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	<title>Ministerratstagung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Europäische Servicemodule von Airbus &#8211; Drei in Folge!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2023 16:18:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Drei ESMs werden in Bremer Reinraum integriert. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space 9. Februar 2023. Bremen, 9. Februar 2023 – In den Bremer Reinräumen von Airbus werden drei europäische Servicemodule (ESM) parallel gefertigt. Die Integration von ESM-3 ist fast abgeschlossen, ESM-4 ist in vollem Gange, und die neu [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Drei ESMs werden in Bremer Reinraum integriert. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Airbus Defence and Space 9. Februar 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bremen, 9. Februar 2023 – In den Bremer Reinräumen von Airbus werden drei europäische Servicemodule (ESM) parallel gefertigt. Die Integration von ESM-3 ist fast abgeschlossen, ESM-4 ist in vollem Gange, und die neu eingetroffene ESM-5-Struktur steht nun im Mittelpunkt der ersten Integrationsschritte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESM3-4-5cleanroomBremenAirbus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESM-3, -4 und -5 im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)" data-rl_caption="" title="ESM-3, -4 und -5 im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESM3-4-5cleanroomBremenAirbus60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">ESM-3, -4 und -5 im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes ESM erfordert die Integration von mehr als 22.000 Elementen. Es ist das erste Mal, dass die NASA einen nicht-amerikanischen Hauptauftragnehmer, nämlich Airbus im Auftrag der ESA, mit dem Bau eines missionskritischen Elements für eine amerikanische bemannte Raumfahrtmission betraut hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Zusammen mit der Europäischen Weltraumorganisation liefert Airbus die Hälfte des Raumfahrzeugs, das Menschen zum Mond zurückbringen wird &#8211; und sie damit weiter als je zuvor ins All bringt und natürlich auch sicher zur Erde zurückkehren lässt&#8220;, sagte Marc Steckling, Leiter von Space Exploration bei Airbus. &#8222;Wir haben bereits die ersten beiden ESMs ausgeliefert, wobei ESM-2 derzeit im Kennedy Space Center in Orion integriert wird. Mit dem Eintreffen der ESM-4-Struktur im vergangenen Sommer und der ESM-5-Struktur kurz vor Weihnachten haben wir nun die Serienproduktion eingeleitet. Unsere Reinräume wurden so optimiert, dass sie drei ESMs gleichzeitig aufnehmen können. Wir sind auf dem besten Weg, die Anforderung der NASA zu erfüllen, in Zukunft ein ESM pro Jahr zu liefern.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ESM ist ein entscheidendes Element des astronautischen Orion-Raumschiffs der NASA, da es das Hauptantriebssystem des Raumschiffs ist und gleichzeitig das Manövrieren im Orbit und die Positionskontrolle ermöglicht. Auch die Stromerzeugung und -verteilung sowie die Versorgung der Besatzung mit den zentralen Elementen der Lebenserhaltung wie Wasser und Sauerstoff werden vom ESM übernommen. Das ESM regelt darüber hinaus die thermische Kontrolle, während es mit dem Besatzungsmodul verbunden ist. Darüber hinaus kann das drucklose Servicemodul für zusätzliche Nutzlasten genutzt werden. Die ESA hat rund 2 Milliarden Euro in das Orion-Programm investiert und Airbus mit der Leitung des europäischen Konsortiums und dem Bau von bisher sechs ESMs beauftragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2022 fand die erste Artemis-Mission mit dem ersten Orion-Raumschiff statt, das vom ESM-1 angetrieben wurde. Das Raumfahrzeug legte mehr als 2 Millionen Kilometer zurück, war einem Temperaturbereich von mehr als 200°C ausgesetzt und flog mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40.000 km/h (oder 11 km/s). Alle Systeme wurden getestet und funktionierten gut und zuverlässig, einige sogar besser als erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESM-2 wurde im Oktober 2021 an Florida ausgeliefert. Es wird nun im Kennedy Space Center getestet und integriert. Es wird Teil der astronautischen Artemis-II-Mission sein, die seit 1972 die ersten Astronauten um den Mond und zurück zur Erde fliegen wird. Der Start von Artemis II ist derzeit für 2024 geplant.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESM3finalintegrationAirbus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESM-3 bei der abschließenden Integration im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)" data-rl_caption="" title="ESM-3 bei der abschließenden Integration im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESM3finalintegrationAirbus60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">ESM-3 bei der abschließenden Integration im Reinraum bei Airbus in Bremen. (Bild: Airbus 2023)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ESM-3, das sich in der Endphase der Integration befindet, wird die Artemis-III-Mission antreiben, bei der die erste Frau und der erste farbige Mensch den Mond betreten werden. Die Auslieferung von ESM-3 ist für die zweite Hälfte des Jahres 2023 geplant. Diese Mission ist frühestens für das Jahr 2025 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESM-4-Struktur traf im Juni 2022 im Reinraum von Airbus in Bremen ein und wird derzeit integriert. An der kürzlich eingetroffenen ESM-5-Struktur wird bereits gearbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESM 4, 5 und 6 werden für die Missionen Artemis IV bis VI eingesetzt, von denen die ersten beiden Teil des europäischen Beitrags zum internationalen Gateway sind, einer Raumstation, die in der Mondumlaufbahn errichtet werden soll. Ziel der ESA und der NASA ist es, ein Mond-Ökosystem (Gateway, Argonaut) aufzubauen, um den Mond besser zu verstehen und zu erforschen und längerfristig bemannte Missionen zum Mars vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere ESM 7, 8 und 9 wurden auf dem ESA-Ministerrat im November 2022 genehmigt, und Airbus ist derzeit dabei, sein Angebot für die Bereitstellung dieser ESM fertigzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orion-ESM hat eine zylindrische Form mit einem Durchmesser und einer Höhe von etwa vier Metern. Beim Start wiegt es knapp über 13 Tonnen und macht damit etwa 60 % der Gesamtmasse des Orion-Raumschiffs aus. Seine 8,6 Tonnen Treibstoff treiben das Haupttriebwerk, acht Hilfstriebwerke und 24 kleinere Triebwerke für die Lageregelung an. Das europäische Servicemodul ist unterhalb des Besatzungsmoduls im Kennedy Space Center in den USA installiert. Zusammen bilden sie das Orion-Raumschiff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus-Ingenieure fertigen die ESMs zusammen mit der ESA und Industriepartnern, darunter Zulieferer aus 10 Ländern. Die ESM-Fertigung baut auf den Erfahrungen auf, die Airbus mit dem Automated Transfer Vehicle (ATV) gesammelt hat, das zwischen 2008 und 2015 fünfmal zur ISS geflogen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Artemis I ein voller Erfolg</strong><br>Artemis I war die erste in einer Reihe von immer komplexeren Missionen, die die Grundlage für die Erforschung des Weltraums durch den Menschen schaffen und einen wichtigen Schritt zur Rückkehr von Astronauten auf den Mond darstellen sollten, wobei Europa eine führende Rolle im bisher größten Weltraumabenteuer der Menschheit spielen sollte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESMOrionMoonEarthNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Europa unterstützt die Rückkehr der Menschheit zum Mond durch das Orion ESM der Artemis-Mission. (Bild: NASA 2022)" data-rl_caption="" title="Europa unterstützt die Rückkehr der Menschheit zum Mond durch das Orion ESM der Artemis-Mission. (Bild: NASA 2022)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESMOrionMoonEarthNASA60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Europa unterstützt die Rückkehr der Menschheit zum Mond durch das Orion ESM der Artemis-Mission. (Bild: NASA 2022)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser erste Flug hat eine enorme Fülle an Informationen generiert und alle mit dem ESM verbundenen Missionsziele wurden vollständig erreicht. Die erste Auswertung der Testdaten hat bestätigt, dass das Orion-Raumschiff viel weniger Treibstoff und elektrische Energie verbraucht und gleichzeitig viel mehr Energie erzeugt hat als berechnet. Das Antriebsteilsystem lieferte erwartungsgemäß den nötigen Schub für präzise Orbitalmanöver und die Lageregelung des Fahrzeugs. Die gute Leistung des Antriebssystems ermöglichte die Durchführung zusätzlicher Flugversuche zur besseren Charakterisierung des Fahrzeugs. Das ESM-Haupttriebwerk wurde wie geplant mehrmals mit einer kumulierten Gesamtbrenndauer von 10 Minuten gezündet. Die NASA hat bestätigt, dass die Gesamtleistung der Mission über den Erwartungen lag und am Ende der Mission noch fast 2 Tonnen Treibstoff übrig waren. Dies ermöglicht künftige Missionen mit längerer Dauer oder größerer Masse (z. B. Gateway-Module, die mit dem ESM transportiert werden). Besonders beeindruckend ist, dass die Solarzellen 15 % mehr elektrische Energie erzeugten als angegeben. Gleichzeitig verbrauchte das Raumfahrzeug weniger Strom, da die Temperaturschwankungen geringer waren als erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12191.msg544645#msg544645" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Airbus Defence and Space</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bremen: Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Vogt begrüßt Ergebnisse der ESA-Ministerratskonferenz 2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 22:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat auf ihrer Konferenz am 22. und 23. November 2022 wichtige Entscheidungen für die Europäische Raumfahrt getroffen. Davon werden auch bremische Unternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren. Eine Pressemitteilung der Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen. Quelle: Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen 23. November 2022. 23. November 2022 &#8211; Das Gesamtbudget der ESA beträgt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat auf ihrer Konferenz am 22. und 23. November 2022 wichtige Entscheidungen für die Europäische Raumfahrt getroffen. Davon werden auch bremische Unternehmen und Forschungseinrichtungen profitieren. Eine Pressemitteilung der Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen 23. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SenatorinKristinaVogtSenatspressestelleBremen500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Kristina Vogt. (Bild: Senatspressestelle Bremen)" data-rl_caption="" title="Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Kristina Vogt. (Bild: Senatspressestelle Bremen)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SenatorinKristinaVogtSenatspressestelleBremen260.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Kristina Vogt. (Bild: Senatspressestelle Bremen)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">23. November 2022 &#8211; Das Gesamtbudget der ESA beträgt für die nächsten drei Jahre 16,9 Milliarden Euro. Davon trägt Deutschland rund 3,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von knapp 21 Prozent. &#8222;Ich freue mich sehr, dass Deutschland sich nun doch so engagiert an den zukünftigen Raumfahrtprogrammen der ESA beteiligt”, sagt Kristina Vogt, Bremens Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. &#8222;Bei dieser ESA-Ministerratskonferenz wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und Bremer Unternehmen werden davon profitieren. Es freut mich, dass sich unser Einsatz mit vielen Gesprächen auf allen Ebenen der Politik am Ende ausgezahlt hat. Daher geht mein Dank auch an die deutsche Delegation unter Leitung von Bundesminister Robert Habeck und der Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt der Bundesregierung, Anna Christmann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Raumfahrt in Bremen waren insbesondere die Technologie- und Anwendungsprogramme, unter anderem für besseren Klimaschutz, für die Satellitenkommunikation, die Weltraumforschung und die Verpflichtungen beim unabhängigen Zugang zum Weltall von Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Mitgliedsstaaten der ESA haben mit ihren Entscheidungen ein deutliches Zeichen für eine starke Raumfahrt in Europa gesetzt&#8220;, sagt Vogt. &#8222;Davon profitieren nicht nur Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Bremen, sondern alle in Bremen, denn es geht auch um Klimaschutz, mehr Innovationen und neue Technologien und um hochqualifizierte Arbeitsplätze in unserem Bundesland.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein im Land Bremen sind rund 12.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in mehr als 140 Unternehmen und 20 Forschungsinstituten der Luft- und Raumfahrtbranche beschäftigt. Die Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über vier Milliarden Euro. In Bremen werden die Oberstufen für die Ariane 5 und die neue Ariane 6-Trägerraketen entwickelt und gebaut. Hier entstehen auch die Antriebsmodule für die neuen Artemis-Mondmissionen der NASA sowie erste Studien eines künftigen Mondlanders. Darüber hinaus ist Bremen ein wichtiger Standort für die Entwicklung von Satellitensystemen, wie Klima-, Umwelt-, Kommunikations- und Wissenschaftssatelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18680.msg540882#msg540882" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2022 Paris</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Minister unterstützen kühne Ambitionen der ESA für die Raumfahrt mit historischem Mittelanstieg um 17%</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 21:28:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 23. November 2022. Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach dem heutigen Beschluss, den Haushalt der ESA gegenüber der letzten Ministerratstagung 2019 um 17% zu erhöhen, stärkt Europa seine Eigenständigkeit, Führungsrolle und Nachhaltigkeit in der Raumfahrt. Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 23. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-rl_caption="" title="CM22 - Portrait der Minister. (Foto: ESA - S. Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CM22PortraitofMinistersESASCorvaja60.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">CM22 &#8211; Portrait der Minister. (Foto: ESA &#8211; S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der am 22. und 23. November in Paris abgehaltenen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben die Minister der ESA-Mitgliedstaaten, der assoziierten Mitglieder und der kooperierenden Staaten gemeinsam die Stärkung der Ambitionen Europas in der Raumfahrt beschlossen, wodurch kontinuierliche gemeinschaftliche Anstrengungen im Dienste der europäischen Bürger gewährleistet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister bestätigten, dass ein eigenständiger Zugang Europas zum Weltraum unerlässlich ist, um den Nutzen der Raumfahrt für das Leben auf der Erde – einschließlich der Überwachung und Eindämmung des Klimawandels, sicherer Kommunikation und Navigation unter europäischer Kontrolle und rascher und resilienter Krisenbewältigung – sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seinem Engagement für die künftige Weltraumexploration hat sich Europa zudem verpflichtet, das wissenschaftliche Verständnis zu erweitern, sein Potenzial auszuschöpfen und seine Fähigkeiten über Generationen hinweg zu erhalten. Die ESA setzt sich für die Gewährleistung der Sicherheit grundlegender weltraumgestützter Dienste und eines verantwortungsvollen Managements der Erdumlaufbahn ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher: „In wirtschaftlichen Krisenzeiten ist es wichtig, mit Bedacht in Branchen zu investieren, die Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa schaffen. Mit diesen Investitionen bauen wir ein Europa auf, dessen Raumfahrtagenda seine politische und künftige wirtschaftliche Stärke widerspiegelt. Wir fördern die Raumfahrt in Europa und läuten eine neue, von Ambitionen, Entschlossenheit, Stärke und Stolz geprägte Ära ein. Klima und Nachhaltigkeit sind hierbei auch weiterhin die höchste Priorität der ESA, unsere Wissenschaft und Exploration werden die nächste Generation inspirieren, und wir werden einen Ort schaffen, an dem europäische Raumfahrtunternehmen gedeihen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, erklärte als Vorsitzender des ESA-Rates auf Ministerebene: „Auf der heutigen ESA-Ratstagung auf Ministerebene haben wir gemeinsam mit allen Ministern der ESA-Mitgliedstaaten eine weitere Etappe zur Stärkung der europäischen Weltrauminfrastruktur erreicht, auf die sich alle Bürger täglich stützen und die von Klimaüberwachungssatelliten über Navigation bis zu Telekommunikation reicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem haben wir eine Reihe wichtiger Vorhaben genehmigt, die unsere Umlaufbahnen schützen, junge Menschen inspirieren, kleinen und großen Unternehmen Erfolgschancen in Europa bieten und unseren Ruf als Hightech-Region, die für Talente attraktiv ist, weiter stärken. Durch gemeinsames Handeln können wir insbesondere in schwierigen Zeiten sicherstellen, dass Europa in Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit auch weiterhin führend bleibt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klimapolitik bleibt hohe Priorität der ESA-Mitgliedstaaten</strong><br>Die Minister kamen überein, dem Erdbeobachtungsprogramm der ESA 2,7 Mrd. Euro zuzuweisen. Dies umfasst Mittel für das weltweit führende Geowissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungsprogramm der ESA, FutureEO, in dessen Rahmen Innovationen genutzt und bahnbrechende Missionen entwickelt sowie innovative Wege für den Einsatz von Erdbeobachtungsdaten gefördert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei haben sie sich zu Folgendem verpflichtet: dem weiteren Ausbau der Kontinuität der Weltraumkomponente des <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/copernicus/" data-wpel-link="internal">Copernicus</a>-Programms auf der Grundlage neu ermittelten Bedarfs, der operationellen Mission „Aeolus-2&#8243; zur Messung der globalen Windgeschwindigkeiten und Verbesserung der Wettervorhersage, der verstärkten Überwachung neuer essenzieller Klimavariablen und der Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen, der Initiative „InCubed-2&#8243; zur Unterstützung der Kommerzialisierung in der Erdbeobachtungsindustrie, der Entwicklung eines digitalen Zwillings der Erde unter Nutzung von Hochleistungs- und Cloud-Computing oder künstlicher Intelligenz, der weiteren Entwicklung der Mission „TRUTHS&#8220;, mit der die gegenseitige Kalibrierung von Daten verschiedener Klimamissionen, die kritischen Modellen zugrunde liegen, sichergestellt wird, der Ausweitung der von Dritten finanzierten Erdbeobachtungsmissionen und der Sicherung grundlegender langfristiger Klimadaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gaben grünes Licht für zwei ehrgeizige Missionen: die nächste ESA-Erdforschungsmission „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-waehlt-harmony-als-zehnte-earth-explorer-mission-aus/" data-wpel-link="internal">Harmony</a>&#8222;, die die Bereitstellung innovativer Daten zur Beantwortung kritischer Fragen im Zusammenhang mit Meeres-, Eis- und Landveränderungen verspricht, die sich unmittelbar auf die Risikoüberwachung, Wasser- und Energieressourcen, die Ernährungssicherheit und den Klimawandel auswirken, sowie die Gravitationsmission „MAGIC&#8220; zur Beobachtung des Wasservolumens in Ozeanen, Eisschichten und Gletschern für ein besseres Verständnis der Veränderungen des Meeresspiegels sowie die Verbesserung des Wassermanagements.