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	<title>Astronautin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Astronautin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Asteroid Day 2024: RN trifft Julie Payette und Mark Polansky</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 14:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-rl_caption="" title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg" alt="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." class="wp-image-142420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p>Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an der McGill University in Montreal und erhielt dort 1986 einen Bachelor of Engineering mit Auszeichnung und 1990 einen Master of Applied Science in Technischer Informatik.</p>



<p>Sie bewarb sich bei der kanadischen Raumfahrtagentur als Astronautin und wurde am 9. Juni 1992 zusammen mit Chris Hadfield, Michael McKay und Dafydd Williams ausgewählt.</p>



<p>In Vorbereitung ihrer Astronautenausbildung erwarb sie ihre Berufspilotenlizenz und danach ihre Musterberechtigung zum Fliegen des Militärjet CT-114 Tutor, sowie die militärische Instrumentenflugberechtigung.</p>



<p>Ab August 1996 begann sie im Johnson Space Center in Houston ihre Ausbildung zur Missionsspezialistin, die sie im April 1998 abschloss.</p>



<p>Als achter kanadischer Staatsbürger absolvierte sie als Missionsspezialistin ihren ersten Raumflug vom 27. Mai bis 6. Juni 1996 an Bord der Raumfähre Discovery im Rahmen der Mission STS-96.</p>



<p>STS-96 war eine Logistik- und Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation. Diese Mission mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-2a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-02-2A.1</a> brachte sowohl logistische Ausrüstung als auch den Integrated Cargo Carrier (<a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-cargo-carrier-icc/" data-wpel-link="internal">ICC</a>) mit dem russischen Frachtkran STRELA zur ISS, welcher an der Außenseite des russischen Stationssegments montiert wurde. Auch wurden ca. 2 Tonnen Versorgungsgüter zur Raumstation transferiert. Zum Zeitpunkt des Fluges STS-96 bestand die Internationale Raumstation aus den Modulen Unity und dem Servicemodul <a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal">Zarya</a> und diese Mission diente u.a. der Vorbereitung des Einzugs der dreiköpfigen Besatzung Expedition 1.</p>



<p>Ihre zweite Mission an Bord der Raumfähre Endeavour absolvierte Julie Payette im Rahmen der Mission STS-127. Sie war ebenfalls als Missionsspezialistin eingesetzt und flog vom 15. &#8211; 31. Juli 2009. Hauptziel von STS-127 (ISS-2J/A JEM EF, JEM ELM-ES) war die Lieferung und Installation des dritten und letzten Teils der Japanese Exposed Facility (JEM EF) an <a href="https://www.raumfahrer.net/kibo/" data-wpel-link="internal">Kibo</a> und des Kibo Japanese Experiment Logistics Module &#8211; Exposed Section (JEM ELM-ES).</p>



<p>Insgesamt absolvierte Julie Payette zwei Raumflüge als Missionsspezialistin mit einer Fluggesamtdauer von 25 Tagen und 12 Stunden.</p>



<p>Julie Payette verließ die kanadische Raumfahrtagentur im Mai 2013.</p>



<p>Nach ihrer Astronautenkarriere war Julie Payette in verschiedensten Aufsichtsräten und Beiräten tätig. Vom 2. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2021 diente Julie Payette als Generalgouverneurin von Kanada und hielt formaltheoretisch die Stellung des Oberbefehlshabers der Kanadischen Streitkräfte im Namen des Königs von Kanada.</p>



<p>STS-127 war ebenfalls der letzte Raumflug von Mark Polansky.</p>



<p>Mark Polansky wurde am 2. Juni 1956 im Bundesstaat New Jersey geboren. 1978 machte Polansky seine Bachelor- und Masterabschlüsse in Luft- und Raumfahrttechnik an der Purdue University.</p>



<p>Im Januar 1980 erwarb er auf der Vance Air Force Base (AFB), Oklahoma, die Pilotenlizenz. Danach war Polansky von 1980 bis 1983 der Langley AFB, Virginia, zugeteilt, wo er die F-15 flog. 1983 wechselte Polansky zur F-5E und diente als Aggressor-Pilot, wo er taktische Flugzeugbesatzungen zur Bekämpfung feindlicher Flugzeugtaktiken ausbildete.</p>



<p>1986 absolvierte er die USAF Test Pilot School auf der Edwards AFB in Kalifornien. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung zum Testpiloten wurde er der Eglin AFB in Florida zugewiesen, wo er Waffen- und Systemtests an den Flugzeugen F-15, F-15E und A-10 durchführte. 1992 verließ Polansky den aktiven Militärdienst, um eine Karriere bei der NASA einzuschlagen.</p>



<p>Im gleichen Jahr wurde er von der NASA als Raumfahrtingenieur und Forschungspilot unter Vertrag genommen. Dort war er der Abteilung Flugzeugbetrieb im Johnson Space Center in Texas zugeteilt. Eine seiner Aufgaben war die Unterrichtung von Landetechniken der Astronautenpiloten auf dem Shuttle Training Aircraft sowie die Unterrichtung von Astronautenpiloten und Missionsspezialisten auf dem Trainingsflugzeug T-38.</p>



<p>Im April 1996 wurde Polansky als Astronautenanwärter der NASA ausgewählt und begann im August 1996 mit seiner Astronautenausbildung.</p>



<p>Nach dem Abschluss seiner Ausbildung durchlief Mark Polansky weitere Stationen im Unterstützungsteam am Kennedy Space Center bei Space Shuttle-Starts und -Landungen, Leiter der CAPCOM-Abteilung (April 2002 bis Dezember 2002), leitender Astronautenausbilder (April 2003 bis Januar 2004) und Leiter der Abteilungen Return to Flight und Orbiter Repair. Polansky war außerdem Betriebsdirektor des NASA Verbindungsbüros im Gagarin Cosmonaut Training Center in Star City, Russland.</p>



<p>Seinen ersten Raumflug absolvierte Polansky als Pilot auf der Mission STS-98 des Space Shuttle Atlantis vom 7. bis 20. Februar 2001. Hauptziel des Fluges mit der Designation ISS-06-5A war der Transport und die Installation vom U.S. Labor &#8222;<a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal">Destiny</a>&#8220; an die Internationale Raumstation.</p>



<p>Den ersten Flug als Kommandant absolvierte Mark Polansky dann auf der Mission STS-116. Das Space Shuttle Discovery flog mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-12a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-20-12A.1</a> vom 10. bis 22. Dezember 2006 zur ISS. Hauptaufgabe dieser Mission war der Transport und die Installation des ITS P5, eines Teils der integrierten Gitterstruktur.</p>



<p>Auf der Mission STS-127 war Mark Polansky erneut der Kommandant der Mission. Eines seiner Besatzungsmitglieder war Julie Payette.</p>



<p>Insgesamt hat Mark Polansky bei seinen drei Raumflügen 41 Tage und fast 11 Stunden im Weltraum verbracht. Am 30.06.2012 ist er aus dem Astronautenkader der NASA ausgeschieden.</p>



<p><strong>Raumfahrer.net (RN):</strong> STS-127 war Ihr letzter Raumflug. Wussten Sie zu diesem Zeitpunkt bereits, dass dies Ihr letzter Raumflug sein würde und dass Sie möglicherweise nicht zur Raumstation zurückkehren würden?</p>



<p><strong>Mark Polansky (M.P.):</strong> Ich hatte bereits lange vor dem Start von STS-127 beschlossen, dass dieses mein letzter Raumflug sein würde.</p>



<p><strong>Julie Payette (J.P.):</strong> Ich wusste es auch so gut wie sicher. Für kanadische Staatsbürger gab es nur sehr wenige Fluggelegenheiten. Nach meiner Berufung zu STS-127 gab es noch drei weitere kanadische Raumflugkandidaten, die noch nicht geflogen waren und es war an der Zeit, dass diese auch ihren ersten Raumflug bekommen würden. Wir haben jetzt einen kanadischen Raumfluganwärter, der nächstes Jahr mit <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/artemis-2/" data-wpel-link="internal">Artemis-II</a> fliegen wird. Er wartet bereits seit 15 Jahren auf seinen ersten Raumflug.</p>



<p><strong>RN:</strong> Sie sprechen da gerade Jeremy Hansen an.</p>



<p><strong>J.P.:</strong> Daran können Sie erkennen, dass es wichtig ist, andere Kandidaten in die Pflicht zu nehmen. Ich hatte andere Optionen für meinen weiteren Werdegang und bin nach Kanada zurückgekehrt.</p>



<p><strong>RN:</strong> Kommen wir mal auf den Beginn ihrer akademischen Ausbildung zurück, oder vielleicht sogar Ihre Kindergartenzeit. Wann haben Sie für sich beschlossen eine Astronautenkarriere einzuschlagen?</p>



<p><strong>M.P.:</strong> Ich bin in den 1960er Jahren aufgewachsen. Ich habe mich in der Zeit sehr stark mit den Anfängen der bemannten Raumfahrt und dem Wettrennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion befasst. Als ich 13 Jahre alt war, sind wir auf dem Mond gelandet. Als Kind hatte ich immer schon den Wunsch verspürt Astronaut zu werden. Allerdings wollen viele Kinder Astronaut, Doktor, Profisportler, …</p>



<p><strong>J.P.:</strong> …Rockstars…</p>



<p><strong>M.P.:</strong> … werden. Als ich schliesslich auf die Universität ging, wurde es ernster mit dem Berufswunsch. In meinem ersten Jahr auf der Universität habe ich Gene Cernan, den letzten Menschen, der den Mond betreten hat, getroffen. Das Treffen fand in einem recht intimen Rahmen statt. Und dieses Treffen hat mich zum Nachdenken gebracht. Dieses Treffen hat mich dann in die Position gebracht, um die richtigen Schritte in Richtung Astronautenkarriere einzuschlagen.</p>



<p><strong>RN:</strong> Für einen kanadischen Staatsbürger war es dann wohl noch einiges schwerer. Als Sie Frau Payette ihren Universitätsabschluss erlangten, gab es nur einen kanadischen Astronauten. Marc Garneau flog vom 5. bis 13. Oktober 1984 in den Weltraum. Und es gab auch nicht viele kanadische Staatsbürger, in deren Fußstapfen Sie treten konnten. Roberta Bondar flog erst 1992.</p>



<p><strong>J.P.:</strong> Aber es ist eine Anmaßung, dass man sich von einer Person inspirieren lässt, die aus demselben Land kommt, so aussieht wie man selbst oder demselben Geschlecht angehört. Es gibt tatsächlich weltweit Menschen, die sich von den Apollo-Missionen inspirieren ließen, die zum Mond flogen.</p>



<p>Ich wurde Anfang der 1960er Jahre geboren und ich habe die Apollo-Missionen gesehen. Bei der ersten Mondlandung muss ich wohl geschlafen haben. Das sagte mir meine Mutter. Ich war einfach zu klein. Apollo 16 und Apollo 17 habe ich dann in der Schule mitverfolgt. Und es spielte keine Rolle, dass sie nicht wie ich waren oder nicht aus demselben Land kamen. Sie sprachen nicht einmal die gleiche Sprache, die ich verstand. Als ich zehn war, habe ich nicht wirklich Englisch gesprochen.</p>



<p>Aber es war sehr inspirierend, und ich wollte Astronaut werden, weil ich gesehen habe, wie die Apollo-Astronauten auf dem Mond gelandet sind und dann auf dem Mond spazieren gingen und den Lunar Rover fuhren.</p>



<p>Später, als Marc Garneau in den Weltraum flog, war ich schon an der Universität und hatte schon einige Entscheidungen getroffen, denn das ist es, was wir den jungen Leuten raten: Lege gute Eier in deinen Korb. Wenn Sie Rennfahrer werden wollen, müssen Sie vielleicht etwas anderes tun, als wenn Sie Arzt oder Feuerwehrmann oder etwas anderes werden wollen.</p>



<p>Ich wurde Ingenieur, weil ich Astronaut werden wollte. Auch wenn es so etwas wie kanadische Astronauten nicht gab.</p>



<p>Aber dann ist es passiert.</p>



<p><strong>RN:</strong> Das heißt Sie wollten auch keine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation absolvieren?</p>



<p><strong>J.P.:</strong> Doch, doch. Aber wie ich gerade bereits erwähnt hatte, hat Kanada nur sehr wenig Flugmöglichkeiten. Zum Zeitpunkt als ich meine zweite Mission flog, haben 3 weitere kanadische Astronauten auf ihren ersten Flug gewartet. Ich hätte sehr gerne eine Langzeitmission geflogen, aber auch so war ich sehr privilegiert.</p>



<p><strong>RN:</strong> Für Sie Herr Polansky war eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation keine Option? Es gab ja doch mehrere Astronauten, wie z.B. Frank Culbertson, Ken Bowersox, Scott Kelly, Ron Garan, Kevin Ford, die als Piloten das Space Shuttle geflogen haben, und danach als Flugingenieur eine Langzeitmission absolviert haben.</p>



<p><strong>M.P.:</strong> Nein, es war immer eine Option. Du musstest nur aktiv deine Präferenzen gegenüber dem NASA Management äußern.</p>



<p>Aber die Zeiten haben sich geändert und die Dinge haben sich weiterentwickelt. In der Anfangsphase des Baus der Raumstation gab es nicht so viele Piloten, die Langzeitmissionen geflogen sind, weil wir die Piloten brauchten, um das Space Shuttle zu fliegen.</p>



<p>Und es waren dann hauptsächlich die Piloten, die zum Ende ihrer aktiven Astronautenkarriere einen Langzeitaufenthalt auf der ISS durchgeführt haben.</p>



<p>Im Laufe der Zeit gab es immer weniger Shuttle-Flüge und das Büro hat sich verändert. Damals gab es eine bestimmte Aufteilung. Man musste so viele Piloten haben, dass man sie als Pilot-Astronauten einstellte. Heute ist das nicht mehr der Fall. Jetzt ist es eher ein homogenes Büro, in dem jeder größtenteils die gleiche Art von Aufgabe an Bord der ISS sucht. Das ändert sich gerade ein wenig wegen Artemis und dem, was dort passiert. Es kommt einfach auf den Bedarf des Büros an.</p>



<p><strong>RN:</strong> Sie haben 3 Flüge absolviert, einen als Pilot, zwei als Kommandant (an M.P. gerichtet) und Sie haben an zwei Flügen als Missionsspezialist (an J.P. gerichtet) teilgenommen. Welcher Ihrer Flüge war der wichtigste und welcher hatte den größten Spaßfaktor?</p>



<p><strong>M.P.:</strong> Meine Antwort wird immer die gleiche sein. Da könnten Sie mir die Frage stellen welches von meinen Kindern ich am meisten liebe. Und ich habe kein Lieblingskind. Jede Mission war unterschiedlich, die Werkzeuge, die wir verwendet haben, waren unterschiedlich und unser Auftrag war auch immer unterschiedlich.</p>



<p>Der erste Flug – nichts ist so besonders wie das erste Mal im Weltraum. Der letzte Flug war speziell weil ich da wusste, das es mein letzter Flug ist.</p>



