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	<title>Progress &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Progress &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Erstmalig alle Andockstellen der ISS vollständig belegt, 8 Raumfahrzeuge im Orbit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 10:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Raumstation sind alle acht Andockstellen an Bord der Orbitalstation belegt, nachdem das Frachtraumschiff Cygnus XL von Northrop Grumman wieder an der der Erde zugewandten Andockstelle des Unity-Moduls der Station angedockt wurde. Die acht an den Komplex angedockten Raumfahrzeuge sind: zwei SpaceX Dragons, Cygnus XL, HTV-X1 der JAXA [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Raumstation sind alle acht Andockstellen an Bord der Orbitalstation belegt, nachdem das Frachtraumschiff Cygnus XL von Northrop Grumman wieder an der der Erde zugewandten Andockstelle des <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/unity-module/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Unity-Modul</a>s der Station angedockt wurde. Die acht an den Komplex <a href="https://www.nasa.gov/international-space-station/space-station-visiting-vehicles/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">angedockten Raumfahrzeuge</a> sind: zwei SpaceX Dragons, Cygnus XL, HTV-X1 der JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency), zwei Roscosmos-Sojus-Besatzungsraumschiffe und zwei Progress-Frachtraumschiffe.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2025/12/01/space-station-first-all-docking-ports-fully-occupied-8-spacecraft-on-orbit/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA / International Space Station</a>, 1. Dezember 2025</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/iss-12-01-25.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Konfiguration der Internationalen Raumstation am 1. Dezember 2025: Acht Raumschiffe sind an der Raumstation angedockt, darunter das Frachtraumschiff SpaceX Dragon, das Raumschiff SpaceX Crew-11 Dragon, das Frachtraumschiff HTV-X1 der JAXA, das Frachtraumschiff Cygnus von Northrop Grumman, die Besatzungsraumschiffe Sojus MS-27 und 28 sowie die Versorgungsraumschiffe Progress 92 und 93. Credit: NASA" data-rl_caption="" title="Konfiguration der Internationalen Raumstation am 1. Dezember 2025: Acht Raumschiffe sind an der Raumstation angedockt, darunter das Frachtraumschiff SpaceX Dragon, das Raumschiff SpaceX Crew-11 Dragon, das Frachtraumschiff HTV-X1 der JAXA, das Frachtraumschiff Cygnus von Northrop Grumman, die Besatzungsraumschiffe Sojus MS-27 und 28 sowie die Versorgungsraumschiffe Progress 92 und 93. Credit: NASA" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/iss-12-01-25-800x450-1.jpg" alt="" class="wp-image-149424" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/iss-12-01-25-800x450-1.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/iss-12-01-25-800x450-1-300x169.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/12/iss-12-01-25-800x450-1-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><mark>Konfiguration der Internationalen Raumstation am 1. Dezember 2025:</mark><br>Acht Raumschiffe sind an der Raumstation angedockt, darunter das Frachtraumschiff SpaceX Dragon, das Raumschiff SpaceX Crew-11 Dragon, das Frachtraumschiff HTV-X1 der JAXA, das Frachtraumschiff Cygnus von Northrop Grumman, die Besatzungsraumschiffe Sojus MS-27 und 28 sowie die Versorgungsraumschiffe Progress 92 und 93.<br><mark>Credit: NASA</mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Meilenstein folgt auf das erneute Docking des Raumschiffs Cygnus XL, das die kommerzielle Versorgungsmission Northrop Grumman-23 für die NASA unterstützt und letzte Woche vom Robotik-Offizier im Mission Control Center der Behörde in Houston mit dem Roboterarm Canadarm2 der Raumstation <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2025/11/24/soyuz-rocket-rolls-out-as-cygnus-parks-away-from-station/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">entfernt worden</a> war. Die Bewegung des Cygnus XL wurde zwischen der NASA, Northrop Grumman und Roskosmos koordiniert, um einen angemessenen Abstand für das am 27. November eintreffende bemannte Raumschiff Sojus MS-28 zu gewährleisten.<br>Cygnus wird bis mindestens März 2026 an das umlaufende Labor angeschlossen bleiben. Dann soll es sicher abkoppeln und bis zu 11.000 Pfund Müll und nicht mehr benötigte Fracht entsorgen, indem es in der Erdatmosphäre verglüht.<br>Unterdessen verbrachte die 10-köpfige Besatzung der <a href="https://www.nasa.gov/mission/expedition-73/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Expedition 73</a> ihren Tag mit biologischen und physikalischen Forschungen und bereitete sich gleichzeitig auf die Trennung Anfang nächster Woche vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Ankunft des Raumschiffs Sojus MS-28 am Donnerstag, dem <a href="https://www.nasa.gov/news-release/nasa-astronaut-chris-williams-crewmates-arrive-at-space-station/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">27. November 2025</a>, leben drei neue Bewohner an Bord der Raumstation. Der NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/nasa-astronaut-christopher-l-williams/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chris Williams</a> und die Roskosmos-Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev werden bis Juli 2026 im Weltraum bleiben und dort fortgeschrittene Weltraumforschung betreiben, die den Menschen auf der Erde und außerhalb der Erde zugute kommt. Kud-Sverchkov und Mikaev haben bereits damit begonnen, zu untersuchen, wie sich das Leben im Weltraum auf das Mikrozirkulationssystem in ihren Händen, Fingern, Füßen und Zehen auswirkt. Williams unterstützt seine NASA-Crewmitglieder bei den Frachtaktivitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 8. Dezember wird sich die Besatzung der Raumstation wieder auf sieben Mitglieder reduzieren und zur Expedition 74 werden, wenn der NASA-Astronaut <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/jonny-kim/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jonny Kim</a> und die Roskosmos-Kosmonauten Sergey Ryzhikov und Alexey Zubritsky in das Raumschiff Sojus MS-27 einsteigen, vom <a href="	https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2021/11/26/russias-new-docking-module-arrives-at-station/" data-wpel-link="internal">Prichal-Modul</a> abdocken und mit dem Fallschirm in Kasachstan landen. Das Trio führte Druck- und Dichtheitsprüfungen an den Sokol-Start- und Eintrittsanzügen durch, die sie nächste Woche für die Rückfahrt zur Erde tragen werden. Ryzhikov packte weiter Fracht in die zur Erde zurückkehrende Sojus, während Zubritsky begann, seine Aufgaben an seine neuen Roskosmos-Crewmitglieder zu übergeben. Kim, Ryzhikov und Zubritsky nähern sich dem Ende einer achtmonatigen Weltraumwissenschaftsmission, die am <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2025/04/08/new-crew-docks-to-station-aboard-soyuz-spacecraft/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">8. April 2025</a> begann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kim öffnete zusammen mit seinem neuen Crewmitglied Williams und der NASA-Bordingenieurin Zena Cardman die Luke der Cygnus XL, nachdem diese am Montagmorgen wieder angedockt worden war. Die Crew wird weiterhin einige der mehreren Tonnen neuer wissenschaftlicher Geräte und Vorräte auspacken, die die Cygnus XL am <a href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2025/09/18/cygnus-xl-cargo-craft-installed-on-stations-unity-module/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">18. September</a> geliefert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flugingenieure <a href="https://www.nasa.gov/humans-in-space/astronauts/michael-e-fincke/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mike Fincke</a> und Kimiya Yui widmeten sich an diesem Tag der Weltraumforschung, um mehr über Phänomene zu erfahren, die nur in der Schwerelosigkeit, der Mikrogravitation, untersucht werden können. Fincke von der NASA tauschte zunächst die Computerhardware aus, die ein Physik-Experiment unterstützt, bei dem <a href="https://www.nasa.gov/mission/station/research-explorer/investigation/?#id=8190" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Möglichkeiten zur Konservierung kryogener Flüssigkeiten</a> in Treibstofftanks von Raumfahrzeugen untersucht werden. Anschließend konfigurierte er das neue Experiment <a href="https://www.nasa.gov/mission/station/research-explorer/investigation/?#id=9224" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NanoRacks Thailand Liquid Crystals</a>, bei dem Veränderungen in der Bildung flacher Flüssigkristallfilme in der Mikrogravitation beobachtet werden sollen. Yui von der JAXA untersuchte, wie das <a href="https://www.nasa.gov/mission/station/research-explorer/investigation/?#id=1938" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gehirn seinen Blutfluss reguliert</a>. Er maß sowohl seinen zerebralen Arterienblutfluss als auch seinen Blutdruck, um Ärzten zu helfen, potenzielle weltraumbedingte Probleme zu verstehen. Flugingenieur Oleg Platonov verbrachte den Montag damit, Mikrobenproben zu sammeln, zu verarbeiten und zu fotografieren, die im gesamten Roskosmos-Segment der Station für Analysezwecke gesammelt wurden. Außerdem übertrug er Daten, die die Vibrationen der Station während ihrer Erdumrundung zeigen, auf einen Laptop.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg581591#msg581591" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li>
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			</item>
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		<title>Einziger Lichtblick Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/einziger-lichtblick-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2023 13:19:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Russlands Raumfahrt sucht Weg aus dem historischen Tief. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski. Quellen: GK Roskosmos, ZPK, NASA, TASS, RIA Nowosti. Moskau, 2. Januar 2023 &#8211; Russlands Raumfahrt geht 2023 mit einem historischen Tief an den Start. In aller Offenheit hat der Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow, kurz vor dem Jahreswechsel eingestanden, dass fast [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Russlands Raumfahrt sucht Weg aus dem historischen Tief. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: GK Roskosmos, ZPK, NASA, TASS, RIA Nowosti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GKRoskosmosDirektorJBorissow1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow (Bild: Roskosmos)" data-rl_caption="" title="Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow (Bild: Roskosmos)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GKRoskosmosDirektorJBorissow26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 2. Januar 2023 &#8211; Russlands Raumfahrt geht 2023 mit einem historischen Tief an den Start. In aller Offenheit hat der Generaldirektor der GK Roskosmos, Juri Borissow, kurz vor dem Jahreswechsel eingestanden, dass fast alle führenden Unternehmen der einstigen Vorzeigebranche 2021 und 2022 die Planvorgaben nicht erfüllt haben. Der Schuldenberg werde wohl von 31 Milliarden Rubel 2021 auf inzwischen 50 Milliarden angewachsen sein. Die genaue Zahl liege noch nicht vor. Die Betriebe haben zwar ihr Geld pünktlich erhalten, aber nicht geliefert, sagte er.