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaft festigt weltweite Führungsrolle</strong><br>Mit einem Haushalt von 3,2 Mrd. Euro für das Wissenschaftliche Programm führt die ESA die Missionen ihres Programms „Kosmische Vision&#8220; durch und bereitet zugleich das neue Weltraumwissenschaftsprogramm „Voyage 2050&#8243; vor, das die Vision der ESA auf dem Gebiet der Wissenschaft im Zeitraum 2035–2050 definiert. Die Mitgliedstaaten bestätigten die weltweit führende Rolle des Wissenschaftlichen Programms, räumten jedoch ein, dass die schwierige Wirtschaftslage das Potenzial für umfangreiche Mittelerhöhungen untergräbt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=JUICE" data-wpel-link="internal">JUICE</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Euclid" data-wpel-link="internal">Euclid</a>&#8220; sind zwei ehrgeizige Missionen, die Europas Führungsrolle und Zusammenarbeit verkörpern, im Jahr 2023 pünktlich zum Start bereit. „JUICE&#8220; wird Jupiter und seine ozeanhaltigen Eismonde erforschen und untersuchen, wo sonst im Sonnensystem Leben entstanden sein könnte. Mit „Euclid&#8220; wird ein Großteil des Universums kartiert, wobei Milliarden von Galaxien in über 10 Milliarden Jahren kosmischer Zeit beobachtet werden, um die Geheimnisse der rätselhaften Dunkelmaterie und dunklen Energie zu entschlüsseln, die zusammen 95 % des Universums ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den bereitgestellten Finanzmitteln wird die Entwicklung der weltweit führenden ESA-Missionen „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Plato" data-wpel-link="internal">Plato</a>&#8220; und „<a href="https://www.raumfahrer.net/startschuss-fuer-weltraumteleskop-ariel/" data-wpel-link="internal">Ariel</a>&#8220; zur Untersuchung extrasolarer Planeten fortgesetzt, die 2026 bzw. 2029 gestartet werden sollen. Im Rahmen von „Ariel&#8220; wird die neue schnelle ESA-Mission „<a href="https://www.raumfahrer.net/vertrag-fuer-comet-interceptor-studie/" data-wpel-link="internal">Comet Interceptor</a>&#8220; gestartet, die drei Raumfahrzeuge umfasst und als erste Mission überhaupt zu einem völlig unberührten Kometen – einem interstellaren Gegenstand, dessen Reise in das innere Sonnensystem gerade erst begonnen hat – aufbrechen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stärkung des Explorationsprogramms der ESA und Bestätigung des Rovers „<a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Rosalind+Franklin" data-wpel-link="internal">Rosalind Franklin</a>&#8222;</strong><br>Die Exploration des Weltraums bietet eine einzigartige Kombination aus bahnbrechender Wissenschaft, technologischer Innovation und Inspiration für die nächste Generation. Die Minister genehmigten 2,7 Mrd. Euro für die nächste Phase des neuen Weltraumexplorationsprogramms der ESA, „Terrae Novae&#8220;, das sich auf die drei Ziele niedrige Erdumlaufbahn, Mond und Mars konzentriert. „Terrae Novae&#8220; stellt den Beginn von Europas Reise in das Sonnensystem mit Robotern als Wegbereiter und Kundschafter dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister beschlossen ferner, die europäische Beteiligung an der Internationalen Raumstation bis 2030 zu verlängern, wodurch ESA-Astronauten auch weiterhin die Möglichkeit haben, an Bord des europäischen Forschungslabors Columbus in der Erdumlaufbahn zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Ziel ist der Mond, wobei mit Europas großem Logistiklandegerät „Argonaut&#8220; als wichtigstem neuen genehmigten Bestandteil in den 2030er Jahren regelmäßig wissenschaftliche Nutzlasten und Fracht zum Mond transportiert werden können. Die Minister kamen zudem überein, die Arbeiten am nächsten Los europäischer Versorgungsmodule einzuleiten. Mit diesen Bestandteilen wird Europas wesentliche Rolle beim Artemis-Programm gestärkt, wobei auch Flüge von drei ESA-Astronauten zum <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Lunar+Gateway" data-wpel-link="internal">Lunar Gateway</a> vorgesehen sind, und die Exploration der Mondoberfläche gefördert, wodurch die Möglichkeit für einen ESA-Astronauten eröffnet wird, einen Fuß auf die Mondoberfläche zu setzen. Die ESA wird die Arbeiten an ihren Bestandteilen für das Gateway fortsetzen und auch die Entwicklung internationaler Monddienste mit dem Satelliten „Lunar Pathfinder&#8220; weiter unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Exploration des Mars und intensiver Unterstützung der Wissenschaftskreise wurde der Beschluss gefasst, ein europäisches Landegerät zu bauen, mit dem der Rover „Rosalind Franklin&#8220; auf die Marsoberfläche gebracht werden soll, um zu untersuchen, ob in den alten Seen des Roten Planeten Spuren von Leben zu finden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zusammenarbeit der ESA mit der NASA bei der Rückführung von Mars-Bodenproben wurde die nächste Etappe des kühnen Plans zur ersten Rückführung von Bodenproben von einem anderen Planeten bestätigt. Nach dem jüngsten Abschluss der Entwurfsarbeiten wird die vollständige Entwicklung des riesigen <a href="https://www.raumfahrer.net/der-erste-schritt-des-earth-return-orbiters-zum-mars/" data-wpel-link="internal">Rückflugorbiters</a> und des komplexen Probentransferarms für das Landegerät zur Einholung von Bodenproben in Angriff genommen. Die ersten Mars-Bodenproben wurden vor kurzem vom Rover „Perseverance&#8220; aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stärkung von Konnektivität, Sicherheit und Nachhaltigkeit aus dem Weltraum</strong><br>Rund 1,9 Mrd. Euro wurden für die Verbesserung des Lebens auf der Erde durch eine ständig und überall verfügbare Konnektivität bereitgestellt. Der größte Teil wird für das ESA-Programm für fortgeschrittene Forschung zu Telekommunikationssystemen (ARTES) aufgewandt, mit dem Innovationen in der europäischen Raumfahrtindustrie gefördert werden sollen, um Unternehmen auf dem hart umkämpften Weltmarkt für Telekommunikationssatelliten und deren Anwendungen zum Erfolg zu verhelfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt für die Errichtung eines Systems für sichere Konnektivität unter Federführung der EU wurde mit der Finanzierung eines neuen ESA-Programms getan. Nach festen Beitragszusagen in Höhe von 35 Mio. Euro für die erste Phase kann die ESA vorbereitende Tätigkeiten einleiten, die in der Entwicklung und Validierung einer europäischen Satellitenkonstellation für sichere Konnektivität münden werden. Die zweite Phase mit einem Mittelvolumen von 685 Mio. Euro soll 2023 bestätigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere finanzierte Pläne umfassen das ESA-Programm Moonlight, mit dem private europäische Raumfahrtunternehmen durch die Errichtung einer Satellitenkonstellation in der Mondumlaufbahn dazu ermutigt werden sollen, Mondtelekommunikations- und -navigationsdienste anzubieten, sowie ein neues Programm für weltraumgestützte zivile Sicherheit, das schnelle und resiliente weltraumgestützte Maßnahmen für ein Krisenmanagement in Echtzeit im Dienste der europäischen Bürger umfasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Künftige Navigationstechnologien erhalten grünes Licht</strong><br>Auf der Grundlage der von ihr bei der Entwicklung von Galileo und des Europäischen Geostationären Navigationsüberlagerungsdienstes für die Europäische Kommission gewonnenen Erfahrungen wird das Programm FutureNAV der ESA gestatten, künftigen Tendenzen und dem Bedarf der Satellitennavigation in den Bereichen Ortung, Navigation und Zeitgebung gerecht zu werden und Europa damit auch weiterhin eine Führungsrolle bei der Satellitennavigationstechnologie zu ermöglichen. Die nächsten Schritte umfassen eine orbitale Demonstration von Navigationssatelliten in niedriger Erdumlaufbahn sowie eine Einzelsatellitenmission mit der Bezeichnung „GENESIS&#8220; zur Erzielung einer bislang unerreichten Vermessung der Erde und verbesserter Ortungsleistungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Budget für die Navigation ist somit auf 351 Mio. Euro gestiegen. Darüber hinaus wird das ESA-Programm für Innovationen und Unterstützung im Bereich der Navigation weiterhin die Entwicklung innovativer Ortungs-, Navigations- und Zeitgebungstechnologien und die Kommerzialisierung in Europa, dem größten und weiter stetig wachsenden nachgelagerten Raumfahrtmarkt, fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumsicherheit für fortschrittliche Missionen und Technologien</strong><br>Mit einem Haushalt von 731 Mio. Euro wird das Programm für Weltraumsicherheit seine Anstrengungen zum Schutz der Erde vor Gefahren aus dem Weltraum weiter verstärken können – mit „<a href="https://www.raumfahrer.net/esa-vigil-der-treue-waechter-der-erde/" data-wpel-link="internal">Vigil</a>&#8220; zur Überwachung der Sonnenaktivität, der Sonde „<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/hera/" data-wpel-link="internal">Hera</a>&#8220; zur detaillierten Untersuchung des Asteroiden Dimorphos nach einem Einschlag und der ersten Entfernung von Raumfahrtrückständen aus der Umlaufbahn, die für 2026 geplant ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm wird ferner einen wertvollen neuen Markt für die orbitale Wartung erschließen und Technologien zur Gewährleistung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft im Weltraum entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumtransport wird solider und ökologisch nachhaltiger</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Raumtransport wurde auf 2,8 Mrd. Euro erhöht. Die ESA wird ihre Träger <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/ariane-6/" data-wpel-link="internal">Ariane-6</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/vega-c/" data-wpel-link="internal">Vega-C</a> weiter stärken, die Entwicklung des wiederverwendbaren „Space Rider&#8220; abschließen, der mehr als zwei Monate in der niedrigen Erdumlaufbahn verbringen kann, bevor er zur Überholung zur Erde zurückkehrt, und ein System zur Gewinnung von grünem Wasserstoff zur Treibstoffversorgung der Ariane-Träger in Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana entwickeln, wobei das Ziel ist, bis 2030 die Kohlenstoffe aus der Wasserstoffproduktion zu verbannen. Sie wird weiterhin kritische Technologien als Grundlage europäischer Kapazitäten ausreifen, gleichzeitig den Anforderungen in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz gerecht werden und Vorbereitungstätigkeiten für den Aufbau bemannter Raumtransportkapazitäten in die Wege leiten. Ferner wird die ESA ihr Programm „Boost!&#8220; ausbauen, das Raumfahrtunternehmen bei der kommerziellen Umsetzung ihrer Raumtransportvorhaben unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neudimensionierung der europäischen Technologien und Förderung der Kommerzialisierung</strong><br>Der ESA-Haushalt für den Technologiebereich wurde auf 542 Mio. Euro aufgestockt. Die Minister haben die Inangriffnahme eines neuen ESA-Programms namens „ScaleUp&#8220; zur Unterstützung der Kommerzialisierung der Raumfahrt und der Entwicklung des NewSpace-Sektors in Europa beschlossen. Die ESA wird mit europäischen Raumfahrtunternehmen zusammenarbeiten, um mithilfe der Bestandteile „Entwicklung&#8220;, „Herstellung&#8220; und „Flug&#8220; ihres Allgemeinen Programms für Begleitende Technologie (GSTP) neue Technologien auf ein für die Raumfahrt und den offenen Markt geeignetes Niveau zu bringen. Die ESA wird ihre unabhängige und zuverlässige Kapazität für den Start aller Arten von Missionen weiter ausbauen, indem sie in neue, von der europäischen Industrie entwickelte Multimissionsinfrastrukturen und Bodensegmentkapazitäten der nächsten Generation investiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit ihrem Scale-Up-Programm wird die ESA außerdem darauf hinarbeiten, Europa durch die Bereitstellung von Gründerzentren, Geschäfts-Acceleratoren sowie Diensten für den Transfer von geistigem Eigentum und Technologien an neue Unternehmen zu einem Drehkreuz für die Kommerzialisierung der Raumfahrt zu machen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Geschäftsideen auf neuen Märkten Fuß fassen und private und institutionelle Investitionen anziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vollständige Liste der auf der ESA-Ratstagung auf Ministerebene 2022 gefassten Beschlüsse einschließlich der genauen Höhe ihrer Finanzierung durch jeden Mitgliedstaat ist den folgenden Vorlagen zu entnehmen: <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_1_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 1</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_2_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 2</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_4_CM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Entschließung Nr. 4</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/CM22_charts.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Übersichten</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/DGpresentationCM22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Präsentation des Generaldirektors</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18680.msg540830#msg540830" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2022 Paris</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg540829#msg540829" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Schlussfolgerungen des informellen Treffens der europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schlussfolgerungen-des-informellen-treffens-der-europaeischen-ministerinnen-und-minister-fuer-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2022 17:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hielt am 16. Februar 2022 in Toulouse eine Rede, in der er seine Vision der französischen und europäischen Raumfahrtstrategie darlegte. Eine Pressemitteilung der Französischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Quelle: Französische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. 16. Februar 2022 &#8211; Anlass der Rede war der informelle Rat für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="der-franzosische-staatsprasident-emmanuel-macron-hielt-am-16-februar-2022-in-toulouse-eine-rede-in-der-er-seine-vision-der-franzosischen-und-europaischen-raumfahrtstrategie-darlegte-eine-pressemitteilung-der-franzosischen-prasidentschaft-im-rat-der-europaischen-union">Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hielt am 16. Februar 2022 in Toulouse eine Rede, in der er seine Vision der französischen und europäischen Raumfahrtstrategie darlegte. Eine Pressemitteilung der Französischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Französische Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union.</p>



