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	<title>Spionagesatellit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Spionagesatellit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Spionagesatellit von Delta IV Heavy gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spionagesatellit-von-delta-iv-heavy-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das US-amerikanische Unternehmen United Launch Alliance, kurz ULA, führte am gestrigen Montag, den 26. April 2021 um 22:47 Uhr deutscher Zeit erfolgreich seinen ersten Start für dieses Jahr durch. Zum Einsatz kam mit der Delta IV Heavy das größte Mitglied im Raketenarsenal der ULA. Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: NRO, ULA, USAF. Die Nutzlast, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das US-amerikanische Unternehmen United Launch Alliance, kurz ULA, führte am gestrigen Montag, den 26. April 2021 um 22:47 Uhr deutscher Zeit erfolgreich seinen ersten Start für dieses Jahr durch. Zum Einsatz kam mit der Delta IV Heavy das größte Mitglied im Raketenarsenal der ULA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: NRO, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82prep2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz. (Bild: ULA)" data-rl_caption="" title="Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz. (Bild: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82prep26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta IV auf ihrer Startrampe, LC-6. Diese wurde ursprünglich in den Sechzigern für das nie realisierte Manned Orbiting Laboratory gebaut und später für polare Starts des Space Shuttle umgerüstet. Infolge der Challenger-Katastrophe kam das bereits fertiggestellte Pad jedoch nie hierfür zum Einsatz.<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast, NROL-82, ist ein Spionagesatellit für das NRO (National Reconnaissance Office), einem für Satellitenaufklärung zuständigen US-Geheimdienst. Es war der viertletzte Start für die Delta IV, deren kleinere Varianten bereits zugunsten der Atlas V und ihrem Nachfolger, der Vulcan, ausgemustert wurden. Obwohl das Wetter in den Vorhersagen eine eher geringe Startwahrscheinlichkeit voraussagte, konnte die Rakete im ersten Versuch vom Launch Complex-6 der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus abheben. Die zwei äußeren Booster der Delta IV wurden planmäßig nach rund vier Minuten abgetrennt, gefolgt von der zentralen Stufe zwei Minuten später. Daraufhin übernahm die zweite Stufe und als nach sieben Minuten nach dem Start die dreiteilige Nutzlastverkleidung abgeworfen wurde, endete die Liveübertragung auf Wunsch des Kunden.<br>Regierungsstellen bestätigten später auf Twitter, dass die Nutzlast erfolgreich ihre angestrebte Umlaufbahn erreicht habe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82abgehoben2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund. (Bild: ULA)" data-rl_caption="" title="Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund. (Bild: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210426DeltaIVHeavyNROL82abgehoben26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta IV Heavy kurz nach dem Start von der Vandenberg Air Force Base mit dem Pazifik im Hintergrund.<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem transportierten Satelliten handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen optischen Aufklärungssatelliten der „Kennen“-Baureihe (die wiederum Teil der KH-11-Familie von Spionagesatelliten ist). Nach allem, was man darüber weiß, ähneln diese vom Aufbau her dem Hubble-Teleskop, wobei allerdings die Kameras der Keyhole-Satelliten auf die Erde und nicht hinaus ins All gerichtet sind. Aufgrund einer Kollisionswarnung musste die ursprüngliche Startzeit um eine Minute verschoben werden. Grund war die Umlaufbahn eines Objekts, das der Rakete auf ihrer Flugbahn gefährlich nah hätte kommen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem es beim letzten Start einer Delta IV Heavy zu mehreren Verzögerungen und Abbrüchen infolge von Schäden (infolge von Verschleiß) an der Infrastruktur der Startrampe gekommen war, wurde diese an beiden Weltraumbahnhöfen (Vandenberg und Cape Canaveral) überholt. Offenbar erfolgreich, da es dieses Mal zu keinen bekannten Verzögerungen kam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die vollgetankt 717 Tonnen schwere Delta IV Heavy war dies der 13. Start. Die Rakete setzt als weltweit einzige in allen Stufen ausschließlich flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff ein, der in den drei Hauptstufen von jeweils einem RS-68 verbrannt wird. In der Oberstufe kommt das bewährte RL-10-Triebwerk zum Einsatz, das auch von der Atlas V und dem SLS verwendet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18637.msg509154#msg509154" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-82 auf Delta IV Heavy</a></li></ul>
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		<item>
		<title>NROL 76: Routine für SpaceX, Novum für Behörde NRO</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nrol-76-routine-fuer-spacex-novum-fuer-behoerde-nro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 19:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem US-amerikanischen Startanbieter und Raketenhersteller SpaceX ist es erneut gelungen, einen Satelliten ins All zu transportieren und die erste Stufe der dabei verwendeten Rakete anschießend auf Cape Canaveral zu landen. Beim beförderten Satellit handelt es sich vermutlich um einen neuen Typ Spionagesatellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO). Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NRO, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dem US-amerikanischen Startanbieter und Raketenhersteller SpaceX ist es erneut gelungen, einen Satelliten ins All zu transportieren und die erste Stufe der dabei verwendeten Rakete anschießend auf Cape Canaveral zu landen. Beim beförderten Satellit handelt es sich vermutlich um einen neuen Typ Spionagesatellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NRO, SpaceX, USAF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chef von SpaceX, Elon Musk, teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter kurz nach dem Start am Montag, dem 1. Mai 2017 mit, dass Start des Spionagesatelliten und Landung der ersten Raketenstufe gelungen seien, wobei (während der Mission) die Geschwindigkeiten von Scherwinden in größerer Höhe bei 98,6 Prozent des maximal als sicher beherrschbar betrachteten gelegen hätten. Kurz vor dem Abheben wurde im begleitenden Webcast, der im Internet verfolgt werden konnte, berichtet, dass man insbesondere die Höhenwinde im Auge behalte, weil sie ein Grund für einen Startaufschub sein könnten. Eine Startverschiebung gab es: Zuletzt war ein Start am Sonntag, dem 30. April 2017 vorgesehen. Wegen des Austauschs eines unbefriedigend arbeitenden, redundanten Temperatursensors am Sauerstofftank der ersten Stufe erfolgte der Start am 1. Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Datum vom 1. Mai 2017 bestätigte auch die NRO, dass die Nutzlast erfolgreich gestartet wurde. Die Falcon-9-Rakete von SpaceX begann ihren Flug am 1. Mai um 13:15 Uhr MESZ (7:15 Uhr Ortszeit) von der Rampe 39A des Kennedy-Raumfahrtzentrums auf Cape Canaveral. Das Startfenster hatte sich laut SpaceX um 11:00 Uhr UTC (13:00 Uhr MESZ) geöffnet. Der Flug der Rakete wurde live übertragen, und die Wetterbedingungen vor Ort ließen gute Bilder von der Rakete im Flug zu. Kameras konnten den gesamten Flugweg der ersten Stufe vom Start bis zur Landung verfolgen. Bilder und Berichte zum Flug der zweiten Stufe und dem Aussetzen der Nutzlast im All blieben wegen der geheimen Natur des Satelliten wie vorher angekündigt aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gezeigt wurde unter anderem die Stufentrennung in rund 69,9 Kilometern Höhe zwei Minuten und 23 Sekunden nach dem Abheben sowie die folgende Wende der ersten Stufe mit unmittelbar danach einsetzendem Boostback-Burn – einer Brennphase, die die Stufe auf eine Flugbahn zurück Richtung Cape Canaveral zu bringen hatte. Fortlaufende Angaben zur Geschwindigkeit und Flughöhe der Rakete ermöglichten es, zu verfolgen, wie die zunächst langsamer werdende Raketenstufe auf ihre maximale Flughöhe (rund 166 Kilometer, vier Minuten und 46 Sekunden nach dem Abheben) zusteuerte, um anschließend mit wieder steigender Geschwindigkeit und dem Heck voran in Richtung dichtere Atmosphärenschichten zu stürzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine, Stickstoff ausstoßende Kaltgastriebwerke an Bord der Rakete, und bei ausreichend dichter Atmosphäre wirksame aerodynamischen Lenkhilfen, vier jeweils um 90 Grad versetzt montierte, bewegliche Gridfins, erlaubten eine präzise Lenkung der Rakete. Der sogenannte Entry-Burn wurde rechtzeitig hoch genug über der Erde begonnen, um die Rakete vor dem Flug in dichteren Atmosphärenschichten auf eine beherrschbare Geschwindigkeit zu verzögern. Der sogenannte Landing-Burn sorgte schließlich für das vollständige Aufzehren der restlichen Geschwindigkeit bis zum eigentlichen unmittelbaren Landezeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden vor 13:24 Uhr MESZ (7:24 Uhr Ortszeit) stand die erste Raketenstufe mit der Seriennummer B1032 nach 8 Minuten und 46 Sekunden Flug wieder auf festem Boden. Kurz vorher hatte ein lauter Überschallknall auch dem uninteressierten entsprechend positionierten Beobachter der Szenerie das bevorstehende Aufsetzen in der Landezone 1 angekündigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/nrol76lau3spacex600.jpg" alt=""/><figcaption>Falcon-9-Stufe B1032 in der Landezone 1<br>(Bild: SpaceX Webcast)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Beobachter sind sicher bereits auf der Suche nach der transportierten Nutzlast. Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. So auch hier für die NROL 76 genannte Nutzlast, für die auch die Tarnbezeichnung USA 276 verwendet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Tatsache, dass von der Trägerrakete offiziellen Ankündigungen zufolge ein niedriger Erdorbit (LEO) anvisiert worden war, die Neigung des anvisierten Absetzorbits bei rund 50 Grad gegen den Erdäquator lag und Elon Musk die Nutzlast als Spionagesatellit bezeichnete, könnte man schließen, dass ein neuer Typ Erdbobachtungssatellit gestartet worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die zweite Stufe nach dem Aussetzen der Hauptnutzlast mutmaßlich nicht unmittelbar den Weg zurück in die Erdatmosphäre zu ihrer Entsorgung durch Zerstörung antrat, ist es nicht ausgeschlossen, dass auch Sekundärnutzlasten mitflogen, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das NRO war eine Falcon-9-Rakete zum ersten mal unterwegs. In der Landezone 1 sind mit dem Aufsetzen von B1032 jetzt insgesamt vier mal Raketenstufen von SpaceX angekommen. Zusammen mit den auf Seeplattformen gelandeten Raketenstufen gelang SpaceX jetzt zum 10. Mal ein entsprechendes Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-76 auf Falcon 9</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Atlas V bringt NROL 35 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlas-v-bringt-nrol-35-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2014 15:05:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2014-081A]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
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		<category><![CDATA[USA 259]]></category>
		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Trägerrakete des Typs Atlas V beförderte am 13. Dezember 2014 einen US-amerikanischen Spionage- und Frühwarnsatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) ins All. Der Start mit dem NROL 35 genannten Raumfahrzeug erfolgte um 4:19 Uhr MEZ von der Startrampe SLC-3E der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Trägerrakete des Typs Atlas V beförderte am 13. Dezember 2014 einen US-amerikanischen Spionage- und Frühwarnsatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) ins All. Der Start mit dem NROL 35 genannten Raumfahrzeug erfolgte um 4:19 Uhr MEZ von der Startrampe SLC-3E der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Lockheed Martin, Raumfahrer.net, ULA, USAF.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-6e4da0de"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
Atlas V 051 kurz nach der Zündung &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der 51. Start einer Atlas V insgesamt und dritte Atlas-V-Start von der VAFB im Jahr 2014 fand wetterbedingt einen Tag später als zuletzt geplant statt und wurde unter der Ägide der United Launch Alliance (ULA) durchgeführt. Für die ULA war es die neunte im Jahr 2014 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete vom Typ Altas V.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8aa1cf61"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_2.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und nach einigen Metern Flug 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 35 mit einer ungenannten Startmasse wurde von einer Atlas V in 541-Konfiguration transportiert. Das bedeutet, dass auf der Zentralstufe mit dem Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS eine Centaur-Oberstufe mit einem Triebwerk aufgesetzt war, seitlich an der Zentralstufe vier Feststoffbooster von Aerojet angebracht waren und die von der RUAG beigesteuerte Nutzlastverkleidung 5 Meter Durchmesser hatte. In der Version 541 flog die Atlas V zuvor nur beim Transport von NROL 67 am 10. April 2014 und für den Rover Curiosity, der dabei am  26. November 2011 auf eine Flugbahn Richtung Mars gelangte; als 541 von der VAFB jetzt zum ersten Mal überhaupt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-ae543bff"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_3.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
Atlas V 051 auf der Startrampe 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Zündung am 13. Dezember 2014 trugen Feststoffbooster und Zentralstufe der Rakete mit der Seriennummer AV-051 Centaur und Nutzlast in die Höhe. Die Feststoffbooster waren nach rund eineinhalb Minuten bzw. 93 Sekunden Flugzeit ausgebrannt und wurden aus Gründen der Sicherheit am Boden verzögert, nämlich erst nach rund 2 Minuten bzw. 115 Sekunden Flug, von der Zentralstufe separiert. Drei Minuten und zwanzig Sekunden nach dem Abheben wurden die beiden Hälften der Nutzlastverkleidung, die während des Fluges durch die dichteren Atmosphärenschichten die Nutzlast zu schützen hatten, abgeworfen. Vermutlich rund eine Minute später war auch die Zentralstufe ausgebrannt und konnte abgetrennt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c1e005cc"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_4.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
Nutzlast unter Verkleidung auf dem Weg zur Startrampe 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der Centaur, mit einer von offizieller Seite nicht bekannt gegebenen Anzahl von Brennphasen seines flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden, erstmals eingesetzten RL10C-1-Triebwerks von Pratt &amp; Whitney Rocketdyne die Nutzlast in den vorgesehenen Orbit zu bringen. Der Centaur verblieb nach dem Aussetzen des Satelliten nicht in einer Erdumlaufbahn. Rund 10 Stunden nach dem Abheben trat er wieder in die Erdatmosphäre ein und wurde dabei voraussichtlich wie erwartet zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten Übergangsbahn wird NROL 35 sicher mit eigenem Antrieb seinen Arbeitsorbit anstreben. Welche Aufgaben konkret der neue Erdtrabant dort zur erfüllen hat, wurden von Regierungsstellen der Vereinigten Staaten von Amerika nicht konkret beschrieben. Eine Pressemitteilung der VAFB spricht sparsam nur von einer Mission für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (National Reconnaissance Office, NRO). Die ULA meldet eine Mission zur Unterstützung der Verteidigung des Landes.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-32444255"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_5.jpg" alt="USAF" width="260"/></a><figcaption>
SBIRS Prinzipdarstellung 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter vermuten einen um 63 Grad gegen den Erdäquator geneigten Arbeitsorbit mit einem Perigäum &#8211; dem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt &#8211; von rund 1.120 km und einem Apogäum &#8211; dem erdfernsten Bahnpunkt &#8211; von rund 37.600 km über der Erde. Unterstellt wird ein Einsatz des Satelliten auf diesem hoch elliptischen Erdorbit (HEO) zur elektronischen Aufklärung. In diesem Zusammenhang wird die mögliche Ausrüstung mit einer großen, entfaltbaren Antenne mit einem Gitter-Netz-Reflektor und die Bezeichnung Trumpet Follow On 2 (Trumpet F/O-2) erwähnt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-10f65cca"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_6.jpg" alt="USAF" width="260"/></a><figcaption>
