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	<title>First Light &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DLR: Deutscher Umweltsatellit EnMAP sendet erste Bilder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-deutscher-umweltsatellit-enmap-sendet-erste-bilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 06:09:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) hat einen Monat nach seinem Start seine ersten Bilder geliefert. Schon die ersten Daten zeigen die Leistungsfähigkeit des Hyperspektralinstruments HSI. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 4. Mai 2022. 4. Mai 2022 &#8211; Seit ihrem Start am 1. April 2022 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der deutsche Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) hat einen Monat nach seinem Start seine ersten Bilder geliefert. Schon die ersten Daten zeigen die Leistungsfähigkeit des Hyperspektralinstruments HSI. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 4. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapverschiedinfDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapverschiedinfDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>EnMAP &#8211; ein Bild viele verschiedene Informationen. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">4. Mai 2022 &#8211; Seit ihrem Start am 1. April 2022 ist die deutsche Umweltsatellitenmission EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program), die von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt wird, gut einen Monat im All und hat jetzt die ersten hochaufgelösten Satellitenbilder geliefert. Nachdem die Mission die &#8222;Launch and Early Orbit Phase&#8220; erfolgreich abgeschlossen hatte, wurden Stück für Stück die einzelnen Subsysteme des hochkomplexen Hyperspektral-Instrumentes unter Kontrolle des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (GSOC) in Betrieb genommen. Nun hat EnMAP erstmals einen Streifen von etwa 30 Kilometern Breite und 180 Kilometern Länge über Istanbul am Bosporus in der Türkei mit Europa und Asien aufgenommen und die Daten dann über die DLR-Bodenstation in Neustrelitz zur Erde heruntergesendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Schon die ersten Daten von EnMAP zeigen, was der deutsche Umweltsatellit leisten kann&#8220;, freut sich Dr. Sebastian Fischer, EnMAP-Gesamtprojektleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR. Zwar befinde man sich mit der Mission erst in der ersten Phase, in der das Instrument kalibriert und exakt eingestellt werde. &#8222;Diese ersten Bilder geben uns aber schon einen sehr guten Vorgeschmack darauf, was Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt erwarten dürfen. Sie zeigen, dass EnMAP einen großen Beitrag dazu leisten kann, die Folgen des Klimawandels aufzuzeigen und der fortschreitenden Umweltzerstörung entgegenzuwirken.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Empfangen wurden die ersten Daten vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) sowie dem DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung, die die Bilder auch prozessieren und archivieren. Denn die Daten, die der Satellit zur Erde schickt, sind für den Nutzer nicht direkt verwendbar. Nur wenn sie weiterverarbeitet, also kalibriert, mit Lage- und Positionsbestimmungen versehen sowie die Einflüsse der Atmosphäre korrigiert werden, können die Nutzer am Ende quantitative und qualitative Aussagen aus den Produkten ziehen. Dabei wurde die Kalibration dieser ersten Aufnahmen mit Daten, die vom Instrument im Labor gemessen wurden, durchgeführt. Im Rahmen der sogenannten Commissioning Phase, die sechs Monate dauert, werden diese Kalibrationen nun noch auf die Eigenschaften des Instrumentes im Orbit optimiert und die Datenqualität weiter verbessert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightspektrenDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/enmapfirstlightspektrenDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein Pixel &#8211; viele Spektren. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erste EnMAP-Bilder machen Unsichtbares für unsere Augen sichtbar</strong><br>Doch was ist in den EnMAP-Bildern eigentlich sichtbar? Jedes Material auf der Erdoberfläche reflektiert das Sonnenlicht in einer für ihn charakteristischen Art und Weise und hinterlässt so eine sogenannte Spektralsignatur. Diesen &#8222;farbigen Fingerabdruck&#8220; kann EnMAP mit Hilfe seines Messinstruments erkennen, unterscheiden und abbilden. So steht die Mission unter dem Motto &#8222;Unsere Erde in mehr als allen Farben&#8220;, weil jedes EnMAP-Bild in ganz viele kleine Wellenlängenbereiche zerteilt wird &#8211; viel mehr, als unsere Augen wahrnehmen können. &#8222;Die hohe Qualität der Daten in allen Kanälen wird gut sichtbar zum einem in typischen Spektren wie für Vegetation und zum anderen in geringem Rauschen und störenden Bildstreifen bei dem umfangreichen Dynamikbereich, welches gerade in dunklen Bereichen wie Wasser deutlich wird. Bereits basierend auf diesen ersten Daten konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Earth Observation Center im DLR nach Atmosphärenkorrektur und mittels inverser Modellierung vorläufige Resultate zur Verteilung der Chlorophyll-a Konzentration an der Wasseroberfläche ableiten&#8220;, ergänzt Dr. Tobias Storch, Projektleiter des EnMAP-Bodensegments am Earth Observation Center im DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EnMAP &#8211; die deutsche Umweltmission und ihre Partner</strong><br>Die Umweltmission EnMAP wird von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geführt. Mit der Entwicklung und dem Bau des Satelliten sowie des Hyperspektralinstrumentes wurde die OHB-System AG beauftragt. Die Mission steht unter der wissenschaftlichen Leitung des GeoForschungszentrums Potsdam (GFZ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Bodensegments sind drei Institute und Einrichtungen des DLR beauftragt worden: Das Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen wird den Satellitenbetrieb durchführen und überwachen. Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum und das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung werden die empfangenen Satellitendaten archivieren, prozessieren, validieren und für die Wissenschaft zugänglich machen. Auch Firmen und Behörden werden die Daten ausprobieren und damit künftige Services vorbereiten. Die zukünftige Nutzung der EnMAP-Hyperspektraldaten durch Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen und die Entwicklung von speziellen Anwendungen werden durch BMWK-Förderprogramme unterstützt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="The first images of our environmental satellite #EnMAP!" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/NF4CXPfGFZ4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em><strong>Die ersten Bilder von Umweltsatellit EnMAP</strong><br>Der Hyperspektralsatellit EnMAP hat die ersten Bilder von der Erde geliefert. Projektleiter Dr. Sebastian Fischer erläutert die Aufnahmen und erklärt, welche Rückschlüsse bereits jetzt daraus gezogen werden können. (Credit: Deutsche Raumfahrtagentur im DLR)</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18078.msg532519#msg532519" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) auf Falcon 9</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Am Polarkreis: Erste Sonnenstrahlen für Sunrise III</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/am-polarkreis-erste-sonnenstrahlen-fuer-sunrise-iii/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2022 16:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem „First Light“ am Startplatz in Schweden erreicht das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise III einen wichtigen Meilenstein. Start ist im Juni. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. 5. Mai 2022 &#8211; Etwa einen Monat vor Beginn seines Forschungsflugs in der Stratosphäre hat das Sonnenobservatorium Sunrise III an seinem Startplatz am Polarkreis [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mit dem „First Light“ am Startplatz in Schweden erreicht das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise III einen wichtigen Meilenstein. Start ist im Juni. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FirstLightSunriseIIIMPSAGandorfer.