<p><strong>J.P.:</strong> … und es war eine großartige Mission …</p>



<p><strong>M.P.:</strong> Es waren alles großartige Missionen. Die zweite Mission war meine erste, in der ich der Kommandant war. Und das war schon was Besonderes. Und du hast keinen Spaß, wenn du fragst, was davon am meisten Spaß gemacht hat. Wenn du im Weltraum bist und keinen Spaß hast, dann stimmt etwas nicht mit dir.</p>



<p><strong>J.P.:</strong> Ich war sehr privilegiert. Mein erster Flug fand ganz am Anfang des Aufbaus der Internationalen Raumstation statt. Wir waren erst die zweite Crew, die dort ankam und die erste Crew, die manuell an die Raumstation andockte. Es gab nur diese beiden Module (Anmerkung der Redaktion: Unity und Zarya) und die Station war unbesetzt. Zehn Jahre später fliege ich meine nächste Mission ganz am Ende der Konstruktionsphase. Welch ein Privileg, diese Ära miterlebt zu haben. Und natürlich arbeitet man zwischen den Flügen am Boden. Man unterstützt die Missionen der anderen Kollegen am Boden. Ich habe viele Jahre in der Missionskontrolle gearbeitet und war immer noch sehr stark an den Missionen anderer beteiligt. Ich denke, es war ein großes Privileg, genau zu dieser Zeit dort zu sein.</p>



<p>Ich denke, ich hatte das große Privileg, beim Bau dieser außergewöhnlichen Plattform und des Orbitallabors ISS dabei gewesen zu sein.</p>



<p><strong>RN:</strong> Lassen Sie uns über das Hier und Jetzt sprechen. Wir sind beim<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/asteroid-day/" data-wpel-link="internal"> Asteroid Day</a> in Luxemburg. Dieser 30. Juni erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Gebiet Krasnojarsk. Der Asteroidentag soll das Bewusstsein für die Gefahr des Einschlags eines Asteroiden oder Kometen in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p>Wie sehen Ihre Vorstellungen für eine Asteroidenabwehr aus?</p>



<p><strong>J.P.:</strong> Ich weiß jetzt gerade nicht genau, ob Sie auch gestern den Programmpunkt des Asteroid Day Programms miterlebt haben (Anmerkung der Redaktion: Ja, haben wir) als erwähnt wurde, dass wir in unserer Entwicklung als raumfahrtbetreibende Welt an einem Punkt angelangt sind, an dem wir nie wieder ein Ereignis wie den Asteroideneinschlag vor 56 Millionen Jahren erleben werden, der die Dinosaurier aussterben ließ. Es wird nie wieder ein Massenaussterben aufgrund eines Asteroideneinschlags geben, weil wir in der Lage sind, sie kommen zu sehen und uns darauf vorzubereiten. Es ist wichtig, über die planetarische Verteidigung zu sprechen. Aber wenn es tatsächlich zu einer Annäherung zwischen einem Asteroiden und unserem Planeten kommt, werden wir das schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vorher wissen. Wenn wir dieses Ding kommen sehen, werden wir einen Plan haben, um sicherzustellen, dass es uns nicht schadet. Und das alles nur, weil wir Raumfahrt betreiben.</p>



<p><strong>M.P.:</strong> Ich denke einfach, dass wir im Laufe der Zeit so viel gelernt haben, und es ist eine Tatsache, dass wir Veranstaltungen wie diese und viele andere auf der ganzen Welt haben, dass wir Menschen haben, die ihr Leben und ihre Karriere der Planetenverteidigung, der Asteroidenerkennung und der Kollisionsvermeidung widmen, dass wir Missionen wie <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dart/" data-wpel-link="internal">DART</a> hatten, die bewiesen haben, dass wir Dinge tun können, die nicht nur theoretisch sind.</p>



<p>Wenn man sich also ansieht, wie weit wir gekommen sind und wie wir immer mehr lernen und unsere Technologien weiterentwickeln, bin ich sehr optimistisch, was die Zukunft angeht, und Veranstaltungen wie diese tragen wirklich dazu bei, dies der gesamten Weltbevölkerung zu vermitteln.</p>



<p><strong>RN:</strong> Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit für uns genommen und uns für ein Interview zur Verfügung gestanden haben.</p>


<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg563618#msg563618" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>JMU: Über die Uni Würzburg ins Weltall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jmu-ueber-die-uni-wuerzburg-ins-weltall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 17:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Würzburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Universität Würzburg hat ihre erste Astronautin! Die Australierin Katherine Bennell-Pegg studierte einst in Würzburg, nun hat sie erfolgreich ihre Grundausbildung bei der European Space Agency (ESA) absolviert. Eine Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg 13. Mai 2024. 13. Mai 2024 &#8211; Im April präsentierte die ESA im Astronautentrainingszentrum bei Köln ihre nächste [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Universität Würzburg hat ihre erste Astronautin! Die Australierin Katherine Bennell-Pegg studierte einst in Würzburg, nun hat sie erfolgreich ihre Grundausbildung bei der European Space Agency (ESA) absolviert. Eine Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg 13. Mai 2024.</p>



<p>13. Mai 2024 &#8211; Im April präsentierte die ESA im Astronautentrainingszentrum bei Köln ihre nächste Astronautengeneration: Sechs neue Absolventinnen und Absolventen der Grundausbildung zum Astronauten wurden vorgestellt. Darunter ist auch Katherine Bennell-Pegg. Die Australierin studierte im Wintersemester 2008/09 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg den europäischen Master in Space Science and Technology, kurz SpaceMaster. Für den Ausbildungsplatz zur Astronautin wurde sie aus etwa 22.500 Bewerbungen ausgewählt. Einer ihrer ersten offiziellen Termine war am 27. April im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln die 52. Jahrestagung des Internationalen Förderkreises für Raumfahrt (IfR).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" data-rl_caption="" title="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="258" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60.jpg" alt="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" class="wp-image-140633" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60-300x129.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)</figcaption></figure>



<p><strong>Vielseitige Grundausbildung</strong><br>In der einjährigen Grundausbildung standen für Bennell-Pegg und ihre Kolleginnen und Kollegen neben wissenschaftlichen Grundlagen, etwa Biologie und Labortechnik, auch der Umgang mit der Schwerelosigkeit sowie Sicherheits- und Überlebenstrainings auf dem Lehrplan.</p>



<p>Geleitet wurde die Gruppe vom bekannten deutschen Astronauten Alexander Gerst. Auf die Grundausbildung folgt nun ein Missionstraining. Hier verschiebt sich der Fokus auf die konkreten Herausforderungen, die im Weltraum warten. Zum Beispiel die geplanten wissenschaftlichen Experimente auf der Raumstation ISS oder auch das Arbeiten im Raumanzug.</p>



<p><strong>„Überrascht und stolz“</strong><br>Professor Klaus Schilling – an der JMU bis 2022 Lehrstuhlinhaber für Informatik VII, und treibende Kraft hinter dem SpaceMaster-Studiengang – war bei der Feier in Köln anwesend: „Natürlich ist man überrascht und auch stolz, wenn jemand dann plötzlich oben am Podium steht und sich sehr positiv an die Studienzeit in Würzburg erinnert! Dass aus all den Bewerbungen, die über verschiedene Auswahlstufen weiter ausgedünnt werden, bei den letzten verbliebenen sechs eine ehemalige SpaceMaster-Studentin aus Würzburg mit dabei sein wird, war wirklich nicht zu erwarten!“</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg562214#msg562214" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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		<title>Die ESA-Astronautenklasse 2022 graduiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-esa-astronautenklasse-2022-graduiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute feierte die ESA den Abschluss ihrer Astronautenanwärter*innen der Klasse 2022. Die Zeremonie, die im Europäischen Astronautenzentrum in Köln stattfand, bedeutete den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung für die fünf europäischen Astronautenabsolvent*innen und die erste Astronautin der Australischen Weltraumorganisation, die jetzt alle für Raumfahrtaufgaben in Frage kommen. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute feierte die ESA den Abschluss ihrer Astronautenanwärter*innen der Klasse 2022. Die Zeremonie, die im Europäischen Astronautenzentrum in Köln stattfand, bedeutete den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung für die fünf europäischen Astronautenabsolvent*innen und die erste Astronautin der Australischen Weltraumorganisation, die jetzt alle für Raumfahrtaufgaben in Frage kommen. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA 22. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewESAastrocandistartbasictrainingESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewESAastrocandistartbasictrainingESASCorvaja26.jpg" alt="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" class="wp-image-138607"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA &#8211; S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p>22. April 2024 &#8211; Die neuen ESA-Absolvent*innen sind Sophie Adenot, Pablo Álvarez Fernández, Rosemary Coogan, Raphaël Liégeois und Marco Sieber. Als Beleg für das Engagement der ESA in internationaler Zusammenarbeit schloss Katherine Bennell-Pegg von der Australian Space Agency ihren Abschluss mit ihren Kolleginnen und Kollegen der ESA ab.</p>



<p>„Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein, da wir den Abschluss einer neuen Klasse von fünf ESA-Astronaut*innen feiern, die nun für künftige Raumflüge qualifiziert sind. Ich bin auch stolz darauf, den Abschluss einer australischen Astronautenanwärterin mitzuerleben, welcher unser Engagement für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Weltraumforschung bekräftigt. Der Zuwachs an frischem Talent und vielfältigen Perspektiven und Kompetenzen stärkt unsere Fähigkeit, durch die Komplexität der Weltraumforschung zu navigieren, und festigt die Rolle der ESA als Vorreiter bei der Gestaltung unserer Zukunft im All&#8220;, sagte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AR_medical_training_at_the_EAC_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AR_medical_training_at_the_EAC_ESA_26.jpg" alt="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" class="wp-image-138615"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum &#8211; Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p>Die Astronautenanwärter*innen, die 2022 auf der ESA-Ministerratskonferenz zur Ausbildung ausgewählt wurden, begannen ihre Grundausbildung im April 2023 zunächst im Europäischen Astronautenzentrum der ESA und anschließend auf der ganzen Welt. Sie schlossen ein umfassendes einjähriges Ausbildungsprogramm ab, das wesentliche Fähigkeiten wie Raumfahrzeugsysteme, Weltraumspaziergänge, Flugtechnik, Robotik und Lebenserhaltungssysteme sowie Überlebens- und medizinische Ausbildung abdeckt.</p>



<p>Nach der Zertifizierung werden zugewiesene ESA-Astronaut*innen aus der neuen Klasse in die nächsten Phasen der Vorauswahl und des missionsspezifischen Trainings übergehen und so den Weg für künftige Missionen zur Internationalen Raumstation und darüber hinaus ebnen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" data-rl_caption="" title="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="371" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26.jpg" alt="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" class="wp-image-138599" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)</figcaption></figure>



<p>Die ESA erhielt mit mehr als 22.500 Bewerber*innen aus den ESA-Mitgliedstaaten eine überwältigende Antwort auf ihre Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen. Aus diesem Pool wurden 17 Personen für die Astronautenklasse 2022 ausgewählt, darunter 12 Mitglieder der ESA-Astronautenreserve und fünf Astronautenanwärter*innen, die ihre Grundausbildung absolviert haben.</p>



<p>Außerdem richtete die ESA 2022 erstmals einen Reservepool an Astronaut*innen ein. Dieser Reservepool besteht aus Kandidat*innen, die während des gesamten Auswahlverfahrens hervorragend abgeschnitten haben und bereit sind, bei sich bietenden Fluggelegenheiten als Projektastronaut*innen benannt zu werden. Der erste von ihnen war <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/marcus-wandt/" data-wpel-link="internal">Marcus Wandt</a>, der im Januar dieses Jahres auf der Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=axiom-3" data-wpel-link="internal">Axiom-3</a> mitflog.</p>



<p>Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Astronautische und Robotische Exploration, sagte: „Da die Grundausbildung von unseren neuen ESA-Astronaut*innen erfolgreich abgeschlossen ist, treten wir in eine neue Ära der europäischen Astronautengeschichte ein. Diese fünf neuen Mitglieder des Europäischen Astronautenkorps und die Mitglieder der Reserve unterstreichen unser Engagement für die Förderung von Talenten und die Maximierung der Möglichkeiten für die Weltraumforschung. Wir sind bereit, eine neue Ära gemeinsamer Anstrengungen einzuleiten, die die Grenzen der Entdeckung verschiebt und die Zukunft der Weltraumforschung gestaltet.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astro_basic_training_spacewalk_sim_for_Sophie_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astro_basic_training_spacewalk_sim_for_Sophie_ESA_26.jpg" alt="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" class="wp-image-138601"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p>Zusätzlich nimmt ein Mitglied des Reservepools an der „Fly! Machbarkeitsstudie&#8220; teil, welche Optionen für die Einbeziehung körperlich behinderter Astronautinnen und Astronauten in bemannte Raumflugmissionen und zukünftige Bestrebungen erforschen wird.</p>



<p><strong>Die Klasse der Astronautenabsolvent*innen 2022 in eigenen Worten</strong><br><strong>ESA-Astronautin Sophie Adenot</strong><br>„Astronautin zu werden, war ein lebenslanger Traum, und die Grundausbildung ist erst der Anfang einer außergewöhnlichen Reise. Mit früheren Erfahrungen, die mich geprägt haben, stand ich vor Herausforderungen, die mich auf die Strenge der Weltraumforschung vorbereitet haben. Ich fühle mich geehrt, meinen Hintergrund und meine Begeisterung in ein Team zu bringen, das sich dem Ziel widmet, die Grenzen der menschlichen Fähigkeiten im Weltraum, der schwierigsten und feindlichsten Umgebung, die es gibt, zu erweitern.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_Earth_observation_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_Earth_observation_ESA_26.jpg" alt="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" class="wp-image-138603"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p><strong>ESA-Astronaut Pablo Álvarez Fernández</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung war eine außergewöhnliche Reise des persönlichen Wachstums. Ich bin zutiefst dankbar für die wertvollen Lehren von den besten auf diesem Gebiet und begeistert, eine Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Weltraumforschung zu spielen. Als ESA-Astronaut für Spanien fühle ich mich geehrt, der Folge an Pionieren wie Pedro Duque beizutreten. Diese Gelegenheit erfüllt mich mit immensem Stolz, und ich freue mich darauf, unsere gemeinsame Leidenschaft für den Weltraum in noch nie dagewesene Höhen zu heben.&#8220;</p>



<p><strong>ESA-Astronaut Rosemary Coogan</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung ist für mich ein unglaublich bewegender Moment. Vom Träumen über den Weltraum bis hin zum Erreichen des Weltraums bin ich voller Dankbarkeit und Entschlossenheit, diese außergewöhnliche Gelegenheit optimal zu nutzen. Ich bin stolz darauf, diesen Moment mit meinen Astronautenkolleg*innen und dem Engagement unseres internationalen Teams für die Exploration zu teilen. Gemeinsam sind wir bereit, die vor uns liegenden Herausforderungen und Chancen anzunehmen -vereint durch unsere gemeinsame Leidenschaft für die Raumfahrt.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rocking_robotics_training_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rocking_robotics_training_ESA_26.jpg" alt="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" class="wp-image-138609"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p><strong>ESA-Astronaut Raphaël Liégeois</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung war eine intensive Erfahrung, die die Bedeutung von Teamarbeit und kontinuierlichem Lernen unterstreicht. Ich freue mich, diese Lektionen anzuwenden, wenn ich in die nächste Phase meiner Reise gehe. Ich möchte einen Beitrag zur weiteren Entdeckungsreise und zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten, inspiriert von Belgiens unerschütterlichem Engagement für die Erforschung der neuen Grenzen.&#8220;</p>