Oberstufe im Flug und Startstufe beim Wiedereintritt im Blick von SBIRS HEO-1 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit könnte außerdem Aufgaben im Rahmen der US-amerikanischen Anstrengungen zur Raketenabwehr erfüllen und eine Nutzlast zur frühzeitigen Erkennung von Raketenstarts tragen. Für möglich hält man, dass NROL 35 Host für eine vom US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin gebaute Frühwarnnutzlast namens <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20200814194112/http://spaceref.biz/company/lockheed-martin/lockheed-martin-delivers-third-sbirs-heo-satellite-payload-to-us-air-force.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SBIRS HEO-3</a> ist. SBIRS steht für Space Based Infrared Sensor, übersetzt etwa &#8222;im Weltraum stationierter Infrarotsensor&#8220;. Im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums arbeitende Sensoren sind nicht unüblich für einen Einsatz an Bord von Frühwarnsatelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Infrarotsensoren können gegen den kälteren Hintergrund deutlich unterscheidbare Wärmestrahlung von Raketen, insbesondere die heißen Verbrennungsgase der Raketenmotore, feststellen. Außerdem können Nuklearexplosionen geortet werden. Auch Daten über die Ausbreitung von Waldbränden und ausbrechenden Vulkanen wurden in der Vergangenheit mit derartigen Sensoren an Bord von Frühwarnsatelliten schon gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 35 alias USA 259 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.344 und als COSPAR-Objekt 2014-081A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13138.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL 35 (USA 259) auf Atlas V</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Russland startet modernsten Spionagesatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-startet-modernsten-spionagesatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 23:53:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Plessezk]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-2.1b]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 7. Juni startete vom nordrussischen Plesezk aus eine Sojus-2.1b-Rakete offiziell mit einer &#8222;Nutzlast des Verteidigungsministeriums&#8220;. Experten gehen davon aus, dass es sich um den zweiten Start eines hochmodernen Bildaufklärers vom Typ Persona handelt. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Nowosti Kosmonawtiki, Russianspaceweb. Offiziell ist kaum etwas bekannt geworden über den Start um [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Abend des 7. Juni startete vom nordrussischen Plesezk aus eine Sojus-2.1b-Rakete offiziell mit einer &#8222;Nutzlast des Verteidigungsministeriums&#8220;. Experten gehen davon aus, dass es sich um den zweiten Start eines hochmodernen Bildaufklärers vom Typ Persona handelt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a>. Quelle: Nowosti Kosmonawtiki, Russianspaceweb.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062013015321_small_1.jpg" alt="Arianespace/Starsem" width="260"/><figcaption>
Start einer Sojus-2 (Archivbild vom Globalstar-Start 2010) 
<br>
(Bild: Arianespace/Starsem)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell ist kaum etwas bekannt geworden über den Start um 20.37 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Bestätigt wurde lediglich, dass eine Sojus-2.1b-Rakete mit einer unbekannten Nutzlast gestartet ist, die 9 Minuten später planmäßig im Orbit ausgesetzt wurde. Die Tatsache, dass keine Oberstufe verwendet wurde, ist ein eindeutiger Nachweis dafür, dass der Satellit in einen niedrigen Erdorbit gebracht wurde. Von der Militärbasis Plesezk aus startet Russland eine Vielzahl staatlicher Nutzlasten und auch einige wenige kommerzielle in polare Umlaufbahnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Experten nehmen an, dass es sich bei der Nutzlast um einen Aufklärungssatelliten vom Typ Persona handelt. Über diese Satelliten sind kaum Informationen bekannt, so dass es nur wenige wirklich zuverlässige Angaben dazu gibt. Bekannt ist, dass der Satellit von ZSKB Progress gebaut wurde. Die gleiche Firma stellt die Sojus-Raketen her, aber auch die zivilen Erdbeobachtungssatelliten vom Typ Resurs. Aktuell ist Resurs-DK im Einsatz, der Start von Resurs-P ist für Ende diesen Monats geplant. Nach einigen Informationen haben die Systeme von Resurs-P und Persona viel gemeinsam. So gibt es bestätigte Erkenntnisse, dass beide das gleiche Antriebssystem verwenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere gemeinsame Komponenten sind die verwendeten Sternsensoren. So wurden sowohl der gestrige Start als auch der Start von Resurs-P um etwa ein halbes Jahr verschoben, weil die Sternsensoren von Resurs-P bei Tests nicht fehlerfrei funktioniert haben. Weitere Details zum Satelliten sind kaum bekannt, vieles basiert auf Spekulationen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So sollen die Optiken der Persona-Satelliten noch aus dem Sapfir-Programm der Sowjetunion stammen, dass 1983 beschlossen wurde. Im Rahmen dieses Programms kam es zu keinem Start eines Satelliten, aber drei Optiken wurden gefertigt. Diese sollen der Qualität der US-amerikanischen Keyhole-Satelliten (die ihrerseits eng mit dem Hubble-Weltraumteleskop verwandt sind) sehr nahe kommen und damit den älteren militärischen Aufklärern Russlands deutlich überlegen sein. Diese Information passt dazu, dass insgesamt auch drei Starts von Persona-Satelliten der jetzigen Generation geplant sind. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08062013015321_small_2.jpg" alt="TsSKB Progress" width="260"/><figcaption>
Der zivile Erdbeobachtungssatellit Resurs-P &#8211; vermutlich nahe verwandt mit Persona 
<br>
(Bild: TsSKB Progress)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Persona-Satellit wurde am 26.07.2008 gestartet. Allerdings fiel dieser nur wenige Monate nach dem Start aus, vermutlich aufgrund eines Versagens der Bordelektronik. Genau bekannt wurden die Gründe allerdings nie, das gesamte Programm ist im Wesentlichen militärische Verschlusssache. Russlands Militär erhält erst mit Persona einen wirklich modern ausgestatteten Aufklärer. So verwendeten alle Vorgänger von Persona sogar noch Filmkapseln anstelle von Digitalkameras. Dadurch war ihre Lebensdauer stark begrenzt  &#8211; sobald der Film voll war, musste er zur Erde zurückgeflogen werden. Dagegen soll Persona sieben Jahre Lebensdauer haben. Daher waren die älteren russischen Spionagesatelliten auch ausschließlich zur strategischen Aufklärung geeignet. Taktisch einsetzbar während Kampfhandlungen waren sie dadurch zum Beispiel nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Hinweise darauf, dass ZSKB Progress derzeit an einem dritten Exemplar von Persona baut. Ebenso scheint im Auftrag des russischen Militärs bereits an einer neuen Generation geforscht zu werden. Hauptgrund für die Entwicklung der nächsten Generation dürfte die Tatsache sein, dass das aktuelle Persona-Programm ausschließlich das Erbe des Sapfir-Projekts ins All bringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11366" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kosmos (Persona) &#8211; Sojus-2-1B</a></li></ul>
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		<title>NASA bekommt zwei Hubble-Weltraum-Teleskope geschenkt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-bekommt-zwei-hubble-weltraum-teleskope-geschenkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 18:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Umbau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34939</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das US-amerikanische Verteidigungsministerium überlässt der NASA zwei zum Hubble quasi baugleiche Weltraumteleskope. Das unerwartete Geschenk könnte der NASA 250 Millionen Dollar sparen bei den angedachten Missionen zum Studieren dunkler Materie und extrasolarer Planeten. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Cosmiclog msnbc, spacenews.com. Ganz unerwartet ist die Existenz von zum Hubble ähnlichen Teleskopen nicht, denn es [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das US-amerikanische Verteidigungsministerium überlässt der NASA zwei zum Hubble quasi baugleiche Weltraumteleskope. Das unerwartete Geschenk könnte der NASA 250 Millionen Dollar sparen bei den angedachten Missionen zum Studieren dunkler Materie und extrasolarer Planeten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Cosmiclog msnbc, spacenews.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05062012205439_small_1.jpg" alt="A. Dressler via National Academies" width="384" height="250"/><figcaption>
Zensiertes Foto eines der überlassenen Spionage-Teleskope 
<br>
(Bild: A. Dressler via National Academies)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz unerwartet ist die Existenz von zum Hubble ähnlichen Teleskopen nicht, denn es stammt selbst aus einem Synergie-Projekt, basierend auf den amerikanischen <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/KH-11_Kennan" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">KH-11</a>-Spionagesatelliten. Der Spiegeldurchmesser der zwei überreichten Teleskope enspricht mit 2,4 Metern exakt dem des Hubble-Teleskops. Allerdings passt die Konstruktion in eine nur halb so lange Röhre. Damit einher geht ein deutlich kürzerer Fokus, was dem Teleskop ein etwa 100 Mal so großes Beobachtungsfeld gibt. Damit, und das bekräftigen Wissenschaftler, kann das Geschenk nicht das in Entwicklung befindliche Milliardenprojekt <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/warten-auf-das-james-webb-telescope/" data-wpel-link="internal">James Webb Space Telescope</a> ersetzen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spiegel scheinen wie gemacht für eine großflächigere Beobachtung, um das Weltall nach Spuren dunkler Energie abzusuchen, einer mysteriösen Strahlung welche als Ursache für die beschleunigte Expansion des Universums gehandelt wird. Ein solches Teleskop könnte auch bei der Suche nach erdähnlichen Planeten behilflich sein oder Supernovae und andere astronomische Phänomene observieren. Vor einiger Zeit wurde eine zukünftige Strategie namens &#8222;New Worlds, New Horizons&#8220; vorgestellt, deren Ziele mit den nun zur Verfügung stehenden Teleskopen und mit entsprechenden Instrumenten überwiegend erreicht werden können. Die Kosten der Gesamtmission wurden ursprünglich auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt und könnten durch die Nutzung der nun vorhandenen Hardware um 250 Millionen Dollar geringer ausfallen. Die beiden Spiegel sind voll weltraumtauglich und bereit für die Integration in eine Raumsonde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem fehlt noch einiges an Equipment, um ein vollwertiges Weltraumteleskop zu erhalten. So fehlt beispielsweise eine Kamera und auch sämtliche wissenschaftlichen Instrumente. Mit den beiden Spiegeln ist es also nicht getan. Die überlassenen Apparaturen sehen aus wie mit glitzernder Folie überzogene Röhren. Das Foto wurde allerdings an vielen Stellen geschwärzt, da es sich um Bauteile handelt, die ursprünglich für geheime Spionagesatelliten des Verteidigungsministeriums gefertigt wurden. Die Idee für den Transfer kam im Januar 2011, als ein Offizier vom NRO (<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/National_Reconnaissance_Office" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">National Reconnaissance Office</a>) der USA bei der NASA anrief und ein entsprechendes Angebot unterbreitete. Zuerst musste evaluiert werden, ob sich die vorhandene Hardware sinnvoll für wissenschaftliche Zwecke einsetzen ließe. Nach zahlreichen Diskussionen gab es schließlich die Freigabe, mit dem Transfer fortzufahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Jahr schätzt man die Lager- und Instandhaltungskosten auf 100.000 Dollar. Noch hat die NASA nicht das Budget bekommen für den direkten Beginn der Umbauarbeiten und man schätzt zur Zeit noch die zu erwartenden Kosten. Die beiden Teleskope könnten frühestens 2020 einsatzbereit sein, wenn Geld keine Rolle spielt. Aus Kostengründen erwägt die NASA aber den Ausbau nur eines der beiden überreichten Teleskope. In Zeiten knapper Kassen scheint das auch die wahrscheinlichere Variante zu sein, wenn überhaupt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11094.msg226639#msg226639" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NRO schenkt NASA zwei Teleskope im Format von Hubble</a></li></ul>
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		<item>
		<title>China startet Spionagesatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-startet-spionagesatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 10:46:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 4B]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Taiyuan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34874</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute startete vom chinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan eine Rakete vom Typ CZ 4B in den Weltraum. An Bord befand sich ein neuer Spionagesatellit. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: NSF. Der Start erfolgte um 15.06 Uhr Ortszeit (9.06 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Taiyuan aus. Die Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 4B transportierte dabei den Satelliten Yaogan [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute startete vom chinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan eine Rakete vom Typ <i>CZ 4B</i> in den Weltraum. An Bord befand sich ein neuer Spionagesatellit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: NSF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 15.06 Uhr Ortszeit (9.06 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Taiyuan aus. Die Trägerrakete vom Typ <i>Langer Marsch 4B</i> transportierte dabei den Satelliten <i>Yaogan 14</i> in einen sonnensynchronen Orbit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl über den Start als auch über die Nutzlast ist nur sehr wenig bekannt. So geben etwa die offiziellen chinesischen Medien an, dass es sich bei <i>Yaogan 14</i> um einen neuen Erdbeobachtungssatelliten handelt, welcher vor allem wissenschaftliche Experimente, Erdbeobachtung, Beobachtung von landwirtschaftlichen Erträgen sowie Katastrophenerkennung durchführen soll. Westliche Experten sagen aber, dass <i>Yaogan 14</i>, wie schon andere Satelliten der <i>Yaogan</i>-Serie, ein Spionagesatellit für das chinesische Militär ist. Zurzeit baut China seine weltraumgestützten Kommunikations- und Erdbeobachtungssysteme aus, auch um die militärische Stärke des Landes zu steigern. 
<br>
Mit ins All gelangte der Kleinsatellit TT 1 (Tian Tuo 1), der von der chinesischen nationalen Universität für Verteidigungstechik gebaut wurde. Er hat eine Masse von 9,3 kg uns misst 43 × 41 × 8 cm. Der experimentelle Satellit soll atomaren Sauerstoff erfassen, Tile der Erdoberfläche fotografieren und Signale ds Automatischen Identifikationssystems für Schiffe empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Start war der 159. Start im <i>Langer Marsch</i>-Programm sowie der 18. der <i>CZ-4B</i>, der siebte Start Chinas in diesem Jahr sowie der insgesamt 21. des Jahres.  <br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg223197#msg223197" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts (ab dem 10. Mai)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>US-Rakete startet geheimen Militärsatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-rakete-startet-geheimen-militaersatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 13:18:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34036</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Freitagmorgen brachte eine Atlas-V-Rakete den Satelliten NROL 34 in den Orbit. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ULA, SFN. Mit zwei Tagen Verzögerung, die aufgrund eines defekten Bauteiles entstanden waren, hob die Rakete um 6:24 Uhr MESZ vom Startplatz SLC-3 der U.S. Air Force Base Vandenberg in Kalifornien ab. Dabei trug sie einen US-amerikanischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Freitagmorgen brachte eine Atlas-V-Rakete den Satelliten NROL 34 in den Orbit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: ULA, SFN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit zwei Tagen Verzögerung, die aufgrund eines defekten Bauteiles entstanden waren, hob die Rakete um 6:24 Uhr MESZ vom Startplatz SLC-3 der U.S. Air Force Base Vandenberg in Kalifornien ab. Dabei trug sie einen US-amerikanischen Spionagesatelliten mit dem Namen NROL 34 in den Orbit. Genauere Informationen über diese Nutzlast sind aufgrund der militärischen Geheimhaltung nicht bekannt. Wegen dieser war auch die Berichterstattung stark eingeschränkt. Mit dem Abwerfen der Nutzlastverkleidung wurde beispielsweise die Liveübertragung abgebrochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Altas V flog dieses Mal in der Konfiguration 411. Das bedeutet, dass die Nutzlastverkleidung einen Durchmesser von vier Metern besaß. Des Weiteren war an der Seite ein einzelner Feststoffbooster angebracht und die Centaur-Oberstufe hatte ein Triebwerk. In dieser Konfiguration war das der dritte Start, insgesamt der 25. für die Atlas V. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Startverlauf war ähnlich dem anderer Atlasstarts: Zum Abheben wurden der Booster und das Haupttriebwerk mit vollem Schub gezündet. 95 Sekunden nach dem Start wurde der SRB abgetrennt, nach vier Minuten und elf Sekunden auch die Hauptstufe. Nachdem die zweite Stufe gezündet hatte, wurde bei vier Minuten, 33 Sekunden auch die Nutzlastverkleidung abgesprengt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Start wurde eine Reihe von NROL-Starts abgeschlossen. Seit September 2010 waren insgesamt sechs Satelliten des Verteidigungsministeriums gestartet worden: NROL 41, 32, 49, 66, 27 und der heutige mit der Nummer 34. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9724.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-34 auf Atlas V (411)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/us-rakete-startet-geheimen-militaersatelliten/" data-wpel-link="internal">US-Rakete startet geheimen Militärsatelliten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Titan 4</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/titan-4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Mar 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffbooster]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Titan 4]]></category>