<p class="wp-block-paragraph">16. Februar 2022 &#8211; Anlass der Rede war der informelle Rat für Wettbewerbsfähigkeit in der Zusammensetzung „Weltraum“, an dem die europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt teilnahmen, sowie der Ministerrat der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), unter dem Vorsitz von Bruno Le Maire, Frankreichs Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen beiden Treffen wurden vier wichtige Themen für den Aufbau der europäischen Raumfahrtpolitik behandelt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>die Pläne der Europäischen Kommission zur Einrichtung einer Konstellation für sichere Konnektivität auf europäischer Ebene und zur Festlegung gemeinsamer Regeln für das Weltraumverkehrsmanagement;</li><li>der europäische Fahrplan für die weltraumgestützte Erd- und Klimabeobachtung;</li><li>Europas Ambitionen im Bereich der Wissenschaft und der Weltraumerforschung.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der französische Staatspräsident erinnerte in seiner Rede insbesondere daran, dass der Weltraum ein bedeutender Bestandteil der europäischen Souveränität ist, sowohl in Bezug auf die Kommunikation als auch auf die Erdbeobachtung, die Überwachung des Klimawandels und die Navigation. Er lobte die unbestrittenen Trümpfe, über die die Europäische Union durch Programme wie Galileo oder Copernicus verfügt, die tagtäglich von Milliarden von Nutzerinnen und Nutzern verwendet werden. Angesichts der Ankündigung mehrerer Länder, die bemannten Raumfahrtmissionen in Richtung Mond und Mars erneut aufnehmen zu wollen, rief der französische Staatspräsident Europa dazu auf, seine Ambitionen im Weltraum zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er kündigte die Einrichtung einer Expertengruppe an, die die verfügbaren Optionen analysieren und den europäischen Staaten entsprechende Empfehlungen vorlegen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1) Informeller Ministerrat der europäischen Ministerinnen und Minister für Raumfahrt</strong><br>Die Mitgliedsstaaten kamen im November 2021 zu dem Schluss, dass Handlungsbedarf für das Weltraumverkehrsmanagement besteht. Im Rahmen des heutigen informellen Ministerrats verpflichteten sie sich daher, in den nächsten Monaten an konkreten Vorschlägen für das Weltraumverkehrsmanagement zu arbeiten. Hierbei wird eine doppelte Zielsetzung verfolgt: die Verbesserung der operativen Fähigkeiten Europas und der Vorschlag gemeinsamer Regeln auf europäischer Ebene, die dann auf internationaler Ebene verteidigt werden müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EU-Mitgliedstaaten begrüßten auch den Entwurf einer EU-Verordnung über die Lenkung und Finanzierung einer weltraumgestützten sicheren Konnektivität, den die Europäische Kommission am Dienstag, den 15. Februar 2022, vorgelegt hat. Sie bekräftigten das politische Bestreben, Europa mit eigenständigen satellitengestützten Konnektivitätsmöglichkeiten auszustatten, während ähnliche Projekte im Ausland immer häufiger werden und die für solche Vorhaben benötigten Frequenzen und Umlaufbahnen knappe Ressourcen sind. Außerdem betonten sie die Notwendigkeit, stärker an den Zielen und Anforderungen, der Lenkung und der Finanzierung dieser Initiativen zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Grundlage dieser Leitlinien wird die französische EU-Ratspräsidentschaft die in den Gremien des Rates der Europäischen Union begonnenen Arbeiten fortsetzen, um gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Details dieser neuen Konstellation im Rahmen einer Verordnung festzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2) ESA-Ministerrat</strong><br>Im Zuge des Ministerrats der Europäischen Weltraumorganisation bestätigten die ESA-Mitgliedstaaten die Notwendigkeit, die Zukunft der europäischen Politik im Bereich der Weltraumerforschung zu definieren. Der Vorschlag, eine europäische Expertengruppe einzurichten, die die Möglichkeiten für die Erforschung und die bemannte Raumfahrt ermitteln soll, fand großen Anklang. Die Ergebnisse der Arbeit werden den für Raumfahrt zuständigen Ministerinnen und Ministern bei den nächsten Ministertreffen in diesem Jahr und im Jahr 2023 vorgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich waren sich die Ministerinnen und Minister einig, dass die Mobilisierung weltraumgestützter Instrumente für die Überwachung und Bekämpfung des Klimawandels beschleunigt werden muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3) France 2030</strong><br>Der französische Staatspräsident betonte, dass im Rahmen von France 2030 1,5 Mrd. € bereitgestellt werden, um innerhalb von fünf Jahren ein französisches Angebot für wiederverwendbare Trägerraketen hervorzubringen, New-Space-Akteure zu fördern und Konstellationen für Konnektivität zu entwickeln (1,5 Mrd. €). Nachdem im Dezember eine erste Aufforderung zur Projekteinreichung zur Unterstützung von Initiativen in Bezug auf kleine und Mini-Trägerraketen eingeleitet wurde, hat er für die kommenden Wochen neue Projektaufforderungen angekündigt, die die Einrichtung von Initiativen in den Bereichen Dienstleistungen im Orbit, Weltraumüberwachung und schließlich Konstellationen für Konnektivität unterstützen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Projektaufforderungen können durch eine Unterstützung in Form von öffentlichen Aufträgen ergänzt werden, die von der französischen Weltraumbehörde (CNES) im Auftrag des Staates durchgeführt werden. Dies dient dazu, den Anforderungen unserer Unternehmen gerecht zu werden und sich dauerhaft im Weltraum zu etablieren.<br>Die Umsetzung der Raumfahrtkomponente von France 2030 ist somit in vollem Gange, angetrieben von einer besonders dynamischen und ehrgeizigen Industriestruktur sowie einer strategischen Vision, die auf höchster staatlicher Ebene gefördert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft, Finanzen und Aufschwung: &#8222;Heute haben wir uns mit den anderen europäischen Staaten auf die Notwendigkeit geeinigt, Europa mit den Mitteln auszustatten, um eine Konstellation für autonome Konnektivität zu schaffen. Dies ist ein großer Fortschritt und ein wichtiger Akt der Souveränität. Wir haben außerdem den Rahmen festgelegt, in dem diese Satellitenkonstellation konzipiert werden soll: Die wirtschaftliche Rentabilität muss gewährleistet sein, die KMU müssen gefördert werden, und diese Konstellation darf andere Raumfahrtprojekte nicht beeinträchtigen. Wir alle – Staaten, Ingenieure, Astronauten, die Industrie – ziehen an einem Strang, damit Europa eine große Weltraummacht bleibt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pressemappe auf Deutsch:</strong><br><a href="https://web.archive.org/web/20221019161846/https://presidence-francaise.consilium.europa.eu/media/4p4p04u2/2022-02-16-dp-rmi-espace-de.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://presidence-francaise.consilium.europa.eu/media/4p4p04u2/2022-02-16-dp-rmi-espace-de.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9380.msg527548#msg527548" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EU &#8211; Space Policy auf EU-Ebene</a></li></ul>
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		<title>Space19+: 3,3 Mrd. Euro aus Deutschland</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space19-33-mrd-euro-aus-deutschland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 20:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Space19+]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://h117294.web171.dogado.net/?p=1287</guid>

					<description><![CDATA[<p>Deutschland investiert 3,3 Milliarden Euro in die europäische Raumfahrt und ist stärkster Beitragszahler der ESA. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. An der Spitze der deutschen Delegation der Konferenz &#8222;Space19+&#8220; stand der Koordinator für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek (MdB), unterstützt und begleitet von Vertretern des Bundesministeriums für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Deutschland investiert 3,3 Milliarden Euro in die europäische Raumfahrt  und ist stärkster Beitragszahler der ESA. Eine Pressemitteilung des  Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/esamiko19verhandlungsraumESASCorvaja.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/esamiko19verhandlungsraumESASCorvaja26.jpg" alt="ESA-Ministerratskonferenz 2019 in Sevilla
(Bild: ESA – S. Corvaja)"/></a><figcaption>ESA-Ministerratskonferenz 2019 in Sevilla<br> (Bild: ESA – S. Corvaja)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An der Spitze der deutschen Delegation der Konferenz &#8222;Space19+&#8220; stand  der Koordinator für die Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek (MdB),  unterstützt und begleitet von Vertretern des Bundesministeriums für  Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Ebenfalls am Verhandlungstisch in  Sevilla Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement,  der auf Arbeitsebene mit seinem Team des DLR Raumfahrtmanagements in Bonn die deutschen Positionen der Konferenz vorbereitet und mit der  Bundesregierung abgestimmt hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Nach zwei  intensiven Verhandlungstagen hat Deutschland insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die europäischen Raumfahrtprogramme der nächsten drei bis fünf  Jahre investiert&#8220;, sagte Thomas Jarzombek nach Abschluss der Konferenz. &#8222;Wir haben mit unserer Schwerpunktsetzung gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner der ESA sind. Für unser Ziel, den Mittelstand in  der deutschen Raumfahrt zu stärken, haben wir die Mittel in den  einschlägigen Programmen verdoppelt. Um die Herausforderungen des  Klimawandels zu bewältigen, hat Deutschland seine Investitionen für die  Erdbeobachtung auf 720 Millionen erhöht. Außerdem ist es uns gelungen,  mit einem hohen Engagement von 55 Millionen die europäische Mondmission auf den Weg zu bringen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei &#8222;Space19+&#8220; sind insgesamt Finanzmittel in Höhe von rund 14,4 Milliarden Euro gezeichnet  worden. Deutschland ist jetzt mit 22,9 Prozent vor Frankreich der stärkste Beitragszahler der ESA. Im Einzelnen zeichnete Deutschland rund eine Milliarde Euro für die so genannten ESA-Pflichtprogramme: Dazu zählen neben dem allgemeinen Haushalt das Wissenschaftsprogramm und der Europäische Weltraumbahnhof in Kourou. Rund 2,3 Milliarden Euro des deutschen Beitrags entfallen auf die sogenannten optionalen Programme: darunter rund 720 Millionen Euro für Erdbeobachtung, rund 330 Millionen Euro für Telekommunikation, etwa 160 Millionen Euro für  Technologieprogramme, 84 Millionen Euro für Weltraumlage und Weltraumsicherheit, circa 490 Millionen Euro für Raumtransport und -betrieb sowie rund 550 Millionen Euro für den Bereich astronautische Raumfahrt, Mikrogravitation und Exploration. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die deutschen Zeichnungen im Einzelnen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trägersysteme</strong><br> Ab Ende 2020 soll die Ariane 6 als neuer europäischer Träger Nutzlasten ins All bringen. Deutschland beteiligt sich mit einem Anteil von rund 23 Prozent an den Gesamtkosten der Ariane-6-Entwicklung. Industrielle Hauptauftragnehmer sind Airbus Safran Launchers, in Deutschland mit Standorten in Bremen und Ottobrunn, sowie MT Aerospace in Augsburg und Bremen. Deutschland beteiligt sich mit insgesamt etwa 90 Millionen Euro an der weiteren Entwicklung der Ariane 6. Das umfasst auch die Vorbereitung der künftigen Oberstufe. In das optionale Begleitprogramm LEAP (Launchers Exploitation Accompaniment) investiert Deutschland rund 230 Millionen Euro, für den Betrieb und die Modernisierung des Europäischen Weltraumbahnhofs in Kourou zahlt die Bundesrepublik bis Ende 2024 circa 95 Millionen Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Technologie- und Qualifizierungsprogramm für künftige Träger  (Future Launchers Preparatory Programme, FLPP) beteiligt sich die  Bundesrepublik mit rund 137 Millionen Euro. Schwerpunkte sind die  Entwicklung einer kostengünstigen Oberstufe in Leichtbauweise (etwa aus  Kohlefaserverbundwerkstoff), die Verbesserung der Leistungsfähigkeit  existierender und neuer Triebwerke (Vulcain NEO, Vinci Evolution) sowie  die Umsetzung neuer Prozesse und Methoden (zum Beispiel die additive  Fertigung). Unter dem Namen &#8222;Commercial Space Transportation Services  and Support“ (CSTS) greift die ESA ein neues optionales Programm aus dem NewSpace-Kontext auf. Deutschland ist mit etwa 28 Millionen Euro beim  Element &#8222;Kommerzielle Raumtransport-Services&#8220; dabei, das die Industrie im weiteren Sinne bei der Entwicklung von neuen  Raumtransportdienstleistungen, insbesondere im Bereich der  Mikrolauncher, unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaft</strong><br>Das Wissenschaftsprogramm trägt maßgeblich zum Aufbau und Erhalt von Europas Weltrauminfrastruktur bei. Es finanziert die Forschungssatelliten, deren Start und Betrieb. Die wissenschaftlichen Instrumente entwickeln die Mitgliedsstaaten selbst. Bis 2035 sollen elf neue Missionen zur Erkundung und Analyse unseres Sonnensystems und anderer Galaxien starten. Deutschland ist mit 20,7 Prozent größter Zahler dieses Programms, was einen Beitrag von insgesamt rund 578 Millionen Euro für fünf Jahre bedeutet. Große und mittlere Missionen mit maßgeblicher deutscher Beteiligung sind: Solar Orbiter (Sonnenforschung, Start: 5. Februar 2020), JUICE (Jupiter-Mission, geplanter Start 2022), EUCLID (Dunkle Energie/Dunkle Materie, geplanter Start ebenfalls 2022), PLATO (Exoplaneten-Mission, 2026), ATHENA (Röntgenmission, 2031) und LISA (Gravitationswellen-Observatorium,  2034). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erdbeobachtung für Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit</strong><br>Deutschland ist international führend in der Erdbeobachtung –  sowohl wissenschaftlich, technologisch als auch in der Nutzung und Verarbeitung von Daten zur Analyse des Systems Erde. Mit rund 520 Millionen Euro (30 Prozent) behält die Bundesrepublik ihre Führungsrolle im operationellen europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus. Hier geht es konkret um Weiterentwicklung und Erweiterung des Systems um neue Satelliten (Sentinel 7-12) und Dienste für Klimaüberwachung und  Klimaschutz, Landwirtschaft, Mobilität, Sicherheit und  Katastrophenvorsorge. In Deutschland entwickeltes Knowhow könnte ebenso in die geplante Copernicus-Hyperspektralmission einfließen. Zudem beteiligt sich Deutschland mit etwa 170 Millionen Euro (ca. 26 Prozent) am wissenschaftlichen Programm FutureEO. Für das neue Programm &#8222;Globale Entwicklungshilfe&#8220; (GDA) zeichnete man 10 Millionen Euro (von 50 Millionen Euro). InCubed+ zielt auf privatwirtschaftlich motivierte, kommerzielle Erdbeobachtungsaktivitäten mit kurzer Laufzeit – die  Bundesrepublik steigt hier mit 15 Millionen Euro ein. Darüber hinaus  unterstützt Deutschland eine Arktis-Kleinsatellitenmission (Demonstrator, NewSpace-Ansatz) zur Verbesserung der kurz- und mittelfristigen Wettervorhersage in der Arktisregion mit 7,5 Millionen Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Telekommunikation</strong><br>In der  Telekommunikation (ARTES-Programme) geht es um die Unterstützung von innovativen Technologien und Produkten für den weltweiten kommerziellen Markt. Schwerpunkte liegen insbesondere im Rahmenprogramm  Wettbewerbsfähigkeit (CC), in der optischen Kommunikation (Scylight), in der Förderung kommerzieller Anwendungen (BASS), bei Weltraumsystemen für Schutz und Sicherheit (4S) und beim Partner-Programm. Deutschland sicherte sich mit den Zeichnungen in Höhe von 80 Millionen Euro für Scylight und 60 Millionen Euro für 4S eine führende Rolle. Im Rahmenprogramm Wettbewerbsfähigkeit erhöhte die Bundesrepublik ihren Beitrag auf 67 Millionen Euro und verdoppelte bei BASS (Business Applications – Space Solutions) auf 37 Millionen Euro. Für das Partner-Programm inklusive Electra mit In-Orbit-Demonstration zeichnete Deutschland 65 Millionen Euro, am Rahmenprogramm für die Unterstützung von Satelliten für das 5G-Mobilfunknetz beteiligt man sich mit 13 Millionen Euro. &#8222;Deutschland ist im Satkomm-Sektor sehr gut aufgestellt. Es geht uns um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei Komponenten  und Unterstützung der Systemfähigkeit mit Fokus auf sicherer  Kommunikation – Stichwort Quantenverschlüsselung –, die Integration von Satellitentechnik und -anwendungen in den neuen Mobilfunkstandard 5G und vor allem um die Fortsetzung der technologischen und politischen Führung in der optischen Laserkommunikation“, erläutert DLR-Vorstand Walther Pelzer. Ein Beispiel sei hier das geplante optische Kommunikationsnetzwerk Hydron für die schnelle Anbindung von Nutzern mit hohem Datenbedarf, ergänzend und komplementär zum terrestrischen Glasfasernetz. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltraumsicherheit</strong><br>Die Themen Weltraumwetter, Beobachtung von erdnahen Objekten und  Weltraumschrott sind sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich  relevant. Deutschland beteiligt sich deshalb mit etwa 12 Millionen Euro  am Kernelement dieses Programms. Darüber hinaus zeichnet die  Bundesrepublik 60 Millionen Euro für die Hera-Mission und übernimmt  damit die Systemführung. Hera soll zusammen mit der NASA-Mission DART untersuchen, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können, bei denen die Gefahr einer Kollision mit der Erde besteht. HERAs Ziel ist der Doppelasteroid Didymos/Didymoon. Die Sonde soll dort  Beobachtungen und Analysen im Zusammenhang mit dem für September 2022 geplanten Einschlag der NASA-Sonde DART auf dem kleineren Asteroiden Didymoon durchführen. Erkenntnisse dienen sowohl der Grundlagenforschung als auch der Vorbereitung möglicher Abwehrmissionen von Asteroiden. Auch an der Mission zur aktiven Entfernung von Weltraummüll (ADRIOS)  beteiligt sich Deutschland mit rund 12 Millionen Euro.       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technologie-Entwicklung</strong><br>Die deutsche Beteiligung am sogenannten Allgemeinen  Technologieförderprogramm GSTP zielt auf den Erhalt, Ausbau und die  Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und  mittleren Unternehmen (KMU), insbesondere von Start-ups. Neue  Schwerpunkte sind unter anderem Digitalisierung von Produktionszyklen,  Technologien für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums, Industrie-4.0-kompatible Fertigungsmethoden, Robotik und moderne Sensorik, KI-gestützte Anwendungen auf Satelliten, Entwicklung und Nutzung von Quantentechnologien. Deutschland steigerte seinen Beitrag um das 2,5-fache auf 160 Millionen Euro. Das Programm schließt technologische Entwicklungslücken, der Fokus liegt auf der Entwicklung von Kerntechnologien und Komponenten für künftige Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>E3P &#8211; das Rahmenprogramm für Forschung und Exploration</strong><br>Alle robotischen und astronautischen Aktivitäten zur Exploration werden im Rahmenprogramm &#8222;European Exploration Envelope Programme&#8220; (E3P) zusammengefasst. Dieses bündelt das europäische Wissenschafts- und Technologieprogramm zur Nutzung des erdnahen Orbits für Weltraumforschung mit der Erkundung von Mond und Mars. Teilprogramme hier sind der Betrieb der ISS und ihre Nutzung (deutscher Anteil: 416  Millionen Euro). Deutschland übernimmt hier somit die Führungsrolle und ist als Hauptproduzent und Kostenträger der European Service Module (ESM 1-4), der Versorgungskapseln des US-Raumschiffs Orion, unverzichtbarer Teil des Artemis-Mondprogrammes der NASA. Dies wird unterstützt durch eine starke Rolle der KMU, die Deutschland durch seine Zeichnung von 25 Millionen Euro an den europäischen Gateway-Aktivitäten anstrebt. Darüber hinaus beteiligt sich die Bundesrepublik federführend an einer nachhaltigen robotischen Erforschung des Mondes mit 55 Millionen Euro. Zudem beteiligt sich Deutschland mit 20 Millionen Euro an ExPeRT, einem Programm für Missionsstudien und Technologieentwicklung für weitere Explorationsthemen, auch mit kommerziellem Ansatz. Für die Konsolidierung von ExoMars (Start: Juli 2020) und ausgewählte Technologie-Elemente der wissenschaftlichen Proben-Rückführmission „Mars  Sample Return“ in Kooperation mit der NASA stellt Deutschland etwa 37 Millionen Euro zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15404.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2019</a>  </li></ul>
