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	<title>GSLV &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>GSLV &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Indiens militärischer Comsat GSAT 7A im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indiens-militaerischer-comsat-gsat-7a-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 15:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>GSAT 7A ist ein neuer militärischer Kommunikationssatellit indischer Produktion. Das Raumfahrzeug wurde am 19. Dezember 2018 ins All transportiert und hatte anschließend begonnen, mit Hilfe eigener Triebwerke den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) einzuschlagen. Zwischenzeitlich hat der Satellit in etwa das Niveau des GEO erreicht. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO. Die indische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">GSAT 7A ist ein neuer militärischer Kommunikationssatellit indischer Produktion. Das Raumfahrzeug wurde am 19. Dezember 2018 ins All transportiert und hatte anschließend begonnen, mit Hilfe eigener Triebwerke den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) einzuschlagen. Zwischenzeitlich hat der Satellit in etwa das Niveau des GEO erreicht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ISRO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die indische Raumfahrtforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) meldete mit Datum vom 24. Dezember 2018, vier geplante Bahnanhebungsmanöver von GSAT 7A seien erfolgreich absolvieren worden. Nach den vier Manövern befand sich GSAT 7A laut ISRO auf einer 0,2 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt rund 35.800 Kilometer über der Erde und einer Erdferne von rund 36.092 Kilometern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSLV-MkII-Start am 19. Dezember 2018 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 11:40 Uhr MEZ (10:40 Uhr UTC) am 19. Dezember 2018 war die GSLV-Rakete mit der Flugnummer F11 mit GSAT 7A an der Spitze am Ende eines rund 26 Stunden dauernden Countdowns von der Rampe Nr. 2 (Second Launch Pad, SLP) des Raumflugzentrums Satish Dhawan auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste gestartet. Nach etwas über 19 Minuten Flugzeit war dann die Abtrennung des Satelliten auf einer etwas günstigeren als der minimal erwarteten Transferbahn erfolgt. Die dritte Stufe der Rakete wurde vor dem Aussetzen des Satelliten betrieben, bis ihr der Treibstoff ausging. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die benutzte GSLV-Mk2-Rakete flog in einer gegenüber zuvor eingesetzten GSLV-Mk2-Varianten in zahlreichen Punkten verbesserten Version. Die zweite Stufe GS2 war mit einem schubgesteigertem Haupttriebwerk und statt mit 39,5 Tonnen wie bei früheren Flügen mit über 40 Tonnen (42,196 Tonnen) Treibstoff ausgestattet und wird daher auch als GL40 (statt GL37.5H) bezeichnet. Die Beladung der dritten Stufe GS3 war von 12 auf rund 15 Tonnen (14,996 Tonnen) Treibstoff gesteigert worden, sie hörte daher auf die Bezeichnung C15 bzw. CUS 15 (statt C12.5). Ihr Motor CE7.5 war ebenfalls in der Lage, mehr Schub als seine Vorgänger zu liefern. Seine Regelbrennzeit wurde um rund 80 Sekunden gesteigert. Die notwendigen Konstruktionsänderungen bewirkten eine Vergrößerung der Höhe der Rakete um etwa 1,8 Meter auf eine Gesamtbauhöhe von 50,926 Metern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der der Erde nächstliegende Bahnpunkt der anvisierten Übergangsbahn für GSAT 7A lag bei etwa 170 Kilometern über der Erde, ihr erdfernster Bahnpunkt abhängig von der erzielten Performance der Oberstufe im Bereich zwischen 33.190 und 40.600 Kilometern über der Erde. Die Neigung der anvisierten Bahn gegen den Erdäquator betrug 19,35 Grad. Erreicht wurde eine Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von 170,8 Kilometern und einer Erdferne von 39.127 Kilometern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Antennentestkammer 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erstes Bahnanhebungsmanöver am 20. Dezember 2018 dauerte rund 3.895 Sekunden. Es brachte GSAT 7A auf eine Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von rund 11.693 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt von 38.905 Kilometern über der Erde. Die Neigung dieser Bahn gegen den Erdäquator war auf 5,75 Grad reduziert, ein Erdumlauf auf ihr dauerte knapp 16 Stunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Bahnanhebungsmanöver besitzt GSAT 7A ein mit Monomethylhydrazin (MMH) als Treibstoff und einer Mischung aus Stickstoffoxiden (MON-3) als Oxidator betriebenes, 440 Newton starkes Apogäumstriebwerk (Liquid Apogee Motor, LAM). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_3.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Transportkonfiguration &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der auf dem indischen Bus I-2K basierende Satellit mit einer Startmasse von rund 2.250 Kilogramm hat eine Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren. Innerhalb eines entsprechenden Zeittraums soll der Satellit von einer Position bei 63 Grad Ost im Geostationären Orbit rund 35.786 Kilometer über der Erde Kommunikationsdienste für Militär und Regierungsstellen Indiens zur Verfügung stellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptnutzer von GSAT 7A wird die Indische Luftwaffe (Indian Air Force, IAF) sein. Die IAF will mit Hilfe des Satelliten Verbindungen zwischen ihren Luftwaffenbasen, Kontrollzentren und Radarstellungen am Boden, mit Frühwarnflugzeugen (z.B. wie Berijew A-50 Schmel &#8211; Бериев А-50 Шмель &#8211; auf Basis der Iljuschin Il-76) und mit fernzusteuernden Drohnen herstellen können. Einen gewissen Anteil der Kapazitäten des neuen Satelliten &#8211; die Rede ist von etwa 30 Prozent &#8211; soll von den Indischen Landstreitkräften genutzt werden können. Die indischen Landstreitkräfte sollen später ihren eigenen GSAT 7 bekommen, nämlich GSAT 7B. GSAT 7 (ohne anhängendes A) alias Insat 4F (NORAD 39.234, COSPAR 2013-044B) ist schon seit dem 29. August 2013 im All und wird von der Marine Indiens genutzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122018164855_small_4.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 7A in Betriebskonfiguration &#8211; Künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, erhielt GSAT 7A eine Kommunikationsnutzlast mit einer Anzahl von im K<sub>u</sub>-Band arbeitenden Transpondern. Zur Bahnverfolgung, zur Telemetriedatenübertragung und zur Fernsteuerung des Satelliten besitzt letzterer zusätzliche Kommunikationseinrichtungen für das C-Band (Tracking, Telemetry and Control &#8211; TT&amp;C &#8211; während LEOP) und das K<sub>u</sub>-Band (TT&amp;C im Regelbetrieb). 
