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	<title>Fehlstart &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Fehlstart &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Isar Aerospace arbeitet sich in die erste Reihe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/isar-aerospace-arbeitet-sich-in-die-erste-reihe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2025 17:13:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Isar Aerospace entwickelt sich mehr und mehr zum Hoffnungsträger der neuen europäischen kommerziellen Startanbieter. Auch SpaceX hat mit einem Microlauncher begonnen, welcher 180kg in den LEO befördern konnte. Bei Isar Aerospace sollen es ca. 1000kg sein; damit tritt ihr Träger schon in der Medium-Klasse an, womit sie sich von Vorne weg ein ambitioniertes Ziel gesetzt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://isaraerospace.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Isar Aerospace</a> entwickelt sich mehr und mehr zum Hoffnungsträger der neuen europäischen kommerziellen Startanbieter. Auch SpaceX hat mit einem Microlauncher begonnen, welcher 180kg in den LEO befördern konnte. Bei Isar Aerospace sollen es ca. 1000kg sein; damit tritt ihr Träger schon in der Medium-Klasse an, womit sie sich von Vorne weg ein ambitioniertes Ziel gesetzt haben. Nach dem Erststart bewegt man sich nun schnell einem zweiten Start zu.<br>Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Raumfahrer.net Forum, X, Isar Aerospace, 19. November 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Unternehmen entwickelt sich</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Firma ist noch jung. Sie wurde am 21. März 2018 als &#8222;Isar Aerospace Technologies GmbH&#8220; mit Firmensitz in Gilching bei München mit wenigen Mitarbeitern gegründet und fokussierte sich vorerst auf die Entwicklung und Fertigung von LOX-Triebwerken für Microlauncher. Am derzeitigen Firmensitz in Ottobrunn, welcher 2026 in ein größeres Firmenareal nach Vaterstetten verlegt wird, sind mittlerweile, nach Firmenangaben, über 200 Beschäftigte tätig.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Andoya-Spaceport.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="204" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Andoya-Spaceport-400x204-1.jpg" alt="" class="wp-image-149132" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Andoya-Spaceport-400x204-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Andoya-Spaceport-400x204-1-300x153.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Andoya Spaceport<br>Copyright: Isar Aerospace</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da es aber sowieso schwierig sein dürfte, nur mit Vertrieb der eigenen Triebwerke ein profitables Geschäftsmodel zu entwickeln, gab Isar Aerospace schon 2019 die Entwicklung der Trägerrakete &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spectrum_(Rakete)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spectrum</a>&#8220; bekannt. Die Spectrum wurde als zweistufiger Träger mit 9 Triebwerken in der ersten Stufe und Einem in der zweiten Stufe vorgestellt<br>Nach und nach konnten auch Investoren gefunden werden, wie Earlybird Venture Capital oder Airbus Ventures. Weitere folgten wie Lakestar, Vsquared Ventures, UVC und HV Capital. Und es sollten nicht die Letzten sein. Gemäß Handelsblatt sollen nach der zweiten Finanzierungsrunde bereits über 100 Millionen Euro zur Verfügung gestanden haben, heute gibt das Unternehmen über 400 Millionen an.<br>Klein hat man auch mit dem Testgelände in der Nähe von Neuötting, wo man den Gasgenerator testete, angefangen, was aber manchem Anwohnern gar nicht recht war. Für die Triebwerkstests konnte man aber eine Vereinbarung mit Esrange in Kiruna erreichen, womit man wenigstens für diese Tests weniger Probleme hatte.<br>Als Startplatz wurde vorerst Kourou ins Spiel gebracht, aber bald konnte ein Vertrag für die exklusive Nutzung eines Launch Pads vom Andøya Spaceport auf den norwegischen Vesteraalen, mit einer Laufzeit von 20 Jahren, unterzeichnet werden. Aber auch eine Vereinbarung mit der CNES über die Nutzung von Kourou konnte geschlossen werden.<br>Startverträge kamen nach und nach zu Stande. Der <a href="https://www.raumfahrer.net/isar-aerospace-gewinnt-mikrolauncher-wettbewerb/" data-wpel-link="internal">Mikrolauncher Wettbewerb</a> konnte gewonnen werden. Ein Vertrag zum Start von mehr als 10 OroraTech Cubesats wurde 2021 unterzeichnet, Astrocast wurde ein weiterer Kunde, EnduroSat gesellte sich hinzu, 2022 auch D-Orbit und Exotrail. Das Auftragsbuch füllte sich mehr und mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der erste Einsatz der Spectrum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. Februar 2025 konnte Isar Aerospace den Static Fire Test der Hauptstufe mit einer Laufdauer von über 30 Sekunden an ihrem Launch Pads am Andøya Spaceport durchführen. Man wartete aber noch auf die Startgenehmigung der norwegischen Flugbehörde.<br>Anfang März verdichteten sich die Hinweise auf einen baldigen Teststart. Die Rakete stand voll integriert am Launchpad. Auf Nutzlasten wurde verzichtet. Auf den 24. März war der Start angesetzt, da spielte das Wetter noch nicht mit.<br>Aber am 30. März war alles o.k. Die Hoffnungen auf einen Orbit waren in der Community sicherlich vorhanden, aber von Isar Aerospace wurden die Erwartungen schon im Vorfeld ganz weit runter gedrückt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Spectrum-Erststart.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="203" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Spectrum-Erststart-400x203-1.jpg" alt="" class="wp-image-149134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Spectrum-Erststart-400x203-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Spectrum-Erststart-400x203-1-300x152.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Spectrum Erststart<br>Copyright: Isar Aerospace</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr weit kam die Spectrum an diesem Tag wirklich nicht. Die Spectrum konnte sich sauber vom Pad erheben, aber schon in geringer Höhe, nach einer halben Minute Flugzeit, verliert die Rakete die Ausrichtung, dreht sich schließlich zur Seite, die Triebwerke werden deaktiviert und der Fall nach unten beginnt. Nicht weit vom Pad schlug sie schließlich im Meer auf. Auch wenn es als Erfolg vermarktet wurde, viele haben sich wohl ein wenig mehr erhofft. Immerhin konnte man wegen des günstig gelegenen Einschlagortes ausreichend Wrackteile für die Untersuchung bergen. Und auch die Fehlerursache konnte ermittelt werden.<br>Biegemodi der Rakete lagen anscheinend oberhalb des erwarteten Bereiches und wurden nicht adequat ausgeregelt. Auch ein Ventil wurde unbeabsichtigt vor dem Abheben geöffnet, was in Folge ebenfalls zu einem Problem geführt hätte.<br>Damit konnte man es angehen diese Probleme auszumerzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es geht weiter!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. November vermeldete Isar Aeropace die Anlieferung der Haupt-und der Oberstufe für den 2. Teststart am Andøya Spaceport. Das Unternehmen nimmt Vorbereitungstätigkeiten für den 2. Teststart am Startpad auf. Startdatum ist noch keines verfügbar. Straßensperrungen, die von NSF Tätigkeiten von Isar Aerospace zugeschrieben wurden, könnten auch durch den Start von zwei Höhenforschungsraketen, von Oksebasen aus, verursacht worden sein.<br>Gestern, am 18. November hat auch das texanische Unternehmen SEOPS eine Startvereinbarung mit Isar Aerospace für einen Start im Jahr 2028 geschlossen welcher sich dem ohnehin bereits starken Startmanifest hinzufügt.<br>Die Entwicklungen bei Isar Aerospace führen durchaus zu Interesse und Aufmerksamkeit wie sie in der privaten Raumfahrt im europäischen Raum nicht alltäglich sind. Spätestens seit dem Erststart haben auch amerikaische raumfahrtbezogene Portale Isar Aerospace auf dem Schirm.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Frachttransport-fuer-zweiten-Testflug.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="202" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Frachttransport-fuer-zweiten-Testflug-400x202-1.jpg" alt="" class="wp-image-149137" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Frachttransport-fuer-zweiten-Testflug-400x202-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/Frachttransport-fuer-zweiten-Testflug-400x202-1-300x152.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Frachttransport für den zweiten Testflug<br>Copyright: Isar Aerospace</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschehnisse um Isar Aerospace stehen also nicht still. Von den Tätigkeiten am Andøya Spaceport werden uns in der nächsten Zeit noch etliche Nachrichten erreichen und auf die Nennung eines Termines für den 2. Start der Spectrum wird bereits spekuliert<br>Wird er, wie schon früher genannt, Anfang 2026 stattfinden, oder arbeitet Isar Aerospace eventuell schon auf einen früheren Termin hin? Welche Erwartungen werden in diesen 2. Start gesetzt? Um noch einmal den Vergleich mit SpaceX zu bemühen: Der zweite Einsatz der Falcon 1 endete in einer Höhe von 289 km. Viele werden sich jedoch einen Flug bis in einen stabilen Orbit erwünschen.<br>Aber vor allem diese Weiterführung der Testaktivität, ohne daß dazwischen Jahre vergehen, erhöht den Glauben, daß sich in absehbarer Zeit Erfolge einstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16309.msg581031#msg581031" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Isar Aerospace</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Fehlschlag von Flug VV22 – Unabhängiger Untersuchungsausschuss gibt Schlussfolgerungen bekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehlschlag-von-flug-vv22-unabhaengiger-untersuchungsausschuss-gibt-schlussfolgerungen-bekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 10:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Dienstag, den 20.&#160;Dezember 2022 gab Arianespace kurz nach dem Start der Vega‑C um 22.47&#160;Uhr Ortszeit in Französisch-Guayana (2.47&#160;Uhr MEZ/1.47&#160;Uhr Weltzeit am 21.&#160;Dezember 2022) das Scheitern der Mission VV22 bekannt. Die Vega‑C führte zwei Nutzlasten mit sich, die Erdbeobachtungssatelliten Pléiades Neo‑5 und -6 für Airbus Defence and Space. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Dienstag, den 20.