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	<title>Weltraumtourismus &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Weltraumtourismus &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>SpaceShipTwo wurde erneut getestet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spaceshiptwo-wurde-erneut-getestet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 17:07:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceShipTwo]]></category>
		<category><![CDATA[suborbital]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceShipTwo, ein ballistisches Raumschiff neuartiger Konstruktion, wurde am Freitag zum dritten Mal unter Einsatz eines Triebwerks getestet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Space Journal. Diesmal dauerte die Antriebsphase 20 Sekunden und das Raumschiff wurde auf fast anderthalbfache Schallgeschwindigkeit (Mach 1,4) beschleunigt. Dabei stieg es steil nach oben und erreichte eine Gipfelhöhe von 21.600 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">SpaceShipTwo, ein ballistisches Raumschiff neuartiger Konstruktion, wurde am Freitag zum dritten Mal unter Einsatz eines Triebwerks getestet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Space Journal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012014180721_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012014180721_small_1.jpg" alt="Virgin Galactic" width="260"/></a><figcaption>
SpaceShipTwo mit reflektierenden Innenseiten der Seitenruder 
<br>
(Bild: Virgin Galactic)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diesmal dauerte die Antriebsphase 20 Sekunden und das Raumschiff wurde auf fast anderthalbfache Schallgeschwindigkeit (Mach 1,4) beschleunigt. Dabei stieg es steil nach oben und erreichte eine Gipfelhöhe von 21.600 Metern. Zuvor war es mit dem Trägerflugzeug bis auf etwa 14 Kilometer transportiert und dort ausgeklinkt worden. Nach kurzem freiem Fall wurde dann das Triebwerk gezündet. Die Landung erfolgte wenige Minuten später auf dem Mojave Air and Space Port in Kalifornien (USA), von wo aus das Trägerflugzeug auch gestartet war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieses dritten Tests standen die Erprobung des Lageregelungssystems, welches später im All für die korrekte Ausrichtung des Raumfahrzeugs sorgen soll sowie die überarbeitenden, jetzt besser die Wärme des Triebwerks reflektierenden Innenseiten der Seitenruder der Federflügel, die während der Beschleunigungsphase parallel zum Rumpf verlaufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut wurde in der begleitenden Pressemitteilung betont, dass man in diesem Jahr sowohl die erste Antriebsphase über den gesamten geplanten Zeitraum als auch den ersten Flug mit einer Gipfelhöhe über 100 Kilometer erreichen will. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/galaktischer-jungfernflug-mit-spaceship-two-erst-2014/" data-wpel-link="internal">Galaktischer Jungfernflug mit SpaceShip Two erst 2014</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spaceship-two-mit-zweitem-ueberschall-test/" data-wpel-link="internal">SpaceShip Two mit zweitem Überschall-Test</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spaceshiptwo-mit-erstem-kurzem-ueberschallflug/" data-wpel-link="internal">SpaceShipTwo mit erstem kurzem Überschallflug</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3436.msg276894#msg276894" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Virgin Galactic (ab 12.01.2014)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ungeduscht zum Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ungeduscht-zum-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 19:40:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[bemannter Betrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Tito]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stellen Sie sich vor: Sie werden mit Ihrer Frau/Lebensgefährtin/Ihrem Mann/Lebensgefährten für 500 Tage in einer kleinen Kapsel eingeschlossen und können in der ganzen Zeit nicht weglaufen. Weil Sie sich nämlich im Weltraum befinden. Und dann können Sie noch nicht einmal duschen. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Welt.de, spiegelonline.de, Mars Inspiration Foundation. Genau so möchte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Stellen Sie sich vor: Sie werden mit Ihrer Frau/Lebensgefährtin/Ihrem Mann/Lebensgefährten für 500 Tage in einer kleinen Kapsel eingeschlossen und können in der ganzen Zeit nicht weglaufen. Weil Sie sich nämlich im Weltraum befinden. Und dann können Sie noch nicht einmal duschen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: Welt.de, spiegelonline.de, Mars Inspiration Foundation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01032013204057_small_1.jpg" alt="NASA" width="400" height="400"/><figcaption>
Dennis Tito will Menschen zum Mars schicken 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Genau so möchte der Millionär und frühere Hobby-Astronaut Dennis Tito Ehepaare bestrafen, die so unvorsichtig sind, sich bei ihm und seiner „Inspiration Mars Foundation&#8220; für die „Mission for America&#8220; zu bewerben. Zum Mars möchte er sie bringen. Ein Ehepaar. Mehrere hundert Tage auf engem Raum. Wahrscheinlich war der Mann nie verheiratet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 2018, so die Planung, sollen Mann und Frau in einer 501 Tage dauernden Mission zum Roten Planeten fliegen, diesen in einer Entfernung von 160 Kilometern umrunden um anschließend wieder zurückzukehren. Die Raumfahrer verbringen die Tage dabei unter recht einfachen Bedingungen: Keine Dusche (stattdessen Schwämme, mit denen man sich säubern kann), ständige Wiederverwertung der bereits geatmeten Luft und Trinkwasseraufbereitung zum Teil aus dem eigenen Urin. Na denn Prost! </p>



<p class="wp-block-paragraph">So einfach wie die Lebensbedingungen an Bord soll nach Titos Meinung die ganze Mission sein. Das Schiff werde kaum Treibstoff benötigen, da es zum größten Teil durch die Gravitationswirkungen der Planeten Erde und Mars auf Kurs gebracht werde. Daher auch der Flugtermin. Im Januar 2018 stehen die Himmelskörper in einer günstigen Stellung für eine derartige Flugbahn. Auf eine Landung will Tito verzichten, ebenso wie auf ein Einschwenken in eine Umlaufbahn.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leise Zweifel könnten (auch) die technischen Voraussetzungen wecken, auf die sich Titos Unternehmung stützen will. Denn die Kapsel &#8211; hier will Tito vielleicht auf eine veränderte „Dragon&#8220;-Kapsel von SpaceX zurückgreifen &#8211; soll auf einer bisher noch nicht erprobten „Falcon Heavy&#8220;-Rakete sitzen, ebenfalls von SpaceX.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten des Unternehmens will Tito für die nächsten zwei Jahre selber decken. Danach sollen die Gelder über Medien- und Sponsoringverträge hereinkommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Sie zum Mars wollen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Mars Inspiration Foundation [Edit am 28.10.2020: Webseite nicht mehr erreichbar, lt. englischer Wikipedia seit 2015 &#8222;defunct&#8220;]</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Sie mitdiskutieren wollen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=16.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Forum Bemannte Raumfahrt</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=15.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Forum Organisationen, Unternehmen und Programme</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ungeduscht-zum-mars/" data-wpel-link="internal">Ungeduscht zum Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein neues Kapitel der privaten Raumfahrt?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-neues-kapitel-der-privaten-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 20:25:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das neu gegründete US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Golden Spike Company hat angekündigt, bis zum Jahre 2020 zahlungskräftigen Passagieren einen Spaziergang auf dem Mond zu ermöglichen. Dafür sollen die Fluggäste etwa 1,5 Milliarden US-Dollar bezahlen, bei anvisierten zwei Astronauten immerhin noch schlappe 750 Millionen Dollar pro Person. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Welt.de, Spiegel online, Space.com, Golden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das neu gegründete US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Golden Spike Company hat angekündigt, bis zum Jahre 2020 zahlungskräftigen Passagieren einen Spaziergang auf dem Mond zu ermöglichen. Dafür sollen die Fluggäste etwa 1,5 Milliarden US-Dollar bezahlen, bei anvisierten zwei Astronauten immerhin noch schlappe 750 Millionen Dollar pro Person.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: Welt.de, Spiegel online, Space.com, Golden Spike Company.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LabderIlluGoldenSpikeCompanylg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LabderIlluGoldenSpikeCompany260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mondlander (Illustration)<br>(Bild: Golden Spike Company)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem neuen Unternehmen Golden Spike haben einige ehemalige Mitglieder der NASA ihre Finger im Spiel: Gerry Griffin, ein ehemaliger Direktor des Apollo-Programms, Alan Stern, früher als NASA-Direktor für die Wissenschaftsmissionen der Behörde zuständig  oder der ehemalige Space-Shuttle-Kommandant Jeff Ashby. Auf der Liste der Berater stehen auch so illustre Namen wie Newt Gingrich, ehemals republikanischer Präsidentschaftskandidat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was will Golden Spike? Die Firma hat das Ziel, Menschen zum Mond zu befördern: Touristen, staatliche Astronauten, Astronauten von Unternehmen usw. Das Ganze soll finanziert werden über den Verkauf der Plätze an Bord des Raumschiffes, den Verkauf von Medienrechten oder den Verkauf von mitgebrachtem Mondgestein. Außerdem will man Frachtraum zur Verfügung stellen für Dinge, die von der Erde mitgenommen werden zum Mond. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transporte sollen nach der Vorstellung der Firmengründer auf bereits erprobten Technologien beruhen. Doch während die Mondflüge der NASA auf einem Start beruhten, sieht Golden Spike für den Transport zum Mond gleich derer vier vor, bei denen Transportschiffe und Lander sowie die eigentliche Crew jeweils getrennt in den Erdorbit gebracht werden sollen. Ergänzt werden soll das Ganze durch mehrere Andockmanöver im Erd- und Mondorbit. Laut Aussagen der Gründer könnte der erste Mondflug bereits 2020 statt finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen haben einige Experten das Mondflugprogramm der Firma angezweifelt. Dabei bezieht man sich weniger auf die technische Machbarkeit als vielmehr auf die Finanzierbarkeit, nicht zuletzt aufgrund der notwendigen Testflüge und weitere Sicherheitsmaßnahmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11384.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kommerzielle bemannte Mondlandung 2020?</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA und Roskosmos planen Jahresmission zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-und-roskosmos-planen-jahresmission-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 20:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitaufenthalt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35192</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ISS-Partner haben sich auf einem internationalen Raumfahrt-Kongress in Neapel darauf geeinigt, im Jahre 2015 eine zwölfmonatige Mission zweier Raumfahrer an Bord der ISS durchzuführen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NewSpaceWatch, ABC News, Wikipedia. Damit sollen die Potenzen der Station besser genutzt und vor allem wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit und weiterer [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-und-roskosmos-planen-jahresmission-zur-iss/" data-wpel-link="internal">NASA und Roskosmos planen Jahresmission zur ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ISS-Partner haben sich auf einem internationalen Raumfahrt-Kongress in Neapel darauf geeinigt, im Jahre 2015 eine zwölfmonatige Mission zweier Raumfahrer an Bord der ISS durchzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NewSpaceWatch, ABC News, Wikipedia.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sollen die Potenzen der Station besser genutzt und vor allem wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen längerer Schwerelosigkeit und weiterer Einflussfaktoren auf die Gesundheit erforscht werden. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Mittel und Methoden medizinischer Untersuchungen bedeutend erweitert. Dies betrifft sowohl physische Faktoren wie Knochen- oder Muskelschwund sowie Veränderungen im Herz-Kreislauf-System als auch Auswirkungen auf die Psyche. 
<br>
Vonseiten der NASA ist offenbar Peggy Whitson als erste Langzeitastronautin vorgesehen. Möglich wären danach aber auch weitere Jahresaufenthalte. Allerdings wird zugleich betont, dass die normale Missionsdauer bei 6 Monaten oder darunter bleibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die geplante Jahresmission werden zwei Kurzzeitplätze auf einer Sojus-Mission frei. Da die Raumschiffe des Sojus-Typs eine garantierte Funktionsdauer von etwa 200 Tagen haben, müsste bei einer Jahresmission ein neues Schiff für die Langzeitflieger zur Station fliegen. Dabei würde aber lediglich ein Besatzungsmitglied dauerhaft ausgetauscht werden. Zwei Raumfahrer könnten nach einem Kurzzeitaufenthalt auf der ISS mit dem alten Raumschiff zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun kursieren Spekulationen, dass zumindest einer der beiden Plätze an einen Weltraumtouristen verkauft wird. Im Gespräch ist hier die britische Sopranistin und Schauspielerin Sarah Brightman. Verschiedentlich wird sogar berichtet, sie hätte bereits einen Platz für 51 Millionen US-Dollar gebucht. Eine offizielle Erklärung in Moskau wird für den 10. Oktober erwartet. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Jahrhundert der Raumfahrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-jahrhundert-der-raumfahrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Aug 2012 07:36:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35044</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum es im 21. Jahrhundert zum Aufbruch ins All kommen wird. Ein Essay von unserem Gastautor Detlef Köhler. Ein Beitrag von Raumfahrer.net Gastautor. Quelle: Detlef Köhler. Raumfahrt ist heute den meisten Menschen ein Begriff. Viele können zumindest damit assoziieren, dass Wettervorhersagen, Fernsehempfang, die Zielführung per Navigationsgerät oder das Telefongespräch aus dem Urlaub über Kontinente hinweg [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-jahrhundert-der-raumfahrt/" data-wpel-link="internal">Das Jahrhundert der Raumfahrt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Warum es im 21. Jahrhundert zum Aufbruch ins All kommen wird. Ein Essay von unserem Gastautor Detlef Köhler.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Raumfahrer.net Gastautor. Quelle: Detlef Köhler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrt ist heute den meisten Menschen ein Begriff. Viele können zumindest damit assoziieren, dass Wettervorhersagen, Fernsehempfang, die Zielführung per Navigationsgerät oder das Telefongespräch aus dem Urlaub über Kontinente hinweg auch damit zu tun haben müssen, dass &#8222;weit oben im Weltraum&#8220; etwas kreist, das uns bei all diesen Dingen behilflich ist. Dass wir dort etwas stationiert haben, welches uns – ohne dass wir davon groß Notiz nehmen – das Leben allgemein erleichtert und die Lebensqualität erhöht. Selbst das mittlerweile allgegenwärtige weltumspannende Internet wäre heute ohne stabile Satellitenverbindungen nicht mehr realisierbar (Unterseekabel sind dafür nicht mehr ausreichend). 
