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	<title>MGS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>MGS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Eine neue Hangrinne auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-neue-hangrinne-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2014 17:36:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf den Aufnahmen der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter konnten Wissenschaftler eine Hangrinne identifizieren, welche sich erst kürzlich im Inneren eines Kraters gebildet hat. Sehr wahrscheinlich spielte gefrorenes Kohlenstoffdioxid eine entscheidende Rolle bei der Bildung dieser Struktur. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: University of Arizona, JPL. Bereits seit dem März 2006 umkreist die von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auf den Aufnahmen der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter konnten Wissenschaftler eine Hangrinne identifizieren, welche sich erst kürzlich im Inneren eines Kraters gebildet hat. Sehr wahrscheinlich spielte gefrorenes Kohlenstoffdioxid eine entscheidende Rolle bei der Bildung dieser Struktur.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: University of Arizona, JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Die HiRISE-Kamera des Marsorbiters MRO dokumentiert immer wieder sogenannte Hangrinnen, welche sich an den Innenwänden von Impaktkratern gebildet haben. Der hier gezeigte Krater befindet sich bei 222,95 Grad östlicher Länge und 37,446 Grad südlicher Breite im Bereich der Region Terra Sirenum. Erst kürzlich hat sich hier eine neue Rinne gebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem März 2006 umkreist die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene und mit sechs wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattete Raumsonde <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (kurz &#8222;MRO&#8220;) den Mars und liefert den an dieser Mission beteiligten Wissenschaftlern seitdem fast täglich neue und immer wieder faszinierende Detailaufnahmen von der Oberfläche und der Atmosphäre unseres äußeren Nachbarplaneten. </p>



<p>Die Hauptkamera an Bord des <i>MRO</i>, die von der University of Arizona betriebene <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hirise-marsforschung-auf-deutsch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">HiRISE-Kamera</a>, erreicht dabei mit ihren Aufnahmen unter optimalen Bedingungen eine Auflösung der Planetenoberfläche von bis zu 25 Zentimetern pro Pixel. Eine zweite Kamera an Bord des Orbiters, die CTX-Kamera, erreicht zwar lediglich eine Auflösung von etwa sechs Metern pro Pixel. Durch das bei den CTX-Aufnahmen erreichte größere Gesichtsfeld kann das durch die HiRISE abgebildete Gebiet jedoch in einen räumlich weiter ausgedehnten Kontext versetzt werden. </p>



<p>Im Rahmen ihrer Aktivitäten bilden diese beiden Kameras bei passenden Gelegenheiten auch immer wieder die gleichen Abschnitte der Marsoberfläche ab und dokumentieren dabei Veränderungen, welche sich dort erst in jüngster Vergangenheit ergeben haben. Durch den Vergleich mit älteren Aufnahmen zeigte sich dabei mehrfach, dass der Mars im geologischen Sinn keinesfalls eine &#8222;tote Welt&#8220; ist, sondern dass die Oberfläche unseres Nachbarplaneten einem permanent ablaufenden Veränderungsprozess unterliegt. Durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84olischer_Transport" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">aeolische Prozesse</a> herbeigeführte Veränderungen von <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/sandduenen-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Sanddünen</a>, der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/wenn-auf-dem-mars-der-fruehling-beginnt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Wechsel der Jahreszeiten</a> und immer wieder erfolgende <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-neuer-impaktkrater-auf-dem-mars/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Meteoriteneinschläge</a> führen auch in der Gegenwart dazu, dass die Marsoberfläche immer wieder neu gestaltet wird. </p>



<p><strong>Eine neue Hangrinne</strong>
<br>
Erst kürzlich konnten die Marsforscher bei der Auswertung der Aufnahmen des <i>MRO</i> eine erst in der jüngeren Vergangenheit neu entstandene Struktur entdecken. Bei dem Vergleich von zwei Aufnahmen, welche die HiRISE-Kamera am 5. November 2010 und am 25. Mai 2013 angefertigt hat, entdeckten die für die Bildanalyse verantwortlichen Wissenschaftler an der Innenwand eines in der Region Terra Sirenum gelegenen Impaktkraters eine neu entstandene Hangrinne. Derartige rinnenartige Landschaftsformen &#8211; auch unter der englischen Bezeichnung &#8222;gullies&#8220; bekannt &#8211; finden sich in vielen Kratern in den mittleren Breitengraden und auf den südlichen Hochländern des Mars. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24032014183630_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Auf der rechten Aufnahme vom 25. Mai 2013 ist der Verlauf einer erst kürzlich neu entstandene Hangrinne markiert, welche auf der vorherigen Aufnahme der gleichen Region &#8211; das entsprechende Foto wurde bereits am 5. November 2010 angefertigt &#8211; nicht erkennbar ist. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Im Jahr 2006 konnten die Marsforscher bei der Auswertung von Aufnahmen des mittlerweile nicht mehr aktiven Marsorbiters <i>Mars Global Surveyor</i> (MGS) auch erstmals erst kürzlich erfolgte Veränderungen an diesen Hangrinnen beobachten. Daraufhin erhielt das Studium dieser Landschaftsformen durch die HiRISE-Kamera oberste Priorität, denn es ist bis heute nicht vollständig geklärt, welche Prozesse zu der Bildung dieser Hangrinnen führen. Neben dem Abgang von Staublawinen wird dabei auch immer wieder die These ins Feld geführt, dass hierfür aus unterirdischen Reservoirs austretendes flüssiges Wasser verantwortlich sein könnte. </p>



<p>Erst in der jüngeren Vergangenheit erfolgte Rinnenbildungen, so die Ergebnisse der bisherigen Auswertungen der Orbiteraufnahmen, scheinen allerdings in erster Linie während des Winters und im Vorfrühling zu erfolgen. Dies legt jedoch nahe, dass nicht flüssiges Wasser sondern vielmehr sublimierendes Trockeneis der Auslöser für die Entstehung der Rinnen ist. </p>



<p>Aufgrund der während der Wintermonate auf dem Mars herrschenden niedrigen Lufttemperaturen von bis zu minus 130 Grad Celsius friert das in der Marsatmosphäre befindliche Kohlenstoffdioxid in einem großen Umfang aus der Atmosphäre aus und lagert sich in Form von Trockeneis auf der Planetenoberfläche ab. Mit dem einsetzenden Frühling erhöht sich die Lufttemperatur wieder und das zuvor im festen Zustand abgelagerte Kohlendioxid geht &#8211; bedingt durch diesen Temperaturanstieg &#8211; wieder in den gasförmigen Zustand über. Im Rahmen dieses Prozesses, so die Vermutung der Wissenschaftler, destabilisiert sich der an den Innenwänden der Krater abgelagerte Sand. Dies führt zu Lawinenabgängen, in deren Rahmen sich die neuen Hangrinnen bilden. </p>



<p>Bei der jetzt neu entdeckten Hangrinne scheint das Material, welches an der Kraterwand abgerutscht ist, aus einer bereits vorher vorhandenen Rinne ausgebrochen zu sein und hat dabei eine neue Rinne geformt. Da zwischen den beiden Aufnahmen mehr als ein volles Marsjahr vergangen ist, lässt sich die Jahreszeit, in welcher die neue Rinne gebildet hat, leider nicht ermitteln. </p>



<p>Weitere mit dieser neuen Hangrinne in Zusammenhang stehende Bildprodukte finden Sie <a class="a" href="https://hirise.lpl.arizona.edu/ESP_032011_1425" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a>. Neben dieser Aufnahme der HiRISE-Kamera sind auf den Internetseiten der University of Arizona derzeit <a class="a" href="https://www.uahirise.org/katalogos.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mehr als 32.100 weitere HiRISE-Aufnahmen</a> einsehbar. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/schockwellen-loesen-staublawinen-auf-dem-mars-aus/" data-wpel-link="internal">Schockwellen lösen Staublawinen auf dem Mars aus</a> (16. Dezember 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mro-untersucht-rinnen-an-kraterhaengen/" data-wpel-link="internal">MRO untersucht Rinnen an Kraterhängen</a> (1. Oktober 2007) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/staub-statt-wasser/" data-wpel-link="internal">Staub statt Wasser?</a> (31. Mai 2004) </li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4220.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.780" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eine-neue-hangrinne-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Eine neue Hangrinne auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gibt es doch Wasser auf dem Mars?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gibt-es-doch-wasser-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2006 12:35:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen: NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen. Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA. Bisher wusste man nur von [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auch wenn der Mars Global Surveyor (MGS) seit November verschollen ist, sorgen seine Forschungsergebnisse aus den vergangenen Jahren für Schlagzeilen:  NASA-Forscher haben beim Auswerten seiner Bilder Unterschiede auf neueren Bildern des gleichen Ortes auf dem Mars entdeckt, die auf fließendes Wasser schließen lassen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Maria Steinrück</a>. Quelle: NASA.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-12-07-86987.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="230"/><figcaption>
Die entdeckten Ablgerungen im Krater in der Region Centauri Montes im Vergleich zur früheren Aufnahme. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Bisher wusste man nur von der Existenz von Wassereis in geringen Mengen auf dem Roten Planeten. Die Oberflächentemperaturen am Mars sind eigentlich auch zu kalt für fließendes Wasser. Warum suchten dort bisher trotzdem Raumsonden nach flüssigen Wasservorkommen?</p>



