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	<title>Infrarotkamera &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Infrarotkamera &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Schärfere Infrarot-Augen für das VLT: ERIS sieht erstes Licht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schaerfere-infrarot-augen-fuer-das-vlt-eris-sieht-erstes-licht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2022 15:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neueste wissenschaftliche Instrument der ESO, der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph, kurz ERIS, hat seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich beendet. Bei einer davon blickte es in das Herz der Galaxie NGC 1097 mit seinen faszinierenden Details. Am Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal im Norden Chiles installiert, wird dieses Infrarot-Instrument in [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das neueste wissenschaftliche Instrument der ESO, der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph, kurz <a href="https://www.raumfahrer.net/eris/" data-wpel-link="internal">ERIS</a>, hat seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich beendet. Bei einer davon blickte es in das Herz der Galaxie NGC 1097 mit seinen faszinierenden Details. Am Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal im Norden Chiles installiert, wird dieses Infrarot-Instrument in der Lage sein, weiter und detaillierter zu schauen und so wegweisend bei Beobachtungen von Sonnensystem, Exoplaneten und Galaxien zu sein. Eine Mitteilung der European Southern Observatory (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22015/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015a_500x480.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">ERIS, das neueste Infrarot-Auge des Very Large Telescope, hat dieses atemberaubende Bild des inneren Rings der Galaxie NGC 1097 aufgenommen. Diese Galaxie befindet sich 45 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Fornax. ERIS hat den gas- und staubhaltigen Ring eingefangen, der im Zentrum der Galaxie liegt. Die hellen Flecken im Ring sind stellare Kinderstuben, die in noch nie dagewesenem Detail gezeigt werden. Das Zentrum dieser Galaxie ist aktiv, mit einem supermassiven schwarzen Loch, das sich von seiner Umgebung ernährt.&nbsp; Dieses Bild wurde von der hochmodernen Infrarotkamera des ERIS, dem Nahinfrarot-Kamerasystem (NIX), durch vier verschiedene Filter aufgenommen. Die Filter sind hier in Blau, Grün, Rot und Magenta dargestellt, wobei der letzte Filter die kompakten Regionen im Ring hervorhebt. Um die Auflösung von NIX ins rechte Licht zu rücken, zeigt dieses Bild im Detail einen Teil des Himmels, der weniger als 0,03 % der Größe des Vollmonds ausmacht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielseitigkeit von ERIS wird sich für viele Bereiche der astronomischen Forschung eignen, denn sie zielt darauf ab, mit der Nutzung eines einzelnen 8,2-Meter-Teleskops die derzeit schärfsten Bilder zu erlangen. Das geschieht durch den Gebrauch <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/adaptive_optics/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">adaptiver Optik</a>, einer Technik, die die verzerrenden Effekte der Erdatmosphäre in Echtzeit korrigiert. ERIS wird mindestens zehn Jahre aktiv sein und soll bedeutungsvolle Beiträge zu einer Vielzahl an astronomischen Themen leisten, die von entfernten Galaxien und schwarzen Löchern bis zu Exoplaneten und Zwergplaneten in unserem eigenen Sonnensystem reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir erwarten nicht nur, dass ERIS seine wissenschaftlichen Hauptziele erfüllt“, erläutert Harald Kuntschner, der ESO-Projektwissenschaftler für ERIS, „sondern dass es aufgrund seiner Vielseitigkeit auch für eine weite Bandbreite anderer wissenschaftlicher Fälle genutzt wird und dabei hoffentlich zu neuen und unerwarteten Ergebnissen führt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die allerersten Testbeobachtungen mit ERIS wurden <a href="https://x.com/ESO/status/1493269699106377733" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">dieses Jahr im Februar durchgeführt</a>, weitere folgten im August und im November, um die Grenzen des Instruments zu testen. Eine dieser Messungen zeigt den inneren Ring der Galaxie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/NGC_1097" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NGC 1097</a>, die sich 45 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Fornax (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chemischer_Ofen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chemischer Ofen</a>) befindet. Dieser gas- und staubreiche Ring liegt genau im Zentrum der Galaxie; die hellen Flecken darin sind Stern-Kinderstuben, die hier in beispiellosem Detail gezeigt werden. Das leuchtende Zentrum zeigt das aktive Herz der Galaxie, ein supermassereiches schwarzes Loch, das sich von seiner Umgebung ernährt. Um die Auflösung von ERIS ins Verhältnis zu setzen, zeigt dieses Bild detailliert einen Teil des Himmels, das weniger als 0,03 % der Größe des Vollmondes beträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Hauptteleskop 4 des VLT montiert, wird ERIS die Rolle der sehr erfolgreichen <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/naco.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NACO</a>&#8211; und <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/sinfoni.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SINFONI</a>-Instrumente übernehmen und der Einrichtung für das kommende Jahrzehnt einige grundlegende Verbesserungen bringen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015b_500x251.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">NACO- und ERIS-Vergleich des inneren Rings von NGC 1097</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS verfügt über eine hochmoderne Infrarot-Kamera, das Near Infrared Camera System (kurz NIX), das verwendet wurde, um den inneren Ring in NGC 1097 abzubilden. NIX wird eine neue und einzigartige Sicht auf viele verschiedene astronomische Objekte bieten, wie etwa Exoplaneten und die Scheiben aus Gas und Staub um junge Sterne. Es kann eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koronograf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Koronografie</a> genannte Technik nutzen, die ähnlich wie eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnenfinsternis</a> das Licht von Sternen blockiert und es uns erlaubt, die schwachen Planeten um sie herum zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS verfügt auch über einen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/ifu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">3D-Spektrografen</a> namens SPIFFIER, ein Upgrade von SINFONIs SPIFFI (SPectrometer for Infrared Faint Field Imaging). SPIFFIER sammelt ein Spektrum von jedem einzelnen Pixel in seinem Sichtfeld. Das wird es Astronom*innen erlauben, zum Beispiel die Dynamik entfernter Galaxien in unglaublichen Details zu untersuchen oder die Geschwindigkeiten von Sternen zu messen, die das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße umkreisen, was ein Schlüssel zum Testen der Allgemeinen Relativitätstheorie ist und zum Verständnis der Physik schwarzer Löcher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modul der Adaptiven Optik von ERIS ist mit Sensoren ausgestattet, um atmosphärische Turbulenzen im laufenden Betrieb zu analysieren, indem entweder eine echte astronomische Quelle überwacht wird oder ein künstlicher <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/4lgsf/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Laser-Leitstern</a>. Es sendet diese Informationen bis zu tausend Mal pro Sekunde zum <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/develop/ao/sys/dsm.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">verformbaren Sekundärspiegel</a> des VLT, der die Unschärfe dann in Echtzeit korrigiert, sodass detailliertere Bilder entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„ERIS haucht der fundamentalen Bildgebung- und Spektroskopie-Fähigkeit der Adaptiven Optik des VLT neues Leben ein“, ergänzt Ric Davies, Projektleiter des ERIS-Konsortiums und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. „Dank der Bemühungen aller über die Jahre an diesem Projekt Beteiligten können nun viele wissenschaftliche Projekte von der exquisiten Auflösung und Empfindlichkeit profitieren, die das Instrument erreichen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS wurde zusammen mit der ESO unter der Führung des <a href="https://www.mpe.mpg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik</a> von einem Konsortium entworfen und gebaut, zu dem das <a href="https://www.arcetri.inaf.it/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">INAF Osservatorio Astrofisico di Arcetri</a> (Italien) sowie das <a href="https://www.roe.ac.uk/ukatc/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UK Astronomy Technology Centre</a>, die <a href="https://ethz.ch/de.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ETH Zürich</a> und <a href="https://www.nova-astronomy.nl/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NOVA</a> (Niederlande) gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1138.msg540991#msg540991" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile</a></li>
</ul>
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			</item>
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		<title>ERIS (Enhanced Resolution Imager and Spectrograph)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2022 15:50:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ERIS ist Teil einer neuen Generation von Technologien für das Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal-Observatorium in Chile. Das Instrument ERIS kombiniert einen Infrarot-Imager für allgemeine Zwecke und einen Integralfeldspektrographen mit der adaptiven Optik von Weltrang, die am Unit Telescope 4 (Yepun) des VLT installiert ist. Eine Mitteilung der European Southern Observatory [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ERIS ist Teil einer neuen Generation von Technologien für das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope (VLT)</a> der ESO auf dem Paranal-Observatorium in Chile. Das Instrument ERIS kombiniert einen Infrarot-Imager für allgemeine Zwecke und einen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/ifu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Integralfeldspektrographen</a> mit der adaptiven Optik von Weltrang, die am Unit Telescope 4 (<a href="https://web.archive.org/web/20250831114958/https://eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-names/yepun/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Yepun</a>) des VLT installiert ist. Eine Mitteilung der European Southern Observatory (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/eris/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="313" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313.jpg" alt="" class="wp-image-119027" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313-300x235.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein frühes Konzept des ERIS-Instruments.
