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	<title>Pioneer &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Pioneer &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>50 Jahre Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/50-jahre-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 10:09:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Oktober 1957 begann mit dem Start des legendären sowjetischen Einfach-Satelliten Sputnik 1 das Zeitalter der Raumfahrt. Wir haben die 50 wichtigsten Ereignisse seither zusammengestellt. Ein Beitrag von Axel Orth, Maria Steinrück und Martin Ollrom. Quelle: Raumfahrer.net. &#8222;Sputnik, der Begleiter. Seinen Namen hatte er von Konstantin Ziolkowski schon 1895 bekommen. Gut sechzig Jahre später [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Oktober 1957 begann mit dem Start des legendären sowjetischen Einfach-Satelliten Sputnik 1 das Zeitalter der Raumfahrt. Wir haben die 50 wichtigsten Ereignisse seither zusammengestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth, Maria Steinrück und Martin Ollrom. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Sputnikasmnasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Sputnikasmnasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik 1 Mockup. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>&#8222;Sputnik, der Begleiter. Seinen Namen hatte er von Konstantin Ziolkowski schon 1895 bekommen. Gut sechzig Jahre später fliegt er wirklich: groß wie ein Hundekorb, keine 100 Kilo schwer und nach 1.400 Erdumläufen ist er schon wieder vom Himmel gefallen. Trotzdem: Er wird für alle Zeiten das Symbol für den Schritt des Menschen in den Orbit bleiben&#8220;</i> (Lutz Growalt über Sputnik 1). <br>Anlässlich des Starts von Sputnik 1 vor 50 Jahren haben wir die wichtigsten Ereignisse seit seinem Start in einem Artikel zusammen gestellt. <br>Mehr zu Sputnik 1 können Sie <a href="https://www.raumfahrer.net/sputnik-1-mit-80-kilo-um-die-welt/" data-wpel-link="internal">hier</a> nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Ereignisse aus den Anfängen der Raumfahrt sind heute legendär und bekannt, aber vieles, das in den 1970er- bis 1990er Jahren passiert ist, ist heute schon weitgehend vergessen. Erinnern Sie sich, oder staunen Sie, wie sich in dem halben Jahrhundert seit dem Start von <em>Sputnik 1</em> die Raumfahrt entwickelt hat:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1957</td><td>Am 4. Oktober startet eine <a href="https://www.raumfahrer.net/sputnik/" data-wpel-link="internal">R-7 Rakete</a> vom sowjetischen Weltraumbahnhof Baikonur ins All. An Bord trägt sie <a href="https://www.raumfahrer.net/sputnik-1-mit-80-kilo-um-die-welt/" data-wpel-link="internal">Sputnik 1</a>, eine Metallkugel mit 58 cm Durchmesser, an der vier Antennen befestigt sind. Nach wenigen Minuten erreicht sie eine Erdumlaufbahn, der erste künstliche Satellit ist im All. Sputnik 1 bleibt 57 Tage im All, bevor er in der Erdatmosphäre verglüht</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1958</td><td>Im Februar startet der ersten amerikanische Satellit, Explorer 1. Mit seinen wissenschaftlichen Instrumenten wurde der Van-Allen-Strahlungsgürtel um die Erde entdeckt.</td></tr><tr><td>1959</td><td>Die sowjetische Mondsonde Lunik 3 sendet die ersten Bilder von der Rückseite des Mondes zur Erde.</td></tr><tr><td>1960</td><td>Im August startet Sputnik 5 mit zwei Hunden, Belka und Strelka, an Bord. Nach 18 Erdumkreisungen gelingt eine sanfte Landung, erstmals kehrten Lebewesen wohlbehalten aus dem Weltraum zurück.