<br>
Der Energieversorgung der Kommunikationsnutzlast und der übrigen Systeme an Bord von GSAT 7A dienen zwei Solarzellenausleger. Bei Betriebsende sollen sie zusammen immer noch ausreichend elektrische Leistung für den 3,3 Kilowatt starken Satelliten zur Verfügung stellen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 7A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.864 und als COSPAR-Objekt 2018-105A.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16232.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"> GSAT 7A auf GSLV Mk.II vom SDSC SLP Sriharikota</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumfahrt: Wäre Indien weiter?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-waere-indien-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2016 07:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimdienst]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[PSLV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>S. Nambi Narayanan ist sich sicher: Wäre das indische Raumfahrtprogramm nicht aktiv behindert worden, wäre es heute deutlich weiter. Verantwortlich für die Behinderungen macht Nambi Narayanan indische und ausländische Behörden und Geheimdienste. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, ISRO, Sify S. Nambi Narayanan war als Projekt-Direktor zur Entwicklung von Flüssigkeitstriebwerken bei der indischen Weltraumforschungsorganisation [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">S. Nambi Narayanan ist sich sicher: Wäre das indische Raumfahrtprogramm nicht aktiv behindert worden, wäre es heute deutlich weiter. Verantwortlich für die Behinderungen macht Nambi Narayanan indische und ausländische Behörden und Geheimdienste.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: IANS, ISRO, Sify</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30space6isro800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30space6isro260.jpg" alt="Vikas-Motor am Heck der 2. Stufe für eine PSLV-Rakete
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>Vikas-Motor am Heck der 2. Stufe für<br> eine PSLV-Rakete<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">S. Nambi Narayanan war als Projekt-Direktor zur Entwicklung von Flüssigkeitstriebwerken bei der indischen Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, <a href="https://www.isro.gov.in/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ISRO</a>) beschäftigt. In den 1980er Jahren kümmerte er sich um die Einführung der entsprechenden Technologie in Indien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raketenmotore vom Typ Vikas, die in den indischen Raketen der Reihen PSLV und GSLV regelmäßig zum Einsatz kommen, sind Ergebnis der Arbeit von Nambi Narayanan, bei der er und seine Mitarbeiter maßgebliche Unterstürzung aus Frankreich erhielten. Die Vikas-Triebwerke sind Varianten der europäischerseits früher in Ariane-Raketen verwendeten Viking-Motore.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Einsatz in Raketen vom Typ GSLV hatte die ISRO außerdem den Einsatz kryogener, also flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennender Triebwerke vorgesehen. Der Entwicklung entsprechender Raketenmotore nahm sich Nambi Narayanan ebenfalls an. 1991 vereinbarte er im Auftrag der ISRO mit dem russischen Staatsunternehmen Glawkosmos, das für internationale Projekte im Raumfahrtbereich zuständig ist, einen russisch-indischen Technologietransfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Transfer von Wissen um den Bau kryogener Triebwerke verlief dann aber nicht so wie erwartet. 1993 gab Glawkosmos Druck aus den Vereinigten Staaten von Amerika nach und lehnte die Erfüllung des verabredeten Vertrags endgültig ab. Eine als Alternative organisierte Produktion russischer Triebwerke bei einem Industrieunternehmen in Indien ohne unmittelbare Beteiligung durch die ISRO kam ebenfalls nicht zu Stande.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich war es Nambi Narayanan laut eigener Auskunft aber gelungen, in den Besitz von Material und Dokumenten aus Russland zu gelangen. Seinen Angaben zufolge gab es vier Lufttransporte aus Russland an Indien, die von einer privaten Fluglinie mit dem Namen Ural Aviation abgewickelt worden seien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gslvmkiiix8isro800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gslvmkiiix8isro260.jpg" alt="GSLV MkIII vor erstem Testflug am 18. Dezember 2014 mit inaktiver kryogener Oberstufe
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSLV MkIII vor erstem Testflug am<br> 18. Dezember 2014 mit inaktiver kryogener<br> Oberstufe<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 1994 wurde Nambi Narayanan verhaftet. Man warf im vor, Geheimnisse zur indischen Raketenentwicklung an Pakistan verraten zu haben. Dazu habe er sich angeblich zweier vermeintlicher Spioninnen von den Malediven (Fauzia Hassan und Mariam Rasheeda) bedient. In der Folge kam die Entwicklung kryogener Antriebstechnologie in Indien faktisch kaum noch voran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einem Korrespondenten berichtete Nambi Narayanan einer Meldung des indischen Informations- und Kommunikationstechnik-Anbieters <a href="https://www.sify.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sify</a> zufolge, eine Annullierung des Vertrags mit Glawkosmos und seine Verhaftung seien Punkte einer US-amerikanischen Agenda gewesen, und mit Hilfe offizieller Stellen aus Indien, dem IB für Intelligence Bureau genannten indischen Geheimdienst und der Polizei des indischen Bundesstaats Kerala, umgesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Beweis für die erforderliche Verschwörung betrachtet Nambi Narayanan die 1996 erfolgte Suspendierung eines IB-Geheimdienstlers mit Direktoren-Rang, dem enge Verbindungen zum US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA nachgesagt worden seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1996 war auch das Jahr, in dem die indische Bundespolizeibehörde namens Central Bureau of Investigations (CBI) im Rahmen einer Untersuchung des vermeintlichen ISRO-Spionagefalls zum Schluss kam, dass ein solcher in Wirklichkeit nie existierte und ausschließlich auf Erfindungen von IB und Polizei aus Kerala zurückzuführen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1998 schlossen sich der oberste Gerichtshof Indiens und die Ende 1993 gegründete nationale indische Kommission für Menschenrechte (National Human Rights Commission, <a href="https://nhrc.nic.in/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NHRC</a>) der Einschätzung der CBI an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NHRC beschied der Regierung des indischen Bundesstaates Kerala außerdem, neben der Anwendung physischer und psychischer Gewalt gegen Nambi Narayanan und seine Familie die Kariere von Nambi Narayanan im Raumfahrtsektor nachhaltig zerstört zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der indisch-asiatischen Nachrichtenagentur (Indo-Asian News Service, <a href="https://www.ians.in/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IANS</a>) erklärte Nambi Narayanan, Indien habe wegen der Verschwörung einen Einnahmeausfall von mehreren Milliarden Dollar wegen nicht möglicher Raketenstarts für kommerzielle Kunden zu verkraften und sei wegen der Verschwörung mindestens zwölf Jahre hinter dem zurück, was man eigentlich hätte erreichen können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/CE20Test19022016isro.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/CE20Test19022016isro260.jpg" alt="CE-20 kurz nach der Zündung im Test am 19. Februar 2016
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>CE-20 kurz nach der Zündung im Test<br> am 19. Februar 2016<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verzögerungen beim Transport von Nutzlasten jenseits einer Startmasse um 2 Tonnen sind augenfällig. Beispielsweise liegen zahlreiche Projekte für größere indische geostationäre Kommunikationssatelliten deutlich hinter den ursprünglichen Planungen zurück. Verschiedentlich sah die ISRO sich veranlasst, Starts im Ausland zu buchen. Dabei konnte sie insbesondere auf gute Beziehungen zum europäischen Startanbieter Arianespace zurückgreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Enttäuscht zeigte sich Nambi Narayanan, dass sich niemand mit den Motiven der Verschwörer beschäftige und Beteiligte, die ihre Dienstpostionen offensichtlich missbraucht hätten, nicht bestraft worden seien. Nambi Narayanan fordert von der Regierung Indiens die Bildung einer speziellen Untersuchungskommission zur völligen Aufklärung des vermeintlichen ISRO-Spionagefalls.