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	<title>HST &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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		<title>AIP: Beteigeuze erholt sich – vorerst</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-beteigeuze-erholt-sich-vorerst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2022 15:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Beobachtungen des Roten Überriesen deuten darauf hin, dass der Massenauswurf seiner Atmosphäre im Jahr 2019 sein Schicksal maßgeblich beeinflussen könnte. Beteigeuze wird wohl nicht in nächster Zeit explodieren, aber der Auswurf gibt Aufschluss darüber, wie rote Sterne in ihrem späten Leben, wenn ihre Kernfusionsöfen ausbrennen, Masse verlieren, bevor sie als Supernovae enden. Eine Pressemitteilung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neue Beobachtungen des Roten Überriesen deuten darauf hin, dass der Massenauswurf seiner Atmosphäre im Jahr 2019 sein Schicksal maßgeblich beeinflussen könnte. Beteigeuze wird wohl nicht in nächster Zeit explodieren, aber der Auswurf gibt Aufschluss darüber, wie rote Sterne in ihrem späten Leben, wenn ihre Kernfusionsöfen ausbrennen, Masse verlieren, bevor sie als Supernovae enden. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 11. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STScI-01G9Z2M82C7NR2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Abbildung zeigt die Veränderungen in der Helligkeit des roten Überriesensterns Beteigeuze nach dem gigantischen Massenauswurf eines großen Teils seiner sichtbaren Oberfläche. Das entweichende Material kühlte ab und bildete eine Staubwolke, die den Stern von der Erde aus gesehen vorübergehend dunkler erscheinen ließ. Dieser beispiellose stellare Auswurf unterbrach die 400 Tage dauernde Schwingungsperiode des Monstersterns, die Astronominnen und Astronomen seit mehr als 200 Jahren gemessen hatten. Das Innere des Sterns könnte nun wackeln wie ein Gelatine-Dessert. (Bild: NASA, ESA, Elizabeth Wheatley (STScI))" data-rl_caption="" title="Die Abbildung zeigt die Veränderungen in der Helligkeit des roten Überriesensterns Beteigeuze nach dem gigantischen Massenauswurf eines großen Teils seiner sichtbaren Oberfläche. Das entweichende Material kühlte ab und bildete eine Staubwolke, die den Stern von der Erde aus gesehen vorübergehend dunkler erscheinen ließ. Dieser beispiellose stellare Auswurf unterbrach die 400 Tage dauernde Schwingungsperiode des Monstersterns, die Astronominnen und Astronomen seit mehr als 200 Jahren gemessen hatten. Das Innere des Sterns könnte nun wackeln wie ein Gelatine-Dessert. (Bild: NASA, ESA, Elizabeth Wheatley (STScI))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STScI-01G9Z2M82C7NR60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Abbildung zeigt die Veränderungen in der Helligkeit des roten Überriesensterns Beteigeuze nach dem gigantischen Massenauswurf eines großen Teils seiner sichtbaren Oberfläche. Das entweichende Material kühlte ab und bildete eine Staubwolke, die den Stern von der Erde aus gesehen vorübergehend dunkler erscheinen ließ. Dieser beispiellose stellare Auswurf unterbrach die 400 Tage dauernde Schwingungsperiode des Monstersterns, die Astronominnen und Astronomen seit mehr als 200 Jahren gemessen hatten. Das Innere des Sterns könnte nun wackeln wie ein Gelatine-Dessert. (Bild: NASA, ESA, Elizabeth Wheatley (STScI))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. August 2022 &#8211; Die Ergebnisse wurden mit mehreren Observatorien erzielt, darunter dem Hubble-Weltraumteleskop der NASA und den robotischen STELLA-Teleskopen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Stern Beteigeuze erscheint als leuchtender, rubinroter, funkelnder Lichtpunkt in der oberen rechten Schulter des Sternbilds Orion. Der alternde Stern wird als Überriese eingestuft, weil er auf einen erstaunlichen Durchmesser von mehr als 1 Milliarde Kilometer angeschwollen ist. Würde er sich im Zentrum unseres Sonnensystems befinden, würde er bis zur Umlaufbahn des Jupiters reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Auswertung der Daten von Hubble, STELLA und mehreren anderen Observatorien sind Forschende zu dem Schluss gekommen, dass Beteigeuze 2019 im wahrsten Sinne des Wortes aus allen Nähten platzte, einen großen Teil seiner sichtbaren Oberfläche verlor und einen gigantischen Oberflächenmassenauswurf (SME) verursachte. Unsere Sonne stößt routinemäßig Teile ihrer dünnen äußeren Atmosphäre, der Korona, aus, was als koronaler Massenauswurf (CME) bekannt ist. Der Beteigeuze-Massenauswurf hat jedoch 400 Milliarden Mal so viel Masse ausgestoßen wie ein typischer CME.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Hinweis darauf war, dass sich der Stern Ende 2019 auf mysteriöse Weise verdunkelte. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwarfen ein Szenario für die Umwälzung: Der gigantische Ausbruch wurde möglicherweise durch eine konvektive Wolke mit einem Durchmesser von mehr als einer Million Kilometern verursacht, die aus dem Inneren des Sterns aufstieg. Sie erzeugte Schocks und Pulsationen, die ein Stück der Photosphäre absprengten und den Stern mit einer großen kühlen Oberfläche unter der Staubwolke zurückließen, die durch das abkühlende Stück der Photosphäre entstanden war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zerbrochene Stück der Photosphäre, so schwer wie mehrere Erdmonde, flog ins All und kühlte ab, so dass sich eine Staubwolke bildete, die das Licht des Sterns aus Sicht der Erde blockierte. Die Verdunkelung, die Ende 2019 begann und einige Monate andauerte, war selbst für Hobby-Beobachterinnen und -Beobachter leicht zu erkennen, da Beteigeuze einer der hellsten Sterne am Himmel ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Stern erholt sich langsam; die Photosphäre baut sich wieder auf. Das Innere hallt wie eine Glocke, die mit einem Vorschlaghammer geschlagen wurde, und stört den normalen Zyklus des Sterns: Die 400-tägige Pulsationsrate des Überriesen ist nun verschwunden, womöglich zumindest vorübergehend. Fast 200 Jahre lang haben Astronominnen und Astronomen diesen Rhythmus gemessen, der sich in den Helligkeitsschwankungen und Oberflächenbewegungen von Beteigeuze zeigte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das AIP-Team beobachtet Beteigeuze mit dem STELLA-Teleskop nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt jede Nacht. „Eine solche Beobachtung ist nur möglich, weil das STELLA-Teleskop robotisch gesteuert ist und nach wie vor eine einzigartige Anlage darstellt“, betont der Leiter des AIP-Teams und Direktor des Forschungsbereichs Kosmische Magnetfelder, Pror. Dr. Klaus Strassmeier. Dr. Thomas Granzer, Leiter der Abteilung Teleskopsteuerung und Robotik, ergänzt: „Durch die Messung der Radialgeschwindigkeit von Beteigeuze, also der Geschwindigkeit, mit der sich die Photosphäre auf uns zu oder von uns weg bewegt, konnte das AIP-Team zeigen, dass das Pulsieren des Sterns langsam an Amplitude gewinnt, bis sich genügend kinetische Energie aufgebaut hat und die äußere Schicht von Beteigeuze ausgestoßen werden konnte. Dies geschah kurz vor der großen Verdunkelung und stützt damit das Bild eines riesigen CME, der zu einer Staubwolke führte, die für die Lichtabnahme verantwortlich war. Gegenwärtig sehen wir ein winziges Wiederaufleben der Oszillationen, allerdings mit der doppelten Frequenz der Hauptpulsation. Wie bei einem Streichinstrument erwarten wir, dass diese vorübergehende Reaktion schließlich den gewohnten Pulsationen mit einer Periode von etwa 400 Tagen weichen wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Unterbrechung zeugt von der Heftigkeit des Ausbruchs. Das endgültige Schicksal des Sterns besteht darin, als Supernova zu explodieren. Wenn dies geschieht, wird sie von der Erde aus für eine gewisse Zeit am Taghimmel zu sehen sein. Obwohl es auf unserer Sonne koronale Massenauswürfe gibt, bei denen kleine Teile der äußeren Atmosphäre weggeblasen werden, wurde noch nie beobachtet, dass ein so großer Teil der sichtbaren Oberfläche eines Sterns ins All geschleudert wird. Daher kann es sich bei Oberflächenmassenauswürfen und koronalen Massenauswürfen um unterschiedliche Ereignisse handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Beobachtungen, die zu diesen Ergebnissen geführt haben, gehören neue spektroskopische und bildgebende Daten des robotischen STELLA-Observatoriums, des Tillinghast-Reflektor-Echelle-Spektrographen (TRES) des Fred L. Whipple-Observatoriums, der NASA-Raumsonde Solar Terrestrial Relations Observatory (STEREO-A), des Hubble-Weltraumteleskops der NASA und der American Association of Variable Star Observers (AAVSO).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>doi.org/10.48550/arXiv.2208.01676, <a href="https://arxiv.org/abs/2208.01676" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2208.01676</a>, pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2208.01676" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2208.01676</a>.<br>Pressemitteilung Hubble: <a href="https://science.nasa.gov/missions/hubble/hubble-sees-red-supergiant-star-betelgeuse-slowly-recovering-after-blowing-its-top/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/missions/hubble/hubble-sees-red-supergiant-star-betelgeuse-slowly-recovering-after-blowing-its-top/</a>. STELLA-Projektseite: <a href="https://www.aip.de/de/research/projects/stella/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aip.de/de/research/projects/stella/</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5749.msg535942#msg535942" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beteigeuze (α orionis)</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Hubble: Weitwinkelkamera WFC3 ausgefallen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubble-weitwinkelkamera-wfc3-ausgefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2019 15:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wide Field Camera 3 (WFC3) genannte Weitwinkelkamera an Bord des US-amerikanischen Weltraumteleskops Hubble ist ausgefallen, gab die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA am 9. Januar 2019 bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Als Zeitpunkt des Ausfalls der WFC3 nennt die NASA 17:23 Uhr Weltzeit am 8. Januar 2019, als Grund für den Ausfall ein [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Wide Field Camera 3 (WFC3) genannte Weitwinkelkamera an Bord des US-amerikanischen Weltraumteleskops Hubble ist ausgefallen, gab die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA am 9. Januar 2019 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/s125e006922nasa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hubble vom Shuttle Atlantis aus gesehen" data-rl_caption="" title="Hubble vom Shuttle Atlantis aus gesehen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/s125e006922nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hubble vom Shuttle Atlantis aus gesehen<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Zeitpunkt des Ausfalls der WFC3 nennt die NASA 17:23 Uhr Weltzeit am 8. Januar 2019, als Grund für den Ausfall ein Hardwareproblem. Während das Problem untersucht wird, kann das vor rund dreißig Jahren gestartete Weltraumteleskop den Beobachtungsbetrieb mit seinen übrigen drei aktiven Instrumenten weiterführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerhalb des planmäßigen Solls liegende Spannungswerte hatten eine Software eines in der WFC3 installierten Rechners veranlasst, die Kamera wie für solche Fälle vorgesehen herunterzufahren, berichtete die NASA am 11. Januar 2019.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die WFC3 besitzt zwei redundante Elektronikboxen mit den Bezeichnungen MEB 1 und MEB 2 (MEB steht für main electronics box). Sollte die Ursache für den Ausfall im Bereich einer dieser Boxen liegen, ist es gut möglich, dass sich die Kamera wieder in einen Zustand versetzten lässt, der eine sinnvolle Verwendung des Instruments zulässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2009 ist die WFC3 in Hubble eingebaut. Die Installation des Instruments erfolgte im Rahmen der letzten Shuttle-Mission zu Hubble, der Servicing Mission 4 (SM4). Neben anderen Komponenten und Ersatzteilen gelangte die WFC3 an Bord des Space Shuttle Atlantis (STS-125) in den Weltraum. Sie ersetzte die vorher seit 1993 am gleichen Einbauort montierte Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC2). Der Austausch erfolgte durch die Besatzung der Atlantis im Rahmen umfangreicher Außenbord-Einsätze.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/wfc3interiornasa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Komponenten der WFC3" data-rl_caption="" title="Komponenten der WFC3" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/wfc3interiornasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Komponenten der WFC3 inkl. zwei Elektronikboxen links und rechts außen<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA, wies über den Kurznachrichtendienst Twitter darauf hin, dass Raumfahrtsysteme eine endliche Lebensdauer haben, und dass Schwierigkeiten mit solchen Systemen gelegentlich auftreten. Ein Betrieb von so komplexen Systemen wie Hubble werde laut Zurbuchen nur möglich durch das Zusammenwirken hervorragender Experten in engagierten Arbeitsgruppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Weltraumteleskop Hubble ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 20.580 und als COSPAR-Objekt 1990-037B. Es umkreist die Erde auf einer 28,5 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in einer Höhe um 545 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong><br>Am 15. Januar 2019 berichtete die NASA, dass es am gleichen Tag gelungen sei, die WFC3 wieder hochzufahren. Die Untersuchung der fraglichen Spannungspegel habe zu dem Schluss geführt, dass die Spannungen selbst weiterhin im zulässigen Bereich lägen, im Bereich der Erfassung und Übertragung von Telemetriedaten zu diesen Spannungen aber ein Problem mit nicht akkurat arbeitenden Schaltkreisen vorliege.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit betrachte man die Angelegenheit mehr als ein Telemetrie- als ein Spannungsversorgungsproblem. Die entsprechenden Telemetrieschaltkreise haben man zurücksetzen können, und ihr Verhalten danach beobachtet. Anschließend habe man die Kamera gestartet, wobei alle Meßwerte normal gewesen seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">48 bis 72 Stunden will man nun für zusätzliche Tests und Kalibrierungsmaßnahmen nutzen. Dabei zu Stande kommende Meßwerte will man mit bereits gewonnen vergleichen, um der Ursache für die fehlerhaft verarbeiteten Meßdaten auf die Spur zu kommen. Sofern diese Arbeiten voranschreiten wie geplant, sollte es möglich sein, dass die WFC3 ab Ende Woche wieder Bilder für die Wissenschaft aufnehmen kann, teilte die NASA mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1172.msg441800#msg441800" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Hubble</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Direkt abgebildet: Vier Exoplaneten auf einen Streich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/direkt-abgebildet-vier-exoplaneten-auf-einen-streich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2015 15:57:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[LBT]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Planck-Institut]]></category>
		<category><![CDATA[MPI]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einem internationalen Astronomenteam, dem auch mehrere Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg angehören, ist es gelungen, die vier den Stern HR 8799 umgebenden Exoplaneten direkt abzubilden. Hierfür nutzten die Wissenschaftler das Large Binocular Telescope auf dem Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie, Large Binocular Telescope Observatory. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einem internationalen Astronomenteam, dem auch mehrere Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg angehören, ist es gelungen, die vier den Stern HR 8799 umgebenden Exoplaneten direkt abzubilden. Hierfür nutzten die Wissenschaftler das Large Binocular Telescope auf dem Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie, Large Binocular Telescope Observatory.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_small_1.jpg" alt="Large Binocular Telescope Observatory" width="260"/></a><figcaption>
Das Large Binocular Telescope befindet sich auf dem Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona. Mit diesem Instrument gelang im Oktober 2013 die direkte Abbildung eines kompletten, aus vier Exoplaneten bestehenden Planetensystems, welches den Stern HR 8799 umgibt. Ein zuvor vermuteter fünfter Planet konnte dagegen nicht bestätigt werden. 
