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	<title>Matthias Maurer &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Matthias Maurer &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Literatur: Weihnachten 2025 und die Last-Minute-Empfehlung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/literatur-weihnachten-2025-und-die-last-minute-empfehlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 11:16:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die traditionellen Buchempfehlungen… Beitrag von Andreas Weise. Quellen: Carlsen Verlag, Motorbuch Verlag, Tessloff Verlag, Knesebeck Verlag, Heyne Verlag, SPLITTER-Verlag. Hurra! Es ist vollbracht. Noch vor dem Nikolaustag kommt die diesjährige traditionelle Buchempfehlung heraus. Wie immer sind die vorgestellten Bücher über den Buchladen meines Vertrauens bezogen worden. Das Lachbuch: Elon &#38; Jeff on Mars – von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die traditionellen Buchempfehlungen… </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Andreas Weise. Quellen: Carlsen Verlag, Motorbuch Verlag, Tessloff Verlag, Knesebeck Verlag, Heyne Verlag, SPLITTER-Verlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hurra! Es ist vollbracht. Noch vor dem Nikolaustag kommt die diesjährige traditionelle Buchempfehlung heraus. Wie immer sind die vorgestellten Bücher über den Buchladen meines Vertrauens bezogen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Lachbuch: <strong>Elon &amp; Jeff on Mars</strong> – von Marc-Uwe Kling und Bern Kissel</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-6.webp" alt="" class="wp-image-149245"/><figcaption class="wp-element-caption">Das ist (für mich) das Buch des Jahres 2025!<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist aus meiner Sicht <strong>das beste Raumfahrtbuch des Jahres!</strong> Ein Comic, der auf jeder Seite von Witz nur so strotzt. Als Autor u.a. fungiert Marc-Uwe Kling. Ja, das ist der Erfinder der „Die Känguru-Chroniken“. Wer diese Werke kennt, ahnt, was auf ihn zukommt. Und wer nicht, wird auch einen riesigen Spaß haben. Im Einführungstext steht, Zitat: <em>„Alle Figuren und Ereignisse in dieser Geschichte sind fiktiv. Übereinstimmungen mit echten Personen, lebend oder tot, sind reiner Zufall. Ehrlich.“ </em>Und was Matt Damon mit der ganzen Geschichte zu tun hat …. werde ich hier nicht verraten. Selber lesen, staunen und lachen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im Carlsen Verlag, 2025, ISBN 978-3-551-80572-0</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fachbuch: <strong>Raketen – Die internationale Enzyklopädie</strong> – von Eugen Reichl und Dietmar Röttler</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-7.webp" alt="" class="wp-image-149247"/><figcaption class="wp-element-caption">Vorgänger 2020 und Nachfolger 2025<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">RAKETEN ist unbestritten die Stand-Enzyklopädie für Raumfahrt-Träger. Wie immer reich bebildert von Dietmar Röttler. Die vorliegende Ausgabe unterscheidet sich von seinem Vorgänger aus dem Jahre 2020 augenscheinlich im Aussehen. Der Einband ist in Anthrazit/Schwarz und nicht mehr in Weiß. Die Seitenzahl ist von 400 auf 440 gestiegen. Und natürlich ist das Buch auf dem aktuellen Stand. Redaktionsschluss war vermutlich im Juni 2025. Der Preis ist konstant bei stolzen 49,90 € geblieben. Besitzer der Ausgabe 2020 haben jetzt die Qual der Wahl: Kaufen oder auf die nächste aktualisierte Ausgabe warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im Motorbuch Verlag, 2025, ISBN 978-3-613-04785-3</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kinderbuch: <strong>Training für den Mond</strong> – von Matthias Maurer</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-5.webp" alt="" class="wp-image-149248"/><figcaption class="wp-element-caption">Training für den Mond<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kinderbuch von ESA-Astronaut Matthias Maurer, natürlich mit Unterstützung. Unter dem Eindruck des neu aufgebauten Mondtrainingszentrums der ESA in Köln wird hier in einem Comic erklärt, wie man sich auf eine Reise und den Aufenthalt auf dem Mond vorbereitet. Kindgerecht wird alles erklärt. Vom Bodentraining über Artemis bis zur Mondstation. Dieses Buch macht bestimmt Lust auf das Lernen der Naturwissenschaften. Spannend und sehr empfehlenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im Tessloff Verlag, 2025, ISBN 978-3-7886-8656-7</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geschichtsbuch: <strong>Aufbruch ins Weltall, Eine kurze Geschichte der Raumfahrt</strong> – von Arnaud Delalande und Eric Lambert</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-4.webp" alt="" class="wp-image-149249"/><figcaption class="wp-element-caption">Aufbruch ins Weltall, Eine kurze Geschichte der Raumfahrt<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei handelt es sich um die deutsche Ausgabe der schwarz-weiß bebilderten Graphic Novel des französischen Verlages Les Arenes aus dem Jahre 2024. Auf 190 Seiten wird der Leser auf eine Zeitreise vom Urknall bis zur interplanetaren Besiedelung mitgenommen. Die Autoren haben versucht, wirklich alles in dieses Buch zu pressen. Beim genaueren Hinsehen spürt man die französische Sicht auf die Geschichte. Für meinen Geschmack ist die sowjetische Seite der Geschichte etwas unterrepräsentiert. Dafür ist die deutsche bemannte Raumfahrt gut vertreten. Das Buch ist eine gute Empfehlung für ein hochwertiges Geschenk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im Knesebeck Verlag, 2025, ISBN 978-3-95728-879-0</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Science-Fiction-Buch: <strong>Der Astronaut </strong>– von Andy Weir</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-2.webp" alt="" class="wp-image-149250"/><figcaption class="wp-element-caption">Andy Weir&#8217;s dritter Roman<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nächstes Jahr im März soll der Film „Der Astronaut“ in die deutschen Kinos kommen. In der Hauptrolle ist zu sehen Ryan Gosling (First Man). Dieser Film beruht auf dem Roman „Der Astronaut“ (im englischen Original: Project Hail Mary) von Andy Weir. Weir ist einem breiten Publikum durch sein Erstlingswerk „Der Marsianer“ bekannt. „Der Astronaut“ ist sein dritter Roman. Es empfiehlt sich, vor Kinostart die Buchvorlage zu lesen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Astronaut Ryland Grace, der immer wieder betont: Er sei kein Astronaut. Dieser wird auf eine interstellare Mission geschickt, um, wie könnte es auch anders sein, die Erde zu retten. Mehr verrate ich nicht. Das klingt jetzt alles sehr platt. Aber diese Science-Fiction-Geschichte ist sehr intelligent geschrieben, mit viel wissenschaftlichem Hintergrundwissen und Witz gewürzt und natürlich spannend. Es geht auch um Freundschaft. Ein Buch, was man in der heutigen Zeit braucht. Manchmal verliert sich Weir für meinen Geschmack zu sehr in technischen Details. Aber dafür ist die Geschichte eben eine echter Andy-Weir-Story. Kleiner Tipp: Wer die 555 Seiten nicht selber durcharbeiten will: Die Geschichte gibt es auch als Hörbuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im Heyne Verlag, 2021, 3. Auflage, ISBN 978-3-453-32283-7</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das biographische Buch: <strong>George Lucas, Der Lange Weg zu Star Wars</strong> – von Renaud Roche und Laurent Hopmann</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/11/weihnacht-2025-3.webp" alt="" class="wp-image-149251"/><figcaption class="wp-element-caption">George Lucas, Der Lange Weg zu Star Wars<br>Bild: Andreas Weise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So ein Buch hier? Nun, wir hatten schon Filmbesprechungen dazu. Und wenn auch Star Wars im klassischen Sinne nichts mit Raumfahrt zu tun hat, so möchte ich diese sehr gut recherchierte Graphic Novel hier nicht vorenthalten. Und nebenbei bin ich ein Fan von George Lucas. Das vorliegende Buch ist das wirklich ultimative Making-of von Star Wars. Es wird der Weg Lucas zum Film, die Idee zu Star Wars, der Kampf mit der Umsetzung und den Studios, die Abläufe bei der Filmerstellung bis zum glücklichen Ende 1978 sehr unterhaltsam beschrieben. Das Buch ist ein absoluter Geheimtipp nicht nur für Fans.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erschienen im SPLITTER-Verlag, 2024, ISBN 978-3-98721-382-3</p>



<p class="wp-block-paragraph">*</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das unbekannte Buch: <strong>SPACE2026 – Das aktuelle Raumfahrt-Jahrbuch</strong> – herausgegeben vom Verein zur Förderung der Raumfahrt (VFR)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gibt es (dieses Jahr) nichts zu sagen. Leider! Bei Fertigstellung dieses Textes lag das Buch dem Autor noch nicht vor. Pech! Es soll aber wieder toll sein&#8230; .</p>



<p class="wp-block-paragraph">*</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das waren die Empfehlungen für Weihnachten 2025. Dieses Jahr war viel Graphic Novel, bzw. Comic dabei. Ich hoffe, jeder konnte etwas finden. Allen Lesern wünschen wir frohe Feiertage. <strong>Und wie immer zum Schluss:</strong> Natürlich sind die Buchempfehlungen der letzten Jahre nach wie vor gültig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Links:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/weihnachten-2024-2/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/weihnachten-2024-2/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/literatur-weihnachten-2023-und-die-last-minute-empfehlung/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/literatur-weihnachten-2023-und-die-last-minute-empfehlung/</a><br><a href="https://www.raumfahrer.net/literatur-weihnachten-2022-steht-vor-der-tuer/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/literatur-weihnachten-2022-steht-vor-der-tuer/</a><br><a href="https://www.raumfahrer.net/zu-weihnachten-space-2020/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/zu-weihnachten-space-2020/</a><br><a href="https://www.raumfahrer.net/weihnachten-2018-steht-vor-der-tuer/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/weihnachten-2018-steht-vor-der-tuer/</a><br><a href="https://www.raumfahrer.net/zur-weihnacht-kinder-wirds-was-geben/" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/zur-weihnacht-kinder-wirds-was-geben/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6607.msg581191#msg581191" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bücher über Raumfahrt</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Space Night science: Matthias Maurer und sein ʺCosmic Kissʺ</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space-night-science-matthias-maurer-und-sein-%ca%bacosmic-kiss%ca%ba/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2024 21:21:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[TV]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der neuen Folge des Magazins erzählt Maurer, welche irdischen und galaktischen Abenteuer er mit seiner Weltraummission ʺCosmic Kissʺ erlebt hat: am Sonntag, 7. Juli 2024, um 19.00 Uhr in ARD alpha und schon ab Samstag, 6. Juli auf ardalpha.de und in der ARD Mediathek. Eine Pressemitteilung des Bayerischen Rundfunks. Quelle: Bayerischer Rundfunk 4. Juli [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der neuen Folge des Magazins erzählt Maurer, welche irdischen und galaktischen Abenteuer er mit seiner Weltraummission ʺCosmic Kissʺ erlebt hat: am Sonntag, 7. Juli 2024, um 19.00 Uhr in ARD alpha und schon ab Samstag, 6. Juli auf ardalpha.de und in der ARD Mediathek. Eine Pressemitteilung des Bayerischen Rundfunks.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Bayerischer Rundfunk 4. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/maurerissastronautstartesaviabr60.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Matthias Maurer in Weltraumanzug im Training. (Bild: GCTC - A. Shelepin)" data-rl_caption="" title="Matthias Maurer in Weltraumanzug im Training. (Bild: GCTC - A. Shelepin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/maurerissastronautstartesaviabr26.jpg" alt="Matthias Maurer in Weltraumanzug im Training. (Bild: GCTC - A. Shelepin)" class="wp-image-142352"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Matthias Maurer in Weltraumanzug im Training. (Bild: GCTC &#8211; A. Shelepin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">4. Juli 2024 &#8211; Einmal ins All fliegen – das ist etwas, von dem viele Menschen träumen. Von einer riesigen Rakete beschleunigt zu werden und die kleine Erde von oben zu sehen, klingt faszinierend und beängstigend zugleich. Nur zwölf Deutsche durften diese Erfahrung bisher machen, einer von ihnen ist <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/matthias-maurer/" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Matthias Maurer am 11. November 2021 zur Internationalen Raumstation ISS startete, ging für ihn ein großer Traum in Erfüllung, der fast schon ausgeträumt schien. Bei der Bewerbungsrunde 2008 hatte er es zwar unter die besten Zehn geschafft, wurde aber nicht ins Astronautenkorps berufen. Doch 2015 bekam er seine zweite Chance und erlebte beim Astronautentraining jede Menge Abenteuer – in Höhlen, auf dem Grund des Meeres oder in der bitterkalten schwedischen Wildnis. Er absolvierte das erste gemeinsame Training europäischer Astronauten zusammen mit chinesischen Taikonauten in China, und beim &#8222;EVA-Training&#8220;, der Vorbereitung auf einen möglichen Außenbordeinsatz, fühlte er sich wie ein Kind, das Laufen lernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann endlich war es so weit: Matthias Maurer startete als erster Deutscher an Bord einer Crew-Dragon-Kapsel von SpaceX ins All. Darüber, über den Alltag auf der Internationalen Raumstation und über den Höhepunkt seiner Mission – den Außenbordeinsatz – spricht der ESA-Astronaut und promovierte Materialwissenschaftler mit Sibylle Anderl. Er erzählt, wie der Blick aus dem All auf die Erde sein Denken verändert und wie die ISS-Crew den russischen Angriff auf die Ukraine erlebt hat. Und er fragt: Warum funktioniert, was im All selbstverständlich ist, das friedliche Miteinander von Menschen verschiedener Nationen, nicht auch auf der Erde?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Magazin &#8222;Space Night science&#8220;:</strong><br>Was gibt es Neues aus dem Universum? Welche Auswirkungen haben die Ergebnisse der Weltraumforschung auf die Zukunft der Menschheit? Im Magazin ʺ<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/space-night-science/" data-wpel-link="internal">Space Night science</a>ʺ in ARD alpha präsentiert die Astrophysikerin und Wissenschaftsjournalistin Dr. Sibylle Anderl jeden ersten Sonntag im Monat um 19.00 Uhr spannende Fakten und Neuigkeiten aus unserem Sonnensystem, der Milchstraße oder fernen Galaxien. Die Folgen stehen 24 Monate in der ARD Mediathek zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Sendetermine:</strong><br>Sonntag, 4. August 2024, 19.00 Uhr<br>Sonntag, 6. Oktober 2024, 19.00 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4915.msg563525#msg563525" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">TV-Vorschau</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Metallographie-Tagung – ESA-Astronaut Matthias Maurer hält öffentlichen Vortrag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/metallographie-tagung-esa-astronaut-matthias-maurer-haelt-oeffentlichen-vortrag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 13:20:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Saarbrücken]]></category>
