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		<title>NASAs IXPE zeigt die Form von Strukturen in einem neu entdeckten Schwarzen Loch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2024 18:14:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das IXPE (Imaging X-ray Polarimetry Explorer) der NASA hat den Astronomen geholfen, die Form der Strukturen besser zu verstehen, die für ein Schwarzes Loch wesentlich sind &#8211; insbesondere die Scheibe aus Material, die um das Loch herumwirbelt, und die sich bewegende Plasmaregion, die Korona. Eine Pressemitteilung der NASA. Quelle: NASA, 6. Dezember 2024. 6. Dezember [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das IXPE (Imaging X-ray Polarimetry Explorer) der NASA hat den Astronomen geholfen, die Form der Strukturen besser zu verstehen, die für ein Schwarzes Loch wesentlich sind &#8211; insbesondere die Scheibe aus Material, die um das Loch herumwirbelt, und die sich bewegende Plasmaregion, die Korona. Eine Pressemitteilung der NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA, 6. Dezember 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/swiftj-new.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Darstellung zeigt die NASA-Raumsonde Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE) (unten links), die das neu entdeckte Doppelsternsystem Swift J1727.8-1613 aus der Ferne beobachtet. Im Zentrum befindet sich ein Schwarzes Loch, umgeben von einer Akkretionsscheibe (gelb und orange) und einer heißen, sich bewegenden Korona (blau). Das schwarze Loch saugt Gas von seinem Begleitstern ab, der hinter dem schwarzen Loch als rote Kugel zu sehen ist. Von beiden Polen des Schwarzen Lochs strömen Strahlen schnell bewegter, überhitzter Teilchen aus. (Bild: Marie Novotná)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Darstellung zeigt die NASA-Raumsonde Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE) (unten links), die das neu entdeckte Doppelsternsystem Swift J1727.8-1613 aus der Ferne beobachtet. Im Zentrum befindet sich ein Schwarzes Loch, umgeben von einer Akkretionsscheibe (gelb und orange) und einer heißen, sich bewegenden Korona (blau). Das schwarze Loch saugt Gas von seinem Begleitstern ab, der hinter dem schwarzen Loch als rote Kugel zu sehen ist. Von beiden Polen des Schwarzen Lochs strömen Strahlen schnell bewegter, überhitzter Teilchen aus. (Bild: Marie Novotná)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/12/swiftj-new_478x320.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Darstellung zeigt die NASA-Raumsonde Imaging X-ray Polarimetry Explorer (IXPE) (unten links), die das neu entdeckte Doppelsternsystem Swift J1727.8-1613 aus der Ferne beobachtet. Im Zentrum befindet sich ein Schwarzes Loch, umgeben von einer Akkretionsscheibe (gelb und orange) und einer heißen, sich bewegenden Korona (blau). Das schwarze Loch saugt Gas von seinem Begleitstern ab, der hinter dem schwarzen Loch als rote Kugel zu sehen ist. Von beiden Polen des Schwarzen Lochs strömen Strahlen schnell bewegter, überhitzter Teilchen aus.<br>(Bild: Marie Novotná)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">6. Dezember 2024 &#8211; Das stellare Schwarze Loch, Teil des Doppelsternsystems Swift J1727.8-1613, wurde im Sommer 2023 während eines ungewöhnlichen Aufhellungsereignisses entdeckt, bei dem es kurzzeitig fast alle anderen Röntgenquellen überstrahlte. Es ist das erste seiner Art, das von IXPE während des Beginns, des Höhepunkts und des Endes eines derartigen Röntgenausbruchs beobachtet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Swift J1727 ist Gegenstand einer Reihe neuer Studien, die in den Zeitschriften The Astrophysical Journal und Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler sagen, dass die Ergebnisse neue Einblicke in das Verhalten und die Entwicklung von binären Röntgensystemen mit schwarzen Löchern liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dieser Ausbruch hat sich unglaublich schnell entwickelt“, sagt die Astrophysikerin Alexandra Veledina, die an der Universität Turku in Finnland forscht. „Von unserer ersten Entdeckung des Ausbruchs an dauerte es nur wenige Tage, bis Swift J1727 seinen Höhepunkt erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatten IXPE und zahlreiche andere Teleskope und Instrumente bereits Daten gesammelt. Es war sehr aufregend, den Ausbruch bis zu seiner Rückkehr in die Inaktivität zu beobachten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis Ende 2023 blieb Swift J1727 kurzzeitig heller als der Krebsnebel, die Standard-Röntgenkerze“, die als Basis für Einheiten der Röntgenhelligkeit verwendet wird. Solche Ausbrüche sind bei Doppelsternsystemen nicht ungewöhnlich, aber selten treten sie so hell und so nah an der Erde auf &#8211; nur 8.800 Lichtjahre von der Erde entfernt. Das Doppelsternsystem wurde zu Ehren der Swift Gamma-ray Burst Mission benannt, die den Ausbruch mit ihrem Burst Alert Telescope am 24. August 2023 entdeckte, was zur Entdeckung des Schwarzen Lochs führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Röntgendoppelsterne bestehen in der Regel aus zwei nahe beieinander liegenden Sternen, die sich in unterschiedlichen Stadien ihres Lebenszyklus befinden. Wenn dem älteren Stern der Brennstoff ausgeht, explodiert er in einer Supernova und hinterlässt einen Neutronenstern, einen Weißen Zwerg oder ein Schwarzes Loch. Im Fall von Swift J1727 riss die starke Schwerkraft des entstehenden Schwarzen Lochs Material von seinem Begleitstern ab, das auf über 1,8 Millionen Grad Celsius erhitzt wurde und einen gewaltigen Ausstoß von Röntgenstrahlung erzeugte. Diese Materie bildete eine Akkretionsscheibe und kann eine überhitzte Korona enthalten. An den Polen des Schwarzen Lochs kann die Materie auch in Form von relativistischen Strahlen aus dem Doppelsternsystem entweichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das IXPE, das der NASA und anderen Forschern bei der Untersuchung all dieser Phänomene geholfen hat, ist auf die polarisierte Röntgenstrahlung spezialisiert, eine Eigenschaft des Lichts, die dazu beiträgt, die Form und Struktur solcher ultrastarken Energiequellen zu kartografieren und ihr Innenleben zu beleuchten, selbst wenn sie für uns zu weit entfernt sind, um sie direkt zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da das Licht selbst ihrer Schwerkraft nicht entkommen kann, können wir Schwarze Löcher nicht sehen“, sagte Alexandra Veledina, Astrophysikerin bei der NASA. „Wir können nur beobachten, was um sie herum geschieht, und Rückschlüsse auf die Mechanismen und Prozesse ziehen, die dort ablaufen. IXPE ist entscheidend für diese Arbeit.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei der IXPE-basierten Untersuchungen von Swift J1727, die von Veledina und Adam Ingram, einem Forscher an der Newcastle University in Newcastle-upon-Tyne, England, geleitet wurden, konzentrierten sich auf die ersten Phasen des Ausbruchs. Während der kurzen Zeitspanne von einigen Monaten, in der die Quelle außergewöhnlich hell wurde, war die Korona die Hauptquelle der beobachteten Röntgenstrahlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„IXPE dokumentierte eine Polarisation der Röntgenstrahlung, die sich entlang der geschätzten Richtung des Jets des Schwarzen Lochs ausbreitet, so dass sich das heiße Plasma in der Ebene der Akkretionsscheibe ausbreitet“, sagte Veledina. „Ähnliche Befunde wurden bei dem persistenten Schwarzen Loch Cygnus X-1 gemeldet, so dass dieser Befund dazu beiträgt, zu bestätigen, dass die Geometrie bei kurzlebigen eruptiven Systemen die gleiche ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team beobachtete außerdem, wie sich die Polarisationswerte während des Spitzenausbruchs von Swift J1727 veränderten. Diese Schlussfolgerungen stimmten mit den Ergebnissen überein, die gleichzeitig bei Untersuchungen anderer Energiebänder elektromagnetischer Strahlung gewonnen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dritte und eine vierte Studie unter der Leitung der Forscher Jiří Svoboda und Jakub Podgorný, beide von der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Prag, konzentrierten sich auf die Röntgenpolarisation während des zweiten Teils des Ausbruchs von Swift J1727 und seiner Rückkehr zu einem hochenergetischen Zustand mehrere Monate später. Für seine früheren Arbeiten mit IXPE-Daten und Simulationen von Schwarzen Löchern wurde Podgorný kürzlich mit dem höchsten nationalen Preis der Tschechischen Republik für eine Doktorarbeit in den Naturwissenschaften ausgezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polarisationsdaten zeigten, dass sich die Geometrie der Korona zwischen dem Beginn und dem Ende des Ausbruchs nicht wesentlich verändert hat, obwohl sich das System in der Zwischenzeit weiterentwickelt hat und die Röntgenhelligkeit im späteren energetischen Zustand dramatisch abnahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse stellen einen bedeutenden Fortschritt in unserem Verständnis der sich verändernden Formen und Strukturen von Akkretionsscheiben, Korona und verwandten Strukturen bei Schwarzen Löchern im Allgemeinen dar. Die Studie zeigt auch den Wert von IXPE als Instrument, um zu bestimmen, wie all diese Elemente des Systems miteinander verbunden sind, sowie sein Potenzial, mit anderen