<p><strong>ESA-Astronaut Marco Sieber</strong><br>„Während ich an der Schwelle zu einem neuen Kapitel in meinem Leben stehe, schaue ich mit Demut auf die Herausforderungen und Triumphe der Astronautengrundausbildung. Ich bin bereit, Teil der gemeinsamen Bemühungen zur Erforschung unseres Universums zum Wohle des Lebens auf der Erde und für künftige Generationen zu sein und zur Beteiligung der Schweiz an der Entstehung, Konsolidierung und Erweiterung der europäischen Weltraumkooperation beizutragen.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_radiation_physics_ESADLR_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_radiation_physics_ESADLR_26.jpg" alt="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" class="wp-image-138605"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)</figcaption></figure>



<p><strong>Australische Raumfahrtagentur Astronautin Katherine Bennell-Pegg</strong><br>„Als ich als Kind davon geträumt habe, Astronautin zu werden, hätte ich es nie für möglich gehalten, Australien zu repräsentieren. Jetzt haben wir die Australische Weltraumorganisation und einen wachsenden Weltraumsektor, der wirklich von den Kenntnissen und Erkenntnissen profitieren kann, die ich während meines Trainings bei der ESA gewonnen habe. Ich bin unglaublich entschlossen, das Beste aus diesem vergangenen Jahr zu machen, und was auch immer folgt, weitere Möglichkeiten für die australische Industrie und die Bestrebungen aller zu Hause zu generieren. Die Partnerschaft mit der ESA war eine bemerkenswerte Gelegenheit, nicht nur zu unseren gemeinsamen Zielen beizutragen, sondern auch die Zusammenarbeit auf globaler Ebene zu fördern, die für die Zukunft der Weltraumforschung von entscheidender Bedeutung ist.&#8220;</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg561096#msg561096" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
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		<title>Astronautin Cristoforetti beim Girls‘ Day</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronautin-cristoforetti-beim-girls-day/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Apr 2023 19:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsches Museum]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Girls’ Day]]></category>
		<category><![CDATA[Lunar Gateway]]></category>
		<category><![CDATA[Minerva]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Samantha Cristoforetti]]></category>
		<category><![CDATA[WISSENschaf(f)t SPASS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Fantastisches Rollenvorbild für Frauen und Mädchen«: ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti beim Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn. Eine Pressemitteilung des Deutschen Museums Bonn. Quelle: Deutsches Museum Bonn 28. April 2023. 28. April 2023 &#8211; Der Stargast des diesjährigen Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn kam buchstäblich von den Sternen: ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti stattete am 27. April [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">»Fantastisches Rollenvorbild für Frauen und Mädchen«: ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti beim Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn. Eine Pressemitteilung des Deutschen Museums Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Deutsches Museum Bonn 28. April 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sc28042023dmb.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti sprach beim Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn mit den Teilnehmerinnen über ihre Arbeit auf der ISS. (Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheidt)" data-rl_caption="" title="ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti sprach beim Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn mit den Teilnehmerinnen über ihre Arbeit auf der ISS. (Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheidt)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sc28042023dmb26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti sprach beim Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn mit den Teilnehmerinnen über ihre Arbeit auf der ISS. (Foto: Deutsches Museum/Lichtenscheidt)</figcaption></figure>



<p>28. April 2023 &#8211; Der Stargast des diesjährigen Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn kam buchstäblich von den Sternen: ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti stattete am 27. April 2023 den jungen Teilnehmerinnen des Mädchen-Zukunftstags an der Ahrstraße einen Besuch ab, sprach mit den Mädchen über ihren Weg in die Männerdomäne Raumfahrt und erzählte von ihren Erlebnissen im All.</p>



<p>Seit dem ersten Girls’ Day im Jahr 2001 beteiligt sich das Deutsche Museum Bonn jedes Jahr an dem an dem weltweit größten Berufsorientierungsprojekt, um jungen, neugierigen Mädchen Berufsbilder vorzustellen, in denen Frauen bislang eher selten vertreten sind. Neben praxisorientierten Workshops, in denen die 10-15-jährigen Teilnehmerinnen mit den beiden Workshopleiterinnen Yossr und Lilith wahlweise in die Welt der Codes oder in das Thema Neurobiologie eintauchen konnten, erwartete die Mädchen in diesem Jahr auch die Begegnung mit einer Frau, die es in einem traditionell eher männlich geprägten Metier ganz weit nach oben geschafft hat – rund 400 Kilometer hoch genauer gesagt, bis auf den Kommandositz der Internationalen Raumstation ISS.</p>



<p>Samantha Cristoforetti ist Ingenieurin, ausgebildete Kampfpilotin, ESA-Astronautin und mehrfache Rekordhalterin: Sie hat als erste Europäerin im Weltraum einen Außenbordeinsatz absolviert, hält mit fast 200 Tagen im All gegenwärtig den Rekord für den längsten ununterbrochenen Raumflug einer europäischen Frau und wurde bei der Mission »Minerva« im Jahr 2022 die erste europäische Kommandantin der ISS.</p>



<p>Begeistert folgten die Mädchen ihren Erzählungen von ihrer Arbeit im All, zum Beispiel ihrer Schilderung des »Weltraumspaziergangs«, der alles andere als ein Spaziergang war. Ganze 7 Stunden habe ihr Außenbordeinsatz an der ISS gedauert, für den man einen komplex konstruierten speziellen Raumanzug tragen muss.</p>



<p>Auch an ihrer Ausbildung und den Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um Astronautin werden zu können zeigten die jungen Zuhörerinnen großes Interesse. Niedrig sind die Anforderungen bei der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA nicht: Voraussetzung für die Bewerbung ist aktuell ein Hochschulabschluss in einer Ingenieurwissenschaft, einer Naturwissenschaft oder in Medizin, auch Flugerfahrung als Pilotin ist gerne gesehen. Ausschließen will sie aber nicht, dass in Zukunft auch noch andere Berufsgruppen eine Chance bekommen, ins All zu fliegen.</p>



<p>Besonders betonte sie, wie wichtig außerdem körperliche Fitness für ihren Beruf sei. Denn ein längerer Aufenthalt in der Schwerelosigkeit habe Auswirkungen auf die Muskulatur und die Knochen. »Knochen sind lebendiges Gewebe, das ständig ab- und wieder aufgebaut wird«, erklärte sie. »Hier auf der Erde stellt sich ein Gleichgewicht ein – aber im Weltall nehmen Knochenmasse und Knochendichte mit der Zeit ab.« Sport sei für Astronautinnen deshalb sehr wichtig.</p>



<p>Dass Sport in der Schwerelosigkeit aber auch gar nicht so einfach ist und welche speziellen Sportgeräte die ISS an Bord hat, konnten die Mädchen auf zahlreichen Fotos bestaunen, die sie von ihren Missionen mitgebracht hatte. Auch die spielerische Seite der Schwerelosigkeit, in der sich zum Beispiel Wasser ganz anders verhält als auf der Erde, die Essenszubereitung und das Zusammenleben auf der Raumstation faszinierten die jungen Zuhörerinnen.</p>



<p>Ein Detail blieb ihnen dabei nicht unbemerkt: Viele Frauen waren auf den Bildern insgesamt nicht zu sehen, was die Frage aufwarf, ob es nicht ein Problem war, eine von ganz wenigen Frauen in ihrem Beruf zu sein. Samantha Cristoforetti betonte, sich davon auf keinen Fall entmutigen zu lassen: In ihrer Laufbahn durch die »Männerdomänen« Ingenieurwesen, Luftwaffe und Raumfahrt habe sie als Frau keine Schwierigkeiten aufgrund ihres Geschlechts erlebt. »Es gibt in diesen Bereichen ganz tolle Möglichkeiten für Mädels – und für Jungs.«</p>



<p>Aktuell arbeitet Samantha Cristoforetti für die ESA an dem Projekt »Gateway« mit, einer geplanten Raumstation, die schon in wenigen Jahren den Mond umkreisen und dort als Zwischenstation für bemannte Mondmissionen dienen soll – und später vielleicht sogar als Zwischenstopp zum Mars. »Da sehen wir in die Zukunft der Raumfahrt in Europa«, strahlt sie und ergänzt: »Mein Traum ist, dass vielleicht eine von euch Astronautin wird und dann bei einer dieser Missionen mitfliegt!«</p>



<p>Bevor sich die Astronautin mit einer Autogrammrunde von den Mädchen verabschiedete, bedankten sich Museumsleiterin Andrea Niehaus und Wolfgang Siebourg vom Förderverein WISSENschaf(f)t SPASS ausdrücklich für ihren inspirierenden Beitrag zum Girls’ Day im Deutschen Museum Bonn. »Samantha Cristoforetti ist einfach ein fantastisches ‚Role Model‘ für junge Frauen und Mädchen. Wir freuen uns sehr, dass sie sich die Zeit genommen hat, heute hier dabei zu sein«, sagte Andrea Niehaus. Ihre Botschaft an die Teilnehmerinnen: »Ingenieurin, Pilotin, Astronautin und Mutter: Mädels, lasst euch nicht unterbuttern – ihr kriegt das alles hin!«</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg549662#msg549662" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten</a></li>
</ul>
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		<title>Telnet-Gruppe präsentiert in Tunis acht Astronautinnen-Anwärterinnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/telnet-gruppe-praesentiert-in-tunis-acht-astronautinnen-anwaerterinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2022 13:06:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[ZPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=113675</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine Tunesierin soll Anfang 2024 mit den Russen zur ISS fliegen. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski 15. August 2022. Tunis, 15. August 2022 &#8211;&#160; Eine Tunesierin soll Anfang 2024 mit einem russischen Sojus-Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Das teilte die Telnet-Gruppe am Samstag in Tunis bei der Präsentation von acht Anwärterinnen für diese Mission [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Tunesierin soll Anfang 2024 mit den Russen zur ISS fliegen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Gerhard Kowalski 15. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220813pic3groupetelnet2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auswahl der ersten Astronautin aus Tunesien - eine der acht Anwärterinnen hält Trophäe (Bild: groupe-telnet.com)" data-rl_caption="" title="Auswahl der ersten Astronautin aus Tunesien - eine der acht Anwärterinnen hält Trophäe (Bild: groupe-telnet.com)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220813pic3groupetelnet26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Auswahl der ersten Astronautin aus Tunesien &#8211; eine der acht Anwärterinnen hält Trophäe (Bild: groupe-telnet.com)</figcaption></figure>



<p>Tunis, 15. August 2022 &#8211;&nbsp; Eine Tunesierin soll Anfang 2024 mit einem russischen Sojus-Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Das teilte die Telnet-Gruppe am Samstag in Tunis bei der Präsentation von acht Anwärterinnen für diese Mission mit. Sie alle sind Absolventinnen der Fliegerschule von Borj Al-Amri und dienen als Jagdpilotinnen in den Luftstreitkräften. Die Siegerin des Auswahlwettbewerbs wäre damit zugleich die erste Afrikanerin im All. Die Mission soll im März 2024 stattfinden und zehn Tage dauern.</p>



<p>Derzeit durchlaufen die Kandidatinnen unter der Ägide des tunesischen Verteidigungsministeriums eine ganze Reihe von ersten Eignungsprüfungen. Die sechs besten Pilotinnen werden dann in einer zweiten Phase spezielleren Tests unterzogen. Die beiden Besten unter ihnen setzen dann ihre finale Vorbereitung im Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) Juri Gagarin im Sternenstädtchen bei Moskau fort. Eine startet dann zur ISS, während die andere der Double-Mannschaft zugeordnet wird.</p>



<p>Der geplante Flug findet im Rahmen eines Memorandums über die bilaterale Zusammenarbeit bei Raumflügen statt, das Russland und Tunesien 2021 unterzeichnet haben.</p>



<p><em>Gerhard Kowalski</em></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg536058#msg536058" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neuer Flugplan, neue Leitungsrolle für Samantha Cristoforetti</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neuer-flugplan-neue-leitungsrolle-fuer-samantha-cristoforetti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 18:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Crew Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Samantha Cristoforetti]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mai 2021 gab die Europäische Weltraumorganisation ESA bekannt, dass ESA-Astronautin und Dragon Crew-4-Missionsspezialistin Samantha Cristoforetti als Kommandantin der Internationalen Raumstation (ISS) Expedition 68a fungieren sollte. Eine Infomation der ESA. Quelle: ESA 2. März 2022. Das Flugprogramm der ISS wurde vor kurzem aktualisiert, um den anstehenden Besatzungswechsel für Crew-4 und Crew-5 anzupassen. Dies führt zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_Crew-4_portrait_pillars-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="1024" height="337" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1-1024x337.jpg" alt="" class="wp-image-106589" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1-1024x337.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1-300x99.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1-768x253.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1-600x198.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1_1200x395_Crew-4_portrait_pillars-scaled-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading">Im Mai 2021 gab die Europäische Weltraumorganisation ESA bekannt, dass ESA-Astronautin und Dragon Crew-4-Missionsspezialistin Samantha Cristoforetti als Kommandantin der Internationalen Raumstation (ISS) Expedition 68a fungieren sollte. Eine Infomation der ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2_Crew-4_train_for_flight_on_Crew_Dragon_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="355" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2_355x200_Crew-4_train_for_flight_on_Crew_Dragon_pillars.jpg" alt="" class="wp-image-106574" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2_355x200_Crew-4_train_for_flight_on_Crew_Dragon_pillars.jpg 355w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2_355x200_Crew-4_train_for_flight_on_Crew_Dragon_pillars-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 355px) 100vw, 355px" /></a><figcaption>Die Crew-4 Crewmitglieder trainieren für ihren Flug auf einer SpaceX Crew Dragon. Bild: ESA</figcaption></figure></div>



<p>2. März 2022.  Das Flugprogramm der ISS wurde vor kurzem aktualisiert, um den anstehenden Besatzungswechsel für Crew-4 und Crew-5 anzupassen. Dies führt zu einer kürzeren Mission für Crew-4. Die ISS-Expedition 68a wird nun erst nach dem Abflug Samantha Cristoforettis von der ISS beginnen. </p>



<p>Während ihrer gesamten Zeit an Bord wird Samantha Cristoforetti die Rolle der Leiterin des so genannten <em>United States Orbital Segment</em> (USOS) der ISS übernehmen. Hierzu gehören die amerikanischen, europäischen, japanischen und kanadischen Module und Komponenten der Raumstation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3_Crew-4_in_training_article.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3_300x200_Crew-4_in_training_article.jpg" alt="" class="wp-image-106565" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3_300x200_Crew-4_in_training_article.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/3_300x200_Crew-4_in_training_article-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti (rechts) mit ihren Crew-4 Crewmitgliedern. Bild: ESA</figcaption></figure></div>



