002 Daten von unschätzbarem Wert geliefert. Der technische Zustand des sich seit sieben Jahren im All befindenden Satelliten erlaubt die Missionsverlängerung ohne weiteres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist eine Kurzform von environmental satellite, es bedeutet schlicht Umweltsatellit. Um die Umweltbedingungen auf der Erde beobachten zu können, ist der Satellit mit einer Startmasse von über acht Tonnen mit zehn verschiedenen Instrumenten ausgestattet, mit welchen Daten aus der Erdatmosphäre, von Land- und Eisflächen sowie den Ozeanen gesammelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten, die Envisat liefert, sind gefragt wie nie. Eine große Datenmenge wird den Nutzern über spezielle Dienste sehr kurzfristig zur Verfügung gestellt, man spricht dabei von near real time (NRT) data. Die regelmäßige Nutzung solcher Daten für Anwendungen wie der Beobachtung der Eisbedeckung, von Ölteppichen oder unzulässiger Fischereitätigkeit hat zugenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo schnell reagiert werden muss, hat die kurzfristige Zurverfügungstellung von Beobachtungsdaten einen besonderen Wert. Über Today´s Earth check-up auf der ESA-Webseite zum Thema Erdbeobachtung kann man auf NRT-Daten von Envisat hinsichtlich der täglichen Meerestemperaturen, der auf den Landmassen wütenden Feuer, der Intensität der UV-Strahlung und der voraussichtlichen Ozonwerte zugreifen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat6esa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/envisat6esa260.jpg" alt="Envisat über der Erde - künstlerische Darstellung
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Envisat über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der hohen Nachfrage nach aktuellen Erdbeobachtungsdaten spricht auch die Möglichkeit der Durchführung von Langzeitbeobachtungen der Klimaentwicklung sehr deutlich für die Verlängerung von Envisats Mission. Längere Beobachtungszeiträume machen das Erkennen bestimmter Trends und Veränderungen einfacher. Beispielsweise möchte man weitere Daten zur Entwicklung der Treibhausgaskonzentrationen in der Erdatmosphäre, über die Veränderungen der Oberflächentemperaturen der Ozeane, zur Höhe der Meeresspiegel und über die Ausdehnung bzw. das Schrumpfen der Eisflächen auf den Weltmeeren sammeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat hat die Forschungen der europäischen Erdbeobachtungssatelliten ERS-1 und ERS-2 fortgesetzt und wird nun vielleicht in der Lage sein, solange weiter Daten zu gewinnen, bis im Rahmen der Initiative GMES (Global Monitoring for Environment and Security) die Instrumente auf den verschiedenen Sentinel-Satelliten die Messungen von Envisats Sensoren ergänzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27386 bzw. als Objekt 2002-009A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3992.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Envisat</a></li></ul>
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		<title>Mars Odyssey ändert ihren Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-aendert-ihren-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 18:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Odyssey 2001]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[sonnensynchrone Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn der dritten Missionsverlängerung wurde die Bahn der seit 2001 am Mars befindlichen NASA-Sonde abgesenkt, um langfristig die Untersuchungsbedingungen an ein neues Ziel anzupassen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA/JPL. Bisher befand sich Mars Odyssey in einem sonnensynchronen Orbit, bei dem jede Stelle der Tagseite 17 Uhr Ortszeit überflogen wurde. Diese Bahn war [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zu Beginn der dritten Missionsverlängerung wurde die Bahn der seit 2001 am Mars befindlichen NASA-Sonde abgesenkt, um langfristig die Untersuchungsbedingungen an ein neues Ziel anzupassen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102008205445_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102008205445_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Mars-Odyssey kartiert die Oberfläche des Roten Planeten 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher befand sich Mars Odyssey in einem sonnensynchronen Orbit, bei dem jede Stelle der Tagseite 17 Uhr Ortszeit überflogen wurde. Diese Bahn war ein Kompromiss zwischen den Arbeitsbedingungen der Mehrzweckkamera und des Gamma-Spektrometerkomplexes an Bord der Sonde. Während seither die Kamera eine Vielfalt an Bildern der Marsoberfläche geliefert hat, konnte man mit dem Gamma-Spektrometerkomplex, der aus drei Einzelgeräten besteht, oberflächennahes Wassereis in den Polarregionen des Mars´nachweisen und hat die Verteilung der