Observatorien zusammenzuarbeiten, um plötzliche, dramatische Veränderungen im Kosmos zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Weitere Beobachtungen von Materie in der Nähe von Schwarzen Löchern in Doppelsternsystemen sind notwendig, aber die erfolgreiche erste Beobachtungskampagne von Swift J1727.8-1613 in verschiedenen Zuständen ist der beste Anfang eines neuen Kapitels, das wir uns vorstellen können“, sagte Michal Dovčiak, Mitautor der Reihe von Veröffentlichungen und Leiter der IXPE-Arbeitsgruppe über Schwarze Löcher mit stellarer Masse, der auch an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften forscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr über IXPE</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">IXPE ist eine gemeinsame Mission der NASA und der italienischen Weltraumbehörde, die mit Partnern und wissenschaftlichen Mitarbeitern aus 12 Ländern bahnbrechende Entdeckungen über Himmelsobjekte im gesamten Universum ermöglicht. IXPE wird vom Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama, geleitet. Ball Aerospace mit Hauptsitz in Broomfield, Colorado, leitet den Betrieb der Raumsonde zusammen mit dem Laboratory for Atmospheric and Space Physics der Universität Colorado in Boulder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen über die laufende Mission von IXPE finden Sie hier: <a href="https://science.nasa.gov/mission/ixpe/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nasa.gov/mission/imaging-x-ray-polarimetry-explorer-ixpe/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19104.msg570086#msg570086" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19104.msg524627#msg524627" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IXPE auf Falcon 9 (B1061.5)</a></li>
</ul>
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		<title>DLR: Gesundheit bei astronautischen Langzeitmissionen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-gesundheit-bei-astronautischen-langzeitmissionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 20:06:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Raumschiff Orion im Strahlenschutzcheck – Erste Ergebnisse der Strahlungsmessungen auf dem Weg von Artemis I zum Mond. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 18. September 2024. 18. September 2024 &#8211; Weltraumstrahlung birgt Gesundheitsrisiken für den menschlichen Körper bei astronautischen Langzeitmissionen. Sie kann Krebs und degenerative Erkrankungen verschiedener Organe verursachen. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Raumschiff Orion im Strahlenschutzcheck – Erste Ergebnisse der Strahlungsmessungen auf dem Weg von Artemis I zum Mond. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 18. September 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">18. September 2024 &#8211; Weltraumstrahlung birgt Gesundheitsrisiken für den menschlichen Körper bei astronautischen Langzeitmissionen. Sie kann Krebs und degenerative Erkrankungen verschiedener Organe verursachen. Um Astronautinnen und Astronauten bei zukünftig immer längeren Weltraumaufenthalten bestmöglich zu schützen, gilt es, geeignete Schutzmaßnahmen zu finden. Dafür sind detaillierte Messdaten über die Strahlungsbelastung beim Raumflug außerhalb des Erdmagnetfelds nötig. Ende 2022 starteten mit dem NASA-Raumschiff <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/orion/" data-wpel-link="internal">Orion</a> die beiden Messpuppen Helga und Zohar im Rahmen des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleiteten Projekts <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mare/" data-wpel-link="internal">MARE</a>. Bei der <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/artemis-1/" data-wpel-link="internal">Artemis-I-Mission</a> flogen sie auf einer über 25-tägigen Reise zum Mond und wieder zurück. Dabei wurden zum ersten Mal kontinuierlich Messdaten zu den Strahlungswerten zwischen der Erde und ihrem fast eine halbe Million Kilometer entfernten Trabanten gewonnen. Im wissenschaftlichen Fachmagazin NATURE veröffentlichte das Forschungsteam von DLR, ESA und NASA nun erste Ergebnisse.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MAREPuppenbereitzumTransportDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Beide MARE-Puppen (vorne Helga, hinten Zohar) in den sogenannten „Handle Bars“ um die beiden Puppen in die Orion Kapsel „reinzutragen“. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Beide MARE-Puppen (vorne Helga, hinten Zohar) in den sogenannten „Handle Bars“ um die beiden Puppen in die Orion Kapsel „reinzutragen“. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MAREPuppenbereitzumTransportDLRCCBYNCND3060.jpg" alt="Beide MARE-Puppen (vorne Helga, hinten Zohar) in den sogenannten „Handle Bars“ um die beiden Puppen in die Orion Kapsel „reinzutragen“. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-144589" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MAREPuppenbereitzumTransportDLRCCBYNCND3060.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/MAREPuppenbereitzumTransportDLRCCBYNCND3060-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Beide MARE-Puppen (vorne Helga, hinten Zohar) in den sogenannten „Handle Bars“ um die beiden Puppen in die Orion Kapsel „reinzutragen“. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Thomas Berger, Strahlenphysiker vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln und Leiter des Experiments MARE erklärt: „Für uns gab es zwei Hauptziele bei der Artemis-I-Mission: Wir wollten erstmals einen umfassenden und zusammenhängenden Datensatz zu den Strahlungsverhältnissen bei einem Mondflug erheben, wozu aktuell noch die Auswertungen laufen. Und gemeinsam mit NASA und ESA ging es uns darum, die Strahlungsunterschiede innerhalb des Orion-Raumschiffes zu charakterisieren, wozu nun die Ergebnisse vorliegen. Im Vorfeld hatten wir dafür eine sehr große Anzahl von Strahlungsdetektoren, sogenannte Dosimeter, an verschiedenen festen Positionen innerhalb des Raumschiffs sowie in unseren beiden lebensgroßen MARE-Messphantomen Helga und Zohar platziert.“ Das Experiment MARE ist ein gemeinsames Projekt des DLR, der israelischen Firma StemRad, NASA, Lockheed Martin und der israelischen Weltraumagentur ISA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Deutliche Strahlungsunterschiede innerhalb des Orion-Raumschiffs</strong><br>Die nun in NATURE veröffentlichten Messergebnisse zeigen: Während des Durchflugs durch den Protonengürtel der Erde, den sogenannten inneren Van Allen Gürtel, unterschied sich die Strahlungsdosis innerhalb des Raumschiffs je nach Ort des Detektors sehr deutlich: Die Dosisraten zwischen den am besten und am wenigsten geschützten Bereichen innerhalb der Raumkapsel unterschieden sich um das Vierfache. Diese enormen Unterschiede bestätigen das Design und Abschirmungskonzept der Raumkapsel. Im stärker abgeschirmten Bereich der Kapsel (Storm Shelter) kann die auf die Besatzung wirkende Gesamtdosis bei großen solaren Teilchenereignissen auf maximal 150 Millisievert beschränkt werden. Bei dieser Dosis sind keine Symptome einer akuten Strahlenkrankheit zu erwarten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/CrewArtemis1MissionNASALMDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die beiden Messpuppen des Experiments MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment), die mit der ersten Mission Artemis I der NASA zum Mond fliegen, nehmen zwei der Passagiersitze der Orion-Kapsel ein (Sitz #3 und Sitz #4) - künstlerische Darstellung. (Bild: NASA/Lockheed Martin/DLR)" data-rl_caption="" title="Die beiden Messpuppen des Experiments MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment), die mit der ersten Mission Artemis I der NASA zum Mond fliegen, nehmen zwei der Passagiersitze der Orion-Kapsel ein (Sitz #3 und Sitz #4) - künstlerische Darstellung. (Bild: NASA/Lockheed Martin/DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/CrewArtemis1MissionNASALMDLR60.jpg" alt="Die beiden Messpuppen des Experiments MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment), die mit der ersten Mission Artemis I der NASA zum Mond fliegen, nehmen zwei der Passagiersitze der Orion-Kapsel ein (Sitz #3 und Sitz #4) - künstlerische Darstellung. (Bild: NASA/Lockheed Martin/DLR)" class="wp-image-144587" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/CrewArtemis1MissionNASALMDLR60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/CrewArtemis1MissionNASALMDLR60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die beiden Messpuppen des Experiments MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment), die mit der ersten Mission Artemis I der NASA zum Mond fliegen, nehmen zwei der Passagiersitze der Orion-Kapsel ein (Sitz #3 und Sitz #4) &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: NASA/Lockheed Martin/DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eignung der Orion-Kapsel für astronautische Raumflüge</strong><br>Die Daten zeigen zudem, dass die Ausrichtung des Raumschiffs während des Protonengürteldurchflugs eine signifikante Auswirkung auf die Strahlungswerte innerhalb der Kapsel hatte: Zum Ende des Durchflugs durch den inneren Protonengürtel führte Orion eine 90-Grad-Drehung durch, die zu einer unerwartet starken Reduzierung der Strahlungsdosis