<p><strong>Festlegung des Zeitplans</strong></p>



<p>Crewmitglieder werden durch das Multilateral Crew Operations Panel (MCOP) den verschiedenen Flügen und Aufgaben auf der Internationalen Raumstation zugewiesen. Dieses Gremium besteht aus Vertretern der ESA, der NASA, von Roscosmos, der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) und der Canadian Space Agency (CSA). Die ESA wird durch den Leiter des Europäischen Astronautenzentrums Frank De Winne vertreten.</p>



<p>Frank De Winne sagt, dass eine Anpassung des Flugprogramms nicht ungewöhnlich ist, da der Verkehr zur Internationalen Raumstation sorgfältig entsprechend den operativen Anforderungen koordiniert werden muss.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/4_Frank_De_Winne_article.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/4_300x200_Frank_De_Winne_article.jpg" alt=""/></a><figcaption>Frank De Winne, Leiter des Europäischen Astronautenzentrums. Bild: ESA</figcaption></figure></div>



<p>„Zwar bedeutet dies, dass Samantha nicht mehr Kommandantin der Internationalen Raumstation sein wird, jedoch befürwortet das Gremium sie nach wie vor als Führungsperson. Sie wird weiterhin vollständig für den Posten als Kommandantin ausgebildet, und es wurde vereinbart, dass sie diese Rolle übernehmen wird, falls der Zeitplan wieder auf den ursprünglichen Stand zurückgesetzt werden sollte.“</p>



<p>Samantha sagt: „Wir sind als Crewmitglieder bereit, unseren Beitrag entsprechend der Bedarfslage zu leisten. Ich fühle mich geehrt, die Leitung des USOS-Segments der ISS zu übernehmen, und diese Rolle umfasst die meisten der Aufgaben, die ich auch als Kommandantin übernommen hätte. Mir ist auch bewusst, dass viele Menschen in Europa, insbesondere Frauen, die Aussicht auf die erste europäische ISS-Kommandantin inspiriert hat. Leider wird dies bei meinem Flug nicht der Fall sein, aber derzeit läuft die Auswahl einer neuen Klasse von ESA-Astronautinnen und Astronauten und ich bin zuversichtlich, dass zu dieser Klasse hochkompetente und engagierte Frauen gehören werden, die in nicht allzu ferner Zukunft Führungsrollen übernehmen können.”</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5_Segments_of_the_International_Space_Station_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="356" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5_356x200_Segments_of_the_International_Space_Station_pillars.jpg" alt="" class="wp-image-106563" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5_356x200_Segments_of_the_International_Space_Station_pillars.jpg 356w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5_356x200_Segments_of_the_International_Space_Station_pillars-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /></a><figcaption>Seitenansicht der Internationalen Raumstation mit ihren Elementen. Bild: ESA</figcaption></figure></div>



<p>David Parker, ESA-Direktor für Astronautische und Robotische Exploration, sagt, dass Samanthas USOS-Leitung ein Zeugnis ihrer hervorragenden Fähigkeiten und ihres Beitrags zur Station ist.</p>



<p>„Als Astronautin, die zum zweiten Mal zur ISS fliegt, und als kompetente Leitungskraft ist Samantha mit ihrem Wissen, ihrem ruhigen Auftreten und ihrer Erfahrung im Weltraum eine wertvolle Bereicherung für die Crew. Sie ist ein hervorragendes Vorbild für alle derzeit am Auswahlverfahren der ESA teilnehmenden Astronautinnen und Astronauten, insbesondere für unsere Bewerberinnen, die Europa im Weltraum vertreten wollen.“</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19058.msg528567#msg528567" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX Crew-4 / USCV-4 auf Falcon 9 (B1067.4)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachlese: Erster #Weltraumkongress des BDI</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachlese-erster-weltraumkongress-des-bdi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 04:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[OHB]]></category>
		<category><![CDATA[PTScientists]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumbahnhof]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erster #Weltraumkongress des BDI am 18. Oktober 2019 – Raumfahrer.net war dabei &#8211; Eine Reflexion. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Veranstaltungsbesuch. Der #Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist nun schon einige Tage her. Und noch immer rauscht es nach in den sozialen Netzwerken und in der Presse. Mit etwas zeitlichen Abstand [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Erster #Weltraumkongress des BDI am 18. Oktober 2019 – Raumfahrer.net war dabei &#8211; Eine Reflexion.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_small_1.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf (li.), BM Peter Altmaier (re.) 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p>Der #Weltraumkongress des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ist nun schon einige Tage her. Und noch immer rauscht es nach in den sozialen Netzwerken und in der Presse. Mit etwas zeitlichen Abstand scheint es nicht verkehrt, das Erlebte zu reflektieren, ohne den Anspruch auf allumfassende Vollständigkeit und Themenwertung zu erheben. </p>



<p>Voraus geschickt sei die Bemerkung, dass wir uns sehr gefreut haben, vom BDI die Möglichkeit der Teilnahme erhalten zu haben. Sie war nicht an irgendwelche Vorbedingungen geknüpft. </p>



<p><strong>Das „Vorprogramm“</strong>
<br>
Die Veranstaltung im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin war die erste ihrer Art.         Zur Einstimmung fand im großen Konferenzsaal eine Veranstaltung mit Astronaut Matthias Maurer mit vielen, vielen Kindern statt. Hier wurde also auf das technisch interessierte Publikum von morgen gesetzt, was wir als ausgesprochen sinnvoll betrachten. Parallel dazu lief eine Kurz-Vortragsrunde mit verschiedenen Startups. Hier und auch später in der Hauptveranstaltung war es durchaus interessant, die Zwischentöne zu hören und zu interpretieren, wahrzunehmen, was gesagt wurde, und auch, was nicht gesagt wurde. </p>



<p><strong>Wieder einmal PTScientists/PTS</strong>
<br>
Die Gechichte von PTScientists/PTS verfolgen wir schon einige Jahre. Daher waren wir auf den Vortrag von Herrn Robert Böhme sehr gespannt. Der Gründer von PTScientists berichtete vom vorhandenen Potential und vom Zukunftsmarkt Mond. Andreas Schepers, ehemaliger Kommunikator bei PTScientists, konnten wir trotz Ankündigung im Programm nicht entdecken. Hinter Böhme prunkte ein Aufsteller mit dem Logo von „PTS &#8211; A Company of ZEITFRACHT“. Nun scheinen PTScientists und PTS (Planetary Transportation Systems) laut Handelsregister zwei verschiedene Firmen mit unterschiedlichen Geschäftsführern und Geschäftssitzen zu sein, wobei sich erstere in Liquidation (9. August 2019) befindet. Böhme schien zu versuchen, den Eindruck zu erwecken, dass es sich nur um eine Namensänderung handelte. 40 Mitarbeiter arbeiteten nach seiner Aussage bei PTS. Bei PTScientists wurde meist von 60-70 Mitarbeitern gesprochen. Vom ursprünglichen Missionsziel des Erstfluges, die Landestelle von Apollo 17 zu besuchen, war keine Rede mehr. Stattdessen meinte Böhme wörtlich, man habe „in den letzten Jahren vier Raumschiffe entwickelt.“ Man sehe außerdem einen Schwerpunkt des Unternehmens in der Entwicklung von weltraumgehärteter Elektronik. Wo diese bereits eingesetzt wurde oder wird, ließ Böhme offen. Die Zeit für Fragen war sehr kurz gehalten. Auf die Frage nach einem für einen Nutzlasttransport zahlenden Kunden nannte Böhme den Uhrenhersteller OMEGA, der mechanische Uhrwerke unter Mondbedingungen für künftige Astronauten testen wolle. Hört sich gut an, allerdings ist zu vermuten, dass OMEGA nicht die ganze Mission bezahlt, sondern nur den kg-Preis für die Fracht zum Mond. Welche Masse wird wohl eine in Frage kommende Uhrenladung nebst mitfliegender Testumgebung besitzen? Ohne näher darauf einzugehen erwähnte Böhme #MissiontotheMoon. Man solle mal im Internet nachschauen, meinte er.          Alles in Allem hinterließ das ehemalige Leuchtturm-Vorzeigeunternehmen der Raumfahrt-Startup-Szene keinen übermäßig durchschlagenden Eindruck. Begeisterungsstürme gab es keine.         Einmal im Laufe des Tages flackerte das Thema PTS noch einmal ganz kurz auf. Auf seiner letzten Folie seines Vortrages zum Thema Autonomes Fahren hatte Miklos Kiss von AUDI wie durch Zufall ein Bild vom PTS-Rover, obwohl er eine Zusammenarbeit vorher mit keiner Silbe erwähnt hatte. Und genau diese Folie wurde dann getwittert. „Gutes Marketing!“ mag man da nur staunend sagen. </p>



<p><strong>Die Hauptveranstaltung</strong>
<br>
Eröffnet wurde von BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf mit einer Grundsatzrede. Kempf bewies dabei viel Humor und literarische Kenntnis. Er stand mit einem Handtuch am Rednerpult, einem Verweis auf den Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ des britischen Schriftstellers Douglas Adams. Ohne besagtes Handtuch könne man nicht durch das Weltall reisen und überhaupt gehöre der Schriftsteller Douglas Adams zu den „guten“ Engländern. Der Seitenhieb auf den Brexit war nicht zu überhören. </p>



<p><strong>Ein Deutscher Weltraumbahnhof?</strong>
<br>
In seiner Rede forderte Kempf unter anderem die Schaffung eines „Deutschen Weltraumbahnhofes“. Denn man kenne sich in Deutschland mit Bahnhöfen und Flughäfen aus. Da würde man auch das hinbekommen. Das Gelächter war eher gequält. Man erinnerte sich offensichtlich an Stuttgart21, den BER und fürchtete vielleicht einen möglichen SpacePort22. Nichts desto trotz wurde die später mehrfach wiederholte Forderung nach einem „Deutschen Weltraumbahnhof“ von der Presse aufgegriffen. In der Presse spekuliert man seitdem munter darauf los, wo dieser entstehen könne. Dabei wird der Eindruck erweckt, man könne in Deutschland Raketen, wie in Kourou, Cape Canaveral oder Baikonur starten. Genau dieses ist aber hochgradig anzuzweifeln. Der BDI hat im Verlauf der Veranstaltung nicht konkretisiert, welche Örtlichkeit er sich für einen Deutschen Weltraumbahnhof vorstellen könnte. Ein Startplatz für Micro-Launcher? Dass die Idee nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigt die Diskussion um eine eventuelle Nachnutzung des Flugplatzes Rostock-Laage nach der Pleite der Germania-Airlines. Angeblich befasst sich die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern schon damit. </p>



<p>(Selbst wir hatten (allerdings als Aprilscherz) auf den Braunkohletagebau Welzow bei Spremberg im Süden von Brandenburg zur Raumfahrtumnutzung hingewiesen.) Andere haben den ehemaligen Flugplatz Nordholz südlich von Cuxhaven im Visier. Wenn man sich die dortige Lage mit der angrenzenden Nordsee ansieht, könnte man ins Grübeln kommen. Laut ARD ist dort bereits OHB aktiv. OHB sitzt bekanntlich in Bremen und arbeitet an neuen Startsystemen. Würde passen, könnte man meinen. </p>



<p>Man darf also gespannt sein, was jetzt an ernstzunehmenden Gedanken auf den Tisch kommt. Der anwesende Bundeswirtschaftsminister Altmaier fand die Idee jedenfalls prima, ohne zu verraten, was er darunter verstehen würde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25102019062641_small_2.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf (li.), BM Peter Altmaier (re.) 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Bundeswirtschaftsminister Altmaier &#8230;</strong>
<br>
war der Hauptgastredner der Veranstaltung. Zunächst wurde ihm von BDI-Chef Kempf die „Berliner Weltraumerklärung&#8220; in einem großen Bilderrahmen übergeben. Seine Bemerkung bei der Übergabe, er habe schon zwei derartige Sachen im Büro an der Wand hängen, ließ an der Ernsthaftigkeit einer Inhaltsprüfung zweifeln. Aber alle Anwesenden fanden den flotten Spruch toll und lachten wohlwollend. </p>



<p>Altmaier selber entwickelte in seiner dann folgenden Rede eine mitreißende Dynamik. Er finde Raumfahrt toll! Punkt! Da müsse man was machen! Und man wird darüber reden. Und Herr Thomas Jarzombek, Koordinator für Luft- und Raumfahrt der Bundesregierung, der auch im Saal war, werde ihm berichten. „Wow!“ wollte man am Ende rufen. Das ging los! Jetzt geht die Post ab! Aufbruchstimmung! Alle Probleme sind beim Minister angekommen und der macht jetzt was …!  Folgerichtig schrieb BILD-online von ALLmaier und zeigte den Minister im Raumanzug in einer Pose zwischen Superman und Alex Gerst. Wir selber waren auch sehr beeindruckt. Hätte man uns aber eine halbe Stunde später gefragt, was der Herr Minister jetzt konkret zugesagt habe und bewegen wolle, wir hätten keine Antwort gewusst. </p>



<p><strong>Die erste deutsche Frau im Weltraum</strong>
<br>
Ja, auch das war ein Thema, wenn auch kein in der Agenda extra aufgeführtes. Man sprach darüber, dass es das Beste wäre, wenn sich potentielle Kandidatinnen dem „normalen“ ESA-Auswahlverfahren und dem Gang durch die Institutionen stellen würden. Kommenden Jahres sei wieder ein Einstieg möglich. Natürlich wünsche man allen viel Glück. Eine explizite Unterstützung der Privat-Initiative „Die Astronautin“ wurde nicht erwähnt. Frau Kessler von der gleichnamigen Initiative war übrigens nicht anwesend. Sie twitterte allerdings, dass Minister Altmaier meine, „Die Astronautin“ solle man mit Matthias Maurer besprechen. Woher dieser Eindruck kommt? So haben wir den Herrn Minister jedenfalls nicht verstanden. </p>



<p>Bemerkenswert war eine Aussage von Moderatorin Céline Flores Willers: Am wichtigsten wäre, dass die Person, die es macht, sich damit auskennen sollte. Ob es ein Mann oder eine Frau ist, sei an dieser Stelle egal. </p>



<p><strong>ESA und das DLR</strong>
<br>
Die ESA erschien in Form einer Video-Grußbotschaft von ESA-Chef Wörner auf der Leinwand. Damit war diese wichtige europäische Komponente auch vertreten. Wir hätten uns gefreut, wenn von Seiten des DLR auch solch ein eindeutiges verbales Zeichen gesetzt worden wäre. Es ging ja im Speziellen um die Deutsche Raumfahrt. Aber Frau Ehrenfreund war nicht präsent. Schade! </p>



<p><strong>Wem gehört der Mond?</strong>
<br>
In der letzten Bühnendiskussionsrunde ging es zur Sache. Während der angereiste Gast aus Luxemburg zunächst für seine Vertragspolitik hinsichtlich der Rohstoffausbeutung, hier speziell auf dem Mond, allseits als Vorbild für Deutschland gelobt wurde, platzte Rechtsanwalt Prof. Dr. Stephan Hobe dann doch der Kragen und die Stimmung kippte. Man solle bitteschön mal den Weltraumvertrag von 1967 genau lesen. Und dann solle man den Mondvertrag von 1979 lesen. Da wäre fast alles geregelt. Strittige Fragen seien vor der UNO zu klären. </p>