Diese Zeichnung zeigt ein Konzeptdesign für die hochauflösende Kamera und den Spektrographen ERIS für das Very Large Telescope der ESO. ERIS &#8211; das nach seiner Installation mindestens zehn Jahre lang aktiv sein wird &#8211; profitiert von der Adaptiven Optik, die die Unschärfeeffekte der Erdatmosphäre korrigiert. Es soll die schärfsten direkten Bilder liefern, die bisher mit einem einzigen Teleskop der 8-Meter-Klasse aufgenommen wurden. ERIS wird die Rolle des sehr erfolgreichen NACO-Instruments übernehmen, das sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielseitigkeit von ERIS eignet sich für viele Bereiche der astronomischen Forschung und soll die schärfsten Bilder liefern, die bisher mit einem einzigen Teleskop der 8,2-Meter-Klasse aufgenommen wurden, sobald es in Betrieb ist. Es wird erwartet, dass ERIS einen großen Beitrag zur Erforschung entfernter Galaxien, des galaktischen Zentrums, unseres Sonnensystems und von Exoplaneten leisten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Ziel von ERIS ist es, mehr Objekte mit einer feineren Bildauflösung und besserer Bildqualität zu sehen&#8220;, sagt Harald Kuntschner, Projektwissenschaftler der ESO für das ERIS-Instrument. &#8222;Wir werden mit dem Instrument erhebliche Fortschritte machen, insbesondere bei der adaptiven Optik, der spektralen Auflösung und der Abdeckung des nahen Infrarots.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue, empfindlichere Technologie von ERIS wird die erfolgreichen Instrumente <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/naco.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NACO</a> und <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/sinfoni.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SINFONI</a> ablösen, die seit Anfang der 2000er Jahre am VLT eingesetzt werden. ERIS soll nach dem ersten Licht für 10 Jahre arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eris-ut4.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eris-ut4.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph (ERIS) ist ein Nahinfrarot-Instrument im Cassegrain-Fokus von UT4. ERIS hat zwei wissenschaftliche Arme, SPIFFIER und NIX. SPIFFIER (IFS) ist ein Integralfeldspektrograf mit mittlerer Auflösung, der das J- bis K-Band abdeckt. NIX ist in der Lage, zwischen dem J- und dem M-Band abzubilden, zwischen dem K- und dem M-Band fokal und in der Pupillenebene zu koronagraphieren und im L-Band langspaltige Spektroskopie durchzuführen. ERIS ist für den Einsatz in Verbindung mit dem deformierbaren Sekundärteil von UT4 konzipiert. Die atmosphärischen Turbulenzen können entweder mit einem natürlichen Leitstern oder mit einem einzelnen künstlichen Stern, der mit der Laser Guide Stars Facility erzeugt wurde, erfasst werden. ERIS ersetzt viele der von NaCo und SINFONI angebotenen Funktionen in einem einzigen Instrument.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS-SPIFFER, Spektrograf</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/spectroscopy/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spektrograph</a> von ERIS, genannt ERIS-SPIFFIER, ist eine überarbeitete Version des SPIFFI-Instruments (SPectrometer for Infrared Faint Field Imaging) von SINFONI. ERIS-SPIFFIER ist ein Integralfeldspektrograph, der ähnlich wie SPIFFI arbeitet. Jedes Pixel des Spektrographen ist in der Lage, ein vollständiges Spektrum zu erfassen, d. h. die Intensität jeder vom Instrument gemessenen Wellenlänge. Die gesammelten Daten sind mehrdimensional und enthalten eine Vielzahl von Informationen, die die Astronomen analysieren können. Diese Art von Spektrographen ermöglicht es den Astronomen, die relative Position der einzelnen Teile des Zielobjekts im Raum zu bestimmen. In Verbindung mit der Beobachtungswellenlänge im Infraroten kann diese Art der Spektroskopie den Astronomen zum Beispiel ermöglichen, den Spin, die Struktur und den Inhalt von hochverschobenen Galaxien zu untersuchen. Ein höher auflösendes <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Diffraction_grating" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gitter</a> auf dem Spektrographen, das zur Aufspaltung des einfallenden Lichts verwendet wird, um ein Spektrum zu erfassen, funktioniert ähnlich wie ein Prisma, das Licht in verschiedene Farben aufspaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Solche räumlichen Auflösungen hat es mit einem Integralfeldspektrographen noch nicht gegeben&#8220;, sagt Kuntschner. &#8222;Wir planen, mit dieser Technik räumliche Auflösungen an der Grenze dessen zu erreichen, was ein Teleskop der 8-Meter-Klasse leisten kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS-NIX, Infrarot-Bildaufnehmer</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Imager auf ERIS ist das Nahinfrarot-Kamerasystem (NIX), die nächste Generation des Infrarot-Imagers für das VLT. Die Astronomen können den Imager in zwei Hauptmodi nutzen. Ein Modus ist die für direkte Aufnahme von astronomischen Objekten. Ein anderer Modus ist die Koronagraphie, eine Beobachtungstechnik, bei der das direkte Licht eines Sterns unterdrückt wird. Mit dieser Technik auf ERIS-NIX können Astronomen Exoplaneten und Gas- und Staubscheiben um junge Sterne beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS-NIX ist in der Lage, Daten im nahen Infrarotbereich zwischen 3000 und 5000 Nanometern zu sammeln, einem Wellenlängenbereich, der vom Boden aus wegen der überschüssigen Lichtinterferenzen am Himmel besonders schwer zu beobachten ist. ERIS ist damit eines der wenigen bodengebundenen Instrumente mit dieser Wellenlängenabdeckung an einem 8-Meter-Teleskop, und die Beobachtung bei diesen Wellenlängen ermöglicht einen neuen und einzigartigen Blick auf Exoplaneten und Galaxien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS und die Anlage für adaptive Optik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS ist auch mit einem Modul für adaptive Optik ausgestattet, das mit der <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1724/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2017</a> auf Yepun installierten <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/adaptive_optics/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Adaptive Optics Facility</a> (AOF) zusammenarbeitet. Die adaptive Optik korrigiert in Echtzeit atmosphärische Turbulenzen, die das Sternenlicht verzerren, um eine wesentlich schärfere Bildqualität zu ermöglichen, und ist ein wichtiger Bestandteil moderner bodengebundener astronomischer Beobachtungen. Die AOF-Funktionen in Verbindung mit dem Modul ermöglichen es ERIS, die schärfsten Daten zu erfassen, die mit dem Instrument möglich sind, und einen größeren Teil des Himmels abzudecken als frühere VLT-Instrumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1138.msg540990#msg540990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>84 Millionen Sterne im Milchstraßenzentrum abgebildet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/84-millionen-sterne-im-milchstrassenzentrum-abgebildet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 12:56:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
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		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35149</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Aufnahme mit 9 Milliarden Bildpunkten, die aus Einzelaufzeichnungen der VISTA-Infrarotkamera (VIRCam) am VISTA-Teleskop auf dem Cerro Paranal in Chile aufgenommen wurde, zeigt mindestens zehnmal mehr Sterne als bisherige Studien. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ESO, Wikipedia, Raumfahrer.net. Das Bild wurde gestern in voller Auflösung durch die ESO veröffentlicht. Mittels spezieller Computerprogramme konnten auf [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Aufnahme mit 9 Milliarden Bildpunkten, die aus Einzelaufzeichnungen der VISTA-Infrarotkamera (VIRCam) am VISTA-Teleskop auf dem Cerro Paranal in Chile aufgenommen wurde, zeigt mindestens zehnmal mehr Sterne als bisherige Studien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ESO, Wikipedia, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102012145649_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102012145649_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="365" height="274"/></a><figcaption> <br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild wurde gestern in voller Auflösung durch die ESO veröffentlicht. Mittels spezieller Computerprogramme konnten auf den Aufnahmen etwa 84 Millionen Sterne eindeutig identifiziert werden. Hinzu kommen noch 89 Millionen anderer Objekte, die für eine eindeutige Identifizierung allerdings zu schwach sind oder sich zu nahe an vergleichsweise hellen Objekten befinden, so dass sie überstrahlt werden. Zu jedem Stern wurden die Helligkeiten in verschiedenen Spektralbereichen erfasst und in einem Sternenkatalog gespeichert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">VISTA (Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy) ist ein Teleskop der Europäischen Südsternwarte ESO. Sein Primärspiegel hat einen Durchmesser von 4,10 m, das Teleskop ist eine Ritchey-Chretien-Cassegrain-Konstruktion mit einem Öffnungsverhältnis von 1:3,25. Die Kamera enthält eine dreilinsige Korrekturoptik, 16 einzelne, auf etwa -200°C gekühlte Sensoren mit jeweils 2.048 mal 2.048 Pixeln, die auf einer quadratischen Platte angeordnet sind und ein Filterrad in dem fünf verschiedene Breit- und ein Schmalbandfilter untergebracht waren. Damit kann man das Licht in verschiedenen Spektralbereichen des nahen Infrarot erfassen und somit Aussagen über die Spektralklassen der Sterne sowie Gas und Staub in deren Umgebung machen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102012145649_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102012145649_small_2.jpg" alt="ESO" width="358" height="226"/></a><figcaption>