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der mittlerweile 75 jährige Raketentechniker hatte vor über 20 Jahren den Grundstein für Entwicklungsfortschritte gelegt, die die ISRO &#8211; zuletzt mit einem <a href="	https://web.archive.org/web/20211126155405/https://www.isro.gov.in/update/22-feb-2016/ce-20-engine-of-gslv-mkiii-successfully-hot-tested" data-wpel-link="internal">erfolgreichen Test</a> eines kryogenen Triebwerks vom Typ CE-20 mit einem projektierten Schub von 186 Kilonewton für die Rakete GSLV MkIII &#8211; zeigte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt verbringt Nambi Narayanan einen großen Teil seiner Zeit mit dem Durchfechten von Gerichtsverfahren. Die Regierung von Bundesstaat und Nation hat er auf Ersatz erlittenen Schadens verklagt. Gegen Polizeibeamte, die gegen ihn und seine Angehörigen vorgingen, will er ebenfalls Verfahren anstrengen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Indien testete kryogenes Oberstufentriebwerk CE-7.5</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-testete-kryogenes-oberstufentriebwerk-ce-7-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 08:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben von Korrespondentenberichten gelang der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) am 24. März 2013 in einer Höhentestkammer die Testzündung eines mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff arbeitenden Raketenmotors vom Typ CE-7.5. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: erewise.com, indiadefender.com, ISRO, sawfnews.com, The Hindu. Der Test fand in der erst jüngst fertiggestellten Testanlage zur Simulation großer Höhen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben von Korrespondentenberichten gelang der Indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) am 24. März 2013 in einer Höhentestkammer die Testzündung eines mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff arbeitenden Raketenmotors vom Typ CE-7.5.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: erewise.com, indiadefender.com, ISRO, sawfnews.com, The Hindu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042013102040_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042013102040_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Oberstufe CUS für GSLV mit CE-7.5-Motor
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Test fand in der erst jüngst fertiggestellten Testanlage zur Simulation großer Höhen (high altitude test facility, HAT) im ISRO-Zentrum für Flüssigkeitsraketenantriebe (Liquid Propulsion Systems Centre, LPSC) in Mahendragiri im Distrikt Kanyakumari des indischen Bundesstaats Tamil Nadu statt. Die Anlage war nach dem Versagen des in Indien konstruierten Triebwerks beim Flug einer indischen Rakete für den Transport von Satelliten auf geosynchrone Umlaufbahnen (GSLV) am 15. April 2010 in einem Zeitraum von rund einem Jahr gebaut worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zündung des indischen Triebwerks vom Typ CE-7.5 im Teststand am 24. März 2013 erfolgte auf die vorgesehene Weise, dabei gemessene Daten bewegten sich im Rahmen des Erwarteten. Die positiven Ergebnisse sollten es ermöglichen, das Triebwerk nun in die kryogene Oberstufe für die Rakete GSLV-D5 zu integrieren und die Stufe möglichst bald zum Startgelände auf der Insel Sriharikota zu liefern. Nach dem Triebwerkstest ging der Direktor des LPSC, M. Chandra Dathan, davon aus, dass ein Start der GSLV-D5 im Monat Juli 2013 erfolgen könnte. Die Rakete soll den indischen Kommunikationssatelliten GSAT 14 in den Weltraum transportieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Oberstufe namens CUS einer GSLV eingesetzt, wird ein CE-7.5-Triebwerk nominal rund 720 Sekunden arbeiten. Der Vakuumschub des regenerativ gekühlten Triebwerks liegt dabei nach leicht differierenden Angaben zwischen 69,5 und 73,55 Kilonewton (etwa 7,5 Tonnen). Für den spezifischen Impuls des Motors mit gestufter Verbrennung werden 452 bis 454 Sekunden genannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versorgung des Triebwerks mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff besorgen zwei sogenannte Booster-Pumpen und ein Turbinensatz zum Antrieb. Letzter erreicht eine Drehzahl zwischen 39.000 und 42.000 Umdrehungen pro Minute und stellt die Versorgung der Hauptkammer des Triebwerks mit 16,6 Kilogramm Treibstoff pro Sekunde sicher. Das Antriebsgas für den Turbinensatz wird durch einen Vorbrenner erzeugt. Für Veränderungen des Schubs und die Beeinflussung des Mischungsverhältnisses der Treibstoffkomponenten gibt es getrennte Regulatoren. Die Zündung der Verbrennung des flüssigen Wasserstoffs mit flüssigem Sauerstoff erfolgt in allen Triebwerkskomponenten pyrotechnisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9955.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-D5 mit GSAT 14</a></li></ul>
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		<title>GSAT-7 und GSAT-7A auf der Wartebank</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsat-7-und-gsat-7a-auf-der-wartebank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 May 2012 09:21:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Kommunikationssatelliten, die das indische Militär im Geostationären Orbit betreiben will, werden voraussichtlich deutlich später in den Weltraum gelangen als ursprünglich vorgesehen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IPCS, ISRO, PIB, PTI. GSAT-7 und GSAT-7A sind dedizierte Kommunikationssatelliten für das indische Militär. Die indische Marine möchte GSAT-7 alias INSAT-4F für sich nutzen, der Satellit hätte [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zwei Kommunikationssatelliten, die das indische Militär im Geostationären Orbit betreiben will, werden voraussichtlich deutlich später in den Weltraum gelangen als ursprünglich vorgesehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: IPCS, ISRO, PIB, PTI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT-7 und GSAT-7A sind dedizierte Kommunikationssatelliten für das indische Militär. Die indische Marine möchte GSAT-7 alias INSAT-4F für sich nutzen, der Satellit hätte ursprünglich bereits im Jahre 2010 in den Weltraum transportiert werden sollen. Die indische Luftwaffe (IAF) will GSAT-7A für eigene Kommunikationsverbindungen einsetzten. Zunächst war man in Indien davon ausgegangen, dass dies ab 2009 möglich sei.  <br>Aufgrund der mangelnden Zuverlässigkeit der indischen Trägerrakete GSLV (<a href="https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-fehlschlag-dritte-stufe-hatte-maengel/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), welche extra für den Start von Nutzlasten, die eine geostationären Umlaufbahn erreichen sollen, entwickelt wurde, gerieten die beiden Satellitenprogramme ins Stocken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2011 sah es so aus, dass GSAT-7 Ende 2012 auf einem nicht näher spezifizierten nicht-indischen Träger ins All gelangen könnte. Angenommen wird, dass Arianespace den Start von GSAT-7 besorgen wird. Im April 2012 berichtete der indische Verteidigungsminister Arackaparambil Kurien Antony, dass er derzeit von einem GSAT-7-Start 2012 oder 2013 ausgehe, und den Start von GSAT-7A 2013 oder 2014 erwarte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der auf der indischen Satellitenplattform I-2K bzw. I-2000 basierende GSAT-7 für die Marine trägt eine Kommunikationsnutzlast mit Transpondern für das C-, das K<sub>u</sub>&#8211; und das S-Band sowie den UHF-Bereich. Die Solarzellenausleger des rund 2.330 Kilogramm schweren Satelliten mit einer projektierten Lebenserwartung von 9 Jahren sind so dimensioniert, dass sie die Kommunikationsnutzlast mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2.000 Watt versorgen können.  <br>Im Geostationären Orbit bei 74 Grad Ost über einem IOR für Indian Ocean Region genannten Meeresgebiet mit einer Ausdehnung von etwa 600 x 1.000 nautischen Meilen (~1.110 x 1.800 Kilometer) positioniert soll GSAT-7 Verbindungen zwischen einzelnen Marineeinheiten sowie mit Kommandostellen ermöglichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT-7A für die Luftwaffe ist unter anderem dazu gedacht, Verbindungen zu bis zu sechs fliegenden mit Radaranlagen des Typs EL/W-2090 aus Israel in Flugzeugen des russischen Typs Iljuschin IL 76 ausgerüsteten AWACS-Radarstationen bereitzustellen, und die Kommunikationsanforderungen anderer fliegender und am Boden stationierter Radareinheiten zu befriedigen. </p>
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		<title>Chandrayaan 2 muss warten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chandrayaan-2-muss-warten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 13:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Chandrayaan 2]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlander]]></category>
		<category><![CDATA[Mondorbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Startverschiebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zweite unbemannte indische Mondmission namens Chandrayaan 2 muss warten, bis sich die GSLV-Trägerrakete bei zwei erfolgreichen Flügen bewährt hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, Raumfahrer.net. Nach dem erfolgreichen Start des indischen Radarsatelliten Risat 1auf einer Rakete des Typs PSLV berichtete der Leiter der indischen Raumfahrtforschungsorganisation (ISRO) K. Radhakrishnan Journalisten, dass man plane, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die zweite unbemannte indische Mondmission namens Chandrayaan 2 muss warten, bis sich die GSLV-Trägerrakete bei zwei erfolgreichen Flügen bewährt hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: IANS, Raumfahrer.net.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-8a2d3902"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28042012150014_small_1.jpg" alt="IKI/ISRO" width="260"/><figcaption>