		<category><![CDATA[Universität des Saarlandes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Materialien mit neuen und maßgeschneiderten Eigenschaften bringen Innovationen und können in Zukunft dazu beitragen, Pandemien zu bekämpfen oder die Energiewende zu stemmen. Eine Pressemitteilung der Universität des Saarlandes. Quelle: Universität des Saarlandes 14. September 2022. Vom 21. bis 23. September 2022 trifft sich die Fachwelt auf dem Gebiet dieser Zukunftstechnologie an der Universität des Saarlandes [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Materialien mit neuen und maßgeschneiderten Eigenschaften bringen Innovationen und können in Zukunft dazu beitragen, Pandemien zu bekämpfen oder die Energiewende zu stemmen. Eine Pressemitteilung der Universität des Saarlandes.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität des Saarlandes 14. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurer06171Maurer2017IrisMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Matthias Maurer 2017 bei einem seiner Besuche auf dem Saarbrücker Campus. (Bild: Iris Maurer)" data-rl_caption="" title="Matthias Maurer 2017 bei einem seiner Besuche auf dem Saarbrücker Campus. (Bild: Iris Maurer)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurer06171Maurer2017IrisMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer 2017 bei einem seiner Besuche auf dem Saarbrücker Campus. (Bild: Iris Maurer)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 21. bis 23. September 2022 trifft sich die Fachwelt auf dem Gebiet dieser Zukunftstechnologie an der Universität des Saarlandes auf der 56. Metallographie-Tagung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM). ESA-Astronaut Matthias Maurer stellt am 22. September, ab 14 Uhr, im Audimax seine Experimente auf der ISS vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberflächen, die Keime abtöten, Stahl, der für jeden Einsatz wie angegossen maßgeschneidert werden kann, oder Solarzellen, die dünn sind wie ein feiner Hauch – Materialien und Werkstoffe mit neuen Fähigkeiten auszustatten, zählt zu den Zukunftstechnologien schlechthin. Voraussetzung hierfür ist, die innerste Struktur der Materialien bis ins Kleinste sichtbar zu machen, und die Zusammenhänge zwischen ihrem Gefüge im Mikrokosmos und den Eigenschaften in der Welt unserer Größenordnung zu erkennen und zu erklären: Dies macht es möglich, durch verschiedene Verfahren wie Ätztechniken, die Oberflächen so zu verändern, dass Materialien völlig neue Eigenschaften erhalten: Hiermit befasst sich die Metallographie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 200 Expertinnen und Experten dieser Disziplin aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie aus den USA treffen vom 21. bis 23. September auf dem Saarbrücker Campus zur 56. Metallographie-Tagung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde zusammen. Bereits zum zweiten Mal findet diese auf Einladung von Professor Frank Mücklich an der Universität des Saarlandes statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Austausch kommen sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, als auch Praktikerinnen und Praktiker aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen auf den Saarbrücker Campus. „Ein Fokus des Kongresses liegt auf dem Forschungstransfer. Der gegenseitige Austausch ist für Wissenschaft wie Wirtschaft wichtig, um die Technologien gezielt weiterzuentwickeln. Die Metallographie ist die Basis etwa für die Qualitätskontrolle der Hochleistungswerkstoffe der Industrie“, erklärt Frank Mücklich. Der Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes leitet das Steinbeis-Forschungszentrum Material Engineering Center Saarland (MECS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mücklich hat unter anderem die Laserinterferenz-Technologie (Direct Laser Interference Patterning – DLIP) entwickelt und zur Marktreife gebracht: Diese macht es möglich, in Oberflächen mikroskopisch feine, dreidimensionale Muster von wenigen Mikro- bis einigen hundert Nanometern einzugravieren. Mit diesem Verfahren mikrostrukturierte Proben schickte sein Team ins All – mit dem Ziel, Oberflächen zu entwickeln, die Keime abweisen. ESA-Astronaut Matthias Maurer, Absolvent der Universität des Saarlandes und Mücklichs Diplomand, bearbeitete bei seiner Mission „Cosmic Kiss“ die Experimente mit den Oberflächenproben auf der Internationalen Raumstation ISS. <strong>Von diesen und weiteren Experimenten seiner Weltraum-Mission wird Matthias Maurer in einem öffentlichen Vortrag am Donnerstag, 22.September, ab 14 Uhr, im Audimax (Geb. B4 1) berichten. Dieser Vortrag ist öffentlich.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Tagung beleuchten Expertinnen und Experten in Vorträgen neue Verfahren und Erkenntnisse zur Präparation und mikroskopischen Abbildung von Gefügen, zur Analyse der Gefüge sowie zur metallographischen Schadensanalyse. Im Fokus stehen insbesondere die Weiterentwicklung und Anwendung aller Tomographieverfahren von der Mikro- über die Nano- bis zur atomaren Skala, sowie Verfahren künstlicher Intelligenz und maschineller Lernmethoden &#8211; beides Gebiete, auf denen die Saarbrücker Forscherinnen und Forscher zu den führenden zählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch, dem 21. September, wird der saarländische Wirtschaftsminister, Jürgen Barke, die Tagung um 13 Uhr zusammen mit Professor Frank Mücklich eröffnen. Am Nachmittag wird unter anderem der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der AG der Dillinger Hüttenwerke, Wolfgang Schütz, Einblicke in modernes Grobblechdesign geben. Der Informatiker Philipp Slusallek, Professor für Computergrafik an der Universität des Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, beleuchtet Methoden der künstlichen Intelligenz in der Metallographie. Seit Jahren arbeiten der Informatiker und sein Team mit Mücklichs Arbeitsgruppe im Rahmen einer strategischen Partnerschaft zur Stahlforschung im Saarland zusammen: Aus der Zusammenarbeit ist unter anderem eine neue Methode zur Qualitätsprüfung von Stahl entstanden: Das neue Verfahren macht durch künstliche Intelligenz den komplexen inneren Aufbau des Stahlgefüges sichtbar. Hierdurch lässt sich das Gefüge auch bei sehr komplexen Mikrostrukturen mit einer besonders hohen Genauigkeit von bis zu 95 Prozent klassifizieren und damit das Eigenschaftsspektrum des Stahls für den jeweiligen Einsatz schneller und entscheidend verlässlicher prüfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Donnerstag, 22. September, bei dem Frank Mücklich die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam mit dem saarländischen Wissenschaftsminister, Jakob von Weizsäcker, und Universitätspräsident Manfred Schmitt begrüßt (ab 14 Uhr), ist vor allem international ausgerichtet: Auf dem Programm steht unter anderem die Gründung einer strategischen Partnerschaft der deutschen Metallographie-Fachgesellschaft (in der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde DGM) mit der amerikanischen Metallographie-Fachgesellschaft IMS (International Metallographic Society in der American Society for Materials). Zur Gründung der Partnerschaft zwischen IMS und DGM wird auch der IMS-Präsident, Mike Keeble, auf dem Saarbrücker Campus sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 56. Metallographie-Tagung findet als hybride Veranstaltung im Audimax auf dem Saarbrücker Campus (Geb. B4 1) sowie online statt.<br><strong>Programm:</strong> <a href="https://dgm.de/met/2022/de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://dgm.de/met/2022/de/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund</strong><br>Die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik der Universität des Saarlandes zählt international zu den führenden Forschungsstandorten auf diesem Gebiet. Nur wenige Universitäten in Deutschland weisen einen solchen Schwerpunkt auf. Auf dem Campus befinden sich das Steinbeis-Forschungszentrum für Werkstofftechnik (MECS), das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) sowie das Leibniz Institut für neue Materialien (INM), die alle eng mit der universitären Forschung vernetzt sind.<br>Studenten können zwischen internationalen Studiengängen wie „Atlantis“, „EEIGM“ und „AMASE“ wählen oder das nationale Bachelor- und Masterprogramm studieren. Auch ein Studiengang Materialchemie ist im Angebot. Mit dem europäischen Graduiertenkolleg DocMASE gibt es ein Angebot zur Doppel-Promotion. Alle internationalen Studiengänge werden von der Europäischen Schule für Materialforschung (EUSMAT) an der Saar-Universität koordiniert. EUSMAT bietet zum Beispiel mit dem Masterprogramm „AMASE“ ein zweisprachiges Studium wahlweise in den Sprachen Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch an, das im Verbund mit Lulea in Schweden, Barcelona, Nancy, Leoben oder Padua jeweils einen Doppelabschluss ermöglicht.<br><a href="https://www.uni-saarland.de/fachrichtung/mwwt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.uni-saarland.de/fachrichtung/mwwt/</a><br><a href="https://www.eusmat.net/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eusmat.net/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg537634#msg537634" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Smarte Sensorik vermisst Herzen auf der ISS-Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/smarte-sensorik-vermisst-herzen-auf-der-iss-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 08:46:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Medizinische Fakultät OWL begleitet Weltraumstudie. Eine Pressemitteilung der Universität Bielefeld. Quelle: Universität Bielefeld 14. Juli 2022. 14. Juli 2022 &#8211; Der 20. Juli ist internationaler Tag der Weltraumforschung. Forschende der Universität Bielefeld befassen sich aktuell mit der Frage, ob sich der Kreislauf von Astronaut*innen unaufdringlich überwachen lässt. Sie setzen ein Experiment auf der Internationalen Raumstation [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Medizinische Fakultät OWL begleitet Weltraumstudie. Eine Pressemitteilung der Universität Bielefeld.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bielefeld 14. Juli 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerUrsVitoAlbrechtUlfKulau.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerUrsVitoAlbrechtUlfKulau26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der deutsche Astronaut Dr. Matthias Maurer (li.) nimmt als Teil der Mission Cosmic Kiss am BEAT-Experiment teil. Prof. Dr. med. Dr. Urs-Vito Albrecht (re.) von der Universität Bielefeld ermittelt, ob die Methode für ein zukünftiges Herz-Kreislaufmonitoring geeignet ist. (Foto: Ulf Kulau)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">14. Juli 2022 &#8211; Der 20. Juli ist internationaler Tag der Weltraumforschung. Forschende der Universität Bielefeld befassen sich aktuell mit der Frage, ob sich der Kreislauf von Astronaut*innen unaufdringlich überwachen lässt. Sie setzen ein Experiment auf der Internationalen Raumstation (ISS) um und erforschen eine Methode zur Messung der Herz-Kreislauf-Funktion: In ein T-Shirt eingenähte smarte Sensoren messen minimale Bewegungen des Brustkorbs, die durch den Herzschlag entstehen, und senden diese Information über ein Drahtlos-Netzwerk zur Erde. „Unser Experiment verläuft sehr erfolgreich“, sagt Professor Dr. med. Dr. Urs-Vito Albrecht von der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld. „Die Daten sind vielversprechend und wir sind sehr zufrieden.“ Für die Studie kooperiert die Universität Bielefeld mit der Technischen Universität Hamburg, dem Bremer Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Firma Hohenstein Laboratories und dem Raumfahrtunternehmen DSI Aerospace Technologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltraumspaziergänge sind enorm gefährlich und sehr anstrengend. Nur ein Raumanzug trennt die Astronaut*innen vom lebensfeindlichen Weltall. Das stundenlange Arbeiten in den klobigen Anzügen ist kräftezehrend und belastet das Herz-Kreislauf-System enorm. „Ein Kollaps beim Außenbordeinsatz wäre fatal. Es ist daher sehr hilfreich, Herz und Kreislauf ständig im Blick zu haben“, sagt Professor Dr. med. Dr. Urs-Vito Albrecht von der Arbeitsgruppe Digitale Medizin in der Medizinischen Fakultät OWL. „Frühzeitig lässt sich so eine Überlastung erkennen und es kann entsprechend gegengesteuert werden“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Albrecht ist am BEAT-Experiment beteiligt, an dem die Raumfahrenden Dr. Matthias Maurer und Samantha Cristoforetti mitwirken. Gemeinsam mit Kolleg*innen erforscht er die Ballistokardiografie als Methode, wie eine unaufdringliche Langzeitmessung der Herz-Kreislauf-Funktion bei geringem Ressourceneinsatz gelingen kann. Professor Dr. med. Sebastian Kuhn, Leiter der Arbeitsgruppe Digitale Medizin sagt: „Die Erkenntnisse sind auch für die zukünftige Gesundheitsversorgung auf der Erde bedeutsam“.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerUrsVitoAlbrechtSensortestDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerUrsVitoAlbrechtSensortestDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Studie soll auch feststellen, ob und wie sich das Herz unter Weltraumbedingungen verändert. Deswegen haben Urs-Vito Albrecht und seine Kolleg*innen die ballistokardiografischen Daten von Matthias Maurer vor, während und nach dem Aufenthalt auf der ISS gemessen. (Foto: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im All gemessen, auf der Erde ausgewertet</strong><br>BEAT steht für „Ballistocardiography for Extraterrestrial Applications and long-Term missions“ (Ballistokardiografie für extraterrestrische Anwendungen und Langzeitmissionen). Im Kern des Experiments werden mittels eines smarten T-Shirts kleinste herzkreislaufbedingte Beschleunigungen des Körpers der Astronaut*innen gemessen. Hieraus sollen Rückschlüsse auf die Funktionalität des Herzens getroffen werden. Die Ballistokardiografie-Methode erfährt durch die Sensorprozessortechnik eine Renaissance, nachdem sie fast in Vergessenheit geriet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auf der ISS ist die Schwerkraft so gering, dass sie kaum Einfluss auf die Beschleunigungsmessungen hat“, erklärt Urs-Vito Albrecht, der in der Arbeitsgruppe Digitale Medizin das Experiment leitet. „Das erleichtert es, zu untersuchen, ob die Ballistokardiografie methodisch für längere und räumlich von der Erde entferntere Ziele geeignet ist“.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SmartesTShirtDLRCCBYNC30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SmartesTShirtDLRCCBYNC3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das smarte T-Shirt mit integrierten Sensoren funkt über ein drahtloses Netzwerk physiologische Daten von Astronaut*innen. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das BEAT-Experiment ist ein Teil des Projekts „Wireless Compose 2“, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Bremen geleitet wird. In dem Projekt wurden das smarte<br>T-Shirt und die darin genutzte Sensorik und Technik zum Signaltransfer auf die Erde entwickelt –von einem Konsortium der Universität Bielefeld, der Technischen Universität Hamburg, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Bremen und den Unternehmen Hohenstein Laboratories und DSI Aerospace Technologie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Körperschwingungen lassen auf die Herzfunktion schließen</strong><br>Die Ballistokardiografie macht sich zunutze, dass die Kraft des schlagenden Herzens und der Rückstoß des Blutflusses in die Gefäße zu charakteristischen Schwingungen führen, die an der Körperoberfläche gemessen werden können. Diese Vibrationsmuster stehen in einer Wechselbeziehung zur Herz-Kreislauf-Funktion. Die Methode wurde bereits 1877 beschrieben, aber erst die heutige smarte Technologie ermöglicht eine verbreitete Nutzung. Aktuell können mit der Ballistokardiografie insbesondere Herzfrequenz, Herzrhythmus und relativer Blutdruck bestimmt werden. „Mit überlegtem Einsatz der Technologie und der richtigen Methodik steht zukünftig ein weiteres Instrument zu kontinuierlicher Herz-Kreislauf-Überwachung zur Verfügung,“ sagt Albrecht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UrsVitoAlbrechtMatthiasMaurerTableDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UrsVitoAlbrechtMatthiasMaurerTableDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Matthias Maurer lebte und arbeitete zwischen November und April auf der Internationalen Raumstation. Er trug dort das smarte T-Shirt, dessen Sensoren minimale Beschleunigungen des Brustkorbs aufzeichnen. Hieraus werden Herzfrequenz und -rhythmus bestimmt. (Foto: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ballistokardiografie als ergänzende Diagnostik</strong><br>Eine heute übliche Methoden ist die Echokardiografie (Herzultraschalluntersuchung). Sie wird eingesetzt, um die Herzfunktion zu beurteilen: Ärzt*innen halten für die Messung einen Ultraschallkopf an den Brustkorb oder bewegen eine Ultraschallsonde bis auf Herzhöhe in die Speiseröhre. Die Schallwellen werden vom Herzgewebe und den Herzkammern zurückgeworfen. Eine Software wertet die Daten aus und stellt sie auf dem Bildschirm des Echogeräts dar. „Hierdurch bekommen wir wertvolle Informationen über das Herz“, erklärt Albrecht. „Für kontinuierliche Messungen ist die Echokardiographie allerdings nicht gedacht. Für den Weltraumeinsatz ist sie auch eher ungeeignet, da keine parallelen Aktivitäten durchgeführt werden können, ganz zu schweigen von Außenbordeinsätzen.“ Die Ballistokardiografie kann theoretisch ähnliche Information wie die Echokardiografie liefern. Albrecht und seine Kolleg*innen erforschen, ob und welchen Mehrwert die Methode bietet, um zukünftig eine kontinuierliche Herz-Kreislauf-Diagnostik zu unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Brustkorbbewegung Herzklappenereignisse bestimmen</strong><br>„In unserem Experiment untersuchen wir auch, wie gut wir mit der Ballistokardiografie die Öffnungs- und Schlusszeiten der Herzklappen feststellen können.