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund dafür nannte Borissow nicht zuletzt &#8222;die Situation, wie sie sich nach dem 24. Februar ergeben hat&#8220;, im Klartext also mit dem Beginn des Überfalls auf die Ukraine. Dadurch seien eine Reihe internationaler Verträge weggebrochen, so über die Lieferung von Raketentriebwerken und über Startdienstleistungen. Als einziges Positivum konnte der Manager wenigstens vermelden, dass man auch im abgelaufenen Jahr alle Starts &#8211; lediglich 22 an der Zahl &#8211; fehlerfrei über die Bühne gebracht habe. Damit habe man jetzt in den letzten vier Jahren&nbsp;98 Starts in Folge ohne Havarie zu verzeichnen, was quasi als Weltrekord gelten könne. Möglich geworden sei das vor allem durch ein neues Qualitätskontrollsystem. Zudem habe man rund ein Viertel der Führungskräfte ausgetauscht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Weg&nbsp;will Borissow im laufenden Jahr durch die Schaffung der Voraussetzungen für den konsequenten Übergang der Branche zu einem &#8222;neuen industriellen Produktionsmodell&#8220; etwa von &#8222;Sfera&#8220;-Nachrichten- und Fernerkundungssatelliten und ein neues Finanzierungssystem&nbsp;weitergehen. Derzeit baue Russland lediglich 15 Satelliten pro Jahr, sagte er. Diese Zahl solle schrittweise auf einen Satelliten pro Tag ansteigen. Bereits 2025-26 hoffe er, auf 200 bis 250 pro Jahr zu kommen. Das wolle man auch durch die stärkere Einbeziehung privaten Kapitals erreichen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Völlig unklar ist jedoch, woher man die Mikrochips für die Serienproduktion nehmen will. Russland arbeitet zwar schon seit geraumer Zeit an einer eigenen Fertigung, ist aber damit noch nicht sehr weit gekommen. Und das westliche Embargo hat die Einfuhr rigoros abgeschnitten. Nicht umsonst klagte der Manager jüngst, man habe zwar Trägerraketen, aber nichts, was man mit ihnen in den Weltraum schießen könne. Für Abhilfe soll hier auch die verstärkte Kooperation mit China sorgen, die in einer gemeinsamen wissenschaftlichen Mondstation gipfelt, die in zwei Etappen von 2025 bis 2035 entstehen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Mond. Dieses Wort spielt eine zentrale Rolle in den Moskauer Raumfahrtplänen für dieses Jahr. Man will nämlich nach 1976 wieder einmal eine automatische Sonde zum Erdtrabanten schicken. Das Startfenster für Luna-25 öffnet sich im Juli/August. Das Projekt wird von einigen aus der gebeutelten Branche als &#8222;Rückkehr Russlands zum Mond&#8220; hochgejubelt. Für die Fachwelt allerdings ist es vor allem mit Blick auf das Artemis-Programm der Amerikaner eher ein &#8222;gewöhnliches Ereignis&#8220;, wie der Raumfahrthistoriker Alexander Shelesnjakow schrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der bisherigen Planung will Russland die diesjährige Startkampagne im Februar mit dem Flug des Frachters Progress MS-22 zur Internationalen Raumstation ISS eröffnen. Dann sollen im März ein ISS-Besatzungswechsel und im September mit Präsident Wladimir Putins Weihen der erste Flug einer Frau aus dem eng verbündeten Belarus stattfinden. Doch über all dem schwebt noch wie ein Damoklesschwert das ungelöste Problem mit der Sojus MS-22-Kapsel. Niemand weiß bisher, wie das Leck im Wärmeregulierungssystem zustande gekommen und zu beheben ist und was das erst einmal für die russischen Kosmonauten selbst und im schlimmsten Fall auch für die ganze Station bedeutet. In den nächsten Tagen soll die Analyse der russischen Untersuchungskommission veröffentlicht werden. Bis dahin gilt es, die Daumen zu drücken und auf eine gangbare Lösung zu hoffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens ist es seit 2020 in der ISS wiederholt zu Havarien und Problemen bei den Russen wie Amerikanern gekommen, die alle glimpflich ausgingen. Moskauer Medien listeten nach der Entdeckung des Sojus-Lecks am 15. Dezember einige davon auf. Die Palette reicht dabei vom zeitweisen Ausfall der Energieversorgung im US-Segment über einen Druckverlust in der Station, die außerplanmäßige Zündung eines Triebwerkes und einen falschen Feueralarm bis hin zum Versagen eines automatischen Sojus-Annäherungssystems.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gerhard Kowalski</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3428.msg542770#msg542770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Russische Raumfahrt</a></li>
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		<item>
		<title>Vorbereitungen auf den Sojus MS-22-Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorbereitungen-auf-den-sojus-ms-22-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2022 11:54:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Donnerstag um 1,2 Kilometer auf nunmehr 416,77 Kilometer angehoben worden. Dazu seien um 4:20 Uhr deutscher Zeit die Triebwerke des Frachters Progress MS-20 gezündet worden, meldet die GK Roskosmos auf ihrem Telegram-Kanal. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski; 25. August 2022. Moskau, 25. August 2022. Das Manöver diente [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS ist am Donnerstag um 1,2 Kilometer auf nunmehr 416,77 Kilometer angehoben worden. Dazu seien um 4:20 Uhr deutscher Zeit die Triebwerke des Frachters Progress MS-20 gezündet worden, meldet die GK Roskosmos auf ihrem Telegram-Kanal.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Gerhard Kowalski; 25. August 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Moskau, 25. August 2022.  Das Manöver diente der Herstellung günstiger ballistischer Bedingungen für den Start des russischen Raumschiffes Sojus MS-22 und die Landung des Raumschiffes Sojus MS-21, heißt es in der Mitteilung. Mit Sojus MS-22 fliegen die russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin sowie der US-Astronaut Francisco Rubio am 21. September vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) zur Station. Danach kehren die Russen Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow mit Sojus MS-21 auf die Erde zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mitflug Rubios erfolgt im Rahmen einer Vereinbarung zwischen den Russen und den Amerikanern vom 15. Juli über die gegenseitige Mitnahme von vorerst jeweils drei Raumfahrern bis 2024. Nach den bisherigen Planungen sollten die Russin Anna Kikina im Gegenzug am 29. September als Mitglied der Dragon Crew-5 von SpaceX zur Station starten. Zwischenzeitlich wurde dieser Start auf den 3. Oktober verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard Kowalski</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg536524#msg536524" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS musste Raketentrümmern ausweichen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-musste-raketentruemmern-ausweichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 07:56:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Montag vergangene Woche ist die Internationale Raumstation (ISS) einem Fragment einer Orion-38-Oberstufe einer Minotaur-Rakete ausgewichen. Bei dem Manöver handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, Station und Besatzung waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Ein Beitrag von Roman van Genabith. Quelle: ESA, NASA, Rskosmos. Am 8. Juni 2015 gegen 22:00 Uhr MESZ vollführte die Internationale Raumstation [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Montag vergangene Woche ist die Internationale Raumstation (ISS) einem Fragment einer Orion-38-Oberstufe einer Minotaur-Rakete ausgewichen. Bei dem Manöver handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, Station und Besatzung waren zu keinem Zeitpunkt gefährdet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Roman van Genabith</a>. Quelle: ESA, NASA, Rskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062015095618_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062015095618_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 26M alias Progress 58 am Heck der ISS &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 8. Juni 2015 gegen 22:00 Uhr MESZ vollführte die Internationale Raumstation ein PDAM (pre-determined Debris avoidance maneuver), wie die NASA in ihrem <a class="a" href="https://www.nasa.gov/blogs/spacestation/2015/06/08/controllers-steer-station-clear-of-space-debris/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Blog zur ISS</a> berichtete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck brannten die Triebwerke des seit dem 17. Februar 2015 an die Station gedockten Progress-M-26M-Frachters alias ISS Progress 58 für fünf Minuten und 22 Sekunden (322 Sekunden). Mit dem Manöver wurde ein Sicherheitsabstand von umgerechnet 4,8 Kilometer zum Fragment der 2013 gestarteten Minotaur-Rakete sichergestellt. Die Raketen der Minotaur-Familie, die von Orbital ATK hergestellt werden, finden sowohl als Trägerraketen, als auch bei suborbitalen Starts, etwa zur Raketenabwehr, Verwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden ISS-Kontrollzentren in Russland und den USA hatten das Fragment über das Wochenende beobachtet und sich schließlich am Montag zur Durchführung des Ausweichmanövers entschlossen. Weder befand sich die Besatzung zu irgend einem Zeitpunkt in direkter Gefahr, noch hatte das Manöver Einfluss auf die Abläufe auf der Station oder die Rückkehr von US-Astronaut Terry Virts, des russischen Kosmonauten Anton Schkaplerow und der italienischen Astronautin Samantha Cristoforetti zur Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062015095618_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062015095618_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
ISS am 18. Mai 2015 über der Erde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Triebwerke von angedockten Versorgungsraumschiffen werden regelmäßig benötigt, sowohl um Ausweichmanöver wie das vom vergangenen Montag auszuführen, als auch die Bahn der Station periodisch anzuheben. Die letzte reguläre Bahnanhebung durch Progress-M 26M erfolgte im vergangenen Monat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Triebwerke von Progress-M 26M zunächst nicht wie geplant zündeten, gelang das Manöver im zweiten Anlauf am 18. Mai 2015 und die Bahn der ISS wurde im Verlauf der etwa halbstündigen Brennphase (1.922 Sekunden) um rund 2.800 Meter angehoben. Nach Angaben des russischen Kontrollzentrums zog die ISS auf ihrer 51,6 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn nach dem Manöver in Höhen zwischen 399,7 und 414,2 Kilometer um die Erde.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Progress-Ablösung im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-abloesung-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2014 18:46:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 22M]]></category>
		<category><![CDATA[Roscosmos]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Nachmittag ist ein Frachtraumschiff vom Typ Progress-M an der Spitze einer Sojus-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur aus zur Internationalen Raumstation gestartet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Der Start von Progress-M 22M erfolgte gegen 17.23 Uhr MEZ. Die Internationale Raumstation soll gegen 23.25 Uhr erreicht werden. An Bord des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute Nachmittag ist ein Frachtraumschiff vom Typ Progress-M an der Spitze einer Sojus-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur aus zur Internationalen Raumstation gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-10-46911.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/2191528926m22mrosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/2191528926m22mrosc26bb.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-Trägerrakete mit Progress-M 22M an der Spitze. (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start von Progress-M 22M erfolgte gegen 17.23 Uhr MEZ. Die Internationale Raumstation soll gegen 23.25 Uhr erreicht werden. An Bord des unbemannten Raumschiffes befinden sich mehr als 2,5 Tonnen Fracht, darunter Treibstoffe, Versorgungsgüter, Wasser, Atemluft, Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile und wissenschaftliche Ausrüstungen. Zu diesen zählen Goldfische, Mückenlarven und Plattwürmer für das japanisch-russische Experiment Aquarium. 
