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	<title>NEO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>NEO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>NASAs neues Weltraumteleskop zur Beobachtung erdnaher Asteroiden nimmt Gestalt an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 19:05:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der „Near-Earth Object (NEO) Surveyor“ – das erste Infrarot-Weltraumteleskop der NASA, das speziell für die Entdeckung potenziell gefährlicher Asteroiden und Kometen entwickelt wurde – befindet sich derzeit in der Integrations- und Testphase. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA Science Editorial Team, 5. Mai 2026 Mit einem Starttermin, der frühestens im [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der „Near-Earth Object (NEO) Surveyor“ – das erste Infrarot-Weltraumteleskop der NASA, das speziell für die Entdeckung potenziell gefährlicher Asteroiden und Kometen entwickelt wurde – befindet sich derzeit in der Integrations- und Testphase. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/neo-surveyor/2026/05/05/nasas-next-gen-near-earth-asteroid-space-telescope-takes-shape/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Science Editorial Team</a>, 5. Mai 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht. Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills" data-rl_caption="" title="Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht. Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-152552" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht.<br><mark>Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Starttermin, der frühestens im September 2027 angesetzt ist, arbeiten Teams in den gesamten Vereinigten Staaten intensiv daran, die Komponenten des Raumfahrzeugs zu bauen, die Art der Beobachtungen und wissenschaftlichen Untersuchungen zu planen und die Software zu entwickeln, mit der die riesigen Datenmengen verarbeitet werden sollen, die die Mission generieren wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2005 beauftragte der Kongress die NASA mit der Entdeckung potenziell gefährlicher erdnaher Objekte (NEOs), doch viele dieser Objekte sind mit bodengestützten Beobachtungen nur schwer zu finden. Einige sind so dunkel wie Holzkohle, andere sind winzig, und viele verbergen sich im gleißenden Licht der Sonne, wo bodengestützte optische Teleskope sie nicht sehen können. Um dem entgegenzuwirken, wird der <a href="https://science.nasa.gov/mission/neo-surveyor/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NEO Surveyor</a> speziell dafür gebaut, das Sonnensystem zu scannen und Objekte zu erkennen, die im Infrarotbereich leuchten, wenn sie von der Sonne erwärmt werden – im Gegensatz zu dem von ihnen reflektierten optischen Licht, das bei bodengestützten Beobachtungen gemessen wird –, um der Menschheit <a href="https://www.nasa.gov/missions/dart/nasas-dart-mission-changed-orbit-of-asteroid-didymos-around-sun/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">genügend Vorwarnzeit</a> zu geben, damit sie gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde wird sich etwa 1,5 Millionen Kilometer von unserem Planeten in Richtung Sonne zu einem Bereich gravitativer Stabilität bewegen, der als <a href="https://science.nasa.gov/resource/what-is-a-lagrange-point/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt</a> Sonne-Erde (oder L1-Punkt) bezeichnet wird, und dort mindestens fünf Jahre lang ununterbrochen weite Teile des Himmels absuchen, um bisher unentdeckte NEOs aufzuspüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„NEO Surveyor ist eine einzigartige Mission, die darauf ausgelegt ist, eine ganz bestimmte Herausforderung zu bewältigen: Asteroiden und Kometen aufzuspüren, die das größte Risiko für die Erde darstellen“, sagte Jim Fanson, Projektleiter der Mission am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Unser Fokus liegt auf dem Einsatz eines robusten Observatoriums am L1-Punkt zwischen Sonne und Erde, wo es eine kontinuierliche, mehrjährige Infrarot-Durchmusterung durchführen wird. Durch die Identifizierung von Objekten, die bodengestützte Teleskope übersehen können, wird diese Mission die entscheidenden Daten liefern, die wir benötigen, um unseren Planeten für die kommenden Jahre zu schützen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Modularer Ansatz</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind. Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems" data-rl_caption="" title="Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind. Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-152554" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind.<br><mark>Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/work-is-under-way-on-nasas-next-generation-asteroid-hunter/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Infrarot-Teleskop</a> des Raumfahrzeugs und sein <a href="https://science.nasa.gov/photojournal/the-light-and-dark-sides-of-neo-surveyors-instrument-enclosure/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Instrumentengehäuse</a> wurden am JPL zusammengebaut und durchlaufen nun am Space Dynamics Laboratory (SDL) der Utah State University in Logan die Integrations- und Testphase. Das Instrumentengehäuse ist eine 3,7 Meter lange, eckige Konstruktion, die das Teleskop des Raumfahrzeugs schützt und Wärme ableitet, die andernfalls die wärmeempfindlichen Infrarotbeobachtungen beeinträchtigen könnte. Die Projektingenieure planen, Fokustests in einer Kammer am SDL durchzuführen, die die extremen Bedingungen des Weltraums simuliert, um sicherzustellen, dass das Instrument wie vorgesehen funktioniert und die Kamera auch bei sehr kalten Temperaturen und in der Schwerelosigkeit scharf bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kamera besteht aus <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26668" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">zwei Detektorarrays</a>, die darauf ausgelegt sind, detaillierte Bilder von Asteroiden und Kometen in zwei Infrarotbereichen zu erzeugen. Jedes Array erstellt ein 16-Megapixel-Mosaik des Himmels. Durch die Abbildung desselben Himmelsabschnitts in den beiden Infrarotbereichen kann das Instrument die Temperatur eines Asteroiden oder Kometen messen und so eine Schätzung der Größe des Objekts liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde wird zudem mit einem 6 Meter langen <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26664" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnenschutz</a> ausgestattet sein, der es ihm ermöglicht, in der Nähe der Sonne zu beobachten, indem er verhindert, dass grelles Licht in die Öffnung des Teleskops gelangt. Diese Konstruktion ist das mit Abstand größte Bauteil des NEO Surveyor und verfügt auf ihrer der Sonne zugewandten Seite über Solarpaneele, die den Strom für die Systeme des Raumfahrzeugs erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, wird der Sonnenschutz derzeit zusammen mit dem <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26713" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Raumfahrzeugbus</a> <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26714" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">getestet</a>, der die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation beherbergt. Das integrierte Teleskop und das Gehäuse werden von SDL zu BAE Systems transportiert, wo das Raumfahrzeug fertiggestellt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaft, Daten, Beobachtungsstrategie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen ist das wissenschaftliche Team der Mission damit beschäftigt, Wege zu finden, um das volle Potenzial dieses hochmodernen Raumfahrzeugs auszuschöpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben ein interinstitutionelles Team, das von erfahrenen Wissenschaftlern bis hin zu Studierenden reicht und über umfassende Fachkenntnisse im Bereich der Planung von Infrarotmissionen verfügt“, sagte Amy Mainzer, die Missionsleiterin an der University of California, Los Angeles (UCLA). „Wir arbeiten derzeit daran, die effizienteste Beobachtungsstrategie zu entwickeln, mit der die Mission einige der am schwersten zu findenden Asteroiden in unserem Sonnensystem sowie alle Kometen aufspüren kann, die möglicherweise auf uns zukommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Daten der Mission über das <a href="https://www.nasa.gov/communicating-with-missions/dsn/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> der NASA zur Erde gelangen, werden sie an das NEO Surveyor Survey Data Center am IPAC des Caltech in Pasadena, Kalifornien, weitergeleitet. Das Zentrum ist für die Verarbeitung und Kalibrierung der riesigen Menge an Beobachtungsdaten verantwortlich, die das Raumfahrzeug liefert, und erstellt zudem Bilder und Quellenkataloge zur Archivierung im NASA/IPAC Infrared Science Archive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem IPAC die sich bewegenden Objekte in den Daten identifiziert hat, meldet es diese an das Minor Planet Center (MPC), die internationale Clearingstelle für alle Positionsmessungen von Kleinplaneten in unserem Sonnensystem und die für die Benennung neuer Entdeckungen zuständige Stelle. Diese Daten können dann von Gruppen zur planetaren Verteidigung genutzt werden, darunter das Center for Near Earth Object Studies (<a href="https://cneos.jpl.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CNEOS</a>) des JPL, das die Umlaufbahnen aller bekannten Asteroiden und Kometen berechnet und gleichzeitig das Einschlagrisiko gefährlicher Objekte für viele Jahre in der Zukunft vorhersagt. Die Abteilung für Erd-, Planeten- und Weltraumwissenschaften der UCLA wird die Vermessung planen und alle sechs Monate Messungen der Größen von Asteroiden und Kometen sowie anderer physikalischer Eigenschaften an öffentliche Archive übermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.msg587115#msg587115" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Ryugu: Zugereist vom Rand des Sonnensystems</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-ryugu-zugereist-vom-rand-des-sonnensystems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 17:28:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eisenisotope in Proben vom Asteroiden Ryugu deuten auf einen Entstehungsort jenseits der Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn hin. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 20. Oktober 2022. 20. Oktober 2022 &#8211; Der Asteroid Ryugu ist wahrscheinlich am äußeren Rand des Sonnensystems jenseits der Gasriesen Jupiter und Saturn entstanden. Diesen Schluss legen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eisenisotope in Proben vom Asteroiden Ryugu deuten auf einen Entstehungsort jenseits der Umlaufbahnen von Jupiter und Saturn hin. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 20. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RyuguUniFFM23092022PM.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Asteroid Ryugu aus 20 Kilometern Entfernung, aufgenommen von der Raumsonde Hayabusa 2. (Foto: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST)" data-rl_caption="" title="Der Asteroid Ryugu aus 20 Kilometern Entfernung, aufgenommen von der Raumsonde Hayabusa 2. (Foto: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RyuguUniFFM23092022PM26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der erdnahe Asteroid Ryugu erinnert an eine abgerundete Doppelpyramide. (Foto: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu and AIST)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. Oktober 2022 &#8211; Der Asteroid Ryugu ist wahrscheinlich am äußeren Rand des Sonnensystems jenseits der Gasriesen Jupiter und Saturn entstanden. Diesen Schluss legen hochpräzise Messungen nahe, die das Verhältnis verschiedener Eisenisotope in Gesteinsproben von Ryugu bestimmen. Die japanische Raumsonde Hayabusa 2 hatte die Proben entnommen und vor zwei Jahren zurück zur Erde gebracht. Eine internationale Forschergruppe mit Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen und der Georg-August-Univesität Göttingen berichtet von diesen Ergebnissen heute in der Fachzeitschrift Science Advances. Demnach unterscheidet sich die Zutatenliste Ryugus in einem entscheidenden Punkt deutlich von der typischer kohlenstoffreicher Meteorite. Stattdessen deutet alles auf eine enge Verwandtschaft mit einer seltenen Meteoritenklasse hin, die ebenfalls dem äußeren Sonnensystem zuzuordnen ist. Die Studie ist eine von insgesamt drei Veröffentlichungen, die die Zeitschriften Science und Science Advances heute dem Asteroiden Ryugu widmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade einmal fünf Gramm Gesteinsmaterial enthielt die Probenkapsel, die am 5. Dezember 2020 nahe der Stadt Woomera im australischen Bundesstaat South Australia niederging. Ihr „Absender“ war die japanische Raumsonde Hayabusa 2. Nachdem die Sonde das Gestein ein Jahr zuvor vom Asteroiden Ryugu eingesammelt hatte, nutzte sie den Vorbeiflug an der Erde, um ihre wertvolle Fracht abzuliefern – bevor sie selbst zur nächsten Asteroidenbegegnung weiterreiste. 2031 soll sie ihr zweites Ziel, den Asteroiden 1998 KY26, passieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in der Kapsel enthaltenen Gesteinsproben sind erst die zweiten, die jemals von einem Asteroiden zur Erde gebracht wurden. Präzise Messungen, die umfassend Aufschluss über Zusammensetzung, Beschaffenheit, Herkunft und Entwicklung des kosmischen Brockens geben können, sind nur in irdischen Labors – und nicht etwa an Bord der Raumsonde – möglich. Knapp zwei Jahre nach Eintreffen der Proben auf der Erde liegen erste Ergebnisse vor. Sie bescheinigen den Gesteinsproben unter anderem eine körnige, lockere Struktur, einen Werdegang, bei dem über einen langen Zeitraum Mineralien mit Wasser reagierten, und belegen, dass Ryugu Aminosäuren und andere komplexe organische Moleküle enthält. Zu den vielen offenen Fragen zählt die nach dem Entstehungsort Ryugus. Dieser Frage geht die aktuelle Studie mit Beteiligung des MPS und der Universität Göttingen nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wanderung durchs Sonnensystem</strong><br>Der kohlenstoffreiche Asteroid Ryugu, der etwa einen Kilometer im Durchmesser misst und dessen Form an eine abgerundete Doppelpyramide erinnert, zählt zur Klasse der erdnahen Objekte. Diese Körper ziehen ihre Bahnen in einem ähnlichen Abstand um die Sonne wie die Erde. Forscherinnen und Forschern gehen jedoch davon aus, dass Asteroiden dieser Art im inneren Sonnensystem lediglich Zugezogene sind und den größten Teil ihres Daseins im Asteroidengürtel zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter verbracht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigentliche Geburtsort vieler Körper des Asteroidengürtels dürfte noch weiter außen im Sonnensystem liegen. Messungen und Simulationen sprechen dafür, dass kohlenstoffreiche Asteroiden (ebenso wie die kohlenstoffreichen Meteoriten, sogenannte kohlige Chondrite) ihren Ursprung im äußeren Sonnensystem haben: die meisten von ihnen in der Nähe der Entstehungsorte von Jupiter und Saturn, einige wenige möglicherweise sogar im Einflussbereich von Uranus und Neptun. Erst das Wachsen der vier Gasriesen wirbelte sie dann in den Asteroidengürtel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Genauer Blick auf Baumaterial</strong><br>„Alle Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ryugu wie die kohligen Chondrite ein Kind des äußeren Sonnensystems ist“, fasst Dr. Timo Hopp von der University of Chicago, Erstautor der aktuellen Studie, den bisherigen Kenntnisstand zusammen. Der Wissenschaftler forscht mittlerweile am MPS. Ob der Entstehungsort Ryugus jedoch in der Nähe von Jupiter und Saturn oder noch weiter entfernt von der Sonne