“ Um die Herzbewegung zu registrieren, hat Juniorprofessor Dr.-Ing. Ulf Kulau von der Technischen Universität Hamburg Sensoren für ein smartes T-Shirt entwickelt, das die durch den Herzschlag bedingte Brustkorbbewegung misst. In dem T-Shirt namens SmartTex sind zwei dieser Sensoren eingearbeitet. Das T-Shirt wurde von der Firma Hohenstein Laboratories entwickelt. Zieht eine Astronautin oder ein Astronaut es an, legen sich die Sensoren auf die Haut über der Halsschlagader und über der Herzspitze an.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss067e119939CristoforettiinCupolaNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss067e119939CristoforettiinCupolaNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti setzt derzeit das BEAT-Experiment als Teil des Projekts Wireless Compose 2 der Minerva-Mission auf der ISS fort. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Astronaut Matthias Maurer und Astronautin Samantha Cristoforetti nehmen an Studie teil</strong><br>Für das Experiment konnten der deutsche Astronaut Dr. Matthias Maurer und die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti gewonnen werden. Das BEAT-Forschungsteam möchte klären, ob die Methode bei Männern wie auch Frauen gleichermaßen eingesetzt werden kann. Gemäß dem Studienplan tragen Maurer und Cristoforetti ihre speziellen T-Shirts auf der ISS jeweils bis zu sechs Mal im Abstand von zwei Wochen – Maurer während seines Aufenthalts zwischen November und Mai, Cristoforetti während ihres aktuellen Aufenthalts, zu dem sie im April aufgebrochen ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UrsVitoAlbrechtUniBielefeld.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UrsVitoAlbrechtUniBielefeld26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Professor Dr. med. Dr. Urs-Vito Albrecht forscht in der Arbeitsgruppe Digitale Medizin der Medizinischen Fakultät OWL. (Bild: Universität Bielefeld)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sensorik in den T-Shirts nimmt die Daten der Astronaut*innen auf, die dann über ein drahtloses Netzwerk zur Erde geschickt werden. Die detaillierte Auswertung erfolgt, wenn die letzten Daten im Herbst auf der Erde eingegangen sind. „Jetzt lässt sich bereits sagen, dass der Herzschlag und Herzfrequenz sehr gut zu bestimmen sind“, berichtet Urs-Vito Albrecht. „Veränderungen im zeitlichen Verlauf lassen sich bereits erkennen.“ Es wird zu klären sein, ob und wie diese Daten mit den Langzeitaufenthalten in der Schwerelosigkeit und den damit verbundenen körperlichen Veränderungen in Zusammenhang stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gesundheitsassistenzsysteme für Astronaut*innen </strong><br>Urs-Vito Albrecht sieht smarte Sensorik als einen potenziellen Baustein für die künftige Gesundheitsüberwachung der Astronaut*innen. Er hält es wie sein Hamburger Kollege Ulf Kulau für sinnvoll, alle Astronaut*innen mit Sensoren auszustatten, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Artemis-Mission zum Mond, die noch in diesem Jahrzehnt die Einrichtung einer Mondstation vorsieht. Beide sind sich einig, dass mit zunehmender Distanz zwischen Raumfahrenden und Bodencrew eine Kombination von smarten Sensoren und Künstlicher Intelligenz notwendig wird. „Solche Assistenzsysteme könnten die Astronaut*innen dann mit Diagnosen und Gesundheitsempfehlungen unterstützen“, meint Albrecht. Kulau ergänzt, dass „smarte und energieeffiziente Sensor-Systeme Schlüsseltechnologien darstellen – im Weltraum wie auf der Erde.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg534845#msg534845" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema&gt;</a></li></ul>
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		<item>
		<title>DLR: Mit Technologien aus Luft- und Raumfahrt gegen den Klimawandel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-mit-technologien-aus-luft-und-raumfahrt-gegen-den-klimawandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2022 11:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DLR auf der ILA Berlin 2022: Das DLR ist 2022 wieder einer der größten institutionellen Aussteller. Vertreterinnen und Vertreter aus Vorstand und Forschung des DLR geben bei Gesprächen aus dem ‚Gläsernen Studio‘ des DLR Einblicke in aktuelle Missionen und Projekte. Die Vision der emissionsfreien Luftfahrt sowie die Raumfahrt als Werkzeug zur Beobachtung der Folgen des [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">DLR auf der ILA Berlin 2022: Das DLR ist 2022 wieder einer der größten institutionellen Aussteller. Vertreterinnen und Vertreter aus Vorstand und Forschung des DLR geben bei Gesprächen aus dem ‚Gläsernen Studio‘ des DLR Einblicke in aktuelle Missionen und Projekte. Die Vision der emissionsfreien Luftfahrt sowie die Raumfahrt als Werkzeug zur Beobachtung der Folgen des Klimawandels stehen im Fokus. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 15. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReFExartDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ReFExartDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Reusability Flight Experiment (ReFEx) &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">15. Juni 2022 &#8211; Die ILA Berlin steht 2022 unter dem Motto #Pioneering Aerospace. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert sich vom 22. bis zum 26. Juni auf der größten Luft- und Raumfahrtmesse in der EU mit wegweisenden Technologien für die emissionsfreie Luftfahrt. In der Raumfahrt steht die Beobachtung und Analyse der sich rasant wandelnden Erde im Mittelpunkt des Messeauftritts. Technologien für die Erdbeobachtung ermöglichen es heute, Umbruch und Umweltzerstörung durch die globale Erwärmung und das Bevölkerungswachstum detailliert und zeitnah zu erfassen, um so gezielt gegenzusteuern. Das DLR ist auch 2022 wieder einer der größten institutionellen Aussteller. Auf rund 400 Quadratmetern gibt es am DLR-Stand in Halle 6 (Stand 310), im Space Pavilion und am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Halle 4 (Stand 230, ILA Future Lab) vielfältige Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten sowie erfolgreiche Transfer- und Ausgründungsprojekte. Auf dem Außengelände der ILA sind vier Fluggeräte der DLR-Forschungsflotte ausgestellt, darunter zum ersten mal die Dassault Falcon 2000LX ISTAR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Luft- und Raumfahrt sind feste Bestandteile unseres täglichen Lebens. Die Luftfahrt bestimmt unsere Mobilität, die Raumfahrt ist für uns zu einem Werkzeug geworden. Beides trägt zum Austausch der Kulturen bei und fördert unseren Wohlstand“, erläutert Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorstandsvorsitzende des DLR, „Unter dem Motto „Pioneering Aerospace“ bietet die ILA 2022 alle Möglichkeiten zum Austausch über spannende Innovationen zur klimaverträglichen Luftfahrt sowie Raumfahrttechnologien, um die Folgen des Klimawandels zu beobachten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Live-Gespräche aus dem ‚Gläsernen Studio‘ des DLR</strong><br>Der DLR-Stand verfügt in diesem Jahr erstmals über ein gläsernes Studio. Dort produziert das DLR während der Messetage ein abwechslungsreiches Programm: In moderierten Gesprächen geben Vertreterinnen und Vertreter aus Vorstand und Forschung des DLR Einblicke in aktuelle Projekte und Missionen &#8211; live vor Ort und im Live-Stream auf dem YouTube-Kanal des DLR. Das DLR berichtet zudem täglich auf Twitter und Instagram von der ILA. Alle Informationen zu den Standorten und Exponaten des DLR sind auf der DLR-Sonderseite zur ILA Berlin 2022 zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Luftfahrt: Auf dem Weg zum emissionsfeien Fliegen</strong><br>Die neue Luftfahrtstrategie des DLR zeigt den Weg: Hocheffiziente Flugzeugkonfigurationen und emissionsarme Antriebskonzepte verbunden mit nachhaltig erzeugtem Kerosin und Wasserstoff aus erneuerbaren Energien sowie ein klimaverträgliches Lufttransportsystem mit optimierten Flugrouten und Prozessen sind wesentliche Bausteine, um die Luftfahrt auf den Pfad der Klimaneutralität zu führen. Das Wachstum der Luftfahrt lässt sich bis zur Mitte des Jahrhunderts von den Emissionen entkoppeln. Kurz- und mittelfristig sind insbesondere für die Langstrecke strombasierte synthetische Kraftstoffe (SAF, Sustainable Aviation Fuel) sowie optimierte Flugrouten vielsprechende Ansätze, um die wärmende Wirkung von Kondensstreifen zu verringern und schnell die Klimaverträglichkeit des Luftverkehrs zu erhöhen. Das DLR zeigt die Möglichkeiten auf, nachhaltige Luftfahrttreibstoffe zukünftig mit erneuerbaren Energien im industriellen Maßstab zu fertigen und einzusetzen sowie das breite Klimaschutzpotenzial optimierter Flugrouten. Langfristig werden neue Flugzeug-Generationen ihre Wirkung entfalten und die Luftfahrt vielfältiger machen. Hierzu können die Besucherinnen und Besucher am „eFlight“-Flugzeugmodell, das als technologischer „Baukasten“ designt ist, verschiedene Möglichkeiten erkunden, wie zukünftige Flugzeuge klimaneutral gestaltet werden. Entscheidend wird die schnelle Markteinführung neuer Technologien sein, wofür die Digitalisierung ihren Beitrag leistet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DLR-Forschungsflugzeug ISTAR erstmals auf der ILA</strong><br>Das DLR betreibt die größte zivile Forschungsflotte Europas. Auf dem Außengelände der ILA sind voraussichtlich drei Forschungsflugzeuge und ein Forschungshubschrauber des DLR zu Gast. Die hoch modifizierten Fluggeräte sind teils selbst Gegenstand der Luftfahrtforschung als Versuchsplattformen oder werden als Träger für wissenschaftliche Geräte eingesetzt. Ihre Aufgaben reichen vom Erproben neuer Luftfahrttechnologien über die Erd- und Meeresbeobachtung bis zur Atmosphärenforschung. Ausgestellt ist die Cessna Grand Caravan. Sie ist der „fliegende Hörsaal&#8220; des DLR. Zudem können die Besuchenden den Forschungshubschrauber Bo-105 sehen. Er hebt zum Beispiel für Untersuchungen von lärmarmen Anflugprofilen, Pilotenassistenzsystemen und Flügen mit Außenlasten ab. Zudem ist der nationale Demonstrator für umbenannte Luftfahrtsystem (UAS), die DO 228-101 (D-CODE) vor Ort. Besondere Aufmerksamkeit dürfte die Dassault Falcon 2000LX ISTAR (In-flight Systems and Technologies Airborne Research) auf sich ziehen, deren Kaufvertrag 2018 auf der ILA unterzeichnet wurde und die nun ihr Debüt auf der Messe gibt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umweltsatellitenmapdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Umweltsatellitenmapdlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>EnMAP im Einsatz über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrt: Daten zum Zustand der Erde</strong><br>Im Bereich Raumfahrt zeigt das DLR Missionen und Projekte, die helfen den Klimawandel und seine Folgen besser zu verstehen. Mit der Mission Tandem-L – ein Vorschlag des DLR für eine hochinnovative Radarsatellitenmission – könnte Deutschland der internationalen Gemeinschaft ein Instrument bereitstellen, um die Umwelt objektiv zu erfassen und Umweltveränderungen zu beobachten. Mit Tandem-L wäre die Beobachtung einer Vielzahl dynamischer Prozesse in der Bio-, Geo-, Kryo- sowie Hydrosphäre in einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung möglich. Sieben essenzielle Klimavariablen ließen sich gleichzeitig erfassen. Die dafür notwendigen zwei Satelliten könnten beispielsweise jede Woche eine Abbildung der gesamten Landmasse der Erde in 3D liefern sowie detailliert die Biomasse und den darin gebundenen Kohlenstoff an Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Satelliten sicher, kostengünstig, nachhaltig und effizient im Orbit betreiben zu können, bedarf es zahlreicher Innovationen und Unterstützungstechnologie. So stellt das DLR am Stand auf der ILA das Weltraumlagezentrum vor, zeigt ultraleichte Satellitenmasten zum Ausrollen im All und Ideen für die Rückführung von Raketenstufen zur Wiederverwendung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltweit einmalig: ILA Space Pavilion</strong><br>Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Digitalisierung und Forschung sowie Schutz und Sicherheit sind die Themenschwerpunkte im weltweit einmaligen „Space Pavilion“ der ILA in Halle 6. Auf 1.400 Quadratmetern präsentieren hier das DLR, die ESA, das BMWK und der BDLI, dass Raumfahrtforschung und Raumfahrtanwendungen längst in unserem Alltag angekommen sind und sich mehr dahinter verbirgt als reine Faszination. Das umfangreiche Bühnen- und Event-Programm mit hochkarätigen Akteuren thematisiert den Nutzen der Raumfahrt für das Leben auf der Erde sowie aktuelle Trends. Von den 51 Exponaten im Space Pavilion stammen 33 vom DLR, die Bandbreite umfasst Erdbeobachtung und Satellitenkommunikation, New Space und Innovation ebenso wie Forschung, Exploration und den Zugang zum All. Im Kampf gegen den Klimawandel spielt die Raumfahrt eine zentrale Rolle: Erdbeobachtungssatelliten wie die Sentinels aus dem europäischen Copernicus-Programm oder aus nationalen Missionen wie der am 1. April 2022 gestartete deutsche Umwelt-Satellit EnMAP liefern hochpräzise Messungen und langfristige Datensätze.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RetinalDiagnosticsDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RetinalDiagnosticsDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Retinal Diagnostics &#8211; Matthias Maurer. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem stehen im Space Pavilion die aktuellen Megatrends in der Raumfahrt, wie New Space, im Fokus. Damit ist die Kommerzialisierung der Raumfahrt und ihre Verzahnung mit anderen Sektoren wie Automotive oder Landwirtschaft gemeint. Ein weiterer Aspekt ist der Beitrag der Raumfahrt für Sicherheit und Verteidigung. So liefern Raumfahrtinfrastrukturen relevante Informationen, eine sichere Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht staatlichen Akteuren, effiziente Entscheidungen zu treffen und unterstützt Einsatzkräfte vor Ort. Ebenso wird die Forschung auf der Internationalen Raumstation ISS präsentiert. Sie ermöglicht Fortschritte in Medizin und Technik und erlaubt den Technologietransfer in viele Sektoren. Der gerade von seiner ersten ISS-Mission „Cosmic Kiss“ zurückgekehrte deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer wird im Space Pavilion zu Gast sein und über seine Erlebnisse berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus der Wissenschaft in die Anwendung: Technologie, Innovation und Transfer im DLR</strong><br>Das DLR ist Wiege und Motor vieler Technologien, die heute in der Luft- und Raumfahrt genutzt und unsere Zukunft prägen werden: Optimierte Flugrouten, effiziente und leise Triebwerke sowie Lösungen für das emissionsfreie Fliegen zählen genauso dazu wie Roboterarme für das Arbeiten im All und Satelliten zur Erdbeobachtung. Täglich entstehen am DLR neue Technologien, Ideen und wertvolles Wissen. Gemeinsam mit Partnern aus der Industrie – von Start-ups, kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu Global Playern – setzt das DLR dieses Potenzial in Innovationen, Transferprojekten und Ausgründungen um. Das Ziel: Wirtschaft durch Forschung erfolgreich zu machen. Damit das funktioniert, müssen wissenschaftliche Ergebnisse skalierbar und nutzbar gemacht werden, also den Weg vom Labor in die reale Anwendung schaffen. Dazu entwickelt und betreibt das DLR rund 180 Großforschungsanlagen, beispielsweise Forschungsflugzeuge, Windkanäle, Prüfstände für Raketentriebwerke oder Testfelder für Brennstoffzellensysteme. Erfolgreiche Ausgründungen aus dem DLR im Bereich Robotik, solare Kraftstoffe, Laserkommunikation oder Materialentwicklung zeigen, dass dieser Technologietransfer funktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14317.msg533430#msg533430" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ILA Berlin</a></li></ul>