&nbsp;Dezember 2022 gab Arianespace kurz nach dem Start der Vega‑C um 22.47&nbsp;Uhr Ortszeit in Französisch-Guayana (2.47&nbsp;Uhr MEZ/1.47&nbsp;Uhr Weltzeit am 21.&nbsp;Dezember 2022) das Scheitern der Mission VV22 bekannt. Die Vega‑C führte zwei Nutzlasten mit sich, die Erdbeobachtungssatelliten Pléiades Neo‑5 und -6 für Airbus Defence and Space. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 3. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VV22launchesacnesaspacecsg2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vega-C VV22 hat abgehoben. (Bild: ESA-Arianespace-CNES-Optique video du CSG-JM Guillon)" data-rl_caption="" title="Vega-C VV22 hat abgehoben. (Bild: ESA-Arianespace-CNES-Optique video du CSG-JM Guillon)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VV22launchesacnesaspacecsg26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vega-C VV22 hat abgehoben. (Bild: ESA-Arianespace-CNES-Optique video du CSG-JM Guillon)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">3. März 2023 &#8211; Arianespace (der Startdienstbetreiber) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA – die für die Entwicklung und Qualifizierung des Startsystems verantwortliche Stelle) richteten umgehend einen unabhängigen Untersuchungsausschuss ein, der zum Schluss kam, dass nach dem nominalen Funktionieren der Erststufe P120C der Vega‑C und der nominalen Zündung der Zweitstufe (Zefiro‑40) 151&nbsp;Sekunden nach dem Start ein allmählicher Druckverlust einsetzte, der zum Scheitern der Mission führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Untersuchungen, die direkt nach dem Start mit den verfügbaren Flugdaten durchgeführt wurden, bestätigten, dass die Untersysteme des Trägers wie geplant reagierten und der Ausfall auf einen allmählichen Leistungsabfall der Schubdüse des Zefiro‑40-Triebwerks zurückzuführen war. Die genauere Ursache war laut Untersuchungsausschuss eine unerwartete übermäßige thermomechanische Erosion der aus kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff bestehenden Schubdüsenhalsauskleidung, die von Avio in der Ukraine beschafft wurde. Zusätzliche Untersuchungen ergaben, dass diese wahrscheinlich auf eine man­gelnde Homogenität des Werkstoffs zurückzuführen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferner hat diese Anomalie gezeigt, dass die Kriterien zum Nachweis der Flugtauglichkeit für die Annahme der Schubdüsenhals­auskleidung aus kohlenstofffaserverstärktem Kohlenstoff nicht ausreichend waren. Der Untersuchungsausschuss ist daher zum Schluss gekommen, dass dieser spezielle CFC-Verbundwerkstoff nicht mehr für Flüge eingesetzt werden kann. Am grundsätzlichen Entwurf des Zefiro‑40-Triebwerks selbst wurden keine Schwachstellen festgestellt. Avio arbeitet derzeit an einer sofort einsetzbaren Alternativlösung mit einem anderen CFC-Werkstoff, hergestellt von ArianeGroup, der bereits für die Schubdüsen der Vega-Triebwerke Zefiro‑23 und Zefiro‑9 verwendet wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vv22abweichungaspacewebcast80.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Flugwegabweichung der Vega-C bei der Mission VV22. (Grafik: Arianespace Webcast)" data-rl_caption="" title="Flugwegabweichung der Vega-C bei der Mission VV22. (Grafik: Arianespace Webcast)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vv22abweichungaspacewebcast26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Flugwegabweichung der Vega-C bei der Mission VV22. (Grafik: Arianespace Webcast)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts der Art der Anomalie bei VV22 betont der Ausschuss, dass seine Schlussfolgerungen zu Zefiro-40 keine Auswirkungen auf den Träger Vega haben, bei dem die Triebwerke Zefiro‑23 und Zefiro‑9 zum Einsatz kommen. Vor diesem Hintergrund hat Arianespace beschlossen, seinen Startplan anzupassen, und die nächste Mission, deren Start vor Ende Sommer 2023 geplant ist, mit einem seiner beiden verbleibenden Vega-Träger durchzuführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der unabhängige Untersuchungsausschuss hat eine Reihe von Empfehlungen zur Wiederher­stellung des Vertrauens in die Trägersysteme Vega und Vega-C durch die Aufstellung robuster Auffangpläne ausgearbeitet, die eine zuverlässige Wiederaufnahme der Flüge und einen stabilen kommerziellen Einsatz sicherstellen sollen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wichtigsten auf diesen Empfehlungen beruhenden Maßnahmen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ergänzung der Ergebnisse des Untersuchungsausschusses durch zusätzliche Tests und Analysen, um die Zuverlässigkeit der Qualifikation des für das Zefiro‑40-Triebwerk ausge­wählten alternativen CFC-Verbundwerkstoffs sicherzustellen;</li>



<li>Durchführung einer zusätzlichen Qualifikationsphase für das Zefiro‑40-Triebwerk mit dem alternativen CFC-Verbundwerkstoff;</li>



<li>Durchführung einer Reihe von weiteren Maßnahmen mit dem Ziel, eine langfristig zuverlässige und nachhaltige Trägerproduktion zu gewährleisten.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Eine von der ESA und Arianespace geleitete Arbeitsgruppe hat mit der Umsetzung der Empfehlungen des Untersuchungsausschusses begonnen und wird die Durchführung der Maßnahmen durch den Vega-Hauptauftragnehmer Avio genau verfolgen, um eine zuverlässige und robuste Wiederaufnahme der Vega‑C-Flüge mit einem anvisierten Starttermin Ende 2023 sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA als die für die Qualifizierung des Startsystems verantwortliche Stelle, Arianespace als Startdienstbetreiber und Avio als für den Entwurf des Trägers Vega verantwortliche Stelle und Hauptauftragnehmer für diesen Träger werden mit vereinten Kräften auf die Erreichung des gemeinsamen Ziels eines robusten Einsatzes des Vega-Startsystems zum Nutzen sowohl institutioneller als auch kommerzieller Kunden hinarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher erklärte: „<em>Der unabhängige Untersuchungsausschuss steht für die Verpflichtung der ESA zu den höchsten Sicherheitsstandards. Er hat eine Reihe von Empfehlungen ausgearbeitet, deren Umsetzung eine robuste und zuverlässige Wieder­aufnahme der Flüge des Trägers Vega-C gewährleisten sollte.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die ESA wird Avio bei der Umsetzung der für die Wiedererlangung des Vertrauens in das Träger­system erforderlichen Maßnahmen jede nur erdenkliche Unterstützung durch ihre Fachleute auf technischer und Projektmanagementebene zuteil werden lassen. Die Wiederherstellung des eigenständigen Zugangs Europas zum Weltraum hat für die ESA Priorität, und ich freue mich, dass wir die Vega-Startkampagnen fortsetzen können, während wir an der sicheren Wieder­aufnahme der Vega‑C-Flüge arbeiten.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Dank ihrer harten Arbeit haben die Mitglieder des Ausschusses&nbsp;die&nbsp;unmittelbare&nbsp;Ursache für den Verlust der Mission VV22</em>&nbsp;<em>ermittelt,&nbsp;daraus resultierende Rückschlüsse gezogen&nbsp;und sofortige,&nbsp;passende&nbsp;Korrekturmaßnahmen vorgeschlagen</em>&#8222;, so Stéphane Israël, der Vorstandsvorsitzende von Arianespace. „<em>Ihre Empfehlungen werden bereits von Avio unter der Aufsicht von Arianespace und der ESA umgesetzt, um die erfolgreiche Wiederaufnahme der Vega‑C-Flüge zu ermöglichen und ihre dauerhafte Zuverlässigkeit zu garantieren.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong><br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegrün­dete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrt­kapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Lettland, Litauen, die Slowakei und Slowenien sind assoziierte Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit vier EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Arianespace</strong><br>Arianespace nutzt den Weltraum, um das Leben auf der Erde zu verbessern, indem es Start­dienste für alle Satellitentypen in alle Umlaufbahnen anbietet. Seit 1980 hat das Unternehmen mehr als 1.100 Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Arianespace ist für den Betrieb der neuen Generation von Trägerraketen, Ariane-6 und Vega-C, verantwortlich, die von der ESA entwickelt wurden, mit ArianeGroup bzw. Avio als industrielle Hauptauftragnehmer. Arianespace hat seinen Hauptsitz in Evry in der Nähe von Paris und verfügt über eine technische Einrichtung im Raumfahrtzentrum Guayana in Französisch-Guayana sowie über Büros in Washington, D.C., Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft der ArianeGroup, die 74 % des Aktienkapitals hält. Der Rest wird von 15 weiteren Aktionären aus der europäischen Träger­raketenindustrie (Ariane und Vega) sowie von ESA und CNES als Zensoren gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19560.msg545432#msg545432" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Pleiades Neo 5+6 auf Vega C (VV22)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Electron-Start schlägt fehl</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/electron-start-schlaegt-fehl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2021 14:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<category><![CDATA[Rocketlabs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=80592</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dass in der Raumfahrt Wohl und Wehe nah beieinander liegen können, musste das neuseeländisch-amerikanische Raumfahrtunternehmen RocketLab am 15. Mai 2021 am eigenen Leib erfahren: Während die Mission durch ein Problem an der zweiten Stufe fehlschlug, gelang es der Firma, die Erststufe nach einer Wasserung intakt zu bergen. Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: RocketLab. Nachdem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dass in der Raumfahrt Wohl und Wehe nah beieinander liegen können, musste das neuseeländisch-amerikanische Raumfahrtunternehmen RocketLab am 15. Mai 2021 am eigenen Leib erfahren: Während die Mission durch ein Problem an der zweiten Stufe fehlschlug, gelang es der Firma, die Erststufe nach einer Wasserung intakt zu bergen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: RocketLab.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210515FehlstartRocketLabori.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Liftoff für die 20. Electron-Trägerrakete vom Startplatz in Neuseeland. (Bild: Webcast RocketLab)" data-rl_caption="" title="Liftoff für die 20. Electron-Trägerrakete vom Startplatz in Neuseeland. (Bild: Webcast RocketLab)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210515FehlstartRocketLab260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Liftoff für die 20. Electron-Trägerrakete vom Startplatz in Neuseeland.