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	<title>Exobiologie &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Exobiologie &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ExoMars-Rover: Die Auswahl der Landezone hat begonnen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/exomars-rover-die-auswahl-der-landezone-hat-begonnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2014 20:12:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ExoMars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Januar 2019 soll der ExoMars-Rover auf dem Mars landen und in den folgenden Monaten nach Hinweisen auf früheres Leben auf unserem äußeren Nachbarplaneten suchen. Im Rahmen eines Workshops wurde die Liste der eventuellen Landeplätze dieses Rovers jetzt auf vier verbleibende Kandidaten eingegrenzt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESA. Eines der Aufgabengebiete der Exobiologie [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/exomars-rover-die-auswahl-der-landezone-hat-begonnen/" data-wpel-link="internal">ExoMars-Rover: Die Auswahl der Landezone hat begonnen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Januar 2019 soll der ExoMars-Rover auf dem Mars landen und in den folgenden Monaten nach Hinweisen auf früheres Leben auf unserem äußeren Nachbarplaneten suchen. Im Rahmen eines Workshops wurde die Liste der eventuellen Landeplätze dieses Rovers jetzt auf vier verbleibende Kandidaten eingegrenzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Mit seinem Bohrer wird der ExoMars-Rover Bodenproben aus einer Tiefe von bis zu zwei Metern entnehmen, welche anschließend durch die Instrumente im Detail untersucht werden können. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der Aufgabengebiete der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exobiologie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exobiologie</a> besteht in der Suche nach extraterrestrischem Leben und der Ergründung der Umweltbedingungen, welche die Entstehung und Weiterentwicklung von Leben in unserem Universum ermöglichen. Hierzu startet die Europäische Weltraumagentur ESA in den Jahren 2016 und 2018 in Kooperation mit der russischen Weltraumagentur Roskosmos in zwei Etappen die Mission <i>ExoMars</i>. Im Rahmen dieser unbemannten Erkundungsmission zu unserem äußeren Nachbarplaneten wird auch ein Rover zum Einsatz kommen, welcher im Mai 2018 zum Mars starten und voraussichtlich Mitte Januar 2019 auf der Marsoberfläche landen soll. 
<br>
Im Gegensatz zu den beiden gegenwärtig von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebenen Marsrovern <i>Opportunity</i> und <i>Curiosity</i>, deren Missionen in erster Linie auf die Beantwortung geologischer Fragestellungen ausgerichtet sind, wird dieser Rover in seiner wissenschaftlichen Zielsetzung mehr auf biologische Untersuchungen spezialisiert sein und auf dem Mars nach Anzeichen für einstiges oder sogar noch gegenwärtig existierendes Leben suchen. 
<br>
Zudem sollen im Rahmen dieser zunächst auf eine Dauer von sechs Monaten ausgelegten Mission die geochemischen Bedingungen im Landegebiet des Rovers analysiert werden. Neben verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten kommt dabei auch erstmals in der Geschichte der Marsforschung ein Bohrsystem zum Einsatz, welches Bodenproben aus einer Tiefe von bis zu zwei Metern zutage fördern und anschließend mit einem speziellen Instrumentenset analysieren soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Auswahl eines geeigneten Landeplatzes</strong>
<br>
Entscheidend für die erfolgreiche Durchführung einer Mission auf der Marsoberfläche ist unter anderem die Auswahl eines geeigneten Landeplatzes, welcher mit der wissenschaftlichen Zielsetzung der Mission vereinbar ist, gleichzeitig aber auch verschiedene technische Anforderungen erfüllen muss. Zwecks der Auswahl des Landeplatzes für den <i>ExoMars</i>-Rover riefen die ESA und das Institut für Weltraumforschung der russischen Akademie der Wissenschaften (IKI) die internationale Gemeinde der Marsforscher im Dezember 2013 dazu auf, geeignete Vorschläge einzureichen. Hierbei mussten allerdings bestimmte Kriterien berücksichtigt und erfüllt werden. 