zu verorten ist, ließ sich bisher nicht klären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck wandte sich die Forschergruppe um Hopp den Eisenisotopen in den Gesteinsproben des Asteroiden zu. Als Isotope bezeichnet man Varianten desselben chemischen Elements, wie etwa Eisen, die sich lediglich durch die Anzahl der Neutronen im Kern und damit ihr Gewicht unterscheiden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Isotope bestimmter Elemente in der Geburtsstunde des Sonnensystems nicht gleichmäßig verteilt waren. Je nachdem wo ein Körper entstanden ist, stand somit Baumaterial mit unterschiedlichen Isotopenverhältnissen zur Verfügung. Diese Verhältnisse enthalten noch heute Informationen über den Entstehungsort eines Körpers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihre Analysen untersuchten die Forscher vier Proben des Asteroiden Ryugu sowie zum Vergleich Proben 13 verschiedener Meteoriten, die unterschiedliche Meteoritengruppen repräsentieren. Die meisten von ihnen sind wie Ryugu kohlenstoffreich. „Das Verhältnis bestimmter Eisenisotope zueinander ist ein hervorragender Marker, um einige dieser Gruppen nach ihren Entstehungsorten voneinander zu unterscheiden“, erklärt MPS-Direktor und Ko-Autor Prof. Dr. Thorsten Kleine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Gesteinsproben von Ryugu in Japan aufwändig chemisch präpariert wurden, reisten sie nach Chicago. Nach weiteren vorbereitenden Schritten analysierte Timo Hopp die Proben mit Hilfe eines Multikollektor-Plasma-Massenspektrometers und konnte so Unterschiede in den Mengenverhältnissen verschiedener Eisenisotope auf wenige Teile pro Million genau bestimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kosmische Verwandtschaft</strong><br>Wie sich zeigte, unterscheiden sich diese Verhältnisse im Fall des Asteroiden Ryugu deutlich von dem der meisten untersuchten Meteoriten. Lediglich eine Gruppe von Meteoriten bildet eine Ausnahme: die CI-Chondriten, die nach dem tansanischen Fundort ihres bekanntesten Vertreters auch als Meteoriten vom Ivuna-Typ bezeichnet werden. „Es besteht eine auffällige Verwandtschaft zwischen dem Asteroiden Ryugu und den vergleichsweise seltenen Meteoriten der CI-Gruppe“, so Hopp. „Unsere Messungen belegen, dass Ryugu und Meteorite des Ivuna-Typs im selben Bereich des frühen Sonnensystems entstanden sind und dass dieser Bereich nicht mit dem Entstehungsort anderer kohliger Chondrite zusammenfällt“, fügt er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Alles in allem spricht viel dafür, dass wir mit Ryugu und den Meteoriten vom Ivuna-Typ Überbleibsel der frühen Körper gefunden haben, die sich am äußersten Rand des Sonnensystems gebildet haben“, so Ko-Autor Prof. Dr. Andreas Pack von der Abteilung für Geochemie und Isotopengeologie der Georg-August-Universität Göttingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Studien</strong><br>Bereits frühere Studien hatten Ähnlichkeiten zwischen dem Asteroiden Ryugu und Meteoriten vom Ivuna-Typ gefunden, etwa in Hinblick auf ihre chemische und mineralogische Zusammensetzung. In der Fachzeitschrift Science berichtet eine Forschergruppe heute von einem weiteren Hinweis: Auch die Gase, welche die Proben von Ryugu während ihrer Reise zur Erde in der Probenkapsel ausgedünstet haben, deuten auf Gemeinsamkeiten mit diesen exotischen Meteoriten hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Timo Hopp et al.: Ryugu’s nucleosynthetic hertiage from the outskirts of the Solar System, Science Advances, 20. Oktober 2022, <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.add8141" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.add8141</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8826.msg539254#msg539254" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HAYABUSA-2 zu Asteroid (162173) Ryugu auf H-IIA</a></li></ul>
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		<title>OHB Italia erhält Auftrag für vier weitere Flyeye-Teleskope</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-italia-erhaelt-auftrag-fuer-vier-weitere-flyeye-teleskope/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2022 16:22:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Instrumente sollen potentielle Kollisionen mit orbitaler Infrastruktur rechtzeitig erkennen. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 19. September 2022. Mailand, 19. September 2022. OHB Italia, ein Tochterunternehmen des Raumfahrtkonzerns OHB SE, hat mit der italienischen Raumfahrtagentur ASI einen Vertrag über die Lieferung von vier Flyeye-Teleskopen zur Weltraumüberwachung unterzeichnet. Der Auftragswert beläuft sich auf [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Instrumente sollen potentielle Kollisionen mit orbitaler Infrastruktur rechtzeitig erkennen. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE 19. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyeTelescopeESAABake.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Flyeye-Teleskop im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA / A. Bake)" data-rl_caption="" title="Flyeye-Teleskop im Einsatz - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA / A. Bake)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyeTelescopeESAABake26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Flyeye-Teleskop im Einsatz &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA / A. Bake)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mailand, 19. September 2022. OHB Italia, ein Tochterunternehmen des Raumfahrtkonzerns OHB SE, hat mit der italienischen Raumfahrtagentur ASI einen Vertrag über die Lieferung von vier Flyeye-Teleskopen zur Weltraumüberwachung unterzeichnet. Der Auftragswert beläuft sich auf 54,5 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Flyeye-Teleskop ist ein optisches Instrument, das unabhängig von Lichtverhältnissen große Bereiche des Himmels beobachten und so genannte Near Earth Objects wie Asteroiden oder Weltraummüll erkennen kann. Die Teleskope werden an verschiedenen Standorten rund um den Globus (sowohl in der nördlichen als auch in der südlichen Hemisphäre) installiert, um das Risiko von Kollisionen zwischen Raumfahrzeugen untereinander sowie mit Weltraummüll zu verringern. Das erste Flyeye, das ebenfalls von OHB Italia gebaut wurde, wird voraussichtlich 2023 an seinem Einsatzort in Sizilien installiert werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyetelescopesInfograficESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Flyeye-Infografik. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Flyeye-Infografik. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FlyeyetelescopesInfograficESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Flyeye-Infografik. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Aufbau eines Flyeye-Netzwerks wird es OHB Italia und Italien ermöglichen, weltweit führend in der Weltraumüberwachung und -verfolgung zu werden. Diese Technologie ist essentiell wichtig, um einen sichereren Orbit zu gewährleisten&#8220;, erklärte Roberto Aceti, Geschäftsführer von OHB Italia. &#8222;Unsere satellitengestützte Infrastruktur ist von wesentlicher Bedeutung für die Sicherheit von Weltraumressourcen, die Dienste erbringen, auf die wir alle in unserem täglichen Leben angewiesen sind, von der Meteorologie über die Kommunikation bis hin zum weltweiten Transport von Gütern und Personen. Schätzungen zufolge gibt es in der Erdumlaufbahn mehr als 750.000 Trümmerteile, die größer als 1 cm sind und von denen jedes einzelne einen betriebsbereiten Satelliten beschädigen kann. Angesichts dieser Tatsache kann jeder die bemerkenswerte Bedeutung der bodengestützten Teleskope des Flyeye-Netzwerks nachvollziehen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Teleskope liefern Daten über die Flugbahnen von Objekten im Orbit und sind somit in der Lage, Weltraummüll im HLEO (&#8222;High Low Earth Orbit&#8220; zwischen 1.000 und 2.000 km) und im MEO (&#8222;Medium Earth Orbit&#8220; zwischen 2.000 und ca. 34.000 km) zu verfolgen. So können rechtzeitig potenzielle Gefahren für die orbitale Infrastruktur erkannt und eventuelle Ausweichmanöver gesteuert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Flyeye: the bug-eyed telescope monitoring our skies</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Flyeye: the bug-eyed telescope monitoring our skies" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/UJ0dUT4qe4g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>(Quelle: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg539042#msg539042" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OHB-System</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Asteroid Day 2022: Das Large Synoptic Survey Telescope (LSST)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-das-large-synoptic-survey-telescope-lsst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Sep 2022 16:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim technischen Briefing des Asteroid Day 2022 gab Mario Juric, Professor für Astronomie an der University of Washington und Direktor des dortigen DiRAC (Institute for Data-intensive Astrophysics and Cosmology) einen Ausblick auf das Large Synoptic Survey Telescope (LSST). Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Das Large Synoptic Survey Telescope ist ein seit 2011 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim technischen Briefing des Asteroid Day 2022 gab Mario Juric, Professor für Astronomie an der University of Washington und Direktor des dortigen DiRAC (Institute for Data-intensive Astrophysics and Cosmology) einen Ausblick auf das Large Synoptic Survey Telescope (LSST).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0043_KM_1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_0043_KM_26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mario Juric (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Large Synoptic Survey Telescope ist ein seit 2011 im Bau befindliches Spiegelteleskop, das auf dem 2682 Meter hohen El-Peñón-Gipfel des Cerro Pachón im nördlichen Chile errichtet wird. Mit einem Bildwinkel mit einem Durchmesser von 3,5° wird es in der Lage sein, den Himmel komplett in drei Nächten zu fotografieren. Erstmals wird 2023 Licht durch den Strahlengang des Teleskops fallen und das LSST wird Mitte 2024 seine volle Operationsbereitschaft erreichen..</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrieben wird das LSST von der LSST Corporation, einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation mit Sitz in Tucson, Arizona. Die Gelder zum Bau und Betrieb werden von verschiedenen US-amerikanischen Institutionen und Universitäten bereitgestellt. Zu Ehren der 2016 verstorbenen US-amerikanischen Astronomin Vera Rubin wurde das LSST in NSF Vera C. Rubin Observatory umbenannt. Dabei steht das Kürzel NSF für einen der Geldgeber, und zwar die National Science Foundation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das LSST besteht aus drei Spiegeln mit einem Primärspiegel von 8,4 m Durchmesser. Sekundär- und Tertiärspiegel mit jeweils Spiegeldurchmessern von 5,0 m respektive 3,4 m sind in das Teleskop integriert. Aufgenommen wird der Sichtbereich in unterschiedlichen Spektren mit einer Digitalkamera mit 3,2-Milliarden Pixel, in die je nach Spektralbereich verschiedene Farbfilter eingesetzt werden. Diese Digitalkamera mit einem Gewicht von ungefähr 2,8 t wird automatisch den Himmel aufnehmen und dabei eine Datenmenge von bis zu 30 Terabyte pro Nacht verarbeiten. Jährlich fallen so Datenmengen von 6000 Terabyte an. Aufnahmen von Lichtobjekten bis zu 24 mag sind möglich. Nach einer geplanten Betriebszeit von 10 Jahren fallen so 60 Petabyte an Daten an. Dabei werden bei 30 Billionen Observationen 40 Milliarden Himmelsobjekte kartographiert. Diese Datenmenge kann nur vollautomatisiert aufgenommen, verarbeitet und analysiert werden. Dabei wird die erwartete Bewegung jedes einzelnen Lichtobjekts vorausbestimmt und mit späteren Aufnahmen verglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Durchmusterung des Himmels mit dem LSST will man die größte Erhebung von bekannten Objekten im Sonnensystem in der Geschichte erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher sind ungefähr 25,500 erdnahe kosmische Kleinkörper (NEO &#8211; Near-Earth Objects) bekannt. Diese Zahl will man durch das LSST auf 100.000 erhöhen. Bei den bisherigen bekannten Objekten im Asteroidengürtel (MBA – Main Belt Asteroid) liegt die Anzahl bei ca. 1.000.000. In der Gruppe der Jupiter-Trojaner sind bisher ungefähr 10.000 bekannt. Geschätzt wird, das sich diese Zahl auf 280.000 erhöht. Die Gruppe der Transneptunischen Objekte (TNO – Trans Neptunian Objects) wird sich von ungefähr 4.000 auf 40.000 erhöhen. Bei den Kometen wird sich die Zahl von 4.000 bekannten Objekten auf 10.000 Objekte mehr als verdoppeln. Bisher haben Wissenschaftler zwei interstellare Objekte auf ihrem Weg durch unser Sonnensystem entdeckt. Mit dem LSST erhofft man sich die Anzahl auf über 10 zu erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser automatisierten Kartographierung werden natürlich auch die Bahnparameter errechnet werden können. So wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, der Erde gefährliche Objekte frühzeitig zu entdecken und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Überdies ist geplant, mit Google eine sich ständig aktualisierende Sternkarte jedermann zugänglich zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg537652#msg537652" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li></ul>
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		<item>
		<title>ESA: Ein neu entdeckter Asteroid &#8211; der zweite seiner Art</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-ein-neu-entdeckter-asteroid-der-zweite-seiner-art/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 18:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
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		<category><![CDATA[NEOCC]]></category>