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		<title>ESA-Mitgliedstaaten verabschieden größten Haushalt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-mitgliedstaaten-verabschieden-groessten-haushalt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 20:07:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Space19+]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Space19+, die Ratstagung der ESA auf Ministerebene, schloss in Sevilla, Spanien, mit der Billigung des bisher ehrgeizigsten Plans für die Zukunft der ESA und des gesamten europäischen Raumfahrtsektors. Eine Information des ESA ESTEC. Quelle: ESA. Auf der Tagung kamen die in Europa für Raumfahrttätigkeiten zuständigen Minister zusammen. Ferner waren auch Vertreter Kanadas sowie Beobachter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Space19+, die Ratstagung der ESA auf Ministerebene, schloss in  Sevilla, Spanien, mit der Billigung des bisher ehrgeizigsten Plans für  die Zukunft der ESA und des gesamten europäischen Raumfahrtsektors. Eine Information des ESA ESTEC. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Tagung kamen die in Europa für Raumfahrttätigkeiten zuständigen Minister zusammen. Ferner waren auch Vertreter Kanadas sowie Beobachter der EU anwesend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten wurden gebeten, ein umfassendes Programmpaket zu genehmigen, das den unabhängigen Zugang zum Weltraum und dessen Nutzung in den 2020er-Jahren für Europa sichert, die wachsende europäische Weltraumwirtschaft ankurbelt und bahnbrechende Entdeckungen bezüglich der Erde, unseres Sonnensystems und des Weltalls ermöglicht. Zugleich wurde die verantwortungsvolle  Entscheidung getroffen, die Anstrengungen für die Sicherheit und den  Schutz unseres Planeten zu verstärken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum ersten Mal seit 25 Jahren wurde die Finanzierung für das herausragende inspirierende Wissenschaftliche Programm der ESA signifikant angehoben. Mit diesem Programm werden die Grenzen unseres Wissens darüber, wer wir sind und woher wir kommen, erweitert. Es ermöglicht unter anderem den gemeinsamen Einsatz des ersten Gravitationswellendetektors im Weltraum, LISA, und der Mission ATHENA zur Untersuchung schwarzer Löcher, um grundlegende Fortschritte im Verständnis der Physik des Universums zu erzielen. Zudem werden zur Unterstützung künftiger Missionen die Forschung und Entwicklung sowie die Laboratorien der ESA gestärkt und entsprechend umfangreiche Finanzmittel bereitgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen mit Partnern auf der ganzen Welt wird Europa dank seines  fortlaufenden Engagements im Rahmen der Internationalen Raumstation bis  2030 sowie der Bereitstellung überlebenswichtiger Transport- und  Wohnmodule für das Gateway, die erste Raumstation in der Mondumlaufbahn, in der Exploration des Weltraums eine zentrale Rolle spielen und sich weiter voranwagen als jemals zuvor. Den im Jahr 2009 eingestellten ESA-Astronauten werden auch weiterhin Flüge zugeteilt, bis jeder von ihnen einen zweiten Einsatz im All absolviert hat. Ferner wird das  Verfahren für die Rekrutierung eines neuen Astronautenkorps zur  Fortsetzung der europäischen Exploration in der erdnahen Umlaufbahn und darüber hinaus eingeleitet. Erstmals werden europäische Astronauten zum Mond aufbrechen. Zudem haben die Mitgliedstaaten die europäische  Unterstützung einer bahnbrechenden Mission zur Rückführung von Mars-Bodenproben in Kooperation mit der NASA bestätigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA wird den kommerziellen Nutzen der Raumfahrt für Pioniere und  Regierungen in den Mitgliedstaaten fördern und so die  Wettbewerbsfähigkeit im NewSpace-Sektor stärken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie  wird die ersten voll flexiblen Satellitensysteme zur Integration in  5G-Netze sowie optische Technologie der nächsten Generation für das „Fibre in the Sky“-Netz entwickeln, was einen Wandel in der Industrie für Satellitenkommunikation darstellt. Die Satellitenkommunikation wird ihre Kräfte mit der Navigation bündeln, um die Satellitennavigation für den Mond zu erschließen, während kommerziellen Unternehmen über das  NAVISP-Programm die Finanzierung neuer Anwendungen für  Navigationstechnologien ermöglicht wird. Die Minister der ESA-Mitgliedstaaten haben zudem den reibungslosen Übergang zur nächsten  Generation von Raumfahrzeugträgern, Ariane-6 und Vega-C, sichergestellt  und grünes Licht für Space Rider, das neue wiederverwendbare Raumschiff  der ESA, erteilt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA-Mitgliedstaaten haben sich einer verantwortungsvollen Nutzung der Umwelt sowohl auf der Erde als auch im Weltraum verschrieben. Mit der Einleitung von 11 neuen Missionen, die insbesondere dem Klimawandel, der Arktis und Afrika gewidmet sind, wird die weltweite Führungsposition der ESA in der Erdbeobachtung weiter ausgebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus stellte die Genehmigung der Weltraumsicherheit als neuer grundlegender Pfeiler der ESA-Tätigkeiten eine bedeutende Entwicklung dar. Diese führt zu neuen Projekten in den Bereichen der Aufrechterhaltung einer optimalen Weltraumumgebung – durch die Entfernung gefährlicher Raumfahrtrückstände und Pläne für eine Automatisierung der Weltraumverkehrskontrolle – und der Früherkennung und Eindämmung von Schäden auf der Erde durch Gefahren aus dem Weltraum wie Asteroiden und  Sonnensturmausbrüche. So werden im Rahmen der Mission Hera, einem gemeinsamen Vorhaben mit der NASA, Kapazitäten zur Bahnablenkung von Asteroiden getestet. Ferner wurden neue Investitionen auf dem Gebiet der Cyber-Resilienz und des Cyber-Trainings zugesagt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In  den kommenden Jahren wird die ESA ihre Beziehung zur Europäischen Union ausbauen und ihre interne strukturelle Flexibilität, ihre Wirksamkeit  und ihre Effizienz steigern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere 22  Mitgliedstaaten mit ihren regelmäßig wechselnden Regierungen zusammenzubringen und sich über solch inspirierende Vorhaben zu einigen, um eine gemeinsame Zukunft im Weltraum aufzubauen, mag auf dem Papier schier unmöglich erscheinen. Doch in den zwei Tagen in Sevilla haben wir gezeigt, dass es möglich ist“, so ESA-Generaldirektor Jan Wörner. „Es gelingt, weil wir zusammenarbeiten, um gute Programme zu entwickeln, engagiert sind und uns aktiv in ein langwieriges und gründliches Beschlussfassungsverfahren einbringen, das Wissenschaftler, Industrie und nationale Delegationen einbezieht.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gemeinsam haben wir eine Struktur eingerichtet, in der Inspiration,  Wettbewerbsfähigkeit und Verantwortung unsere Maßnahmen für die  kommenden Jahre untermauern, wobei die ESA und Europa mit ehrgeizigen neuen Missionen und Wachstumszielen zusammen mit einer breiten Industriebasis ihre bisherigen Errungenschaften übertreffen.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuel Heitor, Ko-Vorsitzender und portugiesischer Minister für  Wissenschaft, Technologie und Hochschulwesen, erklärte: „Heute auf der  Space19+ in Sevilla haben die Minister der ESA-Mitgliedstaaten eine  weitere Etappe zur Förderung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit im  internationalen Raumfahrtsektor gemeistert. Wir haben ein ehrgeiziges  Portfolio an Weltraumprogrammen genehmigt und uns mit den  Herausforderungen der Raumfahrtbranche auseinandergesetzt. Wir haben  alle ESA-Mitgliedstaaten aufgefordert, eine kontinuierliche  Bestandsaufnahme ihrer Raumfahrttätigkeiten vorzunehmen und die Rolle  der ESA in Europa in enger Abstimmung mit der Europäischen Kommission zu stärken. Zudem haben wir die ESA-Mitgliedstaaten gebeten, gemeinsam mit der ESA die notwendigen Schritte für eine Modernisierung der Industriepolitik der ESA auszuarbeiten und eine Weiterentwicklung der Organisation zu gewährleisten, die einem sich stets wandelnden Umfeld, sich ständig verändernden Märkten und dem rasanten digitalen Wandel unserer Gesellschaft gerecht wird.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ko-Vorsitzende französische Ministerin für Hochschulwesen, Forschung und Innovation, Frédérique Vidal, erklärte: „Die Space19+ hat die Bedeutung des Weltraums als für unseren Alltag unerlässliche Infrastruktur bewiesen. Dank der herausragenden Leistungen des Raumfahrtsektors ist Europa in der Lage, menschliche und gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel und Schutz und Sicherheit in und aus dem Weltraum gemeinsam anzugehen. Mit ihren Beitragszeichnungen der Programme haben die ESA-Mitgliedstaaten einen großen Schritt getan, um sich diesen globalen Herausforderungen auch weiterhin zu stellen und die nachfolgenden  Generationen zu inspirieren. Die umfassenden Verpflichtungen, die auf  der Ministerratstagung in Sevilla eingegangen wurden, ermöglichen eine weitere Stärkung der europäischen Spitzenkompetenzen in der Raumfahrt und bedeuten zugleich ein kollektives Engagement gegenüber unseren europäischen Mitbürgern.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vollständige Aufstellung  der auf der Space19+ gefassten Beschlüsse, einschließlich der genauen  Finanzierung seitens der jeweiligen Mitgliedstaaten, ist unter&nbsp;<a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_1_Space19+Final-28Nov-12h30.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Resolution 1</a>, <a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_2_Space19+Final-28Nov-12h30.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Resolution 2</a>,&nbsp;<a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Resolution_3_Space19+Final-28Nov-12h30.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Resolution 3</a>,&nbsp;<a href="https://esamultimedia.esa.int/docs/corporate/Space19plus_charts.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Charts</a>&nbsp;abrufbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong><br>Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und weltweit zugutekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Österreich, Belgien, die Tschechische  Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland,  Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande,  Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. 20 sind Mitgliedstaaten der EU. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA arbeitet förmlich mit sieben anderen EU-Mitgliedstaaten  zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt. Heute entwickelt sie und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15404.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Ministerratskonferenz 2019</a>  </li></ul>
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		<title>Space 19+ – Raumfahrt für Europa – Made in Germany</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space-19-raumfahrt-fuer-europa-made-in-germany/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2019 20:41:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Space19+]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 27. und 28. November 2019 findet im spanischen Sevilla die ESA-Ministerratskonferenz statt. Auf der Konferenz wird über die Zukunft der europäischen Raumfahrt in den nächsten drei bis fünf Jahren entschieden. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Am 27. und 28. November 2019 entscheiden im spanischen Sevilla die für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Am 27. und 28. November 2019 findet im spanischen Sevilla die ESA-Ministerratskonferenz statt. Auf der Konferenz wird über die Zukunft der europäischen Raumfahrt in den nächsten drei bis fünf Jahren entschieden. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. und 28. November 2019 entscheiden im spanischen Sevilla die für  Raumfahrt zuständigen Minister und die von den jeweiligen Regierungen  entsandten Vertreter der ESA-Mitgliedstaaten über die Zukunft der  europäischen Raumfahrt in den nächsten drei bis fünf Jahren. Die  deutsche Delegation wird bei der so genannten Ministerratskonferenz,  kurz &#8222;Space19+&#8220;, von Thomas Jarzombek (MdB), dem Koordinator der  Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, geleitet. Im  Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)  in Bonn laufen die Vorbereitungen für die Konferenz auf Hochtouren. Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, und sein Team sind für die inhaltliche Vorbereitung der deutschen Positionen und Abstimmung mit der Bundesregierung und der ESA zuständig.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/ministerratskonferenz2019esa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/ministerratskonferenz2019esa600.jpg" alt="Logo Space 19+