Chandrayaan 2: Russischer Lander, indischer Minirover 
<br>
(Bild: IKI/ISRO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem erfolgreichen Start des indischen Radarsatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/indischer-fernerkundungssatellit-gestartet/" data-wpel-link="internal">Risat 1</a>auf einer Rakete des Typs PSLV berichtete der Leiter der indischen Raumfahrtforschungsorganisation (ISRO) K. Radhakrishnan Journalisten, dass man plane, im Abstand von sechs Monaten zwei Raketen des Typs GSLV zu starten, bevor man Chandrayaan 2 auf den Weg zum Mond bringe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2008 startete die erste indische Mondmission mit dem Mondorbiter Chandrayaan 1 auf einer PSLV. Für die zweite indische Mondmission ist eine weiche Landung auf dem Erdtrabanten geplant, dabei arbeitet Indien mit Russland zusammen. Mit einem indischen Orbiter soll ein russischer Lander den Mond erreichen, dessen Aufgabe es unter anderem sein wird, einen indischen Minirover auf die Mondoberfläche zu bringen. Die schwerere Sonde Chandrayaan 2 wird voraussichtlich von einer GSLV gestartet werden. Eine derartige Rakete absolvierte zuletzt 2004 mit Edusat alias GSAT-3 einen erfolgreichen Flug. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehrfachem Versagen der GSLV leiden einige Programme der ISRO unter Verzögerungen. Die in Indien konstruierte kryogene Oberstufe mit einem in Indien gebauten Antrieb für die GSLV war bisher Bestandteil einer einzigen geflogenen GSLV (D3) und funktionierte dabei nicht. Derzeit arbeitet die ISRO intensiv an einer Flugertüchtigung der Stufe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Radhakrishnan ist der nächste Einsatz der indischen kryogenen Oberstufe auf einer GSLV im September oder Oktober 2012 vorgesehen. Zwei Bodentests des flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden Triebwerks der Raketenstufe haben zwischenzeitlich stattgefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil bei dem Versagen der GSLV-F06 im Dezember 2010 deren Nutzlastverkleidung mit einem Durchmesser von vier Metern eine wahrscheinliche Ursache für den Fehlschlag war, werde beim nächsten GSLV-Flug wieder die bewährte Verkleidung mit einem Durchmesser von 3,4 Metern zum Einsatz kommen, teilte Radhakrishnan außerdem mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass es schließlich gelingt, Chandrayaan 2 im Jahr 2013, wie es einmal geplant war, auf die Reise zum Mond zu schicken, ist mehr als unwahrscheinlich. Ein Start im Jahr 2014 scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt ebenfalls unrealistisch. Nicht unvorstellbar ist, dass eine Trägerrakete mit Chandrayaan 2 an Bord erst im Jahre 2016 abhebt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwierigkeiten bei der Einhaltung des maximal möglichen Startgewichts von Chandrayaan 2 und der Absicherung der erforderlichen Zuverlässigkeit der russischerseits beigesteuerten Komponenten sind sicher grundlegendere Ursachen für erhebliche Verzögerungen. Auf jeden Fall werden neue GSLV im Herbst 2012 (voraussichtlich als GSLV-D5 mit GSAT-14) und im Frühjahr 2013 beweisen müssen, dass sich dieser Raketentyp mit einer gewissen Zuverlässigkeit einsetzen lässt, denn bis auf weiteres ist ein Start von Chandrayaan 2 auf einer solchen Rakete vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4121.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chandrayaan 2</a></li></ul>
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		<title>GSLV-F06-Fehlschlag: Dritte Stufe hatte Mängel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-fehlschlag-dritte-stufe-hatte-maengel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 21:24:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[C15]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlschlag]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV-F06]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[SDSC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben des Vorsitzenden der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) K. Radhakrishnan ist eine mängelbehaftete russische Raketenstufe für das Versagen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 verantwortlich. Fachleute aus Russland sollen dies bestätigt haben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, ISRO, livemint.com. Vertont von Peter Rittinger. Zum Einsatz in ISROs Trägerrakete für Satelliten für den Geostationären [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben des Vorsitzenden der indischen Weltraumforschungsorganisation (ISRO) K. Radhakrishnan ist eine mängelbehaftete russische Raketenstufe für das Versagen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 verantwortlich. Fachleute aus Russland sollen dies bestätigt haben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, ISRO, livemint.com. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-26-88763.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072011232417_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/><figcaption>
GSLV-F04 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Einsatz in ISROs Trägerrakete für Satelliten für den Geostationären Orbit, GSLV für Geosynchronous Satellite Launch Vehicle genannt, lieferte Russland nach einer Anfang des letzten Jahrzehnts getroffenen Vereinbarung schließlich sieben Raketenstufen, die mit mit flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff verbrennenden Motoren des Typs KVD-1 vom Konstruktionsbüro ChimMasch ausgerüstet wurden. Dementsprechend steht KVD für Kislorodno Vodorodni Dvigatel, übersetzt etwa Sauerstoff-Wasserstoff-Motor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In zwei unterschiedlichen Varianten gelangten die sieben Raketenstufen nach Indien. Fünf von ihnen hatten eine Treibstoffgesamtkapazität von rund 12,5 Tonnen und werden in Indien daher C12 oder C12,5 genannt, zwei verlängerte Stufen wurden mit größeren Tanks geliefert. Als C15 bezeichnet und mit einer Treibstoffgesamtkapazität von rund 15,2 Tonnen ermöglichen sie eine längere Brenndauer ihres Triebwerks. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste der verlängerten vom russischen Raumfahrtkonzern Chrunitschew gebauten Stufen sollte beim Flug der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 in Betrieb genommen werden. Dazu kam es jedoch nicht. Die Rakete hob zwar problemlos von der Startrampe Nr. 2 des Satish Dhawan Space Center (SDSC) auf Sriharikota ab, zerbrach dann aber noch innerhalb der ersten Flugminute. Die Überreste der Rakete und die an Bord befindliche Nutzlast, der für den Einsatz im Geostationären Orbit gedachte Kommunikationssatellit GSAT 5P, fielen in den indischen Ozean. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am unteren Ende der als dritte Stufe in der GSLV eingesetzten Raketenstufe C15 befand sich ein Zylinder aus einem Kompositwerkstoff, der sich unter den im Flug durch die Atmosphäre auftretenden Lasten verformte. Die Verformung führte schließlich zur Trennung von durch Halterungen an dem Zylinder befestigten Steckverbindungen, was sämtliche zur Lenkung der Rakete erforderlichen Steuerleitungen unterbrach. Informationen der Nachrichtenagentur IANS zufolge war über drei Jahre vorher beim Flug der GSLV-F04 ähnliches vorgefallen. Damals wurden jedoch nicht alle Leitungen unterbrochen, und die Rakete erreichte den Weltraum. Allerdings wurde INSAT 4CR auf einer etwas zu niedrigen Umlaufbahn ausgesetzt, weshalb sein Apogäumsmotor mehr Treibstoff benötigte, um den Satelliten in den Geostationären Orbit zu bringen, was die mögliche Einsatzdauer des Satelliten dort reduziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinsichtlich der dritten Stufe der GSLV-F06 kam die ISRO nach umfangreichen Analysen, die schließlich auch von russischer Seite unterstützt wurden, zu dem Schluss, dass dem Kompositzylinder am unteren Ende der C15 der GSLV-F06 eine konstruktive Schwäche innewohnte. Eine Inspektion der letzten in Indien verfügbaren Raketenstufe mit KVD-1-Triebwerk förderte zu Tage, dass sie an einer Anzahl von Positionen nicht die Maße aufwies, die dokumentiert waren. Die russischerseits eingestandenen Mängel sollen nach einer eingehenden Inspektion behoben werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim nächsten Start einer GSLV-Rakete will die ISRO in der dritten Stufe zum zweiten Mal eigene Technik verwenden. Derzeit ist der als Test kategorisierte Flug der GSLV-D5 für die erste Hälfte des Jahres 2012 geplant. Die Rakete soll den kleinen Kommunikationssatelliten GSAT 14 (Startmasse rund 2.050 Kilogramm) in einen Transferorbit bringen, von wo aus der Satellit unter Verwendung eines eigenen Treibwerks in den Geostationären Orbit gelangen kann. Der erste Flug einer GSLV-Rakete mit einer in Indien gebauten dritten Raketenstufe und GSAT 4 an Bord scheiterte am 15. April 2010, weil bei der Zündung ihres Triebwerks zur Verbrennung von flüssigem Wasserstoffs mit flüssigem Sauerstoff Probleme im Bereich seiner Treibstoffpumpen auftraten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GSLV-Flüge mit russischer Technik in der dritten Stufe:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-D1 Mk.1 mit GSAT 1 alias GramSat 1<br>18. April 2001<br>dritte Stufe C12 aus Russland<br>schaltet 10 Sek. zu früh ab, ca. 0,6% um rund 60 m/s zu geringe Geschwindigkeit, Apogäum rund 4.000 km zu niedrig, Treibstoff für den Apogäumsmotor von GSAT 1 reicht anschließend nicht ganz, um Geostationären Orbit zu erreichen, 23 statt 24 Stunden pro Erdumlauf</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-D2 Mk.1 mit GSAT 2<br>8. Mai 2003<br>3,4 Meter Fairing<br>dritte Stufe C12 aus Russland<br>erfolgreich</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-F01 Mk.1 mit GSAT 3 alias EDUSAT<br>20. September 2004<br>3,4 Meter Fairing<br>dritte Stufe C12 aus Russland<br>erfolgreich</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-F02 Mk.1 mit INSAT 4C<br>10. Juli 2006<br>dritte Stufe C12 aus Russland<br>Zerstörung nach Flugwegabweichung wegen Instabilität</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-F04 Mk.1 mit INSAT 4CR<br>2. September 2007<br>3,4 Meter Fairing<br>dritte Stufe C12 aus Russland<br>Steckverbinder zwischen 2. und 3. Stufe getrennt, erreichte Bahn im Apogäum um 1.265 km zu niedrig, Apogäumsmotor bringt INSAT 4CR in den GEO, Lebensdauer wegen zusätzlichem Treibstoffverbrauch jedoch reduziert</p>