um 50 Prozent führte. „Dies zeigt uns, dass sich mit diesem Flugmanöver, die Strahlenbelastung für die Besatzung im Inneren des Raumschiffs deutlich reduzieren lässt. Auch das ist ein gutes Zeichen und bestätigt die grundsätzliche Eignung der Orion für zukünftige Raumflüge mit Astronautinnen und Astronauten. Und unsere Messdaten sind eine wertvolle Informationsgrundlage für die Gestaltung zukünftiger Missionen“, verdeutlicht DLR-Strahlenphysiker Berger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zuletzt zeigt die nun veröffentlichte Studie, dass die moderne Computersimulation von Strahlungsumgebungen verbessert wurde, da die experimentellen Messdaten weitgehend mit den vorhergesagten Modellrechnungen übereinstimmen. Auch diese sind ein wichtiger Faktor für eine zeit- und kosteneffiziente Weiterentwicklung des Orion-Konzepts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt stellt das Wissenschaftsteam in der NATURE-Veröffentlichung fest, dass die Strahlenexposition für zukünftige Artemis-Missionen, die ja nur einige Tage bis Wochen dauern werden, wahrscheinlich nicht die aktuellen NASA-Grenzwerte für Astronautinnen und Astronauten überschreiten, vorausgesetzt, dass ähnliche Missionsbedingungen eingehalten werden. Das Strahlungsrisiko bleibt jedoch eine der zentralen Herausforderung für die astronautische Weltraumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam mit NASA und ESA: Strahlungsmessungen für den effektiven Schutz künftiger ORION-Besatzungen</strong><br>Artemis I war die erste in einer Reihe von Missionen des Artemis-Programms der NASA. Es sieht vor, nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf unserem Trabanten zu landen, dort gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte Basis zu errichten und eine Raumstation in der Mondumlaufbahn zu bauen, von der aus Menschen zu weiter entfernten Zielen, einschließlich des Mars, aufbrechen sollen. Am 16. November 2022 startete die NASA-Mission Artemis I zur Umrundung des Erdmonds vom Kennedy Space Center in Florida. Bei dieser noch unbemannten Mission wurden alle neu entwickelten Systeme im Zusammenspiel getestet – das Orion-Raumschiff, das Europäische Servicemodul (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/esm/" data-wpel-link="internal">ESM</a>), die Schwerlastrakete <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/sls/" data-wpel-link="internal">SLS</a> (Space Launch System) und die Bodensysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA stattete das Raumschiff Orion mit ihrem Strahlungsmessgerät und Warnsystem „Hybrid Electronic Radiation Assessor“, kurz HERA, aus. HERA besteht aus drei Strahlungssensoren, die in unterschiedlich gut gegen Strahlung abgeschirmten Bereichen von Orion eingebaut wurden. Es ist so konzipiert, dass es einen Alarm auslöst, wenn die Besatzung bei einem energiereichen Strahlungsereignis, zum Beispiel einer Sonneneruption, Schutz suchen soll. In diesem Fall würde sich die Crew in einen besser gegen die Strahlung abgeschirmten Teil von Orion begeben, und zwar würden sie die Bodenklappen öffnen und dann Abschirmmaterial als zusätzlichen Schutz über Ihren Köpfen installieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA stellte zudem fünf mobile Dosimeter – die EAD-MUs (ESA Active Dosimeter – Mobile Units) – an verschiedenen Stellen der Raumkapsel zur Messung der Strahlung bereit. Ein Vorläufersystem der Mobile Units kam schon von 2016 – 2017 auf der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz. Die Mond-Umrundung der Artemis-I-Mission ermöglichte es, die Strahlungsumgebung im tiefen Weltraum so vollständig wie möglich abzubilden. Die neuen Werte werden nun mit den ISS-Messungen verglichen – und so die Sicherheit der nachfolgenden Artemis-Missionen mit Besatzung bewertet. Später soll eine weiter entwickelte Version des EAD-MU-Systems an Bord des sogenannten Lunar Gateway – einer geplanten Raumstation in der Mondumlaufbahn – zum Einsatz kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in der Orion-Kapsel verteilten Dosimeter der ESA wurden vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln gemeinsam mit ASRO, Finnland, konzipiert, getestet und gebaut. Die aktiven DLR-Messgeräte M-42 und passiven Sensoren in Helga und Zohar wurden vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln entwickelt und angefertigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Detektoren messen unterschiedliche Strahlungsarten, sodass wir mit den Werten Rückschlüsse auf ihre biologischen Auswirkungen ziehen können.“, sagt Thomas Berger. Die beiden Messphantome im MARE-Projekt wurden dazu eigens der weiblichen Anatomie nachempfunden, um die besonderen Belastungen für Frauen bei Langzeitaufenthalten im Weltraum zu untersuchen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/OrionArt1blicktaufErdeundMondNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Orion blickt auf Erde und Mond. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Orion blickt auf Erde und Mond. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/OrionArt1blicktaufErdeundMondNASA60.jpg" alt="Orion blickt auf Erde und Mond. (Bild: NASA)" class="wp-image-144591" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/OrionArt1blicktaufErdeundMondNASA60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/OrionArt1blicktaufErdeundMondNASA60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Orion blickt auf Erde und Mond. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die jetzige Veröffentlichung von Ergebnissen in NATURE ist die erste einer ganzen Reihe. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von DLR, NASA und ESA analysieren den reichhaltigen Datenschatz an Strahlungsmesswerten des Orionflugs noch weiter. Momentan arbeiten Dr. Thomas Berger und sein Team des DLR-Projekts MARE am Vergleich der Strahlungsbelastung von Helga, die Messpuppe, die ohne Schutz flog, und Zohar, die bei der Mondumrundung die Strahlenschutzweste AstroRad trug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Messung von Weltraumstrahlung – vom „Flickenteppich“ zum homogenen Datensatz</strong><br>Weltraumstrahlung stammt aus verschiedenen Quellen wie solaren Teilchenereignissen, galaktischen kosmischen Strahlen oder den beiden, die Erde umspannenden und sehr strahlungsintensiven Van-Allen-Gürteln. Frühere Strahlungsdaten stammen hauptsächlich von der Internationalen Raumstation ISS und aus den Space-Shuttle-Missionen – und damit aus relativ erdnahen Höhen, die noch deutlich durch das Magnetfeld der Erde geschützt sind. Daten aus den Tiefen des interplanetaren Raums wurden bei verschiedenen unbemannten Missionen gewonnen, in denen Sonden durch das Sonnensystem (z.B. zum Mars) gereist sind. Und begrenzt gibt es Daten von den Apollo-Missionen zum Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kontinuierliche Strahlungsmessungen mit einer hohen räumlichen Auflösung gab es bislang nicht und wurden erstmals während der Artemis-I-Mission zwischen Erde und Mond durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das DLR-Experiment MARE</strong><br>Das DLR leitet das Experiment MARE (Matroshka AstroRad Radiation Experiment). Hauptprojektpartner sind die israelische Raumfahrtagentur ISA, der israelische Industriepartner StemRad, der die AstroRad-Schutzweste entwickelt hat, sowie Lockheed Martin und die NASA. MARE stellt in seiner Komplexität und in seiner internationalen Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Europa, Japan und den USA das größte Experiment zur Bestimmung der Strahlenbelastung für Astronautinnen und Astronauten dar, das jemals den erdnahen Orbit verlassen hat. Die während Artemis I durchgeführten Messungen werden wertvolle Daten zur Risikobewertung und -minderung für künftige Langzeitmissionen liefern, um eine für den Menschen sichere Erforschung des Weltraums zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation</strong><br>Space radiation measurements during the Artemis I lunar mission<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-024-07927-7" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-024-07927-7</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-024-07927-7.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-024-07927-7.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14665.msg566472#msg566472" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bemannte Raumfahrt und Gesundheit</a></li>
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		<item>