		<category><![CDATA[Trojaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei riesige Asteroidenschwärme, Trojaner genannt, führen Jupiter auf seiner Umlaufbahn um die Sonne teils an, teils folgen sie ihm. Der König der Planeten ist aber nicht der einzige mit trojanischen Asteroiden. Die Physik hinter der Entstehung dieser einzigartigen Ansammlungen alter Gesteine ist bei allen Planeten gleich – auch bei der Erde sollte es diese geben. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="zwei-riesige-asteroidenschwarme-trojaner-genannt-fuhren-jupiter-auf-seiner-umlaufbahn-um-die-sonne-teils-an-teils-folgen-sie-ihm-der-konig-der-planeten-ist-aber-nicht-der-einzige-mit-trojanischen-asteroiden-die-physik-hinter-der-entstehung-dieser-einzigartigen-ansammlungen-alter-gesteine-ist-bei-allen-planeten-gleich-auch-bei-der-erde-sollte-es-diese-geben-eine-information-der-europaischen-weltraumorganisation-esa">Zwei riesige Asteroidenschwärme, Trojaner genannt, führen Jupiter auf seiner Umlaufbahn um die Sonne teils an, teils folgen sie ihm. Der König der Planeten ist aber nicht der einzige mit trojanischen Asteroiden. Die Physik hinter der Entstehung dieser einzigartigen Ansammlungen alter Gesteine ist bei allen Planeten gleich – auch bei der Erde sollte es diese geben. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2020XL5NOIRLabNSFAURAJdaSilvaSpaceengine2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2020XL5NOIRLabNSFAURAJdaSilvaSpaceengine26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Illustration des Trojaners 2020 XL5. (Bild: NOIRLab/NSF/AURA/J. da Silva/Spaceengine)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">1. Februar 2022 &#8211; Obwohl man schon seit vielen Jahren über die Existenz von Erdtrojanern spekuliert hatte, wurde die erste direkte Beobachtung eines solchen vor etwas mehr als einem Jahrzehnt bestätigt. Seitdem wurde kein zweiter Erdtrojaner mehr entdeckt – bis jetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Toni Santana-Ros (TSR)</strong> von der Universität Alicante und dem Institut für Kosmoswissenschaften der Universität Barcelona und <strong>Laura Faggioli (LF)</strong> vom Koordinationszentrum für erdnahe Objekte (Near-Earth Object Coordination Centre; NEOCC) der ESA erörtern hier die Bedeutung und die Herausforderungen hinter der Entdeckung des zweiten Asteroiden vom Typ Erdtrojaner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Santana-Ros ist der Hauptautor des am 1. Februar 2022 in <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-27988-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Nature Communications</a> veröffentlichten Artikels, in dem die Entdeckung des zweiten Erdtrojaners vorgestellt wird. Das NEOCC der ESA leistete wichtige Unterstützung bei dieser Forschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Trojaner-Asteroiden?</strong><br><strong>TSR:</strong> Die Trojaner sind Asteroiden, die in Regionen des Weltraums gefangen sind, wo die Anziehungskraft der Sonne und eines der Planeten ausgeglichen ist. Diese Regionen heißen Lagrange-Punkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trojaner umkreisen die Sonne auf etwa derselben Bahn wie der Planet und bilden Gruppen in der Nähe der beiden stabilen Lagrange-Punkte: eine vor dem Planeten (L4) und eine dahinter (L5).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie viele trojanische Asteroiden gibt es?</strong><br><strong>TSR:</strong> Wir haben fast 10.000 Jupiter-Trojaner identifiziert und insgesamt einige Dutzend bei Venus, Mars, Uranus und Neptun. Aber der erste und bisher einzige Erdtrojaner wurde erst 2011 entdeckt: der 2010 TK7.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese zweite Entdeckung, 2020 XL5, bedeutet, dass wir nun insgesamt zwei entdeckt haben. Es gibt jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit noch viele weitere Erdtrojaner, die nur auf ihre Entdeckung warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum sind Erdtrojaner wichtig?</strong><br><strong>TSR:</strong> Asteroiden sind Zeitkapseln aus den frühesten Tagen unseres Sonnensystems und können uns viel über die Phase der Planetenbildung beibringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LpointsNASAWMAPScienceTeam2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LpointsNASAWMAPScienceTeam26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Lagrange-Punkte im Sonne-Erde System &#8211; Darstellung nicht maßstabsgetreu. (Bild: NASA/WMAP Science Team)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erdtrojaner sind besonders interessant, da sie Überbleibsel der Erdentstehung sein könnten. Selbst wenn diese Asteroiden von weit her stammen, könnten sie aufgrund ihrer relativ stabilen Umlaufbahnen um die Lagrange-Punkte der Erde ideale Ziele für eine Raumfahrtmission sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum haben wir so wenige Erdtrojaner gesichtet?</strong><br><strong>LF:</strong> Geometrie! Die relative Position der Lagrange-Punkte und der Sonne am Himmel sind fix und nicht allzu weit von der Sonne entfernt. Das hat zur Folge, dass die unglaubliche Helligkeit unseres Sterns immer aus einer ähnlichen Richtung wie die der Trojaner kommt und unsere Möglichkeiten zur Entdeckung solch kleiner, dunkler Objekte stark einschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie haben Sie diesen dann gefunden?</strong><br><strong>TSR:</strong> Zum Glück gibt es kleine Zeitfenster kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang, in denen einer der Lagrange-Punkte über den Horizont ragt, während die Sonne noch darunter verborgen ist. Diese Zeitfenster sind kurz, lassen keine langen Beobachtungen zu und zwingen die Astronominnen und Astronomen dazu, ihre Teleskope in eine Richtung in der Nähe des Horizonts auszurichten, wo die Sichtbedingungen am schlechtesten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2020 XL5 war ein bekanntes Objekt, das jedoch nicht gründlich untersucht worden war. Unser Team hat mit Teleskopen gearbeitet, mit denen der Asteroid unter diesen schwierigen Bedingungen beobachtet werden konnte. Nach der Auswertung der Daten konnten wir bestätigen, dass es sich in der Tat um den zweiten bekannten Erdtrojaner handelt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>War er schon immer da? Wird er auf ewig da sein?</strong><br><strong>TSR:</strong> 2020 XL5 ist ein „transienter“ trojanischer Asteroid und wird somit nicht für immer ein Erdtrojaner bleiben. Wir erwarten, dass er den Lagrange-Punkt der Erde in etwa 4000 Jahren verlassen wird und möglicherweise wie viele andere Asteroiden auf einer stark elliptischen Umlaufbahn um die Sonne kreisen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser relativ kurze Zeitraum der Stabilität gegenüber dem unglaublichen Alter des Sonnensystems bedeutet wahrscheinlich, dass seine Existenz nicht während der Entstehung der Erde begann, sondern er viele Jahre später von unserem stabilen Lagrange-Punkt abgefangen wurde, als er an uns vorbeizog.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie groß ist er? Könnte er eine Bedrohung für die Erde darstellen?</strong><br><strong>LF:</strong> Der neue Erdtrojaner 2020 XL5 ist ca. 1 km groß. Das ist zwar für einen Asteroiden nicht gerade wenig, aber er befindet sich am Lagrange-Punkt etwa so weit von der Erde entfernt wie die Sonne, und seine Umlaufbahn wird ihn für Tausende von Jahren so weit weg halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist das NEOCC der ESA?</strong><br><strong>LF:</strong> Das Koordinationszentrum für erdnahe Objekte ist Teil der Abteilung für Planetenverteidigung der ESA. Wir nutzen unser Netzwerk von Teleskopen zum Aufspüren und Untersuchen von erdnahen Objekten (NEOs) und bieten einen zentralen Zugangspunkt zu einem ganzen Netzwerk von anderen Datenquellen zum Thema NEOs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir nutzen diese Daten jeden Tag, um die Umlaufbahnen von NEOs zu untersuchen und die Gefahr dieser NEOs für die Erde einzuschätzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LutetiaESA2010OSIRISTeamMPSUPDLAMIAARSSDINTAUPMDASPIDA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LutetiaESA2010OSIRISTeamMPSUPDLAMIAARSSDINTAUPMDASPIDA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Asteroid Lutetia, an dem die ESA-Mission Rosetta 2010 vorbeiflog. (Bild: ESA 2010 MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie hat die ESA diese Forschung unterstützt?</strong><br><strong>LF:</strong> Meine Kollegen Marco Micheli und Luca Conversi haben den Asteroiden 2020 XL5 mit Teleskopen des NEOCC-Netzwerks beobachtet, u. a. auch mit dem Teleskop der optischen Bodenstation der ESA auf Teneriffa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben anhand ihrer Beobachtungen die Position des Asteroiden zu verschiedenen Zeiten bestimmt, und meine Kollegin Ramona Cennamo und ich haben dann mithilfe dieser Daten die Umlaufbahn des Asteroiden analysiert. Unsere Ergebnisse haben ergeben, dass es sich um einen instationären Erdtrojaner handelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was kommt als Nächstes?</strong><br><strong>TSR:</strong> Diese Entdeckung spornt uns an, weiter nach neuen Erdtrojanern zu suchen. Die Suche nach einem Trojaner aus Material, das von der Entstehung der Erde übriggeblieben ist, wäre für die Aufklärung vieler Geheimnisse des frühen Sonnensystems unglaublich hilfreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir führen derzeit in Zusammenarbeit mit dem NEOCC regelmäßige Himmelsbeobachtungen durch. Wir beobachten vor allem Objekte, die eine Gefahr für die Erde darstellen könnten. Doch diese Routinebeobachtungen bergen manchmal auch große Überraschungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren haben wir beispielsweise begonnen, Erkenntnisse über eine neue Gruppe sehr interessanter Objekte zu gewinnen: Asteroiden, die die Sonne innerhalb der Erdumlaufbahn umkreisen, die so genannten „Inner-Earth Objects“ (IEOs). Diese Objekte stehen in Zukunft ganz oben auf unserer Liste, da sie trotz ihrer relativen Nähe zur Erde noch immer Neuland für uns darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-022-27988-4.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-022-27988-4.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg526767#msg526767" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/esa-ein-neu-entdeckter-asteroid-der-zweite-seiner-art/" data-wpel-link="internal">ESA: Ein neu entdeckter Asteroid &#8211; der zweite seiner Art</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>DLR: „2011 ES4“ fliegt an der Er­de vor­bei</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-2011-es4-fliegt-an-der-erde-vorbei-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 05:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo-Asteroiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. September wird der mehrfamilienhausgroße Felsbrocken mit der Bezeichnung „2011 ES4“ in etwa ein Drittel mittlerer Monddistanz die Erde passieren. „2011 ES4“ wird den Apollo-Asteroiden zugerechnet, die aufgrund ähnlicher Bahnen nach dem Asteroiden „1862 Apollo“ benannt sind. Eine Kollision von „2011 ES4“ mit der Erde käme dem Tscheljabinsk-Ereignis gleich. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. September wird der mehrfamilienhausgroße Felsbrocken mit der Bezeichnung „2011 ES4“ in etwa ein Drittel mittlerer Monddistanz die Erde passieren. „2011 ES4“ wird den Apollo-Asteroiden zugerechnet, die aufgrund ähnlicher Bahnen nach dem Asteroiden „1862 Apollo“ benannt sind. Eine Kollision von „2011 ES4“ mit der Erde käme dem Tscheljabinsk-Ereignis gleich. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/Bahnen2011es4erdeNASAJPLSmallBodyDatabaseBrowser-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/Bahnen2011es4erdeNASAJPLSmallBodyDatabaseBrowser26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Konstellation der Bahnen von 2011 ES4 und der Erde<br>(Bild: NASA &#8211; JPL Small-Body Database Browser)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. September wird um 18:12 MESZ ein kleiner Asteroid mit der Bezeichnung 2011 ES4 die Erde in nur ein Drittel Monddistanz passieren. Solche „knappen, rasanten“ Erdvorbeiflüge von kleinen Himmelskörpern finden jedoch recht häufig statt, werden aber von der Öffentlichkeit in der Regel kaum wahrgenommen; in diesem Jahr waren es allein schon rund 60. Nur wenige Asteroiden sind darunter, deren Ausmaße im Falle einer Kollision mit der Erde wirklich bedrohlich wären. Auch der Asteroid 2011 ES4 ist weniger gefährlich, obschon er mit einem geschätzten Durchmesser zwischen 22 und 49 Metern zu den etwas größeren seiner Art zählt. Ein Einschlag oder ein Auseinanderbrechen in der Atmosphäre würde voraussichtlich zu einem ähnlichen Ereignis führen, wie wir es am 15. Februar 2013 in der Gegend um die russische Stadt Tscheljabinsk erlebt haben. Damals zerbrach ein rund 19 Meter großer Meteor dreißig Kilometer hoch über der Stadt in der Atmosphäre und löste mit seiner Druckwelle zahlreiche Gebäudeschäden und Verletzungen bei Personen durch zerberstende Glasscheiben aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der einige zehn Meter große Asteroid 2011 ES4 zieht jedoch am 1. September in einer sicheren Distanz von etwa 120.000 Kilometer an der Erde vorbei. „Der Weltraum ist zum Glück relativ leer und auf der Zeitskala eines Menschenlebens muss man &#8211; statistisch betrachtet &#8211; nicht unbedingt mit einem gewaltigen Einschlag rechnen wie zum Beispiel mit jenem, der vor 65 Millionen Jahren schlagartig zum Aussterben der Dinosaurier und anderer Arten geführt haben soll“, erläutert Dr. Manfred Gaida, Astronom am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Dennoch, der nächste Impakt kann jeder Zeit geschehen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/ToutatisNASAEDeJongSSuzuki-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/ToutatisNASAEDeJongSSuzuki26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Toutatis<br>(Bild: NASA / E. DeJong, S. Suzuki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass „2011 ES4“ zu den Apollo-Asteroiden gerechnet wird, rührt daher, dass der sonnennächste Punkt seiner Bahn, das Perihel, zwar innerhalb der Erdbahnebene liegt, die große Halbachse der Bahn aber mehr als eine Astronomische Einheit beträgt. Demzufolge „überqueren“ diese Asteroiden regelmäßig die Erdbahn und zählen deshalb zu den sogenannten Erdbahnkreuzern. Ein relativ gut bekannter und erforschter aus dieser Gruppe ist der 2 x 4 kilometergroße Asteroid „4179 Toutatis“, der alle vier Jahre die Erdbahn mal mehr oder mal weniger weit entfernt kreuzt, zuletzt am 29. Dezember 2016 in 100facher Monddistanz. Mit der Erde befindet er sich in einer 1:4 und mit Jupiter in einer 3:1 Bahnresonanz, was einen „chaotischen“ Bahnverlauf bewirkt. Darüber hinaus kreuzt er auch die Marsbahn. Dank Radarmessungen und Aufnahmen der chinesischen Mondsonde Chang’e 2 wissen wir, dass Toutatis‘ Gestalt dem Kern des Kometen Churyumov-Gerasimenko ähnelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während man Toutatis im Jahre 2004 bei seiner Erdpassage in vierfacher Mondentfernung sogar in einem lichtstarken Fernglas sehen konnte, wird 2011 ES4 am 1. September nur mit Hilfe eines größeren Teleskops fotografisch zu erkennen sein, denn mit einer geschätzten, kurzzeitigen Helligkeit von höchstens 12,5ter Größenklasse während seiner minimalen Erddistanz bleibt der Asteroid recht lichtschwach. „Freilich ist es wichtig, ein möglichst genaues Bild von allen Objekten zu bekommen, die der Erde eines Tages gefährlich werden könnten“, betont Dr. Christian Gritzner, Raumfahrtingenieur und Programmleiter für Sonnensystemmissionen im Raumfahrtmanagement des DLR. „Denn nur so erhalten wir hinreichend Kenntnis, um uns eines Tages nachhaltig vor den möglichen Einschlägen erdbahnkreuzender Körper schützen zu können, selbst wenn sie keinen global verheerenden Schaden anrichten würden.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/NearEarthAsteroidSurveyNASAPlanetDefCoordOff-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/NearEarthAsteroidSurveyNASAPlanetDefCoordOff26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Near Earth Asteroid Survey<br>(Bild: NASA Planetary Defense Coordination Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So hat man in den vergangenen Jahrzehnten weltweit umfangreiche Überwachungssysteme aufgebaut, die auch noch relativ kleine Asteroiden von Metergröße auffinden. Und davon werden es immer mehr, wie man der Übersicht des Center for Near Earth Object Studies entnehmen kann. Ebenfalls werden Studien über wirksame Abwehrmöglichkeiten zunehmend detaillierter und es bleibt zu hoffen, dass ihre Ergebnisse bald raumfahrttechnisch erprobt und etabliert werden – gleichsam als eine Daseinsvorsorge gegen natürliche außerirdische Gefahren. Wir sollten wie auch bei anderen Gefahren, welche unsere irdische Existenz bedrohen, unser Wissen und Können als Chance nutzen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apollo-Asteroid „2011 ES4“ dürfte jedenfalls noch oft seine Bahn unauffällig an der Erde vorbeiziehen. Im Jahr 2055 soll er den Berechnungen zufolge wieder näher kommen und in knapp zehnfacher Mondentfernung an der Erde vorbeisausen. Wenn die Menschen dann bereits auf dem Erdbegleiter Fuß gefasst und einen lunaren Außenposten errichtet haben, könnten die Astronauten auf dem Mond solche Nahbegegnungen wahrscheinlich ungestörter verfolgen, als es von der Erde aus möglich ist. Und zweifellos ist die von Kratern übersäte Oberfläche des Mondes selber ein untrügliches und zugleich mahnendes Zeichen, alle Arten von Asteroiden, ob groß oder klein, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.msg488031#msg488031" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>