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FirstLightSunriseIIIMPSAGandorfer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>„First Light“ für das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise III. (Bild: MPS (A. Gandorfer))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">5. Mai 2022 &#8211; Etwa einen Monat vor Beginn seines Forschungsflugs in der Stratosphäre hat das Sonnenobservatorium Sunrise III an seinem Startplatz am Polarkreis zum ersten Mal auf die Sonne geschaut. Im Juni wird es vom Esrange Space Center, der Ballon- und Raketenbasis der Schwedischen Weltraumagentur SSC im nordschwedischen Kiruna, auf eine Höhe von etwa 35 Kilometern steigen und während des mehrtägigen Fluges einzigartige Messdaten von der Sonne aufnehmen. Prozesse in der Chromosphäre, der hochdynamischen Schicht zwischen der sichtbaren Oberfläche und der äußeren Atmosphäre der Sonne, werden so genauer als je zuvor sichtbar. Die verbleibenden Wochen bis zum Start nutzen die technischen und wissenschaftlichen Teams aus Deutschland, Spanien, Japan und den USA, um alle Systeme und die wissenschaftlichen Instrumente auf ihren Einsatz vorzubereiten. Zudem werden die Abläufe und der Betrieb des Observatoriums während des Flugs geübt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Anfang April dieses Jahres ist Esrange Space Center im nordschwedischen Kiruna Schauplatz der letzten Vorbereitungen für den Flug von Sunrise III. In Einzelteile zerlegt ist die gesamte Hardware einschließlich Gondel, Sonnenteleskop und wissenschaftlicher Instrumente in Lastwagen vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen dorthin gereist. Das MPS leitet die Mission. Seitdem sind die eisigen Temperaturen von bis zu -15 Grad Celsius und das Schneetreiben, das bei der Ankunft herrschte, verträglicheren Bedingungen gewichen. Das so genannte „First Light“, der erste Blick auf die Sonne, fand bei Temperaturen um den Gefrierpunkt statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Start vom Polarkreis ist mit einem beträchtlichen logistischen Aufwand verbunden“, blickt Sunrise III-Projektmanager Dr. Andreas Korpi-Lagg vom MPS auf die letzten Monate zurück. Doch für den wissenschaftlichen Erfolg der Mission ist der abgelegene Startplatz im hohen Norden von entscheidender Bedeutung. Da die Sonne jenseits des Polarkreises im Sommer nicht untergeht, kann Sunrise III während des Fluges rund um die Uhr Messdaten aufzeichnen. Am Erdboden finden Sonnenforscherinnen und -forscher die besten Sichtbedingungen etwa auf Hawaii, auf den Kanarischen Inseln oder im US-amerikanischen Südwesten. Doch selbst während der besten Beobachtungssaison, üblicherweise im Frühsommer, sind dort die Messungen typischerweise auf wenige Stunden am Tag begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Vorzug von Sunrise III ist die Beobachtungshöhe. Ein riesiger, mit Helium gefüllter Ballon hebt das etwa sechs Meter hohe Observatorium beim Start bis in die Stratosphäre. In etwa 35 Kilometern Höhe trägt der Wind Observatorium und Ballon nach Westen. In dieser Höhe, die beinahe schon den Übergang zum Weltall markiert, ist die Atmosphäre so dünn, dass Luftturbulenzen die Sicht nicht trüben. Zudem hat das ballonfahrende Forschungsobservatorium dort Zugang zur ultravioletten Strahlung der Sonne, deren Großteil die Erdatmosphäre absorbiert. „Bessere Beobachtungsbedingungen bieten nur Raumsonden im Weltall“, so Projektleiter Prof. Dr. Sami Solanki, Direktor am MPS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FirstLightEsrangeMPSAGandorfer.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/FirstLightEsrangeMPSAGandorfer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Beim „First Light“ am Esrange Space Center im nordschwedischen Kiruna richtete sich das Observatorium selbsttätig zur Sonne aus. Zum ersten Mal am Startplatz erreichte auf diese Weise natürliches Sonnenlicht die wissenschaftlichen Instrumente. (Bild: MPS (A. Gandorfer))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom Kran getragen</strong><br>Beim „First Light“ in Kiruna verblieb Sunrise III am Boden. Der Meilenstein bietet nicht in erster Linie aussagekräftige Messdaten von der Sonne, sondern die Möglichkeit, alle Systeme mit natürlichem Sonnenlicht zu testen und zu kalibrieren. Als der Kran in der großen Halle, die dem Sunrise III-Team am