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	<title>Ukraine &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Ukraine &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Russland startet neuen Wettersatelliten in Baikonur</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-startet-neuen-wettersatelliten-in-baikonur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2023 17:28:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Elektro-L Nr. 4 von Proton-M ins All gebracht. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS, Telegram 5. Februar 2023. Baikonur, 5. Februar 2023 &#8211; Russland hat am Sonntag einen neuen Wettersatelliten gestartet. Die schwere Proton-M-Trägerrakete mit Elektro-L Nr. 4 an der Spitze stieg um 10:12 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Elektro-L Nr. 4 von Proton-M ins All gebracht. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: GK Roskosmos, RIA Nowosti, TASS, Telegram 5. Februar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EelektroLsatNPOLawotschkin900.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Elektro-L-Satellit über der Erde - künstlerische Darstellung. (Bild: NPO Lawotschkin)" data-rl_caption="" title="Elektro-L-Satellit über der Erde - künstlerische Darstellung. (Bild: NPO Lawotschkin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EelektroLsatNPOLawotschkin260.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Elektro-L-Satellit über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: NPO Lawotschkin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Baikonur, 5. Februar 2023 &#8211; Russland hat am Sonntag einen neuen Wettersatelliten gestartet. Die schwere Proton-M-Trägerrakete mit Elektro-L Nr. 4 an der Spitze stieg um 10:12 Uhr deutscher Zeit vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan auf, teilte die GK Roskosmos mit. Die Satelliten umkreisen die Erde auf einer geostationären Umlaufbahn und sammeln hydrometeorologische Daten. Außerdem erfüllen sie telekommunikative Funktionen und übermitteln Notsignale des internationalen Such- und Rettungssystems KOSPAS-SARSAT.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Elektro-L-Satellit war im Januar 2011 gestartet worden. Er funktionierte bis Oktober 2016. Die Nummern 2 und 3 folgten 2015 und 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kiew &#8211; Nach Angaben der ukrainischen Regierung vom Samstag hat sie die Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit Russland bei der friedlichen Erforschung und Nutzung des Weltraums aufgekündigt. Das Dokument war 1996 unterzeichnet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19750.msg544376#msg544376" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Elektro-L Nr.4 auf Proton-M/DM-03 </a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bunte Girlanden, Beluga-Stör und Putin-Rede</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bunte-girlanden-beluga-stoer-und-putin-rede/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2022 13:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russische ISS-Kosmonauten zelebrieren fröhlichen Jahreswechsel. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: GK Roskosmos, TASS, RIA-Nowosti, Yandex.ru 31. Dezember 2022&#160; Moskau, 31. Dezember 2022 &#8211; Vor dem Hintergrund des eskalierenden Ukraine-Krieges und ihres angeschlagenen Raumschiffes Sojus MS-22 haben die Kosmonauten Sergej Prokopjew, Dmitri Petelin und Anna Kikina den Jahreswechsel in der Internationalen Raumstation ISS mit einer [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Russische ISS-Kosmonauten zelebrieren fröhlichen Jahreswechsel. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: GK Roskosmos, TASS, RIA-Nowosti, Yandex.ru 31. Dezember 2022&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 31. Dezember 2022 &#8211; Vor dem Hintergrund des eskalierenden Ukraine-Krieges und ihres angeschlagenen Raumschiffes Sojus MS-22 haben die Kosmonauten Sergej Prokopjew, Dmitri Petelin und Anna Kikina den Jahreswechsel in der Internationalen Raumstation ISS mit einer gekünstelt wirkenden Fröhlichkeit zelebriert. In dem mit einer Plastik-Jolka, grellbunten Girlanden und viel Flitter geschmückten russischen Segment vollführten sie in schneeweißen Bordanzügen mit einem breiten Brustband in den Nationalfarben Purzelbäume. Kommandant Prokopjew präsentierte ausführlich den&nbsp;Festtagsschmaus: Kartoffelsalat mit Beluga-Stör, Krevetten und schwarzem Kaviar. Kikina, die eigentlich dem amerikanischen Crew-Dragon-Team angehört, versicherte, dass man natürlich die Neujahrsansprache von Präsident Wladimir Putin verfolgen werde.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Traditionsgemäß wandte sich das Trio auch an seine Landsleute auf der Erde &#8211; diesmal allerdings in knappen Worten. Es wünschte ihnen Gesundheit, Erfolg, Kühnheit, Schöpfertum sowie Wärme in der Seele und forderte sie zugleich auf, sich als eine &#8222;einträchtige Familie zu fühlen&#8220;. Der Grund für diese weichgespülte Botschaft ist sicher, dass man keine Stellung zu dem verheerenden Raketen- und Kampfdrohnen-Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und auch zu dem Radiator-Leck in der Sojus-Kapsel beziehen wollte, das den Experten großes Kopfzerbrechen bereitet. Zudem wollte man wohl die Amerikaner nicht zusätzlich vergrätzen, weil man schon bald auf deren rettende Hilfe bei der sicheren Rückführung der Kosmonauten von der Station angewiesen sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür kamen diesmal im Sternenstädtchen bei Moskau flankierend mehrere Kosmonauten-Kollegen zu Wort. In kurzen Video-Spots resümierten sie das abgelaufene Jahr und gaben einen Ausblick auf 2023. Auch hier spielte der Krieg bis auf eine kleine Ausnahme keine Rolle. Vierfach-Flieger Anton Schkaplerow, der im Sommer in der Station auch als Kameramann für den ersten Spielfilm im AIl, &#8222;Wysow&#8220; (Herausforderung), fungierte, kündigte dabei an, dass der Streifen zum Gagarin-Jubiläum am 12. April Premiere habe. Sein Kollege Oleg Artemjew sagte etwas sibyllinisch, das abgelaufene Jahr sei für ihn persönlich erfolgreich, streckenweise aber auch &#8222;sehr schwer&#8220; und &#8222;gefährlich&#8220; gewesen. Deshalb wünsche er sich, 2023 &#8222;auf den Sieg&#8220; trinken zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3711.msg542696#msg542696" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Russisches Segment</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Roskosmos-Wissenschaft für sg. &#8222;Separatistenrepubliken&#8220; &#8211; Donbass-Fernerkundung aus der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/roskosmos-wissenschaft-fuer-sg-separatistenrepubliken-donbass-fernerkung-aus-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Dec 2022 15:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russland treibt Integration der &#8222;Separatistenrepubliken&#8220; Donezk und Lohansk in die russische Wissenschaft voran. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quelle: RIA Nowosti, TASS 5. Dezember 2022. Sotschi/Donezk, 5. Dezember 2022 &#8211; Russland treibt die&#160;Integration der &#8222;Separatistenrepubliken&#8220; in der Ukraine in die russische Wissenschaft zielstrebig voran. Es sei bereits beschlossen worden, die Diplome und Dokumente der jungen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Russland treibt Integration der &#8222;Separatistenrepubliken&#8220; Donezk und Lohansk in die russische Wissenschaft voran. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: RIA Nowosti, TASS 5. Dezember 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rogosin2013enkremlinru800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dmitri Rogosin 2013. (Bild: en.kremlin.ru)" data-rl_caption="" title="Dmitri Rogosin 2013. (Bild: en.kremlin.ru)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rogosin2013enkremlinru260.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dmitri Rogosin 2013. (Bild: en.kremlin.ru)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sotschi/Donezk, 5. Dezember 2022 &#8211; Russland treibt die&nbsp;Integration der &#8222;Separatistenrepubliken&#8220; in der Ukraine in die russische Wissenschaft zielstrebig voran. Es sei bereits beschlossen worden, die Diplome und Dokumente der jungen Wissenschaftler aus Donezk, Lohansk und den anderen zu Russland gehörenden Territorien anzuerkennen, sagte Präsident Wladimir Putin (am 1. Dezember) auf einem Treffen in Sotschi. Die Entwicklung der Wissenschaft geschehe jedoch nicht im Selbstlauf, sondern erfordere die Einbeziehung der gesamten Gesellschaft, die überzeugt werden müsse, dass die Souveränität und die technologische Entwicklung nur auf wissenschaftlicher Basis stattfinden könne, fügte er hinzu. Je schneller das geschehe, desto besser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor war bekannt geworden, dass Wissenschaftler der Universität Donezk künftig in die Umsetzung einiger Programme der russischen Raumfahrtbehörde GK Roskosmos einbezogen werden. Dabei gehe es um Bildungsprojekte, aber auch um die praktische wissenschaftliche Tätigkeit zur Erforschung des Potenzials des Donbass, teilte die Rektorin der Universität, Swetlana Bespalowa, der Moskauer Nachrichtenagentur TASS mit. Das Zusammenwirken sei einer der realen Mechanismen für die Integration der Republik in die Hochtechnologie Russlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Initiative für das Vorhaben stammt vom Chef der Militärberater-Gruppe &#8222;Zarenwölfe&#8220; (Zarskije wolki), Dmitri Rogosin, stellt die Agentur fest. Dieser habe auch betont, dass eines der ersten Programme ein gemeinsames Experiment sein werde, bei dem die GK Roskosmos den Donbass aus der Internationalen Raumstation ISS fernerkunden werde. Rogosin war bis Mitte Juli Roskosmos-Generaldirektor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard Kowalski</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brände, die so groß sind, dass sie vom Weltraum aus zu sehen sind &#8211; Umwelt ist ein stilles Opfer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/braende-die-so-gross-sind-dass-sie-vom-weltraum-aus-zu-sehen-sind-umwelt-ist-ein-stilles-opfer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 16:52:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Die Umwelt ist ein stilles Opfer&#8220;: Forschungsprojekt untersucht Ausmaß der Kriegsschäden auf Ökosysteme der Ukraine. Eine Pressemitteilung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Quelle: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 10. Oktober 2022. 10. Oktober 2022 &#8211; Am Forschungs- und Transferzentrum Nachhaltigkeit und Klimaforschung der HAW Hamburg untersucht das Forschungsprojekt „Ukraine-Nature“ (Juli 2022 bis Dezember 2023) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/braende-die-so-gross-sind-dass-sie-vom-weltraum-aus-zu-sehen-sind-umwelt-ist-ein-stilles-opfer/" data-wpel-link="internal">Brände, die so groß sind, dass sie vom Weltraum aus zu sehen sind &#8211; Umwelt ist ein stilles Opfer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">&#8222;Die Umwelt ist ein stilles Opfer&#8220;: Forschungsprojekt untersucht Ausmaß der Kriegsschäden auf Ökosysteme der Ukraine. Eine Pressemitteilung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 10. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LifeSciencesArchitekturJF027loresHAW.