		<title>Mondmission Artemis I: Die ersten „Mond-Astronautinnen“ kehren zurück nach Köln</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mondmission-artemis-i-die-ersten-mond-astronautinnen-kehren-zurueck-nach-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 11:53:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Strahlenbelastung ist eine der zentralen ungelösten medizinischen Herausforderungen der astronautischen Raumfahrt. Das Projekt MARE wird ein dreidimensionales Abbild der Strahlenbelastung des weiblichen Körpers während eines Mondfluges liefern. Nach der Rückkehr von Helga und Zohar beginnt nun am DLR in Köln die detaillierte Datenauswertung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Strahlenbelastung ist eine der zentralen ungelösten medizinischen Herausforderungen der astronautischen Raumfahrt. Das Projekt MARE wird ein dreidimensionales Abbild der Strahlenbelastung des weiblichen Körpers während eines Mondfluges liefern. Nach der Rückkehr von Helga und Zohar beginnt nun am DLR in Köln die detaillierte Datenauswertung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 9. März 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharimkscnasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="MARE-Phantome Helga und Zohar im Kennedy Space Center. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="MARE-Phantome Helga und Zohar im Kennedy Space Center. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharimkscnasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">MARE-Phantome Helga und Zohar im Kennedy Space Center. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">9. März 2023 &#8211; Nach ihrer historischen Reise um den Mond mit der NASA-Mission Artemis I sind die Strahlungsmesspuppen Helga und Zohar zurück in Köln. Am 9. März 2023 präsentierte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die beiden Astronautinnen-Phantome nun erstmals den Medien am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Die Daten des vom DLR geleiteten Projekts MARE (MATROSHKA AstroRad Radiation Experiment) werden nach ihrer Auswertung ein dreidimensionales Abbild der Strahlenbelastung des weiblichen Körpers während eines Mondfluges liefern. Die Forschungsergebnisse fließen auch in irdische Anwendungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die astronautische Raumfahrt entwickelt sich rasant. Zukünftig werden voraussichtlich auch kommerzielle Raumstationen in niedrigen Erd-Orbits entstehen auf denen Menschen forschen und arbeiten. Gleichzeitig wird die astronautische Exploration des Weltraums zum Mond und darüber hinaus an Fahrt aufnehmen“, sagt die DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla. „Die Strahlenbelastung ist dabei eine der zentralen ungelösten medizinischen Herausforderungen der astronautischen Raumfahrt. Diese müssen wir genauer verstehen, um wirksame Maßnahmen zum Schutz von Menschen im Weltraum zu entwickeln. Hier hat das Projekt MARE im Rahmen der Mondmission Artemis I echte Pionierarbeit geleistet, insbesondere mit dem Fokus auf zukünftige Mond-Astronautinnen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharzurueckinkoelndlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die „ersten Mondastronautinnen“ Helga und Zohar zurück in Köln. (Bild: DLR)" data-rl_caption="" title="Die „ersten Mondastronautinnen“ Helga und Zohar zurück in Köln. (Bild: DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharzurueckinkoelndlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die „ersten Mondastronautinnen“ Helga und Zohar zurück in Köln. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Scheibe für Scheibe analysieren</strong><br>Mit der Übergabe der beiden Messpuppen am Kennedy Space Center der NASA im Januar erfolgte bereits der erste Check aller batteriebetriebenen Messinstrumente. „Die aktiven Strahlungsdetektoren haben durchgehend erstklassige Daten geliefert“, freut sich MARE-Projektleiter Dr. Thomas Berger vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. Am DLR-Institut in Köln beginnt nun die Auswertung der über 12.000 passiven Strahlungsdetektoren aus kleinen Kristallen, die jeweils über die beiden Messkörper verteilt platziert sind. Mit dem Auslesen der Kristalle entsteht ein dreidimensionales Abbild des menschlichen Körpers, das zeigt, wie hoch die Strahlenbelastung auf Knochen und Organe an unterschiedlichen Stellen während eines Mondflugs insgesamt ist. „Scheibe für Scheibe nehmen wir Helga und Zohar auseinander, um die Messkristalle auszubauen“, erklärt Berger das Vorgehen. „Die einzelnen Messkristalle können wir dann mithilfe der passenden Laborgeräte hier am DLR auslesen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Messkörper sind weiblichen Körpern samt Fortpflanzungsorganen nachempfunden, sodass die Strahlungsdosis auch für die besonders strahlungsempfindlichen Organe gemessen werden kann. Die Astronautinnen-Phantome bestehen aus jeweils 38 Scheiben, sind 95 Zentimeter groß, 36 Kilogramm schwer und enthalten aus Kunststoff nachgebildete Organe und Knochen unterschiedlicher Dichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weste für den Strahlenschutz</strong><br>Zusätzlich wird untersucht wie viel Strahlungsabschirmung die von Zohar getragene Strahlungsschutzweste ermöglichte. Zohar, bereitgestellt von der israelische Raumfahrtagentur ISA, wiegt mit der AstroRad-Weste der Firma StemRad ganze 62 Kilogramm. „Der Vergleich der Strahlungswerte von Helga ohne Weste und Zohar mit Schutzweste zeigt uns, welche Abschirmungswirkung die Weste entfalten kann“, erklärt Berger weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die umfangreichen Auswertungen werden nun einige Monate in Anspruch nehmen. Mit detaillierten Ergebnissen ist bis Anfang kommenden Jahres zu rechnen. „Schon jetzt sehen wir, dass sich einige unserer Annahmen zur Strahlungsexposition bei Mondreisen bestätigen“, sagt Berger. „Wir benötigen nun alle verfügbaren Messdaten, um detailliertere Aussagen treffen zu können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Absehbar ist bereits die Überführung der Forschungsergebnisse in irdische Anwendungen. Ein „Spin Off“ wurde am DLR bereits im Rahmen eines Vorgängerprojekts durchgeführt. In diesem Projekt war ab 2004 ein Phantom namens MATROSHKA für eineinhalb Jahre der Weltraumstrahlung außerhalb der Internationalen Raumstation ISS ausgesetzt, es folgten weitere drei Jahre im Inneren der Raumstation. Ein Zwilling dieses Weltraumphantoms wurde in Zusammenarbeit mit der GSI in Darmstadt für Grundlagenforschung im Rahmen der Krebstherapie verwendet. Im Weiteren wurden gemeinsam mit der israelischen Firma StemRad, die in Kooperation mit Lockheed Martin die AstroRad-Weste entwickelt hat, Forschungen bezüglich der Anwendung und Sicherheit von „X-Ray Protection Equipment“ für Radiologen und Mitarbeitende im Krankenhaus durchgeführt. Dies zielt insbesondere in Richtung verbesserter Schutzkleidung für den Operateur im routinediagnostischen Einsatz und bei längerdauernden komplizierten Eingriffen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/orionmareNASALMDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die &quot;Crew&quot; der Artemis-I-Mission zum Mond. (Grafik: NASA/Lockheed Martin/DLR)" data-rl_caption="" title="Die &quot;Crew&quot; der Artemis-I-Mission zum Mond. (Grafik: NASA/Lockheed Martin/DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/orionmareNASALMDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die &#8222;Crew&#8220; der Artemis-I-Mission zum Mond. (Grafik: NASA/Lockheed Martin/DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf zum Mond mit Artemis</strong><br>Artemis I ist die erste in einer Reihe von Missionen des Artemis-Programms der NASA. Es sieht vor, nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf unserem Trabanten zu landen, dort gemeinsam mit internationalen Partnern eine dauerhafte Basis zu errichten und eine Raumstation in der Mondumlaufbahn zu bauen, von der aus Menschen zu weiter entfernten Zielen, einschließlich des Mars, aufbrechen sollen. Artemis I war der erste Schritt auf diesem Weg. Bei dieser noch unbemannten Mission wurden alle neu entwickelten Systeme im Zusammenspiel getestet – das Orion-Raumschiff, das Europäische Servicemodul (ESM), die Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) und die Bodensysteme. Die Sicherheit der Astronautinnen und Astronauten steht dabei an oberster Stelle. Dazu gehört insbesondere der Schutz vor der kosmischen Strahlung, die im Weltraum um ein Vielfaches höher ist als auf der Erde – auf dem Mond zum Beispiel rund 800 Mal. Um künftig geeignete Schutzmaßnahmen bei Langzeitmissionen ergreifen zu können, muss man die Strahlenbelastung genau kennen. Das wurde bei Artemis I mit dem Experiment MARE erforscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das MARE-Experiment</strong><br>Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leitet das Experiment. Hauptprojektpartner sind die israelische Raumfahrtagentur ISA, der israelische Industriepartner StemRad, der die AstroRad-Schutzweste entwickelt hat, sowie Lockheed Martin und die NASA. MARE stellt in seiner Komplexität und in seiner internationalen Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Europa, Japan und den USA das größte Experiment zur Bestimmung der Strahlenbelastung für Astronautinnen und Astronauten dar, das jemals den erdnahen Orbit verlassen hat. Mehr als 25 Tage Flug zum Mond, im Mondorbit und zurück zur Erde liegen hinter den #LunarTwins. Die während Artemis I durchgeführten Messungen liefern wertvolle Daten zur Risikobewertung und -minderung für künftige Erkundungsmissionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11841.msg545687#msg545687" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis I Mission &#8211; Orion auf SLS</a></li>
</ul>
