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	<title>Autonome Navigation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Autonome Navigation &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>ABS und SpaceX: Projekt für ferngesteuerte Drohnenschiffe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/abs-und-spacex-projekt-fuer-ferngesteuerte-drohnenschiffe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2022 07:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ABS und SpaceX unterzeichnen JDP-Vereinbarung für ferngesteuerte Drohnenschiffe zur Raketenbergung. Eine Pressemitteilung von ABS. Quelle: ABS (15. Juni 2022) via Business Wire (16. Juni 2022). Port Canaveral, Florida, USA &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; ABS hat ein gemeinsames Entwicklungsprojekt (JDP für Joint Development Project) mit SpaceX initiiert, um die Fernsteuerungsfunktionen autonomer Drohnenschiffe zu testen, die zur Bergung von [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">ABS und SpaceX unterzeichnen JDP-Vereinbarung für ferngesteuerte Drohnenschiffe zur Raketenbergung. Eine Pressemitteilung von ABS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ABS (15. Juni 2022) via Business Wire (16. Juni 2022).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceXABS15062022SpaceX2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceXABS15062022SpaceX26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Drohnenschiff von SpaceX mit gelandeter Falcon-9-Startstufe. (Foto: SpaceX)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Port Canaveral, Florida, USA &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; ABS hat ein gemeinsames Entwicklungsprojekt (JDP für Joint Development Project) mit SpaceX initiiert, um die Fernsteuerungsfunktionen autonomer Drohnenschiffe zu testen, die zur Bergung von Booster-Raketen auf See eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Drohnenschiffe zur Raketenbergung verfügen über ein erweitertes Deck, um die Landeplattform zu vergrößern, sowie über vier Schubtriebwerke für den Antrieb und das Halten der Position und einen Explosionsschutz zum Schutz der elektrischen und motorischen Ausrüstung an Deck. Während der Landung sind die Drohnenschiffe unbemannt. Ein Roboter an Bord fixiert den Raketenbooster an Bord des Drohnenschiffs, bevor das Schiff in den Hafen zurückkehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Projekts wird die Konstruktion eines der drei Drohnenschiffe von SpaceX zur Raketenbergung auf ihre Übereinstimmung mit dem Leitfaden für autonome und ferngesteuerte Funktionen von ABS geprüft. Aufgrund der einzigartigen und anspruchsvollen Betriebsanforderungen wird ABS bei der Bewertung der autonomen Funktionen einen risikobasierten Ansatz wählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch unsere Arbeit an autonomen und ferngesteuerten Technologien in Projekten mit führenden Partnern weltweit hat ABS eine Vorreiterrolle bei der Unterstützung ihrer praktischen Anwendung auf See übernommen. Damit sind wir ideal aufgestellt, um mit SpaceX an diesem einzigartigen und spannenden Projekt zu arbeiten. Wir sind stolz darauf, dass unsere Fähigkeiten in diesem Bereich von einem echten Pionier wie SpaceX anerkannt werden“, sagte Patrick Ryan, Senior Vice President, Global Engineering and Technology bei ABS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Download einer Kopie des Leitfadens für autonome und ferngesteuerte Funktionen von ABS klicken Sie hier. <a href="https://web.archive.org/web/20220916205103/https://ww2.eagle.org/content/dam/eagle/rules-and-guides/current/other/323_gn_autonomous_2022/autonomous-reqts-aug22.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Autonomous and Remote Control Functions (PDF)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ABS (American Bureau of Shipping)</strong><br>ABS, ein weltweit führender Anbieter von Klassifizierungs- und technischen Beratungsdiensten für die Schifffahrts- und Offshore-Industrie, setzt Maßstäbe bei Sicherheit und Exzellenz in Design und Konstruktion. Das Unternehmen konzentriert sich auf die sichere und praktische Anwendung zukunftsweisender Technologien und digitaler Lösungen und arbeitet mit der Industrie und den Kunden zusammen, um genaue und kosteneffiziente Compliance, optimierte Leistung und betriebliche Effizienz für Schiffs- und Offshore-Anlagen zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13648.msg533445#msg533445" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die SpaceX-Landeplattformen &#8211; ASDS</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Software-Update für den Marsrover Curiosity</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/software-update-fuer-den-marsrover-curiosity/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Nov 2013 18:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Rover]]></category>