<p>Wasser ist auf der Erde lebensnotwendig, also könnte es auch die Lebensgrundlage für Lebewesen am Mars bilden. Natürlich keine grünen Marsmännchen, sondern Bakterien oder ähnliche Kleinstlebewesen. Daher gaben Forscher nicht auf, nach Möglichkeiten von flüssigem Wasser auf diesem Planeten zu suchen. Sie kamen zu dem Schluss, dass Wasser, das aus einer sich unter der Oberfläche befindenden Quelle ans Tageslicht kommt, lang genug flüssig bleibt, um Ablagerungen mit sich zu bewegen.</p>



<p><strong>Verdächtige Veränderungen</strong> <br>Um diese Theorie zu überprüfen, fotografierte die Raumsonde <i>Mars Global Surveyor (MGS)</i> Regionen mehrmals mit gleichen Kameraeinstellungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Sie entdeckte tausende Rinnen auf steilen Abhängen in Kratern. Genau dort, vermuteten die Forscher, könnten sie solche Spuren von Wasser entdecken. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="330" height="177"/><figcaption>
Der Krater in Terra Sirenum im Jahr 2001 und 2005. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Und tatsächlich fanden sie an diesen Stellen Veränderungen in zwei Kratern. Der eine von ihnen befindet sich in der Region <i>Terra Sirenum</i>, der andere in <i>Centauri Montes</i>, beide auf der Südhalbkugel des Mars. Die Formen der neuen Ablagerungen sehen so aus, als ob sie von Wasser mitgenommen worden wären: &#8222;Sie haben fingerartige Verzweigungen am unteren Ende und wurden von kleinen Hindernissen leicht abgelenkt&#8220;, erklärte Michael Malin von <i>Malin Space Science Systems</i>, der sich mit diesem Thema beschäftigt.  <br> Die helle Farbe der Ablagerungen könnte bedeuten, dass die Ablagerungen innen mit Eis angefüllt sind. Es könnte auch eine Salzkruste sein, die auf einen Effekt des Wassers beim Konzentrieren von Salz hindeuten würden.</p>



<p>Würden die Spuren von trockenem Staub stammen, wären sie dunkler, ähnlich den Spuren der Mars Rover.</p>



<p>Die Entdeckung dieser Ablagerungen, die höchstwahrscheinlich von flüssigem Wasser verursacht wurden, wirft viele neue Fragen auf. Zum Beispiel, wie könnte das Wasser unter der Oberfläche flüssig bleiben? Wie sieht es dort aus? Könnten dort Lebewesen existieren? Sind es nur kleine Wasserpfützen, die sich da unten verbergen, oder ist es mehr?</p>



<p>Antworten darauf werden uns hoffentlich weitere Forschungsmissionen zum Mars bringen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07122006133516_small_3.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="266" height="234"/><figcaption>
Die Ablagerungen im Krater in der Region Terra Sirenum im Detail. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars Express beteiligt sich an MGS-Suche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-express-beteiligt-sich-an-mgs-suche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2006 09:26:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach den NASA-Raumsonden will nun auch das europäische Mars-Express-Team in die Suche nach dem verschollenen Mars Global Surveyor eingreifen. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society. Vertont von Dominik Heidler. Bisher misslangen alle Versuche, Kontakt mit dem vermissten Mars Global Surveyor (MGS) aufzunehmen, dessen letztes Lebenszeichen mittlerweile drei Wochen zurück liegt. Insbesondere fragen sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach den NASA-Raumsonden will nun auch das europäische Mars-Express-Team in die Suche nach dem verschollenen Mars Global Surveyor eingreifen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society. Vertont von Dominik Heidler.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-28-77324.mp3"></audio></figure>



<p>Bisher misslangen alle Versuche, Kontakt mit dem <a href="https://www.raumfahrer.net/schwere-probleme-mit-dem-mars-global-surveyor/" data-wpel-link="internal">vermissten</a><i> Mars Global Surveyor</i> (MGS) aufzunehmen, dessen letztes Lebenszeichen mittlerweile drei Wochen zurück liegt. Insbesondere fragen sich die Ingenieure, warum der Orbiter selbst auf den 752 Bildern, die mit den <a href="https://www.raumfahrer.net/wenig-hoffnung-fuer-verschollene-marssonde/" data-wpel-link="internal">Kameras des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i></a> aufgenommen wurden, nicht zu sehen ist. Es gibt wenig Grund anzunehmen, dass der Orbiter von sich aus von dieser Bahn abgewichen ist &#8211; vor allem dann, wenn er wegen Energiemangel nicht mehr funktioniert. Aber selbst die Hochleistungskamera <i>HiRISE</i> zeigte keine Spur des Satelliten.</p>



<p>Außer den drei NASA-Satelliten zieht aber auch seit 2003 eine Sonde der europäischen Weltraumbehörde ESA ihre Kreise um den Mars: <i>Mars Express</i>, die ebenfalls mit einer Hochleistungskamera ausgestattet ist. Dabei handelt es sich um die bekannte <i>High Resolution Stereo Camera</i>, die in Berlin gebaut wurde und von dort aus auch betrieben wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28112006102641_small_1.jpg" alt="DLR" width="363" height="186"/><figcaption>
Auf dieser Aufnahme der HRSC-Kamera sind deutlich die Linsen für Aufnahmen mit höchstmöglicher Auflösung (unten) sowie mit mittlerer Auflösung (darüber) zu erkennen. Durch diese Kombination wird es möglich, die mit der besten Auflösung gewonnenen Aufnahmen genau einzuordnen. 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p>Nun wurde bekannt, dass sich auch das <i>Mars Express</i>-Team auf Anfrage der NASA an der Suche nach dem <i>MGS</i> beteiligen will. Spätestens im Dezember soll es alle zwei Tage Gelegenheiten geben, die Kamera in die Himmelsregion zu richten, in der laut Berechnungen der <i>MGS</i> in weniger als 1.000 Kilometern Abstand vorbei ziehen müsste. Zwar hat die <i>HRSC</i> weniger Auflösung als die <i>HiRISE</i>, aber allein schon aktuelle Bahndaten wären der NASA hoch willkommen. Und mit etwas Glück könnte man vielleicht sogar die Lage des Satelliten im Raum erkennen und daraus wertvolle Rückschlüsse auf seinen Zustand schließen. <br>Man vermutet ja, dass der <i>MGS</i> eines seiner beiden Solarpaneele nicht mehr bewegen kann und dass dies die Grundursache seines &#8222;Schweigens&#8220; ist. Nun haben die meterlangen Solarpaneele einer Raumsonde oft eine größere Ausdehnung als die Sonde selbst und sollten daher auch auf einem Bild aus großer Entfernung gut zu erkennen sein, je nach Lage im Raum und Lichtsituation. Wenn auf einem solchen Bild etwa erkennbar wäre, dass der <i>MGS</i> wenigstens eines seiner Solarpaneele nach wie vor auf die Sonne ausgerichtet hält, könnte man daraus schließen, dass er immer noch in Betrieb ist. Könnte man sehen, dass das andere Paneel in einer willkürlichen, &#8222;nutzlosen&#8220; Stellung steht, würde das die Theorie bestätigen, dass dieses Paneel nicht mehr bewegt werden kann und damit Ursache des Malheurs ist. </p>



<p>Würde man auf einem Bild, oder auch einer Folge von Bildern, aber sehen, dass der <i>Mars Global Surveyor</i> sich nicht mehr auf die Sonne ausrichtet, sondern in irgend einer beliebigen Stellung durch das All fliegt, oder sich gar schon in einer unkontrollierten Taumelbewegung befindet, dann kann man davon ausgehen, dass der Satellit elektronisch tot ist und dass es praktisch keine Hoffnung mehr gibt, ihn noch zu retten.    
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mars-express-beteiligt-sich-an-mgs-suche/" data-wpel-link="internal">Mars Express beteiligt sich an MGS-Suche</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wenig Hoffnung für verschollene Marssonde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wenig-hoffnung-fuer-verschollene-marssonde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 00:31:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30504</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf einer Pressekonferenz hatte die NASA keine guten Nachrichten über das Schicksal des Mars Global Surveyor (MGS), auch wenn die Suche noch nicht aufgegeben wird. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now/Planetary Society. Vertont von Julian Schlund. Seit Ende letzter Woche hielten alle Kameras des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) Ausschau nach dem MGS: 750 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer Pressekonferenz hatte die NASA keine guten Nachrichten über das Schicksal des Mars Global Surveyor (MGS), auch wenn die Suche noch nicht aufgegeben wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now/Planetary Society. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-23-70649.mp3"></audio></figure>



<p>Seit Ende letzter Woche hielten alle Kameras des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i> (MRO) Ausschau nach dem MGS: 750 Bilder mit den einfachen &#8222;Star Tracker&#8220;-Navigationskameras, die den MGS höchstens in der Größe eines einzigen Pixels zeigen könnten, wurden aufgenommen sowie je eine Aufnahme mit dem immer noch relativ weitwinkligen &#8222;Context Imager&#8220; und schließlich der Hochleistungskamera &#8222;HiRISE&#8220;.</p>