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Fakultät Life Sciences am Campus Bergedorf. (Bild: HAW Hamburg)" data-rl_caption="" title="Die Fakultät Life Sciences am Campus Bergedorf. (Bild: HAW Hamburg)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LifeSciencesArchitekturJF027loresHAW26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Fakultät Life Sciences am Campus Bergedorf. (Bild: HAW Hamburg)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. Oktober 2022 &#8211; Am Forschungs- und Transferzentrum Nachhaltigkeit und Klimaforschung der HAW Hamburg untersucht das Forschungsprojekt „Ukraine-Nature“ (Juli 2022 bis Dezember 2023) das Ausmaß der Kriegsschäden in Schutzgebieten der Ukraine. Schäden in sensiblen Ökosystemen sollen überwacht und dokumentiert werden, auch um eine Grundlage für künftige Wiederherstellungsmaßnahmen zu liefern. Das Forschungsvorhaben wird von Prof. Dr. Dr. Walter Leal koordiniert und von der ukrainischen Wissenschaftlerin Dr. Maria Fedoruk durchgeführt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert das Projekt jetzt mit 124.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Ukraine liegen viele ökologisch intakte Naturräume wie Feuchtgebiete und Wälder und eine große Fläche bislang unberührter Steppe. Russische Truppen haben inzwischen in mehr als einem Drittel der geschützten Naturgebiete des Landes Militäroperationen durchgeführt. Dadurch wurden Ökosysteme und die Lebensgrundlage vieler Tier- und Pflanzenarten stark beeinträchtigt. Das am Forschungs- und Transferzentrum Nachhaltigkeit und Klimaforschung (FTZ-NK) der HAW Hamburg durchgeführte Forschungsprojekt Ukraine-Nature untersucht die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Umwelt. Die Schäden in den sensiblen und einzigartigen Naturlandschaften sollen überwacht und dokumentiert werden. Das Ziel ist, eine Datengrundlage zu schaffen, die unter anderem bei künftigen Wiederherstellungsmaßnahmen unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es gibt Anzeichen dafür, dass die Umweltzerstörung eine ausdrückliche militärische Taktik ist. Die militärischen Aktivitäten haben in einigen Gebieten Brände ausgelöst, die so groß sind, dass sie vom Weltraum aus zu sehen sind. Wir haben Anlass zur Sorge, dass zum Beispiel wichtige Bruthabitate für Vögel betroffen sind“, sagt Prof. Dr. Dr. Walter Leal, Leiter des FTZ-NK am Campus Life Sciences der HAW Hamburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nationalparks, Naturschutzgebiete und andere geschützte Gebiete in der Ukraine erbringen wichtige Ökosystemleistungen zum menschlichen Wohlbefinden und versorgen unter anderem die Menschen mit landwirtschaftlichen Produkten wie Getreide. Dadurch, dass Soldaten Gräben ausheben, Panzer über die Vegetation fahren und diese stark verdichten und Sprengstoffe Brände auslösen, sind deren natürlichen Ressourcen stark bedroht. Dazu stoßen die eingesetzten Waffen giftige Gase und Partikel in die Luft und Schwermetalle gelangen in den Boden und ins Wasser. „Kriege zerstören Menschenleben und Lebensräume, töten Wildtiere, verursachen Umweltverschmutzung und schädigen Ökosysteme in hohem Maße, mit Folgen, die Jahrzehnte lang anhalten. Die Umwelt ist ein stilles Opfer des Konflikts“, so Prof. Walter Leal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br><a href="https://www.haw-hamburg.de/forschung/forschungsprojekte-detail/project/project/show/ukraine-nature/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.haw-hamburg.de/forschung/forschungsprojekte-detail/project/project/show/ukraine-nature/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg539035#msg539035" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/braende-die-so-gross-sind-dass-sie-vom-weltraum-aus-zu-sehen-sind-umwelt-ist-ein-stilles-opfer/" data-wpel-link="internal">Brände, die so groß sind, dass sie vom Weltraum aus zu sehen sind &#8211; Umwelt ist ein stilles Opfer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ex-Roskosmos-Chef Rogosin sieht Musk-Aussage zur Ukraine von Kikina beeinflusst</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ex-roskosmos-chef-rogosin-sieht-musk-aussage-zur-ukraine-von-kikina-beeinflusst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Oct 2022 21:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=116525</guid>

					<description><![CDATA[<p>Elon Musk äußert sich zur Ukraine, Dmitri Rogosin zu Elon Musk. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quelle: Gerhard Kowalski 3. Oktober 2022. Moskau, 3. Oktober 2022 &#8211; Dmitri Rogosin, der Mitte Juli von Präsident Wladimir Putin ohne Angabe von Gründen als Chef der GK Roskosmos abgelöst worden ist, hat sich nach längerem Schweigen erstmals wieder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ex-roskosmos-chef-rogosin-sieht-musk-aussage-zur-ukraine-von-kikina-beeinflusst/" data-wpel-link="internal">Ex-Roskosmos-Chef Rogosin sieht Musk-Aussage zur Ukraine von Kikina beeinflusst</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Elon Musk äußert sich zur Ukraine, Dmitri Rogosin zu Elon Musk. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Gerhard Kowalski 3. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jsc2022e068622spacex2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="SpaceX Crew-5 Mission Specialist Anna Kikina während der Crew Dragon cockpit training session am 16. Dezember 2021. (Bild: NASA JSC / SpaceX)" data-rl_caption="" title="SpaceX Crew-5 Mission Specialist Anna Kikina während der Crew Dragon cockpit training session am 16. Dezember 2021. (Bild: NASA JSC / SpaceX)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jsc2022e068622spacex26.jpg" alt=""/></a><figcaption>SpaceX Crew-5 Mission Specialist Anna Kikina während der Crew Dragon cockpit training session am 16. Dezember 2021. (Bild: NASA JSC / SpaceX)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 3. Oktober 2022 &#8211; Dmitri Rogosin, der Mitte Juli von Präsident Wladimir Putin ohne Angabe von Gründen als Chef der GK Roskosmos abgelöst worden ist, hat sich nach längerem Schweigen erstmals wieder zu Wort gemeldet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf seinem Telegram-Kanal kommentierte er am Montag eine Äußerung des US-Milliardärs Elon Musk zur Ukraine. Der hatte getwittert, ein erster Schritt zur Lösung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine könnte sein, dass die Krim ein Teil Russlands bleibe und in den von Moskau okkupierten Gebieten Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja erneut Referenden durchgeführt werden &#8211; diesmal unter der Ägide der Vereinten Nationen. Zudem könne die Ukraine einen neutralen Status annehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorschlag von Musk sei auf die Beeinflussung durch Anna Kikina zurückzuführen, schreibt Rogosin. Die russische Kosmonautin soll am Mittwoch mit zwei Amerikanern und einem Japaner an Bord von Crew Dragon 5 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rogosin, der durch Juri Borissow abgelöst wurde, wird nach russischen Medienberichten als Chef des neuen Föderalen Krim-Bezirks gehandelt, zu dem auch die vier eroberten Gebiete gehören sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19340.msg538777#msg538777" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Krieg in der Ukraine &#8211; Auswirkungen auf die Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>Der Ukraine-Krieg ist auch auf der ISS angekommen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-ukraine-krieg-ist-auch-auf-der-iss-angekommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 15:03:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nummer 123 des Magazins Raumfahrt Concret ist ein Beitrag von Gerhard Kowalski zur Lage der Raumfahrt in Russland erschienen. Mit freundlicher Genehmigung des Autors und von Raumfahrt Concret geben wir den Text des Beitrags wieder. Essay von Gerhard Kowalski. Quelle: Raumfahrt Concret, Gerhard Kowalski. Als am 24. Februar 2022 die ersten Meldungen der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nummer 123 des Magazins Raumfahrt Concret ist ein Beitrag von Gerhard Kowalski zur Lage der Raumfahrt in Russland erschienen. Mit freundlicher Genehmigung des Autors und von Raumfahrt Concret geben wir den Text des Beitrags wieder. Essay von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.raumfahrt-concret.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Raumfahrt Concret</a>, Gerhard Kowalski.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GKaw26.jpg" alt=""/><figcaption>Gerhard Kowalski. (Bild: A. Weise)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als am 24. Februar 2022 die ersten Meldungen der Nachrichtenagenturen vom Überfall Russlands auf die Ukraine liefen, glaubte ich meinen Ohren nicht zu trauen. Russland führt Krieg gegen ein anderes Land, der zudem bei Androhung drastischer Strafen nicht als solcher benannt werden darf?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu dem tieftraurigen Februar-Tag wähnte ich mich immer als Kenner der einstigen Sowjetunion und dann Russlands. Ich befasse mich als Journalist seit 1966 besonders intensiv mit ihnen und ihrer Raumfahrt und habe auch bis zum Flug von Sigmund Jähn 1978 als ADN-Korrespondent sechs Jahre an der Moskwa gearbeitet und gelebt. Für mich galt seither der wunderbare Text von Jewgeni Jewtuschenko: Meinst du, die Russen wollen Krieg? Natürlich nicht &#8211; nach ihren 27 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg, war meine Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun das. War ich die ganze Zeit politisch so blind durch die Welt gelaufen!? Wie konnte das passieren? Waren da nicht schon der Krieg in Afghanistan von 1979 bis 1989 mit rund 13.300 toten Sowjetsoldaten und dann, 2014, die Besetzung der Krim und die Bildung der Separatisten-Volksrepubliken? Habe ich nicht die vielen Warnsignale in diese Richtung vernommen, von denen heute überall gesprochen und geschrieben wird? Doch, ich habe sie im Unterbewusstsein wahrgenommen, aber schlicht nicht ernst genommen. Denn die offizielle deutsche Politik von Willy Brandt über Helmut Kohl bis Angela Merkel war ja auch russenfreundlich. Bei mir haben nie irgendwelche Alarmglocken geschrillt &#8211;&nbsp;leider, muss ich heute einräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen bin ich jäh in der neuen Wirklichkeit angekommen und quäle mich mit der Frage herum, wie gerade die Russen einen solchen Krieg vom Zaun brechen konnten, den man bei uns im Westen gern explizit als den Krieg Putins bezeichnet. Doch täuschen wir uns nicht: Gut drei Viertel der Bevölkerung stehen mehr oder weniger fest hinter ihrem Präsidenten. Die Russen waren schon immer obrigkeitsgläubig &#8211; ob der Herrscher im Kreml nun Zar, Generalsekretär oder Präsident heißt. Und Putin geht zudem mit eiserner Faust gegen jegliche Opposition vor. Natürlich weiß auch ich, dass der Westen in seiner Russland-Politik große Fehler gemacht hat. Aber daraus das Recht auf einen &#8222;provozierten Krieg&#8220; abzuleiten, wie es auch einige meiner deutschen Zeitgenossen jetzt tun, geht auf keinen Fall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort des Westens auf den Krieg waren umfassende Sanktionen, die Putins ohnehin schwache Wirtschaft empfindlich treffen sollten. Wie wir aber bald merkten, haben sie&nbsp;in Teilen, etwa bei der Gasversorgung, auch verheerende Rückwirkungen auf uns selbst. In Deutschland sorgen sie inzwischen sogar für Energie-Notstandsprogramme, gesellschaftliche Unruhe und Existenzängste. Zudem froren die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, die Europäische Weltraumorganisation ESA, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und andere westliche Partner ihre Zusammenarbeit mit den Russen mit Ausnahme der Internationalen Raumstation ISS ein. Die sind nun allein auf sich gestellt, bemühen sich deshalb um die Verstärkung ihrer traditionellen Beziehungen etwa zu China und Indien und werben um neue Partner in der ganzen Welt, speziell auch im arabischen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rogosin leitet Umbau der Raumfahrt für den Krieg ein</strong><br>Der bisherige Chef der russischen Raumfahrtbehörde GK Roskosmos, Dmitri Rogosin, hat als einer der engsten und wichtigsten Gefolgsleute Putins unverzüglich mit der Umstellung der Raumfahrt auf diesen Krieg begonnen. Die Losung für die rund 200.000 Mitarbeiter der Branche sei jetzt &#8222;Alles für die Front, alles für den Sieg&#8220;, rief er am 2. Juni auf einer Bilanzkonferenz aus. Die GK Roskosmos verfüge über &#8222;kolossale Technologien, die in direkten Beziehungen zu den Kriegen der neuen Generation stehen&#8220;. Diese müssten jetzt voll für die russischen Streitkräfte mobilisiert werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SkifDdemosatartglavkosmos.