		<category><![CDATA[Autonome Navigation]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Routenplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Software-Update]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity hat seine Untersuchungen bei der Gesteinsformation Cooperstown am vergangenen Montag beendet. Nach der Übermittlung eines Software-Updates soll der Rover demnächst seine Fahrt zum Zentralberg des Gale-Kraters fortsetzen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, USGS. Seit unserem letzten kurzen Statusbericht hat sich der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover Curiosity auf [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity hat seine Untersuchungen bei der Gesteinsformation Cooperstown am vergangenen Montag beendet. Nach der Übermittlung eines Software-Updates soll der Rover demnächst seine Fahrt zum Zentralberg des Gale-Kraters fortsetzen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter.</a> Quelle: JPL, USGS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="550" height="190"/></a><figcaption>
Im Zentrum dieser Aufnahme ist die etwa 30 Meter breite Gesteinsformation Cooperstown erkennbar, welche hier am 28. Oktober 2013 aus einer Entfernung von rund 80 Metern mit der Navigationskamera von Curiosity abgebildet wurde. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit unserem <a href="https://www.raumfahrer.net/marsrover-curiosity-der-waypoint-2-ist-fast-erreicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">letzten kurzen Statusbericht</a> hat sich der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> auf seinem Weg zu dem im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberg Aeolis Mons dem mit dem Namen &#8222;Cooperstown&#8220; belegten &#8222;Waypoint 2&#8220; im Rahmen mehrerer Fahrten angenähert und diese Gesteinsformation am vergangenen Wochenende eingehend untersucht. Teilbereiche der zwischenzeitlich zurückgelegten Strecke wurden dabei von dem Rover erfolgreich im sogenannten &#8222;autonomen Navigationsmodus&#8220; überbrückt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Diese am 4. November 2013 mit der vorderen linken Gefahrenerkennungskamera angefertigte Aufnahme zeigt die Felsformation Cooperstown. Hierbei handelt es sich um einen bis zu mehreren Dutzend Zentimeter hohen Grat aus geschichteten Ablagerungen, welche sich aus besonders wiederstandsfähigem Sedimentgestein zusammensetzen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der großen Distanz zwischen Erde und Mars &#8211; abhängig von der Konstellation der beiden Planeten kann die Signallaufzeit bis zu 22 Minuten betragen &#8211; kann <i>Curiosity</i> von den für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Roverdrivern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) nicht etwa mittels eines Joysticks in &#8222;Echtzeit&#8220; navigiert werden. Vielmehr müssen sämtliche von dem Rover zu absolvierenden Manöver bis ins Detail im Voraus geplant und festgelegt werden. Nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-mit-der-erde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Übertragung</a> der entsprechenden Kommandosequenzen führt der Rover diese Manöver dann selbstständig durch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diese notwendige Vorgehensweise ist die Länge der im Rahmen einer einzelnen Fahrt zurückzulegenden Strecke selbst unter günstigen Umständen normalerweise auf eine Distanz von maximal etwa 100 Metern begrenzt. Dies entspricht der Entfernung, in der die Kamerasysteme des Rovers die Umgebung in einer für die Planung einer zukünftigen Fahrt ausreichend hohen Auflösung wiedergeben können. Bei einer schlechten Sicht auf die zukünftig zu passierenden Oberflächenbereiche fallen die Fahrten dagegen normalerweise entsprechend kürzer aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autonome Navigation</strong> <br>Allerdings ist der Rover in der Lage, dieses Manko auszugleichen, indem er sich im Anschluss an eine vorprogrammierte Fahrt selbstständig und ohne jegliche direkte Hilfestellung durch die Roverdriver des JPL  im &#8222;autonomen Navigationsmodus&#8220; fortbewegt. In diesem Autonav-Modus fertigt der Rover vor dem Beginn einer Vorwärtsbewegung mit seinen Gefahrenerkennungs- und Navigationskameras Fotoaufnahmen des vorausliegenden Geländes an. Jeweils zwei Kameras bilden dabei zeitgleich den gleichen Geländeabschnitt ab. Diese Aufnahmen werden von der &#8222;Drive-Software&#8220; des Rovers zu Stereoaufnahmen kombiniert, welche im Gegensatz zu konventionellen 2D-Aufnahmen auch ein räumlicher Eindruck der Landschaft vermitteln. Die so gewonnenen Daten des umgebenden Geländes werden anschließend autonom ausgewertet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="300"/></a><figcaption>