<p class="wp-block-paragraph">GSLV-F06 Mk.2 mit GSAT 5P<br>25. Dezember 2010<br>4 Meter Fairing<br>dritte Stufe C15 aus Russland (mehr Treibstoff, höhere Masse, längere Brenndauer)<br>Steckverbinder zwischen 2. und 3. Stufe getrennt, Zerstörung nach Flugwegabweichung durch Lenkungsausfall</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5P auf GSLV-F06</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-fehlschlag-dritte-stufe-hatte-maengel/" data-wpel-link="internal">GSLV-F06-Fehlschlag: Dritte Stufe hatte Mängel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-26-88763.mp3" length="6518262" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>GSLV-F06 scheiterte wegen Strukturversagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-scheiterte-wegen-strukturversagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 20:10:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV-F06]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlast]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33806</guid>

					<description><![CDATA[<p>Informationen der indischen Nachrichtenagentur IANS vom 28. Januar 2011 zufolge geht die indische Raumfahrtorganisation (ISRO) mittlerweile davon aus, dass das Versagen eines Teils der Struktur der Rakete zum Auseinanderbrechen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 führte. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS. Eine Verkleidung am unteren Ende der dritten Stufe der Rakete erlitt im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-scheiterte-wegen-strukturversagen/" data-wpel-link="internal">GSLV-F06 scheiterte wegen Strukturversagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Informationen der indischen Nachrichtenagentur IANS vom 28. Januar 2011 zufolge geht die  indische Raumfahrtorganisation (ISRO) mittlerweile davon aus, dass das Versagen eines Teils der Struktur der Rakete zum Auseinanderbrechen der GSLV-F06 am 25. Dezember 2010 führte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Verkleidung am unteren Ende der dritten Stufe der Rakete erlitt im Flug Verformungen, die schließlich zur Folge hatten, dass eine an der Verkleidung angebrachte Halterung für Steckverbinder in Steuerleitungen derart bewegt wurde, dass die Leitungen unterbrochen wurden. Ohne die Befehle der über der dritten Stufe sitzenden Bordrechenanlage war die Rakete nicht mehr lenkbar. Ohne kontrollierten Einsatz der Stellglieder der vier seitlichen, flüssigkeitsbetriebenen Motore der ersten Stufe musste die Rakete von ihrer Bahn abkommen. Die Rakete zerbrach innerhalb der ersten Flugminute, ihre Überreste und die Nutzlast, der für den Einsatz im Geostationären Orbit gedachte Kommunikationssatellit GSAT 5P, fielen in den indischen Ozean.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012011211049_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012011211049_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSLV-F06 auf der Startrampe 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die fragliche Verkleidung, ein Zylinder aus einem Kompositwerkstoff, saß über der zweiten Stufe und war nach Angaben aus Indien ein Bestandteil der dritten Raketenstufe, die man aus Russland bezogen hatte. Mittlerweile erarbeitete Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass der Zylinder sich unter den im Flug durch die Atmosphäre auftretenden Lasten verformte. Die Luftströmungen entlang der Rakete waren zum Zeitpunkt des Versagens ausgesprochen turbulent, und die Raketenhülle an ihrer Oberfläche sehr unterschiedlichen Drücken ausgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Struktur, die versagte, Materialfehler hatte, hinsichtlich der aerodynamischen Bedingungen im Flug zu schwach ausgelegt oder wegen einer besonders schweren Nutzlast überfordert war, wurde bisher nicht mitgeteilt. Die ISRO weist Spekulationen, eine zu große Masse der zu transportierenden Nutzlast oder eine zu große Gesamtmasse von Trägerrakete und Satellit könnten den Fehlstart verursacht haben, als unbegründet zurück. Eine im Vergleich zu GSAT 4 90 Kilogramm schwerere Nutzlast und eine mit 418 Tonnen um zwei Tonnen höhere Startmasse des Trägers könnten nicht zu einer Instabilität im Flug führen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzliche Daten vom Hersteller der dritten Raketenstufe aus Russland sollen bei der weiteren Aufklärung helfen. Man hofft, am 7. Februar 2011 in Thiruvananthapuram bei einem weiteren Treffen des Komitees zur Fehleranalyse (failure analysis committee, FAC) zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5 auf GSLV-F06</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>GSLV-F06: Ursachenforschung in Indien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gslv-f06-ursachenforschung-in-indien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 16:27:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[C15]]></category>
		<category><![CDATA[Fehleranalyse]]></category>
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		<category><![CDATA[GSLV-F06]]></category>
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		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Berichterstattung indischer Medien zum jüngsten Fehlstart eines indischen Satellitenträgers ist teilweise tendenziös: Bei der Besprechung möglicher Fehlerursachen wird bedauerlicherweise wie öfter bei Fehlschlägen des Raumfahrtprogramms der indischen Raumfahrtorganisation (ISRO) auf aus dem Ausland bezogene Komponenten abgehoben. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, IBN, ISRO, sify news. Ob die in der am 25. Dezember [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Berichterstattung indischer Medien zum jüngsten Fehlstart eines indischen Satellitenträgers ist teilweise tendenziös: Bei der Besprechung möglicher Fehlerursachen wird bedauerlicherweise wie öfter bei Fehlschlägen des Raumfahrtprogramms der indischen Raumfahrtorganisation (ISRO) auf aus dem Ausland bezogene Komponenten abgehoben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, IBN, ISRO, sify news.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06012011172705_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/><figcaption>
GSLV-Rakete &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die in der am 25. Dezember 2010 im Flug zerstörten Rakete GSLV-F06 verbauten Teile aus dem Ausland den Anforderungen der in einer neuen Konfiguration zum ersten Mal gestarteten Rakete überhaupt gewachsen sein konnten, ob Einzelteile angemessen getestet und mit der notwendigen Sorgfalt montiert worden waren, wird allerdings nicht diskutiert. Raketenbauteile müssen oft extremen Belastungen, wie sehr großen Drücken, dem Vakuum, heftigen Schwingungen und Vibrationen, sehr hohen und außerordentlich niedrigen Temperaturen standhalten und unter diesen Bedingungen für einen vorgesehenen Zeitraum arbeitsfähig bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der indische Fernsehsender IBN brachte am 5. Januar 2011 als Überschrift (übersetzt): &#8222;GSLV versagt, da in Deutschland hergestellte Steckverbinder getrennt&#8220;. Die sify news titeln am gleichen Tag nur wenig neutraler (übersetzt) &#8222;In Deutschland hergestellte Steckverbinder getrennt: ISRO&#8220; und berichten, nach Angaben der ISRO seien die Steckverbinder, deren vorzeitige Trennung die Zerstörung der Rakete zur Folge hatte, aus Deutschland importiert wurden. Der Grund für die Trennung der aus einer Art Stecker und Buchse bestehenden Verbinder soll durch ein bereits eingesetztes Komitee gefunden werden. Bei der Trennung sollen auch in der Rakete vorhandene Backupleitungen unterbrochen worden sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher gibt es von offizieller Seite keinerlei Informationen darüber, welche Kräfte während des Fluges der GSLV-F06 auf die fraglichen Verbinder gewirkt haben und ob sich diese Kräfte im erwarteten Rahmen bewegten. Weitere Details von Interesse liegen ebenfalls im Dunklen. So wurde bisher nicht bekannt, ob die ISRO den fertig montierten Träger oder ein adäquates Ingenieursmodell angesichts der neuen Abmessungen und Massenverteilung Vibrationstests unterzogen hat. Die GSLV-F06 war insbesondere wegen einer für größere Treibstoffkapazität verlängerten dritten Raketenstufe namens C15 mit 51 Metern 2 Meter höher als das Gros der zuvor geflogenen GSLV-Raketen, und einen Meter höher als die im April 2010 gescheiterte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/gslv-d3-mit-gsat-4-versagt/" data-wpel-link="internal">GSLV-D3</a>. Unter der Nutzlastverkleidung an der Spitze der GSLV-F06 befand sich der schwerste bisher auf eine GSLV-Rakete aufgesetzte Satellit (2.310 kg Startmasse). Wegen der neuartigen Konfiguration waren Anpassungen des Navigationssystems sowie bei Flug- und Aerodynamik erforderlich, berichtete vor dem Start jedenfalls die indische Nachrichtenagentur IANS unter Bezugnahme auf eine der ISRO nahestehende Quelle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem vorläufigen Bericht zum Versagen der Rakete teilte die ISRO am 31. Dezember 2010 mit, dass der Flug der Rakete bis 47,5 Sekunden nach dem Start planmäßig verlief. 