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		<title>ILA Berlin zeigt konkreten Nutzen aus dem All für die Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ila-berlin-zeigt-konkreten-nutzen-aus-dem-all-fuer-die-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 May 2022 13:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weltweite Raumfahrt-Community trifft sich auf der ILA &#8211; von EnMAP bis New Space – breites Themenspektrum im Space Pavillon &#8211; Astronauten-Talk mit Matthias Maurer und Reinhold Ewald. Eine Pressemitteilung der Messe Berlin GmbH. Quelle: Messe Berlin GmbH 31. Mai 2022. Berlin, 31. Mai 2022. Zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft können nur mit Innovationen aus der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Weltweite Raumfahrt-Community trifft sich auf der ILA &#8211; von EnMAP bis New Space – breites Themenspektrum im Space Pavillon &#8211; Astronauten-Talk mit Matthias Maurer und Reinhold Ewald. Eine Pressemitteilung der Messe Berlin GmbH.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Messe Berlin GmbH 31. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ila2022messeberlingmbh.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Berlin, 31. Mai 2022. Zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft können nur mit Innovationen aus der Raumfahrt gelöst werden: So gewährleisten Daten aus dem All einen umfassenden Blick auf das Klima und die Wetterbedingungen auf unserem Planeten. Satelliten ermöglichen den schnellen Austausch von großen Datenmengen und leisten damit einen wichtigen Beitrag auch zur digitalen Transformation in der Wirtschaft. Die Raumfahrt liefert zudem neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und des Sonnensystems. Dieses Grundlagenwissen ist unverzichtbar, um Innovationen voranzutreiben. Darüber hinaus leistet die Raumfahrt einen wichtigen Beitrag zur Krisenprävention und dem Katastrophenmanagement, so dass durch Frühwarnung Mensch und Umwelt geschützt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Treffpunkt für weltweite Raumfahrt-Community</strong><br>Nachhaltigkeit und Klimawandel, Digitalisierung und Forschung sowie Prävention – das sind die Themenschwerpunkte der diesjährigen ILA Berlin im Bereich Raumfahrt. Ministerien, Agenturen, Wissenschaft und Raumfahrtunternehmen präsentieren gemeinsam ihre Innovationen und neueste Entwicklungen für den Einsatz auf der Erde und im Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DLR mit umfangreichem Programm auf der ILA</strong><br>Am Stand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Halle 6 geht es um zukünftige Erdbeobachtungsmissionen. Tandem-L, ein Vorschlag für eine hochinnovative Satellitenmission soll die globale Beobachtung von dynamischen Prozessen auf der Erdoberfläche ermöglichen, sowie die Veränderungen der Biomasse erfassen. Zudem stellt das DLR planetare Rover vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ILA Space Pavilion – weltweit einmalige Raumfahrtausstellung</strong><br>Highlight der ILA ist der Space Pavillon der Partner Europäische Weltraumorganisation (ESA), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sowie die im BDLI vertretenen Unternehmen der deutschen Raumfahrtindustrie. Das umfangreiche Bühnen- und Eventprogramm mit hochkarätigen Raumfahrtakteuren veranschaulicht, wie Raumfahrt das Leben auf der Erde verbessert. Ein besonderer Höhepunkt ist hier der Astronaut Talk mit Matthias Maurer am dritten Messetag (Freitag, 24. Juni). Außerdem werden u.a. vor Ort sein: Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck, die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, MdB Dr. Anna Christmann, der Vorsitzende der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt im Deutschen Bundestag, MdB Klaus-Peter Willsch, ESA-Generaldirektor Dr. Josef Aschbacher, DLR-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Anke Kaysser-Pyzalla, der Leiter Deutsche Raumfahrtagentur im DLR Dr. Walther Pelzer, sowie BDLI-Präsident Dr. Michael Schöllhorn und BDLI Vizepräsident Raumfahrt Marco Fuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>A Day For Our Climate – Daten aus dem All für den Klimaschutz</strong><br>Der erste Messetag (22. Juni) steht im ILA Space Pavilion unter dem Motto „A Day For Our Climate“. Im Kampf gegen den Klimawandel spielt die Raumfahrt eine zentrale Rolle: Mehr als die Hälfte der Klimaindikatoren kann nur durch Raumfahrt gemessen werden. Erdbeobachtungssatelliten wie die Sentinels aus dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus oder aus nationalen Missionen wie der am 1. April 2022 gestarteten deutschen Umwelt-Mission EnMAP liefern durch hochpräzise Messungen und langfristige Datensätze Informationen, die es politischen Akteuren ermöglichen, schnelle und informationsbasierte Entscheidungen zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterer Fokus am ersten Messetag ist im Space Pavilion die Satellitenmission GRACE – ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und des DLR, das in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert. Ziel der Mission ist es, mithilfe von Schwerefeldmessungen die Ursachen und Folgen der Klimakrise zu verstehen, um eine Grundlage für präzise Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz zu bieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von New Space bis Nachhaltigkeit im All – Megatrends in der Raumfahrt</strong><br>Donnerstag, 23. Juni, ist der ILA Space Day – hier dreht sich alles um die Megatrends der Raumfahrt, wie beispielsweise New Space. Damit ist die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt und ihre Verzahnung mit weiteren Sektoren wie den Bereichen Automotive oder Landwirtschaft gemeint. Ein weiterer Megatrend ist der zentrale Beitrag der Raumfahrt für die Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur. So liefert Raumfahrt wichtige Informationen und eine sichere Kommunikationsinfrastruktur, ermöglicht staatlichen Akteuren effiziente Entscheidungen und unterstützt Einsatz- und Streitkräfte vor Ort. Gerade auch die Themen Sicherheit im Weltraum und Nachhaltigkeit sind von entscheidender Bedeutung. So sollen Kollisionen im Erdorbit und damit die Entstehung von neuem Weltraumschrott vermieden werden. Dies wiederum gewährleistet den sicheren Betrieb von Satelliten und trägt somit zur Funktionsfähigkeit satellitengestützter Anwendungen auf der Erde bei, um auch in Zukunft den Nutzen der Raumfahrt sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus steht am zweiten Messetag Weltraumexploration im Fokus, wie z.B. das Orion-Programm der NASA. Mit dem Raumschiff Orion soll die unbemannte NASA-Mission Artemis-I im Sommer 2022 um den Mond fliegen. Ein zentraler Teil aller Orion-Raumschiffe ist das Europäische Servicemodul ESM, das im Auftrag der NASA von der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der deutschen Raumfahrtindustrie gebaut wird. Mit an Bord des Raumschiffes sind zwei medizinische Messpuppen des DLR. Ebenfalls für 2022 angekündigt ist der Erststart der neuen europäischen Trägerrakete Ariane 6, die den unabhängigen Zugang Europas zum Weltraum sicherstellen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Connected And On The Way To New Frontiers – Digitalisierung, Innovation und Forschung</strong><br>Der dritte Fachbesuchertag (24. Juni) steht ganz im Zeichen von Innovationen und neuen Technologien. So spielt Weltrauminfrastruktur eine Schlüsselrolle in der Digitalisierung: Satelliten unterstützen zahlreiche Anwendungen wie sichere Konnektivität, Automatisierung, künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Robotik und intelligente Mobilität – alles Bereiche der Industrie 4.0. Raumfahrt wird die Digitalisierung von morgen und neue Entwicklungen wie die 5G-Konnektivität erheblich vorantreiben. Zudem ermöglicht die Raumfahrt neue Einblicke in die Entstehung und Entwicklung unserer Erde sowie des Universums und schafft neues Grundlagenwissen. Forschung in der Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation (ISS) ermöglicht z.B. Fortschritte in Medizin und Technik und erlaubt Technologietransfers in viele Sektoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob auf der Bühne oder in der Ausstellung – auch an den Besuchertagen am Wochenende gewährt der Space Pavilion dem Publikum spannende Einblicke in die Faszination Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br><a href="https://www.ila-berlin.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ila-berlin.de/de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14317.msg532862#msg532862" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ILA Berlin</a></li>
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		<title>DLR: Matthias Maurer ist zurück auf der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-matthias-maurer-ist-zurueck-auf-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 08:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission Cosmic Kiss geht nach 175 Tagen im All zu Ende. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. 6. Mai 2022 &#8211; Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer ist nach knapp sechs Monaten im All und 175 Tagen auf der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Er landete am [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mission Cosmic Kiss geht nach 175 Tagen im All zu Ende. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bergungcrewdragonraumschiffnasatv.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bergungcrewdragonraumschiffnasatv26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bergung des Crew-Dragon-Raumschiffs Endurance. (Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">6. Mai 2022 &#8211; Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer ist nach knapp sechs Monaten im All und 175 Tagen auf der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Er landete am 6. Mai 2022 um 00:43 Uhr Ortszeit (06:43 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit, MESZ) an Bord der Dragon-Kapsel &#8222;Endurance&#8220; mit seinen Crew-Kollegen Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn &#8211; alle NASA-Astronauten &#8211; vor der Küste Floridas im Meer. Maurer und seine NASA-Kollegen hatten die Raumstation am 5. Mai um 01:20 Uhr (07:20 Uhr MESZ) Uhr verlassen und erreichten die Erde nach einem 23,5-Stunden Flug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 52-jährige Werkstoffwissenschaftler war am 11. November 2021 als erster Deutscher an Bord einer Dragon-Raumkapsel des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX zur ISS gestartet, am 12. November begann seine erste ISS-Mission &#8222;Cosmic Kiss&#8220;mit der Ankunft auf der Raumstation. Der gebürtige Saarländer hat mehr als 100 Experimente bei 28.000 Stundenkilometern 400 Kilometer über der Erde im schwerelosen Raum durchgeführt, darunter 34 aus Deutschland. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist auf vielfältige Weise an &#8222;Cosmic Kiss&#8220; beteiligt: Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR war für die Auswahl und Koordination der Experimente und Beiträge aus Deutschland verantwortlich. Ebenso führten DLR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler eigene Experimente durch. Das Columbus-Kontrollzentrum, beheimatet im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen, organisierte die Planung und Umsetzung der Experimente, die im europäischen Columbus-Modul auf der ISS stattfinden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurerrueckkehrsuitsESANASASpaceX.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurerrueckkehrsuitsESANASASpaceX26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronaut Matthias Maurer und seine Crew-3-Kollegen in ihren Raumanzügen. (Bild: ESA/NASA/SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Deutschland ist in der internationalen Raumfahrt ein gefragter Partner. Das Wissen und die Kompetenzen aller auf der Erde an der CosmicKiss-Mission Beteiligten haben einen großen Anteil am Erfolg des Fluges von Matthias Maurer&#8220;, betont Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, DLR-Vorstandsvorsitzende. &#8222;Der deutsche ESA-Astronaut war an mehr als 100 Experimenten, davon 34 aus Deutschland beteiligt. Die Auswertung der Ergebnisse am Boden wird zeigen, wie reich die Ernte sein wird. Resultate der Mission werden dazu beitragen, dass wir irdische Probleme unter anderem in der Biologie, Medizin und Materialwissenschaft noch besser verstehen und damit auch lösen können.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir freuen uns, dass Matthias Maurer gesund auf der Erde zurück ist. Wir gratulieren ihm zu seiner ersten erfolgreichen ISS-Mission, die unter besonderen &#8211; auch weltpolitischen &#8211; Herausforderungen stand&#8220;, ergänzt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstandsmitglied und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. &#8222;Cosmic Kiss ist ein großer Erfolg, weil die Mission einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit unserem Heimatplaneten ist. Deutschland als größter europäischer Partner der Raumstation setzt auf Forschung für die Zukunft &#8211; und auf friedliche internationale Zusammenarbeit.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mission mit Weltraumtouristen und einem Außenbordeinsatz</strong><br>Matthias Maurer war als vierter Deutscher auf der Raumstation Teil der ISS-Langzeitbesatzungen 66 und 67. Er erlebte kurz nach seiner Ankunft am 15. November 2021 die Teilevakuierung der ISS, um einer potenziellen Kollision mit Teilen eines ausgedienten Satelliten zu entgehen. Glücklicherweise kam es zu keinem Zusammenstoß. Die Raumstation war in den vergangene sechs Monaten auch zweimal für mehrerer Tage Aufenthaltsort von &#8222;Weltraumtouristen&#8220;: Im Dezember 2021 waren zum ersten Mal nach zwölf Jahren zwei Japaner für zehn Tage auf der Raumstation, die von einem russischen Kosmonauten begleitet wurden. Im April folgte dann der zweiwöchige Aufenthalt der ersten privaten ISS-Crew des US-Unternehmens Axiom Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maureraussichtNASAESAMMaurer.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maureraussichtNASAESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Harte Arbeit mit wunderschöner Aussicht. (Bild: NASA/ESA-M.Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. März arbeitete Matthias Maurer bei einem gemeinsamen Außenbordeinsatz mit dem NASA-Astronauten Raja Chari sechs Stunden und 54 Minuten außerhalb der ISS. Schwerstarbeit: Gemeinsam installierten die beiden Astronauten neue Schläuche an einem Kühlsystem, tauschten eine Kamera aus und schlossen Strom- und Datenverbindungen an die europäische Forschungsplattform Bartolomeo an. Der Außenbordeinsatz war der 441. Weltraumausstieg in der Raumfahrtgeschichte. Am 28. April nahm Matthias Maurer seine Kollegin Samantha Christoforetti in Empfang. Die Italienerin folgt dem Deutschen mit ihrer zweiten Mission &#8222;Minerva&#8220; als ESA-Astronautin auf der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Matthias Maurer war insgesamt rund 4100 Stunden auf der Internationalen Raumstation, er hat mehr als 2700 Mal die Erde umrundet und dabei fast 2800 Sonnenauf- und Sonnenuntergänge gesehen. Maurer hat sehr häufig beim Sport den neuen EMS-Fitnessanzug getragen und auch für das in Kooperation mit der Universität des Saarlandes durchgeführte Experiment &#8222;Touching Surfaces&#8220;, wo es um die Keimverschmutzung von Oberflächen geht, hat er überdurchschnittlich viel gearbeitet. Er hat nachhaltigeren Beton in Schwerelosigkeit getestet und eine Versuchsreihe über Biopflaster aus dem 3D-Drucker durchgeführt. &#8222;Das Gros seiner Experimente betraf die Bereiche Materialwissenschaften, Humanphysiologie, Technologie und Nachwuchsförderung&#8220;, bilanziert DLR-Cosmic-Kiss-Missionsmanager Volker Schmid. Kinder und Jugendliche für die Raumfahrt und insbesondere MINT-Fächer zu begeistern, stand auch bei Cosmic Kiss im Fokus. Matthias Maurer ist Botschafter der Stiftung Kinderherz und hat von der ISS aus auch Schulaktionen des DLR unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Von der Raumstation direkt ins raumflugmedizinische Zentrum beim DLR</strong><br>Der deutsche ESA-Astronaut wird am 6. Mai gegen 22:30 Uhr zurück in Deutschland erwartet: im raumfahrtmedizinischen Forschungszentrum :envihab beim DLR in Köln wird Maurer von DLR- und ESA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern empfangen und die kommenden 14 Tage rund um die Uhr betreut werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir freuen uns, dass auch Matthias Maurer das :envihab als erste Anlaufstelle nach seiner Rückkehr aus dem All beziehen wird. Es bietet ideale Bedingungen, um sich von den Monaten im Weltraum zu erholen. Unser hochspezialisiertes Team wird sich optimal um ihn kümmern und kann so zum erfolgreichen Verlauf der Cosmic Kiss-Mission beitragen&#8220;, betont Prof. Jens Jordan, Leiter des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin. Matthias Maurers &#8222;Direct Return&#8220; ist der achte Aufenthalt europäischer Astronauten in dem raumfahrtmedizinischen Forschungszentrum des DLR: Vor ihm haben sich der Franzose Thomas Pesquet (2021 und 2017), der Italiener Luca Parmitano (2020), der Deutsche Alexander Gerst (2018 und 2014), der Brite Timothy Peake (2016) und der Däne Andreas Mogensen (2015) hier wieder an die Bedingungen auf der Erde angepasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ohne Bodenkontrolle keine erfolgreiche Mission</strong><br>Ob Außenbordeinsatz, wissenschaftliche Experimente oder Live-Events &#8211; während Matthias Maurer auf der ISS seine Runden um die Erde drehte, stand er stets in engem Bodenkontakt mit dem Columbus-Kontrollzentrum, das im Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum beim DLR in Oberpfaffenhofen angesiedelt ist. Rund 50 Mitarbeitende sorgen bei allen ESA-Missionen dafür, dass das europäische Forschungslabor auf der ISS jederzeit voll einsatzfähig ist. Bei seinen vielseitigen Aufgaben standen sie Matthias Maurer rund um die Uhr zur Seite.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Columbus-Flugdirektor Stefan Neumann lobt die Zusammenarbeit mit dem deutschen ESA-Astronauten: &#8222;Es ist schön zu sehen, dass Matthias Maurer während seiner Cosmic Kiss-Mission zahlreiche Versuche aus unterschiedlichsten Forschungsgebieten erfolgreich durchführen konnte. Mit ihm zu arbeiten hat uns allen viel Freude bereitet.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg531729#msg531729" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<title>Schüler:innen funken live zur ISS und interviewen ESA-Astronaut Matthias Maurer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schuelerinnen-funken-live-zur-iss-und-interviewen-esa-astronaut-matthias-maurer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 18:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