<p>Das erinnerte uns an die Aussagen von Alexander Soucek, der als Spezialist für Weltraumrecht und ESA-Mitarbeiter genau dieses Thema bei der UNO in Wien bearbeitet. Soucek, auch Mitglied im Österreichischen Weltraumforum ÖWF,  ist bekannt durch seine Auftritte zur YurisNight in Wien und zu den Neubrandenburger Raumfahrttagen. Hier wusste er schon mehrmals zu berichten, wie kompliziert die Materie ist und wie die einzelnen Interessenvertreter ringen. Das Thema wird (nicht nur) uns auf jeden Fall noch weiter beschäftigen. </p>



<p><strong>Fazit?</strong>
<br>
Die Beteiligten von Seiten der Industrie waren sich einig: Der Staat müsse mehr in Raumfahrt investieren. Genannt wurde dabei eine Investitionshöhe, die der Frankreichs entspräche. Auch fordere die Industrie bessere rechtliche Rahmenbedingungen in Form eines Weltraumgesetzes. Dem widersprach Jarzombek, der so ein Gesetz eher hinderlich und bremsend sähe. Die bestehenden rechtlichen Grundlagen würden ausreichen. Der Forderung nach mehr staatlicher Unterstützung widersprach auch indirekt Herr Marco Fuchs von OHB. In seinem Vortrag zeigte er sich zuversichtlich, dass „..der Markt es schon richten würde und sich selbst sortiert“. Damit waren insbesondere die vielen Startups gemeint, wo sich die Besten dann durchsetzen sollen. Also bitte mehr Geld vom Staat und rechtliche Rahmenbedingungen bei gleichzeitiger freier Hand für die Kräfte des Marktes ohne gesetzliche Einschränkungen. Ob das so funktionieren kann? </p>



<p><strong>Kunden im Downstream der Weltraumindustrie</strong>
<br>
Es herrschte Konsens, dass das Gros der eigentlichen Kunden der Weltraumindustrie nicht vertreten war. Einem Weltraumkongress stünde das jedoch gut zu Gesicht. Allein Forschungsprojekte, die durch den Staat finanziert werden, brächten die Raumfahrtindustrie nicht voran.  Man bräuchte mehr Öffentlichkeit, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Nur wenn diese Akzeptanz erhöht werde, könne der Staat auch mehr finanzielle Mittel für die Projekte der Industrie bereitstellen. </p>



<p>Wir meinen: Es wäre schön, wenn man beim nächsten Kongress die Öffentlichkeit schon in einer Vorbereitungsphase mit einbindet, und nicht nur Anbieter von Raumfahrttechnik, Infrastruktur und Dienstleistungen vorstellt, sondern auch deren Nutzer. </p>



<p>Eventuell könnte man so besser berücksichtigen, was die Öffentlichkeit interessiert. </p>



<p>Die zentrale Frage ist: Wem nutzt die Raumfahrt? Was ist mit Energieversorgern und Schafhirten? Was ist mit Förstern und Containerverschiffern? Was ist mit Gleisbauarbeitern und Wettervorhersagern? Was wäre, wenn einige aus dem Kreis der Nutzer, an die man vielleicht nicht ohne weiteres denkt, auf einem neuen Kongress direkt berichten würden? Was bringt Raumfahrt für sie als Endnutzer und was könnte man mit Raumfahrt noch anstellen? Wir haben Firmen-Beiträge auf dem Kongress gehört, die sich mit Auswertung von Satellitendaten beschäftigen. Was sagen tatsächliche und mögliche Endbenutzer dazu?  </p>



<p>Die Präsentationen der großen Player sind für die Öffentlichkeit möglicherweise bereits langsam langweilig geworden. Jedenfalls wäre es spannend zu erfahren, wen und was es da noch so gibt. Und natürlich ist ganz wichtig, wie „die Politik“ das alles unterstützt. Auf dem #Weltraumkongress hat sie ja schon einmal „Viel Erfolg!“ gewünscht. Jetzt sollte der nächste Schritt – vielleicht ein nachhaltiger &#8211; erfolgen. Der nächste #Weltraumkongress soll in zwei Jahren stattfinden … </p>



<p><strong>… und wir?</strong>
<br>
Raumfahrer.net hat sich der Förderung und Verbreitung des Raumfahrtgedankens verschrieben.         Insofern sehen wir uns hier in unserem Handeln bestätigt und werden den vom BDI angeschobenen Prozess gerne nicht nur begleiten, sondern auch unterstützen.</p>



<p>Zum Schluss eine Aussage im sozialen Netz von Moderatorin Céline Flores Willers: „Bin sehr sehr begeistert vom Thema #Raumfahrt und geplättet von den ungenutzten Potenzialen.“ Ja, geplättet waren wir auch. Das mit den ungenutzten Potentialen wussten wir aber schon &#8230; </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17236.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BDI Weltraumkongress in Berlin</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Privileg, Erde aus anderer Perspektive zu sehen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/privileg-erde-aus-anderer-perspektive-zu-sehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2019 12:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42901</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie wird man Astronaut? Diese Frage beantwortet ESA-Astronautin und Buchautorin Samantha Cristoforetti ausführlich auf der Frankfurter Buchmesse (Messe-Samstag, 19. Oktober 2019, 14.30 &#8211; 15.30 Uhr, Halle 4.2 N101, Academic &#38; Business Information Stage). Vorab spricht sie im Interview über ihre Lieblingsbücher im Weltall und vieles mehr. Wiedergabe mit Genehmigung der Frankfurter Buchmesse GmbH. Quelle: Frankfurter [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie wird man Astronaut? Diese Frage beantwortet ESA-Astronautin und Buchautorin Samantha Cristoforetti ausführlich auf der Frankfurter Buchmesse (Messe-Samstag, 19. Oktober 2019, 14.30 &#8211; 15.30 Uhr, Halle 4.2 N101, Academic &amp; Business Information Stage). Vorab spricht sie im Interview über ihre Lieblingsbücher im Weltall und vieles mehr. Wiedergabe mit Genehmigung der Frankfurter Buchmesse GmbH. <br><br></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Frankfurter Buchmesse GmbH.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092019140825_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30092019140825_small_1.jpg" alt="ESA/NASA, CC BY-SA 3.0 IGO" width="260"/></a><figcaption>
Samantha Cristoforetti in der ISS-Beobachtungskuppel Cupola 
<br>
(Bild: ESA/NASA, CC BY-SA 3.0 IGO)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Sie sind Kampfpilotin, Astronautin und jetzt auch Buchautorin – welche Fähigkeiten sollte jeder für diese drei Rollen mitbringen?</strong>
<br>
Bei Kampfpiloten steht das eigentliche Fliegen der Maschine im Vordergrund. Man muss zwar sehr viel lernen (viel mehr, als man in Filmen sieht!), aber Sachen wie Augen-Hand Koordination, dreidimensionales Vorstellungsvermögen oder schnelle Reaktionszeiten spielen eine große Rolle. Solche Fähigkeiten werden auch bei einer Astronautenauswahl getestet. Astronaut*innen müssen eine angeeignete technische Kompetenz und viel Teamfähigkeit mitbringen. </p>



<p>Als Buch-Autorin&#8230; meine Erfahrung ist doch sehr begrenzt. Was für mich wichtig war, um überhaupt damit fertig zu werden: Die Entscheidung, fünf Wochen Urlaub zu nehmen und mich nur damit zu beschäftigen. Dadurch ist das letzte Drittel vom Buch, das die eigentliche Weltraummission erzählt, entstanden. </p>



<p><strong>Was raten Sie jungen Menschen, die zur ESA wollen? </strong>
<br>
Die ESA hat ein tolles YGT Programm – das heißt Young Graduate Trainee. Hervorragende Absolvent*innen können sich da bewerben und bei uns ein oder zwei Jahre in interessanten Projekten arbeiten. Damit können sie die ESA kennenlernen, besser verstehen, wo sie gut reinpassen würden und für welche Stellen sie sich interessieren könnten. Und wenn sie bei uns einen guten Eindruck hinterlassen, ist das sicherlich bei einer zukünftigen Bewerbung von Vorteil. </p>



<p><strong>Haben Sie während der 200 Tage auf der ISS Bücher gelesen? Wenn ja, welche?</strong>
<br>
Ich habe einige Bücher mit mir gehabt, die ich liebe, und in denen ich hin und wieder geblättert habe. Das waren vor allem Flug nach Arras von Antoine de Saint-Exupery und Palomar von Italo Calvino. </p>



<p><strong>Worauf freuen Sie sich am meisten auf der Frankfurter Buchmesse?</strong>
<br>
Als Astronautin hatte ich das Privileg, unsere Erde aus einer anderen Perspektive zu sehen. Daher finde ich das Thema des Weltempfangs „<a class="a" href="https://web.archive.org/web/20250114062148/https://www.buchmesse.de/weltempfang-0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Man-made</a>“ sehr spannend. Es geht um unseren Einfluss auf den Planeten und das Verhältnis von Kultur und Natur. </p>



<p><strong>Frau Cristoforetti, vielen Dank für das Gespräch!</strong>
<br>
Das Interview führte Frank Krings, PR Manager der Frankfurter Buchmesse. Weitere Informationen und Tickets für die Veranstaltung auf der Buchmesse: <a class="a" href="https://www.buchmesse.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.buchmesse.de</a>. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17284.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die lange Reise: Tagebuch einer Astronautin; Samantha Cristoforetti</a> </li></ul>
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		<title>Deutschland sucht die Astro-Frau …</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/deutschland-sucht-die-astro-frau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 22:07:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Insa Thiele-Eich]]></category>
		<category><![CDATA[Nicola Baumann]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8123</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gedanken zur Initiative „Die Astronautin“ Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Veranstaltungsbesuch. War das ein Fest! Am 19. April 2017 durfte ich bei der Vorstellung der beiden Finalistinnen im Raumfahrt-Projekt „Die Astronautin“ dabei sein. Fernsehteams hatten sich in Position begeben. Die Lokation war sehr nobel gewählt: In Berlin am Pariser Platz, gleich zwischen Hotel Adlon [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gedanken zur Initiative „Die Astronautin“</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p>War das ein Fest! Am 19. April 2017 durfte ich bei der Vorstellung der beiden Finalistinnen im Raumfahrt-Projekt „Die Astronautin“ dabei sein. Fernsehteams hatten sich in Position begeben. Die Lokation war sehr nobel gewählt: In Berlin am Pariser Platz, gleich zwischen Hotel Adlon und US-Botschaft, in Sichtweite des Brandenburger Tors. Es gab etwas zu trinken, bedeutsame Reden wurden gehalten … die Stimmung war geradezu Historien-schwanger.</p>



<p>Deutschland schicke sich an, nun endlich auch eine Frau ins All zu bringen, hieß es. Ich hatte Gelegenheit, einige Anwesende zu fragen, ob sie glauben, dass eine der beiden ausgewählten Damen auch tatsächlich in den Weltraum fliegen werden. Die Antwort war immer die Selbe: Natürlich, Einhundertprozentig! Auf meine zweite Frage, ob ich die befragte Person auch so zitieren durfte, war die Antwort ebenso eindeutig: Bitte nicht!</p>



<p>Da fragt man sich trotz der vielen Glückstränen der Begeisterung in den Augen, ob das alles auch wirklich real ist. Deshalb: Tränen auswischen, Augen schließen, und Gedanken finden:</p>



<p><strong>Gedanke 1: Solang es bemannte Raumfahrt gibt …<br></strong> Solang es bemannte Raumfahrt gibt, steht die Frage: Wie hält man es eigentlich mit dem weiblichen Geschlecht im Weltraum. Für den Filmregisseur Fritz Lang war das kein Problem. In seinem Film „Frau im Mond“ von 1929 war wie selbstverständlich eine Frau mit an Bord der Rakete. Ganz so locker sah dann der Mastermind der sowjetischen Raumfahrt Sergei Pawlowitsch Koroljow die Sache 34 Jahre später nicht. Nach dem nicht ganz glücklichen Flug von Wostok 6 mit der ersten Kosmonautin Walentina Tereschkowa soll er getobt haben. Nie wieder werde ihm ein Weibsbild in ein Raumschiff steigen. Dabei hatte die unglückliche Kosmonautin keine Schuld an dem verkorksten Flug. Aber wie in der Seefahrt war man hinter vorgehaltener Hand auch hier der Meinung: Frauen bringen Unglück an Bord.</p>



<p>Schon die Auswahl der ersten Frau im All zeigte, was man von Ihr erwartete: Lächeln und schweigen. Das Unternehmen war schließlich ein reiner Propagandaflug für Staatschef Chruschtschow. Die Kandidatinnen, die die besseren fachlichen Qualifikationen hatten, aber vielleicht nicht ganz so fotogen waren, gingen leer aus. Es dauerte 19 Jahre, bis wieder eine Frau aus Russland in das All aufbrach. Swetlana Sawizkaja hatte dabei ein entscheidendes Argument an ihrer Seite: Die Amerikaner hatten angekündigt, selber Frauen ins All zu schicken.</p>



<p>Auch heute tut man sich in Russland schwer, Kosmonautinnen zu starten. Unvergessen für alle, die dabei waren, bleibt der Auftritt von Kosmonauten-Urgestein Kowaljonok im Russischen Kulturzentrum in Berlin 2013 anlässlich des 50. Jahrestages des Fluges von Walentina Tereschkowa. Kowaljonok polterte auf der Bühne, dass Frauen im All nichts zu suchen hätten. Die Aufgabe der Männer wäre es bitte schön, die Frauen vor solchen Strapazen zu beschützen. Hier war man von einer Gleichberechtigung noch Lichtjahre entfernt. Aber auch wenn man sich heute mit aktiven Kosmonauten unterhält, erntet man nicht gerade Begeisterungsstürme, wenn es um den Einsatz von Kolleginnen geht.</p>



<p>In den USA mag das ein wenig anders aussehen. Hier haben die Frauen die Chance, sich bis zum Raumflug durchzuboxen. In der dritten großen Raumfahrernation, in China, scheint das alles kein Thema zu sein. Da fliegen Männer und Frauen. Sie machen es einfach.</p>



<p><strong>Gedanke 2: Zur deutschen Geschichte …<br></strong> Deutschland hat eine lange Tradition im Nicht-Verwirklichen von Raumflügen von Frauen. Vor 30 Jahren (1987!) wurde aus einer Vielzahl von Bewerbern und Bewerberinnen die DLR-Gruppe-2 für die Spacelab-Mission D2 vorgestellt.</p>



<p>Die Gruppe bestand aus Renate Brümmer, Hans Schlegel, Gerhard Thiele, Heike Walpot und Ulrich Walter. Drei Mitglieder dieser Gruppe konnten ihren Weltraumtraum verwirklichen. Zwei blieben am Boden: Eine brünette und eine blonde Dame. Beide damals um die 30 Jahre jung. Jeder, der in Deutschland als Astronaut/Kosmonaut einmal ausgewählt wurde, konnte irgendwann ins All fliegen. (Eine Ausnahme bildete das Double von Sigmund Jähn, Eberhard Köllner.) Keine, die als deutsche Astronautin/Kosmonautin einmal ausgewählt wurde, war bislang im All. Ein schlechtes Omen? Wenn ja, gilt es das zu durchbrechen!</p>



