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	<title>H2-A &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>H2-A &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Japanischer Erdbeobachtungssatellit ALOS 2 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-erdbeobachtungssatellit-alos-2-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2014 12:42:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um 5:05 Uhr und 14 Sekunden MESZ am 24. Mai 2014 startete eine HII-A-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Erdbeobachtungssatelliten ALOS 2 alias DAICHI 2 in den Weltraum zu befördern. Der mit einer Radaranlage als Hauptinstrument ausgerüstete Satellit wurde nach einer Flugzeit von 15 Minuten und 47 Sekunden erfolgreich im All ausgesetzt. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um 5:05 Uhr und 14 Sekunden MESZ am 24. Mai 2014 startete eine HII-A-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Erdbeobachtungssatelliten ALOS 2 alias DAICHI 2 in den Weltraum zu befördern. Der mit einer Radaranlage als Hauptinstrument ausgerüstete Satellit wurde nach einer Flugzeit von 15 Minuten und 47 Sekunden erfolgreich im All ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, MELCO, MHI.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
HII-A F24 mit ALOS 2 hat abgehoben 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei der 24. Mission einer HII-A-Rakete kam die Version 202 zu Einsatz. Diese Version zeichnet sich durch zwei seitlich montierte Feststoffbooster vom Typ SRB-A aus. Der Flug der Rakete begann von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Vor Ort herrschte zum Zeitpunkt des Starts eine Temperatur von 24,4 Grad Celsius, Wind kam mit einer Geschwindigkeit von rund 3,4 Meter pro Sekunde aus Richtung Osten.</p>



<p>Zuerst lief das LE-7A genannte, flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der ersten Stufe an. Nachdem dieses die vorgesehenen Betriebsparameter erreicht hatte, zündeten die beiden mit dem Treibstoff HTPB gefüllten Feststoffbooster und die von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebaute Rakete verließ die Rampe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_small_2.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
ALOS 2 im Testzentrum 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Rund 120 Sekunden nach dem Abheben waren die Feststoffbooster ausgebrannt und wurden rund 15 Sekunden später abgeworfen. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung an der Spitze der Rakete folgte rund vier Minuten und 32 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<p>Nach rund sechs Minuten und 37 Sekunden Flug hatte die erste Stufe ihre Arbeit erledigt und wurde rund neun Sekunden später abgetrennt. Zehn weitere Sekunden später zündete das LE-5B genannte, ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der zweiten Stufe der Rakete.</p>



<p>Ganz knapp über acht Minuten arbeitete des Haupttriebwerk der zweiten Stufe, bis sein Brennschluss erreicht war. Rund 51 Sekunden nach dem Abschalten erfolgte dann das Aussetzen von ALOS 2, den die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) für die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA) nach einem Auftrag aus dem Jahr 2009 gebaut hatte.</p>



<p>Die neben ALOS 2 mitgeführten Kleinsatelliten wurden von der zweiten Stufe anschließend mit einigem zeitlichen Abstand freigegeben. Raijin 2 alias Rising 2, (Atmosphärenforschungssatellit, Masse 50 Kilogramm) begann rund 25 Minuten nach dem Abheben mit dem eigenständigen Flug, und UNIFORM (Satellit zur Branderkennung, Masse ebenfalls 50 Kilogramm), SOCRATES (Testsatellit für Laserkommunikation, Masse 48 Kilogramm) sowie der SPROUT (Technologieerprobungssatellit, Masse 7,1 Kilogramm) nahmen danach in jeweils vier Minuten und zehn Sekunden Abstand den Soloflug auf.</p>



<p>ALOS 2 mit seiner Startmasse von rund 2.120 Kilogramm gelangte in einen annähernd kreisförmigen sonnensynchronen Orbit in rund 628 Kilometern Höhe, der rund 98 Grad gegen den Erdäquator geneigt ist und eine Wiederholrate zur Beobachtung der selben Stellen am Erdboden von 14 Tagen erlaubt. Auf der vorgesehenen Umlaufbahn entfalteten sich rund eine halbe Stunde nach dem Start die beiden bei Missionsbeginn zusammen rund 5,1 Kilowatt elektrische Leistung liefernden Solarzellenausleger des Satelliten, und das Raumfahrzeug mit einer Spannweite von 16,5 Metern orientierte sich in geeigneter Weise Richtung Sonne. Acht Stunden wird ALOS 2 so ausgerichtet um die Erde kreisen, bis eine automatische Neuausrichtung an der Erde erfolgt.</p>



<p>Geplant ist, dass sich rund 13 Stunden nach dem Start die große Radarantenne des Satelliten entfaltet, welche Bestandteil des als PALSAR-2 für Phased Array L-band Synthetic Aperture Radar bezeichneten Hauptinstruments des Satelliten ist. Entfaltet misst die für den Einsatz im L-Band mit einer Wellenlänge um 22,9 Zentimeter ausgelegte Antenne der Radaranlage mit synthetischer Apertur etwa 9,9 auf 2,9 Meter.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24052014144240_small_3.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
ALOS 2 über der Erde 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei Überblicksaufnahmen werden Radarbilder von PALSAR-2 laut Plan eine Auflösung von 100 oder alternativ 60 Metern aufweisen, die Schwadbreite bei Überblicksaufnahmen liegt dann bei 350 oder 490 Kilometern. In einem Betriebsmodus für kleinere Aufnahmeregionen sind Schwadbreiten zwischen 50 und 70 Kilometern möglich, die erreichte Auflösung liegt dann zwischen 3 und 10 Metern. Mit einer Auflösung zwischen einem und drei Metern können einzelne Gebiete abgetastet werden, die Schwadbreite beträgt dann 25 Kilometer.</p>



<p>Gewonnene Daten sind dazu gedacht, bei der Vermeidung und Bewältigung von Katastrophen zu helfen, der Erkundung von Bodenschätzen zu dienen, Umweltschutzbestrebungen zu unterstützen und im Forstbetrieb verwendet zur werden.</p>



<p>Zwei Kommunikationsantennen an Bord von ALOS 2 für das X- und das K<sub>a</sub>-Band sollen 37 und 47 Stunden nach dem Start ausgeklappt werden. Über sie werden auch die nach Aufnahme des Regelbetriebs vom Satelliten zu erfassenden Nutzdaten zur Erde gefunkt. 51 Stunden nach dem Start schließlich wird der Satellit laut Plan zum ersten mal einen nominalen Betriebsmodus mit einsatzbereiten Reaktionsrädern erreicht haben. 
<br>
Die Auslegungsbetriebsdauer von ALOS 2 beträgt fünf Jahre. Man hofft allerdings auf eine Nutzbarkeit von rund sieben Jahren, innerhalb derer die Radaranlage sowie die CIRC für Compact Infrared Camera genannte Infrarotkamera und das SPAISE2 für SPace based Automatic Identification System Experiment 2 genannte System zur Erfassung und Weiterleitung von Positionsdaten von Seeschiffen möglichst kontinuierlich die gewünschten Daten liefern.</p>



<p>ALOS 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.766 und als COSPAR-Objekt 2014-029A.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12455.msg290631#msg290631" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Alos 2 auf H-2A-202</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GCOM-W1 alias SHIZUKU im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gcom-w1-alias-shizuku-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 08:33:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<category><![CDATA[Ozeanbeobachtungssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA) gab am 10. August 2012 bekannt, dass der japanische Ozeanbeobachtungssatellit GCOM-W1 alias SHIZUKU seinen regulären Beobachtungsbetrieb aufgenommen hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger. Der Satellit mit einer Startmasse von rund 1.880 kg war am 18. Mai 2012 vom japanischen Startzentrum Tanegashima [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA) gab am 10. August 2012 bekannt, dass der japanische Ozeanbeobachtungssatellit GCOM-W1 alias SHIZUKU seinen regulären Beobachtungsbetrieb aufgenommen hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-08-14-47663.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der A-Train aus internationalen Erdbeobachtungssatelliten 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Satellit mit einer Startmasse von rund 1.880 kg war am 18. Mai 2012 vom japanischen Startzentrum Tanegashima an der Spitze einer Rakete des Typs H-IIA in den Weltraum gebraucht worden. Seit dem 29. Juni ist das Raumfahrzeug auf einem Orbit innerhalb einer A-Train genannten Konstellation (eigentlich: &#8222;The Afternoon Constellation&#8220;) internationaler Erdbeobachtungssatelliten unterwegs. Seiner vollständigen Bezeichnung, die für Global Change Observation Mission 1st &#8211; Water steht, entsprechend ist es seine Aufgabe, Informationen über die Veränderung der Umweltbedingungen über den Weltmeeren zu liefern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_small_2.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
AMSR2 tastet die Erdoberfläche ab &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Hauptinstrument von GCOM-W1 ist ein Mikrowellenradiometer, mit dem es möglich ist, Niederschläge zu beobachten, die Menge von verdunstendem Wasser zu bestimmen, die Windgeschwindigkeit über der Meeresoberfläche zu messen, und die Höhe von gefallenem Schnee festzustellen. Das als AMSR2 für Advanced Microwave Scanning Radiometer 2 bezeichnete Instrument besitzt den größten jemals im All eingesetzten rotierenden Antennenreflektor. Sein Durchmesser beträgt rund 2 Meter. Gemessen wird in sechs verschiedenen Frequenzbändern zwischen 7 und 89 GHz. </p>