Ein Blick über einen Teilbereich von Cooperstown. Vor der Gesteinsformation hat sich Sand und Staub abgelagert. Im Hintergrund ist ein Teilbereich des Ringgebirges erkennbar, welches den Gale-Krater umgibt. Die Aufnahme wurde am 31. Oktober 2013 mit der rechten Navigationskamera des Rovers angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Informationen berechnet die Software von <i>Curiosity</i> anschließend einen sicheren Weg zu dem vorgegebenen Ziel. Der Rover fährt dann auf dieser Route ein kurzes Stück, stoppt anschließend nach wenigen Metern und überprüft die Telemetriewerte und neu angefertigte Aufnahmen der Umgebung dahingehend, ob diese kurze Fahrt den gewünschten Geländegewinn erbracht hat. Anschließend wird diese Prozedur wiederholt &#8211; und das solange, bis entweder der als &#8222;Zielgebiet&#8220; angesteuerte Bereich erreicht ist oder bis die Telemetrie eine nicht mehr akzeptable Abweichung von den vorgegebenen Parametern aufweist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil der autonomen Navigation liegt auf der Hand: Durch diese Vorgehensweise lassen sich größere Strecken auf der Marsoberfläche deutlich schneller als bisher üblich überbrücken, da der Rover so auch Abschnitte passieren kann, welche vom jeweiligen Startpunkt einer Fahrt nicht vollständig einsehbar und somit von den Roverdrivern nicht programmierbar sind. Der Rover kann dabei sogar an einem Tag eine autonome Fahrt auf dem Mars beenden und seine Fahrt am darauf folgenden Tag ohne weitere Kommandos von der Erde im selben autonomen Fahrmodus fortsetzen. Erstmals war dies jetzt am 28. und 29. Oktober der Fall. Durch entsprechend konservativ gewählte Sicherheitsparameter lässt sich dabei das Risiko für den Rover minimieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Cooperstown</strong> <br>Durch eine Fahrt über rund 27 Meter näherte sich <i>Curiosity</i> der Gesteinsformation Cooperstown am 31. Oktober bis auf wenige Meter und führte anschließend verschiedene Messungen durch. Neben der wissenschaftlichen Hauptkamera, der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MastCam</a>, kam dabei auch die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-chemcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ChemCam</a> zum Einsatz. Im Rahmen einer weitere Fahrt über 5,18 Meter gelangte das dort befindliche Gestein am darauf folgenden Tag in die Reichweite der beiden am <a href="https://www.raumfahrer.net/der-aufbau-des-rovers/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Roboterarm </a> montierten Instrumente, dem <a href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">APX-Spektrometer</a> und der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MAHLI-Kamera</a>. In den folgenden Tagen wurde die Gesteinsformation dann ausführlich untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Was uns hier besonders interessiert ist das dort befindliche geschichtete Material, welches wir bereits aus dem Orbit heraus erkennen können&#8220;, so Kevin Lewis von der Princeton University in New Jersey/USA. &#8222;Wir wollen herausfinden, ob uns diese lokale Gesteinsformation dabei helfen kann, die Geologie in Yellowknife Bay mit der Geologie beim Mount Sharp [so die inoffizielle Bezeichnung für den im Zentrum des Gale-Kraters gelegenen Berges Aeolis Mons] in Verbindung zu bringen.&#8220; In der Region &#8222;Yellowknife Bay&#8220; hatte <i>Curiosity</i> mehrere Bohrungen durchgeführt und in den dabei analysierten Bodenproben eindeutige Hinweise auf einen einstmals lebensfreundlicheren Mars gefunden (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-der-mars-war-frueher-lebensfreundlicher/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06112013192331_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="268"/></a><figcaption>