<br>
Im Rahmen dieses Experiments werden Erkenntnisse über die Stabilität eines geschlossenen ökologischen Systems erwartet sowie die Entwicklung verschiedener Lebewesen in der Schwerelosigkeit untersucht. Ein Teil der Arbeiten dienen der Grundlagenforschung für die Schaffung von Lebenserhaltungssystemen, die sich auf biologische Kreisläufe stützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Vorgänger des neuen Raumschiffes, Progress-M 20M, legte am 3. Februar, gegen 17.21 Uhr MEZ von der Raumstation ab und machte damit Platz für den Nachfolger. In den folgenden Tagen wird der Frachter dazu verwendet, allein durch Gravitation stabilisierte Fluglagen im Orbit zu untersuchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-hob-iss-bahn-am-18-januar-2014-an/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M hob ISS-Bahn am 18. Januar 2014 an</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-manuell-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M manuell angekoppelt</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12042.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress M-22M &#8211; Sojus-U &#8211; Baikonur </a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11741.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress M-20M &#8211; Sojus-U &#8211; Baikonur</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2014-02-10-46911.mp3" length="3055614" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 21M hob ISS-Bahn am 18. Januar 2014 an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-hob-iss-bahn-am-18-januar-2014-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 16:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Manöver]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 21M]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bahn der Internationalen Raumstation (ISS) ist am 18. Januar 2014 um rund 2 Kilometer angehoben worden, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti am gleichen Tag. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Bahn der Internationalen Raumstation (ISS) ist am 18. Januar 2014 um rund 2 Kilometer angehoben worden, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti am gleichen Tag.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M wurde das als Reboost bezeichnete Manöver zur Bahnanhebung der ISS durchgeführt. Reboosts sind regelmäßig erforderlich, da die ISS auf Grund der Bremswirkung der dünnen Restatmosphäre pro Tag zwischen 80 und 150 Meter Flughöhe verliert.
<br>
Am 18. Januar 2014 um 4:34 Uhr Moskauer Zeit, das ist 1:34 Uhr MEZ, wurden die Triebwerke des von der US-amerikanischen Luft und Raumfahrtagentur (NASA) Progress 53 oder 53P genannten Versorgers gezündet, und brannten dann rund 520 Sekunden lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation steigerte die Geschwindigkeit der ISS um rund 1,18 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund ca. 2 Kilometer an. Die durchschnittliche Flughöhe nach dem Manöver lag bei ~ 417,2 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahnanhebung erfolgte auch in Vorbereitung des nächsten Versorgungsflugs zur ISS. Am 5. Februar 2014 soll Progress-M 22M an der Spitze einer Sojus-U-Rakete von Baikonur aus mit über 2,5 Tonnen Versorgungsgütern Richtung ISS aufbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Bahnanhebung für den 16. Januar 2014 geplant, musste jedoch wegen der Gefahr einer potentiellen Kollision mit Weltraumschrott verschoben werden. Die Verschiebung bewirkte, dass die Station nicht in einen gefährlich geringen Abstand zu einem alten Teil einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Delta 2914 geriet, welche den japanischen Wettersatelliten GMS 1 alias Himawari 1 in den Weltraum transportiert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fragment der Delta-Rakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 10.257 und trägt die COSPAR-Bezeichnung 1977-065CJ, dementsprechend kreist es seit 1977 um die Erde. Aktuell bewegt es sich auf einer 29,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in Höhen zwischen 390 und 475 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-manuell-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M manuell angekoppelt</a> 30. November 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/test-des-neuen-annaeherungssystems-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Test des neuen Annäherungssystems erfolgreich</a> 28. November 2013</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg277567#msg277567" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11972.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress M-21M (№421) – Sojus-U &#8211; Baikonur</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-hob-iss-bahn-am-18-januar-2014-an/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M hob ISS-Bahn am 18. Januar 2014 an</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sieben Aktive auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sieben-aktive-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2012 18:37:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Pirs]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Robonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In dieser geschäftigen Woche waren wieder einmal alle sieben Bewohner der ISS tätig und widmeten sich ihren Forschungs- und Routineaufgaben. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Höhepunkt war gleich am Montag der Ausstieg von Gennadi Padalka und Juri Malentschenko. Die beiden erfahrenen Kosmonauten sollten verschiedene Arbeiten an der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In dieser geschäftigen Woche waren wieder einmal alle sieben Bewohner der ISS tätig und widmeten sich ihren Forschungs- und Routineaufgaben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-28-37132.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="350" height="232"/></a><figcaption>
Kosmonaut bei der Arbeit 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Höhepunkt war gleich am Montag der Ausstieg von Gennadi Padalka und Juri Malentschenko. Die beiden erfahrenen Kosmonauten sollten verschiedene Arbeiten an der Außenseite der Station ausführen. Zunächst kam es wegen einer Undichtigkeit im Inneren zu etwa einer Stunde Verzögerung. Der Ausstieg (Wuichod w otkruitui Kosmos) begann mit Arbeiten zur Verlegung des mechanischen Kranarms Strela 2 vom Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs zum Vielzweckmodul Sarja. Dazu wurde der bereits vor einigen Monaten nach Poisk verlegte Strela 1 verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Choreografie des Austauschs sah zunächst Gennadi Padalka an den Bedienelementen von Strela 2 und Juri Malentschenko an dessen Spitze. Gennadi fuhr den Kranarm aus und hiefte Juri damit zu Strela 1 an Poisk. Hier angekommen, fuhr er diesen Kranarm aus, während Gennadi Nummer 2 wieder einfuhr und anschließend mit Juris Hilfe demontierte. Danach wurde Strela 2 an der Spitze von Strela 1 befestigt und zum Zielpunkt geschwenkt. Hier beschäftigten sich beide Raumfahrer mit dessen Montage, nachdem Strela 1 wieder eingefahren und gesichert war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde ein passiver, kugelförmiger Kleinsatellit zur Bahnverfolgung durch &#8222;Werfen&#8220; ausgesetzt. Diesem Vorgang folgte die Installation von 5 Meteoritenschutzpaneelen an der Außenseite des Servicemoduls Swesda. Damit waren die geplanten Aufgaben absolviert. Zusätzlich wurden Halterungen an einer Leiter angebracht und ein Container des Experiments BioRisk demontiert und in einem Transportbehälter verstaut. Dieser wurde anschließend mit ins Innere der Station genommen. Er enthält biologische Proben, die monatelang der harten Umgebung außerhalb der Station ausgesetzt waren. Sie werden nach ihrer Rückkehr auf die Erde genauer untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergebens versuchten beide Raumfahrer, einen weiteren Behälter mit Materialproben an der Außenseite von Pirs zu schließen, um diesen anschließend ebenfalls zu bergen. Der Experimententräger zeigte sich allerdings widerspenstig und so wurde diese Zusatzaufgabe abgebrochen. Der Ausstieg endete nach 5 Stunden und 51 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Zeit führte fernab der Station der unbemannte Frachter Progress-M 15M ein letztes Bremsmanöver aus und beendete am Abend feurig seine Existenz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Er war am 20. April mit 2,4 t Fracht gestartet und hatte 2 Tage später an der ISS angekoppelt. Nach dem Entladen der Fracht und der üblichen Müllentsorgung koppelte er am 22. Juli ab und sollte eigentlich zwei Tage später zur Erprobung eines weiterentwickelten Rendezvoussystems wieder ankoppeln. Im ersten Versuch schaltete sich das System allerdings aufgrund einer geringfügigen Temperaturabweichung ab. Im zweiten Versuch gelang die Wiederankopplung am 29. Juli. Danach wurde der Frachter erneut abgekoppelt und flog noch rund 3 Wochen autonom in einer ähnlichen Bahn. Vom Boden aus wurden Untersuchungen der Auswirkungen von Triebwerkszündungen auf die umgebende obere Atmosphäre vorgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Folgetagen standen neben Routineaufgaben verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen oder Vorbereitungen dazu auf dem Arbeitsprogramm der Besatzung. So wurde das Videosystem