<p><strong>Gedanke 3: Hatten wir nicht schon eine „Erste Deutsche im Weltraum“?<br></strong> Vor zehn Jahren (2007) gab es ein lautes Rauschen im Medienwald. Sonja Rohde, damals 31, schickte sich an, als Weltraumtouristin im „SpaceShipTwo“ des britischen Milliardärs Richard Branson auf einen suborbitalen Weltraum-Flug zu gehen. Über Monate wurde die attraktive, unternehmungslustige und mutige Dame in der Szene herum gereicht als mutmaßlich erste Deutsche im All. Doch erstens kam es anders und zweitens, als wir dachten (frei nach Wilhelm Busch). Wie bekannt, scheiterte der Weltraumhüpfer bislang am nicht zur Verfügung stehenden Fluggerät. Fortsetzung folgt vielleicht (irgendwann).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6280b600.jpg" alt=""/><figcaption>von links.: Insa Thiele-Eich, Nicola Baumann<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Gedanke 4: Die Siegerinnen<br></strong> Ich hatte mir im Vorfeld der Präsentation der Siegerinnen auf einem Zettel mit den Namen der letzten sechs verbliebenen Kandidatinnen zwei Namen markiert. Ungelogen! Genau diese beiden wurden aus dem Briefumschlag gezaubert: Nämlich die von Nilcola Baumann, Eurofighter-Pilotin aus Köln, und Insa Thiele-Eich, Meteorologin aus Bonn. Dass Frau Insa Thiele-Eichs Vater, der Astronaut Gerhard Thiele, zusammen mit Jury-Mitglied Astronaut Ulrich Walter genau in dem Team mit den angehenden Astronautinnen vor 30 Jahren war, das möge ein dummer Zufall sein. Zumindest möchte ich das glauben.</p>



<p>Warum waren ausgerechnet diese beiden Damen meine Wahl? Ich kenne sie doch gar nicht, und Pressetexte sind Schall und Rauch. Vielleicht, weil sie irgendwie gegensätzlich wirken. Die eine mit hellem Haar, die andere mit dunklem Haar. Hatten wir das nicht schon einmal vor 30 Jahren? Dann ist die eine Kampfpiloten, die andere Wissenschaftlerin. Größer kann der Gegensatz nicht sein.</p>



<p>Aber ich glaube, genau deshalb werden die Beiden ein gutes Team abgeben. Und das müssen sie. Es gilt nicht nur die Ausbildung zur Astronautin/Kosmonautin zu bestehen. Es gilt vor allem auch, sich auf einem anderen Schlachtfeld zu bewähren: Dem der öffentlichen Meinung. Dort geht es teilweise sehr rau und ruppig zu. Als Anmerkung: In BILD (Berlin/Brandenburg) und im Berliner Kurier fand ich einen Tag nach der Präsentation keinen einzigen Hinweis, dass bald eine deutsche Frau ins All aufsteigen soll. Nun sind diese beiden Blätter nicht unbedingt für eine speziell wissenschaftlich interessierte Leserschaft gedacht. Aber sie könnten an der Bildung einer öffentlichen Meinung mitwirken. Auch die Akzeptanz der Öffentlichkeit kann für solch ein Projekt entscheidend sein. (Ok, die Berliner Zeitung hatte ihre ganze Wissenschaftsseite für das Thema reserviert).</p>



<p><strong>Gedanke 5: Scheitern ausgeschlossen (?) !<br></strong> Es gibt nur einen …. wirklich nur einen einzigen Grund, warum die Privat-Initiative „Die Astronautin“ scheitern könnte. Das fehlende Geld. Es wird einem schwindlig, wenn man die Zahlen hört. Die Rede ist von 50 Millionen Euro, die ein Flug kosten würde. Manchmal redet man auch von 30 Millionen. Was macht das für einen Unterschied? Zur Zeit versucht man über Spenden ca. 50 Tausend (!) Euro zu bekommen, um mit dem Projekt weiter machen zu können. Und selbst das ist im Augenblick nicht gesichert. Nachfragen zur Finanzierung wurden in der Pressekonferenz abgewimmelt. Es sieht also vielleicht sehr düster aus. Aber ist die Sache wirklich so aussichtslos? Spinnen wir mal:</p>



<p>In Berlin ist ein junges Unternehmen ansässig, das will in Kürze einen Rover zum Mond bringen. Der erforderliche zweistellige Millionenbetrag wird durch das Sponsoring einer großen Automarke aufgebracht. Eine Win-Win-Situation. Markenname und Technologiedemonstrator. So etwas ist auch möglich. Warum sollte so etwas nicht bei der Astro-Frau funktionieren? Airbus scheint dabei schon eingestiegen zu sein. Warum nicht auch andere Firmen? Dabei denke ich jetzt nicht unbedingt an Kosmetika, Mode-Label, einen bekannten Sportschuhhersteller oder andere klassisch-frauentypische Werbeträger.</p>



<p>Die beiden Damen sind hochintelligent und werden im Weltraum, ob auf der ISS oder anderswo, nicht nur süß lächeln dürfen, sondern handfeste Forschung betreiben können. Da könnte man ansetzen. Als Sympathieträger für die Bildung und Ausbildung von Jugendlichen, speziell jungen Frauen sind die Beiden sowieso unbezahlbar. Mein Fazit: Die Privatwirtschaft könnte das vermutlich allein stemmen.</p>



<p>Laut Spiegel-Online hat der Strartosphärensprung von Felix Baumgartner seiner Zeit 50 Millionen Euro gekostet. Dem Energydrinkhersteller Redbull war dieses „Kleingeld“ die Sache wert. Das nur mal so zum Vergleich.</p>



<p>Es geht also darum, die Sache richtig zu verkaufen. Und dazu muss man sich in Deutschland klar positionieren: Will man oder will man nicht?</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6243b400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6243b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Brigitte Zypries<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Gedanke 6: Es besteht (k)ein öffentliches Interesse?<br></strong> Brigitte Zypries ist seit 2017 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merkel. Seit Januar 2014 ist sie die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt. Sie war in der Auswahl-Jury für „Die Astronautin“. Natürlich durfte sie auch bei der Präsentation als Rednerin nicht fehlen. Ihre kurze Rede war geradezu beispielhaft für die derzeitige Situation. Zunächst gab es einen verbalen Dank an die Initiatoren des Ganzen, an Frau Kessler. „Wenn Sie das nicht gemacht hätten ….!“ Ja, hätte es der Bund denn eben ganz bestimmt nicht gemacht? Es folgte der Dank an die Sponsoren.</p>



<p>Dann fiel der entscheidende Satz: „Ich in meiner Funktion als Koordinatorin für Luft- und Raumfahrt unterstütze ich Sie auch, allerdings nur ideell. Aber immerhin schon mal ideell … .“ Ein kurzes verkniffenes Lachen folgte. Hier hat sich eine Bundesministerin nicht mehr und nicht weniger bei einer Privatinitiative bedankt, die eigentlich ihren Job macht. Nämlich die Förderung von Jugendausbildung und Begeisterung für die Naturwissenschaften. Die Kurzübersetzung lautet: „Danke, aber von uns gibt es nur ein Schulterklopfen und ein Selfie mit allen Beteiligten“.</p>



<p>Es hätte dem Bundesministerium gut zu Gesicht gestanden, die restlichen paar Tausend Euro für den Fortbestandes des Projektes auf den Tisch zu blättern. Und wenn es aus dem Werbeetat gewesen wäre. Statt dessen muss die Initiative buchstäblich betteln gehen. Aber warum ist das so? Offensichtlich besteht kein Interesse von Seiten der Politik, hier ernsthaft unterstützend weiter zu helfen. Wir haben ein Wahljahr. Da achtet man auf Stimmungen. Und mögliche Stimmen. Stimmen, die man bei einer Hilfestellung für eine Astronautin eventuell verlieren könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6267center300.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6267center260.jpg" alt=""/></a><figcaption>HE Space CEO Claudia Kessler<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Ich hatte den Eindruck, dass sich bei Frau Zypries die Begeisterung irgendwie in Grenzen hielt. Richtig gejubelt über das erreichte Zwischenetappenziel hat nur die Initiatorin Frau Kessler. Ob gewollt oder ungewollt &#8211; sie hat der Politik den Spiegel vorgehalten. Aber vielleicht täusche ich mich auch und das Bundesministerium steigt jetzt ganz groß ein. Mit einer Kampagne für Frauenfortbildung, für Gleichberechtigung im Beruf, für naturwissenschaftliche Fächer und so weiter … .</p>



<p>Ich sehe erhebliches Potenzial für die Jugendarbeit und das Frauenverständnis in unserer Gesellschaft. Und ich schäme mich für die derzeitige Kleinkariertheit in der Politik. Denn sie wäre ganz sicher in der Lage, eine entsprechende öffentliche Stimmung mit zu initiieren.</p>



<p><strong>Gedanke 7: Denk ich an Briten in der Nacht …<br></strong> Der erste Brite im Weltraum …. war eine Frau. Im Sommer 1989 bewarb sich die damals 26 jährige Helen Patricia Sharman auf einen Radiospot hin als erste britische Astronautin. 1991 hatte Sie dann ihren Raumflug zur Raumstation MIR. Sie war zu diesem Zeitpunkt nicht im ESA-Team. Es war ein rein kommerzieller Flug. So geht es auch.</p>



<p><strong>Gedanke 8: Es ist möglich. – Wir sollten es machen.<br></strong> Wenn man unterstellt, dass die Initiative „Die Astronautin“ nicht einfach eine riesig aufgeblasene Promo-Veranstaltung einer Werbeagentur ist, dann kommt man unweigerlich zu dem Schluss: Man muss diese Initiative unterstützen. Von der Politik ist im Moment nicht viel zu erwarten, leider.</p>



<p>Das DLR in Gestalt der Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Pascale Ehrenfreund, aber auch Sponsoren wie der Konzern Airbus, vertreten durch Johannes von Thadden, haben ihre Unterstützung signalisiert.</p>



<p>Wir sollten den weiteren Fortgang des Projektes aufgeschlossen beobachten und im Rahmen unserer Möglichkeiten auch unterstützen.</p>



<p>Vielleicht ist es doch möglich, in absehbarer Zeit tatsächlich eine Astronautin aus Deutschland ins All zu bringen. Beiden jungen Damen wünsche ich es von Herzen</p>



<p>Für unser Land und für die Raumfahrt wäre es ein Gewinn.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14161.msg391764#msg391764" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die erste deutsche Astronautin?</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Astronautin: Zwei Kandidatinnen ausgewählt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-astronautin-zwei-kandidatinnen-ausgewaehlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 22:07:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[Insa Thiele-Eich]]></category>
		<category><![CDATA[Nicola Baumann]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8116</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung Die Astronautin: Zwei Kandidatinnen setzen sich im Auswahlverfahren durch. Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion. Quelle: Initiative „Die Astronautin“. Berlin, 19 April 2017 &#8211; Die Entscheidung ist gefallen: Nilcola Baumann, Eurofighter-Pilotin aus Köln, und Insa Thiele-Eich, Meteorologin aus Bonn, haben sich im Finale der Initiative „Die Astronautin“ gegen vier weitere Kandidatinnen durchgesetzt. Die zwei Frauen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-astronautin-zwei-kandidatinnen-ausgewaehlt/" data-wpel-link="internal">Die Astronautin: Zwei Kandidatinnen ausgewählt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Pressemitteilung Die Astronautin: Zwei Kandidatinnen setzen sich im Auswahlverfahren durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag der Raumfahrer.net Redaktion.  Quelle: Initiative „Die Astronautin“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6273aw600.jpg" alt=""/><figcaption>von links.: Insa Thiele-Eich, Claudia Kessler, Nicola Baumann, Ulrich Walter<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Berlin, 19 April 2017 &#8211; Die Entscheidung ist gefallen: Nilcola Baumann, Eurofighter-Pilotin aus Köln, und Insa Thiele-Eich, Meteorologin aus Bonn, haben sich im Finale der Initiative „Die Astronautin“ gegen vier weitere Kandidatinnen durchgesetzt. Die zwei Frauen aus NRW überzeugten die Jury und sicherten sich damit die zwei begehrten Ausbildungsplätze zur Astronautin. Eine von ihnen soll noch vor 2020 als erste deutsche Astronautin zu einer Forschungsmission auf die ISS fliegen. Für den Job als erste deutsche Astronautin im All bewarben sich über 400 Frauen aus der ganzen Bundesrepublik.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6281aw1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6281aw300.jpg" alt=""/></a><figcaption>von links.: Insa Thiele-Eich, Nicola Baumann<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Nicola Baumann und Insa Thiele-Eich haben sich für das Astronautentraining qualifiziert. Beide Frauen bestanden die medizinisch-psychologische Eignungsauswahl des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die an die ESA-Standards zur Astronautenauswahl angelehnt ist. Damit sind sie aus fachlicher, medizinischer und psychologischer Sicht ideal für eine Forschungsmission auf der ISS geeignet. Zuletzt entschied sich eine Jury für die beiden Kandidatinnen. Die Jury gründete ihre Entscheidung auf einen acht Kriterien umfassenden Katalog, der ebenfalls an die Auswahlkriterien der vorherigen Astronautenauswahlen angelehnt ist.</p>



<p>Nicola Baumann, Jahrgang 1985, geboren in München, ist Eurofighter-Pilotin bei der Bundeswehr in Nörvenich bei Köln. Sie trägt den Dienstgrad „Major&#8220; und ist u. a. für die Luftraumüberwachung in Deutschland und befreundeten NATO-Nationen zuständig. Nach einer Offiziersausbildung machte die Münchnerin eine Ausbildung zur Kampfflugzeugpilotin und absolvierte ein Fernstudium in Maschinenbau. Geschwindigkeiten von mehr als 2.000 km/h gehören für sie seither zum Alltag.</p>



<p>Insa Thiele-Eich, Jahrgang 1983, geboren in Heidelberg, ist Meteorologin und wissenschaftliche Koordinatorin am Meteorologischen Institut der Universität Bonn. Sie betreibt Grundlagenforschung für eine verbesserte Wetter- und Klimavorhersage und untersucht z. B. den Wasser- oder Energieaustausch zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre. In ihrer Doktorarbeit analysiert sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Bangladesch. Sie hat Meteorologie an der Universität in Bonn studiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6261aw1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF6261aw300.jpg" alt=""/></a><figcaption>„Die Astronautin“ &#8211; eine Initiative sorgt für Aufmerksamkeit<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, zur Entscheidung: „Mit Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann schickt Deutschland zwei hervorragende Frauen in die Ausbildung zur Astronautin. Ich bin mir sicher, sie werden viele Frauen und Mädchen ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie sind gute Vorbilder, um auch andere junge Frauen für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. Unsere Wirtschaft braucht mehr hochqualifizierte Fachkräfte insbesondere in der Hochtechnologiebranche der Luft- und Raumfahrt, die so wichtig für den Standort Deutschland ist.&#8220;</p>