Elemente Eisen, Silizium und Kalium auf dem Planeten erfasst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem am 30. September durchgeführten sechsminütigen Manöver wurde die Bahn nun soweit abgesenkt, dass sich die Überflugzeit täglich um etwa 20 Sekunden nach vorn verlagert. Nach etwa 400 Tagen will man durch ein weiteres Manöver die Bahn erneut anheben, so dass Mars Odyssey wieder in einem sonnensynchronen Orbit gelangt, bei dem jede Region der Tagseite dann allerdings zwischen 14:30 Uhr und 15 Uhr überflogen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das wird es uns erlauben, mit größerer Empfindlichkeit nach Mineralien zu suchen und diese zu kartieren&#8220;, sagte Odyssey-Projekt-Wissenschaftler Jeffrey Plant vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena nach dem erfolgreichen Manöver. Durch die frühere Tageszeit ist das Gestein stärker aufgeheizt und kann von der auch im Infrarotbereich arbeitenden Kamera besser abgebildet werden. Außerdem möchte man in etwa einem Jahr auch seitlich auf die Marsoberfläche blicken, wodurch dreidimensionale Bilder möglich werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der dann veränderten Sonneneinstrahlung auf die Sonde muss allerdings eines der drei Geräte des Gamma-Spektrometers abgeschaltet werden, um es vor Überhitzung zu bewahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das durchgeführte Bahnmanöver war das größte der Sonde seit 2002. Bei normalem Betrieb sollte der Treibstoffvorrat noch bis 2015 ausreichen. Wir können uns also noch auf einige Entdeckungen der dienstältesten Marssonde einstellen. Sie ist nicht nur ein Relais zur Weiterleitung von Daten der auf dem Roten Planeten arbeitenden Bodensonden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.50" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey</a></li></ul>
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		<title>Phoenix schmeckt Wasser und Eis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/phoenix-schmeckt-wasser-und-eis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 17:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[Marslander]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Phoenix]]></category>
		<category><![CDATA[TEGA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der NASA-Marslander Phoenix hat die Existenz von Wasser auf dem Mars bestätigt. Als Reaktion darauf entschieden die Verantwortlichen, die Mission der Sonde um einen Monat zu verlängern. Ein Beitrag von Christian Bewermeyer. Quelle: NASA. &#8222;Wir haben Wasser&#8220;, verkündete William Boynton, der wissenschaftliche Leiter des Thermal and Evolved-Gas Analyzer (TEGA), stolz, nachdem das von ihm betreute [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der NASA-Marslander <i>Phoenix</i> hat die Existenz von Wasser auf dem Mars bestätigt. Als Reaktion darauf entschieden die Verantwortlichen, die Mission der Sonde um einen Monat zu verlängern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Christian Bewermeyer. Quelle: NASA.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized advgb-dyn-5c93f3cf"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01082008194349_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01082008194349_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech/University Arizona/Texas A&amp;M University" width="959" height="225"/></a><figcaption>
Ein Ausschnitt aus einem aus 200 Einzelbildern bestehenden Panoramabild, das die vieleckige Musterung des Bodens in der Nähe der Landestelle zeigt. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech/University Arizona/Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure>



<p>&#8222;Wir haben Wasser&#8220;, verkündete William Boynton, der wissenschaftliche Leiter des <i data-rich-text-format-boundary="true">Thermal and Evolved-Gas Analyzer (TEGA)</i>, stolz, nachdem das von ihm betreute Instrument durch die Erwärmung von Bodenproben das Vorkommen von Wasser auf dem roten Planeten nachweisen konnte. &#8222;Durch die Beobachtungen des Mars-Odyssey-Orbiters sowie die verschwindenden Klumpen, die <i>Phoenix</i> letzten Monat bemerkte, haben wir schon Belege für dieses Wassereis erhalten. Dies ist jedoch das erste Mal, dass Mars-Wasser geschmeckt und gerochen wurde.