Das obige Bild des Galaxiszentrums wurde aus Einzelaufnahmen zusammengesetzt, die mit dem hier abgebildeten VISTA-Teleskop eingefangen wurden. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum unserer Galaxie ist von Gas- und Staubwolken durchsetzt und umhüllt, die von sichtbarem Licht nur partiell durchdrungen werden können. Dies gilt zwar auch für infrarotes Licht, hier ist der Durchgang allerdings erheblich besser. Auch die Erdatmosphäre absorbiert einen Teil dieses Lichtes, weshalb Teleskope im Allgemeinen möglichst auf hohen Bergen mit trockener Luft stehen. Daher ist der Cerro Paranal in der chilenischen Atacama-Wüste ein dafür sehr geeigneter Standort. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten von drei der Spektralbereiche wurden für die zusammengesetzte Aufnahme herangezogen und ihnen die Farben Rot, Grün und Blau zugewiesen. Dadurch wird der Himmelsausschnitt für uns überhaupt sichtbar. Da zwischen den einzelnen Sensoren Lücken bestehen, muss das Teleskop mehrere leicht versetzte Aufnahmen eines Himmelsbereiches anfertigen, um ein geschlossenes Bild zu erhalten. Dies geschieht nach einem ausgeklügelten System, um bei letztlich jedem Punkt des Himmelsausschnitts dieselbe Belichtungszeit zu erhalten. Dazu muss allerdings in jeder Stellung je eine Aufnahme durch die unterschiedlichen Filter gemacht werden. Zudem dauert jede Belichtung trotz der großen Öffnung und des hohen Öffnungsverhältnisses noch mehrere Sekunden. Insgesamt erreicht die Kamera mit einer Aufnahmeserie ein Bild mit etwa 100 Megapixeln und ein Gesichtsfeld von 1,65 Grad im Quadrat am Himmel. Alle Aufnahmen zusammen ergeben damit noch nicht einmal 1% des gesamten Himmels. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Durch die Detailbeobachtung der unzähligen Sterne in der Umgebung des Milchstraßenzentrums können wir eine Menge über die Aufbau und Entwicklung nicht nur unserer Galaxie, sondern aller Spiralgalaxien allgemein lernen&#8220;, sagte Roberto Saito, der leitende Autor der Studie. Aufgabe des VISTA-Teleskops ist die komplette Durchmusterung des südlichen Himmels im sichtbaren Licht sowie im nahen Infrarot-Bereich. Am 21. Juni 2008 wurde die erste Testbeobachtung mit dem Teleskop durchgeführt, am 11. Dezember 2009 nahm es offiziell seine Arbeit auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=633.msg239443#msg239443" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema Milchstraße (ab 24. Oktober 2012</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1105.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">VISTA</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ariane 5 bringt Helios 2B ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ariane-5-bringt-helios-2b-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 12:57:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigungsministerium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 18. Dezember 2009 brachte eine Ariane 5 GS einen Aufklärungssatelliten für das französische Verteidigungsministerium von Kourou in Französisch-Guayana aus ins All. Der Start zur Mission V-193 war zuletzt für den 17. Dezember 2009 geplant, wurde aber wegen eines Problems an der Startanlage in Kourou um einen Tag verschoben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 18. Dezember 2009 brachte eine Ariane 5 GS einen Aufklärungssatelliten für das französische Verteidigungsministerium von Kourou in Französisch-Guayana aus ins All. Der Start zur Mission V-193 war zuletzt für den 17. Dezember 2009 geplant, wurde aber wegen eines Problems an der Startanlage in Kourou um einen Tag verschoben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, CNES, DICoD, EADS Astrium, ESA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-12-24-13373.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009135723_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009135723_small_1.jpg" alt="Arianespace/ESA/CNES/CSG" width="324" height="458"/></a><figcaption>
Ariane 5 GS vor dem Start 
<br>
(Bild: Arianespace/ESA/CNES/CSG)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der siebte Start einer Ariane 5 im Jahr 2009 erfolgte um 17:26 Uhr MEZ am 18. Dezember 2009. Nach 2 Minuten und 20 Sekunden Flug wurden die beiden Feststoffbooster abgetrennt, die Zentralstufe der Rakete war nach rund neuneinhalb Minuten ausgebrannt. Anschließend sorgte die EPS-Oberstufe für die weitere Beschleunigung, und richtete den Satelliten nach einer rund halbstündigen Freiflugphase vor dem Abtrennen wie vorgesehen aus. Nach etwas über einer Stunde Gesamtflugzeit wurde Helios 2B im geplanten sonnensynchronen polaren Orbit ausgesetzt. Tests und Inbetriebnahme des Satelliten auf seiner Umlaufbahn um die Erde sollen rund drei Monate in Anspruch nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtnutzlast bei der Mission V-193 betrug 5.954 Kilogramm, von denen rund 4.200 Kilogramm auf den Satelliten entfielen. Zum Zwecke der Justage der Leistungsparameter der Rakete wurden zusätzlich Ballastringe und eine ASAP-Stuktur mitgeführt, die im Regelfall zum Transport von Kleinsatelliten verwendet wird, bei diesem Flug aber nicht bestückt war. ASAP steht für &#8222;Ariane Structure for Auxiliary Payloads&#8220;, Ariane-Tragstruktur für Zusatznutzlasten. Bei der Ariane 5-Mission V-193 wurde zum letzten Mal eine Ariane 5 GS verwendet, die Startmasse der 46,1 Meter hohen Rakete betrug rund 752 Tonnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009135723_small_2.jpg" alt="Arianespce/ESA/CNES/CSG" width="330" height="425"/><figcaption>
Ariane 5 GS startet mit Helios 2B an Bord 
<br>
(Bild: Arianespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufklärungssatellit Helios 2B basiert auf der Spot Mk.3-Plattform und wurde von EADS Astrium im Auftrag der Beschaffungsbehörde des französischen Verteidigungsministeriums (DGA, Délégation Générale pour l’Armement) sowie der nationalen französischen Weltraumagentur CNES gebaut. Wie schon der am 18. Dezember 2004 in den Weltraum gebrachte Helios 2A besitzt dessen Nachfolger elektrooptische Sensoren, um militärische Aufklärungsdaten aus rund 700 Kilometern Höhe über der Erde zu gewinnen. Auch nachts können die Satelliten Bilder aufzeichnen, dafür haben sie im Infraroten empfindliche Bilderfassungssysteme an Bord. Die Geräte zur Bilderfassung wurden von Thales Alenia Space beigesteuert. Helios 2B soll nach fünf Jahren im All noch mit siebzig prozentiger Wahrscheinlichkeit nutzbar sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz seiner Aufklärungsnutzlast wird so wie die seines weiter aktiven Vorgängers von einem Zentrum im französichen Creil (CPHF, centre principal Hélios français) in der Nähe von Paris koordiniert. Ab Januar 2010 sollen dort auch Anfragen aus Deutschland, und ab Mitte 2010 auch solche aus Griechenland bearbeitet werden können. Stellen in Belgien, Italien und Spanien sind bereits mit dem französischen Zentrum vernetzt. Die unmittelbare Kommunikation mit dem Satelliten geschieht durch drei von der CNES in Toulouse aus fernbediente Kontrollstationen in Aussaguel bei Toulouse, in Kourou in Französisch-Guayana und auf                        der Inselgruppe Kerguelen im südlichen indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122009135723_small_3.jpg" alt="EADS Astrium" width="325" height="416"/><figcaption>
Helios 2B im All &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: EADS Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die beiden Helios 2-Satelliten, das Bodensegment und den Start der Satelliten entstanden Kosten in der Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Frankreich trägt davon den Löwenanteil von 90 Prozent, Belgien, Deutschland, Griechenland und Italien sind mit je 2,5 Prozent beteiligt, und erhalten dafür bestimmte eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten an den von den Satelliten erfassten Daten. Bilaterale Verträge zwischen Frankreich und Italien bzw. zwischen Frankreich und Deutschland regeln den gemeisamen Zugriff dieser europäischen Staaten auf die Daten der französischen HELIOS-Satelliten, der ialienischen Cosmo-Skymed-Raumfahrzeuge und der deutschen SAR-Lupe-Radaraufklärer, was für Italien und Deutschland zuätzliche Nutzungsmöglichkeiten bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäischen Helios-Zentralen und ihre Standorte:                     </p>



<ul class="wp-block-list"><li>CPHF &#8211; Creil bei Paris &#8211; Frankreich</li><li>CPHB &#8211; Brüssel &#8211; Belgien</li><li>CPHI &#8211; Patrica di Mare bei Rom &#8211; Italien</li><li>CPHE &#8211; Torrejon de Ardoz bei Madrid &#8211; Spanien</li><li>CPHD &#8211; Gelsdorf &#8211; Deutschland</li><li>CPHH &#8211; Tanagra bei Athen &#8211; Griechenland</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Helios 2B ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36124 bzw. als Objekt 2009-073A.
<br>
<strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6846.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 GS V-193 mit *Helios IIB*</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Studie für zukünftige Titan-Saturn-System-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/studie-fuer-zukuenftige-titan-saturn-system-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 14:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ballonmission]]></category>
		<category><![CDATA[Gasriese]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern wurden zwei internationale Studien veröffentlicht, die sich mit zukünftigen Missionen zu den Gasriesen Saturn und Jupiter sowie ihren Monden beschäftigen. NASA und ESA wollen dabei eng zusammenarbeiten. Ein Beitrag von Günther Glatzel und Daniel Schiller. Quelle: NASA/ESA. Die Saturn-Mission läuft unter der Projektbezeichnung Titan Saturn System Mission und besteht aus einem Orbiter, einer Ballonsonde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern wurden zwei internationale Studien veröffentlicht, die sich mit zukünftigen Missionen zu den Gasriesen Saturn und Jupiter sowie ihren Monden beschäftigen. NASA und ESA wollen dabei eng zusammenarbeiten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel und Daniel Schiller. Quelle: NASA/ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Saturn-Mission läuft unter der Projektbezeichnung <i>Titan Saturn System Mission</i> und besteht aus einem Orbiter, einer Ballonsonde und einem Lander. Die beiden letztgenannten Komponenten sollen den Saturnmond Titan untersuchen, während der Orbiter zunächst den Saturn und seine Monde, dabei speziell Enceladus und Titan aufs Korn nimmt und später in einen Titanorbit einschwenkt, um weitere Forschungen vorzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie, die am 16. Januar von Vertretern der NASA und der ESA unterzeichnet wurde, ist bereits recht detailliert ausgearbeitet. So liefert die NASA den größten Teil der Orbiterkomponenten und die Energieversorgung für die Ballonsonde. Die ESA baut die Ballonsonde und den Lander und steuert einige Geräte für den Orbiter bei. Der Start könnte im Zeitraum 2018 bis 2022 erfolgen, die angepeilte Idealmarke liegt im Jahre 2020. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22012009151706_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22012009151706_small_1.jpg" alt="NASA/ESA" width="351" height="276"/></a><figcaption>
Geplanter TSSM-Orbiter am Ringplaneten und dessen größtem Mond 
<br>
(Bild: NASA/ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesamtsystem (6.203 kg) soll mit einer Atlas-V-Trägerrakete gestartet und mittels Gravitation innerer Planeten weiter beschleunigt werden. Der Jupiter steht leider nicht mehr als beschleunigende Gravitationsquelle zur Verfügung, da er mittlerweile ungünstig für eine Flugbahn zum Saturn positioniert ist. Stattdessen wird TSSM mit einem solarelektrischen Antriebssystem ausgerüstet. Diese SEP genannte Antriebsstufe verfügt über einen Ionenantrieb und entfaltbare Solarzellenmodule, die aus der Orion-Entwicklung entlehnt werden. Sie liefern etwa 7,5 kW elektrische Leistung und versetzen den elektrischen Antrieb in die Lage, aus 451 kg Xenon insgesamt 2,7 km/s Geschwindigkeitsanstieg zu gewinnen. Nach 5 Jahren Flugzeit wird das Antriebsmodul abgekoppelt, da es in größerer Entfernung zur Sonne nicht mehr genug Energie aus Sonnenlicht gewinnen könnte. Danach wurde auch der Treibstoffvorrat berechnet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22012009151706_small_2.jpg" alt="ESA/NASA" width="339" height="425"/><figcaption>