<br>
<strong>Wissenschaftliche Anforderungen</strong>
<br>
Der Planet Mars stellt in der Gegenwart eine lebensfeindliche Umgebung dar, in der selbst <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Extremophile" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">extremophile</a> Organismen aufgrund des Mangels an Wasser und Luft, der extremen Umgebungstemperaturen sowie der relativ hohen Strahlungsdosen, welche die nahezu ungeschützte Planetenoberfläche fast ungehindert erreichen, wohl kaum existieren können. Allerdings hat sich der Mars sehr wahrscheinlich nicht immer als eine solche &#8222;lebensfeindliche Wüste&#8220; präsentiert. Vor Jahrmilliarden verfügte unser äußerer Nachbarplanet noch über eine dichtere Atmosphäre, welche in Kombination mit den dabei gegebenen höheren Temperaturen das Vorhandensein von flüssigem Wasser auf der Planetenoberfläche ermöglichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren, als die Umweltbedingungen noch deutlich &#8222;lebensfreundlicher&#8220; waren als in der Gegenwart, auf dem Mars primitive Lebensformen entwickelt haben <i>könnten</i>. Und <i>ganz eventuell</i> könnten einige dieser denkbaren Organismen sich nach der Verschlechterung der Lebensbedingungen in den Untergrund zurückgezogen haben, wo sie eventuell sogar noch in der Gegenwart geeignete Nischen, welche sich zum Beispiel in der Nähe von vulkanischen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hotspot_(Geologie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Hotspots</a> befinden könnten, besiedeln. Das Auffinden der Überreste solcher Organismen ist das Ziel der Mission des <i>ExoMars</i>-Rovers. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_small_2.jpg" alt="ESA-Roscosmos, LSSWG, E. Hauber" width="260"/></a><figcaption>
Auf dem Mars existieren viel mehr interessante Regionen, die einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung bedürfen, als Rover oder Lander vorhanden sind. 
<br>
(Bild: ESA-Roscosmos, LSSWG, E. Hauber)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Erde finden sich die Biosignaturen von organischen Lebensformen unter anderem in feinkörnigen Sedimentgesteinen von Flussdeltas, welche dort durch langsam fließendes Wasser abgelagert wurden. Einige der dort zu findenden Gesteine, zum Beispiel Tongestein, sind sehr gut dazu geeignet, um organische Verbindungen aufzunehmen und zu erhalten. Tonminerale sind zudem auch ein Hinweis auf eine über auch in geologischen Zeiträumen betrachtet länger andauernde Verwitterung von Gesteinen in einer wasserhaltigen Umgebung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund, so die Vorgabe von ESA und Roskosmos, soll sich der zukünftige Landeplatz des Rovers in einem Gebiet befinden, welches in der Vergangenheit eindeutig über längere Zeiträume hinweg von stehenden oder fließendem Wasser beeinflusst und dabei nicht nur rein mechanisch sondern auch chemisch verändert wurde. Das Mindestalter des zu untersuchenden Oberflächenbereiches soll mindestens 3,6 Milliarden Jahre betragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Grundgestein, welches sich in diesem Bereich befindet, sollte außerdem über möglichst lange Zeiträume hinweg dauerhaft von einer Schicht aus Lockermaterial bedeckt gewesen sein. Anderenfalls besteht die erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die aus dem Weltraum auf die Marsoberfläche einfallende kosmische Strahlung im Laufe der Jahrmillionen und Jahrmilliarden die organischen Substanzen, nach denen <i>ExoMars</i> suchen soll, zerstört hat. Zusätzlich soll der zu untersuchende Oberflächenbereich idealerweise nur von einer möglichst dünnen Schicht aus Staub bedeckt sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technische Anforderungen</strong>
<br>
Neben diesen hier nur kurz angerissenen wissenschaftlichen Anforderungen an den zukünftigen Landeplatz stellen auch die an der Mission beteiligten Ingenieure gewisse Anforderungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu dem durch einen <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiositys-energieversorgung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Radioisotopengenerator</a> mit Strom versorgten Marsrover <i>Curiosity</i> wird der mit Solarpaneelen ausgestattete <i>ExoMars</i>-Rover bezüglich seiner Energieversorgung ausschließlich auf die Sonnenenergie angewiesen sein. Aus diesem Grund muss das zukünftige Landegebiet dieses Rovers in einem Bereich liegen, welches sich zwischen fünf Grad südlicher und maximal 25 Grad nördlicher Breite befindet. Nur in diesem Bereich wird der Rover auch während der Wintermonate und dem damit verbundenen tiefen Sonnenstand genügend Energie gerieren können, um weiterhin operationsfähig zu sein. 