<br>(Bild: Webcast RocketLab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich das Abheben der Rakete wegen Höhenwinden um eine Stunde verzögert hatte, startete sie letztendlich um 13:11 Uhr MESZ mit zwei Erdbeobachtungssatelliten des US-amerikanischen Unternehmens BlackSky an Bord von Startrampe LC-1 des auf der Mahia-Halbinsel in Neuseeland gelegenen RocketLab-Startzentrums. Sowohl die erste Stufe als auch das Abtrennen von der zweiten Stufe gelangen noch, kurz nach der Zündung der zweiten Stufe schaltete sich deren Triebwerk jedoch wieder ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer ersten Stellungnahme gab RocketLab an, dass der Flugcomputer der Zweitstufe ein Problem festgestellt habe und daher die Abschaltung des Triebwerks veranlasste. Da man auch danach weiter Telemetriedaten der Stufe empfing, erwartet man für die gemeinsam mit der FAA (Federal Aviation Administration) begonnenen Suche nach der Fehlerursache eine solide Grundlage. In den kommenden Wochen soll die vollständige Überprüfung abgeschlossen sein, das Unternehmen erwartet, laut seiner Pressemeldung, eine baldige Wiederaufnahme des Flugbetriebs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Electron-Fehlstart am 4. Juli 2020 erfolgte eine schnelle Aufarbeitung, der nächste darauffolgende Start fand schon am 31. August statt. Damals verlor die Zweitstufe knapp sechs Minuten nach dem Abheben plötzlich an Schub. Ursache dafür war eine fehlerhafte elektrische Verbindung in der Stufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgestattet mit einem im Vergleich zum ersten Bergungsversuch verbesserten Hitzeschild, glitt die erste Stufe unterdessen zurück zur Erde. Nach dem Eintritt in die Atmosphäre wurde ein erster Fallschirm geöffnet, dessen Aufgabe es war, die Rakete abzubremsen und zu stabilisieren. Mit dem Unterschreiten der Schallmauer wurde dieser dann durch einen zweiten kreisförmigen Fallschirm abgelöst, der die Rakete weiter abbremste und eine sanfte Wasserung ermöglichte. Die Stufe wurde anschließend von einem Schiff erfolgreich aus dem Wasser geborgen und soll zurück zum Produktionsstandort gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist geplant, die geborgenen Triebwerke für Tests erneut zu zünden und verschiedene Komponenten der Stufe sollen erneut fliegen. Längerfristig plant RocketLab, die Stufe in der Luft mit einem Hubschrauber einzufangen, statt sie im Wasser landen zu lassen. Dadurch soll unter anderem der Kontakt mit dem korrosiven Salzwasser vermieden werden. Nach einer Inspektion und gegebenenfalls Aufarbeitung sollen die so geborgenen Stufen dann, ähnlich wie beim Konkurrenten SpaceX, für erneute Starts eingesetzt werden.</p>


<p><strong>Video zur RocketLab-Mission Running Out Of Toes bei YouTube:</strong></p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Zw3sIUyfSfc" allowfullscreen="allowfullscreen" width="400" height="225" frameborder="0"></iframe></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16640.msg507707#msg507707" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Electron (Rocket Lab) Trägerstarts</a></li></ul>
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		<item>
		<title>China: Geheimnisvoller Gaofen 10</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-geheimnisvoller-gaofen-10/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 23:28:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[CGWIC]]></category>
		<category><![CDATA[CHEOS]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-4C]]></category>
		<category><![CDATA[EOSDC-CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Taiyuan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17862</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Start des chinesischen Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 10 am 31. August 2016 ist offenbar fehlgeschlagen. Offizielle Stellen halten sich fortgesetzt bedeckt. Photos von der abhebenden Rakete wurden zwischenzeitlich veröffentlicht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: bbs.9ifly.cn, CCTV, CGWIC, chinaspaceflight.com, cncnews.cn, scmp.com . Schauplatz des Geschehens war zunächst das Satellitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, TSLC) in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Start des chinesischen Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 10 am 31. August 2016 ist offenbar fehlgeschlagen. Offizielle Stellen halten sich fortgesetzt bedeckt. Photos von der abhebenden Rakete wurden zwischenzeitlich veröffentlicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: bbs.9ifly.cn, CCTV, CGWIC, chinaspaceflight.com, cncnews.cn, scmp.com .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schauplatz des Geschehens war zunächst das Satellitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, TSLC) in der nordchinesischen Provinz Shanxi. Dort hob eine dreistufige Rakete des Typs Langer Marsch 4C mit Gaofen 10 an der Spitze am 1. September 2016 gegen 2:55 Uhr Ortszeit ab (18:55 Uhr UTC am Vortag). Das Startfenster reichte von 18:46 bis 19:11 Uhr UTC am 31. August 2016, vor Ort war der nächste Tag schon angebrochen, und das Startfenster war von 2:46 bis 3:11 Uhr Pekinger Zeit offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete verfolgte offenbar anschließend zunächst die vorgesehene Flugroute, was anhand der in vorher festgelegten Abwurfzonen aufgeschlagenen Raketenteilen abgelesen werden kann. Teile der ersten Raketenstufe erreichten im Kreis Shanyang der bezirksfreien Stadt Shangluo in der chinesischen Provinz Shaanxi rund 600 Kilometer vom Startplatz entfernt den Boden. Beide Hälften der Nutzlastverkleidung von der Raketenspitze wurden im Bereich der Ortschaft Shengjiabaxiang (auch Shengjiaba) im Autonomen Bezirk Enshi der Tujia und Miao gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der weitere Missionsfortschritt liegt im Dunklen. Insbesondere über eine erfolgreiche Arbeit der dritten Raketenstufe ist nichts bekannt. Die US-amerikanische Weltraumüberwachung hat bis dato nicht bestätigt, dass im Rahmen des Starts ein oder mehrere Objekte Erdumlaufbahnen erreicht hätten. Möglicherweise hat die dritte Stufe der Langer Marsch 4C beim ersten Versager bei bisher insgesamt 20 Flügen dieses Typs nicht gearbeitet wie geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 10 hätte offiziell Bestandteil des als zivil beschriebenen chinesischen hochauflösenden Erdbeobachtungssystems (China High-resolution Earth Observation System (CHEOS)) werden sollen. Gao Fen bedeutet dementsprechend schlicht hohe Auflösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2010 hatte die chinesische Regierung der Umsetzung der Pläne für CHEOS zugestimmt. Verantwortlich für den Aufbau des Systems ist das Earth Observation System and Data Center of China National Space Administration, kurz EOSDC-CNSA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Erdbeobachtungssystem sollte sich zunächst durch sieben nacheinander zu startende Raumfahrzeuge und die Nutzung von Luftfahrzeugen auszeichnen. Wie angesichts dieser Tatsache der inzwischen erfolgte Start von Satelliten mit höheren Nummern im Namen zu werten ist, bleibt abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der jetzt verlorene Satellit als Ersatz für einen bereits betriebenen gedacht war, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Vielleicht handelt es sich auch um eine zwischenzeitlich beschlossene Erweiterung des CHEOS. Auch eine Tarnbezeichnung für einen an sich militärischen Zwecken dienenden Satelliten lässt sich auf Grund der derzeit dünnen Informationslage kaum ausschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Offizielle chinesische Stellen beschrieben die Raumfahrzeuge mit Gaofen im Namen üblicherweise als solche mit Aufgaben im Bereich der Bewältigung von Naturkatastrophen, der Beurteilung von erreichbaren und erzielten Ernteergebnissen im Landbau, der Landvermessung, der Stadtplanung sowie bei nicht näher spezifizierten wissenschaftlichen Untersuchungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein mittlerweile bekannt gewordenes Bild eines anlässlich des Starts produzierten Schmuck-Briefumschlags für Sammler erinnert den Autor an Gaofen 2, einen Erdbeobachtungssatelliten mit optischen Instrumenten, der auf dem Satellitenbus CS-L3000A basiert. Andere Beobachter der chinesischen Raumfahrtaktivitäten vermuteten einen Radarsatelliten auf Basis des Satellitenbus CS-L3000B.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im chinesischen Forum 9ifly wurde von Gerüchten berichtet, dass der erforderliche Neustart des unsymmetrisches Dimetyhlhydrazin (UDMH) als Brennstoff und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) als Oxidator nutzenden Zweikammertriebwerks vom Typ YF-40(B-rs) an Bord der dritten Stufe der Trägerrakete nicht klappte. Das würde bedeuten, dass die Stufe mit ihrer Nutzlast wieder in die Erdatmosphäre eintreten musste. Raketenstufe und Nutzlast sind dabei mit Sicherheit zerstört worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die internationale Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten aus China, die China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), teilte schließlich mit, dass es am 1. September 2016 einen Fehlstart gegeben habe, dessen Ursache in einem Problem mit einer Raketenstufe liege, die nur in der Langer Marsch 4C verwendet würde. Bei der Raketenstufe, auf die die CGWIC Bezug nimmt, wird es sich vermutlich um die dritte Stufe der Rakete handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg370673#msg370673" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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		<title>Falcon 9 landet erfolgreich &#038; startet Satelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/falcon-9-landet-erfolgreich-startet-satelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2015 18:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASDS]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[orbcomm]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex. Der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>In der Nacht von Montag auf Dienstag ist SpaceX eine Weltneuheit gelungen: Der Rückflug der ersten Stufe nach Cape Canaveral mit Landlandung. Der Flug ist darüber hinaus der erste seit dem Fehlstart im Juni 2015 und der erste Start mit den neuen Falcon-9-Upgrades.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding.   Quelle: SpaceX, Wikipedia, NSF, SpaceNews, /r/spacex.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="242" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/orbcommog2_low.jpg" alt="" class="wp-image-9978"/></a><figcaption>Orbcomm OG2 Satelliten