Die Ballonsonde führt in der Titanatmospäre Messungen aus. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Saturn angekommen wird mit chemischen Triebwerken (2,5 t Treibstoff für 2,4 km/s Geschwindigkeitsabbau) und aerodynamischer Abbremsung durch die Gashülle verlangsamt. TSSM gelangt dadurch zunächst in einen Saturnorbit und gewinnt bei verschiedenen Vorbeiflügen Daten einiger Saturnmonde. Der Planet selbst wird natürlich auch eingehend untersucht. Dafür stehen eine Kombination aus Infrarot-Kamera und -Spektrometer, ein Bodenuntersuchungs- und Abstandsmessungsradar, ein Massenspektrometer für Gasuntersuchungen, ein Mikrowellen-Spektrometer für Wind- und Temperaturmessungen, ein Infrarot-Spektrometer für Gasanalysen, ein Magnetometer, ein Partikel-Spektrometer, ein Plasma-Spektrometer und ein leistungsfähiges Funksystem zur Verfügung. Speziell mit den Spektrometern lassen sich auch Temperaturprofile, Aerosolverteilung sowie die Häufigkeiten bzw. Konzentrationen bestimmter organischer und anorganischer Gase in der Atmosphäre mit hoher Genauigkeit erfassen. Das Radar kann im &#8222;Bodenmodus&#8220; auch reflektierende Schichten unter der Oberfläche von Himmelskörpern detektieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits während der Saturn-Tour sollen bei sehr nahen Vorbeiflügen an Enceladus und Titan die Gase der oberen Atmosphären analysiert werden können. Insbesondere Enceladus gibt hier ja enorme Rätsel auf. Bei der ersten Titanpassage soll außerdem die Ballonsonde und bei der zweiten der Lander abgeworfen werden. Sie werden durch die Atmosphäre des Saturnmondes aerodynamisch gebremst. Vor der dabei entstehenden Hitze sind sie durch entsprechende Schilde geschützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ballonsonde soll 6 Monate lang in etwa 10 Kilometern Höhe äquatornah in der Titanatmosphäre treiben und chemische sowie physikalische Parameter sammeln und übermitteln. Zur Energieversorgung verfügt sie über einen thermischen Radioisotopengenerator, der eine Leistung von etwa 1,7 kW liefert. Die wissenschaftliche Ausrüstung umfasst Mikrowellenspektrometer, Kamerasystem, eine meteorologische Station, ein Massenspektrometer zur Gasanalyse sowie Magnetometer und ein Gerät zur Erfassung elektrischer Umweltphänomene (wie Blitze). Der Ballon soll einen Durchmesser von 10,50 m haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22012009151706_small_3.jpg" alt="ESA/NASA" width="356" height="280"/><figcaption>
Der Lander ist eigentlich als &#8222;Schwimmer&#8220; geplant, soll aber auch auf steinigem Boden Fuß fassen können. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lander soll in einem Feuchtgebiet auf der Nordhalbkugel niedergehen. Er verfügt lediglich über eine Batterie zur Energieversorgung und damit nur über eine eng begrenzte Funktionsdauer von etwa 9 Stunden. Zur wissenschaftlichen Ausrüstung sollen ein chemisches Analyselabor, ein Akkustiksensor, ein Magnetometer, eine Kamera mit eigenem Scheinwerfer sowie Geräte zur Atmosphären- und Wetterforschung und zur Bestimmung physikalischer Oberflächeneigenschaften gehören. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gesamtsystem ist ein beeindruckendes Vorhaben. Die Hauptziele, die in der Studie angegeben werden, sind die Erforschung des Titan-Systems in seiner Gänze, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu unserem Heimatplaneten darstellen zu können, die Untersuchung organischer Komponenten auf dem Titan mit der Möglichkeit, präbiotische Substanzen zu finden sowie die detaillierte Erfassung der Magnetosphären des Gasplaneten Saturn und seines rätselhaften Trabanten Enceladus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach neunjährigem Flug würden die ersten beiden Jahre der Naherkundung des Titans durch Ballonsonde und Lander sowie der Fernerkundung des Saturns und seiner Monde durch den Orbiter gehören. Danach würde der Orbiter weiter abgebremst und in einen Titanorbit gebracht werden. Von hier aus wären weitere, umfassende Untersuchungen möglich, die das Gesamtsystem Titan erfassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ambitionierte Vorhaben ist allerdings bisher nur eine Studie. Zumindest die beiden Raumfahrtadministrationen NASA und ESA haben sich bereits geeinigt. Die Finanzierung soll aus den auf beiden Seiten bestehenden Programmen vorgenommen werden. Analog zur Titan Saturn System Mission (TSSM) gibt es auch ein Konzept für eine Europa Jupiter System Mission (EJSM), die in Zusammenarbeit mit der ESA zwei Raumsonden zum größten Planeten unseres Sonnensystems auf den Weg bringen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4669.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">TSSM &#8211; Titan Saturn System Mission</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4670.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EJSM &#8211; Europa Jupiter System Mission</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/studie-fuer-zukuenftige-titan-saturn-system-mission/" data-wpel-link="internal">Studie für zukünftige Titan-Saturn-System-Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Chinesische Umweltsatelliten gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinesische-umweltsatelliten-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 08:05:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CAST]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Taiyuan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31573</guid>

					<description><![CDATA[<p>China baut eine eigene Flotte von Umweltsatelliten auf. Beim ersten Start wurden Huan Jing 1A und 1B mit einer Chang Zheng 2C in eine niedrige Umlaufbahn um die Erde gebracht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Skyrocket. Der Start erfolgte am 6. September, 11:25 Uhr Ortszeit vom Raumfahrtzentrum Taiyuan. Huan Jing 1A ist mit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-umweltsatelliten-gestartet/" data-wpel-link="internal">Chinesische Umweltsatelliten gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">China baut eine eigene Flotte von Umweltsatelliten auf. Beim ersten Start wurden Huan Jing 1A und 1B mit einer Chang Zheng 2C in eine niedrige Umlaufbahn um die Erde gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Skyrocket.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 6. September, 11:25 Uhr Ortszeit vom Raumfahrtzentrum Taiyuan. Huan Jing 1A ist mit einer CCD-Kamera und einer Hyper-Spektral-Kamera ausgestattet. Huan Jing 1B verfügt neben der CCD-Kamera dagegen über eine Infrarotkamera. Die Satelliten wurden durch die China Academy of Space Technology (CAST) entwickelt und gebaut und sollen hauptsächlich zur Vorhersage und Auswertung natürlicher Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürreperioden, Taifune, Erdrutsche oder Erdbeben eingesetzt werden.
<br>
Die Formation soll 2009 durch einen Radarsatelliten ergänzt werden. Bei Xinhua war aber auch zu lesen, dass insgesamt 8 derartige Satelliten geplant seien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong> Die beiden Satelliten haben inzwischen ihren Betrieb aufgenommen und begonnen Daten zur Erde zu senden. Beide hätten am Montag klare Bilder der Digitalkameras gesendet, meldete die Nachrichtenagentur <i>Xinhua</i>. 
<br>
 
 
Raumcon: <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg78563#msg78563" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Starts: Huan Jing (1A &amp; 1B)</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/chinesische-umweltsatelliten-gestartet/" data-wpel-link="internal">Chinesische Umweltsatelliten gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fengjun 3A olympiareif</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fengjun-3a-olympiareif/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2008 13:58:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-4C]]></category>
		<category><![CDATA[Fengyun 3A]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Wettersatellit soll eine bessere mittelfristige Wettervorhersage zu den Olympischen Spielen ermöglichen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Der chinesische Wettersatellit Fengjun 3A gelangte heute morgen, ab 5:02 Uhr MESZ, mit einer Trägerrakete des Typs CZ-4C (Langer Marsch 4C) in einen sonnensynchronen Erdorbit. In über 800 Kilometern Höhe umläuft er die Erde und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Wettersatellit soll eine bessere mittelfristige Wettervorhersage zu den Olympischen Spielen ermöglichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27052008155859_small_1.jpg" alt="NASA" width="452" height="339"/><figcaption>
Satellitenaufnahme zur Wettervorhersage 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Wettersatellit Fengjun 3A gelangte heute morgen, ab 5:02 Uhr MESZ, mit einer Trägerrakete des Typs CZ-4C (Langer Marsch 4C) in einen sonnensynchronen Erdorbit. In über 800 Kilometern Höhe umläuft er die Erde und überfliegt dabei jeden Punkt der Erdoberfläche täglich zweimal. Die Daten werden auch vom Internationalen Wetterdienst zur globalen Vorhersage verwendet. Dazu wird eine Datensammelstation in der Arktis genutzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ganze Reihe neu entwickelter Beobachtungsinstrumente gewinnt neben Bildern im sichtbaren und infraroten Bereich auch Daten über Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese werden dreidimensional, also nicht nur in der Fläche sondern auch in der Höhe erfasst, wodurch eine genauere mittelfristige Wettervorhersage möglich sein soll. Außerdem werden auch Ozonkonzentration in der Atmosphäre und kosmische Einflüsse gemessen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fengjun 3A gehört zu einer neuen Generation chinesischer Wettersatelliten. Er soll 2009 oder 2010 durch einen baugleichen Satelliten ergänzt werden. Der Zentralkörper ist etwa 2 x 2 x 4 Meter groß. An ihm ist eine einzelne Solarzellenfläche angebracht, die die nötige Energie zum Betrieb aller Mess-, Steuer- und Kommunikationseinrichtungen liefert. Die Gesamtmasse wird mit 2.295 kg angegeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fengjun war in der Vergangenheit bereits einmal groß in die Schlagzeilen geraten. Am 11. Januar 2007 wurde der 1999 gestartete Satellit Fengjun 1C mit einer chinesischen Mittelstreckenrakete zerstört. Dieser Abschuss sorgte damals für etwa 40.000 Trümmerteile mit Durchmessern ab 1 cm, die auf breit gestreute Bahnen gelangten und noch längere Zeit eine Gefahr für viele andere Raumflugkörper darstellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste chinesische Satellit, Zongxing 9, soll am 6. Juni gestartet werden. Der Beginn der dritten bemannten Mission Chinas ist mittlerweile für den Zeitraum 12. bis 14. Oktober 2008 anvisiert. Dabei soll auch der erste Außenbordeinsatz eines Raumfahrers aus dem Land der Mitte absolviert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Genaue Bahndaten von Fengjun 3A in unserer Starttabelle 2008.</p>