<p>Das AMSR2 und die gewählte annähernd kreisförmige sonnensynchrone Umlaufbahn des Satelliten in rund 710 Kilometern über der Erdoberfläche mit einer Neigung von 98,2 Grad gegen den Erdäquator ermöglichen es, über 99 Prozent der Erdoberfläche alle zwei Tage abzutasten. Die Breite des abgetasteten Streifens auf der Oberfläche beträgt rund 1.450 Kilometer. Die Auslegung des rotierenden Antennensystems erfolgte so, dass es bei einem Einsatz rund um die Uhr mit einer Drehgeschwindigkeit von einer Umdrehung alle 1,5 Sekunden über fünf Jahre Dauerbetrieb ohne Unterbrechung überstehen soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_small_3.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
GCOM-W1 &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Wie vorher geplant läuft seit dem 10. August 2012 der reguläre Beobachtungsbetrieb, nachdem die erste Funktionsüberprüfung erfolgreich abgeschlossen wurde. Die aktuell vom Satelliten empfangenen Daten werden sorgfältig mit anderen, das gleiche Beobachtungsgebiet betreffenden Daten abgeglichen, um die Gültigkeit der Daten zu bestätigen und ihre Qualität gegebenenfalls durch weitere Kalibrierungen der Instrumente an Bord von GCOM-W1 verbessern zu können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11082012103354_small_4.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Taifun HAIKUI am 7. August 2012 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 7. August 2012 erfasste GCOM-W1 Messdaten vom Taifun HAIKUI, welche die Stärke der Regenfälle in unterschiedlichen Zonen des Taifuns erkennen lassen. In dem von der JAXA gezeigten Komposit-Bild stellen die blau markierten Bereiche Gebiete mit Regenfällen geringer Stärke dar, schwere Regenfälle gibt es in den rot markierten Bereichen. </p>



<p>Das Bild des Taifuns im Hintergrund in Graustufen steuerte der japanische geostationäre Multifunktionssatellit MTSAT, positioniert bei 145 Grad Ost, bei. Das Auge des Taifuns in dessen Mitte, einem Bereich ohne Niederschläge, wurde vom Mikrowellenradiometer von GCOM-W1 gut getroffen, auf dem ursprünglichen Wolkenphoto von MTSAT ist es nicht so deutlich zu erkennen. </p>



<p>GCOM-W1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.337 bzw. als COSPAR-Objekt 2012-025A. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10857.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HII-A mit GCOM-W1, KOMPSAT-3, SDS-4 und Horyu-2</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>H-2A startet Satellitenquartett</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/h-2a-startet-satellitenquartett/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 17:40:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<category><![CDATA[Shizuku]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gegen 18.39 Uhr MESZ startete eine japanische Trägerrakete vom Typ H-2A mit den Satelliten GCOM-W1, KOMPSAT 3, SDS 4 und Horyu 2. Ziel ist eine sonnensynchrone Bahn in etwa 700 Kilometern Höhe. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA, Skyrocket, Raumcon. Der mit 1,88 t schwerste Satellit Shizuku gehört zu einem globalen Klima-Überwachungssystem, welches in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/h-2a-startet-satellitenquartett/" data-wpel-link="internal">H-2A startet Satellitenquartett</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gegen 18.39 Uhr MESZ startete eine japanische Trägerrakete vom Typ H-2A mit den Satelliten GCOM-W1, KOMPSAT 3, SDS 4 und Horyu 2. Ziel ist eine sonnensynchrone Bahn in etwa 700 Kilometern Höhe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: JAXA, Skyrocket, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/h2awgcomw1jaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/h2awgcomw1jaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>H-2A-Start mit GCOM-W1, KOMPSAT 3, SDS 4 und Horyu 2. (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Der mit 1,88 t schwerste Satellit Shizuku gehört zu einem globalen Klima-Überwachungssystem, welches in den kommenden Jahren verschiedene Umweltparameter aufzeichnen soll. Shizuku, auch GCOM-W1 für Global Change Observation Mission &#8211; Water, ist auf die Überwachung großer Wasserflächen sowie Schnee spezialisiert. Dazu ist er mit einem hochentwickelten Mikrowellenradiometer ausgestattet, das die unter ihm liegenden Flächen mit einer Schwadbreite von 1.450 km abtastet. Eine 2 Meter durchmessende Antenne soll 5 Jahre ununterbrochen rotieren und von Wasserflächen reflektierte Mikrowellenstrahlung bodengestützter Systeme in 6 Bereichen zwischen 7 und 89 GHz erfassen.   <br>Daraus sollen sich Angaben über Niederschläge, Wasserdampfkonzentration, Windgeschwindigkeiten, Meereswassertemperaturen, Wasserstände und Schneehöhen gewinnen lassen. Über Jahre oder Jahrzehnte hinweg wird dann auch eine zeitliche Entwicklung sichtbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ShizukuArtJAXA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ShizukuArtJAXA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>GCOM-W1 alias Shizuku über der Erde &#8211; Illustration. (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>KOMPSat 3 ist ein südkoreanischer Satellit und dient der Erderkundung. Optik und Massenspeicher stammen von Astrium, die Kamera vom DLR in Berlin. Der Satellit hat eine Masse von etwa 800 kg und ist die zweite Hauptnutzlast der Mission. Mit einer Auflösung von unter 1 Meter können Bilder gemacht und zur Erde übertragen werden, die für verschiedene Geoinformationssysteme genutzt werden sollen. Dazu gehören Umweltparameter, Daten für die Landwirtschaft und die Ozeanographie. </p>



<p>Komplettiert wird die Nutzlast durch zwei Kleinsatelliten aus Japan. SDS 4 (Small Demonstration Satellite) dient der Technologieerprobung, wobei es vor allem um die Temperaturregulierung im Inneren von Satelliten geht. Die Funktion einer neuentwickelten Wärmeableitung (heat pipe) wird genauso untersucht, wie die Degenrierung von Materialien unter Wärmeeinwirkung. Horyu 2 ist hingegen mit einem experimentellen Hochspannungssolarzellensystem ausgerüstet. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10857.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HII-A mit GCOM-W1, KOMPSAT-3, SDS-4 und Horyu-2</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/h-2a-startet-satellitenquartett/" data-wpel-link="internal">H-2A startet Satellitenquartett</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Radaraufklärer gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-radaraufklaerer-gestartet-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 18:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-075A]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[IGS]]></category>
		<category><![CDATA[IGS 7]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. Dezember 2011 wurde ein neuer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit einer Radaranlage an Bord ins All gebracht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, asahi.com, JAXA, NHK, Raumfahrer.net, sacj.org. Der Start erfolgte am 12. Dezember 2011 um 2:21 Uhr MEZ bei milden Temperaturen um die 14 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten um 3,7 m/s aus nördlicher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="am-12-dezember-2011-wurde-ein-neuer-japanischer-erdbeobachtungssatellit-mit-einer-radaranlage-an-bord-ins-all-gebracht">Am 12. Dezember 2011 wurde ein neuer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit einer Radaranlage an Bord ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, asahi.com, JAXA, NHK, Raumfahrer.net, sacj.org.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122011194313_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122011194313_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Startanlagen auf Tanegashima 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start erfolgte am 12. Dezember 2011 um 2:21 Uhr MEZ bei milden Temperaturen um die 14 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten um 3,7 m/s aus nördlicher Richtung von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die beim Start rund 285 Tonnen schwere H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 7 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. Das Raumfahrzeug kreist nun zwischen 487 und 490 Kilometern über der Erde auf einer um rund 97,7 Grad gegen den Äquator geneigten Bahn. </p>



<p>Es war der zwanzigste Flug einer H-IIA-Rakete, der vierzehnte erfolgreiche dieses Raketentyps hintereinander, und der dritte Flug, bei dem ein Radarsatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge, auf japanisch als joho shushu eisei bezeichnet, gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p>Im Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und     500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p>Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, erreichte am 28. November 2009 eine Umlaufbahn um die Erde, ein weiterer solcher am 22. September 2011. </p>



<p>Gelingt die Inbetriebnahme des neuen Satelliten wie geplant, steht dem japanischen Militär wieder ein Radaraufklärer im All zur Verfügung. Die zwei Vorgängersatelliten mit Radaranlagen an Bord waren beide wegen Problemen mit ihren Stromversorgungsanlagen ausgefallen, zuletzt der im Jahr 2007 gestartete Radarsatellit IGS 4A im August 2010 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-erbeobachtungssatellit-igs-4a-ausgefallen/" data-wpel-link="internal">raumfahrer.net berichtete</a>). Verläuft alles nach Plan, wird IGS 7 in etwa einem halben Jahr regelmäßig Bilder in einer Auflösung im Bereich von einem Meter liefern. Für Entwicklung und Bau des Satelliten gab der Japanische Staat rund 39.800.000.000 Yen aus, für den Start noch einmal 10.300.000.000 Yen. </p>



<p>IGS 7, auch IGS Radar 3 genannt, ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2011-075A.</p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10555.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IGS auf HII-A F20</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Erdbeobachtungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-erdbeobachtungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 10:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 23. September 2011 wurde ein weiterer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit optischem Bilderfassungssystem ins All gebracht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, NHK, Raumfahrer.net, Yomiuri Online. Der Start erfolgte am 22. September 2011 um 6:36 Uhr MESZ zu Beginn eines 13 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 23. September 2011 wurde ein weiterer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit optischem Bilderfassungssystem ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, NHK, Raumfahrer.net, Yomiuri Online.</p>



<p>Der Start erfolgte am 22. September 2011 um 6:36 Uhr MESZ zu Beginn eines 13 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die beim Start rund 53 Meter hohe und circa 285 Tonnen schwere H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 6 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. 
<br>
Es war der neunzehnte Flug einer H-IIA-Rakete, der dreizehnte erfolgreiche dieses Raketenyps hintereinander, und der fünfte Flug, bei dem ein optischer Aufklärungssatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p>Im Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p>Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. Zuletzt erreichte IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, am 28. November 2009 eine Umlaufbahn um die Erde. </p>



<p>Neben dem jetzt gestarteten Satelliten mit optischem Bilderfassungssystem soll noch in diesem Jahr ein neuer mit Radaranlage ausgestatteter japanischer Erdbeobachtungssatellit ins All gebracht werden, und ein weiterer Radarsatellit im kommenden Jahr. </p>