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		<category><![CDATA[TU Dresden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„DL0TSD an DP0ISS – do you copy?“– Funkstation im DLR_School_Lab TU Dresden nimmt am 11. April Kontakt auf. Eine Pressemitteilung der TU Dresden. Quelle: TU Dresden. 8. April 2022 &#8211; Am 11. April 2022 um 16:14 Uhr werden Schülerinnen und Schüler von der Funkstation DL0TSD im DLR_School_Lab TU Dresden zur Internationalen Raumstation ISS funken, um [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">„DL0TSD an DP0ISS – do you copy?“– Funkstation im DLR_School_Lab TU Dresden nimmt am 11. April Kontakt auf. Eine Pressemitteilung der TU Dresden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: TU Dresden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurermikeesanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurermikeesanasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Über Funk verbunden mit Matthias Maurer auf der ISS. (Foto: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">8. April 2022 &#8211; Am 11. April 2022 um 16:14 Uhr werden Schülerinnen und Schüler von der Funkstation DL0TSD im DLR_School_Lab TU Dresden zur Internationalen Raumstation ISS funken, um ihre Fragen an den deutschen ESA-Astronauten Matthias Maurer loszuwerden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nach 2014 und 2018 bereits der dritte Live-Funkkontakt des DLR_School_Lab im Rahmen des ARISS-Programms (Amateur Radio on the International Space Station). Die Schülerinnen und Schüler sind zwischen 10 und 19 Jahren alt und kommen aus verschiedenen Schulen in Dresden und Umgebung. Sie haben in den vergangenen Monaten an Wettbewerben und Veranstaltungen des DLR_School_Lab TU Dresden teilgenommen, die alle einen Bezug zum Thema Raumfahrt hatten, wie dem Deutschen Cansat-Wettbewerb 2020 oder dem Calliope Earth Observation Space-Hack Wettbewerb 2021. Um den rund zehnminütigen Live-Funkkontakt herum wird es ab 14:45 Uhr ein ca. 90-minütiges Rahmenprogramm geben. Geplant ist u.a. ein Vortrag von Dr. Tino Schmiel, Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden, über das Experiment „MetabolicSpace“, das Matthias Mauer während seiner derzeitigen Mission „Cosmic Kiss“ auf der ISS durchführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung kann via Livestream verfolgt werden:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Ask An Astronaut: ARISS mit Matthias Maurer | feat. Dr. T. Schmiel, TU - Dresden und DARC" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/3LKjD2QlisM?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><a href="https://www.youtube.com/watch?v=3LKjD2QlisM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.youtube.com/watch?v=3LKjD2QlisM</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bitte beachten:</strong> Aufgrund der vielen Aufgaben der Astronauten an Bord der ISS kann es trotz des bestätigten Termins auch kurzfristig noch zur Verschiebung des Kontaktes (Stunden oder auch Tage) oder sogar zur Absage kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg530538#msg530538" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<title>Mit Cosmic Kiss zur ISS: Die Himmelsscheibe von Nebra</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mit-cosmic-kiss-zur-iss-die-himmelsscheibe-von-nebra/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2022 20:13:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Kiss]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Sternbild]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Himmel mit seinen Gestirnen und die Weite des Weltraums dahinter faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Nicht umsonst ließ sich ESA-Astronaut Matthias Maurer daher für das Logo seiner ersten Weltraummission Cosmic Kiss, die am 11. November 2021 in Richtung Internationale Raumstation ISS startete, unter anderem von der Himmelsscheibe von Nebra inspirieren. Eine Information der Europäischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Himmel mit seinen Gestirnen und die Weite des Weltraums dahinter faszinieren die Menschheit seit Jahrtausenden. Nicht umsonst ließ sich ESA-Astronaut Matthias Maurer daher für das Logo seiner ersten Weltraummission Cosmic Kiss, die am 11. November 2021 in Richtung Internationale Raumstation ISS startete, unter anderem von der Himmelsscheibe von Nebra inspirieren. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Mit_Cosmic_Kiss_zur_Internationalen_Raumstation_Die_Himmelsscheibe_von_Nebra" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Himmelsscheibe gilt als die weltweit älteste Darstellung konkreter Himmelsphänomene und begleitet Matthias in Form einer eigens dafür erstellten Kopie nun auch „in echt“ auf seiner rund sechsmonatigen Mission auf der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Himmelsscheibe, zeigt das <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2020/12/Cosmic_Kiss_mission_patch2#:~:text=The%20name%20of%20European%20Space,Earth%27s%20inhabitants%20and%20the%20cosmos." target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Missionslogo von Cosmic Kiss</a> mehrere kosmische Elemente, die zusammen mit dem Missionsnamen vor allem die Liebe zum Weltall, den Wert partnerschaftlicher Erkundung des Weltalls sowie den Schutz und Erhalt der Erde im Rahmen solcher Missionen ausdrücken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Blick in die Sterne als erster Kalender</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/The_Nebra_Sky_Disc_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/The_Nebra_Sky_Disc_pillars_260x200.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Himmelsscheibe von Nebra (<a href="https://www.raumfahrer.net/die-himmelsscheibe-von-nebra/" data-wpel-link="internal">Zusatzinformation aufrufbar</a>)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Himmelsscheibe von Nebra ist vor mehr als 3600 Jahren in der Bronzezeit entstanden und fasziniert vor allem durch den Einblick, den sie uns über die Vorstellungen und das Wissen der Menschen von damals über Sonne, Mond und Sterne und deren Einfluss auf das Leben auf der Erde geben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer ersten Fassung zeigt die ca. zwei Kilo schwere und etwa schallplattengroße Bronzescheibe neben einem goldenen Voll- und Sichelmond auch zahlreiche goldene Sterne, darunter das Plejaden-Sternbild. In der Darstellung des Siebengestirns neben dem vier Tage alten Sichelmond ist eine Schaltregel verschlüsselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde anhand der Himmelsscheibe der Stand des auffälligen Plejaden-Sternbildes in Position zum Sichelmond am Himmel abgeglichen und alle drei Jahre, immer dann, wenn die Plejaden neben einem Mond von der Dicke der Sichel auf der Himmelsscheibe standen, ein Schaltmonat eingefügt. Dieser glich die Verschiebung der Monate und damit auch wichtiger Feiertage über das Jahr aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch moderne Forschung konnte mittlerweile festgestellt werden, dass die Metalle zur Herstellung der Scheibe sowie das Wissen um ihre Benutzung aus fast allen Teilen der damals bekannten Welt stammen. Auch die später hinzugefügten Goldelemente lassen den Einfluss weiterer Kulturen auf die Scheibe und ihre zuletzt anscheinend auch mythologische Nutzung vermuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeugt von einem für die damalige Zeit weitreichenden Kommunikationsnetzwerk und internationaler Kooperation, die auch im heutigen Raumfahrtzeitalter, in dem eine erneute Landung auf dem Mond zum Greifen nahe ist, maßgeblich für die Schaffung und Verbreitung von Wissen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf Cosmic Kiss trainierte Matthias mit seinen internationalen Crew-Kollegen und Teams der Partneragenturen weltweit. Im Orbit unterstützt Matthias 35 deutsche und viele weitere europäische sowie internationale Experimente. Die Ergebnisse dieser Experimente werden unser Wissen und Innovationen in zahlreichen Bereichen wie Humanmedizin, Materialwissenschaft, Physik, Erdbeobachtung, Technologieentwicklung und mehr vorantreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach den Geheimnissen des Himmels geht weiter</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Cosmic_Kiss_mission_patch_article.gif" alt="" width="362" height="362"/><figcaption>Cosmic Kiss Patch (<a href="https://www.raumfahrer.net/cosmic-kiss-patch/" data-wpel-link="internal">Zusatzinformation aufrufbar</a>)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig birgt die Himmelsscheibe von Nebra wie auch das Weltall aber noch einige unentdeckte Geheimnisse. Beide werden noch viele weitere Generationen in ihren Bann ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Artefakte wie die Himmelsscheibe von Nebra demonstrieren eine tiefe Faszination für den Weltraum, die schon seit Ewigkeiten besteht. Menschen blicken seit dem Anbeginn der Zeit in den Himmel, um Kenntnisse über das Universum zu sammeln, und das wollen wir auch heute noch “, sagt Matthias und freut sich darüber, ein Abbild der Scheibe auf seiner Reise dabei zu haben &#8211; als eine Hommage an die Suche der Menschheit nach den Geheimnissen des Himmels.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Original der Himmelsscheibe von Nebra ist im <a href="https://www.landesmuseum-vorgeschichte.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale)</a> beheimatet. Dort wurde auch die Nachricht über eine Verbindung der Himmelsscheibe zur Weltraummission Cosmic Kiss mit großer Freude entgegengenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Landesarchäologe Harald Meller: » Die Tatsache, dass Matthias Maurer die Himmelsscheibe von Nebra als Inspiration für sein Logo ausgewählt und sie sogar in Form einer Kopie im Weltraum mit dabei hat, ist nicht nur eine große Ehrung für diesen wichtigen Fund sowie für das Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, über die ich mich sehr freue. Zugleich bringt sie deutlich zum Eindruck, welch enge Bande, gemeinsame Ziele, Sehnsüchte und Fragen uns noch heute mit den Menschen der Vorzeit verbinden: die Faszination für die Sterne und das Weltall, das Streben nach Wissen und Erkenntnis, die Frage nach dem Woher und Wohin. Durch seine Forschungen an neuen Materialien und Legierungen, die Herr Maurer auf der Internationalen Raumstation ISS durchführt, tritt er sogar direkt in die Tradition des Schöpfers der Himmelsscheibe, der aus dem damals noch recht neuen Material Bronze – einer Legierung aus Kupfer und Zinn – etwas grundlegend Neues, Einzigartiges schuf. Wir wünschen Herrn Maurer viel Erfolg für seine Mission und freuen uns, wenn wir ihn nach seiner Rückkehr auf die Erde bei uns im Landesmuseum begrüßen und ihn mit der originalen Himmelsscheibe von Nebra bekannt machen dürfen.«</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg529868#msg529868" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<title>Harte Arbeit mit wunderschöner Aussicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/harte-arbeit-mit-wunderschoener-aussicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2022 08:08:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[Kühlsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer und sein erster Weltraumausstieg.&#8220;Am 23. März 2022 wird Matthias Maurer, deutscher Astronaut im Korps der Europäischen Weltraumorganisation ESA, seinen ersten Außenbordeinsatz auf der Internationalen Raumstation ISS absolvieren.Matthias Maurer wird gemeinsam mit dem NASA-Kollegen Raja Chari sechseinhalb Stunden außerhalb der ISS arbeiten und letzte Arbeiten an der kommerziellen Außenplattform Bartolomeo durchführen.Das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="der-deutsche-esaastronaut-matthias-maurer-und-sein-erster-weltraumausstieg-am-23-marz-2022-wird-matthias-maurer-deutscher-astronaut-im-korps-der-europaischen-weltraumorganisation-esa-seinen-ersten-aussenbordeinsatz-auf-der-internationalen-raumstation-iss-absolvieren-matthias-maurer-wird-gemeinsam-mit-dem-nasakollegen-raja-chari-sechseinhalb-stunden-ausserhalb-der-iss-arbeiten-und-letzte-arbeiten-an-der-kommerziellen-aussenplattform-bartolomeo-durchfuhren-das-deutsche-zentrum-fur-luft-und-raumfahrt-dlr-ist-in-vielfaltiger-weise-in-die-cosmic-kissmission-von-matthias-maurer-eingebunden--3d185400-5d7b-4e8a-8104-b2c1b178ef21">&#8222;Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer und sein erster Weltraumausstieg.&#8220;<br>Am 23. März 2022 wird Matthias Maurer, deutscher Astronaut im Korps der Europäischen Weltraumorganisation ESA, seinen ersten Außenbordeinsatz auf der Internationalen Raumstation ISS absolvieren.<br>Matthias Maurer wird gemeinsam mit dem NASA-Kollegen Raja Chari sechseinhalb Stunden außerhalb der ISS arbeiten und letzte Arbeiten an der kommerziellen Außenplattform Bartolomeo durchführen.<br>Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist in vielfältiger Weise in die &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission von Matthias Maurer eingebunden. Eine Information des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2022/01/2022_03_21_harte-arbeit-mit-wunderschoener-aussicht" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-anzugtest.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="356" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-anzugtest_356x200.jpg" alt="" class="wp-image-107246" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-anzugtest_356x200.jpg 356w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-anzugtest_356x200-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /></a><figcaption>Bereit für den Ausstieg. Bild: ESA/NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">21. März 2022. Wenn sich am 23. März 2022 um 13:55 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) die Luke am US-amerikanischen Quest-Modul der Internationalen Raumstation ISS öffnet, beginnt für den deutschen ESA-Astronauten Matthias Maurer die wohl herausforderndste Aufgabe seiner sechsmonatigen &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission: Der 52-jährige Werkstoffwissenschaftler aus St. Wendel im Saarland wird &#8211; zusammen mit seinem US-amerikanischen NASA-Kollegen Raja Chari &#8211; zu einem Außenbordeinsatz (EVA &#8211; Extra Vehicular Activity) aufbrechen und die ISS für rund sechseinhalb Stunden verlassen. Die beiden sind auch optisch gut zu unterscheiden: Matthias Maurer wird im komplett weißen Anzug &#8222;EV-2&#8220; unterwegs sein. Raja Chari trägt &#8222;EV-1&#8220; mit einem roten Streifen. Die sogenannte US EVA 80 ist der 248. &#8222;Weltraumausstieg&#8220; in der ISS-Geschichte. Der Weltraumausstieg wird ab 13:55 Uhr MEZ live von <a href="https://www.nasa.gov/live/#public" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA-TV</a> übertragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwere Arbeit unter niedrigem (Luft-) Druck</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Matthias Maurer ist nach Thomas Reiter, Hans Schlegel und Alexander Gerst der vierte deutsche Astronaut, der überhaupt einen EVA absolviert. Das ist absolut kein Spaziergang, sondern ein exakt geplanter und körperlich extrem anstrengender Einsatz. Auf Matthias wartet harte Arbeit mit einer wunderschönen Aussicht&#8220;, erklärt Volker Schmid, Manager der &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission von Matthias Maurer bei der <a href="https://www.dlr.de/de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deutschen Raumfahrtagentur im DLR</a>. Im Weltraum herrscht unter anderem Vakuum. Der Luftdruck tendiert gegen Null.