(Bild: Orbcomm)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ist für Dienstag den 22. Dezember 2015 um 02:33 Uhr MEZ geplant. Es gibt nur ein instantanes Startfenster, bei einem Abbruch muss der Start auf Mittwoch morgen verschoben werden. Wie SpaceX-Chef Elon Musk auf Twitter bestätigte, ist der Testcountdown mit kurzem Zünden der Triebwerke gestern erfolgreich gelaufen, was den Weg frei macht für einen Startversuch am Montag (Ortszeit). Nutzlast sind 11 Orbcomm-Satelliten, die in einem niedrigen Erdorbit ausgesetzt werden sollen. Orbcomm bietet sog. Maschine-zu-Maschine-(M2M)-Kommunikationslösungen, die zum Tracking, zur Fernüberwachung und Fernsteuerung stationärer und mobiler Anlagen, wie z.B. Container und Schiffe, dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug seit dem Fehlstart im Juni 2015</strong><br>Vor fast sechs Monaten ist die Falcon 9 das letzte Mal geflogen. Damals endete der Flug nach etwas mehr als 2 Minuten in einer grauen Wolke. Eine Strebe war gerissen, worauf der Heliumtank sich im Flüssigsauerstofftank selbstständig machen konnte. Deshalb wurde zu viel Helium freigesetzt, und der Sauerstofftank explodierte schließlich auf Grund des aufgebauten Überdrucks. Das Problem wurde nach ein paar Wochen identifiziert. Die gebrochene Strebe hatte vermutlich einen Herstellungsfehler, weshalb sie nur einen Bruchteil ihrer Sollfestigkeit aufwies. SpaceX musste über 1000 Streben am Boden testen, um das Problem zu reproduzieren. Die Stahlstreben wurden inzwischen durch solche aus Inconel ersetzt. Die Streben wurde von einem externen Zulieferer geliefert. Um auszuschließen, dass weitere Zulieferteile Herstellungsproblemen unterliegen, wurde die gesamte Falcon 9 einem umfangreichen Review unterzogen, was maßgeblich zum zeitlichen Abstand von 6 Monaten seit dem letzten Start beigetragen hat. Der aktuelle Flug ist also der erste Flug seit einem Fehlstart.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug von jüngstem Falcon-9-Upgrade</strong><br>Dieser Flug ist aber viel mehr. Er führt auch ein weiteres Falcon 9-Upgrade ein, was die Performance nochmal signifikant steigert. Bei der Benennung dieser neuen Falcon-9-Version ist man sich auch bei SpaceX mit dem Namen noch nicht einig, häufig wird sie &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220; (voller Schub), &#8222;Falcon 9 v1.2&#8220; oder &#8222;Falcon 9.2&#8220; genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Oberstufentankvolumen wurde um 10% gesteigert, der Sauerstoff wird jetzt ca. 23 K kälter sein als am Siedepunkt. Dadurch ergibt sich ein Dichteanstieg von ca. 9%. Auch das Kerosin wird leicht gekühlt, bei einer Temperatur von -6° C steigert sich seine Dichte um ca. 2%. Dadurch steigt das Gewicht der Rakete. Um das zu kompensieren, liefern die Merlin-1D-Triebwerke jetzt 15% mehr Schub, er steigt jeweils auf 756 kN am Boden bzw. 825 kN im Vakuum. Das Oberstufentriebwerk mit größerer Düse liefert einen Schub von 934 kN bei einem spezifischen Impuls von 348 s laut SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="175" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/f9ft_low.jpg" alt="" class="wp-image-9976"/></a><figcaption>Falcon 9 Full Thrust auf dem Startplatz
(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Flug mit Landlandung</strong><br>Diese Performancesteigerungen sollen es erlauben, auch bei GTO-Flügen die erste Stufe zu bergen, entweder nach Landung auf der Seeplattform, offiziell Autonomous Spaceport Droneship (ASDS) genannt, oder einem Aufsetzen auf dem Landeplatz X-1. Letzterer ist der vorher stillgelegte Startplatz 13 (LC-13) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesem Flug soll zum ersten Mal eine Landlandung probiert werden. SpaceX hat dafür die Erlaubnis von der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) und der amerikanischen Luftwaffe (USAF) erhalten. Bei vorherigen Flügen war nur eine Landung auf der Plattform ASDS genehmigt, die aber bisher noch nicht gelang, obwohl SpaceX der Landung schon sehr nahe gekommen ist. Für die Landlandung müssen Teile auf Cape Canaveral und des Kennedy Space Centers abgesperrt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wiederverwendbarkeit</strong><br>Seit dem Anbeginn der Raumfahrt wird über Wiederverwendbarkeit diskutiert. Dabei geht es häufig um die Frage Landung mit Flügeln oder am Fallschirm (also unter Nutzung aerodynamischer Effekte) oder mittels des Raketentriebwerks (also mit Nutzung des Rückstoßprinzips). Das Shuttle landete als Raumgleiter, Kapseln landen am Fallschirm. Shuttle- und Ariane-Booster landeten ebenfalls am Fallschirm. Die Ariane-Booster wurden nur zur Inspektion geborgen, die Shuttle-Booster mussten umständlich wiederaufbereitet werden. Der Hitzeschild vom Shuttle musste aufwendig gewartet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Falcon 9-Stufe erreicht eine höhere Geschwindigkeit als Shuttle- oder Ariane-Booster, aber sie erreicht keine Orbitalgeschwindigkeit. Um eine zu große Erhitzung durch die Abbremsung in der Erdatmosphäre zu vermeiden, bremst die Falcon 9, indem ihre Triebwerke gegen die Flugrichtung feuern. Das kostet Treibstoff und ist einer der Nachteile, wenn man nicht aerodynamisch bremst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konkurrenz</strong><br>SpaceX ist derzeit mit dem eigenen Konzept bei der Wiederverwendbarkeit konsequenter als andere Entwickler und Hersteller von Raumfahrtträgern. Blue Origin, gegründet von Amazon-Chef Jeff Bezos, möchte ebenfalls eine wiederverwendbare orbitale Rakete bauen. Bisher gelang Blue Origin ein Flug auf 100 km mit einer erfolgreichen vertikalen Landung. Bei Geschwindigkeit und Flugweite liegt Blue Origin deutlich hinter SpaceX zurück &#8211; darüber hinaus ist die von Blue Origin bisher geflogene Hardware auch nicht für den Transport von Menschen oder Nutzlast in Erdorbits oder den Einschuss auf Fluchtbahnen weg von der Erde gedacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch von der United Launch Alliance (ULA) und Airbus Defence and Space gibt es Konzepte. Anstatt einer vollständigen Raketenstufe wollen diese Firmen jedoch nur das Haupttriebwerk bergen. Es soll von der Hauptstufe nach Stufentrennung abgesprengt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ULA nennt ihr Konzept SMART-Reuse, das Triebwerk soll am Fallschirm heruntergleiten und schließlich mit dem Helikopter eingefangen werden. Airbus will das Triebwerk mit Flügeln ausstatten und es zum Startplatz zurückfliegen, ein Demonstrator mit dem Namen Adeline ist geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei beiden Unterfangen kann man die Ernsthaftigkeit, mit der diese Konzepte verfolgt werden, durchaus in Frage stellen. Bei der ULA hat man außer Darstellungen mit der Software Powerpoint noch nichts öffentlich präsentiert, Airbus hat immerhin ein Modellflugzeug als Demonstrationsobjekt gebaut. Das steht in deutlichem Gegensatz zum Einsatz (engl. commitment) von SpaceX. Der Eindruck, Airbus und ULA wollten auf der Publicity-Welle mitreiten, ohne wirklich etwas investieren zu müssen, ist angesichts der Umstände nicht wirklich vermeidbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wiederverwendbarkeit bei der Ariane ist auch politisch fragwürdig. Letztlich bedeutet die Verwirklichung von Wiederverwendbarkeit die Konstruktion einer Rakete ohne Feststoffmotore. Die Feststoffmotorindustrie ist durch die Entscheidungen der letzten Ministerratskonferenzen in Europa massiv gestärkt worden. Die Vega nutzt in drei von vier Stufe feste Treibstoffe, bei der Ariane 6 werden die Boosterhüllen jetzt sogar in Italien und Augsburg parallel gefertigt (dasselbe Bauteil wohlgemerkt). Eine Abkehr vom festen Treibstoff und der Schritt zur Wiederverwendbarkeit scheint damit politisch ausgesprochen schwierig, weil bestimmte Firmen bei der Herstellung von Ariane-Raketen dann möglicherweise nicht mehr beteiligt würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13511.msg347960#new" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Orbcomm OG2 auf Falcon 9 v1.2</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Holm soll Ursache für Falcon 9-Fehlschlag sein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/holm-soll-ursache-fuer-falcon-9-fehlschlag-sein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2015 20:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[CRS-7]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Helium]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=41962</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Montag gab Elon Musk in einer Pressekonferenz bekannt, dass ein fehlerhaft hergestellter Holm die Ursache für den Absturz der Falcon 9 war. Der Holm hat bei 20% der zertifizierten Festigkeit versagt. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Elon Musk, SpaceX. Vertont von Peter Rittinger. Nach dem Absturz der Falcon 9 am 28. Juni bei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Montag gab Elon Musk in einer Pressekonferenz  bekannt, dass ein fehlerhaft hergestellter Holm die Ursache für den Absturz der Falcon 9 war. Der Holm hat bei 20% der zertifizierten Festigkeit versagt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Elon Musk, SpaceX. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio aligncenter"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/ismobil-2015-07-27-91032.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072015221937_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072015221937_small_1.jpg" alt="NASA TV" width="260"/></a><figcaption>
Falcon 9 Fehlstart
<br>