Die Mastcam-34 fertigte diese Farbaufnahme von Cooperstown am 31. Oktober an. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Software-Update</strong> <br>Die Untersuchungen bei Cooperstown wurden bereits am vergangenen Montag abgeschlossen. Vor einer Fortsetzung der Fahrt wird sich das Hauptaugenmerk der an der Mission beteiligten Ingenieure in den nächsten Tagen jedoch zunächst auf die Überspielung eines weiteren Updates der Software des Rovers richten. Durch dieses mittlerweile dritte Update, welches die <i>Curiosity</i>-Software seit der Landung des Rovers auf dem Mars erhält, sollen unter anderem die Fähigkeiten der autonomen Navigation erweitert werden. Beabsichtigt ist dabei unter anderem, die Abstände zwischen den einzelnen autonom durchzuführenden Fahrten noch weiter zu reduzieren. Außerdem wird die neue Version der Software dem Roboterarm neue Bewegungsabläufe ermöglichen, welche bei der zukünftigen Erforschung der Marsoberfläche von Bedeutung sein werden.  <br>Die Übermittlung der neuen Softwareversion und anschließend durchzuführende ausführliche Tests werden voraussichtlich noch die gesamte Woche in Anspruch nehmen. Anschließend wird der Rover seine Fahrt in die südwestliche Richtung fortzusetzen. Dort befindet sich in einer Entfernung von rund 450 Metern der dritte von insgesamt fünf &#8222;Waypoints&#8220;, wo <i>Curiosity</i> auf seinem Weg zur Basis des Zentralberges Aeolis Mons mehrtägige Zwischenstopps für wissenschaftliche Untersuchungen einlegen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 445 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von mehr als 4.000 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Seit dem Erreichen des Mars haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> 99.218 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2790" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity: Autonome Navigation und Mondbeobachtungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-autonome-navigation-und-mondbeobachtungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2013 18:13:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Curiosity befindet sich gegenwärtig noch etwa 7,1 Kilometer von der Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges Aeolis Mons entfernt. Auf seinem Weg zu diesem nächsten Ziel hat der Rover am vergangenen Dienstag erstmals einen Teilabschnitt im sogenannten autonomen Navigationsmodus überbrückt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Die ersten Monate des [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Curiosity befindet sich gegenwärtig noch etwa 7,1 Kilometer von der Basis des im Inneren des Gale-Kraters gelegenen Zentralberges Aeolis Mons entfernt. Auf seinem Weg zu diesem nächsten Ziel hat der Rover am vergangenen Dienstag erstmals einen Teilabschnitt im sogenannten autonomen Navigationsmodus überbrückt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="550" height="89"/></a><figcaption>
Dieses Panorama, erstellt aus Einzelaufnahmen der Navigationskamera des Rovers vom 27. August 2013, zeigt die südwestlich des damals aktuellen Standortes gelegene Oberfläche. Am Horizont auf der linken Bildseite ist der Aeolis Mons und ein vorgelagertes Dünenfeld erkennbar. Die Berge am Horizont auf der rechten Bildseite zeigen einen Teil des Gebirges, welches den Gale-Krater umgibt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Monate des Jahres 2013 verbrachte der von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Marsrover <i>Curiosity</i> mit der Untersuchung einer mit dem Namen &#8222;Glenelg&#8220; belegten Region im Inneren des Gale-Kraters. Seit mittlerweile etwa zwei Monaten befindet sich <i>Curiosity</i> auf dem Weg zu einer Stelle an der Basis des Zentralbergs des Gale-Kraters, von wo aus der Rover verschiedene geschichtete Gesteinsablagerungen in den unteren Hangregionen dieses mit dem Namen Aeolis Mons belegten Berges erreichen kann. Seit dem Verlassen der Region Glenelg legte <i>Curiosity</i> etwa 1.500 Meter zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der großen Distanz zwischen Erde und Mars &#8211; abhängig von der Konstellation der beiden Planeten kann die Signallaufzeit bis zu 22 Minuten betragen &#8211; kann <i>Curiosity</i> von den für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Roverdrivern des Jet Propulsion Laboratory (JPL) allerdings nicht etwa mittels eines Joysticks in Echtzeit navigiert werden. Vielmehr müssen sämtliche von dem Rover zu absolvierenden Manöver im Voraus bis ins Detail geplant und festgelegt werden. Nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-mit-der-erde/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Übertragung</a> der entsprechenden Kommandosequenzen führt der Rover diese Manöver dann selbstständig durch, ohne dass die Mitarbeiter des JPL dabei über die Möglichkeit eines direkten Eingreifens verfügen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="268"/></a><figcaption>