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Logo Space 19+<br> (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bei der letzten Ministerratskonferenz 2016 in Luzern hat Deutschland  rund 1,9 Milliarden Euro für seine Beteiligung an den ESA-Programmen im  Zeitraum 2017-2019 gezeichnet und war damit nach Frankreich der  zweitstärkste Beitragszahler und Partner in der europäischen Raumfahrt&#8220;,  erklärt Walther Pelzer, und ergänzt: &#8222;Für die Verhandlungen in Sevilla  haben wir eine Kabinettsvorlage erarbeitet, die eine deutliche Erhöhung  vorsieht und über die die Bundesregierung am 13. November 2019  entscheiden wird.&#8220;    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland stärkt den Mittelstand im Raumfahrtbereich durch einen starken Fokus auf die Anwendungs- und Technologieprogramme. Die Ergebnisse von Sevilla sollen aus deutscher Sicht Raum schaffen für Innovationen, Agilität und NewSpace, das heißt konkrete Programme und strategische Linien auch für Start-ups und KMU. Der Nutzen der Raumfahrt für den Menschen und die Gesellschaft und die Erschließung neuer Märkte &#8211; also der Mehrwert und Transferpotenziale &#8211; müssen dabei entsprechend der Mittel und der Raumfahrt- sowie der High-Tech-Strategie des Bundes im Vordergrund stehen. &#8222;Wir stehen nach wie vor zu einem unabhängigen europäischen Zugang zum All und auch zu unseren Verpflichtungen beim Betrieb der ISS. Die globalen Entwicklungen in der Raumfahrt hin zu deutlich mehr Wettbewerb und Kommerzialisierung  machen es aber &#8211; mehr denn je &#8211; notwendig, die deutsche  Raumfahrtforschung und -industrie, besonders den Mittelstand und Start-ups, noch besser zu unterstützen und einzubinden&#8220;, sagt DLR-Vorstand Pelzer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So sollen im so genannten Business-Application-Programm (BASS) insbesondere marktfähige und kommerziell nachhaltige Dienstleistungen und Anwendungen branchenübergreifend gefördert und kommerzialisiert werden. Hinzu kommt die Vernetzung von Raumfahrtunternehmen mit regional etablierten Industrieunternehmen zur Generierung von so genannten Spill-over-Effekten. Auf der letzten Ministerratskonferenz in Luzern hat sich Deutschland mit 479 Millionen Euro an den Anwendungsprogrammen beteiligt und plant eine signifikante Steigerung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland weitet sein Engagement für den Klimaschutz aus, durch den  Ausbau seiner führenden Rolle in der Erdbeobachtung – sowohl  wissenschaftlich, technologisch als auch in der Nutzung und Verarbeitung  jeglicher Daten zur Analyse unseres Heimatplaneten. Zudem ist  Deutschland der wichtigste Partner im Copernicus-Programm von  Europäischer Union und ESA und wird sich maßgeblich an dessen  Fortführung und Ausbau beteiligen. Auf der Agenda stehen ebenso  Erdbeobachtungsanwendungen für nachhaltige Entwicklung und eine stärkere globale Entwicklungszusammenarbeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland möchte zudem mit seinen Zeichnungen in Sevilla Innovationen voranbringen für die deutsche KMU-Landschaft und zur Kompetenzförderung in Forschungseinrichtungen und Universitäten. Damit sollen technologische Entwicklungslücken im internationalen Wettbewerb geschlossen werden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Kerntechnologien und Komponenten für künftige Missionen. Dazu gehören beispielsweise die Digitalisierung von Produktionszyklen und Technologien für eine nachhaltige Nutzung des Weltraums, sowie Industrie 4.0-kompatible Fertigungsmethoden wie additive Fertigungstechnologien (3D-Druck), Robotik und moderne Sensorik. Wesentliches Element ist auch die Laserkommunikation als Expansionsmarkt der Zukunft. Erhalt und Ausbau der deutschen Spitzenposition auf diesem Gebiet sind ein zentrales Ziel der deutschen Raumfahrtstrategie. Deshalb hat Deutschland Interesse an dem optischen Kommunikationsnetzwerk Hydron, das terrestrische und Satellitennutzer gleichermaßen verbindet. Zudem sollen Schlüsselelemente für ein europäisches Quantenkommunikationsnetz entwickelt und demonstriert werden, das auf der Grundlage von Quantum Key Distribution (QKD) für eine bisher nicht erreichte Sicherheit in der Datenübertragung sorgen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> Deutschland beteiligt sich am internationalen Mondprogramm. Durch die Entwicklung und den Bau des European Service Module (ESM) &#8211; Made in Germany &#8211; in Bremen ist Deutschland bereits &#8222;mit auf dem Weg zum Mond&#8220;. Zusammen mit der Orion-Kapsel der NASA bildet das ESM das Transportfahrzeug, das Astronauten in den Mondorbit fliegt und ist damit ein Schlüsselelement im ARTEMIS-Programm, dem US-Mondprogramm des kommenden Jahrzehnts. Komplementär dazu ist weiterhin das starke deutsche Engagement auf der Internationalen Raumstation ISS. Dort werden die Grundlagen geschaffen, um auf dem Mond leben, arbeiten und forschen zu können. </p>
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		<title>Ministerratskonferenz: Europäische Herausforderungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ministerratskonferenz-europaeische-herausforderungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2014 13:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ExoMars]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Wörner]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Vorfeld der Ministerratskonferenz, welche nächste Woche am 2. Dezember 2014 in Luxemburg staffindet, sprach Raumfahrer.net mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Jan Wörner über die aktuellen europäischen Herausforderungen. Quelle: Interview mit DLR-Chef Jan Wörner. Ein Beitrag von Thomas Bruksch. Rosetta/Philea und die ISS-Gerst-Mission führten in letzter Zeit zu einer spektakulären Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und den Medien. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Vorfeld der Ministerratskonferenz, welche nächste Woche am 2. Dezember 2014 in Luxemburg staffindet, sprach Raumfahrer.net mit dem DLR-Vorstandsvorsitzenden Jan Wörner über die aktuellen europäischen  Herausforderungen. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Quelle: Interview mit DLR-Chef Jan Wörner. Ein Beitrag von Thomas Bruksch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/woerner.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/woerner_low_BB.jpg" alt="DLR Chef Jan Wörner
(Bild: DLR)"/></a><figcaption> DLR Chef Jan Wörner <br>(Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rosetta/Philea und die ISS-Gerst-Mission führten in letzter Zeit zu einer spektakulären Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und den Medien.  Eigentlich eine gute Grundlage, um über neue Projekte zu sprechen. Die ESA-Ministerratstagung im Dezember in Luxemburg hat allerdings eine ganz  eigene Spannung. Raumfahrer.net (<strong>RN</strong>) sprach direkt mit DLR-Chef Jan Wörner (<strong>JW</strong>) über den aktuellen Sachstand, wie es zum Meinungsumschwung zugunsten der Ariane 6 kam und was noch zu tun ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bilder einer Landung auf einem Komenten oder techniküberladene Einblicke in einen außerirdischen Laborkomplexes mit Globalaussicht Erde sind von der Ministerratskonferenz in Luxemburg nicht zu erwarten, eher nur große Konferenztische, Fähnchen, Papiere, Sprachen und Mikrophone. Dennoch ist das Interesse groß, weil ein weiteres Mal wichtige Entscheidungesentwürfe vorliegen, die die europäische Raumfahrt der nächsten Jahre und Jahrzehnte bestimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Top-Themen sind die Ariane-Weiterentwicklung und die Internationale Raumstation. Deutschland favorisierte jahrelang die Ariane 5ME und will die weitere europäische ISS-Beteiligung auf eine finanziell gesicherte  Grundlage stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sogar der Bundestag thematisierte die Raumfahrt, nach vielen Jahren das erste Mal wieder, und Frau Zypries als zuständige parlamentarische Staatssekretärin zeigte sich sehr ablehnend gegenüber einer Ariane 6 Entwicklung, insbesondere wegen der finanziellen Entwicklungsrisiken. Um so überraschender war jetzt nach einem Vorbereitungsmeeting in Köln die Nachricht, dass sich Deutschland mit dem Industrieentwurf der Ariane 6.2/6.4 einverstanden erklärte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wie kam es dazu, dass Deutschland nunmehr die Ariane 6.2/6.4 Lösung akzeptiert ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Mit dem Konzept der PPH mit Feststoffboostern waren wir überhaupt nicht zufrieden. Die Ariane 6.4 ist nun ein Konzept, dass auf der Ariane 5  basiert und der modularen Anforderung mit Booster und Doppelstartfähigkeit flexibel Rechnung trägt. Auch die ESA hat eingesehen, dass die Doppelstartfähigkeit etwas Gutes ist. Wir haben die Meinung nicht geändert, sondern das neue Konzept ausdrücklich begrüßt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wie teuer wird denn das neue Trägerkonzept in der Entwicklung und gibt  es denn entsprechende Finanzzusagen oder wird das der Überraschungseffekt auf der Konferenz ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Es wird ca. 4  Mrd € kosten. Es gibt aber noch keine Finanzzusagen, sondern das ganze Paket aus Ariane, ISS-Finanzierung u.a. steht dann zur Abstimmung. Auch Deutschland muß diese Mittel erst noch aufbringen, was von Frau Zypries im Ministerium adressiert wurde. Die Beteiligung der ESA-Länder an einem Programm sollte ausbalanciert sein und nicht von einem Land  dominiert sein. Bei der Arianeentwicklung könnten wir mit einem  niedriegeren Beitrag leben, aber wir werben um eine höhere Beteiligung deutscher Standorte mit ihren Kompetenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Muß Deutschland dann mehr bezahlen, wenn diese Standorte integriert werden und wie gestaltet sich der neue Raumfahrt-Industriesektor ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Über den Einsatz der einzelnen Standort gibt es Vereinbarungen zwischen  den beteiligten Firmen. Das es sie gibt, ist uns bekannt, der Inhalt nicht. Das ist jetzt in erster Linie Sache der Industrie. Tatsächlich gibt es aber noch offene Punkte im Zusammenhang mit der Governance (Steuerung) des in der Entstehung befindlichen Industrie Joint Venture aus Airbus &amp; Safran, die auch nicht bis Dezember klärbar sind. Man vereinbarte dazu einen Key-Decision-Milestone 2016, zu dem überprüft wird, ob die industriepolitischen und wirtschaftlichen Bedingung mit dem Konzept erfüllt sind oder nicht. Die nächste ESA-Ministerrats-Konferenz in 2016 wird darüber dann entscheiden.  Entweder ist es erfolgreich oder es würde abgebrochen, dann bliebe es bei der Ariane 5, die A5ME ist aber jetzt vom Tisch. Der Markt erweist sich als sehr dynamisch und das  erfordert jetzt ein Handeln, auch wenn einige Punkte noch offen sind. Wir gehen einen vorsichtigeren Schritt, wir geben eine bestimmte Menge Geld für die Entwicklung und dann muß sich das Unternehmen am Markt behaupten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wird das Joint Venture auch Auswirkungen auf die europäische Satellitenbau-Industrie haben, zb. auf Airbus/Thales ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Nein, damit rechne ich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Das Konzept der Ariane 6.2/6.4 ist doch sehr konventionell. Innovative  Aspekte wie Wiederverwendbarkeit und bemannter Crewtransport wurden  nicht ansatzweise berücksichtigt ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Das  Vinci-Triebwerk ist ja bisher noch nie geflogen und somit durchaus eine Innovation. Eine wirtschaftliche Wiederverwendbarkeit zu realisieren ist  bis 2020 eine zu große Herausforderung. Es wird einen kleinen finanziellen Programmteil geben, der für Weiterentwicklung der Ariane 6.2/6.4 verwendet werden soll. Leider hat eine europäische bemannte Raumfahrt in Europa keine ausreichende Basis. Die ESA wird da weiter mit Partnern wie den USA und anderen Nationen zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wird es zum Verhältnis EU/ESA Veränderungen und im Dezember eine Beschlußvorlage geben ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Nein. Das ist ein sehr entspannter Teil. Die Vorlage, die im Dezember  beschlossen werden dürfte, beschreibt einfach das derzeitige Verhältnis. Wir sehen die EU und ESA als komplementäre Organisation, als Chance. Wir wollen aufpassen, dass es keine Duplikationen gibt. Solch einen Beschluß wird es geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Was wird aus Exomars ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Da fehlen erhebliche Mittel, insbesondere für die 2018er Mission mit  dem Rover. Da sind Angebote da, die im einzelnen zu hoch sind. Exomars ist erneut in einer kritischen Phase. Es wird auf der Ministerrats-Konferenz auch sicherlich Thema sein. Ich bin nicht sicher, ob es gelingt, diese Summen, die dort genannt werden, auch zusammenbekommen wird. Das ist sehr schwierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Und die Zusammenarbeit mit Russland?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Das ist einfach, da ist alles geregelt, die Launcher werden bereitgestellt, die Realisierung des Landers ist da nur ein Detail.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Und die ISS, wie geht es da weiter ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Wir hoffen, dass die Finanzierung gesichert wird. Frau Zypries hat  Frankreich und Italien gefragt, es gibt noch nichts schriftliches, aber man hat eine positive Rückmeldung gegeben. Montag findet die nächste Sitzung in Paris statt. Wir hoffen auf die Bestätigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Gibt es weitere ISS-Pläne oder erfolgt jetzt einfach ein Regelbetrieb ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Der Betrieb der ISS hat sich ja sehr stark ausgeweitet, die ISS wird  mittlerweile auch verstärkt für Erdbeobachtung eingesetzt, da gibt es eine Reihe von Projekten, auch mit deutscher Beteiligung, zB. mit der Fa. Teledyne, zur Spektralanalyse. Die ISS ist ein unglaublich wertvolles Instrument, ein internationales Labor für Wissenschaft, Forschung und Anwendung. Also ich glaube, die ISS gewinnt an Wert von Tag zu Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Überlegung für eine Nachfolge-Station werden noch nicht angestellt ?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>JW:</strong> Doch. Da sind wir dran, es gibt verschiedene Überlegungen. Der  Planungsvorlauf muß ja Jahre vorher erfolgen. Es gibt Diskussionen, was wir da machen können. Anforderungen und Ideen einer Nachfolgestation werden zusammengetragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit:</strong> Am 2. Dezember wissen wir dann mehr über die Zukunft Europas mit der Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man mag selber ausfüllen, unter welchem Motto die ESA-Konferenz steht:<br>We choose to go to &#8230; not because they are &#8230;, but because they are &#8230;.<br>Das schwierigste scheint jedenfalls zu sein, gemeinsame Ziele zu verfolgen und das Geld dazu zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit!</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12017.msg311196;boardseen#new" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumconthema zur ESA-Ministerratskonferenz 2014</a></li></ul>
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		<title>SpaceX startet – Europa streitet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-startet-europa-streitet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2014 14:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute am 7. September 2014 hat SpaceX den Kommunikationssatelliten Asiasat-6 erfolgreich gestartet. Es ist der siebte Start der Falcon 9v1.1 innerhalb der letzten 365 Tage. Währenddessen machen Gerüchte den Umlauf, dass die ESA-Ministerratskonferenz im Dezember wegen Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich abgesagt werden muss. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, SpaceNews. Kurz nach Mitternacht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute am 7. September 2014 hat SpaceX den Kommunikationssatelliten Asiasat-6 erfolgreich gestartet. Es ist der siebte Start der Falcon 9v1.1 innerhalb der letzten 365 Tage. Währenddessen machen Gerüchte den Umlauf, dass die ESA-Ministerratskonferenz im Dezember wegen Uneinigkeit zwischen Deutschland und Frankreich abgesagt werden muss.  </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX, SpaceNews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/AsiaSat6L9asiasat2000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/AsiaSat6L9asiasat260.jpg" alt="Asiasat 6 unter einer Hälfte der Nutzlastverkleidung. (Bild: Asiasat)"/></a><figcaption>Asiasat 6 unter einer Hälfte der <br>Nutzlastverkleidung. (Bild: Asiasat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach Mitternacht Ortszeit ist heute am 7. September 2014 um 07:00 MESZ eine Falcon 9v1.1 der amerikanischen Firma SpaceX mit dem Kommunikationssatelliten Asiasat-6 gestartet. Der Flug erfolgte vom amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus. Ziel war ein geostationärer Transferorbit (GTO) mit folgenden Parametern: 185 km x 35.786 km x  25.3°. Die Falcon 9 folgte dem charakteristischen Flugprofil vom Cape  aus. Circa 3 Minuten nach dem Start erfolgte die Stufentrennung und circa 9 Minuten nach dem Start wurde ein Parkorbit erreicht. 23 Minuten nach  dem Start erfolgte eine Wiederzündung über dem Äquator um das Apogäum auf 35.786 km anzuheben, wenige Minuten später wurde der Satellit ausgesetzt. Parameter zur Einschussgenauigkeit waren zum Zeitpunkt der Publikation dieses Artikels noch nicht verfügbar. Asiasat hat jedoch Kontakt mit dem Satelliten laut SpaceX. Der Asiasat-6-Start war ursprünglich für Frühjahr 2014 angesetzt, auf Grund verschiedener Verzögerungen mit den vorangehenden Starts  &#8211; und zuletzt aufgrund der  Explosion des Testvehikels F9R-Dev1 in Texas – musste der Start jedoch um ca. 6 Monate verschoben werden.<br></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/asiasat6liftoff2spacex.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/asiasat6liftoff2spacex260.jpg" alt="F9v1.1 Liftoff
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>F9v1.1 Liftoff<br> (Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückblick:</strong><br>Der Asiasat-6 Start ist der zweite Asiasat-Start, der bei SpaceX  gebucht wurde. Bereits der vorangegangene Asiasat-8 im August war für Asiasat. Davor konnte SpaceX bereits die Satelliten Thaicom-6 und SES-8 erfolgreich in den GTO starten. Dazu ereigneten sich der Orbcomm-Start  im Juli 2014 und der Cassiope-Start im September 2013, beide in den niedrigen Erdorbit. Schlussendlich gab es noch den CRS-3 Start für die  NASA zur ISS im April 2014. Von den ersten 7 Starts der neuen Falcon  9v1.1 – alle innerhalb der letzten 365 Tage bzw. im Zeitraum eines  Jahres – waren damit 6 kommerziell und nur einer für die NASA. Darüber hinaus war SpaceX sehr erfolgreich mit seinen Versuchen, die erste Stufe nach einer Mission im Meer zu landen. Dabei geht es darum die Stufe nach einer orbitalen Mission wieder zurück zum Startplatz zu fliegen, um sie für einen neuen Flug wiederzuverwenden. Dabei kommt es zu Nutzlasteinbußen, die Wiederverwendung geht also nur bei Nutzlasten, die die Performance der Rakete nicht voll ausnutzen. Mehrere Videos der Versuche wurden von SpaceX bei YouTube hochgeladen und haben viele hunderttausend Zuschauer gefunden – Zuschauerzahlen, von denen man in der europäischen Raumfahrt nur träumen darf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/asiasat6liftoffspacex.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/asiasat6liftoffspacex260.jpg" alt="SpaceX startet Asiatsat 6.