<p>Das Ergebnis gaben die Projektmanager Tom Thorpe, Fuk Li und Michael Meyer auf einer Pressekonferenz am Dienstag um 19:00 Uhr MEZ bekannt: Nicht eine einzige definitive Sichtung. Zwar läuft die Untersuchung der extrem großen Bilder der beiden wissenschaftlichen Kameras noch immer, aber viel Hoffnung besteht laut NASA nicht mehr, dass der <i>MGS</i> noch auf den Bildern gefunden wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_small_1.gif" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="260"/><figcaption>
Bild von 
<strong>Mars Odyssey</strong>
, aufgenommen 2002 vom 
<i>MGS</i>
. So ähnlich hätte auch das Bild vom 
<i>MGS</i>
 selbst aussehen sollen. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Dieses Ergebnis kann einerseits bedeuten, dass der <i>MGS</i> seit seinem letzten Funkkontakt am 5. November durch gravitative Bahnstörungen stärker als angenommen abgelenkt wurde oder gar durch Steuerdüsen-Zündungen aus seiner gewohnten Bahn abgewichen ist und sich dadurch nicht mehr dort befindet, wo man ihn vermutet.</p>



<p>Es kann andererseits auch einfach bedeuten, dass das MRO-Team seinen Satelliten noch nicht so perfekt beherrscht wie das MGS-Team den seinen, denn diesem war es 2002 sehr wohl gelungen, Bilder anderer Mars-Satelliten aufzunehmen. Allerdings hatten die Navigatoren da auch schon sechs Jahre Erfahrung mit der Feinsteuerung ihres Raumschiffs. Einfach ist die Aufgabe, ein Bild von einem sich schnell bewegenden, nur mehrere Meter großen Objekt an unsicherer Position in immerhin 100 Kilometern Entfernung aufzunehmen, jedenfalls ganz sicher nicht.</p>



<p>So oder so tappen die Ingenieure nun weiterhin im Dunkeln über die Lage der Sonde im Raum und die Stellung eines wahrscheinlich defekten Solarpaneels und können daher auch keine weiteren Schritte unternehmen, den Kontakt wieder herzustellen. Dass das letzte Funksignal vom <i>MGS</i> am 5. November sehr schwach war, und dass seitdem kein einziger Funkkontakt mehr zu Stande kam, ist ohnehin ungewöhnlich. Es lässt befürchten, dass der <i>Mars Global Surveyor</i> durch die Blockierung des Paneels in ungünstiger Stellung seine Batterien nicht mehr ausreichend nachladen konnte und ihm somit langsam die Energie ausging, bis der Bordcomputer und die Instrumente versagten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22112006013143_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/Malin Space Science Systems" width="260"/></a><figcaption>
Eines der letzten Bilder des 
<i>MGS</i>
: Wolkenbildung über dem Nordpol des Mars&#8216;. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Aber noch hat die NASA die Hoffnung nicht ganz aufgegeben. Heute und morgen soll vor Allem ein Versuch unternommen werden, ein einfaches Testsignal über den <i>MGS</i> an <i>Opportunity</i> zu senden. Sollte dieser es empfangen, würde er es an <i>Mars Odyssey</i> weiter leiten und von diesem würde es zurück zur Erde gelangen. </p>



<p>Falls dieser Versuch funktioniert, wäre es das ersehnte Lebenszeichen von der bisher erfolgreichsten Raumsonde, die je zum Mars geflogen ist. Fast auf den Tag genau 10 Jahre lang war der <i>MGS</i> in Betrieb, seine ursprünglich für zwei Jahre geplante Mission wurde mehrmals verlängert. Die NASA hat mit dem <i>MRO</i> zwar bereits den noch deutlich leistungsfähigeren Nachfolger des <i>MGS</i> vor Ort. Von daher ist der wahrscheinliche Verlust des <i>MGS</i> keine Katastrophe. Da der <i> MRO</i> aber den Mars quasi mit etwas anderen &#8222;Augen&#8220; sieht, lassen sich seine Beobachtungen nicht unmittelbar mit früheren Beobachtungen des <i>MGS</i> vergleichen. Optimal eignen sich dazu nur aktuelle Beobachtungen des <i>MGS</i> selbst. Der zunehmende Charakter dieser Mission als Langzeitbeobachtung der Marsoberfläche war es also, der sie immer noch so wertvoll für die NASA machte, dass sie die Mission gleich um weitere 10 Jahre verlängerte. Es sieht aber nun so aus, als ob die lange und hoch erfolgreiche Karriere des <i>MGS</i> ein jähes Ende gefunden hat.</p>
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		<title>MRO sucht nach MGS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mro-sucht-nach-mgs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2006 21:17:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
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		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
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		<category><![CDATA[Suche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Satellit Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) soll nun benutzt werden, um den verlorengegangenen Mars Global Surveyor (MGS) zu finden und seinen Status herauszufinden. Ein Beitrag von Michael Aye. Quelle: Space.com. Vertont von Dominik Heidler. Mithilfe der Kamera des High Resolution Imaging Science Experiments (HiRise) an Bord des MRO will die NASA sich nun auf die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Satellit Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) soll nun benutzt werden, um den verlorengegangenen Mars Global Surveyor (MGS) zu finden und seinen Status herauszufinden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Aye</a>. Quelle: Space.com. Vertont von Dominik Heidler.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-11-16-73015.mp3"></audio></figure>



<p>Mithilfe der Kamera des <i>High Resolution Imaging Science Experiments</i> (HiRise) an Bord des MRO will die NASA sich nun auf die Suche nach der Raumsonde MGS machen, der Sonde der NASA, die mit 10 Jahren am längsten am Mars im Dienst steht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112006221741_small_1.jpg" alt="NASA" width="300" height="193"/><figcaption>
Mars Reconnaissance Orbiter: Auf der Suche nach der stillen Marssonde 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die erste Schwierigkeit besteht darin, MGS überhaupt ins Blickfeld der HiRise Kamera zu bekommen, denn der Verbindungsabbruch mit MGS seit 10 Tagen bedeutet eine überdurchschnittlich große Unsicherheit im Wissen der genauen Position der MGS Raumsonde. Üblicherweise wird jede Kommunikation mit einer Raumsonde durch Doppler-Effekte auf den Trägerwellen der Kommunikation gleichzeitig für eine genaue Positionsbestimmung von Raumsonden herangezogen.</p>



<p>Um dieses Problem anzugehen, haben die Ingenieure von <em>Lockheed Martin Space Systems</em>, die Erbauer beider Raumsonden MGS und MRO, einen Zwei-Punkte-Plan entwickelt.</p>



<p><strong>Zwei-Punkte-Plan</strong></p>



<p>Dann wird HiRise heute, am Mittwoch, dem 15.11.2006, dazu benutzt, anhand dieser Extrapolation der Bahn ein Bild aufzunehmen, und zwar mit einer sehr langen Belichtungszeit, da die Bahnfehler bis zu 45 Sekunden betragen können, so sagt Wayne Sidney, der Leiter des Lockheed Martin Ingenieur Teams der MRO-Raumsonde.</p>



<p>Eventuelle Schlieren in diesem Bild durch eine schnelle Bewegung des MGS relativ zur MRO-Sonde machen in diesem ersten Schritt nichts aus, da trotzdem durch den Anfang und das Ende einer eventuellen Spur im Bild die Bahndaten der MGS Sonde genau genug berechnet werden können.</p>



<p>Im zweiten Schritt, am Freitag, soll dann ein hochaufgelöstes Bild mit kurzer Belichtungszeit möglich sein, sollte man heute erfolgreich die MGS-Sonde im Bild sehen können. Mit diesem zweiten Bild hoffen die Ingenieure mehrere Dinge zu erfahren. Einmal einfach die Position der Raumsonde im Raum, um die bestmöglichen Zeiten zur Kommunikation mit den Notfall-Antennen der Raumsonde zu ermöglichen, sollte die Hauptantenne beschädigt sein. </p>



<p>Außerdem soll die Position der Solarpaneele bestätigt werden. Man kann damit zum Beispiel berechnen, wie viel Strom die Sonde in den letzten Tagen erzeugen konnte, um abschätzen zu können, wie ernst die Lage ist. Auch könnte es sein, dass die Sonde noch zuhört, aber aus Leistungsgründen nicht antworten kann. Dann könnte man bei Wissen der Position der Solarpanelen die richtigen Befehle zur Neuorientierung zur Sonde schicken.</p>