im Aquatic Habitat, einem japanischen Frischwasseraquarium erprobt. Im Aquarium sollen zunächst Fische der Gattung Oryzias latipes (Medaka) gehalten werden. Diese sind halb durchsichtig, so dass man Knochen- und Muskelschwund sowie die Arbeit verschiedener Organe direkt von außen beobachten kann. Auch die Auswirkungen erhöhter Strahlung und entwicklungsbiologische Veränderungen (Modifikationen und Mutationen) möchte man studieren. Dazu ist es hilfreich, dass Medakas eine hohe Vermehrungsrate aufweisen. Im Aquarium können Fische etwa 90 Tage lang gehalten werden, bis ein Austausch des Wassers sowie eine Wartung erforderlich wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Des Weiteren wurden die am Montag verwendeten Orlan-MS-Raumanzüge gereinigt und getrocknet, Trinkwasser aufgefüllt, die Dosimeter zur Ablesung entnommen, in einer Handschuhbox ein Brennversuch an festen Materialien vorgenommen, die Luftqualität mit verschiedenen Systemen festgestellt sowie regelmäßige psychologische Tests durchgeführt (WinSCAT), mit denen die Entwicklung von Merkfähigkeit, Erinnerungs-, Abstraktions- und Denkvermögen während längerer Raumflüge überprüft werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Programm gehörten auch Untersuchungen am Herz-Kreislauf-System (Integrated Cardiovascular/Kardiomed) und die Messung der Sauerstoffaufnahme bei Belastung. Außerdem wurden Vorbereitungen für den US-Ausstieg am 30. August getroffen, ein Lehrfilm zur Trennung von Flüssigkeiten und Gasen in der Schwerelosigkeit gedreht (Fisika Obrasowanije), ein kanadisches Experiment mit Kolloiden gestartet (BCAT), Dosimeter im Strahlungsmessexperiment Matrjoschka neu positioniert und morgentliche Reaktionstests durchgeführt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24082012203733_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="386" height="236"/><figcaption>
Robonaut 2 an seinem Schaltpult 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch wurde zudem das vergangene Woche abgebrochene Bahnanhebungsmanöver vollendet. Dazu wurden jeweils zwei Triebwerke des ATV 3 <i>Edoardo Amaldi</i> während zweier Brennphasen aktiviert und damit die Geschwindigkeit des gesamten Komplexes um 5,8 m/s erhöht. Damit stieg die Station auf eine höhere Bahn mit durchschnittlich 416 km (Perigäum: 406 km, Apogäum: 427 km). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am gleichen Tag durfte auch Robonaut 2 sein Testprogramm fortsetzen. Dazu wurde er in eine bestimmte Arbeitsposition gebracht und ein Schaltbrett vor ihm platziert. Aktiviert vom Boden aus bediente er diesmal auch einige Drehknöpfe, während er bei vorangegangenen Arbeitsphasen ja Taster und Kippschalter betätigt hatte. Am Donnerstag arbeitete er dann wieder mit Schalttafel 1. Die Tests sollen am kommenden Montag fortgesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ansonsten geht es Sunita Williams und den fünf Männern an Bord der Internationalen Raumstation gut. In der nächsten Woche wird wieder ein Außenbordeinsatz den Arbeitsplan bestimmen. Diesmal sollen Akihiko Hoshide und Sunita Williams vor allem einen Schaltkasten für das elektrische Bordsystem der Station austauschen und Kabel an der Außenseite der Station verlegen. Diese Verlegung geschieht wie das Umsetzen der Kranarme in Vorbereitung der Ankunft des russischen Forschungsmoduls Naúka nach gegenwärtiger Planung im Dezember 2013. Zuvor wird die bisher verwendete Schleuse Pirs abgetrennt. Ersatz ist mit Poisk bereits vor Ort. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10844.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 32</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3794.msg233835#msg233835" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Bahnmanöver und Bahnerhalt ab 22.08.2012</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7699.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Robonaut</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sieben-aktive-auf-der-iss/" data-wpel-link="internal">Sieben Aktive auf der ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ATV-Bahnkorrekturmanöver zu kurz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atv-bahnkorrekturmanoever-zu-kurz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 14:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ATV]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein gestern durchgeführtes Manöver zur Anhebung der mittleren Bahnhöhe der Internationalen Raumstation mittels der Triebwerke des am Heck angekoppelten Automated Transfer Vehicle Edoardo Amaldi war kürzer als geplant. UPDATE Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, ESA. Anstelle der vorgesehenen 31 Minuten und 16 Sekunden für eine Geschwindigkeitssteigerung um 4,4 Meter pro Sekunde wurde der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein gestern durchgeführtes Manöver zur Anhebung der mittleren Bahnhöhe der Internationalen Raumstation mittels der Triebwerke des am Heck angekoppelten Automated Transfer Vehicle Edoardo Amaldi war kürzer als geplant. UPDATE</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16082012163405_small_1.jpg" alt="ESA" width="345" height="255"/><figcaption>
Die Bahn der ISS wird mit den Triebwerken des ATV angehoben (künstlerische Impression). 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anstelle der vorgesehenen 31 Minuten und 16 Sekunden für eine Geschwindigkeitssteigerung um 4,4 Meter pro Sekunde wurde der Antrieb des ATV bereits nach etwa 22 Minuten und 30 Sekunden abgeschaltet. Damit wurde nur eine Geschwindigkeitserhöhung um 2,91 Meter pro Sekunde erreicht. Als Ursache dafür wird vonseiten der ESA angegeben, dass ein Temperatursensor an einem der beiden nicht am Antriebsprozess beteiligten Triebwerke des ATV einen zu hohen Wert ermittelt und an die Steuerung an Bord der ISS weitergegeben hat. Daraufhin wurde der Antriebsvorgang abgebrochen, was nicht die eigentlich erwartete Reaktion auf einen solchen Vorgang darstellte. Um den Verantwortlichen ausreichend Zeit für die Fehleranalyse und die Planung weiterer Maßnahmen zu lassen, ist man übereingekommen, die zusätzliche Korrektur gegebenenfalls am 22. August nachzuholen. An diesem Tag ist ohnehin ein Bahnanhebungsmanöver vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bahnanhebungen werden normalerweise in unregelmäßigen Abständen durchgeführt, um einerseits den Höhenverlust aufgrund der Reibung in der auch in mehr als 400 Kilometern Höhe noch vorkommenden, äußerst dünnen Luft auszugleichen. Ein weiterer Grund ist aber die Feinjustierung der Bahn für bevorstehende Ereignisse wie Kopplungen oder Landungen. Damit das Raumschiff Sojus-TMA 04M Mitte September im vorgesehenen Gebiet landen kann, werden geringfügige Korrekturen vorgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für bevorstehende Kopplungen werden derartige Feinkorrekturen vorgenommen. Mit einem neuen, nur sechsstündigen Anflug zukünftiger Sojus-Raumschiffe, werden an die Bahnpräzision noch höhere Anforderungen gestellt. Dazu muss die Bahnebene den Startort zu einem Zeitpunkt kreuzen, zu dem die Station nur etwa 8 Minuten voraus ist. Je höher die Bahn der Raumstation ist, umso größer ist die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem anfliegenden Raumschiff und der ISS. Damit kann in kurzer Zeit ein größerer &#8222;Vorsprung&#8220; aufgeholt werden. Gleichzeitig muss aber die Bahn des Raumschiffes der der Station angeglichen werden, damit man sie an einem bestimmten Punkt mit fast derselben Geschwindigkeit trifft. Erst dadurch wird aus einem möglichen Vorbeiflug ein Rendezvous. Russische Raumschiffe koppeln im Normalfall mit einer Geschwindigkeit von 12 bis 15 Zentimetern pro Sekunde an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Express-Verfahren war am 1. August, also vor wenigen Tagen beim Frachter Progress-M 16M erstmals angewandt worden. Die bemannte Prämiere erlebt es aber erst im nächsten Frühjahr. Die mit einem Gewinn von mehr als 40 Kilometern bisher umfangreichste Bahnanhebung der ISS war im Juni vergangenen Jahres mit den Triebwerken das ATV 2 Johannes Kepler vorgenommen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2012 wurde die ISS bisher von 2 bemannten und 6 unbemannten Raumschiffen angeflogen. In den kommenden Monaten sind noch 2 bemannte und bis zu 4 unbemannte Transporte geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10899.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ATV-3 Edoardo Amaldi &#8211; Mission und Betrieb</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3794.msg230287#msg230287" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS &#8211; Bahnmanöver &amp; Bahnerhalt ab 19.07.2012</a></li></ul>