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		<title>Schutz der Erde vor Gefahren aus dem All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schutz-der-erde-vor-gefahren-aus-dem-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 11:32:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. Juni ist Asteroid Day, den OHB erneut unterstützt. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE. Bremen, 25. Juni 2020. „Asteroiden, Weltraumschrott und Weltraumwetter – die Gefahren aus dem All sind vielseitig und, im schlimmsten Falle, desaströs für das Leben auf der Erde. Ich halte den Asteroid Day für eine wichtige Plattform, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 30. Juni ist Asteroid Day, den OHB erneut unterstützt. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bremen, 25. Juni 2020. „Asteroiden, Weltraumschrott und Weltraumwetter – die Gefahren aus dem All sind vielseitig und, im schlimmsten Falle, desaströs für das Leben auf der Erde. Ich halte den Asteroid Day für eine wichtige Plattform, mit der die Öffentlichkeit über dieses Thema informiert und kluge Köpfe versammelt werden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE, vor dem Hintergrund des Asteroid Day. OHB ist zum vierten Mal Partner dieser Veranstaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweck dieses von der UN anerkannten internationalen Gedenktages am 30. Juni ist, das öffentliche Bewusstsein für Asteroiden und ihre Rolle in unserem Sonnensystem zu schärfen, die Notwendigkeit und den Nutzen der Asteroidenforschung darzustellen, Verfahren zum Schutz der Menschheit vor Asteroideneinschlägen zu entwickeln und künftige Erkundungsmissionen zu erleichtern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die reale, irdische Bedrohung durch die Corona-Pandemie zwingt die Macherinnen und Macher des <a href="https://asteroidday.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Asteroid Day</a> zu einer rein virtuellen Ausgabe. Über Live-Video-Konferenzen kommen beim Asteroid Day 2020 Live Digital auch in diesem Jahr wieder Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Technologie, Raumfahrtagenturen und Öffentlichkeit zusammen. Das vielseitige Programm informiert über Asteroiden und die von ihnen potentiell ausgehenden Gefahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DART &amp; Hera: ein Duo, das Zukunft schreiben will</strong><br>„Die Mission Hera ist Europas Beitrag zu einer gemeinsamen, zeitlich versetzten ‘planetary defense‘-Mission mit der NASA zur Verteidigung unseres Planeten und damit ein sehr spezifischer Beitrag zur Abwehr von Asteroideneinschlägen. Ich bin stolz, dass OHB hier dabei ist und einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten vor den Gefahren aus dem Weltraum leisten kann“, erklärt Marco Fuchs. Mit der amerikanisch-deutschen Doppelmission DART/Hera, wird eine konkrete Mission vorbereitet und umgesetzt, mit der erstmalig demonstriert werden soll, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können. „Ein erster, aber wichtiger Schritt, schließlich sind wir es kommenden Generationen schuldig, unsere verfügbare Technologie zu nutzen und zu erproben, damit wir am Tag X, wenn tatsächlich ein Asteroid Kurs Erde nimmt, handlungsfähig sind“, ergänzt der OHB-Chef.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das deutsche Raumfahrtunternehmen OHB System AG ist industrieller Hauptauftragnehmer bei der ESA-Mission Hera, deren gleichnamiger Satellit 2024 in den Weltraum aufbrechen soll, um die neue Flugbahn des natürlich nur minimal abgelenkten Asteroiden zu vermessen und seine Zusammensetzung mit zwei in seiner Nähe ausgesetzten Sonden zu erforschen. Die NASA-Mission DART startet bereits im nächsten Jahr in den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viel los, da oben!</strong><br>Etwa 1.000 neue Asteroiden gelangen jedes Jahr in unser Planetensystem. Mehr als 900 potenziell gefährliche sogenannte Near Earth Objects (NEOs) werden überwacht. Mit dem ersten von OHB Italia entwickelten und gefertigten Flyeye Teleskop der ESA sollen von Sizilien/Italien aus die Beobachtungen dieser Himmelskörper mit einem Durchmesser von bis zu 100 Metern unterstützt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es statistisch gesehen aber nur alle paar Jahrhunderte zu einem Einschlag eines größeren Asteroiden, der enorme Schäden auf der Erde verursachen kann. Wichtig ist trotzdem, mehr über diese Himmelskörper zu lernen – das fängt bei ihrer Entdeckung und Identifizierung an, geht über Kenntnisse bezüglich ihrer Flugbahnen bis hin zu ihrer Zusammensetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>So geht Asteroid Day 2020!</strong><br>Schon seit Anfang Juni gibt es mit Asteroid Day TV auf <a href="https://asteroidday.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.asteroidday.org</a> und über Satellit ein informatives, englischsprachiges Programm rund um Asteroiden und ihre Erforschung und wie sich die Menschheit gegen die Gefahren aus dem Weltraum wappnen will. Am 30. Juni gibt es bei Asteroid Day Live Digital aus Luxemburg zwischen 13:00 und 18:00 Uhr CET sieben von der ESA und von Asteroid Day organisierte Diskussionsrunden, verschiedene Filmbeiträge sowie Einzelinterviews.</p>



<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li><strong><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.msg482814#msg482814" rel="noreferrer noopener" aria-label="(öffnet in neuem Tab)" target="_blank" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></strong></li>
</ul>
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		<title>Asteroiden, Kometen und Monde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroiden-kometen-und-monde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2019 07:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[JUICE]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Cubesat]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben viel von der Reise zum Mond und noch viel mehr vom Besuch anderer Planeten gelernt, aber was ist mit den anderen kleinen Objekten, die sich in unserem Sonnensystem befinden? Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. 9. September 2019 &#8211; Raumfahrtorganisationen haben bereits mehrere Raumschiffe zu Asteroiden, Kometen, Zwergplaneten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wir haben viel von der Reise zum Mond und noch viel mehr vom Besuch anderer Planeten gelernt, aber was ist mit den anderen kleinen Objekten, die sich in unserem Sonnensystem befinden? Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Missionen zu Asteroiden, Kometen und Monden &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">9. September 2019 &#8211; Raumfahrtorganisationen haben bereits mehrere Raumschiffe zu Asteroiden, Kometen, Zwergplaneten und kleinen Monden geschickt und es gibt ehrgeizige Pläne, in Zukunft noch weitere auf den Weg zu bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Asteroiden und Kometen stammen aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems. Sie können dazu beitragen, die Entstehungsgeschichte zu entschlüsseln. Darüber hinaus haben diese Objekte vielleicht eine wichtige Rolle bei der Entwicklung unseres Planeten und irdischen Lebens gespielt, da der Einschlag von Asteroiden und Kometen mit organischen Verbindungen in Zusammenhang mit der Entstehung des Lebens gebracht wird. Obwohl solche Kollisionen bei der Entstehung des Sonnensystems häufiger vorkamen, können kleine Objekte nach wie vor auf die Erde treffen und so das Leben, die Natur und Infrastruktur schädigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Objekte könnten auch organische Materie zu anderen Planeten und Monden gebracht haben, von denen einige – zum Beispiel der Jupitermond Europa oder der Saturnmond Enceladus – über die erforderlichen Bedingungen für die Entstehung von Lebensformen verfügen können. Aus diesen und vielen weiteren Gründen ist es wichtig, diese Objekte zu beobachten und mehr über sie zu erfahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das ESA-Programm Discovery &amp; Preparation</strong>
<br>
Das Programm Erkunden &amp; Entdecken (eng. Discovery &amp; Preparation) bildet die Grundlage für die zukünftigen Aktivitäten der ESA und unterstützt die explorative Forschung nach neuen Konzepten. In diesem Rahmen wurden verschiedene Elemente möglicher zukünftiger Missionen zur Erforschung kleiner, extraterrestrischer Objekte untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Asteroiden und Kometen, deren Umlaufbahnen nahe an die der Erde herankommen oder diese sogar kreuzen, werden als erdnahe Objekte (NEOs) bezeichnet und können eine Einschlagsgefahr darstellen. Um diese Bedrohung abzuschwächen, ist der erste Schritt die Suche nach NEOs und die Kartierung ihrer Flugbahnen. Das Programm Discovery &amp; Preparation unterstützte eine Studie, die mit Star Trackern die Suche nach NEOs erforscht &#8211; und sich bereits an Bord vieler Raumfahrzeuge befindet, um nach NEOs zu suchen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_2.jpg" alt="ESA / P. Carril" width="260"/></a><figcaption>
NEOs können eine Einschlagsgefahr darstellen. &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ESA / P. Carril)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung bei nicht-irdischen Objekten besteht darin, dass Staub auf ihren Oberflächen die ankommenden Raumfahrzeuge, Lander und Astronauten beeinträchtigen kann. Die Dusty Plasma Environments-Studie war der erste Schritt bei der Entwicklung einer Reihe von Modellen, mit denen sich die Auswirkungen von staubigem Plasma auf zukünftige Explorationseinheiten berechnen lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neueste Erkundungssonden und Rover enthalten zwar Minilabore für die In-situ-Forschung, doch können hochmoderne Labore auf der Erde noch weitergehende Tests durchführen. Eine Discovery &amp; Preparation-Studie untersuchte, wie auf der Erde eine Anlage errichtet werden kann, die einen sicheren Umgang mit solchen wertvollen und potenziell gefährlichen Proben, die von diesen Felsbrocken aus dem All stammen, gewährleistet. Die Untersuchung basierte auf früheren Studien zur Rückführung von Mars-Proben (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/von-europa-zum-mars-und-zurueck/" data-wpel-link="internal">Mars Sample Return</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer weiteren Studie wurde untersucht, wie eine Sonde sicher auf einem Objekt mit geringer Schwerkraft landen kann. Sie wurde in erster Linie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchgeführt, das den MASCOT-Lander für die japanische Asteroidenmission Hayabusa 2 entwickelte. Diese Studie untersuchte die&nbsp;Entwicklung eines zweiten Landers, MASCOT-2, für die Landung auf Didymoon, dem Ziel der ESA-Asteroidenmission <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mission-zum-kleinsten-jemals-erreichten-asteroiden/" data-wpel-link="internal">Hera</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hera ist einer der großen Erfolge dieses Programms. Das Missionskonzept wurde auf der Basis zahlreicher Studien konzipiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hera-Sonde transportiert unter anderem zwei <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-cubesats-auf-asteroiden-treffen/" data-wpel-link="internal">CubeSats</a>, die sich Didymoon stärker annähern können. Da diese vielseitig, klein und relativ preiswert sind, wurde untersucht, wie CubeSats zur Erforschung kleinerer Raumobjekte eingesetzt werden können. Einige dieser Studien konzentrierten sich speziell auf die Begleiter der Mission Hera.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer weiteren zukunftsorientierten Studie geht es darum, wie Astronauten die „Neutral Buoyancy Facility“ der ESA nutzen könnten, um für Flüge zu interplanetaren Objekten zu trainieren, bei denen die Schwerkraft nur sehr schwach vorhanden wäre. Weitere Aktivitäten zum Thema Discovery &amp; Preparation mit Schwerpunkt auf Asteroiden, Kometen und Monden finden Sie im Studienverzeichnis Nebula Library.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_3.jpg" alt="ESA ATG medialab / Rosetta Navcam" width="260"/></a><figcaption>
Rosetta und der Komet 67P / Tschurjumow-Gerassimenko. &#8211; Illustration mit Navcam-Bild 
<br>
(Bild: ESA / ATG medialab / Rosetta Navcam)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Aktivitäten</strong>
<br>
Hera ist ein ausgereifter Missionsvorschlag im Rahmen der Aktivitäten der ESA im Bereich Weltraumsicherheit, die es Europa ermöglicht, die Bedrohung durch gefährliche Asteroiden, extreme Sonnenereignisse und Weltraummüll zu verstehen und zu minimieren. Das Planetary Defence Office beobachtet erdnahe Objekte, prognostiziert ihre Flugbahnen, warnt vor möglichen Einschlägen und ist an potenziellen Abwehrmaßnahmen beteiligt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Rosetta-Mission schrieb die ESA bereits Geschichte, als sie einen Kometen umkreiste. Die Sonde Rosetta verblieb mehr als zwei Jahre im Orbit des Kometen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/67p-erkenntnisse-zu-temperatur-und-beschaffenheit/" data-wpel-link="internal">67P / Tschurjumow-Gerassimenko</a> und sammelte Informationen über periodische Kometen. Sie setzte sogar ein Landegerät auf seiner Oberfläche ab, um dieses geheimnisvolle Objekt zu erkunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nächstes hat die ESA einen Asteroiden im Visier. Die Europäische Weltraumorgansiation unterzeichnete kürzlich einen Vertrag mit GomSpace Luxemburg über die Entwicklung des ersten Nanosatelliten, der einem Asteroiden begegnen soll. Der Miniaturised Asteroid Remote Geophysical Observer (M-ARGO) wird ein 12-teiliger CubeSat mit eigenem Antriebssystem sein. Die Finanzierung erfolgt durch das General Support Technology Programme (GSTP) der ESA. Hiermit wird die Weiterentwicklung eines Tools gefördert, das zukünftige ESA-Lander-Missionen durch die Modellierung von Oberflächen kleiner Himmelskörper in unserem Sonnensystem und die Bereitstellung fotorealistischer Bilder unterstützen wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_4.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Mikroskopische Darstellung einer Gesteinsprobe vom Itokawa. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Untersuchung von drei Gesteinsproben, die von der japanischen Hayabusa-Mission vom Asteroiden Itokawa zurück zur Erde gebracht wurden, ist die ESA bereits an der Asteroidenforschung beteiligt. Dies hilft uns dabei, &nbsp;mehr über die Oberflächenumgebung von Asteroiden zu lernen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Planetenmissionen tragen auch zu unserem Verständnis von extraterrestrischen Objekten bei. Bei der Umkreisung des Mars mit Mars Express und dem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tgo-liefert-erste-erkenntnisse-ueber-marsatmosphaere/" data-wpel-link="internal"> ExoMars Trace Gas Orbiter</a> konnte die ESA die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-express-fotografiert-beide-monde-des-mars/" data-wpel-link="internal">Marsmonde Phobos und Deimos</a> beobachten. Die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/juice-europas-rueckkehr-zum-jupiter/" data-wpel-link="internal">JUICE</a>-Mission (JUpiter ICy Moons Explorer) soll drei der größten Monde des Jupiters – Ganymed, Europa und Callisto – untersuchen, um festzustellen, ob einer von ihnen bewohnbar sein könnte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_5.jpg" alt="ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum), CC BY-SA 3.0 IGO" width="260"/></a><figcaption>
Phobos, aufgenommen von Mars Express. 
