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	<title>CNSA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>CNSA &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Raumschiff Shenzhou-20 &#8211; Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumschiff-shenzhou-20-mission-notfallreaktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 23:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[chinesische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD. Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026 Aufbau [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor dem Rückflug der Besatzung des Raumschiff Shenzhou-20 wurde beim Check der Rückkehrkapsel ein Schaden an einem Bullauge festgestellt und an die CNSA gemeldet. Daraufhin wurde an der Lösung des Problems gearbeitet und letzlich auch gefunden. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Autors HausD.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: CNSA, CMSA, CMSE, FCS, NSF, CSF, CCTV 13; 30. Januar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau des Bullauges</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-rl_caption="" title="Grafik CMSA: Dreischeibiges Bullauge Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou unten: Innenseite der Shenzhou Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas rechts: Versiegelung" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="215" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg" alt="" class="wp-image-150347" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/1-up083393-400x215-1-300x161.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Grafik CMSA</mark>: Dreischeibiges Bullauge</em><br><em>Anordnung: oben: Aussenseite der Shenzhou</em><br><em>                   </em> <em>unten: Innenseite der Shenzhou<br>Beschriftung: oben links: hitzebeständiges Glas<br>                     oben mitte: mittleres druckbeständiges Glas<br><em>                     </em>oben rechts: innere Schicht aus drucktragendem Glas</em><br><em>                    </em> <em>rechts: Versiegelung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der äußeren, anorganischen siliziumbasierten hitzebeständigen Scheibe (oben) ist der Schaden entstanden und diese Scheibe ist noch nicht druckentlastend. Sie ist aber bereits umschlossen von der Hitzeisolierung, die das ganze Rückkehrteil umschließt. Die inneren, metallsilikatbasierten Scheiben sind in eine versiegelnde Schicht eingebettet, ähnlich wie die Dichtungsgummis am Koppelstutzen. Die beiden inneren Glasschichten weisen Temperaturen nahe dem mittleren und normalen Temperaturbereich auf, was die Abdichtung erleichtert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rückflug der Besatzung der CSS mit dem Raumschiff Shenzhou-20 war geplant. Vor dem Ablegetermin wurden am 04.11.2025 die Funktionen und der Zustand der Rückkehrkapsel von Shenzhou-20 routinemäßig überprüft. Bei der Inspektion des Zustandes der Sichtfenster fielen dem Piloten von Shenzhou-20 Verletzungen am Sichtfenster auf der Seite des 1. Flug-Ingenieurs auf, wovon er von innen einige Fotos machte und diese an die Chinesische Raumfahrtbehörde schickte. Darauf war, etwas undeutlich, eine Scharte und eine dreieckige Absplitterung der äußeren Scheibe am Rand dieses Sichtfensters zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mission &#8222;Notfallreaktion&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin war ein Rückflug der Besatzung von Shenzhou-20 fraglich geworden und es wurde sofort eine Expertenkommision zusammengeholt. Diese organisierte umgehend Simulationsanalysen und experimentelle Überprüfungen, passte den Missionsplan an, aktivierte Notfallmaßnahmen, und entschied auch, dass sofort damit begonnen wird hochauflösende Fotos der Schadensstelle anzufertigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da eine Rückkehrkapsel beim Wiedereintritt in die Atmosphäre, auch an der Schadstelle, Reibungstemperaturen von über 1.000 °C ausgesetzt sein dürfte, wurde die Shenzhou-20 im Ergebnis als ungeeignet für eine bemannte Rückkehr eingestuft und die Rückkehr der Taikonauten verschoben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20 Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150350" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/2-jbQ4rk2-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC: </mark>Zhang Lu (rote Streifen) untersucht das Bullauge von SZ-20</em><br><em>Er steht dabei auf dem Hand-Ende des Roboterarms und schaut auf die Rückkehrkapsel in der Höhe des beschädigten Fensters.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14.11.2025, ist die Besatzung Shenzhou-20 mit dem Raumschiff Shenzhou-21 in der Inneren Mongolei gelandet. Damit war ein Anlegeplatz für ein nächstes Shenzhou Raumschiff freigeworden und Shenzhou-22 wurde dann am 25.11.2025 als &#8222;Notfallreaktion&#8220; ohne eine Besatzung, aber mit 600 kg Material und Versorgungsgütern für die beiden Besatzungen auf der CSS gestartet. Bei der Pressekonferenz der Shenzhou-20 Besatzung betonten die Rückkehrer auch, dass die ihnen gegebenen Aufgaben sie, in der &#8222;Wartezeit&#8220; auf den dann endgültigen Plan, psychisch und physisch stabil gehalten haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Untersuchung des Bullauges</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taikonauten von Shenzhou-20 fotografierten die Anomalie dann gemäß den Anweisungen aus verschiedenen Winkeln, Vergrößerungen und unter verschiedenen Lichtverhältnissen von innen. Das Team von Shenzhou-21 führte am 09.12.2025 einem Aussenbord-Einsatz mit der Unterstützung durch den Roboter-Arm durch und fertigte dabei mit einer hochauflösenden Kamera auch noch Nahaufnahmen des beschädigten Fensters der Rückkehrkapsel an.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/BACC: Feitian-Anzug B (blau) verpackt" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150353" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/3-73406710-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/BACC</mark>: Feitian-Anzug B (blau) verpackt</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung der Fracht zur Rückkehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Li Liang, Ing. des BACC, erläuterte den Teil des Notfallplans der sich mit der Rüchführung der Landekapsel befasst und erklärte, dass die Beladung der Kapsel sehr genau erfolgen muss. Eine unbemannte Konfiguration, kombiniert mit den mehreren großen Nutzlasten, die das Raumschiff transportiert, führt zu einer deutlich anderen Massenverteilung als bei einer Standardmission mit Besatzung. Daher mussten die Taikonauten vor der Rückkehr des Raumschiffs die Nutzlast sorgfältig ausbalancieren und den Schwerpunkt des Raumschiffs beibehalten, um die Stabilität während der Rückkehr zu gewährleisten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-rl_caption="" title="Bild CCTV 13: EVA-B Anzug blau" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150355" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/4-005Meirwly-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CCTV 13</mark>: EVA-B Anzug blau</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Feitian-Anzug B gehörte zur Fracht</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Text, der Kamera der Rückkehrkapsel aus Shenzhou, auf dem Bild der beladenen Rückkehrkapsel, das vom Flugleitzentrum in Peking empfangen wurde, zeigt auch, dass die Geräte auf der Landekapsel stabil (über die &#8222;Himmels-Brücke&#8220;, dem Sat.-System Chinas) mit dem Peking Raumfahrt Kontroll-Zentrum (BACC) verbunden sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Feitian-EVA-Anzug liegt verpackt auf dem mittleren Sitz der SZ-20 Kapsel und ragt etwas über die beiden Nachbarsitze. An den Befestigungspunkten , die für die Kniehalterungen der Taikonauten gedacht sind, ist das Paket mit dem Anzug gegen Umherfliegen bei der Landung gesichert. Links oben ist das intakte Bullauge zu sehen, rechts unten sieht man die Kopfschale des Sitzes von Flug-Ing. 2, dort befindet sich das betroffene Bullauge. Dieser Feitian-EVA-Anzug B wurde von 11 Taikonauten bei 8 bemannten Raumflügen verwendet. Es sind weitere Pakete und Teile am Fußende und Kopfende des mittleren Sitzes und auf der Innenseite des dahinterliegenden Hauptfallschirm-Containers auszumachen, die gut verzurrt mit auf die Rückreise gehen sollen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/FCS: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150357" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/5-imag2403-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/FCS</mark>: Anbringung der grauen Matte als Abdeckung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landung</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/CNSA: Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150360" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/6-82e4e451ly1i9fy512seoj21hc140nis-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/CNSA:</mark> Die Abdeckung der Schadstelle nach der Landung</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung erfolgte ohne Zwischenfälle, jedoch stand die Kamera etwas zu niedrig, sodass man nur die Staubwolke nach dem Abbremsen der Kapsel, aber nicht die Kapsel selbst sehen konnte. Auch die Bilder vom Hubschrauber aus zeigen nur den relativ ruhigen Zusammenfall des Fallschirms. Die ersten Bilder zeigten dann schon die stehende Kapsel mit dem am Boden liegenden Fallschirm und die Bergemannschaft, die deutlich kleiner war, als wenn eine Besatzung gelandet wäre. Die erste Arbeit der Experten vorort war das Anbringen einer Abdeckung der Schadstelle. Diese dient offenbar dem Schutz der Schadstelle vor Veränderung und Schmutzteilchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-rl_caption="" title="Bild CMSA/weipu/NSF: Erste Güter werden entnommen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-150362" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/7-0033ImPzly1i9fwekenm6j61hc0zk45002-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMSA/weipu/NSF</mark>: Erste Güter werden entnommen</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deutlich erkennt man, dass diese Schutzmatte nicht mit im All war, sondern noch neu ist. Auf dem Bild liegt die zusammengeklappte, an die Kapselkontur angepasste Leiter, mit deren Hilfe das untere Seil mit dem Schloss des Fallschirms zurück in den Container des Hauptfallschirms (große runde Öffnung) gelegt wurden. Das über der Schutzmatte befindliche Funk- und Lichtbakensystem wurde damit ebenfalls deaktiviert. Nachdem alle Sicherungsmaßnahmen an der Kapsel erfolgt waren, wurden die beiden Sichtfenster mit Abdeckscheiben , die von einem blauen Spanngurt gehalten wurden, für den Abtransport mit dem Bergetransporter vorbereitet. Zum Entladen wurde dann die Arbeitsbühne aufgestellt und die zurückgebrachten Güter über die Rutsche zu Boden gelassen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-4778f047"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-rl_caption="" title="Bild CMS/CNSA: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="250" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg" alt="" class="wp-image-150364" style="width:250px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1.jpg 250w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/8-bafkreidk64-250x400-1-188x300.jpg 188w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Bild CMS/CNSA</mark>: Anzug-Paket wird aus der SZ-20 Kapsel gehoben</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem mehrere Pakete und Teile aus der Rückkehrkapsel SZ-20 gehoben wurden, wird nun auch vom Kran des Bergetransporters das Paket mit dem Feitian-EVA-Anzug herausgezogen. Er ist der erste Raumanzug für Außenbordeinsätze, der das Ziel &#8222;4 Jahre, 20 Nutzungen&#8220; für die CSS Tiangong erreicht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hat die Landung der beschädigten Rückkehrkapsel von SZ-20 noch ein gutes Ende genommen, es hätte auch schlimmer kommen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die letzte Meldung besagt, dass sie sich in den Händen der Pekinger Fachleute befinden soll…</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-e16fe4e2"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20422.msg583261#msg583261" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Shenzhou-20 auf CZ-2F Y20</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA: Ein Einwegtelefonat auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-ein-einwegtelefonat-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Dec 2021 15:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im vergangenen November wurden von der ESA-Raumsonde Mars Express eine Reihe von Kommunikationsexperimenten mit dem chinesischen Marsrover Zhurong durchgeführt. Mars Express hat die vom Rover „blind“ gesendeten Daten erfolgreich erfasst und zur Erde weitergeleitet, wo sie an das Zhurong-Team in China übermittelt wurden. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 3. Dezember 2021 &#8211; [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im vergangenen November wurden von der ESA-Raumsonde Mars Express eine Reihe von Kommunikationsexperimenten mit dem chinesischen Marsrover Zhurong durchgeführt. Mars Express hat die vom Rover „blind“ gesendeten Daten erfolgreich erfasst und zur Erde weitergeleitet, wo sie an das Zhurong-Team in China übermittelt wurden. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MEXrelaysdatafromZhurongESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MEXrelaysdatafromZhurongESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Kommunikationsexperimente mit Zhurong und Mars Express &#8211; Illustration. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">3. Dezember 2021 &#8211; 13:07 Uhr MEZ, 7. November 2021, Utopia Planitia: Der Zhurong-Rover zeigt mit seiner Antenne in den Himmel über dem Mars. Jeden Moment wird ESAs Mars Express über ihn hinweg fliegen. Zhurong sendet ein Signal in den Weltraum. Er kann nicht wissen, ob seine Nachricht ankommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lander und Rover sammeln auf dem Mars Daten, die den Wissenschaftlern helfen, grundlegende Fragen über die Geologie, die Atmosphäre, die Oberflächenbeschaffenheit, die Geschichte des Wassers und das Potenzial für Leben auf dem Roten Planeten zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Daten zur Erde zu bringen, werden sie zunächst an Raumsonden in der Marsumlaufbahn übertragen. Diese Satelliten nutzen dann ihre viel größeren und leistungsfähigeren Sender, um die Daten durch den Weltraum zur Erde zu übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Normalerweise sendet ein Satellit wie der Mars Express der ESA zuerst ein Rufsignal an einen Rover, quasi als &#8218;Hallo&#8216;-Nachricht“, sagt James Godfrey, Mars Express Spacecraft Operations Manager.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Rover sendet dann eine Antwort zurück, um eine stabile Kommunikation herzustellen und den wechselseitigen Informationsaustausch zu beginnen. Das setzt aber voraus, dass das Funksystem des Rovers mit dem des Satelliten kompatibel ist.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MEXrelayssdatafromCNSAZhurongESA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MEXrelayssdatafromCNSAZhurongESA60.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESAs Mars Express leitet Daten vom Rover Zhurong der CNSA weiter &#8211; Illustration. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Mars Express-Satellit sein &#8218;Hallo&#8216;-Signal auf anderen Frequenzen sendet als der chinesische Marsrover Zhurong, ist eine Zwei-Wege-Kommunikation unmöglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Zhurong kann sehr wohl ein Signal auf einer Frequenz senden, die der Mars Express-Satellit dann auch empfangen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Radio-Equipment des Mars Express-Satelliten verfügt über einen Modus, die diese einseitige Kommunikation ermöglicht &#8211; eine Kommunikation „im Blindflug“, bei der der Sender nicht sicher sein kann, ob sein Signal empfangen wird &#8211; doch bis jetzt wurde diese Technik noch nicht auf der Raumsonde getestet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MarsExpressArtESAAlexLutkus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MarsExpressArtESAAlexLutkus26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mars Express über dem Mars &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA/Alex Lutkus)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im November führten die ESA Mars Express- und CNSA Zhurong-Teams eine Reihe von experimentellen Kommunikationstests durch, bei denen Mars Express diesen „Blind“-Modus nutzte, um nach Signalen zu lauschen, die vom Zhurong-Rover gesendet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experimente wurden am 20. November 2021 mit einem erfolgreichen Test abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Mars Express-Satellit hat die vom Rover gesendeten Signale erfolgreich empfangen, und unsere Kollegen vom Zhurong-Team haben bestätigt, dass alle Daten in sehr guter Qualität auf der Erde angekommen sind“, sagt Gerhard Billig von der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir freuen uns darauf, in Zukunft weitere Tests durchzuführen, um weiter zu experimentieren und diese Kommunikationsmöglichkeit zwischen den einzelnen Raumflugkörpern weiter zu verbessern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vom Mars Express-Satellit übermittelten Daten erreichten die Erde im ESA-Raumfahrtkontrollzentrum ESOC in Darmstadt, Deutschland, über Deep Space-Kommunikationsantennen. Von dort aus wurden diese Daten an das Zhurong-Team im Pekinger Raumfahrtkontrollzentrum weitergeleitet, das den Erfolg des Tests bestätigte.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4079.msg523538#msg523538" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Express (MEX) auf Sojus-Fregat ST11 von Baikonur</a></li></ul>
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		<title>China: Mondrover aufgewacht, Lander sendet Panorama</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-mondrover-aufgewacht-lander-sendet-panorama/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2019 10:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Chang'e 4]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Queqiao]]></category>