(Bild: NASA TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Absturz der Falcon 9 am 28. Juni bei einer ISS-Versorgungsmission war es für mehrere Wochen still geworden um SpaceX und Elon Musk. Normalerweise ist Musk keiner, der die Öffentlichkeit scheut, sondern sie gezielt mit kleinen Informationsbrocken versorgt, um das öffentliche Interesse und die Spekulationen am Laufen zu halten. Diesmal war jedoch Funkstille. Diese wurde gestern gebrochen als Elon Musk die vorläufigen Untersuchungsergebnisse auf einer Telefonkonferenz präsentiert hat und sich den Fragen der Journalisten stellte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Fehlstart</strong> <br>Der Falcon 9 Start am 28. Juni verlief zunächst tadellos. Jedoch bildete sich bei crica 136 Sekunden nach dem Start eine weiße Wolke um die Rakete, sodass sie aus dem Sichtfeld verschwand. Als sich die Wolke lichtete, war die Rakete plötzlich verschwunden. Sofort war klar, dass der Start gescheitert ist. Dragon separierte noch von der Rakete, stürzte jedoch dann ins Meer. Bereits kurz nach dem Start konnte man nach Analyse des Bildmaterials sehen, dass aus der Oberstufe eine weiße Wolke aus Sauerstoff entwichen ist. Elon Musk bestätigte auch via Twitter, dass es ein Überdruckereignis in der Oberstufe gegeben hatte.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Telefonkonferenz hat Musk nun das Heliumsystem als Auslöser des Überdruckes benannt. Es kam jedoch nicht zu einem Platzen einer der Heliumtanks im Inneren des Flüssigsauerstofftanks, sondern vielmehr hatte sich die Halterung des Heliumtanks gelöst. Das schließt man aus den Daten verschiedener Beschleunigungssensoren an der Rakete. Bei einem Platzen des Heliumtanks hätte es eine andere Systemantwort gegeben.        </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072015221937_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072015221937_small_2.jpg" alt="SpaceX Webcast / reddit" width="260"/></a><figcaption>
Holme im Oberstufentank halten den Heliumtank 
<br>
(Bild: SpaceX Webcast / reddit)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Heliumtanks sind mit Holmen am Boden des Flüssigsauerstofftanks befestigt. Da Helium leichter ist als flüssiger Sauerstoff, hat der Tank massiven Auftrieb und muss mit den Holmen am Boden gehalten werden. Je höher die Beschleunigung der Rakete ist, desto höher ist der Druck im flüssigen Sauerstoff und desto höher ist die Auftriebskraft, die den Heliumtank am Boden halten muss.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den Riss des Holms schnellte der Heliumtank nach oben und die strukturelle Integrität vom Heliumsystem versagte. Durch den Austritt von Helium kam es dann zum Reißen des Oberstufentanks.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Holm</strong> <br>Die Holme bezieht SpaceX von einem externen Zulieferer und sie sind zertifiziert vom Zulieferer für eine nominelle Last von 10.000 lbf (44 kN). Während dem Flug treten maximale Lasten von 3.500 lbf (16 kN) auf dem Holm auf, es gibt also einen Sicherheitsfaktor von ca. 3. Zum Zeitpunkt der Anomalie herrschte eine Last von ca. 2000 lbf (9 kN). Das sorgte für einige Verwunderung bei SpaceX, ob denn manche Holme nicht einmal 20% der zertifizierten Last vom Hersteller halten.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin hat SpaceX einige Holme vom Hersteller selbst getestet und einige sind bei weniger als der zertifizierten Laste gerissen – nicht jedoch bei den 9 kN, die im Flug geherrscht haben. Da es jedoch keine andere Erklärung für die Unglücksursache gab, hat Musk angeordnet, dass sämtliche Holme bei SpaceX auf Lager getestet werden und bei ca. 1000 Tests ist tatsächlich ein Holm bei ca. 9 kN gerissen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese experimentelle Verifikation der These macht dies zur wahrscheinlichen Unglücksursache. Weitere Untersuchungen in alle Richtungen sollen jedoch folgen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Elon Musk rechnet mit dem nächsten Falcon 9 Start für Ende September. Dies kann sich jedoch noch weiter verzögern, falls weitere Anomalien identifiziert werden. Die Falcon Heavy soll jetzt im April abheben. Nichtsdestoweniger beabsichtigt SpaceX im Jahre 2015 noch alle für 2015 geplanten Kunden zu fliegen laut einem Statement auf der Webseite. Laut Musk bedeutet  der Fehlstart einen größeren finanziellen Verlust für SpaceX in der Größenordnung von mehreren 100 Millionen Dollar. Da SpaceX jedoch kürzlich eine Milliarde Dollar Investment von Google eingesammelt hat, dürften die finanziellen Verluste abfangbar sein.   </p>
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		<title>Antares explodiert kurz nach dem Start zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/antares-explodiert-kurz-nach-dem-start-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2014 21:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Absturz]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Cubesat]]></category>
		<category><![CDATA[Cygnus]]></category>
		<category><![CDATA[Explosion]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Oktober um 23:22 MEZ sollte eine Antares Rakete mit dem Raumtransporter Cygnus Richtung ISS starten. Wenige Sekunden nach dem Start zerlegte sich die Rakete in einem spektakulärem Feuerball. Die Unglücksursache ist noch unbekannt. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceNews, Twitter, Orbital Sciences. Trauer und Fassungslosigkeit bei Orbital und der NASA. Am gestrigen Tag [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 28. Oktober um 23:22 MEZ sollte eine Antares Rakete mit dem Raumtransporter Cygnus Richtung ISS starten. Wenige Sekunden nach dem Start zerlegte sich die Rakete in einem spektakulärem Feuerball. Die Unglücksursache ist noch unbekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceNews, Twitter, Orbital Sciences.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trauer und Fassungslosigkeit bei Orbital und der NASA. Am gestrigen Tag explodierte die Antares-Rakete auf dem Weg zur ISS und vernichtete dabei den Raumtransporter Cygnus inklusive Fracht, sowie mehrere CubeSats, darunter 26 Cubesats von PlanetLabs und die erste Cubesatmission von Planetary Ressources. Bis zur Klärung der Unglücksursache, sind alle Cygnus-Frachtmissionen zur ISS erstmal ausgesetzt und die Trägerrakete Antares bleibt am Boden.#</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/antaresexplosion1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/antaresexplosion1_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Erste Explosion<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Ablauf im Detail</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 27. Oktober sollte die Antares-Rakete zur ISS starten. Leider wurde der Start durch die Anwesenheit eines Bootes im abgesperrten Bereich vor der Küste verhindert. Das Boot konnte die kritische Zone nicht mehr verlassen bevor sich das Startfenster geschlossen hatte und der Start musste auf den 28. Oktober verschoben werden. Diesmal gab es keine Anomalien während des Countdowns und der Start konnte um 23:22 MEZ stattfinden. Wenige Sekunden nach dem Abheben veränderte sich die Flamme des Antriebsstrahls der ersten Stufe sichtbar, er wurde breiter und heller. Ein bis zwei Sekunden später ereignete sich eine Explosion an der Unterseite der Rakete, die zum Ausfall des Antriebs führte, worauf die Rakete zurück auf den Startplatz fiel. Laut Aussage von Orbital Sciences wurde kurz vor dem Aufprall noch das FTS (Flight Termination System) aktiviert um die Rakete zu sprengen. Anhand der Videoaufnahmen lässt sich nicht deuten, ob die Explosion der Rakete durch den Aufprall oder die Sprengung selbiger erfolgte. In jedem Fall verursachte die Explosion einen signifikanten Feuerball, der weithin sichtbar war und zu panischen Reaktionen auf den Zuschauerbänken führte wie viele Youtube-Videos bezeugen. Neben Kerosin, Sauerstoff in der ersten Stufe und dem Feststofftreibstoff der Oberstufe, befand sich auch hochgiftiges Hydrazin und Distickstofftetroxid im Raumfrachter Cygnus, weshalb die Öffentlichkeit von der NASA aufgefordert wurde, sich von eventuellen Fragmenten am Boden fernzuhalten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/antaresexplosion2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/antaresexplosion2_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zweite große Explosion am Boden<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konsequenzen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Weder auf der Pressekonferenz nach dem Start noch bei der Investorenkonferenz heute wurden Details zur Unglücksursache bekannt gegeben. Vorläufige Untersuchungsergebnisse sollen jedoch in den nächsten Tagen vorliegen. Im Internet kamen sofort Gerüchte auf, dass das AJ-26 bzw. NK-33 Haupttriebwerk der Schuldige sein soll, was jedoch von Orbital weder bejaht noch verneint wurde. Nach Bekanntwerden des Absturzes folgte der Aktienkurs der Rakete und stürzte um ca. 17% ab. Auch eine für heute einberufene Investorenkonferenz konnte den Aktienkurs nicht wieder ansteigen lassen. Hier verkündete der CEO von Orbital, David W. Thompson, dass Orbital durch den Start an sich keinen finanziellen Verlust hinnehmen wird (aber eventuell durch die Aufarbeitung und die Veränderung am Design der Rakete). Die NASA hat Orbital bereits einen großen Teil des Geldes für die Herstellung der Hardware gezahlt und die fehlende Erfolgsprämie mit einer Höhe von 48 Millionen Dollar kann Orbital durch eine abgeschlossene Versicherung kompensieren. Der Schaden an sich beträgt über 200 Millionen Dollar, Schaden an den Bodenanlagen noch nicht eingerechnet. Jedoch soll keine allzu große Schäden an den Bodenanlagen vorliegen laut Thompson. Orbital hofft darauf, dass die Verzögerung durch diesen Fehlstart nicht größer als 12 Monate sein wird, vielleicht auch nur 3 Monate. Für 2016 hatte Orbital auch den Wechsel des Hauptantriebs der ersten Stufe der Antares hin zu einem neuen – noch unbekannten – Triebwerk geplant. Thompson meinte, dass je nach Untersuchungsergebnis ein Wechsel auch beschleunigt werden könnte. Gerüchten zufolge soll es sich bei dem Ersatz um das RD-180 handeln, dass auch in der Atlas V eingesetzt wird. In der Vergangenheit hatte Orbital nicht immer Glück mit der Aufklärung von Unglücksursachen. Die Taurus hatte zweimal einen Fehlschlag bei der Öffnung der Nutzlastverkleidung, die Ursache konnte nicht gefunden werden und die Rakete ist danach nie wieder geflogen. Die kritische Frage eines Investors, ob Orbital den Frachttransport nicht auch outsourcen könnte (z.B. zur Konkurrenzfirma SpaceX), lies Thompson verständlicherweise dann doch lieber unbeantwortet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Konkurrenz</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Orbital also jetzt erstmal mit der Aufarbeitung des gestrigen Fehlstarts beschäftigt ist, bereitet sich der andere