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		<title>Ordnung im Chaos und Cassini selber verfolgen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ordnung-im-chaos-und-cassini-selber-verfolgen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 20:17:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini-Huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnringe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaftler der Cassini-Mission haben sich mit den Strukturen beschäftigt, die die Eispartikel der A- und B-Ringe bilden und sind dabei auf einige Überraschungen gestoßen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: NASA JPL. In den letzten Wochen gestaltete sich die Nachrichtenlage zum Thema Cassini-Huygens-Mission eher lau. Für alle, die keine Lust haben, wochenlang auf ein [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Wissenschaftler der Cassini-Mission haben sich mit den Strukturen beschäftigt, die die Eispartikel der A- und B-Ringe bilden und sind dabei auf einige Überraschungen gestoßen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: NASA JPL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen gestaltete sich die Nachrichtenlage zum Thema Cassini-Huygens-Mission eher lau. Für alle, die keine Lust haben, wochenlang auf ein neues „Saturn Aktuell“ zu warten, gibt es aber jetzt die Möglichkeit, Cassini selbst in real time zu verfolgen. Mit der neuen Software <a href="https://web.archive.org/web/20230528161013/https://www.nasa.gov/mission_pages/cassini/multimedia/cassie.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CASSIE</a> (Cassini Saturn Interactive Explorer), einem 3D-Bahnsimulator auf Basis einer Game-Engine, lässt sich nicht nur der momentane Standort von Cassini bestimmen, auch kann man hier interaktiv dem bisherigen und zukünftigen Missionsverlauf folgen und Informationen über einige Saturnmonde bekommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008211709_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008211709_small_1.jpg" alt="NASA" width="286" height="386"/></a><figcaption>
Radiosignale, durch das Ringsystem gesandt, führten zu der Entdeckung. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zurück zur Wissenschaft: Cassini hat festgestellt, dass die Eisfelsen, aus denen der B-Ring und der äußerste A-Ring bestehen, ziemlich regelmäßig angeordnet sind, so wie die Wellen, die sich in einem Teich bilden, wenn ein Kiesel hineingeworfen wird. „Man stelle sich eine Stadt vor, die sich von San Francisco nach Los Angeles erstreckt, in der alle Häuserblocks im gleichen Abstand zueinander stehen“, so Essam Marouf vom Cassini Radio Science Team der San Jose State University in San Jose, Kalifornien. „All diese Gruppen von Teilchen liegen sehr dicht beieinander, und der Raum zwischen ihnen ist sehr klein, nur 100 bis 250 m breit, abhängig, wo im Ring sie sich befinden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Normalerweise verändern sich die Abstände zwischen Teilchen mit deren Geschwindigkeit. Im Fall der Saturnringe bleiben die Abstände der Teilchen aber relativ gleich, auch wenn sich ihre Geschwindigkeit ändert. Diese Art von Muster ist relativ neu entdeckt worden, so Marouf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die regelmäßige Anordnung von Teilchen ist nur dort anzutreffen, wo die Partikel dicht gepackt sind, wie eben im A- und B-Ring. Marouf: „So detailliert auf so kleinem Maßstab haben wir noch nie etwas in den Saturnringen festgestellt. Eine solche Regelmäßigkeit in den dichtest gepackten Bereichen der ansonsten so chaotischen Saturnringe ist ziemlich erstaunlich.“ Dieses unerwartete Muster gibt Wissenschaftlern eine ungefähre Vorstellung davon, was sie von anderen Planeten und Sonnensystemen erwarten können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Muster sind entdeckt worden, als der Radiosender drei Signale zur Erde sandte. Die Signale durchquerten die Ringe Saturns, und ihre Frequenzen wurden durch das „Abprallen“ von den Saturnringen getrennt. Als die Antennen des NASA Deep Space Network diese Signale empfingen, stellten die Cassini-Wissenschaftler eine gewisse Regelmäßigkeit in den Radiofrequenzen fest. „Die Signale zeigten, dass die Teilchengruppen in einer unerwartet regelmäßigen Anordnung anzutreffen sind, die eine Art ‚Rhythmus innerhalb der Ringe des Saturns’ hat. Jedes Teil hat seine eigene Umlaufbahn, und manchmal kollidieren die Teilchen und bewegen sich auseinander, wenn sich ihre Geschwindigkeiten ändern. Dies hat zum Ergebnis, dass sich Teilchen zusammenfinden in dichte Gruppen, die sich in Harmonie miteinander über den Ring ausbreiten.“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008211709_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022008211709_small_2.jpg" alt="NASA" width="385" height="286"/></a><figcaption>
Entdeckte Strukturen im Ringsystem 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Muster der Teilchen wird als ein sehr stark ausgedehntes Beugungsgitter beschrieben. Ein Beugungsgitter hat parallele Linien wie ein Gartenzaun; wenn Licht auf diesen Zaun fällt, wird es sich nach seiner Wellenlänge von infrarotem zu ultraviolettem Licht unterschiedlich stark gebeugt. Das Gleiche ist passiert, als Cassinis Signale 2005 auf dieses Muster von Teilchen stießen. Eigentlich hätten diese Signale ein komplettes Bild der Ringe auffangen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Saturn selbst wird bald die Region um den Nordpol herum von der Sonne beschienen. Teilweise wird man dann das polare Sechseck sehen können, das vorher nie bei sichtbarem Licht zu beobachten war. Die Infrarotkamera von Cassini hatte es eher wahrgenommen (raumfahrer.net <a href="https://www.raumfahrer.net/die-rotation-von-saturn-enceladus-und-ein-merkwuerdiges-sechseck/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>). 
<br>
 
 
Außerdem sind wieder schöne Aufnahmen vom Saturn und einigen seiner Monde gemacht worden. So wurden im F-Ring <a href="https://science.nasa.gov/resource/f-ring-knot/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Knoten</a> beobachtet. Ein eindruckvolles Bild, in dem man gut den enormen Größenunterschied zwischen dem riesigen Saturnsystem und den kleinen Monden sieht, gibt es vom <a href="https://science.nasa.gov/resource/f-ring-knot/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Atlas</a>. Man sieht den Mond kaum zwischen den Ringen. Hingegen konnte von <a href="https://science.nasa.gov/photojournal/map-of-iapetus-january-2008/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Iapetus</a> eine ganze „Landkarte“ angefertigt werden. 
 
Mehr beeindruckende Neuigkeiten gibt es beim nächsten „Saturn Aktuell“. </p>
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		<title>MRO untersucht Rinnen an Kraterhängen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mro-untersucht-rinnen-an-kraterhaengen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[HiRise-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mars Reconnaisance Orbiter hat den Erkenntnissen des Mars Global Surveyor selig zu den Ablaufrinnen an Kraterhängen, die letztes Jahr für eine Sensation sorgten, das nächste Kapitel hinzugefügt. Mars Odyssey hat noch etwas zu den Marshöhlen beizusteuern. Und Opportunity ist nun endlich im Krater und beginnt seine Untersuchungen. Autor: Axel Orth. Aus der Hinterlassenschaft des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mars Reconnaisance Orbiter hat den Erkenntnissen des Mars Global Surveyor selig zu den Ablaufrinnen an Kraterhängen, die letztes Jahr für eine Sensation sorgten, das nächste Kapitel hinzugefügt. Mars Odyssey hat noch etwas zu den Marshöhlen beizusteuern. Und Opportunity ist nun endlich im Krater und beginnt seine Untersuchungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Axel Orth.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mro_gullies_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mro_gullies.jpg" alt=""/></a><figcaption>MRO-Falschfarbenaufnahme von Rinnen an einem Kraterhang in den südlichen Hochländern.<br>(Bild: Image: NASA/JPL/University of Arizona)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Hinterlassenschaft des verlorengegangenen <em>Mars Global Surveyor</em> (MGS) waren die mit dessen Kamera <em>MOC</em> erstmals entdeckten Ablaufrinnen eine der spektakulärsten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dabei handelte es sich um zwei Strukturen an Kraterhängen, die sich erst innerhalb der letzten acht Jahre gebildet haben können, da sie auf älteren Aufnahmen des MGS noch nicht zu sehen waren. Im letzten Jahr wurde bereits spekuliert, dass diese Rinnen durch kurzlebige Flüsse aus aufgeschmolzenem Eis gebildet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieselben Rinnen wurden nun mit den überlegenen Instrumenten <em>HiRISE</em> (Kamera) und <em>CRISM</em> (Spektrometer) des MRO untersucht. Das Ergebnis, das neulich im Journal &#8222;Science&#8220; vorgestellt wurde, ist zunächst enttäuschend: Allem Anschein nach handelt es sich lediglich um lokale Landrutsche von trockenem, lockerem Material. Die Hänge sind steil genug, um Staub oder Sand ins Rutschen geraten zu lassen. Und oberhalb der Rinnen gibt es Ablagerungen von hellem Material, die durchaus die Quelle der neu gebildeten Rinnen sein können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal aufmerksam geworden, untersuchte das Team aber auch noch andere Kraterhänge &#8211; und entdeckte Ablaufrinnen, die schon vielversprechender aussahen. Zwar haben sie sich nicht gerade in den letzten paar Jahren gebildet, sondern eher in den letzten paar Jahrmillionen. Aber geologisch gesehen ist auch das eine bemerkenswert kurze Zeitspanne, angesichts der Milliarden Jahre alten Geschichte des Mars´.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen sind die Hänge, in denen diese Rinnen entdeckt wurden, flacher, so dass Landrutsche als Ursache der Rinnen hier unwahrscheinlich sind. Außerdem weisen die Rinnen auf den hochaufgelösten Aufnahmen der <em>HiRISE</em> deutliche Anzeichen von Fließtätigkeit auf, wie etwa verflochtene Kanäle und Terrassen innerhalb der Rinnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/opportunity_route_in_victoria.jpg" alt=""/><figcaption>Opportunitys Weg in den Krater.