Die Kameras des Rovers bilden das umgebende Gelände regelmäßig ab. Hier eine Aufnahme der MastCam-34 vom 29. August 2013. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund diese Vorgehensweise ist die Länge der im Rahmen einer einzelnen Fahrt zurückzulegenden Strecke normalerweise auf eine Distanz von etwa 100 Metern begrenzt. Dies entspricht der Entfernung, in der die Kamerasysteme des Rovers die Umgebung in einer für die Planung einer zukünftigen Fahrt ausreichend hohen Auflösung wiedergeben können. Bei einer schlechten Sicht auf die zukünftig zu passierenden Oberflächenbereiche fallen die Fahrten dagegen normalerweise entsprechend kürzer aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Autonome Navigation</strong> <br>Allerdings ist der Rover in der Lage, dieses Manko auszugleichen, indem er sich im sogenannten &#8222;autonomen Navigationsmodus&#8220; fortbewegt. Zu diesem Zweck unterbricht der Rover seine Fahrt in regelmäßigen Abständen von maximal wenigen Metern und fertigt mit seinen Gefahrenerkennungs- und Navigationskameras Fotoaufnahmen des vorausliegenden Geländes an. Jeweils zwei Kameras bilden dabei zeitgleich den gleichen Geländeabschnitt ab. Diese Aufnahmen werden von der &#8222;Drive-Software&#8220; des Rovers zu Stereoaufnahmen kombiniert &#8211; im Gegensatz zu konventionellen 2D-Aufnahmen ergibt sich bei stereoskopischen Aufnahmen auch ein räumlicher Eindruck der Landschaft &#8211; und anschließend autonom ausgewertet. Aus den so gewonnenen Informationen berechnet die Software von <i>Curiosity</i> anschließend einen sicheren Weg zu dem vorgegebenen Ziel. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<i>Curiosity</i> fertigt mehrere Sätze von Stereo-Aufnahmen an, aus denen der Bordcomputer eine Karte mit allen erkennbaren potentiell gefährlichen Hindernissen oder unwegsamen Geländeabschnitten erstellt&#8220;, so Mark Maimone vom Roverdriver-Team des JPL. &#8222;Die Software bewertet dann alle denkbaren Wege zum vorgegebenen Zielpunkt und wählt die Route aus, die am besten geeignet erscheint.&#8220; Durch diese Vorgehensweise sind zum Beispiel auch Fahrten zu Punkten durchführbar, bei denen die zu befahrene Route vor dem Beginn der jeweiligen Fahrt nicht komplett einsehbar und damit vom Roverkontrollzentrum aus nicht planbar ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems" width="300" height="268"/></a><figcaption>
Eine Aufnahme der MastCam-100 zeigt diesen Gesteinsbrocken im Detail. Das Bild wurde am 24. August 2013 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in der vergangenen Woche erfolgte eine Art Generalprobe für diesen autonomen Navigationsmodus. <i>Curiosity</i> suchte sich seine Strecke dabei zwar selbstständig aus, musste sich bei der praktischen Umsetzung allerdings an die vorher festgelegten Routen-Vorgaben der Roverdriver halten. Die erste &#8222;echte&#8220; Bewährungsprobe erfolgte dann am vergangenen Dienstag, dem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sol_(Marstag)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Sol&#8220;</a> 376 der <i>Curiosity</i>-Mission. 
<br>
Diese Fahrt führte den Rover durch eine kleine Senke, welche vom Endpunkt der vorherigen Fahrt aus nicht einsehbar war. Für diesen Teilbereich der Strecke konnten die Roverdriver somit keine Kommandos vorgeben. Dieser erste Praxistest verlief erfolgreich. Insgesamt wurden am Sol 376 etwa zehn Meter der über eine Gesamtstrecke von rund 40 Meter führenden Fahrt im autonomen Navigationsmodus durchgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir konnten den Bereich vor der Geländevertiefung einsehen und haben dem Rover mitgeteilt, wo er fahren soll. Wir konnten auch den Bereich auf der anderen Seite der Senke einsehen, wo sich der Zielpunkt der geplanten Fahrt befand. In dem dazwischen liegenden Teilbereich der Strecke war <i>Curiosity</i> allerdings auf sich alleine gestellt und hat die zu befahrende Route selbstständig gewählt&#8220;, so John Wright, ein weiterer Roverdriver des JPL. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Software, welche <i>Curiosity</i> derzeit für seine selbstständigen Fahrten auf der Marsoberfläche nutzt, handelt es sich um eine verbesserte Version eines vergleichbaren Programms, das aktuell auch immer noch bei dem bereits seit dem Januar 2004 auf unserem Nachbarplaneten operierenden Marsrover <i>Opportunity</i> zum Einsatz kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der zukünftige Weg zum Aeolis Mons</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="300" height="232"/></a><figcaption>