<br>
(Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum), CC BY-SA 3.0 IGO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ist es nicht unbedingt erforderlich, in die Nähe dieser Objekte zu gelangen, um mehr über sie zu erfahren. Die Weltraumteleskope der ESA, darunter Hubble, haben zahlreiche kleine Himmelskörper im gesamten Sonnensystem fotografiert, um mehr über ihre Eigenschaften und Flugbahnen zu erfahren. Das Hubble-Teleskop nahm kürzlich ein Bild eines seltenen Asteroiden auf, der sich langsam selbst zerstört; Gaia&nbsp;sammelte Informationen über mehr als 14.000 Asteroiden; <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wasserdampf-beim-zwergplaneten-ceres/" data-wpel-link="internal">Herschel</a> entdeckte Wasserdampf um den Zwergplaneten Ceres und das Infrarot-Weltraumobservatorium (ISO) stellte fest, dass in unserem Sonnensystem doppelt so viele Asteroiden unterwegs sein könnten, als bisher angenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Projekte anderer Raumfahrtbehörden </strong>
<br>
Neben der Landung auf zwei verschiedenen Asteroiden mit ihren Missionen Hayabusa und Hayabusa2 plant die japanische Raumfahrtbehörde JAXA derzeit eine Mission zur Untersuchung der beiden Monde des Mars, Phobos und Deimos. Im Rahmen der Mission „Martian Moons eXploration“ (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zusammenarbeit-fuer-mmx-marsmond-rover-bekraeftigt/" data-wpel-link="internal">MMX</a>) ist sogar die Rückführung von Proben eines Mondes zur Erde geplant.      Auch die NASA hat in der Vergangenheit extraterrestrische Objekte besucht, wobei die Dawn-Mission die erste war, die einen Zwergplaneten – Ceres – umkreiste und auch den größten Asteroiden im Asteroidengürtel, VESTA, besuchte. Dawn entdeckte, dass es unter der Oberfläche von <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ceres-neue-ungewoehnliche-form-von-vulkanismus/" data-wpel-link="internal">Ceres</a> Reste eines flüssigen Ozeans geben könnte und fand organisches Material. Außerdem wurde bestätigt, dass <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/dawn-wie-kam-material-von-vesta-auf-die-erde/" data-wpel-link="internal">Vesta</a> der Ursprung vieler Meteoriten auf der Erde ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092019091056_small_6.jpg" alt="NASA / JPL-Caltech " width="260"/></a><figcaption>
Dawn besucht Vesta. &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA / JPL-Caltech )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-amerikanische Stardust-Mission sammelte Staub vom Kometen Wild-2. Die daraus gewonnen Erkenntnisse haben zu dem Schluss geführt, dass die Entstehungsgeschichte der Kometen umgeschrieben werden muss. Deep Impact besuchte den Kometen Tempel 1. Dabei wurde ein Projektil (Impaktor) in die Flugbahn des Kometen gebracht, das dort einschlug und Materialien wie Wassereis und organische Substanz freilegte. Die Ergebnisse der Mission deuten darauf hin, dass Kometen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung des Lebens auf der Erde gespielt haben könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell umkreist die Raumsonde OSIRIS-REx der NASA einen Asteroiden und soll Gesteinsproben sammeln und zur Erde zurückzubringen. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler, mehr über die Entstehung des Sonnensystems und des Lebens zu erfahren. Die kanadische Weltraumbehörde (CSA) beteiligte sich ebenfalls an OSIRIS-Rex. Sie stellen ein Instrument zur Verfügung, das die Oberfläche des Asteroiden kartiert, so dass Wissenschaftler einen geeigneten Probenentnahmeort auswählen können. Die CSA entwickelte auch den erdnahen Objektüberwachungssatelliten (NEOSSat), dessen Ziel es ist, Asteroiden, die der Erde eines Tages gefährlich nahe kommen könnten, zu entdecken, zu verfolgen und zu katalogisieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nicht nur die Raumfahrtagenturen sind daran beteiligt, mehr über NEOs zu erfahren &#8211; auch die Europäische Südsternwarte (ESO) beschäftigt sich mit dieser Aufgabe. Vor kurzem entdeckte das Very Large Telescope der ESO einen Doppelasteroiden, der an der Erde vorbeiraste. Dies bot eine gute Gelegenheit, um die Zusammenarbeit der Weltraumorganisationen beim Auftauchen eines gefährlichen erdnahen Objekts (NEO) zu üben. Koordiniert wurde das Projekt vom International Asteroid Warning Network (IAWN), einer Zusammenarbeit vieler Weltraumorganisationen zum Schutz der Erde vor NEOs. </p>
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		<title>Ryugu: ein fragiler kosmischer &#8218;Schutthaufen&#8216;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ryugu-ein-fragiler-kosmischer-schutthaufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2019 03:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Hayabusa 2]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MASCOT]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auswertung von Bilddaten der DLR-Kamera MASCam vom Abstieg und auf Ryugus Oberfläche zeigen nun im Detail einen fragilen &#8218;Schutthaufen&#8216; aus zwei verschiedenen, fast schwarzen Gesteinstypen mit geringem inneren Zusammenhalt. Das berichten Wissenschaftler um DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann in der aktuellen Ausgabe von SCIENCE. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Auswertung von Bilddaten der DLR-Kamera MASCam vom Abstieg und auf Ryugus Oberfläche zeigen nun im Detail einen fragilen &#8218;Schutthaufen&#8216; aus zwei verschiedenen, fast schwarzen Gesteinstypen mit geringem inneren Zusammenhalt. Das berichten Wissenschaftler um DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann in der aktuellen Ausgabe von SCIENCE. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/MASC14N2S3rgbenh2MASCOTDLRJAXA1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/MASC14N2S3rgbenh2MASCOTDLRJAXA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Wissenschaftler im MASCam-Team<br> identifizierten auf den Bildern, die während<br> des Abstiegs von MASCOT und nach der<br> Landung aufgenommen wurden, zwei <br>Arten von Gesteinen: die etwas helleren <br>(aber auch nur 5 Prozent des Sonnenlichts<br> reflektierenden Felsen vom ‚Typ 2‘ mit<br> scharfen Kanten und glatten Bruchflächen, <br>und die dunkleren, nur 4 Prozent Licht <br>reflektierenden, unregelmäßiger <br>geformten Felsen vom ‚Typ 1‘ mit einer an<br> Blumenkohl erinnernden, krumpeligen<br> Oberfläche. Letztere befanden sich in der<br> ersten Ryugu-Nacht unmittelbar vor <br>dem Objektiv von MASCam und wurden <br>mit den eingebauten Leuchtdioden <br>angestrahlt. Aus einer Kombination<br> von Aufnahmen mit blauem, grünem<br> und rotem Licht wurde dieses Farbbild<br> erzeugt.<br>Eine Überraschung für die Wissenschaftler <br>war die Entdeckung von hell reflektierenden<br> Mineralen, die an kalzium- und aluminiumreiche<br> Einsprenglinge einer seltenen Klasse von <br>Meteoriten erinnern, den so genannten <br>‚CI-Chondriten‘, wie sie 2000 am Tagish Lake <br>in Kanada auf die Erde gefallen sind. <br>Es sind mit die ältesten und ursprünglichsten<br> Zeugen der Entstehung des Sonnensystems <br>in den Meteoritensammlungen der Erde. <br>Rechts oben der vergrößerte Ausschnitt des<br> Felssporns rechts unten im großen Bild, <br>der sich etwa 25 Zentimeter vor MASCam<br> befand.<br>(Bild: MASCOT/DLR/JAXA.)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer 2018 bekam der nur 900 Meter große Asteroid Ryugu Besuch von der japanischen Raumsonde Hayabusa2. An Bord: die zehn Kilogramm schwere deutsch-französische Landesonde MASCOT (Mobile Asteroid Surface Scout), nur so groß wie eine Mikrowelle und bestückt mit vier Instrumenten. Am 3. Oktober wurde MASCOT, gesteuert aus dem Kölner Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), aus 41 Metern Höhe von der Muttersonde abgetrennt, berührte nach sechs Minuten zum ersten Mal die Asteroidenoberfläche und kam elf Minuten später wie ein Würfel auf einem Spielbrett in Zeitlupe zum Stillstand. Inmitten von groben Steinblöcken führte MASCOT über 17 Stunden und an verschiedenen Stellen seine Experimente aus. Die Auswertung von Bilddaten der DLR-Kamera MASCam vom Abstieg und auf Ryugus Oberfläche zeigen nun im Detail einen fragilen &#8218;Schutthaufen&#8216; aus zwei verschiedenen, fast schwarzen Gesteinstypen mit geringem inneren Zusammenhalt. Das berichten Wissenschaftler um DLR-Planetenforscher Ralf Jaumann in der <a class="a" href="https://www.science.org/doi/full/10.1126/science.aaw8627" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">aktuellen Ausgabe von SCIENCE</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Würde Ryugu oder ein ähnlicher Asteroid der Erde einmal tatsächlich gefährlich nahe kommen und wir müssten versuchen, ihn abzulenken, dann sollten wir sehr vorsichtig mit ihm umgehen. Denn wenn wir zu fest auf ihn &#8218;draufhauen&#8216; zerfällt der ganze, eine halbe Milliarde Tonnen schwere Asteroid in unzählige Bruchstücke. Dann prasseln lauter tonnenschwere Einzelteile auf die Erde&#8220;, interpretiert Prof. Ralf Jaumann, verantwortlich für das Experiment MASCam (MASCOT Camera), vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof, die Beobachtungen. Der Asteroid hat offensichtlich große Ähnlichkeit mit kohlenstoffhaltigen, 4,5 Milliarden Jahre alten Meteoriten in den irdischen Sammlungen. Mit einer durchschnittlichen Dichte von nur 1,2 Gramm pro Kubikzentimeter ist Ryugu nur wenig &#8217;schwerer&#8216; als Wassereis. Da der Asteroid aber aus unzähligen unterschiedlich großen Gesteinsbrocken zusammengefügt ist, bedeutet dies, dass ein großer Teil seines Volumens von Hohlräumen durchzogen sein muss, die den diamantenförmigen Körper vermutlich extrem zerbrechlich machen. Darauf deuten auch Messungen hin, die mit dem DLR-Radiometerexperiment MARA auf MASCOT durchgeführt und vor kurzem veröffentlicht wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaftler schreiben Raumfahrtgeschichte</strong>
<br>
&#8222;Das sind hochinteressante Ergebnisse, die wir jetzt durch die Auswertung der MASCOT-Experimente sehen. Es ist faszinierend, was diese kleine Hightech-Box in 300 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde auf Ryugu geleistet hat&#8220;, freut sich Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand für Raumfahrtforschung und -technologie. &#8222;Gemeinsam mit unseren japanischen und französischen Kollegen haben wir mit MASCOT ein kleines Kapitel Raumfahrtgeschichte geschrieben.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082019055748_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23082019055748_small_2.jpg" alt="JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST; DLR (digitales Geländemodell)." width="260"/></a><figcaption>
Nach dem Herausschieben von MASCOT aus der Ladebucht von Hayabusa2 verfolgte das Aufnahmesystem ONC (Optical Navigation Camera) der Sonde den Abstieg von MASCOT aus 41 Metern Höhe. Mit diesen Fotos war es möglich, die Spur des Abstiegsweges vom Abtrennen (MR = MASCOT Release point) bis zum ersten Kontakt (CP1 = Contact Point 1) auf die Oberfläche zu projizieren und auch den weiteren Verlauf der Mission MASCOT auf Ryugu genau zu rekonstruieren. Die Darstellung zeigt ein digitales Geländemodell der Landestellenumgebung, in der die Höhenunterschiede von minus 3,6 Metern bis plus 3,6 Metern – bezogen auf ein Referenzniveau – farblich kodiert sind. Der Bildausschnitt ist nach Norden ausgerichtet, das Gebiet befindet sich etwa bei 300 Grad östlicher Länge und 30 Grad südlicher Breite von Ryugu. 
<br>
(Bild: JAXA/U Tokyo/Kochi U/Rikkyo U/Nagoya U/ Chiba Inst Tech/Meiji U/U Aizu/AIST; DLR (digitales Geländemodell).)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">MASCOT bewegte sich mit einem eingebauten Schwungarm über die Oberfläche. &#8222;Nach der Landung und ersten Ruheposition musste MASCOT eine Lagekorrektur durchführen, um die wissenschaftlichen Experimente passend auf die Asteroidenoberfläche auszurichten&#8220;, erklärt MASCOT-Projektleiterin Dr. Tra-Mi Ho vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen. &#8222;Danach folgten drei weitere Positionsänderungen mit nachfolgenden Messungen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwei unterschiedliche Gesteinstypen aber kein Staub</strong>
<br>
Auf den Bildern, die während des Abstiegs von MASCOT und auf der Oberfläche mit der Kamera aufgenommen wurden, sind hauptsächlich dunkle dezimeter- bis metergroße kantige, manchmal aber auch glatte Felsblöcke zu sehen. Felsblöcke mit glatten Bruchflächen und scharfen Kanten sind dabei etwas heller als Brocken mit einer unregelmäßigeren, blumenkohlartigen und teilweise krümeligen Oberfläche. Ryugu reflektiert nur viereinhalb Prozent des Sonnenlichts, vergleichbar mit Holzkohle, und er gehört damit zu den dunkelsten Objekten im Sonnensystem. MASCam konnte sowohl tagsüber, als auch nachts Aufnahmen machen. Dafür war das Kamerasystem mit Leuchtdioden ausgestattet, die ihre unmittelbare Umgebung in verschiedenen, klar definierten Farbwellenlängen im sichtbaren Licht und nahen Infrarot beleuchteten, um das Reflexionsverhalten der Umgebung in unterschiedlichen Spektralkanälen aufzuzeichnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden beobachteten Felstypen sind zu etwa gleichen Teilen auf der Oberfläche auf Ryugu verteilt. Daraus lassen sich zwei mögliche Entstehungsgeschichten ableiten: &#8222;Zum einen&#8220;, erklärt Jaumann, &#8222;könnte Ryugu nach der Kollision zweier Körper aus unterschiedlichem Material entstanden sein, die dabei zerbrochen sind und die Bruchstücke sich gravitativ zu einem neuen Körper mit den zwei unterschiedlichen Felssorten zusammengefügt haben. Oder aber Ryugu ist das Überbleibsel eines einzelnen Körpers, in dem es im Inneren Zonen verschiedene Temperatur- und Druckbedingungen gab und so dort zwei Typen von Gesteinen entstanden sind.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders staunten Prof. Ralf Jaumann und sein Team über das Fehlen von Staub: &#8222;Die ganze Oberfläche von Ryugu ist von Gesteinsbrocken übersät, aber nirgendwo haben wir Staub entdeckt! Der müsste wegen des Beschusses des Asteroiden durch Mikrometeoriten über Milliarden von Jahren und deren verwitternder Wirkung eigentlich vorhanden sein. Aber er ist entweder in Hohlräumen verschwunden oder bei der geringen Schwerkraft von nur einem Sechzigtausendstel der Erde ins All entwichen. Dies gibt einen Hinweis auf komplexe geophysikalische Prozesse auf der Oberfläche dieses kleinen Asteroiden.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Felsblöcke erinnern an Meteoriten mit Material der stellaren Urwolke</strong>
<br>
Bisher sahen die MASCOT-Wissenschaftler bei Ryugu eher Ähnlichkeiten mit zwei Meteoriten, die 1969 in Allende (Mexiko) und im australischen Murchison auf die Erde fielen. Diese Meteoriten enthalten jedoch, vermutlich infolge der verwitternden Wirkung von Kristallwasser, kaum helle Einsprengsel. Die jetzt beobachteten hellen Inklusionen lassen die Wissenschaftler nun zu dem Ergebnis kommen, dass die blumenkohlartigen Gesteine von Ryugu mehr Ähnlichkeiten mit Meteoriten vom Tagish-See haben. Am 18. Januar 2000 regneten nach der Explosion einer großen Feuerkugel über Kanada hunderte kleine Meteoriten auf die Erde und zahlreiche Bruchstücke wurden damals auf dem Eis des gefrorenen, namensgebenden Sees gefunden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TagishLakeMeteoritMichael-HollyCreativeServicesUoAlberta1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/TagishLakeMeteoritMichael-HollyCreativeServicesUoAlberta260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bei der Auswertung der MASCam-Aufnahmen<br> identifizierten die Wissenschaftler zwei<br> unterschiedliche Typen von Gesteinen<br>: eine mit scharfen Kanten und glatten<br> Bruchflächen, und eine zweite mit <br>Oberflächen, die an einen Blumenkohl <br>erinnern. Auf den mit Leuchtdioden<br> bestrahlten Nachtaufnahmen dieser <br>etwas krumpeligen Oberflächen entdeckten<br> die Forscher in der fast schwarzen <br>Gesteinsmatrix helle Einsprengsel von<br> Mineralen, die an Mineralinklusionen<br> in Meteoriten vom Tagish-See erinnern<br> (Bild). Am 18. Januar 2000 regneten<br> nach der Explosion einer großen Feuerkugel<br> über Kanada hunderte kleine Meteoriten<br> auf die Erde und zahlreiche Bruchstücke <br>wurden damals auf dem Eis des<br> gefrorenen, namensgebenden Sees <br>gefunden.<br>Bei den &#8222;Tagish-Lake-Meteoriten&#8220; handelt<br> es sich um sehr seltene Steinmeteoriten aus <br>der Klasse der sogenannten CI-Chondriten.<br> Das C steht für das chemische Elements <br>Kohlenstoff, und das &#8218;I&#8216; für die Ähnlichkeit mit<br> dem Ivuna Meteoriten aus Tansania.<br> Es sind mit die primitivsten und ältesten<br> Bestandteile des Sonnensystems, Überbleibsel<br> der ersten festen Körper, die in der stellaren<br> Urwolke entstanden sind. Man nimmt an,<br> dass sich aus ihnen die Körper des <br>Sonnensystems entwickelt haben.<br>(Bild: Michael Holly, Creative Services, <br>University of Alberta.)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um sehr seltene Steinmeteoriten aus der Klasse der sogenannten CI-Chondriten. Das C steht für das chemische Elements Kohlenstoff, und das &#8218;I&#8216; für die Ähnlichkeit mit dem Ivuna Meteoriten aus Tansania. Es sind mit die primitivsten und ältesten Bestandteile des Sonnensystems, Überbleibsel der ersten festen Körper, die in der stellaren Urwolke entstanden sind. Man nimmt an, dass sich aus ihnen die Körper des Sonnensystems entwickelt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Asteroid Ryugu gehört zu den &#8218;Near-Earth Objects&#8216; (NEOs), also Asteroiden oder Kometen, die der Erdbahn nahe kommen oder diese schneiden. Sie können manchmal auch auf Kollisionskurs mit der Erde geraten. Die Bahn von Ryugu um die Sonne verläuft nahezu parallel zur Erdbahn und nähert sich dieser – um 5,9 Grad geneigt – bis auf eine Entfernung von etwa 100.000 Kilometer. Allerdings kommt Ryugu dabei nie in unmittelbare Nähe der Erde. Trotzdem sind die Erkenntnisse zu den Eigenschaften von Körpern der Art von Ryugu enorm wichtig für Einschätzungen, wie solchen &#8222;Erdbahnkreuzern&#8220; im Fall der Fälle begegnet werden könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung auf die Rückkehr zur Erde</strong>
<br>
Während die Teilmission MASCOT abgeschlossen ist, führte Hayabusa2 zahlreiche weitere, zum Teil einzigartige Manöver durch, kartierte den Asteroiden in hoher Auflösung und nahm durch Berührung der Asteroidenoberfläche mit einem Rohr zur Probennahme Bestandteile von verschiedenen Punkten auf dem urtümlichen Körper auf, die in einem Transportbehälter versiegelt mit der Sonde Ende des Jahres zur Erde zurückfliegen wird, um in einer Landekapsel Ende 2020 zu landen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Mission Hayabusa2 und MASCOT</strong>
<br>
Hayabusa2 ist eine Weltraummission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) zum erdnahen Asteroiden Ryugu. Der deutsch-französische Lander MASCOT an Bord von Hayabusa2 wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in enger Kooperation mit der französischen Raumfahrtagentur CNES (Centre National d&#8217;Études Spatiales) entwickelt und gebaut. Die wissenschaftlichen Experimente an Bord von MASCOT sind Beiträge des DLR, des Institut d&#8217;Astrophysique Spatiale und der Technischen Universität Braunschweig. Betrieb und Steuerung des MASCOT-Landers und seiner Experimente erfolgten durch das DLR mit Unterstützung der CNES und in kontinuierlichem Austausch mit der JAXA. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen entwickelte federführend zusammen mit CNES den Lander und testete ihn. Das DLR-Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik in Braunschweig war für die stabile Struktur des Landers zuständig. Das DLR Robotik und Mechatronik Zentrum in Oberpfaffenhofen entwickelte den Schwungarm, der MASCOT auf dem Asteroiden hüpfen ließ. Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin steuerte die Kamera MASCam und das Radiometer MARA bei. Überwacht und betrieben wurde der Asteroidenlander aus dem MASCOT-Kontrollzentrum im Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) am DLR-Standort Köln. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8826.msg459063#msg459063" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HAYABUSA-2 zu Asteroid (162173) Ryugu auf H-IIA</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroidenforschung zum Schutz der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroidenforschung-zum-schutz-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 07:24:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[DART]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Hera]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[OHB SE]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. Juni ist Asteroid Day, der auch dieses Jahr wieder von der OHB SE unterstützt wird. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE Bremen. Der Asteroid Day wurde 2014 durch Dr. Brian May (Astrophysiker und Gitarrist von Queen), Danica Remy (Präsidentin der Stiftung B612), Rusty Schweikardt (Apollo 9 Astronaut), und den Filmemacher [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 30. Juni ist Asteroid Day, der auch dieses Jahr wieder von der OHB SE unterstützt wird. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE Bremen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid Day wurde 2014 durch Dr. Brian May (Astrophysiker und Gitarrist von Queen), Danica Remy (Präsidentin der Stiftung B612), Rusty Schweikardt (Apollo 9 Astronaut), und den Filmemacher Grig Richters initiiert. Im Jahr 2016 erklärten die Vereinten Nationen den 30. Juni zum „Asteroidentag“, einem internationalen Tag der Bildung. OHB ist seit einigen Jahren engagierter Förderer des Asteroid Day. 