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenprobe stammt aus einer nur ca. 5 Zentimeter tiefen Furche, in der <i>Phoenix´</i> Roboterarm auf eine Schicht gefrorenen Bodens stieß. <a href="https://www.raumfahrer.net/phoenix-probleme-mit-neuer-bodenprobe/" data-wpel-link="internal">Zwei Versuche dieses Material zum TEGA-Labor zu transportieren, scheiterten,</a> als die Bodenprobe einfach in der Schaufel des Roboterarms haften blieb. Nach zwei Tagen an der &#8222;frischen Luft&#8220; verdampfte ein Teil des Eises jedoch, wodurch die Probe leichter zu handhaben war. &#8222;Wir finden schon Wege, mit ihr zu arbeiten&#8230; Der Mars bereitet uns einige Überraschungen&#8220;, kommentierte Missionschef Peter Smith die Probleme. Das Forschungsteam will jetzt die Frage klären, ob das Eis jemals soweit aufgetaut ist, um der Biologie zu nutzten und ob andere Voraussetzungen für Leben erfüllt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zufrieden stellenden Resultate der Mission und der gute Zustand von <i>Phoenix</i> hat die NASA nun veranlasst, die Finanzierung für den Betrieb der Sonde um fünf Wochen zu verlängern, nachdem die 90-tägige Primärmission Ende des Monats aufhören sollte. &#8222;<i>Phoenix</i> ist gesund und die Vorhersagen der Sonnenenergie sehen gut aus, so dass wir diese Quelle in der interessantesten Region des Marses voll nutzen wollen&#8220;, sagte ein NASA-Offizieller in Washington. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Bodenuntersuchungen erforscht <i>Phoenix</i> auch die Welt über ihm: Mit Hilfe eines Laserinstruments aus Kanada werden oben liegende Wolken und Staub untersucht. &#8222;Es gibt uns eine Laser-Show auf dem Mars&#8220;, scherzte Victoria Hipkin von der kanadischen Weltraumagentur CSA. Ein 360-Grad Panorama-Bild der Umgebung hat der Mars-Lander ebenfalls abgeschlossen. (siehe oben)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-phoenix/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">NASA-Seite zu Phoenix</a></li><li><a href="https://lpl.arizona.edu/missions/phoenix" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Phoenix bei der University of Arizona</a>
</li></ul>
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		<item>
		<title>CASSINI &#8211; Zweite Tour beginnt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cassini-zweite-tour-beginnt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 16:51:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnmond]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31316</guid>

					<description><![CDATA[<p>NASA hat die CASSINI-Mission bei Saturn um zwei Jahre verlängert. Ursprünglich sollte sie im Juli 2008 zu Ende gehen. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA/JPL. Die neue Mission berücksichtigt die bisher gewonnenen Erkenntnisse über Saturns Monde. Neben Titan ist vor allem der kleinere Enceladus in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Nach neuesten Erkenntnissen könnte [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-zweite-tour-beginnt/" data-wpel-link="internal">CASSINI &#8211; Zweite Tour beginnt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">NASA hat die <i>CASSINI</i>-Mission bei Saturn um zwei Jahre verlängert. Ursprünglich sollte sie im Juli 2008 zu Ende gehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042008185106_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042008185106_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="359" height="200"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung der Monde, welche CASSINI erneut besuchen wird. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Mission berücksichtigt die bisher gewonnenen Erkenntnisse über Saturns Monde. Neben Titan ist vor allem der kleinere Enceladus in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Nach neuesten Erkenntnissen könnte unter dessen Eispanzer flüssiges Wasser existieren, das durch Eisgeysire am Südpol ausgestoßen wird. Titan besitzt viele Parallelen zur urzeitlichen Erde. Seine Seen und Flüsse aus Methan, seine dichte Stickstoffatmosphäre und seine Landschaftsformen machen ihn zu einem weiterhin höchst interessanten Untersuchungsobjekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die verlängerte Mission sind folgende Ziele geplant:    
</p>



<ul class="wp-block-list"><li>60 weitere Orbits um Saturn</li><li>26 Flybys an Titan</li><li>7 Flybys an Enceladus mit Annäherungen bis auf 26 km und weitere Durchflüge der Geysire</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042008185106_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15042008185106_small_2.jpg" alt="NASA/JPL" width="345" height="252"/></a><figcaption>
Aufnahmen einiger Monde, welche CASSINI bisher gewonnen hat. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>je ein Flyby an Rhea, Dione und Helene</li><li>weitere Untersuchung des Ringsystems</li><li>Beobachtung der Jahreszeiten auf Titan und Saturn</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Mission befindet sich die Sonde in einem guten Zustand. Drei Instrumente weisen kleinere Beeinträchtigungen auf. Der an Bord befindliche Treibstoff könnte nach den zwei Jahren auch für eine dritte Tour reichen. Die Energieversorgung durch das an Bord befindliche Plutonium ist sichergestellt.