47,8 Sekunden nach dem Start begann eine Reihe von Ereignissen, die zur Zerstörung der Rakete führte. 53,8 Sekunden nach dem Start brach die Rakete unter den auf sie wirkenden Lasten auseinander. Als eigentliche Ursache wurde eine vorzeitige Trennung von 10 Verbindern identifiziert, die sich am unteren Ende der dritten Raketenstufe befanden, und, wäre der Flug weiter wie geplant verlaufen, 292 Sekunden nach dem Start bei der Abtrennung der dritten Raketenstufe von der ausgebrannten zweiten Stufe getrennt worden wären. Die Verbinder saßen an Leitungen, durch die der Bordcomputer der Rakete u.a. mit der Steuerungstechnik zur Lenkung der ersten Stufe kommunizierte. Als möglich Gründe für die Trennung könnten laut ISRO externe Kräfte in Betracht kommen. Untersucht werden soll beispielsweise, ob Vibrationen oder der dynamische Druck eine maßgebliche Rolle gespielt haben könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5 auf GSLV-F06</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Fehlstart: GSAT 5P auf GSLV-F06 zerstört</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehlstart-gsat-5p-auf-gslv-f06-zerstoert-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 15:20:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlstart]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 5P]]></category>
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		<category><![CDATA[GSLV-F06]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Start des indischen Kommunikationssatelliten GSAT 5P am 25. Dezember 2010 misslang, weil sich die erste Stufe der Trägerrakete vom Typ GSLV nach weniger als einer Minute nicht mehr steuern ließ. Die ungelenkt weiter fliegende, 51 Meter hohe Rakete zerbrach anschließend. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Vertont von Peter Rittinger. Nach dem Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Start des indischen Kommunikationssatelliten GSAT 5P am 25. Dezember 2010 misslang, weil sich die erste Stufe der Trägerrakete vom Typ GSLV nach weniger als einer Minute nicht mehr steuern ließ. Die ungelenkt weiter fliegende, 51 Meter hohe Rakete zerbrach anschließend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-12-28-44304.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122010162029_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122010162029_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSLV-F06 mit GSAT 5P auf der Startrampe 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start vom Satish Dhawan Space Centre auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste um 11:34 Uhr MEZ (16:04 Uhr Ortszeit) arbeitete die dreistufige GSLV-Rakete ersten offiziellen Angaben der indischen Raumfahrtorganisation (ISRO) zufolge 47 Sekunden lang wie vorgesehen. Dann kam es zu einer Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Flugcomputer der Rakete und den Stellgliedern zur Lenkung der Rakete in den vier flüssigkeitsbetriebenen seitlichen, L40H genannten Zusatzantrieben der ersten Stufe. Ungelenkt folgte die Rakete noch bis zur 50. Flugsekunde der geplanten Bahn, danach traten größere Abweichungen auf. In Folge einer deutlichen Schrägstellung der Rakete in Bezug auf ihre Flugrichtung begann das Projektil auseinanderzubrechen. Die Videoaufzeichnungen des Fehlstarts legen nahe, dass zunächst die Nutzlast mit GSAT 5P unter ihrer Verkleidung mit einem Durchmesser von 4 Metern und die in Russland gebaute Raketenoberstufe abbrachen. Wenige Sekunden später erfolgten weitere Desintegrationsereignisse, in deren Folge auch ein Selbstzerstörungsmechanismus zum Einsatz kam. Nach Angaben der ISRO wurde die Selbstzerstörung der Rakete in einer Höhe von rund 8 Kilometern in der Flugsekunde 63 aktiviert. Die Radarverfolgung der Trümmer spricht laut ISRO dafür, dass sie ins Meer fielen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122010162029_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25122010162029_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 5P im All &#8211; Illustration
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete sollte, hätte sie wie geplant gearbeitet, den beim Start rund 2.310 kg schweren, auf dem indischen Satellitenbus I2K basierenden Kommunikationssatelliten GSAT 5P alias GSAT 5 PRIME 1.146 Sekunden nach dem Start in einem Geotransferorbit aussetzen. Das Perigäum, der der Erde am nächsten liegende Bahnpunkt, hätte bei 170 Kilometern über der Erde gelegen, das Apogäum, der von der Erde am weitesten entfernte Bahnpunkt, bei 35.975 Kilometern. Von dort wäre es dem Satelliten unter Einsatz eigener Triebwerke, insbesondere seines mit MON-3 und MMH betriebenen, 440 Newton starken Apogäumsmotors, möglich gewesen, eine Position bei 55 Grad Ost im geostationären Orbit zu erreichen. Anschießend wären seine 24 Transponder für das C-Band und die 12 Transponder für das erweiterte C-Band zum Einsatz gekommen, um Indien mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten zu versorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5 auf GSLV-F06</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Fehlstart: GSAT 5P auf GSLV-F06 zerstört</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fehlstart-gsat-5p-auf-gslv-f06-zerstoert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 15:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Flugcomputer]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 5P]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
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		<category><![CDATA[SDSC]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstzerstörung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Start des indischen Kommunikationssatelliten GSAT 5P am 25. Dezember 2010 misslang, weil sich die erste Stufe der Trägerrakete vom Typ GSLV nach weniger als einer Minute nicht mehr steuern ließ. Die ungelenkt weiter fliegende, 51 Meter hohe Rakete zerbrach anschließend. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Nach dem Start vom Satish Dhawan Space [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehlstart-gsat-5p-auf-gslv-f06-zerstoert/" data-wpel-link="internal">Fehlstart: GSAT 5P auf GSLV-F06 zerstört</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Start des indischen Kommunikationssatelliten GSAT 5P am 25. Dezember 2010 misslang, weil sich die erste Stufe der Trägerrakete vom Typ GSLV nach weniger als einer Minute nicht mehr steuern ließ. Die ungelenkt weiter fliegende, 51 Meter hohe Rakete zerbrach anschließend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: ISRO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/GSLVF06AtTheLaunchPadisro600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/GSLVF06AtTheLaunchPadisro260.jpg" alt="GSLV-F06 mit GSAT 5P auf der Startrampe
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSLV-F06 mit GSAT 5P auf der Startrampe<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start vom Satish Dhawan Space Centre auf der Insel Sriharikota an Indiens Südküste um 11:34 Uhr MEZ (16:04 Uhr Ortszeit) arbeitete die dreistufige GSLV-Rakete ersten offiziellen Angaben der indischen Raumfahrtorganisation (ISRO) zufolge 47 Sekunden lang wie vorgesehen. Dann kam es zu einer Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Flugcomputer der Rakete und den Stellgliedern zur Lenkung der Rakete in den vier flüssigkeitsbetriebenen seitlichen, L40H genannten Zusatzantrieben der ersten Stufe. Ungelenkt folgte die Rakete noch bis zur 50. Flugsekunde der geplanten Bahn, danach traten größere Abweichungen auf. In Folge einer deutlichen Schrägstellung der Rakete in Bezug auf ihre Flugrichtung begann das Projektil auseinanderzubrechen. Die Videoaufzeichnungen des Fehlstarts legen nahe, dass zunächst die Nutzlast mit GSAT 5P unter ihrer Verkleidung mit einem Durchmesser von 4 Metern und die in Russland gebaute Raketenoberstufe abbrachen. Wenige Sekunden später erfolgten weitere Desintegrationsereignisse, in deren Folge auch ein Selbstzerstörungsmechanismus zum Einsatz kam. Nach Angaben der ISRO wurde die Selbstzerstörung der Rakete in einer Höhe von rund 8 Kilometern in der Flugsekunde 63 aktiviert. Die Radarverfolgung der Trümmer spricht laut ISRO dafür, dass sie ins Meer fielen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat5pgraphisro600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/gsat5pgraphisro260.jpg" alt="GSAT 5P im All - Illustration