		<category><![CDATA[Titan IV]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=76778</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Titan 4 ist der Schlusspunkt der Entwicklung der Titan-Familie. Entwickelt, um für das amerikanische Militär das Space Shuttle zu ersetzen, war es für zwei Jahrzehnte das Arbeitspferd der US Air Force für schwere Spionagesatelliten. Autor: Daniel Maurat. Entwicklung Die Titan 4 entstand aus der Tatsache, dass die US Air Force zunächst all ihre Spionagesatelliten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/titan-4/" data-wpel-link="internal">Titan 4</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Titan 4 ist der Schlusspunkt der Entwicklung der Titan-Familie. Entwickelt, um für das amerikanische Militär das Space Shuttle zu ersetzen, war es für zwei Jahrzehnte das Arbeitspferd der US Air Force für schwere Spionagesatelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 4 entstand aus der Tatsache, dass die US Air Force zunächst all ihre Spionagesatelliten von nun an mit dem Space Shuttle gestartet werden sollten, doch war das Shuttle-Programm schon beim Jungfernflug 1981 drei Jahre im Verzug und die geplante Startrate stellte sich schnell als völlig utopisch heraus. Zudem war der erste Start für das US-Militär erst 1985 und ein erster Start von Vandenberg, von wo aus die meisten Spionagesatelliten hätten gestartet werden sollen, war erst 1986 geplant (und wurde nach dem Challenger-Unglück aufgegeben). Schließlich entschied man sich, von Shuttle-Programm abzurücken und einen Träger zu bauen, der die neuen schweren Militärsatelliten starten kann. Doch der bis dahin stärkste Träger der US Air Force, die Titan 34D, war zu schwach für diese neue Generation von Spionagesatelliten. Deswegen vergrößerte man die Titan 34D und entwickelte daraus die Titan 4, später auch Titan 4A genannt. Durch die Challenger-Katastrophe 1986 sahen dann die Planer des US-Militärs ihre Entscheidung schließlich als völlig begründet und die Arbeiten an der Titan 4 begannen. Als Startrampen nahm man die alten Raumpen der Titan 3, also SLC 4W in Vandenberg und LC 40 und LC 41 in Cape Canaveral.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titan 4A</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-ee0731b6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan403a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan403a.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start einer Titan 403 A von Vandenberg.<br>(Bild: US Air Force)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 4A war eine Titan 34D, nur größer und leistungsfähiger. Die Booster hatten nun 7 anstatt der bisherigen 5 1/2 Segmente, die Stufen wurden verlängert und man setzte auf eine große Auswahl an Oberstufen: zum einem verwendete man weiter die IUS, wie auch die Titan 34D und das Space Shuttle, aber es gab auch ein Comeback im Titan-Programm: die Centaur wurde wieder für die Titan benutzt. Die neue Version namens Centaur T wurde zunächst für das Space Shuttle gebaut, doch dann gab man das Projekt nach dem Challenger-Unglück auf, da die NASA befunden hatte, dass eine kyrogene Oberstufe in der Shuttle-Ladebucht zu gefährlich wäre. Doch das US-Militär, die hauptsächlich die Entwicklung bezahlt hat, hielt an der Oberstufe und so wurde sie Bestandteil der Titan 4. Aber es waren auch Missionen ohne Oberstufen möglich, vor allem bei schweren Spionagesatelliten, die in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Neuerung bei der Titan 4 war die Nomenklatur der verschiedenen Versionen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Titan 401; Centaur G als Oberstufe; Start von Cape Canaveral</li><li>Titan 402; IUS als Oberstufe; Start von Cape Canaveral</li><li>Titan 403; keine Oberstufe; Start von Vandenberg</li><li>Titan 404; keine Oberstufe; Start von Vandenberg</li><li>Titan 405; keine Oberstufe; Start von Cape Canaveral</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwsichen den Versionen Titan 403 und 404 liegt im benutzten Nutzlastadapter. Sonst waren sie untereinander identisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch es zeichnete sich ein Trend ab, der schon bei der Titan 34D sichtbar war: die Raketen wurden immer teurer. Die durchschnittlichen Startkosten betrugen zwischen 250 und 325 Mio Dollar, und das ohne Oberstufe. Und dieses Problem wurde schlimmer, da die Startrate zwischen dem Erstflug 1989 und dem letzten Flug 1998 immer weiter sank.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titan 4B</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-1ed29600"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan401b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/titan401b.jpg" alt="" width="252" height="377"/></a><figcaption>Der zweite Start einer Titan 4B in der Aufführung Titan 401B. An Bord die Saturnsonde Cassini-Huygens.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 4B ist eine Weiterentwicklung, um noch schwerere Spionagesatelliten zu starten als die Titan 4A. Die größte Verbesserung sind die beiden Feststoffbooster: anstatt 7 Segmente, wie die Titan 4A, hat die neue Titan 4B nur noch drei große Segmente, da es sowohl bei der Titan 4A auch auch beim Space Shuttle zu Katastrophen wegen der Verbingungsstellen zwischen den Segmenten kam und somit das Risiko für ein Versagen der Feldverbindungen sinkt. Außerdem verzichtete man auf die Vektorsteuerung mittels Distickstofftetroxideinspritzung, was auf die Titan 3C zuwückgeht, und verwendet nun schwenkbare Düsen für die Boooster. Sonst glich sie ihrem Vorgänger. Auch hier gibt es eine spezielle Nomenklatur:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Titan 401 B; Centaur G als Oberstufe; Start von Cape Canaveral</li><li>Titan 402 B; IUS als Oberstufe; Start von Cape Canaveral</li><li>Titan 403 B; keine Oberstufe; Start von Vandenberg</li><li>Titan 404 B; keine Oberstufe; Start von Vandenberg</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Version Titan 405 B, also ein Start von Cape Canaveral ohne Oberstufe, wurde bei der Titan 4B nicht genutzt. Der wohl berühmteste Start der Titan 4B ist ihr zweiter Flug am 15. Oktober 1997, bei dem die Saturnsonde Cassini-Huygens gestartet wurde. Bei diesem Start wurde übrigens die Version Titan 401 B, also mit Centaur T-Oberstufe genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch genauso wie bei der Titan 4A waren ihre Starts extrem teuer, weswegen die US Air Force das EELV-Programm ausschrieb, um einen neuen, nicht wiederverwendbaren Träger zu entwickeln. Als Ergebnis kamen die Delta IV und die Atlas V, welche in ihren Schwerlastversionen locker mit der Nutzlastkapazität der Titan 4B mithalten konnten, und so kam es, wie es kommen musste: die US Air Force stellte das Titan 4-Programm ein und startete 2005 ihre letzte Titan 4B. Damit endete die über 40-jahrige Karierre der Titan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ihre Vorgänger verfügt die Titan 4 über zwei Feststoffbooster sowei zwei Hauptstufen und optionaler Oberstufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Booster der Titan 4A vom Typ UA 1207 wurden, wie die Booster der Titan 3, von United Alliant gebaut. Sie sind 34,1 m lang, haben einen Durchmesser von 3,05 m und wiegen voll betankt 319,3 t. Sie bestehen aus sieben Segmenten, die einzeln in der Fabrik befüllt werden. Jeder Booster hat einen Schub von 7.117 kN bei einer Brenndauer von 120 Sekunden, wobei man als Treibstoff den Festtreibstoff HTPB. Jeder Booster verfügt über einen Außentank mit Distickstofftetroxid, dass das N2O4 in den Brennraum im Booster spritzt, um den Schub punktuell zu verändern und die Rakete so eine Art Schubvektorsteuerung bekommt.</li><li>Die Booster der Titan 4B dagegen waren vom Typ USRM (Universal Solid Rocket Motor für universaler Feststoffmotor) von United Alliant, waren 33,5 Meter lang, haben einen Durchmesser von 3,2 und wogen voll betankt 357,2 t. Ein Booster hatte einen Schub von 7.560,7 kN und brannte 140 Sekunden lang. Als Treibstoff wählte man HTPB, der auch schon in den vorherigen Boostern der Titan benutzt wurde. Man verzichtete aber bei der USRM aber auf die Schubvektorsteuerung mittels N2O4-Einspritzung. Dafür verwendete man schwenkbare Düsen, die die Rakete während ihrer Brenndauer steuern.</li><li>Die erste Stufe wurde im Gegensatz zur Titan 34D verlängert. Sie war 23,4 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,05 m und wog voll betankt 163 t. Ihre zwei Aerojet LR-87-11-Triebwerke lieferten einen Schub von 2.428,3 kN bei einer Brenndauer von 164 Sekunden. Als Treibstoff nutzte man den bei der Titan bewährten Treibstoffmix Aerozin 50 und Distickstofftetroxid. Die Stufe wird aber erst gezündet, wenn die Feststoffbooster ausgebrannt sind.</li><li>Die zweite Stufe wurde auch im Vergleich zur Titan 34D verlängert. Sie war nun 9,9 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,05 m und wog voll betankt 39,5 t. Das einzelne Aerojet LR-91-11-Triebwerk hat einen Schub von 459,5 kN bei einer Brenndauer von 223 Sekunden, wobei die Treibstoffkombination Aerozin 50 und Distickstofftetroxid benutzt wird. Sie wird noch während der Brenndauer der ersten Stufe gezündet, wobei die Abgase die erste Stufe wegdrücken. Diese Art von Stufentrennung wird auch heiße Stufentrennung genannt.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 4 kann mit zwei verschiedenen Oberstufen ausgerüstet werden:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Centaur T (T für Titan) hat mit der traditionellen Centaur nur noch die Triebwerke gemein. An sich basierte sie auf der Centaur G und Centaur G Prime, die für das Shuttle-Programm entwickelt wurde. Beide waren an die Ladebucht des Space Shuttles angepasst, wobei die Centaur G Prime länger war. Als das Titan 4-Programm beschlossen wurde, wählte die US Air Force die Centaur G Prime, da sie eine größere Treibstoffkapazität hatte als die Centaur G. Die Centaur T an sich war 9 m lang, hatte einen maximalen Durchmesser von 4,33 m und wog voll betankt 23,9 t. Die zwei Pratt &amp; Whittney RL-10A-3A der Centaur T haben je einen Schub von 73,4 kN und brannten 625 Sekunden lang. Als Treibstoff benutzte man, wie bei allen anderen Centaur-Versionen, die Treibstoffkombination LH2 (flüssiger Wasserstoff) und LOX (flüssiger Sauerstoff), was eine der effektivsten Treibstoffkombinationen ist, die man zur Zeit kennt.