		<category><![CDATA[Yutu 2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Mondrover Yutu 2 wurde zum 10. Januar 2019 reaktiviert. Der Lander, der ihn zur Mondoberfläche gebracht hatte, schickte via Relaissatellit Queqiao ein 360-Grad-Panorama zur Erde. Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CAS, CNSA. Die nationale chinesische Raumfahrtagentur (China National Space Administration, CNSA) meldete am 11. Januar 2019, dass die Reaktivierung des Mondrovers Yutu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der chinesische Mondrover Yutu 2 wurde zum 10. Januar 2019 reaktiviert. Der Lander, der ihn zur Mondoberfläche gebracht hatte, schickte via Relaissatellit Queqiao ein 360-Grad-Panorama zur Erde.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CAS, CNSA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780067cnsa1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="360-Grad-Panorama" data-rl_caption="" title="360-Grad-Panorama" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780067cnsa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>360-Grad-Panorama (Vogelperspektive) der TCAM von Chang&#8217;e 4</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationale chinesische Raumfahrtagentur (China National Space Administration, CNSA) meldete am 11. Januar 2019, dass die Reaktivierung des Mondrovers Yutu 2 am 10. Januar 2019 gegen 0:00 Uhr Pekinger Zeit erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Wegen hohen Mittagstemperaturen war Yutu 2 in eine Art Mittagsschlaf versetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rover, der Lander Chang&#8217;e 4 und der Relaissatellit Queqiao befanden sich laut CNSA am 11. Januar 2019 um 8:00 Pekinger Zeit in stabilen Betriebszuständen und sollen alle vorgesehenen Aufgaben wie geplant erfüllt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geländekamera (Terrain-Kamera, TCAM) des Landers nahm eine Reihe von Bildern der Umgebung der Landestelle auf. Die Bilder der hochauflösenden CMOS-Kamera erreichten über Queqiao die Erde, wo Wissenschaftler aus den Bilddaten ein 360-Grad-Panorama zusammensetzen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur 640 Gramm Masse hat die TCAM. Ihre Abmessungen betragen 92 x 105 x 118, 9 mm. Sie ist auf einer um 360 Grad rotierbaren Plattform montiert, welche außerdem jeweils bis zu 120 Grad unter oder über die horizontale Null-Lage gekippt werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780073cnsa2000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="360-Grad-Panorama der TCAM" data-rl_caption="" title="360-Grad-Panorama der TCAM" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780073cnsa600.jpg" alt=""/></a><figcaption>360-Grad-Panorama der TCAM von Chang&#8217;e 4<br>(Bild: CNSA)</figcaption></figure></div>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12053.msg441874#msg441874" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chang’e 4 &#8211; Mondlander und Rover</a></li></ul>
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		<title>Yutu 2: Chinas 2. Rover sammelt erste Erfahrungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yutu-2-chinas-2-rover-sammelt-erste-erfahrungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2019 07:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aitken-Becken]]></category>
		<category><![CDATA[Chang'e 4]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Queqiao]]></category>
		<category><![CDATA[Von Karman Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Yutu 2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Yutu 2 gelangte am 3. Januar 2019 an Bord des Landers Chang&#8217;e 4 auf den Mond. Noch am Tag der Landung rollte das Gefährt auf die Mondoberfläche und führte erste Aktionen aus. Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CGTN, CNSA. Rund sieben Stunden nach dem Aufsetzten im Krater Von Kármán auf der südlichen Hemisphäre des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Yutu 2 gelangte am 3. Januar 2019 an Bord des Landers Chang&#8217;e 4 auf den Mond. Noch am Tag der Landung rollte das Gefährt auf die Mondoberfläche und führte erste Aktionen aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CGTN, CNSA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/yutu2wheelonlandercnsa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Roverrad an Bord von Chang&#039;e 4" data-rl_caption="" title="Roverrad an Bord von Chang&#039;e 4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/yutu2wheelonlandercnsa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Roverrad an Bord von Chang&#8217;e 4<br>(Bild: CNSA / CLEP)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Rund sieben Stunden nach dem Aufsetzten im Krater Von Kármán auf der südlichen Hemisphäre des Mondes im Aitken-Becken war es soweit: Yutu 2 rollte von der Transportplattform auf dem Lander herunter, nachdem sich eine passende Rampe entfaltet hatte, die bis auf die Oberfläche reichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kommando zum Absetzten von Yutu 2 war aus einem Flugkontrollzentrum in Peking über den Relaissatelliten Queqiao am 3. Januar 2019 gegen 15:07 Uhr Pekinger Zeit an den Lander übermittelt worden. Anschließend wurden mechanische Verriegelungen zwischen Lander und Rover getrennt, und der Rover entfaltete seine Solarzellenausleger und seinen Mast. Auf der entfalteten Rampe rollt Yutu 2 los in Richtung Mondoberfläche. Gegen 22:22 Uhr Pekinger Zeit (14:22 Uhr UTC) war es geschafft: Yutu 2 stand mit seinen Rändern auf der Oberfläche des Mondes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Aufgabe des Rovers wird es dann sein, ein Bild vom Lander anzufertigen, bevor er mit der Erkundung der Umgebung im Von Kármán-Kraters – Durchmesser 186 Kilometer &#8211; beginnt. Zur Erfüllung seiner ersten Aufgaben hat der Rover Zeit bis zum 12. Januar 2019. Anschließend beginnt eine rund 14 Tage dauernde Phase der Mondnacht, während der der Rover laut Plan nicht aktiv sein wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780030cnsa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Yutu 2 hat den Mondboden erreicht" data-rl_caption="" title="Yutu 2 hat den Mondboden erreicht" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780030cnsa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Januar 2019: Yutu 2 hat den Mondboden erreicht<br>(Bild: CNSA / CLEP)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Messungen des Chang&#8217;e-4-Landers haben zwischenzeitlich im Sonnenlicht Maximaltemperaturen im Bereich von 107 Grad Celsius ermittelt. Während der Mondnacht erwartet man einen Temperaturabfall auf -180 Grad Celsius. Damit Ausrüstung und Instrumente des Rovers während der Mondnacht keinen Schaden nehmen, willl man Yutu 2 rechtzeitig in einen Schlafmodus versetzten, beim dem seine beiden Solarzellenausleger auf seinem Rücken eingefaltet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aktuell ist Pause. Den hohen Mittagstemperaturen ist es geschuldet, dass Yutu 2 in eine Art Mittagsschlaf versetzt wurde. Ab 10. Janur 2019 soll der Rover dann neue Aktivitäten angehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780050cnsa.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Yutu 2: Eine erste Fahrstrecke ist absolviert" data-rl_caption="" title="Yutu 2: Eine erste Fahrstrecke ist absolviert" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780050cnsa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Yutu 2: Eine erste Fahrstrecke ist absolviert<br>(Bild: CNSA / CLEP)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erkenntnisse aus dem Betrieb des Vorgängers von Yutu 2 flossen in die Entwicklung des neuen Rovers ein. Erfahrungen, die mit Yutu unter den extremen Bedingungen auf dem Mond mit seinen heftigen Temperaturunterschieden und spezifischen Oberflächeneingenschaften gemacht wurden, halfen bei der Entwicklung verbesserter Materialien und angepasster Technik für den neuen Rover, berichtet Jia Yang, stellvertretender Leiter der Roverentwicklung, dem chinesischen Staatsfernsehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegungsbetriebsdauer von Yutu 2 beträgt drei Monate. Techniker und Wissenschaftler aus China &#8211; und wohl auf der ganzen Welt – hoffen jedoch, dass dem neuen Rover eine deutlich länger aktive Einsatzzeit beschieden sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name Yutu 2 wurde nach einer öffentlichen Ausschreibung festgelegt. Die nationale chinesische Raumfahrtagentur (China National Space Administration, CNSA) teilte mit, zwischen dem 15. August 2018 und dem 5. September 2018 seien 42.945 Vorschläge für einen Namen für den neuen Rover eingegangen. Dabei seien 3.192 Namen von mindestens zwei Einreichern vorgeschlagen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer zweiten Auswahlrunde konkurrierte die Bezeichnung Yutu 2 mit neun anderen. Unter letzeren waren beispielsweise &#8222;Tansuo&#8220; (Erkundung), &#8222;Guangming&#8220; (Licht), und &#8222;Jintu&#8220; (Goldener hase). Durchgesetzt hat sich schließlich Yutu 2 &#8211; „Jadehase Nr. 2“.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12053.msg441100#msg441100" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chang’e 4 &#8211; Mondlander und Rover</a></li></ul>
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		<title>1. Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/1-landung-auf-der-erdabgewandten-seite-des-mondes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jan 2019 07:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aitken-Becken]]></category>
		<category><![CDATA[Chang'e 4]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[LND]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Queqiao]]></category>
		<category><![CDATA[Von Karman Krater]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Mondlander Chang&#8217;e 4 aus China hat sein Ziel erreicht. Erste Bilder vom Anflug und ein Blick über die Oberfläche nach der Landung wurden über den Relaissatelliten Queqiao zur Erde übertragen. Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CAS, CNSA, DLR, IRF, Xinhua. Chang&#8217;e 4 (嫦娥四号) ist für Chinas nationale Weltraumbehörde (Chinese National Space Administration, CNSA) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/1-landung-auf-der-erdabgewandten-seite-des-mondes/" data-wpel-link="internal">1. Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Mondlander Chang&#8217;e 4 aus China hat sein Ziel erreicht. Erste Bilder vom Anflug und ein Blick über die Oberfläche nach der Landung wurden über den Relaissatelliten Queqiao zur Erde übertragen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes; Quelle: CAS, CNSA, DLR, IRF, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780003CNSACLEP.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das erste Bild der Mondoberfläche nach der Landung von Chang&#039;e 4" data-rl_caption="" title="Das erste Bild der Mondoberfläche nach der Landung von Chang&#039;e 4" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/6780003CNSACLEP260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das erste Bild der Mondoberfläche nach der Landung von Chang&#8217;e 4<br>(Bild: CNSA / CLEP)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Chang&#8217;e 4 (嫦娥四号) ist für Chinas nationale Weltraumbehörde (Chinese National Space Administration, CNSA) unterwegs, trägt aber nicht nur Nutzlast aus China. Mit an Bord sind Instrumente, die von Wissenschaftlern aus Deutschland, den Niederlanden, Saudi Arabien und Schweden entwickelt wurden, außerdem ein kleiner Rover.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete mit Bezug auf die CNSA, die Landung sei am 3. Januar 2019 um 10:26 Pekinger Zeit, das ist 2:26 Uhr Weltzeit (UTC), erfolgt. Der Lander setzte im Krater Von Kármán auf der südlichen Hemisphäre im Aitken-Becken, dem größten Einschlagkrater auf dem Mond, auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Bild von der Oberfläche, das zur Erde gesendet werden konnte, nahm eine Monitor-Kamera des Landers auf. Es ist das erste überhaupt am Mondboden entstandene Bild, das ein weich auf der erdabgewandten Seite des Mondes gelandetes und dort arbeitendes Gerät aufnahm und zur Erde übertragen werden konnte.<br>Dazu und zur Landung Gratulation!</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ChangE4relaylanderroverCAS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Chang&#039;e 4-Lander und Rover mit Relais-Satellit" data-rl_caption="" title="Chang&#039;e 4-Lander und Rover mit Relais-Satellit" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ChangE4relaylanderroverCAS260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Chang&#8217;e 4-Lander und Rover mit Relais-Satellit Queqiao &#8211; Illustration<br>(Bild: CAS)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung erfolgte in einem recht dynamischen Prozess. In einer Höhe zwischen acht und sechs Kilometern über der Mondoberfläche führte die Sonde schnelle Korrekturmanöver aus, meldete Xinhua. In einer Höhe von rund einhundert Metern pausierte der Lander mit dem Abstieg, um seine Lage im Raum genau zu bestimmen und zu ermitteln, ob die in diesem Moment konkret anvisierte Landestelle eventuell Hindernisse aufweist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Untersuchung der Mondoberfläche auf der erdabgewandten Seite und der Umgebung dort versprechen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse. Insbesondere hofft man auf zusätzliche Informationen über die Entstehungsgeschichte des Mondes und der unseres Sonnensystems.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Landers installiert sind unter anderem ein Niederfrequenz-Radiospektrometer, das in einem Frequenzbereich zwischen 0,1 und 40 Mhz arbeitet, und die Bezeichnung low-frequency spectrometer (LFS) trägt, die Landing Camera (LCAM), die Terrain Camera (TCAM), ein Neutronendetektor namens Lander Neutrons and Dosimetry Experiment (LND) und ein Experiment zum Pflanzenwachstum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das LND ist eine Entwicklung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dient der Messung nicht-thermischer und thermischer Neutronen, und ist dazu gedacht, das Verständnis des Neutronenspektrums auf dem Mond zu verbessern. Es wurde vom DLR-Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der sechsrädrige Rover besitzt eine Panoramic Camera (PCAM), ein im Infraroten und im Bereich des sichtbaren Lichts empfindliche Spektrometer (Visible/Near-Infrared Imaging Spectrometer, VNIS), ein Radar zur Untersuchung des Mondbodens (Lunar Penetrating Radar, LPR), und ein Instrument zur Untersuchung von Neutralteilchen (Advanced Small Analyzer for Neutrals, ASAN). Das ASAN kommt vom Schwedischen Institut für Weltraumphysik (Institutet för rymdfysik, IRF) aus Kiruna und dient der Untersuchung der Beeinflussung der Mondoberfläche durch den Sonnenwind und könnte Informationen zu Wasser auf dem Mond liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12053.msg441030#msg441030" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chang’e 4 &#8211; Mondlander und Rover</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Informationen zum LND in Englisch als pdf-Datei:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2017/eposter/1320.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Lunar Lander Neutron &amp; Dosimetry (LND) Expermiment on Chang&#8217;E4</a></li></ul>
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		<item>
		<title>China: Ozeanbeobachtungssatellit HaiYang 2B gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-ozeanbeobachtungssatellit-haiyang-2b-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2018 09:37:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 4B]]></category>
		<category><![CDATA[MEO]]></category>
		<category><![CDATA[Ozeanbeobachtungssatellit]]></category>
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		<category><![CDATA[Radar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Ozeanbeobachtungssatellit HaiYang 2B gelangte am 24. Oktober 2018 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, TSLC) aus. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CAS, CASC, CCTV, CEOS, NSOAS, Xinhua. Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 4B (LM-4B). Es war nach Angaben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Ozeanbeobachtungssatellit HaiYang 2B gelangte am 24. Oktober 2018 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, TSLC) aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CAS, CASC, CCTV, CEOS, NSOAS, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29102018103736_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29102018103736_small_1.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
LM-4B mit HaiYang 2B beim Start am 24. Oktober 2018 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 4B (LM-4B). Es war nach Angaben aus China der 288. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch. Im Jahr 2018 war es bereits der 29. Start eines Raumfahrtträgers aus China. Er erfolgte am 25. Oktober 2018 um 6:57 Uhr Pekinger Zeit, das ist 22:57 Uhr Weltzeit (UTC) am 24. Oktober 2018. </p>



<p class="wp-block-paragraph">HaiYang 2B ersetzt nach Angaben seines Herstellers HaiYang 2A. Nach dem Vorseriensatellit HaiYang 2A ist HaiYang 2B der erste Satellit einer Konstellation aus drei Satelliten, die zur wetter- und zeitunabhängigen Ozeanbeobachtung gedacht sind. Das HaiYang-2-Satellitennetzwerk soll dynamische Prozesse auf den Weltmeeren mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung beobachten. Mit drei Satelliten im All will man zeitnah akkurate 24-Stunden-Prognosen zu den zu erwartenden Bedingungen auf den Meeren zur Verfügung stellen können. Betreiber ist Chinas nationaler Ozeanbeobachtungssatellitenanwendungsdienst (National Satellite Ocean Application Service, NSOAS). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das HaiYang-2-Programm war von Chinas nationaler Raumfahrtagentur (China National Space Administration, CNSA) im Februar 2007 genehmigt und mit der Aufgabe bedacht worden, Ozeanbeobachtungen im Mikrowellenbereich zu ermöglichen. Verlangt wurden außerdem die Erfassung von Daten zu Windrichtungen über der Meeresoberfläche, zur Meereshöhe, und zur Oberflächentemperatur des Wassers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Finanziert wird das Programm von Chinas staatlicher Ozeanbehörde (State Oceanic Administration, SOA). Im April 2007 begannen die Arbeiten zu Entwurf und Entwicklung der HaiYang-2-Satelliten. Sie gipfelten schließlich im Start von HaiYang 2A vom TSLC am 15. August 2011. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29102018103736_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29102018103736_small_2.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
HaiYang 2B 
<br>
(Bilder: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorseriensatellit HaiYang 2A hat zwischen 2012 und 2014 umfangreiche Beobachtungen von Wirbelstürmen absolviert. Innerhalb der drei Jahre konnten 79 Wirbelstürme genauer untersucht werden. Dabei wurden zahlreiche Daten gewonnen, von welchen man auch erwartet, die Vorhersage der Stürme künftig verbessern zu können. Mit der Inbetriebnahme des ersten Seriensatelliten soll das HaiYang-2-Satellitennetzwerk nach chinesischen Angaben nun offiziell in den Regelbetrieb gehen. Für etwa 2020 ist die Komplettierung des Netzwerks mit HaiYang 2C und 2D vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">HaiYang 2B wurde kurz nach dem Start auf einer Erdumlaufbahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt von 929 Kilometern über der Erde, einem erdfernsten Bahnpunkt von 943 Kilometern über der Erde und einer Neigung gegen den Erdäquator von 99,35 Grad beobachtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue dreiachsstabilisierte Erdtrabant wurde von der Aerospace Dongfanghong Satellite Co., Ltd., einer Tochter der CASC (China Aerospace Science &amp; Technology Corporation) gebaut. Er basiert auf dem Satellitenbus CAST968. Als Arbeitsorbit ist ein annähernd kreisförmiger, sonnensynchroner in 973 Kilometern über der Erde vorgesehen. Die Startmasse des Satelliten lag im Bereich von 1.500 Kilogramm, seine Auslegungsbetriebsdauer beträgt fünf Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Antenne an Bord von HaiYang 2B ist die seines Radarhöhenmessers. Der Durchmesser der Antenne beträgt nach Angaben der chinesischen Akademie der Wissenschaften 1,3 Meter. Die Antenne wird verwendet, um Signale im C-Band (Frequenz 5,25 GHz, Bandbreite 320 MHz, Sendeleistung 20 Watt) und K<sub>u</sub>-Band (Frequenz 13,58 GHz, Bandbreite ebenfalls 320 MHz, Sendeleistung 10 Watt) zu senden und zu empfangen. 