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Skif-D Testsatellit für Sfera-Konstellation - künstlerische Darstellung. (Quelle: Glavkosmos)" data-rl_caption="" title="Skif-D Testsatellit für Sfera-Konstellation - künstlerische Darstellung. (Quelle: Glavkosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SkifDdemosatartglavkosmos26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Skif-D Testsatellit für Sfera-Konstellation &#8211; künstlerische Darstellung. (Quelle: Glavkosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als erste Maßnahme beantragte Rogosin bei der Regierung, dem Ausbau der zivilen und dualen Satellitenflotte, die bisher aus lediglich etwas mehr als 160 Apparaten besteht, mit Blick auf die &#8222;im Februar 2022 entstandene geopolitische Lage&#8220;&nbsp;absoluten finanziellen Vorrang einzuräumen. Damit soll praktisch der weitaus überlegeneren westlichen Weltraumaufklärung begegnet werden. Ziel sei zumindest die &#8222;zahlenmäßige Verdopplung der Orbitalgruppierung&#8220;, wie das die Russen nennen. Die Entwicklung neuer Raketentriebwerke und Raketen wurden dadurch auf den zweiten und dritten Rang zurückgestuft. Die Crux dabei ist, dass Russland wegen der Sanktionen keinen Zugriff mehr auf die dafür erforderliche westliche Mikroelektronik hat. Rogosin kleidete das in den Satz: Wir haben zwar Trägerraketen, aber keine Satelliten, die sie ins All schießen können. Deshalb soll die eigene noch schwache mikroelektronische Basis schnell ausgebaut werden, um vor allem auch das <em>Sfera</em>-Erderkundungssatelliten-Programm zu puschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als besonderes atomares Faustpfand sah Rogosin zudem die neue russische Interkontinentalrakete <em>Sarmat </em>an, deren Serienproduktion bei der GK Roskosmos begonnen hat. Sie übertreffe in allen technischen Parametern ihre westlichen Pendants, behauptete er. Sie sei der &#8222;große Gleichmacher&#8220;, der allerdings nur dann zum Einsatz komme, wenn die &#8222;Souveränität oder das Leben&#8220; Russlands in Gefahr seien. Die Rakete, die einen 10-Tonnen-Sprengkopf an jeden Ort der Erde tragen können soll, sei neben der <em>Topol</em> und <em>Iskander </em>ein Schlüsselelement der Verteidigungsindustrie. Diese Arbeit werde man operativ ausbauen, um jene Arsenale der Streitkräfte aufzufüllen, mit denen Kommandopunkte sowie Ansammlungen von Truppen, Waffen und Militärtechnik des Feindes vernichtet werden können. Die Schritte dahin seien bereits „bis zur letzten Schraube“ durchgerechnet worden. Zugleich verkündete Rogosin, dass das Logo seiner Organisation zum 77. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland (9. Mai 2022) durch einen großen roten fünfzackigen Sowjetstern ergänzt wurde. Damit unterstütze man auch die Streitkräfte der Russischen Föderation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kosmonauten posen für den Krieg</strong><br>Eine gewisse Zeit schien es, als wollten die Russen den Ukraine-Krieg von der ISS fernhalten. Auf Pressekonferenzen im <em>Sternenstädtchen</em> bei Moskau und in der Berichterstattung aus der Station selbst wurde er anfangs nicht erwähnt. Die gleichgeschalteten russischen Medien hielten sich offensichtlich artig an die Vorgaben &#8222;von oben&#8220;. Doch am 3. Juni änderte sich das. Da prangten auf dem Kosmodrom <em>Baikonur </em>(Kasachstan) auf der Nutzlastverkleidung des Frachters<em> Progress MS-20</em> die Flaggen von Luhansk und Donezk und auf der<em> Sojus</em>-Trägerrakete die Inschrift <em>Donbass</em>. Zudem waren Kinder aus den genannten Regionen zum Start eingeladen worden. Normalerweise tragen die schmucklosen russischen Raumschiffe und Raketen ja nur Seriennummern. Doch diesmal hatte man sich &#8222;zu Ehren&#8220; der Spezialoperation in der Ukraine etwas Besonderes einfallen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was damals noch niemand ahnte: An Bord des Frachters befanden sich auch die Flaggen von Luhansk und Donezk. Die sind dann erst am 4. Juli im russischen ISS-Segment von den Kosmonauten Oleg Artemjew, Sergej Korssakow und Denis Matwejew enthüllt worden. Damit war auch für mich der Krieg in der ISS angekommen. Wie Rogosin dazu erklärte, hätten die GK Roskosmos und die drei Männer mit dieser Aktion der Republik Luhansk zur &#8222;Befreiung&#8220; durch die russischen Truppen gratuliert, die Verteidigungsminister Sergej Schoigu Präsident Putin am selben Tag verkündet habe. Später wurde dann nachgeschoben, dass die Kosmonauten, die sich bis dato nicht expressis verbis zu dem Krieg geäußert hatten, die Politik des Landes &#8222;immer unterstützen&#8220;. Das gelte insbesondere für Artemjew, der Abgeordneter der Moskauer <em>Stadtduma</em> und zudem Sonderkorrespondent der staatlichen Nachrichtenagentur <em>TASS</em> in der Station sei. (Der außerirdische Medienposten war im November 2021 eingerichtet worden). Das Trio meldete sich dann noch einmal höchstpersönlich zu Wort. In einem Video gratulierte es allen Russen zum „Großen Sieg“ über Hitler-Deutschland. „Wir wünschen Ihnen geistige Frische, Frieden und alles Gute sowie den Militärdienstleistenden Erfolge bei ihrer höchst schwierigen und gefährlichen Kampfaufgabe zum Wohle Russlands“, hieß es etwas verklausuliert in der Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer, der den Krieg aus der Internationalen Raumstation ISS beobachtet hat, teilte mit, die Besatzung sei gut über den russischen Überfall auf die Ukraine informiert gewesen. Doch was dort geschehen sei, „haben wir alle nicht erwartet“, fügte er auf seiner ersten Pressekonferenz in Köln nach seiner Rückkehr von der Halbjahres-Mission hinzu. Die russischen Kollegen hätten das angesprochen. Man sei „entsetzt und betroffen gewesen, wobei es keinen Unterschied unter uns“ gegeben habe. Maurer betonte, die internationale Besatzung sei wie eine „eingeschworene Familie“ gewesen. Er hoffe, dass damit eine Brücke gebaut worden sei, die die Menschen wieder „auf den normalen Weg“ zurückführen werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>NASA verurteilt Missbrauch der ISS für politische Ziele</strong><br>Die NASA hat die Flaggenaktion der Russen postwendend als Missbrauch der ISS für politische Ziele verurteilt. Administrator Bill Nelson sagte, damit werde der Krieg gegen die Ukraine unterstützt. Das sei im Grunde nicht mit der Hauptaufgabe der Station vereinbar, Wissenschaft und Technologie für friedliche Zwecke zu entwickeln. Rogosins Antwort folgte auf dem Fuße. Die USA hätten als erste gegen das Prinzip &#8222;Weltraum außerhalb der Politik&#8220; verstoßen, indem sie Russland mit ihren Sanktionen des Zugangs zum internationalen Markt für Mikroelektronik und kommerzielle Aufträge beraubten, um &#8222;die Wiege der Welt-Raumfahrt zu ersticken&#8220;, sagte er. Russland werde in seinem Segment tun, was es für &#8222;notwendig und nützlich&#8220; erachte und rufe zudem alle westlichen Partner auf, ihre &#8222;dummen Sanktionen&#8220; aufzuheben. Roskosmos-Pressechef Dmitri Strugowez sekundierte seinem Boss mit der Feststellung, dass sich die Flaggenaktion nicht auf die Arbeitsbeziehungen mit den anderen Kollegen auswirken dürfe. Denn das Leben und die Sicherheit in der Station hingen entscheidend davon ab, wie die Kosmonauten mit den US-Astronauten zusammenwirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich habe auch ich genau beobachtet, ob oder wie sich die anderen russischen Kosmonauten zu dem Krieg äußern. Fündig geworden bin ich dabei nicht, habe allerdings aber auch aus Vorsichtsgründen keine Internet-Umfrage veranstaltet, denn bei ihnen handelt es sich ja um ausgesprochene Nomenklaturkader. Die Antwort auf das generelle Schweigen hat mir aber offenbar Gagarins Tochter Galina gegeben, mit der ich seit über 20 Jahren in vertrauensvollem Kontakt stehe. Auf meine Frage, was wohl ihr Vater zu dem Ukraine-Krieg gesagt hätte, schrieb sie mir im März: &#8222;Ich weiß nicht, was mein Papa über die Ukraine gedacht hat, darüber lohnt es nicht zu fantasieren. Aber er war ein Militär und würde nie sein Land verraten, dem er einen Eid geschworen hat. Er war ein Mensch der Ehre!&#8220; Die allermeisten Kosmonauten waren stets hohe Offiziere oder gar Generäle, bis das <em>Kosmonautenausbildungszentum (ZPK) Juri Gagarin</em> im <em>Sternenstädtchen</em> bei Moskau in eine zivile Einrichtung umgewandelt wurde. Die Kosmonauten selbst wurden aus dem Militärdienst entlassen, erhielten aber die Erlaubnis, zu hohen Feiertagen Uniform zu tragen. Sie dürften deshalb ebenso wie Gagarin denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich habe ich mich auch gefragt, was wohl Sigmund Jähn zu dem Überfall auf die Ukraine sagen würde, wenn er noch lebte. Ich brauchte nicht lange nachzudenken, um mir sicher zu sein: So, wie ich ihn kenne und schätze, würde er den Krieg klar verurteilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Koroljows Enkel Andrej: Es gibt keine Entschuldigung für den Krieg</strong><br>Der erste Deutsche im All wäre damit derselben Meinung wie Dr. Andrej Koroljow. Der Enkel des legendären Sergej Koroljow, der aus dem ukrainischen Shytomyr stammte, hat als bislang höchster Vertreter der russischen Raumfahrtbranche dezidiert gegen den Krieg Stellung bezogen. Er &#8222;gibt uns nicht das moralische Recht, in so einer schweren Zeit zu schweigen&#8220;, schreibt der Wissenschaftler namens der ganzen Koroljow-Familie in einem <em>Offenen Brief</em>. &#8222;Es kommen Menschen um, Millionen Menschen leiden, der Krieg verschont niemanden. Es gibt keine Rechtfertigung für den Krieg, wie immer man ihn nennt. Für den Überfall auf ein benachbartes Bruderland gibt es keinerlei Rechtfertigung.