<br>
(Bild: Large Binocular Telescope Observatory)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exoplanet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exoplaneten</a> werden in der Astronomie Planeten bezeichnet, welche nicht dem Planetensystem der Sonne angehören, sondern die vielmehr fremde Sterne umkreisen. Mittlerweile gelang den Astronomen der Nachweis von <a class="a" href="	https://exoplanet.eu/catalog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">1.919 Exoplaneten</a>. Allerdings konnte der Großteil dieser Planeten dabei nur durch verschiedene <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exoplanet#Indirekte_Nachweismethoden" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">indirekte Methoden</a> nachgewiesen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exoplanet#Direkte_Beobachtung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">direkte Abbildung</a> von Exoplaneten stellt dagegen eine große Herausforderung dar, da sich diese Planeten zum einen sehr nahe an ihrem viele Lichtjahre entfernt gelegenen Mutterstern befinden und zum anderen auch noch sehr viel lichtschwächer als der jeweilige Zentralstern sind. In einer normalen Aufnahme überstrahlt das Licht eines Zentralsterns deshalb das schwache Leuchten eines den Stern umkreisenden Planeten selbst unter den optimalsten Beobachtungsbedingungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund konnten bisher auch lediglich <a class="a" href="https://exoplanet.eu/catalog/?f=%22imaging%22+IN+detection" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">54 Exoplaneten</a> in 50 verschiedenen Sternsystemen durch direkte Abbildungen nachgewiesen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt ist es jedoch einem internationalen Team von Astronomen, dem auch sechs Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heidelberg angehören, gelungen, mit einer neuen Aufnahme gleich ein komplettes Exoplanetensystem abzubilden. Für ihre Studie nutzten die daran beteiligten Astronomen das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Large_Binocular_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Large Binocular Telescope</a> (abgekürzt &#8222;LBT&#8220;) auf dem Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona. Das LBT besteht aus zwei Hauptspiegeln mit einer Öffnung von jeweils 8,4 Metern, welche auf einer gemeinsamen Montierung befestigt sind. Kombiniert erreichen die beiden Optiken die gleiche Lichtsammelleistung wie ein einzelnes Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 11,8 Metern. Zudem erreicht es in dieser Konfiguration die optische Auflösung eines 22,8-Meter-Spiegels. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_small_2.jpg" alt="A.-L. Maire, Large Binocular Telescope Observatory" width="260"/></a><figcaption>
Das Planetensystem des Sterns HR 8799: Links der Planet HR 8799 b. Auf der rechten Seite befinden sich &#8211; von oben nach unten angeordnet &#8211; die Planeten c, e und d. Der Zentralstern ist in dieser IR-Aufnahme mittels einer Maske weitgehend ausgeblendet. 
<br>
(Bild: A.-L. Maire, Large Binocular Telescope Observatory)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Sternsystem HR 8799</strong>
<br>
Bei den von den Astronomen beobachteten Planeten handelt es sich um vier jupiterähnliche Gasriesen, welche den etwa 130 Lichtjahre von unserem Sonnensystem im Sternbild Pegasus gelegenen Stern HR 8799 &#8211; auch bekannt unter der Bezeichnung V342 Pegasi &#8211; umkreisen. Diese Exoplaneten wurden bereits in den Jahren 2008 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erstmals-direktaufnahmen-von-exoplaneten-gelungen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>) und 2010 durch fotografische Abbildungen entdeckt. Ebenfalls im Jahr 2010 gelang es den Astronomen dabei sogar, das Spektrum von einem dieser Planeten &#8211; dem Exoplaneten <a class="a" href="https://exoplanet.eu/catalog/hr_8799_b/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">HR 8799 b</a> &#8211; zu analysieren (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplaneten-spektrum-zeigt-ueberraschendes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete ebenfalls</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bereits im Oktober 2013 mit dem LBT durchgeführten, aber erst kürzlich vollständig ausgewerteten Beobachtungen erfolgten im Wellenlängenbereich des infraroten Lichts. In diesem Bereich des Lichtspektrums erscheinen die beobachteten Exoplaneten relativ zu ihrem Zentralstern vergleichsweise hell. Durch die dabei angefertigten Aufnahmen konnte die gegenwärtige Position der vier Planeten ermittelt werden. In Kombination mit früheren Beobachtungsdaten gelang es so, die Umlaufbahnen dieser Planeten über einen längeren Zeitraum hinweg zu verfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahn des innersten und zuletzt entdeckten Planeten <a class="a" href="https://exoplanet.eu/catalog/hr_8799_e/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">HR 8799 e</a> konnte so über einen Zeitraum von vier Jahren verfolgt werden. Bei den drei äußeren Planeten war dies sogar über einen noch deutlich längeren Zeitraum möglich, da diese Exoplaneten sich nachträglich in Aufnahmen nachweisen ließen, welche bereits im Jahr 1998 mit dem Weltraumteleskop <i>Hubble</i> angefertigt wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswertung dieser Beobachtungsdaten bestätigte die bereits vorher bestehende Annahme, dass im Fall des den Stern HR 8799 umgebenden Planetensystems sogenannte <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnresonanz" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bahnresonanzen</a> vorliegen. Während eines vollständigen, etwa 164.250 Tage andauernden Umlaufs des äußersten Planeten um sein Zentralgestirn vollenden die näher an diesem Stern umkreisenden Planeten laut dieser Studie jeweils zwei, vier beziehungsweise acht komplette Umläufe. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052015175716_small_3.jpg" alt="Large Binocular Telescope Observatory (Enrico Sacchetti)" width="260"/></a><figcaption>
Das Large Binocular Telescope besteht aus zwei Hauptspiegeln mit einer Öffnung von jeweils 8,4 Metern, welche auf einer gemeinsamen Montierung befestigt sind. Im kombinierten Einsatz erreichen diese beiden Optiken die gleiche Lichtsammelleistung wie ein einzelnes Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 11,8 Metern. Zudem erreicht das LBT die optische Auflösung eines 22,8-Meter-Spiegels. 
<br>
(Bild: Large Binocular Telescope Observatory (Enrico Sacchetti))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere theoretische Modelle über die Bahnmechaniken im Bereich des Planetensystems von HR 8799 sagten die Existenz eines weiteren Planeten voraus, welcher sich zwischen dem Stern und dem innersten dieser vier Planeten bewegt und der den Stern dabei entweder 16 oder 24 mal so häufig umläuft wie der äußerste Planet. Die Existenz dieses hypothetischen Planeten konnte jedoch durch die Beobachtungen mit dem Large Binocular Telescope, welches auch Bilddaten aus der unmittelbaren Umgebung des Sterns lieferte, nicht bestätigt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier kurz vorgestellten Ergebnisse der Arbeit von A.-L. Maire et al. wurden bereits am 20. April 2015 unter dem Titel &#8222;The LEECH Exoplanet Imaging Survey. Further constraints on the planet architecture of the HR 8799 system&#8220; in der Fachzeitschrift <i>Astronomy &amp; Astrophysics</i> publiziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neues-teleskop-projekt-beginnt-mit-exoplaneten-suche/" data-wpel-link="internal">Neues Teleskop-Projekt beginnt mit Exoplaneten-Suche</a> (16. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplanetensuche-first-light-fuer-sphere/" data-wpel-link="internal">Exoplanetensuche &#8211; First Light für SPHERE</a> (9. Juni 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/exoplanet-gu-psc-b-durch-direkte-abbildung-entdeckt/" data-wpel-link="internal">Exoplanet GU Psc b durch direkte Abbildung entdeckt</a> (22. Mai 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/neue-methode-zur-untersuchung-von-exoplaneten/" data-wpel-link="internal">Neue Methode zur Untersuchung von Exoplaneten</a> (10. Februar 2010)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.975" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtete Exoplaneten</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seite bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/extrasolar/" data-wpel-link="internal">Exoplaneten Newsarchiv</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von A.-L. Maire et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2015/04/aa25185-14/aa25185-14.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The LEECH Exoplanet Imaging Survey. Further constraints on the planet architecture of the HR 8799 system</a> (Volltext, engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/direkt-abgebildet-vier-exoplaneten-auf-einen-streich/" data-wpel-link="internal">Direkt abgebildet: Vier Exoplaneten auf einen Streich</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Die Säulen der Schöpfung &#8211; erstmals in 3D</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-saeulen-der-schoepfung-erstmals-in-3d/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2015 15:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[MUSE]]></category>
		<category><![CDATA[Säulen der Schöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen ist es jetzt erstmals gelungen, die im Adlernebel befindlichen &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; in einer dreidimensionale Ansicht abzubilden. Dabei zeigte sich, dass im Bereich dieser faszinierenden Strukturen gerade neue Sterne entstehen. In bereits etwa drei Millionen Jahren werden sich die Säulen jedoch aufgelöst haben. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESO, Hubble Space Telescope. Einige [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen ist es jetzt erstmals gelungen, die im Adlernebel befindlichen &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; in einer dreidimensionale Ansicht abzubilden. Dabei zeigte sich, dass im Bereich dieser faszinierenden Strukturen gerade neue Sterne entstehen. In bereits etwa drei Millionen Jahren werden sich die Säulen jedoch aufgelöst haben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: ESO, Hubble Space Telescope.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd34c5b5"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_small_1.jpg" alt="ESO, IAU, Sky&amp;Telescope" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufsuchkarte zeigt das Sternbild Serpens Cauda &#8211; den hinteren Teilbereich des Sternbildes Schlange. Verzeichnet sind hier alle Sterne, welche unter guten Bedingungen mit dem bloßen Auge sichtbar sind. Die Position des Adlernebel (auch als M 16 bezeichnet) ist mit einem roten Kreis markiert. In dessen Zentrum befinden sich die &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220;. Obwohl der offene Sternhaufen NGC 6611, welcher ebenfalls zu diesem Objekt gehört, mit einer scheinbaren Helligkeit von 6,0 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a>
 bereits mit einem kleinen Amateurteleskop beobachtet werden kann, stellen die Details der umgebenden Gaswolken selbst für Großteleskope eine Herausforderung dar. 