(Bild: ISRO)"/></a><figcaption>GSAT 5P im All &#8211; Illustration<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete sollte, hätte sie wie geplant gearbeitet, den beim Start rund 2.310 kg schweren, auf dem indischen Satellitenbus I2K basierenden Kommunikationssatelliten GSAT 5P alias GSAT 5 PRIME 1.146 Sekunden nach dem Start in einem Geotransferorbit aussetzen. Das Perigäum, der der Erde am nächsten liegende Bahnpunkt, hätte bei 170 Kilometern über der Erde gelegen, das Apogäum, der von der Erde am weitesten entfernte Bahnpunkt, bei 35.975 Kilometern. Von dort wäre es dem Satelliten unter Einsatz eigener Triebwerke, insbesondere seines mit MON-3 und MMH betriebenen, 440 Newton starken Apogäumsmotors, möglich gewesen, eine Position bei 55 Grad Ost im geostationären Orbit zu erreichen. Anschießend wären seine 24 Transponder für das C-Band und die 12 Transponder für das erweiterte C-Band zum Einsatz gekommen, um Indien mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8677.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT 5 auf GSLV-F06</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fehlstart-gsat-5p-auf-gslv-f06-zerstoert/" data-wpel-link="internal">Fehlstart: GSAT 5P auf GSLV-F06 zerstört</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Instrumente für Chandrayaan 2 festgelegt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/instrumente-fuer-chandrayaan-2-festgelegt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 19:54:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ChACE2]]></category>
		<category><![CDATA[Chandrayaan 2]]></category>
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		<category><![CDATA[TMC2]]></category>
		<category><![CDATA[XSM]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die indische Raumfahrtorganisation ISRO gab am 30. August 2010 die endgültige Instrumentenausstattung ihrer Mondsonde Chandrayaan 2 bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Chandrayaan 2, die zweite indische Mondsonde, soll voraussichtlich im Jahre 2013 Richtung Mond auf den Weg gebracht werden. Das Raumfahrzeug setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen: einem Orbiter, der den Mond [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/instrumente-fuer-chandrayaan-2-festgelegt/" data-wpel-link="internal">Instrumente für Chandrayaan 2 festgelegt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die indische Raumfahrtorganisation ISRO gab am 30. August 2010 die endgültige Instrumentenausstattung ihrer Mondsonde Chandrayaan 2 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full advgb-dyn-7701469c"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/31082010215441_260.jpg" alt="Chandrayaan 2: Der Rover rollt vom Lander – Illustration (Bild: ISRO)" class="wp-image-114829"/><figcaption>Chandrayaan 2: Der Rover rollt vom Lander – Illustration (Bild: ISRO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Chandrayaan 2, die zweite indische Mondsonde, soll voraussichtlich im Jahre 2013 Richtung Mond auf den Weg gebracht werden. Das Raumfahrzeug setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen: einem Orbiter, der den Mond nach der Ankunft dort einen gewissen Zeitraum umkreisen soll, einem Lander, um mobile wissenschaftliche Nutzlast sicher zur Mondoberfläche zu bringen, und einem Rover, der Forschungsfahrten auf der Mondoberfläche unternehmen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine GSLV-Rakete (GSLV steht für Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) soll Chandrayaan 2 ins All bringen. Orbiter und Rover sind laut ISRO genau wie die Trägerrakete indische Erzeugnisse, beim Lander verlässt sich die ISRO gemäß aktuellem Planungsstand auf die Erfahrungen russischer Entwickler. Die Gesamtstartmasse von Chandrayaan 2 beziffert die ISRO mit rund 2.650 Kilogramm, wovon etwa 1.400 Kilogramm auf den Orbiter und 1.250 Kilogramm auf Lander und Rover entfallen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Orbiter der Chandrayaan-2-Mission wird sechs wissenschaftliche Experimente tragen. Ein <i>CLASS </i>für Large Area Soft X-ray Spectrometer genanntes Röntgenspektrometer ist zur Kartierung der auf der Mondoberfläche hauptsächlich vorkommenden chemischen Elemente gedacht. Das Spektrometer ist eine Entwicklung des ISRO Satellite Centre (ISAC) aus Bangalore. Vom Labor für physikalische Forschung Ahmedabad (Physical Research Laboratory, PRL) wird der als <i>XSM</i> abgekürzte Solar X-ray Monitor beigesteuert. Das Zentrum für Weltraumapplikationen (Space Applications Centre, SAC) Ahmedabad stellt eine im L- und im S-Band-Bereich arbeitende Radaranlage mit synthetischer Apertur (<i>SAR)</i> bereit, das die obersten 10 Zentimeter des Mondbodens auf bestimmte Substanzen, wie z.B. Wassereis hin untersuchen soll. Beim als <i>IIRS</i> für Imaging IR Spectrometer bezeichneten Gerät handelt es sich um ein abbildendes Infrarotspektrometer. Das System vom SAC soll eingesetzt werden, um die Mondoberfläche in einem breiten Wellenlängenbereich abzutasten, wovon man sich Erkenntnisse über den Gehalt an Mineralien, Wassermolekülen und Hydroxyl-Radikalen verspricht. Detaillierten Untersuchungen der Exosphäre des Mondes wird das <i>ChACE2</i> genannte Spektrometer dienen. Es kommt vom Labor für Weltraumphysik (Space Physics Laboratory, SPL) aus Thiruvananthapuram. Die mit <i>TMC2</i> für Terrain Mapping Camera 2 abgekürzte Kamera vom SAC schließlich soll Bilder für eine dreidimensionale Karte erfassen, um Mondmineralogie und -Geologie zu unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Rovers sollen zwei wissenschaftliche Geräte Erkenntnisse über die chemische Zusammensetzung der Mondoberfläche in der Umgebung des Landeorts liefern. Das <i>LIBS</i> für Laser Induced Breakdown Spectroscope genannte Spektroskop vom Labor für elektrooptische Systeme (Laboratory for Electro Optic Systems, LEOS) in Bangalore und das als <i>APIXS</i> für Alpha Particle Induced X ray Spectroscope bezeichnete Röntgenspektroskop vom PRL können einander ergänzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4121.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chandrayaan 2 </a></li></ul>
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		<title>Indischer Booster S200 im statischen Brennversuch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indischer-booster-s200-im-statischen-brennversuch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 13:46:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Satish Dhawan Space Centre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die indische Raumfahrtorganisation ISRO meldete am 24. Januar 2010 den erfolgreichen Test eines Feststoffboosters, wie er bei GSLV-Mk-III-Raketen verwendet werden soll. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO. Der als S200-ST-01 bezeichnete Versuch erfolgte im Teststand 6C der Anlagen für Montage und statische Tests (engl. Vehicle Assembly and Static Test Facilites, VAST) des Satish Shawan [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die indische Raumfahrtorganisation ISRO meldete am 24. Januar 2010 den erfolgreichen Test eines Feststoffboosters, wie er bei GSLV-Mk-III-Raketen verwendet werden soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012010144607_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/><figcaption>
GSLV-Mk-III mit S200-Boostern &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der als S200-ST-01 bezeichnete Versuch erfolgte im Teststand 6C der Anlagen für Montage und statische Tests (engl. Vehicle Assembly and Static Test Facilites, VAST) des Satish Shawan Space Centre (SDSC) auf der Insel Sriharikota. Teststand 6C war ursprünglich in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts für Tests der PS-1-Motoren der Raketentypen PSLV und GSLV errichtet worden und erfuhr seither Anpassungen und Erweiterungen. So wurde beispielsweise eine Löschanlage eingerichtet, die einen gerade ausgebrannten S200-Motor zunächst mit 1000 Kilogram Halon flutet und später 3600 Liter Wasser in das Aggregat pumpt um zu verhindern, dass die Wärmeisolierung des Boosters nicht soweit verbrennt, dass ihr Zustand nicht mehr sinnvoll analysiert werden kann und um Verbrennungsrückstände im Motor herunterzukühlen. Fragen der Handhabung und der Passgenauigkeit waren vor dem jetzt erfolgten ersten Test eines S200-Motors unter Verwendung eines in Masse und Abmaßen identischen Mockups überprüft worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012010144607_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012010144607_small_2.jpg" alt="ISRO " width="260"/></a><figcaption>
S200-Booster im Teststand 6C  
<br>
(Bild: ISRO )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Feststoffboostern für die US-amerikanischen Space Shuttle und die europäischen Raketen des Typs Ariane 5 ist der S200 der drittgrößte Feststoffbooster. Zwei solche Booster sollen von der in Entwicklung befindlichen GSLV-Mk-III-Rakete benutzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Start einer GSLV-Mk-III &#8211; sie soll in der Lage sein einen rund vier Tonnen schweren Satelliten in den Geostationären Orbit zu bringen &#8211; ist nach derzeitigen Planungen für das Jahr 2011 vorgesehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012010144607_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24012010144607_small_3.jpg" alt="ISRO " width="260"/></a><figcaption>