&#8220; Dieser sinnlose Bruderkrieg müsse &#8222;unverzüglich beendet werden&#8220;. Ich hoffe nun inständig, dass Putin ihn dafür nicht vor Gericht zerrt, wie so viele andere Kriegsgegner. Möglicherweise schützen ihn aber der berühmte Name und die Furcht vor einem verheerenden internationalen Echo auf eine mögliche Bestrafung davor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Objekt der Begierde: die ukrainische Raumfahrtbranche</strong><br>Wie wir inzwischen wissen, hat es Russland bei seinem Angriffskrieg auch auf die Raumfahrtindustrie der Ukraine abgesehen. Die GK Roskosmos sei bereit, die Arbeit in den ukrainischen Raumfahrtunternehmen wieder in Gang zu setzen, die durch die Militäroperation „befreit“ worden seien, verkündete Rogosin in einem Interview des TV-Senders Rossija-24. Seine Behörde interessiere &#8222;vor allem das, was mit dem Weltraum verbunden ist, das, was immer ein untrennbarer Bestandteil der geeinten kosmischen Familie der großen Sowjetunion als kosmische Großmacht war“, fügte er hinzu. Das seien die Unternehmen, die sich in den Gebieten Charkiw, Kiew und Dnipropetrowsk befinden. In diesen Betrieben könne die GK Roskosmos voll das normale Leben wieder herstellen, die Produktion wieder aufnehmen und den Bürgern Arbeitsplätze anbieten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Lybid1Tiltingresh.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kommunikationssatellit Lybidj (Bild: ISS Reschetnjow)" data-rl_caption="" title="Kommunikationssatellit Lybidj (Bild: ISS Reschetnjow)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Lybid1Tiltingresh26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Kommunikationssatellit Lybidj (Bild: ISS Reschetnjow)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes zynisch klingt in diesem Zusammenhang Rogosins Angebot, nach Beendigung des Krieges den Start des ukrainischen Satelliten <em>Lybidj </em>zu gewährleisten. Es sei nicht ausgeschlossen, ihn nach der „Spezialoperation“ ins All zu schießen, sagte er. Dazu sei aber ein „echter Hausherr“ erforderlich, auf den man warte, fügte er hinzu. Das seien womöglich die von der Kiewer Junta „befreiten Territorien der Ukraine“. Der Vertrag über den Satelliten war 2009 zwischen der ukrainischen Raumfahrtbehörde und der kanadischen Gesellschaft MacDonald, Dettwiller and Associates geschlossen worden. Der Start konnte aber nicht erfolgen, weil 2014 der ukrainische Hersteller der Zenit-Trägerraketen die Produktion einstellte. Heute befindet sich der Satellit einsatzbereit in Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wohl in Vorbereitung auf die geplante Annexion legte die ökonomische und wissenschaftlich-technische Leitorganisation <em>Agat</em> der GK Roskosmos am 20. Juli eine Einschätzung des Objektes der Begierde vor. Das Produktions- und Finanzpotenzial der Raketen- und Raumfahrtbranche der Ukraine sei &#8222;gegenwärtig äußerst niedrig&#8220;, lautete das Urteil.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Putin entlässt Rogosin und ernennt Juri Borissow zum Nachfolger</strong><br>Kaum hatte sich Rogosin eifrig an die Umsetzung seiner Militarisierungspläne gemacht, die zur Zeit noch in der Aufnahme der <em>Sarmat</em>-Serienproduktion kulminieren, folgte Putins nächster Coup. Er löste ihn am 15. Juli ohne Angabe von Gründen ab und ersetzte ihn durch den bisherigen Vizepremier Juri Borissow. Auch hier wurde nicht gesagt, warum der Wechsel erfolgte oder was sich der Präsident davon verspricht. Auf die entsprechende Nachfrage eines Journalisten sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow nur, bei Rogosin habe das &#8222;nichts mit irgendwelchen Beanstandungen hinsichtlich seiner Arbeit zu tun&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische und auch die internationale Raumfahrt-Community durften also rätseln, was Sache ist. Eines war jedoch klar: mit dem Wechsel stand nunmehr ein ausgewiesener Rüstungsfachmann an der Spitze der Moskauer Raumfahrtbehörde, der sicher die Militarisierung der Branche weiter zielstrebig vorantreiben könnte. Denn Borissow war von 2012 bis 2018 als einer der Stellvertreter von Verteidigungsminister Sergej Schoigu für die Neuausrüstung der russischen Armee zuständig. Danach leitete er als Vizepremier den militärisch-industriellen Komplex.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/51732391125iss0212021nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="ISS am 2. Dezember 2021. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="ISS am 2. Dezember 2021. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/51732391125iss0212021nasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ISS am 2. Dezember 2021. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Überraschungs-Coup von Borissow: Russland steigt bei der ISS aus</strong><br>Nach der Ablösung von Rogosin war die Raumfahrtwelt natürlich gespannt, ob dessen Pläne fortgesetzt würden und mit welchem Programm nun sein Nachfolger Borissow antritt. Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass das nur die Verschärfung des militärischen Kurses seines Vorgängers sein könnte. Denn weshalb sonst hatte Putin ihn sich für diesen Posten ausgesucht? Doch meine Befürchtungen sind vorerst nicht eingetreten. Als der Präsident Borissow am 26. Juli im Kreml empfing, um dessen Programm zu hören, gebärdete der sich aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger als reiner Friedensengel. In seinem Vortrag fiel kein einziges Wort zur militärischen Raumfahrt. Dafür verkündete der neue Roskosmos-Chef als Überraschungs-Coup, dass Russland<em> nach 2024 </em>aus dem Projekt der Internationalen Raumstation ISS aussteigen werde. Bis dahin werde man aber natürlich alle Verpflichtungen gegenüber den anderen ISS-Partnern erfüllen. Eigentlich hätten die Russen mit der Verkündung dieser Entscheidung nach den ISS-Regeln noch bis Ende 2023 warten können. Doch das wollte man offenbar nicht. Sollte das etwa die spezielle Fortsetzung der Bestrafung der USA und ihrer Verbündeten für die Wirtschaftssanktionen sein, die Russland im Bereich der Hochtechnologien besonders schmerzhaft treffen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der &#8222;nicht einfachen Situation&#8220; der Branche, die es versäumt habe, sich rechtzeitig auf die industrielle Satellitenproduktion umzustellen, werde unter seiner Leitung die Hauptpriorität der GK Roskosmos auf die Versorgung der russischen Ökonomie mit den erforderlichen kosmischen Dienstleistungen ausgerichtet sein, versicherte dagegen Borissow, der jetzt auch <em>Sondervertreter des Präsidenten für Fragen der internationalen Zusammenarbeit im Weltraum</em> ist. Dabei gehe es unter anderem um die Navigation, die Telekommunikation, die Datenübertragung sowie um meteorologische und geophysikalische Informationen, ohne die man sich ein modernes Leben nicht vorstellen könne. Auch werde man die Weltraumwissenschaften nicht vergessen. Die wichtigste Priorität in der bemannten Raumfahrt gelte der Russischen Orbitalen Dienststation (ROSS), deren &#8222;Formierung&#8220; 2024 beginne.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Progress78aliasMS17NASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Progress-MS 17 alias Progress 78 an der ISS. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Progress-MS 17 alias Progress 78 an der ISS. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Progress78aliasMS17NASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Progress-MS 17 alias Progress 78P an der ISS. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich hatte das große Rätselraten darüber begonnen, wie die Formulierung <em>nach 2024 </em>zu deuten sei. Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zeigte sich überrascht von der Entscheidung und beklagte, nicht vorab darüber informiert worden zu sein. NASA-Chef Bill Nelson rechnet aber weiter damit, dass die Russen ihre Entscheidung noch einmal überdenken, zumal gerade eine Übereinkunft über drei sogenannte Überkreuzflüge von Astronauten und Kosmonauten für die Jahre 2022 bis 2024 unterzeichnet worden ist. Der <em>Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA</em>, John Kirby, sagte in einer ersten Reaktion, man prüfe derzeit Optionen, um mögliche Auswirkungen auf die ISS nach 2024 abzumildern. Dazu gehöre unter anderem der Ankauf von <em>Booster-Missionen</em> mit russischen Raumschiffen zur regelmäßigen Bahnanhebung der Station. Zuvor setzt man aber noch darauf, dass US-Raumschiffe notfalls für eine stabile Flugbahn der Station sorgen, was derzeit noch Aufgabe der Russen ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SegmentsofISSESAKOldenburg2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Module der ISS und ihre Betreiber - Infografik. (Quelle: ESA / K. Oldenburg)" data-rl_caption="" title="Module der ISS und ihre Betreiber - Infografik. (Quelle: ESA / K. Oldenburg)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SegmentsofISSESAKOldenburg26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Module der ISS und ihre Betreiber &#8211; Infografik. (Quelle: ESA / K. Oldenburg)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Thomas Reiter, der als erster deutscher Astronaut in der ISS war, hofft, dass sich Russland &#8222;eines Besseren besinnt&#8220;. Aber auch ohne es gebe es Möglichkeiten, das westliche Segment, zu dem auch das europäische <em>Columbus</em>-Modul gehört, weiter zu betreiben und für die Forschung zu nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unklarer Ausstiegszeitplan</strong><br>Am 29. Juli präzisierte dann Borissow seine erste Ankündigung, ohne freilich endgültig für Klarheit zu sorgen. Der Ausstieg vollziehe sich nicht in wenigen Minuten, sondern könne nach Ansicht von Experten bis zu zwei Jahren dauern, sagte er dem Fernsehsender <em>Rossija 24</em>. Seine Erklärung sei nicht richtig verstanden worden, fügte er hinzu. Es gehe darum, dass der Ausstiegsprozess, der streng nach Russlands ISS-Verpflichtungen erfolge, &#8222;nach 2024 beginnt&#8220;. Ob das Mitte 2024 oder erst 2025 sei, hänge vom Zustand und der Arbeitsfähigkeit der Station selbst ab. Die Ressourcen der wichtigsten ISS-Module seien derzeit bereits &#8222;mehrfach ausgeschöpft&#8220;, begründete der Raumfahrtchef die Ausstiegsentscheidung. Auch die Garantiezeiten seien schon seit langem überschritten. Wegen der Alterung des Metalls der Station erhöhe sich die Intensität der Havarie-Situationen, die &#8222;lawinenartig&#8220; anzuwachsen drohten. Das sei ein natürlicher Prozess am Ende des Lebenszyklusses eines jeden Erzeugnisses. Und das beschwöre eine reale Gefahr für die Besatzung nach 2024 herauf. Borissow erinnerte zudem daran, dass sein Land zu den ISS-Stammvätern gehöre und somit auch bis zum Ende Verantwortung für dieses &#8222;Kind&#8220; trage. Zugleich arbeite man ja synchron an <em>der </em>ROSS<em>,</em> um das eigene bemannte Raumfahrtprogramm fortzusetzen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ROSSart2rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Russische Raumstation ROSS über der Erde - künstlerische Darstellung. (Quelle: Roskosmos)" data-rl_caption="" title="Russische Raumstation ROSS über der Erde - künstlerische Darstellung. (Quelle: Roskosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ROSSart2rosc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Russische Raumstation ROSS über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung. (Quelle: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. August machte auch Borissows <em>Direktor für bemannte Programme</em>, Sergej Krikaljow, den westlichen Partnern gewisse Hoffnungen auf einen noch langen Verbleib in der Station. Das Ausstiegsdatum könne &#8222;2024, 2025, 2028 oder 2030 sein&#8220;, sagte er bei einer Videoschalte nach Houston (Texas) in eine Pressekonferenz der <em>Dragon Crew-5</em>, die Ende September zur ISS fliegt und der auch die russische Kosmonautin Anna Kikina angehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen sind auch vermehrt in Russland selbst Stimmen zu hören, die die Sinnhaftigkeit