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>SpaceX startet Asiatsat 6.<br> (Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausblick:</strong><br>Der nächste SpaceX-Start ist die CRS-4 Mission für die NASA zur ISS – derzeit für auf Ende September terminiert. Dabei wird SpaceX Fracht zur Raumstation transportieren und anschließend andere Fracht zur Erde zurückbringen. Darüber hinaus sind eine weitere Orbcomm-Mission und noch die CRS-5 Mission – ebenfalls zur ISS – geplant. Als besonderen Höhepunkt plant SpaceX noch einen Startabbruchtest mit der Dragonkapsel vom F9-Startplatz im November 2014. Dabei wird die Dragonkapsel auf einer &#8211; die Falcon 9 simulierende – Struktur montiert und anschließend das Rettungssystem – bestehend aus 8 SuperDraco-Triebwerken – getestet. Ein Abbruch im Flug soll ebenfalls getestet werden, allerdings erst Anfang 2015. Währenddessen wartet die Raumfahrtgemeinde auf den Ausgang der CCtCap-Ausschreibung, also welche Firma als nächstes amerikanische Astronauten zur Raumstation transportieren darf.Im Rennen sind SpaceX mit der Dragon-Kapsel, Boeing mit der CST-100-Kapsel und Sierra Nevada Corporation mit der Dreamchaser-Raumfähre. Eine Bekanntgabe soll unmittelbar bevorstehen und eventuell bereits nächste Woche erfolgen.<br><br><strong>Die Situation in Europa:</strong><br>Im Anblick dieses starken Anstiegs der Startrate bei SpaceX, könnte man meinen, dass die Entscheidungsträger in Europa bemüht wären, zu einer Einigung im seit Jahren andauernden Arianestreit zu kommen. Doch davon ist man immer noch weit entfernt. Erst diese Woche berichtete der Brancheninformationsdienst „SpaceNews“, dass eine Absage der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember droht oder alternativ keine  konkreten Entscheidungen getroffen werden sollen. Hintergrund ist die seit der letzten Ministerratskonferenz immer noch nicht geklärte Frage zur Arianezukunft. Deutschland will erst die Ariane 5 ME bauen und die Franzosen direkt die Ariane 6, die inzwischen schon wieder einmal umentworfen wurde und jetzt nur noch aus einer Hauptstufe mit LH2/LOX und einer Oberstufe mit LH2/LOX besteht. Dazu kommen 2 &#8211; 4  Feststoffbooster, die hypergole Oberstufe wurde gestrichen. Von der Arianefrage hängt auch die ISS-Zukunft ab, denn Frankreich will einer ISS-Verlängerung nur zustimmen, wenn Deutschland bei der Ariane entgegenkommt. Immerhin bei der Industrie hat man einen Handlungsbedarf erkannt und will jetzt ein Joint-Venture zwischen Airbus und Safran schaffen, wo alle Produktionsstätten der beiden Firmen bzgl. Ariane vereint werden sollen.   <br><br>Die Arianespace-Bilanz der letzten 365 Tage sieht leider alles andere als rosig aus. Nur drei  Ariane 5-, ein Vega- und vier russische Sojusstarts kann Arianespace verbuchen. Von den Sojusstarts landet das meiste Geld darüber hinaus in Russland und verbleibt nicht in der europäischen Industrie. Dazu kommt der Sojusfehlstart mit den Galileosatelliten, der die Zukunft der Sojus von Kourou in Frage stellt. So äußerte sich CNES-Chef Le Gall in einer französischen Onlinepublikation, dass man überlege alle  Galileosatelliten jetzt mit Ariane zu starten. Am Montag sollen erste  Untersuchungsergebnisse des Sojusfehlstarts vorliegen. Der Sojusfehlstart war ein großes PR-Desaster für Arianespace. So hatte man erst einen Erfolg gemeldet und gar nicht gemerkt, dass der Orbit falsch war. Circa 6 Stunden nach dem Start bemerkte ein Twitter-Benutzer, dass die Orbitdaten vom US-amerikanischen Weltraumkommando einen Fehlstart nahelegen und erst ca. 12 Stunden nach dem Start sah man sich bei  Arianespace genötigt, eine Pressemitteilung rauszugeben in der man von einer „Orbit-Anomalie“ sprach.   <br><br>Nächste Woche ist die „World Satellite Business Week“ von Euroconsult in Paris, wo es am Dienstag zu einer Podiumsdiskussion unter anderem mit Israel, dem  Arianespace CEO, und mit Shotwell, der SpaceX-Präsidentin kommen wird. Israel wird sich da vor den Kunden erklären müssen bzgl. Sojus-Fehlstart und schlechter Ariane-Startrate, während Shotwell mit einem weiteren erfolgreichen Start im Rücken sicher weitere Kunden von Arianespace zu SpaceX hinüberziehen können wird.  <br><br><strong>Weitere Informationen im Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12100.msg302692#new" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Forumsthema zum Asiasat-6 Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12017.240" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Forumsthema zur ESA-Ministerratskonferenz</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>ILA Space Day &#8211; einen Tag Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ila-space-day-einen-tag-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2014 18:56:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ILA]]></category>
		<category><![CDATA[Messe]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Space Day]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Raumfahrt ist natürlich während der ganzen ILA vertreten, aber mit dem Space Day soll ja die Raumfahrt einen besonderen Stellenwert auf der ILA erhalten. So wurden u.a. in vier Panel-Diskussionen mit viel Prominenz präsentiert, die solche Veranstaltungen sicher auch gerne nutzen, ihre Message öffentlich zu machen. Ein Beitrag von Thomas Bruksch. Quelle: Besuch der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Raumfahrt ist natürlich während der ganzen ILA vertreten, aber mit dem Space Day soll ja die Raumfahrt einen besonderen Stellenwert auf der ILA erhalten. So wurden u.a. in vier Panel-Diskussionen mit viel Prominenz präsentiert, die solche Veranstaltungen sicher auch gerne nutzen, ihre Message öffentlich zu machen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Bruksch. Quelle: Besuch der ILA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_small_1.jpg" alt="T. Bruksch" width="260"/></a><figcaption>
Orion-Display auf dem Gelände 
<br>
(Bild: T. Bruksch)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Konzept des Messeauftritts kennt man schon aus früheren ILAs &#8211; ein Highlight am Eingang, diesmal die Orion mit dem europäischen Servicemodul, ein aufwendig inszenierte Halle mit Exponaten und die sich daran anschließenden Messestände von DLR und Raumfahrtunternehmen. Mein letzter Besuch einer ILA zeigte den ESA Lunar Lander, der ja gestrichen wurde. Geht es allen Projekten so, die so prominent vor dem Space-Pavillion ausgestellt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Reiter ist wohl zu Recht stolz, mit der NASA-Kooperation in der bemannten Exploration einen europäischen Fuß in der Tür zu haben und gewissermaßen den Motor des Systems beisteuern zu können. Dennoch sind die technischen wie auch organisatorischen Herausforderungen und Voraussetzungen nicht gerade optimal, den Erfolg des Unternehmens sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Space Pavillion fanden dann die Diskussionsrunden statt. Vieles von den Themen ist von den Verantwortlichen und in Medien bereits diskutiert worden. Vor Ort bekommt man dann doch ein Gefühl, welche Fragen und Interessenkonflikte zwischen den Beteiligten noch abzuarbeiten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Erdbeobachtung und Telekommunikation- Wettbewerb und Wachstum</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; Die Zukunft des Träger Geschäfts &#8211; Kommerzialisierung vs. institutionelle Beschaffung- Bemannte Raumfahrt &#8211; Forschung im All für die Erde</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdbeobachtung und Telekommunikation sind der Anwendungsbereich der Raumfahrt, liefern mit den unterschiedlichsten Satelliten schöne Bilder, viele Messwerte und Dienste. ESA Direktor Volker Liebig gestand jedoch auch ein, dass dieser Bereich weitgehend öffentlich finanziert ist und weit mehr finanzielle Mittel in Europa erhält (ca. 915 Mio. €) als z.b. die bemannte Raumfahrt (ca. 370 Mio. €). Er kündigte an, dass die übernächste ESA-Ministerkonferenz 2016 sich mit der weiteren Finanzierung befassen wird.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_small_2.jpg" alt="T. Bruksch" width="260"/></a><figcaption>
Panel-Diskussion 
<br>
(Bild: T. Bruksch)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Zypries, Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt im Bundesministerium für Wirtschaft, vertritt die politische Seite als öffentlicher Auftraggeber für die Raumfahrtindustrie, die unterstützt wird von DLR-Chef Wörner. Dordain verwies darauf, dass heute die Zukunft in 5 Jahren gestaltet wird, die die Verantwortlichen heute (bzw. auf der ESA-Ministerratskonferenz) entscheiden. Frau Zypries äußerte sich ua. begeistert von SpaceX als ein sehr innovatives und unternehmerisches Unternehmen und stellte die Frage gerichtet an die Industrie, warum das nicht auch in Europa möglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steht natürlich der Wunsch, Raumfahrt in Europa billiger zu machen. Zypries forderte Verbesserungen und Kostenvorteile bei der Ariane 5. Und Deutschland erklärt gegenüber der ESA gleich formell, dass man nicht mehr Geld für die Trägerentwicklung zur Verfügung stellen wird. 2015-2024 soll die Budgethöhe wie bisher bei etwa 850 Mio € liegen. Naja, auch diese Vorgehensweise ist nicht besonders neu, innovativ oder innovationsfreundlich. Der Auftraggeber ist sozusagen durch seine Auftragsvergabe zu 50% für die Strukturen verantwortlich, die er vorfindet.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052014205642_small_3.jpg" alt="T. Bruksch" width="260"/></a><figcaption>
Orion-Mockup mit europäischem Servicemodul 
<br>
(Bild: T. Bruksch)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der Industrie vorgeschlagene Konzentration auf weniger Standorte stellte DLR-Chef Wörner in Frage und verwies dabei auf das Beispiel der Airbus Flugzeugproduktion. Er verwies sicher zu Recht darauf, dass es ein europäisches Projekt bleiben sollte. Evert Dudok als Vertreter der Industrie schien da jedoch anderer Meinung zu sein. Immerhin brachte Herr Wörner Europa ins Spiel mit einem 20-Euro Schein der Europa als Satellitenfoto zeigt, so dass jeder von uns ein bisschen Raumfahrt in der Tasche hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen den ISS-Partnern war die ILA wohl noch nicht der Zeitpunkt und die Gelegenheit, die Beteiligten ins Gespräch zu bringen oder die Situation zu verändern. Immerhin schärft die Diskussion die Frage um die Zukunft der ISS und die Frage des danach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der ESA-Ministerratssitzung 2012 hatte man sich geschworen, den Verhandlungsstress nicht noch einmal zu erleiden und die Zeit von 2 Jahren bis Ende 2014 für eine Einigung zu nutzen. Nach 1,5 Jahre sieht es aber noch nicht danach aus, dass man politische Fortschritte gemacht hat und die Zahl der Baustellen eher wächst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Abseits der politischen Zukunftsgestaltung ist die ILA in jedem Fall ein Event und Treffpunkt, wo man alles sehen und (das meiste) anfassen kann, was fliegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12057.msg290505#new" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ILA 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5714.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrtpolitik in Deutschland</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12017.msg290548#new" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA-Ministerratstagung 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9380.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EU-Space Policy auf EU-Ebene</a></li></ul>
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		<title>Deutschland beteiligt sich am ESA-Programm Aurora</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/deutschland-beteiligt-sich-am-esa-programm-aurora/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2005 18:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ExoMars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Aurora-Programm]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland wird sich mit zunächst 3 Mio. Euro am europäischen &#8222;Aurora&#8220;-Programm beteiligen. Kernstück dieses Programms ist die geplante Marsrover-Mission ExoMars. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Deutschland wird sich verstärkt an der europäischen Weltraum-Exploration beteiligen. Das hat letzte Woche der ESA-Programmrat Aurora in Paris bestätigt. Mit seinem Vorstoß möchte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Deutschland wird sich mit zunächst 3 Mio. Euro am europäischen &#8222;Aurora&#8220;-Programm beteiligen. Kernstück dieses Programms ist die geplante Marsrover-Mission <em>ExoMars</em>. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/aurora_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/aurora_260.jpg" alt="Europäische Forschungsvision &quot;Aurora&quot; (zum Vergrößern anklicken).
(Illustration: ESA)"/></a><figcaption>Europäische Forschungsvision &#8222;Aurora&#8220; (zum Vergrößern anklicken).<br> (Illustration: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland wird sich verstärkt an der europäischen Weltraum-Exploration beteiligen. Das hat letzte Woche der ESA-Programmrat Aurora in Paris bestätigt. Mit seinem Vorstoß möchte Deutschland, vertreten durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der deutschen Industrie und Wissenschaft ermöglichen, sich an zukunftsorientierten Projekten zu beteiligen. Hierfür werden zunächst drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dem deutschen Beitritt stimmten die Mitglieder des Programmrates einstimmig zu. Deutschland ist damit das zwölfte Land, das sich dem Programm verpflichtet. Insgesamt umfasst es derzeit ein Volumen von 44,5 Millionen Euro. Das Programm soll auf der ESA-Ministerratskonferenz im Dezember in Berlin fortgeschrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltraum-Exploration wurde im weitgesteckten Konzept des Aurora-Programms auf der  ESA-Ministerratskonferenz in Edinburgh im Jahr 2001 vorgestellt. Das Programm ist auf die Erforschung des Sonnensystems in den Bereichen Technologieentwicklung, Planetenforschung, Exobiologie und  Lebenswissenschaften ausgerichtet. Schwerpunkte sollen hierbei  Himmelskörper sein, auf denen es möglicherweise Spuren von Leben gibt bzw. gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ziele des Programms sollen unter anderem mit der Mission <em>ExoMars</em> erreicht werden. <em>ExoMars</em>  wird aus einem Träger, einem Landesystem mit Airbag und Bremsraketen, einer Landestation und einem Rover bestehen. Die Mission soll nach Lebensspuren suchen und geophysikalische Untersuchungen, etwa zum  inneren Aufbau des Mars&#8216;, durchführen. Der Start könnte möglicherweise  im Jahr 2011 stattfinden. Ein Entwurf dieser Mission soll ebenfalls auf  einem Treffen im Dezember präsentiert werden. </p>
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		<title>Galileo offiziell beschlossen &#8211; Ariane wird gerettet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/galileo-offiziell-beschlossen-ariane-wird-gerettet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2003 13:39:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Ministerrat der ESA beschließt in Paris offiziell den Bau des Satelliten-Navigationssystems Galileo und ein Rettungsprogramm für die angeschlagene Ariane 5. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) kann nun die Bedingungen für die Teilnahme am Satellitennavigationsprogramm Galileo abschließend festlegen und die Urkunde zur Gründung des gemeinsamen Unternehmens Galileo billigen, die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Ministerrat der ESA beschließt in Paris offiziell den Bau des Satelliten-Navigationssystems <em>Galileo</em> und ein Rettungsprogramm für die angeschlagene <em>Ariane 5</em>. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/030527cb.jpg" alt="Die europäische Trägerrakete Ariane 5 muss wieder wettbewerbsfähig werden - dies beschloss der ESA-Ministerrat in Paris.
(Bild: ESA)"/><figcaption> Die europäische Trägerrakete <em>Ariane 5</em> muss wieder wettbewerbsfähig werden &#8211; dies beschloss der ESA-Ministerrat in Paris.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) kann nun die Bedingungen für  die Teilnahme am Satellitennavigationsprogramm <em>Galileo</em> abschließend festlegen und die Urkunde zur Gründung des gemeinsamen Unternehmens  <em>Galileo</em> billigen, die demnächst von der ESA und der Europäischen Union (EU) unterzeichnet werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben beschloss der Ministerrat der ESA auf seiner Sitzung in Paris ein 1,2 Milliarden Euro schweres Rettungsprogramm für die <em>Ariane 5</em>, das die europäische Rakete bis 2009 wieder wettbewerbsfähig machen soll. Eine verbesserte Version der <em>Ariane 5</em>  war am 11. Dezember 2002 nach wenigen Minuten Flug über dem Atlantik notgesprengt worden. Dies hatte das bereits vorher angeschlagene Betreiberunternehmen Arianespace stark zugesetzt und das Image des europäischen Trägers stark strapaziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dies ist ein großer Tag für Europa im allgemeinen und die europäische Raumfahrt im besonderen. Unsere Mitgliedstaaten sind sich der wirtschaftlichen, industriellen und strategischen Bedeutung der Satellitennavigation bewußt und haben eine Einigung im Interesse aller erzielt. Damit kann <em>Galileo</em>, dieses große Programm, das allen Bürgern zugute kommen wird, weitergehen. <em>Galileo</em> wird nun endgültig Realität!“ erklärte ESA-Generaldirektor Antonio Rodotà, als er nach der heutigen Ratstagung auf Delegiertenebene in Paris die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, informierte, die auf der morgen ebenfalls in Paris  stattfindenden Tagung des ESA-Ministerrats den Vorsitz führen wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/030527bb.jpg" alt="Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo wird mit 30 Satelliten eine Alternative zum Global Positioning System (GPS) der USA.