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		<title>DLR schickt weibliche Messpuppen zur NASA-Mission ARTEMIS 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-schickt-weibliche-messpuppen-zur-nasa-mission-artemis-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2022 08:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Passagiere für ersten Mondflug der NASA sind auf dem Weg nach Florida: „Messpuppen-Zwillinge“ Helga und Zohar sitzen im Cockpit der Orion-Kapsel, um Strahlungswerte während der Mondmission ARTEMIS 1 zu detektieren. Mehr als 10.000 passive Sensoren und 34 aktive Strahlungsdetektoren sind in die 38 Scheiben integriert, aus denen die Puppen zusammengesetzt sind. Eine Pressemitteilung des Deutschen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Passagiere für ersten Mondflug der NASA sind auf dem Weg nach Florida: „Messpuppen-Zwillinge“ Helga und Zohar sitzen im Cockpit der Orion-Kapsel, um Strahlungswerte während der Mondmission ARTEMIS 1 zu detektieren. Mehr als 10.000 passive Sensoren und 34 aktive Strahlungsdetektoren sind in die 38 Scheiben integriert, aus denen die Puppen zusammengesetzt sind. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/orionmareartNASALMDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/orionmareartNASALMDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die &#8222;Crew&#8220; der Artemis-1-Mission zum Mond. (Grafik: NASA/Lockheed Martin/DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">27. April 2022 &#8211; Die NASA wird 2022 mit der Mission Artemis I nach fast 50 Jahren erstmals wieder ein Raumschiff zum Mond schicken. Nun sind die ersten beiden Passagiere Helga und Zohar auf dem Weg zur NASA nach Florida. Für den unbemannten Testflug werden die „Messpuppen-Zwillinge“ im Cockpit der Orion-Kapsel sitzen. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geleitete MARE Experiment untersucht mit zwei baugleichen Phantomen die Strahlenbelastung während des gesamten bis zu sechswöchigen Fluges, speziell zugeschnitten auf den weiblichen Körper. Denn die NASA plant mit den Artemis-Flügen die erste Frau zum Mond zu schicken. Forschende des Kölner DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin haben das Experiment erfolgreich vorbereitet und für den Einbau am Kennedy Space Center (KSC) der NASA nun ausgeliefert. Teil des Experiments ist auch eine Strahlenschutzweste, die erprobt wird. Der Start von Artemis I ist derzeit für den Sommer 2022 geplant. Der Aufbau und Einbau der Messpuppen soll rund vier Wochen vor dem eigentlichen Start beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerhalb des schützenden Erdmagnetfelds ist die Strahlenbelastung für den menschlichen Organismus deutlich erhöht. Der weibliche Körper reagiert darauf wegen strahlungsempfindlicher Organe wie der weiblichen Brust noch empfindlicher als der männliche Körper. Insgesamt ist die Strahlung eine der größten Herausforderungen für längere astronautische Missionen ins tiefere Weltall bis hin zum Mars. „Mit MARE, dem größten je außerhalb der Erdumlaufbahn geflogenen Strahlungsexperiment, wollen wir herausfinden, wie genau sich die Strahlungswerte während eines vollständigen Mondfluges für Astronautinnen verhalten und welche Strahlenschutzmaßnahmen dagegen hilfreich sein können“, sagt Dr. Thomas Berger, Leiter der Arbeitsgruppe Biophysik in der Abteilung Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir Helga und Zohar an den DLR-Standorten in Köln und Bremen vollständig durchgecheckt unter anderem mit Tests zu Auswirkungen der Vibrationen beim Start der Mission Artemis I. Weiterhin haben wir einen vollständigen Testlauf des Aufbaus der Messpuppen durchgeführt, damit später am Kennedy Space Center alles reibungslos verläuft.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/zusammenbauhelga4DLRCCBYNCND30-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/zusammenbauhelga4DLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Messpuppe Helga. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Messpuppen-Zwillinge“ sind weiblichen Körpern nachempfunden. Frauen haben ein allgemein höheres Krebsrisiko und darum gelten für Astronautinnen stets andere Strahlungsgrenzwerte als für ihre männlichen Kollegen. Geschlechtsspezifische Messungen mit Phantomen im All gab es bislang nicht. „Genauer sind beide Puppen aus Materialien hergestellt, die die menschlichen Knochen, Weichteile und Organe einer erwachsenen Frau nachahmen. Mehr als 10.000 passive Sensoren und 34 aktive Strahlungsdetektoren sind in die 38 Scheiben integriert, aus denen die Puppen zusammengesetzt sind“, erklärt MARE-Projektleiter Dr. Thomas Berger. Beide Phantome sind 95 Zentimeter groß und 36 Kilogramm schwer. Eine von ihnen – Helga – fliegt ungeschützt zum Mond, die andere – Zohar – trägt eine neu entwickelte Strahlenschutzweste, AstroRad genannt. Im Vergleich der beiden Datensätze lässt sich dann ermitteln, in welchem Ausmaß die von israelischen Partnern entwickelte Weste eine Astronautin vor schädlicher Strahlenbelastung schützen würde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharbereitzumtransportDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharbereitzumtransportDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>MARE-Puppen Helga und Zohar bereit zum Transport. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kosmische Strahlung im All</strong><br>Die Erdatmosphäre und die Abschirmung des Erdmagnetfelds schützen uns vor dem größten Teil der Strahlung im Universum, einschließlich der Strahlung unserer Sonne. Wenn Astronauten die Erde verlassen, sind sie dem gesamten Spektrum der im Weltraum vorhandenen Strahlung ausgesetzt. Das Orion-Raumschiff wird in den ersten Stunden nach dem Start und bei der Rückkehr zur Erde zwei Perioden intensiver Strahlung durchlaufen, wenn es durch die Van-Allen-Gürtel fliegt, welche die vom Magnetfeld der Erde eingefangene Weltraumstrahlung beherbergen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Orion über den Schutz des Erdmagnetfelds hinausfliegt, wird es einer härteren Strahlungsumgebung ausgesetzt sein als die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS in der erdnahen Umlaufbahn. Außerhalb der Van-Allen-Gürtel umfasst die Strahlungsumgebung im Weltraum energetische Teilchen, die von der Sonne bei Sonneneruptionen erzeugt werden, sowie Teilchen der galaktischen und extragalaktischen kosmischen Strahlung, die von außerhalb unseres Sonnensystems kommen. „Die kosmische Strahlung ist eine besondere Herausforderung bei längeren Missionen im freien Weltraum, denn sie sorgt fortwährend für ein gewisses Level an energiereichen ionisierten Teilchen“, erklärt PD Dr. Christine Hellweg, Leiterin der Abteilung Strahlenbiologie am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin. „Die Vielfalt der Teilchen in der kosmischen Strahlung reicht von Wasserstoff bis Eisen und weiter bis zum Uran.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharverpacktDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/helgaundzoharverpacktDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Helga und Zohar zur Auslieferung verpackt. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anthropomorphe Phantome messen Strahlung</strong><br>Helga und Zohar sind sogenannte anthropomorphe Phantome, dem menschlichen Torso nachempfundene Messkörper. Mit ihnen hat das DLR bereits viel Erfahrung: Zuletzt war ein Phantom, genannt Matroshka, des Kölner DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin zwischen 2004 und 2011 auf der ISS im Einsatz. Außen auf der ISS angebracht, sammelte das Phantom Strahlungswerte eines Astronauten, der einen Weltraumspaziergang absolviert. Außerdem hielt sich das Phantom in verschiedenen Teilen der Raumstation auf, um die Strahlenbelastung zu messen. „Die Astronautinnen und Astronauten auf der Station sind einer Strahlenbelastung ausgesetzt, die etwa 250-mal höher ist als die der Menschen auf der Erde – in Köln. In größerer Entfernung vom Erdmagnetfeld und im interplanetaren Raum könnte die Strahlenbelastung bei Erkundungsmissionen noch viel höher sein – schätzungsweise bis zu 700 Mal höher“, erklärt Berger.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Experiment MARE</strong><br>Das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leitet das Experiment MARE. Hauptprojektpartner sind die israelische Raumfahrtagentur ISA, der israelische Industriepartner StemRad, der die AstroRad-Schutzweste entwickelt hat, sowie Lockheed Martin und die NASA. MARE stellt in seiner Komplexität und in seiner internationalen Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Europa, Japan und den USA das größte Experiment zur Bestimmung der Strahlenbelastung für Astronautinnen und Astronauten dar, das jemals den erdnahen Orbit verlassen hat. Es liefert grundlegende Daten zur Abschätzung des Strahlenrisikos für die kommenden bemannten Flüge zum Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>USA und Europa fliegen mit Artemis zum Mond</strong><br>Ziel der NASA-Mission Artemis I ist der erste zunächst unbemannte Raumflug der Orion-Kapsel zum Mond, ihn zu umrunden und zur Erde zurückzukehren. Dabei wird die Kapsel durch das European Service Module (ESM) angetrieben und versorgt, das mit deutscher Technologie hauptverantwortlich am Standort Bremen gebaut wurde. Die Flugzeit wird zwischen 26 und 42 Tagen betragen. Dabei ist das Experiment MARE als sogenannte secondary oder scientific payload dabei. Das bedeutet, beide Phantome müssen autark vom Raumschiff funktionieren. Von der Stromversorgung bis zur Datenspeicherung – alle Funktionen werden vollkommen unabhängig vom Orion-Schiff sein. Das neue Mond-Programm der NASA wurde in Anspielung auf die Apollo-Missionen Artemis benannt. Artemis ist in der griechischen Mythologie die Mondgöttin und Zwillingsschwester Apollons.