<p>IGS 6, auch Optical 4, O-4 oder Kogaku #4 genannt, ist katalogisiert mit der NOARD-Nr. 37.814 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-050A. </p>
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		<item>
		<title>Erdbeben behindert Arbeiten an Astro-H</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erdbeben-behindert-arbeiten-an-astro-h/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 16:49:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Satellit]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Arbeiten am japanischen Astronomiesatelliten Astro-H könnten sich nach dem Erdbeben in Japan im März 2011 verzögern, gab der Leiter der Division für Astrophysik der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA Jon Morse bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Space News. Vertont von Peter Rittinger. Verschiedene Einrichtungen in Japan erlitten unterschiedliche Beschädigungen, Infrastruktur wurde zerstört und einige [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Arbeiten am japanischen Astronomiesatelliten Astro-H könnten sich nach dem Erdbeben in Japan im März 2011 verzögern, gab der Leiter der Division für Astrophysik der US-amerikanischen Raumfahrtagentur NASA Jon Morse bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Space News. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-13-36519.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042011184912_small_1.jpg" alt="NASA/GSFC" width="327" height="229"/><figcaption>
Astro-H im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA/GSFC)
</figcaption></figure></div>



<p>Verschiedene Einrichtungen in Japan erlitten unterschiedliche Beschädigungen, Infrastruktur wurde zerstört und einige Stellen sehr hart getroffen, sagte Morse auf einer Konferenz am 7. April 2011. </p>



<p>Astro-H wäre der sechste Satellit in einer Serie von Raumfahrzeugen der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA für astronomische Beobachtungen und soll unter anderem ein für weiche Röntgenstrahlung empfindliches, von der NASA beigesteuertes Instrument tragen. Das SXS für <i>S</i>oft <i>X</i>-ray <i>S</i>pectrometer genannte Teleskop kostet rund 44 Millionen US-Dollar und ist eine Entwicklung des Goddard-Zentrums für Weltraumflug (GSFC) in Greenbelt, Maryland. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042011184912_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09042011184912_small_2.jpg" alt="NASA/GSFC" width="260"/></a><figcaption>
Diagramm mit den Hauptkomponenten von Astro-H 
<br>
(Bild: NASA/GSFC)
</figcaption></figure></div>



<p>Ursprünglich war vorgesehen, dass Astro-H im Jahr 2013 auf einer H-2A-Rakete vom Weltraumzentrum Tanegashima aus ins All gebracht werden würde. Jetzt geht man laut Morse von einem Start Anfang 2014 aus. Ende Juni 2011 soll der sogenannte critical design review für das SXS erfolgen, bei dem die endgültige Konfiguration des Instruments festgelegt wird. </p>



<p>Wenn das voraussichtlich rund 2,4 Tonnen schwere Raumfahrzeug mit SXS und weiteren Beobachtungsinstrumenten erst einmal in etwa 550 Kilometern Höhe um die Erde kreist, wird es Wissenschaftlern eine neue Durchmusterung des Himmels im Bereich der weichen und harten Röntgen- sowie der weichen Gammastrahlung ermöglichen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Michibiki im Zielorbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/michibiki-im-zielorbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 20:37:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Michibiki]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[QZS 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der japanische Satellit zur Verbesserung der Empfangbarkeit von Navigationssignalen ist auf seiner quasistationären Erdumlaufbahn angekommen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger. Durch diese besondere Bahn steht er einerseits täglich etwa 8 Stunden hoch über Japan und ist damit auch in Gebirgsgegenden und Straßenschluchten in Japans Großstädten über längere Zeit empfangbar. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/michibiki-im-zielorbit/" data-wpel-link="internal">Michibiki im Zielorbit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der japanische Satellit zur Verbesserung der Empfangbarkeit von Navigationssignalen ist auf seiner quasistationären Erdumlaufbahn angekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-10-09-43932.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092010223757_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/><figcaption>
Michibiki bezieht Position über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Durch diese besondere Bahn steht er einerseits täglich etwa 8 Stunden hoch über Japan und ist damit auch in Gebirgsgegenden und Straßenschluchten in Japans Großstädten über längere Zeit empfangbar. Andererseits nimmt er keine Position im Geostationären Orbit ein und kreuzt auch nicht diese Bahn. </p>



<p>Bisher ist der Empfang von GPS-Signalen durch geografische und bauliche Eigenheiten in Japan teilweise enorm eingeschränkt. Die Verfügbarkeit verwertbarer Positionsdaten liegt im Mittel bei etwa 90%. Ein im Zenit befindlicher zusätzlicher Satellit kann hier bereits helfen. Allerdings ist es für eine Dreipunktpeilung günstiger, wenn der Satellit in Nord-Süd-Richtung pendelt und nicht im geostationären Orbit feststeht. Für Japan ist der Geostationäre Orbit genauso wenig im Zenit wie in Mitteleuropa. </p>



<p>Zwei weitere Satelliten, gut verteilt auf der vom Boden aus gesehenen &#8222;Achterbahn&#8220; sollen zusammen mit Michibiki die Empfangbarkeit auf etwa 99% verbessern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28092010223757_small_2.jpg" alt="Simulation mittels Orbitron" width="260"/><figcaption>
Die Bahn sieht von der Erde aus betrachtet wie eine Acht aus. Dabei sind die Signale des Satelliten etwa 8 Stunden pro Tag gut in Japan empfangbar. 
<br>
(Bild: Simulation mittels Orbitron)
</figcaption></figure></div>



<p>Dabei pendeln die Satelliten bei einer Umlaufzeit, die der Rotationsdauer der Erde entspricht an einem Tag jeweils zwischen 41° nördlicher und südlicher Breite über Japan, Neuseeland und Australien. Etwa ein Drittel des Tages befinden sie sich dabei praktisch genau über Japan. Da die Bahnhöhe zwischen 32.600 und 39.000 Kilometern schwankt, werden Satelliten auf der Geostationären Bahn weder gestört noch gefährdet. </p>



<p>Michibiki gelangte am 11. September an der Spitze einer H-2A-Trägerrakete in eine elliptische Erdumlaufbahn, die an den folgenden Tagen an die gewünschten Parameter angepasst wurde. Die mittlere geografische Länge der Bahn liegt bei 135 Grad Ost. </p>



<p>China hat zuerst quasistationäre Satelliten für Navigationssignale gestartet. Mittlerweile befinden sich Beidou G1, G2 und G3 im Einsatz. Damit kann man bereits vor Fertigstellung des kompletten Satellitensystems in China verwertbare, eigene Navigationssignale nutzen. Für eine Abdeckung des gesamten Globus sind aber Bahnen in mittlerer Höhe und mit Inklinationen um 55 Grad erforderlich, die von mehreren in gleichen Abständen fliegenden Satelliten besetzt sind. Diesen Zustand will China mit Beidou/Compass bis 2015 erreichen, Russland mit GloNaSS bereits Ende dieses Jahres. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8775.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-2A No. 18 mit QZS 1 Michibiki</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/michibiki-im-zielorbit/" data-wpel-link="internal">Michibiki im Zielorbit</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Navigationssatellit MICHIBIKI gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-navigationssatellit-michibiki-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 17:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GPS]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 11. September 2010 wurde der japanische Navigationssatellit MICHIBIKI von einer H-IIA-Rakete in den Weltraum transportiert. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, MHI, The Mainichi Daily News. Der Start erfolgte am 11. September 2010 um 16:17 Uhr Orstzeit (13:17 Uhr MESZ) zu Beginn eines eine Stunde breiten Startfensters von einer Startrampe des Tanegashima Space [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-navigationssatellit-michibiki-gestartet/" data-wpel-link="internal">Japanischer Navigationssatellit MICHIBIKI gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. September 2010  wurde der  japanische Navigationssatellit MICHIBIKI von einer H-IIA-Rakete in den Weltraum transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle:  JAXA, MHI, The Mainichi Daily News.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_small_1.jpg" alt="Mitsubishi Heavy Industries (MHI)" width="260"/></a><figcaption>
 H-IIA F18 hat abgehoben 
<br>
(Bild: Mitsubishi Heavy Industries (MHI))
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start erfolgte am 11. September 2010 um 16:17 Uhr Orstzeit (13:17 Uhr MESZ) zu Beginn eines eine Stunde breiten Startfensters von einer Startrampe des Tanegashima Space Center in der Präfektur Kagoshima an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Bei hervorragend geeignetem Wetter hob die 53 Meter hohe Rakete mit dem Navigationssatelliten unter einer Nutzlastverkleidung des Typs 4S an der Spitze ab, als Wind aus West-Süd-West mit rund 3,7 Meter pro Sekunde kam, und die Temperatur bei rund 26 Grad Celsius lag. Wegen der Notwendigkeit, ein mögliches Problem mit dem Schmiermittel in Kugellagern der Reaktionsräder von MICHIBIKI abklären zu müssen, war der 18. Start einer H-IIA um etwas mehr als einen Monat verschoben worden. </p>



<p>Die H-IIA-Rakete in H2A202-Konfiguration von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit einer Startmasse von rund 4.000 Kilogramm nach 28 Minuten und 27 Sekunden Flug im Weltraum ab.                                                                 </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_small_2.jpg" alt="JAXA / Mitsubishi Electric" width="260"/></a><figcaption>
MICHIBIKI am Boden 
<br>
(Bild: JAXA/Mitsubishi Electric)
</figcaption></figure></div>