des Ausstiegs bereits 2024 bezweifeln. So sagte der <em>Generalkonstrukteur der RKK Energija</em>, Wladimir Solowjow, man müsse zumindestens so lange in der ISS bleiben, bis die ROSS substanziell Gestalt angenommen habe, was frühestens 2027/2028 der Fall sei. Denn wenn man die bemannten Flüge einige Jahre aussetze, werde es sehr schwer sein, das bis dato auf diesem Gebiet erreichte Niveau wieder herzustellen. Am 9. August meldete die NASA, dass der von ihr geplante Weiterbetrieb der ISS bis 2030 gesetzlich und finanziell abgesichert sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Arbeitsbesuch Borissows in Baikonur und erste Anweisung zur Satellitenproduktion</strong><br>Am 8. und 9. August hat Borissow dem Kosmodrom <em>Baikonur</em>, das Russland bis 2050 von Kasachstan gepachtet hat, einen ersten Arbeitsbesuch abgestattet. Bei einem Treffen mit dem kasachischen<em> Minister für digitale Entwicklung, Innovationen und Luft- und Raumfahrtindustrie</em>, Bagdat Mussin, über den Verlauf der Modernisierung des kasachischen Startkomplexes <em>Baiterek, </em>von dem einst die ukrainischen<em> Zenit-M-</em>Trägerraketen aufgestiegen sind und der jetzt für die neuen russischen<em> Sojus-5</em>-Träger umgebaut wird. Sie stellten fest, dass die Arbeiten an dem Komplex, der neue Perspektiven für die Raumfahrt eröffne, planmäßig verlaufen. Zwei Tage später ging Borissow an die Umsetzung seiner Raumfahrtstrategie zur Versorgung der russischen Ökonomie mit den erforderlichen kosmischen Dienstleistungen. Er wies die Aufnahme der Serienproduktion von Satelliten und anderer Weltraumtechnik an. Den Auftrag dazu erteilte er der Aktiengesellschaft WNIIEM (AO Wissenschaftliche Produktionskorporation “Kosmische Systeme für Monitoring sowie für Informations-, Steuerungs- und elektromechanische Komplexe”). Sie ist das Führungsunternehmen Russlands für den Bau von Erderkundungssatelliten sowie für Steuerungs- und Kontrollsysteme u. a. für Atomkraftwerke, die Erdölindustrie und den Schiffbau. Zu den Kunden gehören Unternehmen wie Rosatom und Gazprom, die Akademie der Wissenschaften (RAN), Ministerien und staatliche Einrichtungen sowie kommerzielle Auftraggeber.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Überraschender Salto rückwärts</strong><br>Wer danach glaubte, der neue Raumfahrtchef setze sich damit endgültig von seinem Vorgänger Rogosin ab, sah sich aber schnell eines Besseren belehrt. Zur großen Überraschung der Fachwelt erklärte Borissow am 15. August&nbsp;auf dem Militärtechnischen Forum &#8222;Armija-2022&#8220; in Kubinka vor den Toren Moskaus, die Erhöhung des Verteidigungspotenzials Russlands und die Stärkung seiner Sicherheit seien die Hauptrichtung seiner Raumfahrtbehörde. Ihre Unternehmen leisteten einen bedeutenden Beitrag zur Schaffung des Raketen- und Atomschirms der Russischen Föderation, der ein wichtiger Faktor bei der Gewährleistung der Sicherheit, der Unabhängigkeit und der nationalen Souveränität des russischen Staates sei. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die ballistischen Sinewa-Raketen, über die die Truppe bereits verfüge, und auf die Serienproduktion der Raketen des Typs Jars, Bulawa und Sarmat mit den unterschiedlichsten Sprengköpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst als weitere wichtige Richtungen der Arbeit der GK Roskosmos nannte Borissow die Herstellung von hochtechnologischen Erzeugnissen für die zivile und duale Nutzung sowie die Projekte der internationalen Zusammenarbeit. Der jüngste Start eines iranischen Satelliten vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan eröffne die Möglichkeit des Ausbaus der Zusammenarbeit mit den Ländern des Nahen Ostens, Asiens und Lateinamerikas, die an einer Partnerschaft mit Russland interessiert seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Salto rückwärts schwenkte Borissow voll auf den Kurs von Präsident Putin um. Der erklärte auf der Waffenschau, an der Militärdelegationen aus 72 Ländern teilnahmen, Russland werde gemeinsam mit seinen Verbündeten &#8222;die geltenden Mechanismen der internationalen Sicherheit vervollkommnen, neue schaffen und somit die nationalen Streitkräfte und anderen Sicherheitsstrukturen stärken, indem ihre&nbsp;Ausstattung mit moderner Bewaffnung und Militärtechnik erhöht wird&#8220;. Er warf zugleich dem Westen vor, das Volk der Ukraine als &#8222;Kanonenfutter&#8220; zu benutzen, um seine Hegemonie in der Welt aufrecht zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indes ist weiter offen, ob die Vorstellungen Borissows in eine neu formulierte Raumfahrtstrategie einmünden oder einfach in das noch bis 2025 gültige Föderale Weltraumprogramm FKP einfließen. Zudem ist die weitere Verwendung Rogosins noch nicht geklärt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> <em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19340.msg538291#msg538291" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Krieg in der Ukraine &#8211; Auswirkungen auf die Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>Nachrichten, die nicht gefallen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachrichten-die-nicht-gefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Aug 2022 18:12:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=113809</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schlechte Nachrichten sind auch Nachrichten. Sie zur Kenntnis zu nehmen mag aufwühlen, erregen, empören. Sie auszulassen wäre eine bewusste Verfälschung. Ein Kommentar von Thomas Weyrauch. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch 20. August 2022. Das Zeitgeschehen ist aktuell von vielen unschönen, besorgniserregenden und gefährlichen Entwicklungen bestimmt. Entwicklungen, die wissenschaftliche Disziplinen und technischen Fortschritt betreffen, sind auch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Schlechte Nachrichten sind auch Nachrichten. Sie zur Kenntnis zu nehmen mag aufwühlen, erregen, empören. Sie auszulassen wäre eine bewusste Verfälschung. Ein Kommentar von Thomas Weyrauch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch 20. August 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zeitgeschehen ist aktuell von vielen unschönen, besorgniserregenden und gefährlichen Entwicklungen bestimmt. Entwicklungen, die wissenschaftliche Disziplinen und technischen Fortschritt betreffen, sind auch darunter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Klimawandel beispielsweise und insbesondere ganz aktuell das menschenverachtende Agieren Russlands in der Ukraine und die daraus resultierenden Folgen haben auch Auswirkungen auf die Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer.net hat es sich zur Aufgabe gemacht, unabhängig und umfassend Informationen zu Astronomie und Raumfahrt zur Verfügung zu stellen. In diesem Rahmen wurde und wird selbstverständlich auch über russische Raumfahrtaktivitäten und damit in Zusammenhang stehende Umstände und Entwicklungen berichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit solch ein Bericht beispielsweise die Auskunft des derzeitigen Leiters der russischen Raumfahrtbehörde wiedergibt, man werde nun alle Kraft in allerlei militärische Raketentechnik und Raumfahrtanwendungen stecken, weil man Russland schützen müsse, dann ist das in dieser Form schlicht eine Nachricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine schlechte Nachricht ist es, weil das Wiedererstarken militärischer Ambitionen für die friedliche Zusammenarbeit bei der Erkundung des Weltraums &#8211; und bei der Erkundung der Erde aus dem Weltraum &#8211; keinen Fortschritt bedeutet. Es ist nicht nur kein Fortschritt, nein, es wird unermesslicher Schaden angerichtet in einer Zeit, in der die Erdbevölkerung jeden Anlass hat, alle Ressourcen in den Schutz einer lebenswerten Umwelt auf ihrem unersetzlichen Heimatplaneten zu stecken. In Wirklichkeit handelt es sich also um eine richtig schlechte Nachricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geistes- und Finanzkraft werden eingesetzt, um Tötungsmaschinen, um Kriegswaffen auszudenken und zu bauen. Wenn diese dann auch noch hemmungslos eingesetzt werden, handelt es sich um eine Katastrophe. Ein solche hat die Regierung Russlands dieses Jahr ausgelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt keinerlei gültige Rechtfertigung für das Agieren Russlands in der Ukraine, für das Töten, für die Verbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit bei Raumfahrer.net weiter von und über Russland berichtet wird, ist davon auszugehen, dass das keinesfalls bedeutet, man billige das Vorgehen in der Ukraine, man mache sich aktuelle Standpunkte staatlicher russischer Stellen zu eigen oder unterstütze diese. Und das ist ganz sicher eine gute Nachricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg536527#msg536527" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>Hilfe für Ukraine: TESAT spendet 25.000 € an Stiftung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hilfe-fuer-ukraine-tesat-spendet-25-000-e-an-stiftung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 09:21:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leonberg]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung Hoffnungsträger]]></category>
		<category><![CDATA[TESAT]]></category>
		<category><![CDATA[Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=110035</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch überreicht das TESAT Management der Stiftung Hoffnungsträger einen Spendenscheck in Höhe von 25.000 Euro. Das Geld kommt den Menschen aus der Ukraine zu Gute. Eine Pressemitteilung der Tesat-Spacecom GmbH &#38; Co. KG. Quelle: Tesat-Spacecom GmbH &#38; Co. KG. Backnang 20. Mai 2022. Backnang, 20.05.2022 &#8211; Die derzeitige gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Lage macht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Mittwoch überreicht das TESAT Management der Stiftung Hoffnungsträger einen Spendenscheck in Höhe von 25.000 Euro. Das Geld kommt den Menschen aus der Ukraine zu Gute. Eine Pressemitteilung der Tesat-Spacecom GmbH &amp; Co. KG.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Tesat-Spacecom GmbH &amp; Co. KG. Backnang 20. Mai 2022.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/b58a1da1TESAT.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/b58a1da1TESAT260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bei der Scheckübergabe (vlnr.): Matthias Seitz (TESAT), Thomas Reinartz (CEO &#8211; TESAT), Ralph Schmid (CPO &#8211; TESAT), Kerstin Basche (CFO &#8211; TESAT), Marcus Witzke (Vorstand &#8211; Hoffnungsträger), Stefanie Köppl-Rau (Leiterin Großspenden &#8211; Hoffnungsträger). (Bild: Tesat-Spacecom GmbH &amp; Co. KG)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Backnang, 20.05.2022 &#8211; Die derzeitige gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Lage macht vielen Menschen sorgen. Pandemie, Krieg mitten in Europa, Lebensmittelknappheit und eine hohe Inflation. Umso wichtiger ist es, in solchen Zeiten zusammenzuhalten und insbesondere unschuldig notleidende Menschen zu unterstützen. Die Stiftung Hoffnungsträger hat sich genau dies zur Herzensaufgabe gemacht und neben vielen anderen Projekten auch ein Hilfsprojekt für die Ukraine ins Leben gerufen. Gemeinsam mit einem großen Partnernetzwerk hilft die Stiftung den Menschen vor Ort mit Hilfsgütern sowie bei der Evakuierung und Unterbringung geflüchteter Mütter mit ihren Kindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">TESAT unterstützt die Stiftung aus Leonberg mit einer Spende von 25.000 Euro. Am Mittwoch (18.05.2022) wurde diese vom TESAT Management Thomas Reinartz (CEO), Kerstin Basche (CFO) und Ralph Schmid (CPO) an den Stiftungsvorstand Marcus Witzke und an die Leiterin für Großspenden Stefanie Köppl-Rau übergeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es liegt in unserer unternehmerischen Verantwortung, Menschen in Not zu helfen. Daher freuen wir uns sehr, hier einen finanziellen Beitrag leisten zu dürfen,&#8220; sagt Reinartz, Geschäftsführer TESAT.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16655.msg532498#msg532498" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tesat-Spacecom GmbH &amp; Co.KG (Tesat) aus Backnang</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Neuausrichtung der ESA-Programme angesichts der geopolitischen Krise</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neuausrichtung-der-esa-programme-angesichts-der-geopolitischen-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 16:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[EL3]]></category>