</li><li>Die IUS (Inertial Upper Stage) wurde zunächst für das Space Shuttle entwickelt und von der Titan 34D und dann auch für die Titan 4 verwendet. Eigentlich bestand die IUS aus zwei Oberstufen, nämlich einem Orbus 21-Antrieb als erste Stufe und ein Orbus 6-Antrieb als zweite Stufe. Beide Stufen wurden durch einen Adapter miteinander verbunden. Der Orbus 21 ist 3,52 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,34 m und wog voll betankt 10,8 t. Als Treibstoff nutzte es den Festtreibstoff HTPB und hatte einen Schub von 181,5 kN für 152 Sekunden Brenndauer. Der Orbus 6 war dagegen nur 2,08 m lang, hatte einen Durchmesser von 1,61 m und wog voll betankt 3,9 t. Sein Triebwerk hatte einen Schub von 78,4 kN und brannte 103 Sekunden lang. Als Treibstoff nutzte man den gleichen wie in Orbus 21, nämlich HTPB. Das IUS war in der Lage, einen Satelliten direkt in den geostationären Orbit (GEO) zu starten, was sie sehr attraktiv für einen Ersatz für die Transtage machte, die keine Verwendung mehr bei der Titan 4 fand. Zudem war es eine der ersten Feststoffoberstufen, die über eine Drei-Achsen-Stabilisierung verfügte und damit auch keinen Dralltisch benötigte. Das machte ein Einschüsse in den gewünschten Orbit sehr viel präziser, was der Lebenszeit des Satelliten zugute kommt, da man weiniger Treibstoff braucht, um seine Zielposition zu erreichen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Titan 4A und 4B starteten zwischem dem Erststart der Titan 4A am 14. Juni 1989 und dem 19. Oktober 2005 insgesamt 39 Mal, wobei vier Starts fehlschlugen. Alle Starts fanden von SLC 4W in Vandenberg sowie LC 40 und LC 41 in Cape Canaveral statt. Hier eine kleine Statistik der verschiedenen Versionen der Titan 4:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Titan 4A: 22 Starts, 2 Fehlstarts; Erstflug: 14.06.1989; Letzter Flug: 12.08.1998</li><li>Titan 401 A: 9 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 07.02.1994; Letzter Flug: 12.08.1998</li><li>Titan 402 A: 3 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 14.06.1989; Letzter Flug: 22.12.1994</li><li>Titan 403 A: 5 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 08.03.1991; Letzter Flug: 23.10.1997</li><li>Titan 404 A: 3 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 28.11.1992; Letzter Flug: 20.12.1996</li><li>Titan 405 A: 2 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 08.06.1990; Letzter Flug: 03.07.1996</li><li>Titan 4B: 17 Starts, 2 Fehlstarts; Erstflug: 23.02.1997; Letzter Flug: 19.10.2005</li><li>Titan 401 B: 7 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 15.10.1997; Letzter Flug: 09.09.2003</li><li>Titan 402 B: 5 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 23.02.1997; Letzter Flug: 14.02.2004</li><li>Titan 403 B: 3 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 22.05.1999; Letzter Flug: 30.04.2005</li><li>Titan 404 B: 2 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 05.10.2001; Letzter Flug: 19.10.2005</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



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		<item>
		<title>Start von NROL-66 verschoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/start-von-nrol-66-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Feb 2011 15:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Minotaur-1]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Startverschiebung]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der eigentlich für heute geplante Start einer Minotaur I mit dem Spionagesatelliten NROL-66 an Bord wurde aufgrund von technischen Problemen um 24 Stunden verschoben. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: VAFB, SFN. Von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien sollte heute Mittag um 13:26 Uhr MEZ ein Satellit zum Test von neuer Hardware auf [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der eigentlich für heute geplante Start einer Minotaur I mit dem Spionagesatelliten NROL-66 an Bord wurde aufgrund von technischen Problemen um 24 Stunden verschoben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: VAFB, SFN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05022011161717_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05022011161717_small_1.jpg" alt="U.S. Air Force" width="260"/></a><figcaption>
Die Minotaur I auf der Rampe 
<br>
(Bild: U.S. Air Force)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien sollte heute Mittag um 13:26 Uhr MEZ ein Satellit zum Test von neuer Hardware auf Spionagesatelliten starten. Dabei sollte eine Rakete vom Typ „Minotaur I&#8220; benutzt werden.Jedoch machten technische Probleme dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Ungefähr 15 Minuten vor der geplanten Zeit des Abhebens wurde der Countdown angehalten, es wurde jedoch weiterhin ein baldiger Start anvisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach mehreren Startverschiebungen um insgesamt ca. 2 h wurde der Startversuch für den heutigen Tag schließlich abgebrochen. Das Problem, welches sich in der Bodenausrüstung befindet, konnte nicht in der Kürze gelöst werden. Ein neuer Startversuch ist für morgen, Sonntag, den 6. Februar um 13:26 Uhr MEZ angesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9504" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Minotaur 1 mit NROL-66</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Erste Delta IV Heavy startet von Vandenberg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-delta-iv-heavy-startet-von-vandenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 14:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[NROL-49]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pünktlich um 22:10 Uhr und 30 Sekunden MEZ startete zum ersten Mal die größte Rakete aus der Delta-IV-Familie vom kalifornischen Militärstützpunkt Vandenberg. Sie brachte einen amerikanischen Spionagesatelliten ins All. Ein Beitrag von Klaus Donath und Thomas Wehr. Quelle: ULA. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem die Startzeit aufgrund von kreuzendem Weltraumschrott um zweieinhalb Minuten verschoben werden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Pünktlich um 22:10 Uhr und 30 Sekunden MEZ startete zum ersten Mal die größte Rakete aus der Delta-IV-Familie vom kalifornischen Militärstützpunkt Vandenberg. Sie brachte einen amerikanischen Spionagesatelliten ins All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath und Thomas Wehr. Quelle: ULA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-27-33277.mp3"></audio></figure>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-1a63c501"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012011152401_small_1.jpg" alt="spaceflightnow" width="420" height="275"/><figcaption>
Das Startvideo der United Launch Alliance
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Startzeit aufgrund von kreuzendem Weltraumschrott um zweieinhalb Minuten verschoben werden musste, ging der restliche Countdown absolut glatt. Den Start konnte man bis zur Abtrennung der Nutzlastverkleidung verfolgen. Danach brach die ULA (United Launch Alliance), wie bei Starts aus dem NROL-Programm (National Reconnaissance Office) üblich, ab, mit der Meldung eines erfolgreichen Starts, auch wenn der Satellit zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht ausgesetzt ist und die Oberstufe ihre Arbeit noch nicht verrichtet hat.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Nutzlast gibt es keine offiziellen Angaben. Man vermutet aber stark einen Satellit vom Typ KH-12. Ähnliche wurden bereits seit den 1990er Jahren gestartet, zuletzt im Jahre 2005, als die letzte Titan-IV-Rakete vor ihrer Außerdienststellung von Vandenberg abhob. Seitdem gab es keine Möglichkeit mehr, derart schwere Nutzlasten in einen polaren Orbit zu starten. Erst nach dreijähriger Bauzeit und damit verbundenen Kosten in Höhe von 100 Millionen US-Dollar kann jetzt die Delta IV Heavy die Lücke schließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umgebaut wurde der historisch bedeutende Startkomplex 6. Auf diesem sollte früher einmal ein Space Shuttle von der Westküste der USA starten können. Dafür wurde bereits ein Großteil der Start-Infrastruktur fertiggestellt und das Shuttle-Mockup Enterprise war für die Vorbereitungen bereits vor Ort und auf der Startrampe (zu sehen rechts im Bild). Die Geschichte ging nach dem Challenger-Unglück aber einen anderen Weg. Die angestrebte Startrate pro Jahr und die Kosten pro Flug konnten nicht mehr eingehalten werden. Deswegen wurde das Programm kurz vor dem Erststart von Vandenberg gestoppt. Die Gebäude allerdings blieben alle erhalten und wurden in den letzten Jahren umgebaut, um die verschiedenen Leistungsmodelle der Delta IV starten zu können.