<br>
(Bild: ESO, IAU, Sky&amp;Telescope)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Einige der in unserer Heimatgalaxie befindlichen schätzungsweise etwa 200 Milliarden Sterne sind mit einem Alter von über 13 Milliarden Jahren nur wenige hundert Millionen Jahre jünger als das Universum, dessen Alter von den Astronomen mit einem Wert von 13,8 Milliarden Jahren angegeben wird. Mit einem Alter von &#8218;lediglich&#8216; rund 4,6 Milliarden Jahren handelt es sich bei dem Zentralgestirn unseres Sonnensystems somit um einen noch verhältnismäßig jungen Stern, welcher gerade einmal die mittlere Phase seines Daseins erreicht hat. Andere Sterne der Milchstraße verfügen jedoch über ein noch deutlich geringeres Alter von nur wenigen Millionen Jahren. Diese Sterne haben sich erst vor kurzem in sogenannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternentstehungsgebiet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternentstehungsgebieten</a> entwickelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einer dieser H-II-Regionen innerhalb unserer Galaxie handelt es sich um die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ulen_der_Sch%C3%B6pfung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Säulen der Schöpfung</a>. Zusammen mit dem nahe gelegenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Offener_Sternhaufen" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">offenen Sternhaufen</a> NGC 6611 bilden die aus dem Nebel herausragenden Strukturen die Sternentstehungsregion des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adlernebel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Adlernebels</a> Messier 16 (abgekürzt M 16), welcher sich in einer Entfernung von etwa 7.000 Lichtjahre zu unserem Sonnensystem im Sternbild Serpens Cauda &#8211; dem hinteren Teilbereich des Sternbildes &#8222;Schlange&#8220; &#8211; befindet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl bekannteste Abbildung der &#8222;Pillars of Creation&#8220;, so der englische Name dieser Struktur, wurde bereits vor etwas mehr als 20 Jahren am 1. April 1995 mit dem Weltraumteleskop <i>Hubble</i> angefertigt. Aufgrund des hohen Wiedererkennungswertes wurde diese Aufnahme schnell zu einem der allgemein bekanntesten Fotos des <i>Hubble Space Telescope</i> (abgekürzt <i>HST</i>). Seitdem fesseln diese Wolken aus interstellarer Materie, welche sich über Entfernungen von bis zu vier Lichtjahren erstrecken, sowohl die professionellen Wissenschaftler als auch interessierte Laien. Erst kürzlich wurden die &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; anlässlich des 25jährigen Jubiläum des <i>HST</i> erneut abgebildet. Verschiedene der damit verbundenen Fotos finden Sie auf <a class="a" href="	https://science.nasa.gov/missions/hubble/hubble-goes-high-def-to-revisit-the-iconic-pillars-of-creation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">dieser Internetseite</a> des <i>Hubble</i>-News-Center. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c23837f5"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_small_2.jpg" alt="Credit for WFPC2 (1995): NASA, ESA, STScI, J. Hester und P. Scowen (Arfizonas State University); Credit for WFC3 (2014): NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI, AURA)" width="260"/></a><figcaption>
Diese beiden Aufnahmen der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; wurden in den Jahren 1995 und 2014 mit dem Weltraumteleskop Hubble angefertigt.
<br>
(Bild: Credit for WFPC2 (1995): NASA, ESA, STScI, J. Hester und P. Scowen (Arizona State University); Credit for WFC3 (2014): NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI, AURA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Globule" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bok-Globulen</a> sind ein klassisches Beispiel für langgestreckte Strukturen, welche sich in großen Gas- und Staubwolken herausbilden, in denen sich gerade neue Sterne bilden. Die erkennbaren säulenartige Gebilde entstehen dabei durch die intensive Ultraviolettstrahlung und den starken <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternwind</a>, den noch realtiv junge und somit heiße Sterne der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Spektralklassen</a> O und B in das umgebende Weltall aussenden. Diese Einflüsse haben zur Folge, dass die im Allgemeinen nur dünnen Konzentrationen von interstellarer Materie auseinander getrieben werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dichtere Ansammlungen von Gas und Staubpartikeln können diesen Kräften dagegen länger widerstehen. Hinter derartigen Staubkonzentrationen ist die Materie zudem vor der direkten Einstrahlung der Sterne geschützt. Sozusagen wie hinter einem Schutzschild bilden sich dabei faszinierende Formen wie Blasen, Bögen und dunkle Säulen. Letztere werden auch als &#8222;Elefantenrüssel&#8220; (engl. &#8222;elephant trunks&#8220;) bezeichnet &#8211; säulenartige Gebilde, welche von den gerade erst entstandenen Sternen wegzeigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; &#8211; erstmals in 3D</strong>
<br>
Jetzt ist es Astronomen von der Universitätssternwarte München, dem Exzellenzcluster Universe und der Europäischen Südsternwarte (ESO) erstmals gelungen, eine vollständige dreidimensionale Ansicht der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; zu erstellen. Hiefür verwendeten die beteiligten Wissenschaftler den <a class="a" href="https://www.eso.org/sci/facilities/develop/instruments/muse.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Multi Unit Spectroscopic Explorer</a> (kurz &#8222;MUSE&#8220;). Das MUSE-Instrument ist am Hauptteleskop Nummer 4 &#8211; dem Yepun-Teleskop &#8211; des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paranal-Observatorium#Very_Large_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> (kurz &#8222;VLT&#8220;) am Pananal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (ESO) in den nordchilenischen Anden angebracht und hat den wissenschaftlichen Betrieb bereits im Jahr 2014 aufgenommen. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-a9a88921"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_small_3.jpg" alt="ESO, M. Kornmesser" width="260"/></a><figcaption>
Diese Visualisierung der dreidimensionalen Struktur der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; in der Sternentstehungsregion Messier 16 basiert auf neuen Beobachtungen dieses Himmelsobjekts mit dem MUSE-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile. Die Säulen bestehen in Wirklichkeit aus mehreren Einzelteilen auf verschiedenen Seiten des Sternhaufens NGC 6611. In dieser Darstellung ist der relative Abstand der Säulen entlang der Sichtlinie nicht maßstabsgetreu dargestellt. 
<br>
(Bild: ESO, M. Kornmesser)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das MUSE-Instrument hat mit seiner bisher unerreichten Detailschärfe den Astronomen durch die Betrachtung der räumlichen Anordnung der Strukturen zu neuen Erkenntnissen über die fortschreitende Auflösung der Säulen verholfen. Die neuen Beobachtungen zeigen dabei, wie sich die dortigen staubhaltigen Strukturen im Raum verteilen und machen zugleich viele bisher unbekannte Details sichtbar. Die Beobachtungsdaten verdeutlichen, dass das Ende der linken Säule auf unser Sonnensystem gerichtet ist und dabei zugleich auf einer weiteren Säule &#8217;sitzt&#8216;, welche sich &#8211; im Gegensatz zu den anderen Säulen &#8211; in Wirklichkeit hinter dem offenen Sternhaufen NGC 6611 befindet. Diese Säule empfängt dabei die meiste Strahlung der Sterne von NGC 6611. Aus diesem Grund erscheint sie heller als die anderen Säulen unten links, in der Mitte und rechts, deren Enden nicht direkt in &#8218;Richtung Erde&#8216; weisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einflüsse auf die Sternentstehung</strong>
<br>
Durch die Untersuchung dieser Strukturen erhoffen sich die Astronomen ein besseres Verständnis dafür, wie die jungen O- und B-Sterne im Bereich des Sternhaufens NGC 6611 die Entstehung weiterer Sterne beeinflussen. Mehrere Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sich in dieser Staubwolke gerade verschiedene <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Protostern" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Protosterne</a> bilden. Die Beobachtungsdaten von MUSE haben tatsächlich weitere Hinweise auf zwei gerade entstehende Sterne in der linken und in der mittleren Säule geliefert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Des weiteren entdeckten die Astronomen in der mittleren Säule einen bislang unbekannten Materiestrom, welcher von einem jungen Stern ausgestoßen wird und der den Astronomen bei vorangegangenen Untersuchungen entgangen ist. Ob sich in der Umgebung der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; auch in Zukunft noch weitere Sterne bilden können, ist jedoch fraglich. Da die intensive Strahlung der bereits existierenden hellen Sterne das Säulenmaterial langsam aber sicher abträgt handelt es sich hierbei um einen Wettlauf gegen die Zeit. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-40d7197d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052015173632_small_4.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Diese Ansicht zeigt wie das MUSE-Instrument eine dreidimensionale Ansicht der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; erzeugt hat. Jeder Pixel in den Daten ergibt ein Spektrum, welches wiederum Informationen über die Bewegungen und die physikalischen Bedingungen innerhalb dr Säulen an diesem Bildpunkt liefert. Die einzelnen hervorgehobenen Schichten des Datenkubus entsprechen bestimmten vorhandenen chemischen Elementen. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Messung der Auflösungsrate der &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; hat das MUSE-Instrument den Astronomen einen Zeitrahmen vorgegeben, ab dem die Säulen nicht mehr existieren werden. Über einen Zeitraum von einer Million Jahre gehen den Säulen etwa 70 Sonnenmassen verloren. Basierend auf ihrer gegenwärtigen Masse von rund 200 Sonnenmassen haben die &#8222;Säulen der Schöpfung&#8220; somit noch eine Lebenserwartung von lediglich weiteren  drei Millionen Jahren, was auf kosmischen Zeitskalen betrachtet nur einem kurzen Augenblick entspricht. Es scheint also, als wäre die Bezeichnung &#8222;Säulen der Zerstörung&#8220; ein ebenso passender Name für dieses faszinierende kosmische Gebilde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse wurden am  30. April 2015 von Anna Faye McLeod et al. unter dem Titel &#8222;The Pillars of Creation revisited with MUSE: gas kinematics and high-mass stellar feedback traced by optical spectroscopy&#8220; in der Fachzeitschrift <i>Monthly Notices of the Royal Astronomical Society</i> publiziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sag-mir-wo-die-sterne-sind/" data-wpel-link="internal">Sag mir, wo die Sterne sind&#8230;</a> (9. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-offene-sternhaufen-ngc-3572/" data-wpel-link="internal">Der Offene Sternhaufen NGC 3572</a> (17. November 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/junge-sterne-im-sternhaufen-ngc-2547/" data-wpel-link="internal">Junge Sterne im Sternhaufen NGC 2547</a> (27. März 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-offene-sternhaufen-ngc-6604/" data-wpel-link="internal">Der Offene Sternhaufen NGC 6604</a> (29. April 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-sternentstehungsgebiet-im-sternbild-stier/" data-wpel-link="internal">Ein Sternentstehungsgebiet im Sternbild Stier</a> (17. Februar 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-carinanebel-eine-geburtsstaette-neuer-sterne/" data-wpel-link="internal">Der Carinanebel &#8211; Eine Geburtsstätte neuer Sterne</a> (16. November 2011)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=548.15" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sternhaufen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=451.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sternentstehung</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von A. F. McLeod et al.:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso1518/eso1518a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Pillars of Creation revisited with MUSE: gas kinematics and high-mass stellar feedback traced by optical spectroscopy</a> (Volltext, 9,7 MB, engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-saeulen-der-schoepfung-erstmals-in-3d/" data-wpel-link="internal">Die Säulen der Schöpfung &#8211; erstmals in 3D</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 18:02:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38418</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der erst im September 2013 entdeckte Asteroid P/2013 R3 ist in mehrere Fragmente zerbrochen &#8211; und damit der erste bekannte Asteroid, der solche bisher nur von Kometen bekannte Auflösungserscheinungen zeigt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, HST. Bei den Asteroiden handelt es sich um relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/" data-wpel-link="internal">P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der erst im September 2013 entdeckte Asteroid P/2013 R3 ist in mehrere Fragmente zerbrochen &#8211; und damit der erste bekannte Asteroid, der solche bisher nur von Kometen bekannte Auflösungserscheinungen zeigt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, HST.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_1.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen des zerfallenen Asteroiden P/2013 R3 wurden mit den Hubble-Weltraumteleskop angefertigt. Die Fragmente des Asteroiden durchmessen maximal 400 Meter und sind von Staubfahnen umgeben. Sie streben mit Geschwindigkeiten von 0,2 bis 0,5 Metern pro Sekunde auseinander. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroiden</a> handelt es sich um relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne auf lediglich leicht exzentrischen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keplerbahn" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Keplerbahnen</a> umkreisen und über Jahrmilliarden von Jahren hinweg im Allgemeinen ein eher eintöniges Dasein fristen. Der Großteil der Asteroiden bewegt sich dabei in dem zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter angesiedelten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroidengürtel</a> um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems. Da die Asteroiden bereits vor Milliarden von Jahren unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung ihre leichtflüchtigen Bestandteile wie zum Beispiel Wassereis oder gefrorene Gase verloren haben, verändert sich das Erscheinungsbild dieser Objekte mittlerweile nur noch geringfügig. Zwar können durch Kollisionen mit kleineren Objekten gelegentlich weitere Impaktkrater auf deren Oberflächen erzeugt werden &#8211; grundlegende Veränderungen sind jedoch normalerweise nicht mehr zu erwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kometen</a> handelt es sich dagegen um Objekte, welche die Sonne in der Regel auf stark elliptischen Umlaufbahnen umkreisen, welche größtenteils weit von der Sonne entfernt verlaufen. Bei deren in regelmäßigen Abständen erfolgenden Annäherungen an die Sonne wird die Oberfläche dieser Himmelskörper jedoch so stark erwärmt, dass dort abgelagerte leichtflüchtige Stoffe wie gefrorenes Wassereis oder Kohlenstoffdioxid (Trockeneis) verdampfen und bei dem anschließenden Entweichen von der Oberfläche Staub und kleinere Gesteinspartikel mit sich reißen. Im Rahmen dieses Prozesses bilden Kometen nach dem Erreichen des inneren Sonnensystems zunächst eine aus Gas und Staub bestehende Koma aus, welche bei einer noch größeren Annäherung an die Sonne durch den Strahlungsdruck der Sonne und durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnenwinde</a> in Form eines Kometenschweifs vom Kern des Kometen &#8222;weggeweht&#8220; wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während den Astronomen zahlreiche Kometen bekannt sind, die auf ihrem Weg durch das Sonnensystem aufgrund der auf sie einwirkenden starken Temperaturschwankungen oder durch Gezeitenkräften in mehrere Teile zerbrachen, galten die Asteroiden bisher als recht stabile Objekte. Der Asteroid P/2013 R3 scheint diesen Erfahrungswert jetzt allerdings auf die Probe zu stellen, denn als dieser Himmelskörper am 15. September 2013 im Rahmen einer Himmelsdurchmusterung durch das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pan-STARRS" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Pan-STARRS-Projekt</a> entdeckt wurde, existierte er streng genommen bereits nicht mehr. Dies legen Beobachtungen aus den Folgemonaten nahe, welche ein Forscherteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen jetzt ausgewertet hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Aufnahmen, die dem von Dr. David Jewitt von der University of California geleitetet Team zwischen Anfang Oktober 2013 und Mitte Januar 2014 mit Hilfe des Keck-Teleskops auf Mauna Kea in Hawaii und des <i>Hubble-Weltraumteleskops</i> (kurz &#8222;HST&#8220;) gelangen, sind eine zunehmende Anzahl von Bruchstücken erkennen. Zum Schluss der Aufnahmesequenzen handelte es sich um mindestens zehn einzelne Objekte, von denen die größten über einen Durchmesser von etwa 400 Metern verfügen. Besonders auffällig ist dabei, dass die einzelnen Fragmente von langgestreckten Staubschweifen &#8222;verziert&#8220; sind, wodurch die Überreste von P/2013 R3 wie ein Kometen-Schwarm erscheinen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_2.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI)" width="260"/></a><figcaption>
Ein denkbares Szenario, welches den Zerfall des Asteroiden P/2013 R3 wiedergibt. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zerfall dieses Asteroiden muss bereits vor seiner Entdeckung eingesetzt haben. Die dabei entstehende Staubwolke verdeckte allerdings den meisten erdgebundenen Teleskopen die direkte Sicht auf die kleineren Bruchstücke. Mit Hilfe des <i>HST</i> ist es den Astronomen trotzdem gelungen, den fortschreitenden Zerfall über Monate hinweg zu dokumentieren und rückblickend zu rekonstruieren. P/2013 R3, so das Ergebnis der Auswertungen, ist damit der erste bekannte Asteroid, welcher auseinander gebrochen ist, ohne vorher mit einem anderen Himmelskörper zusammengestoßen zu sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler zählen P/2013 R3 deshalb zu den sogenannten &#8222;aktiven Asteroiden&#8220;, eine Art Zwitter zwischen Asteroid und Komet. Diese Körper kreisen zwar innerhalb des Haupt-Asteroidengürtels um die Sonne, setzen dabei jedoch &#8211; wie auch Kometen &#8211; Staub frei. Die Ursache für dieses ungewöhnliche Verhalten ist in den meisten Fällen unbekannt. Im Fall von P/2013 R3 konnten die an den Untersuchungen beteiligten Astronomen jedoch durch ein Ausschlussverfahren eine Erklärung finden. Basierend auf den angefertigten Aufnahmen rekonstruierten sie den genauen Hergang des Zerfalls. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die einzelnen Bruchstücke driften mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gerade einmal 1,5 Kilometern pro Stunde auseinander&#8220;, fasst Dr. Jessica Agarwal vom MPS eines der dabei gewonnenen Resultate zusammen. Neben dem schrittweise erfolgenden Auseinanderbrechen des Asteroiden spricht auch diese ausgesprochen niedrige Geschwindigkeit gegen eine Kollision, denn nach heftigen Zusammenstößen streben die verbleibenden Trümmerstücke in der Regel mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten auseinander. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das im Inneren des Asteroiden &#8211; wie von Kometen bekannt &#8211; gefrorene Gase verdampft sind und das Objekt somit durch einen sich immer weiter aufbauenden Druck &#8222;von innen heraus&#8220; gesprengt haben, kann ausgeschlossen werden. Dafür, so die Wissenschaftler, sei es im Asteroidengürtel schlichtweg zu kalt. Die gewonnenen Daten enthalten zudem keinerlei Hinweise auf eine nennenswerte Freisetzung von Gasen. Vielmehr, so die wahrscheinlichste Erklärung, wurde dem Asteroiden P/2013 R3 seine im Laufe der Zeit immer weiter zunehmende Drehgeschwindigkeit zum Verhängnis. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_3.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt" width="260"/></a><figcaption>
Die Bruchstücke von P/2013 R3, aufgenommen am 29. Oktober 2013 durch das Weltraumteleskop Hubble. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der YORP-Effekt</strong>
<br>
&#8222;Die einzige mögliche Erklärung liefert der Strahlungsdruck der Sonne&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Dieser Effekt wird als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/YORP-Effekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">YORP-Effekt</a> (kurz für &#8222;Yarkovsky-O&#8217;Keefe-Radzievskii-Paddack-Effekt&#8220;) bezeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von der Sonne ausgehende Licht trifft unter verschiedenen Einfallswinkeln auf die Oberfläche eines Asteroiden, was zu einer minimalen, allerdings nicht gleichmäßig verlaufenden Erwärmung von dessen Oberfläche führt. Dort wird diese Wärme zunächst gespeichert. Sobald die zuvor von der Sonne erwärmten Oberflächenbereiche nicht mehr der Strahlung der Sonne ausgesetzt sind, wird die dort zuvor absorbierte Energie wieder in das umgebende Weltall freigegeben. Ist der betreffende Asteroid unregelmäßig geformt, so erfolgt die Freisetzung der Wärmeenergie &#8211; genau so wie auch die vorherige Speicherung &#8211; nicht gleichmäßig. Dies hat zur Folge, dass sich unter dem Strich ein zwar nur minimaler, auf Dauer jedoch deutlich spürbarer Drehmoment ergibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits kann sich dadurch die Ausrichtung der Rotationsachse des Asteroiden verändern. Ein weiterer Effekt ist, dass auch die Geschwindigkeit, mit der ein Asteroid um seine eigene Achse rotiert, auf diese Weise im Laufe von Millionen von Jahren immer weiter ab- oder auch zunehmen kann. Letzteres hat dann zur Folge, dass die auftretenden Fliehkräfte den Asteroiden letztendlich nach und nach förmlich auseinander reißen können. Kleinere Bruchstücke und Staubpartikel, welche dabei freigesetzt werden, speisen die sich im Rahmen dieses Vorgangs &#8211; wie jetzt aktuell bei P/2013 R3 beobachtet &#8211; bildenden kometenartigen Schweife. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst im vergangenen Jahr hatten die Astronomen bereits ein anderes Objekt entdeckt, dessen Äußeres ebenfalls von dem YORP-Effekt bestimmt wird. Der aktive Asteroid P/2013 P5 verlor immer wieder Material in das ihn umgebende Weltall. Teleskopaufnahmen zeigen diesen Asteroiden von gleich mehreren ausgeprägten Staubschweifen umgeben (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Warum der eine Körper nur eine überschaubare Menge an Staub verliert, der andere aber völlig auseinander bricht, ist noch unklar&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass der innere Aufbau der Himmelskörper dabei eine entscheidende Rolle spielt. &#8222;Seit einigen Jahren mehren sich die Hinweise, dass einige Asteroiden nicht kosmischen Felsbrocken gleichen, sondern sich eher als eine Art lockerer Schutthaufen beschreiben lassen&#8220;, so die Physikerin. Die neuen Ergebnisse sprechen dafür, dass dies auch auf den Asteroiden P/2013 R3 zutrifft, bei dem es sich demzufolge um einen weiteren <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rubble_Pile" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rubble Pile</a> &#8211; eine kosmische Ansammlung von Staub und Gesteinsfragmenten, welche letztendlich lediglich durch die gegenseitig wirkenden Gravitationskräfte zusammengehalten wird &#8211; handeln muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der YORP-Effekt könnte uns helfen, in Zukunft mehr über den Aufbau der Asteroiden zu erfahren&#8220;, fügt Jessica Agarwal hinzu. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-innere-aufbau-des-asteroiden-itokawa/" data-wpel-link="internal">Der innere Aufbau des Asteroiden Itokawa</a> (5. Februar 2014) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</a> (8. November 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ist-der-asteroid-don-quixote-eigentlich-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Ist der Asteroid Don Quixote eigentlich ein Komet?</a> (10. September 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kollision-zeigt-scheila-ist-ein-asteroid/" data-wpel-link="internal">Kollision zeigt &#8211; Sheila ist ein Asteroid</a> (30. April 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kleinplanet-596-scheila-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Kleinplanet (596) Sheila ein Komet?</a> (15. Dezember 2010) </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von David Jewitt et al:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://esahubble.org/static/archives/releases/science_papers/heic1405a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Disintegrating Asteroid P/2013 R3</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/" data-wpel-link="internal">P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Und sie bewegen sich doch!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/und-sie-bewegen-sich-doch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Feb 2014 15:12:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Dopplereffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Große Magellansche Wolke]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[LMC]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein amerikanisches Wissenschaftlerteam hat durch eine siebenjährige Beobachtungsreihe erstmals nachgewiesen, wie eine andere Galaxis rotiert. Die Beobachtungen wurden an der Großen Magellanschen Wolke durchgeführt. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: sciendedaily.com. Die 170 000 Lichtjahre entfernte Große Magellansche Wolke (engl.: Large Magellanic Cloud = LMC) ist eine der beiden Satellitengalaxien unserer Milchstraße. Sie ist, so [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/und-sie-bewegen-sich-doch/" data-wpel-link="internal">Und sie bewegen sich doch!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein amerikanisches Wissenschaftlerteam hat durch eine siebenjährige Beobachtungsreihe erstmals nachgewiesen, wie eine andere Galaxis rotiert. Die Beobachtungen wurden an der Großen Magellanschen Wolke durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: sciendedaily.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22022014161201_small_1.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild and Z. Levay (STScI), Y. Beletsky (Las Campanas Observatory), and R. van der Marel (STScI)" width="260"/><figcaption>
In diesem Bild wurde der Kontrast stark heraufgesetzt um auch die schwachen Ausläufer der Großen Magellanschen Wolke zu zeigen. Daneben ist der Vollmond zu sehen, um die Ausmaße der LMC zu verdeutlichen.  Die Pfeile zeigen die Bewegung der beobachteten Sterne über die nächsten 7 Millionen Jahre. Demnach ist die aktuell gemessene Bewegung um Millionen mal kleiner als die hier gezeigten Pfeillängen. Die gemeinsame Richtung der Pfeile zeigt die Rotation der LMC. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild and Z. Levay (STScI), Y. Beletsky (Las Campanas Observatory), and R. van der Marel (STScI))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die 170 000 Lichtjahre entfernte Große Magellansche Wolke (engl.: Large Magellanic Cloud = LMC) ist eine der beiden Satellitengalaxien unserer Milchstraße. Sie ist, so wie ihr kleinerer Pendant, die Kleine Magellansche Wolke (engl.: Small Magellanic Cloud = SMC), von Mitteleuropa aus nicht zu beobachten, weil sie am Südhimmel steht. Es handelt sich bei beiden um irreguläre Zwerggalaxien, wobei die LMC mit 15 Milliarden Sternen dreimal mehr Sterne enthält als die SMC. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Analysen der Wissenschaftler brauchen die Sterne der LMC 250 Millionen Jahre, um das Zentrum zu umrunden. Die Erde braucht für eine Umkreisung des Kerns der Milchstraße in etwa die gleiche Zeit.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher wurden die Rotationsgeschwindigkeiten von Galaxien durch Messung des Dopplereffekts auf zwei gegenüberliegenden Seiten einer ausgewählten Galaxie bestimmt. Die Sterne auf der einen Seite kommen uns scheinbar entgegen, und daher ist ihr Spektrum ins Blaue verschoben, während die Sterne auf der anderen Seite sich durch die Rotation scheinbar von uns entfernen, wodurch ihr Spektrum ins Rote verschoben ist. Nun kann man diese Messungen ergänzen durch die Seitwärtsbewegungen der Sterne und erreicht damit eine höhere Genauigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team beobachtete für die Studie Sterne in 22 Bereichen und nutzte zwei Kameras des Hubble-Teleskops: Die Wide Field Camera 3 und die Advanced Camera für Surveys. Jedes der beobachteten Felder enthielt nicht nur dutzende von Sternen, sondern auch einen Quasar im Hintergrund, den die Astronomen benötigten um einen Fixpunkt zu haben, an dem sie die Bewegung der Vordergrundsterne der LMC messen konnten. Denn diese Bewegung ist extrem klein und daher schwer zu erkennen, so dass man schon das Hubble-Teleskop nehmen musste um überhaupt Erkenntnisse gewinnen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Große Magellansche Wolke 170.000 Lichtjahre entfernt ist, nimmt sie am südlichen Himmel einen Raum vom 20-fachen Vollmonddurchmesser ein. Sie umkreist auch als Ganzes unsere Milchstraße, allerdings nach den neuen Erkenntnissen schneller als bisher angenommen. Die Ergebnisse dieser langjährigen Studie sind wichtig, um weitere Einblicke in die Entwicklung der Sterne und Galaxien zu bekommen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Themen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/entfernung-der-grossen-magellanwolke-exakt-bestimmt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Entfernung der Großen Magellanwolke exakt bestimmt</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/blick-in-die-wiege-der-galaxien/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Blick in die Wiege der Galaxien</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=452.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Magellansche Wolken</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 19:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenschweif]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=37579</guid>