Esrange Space Center als Wirkungsfeld dient, das sechs Tonnen schwere Observatorium einige Zentimeter angehoben hat, kann es losgehen. Das Hallentor öffnet sich; zum ersten Mal richtet sich die Gondel selbsttätig zur Sonne aus – ganz so, wie es auch während des Forschungsfluges erfolgen soll. Sonnenstrahlen fallen in das Teleskop und erreichen von dort die wissenschaftlichen Instrumente und das Bildstabilisierungssystem. Vor ihren Computerbildschirmen tiefer in der Halle verfolgen die wissenschaftlich-technischen Teams, wie die Systeme auf das Sonnenlicht reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sunrise III ist mit drei wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet. Gemeinsam liefern sie umfassende Messdaten aus der Region knapp unterhalb der sichtbaren Sonnenoberfläche bis in die obere Chromosphäre, etwa 2000 Kilometer darüber. Dafür fangen sie das infrarote, sichtbare und ultraviolette Licht aus dieser Region ein und können so dynamische Prozesse und Magnetfelder sichtbar machen. Zudem enthält Sunrise III ein ausgeklügeltes System zur Bildstabilisierung. Es sorgt dafür, dass das Observatorium auch am schwankenden Ballon hochpräzise Daten aufzeichnet. Wollte ein Sportschütze ähnlich „wackelfrei“ schießen, müsste er sein Sportgerät so ruhig halten, dass der Schuss auf sieben Kilometern Entfernung um maximal die Dicke eines Haares abgelenkt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwischenschicht mit gewaltigem Temperatursprung</strong><br>Die Chromosphäre der Sonne liegt zwischen ihrer sichtbaren Oberfläche und ihrer äußeren Atmosphäre, der Korona. In dieser Verbindungsschicht vollzieht sich ein gewaltiger Temperatursprung: von den vergleichsweise mäßigen 6000 Grad Celsius an der Oberfläche bis zu 20.000 Grad Celsius. In den darüber gelegenen Schichten steigen die Temperaturen dann sogar auf ein Million Grad Celsius an. „Selbst nach Jahrzehnten moderner Sonnenforschung ist die Chromosphäre noch immer rätselhaft“, so Solanki. „Dort spielt sich eine Vielzahl von Prozessen ab, die die Korona mit Energie versorgen und die wir noch nicht im Einzelnen verstehen“, fügt er hinzu. Im Zusammenspiel erzeugen diese Prozesse nicht nur die unfassbar hohen Temperaturen der Korona, sondern ermöglichen auch die heftigen Eruptionen, in denen die Sonne immer wieder Teilchen und Strahlung ins All schleudert. Die Messdaten von Sunrise III werden die bisher beste Höhenauflösung aus der Chromosphäre liefern: Präziser als je zuvor wird es möglich sein, einzelne Vorgänge einer genauen Höhe über der Oberfläche zuzuordnen. „Mit Sunrise III können wir die Vorgänge in der Chromosphäre besser als je zuvor verfolgen“, so Sunrise III-Projektwissenschaftler Dr. Achim Gandorfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis der abenteuerliche Flug von Sunrise III beginnt und das Observatorium erste Messdaten sammelt, werden noch einige Wochen vergehen. In dieser Zeit werden alle Systeme in Betrieb genommen und die Abläufe während des Flugs geübt. „Der Flug dauert nur einige Tage. Da muss von Anfang an alles reibungslos funktionieren“, so Korpi-Lagg. Je nach Windgeschwindigkeit erreicht Sunrise III den unbewohnten Nordosten Kanadas nach etwa fünf bis sieben Tagen. Dort landet das Observatorium am Fallschirm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den genauen Starttermin bestimmt das Wetter. Bei Niederschlag kann Sunrise III nicht starten; zudem ist Windstille erforderlich. „Unsere Vorbereitungen laufen nach Plan. Anfang Juni sind wir startklar“, so Korpi-Lagg. Die letzte Phase des Abenteuers hat begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise III ist eine Mission des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS, Deutschland) und des Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins Universität (APL, USA). Sunrise III blickt mit Hilfe eines 1-Meter-Teleskops, dreier wissenschaftlicher Instrumente und eines Systems zur Bildstabilisierung aus der Stratosphäre auf die Sonne. Maßgeblich Mitwirkende an der Mission sind ein spanisches Konsortium, das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ, Japan), und das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS, Deutschland). Das spanische Konsortium wird geleitet