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit vom Typ KH-12 basiert technisch angeblich auf dem Hubble-Weltraumteleskop und soll einen Spiegeldurchmesser von 4,04 Metern haben. Damit sind rein rechnerisch Auflösungen von bis zu 20 Zentimetern pro Pixel möglich. Des Weiteren sollen sich eine Vielzahl von SIGINT-System an Bord befinden. Als Signals Intelligence (SIGINT) wird die Gewinnung von Informationen, üblicherweise aus abgehörten Funksignalen sowie der Erfassung und Analyse anderer elektronischer Signale, bezeichnet. Abgeschlossen wird die Ausstattung mit einem Laserentfernungsmesser. Das optische System soll bis in den nahen Infrarotbereich empfindlich sein. Damit können auch getarnte oder unterirdisch gelegene Ziele erfasst werden. Als Orbit kommt eine sonnensynchrone, eliptische Bahn von 200 x 1.000 km in Frage mit einer Inklination von 97,8°. Aus der Startzeit berechnete man, dass eventuell der in die Jahre gekommene USA 161, gestartet im Oktober 2001, ersetzt werden soll.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Missionslogo zeigt einen Phoenix welcher aus dem Feuer aufsteigt. Das Motto der Mission &#8222;melior diabolus quem scies&#8220; lässt sich übersetzen mit &#8222;Besser den Teufel, den man kennt&#8220;. Damit spielt man wohl auf die ältere Technik an, die hier nochmal gestartet wurde, die aber keineswegs schlechter sein soll. Erst 2009 hatte Präsident Obama ein Nachfolgeprogramm initiiert. Mit ersten Ergebnissen aus diesem Programm ist aber erst in den nächsten Jahren zu rechnen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile wird aus Amateurbeobachter-Kreisen von zwei funktechnischen Beobachtungen von NROL 49 berichtet, welche Ted Molczan darauf schließen lassen, dass der Initial-Orbit derselbe wie bei USA 186, nach dem Start im Oktober 2005, sei. Daraufhin würden sich folgende Such-Vektoren ergeben: </p>



<pre class="wp-block-preformatted">                                                         163 X 1027 km<br>   1 72001U          11020.92423331  .00988049  00000-0  77000-3 0    09<br>   2 72001  97.9000 135.1447 0620000 185.0000 174.4842 14.90000000    08 </pre>



<p class="wp-block-paragraph">Ted geht von einer Anhebung des Perigäums um ca. 100 km aus, die er für den 22. Januar gegen 19:14 Uhr UTC oder 20:49 Uhr UTC erwartet, weil sich das Objekt dann in der Reichweite von Diego Garcia befindet. Ferner betrachtet er den oben dargestellten Vektorsatz als noch reichlich fehlerbehaftet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8779.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-49</a></li></ul>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-27-33277.mp3" length="5580466" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Delta IV Heavy startet größten Satelliten der Welt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-startet-groessten-satelliten-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 14:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33667</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die ULA (United Launch Alliance) hat gestern Nacht mit der Delta IV Heavy den Spionagesatelliten NRO L-32 gestartet, welcher wahrscheinlich über eine Antenne von 100 Metern Spannweite verfügt. Nach einigen Verzögerungen in den letzten Tagen hob die Delta IV Heavy gegen 23:58 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ULA (United Launch Alliance) hat gestern Nacht mit der Delta IV Heavy den Spionagesatelliten NRO L-32 gestartet, welcher wahrscheinlich über eine Antenne von 100 Metern Spannweite verfügt. Nach einigen Verzögerungen in den letzten Tagen hob die Delta IV Heavy gegen 23:58 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: ULA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-25-37187.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der erste Startversuch am Freitag aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei Temperatursensoren der beiden Booster abgebrochen werden musste, ging gestern alles glatt. Das Wetter hielt und auch die Technik spielte mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies stellt den 4. Start der größten Rakete innerhalb der Delta-IV-Familie dar. Mit 2 weiteren Zentralstufen als Booster und einem Durchmesser der Nutzlastverkleidung von 5 Metern hebt dieser 717 Tonnen schwere Träger so viel Nutzlast in den Orbit, wie kein anderer zur Zeit. Angegeben werden 23 Tonnen für den niedrigen Erdorbit und 13 Tonnen für den Transferorbit zur geostationären Bahn. Letztere war auch das Ziel des gestrigen Starts. Obwohl das Militär keine genaueren Angeben zur Orbitposition Ihres neuen Spionagesatelliten macht, geht man von der Positionierung 127° Ost innerhalb des geostationären Orbits aus, wo er seinen Vorgänger, Mentor 1, ersetzen soll, der sich dort bereits seit 15 Jahren befindet und das Ende seiner Einsatzdauer erreicht haben dürfte. Die ULA hatte sogar noch einmal extra Gelder erhalten, um diesen Start möglichst zeitnah durchführen zu können. Das deutet auch auf seine Wichtigkeit hin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wahrscheinlich zur &#8222;Mentor&#8220;-Klasse gehörende Satellit NRO L-32 soll mit seiner 100 Meter großen Antenne diverse Funksignale von der Erdoberfläche empfangen (abhören) können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit NRO (National Reconnaissance Office) L-32 ist bereits der zweite Start auf der Delta IV Heavy für das NRO Programm durchgeführt worden. Im Januar ist dann auch schon der nächste Start mit der Delta IV Heavy mit NRO L-49 geplant. Dann aber von der Vandenberg Air Force Station in Kalifornien. Starts aus dieser Region sind meist hoch inkliniert und haben nicht selten einen polaren Orbit als Ziel. Aus diesem kann man innerhalb weniger Umläufe fast die gesamte Erdoberfläche beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige war der 351. Start aus dem Delta-Programm, welches 1960 begann, der 14. Flug einer Delta IV und der 4. Flug der großen Delta IV Heavy. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8778.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-32</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-25-37187.mp3" length="4321364" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Kosmos 2455 alias Lotus-S 1 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kosmos-2455-alias-lotus-s-1-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 18:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Plesezk]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein weiterer Satellit ins All gebracht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon, RIA Nowosti. Der Start erfolgte am 20. November 2009 gegen 11:44 Uhr MEZ von der Rampe Nummer 2 des Startkomplexes 16 vom Kosmodrom Plesezk aus, Trägerrakete war eine dreistufige Sojus-U. Der Satellit Kosmos [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums wurde ein weiterer Satellit ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon, RIA Nowosti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 20. November 2009 gegen 11:44 Uhr MEZ von der Rampe Nummer 2 des Startkomplexes 16 vom Kosmodrom Plesezk aus, Trägerrakete war eine dreistufige Sojus-U. Der Satellit Kosmos 2455 gelangte dabei auf eine anfängliche Bahn zwischen 199 und 905 Kilometern bei einer Bahnneigung von 67,2°. 
<br>
Bei der Nutzlast handelt es sich vermutlich um den ersten Vertreter einer neuen Generation weiterentwickelter elektronischer Spionagesatelliten, die auch als Lotus-S bezeichnet werden. Damit würde der Aufbau des neuen Satellitensystems Liana beginnen, das mittelfristig ältere russische Systeme ersetzen soll. Kosmos 2455 beruht auf dem Jantar-Bus von Progress in Samara, die militärische Nutzlast wurde von Arsenal in St. Petersburg geliefert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosmos 2455 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 36095 bzw. als Objekt 2009-063A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong> Nach einem Korrekturmanöver befindet sich Kosmos 2455 jetzt auf einer Bahn mit einem Perigäum von 890 Kilometern über der Erdoberfläche, einem Apogäum von 905 Kilometern über der Erdoberfläche und einer Periode von 103 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6048.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-U mit Lotus-S</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NROL 26 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nrol-26-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 09:51:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Nacht wurde der Satellit NROL 26 mit einer Delta 4 Heavy im Auftrage des National Reconnaissance Office der USA von Cape Canaveral aus gestartet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SatObs, Wikipedia. Der Start wurde von der United Launch Alliance (ULA) vorgenommen und bis zum Abwerfen der Nutzlastverkleidung im Internet übertragen. Nutzlast [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute Nacht wurde der Satellit NROL 26 mit einer Delta 4 Heavy im Auftrage des National Reconnaissance Office der USA von Cape Canaveral aus gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SatObs, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012009105134_small_1.jpg" alt="via Wikipedia" width="260"/><figcaption>
Delta 4 Heavy beim Start. 