					<description><![CDATA[<p>Obwohl von ihm mehrere aus Gas und Staub bestehende Schweife ausgehen handelt es sich bei dem Objekt P/2013 P5 nicht um einen Kometen, sondern anscheinend vielmehr um einen Asteroiden. Nähere Untersuchungen ergaben, dass die Ausbildung dieser Schweife in einem direkten Zusammenhang mit dem von der Sonne ausgehenden Strahlungsdruck steht, dem P/2013 P5 ausgesetzt ist. Ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Obwohl von ihm mehrere aus Gas und Staub bestehende Schweife ausgehen handelt es sich bei dem Objekt P/2013 P5 nicht um einen Kometen, sondern anscheinend vielmehr um einen Asteroiden. Nähere Untersuchungen ergaben, dass die Ausbildung dieser Schweife in einem direkten Zusammenhang mit dem von der Sonne ausgehenden Strahlungsdruck steht, dem P/2013 P5 ausgesetzt ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, UCLA, HST.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_1.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt (UCLA)" width="260"/></a><figcaption>
Diese zwei Aufnahmen des HST zeigen den Asteroiden P/2013 P5 im September 2013. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt (UCLA))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Eigentlich</i>, so sollte man denken, ist die Unterscheidung zwischen Kometen und Asteroiden eine recht einfache Angelegenheit&#8230;  <br><a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid" target="_blank" data-wpel-link="external">Asteroiden</a> sind relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne auf lediglich leicht exzentrischen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keplerbahn" target="_blank" data-wpel-link="external">Keplerbahnen</a> umkreisen. Der Großteil der Asteroiden bewegt sich dabei in dem zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter angesiedelten <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" data-wpel-link="external">Asteroidengürtel</a> um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems. Da die Asteroiden bereits vor Milliarden von Jahren unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung ihre leichtflüchtigen Bestandteile wie zum Beispiel Wassereis verloren haben, verändert sich das Erscheinungsbild dieser Objekte im Laufe der Zeit nur noch geringfügig. Zwar können durch Kollisionen mit kleineren Objekten gelegentlich weitere Impaktkrater auf deren Oberflächen erzeugt werden &#8211; grundlegende Veränderungen sind jedoch normalerweise nicht mehr zu erwarten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kometen</a> handelt es sich dagegen um Objekte, welche die Sonne in der Regel auf stark elliptischen Umlaufbahnen umkreisen. Bei der Annäherung an die Sonne wird die Oberfläche dieser Himmelskörper so stark erwärmt, dass dort abgelagerte leichtflüchtige Stoffe wie gefrorenes Wassereis oder Kohlenstoffdioxid (Trockeneis) verdampfen und bei dem anschließenden Entweichen von der Oberfläche Staub und kleinere Gesteinspartikel mit sich reißen. Im Rahmen dieses Prozesses bilden Kometen nach dem Erreichen des inneren Sonnensystems zunächst eine aus Gas und Staub bestehende Koma aus, welche bei einer noch größeren Annäherung an die Sonne durch den Strahlungsdruck der Sonne und durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnenwinde</a> in Form eines Kometenschweifs vom Kern des Kometen &#8222;weggeweht&#8220; wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings befinden sich in unserem Sonnensystem einige Himmelskörper, welche diese &#8222;Ordnung&#8220; gehörig durcheinanderbringen können. Erstmals geriet diese relativ einfache Sicht der Dinge im Jahr 1996 ins Wanken. In den damals angefertigten Aufnahmen des Hauptgürtel-Asteroiden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/133P/Elst-Pizarro" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">(7968) Elst-Pizarro</a>, welcher seitdem auch als der Komet 133P/Elst-Pizarro bezeichnet wird, war ein deutlich ausgeprägter Schweif erkennbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter den professionellen Astronomen und Planetologen herrschte eine verständliche Verwirrung über den Charakter dieses Objektes. Hatte man jetzt einen im Asteroidengürtel beheimateten Kometen entdeckt? Oder vielleicht doch eher einen Asteroiden, der von seiner Oberfläche Gas und Staub in das umgebende Weltall freigibt? Die genaue Zuordnung dieser astronomischen Zwitter, von denen bisher kaum mehr als zehn bekannt sind, fällt der Fachwelt bis heute schwer. Diese &#8222;Verwirrung&#8220; wird auch im allgemeinen wissenschaftlichen Sprachgebrauch deutlich. Die Wissenschaftler sprechen sowohl von &#8222;aktiven Asteroiden&#8220; als auch von &#8222;Hauptgürtel-Kometen&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>P/2013 P5</strong> <br>Erst vor wenigen Monaten wurde im Rahmen der Himmelsdurchmusterung durch das <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pan-STARRS" target="_blank" data-wpel-link="external">Pan-STARRS-Projekt</a> mit <i>P/2013 P5</i> ein weiteres Objekt entdeckt, welches den Astronomen seitdem Rätsel aufgab. Auf den Erstaufnahmen war P/2013 P5 mit einem deutlich erkennbaren Schweif ausgestattet und erschien deshalb auf den ersten Blick zunächst wie ein aktiver Komet, welcher sich in Sonnennähe befindet. Nähere Analysen der Bahnparameter haben jedoch ergeben, dass sich die Umlaufbahn dieses Objektes komplett innerhalb des Asteroidengürtels befindet. Somit ließ sich P/2013 P5 weder den Kometen noch den Asteroiden zweifelsfrei zuordnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_2.jpg" alt="NASA, ESA, Z. Levay (STScI/AURA)" width="260"/></a><figcaption>
In den Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops offenbart P/2013 P5 sechs Schweife, die ihn wie die Speichen eines Wagenrads umgeben. Während die meisten Schweife zwischen den beiden Beobachtungen blasser wurden, gewann einer der Schweife deutlich an Helligkeit. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, Z. Levay (STScI/AURA))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein von Dr. David Jewitt von der University of California/USA geleitetes internationales Wissenschaftler-Team, dem auch Forscher des in Katlenburg-Lindau beheimateten Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) angehören, hat dieses rätselhafte Objekt jetzt mit Hilfe des <i>Hubble-Weltraumteleskops</i> (kurz &#8222;HST&#8220;) eingehender untersucht. Zu diesem Zeitpunkt befand sich P/2013 P5 in einer Entfernung von rund 165 Millionen Kilometern zur Erde und 315 Millionen Kilometern zur Sonne. Auf den am 10. und am 23. September 2013 angefertigten <i>HST</i>-Aufnahmen konnten die Wissenschaftler nicht nur einen, sondern insgesamt vielmehr sechs Schweife ausmachen, welche das beobachtete Objekt wie die Speichen eines Wagenrads umgeben. 
<br>
&#8222;Allein diese Anzahl spricht dagegen, dass die Schweife auf Kollisionen oder Einschläge zurückzuführen sind&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal vom MPS. Sechs Impakte auf einem einzelnen Objekt innerhalb so kurzer Zeit seien doch eher unwahrscheinlich. Auch eine Sublimation von Eis, was auf einen Kometen hindeuten würde, kann so gut wie ausgeschlossen werden, da sich P/2013 P5 am inneren Rand des Asteroidengürtels und somit in großer Sonnennähe bewegt. Eisablagerungen dürften deshalb bereits vor langer Zeit von der Oberfläche entwichen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielmehr gehen die Wissenschaftler nach der Auswertung ihrer Daten davon aus, dass es sich bei P/2013 P5 um einen Asteroiden handelt, der sich unter dem von der Sonne ausgehenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungsdruck" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Strahlungsdruck</a> so schnell um seine Rotationsachse dreht, dass er Material ins All verliert. Da das Sonnenlicht unter verschiedenen Winkeln auf die zerklüftete Oberfläche des Asteroiden trifft, kann sich in der Gesamtsumme ein Gesamtdrehmoment ergeben, welches dessen Rotation mehr und mehr beschleunigt. Irgendwann wird dadurch die Fliehkraft am Äquator stärker als die geringe Schwerkraft des mit einem Durchmesser von etwa 480 Metern relativ kleinen und somit massearmen Körpers. Aufgrund dieser Kraftverhältnisse wird schließlich Material von der Asteroidenoberfläche &#8222;fortgeschleudert&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Zwischen den Beobachtungen [durch das <i>Hubble-Weltraumteleskops</i>] lagen 13 Tage. In dieser Zeit hatte sich unser Forschungsobjekt stark verändert&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Während ein Schweif fast unverändert geblieben war, hatte ein zweiter deutlich an Länge und Leuchtkraft zugenommen. Alle anderen waren dagegen mehr oder weniger verblasst. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_3.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI/AURA)" width="260"/></a><figcaption>
Diese schematische Darstellung hebt die von P/2013 P5 ausgehenden Schweife noch einmal deutlich hervor. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI/AURA))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Computersimulationen gelang es dem Team, genau diese Veränderungen im Detail zu rekonstruieren. Dafür berechneten die Wissenschaftler die Bahnen vieler hypothetischer Staubteilchen verschiedener Größe und verschiedenen Alters und verglichen deren Positionen mit denen der beobachteten Schweife. Im Rahmen dieser Arbeiten gelangten die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass sich die sechs beobachteten Schweife erst kürzlich &#8211; nämlich in etwa am 15. April, am 18. Juli, 24. Juli, 8. August, 26. August und am 4. September 2013 &#8211; gebildet haben müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Unsere Rechnung und die tatsächlichen Beobachtungen stimmen sehr gut überein&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal, die für diese Berechnungen zuständig war. &#8222;Besonders ermutigend ist, dass wir die zeitliche Entwicklung zwischen den beiden Beobachtungstagen gut wiedergeben können.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jüngste Schweif entwickelte sich demzufolge erst wenige Tage vor der ersten <i>HST</i>-Aufnahme. Er konnte in den folgenden Tagen deshalb an Helligkeit zulegen, während alle anderen &#8211; je nach der Partikelgröße der darin enthaltenen Staubteilchen &#8211; nach und nach verblassten. 
<br>
Insgesamt zeigt sich durch diese Arbeit, dass auch die im Inneren unseres Sonnesystems beherbergten Kleinkörper noch weiter und ausführlicher untersucht werden müssen. Erst durch das eingehende Studium dieser Objekte lassen sich in Zukunft belastbare Aussagen darüber tätigen, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen sich vor über 4,5 Milliarden Jahren unser Sonnensystem bildete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Vieles spricht dafür, dass die so genannten aktiven Asteroiden keine einheitliche Gruppe bilden&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Von der Oberfläche einiger Vertreter sublimiert vermutlich Eis. Dieses stammt wahrscheinlich aus dem tiefen Inneren dieser Objekte und wurde möglicherweise durch teilweise heftig verlaufende Kollisionen mit anderen Himmelskörpern freigelegt. Bei anderen aktiven Asteroiden haben Zusammenstöße eine Fontäne aus Staub erzeugt, die noch monatelang als Schweif sichtbar war. &#8222;Bei den meisten dieser Körper ist jedoch der Ursprung des Schweifs völlig unklar&#8220;, so Agarwal. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse wurden am 7. November 2013 unter dem Titel &#8222;The Extraordinary Multi-Tailed Main-Belt Comet P/2013 P5&#8220; in der Fachzeitschrift &#8222;Astropysical Journal Letters&#8220; publiziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ist-der-asteroid-don-quixote-eigentlich-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Ist der Asteroid Don Quixote eigentlich ein Komet?</a> (10. September 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kollision-zeigt-scheila-ist-ein-asteroid/" data-wpel-link="internal">Kollision zeigt &#8211; Sheila ist ein Asteroid</a> (30. April 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kleinplanet-596-scheila-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Kleinplanet (596) Sheila ein Komet?</a> (15. Dezember 2010) </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.375" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel von David Jewitt et al:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/1311.1483v1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Extraordinary Multi-Tailed Main-Belt Comet P/2013 P5</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Der offene Sternhaufen NGC 3324</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-offene-sternhaufen-ngc-3324/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 13:02:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Carinanebel]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Südsternwarte (ESO) veröffentlichte heute eine neue Aufnahme des offenen Sternhaufens NGC 3324. Die intensive Ultraviolettstrahlung, welche einige der heißen, jungen Sterne in NGC 3324 aussenden, bringt die Gaswolke dazu, in kräftigen Farben zu leuchten, und hat zudem einen Hohlraum in der umgebenden Gas- und Staubwolke geschaffen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESO. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Südsternwarte (ESO) veröffentlichte heute eine neue Aufnahme des offenen Sternhaufens NGC 3324. Die intensive Ultraviolettstrahlung, welche einige der heißen, jungen Sterne in NGC 3324 aussenden, bringt die Gaswolke dazu, in kräftigen Farben zu leuchten, und hat zudem einen Hohlraum in der umgebenden Gas- und Staubwolke geschaffen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022012140259_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022012140259_small_1.jpg" alt="ESO,  IAU, Sky &amp; Telescope" width="260"/></a><figcaption>
Das Sternbild Schiffskiel. Eine Beobachtung ist ausschließlich von der südlichen Hemisphäre aus möglich. 