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		<category><![CDATA[ExoMars Rover]]></category>
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		<category><![CDATA[Rosalind Franklin]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=108536</guid>

					<description><![CDATA[<p>Infolge der russischen Aggression gegen die Ukraine hat der ESA-Generaldirektor eine umfassende Überprüfung aller derzeit in Zusammenarbeit mit Russland und der Ukraine durchgeführten Tätigkeiten eingeleitet. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 13. April 2022 &#8211; Ziel dieser Überprüfung es, die möglichen Auswirkungen dieses neuen geopolitischen Kontexts auf die Programme und Tätigkeiten der ESA [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neuausrichtung-der-esa-programme-angesichts-der-geopolitischen-krise/" data-wpel-link="internal">Neuausrichtung der ESA-Programme angesichts der geopolitischen Krise</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Infolge der russischen Aggression gegen die Ukraine hat der ESA-Generaldirektor eine umfassende Überprüfung aller derzeit in Zusammenarbeit mit Russland und der Ukraine durchgeführten Tätigkeiten eingeleitet. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EuropeanLargeLogisticLanderunloadingcargoESAatgmedialab2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EuropeanLargeLogisticLanderunloadingcargoESAatgmedialab26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Europäisches Logistiklandegerät auf dem Mond &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: ESA / ATG medialab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">13. April 2022 &#8211; Ziel dieser Überprüfung es, die möglichen Auswirkungen dieses neuen geopolitischen Kontexts auf die Programme und Tätigkeiten der ESA zu ermitteln und eine resilientere und robustere Weltrauminfrastruktur für Europa zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA-Rat hat auf seiner Tagung am 13. April die folgenden Tatsachen anerkannt und die nachstehenden Beschlüsse gefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA stellt ihre Gemeinschaftsvorhaben mit Russland bei Luna-25, -26 und -27 ein. Wie schon bei ExoMars bedeuten die russische Aggression gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen auch hier einen grundlegenden Wandel der Umstände und machen es der ESA unmöglich, die geplante Zusammenarbeit bei der Mondexploration umzusetzen. Die für diese Missionen entwickelte Wissenschaft und Technologie der ESA ist jedoch nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Für die der Entnahme von Bodenproben und der Analyse von flüchtigen Substanzen dienende (für Luna-27 geplante) Mondnutzlast PROSPECT wurde schon eine zweite Fluggelegenheit an Bord einer von der NASA geleiteten CLPS-Mission für kommerzielle Dienste für Mondnutzlasten sichergestellt. Auch zur Erprobung der (für Luna-25 geplanten) Navigationskamera PILOT-D der ESA wird bereits eine alternative Fluggelegenheit von einem kommerziellen Dienstleister beschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen wird das weitere Vorgehen für die (für Luna-27 geplante) Präzisionslande- und Gefahrenabwehrtechnologie PILOT festgelegt. Dieses Know-how wird für die europäischen Mondexplorationstätigkeiten wie das große europäische Logistiklandegerät (EL3) benötigt, das auf der Ministerratstagung 2022 zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Ferner haben der ESA-Generaldirektor und der Präsident der japanischen Raumfahrtagentur JAXA letzte Woche eine Vereinbarung über den Flug des ESA-Instruments EMS-L, des Exosphären-Massenspektrometers an Bord der Mondrovermission LUPEX der JAXA und der ISRO unterzeichnet. Damit wird die Liste der europäischen Experimente, die in den nächsten Jahren auf den Mond fliegen werden, noch erweitert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ExoMarsroverjoinsKazachokplatformTAS20202k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ExoMarsroverjoinsKazachokplatformTAS202026.jpg" alt=""/></a><figcaption>ExoMars Rosalind Franklin Rover auf dem Kazachok-Lander in Cannes 2020. (Bild:<br>Thales Alenia Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl alle Bestandteile der ExoMars-Rovermission (Träger, Modulträger, Abstiegsmodul und Rosalind-Franklin-Rover) inzwischen ihre Flugbereitschaftsüberprüfung bestanden haben, kann die Mission aufgrund der Einstellung der Zusammenarbeit mit Roskosmos bei ExoMars nicht im September dieses Jahres gestartet werden. Stattdessen wird nun unter der Leitung von Thales Alenia Space Italien eine Schnellstudie zur Bewertung der Optionen für das weitere Vorgehen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong><br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und weltweit zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Slowenien, Lettland und Litauen sind assoziierte Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA arbeitet förmlich mit fünf anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit Eumetsat bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg530752#msg530752" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neuausrichtung-der-esa-programme-angesichts-der-geopolitischen-krise/" data-wpel-link="internal">Neuausrichtung der ESA-Programme angesichts der geopolitischen Krise</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Arianespace: Sojus-Starts ausgesetzt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianespace-sojus-starts-ausgesetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2022 09:35:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ArianeGroup]]></category>
		<category><![CDATA[Arianespace]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[CSG]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
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		<category><![CDATA[OneWeb]]></category>
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		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[ST38]]></category>
		<category><![CDATA[Starsem]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aussetzung der von Arianespace und Starsem durchgeführten Sojus-Starts. Eine Pressemitteilung von Arianespace. Quelle: Arianespace. Evry, Frankreich, 4. März 2022 &#8211; Arianespace respektiert mit großer Gewissenhaftigkeit die Sanktionen, die von der internationalen Gemeinschaft (Europäische Union, Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigtes Königreich) nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen wurden. Im Rahmen des von den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aussetzung der von Arianespace und Starsem durchgeführten Sojus-Starts. Eine Pressemitteilung von Arianespace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Arianespace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/soyuzartistaspace2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/soyuzartistaspace26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-Start von Kourou &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Arianespace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Evry, Frankreich, 4. März 2022 &#8211; Arianespace respektiert mit großer Gewissenhaftigkeit die Sanktionen, die von der internationalen Gemeinschaft (Europäische Union, Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigtes Königreich) nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des von den ESA-Mitgliedstaaten an Arianespace erteilten Mandats unterliegt der Betrieb der Sojus-Trägerrakete von Europas Spaceport (CSG in Franösisch-Guyana) und von Baikonur (Kasachstan, über Starsem) den zwischenstaatlichen Abkommen zwischen Frankreich und Russland sowie den Abkommen zwischen den Raumfahrtbehörden ESA und Roscosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzung von Sojus im CSG, die nach dem Ende der Sowjetunion begonnen hat, war bis heute von Erfolg gekrönt. Durch die einseitige Entscheidung von Roscosmos jedoch, sich aus dem CSG zurückzuziehen und alle Starts von Europas Spaceport abzusagen, wird sie nun in Frage gestellt. In der Folge wurden die nächsten Sojus-Starts von Französisch-Guayana ausgesetzt. Die Sojus-Trägerraketen und die Galileo-Satelliten wurden vor Ort in Sicherheit gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ST38, der für OneWeb in Baikonur durchgeführt werden soll, wurde aufgrund der von Roscosmos zur Aufrechterhaltung des Betriebs gestellten Bedingungen bis auf weiteres verschoben. Arianespace wird gemeinsam mit seinen Partnern die Sicherheit der Anlagen und Geräte, die sich zur Zeit in Baikonur befinden, überwachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arianespace steht in engem Kontakt mit seinen Kunden und den Regierungen und Institutionen auf französischer und europäischer Ebene, um allen Folgen dieser Situation bestmöglich zu begegnen und alternative Lösungen zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die in 2022 vorgesehenen Ariane-5- und Vega-Kampagnen nach Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nachfolger von Ariane 5 und Vega werden Ariane 6 und Vega C Europa einen autonomen und nachhaltigen Zugang zum Weltraum sichern. Arianespace ist vom Erfolg beider Trägerraketen überzeugt und hat sich dafür seit der Ministerkonferenz der ESA im Dezember 2014 in Luxemburg mit Nachdruck auf dem institutionellen Sektor in Europa und dem globalen kommerziellen Markt mit Nachdruck engagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Arianespace</strong><br>Um die Raumfahrt im Sinne eines besseren Lebens auf der Erde zu nutzen, bietet Arianespace Zugang zu Dienstleistungen und Lösungen für den Transport aller Arten von Satelliten institutioneller und kommerzieller Kunden in alle Umlaufbahnen an. Seit 1980 hat Arianespace bereits mehr als 1.100 Satelliten. Ab 2022 wird das Unternehmen die von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C betreiben. Arianespace verfügt neben dem Hauptsitz in Évry, Frankreich, über Niederlassungen am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana sowie in Washington D.C., Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Trägerraketenindustrie. ESA und CNES sind im Verwaltungsrat vertreten, aber nicht stimmberechtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3422.msg528408#msg528408" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Arianespace</a></li></ul>