<br>
Doch was hat das alles wirklich mit Raumfahrt zu tun? In der nominellen Bedeutung des Wortes? Genau genommen eigentlichen recht wenig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das? Wo wir doch jedes Jahr allein in Europa mehr als 2 Milliarden Euro im Budget der europäischen Raumfahrtorganisation ESA dafür ausgeben! Wo doch selbst Staaten wie Brasilien, Indien, Korea, Japan oder China ähnlich große Summen dafür aufwenden, Raketen zu starten, Satelliten im Orbit zu platzieren und Taikonauten ins All zu schicken. Wo es doch sogar eine weltweit einmalige Kooperation im Orbit gibt, die dort oben eine Struktur geschaffen hat, welche als ständig bemannter Außenposten der Menschheit im Weltraum dient: ISS – die internationale Raumstation! Deren erfolgreicher Betrieb über Jahre und bald auch Jahrzehnte überdies allen zeigt, dass es durchaus möglich ist, weltweit friedlich über Kulturkreise hinweg zusammenzuarbeiten. Auf der ISS arbeiteten und arbeiten Astronauten aus mehr als 15 Ländern unseres Planeten und leisten dort wichtige Grundlagenforschung. Sie beantworten damit Fragen wie diese:Wie vertragen wir Schwerelosigkeit? Kurzzeitig sehr gut (da macht sie sogar Spaß!), längerfristig jedoch überhaupt nicht. Wie können wir dort oben autark überleben? Da gibt es trotz der widrigen Bedingungen des Weltraum mittlerweile viele Möglichkeiten. Das Wichtigste bei der Arbeit der Astronauten ist jedoch die Forschung an Experimenten, die uns neue Materialien, neue Medikamente oder neue Technologien ermöglichen, welche man nur im Zustand der Mikogravitation entwickeln und testen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_small_1.jpg" alt="Detlef Köhler, WeltraumTouristik.de, 2012" width="368" height="239"/></a><figcaption>
Start zur ISS &#8211; ATV3 Eduardo Amaldi am 23. März 2012 kurz vor dem Abheben. 
<br>
(Bild: Detlef Köhler, WeltraumTouristik.de, 2012)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass bei all dieser und ähnlicher Forschung in den mehr als 50 Jahren menschlicher Präsenz im Orbit der Erde mittlerweile für jeden von uns ein erheblicher Nutzen entstanden ist, dem wir sogar viele Dinge des Alltags verdanken, sei nur am Rande erwähnt. Hier einige Beispiele von Produkten, die es ohne die bemannte Raumfahrt vermutlich so nicht geben würde: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Taschenrechner, Klettverschluss, Mobiltelefon, Satellitenfernsehen, Radialreifen (hat heute praktisch jedes Auto), Akkuschrauber, gefriergetrocknete Nahrungsmittel (z.B. 5-Minuten-Terrine), Quarzuhren, Solarzellen (Stromerzeugung), Brennstoffzellen, Satellitenbilder (z.B. GoogleEarth, WorldWind), verspiegelte Sonnenbrillen, weltweite Wettervorhersagen (Urlaubswetter), Rauchmelder, flexible Brillengestelle (Memorylegierungen), Behandlung des Augeninnendrucks (entwickelt auf einer Raumstation), Nierensteinzertrümmerer (ohne OP), schussfeste Sicherheitswesten (aus Kevlar), Superkacheln (bis 2700 °C, z.B. für Bremsscheiben im ICE), Aerogel (z.B. für Expeditionskleidung bis -50 °C), Pit-Stop-Anzüge (Hitzeschutzanzüge), Hochdrucktanks (aus unbrennbaren Nomex für die Gasversorgung). Alle diese Dinge wurden zuerst für die Raumfahrt entwickelt und haben danach in unseren Alltag Einzug gehalten. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen und unsere in die Raumfahrt investierten Steuergelder haben sich demzufolge gut amortisiert &#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch ist das, was wir gerade auf der ISS betreiben oder das, was die Chinesen heute in ihrer eigenen Raumstation Tiangong machen, zwar sehr wichtig im Hinblick auf die prinzipiellen Lebensmöglichkeiten im Weltraum – aber keine Raumfahrt im eigentlichen Sinne des Wortes. Denn es findet alles nur im Orbit der Erde statt. Auch wenn dafür oft – um den Nutzen besser heraus zu stellen – der Terminus &#8222;Raumfahrt für die Erde&#8220; verwendet wird. Denn echte bemannte Raumfahrt hat bisher nur sehr wenig stattgefunden: 9 Expeditionen vor mehr als 40 Jahren – als Menschen zum Mond geflogen sind. Denn nur auf diesen Flügen haben wir uns bisher so weit in den eigentlichen Weltraum hinaus gewagt, dass man es Raumfahrt nennen könnte. Alle anderen lediglich auf den Orbit der Erde beschränkten Flüge verdienen die Bezeichnung Raumfahrt eigentlich nicht, weil es mit Exploration des Weltraums wenig zu tun hat. Das wäre etwa so, als würde man die ersten Flugversuche Lilienthals im 19. Jahrhundert mit Luftfahrt gleichsetzen. Heute jedoch erreicht die Luftfahrt bis auf wenige Ausnahmen jeden Punkt der Erde. Raumfahrt verdient diese Bezeichnung als solche also erst dann, wenn wir viele entfernte Punkte im Weltraum erreichen – oder dazu zumindest technologisch in der Lage sind, also bei Bedarf einfach los fliegen könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Könnten wir das heute schon – und vor allem: Welchen Sinn sollte das haben? In ihren Anfängen und insbesondere zu Zeiten des kalten Krieges hatte die Raumfahrt vor allem einen Sinn: Militärische Nutzung. Ein wenig diente sie jedoch auch der Forschung und in diesem Zusammenhang zu einem gewissen Teil auch dem Prestige im Konkurrenzdenken der politischen Systeme von UdSSR und USA. Raketenbauer und Ingenieure durften gern ihre kühnen Pläne von Flügen zu Mond und Mars vorstellen und teilweise auch verwirklichen – wenn sich ihre Raketen gleichzeitig mit nuklearen Sprengköpfen bestücken ließen oder Aufklärungssatelliten in polare Orbits schießen konnten. So entstand der Wettlauf zum Mond und so entstanden die oben erwähnten 9 Expeditionen zum uns nächsten Himmelskörper, den bisher nur ganze 12 Menschen betreten haben – letztmalig 1972. Warum war seitdem niemand mehr dort? Warum gibt es gegenwärtig nur 2 Raumstationen (eine ziemlich große und eine sehr kleine) ganz nahe an der Erde? Warum haben sich all die hochfliegenden Vorhersagen aus den Anfangsjahren der Raumfahrt im 20. Jahrhundert nicht erfüllt (z.B. die der Besiedlung von Mond und Mars)? Weil es bis jetzt keine Notwendigkeit gab, weiter weg als in 400 km Höhe über die Erde zu fliegen. Denn was wir wissen wollen, kann man nach vorherrschender europäischer Forschungsdoktrin im Computerzeitalter doch problemlos mit Satelliten, ferngesteuerten Weltraumteleskopen und automatischen Raumsonden erforschen. Diese konnten ja wirklich auch vor allem in den letzten 20 Jahre eine aufsehenerregende Erfolgsbilanz vorweisen. Hier ein kleiner Abriss dessen, was wir ohne sie nicht wissen würden: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>wie die Rückseite des Mondes aussieht</li><li>dass es auf der Venus Schwefelsäure regnet und 460 °C heiß ist</li><li>dass der Mars Wasser hat (Leben?)</li><li>dass es auf dem Jupitermond Io tätige Vulkane gibt</li><li>dass der Jupitermond Europa einen Ozean unter seiner Eisdecke hat (Leben?)</li><li>dass es auf dem Saturnmond Titan Flüsse und Seen aus Methan gibt (Leben?)</li><li>dass es mehr als 800 extrasolare Planeten gibt (darunter mindestens drei mal eine &#8222;zweite Erde&#8220;</li><li>dass uns relativ viele Asteroiden gefährlich werden könnten</li><li>das die Strahlung unserer Sonne nicht konstant ist</li><li>dass es gefährliche Gammastrahlenblitze aus den Tiefen des Alls gibt</li><li>wie alt das Weltall ist (knapp 14 Milliarden Jahre)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">All diese Erkenntnisse verdanken wir der bisherigen Exploration des Alls mit Teleskopen im Weltraum (z.B. Hubble, Corot, Kepler, Herschel, Planck), Raumsonden und Landern (z.B. Venera, Opportunity, Mars Express, Galileo, Huygens, Stereo) und nicht zuletzt auch der Tätigkeit von Astronauten (auf Mondlandungen und in Raumstationen). Die weitestgehend automatisierte ferngesteuerte Raumfahrt mit Automaten hat unser Weltbild in den letzten 50 Jahren nahezu auf den Kopf gestellt! Auch hier wurden die Steuergelder also gut eingesetzt. Außerdem wird weltweit weiter an Raumsonden und Weltraumteleskopen geplant und gebaut – warum sollten dann überhaupt noch Menschen ins All fliegen? Warum etwas tun, das ohnehin sündhaft teuer ist und die Steuerzahler Milliarden kostet, welche man doch sicher besser &#8222;anlegen&#8220; könnte?</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_small_2.jpg" alt="NASA/SpaceX, 2012" width="322" height="222"/></a><figcaption>
Ein Meilenstein zum neuen Aufbruch ins All &#8211; der erste Flug des privaten Unternehmens SpaceX zur ISS. 