<br>(Bild: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es überhaupt in geologisch jüngerer Zeit flüssiges Wasser auf der Marsoberfläche gegeben haben könnte, versuchen die Forscher mit wechselnden klimatischen Phasen auf dem Mars zu erklären: Ähnlich wie auch die Erde durchläuft der Mars Perioden unterschiedlicher Achsneigungen, und in diesen Zeiten muss das Klima mal kühler, mal wärmer gewesen sein als heute. So mag es durchaus auch Klimaperioden gegeben haben, in denen die Temperatur an einigen Stellen der Marsoberfläche dauerhaft über null Grad Celsius gelegen haben könnte, und dann könnte durchaus &#8222;untermarsisches&#8220; Eis aufgeschmolzen sein und kurzlebige Flüsse auf der Oberfläche verursacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mars Odyssey und die Marshöhlen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mittlerweile älteste funktionierende Mars-Satellit hat einen vorübergehenden Ausfall, mit dem er unter Anderem die Datenübertragung zwischen den Rovern und der Bodenstation vereitelte, mittlerweile wiedergutgemacht. Und zwar steuerte er mit seinem einzigartigen Infrarot-Instrument <em>THEMIS</em> neue Erkenntnisse zu den vom <em>Mars Reconnaissance Orbiter</em> (MRO) entdeckten Marshöhlen bei (RN <a href="https://www.raumfahrer.net/neues-bild-von-marshoehle-jeanne/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>). Er fertigte Tag- und Nacht-Infrarotfotografien der schwarzen Flecken an, die die These weiter erhärten, dass es sich eben um Höhleneingänge handelt. Denn auf diesen Aufnahmen zeigte sich, dass sich die Temperatur der Flecken zwischen Tag und Nacht nur um etwa ein Drittel des Betrages unterscheidet, um den die Tag- und Nachttemperaturen des umgebenden Geländes variieren. Dies stimmt zwar nicht ganz mit dem beobachteten Verhalten von großen Höhlen auf der Erde überein, die oft tags und nachts so ziemlich die selbe Temperatur aufweisen. Dennoch sind die neuen Erkenntnisse von <em>Mars Odyssey</em> konsistent mit der Höhlenthese.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine interessante Bedeutung haben derartige Höhlen übrigens für künftige bemannte Marsmissionen, da sie sich als natürlicher Strahlenschutz anbieten. Ähnliches gilt auch für den Mond. Die jetzt entdeckten sieben Höhleneingänge kommen dafür allerdings nicht in Frage, da sie extrem hoch gelegen sind &#8211; am Hang des 14 Kilometer hohen Vulkans &#8222;Arsia Mons&#8220;, kein sinnvoller Aufenthaltsort für Marsbesucher. Jetzt, wo sie wissen, worauf sie achten müssen, sind die Forscher aber bereits auf der Suche nach niedriger gelegenenen Höhleneingängen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/opportunity_in_victoria_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/opportunity_in_victoria.jpg" alt="" width="398" height="149"/></a><figcaption>Opportunitys Blick hinauf zum Kraterrand.<br>(Bild: NASA/JPL/dido64)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Opportunity endlich im Krater</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunity ist mittlerweile im Victoria-Krater und bei seinem ersten wissenschaftlichen Ziel angekommen. Dabei handelt es sich um ein auffallend helles Gesteinsband, das sich um den gesamten Krater-Innenrand zieht. Die Wissenschaftler nehmen an, dass es sich dabei um die ursprüngliche Marsoberfläche von <em>vor</em> dem Meteoriteneinschlag handelt, der den Krater aushob. Es sind mehrere Stopps an diesem Band geplant, um es näher zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einfahrt in den Krater erfolgte am 13. September. Seitdem hat der Rover mehrere Fahrten den Kraterhang hinab unternommen, die letzten sogar mehr oder weniger quer zur Hangrichtung mit einer Neigung von um die 25 Grad &#8211; was ihm aber auch nichts auszumachen scheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/mars-aktuell/" data-wpel-link="internal">Archiv: Ältere Ausgaben von Mars aktuell</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mer/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Marsrover 2003</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Mars Express</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Andromeda durch Spitzers Augen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/andromeda-durch-spitzers-augen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2005 20:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Andromedanebel]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Spiralgalaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29988</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Weltraumteleskop Spitzer hat ein bewundernswertes Infrarotbild von Messier 31, auch als die berühmte Spiralgalaxie Andromeda bekannt, eingefangen. Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: NASA/JPL News Release. Die Andromeda-Galaxie war schon immer die meist studierte Galaxie außerhalb der Milchstraße. Doch durch Spitzers sensiblen Infrarotaugen erscheint die Spiralgalaxie unter einem neuen Blickwinkel. So wurde von Spitzer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Weltraumteleskop <i>Spitzer</i> hat ein bewundernswertes Infrarotbild von <i>Messier 31</i>, auch als die berühmte Spiralgalaxie Andromeda bekannt, eingefangen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: NASA/JPL News Release.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Andromeda-Galaxie war schon immer die meist studierte Galaxie außerhalb der Milchstraße. Doch durch <i>Spitzers</i> sensiblen Infrarotaugen erscheint die Spiralgalaxie unter einem neuen Blickwinkel. So wurde von <i>Spitzer</i> eine ringförmige Sternenformation um das Zentrum der spiralförmigen Galaxie sowie Löcher in der Galaxiescheibe entdeckt. Satellitgalaxien, welche die Andromeda-Galaxie umrunden, könnten diese asymmetrische Form verursacht haben.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15102005220959_small_1.jpg" alt="None" width="669" height="368"/><figcaption>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Gelegentlich durchstoßen kleinere Satellitgalaxien große Galaxien,&#8220; erklärte Dr. Karl Gordon vom Steward Obsorvatorium in Arizona. &#8222;Es scheint so als hätte eine kleinere Galaxie ein Loch durch Andromedas Scheibe gestoßen.&#8220; Mit einer Entfernung von ungefähr 2,5 Millionen Lichtjahren von der Milchstraße ist Andromeda die nächste Spiralgalaxie und die einzige, die mit bloßen Augen sichtbar ist. Anders als die Milchstraße, die wir vom Inneren sehen, können Forscher die Andromeda-Galaxie von außerhalb studieren. Astronomen glauben, dass die Andromeda-Galaxie und die Milchstraße in Zukunft möglicherweise zu eienr großen Galaxie zusammenschmelzen könnten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <i>Spitzer</i> Weltraumteleskop wurde am 25 August 2003 gestartet und hat seitdem schon mehrere spektakuläre Aufnahmen geliefert. Das <i>Spitzer</i> Weltraumteleskop misst die Infarotenergie, die Strahlung, die von Objekten im Weltraum abgegeben wird.   Durch eine neuartige Technologie, die aus Verbesserungen von vorangegangenen Infarot-Messgeräten hervorgegangen ist, wird den Forschern ein noch nie erreichter Genauigkeitsgrad der Andomeda-Galaxie gewährt.  <i>Spitzer</i> macht über 18 Stunden ungefähr 11.000 Infarot-Schnappschüsse und fügt diese zu einem umfassenden Mosaik zusammen.   Die Spitzer-Mission wird von <i>NASA Jet Propulsion Laboratory</i> in Pasadena, Kalifornien geleitet.  </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Babyfotos von stellaren Zwillingen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/babyfotos-von-stellaren-zwillingen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Sep 2005 07:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelstern]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29936</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bilder von Babys finden die meisten Menschen sehr süß. Nun wurden Fotos von zwei, erst jüngst gebildeten Sternen gemacht. So früh wurden noch nie Bilder von Doppelsternen gemacht – sie sind erst 100.000 Jahre alt. Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: Center of Astrophysics. Bei neugeborenen Sternen fällt es nicht leicht, diese zu fotografieren. Sie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bilder von Babys finden die meisten Menschen sehr süß. Nun wurden Fotos von zwei, erst jüngst gebildeten Sternen gemacht. So früh wurden noch nie Bilder von Doppelsternen gemacht – sie sind erst 100.000 Jahre alt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: Center of Astrophysics.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei neugeborenen Sternen fällt es nicht leicht, diese zu fotografieren. Sie tendieren dazu sich in ihren stellaren Müttern verstecken, aus denen sie sich geformt haben, eingehüllt in dicke Schichten aus Staub. Jetzt ist es T.K. Sridharan vom <i>Harvard-Smithsonian Center für Astrophysics</i> und seinen Kollegen gelungen ein Sternenzwillingspaar im infraroten Licht abzulichten. Und diese Babys sind Schwergewichtler, sie haben eine vielfache Masse der Sonne. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23092005092229_small_1.jpg" alt="None" width="399" height="286"/><figcaption>
In diesem Bild wurden die langwelliges Infrarotlicht als rot dargestellt, das kurzwellige Infrarotlicht wurde als blau dargestellt. Der roserner Fleck in der Mitte des Bildes ist der größere der Zwillinge, knapp darunter, als grüner Fleck wurde der kleinere erkannt. Auch eine Scheibe um den massiveren Stern wurde entdeckt, auf dem Bild als die zwei hellen Flecken zu erkennen. 
<br>
[Quelle:  T.K. Sridharan (CfA), S.J. Williams &amp; G.A Fuller (UMIST)]
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Entstanden sind farbveränderte Bilder der süßen Kleinen. Für den kleineren der beiden war dies seine erste Aufnahme. Außerdem enthüllen Sridharans Bilder eine kreisförmige Scheibe. Diese umkreist den größeren der beiden Sterne. Die Anwesenheit einer Scheibe könnte ein Hinweis darauf sein, dass ein massives Sonnensysteme mit mehreren Sternen sich in einer ähnliche Weise entwickeln wie die unsere Sonne. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Dieses System ist das jüngste massive Doppelsystem, welches jemals direkt fotografiert wurde – nur etwa 100.000 Jahre alt&#8220;, sagte Sridharan. Er und seine Kollegen studierten ein Objekt, bekannt als <i>IRAS 20126+4104</i>. Dieser befindet sich 5.000 Lichtjahre entfernt. Von <i>IRAS 20126+4104</i> wurde bereits vorher vermutet, dass sich darin ein Doppelstern befindet. Die Region schwankte vor und zurück, wie ein Kreisel, das Schwanken deutete das Zerren eines ungesehenen Begleiters an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An vielen sternenklaren Nächten hatten die Forscher die Möglichkeit hoch aufgelöste Infrarotbilder von dem Objekt zu schießen. Das <i>UKIRT</i> Teleskop von Hawaii war ihnen dabei behilflich. Diese Bilder gaben dann den erwarteten zweiten Stern preis. Ebenso wurde auch die Scheibe sehr schön abgelichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zwei Sterne haben mehr als die zehnfache Masse der Sonne. Sridharan kalkulierte die enthaltene Masse der umkreisenden Scheibe auf etwa ein zehntel der Sonnenmasse, diese würde für 100 Planten in Jupitergröße reichen. Die Gravität des kleineren der beiden Sterne spielt vermutlich eine Rolle in der Begrenzung der äußeren Ränder der Scheibe um den größeren Stern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sridharan sieht als nächsten Schritt bei den Untersuchungen ist es höher auflösende Beobachtungen mit anpassungsfähiger Optik. Solche Daten würden besser Aufschlüsse über die Masse der Planeten und einem detaillierten Profil der Scheibe liefern. &#8222;Wir verfolgen gerade verschiedene Wege um dieses Sternensystem zu erforschen, so bleibt dabei!&#8220;, fügte Sridharan noch hinzu.   </p>