statischer Brennversuch S200-ST-01 am 24. Januar 2010 
<br>
(Bilder: ISRO )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Test am 24. Januar 2010 brannte der Raketenmotor nach Angaben der ISRO (engl. Indian Space Research Organisation) 130 Sekunden und erzeugte dabei einen Maximalschub von rund 500 Tonnen. Er soll sich dabei genau wie vorausgesagt verhalten haben. Rund 600 Parameter wurden während des Brennversuchs aufgezeichnet, deren erste Beurteilung für einen nominalen Versuchsverlauf spricht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 21,9 Meter lange Booster mit einem größten Durchmesser an der Basis von 3,27 Meter besaß drei mit Hydroxyl-Terminiertem Poly-Butadien (HTPB) gefüllte Segmente mit einem Zylinderdurchmesser von 3,2 Metern. Das Kopfsegment war mit 21,7 Tonnen Treibstoff ausgestattet, im mittleren Segment befanden sich 97,28 Tonnen Treibstoff und das hintere Segment mit der Ausströmdüse war mit 82,21 Tonnen Treibstoff versehen. Die Montage des Boosters mit dem Aufeinandersetzen der einzelnen Segmente erfolgte im Gebäude für Feststoffstufenmontage (engl. Solid Stage Assembly Building, SSAB).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISRO nennt in den Plandaten für den S200 einen nominalen Maximalschub von 5.151 Kilonewton in Meereshöhe, und einen durchschnittlichen Schub von 3.578,2 Kilonewton in Meereshöhe. Der Spezifische Impuls auf Meereshöhe wird mit 227 Sekunden angegeben, im Vakuum soll er bei 274,5 Sekunden liegen. Während einer Gesamtbetriebsdauer von 127,7 Sekunden soll ein S200-Motor 103,8 Sekunden brennen. 149,3 Sekunden nach dem Start einer GSLV-Mk-III-Rakete würden die Booster abgeworfen.</p>
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		<title>Indien plant neue Startrampe in Sriharikota</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-plant-neue-startrampe-in-sriharikota/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 06:56:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Satish Dhawan]]></category>
		<category><![CDATA[SDSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Unterstützung des geplanten bemannten Raumfahrtprogramms Indiens soll in Sriharikota eine zusätzliche Startrampe gebaut werden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: expressbuzz.com. Am 10. Januar 2010 berichtete expressbuzz.com, die neue Startrampe in Sriharikota solle sowohl für die voraussichtlich ab 2015 beginnenden Flüge des indischen bemannten Raumfahrtprogramms von GSLV-Raketen benutzt werden, als auch von einem in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zur Unterstützung des geplanten bemannten Raumfahrtprogramms Indiens soll in Sriharikota eine zusätzliche Startrampe gebaut werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: expressbuzz.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11012010075613_small_1.jpg" alt="NASA" width="357" height="213"/><figcaption>
Satish Dhawan Weltraumzentrum 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Januar 2010 berichtete expressbuzz.com, die neue Startrampe in Sriharikota solle sowohl für die voraussichtlich ab 2015 beginnenden Flüge des indischen bemannten Raumfahrtprogramms von GSLV-Raketen benutzt werden, als auch von einem in Planung befindlichen wiederverwendbaren Raumfahrtträger mit der Bezeichnung RLV (engl. für Reusable Launch Vehicle).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen der indischen Raumfahrtagentur ISRO (engl. für Indian Space Research Organisation) seien vorbereitende Entwurfsarbeiten für die dann dritte Startanlage des Satish Dhawan Weltraumzentrums abgeschlossen. Für den Betrieb des wiederverwendbaren Raumfahrtträgers habe man außerdem mit den Planungen für eine Landebahn begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dritte Rampe werde sich rund einen Kilometer südlich der zweite Rampe in Sriharikota befinden, und mit einem Rettungssystem für die Besatzungen bemannter Träger ausgrüstet werden, wobei eine Art Fluchtmodul eingesetzt würde, hieß es weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fertigstellung der neuen Anlagen wird für das Jahr 2015 erwartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/indien-sucht-wiomanauten/" data-wpel-link="internal">Indien sucht Wiomanauten</a></li></ul>
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		<title>Indiens Rakete fliegt wieder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indiens-rakete-fliegt-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Sep 2007 18:51:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehsatellit]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[INSAT 4CR]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SDSC]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31044</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Start einer indischen GSLV-Rakete verlief fast erfolgreich. Offiziell wird von einem Erfolg ausgegangen. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: SpaceflightNow. Um 14:50 Uhr (MESZ) am vergangenen Sonntag war es soweit: An Bord einer indischen GSLV-Rakete startete der ebenfalls indische Telekommunikationssatellit INSAT 4CR in einen geostationären Transferorbit. Nach einem Quasi-Fehlstart im vergangenen Jahr gelang den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Start einer indischen GSLV-Rakete verlief fast erfolgreich. Offiziell wird von einem Erfolg ausgegangen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a>. Quelle: SpaceflightNow.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-d6ec179d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5DSCgslvf04isrojpg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5DSCgslvf04isrojpg260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start der indischen GSLV-F04.<br>(Bild: ISRO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um 14:50 Uhr (MESZ) am vergangenen Sonntag war es soweit: An Bord einer indischen GSLV-Rakete startete der ebenfalls indische Telekommunikationssatellit INSAT 4CR in einen geostationären Transferorbit. Nach einem Quasi-Fehlstart im vergangenen Jahr gelang den Indern damit wieder eine erfolgreiche Mission, wenn der Satellit auch knapp seine anvisierte Zielhöhe verpasste. Der erste Start einer indischen Trägerrakete fand 2001 statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 50 Meter hohe Rakete startete vom Weltraumbahnhof <i>Satish Dhawan</i> auf der Insel Sriharikota. Von dort flog sie über den Golf von Bengalen. Kurz vor dem angepeilten Starttermin hatte es eine zweistündige Verzögerung gegeben, nachdem man nur wenige Sekunden vor dem Zünden der Triebwerke einen technischen Defekt festgestellt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-dfadc140"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/INSAT4CRwithPaylAdaptgslvf04isro.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/INSAT4CRwithPaylAdaptgslvf04isro260.jpg" alt=""/></a><figcaption>INSAT 4CR auf dem Nutzlastadapter. (Bild: ISRO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 17 Minuten Flug setzte die kryogene Oberstufe der GSLV den Satelliten in seinen elliptischen Transferorbit ab. Der Satellit sollte den vor dem Start veröffentlichten Daten zufolge auf eine Umlaufbahn gebracht werden, die zwischen 35.000 und 104 Kilometer von der Erde entfernt liegt. Der erdferne Punkt (Apogäum) ist jedoch um 1.200 Kilometer verfehlt worden. Auch der anvisierte Inklinationswinkel der Bahn von 20,7 Grad wurde um ein ganzes Grad nicht erreicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch wurde der Start als Erfolg gefeiert. Ursachen für die abweichenden Bahnparameter wurden bisher nicht genannt. Nach dem Orbiteinschuss seien die Solarpaneele des Satelliten jedoch erfolgreich entfaltet worden. Dieser erreicht damit eine Spannweite von 9,5 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemessen am letzten Start einer Rakete dieses Typs war die aktuelle Mission aber tatsächlich ein Erfolg: Beim Start im Juli 2006 ging die Nutzlast &#8211; ebenfalls ein Telekommunikationssatellit &#8211; verloren. Eine Untersuchungskommission hatte daraufhin festgestellt, dass Treibstoff aus einem der Booster ungewollt in das Triebwerk lief. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nun gestartete INSAT 4CR soll INSAT 4R ersetzen, der beim Start im letzten Jahr verloren ging. Der 2,1 Tonnen wiegende Satellit soll mindestens zehn Jahre lang Fernsehsignale übertragen. An Bord befindet sich ein 12-Ku-Band-Transponder, der von allen Teilen Indiens empfangbar sein soll. Der Trabant ist bereits das zwölfte Mitglied einer Flotte kommerzieller indischer Satelliten, die der Wetterüberwachung und Telekommunikation dienen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/indiens-rakete-fliegt-wieder/" data-wpel-link="internal">Indiens Rakete fliegt wieder</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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