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(Bild: NASA/SpaceX, 2012)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weil es ganz anders kommen wird, als es im 20. Jahrhundert vorhersehbar war oder wie es die heutigen politischen Doktrinen erlauben. Denn die entscheidende Wende bei der Exploration des Weltalls erleben wir gerade jetzt: Raumfahrt im 21. Jahrhundert wird demnächst weniger von Staaten, sondern mehr von privaten Unternehmen betrieben! Dass dies dann auch noch wesentlich effizienter und preiswerter geht, hat z.B. die Firma SpaceX unlängst bewiesen. Sie haben beim Flug ihrer Dragon-Kapsel zur ISS den orbitalen Kilopreis nahezu um den Faktor 10 gesenkt und er wird weiter fallen, wenn die Raumfahrt nicht mehr ausschließlich aus Steuermitteln finanziert wird und davon nicht auch noch ihr heute gewachsener bürokratischer &#8222;Wasserkopf&#8220; mit ernährt werden muss. Unternehmen wie SpaceX, Bigelow Aerospace, XCOR, Blue Origin oder Planetary Resources werden die Raumfahrt zu neuen Zielen führen. Stichworte dafür sind beispielsweise Bergbau auf dem Mond und auf Planetoiden, solare Orbitalkraftwerke oder der gerade beginnende Weltraumtourismus. Es sind ökonomische und ökologische Notwendigkeiten, die uns ins All treiben werden! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn z.B. weiterhin in Zukunft dann 9 Milliarden Menschen alle zwei Jahre ein neues Mobiltelefon oder einen neuen Tablet-PC haben möchten, werden die Vorräte an seltenen Erden schnell erschöpft sein – auf der Erde. Nicht jedoch auf tausenden für das Astromining in Frage kommenden Planetoiden und Asteroiden. Zwar wird Recycling zukünftig eine bedeutendere Rolle spielen – den weltweiten Bedarf aber letztlich nicht decken können. Das betrifft auch andere Materialien, die wir z.B. für Solarzellen oder die Akkus von Elektrofahrzeugen benötigen. Selbst Kupfer wird knapp – vom Öl ganz zu schweigen. Wirtschaftliches Wachstum ohne eine extensive Nutzung der unerschöpflichen Vorräte an Rohstoffen aller Art im Weltall – in Zukunft kaum vorstellbar. Um sie zu nutzen, werden noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts Tiefraum-Expeditionen starten – privat finanziert und ausgerüstet. Bei diesen Vorstößen ins Sonnensystem wird natürlich auch ein großer Teil nützliche Forschung &#8222;abfallen&#8220; und der Erkenntnisgewinn über das solare System enorm sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erkenntnis, dass der Mensch dabei letztlich vor Ort auf dem Mond oder den auszubeutenden Planetoiden unabdingbar ist, wird sich auch dabei schon sehr bald durchsetzen. Ein Beispiel: Schon jetzt ist klar geworden, dass die Forschungsergebnisse, die wir den Marsrovern Spirit und Opportunity zu verdanken haben, zwar wirklich bahnbrechend sind – aber es vergleichsweise ewig gedauert hat, bis man sie gewonnen hatte (nämlich mehr als 5 Jahre). Ein Mensch vor Ort auf dem Mars hätte die gleichen Experimente und Untersuchungen so ziemlich genau in einem halben Tag vornehmen und seine Schlussfolgerungen daraus ziehen können. Dass sich Wirtschaftsunternehmen bei der Exploration des Alls deshalb ausschließlich auf die vergleichsweise ewig dauernde jahrelange Untersuchung eines Planetoiden mit automatischen Sonden verlassen werden, ist unwahrscheinlich – denn hier gilt das Gesetz time is money. Außerdem ist der Mensch nach wie vor jeder noch so gut programmierten Software oder jedem ausgeklügelten Expertensystem an Bord eines automatischen Raumflugkörpers in Flexibilität, Intuition und vor allem seiner Neugier überlegen und deshalb unersetzbar. Das wissen private Raumfahrtunternehmen sehr genau. Alles Gegenteilige, das z.B. gern politische Vertreter staatlicher Raumfahrtagenturen zu diesem Thema kommunizieren, sind lediglich Bedenkenträgerargumente. Denn der Mensch im All ist der allerbeste Explorer, den es gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn irgendwann in diesem Jahrhundert dann die ersten extraterrestrischen Basen auf dem Mond, dem Mars oder einem auszubeutenden Planetoiden errichtet worden sind, kommt das einer Besiedlung des Weltraums gleich. Die Raumfahrt macht dann ihrem Namen auch endlich alle Ehre. Denn es wird in jedem Fall wirtschaftlicher sein, wenn die Raumfahrer nicht wieder zur Erde zurück kehren. Das wird maximal im Einzelfall so sein und es werden deshalb an vielen Punkten im Sonnensystem menschliche Niederlassungen entstehen. Dass dies auch technisch im Bereich des Machbaren liegt, ist bereits jetzt erkennbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 21. Jahrhundert wird sich die Antriebstechnologie von Raumflugkörpern weiter weg bewegen von rein chemisch-thermischen Raketen hin zu alternativen Antriebssystemen wie Ionenantrieb, solaren Segeln, Lasersegeln oder vielleicht sogar neuartigen nuklearen Triebwerken. Diese sind im Weltraum einfacher und vor allem ungefährlicher zu realisieren als z.B. ein Fusionsreaktor auf der Erde. Dann schmelzen die langen Reisezeiten, die bisher durch energiesparende Hohmannbahnen und jahrelange Swing-bys an anderen Himmelskörpern diktiert werden, von Monaten und Jahren auf Tage und Wochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch alle mit einem permanenten Aufenthalt des Menschen im All einher gehenden Gefahren sind heute bereits beherrschbar. An dieser Stelle nur kurz drei Beispiele: Die gefürchteten Phasen langer Schwerelosigkeit (auf monate- oder jahrelangen Raumflügen durch das Sonnensystem) wird man durch eine simple Konstruktion umgehen: Zwei redundante Raumschiffe werden – verbunden durch ein mehrere Kilometer langes Seil aus Kohlenstoffnanoröhren – gemeinsam auf die Reise geschickt. Das System wird in Drehung versetzt, so dass durch die Fliehkraft an Bord Schwerkraftersatz entsteht. Die Rotationsfrequenz wird so gewählt, dass die Astronauten genau 1G (wie auf der Erde) verspüren. Medizinische Probleme der Schwerelosigkeit? Nicht mehr existent (an Seilen aus Kohlenstoffnanoröhren wird bereits erfolgreich geforscht). Ein anderes existenzielles Problem ist die notwendige autarke Versorgung der Raumfahrer. Dies ist dank der Grundlagenforschung, die man z.B. auf der ISS betreibt, in greifbare Nähe gerückt. Man weiß mittlerweile, wie man Tomaten unter Weltraumbedingungen wachsen lassen kann, dass man Blüten am besten durch Hummeln bestäuben lässt, wie man Wasser komplett recycelt oder Luft regeneriert – all das auch so, dass sich damit Monate oder gar Jahre autark überbrücken lassen. Ein weiteres existenzielles Problem sind die kosmische Strahlung und solare Eruptionen, vor denen uns hier am Boden unsere Erdatmosphäre schützt. Um die Raumfahrer im All davor zu schützen, wird man sich auf fremden Himmelskörpern einfach in simpler Weise in den Boden eingraben und beim Flug dorthin aufblasbare und mit Wasser befüllbare Schiffsmodule und Schutzräume mit sich führen. Das löst gleich mehrere Probleme: Wasser benötigt jeder Mensch und es isoliert gut gegen die Strahlung. Bigelow Aerospace führt mit seinen aufblasbaren Raumstationsmodulen (Genesis) gerade vor, wie man so etwas auch kostengünstig bauen kann. Die aufblasbaren Module sollen übrigens zuerst touristischen Zwecken dienen. In einem Orbitalhotel aus solchen Modulen können demnächst Weltraumtouristen eine Woche im Orbit die Schönheit unseres Heimatplaneten genießen. Weltraumtourismus? Im 20. Jahrhundert oder mit staatlich organisierter Raumfahrt undenkbar – demnächst auf privater Basis vermutlich eines der Erfolgsmodelle für einen neuen Aufbruch ins All im Jahrhundert der Raumfahrt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_small_3.jpg" alt="NASA/SpaceX, 2012" width="324" height="156"/></a><figcaption>
Raumfahrt macht stolz &#8211; Begeisterung bei SpaceX über die erfolgreiche Dragon-Mission. 
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(Bild: NASA/SpaceX, 2012)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es in unserem 21. Jahrhundert zur Ausbreitung unserer Spezies ins Weltall letztlich keine Alternative gibt, wird auch aus anderen Überlegungen deutlich. Denn bei 9 Milliarden Menschen werden 2050 für jeden nicht einmal mehr 8000 m² der gesamten Landfläche der Erde übrig bleiben (wenn man unproduktive Gegenden wie Wüsten, Hochgebirge und Eisfelder subtrahiert). Offenbar hat das noch niemand ernsthaft berechnet. Denn es ist ziemlich wenig, um es für jeden einzelnen mit Feld, Haus und Weg zu bebauen und sich dabei nicht gegenseitig auf die Nerven zu gehen! Dass dann irgendwann im Verlaufe des Jahrhunderts auch die Grenzen unseres wirtschaftlichen Wachstums erreicht sind, ist bei der gegenwärtigen Bevölkerungsexplosion bei den vorhandenen endlichen irdischen Ressourcen eine logische Konsequenz. Inder, Chinesen, Japaner, Koreaner und sogar die Brasilianer haben das offenbar längst begriffen. Denn sie alle betreiben ambitionierte und durchaus kostenintensive steuerfinanzierte Programme, um Menschen ins All zu schicken und letztlich irgendwann da draußen zu siedeln. Sie haben dabei – für uns in Europa kaum nachvollziehbar – ihre Bevölkerung zum Großteil hinter sich. Weil Raumfahrt eben mehr ist, als eine Kosten-Nutzen-Rechnung: Sie befriedigt die menschliche Neugier, schafft Pioniergeist und Aufbruchstimmung, kann die Jugend wieder für etwas begeistern und macht wohl auch ein wenig stolz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was haben wir davon in Europa noch? Was ist davon in den USA nach der Apollo- und Shuttle-Ära geblieben? Allen pessimistischen Aussagen zum Trotz gibt es neben den wirtschaftlichen Faktoren noch eine ganz andere Triebkraft, welche die Gegner und Bedenkenträger der bemannten Raumfahrt völlig ignorieren: Die der menschlichen Neugier, der Drang nach Exploration und Besiedlung ferner Küsten. So, wie dies bereits vor Jahrtausenden Phönizier, Griechen und Römer getan haben, so, wie die USA und andere Länder Amerikas entstanden sind – so wird es sich aus genau diesem Grund auch im Sonnensystem und – vielleicht schon gegen Ende des Jahrhunderts der Raumfahrt mit Hilfe der ersten Generationsschiffe – auch interstellar wiederholen. Unsere heutige, hoch entwickelte europäische Zivilisation verdanken wir auch dem Wagemut und der Neugier der alten Seefahrer. Weil unsere antiken Vorfahren lieber Galeeren zum Erkunden statt Papierschiffchen zum Spielen gebaut haben. Weil sie die Gründung von Städten in fremden Ländern dem Bau kleiner Sandburgen am heimatlichen Strand vorzogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So wie damals gab es zu jeder Zeit Menschen, die aus Neugier aufgebrochen sind, die Kolonien gründeten, die ihre Ersparnisse für einen Neuanfang geopfert haben (z.B. bei der Besiedlung des amerikanischen Kontinents). Solche Menschen wird es auch in Zukunft geben. Menschen, die einfach nur neu anfangen wollen, sei es allein oder in Gruppen, Menschen, die vielleicht einfach nur eine neue Politik oder echte Demokratie abseits der auf der Erde eingetretenen Pfade wollen – all dies wird letztlich im Weltraum viel einfacher möglich werden und ein Auslöser zum dortigen Siedeln sein. Autarke Kolonien inklusive. Alle pessimistischen Prognosen – dass wir die Erde niemals verlassen werden oder maximal Nadelstiche in den Kosmos vornehmen werden – führen sich allein schon aus diesem einen Argument ad absurdum. Und auch die ganzen technischen Argumente, dass es niemals möglich sein wird, sind bereits aus heutiger Sicht unsinnig – selbst dann, wenn wir gegenwärtig über die notwendigen Technologien noch nicht verfügen oder sie uns gar nicht vorstellen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass wir sie uns nicht vorstellen können und Neues deshalb aus pessimistischer Sichtweise nicht sein kann, kennen wir aus allen vergangenen Zeiten. Unkenrufe wie der über die unsinnig teure oder nicht verwirklichbare echte Raumfahrt gab es seit Anbeginn der Industriegesellschaft und die vorschnellen Antworten waren immer die gleichen: UNMÖGLICH! Der Mensch könne unmöglich fliegen! Doch Lilienthal und die Gebrüder Wright flogen. Heute fliegen wir alle – in den Urlaub, zu Geschäftsterminen oder einfach nur so aus Spaß&#8230; Den Atlantik könne man unmöglich mit einem Flugzeug bezwingen! Doch die Mehrzahl von denen, die bereits in Amerika waren, sind dort sicher nicht mit dem Schiff angekommen&#8230; Auch vor Gagarins erstem Raumflug hieß es: Unmöglich, der Mensch wird sterben im All. Gagarin starb – aber nicht wegen seines Raumflugs. Mittlerweile waren etwa 500 Menschen im Weltraum. Gut – aber interstellare Reisen sind wirklich unmöglich. Viel zu groß die Entfernungen, viel zu hoch der Energieaufwand und unmöglich, dass man die Menschen im leeren interstellarem Raum so lange am Leben erhalten kann. Nun ja – was all die Pessimisten auch hier ignorieren, ist etwas ganz Profanes: Sie sind ihrer eigenen