</td></tr><tr><td>1961</td><td>Am 12. April startet der Kosmonaut Juri Gagarin mit dem Raumschiff <a href="https://www.raumfahrer.net/projekt-wostok-update-2017-durch-uwe-raetsch/" data-wpel-link="internal">Wostok 1</a> in den Weltraum und umkreist als erster Mensch einmal die Erde.</td></tr><tr><td>1962</td><td>Nach zwei suborbitalen bemannten Raumflügen schafft auch die NASA den Schritt in den Erdorbit: Am 20. Februar startet <a href="https://www.raumfahrer.net/mercury-programm/" data-wpel-link="internal">Mercury-Atlas 6</a> mit John Glenn. Sein Raumschiff umkreist dreimal die Erde.</td></tr><tr><td>1963</td><td>Walentina Tereschkova fliegt mit Wostok 6 im Juni als erste Frau ins All.</td></tr><tr><td>1964</td><td>Im Juli schlägt die amerikanische Raumsonde Ranger 7 gezielt auf dem Mond ein. In den Minuten vor dem Aufschlag sendet sie 4.300 Bilder.</td></tr><tr><td>1965</td><td>Während der Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/wosschod-3kd-3kv-das-comeback-der-sowjets/" data-wpel-link="internal">Woschod 2</a> führt der Kosmonaut Alexei Leonow im März den ersten Weltraumausstieg durch.</td></tr><tr><td>1966</td><td>Bei der Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/das-gemini-programm/" data-wpel-link="internal">Gemini 8</a> docken die Astronauten Neil Armstrong und David Scott im März erstmals an ein anderes Raumschiff, eine Agena-Oberstufe, an. Jedoch verklemmt sich eine Düse des Lageregelungssystems an der Gemini-Kapsel, die Kapsel beginnt daher gefährlich schnell zu rotieren. Der Raumflug wird abgebrochen und die Astronauten können sicher notlanden.</td></tr><tr><td>1967</td><td>Am 27. Februar bricht während eines Tests des Apollo-Raumschiffes an der Startrampe ein Feuer aus, die Crew von <a href="https://www.raumfahrer.net/apollo-1-as-204/" data-wpel-link="internal">Apollo 1</a>, Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee, kommt dabei ums Leben.</td></tr><tr><td>1968</td><td>Im Dezember schießt eine Saturn V Apollo 8 zum Mond. In ihrer Kommandokapsel umkreisen Frank Borman, Bill Anders und Jim Lovell zehnmal den Erdtrabanten und sehen als erste Menschen die Rückseite des Mondes mit ihren eigenen Augen.</td></tr><tr><td>1969</td><td>Am 20. Juli <a href="https://www.raumfahrer.net/apollo-11/" data-wpel-link="internal">landen</a> Neil Armstrong und Edwin (Buzz) Aldrin mit der Mondfähre Eagle im Meer der Ruhe auf dem Mond, während der Pilot der Kommandokapsel Columbia, Michael Collins, in einer Mondumlaufbahn bleibt. Neil Armstrong betritt als erster Mensch einen fremden Himmelskörper.</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/62043main_Footprint_on_moon.jpg" alt=""/><figcaption>Apollo 11: Fußabdruck im Mondstaub (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1970</td><td>Im April explodiert zwei Tage nach dem Start ein Sauerstofftank des Servicemoduls von <a href="https://www.raumfahrer.net/apollo-13/" data-wpel-link="internal">Apollo 13</a>. Mit viel Anstrengung, Improvisation und Glück gelingt es dem Team des Missionskontrollzentrums, die Astronauten Jim Lovell, Fred Haise und Jack Swigert zur Erde zurückzubringen.</td></tr></tbody></table></figure>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1971</td><td>Im April wird die erste Raumstation <a href="https://www.raumfahrer.net/saljut-der-weg-zur-russischen-raumstation/" data-wpel-link="internal">Saljut 1</a> ins All gebracht. Die Raumstation soll mit der Crew von Sojus 10 besetzt werden, es gibt jedoch ein Problem beim Andocken und die Mission wird abgebrochen. Die Besatzung von Sojus 11 hält sich schließlich im Juni 3 Wochen lang auf der Raumstation auf. Bei der Landung ist jedoch ein Ventil undicht, die Luft entweicht aus dem Raumschiff und die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow kommen ums Leben.