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		<title>Ein neuer Progress-Raumfrachter unterwegs zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-progress-raumfrachter-unterwegs-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 19:33:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[Roscosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der russischer Versorger Progress-M 14M ist heute in den frühen Morgenstunden gestartet und befindet sich auf dem Flug zur Internationalen Raumstation. Es ist der erste von fünf geplanten Versorgungsflügen zur ISS in diesem Jahr mit diesem Raumschifftyp. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN. Pünktlich um 00:06 Uhr MEZ hob die Sojus-U-Trägerrakete [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der russischer Versorger Progress-M 14M ist heute in den frühen Morgenstunden gestartet und befindet sich auf dem Flug zur Internationalen Raumstation. Es ist der erste von fünf geplanten Versorgungsflügen zur ISS in diesem Jahr mit diesem Raumschifftyp.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos, SFN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26012012203318_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26012012203318_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Progress-M 14M startet zur ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich um 00:06 Uhr MEZ hob die Sojus-U-Trägerrakete mit Progress-M 14M vom Weltraumbahnhof Baikonur ab. Nach zwei Minuten Flug wurden die vier seitlichen Booster und wenige Sekunden später die Nutzlastverkleidung abgeworfen. In den neun Minuten Brenndauer der drei Stufen erreichte das Versorgungs-Raumschiff seine vorläufige Umlaufbahn von 262 x 191 Kilometern und hatte eine Umlaufzeit von 88,73 Minuten. Kurz darauf erfolgte der Befehl zum Entfalten der Navigations- und Kommunikationsantennen, die beiden Sonnenpaneele wurden ebenfalls ausgeklappt und haben eine Spannweite von 10,5 Metern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Zündungen der Manövriertriebwerke, die heute und am morgigen Tag vorgesehen sind, werden den Frachter in seine endgültige Umlaufbahn zum automatisierten Anlegen am Samstag, dem 28. Januar um 01:09 Uhr MEZ bringen. Progress-M 14M, in der ISS-Versorgung auch 46P genannt, bringt 1.409 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 790 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff zur Station, insgesamt 2.669 Kilogramm. Der Gesamtanteil der US-Fracht beträgt 199 Kilogramm. Das Raumschiff wird für drei Monate mit dem Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs der ISS verbunden bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Manöver bis zum Anlegen an die ISS: </p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Event</th><th>Delta-v/Entfernung</th><th>Tag und Uhrzeit</th></tr><tr><td>DV1-Manöver</td><td>9,82 m/s </td><td>26. Januar um 03:46 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV2-Manöver</td><td>23,34 m/s</td><td>26. Januar um 04:18 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV3-Manöver</td><td>2,00 m/s</td><td>27. Januar um 00:43 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start automatisches Rendezvous</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 22:48 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV4 / Impuls 1</td><td>30,015 m/s</td><td>27. Januar um 23:09 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 2</td><td>1,238 m/s</td><td>27. Januar um 23:33 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Progress-Kurs-A-Aktivierung</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 23:35 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Swesda-Kurs-P-Aktivierung</td><td>&#8212;-</td><td>27. Januar um 23:37 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>DV5 / Impuls 3</td><td>31,120 m/s</td><td>27. Januar um 23:55 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kurs-P-Daten</td><td>Range 80 km</td><td>27. Januar um 23:59 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kurs-A- und Kurs-P-Kurztest</td><td>Range 15 km</td><td>28. Januar um 00:20 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Progress-TV-Aktivierung</td><td>Abstand 8 km</td><td>28. Januar um 00:27 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 4</td><td>6,386 m/s</td><td>28. Januar um 00:35 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 5</td><td>5,463 m/s</td><td>28. Januar um 00:40 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Impuls 6</td><td>1,961 m/s</td><td>28. Januar um 00:43 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start Umfliegungsmodus</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:46 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start Station halten</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:52 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Start finale Annäherung</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 00:58 Uhr MEZ</td></tr><tr><td>Kopplung</td><td>&#8212;-</td><td>28. Januar um 01:09 Uhr MEZ</td></tr></tbody></table></figure>
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		<item>
		<title>Reparaturtrupps im Einsatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/reparaturtrupps-im-einsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 15:56:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Destiny]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[KURS]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten beiden Wochen bestimmten etliche Reparaturen und Fehlersuchen den Alltag der ISS-Besatzung. Weiterhin erfolgte eine Bahnanhebung der ISS, Progress-M 10M wurde auf seine Abreise vorbereitet und die Forschung kam auch nicht zu kurz. (Newsbild: Sergej Wolkow beobachtet das Gewächshaus-Experiment RASTENIJA 2) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. In der vorangegangenen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den letzten beiden Wochen bestimmten etliche Reparaturen und Fehlersuchen den Alltag der ISS-Besatzung. Weiterhin erfolgte eine Bahnanhebung der ISS, Progress-M 10M wurde auf seine Abreise vorbereitet und die Forschung kam auch nicht zu kurz. (Newsbild: Sergej Wolkow beobachtet das Gewächshaus-Experiment RASTENIJA 2)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Kommandant Mike Fossum arbeitet am Express-Rack 2 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der vorangegangenen Woche nahmen Wartungsarbeiten und Reparaturen an elektrischen Komponenten der Station viel Zeit in Anspruch. Bereits am Wochenanfang wechselte Mike Fossum ein defektes Remote Power Controller Module (RPCM), eine Art ferngesteuerter Stromkreisregler, im Labormodul Destiny. Dieses Modul sichert die redundante Stromversorgung des Express-Racks 2, welches auch den K<sub>u</sub>-Band-Empfänger mit Energie versorgt. Einen Tag später setzte er die Arbeiten fort, er tauschte nun ein weiteres RPCM gegen ein entsprechendes Ersatzteil. Hier ging es um die Sicherstellung der Stromversorgung von Rauchdetektoren und etlichen anderen Verbrauchern im US-Labor. Satoshi Furukawa nahm zu dieser Zeit an dem ICV-Experiment (Integrated Cardiovascular) teil. Diese Studie zu den Auswirkungen von Langzeitaufenthalten im All beobachtet speziell den Herzkreislauf. Diesmal musste der japanische Astronaut ganz entspannt 10 Minuten ruhig atmen, währenddessen wurde seine Herzfrequenz gemessen und protokolliert. 
<br>
Satoshi Furukawa hat in der letzten Woche erneut am defekten Gradientenofen GHF (Gradient Heating Furnace) Fehlerermittlungen durchgeführt. Der GHF befindet sich im Experiment-Rack KOBAIRO des japanischen Forschungsmoduls Kibo und sollte zur Herstellung von hochwertigen Kristallen bei einer Temperatur von bis zu 1600 °C dienen. Allerdings sorgten zwei Ausfälle des Hauptofens am 12. April und am 20. April 2011 für eine Stilllegung der Apparatur. Es besteht die Vermutung, dass zwischen einem Heizungsflansch und einem Sicherungsdraht ein unbeabsichtigter Kontakt besteht oder eine falsche Position der Endheizung in Bezug auf die Hauptheizung Ursache für einen Kurzschluss ist. Auch die Stationslaptops machten Probleme, der Zugriff auf die Festplatten über das CSL (Crew Support LAN) gelang teilweise nicht. Durch Nutzung eines neuen SWRDFSH (Swordfish) Software Updates trat nur eine teilweise Verbesserung der Situation ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Satoshi Furukawa füllt die Keimbehälter zu CGBA-5/CSI-5 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Columbus Forschungsmodul betreute Satoshi Furukawa das kommerzielle biologische Experiment CGBA-5/CSI-5 (Commercial Generic Bioprocessing Apparatus 5/Science Insert-05). Hier ersetzte er sechs Keimbehälter für einen neuen Versuchsaufbau. Nach Anschluss aller Verbindungen wurden die Operationen zum Experiment wieder aufgenommen. Es sollen Wachsrichtung von Wurzeln und Keimen bei Schwerelosigkeit erforscht werden. Im russischen Segment arbeitete Sergej Wolkow mit dem Experiment Plasma-Kristall. Es dient der Beobachtung von ultravioletter Strahlung erzeugt durch elektrisch aufgeladene Staubteilchen in Raumumgebung. Mike Fossum rekonfigurierte und reinigte im Schleusenmodul Quest die Kühlleitungen der US-Raumanzüge. Weiter musste er eine Fehlerbehebung an dem Laufband T2/COLBERT im Knotenmodul Tranquility durchführen. Seit dem 11. Oktober konnten die Trainingsdaten nur per USB-Stick gesichert und dann zur Bodenstation gesendet werden. Eine Neukonfiguration der W-LAN Karte sollte hier Abhilfe schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Anfang dieser Woche verbrachten die Raumfahrer damit, weiteren Müll und nicht mehr benötigte Ausrüstung in den Progress-Transporter zur Entsorgung zu verladen. Vorbereitend auf seinen Abflug am 29. Oktober testeten die russisch Flugkontrolleure das russische KURS-Rendezvoussystem mit seinem passiven Part im Swesda-Modul und dem aktiven Part am Progress-Frachter. Ebenso musste die Besatzung die Schutzfenster der Module Destiny, Tranquility, Cupola und Kibo für den anstehenden Triebwerktest von Progress-M 10M schließen. Über Nacht öffnete Sergej