</p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/aufbauvonzoharDLRCCBYNCND30.mp4"></video><figcaption>Aufbau von Zohar. (Video: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11841.msg531333#msg531333" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Artemis I Mission &#8211; Orion auf SLS</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Die lange Reise von BepiColombo zum Merkur</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-lange-reise-von-bepicolombo-zum-merkur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 23:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 20. Oktober 2018 erfolgte der Start von BepiColombo zu einer siebenjährigen Reise zum Merkur vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana an Bord einer Ariane-5-Rakete. Die Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt der japanischen Weltraumbehörde JAXA und der europäischen Weltraumbehörde ESA, die jeweils mit einer eigenen Sonde die Geheimnisse des Merkur erkunden wollen. Autor: Thomas Geuking, Quelle: ESA. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 20. Oktober 2018 erfolgte der Start von BepiColombo zu einer siebenjährigen Reise zum Merkur vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana an Bord einer Ariane-5-Rakete. Die Mission ist ein Gemeinschaftsprojekt der japanischen Weltraumbehörde JAXA und der europäischen Weltraumbehörde ESA, die jeweils mit einer eigenen Sonde die Geheimnisse des Merkur erkunden wollen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Thomas Geuking, Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/BepiColombo_cruise_configurationG.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/BCcruisecfg26.jpg" alt=""/></a><figcaption>BepiColombo in Flugkonfiguration<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Start von BepiColombo hat eine anspruchsvolle Mission zu einem außergewöhnlichen Planeten begonnen. Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, umkreist die Sonne mit gut 58 Millionen Kilometern Entfernung. Er gehört zum inneren Teil unseres Planetensystems, den sog. terrestrischen Planeten zu denen auch die Erde zählt. Mit einem Durchmesser von 4.878 Kilometern ist er der kleinste Planet im Sonnensystem und nur wenig größer als unser Erdmond. Eine der Besonderheiten Merkurs ist sein globales Magnetfeld, was ihn unter den terrestrischen Planeten zu einer Ausnahme macht. Zwar besitzt auch die Erde ein globales Magnetfeld, Mars und Venus jedoch nicht, obwohl diese sehr viel massereicher als Merkur sind. Das Magnetfeld der Erde wird durch den flüssigen Eisenkern erzeugt, eigentlich ist Merkur dafür aber zu klein. Hier soll die aktuelle Mission ebenso neue Erkenntnisse liefern, wie auch zur Entstehung des gesamten Sonnensystems.</p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="364" style="aspect-ratio: 728 / 364;" width="728" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1707004Arensmesaccbysa30igo-1.m4v"></video><figcaption>Animation: ESA &#8211; European Space Agency</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch seine Nähe zur Sonne ist Merkur von der Erde nicht nur schwer zu beobachten, sondern auch schwer zu erreichen und zu erforschen. Im Vergleich zu anderen Missionen, wie z.B. zum Mars ist der Merkur für BepiColombo nur durch ein langwieriges Abbremsmanöver erreichbar. Um überhaupt in eine Umlaufbahn um Merkur einschwenken zu können verläuft der Flug nicht geradlinig, sondern in großen elliptischen Bahnen. Diese führen einmal an der Erde vorbei, dann zweimal an der Venus und gleich sechsmal am Merkur selbst. Insgesamt wird die Reise zum Merkur 7 Jahre in Anspruch nehmen. Läuft alles nach Plan erreicht die Mission im Dezember 2025 ihr Ziel. Die Verhältnisse am Merkur stellen eine weitere große Herausforderung an die Sonden dar. Aufgrund der Nähe zur Sonne herrschen auf Merkur extreme Temperaturen zwischen 430 Grad Celsius auf der Tagseite und minus 180 Grad Celsius auf der Nachtseite. Auch die Sonneneinstrahlung ist im Vergleich zu unserer Erde bis zu 10-mal stärker. Dies hat zur Folge, dass man zum Beispiel die Solarpaneele nicht direkt auf die Sonne ausrichten kann, wie man es im Erdorbit tut, sondern kippen muss sonst würden sie einfach schmelzen. BepiColombo ist die bisher aufwendigste Mission in der Geschichte der ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/MDIS_global_enhancedcolor_map_rot_320_globe_bright.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/MDISglobenhcolmapglobebright26.jpg" alt="" width="250" height="141"/></a><figcaption>Merkur &#8211; Diese bunte Ansicht von Merkur<br> wurde während der primären Mission von<br> Messenger mit den Bildern von der<br> Color Base Map Imaging Campaign  aufgenommen<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Davor haben erst zwei Raumsonden den Merkur besucht. Im Jahre 1974 und 1975 gelangen Mariner 10 (NASA) drei Vorbeiflüge am Merkur. Von 2011 und 2015 untersuchte dann die Sonde MESSENGER (NASA) unseren Nachbarplaneten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benannt wurde die Mission nach dem italienischen Mathematiker und Ingenieur Giuseppe Colombo (1920 &#8211; 1984), Spitzname &#8222;Bepi&#8220;. Er gehörte zu den Initiatoren der Giotto-Mission zum Kometen Halley und erwarb sich besondere Anerkennung durch die Berechnung der Flugbahn der Sonde MARINER 10 zum Merkur, bei der zum ersten Mal ein sogenanntes Swing-by Manöver eingesetzt wurde um Kurs und Geschwindigkeit eines Raumfahrzeuges durch den nahen Vorbeiflug an einem großen Himmelskörper (z.B. einem Planeten) zu beeinflussen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missionsübersicht:</strong><br>BepiColombo hat eine sehr lange Projektgeschichte, die bereits 1993 mit einem ersten Entwurf einer Mission zum Merkur begann. Die nun gestartete Mission ist ein Eckpfeiler des &#8222;Horizon 2000+/Cosmic Vision&#8220;- Programms der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und wird unter Ihrer Gesamtleitung als Gemeinschaftsprojekt mit der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) und zahlreichen internationalen Institutionen und Universitäten durchgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/BepiColombo_timelineG-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/BepiColombo_timelineK.jpg" alt=""/></a><figcaption>Flugplan von BepiColombo<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mission besteht in Flugkonfiguration aus vier Teilen:</strong><br>Einer zentralen Antriebseinheit, genannt MTM (Mercury Transport Module). Darauf montiert sind die beiden Sonden, diese sind der europäische &#8222;Mercury Planetary Orbiter&#8220; (MPO) und der japanische &#8222;Mercury Magnetospheric Orbiter&#8220; (MMO). Sie sind übereinander montiert und durch ein Hitzeschild dem MMO-Sunshield-and-Interface-Struktur (MOSIF) elektrisch und mechanisch miteinander verbunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das MTM besitzt zwei Antriebssysteme, ein chemisches mit 24 Treibwerken mit je 10 N Schub und vier elektrische Ionentriebwerke die eine Schubkraft von je 75 bis 145 mN liefern. Das chemische System ist für schnelle Bahnänderungen verantwortlich, während die Ionenantriebe für das Abbremsen der Gerätekombination in Richtung Merkurbahn zuständig sind. Zur Stromversorgung werden 2 Solarzellenpaneele am MTM mit einer Fläche von 42 Querdrahtmetern eingesetzt. Vor dem endgültigen Erreichen der Merkurumlaufbahn im Dezember 2025 wird das MTM dann abgetrennt. Das Gesamtpaket hat beim Start eine Masse von 4,1 t.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die polaren Umlaufbahnen um den Merkur werden mit dem chemischen Antriebssystem des Mercury Planetary Orbiter (MPO) erreicht. Für den MPO ist ein polarer Orbit (Überflug über die Pole des Merkurs), der die Form einer Ellipse haben soll, vorgesehen. Dabei beträgt das Apoherm 1508 km (größter Abstand zur Merkuroberfläche) und das Periherm 400 km (kleinster Abstand zur Merkuroberfläche) Während des Einschenkens in die Umlaufbahn wird der &#8222;Mercury Magnetospheric Orbiter&#8220; in einem lang gestreckten Orbit freigesetzt mit einem Periherm von 590 km und einem Apoherm von 11.640 km. Beide Umlaufbahnen sind aufeinander abgestimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Daten der Raumsonden:</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/MPO_s_science_instrumentsG-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/MPO_s_science_instrumentsK.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mercury Planetary Orbiter (MPO)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Planetary Orbiter (MPO)</strong><br>Stabilisierung: 3-Achsen stabilisiert<br>Umlaufbahn: Polare Umlaufbahn, Dauer 2,3 h, 480 × 1500 km<br>Raumfahrzeug Masse: 1150 kg (im Merkurorbit)<br>Nutzlast Masse: 80 kg<br>Nutzlastleistung: 100-150 W<br>Datenvolumen (Downlink): 1550 Gbits/Jahr<br>Äquivalente durchschnittliche Datenrate: 50 kbit/s</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO)</strong><br>Stabilisierung: 15 U/min spin-stabilisiert<br>Umlaufbahn: Polare Umlaufbahn, Dauer 9,3 h 590 × 11 640 km</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/MMO_s_science_instrumentsG.