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	<title>SPHERES &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>SPHERES &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Expedition 38</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-38/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2014 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 38 Während der Expedition 38 wurden etwa 200 Experimente betreut bzw. absolviert, vier Außenbordeinsätze durchgeführt &#8211; zwei davon außerplanmäßig -, die ISS erlebte ihren 15. Geburtstag und drei Frachtraumschiffe wurden empfangen, zweimal Progress und einmal Cygnus. Zusätzlich wurden insgesamt 37 Kleinstsatelliten mit Massen jeweils um 1 kg über eine Schleuse aus der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 38</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="250" height="209" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-14.png" alt="" class="wp-image-79525"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Expedition 38 wurden etwa 200 Experimente betreut bzw. absolviert, vier Außenbordeinsätze durchgeführt &#8211; zwei davon außerplanmäßig -, die ISS erlebte ihren 15. Geburtstag und drei Frachtraumschiffe wurden empfangen, zweimal Progress und einmal Cygnus. Zusätzlich wurden insgesamt 37 Kleinstsatelliten mit Massen jeweils um 1 kg über eine Schleuse aus der ISS nach außen transportiert und anschließend mit einer speziellen Startvorrichtung ins All katapultiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experimente betrafen Astronomie, Atmosphärenforschung, Biologie, Materialwissenschafte, Medizin, Physik und Technik. Ein Teil davon ist an der Außenseite angebracht und läuft weitgehend automatisch ab. Auch ein Teil der Experimente im Inneren ist weitgehend automatisiert und bedarf nur hin und wieder der Betreuung durch einen Raumfahrer, beispielsweise zum Wechseln der Proben, zur Wartung oder zur Sicherung von Daten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_38_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/><figcaption>v.l.n.r.: Michael Tjurin, Kōichi Wakata, Richard Mastracchio, Sergei Rjasanski, Oleg Kotow und Michael Hopkins<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. November hatte Koichi Wakata drei Kleinsatelliten, die zuvor mit dem HTV Kounotori 4 eingetroffen waren, nach einer kurzen Überprüfung ihrer Funktion durch die Luftschleuse von Kibo außenbords gebracht und mit einer speziellen Einrichtung von der Station weg katapultiert. Am 20. November folgte ein weiterer Satellit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Dezember wurden Probleme mit dem Kühlkreislauf A des US-basierten Segments der Internationalen Raumstation gemeldet. Man stellte fest, dass das Durchflussregelventil, mit welchem der Fluss des Kühlmittels Ammoniak des äußeren Kühlkreislaufes gesteuert wird, nicht korrekt funktionierte. Damit wurde der Austausch des Pumpmoduls erforderlich, wofür es drei Ersatzmodule gab, die auf Express-Logistikmodulen oder externen Stauraum-Plattformen montiert sind. Der Start des zweiten Cygnus-Frachters wurde derweil auf Januar 2014 verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Station wurden im Verlauf der Mission eine Vielzahl an biologischen, physikalischen, medizinischen und technischen Untersuchungen vorgenommen. Zu letzteren zählten unter anderem die Inbetriebnahme eines Multi-Gas-Monitors, der gleichzeitig und in Echtzeit die Konzentrationen an Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak überwacht sowie Temperatur und Luftdruck erfasst. Das Messverfahren beruht auf der Anregung der Gase mit Laserlicht und der Erfassung der entstandenen stofftypischen Strahlung mittels zweier Fotosensoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren werden an Bord der ISS kleine Satelliten erprobt, die sich mittels 12 Druckgasdüsen im Inneren der Station bewegen und sich dabei autonom untereinander synchronisieren können (SPHERES = Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites). So können sie beispielsweise ankoppeln oder sich im Formationsflug bewegen. In der nächsten Zeit sind mehrere Erweiterungsexperimente vorgesehen. Bei SPHERES-Inspire II geht es um zusätzliche Rechenkapazität und Sensorik. Dies begann bereits 2011 mit der Verbindung eines Satelliten mit einem Smartphone. Nun sollen Sensoren eine genaue Positionsbestimmung in der Station erlauben und 2 Kameras mit der entsprechenden Mustererkennung die Orientierung im Raum auf eine neue Stufe heben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für SPHERES-Rings wurden die Satelliten mit Ringen voller zusätzlichem Equipment ausgestattet. An der Außenseite befinden sich große Spulen, mit denen es möglich sein soll, dass zwei Satelliten in Formation fliegen können, obwohl einer komplett passiv bleibt. Ein Satellit wird mittels Druckgas angetrieben, während die Kräfte mittels Magnetfeldern auf den zweiten übertragen werden. Außerdem will man dieselbe Apparatur dazu nutzen, kontaktfrei Energie über elektromagnetische Wechselfelder zu übertragen. Im Februar wurden dazu mehrere Versuchsreihen absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich soll bei SPHERES-Slosh herausgefunden werden, welche Steuerbefehle die günstigsten sind, wenn man einen flüssigkeitsgefüllten Tank transportiert. Dabei sollen entstehende Vibrationen und Trägheitsbewegungen so weit wie möglich minimiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Februars wurden 28 vom Cygnus-Frachter gelieferten Flock-1-Satelliten mittels einer speziellen Startvorrichtung (SSOD = Small Satellite Orbital Deployer) dem All überlassen. Jeder der Satelliten besitzt Abmessungen von 10 x 10 x 30 Zentimetern und ist außen mit Solarzellen versehen. Zudem verfügt jeder Satellit über eine Kamera und Sendeeinrichtungen, mit denen Bilder der Erdoberfläche angefertigt und zur Erde übermittelt werden können. Flock, auf deutsch so viel wie Schar oder Schwarm, soll eine ganze Konstellation von Kleinsatelliten werden, die sich, zu unterschiedlichen Zeiten gestartet, über einen weiten Bereich des Orbits in etwa 400 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von knapp 52 Grad verteilen. Damit kann man jeden Punkt der Erde zwischen 52 Grad nördlicher und südlicher Breite in regelmäßigen Abständen wiederholt fotografieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flock-Konstellation wurde von der US-amerikanischen Firma Planet Labs initiiert und gebaut und soll weltweit Informationen über Veränderungen auf unserem Planeten zur Verfügung stellen. Jeder Satellit fertigt Bilder an, speichert diese und sendet die Daten zur Erde, sobald er eine Bodenstation des Systems überfliegt. Hier werden die Bilder aufbereitet und auf einem Server zur Verfügung gestellt. Am 28. Februar wurden zudem 4 weitere Kleinsatelliten für Litauen, die USA und Peru auf die gleiche Weise gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu dem angeführten Forschungsprogramm wurden wiederholt Bilder bestimmter Regionen der Erdoberfläche angefertigt. Mit der Abkopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 10M endete am 11. März 2014 die ISS-Expedition 38. Die Rückkehr war um einen Tag vorverlegt worden, um aufgrund einer schwierigen Wetterlage das ursprüngliche Landegebiet zu meiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frachterverkehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht wurde das unbemannte Raumschiff, das etwa 2,4 t Fracht transportiert, am Heck der Internationalen Raumstation angekoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst sah alles nach einem glatten Durchlauf aus. Das Raumschiff näherte sich zielstrebig der Raumstation, umrundete diese teilweise in etwa 250 Metern Abstand, um so an die richtige Position für den Endanflug zu gelangen. Diesen begann es dann zur richtigen Zeit und näherte sich dem Swesda-Heck bis auf etwa 53 Meter. Danach schaltete die Software auf den Modus &#8222;Position halten&#8220; um. Als man dies erkannt hatte, übernahm Oleg Kotow aus dem Inneren der Station die Kontrolle über das anfliegende Raumschiff. Dazu existiert eine TORU für Телеоператорный Режим Управления (deutsch etwa so viel wie Schaltpult für Teleoperationen), mit der man die Operationen des Raumschiffs über zwei Steuerhebel ähnlich wie bei einem Computerspiel kontrollieren kann. Mit hoher Präzision erfolgte dann die Ankopplung gegen 23.30 Uhr MEZ, nur etwa 3 Minuten später als geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Frachter war am 25. November vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet. Er brachte insgesamt 2,4 t Fracht zur Internationalen Raumstation, darunter 670 kg Treibstoffe, 420 kg Wasser, 300 kg Materialien für wissenschaftliche Untersuchungen, 187 kg Nahrungsmittel, 178 kg Materialien für die NASA, 134 kg Ausrüstung für die russischen Raumfahrer, 122 kg medizinische Materialien sowie weitere Betriebsmittel, Ausrüstungen, Ersatzteile, Dokumentationen und persönliche Artikel, darunter Weihnachts- bzw. Neujahrspost für die Raumfahrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Februar legte der Frachter Progress-M 20M von der Station ab. Mit ihm wurden mehrere Tage lang Untersuchungen zu gravitationssatbilisierten Fluglagen vorgenommen, bevor er am 11. Februar in dichten Atmosphärenschichten verglühte. Bereits am 5. Februar war ein weiterer Frachter, Progress-M 22M gestartet und hatte rund 6 Stunden später an der Station angedockt. Mit ihm gelangten rund 2,5 t Fracht an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Februar wurde das Anfang Januar gestartete und an die Station angelegte Transportraumschiff Cygnus 2 (CRS-Orb-1) mit Müll beladen von der ISS getrennt und mittels Canadarm2 in etwa 10 Metern Entfernung abgesetzt. Am 19. Februar erfolgten hier das finale Bremsmanöver und der zerstörerische Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bahnmanöver</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Dezember wurde die Bahn in Vorbereitung auf die geplante Ankunft eines Frachtschiffes vom Typ Cygnus durch eine Antriebsphase von knapp 13 Minuten mit den Triebwerken des am Heck angekoppelten Frachters Progress-M 21M um etwa 1,7 Kilometer angehoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Manöver wurde am 18. Januar 2014 ausgeführt. Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M wurde das als Reboost bezeichnete Manöver zur Bahnanhebung der ISS durchgeführt. Reboosts sind regelmäßig erforderlich, da die ISS auf Grund der Bremswirkung der dünnen Restatmosphäre pro Tag zwischen 80 und 150 Meter Flughöhe verliert. Die 520 Sekunden lang andauernde Antriebsphase steigerte die Geschwindigkeit der ISS um rund 1,18 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund ca. 2 Kilometer an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Bahnanhebung für den 16. Januar 2014 geplant, musste jedoch wegen der Gefahr einer potentiellen Kollision mit Weltraumschrott verschoben werden. Die Verschiebung bewirkte, dass die Station nicht in einen gefährlich geringen Abstand zu einem alten Teil einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Delta 2914 geriet, welche 1977 den japanischen Wettersatelliten GMS 1 alias Himawari 1 in den Weltraum transportiert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Außenbordeinsätze</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Dezember Gestern absolvierten Rick Mastracchio und Michael Hopkins einen ersten Ausstieg, bei dem ein Pumpenmodul mit defektem Flussregelventil vom Kühlkreislauf getrennt und demontiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten begannen am 21. Dezember gegen 13 Uhr und dauerten reichlich 5 Stunden. Zunächst wurden die Leitungen vom Pumpenmodul gelöst und an eine Überbrückungsbox angeschlossen. Danach wurden die Befestigungsbolzen gelöst und das Modul mit Hilfe des kanadischen Manipulatorarms der Station zu einem Zwischenlager am Mobilen Transporter gebracht und dort befestigt. Damit hatte man mehr erreicht als für den ersten Ausstieg geplant war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Außenbordeinsatz wurden die Raumanzüge etwas modifiziert. Zum einen war im Inneren ein Schnorchel befestigt, den man während der Arbeit in den Mund nehmen konnte, so dass man seine Atemluft aus dem Körperbereich bezogen hätte. Zum zweiten befand sich ein Absorptionskissen im Nackenbereich, mit dem auslaufende Flüssigkeit hätte aufgenommen werden können. Außerdem sollten die Raumfahrer von Zeit zu Zeit gegenseitig kontrollieren, ob in einem der Anzüge ausgelaufene Flüssigkeit erkennbar wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahmen wurden als notwendig erachtet, nachdem beim letzten Außenbordeinsatz mit US-Raumanzügen im Nackenbereich bei Luca Parmitano Flüssigkeit ausgetreten war, die anschließend teilweise im Anzug herum schwebte, sich an Mund, Nase und Augen anlagerte und beim Sehen und Atmen behinderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim zweiten Ausstieg von Rick Mastracchio und Michael Hopkins wurde am 24. Dezember eine Ersatzpumpe in einem Kühlkreislauf der Internationalen Raumstation installiert. Im Verlaufe des mehr als 7 Stunden dauernden Außenbordaufenthalts wurde die neue Pumpe von ihrem Lagerort an der Externen Stauraumplattform 3 (ESP) mittels Manipulatorarm zum Einsatzort transportiert und in die vorgesehene Position gebracht. Nach dem Befestigen des Pumpenmoduls mit vier Bolzen wurden die Leitungen von einer Überbrückungsbox gelöst und an der neuen Pumpe angeschlossen. Dabei benötigte man an einem der 4 Schläuche mehrere Versuche, um den Verschluss zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem trat aus einem der Schläuche eine kleine Menge erstarrtes Ammoniak aus, so dass man sich vor dem Einsteigen in die Schleuse noch einige Zeit von allen Seiten von der Sonne bestrahlen ließ, wobei sich das Ammoniak verflüchtigen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich wurden elektrische Verbindungen angeschlossen und das Gerät getestet. Da der Test erfolgreich verlief, konnte die Reparatur bereits beim zweiten Einsatz abgeschlossen werden. Das defekte Modul muss noch von seiner gegenwärtigen Position am Mobilen Transporter zur Externen Stauraumplattform 3 gebracht werden. Diese Aufgabe wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Dezember arbeiteten zwei Kosmonauten außerhalb der Internationalen Raumstation. Zu den Arbeiten gehörte auch die Installation zweier Kameras des kanadischen Unternehmens UrtheCast. Der Ausstieg begann gegen 15 Uhr MEZ mit dem Verlassen des Schleusenmoduls Pirs, das an der Unterseite von Swesda installiert ist. Den Hauptteil der Zeit verschlang dabei die Installation und der Test zweier Kameras nebst Übertragungseinrichtungen der kanadischen Firma UrtheCast. Nach Angaben aus dem Kontrollzentrum empfing man nicht die erwarteten Telemetriedaten. Anderen Quellen zufolge funktionierte zwar die hochauflösende Kamera, die zweite mit mittlerer Auflösung versagte aber den Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich bekamen Oleg Kotow und Sergej Rjasanski die Anweisung, die Kameras wieder zu demontieren und in die Station zurück zu bringen. Außerdem sollten die elektrischen Anschlüsse auf der vor einigen Wochen installierten, um zwei Achsen beweglichen Plattform fotografiert werden, damit man die Ursache für das Versagen der Technik herausfinden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den ursprünglichen Aufgaben blieben dann noch einige unerledigt. Man demontierte das Experiment Всплеск (Ausschlag [eines Seismometers]), mit dem man die Auswirkungen seismischer Aktivitäten auf der Erde auf geladene Teilchen in deren unmittelbarem Umfeld erfasst hatte und stieß die Apparatur ins All. Statt dessen installierte man ein weiter entwickeltes Experiment mit dem Namen Сейсмопрогноз (Seismoprognose), mit dem man unter anderem Erdbebenvorhersagen aufgrund von Veränderungen im Plasmafeld der Erde gewinnen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstieg dauerte 8 Stunden und 7 Minuten und wurde damit zum längsten Außenbordaufenthalt russischer Kosmonauten bisher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Januar installierten Oleg Kotow und Sergej Rjasanski an der Außenseite der Station im Verlaufe eines etwa sechsstündigen Ausstiegs (6:08 h) zwei Kameras im Auftrag der kanadischen Firma UrtheCast. Nach einem vergeblichen Versuch bei einem zurück liegenden Ausstieg konnte man nun Erfolg melden: beide Kameras funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



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			</item>
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		<title>ISS: Frachterverkehr und SPHERES-RINGS-Experimente</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-frachterverkehr-und-spheres-rings-experimente/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Feb 2014 17:37:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>3 Frachter operierten im Verlaufe des Monats im Umfeld der ISS. Außerdem wurden bisher 18 Satelliten aus der Station ausgeschleust. Im Inneren laufen weiterhin wissenschaftliche und technische Experimente. Dazu gehört die Erprobung neuer Systeme für die Stationssatelliten SPHERES. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon. Am 27. Januar hatten Oleg Kotow und Sergej [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">3 Frachter operierten im Verlaufe des Monats im Umfeld der ISS. Außerdem wurden bisher 18 Satelliten aus der Station ausgeschleust. Im Inneren laufen weiterhin wissenschaftliche und technische Experimente. Dazu gehört die Erprobung neuer Systeme für die Stationssatelliten SPHERES.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Januar hatten Oleg Kotow und Sergej Rjasanski an der Außenseite der Station im Verlaufe eines etwa sechsstündigen Ausstiegs (6:08 h) zwei Kameras im Auftrag der kanadischen Firma UrtheCast installiert. Nach einem vergeblichen Versuch bei einem zurück liegenden Ausstieg konnte man nun Erfolg melden: beide Kameras funktionieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Progress-M 20M kurz nach dem Ablegen. Das Koppungsaggregat sieht nagelneu aus. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Februar hatte der Frachter Progress-M 20M von der Station abgelegt. Mit ihm wurden mehrere Tage lang Untersuchungen zu gravitationssatbilisierten Fluglagen vorgenommen, bevor er am 11. Februar in dichten Atmosphärenschichten verglühte. Bereits am 5. Februar war ein weiterer Frachter, Progress-M 22M gestartet und hatte rund 6 Stunden später an der Station angedockt. Mit ihm gelangten rund 2,5 t Fracht an Bord. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Februar wurde das Anfang Januar gestartete und an die Station angelegte Transportraumschiff Cygnus 2 (CRS-Orb-1) mit Müll beladen von der ISS getrennt und mittels Canadarm² in etwa 10 Metern Entfernung abgesetzt. Am 19. Februar erfolgten hier das finale Bremsmanöver und der zerstörerische Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/><figcaption>