<p>Nun heißt es abwarten, ob das heutige Bild der HiRise-Kamera Rettung für Freitag verspricht, oder ob wir uns vielleicht für immer von der treuen Sonde MGS verabschieden müssen.  </p>
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		<item>
		<title>Schwere Probleme mit dem Mars Global Surveyor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schwere-probleme-mit-dem-mars-global-surveyor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Nov 2006 23:16:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Global Surveyor]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Tage vor dem 10jährigen Jubiläum seines Starts ist die Kommunikation mit dem ältesten Marssatelliten weitgehend abgerissen. Seine Ingenieure bemühen sich, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL. Gerade ist die Phase der solaren Konjunktion heil überstanden, da beginnt der Mars Global Surveyor (MGS) seinem Team ernsthafte Sorgen zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei Tage vor dem 10jährigen Jubiläum seines Starts ist die Kommunikation mit dem ältesten Marssatelliten weitgehend abgerissen. Seine Ingenieure bemühen sich, ihn wieder unter Kontrolle zu bekommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10112006001607_small_1.jpg" alt="NASA/JPL" width="260"/><figcaption>
Der Großvater unter den Marssonden: Mars Global Surveyor. 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Gerade ist die Phase der <a href="https://www.raumfahrer.net/solare-konjunktion/" data-wpel-link="internal">solaren Konjunktion</a> heil überstanden, da beginnt der <i>Mars Global Surveyor</i> (MGS) seinem Team ernsthafte Sorgen zu machen: Am 2. November, einen Orbit nachdem ihm Kommandos für ein Routinemanöver der Solarpaneele gesendet worden waren, meldete der Satellit fehlerhafte Daten von einem Motor, der eines dieser Paneele bewegt. Der Bordcomputer reagierte in der vorgesehenen Weise, indem er auf eine Reservemotorsteuerung umschaltete, dann auf einen Reserveschaltkreis.</p>



<p>Nach diesen ersten Anzeichen von Problemen fiel erst einmal zwei Tage lang das Signal der Marssonde komplett aus. Am 5. November gab es dann wieder ein Lebenszeichen insofern, dass auf der Erde vier Mars-Orbits der Sonde lang zumindest ihr Trägersignal empfangen wurde, aber keinerlei Daten von den Instrumenten. Die Frequenz des Signals zeigte an, dass der Bordcomputer in den sogenannten &#8222;Sicherheitsmodus&#8220; gegangen ist, in dem er nur noch lebenswichtige Aktivitäten durchführt und auf neue Instruktionen von der Erde wartet. Während der nächsten beiden Tage blieb wiederum jedes Signal aus. </p>



<p>Die Ingenieure deuten das Verhalten des <i>MGS</i> dahin gehend, dass das erwähnte Solarpaneel derzeit nicht mehr bewegt werden kann. In diesem Fall richtet sich der Orbiter so zur Sonne aus, dass eben dieses Paneel maximale Sonneneinstrahlung empfängt, um so die Energiezufuhr sicherzustellen. Dies geht aber nur auf Kosten der Ausrichtung der Funkantenne zur Erde, was die derzeit schlechte Funkverbindung erklärt.</p>



<p>&#8222;Die Raumsonde hat genug Reservesysteme, um sie wieder in Betrieb zu kriegen&#8220;, sagte Tom Thorpe, der zuständige Projektmanager. &#8222;Aber erst einmal müssen wir die Kommunikation wiederherstellen.&#8220;</p>



<p>Der <i>Mars Global Surveyor</i>, der am 7. November 1996 in&#8217;s All startete, ist das älteste von derzeit sechs aktiven Raumfahrzeugen um den und auf dem Roten Planeten. Seine ursprüngliche Mission war für nur zwei Jahre bemessen, wurde aber angesichts seiner Erfolge immer weiter verlängert, zuletzt am 1. Oktober diesen Jahres. Er ist nun länger in Betrieb als jedes andere Mars-Raumfahrzeug vor ihm und hat mehr Daten zur Erde gesandt als alle seine Vorgängermissionen zusammen. Neben vielen anderen Entdeckungen fand er geologisch junge Wasser-Ablaufrinnen, entdeckte wasserrelevante Mineralienablagerungen &#8211; die jetzt <i>Opportunity</i> untersucht &#8211; und kartografierte zahlreiche mögliche weitere Landestellen auf dem Mars.        
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Solare Konjunktion</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/solare-konjunktion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 10:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Odyssey 2001]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunktion]]></category>
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		<category><![CDATA[Missionsplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was tun, wenn man mit seinem Raumfahrzeug nicht mehr kommunizieren kann, weil die Sonne sich in den Weg stellt? Ein Beitrag von Axel Orth Seit über zehn Jahren ist die Menschheit am Planeten Mars, dem erdähnlichsten des Sonnensystems, mit Raumfahrzeugen ständig präsent. Alle zwei Jahre sind diese Raumfahrzeuge von der Erde abgeschnitten, volle zwei Wochen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was tun, wenn man mit seinem Raumfahrzeug nicht mehr kommunizieren kann, weil die Sonne sich in den Weg stellt?</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="300" height="165" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/solar_conjunction.jpg" alt="" class="wp-image-68461"/><figcaption>Solare Konjunktion: Mars, Sonne und Erde auf einer Linie
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Seit über zehn Jahren ist die Menschheit am Planeten Mars, dem erdähnlichsten des Sonnensystems, mit Raumfahrzeugen ständig präsent. Alle zwei Jahre sind diese Raumfahrzeuge von der Erde abgeschnitten, volle zwei Wochen lang. Der Grund dafür ist die so genannte &#8222;solare Konjunktion&#8220;. Mit diesem Begriff bezeichnet man die Anordnung von Erde, Sonne und Mars auf einer Linie, und es ist leicht nachvollziehbar, dass dann der riesige, feurige Sonnenball Radiowellen in die eine wie in die andere Richtung zuverlässig abblockt oder zumindest verfälscht. Und da der Mars für einen Umlauf um die Sonne doppelt so lange braucht wie die Erde, tritt die Konjunktion eben alle zwei Erdenjahre auf. Mit dem gleichen Rhythmus, nur zeitlich um ein Jahr versetzt, kommen sich Erde und Mars ja auch besonders nahe und dann ist auf der Erde Hochsaison für den Start von Marsmissionen, wie etwa 2001 Mars Odyssey, 2003 Mars Express und die Mars Rover, 2005 Mars Recon Orbiter, 2007 Phoenix Lander und so weiter. Dieses Jahr war hingegen mal wieder eine solare Konjunktion fällig, und zwar gerade in den letzten zwei Wochen.</p>



<p>Die Missionsteams auf der Erde reagieren auf den unvermeidlichen Kommunikationsabriss unterschiedlich. Sie stellen einige Instrumente ab. Sie lassen andere Instrumente weiter laufen und ihre Daten zwei Wochen lang zwischenspeichern und rufen sie dann en gros ab. In manchen Fällen lassen sie die Instrumente auch weiter ihre Daten senden und nehmen eben in Kauf, dass teilweise Daten verlorengehen &#8211; sonst geradezu ein Verbrechen für ehrgeizige Wissenschaftler.</p>



<p>Aber niemand ist so dumm, während einer Konjunktion&nbsp;<strong>neue Instruktionen zum Mars zu senden</strong>. Es ist unmöglich vorherzusagen, welche Information durch Wechselwirkung der Radiowellen mit geladenen Sonnenpartikeln nun gerade verloren geht und welche bei der Raumsonde ankommt, so dass die verstümmelte Information die Sonde gefährden könnte. Anstelle dessen senden die Ingenieure Instruktionen für zwei Wochen und&#8230; warten.</p>



<p>Dies mag riskant erscheinen. Aber über die Jahre, fast schon Jahrzehnte haben Ingenieure Erfahrung damit gesammelt, Marssonden sich selbst zu überlassen. Wie Eltern, die ihre Sprösslinge aufziehen und sie schließlich erste kleine Ausflüge mit ihren Freunden unternehmen lassen, so können auch Weltraumforscher ihre Sonden eine Weile sich selbst überlassen und davon ausgehen, dass sie sie nach der Konjunktion gesund und munter vorfinden, bereit, die Arbeit wieder aufzunehmen.</p>



<p><strong>Das ist hier die Frage: Rasten &#8230;</strong></p>



<p>&#8222;Wir sind ein bisschen besorgt, da es immer möglich ist, dass etwas Unvorhergesehenes passiert&#8220;, sagte Jake Matijevic, Leiter des Ingenieurteams des Marsrover. &#8222;Aber die Rover haben es schon durch ihre erste Konjunktion geschafft und wir denken, es wird auch diesmal gut gehen.&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/marshimmel_wolken.jpg" alt="" class="wp-image-68460" width="300" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/marshimmel_wolken.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/marshimmel_wolken-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/marshimmel_wolken-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption>Wolken am Marshimmel &#8211; eine schöne und seltene Aufnahme von Opportunitys NavCam.
(Bild: NASA/JPL)</figcaption></figure></div>



<p>Während der Konjunktion werden&nbsp;<em>Spirit</em>&nbsp;und&nbsp;<em>Opportunity</em>&nbsp;den Marshimmel nach Wolken absuchen, atmosphärischen Staub messen, ihre Spektrometer-Analysen umliegender Felsen und des Bodens fortsetzen und natürlich Bilder aufnehmen. Beide Rover werden ihre Daten speichern und sie später zur Erde übermitteln. Somit ist die Konjunktionsphase für einige Teammitglieder eine Gelegenheit für einige wohl verdiente freie Tage.</p>



<p><em>Spirit</em>&nbsp;hat am 26. Oktober seinen 1000. Sol auf dem Mars verbracht. Ursprünglich geplant waren nur 90 Sols! Dass es überhaupt so lange gut gegangen ist, liegt daran, dass sich die Staubablagerung auf den Solarzellen als längst nicht so gravierend erwiesen hat wie ursprünglich angenommen. Allerdings zeigt der Rover mittlerweile doch Zeichen von Verschleiß &#8211; vor allem ist eines seiner sechs Räder &#8222;gelähmt&#8220; &#8211; und hat sich wegen des geringen Lichteinfalls im noch andauernden Marswinter schon seit Monaten nicht mehr von der Stelle bewegt.</p>