<p>Am Boden von einer Station in Chile empfangene Telemetriedaten vom auf dem Satellitenbus DS2000 basierenden Raumfahrzeug bestätigten später das erfolgreiche Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Sie geben dem Satelliten eine Spannweite von 25,3 Metern. Über 6,4 Kilowatt sollen die Solarzellen bereitstellen können, gemessen wurden nach Angaben der japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA) bereits 6,7 Kilowatt. Innerhalb der ersten 10 Tage nach dem Start wird die Umlaufbahn von MICHIBIKI um die Erde mit vier Brennphasen des an Bord befindlichen Apogäumsmotors angehoben. Für den 12. September gegen 7:00 Uhr japanischer Zeit ist eine erste Zündung des Motors geplant. Verläuft alles wie geplant, befindet sich der Erdtrabant nach rund 2 Wochen schließlich auf seiner endgültigen Bahn. Deren Perigäum, der der Erde nächste Bahnpunkt, liegt bei rund 32.000 Kilometern, ihr Apogäum, der von der Erde am weitesten entfernte Bahnpunkt, bei rund 40.000 Kilometern über der Erde. Die Neigung der Bahn wird zwischen 39 und 47 Grad schwanken. Ein Erdumlauf auf dieser Bahn dauert 23 Stunden und 56 Minuten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_small_3.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
MICHIBIKI im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>MICHIBIKI alias QZS 1 ist der erste einer Gruppe aus drei Satelliten, die zusammen eine QZSS für Quasi-Zenith Satellite System genannte Satellitenkonstellation bilden sollen, die über japanischem Boden rund um die Uhr Navigationssignale bereitstellen kann. Acht Stunden täglich werden MICHIBIKIs Navigationssignale in Japan zu empfangen sein. Bisher werden in Japan hauptsächlich vom US-amerikanischen Navigationssatellitensystem GPS gelieferte Navigationsdaten verwendet.            </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_small_4.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
QZSS als Ergänzung für GPS 
<br>
(Grafik: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Aufgrund der vielen Berge auf Japans Inseln und der Hochhausschluchten in den japanischen Großstädten ist der Empfang von GPS-Daten nicht immer überall problemlos mit der erforderlichen Genauigkeit möglich. Die japanischen Navigationssatelliten sind daher als Ergänzung zu GPS gedacht. Für die Gebiete, in denen Navigationssignale bisher schlecht nutzbar waren, soll zukünftig eine Navigation mit einer Abweichung im Bereich eines Meters oder geringer möglich sein. Die zeitliche Verfügbarkeit von Navigationssignalen soll sich bei drei aktiven QZS auf 99,8 Prozent verbessern, ohne diese Satelliten liegt sie bei 90 Prozent. </p>



<p>Nach Angaben der japanischen Regierung wurden bisher rund 40 Milliarden Yen für die Entwicklung des Satelliten mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 10 Jahren und rund 33,5 Milliarden Yen für das zugehörige Bodensegment aufgebracht. Für die Komplettierung durch QZS 2 ud QZS 3 werden weitere 70 Milliarden Yen veranschlagt, weshalb einige Offizielle der an dem Projekt beteiligten Ministerien Japans gegen einen Einsatz der beiden zusätzlichen Satelliten votieren. </p>



<p>MICHIBIKI alias QZS 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.158  bzw. als COSPAR-Objekt 2010-045A. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092010192912_small_5.jpg" alt="JAXA" width="260"/><figcaption>
Brennphasen des Apogäumsmotors heben MICHIBIKIs Bahn an &#8211; Illustration 
<br>
(Grafik: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 12. September 2010:</strong> Die erste Brennphase des Apogäumsmotors von MICHIBIKI hat stattgefunden. Um 12:02 Uhr japanischer Zeit am 12. September 2010 wurde der Motor nach den entsprechenden Kommandos, die von einer Bodenstation im australischen Perth gesendet worden waren, gezündet und brannte 67 Minuten lang. Nach Angaben der JAXA sprechen Telemetriedaten vom Satelliten dafür, dass das Manöver gelang wie geplant. Weitere vier AEF für Apogee Engine Firing genannte Brennphasen in den kommenden Tagen sind geplant. Die nächste wird voraussichtlich am 13. September 2010 erfolgen.</p>



<p><strong>Update 13. September 2010:</strong> Eine zweite erfolgreiche Brennphase des Apogäumsmotors von MICHIBIKI hat stattgefunden. Sie begann um 13:26 Uhr japanischer Zeit am 13. September 2010 nach entsprechenden Kommandos, die von einer Bodenstation auf Okinawa gesendet worden waren, und dauerte 88 Minuten. Die nächste Brennphase ist für den 14. September 2010 geplant.</p>



<p><strong>Update 14. September 2010:</strong> Die dritte Brennphase des Apogäumsmotors von MICHIBIKI war wiederum erfolgreich. Sie begann um 12:21 Uhr japanischer Zeit am 14. September 2010 nach entsprechenden Kommandos, die wieder von  Okinawa abgesetzt worden waren, und dauerte 7 Minuten. Die nächste Brennphase ist für den 16. September 2010 geplant.</p>



<p><strong>Update 16. September 2010:</strong> Die vierte Brennphase des Apogäumsmotors gelang ebenfalls. Um 6:25 Uhr japanischer Zeit am 16. September 2010 wurde der Motor nach den entsprechenden Kommandos, die wieder von einer Bodenstation im australischen Perth gesendet worden waren, gezündet und brannte rund 4 Minuten lang. Die nächste Brennphase ist für den 17. September 2010 geplant.</p>



<p><strong>Update 18. September 2010:</strong> Die fünfte Brennphase des Apogäumsmotors von MICHIBIKI war wie die vorausgehenden erfolgreich. Sie begann um 20:27 Uhr japanischer Zeit am 17. September 2010 nach entsprechenden Kommandos, die von der Station Katsuura in Japan abgesetzt worden waren und dauerte rund 6 Minuten. MICHIBIKI befindet sich nach Berechnungen der JAXA nun in einem Orbit mit einem Perigäum von 32.071 Kilometern über der Erde, einem Apogäum von 38.974 Kilometern über der Erde und einer Neigung gegen den Äquator von 41 Grad. Ein Umlauf auf dieser Bahn dauert rund 23 Stunden und 43 Minuten. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8775.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-2A No. 18 mit QZS-1 MICHIBIKI</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Akatsuki ist auf dem Weg zur Venus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/akatsuki-ist-auf-dem-weg-zur-venus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 09:13:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensegel]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im zweiten Anlauf startete vergangene Nacht die japanische Raumsonde Akatsuki an Bord einer H2-A-Rakete vom Weltraumbahnhof Tanegashima in Richtung Venus. Auch die Sonnensegel-Mission IKAROS und mehrere Kleinsatelliten wurden erfolgreich ausgesetzt. Ein Beitrag von Karl Urban und Günther Glatzel. Quelle: JAXA, Spaceflightnow. Ursprünglich war der Start der H2-A-Rakete bereits für vergangenen Dienstag (JST) geplant, musste jedoch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im zweiten Anlauf startete vergangene Nacht die japanische Raumsonde Akatsuki an Bord einer H2-A-Rakete vom Weltraumbahnhof Tanegashima in Richtung Venus. Auch die Sonnensegel-Mission IKAROS und mehrere Kleinsatelliten wurden erfolgreich ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban und Günther Glatzel. Quelle: JAXA, Spaceflightnow.</p>



<p>Ursprünglich war der Start der H2-A-Rakete bereits für vergangenen Dienstag (JST) geplant, musste jedoch wegen ungünstiger Wetterbedingungen zwei Minuten vor dem Start verschoben werden (Raumfahrer.net <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/akatsuki-startet-zur-venus-spaeter/" data-wpel-link="internal">berichtete</a>). In Hoffnung auf besseres Wetter wurde der Start auf Freitag 6:58 Uhr JST (23:58 Uhr MESZ) verlegt. Die Rakete verschwand nach wenigen Sekunden in der Wolkendecke, die jedoch wesentlich dünner war als beim ersten Starttermin. </p>



<p>Nach dem Abwurf der zwei Feststoffbooster wurde die Nutzlastverkleidung abgetrennt. Mit einer zweiten Zündung der Oberstufe nach dem Aussetzen dreier Satelliten, die im Erdorbit bleiben, wurde der übrige Sondenverband auf eine Bahn in Richtung Venus beschleunigt. Dies war der erste Einsatz dieses Raketentyps für eine Flugbahn außerhalb des Erde-Mond-Systems. Andere interplanetare Missionen der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA, wie Nozomi oder Hayabusa, waren mit M-V-Raketen gestartet worden. </p>



<p>Als erste interplanetare Nutzlast wurde nach 27 Minuten und 29 Sekunden Akatsuki ausgesetzt. Wenige Minuten später folgte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ikaros-vor-dem-start/" data-wpel-link="internal">IKAROS</a>, die leicht in Rotation versetzt wurde. Vier an den Ecken befestigte Schwungmassen ziehen zunächst das noch zusammengefaltete Segel aus dem Zentralkörper. Wenn sich die Rotation des noch zu vier Bändern zusammengefalteten Segels stabilisiert hat, werden weitere Halterungen gelöst und die Folie mit einer Diagonale von 20 Metern soll sich vollständig entfalten. IKAROS ist ein reiner Technologiedemonstrator, der innerhalb der kommenden Monate die Funktionstüchtigkeit eines interplanetaren Sonnensegels unter Ausnutzung des Strahlungsdrucks der Sonne unter Beweis stellen soll. Die Folie trägt einige Dünnschichtsolarzellen, die das Raumfahrzeug mit elektrischer Energie versorgen. Sie hat außerdem eine kleine Kamerasonde an Bord, die nach dem Entfaltungsvorgang abgestoßen werden und Aufnahmen vom hoffentlich entfalteten Sonnensegel machen soll. Diese werden zur Muttersonde übermittelt und von dort aus zur Erde übertragen. Als letzter Satellit wurde Unitec 1 reichlich 43 Minuten nach dem Start freigegeben. Auf dieser Kleinsonde befinden sich mehrere an Universitäten entworfene Computer im Wettstreit miteinander, wer unter den Bedingungen des Weltraums am längsten durchhält. Außerdem wird das Senden und Empfangen schwacher Radiosignale geprobt. </p>