Cygnus 2 in der Nähe der Internationalen Raumstation 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile wurden 16 der insgesamt 28 vom Cygnus-Frachter gelieferten Flock-1-Satelliten mittels einer speziellen Startvorrichtung (SSOD = Small Satellite Orbital Deployer) dem All überlassen. Jeder der Satelliten besitzt Abmessungen von 10 x 10 x 30 Zentimetern und ist außen mit Solarzellen versehen. Zudem verfügt jeder Satellit über eine Kamera und Sendeeinrichtungen, mit denen Bilder der Erdoberfläche angefertigt und zur Erde übermittelt werden können. Flock, auf deutsch so viel wie Schar oder Schwarm, soll eine ganze Konstellation von Kleinsatelliten werden, die sich, zu unterschiedlichen Zeiten gestartet, über einen weiten Bereich des Orbits in etwa 400 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von knapp 52 Grad verteilen werden. Damit kann man jeden Punkt der Erde zwischen 52 Grad nördlicher und südlicher Breite in regelmäßigen Abständen wiederholt fotografieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flock-Konstellation wurde von der US-amerikanischen Firma Planet Labs initiiert und gebaut und soll weltweit Informationen über Veränderungen auf unserem Planeten zur Verfügung stellen. Jeder Satellit fertigt Bilder an, speichert diese und sendet die Daten zur Erde, sobald er eine Bodenstation des Systems überfliegt. Hier werden die Bilder aufbereitet und auf einem Server zur Verfügung gestellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
CATS im Labor auf der Erde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn des Monats wurde auf der Erde das Projekt CATS (Cloud Aerosol Transport System) präsentiert. Es soll Ende 2014 zur Internationalen Raumstation gebracht und an der Experimentierplattform des japanischen Moduls Kibo installiert werden. Mit ihm sollen Konzentration und Verteilung von Schwebeteilchen in der Luft erfasst werden. Diese stammen von natürlichen Ereignissen wie Sandstürmen oder Vulkanausbrüchen, aber auch aus Industrie- und Verkehrsabgasen und beeinflussen Wetter, Klima, bio-geochemische Prozesse, die Flugsicherheit und die menschliche Gesundheit allgemein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">CATS erfasst die Partikel über ihre Rückstreuungseigenschaften und ist dazu mit 3 Lasern ausgestattet. Mit Wellenlängen von 1064, 532 und 355 Nanometern sowie Impulsraten von 5000 pro Sekunde kann man verschiedene Parameter in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung erfassen. Die Eigenarten der ISS-Bahn ermöglichen es zudem, die Partikeldichten über einem Gebiet zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erfassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Station wurde derweil eine Vielzahl an biologischen, physikalischen, medizinischen und technischen Untersuchungen vorgenommen. Zu letzteren zählten unter anderem die Inbetriebnahme eines Multi-Gas-Monitors, der gleichzeitig und in Echtzeit die Konzentrationen an Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak überwacht sowie Temperatur und Luftdruck erfasst. Das Messverfahren beruht auf der Anregung der Gase mit Laserlicht und der Erfassung der entstandenen stofftypischen Strahlung mittels zweier Fotosensoren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Multi-Gas-Monitor 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren werden an Bord der ISS kleine Satelliten erprobt, die sich mittels 12 Druckgasdüsen im Inneren der Station bewegen und sich dabei autonom untereinander synchronisieren können (SPHERES = Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites). So können sie beispielsweise ankoppeln oder sich im Formationsflug bewegen. In der nächsten Zeit sind mehrere Erweiterungsexperimente vorgesehen. Bei SPHERES-Inspire II geht es um zusätzliche Rechenkapazität und Sensorik. Dies begann bereits 2011 mit der Verbindung eines Satelliten mit einem Smartphone. Nun sollen Sensoren eine genaue Positionsbestimmung in der Station erlauben und 2 Kameras mit der entsprechenden Mustererkennung die Orientierung im Raum auf eine neue Stufe heben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SPHERES-Rings läuft derzeit. Hier wurden die Satelliten mit Ringen voller zusätzlichem Equipment ausgestattet. An der Außenseite befinden sich große Spulen, mit denen es möglich werden soll, dass zwei Satelliten in Formation fliegen können, obwohl einer komplett passiv bleibt. Ein Satellit wird mittels Druckgas angetrieben, während die Kräfte mittels Magnetfeldern auf den zweiten übertragen werden. Außerdem will man dieselbe Apparatur dazu nutzen, kontaktfrei Energie über elektromagnetische Wechselfelder zu übertragen. In den letzten Tagen wurden dazu mehrere Versuchsreihen absolviert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022014183748_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die um RINGS erweiterten SPHERES 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich soll bei SPHERES-Slosh herausgefunden werden, welche Steuerbefehle die günstigsten sind, wenn man einen flüssigkeitsgefüllten Tank transportiert. Dabei sollen entstehende Vibrationen und Trägheitsbewegungen so weit wie möglich minimiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu dem angeführten Forschungsprogramm wurden wiederholt Bilder bestimmter Regionen der Erdoberfläche angefertigt. Der nächste Frachter wird Anfang März erwartet, ein Teil der Besatzung soll aufgrund ungünstiger Wetter- und Bodenverhältnisse am geplanten Landeort bereits am 11. März, also einen Tag früher als ursprünglich geplant zur Erde zurück kehren und in einer anderen Landezone niedergehen. Die Ablösung startet Ende März mit dem Raumschiff Sojus-TMA 12M. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg279214#msg279214" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema am Februar 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12049.msg279219#msg279219" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 38 ab Februar 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12064.msg280503#msg280503" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Cygnus CRS-Orb-1 ab Februar 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11741.msg279211#msg279211" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress-M 20M ab Februar 2014</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12042.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress-M 22M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11526.msg280298#msg280298" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 10M ab Februar 2014</a></li></ul>
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		<title>2012 &#8211; erster Außeneinsatz in Vorbereitung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/2012-erster-ausseneinsatz-in-vorbereitung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 17:10:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ATV-3]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 14M]]></category>
		<category><![CDATA[SPHERES]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie immer standen in dieser Woche verschiedenste Arbeiten auf der Internationalen Raumstation an. So wurde das Wasseraufbereitungssystem gewartet, Progress-M 14M entladen und der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr vorbereitet. (Newsbild: Dan Burbank beim Entladen von Progress-M 14M) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos. Der Montag dieser Woche begann für Dan Burbank mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie immer standen in dieser Woche verschiedenste Arbeiten auf der Internationalen Raumstation an.  