<p>Auch&nbsp;<em>Opportunity</em>&nbsp;wird in wenigen Tagen die 1000-Sol-Grenze durchbrechen. Bei ihm macht vor allem der Instrumententragarm Probleme und ist ein Rad nicht mehr steuerbar, aber wegen der größeren Nähe zum Äquator und daher mehr Sonnenlicht kann er seine laufende Untersuchung des &#8222;Victoria-Kraters&#8220; sofort wieder aufnehmen.</p>



<p><strong>&#8230; oder nicht rasten?</strong></p>



<p>Für das Team des&nbsp;<em>Mars Reconnaissance Orbiter</em>&nbsp;ist es hingegen hart, gerade jetzt die Arbeit einstellen zu müssen. Schließlich ist der Satellit eben erst frisch beim Mars angekommen, daher fiebern die Forscher natürlich geradezu darauf, die Instrumente auf interessante Bodenziele zu richten und sie mit bisher ungekannter Präzision neu zu untersuchen. Die&nbsp;<em>HiRISE</em>-Kamera wird zwar während der Konjunktion abgeschaltet, aber andere Instrumente werden weiter Daten sammeln.</p>



<p>Auch das Team von&nbsp;<em>Mars Odyssey</em>&nbsp;wird keine Ruhepause einlegen. Es bereitet einen Aufnahmemodus &#8222;Off-Nadir&#8220; vor, der ab Dezember angewandt werden soll: Anstelle senkrecht nach unten zu blicken, werden die Navigatoren die Sonde so rotieren lassen, dass sie mit ihrer Thermalkamera dasselbe Terrain unter leicht verschiedenen Blickwinkeln aufnehmen kann und so Infrarot-Stereo-Aufnahmen machen kann.</p>



<p><strong>Manches geht im Alter besser</strong></p>



<p>Womit die einen gerade erst anfangen, ist für die Profis alles schon Routine.&nbsp;<em>Mars Global Surveyor</em>, der Großvater unter den Marssonden, kartiert den Mars ununterbrochen seit 1999. Aufnahmen mit raffinierten Drehmanövern dieses Satelliten haben schon geholfen, verschollene Landesonden ausfindig zu machen, als andere Sonden erst im Versuchsstadium waren, und Sonnenkonjunktionen kennen sie ebenfalls schon zur Genüge. Die diesjährige Konjunktion &#8211; ihre fünfte &#8211; fällt ihnen noch wesentlich leichter als vorherige, denn ein früheres ärgerliches Antennenproblem hat sich mittlerweile von selbst gegeben.</p>



<p>Lange Jahre hindurch, so erläuterte Projektmanager Tom Thorpe, behinderte eine Blockierung die Bewegungsfreiheit der Hochgewinn-Antennenschüssel, die Daten zur Erde sendet. Um das Problem zu umgehen, mussten die Navigatoren die Schüssel in einer komplizierten Prozedur zur Erde ausrichten, die sie &#8222;Beta Supplement&#8220; nannten. Dabei galt es aufzupassen, dass die Antenne nicht gegen den Ausleger stößt, auf dem sie befestigt ist.</p>



<p>Letztes Jahr verschwand die Blockierung plötzlich. Die Ingenieure schlossen daraus, dass das Problem wahrscheinlich von einem Knick in der Verkabelung her rührte und nicht, wie bis dahin angenommen, von einer lockeren Schraube, die sich beim Start losgerappelt haben könnte.</p>



<p>&#8222;Wir sind jetzt in unserem fünften Marsjahr&#8220;, sagte Thorpe. &#8222;Also fast zehn Erdenjahre &#8211; und wir machen nach all der Zeit immer noch neue Entdeckungen.&#8220;</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/solare-konjunktion/" data-wpel-link="internal">Solare Konjunktion</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tektonische Platten am Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tektonische-platten-am-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2005 20:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetometer]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[Plattentektonik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29979</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf der Erde ist Plattentektonik etwas Selbstverständliches. Auf der Erde sind Erdbeben das Resultat von tektonischen Platten die aneinander reiben. Nun hat man auch am Mars Plattentektonik in früheren Jahren nachgewiesen. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: NASA. NASA Wissenschaftler haben Beweise gefunden, dass der Mars früher tektonische Plattenaktivität hatte. Mit Hilfe des „alten“ Mars [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf der Erde ist Plattentektonik etwas Selbstverständliches. Auf der Erde sind Erdbeben das Resultat von tektonischen Platten die aneinander reiben. Nun hat man auch am Mars Plattentektonik in früheren Jahren nachgewiesen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27102005222659_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
So sieht die Karte von MGS aus. Ganz gut zu sehen sind die einzelnen Abstufungen und die Streifen, die sich teilweise über den gesamten Mars erstrecken (Bild: Mars Global Surveyor/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>NASA Wissenschaftler haben Beweise gefunden, dass der Mars früher tektonische Plattenaktivität hatte. Mit Hilfe des „alten“ Mars Global Surveyor hat man den Magnetismus am Mars gemessen und mit diesen Daten eine Karte über Magnetismus am Mars angefertigt. Diese Karte zeigt ganz deutlich, wo früher zwei Platten aneinander rieben. An diesen Punkten ist früher auch Lava an die Oberfläche getreten. Diese Lava wurde dann ebenso magnetisch, abhängig von der Ladung des damaligen Mars-Magnetfeldes. Da sich das Magnetfeld des Mars mehrmals geändert hat, kann man jetzt recht gut sehen wann und wo Platten aktiv waren. Dabei ist dieser Gedanke über Plattentektonik am Mars nicht neu. Erste Hinweise dafür fand man bereits 1999, übrigens auch mit Mars Global Surveyor. Dabei wurde aber nur eine bestimmte Region in der südlichen Hemisphäre überprüft, sodass man es für ein Einzelphänomen hielt – aber es machte trotzdem neugierig. Die Daten wurden gesammelt als sich die Raumsonde gerade im so genannten „Aerobreaking“ Manöver befand und so der Mars-Oberfläche des Öfteren sehr nahe kam.  <br>Aufmerksam von diesen Fund, hat man nun den Magnetismus am gesamten Mars gemessen und eine Karte erstellt. Dieser Vorgang hat lange vier Jahre gedauert. In diesen vier Jahren wurden mehrere Regionen mehrmals überflogen und gemessen. „Je öfter und je mehr Daten wir sammelten desto genauere und hochauflösendere Bilder und Daten konnten wir sammeln“, erklärt Dr. Jack Connerney, Stellvertretender Manager des Magnetinstruments an Bord der Raumsonde Mars Global Surveyor. „Die Daten bauen auf den Funden von 1999 auf und zeigen mehrere Abstufungen im Magnetfeld des Mars. Während wir 1999 diese Beweise für Plattentektonik nur in der südlichen Hemisphäre fanden, haben wir es nun überall auf den Mars gefunden und eine genaue Karte darüber angefertigt“, erklärt Dr. Norman Ness von der Universität in Delaware. Aber viel wichtiger sind die Erkenntnisse über die vermutlichen Grenzen der tektonischen Platten, die früher aktiv gewesen sein sollen. </p>