Auf dem Weg zur Basis des Aeolis Mons wird Curiosity mehrere kurze Zwischenstopps einlegen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den zukünftigen Einsatz der autonomen Navigation des Rovers könnten sich die Wegstrecken, welche im Rahmen einer einzelnen Fahrt zurückgelegt werden können, theoretisch erhöhen. Bis zum Erreichen seines eigentlichen Ziels, einem Punkt an der Basis des Zentralberges Aeolis Mons, muss <i>Curiosity</i> derzeit noch eine Strecke von weiteren rund 7.100 Metern zurücklegen. Diese Strecke soll schnellstmöglich und ohne größere Unterbrechungen überbrückt werden. Dabei muss allerdings bedacht werden, dass es sich bei der <i>Curiosity</i>-Mission um eine Forschungsmission handelt, welche möglichst viele Daten über den Mars sammeln soll.  <br>Am Rande der vorgesehenen Route befinden sich mehrere Bereiche, welche nach Ansicht der an der Mission beteiligten Wissenschaftler lohnende Untersuchungsobjekte darstellen könnten. An einigen dieser Punkte wird der Rover deshalb voraussichtlich mehrtägige Zwischenstopps einlegen. Der erste dieser Punkte ist derzeit noch rund 400 Meter von der aktuellen Position des Rovers entfernt. Aufnahmen der HiRISE-Kamera, welche sich an Bord des Marsorbiters <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> (MRO) befindet, deuten darauf hin, dass <i>Curiosity</i> dort verschiedene Ansammlungen von offen zutage liegenden Gesteinsformationen untersuchen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Jeder dieser Wegpunkte eröffnet <i>Curiosity</i> die Möglichkeit für einen Zwischenstopp auf seinem Weg zum Mount Sharp [so die NASA-interne, allerdings inoffizielle Bezeichnung des Zentralberges Aeolis Mons] und für die Untersuchung interessanter Oberflächenstrukturen in der Umgebung&#8220;, so John Grotzinger vom California Institute of Technology (Caltech), der Projektwissenschaftler der <i>Curiosity</i>-Mission. &#8222;Diese Punkte befinden sich sehr nahe am schnellsten Weg zur Basis des Mount Sharp. Wir werden an jedem Punkt über einige Tage hinweg Untersuchungen durchführen und &#8211; falls es uns interessant genug erscheint &#8211; an diesen Punkten eventuell auch eine Bohrung durchführen.&#8220;  <br><strong>Phobos-Transit</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University" width="300" height="100"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen, angefertigt in einen Abstand von jeweils drei Sekunden, zeigen den am 20. September erfolgten Vorbeizug von Phobos vor der Sonne. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Malin Space Science Systems, Texas A&amp;M University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen stand jedoch wieder einmal Phobos, der größere und innere der beiden Marsmonde auf dem wissenschaftlichen Beobachtungsprogramm des Rovers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. August 2013, dem Sol 369 der Mission, konnte die <a href="https://www.raumfahrer.net/die-mastcam/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">MastCam-100</a> zum wiederholten Mal einen Transit dieses Marsmondes vor der Sonnenscheibe dokumentieren. Der Rover unterbrach zwecks der Anfertigung entsprechender Bilder seine Fahrt an diesem Tag, um über einen Zeitraum von 31 Sekunden hinweg die Sonne abzubilden. Zuvor angestellte Berechnungen hatten ergeben, dass in diesem Zeitraum der Mond Phobos vor der Sonnenscheibe entlang ziehen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Transit ereignete sich während der Mittagszeit an <i>Curiositys</i> Aufenthaltsort, wodurch Phobos dem Rover besonders nahe war&#8220;, so Mark Lemmon von der A&amp;M University in Texas/USA, einer der an dem MastCam-Instrument beteiligten Wissenschaftler. &#8222;Dadurch erschien der Mond größer als zu anderen Tageszeiten. Auf dem Mars gibt es nichts, was einer totalen Sonnenfinsternis näher kommt, als dieses Ereignis.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst unter den günstigsten Umständen bedeckt der rund 27 x 22 x 19 Kilometer durchmessende Mond, welcher den Mars in einer Entfernung von etwa 6.000 Kilometern umläuft, gerade einmal knapp die Hälfte der Sonnenscheibe. Statt einer &#8222;totalen Sonnenfinsternis&#8220; sind auf dem Mars somit lediglich ringförmige Finsternisse zu beobachten, welche von den Experten in diesem Fall allerdings als Transits bezeichnet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dokumentationen solcher Ereignisse durch die Rover <i>Curiosity</i> und <i>Opportunity</i> liefern den Wissenschaftlern wichtige Daten, mit denen sich die Bahnparameter der beiden Marsmonde noch genauer als bisher bestimmen lassen (<a href="https://www.raumfahrer.net/curiosity-beobachtet-bedeckung-des-marsmondes-deimos/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Aus den zeitlich exakt dokumentierten Abläufen der Finsternisse (Beginn des Transits, Bahnverlauf der Monde vor der Sonnenscheibe, Ende des Transits) lassen sich die Bahnen von Phobos und Deimos &#8211; dem zweiten Marsmond &#8211; mit sehr hoher Präzision bestimmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013201308_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum)" width="300" height="307"/></a><figcaption>
Diese Karte zeigt die von dem Marsrover Curiosity während der letzten Tage zurückgelegte Strecke im Inneren des Gale-Kraters.  