So wurde das Wasseraufbereitungssystem gewartet, Progress-M 14M entladen und der erste Weltraumausstieg in diesem Jahr vorbereitet. (Newsbild: Dan Burbank beim Entladen von Progress-M 14M)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Dan Burbank arbeitet am WRC 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Montag dieser Woche begann für Dan Burbank mit einer dreieinhalbstündigen Arbeit am Wasserrückgewinnungssystem (WRS) im Knotenmodul Tranquility, womit Frischwasser aus Brauchwasser, Urin und Luftkondensat erzeugt wird. Hier entfernte er Bestandteile der ARFTA (Advanced Recycle Filter Tank Assembly), die an das WRS-2 angeschlossen waren. Somit kann nun die Wasserwiederaufbereitung erneut mit der Urinaufbereitung UPA (Urine Processor Assembly) zusammengeschaltet werden. Vorbereitend auf die ATV-3-Operationen im März, entfernte Anton Schkaplerow das ATV-Kontrollpult aus seiner Stauposition und installierte es an seiner Einsatzposition im Swesda-Modul. Hier steht es nun für weitere Tests der Kommandofunktionen zu Rendezvous, Kopplung und Abkopplung zur Verfügung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf ihren Außenbordeinsatz am 16. Februar führten Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko einen Aktivierungstest der Druckausgleichsventile im Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs durch. Die erste Ansteuerung der Ventile fand von einem Bedienpult im Transfertunnel des Swesda-Moduls statt, später gefolgt von einem zweiten Aktivierungstest in der Luftschleuse selbst. Unterstützt von den Spezialisten am Boden gingen beide Raumfahrer die Außenbereiche und Wege durch, die sie während der Außenarbeiten nutzen werden. Auch ein direkter Blick auf den Arbeitsplatz kann hier hilfreich sein, und so nutzten die Kosmonauten ausgiebig die Fenster der ISS zur Besichtigung der Außenseite der russischen Module. Erstes Ziel dieser 30. russischen Außenmission ist es, einen der beiden STRELA-Teleskoparme von Pirs nach Poisk zu versetzen. Dies wird nötig, da das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs im nächsten Jahr durch das neue russische Labormodul Naúka (sprich Na-u-ka) ersetzt werden soll. Das zweite Hauptziel ist die Montage von fünf Meteoritenschutzschilden am Swesda-Modul. Optional können, sofern die Zeit ausreichend ist, noch zwei Experimente und zusätzliche Haltestreben am russischen Segment montiert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Versuchsaufbau zum Experiment SPICE in der MSG 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Donald Pettit arbeitet an einem SPHERES-Satelliten 
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(Bilder: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zur gleichen Zeit arbeitete Donald Pettit an dem Versuchsaufbau zum Experiment SPICE (Smoke Point In Coflow Experiment). Hier waren Probleme an einer Videoanzeige aufgetreten, was ein Zurücksetzen dieser erforderte. SPICE, welches sich in der Handschuhbox MSG (Microgravity Science Glovebox) befindet, dient der Bestimmung des Zeitpunktes, ab dem eine Gasflamme in der Schwerelosigkeit Ruß produziert. Die Diagnostik rußender Flammen ist sehr wichtig, um die Ausbreitung von Feuern besser verstehen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anatoli Iwanischin arbeitete einige Zeit an dem Strahlenforschungsexperiment Matrjoschka-R, wo er vier ID-ZMKS-Dosimeter ersetzte. Im Anschluss daran bediente er den Rodnik-Wassertank BV 1 im Sevice-Modul. Er spülte hier eine antiseptische Lösung von dem Tank in einen Behälter und aktivierte die pumpende Ausrüstung mit dem elektrischen Kompressor für eine Blasenkompression &amp; Leckstellenkontrolle. Jeder der kugelförmigen Rodnik-Tanks BV 1 &amp; BV 2 besteht aus einer harten Kugel mit einer weichen innen liegenden Membran aus elastischem Plastik (Blase). Diese Blase wird mit Druckluft gefüllt, um das gelagerte Wasser aus dem Tank zu pressen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem diese Tätigkeiten abgeschlossen waren, startete die Entladung von Progress-M 14M mit dem Wassertransport zur ISS. Ebenso begannen die Treibstofftransfers, es ist Brennstoff (UDMH/Unsymmetrisches Dimethylhydrazin) und Oxydationsmittel (NTO/Stickstofftetraoxid) in die Niederdrucktanks des Sarja-Moduls transferiert worden. Für eine Auffrischung der Stationsluft wurden die Sauerstoffvorräte des Progress-Transporters genutzt. André Kuipers verbrachte mehrere Stunden mit dem Transport von angelieferten US-Gegenständen in die Station. Seit der Ankunft von Sojus-TMA 03M im Dezember besteht ein Schnittstellenproblem am Kopplungsadapter zwischen Raumschiff und dem Modul Rasswjet. Ein Telemetrie-Parameter der Verriegelung zeigte falsche Werte. Oleg Kononjenko unternahm hier Fehlerbeseitigungsschritte, indem er die Verriegelung am Luk manuell betätigte, die Verriegelt/Entriegelt-Anzeige prüfte und dies fotografisch dokumentierte. Damit soll die Software periodisch messen und so die Überwachungsfähigkeit zurückerlangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Mitte dieser Woche arbeitete Donald Pettit an den drei SPHERES-Experimentalsatelliten. Diese werden eingesetzt, um Techniken zu studieren, die zu Verbesserungen bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diese drei freischwebenden Satelliten können synchronisiert Abstand halten, sich aufeinander zu bewegen und im Raum orientieren. In einer mobilen Handschuhbox im Destiny-Labormodul wurden die Testkörper nun um einen neuen Anschluss erweitert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommandant Dan Burbank sammelte US-Ausrüstung für den russischen Außeneinsatz zusammen. Erneut werden die Kameras der Amerikaner an den Helmen der Orlan-MK-Raumanzüge zur Anwendung kommen. Im Anschluss daran nutzte er gemeinsam mit  Anton Schkaplerow und Oleg Kononjenko das virtuelle 3D-Trainingstool zur Planung von Robotikaktivitäten und Außeneinsätzen mit dem Namen DOUG (Dynamic Onboard Ubiquitous Graphics). Dies läuft auf den US-Stationslaptops der RWS (Robotics Workstation) und simuliert die Außenarbeiten gesehen aus der Vogelperspektive.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10022012181005_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Oleg Kononjenko bereitet Teile für seinen Ausstieg vor. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Experimenten SOLO, einer Studie zur Erforschung von Knochenschwund, dem Bildungsprojekt für Schüler LEGO-Bricks und der Testreihe zur Erforschung von binären kolloiden Legierungen Binary Colloidal Alloy Test (BCAT-6), startete Anatoli Iwanischin das russische Erdbeobachtungs-Programm URAGAN (Hurrikan). Es werden damit die Auswirkungen von natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen beobachtet und bewertet. Um am 16. Februar das Kopplungsmodul Pirs als Ausstiegsschleuse nutzen zu können, wurden die Luken zwischen Progress-M 14M und der Station geschlossen und auf Dichtigkeit geprüft. Weiterhin wurden die Orlan-MK-Raumanzüge auf die Anprobe am 14. Februar vorbereitet, wobei das Hauptaugenmerk auf den erneuerbaren Elementen der Raumanzüge, wie LP-9-LiOH-Kanister, Haupt- und Reserve-BK-3M-Sauerstofftanks, Feuchtigkeitssammler, Trinkwasserfilter, ein Filter der Entgasungspumpe und die 825M3-Batterien der Funkanlage lag. Im Kibo-Labormodul demontierte Dan Burbank einen Datenmultiplexer des Intercom-System-Racks, er soll mit der Dragon-Kapsel von SpaceX zur Erde zurückkehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 09.02.2012:391,1 km bei einem Höhenverlust von rund 74 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>16. Februar, 30. russischer Außeneinsatz (Kononjenko, Schkaplerow)</li><li>19. März, ATV-3 &#8222;Edoardo Amaldi&#8220; erreicht die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/arbeitsstress-im-all/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Arbeitsstress im All</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-14m-ist-nun-teil-der-iss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Progress-M 14M ist nun Teil der ISS</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/eine-prise-extrasalz-fuer-andre-kuipers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Eine Prise Extrasalz für André Kuipers</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10209.msg214337#msg214337" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 30 seit dem 27. Januar</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>Forschung, Gesundheit und Wartung im ISS-Alltag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/forschung-gesundheit-und-wartung-im-iss-alltag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 15:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Harmony]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[SPHERES]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34457</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ISS-Besatzung hatte auch in dieser Woche eine reichliche Anzahl an Arbeiten auf ihrem Plan. Die zeitweise Reduzierung der Mannschaft auf drei Crew-Mitglieder stellt diese vor vielfältige Aufgaben in den Bereichen Forschung und Gesundheit, Betrieb der Station und bei Transporttätigkeiten. (Newsbild: Michael Fossum arbeitet mit den SPHERES-Experimentalsatelliten) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ISS-Besatzung hatte auch in dieser Woche eine reichliche Anzahl an Arbeiten auf ihrem Plan. Die zeitweise Reduzierung der Mannschaft auf drei Crew-Mitglieder stellt diese vor vielfältige Aufgaben in den Bereichen Forschung und Gesundheit, Betrieb der Station und bei Transporttätigkeiten. (Newsbild: Michael Fossum arbeitet mit den SPHERES-Experimentalsatelliten)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Satoshi Furukawa arbeitet an den Stations-Routern 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Einweisung durch die Spezialisten am Boden hatte Satoshi Furukawa am Anfang dieser Woche die Aufgabe, den ISL-Netzwerkrouter (Integrated Station LAN) im Hamony-Modul zu tauschen. Dafür löste er die Verbindungen und Befestigungen von dem Router und ersetzte ihn durch ein entsprechendes Ersatzteil. Nach dem Tausch verband er den neuen ISL-Netzwerkrouter mit zwei aus anderen Modulen stammenden Drahtlos-Laptops (SSC-9 &amp; SSC-11). Diese verwendeten die Fachleute des Kontrollzentrums dann, um den Router neu zu konfigurieren. Satoshi Furukawa brachte die beiden Laptops anschließend zu ihrer ursprünglichen Position. Der Test des Routers einen Tag später verlief erfolgreich, so dass ISS-LAN (Local Area Network) und das CSL- Netzwerk (Crew Support LAN) in ihre nominelle Arbeitskonfiguration zurück versetzt werden konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Kommandant Michael Fossum nahm in dieser Woche an einer neuen Studie mit der Bezeichnung SPRINT teil. Hierbei werden beim intensiveren Fitness- und Ausdauertraining am Universal-Trainingsgerät ARED (Advanced Resistive Exercise Device) Ultraschallaufnahmen des Beines angefertigt. Die Studie SPRINT erforscht die Wirkung von sehr intensiven aber kurzen Übungen zur Verminderung des Muskel- und Knochenabbaus und der Schwächung des Herzkreislaufsystems der Besatzungsmitglieder in der Schwerelosigkeit. Michael Fossum nahm als erster Raumfahrer an dieser Untersuchung mit neuen Übungen teil. Sergej Wolkow führte eine weitere Sitzung der russischen Verhaltensbewertung mit dem Namen Tipologija (Typologie) durch. Dabei sollen die körperlichen und geistigen Fähigkeiten von Personen getestet werden, unter Stress zu arbeiten und zu kommunizieren. Ein Elektroenzephalogramm misst und registriert die elektrische Tätigkeit des Gehirns des Besatzungsmitgliedes. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_2.jpg" alt="nASA" width="260"/></a><figcaption>
Michael Fossum mit BCAT 5 im Kibo-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterhin hat Michael Fossum die Batterien des Experimentes Binary Colloidal Alloy Test 5 (BCAT 5) getauscht und einen Test dieser Wissenschaftsnutzlast im Kibo-Modul durchgeführt. Bei diesem Wissenschaftsexperiment werden von der Besatzung Fotos angefertigt, die den Übergang der polymeren und kolloiden Stoffe vom flüssigen in den gasförmigen Zustand dokumentieren. Die Nachbildung dieses Phasenübergangs soll Wissenschaftlern helfen, grundlegende physikalische Konzepte zu entwerfen, die unter Schwerkraftbedingungen nicht möglich sind. Satoshi Furukawa und Sergej Wolkow führten eine 10-minütige Session zum periodischen medizinischen Test HEMATOKRIT durch. Die Blutproben wurden hier am Finger genommen, zentrifugiert und die Dichte der roten Blutkörperchen unter einem Vergrößerungsglas bestimmt. Üblicherweise verringert sich dieser Wert bei Menschen in der Schwerelosigkeit, daher die ständige Kontrolle. Die ermittelten Werte wurden in dem medizinischen Laptop MEC (Medical Equipment Computer) zur Bewertung dokumentiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Mitte dieser Woche bereitete die Besatzung den Raumtransporter Progress-M 10M auf seinen Abflug am 29. Oktober vor. Dafür wurden unbrauchbare Flüssigkeiten in die leeren Tanks des Raumschiffes gepumpt und nicht mehr benötigtes Material sowie Müll verladen. Satoshi Furukawa verbrachte rund 2,5 Stunden mit der Zusammenstellung von US-Abfall und dessen Verladung. Insgesamt können in Progress 57 Taschen, sogenannte CTBEs (Cargo Transfer Bag Equivalents), verladen werden. Michael Fossum erledigte im US-besierten Segment turnusmäßige Messungen des Luftdrucks und der Luftumwälzung. Zum Einsatz kam hier ein empfindliches Luftprobengerät mit der Bezeichnung VELOCICALC. Die ermittelten Ergebnisse dienen den Kontrolleuren am Boden zur Bestimmung, ob und wie häufig die Wartung und Reinigung der Lüftungsanlage zur Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle erfolgen muss. Sergej Wolkow arbeitet im russischen Segment an einer neue Serie des Coloumb-Crystal-Experimentes im Miniforschungsmodul Poisk. Ziel dieses Experimentes ist die Erforschung von Stoffen, die sich nicht mischen lassen, nicht miteinander reagieren und in einem Magnetfeld gefangen sind. Diese Erkenntnisse könnten in neuartigen Solarbatterien, den  Reinigungsverfahren für Mikrochips und der Erzeugung von Nanokristallen zum Einsatz kommen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09102011172026_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Das CFE-Experiment im japanischen Kibo-Modul 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende der Woche betreute Michael Fossum das Capillary Flow Experiment (CFE). Durch seine Ergebnisse sollen Computermodelle verbessert werden, um das kapillare Verhalten von Flüssigkeiten in der Mikroschwerkraft zu verstehen und einen besseren Flüssigkeitstransport bei zukünftigen Raumfahrzeugen zu entwickeln. Als Teil der Erforschung von Langzeitaufenthalten im All führten Michael Fossum und Satoshi Furukawa eine Messung an den Augen durch. Neben den Untersuchungen an der Netzhaut, erfolgte vor einigen Tagen bereits medizinische Messungen mit Ultraschall am Auge und die Ermittlungen des Augeninnendrucks. Zur späteren Analyse durch Ärzte am Boden erfolgte bei allen drei Besatzungsmitgliedern eine Blutabnahme und eine Körpermassenmessung. Die Blutproben wurden sofort in einen der MELFI-Gefrierschränke verstaut. Die Körpermassenmessung wurde mit dem Gerät SLAMMD (Space Linear Acceleration Mass Measurement Device) durchgeführt. Es arbeitet nach dem zweiten Newtonschen Gesetz, wobei hier mit dieser Apparatur die Masse durch lineare Beschleunigung ermittelt wird. Zwei Federn wirken dabei mit einer definierten Kraft per Hebel auf einen Menschen, die daraus resultierende Beschleunigung wird ermittelt und damit die Masse der Person bestimmt. Dadurch können Rückschlüsse auf das Gewicht von Personen während eines Langzeitaufenthaltes im All gezogen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Wochenende verfasste Sergej Wolkow einige Berichte für die Website der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Diese sollen der Förderung der russischen bemannten Raumfahrt auf der Erde dienen und wurden in Schriftform, als Video und mit Bildern zur Bodenstation in Moskau gesendet. Weiterhin hatte er die Aufgabe, nicht registrierte Frachtartikel im russischen Segment zu sammeln, zu verstauen und im stationseigenen Inventar-Management-System (IMS) zu registrieren. Eine 30-minütige Foto-Sitzung führte er für die russische Umweltagentur EKON durch. Dabei werden Umwelteinflüsse durch Luftaufnahmen der Erde mit einer NIKON D3X dokumentiert. Den gestrigen und heutigen Tag verbringen die Raumfahrer mit leichteren  Arbeiten. Lediglich die Durchführung des täglichen Fitnessprogrammes, Privatkonferenzen mit der Familie, einige kleinere Wartungstätigkeiten und die regelmäßige Stationsreinigung standen auf dem Aufgabenzettel. Ebenfalls wurde die wöchentliche Planungskonferenz WPC (Weekly Planning Conference) mit den Bodenstationen in Houston und Moskau durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 08.10.2011:386,4 km bei einem Höhenverlust von rund 26 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>19. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>26. Oktober, Bahnanhebung durch die Triebwerke von Swesda</li><li>29. Oktober, Progress-M 10M verlässt die ISS</li><li>02. November, Progress-M 13M erreicht die ISS</li><li>16. November, Sojus-TMA 22 erreicht die ISS</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10070.msg201105#msg201105" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 29 seit dem 30. September</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Expedition 18</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-18/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
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		<category><![CDATA[STS-126]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission der ISS-Expedition 18 Gregory Chamitoff (Flugingenieur) war als Mitglied der Expedition 17 bereits an Bord der Internationalen Raumstation (ISS), als Kommandant Michael Fincke und Flugingenieur Juri Lontschakow (Flugingenieur) der Expedition 18 ihre Sojus-TMA 13 am 14. Oktober 2008 am Andockport des Sarja-Moduls ankoppelten. Mit ihrer Ankunft war die Mannschaft der 18. Langzeitbesatzung komplett. An Bord der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mission der ISS-Expedition 18</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="256" height="276" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-1.png" alt="" class="wp-image-79446"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gregory Chamitoff (Flugingenieur) war als Mitglied der Expedition 17 bereits an Bord der </p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationalen Raumstation (ISS), als Kommandant Michael Fincke und Flugingenieur Juri Lontschakow (Flugingenieur) der Expedition 18 ihre <em>Sojus-TMA 13</em> am 14. Oktober 2008 am Andockport des <em>Sarja</em>-Moduls ankoppelten. Mit ihrer Ankunft war die Mannschaft der 18. Langzeitbesatzung komplett. An Bord der neu angekommenen Sojus war auch ein Gast, der Sohn des US-Astronauten Owen Garriott (Skylab 3/1973, STS 9/1983), Richard Garriott. Als sogenannter Weltraumtourist verbrachte er 11 Tage auf der Internationalen Raumstation, führte verschiedene kommerzielle Experimente durch und verschaffte sich einen Eindruck über die Arbeit an Bord des Orbitallabors. Nach der zeremoniellen Kommandoübergabe und dem Abkoppeln der <em>Sojus-TMA 12</em> am 24. Oktober 2008, mit Sergej Alexandrowitsch Wolkow (Kommandant Expedition 17), Oleg Dmitrijewitsch Kononjenko (Flugingenieur) sowie Richard Garriott an Bord, begann die neue Langzeitbesatzung offiziell ihren Dienst im Orbit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.crewbild.