beschränkten Denkweise erlegen, die nur das als gegeben hinnimmt, was heute existiert. Ihre Analysen berücksichtigen weder die rasante technologische Entwicklung im 21. Jahrhundert noch die neuesten Erkenntnisse aus Astronomie, Physik und Technologie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der interstellare Raum nicht leer ist und sich vielleicht sogar zur Treibstoff- und Energiegewinnung nutzen lässt (z.B. mit dem Konzept eines Bussardkollektors) oder dass demnächst im LHC vielleicht wirklich so etwas wie SF-Technologie, z.B. ein &#8222;Antimateriekatalysator&#8220;, entdeckt werden könnte, übersteigt ihre Vorstellungskraft. Doch das muss an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden, denn Pessimisten haben noch niemals zum Fortschritt beigetragen. Dies gelang immer nur den &#8222;Spinnern&#8220;, den &#8222;Verrückten&#8220;, den Neugierigen und Enthusiasten. Sie waren und sind die eigentlichen Pioniere. Sie bringen den Fortschritt zum Wohle der Menschheit voran und werden unser Jahrhundert zum Jahrhundert der Raumfahrt machen – und irgendwann auch zu nahen und weiter entfernten Sonnen und ihren Planetensystemen aufbrechen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt darüber hinaus noch weitere Notwendigkeiten, die einen neuen Aufbruch ins All erfordern. Neben den wirtschaftlichen und ideellen Gründen ist da in erster Linie die Gefahrenabwehr zu nennen. Wie? Gefahren – etwa vor kriegerischen ETs? Nein – es sind ganz reale Gefahren, auf die wir erst in den letzten Jahren u.a. dank Erkundungen von Raumsonden und Satelliten richtig aufmerksam geworden sind. Es geht um die reale Gefahr des Einschlags von Asteroiden und Kometen auf unserem Planeten. Dass dies verheerende Auswirkungen inklusive dem Tod allen Lebens auf der Erde haben kann, wissen wir bereits seit dem Nachweis des &#8222;Dinosaurierimpakts&#8220; am Ende der Kreidezeit vor ca. 65 Millionen Jahren. Dass uns jedoch auch wesentlich kleinere Himmelskörper als der damalige Xixulub-Asteroid (ca. 10 km Durchmesser) gefährlich werden können, wissen wir erst seit kurzem. Dass es dabei einige Hundert potenzielle Einschlagskandidaten gibt, sogenannte NEOs (Near Earth Objects), von denen wir nicht einmal die genauen Bahndaten kennen, ist durchaus beunruhigend. Für einige davon – z.B. die Asteroiden Apophis oder 2011AG5 – bestehen relativ hohe Wahrscheinlichkeiten für eine Kollision mit der Erde noch in unserem Jahrhundert (für Apophis 2036 z.B. ~0,001% – klingt wenig, ist jedoch potentiell gefährlich). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir also das Schicksal der Dinosaurier (und aller anderen mit ihnen untergegangenen Spezies) nicht teilen wollen, müssen wir einerseits die Beobachtung der NEOs forcieren sowie weltweit geeignete Abwehrmaßnahmen koordinieren, die allesamt ohne Raumfahrt und Raumfahrer vor Ort kaum denkbar sind. Da es dabei um die Menschheit als Ganzes geht, sollte diese Aufgabe bei der UN oder der UNESCO angesiedelt sein. Doch dazu bisher leider Fehlanzeige. Lediglich partielle Initiativen – staatlich gelenkt durch ESA und NASA sowie zwei private (Sentinel und Planetary Society) beschäftigen sich zur Zeit mit der Erkennung potentieller Impaktoren und deren Abwehrmöglichkeit. &#8222;Hätten die Dinosaurier ein Raumfahrtprogramm gehabt, wären sie nicht ausgestorben.&#8220; – dieser bekannten Aussage des Astronoms Carl Sagan ist nichts hinzuzufügen. Wenn es dann soweit ist in den nächsten Jahrzehnten, wenn unser extensiver Drang keinen Platz mehr findet auf der Erde – wo sollen wir dann siedeln dort draußen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes bietet sich natürlich der kosmisch relativ nahe Mond an. Dort werden – vermutlich im Schutz der Schattenlage und unter der Annahme von vorhandenen Ressourcen aus Wassereis – an den Polen die ersten Basen entstehen. Dank der von Stephen Ashworth (Oxford) als Selenopolis vorgeschlagenen Pendelstation könnte eine gut geschützte zwischen Erde und Mond permanent hin und her pendelnde Raumstationen das Problem des Strahlenschutzes, der gigantischen Kosten und des regulären Mondtransportes lösen. Treibstoffe und Wasser können aus erdnahen Asteroiden gewonnen und himmelsmechanisch relativ leicht zu dieser Pendelstation gebracht werden. Mit einer solchen Pendelstation bietet sich somit ein reger Raumflugverkehr im monatlichen Turnus zum Mond an. Die Pendelstation müsste dafür nicht einmal die Größe der heutigen ISS haben – könnte also durchaus privat finanziert werden. Falls China als raumfahrender Staat das Projekt nicht allein und als erster verwirklicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sind die Menschen erst einmal wieder auf dem Mond, ermöglicht das ganz andere, ungeahnte Perspektiven: Raumschiffe könnten dort am Fließband gebaut und auf Grund der fehlenden Atmosphäre und der geringen Fluchtgeschwindigkeit einfach per elektrischem Katapult in die Tiefe des Raumes gestartet werden. Ein solches Verfahren mit Startanlagen in Form eines ca. 98 km langen Linearmotors im Mare Crisium (berechnet für konstante 3G Beschleunigung) wird die Kosten für bemannte Raumflüge weiter drastisch senken und die Exploration des gesamten Sonnensystems ermöglichen. Denn die Energie für eine solche Startanlage in Transrapidtechnologie kommt dann direkt aus lunaren Solarzellen mit einer Effizienz, von der wir heute noch träumen. Das erste lunare Kosmodrom dieser Art ist bereits in wenigen Jahrzehnten denkbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wohin fliegt man dann als nächstes? Diese Frage stellt sich eigentlich nicht mehr, denn es wird eine große Zahl von Zielen geben, die mehr oder weniger gleichzeitig angesteuert werden können. Ob dann der Mars wirklich der 2. von Menschen betretene Himmelskörper wird oder ob ihm ein Asteroid diesen Rang streitig macht, sei dahin gestellt. Beides werden im 21. Jahrhundert Ziele sein für Forschung, Exploration und extensive Erweiterung der menschlichen Einflusszone. Selbst zur unwirtlich heißen Venus könnte man fliegen und im Bedarfsfall dort siedeln. Bei 20 °C und 1.000 hPa Druck (wie zu Hause) würde dies in 50 km Höhe in schwebenden Ballonstädten möglich sein. Die wären dank der dichten Venusatmosphäre wesentlich einfacher zu bauen als Luftschiffe auf der Erde. Aber halt – auf der Venus fehlen Sauerstoff und Wasser! Doch das dürfte bei dem Überangebot an Solarenergie dort kein Problem sein. Man kann Wasser durch chemische und elektrolytische Prozesse direkt aus den Wolkenbestandteilen gewinnen und mit Hilfe von Solarstrom zu Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Die zukünftigen Astronauten an Bord der Ballonsiedlungen auf der Venus werden erfinderisch sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08082012093641_small_4.jpg" alt="NASA/SpaceX, 2012" width="340" height="212"/></a><figcaption>
Ein Sinnbild &#8211; das Modell einer Ariane 5 zeigt auf spätere Ziele &#8211; Venus und Jupiter, über dem CSG in Kourou. 
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(Bild: Detlef Köhler, WeltraumTouristik.de, 2012)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie ist es mit den Regionen des ewigen Eises jenseits der Marsbahn? Wo zwar die Riesenplaneten Jupiter und Saturn mit ihrem ganzen Zoo von Monden, aber vor allem auch Kälte und Dunkelheit warten? Beides Dinge, die wir gar nicht gern mögen und Menschen nicht gerade anlocken, weil man zum Überleben ja irgendwie Energie, Nahrungsmittel, Wasser und Licht braucht. Nun – all das gibt es dort draußen in Massen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Saturnmond Titan wurden durch den Lander Huygens nicht nur Methan, Ethen und andere Kohlenwasserstoffverbindungen nachgewiesen, die auf dessen Oberfläche bei -178 °C sogar Flüsse und Seen bilden – aus heutiger Sicht ein absolutes Treibstoffparadies, wo sich überdies vielleicht sogar eigene Lebensformen tummeln könnten! Es gelang darüber hinaus mit Hilfe der Raumsonde Cassini kürzlich sogar, Beweise für die Existenz eines ca. 50 km mächtigen globalen unterirdischen Ozeans aus Wasser zu finden! Dieses Wasser stellt ein ähnlich riesiges Reservoir dar wie die irdischen Ozeane und lädt mit den zahlreichen organischen Verbindungen und der stickstoffhaltigen dichten Atmosphäre förmlich zum Siedeln auf Titan ein. Energie muss dort also nicht zwangsläufig aus Sonnenenergie gewonnen werden. Man kann auf viele andere natürliche Quellen der Titanchemie zurück greifen und damit wahrscheinlich dann sogar noch die äußeren Bereiche des Sonnensystems mit Treibstoffen, Nahrungsmitteln und anderen Produkten beliefern. Auf dem kalten Titan könnte so in der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts eine warme prosperierende menschliche Kolonie entstehen. Ähnlich verhält es sich auf anderen Monden der Riesenplaneten. Auf Enceladus beispielsweise (ein weiterer, aber sehr kleiner Saturnmond) jagt ein Geysir den nächsten – sie speien mit organischen Verbindungen angereichertes warmes Wasser, das durch tektonische Vorgänge aus unterirdischen Reservoirs empor gedrückt wird! Zugegeben – man kann darin nicht einfach baden, weil die Luft fehlt. Doch Energie, Wasser und Kohlenstoffverbindungen sind auch dort im Überfluss vorhanden und laden ein, eine Raumbasis auf Enceladus zu gründen. Gleiches gilt für die beiden Jupitermonde Europa und Io. Während man auf ersterem unter seiner Eiskruste ebenfalls einen globalen flüssigen Ozean aus Salzwasser vermutet, ließen sich zwischen den über 300 tätigen Vulkanen auf dem warmen Io geothermische Kraftwerke betreiben, von deren Effizienz wir hier auf der Erde nur träumen können! Die Beispiele ließen sich fortsetzen – selbst bei einigen natürlichen Satelliten der fernen Planten Uranus und Neptun. Allen diesen Monden ist gemeinsam, dass sie ausreichende Ressourcen zur Gründung menschlicher Basen bieten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich wird das Leben in solchen Außenposten und Raumkolonien dann gänzlich anders ablaufen als auf der Erde. Aber auch das war schon immer so – Koloniegründer haben zwar stets einen Teil ihrer Heimatkultur in die Ferne exportiert, ansonsten aber ihre eigenen Kulturen entwickelt. Was soll daran schlimm sein? Im Gegenteil – es wird die menschliche Vielfalt weiter bereichern. Auf den Monden der fernen Planeten mit ihren völlig anderen Umweltbedingungen und ihrer deutlich geringeren Gravitation wird sich dies sogar direkt biologisch auf die Nachkommen der Raumfahrer auswirken. Vermutlich werden sie größer als heute lebende Menschen sein und sich möglicherweise weiter oder anders entwickeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das trifft dann auch zu, wenn vielleicht gegen Ende des Jahrhunderts der Raumfahrt das erste Generationenschiff zu einer weiten, Jahrhunderte langen Reise zum – ja wohin eigentlich? – aufbricht. Das Ziel könnte natürlich ein lebensfreundlicher Planet eines anderen, nahen Sterns sein, den man im Verlaufe des 21. Jahrhunderts mit fortschreitender spektroskopischer Beobachtungstechnik aufgespürt hat. Wo man eine zweite Erde vermutet (derer ja mittlerweile bereits 3 in weiter Ferne entdeckt wurden – aber es gibt auch mögliche Kandidaten unter den Exoplaneten &#8222;in der Nähe&#8220;). Einen Planeten, den man dann – sofern er nicht bewohnt ist – in Besitz nehmen wird. Das es dabei auch aus heutiger Sicht schier unlösbare Probleme gibt (Dürfen wir das?) </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird uns die fremde Biosphäre nicht schlagartig umbringen? Oder bringen unsere eingeschleppten Bakterien der fremden Biosphäre den Tod?), dürfte klar sein. Aber dafür wird man Lösungen entwickeln. Im 14. Jahrhundert starb noch eine große Zahl von Menschen an Pest und Pocken. Im 20. Jahrhundert bereits nicht mehr – die Pocken gelangten unter Kontrolle der WHO. In späteren Jahrhunderten wird es eine universelle Immunisierung geben, die in beide Richtungen wirkt. Auch auf anderen Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch muss nicht unbedingt ein solch ferner Planet das Ziel sein. Da das &#8222;Schiff&#8220; ein gewaltiges, mehrere Kilometer großes, langsam rotierendes autarkes Habitat sein wird, dass seine eigene Schwerkraft durch Rotation erzeugt und sich auf seinem Weg durch die Oortsche Wolke von den dort vorhandenen Milliarden Kometen &#8222;ernährt&#8220;, kann es letztlich auch dort bleiben – wenn es seine Bewohner so wünschen oder es eine demokratische Abstimmung an Bord so festlegt (schließlich wurde es privat finanziert, die Plätze an Bord waren nicht billig und jede Stimme zählt). Genau so kann es aber sein, dass es zu einem interstellaren Langstreckenflug ans andere Ende der Galaxis aufbricht. Wer will sie aufhalten? Eine Rückkehr ist nicht vorgesehen und Flugzeit spielt in autarken Systemen ohnehin keine Rolle mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Interstellare Flüge? Ja, auch dass wird passieren – wir wissen nur nicht wann. Denn dazu bedarf es weder einer Science-Fiction-Technologie wie Warp oder Schwarzen Löchern. Es genügen dafür relativ langsam fliegende sogenannte Generationenraumschiffe, die als Antriebstechnologie z.B. große einfache solare Segel aus Mylarfolie nutzen könnten und auf denen sich die Raumfahrer an Bord fortpflanzen. Deren autarke Umwelt wird vielleicht 10.000 Menschen Platz bieten, denn diese Zahl ist ein mutmaßlicher Mindestwert für die Gewährleistung einer gesunden genetischen Durchmischung und den Erhalt der menschlichen Population über Jahrhunderte hinweg. Faszinierende Aussichten für die Raumfahrt! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Ausbreitung der Menschheit ins All ist nicht nur eine Notwendigkeit. Sie kann auch aus ganz anderen Gründen nur begrüßt werden: Es sichert der menschlichen Spezies letztlich das Überleben. Ganz gleich, ob wir uns auf der Erde im religiösen Wahn oder finanzieller Gier zu Grunde richten, ganz gleich, ob vielleicht doch ein Asteroid unsere Biosphäre und unsere Zivilisation auslöscht – viele der im Weltraum gegründeten Außenposten und Kolonien werden danach weiter existieren und unserer Art somit das Überleben garantieren. Und kosmisches Unheil kommt in jedem Fall: Schon in weniger als einer Milliarde Jahre wird sich die Strahlung unserer Sonne auf Grund der sich verändernden nuklearen Prozesse in ihrem Innern verstärken. Auf der Erde wird es dann unerträglich heiß und alle Ozeane werden verdampfen. Spätestens dann sind wir zum Auswandern in den Kosmos gezwungen. 4 Milliarde Jahre später wird sich unsere Sonne zu einem roten Riesenstern aufblähen und die Erde ganz verschlucken. Zeit also, heute schon den Aufbruch der Menschheit ins All vorzubereiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend noch ein Blick in die nähere Zukunft. Welchen Nutzen wird uns die Raumfahrt in den nächsten Jahren bieten? Eine kleine Aufstellung zur freudigen Erwartung, die jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2013: Galileo – ein europäisches und von den Militärs unabhängiges Navigationssystem mit Genauigkeiten im Zentimeterbereich! Zu spät abbiegen gehört dann endgültig der Vergangenheit an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2016: Suborbitale Interkontinentalflüge – dafür notwendige Hyperschallflugzeuge (suborbitale Raumschiffe) befinden sich in der Entwicklung. Als Tourist in einer Stunde nach Südafrika – noch in dieser Dekade machbar. Ab 2020: Weltraumtourismus für alle. Zum faszinierenden Kurztrip ins All? Die Schönheit unserer irdischen Heimat mit eigenen Augen aus dem Weltraum zu betrachten oder schwerelos zu schweben, sind tiefgreifende und prägende Erlebnisse. Warum sollen sie nur Astronauten vergönnt sein? Der Weltraum ist für alle da und die Raumschiffe bald startbereit. Auch wenn die Preise noch exorbitant hoch sind – das waren sie zu Anbeginn der Luftfahrt auch. Übermorgen vielleicht zur aufblasbaren Raumstation und später dann ins Mondhotel? Bereits mehr als 25 Unternehmen weltweit arbeiten daran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2025: Zum Mond und ab 2030 zum Mars. Auch wenn diesmal vielleicht ein Chinese der erste ist – der Mensch wird zum Mond zurück kehren und auch den Mars betreten. Zu verlockend sind die sich dort bietenden Möglichkeiten für Forschung, Rohstoffgewinnung und Exploration des Alls. Auch andere Himmelskörper warten auf uns: Bergbau auf Asteroiden, Ballonstädte auf der Venus und die Besiedlung der lunaren Welten von Jupiter und Saturn könnten zu Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – des Jahrhunderts der Raumfahrt – werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über den Essay können Sie bei uns diskutieren:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11200.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aufsatz: Das Jahrhundert der Raumfahrt &#8211; Kommentare und Meinungen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erstes Sojus-Mondticket verkauft?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erstes-sojus-mondticket-verkauft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 14:24:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Space Adventures, US-Vermarkter für sogenannte Touristenflüge mit russischen Sojus-Raumschiffen, hat offenbar einen ersten festen Kunden für einen Mondflug gefunden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASAwatch, CosmicLog. Vertont von Peter Rittinger. Gerüchteweise handelt es sich dabei um den 1954 geborenen kanadischen Filmregisseur James Cameron, der durch Filme wie Terminator I und II, Aliens, Abyss und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Space Adventures, US-Vermarkter für sogenannte Touristenflüge mit russischen Sojus-Raumschiffen, hat offenbar einen ersten festen Kunden für einen Mondflug gefunden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASAwatch, CosmicLog. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-06-09-75091.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062011162450_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07062011162450_small_1.jpg" alt="Grundmaterial: NASA, Montage: Raumfahrer.net" width="260"/></a><figcaption>
Sojus in Mondnähe 
<br>
(Bild: Grundmaterial: NASA, Montage: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerüchteweise handelt es sich dabei um den 1954 geborenen kanadischen Filmregisseur James Cameron, der durch Filme wie Terminator I und II, Aliens, Abyss und vor allem Avatar im Science-Fiction-Genre zu hause ist. Die Kosten für den Flug liegen bei 150 Millionen US-Dollar pro Teilnehmer, wobei ein zweiter gefunden werden muss, damit das Projekt realisierbar wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Sojus-Raumschiff wurde in der 1960er Jahren ursprünglich für Mondflüge entwickelt, später aber für Langzeitaufenthalte in Verbindung mit einer Raumstation modifiziert. In Verbindung mit einer speziellen Oberstufe, ließe es sich aber wieder für einen rund einwöchigen autonomen Flug umrüsten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Jahr 2000 nahm Cameron an einem medizinischen Eignungstest für Flüge zur russischen Raumstation Mir bzw. später zur ISS teil. Allerdings werden gegenwärtig alle zur Verfügung stehenden Plätze für die ISS-Stammbesatzungen benötigt. Ab 2013 könnten aber 5 Raumschiffe pro Jahr gebaut werden, wodurch eines für weitere Möglichkeiten zur Verfügung stünde. Der Mondflug, der eigentlich nur ein Flug im Erdorbit wäre, bei dem der erdfernste Punkt jenseits des Mondes läge, soll bis 2015 realisierbar sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr hatte James Cameron gemeinsam mit ein paar Freunden eine Serie von Parabelflügen in einem speziellen Flugzeug absolviert und sichtlich genossen. In einem Interview äußerte er, dass ein Raumflug für ihn mit einem besonderen Grund verbunden sein müsse: &#8222;Dieser könnte sein, einen besonderen Film, speziell in 3D zu drehen, der eine bedeutungsvolle Botschaft für einige Menschen wäre.&#8220; </p>
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			</item>
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		<title>Expedition 21</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-21/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 22:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 21 Autor: Günther Glatzel &#38; Thomas Weyrauch &#38; Thomas Pallmann. Jeffrey Williams und Maxim Surajew lösten Gennadi Padalka und Michael Barratt als Mitglieder der Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ab. Sie koppelten am 2. Oktober mit ihrem Raumschiff Sojus-TMA 16, gegen 8:35 Uhr UTC am Heck der Station an. Zur Sojus-Crew gehörte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 21</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a> &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a> &amp; <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallmann</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss21-msrr.jpg" alt="" width="213" height="365"/><figcaption>Material Science Research Rack 1 (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-21.png" alt="" width="260" height="279"/><figcaption>Beginn:  11. Oktober 2009<br>Ende:  1. Dezember 2009<br>Dauer:  52 Tage<br><br>Besatzungsmitglieder</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jeffrey Williams und Maxim Surajew lösten Gennadi Padalka und Michael Barratt als Mitglieder der Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ab. Sie koppelten am 2. Oktober mit ihrem Raumschiff <em>Sojus-TMA 16</em>, gegen 8:35 Uhr UTC am Heck der Station an. Zur Sojus-Crew gehörte auch der kanadische Weltraumtourist Guy Laliberté.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Kopplung und Willkommenszeremonie nahmen alle neun an Bord befindlichen Raumfahrer an einer Live-Übertragung teil, bei der Fragen verschiedener Personen auf der Erde beantwortet wurden. Anschließend ging man gemeinsam an die Arbeit. Während sich Williams und Surajew mit den Gegebenheiten an Bord der <em>ISS</em> vertraut machten, bereiteten sich Padalka und Barratt auf ihre Rückkehr zur Erde vor. Mit an Bord von <em>Sojus-TMA-14</em> war dann auch Guy Laliberté, der bis dahin seinen exklusiven Aufenthalt in 430 Kilometern Höhe genoss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In die Expedition 21 wurden aus der bisherigen Crew Frank de Winne, Nicole Stott, Robert Thirsk und Roman Romanjenko übernommen. De Winne war bis zu seiner Rückkehr zur Erde im November Kommandant der <em>ISS</em>, eine Prämiere für die europäische Raumfahrtorganisation ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-21-crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec-21-crew.jpg" alt="" width="274" height="219"/></a><figcaption>v.l. Maxim Surajew, Nicole Stott, Jeffrey Williams, Frank De Winne, Robert Thirsk, Roman Romanjenko<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Aufgaben der gesamten Besatzung waren das Entladen des <em>HTV</em>, die Vorbereitung einiger neuer Experimente, die Installation weiterer Hardware, die mit Shuttle oder <em>HTV</em> eingetroffen war, die Betreuung laufender Experimente sowie die vielen Routinearbeiten, die für den Betrieb der Station erforderlich sind. So wurde beispielsweise das zweite Laufband (COLBERT) zusammengebaut und auf seinen turnusmäßigen Einsatz vorbereitet sowie neue Hardware in der Microgravity Science Glovebox im ESA-Labor <em>Columbus </em>installiert und getestet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Oktober hatte der Flug des kanadischen Multimillionärs Guy Laliberté seinen Höhepunkt. In einer etwa zweistündigen Show aus dem Orbit und von verschiedenen Stellen der Erde wurde das Problem der Wasserverschwendung thematisiert. Laliberté, Shakira, U2-Sänger Bono und der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore waren prominente Unterstützer einer Kampagne der 2007 gegründeten One Drop Foundation. Am Abend übergab Gennadi Padalka offiziell das Kommando über die Internationale Raumstation an Frank de Winne. Anschließend begaben sich Padalka, Barratt und Laliberté in ihr Raumschiff und verschlossen die Luken. Nach der Überprüfung der Dichtheit legte <em>Sojus-TMA 14</em> gegen 1:07 Uhr UTC von der Station ab und leitete kurz darauf das Bremsmanöver ein. Die Landung erfolgte am 11. Oktober gegen 4:32 Uhr UTC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss21-poisk.jpg" alt="" width="291" height="209"/><figcaption><em>Progress-M MIM 2</em> bringt das neue russische Modul <em>Poisk</em>. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Oktober startete der unbemannte Frachter <em>Progress-M 03M</em>. Die Kopplung erfolgte in der Nacht zum 18. Oktober. Der größte Teil der Fracht, nämlich mehr als eine Tonne, machten Treibstoffe für die Station bzw. für Bahnmanöver aus. Mit dabei waren auch Nahrungsmittel, Wasser, hygienische Artikel, Ersatzteile, medizinische Geräte, Bekleidung, Brandschutzmittel, Ausrüstungen, Forschungszubehör, Dokumentationen und persönliche Gegenstände der Raumfahrer. Für die NASA wurden 229 kg Versorgungs- und Ausrüstungsgüter transportiert. Nicole Stott twitterte: &#8222;Die Ankunft der <em>Progress</em> bedeutet, dass benötigte Versorgungs- und Ausrüstungegegenstände eintreffen. Ebenso aber auch frisches Obst und Gemüse. Und Geschenke von Zuhause!