<br>
(Bild: ESO, IAU, Sky &amp; Telescope)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der am 1. Mai 1836 durch den schottischen Astronomen James Dunlop entdeckte offene Sternhaufen NGC 3324 befindet sich in einer Entfernung von etwa 7.500 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem im Sternbild Schiffskiel (lateinischer Name &#8222;Carina&#8220;). Dieser relativ junge Sternhaufen befindet sich am nordwestlichen Rand des Carinanebels (NGC 3372), dessen chaotische Struktur durch mehrere Sternentstehungsgebiete geformt wurde (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-carinanebel-eine-geburtsstaette-neuer-sterne/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor rund drei Millionen Jahren begann in der Umgebung von NGC 3324, wo besonders große Mengen an Gas und Staub zur Verfügung stehen, eine Periode intensiver Sternentstehung. Dabei bildeten sich auch einige sehr heiße, massereiche Sterne, welche in der heute von der Europäische Südsternwarte (ESO) veröffentlichten Aufnahme deutlich zu erkennen sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sternenwinde und die von diesen jungen Sternen ausgehende intensive Strahlung haben im Laufe der Zeit einen regelrechten Hohlraum in die umgebende Gas- und Staubwolke geblasen. Das deutlichstes Anzeichen hierfür ist die wandartige Struktur rechts von der Bildmitte in der ESO-Aufnahme. Die ultraviolette Strahlung der jungen und extrem heißen Sterne entreißt dabei den in der Gaswolke befindlichen Wasserstoffatomen Elektronen. Anschließend werden diese Elektronen wieder eingefangen und fallen schrittweise in niedrigere Energiezustände zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diese Weise entsteht ein charakteristisches rötliches Leuchten, welches gleichzeitig die räumliche Ausdehnung der ionisierten Gaswolke markiert. Die weiteren in der Aufnahme erkennbaren Farben werden durch andere chemische Elemente verursacht. Für das grünlich-gelbe Leuchten der zentralen Nebelregionen ist zum Beispiel zweifach ionisierter Sauerstoff verantwortlich. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022012140259_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01022012140259_small_2.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Der offene Sternhaufen NGC 3324. Die intensive Strahlung mehrerer junger Sterne hat einen regelrechten Hohlraum in die umgebende Gas- und Staubwolke geblasen. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie bei den Wolken am irdischen Himmel lassen sich auch in kosmischen Staub- und Gaswolken mit etwas Phantasie wohlbekannte Formen und Gestalten ausmachen. In diesem Falle ähnelt der rechte Rand der Gas- und Staubwand dem Profil eines menschlichen Gesichts, wobei die Ausbuchtung im Zentrum der Wolke der Nase entsprechen würde. Diese Ähnlichkeit führte dazu, dass der Sternhaufen NGC 3324 bisweilen auch nach einer chilenischen Nobelpreisträgerin als der &#8222;Gabriela-Mistral-Nebel&#8220; bezeichnet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahme wurde mit dem <i>Wide Field Imager</i> am MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile aufgenommen wurde. Durch das hohe Auflösungsvermögen des <i>Wide Field Imagers</i> werden in dem Bild viele dunkle Strukturen innerhalb von NGC 3324 sichtbar. Hierbei handelt es sich um Staub, welcher das Leuchten des Gases im Hintergrund abschirmt und so Schattenrisse erzeugt, die dem Anblick des Nebels zusätzliche Struktur und Tiefe verleihen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">NGC 3324 wurde von den Astronomen in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Teleskopen untersucht. Unter anderem kam hierbei auch das <a class="a" href="https://esahubble.org/images/opo0834a/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>Hubble Space Telescope</i></a> zum Einsatz. Dieses Weltraumteleskop ist in der Lage, noch feinere Details auflösen als der <i>Wide Field Imager</i> des La Silla-Observatoriums. Allerdings verfügt das <i>Hubble Space Telescope</i> über ein ungleich kleineres Gesichtsfeld. Dies ist ein direktes Beispiel dafür, wie sich Teleskope mit unterschiedlich großen Gesichtsfeldern oder unterschiedlichen technischen Ausstattungen bei ihrer Arbeit gegenseitig ergänzen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das MPG/ESO-2,2-Meter-Teleskop wurde bereits im Jahr 1984 in Betrieb genommen und ist eine Leihgabe der Max-Planck-Gesellschaft an die ESO. Sein <i>Wide Field Imager</i>, eine astronomische Kamera mit einem besonders großen Blickfeld und einem Detektor mit 67 Millionen Pixeln, liefert Aufnahmen, welche nicht nur von hohem wissenschaftlichen, sondern auch von ästhetischem Wert sind. 
<br>
<strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-carinanebel-eine-geburtsstaette-neuer-sterne/" data-wpel-link="internal">Der Carinanebel &#8211; Eine Geburtsstätte neuer Sterne</a> (16. November 2011)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-offene-sternhaufen-ngc-371/" data-wpel-link="internal">Der offene Sternhaufen NGC 371</a> (4. Februar 2011)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=548.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sternhaufen</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hubbles neue Sehschärfe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubbles-neue-sehschaerfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 19:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ACS]]></category>
		<category><![CDATA[COS]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[STS-125]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WFC3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern wurden, teilweise sehnsüchtig erwartet, die ersten Bilder des generalüberholten Hubble Space Telescopes (HST) veröffentlicht. Während mehrerer Außenbordeinsätze waren im Mai neue astronomische Instrumente eingebaut und andere repariert worden, die mittlerweile erfolgreich kalibriert und getestet worden sind. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA. Zu den neuen Geräten gehört eine Weitwinkelkamera, wobei &#8222;Weitwinkel&#8220; relativ zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern wurden, teilweise sehnsüchtig erwartet, die ersten Bilder des generalüberholten Hubble Space Telescopes (HST) veröffentlicht. Während mehrerer Außenbordeinsätze waren im Mai neue astronomische Instrumente eingebaut und andere repariert worden, die mittlerweile erfolgreich kalibriert und getestet worden sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092009212851_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092009212851_small_1.jpg" alt="NASA" width="413" height="242"/></a><figcaption>
NGC 6303 &#8211; Vorher-Nachher-Vergleich 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den neuen Geräten gehört eine Weitwinkelkamera, wobei &#8222;Weitwinkel&#8220; relativ zu sehen ist. Das Sichtfeld der Wide Field Camera 3 umfasst im Infrarotbereich 123 x 137 Bogensekunden (ca. ein Dreißigstel Grad) und im Bereich des sichtbaren Lichts bzw. ultravioletter Strahlung 160 x 160 Bogensekunden (etwa ein Zweiundzwanzigstel Grad). Die neue Wide Field Camera 3 ersetzt die 1993 in Hubble eingebaute Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC 2). Untersuchungsobjekte sind wie bei der Vorgängerin vergleichsweise großflächige Objekte wie Galaxien, Sterne in unserer Galaxis und Objekte in unserem Sonnensystem. Die Kamera verfügt dazu über zwei erweiterte Beobachtungskanäle. Für nahes UV-Licht und den kompletten sichtbaren Bereich existiert der UVis-Kanal mit einem CCD-Sensor mit 16 Megapixeln. Dieser kann das Licht der Wellenlängen 200 bis 1.000 Nanometer etwa 35-mal empfindlicher detektieren als die Advanced Camera for Surveys (ACS), die sich ebenfalls an Bord von Hubble befindet und während der Shuttle-Mission STS 125 instand gesetzt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanal für nahes Infrarot (NIR) verfügt über einen hochempfindlichen Halbleitersensor aus Quecksilber-Cadmium-Tellurid, der gekühlt wird und damit Wellenlängen von 850 bis 1.700 nm und darüber hinaus detektieren kann. Er verfügt über 1 Megapixel und ist etwa 15-mal empfindlicher als bisherige NICMOS-Sensoren im Hubble Space Telescope (Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls neu ist der Cosmic Origins Spektrograph COS. Er wurde anstelle der 1993 installierten und mittlerweile überflüssig gewordenen Korrekturoptik eingebaut. Alle neuen Geräte korrigieren den Spiegelfehler selbstständig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spektrographen zerlegen das einfallende Licht in einzelne Wellenlängen, beim sichtbaren Licht spricht man auch von Farben. Da chemische Elemente bestimmte charakteristische Farblinien aussenden bzw. absorbieren, kann man auch aus Millionen Lichtjahren Entfernung messen, welche Zusammensetzung ein selbstleuchtender Körper oder eine durchleuchtete Gaswolke hat. Außerdem kann man auch Angaben über Temperatur und Geschwindigkeit des beobachteten Objekts gewinnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10092009212851_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="343" height="269"/><figcaption>
Das Hubble-Teleskop während der Reparaturarbeiten im Frühjahr. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">COS dient vor allem der Grundlagenforschung. Man will damit Erkenntnisse über die Struktur des Universums im großen Maßstab gewinnen. Dazu verfügt der Spektrograph über zwei Kanäle im Bereich der Ultravioletten Strahlung. Kanal 1 (Far Ultraviolet = FUV) arbeitet im Bereich von 115 bis 177 Nanometern. Dafür steht ein 32 Megapixel-Detektor bereit. Im Unterschied zu unseren Digitalkameras gewinnt dieser aber keine Bilder sondern Daten über die Stärke der Strahlung verschiedener Wellenlängen des angegebenen Bereiches. Dazu löst das einfallende UV-Licht Elektronen aus einem Material heraus, die in einer Mikrokanalplatte (Micro Channel Plate) vervielfacht werden und einen messbaren Impuls ergeben. COS ist dabei 30-mal empfindlicher als der Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS), der seit 1997 im Hubble Space Telescope installiert ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kanal 2 arbeitet im nahen Ultraviolettbereich (Near Ultraviolet = NUV) von 175 bis 300 Nanometern Wellenlänge. Sein Sensor ist ein Multi-Anode Microchannel Array (MAMA) mit 1 Million Sensorzellen und doppelt so gut wie ein entsprechender STIS-Sensor. COS besitzt gegenüber STIS nicht nur eine größere Empfindlichkeit sondern erweitert mit dem FUV-Kanal auch den Wellenlängenbereich. Das sichtbare Licht hat übrigens Wellenlängen von etwa 350 nm (violett) bis 700 nm (rot). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den neuen Geräten wurde sowohl das Auflösungsvermögen bedeutend verbessert als auch der Wellenlängenbereich, in dem Untersuchungen angestellt werden können, sowohl in den lang- als auch in den kurzwelligeren Bereich erweitert. Dass die Bilder und Messwerte genauer werden, kann man auf den ersten Veröffentlichungen deutlich sehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das ist der Anfang eines neuen Hubble-Teleskops&#8220;, sagte Ed Weiler, NASA-Verantwortlicher für die Mission des Weltraumteleskops: &#8222;Das Teleskop hat eine umfassende Generalüberholung bekommen und ist nun deutlich leistungsstärker als vorher &#8211; damit ist es bestens gerüstet, weit bis ins nächste Jahrzehnt hinein Beobachtungen anstellen zu können.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Siehe auch:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://science.nasa.gov/missions/hubble/hubble-opens-new-eyes-on-the-universe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">NASA-Galerie der neuen Hubble-Bilder (engl.)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausführlicher Artikel zur Generalüberholung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sts-125-statusreports/" data-wpel-link="internal">STS-125-Missionsberichte (12.-24. Mai)</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1172.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Hubble-Thread</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Hubbles Modernisierung und Reparatur schreitet voran</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubbles-modernisierung-und-reparatur-schreitet-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2009 21:49:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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		<category><![CDATA[ACS]]></category>
		<category><![CDATA[COS]]></category>
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		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-125]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem gestern Lageregelungseinrichtungen und Batterien gewechselt wurden, standen heute erneut wissenschaftliche Geräte im Mittelpunkt: der neue Cosmic Origins Spectrograph (COS) und die Advanced Camera for Surveys (ACS). Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA (STS-125-Presskit). Der neue Spektrograph wurde anstelle der 1993 installierten Korrekturoptik eingebaut. Diese spezielle Spiegelanordnung war notwendig geworden, nachdem man festgestellt hatte, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem gestern Lageregelungseinrichtungen und Batterien gewechselt wurden, standen heute erneut wissenschaftliche Geräte im Mittelpunkt: der neue Cosmic Origins Spectrograph (COS) und die Advanced Camera for Surveys (ACS).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA (STS-125-Presskit).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009234919_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="341" height="268"/><figcaption>
Ausbau der nicht mehr benötigten Korrekturoptik COSTAR 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Spektrograph wurde anstelle der 1993 installierten Korrekturoptik eingebaut. Diese spezielle Spiegelanordnung war notwendig geworden, nachdem man festgestellt hatte, dass der 2,40 m große Hauptspiegel aufgrund eines minimalen Fehlers falsch geschliffen worden war. Die neuen Geräte korrigieren diesen bekannten Fehler aber selbstständig und so ist COSTAR (Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement) überflüssig geworden. An seiner Stelle wurde der nagelneue Cosmic Origins Spectrograph (COS) eingebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spektrographen zerlegen das einfallende Licht in einzelne Wellenlängen, beim sichtbaren Licht spricht man auch von Farben. Da chemische Elemente bestimmte charakteristische Farblinien aussenden, kann man auch aus Millionen Lichtjahren Entfernung messen, welche Zusammensetzung ein selbstleuchtender Körper oder eine durchleuchtete Gaswolke hat. Außerdem kann man auch Angaben über Temperatur und Geschwindigkeit des beobachteten Objekts gewinnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009234919_big_2.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009234919_small_2.png" alt="NASA" width="364" height="234"/></a><figcaption>