<p>An Bildern ist relativ leicht zu erkennen, dass das Magnetfeld des Mars ständig von positiver Ladung auf negative Ladung oder umgekehrt gewechselt ist. Hier sehen Wissenschaftler signifikante Ähnlichkeiten zur heutigen Erde. Anhand dieser Streifen ist leicht zu erkennen, wo früher zwei tektonische Platten aneinander rieben. An diesen Stellen kamen dann flüssige Gesteine aus dem Mantel des Mars an die Oberfläche. Wenn die Platten sich ausdehnen und abkühlen werden sie magnetisch geladen und zwar genauso wie das derzeitige Planetenmagnetfeld geladen ist. Dieses wechselt alle Millionen Jahre einmal von positiv auf negativ oder umgekehrt. Am Mars fand man nun Beweise dafür, dass sich eine neue Kruste vom Mantel gebildet hat und an die Oberfläche ausgedehnt hat. Wenn dann eine neue Platte entstanden ist, wird die alte nicht mehr benötigt und nach unten gedrückt. Diese Reibung ist dann tektonische Aktivität der tektonischen Platten. Dieses Prinzip ist heute so auf der Erde und war vermutlich damals auch für den Mars gültig. Dieser Fund macht den Mars der Erde wieder ein Stück ähnlicher, aber auch ein Beweis dafür, dass es nicht immer nur High-Tech Roboter benötigt um wissenschaftliche Erfolge zu erzielen. Auch die alten und in vielen bereits ausgemisteten Raumsonden wie Mars Global Surveyor tragen auch noch heute zur Erforschung des Alls bei….</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tektonische-platten-am-mars/" data-wpel-link="internal">Tektonische Platten am Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Erkenntnisse eines Veteranen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erkenntnisse-eines-veteranen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Landeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesen Tagen feiert der Mars-Orbiter Mars Global Surveyor den Abschluss seines achten Erdenjahres im Mars-Orbit. Dank seiner Langzeitbeobachtungen konnten Wissenschaftler interessante Phänomene entdecken. Autor: Michael Stein. Am 12. September 1997 &#8211; zu dieser Zeit sendete der Mars Pathfinder-Lander noch Daten von der Oberfläche des Roten Planeten &#8211; trat ein neuer Orbiter in eine Umlaufbahn um [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erkenntnisse-eines-veteranen/" data-wpel-link="internal">Erkenntnisse eines Veteranen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In diesen Tagen feiert der Mars-Orbiter <em>Mars Global Surveyor</em> den Abschluss seines achten Erdenjahres im Mars-Orbit. Dank seiner Langzeitbeobachtungen konnten Wissenschaftler interessante Phänomene entdecken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050925_01.jpg" alt="" width="398" height="425"/><figcaption>Der <em>Mars Global Surveyor</em> im Marsorbit. Gut ist hier die nach unten zeigende <em>Mars Orbiter Camera</em> zu sehen.<br>(Grafik: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am 12. September 1997 &#8211; zu dieser Zeit sendete der <a href="https://www.raumfahrer.net/mars-pathfinder-die-generalprobe/" data-wpel-link="internal"><em>Mars Pathfinder</em>-Lander</a> noch Daten von der Oberfläche des Roten Planeten &#8211; trat ein neuer Orbiter in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten ein: Der <a href="https://www.raumfahrer.net/raumsonden-index-m-bis-o/#29c190336f35" data-wpel-link="internal"><em>Mars Global Surveyor (MGS)</em></a> hatte seinen Bestimmungsort nach zehnmonatiger Reise erreicht. Die zunächst stark elliptische polare Umlaufbahn sollte anschließend innerhalb eines halben Jahres erstmals durch das so genannte &#8222;Aerobraking&#8220; in den gewünschten annähernd kreisförmigen Orbit überführt werden. Bei diesem Verfahren fliegt das Raumfahrzeug im planetennächsten Punkt des Orbits (dem &#8222;Perizentrum&#8220;) wiederholt durch die oberen Atmosphärenschichten und reduziert dabei seine Geschwindigkeit und gleichzeitig auch die Höhe des planetenfernsten Punkts der Umlaufbahn (dem &#8222;Apozentrum&#8220;). <em>Mars Global Surveyor</em> war die erste Raumsonde, bei der dieses Verfahren angewandt wurde, nachdem es im Sommer 1993 bei dem Venus-Orbiter <a href="https://www.raumfahrer.net/raumsonden-index-m-bis-o/#659e0d0ed74e" data-wpel-link="internal"><em>Magellan</em></a> erstmals mit Erfolg getestet worden war.<br> <br>Doch zum Leidwesen der Wissenschaftler zog sich das Aerobraking ein gutes Jahr länger als geplant hin, so dass der wissenschaftliche Beobachtungsorbit erst im April 1999 erreicht war. Grund für diese Verzögerung war eines der beiden Solarpaneele des Orbiters, das nach dem Entfalten nicht richtig eingerastet war, so dass das Aerobraking sehr vorsichtig durchgeführt werden musste, um eine weitergehende Beschädigung oder sogar das Abreißen des Solarpaneels zu verhindern. Daher flog der Orbiter höher als ursprünglich vorgesehen durch die Marsatmosphäre, was aufgrund der dort dünneren Luftschichten eine entsprechend geringere Abbremsung erzeugte &#8211; der &#8222;Bremsweg&#8220; verlängerte sich entsprechend. Seit April 1999 jedoch umkreist der <em>Mars Global Surveyor</em> zwölfmal täglich die Pole des Roten Planeten, was vor allem für die Wetter- und Klimabeobachtung hervorragende Möglichkeiten bietet. Aus rund 380 Kilometern Höhe hat die Raumsonde bisher mehr als 200.000 Aufnahmen mit seiner leistungsfähigen <em>Mars Orbiter Camera</em> angefertigt. Durch in den letzten Jahren neu entwickelte Maßnahmen zur Kompensation der Eigenbewegung des Orbiters während der Aufnahmen konnte die Auflösung der höchstauflösenden <em>MGS</em>-Fotos bis auf 50 Zentimeter je Pixel gesteigert werden! Mittlerweile füllen die <em>MGS</em>-Aufnahmen Bände, und selbst von den beiden anderen aktiven Mars-Orbitern &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mars-express/" data-wpel-link="internal"><em>Mars Express</em></a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-odyssey-2001/" data-wpel-link="internal"><em>2001 Mars Odyssey</em></a> &#8211; hat <em>Mars Global Surveyor</em> mittlerweile bereits Aufnahmen gemacht. Auch die beiden Mars-Rover sind bereits mehrfach von <em>MGS</em> &#8222;abgelichtet&#8220; worden, und über das Schicksal des Ende 1999 beim Landevorgang verschollenen <em>Mars Polar Lander</em> könnten zukünftige Aufnahmen der <em>Mars Orbiter Camera</em> ebenfalls Hinweise liefern. (Vor einigen Monaten wurden Aufnahmen präsentiert, die möglicherweise den Lander und seinen Landefallschirm zeigen &#8211; kommende, hochauflösendere <em>Mars Global Surveyor</em>-Aufnahmen sollen hier Klarheit bringen.)<br> <br>Wichtiger als solche Demonstrationsaufnahmen waren und sind natürlich hochauflösende Fotos der Marsoberfläche, die zum Beispiel bei der Bestimmung des Landeortes der beiden Mars-Rover <a href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal"><em>Spirit</em></a> und <em>Opportunity</em> eine herausragende Rolle spielten. Durch die mittlerweile mehr als drei Mars-Jahre umfassenden Aufnahmen lassen sich auch sehr gut Veränderungsprozesse auf der Marsoberfläche feststellen. So konnten beispielsweise mit Hilfe zweier Aufnahmen einer marsianischen Düne, die im Abstand mehrerer Jahre gemacht worden sind, dort neu entstandene Rinnen beobachtet werden, deren genaue Entstehungsursache noch unklar ist (möglicherweise ist ein dicht unter der Oberfläche liegender Strang aus gefrorenem Kohlendioxid, der zwischenzeitlich geschmolzen war, für das beobachtete Phänomen verantwortlich). Auch den Mars-Meteorologen lieferte <em>Mars Global Surveyor</em> interessante Einsichten in das Wettergeschehen unseres Nachbarplaneten: So konnte beispielsweise festgestellt werden, dass bestimmte Wetterphänomene sich mit erstaunlicher Genauigkeit zur gleichen Jahreszeit an gleicher Stelle des Planeten wiederholen &#8211; eine Entdeckung, die nur durch die kontinuierliche Langzeitbeobachtung des Planeten möglich geworden ist.<br> <br>Auch in den kommenden Jahren soll der <em>Mars Global Surveyor</em> Aufnahmen vom Roten Planeten liefern. Die Raumsonde ist bis auf den Mitte 2001 ausgefallenen Laser-Höhenmesser <em>MOLA</em> (der bis dahin ein fast komplettes und sehr detailliertes Höhenprofil des Mars geliefert hat) noch voll funktionsfähig und soll im kommenden Jahr durch seine Atmosphärenbeobachtungen unter anderem auch den im März beginnenden Aerobraking-Prozess des <a href="https://www.raumfahrer.net/mro-ein-orbiter-mit-den-augen-eines-landers/" data-wpel-link="internal"><em>Mars Reconnaissance Orbiter</em></a> unterstützen. Die momentan bis September 2006 finanzierte Mission wird angesichts der großen Erfolge, die bisher erzielt worden sind, wahrscheinlich noch lange darüber hinaus ein Auge auf unseren kleinen Nachbarn werfen &#8211; soweit die Instrumente tragen&#8230;</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/mars-aktuell/" data-wpel-link="internal">Archiv: Ältere Ausgaben von Mars aktuell</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mer/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Marsrover 2003</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Mars Express</a></li></ul>
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		<title>NASA sammelt Vorschläge: Bilder vom Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-sammelt-vorschlaege-bilder-vom-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2003 20:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn sie die Möglichkeit hätten mit der Kamera des Mars Global Surveyor Mars Orbiter der NASA ein Foto zu machen, was würden Sie auf dem roten Planeten fotografieren? Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: NASA. Das wissen wir nun, nachdem die NASA eine Auswahl von Bildern aus hunderten öffentlichen Vorschlägen, veröffentlichte. Das Foto zeigt eine dicke [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn sie die Möglichkeit hätten mit der Kamera des <i>Mars Global Surveyor Mars Orbiter</i> der NASA ein Foto zu machen, was würden Sie auf dem roten Planeten fotografieren?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: NASA.</p>



<p>Das wissen wir nun, nachdem die NASA eine Auswahl von Bildern aus hunderten öffentlichen Vorschlägen, veröffentlichte. Das Foto zeigt eine dicke Staubschicht auf dem Boden und den Wänden auf dem Gipfelkrater des Vulkans Pavonis Mons. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15092003223258_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Ein Ausschnitt des veröffentlichten Bildes
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Es ist so eine Freude es zu sehen“, sagte U.S. Marine Lance Corporal Robert F. Sanders, Jackonville, N.C., der den Krater als Ziel für die Kamera des <i>Mars Global Surveyor</i> vorschlug. &#8222;Ich verbrachte Stunden mit den Vorschlägen und wusste nicht, ob einer von ihnen angenommen werden würde.&#8220; Das Bild zeigt Details auf dem Boden des Kraters, Streifen in der Größe von 5,6 Kilometern. </p>