</td></tr><tr><td>1972</td><td>Im Dezember 1972 landen Eugene Cernan und Harrison (Jack) Schmitt, der erste Wissenschaftsastronaut, auf dem Mond. Apollo 17 ist die sechste und bisher letzte bemannte Mondlandung.</td></tr><tr><td>1973</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/goodbye-pioneer-10-ein-nachruf/" data-wpel-link="internal">Pioneer 10</a> fliegt als erste Raumsonde am Gasriesen Jupiter vorbei. Sie befindet sich auf einem Kurs, der sie aus unserem Sonnensystem herausführt und in Richtung Aldebaran, einem Stern im Sternbild Stier, bringt. Diesen Stern wird die Sonde in 2 Millionen Jahren erreichen.</td></tr><tr><td>1974</td><td>Die Sonnensonde Helios 1 startet im Dezember. Sie ist in Deutschland gebaut worden und ist somit die erste Raumsonde, die nicht aus der UdSSR oder den USA stammt. Helios 1 liefert noch 12 Jahre, bis 1986, Daten über die Sonne.</td></tr><tr><td>1975</td><td>Mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/apollo-sojus-test-projekt/" data-wpel-link="internal">Apollo-Sojus-Test-Projekt</a> arbeiten erstmals die USA und die UdSSR bei einer Weltraummission zusammen: Im Juli docken ein amerikanisches Apollo-Raumschiff und eine russische Sojus-Kapsel aneinander und die Astronauten Thomas Stafford, Vance Brand und Donald (Deke) Slayton sowie die Kosmonauten Alexei Leonow und Waleri Kubassow besuchen einander gegenseitig in ihren Raumschiffen.</td></tr><tr><td>1976</td><td>Die amerikanischen Marssonden Viking 1 und 2 erreichen den Mars. Beide Lander landen erfolgreich und untersuchen mehrere Jahre lang die Marsoberfläche.</td></tr><tr><td>1977</td><td>Die US-Raumsonde Voyager 2 startet im August. Sie und ihre zwei Wochen später startende Zwillingssonde Voyager 1 besuchen im Laufe der nächsten Jahre Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun und zeigen, dass die Monde dieser Gasriesen keineswegs alle aussehen wie unser Mond, sondern jeder eine ganz eigene Welt für sich ist.</td></tr><tr><td>1978</td><td>Mit Sojus 31 fliegt der erste deutsche Raumfahrer, Sigmund Jähn, im August ins All. Die Reise geht zur Raumstation Saljut 6, wo Jähn in den nächsten Tagen zahlreiche Experimente durchführt. Bei der Rückkehr im November mit Sojus 29 überschlägt sich die Kapsel mehrfach, da sich der Landefallschirm nicht wie vorgesehen gelöst hat. Jähn erleidet dabei bleibende Wirbelsäulenschäden.</td></tr><tr><td>1979</td><td>Die US-Sonde Pioneer 11 fliegt im September am Saturn vorbei und überträgt die ersten Bilder des Ringplaneten aus der Nähe.</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/saturn-ring-pioneer.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eines der ersten Bilder vom Saturn, aufgenommen von Pioneer 11. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Eines der ersten Bilder vom Saturn, aufgenommen von Pioneer 11. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/saturn-ring-pioneer_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eines der ersten Bilder vom Saturn, aufgenommen von Pioneer 11. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1980</td><td>Der zweite Start einer europäischen Ariane-Rakete misslingt im Mai, nachdem der Erstflug gelungen war. Die Rakete muss vorzeitig gesprengt werden. Nur wenige Monate zuvor war die Firma Arianespace von europäischen Raumfahrtfirmen gemeinsam gegründet worden.</td></tr><tr><td>1981</td><td>Im April beginnt mit dem Flug der <a href="https://www.raumfahrer.net/columbia-ov-102/" data-wpel-link="internal">Columbia</a> (Mission STS-1) die amerikanische Space-Shuttle-Ära. Bei dieser Premiere sind vorsichtshalber nur zwei Astronauten an Bord: John Young und Robert Crippen. Aus den geplanten 5 Jahren Entwicklungs- und Bauzeit waren am Ende fast 10 Jahre geworden; die NASA bezeichnet die Shuttles gerne als die &#8222;komplizierteste Maschine, die je gebaut wurde&#8220;.