<br>
Gegenüber dem Vorseriensatellit ist HaiYang 2B in einigen Punkten technisch verbessert worden. Unter anderem besitzt HaiYang 2B zwei hochgenaue Rubidium-Uhren. Die Atomuhren soll der Satellit bei der Erzeugung der Messsignale seiner Instrumente, letztlich also zur Verbesserung der Datenqualität, nutzen. Die Uhren liefern ein 50Mhz-Signal, das als Grundlage zur Hochfrequenzerzeugung dient. Insbesondere der Radarhöhenmesser soll von den Atomuhren profitieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Höhenmessungen sollte die innerhalb eines Jahres entstehende Messungenauigkeit unterhalb von 0,1 Millimeter bleiben. Die Gesamtdrift über die Auslegungsbetriebsdauer von fünf Jahre würde dann nicht größer als 0,5 Millimeter. Theoretisch würde daher ein Kalibrierungsprozess am Beginn der Auslegungsbetriebsdauer ausreichen. HaiYang 2A nutzt dagegen Zeitinformationen aus Navigationssatellitensignalen und übliche Quarzoszillatoren (Schwingquarze) an Bord, die bei gleicher Anwendung eine geringere Stabilität und größere Drift aufweisen, weshalb periodische Kalibrierungsprozesse erforderlich sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich befindet sich eine AIS-Nutzlast an Bord von HaiYang 2B. AIS steht für Automatic Identification System, dementsprechend kann HaiYang 2B Identifikationssignale von Seeschiffen mit entsprechender Senderausstattung empfangen und weiterleiten. Außerdem besitzt der Satellit noch ein System zum Empfang, zur Speicherung und Weiterleitung von Daten von Mess-Bojen in den Weltmeeren (buoy measurement data collection, DCS). </p>



<p class="wp-block-paragraph">HaiYang 2B (海洋二号B, HY-2B) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.655 und als COSPAR-Objekt 2018-081A. Ein zweites Objekt, die dritte Stufe der Trägerrakete, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.656 und als COSPAR-Objekt 2018-081B. Außerdem gelangten nach Angaben aus China weitere Nutzlasten in den Weltraum, von denen nicht verbindlich mitgeteilt wurde, ob sie an Bord der dritten Stufe verblieben oder ausgesetzt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg434701#msg434701" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a> </li></ul>
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			</item>
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		<title>IAC 2018: Stoßlüften &#8211; #InvolvingEveryone</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iac-2018-stosslueften-involvingeveryone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2018 19:15:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
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		<category><![CDATA[IAF]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Vorträge]]></category>
		<category><![CDATA[ZARM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 1. bis zum 5. Oktober 2018 fand der 69. International Astronautical Congress in Bremen statt. Der Zuspruch von Seiten der Teilnehmer und Besucher übertraf alle Erwartungen. Unter dem Slogan #InvolvingEveryone ging es um den Stand der globalen Raumfahrtbranche und die Trends und Ziele der kommenden Jahre. Dabei wurde die Zusammenarbeit auf allen Ebenen und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 1. bis zum 5. Oktober 2018 fand der 69. International Astronautical Congress in Bremen statt. Der Zuspruch von Seiten der Teilnehmer und Besucher übertraf alle Erwartungen. Unter dem Slogan #InvolvingEveryone ging es um den Stand der globalen Raumfahrtbranche und die Trends und Ziele der kommenden Jahre. Dabei wurde die Zusammenarbeit auf allen Ebenen und zwischen allen Protagonisten groß geschrieben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Stefan Goth</a>. Quelle: IAC, IAF, RN, ZARM.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 69. International Astronautical Congress 2018 (IAC 2018) ist zu Ende. Zeit ein kurzes Resümee zu ziehen. Wie Gayle Tufts während der Eröffnungszeremonie am Montag den 1. Oktober 2018 ganz plastisch verdeutlichte, ist es manchmal notwendig, die Wohnung, das Büro, den Arbeitsplatz, aber auch den Kopf gründlich durchzulüften, sich zu öffnen und den Blick frei zu machen: Luftschnappen, Stoßlüften! Die globale Raumfahrt-Community hatte sich in Bremen versammelt, um genau das zu tun. 
<br>
Unter dem Motto #InvolvingEveryone galt es den Blick über den eigenen Tellerrand bis zum Horizont und darüber hinaus zu weiten; wortwörtlich „in Space“ aber auch im übertragenen Sinne. Neue Betätigungsfelder galt es zu finden für Agenturen und Firmen, ebenso neue Wege der Kommunikation mit Tiefraumsonden und der zu begeisternden Öffentlichkeit, mit dem Ziel, Raumfahrt zum Thema für Jeden und Jede zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ganzen Kongress in wenige Worte zu fassen ist angesichts des Mammutprogramms und der überwältigenden Beteiligung an Vortragenden (über 2.000 Vorträge in sog. Technical Sessions, weitere rund 500 Veranstaltungen), Ausstellenden (mehr als 140 Firmen, Agenturen und Organisationen), Teilnehmenden (mehr als 6.500 aus 83 Ländern), 13.000 Besuchern am „Public Day“ am 3. Oktober und einer unüberschaubaren Zahl an professionellen und engagierten Helferinnen und Helfern, die dieses Großevent überhaupt erst möglich gemacht haben, kaum möglich. Veranstaltet wurde der IAC 2018 durch die International Astronautical Federation (IAF) in Zusammenarbeit mit der International Academy of Astronautics (IAA), dem International Institut of Space Law (IISL) und dem Space Generation Advisory Council (SGAC). Die lokale Organisation übernahm das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation an der Universität Bremen (ZARM). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_1.jpg" alt="Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
IAC 2018 Ausstellungsimpressionen 
<br>
(Bild: Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Motto #InvolvingEveryone war nicht nur als sichtbares Logo, sondern auch als Grundthema in den meisten Veranstaltungen und Reden zu spüren. So betonte Jean-Yve Le Gall als Präsident des IAF bei seiner Rede während der Eröffnungszeremonie, wie wichtig es sei, alle Menschen für die Raumfahrt zu begeistern, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft oder ihrem Alter. Dieser Grundtenor spiegelte sich auch in der schon erwähnten alle Rekorde brechenden Beteiligung, zu der weitere 200 Bremer Bürgerinnen und Bürger am Eröffnungstag, sowie Kinder als „Yuris Kids“ am Public Day und weitere Schülerinnen und Schüler hinzukamen. Das DLR School_Lab veranstaltete einen Schulkongress unter dem Motto „Teen Spirit for Space“ (sinngemäß: jugendlicher Geist für den Weltraum). Am 4. Oktober konnten die ausgewählten 33 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland ihre Beiträge am DLR-Stand präsentieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_2.jpg" alt="Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
IAC 2018 Stand von Firefly Aerospace mit Triebwerk 
<br>
(Bild: Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die internationale Berichterstattung hat zur Verbreitung der Losung #InvolvingEveryone beigetragen. Allerdings zielte das Motto nicht nur auf die Öffentlichkeit, sondern sollte auch die sich sehr dynamisch entwickelnde Raumfahrt-Community einbinden, die sich längst nicht mehr nur aus staatlichen Agenturen und klassischen Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche („Old Space“) zusammensetzt. Zu „New Space“ gehören Größen wie SpaceX, Blue Origin aber auch Start-Ups, die sich in Folge des ohne Missionserfüllung beendeten Google Lunar XPRIZE gebildet haben. Hinzu kommen zahlreiche weitere Firmen, Organisationen und sich neu bildende Agenturen, wie die vor einem Jahr gegründete Australian Space Agency, sozusagen bereits die zweite Generation von „New Space“.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Faszinierend ist, dass diese neuen Unternehmungen mit einer großen Portion Optimismus gestartet werden. So betonte Kyle Acierno, Managing Director bei ispace Europe (der Luxembourger Niederlassung des ehemals unter „Team Hakuto“ am Google Lunar XPRIZE beteiligten japanischen Start-Ups), dass nach einer Untersuchung rund 97,3 % aller Start-Ups, die sich mit Hardware beschäftigen (leider fehlen hierzu konkrete Quellenangaben), scheitern. Trotz dieser düsteren Aussichten ein Unternehmen zu gründen, ist schon bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist, dass sie mit dem Ziel Transporte zur Mondoberfläche anzubieten Ende 2017 über 90 Millionen US-Dollar (vorwiegend von japanischen Geldgebern) einwerben konnten. Damit haben sie zwei Starts als Mitfluggelegenheit bei SpaceX gebucht, um möglichst 2020 zu einer Mondumrundung und ein Jahr später zu ihrer ersten Mondlandung mit ihrem Rover Hakuto-R zu starten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ziel Mond sind sie nicht alleine und das ist die zweite große Gemeinsamkeit neben #InvolvingEveryone: Es geht zum Mond! NASA-Administrator Jim Bridenstine sagte „We´re going back to the moon!“, also „Wir fliegen zurück zum Mond“. Dem widersprach ESA Generaldirektor Jan Wörner nur in einem Punkt, nämlich dem Wörtchen „back“. Dem setzt er ein „forward“ (wörtlich übersetzt: vorwärts, voraus, voran) entgegen. Die großen Raumfahrtagenturen, allen voran die NASA, wollen dies mit der Einrichtung einer, etwas sperrig als „Lunar Orbital Plattform – Gateway (LOP-G)“ bezeichneten, kleinen Raumstation im Mondorbit erreichen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Darstellung geplanter Module für einen lunaren Außenposten 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Praktisch auf allen Ständen der großen Player (z.B. bei Lockheed Martin, Sierra Nevada Corporation (SNC), Airbus aber auch beim DLR) waren Modelle und Poster von Entwürfen für den lunaren Außenposten ausgestellt. Diese Station soll aus Komponenten unterschiedlicher Partner aufgebaut werden. Das erste Modul „Power und Propulsion Element (PPE)“ soll 2022 gestartet werden. Auch ein „European System Providing Refuelling, Infrastructure and Telecommunications (ESPRIT)“ genanntes europäisches Modul ist geplant, Kanada soll einen Roboterarm ähnlich dem auf der Internationalen Raumstation ISS beisteuern, Japan und andere Länder sollen gewonnen werde. Ob sich Russland letztlich mit einer Luftschleuse beteiligen wird, erscheint angesichts politischer Meinungsverschiedenheiten und Uneinigkeit bezüglich technischer Anforderungen momentan eher unsicher.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mond soll aber keinesfalls den staatlichen Agenturen vorbehalten bleiben, bereits das PPE soll auf einer „kommerziellen“ Rakete gestartet werden. Weitere Versorgungsflüge könnten ähnlich der Versorgung der ISS von Dienstleistern erbracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gerade in Entwicklung befindlichen amerikanischen Schwerlastrakete SLS bleiben die besonders großen und schweren Habitat-Module und insbesondere die Orion-Kapsel vorbehalten. SLS und Orion sollen voraussichtlich 2020 zum ersten gemeinsamen, noch unbemenschten Testflug in einen Distand-Retrograd-Orbit (DRO) um den Mond starten. Bekanntlich steuert die europäische Raumfahrtagentur ESA für diesen Flug das erste flugfähige europäische Service Modul bei. Dieses wurde bei Airbus in Bremen gebaut und soll am 29. Oktober 2018 nzum Kennedy Space Center in Florida in den USA transportiert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_4.jpg" alt="Thales Alenia Space, Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Folie aus einer Präsentation zur Lunar Exploration 
<br>
(Bild: Thales Alenia Space, Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem lunaren Gateway „entdecken“ zahlreiche alte und neue Raumfahrt-Firmen und Agenturen (wieder) den Mond. Auch wenn der schon erwähnte Google Lunar XPRIZE nicht zum Erfolg führte, stehen zahlreiche Start-Ups in den Startlöchern, um doch noch den Mond zu erreichen. Darunter befinden sich beispielsweise Astrobotik aus den Vereinigten Staaten, indische und israelische Teams und die inzwischen als PTScientists bekannte Firma, die vorwiegend in Berlin beheimatet ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Konzepte verschiedener Protagonisten schließen auch Ausflüge zur Mondoberfläche mit ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese „Wiederentdeckung“ des Mondes erfolgt jedoch nicht als abgeschottete Einzelaktionen sondern zielt auf die Schaffung eines „lunaren Ökosystems“ für institutionelle, wissenschaftliche und kommerzielle Kooperation. Das führt zur dritten großen Gemeinsamkeit des 69. IAC, der Kollaboration auf allen Ebenen und möglichst zwischen allen potentiellen Mitspielern. Bezogen auf den Mond wurde aus der Idee, die Jan Wörner bereits vor einigen Jahren als „Moon Village“ plakativ formulierte, eine Bewegung, die eine große Eigendynamik entwickelt. Unter dem Namen „Moon Village Association“ hat sich ein Zusammenschluss zahlreicher etablierter Unternehmen und Start-Ups, Einzelpersonen und Universitäten gebildet, dessen Ziel es ist, den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit aller am Mond Interessierter zu verbessern und zu koordinieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_5.jpg" alt="Lockheed Martin, Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Lockheed Martin präsentiert sein Lunar Exploration Konzept 
<br>
(Bild: Lockheed Martin, Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Wille zur Zusammenarbeit zeigt sich beispielsweise darin, dass es sich der Luft- und Raumfahrt-Riese Lockheed Martin nicht nehmen lässt, bei der Präsentation seiner möglichen Beteiligung am Lunar Gateway und dessen potentieller Erweiterung um einen wiederverwendbaren, wiederbetankbaren Mondlander für bemenschte Missionen zur Mondoberfläche, auf der großen Bühne auch den kleinen Audi Lunar Quadro Rover der PTScientists zu platzieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die „ganz Großen“ demonstrierten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bereits bei der Diskussionsrunde der Chefs der Raumfahrtagenturen am ersten Tag. Der schon fast zwanghafte Drang von Jim Bridenstine, Administrator der NASA, Einigkeit mit seinem Gegenüber Zhang Kejian von der China National Space Administration (CNSA) durch wiederholtes Händeschütteln zu demonstrieren war, nicht zu übersehen. Auch in der späteren Pressekonferenz bestätigte Jim Bridenstine das Interesse der NASA an einer verbesserten Zusammenarbeit mit China. Momentan gibt es allerdings noch Gesetze in den USA, die beispielsweise eine Teilnahme Chinas an der Internationalen Raumstation ISS verhindern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102018211548_small_6.jpg" alt="CAST, CASC; Stefan Goth" width="260"/></a><figcaption>
Konzept der chinesischen Raumstation CSS 
<br>
(Bild: CAST, CASC; Stefan Goth)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deshalb gewinnen die Bestrebungen Chinas, eine eigene Raumstation im Orbit um die Erde zu platzieren, eine wachsende Bedeutung. Diese soll ab 2020 aufgebaut werden. Die chinesischen Vertreter warben bei der internationalen Gemeinschaft um möglichst zahlreiche Teilnahme und Partizipation. ESA-Astronauten lernen längst auch Chinesisch und vor kurzem haben zwei in China an Notfallübungen teilgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit bleiben auch in Zukunft noch viele spannende Themen für den 70. IAC der passend zum 50. Mondlandejubiläum nächstes Jahr in Washington D.C. stattfinden wird. Hatte Jean-Yve Le Gall in seiner Eröffnungsrede noch der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass nach diesem Rekord-Kongress in Bremen bei künftigen Kongressen bald die 10.000er-Marke bei den Teilnehmern erreicht werden würde, wurde diese Herausforderung von Jim Bridenstine aufgenommen mit der Ankündigung, diese Marke bereits beim IAC in den USA in 2019 erreichen zu wollen. Als Zeichen für die wachsende Bedeutung aufstrebender Nationen wird der IAC 2020 in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch die dortige ambitionierte Raumfahrtorganisation veranstaltet. Zu guter Letzt wurde in Bremen die Entscheidung für den Veranstaltungsort und den Ausrichter für 2021 getroffen: Die Wahl für den 72. IAC fiel auf Paris und die französische Raumfahrtbehörde CNES. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15798.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IAC 2018 in Bremen</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IAC 2018: 69. International Astronautical Congress</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iac-2018-69-international-astronautical-congress/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2018 19:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach 2003 findet dieses Jahr erstmals der International Astronautical Congress (IAC) wieder in Bremen statt. Vom 1. bis zum 5. Oktober trifft sich die globale Raumfahrt-Community zum jährlichen Erfahrungsaustausch. Das rekordverdächtige Kongressprogramm und die Ausstellung richten sich an ein professionelles Publikum. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2018) stehen Messehalle und ausgewählte Veranstaltungen, u.a. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach 2003 findet dieses Jahr erstmals der International Astronautical Congress (IAC) wieder in Bremen statt. Vom 1. bis zum 5. Oktober trifft sich die globale Raumfahrt-Community zum jährlichen Erfahrungsaustausch. Das rekordverdächtige Kongressprogramm und die Ausstellung richten sich an ein professionelles Publikum. Am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober 2018) stehen Messehalle und ausgewählte Veranstaltungen, u.a. mit einer Live-Schaltung zu Alexander Gerst auf der ISS, der interessierten Öffentlichkeit offen. <br><b><u>UPDATE: IAC 2018 bietet Livestreams zu ausgewählten Veranstaltungen</u></b></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: IAF, ZARM, IAA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_small_1.jpg" alt="IAF" width="589" height="100"/></a><figcaption>
IAC 2018 Banner mit den Organisatoren 
<br>