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, Phil Stooke (UMSF-Forum))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Rahmen dieses Transits angefertigten Fotos sind die schärfsten bisher angefertigten Aufnahmen einer Sonnenfinsternis auf dem Mars. Erste Auswertungen der aufgenommenen Bilder zeigen, dass sich Phobos etwa zwei bis drei Kilometer näher am Zentrum der Sonnenscheibe befand als vorausberechnet. Die Bahn von Phobos konnte demnach bisher also noch nicht mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden, was weitere diesbezügliche Forschungen notwendig macht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum heutigen Tag, dem Sol 379 seiner Mission, hat der Marsrover <i>Curiosity</i> eine Distanz von rund 2.500 Metern auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten zurückgelegt. Die bisher letzte Fahrt erfolgte erst vor wenigen Stunden am heutigen Tag und führte über eine Distanz von etwa 22 Metern in die südwestliche Richtung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Erreichen des Mars haben die Kamerasysteme von <i>Curiosity</i> 78.744 Bilder aufgenommen und an das Roverkontrollzentrum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena/Kalifornien übermittelt. Diese Aufnahmen sind für die interessierte Öffentlichkeit auf einer <a class="a" href="https://mars.nasa.gov/msl/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cinstrument_sort+asc%2Csample_type_sort+asc%2C+date_taken+desc&amp;per_page=50&amp;page=0&amp;mission=msl" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">speziellen Internetseite des JPL</a> einsehbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11246.2580" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Curiosity nimmt sich unter die Lupe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/curiosity-nimmt-sich-unter-die-lupe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 16:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Curiosity]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Autonome Navigation]]></category>
		<category><![CDATA[CheMin]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[MAHLI]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35111</guid>

					<description><![CDATA[<p>Curiosity gönnt sich grade eine Verschnaufpause bei der Fahrt zum nächsten wissenschaftlichen Ziel, Glenelg. Das gilt allerdings weniger für den umfangreich ausgestatteten Instrumentenarm des neuen Marsrovers. Ein ausführlicher Testlauf ist dort im Gange, bei dem auch wieder einige spektakuläre Aufnahmen entstanden sind. Ein Beitrag von Klaus Donath, Ralph-Mirko Richter und Gertrud Felber. Quelle: JPL, Planetary [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Curiosity gönnt sich grade eine Verschnaufpause bei der Fahrt zum nächsten wissenschaftlichen Ziel, Glenelg. Das gilt allerdings weniger für den umfangreich ausgestatteten Instrumentenarm des neuen Marsrovers. Ein ausführlicher Testlauf ist dort im Gange, bei dem auch wieder einige spektakuläre Aufnahmen entstanden sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath, Ralph-Mirko Richter und Gertrud Felber. Quelle: JPL, Planetary Society. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-09-14-58727.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092012183201_small_1.jpg" alt="JPL" width="295" height="221"/><figcaption> Selbstportrait des Kamera-Arms, aufgenommen von MAHLI.  <br> (Bild: JPL) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit unserem <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/weitere-laser-attacken-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">letzten Statusupdate</a> ist wieder einiges passiert auf dem Mars. So setzt der Rover Curiosity seine Reise zum 400 Meter entfernten Glenelg-Gebiet weiter fort, zu sehen auf <a class="a" href="https://images.raumfahrer.net/news/sol_34_map_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">dieser Karte</a>. Die letzten beiden Fahrten gingen über eine Distanz von jeweils 30 Metern. Im Rahmen dieser Fahrten wurde auch die &#8222;VISODOM&#8220;-Software des Rovers getestet, mit deren Hilfe Curiosity kurze Strecken auf dem Mars selbstständig überbrücken kann. Speziell wurde dabei die Fähigkeit zum autonomen Fahren &#8222;Autonomous Visual Odometry&#8220; überprüft. Durch die regelmäßig erfolgende Anfertigung von Bildern der Navigationskameras sowie der vorderen und hinteren Gefahrenerkennungskameras während einer Fahrt und eine anschließend autonom erfolgende Erzeugung von 3D-Bildern der Umgebung kann die Software des Rovers die Positionsveränderungen auf den Millimeter genau ermitteln. Dies ist zum Beispiel wichtig, um rechtzeitig reagieren zu können, falls der Rover sich in einer Sandfalle festfährt oder sich andere, durch das zu passierende Gelände ergebende Schwierigkeiten ergeben sollten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte das Fahrverhalten bzw. das Resultat einer Fahrbewegung signifikant von den vorgesehenen Bewegungen abweichen, so würde der Rover die Fahrt automatisch abbrechen und auf weiterführende Befehle von der Erde warten. Am Sol 26 fand schließlich ein Test des <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-chemin-spektrometer/" data-wpel-link="internal">CheMin-Spektrometers</a> statt. <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-sam-instrument/" data-wpel-link="internal">SAM</a> analysierte laut dem JPL zudem eine Probe der Marsatmosphäre. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11092012183201_small_2.jpg" alt="JPL" width="294" height="371"/><figcaption>
Der Roboterarm wird gerade zusammen mit seinen Instrumenten einer umfangreichen Testreihe unterzogen und dabei erstmals bewegt. 