Frachtprovider SpaceX auf den nächsten ISS Flug im Dezember vor, wobei es derzeit unklar ist, ob dieser eventuell vorverlegt wird. Letzte Woche hatte Elon Musk bei einer Veranstaltung am MIT verkündet, dass bei dieser fünften regulären Frachtmission von SpaceX die erste Stufe nach der Stufentrennung auf einer Seeplattform im Meer landen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=aL5eddt-iAo" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Startvideo bei Youtube</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Erdbeobachtungssatellit erreichte keinen Erdorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erdbeobachtungssatellit-erreichte-keinen-erdorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2013 16:27:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Brasilianisch-chinesische Erdbeobachtungssatellit CBERS 3 bzw. Ziyuan I-03 sollte heute früh in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn transportiert werden. Wegen einer Fehlfunktion in der Trägerrakete gelang dies jedoch nicht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Raumcon. Der Start erfolgte mit einer Rakete des Typs Langer Marsch 4B gegen 4.23 Uhr vom Raumfahrtzentrum Taiyuan aus. Einer kurzen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Brasilianisch-chinesische Erdbeobachtungssatellit CBERS 3 bzw. Ziyuan I-03 sollte heute früh in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn transportiert werden. Wegen einer Fehlfunktion in der Trägerrakete gelang dies jedoch nicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Xinhua, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte mit einer Rakete des Typs Langer Marsch 4B gegen 4.23 Uhr vom Raumfahrtzentrum Taiyuan aus. Einer kurzen Meldung bei Xinhua kann man entnehmen, dass die Trägerrakete eine Fehlfunktion hatte und der Satellit keinen Orbit erreichte. Zunächst klappte das Entfalten der Solarzellen und es wurden Signale empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Der Satellit sollte in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gelangen und von dort aus mit einer Telekamera, einer Multispektralkamera, einem Scanner mittlerer Auflösung sowie einer Weitwinkelkamera Aufnahmen von der Erdoberfläche anfertigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg273275#msg273275" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts ab 9. Dezember 2013</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-Fehlstart mit drei Navigationssatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-fehlstart-mit-drei-navigationssatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jul 2013 19:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um 4.38 Uhr MESZ am 2. Juli 2013 hob die von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M-Trägerrakete mit einer DM-03-Oberstufe von Energia und drei Satelliten für das russische Navigationssystem GloNaSS an Bord ab. Wegen einer Fehlfunktion war ihr Flug nach rund 30 Sekunden bereits beendet, als die Rakete rund 4 Kilometer von ihrer Startstelle in Baikonur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um 4.38 Uhr MESZ am 2. Juli 2013 hob die von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-M-Trägerrakete mit einer DM-03-Oberstufe von Energia und drei Satelliten für das russische Navigationssystem GloNaSS an Bord ab. Wegen einer Fehlfunktion war ihr Flug nach rund 30 Sekunden bereits beendet, als die Rakete rund 4 Kilometer von ihrer Startstelle in Baikonur entfernt auf dem Boden aufschlug.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: Chrunitschew, ILS, RIAN, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-07-04-89159.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072013211017_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260" height="200"/><figcaption>
Explosion nach dem Aufschlag der Rakete 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weil Oxidator, Distickstofftretoxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>), und Brennstoff, unsymmetrisches Dimethlyhydrazin (UDMH), welche sich an Bord der Rakete befunden hatten, giftige Substanzen sind, wurden Anwohner von Siedlungen im Bereich des Unfalls angewiesen, Türen und Fenster verschlossen zu halten und Gebäude nicht zu verlassen. Nach bisherigen Angaben aus Russland kamen bei dem Fehlstart keine Personen zu schaden. An der Startanlage 81/24, von der die Rakete abgehoben hatte, entstanden keine Schäden, an einer anderen Startanlage (200/39), in deren Nähe die Rakete niederging, nach aktuellem Stand ebenfalls nicht. 
<br>
Noch vor dem Einschlag im Steppenboden hatte die Rakete begonnen, unter der ungeplanten Belastung auseinander zu brechen. Videoaufzeichnungen zeigen, wie die Orbitaleinheit aus Oberstufe und Nutzlastspitze abknickt, und um den zentralen Oxidatortank angebrachte Treibstofftanks von der ersten Raketenstufe wegbrechen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072013211017_small_2.jpg" alt="Tsenki" width="260" height="208"/><figcaption>
GloNaSS-M-Satellit &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Tsenki)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der Spitze der Rakete befanden sich unter der Nutzlastverkleidung drei Navigationssatelliten vom Typ GloNaSS-M. Die Satelliten des Block 47 trugen die Seriennummern 48, 49 und 50. Sie waren als Ergänzung und Verstärkung des russischen Satellitennavigationssystems GloNaSS gedacht, dessen Ausbau seit Jahren nicht vorankommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was als Ursache für den Fehlstart angenommen werden muss, wurde von offizieller Seite bisher nicht bekannt gegeben. Offensichtlich ist, dass die Rakete wenige Sekunden nach dem Abheben völlig ihre Fähigkeit verliert, der eigentlich vorgesehenen Flugbahn zu folgen. Ob eines oder mehrere der sechs Triebwerke vom Typ RD-276 nicht funktionierten wie geplant, ob bei der Treibstoffversorgung der Triebwerke Schwierigkeiten auftraten, ob es Probleme beim Schwenken oder Drosseln der Triebwerke gab oder die Flugsteuerung falsche Kommandos sendete, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Unfalluntersuchung hat die russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos eine Kommission eingesetzt, deren erste Aufgabe es ist, die Aufzeichnungen der Telemetriedaten vom Start zu untersuchen. Der Vermarkter von Proton-Starts für Kunden aus aller Welt International Lauch Services (ILS) hat angekündigt, eine eigene Arbeitsgruppe die Ergebnisse der Kommission von Roskosmos überprüfen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentlich für den 20. Juli 2013 vorgesehene Start des Kommunikationssatelliten Astra 2E wird sehr wahrscheinlich nicht an diesem Termin erfolgen können. Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete bereits wenige Stunden nach dem Fehlstart, dass in den nächsten zwei bis drei Monaten keine Starts mit Proton-Raketen stattfinden werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11746.msg260172#msg260172" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">3x Glonass-M auf Proton-M/DM-03</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Zenit fliegt statt ins All ins Meer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 16:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Intelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Intelsat 27]]></category>
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		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit-3SL]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute früh endete ein Startversuch mittels einer Zenit-Trägerrakete mit einem Absturz. Bereits kurz nach dem Abheben wich die Rakete offenbar weit von ihrem vorprogrammierten Kurs ab. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Nowosti, Raumcon. Daraufhin wurden das Triebwerk abgeschaltet. Dies geschah etwa 25 Sekunden nach dem Abheben. Danach wurde die Übertragung des Starts abgebrochen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/" data-wpel-link="internal">Zenit fliegt statt ins All ins Meer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute früh endete ein Startversuch mittels einer Zenit-Trägerrakete mit einem Absturz. Bereits kurz nach dem Abheben wich die Rakete offenbar weit von ihrem vorprogrammierten Kurs ab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: RIA Nowosti, Raumcon.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-5521c017"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022013173445_small_1.jpg" alt="Sea Launch" width="350" height="258"/><figcaption>
Zenit mit Intelsat 27 auf der schwimmenden Startplattform 
<br>
(Bild: Sea Launch)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin wurden das Triebwerk abgeschaltet. Dies geschah etwa 25 Sekunden nach dem Abheben. Danach wurde die Übertragung des Starts abgebrochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher wurde nur wenig über die Ursache des Versagens bekannt. Wahrscheinlich aber hat es mit der Steuerung zu tun. Vermutet wird ein Defekt im Gyroskop-System. Dieses liefert Basisinformationen für die Lage der Rakete. Wenn diese Informationen fehlerhaft sind, dann sind auch die auf deren Basis berechneten Korrekturen falsch und verschlimmern die Situation nur. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offenbar hatte man dies bereits kurz nach dem Start erkannt und das Triebwerk der Rakete deaktiviert. Infrage käme aber auch ein automatisches Abschaltsystem, welches in Aktion trat, als erkannt wurde, dass die Fehler nicht mehr korrigierbar waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zenit hätte eigentlich den Kommunikationssatelliten Intelsat 27 in einen Geo-Transferorbit bringen sollen. Dieser verfügte über je 20 Transponder im C- bzw. K<sub>u</sub>-Band sowie über die Möglichkeit 20 UHF-Kanäle nutzen zu können. Geplant war ein etwa 15-jähriger Betrieb bei 55,5 Grad West im Geostationären Orbit. Dort sollte er die in die Jahre gekommenen Satelliten Galaxy 11 und Intelsat 805 ersetzen.  <br> Zwar waren sowohl Satellit als auch Start versichert, allerdings ist das Auftragsbuch von Sea Launch aufgrund früherer Fehlschläge gegenwärtig praktisch leer. Es existieren lediglich ein paar Optionen und Reservebuchungen. Der neuerliche Totalverlust ist nicht geeignet, das Vertrauen potenzieller Kunden in die Sea-Launch-AG zu stärken. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11430.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3SL (Sea Launch) mit Intelsat 27</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/zenit-fliegt-statt-ins-all-ins-meer/" data-wpel-link="internal">Zenit fliegt statt ins All ins Meer</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nordkoreanischer Raketenstart fehlgeschlagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nordkoreanischer-raketenstart-fehlgeschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 12:39:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Tongchang-ri]]></category>