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. Oktober wurde das mit etwa 700 kg Müll beladene <em>HTV 1</em> mittels <em>Canadarm2</em> abgekoppelt und ins All geschwenkt. Gegen 17:30 Uhr UTC wurde es schließlich losgelassen und später gezielt zum Absturz gebracht. Der japanische Frachter war am 20. September gestartet worden und hatte mehr als 2 Tonnen Versorgungsgüter, Ersatzteile und Experimente zur Station gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. November 2009 dockte das zwei Tage zuvor gestartete russische Transportschiff <em>Progress-M MIM 2</em> mit dem neuen Stationsmodul <em>Poisk</em> erfolgreich an die Internationale Raumstation <em>ISS</em> an. Endanflug und Ankoppeln am Zenit-Port des Stationsmoduls <em>Swesda</em> geschahen automatisch. Nach dem Abtrennen des Service- und Antriebsmoduls von am 8. Dezember wurde ein Kopplungsstutzen an <em>Poisk</em> frei, an dem <em>Sojus</em>-Raumschiffe zum Besatzungstransport und <em>Progress</em>-Versorger mit Fracht anlegen können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss21-dewinne-columbus-flywheel-exercise-device.jpg" alt="" width="297" height="256"/><figcaption>Frank De Winne trainiert mit der Flywheel Exercice Device.</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Anfang September zur <em>ISS</em> gebrachten materialwissenschaftlichen Labor wurden ab Mitte November erste Experimente durchgeführt. Es wurde in der Folgezeit im Material Science Research Rack 1 im US-Modul <em>Destiny</em> eingebaut und getestet. Hier können Schmelz- und Erstarrungsprozesse ohne den verfälschenden Einfluss der Schwerkraft durchgeführt und die Auswirkungen bewusst herbeigeführter Störungen sehr genau untersucht werden. Die verwendeten Materialien sind verschiedenste Metalllegierungen, Halbleiter und Gläser. Bei den Schmelzversuchen können Temperaturen bis 1.400 °C erreicht werden. Die wiedererstarrten Proben werden anschließend auf der Erde genau erforscht. Beim Erstarren von Legierungen bilden sich im Material Einzelkristalle in Form von Dendriten aus. Dies sind tannenbaumartige Strukturen, die Einfluss auf die Festigkeit des Materials haben. Auf der Erde unterliegt die Kristallbildung verschiedenen Einflüssen, die nicht eliminiert werden können. So werden dichtere Bestandteile einer Legierung durch die Schwerkraft stärker nach unten gezogen als andere. Außerdem sorgen Kovektionsströme für weitere Störungen. In der Schwerelosigkeit an Bord der Raumstation können zumindest diese Einflüsse eliminiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben normalen Erstarrungsprozessen wurden auch solche untersucht, bei denen bewusst eine äußere Störung zu Veränderungen im Kristallisationsprozess führt. Beim Experiment MICAST des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wurde eine Legierung aus Aluminium, Silizium und Eisen aufgeschmolzen und sowohl störungsfrei als auch im Einflussbereich eines gleichmäßig rotierenden Magnetfeldes erstarrt. Diese ersten Proben wurden auf der Erde mit unter Schwerkraftbedingungen entstandenen Gegenproben verglichen. Ziel der Forschung war und ist es, Werkstoffe mit verbesserten Eigenschaften oder zu geringeren Kosten zu erzeugen. Die Besatzung der ISS übernahm bei den weitgehend von der Erde aus gesteuerten und überwachten Experimenten das Wechseln der Materialkartuschen, das Warten der Anlage sowie eventuell notwendig werdende Reparaturarbeiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss21-stott-destiny-fluid-integrated-rack.jpg" alt="" width="304" height="262"/><figcaption>Nicole Stott arbeitet am Fluid Integrated Rack, FIR.</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im Rahmen des Experimentes CETSOL wurden Kristallwachstumsprozesse und die Entwicklung der Mikrostruktur während der Erstarrung von Aluminium-Legierungen erforscht. Ziel war es, durch ein besseres Verständnis verschiedener Einflussgrößen auf Erstarrungsprozesse mathematische Modelle zur Vorhersage der inneren Struktur von Gussteilen auch auf der Erde erstellen zu können. Das Materials Science Laboratory ist ein Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA und wurde bei Astrium in Friedrichshafen hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der <em>ISS</em>-Expedition 21 wurde eine Vielzahl von wissenschaftlichen Apparaturen installiert, erprobt und verwendet. Dazu gehörten das Fluid Integrated Rack für Flüssigeitsphysik im US-Labor <em>Destiny</em>, das Experiment Radiation Exposure on Silkworms RadSilk in <em>Kibo</em>, bei dem Veränderungen an Seidenraupen im Umfeld erhöhter Strahlung und Mikrogravitation studiert wurden, die Flywheel Exercise Device, eine neue Trainingsapparatur im ESA-Labor Columbus, eine weitere kommerzielle Apparatur zur Herstellung hochreiner Kristalle CGBA-3 sowie ein Komplex zur Fluidphysik (Fluid Physics Experiment Facility) im japanischen Labor Kibo. Daneben spielten bilologische und medizinische Untersuchungen, Strahlungs- und Beschleunigungsmessungen, technologische Studien und Erdbeobachtung eine große Rolle.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss21-thirsk-kibo-fluid-physics-experiment-facility.jpg" alt="" width="310" height="267"/><figcaption>Robert Thirsk mit der japanischen Einheit zur Flüssigkeitsphysik<br>(alle Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. November koppelte die US-Raumfähre <em>Atlantis</em> am Bug der Station an. Während der Mission wurden wichtige Ersatzteile und Ausrüstung geliefert, um so die Station für eine Zeit nach der Einstellung der Space-Flüge vorzubereiten. Im Verlaufe von drei Außenbordeinsätzen installierte die Shuttle-Crew zwei neue Express Logistics Carrier sowie Ersatzteile und ein Materialexperiment an der Außenseite der Station installieren. Zusätzlich wurden neue Experimente zur Raumstation geliefert und die amerikanische Seite der Station auf die Ankunft des nächsten Moduls <em>Tranquility</em> vorbereitet. STS 129 war die letzte Shuttlemission, bei der ein Besatzungsmitglied der Raumstation befördert wurde. Nicole Stott beendete ihre dreimonatige Mission und kehrte mit der <em>Atlantis</em> zur Erde zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. Dezember kehrte das Raumschiff <em>Sojus-TMA 15</em> zur Erde zurück und beendete damit die ISS-Expedition 21. Während der halbjähigen Mission arbeiteten Romanjenko, de Winne und Thirsk mit den Besatungen von <em>Sojus-TMA 14</em>, STS 127, STS 128, <em>Sojus-TMA 16</em> und STS 129 zusammen. Außerdem wurden die Frachtraumschiffe <em>Progress-M 67</em>, <em>HTV 1</em> und <em>Progress-M 03M</em> entladen. Mit der Endeavour gelangte im Juli eine Experimentierplattform für den Außenbereich zur Station. Außerdem dockte Mitte November ein kleines Experimentier-, Kopplungs- und Ausstiegsmodul an <em>Swesda</em>-Zenit an. Neben der Erweiterung und Instandhaltung der Station gehörten auch Dutzende wissenschaftlicher Experimente zu den Aufgaben der Raumfahrer. <em>Sojus-TMA 15</em> war am 27. Mai mit gleicher Besatzung zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Die Gesamtflugzeit betrug 187 Tage, 20 Stunden, 40 Minuten und 45 Sekunden.</p>
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		<item>
		<title>SpaceShipTwo fliegt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spaceshiptwo-fliegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 21:49:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Sir Richard Branson]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Virgin Galactic verkündete am Sonntag den erfolgreichen ersten Gleitflug ihres sub-orbitalen Raumschiffes mit dem prestigeträchtigen Namen VSS Enterprise. Über der Mojave-Wüste wurde es vom Mutterschiff WhiteKnightTwo in 15 km Höhe abgeworfen. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Virgin Galactic. Vertont von Peter Rittinger. Das Raumschiff, welches überwiegend aus Kohlefaserverbundstoffen besteht, war dabei unter der Kontrolle [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Virgin Galactic verkündete am Sonntag den erfolgreichen ersten Gleitflug ihres sub-orbitalen Raumschiffes mit dem prestigeträchtigen Namen VSS Enterprise. Über der Mojave-Wüste wurde es vom Mutterschiff WhiteKnightTwo in 15 km Höhe abgeworfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Virgin Galactic. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-10-14-41265.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumschiff, welches überwiegend aus Kohlefaserverbundstoffen besteht, war dabei unter der Kontrolle von Pilot Pete Siebold und Kopilot Mike Alsbury und landete 11 Minuten nach dem Abwurf sicher auf der vorgesehenen Landebahn. Markant ist hierbei das fehlende Vorderrad welches, wie bei der X-15, aus Gewichtsgründen durch einen kufenartigen Schleifsporn ersetzt wurde. Bei diesem Flug war der Raketenmotor noch nicht installiert und jene Stelle mit einer aerodynamischen Kappe verdeckt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Richard Branson, Gründer der Virgin-Gruppe, sprach von einem wichtigen Meilenstein. Es wäre einer der drei großen, die noch folgen und es war großartig zu sehen, wie das Schiff nach dem Drop erfolgreich zurück auf die Erde glitt und sich dabei ausgezeichnet verhielt. Bei den ersten Flugtests sollen die computergenerierten aerodynamischen Modelle verbessert werden. Dazu gehört auch, das Stall-Verhalten genau zu bestimmen, also die langsamste Fluggeschwindigkeit bei der kein Strömungsabriss erfolgt. SpaceShipTwo ist für Höchstgeschwindigkeiten bis Mach 3,5 ausgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bransons sagte, er erwartet die ersten raketengetriebenen Flüge zu Beginn des nächsten Jahres und den ersten Flug in den Weltraum, und damit höher als 100 km, bis etwa Ende nächsten Jahres. Virgin Galactic baut das Gespann aus Trägerflugzeug und Raumschiff, um in Zukunft suborbitale Flüge für bis zu 6 Personen einer zahlenden Kundschaft anzubieten. Einige Minuten Schwerelosigkeit und ein grandioser Ausblick erwarten die Kunden. Auch wenn der Preis von ungefähr 200.000 US-Dollar noch sehr teuer klingt, ist er ein Schnäppchen verglichen mit den 20-40 Millionen Dollar, welche die bisherigen Weltraumtouristen für einen Kurzaufenthalt auf der Internationalen Raumstation bezahlt haben. Dafür bekamen diese dann aber auch einen mehrtägigen orbitalen Flug. Denn verglichen mit der ISS kann die VSS Enterprise die Erde nicht umrunden und wird in einer parabelförmigen Bahn erst auf- und dann wieder absteigen mit dem höchsten Punkt über der 100-km-Grenze, ab der man dann vom Weltraum spricht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3436.msg128001#msg128001" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Virgin-Galactic-Thread </a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spaceshiptwo-fliegt/" data-wpel-link="internal">SpaceShipTwo fliegt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Boeing kooperiert mit Space Adventures</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/boeing-kooperiert-mit-space-adventures/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 19:14:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CCDev]]></category>
		<category><![CDATA[CST-100]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>.. und dies zu dem Zweck, privat finanzierte Reisen von Menschen ins All zu ermöglichen. Mittel dazu soll die in Entwicklung befindliche Kapsel CST-100 sein. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Boeing, SpaceflightNow, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Sie soll 7 Pesonen in einen niedrigen Erdorbit transportieren können. CST steht dabei für Crew Space Transportation [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">.. und dies zu dem Zweck, privat finanzierte Reisen von Menschen ins All zu ermöglichen. Mittel dazu soll die in Entwicklung befindliche Kapsel CST-100 sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Boeing, SpaceflightNow, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-09-24-48594.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19092010211416_small_1.jpg" alt="Boeing via Wikipedia" width="314" height="229"/><figcaption>
CST-100 im All 
<br>