<br>
Während der vergangenen 62 Umläufe um Saturn hat <i>CASSINI</i> 140.000 Bilder zur Erde übertragen. Höhepunkte der Mission waren das Absetzen des europäischen Landers <i>Huygens</i> auf Titan, vielfache Vorbeiflüge an Titan, Enceladus, Rhea und Iapetus.  
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-zweite-tour-beginnt/" data-wpel-link="internal">CASSINI &#8211; Zweite Tour beginnt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA verlängert Betriebsdauer der beiden Marsrover</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-verlaengert-betriebsdauer-der-beiden-marsrover/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 18:32:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31071</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bereits zum fünften Mal wird die Mission der beiden Mars Exploration Rover (MER), Spirit und Opportunity, auf unserem äußeren Nachbarplaneten verlängert. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Diese Entscheidung erhält die beiden bahnbrechenden, robotischen Pioniere auf jeweils gegenüberliegenden Seiten des Mars möglicherweise bis ins Jahr 2009 am Leben. Doch hängt die Missionsverlängerung und die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-verlaengert-betriebsdauer-der-beiden-marsrover/" data-wpel-link="internal">NASA verlängert Betriebsdauer der beiden Marsrover</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits zum fünften Mal wird die Mission der beiden Mars Exploration Rover (MER), Spirit und Opportunity, auf unserem äußeren Nachbarplaneten verlängert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Eric Honstrass</a>. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entscheidung erhält die beiden bahnbrechenden, robotischen Pioniere auf jeweils gegenüberliegenden Seiten des Mars möglicherweise bis ins Jahr 2009 am Leben. Doch hängt die Missionsverlängerung und die damit verbundene wissenschaftliche Ausbeute von der Produktivität und Funktionalität der Rover ab.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16102007203251_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16102007203251_small_1.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="330" height="230"/></a><figcaption>
Spirit startet sein drittes Jahr auf dem roten Planeten und forscht allen Schwierigkeiten zum Trotz weiter. 
<br>
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Lage sind, die Marserforschung fortzuführen. Die Rover sind erstaunliche Maschinen und sie liefern nach wie vor umwerfende wissenschaftliche Ergebnisse, während sie weit über ihre ursprünglich geplante Einsatzzeit hinaus operieren&#8220;, freut sich Alan Stern von der NASA in Washington.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zwillingsrover landeten vor 45 Monaten, also im Januar 2004 und ihre Missionen sollten ursprünglich 90 Tage dauern. Diesen September begann <i>Opportunity</i> in den Krater ’Victoria’ hinabzufahren, der sich in der Region Meridiani Planum befindet. Mit etwa 800 Metern Durchmesser und 70 Metern Tiefe ist dieser der größte der vom Rover besuchten Krater. <i>Spirit</i> erklomm ein vulkanisches Plateau in einem Höhenzug, der vom Landepunkt aus nur am fernen Horizont zu erkennen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Nach mehr als dreieinhalb Jahren zeigen <i>Spirit</i> und <i>Opportunity</i> einige Alterserscheinungen, doch sind sie bei guter Gesundheit und in der Lage, weiterhin großartige Wissenschaftsarbeit zu leisten&#8220;, erklärt John Callas, Projektmanager für die Rover am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena, Californien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16102007203251_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16102007203251_small_2.jpg" alt="NASA/JPL-Caltech" width="200" height="200"/></a><figcaption>
Opportunity bei der Arbeit im Krater &#8218;Viktoria&#8216; 
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(Bild: NASA/JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder der Rover trägt eine Reihe hochentwickelter Instrumente zur Erforschung der marsianischen Geologie, um damit Informationen über frühere Umweltbedingungen zu erhalten. <i>Opportunity</i> erbrachte einschneidende Beweise, dass das besuchte Gebiet vor langer Zeit über einen ausgedehnten Zeitraum hinweg feucht war und Bedingungen ermöglichte, unter denen sich mikrobiologisches Leben hätte halten können. <i>Spirit</i> fand in seinem Gebiet Beweise für Wasser, das (in welcher Form auch immer es vorlag) die Mineralienzusammensetzung des Bodens und des Gesteins verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tage legte <i>Spirit</i> 7,26 Kilometer zurück und schickte uns über 102.000 Bilder. <i>Opportunity</i> legte sogar 11,57 Kilometer zurück und übermittelte mehr als 94.000 Bilder.   
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