Wolkow letztmalig die Sauerstoffventile des Frachters, um kontrolliert die Stationsluft aufzufrischen. Inzwischen wurden die Luken des Transporters geschlossen. Mike Fossum verbrachte einige Zeit damit, ein Luftanalysegerät aus dem AR-1-Rack (Atmosphere Revitalization-1) in Destiny auszubauen und in dem AR-2-Rack im Tranquility-Knoten wieder einzubauen. Das dazugehörige Massenspektrometer sowie die Daten- und Kontrolleinheit wurden ebenfalls umgesetzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28102011175605_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Mike Fossum mit dem Ultraschallmessgerät USND-2 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Kommandanten der ISS, Mike Fossum, stand eine neue Reihe der Fitness-Studie SPRINT auf dem Plan. Nach der Ausführung von sehr intensiven aber kurzen Übungen zur Verminderung des Muskel- und Knochenabbaus und dem Training des Herzkreislaufsystems werden im Columbus-Modul Ultraschallaufnahmen des Beines angefertigt. Zur Wochenmitte erfolgte eine weitere Zündung der Antriebssysteme des Swesda-Moduls. Um 14:52 Uhr MESZ feuerten zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems für 1 Minute und 54 Sekunden. Die dabei erreichte Änderung der Geschwindigkeit von plus 1,9 Meter pro Sekunde steigerte die Höhe der mittleren ISS-Umlaufbahn um 3,2 Kilometer auf insgesamt 390,0 Kilometer. Am gleichen Tag prüfte Mike Fossum die Wissenschaftsnutzlast BCAT-6 (Binary Colloidal Alloy Test-6) im Kibo-Modul. Bei diesem Experiment werden stündlich sieben Tage lang automatisch Fotos angefertigt, die den Übergang der polymeren und kolloiden Stoffe vom flüssigen in den gasförmigen Zustand dokumentieren. Die Erkenntnisse daraus sollen der Entwicklung von preiswerteren und länger lagerfähigen Lebensmitteln und Arzneien auf der Erde dienen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende dieser Woche musste Sergej Wolkow den defekten Rauchmelder 5 vom Typ SIGNAL-VM DS-7A inspizieren. Dafür öffnete er im Swesda-Modul das Verkleidungspanel 314 in der Überkopf-Position, prüfte und wechselte anschließend den Rauchdetektor. Später führte er die regelmäßige Wartung des Umweltkontroll- und Lebenserhaltungssystems durch. Dies schloss auch die Prüfung des russischen Toilettenbereiches ein, es wurden hier Feststoff- und Schmutzwasserbehälter ausgetauscht. Die Besatzungsmitglieder hatten erneut die Gelegenheit mit Schülern auf der Erde zu sprechen. Satoshi Furukawa sprach dabei mit den Besuchern des Saga Raumfahrtmuseums und dem Observatorium in Takayama über die Unterschiede zwischen Leben und Arbeiten auf der Erde und im Raum. Alle drei Raumfahrer nahmen an einer russischen Fernsehschaltung teil, wo sie Fragen von Schülern der 19. Internationalen Space Olympiade in Koroljow beantworteten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 27.10.2011:</p>



<p class="wp-block-paragraph">389,9 km bei einem Höhenverlust von rund 300 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>29. Oktober, Progress-M 10M verlässt die ISS</li><li>02. November, Progress-M 13M erreicht die ISS</li><li>16. November, Sojus-TMA 22 erreicht die ISS</li><li>18. November, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>22. November, Sojus-TMA 02M verlässt die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10070.msg203662#msg203662" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 29 seit dem 23. Oktober</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Russland: Wegen Fahrlässigkeit auf falscher Bahn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-wegen-fahrlaessigkeit-auf-falscher-bahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 11:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34442</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete am 18. Oktober 2011, dass nach Informationen der untersuchenden Staatsanwaltschaft fahrlässiges Verhalten von Beschäftigten in Russlands Raumfahrtindustrie zu den Verlusten des ISS-Versorgers Progress-M 12M und des Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 geführt hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RIAN, Raumfahrer.net, Roskosmos. Progress-M 12M, nach NASA-Notation Progress 44, war am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete am 18. Oktober 2011, dass nach Informationen der untersuchenden Staatsanwaltschaft fahrlässiges Verhalten von Beschäftigten in Russlands Raumfahrtindustrie zu den Verlusten des ISS-Versorgers Progress-M 12M und des Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 geführt hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RIAN, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
übliche Aufstiegsbahn eines Progress-Transporters 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Progress-M 12M, nach NASA-Notation Progress 44, war am 24. August 2011 in Baikonur auf einer Sojus-U-Rakete gestartet worden und hätte nach Abtrennung von der Trägerrakete die Internationale Raumstation (ISS) anfliegen sollen. Weil jedoch die letzte, Block I genannte Raketenstufe vorzeitig abschaltete, erreichte das Versorgungsschiff nicht die nötige Flughöhe und Geschwindigkeit, so dass es über russischem Staatsgebiet wieder in die Erdatmosphäre eintrat und dabei zerstört wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorher hatte man Ekspress-AM 4 auf einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe am 18. August 2011 in Baikonur gestartet. Die sogenannte Orbitaleinheit aus Oberstufe und aufgesetztem Satelliten erreichte zwar zunächst die geplante Parkbahn, wegen eines Fehlers in der Oberstufe konnte letztere jedoch nicht alle vorgesehenen Brennphasen ausführen und setzte den Satelliten in einer ungeeigneten Bahn aus, die für den ursprünglich geplanten kommerziellen Einsatz des Satelliten durch GKPS nicht taugt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_small_2.jpg" alt="RSC Energia" width="260"/></a><figcaption>
Block I und Progess-M 12M bei der Integration der Trägerrakete  
<br>
(Bild: RSC Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Marina Gridnewa, Sprecherin des Büros der russischen Generalstaatsanwaltschaft, sind beide Vorfälle Folge von Fahrlässigkeiten mit verschiedenen Kontrollaufgaben betrauter Beschäftigter von staatlichen Unternehmen, die unter Aufsicht der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos arbeiten. Ebenso ursächlich ist nach Gridnewa auch das Fehlen geeigneter Kontrollen durch die Entscheidungsträger bei Roskosmos. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in den Sand gesetzten Herstellungskosten für die Raumfahrzeuge werden auf eine Summe zwischen 650 und 700 Millionen Rubel bzw. zwischen 21 und 22 Millionen Dollar geschätzt, schreibt RIA Novosti. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Express-AM 4 wurde zu einem Totalverlust, weil in einer Software zur Steuerung der Oberstufe ein Parameter nicht den richtigen Wert zugewiesen bekommen hatte. Progress-M 12M ging verloren, weil eine Treibstoffleitung der Trägerrakete nicht ausreichend durchlässig war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unfälle lösten erneut schwerwiegende Bedenken gegenüber der Leistungsfähigkeit der russischen Raumfahrindustrie aus. Seitens der zuständigen Regierungsstellen in Russland wurden verschärfte Kontrollen bei Produktion und Betrieb russischer Raumfahrzeuge angeordnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine strafrechtliche Verfolgung möglicher Unterlassungssünden Beschäftigter in Russlands Raumfahrtindustrie, die zu einer erheblichen Schädigung dieses Industriezweigs führten, ist laut Marina Gridnewa beabsichtigt. Die russische Generalstaatsanwaltschaft verlangt, dass die für den Verlust der Ekspress- und Progress-Raumfahrzeuge Verantwortlichen gemaßregelt und mit Bußgeldern belegt werden. </p>
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		<title>ISS-Flugbahn angehoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-flugbahn-angehoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 16:54:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnanhebung]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Triebwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die gestrige Korrektur der Umlaufbahn erfolgte planmäßig. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Roskosmos. Am 19. Oktober erfolgte eine weitere Zündung der Antriebssysteme des Swesda-Moduls. Um 18:15 Uhr MESZ feuerten zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integrated Propulsion System) für 1 Minute und 53 Sekunden. Die dabei erreichte Änderung der Geschwindigkeit von plus 1,8 Meter pro [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die gestrige Korrektur der Umlaufbahn erfolgte planmäßig.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Oktober erfolgte eine weitere Zündung der Antriebssysteme des Swesda-Moduls. Um 18:15 Uhr MESZ feuerten zwei KD-Triebwerke des ODU-Systems (Integrated Propulsion System) für 1 Minute und 53 Sekunden. Die dabei erreichte Änderung der Geschwindigkeit von plus 1,8 Meter pro Sekunde steigerte die Höhe der mittleren ISS-Umlaufbahn um rund drei Kilometer auf insgesamt 387,8 Kilometer. Zusammen mit einem am 26. Oktober geplanten weiteren Manöver soll die Flugbahn der Internationalen Raumstation für die demnächst ankommenden Raumschiffe Progress-M 13M und  Sojus-TMA 22 sowie für die Landung der Besatzung von Sojus-TMA 02M im November optimiert werden. 