(Bild: IAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim International Astronautical Congress 2018 (IAC 2018) diskutieren mehr als 4.500 Fachleute im Oktober in der Messe Bremen über das weite Feld der verschiedenen Raumfahrtdisziplinen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 69sten mal richtet die <a class="a" href="https://www.iafastro.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">International Astronautical Federation (IAF)</a> den IAC aus. Nach 2003 ist dieser wieder in Bremen zu Gast. Letztes Jahr fand der IAC in Adelaide, Australien und 2016 in Guadalajara, Mexico statt. Lokaler Organisator ist das <a class="a" href="https://www.zarm.uni-bremen.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)</a> an der Universität Bremen. Weitere Mitorganisatoren sind <a class="a" href="https://iaaspace.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">The International Academy of Astronautics (IAA)</a>, <a class="a" href="https://iisl.space/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">The International Institute of Space Law (IISL)</a> und das <a class="a" href="https://spacegeneration.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Space Generation Advisory Council (SGAC)</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 1. bis zum 5. Oktober 2018 findet ein umfangreicher Kongress mit zahlreichen Symposien, Vorträgen, Plenarveranstaltungen, Präsentationen und vielem mehr statt. Alleine das „Technical Programme“ umfasst voraussichtlich 179 „Sessions“ mit mehr als 2.000 Vorträgen, 480 interaktiven Präsentationen, 31 „Special Sessions“, Keynotes und weiteren Veranstaltungen. Meist finden Veranstaltungen in 20 Räumen gleichzeitig statt!        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Vorfeld findet vom 28. bis zum 30. September in den Kongresshallen ein Workshop des Büros der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (<a class="a" href="https://www.unoosa.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">United Nations Office for Outer Space Affairs &#8211; UNOOSA</a>) statt. Ergebnisse dieser Arbeitsrunde unter dem Motto „Space Technology for Socio-Economic Benefits Industry, Innovation and Infrastructure for Development (3Is4D)“ werden beim IAC vorgestellt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inhaltlich werden praktisch alle denkbaren Fachgebiete der Raumfahrt abgedeckt. Dies umfasst aktuelle technische und wissenschaftliche Entwicklungen, zukünftige Projekte, Raketenentwicklung, kleine und große Satelliten, Weltraumschrott, Forschungsmissionen aber auch marktwirtschaftliche Entwicklungen z.B. bedingt durch neue Marktteilnehmer und Wiederverwendbarkeit. Darüber hinaus wird rechtlichen Aspekten von Raumfahrt- und Satellitenanwendungen großer Raum eingeräumt, ebenso wie historischen Ereignissen. Studierenden, „young professionals“ und  Startup-Unternehmern aus der Luft- und Raumfahrt ist ein eigener größerer Bereich gewidmet. Ebenso möchte man neue Länder ins internationale Raumfahrtnetzwerk integrieren sowie die Raumfahrtwissenschaft neuen Nutzergruppen näher bringen.       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>INVOLVING-EVERYONE und Public Day</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14082018214201_small_2.jpg" alt="IAF" width="300" height="124"/></a><figcaption>
IAC-Motto 
<br>
(Bild: IAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Hashtag #INVOLVING-EVERYONE wirbt die IAF für eine Öffnung nach außen und versucht neben Studenten und Profis auch das allgemeine Publikum einzubinden. Neben zahlreichen begleitenden Veranstaltungen in Bremen und um den Kongress herum, besteht am „Public Day“ (<a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/space-is-big-space-is-public.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Programm</a>) dem 3. Oktober 2018 von 12:00 bis 18:00 Uhr für Jedermann kostenlos die Möglichkeit, die Ausstellungshalle und ausgewählte Veranstaltungen zu besuchen. Die Gäste erleben unter anderem hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Industrie sowie eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS.         </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Highlight Event „space is big – space is public“ beginnt um 13.30 Uhr mit einer Diskussionsrunde zu Sicherheit im Weltraum. Ein Thema laut Information der Veranstalter: Wie regelt man den Verkehr im Weltraum? Wie können Kollisionen vermieden werden? Neben immer mehr neuen Satelliten reichert sich Weltraumschrott an – 750.000 Objekte größer als 1 cm sollen zurzeit unsere Erde umkreisen. Technische Anlagen auf der Erde wie beispielsweise unsere Stromnetze sind dem Weltraumwetter ausgesetzt und damit anfällig für Störungen. „Planetare Schutzmaßnahmen“ stehen ebenso auf dem Diskussionsprogramm: die Früherkennung, Verhinderung oder Abmilderung von Asteroiden- oder Kometen-Einschlägen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab ca. 14.30 Uhr steht das größte internationale Technologieprojekt in der Geschichte der Menschheit im Fokus: Es gibt eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation ISS. Gesprächspartner ist Alexander Gerst, der zweite ESA- und erste deutsche Kommandant in der zwanzigjährigen Geschichte der Internationalen Raumstation ISS. Gerst startete am 6. Juni 2018 für seine Mission &#8222;horizons &#8211; Knowledge for Tomorrow&#8220;. Seine Aufgabe ist es unter anderem, 65 europäische Experimente durchzuführen – 41 davon werden vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 14.45 Uhr kommen Besucher leibhaftigen Astronauten noch näher: Frauen und Männer aus der ganzen Welt berichten über ihre Erlebnisse im All und nehmen sich Zeit, um Fragen zu beantworten.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus können sich Interessierte die Fachausstellung ansehen, die ab 12:00 Uhr geöffnet sein wird. In der „Exhibition Hall“ (Messehalle 5) präsentieren sich Raumfahrtforschung und -industrie sowie alle großen Raumfahrtagenturen von der amerikanischen NASA bis zur chinesischen CNSA. Die deutsche und insbesondere Bremer Raumfahrt-Szene ist entlang des Team-Germany-Boulevards anzutreffen. Hier stellen Organisationen aus, die von Anfang an in die Planung des IAC 2018 eingebunden waren, allen voran der örtliche Kongressveranstalter, das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen, sowie Firmen wie OHB, Airbus, ArianeGroup, MT Aerospace und der Raumfahrtstandort Bremen. Besonders für Schüler und Studierende interessant: Mit Ständen sind zum Beispiel die private International Space University und die Universität Bremen vertreten, die ihre neuen Masterstudiengänge zu Weltraumwissenschaften vorstellen.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Jedermann wendet sich die Ausstellung INNOspaceEXPO „ALL.täglich!“ welche von DLR konzipiert wurde. Darin geht es um Ergebnisse aus der Forschung für die Raumfahrt und der Wissenschaft im Weltraum, die unmittelbaren Nutzen für das Leben auf der Erde hatten und haben.        </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Professioneller Weltraumkongress</strong> <br>Der größte Teil des Kongresses ist nur für registrierte Besucher zugänglich. Mit regulären Preisen zwischen 980 und 1.200 € wird eindeutig ein professionelles Publikum angesprochen. Studierende und Lehrkräfte können allerdings schon für maximal 130 € an den fünf Tagen teilnehmen. Für „young professionells“ und Rentner gibt es ebenfalls Vergünstigungen. Wer teilnehmen möchte sollte sich vorher ausgiebig mit dem Programm auseinandersetzen, um einigermaßen den Überblick zu behalten.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine auch nur annähernde Zusammenfassung an dieser Stelle ist nicht möglich, daher nur ein paar eher willkürliche Hinweise auf einige Programmpunkte:Eine <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20210510214825/https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/plenary-programme/plenary-events/plenary-4-the-game-changers-%E2%80%93-for-a-joint-future-in-space.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Diskussionsrunde mit Frauen aus dem Raumfahrtsektor</a> findet am 2. Oktober 2018 von 13:30 – 14:30 Uhr statt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im „Global Neworking Forum“ spricht Hans Koenigsmann von SpaceX am 3. Oktober 2018 um 11:20 Uhr über <a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/gnf/reusability-the-key-to-reliability-and-affordability.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">„Reusability: The Key to Reliability and Affordability“</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Peter Beck von Rocketlabs berichtet in seiner Keynote am 3. Oktober 2018 um 14:45 Uhr über <a class="a" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/technical-programme/keynotes/wednesday-3-october-2018/b45-rocket-lab-liberating-the-small-satellite-market.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">„Rocket Lab: Liberating the Small Satellite Market“</a>.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese, wie alle anderen Vorträge und Veranstaltungen, finden in englischer Sprache statt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ist es das umfangreichste Programm bei einem IAC bisher. Dazu wurde ein entsprechender <a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=xfJcFvY9f0M" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Trailer</a> bei Youtube eingestellt.       </p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer Net wird auf dem Kongress präsent sein, um von dort zu berichten.        </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>UPDATE:</u></strong> <br>Für alle die nicht selbst nach Bremen kommen können, bietet der IAC 2018 auch einige Livestreams an.    Die sog. <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.iafastro.org/events/iac/iac-2018/technical-programme/global-technical-sessions.html" target="_blank" data-wpel-link="external">&#8222;Global Technical Sessions&#8220; </a> können als kostenloser    Livestream verfolgt werden. Allerdings muss man sich vorher unter folgendem Link registrieren: bit.ly/2LTz7OU</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Vorträge und Veranstaltungen werden online verfügbar gemacht, diese sind jedoch mit einer &#8222;kleinen&#8220; Gebühr verbunden. Unter folgendem Link werden insgesamt 20 Streams zu je 20 € angeboten. <a class="a" href="https://www.youtube.com/c/iafastro/search?query=iac+2018&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LIVE STREAMING</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch Paketangebote mit 5 bis 20 Sessions, mit Preisen zwischen 90 und 240 €!  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15798.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IAC 2018 in Bremen</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iac-2018-69-international-astronautical-congress/" data-wpel-link="internal">IAC 2018: 69. International Astronautical Congress</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>China: Satellitentriplett Yaogan-30 04 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-satellitentriplett-yaogan-30-04-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jan 2018 10:27:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Fernerkundungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 2C]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Triplett]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Yaogan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten und ein zusätzlicher Kleinstsatellit aus China gelangten am 25. Januar 2018 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CAS, CCTV, CNSA, Xinhua. Befördert wurden die Satelliten von einer vom [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten und ein zusätzlicher Kleinstsatellit aus China gelangten am 25. Januar 2018 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CAS, CCTV, CNSA, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012018112757_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012018112757_small_1.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
Yaogan-30-04-Satelliten im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurden die Satelliten von einer vom chinesischen Institut für Trägerraketenforschung (China Launch Vehicle Technology Research Institute, bzw. China Academy of Launch Vehicle Technology, CALT) entwickelten zweistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 2C bzw. Chang Zheng-2C (LM-2C / CZ-2C). Die unter anderem von der chinesischen nationalen Raumfahrtbehörde (China National Space Administration, CNSA) und der chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences, CAS) mehr oder weniger gleichlautend zitierte staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete den 265. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt und berichtete, die Satelliten hätten den vorgesehenen Orbit erreicht, der Start sei ein vollständiger Erfolg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 25. Januar 2018 um 13:39 Uhr und 5 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 6:39 Uhr und 5 Sekunden MEZ, von der Rampe Nr. 3 des Satellitenstartzentrums Xichang. Letzteres befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang. Exakte Startzeit gemäß Displaydarstellung im Startkontrollzentrum war 13:39:04,986 Uhr Pekinger Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelten Daten gelangten die drei ins All transportierten Satelliten auf sehr ähnliche, rund 35 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahnen: Yaogan-30 04 Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 3 bewegen sich in Höhen zwischen 588 und 603 Kilometern über der Erde. Der außerdem ins All beförderte Kleinstsatellit Weina 1A Weixing gelangte auf eine ebenfalls rund 35 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahn in Flughöhen zwischen 585 und 615 Kilometern über der Erde. Die Zweite Stufe der Trägerrakete wurde zwischenzeitlich auf einer etwa 34,95 Grad geneigten Bahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt von rund 395 und einer Erdferne von rund 605 Kilometern beobachtet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27012018112757_small_2.jpg" alt="CCTV" width="260"/><figcaption>
Aussetzen der drei Yaogan-30-04-Sateliiten 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Yaogan-Satelliten dienen nach Angaben von Xinhua elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten. In ihrer deutschsprachigen Ausgabe bezeichnet Xinhua die neuen Erdtrabanten als Fernerkundungssatelliten. Laut früheren Meldungen zu vorher gestarteten Raumfahrzeugen der selben Serie sind sie Konstruktionen eines Innovationszentrums für Mikrosatelliten der chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences Institute of Microsatellite Innovation). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter chinesischer Raumfahrtprogramme vermuten, dass die drei Satelliten wie andere früher gestartete Dreifachkonstellationen der elektronischen Aufklärung dienen. Dabei können elektromagnetische Abstrahlungen von militärischen Objekten am Erdboden und auf den Weltmeeren, wie zum Beispiel von Schiffen der Marinen andere Staaten, an Bord von Satelliten empfangen und zur Analyse zu geeigneten Bodenstationen weitergeleitet werden. Die Auswertung der so gewonnenen Daten kann zu Aussagen über Art, Eigenschaften und Leistung der Objekte führen, die die elektromagnetische Strahlung abgegeben haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus könnte der Einsatz von jeweils drei Satelliten auch genaue Standortbestimmungen von abstrahlenden Objekten erlauben, da unterschiedliche Signallaufzeiten von einem Objekt zu den drei Satelliten eines Tripletts Peilungen zulassen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für möglich hält man auch, dass die Satelliten mit aufeinander abgestimmten Umlaufbahnen Aufgaben im Bereich der Raketenfrühwarnung erfüllen könnten. Spekuliert wird außerdem, dass die Satelliten mit optischen Instrumenten oder Radaranlagen ausgerüstet sind. Letzteres hält der Autor auf Grund der Größe der Satelliten für eher unwahrscheinlich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Yaogan-30-Serie zählen jetzt vier Gruppen aus jeweils drei Satelliten. Die ersten drei Gruppen gelangten am 29. September 2017, am 24. November 2017 und am 25. Dezember 2017 ins All. Das Tempo, das China bei der Verwirklichung dieser auch Chuangxin 5 genannten Konstellation an den Tag gelegt hat, ist beachtlich. Außerdem bemerkenswert: Der Start am 25. Januar 2018 war schon der fünfte chinesische innerhalb von 17 Tagen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weina-1A Weixing (微纳-1A卫星) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.169 und als COSPAR-Objekt 2018-011A. Yaogan-30 04 Nr. 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.170 und als COSPAR-Objekt 2018-011B. Yaogan-30 04 Nr. 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.171 und als COSPAR-Objekt 2018-011C. Yaogan-30 04 Nr. 3 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.172 und als COSPAR-Objekt 2018-011D. Die zweite Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.173 und als COSPAR-Objekt 2018-011E. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg413346#msg413346" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-satellitentriplett-yaogan-30-04-gestartet/" data-wpel-link="internal">China: Satellitentriplett Yaogan-30 04 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>China: Shijian 13 alias ChinaSat 16 im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-shijian-13-alias-chinasat-16-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2018 16:52:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[China Satcom]]></category>
		<category><![CDATA[ChinaSat 16]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Shijian 13]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5495</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, befindet sich der chinesische experimentelle Kommunikationssatellit Shijian 13 mittlerweile im Regelbetrieb. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: China Satcom, Raumfahrer.net, Xinhua. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gab mit Datum vom 25. Januar 2018 bekannt, der für hohen Datendurchsatz ausgelegte Kommunikationssatellit sei nach Angaben der chinesischen nationalen Raumfahrtbehörde (China National Space Administration, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie zwischenzeitlich bekannt wurde, befindet sich der chinesische experimentelle Kommunikationssatellit Shijian 13 mittlerweile im Regelbetrieb. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: China Satcom, Raumfahrer.net, Xinhua. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/1657784csat260.jpg" alt="Shijian 13 alias ChinaSat 16 - Illustration