<p>&#8222;Wir erhielten hunderte von Vorschlägen seit wir letzten Monat die öffentlichen Vorschlage annahmen&#8220;, sagte Dr. Ken Edgett, der die <i>Mars Orbital Camera</i> betreut. &#8222;Wir waren letzte Woche sehr aufgeregt, als zum ersten Mal ein öffentlicher Vorschlag in den Focus genommen wurde.&#8220; Die angenommenen Vorschläge wurden vorher noch nie abgebildet.</p>



<p>Die Bilder mit Untertitel und Informationen sind beim <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://science.nasa.gov/photojournal/public-requested-mars-image-crater-on-pavonis-mons/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>NASA Jet Propulsion Laboratory</i></a> verfügbar. Sie sind ebenfalls verfügbar über  <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.msss.com/mars_images/moc/2003/09/12/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>Malin Space Science Systems</i></a>. <br><i>Mars Global Surveyor</i> hat seit seiner ersten Marsumrundung am 12. September 1997 ungefähr 120.000 Bilder gemacht. Die qualitativ hochwertigen Bilder bedecken aber nur rund drei Prozent der Oberfläche.<br>&#8222;Die Vorschläge erhöhen den wissenschaftlichen Aspekt,&#8220; sagt Edgett. &#8222;Jeder Vorschlag hat das Potential für eine Entdeckung.&#8220; <br>Die Zusammenarbeit mit  der Öffentlichkeit ist ein wichtiger Aspekt für die NASA, nicht zuletzt um das Interesse neuer Entdecker zu wecken. <br>Mehr Informationen zum  <i>Mars Global Surveyor</i> finden Sie <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://science.nasa.gov/mission/mars-global-surveyor/" target="_blank" data-wpel-link="external">hier</a>.</p>
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		<title>Doch keine Ozeane auf dem Mars?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/doch-keine-ozeane-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2003 11:43:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue wissenschaftliche Analyse von Daten des Mars-Orbiters Mars Global Surveyor stellt die oft geäußerte Annahme, dass der Mars in früheren Zeiten wärmer gewesen und einen Ozean beherbergt haben könnte, stark in Frage. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Obwohl Wissenschaftler mit Hilfe des Infrarot-Spektrometers an Bord der seit 1997 um den Mars kreisenden [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine neue wissenschaftliche Analyse von Daten des Mars-Orbiters <i>Mars Global Surveyor</i> stellt die oft geäußerte Annahme, dass der Mars in früheren Zeiten wärmer gewesen und einen Ozean beherbergt haben könnte, stark in Frage.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22082003134326_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Mars-Aufnahme der Raumsonde 
<i>Mars Global Surveyor</i>
 vom März 2003.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Obwohl Wissenschaftler mit Hilfe des Infrarot-Spektrometers an Bord der seit 1997 um den Mars kreisenden Raumsonde <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-global-surveyor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>Mars Global Surveyor (MGS)</i></a> karbonathaltige Mineralien an der Oberfläche des &#8222;Roten Planeten&#8220; entdeckt haben, die sich üblicherweise in Gegenwart von Wasser bilden, so konnten doch keine großflächigen Karbonat-Signaturen im Bereich von drei bis zehn Kilometern Ausdehnung gefunden werden, die auf das Vorhandensein eines oder mehrerer Ozeane hingedeutet hätten. Ob dieser Befund auch die frühere Existenz von größeren Seen, die nur vorübergehend existierten, ausschließt, bleibt zur Zeit unklar.</p>



<p>In ihrem heute im Wissenschaftsmagazin <a href="https://www.science.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Science</a> publizierten Artikel schreiben die drei Wissenschaftler Timothy Glotch, Dr. Joshua Bandfield und Dr. Philip Christensen von der <a href="https://www.asu.edu" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>Arizona State University</i></a>, dass während der sechsjährigen Datenerfassung des <i>MGS</i>-Infrarot-Spektrometers dafür überall auf dem Planeten eine Karbonatkonzentration zwischen drei und fünf Prozent im marsianischen Staub registriert worden ist &#8211; was gleichzeitig die Fähigkeit des Spektrometers, dieses Mineral zu entdecken, beweist. Doch auch diese Spuren des Wasser anzeigenden Minerals glauben die Wissenschaftler auf andere Quellen als massive Karbonat-Vorkommen an der Oberfläche zurückführen zu können: &#8222;Wir glauben, dass die in Spuren vorhandenen Mengen die wir sehen wahrscheinlich nicht von ozeanischen Ablagerungen frühzeitlicher marsianischer Meere stammen, sondern von direkten Interaktionen der Atmosphäre mit dem Staub&#8220;, erläutert Dr. Christensen. &#8222;Winzige Spuren von Wasser in der Marsatmosphäre können mit dem allgegenwärtigen Staub zusammenwirken und die kleinen Mengen Karbonat, die wir sehen, bilden. Dies scheint das Resultat der Interaktion einer dünnen Atmosphäre mit Staub zu sein und nicht von Ozeanen, die mit einer großen, dichten Atmosphäre zusammenwirkten, von der viele Leute gedacht haben, dass sie einmal dort existierte. [&#8230;] Was wir nicht sehen sind massive regionale Karbonat-Konzentrationen wie beispielsweise Kalkstein. [..] Wir sehen nicht die weißen Klippen von Dover oder irgendetwas Vergleichbares.&#8220;
<br>
Aufgrund dieser Daten und der früheren Entdeckung gefrorener Wasservorkommen auf dem Mars vermutet die Wissenschaftlergruppe, dass der Mars immer schon kalt, eisig und gefroren war. Wenn es früher wärmer gewesen wäre und Ozeane vorhanden gewesen wären, so die Argumentation, dann sollten auch die damals gebildeten, mit Karbonat durchsetzten Gesteinsschichten zu finden sein &#8211; und das ist bisher nicht der Fall. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte das Karbonatvorkommen im marsianischen Staub vielmehr sogar mit dafür verantwortlich sein, dass die Marsatmosphäre so dünn, trocken und kalt geworden ist wie sie sich heute darstellt: Die Bildung der Karbonate könnte der früheren Marsatmosphäre viel des ursprünglichen Kohlendioxids entzogen haben.</p>



<p>Weiteren Aufschluss über die Geschichte des marsianischen Wassers und die damit natürlich einhergehende (mögliche) Geschichte von organischem Leben auf dem Mars erhoffen sich die Wissenschaftler von den beiden <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mer/" data-wpel-link="internal">amerikanischen Mars-Rovern</a>, die im Januar nächsten Jahres auf unserem äußeren Nachbarplaneten landen und ihre Landegebiete auf Spuren früherer Wasservorkommen hin untersuchen werden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/doch-keine-ozeane-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Doch keine Ozeane auf dem Mars?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Mars &#8211; alles andere als eine tote Wüste!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-alles-andere-als-eine-tote-wueste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2003 08:55:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Themis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28503</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Auswertung von Infrarotemissionen der Marsoberfläche durch ein Instrument des amerikanischen Mars-Orbiters 2001 Mars Odyssey zeigt eine überraschend vielfältige und immer noch aktiven Veränderungen unterworfene Planetenoberfläche. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL. Seit Anfang 2002 registriert THEMIS (= &#8222;Thermal Emission Imaging System&#8222;) an Bord der im April 2001 gestarteten NASA-Sonde 2001 Mars Odyssey in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mars-alles-andere-als-eine-tote-wueste/" data-wpel-link="internal">Mars &#8211; alles andere als eine tote Wüste!</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Auswertung von Infrarotemissionen der Marsoberfläche durch ein Instrument des amerikanischen Mars-Orbiters <i>2001 Mars Odyssey</i> zeigt eine überraschend vielfältige und immer noch aktiven Veränderungen unterworfene Planetenoberfläche.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA/JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17062003105536_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Diese beiden 
<i>Mars Odyssey</i>
-Aufnahmen einer Marsregion zeigen deutlich die unterschiedlichen Infrarotemissionen bei Tag und Nacht.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit Anfang 2002 registriert <i>THEMIS</i> (= &#8222;<i><strong>Th</strong>ermal <strong>Em</strong>ission <strong>I</strong>maging <strong>S</strong>ystem</i>&#8222;) an Bord der im April 2001 gestarteten NASA-Sonde <i>2001 Mars Odyssey</i> in zehn verschiedenen Spektralbereichen die Wärmestrahlung, die von der Marsoberfläche emittiert wird. In einem Artikel, der demnächst im Wissenschaftsmagazin  <a href="https://www.science.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Science</a> erscheinen wird, berichten Wissenschaftler der <i>Arizona State University</i> in einem ersten Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse, die sie nach dem ersten Beobachtungsjahr gewonnen haben. Die Auswertung der von <i>THEMIS</i> gewonnenen Daten zeigt eine erstaunlich vielfältige und dynamische Planetenoberfläche, die auch heute noch ständigen Veränderungen unterworfen ist.</p>