<p>Bereits nach der ersten Zündung der zweiten Stufe wurden mehrere Kleinsatelliten japanischer Universitäten in einem um 30° geneigten 300-Kilometer-Orbit erfolgreich ausgesetzt. Bei WASEDA-Sat 2 geht es um Bildaufnahme und -verarbeitung. Außerdem wird die Lage des Satelliten durch Paneele geregelt. KSAT untersucht die Verteilung von Wasserdampf in der Atmosphäre. Außerdem erprobt man ein neues Kommunikationssystem, das mit Mikrowellen arbeitet. An Bord von Negai hingegen befindet sich ein informationsverarbeitendes System, das mit FPGAs ausgerüstet ist. Dabei handelt es sich um integrierte Schaltkreise, die per Software umprogrammiert werden können und damit für Spezialaufgaben besser geeignet sind. </p>



<p>Mit der NASA-Antenne in Goldstone, Kalifornien konnte um 1:00 Uhr (MESZ) die Gesundheit von Akatsuki bestätigt werden. Über zwei Kommunikationsstationen in Australien und Japan soll im Laufe des heutigen Tages mit der Sonde Kontakt aufgenommen werden. </p>



<p>Die Venussonde Akatsuki wird am 7. Dezember 2010 an der Venus ankommen und auf ihrer Zwei-Jahres-Mission in einer maximalen Höhe von 80.000 Kilometern die Atmosphäre des Planeten erforschen. Sie soll die Arbeit des europäischen Orbiters Venus Express ergänzen. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5639.999999" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Venus Climate Orbiter Planet C</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4061.999999" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission IKAROS</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Akatsuki startet zur Venus &#8211; später</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/akatsuki-startet-zur-venus-spaeter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 21:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Akatsuki]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Planet C]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die japanische Venussonde startet mit einer H2-A-Trägerrakete vom Raumfahrtgelände Tanegashima zu unserem inneren Nachbarplaneten. Sie soll dort vor allem Daten über Vorgänge in der Venusatmosphäre erfassen und zur Erde übermitteln. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger. Der Start sollte am 17. Mai gegen 23:44 Uhr MESZ erfolgen, wurde jedoch aufgrund [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Venussonde startet mit einer H2-A-Trägerrakete vom Raumfahrtgelände Tanegashima zu unserem inneren Nachbarplaneten. Sie soll dort vor allem Daten über Vorgänge in der Venusatmosphäre erfassen und zur Erde übermitteln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: JAXA. Vertont von Peter Rittinger. </p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-21-41340.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052010232022_small_1.jpg" alt="JAXA/Akihiro Ikeshita" width="377" height="265"/><figcaption>
Akatsuki im Venusorbit &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA/Akihiro Ikeshita)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Start sollte am 17. Mai gegen 23:44 Uhr MESZ erfolgen, wurde jedoch aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben. Das Startfenster für einen erfolgreichen Flug zur Venus reicht bis Anfang Juni.</p>



<p>Reichlich 2 Minuten nach dem Start sollen die Feststoffbooster abgeworfen werden, nach gut sechseinhalb Minuten die ausgebrannte erste Stufe. Die zweite Stufe beendet ihren ersten Betriebszyklus nach 11 Minuten und 37 Sekunden. Dadurch gelangen Nutzlast und Oberstufe auf eine Erdumlaufbahn um 300 Kilometer Höhe bei 30 Grad Bahnneigung gegenüber dem Äquator. Hier sollen mehrere Kleinsatelliten verschiedener japanischer Universitäten ausgesetzt werden. </p>



<p>Danach zündet die zweite Stufe der Trägerrakete erneut und beschleunigt die Nutzlast in Richtung Venus. Auf dieser Bahn werden neben Akatsuki auch die Raumsonden IKAROS und Unitec 1 abgetrennt. </p>



<p>Akatsuki soll im Dezember die Venus erreichen und hier in eine elliptische Umlaufbahn einschwenken. Die Bahn soll zwischen 300 und 80.000 Kilometern Höhe verlaufen bei einer Neigung von 172 Grad gegen den Venusäquator. Dabei soll die Sonde den Planeten in 30 Stunden einmal umlaufen. </p>



<p>Der quaderförmige Hauptkörper von Akatsuki hat eine Anfangsmasse von 500 Kilogramm, Abmessungen von 1,04 x 1,45 x 1,40 Meter und trägt zwei Solarzellenflächen, mehrere Antennen und Sensoren sowie 6 wissenschaftliche Instrumente. Die Solarzellen sollen während der auf 2 Jahre angesetzten Forschungsmission mindestens 500 Watt Leistung bereitstellen. </p>



<p>Die Sonde hat aber nicht nur wissenschaftliche Aufgaben zu bewältigen. Sie dient auch der Erprobung neuer Technologien. So wird die Energie in Lithium-Ionen-Batterien gespeichert, die Datenübertragung erfolgt über eine Hochgewinn-Flachantenne und das Triebwerk arbeitet mit einer Keramikdüse. </p>



<p>Wissenschaftliche Hauptaufgabe der Mission ist die Erfassung verschiedener Parameter der Venusatmosphäre. Deshalb wird Akatsuki auch als Venus Climate Orbiter oder erster interplanetarer Wettersatellit bezeichnet. Zur Erfüllung des Forschungsauftrags verfügt Akatsuki über je eine Infrarotkamera für den 1-µm- bzw. den 2-µm-Bereich. Mit jeweils 12 Grad Aufnahmewinkel und einem Megapixelchip werden Wellenlängen detektiert, die Auskunft über die Oberflächenbeschaffenheit, Wolkentemperaturen und Dampfkonzentrationen geben können. Die Long-Wave Infrared Camera (LIR) arbeitet im 10-Mikrometer-Bereich und sammelt Daten über Wolkenhöhen, Partikelgrößen und Kohlenmonoxidgehalt. Der UV Imager (UVI) erfasst insbesondere Wellenlängen um 283 und 365 Nanometer und erlaubt damit Aussagen über die Verteilung von Schwefeloxiden und unbekannten Substanzen in der Venusatmosphäre. Aus deren Veränderungen lassen sich zudem Windgeschwindigkeiten berechnen. Die Lightning and Airglow Camera (LAC) beobachtet Leuchterscheinungen wie Blitze und Wetterleuchten. Insbesondere werden solche Wellenlängen untersucht, bei denen Leuchterscheinungen von molekularem und atomarem Sauerstoff auftreten. </p>



<p>Schließlich lässt sich mit einem speziellen Sendegerät mit hochstabiler Frequenz auch von der Erde aus Venusforschung betreiben. Die Sonde strahlt auf 8,4 GHz Radiowellen ab, welche die Atmosphäre der Venus durchdringen und hier verändert werden. Die auf der Erde empfangenen Veränderungen der Frequenz lassen Rückschlüsse auf die thermische Struktur der Venusatmosphäre sowie über Elektronendichte und Konzentrationen von Schwefeldämpfen zu. Diese Signale und weitere wissenschaftliche Daten werden von internationalen Empfangsstationen rund um die Erde aufgefangen. </p>



<p>An Bord von Akatsuki befinden sich auch mehrere dünne Aluminiumplatten, in die Namen und Botschaften von etwa 260.000 Menschen eingraviert sind. Zwischen Oktober 2009 und Januar 2010 bot die japanische Raumfahrtbehörde JAXA Menschen weltweit die Gelegenheit, sich auf der Venussonde zu verewigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17052010232022_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die Venus im UV-Bild. Erkennbar sind Y-förmige Wolkenmuster, welche durch die hohen Windgeschwindigkeiten, insbesondere im Äquatorbereich entstehen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Venus wird oft als Schwesterplanet der Erde bezeichnet, da sie ein Gesteinsplanet ist, mit 12.100 Kilometern einen ähnlichen Durchmesser wie unser Heimatplanet hat und unser innerer Nachbar ist. Da enden allerdings die Gemeinsamkeiten. Die Venusatmosphäre ist erheblich dichter als die der Erde, am Boden herrscht etwa der zweiundneunzigfache Druck. Durch den hohen Treibhauseffekt herrschen an der Oberfläche Temperaturen um 460 °C. Die Venus rotiert sehr langsam. Eine Drehung um die eigene Achse dauert mehr als 243 Erdentage. Da ist ein Venusjahr, also die Zeit, welche die Venus benötigt, um die Sonne zu umrunden, mit nur 225 Tagen sogar kürzer als ein &#8222;Venustag&#8220;. </p>



<p>Die Venus ist ständig von einer dichten Wolkendecke verhüllt, die für normales Licht undurchdringlich ist. In der Vergangenheit wurden daher mehrere Sonden mit Radargeräten zur Venus geschickt. Akatsuki dagegen arbeitet überwiegend mit Sensoren im Infrarotbereich, der vor allem Erkenntnisse über die Venusatmosphäre zulässt. Auch heute noch rätselhaft sind beispielsweise die schnellen &#8222;Superwinde&#8220;, die ständig die Luft planetenweit antreiben sowie der hohe Gehalt an Schwefelverbindungen, der auf vulkanische Aktivitäten zurückgeführt wird. Genaueres dazu könnte die kleine japanische Sonde nach ihrer Ankunft bei der Venus liefern. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5639.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Venus Climate Orbiter Planet C (seit Mai 2009)</a></li></ul>