(Illustration: Boeing via Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie soll 7 Pesonen in einen niedrigen Erdorbit transportieren können. CST steht dabei für Crew Space Transportation und die 100 soll andeuten, dass man diese magische Kilometer-Grenze zum Weltraum überschreitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wirtschaftlich gewinnbringend einsetzbar soll CST-100 dadurch werden, dass die Kapsel mit Unterstützung der NASA entwickelt wird. Danach kann sie teilweise staatlich, teilweise privatwirtschaftlich eingesetzt bzw. vermarktet werden. Zunächst denkt man daran, einen Teil der zur Verfügung stehenden Plätze bei Kurzzeitmissionen über den Veranstalter Space Adventures zu vertreiben. Die Preise sollen mit denen vergleichbar sein, die bei den letzten Touristenmissionen mit Sojus-Raumschiffen zur ISS gezahlt wurden, etwa 40 Millionen US-Dollar für einen 11-tägigen Flug. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Space Adventure hat in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos in den vergangenen Jahren insgesamt 8 Plätze in Sojus-Taxis verkauft. Dennis Tito, der 2001 der erste offizielle Weltraumtourist war, folgten Mark Shuttleworth, Gregory Olsen, Anusheh Ansari, zweimal Charles Simonyi, Richard Garriott und Guy Laliberté. Seit Ende 2009 werden die Sojus-Raumschiffe allerdings ausschließlich dafür gebraucht, die Stammbesatzungen von der und zur Internationalen Raumstation zu transportieren sowie während des Aufenthalts dort als Rettungskapsel zur Verfügung zu stehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten an Boeings CST-100 kommen bisher gut voran, auch aufgrund einer 18-Millionen-Dollar-Förderung durch die NASA im Rahmen des Programms Commercial Crew Development (CCDev). In dieser Woche begannen Tests des Airbag-Landesystems der Kapsel. Seit gestern sollen in Las Vegas auch Drucktests mit einer speziellen Modelleinheit durchgeführt werden. Außerdem wurde in Houston ein Simulator für Annäherungs- und Kopplungsmanöver installiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings steht die weitere Förderung derzeit auf der Kippe. Die Vorstellungen zur Mitfinanzierung der privaten bemannten Raumfahrt gehen zwischen US-Präsident, Repräsentantenhaus und Senat sehr weit auseinander und sind ein Teil des Wahlkampfes geworden. Eine Entscheidung könnte erst nach Auslaufen der bisherigen Förderung getroffen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar hat Boeing auch den &#8222;Reiseveranstalter&#8220; Bigelow als Partner, der mit seiner geplanten Raumstation unter Verwendung entfaltbarer Module ein attraktives Ziel bieten kann. Auf eine weitere staatliche und stattliche Förderung hoffen aber auch die Konkurrenten von Boeing. Wird ein immer kleiner werdender Kuchen in immer mehr Teile zerlegt, könnte am Ende zu wenig übrigbleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst zeigt man aber Zweckoptimismus. Brewster Shaw, Ex-NASA-Astronaut und gegenwärtiger Vizepräsident von Boeing sagte anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens mit Space Adventures: &#8222;Diese Gelegenheit, der NASA Transportdienstleistungen anbieten zu können, eröffnet eine weitere, nämlich eine Starthilfe für die Migration des Menschen ins All&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6325.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Commercial Crew Development CCDev</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8589.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Boeing/Bigelow CST-100</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3535.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bigelow</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Virgin Galactic stellt SpaceShipTwo vor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/virgin-galactic-stellt-spaceshiptwo-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 19:56:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceport America]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceShipTwo]]></category>
		<category><![CDATA[suborbitale Flüge]]></category>
		<category><![CDATA[Virgin Galactic]]></category>
		<category><![CDATA[VSS Enterprise]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<category><![CDATA[WhiteKnightTwo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht auf den achten Dezember hat Virgin Galactic den Nachfolger des X-Prize-Gewinners SpaceShipOne vorgestellt. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Virgin Galactic. Vertont von Peter Rittinger. Über fünf Jahre nach dem Gewinn des 10-Millionen-Dollar-X-Prizes durch SpaceShipOne hat nun die Vorstellung des Nachfolgers SpaceShipTwo stattgefunden. SpaceShipTwo ist im Gegensatz zum Vorgänger mehr als doppelt [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht auf den achten Dezember hat Virgin Galactic den Nachfolger des X-Prize-Gewinners SpaceShipOne vorgestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Virgin Galactic. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-12-15-92083.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Über fünf Jahre nach dem Gewinn des 10-Millionen-Dollar-X-Prizes durch SpaceShipOne hat nun die Vorstellung des Nachfolgers SpaceShipTwo stattgefunden. SpaceShipTwo ist im Gegensatz zum Vorgänger mehr als doppelt so lang, wiegt das Vier- bis Fünffache und kann gegenüber drei Personen beim Vorgänger sechs Passagiere und zwei Piloten auf einen suborbitalen Flug mitnehmen. Virgin Galactic möchte damit in erster Linie zahlende Weltraumtouristen in das Weltall befördern, jedoch tun sich inzwischen auch andere Märkte wie Forschung in der Schwerelosigkeit auf, wo die Forscher im Gegensatz zu Höhenforschungsraketen mit ihrem Experiment mitfliegen können. Der Flugpreis für den Kurztrip ins All beträgt 200.000 US-Dollar (134.000 Euro) pro Person, ein kompletter Flug kostet also 1,2 Millionen Dollar. Über 300 Leute haben ihren Flug schon teilweise oder komplett im voraus bezahlt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122009205635_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/07122009205635_600.jpg" alt="Virgin Galactic"/></a><figcaption>
Virgin Galactic stellt SpaceShipTwo vor 
<br>
(Bild: Virgin Galactic)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorstellung fand in Mojave/Kalifornien beim Hersteller Scaled Composites statt. In Anlehnung an bekannte andere Namen eines Kriegsschiffs, eines NASA-Shuttles und einer populären Science-Fiction-Serie haben der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, und der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, das Raumschiff auf den Namen VSS Enterprise getauft. VSS steht dabei für &#8222;Virgin Space Ship&#8220;. Aufgrund von schlechtem Wetter in Mojave mit starkem Regen und Wind, musste die Veranstaltung kürzer gehalten werden als geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Virgin Galactic soll Anfang 2010 ein sehr umfangreiches Testprogramm für das Raumschiff beginnen, welches 18-24 Monate dauern soll, so dass der erste kommerzielle Flug vermutlich erst 2012 stattfinden wird. Dieses Testprogramm wird erst mit &#8222;captive-carry&#8220;-Flügen (Flüge ohne einen Abwurf des Raumschiffes) beginnen, dann übergehen zu Gleitflügen bis hin zu ersten Flügen mit Triebwerkszündung und schlussendlich Flügen ins All. Auf dem ersten kommerziellen Flug wird Sir Richard Branson, der Chairman der Virgin Group, mit seiner Familie und dem Konstrukteur Burt Rutan fliegen. Die kommerziellen Flüge sollen nicht mehr von Mojave, sondern von dem sich momentan im Bau befindenden Spaceport America in New Mexico starten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122009205635_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/07122009205635_2_600.jpg" alt="Virgin Galactic"/></a><figcaption>
Die Gouverneure Schwarzenegger (rechts) und Richardson (links) taufen SpaceShipTwo auf den Namen &#8222;VSS Enterprise&#8220;.
<br>
(Bild: Virgin Galactic)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Flugablauf</strong>
<br>
Der Flugablauf wird wie folgt aussehen: In 15 km Höhe wird das Raumschiff vom Trägerflugzeug abgeworfen und zündet kurz darauf sein Triebwerk, womit es auf mehrfache Schallgeschwindigkeit beschleunigt, um die notwendige Höhe von über 110 km zu erreichen. Nach dem Ausbrennen des Raketentriebwerks wird es im Raumschiff sehr ruhig, da im Gegensatz zur ISS aufgrund der kurzen Flugdauer keine laute Klimaanlage notwendig ist und das Raumschiff über keine sich bewegenden Teile verfügt. Nach ein paar Minuten in der Schwerelosigkeit und der Schwärze des Weltalls auf der einen, der Erde auf der anderen Seite, fällt das Raumschiff dann auch schon wieder zurück zur Erde, wo es wie ein Segelflugzeug auf der Landebahn landet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122009205635_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/07122009205635_3_600.jpg" alt="Virgin Galactic"/></a><figcaption>
Trägerflugzeug WhiteKnightTwo im Flug 
<br>
(Bild: Virgin Galactic)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Technik</strong>
<br>
Technologisch schließt das Raumschiff an SpaceShipOne an. Es verfügt über ein Hybridtriebwerk, welches mit einem Feststoff als Treibstoff und Lachgas als Oxidator arbeitet. Ein Hybridtriebwerk ist im Gegensatz zu einem Feststoffmotor abschaltbar und weit weniger komplex als ein Flüssigkeitstriebwerk. Um die Hitzeentwicklung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre gering zu halten, setzt man wieder auf das &#8222;feather&#8220;-Konzept. Der Flügel von SpaceShipTwo wird um ca. 65° nach oben geklappt, wodurch der Luftwiderstand erheblich ansteigt und eine starke Abbremsung von bis zu 6 g bereits in hohen Luftschichten erreicht wird. Weiterhin stabilisiert sich das Raumschiff beim Wiedereintritt ähnlichem einem Federball von selbst, sodass keine aktive Steuerung durch Pilot oder Elektronik vonnöten ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fortschritte im Jahr 2009</strong>
<br>
Die Enthüllung kommt am Ende eines Jahres, in welchem das Trägerflugzeug, welches SpaceShipTwo in einer Höhe von 15 km abwerfen wird, ein umfangreiches Testprogramm absolviert hat. Das Trägerflugzeug, genannt WhiteKnightTwo, hatte im Dezember 2008 seinen Jungfernflug und im Sommer auf der OshkoshAirShow seinen ersten öffentlichen Auftritt. Ebenfalls wurde im Sommer mit 280 Millionen Dollar ein großes Investment aus dem arabischen Raum gewonnen. Der arabische Investor hat sich weiterhin bereit erklärt, die Entwicklung einer orbitalen Trägerrakete für kleine Satelliten mit 100 Millionen Dollar zu finanzieren. Diese Rakete mit ca. 100-200 kg Nutzlast soll von WhiteKnightTwo aus gestartet werden, ähnlich der amerikanischen Pegasusrakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3436.msg128001#msg128001" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Virgin-Galactic-Thread </a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Expedition 19 und Tourist zurück auf der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-expedition-19-und-tourist-zurueck-auf-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 10:27:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bremsmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Fallschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Kasachstan]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumkapsel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Morgen ging der Flug des Raumschiffs Sojus-TMA 14, der am 26. März begonnen hatte, mit einer planmäßigen Landung der Kommandokapsel in der kasachischen Steppe zu Ende. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon. Während der knapp 199-tägigen Mission wurden Dutzende wissenschaftlicher und technologischer Experimente im Auftrag der beteiligten Raumfahrtagenturen NASA (USA), RSA [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Morgen ging der Flug des Raumschiffs Sojus-TMA 14, der am 26. März begonnen hatte, mit einer planmäßigen Landung der Kommandokapsel in der kasachischen Steppe zu Ende.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102009122732_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="322" height="253"/><figcaption>
Offizielle Übergabe des Kommandos auf der ISS 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der knapp 199-tägigen Mission wurden Dutzende wissenschaftlicher und technologischer Experimente im Auftrag der beteiligten Raumfahrtagenturen NASA (USA), RSA (Russland), ESA (EU), JAXA (Japan) und CSA (Kanada) in den Fachbereichen Medizin, Biologie, Physik, Materialforschung, Erderkundung, Technologie und Astrophysik durchgeführt, wurde die Besatzung der ISS auf 6 Personen aufgestockt, besuchten zwei Shuttle-Crews und zwei Sojus-Besatzungen die Internationale Raumstation, arbeiteten insgesamt 24 ausgebildeten Raumfahrer und zwei Weltraumtouristen in der Station, brachten 3 unbemannte Transporter sowie zwei Shuttles Nachschub an Treibstoff, Lebensmitteln, Ausrüstungen und Experimenten, unternahmen Padalka und Barratt zwei Ausstiege und wurden verschiedene neue Gerätschaften installiert, überprüft und in Betrieb genommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Woche war für die Langzeitflieger Gennadi Padalka und Michael Barratt mit Vorbereitungen auf die Rückkehr zur Erde angefüllt. Dazu gehören verstärktes sportliches Training sowie das Verstauen von Datenträgern und Experimentproben, die mit auf die Erde genommen werden. Außerdem wurden die Systeme des Sojus-Raumschiffes wiederholt getestet und alle Manöver, die bei der Rückkehr notwendig sind, an Computern simuliert. Dabei stellte sich heraus, dass ein Triebwerkssensor und ein CO<sub>2</sub>-Sensor offenbar nicht korrekt funktionieren. Deshalb wurde sicherheitshalber ein zusätzlicher Absorber in das Raumschiff mitgenommen. 