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		<title>Hat Tempel 1 nun andere Form?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hat-tempel-1-nun-andere-form/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jul 2005 12:04:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Deep Impact]]></category>
		<category><![CDATA[Einschläge]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[XMM-Newton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem XMM Newton völlig überraschend Wasser entdeckt hat, gibt es jetzt neue Daten des Teleskops Gemini. Laut diesen, hat der Komet nach diesen Einschlag eine andere Form. Lesen Sie hier mehr darüber&#8230;. Ein Beitrag von Karl Urban und Martin Ollrom. Quelle: NASA / ESA / ESO. Update 9.07.2005 Ein weiteres Teleskop das Bilder veröffentlichte ist [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nachdem XMM Newton völlig überraschend Wasser entdeckt hat, gibt es jetzt neue Daten des Teleskops Gemini. Laut diesen, hat der Komet nach diesen Einschlag eine andere Form. Lesen Sie hier mehr darüber&#8230;.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban und Martin Ollrom. Quelle: NASA / ESA / ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_1.jpg" alt="None" width="403" height="380"/><figcaption> So sieht die Form des Kometen nachdem Einschlag aus<br>(Bild: Gemini North Teleskop) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 9.07.2005</strong> <br> Ein weiteres Teleskop das Bilder veröffentlichte ist das Gemini Teleskop auf der Erde. Dies sah auch die weggesprengten Teile des Kometen die sehr felsig zu sein scheinen. Das Gemini Teleskop steht auf Hawaii, wo zum Zeitpunkt der Kollision die Bedingungen zur Datenaufzeichnung nicht besser hätten sein können. Dieses Teleskop arbeitet zum größten Teil im infraroten-Licht und zeigt erwartungsgemäß andere Ergebnisse als zum Beispiel SWIFT. Jedoch werden die Daten von Gemini, die großteils nur felsiges Material zeigen, die Wissenschaftler längere Zeit beschäftigen. &#8222;Die Infrarotverhältnisse änderten sich nach dem Einschlag komplett&#8220;, erklärt David Harker aus der Universität San Diego. &#8222;Der Komet wurde im infraroten-Licht was vierfach so hell und nach dem Einschlag hatte er zumindest im infraroten-Licht eine komplett andere Form&#8220;, fügt Harker hinzu. Wie sich Tempel 1 nun genau verändert hat, steht bisher wohl noch buchstäblich in den Sternen. <br> <strong>Update 8.07.2005</strong> <br> Nachdem XMM Newton die Sensationsmeldung bestätigt hatte, dass Tempel 1 Wasser besitzt haben nun auch andere Teleskopbetreiber ihre Fotos vom 4. Juli veröffentlicht. Unter ihnen ist auch der Hochleistungssatellit SWIFT der NASA, der Gammastrahlen-Ausbrüche des Kometen überprüfte und analysierte. Eine der wichtigstens Entdeckungen waren die Strahlungsspitzen im Ultravioletten-Bereich. Dies bedeutet, dass der Impactor auf etwas hartes gestoßen sein muss. Jedoch machte SWIFT nicht nur Untersuchungen im Gammastrahlen-Bereich sondern auch im Ultravioletten-, Infraroten- und Röntgenbereich. Jeder Bereich wurde an die 50 Minuten untersucht, teilweise sogar parallel. Dabei wurden interessante Entdeckungen gemacht. Alle Daten wurden noch nicht ausgewertet aber das wird in den kommenden Tagen und Wochen der Fall sein. Die Forscherteams sitzen sowohl in Amerika als auch in Italien und England. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 06.07.2005, 18 Uhr:</strong> <br> Lange und intensive Untersuchungen des Kometen Tempel 1 mit dem Röntgenteleskop <i>XMM-Newton</i> haben sich bezahlt gemacht. Aus Daten und Fotos, die bereits am 3. und 4. Juli gemacht wurden, konnten Wissenschaftler heute die sensationelle Nachricht veröffentlichen. Der Komet Tempel 1 hat Wasser. Die Entdeckungen im Röntgenbereich wurden sofort auch im Ultravioletten Spektralbereich überprüft und bestätigt. Da sich auch in den weggesprengten Teilen Wasser befindet, muss man davon ausgehen, dass Wasser im Kern des Kometen und nicht auf der Oberfläche zu finden ist. Dies unterstützt natürlich die Theorie, dass ein Komet/Asteroid Wasser auf die Erde brachte und somit Leben erst ermöglichte. Dieser Fund soll sich bereits seit längerem durch Untersuchungen der ESA-Raumsonde <i>Rosetta</i> angekündigt haben, meinen ESA-Forscher. Aber dennoch ist diese Entdeckung nun eine kleinere Sensation, auf die hoffentlich noch viele folgen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_2.jpg" alt="None" width="393" height="313"/><figcaption>
Sonnenuntergang in La Silla, Chile: Ungeduldiges Warten auf die ersten Beobachtungen von Tempel 1.
<br>
(Bild: Moritz Schollbach)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein anstrengender Tag für alle Beteiligten: Kurz vor Mitternacht Ortszeit für die verantwortlichen Ingenieure und Wissenschaftler der NASA in Kalifornien ereignete sich der gezielte Einschlag des <i>Impactors</i> von <i><a href="https://www.raumfahrer.net/deep-impact-anschlag-auf-einen-kometen/" data-wpel-link="internal">Deep Impact</a></i>. Doch damit hatte für sie der Tag erst richtig angefangen, wie sich bald herausstellen sollte. Denn sie wurden mit einem perfektem <a href="https://www.raumfahrer.net/deep-impact-aktueller-status/" data-wpel-link="internal">Missionsverlauf</a> für ihre harte Arbeit belohnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Einschlag um 7.52 Uhr (MESZ) beobachteten jedoch bei weitem nicht nur die NASA-Wissenschaftler mit ihrer erfolgreichen Sonde <i>Deep Impact</i>. So waren Weltraumteleskope wie <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal"><i>Hubble</i></a>, <a href="https://www.raumfahrer.net/eine-kurze-geschichte-der-roentgenastronomie-stand-2003/" data-wpel-link="internal"><i>XMM-Newton</i></a> und <i>Chandra</i> sowie dutzende erdgebundene Teleskope beteiligt, jedes nur erdenkliche Detail des Einschlags und des dabei losgelösten Kometenmaterials aufzuzeichnen. Obwohl die Sichtung und Analyse der Daten wohl noch viele Monate dauern wird, wollen wir einen ersten Überblick geben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_3.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_3.jpg" alt="None" width="383" height="323"/></a><figcaption>
Der Einschlag des 
<i>Impactors</i>
 auf &#8222;Tempel 1&#8220;, fotografiert vom Mutterschiff!
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deep Impact</strong>
<br>
Als der <i>Impactor</i> mit 37.000 km/h auf Tempel 1 einschlug, war <i>Deep Impact</i> bei weitem der dichteste Beobachter des Ereignisses. Dieses überflog kurz nach dem Einschlag die Stelle in 600 Kilometern Höhe &#8211; und machte dabei Aufnahmen mit nur vier Metern pro Pixeln. So genau wurde bisher kein Komet fotografiert. Daraufhin musste die Sonde für rund 30 Minuten abgestellt werden, um sie sicher durch die Koma (den Schweif) des Kometen zu lotsen. Nachdem nun die größten Strapazen und Risiken der Mission überstanden waren, die mit 330 Millionen US-Dollar relativ günstig war, wird sie in den kommenden Monaten weiter ein Auge auf Tempel 1 haben, um die Auswirkungen des Einschlags weiter zu erforschen. Die Aufarbeitung der während des Einschlags gesammelten Bilder hat erst begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hubble</strong>
<br>
Zu den besten Aufnahmen im sichtbaren Teil des Spektrums gehören neben den Aufnahmen der Sonde selbst die des <i>Hubble</i>-Weltraumteleskops. Wohl am beeindruckendsten ist eine Bildersequenz, die den Kometen vor, während und nach dem Einschlag zeigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_4.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_4.jpg" alt="None" width="562" height="279"/></a><figcaption>
Tempel 1 vor (links), während (Mitte) und nach (rechts) dem Einschlag des 
<i>Impactors</i>
.
<br>
(Bild: NASA/Hubble)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>XMM-Newton</strong>
<br>
Kometen geben geringe Mengen an Röntgenstrahlung ab. Soviel war bisher bekannt, jedoch sind die Gründe dafür noch weitgehend ungeklärt. Das Röntgenstrahlen-Teleskop <i>XMM-Newton</i> der ESA beobachtete aus dem Erdorbit den Einschlag auf Tempel 1. Die aufgezeichneten Emissionen während des Einschlags waren äußerst schwach. Zudem konnte XMM-Newton Wasser entdecken, das vermutlich aus dem Komentenkern zu kommen scheint. Mehr zu dieser Entdeckungen finden Sie <a href="https://www.raumfahrer.net/deep-impact-neue-bilder-von-hubble/" data-wpel-link="internal">hier</a>.
<br>
Bisher existieren zwei Theorien, wie es zu den Röntgenstrahlen-Emissionen von Kometen kommt: Die eine geht davon aus, dass es zu Interaktionen zwischen den neutralen Partikeln in der Koma des Kometen und den geladenen Teilchen des Sonnenwinds kommt. Die zweite geht davon aus, dass es sich bei den Röntgenemissionen lediglich um Streuungseffekte von solarer Röntgenstrahlung an den Staubpartikeln der Koma handelt. Ob die <i>XMM-Newton</i>-Daten von Tempel 1 ausreichen um diese Frage endgültig zu klären, muss sich noch zeigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_5.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_5.jpg" alt="None" width="563" height="142"/></a><figcaption>
VLT-Aufnahmen vom Kometenschweif.
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europäische Südsternwarte</strong>
<br>
Die europäische Südsternwarte hatte mit einem unüberwindbaren Problem zu kämpfen: Der Komet war leider nicht mehr am Himmel, als sich der Einschlag ereignete. Die ersten Großteleskope konnten erst etliche Stunden nach dem Einschlag einen Blick auf Tempel 1 wagen &#8211; nachdem der Komet wieder auf- und die Sonne untergegangen war. Etwa 13,5 Stunden nach dem Einschlag warf das Infrarotteleskop <i>TIMMI2</i> in La Silla, Chile, einen ersten Blick auf den Kometen. Dabei fiel sofort die um den Faktor drei höhere Infrarotstrahlung vom Kometen auf &#8211; trotz der vergangenen Zeit seit dem Einschlag. Zudem war die Koma deutlich ausgeprägter als normal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_6.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072005140458_small_6.jpg" alt="None" width="356" height="354"/></a><figcaption>
Nah-Infrarotaufnahme aus La Silla, Chile.