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/MMO_s_science_instrumentsK.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrzeug Masse: 275 kg (im Merkurorbit)<br>Nutzlast Masse: 45 kg<br>Nutzlastleistung: 90 W<br>Datenvolumen (Downlink): 160 Gbits/Jahr<br>Äquivalente durchschnittliche Datenrate: 5 kbit/s</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftliche Experimente:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Planetary Orbiter (MPO):</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>BepiColombo Laser Höhenmesser (BELA)</strong><br>Erfassung der Topographie des Merkurs, um ein Modell des Geländes zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Italian Spring Accelerometer (ISA)</strong><br>Beschleunigungsmesser, seine Daten dienen mit anderen Instrumenten zur Charakterisierung der inneren Struktur des Merkurs und zur Überprüfung Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Magnetic Field Investigation (MPO-MAG)</strong><br>Messung des Magnetfeldes des Merkur (seine Magnetosphäre und wie diese mit dem Sonnenwind interagiert) um zu verstehen wie dieses erzeugt und aufrechterhalten wird und damit die innere Struktur und Entwicklung des Planeten besser zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Radiometer and Thermal Imaging Spectrometer (MERTIS)</strong><br>Infrarotdetektor und -spektrometer, dient der Erforschung der Oberflächenzusammensetzung und Mineralogie des Merkurs (wichtig für das Verständnis der Planetenentstehung).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Gamma-ray and Neutron Spectrometer (MGNS)</strong><br>Das Hauptziel des Gamma und Neutron Spektrometers ist die elementare Zusammensetzung unterscheidbarer Regionen über die gesamte Oberfläche des Merkur zu bestimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Imaging X-ray Spectrometer (MIXS)</strong><br>Röntgenspektrometer zur Messung der Fluoreszenz-Röntgenstrahlung um die atomare Oberflächenzusammensetzung des Merkurs mit hoher räumlicher Auflösung abzubilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Orbiter Radio science Experiment (MORE)</strong><br>Ka-Band-Transponder. Experiment um die Größe, die innere Struktur und den physikalischen Zustand des Kerns zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Probing of Hermean Exosphere by Ultraviolet Spectroscopy (PHEBUS)</strong><br>Ein Ultraviolett-Spektrometer, es soll dazu dienen die Zusammensetzung, Dynamik und Eigenschaften von Merkurs Exosphäre zu verstehen und nach möglichem Wassereis in Kratern an den Polen zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Search for Exosphere Refilling and Emitted Neutral Abundance (SERENA)</strong><br>Ein Teilchendetektor und -spektrometer, es soll untersuchen wie Gas innerhalb und zwischen verschiedenen Regionen des Merkurs und seiner kosmischen Umgebung (Oberfläche, Exosphäre, Magnetosphäre, Sonnenwind) interagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spectrometers and Imagers for MPO BepiColombo Integrated Observatory System (SYMBIO-SYS)</strong><br>Kamerasystem für Stereo-, Hochauflösungs- und Multispektralaufnahmen um die Geologie, das Alter, die Geophysik und die Zusammensetzung der Merkuroberfläche abzubilden und spektral zu untersuchen und mögliche Anzeichen auf Vulkanismus und Tektonik zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Solar Intensity X-ray Spectrometer (SIXS)</strong><br>Röntgen- und Partikeldetektoren um die Umgebung des Merkurs kontinuierlich zu überwachen und Partikel zu beobachten, die von der Sonne kommen (Röntgenstrahlen).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Magnetometer (MMO-MAG)</strong><br>Magnetometer zur Charakterisierung der magnetischen Umgebung des Merkurs und der Wechselwirkungen zwischen dem Magnetfeld, der Magnetosphäre und dem Sonnenwind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Plasma Particle Experiment (MPPE)</strong><br>Plasmapartikel-Experiment (MPPE) um das Material in der Magnetosphäre des Merkurs zu erforschen (hochenergetische und niederenergetische Partikel).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Plasma Wave Instrument (PWI)</strong><br>Instrument um die Struktur und Dynamik der Magnetosphäre zu analysieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Sodium Atmospheric Spectral Imager (MSASI)</strong><br>Instrument um den Natriumgehalt der Atmosphäre des Merkurs in der Exosphäre zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mercury Dust Monitor (MDM)</strong><br>Instrument um die Menge und Verteilung von Staub in der Umlaufbahn des Merkurs zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassung der Forschungsziele:</strong><br>BepiColombo wird sich auf die Erforschung des Ursprungs und der Entwicklung des Merkurs konzentrieren, dies beinhaltet:<br>-die planetaren Eigenschaften: Form, Inneres, Krater, Struktur, Geologie, Zusammensetzung,<br>-die Restatmosphäre des Merkurs (Exosphäre): Zusammensetzung und Dynamik,<br>-das Magnetfeld des Merkurs (Magnetosphäre): Struktur, Dynamik und Ursprung<br>-und einen Test der einsteinschen allgemeinen Relativitätstheorie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dabei erwarten die Wissenschaftler Antworten auf folgende Fragen:</strong><br>Ist der Kern des Merkurs flüssig oder fest?<br>Ist Merkur tektonisch aktiv?<br>Welche Materialien enthalten die permanent in Dunkelheit liegenden Krater an den Polen?<br>Wie setzt sich Merkurs Exosphäre genau zusammen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4112.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BepiColombo auf Ariane 5 ECA</a></li></ul>
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		<item>
		<title>VEGA für OPTSAT 3000 und VENµS gebucht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vega-fuer-optsat-3000-und-ven%c2%b5s-gebucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2014 21:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[Copernicus]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Französisch-Guayana]]></category>
		<category><![CDATA[GMES]]></category>
		<category><![CDATA[Halleffekt Triebwerke]]></category>
		<category><![CDATA[IAI]]></category>
		<category><![CDATA[ISA]]></category>
		<category><![CDATA[Kourou]]></category>
		<category><![CDATA[OHB]]></category>
		<category><![CDATA[Telespazio]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Trägerraketenbetreiber Arianespace hat am 19. Februar 2014 bekannt gegeben, vom italienischen Unternehmen CGS S.p.A. und der Raumfahrtagentur Israels mit dem Start der beiden in Israel gebauten Erdbeobachtungssatelliten OPTSAT 3000 und VENµS beauftragt worden zu sein. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, CESBIO, CNES, Deagel, IAI, RAFAEL. Anfang 2016 soll Arianespace die beiden Satelliten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Trägerraketenbetreiber Arianespace hat am 19. Februar 2014 bekannt gegeben, vom italienischen Unternehmen CGS S.p.A. und der Raumfahrtagentur Israels mit dem Start der beiden in Israel gebauten Erdbeobachtungssatelliten OPTSAT 3000 und VENµS beauftragt worden zu sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Arianespace, CESBIO, CNES, Deagel, IAI, RAFAEL.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2016 soll Arianespace die beiden Satelliten auf einer <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vega/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">VEGA</a>-Rakete von Kourou in Französisch Guayana aus in den Weltraum transportieren. Beide Satelliten basieren auf Grundkonstruktionen aus Israel und sind jeweils mit einem elektrooptischen Bilderfassungssystem ausgerüstet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23022014224607_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23022014224607_small_1.jpg" alt="IAI" width="260"/></a><figcaption>
OPTSAT 3000 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: IAI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">OPTSAT 3000 ist ein Produkt des Technologiekonzerns Israel Aircraft Industries (<a class="a" href="https://www.iai.co.il/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">IAI</a>), das über ein Konsortium aus Compagnia Generale per lo Spazio (CGS S.p.A. &#8211; ein Unternehmen der OHB AG) und dem italienischen Unternehmen Telespazio (ein Jointventure von Finmeccanica (67%) und TAS (33%)) für das italienische Verteidigungsministerium (<a class="a" href="https://www.difesa.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Ministero della Difesa</a>) nutzbar gemacht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das dreiachsstabilisierte Raumfahrzeug mit einer voraussichtlichen Startmasse von rund 400 Kilogramm basiert auf dem Satellitenbus IMPS 2. IMPS steht für <strong>I</strong>mproved <strong>M</strong>ulti <strong>P</strong>urpose <strong>S</strong>atellite und bedeutet so viel wie verbesserter Mehrzwecksatellit. Für Italien erfüllt OPTSAT 3000 wahrscheinlich die Funktion eines Lückenfüllers, bis ein Zugriff auf Bilder anderer neuer Satelliten möglich ist. <br>Der geplante Einsatzorbit für OPTSAT 3000 ist ein sonnensynchroner in rund 600 Kilometern Höhe über der Erde. Bei vertikalem Blick nach unten ermöglicht das optische System an Bord dann die Erkennung von Objekten ab 50 Zentimetern Durchmesser. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kamera mit der Bezeichnung JUPITER und einer Brennweite von 15,6 Metern kommt von der Electro-Optical Industries Ltd. (<a class="a" href="https://www.elbitsystems.com/news/elbit-systems-space-imaging-systems-jupiter-and-venms-were-launched-onboard-optsat-3000-and" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">El-Op Ltd.</a>) aus Haifa in Israel. Ihre Masse liegt bei 120 Kilogramm, ihr maximaler Stromverbrauch bei 200 Watt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Personal von Telespazio wird den Start und die Inbetriebnahmephase von OPTSAT 3000 in einem Kontrollzentrum von IAI in Tel Aviv in Israel betreuen. Beim Abschluss der Inbetriebnahme und der Beendigung der Tests im All soll der Erdtrabant von einem Kontrollzentrum im italienischen Fucino überwacht und gesteuert werden. Die Auslegungsbetriebsdauer von OPTSAT 3000 liegt bei mindestens sechs Jahren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23022014224607_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23022014224607_small_2.jpg" alt="CESBIO" width="260"/></a><figcaption>