(Bild: CSAT)"/><figcaption>Shijian 13 alias ChinaSat 16 &#8211; Illustration<br> (Bild: CSAT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gab mit Datum vom 25. Januar 2018 bekannt, der für hohen Datendurchsatz ausgelegte  Kommunikationssatellit sei nach Angaben der chinesischen nationalen  Raumfahrtbehörde (China National Space Administration, CNSA) nach dem Abschluss eines Tests zur Kommunikation mittels Laserlicht in Betrieb genommen worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CNSA habe mitgeteilt, zwischen Satellit und Boden habe zum ersten Mal auf der Welt ein Kommunikationstest mit einem Zwei-Wege-Hochgeschwindigkeitslaser stattgefunden, berichtete Xinhua. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den leitenden Satellitenentwickler Li Feng von der China Aerospace Science and Technology Corporation zitiert Xinhua mit der Aussage, der Satellit werde Nutzer in China unterstützen und Kommunikationskopfstationen in abgelegenen Gebieten anbinden, um dem dortigen Bedarf an Information, Bildung und Notfallkommunikation gerecht zu werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit ist Shijian 13 bei 110,6 Grad Ost positioniert. Er basiert auf dem chinesischen Satellitenbus DFH-3B und wurde nach Angaben der China Satellite Communications Co., Ltd. (China Satcom) von der China Aerospace Science and Technology Corporation, dem China Space Technology Research Institute und der China Aerospace Science and Technology Corporation&#8217;s China Pacific Group Co., Ltd. entwickelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Shijian 13 war am 12. April 2017 vom Satellitenstartzentrum  Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) aus in den Weltraum gebracht wordenn. 15 Jahre soll sich das neue Raumfahrzeug im All einsetzen lassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Katalogisiert ist Shijian 13 (SJ 13) alias ChinaSat 16 (Zhongxing 16, ZX-16) mit der NORAD-Nr. 42.662 und als COSPAR-Objekt 2017-018A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>33. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/33-tage-der-raumfahrt-in-neubrandenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 14:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mars 500]]></category>
		<category><![CDATA[Neubrandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[OHB]]></category>
		<category><![CDATA[Tage der Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[TdR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den Neubrandenburger Raumfahrttagen war 2017 einiges anders als sonst. Ein definitives Programm stand erst ganz kurzfristig vor Beginn der Veranstaltung fest, so dass die letztendliche Teilnehmerzahl etwas geringer war als in den vorhergehenden Jahren. Auch Tagesgäste waren nicht so viele anwesend. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Anlässlich der 100. Ausgabe von Raumfahrt Concret hatte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei den Neubrandenburger Raumfahrttagen war 2017 einiges anders als sonst. Ein definitives Programm stand erst ganz kurzfristig vor Beginn der Veranstaltung fest, so dass die letztendliche Teilnehmerzahl etwas geringer war als in den vorhergehenden Jahren. Auch Tagesgäste waren nicht so viele anwesend. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich der 100. Ausgabe von Raumfahrt Concret hatte man sich etwas Besonderes ausgedacht: Statt der sonst üblichen russischen, sowjetischen oder internationalen  (Ex-) Kosmonauten war dieses Mal eine Delegation aus China zu Besuch mit unter anderem dem Taikonauten Chen Dong und dem Direktor des chinesischen Astronautenzentrums Professor Bin Wu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das  brachte auch verschiedene Programmänderungen mit sich: Statt in Peenemünde fanden am Freitag einige Programmpunkte in Burg Stargard, 10  km entfernt von Neubrandenburg, statt. Nach einer Führung durch die Stargarder Burg mit kulturellem Rahmenprogramm und der Enthüllung einer Gedenkstele im Ort für den gebürtigen Burg Stargarder Carl Ludwig  Rümker, der im 19. Jahrhundert in Australien und Hamburg als Astronom  tätig gewesen war, gab es das Raumfahrtforum mit dem Schwerpunkt Mondforschung. Prof. Dieter Hermann ging zuerst auf die Bedeutung und  Verehrung des Mondes in verschiedenen Kulturen ein, beispielsweise auf die chinesische Mondgöttin Changwe und die ägyptische Mondgöttin Isis,  und erwähnte dann, dass es eigentlich unpraktisch ist, die Monate  tatsächlich nach den Mondphasen einzuteilen: ein synodischer Monat (die  Zeit von einer bis zur nächsten Mondphase) dauert genau 29 Tage, 12  Stunden, 44 Minuten und 2,9 Sekunden. Aus diesem Grund hat man sich für das Sonnenjahr entschieden. Auch wurde kurz auf Galileo Galilei  eingegangen, der als erster Gebirge auf dem Mond sah, auf die Mondkarte von Tobias Meyer und auf die Mondmissionen von Apollo und Luna. Nach  Carl Ludwig Rümker ist ein ehemaliger Vulkan auf dem Mond benannt: Mons  Rümker.  Dieser ehemalige Vulkan wird bei den geplanten unbemannten chinesischen Mondmissionen mit Probenahme das hauptsächliche Ziel sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC0783tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC0783tdr300.jpg" alt="Taikonaut Chen Dong in Neubrandenburg
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Taikonaut Chen Dong in Neubrandenburg <br>(Bild: privat) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Taikonaut Chen Dong bedankte sich anschließend für die Gastfreundschaft auf Burg Stargard und sprach tiefen Respekt aus für die astronomischen Leistungen von Carl Rümker, sprach dann einige Worte zur allgemeinen Bedeutung der Raumfahrt für die Erde und erwähnte die Zusammenarbeit von Deutschland und China: so hat der deutsche Astronaut Matthias Maurer bereits in China trainiert und schließt Chen Dong nicht aus, dass in der Zukunft ein deutscher Astronaut Mondstaub mit auf die Erde bringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gan Yong hielt danach einen Vortrag zur chinesischen Raumfahrt mit besonderer Betonung der geplanten Mondaktivitäten. Diese wurden aber  auch in der Hauptveranstaltung am Samstag beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abends in Neubrandenburg fand die Fotosession mit dem Taikonauten statt. Auch dies war anders als in den vergangenen Jahren: Angekündigt war ein Gruppenfoto statt individueller Fotos, für einen höheren Preis als sonst, auch ist die Fotosession normalerweise am Samstag Nachmittag. Dies passte  aber nicht in den Zeitplan der chinesischen Delegation. Aufgrund der angekündigten veränderten Voraussetzungen hatten sich für die Fotosession weniger Leute angemeldet als sonst. Am Ende hat man sich doch für individuelle Fotos entschieden. Auch der durchschnittliche  Autogrammsammler kam diesmal mit einer schlechteren Ausbeute nach Hause  als sonst. Eine offizielle Autogrammstunde gab es nicht – wegen Kommunikationsproblemen, wie man sagte &#8211; , so dass sich einige Sammler damit begnügten, das Autogramm auf der offiziellen Fotowand abzufotografieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptveranstaltung am Samstag wurde, da der Landrat nicht anwesend sein konnte, von Hauptsponsor Dr. Paul Jahn eröffnet. Er wusste zu würdigen, dass mit Chen Dong der jüngste Taikonaut in Neubrandenburg zu Besuch war, der zudem mit 33 Tagen Weltraumerfahrung die 33. Raumfahrttage bereichert. Bis heute waren 47 Astro- und Kosmonauten zu Gast in Neubrandenburg, und jetzt ein Taikonaut. Auch bedankte sich Jahn bei den anderen Sponsoren und den ehrenamtlichen Mitarbeitern, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Eberhard Rödel richtete danach Grüße von Kosmonaut Sigmund Jähn aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07788tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07788tdr300.jpg" alt="Mitglieder der chinesischen Delegation auf dem Podium
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Mitglieder der chinesischen Delegation auf dem Podium <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der chinesischen Delegation kamen die ersten beiden Vorträge. Taikonaut Chen Dong berichtete von der allgemeinen Entwicklung der chinesischen bemannten Raumfahrt und von seiner eigenen Mission Shenzhou 11. Die chinesische bemannte Raumfahrt entwickelte sich in drei Phasen. Die erste Phase bestand aus den ersten bemannten Raumschiffen Shenzhou 5 mit einer Person und Shenzhou 6 mit zwei Personen. Die zweite Phase bestand aus Shenzhou 7, 9, 10 und 11 mit dem Erproben von Außenbordeinsätzen, Rendezvous- / Docking-Manövern und dem Starten und  kurzzeitig Betreiben eines Raumlabors. Als dritte Phase ist der Bau einer Raumstation für längere Zeit geplant. Hiermit hofft man, 2020  fertig zu sein. Chen Dongs eigener Flug, zusammen mit Jing Haipeng auf  Shenzhou 11 und Tiangong 2, gehört zur zweiten Phase. Nach dem Start am 16. Oktober 2016 dockte Shenzhou 11 zwei Tage später bei der Raumstation Tiangong 2 an. Nach 33 Tagen landeten die Taikonauten erfolgreich am  18. November 2016, genau ein Jahr vor den diesjährigen Raumfahrttagen, in der  Inneren Mongolei im Grasland von China. Selbst fand Chen Dong 33 Tage  viel zu kurz für einen Weltraumaufenthalt, aber der Raumflug wird ihm  für immer wie ein Stern in der Erinnerung bleiben. Er findet den Weltraum mysteriös und wundervoll, und auch die Macht und Großartigkeit des Alls sowie die Zerbrechlichkeit der Erde habe ihn beeindruckt. Die  Erde, so meinte er, solle es jedem wert sein, sie zu schützen. Was er über das Leben im Weltraum erzählte, hört man auch von den meisten anderen Astro- und Kosmonauten. Nachdem man im Orbit angekommen ist,  fühlt sich der Körper fiebrig an, und man bekommt Reisekrankheit. Die Flüssigkeit sammelt sich im Kopf, und man bekommt vorstehende Augen und ein geschwollenes Gesicht; dies sei ein unbequemes Gefühl, als ob man auf dem Kopf steht. Nach ein paar Stunden Schlaf fühlt man sich besser, und die Tage darauf muss man lernen, wie man sich im Weltraum bewegt. Am Anfang hat man eine schlechte Richtungskoordination und setzt zu viel oder zu wenig Kraft ein. Mit Hilfe seines Kollegen Jing Haipeng, der schon zum dritten Mal im Weltraum war, hat er sich aber daran gewöhnt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Mission wurden insgesamt 38 Experimente durchgeführt, und man war, so Chen Dong, unter anderem Fahrer, der die Raumstation fliegt, Mechaniker, der die Raumstation unterhält, Arzt, der seine eigene Gesundheit und die des Kollegen überwacht, Bauer, der Pflanzen anbaut und Fütterer, der die Tiere an Bord pflegt. Jeder Tag in der Raumstation sei so mit Arbeit ausgefüllt. Auch seien einige Experimente für die Popularisierung der Raumfahrt gemacht worden. So konnten chinesische Schulen und Universitäten Experimente vorschlagen. Ein Experiment von  Studenten aus Hong Kong zum Züchten von Seidenraupen in der Schwerelosigkeit hatte zum Beispiel  das Ergebnis, dass Seide, die im Weltraum produziert wurde, stärker und stabiler ist als Seide von irdischen Seidenraupen. Dieses Experiment wird nicht nur als fördernd für die Wissenschaft gesehen, sondern auch für den chinesischen Nationalstolz: man könne damit den Grundstein für die Seidenstraße im Weltraum legen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Kooperationen Chinas wurden auch erwähnt; so entwickelt man zusammen mit Frankreich einen Apparat, mit dem man Venen und Arterien besser unterscheiden kann. Außerdem nahmen die ESA-Astronauten Matthias Maurer (Deutschland) und Samantha Cristoforetti (Italien) zusammen mit 16 Taikonauten an einem Training auf See teil. Samantha  Cristoforetti war in der gleichen Crew wie Liu Wang und Chen Dong; über die Zusammenarbeit mit ihr meinte er, man hätte sich ohne viel verbale Kommunikation verstanden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anschließende Fragerunde war recht kurz gehalten. Ähnlich wie bei den anderen größeren Raumfahrtnationen wurden auch in China die ersten Raumfahrer aus den Reihen von Piloten rekrutiert. Später werden hier  auch Wissenschaftler, Ärzte und Ingenieure hinzukommen. Fragen nach  einem eventuellen Nachfolger der heutigen Shenzhou-Kapsel wurden eher ausweichend beantwortet; man kann sich aber fragen, ob das an einer eventuellen Sprachbarriere lag. Die letzte Frage, nach eventuellen chinesischen Experimenten mit Akupunktur im All, wurde von Chen Dong für seinen Flug verneint, er schließe dies jedoch für die Zukunft nicht aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07840tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07840tdr300.jpg" alt="Gan Yong von der China National Space Administration (CNSA)
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Gan Yong von der China National Space Administration (CNSA) <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gan Yong, Vizedirektor der China National Space Administration (CNSA), gab einen allgemeinen Überblick über die chinesische Raumfahrt. So ist der 24. April zum offiziellen chinesischen nationalen Raumfahrttag  ernannt worden, den Institutionen zur Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Auch wird alle fünf Jahre ein White Paper zur Raumfahrt veröffentlicht. China hat bereits vor 60 Jahren angefangen, Infrastruktur für Raumfahrt zu entwickeln, und arbeitet in der Raumfahrt nach den vier Leitlinien Innovation, Synergie, Frieden und Transparenz. Von ihren vier Startplätzen aus haben die Chinesen mit verschiedenen Typen der Long March – Rakete insgesamt 253 Starts absolviert, mit einer  Erfolgsquote von 94%. Fünf Mondmissionen sind vorläufig geplant, wovon drei schon absolviert worden sind. Im Oktober 2007 hatte Chang&#8217;e 1 und  im Oktober 2010 Chang&#8217;e 2 den Mond umrundet, im Dezember 2013 war  Chang&#8217;e 3 weich auf dem Mond gelandet. Für 2018 ist mit Chang&#8217;e-4 eine  Landung auf der erdabgewandten Seite des Mondes geplant; dies wäre dann  die historische erste Landung eines Raumfahrzeuges überhaupt dort. Auch hatte man im Oktober 2014 eine Testmission zur Vorbereitung der  ebenfalls 2018 geplante Mission Chang&#8217;e 5 mit Sample Return geflogen. Chang&#8217;e 4 wird aus zwei separat startenden Teilen bestehen: einem  Datenübertragungssatelliten und einem Lander mit Rover. Hierbei erwähnte er die internationale Zusammenarbeit, besonders die mit der DLR; so wird die Sonde Nutzlasten aus Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Saudi-Arabien an Bord haben. Längerfristig ist für 2023 eine Landung am Südpol des Mondes geplant, für 2024 eine zweite Sample Return Mission und für 2027  ein weiterer Flug zum Mondsüdpol. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch gibt es Pläne zur Erforschung des Mars und der Asteroiden und für Missionen zu anderen Planeten des Sonnensystems. Außerdem hat China ein eigenes Navigationssatellitensystem und verschiedene eigene Satelliten zur Erd- und Ozeanobservation, für die Telekommunikation und für die Forschung. Zusammenarbeit gibt es mit 35 Ländern, Raumfahrtagenturen und  internationalen Organisationen. Betont wurden nochmals das Abkommen von Premierminister Li und Bundeskanzlerin Angela Merkel 2014 zur Zusammenarbeit in der Raumfahrt, und das CE-4-Abkommen 2017 zwischen der chinesischen Weltraumagentur  und der DLR. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gefragt zur Mars Sample Return, erwähnte er, diese sei abhängig vom Gewicht der Nutzlast. Man ging erst davon aus, dass die Long March 5 – Rakete reichen könnte, und entwickelt für weitere Missionen den Super Heavy Carrier. Dieser steckt momentan noch in den Kinderschuhen, und man hofft, dass sich auch kommerzielle Firmen daran beteiligen können. Auch zum Monitoring und zur Entfernung von Weltraummüll hat man Konzepte,  unter anderem in Zusammenarbeit mit der ESA. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07853tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07853tdr300.jpg" alt="Dr. Fritz Merkle, OHB
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Dr. Fritz Merkle, OHB <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Fritz Merkle vom Vorstand von OHB Bremen, angekündigt als „das  Space-X Deutschlands“,  bedauerte es, dass dieses Jahr nicht so viele junge Leute anwesend waren wie sonst. In seinem interessanten Vortrag berichtete er vom Core Business von OHB: kommerzielle Satelliten für verschiedene Anwendungen. Besonders betonte er die Telekommunikations-  und Navigationssatelliten. So baute OHB den ersten geostationären  Kommunikationssatelliten „H36W-1“ für den spanischen Satellitenbetreiber Hispasat. Dies ist der erste Satellit, der die europoäische Small GEO-Plattform nutzt, welche OHB in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelt hat. Für Airbus Defense + Space baute OHB den Telekommunikationssatelliten EDRS-C, der mit dem EDRS (European Data Relay Satellite) – Laserkommunikationssystem arbeitet. Auch hat die DLR  den Heinrich-Hertz-Satelliten in Auftrag gegeben, der teilweise auch von der deutschen Bundeswehr genutzt wird, und das Electra Satellite Program. Letzteres arbeitet nicht mit chemischem Antrieb, wie die meisten Satelliten, sondern mit elektrischem Antrieb.  Xenon wird ionisiert und die Ionen werden durch Hochspannung beschleunigt. Die Austrittsgeschwindigkeit des Gases gibt einen höheren Impuls als chemische Treibstoffe. Dadurch hat der Satellit ein geringeres Gewicht und bekommt beispielsweise ein Satellit von 2-3 Tonnen die Übertragungskapazität eines heutigen Satelliten von 6-7 Tonnen. Den elektrischen Antrieben sagt er eine Zukunft voraus; sie könnten z.B. das  hochgiftige Hydrazin ersetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> Auf dem Gebiet der Navigationssatelliten ist OHB der Hauptkontraktor für den Entwurf und Bau von 34 Galileo-Satelliten für die EU-Kommission  und die ESA. Hiervon sind 14 schon im Weltraum. Das System besteht eigentlich aus Uhren, die alle hochgenau und synchronisiert sein müssen. Da gibt es einmal die Rubidium-Atomuhren und einmal die passiven  Wasserstoff-Maser. Diese gehen etwa 1 Nanosekunde am Tag falsch, sind  also extrem genau. Um Fremdeinwirkung auf diese Uhren zu vermeiden, aber  wohl selbst die Uhren beeinflussen zu können, gibt es &#8222;safety units&#8220; mit bestimmten Algorhythmen. Satelliten lassen sich durch Quantenkryptographie verschlüsseln; darin war China Vorreiter. Die Zukunft der Navigationssatelliten sieht Merkle im Dual Use: Nutzung für militärisch sowie zivile Zwecke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls baut OHB optische Erdbeobachtungs- bzw. Aufklärungssatelliten: das SAR und SARah – System. Der Beitrag von OHB zur Wissenschaft war der Trace Gas Orbiter für ExoMars 2016. Bei ExoMars 2020 möchte man auf dem Mars einen Rover mit Bohrer aussetzen und Bodenproben nehmen, um eventuelle Aminosäuren als Hinweis auf Leben zu finden. OHB möchte dazu eine Mühle zum Zerkleinern der Bodenproben für die chemischen Analysen beisteuern, außerdem eine hochauflösende Kamera zum Suchen nach geeigneten Bohrstellen und einen Beitrag beim Raman Laser-Spektrometer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Thema Startraketen erwähnte er kurz die Ariane 6 als Alternative zu Long March und Space X. Zuletzt meinte er noch, dass er bei Kongressen viele junge Leute sieht und dass diese sich vor allem gerne Vorträge von Pionieren wie Elon Musk anhören. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07903tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07903tdr300.jpg" alt="Romain Charles in Neubrandenburg