		<category><![CDATA[Unha 3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der angekündigte und auf der gesamten Welt scharf verurteilte Start einer nordkoreanischen Rakete ist nach Angaben mehrerer Anrainerstaaten sowie der USA fehlgeschlagen. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: spaceflightnow.com, Spiegel.de, Focus.de. Der Start der Rakete vom Typ Unha 3 erfolgte gestern um 7:39 Uhr Ortszeit (0:39 Uhr MESZ) vom neuen Weltraumbahnhof Tongchang-ri im Nordwesten von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der angekündigte und auf der gesamten Welt scharf verurteilte Start einer nordkoreanischen Rakete ist nach Angaben mehrerer Anrainerstaaten sowie der USA fehlgeschlagen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: spaceflightnow.com, Spiegel.de, Focus.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Rakete vom Typ <i>Unha 3</i> erfolgte gestern um 7:39 Uhr Ortszeit (0:39 Uhr MESZ) vom neuen Weltraumbahnhof <i>Tongchang-ri</i> im Nordwesten von Nordkorea in Richtung Süden. Über dem Gelben Meer ist die Rakete allem Anschein nach dann auseinandergebrochen. Während das US-amerikanische NORAD den Absturzort der ersten Stufe mit etwa 165 km westlich der südkoreanischen Hauptstadt Seoul angibt und keine Trümmer der restlichen Stufen über Land niedergingen, meldete der japanische Sender NHK unter Berufung auf einen Mitarbeiter des japanischen Verteidigungsministeriums, dass die Rakete eine maximale Höhe von 120 km erreicht hat. Die Rakete ist dabei in vier Teile zerbrochen und stürzte vor der Westküste der koreanischen Halbinsel ab. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap gab als Absturzstelle das Gelbe Meer 190 bis 200 km vor der südkoreanischen Küstenstadt Kuns an. Auch die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA bestätigte den Fehlstart und gab an, dass man nun nach der Ursache des Fehlstarts forscht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trägerrakete vom Typ <i>Unha 3</i> basiert auf dem Vorgänger <i>Unha 2</i>, wobei man nun eine neue, verlängerte Drittstufe nutzt, welche höchstwahrscheinlich auf der Zweitstufe des Vorgängers <i>Unha 1</i>, die als <i>Safir 1</i> auch vom Iran verwendet wird und dort dessen ersten Satelliten startete, und nutzt flüssige Treibstoffe. Die Nutzlast der Rakete war der Satellit <i>Kwangmyongsong 3</i>, was so viel heißt wie <i>heller Stern</i>. Laut nordkoreanischer Quellen sollte der Satellit vor allem zur Erdbeobachtung und zur Wettervorhersage genutzt werden. Der Start war schon lange geplant und von Nordkorea angekündigt und war Teil der Feiern zum 100. Geburtstag von Staatsgründer und langjährigem Diktator Kim Il Sung.  <br>Dieser Start stieß, wie schon frühere Flüge, auf heftige internationale Kritik. Viele Staaten, so etwa Nachbarstaaten wie Südkorea, welches seit über 60 Jahren im Kriegszustand mit dem Norden ist, und Japan, aber auch die USA oder eher dem nordkoreanischen Regime freundlich gesinnte Staaten wie China haben den Test scharf verurteilt. Dies liegt daran, dass man vermutet, dass dieser Start ein Test einer Interkontinentalrakete war. Die <i>Unha 3</i> mit einem atomaren Sprengkopf hätte eine Reichweite von etwa 6.000 km, könnte damit auch Gebiete wie Alaska oder Hawaii erreichen und wäre somit eine Bedrohung für die USA, welche mit Südkorea verbündet sind. Die Spannungen über die Raketenstarts ist auch verbunden mit dem Streit über das nordkoreanische Atomprogramm, da das Land seit 2007 über Atombomben verfügt und mit solch einer Rakete auch über ein Transportvehikel für diese verfügen würde. Südkorea und Japan haben deswegen im Vorfeld angekündigt, dass man, wenn die Rakete eigene Gebiete überfliegen würde, diese abschießen würde. Dies hätte die Spannungen in der Region weiter angeheizt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nordkoreanische Raketenprogramm begann in den 1970er und 1980er Jahren, als man aus Ägypten und China sowjetische <i>Scud</i>-Kurzstreckenraketen sowie sowjetische U-Boot-Raketen vom Typ <i>R-27</i> erhielt. Aus diesen Raketen entwickelte man mittels <i>Reverse Engineering</i>, also Nachbau und Verbesserung, die Raketen der <i>Hwangsong</i>&#8211; und <i>Nodong</i>-Serie. Aus diesen Raketen entwickelte man in den 1990er Jahren die erste eigene Trägerrakete, die <i>Taepodong 1</i>, doch war der Satellitenstart mit <i>Kwangmyongsong 1</i> ein Fehlschlag. Aus der <i>Nodong</i> entwickelte man die Erststufe der heutigen <i>Unha 2</i> bzw. <i>Unha 3</i>, wobei man durch Bündelung von vier Triebwerken der <i>Nodong</i> eine größere Stufe bauen konnte. Diese bildet heute die Basis des nordkoeranischen Raketenprogramms und soll auch im Iran als Erststufe der <i>Simorgh</i>-Rakete eingesetzt werden.  <br><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10890.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Unha-3 mit Kwangmyongsong-3 </a></li>
</ul>
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		<title>Feng Bao 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/feng-bao-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war die Parallelentwicklung zur Langer Marsch 2, doch wurde sie schließlich ad acta gelegt: Die Feng Bao 1 Autor: Daniel Maurat. Geschichte Die Geschichte der Feng Bao 1 begann mit der ersten chinesischen Interkontinentalrakete DF 5 (Dong Feng 5 für Ostwind). Es wurde schnell klar, dass die DF 5 neben ihrer Aufgabe als Interkontinentalrakete [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie war die Parallelentwicklung zur <em>Langer Marsch 2</em>, doch wurde sie schließlich ad acta gelegt: Die <em>Feng Bao 1</em></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/fb_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/fb_1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start einer <em>FB 1</em>.<br>(Bild: SAST)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte der <em>Feng Bao 1</em> begann mit der ersten chinesischen Interkontinentalrakete <em>DF 5</em> (<em>Dong Feng 5</em> für Ostwind). Es wurde schnell klar, dass die <em>DF 5</em> neben ihrer Aufgabe als Interkontinentalrakete auch dazu genutzt werden konnte, Satelliten in den Erdorbit zu bringen. So begann die Entwicklung einer Orbitalversion der <em>DF 5</em>. Dazu legten zwei Institute ihre Vorschläge vor: das spätere <em>China Institute of Launch Vehicle Technology</em> (<em>CAST</em>) aus Peking sowie das <em>Shanghai Institute of Spaceflight Technology</em> (<em>SAST</em>) aus Shanghai. Dabei stellte <em>CAST</em> die <em>CZ 2</em> her, dagegen <em>SAST</em> die <em>FB 1</em> (chin. <em>Feng Bao</em> für Sturm). Diese zwei Entwicklungen können damit begründet werden, dass der chinesische Machthaber Mao Tse Tung die <em>CZ 2</em> zwar bevorzugte, seine Frau Jiang Quing aber Verbindungen nach Shanghai hatte und so der Entwurf des <em>SAST</em> bevorzugte. Auch fegte in China gerade die Kulturrevolution hinweg, wobei selbst in die Führungsriege wenig Übersicht über das Geschehen im Land hatte. Die Entwicklung der neuen Rakete <em>FB 1</em> begann dabei im August 1969.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Feng Bao 1</em> basiert, wie die <em>CZ 2</em>, auf der Interkontinentalrakete <em>DF 5</em> und verfügt über zwei Stufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>Erststufe</em> war nichts anderes als eine Erststufe einer <em>DF 5</em>. Sie war 20,52 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m und wog voll betankt 148,5 t. Das einzelne Triebwerk vom Typ <em>YF-21</em>, welches aus vier einzelnen Triebwerken <em>YF-20</em> bestand, hatte dabei für eine Brenndauer von 127 Sekunden einen Schub von 2.784,6 kN. Als Treibstoff nutzte man Unsymmetrisches Dimethylhydrazin (<em>UDMH</em>), als Oxydator Distickstofftetroxid (<em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>). Beide Treibstoffe sind lagerfähig und entzünden sich bei Berührung. Solch ein Triebstoffmix wird hypergoler Treibstoffmix genannt.</li><li>Die <em>Zweitstufe</em> war nichts anderes als eine Zweitstufe der <em>DF 5</em>. Sie war 8,51 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m und wog voll betankt 38,2 t. Das einzelne Triebwerk vom Typ <em>YF-24</em>, welches wiederum aus einem <em>YF-22</em>-Haupttriebwerk und vier <em>YF-23</em>-Verniertriebwerken besteht, lieferte einen Schub von 765,9 kN bei einer Brenndauer von 126 Sekunden. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>m als Oxydator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>.</em></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>FB 1</em> startete zwischen 1973 und 1981 insgesamt elf Mal, wobei es zu ganzen vier Fehlschlägen kam. Dies ist eine sehr hohe Verlustrate für jeden Träger. Dabei startete man als Hauptnutzlasten die geheimnisvollen Satelliten vom Typ <em>JSSW</em>, welche laut westlichen Experten wohl Technologieerprobungs- und Aufklärungssatelliten waren. Andere Nutzlasten waren z.B. Satelliten der <em>Shijian 2</em>-Serie. Aber es gab auch zwei suborbitale Flüge, wobei die Mission dahinter nicht bekannt ist. Als Startplatz nutzte man ausschließlich den Weltraumbahnhof Jiuquan in der Provinz Gansu in der Inneren Mongolei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ende</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>FB 1</em> war nicht vom Glück verfolgt. Ihre im Gegensatz zur <em>CZ 2</em> häufigen Fehlstarts machten sie sehr unbeliebt. Auch schwand ihr Rückhalt im Machtapparat, als kurz nach Maos Tod 1976 Jiang Quin und andere Gleichgesinnte der so genannten &#8222;Viererbande&#8220; festgenommen wurden. So wurde die <em>FB 1</em> aufgegeben und der Aufstieg der <em>CZ 2</em>, die heute den Kern der chinesischen Raumfahrt bildet, begann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/feng-bao-1-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/feng-bao-1-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-1/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 1</a></li></ul>