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/><figcaption>v.l. Koichi Wakata, Edward Michael Fincke, Sandra Magnus, Juri Lontschakow, Gregory Chamitoff<br><br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf den Jungfernflug des H-II-Transportfahrzeugs (<em>HTV</em>), ein von der japanischen Raumfahrtagentur JAXA entwickelter unbemannter Versorgungsfrachter, fuhr man die Ausrüstung für den Annäherungsbetrieb im <em>Kibo</em>-Modul hoch, um eine Reihe von Tests mit den Bodenleittechnikern in Tsukuba (Japan) durchzuführen. Während des Rendezvous mit der Internationalen Raumstation soll das <em>HTV</em> etwa 16 Meter von der Station entfernt vom Robotarm <em>Canadarm2</em> gegriffen und am Knotenmodul <em>Harmony</em> angekoppelt werden. Der Start des japaischen Versorgungsfrachters und seine Ankunft an der Internationalen Raumstation war für die zweite Hälfte des Jahres 2009 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den ersten wartungstechnischen Arbeiten der Besatzung gehörte eine Staubgitterreinigung der Lüftungsventilatoren im russischen Segment, eine Durchsicht der Hygienesysteme und die monatlich nötige Wartung des Schwingungsdämpfungssystems am Trainingslaufband. Auch die ersten wissenschaftlichen Experimente wurden fortgeführt. So unter anderem ein Experiment, das untersucht, wie sich Schwerkraft auf das Wachsen von Pflanzen auswirkt (PLANTS-2), eine Studie über die Erlangung von Echtzeit-Gesundheitsdaten der Besatzungsmitglieder durch ein Aufzeichnen ihrer physiologischen Funktionen während des Schlafes (Sonocard) und eine Untersuchung von Stoffwechselveränderungen der Raumfahrer während ihrer Langzeitaufenthalte im All (Nutrition). Auch richtete die Besatzung bereits neue Experimente ein. Gestartet wurde ein Versuch, der die Pilotenfähigkeit, simuliert auf einem Mobilrechner unter Stoppuhrbedingungen testen soll (Pilot-M) und ein Experiment, das die dynamischen Atemfunktionen durch Messung von Volumen und Atemluftzusammensetzung sowie der Bewegung von Brustkorb und Bauch beim Atmen untersucht (Dychanije).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.undock-sojustma12.jpg" alt="NASA"/><figcaption><em>Sojus TMA-12</em> kurz nach dem Abkoppeln von der ISS. Die Expedition 18 hat somit offiziell begonnen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die bevorstehende Ankunft der Raumfähre <em>Endeavour</em> stand bereits kurz nach Beginn der neuen ISS-Besatzung im Fokus der täglichen Aufgaben. Dazu gehörte das Zusammenpacken von Gegenständen und Gerätschaften, die mit der STS-126-Mission zur Erde gebracht werden sollten, ein Training im Umgang mit der fotografischen Ausrüstung, die zum Einsatz kommt, wenn die ankommende Raumfähre Endeavour das Rendezvous-Nickmanöver (RPM) absolviert. Die Aufnahmen dieser Hitzeschildinspektion werden anschließend für eine Analyse an das Johnson-Raumfahrtzentrum (JSC) zur Erde übertragen, um eine detaillierte Auswertung des Zustands vornehmen zu können. Weiterhin musste für die geladene Fracht der <em>Endeavour</em> Platz geschaffen werden, denn mit dem voll beladenen Mehrzwecklogistikmodul <em>Leonardo</em> (<em>MPLM</em>) wurden unter anderem neue Lebenserhaltungssysteme, Experimentaleinrichtungen und Mannschaftsquartiere erwartet, durch die eine Erhöhung der Anzahl der ständig auf der Internationalen Raumstation lebenden Personen von drei auf sechs möglich wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der am 16. November 2008 erwarteten Raumfähre <em>Endeavour</em>, musste außerdem die Abreise des Transportfrachters <em>Progress-M 65</em> am 14. November 2008 vorbereit werden. Pünktlich um 17:20 Uhr MEZ koppelte der Frachter vom Servicemodul <em>Swesda</em> ab und verglühte am 6. Dezember 2008 kontrolliert in der Erdatmosphäre. Einen Tag später, am 15. November 2008, startete das Space Shuttle <em>Endeavour</em> ebenso pünktlich um 1:55 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof der NASA, dem Kennedy Space Center (KSC) in Florida. Am 16. November 2010 um 23:01 Uhr MEZ koppelte die Raumfähre planmäßig mit ihrer siebenköpfigen Besatzung an der Station an. Nach einer erfolgreich durchgeführten Dichtigkeitsüberprüfung der Verbindung zwischen beiden Raumfahrzeugen, konnte die Stationsbesatzung knapp 2 Stunden später die STS-126-Besatzung Chris Ferguson, Eric Boe, Heidemarie Stefanishyn-Piper, Sandra Magnus, Donald Pettit, Steve Bowen und Shane Kimbrough an Bord der Internationalen Raumstation begrüßen. Noch direkt am Ankunftstag, dem STS-Missionsflugtag 3, wechselte die Physikerin und Ingenieurin Sandra Magnus mit dem Einbau ihres Sojus-Sitzes offiziell von einem Besatzungsmitglied von STS 126 zur ISS-Expedition 18 und Gregory Chamitoff nahm ihren Platz in der STS-Besatzung als Missionsspezialist ein. Er nahm nach 6 Monaten Arbeit im All langsam Abschied von seinem vorübergehenden Zuhause, seine Heimreise stand kurz bevor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.satellites-sheres.jpg" alt="Nasa"/><figcaption>v.l. Greg Chamitoff, Michael Fincke und Richard Garriott mit den freischwebenden Minisatelliten des SPHERES-Experiments.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der eng bemessene Zeitplan ließ beide Mannschaften unmittelbar an die Arbeit gehen. Um an die gelade Fracht des Mehrzweck-Logistikmoduls&nbsp;<em>Leonardo</em>&nbsp;(<em>MPLM</em>) zu gelangen, wurde dieser mit dem stationseigenen Roboterarm&nbsp;<em>Canadarm2</em>&nbsp;(<em>SSRMS</em>) aus der Ladebucht der&nbsp;<em>Endeavour</em>&nbsp;gehoben und anschließend am Verbindungsmodul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;angekoppelt. Nachdem der Druck zwischen der Raumstation und dem Transportmodul ausgeglichen worden war, konnten die Luken zwischen ihnen geöffnet werden. Die etwa 6 Tonnen an mitgebrachtem Material beschäftigte die Besatzung anschließend mehrere Tage. Unter anderem beinhaltete die Fracht zwei Wasseraufbereitungsanlagen (WRS), eine neue Küche, eine neue Toilette (WHC), zwei Wohn- und Schlafquartiere (CQ), ein neues Trainingsgerät (ARED), weitere wissenschaftliche Einrichtungen, neue Experimente sowie Ergänzungen zu Experimenten, die sich bereits in Betrieb befanden oder auf ihren Einsatz warteten (SpaceDRUMS, SAMS-II, Ice Crystal, RadGene, ENose, SHERE, SPICE, CIR), Ersatzteile für das defekte Steuerbord-Drehgelenk SARJ (Sonnennachführungsmechanik der Solarpaneele) und Versorgungsgüter der verschiedensten Art.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/leonardokopplung.jpg" alt="Nasa-TV"/><figcaption>Der Stationsarm Canadarm2 (SSRMS) hebt das Transportmodul <em>Leonardo</em> aus der Ladebucht der Raumfähre<em> Endeavour</em>.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bestandteil der Mission STS 126 waren vier Außeneinsätze. Inhalt dieser Arbeiten außerhalb der Station waren unter anderem der Abbau eines zwischengelagerten Stickstofftanks zur Rückführung auf die Erde sowie Arbeiten am japanischen Weltraumlabor<em>&nbsp;Kibo</em>, welche die Ankunft des Transportfrachters&nbsp;<em>HTV</em>&nbsp;vorbereiteten. Ebenso vorbereitend wurden zur Ankunft und Installation des letzten von insgesamt vier Solargeneratoren benötigte Handkarren am Träger der Station neu positioniert. Die letztlich herausforderndste Aufgabe der Einsätze bestand in der Reparatur des Solar Alpha Rotary Joint, kurz SARJ. Hier wurde gründlich gereinigt, neu geschmiert und Drehlager ersetzt. Diese Aufgabe, die Bestandteil aller vier Außeneinsätze war, konnte erfolgreich beendet werden. Das Steuerbord-Drehgelenk konnte von der Bodenkontrolle in den sogenannten Auto-Track-Modus zurückversetzt werden, der dafür sorgte, dass der Solargenerator wieder seine automatische Sonnennachführung aufnahm und maximale Energie liefern konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 13 Tagen der gemeinsamen Arbeit an Bord der <em>Internationalen Raumstation</em> koppelte das Space Shuttle <em>Endeavour</em> am 27. November 2009 von der Station ab und trat mit ihrer Besatzung die Heimreise an. Um 1:31 Uhr (MEZ) schlossen die Besatzungen die Luken zwischen den Raumfahrzeugen, um 15:47 Uhr (MEZ) stieß sich der Orbiter von der Station ab und 2 Tage später landete die Raumfähre sicher auf der Erde in Kalifornien.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.leonardo_a.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Besatzung der Expedition 18 und STS-126 versammelt sich im Transportmodul Leonardo zu einem Gruppenbild.