<br>
<strong>Weil wir es zukünftigen Generationen schuldig sind</strong>
<br>
Die Erweiterung unseres Wissens über Asteroiden ist zwingend erforderlich, da nach wissenschaftlichen Erkenntnissen statistisch gesehen alle paar Jahrhunderte mit einem Asteroideneinschlag, der große Schäden verursachen kann, gerechnet werden muss. Je mehr wir über Asteroiden wissen – dies reicht von ihrer Entdeckung und Identifizierung, über ihre Flugbahn bis hin zu ihrer Zusammensetzung &#8211; desto besser können wir uns auf den Tag X vorbereiten, an dem ein Asteroid einer potenziell gefährlichen Größe (d.h. mit einem Durchmesser von mehr als 100 Metern) auf unseren Planeten zusteuert. Etwa 1.000 neue Asteroiden gelangen jedes Jahr in unser Planetensystem. Neunhundert potenziell gefährliche sogenannte Near Earth Objects werden überwacht. Mit dem ersten von OHB Italia entwickelten und gefertigten „<a class="a" href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Flyeye_ESA_s_bug-eyed_asteroid_hunters" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Flyeye</a>“-Teleskop der ESA sollen in naher Zukunft von Sizilien/Italien aus die Beobachtungen unterstützt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE, sieht eine klare Notwendigkeit zur Erforschung dieser Himmelskörper, die jederzeit ein Risiko für die Menschheit darstellen können. Aus diesem Grund trägt sein Unternehmen durch technische Entwicklungen und Investitionen zur Lösung dieses Problems bei. „Das sind wir den zukünftigen Generationen schuldig“, sagt der Unternehmer und zweifache Vater. Die enormen Fortschritte, die in der Raumfahrt erzielt werden, ebnen den Weg für Projekte wie beispielsweise Asteroiden-Ablenkmissionen, die nicht nur visionär sind, sondern auch für den Schutz unseres Planeten von entscheidender Bedeutung sein werden. „Ich bin ein begeisterter Unterstützer der geplanten Asteroidenmission HERA . Wir dürfen diese ausgezeichnete Gelegenheit nicht verpassen, um herauszufinden, wie die Asteroidenablenkung funktioniert, und gleichzeitig viel mehr über Asteroiden zu erfahren. Die von Nasa und ESA geplanten Missionen <a href="https://www.raumfahrer.net/mission-zum-kleinsten-jemals-erreichten-asteroiden/" data-wpel-link="internal">DART und HERA</a> können potenziell die Grundlage dafür schaffen. Ich bin stolz auf die vielen klugen Köpfe bei OHB sowie auf der ganzen Welt, die an Konzepten arbeiten, um die Menschheit vor den Gefahren eines Asteroideneinschlags zu schützen“, ergänzt Marco Fuchs. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Asteroid Day findet 2019 zum fünften Mal statt</strong>
<br>
Zum Gedenken an den Asteroideneinschlag von 1908 in der sibirischen Tunguska-Steppe werden jedes Jahr am 30. Juni weltweit Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit durchgeführt. Der Asteroid Day ist eine ideale Plattform, um das öffentliche Bewusstsein für Asteroiden und ihre Rolle in unserem Sonnensystem zu schärfen und die Notwendigkeit der Asteroidenforschung hervorzuheben, um Verfahren zum Schutz der Menschheit vor Asteroideneinschlägen zu entwickeln und zukünftige Erkundungsmissionen zu erleichtern. Der Asteroid Day bringt Wissenschaft, Forschung, Technologie, Raumfahrtagenturen und die breite Öffentlichkeit zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Themen, die im Rahmen des Asteroid Day angesprochen werden, reichen von der Rolle der Asteroiden bei der Entstehung unseres Universums über die Nutzung der dort befindlichen Ressourcen durch die Menschheit bis hin zu den Fragen, wie die Asteroidenforschung den Weg für die künftige Erkundung des Weltalls ebnen kann und wie wir die Erde vor Asteroideneinschlägen schützen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid Day wird von der luxemburgischen gemeinnützigen Stiftung Asteroid Foundation betreut. Eine beeindruckende Anzahl Menschen setzen sich für den Asteroidentag ein. Damit wird die globale Bedeutung der Asteroidenforschung unterstrichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Asteroid Day 2019: Live aus Luxemburg &#8230;</strong>
<br>
Wie bereits in den Vorjahren werden im Rahmen der Live-Sendung aus Luxemburg, die am Freitag, den 28. Juni 2019 gestreamt wird, Vertreter des OHB-Konzerns mitwirken. Weitere <a class="a" href="https://asteroidday.org/asteroid-day-live-panel-descriptions/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Einzelheiten</a> sind auf der Website des Asteroid Day zu finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8230; und im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen auf der ganzen Welt</strong>
<br>
Veranstaltungen für alle Altersgruppen finden in Wissenschaftszentren, Planetarien, Sternwarten, Museen, Schulen, Theatern, Bibliotheken, Rathäusern und an öffentlichen Orten auf der ganzen Welt statt. Die meisten <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240920033920/https://asteroidday.org/events/?action=tribe_geosearch&amp;tribe_paged=1&amp;tribe_event_display=map&amp;tribe_eventcategory=2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Veranstaltungen</a> sind für die breite Öffentlichkeit zugänglich und können auf der Website des Asteroid Day online verfolgt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Asteroiden können auch ohne einen unmittelbaren Einschlag auf die Erdoberfläche Schäden verursachen</strong>
<br>
Am 30. Juni 1908 ereignete sich der größte Asteroideneinschlag in der jüngeren Geschichte der Menschheit. Dabei wurde eine Fläche von rund 2.000 Quadratkilometern (vergleichbar mit einer großen Metropolregion) verwüstet. Es gab nur deshalb keine Opfer, da der Asteroid in der abgelegenen Tunguska-Region in Sibirien einschlug. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der „Meteorit von Tscheljabinsk“ verursachte am 15. Februar 2013 in der Großstadt Tscheljabinsk im Ural und in der Umgebung schwere Schäden. Der vergleichsweise kleine Himmelskörper (Durchmesser 15 bis 20 Meter) trat in die Erdatmosphäre ein und brach 30 bis 50 Kilometer über der Erdoberfläche auseinander. Damit wurde eine riesige Explosionswelle ausgelöst, die rund 7.000 Gebäude beschädigte. Etwa 1.500 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer; die meisten erlitten Schnittwunden und Prellungen durch splitterndes Glas und Schutt. </p>
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		<title>Ist der Asteroid Don Quixote eigentlich ein Komet?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ist-der-asteroid-don-quixote-eigentlich-ein-komet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2013 20:49:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenschweif]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop haben gezeigt, dass der erdnahe Asteroid (3552) Don Quixote im Jahr 2009 einen schwachen Schweif ausgebildet hat. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Objekt somit nicht um einen Asteroiden, sondern vielmehr um einen immer noch aktiven Kometen. Schon seit längerem wird vermutet, dass es sich bei etwa fünf Prozent der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop haben gezeigt, dass der erdnahe Asteroid (3552) Don Quixote im Jahr 2009 einen schwachen Schweif ausgebildet hat. Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Objekt somit nicht um einen Asteroiden, sondern vielmehr um einen immer noch aktiven Kometen.</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU" width="300" height="169"/></a><figcaption>
Die linke Aufnahme des Spitzer-Teleskops zeigt das Objekt Don Quixote im infraroten Lichtspkektrum. Deutlich ist eine den &#8222;Asteroiden&#8220; umgebende Koma erkennbar. In der rechten Aufnahme ist dann auch der von Don Quixote ausgehende Schweif erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seit längerem wird vermutet, dass es sich bei etwa fünf Prozent der derzeit etwa 10.000 bekannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnahes_Objekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">erdnahen Objekte</a> (engl. &#8222;Near Earth Objects, kurz &#8222;NEOs&#8220;), nicht um ursprüngliche Asteroiden, sondern vielmehr um die mittlerweile inaktiven Kerne von Kometen handelt. Der vielversprechendste Kandidat für einen solchen &#8222;erloschenen&#8220; Kometen ist der am 26. September 1983 entdeckte Asteroid (3552) Don Quixote, welcher sich nicht nur auf einer für einen kurzperiodischen Kometen typischen Umlaufbahn um die Sonne bewegt, sondern der auch eine für einen Kometenkern typische niedrige <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albedo" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Albedo</a> von lediglich 0,03 aufweist. Mit einem Durchmesser von durchschnittlich etwa 18,7 Kilometern wird (3552) Don Quixote als der drittgrößte derzeit bekannte erdnahe Asteroid geführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 22. August 2009 &#8211; und somit lediglich 18 Tage vor seiner dichtesten Annäherung an die Sonne während seines Umlaufs um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems &#8211; wurde (3552) Don Quixote im Rahmen des &#8222;ExploreNEOs-Programms&#8220; mehrfach mit der Infrared Array Camera (IRAC) der Weltraumteleskops <i>Spitzer</i> in den Wellenlängenbereichen bei 3,6 und 4,5 Mikrometern abgebildet. Eine erste Auswertung der angefertigten Aufnahmen zeigte, dass der Asteroid auf einigen der Bilder deutlich heller erschien als eigentlich erwartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahmen fanden zunächst keine weitere Beachtung. Erst bei einer später erfolgenden eingehenden Begutachtung offenbarten sich unerwartete Einzelheiten: Die im Bereich von 4,5 Mikrometern angefertigten Bilder zeigten, dass der Asteroid anscheinend von einer &#8222;Wolke&#8220; umgeben war. Im Bereich von 3,6 Mikrometern war diese Struktur dagegen nicht erkennbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU" width="300" height="233"/></a><figcaption>
In der linken Grafik erneut die deutlich erkennbare, aus Gas bestehende Koma. In der rechten Grafik wurde diese, basierend auf einem Computermodell zu Koma-Entwicklung, herausgerechnet. Übrig bleibt ein gut erkennbarer Kometenschweif, welcher von der Sonne wegweist. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch verschiedene sorgfältige Überprüfungen ihrer Daten konnten die an der Auswertung der Aufnahmen beteiligten Wissenschaftler schließlich sicherstellen, dass es sich bei der beobachteten Struktur nicht etwa um einen Abbildungsfehler der IRAC-Kamera, um Bildartefakte oder um die Einflüsse von Streulicht handelt, welches von einem nahe gelegenen Hintergrundstern ausgeht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ausschluss dieser potentiellen Fehlerquellen und weiteren Überprüfungen sind sich die Wissenschaftler sicher, dass es sich hier vielmehr um eine Struktur handelt, welche wirklich in einem direkten Zusammenhang mit dem Objekt (3552) Don Quixote steht. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Emissionen von Kohlendioxid, welches aufgrund der Sonnennähe und der damit verbundenen erhöhten Umgebungstemperaturen zum Beobachtungszeitpunkt von Don Quixote freigesetzt wurde. Das freigesetzte Kohlendioxid bildete dabei eine schwache Koma und sogar einen kaum erkennbaren Schweif aus. Gestützt wird diese Vermutung dadurch, dass die Emissionen des Kohlendioxids lediglich im Wellenlängenbereich von 4,5 Mikrometern nachgewiesen werden konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die würde bedeuten, dass es sich bei dem bisher als Asteroid klassifizierten Objekt (3552) Don Quixote nicht etwa um einen mittlerweile inaktiven, sondern vielmehr um einen immer noch &#8211; wenn auch nur schwach &#8211; aktiven Kometen handelt. Laut der Einschätzung der beteiligten Wissenschaftler müsste der Himmelskörper demzufolge über beträchtliche Mengen an Kohlendioxidablagerungen und sehr wahrscheinlich auch Wassereis verfügen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013224944_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU" width="300" height="169"/></a><figcaption>
Der von Don Quixote ausgehende Schweif im infraroten Wellenlängenbereich. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, DLR, NAU)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Entdeckung konnte nur mit dem empfindlichen Infrarot-Teleskop <i>Spitzer</i> erreicht werden. Teleskope auf der Erde reichen dafür nicht aus&#8220;, so Michael Mommert von der Northern Arizona University (NAU), welcher die entsprechende Forschungsarbeit als Doktorand am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) durchführte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie Don Quixote könnten auch weitere vermeintlich tote erdnahe Kometen noch Kohlendioxid und Wassereis mit sich tragen. &#8222;Mit den Beobachtungen im Infrarotbereich wissen wir jetzt, dass es sich lohnt, weitere Objekte im Weltraum mit dieser Methode zu untersuchen&#8220;, so der Asteroidenforscher Prof. Alan Harris vom DLR, der ebenfalls an dieser Studie beteiligt war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse wurde am heutigen Tag auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">European Planetary Science Congress 2013</a>, einer gegenwärtig in London stattfindenden Fachtagung der Planetenforscher, vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EPSC 2013:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/EPSC2013-958.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Cometary Activity in Near-Earth Asteroid (3552) Don Quixote</a> (engl.)</li></ul>
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		<title>Radarbeobachtung des Asteroiden (214869) 2007 PA8</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/radarbeobachtung-des-asteroiden-214869-2007-pa8/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Sep 2013 14:44:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[DSN]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbahnkreuzer]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler der NASA haben Radaraufnahmen des erdnahem Asteroiden (214869) 2007 PA8 ausgewertet. Der etwa 1,6 Kilometer durchmessende Asteroid weist demzufolge eine ungewöhnlich lange Rotationsperiode von vier Tagen auf. Für die nächsten mindestens 200 Jahre besteht kein Risiko einer Kollision mit der Erde. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC 2013. Es ist unklar, wann genau [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler der NASA haben Radaraufnahmen des erdnahem Asteroiden (214869) 2007 PA8 ausgewertet. Der etwa 1,6 Kilometer durchmessende Asteroid weist demzufolge eine ungewöhnlich lange Rotationsperiode von vier Tagen auf. Für die nächsten mindestens 200 Jahre besteht kein Risiko einer Kollision mit der Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: EPSC 2013.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_small_1.jpg" alt="Wikipedia" width="550" height="158"/></a><figcaption>
Der 1.200 Meter durchmessende und 180 Meter tiefe Barringer-Krater in Arizona entstand vor etwa 50.000 Jahren durch den Einschlag eines lediglich rund 50 Meter durchmessenden Asteroiden. 