<p>Claudia Kessler, Initiatorin von „Die Astronautin&#8220;: „Als wir vor über einem Jahr starteten, zweifelten viele, ob wir überhaupt eine geeignete Bewerberin finden würden. Heute kann ich sagen: Wir haben sogar zwei. Insa Thiele-Eich und Nicola Baumann sind zwei hochqualifizierte Frauen mit starken Persönlichkeiten und wir freuen uns auf die Ausbildung der beiden zu Astronautinnen. Damit kommen wir unserem gemeinsamen Traum von einer deutschen Astronautin einen großen Schritt näher.&#8220;</p>



<p>Text: Pressemitteilung „Die Astronautin&#8220;<br>Fotos: Andreas Weise</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14161.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die erste deutsche Astronautin?</a></li></ul>
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		<title>Die Astronautin: Finalistinnen vorgestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-astronautin-finalistinnen-vorgestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2017 04:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Kessler]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Insa Thiele-Eich]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Nicola Baumann]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. März 2017 fand in der Mock-Up Halle des Airbus Standortes Bremen die Vorstellung der Finalistinnen der Initiative „Die Astronautin“ statt. Ein Beitrag von Ingo Muntenaar. Quelle: Veranstaltungsbesuch. Oliver Juckenhöfel, Leiter des Airbus Raumfahrt-Standortes Bremen und gleichzeitig Hausherr des Veranstaltungsortes, erwähnte, dass gerade in den letzten Wochen etliche spektakuläre Ereignisse am Standort Bremen stattgefunden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 1. März 2017 fand in der Mock-Up Halle des Airbus Standortes Bremen die Vorstellung der Finalistinnen der Initiative „Die Astronautin“ statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ingo Muntenaar. Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF4148c3c600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/DSCF4148c3c300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Finalistinnen für &#8222;Die Astronautin&#8220; in Bremen<br>(Bild: Ingo Muntenaar)</figcaption></figure></div>



<p>Oliver Juckenhöfel, Leiter des Airbus Raumfahrt-Standortes Bremen und gleichzeitig Hausherr des Veranstaltungsortes, erwähnte, dass gerade in den letzten Wochen etliche spektakuläre Ereignisse am Standort Bremen stattgefunden haben. Mitte Februar wurden Verträge für ESA-Beiträge zu den ersten beiden Orion-Flügen unterzeichnet. In der gleichen Veranstaltung hat sich mit Dr. Matthias Maurer der neue deutsche ESA-Astronaut am Raumfahrtstandort Bremen vorgestellt. Erst in den letzten Tagen wurde diskutiert, ob der erste Orionflug inklusive ESA-Anteil für eine bemannte Mondumrundungsmission genutzt werden kann.</p>



<p>Der Wettlauf zwischen privater und staatlich geförderter Raumfahrt ist als „Wettlauf ohne Verlierer“ anzusehen, da es ein gegenseitiger Ansporn ist und sehr beflügelnd wirkt. Die Initiative „Die Astronautin“, die in Bremen initiiert wurde, sorgt für eine große Resonanz besonders in fachfremden Medien.</p>



<p>Juckenhöfel führte weiterhin aus, dass man in diesem Zusammenhang nicht über bemannte Raumfahrt, sondern über astronautische Raumfahrt sprechen müsse, da über „Die Astronautin“ erstmals eine weibliche Astronautin die Reihe der deutschen Raumfahrer ergänzen soll.</p>



<p>Claudia Kessler, CEO des Unternehmens HE Space und Gründerin der Initiative „Die Astronautin“, fasste in ihrem Vortrag die bisherigen Etappen des Auswahlprozesses zusammen. Gestartet wurde „Die Astronautin“ vor einem Jahr. Circa 500 Bewerberinnen haben sich mit ihrem Bewerbungsvideo als zukünftige deutsche Raumfahrerin vorgestellt. Nach einer ersten Sichtung wurden im September 2016 120 Kandidatinnen in Berlin öffentlich vorgestellt.</p>



<p>80 Bewerberinnen wurden zu Eignungstests in Hamburg zusammengezogen. Das DLR mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Piloten- und Astronautenauswahl hat die medizinischen und psychologischen Auswahltests durchgeführt. Nach ersten Interviews und Gruppenspielen im Januar 2017 in Köln wurde die Anzahl der Bewerberinnen von 30 auf 6 aussichtsreiche Kandidatinnen verkleinert. Am 19. April 2017 findet in Berlin die Endauswahl statt. Dann werden die beiden Finalistinnen offiziell vorgestellt werden.</p>



<p>Das Trainingsprogramm wird von ehemaligen Astronautentrainern erstellt und zunächst in Modulen gelehrt. Die modulare Ausbildung erfolgt in der ersten Ausbildungsphase in Teilzeit.</p>



<p>Der Start des Raumfluges soll 2020 stattfinden. Gespräche für eine Mitfluggelegenheit werden mit SpaceX und Boeing, aber auch mit Russland und China geführt werden. Die Startkosten beziffert Claudia Kessler auf 30 bis 40 Millionen Euro.</p>



<p>Herwig Renkwitz, VIVID Group, stellte die Crowdfunding Kampagne für das Unternehmen „Die Astronautin“ vor. Als Plattform für die Geldsammelaktion hat man sich für Start Next entschieden. Über diese Crowdfunding-Plattform wurden bisher über 4.000 Kampagnen erfolgreich abgeschlossen.</p>



<p>Mit der öffentlichen Vorstellung der Sammelaktion gab es auch gleichzeitig den Kick-Off. Für den Finanzierungszeitraum vom 1. März bis 30. April 2017 sind als Fundingziel 125.000 Euro für den ersten Trainingsabschnitt avisiert. Dieser Trainingsabschnitt umfasst die Trainingsmodule Grundlagentraining, Medienkompetenz, Sprachtraining Russisch, und Tauchausbildung.</p>



<p>Auf dieser <a href="https://www.startnext.com/dieastronautin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Seite</a> kann man die Kampagne verfolgen und Geld spenden bzw. Mementos und Arrangements zu dem privat finanzierten Raumflug einkaufen. Über die soziale Medien <a href="https://web.archive.org/web/20181005010434/https://www.facebook.com/DieAstronautin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Facebook</a> und <a href="https://x.com/dieastronautin" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">Twitter</a> kann man sich über die neuesten Entwicklungen zur Kampagne informieren.</p>



<p>Matthias Hill von Hill Media stellte anhand von Videos und Live-Interviews auf der Bühne die sechs aussichtsreichen Kandidatinnen vor.</p>



<p>In der Reihenfolge der Vorstellung sind es:</p>



<p>Insa Thiele-Eich, 33 Jahre alt, hat in Bonn Meteorologie studiert und arbeitet an der Universität Bonn. Frau Thiele-Eich weiß aus erster Hand, was Vorbereitung für einen Raumflug bedeutet. Ihr Vater Gerhard Thiele hat an Bord des Space Shuttle erfolgreich die Mission STS-99/SRTM absolviert.</p>



<p>Suzanna Randall, 37 Jahre alt, ist Astrophysikerin und arbeitet an der europäischen Südsternwarte Garching und in Chile. Frau Randall zählt u.a. Gleitschirmfliegen zu ihren Hobbys.</p>



<p>Magdalena Pree, 28 Jahre alt. Sie hat an der TU München Luft- und Raumfahrttechnik studiert und arbeitet im Satellitenkontrollzentrum Oberpfaffenhofen. Frau Pree hat bereits mit 17 Jahren ihre Privatpilotenlizenz (PPL) erworben.</p>



<p>Susanne Peters, 31 Jahre alt, hat Luft- und Raumfahrttechnik mit Schwerpunkt Raumfahrt studiert und promoviert derzeit an der Universität der Bundeswehr in München. Frau Peters arbeitet an Konzepten um Space Debris aus dem erdnahen Weltraum zu entfernen.</p>



<p>Lisa Marie Haas, 33 Jahre alt, hat Physik an der Universität Heidelberg studiert. Sie arbeitet als Entwicklungsingenieurin bei der Robert Bosch GmbH.</p>



<p>Nicola Baumann, 31 Jahre alt, ist eine von nur drei bei der Bundeswehr ausgebildeten Eurofighter-Pilotinnen. Major Baumann ist in Nörvenich stationiert und hat nach ihrer Pilotenausbildung ein Maschinenbaustudium absolviert. Bereits im November 2015 hat Major Baumann begonnen, ihre Bewerbungsunterlagen für eine Initiativbewerbung als Astronautin bei der ESA zusammenzustellen. Sie wurde dann durch die Initiative „Die Astronautin“ überrascht. Major Baumann möchte nicht nur diesen Kurzzeitflug im Rahmen der Kampagne fliegen, sondern sich auch weiter für eine Langzeitmission empfehlen.</p>



<p>Alle sechs Finalistinnen haben seit ihrer Kindheit den Traum, Astronautin werden zu wollen. Sie sehen sich als Vorreiter für Frauen in MINT-Berufen und sagen unisono: „Wenn Vorbilder fehlen, fehlt Nachwuchs.“</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14161.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die erste deutsche Astronautin?</a></li></ul>
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		<title>Sally Ride: Kritisch, unbequem, unbelehrbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sally-ride-kritisch-unbequem-unbelehrbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 16:09:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war die erste US-Astronautin im All &#8211; 20 Jahren nach dem ersten Flug einer sowjetischen Kosmonautin. Geprägt hat sie die amerikanische Raumfahrt dennoch wie kaum ein anderer Raumfahrer. Im Alter von 61 Jahren verstarb sie an Krebs. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Eigene Recherche. Sally Kristen Ride hätte das Zeug zum Popstar gehabt. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sie war die erste US-Astronautin im All &#8211; 20 Jahren nach dem ersten Flug einer sowjetischen Kosmonautin. Geprägt hat sie die amerikanische Raumfahrt dennoch wie kaum ein anderer Raumfahrer. Im Alter von 61 Jahren verstarb sie an Krebs.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Eigene Recherche.</p>



<p>Sally Kristen Ride hätte das Zeug zum Popstar gehabt. Sie flog als erste Amerikanerin ins All, auf der siebten Mission des Space Shuttles. Sie gestaltete die Zukunft der US-Raumfahrt in entscheidenden Momenten mit – und scheute nicht, mit ihrem kritischen Geist auch unbequeme Haltungen einzunehmen. Bis zu ihrem Tod setzte sie sich für die Förderung von Kindern und Mädchen in den Naturwissenschaften ein. Und doch blieb sie immer sie selbst. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012180919_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012180919_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Sally Ride auf ihrem ersten Raumflug (STS-7): Auf dem Pilotensitz der Challenger. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Ihre Begeisterung für die Wissenschaft machte sie erst zur Astronautin: In der anbrechenden Shuttleära waren nicht mehr ausschließlich Kampfpiloten gefragt, wie noch bis zum Mondprogramm. Ingenieure und Naturwissenschaftler wurden gesucht. Sally Ride setzte sich als Physikerin gegen 8.000 Bewerber durch. Sie flog zweimal ins All. Während sie auf den dritten Einsatz trainierte, verunglückte die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/challenger-ov-099/" data-wpel-link="internal">Challenger</a>. Sie wirkte in der untersuchenden Rogers-Kommission mit – als einzige Frau. Auch als 17 Jahre später die Columbia beim Wiedereintritt verglühte, war ihr kritischer Geist immer gefragt. Als einzige Person in beiden Kommissionen: „Ich höre hier ein kleines Echo“, <a class="a" href="https://www.nytimes.com/2003/04/13/us/echoes-of-challenger-shuttle-panel-considers-longstanding-flaws-in-nasa-s-system.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">sagte sie</a> zwei Monate nach dem Unglück von 2003. Sie hatte beim NASA-Management ähnliche Prozesse beobachtet, die schon die Explosion der Challenger begünstigt hatten. </p>



<p><strong>Gegen die Stereotype</strong>
<br>
Von Anfang an hatte sie es nicht leicht: als eine von sechs Astronautinnen für das neue Shuttleprogramm ausgewählt, war sie an der Entwicklung des shuttleeigenen Roboterarmes beteiligt. Das befähigte sie für Kommandant Robert Crippen über alle Maßen, an der Mission STS-7 teilzunehmen – als Frau und noch dazu als jüngster Raumfahrer der US-Geschichte. Doch unter Druck gerät sie trotzdem: „Sie fühlt sich im Copilotensessel wohl, obwohl ihr die tausend Stunden Flugerfahrung fehlen“, schreibt ein US-Magazin. Auch die vor dem Flug angereisten Journalisten stellen unerträgliche Fragen: Ob sie bei Problemen im Beruf weinen müsse? Würden ihre reproduktiven Organe beim Raumflug nicht Schaden nehmen? Ride lässt sich nicht darauf ein: „Warum fragen sie das nicht auch den Kommandanten?“ </p>



<p>Es war dieser Kampf gegen die Stereotype, der ihren Lebensweg kennzeichnen sollte. Sie arbeitet selbstverständlich weiter als Physikerin, geht 1987 zur Stanford University und wird 1989 Professorin an der University of California in San Diego, wo sie über <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Freie-Elektronen-Laser" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Freie-Elektronen-Laser</a> forscht. Auch die Zukunft der NASA gestaltet sie weiterhin mit: Im <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ride_Report" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ride-Bericht</a> werden 1987 wichtige Projekte der kommenden Jahrzehnte vorgeschlagen. Er bewirkt etwa grünes Licht für die Raumsonde Cassini-Huygens ins Saturnsystem. Nebenbei setzt sie sich dafür ein, Jungen und Mädchen für Raumfahrtthemen zu begeistern. Die <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/ISS_EarthKAM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EarthKam</a> geht auf ihre Initiative zurück: sie ermöglicht seit 1996 Schulkindern den Zugang zu hochaufgelösten Erdaufnahmen von Space Shuttle und Raumstation. Sie ist überzeugt: Dass weniger Frauen technische Berufe ergreifen, hänge kaum mit fehlendem Interesse zusammen. Erst gesellschaftliche Normen bewirkten, dass sich die heranwachsenden Mädchen unwohl fühlten. </p>



<p>Am Ende ist Sally Ride auf ihre Weise zur Ikone geworden. „Sie ist der Neill Armstrong der Shuttleära“, <a class="a" href="http://youtu.be/7OBhta0mMts" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">sagt</a> US-Raumfahrtjournalist Miles O`Brien. Zwar flog sie erst 20 Jahre nach der Russin Valentina Tereschkowa ins All. Doch selbst zu dieser Zeit waren Frauen in klassischen Männerberufen in den USA Stein des Anstoßes. Sally Ride hat geholfen, das zu ändern. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit!</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg230636#msg230636" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten: Sally Ride ist tot</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/challenger-20-jahre-spaeter/" data-wpel-link="internal">Challenger: 20 Jahre später</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/columbia-lost/" data-wpel-link="internal">Columbia lost.</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sally-ride-kritisch-unbequem-unbelehrbar/" data-wpel-link="internal">Sally Ride: Kritisch, unbequem, unbelehrbar</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 12 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-12-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 16:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 8. April 2008 ist Sojus-TMA 12 erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Richtung ISS gestartet. Mit dem Raumschiff werden zwei Kosmonauten der Expedition 17 zur Raumstation gebracht. Gleichzeitig ist eine südkoreanische Kosmonautin als erste Raumfahrerin ihres Landes mit an Bord. Ein Beitrag von Günther Glatzel und Daniel Schiller. Quelle: Energia, NASA. Pünktlich um 13:16 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 8. April 2008 ist <i>Sojus-TMA 12</i> erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Richtung <i>ISS</i> gestartet. Mit dem Raumschiff werden zwei Kosmonauten der Expedition 17 zur Raumstation gebracht. Gleichzeitig ist eine südkoreanische Kosmonautin als erste Raumfahrerin ihres Landes mit an Bord.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel und Daniel Schiller. Quelle: Energia, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042008180833_small_1.jpg" alt="Energia Buran" width="362" height="212"/><figcaption>
Sojus-TMA 12 kurz nach dem Abheben von der Startrampe 
<br>
(Bild: Energia Buran)
</figcaption></figure></div>