</td></tr><tr><td>1982</td><td>An Bord der neuen sowjetischen Raumstation <a href="https://www.raumfahrer.net/saljut-der-weg-zur-russischen-raumstation/" data-wpel-link="internal">Saljut 7</a> stellen Anatoli Beresowoi und Walentin Lebedew mit 211 Tagen, also sieben Monaten Aufenthalt einen neuen Langzeitrekord auf.</td></tr><tr><td>1983</td><td>Im Juni ist mit Sally Ride erstmals eine Frau an Bord eines Space-Shuttles im Orbit. Sie ist Mitglied der Crew bei der Challenger-Mission STS-7, die vor allem Kommunikationssatelliten im All aussetzt.</td></tr><tr><td>1984</td><td>Unter breiter Beteiligung anderer europäischer Staaten aus Ost und West starten im Dezember die beiden sowjetischen Raumsonden Vega-1 und Vega-2 zur Venus. Sie setzen Landesonden und zum ersten und einzigen Mal auch zwei Ballons aus, die jeweils 2-3 Tage lang in der Atmosphäre der Venus treiben, bevor sie sich nicht mehr melden. Außerdem fliegen die beiden Sonden auch noch am Kometen Halley vorbei.</td></tr><tr><td>1985</td><td>Anfang Juli startet die ESA-Raumsonde Giotto mit einer Ariane-1 zum Kometen Halley. Beim Vorbeiflug im darauffolgenden Jahr wird sie erstmalig Bilder eines Kometenkerns aus nächster Nähe liefern.</td></tr><tr><td>1986</td><td>Im Januar explodiert der Space-Shuttle <a href="https://www.raumfahrer.net/challenger-ov-099/" data-wpel-link="internal">Challenger</a> kurz nach dem Start zur Mission STS-51-L. Alle sieben Astronauten kommen um´s Leben. Als mittelbare Ursache des Unglücks stellt sich Schlendrian aufgrund von Erfolgsdruck bei der NASA heraus &#8211; im Laufe der Jahre hatte sich gezeigt, dass die anfänglichen Vorstellungen von 10 Mio. Dollar pro Shuttle-Start bei weitem nicht einzuhalten waren.</td></tr><tr><td>1987</td><td>Im Dezember fliegen Wladimir Titow und Mussa Manarow zur sowjetischen Raumstation <a href="https://www.raumfahrer.net/raumstation-mir/" data-wpel-link="internal">Mir</a>. Als sie im nächsten Dezember zur Erde zurückkehren, sind sie die ersten Menschen, die über ein Jahr im Weltraum ausgehalten haben.</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/9704176orig_0-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mir und Atlantis (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Mir und Atlantis (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/9704176orig_0_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mir und Atlantis (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>1988</td><td>Im Juli starten die beiden sowjetischen Raumsonden Fobos-1 und Fobos-2 zum Mars und speziell zu dessen Mond Phobos, den sie erkunden sollen. Fobos-1 geht noch im selben Jahr verloren. Fobos-2 schafft es im nächsten Jahr gerade noch, einige Fotos und Daten zur Erde zu übertragen, bevor auch sie verloren geht.</td></tr><tr><td>1989</td><td>Die US-Raumsonde Magellan startet im Mai zur Venus. In Zeiten niedriger NASA-Budgets (Präsident Reagan war mehr am SDI-Projekt interessiert) ist sie mit nur einem Instrument ausgestattet, einem SAR-Radarsystem, das bis 1992 allerdings riesige Datenmengen zur Erde sendet, indem es 98% der Venusoberfläche kartiert.</td></tr><tr><td>1990</td><td>Das <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal">Hubble-Weltraumteleskop</a>, das erste seiner Art, wird im April von der Discovery mit der Mission STS-31 in eine Erdumlaufbahn gebracht. Hubble erweist sich als großer Durchbruch in der Sternenbeobachtung und ist bis heute in Betrieb. 