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		<title>Proton-Start fehlgeschlagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-start-fehlgeschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 16:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[Eurostar E3000]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AM 4]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Start einer Proton-M am Mittwoch, dem 17. August 2011, ist der Kontakt mit der Oberstufe vorzeitig abgebrochen. Das Schicksal der Nutzlast ist noch unsicher. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Roskosmos, NSF SFN. Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 3:25 Uhr Lokalzeit beziehungsweise um 23:25 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Westkasachstan. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim Start einer Proton-M am Mittwoch, dem 17. August 2011, ist der Kontakt mit der Oberstufe vorzeitig abgebrochen. Das Schicksal der Nutzlast ist noch unsicher.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Roskosmos, NSF SFN.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b6582c1f"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011183543_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011183543_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Start von Express AM4 auf einer Proton-M. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 3:25 Uhr Lokalzeit beziehungsweise um 23:25 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Westkasachstan. Der Start verlief zunächst gut und die Rakete setze planmäßig die Oberstufe Bris-M zusammen mit der Nutzlast, dem russischen Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 aus. Doch zwischen dem vierten und dem fünften und damit letzten geplanten Brennmanöver der Bris-M brach der Funkkontakt ab. Man weiß nicht genau, was mit der Nutzlast passiert ist, ob sie von der Bris abgetrennt wurde, nicht einmal, auf welcher Bahn genau das Gespann ist. Aber so gut wie sicher scheint, dass dieser Start ein Fehlstart war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Rakete, der Kommunikationssatellit Express-AM 4, gehört zu einer neuen Generation russischer Kommunikationssatelliten, mit denen die alten Satelliten vom Typ Gorizont abgelöst werden sollten. Der inzwischen achte Express-AM-Satellit beruht auf einem von EADS Astrium entwickelten Eurostar E3000 und wog beim Start 5.400 kg. Er besitzt insgesamt 63 Transponder, wovon 30 im IEEE C-Band, 28 im K<sub>u</sub>-Band, zwei im K<sub>a</sub>-Band und drei im L-Band arbeiten sollten. Die zwei Solarpaneele erbringen zusammen 16 kW Leistung, wobei der Satellit auf eine Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt war. 
<br>
Dieser Fehlstart war der dritte russische Fehlstarts innerhalb von neun Monaten. Am 5. Dezember 2010 stürzten drei GloNaSS mitsamt ihrer Block-DM-Oberstufe vor Hawaii in den Pazifik, weil die Block-DM nicht zündete. Und am 1. Februar 2011 brachte eine Rockot den Forschungssatelliten Geo-IK auf eine falsche Umlaufbahn, wobei der Satellit unbrauchbar wurde. Zurzeit wird noch über mögliche Konsequenzen auf personeller Ebene spekuliert, wobei nichts sicher ist. Die Untersuchungen werden die Ursache des Kontaktverlustes wohl ans Licht bringen müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://spaceflightnow.com/news/n1108/17proton/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei SpaceFlightNow.com</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.nasaspaceflight.com/2011/08/proton-m-launches-russias-ekspress-am4-communications-satellite/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei NASASpaceFlight.com</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10028.msg196883#msg196883" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Express-AM4 auf Proton-M/Briz-M ab dem 17. August</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-start-fehlgeschlagen/" data-wpel-link="internal">Proton-Start fehlgeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chinesischer Start fehlgeschlagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinesischer-start-fehlgeschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:25:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2C]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Frühwarnsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34292</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beim dritten chinesischen Start diese Woche erreichte die Rakete vom Typ Langer Marsch nicht ihr Ziel. Dabei ging ein experimenteller Satellit verloren Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Xinhua, NSF, SFN. Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 18:28 Uhr Ortszeit beziehungsweise um 11:28 Uhr MESZ von der Startrampe SLS-2/603 des Jiuquan Satellite Launch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinesischer-start-fehlgeschlagen/" data-wpel-link="internal">Chinesischer Start fehlgeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim dritten chinesischen Start diese Woche erreichte die Rakete vom Typ Langer Marsch nicht ihr Ziel. Dabei ging ein experimenteller Satellit verloren</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: Xinhua, NSF, SFN.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-309daf0d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011172504_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19082011172504_small_1.jpg" alt="CNSA" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Start der Langer Marsch 2C mit Shijian 11-04. 
<br>
(Bild: CNSA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 17. August 2011 um 18:28 Uhr Ortszeit beziehungsweise um 11:28 Uhr MESZ von der Startrampe SLS-2/603 des <i>Jiuquan Satellite Launch Center</i> in der inneren Mongolei mit einer Rakete vom Typ Langer Marsch 2C. Zunächst verlief der Start wie geplant, doch laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua gelang es der zweistufigen Rakete nicht, ihre Nutzlast in den Orbit bringen. Genaueres ist nicht bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Rakete, der Satellit Shijian 11-04 (chin. für &#8222;Übung&#8220;), sollte eigentlich laut chinesischer Angaben experientellen Zwecken dienen. Man spekuliert aber im Westen, dass dies ein Deckmantel, ähnlich der sowjetischen bzw. russischen Bezeichnung &#8222;Kosmos&#8220;, für eine Konstellation von militärischen Frühwarnsatelliten ist. Bisher sind seit 2009 drei Satelliten vom Typ <i>Shijian 11</i> gestartet, der letzte erst am 6. Juli diesen Jahres. Man plante, den Satelliten auf einem ähnlichen Orbit wie die Vorgänger auszusetzen, und zwar auf einen sonnensynchronen Orbit auf einer Höhe von etwa 700 x 680 km bei einer Inklination von etwa 98°. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt war das schon der dritte chinesische Start in einer Woche und der insgesamt neunte dieses Jahr. Dabei war dies der erste Fehlschlag seit dem 31. August 2009, wo eine Langer Marsch 3B ihre Nutzlast, den kommerziellen Satelliten Palapa-D1, nicht auf ihrem Orbit aussetzen konnte. Grund dafür war ein Versagen der kryogenen Drittstufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Websites:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://spaceflightnow.com/news/n1108/18longmarch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artike bei SpaceFlightNow.com</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.nasaspaceflight.com/2011/08/chinas-third-launch-week-long-march-2c-fails/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Artikel bei NASASpaceFlight.com</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg196865#msg196865" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">chinesische Trägerstarts ab dem 17. August</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinesischer-start-fehlgeschlagen/" data-wpel-link="internal">Chinesischer Start fehlgeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Führungswechsel bei Roskosmos</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fuehrungswechsel-bei-roskosmos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 14:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anatoli Perminow]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Popowkin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34007</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der in die Kritik geratene Anatoli Perminow wird durch Vizeverteidigungsminister Wladimir Popowkin ersetzt. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: RIAN. Anatoli Perminow war in den vergangenen Monaten schwer in die Kritik geraten. Grund dafür waren vor allem die Fehlstarts einer Proton-M mit drei Navigationssatelliten an Bord sowie einer Rockot mit dem Geodäsiesatelliten GEO-IK 2. Außerdem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fuehrungswechsel-bei-roskosmos/" data-wpel-link="internal">Führungswechsel bei Roskosmos</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der in die Kritik geratene Anatoli Perminow wird durch Vizeverteidigungsminister Wladimir Popowkin ersetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: RIAN.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-ceb4b3e2"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29042011160846_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/><figcaption class="wp-element-caption">
Anatoli Perminow, der abgelöste Roskosmos-Vorsitzende 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anatoli Perminow war in den vergangenen Monaten schwer in die Kritik geraten. Grund dafür waren vor allem die Fehlstarts einer Proton-M mit drei Navigationssatelliten an Bord sowie einer Rockot mit dem Geodäsiesatelliten GEO-IK 2. Außerdem wird Perminow vorgeworfen, dass die russische Raumfahrtindustrie 2011 und 2012 nicht in der Lage ist, alle beschlossenen Missionen durchzuführen. Insbesondere mangelt es Russland dafür an Trägerraketen. Daher wurde bereits vor einigen Wochen beschlossen, seinen im April auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt hat die Staatsführung sich für einen Nachfolger entschieden. Der derzeitige Vizeverteidigungsminister Wladimir Popowkin wird den Vorsitz von Roskosmos übernehmen. Generaloberst Popowkin (53 Jahre) war im Militär zuletzt Kommandeur der Weltraumtruppen. Es ist in Russland der Normalfall, dass ein früherer Inhaber dieses Kommandos den Vorsitz von Roskosmos übernimmt. Auch Anatoli Perminow ist diesen Weg gegangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



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