<p>Infrarotaufnahmen der Marsoberfläche wurden in der Vergangenheit auch schon durch ein vergleichbares Instrument an Bord der Raumsonde <i>Mars Global Surveyor (MGS)</i> gemacht, allerdings liefert <i>THEMIS</i> Aufnahmen mit 30-fach höherer Auflösung als der <i>Thermal Emission Spectrometer</i> an Bord des <i>MGS</i>.
<br>
&#8222;Die Kamera von <i>Mars Global Surveyor</i> macht hervorragende Aufnahmen, die Schichten zeigen, aber sie verrät mir nichts über die Zusammensetzung &#8211; ist es eine Gesteinsschicht mit einer Schicht Sand darüber? Mit den Temperaturdaten von <i>THEMIS</i> kann ich eine Vorstellung davon bekommen, da die Schichten variieren &#8211; und jede Schicht hat bemerkenswert verschiedene physikalische Eigenschaften&#8220;, erläutert Philip Christensen, Geologieprofessor und <i>Principal Investigator</i> des <i>THEMIS</i>-Instruments.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17062003105536_small_2.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Beispiel einer 
<i>THEMIS</i>
-Nachtaufnahme (farbiger Streifen). Wärmere Stellen (rot) in Melas Chasma deuten auf Gestein hin; es gibt die am Tag aufgenommene Wärme langsamer als Sand und Staub wieder ab.
<br>
(Grafik: NASA/JPL/Arizona State University)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Beobachtung der Tag- und Nachttemperaturen ermöglicht es den Wissenschaftlern, zwischen massivem Gestein und verschiedenen Arten losen Materials wie Felsbrocken, Sand und Staub zu unterscheiden. An jedem Strand unserer Erde lässt sich beispielsweise beobachten, dass sich feiner Sand viel schneller als ein massiver Felsbrocken erhitzt, aber auch deutlich schneller wieder abkühlt. Genau diese unterschiedlichen Temperaturkurven machen es den Wissenschaftlern möglich, mit Hilfe von <i>THEMIS</i> auch da unterschiedliche Zusammensetzungen der Planetenoberfläche zu erkennen, wo eine Aufnahme im sichtbaren Licht keine Differenzierungen sichtbar werden lässt.</p>



<p>Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist die Entdeckung von Schichten in der Marsoberfläche, die auf große Veränderungen der früheren Umweltbedingungen hinweisen. &#8222;Wir haben in Gebieten wie Terra Meridiani Schichten beobachtet, jede mit dramatisch unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften&#8220;, so Christensen. &#8222;Warum ändern sich die physikalischen Eigenschaften in den verschiedenen Schichten? Sie ändern sich, weil die Umwelt, in der diese Gesteine abgelagert worden sind, sich veränderte. Es ist sehr schwierig genau zu sagen was an jedem einzelnen Ort geschehen ist, aber wir haben herausgefunden, dass an vielen Stellen auf dem Mars nicht Jahr für Jahr über Milliarden Jahre hinweg immer das Gleiche passiert ist.&#8220;</p>



<p>Unter anderem wurden kilometerweit reichende Gebiete entdeckt, an denen das nackte Gestein des Untergrunds zutage tritt. Angesichts der staubigen Marsatmosphäre ist das natürlich eine überraschende Entdeckung und legt den Schluss nahe, dass immer noch Kräfte am Werk sind, die Sedimente aus früheren Zeiten wie auch den allgegenwärtigen Staub von diesen Gesteinsformationen &#8222;herunterschmirgeln&#8220;. Genauso unerwartet war die Entdeckung, dass marsianische Hänge oft mit losen Felsbrocken bedeckt sind &#8211; ohne das Vorhandensein von Verwitterungsprozessen wären sie schon lange von Staub bedeckt worden. &#8222;Das zeigt einen dynamischen Mars &#8211; es ist ein aktiver Platz&#8220;, so hebt Christensen hervor.</p>



<p>Eine weitere wichtige Entdeckung von <i>THEMIS</i> ist das Vorhandensein von Anzeichen dafür, dass an vielen Stellen des Planeten Wasser bei der Entstehung der beobachteten geologischen Strukturen wahrscheinlich keine Rolle gespielt hat. So wurde beispielsweise eine aus Olivinen (Mischkristalle aus der Gruppe der Silikate) bestehende Schicht nahe des Grundes der viereinhalb Kilometer tiefen <i>Ganges Chasma</i>-Schlucht entdeckt. Olivine allerdings &#8211; und das macht diese Entdeckung interessant &#8211; lösen sich in Wasser sehr schnell auf, es kann also an diesem Ort niemals größere Wassermengen gegeben haben. Angesichts der Tatsache, dass es an anderen Stellen des Mars sehr wohl Wasser gegeben hat &#8211; und immer noch gibt &#8211; ist dies natürlich eine erstaunliche Entdeckung.
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Zusammenfassend lassen diese neuen Erkenntnisse das Bild eines überaus vielfältig strukturierten Planeten entstehen, der für zukünftige Forschungsmissionen mit Sicherheit noch viele Überraschungen bereithält.</p>



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		<title>Extraterrestrische Blicke auf die Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/extraterrestrische-blicke-auf-die-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2003 10:42:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marssonde]]></category>
		<category><![CDATA[MGS]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die seit September 1997 um den Mars kreisende Raumsonde Mars Global Surveyor hat die erste Aufnahme des Erde-Mond-Systems von einem anderen Planeten aus gemacht. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Auf dieser Aufnahme ist die Erde als kleine Scheibe vor dem dunklen Hintergrund des Weltalls gemeinsam mit dem Mond zu erkennen, wie sie am [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die seit September 1997 um den Mars kreisende Raumsonde <i>Mars Global Surveyor</i> hat die erste Aufnahme des Erde-Mond-Systems von einem anderen Planeten aus gemacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23052003124258_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Die Erde und der Mond (in vergrößerter Darstellung), wie sie am 8.&nbsp;Mai 2003 vom Mars aus zu sehen waren.
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(Foto: JPL/MSSS)
</figcaption></figure></div>



<p>Auf dieser Aufnahme ist die Erde als kleine Scheibe vor dem dunklen Hintergrund des Weltalls gemeinsam mit dem Mond zu erkennen, wie sie am Abendhimmel des Mars zu sehen gewesen sind. Allerdings wurde das Bild elektronisch bearbeitet, indem die Helligkeit des in Wirklichkeit deutlich dunkleren Mondes gesteigert wurde. Außerdem sind beide Himmelskörper eingefärbt worden, da die hochauflösende <i>Mars Orbiter Camera (MOC)</i> an Bord von <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-global-surveyor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Mars Global Surveyor (MGS)</a> nur Graustufen-Aufnahmen machen kann. Bei der Farbwahl hat man sich auf farbige Aufnahmen von Erde und Mond gestützt, die in früheren Jahren von den beiden Raumsonden <i>Mariner&nbsp;10</i> und <i>Cassini</i> angefertigt worden sind.</p>



<p>Die Erdscheibe ist auf dem Foto als &#8222;Halberde&#8220; zu sehen. Die hellen Gebiete im Norden der Erde sind Wolken über der Mitte und dem Osten Nordamerikas, während der Golf von Mexiko und Mittelamerika darunter als dunkler Fleck erscheinen. Die helle Stelle in der Mitte der Erdscheibe sind Wolkengebiete über Südamerika. Der Mond zeigt auf diesem Foto seine uns vertraute erdzugewandte Seite, da er sich zum Zeitpunkt der Aufnahme vom Mars aus gesehen &#8222;schräg hinter&#8220; der Erde befand. Beim gerade noch erkennbaren etwas helleren Fleck im Süden des Mondes handelt es sich um das große Strahlensystem des Kraters Tycho.</p>



<p>Auf einer anderen Aufnahme, die auf der Internet-Site von <a href="https://www.msss.com/mars_images/moc/2003/05/22/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Malin Space Science Systems (MSSS)</a> zu sehen ist, sind außer dem Erde-Mond-System auch noch Jupiter und drei seiner vier großen <i>Galileischen Monde</i> (nämlich  Kallisto, Ganymed und Europa) sichtbar, die sich von <i>Mars Global Surveyor</i> aus gesehen zum Zeitpunkt der Aufnahme ungefähr in einer Sichtlinie mit der Erde befanden.</p>



<p>Solche Blicke in den Weltraum sind allerdings die absolute Ausnahme im Arbeitsprogramm von <i>Mars Global Surveyor</i>. Außer der wissenschaftlichen Mars-Beobachtung hat der Orbiter in den letzten Monaten und Jahren vor allem unschätzbare Dienste bei der Überprüfung von potentiellen Landestellen für die beiden Mars Exploration Rover der NASA sowie für den britischen Mars-Lander Beagle&nbsp;2 geleistet. Die endgültige Auswahl der Landestellen basierte zu großen Teilen auf detaillierten Aufnahmen, die <i>MGS</i> von den zuvor als mögliche Kandidaten selektierten Regionen der Marsoberfläche angefertigt hat.</p>



<p>Auf den <i>Raumfahrer.net</i>-Sonderseiten zu den in wenigen Tagen startenden Mars-Missionen von ESA und NASA können Sie ständig aktualisierte Informationen über die Mars-Rover sowie Mars Express &amp; Beagle&nbsp;2 nachlesen.</p>
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