<br>
Aufgrund des Landeverfahrens &#8211; die Landeplattform, welche den Rover beherbergt, wird an einem Fallschirm durch die Marsatmosphäre zur Oberfläche absteigen &#8211; muss sich das Landegebiet außerdem in einem Bereich der Marsoberfläche befinden, welches mindestens zwei Kilometer unterhalb einer Linie liegt, welche auf der Erde dem &#8222;Meeresspiegel&#8220; entspricht. Mangels eines solchen Meeresspiegels, welcher auf der Erde als Bezugsniveau für Höhenangaben dient, beziehen sich die Höhenangaben auf dem Mars auf einen Referenzkörper, den sogenannten Areoid. Hierbei handelt es sich um einen imaginären dreidimensionalen Körper, dessen Mittelpunkt mit dem Zentrum des Mars identisch ist und dessen Oberfläche sich in einer Entfernung von 3.396 Kilometern von diesem Zentrum befindet. Diese Grenze wird durch einen Wert konstanter Schwerkraft, dem sogenannten Schwerepotential, definiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich darf sich innerhalb der Landeellipse, welche voraussichtlich über eine Ausdehnung von 104 x 19 Kilometern verfügen wird, nur eine begrenzte Anzahl von größeren Felsen, Impaktkratern und Berghängen befinden. Anderenfalls wäre das Risiko bei der Landung zu groß. Außerdem muss der Rover in der Lage sein, das Gelände nach seiner Landung ohne größere Risiken einigermaßen gefahrlos zu befahren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_small_3.jpg" alt="ESA-Roscosmo, LSSWG, D. Loizeau " width="260"/></a><figcaption>
Für die Landung des ExoMars-Rovers wurden acht Stellen vorgeschlagen. Lediglich vier sind derzeit noch &#8222;im Rennen&#8220;. Die entsprechenden Regionen sind in dieser Karte durch rote Kreise markiert. 
<br>
(Bild: ESA-Roscosmo, LSSWG, D. Loizeau )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus acht Kandidaten werden vier</strong>
<br>
Trotz dieser großen Anforderungen wurden bis zum 28. Februar 2014 acht Vorschläge für die zukünftige Landeregion des <i>ExoMars</i>-Rovers eingereicht, welche anschließend vom 26. bis zum 28. März im Rahmen eines ersten &#8222;Landing Site Selection Workshops&#8220; näher begutachtet wurden. An dieser Konferenz, welche am &#8222;European Space Astronomy Centre&#8220; (ESAC) in der Nähe von Madrid stattfand, nahmen 60 Wissenschaftler und in die Mission involvierte Ingenieure teil. Im Rahmen ihrer Diskussionen konnte die an dieser Arbeitsgruppe beteiligten Missionsmitarbeiter die Liste der Landekandidaten auf jetzt nur noch vier potentielle Landeplätze eingrenzen. 
<br>
Zwei der verbliebenen Kandidaten, die Regionen Hypanis Vallis und Oxia Palus, weisen hohe Konzentrationen von Sedimentgesteinen auf. Hier, so die Einschätzung, muss in der Vergangenheit Wasser über die Marsoberfläche geflossen sein, wobei sich mitgeführte Schwebstoffe absetzen konnten. In den im Rahmen dieses Prozesses gebildeten Sedimentablagerungen könnten sich Spuren von organischen Verbindungen auch über längere Zeiträume hinweg gehalten haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden anderen Kandidaten, die Regionen <a class="a" href="https://hirise.lpl.arizona.edu/de/ESP_032125_2025" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mawrth Vallis</a> und Oxia Planum, zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass in diesen Bereichen von verschiedenen Marsorbitern aus sogenannte <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phyllosilikate" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schichtsilikate</a> und Tonminerale entdeckt wurden. Für deren Entstehung ist jedoch das längerfristige Vorhandensein von flüssigem Wasser mit einem nahezu neutralen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">pH-Wert</a> notwendig. Eine solche Umgebung <i>könnte</i> in der Vergangenheit unter bestimmten Umständen die Entstehung von primitiven Lebensformen auf dem Mars begünstigt haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14042014221247_small_4.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung des zukünftigen Marsrovers ExoMars. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Detaillierte Beschreibungen der ursprünglich acht vorgeschlagenen Landeplätze finden Sie in englischer Sprache auf <a class="a" href="https://exploration.esa.int/web/mars/-/53944-proposed-landing-sites-for-exomars-2018-mission" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Internetseite der ESA</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die weitere Vorgehensweise</strong>
<br>