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		<title>DLR beendet bilaterale Kooperationen mit Russland</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-beendet-bilaterale-kooperationen-mit-russland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 18:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=106719</guid>

					<description><![CDATA[<p>DLR beendet bilaterale Kooperationen mit Russland. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. 3. März 2022 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als eine der größten Forschungsorganisationen in Europa ist der internationalen Zusammenarbeit für Gesellschaft und Wirtschaft verpflichtet. Im DLR sind Mitarbeitende aus 96 Ländern beschäftigt. Sie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">DLR beendet bilaterale Kooperationen mit Russland. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. März 2022 &#8211; Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als eine der größten Forschungsorganisationen in Europa ist der internationalen Zusammenarbeit für Gesellschaft und Wirtschaft verpflichtet. Im DLR sind Mitarbeitende aus 96 Ländern beschäftigt. Sie stehen für ein friedliches Miteinander aller Nationen und Menschen. Für uns gilt: Gewalt darf kein Mittel zur Durchsetzung von Zielen jedweder Art sein. Wir sehen deshalb mit großer Sorge die Entwicklungen in der Ukraine und verurteilen die kriegerischen Handlungen Russlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das DLR und auch die Raumfahrtagentur im DLR kooperiert in einer Reihe von Forschungsprojekten mit russischen Einrichtungen, zum Teil unter Beteiligung weiterer deutscher Forschungsgruppen und Hochschulen sowie internationalen Partnern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Hintergrund des Angriffskriegs auf die Ukraine hat der Vorstand des DLR folgende Beschlüsse getroffen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Zusammenarbeit mit russischen Institutionen bei laufenden oder in Planung befindlichen Projekten wird gestoppt.</li><li>Es wird keine neuen Projekte oder Initiativen mit Institutionen in Russland geben.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wo erforderlich tritt das DLR dazu in die nötigen Abstimmungen mit weiteren nationalen und internationalen Partnern ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg528832#msg528832" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li></ul>
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		<title>MPE: Zum aktuellen Status des eROSITA-Instruments</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpe-zum-aktuellen-status-des-erosita-instruments/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 16:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[eROSITA]]></category>
		<category><![CDATA[Himmelsdurchmusterung]]></category>
		<category><![CDATA[MPE]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Spektr-RG]]></category>
		<category><![CDATA[SRG]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stellungnahme zum aktuellen Status des eROSITA-Instruments an Bord von Spektr-RG (SRG). Eine Information des Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching. Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching. 3. März 2022 &#8211; Der Empfehlung folgend, die Zusammenarbeit mit Russland auszusetzen, wurde eROSITA während des Bodenkontakts am Samstag, den 26. Februar 2022, in einen sicheren Zustand versetzt. Der wissenschaftliche [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Stellungnahme zum aktuellen Status des eROSITA-Instruments an Bord von Spektr-RG (SRG). Eine Information des Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching.</p>



<p class="wp-block-paragraph">3. März 2022 &#8211; Der Empfehlung folgend, die Zusammenarbeit mit Russland auszusetzen, wurde eROSITA während des Bodenkontakts am Samstag, den 26. Februar 2022, in einen sicheren Zustand versetzt. Der wissenschaftliche Betrieb des Instruments wird derzeit pausiert. SRG/eROSITA hat bisher vier von acht geplanten Durchgängen zur Durchmusterung des gesamten Himmels abgeschlossen. Wir hoffen, dass die Umstände eine baldige Rückkehr zum normalen Betrieb erlauben. Die Analyse der vorhandenen deutschen eROSITA-Daten durch das vom MPE geleitete Konsortium geht davon unbeeinträchtigt weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3932.msg528836#msg528836" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskope ART-XC und eRosita auf Spektr-RG (SRG)</a></li></ul>
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		<item>
		<title>1. Zyklon-4-Start erst Ende 2015</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/1-zyklon-4-start-erst-ende-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Sep 2013 07:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufschub]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erststart]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Zyklon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das brasilianisch-ukrainische Joint Venture Alcantara Cyclon Space (ACS) arbeitet weiter an der Vorbereitung des Starts eines neuen Raketentyps vom Startgelände Centro de Lançamento de Alcântara (CLA). Ende 2015 soll eine Zyklon-4-Rakete vom näher als Kourou am Äquator liegenden Startgelände abheben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ACS, AEB, Aviation Week. Im Gebiet des seit rund [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das brasilianisch-ukrainische Joint Venture Alcantara Cyclon Space (ACS) arbeitet weiter an der Vorbereitung des Starts eines neuen Raketentyps vom Startgelände Centro de Lançamento de Alcântara (CLA). Ende 2015 soll eine Zyklon-4-Rakete vom näher als Kourou am Äquator liegenden Startgelände abheben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ACS, AEB, Aviation Week.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013095154_small_1.jpg" alt="ACS" width="260" height="183"/><figcaption>
Zyklon 4 im Flug &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: ACS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gebiet des seit rund 30 Jahren existierenden Startgeländes im brasilianischen Bundesstaat Maranhão entsteht eine neue Startrampe und andere für den neuen Raketentyp notwendige Infrastruktur. Die Arbeiten dazu sind nach Angaben von ACS zu rund 48% erledigt, wofür von Seiten der beteiligten Regierungen Brasiliens und der Ukraine umgerechnet rund 300 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29092013095154_small_2.jpg" alt="ACS" width="260"/><figcaption>
Zyklon 4 &#8211; Schnittzeichnung 
<br>
(Bild: ACS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Juristische Auseinandersetzungen mit der ortsansässigen Bevölkerung und  Finanzierungsschwierigkeiten verzögerten das Projekt um mittlerweile rund 3 Jahre. Im Mai 2013 entschieden sich Brasilien und die Ukraine, die für Entwicklung und Umsetzung der neuen Startanlage zur Verfügung zu stellenden finanziellen Mittel von umgerechnet 487 auf 918 Millionen US-Dollar aufzustocken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ACS will die Arbeiten an der Startanlage in Alcântara 2014 abschließen, damit die Anlieferung einer ersten flugfähigen Zyklon-4-Rakete Anfang 2015 erfolgen kann. Die laut ACS-Vorstandsmitglied Sergej Gutschenkow zu rund 76% komplettierte Zyklon 4 hat rund 73% der geplanten Testzeit überstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2015 könnte die erste Zyklon 4 in Brasilien abheben. Geplant ist, dass die Rakete bei ihrem Qualifizierungsflug eine Reihe von Kleinsatelliten, darunter auch ein Raumfahrzeug aus Japan, auf niedrige Erdumlaufbahnen bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nutzlastkapazität der dreistufigen Zyklon 4 für einen niedrigen Orbit in rund 200 Kilometern über der Erde werden derzeit maximal 5.685 Kilogramm genannt. In einen sonnensynchronen 400-Kilometer-Orbit &#8211; übliche Nutzung u.a. durch Erdbeobachtungssatelliten &#8211; sollen 3.910 Kilogramm Nutzlast befördert werden können, und in einen Geotransferorbit, von dem aus Raumfahrzeuge den Geostationären Orbit &#8211; typisch für Kommunikationssatelliten &#8211; erreichen können, noch 1.600 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich zielte die neue Rakete nicht auf Nutzlasten für den Geostationären Orbit. Der Hype um moderne Konstruktionen von Satelliten mit elektrischen Antrieben könnte nach langen Jahren immer schwerer werdender Kommunikationssatelliten wieder einen Trend zu leichteren Raumfahrzeugen bewirken, weshalb die künftigen Zyklon-4-Betreiber hoffen, solche Satelliten starten zu können. Man hat nun vor, die in einen Geotransferorbit transportierbare Nutzlastmasse schrittweise auf rund 2.200 Kilogramm anzuheben. So will man gewährleisten, dass man um einen Anteil an den Startaufträgen für die sogenannten all-electric Satelliten werben kann. Seinen Kunden möchte man dann zwischen 50 und 55 Millionen US-Dollar für einen Start berechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuell bei Juschnoje in der Ukraine in der Entwicklung befindliche  Zyklon 4 setzt bei der ersten und zweiten Stufe auf Entwürfe, die denen der sowjetischen Zyklon 2 und Zyklon 3 ähneln. Die dritte Stufe der Zyklon 4 ist eine völlige Neukonstruktion, in der Technologie wie bei ukrainischen Raketen der Typen Dnepr und Zenit zum Einsatz kommen soll. Die Auslegung der dritten Stufe erfolgt so, dass sie in der Lage sein wird, fünf Brennphasen zu absolvieren, wofür ihr insgesamt rund 9 Tonnen Betriebsstoffe zur Verfügung stehen.</p>
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		<item>
		<title>UEFA Euro 2012: Keine Übertragung &#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/uefa-euro-2012-keine-uebertragung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2012 11:22:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Euro 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Express-1000NT]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
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		<category><![CDATA[Lybid]]></category>
		<category><![CDATA[MDA]]></category>
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		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SLB]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SLBF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; erfolgt durch den ukrainischen Kommunikationssatelliten Lybid. Und weil es der Ukraine zunächst nicht gelungen ist, sich für Lybid eine entsprechende Position im Geostationären Orbit zu sichern, wird der Start des Satelliten erneut verschoben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Eutelsat, ITAR-TASS, KB Juschnoje, Satellite TODAY, ukraine-nachrichten.de. Der Leiter der staatlichen ukrainischen Weltraumagentur (SSAU, State [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">&#8230; erfolgt durch den ukrainischen Kommunikationssatelliten Lybid. Und weil es der Ukraine zunächst nicht gelungen ist, sich für Lybid eine entsprechende Position im Geostationären Orbit zu sichern, wird der Start des Satelliten erneut verschoben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Eutelsat, ITAR-TASS, KB Juschnoje, Satellite TODAY, ukraine-nachrichten.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leiter der staatlichen ukrainischen Weltraumagentur (SSAU, State Space Agency of Ukraine) Juri Alexejew äußerte am 8. Juni 2012 nach einer Meldung der Presseagentur ITAR-TASS, die Ukraine habe es verpasst, sich die eigentlich vorgesehene Position für Lybid im Geostationären Orbit zu reservieren, sie werde nun von einem französischen Satelliten besetzt. 