UV-Spektrum, aufgenommen 2006 vom NASA-Satelliten Swift. Man erkennt Spektrallinien für Stickstoff (N), Kohlenstoff (C), Magnesium (Mg) und Sauerstoff (O). 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">COS soll vor allem der Grundlagenforschung dienen. Man will damit Erkenntnisse über die Struktur des Universums im großen Maßstab gewinnen. Dazu verfügt der Spektrograph über zwei Kanäle im Bereich der Ultravioletten Strahlung. Kanal 1 (Far Ultraviolet = FUV) arbeitet im Bereich von 115 bis 177 Nanometern. Dafür steht ein 32 Megapixel-Detektor bereit. Im Unterschied zu unseren Digitalkameras gewinnt dieser aber keine Bilder sondern Daten über die Stärke der Strahlung verschiedener Wellenlängen des angegebenen Bereiches. Dazu löst das einfallende UV-Licht Elektronen aus einem Material heraus, die in einer Mikrokanalplatte (Micro Channel Plate) vervielfacht werden und einen messbaren Impuls ergeben. COS ist dabei 30-mal empfindlicher als der Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS), der seit 1997 im Hubble Space Telescope installiert, aber seit fast 5 Jahren defekt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kanal 2 arbeitet im nahen Ultraviolettbereich (Near Ultraviolet = NUV) von 175 bis 300 Nanometern Wellenlänge. Sein Sensor ist ein Multi-Anode Microchannel Array (MAMA) mit 1 Million Sensorzellen und doppelt so gut wie ein entsprechender STIS-Sensor. COS besitzt gegenüber STIS nicht nur eine größere Empfindlichkeit sondern erweitert mit dem FUV-Kanal auch den Wellenlängenbereich. Das sichtbare Licht hat übrigens Wellenlängen von etwa 350 nm (violett) bis 700 nm (rot).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Aufgabe von John Grunsfeld und Andrew Feustel war die Reparatur der Elektronik der Advanced Camera for Surveys (ACS), die seit 2002 in Hubble installiert, aber nach zwei Defekten seit Januar 2007 fast vollständig ausgefallen ist. Die ACS arbeitet mit 3 Kanälen vom nahen ultravioletten über das sichtbare bis zum infraroten Licht. Der Solar Blind Channel, der empfindlich für ultraviolette Strahlung ist, funktioniert noch. Der bis zum Ausfall am häufigsten genutzte Wide Field Channel wurde durch den Austausch von 4 Platinen und die Außenmontage einer Stromversorgungseinheit repariert. Da weder Stomversorgung noch Elektronik für eine Reparatur im All vorgesehen waren, hatte man auf der Erde einen ausgeklügelten Plan entworfen und beim heutigen Ausstieg in die Tat umgesetzt. Ein Teil der Gerätewand wurde aufgeschnitten, diverse Schrauben wurden gelöst, mit Spezialwerkzeugen die Platinen entnommen und durch eine einfach zu montierende, weiterentwickelte Ersatzelektronik ausgetauscht. Diese enthält programmierbare Prozessoren (ASICs), die man je nach Bedarf für verschiedene Aufgaben einsetzen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009234919_small_3.jpg" alt="NASA" width="346" height="272"/><figcaption>
Das ACS beim Einbau im Jahre 2002 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Wiederherstellung der Stromversorgung und Steuerung des Wide Field Channels besteht auch die Möglichkeit, dass der offenbar nur durch Überlastung blockierte High Resolution Channel wiederhergestellt wird. Dann wäre die Kamera wieder voll einsatzbereit. Der Wide Field Channel arbeitet mit einem 16 Megapixel-CCD-Sensor im Wellenlängenbereich von 300 bis 1.100 Nanometern (Nahes UV &#8211; Sichtbares Licht &#8211; nahes IR) mit einem Sichtbereich von 202 x 202 Bogensekunden, der High Resolution Channel mit einem 1 Megapixelsensor im Bereich von 170 bis 1.100 Nanometern auf 26 x 29 Bogesekunden (etwa 1 Hundertdreißigstel Grad) und der Solar Blind Channel mit einem 1-Megapixel-Sekundärelektronenvervielfacherfeld (MAMA) auf 31 x 35 Bogensekunden. Für alle Kanäle stehen mehrere Filter zur Verfügung, um wie bei Falschfarbenbildern bestimmte Eigenschaften besonders hervorzuheben und andere zeitweilig zu unterdrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss des sechseinhalbstündigen Ausstieges wurde noch eine neue Thermoisolierung angebracht (New Outer Blanket Layer = NOBL). Dazu und zu weiteren Einzelheiten des dritten Außenbordeinsatzes der Mission STS 125 lesen Sie unsere <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sts-125-statusreports/" data-wpel-link="internal">täglichen Statusberichte</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die grundsätzliche Funktion beider Geräte, sowohl COS als auch ACS, konnte bereits nach ersten &#8222;Aliveness Tests&#8220; bestätigt werden. Zur Zeit wird COS einer eingehenderen Funktionsüberprüfung unterzogen, später dann auch die ACS. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5444.msg98060#msg98060" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-125-Thread ab EVA 3</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Hubble wird aufgerüstet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hubble-wird-aufgeruestet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:31:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ACS]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Science Data Formatter]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-125]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[WFC3]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim ersten Ausstieg zweier Astronauten aus der Raumfähre Atlantis wurden bereits drei wichtige Geräte erneuert bzw. angebaut. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA (STS-125-Presskit). Dabei handelt es sich zum ersten um eine neue Weitwinkelkamera, wobei &#8222;Weitwinkel&#8220; relativ zu sehen ist. Das Sichtfeld der Wide Field Camera 3 umfasst im Infrarotbereich 123 x 137 Bogensekunden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim ersten Ausstieg zweier Astronauten aus der Raumfähre Atlantis wurden bereits drei wichtige Geräte erneuert bzw. angebaut.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA (STS-125-Presskit).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009213139_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="362" height="285"/><figcaption>
Grunsfeld und Feustel vor dem großen Teleskop 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich zum ersten um eine neue Weitwinkelkamera, wobei &#8222;Weitwinkel&#8220; relativ zu sehen ist. Das Sichtfeld der Wide Field Camera 3 umfasst im Infrarotbereich 123 x 137 Bogensekunden (ca. ein Dreißigstel Grad) und im Bereich des sichtbaren Lichts bzw. ultravioletter Strahlung 160 x 160 Bogensekunden (etwa ein Zweiundzwanzigstel Grad). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Wide Field Camera 3 ersetzt die 1993 in Hubble eingebaute Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC 2). Untersuchungsobjekte sind wie bei der Vorgängerin vergleichsweise großflächige Objekte wie Galaxien, Sterne in unserer Galaxis und Objekte in unserem Sonnensystem. Die Kamera verfügt dazu über zwei Beobachtungskanäle. Für nahes UV-Licht und den kompletten sichtbaren Bereich existiert der UVis-Kanal. Hier fällt das vom 2,4-Meter-Spiegel gesammelte Licht auf einen CCD-Sensor mit 16 Megapixeln. Dieser kann das Licht der Wellenlängen 200 bis 1.000 Nanometer etwa 35-mal empfindlicher detektieren als die Advanced Camera for Surveys (ACS), die sich ebenfalls an Bord von Hubble befindet und in den nächsten Tagen repariert werden soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanal für nahes Infrarot (NIR) verfügt über einen hochempfindlichen Halbleitersensor aus Quecksilber-Cadmium-Tellurid, der gekühlt wird und damit Wellenlängen von 850 bis 1.700 nm und darüber hinaus detektieren kann. Er verfügt über 1 Megapixel und ist etwa 15-mal empfindlicher als bisherige NICMOS-Sensoren im Hubble Space Telescope (Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009213139_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="337" height="264"/><figcaption>
Die alte Wide Field Camera wird herausgezogen (und später durch die neue ersetzt). 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da man im Infrarotbereich auch durch Staubwolken blicken kann, erwartet man neue Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung von Galaxien, Sternpopulationen sowie über Dunkle Energie und Dunkle Materie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls ausgetauscht wurde das sogenannte Science Instrument Command &amp; Data Handling Module (SI C&amp;DH). Dieses besteht aus 14 Einzelkoponenten, die zu 6 Einheiten zusammengefasst sind. Deren Zentrale ist ein NASA Standard Spacecraft Computer 1, eine Entwicklung aus den 1980-er Jahren. Dieser steuert die wissenschaftlichen Instrumente und das NICMOS-Kühlsystem. Dazu werden ein Central Processing Module, 4 Speichermodule und eine Standard Interface Unit (STINT) genutzt. Herz der SI C&amp;DH ist die Control Unit/Science Data Formatter. Die Control Unit leitet Befehle von der Erde zum NSSC-1 und der Science Data Formatter bereitet wissenschaftliche Daten für den Versand zur Erde vor. Ein Strang dieses Systems war im September letzten Jahres ausgefallen, weswegen die eigentlich für Oktober 2008 angesetzte Hubble Service Mission 4 <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hubble-geraet-ausgefallen-servicemission-verschoben/" data-wpel-link="internal">verschoben</a> wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich wurde der Soft Capture Mechanism (SCM) an Hubbles Unterseite montiert. Dieser Kopplungsmechanismus mit einem Durchmesser von ca. 1,80 Metern ist kompatibel mit dem Rendezvous- und Dockingsystem, das gegenwärtig für Raumfahrzeuge der nächsten Generation in den USA entwickelt wird. Im nächsten Jahrzehnt soll am SCM ein Antriebssystem angedockt werden, welches das Hubble Space Telescope nach Erfüllung seiner Aufgabe gezielt zum Absturz bringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiteres lesen Sie bitte in unseren <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sts-125-statusreports/" data-wpel-link="internal">täglichen Missionsreports</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5444.msg97379#msg97379" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-125-Thread ab Mittag</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atlantis auf dem Weg zu Hubble</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-auf-dem-weg-zu-hubble/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 20:45:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Servicemission]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-125]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-Raumfähre ist heute abend, 20:02 Uhr MESZ, zur letzten Modernisierungs-, Wartungs- und Reparaturmission des Weltraumteleskops gestartet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. An Bord befinden sich 7 Astronauten und eine große Menge hochempfindlicher Geräte, die das wissenschaftliche Arbeiten mit dem Hubble Space Telescope (HST) für die nächsten fünf Jahre sichern sollen. Während [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-Raumfähre ist heute abend, 20:02 Uhr MESZ, zur letzten Modernisierungs-, Wartungs- und Reparaturmission des Weltraumteleskops gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11052009224552_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="337" height="264"/><figcaption>
Die Atlantis hebt vom Startkomplex 39A in Cape Canaveral ab. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord befinden sich 7 Astronauten und eine große Menge hochempfindlicher Geräte, die das wissenschaftliche Arbeiten mit dem Hubble Space Telescope (HST) für die nächsten fünf Jahre sichern sollen. Während der Mission sind 5 Außenbordeinsätze von jeweils knapp 7 Stunden Dauer geplant, bei denen Betriebstechnik ausgetauscht, zwei wissenschaftliche Geräte erneuert und zwei weitere repariert werden sollen. Anschließend soll die Empfindlichkeit des Teleskops in einigen Bereichen um den Faktor 35 besser sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung der Atlantis besteht aus dem Kommandanten Scott Altman, dem Piloten Gregory Johnson und den Missionsspezialisten John Grunsfeld, Michael Massimino, Andrew Feustel, Michael Good sowie Megan McArthur. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11052009224552_small_2.jpg" alt="NASA" width="345" height="271"/><figcaption>
Hubble wird mit dem Shuttle-Manipulator in die Ladebucht gezogen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlast der Atlantis umfasst die neue Wide Field Camera 3 (WFC-3), den ebenfalls neuen Cosmic Origins Spectrograph (COS), Ersatzteile zur Reparatur der größtenteils nicht mehr einsatzfähigen Advanced Camera for Surveys (ACS) und des im Safe Mode befindlichen Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS), zwei Battery Module Units (BMU) mit jeweils 3 neuen Nickel-Wasserstoff-Batterien, drei neue Rate Sensor Units mit je zwei Gyroskopen zur Lageregelung, 4 Thermalverkleidungen (New Outer Blanket Layers, NOBL), eine neue doppelte Control Unit/Science Data Formatter (CUSDF) ein Soft Capture and Rendezvous System (SCRS) sowie einen Fine Guidance Sensor (FGS). Zum Transport sind die Nutzlasten auf vier verschiedenen Gestellen befestigt: einem Flight Support System, einem Super Lightweight Interchangeable Carrier (SLIC), einem Multi-Use Lightweight Equipment Carrier (MULE) und einem Orbital Replacement Unit Carrier (ORUC). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Atlantis soll am 13. Mai das HST mit dem Shuttle-Manipulator einfangen und in der Nutzlastbucht verankern. Während der Außenbordarbeiten sollen dann so viele Einheiten wie möglich ausgetauscht und die defekten Geräte weitgehend repariert werden. Meist sind nur die Stromversorgungseinrichtungen außer Funktion. Da diese aber nicht zum Austausch vorgesehen sind, werden die Arbeiten teilweise sehr kompliziert und riskant. Ein Erfolg ist keineswegs garantiert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11052009224552_small_3.jpg" alt="NASA" width="343" height="269"/><figcaption>
Hubble im Laderaum (STS 103) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich soll ein Soft Capture Mechanism inklusive eines Navigationssystems (Relative Navigation System) an der Unterseite des Teleskops installiert werden, das es ermöglicht, in mehreren Jahren eine spezielle Antriebseinheit anzudocken, mit der Hubble zum Abschluss seiner Mission abgebremst und gezielt zum Absturz gebracht werden kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser fünften und letzten Service-Mission nach 1993, 1997, 1999 und 2002 soll das vor 19 Jahren gestartete Teleskop mindestens für die nächsten fünf Jahre fit gemacht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum weiteren Verlauf der Mission lesen Sie auch unsere <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sts-125-statusreports/" data-wpel-link="internal">täglichen Statusberichte</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5259.msg96600#msg96600" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 125 &#8211; Atlantis: Countdown und Start II (am Starttag)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5434.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 125 &#8211; Atlantis: Mission &amp; Landung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shuttle repariert Hubble</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shuttle-repariert-hubble/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2005 18:49:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Goddard Space Flight Center]]></category>
		<category><![CDATA[GSFC]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29688</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neue NASA-Chef Michael Griffin erklärte heute, dass man im Goddard Spaceflight Center alles für eine Shuttle-Mission zum Hubble-Teleskop vorbereitet. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: Space.com. Die Ingenieure am Goddard Spaceflight Center haben die Aufgabe erhalten, eine Shuttle-Reparaturmission zum Hubble-Weltraumteleskop zu planen und organisieren. Noch ist es nicht 100 Prozent sicher, aber die Chancen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der neue NASA-Chef Michael Griffin erklärte heute, dass man im Goddard Spaceflight Center alles für eine Shuttle-Mission zum Hubble-Teleskop vorbereitet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: Space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ingenieure am <i>Goddard Spaceflight Center</i> haben die Aufgabe erhalten, eine Shuttle-Reparaturmission zum Hubble-Weltraumteleskop zu planen und organisieren. Noch ist es nicht 100 Prozent sicher, aber die Chancen stehen sehr gut, dass diese Mission durchgeführt wird und dem Hubble-Teleskop, dem wohl berühmtesten und revolutionärsten Teleskop, ein Überleben ermöglicht wird. Griffins Vorgänger Sean O&#8217;Keefe hatte im Januar 2004 eine Shuttle-Mission zum Hubble-Teleskop gestrichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29042005204916_small_1.jpg" alt="None" width="416" height="269"/><figcaption>
Das Hubble-Teleskop bei der letzten Reparaturmission (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin folgte eine Protestwelle. Nicht nur von den Astronomen kam Kritik, sondern auch von der Politik und sogar aus der Bevölkerung, dennen das Teleskop ans Herz gewachsen war. Unter diesen Druck gab O&#8217;Keefe nach und machte eine Shuttle Mission zu Hubble grundsätzlich wieder möglich, aber sie blieb unwahrscheinlich und im NASA-Budget tauchte die erwähnte Mission auch nie auf. Er war für eine Robotermission, egal wie sie realisiert werden sollte.