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-kontrollraum.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="356" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-kontrollraum_356x200.jpg" alt="" class="wp-image-107251" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-kontrollraum_356x200.jpg 356w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-kontrollraum_356x200-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 356px) 100vw, 356px" /></a><figcaption>Alles unter Kontrolle. Bild: DLR<br>(<a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Alle Rechte vorbehalten</a>)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Unser Körper braucht aber Luft. Deshalb wird in der Raumstation ein Luftdruck von etwa ein bar aufrechterhalten, der dem Normaldruck auf unserer Erde in Meereshöhe entspricht&#8220;, erklärt Daria Margiotta, Flugdirektorin für die &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission im <a href="https://col-cc.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Columbus-Kontrollzentrum</a> beim DLR in Oberpfaffenhofen. Deshalb muss auch der US-amerikanische Raumanzug, den Matthias Maurer während seines EVA trägt, ebenfalls unter Druck stehen. Allerdings nur so viel, dass sich Matthias Maurer noch ein wenig bewegen kann. &#8222;Der Luftdruck im Anzug ist auf etwa ein Drittel bar reduziert. Trotzdem müssen die Astronauten immer noch gegen die verbleibende Anzugsteifigkeit der Arme, Finger, Beine anarbeiten, um ihre Aufgaben außerhalb der ISS zu erfüllen&#8220;, erläutert Daria Margiotta.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur ein Stecker von der Kommerzialisierung entfernt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch welche &#8222;Prüfungen&#8220; erwarten die beiden Astronauten auf ihrer sechseinhalbstündigen Tour außerhalb der ISS eigentlich? Als Hauptaufgabe müssen sie einen Teil des Kühlsystems der Raumstation reparieren. Dafür werden sie neue Schläuche an einem Ventilmodul des Kühlsystems installieren, das die Temperaturen der ISS reguliert, indem es Ammoniak durch die Wärmetauscher der Station leitet. Zudem wird er eine Außenkamera an der großen Auslegerstruktur der Station, auf der auch die Solargeneratoren montiert sind, austauschen sowie weitere Hardware nachrüsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aus deutscher Sicht erfüllt Matthias Maurer außerdem noch eine extrem wichtige Aufgabe. Er wird die kommerzielle Außenplattform Bartolomeo am Columbus-Modul der ESA praktisch betriebsbereit machen, indem er das letzte fehlende Strom- und Datenkabel installiert und damit die Plattform vollständig mit der ISS verbindet&#8220;, betont Volker Schmid. &#8222;Ein Tag nach dem Außenbordeinsatz von Matthias Maurer werden wir Bartolomeo vom Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen aus aktivieren und in den folgenden zwei Wochen das Bartolomeo-Kontrollzentrum in Bremen beim Abschluss der Kommissionierungsphase unterstützen&#8220;, ergänzt Daria Margiotta.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Platz auf der Station dank Technologie &#8222;Made in Germany&#8220;</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-bartolomeo.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="300" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-bartolomeo_300x200.jpg" alt="" class="wp-image-107249" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-bartolomeo_300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eva-maurer-bartolomeo_300x200-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Letzte Arbeiten an der Außenplattform Bartolomeo. Bild: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Bartolomeo startet die ISS in ein neues Zeitalter. &#8222;Das Projekt &#8222;made in Germany&#8220; wird jetzt die Kommerzialisierung der Raumstation weiter unterstützen. Denn Bartolomeo bietet nun als erste private Außenplattform Europas auf der ISS Firmen und Forschungseinrichtungen die einmalige Gelegenheit, ihr Projekt einfacher und schneller im Weltraum zu realisieren&#8220;, freut sich Volker Schmid. Benannt nach dem jüngeren Bruder von Christoph Columbus &#8211; Entdecker und Namensgeber des europäischen ISS-Labors &#8211; wird die zwei Mal zweieinhalb Meter große und 484 Kilogramm schwere Plattform nun auch dank des EVA von Matthias Maurer den verfügbaren Platz an der ISS um zwölf Experiment- und drei Antennenplätze erweitern. Die Nutzlasten dürfen rund einen halben Kubikmeter groß sein und &#8222;genießen&#8220; aus etwa 400 Kilometern Höhe eine freie Sicht zur Erde oder in den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielfalt für Experimente garantiert</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bartolomeo ist daher besonders für Experimente geeignet, die eine &#8222;freie&#8220; Weltraumumgebung brauchen. &#8222;Vor allem Strahlenbiologen, Astro- und Sonnenphysiker, Erdbeobachter, Atmosphären- oder Klimaforscher werden von dieser Plattform profitieren. Besonders geeignet ist Bartolomeo auch zur Technologieerprobung und -validierung. Denn auf der ISS und damit auch auf Bartolomeo existieren einzigartige Möglichkeiten, die in keinem Labor der Erde erreicht werden, weil optische Sensoren, Materialien, Robotikbauteile und Antennen in direkter Weltraumumgebung getestet werden können&#8220;, betont Volker Schmid. Für Bartolomeo sind zurzeit mehrere Nutzlasten in Arbeit, die Anfang 2023 eingesetzt werden sollen. Dies sind verschiedene Biologie-, Material- und Strahlungsexperimente, Kameras und Sensoren zur Technologieerprobung und Messung verschiedener Umweltparameter. Auch Experimente zu hochgenauen Uhren und zur Laserkommunikation sind geplant. Die Plattform wurde von Airbus in Bremen gebaut und soll gemeinsam mit dem Columbus-Kontrollzentrum am DLR-Standort Oberpfaffenhofen betrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg529638#msg529638" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<title>ESA: 100 Tage Cosmic Kiss-Wissenschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-100-tage-cosmic-kiss-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2022 17:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="am-samstag-den-19-februar-2022-war-es-100-tage-her-dass-esa-astronaut-matthias-maurer-im-rahmen-seiner-ersten-mission-cosmic-kiss-zur-internationalen-raumstation-iss-gestartet-ist-er-flog-an-bord-eines-spacex-dragon-raumschiffs-zusammen-mit-der-nasa-astronautin-kayla-barron-und-den-nasa-astronauten-raja-chari-und-tom-marshburn-als-mitglied-der-crew-3-aber-schon-bevor-er-ins-all-startete-wurde-er-zum-testobjekt-fur-die-wissenschaft-eine-information-der-europaischen-weltraumorganisation-esa">Am Samstag, den 19. Februar 2022 war es 100 Tage her, dass ESA-Astronaut Matthias Maurer im Rahmen seiner ersten Mission, Cosmic Kiss, zur Internationalen Raumstation ISS gestartet ist. Er flog an Bord eines SpaceX Dragon-Raumschiffs zusammen mit der NASA-Astronautin Kayla Barron und den NASA-Astronauten Raja Chari und Tom Marshburn als Mitglied der Crew-3. Aber schon bevor er ins All startete, wurde er zum Testobjekt für die Wissenschaft. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Proben, die Matthias zur Verfügung gestellt hat, und Tests, die er vor dem Start durchgeführt hat, dienen als Ausgangsbasis für Ergebnisse im Weltraum. Viele der von Matthias unterstützten Humanexperimente erfordern dasselbe, wenn er zur Erde zurückkehrt. Dies ermöglicht den Forscherinnen und Forschern eine gründliche Analyse der Auswirkungen der Schwerelosigkeit und ein besseres Verständnis der Auswirkungen eines Langzeit-Raumflugs auf den menschlichen Körper.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Humanexperimente – alt und neu</strong><br>Einige Namen der Humanexperimente, an denen Matthias mitwirkt, klingen vielleicht noch bekannt: Kurz nach seiner Ankunft im Orbit führte er seine erste Versuchsreihe mit dem DLR-Experiment Myotones durch, das Alexander Gerst bereits im Rahmen der ESA-Mission Horizons im Jahr 2018 durchführte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerThermoMininasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerThermoMininasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronaut Matthias Maurer mit Thermo-Mini. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Gerät, das ein wenig wie ein Tricorder aus Star Trek aussieht, misst Myotones die biochemischen Eigenschaften der Muskeln wie Muskeltonus, Steifheit und Elastizität während eines Langzeit-Raumflugs. Doch dieses Mal wurde das Experiment mit einer neuen DLR-Studie kombiniert, die unter der wissenschaftlichen Leitung des Zentrums für Weltraummedizin der Charité in Berlin und des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) der ESA durchgeführt wird: EasyMotion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EasyMotion nutzt einen EMS-Anzug (Elektro-Muskel-Stimulation), um die Muskulatur des Trägers beim Training zu aktivieren und so die körperliche Fitness im Weltraum zu optimieren. Die kombinierten Daten vor, während und nach dem Flug werden verwendet, um die physiologische Belastung der Astronautinnen und Astronauten zu verstehen, und könnten zu neuen Rehabilitationsbehandlungen auf der Erde beitragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerMetabolicSpaceESAMMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerMetabolicSpaceESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer bei der Durchführung des &#8222;Metabolic Space&#8220;-Experiments. (Bild: ESA/M. Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den anderen &#8222;Wearables&#8220; beziehungsweise Technologien, die Matthias in den letzten 100 Tagen am Körper getragen hat, gehören ein Wärmesensor an seiner Stirn zur Überwachung seiner Kerntemperatur und seines zirkadianen Rhythmus für das Thermo-Mini-Experiment des DLR, ein Stirnband zur Überwachung der verschiedenen Schlafphasen und der Schlafeffizienz für das Experiment DREAMS der französischen Raumfahrtagentur CNES sowie eine Atemmaske und zwei Geräte an seiner Brust für das DLR-Experiment Metabolic Space. Die Metabolic-Space-Geräte überwachen die Herzfrequenz sowie den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt, während ihr Träger auf dem CEVIS-Ergometer der Station trainiert. Ziel ist es, die kardiopulmonale Diagnostik zu verbessern und die Leistung im Weltraum besser zu beurteilen, ohne die Mobilität einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ausgewogene Ernährung ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die Erhaltung der Gesundheit im Weltraum. Das bereits bekannte Experiment „Nutrition Monitoring for the International Space Station“ (NutrISS)  der italienischen Weltraumagentur ASI hat Matthias dabei unterstützt, seine Energiezufuhr zu verfolgen und anzupassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerspacescalenasaesa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerspacescalenasaesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer auf der speziellen Weltraum-Waage. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer speziellen Waage misst Matthias seine Körperzusammensetzung und -masse in der Schwerelosigkeit. Diese Daten zusammen mit den Ernährungsinformationen, die über die von der französischen Raumfahrtagentur CNES in Zusammenarbeit mit den Weltraummedizinerinnen und -medizinern von MEDES entwickelte Everywear-App bereitgestellt werden, ermöglichen es den Spezialistinnen und Spezialisten am Boden, seine Ernährung zu überwachen und bei Bedarf Empfehlungen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Augen und Ohren Europas im Weltraum standen natürlich auch Matthias&#8216; Seh- und Hörvermögen im Fokus. Matthias und seine NASA-Crewkollegen Thomas Marshburn und Raja Chari haben ihre Augen für Retinal Diagnostics zur Verfügung gestellt – ein ESA/DLR Experiment, bei dem ein KI-Modell zur Diagnose von Veränderungen des Sehnervs bei längeren Aufenthalten im Weltraum untersucht und entwickelt wird. Matthias hat auch sein Gehör im Rahmen des ASI-Experiments Acoustic Diagnostics getestet. Bei diesem Experiment werden die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Gehör einer Astronautin oder eines Astronauten untersucht, indem Kopfhörer mit einem speziellen Messgerät verwendet werden, das die Reaktion des Ohrs auf Schall überwacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Berührende Angelegenheiten</strong><br>„Gründliches und häufiges Händewaschen“ sind zu Schlagwörtern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geworden. Denn Mikroorganismen lassen sich leicht über gewöhnliche Oberflächen wie Türklinken und Lichtschalter verbreiten, und das gilt auch für den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kubik-Anlage, einem temperaturgesteuerten Inkubator zur Untersuchung biologischer Proben im europäischen Columbus-Modul der ISS, wurde in einem DLR-Experiment mit dem Namen Biofilms das Wachstum von Bakterien wie dem mit der menschlichen Haut assoziierten Bakterium Staphylococcus capitis untersucht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingSurfacesESAMMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingSurfacesESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das &#8222;Touching Surfaces&#8220; Experiment. (Bild: ESA/M. Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem weiteren DLR-Experiment mit der Bezeichnung „Touching Surfaces“ wird eine Reihe von fünf Plättchen aus verschiedenen Materialien der Innenumgebung der Raumstation ausgesetzt. Matthias und seine Astronautenkolleginnen und -kollegen wurden aufgefordert, diese Plättchen häufig zu berühren, bevor sie zur Analyse auf die Erde zurückgebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Handhabung von Objekten in der Schwerelosigkeit</strong><br>Während seine NASA-Kollegin und -kollege Kayla Barron und Raja Chari die europäischen Experimente Grip und Grasp unterstützten, widmete Matthias sich dem CNES-Experiment Ultrasonic Tweezers. Dieses Experiment zielt darauf ab, Objekte oder Flüssigkeiten mit der Kraft von Schall zu bewegen, zu bearbeiten und zu untersuchen, ohne jemals mit ihnen in Kontakt zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine akustische Pinzette verwendet Ultraschall zum Einfangen von Objekten. Durch die Bewegung des Schallstrahls ist es möglich, ein Objekt mit großer Präzision zu bewegen. Das Experiment „Ultrasonic tweezers“ untersucht, wie diese Technik in der Schwerelosigkeit eingesetzt werden kann, um kleine Plastik- oder Glasmurmeln einzufangen und sie durch einen Hindernisparcours zu bewegen. Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, soll es auf der Raumstation bleiben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Astronautinnen und Astronauten genutzt werden, um andere Materialien, Gele und Flüssigkeiten und sogar gefährliche Materialien oder biologisches Material ohne Kontaminationsgefahr zu untersuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BioPrintFirstAidesanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BioPrintFirstAidesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronaut Matthias Maurer bedient einen tragbaren Bioprinter im Weltraum. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Vorläufer von „gedruckter“ Haut</strong><br>Das Bioprint-First-Aid-Experiment des DLR könnte dazu führen, dass Astronautinnen und Astronauten bei Missionen fern der Erde Pflaster aus ihren eigenen Hautzellen drucken. Matthias startete jedoch zunächst mit fluoreszierenden Mikropartikeln in Kombination mit zwei schnell aushärtenden Gelen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem tragbaren Biodrucker druckte Matthias gipsähnliche Wundabdeckungen auf seine mit Folie bedeckten Gliedmaßen. Diese Abdeckungen werden dann zur Erde zurückgeschickt, wo sie analysiert und getestet werden, um die Technologie für den Weltraum weiter zu verfeinern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Altern im Weltraum</strong><br>Zurück im Kubik-Minilabor und nach einer neuen Lieferung vorweihnachtlicher wissenschaftlicher Experimente hat Matthias synthetische Muskelzellen von der Größe eines Reiskorns für die Inkubation bei 37 °C vorbereitet. Einige dieser Zellen wurden elektrisch stimuliert, um Kontraktionen in der Schwerelosigkeit auszulösen, während andere durch Zentrifugation der künstlichen Schwerkraft für ein Experiment der britischen Weltraumbehörde, UK Space Agency, namens Microage ausgesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zellen kehrten mit dem Cargo Dragon 24 zur Analyse auf die Erde zurück. Die Erkenntnisse aus diesem Experiment könnten eines Tages dazu beitragen, dass Menschen ihre Kraft und Beweglichkeit bis ins hohe Alter besser erhalten können, da die Forscherinnen und Forscher besser verstehen, wie sich Muskeln abbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konkrete Ergebnisse</strong><br>Matthias hat seinem Nachnamen alle Ehre gemacht, indem er im Weltraum Betonproben anrührte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem DLR-Experiment MASON/Concrete Hardening soll untersucht werden, wie verschiedene Betonmischungen aus Zement und Sand oder simuliertem Mondstaub in Kombination mit Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen in der Schwerelosigkeit aushärten. Diese Erkenntnisse werden zur Entwicklung neuer, verbesserter Betonmischungen für den Bau von Habitaten auf dem Mond, dem Mars und von nachhaltigem Wohnraum auf der Erde beitragen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="100 Tage Cosmic Kiss" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/qPV1_BkjNHo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Am 11. November 2021 startete der ESA-Astronaut Matthias Maurer zu seiner ersten Mission &#8222;Cosmic Kiss&#8220; zur Internationalen Raumstation ISS. Rund 100 Tage später blicken wir auf einige Höhepunkte aus dem Weltall zurück.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg527730#msg527730" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66-67</a></li></ul>