<br>
<strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3794.msg61799#msg61799" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Bahnmanöver &amp; Bahnerhalt</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Forschung, Gesundheit und Wartung im ISS-Alltag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/forschung-gesundheit-und-wartung-im-iss-alltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 15:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Harmony]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[SPHERES]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ISS-Besatzung hatte auch in dieser Woche eine reichliche Anzahl an Arbeiten auf ihrem Plan. Die zeitweise Reduzierung der Mannschaft auf drei Crew-Mitglieder stellt diese vor vielfältige Aufgaben in den Bereichen Forschung und Gesundheit, Betrieb der Station und bei Transporttätigkeiten. (Newsbild: Michael Fossum arbeitet mit den SPHERES-Experimentalsatelliten) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ISS-Besatzung hatte auch in dieser Woche eine reichliche Anzahl an Arbeiten auf ihrem Plan. Die zeitweise Reduzierung der Mannschaft auf drei Crew-Mitglieder stellt diese vor vielfältige Aufgaben in den Bereichen Forschung und Gesundheit, Betrieb der Station und bei Transporttätigkeiten. (Newsbild: Michael Fossum arbeitet mit den SPHERES-Experimentalsatelliten)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Satoshi Furukawa arbeitet an den Stations-Routern 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Einweisung durch die Spezialisten am Boden hatte Satoshi Furukawa am Anfang dieser Woche die Aufgabe, den ISL-Netzwerkrouter (Integrated Station LAN) im Hamony-Modul zu tauschen. Dafür löste er die Verbindungen und Befestigungen von dem Router und ersetzte ihn durch ein entsprechendes Ersatzteil. Nach dem Tausch verband er den neuen ISL-Netzwerkrouter mit zwei aus anderen Modulen stammenden Drahtlos-Laptops (SSC-9 &amp; SSC-11). Diese verwendeten die Fachleute des Kontrollzentrums dann, um den Router neu zu konfigurieren. Satoshi Furukawa brachte die beiden Laptops anschließend zu ihrer ursprünglichen Position. Der Test des Routers einen Tag später verlief erfolgreich, so dass ISS-LAN (Local Area Network) und das CSL- Netzwerk (Crew Support LAN) in ihre nominelle Arbeitskonfiguration zurück versetzt werden konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Kommandant Michael Fossum nahm in dieser Woche an einer neuen Studie mit der Bezeichnung SPRINT teil. Hierbei werden beim intensiveren Fitness- und Ausdauertraining am Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) Ultraschallaufnahmen des Beines angefertigt. Die Studie SPRINT erforscht die Wirkung von sehr intensiven aber kurzen Übungen zur Verminderung des Muskel- und Knochenabbaus und der Schwächung des Herzkreislaufsystems der Besatzungsmitglieder in der Schwerelosigkeit. Michael Fossum nahm als erster Raumfahrer an dieser Untersuchung mit neuen Übungen teil. Sergej Wolkow führte eine weitere Sitzung der russischen Verhaltensbewertung mit dem Namen Tipologija (Typologie) durch. Dabei sollen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Personen getestet werden, unter Stress zu arbeiten und zu kommunizieren. Ein Elektroenzephalogramm misst und registriert die elektrische Tätigkeit des Gehirns des Besatzungsmitgliedes. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_2.jpg" alt="nASA" width="260"/></a><figcaption>
Michael Fossum mit BCAT 5 im Kibo-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin hat Michael Fossum die Batterien des Experimentes Binary Colloidal Alloy Test 5 (BCAT 5) getauscht und einen Test dieser Wissenschaftsnutzlast im Kibo-Modul durchgeführt. Bei diesem Wissenschaftsexperiment werden von der Besatzung Fotos angefertigt, die den Übergang der polymeren und kolloiden Stoffe vom flüssigen in den gasförmigen Zustand dokumentieren. Die Nachbildung dieses Phasenübergangs soll Wissenschaftlern helfen, grundlegende physikalische Konzepte zu entwerfen, die unter Schwerkraftbedingungen nicht möglich sind. Satoshi Furukawa und Sergej Wolkow führten eine 10-minütige Session zum periodischen medizinischen Test HEMATOKRIT durch. Die Blutproben wurden hier am Finger genommen, zentrifugiert und die Dichte der roten Blutkörperchen unter einem Vergrößerungsglas bestimmt. Üblicherweise verringert sich dieser Wert bei Menschen in der Schwerelosigkeit, daher die ständige Kontrolle. Die ermittelten Werte wurden in dem medizinischen Laptop MEC (Medical Equipment Computer) zur Bewertung dokumentiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Mitte dieser Woche bereitete die Besatzung den Raumtransporter Progress-M 10M auf seinen Abflug am 29. Oktober vor. Dafür wurden unbrauchbare Flüssigkeiten in die leeren Tanks des Raumschiffes gepumpt und nicht mehr benötigtes Material sowie Müll verladen. Satoshi Furukawa verbrachte rund 2,5 Stunden mit der Zusammenstellung von US-Abfall und dessen Verladung. Insgesamt können in Progress 57 Taschen, sogenannte CTBEs (Cargo Transfer Bag Equivalents), verladen werden. Michael Fossum erledigte im US-besierten Segment turnusmäßige Messungen des Luftdrucks und der Luftumwälzung. Zum Einsatz kam hier ein empfindliches Luftprobengerät mit der Bezeichnung VELOCICALC. Die ermittelten Ergebnisse dienen den Kontrolleuren am Boden zur Bestimmung, ob und wie häufig die Wartung und Reinigung der Lüftungsanlage zur Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle erfolgen muss. Sergej Wolkow arbeitet im russischen Segment an einer neue Serie des Coloumb-Crystal-Experimentes im Miniforschungsmodul Poisk. Ziel dieses Experimentes ist die Erforschung von Stoffen, die sich nicht mischen lassen, nicht miteinander reagieren und in einem Magnetfeld gefangen sind. Diese Erkenntnisse könnten in neuartigen Solarbatterien, den  Reinigungsverfahren für Mikrochips und der Erzeugung von Nanokristallen zum Einsatz kommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Das CFE-Experiment im japanischen Kibo-Modul 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende der Woche betreute Michael Fossum das Capillary Flow Experiment (CFE). Durch seine Ergebnisse sollen Computermodelle verbessert werden, um das kapillare Verhalten von Flüssigkeiten in der Mikroschwerkraft zu verstehen und einen besseren Flüssigkeitstransport bei zukünftigen Raumfahrzeugen zu entwickeln. Als Teil der Erforschung von Langzeitaufenthalten im All führten Michael Fossum und Satoshi Furukawa eine Messung an den Augen durch. Neben den Untersuchungen an der Netzhaut, erfolgte vor einigen Tagen bereits medizinische Messungen mit Ultraschall am Auge und die Ermittlungen des Augeninnendrucks. Zur späteren Analyse durch Ärzte am Boden erfolgte bei allen drei Besatzungsmitgliedern eine Blutabnahme und eine Körpermassenmessung. Die Blutproben wurden sofort in einen der MELFI-Gefrierschränke verstaut. Die Körpermassenmessung wurde mit dem Gerät SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device) durchgeführt. Es arbeitet nach dem zweiten Newtonschen Gesetz, wobei hier mit dieser Apparatur die Masse durch lineare Beschleunigung ermittelt wird. Zwei Federn wirken dabei mit einer definierten Kraft per Hebel auf einen Menschen, die daraus resultierende Beschleunigung wird ermittelt und damit die Masse der Person bestimmt. Dadurch können Rückschlüsse auf das Gewicht von Personen während eines Langzeitaufenthaltes im All gezogen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Wochenende verfasste Sergej Wolkow einige Berichte für die Website der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Diese sollen der Förderung der russischen bemannten Raumfahrt auf der Erde dienen und wurden in Schriftform, als Video und mit Bildern zur Bodenstation in Moskau gesendet. Weiterhin hatte er die Aufgabe, nicht registrierte Frachtartikel im russischen Segment zu sammeln, zu verstauen und im stationseigenen Inventar-Management-System (IMS) zu registrieren. Eine 30-minütige Foto-Sitzung führte er für die russische Umweltagentur EKON durch. Dabei werden Umwelteinflüsse durch Luftaufnahmen der Erde mit einer NIKON D3X dokumentiert. Den gestrigen und heutigen Tag verbringen die Raumfahrer mit leichteren  Arbeiten. Lediglich die Durchführung des täglichen Fitnessprogrammes, Privatkonferenzen mit der Familie, einige kleinere Wartungstätigkeiten und die regelmäßige Stationsreinigung standen auf dem Aufgabenzettel. Ebenfalls wurde die wöchentliche Planungskonferenz WPC (Weekly Planning Conference) mit den Bodenstationen in Houston und Moskau durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 08.10.2011:386,4 km bei einem Höhenverlust von rund 26 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>19. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>26. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>29. Oktober, Progress-M 10M verlässt die ISS</li><li>02. November, Progress-M 13M erreicht die ISS</li><li>16. November, Sojus-TMA 22 erreicht die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10070.msg201105#msg201105" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 29 seit dem 30. September</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>ISS-Langzeitbesatzung 29 nun länger nur zu Dritt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-langzeitbesatzung-29-nun-laenger-nur-zu-dritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 19:18:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungsmodul]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In ihren ersten beiden Wochen als Drei-Personen-Crew hatte die ISS-Besatzung vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Durch die zeitweilige Verminderung der Personenstärke im All kam es zu einigen Umplanungen im Tagesablauf der Raumfahrer Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa. (Newsbild: Derzeitige ISS-Besatzung) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger. Im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In ihren ersten beiden Wochen als Drei-Personen-Crew hatte die ISS-Besatzung vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Durch die zeitweilige Verminderung der Personenstärke im All kam es zu einigen Umplanungen im Tagesablauf der Raumfahrer Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa. (Newsbild: Derzeitige ISS-Besatzung)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-04-74915.