(Bild: ESA)"/><figcaption> Das europäische Satelliten-Navigationssystem <em>Galileo</em> wird mit 30 Satelliten eine Alternative zum <em>Global Positioning System</em> (GPS) der USA.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bulmahn zeigte sich über dieses Ergebnis hocherfreut und fuhr fort: „<em>Galileo</em>  ist nun endlich auf dem Weg. Ich danke allen ESA-Mitgliedstaaten, die sich um eine ausgewogene Lösung bemüht haben, und stelle mit Genugtuung fest, daß Europa bei einem Programm, das für jeden von uns im Alltag von großem Nutzen sein wird, erneut seinen Willen zur Behauptung einer technologischen Führungsposition unter Beweis gestellt hat.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame Unternehmen <em>Galileo</em>, das seinen Sitz in Brüssel haben wird, ist eine einheitliche Organisationsstruktur, die mit der Durchführung der Entwicklungs- und Validierungsphase des Programms <em>Galileo</em> und der  Vorbereitung seiner Errichtungs- und Betriebsphase betraut wird und den  Weg für den späteren Betreiber des <em>Galileo</em>-Systems ebnen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Galileo</em> soll das jetzige, ausschließlich auf dem amerikanischen GPS (Global Positioning System) beruhende Satellitennavigationssystem ergänzen. Mit <em>Galileo</em>, das von der ESA gemeinsam mit der EU entwickelt und zu gleichen Teilen finanziert wird, soll ab 2008 ein vollständiges ziviles System in Betrieb gehen, das den Europäern und der ganzen Welt eine genaue und sichere Ortsbestimmung mittels Satelliten bieten wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anwendungen sind vielfältig: Steuerung und Überwachung des  Straßen-, Schienen-, Luft- und Seeverkehrs, Synchronisierung der Datenübertragung zwischen Rechnern usw. Mit einem auf das 4,6fache des Investitionsvolumens geschätzten Ertrag und der Schaffung von über 140.000 Arbeitsplätzen verspricht das Vorhaben außerdem großen wirtschaftlichen Nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Galileo</em> ist das erste Projekt, das die ESA gemeinsam mit der EUdurchführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>Galileo</em>-System wird insgesamt 30 Satelliten (27 aktive und 3  Reservesatelliten) umfassen, die die Erde auf drei verschiedenen Kreisbahnen in 23.616 km Höhe mit einer Neigung von 56° zum Äquator umlaufen und damit eine ausgezeichnete Abdeckung unseres Planeten gewährleisten werden. Zwei <em>Galileo</em>-Kontrollzentren in Europa sollen den Betrieb der Satelliten überwachen und die Leitung des Navigationssystems wahrnehmen. </p>
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		<title>Was braucht Europa?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/was-braucht-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2003 16:12:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[EADS]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28441</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 27. Mai kommen die für Raumfahrtangelegenheiten zuständigen Minister der Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und Kanadas in der ESA-Hauptverwaltung in Paris zusammen, um Entscheidungen über die Umstrukturierung des Ariane-Trägersektors und zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Ariane-5 sowie weitere Maßnahmen zur Vorbereitung künftiger Raumfahrzeugträger zu treffen. Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA. Die Minister sollen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 27. Mai kommen die für Raumfahrtangelegenheiten zuständigen Minister der Mitgliedstaaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und Kanadas in der ESA-Hauptverwaltung in Paris zusammen, um Entscheidungen über die Umstrukturierung des Ariane-Trägersektors und zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Ariane-5 sowie weitere Maßnahmen zur Vorbereitung künftiger Raumfahrzeugträger zu treffen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister sollen ferner über die Freigabe gesperrter Mittel für das Programm zum Einsatz der Internationalen Raumstation (ISS) beschließen und eine Entschließung über die Beziehungen zwischen der ESA und der Europäischen Union annehmen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">1. Umstrukturierung des Ariane-Trägersektors: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Ariane-5 und Erhaltung des garantierten Zugangs zum Weltraum  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste den Ministern zur Annahme vorgeschlagene Entschließung befaßt sich mit den Sofortmaßnahmen, die getroffen werden müssen, um das Trägersystem Ariane-5 wieder auf Erfolgskurs zu bringen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Europa herrscht weitgehend Einvernehmen darüber, daß der Zugang zum Weltraum garantiert und erschwinglich bleiben und Europa Kapazitäten zur Sicherung einer unbehinderten Nutzung des Weltraums aufrechterhalten muß. Die gegenwärtige Situation auf dem Weltmarkt für kommerzielle Startdienste und der fehlgeschlagene Jungfernflug der neuen Ausführung der Ariane-5 (ECA) im Dezember 2002 haben die wirtschaftlichen Aussichten des europäischen Trägersektors, vor allem der Betreibergesellschaft Arianespace, die für die Beschaffung, die Vermarktung und den Start der Ariane-5 verantwortlich ist, stark beeinträchtigt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies könnte ernste Folgen für die Aufrechterhaltung eines garantierten und erschwinglichen Zugangs zum Weltraum haben, weswegen sowohl die Regierungen als auch die Industrie dringend aufgerufen sind, Sondermaßnahmen zu treffen mit dem Ziel, den garantierten Zugang zum Weltraum aufrechtzuerhalten, die Produktion der Ariane-5 wirtschaftlich zu stabilisieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und sie mit den Trägern der Konkurrenz gleichzustellen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">A. Qualifizierung des Trägers Ariane-5 ECA  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Wettbewerbsfähigkeit des Trägers Ariane-5 wiederherzustellen, sieht die den Ministern zur Annahme vorgeschlagene Entschließung über die Umstrukturierung des Ariane-Trägersektors zunächst eine Einigung über die Fortsetzung der Qualifizierung der Ariane-5-Ausführung ECA (Unterstufenkombination mit dem Triebwerk Vulcain-2 und Oberstufe ESC-A mit dem flugerprobten Triebwerk HM-7 der Ariane-4) mit einer GTO-Nutzlastkapazität von 10 Tonnen vor, die Voraussetzung für kosteneffiziente systematische Doppelstarts ist. Der entsprechende Auffangplan sieht folgendes vor:  </p>



<p class="wp-block-paragraph">a) die Konsolidierung der Entwicklung des neuen Triebwerks Vulcain-2 (das beim ersten Startversuch im Dezember nicht ordnungsgemäß funktionierte);  </p>



<p class="wp-block-paragraph">b) einen reinen Qualifikationsflug mit einem Träger Ariane-5 ECA im März 2004;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">c)den Start des ersten ATV (Automatisches Transferfahrzeug) zur ISS mit einem Träger der Ausführung Ariane-5 ES (Unterstufenkombination mit dem Triebwerk Vulcain-2 und flugerprobte Oberstufe EPS der Grundausführung der Ariane-5) im September 2004.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Arianespace verfügt über flugqualifizierte Ariane-5-Träger in ihrer Grundausführung (GS, d.h. Triebwerk Vulcain-1 und Oberstufe EPS mit einer GTO-Nutzlastkapazität von 6,8 Tonnen) für die Starts bis Anfang 2005. Demnächst muß ein neues Ariane-5-Los für die Starts ab Anfang 2005 bestellt werden; dieses Los wird sich aus Trägern der Ausführungen ECA und GS zusammensetzen, um die Kontinuität der Startdienste zu sichern. Ein Beitrag von maximal 72,5 Millionen Euro aus dem Begleitenden Ariane-Forschungs- und Technologieprogramm (ARTA) &#8211; mit dem die Erhaltung der Qualifizierung der Ariane-5 gewährleistet werden soll &#8211; sowie Eigenbeiträge der Industrie sollen die nicht wiederkehrenden Kosten für die Wiederaufnahme der Produktion der Ariane-5 GS decken.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Höchstbetrag (im Rahmen der für das Programm ARTA/Ariane-5 bereits bewilligten Mittel vorhanden): 72,5 Millionen Euro (die Industrie soll weitere 37,5 Millionen Euro beitragen).  </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Anmerkung: Das Programm ARTA dient der Erhaltung der Zuverlässigkeit und Qualifizierung der Ariane-5 während ihrer Einsatzdauer. Es ermöglicht die Beseitigung von Entwurfsmängeln und Schwächen und die Vertiefung der Kenntnisse über das Flugverhalten des Trägers. Ihm stehen für den Zeitraum 2003-2006 302,97 Millionen Euro zur Verfügung.)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konsolidierung des Triebwerks Vulcain-2 soll im Rahmen der Programme Weiterentwicklung Ariane-5 und Ariane-5 Plus erfolgen, aus denen ein Höchstbetrag von 42,5 Millionen Euro (im Rahmen der für diese Programme bereits bewilligten Mittel vorhanden) bereitgestellt wird, ergänzt durch Eigenbeiträge der Industrie in Höhe von 37,5 Millionen Euro.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konsolidierung der Oberstufe ESC-A soll mit einem Beitrag aus dem Programm Ariane-5 Plus zu den betreffenden Entwicklungskosten in Höhe von maximal 60 Millionen Euro (im Rahmen der für dieses Programm bereits bewilligten Mittel vorhanden) erreicht werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Anmerkung: Mit dem Programm Ariane-5 Plus soll der Träger Ariane-5 weiterentwickelt und seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt durch Steigerung seiner Leistung und Vielseitigkeit und Senkung der Startpreise erhalten werden. Das Programm sieht im Prinzip bis 2006 die Entwicklung einer Ariane-5-Ausführung ECB mit einem Vulcain-2-Triebwerk für die Hauptstufe und einem neuen Oberstufentriebwerk, dem wiederzündbaren kryotechnischen Triebwerk Vinci, für eine GTO-Startkapazität von 12 Tonnen vor. Auf der Ministerratstagung in Edinburgh im Jahr 2001 wurden für die dritte Etappe dieses Programms 699,14 Millionen Euro bewilligt. Davon sind 315 Millionen Euro (zu den wirtschaftlichen Bedingungen &#8211; WB &#8211; von 2003) bis zu einem weiteren Beschluß Ende 2004 gesperrt, der unter anderem die Wiederaufnahme der ECB-Tätigkeiten beinhalten könnte. Der ESA-Rat hat am 25. April 2003 in einer Entschließung die Aussetzung dieser Tätigkeiten beschlossen.)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer Zusatzerklärung über den Abschnitt 9 des Entwicklungsprogramms Ariane-5 soll ein neues Flugdemonstrationsprogramm für Ariane-5 ECA durchgeführt werden, um einen reinen Qualifikationsflug einer Ariane-5 ECA (Vulcain-2 + ESC-A) im März 2004 und den Start des ATV-1 der ESA zur ISS mit einer Ariane-5 ESV (Vulcain-2 + wiederzündbare EPS) im September 2004 vorzubereiten. Hierfür werden 228 Millionen Euro (WB 2003) beantragt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Anmerkung: Die Kosten für den ersten Qualifikationsflug der Ausführung ECA belaufen sich auf 185 Millionen Euro (WB 2003). Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den Kosten für die Fertigung des Trägers (130 Millionen Euro) und den Betriebs- und sonstigen Kosten (55 Millionen Euro). Die vom ECA-Flugdemonstrationsprogramm zu tragenden Kosten für den zweiten Flug mit dem Triebwerk Vulcain-2 betragen 41 Millionen Euro, was der Differenz zwischen den Startkosten für eine Ausführung ESV (170 Millionen Euro) und dem Arianespace vom ISS-Programm gezahlten Preis für den Start des ersten ATV (129 Millionen Euro zu WB 2003) entspricht. Die direkten Ausgaben belaufen sich damit auf 226 Millionen Euro. Weitere 2 Millionen Euro fallen für Verwaltungs- und Standortkosten, technische Infrastruktur und technische und betriebliche Unterstützung an.)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">B. Reorganisation des Ariane-Trägersektors  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine enge Verflechtung zwischen Entwicklung und Produktion zu erreichen, muß die Reorganisation des Trägersektors, die infolge einer auf der Ministerratstagung im November 2001 in Edinburgh angenommenen Entschließung eingeleitet wurde, zum Abschluß gebracht werden. Diese Reorganisation erfolgt parallel zu der für eine Senkung der Produktionskosten der Ariane-5 erforderlichen Straffung des Produktionsablaufs.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Gründen sieht die Entschließung des Ministerrats vor, daß künftig ein einziger Hauptauftragnehmer für das Trägersystem und damit für den Entwurf, die Entwicklung und die Fertigung der Ariane-5 zuständig sein soll (vorgesehen ist, daß EADS der einzige industrielle Ansprechpartner für die ESA (Entwicklung) und für Arianespace (Produktion) sein wird). Der Hauptauftragnehmer soll ferner Verpflichtungen zur Einhaltung von Produktionszielen (Fertigungskosten und Geschäftsplan) eingehen. Diese neue Industrieorganisation soll bereits bei dem im Juni dieses Jahres zu bestellenden Ariane-5-Los PA zur Anwendung kommen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Arianespace wurde aufgrund einer Vereinbarung mit der ESA mit der Durchführung der Produktionsphase betraut und soll diese Aufgabe auch künftig wahrnehmen. Die Gesellschaft wird ferner die Verantwortung gegenüber den Kunden für Startdienste tragen und die Träger beim Hauptauftragnehmer für das Trägersystem beschaffen und sich zu einem mit letzterem gemeinsam zu erarbeitenden Geschäftsplan verpflichten (Arianespace wird ihre Integrationstätigkeiten EADS übertragen).  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch seitens der öffentlichen Hand soll der Sektor rationalisiert werden. Es wird erwartet, daß die Minister der ESA die Leitung der Trägerprogramme  übertragen und ihren Generaldirektor beauftragen, zur Vermeidung unnötiger Überschneidungen die insbesondere im CNES vorhandenen Fachkompetenzen und personellen Ressourcen zu nutzen und entsprechende Verträge oder Abmachungen zu schließen. Der Generaldirektor soll ferner ersucht werden, einen Vorschlag zur Neuorganisation des Startbetriebs im Raumfahrtzentrum Guayana in Kourou zu unterbreiten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">C. Programm für den garantierten Zugang Europas zum Weltraum (EGAS)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einbruch auf dem kommerziellen Markt für Satellitenstarts stellt die Fortsetzung der Produktionsphase für Ariane-5, die vom kommerziellen Markt abhängig ist, in Frage. Deshalb muß durch geeignete Maßnahmen sichergestellt werden, daß dieser Träger für künftige institutionelle europäische Missionen zur Verfügung steht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EGAS-Programm soll den europäischen Institutionen mit Ariane?5 den Zugang zum Weltraum gewährleisten und sie unter Anbietung der besten Marktpreise und Zusicherung der Startpriorität für ihre Missionen zur größtmöglichen Nutzung dieses Zugangs zum Weltraum bewegen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über das Ariane-Programm EGAS, das sich über den Zeitraum 2005 &#8211; 2009 erstrecken und ausgewählte Tätigkeiten zu Fixkosten (im Zusammenhang mit der Produktion eines im Jahr 2003 zu bestellenden Loses von Ariane-5-Trägern) abdecken soll, können die europäische Industrie und Arianespace mit ihren internationalen Konkurrenten gleichgestellt werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finanzrahmen für das EGAS-Programm im Zeitraum 2005-2009 ist auf 960 Millionen Euro (WB 2003) festgesetzt. Die an der Teilnahme an diesem Programm interessierten Mitgliedstaaten sind aufgerufen, bis 30. September 2003 eine entsprechende Programmerklärung zu erstellen und sie bis 31. Dezember 2003 anzunehmen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2. Perspektiven des europäischen Trägersektors bis 2010: das Vorbereitungsprogramm für Künftige Raumfahrzeugträger und die Sojus in Kourou  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Entschließung, die auf der Tagung des ESA-Rates auf Ministerebene am 27. Mai angenommen werden soll, wird hervorgehoben, daß die Umstrukturierung des Ariane-Trägersektors in eine Perspektive des europäischen Trägersektors für die Zeit bis 2010 eingebettet sein muß, die auch der Verbesserung seiner Wettbewerbsfähigkeit Rechnung trägt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies kann durch eine Verstärkung der F+E-Basis für Raumfahrzeugträger in Europa unter Entwicklung entsprechender technologischer Kapazitäten und durch Erweiterung der von Arianespace angebotenen Startdienste beginnend mit dem Einsatz des Kleinträgers Vega und des Trägers Sojus vom Raumfahrtzentrum Guayana in Kourou aus erreicht werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">A. Vorberreitungsprogramm für Künftige Raumfahrzeugträger  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die europäischen Trägerraketen Ariane-5 und Vega &#8211; und ihre etwaigen Weiterentwicklungen &#8211; bis zum Jahr 2020 im Einsatz bleiben dürften, ist es nicht notwendig, jetzt schon die Entwicklung eines völlig neuen Startfahrzeugs in Angriff zu nehmen. Angesichts der wachsenden Technologielücke zwischen Europa und anderen Raumfahrtnationen auf dem Gebiet künftiger Raumfahrzeugträger, insbesondere was die Technologien für wiederverwendbare Startfahrzeuge betrifft, sowie in Anbetracht der gravierenden Folgen, die die Aussetzung der Entwicklung der Ariane?5 ECB für die Ingenieurteams in der europäischen Trägerindustrie mit sich bringt, erscheint es andererseits geboten, daß das Vorbereitungsprogramm für Künftige Raumfahrzeugträger (FLPP) unverzüglich eingeleitet wird. Solche vorbereitenden Tätigkeiten werden mittel- und langfristig der Schlüssel zum Erfolg Europas sein, weil mit ihnen die erforderliche technologische und industrielle Kapazität aufgebaut und die internationale Zusammenarbeit &#8211; möglicherweise weltweit -ausgedehnt werden kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel des FLPP ist es, innerhalb eines einheitlichen programmatischen Rahmens auf europäischer Ebene die industriellen Kompetenzen zu entwickeln und zu strukturieren, die erforderlich sind, um bis zum Ende des Jahrzehnts eine Entscheidung über das Systemkonzept (voll, teilweise oder nicht verwendbar) eines für etwa ab 2020 einsatzbereiten Trägers der nächsten Generation (NGL) zu treffen, und innovative Technologien zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Einweg-Träger zu demonstrieren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm gliedert sich in aufeinanderfolgende und sich teilweise überschneidende Zeiträume:  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2004-2006: Auswahl je eines Systemkonzepts wiederverwendbarer Startfahrzeuge für zwei NGL-Referenzmissionen bis Mitte 2006 und Vorentwicklung experimenteller Fahrzeuge. Beschluß zur vollen Entwicklung der ausgewählten experimentellen Fahrzeuge im Jahr 2005.