<p></p>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-05-21-41340.mp3" length="9199992" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>H2-B-Test erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/h2-b-test-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 11:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neu entwickelte erste Stufe der japanischen Trägerrakete H2-B wurde am Donnerstag im dritten Anlauf erfolgreich getestet. Zuvor gab es nur kleinere Probleme mit der Startanlage. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow. Die H2-B ist eine Rakete, die aus der seit 2001 verwendeten H2-A entwickelt wurde. Booster und Zweitstufe wurden übernommen, die Erststufe hat [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die neu entwickelte erste Stufe der japanischen Trägerrakete H2-B wurde am Donnerstag im dritten Anlauf erfolgreich getestet. Zuvor gab es nur kleinere Probleme mit der Startanlage.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042009131641_small_1.jpg" alt="JAXA" width="425" height="338"/><figcaption>
HTV mit Endstufe 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die H2-B ist eine Rakete, die aus der seit 2001 verwendeten H2-A entwickelt wurde. Booster und Zweitstufe wurden übernommen, die Erststufe hat aber einen deutlich größeren Durchmesser. Damit fasst sie mehr Treibstoff und die Rakete kann eine größere Nutzlast in einen Erdorbit transportieren. Als Treibstoff werden in der ersten Stufe flüssiger Wasserstoff und flüssiger Sauerstoff verwendet.  </p>



<p>Der Test auf der umgebauten Startanlage 2 in Tanegashima dauerte 10 Sekunden und verlief erfolgreich, ein zweiter ist für Mitte April geplant. Beim Test standen nur Erst- und Zweitstufe auf dem Pad, Oberstufe oder Nutzlast fehlten. Hauptnutzlast der von JAXA und Mitsubishi für umgerechnet etwa 330 Millionen Euro entwickelten Trägerrakete wird zunächst das H2 Transfer Vehicle HTV, das im September seinen Jungfernflug absolvieren soll. Das HTV transportiert Versorgungsgüter und Außenlasten zur Internationalen Raumstation. Insgesamt sind sieben dieser unbemannten Frachtraumschiffe geplant. </p>



<p>Deren Kopplung mit der ISS wird ein Novum darstellen. Zunächst manövriert das HTV, geleitet von GPS-Signalen, mit eigenen Triebwerken in die Nähe der Station und bezieht dort eine stabile Position. Dann wird es vom Stationsmanipulator ergriffen und an einem Common Berthing Mechanism des US-basierten Segments angedockt. Dadurch können mit dem HTV auch Standard-Racks zur ISS transportiert werden, die nicht durch andere Luken passen. </p>



<p>Mitsubishi möchte die schubstarke H2-B-Rakete auch kommerziell vermarkten. Die H2-A hat seit 2001 von 15 Starts, 14 erfolgreich absolviert. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4201.msg92302#msg92302" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HTV-Thread</a></li></ul>
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		<title>Interview mit dem JAXA-Chef</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/interview-mit-dem-jaxa-chef/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[KAGUYA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Mondorbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Selene]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kürzlich veröffentlichte die japanische Raumfahrtagentur JAXA ein Interview mit ihrem Vorsitzenden Keiji Tachikawa, der einen Blick wirft auf die japanischen Aktivitäten und die Ereignisse im Jahr 2007. Autor: Markus Rösken &#8222;Auch dieses Jahr hege ich große Erwartung an das japanische Weltraumprogramm. Letztes Jahr haben wir sechs Raketen gestartet und werden auch in diesem Jahr zwei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kürzlich veröffentlichte die japanische Raumfahrtagentur JAXA ein Interview mit ihrem Vorsitzenden Keiji Tachikawa, der einen Blick wirft auf die japanischen Aktivitäten und die Ereignisse im Jahr 2007.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Markus Rösken</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_01.jpg" alt="" width="266" height="193"/><figcaption>Keiji Tachikawa<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Auch dieses Jahr hege ich große Erwartung an das japanische Weltraumprogramm. Letztes Jahr haben wir sechs Raketen gestartet und werden auch in diesem Jahr zwei weitere starten, die komplett in Japan gebaut wurden. Außerdem wird ein Space Shuttle das japanische Experimentiermodul für die ISS liefern. Es wird eine Menge Events geben, und ich würde mich freuen, wenn Sie Interesse an unserer Arbeit zeigen würden. Wir strengen uns für den Erfolg an.&#8220;</p>



<p><em>Wie verlief das letzte Jahr?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_02.jpg" alt="" width="269" height="152"/><figcaption>Start der H-II A -11 im Dezember 2006<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> &#8222;Letztes Jahr hatten wir sowohl mit M-V als auch mit H-II A Raketen insgesamt sechs erfolgreiche Starts. Das ist Bahn brechend für die Jaxa. Die H-II A haben wir sogar vier Mal davon gestartet. Das hat drei Gründe: In den Monaten Januar bis Februar haben wir innerhalb des von dreißig Tagen zwei Raketen gestartet und bewiesen, dass das innerhalb eines so kurzen Zeitraums möglich ist. Zweitens haben wir im Dezember letzten Jahres zum ersten Mal eine H-II A [204] Rakete mit vier Hilfsboostern ausgerüstet, so dass das Lineup der H-II A Familie nun aus vier Versionen besteht. Drittens hat Japan nun zum ersten Mal zehn Raketen des gleichen Typs gestartet. Unter den elf H-II A Raketen war ein Fehlschlag darunter, was die Erfolgschance auf über 90% erhöht. Zudem haben wir innerhalb von 10 Monaten sechs M-V Raketen Missionen erfolgreich zum Abschluss gebracht. Deshalb glaube ich, dass unsere Zuverlässigkeitsrate durchaus auf einem internationalen Level ist.&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_03.jpg" alt="" width="269" height="152"/><figcaption>Röntgenstrahlteleskop Akari<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Weltweit sind wir auch auf dem Feld der Weltraumforschung stark. Zum Beispiel haben wir mit den Röntgenstrahlensatelliten Suzaku, dem Infrarotsatelliten Akari und dem Sonnenforschungssatelliten Hinode und so weiter einen hohen internationalen Stellenwert bekommen. Besonders konzentrieren wir uns auf unser Spezialfeld, der Röntgenstrahlung. Die Auflösung ist im Vergleich mit anderen Satelliten wesentlich besser, so dass wir hoffen dadurch neue Erkenntnisse zu gewinnen.</p>



<p>Die beiden großen Antennen des Kommunikationssatelliten Kiku 8, der letztes Jahr mit der H-II A 8 gestarteten war, war ebenfalls ein voller Erfolg. Durch Kiku 8 wird der Empfang von sich bewegenden Handys und Laptops um einiges verbessert. Da der Empfang jetzt überall möglich ist, wird er zum Beispiel für den Katastrophenschutz, in den Bergen, auf hoher See oder überall dort eingesetzt, wo kein Sendemast verfügbar ist. Ich denke, dass das in vielen Bereichen sehr nützlich für uns ist.</p>



<p>Außer, dass wir letztes Jahr unsere Verlässlichkeit erhöht haben freuen wir uns ganz besonders darüber, dass wir in diesem Jahr wieder ein Mitglied der ISS stellen. Vorletztes Jahr sollte erneut Noguchi mitfliegen, doch da es zu diesem Zeitpunkt Probleme mit dem Space Shuttle gab, wurde der Plan eingestellt. Wir hatten Angst, dass sich dadurch der Bau der ISS verzögert, doch dieses Jahr wird der Bau wieder aufgenommen. Ich finde es sehr faszinierend, wie bei internationalen Projekten immer wieder Probleme auftreten, diese aber Schritt für Schritt gelöst werden.</p>



<p><em>Sie bemühen sich sehr um eine „friedliche, sichere Gesellschaft“. Welchen Beitrag leistet der Erdbeobachtungssatellit Daichi dazu?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_04.jpg" alt="" width="267" height="160"/><figcaption>Sonnenbeobachtungssatellit Hinode<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Das größte Ziel der Weltraumanwendung (Space Application) ist einen Teil zu einer friedlichen, sicheren Gesellschaft zu leisten. Unser Beitrag dazu ist Daichi. Daichis Ziel ist vor allem zu kartographieren und Naturkatastrophen zu erfassen. Die Jaxa ist im Jahr 2005 ein Mitglied der International Charta Space and Major Diseases geworden und stellt die Bilder, die Daichi macht der ganzen Welt zur Verfügung. Die Aufnahmen stellen einen Beitrag zur Katastrophenbekämpfung dar und sind ein erster Schritt für eine friedliche, sichere Gesellschaft. Zudem haben wir nicht nur Satelliten als Katastrophenschutz, sondern arbeiten auch auf der Erde mit. Wir besprechen mit den zuständigen Behörden die verschiedenen Bedürfnisse, und legen fest wie die nächsten Satelliten zu bauen sind. Auch in der Space Activities Commission (der japanische High Council des Weltraumprogramms) haben stellen wir bereits die nächsten vier Satelliten vor. Dabei ist die Tendenz zu erkennen, die Erdbeobachtung nicht nur auf Katastrophengebiete zu beschränken, sondern vor allem auch die „alltägliche“ Erde zu beobachten. Diese Art von Katastrophenschutz und Katastrophenreduzierung macht allerdings nicht nur die Jaxa allein. Auch andere Länder, Institutionen und Unternehmen werden hier aktiv. Letztes Jahr haben Privatleute das Data and Information Management System Forum (DIMS) gegründet, das an Strategien arbeitet, den Schaden im Katastrophenfall zu reduzieren. Darüber hinaus kann Japan in Asien prompt auf Katastrophen reagieren und Regierungen, den zuständigen Behörden und Institutionen verschiedene Vorschläge machen. Nicht nur den Weltraumbehörden, sondern bis hinauf zur Industrie, den Universitäten und Regierungen werden konkrete Herangehensweisen geliefert.</p>



<p><em>Wie war die internationale Zusammenarbeit im letzten Jahr?</em></p>



<p>DAICHI wurde im Rahmen des SENTINEL ASIA Katastrophenschutzprogramms realisiert, welches Satellitendaten in einem Netzwerk zusammenschließt.<br>Es konzentriert sich vor allem auf Regionen in Asien, die von Naturkatastrophen besonders betroffen sind und stellt Bilder und katastrophenbezogene Daten der Erdbeobachtungssatelliten im Internet zur freien Verfügung. Wir arbeiten vor allem mit APRSAF (Asian-Pacific Regional Space Agency Forum) und dem asiatischem Katastrophenschutzprogrammen zusammen. Letztes Jahr hatten wir zwei Konferenzen abgehalten, an dem 19 Länder teilgenommen haben und bei dem besprochen wurde, wie man Satellitendaten praktisch anwendet. Auch auf dem Gebiet der Weltraumwissenschaft haben wir internationale Projekte gefördert, und dieses Jahr wird das japanische Experimentiermodul zur ISS geliefert und unsere internationale Kooperation trägt endlich Früchte.</p>