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem eine Abreise erfolgte, stand schon am 30. November 2009 eine Ankunft bevor. Der Transporter <em>Progress-M 01M</em> legte um 13:28 Uhr (MEZ) mit gut 2,4 Tonnen Fracht (Treibstoff, Sauerstoff, Wasser, Trockenfracht) am Kopplungsmodul <em>Pirs</em> an. Nach den gemeinsamen Tagen mit der Besatzung von STS 126, nahm der Expeditionsalltag seine üblichen Formen an. Es galt, sich den Experimenten zu widmen. Dazu gehörten unter anderem CCISS, eine Untersuchung der Auswirkung von Langzeitaufenthalten im Weltraum auf die Herzfunktion und der das Gehirn versorgenden Blutgefäße, die Arbeit an einem Testsystem, mit dem das Vorhandensein von Bakterien erforscht wird, LOCAD oder das Einrichten der Slow-Scan-TV- Ausrüstung, die nötig war, um das Experiment MAI-75 durchzuführen. Zusätzlich stand die wöchentlich durchgeführte gründliche Reinigung der Raumstation an, das heißt, Reste von Lebensmitteln wurden entsorgt, Staub gesaugt und oft genutzte Flächen wurden mit feuchten Tüchern gereinigt. Natürlich galt es nach wie vor, die Station so auszubauen, damit sie zukünftig einer 6-Mann-Besatzung das Leben an Bord ermöglicht. Das Material, welches mit der letzten Shuttle-Mission zur ISS geliefert wurde, wurden nun nach und nach installiert bzw. einsatzfähig gemacht (ARED, WHC, CIR, WRS mit der integrierten Urinwiederaufbereitungsanlage UPA).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.crewquarter_a.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Leonardo wird entladen. Im Bild wird eines der beiden neuen Schlaf- und Wohnquartiere (CQ) durch die Station manövriert.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den routinemäßigen Wartungen, dem täglichen Trainingsprogramm, Reinigungen und Experimentpflege wie PLANTS-1 (Untersuchung des Wachstums und der Entwicklung von Pflanzen in der Mikroschwerkraftumgebung des Weltalls), galt es, als nächstes die intensive Vorbereitung des bevorstehenden Außeneinsatzes in Angriff zu nehmen, der am 22. Dezember 2008 vorgesehen war. Es wurden die benötigten Werkzeuge zusammengesucht, die Raumanzüge einsatzfähig gemacht, die Telemetrie- und Kommunikationssysteme getestet und die Arbeitsabläufe mit den Außeneinsatzspezialisten auf der Erde besprochen. Der Einsatz außerhalb der Station begann am 23. Dezember 2008, mit dem Ausstieg von Michael Fincke und Juri Lontschakow aus dem russischen Andock- und Schleusenmodul&nbsp;<em>Pirs</em>&nbsp;um 1:15 Uhr (MEZ) und dauerte 5 Stunden 38 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihrer Arbeit wurde eine Messeinheit zur Messung elektromagnetischer Energie (Langmuir-Sonde) an <em>Pirs</em> installiert und das Langzeitexperiment Biorisk (Experiment setzte biologische Proben dem Weltall aus) das ebenfalls an <em>Pirs</em> installiert war, eingeholt. EXPOSE-R (Sammlung von neun Experimenten) setzte astrobiologische Proben, darunter Samen und Sporen, den harten Weltraumbedingungen aus und wurde zusammen mit dem Experiment IMPULSE (Messung von Störungen in der Ionosphäre um die <em>ISS</em> herum) an der Außenseite des Wohn- und Navigationsmoduls <em>Swesda</em> montiert. Nachdem beide Experimente miteinander verbunden waren, konnten von EXPOSE-R keinerlei Telemetriedaten empfangen werden. Man entschloss sich daraufhin, das Experiment wieder abzubauen und mit zurück in die Station zu nehmen, um es zum gegebenen Zeitpunkt zurück zur Erde zu bringen. Die zweite neu installierte Komponente IMPULSE hingegen funktionierte nach den ersten Funktionstest glücklicherweise einwandfrei.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.Combustion%20Integration%20Rack.CIR..jpg" alt="NASA"/><figcaption>Sandy Magnus bei der Arbeit am Experimentalschrank für Verbrennungsexperimente (CIR).<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Ende des Jahres 2008 und Beginn des neuen Jahres 2009 lag der Fokus der Arbeiten auf der Internationalen Raumstation auf Problembehandlungen. Der Aufbau des verbesserten Widerstandsgeräts für Fitnessübungen wurde durch eine festsitzende Startsicherung verhindert und die Arbeit an diesem Gerät auf bestimmte Zeit gestoppt. Als ARED später neu aufgebaut und getestet wurde, stellte sich heraus, dass alles wie vorgesehen funktioniert. Nach wie vor kämpfte die Besatzung mit der neuen Wasserrückgewinnungsanlage (WRS, UPA), die einen hohen elektrischen Strom zog und Probleme mit der Destillationszentrifuge aufwies. Hierzu arbeiteten Gruppen am Johnson Raumfahrtzentrum (JSC) an einem Problembehandlungsplan. Auch stand eine Analyse des Experiments EXPOSE-R auf dem Plan. Erster Ansatz war hier, aufgrund der nicht empfangenen Telemetriedaten, die Überprüfung der Kabel und Verbinder in Angriff zu nehmen. Bei dieser stieß man auf einen losen Kabelverbinder. Nachdem man auf diesen zu behebenden Defekt stieß, wurde die erneute Montage von EXPOSE-R auf den Arbeitsplan des nächsten Außeneinsatzes gesetzt, der für den 10. März 2009 vorgesehen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Experiment zur Simulation von geophysikalischen Strömungen in der Mikroschwerkraft GeoFlow entdeckte man ein internes Leck, das allerdings sicher eingeschlossen war und zu keinerlei Gefährdung für die Besatzung werden konnte. Das Experiment der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus sollte aufgrund dessen mit der nächsten Möglichkeit zur Erde gebracht werden, um es einer Reparatur unterziehen zu können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-13.eva2_a.jpg" alt="Nasa"/><figcaption>Michael Finke bei der Arbeit während des 2. Außeneinsatzes der Expedition 18<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Langsam starteten die Vorbereitungen zur Ankunft der nächsten Space-Shuttle-Mission STS 119. Diese Mission lieferte das letzte Tragwerksegment mit den dazugehörigen Solarzellenflächen. Während der üblichen notwendigen vorbereitenden Maßnahmen, wie das Proben der Fotografiertechniken oder Wiederaufladung der Metalloxid (METOX)-Behälter der für die Außeneinsätze benötigten Raumanzüge, bereitete man das Verlassen des angedockten Transporters&nbsp;<em>Progress-M 01M</em>&nbsp;vor. Letztes Material wurde entladen und nicht mehr benötigtes beladen. Neben wichtigen Notfallübungen und den regelmäßig notwendigen Wartungen wurde der Experimentalschrank SAIBO, der sich im japanischen Labormodul&nbsp;<em>Kibo</em>&nbsp;befindet in Betrieb genommen. SAIBO bietet einfache Standardschnittstellen zur Handhabung modularer Nutzlasten. Zusätzlich stand eine Überprüfung des robotischen Manipulators für Spezialzwecke DEXTRE auf dem Arbeitsplan. Eine Woche lang wurde DEXTRE einer Reihe von Überprüfungen unterzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das Versorgungsraumfahrzeug <em>Progress-M 66</em> zum Start am 10. Februar 2009 vom Kosmodrom in Baikonur bereitstand und die Ankunft am 13. Februar 2009 vorgesehen war, wurde es Zeit für den Transporter <em>Progress-M 01M</em>, von der Station abzulegen. Am 6. Februar 2009 verließ Progress die Station und legte vom Andockmodul <em>Pirs</em> ab. Nachdem der Transporter noch einige technische Tests durchführte, verglühte er kontrolliert am 8. Februar 2009 in der Erdatmosphäre.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec-18.sts-119.jpg" alt="Nasa"/><figcaption>Space Shuttle <em>Discovery</em>, angedockt an der <em>Internationalen Raumstation</em>.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im experimentellen Bereich arbeitete man mit dem InSpace-2 Experiment, das Fluide untersucht, die ihre Eigenschaft unter dem Einfluss eines äußeren Magnetfeldes ändern. Für eine vorgesehene Versuchsreihe wurde ein Handschuhkasten in Betrieb genommen. Ebenfalls eine neue Versuchreihe startete mit dem Wachtums- und Entwicklungsexperiments von pflanzlichem Leben im Weltraum PLANTS-1. Für das SPICE-Experiment, das den Punkt bestimmen soll, an dem sich in Gasstrahlflammen in der Mikroschwerkraft Ruß bildet, wurde ein sogenannter Rauchentwicklungspunkt eingerichtet. Am 14. Februar 2009 wurde Besatzungsmitglied Sandy Magnus schließlich zum ersten Menschen, der auf der Internationalen Raumstation Flammen entzündete. Ein weiteres Experiment, an dem gearbeitet wurde, war das Komponentenreparaturexperiment CRE-1, dass eine Weiterführung eines früheren Experiments zum Löten in der Mikroschwerkraft SoRGE darstellt. CRE-1 stellt Schritt Nr. 2 dar, eine Komponentenreparatur im Orbit durchführen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau 10 Tage, nachdem ein Stück Weltraummüll knapp an der Station vorbeiflog, näherte sich ein weiteres Trümmerstück (Bruchstück einer chin. Trägerstufe). Mithilfe des Space Shuttles <em>Discovery</em> drehte die <em>Internationale Raumstation</em> so, dass die Raumfähre sich in Flugrichtung befand und auf diese Weise durch den erhöhten Luftwiderstand den Orbitalkomplex über etwa 3 Stunden hinweg langsam abbremste und auf eine etwas niedrigere Umlaufbahn brachte. Nach diesem Vorgang wurde der Komplex in die Ausgangslage zurückgedreht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/sojustma-13.jpg" alt="Bildquelle"/><figcaption>Die Rückkehrkapsel Sojus TMA-13 hängt am Hauptfallschirm, kurz vor der Landung auf der Erde.