<br>
(Bild: via Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start wurde von der United Launch Alliance (ULA) vorgenommen und bis zum Abwerfen der Nutzlastverkleidung im Internet übertragen. Nutzlast ist vermutlich der vierte Satellit der Mentor-Baureihe. Er wird im Geostationären Orbit über Amerika positioniert und soll von dort aus Funkübertragungen auch schwacher Sendegeräte abhören können. Dazu verfügt er nach unbestätigten Angaben über eine Radioantenne mit etwa 100 Metern Durchmesser. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des dreiachsenstabilisierten Spionagesatelliten erfolgte, nach mehrmaliger Verschiebung in den letzten Monaten (Technik) und Tagen (Wetter) sowie weiteren kleineren Verzögerungen aufgrund nicht näher bezeichneter technischer Probleme in der Nacht, um 3:47 Uhr MEZ vom Startkomplex 37C im militärischen Bereich von Cape Canaveral. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Einzelheiten werden über offizielle Kanäle nicht bekanntgegeben. Die Anfangsbahn des Satelliten NROL 26 (Mentor 4), der auch die Bezeichnung USA 202 erhält, soll zwischen 278 und 36.398 km bei einer Bahnneigung von 27,3 Grad liegen. NROL 26 ist der erste in diesem Jahr gestartete Raumflugkörper und erhält daher die COSPAR-Bezeichnung 2009-01A.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das NRO war im Zusammenhang mit seinen Satelliten im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, als ein außer Kontrolle geratener Satellit einer anderen Baureihe (Radaraufklärung) mittels einer Rakete vom Boden aus zerstört wurde. Die Überreste von NROL 21 wurden durch die dünne Restluft gebremst und verglühten im Verlaufe von Monaten in den dichten Schichten der Erdatmosphäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delta-4-Heavy ist inklusive Nutzlastverkleidung mit über 70 Metern derzeit die höchste Trägerrakete der Welt und nach dem Space-Shuttle-System die zweitstärkste. Der Erststart der im Rahmen des Evolved Expendable Launch Vehicles (EELV) entwickelten und umweltfreundlich ausschließlich mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betriebenen Rakete erfolgte im Dezember 2004. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4177.msg74205#msg74205" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL 26 ab Countdown</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3410.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">US-Spionagesatellit stürzt im März auf die Erde</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/usa-193-letztes-truemmerstueck-verglueht/" data-wpel-link="internal">USA 193 &#8211; letztes Trümmerstück verglüht</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nrol-26-gestartet/" data-wpel-link="internal">NROL 26 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japan militarisiert sein Weltraumprogramm</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-militarisiert-sein-weltraumprogramm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 11:59:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30943</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die japanische Regierungspartei legte einen Gesetzentwurf für die militärische Nutzung des Alls vor. Ein Beitrag von Markus Rösken. Quelle: Asahi.com. Die regierende japanische Liberal Democrativ Party (LDP) legte am Mittwoch einen Gesetzesentwurf vor, nach dem die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) sich aktiv am Bau von Spionagesatelliten beteiligen können. Die bisherige Gesetzesvorlage schließt das Militär von der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japan-militarisiert-sein-weltraumprogramm/" data-wpel-link="internal">Japan militarisiert sein Weltraumprogramm</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Regierungspartei legte einen Gesetzentwurf für die militärische Nutzung des Alls vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Markus Rösken</a>. Quelle: Asahi.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die regierende japanische Liberal Democrativ Party (LDP) legte am Mittwoch einen Gesetzesentwurf vor, nach dem die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte (SDF) sich aktiv am Bau von Spionagesatelliten beteiligen können. Die bisherige Gesetzesvorlage schließt das Militär von der Raumfahrt aus. In den Statuten der Weltraumbehörde JAXA ist ein „rein friedlicher Nutzen“ festgelegt. Dieser wird durch die pazifistische Nachkriegsverfassung unterstützt.  <br>Als jedoch 1998 Nordkorea mit Raketentests begann, bei denen japanisches Territorium überflogen wurde, dauerte es weniger als drei Monate bis der Bau von „Multifunktionssatelliten“, sprich Spionagesatelliten, verabschiedet wurde. Die Information Gathering Satellites (IGS) wurden zwischen den Jahren 2003 und 2007 gestartet. Die plötzliche Entscheidung, die Spionagesatellitenprojekte in die eng gesteckten Finanzierungs- und Startpläne der JAXA einzuschieben, behinderte laufende Projekte immens. Sollte der Gesetzesentwurf im August dieses Jahres durchgebracht werden, so können sich das Militär und Privatfirmen am Bau von Spionagesatelliten beteiligen, was ein großer Wandel in der Politik der japanischen Weltraumfahrt darstellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10062007135924_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Das 
<i>Tanegashima Space Center</i>
 mit der Startanlage für 
<i>H-IIA</i>
-Trägerraketen: Militärische Satelliten starten häufiger. 
<br>
(Foto: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jede weitere Militarisierung Japans, auch wenn sie nur in kleinen Schritten erfolgt, wird von den Nachbarn in der Region mit Misstrauen verfolgt. Schon länger wird auch über die Möglichkeit der Japaner zu einer atomaren Aufrüstung debattiert. Technisch, finanziell und politisch wäre es wahrscheinlich, vor allem durch die Rückendeckung der USA, kein Problem für Japan innerhalb von wenigen Monaten Nuklearwaffen zu bauen. Bisher kollidierten jedoch die verfassungsrechtlichen Hürden und die rein zivile Auslegung der japanischen Weltraumorganisation <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Japan_Aerospace_Exploration_Agency" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">JAXA</a> mit dem Aufrüstungswillen einiger Politiker. Die Sorge, die in anderen asiatischen Nachbarländern umgeht, ist berechtigt: Wenn Japan angesichts der nordkoreanischen Bedrohung innerhalb von zwei Monaten Spionagesatelliten bewilligen und in kürzester Zeit dreißig Jahre alte Gesetze kippen kann, dann ist die Grenze zu einer atomaren Bewaffnung vielleicht dünner als sie scheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Politik der potentiellen Bedrohung versucht das Inselreich seine Möglichkeiten zu einer härteren Gangart außenpolitisch zu transportieren, ohne sie jedoch tatsächlich durchzuführen. Sollte nun aber ein Weltraum-Wettrüsten in der Region losgetreten werden, könnte es für die JAXA mit ihrem geringen Budget zu enormen Schwierigkeiten kommen oder aber zu einer staatlich finanzierten Militarisierung des Programms, an dem sowohl innerhalb der JAXA als auch sonst kaum jemand in der Region Interesse haben dürfte.   
</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Abschied von der Titan Familie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/abschied-von-der-titan-familie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2005 13:48:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Titan IV]]></category>
		<category><![CDATA[Trägerrakete]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesen Mittwoch absolvierte die Titan Trägerrakete ihre letzte Mission. Nach einer 50 jährigen Erfolgsgeschichte brachte eine Titan 4 Rakete erfolgreich einen Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn. Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: Spaceflight Now. Um 11:05 PDT Pacific Daylight Time (18:05 Greenwich Zeit) hob die mächtigste Titan Rakete, eine Titan 4, zur letzten Mission ab. Der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Diesen Mittwoch absolvierte die Titan Trägerrakete ihre letzte Mission. Nach einer 50 jährigen Erfolgsgeschichte brachte eine Titan 4 Rakete erfolgreich einen Spionagesatelliten in die Erdumlaufbahn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 11:05 PDT Pacific Daylight Time (18:05 Greenwich Zeit) hob die mächtigste <i>Titan</i> Rakete, eine <i>Titan 4</i>, zur letzten Mission ab. Der Start am Mittwoch markierte den 200sten <i>Titan</i> Start von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien. Mit den 168 Starts von Cape Canaveral fanden seit dem ersten Titan Start im Jahr 1959 insgesamt 368 Starts der Titan Rakete statt.  Das Programm wurde vor 50 Jahre gestartet um eine zweistufige Interkontinentalrakete zu entwickeln. Nach kurzer Zeit entstanden aus den Interkontinentalraketen Trägerraketen für die verschiedensten Weltraummissionen, die immer mehr verbessert wurden und von militärischen Spionagesatelliten über Weltraumsonden auch Astronauten in die Erdumlaufbahn beförderten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102005154817_small_1.jpg" alt="None" width="426" height="389"/><figcaption>
Solche Bilder wie dieses wird es in Zukunft nicht mehr geben: Die 
<i>Titan 4</i>
 Trägerrakte hebt zum letzten Mal ab. (Credit: 
<i>LA Daily News</i>
)  
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Start einer <i>Titan</i> Rakete fand 1959 mit der Version <i>Titan 1</i> statt. Die Version <i>Titan 2</i> brachte einst die <i>Gemini</i> Astronauten in die Erdumlaufbahn. Später führten die <i>Titan</i> Raketen hauptsächlich militärische Mission aus. Neben diesen meist unter der Rubrik &#8222;Top Secret&#8220; laufenden Militärmissionen waren es aber auch <i>Titan</i> Trägerraketen in denen die bekannten <i>Viking</i> Weltraumsonden ihre Reisen zum Mars, die <i>Voyager</i> Weltraumsonden ihre Reise zu den äußeren Planeten unseres Sonnensystems und <i>Cassini</i> seine Reise zum Saturn starteten.   Letztendlich wurde die <i>Titan 4</i> Trägerrakete, die mächtigste Rakete der Titan Familie, entwickelt, die eine enorme Steigerung der Leistung, sowie Nutzlastkapazität gegenüber deren &#8222;jüngeren Brüdern&#8220; besaß.   Nach dieser 50 jährigen Erfolgsgeschichte wird nun die <i>Titan</i> Flotte durch eine neue Generation von Trägerraketen, wie der <i>Atlas 5</i> oder <i>Delta 4</i> Trägerrakete, ersetzt werden.  </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/abschied-von-der-titan-familie/" data-wpel-link="internal">Abschied von der Titan Familie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
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