<br>
(Bild: JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem 5. September steht der Rover vorerst still, für mindestens acht Tage. In diesem Zeitraum soll die Checkout-Phase &#8222;CAP2&#8220; durchgeführt werden. Im Rahmen der (immer noch andauernden) Funktionalitätstests für Curiosity sollen dabei speziell der Roboterarm, die daran befindlichen Instrumente APXS und MAHLI sowie das Probenentnahmesystem getestet werden. Es werden Bewegungsfixpunkte für die Bedingungen auf dem Mars angepasst aufgrund der geringeren Schwerkraft und anderen Atmosphäre auf dem Mars. Des Weiteren erforderte <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-mahli-kamera/" data-wpel-link="internal">MAHLI</a> einen Kalibrierungstest. Die hochauflösende Mikrospkopkamera am Instrumentenarm kann sogar &#8222;einzelne Körner in Talkum-Puder auflösen&#8220;, lt. der Aussage eines JPL-Verantwortlichen bei der Pressekonferenz am 6. September. Sie kann Ziele in einer Entfernung von etwa 2,1 cm bis unendlich gestochen scharf fokussieren. Allerdings ist sie sehr staubempfindlich, deshalb wurde die Staubschutzkappe erst vor kurzem und auch nur vorübergehend geöffnet. Beim <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/das-alphapartikel-roentgenspektrometer-apxs/" data-wpel-link="internal">APXS</a> wird zunächst die mitgeführte Kalibrierungsprobe mit definierter Zusammensetzung gemessen, um das Instrument zu eichen. Erst danach steht es für Messungen auf der Marsoberfläche bereit. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/msl_unten_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/msl_unten.jpg" alt="" width="455" height="207"/></a><figcaption>Curiosity von unten, ebenfalls aufgenommen von der MAHLI Kamera.<br>(Bild: JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der Bewegung des Instrumenten-Arms entstanden einige schöne Aufnahmen, welche neue Details zum Zustand von Curiosity auf dem Mars enthüllten. Dazu gehört neben einem Selbstportrait vom Kamera-Arm auch ein erster Blick unter den Rover. Diese Ansicht des Unterbodens wurde mit der Mars-Hand-Lens-Imager-Kamera (MAHLI) an Sol 34, dem 9.09.2012, an der unteren Vorderseite von Curiosity aufgenommen. Anschließend wurde das Kalibrierungsziel fotografiert. Curiosity hat an Sol 34, also am 9. September 2012 zur Kalibrierung der MAHLI <a class="a" href="https://images.raumfahrer.net/news/msl_kalibrierung.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">einen Penny</a> mit dem Portät von Abraham Lincoln aus einem Abstand von 5 cm aufgenommen. Der Penny ist eine Anspielung auf eine Tradition von Geologen, eine Münze oder ein anderes Objekt zur Größenangabe bei Nahaufnahmen von Felsen zu platzieren. Zusätzlich befindet sich eine Reihe von Abbildungen zur Einstellung der Farbtemperatur und Bildschärfe auf dem Kalibrierungsziel. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4218.2460 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Curiosity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/rover/curiosity/" data-wpel-link="internal">Curiosity-Newsarchiv</a></li></ul>
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