2009 soll es eine letzte Wartung durch ein Space-Shuttle erhalten und dann noch bis 2013 in Betrieb bleiben.</td></tr><tr><td>1991</td><td>Der erste Österreicher im All, Franz Viehböck, fliegt im Oktober zur sowjetischen Raumstation Mir. 7 Tage lang führt er das umfangreiche österreichische Forschungsprogramm AUSTROMIR durch.</td></tr><tr><td>1992</td><td>Die erste US-Marssonde seit langer Zeit, Mars Observer, startet im September zum Roten Planeten. Im Jahr darauf geht sie allerdings kurz vor der Ankunft beim Mars aus bis heute ungeklärter Ursache verloren.</td></tr><tr><td>1993</td><td>Das Space Shuttle Endeavour startet zum Hubble-Weltraumteleskop, an dem die Crew die erste Wartungsmission STS-63 durchführt. Bei dieser Mission wird u.a. das Gerät COSTAR installiert, das einen Fertigungsfehler im Hauptspiegel des Teleskops ausgleicht.</td></tr><tr><td>1994</td><td>Die Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/goodbye-galileo/" data-wpel-link="internal">Galileo</a> beobachtet den Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf den Planeten Jupiter und sendet, obwohl sie noch über 200 Millionen Kilometer von dem Gasriesen entfernt ist, spektakuläre Bilder. Von der Erde war dieser Einschlag nicht zu beobachten, weil er auf der anderen Seite des Planeten stattfand.</td></tr><tr><td>1995</td><td>Das Sonnenobservatorium SOHO, ein amerikanisch-europäisches Gemeinschaftsprojekt, startet im Dezember ins All und entwickelt sich nach turbulenten Anfangsjahren zu einem weiteren erfolgreichen &#8222;Dauerbrenner&#8220; der Raumfahrtgeschichte.</td></tr><tr><td>1996</td><td>Die Nasa traut sich wieder zum Mars, indem sie im Dezember die <a href="https://www.raumfahrer.net/mars-pathfinder-die-generalprobe/" data-wpel-link="internal">Mars Pathfinder-Sonde</a> startet &#8211; und wird reich belohnt: Die wissenschaftlich zwar wenig anspruchsvolle, aber durch ihre faszinierenden Bilder, die erstmals im Internet veröffentlicht werden, und den kleinen Rover Sojourner hoch populäre Mission bringt der US-Raumfahrtbehörde öffentliche Aufmerksamkeit und Sympathie wie lange nicht mehr.</td></tr><tr><td>1997</td><td>Die Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens</a> startet im Oktober auf einer Titan IVB in Richtung Saturn, den sie allerdings erst nach mehreren Vorbeiflügen an anderen Planeten erreichen wird.</td></tr><tr><td>1998</td><td>Sarja, das erste Modul der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/iss/" data-wpel-link="internal">Internationalen Raumstation (ISS)</a>, wird mit einer Proton-Rakete ins All befördert.</td></tr><tr><td>1999</td><td>Die Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/die-stardust-mission/" data-wpel-link="internal">Stardust</a>, die den Kometen Wild 2 untersuchen und Partikelproben aus dessen Schweif zur Erde bringen soll, startet auf einer Delta II.</td></tr><tr><td>2000</td><td>Die erste Langzeitbesatzung der ISS, <a href="https://www.raumfahrer.net/expedition-1/" data-wpel-link="internal">Expedition 1</a>, beginnt ihre Mission. Die Crew besteht aus William Shepherd, Juri Gidsenko und Sergei Krikaljow.</td></tr><tr><td>2001</td><td>Der Millionär <a href="https://www.raumfahrer.net/visiting-crews-vcs/#da982a2e0e74" data-wpel-link="internal">Dennis Tito</a> besucht im April als erster <a href="https://www.raumfahrer.net/weltraumtourismus/" data-wpel-link="internal">Weltraumtourist</a> die ISS.</td></tr><tr><td>2002</td><td>Die ESA startet den Erdbeobachtungssatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/satelliten/envisat/" data-wpel-link="internal">Envisat</a>, der ständig neue Bilder und Umweltdaten liefert.