<br>
Wenn Hubble aufgegeben werden sollte, steht für die Untersuchung im sichtbaren Licht leider noch kein Ersatz bereit. Das James Webb-Teleskop ist bisher nur in der Planungsphase und bis dies bereit wäre in den Weltraum geschossen zu werden, dürften noch einige Jahre ins Land ziehen. Als Griffin dann an die NASA-Spitze kam, versprach er, alles für eine Shuttle-Mission zum Hubble-Teleskop zu tun. Er konnte nur nicht Ablauf und Zeitpunkt dieser Mission nennen. Erste Reaktionen sind durchweg positiv und vielen Astronomen fällt wohl ein Stein vom Herzen. &#8222;Aber diese Rettungsmission darf auf keinen Fall auf eine höhere Priorität als die &#8222;Return to Flight&#8220; Mission gestellt werden&#8220;, warnt Griffin. &#8222;Dies bleibt unser Hauptziel. Ist das erreicht, kommt die Rettungsmission.&#8220;</p>
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		<title>Griffin gibt erste Pressekonferenz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/griffin-gibt-erste-pressekonferenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2005 05:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[CAIB]]></category>
		<category><![CDATA[CEV]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Griffin]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Vision for Space Exploration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der neue NASA-Administrator Michael Griffin hat heute Abend im NASA-Hauptquartier in Washington die erste Pressekonferenz seiner Amtszeit gegeben, nachdem er am vergangenen Donnerstag sein Amt angetreten hatte. Ein Beitrag von Gero Schmidt. Quelle: NASA. 18. April 2005 &#8211; Griffin legte zu Beginn noch einmal kurz seine Hauptziele und Pläne dar: Die Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge, eine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der neue NASA-Administrator Michael Griffin hat heute Abend im NASA-Hauptquartier in Washington die erste Pressekonferenz seiner Amtszeit gegeben, nachdem er am vergangenen Donnerstag sein Amt angetreten hatte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Gero Schmidt. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/112950maingriffinnasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/112950maingriffinnasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Michael Griffin (li.) beim Ablegen des Amtseids. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. April 2005 &#8211; Griffin legte zu Beginn noch einmal kurz seine Hauptziele und Pläne dar: Die Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge, eine schnellere Entwicklung des Shuttle-Nachfolgers <em>CEV</em> (<em>Crew Exploration Vehicle)</em>, eine Neubewertung der von seinem Vorgänger Sean O&#8217;Keefe getroffenen Entscheidung, die finale Shuttle-Wartungsmission zum <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/teleskope/hubble/" data-wpel-link="internal"><em>Hubble</em>-Weltraumteleskop</a> zu streichen, sowie die Umsetzung der Pläne der Bush-Regierung, wieder Menschen zum Mond zu schicken, als Vorbereitung für bemannte Missionen zum Mars und anderen Zielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im folgenden ging er während der Fragen-Phase noch näher auf das <em>Hubble</em>-Problem ein: Sobald die erste Shuttle-Mission (seit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=sts-107" data-wpel-link="internal"><em>Columbia</em>-Unglück</a> im Februar 2003) erfolgreich abgeschlossen sei, werde man sich intensiv damit befassen und recht bald zu einer Entscheidung hinsichtlich der Wartungsmission kommen. Die Zeit drängt, denn man schätzt, dass in zwei oder drei Jahren das Teleskop in einem Zustand sein wird, der es unmöglich machen würde, es noch zu reparieren.<br><br>Wiederholt wurde er gefragt, ob er auch einen Shuttlestart befürworten würde, wenn noch nicht alle Bedingungen, die das CAIB (<em>Columbia Accident Investigation Board</em>) für eine Wiederaufnahme des Shuttle-Programms gestellt hatte, erfüllt wären, was Griffin bejahte. Er würde sich in erster Linie auf die Meinungen der Techniker und Ingenieure der NASA verlassen. Insbesondere kam er auf die Forderung des CAIB zu sprechen, eine Methode zu entwickeln, die Hitzeschutzkacheln des Shuttles im Orbit zu reparieren (ein Schaden am Hitzeschild der <em>Columbia</em> hatte sie beim Wiedereintritt verglühen lassen): Unter Umständen könne eine solche Reparatur die Situation noch verschlechtern, man wisse einfach noch zu wenig über das Problem. Wenn es sich herausstellen sollte, dass eine Reparatur prinzipiell unmöglich sei, müsse man sich darauf konzentrieren, eine Beschädigung des Hitzeschilds (durch herabfallendes Isoliermaterial vom externen Tank des Shuttles beim Start) von vornherein zu vermeiden und dann abwägen, ob das Risiko noch vertretbar sei. Bei der Erörterung dieses Problems zeigte sich sehr deutlich Griffins technisches Fachwissen.<br><br>Mit Bezug auf eine Beschleunigung des <em>CEV</em>-Programms wiederholte er seine bereits bei der Senatsanhörung gemachte Aussage, dass er es für nicht vertretbar halte, wenn es eine Lücke von fünf Jahren zwischen der Außerdienststellung des Shuttles und der Indienststellung des <em>CEV</em> geben würde. Er schloss nicht aus, dass sich die derzeitigen Pläne der NASA hinsichtlich dieses Projekts noch einmal deutlich ändern könnten, genaueres könne er aber nach drei Tagen in seinem neuen Job hierzu noch nicht sagen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/first_lunar_outpost_800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/first_lunar_outpost_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung einer Mondrakete mit Landefähre. (Bild: First Lunar Outpost-Studie)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Griffin stellte sich ausdrücklich hinter die von der Bush-Regierung initiierte Neuausrichtung des US-Raumfahrtprogramms. Die <em>Vision for Space Exploration</em> sei genau das richtige für die NASA und er würde den Job als NASA-Administrator nicht wollen, wenn es so weiterlaufen sollte wie in den vergangenen 30&nbsp;Jahren. Diese Umstellung sei mit Einschnitten verbunden, die zwar schmerzhaft, jedoch unvermeidbar seien, stellte Griffin klar. Insbesondere die Luftfahrtforschung ist momentan von massiven Kürzungen und Stellenabbau bedroht.<br>Mit Blick auf die langfristige Perspektive merkte Griffin an, dass er bemannte Marsmissionen für &#8222;absolut machbar&#8220; und auch bezahlbar halte; ein solches Unternehmen würde etwa soviel kosten wie das Apollo-Programm, aber mit dem Unterschied, dass die Kosten über einen größeren Zeitraum verteilt würden.<br><br>Michael Griffins erste Pressekonferenz kann als überaus gelungen betrachtet werden. Er gab klare Antworten und versuchte nicht, Fragen auszuweichen. Außerdem sagte er ganz ehrlich, dass er noch nicht zu allen Angelegenheiten Stellung nehmen könne, da er noch nicht entsprechend eingearbeitet sei. Es bleibt zu hoffen, dass der neue NASA-Chef diesen offenen Stil in den kommenden Jahren beibehält.</p>
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		<title>Es ist Zeit für Hubble 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/es-ist-zeit-fuer-hubble-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2004 18:54:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während viele doch noch an eine Servicemission für das jetzige Hubble Weltraumteleskop hoffen, sehen andere schon den beschlossenen Nachfolger. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceDaily. Zurzeit steht die bemannte Raumfahrt an einem Wendepunkt. Es gibt viele Punkte, die noch beschlossen werden müssen, um die Zukunft zu festigen. Eines dieser Thema ist die unbemannte Beobachtung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Während viele doch noch an eine Servicemission für das jetzige Hubble Weltraumteleskop hoffen, sehen andere schon den beschlossenen Nachfolger.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceDaily.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05052004205431_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>Das gute alte Hubble Weltraum-Teleskop wird vielleicht bald ersetzt. (Bild:NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zurzeit steht die bemannte Raumfahrt an einem Wendepunkt. Es gibt viele Punkte, die noch beschlossen werden müssen, um die Zukunft zu festigen. Eines dieser Thema ist die unbemannte Beobachtung andere Galaxien, die weit von uns und für Raumsonden unerreichbar entfernt liegen. Im Januar strich die NASA die Space Shuttle-Mission, die das Hubble Weltraumteleskop reparieren sollte. Dies löste eine ziemliche Unruhe in der Weltöffentlichkeit aus. Die Begründung der NASA war diese, dass eine Space Shuttle-Mission zum Hubble Teleskop nach dem Columbia Unglück einfach zu riskant wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA macht auch keine Anzeichen, sich die gesamte Situation noch einmal zu überlegen trotz des breiten Widerstandes, den es von Seiten der Bevölkerung gibt. Ein weiterer Grund der NASA ist, dass Reparturflüge nicht im Aufgabenbereich der Space Shuttles liegen. Über diesen Grund lässt sich streiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NASA-Präsident O&#8217;Keefe betrachtet den Widerstand in der Bevölkerung für eine natürliche Reaktion, wenn ein so erfolgreicher Veteran außer Betrieb gehen soll. Doch O&#8217;Keefe berichtete dem US-Kongress auch, dass die Wissenschaft ein Teleskop brauche. Wenn also Hubble eingemottet werden soll, müsste es auf jeden Fall einen Ersatz geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige bei der NASA glauben auch, dass das Shuttle nie mehr abheben wird, egal zu welchen Ziel auch. Aber viele NASA Techniker sind auch der Meinung, Shuttle zu Reparaturen an Raumsonden oder Observatorien zu benutzen sei eine dumme Idee aus den späten 70-er Jahren. Mit dieser Einstellung ist es unwahrscheinlich, dass die NASA ihre Entscheidung noch überdenkt oder gar ändert. <br>Ob die NASA die nötigen Geldmittel für ein zweites Hubble Teleskop aufbringen kann, kann man bezweifeln. Gerade jetzt wo das Spitzer Infrarot-Weltraumteleskop fertig gestellt wurde, scheinen die Finanzmittel für ein weiteres Teleskop dieser Größe ausgeschöpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige Hoffnung die der NASA noch bleibt, ist die National Science Foundation die vielleicht einen Teil der Entwicklung eines neuen Hubble Teleskops übernimmt. <br>Die Zeiten des Hubble Weltraum-Teleskop scheinen gezählt. Während sich die NASA viel Kritik aus der Öffentlichkeit anhören muss, studiert sie hinter verschlossenen Mauern schon an Möglichkeiten eines Nachfolgers. Es ist nicht so, dass Hubble sofort außer Dienst geht. Es wird solange verwendet, wie es funktioniert, sei es ein halbes Jahr oder seien es sieben weitere Jahre. Doch es scheint wie eine beschlossene Sache das &#8222;Hubble 2&#8220; kommt.</p>
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