Indischer Fernerkundungssatellit gestartet

RISat 1 (Radar Imaging Satellite) ist mit einem in Indien hergestellten Radarsystem ausgestattet und kann damit die Erdoberfläche bei Tag und Nacht sowie durch Wolken oder Nebel abtasten.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ISRO, Raumcon.

RISat 1 im All – Impression
(Bild: ISRO)

Der Start des 1.850 kg schweren Satelliten auf einer PSLV-XL-Rakete erfolgte gegen 2.17 Uhr MESZ vom Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der Insel Sriharikota. Die vierstufige Rakete setzte RISat 1 bereits nach 18 Minuten auf dem geplanten Orbit in etwa 600 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 97,6 Grad aus.

Die indische Raumfahrtorganisation ISRO entwickelte den Satelliten, um bei Naturkatastrophen wie Überflutungen oder Wirbelstürmen Daten zu liefern. Weitere Anwendungsgebiete finden sich in der Landwirtschaft aber wohl auch in der militärischen Aufklärung.

Dies war der 20. erfolgreiche Start einer indischen Trägerrakete vom Typ PSLV (Polar Space Launch Vehicle) seit 1993 bei nur einem Fehlschlag. Außerdem verfügt Indien mit RISat 1 über 11 Satelliten zur Erdfernerkundung, die in allen Wellenlängenbereichen arbeiten. RISat 2 startete übrigens bereits 2009, war allerdings noch mit einem aus Israel stammenden Radarsystem ausgestattet. Mittlerweile wurden in Indien Technologien entwickelt, die eine eigene Herstellung ermöglichen.

Erste Radarbilder vom neuen Satelliten werden in 5 Tagen erwartet, wenn alle Bordsysteme aktiviert und getestet worden sind.

Raumcon:

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