</td></tr><tr><td>2003</td><td>Im Februar 2003 bricht die US-Raumfähre <a href="https://www.raumfahrer.net/category/columbia/" data-wpel-link="internal">Columbia</a> beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre in einer Höhe von 60 Kilometern und bei einer Geschwindigkeit von zirka 20.000 km/h auseinander. Alle sieben Astronauten sterben. Die Columbia ist die zweite Raumfähre nach der Challenger die während einer Mission verloren geht. Die Unglücksursache war mit großer Wahrscheinlichkeit ein durch den Schaumstoff des externen Tanks beschädigter Hitzeschild.</td></tr><tr><td>2004</td><td>In den ersten beiden Monaten des Jahres 2004 landen zwei Sonden auf dem Mars, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen: die <a href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal">Mars Exploration Rover</a> Spirit und Opportunity. Zum ersten Mal in der Geschichte der Raumfahrt hat die Menschheit zwei Rover gleichzeitig auf einen anderen Planeten im Einsatz. Die Rover überschreiten ihre geplante Betriebsdauer um ein Vielfaches und sind im Jahr 2007 nach wie vor aktiv.</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/pia05117-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Spirits Landeplattform (Bild: NASA/JPL)" data-rl_caption="" title="Spirits Landeplattform (Bild: NASA/JPL)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/pia05117_index.jpg" alt=""/></a><figcaption>Spirits Landeplattform (Bild: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>2005</td><td>Im Januar 2005 landet die europäische Sonde <a href="https://www.raumfahrer.net/huygens-der-missionsablauf/" data-wpel-link="internal">Huygens</a> auf dem Saturnmond Titan und wird damit zur ersten Sonde, die auf einen Himmelskörper im äußeren Sonnensystem landet. Huygens liefert faszinierende Bilder von der Titanoberfläche und funktioniert länger als geplant.</td></tr><tr><td>2006</td><td><a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-erste-zum-letzten/" data-wpel-link="internal">New Horizons</a> startet mit einer Atlas V. Die Raumsonde ist Richtung Pluto unterwegs &#8211; dessen (schon lange umstrittener) Planetenstatus von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) just ein halbes Jahr nach dem Start aberkannt wird. Auf dem Weg zu dem jetzt als Zwergplaneten bezeichneten Pluto fliegt sie ein Jahr nach dem Start am Jupiter vorbei.</td></tr><tr><td>2007</td><td>Im September startet die Raumsonde Dawn. Sie soll den Asteroiden Vesta und den Zwergplaneten Ceres besuchen und die erste Raumsonde sein, die in eine Umlaufbahn um zwei Asteroiden eintritt.</td></tr></tbody></table></figure>
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		<title>Galileo: Back to the roots</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-back-to-the-roots/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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		<category><![CDATA[Voyager]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=71705</guid>

					<description><![CDATA[<p>1974 tauchte die NASA-Sonde Pioneer 11 durch die Ringe des Jupiters. Autor: Karl Urban Und keiner bemerkte es. Jupiters dunkle Ringe, die im Gegensatz zum Saturn kaum sichtbar sind, waren zur Zeit von Pioneer 11 noch völlig unbekannt. Erst als am 5. März 1979, als die Raumsonde Voyager 1 Jupiter zum &#8222;Schwung holen&#8220; umkreiste, entdeckte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">1974 tauchte die NASA-Sonde <em>Pioneer 11</em> durch die Ringe des Jupiters.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jupiringe_01.jpg" alt="" width="355" height="266"/><figcaption>Aussetzen der Jupiter-Sonde <em>Galileo</em> vom Space Shuttle <em>Atlantis</em> im Oktober 1989.