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2006-2009: Validierung der NGL-Technologien durch Bodendemonstration und (für wiederverwendbare Technologien) durch Flugerprobung. Missionsvorauswahl und konkurrierende Phase-A-Studien für wiederverwendbare und nicht wiederverwendbare NGL-Systemkonzepte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">2009-2011: Bestätigung der NGL-Missionsanforderungen und endgültige Empfehlung eines NGL-Systemkonzepts. Abschluß der Triebwerksversuche und endgültige Festlegung der Missionsanforderungen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies soll letztlich dazu führen, daß um 2013 anhand eines vollständigen und verbindlichen Angebots der Industrie eine Entscheidung über die Entwicklung (oder Nichtentwicklung) eines Raumfahrzeugs der nächsten Generation getroffen wird.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Beginn des Programms an ist eine internationale Zusammenarbeit mit Rußland bei Antrieben mit der Treibstoffkombination Flüssigsauerstoff/Kohlenwasserstoff (Methan oder Kerosin) vorgesehen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Finanzrahmen für den ersten Zeitraum des FLPP (2004-2006) beläuft sich auf 145 Millionen Euro (WB 2003). Die betreffende Programmerklärung, die die Verpflichtungen der Teilnehmerstaaten in bezug auf den Inhalt des Programms im ersten Zeitraum festlegt, soll bis 30. September 2003 erstellt und bis 31. Dezember 2003 angenommen werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">B. Sojus im Raumfahrtzentrum Guayana  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juni 2002 bestätigte der ESA-Rat auf einer Tagung in St. Hubert (Kanada) sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Rußland auf dem Gebiet der Raumfahrzeugträger, die auf zwei Säulen ruhen soll: a) einer Zusammenarbeit ohne Zahlungsverkehr bei der Vorbereitung künftiger Raumfahrzeugträger und b) dem Einsatz der russischen Trägerrakete Sojus durch Arianespace vom CSG in Kourou aus.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Einsatz der Sojus würde das Angebot mit Ariane-5 und Vega für den Start von mittelschweren Nutzlasten auf erdnahe Bahnen ergänzen, Arianespace bei GTO-Missionen zu mehr Planungsspielraum verhelfen und so den kommerziellen Einsatz der Ariane-5 optimieren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bau des Sojus-Startkomplexes (ELS) auf einem Gelände 10 km nördlich der bestehenden Startanlagen für Ariane-5 würde zweieinhalb Jahre dauern und den Einsatz der Sojus durch Arianespace ab 2006 ermöglichen. Der Generaldirektor der ESA hat einen Programmvorschlag vorgelegt, der die Planung, den Bau und den Betrieb der für den Einsatz der Sojus vom CSG aus erforderlichen Anlagen und Einrichtungen umfaßt und auch die Möglichkeit ihrer Nachrüstung für bemannte Flüge vorsieht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitgliedstaaten der ESA sollen zunächst die Finanzierung von 256,8 Millionen Euro (WB 2003) zusagen. Was die eigentlichen Zahlungen betrifft, soll Arianespace aus den beim Einsatz der Sojus erwirtschafteten Gewinnen einen Betrag von rund 120 Millionen Euro &#8211; der auf jeden Fall die Kosten der russischen Lieferungen deckt &#8211; zurückzahlen. Der Rest soll von den Teilnehmerstaaten ab 2006 gezahlt werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Programmerklärung &#8211; der Rechtstext, der die Verpflichtungen der Mitgliedstaaten bei diesem Programm festlegt &#8211; soll bis 30. September 2003 erstellt und bis spätestens 31. Dezember 2003 angenommen werden. 3. Internationale Raumstation: weiteres Vorgehen  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang 2001 sahen die Vereinigten Staaten einen erheblichen Kostenanstieg für ihren Teil des ISS-Programms auf sich zukommen, was sie zu einer Neubewertung mit potentiellen Auswirkungen für die Partner bei der ISS veranlaßte. Infolge dieser neuen Situation genehmigte der ESA-Rat auf seiner Tagung auf Ministerebene im November 2001 in Edinburgh die Finanzierung des ersten Zeitraums (2002-2006) des ISS-Einsatzprogramms (863,9 Millionen Euro zu WB 1998), beschloß jedoch, einen Betrag von 296 Millionen Euro (WB 1998) des Finanzteilrahmens für 2002-2004, der rund 60 % der Arbeiten in diesem Zeitraum entspricht, bis zur Klärung der ISS-Gesamtsituation zu sperren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Anmerkung: Der Finanzteilrahmen 2002-2004 des ersten Zeitraums des ISS-Einsatzprogramms deckt die Arbeiten für die ATV-Beschaffung einschließlich der ersten ATV-Produktionseinheit, die Beschaffung der Ariane-5 für das ATV, die technische Betreuung für Flug- und Bodenelemente, die Vorbereitung des Betriebs und den anfänglichen Betrieb des Columbus-Labors, die Vorbereitung und Durchführung der ersten ATV-Mission, Astronautentätigkeiten, die Koordinierung und Unterstützung der Nutzung sowie die Programmintegration ab.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Zeitraum des ISS-Einsatzprogramms umfaßt Tätigkeiten zu fixen und zu variablen Kosten, die zwischen 2002 und 2006 durchgeführt werden. Der Finanzrahmen für diesen ersten Zeitraum beläuft sich auf 863,9 Millionen Euro zu WB 1998 und ist in einen festen Finanzteilrahmen von 518,2 Millionen Euro für 2002-2004 und einen vorläufigen Finanzteilrahmen von 345,7 Millionen Euro für 2005-2006 unterteilt.)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2001 hat die NASA umfassende Änderungen ihrer internen Organisation vorgenommen und ihren Teil des ISS-Programms erheblich konsolidiert. Aufgrund dessen sowie der intensiven Anstrengungen aller internationalen Partner wurde das ISS-Programm im Dezember 2002 durch die grundsätzliche Einigung über eine ISS-Konfiguration, die dem Nutzungs- und Ressourcenbedarf der Partner am besten gerecht wird, stabilisiert (die Genehmigung dieser ISS-Konfiguration und der Abschluß der entsprechenden förmlichen Übereinkünfte sollen Ende 2003 erfolgen). Eine solche Konfiguration würde eine europäische Nutzung der ISS im ursprünglich geplanten Umfang gestatten, und zwar insbesondere die volle Nutzung des Columbus-Labors der ESA für Forschungs- und Anwendungszwecke und den Einsatz der Ariane?5 und des Automatischen Transferfahrzeugs (ATV) als logistisches Schlüsselelement während der Einsatzphase.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das vereinbarte Szenario sieht eine Kapazität zur Rettung einer sechsköpfigen Mannschaft ab 2006/2007 mit zwei an der ISS angedockten russischen Sojus-Kapseln und einer mindestens siebenköpfigen Mannschaft durch Kombination eines an der ISS angedockten neuentwickelten Orbitalen Raumflugzeugs (OSP) der NASA und einer ebenfalls angedockten Sojus-Kapsel, sobald das OSP verfügbar wird (nach der gegenwärtigen Planung im Jahr 2010) vor. Dieses Szenario bietet auch der Mannschaftsstärke entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten und Lebenserhaltungssysteme sowie eine Fahrzeugflotte für den Hin- und Rücktransport der erforderlichen Logistik, die aus einer Kombination aus dem ATV der ESA, dem japanischen HTV (H-II-Transferfahrzeug), dem russischen Progress-Fahrzeug und dem amerikanischen Raumtransporter besteht.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angesichts dieser Fortschritte bei der Konsolidierung des ISS-Programms wird vorgeschlagen, die gesperrten Mittel für das ISS-Einsatzprogramm schrittweise freizugeben, und zwar zunächst auf der Ratstagung auf Ministerebene einen Betrag von 124,1 Millionen Euro (WB 1998) für die zeitkritischen Tätigkeiten vor allem in bezug auf die Einsatzbereitschaft des ATV (was auch zur Minderung der Auswirkungen einer kleineren Raumtransporterflotte nach dem Columbia-Unfall im Februar diesen Jahres beiträgt) und des europäischen ISS-Bodensegments (einschließlich des ATV-Kontrollzentrums und der Nutzerunterstützungseinrichtungen). Dieser Betrag deckt außerdem Betriebsvorbereitungsarbeiten einschließlich Mannschaftsbetreuung und Astronautenausbildung ab.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem zweiten Schritt sollen dann die verbleibenden gesperrten Mittel (171,9 Millionen Euro zu WB 1998) für die Beschaffung einer Ariane-5 für das ATV-3 (dessen Start 2006/2007 geplant ist) und die Kosten für die ESA-Programmintegration im Jahr 2004 freigegeben werden. Dies muß vor Ende 2003 beschlossen werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">4. Beziehungen zur Europäischen Union  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA und die EU haben ihre Beziehungen zueinander seit 1998 gefestigt. Im Juni 1998 nahm der Rat der ESA eine Entschließung an, die den Weg für ein stärkeres Zusammenwirken zwischen der ESA und der Europäischen Gemeinschaft bereitete. Gleichzeitig nahm der Rat der EU eine ähnlichlautende Entschließung an. Im Mai 1999 unternahm der ESA-Rat auf Ministerebene in Brüssel einen weiteren Schritt zur Stärkung der Beziehungen zur EU, woraufhin der EU-Rat parallel dazu im Dezember 1999 eine Entschließung über die Erarbeitung einer kohärenten europäischen Strategie für die Raumfahrt annahm.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die europäische Strategie für die Raumfahrt wurde gemeinsam von der ESA-Exekutive und der Europäischen Kommission im Laufe des Jahres 2000 ausgearbeitet. Im November 2000 nahmen der ESA-Rat auf Ministerebene und der Rat der EU in Brüssel eine Entschließung an, in der sie diese europäische Strategie für die Raumfahrt begrüßten und Schritte zu ihrer gemeinsamen Weiterentwicklung forderten. Im Januar 2001 wurde eine Gemeinsame Task Force aus Vertretern der ESA-Exekutive und der mit Raumfahrt befaßten Direktionen der Europäischen Kommission eingerichtet. Des weiteren wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die mit der Erörterung der in der Strategie genannten Schlüsselthemen betraut wurden. Im November 2001 begrüßte der ESA-Rat auf Ministerebene die Arbeit der Gemeinsamen Task Force und betonte die Bedeutung der Beziehungen zwischen der ESA und der EU in einer Entschließung mit dem Motto &#8222;Raumfahrt im Dienste der europäischen Bürger&#8220;.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das damit für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der EU und der ESA gelegte Fundament trägt ihren jeweiligen Aufträgen und institutionellen Grundlagen Rechnung mit dem Ziel, die in Europa für raumfahrtrelevante Tätigkeiten bereitgestellten Ressourcen zu erhöhen und ihren Einsatz effizienter zu gestalten. Die Raumfahrt wird von allen Akteuren wegen ihrer Anwendungen als kritisches Werkzeug für die großen Politikbereiche der Europäischen Union wie Verkehr, Umwelt, Informationsgesellschaft und Sicherheit anerkannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der künftige Verfassungsvertrag der Europäischen Union, der gegenwärtig vom Europäischen Konvent ausgearbeitet wird und im Jahr 2004 auf der nächsten Regierungskonferenz erörtert werden soll, wird der Europäischen Union wahrscheinlich Zuständigkeiten in der Raumfahrt zuweisen. Deshalb müssen die institutionellen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation in einer Rahmenvereinbarung geregelt werden. Der ESA-Rat auf Ministerebene ist aufgerufen, zur Ausrichtung der Beschlüsse beizutragen, die in den kommenden Monaten gefaßt werden und die Zukunft der Raumfahrt in Europa stark beeinflussen dürften.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">(Anmerkung: Die Rahmenvereinbarung zwischen der ESA und der Europäischen Gemeinschaft soll als Instrument für die ständige Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen dienen. Sie trägt unter anderem den ergänzenden Zuständigkeiten der beiden Organisationen und ihren jeweiligen Rollen Rechnung und ist als Schritt hin zur allmählichen Entwicklung einer Weltraumpolitik in einer integrierten europäischen Perspektive zu sehen.)  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Minister sind aufgerufen, eine Entschließung anzunehmen, wonach die Mitgliedstaaten und der Generaldirektor der ESA sicherstellen sollen, daß die mögliche Einbeziehung der Raumfahrt in die erweiterten Zuständigkeiten der Europäischen Union zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten bei der Weltraumforschung, der Weltraumtechnologie und ihren weltraumtechnischen Anwendungen im weitesten Sinne beiträgt, wobei die umfangreiche Kompetenz und anerkannte Effektivität der ESA bei der Planung und Verwirklichung der Beteiligung Europas an der Raumfahrt in Abstimmung mit den nationalen Zentren und Agenturen voll genutzt wird.   </p>
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		<title>Tagung des ESA-Ministerrates in Paris</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tagung-des-esa-ministerrates-in-paris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2003 15:59:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Ministerratstagung]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neunte Tagung des ESA-Rates auf Ministerebene findet am Dienstag, den 27. Mai 2003 im Sitz der Europäischen Weltraumorganisation in Paris, Frankreich statt. Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: ESA. Themen auf dem Treffen werden die Zukunft und Gestaltung des Ariane-Programms, inklusive der Zukunft von Ariane 5, der ISS und der Beziehung zwischen ESA und EU [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die neunte Tagung des ESA-Rates auf Ministerebene findet am Dienstag, den 27. Mai 2003 im Sitz der Europäischen Weltraumorganisation in Paris, Frankreich statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Themen auf dem Treffen werden die Zukunft und Gestaltung des Ariane-Programms, inklusive der Zukunft von Ariane 5, der ISS und der Beziehung zwischen ESA und EU sein. <br> Die weltweite Situation im Raumfahrtsektor und der Fehlstart der Ariane 5 hat einen schädlichen Einfluss auf den europäischen Raumfahrtsektor. Da ist es besonders wichtig, dass beide, Industrie und Politik, die Raumfahrt unterstützen und der <i>Ariane 5</i> helfen, dass sie eines Tages mit den anderen Transportsystemen ebenbürtig ist. Weitere Punkte sind die Ausweitung und Entwicklung der Trägerrakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EGAS Programm soll den Verbleib des europäischen Raumfahrtprogramms organisieren. Da immer mehr Satelliten in den Orbit geschossen werden und das wieder mit der Ariane 5 und der Weltwirtschaft zusammenhängt, müssen Große Finanzmittel zur Verfügung stehen. Das EGAS Programm hat zum Ziel, dass man im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Für dieses Programm wurden 960 Millionen Euro angesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vergangenheit gab es immer wieder Verbesserungen in der Beziehung zwischen ESA und EU. So hat man beschlossen, eine gemeinsame Strategie auszuarbeiten. Verschiedene Gruppen, Ausschüsse und Minister sind nun immer dabei, diese Strategie weiter zu entwickeln. Auf dem Treffen will man nun diese Beziehungen weiter vertiefen. Auch soll die Zusammenarbeit zwischen der ESA und den nationalen Einrichtungen und Instituten sollen verbessert werden.</p>
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