VENµS über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CESBIO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">VENµS (<strong>V</strong>egetation and <strong>E</strong>nvironment monitoring on a <strong>N</strong>ew <strong>Micro</strong><strong>S</strong>atellite) ist ebenfalls eine Konstruktion von IAI und entsteht auf Grundlage des Satellitenbus IMPS alias OPTSAT 2000. Der Start dieses dreiachsstabilisierten Satelliten war ursprünglich einmal auf einer Rakete des Typs <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dnepr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Dnepr</a> vorgesehen und für 2008 oder 2009 geplant. Später war die Nutzung einer indischen PSLV in Betracht gezogen worden, dann auch ein Start auf einer Falcon 1E sowie später eine Mitfluggelegenheit auf einer Falcon 9 oder einer Sojus-Rakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Betreiben wollen VENµS die beiden Raumfahrtagenturen aus Frankreich (Centre national d’études spatiales, <a class="a" href="https://cnes.fr/en" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">CNES</a>) und Israel (Israel Space Agency, <a class="a" href="https://www.space.gov.il/en" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ISA</a>). Die Zusammenarbeit hinsichtlich VENµS hatte man mit einer Vereinbarung im April 2005 begonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die voraussichtliche Startmasse von VENµS liegt im Bereich von 300 Kilogramm (ältere Auslegungen 230 und 250 Kilogramm). Das näherungsweise zylinderförmige Raumfahrzeug ist rund 1,6 Meter hoch und besitzt einen Durchmesser von rund 1,2 Metern. Als Auslegungsbetriebsdauer finden sich Zeiträume von 3,5 bzw. 4,5 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine erste zwei Jahre dauernde Einsatzperiode hat VENµS als Demonstrator für das europäische Programm <a class="a" rel="noopener noreferrer" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3369.0" target="_blank" data-wpel-link="internal">GMES</a> (<strong>G</strong>lobal <strong>M</strong>onitoring for <strong>E</strong>nvironment and <strong>S</strong>ecurity) bei einer Bahnneigung von 98,27 Grad in einer Flughöhe von 720 Kilometern über der Erde zu absolvieren. Nach dieser wissenschaftlichen Aufgaben dienenden Betriebsphase ist eine weitere von einem Jahr vorgesehen, die technologischen Untersuchungen dient und in geringerer Flughöhe 420 Kilometer über der Erde zu erledigen ist. <br>Die erste Einsatzperiode gilt dem Betrieb einer Multispektralkamera für die Beobachtung der Erdoberfläche und der Atmosphäre. Sie besitzt 12 schmalbandige Abtastbereiche zwischen 400 und 920 Nanometern. Die Aufteilung in einzelne Frequenzbänder entspricht spezialisierten Beobachtungsaufgaben wie der Untersuchung der Vegetation und der Wasserqualität und umfasst auch Bandbereiche, die man zur Gewinnung von Korrekturdaten und der Überprüfung der Bildqualität nutzen will. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erwartete Auflösung der Kamera mit einer Masse von rund 43,5 Kilogramm liegt im Bereich von zehn Metern, für bessere Werte im Bereich von drei Metern könnten Mehrfachabtastung und Verwendung von Korrekturdaten sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der zusätzlichen Einsatzperiode geht es um Tests eines in Israel von <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20130601063850/https://www.rafael.co.il/Marketing/422-1216-en/Marketing.aspx" target="_blank" data-wpel-link="external">RAFAEL</a> entworfenen elektrischen Antriebssystems, das auch die Bahnabsenkung durchführen muss. Sogenannte IHETs (<strong>I</strong>sraeli <strong>H</strong>all <strong>E</strong>ffect <strong>T</strong>hruster) mit einem Schub von 15 Millinewton sollen auf ihre Weltraumtauglichkeit hinsichtlich der Fähigkeit zur effektiven Bahnkorrektur auf niedriger Umlaufbahn untersucht werden. Außerdem möchten man prüfen, in wie weit ihr Einsatz eine Mission zur Bilddatengewinnung in niedriger Umlaufbahn mit hohem Atmosphärenrestwiderstand realisierbar machen würde. <br>Das Arbeitsmedium für die IHETs vom Typ IHET-300W ist Xenon. Ein entsprechender Tank an Bord von VENµS wird 16 Kilo des Edelgases enthalten. Das Stromversorgungssystem von VENµS kann an beide IHETs zusammen maximal rund 600 Watt elektrische Energie liefern. Für alle Bordsysteme zusammen stehen maximal rund 800 Watt zur Verfügung, die zwei Solarzellenausleger liefern müssen.</p>
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		<title>Iran startet Erdbeobachtungssatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iran-startet-erdbeobachtungssatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 20:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[ISA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Iran startete laut verschiedener Nachrichtenmeldungen seinen dritten Satelliten. Dieser soll vor allem zur Erdbeobachtung genutzt werden. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: FARSNEWS. Der Start erfolgte heute Abend Ortszeit vom iranischen Startplatz in der Dasht-e-Kavir-Wüste in der Provinz Semnan im Norden des Landes. Der Satellit sei dabei laut dem Chef der iranischen Weltraumagentur ISA, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Iran startete laut verschiedener Nachrichtenmeldungen seinen dritten Satelliten. Dieser soll vor allem zur Erdbeobachtung genutzt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: FARSNEWS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte heute Abend Ortszeit vom iranischen Startplatz in der Dasht-e-Kavir-Wüste in der Provinz Semnan im Norden des Landes. Der Satellit sei dabei laut dem Chef der iranischen Weltraumagentur <i>ISA</i>, Hamid Fazeli, auf einem zwischen 250 und 370 Kilometer hohen Orbit ausgesetzt worden.  <br>Als Trägerrakete wurde dabei eine verbesserte Version der <i>Safir 1B</i> (Gesandter) verwendet, welche schon letztes Jahr den Satelliten <i>Rasad 1</i> (Beobachtung, <a class="a" rel="noopener noreferrer" href="https://www.raumfahrer.net/rasad-1-zweiter-iranischer-erdsatellit-im-all/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) startete. Diese Rakete hat dabei an der Zweitstufe eine Reihe von zusätzlichen Boostern, welche die Nutzlast erhöhen. Die Erststufe basiert auf der Mittelstreckenrakete vom Typ <i>Shahab 3</i> (Meteor), welche nichts anderes ist als eine nordkoreanische <i>Nodong 1</i>, die wiederum auf der Technologie der sowjetisch-russischen <i>R 11</i> (auch bekannt als <i>SS 1 Scud</i>) basiert.  <br>Als Nutzlast transportierte die Rakete einen 50 kg schweren Erdbeobachtungssatelliten mit dem etwas länglichen Namen <i>Navid-e Elm-o Sanat</i>. Dieser recht kleine Satellit verfügt über Solarzellen als Energiequelle sowie über eine kleine Kamera, mit der er die Erde untersuchen soll. Gebaut wurde er von Studenten der <i>Iran University of Science and Technology</i>.  <br>Dieser Start war der insgesamt dritte orbitale Start des Iran nach dem Erstflug mit <i>Omid</i> (Hoffnung) 2009 sowie dem Start von <i>Rasad 1</i> 2010 und zugleich der fünfte Start einer Trägerrakete in diesem Jahr. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rasad-1-zweiter-iranischer-erdsatellit-im-all/" data-wpel-link="internal">Rasad 1: Zweiter iranischer Erdsatellit im All</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erster-satellitenstart-im-iran/" data-wpel-link="internal">Erster Satellitenstart im Iran</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220507091822/http://www.spacelaunchreport.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldung bei SpaceLaunchReport.com</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240810192631/http://www.b14643.de/Spacerockets_1/Rest_World/Safir-1B-IRILV/Description/Frame.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bilder der Rakete</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4195.msg215232#new" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Irans Raumfahrtprogramm ab dem 3.2.2012</a></li></ul>
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