<br>(Grafik: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Und keiner bemerkte es.</em><br><br>Jupiters dunkle Ringe, die im Gegensatz zum Saturn kaum sichtbar sind, waren zur Zeit von <em>Pioneer 11</em> noch völlig unbekannt. Erst als am 5. März 1979, als die Raumsonde <em>Voyager 1</em> Jupiter zum &#8222;Schwung holen&#8220; umkreiste, entdeckte ihre Kamera das Ringsystem.<br><br>Seit 1974 hatten sich die Forscher einen weiteren Flug <em>durch</em> das Ringsystem des Jupiters gewünscht. Doch alle Sonden die nach <em>Pioneer 11</em> am Jupiter gewesen sind &#8211; <em>Voyager, Cassini</em> und <em>Galileo</em> &#8211; hatten immer einen respektablen Abstand zum Gasriesen gehalten. Seit 28 Jahren ist kein menschliches Raumfahrzeug in die Ringe des Jupiters eingetreten.<br><br><em>Bis zu dieser Woche.</em><br><br>Am 5. November 2002 tauchte <em>Galileo</em> erneut durch die Ringe &#8211; und dieses Mal waren die Wissenschaftler bereit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jupiringe_03.jpg" alt="" width="348" height="334"/><figcaption>Galileo macht sich auf zu einer der letzten Phasen seiner Mission.<br>(Grafik: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir freuten uns schon lange auf diesen Flug,&#8220; sagt Joe Burns, Planetenwissenschaftler an der Cornwell Universität und Mitglied des <em>Galileo Imaging Teams</em>. &#8222;Es ist eine echte Gelegenheit, die Partikel, aus denen diese Ringe bestehen, zu analysieren und ihre Umgebung zu verstehen.&#8220;<br><br>Seit dem Ende seiner zweimal verlängerten Sieben-Jahres-Mission hatte sich die Raumsonde mehr und mehr dem Jupiter angenähert. Riskante Manöver, beispielsweise über die Vulkane des Mondes Io hatte man sich für das Ende der Mission aufgehoben. Das aktuelle Manöver durch das Ringsystem ist eines der letzten Dinge, die <em>Galileo</em> tun wird, bevor die Sonde im nächsten Jahr in den Gasriesen eintreten wird.<br><br>Anders als die Ringe des Saturn, die aus hellen Eisbrocken der Größe von Einfamilienhäusern bestehen, sind die des Jupiters aus feinem Staub ähnlich den Partikeln in Zigarettenqualm. Die Staubkörnchen sind schwarz und reflektieren lediglich fünf Prozent des Sonnenlichts. Dies erklärt auch, warum die Ringe erst so spät entdeckt wurden. Zudem sind sie nahezu durchsichtig, was ihr Studium sehr kompliziert macht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jupiringe_02.jpg" alt="" width="358" height="190"/><figcaption>Die Jupitermonde, die für die Entstehung des Ringsystems verantwortlich sind.<br>(Grafik: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ursprung der Jupiterringe hatte die Kamera von <em>Galileo</em> bereits vor fünf Jahren entdeckt: &#8222;Der Staub stammt von den kleinen felsigen Monden Jupiters,&#8220; sagt Burns. Diese Monde werden ständig von Meteoriten getroffen, die auf deren Oberflächen explodieren. Jupiters Ringe sind die Trümmer dieser Einschläge.<br><br>Tatsächlich hat Jupiter mehrere Ringe: Der <em>Hauptring</em> ist der hellste. Er befindet sich sehr nah an Jupiter und besteht aus Staub von den Monden <em>Andrastea</em> und <em>Metis</em>. Zwei weitere sehr dünne Ringe umkreisen den Hauptring. Diese stammen von den natürlichen Satelliten <em>Thebe</em> und <em>Amalthea</em>. Ein weiterer, eher spärlicher Ring umkreist Jupiter in sehr viel größerer Entfernung in der umgekehrten Richtung: Sein Ursprung ist bis heute nicht geklärt. Allerdings geht man davon aus, dass er aus eingefangenem interplanetarem Staub besteht.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/goodbye-galileo/" data-wpel-link="internal">Goodbye Galileo</a></li></ul>
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