<p><em>Welche Punkte wurden im letzten Jahr verbessert?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_05.jpg" alt="" width="267" height="151"/><figcaption>Kommunikationssatellit Kiku 8<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Wir haben sechs Raketen erfolgreich gestartet, so dass wir schließlich vor dem Problem standen, dass wir nicht mehr genügend Satelliten hatten. Das liegt daran, dass eine Satellitenentwicklung viel Zeit beansprucht. Deswegen muss man mit der Entwicklung des nächsten Satelliten bereits beginnen, während der erste noch nicht gestartet ist. Wir versuchen nun die Entwicklungszeit zu senken.</p>



<p>Ein zweiter Verbesserungspunkt sind die reduzierten Startkosten für Satelliten. Ein Raketenstart kostet etwa 10 Milliarden Yen, die Entwicklung eines Satelliten viele Hundert Millionen Yen. Bei diesen Preisen sind uns natürlich finanzielle Grenzen gesetzt, egal wie viele Satelliten man starten möchte. Es muss also schon einen vernünftigen Grund für einen Start geben. Ich denke, wir sollten auf Grund der Erfahrung, die wir in 50 Jahren Weltraumforschung angesammelt haben, ein gewisses Kostenbewusstsein entwickeln.</p>



<p><em>Was für Missionen wird es nächstes Jahr geben?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_07.jpg" alt="" width="268" height="150"/><figcaption>Mondorbiter Selene<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Japan hat zwei Raketenstarts geplant. Dieses Jahr steht ganz im Zeichen der Mondbeobachtung. Wir werden im Sommer den Mondorbiter Selene starten. Seit dem Apollo Programm ist das weltweit die größte und genaueste Mondbeobachtung. Amerika plant wieder ein bemanntes Mondprogramm, China und Indien setzen ebenfalls ihre Mondprogramme fort. Der Mond ist weltweit wieder ein Thema geworden. Der Mensch untersucht den Mond, um künftig vielleicht dort leben zu können. Vielleicht wird das 20 Jahre dauern, doch durch internationale Zusammenarbeit, glaube ich, dass es gelingen wird. Japan ist auch ein Mitglied dieses Vorhabens. Selene ist die erste Stufe unseres Programms.</p>



<p><em>Auf welches Gebiet möchten Sie sich als Präsident der JAXA dieses Jahr besonders konzentrieren?</em></p>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Da die Verlässlichkeitsrate unserer Entwicklung noch immer ein Problem darstellt, wollen wir darauf weiterhin unseren Schwerpunkt setzen. Außerdem werden wir der Grundlagen- und Materialforschung ein besonderes Augenmerk schenken. Die Herstellerfirmen von Weltraumgütern sind weltweit sehr begrenzt. Die japanischen Hersteller können uns leider nicht mit allen nötigen Gütern versorgen. Noch immer besteht das Problem, das wir benötigte Waren nicht rechtzeitig bekommen. Ich denke, an diesen Punkt sollten wir noch arbeiten. Außerdem wollen wir die Entwicklung von Robotern fortsetzen, die im Weltraum eine wichtige Rolle spielen. Japan ist in der Robotik führend, weswegen wir nun auch Roboter herstellen wollen, die den Mond oder Planeten untersuchen können. Letztes Jahr haben wir ein Roboterteam gegründet, von dem wir in diesem Jahr den Beginn der Entwicklungsarbeit erwarten.</p>



<p>Letztes Jahr haben wir auch ein Mond- und Planetenforschungsteam zusammengestellt. Dieses Team beschäftigt sich mit der Mondforschung und baut auch an dem Hayabusa-Nachfolger, der Asteroidensonde Hayabusa 2. Dieses Jahr wird die Arbeit daran beginnen.</p>



<p>Auf dem Gebiet der Luftfahrt ist unser nächstes Ziel, die Entwicklung eines leisen Überschallflugzeugs. Letztes Jahr haben wir dafür einen grundlegenden Plan vorgestellt, den wir dieses Jahr nun verwirklichen wollen und fangen nun mit Experimenten für die Entwicklung an. Dies geht jedoch ebenfalls nur durch internationale Zusammenarbeit. Japan wird innerhalb der Zusammenarbeit einen großen Beitrag zur Entwicklung des Überschallflugzeugs leisten.</p>



<p><em>Für Kinder spielt der Weltraum in ihrer Erziehung eine wichtige Rolle, wie sich im letzten Jahr bei verschiedenen Gelegenheiten bewiesen hat. Was haben Sie in diesem Bereich vor?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_08.jpg" alt="" width="268" height="150"/><figcaption>Internetsatellit WINDS<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Letztes Jahr wurde das Zentrum für Weltraumunterricht gegründet. Dort werden Kinder unterrichtet und Lehrer ausgebildet, die Unterricht über Weltraumthemen abhalten. Wir haben zwar eine Menge Unterrichtsmaterial vorbereitet, doch sind dem Grenzen gesetzt, weil man auch nicht alle interessierten Schüler innerhalb eines Jahres unterrichten kann. Deswegen müssen wir mehr Lehrer einstellen, die Interesse am Weltraum haben. Wir werden dazu dieses Jahr die Anzahl der Ausbildungsplätze für die Lehrkräfte erhöhen. Doch damit nicht nur dadurch mehr Weltraumfans entstehen, haben wir uns noch einige andere Sachen überlegt. Zum einen unterstützt die Jaxa die bestehende Jugendgruppe Weltraum und will mehr Leute für die landesweit 4000 Jugendliche umfassende Organisation gewinnen. Zweitens werden wir zwar keine direkten Aktionen starten, doch planen wir eine Art Weltraumfanclub für Menschen, die Interesse an unserer Arbeit haben, die wir dann mit Informationen versorgen können. Wir werden über das Internet die Informationen verbreiten und von Fall zu Fall auf Fragen Antwort geben können. Auf diese Art und Weise hoffen wir Fans zu gewinnen und Mitarbeiter für die Weltraumentwicklung zu gewinnen.</p>



<p>Seit einiger Zeit heißt es, dass das Interesse an den Naturwissenschaften zurückgeht, doch ich denke, dass es gut ist, wenn sich mehr Menschen damit beschäftigen. Wir werden den Fanclub dieses Jahr im Sommer starten und hoffen, dass sich viele dafür begeistern werden.</p>



<p><em>Was für eine Rolle strebt die Jaxa nun in der Welt an?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_09.jpg" alt="" width="267" height="151"/><figcaption>Die ISS<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Die Weltraumfahrt ist natürlich eine internationale Angelegenheit geworden. Angefangen bei der ISS bis hin zur Wissenschaft beruht viel auf internationaler Zusammenarbeit. Den Geist dieser Zusammenarbeit wollen wir erhalten und auch bei Mond- und Planetenmissionen die internationale Kooperation am Leben erhalten. Ich denke, wir sollten Japans starke Seiten einbringen und damit unseren Beitrag zur Welt leisten.</p>



<p>Außerdem wollen wir wissenschaftliche Anwendungen im großen Stil an die Gesellschaft zurückführen und fangen damit bei den Daten die Dichi für Sentinel Asia letztes Jahr gesammelt hat an. Das sollten wir wirklich nutzen. Natürlich treten immer wieder Naturkatastrophen auf, aber mit den Daten, die die Satelliten uns liefern, können wir angemessene Gegenmaßnahmen treffen und konkret handeln. Dabei spielen allerdings nicht nur japanische Satelliten eine Rolle, sondern wir sprechen auch Indien und Südkorea dabei an, die ihre Satellitendaten ebenfalls zur freien Verfügung stellen und mit diesen Partnern haben wir ein effektives Schutzprogramm auf die Beine gestellt.</p>



<p>Zukünftig wollen wir aber nicht nur im Katastrophenschutz eine zentrale Rolle spielen, sondern auch beim Bau von Überschallflugzeugen.</p>



<p><em>Wie denken Sie über die japanische Weltraumpolitik?</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_10.jpg" alt="" width="269" height="152"/><figcaption>ISS Modul Kibo<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Unter den fünf wichtigsten Ländern, die Weltraumprogramme betreiben, hat unser Land nicht unbedingt die klarste Linie, doch letztes Jahr wurde endlich auf Parlamentsebene ein Weltraumgesetz angesprochen, aus dem sich eine klarere Linie herauslesen lässt. Ich habe gehört, dass es in absehbarer Zeit verabschiedet werden soll und es bald schon eine klare staatliche Zielsetzung geben soll. Die Jaxa wird dann das ausführende Organ dieses Gesetzes werden. Ich hoffe, dass dieser Gesetzesantrag bald realisiert wird.</p>