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Sonnenuntergang machten sich gleich sieben Teleskope in La Silla an die Arbeit. Auch beim <i>Very Large Teleskope</i>, dem größten der Welt, wurden die Kuppeln geöffnet. Dabei gelangen <i>Antu</i>, einem der vier 8,2 Meter-Spiegelteleskope im Süden Chiles, Aufnahmen die offenbaren, dass sich durch den Einschlag die Morphologie des Kometen stark verändert hat. Eine neue Komastruktur hat sich herausgebildet, die bis zu 15.000 Kilometer in den Raum hinausreicht, während die noch vor wenigen Tagen beobachtete Koma weiter im Hintergrund erkennbar ist. Die Ausdehnung der neuen Struktur weist darauf hin, dass der Einschlag Material auf 700 bis 1.000 km/h beschleunigt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong> <br> Das enorme Interesse der Betreiber von Großteleskopen weltweit an den Ereignissen um den gezielten Einschlag auf Tempel 1 hat gezeigt, wie interessant für die wissenschaftliche Gemeinschaft Kometenkerne sind. Dieses Material aus der Frühzeit unseres Sonnensystems kann Aufschluss über Sternen- und Planetentstehung aber auch über die Entstehung von Leben geben. Wie weit uns die Mission <i>Deep Impact</i> in diesen fundamentalen Fragen weitergebracht hat, wird die aufwendige Analyse der vielen Daten zeigen. Die weiter offenen Fragen kann dann <a href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-hieroglyphen-des-planetensystems/" data-wpel-link="internal"><i>Rosetta</i></a> helfen zu klären, wenn die ESA-Sonde ab 2014 einen Kometen aus nächster Nähe erforschen wird.</p>
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		<title>Spitzer zieht den Hut zum Space Day</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spitzer-zieht-den-hut-zum-space-day/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2005 19:43:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Spiralgalaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für den diesjährige Space Day der NASA wurde ein neues Bild von der Sombrero-Galaxie präsentiert. In das Bild hatten Forschungen vom Weltraumteleskop Spitzer eingewirkt. Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: NASA. Die Galaxie Messier 104 ist als Sombrero-Galaxie bekannt. Ihren Namen erhielt sie durch ihr Aussehen. Im sichtbaren Licht lässt dich Galaxie sich mit dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für den diesjährige Space Day der NASA wurde ein neues Bild von der Sombrero-Galaxie präsentiert. In das Bild hatten Forschungen vom Weltraumteleskop Spitzer eingewirkt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052005214324_small_1.jpg" alt="None" width="423" height="381"/><figcaption>
Aus den beiden unteren Bilder wird das obere zusammengesetzt. Links, von 
<i>Hubble</i>
 in sichtbarem Licht; Rechts, von 
<i>Spitzer</i>
 in Infrarotlicht. [Quelle: NASA/Spitzer]
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Galaxie <i>Messier 104</i> ist als Sombrero-Galaxie bekannt. Ihren Namen erhielt sie durch ihr Aussehen. Im sichtbaren Licht lässt dich Galaxie sich mit dem riesigen Sombrero-Hut mit der großen Krempe vergleichen. Das neue Sombrerobild verbindet ein kürzlich gemachtes Infrarotbild und ein Bild im sichtbaren Lichtbereich. Das Infrarotbild stammt von <i>Spitzer</i>, das Bild im sichtbarem Lichtbereich von <i>Hubble</i>.
<br>
<i>Spitzer</i> fügte neue Details des breiten, zwiebelartigen Kerns und der dicken, äußeren Staubbahnen hinzu. Das Infrarotlicht spürt den Staub auf und lässt den dunklen, düsteren Ring geistervoll glühen. Zusätzlich wird der klumpige Staubring im Infrarotlicht transparent. Dadurch wird ein klarer Blick, durch den Ring hindurch, auf die innere Scheibe aus Sternen, ermöglicht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spiralgalaxie befindet sich 28 Millionen Lichtjahre entfernt. Ihr Durchmesser beträgt 50.000 Lichtjahre.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spitzer beobachtet die Sombrero-Galaxie um zu enthüllen, wie sich Sterne in unterschiedlichen Galaxienarten entwickeln. Für spätere Untersuchungen wird ein Atlas, bestehend aus Galaxienbildern, angelegt. Sombrero ist eine von 75 Galaxien, die vom Forscherteam bereits untersuchten wurden.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bereits am Beginn unterschiedlichste Galaxien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bereits-am-beginn-unterschiedlichste-galaxien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2005 21:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Anfangszeit des Universums entwickelten sich Galaxien weder mit der gleichen Geschwindigkeit, noch auf gleichen Wegen. Nahezu von Beginn an war das Universum gefüllt mit den unterschiedlichsten Galaxien. Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: Universe Today. Mit Hilfe des Weltraumteleskops Spitzer wurden Nachforschungen über zehn bis zwölf Milliarden Lichtjahren entfernte Galaxien angestellt. Anstatt einen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Anfangszeit des Universums entwickelten sich Galaxien weder mit der gleichen Geschwindigkeit, noch auf gleichen Wegen. Nahezu von Beginn an war das Universum gefüllt mit den unterschiedlichsten Galaxien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Claudia Michalecz. Quelle: Universe Today.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe des Weltraumteleskops <i>Spitzer</i> wurden Nachforschungen über zehn bis zwölf Milliarden Lichtjahren entfernte Galaxien angestellt. Anstatt einen vergleichbaren Satz von Galaxien vorzufinden, entpuppten diese sich als unglaublich unterschiedlich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032005223301_small_1.jpg" alt="None" width="368" height="368"/><figcaption>
Es gab bereits am Beginn die unterschiedlichsten Galaxien im Universum. (Grafik: CfA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sah das Universum aus, als es erst zwei bis drei Milliarden Jahre alt war? Astronomen gaben sich der Vorstellung hin, dass das Universum ein schlichter Platz gewesen war, an dem sich relativ kleinen Galaxien befunden hatten. Bei den Galaxien hätte es sich um junge, Sterne formende, handeln sollen. Nachforschungen brachten nun die Erkenntnis, dass die Wahrheit nicht so einfach ist. Bereits in seinem Frühstadium war das Universum ein wilder Ort.  [Graphik: CfA]



<p class="wp-block-paragraph">Jiasheng Huang (Harvard-Smithsonian Zentrum für Astrophysik) verglich den Fund mit einer Gemüsesuppe: &#8222;Wir entdeckten Galaxien, die wir niemals erwartet hätten, welche einen weiten Bereich von Eigenschaften aufweisen, die wir nie erwartet hätten zu sehen.&#8220; Der Meinung schließt sich Ivo Labbé (Observatorium des Carnegie Instituts in Washington) an, der die vergleichende Aussage machen: &#8222;Es wird immer mehr klar, dass das junge Universum wie ein großer Zoo mit Tieren aller Arten war.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe der Infrarotkamera des Weltraumteleskops <i>Spitzer</i> suchten Astronomen nach entfernten roten Galaxien, in der von <i>Hubble</i> beobachteten Region, genannt <i>Hubble Deep Field South</i>. Die Suche war erfolgreich und lieferte ein Dutzend rote Galaxien in einer Entfernung von zehn bis zwölf Milliarden Lichtjahren. Diese Galaxien existierten bereits im ersten Fünftel des Lebens des etwa 14 Milliarden Jahre alten Universums.  
<br>
Das Team war besonders über die Entdeckung einer merkwürdigen Sorte von Galaxien überrascht. Diese wurden niemals zuvor in einem so frühzeitigen Stadium im Universum gesichtet. Es handelt sich um alte, rote Galaxien, welche gänzlich aufgehört haben, Sterne zu bilden. Diese Galaxien formten rapide eine große Anzahl von Sternen, viel früher in der Geschichte des Universums, was die Frage über den Grund ihres so frühen &#8222;Sterbens&#8220; aufwirft.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unerwartete Existenz dieser &#8222;roten und toten&#8220; Galaxien zu einem so frühen Zeitpunkt fordert Theorien zur Formung der Galaxiengebilde. Man versucht damit zu verstehen, wie die Galaxien sich entwickelten und was sie zu ihrer heutigen Form gebracht hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hubble: Erfolg in Diskussionen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubble-erfolg-in-diskussionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2005 15:41:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der Erde diskutiert man um dessen Tod, im Weltall arbeitet es unermüdlich weiter. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceFlightNow. Niemand zweifelt mehr, dass die gewonnenen Daten des Hubble-Teleskops die Menschheit in der Weltraumforschung weitergebracht haben, als sonst ein Teleskop. Auch jetzt, wo der Zeitpunkt und die Art seines Untergangs auf der Erde diskutiert [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auf der Erde diskutiert man um dessen Tod, im Weltall arbeitet es unermüdlich weiter.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceFlightNow.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand zweifelt mehr, dass die gewonnenen Daten des <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal"><i>Hubble</i>-Teleskops</a> die Menschheit in der Weltraumforschung weitergebracht haben, als sonst ein Teleskop. Auch jetzt, wo der Zeitpunkt und die Art seines Untergangs auf der Erde diskutiert wird, zeigt <i>Hubble</i> was in ihm steckt. Im Infrarot-Bereich beobachtete es einen braunen Zwergstern der 225 Lichtjahre entfernt in der südlichen Konstellation Hydra zu finden ist. Der Stern wurde bereits im April 2004 von europäischen Astronomen am <i>Very Large Telescope (VLT)</i> gefunden und als potenzieller Planet eingestuft. Damals wurde am <i>VLT</i> ein sogenanntes Entzerrungssystem angewandt um die Aussicht des <i>VLT</i> zu schärfen. Dabei wurde der braune Zwergstern 2M1207 gefunden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012005164129_small_1.jpg" alt="None" width="376" height="361"/><figcaption>
Der Zwergstern, den 
<i>Hubble</i>
 im Infrarot-Bereich fand.
<br>
(Bild: Hubble/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Er gilt als potenzieller Planet, weil sich die Licht-Wellenlängen in denen das <i>VLT</i> und das <i>Hubble</i>-Teleskop den Stern fanden sich nur um ein Hundertstel unterscheiden. So dürfte der Stern eine Temperatur von weniger als 1000 Grad Celsius haben, was für einen Stern sehr wenig ist. Die Infrarot-Kamera an Bord des <i>Hubble</i>-Teleskops arbeitet in anderen Wellenlängen des Lichts als erdgebundene Teleskope oder das <a href="https://www.raumfahrer.net/spitzer-das-letzte-der-grossen-teleskope/" data-wpel-link="internal"><i>Spitzer</i>-Teleskop</a>. Der Vergleich eines einzigen Objektes in mehreren Wellenlängen ist sehr wichtig, weil man dadurch sehr viel über seine physikalische Natur herausfinden kann. Weitere Untersuchungen und Forschungen der Infrarot-Kamera <i>Hubbles</i> sind für April 2005 geplant. Da ein Exo-Planet nur wenige Male genau zu sehen ist und fotografiert werden kann, ist dieser Fund von <i>Hubble</i> wieder einmal ein bahnbrechender Erfolg für unseren Allrounder im All.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob diese Erfolge das Teleskop vor den finanziellen Einsparungen der NASA rettet ist eine andere Frage. Es ist leider fast zu bezweifeln und die ESA allein schafft es sicher nicht, das Teleskop allein zu erhalten obwohl es sicher noch einges an Potenzial hätte. Für uns heißt es warten und sich über jeden Erfolg freuen den <i>Hubble</i> noch bringt beziehungsweise bringen kann.</p>
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