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Romain Charles in Neubrandenburg <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Vortragende, Romain Charles von MEDES, hatte zusammen mit fünf anderen Männern am Projekt Mars 500 teilgenommen. Ziel dieser  Simulation einer Marsreise war es, herauszufinden, ob der Mensch physisch und psychisch in der Lage ist,  520 Tage lang in einer Gruppe von sechs Personen ohne große Spannungen zusammenzuleben. Im Falle des Projektes Mars 500 war die Antwort Ja. Das Team bestand aus drei Russen, einem Italiener, dem Franzosen Charles und einem Chinesen. Beruflich waren es drei Ingenieure, ein Arzt und ein Wissenschaftler. Ursprünglich  ging das Projekt vom IMBP (Institut für Medizinische und Biologische Probleme) in Moskau aus, später kamen auch die ESA und das chinesische  Astronautenzentrum dazu. Der Simulationskomplex besteht aus einem  Wohnmodul mit einem Wohnzimmer, sechs Schlafzimmern, einem Control Room sowie einem Badezimmer und ist so groß wie ein Bus, außerdem gibt es  noch ein Modul für medizinische Untersuchungen, ein Arbeitsmodul und ein Marslandemodul, das für die simulierte Marslandung genutzt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der hauptsächliche Job während der Mission waren die 105 wissenschaftlichen Experimente. Die meisten davon waren psychologischer Natur, zum Beispiel wollte man erforschen, ob die Simulation des Fliegens und Docking eines Raumschiffs auch nach langer Isolation möglich sei. Ein physiologisches Experiment beschäftigte sich mit der  Schmerztoleranz, und auch die Art und Menge der Nahrung wurde genau  vorgeschrieben. Das bedeutete zum Beispiel, dass man zu Weihnachten  Hackfleisch mit Broccoli gegessen hat. Acht Monate lang hatte das Team damit keine Probleme. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07915tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07915tdr300.jpg" alt="Training am Sojus-Simulator während Mars 500
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Training am Sojus-Simulator während Mars 500 <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Experiment begann am 3. Juni 2010. Zuerst war noch alles neu und probierte das Team alles aus. Im Laufe der Zeit schlich sich aber Routine ein, was Monotonie und Langeweile mit sich brachte. Deshalb wurden bewusst spezielle Anlässe genommen, zu feiern, wie zum Beispiel  Halloween, auch wenn dazu niemand aus seiner Heimat heraus einen Bezug  hatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Dezember 2010 gab es auf einmal einen Stromausfall; das Licht und die Ventilation fielen aus, und es gab keine neue Luft und kein Wasser mehr. Das Missionskontrollzentrum teilte mit, man hatte einen Brand in der Stromzufuhr, man arbeite dran, aber man wisse noch nicht, wann das Problem gelöst sei. Dies war nach 24 Stunden der Fall. Im ersten Moment waren die Missionsteilnehmer über diese Situation verärgert; als sie  aber später darüber nachdachten, merkten sie, dass es ihnen etwas gebracht hatte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies eine  Simulation war; es gehörte auch zum Testprogramm, die Reaktion des Teams  auf  Gefahrensituationen zu testen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Wochen später war die geplante „Marslandung“, und es öffnete sich ein ganz neues Modul voll mit Essen und Geschenken von Freunden und Verwandten. Das war für die Missionsteilnehmer wie Ostern und Weihnachten auf einmal. Irgendwann musste dann aber weiter gearbeitet  werden, und drei der Teilnehmer haben eine Marslandung simuliert, wobei  auch dreimal zwei von ihnen einen zweistündigen Außenbordeinsatz im Raumanzug hatten, um zu sehen, was man auf der Marsoberfläche erkunden kann. Auf der „Rückreise“ zur Erde fühlte sich das Team ziemlich leer  und gelangweilt. Das lag daran, dass die Experimente, die man schon  öfter gemacht hatte, nochmal gemacht werden mussten, und dass auch das Essen wenig abwechslungsreich war. Zum Beispiel bestand die Auswahl an Schokoriegeln aus Mars, Nuts und Snickers, aber alle wollten Snickers. Drittens war die Kommunikation mit den Nächsten zuhause ein Problem. Da man auch die Zeitverzögerung simulierte, gab es kein Internet. Man konnte Berichte für Freunde und Familie an Mission Control schreiben, die es dann an die betreffenden Personen weiter schickten; jedoch waren  im August die meisten Verwandten und Freunde im Urlaub, und Charles bekam nur noch ein Drittel der Nachrichten, die er sonst bekommt. Schließlich und endlich hat man sich innerhalb des Teams immer wieder gegenseitig motiviert. Am 4. November 2011 war das Experiment beendet. Der größte Erfolg von Mars 500 war, dass sechs Leute nach 520 Tagen immer noch freundschaftlich miteinander umgehen können. Charles würde  wohl nochmal zum Mars gehen, aber dann nur für zwei Wochen und als  Commander. Mittlerweile ist Charles Crew Support Engineer im Europäischen Astronautenzentrum EAC in Köln, wo er die Astronauten bei ihren täglichen Aufgaben unterstützt. Das tut er in Köln sowie auch in Baikonur und bei der Landung von ESA-Astronauten in der kasachischen Steppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Crew hatte nur aus Männern bestanden. Zu gemischten Crews meinte er, jedes Land habe sein eigenes Auswahlverfahren gehabt. Der europäische Aufruf war offen für Männer und Frauen. Nur 15 der Bewerbungen kamen von Frauen, und die letzte Frau kam nicht durch die  medizinische Prüfung. Auch wollten die Russen die Komplexität der Mannschaft nicht noch durch ein zweites Geschlecht erhöhen; mehrere Nationalitäten waren für ein erstes Experiment schon komplex genug. Für  den richtigen Marsflug müsse aber die Menschheit repräsentiert werden, und davon besteht die Hälfte aus Frauen. Nach Charles&#8216; eigener Meinung hängt der Erfolg einer Mission nicht vom Geschlecht oder von der  Orientierung der Teammitglieder ab; auch werde bei anderen Marsexperimenten sowieso mit gemischten Teams gearbeitet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC0792tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC0792tdr300.jpg" alt="Raumfahrtjournalist Chen Lan
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Raumfahrtjournalist Chen Lan <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass China auch kommerzielle Raumfahrt betreibt, berichtete Raumfahrtjournalist Chen Lan im darauf folgenden Vortrag. Chen Lan war übrigens derjenige, der den Begriff „Taikonaut“ für chinesische Raumfahrer geprägt hat. Er betonte noch einmal, dass er trotz der Namensgleichheit nicht mit dem Taikonauten Chen Dong verwandt ist;  vielleicht haben sie vor 500 Jahren gemeinsame Vorfahren gehabt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">China ist schon seit 1990 in der kommerziellen Raumfahrt aktiv, als China Great Wall Industry dem Staat Dienstleistungen angeboten hat: entweder Kommunikationssatelliten oder Piggyback-Satelliten. Seit 2007 sind noch acht Kommunikationssatelliten und zwei Remote  sensing-Satelliten gestartet worden. Erst als Reaktion auf Space X  fingen in China Start-Up-Unternehmen an, sich mit Raumfahrt zu beschäftigen und man merkte, dass private Unternehmen schneller auf  Marktentwicklungen reagieren können als die Regierung. Space X und Falcon 9 sind konkurrrenzfähiger als die herkömmlichen chinesischen  Raumfahrtsysteme. So haben sich auch in China Public Private Partnerships und ähnliches entwickelt, und es hat in großen Raumfahrtunternehmen kommerzielle Projekte wie CASC (Commercial Remote  Sensing Constellation) und CASIC gegeben sowie Start-ups, die auch aus  großen Unternehmen hervorgingen. Auch gibt es ein chinesisches internationales kommerzielles Aerospace Forum in Wuhan. Prominente Startup-Unternehmen auf dem Gebiet der Raketen sind zum Beispiel Landspace mit der relativ kleinen Feststoffrakete LS-1, Onespace mit der kleinen Rakete Messenger 1, Link Space und Dragon Drive. Auf dem Gebiet  der Kommunikationssatelliten sind hauptsächlich HEAD mit 24 Satelliten, OKW mit 64 Satelliten, Commsat mit 60 Satelliten und Xinwei mit 64  Satelliten aktiv, auf dem Gebiet von Remote Sensing und anderem Chang  Guang mit 128 Satelliten, Orbita mit drei Konstellationen von jeweils 34, 38 und 72 Satelliten und Spacety mit einer kleinen Satellitenplattform für Mikroschwerkraftsforschung. Finanziert werde diese Unternehmen von der Regierung, von privaten Investoren und vom  Kapitalmarkt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vortrag von Chen Lan war so spontan ins Programm mit hereingenommen  worden, dass er nicht auf dem Programmflyer erwähnt war. Deshalb war auch für die normalerweise stattfindende Podiumsdiskussion keine Zeit mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Motto der Sonntagsvormittagsveranstaltung im Hotel am Ring war „Aktuelles aus der Raumfahrt“. In Anbetracht der ersten beiden Vortragsthemen kann man sich aber fragen, wie aktuell diese Informationen sind, handelte es sich bei beiden Vorträgen doch um historische Themen. Sergej Gerasjutin, Wissenschaftsjournalist aus  Moskau, hielt einen sehr daten- und faktenreichen Vortrag über die Geschichte von Baikonur. Der Bau des Kosmodroms fing 1955 an. Die meisten historischen Meilensteine der sowjetischen und russischen bemannten und unbemannten Raumfahrt ließ er Revue passieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC07971tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC07971tdr300.jpg" alt="Michael Tilgner
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Michael Tilgner <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Vortrag, von Michael Tilgner aus Wedel, beschäftigte sich mit der Frage, ob Hermann Potočnik (Noordung) der Entdecker der Möglichkeit des geostationären Orbits ist. Er beschrieb diesen als erster 1928 in seinem Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums“. Arthur Clarke  brachte diesen Gedanken 1945 im Journal der BIS (British Interplanetary  Society) in einem Leserbrief vor: drei Satelliten, in einem Winkel von  jeweils 120 Grad zueinander,  könnten eine Fernseh- und  Mikrowellenabdeckung für den ganzen Planeten erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um der Grundfrage des Vortrags noch einmal nachzugehen: 1920 veröffentlichte Konstantin Ziolkowski sein Buch „Beyond the Planet Earth“, in dem er auch schon von der Möglichkeit geostationärer  Satelliten schreibt. Da es hierzu aber keine deutsche Version gab, konnte Potočnik diese Information nicht kennen. 1928 erwähnte Johannes  Winkler in der Zeitschrift „Die Rakete“ auch die Möglichkeit des  geostationären Orbits, dies war aber nach der Veröffentlichung des Buches von Potočnik. Ebenfalls tat dies Willy Ley 1926 in einer Broschüre, und Max Valier in seinem Buch „Der Vorstoss in den Weltenraum“ von 1924. Die Idee des geostationären Orbits war also nicht von Potocnik, sondern von Max Valier. Auch wurde auf das Leben und Wirken Potočniks eingegangen. 1928 und 1929 war er bereits Mitglied im Verein der Raumschiffahrt, und hatte im Januar 1927 in einem Brief an den Oldenbourg-Verlag gefragt, wann mit dem Erscheinen des neuesten Buches von Max Valier zu rechnen sei. Potočnik hat sich also schon 1926  mit Raumfahrt beschäftigt. 1928 erschien sein Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums“, in dem er unter anderem auch Raumstationen beschreibt: ein Wohnrad im Weltraum, ähnlich wie Wernher von Braun und Stanley Kubrick, ausserdem ein Observatorium und ein Maschinenhaus.  Selbst Details vom Inneren dieser Station und über das Leben im Weltraum  werden in diesem Buch gezeigt. Am 27. August 1929 starb Potočnik in Wien im Alter von 37 Jahren an Tuberkulose und wurde auf dem  evangelischen Friedhof in Wien begraben. Da die Gebühren für sein Grab irgendwann nicht mehr weiter bezahlt worden sind, wurde es anderweitig vergeben. Dem slowenischen Heimatforscher Primož Premzl ist es zu verdanken, dass einige Meter von der Grabstelle entfernt 2014 eine  Gedenkstelle für Potočnik eingeweiht wurde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC08003tdr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/veranstaltungen/DSC08003tdr300.jpg" alt="Planetengeologe Ulrich Köhler
(Bild: privat)"/></a><figcaption> Planetengeologe Ulrich Köhler <br>(Bild: privat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Abgeschlossen wurde die Veranstaltung, fast schon traditionsgemäß, tatsächlich mit Neuigkeiten aus der Raumfahrt: Ulrich Köhler vom DLR in Berlin berichtete von den letzten Stunden der Cassini-Mission und gab einen Ausblick auf die zukünftigen Geschehnisse im äußeren Sonnensystem.  Am 15. September 2017 wurde Cassini, nachdem sie 13 Jahre lang  Ergebnisse geliefert hatte, in die Saturnatmosphäre gesteuert, um dort zu verglühen. Sie hatte zu wenig Treibstoff übrig und man wollte sie  nicht steuerlos im Saturnorbit lassen. Sonst könnte sie nämlich vielleicht auf einen der Monde stürzen und ihn mit irdischen Mikroben verseuchen. Nach einigen allgemeinen Informationen zum Saturn und seinen Monden benannte Köhler die Höhepunkte und einige statistische Daten der Cassini-Mission. Auch zeigte er einige der zahlreichen Bilder, die  Cassini zur Erde geschickt hatte. So hat Mimas zum Beispiel den  Spitznamen „Todesstern“, weil er dem Todesstern aus den Star Wars-Filmen  verblüffend ähnlich sieht. Enceladus wird gesehen als Mond, auf dem  sich eventuell Leben entwickeln könnte. Insgesamt gibt es von der Cassini-Mission noch viele Ergebnisse auszuwerten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Soviel zum Inhaltlichen der Veranstaltung. Das Programm war teilweise hochkarätig, teilweise hatte man jedoch den Eindruck, nicht viel Neues  zu hören. Auch die direkte Ansprechbarkeit der Stargäste, durch die sich die Neubrandenburger Raumfahrttage sonst von ähnlichen Veranstaltungen positiv unterscheiden, gab es bei dieser Veranstaltung nicht. Das kann aber auch an der Sprachbarriere zwischen den  chinesischen Gästen und den anderen Konferenzteilnehmern liegen, oder am Zeitplan der chinesischen Delegation. Dass diese überhaupt den Weg nach Neubrandenburg gefunden hat, so Tagungsleiterin Jacqueline Myrrhe beim Abendessen am Samstag, sei der Hartnäckigkeit ihres Kollegen Uwe Schmaling zu verdanken. Jedoch wurde auch kein sehr grosses Geheimnis daraus gemacht, dass so eine Veranstaltung Geld kostet, das auch irgendwo her kommen muss: nicht nur im Vorfeld auf der Website von  Raumfahrt Concret, sondern auch während der Veranstaltung selbst hat es  Spendenaufrufe gegeben. Auch war, wie schon eingangs erwähnt, das Programm erst ziemlich kurzfristig definitiv, so dass weniger Gäste als die letzten Jahre anwesend waren. Und selbst von denen kannte man schon den größten Teil, und die Stimmung war nicht ganz so gut wie sonst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fazit: Vor allem wenn man von weit kommt, überlegt man sich vielleicht –  vor allem wegen der nicht optimalen Planbarkeit des Programms &#8211; nächstes Mal zweimal, ob man wieder an dieser Veranstaltung teilnimmt. Und wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich die Vorträge anschauen auf <a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.spacelivecast.de</a> .  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Aufzeichnung des Webcasts von spacelivecast.de</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://spacelivecast.de/myportal/2017/11/33-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-17-11-19-11-2017/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">http://spacelivecast.de/2017/11/33-tage-der-raumfahrt-neubrandenburg-17-11-19-11-2017/</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9030.msg401990#msg401990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg</a>                        
</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseite:</strong>  <a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.spacelivecast.de</a>  </p>
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		<title>Ozeanbeobachter CFOSat kommt noch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ozeanbeobachter-cfosat-kommt-noch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 13:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CFOSat]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Ozeanbeobachtungssatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42087</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der auf Basis eines chinesischen Satellitenbus aufgebaute chinesisch-französische Ozeanbeobachtungssatellit CFOSat soll nach jüngsten Informationen nach zahlreichen Verzögerungen nun in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 in den Weltraum transportiert werden. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CNES. Ursprünglich hatte man gehofft, CFOSat Ende 2014 oder im Jahr 2015 auf einen Erdorbit bringen zu können. CFOSat [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der auf Basis eines chinesischen Satellitenbus aufgebaute chinesisch-französische Ozeanbeobachtungssatellit CFOSat soll nach jüngsten Informationen nach zahlreichen Verzögerungen nun in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 in den Weltraum transportiert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CNES.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017150251_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102017150251_small_1.jpg" alt="CNES" width="260"/></a><figcaption>
CFOSat über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CNES)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich hatte man gehofft, CFOSat Ende 2014 oder im Jahr 2015 auf einen Erdorbit bringen zu können. CFOSat steht für China-France Oceanography Satellite. Seinem Namen gemäß ist der Satellit dafür gedacht, Daten über die Wetterbedingungen auf und über den Weltmeeren zu liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Informationen von CFOSat werden helfen, die Vorhersage von Stürmen und Wellengang zu verbessern. Außerdem erwartet man von CFOSat Daten zu Eisflächen auf dem Meer und an den Polen. Darüber hinaus möchte man die von CFOSat gesammelten Daten bei der Optimierung der Modelle zur Interaktion von Atmosphäre und Ozeanen sowie zum Klimawandel verwenden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgerüstet ist CFOSat mit zwei im K<sub>u</sub>-Band arbeitenden Radaranlagen aus China und aus Frankreich. Die Anlage aus Frankreich mit einer Masse von rund 100 Kilogramm hat entsprechend ihres Namens Surface Waves Investigation and Monitoring (SWIM) die Aufgabe, Richtung und Länge von Wellen auf der Meeresoberfläche zu bestimmen. Das Radar aus China (SCAT) dient der Ermittlung von Windrichtung und Windstärke. 