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 3 Außeneinsätzen, die der Montage des letzten Tragwerksegments und der Inbetriebnahme der Solarzellenpaneele dienten, stand am 25. März 2009 die Heimreise der Besatzung der Mission STS 119 bevor. Um 20:53 Uhr (MEZ) stieß sich die Raumfähre&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;von der&nbsp;<em>Internationalen Raumstation</em>&nbsp;ab und begann somit die Heimreise. Noch während die&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;auf dem Weg zurück zur Erde war, startete am 26. März 2009 die Ablösung der Expedition 18. Die Nachfolgecrew bestand aus Kommandant Gennadi Padalka und Flugingenieur Michael Barratt, die mit&nbsp;<em>Sojus-TMA 14</em>&nbsp;vom Kosmodrom in Baikonur abhoben. Mit an Bord der Sojus befand sich der Raumflugteilnehmer Charles Simonyi, der mit Michael Fincke und Juri Lontschakow am 7. April 2009 zur Erde zurückkehrte. Pünktlich am 28. März 2009 traf die neue Besatzung auf der Raumstation ein und koppelte ihr Raumfahrzeug am hinteren Andockport des Servicemoduls&nbsp;<em>Swesda</em>&nbsp;an. Nach einer herzlichen Begrüßung begann die verbleibende Woche an gemeinsamer Arbeit an Bord der Raumstation. Es fand eine Einweisung für die neu angekommene Besatzung in den Betrieb des Orbitallabors statt, zusammen erfüllten sie die Wartungsaufgaben und beide Besatzungen arbeiteten gemeinsam an laufenden wissenschaftlichen Studien (Izgib, BISE).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 2. April 2009 zelebrierte man schließlich die Kommandoübergabe. Michael Fincke übergab die Leitung der Raumstation an Gennadi Padalka. Aufgrund von äußerst schlechten Wetterbedingungen im geplanten Landegebiet in Kasachstan verzögerte sich die Abreise von Michael Fincke, Juri Lontschakow und Charles Simonyi um einen Tag. Kurz nach einer Verabschiedungszeremonie bestiegen die 3 Heimkehrer am frühen Mittwochmorgen, dem 8. April 2009, ihr Raumfahrzeug. Um 2:46 Uhr (MESZ) wurden die Luken zwischen den Raumfahrzeugen geschlossen und um 5:55 Uhr (MESZ) legte die&nbsp;<em>Sojus-TMA 13</em>&nbsp;vom Andockport ab. Mit dem Zünden der Triebwerke wurde das Raumfahrzeug aus der Umgebung der&nbsp;<em>Internationalen Raumstation</em>&nbsp;gebracht und leitete so die Heimkehr der Besatzung ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 9:16 Uhr (MESZ) landete die Rückkehrkapsel in der Steppe Kasachstans, nahe der Stadt Dscheskasgan. Die 18. Langzeitbesatzung und Raumfahrtteilnehmer Charles Simonyi landeten sicher und gesund auf der Erde und reisten, nach einer kleinen Willkommensfeier in Karaganda, zurück zum Sternenstädtchen (bei Moskau), um dort, die nach einem Langzeitaufenthalt in der Schwerelosigkeit nötige und obligatorische mehrwöchige Rehabilitation zu absolvieren.</p>
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		<item>
		<title>ISS-Besatzung bereit für Außenmission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-bereit-fuer-aussenmission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 16:14:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Harmony]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[SPHERES]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vorbereitenden Arbeiten der russischen Besatzungsmitglieder für ihren Außeneinsatz am kommenden Montag verliefen planmäßig. Weiter gab es eine Ansprache zum Veterans Day in den USA, einige zu lösende Problemfälle und natürlich liefen Forschungsexperimente. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Zum Veterans Day in den USA, welcher am 11. November begangen wird, sendeten zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die vorbereitenden Arbeiten der russischen Besatzungsmitglieder für ihren Außeneinsatz am kommenden Montag verliefen planmäßig. Weiter gab es eine Ansprache zum Veterans Day in den USA, einige zu lösende Problemfälle und natürlich liefen Forschungsexperimente.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Kommandant Doug Wheelock und Scott Kelly sprechen zu allen Angehörigen der US-Streitkräfte (Bild: NASA-TV)
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<p class="wp-block-paragraph">Zum Veterans Day in den USA, welcher am 11. November begangen wird, sendeten zu Beginn dieser Woche Doug Wheelock und Scott Kelly, beide Angehörige der US-Streitkräfte, ihre Anerkennungsgrüße für alle amerikanischen Frauen und Männer des Militärs zur Erde. Wheelock und Kelly zeigten, während sie sprachen, eine Tapferkeitsmedaille, die dem Armeesergeanten Lester R. Stone verliehen wurde. Dieser verlor bei der Erfüllung seiner Pflicht in Vietnam am 3. März 1969 sein Leben. Doug Wheelock beschäftigte sich weiterhin mit einem Problem der Ventilation auf der Steuerbordseite des Harmony-Knotens. Da die Schlafkabine 5 nur noch vermindert belüftet wurde, musste der Luftkanal vom Restsystem isoliert und gereinigt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anflug von Sojus-TMA 01M im Oktober hatte es ein Problem mit einem Analog-Digitalwandler gegeben, so dass damals einige Werte auf der Neptun-Konsole der Rückkehrkapsel nicht angezeigt werden konnten. Alexander Kaleri führte dazu weitere Untersuchungen in Sojus-TMA 01M durch. Zunächst kontrollierte er einige Sicherungen in ihrem Sicherungskasten und überprüfte mit einem Multimeter-Messgerät die Spannungen zwischen den Anschlüssen im Stromverteiler. Die Ergebnisse wurden im Anschluss zur Erde übertragen. Ein weiterer Problemfall trat am Laufband TVIS im russischen Swesda-Modul auf, als die Besatzung beim Training ungewöhnliche Geräusche bemerkte. Doug Wheelock und  Alexander Kaleri führten eine Geräuschmessung im unbemannten Zustand durch, indem sie ein Mikrofon an dem Gerät befestigten, es laufen ließen und Aufnahmen für die Analyse am Boden anfertigten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
SPHERES-Experimentalsatelliten in Aktion 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in dieser Woche führten Scott Kelly und Shannon Walker eine weitere Versuchsreihe mit SPHERES durch. Dabei geht es um eine Studie mit drei bowlingkugelgroßen Experimentalsatelliten, um Techniken zu studieren, die zu Verbesserungen bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Diese drei freischwebenden Satelliten können synchronisiert Abstand halten, sich aufeinander zubewegen und im Raum orientieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf den russische Weltraumausstieg 26 von Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka wurden die Luken von Progress-M 08M geschlossen und der Raumfrachter zum Abdocken bereit gemacht. Das ist nötig um das Docking- und Schleusenmodul Pirs während der Außenbordarbeit (russ. Wuichod v otkruitui Kosmos = Ausstieg in den offenen Weltraum) als Luftschleuse nutzen zu können. Progress-M 08M müsste die ISS zeitiger als geplant verlassen, sollte es nicht gelingen, Pirs nach dem Ausstieg wieder unter Druck zu setzen. Ein Zugang zum Raumfrachter wäre dann nicht mehr möglich und seine Mission somit erfüllt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13112010171414_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Aufenthaltsorte der Besatzung während des russischen Ausstiegs 26 (Bild: NASA)
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<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Besonderheit bei diesem russischen Ausstieg ist, dass alle Luken des Transfertunnels vom Swesda-Modul geschlossen werden müssen. In dem Fall, dass das Schleusenmodul Pirs aus einem technischen Grund nicht wieder unter Druck gesetzt werden kann, würde dieser Transfertunnel als Notluftschleuse dienen. Daher begeben sich Scott Kelly und Alexander Kaleri während des Ausstiegs in ihr Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 01M bzw. das angrenzende Modul Poisk. Kommandant Doug Wheelock und Shannon Walker hingegen können im amerikanischen Segment der Station verbleiben, da sie von dort Zugang zu ihrem Rückkehrraumschiff Sojus-TMA 19 haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Raumanzüge wurden inzwischen individuell angepasst, mit entsprechenden Riemen im Anzug kann die Größe im Schulter-, Arm- und Beinbereich eingestellt werden. Dichtigkeits- und Schnittstellentests für den Probelauf am gestrigen Freitag wurden ebenfalls absolviert. Darauf folgte der Testlauf mit den Orlan-MK-Raumanzügen im Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs, wobei diese angelegt und erneut etliche Funktionen, wie die der Kommunikationsanlagen, Dichtigkeit, Beweglichkeit, Überwachung der Biodatenübertragung sowie Kamerafunktionen geprüft wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstieg soll am 15. November um 15:25 Uhr MEZ beginnen und voraussichtlich sechs Stunden dauern. Ziele hierbei sind, eine Arbeitsstation an der Steuerbord-Seite des Swesda-Moduls anzubringen, die Thermalisolierung der Öffnungen des russischen Sauerstoffgenerators Elektron zu reinigen und an Rasswjet eine Fernsehkamera von einem Ende zum anderen umzusetzen. Weiter wird das Kontur-Experiment (Rokviss) gereinigt und geborgen, die Experimental-Hardware von EXPOSE-R und Plasma-Pulse-Injector demontiert und ein neues Materialexperiment an Rasswjet montiert. Außerdem sollen Oberflächenproben von Swesda und Pirs genommen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 12.11.2010:351,1 km bei einem Höhenverlust von 149 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>15. November, russischer Weltraumausstieg mit Fjodor Jurtschichin und Oleg Skripotschka</li><li>25. November, Bahnanhebung durch Progress-M 07M</li><li>30. November, Rückkehr von Sojus-TMA 19 zur Erde; Ende der ISS-Expedition 25</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg164457#msg164457" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab dem 12. November</a></li></ul>
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