In den kommenden Monaten werden die Mitglieder der &#8222;Landing Site Selection Group&#8220; die verbliebenen Kandidaten auch weiterhin eingehend auf ihre Tauglichkeit als zukünftige Operationsgebiete für den <i>ExoMars</i>-Rover analysieren, dabei aber auch weiterhin ihr Augenmerk auf die kürzlich ausgeschiedenen Kandidaten richten. Das Ziel dieser Arbeiten besteht darin, das wissenschaftliche Verständnis dieser Regionen weiter zu verbessern und gleichzeitig die technischen Risiken einer dort zu absolvierenden Landung noch besser als bisher zu analysieren. Über einen gewissen Vorteil könnte dabei das Mawrth Vallis verfügen, welches bereits bei der finalen Auswahl des Landeplatzes des NASA-Rovers <i>Curiosity</i> in der engeren Auswahl zur Debatte stand (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-gale-krater/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 soll die Anzahl der möglichen Landeorte noch weiter eingegrenzt werden. Die endgültige Entscheidung soll dann im Jahr 2017 getroffen werden. Im Rahmen des bis dahin laufenden Entscheidungsprozesses sollen auch weiterhin regelmäßig Daten herangezogen werden, welche bisher und auch zukünftig durch die drei derzeit aktiven Marsorbiter der NASA (<i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> und <i>Mars Odyssey</i>) und der ESA (<i>Mars Express</i>) gesammelt werden. Und auch die beiden derzeit im Anflug auf den Mars befindlichen Orbiter <i>MAVEN</i> und <i>Mangalyaan</i> sowie der im Jahr 2016 zu startende <i>Trace Gas Orbiter</i> könnten neben ihren jeweiligen Primärmissionen in diesem Zusammenhang noch wertvolle Dienste leisten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-landungen-neue-wege-zur-entschleunigung/" data-wpel-link="internal">Marslandungen &#8211; neue Wege zur Entschleunigung</a> (11. April 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/testanlage-in-uk-bereit-fuer-exomars-rover/" data-wpel-link="internal">Testanlage in UK bereit für ExoMars-Rover</a> (29. März 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exomars-testrover-faehrt-in-der-atacama-wueste/" data-wpel-link="internal">ExoMars-Testrover fährt in der Atacama-Wüste</a> (10. Oktober 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/weitere-meilensteine-zum-exomars-tgo-erledigt/" data-wpel-link="internal">Weitere Meilensteine zum ExoMras-TGO erledigt</a> (9. Juni 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/esa-und-roskosmos-kooperieren-bei-der-mission-exomars/" data-wpel-link="internal">ESA und Roskosmos kooperieren bei der Mission ExoMars</a> (15. März 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/" data-wpel-link="internal">Curiosity: Der Mars war früher &#8222;Lebensfreundlich&#8220;</a> (12. März 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-entwicklung-der-instrumente-fuer-den-exomars-rover/" data-wpel-link="internal">Die Entwicklung der Instrumente für den ExoMars-Rover</a> (21. Oktober 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-antriebssystem-des-exomars-rovers/" data-wpel-link="internal">Das Antriebssystem des ExoMars-Rovers</a> (22. August 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/instrumente-fuer-exomars-trace-gas-orbiter-ausgewaehlt/" data-wpel-link="internal">Instrumente für ExoMars Trace Gas Orbiter ausgewählt</a> (4. August 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/esa-sammelt-ideen-leben-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">ESA sammelt Ideen: Leben auf dem Mars</a> (25. März 2003)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4183.315" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA Mars-Rover / EXOMARS</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8764.45" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ExoMars Trace Gas Orbiter</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leben im All? &#8211; Forschungsprojekt bewilligt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/leben-im-all-forschungsprojekt-bewilligt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 22:43:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophysik]]></category>
		<category><![CDATA[ausserirdisches Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Exobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[extrasolar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34644</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rund 90 internationale Forscher arbeiten an den Universitäten Wien und Graz sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an einem bis zu acht Jahre dauernden und mit rund 600.000 Euro pro Jahr dotierten astrophysikalischen Großprojekt. Die Forscher gehen den Voraussetzungen für die Entstehung von lebensfreundlichen und lebenserhaltenden Umgebungen auf anderen Planeten nach. Ein Beitrag von Ralf [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/leben-im-all-forschungsprojekt-bewilligt/" data-wpel-link="internal">Leben im All? &#8211; Forschungsprojekt bewilligt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Rund 90 internationale Forscher arbeiten an den Universitäten Wien und Graz sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an einem bis zu acht Jahre dauernden und mit rund 600.000 Euro pro Jahr dotierten astrophysikalischen Großprojekt. Die Forscher gehen den Voraussetzungen für die Entstehung von lebensfreundlichen und lebenserhaltenden Umgebungen auf anderen Planeten nach.