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Sergej Wolkow kontrolliert die Pflanzen von PLANTS 2 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im japanischen Forschungsmodul wurde in der vorangegangenen Woche erneut das Marangoni-Experiment gestartet. Dieses physikalische Experiment untersucht die sogenannte Marangoni-Konvektion, also Strömungen und Verwirbelungen in Flüssigkeiten unter Mikrogravitation. Die hierbei erzeugte Flüssigkeitsbrücke ist trotz der Oberflächenspannung so empfindlich, dass dieses Experiment während der Schlafperiode der Raumfahrer laufen muss, um Schwingungen in den Modulen weitgehend zu vermeiden. Es sind diesmal höchstens 4 Tage pro Woche und 24 Läufe insgesamt bis Ende November angesetzt. Sergej Wolkow beschäftigte sich in der letzten Woche mehrfach mit dem Gewächshaus-Experiments PLANTS 2 im Swesda-Modul. Dies beinhaltete die Beobachtung, Pflege und Bewässerung der gezüchteten Pflanzen. Die hier gewonnenen Erkenntnisse über Wachstum und Entwicklung von Pflanzen in einem Gewächshaus in der Schwerelosigkeit könnten zukünftigen bemannten Raumfahrtmissionen bei der Selbstversorgung zugute kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls in der vorangegangenen Woche arbeitete Michael Fossum am Wasserrückgewinnungssystem (WRS) im Knotenmodul Tranquilty. Nach der Leerung des Schmutzwassertanks (WSTA = Wastewater Storage Tank Assembly) in einen EDV-U Behälter tauschte er im Rahmen einer großen Wartung die FCPA (Fluids Control &amp; Pump Assembly), also ein Flüssigkeitsregel- und Pumpenmodul, im WRC aus. Da die FCPA toxische Flüssigkeiten enthielt, behandelter Urin, Schwefelsäure H<sub>2</sub>SO<sub>4</sub> und Chromsäure CrO<sub>3</sub>, mussten alle Tätigkeiten mit Schutzausrüstung, bestehend aus Sicherheitsschutzbrille, Staubmaske und Handschuhen, durchgeführt werden. Vorbereitend auf das Abkoppeln von Progress-M 10M im Oktober fand der Übertrag von Brennstoff und Oxydationsmittel zur ISS statt. Dafür wurden die Tanks des Transporter unter Druck gesetzt, einen Tag später wurden 170 Kilogramm Brennstoff und 102 Kilogramm Oxydationsmittel zum Sarja-Modul übertragen. Eine Auffrischung der Stationsluft aus den Sauerstofftanks des Transporters nahm Sergej Wolkow am selben Tag vor. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Solarzellenausleger SAW (Solar Array Wing) im Bild 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sergej Wolkow wurde am letzten Wochenende angewiesen, den Verbindungsring zwischen dem Orbitalmodul (OM) und dem Rückkehrmodul (RM) von Sojus-TMA 02M zu prüfen und zu fotografieren. Grund dafür war, dass russische Techniker nach der Rückkehr von Sojus-TMA 21 vor zwei Wochen festgestellt haben, dass zwei Sicherungsschrauben an dem Strukturring vor dem Start nicht entfernt wurden. Eine Erklärung wäre eine geänderte Vorbereitungsprozedur, resultierend aus der Beschädigung einer Sojus im letzten Jahr beim Transport nach Baikonur. Diese beiden M6-Schrauben hätten bei Sojus TMA-21 zu einer außernominellen Trennung von OM &amp; RM führen können. Nun müssen alle Raumfahrzeuge am Boden und im All geprüft werden, ob diese Schrauben zum richtigen Zeitpunkt entfernt wurden. Die Kontrolle im All durch Sergej Wolkow ergab, dass bei Sojus-TMA 02M diese Schrauben, welche sich hinter zwei Steckern des Thermal-Kontrollsystems befanden, ordnungsgemäß am Boden entfernt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn dieser Woche fand ein zweitägiger Leistungstest der NASA-Solarzellenausleger (SAW = Solar Array Wing) statt. Zur Unterstützung des Batterietests der SAW wurden der Stationsarm Canadarm2 (SSRMS=Space Station Remote Manipulator System), die mobile Plattform (MBS=Mobile Base System), die Robotikhand Dextre (SPDM = Special Purpose Dexterous Manipulator) und der Mobile Transporter (MT) aktiviert, um weitere Stromverbraucher im Außensegment zu erhalten. Der von der Stationskontrolle in Houston durchgeführte Test verlief innerhalb der erwarteten Parameter und erlaubt nun eine bessere energetische Ressourcenplanung. Sergej Wolkow arbeitete in dieser Woche für das russische Ozean-Beobachtungsprogramm SEINER, indem er Fotos erstellte. Hierbei werden die Verbindungsprozeduren zwischen den Besatzungsmitgliedern im russischen Segment und den staatlichen Fangschiffen bei der Suche und Erschließung von Fischgebieten erprobt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092011211853_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Michael Fossum arbeitet am Combustion Integrated Rack (CIR) in Destiny 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im US-Teil der Station verbrachte Kommandant Michael Fossum einige Zeit mit dem kanadischen Experiment VASCULAR. Dafür nutzte er Videoequipment in der Quest-Luftschleuse zur Aufzeichnung einer Nachricht zum Experiment. Ursprünglich sollte der bereits zur Erde zurückgekehrte Ronald Garan diese Sitzung durchführen. Es werden bei VASCULAR die kardiovaskulären Gesundheitsfolgen für Raumfahrer bei Langzeitaufenthalten im All bewertet, um Entzündungen der Arterien, Änderungen der Blutgefäßeigenschaften und die kardiovaskuläre Fitness zu erforschen. Weiterhin ersetzte und konfigurierte er Ausrüstung im Experimentalschrank für Verbrennungsexperimente (CIR = Combustion Integrated Rack) und der Vorrichtung für Flüssigkeitsexperimente (FIR = Fluids Integrated Rack). Mit diesen beiden im Destiny-Modul befindlichen Einheiten kann von den Forschern am Boden das Verhalten von Flammen und Flüssigkeiten in der Mikrogravitation, mit oder ohne die Mitarbeit der Besatzung, untersucht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während einer Videoschaltung zur Erde führte Satoshi Furukawa eine Lehrveranstaltung mit LEGO-Steinen durch. Er demonstrierte hier Kindern und Schülern, wie schwer es ist, Dinge in der Schwerelosigkeit zu händeln und zusammenzubauen. Ebenfalls hatte er die Aufgabe, die Lukendichtungen im amerikanischen Segment zu reinigen und zu untersuchen. Das Ziel der Inspektion war es, die Lukendichtungen zu fotografieren und somit zu ermitteln, wie oft diese zu reinigen sind. Am gestrigen Tag erfolgte eine außerplanmäßige Anhebung der Umlaufbahn der ISS mit den Swesda-Triebwerken, um Trümmerteilen einer Zyklon-3-Rakete auszuweichen. Das Manöver wurde um 18:45 Uhr MESZ gestartet, dauerte 169 Sekunden und hob die Umlaufbahn der ISS um rund 4,7 Kilometer an. Dadurch kam diese 10 Kilometer über die Bahn des Trümmerteils. Das geplante Anhebungsmanöver am 5. Oktober kann nunmehr entfallen, da die gewünschten Werte bereits erreicht wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 28.09.2011:</p>


<p>382,8 km bei einem Höhenverlust von rund 140 Metern in den letzten 24 Stunden</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>19. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>26. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>29. Oktober, Progress-M 10M verlässt die ISS</li><li>02. November, Progress-M 13M erreicht die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10070.msg199712#msg199712" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 29 seit dem 14. September</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Nächste COTS-Flüge auf 2012 verlegt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/naechste-cots-fluege-auf-2012-verlegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 08:11:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cygnus]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die nächsten Erprobungsflüge kommerzieller Frachtraumschiffe zur Internationalen Raumstation werden auf frühestens Februar bzw. Mai 2012 verlegt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger. Dabei handelt es sich um den 2. Testflug einer Dragon-Kapsel auf einem Falcon-9-Träger von SpaceX und den ersten eines Cygnus-Frachters auf einer Taurus II der Orbital Sciences [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die nächsten Erprobungsflüge kommerzieller Frachtraumschiffe zur Internationalen Raumstation werden auf frühestens Februar bzw. Mai 2012 verlegt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-09-21-73628.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18092011101117_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18092011101117_small_1.jpg" alt="Space Exploration Technologies (Roger Gilbertson)" width="260"/></a><figcaption>
Vorbereitungsarbeiten an der zweiten Dragon-Kapsel 
<br>
(Bild: Space Exploration Technologies (Roger Gilbertson))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um den 2. Testflug einer Dragon-Kapsel auf einem Falcon-9-Träger von SpaceX und den ersten eines Cygnus-Frachters auf einer Taurus II der Orbital Sciences Corporation. Zuvor muss speziell geschultes Personal zur Station fliegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Andocken an ein Common Berthing Mechanism genanntes Kopplungsaggregat erfolgt mittels Manipulatorarm. Dazu muss das Raumschiff in unmittelbarer Nähe der Station seine Position halten und ein Astronaut an Bord der ISS den Manipulatorarm heranführen und dessen Endeffektor mit einer speziellen Greifvorrichtung verbinden. Dies wurde bereits beim Ankoppeln der japanischen Versorgungsraumschiffe HTV 1 und 2 so gehandhabt. Spätere Versionen von Dragon und Cygnus könnten aber auch mit automatischen Kopplungsaggregaten ausgerüstet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund des Fehlstarts eines russischen Progressfrachters im letzten Monat und der notwendig gewordenen zusätzlichen Überprüfungen der Trägerraketen verschieben sich die nächsten bemannten Missionen zur ISS um mehrere Wochen. Gegenwärtig sind die Starts für den 12. November und den 20. Dezember vorgesehen. Außerdem sollen auch zwei Progress-Transporter noch vorher Versorgungsnachschub zur Station transportieren. Die geplanten Startdaten hier: 30. Oktober 2011 und 26. Januar 2012. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile ist es offenbar offiziell, dass die Ziele des zweiten und dritten Dragon-Fluges zusammengelegt werden, wenn die ursprünglichen Ziele des COTS-2-Fluges erreicht werden. Nach neuntägigem Alleinflug soll dann der Anflug auf die ISS erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9287.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Falcon 9/Dragon &#8211; COTS 2</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9418.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Taurus II/Cygnus &#8211; COTS 1</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/naechste-cots-fluege-auf-2012-verlegt/" data-wpel-link="internal">Nächste COTS-Flüge auf 2012 verlegt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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