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		<title>Live-Event: Wie schläft es sich im All, Herr Maurer?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/live-event-wie-schlaeft-es-sich-im-all-herr-maurer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2022 21:19:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße aus dem All: Auf 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie Studierende der FH Aachen wartete ein ganz besonderer Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung. Bei der Veranstaltung „Ask an Astronaut“ hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, ihre Fragen an einen echten Astronauten zu richten: Dr. Matthias Maurer. Eine Pressemitteilung der FH Aachen. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="grusse-aus-dem-all-auf-15-ausgewahlte-schulerinnen-und-schuler-sowie-studierende-der-fh-aachen-wartete-ein-ganz-besonderer-gesprachspartner-am-anderen-ende-der-leitung-bei-der-veranstaltung-ask-an-astronaut-hatten-die-teilnehmerinnen-und-teilnehmer-die-einzigartige-moglichkeit-ihre-fragen-an-einen-echten-astronauten-zu-richten-dr-matthias-maurer-eine-pressemitteilung-der-fh-aachen">Grüße aus dem All: Auf 15 ausgewählte Schülerinnen und Schüler sowie Studierende der FH Aachen wartete ein ganz besonderer Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung. Bei der Veranstaltung „Ask an Astronaut“ hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die einzigartige Möglichkeit, ihre Fragen an einen echten Astronauten zu richten: Dr. Matthias Maurer. Eine Pressemitteilung der FH Aachen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: FH Aachen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214aFHAachenMPaprotnyBender2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214aFHAachenMPaprotnyBender26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Freude ist groß: Die Mitglieder der FHASOF (FH Aachen Space Operations Facility) des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen und die Mitglieder des Vereins &#8222;Yuri&#8217;s Night Deutschland e.V.&#8220; freuen sich über die gelungene Übertragung. (Foto: FH Aachen / Madelaine Paprotny-Bender)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">14. Februar 2022 &#8211; Dr. Matthias Maurer umkreist seit November 2021 in der internationalen Raumstation (engl. International Space Station [ISS]) auf der „Cosmic Kiss“-Mission die Erde. Die Veranstaltung in Aachen wurde gemeinsam von der Einrichtung FHASOF (FH Aachen Space Operations Facility) des Fachbereichs Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen und dem Verein „Yuri’s Night Deutschland e.V.“ innerhalb eines Projektes des internationalen Vereins ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) organisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 12.40 Uhr nahm die Bodenstation der FH Aachen Kontakt zu Dr. Matthias Maurer auf. Insgesamt elf Minuten hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeit, ihre Fragen an den Astronauten zu stellen, bevor die Raumstation aufgrund ihrer Schnelligkeit wieder den Empfangsbereich verließ. Die Fragen waren zuvor bei einem Fragenwettbewerb erhoben worden, womit sich die Fragestellerin oder der Fragesteller einen Platz für ein Gespräch mit Matthias Maurer sichern konnte: „Wie fühlten Sie sich, als Sie das erste Mal auf der ISS geschlafen haben?“, „Ist das Essen auf der ISS genauso lecker wie auf der Erde?“, „Welche drei Dinge vermissen Sie auf der ISS am meisten?“. Mit großer Spannung erwarteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Antworten Dr. Maurers. Der erste Schlaf auf der ISS sei super gewesen, man schlafe schwerelos besser als im eigenen Bett, erklärt Maurer. Das Essen sei auf der Erde jedoch viel besser, denn „Pizza, Eis und Kuchen gibt es auf der ISS nicht“, so der Astronaut. Und am meisten vermisse er seine Familie, frisches Essen und „eine ordentliche Dusche“. Am Ende der Übertragung brach der ganze Saal in Jubel aus. Und die knapp 1.300 Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Ganze live vor ihren Monitoren im FH Aachen-Livestream verfolgten, waren ebenfalls begeistert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214bFHAachenJCrecelius2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214bFHAachenJCrecelius26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eine einmalige Gelegenheit: Schülerinnen und Schüler können dem Astronauten Dr. Matthias Maurer ihre Fragen stellen. (Foto: FH Aachen / Jonas Crecelius)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor die Leitung zur 27.566 Kilometer pro Stunde schnell fliegenden Raumstation aufgenommen wurde, sprach Prof. Dr. Bernd Pietschmann, Rektor der FH Aachen die ersten Grußworte. Volker Schmid, ISS-Fachgruppenleiter, Missionsleiter von „Cosmic Kiss“ beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bonn und FH Aachen-Absolvent verschaffte dem Publikum einen guten Überblick über die Mission „Cosmic Kiss“. Zusätzlich gab es eine Einführung in die Funktionsweise der Bodenstation sowie eine Führung über die Bodenstation der FH Aachen von Sacha J. Tholl, dem Bodenstationsmanager der FH Aachen. Nach dem Call erlebten die Anwesenden eine Panel-Diskussion zum Thema „Aufbruch astronautische Raumfahrt: ISS &amp; wie weiter?“ mit Fachexpertinnen und Fachexperten der Raumfahrt. Expertinnen und Experten, wie Prof. Dr. Bernd Dachwald, Professor für Raumfahrttechnik an der FH Aachen, Dr. Jürgen Schlutz, Projektleiter der ESA (Europäische Astronautenzentrum) aus Köln, Maria Grulich, Flight Controller von „BIOLAB“ von der Deutschen Luft-und Raumfahrt sowie Volker Schmid, diskutieren hier über die Zukunft der Raumfahrt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214cFHAachenMPaprotnyBender2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PM20220214cFHAachenMPaprotnyBender26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Besprechen die Zukunft der Raumfahrt (v.l.): Volker Schmid, ISS-Fachgruppenleiter, Missionsleiter von „Cosmic Kiss“ beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bonn und FH Aachen-Absolvent, Maria Grulich, Flight Controller von „BIOLAB“ von der Deutschen Luft-und Raumfahrt, Prof. Dr. Bernd Dachwald, Professor für Raumfahrttechnik an der FH Aachen und Dr. Jürgen Schlutz, Projektleiter der ESA (Europäische Astronautenzentrum) aus Köln. (Foto: FH Aachen / Madelaine Paprotny-Bender)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dachwald zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Ich bin stolz darauf, dass wir mit unserer FH-eigenen Bodenstation direkt mit Herrn Maurer auf der ISS sprechen konnten. Dies zeigt einmal mehr, dass wir an der FH Aachen nicht nur Raumfahrt lehren, sondern auch Raumfahrt machen. Den anwesenden Schülerinnen, Schülern und Studierenden wird dieses einmalige Ereignis sicherlich lange in Erinnerung bleiben, und vielleicht sitzt ja einer von ihnen in ein paar Jahren am anderen Ende der Leitung.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Markus Czupalla, Lehrbeauftragter für Raumfahrzeugbau, ergänzt: „Es freut mich wirklich sehr zu sehen, welche Begeisterung die bemannte Raumfahrt ausübt. Ich finde es toll, dass wir mit solchen Aktionen diese Begeisterung befeuern können und so die zukünftige Generation der Forscherinnen und Forscher motivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen Dr. Matthias Maurer und seiner Crew weiterhin guten Flug, over!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg527547#msg527547" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66/67</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Matthias Maurer testet Beton auf der Internationalen Raumstation ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/matthias-maurer-testet-beton-auf-der-internationalen-raumstation-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2022 10:23:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aushärten]]></category>
		<category><![CDATA[Beton]]></category>
		<category><![CDATA[Cosmic Kiss]]></category>
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		<category><![CDATA[MASON]]></category>
		<category><![CDATA[Materialphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Duisburg-Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Universität zu Köln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Matthias Maurer erforscht Aushärtung von Beton in der Schwerelosigkeit. Die Experimente einer Kooperation des DLR mit den Universitäten zu Köln und Duisburg-Essen liefern Daten für technische Entwicklungen auf der Erde. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. 3. Februar 2022 &#8211; Wie verhält sich frisch gegossener Beton in der Schwerelosigkeit? [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="matthias-maurer-erforscht-aushartung-von-beton-in-der-schwerelosigkeit-die-experimente-einer-kooperation-des-dlr-mit-den-universitaten-zu-koln-und-duisburg-essen-liefern-daten-fur-technische-entwicklungen-auf-der-erde-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr">Matthias Maurer erforscht Aushärtung von Beton in der Schwerelosigkeit. Die Experimente einer Kooperation des DLR mit den Universitäten zu Köln und Duisburg-Essen liefern Daten für technische Entwicklungen auf der Erde. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurerbeiDurchfuehrungExperimentsESANASA192.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurerbeiDurchfuehrungExperimentsESANASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer bei der Durchführung des Experiments. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">3. Februar 2022 &#8211; Wie verhält sich frisch gegossener Beton in der Schwerelosigkeit? Und wie kann dies zum Umweltschutz auf der Erde beitragen? Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer hat Anfang Februar 2022 auf der Internationalen Raumstation ISS Antworten auf diese Fragen gesucht. Das Experiment „MASON / Concrete Hardening“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Universität zu Köln und der Universität Duisburg-Essen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der weltweite Kohlenstoffdioxid (CO₂)-Ausstoß beträgt rund 38 Gigatonnen (38.000.000.000 Tonnen). Davon entstehen allein drei Gigatonnen bei der Herstellung von Zement. Zement wiederum ist der wesentliche Bestandteil von Beton, dem derzeit wichtigsten Baumaterial. Gelingt es, die Verwendung von Beton durch moderne Verfahren zu optimieren, leistet dies einen Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/betonexperimentgloveboxesanasa192.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/betonexperimentgloveboxesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zum Schutz vor Verunreinigung der Raumstation wird das Experiment in einer Handschuhkiste / Glove Box durchgeführt. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Material Beton ist der Menschheit seit tausenden Jahren bekannt und hält doch immer noch Rätsel für uns bereit. Einen Teil dieser Fragen wollen wir mit Matthias Maurer auf der ISS klären“, sagt Prof. Matthias Sperl vom DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum wird Beton auf der ISS erforscht?</strong><br>Beton ist kein Werkstoff, den man mit der Raumfahrt in Verbindung bringt. Doch eröffnet die Raumfahrt an Bord der ISS durch die dauerhafte Schwerelosigkeit Einblicke in das Verhalten von Materialien, die in irdischen Laboren nur sehr begrenzt möglich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Festigkeit von Beton ist neben dem Mischverhältnis und Verstärkungen (Armierung) das Aushärten des Materials entscheidend. Der Prozess des Aushärtens entscheidet über die Anordnung der Bestandteile im Inneren des Betons sowie über die Verteilung von eingeschlossenen Luftblasen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aushärtung wird auf der Erde stark von der Gravitation beeinflusst. Für die Materialforschung ist es daher von großem Interesse zu untersuchen, wie sich diese Mischung aus versintertem Kalk und Ton plus Sand und Wasser ohne diesen Einfluss verhält. Dadurch lassen sich chemische und physikalische Prozesse besser verstehen. Diese Erkenntnisse können für optimierte Mischverhältnisse verwendet werden, die schließlich wertvolle Ressourcen einsparen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BetonmischerfuerISSJMuellerUniDuisburgEssen192.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BetonmischerfuerISSJMuellerUniDuisburgEssen26.jpg" alt=""/></a><figcaption>So sieht ein Betonmischer für die ISS aus. (Bild: Julian Müller, Universität Duisburg-Essen)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Erstarrungs- und Trocknungsprozess des Betons kann Wochen und Monate dauern. Aus diesem Grund ist die Forschung auf der Internationalen Raumstation ISS so wichtig, denn nur hier herrschen dauerhaft die gleichen Bedingungen von Null-Gravitation (G).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bei den Experimenten von Matthias Maurer gewonnenen Daten liefern auch die Basis und Referenzwerte für weitere Untersuchungen in irdischen Laboren. Hier wird für kürzere Zeit eine künstliche Schwerelosigkeit in sogenannten „Klinostaten“ erzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn es uns gelingt, die Schwerelosigkeit zu simulieren, könnte zukünftig zusätzlich eine Vielzahl von Versuchen schneller, einfacher und kostengünstiger durchgeführt werden“, erklärt Prof. Martina Schnellenbach-Held vom Institut für Massivbau (IfM) der Universität Duisburg-Essen. Sie und ihr Team haben das Experiment möglich gemacht: Mit der Entwicklung eines speziellen Betonmischers, der die strengen Sicherheitsvorkehrungen für die ISS erfüllt. Dieser ist gerade einmal so groß wie eine Hand – der Beton wird manuell gemischt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProbeBetonmischungMuellerUniDuisburgEssen1k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProbeBetonmischungMuellerUniDuisburgEssen26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Probe einer ausgehärteten Betonmischung im Labor. (Bild: Julian Müller, Universität Duisburg-Essen)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie baut man auf Mond und Mars?</strong><br>„MASON“ (Materialforschung in Schwerelosigkeit an Beton) hat trotz der irdischen Anwendungen eine kosmische Komponente. Wenn die Menschheit ihre Pläne zum Aufbau einer permanenten Präsenz auf dem Mond oder dem Mars realisiert, müssen die Stationen aus solidem Material gebaut sein. Dies dient in erster Linie dem Schutz vor Kleinstmeteoriten und der kosmischen Strahlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für Bauprojekte auf der Erde angewandten Formeln zur Berechnung der Statik von Gebäuden gehen immer von der Erdanziehungskraft von 1 G aus. Auf dem Mond ist die Gravitation allerdings bei einem Sechstel G und es ist nicht gesichert, dass eine simple Umrechnung zu einem stabilen Bauwerk führen würde. Daher sind die im Rahmen von MASON gewonnen Daten im wahrsten Wortsinn ein wichtiger Baustein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Mond und Mars stehen wesentliche Bestandteile von Beton nicht zur Verfügung, daher untersucht Astronaut Maurer auch Proben, die aus künstlich hergestelltem Mondstaub bestehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beteiligungen:</strong><br>Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR fördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die wissenschaftliche Arbeit an der Universität zu Köln und der Universität Duisburg Essen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg526791#msg526791" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Forschung &amp; Forschungseinrichtungen</a></li></ul>