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Mark Stockfisch</a>. Quelle: http://astro.univie.ac.at. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-01-21-65602.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012012234316_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012012234316_small_1.jpg" alt="NASA/Jenny Mottar" width="260"/></a><figcaption>
Illustration 
<br>
(Bild: NASA/Jenny Mottar)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Welche physikalischen Bedingungen müssen im Umkreis von jungen Sternen und Planeten herrschen, damit dort Leben entstehen kann? Wie wirken Sterne, Sternwinde, Gas- und Staubscheiben, Magnetfelder und Planetenatmosphären zusammen, um die essentiellen Moleküle und Wasser zu bilden und auf die Planeten zu bringen? Welches sind die frühesten Phasen, in denen man in der Sternumgebung schon lebensfreundliche oder lebenserhaltende – sogenannte habitable – Zonen finden kann, und wie verändern sich diese im Laufe der Zeit? Diesen fundamentalen astrophysikalischen Voraussetzungen geht das Forschungsnetzwerk unter Gesamtleitung von Prof. Dr. Manuel Güdel, Leiter des Instituts für Astronomie der Universität Wien, nach. In sechs Teilprojekten werden stellare und planetare Bedingungen untersucht. &#8222;Wir suchen nicht nach Leben im All an sich, sondern nach den physikalischen und chemischen Voraussetzungen dafür – von der Stern- und Planetenentstehung bis zum Transport von Wasser&#8220;, erklärt Güdel, der sich sicher ist, dass im Universum außer uns noch Leben existiert: &#8222;Es wäre doch seltsam, wenn das nicht auch irgendwo anders passiert wäre.&#8220;   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschafter interessieren sich besonders dafür, wie sich Habitabilität in den frühesten, widrigen Zeiten des Sonnensystems entwickelt hat, als die Sonne tausend Mal kräftigere Röntgenstrahlung und dutzende Male stärkere Ultraviolettstrahlung als heute aussandte. Damals wehten viel stärkere Sonnenwinde, und die Erdatmosphäre war völlig anders zusammengesetzt. Aber auch extreme Bedingungen in extrasolaren Planetensystemen, etwa auf Planeten in sehr kleiner Entfernung vom zentralen Stern, werden unter die Lupe genommen. Heute sind über 700 extrasolare Planeten bekannt, die unter mannigfachen Bedingungen ihre Bahn um andere Sterne ziehen. Dabei hat sich in letzter Zeit gezeigt, dass Planeten sich gerade auch in Doppel- oder Mehrfachsternsystemen bilden – die häufigste Konfiguration, in der Sterne im Universum vorkommen. Gibt es in solchen Sternsystemen stabile, habitable Planeten? &#8222;Ganz besonders interessiert mich dabei die Frage nach den Voraussetzungen für die Entstehung von Leben – angefangen bei der Chemie in protoplanetaren Scheiben bis hin zur Bestrahlung von Planetenatmosphären&#8220;, meint Güdel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Großprojekt widmet sich mit neuen Methoden bisher unangetasteten Forschungsgebieten. Sowohl astronomische Beobachtungen wie auch modernste numerische Simulationen und theoretische Studien werden in internationaler Kooperation untersuchen, wie junge protoplanetare Scheiben sich über mehrere Millionen Jahre chemisch und thermisch entwickeln; Modellrechnungen werden zeigen, wie und wo sich Wasser und organische Moleküle entwickeln und in die „habitablen“ Zonen transportiert werden. Ein besonderes Augenmerk richtet das Projektteam auf den zentralen Stern, der einerseits die Hauptenergiequelle für die thermochemischen und physikalischen Prozesse darstellt, sich aber im Laufe der Zeit auch selbst stark weiterentwickelt. Seine magnetische Aktivität, seine Hochenergiestrahlung und sein Sternwind beeinflussen die Hochatmosphären und Magnetosphären der Planeten wesentlich und können sogar zur Erosion massiver Atmosphären führen. Diese Prozesse werden spezifisch mit numerischen Simulationen des planetaren Atmosphären-Magnetosphären-Systems unter Berücksichtigung der äußeren Strahlung weiter untersucht. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/leben-im-all-forschungsprojekt-bewilligt/" data-wpel-link="internal">Leben im All? &#8211; Forschungsprojekt bewilligt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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