<br>
CFOSat entsteht im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der nationalen Raumfahrtbehörden Chinas (China National Space Administration, CNSA) und Frankreichs (Centre national d&#8217;études spatiales, CNES). Der Start des in China von DFHSat (Dong Fang Hong Satellite) integrierten Satelliten soll auf einer chinesischen Rakete des Typs Langer Marsch 2C vom Satellitenstartzentrum Jiuquan (Jiuquan Satellite Launch Center, JSLC) in der Wüste Gobi erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Arbeitsorbit für CFOSat ist eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn in einer Höhe von rund 519 Kilometern vorgesehen, welcher eine Wiederholrate von 13 Tagen erlaubt. Der Beginn des Regelbetriebs ist für 2019 geplant. In Bodenstationen in China und in Frankreich werden dann regelmäßig Daten eintreffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">China wird für das CFOSat-Bodensegment das Satellitenkontrollzentrum Xian, eine Anzahl von Bodenstationen für Telemetrieempfang, Kommandoübertragung und Bahnverfolgung, drei X-Band-Stationen zum Datenempfang in China und ein missionsbezogenes Zentrum zur Datenverarbeitung, Verteilung und Archivierung nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankreich will X-Band-Stationen im schwedischen Kiruna und im kanadischen Inuvik einsetzen, ein Zentrum der CNES in Toulouse zur zeitnahen Verarbeitung und Verteilung von Daten verwenden und in einer Einrichtung des Französischen Forschungsinstituts für die Nutzung der Meere  (L&#8217;Institut Français de Recherche pour l&#8217;Exploitation de la Mer, Ifremer) in Brest Daten verarbeiten, verteilen und archivieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende 2016 erwartete man für den auf dem Bus CAST2000 basierenden CFOSat eine voraussichtliche Startmasse von rund 650 Kilogramm. Der Hauptkörper des Raumfahrzeugs ist annähernd würfelförmig mit einer Kantenlänge von rund 1,5 Metern. Die Missionsdauer ist auf drei Jahre angesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6408.msg405177#msg405177" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas Raumfahrt</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>China: Erdbeobachtungssatellit Gaofen 8 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-erdbeobachtungssatellit-gaofen-8-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2015 10:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CHEOS]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 4B]]></category>
		<category><![CDATA[Taiyuan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=41726</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Erdbeobachtungssatellit Gaofen 8 gelangte am 26. Juni 2015 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Taiyuan Satellite Launch Center (TSLC) in der nordchinesischen Provinz Shanxi. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: BSEI, CALT, CAST, CASTC, china.org, CGMS, CNSA, english.gov.cn, people.cn, Xinhua. Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Erdbeobachtungssatellit Gaofen 8 gelangte am 26. Juni 2015 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Taiyuan Satellite Launch Center (TSLC) in der nordchinesischen Provinz Shanxi.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: BSEI, CALT, CAST, CASTC, china.org, CGMS, CNSA, english.gov.cn, people.cn, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_small_1.jpg" alt="chinesisches Staatsfernsehen" width="260"/></a><figcaption>
LM-4B mit Gaofen 8 an Bord hat abgehoben 
<br>
(Bild: chinesisches Staatsfernsehen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 4B (LM-4B). Es war nach Angaben einer chinesischen staatlichen Raumfahrtunternehmung (China Aerospace and Technology Corporation, CASTC) der 205. Start einer Rakete des Typs Langer Marsch. Er erfolgte um 14:22 Uhr Pekinger Zeit, das ist 8:22 Uhr MESZ, von der Startanlage Nr. 9 des Satellitenstartzentrums Taiyuan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit gelangte in eine annähernd kreisförmige polare Umlaufbahn. Aktuell zieht er in einem Bereich von etwa 470 bis 480 Kilometern Höhe auf einem 97,3 Grad geneigten Orbit um die Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_small_2.jpg" alt="chinesisches Staatsfernsehen" width="260"/></a><figcaption>
Gaofen-8-Start &#8211; Blick ins Startkontrollzentrum 
<br>
(Bild: chinesisches Staatsfernsehen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus China handelt es sich bei Gaofen 8 um ein Raumfahrzeug, das bei der Bewältigung von Naturkatastrophen, der Beurteilung von erreichbaren und erzielten Ernteergebnissen im Landbau, der Landvermessung, der Stadtplanung sowie wissenschaftlichen Untersuchungen nützlich sein soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 8 wird mit seinen hochauflösenden optischen Beobachtungsinstrumenten angeblich Bestandteil des als zivil beschriebenen chinesischen hochauflösenden Erdbeobachtungssystems (China High-resolution Earth Observation System (CHEOS). Gao Fen bedeutet dementsprechend schlicht hohe Auflösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2010 hatte die chinesische Regierung der Umsetzung der Pläne für CHEOS zugestimmt. Verantwortlich für den Aufbau des Systems ist das Earth Observation System and Data Center of China National Space Administration, kurz EOSDC-CNSA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_small_3.jpg" alt="RADI" width="260"/></a><figcaption>
der Aufbau des CHEOS &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: RADI)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Erdbeobachtungssystem sollte sich zunächst durch sieben nacheinander zu startende Raumfahrzeuge und die Nutzung von Luftfahrzeugen auszeichnen. Wie angesichts dieser Tatsache der aktuell erfolgte Start des Satelliten mit der Nummer 8 im Namen zu werten ist, bleibt abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der jetzt gestartete Satellit Ersatz für einen bereits betriebenen ist, kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Vielleicht handelt es sich auch um eine zwischenzeitlich beschlossene Erweiterung des CHEOS. Auch eine Tarnbezeichnung für einen an sich militärischen Zwecken dienenden Satelliten lässt sich auf Grund der derzeit dünnen Informationslage kaum ausschließen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_small_4.jpg" alt="CNSA" width="260"/></a><figcaption>
Gaofen 1 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CNSA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 1 (NORAD 39.150, COSPAR 2013-018A) kreist seit dem 26. April 2013 um die Erde. Er basiert auf dem Satellitenbus CAST-2000 und wurde von der China Spacesat Co. Ltd. unter der Ägide der CAST gebaut (Entwicklungsdauer rund 30 Monate). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegungsbetriebsdauer von Gaofen 1 liegt zwischen fünf und acht Jahren. Sein Kamerasystem erreicht eine Bodenauflösung von zwei Metern bei monochromatischer Bilderfassung (Panchromatic and Multi-spectral CCD Camera, PMS), multispektral werden bei einer Schwadbreite von 60 Kilometern (PMS) 8 Meter Bodenauflösung erreicht, bei einer Schwadbreite von 800 Kilometern (Wild Field Camera, WFV) 16 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 19. August 2014 befindet sich Gaofen 2 (NORAD 40.118, COSPAR 2014-049A) im All. Er wurde auf dem Bus CS-L3000A aufgebaut. Bei monochromatischer Darstellung soll seine Instrumentierung namens Panchromatic and Multi-spectral CCD Camera 2 (PMS-2) eine Bodenauflösung im Bereich von 80 Zentimetern erreichen, alternativ wird ein Meter genannt. Bei multispektraler Darstellung erreicht der Satellit angeblich eine Bodenauflösung von rund 3,2 Metern, nach abweichenden Quellen von vier Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 3, ein auf dem Bus CS-L3000B basierender Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren, soll ein Radar mit synthetischer Apertur (SAR) tragen, das eine Bodenauflösung im Bereich eines Meters erlaubt. Seine Fertigstellung war nach Informationen vom Frühjahr 2014 für das Jahr 2015 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Einsatz auf einer geosynchronen Umlaufbahn ist Gaofen 4 gedacht. Das Raumfahrzeug mit optischem Bilderfassungssystem &#8211; einer Kamera mit fester Blickrichtung &#8211; und einer Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren soll nach Stand von 2014 im Jahr 2015 in den Weltraum transportiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der auf dem Bus SAST-5000B basierende Satellit Gaofen 5 erhält neben optischen Systemen zusätzliche Instrumente zur Untersuchung der Erdatmosphäre. Für den ersten chinesischen Hyperspektral-Satelliten wird eine Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren angestrebt. Sein Start ist nach Angaben aus dem vergangenen Jahr für das Jahr 2016 vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Satellit mit der Bezeichnung Gaofen 6 soll 2017 in den Weltraum transportiert werden. Er ist dazu gedacht, das Beobachtungsprogramm von Gaofen 1 fortzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 7, den ersten chinesischen Stereo-Kamera-Kartierungs-Satelliten mit einer Bodenauflösung von unter einem Meter, will man schließlich 2018 ins All bringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062015125901_small_5.jpg" alt="chinesisches Staatsfernsehen" width="260"/><figcaption>
Gaofen 8 nach Animation aus dem Startkontrollzentrum 
<br>
(Bild: chinesisches Staatsfernsehen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die nationale chinesische Raumfahrbehörde (Chinese National Space Administration, CNSA) rechnet mit einer Fertigstellung von CHEOS im Jahre 2020.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jetzt gestartete Erdbeobachtungssatellit dürfte wie seine Vorgänger dreiachsstabilisiert sein. Er besitzt gemäß Darstellung aus einer Animation aus dem Startkontrollzentrum zwei Solarzellenausleger zur Versorgung seiner elektrischen Systeme mit Strom und sicher einen entsprechenden Akkumulatorsatz zur Energiespeicherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gaofen 8 alias GF-8 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.701 bzw. als COSPAR-Objekt 2015-030A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg334227#msg334227" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Yutu und Chang`e wieder im Aktivmodus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/yutu-und-change-wieder-im-aktivmodus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2014 11:32:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Chang&#039;e 3]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Mondforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Yutu]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38155</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das chinesische Roboter-Fahrzeug auf dem Mond, Yutu, ist bereits am Freitag Abend unserer Zeit autonom aus dem Ruhemodus aufgewacht. Der Lander führte diese Prozedur in der heutigen Nacht durch. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua. Genau geschah dies nach Angaben chinesischer Medien am 10. Januar, 22.09 Uhr MEZ. Seit dem 26. Dezember war er [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das chinesische Roboter-Fahrzeug auf dem Mond, Yutu, ist bereits am Freitag Abend unserer Zeit autonom aus dem Ruhemodus aufgewacht. Der Lander führte diese Prozedur in der heutigen Nacht durch. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau geschah dies nach Angaben chinesischer Medien am 10. Januar, 22.09 Uhr MEZ. Seit dem 26. Dezember war er im Ruhemodus, da ihm einerseits während der 14-tägigen Mondnacht am Landeort das Sonnenlicht und damit die wichtigste Energiequelle fehlte und außerdem einige Ausrüstungsteile vor den niedrigen Temperaturen um -180 °C geschützt werden müssen. 
<br>
Mittlerweile sei er bereits in der Umgebung des Landeorts unterwegs, um wissenschaftliche Daten zu sammeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lander, Chang`e 3 nahm seine normalen Operationen erst heute, gegen 1.21 Uhr MEZ wieder auf. Während der Ruhephase waren bei beiden Geräten die Solarzellenpaneele zum Schutz des Innenraums zugeklappt und nuklearthermische sowie elektrische Heizapparaturen übernahmen die Erwärmung besonders sensibler Teile. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Während der Mondnacht waren Lander und Rover ausgeschaltet, ebenso wie die Kommunikation mit der Erde&#8220;, sagte Zhou Jianliang, Chefentwickler am Pekinger BACC. &#8222;Wenn die Nacht endet, werden sie erneut elektrische Energie aus Sonnenlicht umwandeln sowie ihre nach einem vorgegebenen Programm vorgesehenen Operationen und die Kommunikation aufnehmen.&#8220; </p>



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		<title>Shenzhou</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shenzhou/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CAST]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CNSA]]></category>
		<category><![CDATA[Shenzhou]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=60065</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Shenzhou-Raumschiffe sind die Basis der bemannten chinesischen Raumfahrt. Mit ihnen flog der erste Taikonaut in den Orbit und es wird als Zubringer die chinesischen Raumstationen versorgen. Ein Beitrag von Felix Korsch und Daniel Maurat (vom 14.08.2003, aktualisiert 30.10.2011, Rechtschreibkorrektur 29.12.2020). Quelle: China Manned Space Engineering Office, Xinhua. Geschichte Die Geschichte eines bemannten chinesischen Raumschiffes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe sind die Basis der bemannten chinesischen Raumfahrt. Mit ihnen flog der erste Taikonaut in den Orbit und es wird als Zubringer die chinesischen Raumstationen versorgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch und Daniel Maurat (vom 14.08.2003, aktualisiert 30.10.2011, Rechtschreibkorrektur 29.12.2020). Quelle: China Manned Space Engineering Office, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_05_grossjpg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Raumkapsel Shenzhou 5 vor ihrem Einbau in die Rakete. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Die Raumkapsel Shenzhou 5 vor ihrem Einbau in die Rakete. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_05_300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Raumkapsel <em>Shenzhou 5</em> vor ihrem Einbau in die Rakete.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte eines bemannten chinesischen Raumschiffes begann im Jahr 1989, als die chinesische Regierung beschloss, ein bemanntes Weltraumprogramm aufzubauen. Als Träger fand man schnell die <em>Langer Marsch 2E</em>, welche nur noch modifiziert werden musste. Daraus entwickelte sich die <em>Langer Marsch 2F</em>. Doch war die Frage um die Raumkapsel noch nicht sicher. Es gab eine Reihe von Vorschlägen, über eine bemannte Version der <em>FSW</em>-Rückführkapseln, die man schon in den 1970er Jahren besprochen hat über sogar einem Mini-Shuttle, ähnlich dem Konzept <em>Hermes</em> der ESA. Schließlich legten 1991 die drei großen chinesischen Weltrauminstitute, <em>CAST</em> (<em>China Academy for Spaceflight Technology</em>), <em>SAST</em> (Shanghai Academy for Spaceflight Technology) und <em>CALT</em> (<em>China Academy for Launch Vehicle Technology</em>) ihre Verschläge vor. Dabei schlugen sowohl <em>CAST</em> als auch <em>SAST</em> ein Konzept, ähnlich dem des russischen <em>Sojus</em>-Raumschiffes, also ein Orbital-, ein Wiedereintritts- und ein Service-Modul, nur größer und mit einem neu konfigurierten Orbitalmodul, vor. Das Konzept von <em>CAST</em> wurde schließlich 1993 angenommen und die Firma zum Hauptauftragnehmer ernannt. <em>SAST</em> sollte dabei das Service Modul und das Antriebssystem entwickeln. Das bemannte Raumfahrtprogramm bekam zunächst den nichts sagenden Namen <em>Projekt 921</em>, das Raumschiff den Namen <em>Projekt 921-1</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou2.jpg" alt=""/><figcaption>Ein <em>Shenzhou</em>-Raumschiff mit zwei Solarzellenpaaren im Weltraum &#8211; Illustration<br>(Bild: Simon Zajc)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der darauffolgenden Zeit bekam China Hilfe bei der Entwicklung für ihr Raumschiff: Russland half dem Reich der Mitte damit, dass sie viel Technologie der <em>Sojus-TM</em>-Raumschiffe nach China transferierten. Unter anderem waren darunter die Wiedereintrittskapsel mit Landesystem, das Lebenserhaltungssystem, das Startabbruchsystem, androgyne Kopplungsstutzen vom Typ <em>APAS 89</em> sowie Durckanzüge vom Typ <em>Sokol</em>, welche von den russischen Kosmonauten beim Start getragen werden. Insgesamt aber vergrößerten die Chinesen das neue Raumschiff, um so mehr Platz für die Crew zu erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl größte Veränderung betraf das Orbitalmodul: Dieses wurde neu konstruiert und sollte nun in der Lage sein, auch nach dem Abtrennen vom restlichen Raumschiff autonom zu arbeiten. Dazu erhielt es ein Paar Solarzellen und ein eigenes Lageregelungssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem China seine Ambitionen von einem bemannten Weltraumprogramm Ende der 1990er Jahre der Welt verkündete, brauchte das neue Raumschiff einen Namen. Diesen erhielt es vom chinesischen Präsidenten, Jiang Ze-Min. Er nannte das neue Raumschiff <em>Shenzhou</em>, was übersetzt soviel wie &#8222;Götterschiff&#8220; oder &#8222;göttliches Schiff&#8220; bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tabelle 1: Basisdaten</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td><strong>offizielle Bezeichnung:</strong></td><td>Project 921-1</td></tr><tr><td><strong>inoffizielle Bezeichnung:</strong></td><td>Shenzhou</td></tr><tr><td><strong>Agentur:</strong></td><td>CNSA (China National Space Academy)</td></tr><tr><td><strong>Hersteller:</strong></td><td>CAST (China Academy of Spaceflight Technology)</td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse:</strong></td><td>7,8 t</td></tr><tr><td><strong>Länge:</strong></td><td>8,65 m</td></tr><tr><td><strong>max. Durchmesser:</strong></td><td>2,80 m</td></tr><tr><td><strong>Spannweite:</strong></td><td>19,40 m</td></tr><tr><td><strong>Einzelmodule:</strong></td><td>3</td></tr><tr><td><strong>Crew:</strong></td><td>3</td></tr><tr><td><strong>Solarpaneele (bis Shenzhou 6):</strong></td><td>4,  (24 m²+12 m²) = 1,3 kW</td></tr><tr><td><strong>Solarpaneele (ab Shenzhou 7):</strong></td><td>2,  (24 m²) = 0,87 kW</td></tr></tbody></table></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_om_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Orbitalmodul von Shenzhou 7 bei der Montage. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Das Orbitalmodul von Shenzhou 7 bei der Montage. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_om.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Orbitalmodul von <em>Shenzhou 7</em> bei der Montage.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orbitalsektion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orbitalmodul der <em>Shenzhou</em> ähnelt nur noch in Ansätzen dem russischen Vorbild. Die auffälligsten Unterschiede sind die zylindrische Form des Moduls sowie (bei den ersten sechs Flügen) das zusätzliche Paar Solarpaneele. Dieses braucht es, um über eine längere Zeit autonom im Erdorbit arbeiten zu können. Das Modul an sich ist 2,8 m lang, hat einen Durchmesser von 2,8 m und wiegt voll betankt 1,5 t. Mit den Solarpaneelen hat es eine Spannweite von 10,8 m, wobei jedes Solarpaneel eine Länge von 3,5 m und eine Breite von 2 m hat. Diese Solarpaneele haben eine Fläche von 12,24 m<sup>2</sup>, womit sie eine Leistung von 0,5 kW generiert können. Um die Menge an elektrischer Energie, die sie erhalten, zu maximieren, sind sie drehbar angelegt, damit sie sich immer optimal zur Sonne ausrichten können. Im Inneren stehen der Besatzung 8 m<sup>3</sup> Wohnvolumen zur Verfügung. Es verfügt auch über ein eigenes mit Hydrazin betriebenes Lageregelungssystem mit 16 x 5 kN-Triebwerken, welche über das eigene Steuerungssystem gesteuert wurden. Ab <em>Shenzhou 7</em> verzichtete man aber beim Orbitalmodul auf die Fähigkeit des autonomen Betriebes und entfernte Solarpaneele, Steuerungs- und Lageregelungssystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Front des Moduls befanden sich bis Shenzhou 7 eine Reihe von Nutzlasten, mit denen entweder die Erde untersucht werden konnte oder missionsspezifische Aufgaben erledigt werden konnten. Ab Shenzhou 8 befindet sich an dieser Stelle der Kopplungsstutzen, der aus dem russischen APAS 89-Kopplungsstutzen entwickelt wurde. Am gegenüberliegendem Ende des Moduls, dem Heck, befindet sich ein Kopplungsstutzen für die Landekapsel, wodurch die Besatzung zwischen den beiden Teilen des Raumschiffes wechseln kann. Vor der Landung wird die Luke zwischen beiden Modulen verschlossen und das Orbitalmodul abgesprengt. Dies geschieht vor dem Deorbit-Manöver, um so Treibstoff zu sparen, den man sonst dazu benutzten müsste, auch noch das Orbitalmodul abzubremsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Orbitalmodul ist sehr vielseitig. Neben ihrer früheren Aufgabe als Forschungssatellit, wobei sie bis zu 200 Tage im Erdorbit betrieben werden konnte, wurde sie schon im Rahmen der Mission <em>Shenzhou 7</em> als Luftschleuse für Außenbordaktivtäten (EVA) genutzt. Dazu verfügte sie über eine spezielle Luke in der Hülle, wodurch die Taikonauten aussteigen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_rv0_.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Landekapsel eines Shenzhou-Raumschiffes. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Die Landekapsel eines Shenzhou-Raumschiffes. (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_rv.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Landekapsel eines <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Landekapsel</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landekapsel basiert auf ihrem Pendant aus Russland, der <em>Sojus</em>. Sie ist aber im Gegensatz zu ihr größer und bietet mehr Raum in Inneren. Sie ist 2,5 m lang, hat einen Basisdurchmesser von 2,25 m und wiegt beim Start 3,24 t. Der Hitzeschild wiegt 450 kg und durch diesen ist die Landekapsel das einzige Element des <em>Shenzhou</em>-Raumschiffes, das auch zur Erde zurückkehrt. Im Inneren bietet es ein Volumen von 6 m<sup>3</sup> und ist für drei Taikonauten ausgelegt. Es ist also etwa 13% größer als die Landekapsel der <em>Sojus</em>. Es hat im aktiven Zustand eine Lebensdauer von 20 Tagen und verfügt zur Lageregelung während der Zeit des Alleinfluges ohne Servicemodul, des Wiedereintritts in die Atmosphäre und dem Flug noch ohne Fallschirm, über acht 150 N starke Lageregelungstriebwerke, welche Hydrazin als Treibstoff nutzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou7.jpg" alt=""/><figcaption>Die Landekapsel von Shenzhou 1 kurz vor dem Aufsetzen in der mongolischen Steppe.<br>(Bild: Peolple&#8217;s Daily)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren ähnelt die <em>Shenzhou</em>-Landekapsel stark derjenigen, die für die <em>Sojus</em> genutzt wird, ist aber moderner gestaltet. So nutzt man auch, wie im russischen Original, ein Pereskopsystem, mit dem die Taikonauten Objekte für das Docking mit dem Auge suchen oder das Raumschiff für den Wiedereintritt ausrichten können. Auch die Instrumente und die Flugsteuerungselemente ähneln denen der <em>Sojus</em>, sind aber moderner als die im russischen Raumschiff und die Taikonauten verbringen Start und Landung in individuell geformten Schalensitzen. Zuletzt gleichen sich die Landungtechniken beider Raumschiffe: wie auch bei der <em>Sojus</em> besitzt die <em>Shenzhou</em>-Landekapsel einen kleinen Hilfsschirm, der später den großen Hauptfallschirm aus seinem Stauraum zieht. Das Fallschirmsystem ist redundant ausgelegt, das heißt, dass die Kapsel über einen Reserveschirm verfügt. Der Hitzeschild wird kurz vor Landung abgeworfen und Sekunden vor der Bodenberührung feuern vier kleine Feststofftriebwerke im Boden der Kapsel, um sie weiter abzubremsen und die Landung für die Besatzung nicht zu hart werden zu lassen. Die Landekapsel ist für Landungen an Land ausgelegt, kann aber im Notfall auch eine Wasserlandung durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_sm_gross.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Servicemodul eines Shenzhou-Rumschiffes (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-rl_caption="" title="Das Servicemodul eines Shenzhou-Rumschiffes (Bild: China Manned Space Engineering Office)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou_sm.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Servicemodul eines <em>Shenzhou</em>-Rumschiffes<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Servicemodul</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Servicemodul des Raumschiffes ist größer als sein Vorbild aus Russland und für längere Flüge ausgelegt. In ihm sind die wichtigsten Versorgungssysteme, etwa Luft-, Wasser- und Energiesystem sowie die Triebwerke und die Lageregelung integriert. Es ist 2,94 m lang, hat einen Durchmesser von 2,5 m, wobei es an der Basis sogar einen Durchmesser von 2,8 m hat, und wiegt voll betankt 3 t. In ihm sind die Luft-, Wasser- und Treibstoffvorräte des Raumschiffes. Alleine an Treibstoff kann es 1 Tonne aufnehmen. Das Servicemodul verfügt über ein Paar Solarpaneele, welche aus vier Elementen bestehen. Diese vier Elemente werden vor dem Start zusammengeklappt, um Platz zu sparen, und erst im Weltraum entfaltet. Insgesamt haben sie eine Spannweite von 17 m und haben eine Fläche von 24,48 m<sup>2</sup>, oder auch je eine Länge von 7,5 m bei einer Breite von 2 m. Sie können etwa 1 kW elektrische Leistung generieren und so die Besatzung und die verschiedenen Systeme des Raumschiffes mit Energie versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Servicemodul verfügt über eine Reihe von Triebwerken: acht Triebwerke mit 150 N Schub am Heck dienen für kleine Bahnänderungsmanöver, etwa für ein Rendezvous-Manöver oder eine Kopplung. 16 Triebwerke mit einem Schub von je 5 N gehören zum Lageregelungssystem und dienen zur Lageregelung im Raum. Und zuletzt vier je 2,5 kN starke Haupttriebwerke, mit denen der Deorbit des Raumschiffes durchgeführt wird. Zum Betrieb nutzen alle Triebwerke einen Treibstoffmix aus Monomethylhydrazin (<em>MMH</em>) und Distickstofftetroxid (<em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>) als Oxydator. Es kann aktiv etwa 20 Tage im Orbit verbleiben, im &#8222;Stand-By&#8220;-Modus sogar fast ein Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/las.jpg" alt=""/><figcaption>Die Rettungsrakete vor der Montage mit der restlichen Rakete.<br>(Bild: China Manned Space Engineering Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rettungssystem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Rettungssystem (auch <em>LAS</em> für <em>Launch Abort System)</em> der <em>Shenzhou</em> erinnert zwar an das der <em>Sojus</em>, doch besitzt es einige weltweit einzigartige Details. Entwickelt wurde es von der <em>Academy of Aerospace Solid Propulsion Technology</em>, auch <em>4th Academy</em> genannt. Der Rettungsturm an sich ist 15,1 m lang und hat einen Durchmesser von 67 cm. Mit ihm befestigt ist die Nutzlastverkleidung, welche über vier so genannte &#8222;Luftschaufeln&#8220; verfügt. Diese stabilisieren und steuern das zu rettende Raumschiff bei einer Aktivierung des LAS. Bei einer Aktivierung werden das Orbitalmodul und die Landekapsel von der restlichen Rakete gerissen und in einen sicheren Abstand gebracht. Nachdem die Rettungsrakete ausgebrannt ist, eine sichere Entfernung zur Rakete erreicht ist und das LAS richtig ausgerichtet ist, wird die Landekapsel vom Orbitalmodul und von der Nutzlastverkleidung abgetrennt. Danach führt es eine normale Landung durch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/shenzhou6.jpg" alt=""/><figcaption>Eine Attrappe der Nutzlastverkeidung. Gut sichtbar das Rettungssystem, ähnlich dem russischen SAS-Mechanismus.<br>(Bild: Xinhua)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Problem dieses LAS ist, dass es schon nach 120 Sekunden Flug, noch vor den Boostern der Langer Marsch 2F, abgeworfen wird. Sollte es danach zu einem Unfall kommen, könnte man das Raumschiff nicht rechtzeitig von der Rakete wegbringen. Um dieses Problem zu umgehen, integrierte man auch noch die Nutzlastverkleidung ins Startabbruchsystem. Dazu rüstete man sie mit insgesamt acht Feststoffmotoren aus, die in der Lage sind, bis zur 200. Flugsekunde, also dem planmäßigen Abtrennen der Nutzlastverkleidung, die Kapsel und damit die Besatzung in sichere Entfernung zur Rakete bringen zu können. Wenn es nach dem Abtrennen der Nutzlastverkleidung zu einem Problem kommen sollte, kann sich das Raumschiff mit seinen eigenen Treibwerken von der Rakete trennen und so zu einem Notlandeplatz gelangen. Das gesamte System ist vollautomatisiert, kann aber auch von der Bodenkontrolle aktiviert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle einer Aktivierung des <em>LAS</em> fliegt die Kapsel entweder, wenn die Abtrennung vor T+200 Sekunden erfolgte, eine ballistische Kurve und landet dann in einer Schneise von Jiuquan bis zum südchinesischen Meer. Wenn der Abbruch schon so spät erfolgt, dass fast Orbitalgeschwindigkeit erreicht ist, macht die Raumkapsel eine Erdumrundung und landet dann in China.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/sojus-a.jpg" alt=""/><figcaption>Früher Entwurf des Raumschiffes Sojus-A, es weist gewisse Parallelitäten zum chinesischen Modell auf. Eine Kopie?<br>(Bild: unbekannt)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sojus A und Shenzhou</strong> (Felix Kosch, 14.08.2003)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Vergleich des Shenzhou-Raumschiffes mit ähnlichen Konstruktionen auf Seiten der ehemaligen Sowjetunion fällt westlichen Beobachtern auf, dass das chinesische Modell sehr einem frühen Entwurf des <em>Sojus</em>-Raumschiffes, namentlich <em>Sojus A</em>, gleicht. Jenes Raumschiff wurde ab Ende 1962 speziell zur Durchführung einer bemannten Mondumrundung konzipiert. Man merke an: die Chinesen planen ihrerseits eine Mondumrundung mit ihrem <em>Shenzhou</em>-Raumschiff! <em>Sojus A</em> wurde in seiner Auslegung von 1963 mit einer zylindrischen Orbitalsektion ausgestattet, was dazu führt, dass die Silhouetten beider Raumschiffe annähernd identisch sind. Die heute verfügbaren Daten über <em>Sojus A</em> als eines der frühesten Entwürfe eines <em>Sojus</em>-Raumschiffes weisen auch aus technischer Sicht eine gewisse Ähnlichkeit mit <em>Shenzhou</em> auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Seiten westlicher Beobachter führten diese rein optisch erschließbaren Zusammenhänge zu der Vermutung, dass das chinesische <em>Shenzhou</em>-Raumschiff in Wahrheit auf einem der frühen <em>Sojus</em>-Entwürfe basiert, welche man aus den Beständen russischer Konstruktionsbüros günstiger hätte erstehen können als etwa die Blaupausen der aktuellen Version <em>Sojus-TMA</em>. Diese Annahme steht allerdings im Widerspruch mit der Erkenntnis, dass China in Wirklichkeit Mitte der 90&#8217;er die Konstruktionspläne des Raumschiffes <em>Sojus-T</em> im Rahmen eines chinesisch-russischen Kooperationsvertrages erwarb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits wäre der eigenwilligen Auslegung der Orbitalsektion der <em>Sojus A</em> auch bei einer Mission mit dem Ziel der Mondumrundung eine besondere Bedeutung zugekommen: die Beherbergung weiterer technischer Systeme sowie umfangreicherer Forschungsmöglichkeiten. Das letztendliche Design von <em>Sojus</em> sah dies nicht mehr vor und eine technisch einfachere Version der Orbitalsektion mit einer kugelförmigen Auslegung setzte sich durch. Eine mögliche Schlussfolgerung wäre, dass China im Anbetracht des nun selbst gesteckten Zieles eines Mondfluges das damals angedachte System in gewissem Maße adaptierte. Hierfür gibt es freilich keine Belege und auch die technischen Daten können nicht als zuverlässige Indikatoren herangezogen werden, schließlich ist die allgemeine technische Anlehnung an das russische Pendant kein Geheimnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tabelle 2: Vergleich Shenzhou mit Sojus-A und Sojus-TMA</strong></p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td></td><td><strong>Sojus (A)</strong></td><td><strong>Sojus (TMA)</strong></td><td><strong>Shenzhou</strong></td></tr><tr><td><strong>Gesamtsystem</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>5880</td><td>7250</td><td>7800</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>7,40</td><td>7,48</td><td>8,65</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,30</td><td>2,72</td><td>2,80</td></tr><tr><td><strong>Spannweite in m:</strong></td><td>&#8212;</td><td>10,06</td><td>19,40</td></tr><tr><td><strong>Orbitalsektion</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>1300</td><td>1300</td><td>1500</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>3,00</td><td>2,98</td><td>2,80</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,20</td><td>2,26</td><td>2,25</td></tr><tr><td><strong>Rückkehrmodul</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>2480</td><td>3000</td><td>3200</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>2,30</td><td>1,90</td><td>2,059</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,20</td><td>2,17</td><td>2,50</td></tr><tr><td><strong>Gerätesektion</strong></td><td></td><td></td><td></td></tr><tr><td><strong>Gesamtmasse in kg:</strong></td><td>2400</td><td>2950</td><td>3000</td></tr><tr><td><strong>Treibstoffmasse in kg:</strong></td><td>830</td><td>900</td><td>1000</td></tr><tr><td><strong>Länge in m:</strong></td><td>2,10</td><td>2,60</td><td>2,94</td></tr><tr><td><strong>Durchmesser in m:</strong></td><td>2,10</td><td>2,17</td><td>2,50</td></tr><tr><td><strong>Basisdurchmesser in m:</strong></td><td>2,30</td><td>2,72</td><td>2,80</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Missionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den einzelnen Mission der <em>Shenzhou</em>-Raumschiffe gibt es je einen eigenen Artikel, in dem näher auf die Mission des jeweiligen Fluges eingegangen wird:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-1/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 1</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-2/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-3/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 3</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-4/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 4</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-5/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 5</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-6-start-fuer-oktober-geplant/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 6</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-7/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 7</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/shenzhou-8/" data-wpel-link="internal">Shenzhou 8</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20070814040434/http://www.raumfahrer.net/multimedia/4images/categories.php?cat_id=49" data-wpel-link="internal">Bildergalerie Shenzhou 1-4</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2F</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Websites:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20111124024850/http://www.sinodefence.com/space/human-spaceflight/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SinoDefense.com</a></li><li><a href="http://www.astronautix.com/s/shenzhou.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Encyclopedia Astronautica</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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