<br>
Die Abstimmungsarbeiten hinsichtlich der neuen Position bei 48 Grad Ost im Geostationären Orbit dauerten laut Alexejew sechs Monate. Gegenüber der ursprünglichen Position bei 38 Grad Ost erlaubt die neue Position nach Alexejews Angaben eine breitere Ausleuchtung. Der Satellit könne nun nicht nur die gesamte Ukraine, sondern auch die Nachbarländer, Nordafrika und Gebiete in Asien versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man hatte einmal erwartet, dass via Lybid die Finalrunde der Europäischen Fußballmeisterschaft (Euro 2012) übertragen werden könnte. Später verständigte man sich darauf, dass die Übertragungen über französische Satelliten erfolgen sollen. Aktuell sind auf fünf Satelliten Kapazitäten für Übertragungen der Euro 2012 gebucht. Zum Einsatz kommen EUTELSAT 3A, EUTELSAT 3C, EUTELSAT 10A, EUTELSAT 16A und EUTELSAT 33A, die es Fernsehzuschauern zwischen dem 8. Juni und dem 1. Juli 2012 ermöglichen sollen, 31 Spiele aus 8 Stadien zu verfolgen. Die Signale der Satelliten des Kommunikationssatellitenbetreibers Eutelsat können in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika, auf den Inseln im Indischen Ozean sowie in Zentralasien empfangen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ukraine will es Eutelsat ermöglichen, Lybid nach seinem Start bei 48 Grad Ost einzusetzen, meldete der Informationsdienst ukraine-nachrichten.de. Eutelsat setzt selbst auch Satelliten bei 48 Grad Ost ein, Störungen erwartet man offensichtlich nicht. Genau das war aber hinsichtlich einer exakten Position von Lybid bei 38,2 Grad Ost der Fall, so der Informationsdienst weiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang der 1990er arbeitet man in der Ukraine am Projekt eines eigenen Kommunikationssatelliten. Der Bau von Lybid begann schließlich im Jahr 2010. Die Satellitenplattform Express-1000NT stellt der Raumfahrtkonzern Reschetnjow aus dem russischen Schelesnogorsk bereit, die Kommunikationsnutzlast liefert das kanadische Unternehmen MacDonald Dettwiler and Associates (MDA) aus Richmond, welches im Dezember 2009 einen entsprechenden Auftrag aus der Ukraine erhielt. MDA wurden außerdem beauftragt, das Bodensegment für den Satelliten aufzubauen. Neben anderer Infrastruktur soll MDA zwei Kontrollzentren für den Satelliten liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herstellungsprozess des Satelliten hat sich zwischenzeitlich seinem Ende genähert. Unlängst betrachtete man einen Start des Satelliten gegen Ende des Jahres 2013 als realistisch. Am 8. Juni 2012 informierte der Generaldirekor von Reschetnjow, Nikolai Testojedow, laut Satellite TODAY jedoch darüber, dass es wegen der fast anderthalb Jahre lang dauernden Diskussion über die zukünftige Position des Satelliten nicht möglich sei, einen Start von Lybid wie geplant im Jahre 2013 durchzuführen. Der Kunde, also die staatliche ukrainische Weltraumagentur, hatte laut Testojedow Probleme bei der Registrierung der künftigen Position und der Frequenzen, auf welchen der Satellit aktiv werden könnte.  Mit MDA habe man sich nach Angaben von Testojedow jüngst in Kanada getroffen, um neue Pläne zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konstruktionsbüro Juschnoje (KB Juschnoje) im ukrainischen Dnipropetrowsk, 1951 in der Sowjetunion als Entwurfsabteilung der Maschinenfabrik Juschnoje (PO Juschmasch) gegründet, wird nach derzeitigem Stand die zum Transport von Lybid ins All benötigte Trägerrakete des Typs Zenit-3SLBF beisteuern. Das KB Juschnoje beschreibt Lybid als Raumfahrzeug mit einer Gesamtmasse von 1.200 kg, von denen 1.037 kg auf den Satellitenbus und 163 kg auf die Nutzlastabteilung mit der Kommunikationsnutzlast entfallen. Letzere soll mit 30 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern für Frequenzen von 11, 12 und 14 GHz ausgerüstet werden. Die Transponder der Kommunikationsnutzlast werden laut KB Juschnoje einen Stromverbrauch von 2.894 Watt haben. Dem von zwei Solarzellenauslegern mit Strom versorgten Satelliten spricht KB Juschnoje eine aktive Lebensdauer zwischen 12 und 15 Jahren zu. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zenit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 07:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Angara]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Energija]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1985 stellte die Sowjetunion für den Westen sehr überraschend eine neue Trägerrakete in Dienst. Autor: Karl Urban und Stefan Heykes Geschichte 1985 stellte die Sowjetunion für den Westen sehr überraschend eine neue Trägerrakete in den Dienst. Das Erstaunen war durch die Tatsache begründet, dass die UdSSR ähnlich wie die USA seit über 20 Jahren keinen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">1985 stellte die Sowjetunion für den Westen sehr überraschend eine neue Trägerrakete in Dienst.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/r_zenith_02.jpg" alt="" width="295" height="556"/><figcaption>Zenit auf der Startrampe</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">1985 stellte die Sowjetunion für den Westen sehr überraschend eine neue Trägerrakete in den Dienst. Das Erstaunen war durch die Tatsache begründet, dass die UdSSR ähnlich wie die USA seit über 20 Jahren keinen neuen Satellitenträger mehr entwickelt hatte. Im Westen nahm man nun an, man wolle die Lücke zwischen der <em>Sojus</em> (7 Tonnen Nutzlast) und der <em>Proton</em> (22 Tonnen) schließen. Erst 1987 stellte sich der wahre Grund für die Entwicklung der Zenith heraus. Am 15. Mai 1987 startete die erste <em>Energija</em>, die frisch entwickelte Rakete für den <em>Buran</em>-Raumtransporter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zenit</em>-Rakete hatte dabei die Aufgabe des Boosters, von denen bis zu vier rund um die Hauptstufe der <em>Energija</em> angeordnet wurden. Man hatte also die eigentlich für die <em>Energija</em> als Zusatzbooster entwickelte Stufe als eigenen Satellitenträger eingesetzt, indem man ihr eine zweite Stufe aufsetzte. Das ursprüngliche Vorhaben der Sowjetunion, die <em>Zenit</em> als vollständigen Ersatz für <em>Wostok-</em>, <em>Molnja-</em> und <em>Sojus</em>-Raketen einzusetzen, wurde durch den Zusammenbruch der UdSSR vereitelt. Die in der Ukraine gefertigte Rakete musste nun als &#8222;ausländische&#8220; Trägerrakete bezahlt werden. Um einen russischen Ersatz zu haben, wird derzeit die <em>Angara 3</em> entwickelt, die die gleiche Nutzlast erreichen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklungszeit der <em>Zenit</em> betrug neun Jahre, von 1976 bis 1985. Sie verwendet die russische Standard-Treibstoffkombination Kerosin und LOX (Flüssigsauerstoff). Es gibt allerdings einige Unterschiede zu &#8222;normalen&#8220; sowjetischen Raketen. Sie arbeitet mit einer adaptiven Steuerung, das heißt, sie kann Flugabweichungen automatisch ausgleichen. Außerdem wird die <em>Zenit</em> heiß gezündet. Dabei findet die Zündung der zweiten Stufe erst <em>nach</em> der Abtrennung der ersten statt. Die Zündung der zweiten und dritten Stufe musste bei älteren Raketenmodellen schon vor dem Abtrennen der unteren Stufe vorgenommen werden, da man noch zu wenig Erfahrung mit der Zündung in Schwerelosigkeit hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Triebwerk der <em>Zenit</em> ist mit einem Startschub von 7.259 kN das stärkste je gebaute und übersteigt sogar das der amerikanischen <em>Saturn V</em>. Die Düsen der Rakete sind schwenkbar, so dass nicht, wie bei älteren Modellen, extra Manövriertriebwerke eingebaut werden mussten. In der Oberstufe befinden sich zusätzlich vier schwenkbare Steuerdüsen, die zusätzliche Feinabstimmungen der Bahn vornehmen können. Über einen Laserlink werden Daten von über 1.000 Sensoren in der <em>Zenith</em> zur Erde übertragen, was auch eine nachträglich Umprogrammierung der Rakete möglich macht. Die <em>Zenit</em> trifft trotz oder vielmehr gerade wegen ihrer ausgereiften Technik auf die Grenzen des Machbaren mit der konventionellen Raketentechnologie. So erklären sich auch die vielen Ausfälle, die die <em>Zenit</em> bisher ertragen musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kooperation mit dem Westen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Zusammenbruch der UdSSR war man bestrebt, auch die Rakete im Westen zu vermarkten. Die zu weit nördlich startende <em>Zenit</em> hatte aber trotz ihrer Leistungsfähigkeit im Geschäft für geostationäre Satelliten kaum eine Chance. Satelliten für geostationäre Umlaufbahnen waren Anfang der 1990er Jahre dominierend auf dem Markt. In den späten 1990ern wandelte sich dieses Bild. Den ersten Durchbruch verzeichnete man aber erst, als sich Lockheed entschloss, eine modifizierte Version des Zenit-Triebwerks RD-171 in der amerikanischen Atlas-Trägerrakete einzusetzen. Dies ist das erste Mal, dass amerikanische Raketentechnologie mit ehemals sowjetischer kombiniert wird. Sowohl die Übergangsversion Atlas III als auch die aktuelle Atlas V setzen das RD-180, das im Prinzip ein halbiertes RD-171 ist, mit Erfolg ein. Allerdings sind diese beiden Triebwerke entgegen erster Planungen nur noch zu 50% identisch, so dass es relativ wenige Synergien in der Produktion gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zenith 3SL</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Integration in das Unternehmen <em>Sea Launch</em> ist der <em>Zenit</em> ein erneuter Aufstieg vergönnt. <em>Sea Launch</em> ist ein Zusammenschluss von internationalen Raumfahrtunternehmen, welcher sich das Ziel gesetzt hat, auch die <em>Zenit</em> auf dem Markt zu etablieren. So werden von einer ehemaligen Bohrplattform im Pazifik modifizierte Raketenmodelle gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der <em>Zenit 3SL</em> wird als Oberstufe der Block-DM der russischen <em>Proton</em> verwendet. Damit kann die <em>Zenit</em> eine Nutzlast von 5,9 Tonnen in einen geostationären Orbit transportieren. Der dritte Start am 13. März 2000 schlug fehl. Danach konnte Sea Launch allerdings den Betrieb wieder aufnehmen und jahrelang erfolgreich starten. Ein weiterer Fehlstart passierte am 30. Januar 2007, als die Zenit kurz nach dem Abheben explodierte und die Startplattform Odyssey beschädigte. Danach konnte der Betrieb zwar wieder aufgenommen werden, allerdings musste Sea Launch 2009 Insolvenz anmelden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zenit 3SLB</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Bezeichnung Zenit 3SLB wurde eine leicht modifizierte Zenit 3SL von Baikonur aus gestartet. Diese wurde vom Sea-Launch-Tocherunternehmen Land Launch vermarktet. Aufgrund des ungünstigeren Startplatzes liegt die Nutzlast deutlich geringer (3,6 Tonnen in den GTO), allerdings wird dies teilweise durch die günstigere Startabfertigung aufgewogen. Die Zenit 3SLB wurde 2008 und 2009 insgesamt viermal erfolgreich gestartet. Die kommerzielle Zukunft dieser Rakete ist aufgrund der Insolvenz von Sea Launch unsicher. Allerdings gibt es Bestrebungen, den Betrieb wieder aufzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zenit 3F</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige Variante, die derzeit im Einsatz ist, ist die Zenit 3F. Sie hatte ihren Erststart am 20. Januar 2011 mit dem Wettersatelliten Elektro-L. Bei dieser Rakete wurden die ersten beiden Stufen der Zenit 3SLB unverändert übernommen, aber statt Block-DM verwendet man die neue Oberstufe Fregat-SB (daher das F im Namen). Es handelt sich hier um eine Abwandlung der Fregat-Oberstufe der Sojus 2/FG, bei der ein zusätzlicher Abwurftank eingesetzt wird. Im Vergleich zur Basis-Fregat ergibt sich daher ein höheres Gewicht und somit eine höhere Leistung. Die Fregat-SB ist allerdings kleiner als der Block-DM. Dafür ist die Fregat-SB sehr viel flexibler und für mehrfache Zündungen ausgelegt. Damit kann sie praktisch jeden Orbit erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden Jahren soll die Zenit 3F einer der wichtigsten Träger des russischen Forschungsprogramms werden. Neben den Elektro-L-Satelliten wird sie auch Teleskope der Spektr-Reihe oder die Marssonde Phobos-Grunt transportieren. Allerdings wird Russland diese Rakete vorraussichtlich nur für einige Jahre im Dienst halten, da die Zenit zumindest für russische Flüge von der Angara 3 ersetzt werden soll. Damit hängt die Zukunft der Zenit von der Entwicklung bei Sea Launch ab, nur auf dem kommerziellen Markt kann die Zenit eine Zukunft haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/zenit-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/energija-und-buran/" data-wpel-link="internal">Energija</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/angara/" data-wpel-link="internal">Angara</a></li></ul>
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