<br>
Gestern hatte dann auch der Flug des kanadischen Multimillionärs Guy Laliberté seinen Höhepunkt. In einer etwa zweistündigen Show aus dem Orbit und von verschiedenen Stellen der Erde wurde das Problem der Wasserverschwendung thematisiert. Laliberté, Shakira, U2-Sänger Bono und der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore waren prominente Unterstützer einer Kampagne der 2007 gegründeten One Drop Foundation. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102009122732_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="321" height="251"/><figcaption>
Die Landekapsel in der kasachischen Steppe. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend übergab Gennadi Padalka offiziell das Kommando über die Internationale Raumstation an den ESA-Astronauten Frank de Winne. Dies wird er bis zu seiner Rückkehr im November behalten und dann an Jeffrey Williams weitergeben, der bereits seit einigen Tagen in der Station arbeitet. Anschließend begaben sich Padalka, Barratt und Laliberté in ihr Raumschiff und verschlossen die Luken. Nach der Überprüfung der Dichtheit beider Luken legte Sojus-TMA 14 gegen 03:07 Uhr MESZ von der Station ab und leitete kurz nach halb Sechs unserer Zeit das Bremsmanöver ein. Danach wurden Orbitaleinheit und Techniksektion abgetrennt &#8211; beide verglühten in den dichten Schichten der Erdatmosphäre &#8211; und die Kommandokapsel durch den Luftwiderstand gebremst. Ein ablativer Hitzeschild schützt die Raumfahrer im Inneren der Kapsel vor der dabei enstehenden, großen Hitze. In der Endphase des Fluges wurde ein Landefallschirm entfaltet, der dann nicht mehr benötigte Hitzeschutz abgeworfen und unmittelbar vor dem Bodenkontakt mehrere Bremsraketen gezündet. Die Landung erfolgte 06:32 Uhr MESZ. Wenige Minuten danach trafen die Bergungsmannschaften am Landeort ein und halfen den Raumfahrern aus der Kapsel. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3815.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 14 (ISS-Expedition 19)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg92191#msg92191" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema (ab 26. März)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erhöhung der Sojus-Startrate möglich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erhoehung-der-sojus-startrate-moeglich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 16:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Space Adventures]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32668</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie RIA Nowosti mitteilt, ist die Erhöhung der jährlichen Startrate bei Sojus-Raumschiffen von 4 auf 5 ab 2012 möglich. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Nowosti. Damit kommt man sowohl der kommerziellen Vermarktungsgesellschaft Space Adventures als auch möglicherweise den Raumfahrtagenturen von Westeuropa und Kanada entgegen. Da die Shuttle-Flüge ab 2011 wahrscheinlich entfallen, werden die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie RIA Nowosti mitteilt, ist die Erhöhung der jährlichen Startrate bei Sojus-Raumschiffen von 4 auf 5 ab 2012 möglich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: RIA Nowosti.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102009182526_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102009182526_small_1.jpg" alt="NASA/JSC" width="363" height="286"/></a><figcaption>
Start eines Sojus-Raumschiffes vom Kosmodrom Baikonur aus 
<br>
(Bild: NASA/JSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit kommt man sowohl der kommerziellen Vermarktungsgesellschaft Space Adventures als auch möglicherweise den Raumfahrtagenturen von Westeuropa und Kanada entgegen. Da die Shuttle-Flüge ab 2011 wahrscheinlich entfallen, werden die Sojus-Kapseln zum Transport der jeweiligen Stammbesatzungen benötigt. Gastflüge und touristische Missionen wären demnach nicht mehr möglich. Durch die Erhöhung der Produktion und Startrate der Sojus-Raumschiffe beständen allerdings wieder Chancen für zusätzliche Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bedingung ist allerdings, dass neben dem Kommandanten ein weiteres Besatzungsmitglied eine spezielle technische Flugausbildung für die Sojus-Raumschiffe absolviert. Dies wäre für die ESA wahrscheinlich kein großes Problem, da es mehrere Raumfahrer gibt, die eine deratige Ausbildung bereits absolviert haben und obendrein über Flugerfahrung verfügen. Sie müssten nur noch auf das neue Sojus-Z-Raumschiff umgeschult werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir arbeiten an diesem Projekt bereits seit einigen Jahren&#8220;, sagte Sergej Kostenko, Leiter des Space-Adventure-Büros in Russland: &#8222;Jede Sojus wird zwei Touristen und einen professionellen Kosmonauten transportieren. Einer der Touristen müsste allerdings einen anderthalbjährigen Ausbildungslehrgang als Bordingenieur absolvieren.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Preis für eine etwa zehntägige Mission wird gegenwärtig mit 35 Millionen US-Dollar pro Platz angegeben. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Staffelwechsel auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/staffelwechsel-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 16:06:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32670</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit der Ankunft der nächsten Sojus-Besatzung nimmt die ISS-Expedition 21 praktisch ihren Anfang. Währenddessen bereiten sich zwei Langzeitflieger auf die Rückkehr zur Erde vor. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos. Jeffrey Williams und Maxim Surajew lösen Gennadi Padalka und Michael Barratt als Mitglieder der Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ab. Sie koppelten gestern vormittag [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit der Ankunft der nächsten Sojus-Besatzung nimmt die ISS-Expedition 21 praktisch ihren Anfang. Währenddessen bereiten sich zwei Langzeitflieger auf die Rückkehr zur Erde vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102009180609_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="329" height="258"/><figcaption>
Anfliegendes Raumschiff von der ISS aus gesehen.
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jeffrey Williams und Maxim Surajew lösen Gennadi Padalka und Michael Barratt als Mitglieder der Stammbesatzung der Internationalen Raumstation ab. Sie koppelten gestern vormittag mit ihrem Raumschiff Sojus-TMA 16, gegen 10.35 Uhr MESZ am Heck der Station an. Mit an Bord ist der kanadische Weltraumtourist Guy Laliberté. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Kopplung und der Willkommenszeremonie nahmen alle neun an Bord befindlichen Raumfahrer an einer Live-Übertragung teil, bei denen Fragen verschiedener Personen auf der Erde beantwortet wurden. Anschließend ging man wieder an die Arbeit. Während sich Williams und Surajew mit den Gegebenheiten an Bord der ISS vertraut machen, bereiten sich Padalka und Barratt auf ihre Rückkehr zur Erde vor. Diese ist für den nächsten Sonntag, den 11. Oktober gegen 6.28 Uhr MESZ in der kasachischen Steppe geplant. Die Abkopplung von der ISS erfolgt gut 3 Stunden zuvor. Mit an Bord wird dann auch Guy Laliberté sein, der bis dahin seinen exklusiven Aufenthalt in 430 Kilometern Höhe genießen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03102009180609_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="326" height="255"/><figcaption>
Acht Männer und eine Frau im Interview. 
<br>
(Bilder: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In die Expedition 21 werden aus der bisherigen Crew Frank de Winne, Nicole Stott, Robert Thirsk und Roman Romanenko übernommen. De Winne wird bis zu seiner Rückkehr zur Erde im November sogar Kommandant der ISS sein, eine Prämiere für die europäische Raumfahrtorganisation ESA. Die Ablösung kommt aber erst im Dezember. Dann wird auch Nicole Stott voraussichtlich nicht mehr auf der ISS weilen, so dass die Besatzungsstärke bis zum Frühjahr bei 5 liegen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Aufgaben der gesamten Besatzung sind das Entladen des HTV, die Vorbereitung einiger neuer Experimente, die Installation weiterer Hardware, die mit Shuttle oder HTV eingetroffen sind, die Betreuung laufender Experimente sowie die vielen Routinearbeiten, die für den Betrieb der Station erforderlich sind. In den letzten Tagen wurde beispielsweise das zweite Laufband (COLBERT) zusammengebaut und auf seinen turnusmäßigen Einsatz vorbereitet sowie neue Hardware in der Microgravity Science Glovebox im ESA-Labor Columbus installiert und getestet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg118603#msg118603" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab Starttag von Sojus-TMA 16 (30. September)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5823.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA-16-Thread (komplett)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg118497#msg118497" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Forschung und Forschungseinrichtungen (ab 29. September)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 16 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-16-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 18:35:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Kommandant]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Raumschiff Sojus-TMA 16 ist heute morgen wie angekündigt zur Internationalen Raumstation gestartet, wo es am 2. Oktober andocken soll. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon. An Bord befinden sich der Raumschiff-Kommandant und Pilot Maxim Surajew, der zukünftige ISS-Kommandant Jeffrey Williams, der bereits seinen dritten Flug zur ISS absolviert und der kanadische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Raumschiff Sojus-TMA 16 ist heute morgen wie angekündigt zur Internationalen Raumstation gestartet, wo es am 2. Oktober andocken soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092009203528_small_1.jpg" alt="NASA-TV, Roskosmos" width="347" height="273"/><figcaption>
Die Trägerrakete beim Start in den blauen kasachischen Himmel. 
<br>
(Bild: NASA-TV, Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord befinden sich der Raumschiff-Kommandant und Pilot Maxim Surajew, der zukünftige ISS-Kommandant Jeffrey Williams, der bereits seinen dritten Flug zur ISS absolviert und der kanadische Weltraumtourist Guy Laliberté. Der Start erfolgte 9:14:45 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur aus mit einer Sojus-FG-Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der für den 2. Oktober, 10.37 Uhr MESZ geplanten Kopplung am Heck der Station werden erstmals drei russische Sojus-Raumschiffe gleichzeitig dort angedockt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der alten Stationsbesatzung wird mit Guy Laliberté nach knapp 12 Tagen mit dem Raumschiff Sojus-TMA 14 zur Erde zurückkehren. Damit beginnt dann offiziell die ISS-Expedition 21. Der Belgier Frank de Winne übernimmt das Kommando vom Russen Gennadi Padalka und gibt es vor seiner Rückkehr im November an den US-Amerikaner Jeffrey Williams weiter. Erst im Dezember kommen dann die Nachfolger zur Station, deren Besatzung bis zum Frühjahr 2010 nur aus 5 Personen bestehen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Zeit treffen das neue russische Kopplungs- und Ausstiegsmodul Poisk (MIM 2), das amerikanische Verbindungsmodul Tranquility (Node 3) und die europäische Beobachtungskuppel Cupola mit verschiedenen Zubringern auf der Station ein. Außerdem bringen zwei Shuttle-Besatzungen und ein Progress-Frachter Nachschub an Nahrungsmitteln, Geräten und Ausrüstungen, Verbrauchsgütern, Ersatzteilen und Experimentiermaterial. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flugdauer des Raumschiffs Sojus-TMA 16 wurde mit 169 Tagen angegeben, Rückkehr wäre also am 18. März 2010. Die Anfangsbahn liegt zwischen 201 und 258 Kilometern bei einer Bahnneigung von 51,63 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5823.msg118558#msg118558" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA-16-Thread ab heute</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 16 in der Endphase der Vorbereitungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-16-in-der-endphase-der-vorbereitungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 10:19:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cupola]]></category>
		<category><![CDATA[Poisk]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[Tranquility]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumtourismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32563</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das russische Raumschiff Sojus-TMA 16 soll mit zwei zukünftigen Mitgliedern der Stammbesatzung und einem Weltraumtouristen am 30. September zur Internationalen Raumstation starten. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Energija, NASA, Wikipedia, Raumcon. Der Start ist für 9.14 Uhr vorgesehen und erfolgt vom Startkomplex 1 in Baikonur aus. Am 17. September traf die vorgesehene Besatzung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das russische Raumschiff Sojus-TMA 16 soll mit zwei zukünftigen Mitgliedern der Stammbesatzung und einem Weltraumtouristen am 30. September zur Internationalen Raumstation starten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Energija, NASA, Wikipedia, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092009121918_small_1.jpg" alt="NASA" width="369" height="291"/><figcaption>
Die Besatzung von Sojus-TMA 16: Laliberté, Williams und Surajew. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ist für 9.14 Uhr vorgesehen und erfolgt vom Startkomplex 1 in Baikonur aus. Am 17. September traf die vorgesehene Besatzung in Baikonur ein und begann einen Tag darauf mit dem Abschlusstraining. Am 21. September wurde das Raumschiff betankt, bestand drei Tage darauf die Abschlussinspektion und wurde in die Nutzlastverkleidung geschoben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besatzungsmitglieder werden der 37-jährige Raumflugneuling Maxim Surajew als Kommandant und Pilot des Raumschiffs, der erfahrene Jeffrey Williams (53), der bereits 2006 Mitglied der ISS-Expedition 13 war und ab November Kommandant der Raumstation wird sowie der Artist, Cirque-du-Soleil-Gründer und Multimillionär Guy Laliberté (50), der als vorerst letzter Weltraumtourist mit einem Sojus-Raumschiff zur Station gelangt. Ursprünglich sollte ein kasachischer Raumfahrer drittes Besatzungsmitglied von Sojus-TMA 16 sein. Kasachstan hat seine Teilnahme aber vor mehreren Monaten abgesagt, möglicherweise wegen finanzieller Probleme. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der für den 2. Oktober geplanten Kopplung am Heck der Station werden erstmals drei russische Sojus-Raumschiffe gleichzeitig dort angedockt sein. Das ist eine Prämiere. 1969 waren bereits einmal drei Sojus-Raumschiffe gleichzeitig im Weltraum, eine Raumstation als Ziel gab es damals allerdings noch nicht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092009121918_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092009121918_small_2.jpg" alt="NASA" width="344" height="270"/></a><figcaption>
ISS-Expedition 21: Surajew, Stott, Williams, de Winne, Thursk und Romanjenko. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der alten Stationsbesatzung wird mit Guy Laliberté nach 11 Tagen mit dem Raumschiff Sojus-TMA 14 zur Erde zurückkehren. Damit beginnt dann offiziell die ISS-Expedition 21. Der Belgier Frank de Winne übernimmt das Kommando vom Russen Gennadi Padalka und gibt es vor seiner Rückkehr im November an den US-Amerikaner Jeffrey Williams weiter. Erst im Dezember kommen dann die Nachfolger zur Station, deren Besatzung bis zum Frühjahr 2010 nur aus 5 Personen bestehen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieser Zeit treffen das neue russische Kopplungs- und Ausstiegsmodul Poisk (MIM 2), das amerikanische Verbindungsmodul Tranquility (Node 3) und die europäische Beobachtungskuppel Cupola mit verschiedenen Zubringern auf der Station ein. Außerdem bringen zwei Shuttle-Besatzungen und ein Progress-Frachter Nachschub an Nahrungsmitteln, Geräten und Ausrüstungen, Verbrauchsgütern, Ersatzteilen und Experimentiermaterial. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flugdauer des Raumschiffs Sojus-TMA 16 wurde mit 169 Tagen angegeben, Rückkehr wäre also am 18. März 2010. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5823.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 16</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg118031#new" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema</a></li></ul>
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