<p>Pünktlich um 13:16 Uhr MESZ hob die Trägerrakete ab. Nach 10 Minuten trennte sich <i>Sojus-TMA 12</i> von der Oberstufe und entfaltete seine Antennen und Solarzellen erfolgreich. Die Besatzung besteht aus den beiden Russen Sergei Alexandrowitsch Wolkow (Kommandant) und Oleg Dmitriewitsch Kononenko und aus der Koreanerin So-Yeon Yi. Die beiden Russen werden Teil der 17. Stammbesatzung der <i>ISS</i>. So-Yeon Yi wird mit Peggy Whitson und Juri Malentschenko, der alten Stammbesatzung 16, am 19. April  in <i>Sojus-TMA 11</i> zur Erde zurückkehren. Das dritte Mitglied der neuen Stammbesatzung, der Amerikaner Greg Chamitoff, wird mit STS-124 im Juni hinzustoßen und das letzte Mitglied von Expedition 16, Garrett Reisman, ablösen.</p>



<p>Am 10. April (Donnerstag) soll <i>Sojus-TMA 12</i> an der Raumstation andocken. </p>



<p><strong>Koreanische Experimente</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042008180833_small_2.jpg" alt="NASA" width="354" height="234"/><figcaption>
Sojus-TMA 12 im Flug 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Yi So Yeon wird während ihres Aufenthaltes in der Internationalen Raumstation 15 Experimente des koreanischen Forschungsprogramms durchführen. Dazu gehören Geophysik, Medizin, Biologie, Ökologie, Biotechnologie und Materialwissenschaft. </p>



<p>So arbeitet sie mit einem neuen, elektromechanischen System zum schnellen Ausrichten einer Teleskopkamera, mit der Blitze in der oberen Atmosphäre fotografisch erfasst werden sollen. Außerdem widmet sie sich dem Studium der Effekte von Schwerelosigkeit und Strahlung auf Pflanzenzellen. Dabei handelt es sich um Samen von Reis, Sojabohnen, Raps, Rettich, Pfeffer, wildem Sesam, Arabidopsis (Ackerschmalwand), Orchideen, Löwenzahn, Hibiscus und Schmuckkörbchen (Kosmee). Für Bildungszwecke wird auch Pflanzenwachstum dokumentiert. Untersucht werden ebenso genetische und Alterungsprozesse bei insgesamt 1.000 Fruchtfliegen. Medizinische Forschungen beinhalten die regelmäßige Messung des Augeninnendrucks, ein 24-Stunden-EKG, die Erfassung von Gefäßveränderungen im Gesicht (Puffy Face) mittels Spezialkamera mit diversen Filtern und Rastern sowie die Dokumentation von Geschmacksveränderungen. Dazu wird typisch koreanische Kost gereicht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042008180833_small_3.jpg" alt="NASA" width="348" height="230"/><figcaption>
Sojus-TMA 12 im Flug 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bestandteile des Forschungsprogramms ist auch Erdbeobachtung und –fotografie, die Kultivierung verschiedener pflanzlicher, tierischer und menschlicher Zelltypen im Minireaktor BIOTRON MBR, die Synthese von Zeolithkristallen aus 9 Proben unterschiedlicher Konzentration, die Herstellung poröser metall-organischer Materialien, Messungen des Lärms im russischen Teil der ISS, des Test eines neuen Speichermaterials (FRAM) im Vergleich zu bisherigen Flash-Speichern (NAND) sowie die Erprobung eines neuen Messgerätes für geringe Massen (50 – 200 Gramm). Konventionelle Waagen sind in der Schwerelosigkeit nutzlos. Die Massebestimmung muss über die Fähigkeit eines Körpers, eine Bewegungsänderung zu behindern, erfolgen. </p>



<p>Schließlich wird das Leben von Yi So Yeon in der Raumstation fotografisch und filmisch dokumentiert. Dabei werden auch Videos für Bildungszwecke gedreht. Hierfür wird das Verhalten verschiedener Körper in der Schwerelosgkeit demonstriert. Dazu gehören u.a. Fächer, Stifte, Seile, Kreisel, Wassertropfen, Federn und Papierblumen.    
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-12-gestartet/" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 12 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flugzeugentführung zu Ehren von Challenger Astronautin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/flugzeugentfuehrung-zu-ehren-von-challenger-astronautin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2003 22:46:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Judith Resnick]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28255</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein geistig verwirrter Mann brachte ein Kleinflugzeug in seine Gewalt, um auf die Astronautin Judith Resnik aufmerksam zu machen, die 1986, bei der Challenger-Katastrophe, ums Leben kam. Ein Beitrag von Dominik Mayer. Quelle: Space.com. Als er das Flugzeug am Sonntagmorgen, 5. Januar 2003, in seine Gewalt brachte und damit drohte, es in das Gebäude der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein geistig verwirrter Mann brachte ein Kleinflugzeug in seine Gewalt, um auf die Astronautin Judith Resnik aufmerksam zu machen, die 1986, bei der Challenger-Katastrophe, ums Leben kam.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Dominik Mayer. Quelle: Space.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/S7835305JudithAResniknasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/S7835305JudithAResniknasa26.jpg" alt="None" width="260"/></a><figcaption>         Judith A. Resnik wurde am 5. April 1949 in Akron, Ohio geboren. Sie machte ihren Abschluss in Elektrotechnik an der Carnegie-Mellon University und ihren Doktortitel an der University of Maryland. Vor der Challenger-Katastrophe, war Resnik bereits auf der Mission STS 41-D.         <br> (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p>Als er das Flugzeug am Sonntagmorgen, 5. Januar 2003, in seine Gewalt brachte und damit drohte, es in das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt zu steuern, löste er Furcht in der Finanzmetropole aus. Nach ungefähr zwei Stunden landete er und wurde verhaftet. Gegenüber einem Fernsehsender erklärte der Mann, er habe auf Judith Resnik, eine US-Astronautin, die 1986 bei der Explosion des Shuttles Challenger getötet wurde, aufmerksam machen wollen. Militärjets überflogen das Gebiet, als der zweisitzige Motorgleiter langsam über den Hochhäusern von Frankfurts Bankenviertel kreiste. Die Behörden ordneten die Evakuierung tausender Personen aus dem Hauptbahnhof, zwei Opernhäusern und einigen Wolkenkratzern an, welche an dem Sonntag Nachmittag gegen Ende der Weihnachtsferien fast leer standen.</p>



<p>Die Polizei identifizierte den Täter lediglich als 31 Jahre alten Mann aus Darmstadt, 40 Kilometer von Frankfurt entfernt, doch einige Fernsehsender berichteten er hieße Franz-Stephan Strambach und sei Student. &#8222;Ich möchte mein großes Idol Judith Resnik berühmt machen dadurch. Sie verdient mehr Aufmerksamkeit, sie war die erste jüdische Astronautin, möglicherweise deswegen wird sie gar nicht richtig beachtet,&#8220; sagte er während er aus dem Flugzeug beim Nachrichtensender n-tv anrief. Per Funk stellte er seine Forderungen an die Luftraumkontrolle: Ein Fernsehinterview sowie ein Ferngespräch nach Baltimore in den Vereinigten Staaten. Später gestand er, er habe vorgehabt Selbstmord zu begehen, indem er das Flugzeug in den Main stürzen wollte. Die Polizei entsandte einen Hubschrauber um das Flugzeug von der Stadt wegzutreiben, während zwei Jagdflugzeuge der Deutschen Luftwaffe vom Typ Phantom über der Stadt kreisten. Die Sprecherin der Europäischen Zentralbank, Regina Schüller sagte, es wären 10 Mitarbeiter aus ihren Büros evakuiert worden. EZB-Präsident Wim Duisenberg habe sich nicht in dem Gebäude aufgehalten. Gegenüber n-tv erklärte der Mann, er wolle niemanden verletzen. Um 17:11 Uhr landete er schließlich am Frankfurter Flughafen, wo alle Flüge bis zu seiner Landung aus Sicherheitsgründen unterbrochen wurden.</p>



<p>Das Flugzeug war am Sonntag Nachmittag von einem Flugplatz in Babenhausen, südwestlich von Frankfurt, gestohlen worden. Der Mann drohte dem Piloten mit einer Pistole, übernahm dann die Kontrolle und hob ab. Laut Polizeiangaben war es zu dieser Zeit unklar ob die Waffe echt und geladen war. Ein Sprecher des Flugclubs Babenhausen gab an, dass es sich bei dem Flugzeug um einen einmotorigen, australischen Motorsegler &#8222;Super Diamond&#8220; handelte, der den Club gehörte. Mit ausgeschaltetem Motor kann es als Segelflieger benutzt werden. Der Sprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, erklärte, der Mann sei nicht Mitglied des Clubs und hab um einen kurzen Flug gebeten bevor er den Gleiter entwendete.</p>



<p>Resnik war unter den sieben Astronauten, die starben, als das Shuttle Challenger am 28. Januar 1986, Sekunden nach dem Start von Cape Canaveral in Florida, explodierte. Strambachs Name erscheint als Webmaster einer Resnik gewidmeten Internetseite, auf der ihre Karriere, ihr Tod, und die Versuche an sie zu erinnern, dokumentiert sind. Hier findet sich auch die Position eines Kometen, der ihren Namen trägt. Anrufe an einen unter seinem Namen angemeldeten Telefonanschluss blieben unbeantwortet. Resniks Bruder Charles ist Radiologe an der University of Maryland in Baltimore und hat dazu beigetragen, eine Organisation zu leiten, die der Challenger-Crew gedenkt.</p>



<p>Die Frankfurter Polizei gab nicht bekannt mit wem der Pilot in Baltimore sprechen wollte. &#8222;Wir können nicht ausschließen, dass diese Person Kontakt zu dem Täter hate,&#8220; erklärte der Frankfurter Polizeipräsident Harald Weiss-Bollandt auf einer Pressekonferenz. &#8222;Wir untersuchen das.&#8220;    </p>



<p><i>Related Links:</i> <br> <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.ecb.europa.eu/home/html/index.en.html" target="_blank" data-wpel-link="external">  Homepage der Europäischen Zentralbank</a> </p>
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		<title>NASA ernennt ersten ISS-Wissenschaftsoffizier</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-ernennt-ersten-iss-wissenschaftsoffizier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2002 07:32:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
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		<category><![CDATA[Peggy Whitson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat am 16.&#160;September mit Dr.&#160;Peggy Whitson den ersten Wissenschaftsoffizier für die Internationale Raumstation (ISS) ernannt. Durch diesen Akt soll die Forschung an Bord der ISS auch nach außen hin ein stärkeres Gewicht bekommen. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. NASA-Administrator Sean O&#8217;Keefe begleitete die Ernennung von Peggy Whitson zum ersten [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat am 16.&nbsp;September mit Dr.&nbsp;Peggy Whitson den ersten Wissenschaftsoffizier für die Internationale Raumstation (ISS) ernannt. Durch diesen Akt soll die Forschung an Bord der ISS auch nach außen hin ein stärkeres Gewicht bekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeggyWhitsonSuitNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeggyWhitsonSuitNASA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Peggy Whitson, erster Wissenschaftsoffizier an Bord der ISS. (Foto: NASA) </figcaption></figure></div>



<p>NASA-Administrator Sean O&#8217;Keefe begleitete die Ernennung von Peggy Whitson zum ersten Wissenschaftsoffizier der ISS mit der Bemerkung, dass es nach fast zwei Jahren mit einer permanenten Besatzung an Bord Zeit dafür sei, den Fokus nun auf den eigentlichen Zweck des Außenpostens &#8211; nämlich die wissenschaftliche Forschung &#8211; zu richten. Peggy Whitson ist als Mitglied der fünften ISS-Stammbesatzung seit dem 7.&nbsp;Juni an Bord der Raumstation. Bis zu ihrer nun erfolgten Ernennung als Wissenschaftsoffizier war sie offiziell die Flugingenieurin des Teams.
<br>
Peggy Whitson ist promovierte Biochemikerin und hat darüber hinaus verschiedene Wissenschaftspreise errungen. In der Vergangenheit hat sie unter anderem Experimente für Space Shuttle-Flüge entwickelt und war Projektwissenschaftlerin beim <i>Shuttle-MIR</i>-Programm in den 1990er Jahren.
<br>
Die NASA hat angekündigt, zukünftig bei jeder ISS-Besatzung einen ihrer Astronauten zum Wissenschaftsoffiziers zu ernennen. Seine bzw. ihre Aufgabe wird zunächst vorrangig die wissenschaftliche Betreuung der US-amerikanischen Experimente an Bord sein. Hierzu wird der Wissenschaftsoffizier eng mit den amerikanischen Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, um einen optimalen Verlauf der Experimente an Bord der ISS zu gewährleisten. Gleichzeitig wird sie bzw. er Kontaktperson für die wissenschaftlichen Projektteams sein, die für die einzelnen Experimente verantwortlich sind. Auch an der wissenschaftlichen Nachbereitung der Experimente am Boden sowie an der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der ISS-Forschung wird der Wissenschaftsoffizier der NASA entscheidend beteiligt sein.</p>



<p>Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Aufgabenfeld des Wissenschaftsoffiziers parallel zur wachsenden Kapazität der ISS erweitert werden, so dass von ihm bzw. ihr auch Experimente anderer Nationen betreut werden sollen. Allerdings dürfte es für einen Wissenschaftsoffizier alleine kaum möglich sein, die im derzeit geplanten Endausbau der Station umfangreichen wissenschaftlichen Einrichtungen zu betreuen. Dieses Szenario könnte allerdings eintreten, sofern die NASA tatsächlich einige von ihr zu erbringenden wesentlichen Beiträge zum Ausbau der ISS streichen sollte, die unter anderem zwingend für eine Aufstockung der ISS-Besatzung von derzeit drei auf sechs oder sieben Astronauten bzw. Kosmonauten erforderlich sind. Sollte aufgrund des Sparprogramms der NASA die ISS-Besatzung auch in Zukunft aus drei Personen bestehen, so ist absehbar, dass die Besatzungen überwiegend mit Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Raumstation beschäftigt sein werden &#8211; der jetzt auch noch einmal von der NASA hervorgehobene originäre Zweck der ISS als Weltraumlabor würde dadurch ad absurdum geführt werden.</p>
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