<br>
(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="232"/></a><figcaption>
Die Beobachtungen des Weltraumteleskops WISE legen nahe, dass sich im erdnahen Weltraum anscheinend weniger Asteroiden befinden als ursprünglich vermutet. Trotzdem ist ihre Anzahl immer noch enorm und die von ihnen ausgehenden Gefahren dürfen nicht unterschätzt werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist unklar, wann genau der letzte wirklich große Einschlag eines Asteroiden oder Kometen auf der Erde erfolgte. Die Zeugnisse solcher Einschläge existieren jedoch überall auf der Welt. Prominente Beispiele hierfür sind das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%B6rdlinger_Ries" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Nördlinger Ries</a> in Bayern oder der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Barringer-Krater" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Barringer-Krater</a> im US-Bundesstaat Arizona. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Risiko von Asteroideneinschlägen auf der Erde</strong> <br>Ein weiteres Beispiel, diesmal aus der jüngeren Geschichte, findet sich in der Tunguska-Region in Sibirien, wo am 30. Juni 1908 durch die Explosion eines Asteroiden in der Erdatmosphäre Millionen von Bäumen entwurzelt wurden. Und erst am 15. Februar 2013 ging über der russischen Stadt Tscheljabinsk ein lediglich etwa 17 Meter durchmessender Asteroid nieder (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/meteoritenereignis-in-russland/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), der nicht nur enorme finanzielle Schäden verursachte. Durch die Auswirkungen der bei diesem Ereignis erzeugten Druckwelle wurden laut russischen Medienberichten weit über 1.000 Menschen verletzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in Arizona, Sibirien und dem Ural verursachten Schäden wurden durch relativ kleine Objekte mit lediglich wenigen Dutzend Metern Durchmesser hervorgerufen. Allerdings existieren in unserem Sonnensystem eine Vielzahl solcher der Erde potentiell gefährlich nahe kommende Objekte, welche teilweise über Durchmesser von mehreren hundert Metern, in einigen Fällen sogar von mehreren Kilometern verfügen. Sie werden als &#8222;Near Earth Objects&#8220; (kurz &#8222;NEO&#8220;) bezeichnet. Bisher wurden von Amateur- und Berufsastronomen über 10.000 solcher NEOs entdeckt und jeden Monat kommen etwa 70 weitere Objekte hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen weltweit mehrere Projekte, welche sich mit den Gefahren eines zukünftigen Asteroideneinschlages auf der Erde und möglichen Abwehrmaßnahmen beschäftigen. Eine zwingende Voraussetzung für die Erforschung möglicher Abwehrmethoden ist jedoch, dass die Wissenschaftler die physikalischen Eigenschaften der NEOs genau kennen. Neben astronomischen Untersuchungen durch Großteleskope und direkten Besuchen durch Raumsonden nutzen die Astronomen hierfür auch Radaraufnahmen, welche von Asteroiden angefertigt werden, die der Erde relativ nahe kommen. Hierbei wird ein Radiosignal in Richtung des betreffenden Asteroiden ausgestrahlt, dessen Reflexionen anschließend wieder aufgefangen und ausgewertet werden. Mit diesen Daten können die Größe und Form der Asteroiden, deren Oberflächenbeschaffenheit und deren Bahnparameter bestimmt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Asteroid (214869) 2007 PA8</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Gemini" width="299" height="97"/></a><figcaption>
Diese drei Radaraufnahmen des Asteroiden zeigen dessen Nordpolregion. Zu den Aufnahmezeitpunkten lag die Entfernung zwischen Erde und 2007 PA8 zwischen zehn und neun Millionen Kilometern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Gemini)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid (214869) 2007 PA8 wurde bereits am 9. August 2007 im Rahmen des automatischen Himmelsdurchmusterungsprogramms <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lincoln_Near_Earth_Asteroid_Research" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LINEAR</a> entdeckt. Im Rahmen mehrerer Nachfolgebeobachtungen zu Bahnbestimmung stellte sich heraus, dass auch dieser Himmelskörper zur Gruppe der &#8222;Near Earth Objects&#8220; gehört und somit eine Kollision mit der Erde auf lange Sicht nicht ausgeschlossen werden kann. Der Asteroid gehört zur Klasse der sogenannten Apollo-Asteroiden, deren Umlaufbahnen in ihrem sonnennächsten Abschnitt die Umlaufbahn der Erde kreuzen. Am sonnenfernsten Punkt seiner Umlaufbahn erreicht 2007 PA8 dagegen eine Entfernung von 4,7 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Astronomische Einheiten</a>. Für einen kompletten Umlauf um die Sonne benötigt der Asteroid 5,2 Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus den Bahnberechnungen ergab sich, dass der Asteroid 2007 PA8 die Erde am 5. November 2012 in einem relativ geringen Abstand von lediglich 6,5 Millionen Kilometern &#8211; dies entspricht in etwa der 17-fachen Entfernung zwischen Erde und Mond &#8211; passieren würde, wobei eine Kollision jedoch ausgeschlossen war. Diese dichte Annäherung nutzten Wissenschaftler der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA für eine Radarbeobachtung des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbahnkreuzer" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"> Erdbahnkreuzers</a>. Hierfür setzten sie die 70-Meter-Antenne des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Networks</a> (DSN) der NASA in Goldstone/Kalifornien ein, welche normalerweise für die Kommunikation mit Raumsonden genutzt wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092013164437_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Jedes dieser neun Radarbilder deckt ein Feld von 1,7 x 1,7 Kilometern ab. Am 5. und 6. November &#8211; an diesen Tagen erfolgte die dichteste Annäherung an die Erde &#8211; beträgt die Auflösung der Bilder 3,75 Meter pro Pixel. Am 2., 3. und 8. November lag sie bei 7,5 Metern. Am 31. Oktober sowie am 11., 12. und 13. November konnten dagegen bei entsprechend größeren Distanzen zwischen Erde und Asteroid immer noch 18,75 Meter pro Pixel erreicht werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die entsprechenden Beobachtungen erfolgten an 16 Tagen zwischen dem 16. Oktober und dem 13. November 2012, wobei die Radarbilder abhängig von der Entfernung zwischen Erde und Asteroid Auflösungen zwischen 150 bis hin zu 3,75 Metern erreichten. Auf diesen Aufnahmen präsentierte sich 2007 PA8 als ein leicht längliches, irregulär geformtes Objekt mit einem Durchmesser von bis zu 1,6 Kilometern, auf dessen Oberfläche sich verschiedene Bergrücken und Kraterstrukturen befinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Vorfeld der Radar-Beobachtungskampagne ergab sich aufgrund visueller Beobachtungen durch verschiedene optische Teleskope für die Rotationsperiode des Asteroiden ein ungewöhnlich hoher Wert von 95,1 Stunden mit einem Unsicherheitsfaktor von +/- 3,4 Stunden. Dieser Wert konnte durch die Radaraufnahmen bestätigt werden, da etwa alle vier Tage die gleichen Oberflächenstrukturen von dem Radar erfasst wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ungewissheit bestand bisher dagegen über den Ursprung von 2007 PA8, der zwar als Asteroid bezeichnet wird, dessen Bahnverlauf aber eher an einen Kometen der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jupiter-Familie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Jupiter-Familie</a> erinnert. Allerdings wurden bei 2007 PA8 bisher keine Anzeichen der für einen Kometen typischen Aktivität beobachtet. Aufgrund der Resultate der Radarbeobachtungen gehen die beteiligten Wissenschaftler davon aus, dass es sich bei diesem Objekt wirklich um einen Asteroiden und nicht etwa um einen mittlerweile inaktiven kurzperiodischen Kometen handeln muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keine Gefahr während der nächsten 200 Jahre</strong> <br>Definitiv ausgeschlossen werden kann dagegen zumindest für die nähere Zukunft das Risiko einer Kollision zwischen der Erde und diesem Asteroiden. Erst in etwa 200 Jahren, so die Auswertung der Dank der Radarbeobachtung nochmals verfeinerten Bahndaten, wird sich 2007 PA8 der Erde wieder ähnlich dicht annähern wie im November 2012. Für die absehbare Zukunft stellt dieser NEO somit keine potentielle Gefahr für unseren Heimatplaneten dar. Trotzdem wird 2007 PA8 auch in Zukunft im Rahmen der verschiedenen astronomischen Forschungsprogramme weiterhin beobachtet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier kurz vorgestellte Studie wurde am heutigen Tag auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2013-in-london/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">European Planetary Science Congress 2013</a>, einer gegenwärtig in London stattfindenden Fachtagung der Planetenforscher, vorgestellt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.360" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=827.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chixulub-Einschlag Dino-Killer?</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=880.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid 2004 MN4 &#8211; Apophis</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8599.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Nördlinger Ries und Steinheimer Becken</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.540" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EPSC 2013:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2013/EPSC2013-296.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Goldstone Radar Imaging of Near-Earth Asteroid (214869) 2007 PA8</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/radarbeobachtung-des-asteroiden-214869-2007-pa8/" data-wpel-link="internal">Radarbeobachtung des Asteroiden (214869) 2007 PA8</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Teleskop Kepler mit technischen Problemen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/teleskop-kepler-mit-technischen-problemen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 17:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DSN]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Lageregelungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Exoplaneten-Jäger der US-amerikanischen Raumfahrbehörde NASA, das Weltraumteleskop Kepler, kämpft offenbar seit mehreren Tagen erneut mit einem technischen Defekt eines seiner Gyroskope. Diese, für die Lageregelung der Raumsonde zuständigen Drallräder waren in den letzten Monaten schon mehrmals Grund zur Sorge für das Kelper-Bodenteam. Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: NASA, NASAwatch.com, Raumcon. Vertont von Peter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Exoplaneten-Jäger der US-amerikanischen Raumfahrbehörde NASA, das Weltraumteleskop Kepler, kämpft offenbar seit mehreren Tagen erneut mit einem technischen Defekt eines seiner Gyroskope. Diese, für die Lageregelung der Raumsonde zuständigen Drallräder waren in den letzten Monaten schon mehrmals Grund zur Sorge für das Kelper-Bodenteam.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: NASA, NASAwatch.com, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-17-81353.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052013191023_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052013191023_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Aufbau des Weltraumteleskops Kepler. Unten links die betroffenen Gyroskope (&#8222;reaction wheels&#8220;). 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Sommer vergangenen Jahres, am 14. Juli 2012, war das Gyroskop 2 im „Attitude and Determination Control Subsystem“ (ADCS) an Bord Keplers endgültig ausgefallen und musste abgeschaltet werden. Zu diesem Zweipunkt ergaben sich für den wissenschaftlichen Missionsbetrieb des Teleskops noch keine gravierenden Konsequenzen, da durch insgesamt vier Gyroskope eine ausreichend hohe Redundanz für einen einzelnen Ausfall gewährleistet war. Vom 17. bis zum 28. Januar 2013 fiel zusätzlich das stabilisierende Schwungrad 4 aus, welches nach einer vorübergehenden Abschaltung jedoch vorläufig wieder in Betrieb genommen werden konnte.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Dienstag wurde nun entdeckt, dass sich im Laufe der Woche erneut eine Komplikation mit diesem, inzwischen als „Problemkind“ bekannten, Gyroskop ergeben hatte. Diese hat, wie schon andere Störfälle zuvor, zu einem automatischen Umschalten des Raumfahrzeugs in den triebswerksgestützten Sicherheitsmodus geführt. In diesem Modus werden sämtliche nötigen Korrekturen in der Raumorientierung Keplers durch die Triebwerke ausgeführt, um die gyroskopische Lageregelung vorübergehend zu ersetzen. Zusätzlich wird das etwa eine Tonne schwere Teleskop frontal zur Sonne ausgerichtet und in eine langsame Rotation um die Längsachse versetzt. Dies dient sowohl der Sicherstellung einer ausreichenden Energieversorgung durch die Solarpanele, als auch der regelmäßigen Boden-Kommunikation etwa mit dem Deep Space Network (DSN) der NASA. Weiterhin werden sekundäre Systeme, etwa die für die genaue Lageerkennung nötigen „star tracker“, abgeschaltet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da sich Gyroskop 4 bisher wohl nicht wieder in Betrieb setzen ließ, stellt man sich bei der NASA offenbar auf einen mittelfristigen Betrieb im „Triebwerks-Modus“ ein. Das zentrale Problem hierbei ist, dass in dieser Konfiguration keine hochpräzise Ausrichtung Keplers möglich ist, wie sie die Suche nach Exoplaneten-Transits notwendig macht. Kepler erspähte diese bisher durch die winzige Veränderung in der Strahlungsintensität ferner Sterne, die der Vorbeiflug des jeweiligen Planeten verursacht. Weiterhin steigt der Treibstoffverbrauch zur Lageregelung stark an, was die Lebensdauer der Sonde auf mehrere Monate bis wenige Jahre reduzieren dürfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den nächsten Tagen und Wochen will die NASA intensiv über Möglichkeiten zur „Rettung“ Keplers im Bezug auf seine bisherigen Missionsparameter nachdenken. Sollte dies nicht gelingen, wurde schon über alternative Einsatzmöglichkeiten der Raumsonde, etwa in der Beobachtung erdnaher Objekte (NEOs), spekuliert. Wenn beide Perspektiven sich nicht als vielversprechend herausstellen sollten, würde das im März 2009 gestartete Teleskop vermutlich bereits kurz nach seiner minimal veranschlagten Missionsdauer, bis November 2012, endgültig verloren gegeben. Dies gilt umso mehr, als erst vor zwei Wochen Haushaltskürzungen in den USA in Aussicht gestellt wurde, die unter anderem auch die US-Raumfahrt betreffen werden. Eigentlich wollte man die Beobachtungen mit Kepler bis mindestens 2016 fortführen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052013191023_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052013191023_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Keplers erste Gesamtaufnahme. Gut zu erkennen sind die Bildausschnitte der einzelnen CCD-Elemente. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher konnten immerhin fast 3.000 wahrscheinliche Planeten ausgemacht werden, die fremde Sterne in unserer heimischen Milchstraße umkreisen. Mehrere Dutzend von ihnen konnte Kepler mit Sicherheit bestätigen, während die Übrigen noch zukünftiger Verifikation bedürfen. Insgesamt bestätigten seine Beobachtungen vorher umstrittene Theorien über die vielfache Existenz von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: sie scheinen möglicherweise eher die Regel als die Ausnahme in kosmisch relativ nahegelegenen Sternensystemen zu sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop nimmt sie von einem Sonnenorbit aus unter die Lupe, der dem der Erde sehr ähnlich ist. Kepler fliegt auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn bislang sozusagen im &#8222;Windschatten&#8220; des blauen Planeten. Diese Umlaufbahn minimiert störende Effekte, wie sie etwa in einem Erdorbit auftreten würden und ermöglicht zugleich ein immer freies Blickfeld auf die anvisierte Raumregion. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1184.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kepler</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Asteroid 2012 DA14 nähert sich der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-2012-da14-naehert-sich-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 20:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[2012 DA14]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Swing-by-Manöver]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den Abendstunden des 15. Februar wird der Asteroid 2012 DA14 die Erde in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren und uns dabei für kurze Zeit sogar näher sein als die Satelliten, welche die Erde in einem geostationären Orbit umkreisen. Trotz dieser geringen Entfernung besteht jedoch definitiv keine Kollisionsgefahr. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den Abendstunden des 15. Februar wird der Asteroid 2012 DA14 die Erde in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren und uns dabei für kurze Zeit sogar näher sein als die Satelliten, welche die Erde in einem geostationären Orbit umkreisen. Trotz dieser geringen Entfernung besteht jedoch definitiv keine Kollisionsgefahr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richte</a>r. Quelle: ESA, JPL, NASA Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Der Asteroid 2012 DA14 wird die Erde am 7. Februar 2013 in einer Entfernung von weniger als 28.000 Kilometern passieren und sich dabei für kurze Zeit sogar innerhalb der Umlaufbahnen der geostationären Satelliten befinden. Aufgrund der dabei auf den Asteroiden einwirkenden Gravitationskräfte wird sich auch dessen Umlaufbahn verändern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend des 22. Februar 2012 entdeckten die drei spanischen Amateurastronomen Miguel Hurtado, Jaime Nomen und Jaume Andreu bei ihren Beobachtungen mit dem Teleskop des La Sagra-Observatoriums bei Granada/Spanien einen kleinen, sich rasch bewegenden Himmelskörper. Weiterführende Beobachtungen dieses Objektes und die daraus abgeleiteten Parameter der Umlaufbahn zeigten, dass es sich bei dem neu entdeckten Asteroiden um ein sogenanntes <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnahes_Objekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Near-Earth Objekt</a> handelt &#8211; ein Objekt, welches bei seinem Umlauf um die Sonne die Umlaufbahn der Erde kreuzt und unserem Heimatplaneten dabei in regelmäßigen Abständen sehr nahe kommen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich zeigten die Berechnungen der Astronomen, dass 2012 DA14 &#8211; so die offizielle Bezeichnung des Asteroiden &#8211; die Erde am kommenden Freitag, dem 15. Februar 2013 in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren wird. Die Gefahr eines Einschlages auf der Erde kann aufgrund dieser Entfernung jedoch mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings wird der Asteroid der Erdoberfläche für kurze Zeit näher sein als die Kommunikationssatelliten, welche die Erde in einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geostation%C3%A4rer_Orbit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">geostationären Orbit</a> in einer Entfernung von etwa 35.800 Kilometern umkreisen. Aber auch die Kollision mit einem dieser Satelliten kann ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Asteroid bewegt sich genau im Bereich des geostationären Rings, in dem sich auch zahlreiche Kommunikationssatelliten befinden&#8220;, so Detlef Koschny von der europäischen Weltraumagentur ESA, welcher im Rahmen des &#8222;Space Situational Awareness&#8220;-Programms der ESA (zu deutsch &#8222;Weltraumlageerfassungsprogramm&#8220;) für die Erfassung und Analyse erdnaher Objekte zuständig ist. &#8222;Diese Satelliten sind allerdings keiner Gefahr ausgesetzt, da der Asteroid von unten kommen und den geostationären Ring somit nicht schneiden wird.&#8220; Auch für andere Satelliten oder die Internationale Weltraumstation ISS besteht keine Gefahr, da sich deren Umlaufbahnen um die Erde in deutlich kürzeren Abständen zur Erdoberfläche befinden und keine Überschneidungen mit der Flugbahn von 2012 DA14 aufweisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein kosmischer Streifschuss</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_2.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_2.gif" alt="ESA, La Sagra Sky Survey" width="260"/></a><figcaption>
Die Fotosequenz auf welcher der Asteroid 2012 DA14 entdeckt wurde. 