<p><em>Welche Punkte wollen Sie in diesem Jahr noch umgestalten?</em></p>



<p><strong>Tachikawa:</strong> Wir haben letztes Jahr einige Änderungen in der Jaxa erlebt, die nun noch gefestigt und in die Tat umgesetzt werden müssen. Vor allem müssen sich die Jaxa-Mitarbeiter über die Veränderungen bewusst werden. Ich sage nicht, dass früher alles schlecht war, aber wir sind in ein neues Zeitalter eingetreten und durch die neue finanzielle Lage können wir für eine Weile nicht mehr so rasant wachsen wie bisher, obwohl wir natürlich weiterhin ein allmähliches Wachstum haben werden. Deshalb müssen wir uns klar machen, wie wir das Weltraumprogramm fortsetzen wollen. Außerdem dürfen wir nicht nur entwickeln, sondern müssen die Technik auch verstärkt zur Anwendung bringen und es wird nötig sein, ein Bewusstsein für die wichtigen Dinge zu entwickeln. Das betrifft natürlich vor allem die Kosten. Ich denke, wir dürfen außerdem auch nicht vergessen, dass die Jaxa ein Forschungs- und Entwicklungsorgan ist. Die Forschung und Entwicklung (Research &amp; Development, R&amp;D) ist eine unserer Hauptaufgaben, die wir nach Möglichkeiten ausweiten sollten. Es bringt nichts, wenn wir da nicht weitere Erfolge erzielen. Deswegen müssen wir die Forschung auf jeden Fall weiter fortsetzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/jaxachef_11.jpg" alt="" width="269" height="152"/><figcaption>Astronauten der JAXA<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Ich möchte vor allem Gewicht auf die Grundlagenforschung legen. Das bringt zwar keine kurzfristigen Erfolge, aber langfristig gesehen sehr viel, wenn irgendwann Ergebnisse dabei herauskommen. Bei zivilen Projekten belaufen sich die Grundlagenforschungskosten auf etwa 5-10 Prozent. Ich möchte ebenfalls etwa 5 % in die Grundlagenforschung stecken. Weil die wirtschaftliche Lage sich momentan verschlechtert, ist auch die Tendenz zu erkennen, dass sich Investitionen für R&amp;D verschlechtern. Als guter Wirtschaftler muss man auch neben den R&amp;D Ausgaben immer die Gesellschaft im Auge haben. Wenn die Jaxa nun genügend Energie in die Entwicklung steckt, werden in der Zukunft bestimmt gute Ergebnisse zu sehen sein.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/die-neue-japanische-raumfahrtagentur-jaxa/" data-wpel-link="internal">Die neue japanische Raumfahrtagentur JAXA</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Start der japanischen H-II A mit Kiku 8</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-der-japanischen-h-ii-a-mit-kiku-8/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2006 08:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA startet einen neuen Telekommunikations-Satelliten. Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: JAXA. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat am 18.&#160;Dezember um 03:32&#160;Uhr den Kommunikationssatelliten ETS&#160;8 (Engineering Test Satellite) vom Weltraumstartplatz Tanegashima aus in einen geostationären Orbit geschossen. Traditionell wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start in &#8222;Kiku&#160;8&#8220; umbenannt. Japanische Satelliten (und auch andere [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA startet einen neuen Telekommunikations-Satelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Markus Rösken</a>. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/h2af11cfgjaxa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/h2af11cfgjaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Konfiguration der Trägerrakete H-IIA F11. (Grafik: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-neue-japanische-raumfahrtagentur-jaxa/" data-wpel-link="internal">japanische Raumfahrtbehörde JAXA</a> hat am 18.&nbsp;Dezember um 03:32&nbsp;Uhr den Kommunikationssatelliten <i>ETS&nbsp;8</i> (Engineering Test Satellite) vom Weltraumstartplatz Tanegashima aus in einen geostationären Orbit geschossen. Traditionell wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start in &#8222;Kiku&nbsp;8&#8220; umbenannt. Japanische Satelliten (und auch andere Maschinen) haben jeweils eine Konstrukteurs- und eine Funktionsbezeichnung, was manchmal zu Verwirrungen bei ausländischen Beobachtern führt. Zum ersten Mal wurde eine <i>H-II&nbsp;A</i>-Rakete dafür mit vier statt wie bisher mit zwei Hilfsboostern konfiguriert. Dies erhöhte die Nutzlastkapazität auf 5,8&nbsp;Tonnen Masse. Mit seinen drei Tonnen ist <i>Kiku&nbsp;8</i> der schwerste Satellit, den Japan bisher gestartet hat, und mit entfaltetem Solarpaneel und Antennen, ist er mit einer Gesamtspannweite von 40 mal 40&nbsp;Metern auch der weltweit größte Satellit, der jemals in einen geostationären Orbit gebracht wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ets8main001jaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ets8main001jaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ETS 8 alias Kiku 8 im All &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p><i>Kiku&nbsp;8</i> ist ein Kommunikationssatellit, der vor allem das bestehende Handy- und Funknetz verbessern soll. Die bisherigen Handyrelaisstationen sind erdgebunden, wodurch es vor allem im Gebirge oder auf hoher See oft zu Übertragungslücken kommt. Mit <i>Kiku&nbsp;8</i> soll so die Netzabdeckung sicherer werden, und leistet so vor allem auch seinen Beitrag zum Katastrophenschutz, auf den in Japan nach wie vor viel wert gelegt wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5743ets8ispacejaxa600.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/5743ets8ispacejaxa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick auf die Ionentriebwerke von Kiku 8 nach dem Aussetzen des Satelliten im All. (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p>Es war bisher der vierte Start einer <i>H-II&nbsp;A</i>-Rakete in diesem Jahr und der elfte überhaupt. Für das begrenzte Raumfahrtprogramm der Japaner ist das eine beachtliche Leistung. Da Japan nicht, wie andere Raumfahrtprogramme, über großflächige Startgebiete verfügt, ist es gezwungen, seine Raketen von der Küste aus zu starten, wodurch es immer wieder Komplikationen mit der Fischerei gibt. Dadurch bieten sich jährlich nur zwei schmale Startfenster, in denen alle geplanten Starts durchgeführt werden müssen. Die neue Boosterkonfiguration stellt einen weiteren Versuch dar, die <i>H-II&nbsp;A</i>-Rakete auch auf dem internationalen Markt attraktiv zu machen. Im Gegensatz zur international sehr erfolgreichen, europäischen Ariane ist sie allerdings noch immer teuer und durch die geringe Anzahl von Starts weniger erfahren und routiniert. Dennoch ist es erstaunlich, wie es dem japanischen Weltraumprogramm gelingt, trotz eines kleinen und in letzter Zeit etwas reduzierten Budgets (etwa 1/10 des der NASA, und etwa der Hälfte der ESA) auf allen Gebieten der Raumfahrt mit den internationalen Standards mitzuhalten.   
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/start-der-japanischen-h-ii-a-mit-kiku-8/" data-wpel-link="internal">Start der japanischen H-II A mit Kiku 8</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Japan plant siebten H-2A Raketenstart</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-plant-siebten-h-2a-raketenstart/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2004 10:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Japan gab diesen Donnertag bekannt im Frühjahr 2005, nach dem Fehlstart einer H2-A Rakete im November 2003, den nächsten H2-A Raketenstart durchzuführen. Ein Beitrag von andreastramposch. Quelle: Agence France-Presse. Das H-2A Raketenprogramm ist ein Hauptbestandteil des gesamten japanischen Raumfahrtprogramms. Die japanische Raumfahrtagentur erklärte der Presse, dass im Jänner oder Februar nächsten Jahres der siebente Start [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Japan gab diesen Donnertag bekannt im Frühjahr 2005, nach dem Fehlstart einer H2-A Rakete im November 2003, den nächsten H2-A Raketenstart durchzuführen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von andreastramposch. Quelle: Agence France-Presse.</p>



<p>Das <i>H-2A</i> Raketenprogramm ist ein Hauptbestandteil des gesamten japanischen Raumfahrtprogramms. Die japanische Raumfahrtagentur erklärte der Presse, dass im Jänner oder Februar nächsten Jahres der siebente Start einer <i>H-2A</i> Rakete stattfinden wird. &#8222;Ausgehend vom Fehlstart der sechsten <i>H-2A</i> Rakete haben wir unser Raketenprojekt sorgfältig überarbeitet und treffen momentan die Vorbereitung für den siebenten Start,&#8220; sagte der Pressesprecher der japanischen Weltraumagentur.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12122004112329_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Bild der H2-A Rakete beim Start (Quelle: japanische Raumfahrtagentur)
</figcaption></figure></div>



<p>Tokyo investierte 120 Milliarden Yen (ca. eine Milliarde Euro) in die Entwicklung der <i>H-2A</i> Rakete bevor diese erstmals im Jahr 2001 abhob. Die ersten fünf Raketenstarts verliefen einwandfrei und die Missionen konnten erfolgreich ausgeführt werden. Im November 2003 erlitt das Raketenprogramm aber einen derben Rückschlag: die sechste <i>H2-A</i> wurde zehn Minuten nach dem Start zerstört. Dieser Fehlstart kam Japan zeitlich sehr unpassend, denn genau einem Monat vor diesem Fehlstart gelang es China als erst dritte Nation nach Amerika und der ehemaligen Sowjetunion erfolgreich einen bemannten Raumflug zu unternehmen.  Der Grund des Fehlstarts war damals laut den Aussagen der japanischen Raumfahrtagentur ein Loch in einer der zwei Boosterdüsen, die sich deswegen in der zweiten Flugphase nicht vom Rumpf trennen konnte. Die verloren gegangene Nutzlast enthielt zwei Spionagesatelliten, die militärische Aktivitäten in Nordkorea überwachen sollten. Im März 2003 wurde bereits der erste Spionagesatellit mit der fünften <i>H2-A</i> Rakete erfolgreich gestartet. Als im Oktober 1998 eine von Nordkorea gestartete ballistische Rakete Japan überflog in im pazifischen Ozean unterging, war Japan sehr schockiert und setzte auf eine erhöhte Überwachung der militärischen Aktivitäten in Nordkorea.   </p>



<p>Laut den Aussagen des Pressesprechers der japanischen Raumfahrtagentur wird die Nutzlast der im Frühjahr 2005 startenden <i>H2-A</i> Rakete aber kein Spionagesatellit sondern ein Wettersatellit sein. Mehr Informationen zum Thema <i>H2-A</i> erhalten Sie unter diesem  <a href="https://www.raumfahrer.net/ein-revival-fuer-japans-h-2a-konkurrenz-fuer-ariane-5/" data-wpel-link="internal">Link</a></p>
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