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		<title>Online-Programm zur Weltraumforschung und Live-Schalte zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/online-programm-zur-weltraumforschung-und-live-schalte-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 18:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Mücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Liveschalte]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Maurer]]></category>
		<category><![CDATA[Universität des Saarlandes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ESA-Astronaut Matthias Maurer hat an der Universität des Saarlandes Materialwissenschaft studiert und betreut derzeit Forschungsprojekte der Saar-Universität auf der Weltraumstation ISS. Am 26. Januar 2022 wird er in einer 20-minütigen Live-Schalte von seiner wissenschaftlichen Arbeit berichten. Als Begleitprogramm gibt es Online-Vorträge über die saarländische Weltraumforschung sowie Präsentationen der Deutschen Luft- und Raumfahrtbehörde und ESA. Eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="esa-astronaut-matthias-maurer-hat-an-der-universitat-des-saarlandes-materialwissenschaft-studiert-und-betreut-derzeit-forschungsprojekte-der-saar-universitat-auf-der-weltraumstation-iss-am-26-januar-2022-wird-er-in-einer-20-minutigen-live-schalte-von-seiner-wissenschaftlichen-arbeit-berichten-als-begleitprogramm-gibt-es-online-vortrage-uber-die-saarlandische-weltraumforschung-sowie-prasentationen-der-deutschen-luft-und-raumfahrtbehorde-und-esa-eine-pressemitteilung-der-universitat-des-saarlandes">ESA-Astronaut Matthias Maurer hat an der Universität des Saarlandes Materialwissenschaft studiert und betreut derzeit Forschungsprojekte der Saar-Universität auf der Weltraumstation ISS. Am 26. Januar 2022 wird er in einer 20-minütigen Live-Schalte von seiner wissenschaftlichen Arbeit berichten. Als Begleitprogramm gibt es Online-Vorträge über die saarländische Weltraumforschung sowie Präsentationen der Deutschen Luft- und Raumfahrtbehörde und ESA. Eine Pressemitteilung der Universität des Saarlandes.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität des Saarlandes.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurerforschungsprobenesanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurerforschungsprobenesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer zeigt die Materialprobe von Professor Frank Mücklich auf der ISS. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. Januar 2022 &#8211; Das Programm am  26. Januar 2022 wird in der Aula der Universität des Saarlandes aufgezeichnet und von 14:00 bis 16:15 Uhr live gestreamt. Den Livestream kann man auch noch nach der Veranstaltung <a href="https://www.youtube.com/watch?v=dnZN6nFnkqs&amp;feature=youtu.be" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a> auf dem Youtube-Kanal der Universität anschauen. Info: <a href="https://web.archive.org/web/20230603170532/https://www.uni-saarland.de/page/iss-live.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.uni-saarland.de/iss-live</a> .</p>



<p class="wp-block-paragraph">ESA-Astronaut Matthias Maurer ist nicht nur seiner saarländischen Heimat eng verbunden, er pflegt auch besondere Beziehungen zur Universität des Saarlandes. Daher wurde diese ausgewählt für eine 20-minütige Live-Schalte zur Internationalen Raumstation ISS, bei der Matthias Maurer am 26. Januar ab 15:30 Uhr von seiner aktuellen Forschungstätigkeit berichten wird. Die Fragen dazu werden Ministerpräsident Tobias Hans, Universitätspräsident Manfred Schmitt und Professor Frank Mücklich in der Aula der Universität stellen. Von dort werden auch die Vorträge zur Weltraumforschung per Videoaufzeichnung live übertragen, coronabedingt wird die Veranstaltung ausschließlich online angeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits um 14 Uhr starten die jeweils zehnminütigen Vorträge, die von Jürgen Rinner moderiert und durch Fragen begleitet werden. Sie geben auf allgemeinverständliche Weise einen Einblick in die Weltraumforschung an der Universität des Saarlandes und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Zudem führen Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und der Europäischen Weltraumbehörde ESA in die „Cosmic Kiss“-Mission von Matthias Maurer ein und stellen die Erd- und Umweltbeobachtung vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Informationen zu den Vorträgen zur Weltraumforschung:</strong><br>Bei Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes, hat Matthias Maurer sein Diplom abgelegt. Die beiden blieben in Kontakt und tauschten sich immer wieder über materialwissenschaftliche Fragestellungen aus. Ein glücklicher Zufall führte dazu, dass Professor Mücklich im Rahmen eines ESA-Projektes im August 2021 Materialproben auf die ISS schicken konnte, die nun in verschiedenen Experimenten von Matthias Maurer persönlich betreut werden. Dabei geht es um neuartige Oberflächen gegen Bakterien, die auch auf der Weltraumstation ISS zum Problem werden können, wenn Astronauten wie Matthias Maurer über Monate isoliert von der Erde dort leben. Über häufig kontaktierte Oberflächen können sich die Bakterien vermehren und innerhalb der Raumstation ausbreiten. Um dies zu unterbinden, haben Frank Mücklich und sein Team verschiedene Materialoberflächen mit Lasern auf Mikroebene strukturiert. Damit wird den Bakterien die Anhaftung an den Oberflächen erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team um Ralf Busch, Professor für Metallische Werkstoffe, hat bereits 2020 die Zusage der Europäischen Raumfahrtagentur ESA erhalten, dass auch sie an Bord der ISS experimentieren dürfen. Die Spezialisten für &#8222;metallisches Glas&#8220; wollen eine neu entwickelte Legierung unter Schwerelosigkeit untersuchen. Metallische Gläser zeichnen sich durch ihre spezielle Zusammensetzung auf atomarer Ebene aus. Die heiße Metallschmelze wird blitzartig abgekühlt, so dass keine klassische Legierung entsteht, deren Atome sich während des lang andauernden Abkühlens in einem regelmäßigen Kristallgitter anordnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Holger Hermanns, Informatik-Professor der Universität des Saarlandes, beschäftigt sich mit Nano-Satelliten, die ungefähr so groß wie ein Schuhkarton sind und hochtechnisiert bald zu Zehntausenden in der Erdumlaufbahn herumfliegen. Diese können zum Beispiel hochauflösende Fotos unseres Planeten schießen oder Telekommunikationsnetzwerke verstärken. Das kostet jedoch Energie und diese Ressource ist bei den kompakten Hightech-Geräten knapp. Holger Hermanns zeigt, wie der Energieverbrauch von Nano-Satelliten so geplant werden kann, dass sie stets optimal arbeiten, ohne ihre Batterien jemals zu überlasten. Der Informatik-Professor bietet zudem jedes Jahr eine spezielle Weltraumvorlesung zum Thema „Space Informatics“ an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben gibt es jetzt eine weitere regelmäßige Weltraumvorlesung an der Universität des Saarlandes und zwar zur Weltraummedizin, die nicht nur Medizin-Studierenden offensteht. Sie wird von Bergita Ganse angeboten, die seit einem Jahr Professorin für Innovative Implantatentwicklung der Universität des Saarlandes ist und sich schon viel länger für alles, was mit dem Weltraum zusammenhängt, begeistert. Gemeinsam mit ihrem Bruder, einem Astrophysiker, hat sie „Das kleine Handbuch für angehende Raumfahrer“ geschrieben, das sich an ein junges Publikum richtet. Am 26. Januar wird sie von ihrer Muskelforschung auf der ISS berichten, die sie zusammen mit nationalen und internationalen Partnern betreibt. Beim Aufenthalt in der Schwerelosigkeit kommt es bereits nach kurzer Zeit zu einem deutlichen Verlust an Muskelmasse und Muskelkraft, einem Abbau der Knochen sowie zu Veränderungen der Bandscheiben. Für zukünftige Langzeitmissionen, zum Beispiel zum Mars, sucht die Forscherin nach Gegenmaßnahmen und verbesserten Trainingsmethoden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Volker Schmid ist ESA-Delegierter und &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Missionsleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLF) in Bonn. Er wird in seinem Vortrag zum Thema &#8222;Cosmic Kiss – Matthias Maurer auf der ISS&#8220; erläutern, wie sich der ESA-Astronaut auf die Weltraummission vorbereitet hat. Zudem wird er auf einige der hundert wissenschaftlichen Experimente eingehen, die von Matthias Maurer auf der ISS betreut werden, darunter sind 36 mit deutscher Beteiligung. Ihr Spektrum reicht von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Materialwissenschaft, Physik, Biologie, Medizin, Technologieentwicklung und Künstliche Intelligenz sowie Erdbeobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Weltraumorganisation ESA wird von Pascal Gilles, Abteilungsleiter in der Direktion für Erdbeobachtung, präsentiert. Er wird auf die Erd- und Umweltbeobachtung aus dem All eingehen, die von der ESA bereits seit 1977 betrieben wird. Zuerst stand die Wetterbeobachtung durch die Satelliten der Meteosat-Reihe im Mittelpunkt, inzwischen liefern auch die Satelliten ERS-1, ERS-2 und Envisat eine Fülle wertvoller Daten über die Erde, das Klima und die sich wandelnde Umwelt. Sie helfen Wissenschaftlern dabei, die Auswirkungen der globalen Erwärmung besser vorhersagen zu können. Der Europäischen Weltraumbehörde ESA gehören 22 Mitgliedstaaten in Europa sowie weitere assoziierte Mitglieder an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Künstliche Intelligenz in der Erdbeobachtung wird es in dem abschließenden Vortrag von Philipp Slusallek gehen. Der Informatik-Professor und wissenschaftliche Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) zeigt, wie der Einsatz von KI dem gesamten Spektrum der Raumfahrt neue Möglichkeiten eröffnen. So kann das Wissen aus den enormen Datenströmen, die Erdbeobachtungssatelliten ebenso wie Sonden in unserem Sonnensystem liefern, besser extrahiert werden. Zudem kann damit die Autonomie und Zuverlässigkeit von Satelliten gesteigert werden. Um neue KI-Technologien und -Anwendungen für den Einsatz in der zivilen Raumfahrt zu entwickeln, haben die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) im vergangenen Jahr ein gemeinsames Forschungslabor, das ESA_Lab@DFKI, gegründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg526417#msg526417" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66 67</a></li></ul>
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		<title>ISS: Forschung per Fingerabdruck gegen schädliche Bakterien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 17:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Experiment Touching Surfaces – im All und auf der Erde: In Schulen, auf der ISS und in einer Klinik werden neuartige antimikrobielle Oberflächen getestet. Experiment für Schülerinnen und Schüler startet: 15 Wochen lang berühren die jungen Forschenden regelmäßig unterschiedliche Metalle und Strukturen. Interdisziplinäres Projekt soll die Verbreitung von Mikroorganismen eindämmen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="experiment-touching-surfaces-im-all-und-auf-der-erde-in-schulen-auf-der-iss-und-in-einer-klinik-werden-neuartige-antimikrobielle-oberflachen-getestet-experiment-fur-schulerinnen-und-schuler-startet-15-wochen-lang-beruhren-die-jungen-forschenden-regelmassig-unterschiedliche-metalle-und-strukturen-interdisziplinares-projekt-soll-die-verbreitung-von-mikroorganismen-eindammen-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr">Experiment Touching Surfaces – im All und auf der Erde: In Schulen, auf der ISS und in einer Klinik werden neuartige antimikrobielle Oberflächen getestet. Experiment für Schülerinnen und Schüler startet: 15 Wochen lang berühren die jungen Forschenden regelmäßig unterschiedliche Metalle und Strukturen. Interdisziplinäres Projekt soll die Verbreitung von Mikroorganismen eindämmen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MikrobiellerBelastungaufISSaufderSpuresanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MikrobiellerBelastungaufISSaufderSpuresanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Touching Surfaces: Mikrobieller Belastung auf der ISS auf der Spur. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. Januar 2022 &#8211; Mikroorganismen sind ständige Begleiter von Menschen. Und Menschen verteilen sie überall – nicht nur auf der Erde, sondern auch auf der Internationalen Raumstation ISS. Manche Mikroorganismen sind harmlos. Andere dieser mikroskopisch kleinen Lebewesen lösen schwere Krankheiten aus oder verursachen sogar Materialschäden auf der ISS. Wie das verhindert werden kann, untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Experiment Touching Surfaces. Es wird auf der ISS, an der Uniklinik Köln und jetzt auch von Schülerinnen und Schülern durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu bekommen zehn ausgewählte Schulen besondere Probenträger, die sogenannten Touch Arrays. Auf ihnen sind Kupfer-, Messing- und Stahlflächen in einem Aluminiumrahmen verschraubt, jeweils mit drei verschiedenen Oberflächenstrukturen. Über 15 Wochen berühren die Schülerinnen und Schüler der Projektteams einmal wöchentlich alle Metallflächen der Touch Arrays. Die Zehn- bis 16-Jährigen hinterlassen dabei ihre Fingerabdrücke – und ihre ganz alltäglichen Mikroorganismen, die sonst zum Beispiel auf Türklinken oder Lichtschaltern haften. „Nachdem die jungen Forschenden die Touch Arrays angefasst haben, waschen und desinfizieren sie ihre Hände“, sagt Prof. Ralf Möller vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln. „Der Ablauf ist genau festgelegt und die Ergebnisse sind wissenschaftlich vergleichbar, genau wie bei unserem Parallelexperiment auf der ISS.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Versuchspaket für die Schulen befinden sich außer den Touch Arrays noch Stäbchen für Abstriche, Petrischalen und Probenentnahmegefäße für DNA-Tests von mikrobieller Kontamination. Die Proben werden in Zusammenarbeit mit den DLR_School_Labs ausgewertet. „Mit dem Experiment erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die interdisziplinäre Forschung: Biologie, Medizin, Physik, Chemie und Materialwissenschaften kommen bei Touching Surfaces zusammen“, sagt Ralf Möller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BeruehrungsfeldvonTouchingSurfacesdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BeruehrungsfeldvonTouchingSurfacesdlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Berührungsfeld des Experiments &#8222;Touching Surfaces&#8220;. (Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kupfer, Messing und Stahl haben unterschiedliche Effekte auf Mikroorganismen</strong><br>Nicht nur die Metalle, auch die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen auf den Touch Arrays wirken sich auf die Bakterien aus. Jeweils eine Fläche ist glattpoliert, in zwei wurden mit einem Laser winzige Muster geschossen. „Die strukturierten Oberflächen haben gerade im Zusammenhang mit Kupfer zusätzliche Effekte auf die Inaktivierung von Mikroorganismen“, erklärt Ralf Möller. Kupfer besitzt generell antimikrobielle Eigenschaften und kann Bakterien unschädlich machen. Messing ist eine Mischung aus Kupfer und Zink. Stahl dient als Vergleichsmetall.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Bakterien haften an welchen Flächen?</strong><br>Im Projekt Touching Surfaces wird gemeinsam mit der Universität des Saarlandes unter anderem untersucht, welche Mikroorganismen an welchen Oberflächen haften. Außerdem geht es um die Frage, ob es Unterschiede zwischen den Proben aus den Schulen, der Uniklinik und der ISS gibt und welche Schlüsse daraus gezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Touching Surfaces soll die Wirksamkeit von antimikrobiellen Oberflächen für den Einsatz im Weltall und auf der Erde erhöhen. Diese Oberflächen sind auch für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten wichtig. Sie können zum Beispiel in Krankenhäusern zur Abtötung antibiotikaresistenter Bakterien wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylokokken) oder VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken) beitragen und dafür sorgen, dass sich Erreger nicht mehr über Kontaktflächen verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt ist Teil der Weltraummission Cosmic Kiss von ESA-Astronaut Matthias Maurer, der Anfang November zur ISS gestartet ist. Matthias Maurer und andere Astronauten berühren die Touch Arrays ebenfalls wöchentlich und übertragen so die Mikroorganismen von ihren Händen auf die Oberflächen. Die fünf Touch Arrays von der ISS werden später zur Erde zurückgeschickt und im DLR analysiert.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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