<br>
(Bild: ESA, La Sagra Sky Survey)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem stellt dieser nahe Vorbeiflug in kosmischen Maßstäben betrachtet eine Art &#8222;Streifschusses&#8220; dar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Dies ist ein Rekord-Vorbeiflug&#8220;, so Don Yeomans, der Leiter des &#8222;Near Earth Object&#8220;-Programms der NASA. &#8222;Seit dem Beginn einer regelmäßigen Himmelsdurchmusterung in den 1990er Jahren haben wir niemals ein Objekt dieser Größe registriert, welches der Erde auf seiner Flugbahn so nahe gekommen ist.&#8220; Andere Objekte haben sich der Erde in der Vergangenheit zwar bereits dichter angenähert, waren allerdings deutlich kleiner als der etwa 50 Meter durchmessende Asteroid 2012 DA14. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem sind die Astronomen bereits seit mehreren Wochen damit beschäftigt, 2012 DA14 ausführlich zu beobachten. Außer seinem ungefähren Durchmesser, seiner Masse von etwa 130.000 Tonnen und seiner Rotationsdauer von etwa sechs Stunden ist über diesen Asteroiden bisher nur sehr wenig bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr wahrscheinlich dürfte es sich bei 2012 DA14 jedoch nicht um einen kompakten Körper sondern vielmehr um einen so genannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rubble_Pile" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rubble Pile</a> handeln &#8211; einen hauptsächlich aus losen Gesteinsbrocken zusammengesetzten, unregelmäßig geformten und lediglich durch seine Eigengravitation zusammengehaltenen Körper. Durch ausführliche Radarbeobachtungen, welche ab dem 15. Februar unter anderem mit den Radioteleskopen des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goldstone_Deep_Space_Communications_Complex" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Goldstone-Komplexes</a> der NASA vorgesehen sind, wollen die Astronomen genauere Daten über die Abmessungen, die Form, die Oberflächenbeschaffenheit und die Rotationsdauer von 2012 DA14 gewinnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das zukünftige Impaktrisiko</strong> <br>Außerdem soll durch diese Beobachtungen ermittelt werden, in welchem Umfang sich die Umlaufbahn des Asteroiden bei dieser nahen Erdpassage durch die dabei auf ihn einwirkenden Gravitationskräfte verändert. Laut den aktuellen Berechnungen sollte sich zum Beispiel die Umlaufperiode des Asteroiden um die Sonne von derzeit rund 368 Tagen durch den Vorbeiflug an der Erde auf dann nur noch etwa 317 Tage verkürzen. Dies hätte zur Folge, dass sich der Asteroid zukünftig fast nur noch innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegt, ohne die Erdbahn dabei zu schneiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den neuen Bahndaten soll dann eine neue Impaktrisikoprognose für zukünftige Vorbeiflüge von 2012 DA14 an der Erde erstellt werden. Aber auch bezüglich der kommenden Vorbeiflüge besteht laut den aktuellen Prognosen keine unmittelbare Gefahr für unseren Heimatplaneten: &#8222;Mithilfe der europäischen Asteroiden-Datenbank NEODyS kann sein Orbit ziemlich akkurat errechnet werden. Diesen Berechnungen zufolge kann eine Kollision mit der Erde, zumindest für dieses Jahrhundert, mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden&#8220;, so Detlef Koschny. Bei seinen nächsten Umläufen um die Sonne wird 2012 DA14 einen deutlich größeren Abstand zur Erde halten als am kommenden Freitag. Die nächste relativ dichte Passage an der Erde wird erst am 16. Februar 2046 erfolgen. Aber auch hierbei wird sich 2012 DA14 der Erde auf dann lediglich rund eine Million Kilometer annähern, was in etwa der 2,6-fachen Distanz zwischen der Erde und dem Mond entspricht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronomen schätzen, dass ein Asteroid wie 2012 DA14 die Erde in etwa alle 40 Jahre in einem vergleichbar geringen Abstand passiert. Lediglich etwa alle 1.200 Jahre kommt es dabei auch zu einer Kollision mit der Erde. Würde ein Asteroid wie 2012 DA14 jedoch mit der Erde kollidieren, so dürfte dies allerdings zumindestens zu regionalen Verwüstungen führen. Zuletzt trat ein solcher Fall wahrscheinlich am <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">30. Juni 1908</a> ein, als ein vermutlich ebenfalls etwa 50 Meter durchmessender Asteroid über Sibirien in die Erdatmosphäre eintrat und dort in mehreren Kilometern Höhe in mehrere Einzelteile zerbrach. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beobachtungsmöglichkeiten für Amateurastronomen</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_3.jpg" alt="ESA, ProjectPluto.com" width="300" height="216"/></a><figcaption>
Der Bahnverlauf des Asteroiden für den norddeutschen Raum. Je nach dem Standort des Beobachters kann die eingezeichnete Position minimal von der realen Position des Asteroiden abweichen. Für die mitteleuropäische Zeitzone muss zu den hier gezeigten Zeitangaben zudem jeweils eine Stunde zugefügt werden. 
<br>
(Bild: ESA, ProjectPluto.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid 2012 DA14 wird seine dichteste Annäherung an die Erde am 15. Februar 2013 gegen 20:24 MEZ erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wird er sich, aus &#8222;südlicher Richtung&#8220; kommend, bei einer südlichen Breite von minus sechs Grad und einer östlichen Länge von 97,5 Grad über dem indischen Ozean befinden. Bereits wenige Minuten später wird er &#8211; einen wolkenfreien Himmel vorausgesetzt &#8211; auch von Mitteleuropa aus am Himmel zu sehen sein, wobei er sich durch die Sternbilder Jungfrau, Haar der Berenike, Jagdhunde, Großer Bär, Drache und Kleiner Bär in Richtung des Himmelsnordpols und des dort gelegenen Polarsterns bewegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Deutschland aus betrachtet wird der Asteroid dabei gegen 20:40 MEZ im Sternbild Jungfrau über dem östlichen Horizont aufsteigen und sich anschließend mit großer Geschwindigkeit in die nördliche Richtung bewegen. Hierbei wird er anfangs innerhalb von jeweils lediglich einer Minute seine Position um jeweils 0,7 Grad nach Norden verschieben und dabei innerhalb von etwa 40 Sekunden die Entfernung des sichtbaren Vollmonddurchmessers zurücklegen. Trotz seiner relativ geringen Entfernung wird der Asteroid dabei allerdings aufgrund seines geringen Durchmessers lediglich eine Helligkeit von maximal etwa 7,5 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> erreichen und somit nicht mit dem bloßem Auge erkennbar sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine erfolgreiche Beobachtung ist neben der Kenntnis des genauen Standortes zu einem bestimmten Zeitpunkt vielmehr ein qualitativ hochwertiges Fernglas oder ein Teleskop erforderlich. Bereits 90 Minuten nach dem Überschreiten des Horizonts wird sich der Asteroid im Sternbild Großer Bär befinden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Helligkeit jedoch bereits auf eine Wert von rund 10 mag abgesunken sein. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit &#8211; relativ zur Erde bewegt sich 2012 DA14 mit einer Geschwindigkeit von rund 7,8 Kilometern pro Sekunde &#8211; dürfte es den irdischen Beobachtern nicht leicht fallen, den Asteroiden bei dieser Erdpassage erfolgreich zu beobachten oder sogar fotografisch abzubilden. Trotzdem wünschen wir allen Hobbyastronomen eine erfolgreiche Beobachtung dieses kosmischen Ereignisses. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11564.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid 2012 DA14</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.345" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Ressourcensuche im erdnahen Weltall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ressourcensuche-im-erdnahen-weltall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 16:08:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Fernerkundung]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern wurde auf einer Pressekonferenz das Projekt Planetary Resources der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Großen geht es um die zukünftige industrielle Nutzung von Rohstoffen aus dem All. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Hobbyspace, Raumcon. Voraussetzung für eine ökonomisch sinnvolle Nutzung ist die Senkung der operationellen Kosten bei Weltraumprojekten. Dann könnten sich koordinierte Aktionen in dieser [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern wurde auf einer Pressekonferenz das Projekt Planetary Resources der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Großen geht es um die zukünftige industrielle Nutzung von Rohstoffen aus dem All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Hobbyspace, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25042012180831_small_1.jpg" alt="Planetary Resources" width="260"/><figcaption>
Eine Raumsonde erkundet einen erdnahen Asteroiden &#8211; Impression 
<br>
(Bild: Planetary Resources)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussetzung für eine ökonomisch sinnvolle Nutzung ist die Senkung der operationellen Kosten bei Weltraumprojekten. Dann könnten sich koordinierte Aktionen in dieser Richtung lohnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorgestellt wurde ein dreistufiger Plan: Entdeckung &#8211; Erkundung &#8211; Nutzung. Die erste Phase soll bereits in zwei Jahren starten. Eine Reihe von Weltraumteleskopen soll möglichst viele erdnahe Asteroiden erfassen, deren Bahnen vermessen und nach möglichen Rohstoffen kategorisieren. Bisher sind etwas über 9.000 sogenannte NEOs (Near Earth Objects) bekannt, man erwartet aber mehr als eine halbe Million potenziell lohnenswerter Objekte mit Durchmessern über 50 Metern. Gerade die kleineren Objekte könnten für eine Rohstoffgewinnung durch automatische Stationen geeignet sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach würden als vielversprechend eingeschätzte Objekte von Raumsonden zur direkten Untersuchung angeflogen. Daran würde sich die zweite Phase anschließen. Automatisierte und ferngesteuerte Systeme könnten auf ausgesuchten Objekten bestimmte Rohstoffe abbauen und in Richtung Erde transportieren. Als besonders geeignet sieht man Wassereis und seltene Edelmetalle an. Insbesondere aus Eis ließen sich sowohl Sauerstoff für den Menschen als auch Treibstoffe für Weltraumdepots relativ einfach herstellen. Als geeignete Metalle wurden Platin, Palladium, Iridium und Osmium genannt. Diese könnten zur weiteren Nutzung auf die Erde gebracht werden. Ob dies wirtschaftlich möglich ist, hängt allerdings von vielen Bedingungen ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Gründern, Unterstützern und Investoren von Planetary Resources gehören bekannte und wohlhabende Personen wie Microsoft-Entwickler und Weltraumtourist <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Simonyi" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Charles Simonyi</a>, Space-Adventures-Gründer Eric Anderson, X-Prize-Mitinitiator Peter Diamandis, Hollywood-Regisseur James Cameron, Google-CEO Larry Page oder Präsidentenberater Eric Schmidt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der gestrigen Pressekonferenz äußerten sich einige von ihnen voller Optimismus. So sei die Zeit gekommen, den Weltraum auch wirtschaftlich zu nutzen. Viele neue Unternehmen würden sich mittlerweile mit dem Weltraumtransport beschäftigen und dabei neue Wege gehen. Die Technologie sei heute entwickelt genug, um einfache aber elegante Lösungen innerhalb kurzer Zeit zu finden und zu entwickeln. Das Vorhaben sei zwar mit hohen finanziellen Risiken verbunden, die Ölindustrie investiere jährlich aber auch Milliarden in die Erschließung neuer Rohstoffquellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10959.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetary Resources</a></li></ul>
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