vom Instituto de Astrofísica de Andalucía (IAA, Spanien) und besteht zudem aus dem Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (INTA), der Universitat de València (UV), der Universidad Politécnica de Madrid (UPM) und dem Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC). Weitere Partner sind das Wallop’s Flight Facility Balloon Program Office (WFF-BPO) der NASA und die Swedish Space Corporation (SSC). Sunrise III wird unterstützt von der Max-Planck-Förderstiftung, der NASA im Rahmen des Grants #80NSSC18K0934, dem spanischen Grant FEDER/AEI/MCIU (RTI2018-096886-C5) und des „Center of Excellence Severo Ochoa“ Preises für IAA-CISC (SEV-2017-0709) sowie dem ISAS/JAXA Small Mission-of-Opportunity program und JSPS KAKENHI JP18H05234.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sunrise III-Factsheet</strong><br>pdf: <a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SunriseIIIFactsheetDE.pdf" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SunriseIIIFactsheetDE.pdf</a></p>



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<iframe title="How we explore the Sun: The Sunrise III Mission in 2022 [Science Teaser]" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/0oP35RT7iX0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1170.msg531957#msg531957" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SUNRISE &#8211; Sonnenobservatorium am Ballon</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/am-polarkreis-erste-sonnenstrahlen-fuer-sunrise-iii/" data-wpel-link="internal">Am Polarkreis: Erste Sonnenstrahlen für Sunrise III</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>MPS Göttingen: Sonnenmission Sunrise III im Hangtest</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mps-goettingen-sonnenmission-sunrise-iii-im-hangtest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2021 16:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>First Light für die wissenschaftlichen Instrumente von Sunrise III: Das ballongetragene Sonnenobservatorium bereitet sich auf den nächsten Forschungsflug vor. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. 28. Oktober 2021 &#8211; Das Sonnenobservatorium Sunrise III, das im Frühsommer nächsten Jahres die Sonne an einem Heliumballon aus einer Höhe von 35 Kilometern beobachten wird, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">First Light für die wissenschaftlichen Instrumente von Sunrise III: Das ballongetragene Sonnenobservatorium bereitet sich auf den nächsten Forschungsflug vor. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201aMPSPChitta.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201aMPSPChitta26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Sunrise III-Team bereitet sich auf den Hangtest vor. Noch ist das Tor zur Ballonhalle geschlossen. (Bild: MPS / P. Chitta)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">28. Oktober 2021 &#8211; Das Sonnenobservatorium Sunrise III, das im Frühsommer nächsten Jahres die Sonne an einem Heliumballon aus einer Höhe von 35 Kilometern beobachten wird, hat heute am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen einen wichtigen Meilenstein erreicht: Erstmals konnten die wissenschaftlich-technischen Teams eine Messung mit Sonnenlicht durchführen. Beim so genannten „Hangtest“ öffnete sich das riesige Tor der MPS-Ballonhalle, um dem Observatorium so den direkten Blick in die Sonne zu ermöglichen. Der Test ist ein wichtiger Teil der aktuellen Vorbereitungen für den mehrtägigen Stratosphärenflug von Sunrise III im nächsten Jahr. Dabei wird das Observatorium beispielslose Messdaten aus der unteren Atmosphäre der Sonne, der Chromosphäre, einfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 10.45 Uhr öffnete sich das neun Meter hohe Tor zur Ballonhalle des MPS am Justus-von-Liebig-Weg in Göttingen. Mit Hilfe des Hallenkrans hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuvor die sieben Meter hohe Strebenkonstruktion, das in seiner Flugkonfiguration Sonnenteleskop, wissenschaftliche Instrumente, ein System zur Bildstabilisierung und die Bordelektronik enthält, im Innern der Halle bis kurz vor die riesige Öffnung transportiert. Strahlender Sonnenschein; es kann losgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa sieben Monate vor dem geplanten Start der Mission Sunrise III sind die Vorbereitungen am MPS in vollem Gange. Fast alle Subsysteme sind funktionsbereit: das Teleskop, das mit seinem 1-Meter-Hauptspiegel das Herzstück von Sunrise III bildet; die Instrumente SUSI (Sunrise UV Spectropolarimeter and Imager) und SCIP (Sunrise Chromospheric Infrared Spectro-Polarimeter), die vom MPS sowie von einem japanischen Konsortium unter Leitung des National Astronomical Observatory of Japan entwickelt und gebaut wurden; das System zur Bildstabilisierung des Leibniz-Instituts für Sonnenphysik in Freiburg; und die gesamte Bordelektronik. Die sieben Meter hohe Gondel wurde in den vergangenen Wochen vom Applied Physics Laboratory der amerikanischen Johns Hopkins Universität angeliefert, vor Ort in Göttingen zusammengebaut und mit Teleskop und Instrumenten „verheiratet“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201bMPSPChitta.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201bMPSPChitta26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Tor ist geöffnet; Sunrise III schaut ins Freie. Es kann losgehen. (Bild: MPS / P. Chitta)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit den aktuellen Tests prüfen wir, ob alle Systeme von Sunrise III reibungslos zusammenarbeiten, und können gegebenenfalls noch nachbessern und verfeinern“, erklärt. Dr. Andreas Lagg vom MPS, Sunrise III-Projektmanager. „So können wir bereits am Boden die Abläufe für die späteren Messungen während des Fluges perfektionieren“, fügt er hinzu. Während Raumsonden typischerweise die lange Anreise durchs All zur Inbetriebnahme der wissenschaftlichen Instrumente nutzen, muss Sunrise III mit einem deutlich knapperen Zeitplan auskommen. „Der Flug dauert nur wenige Tage. Nach dem Start wollen wir deshalb so schnell wie möglich mit den wissenschaftlichen Messungen beginnen“, so Dr. Achim Gandorfer, Sunrise III-Projektwissenschaftler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonnenlicht für SUSI und SCIP</strong><br>In der Ballonhalle beginnt das Sunrise III-Team nun mit dem ersten Teil des Hangtests, dem sogenannten Pointing: Das Observatorium soll sich – wie während des Fluges erforderlich – selbsttätig zur Sonne ausrichten. Überwacht und kontrolliert wird dieser Vorgang aus 6000 Kilometern Entfernung von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Johns Hopkins Universität in den USA. „Wegen der Corona-Pandemie konnten viele unserer internationalen Partner beim Einbau ihrer Hardware-Beiträge nicht hier vor Ort sein und selbst Hand anlegen“, beschreibt Dr. Achim Gandorfer die Arbeit der vergangenen Wochen und Monate. „Stattdessen mussten wir ihren Rat und ihre Expertise per Videokonferenz einbeziehen. Beim Hangtest gehen wir nun ähnlich vor“, fügt er hinzu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201cMPSPChitta.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201cMPSPChitta26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Sonnenobservatorium Sunrise III ist etwa sieben Meter hoch. In seiner Flugkonfiguration umfasst es das Sonnenteleskop, welches das Herzstück bildet, wissenschaftliche Instrumente, eine System zur Bildstabilisierung und die Bordelektronik. (Bild: MPS / P. Chitta)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 11.05 Uhr ist die kontinentenumfassende Aufgabe erfolgreich abgeschlossen; Sunrise III schaut perfekt ausgerichtet in die Sonne. Zum ersten Mal öffnet nun das Sunrise III-Team die Abdeckung, die den 1-Meter-Hauptspiegel im Innern des Teleskops bisher geschützt hat. Sonnenlicht fällt auf den empfindlichen Spiegel und wird von dort erstmals zu den wissenschaftlichen Instrumenten weitergeleitet, die oberhalb des Teleskops angebracht sind. Nun beginnt der zweite Teil des Hangtests, die Inbetriebnahme und das Kalibrieren der Instrumente kann beginnen. „Keine künstliche Lichtquelle kann das Sonnenlicht für diese Messungen ersetzen“, so Dr. Andreas Lagg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Frühjahr nächsten Jahres bleibt dem wissenschaftlich-technischen Teams für die weitere Inbetriebnahme Zeit. Wenn die Schneemassen jenseits des Polarkreises langsam schmelzen, reist Sunrise III in Einzelteile zerlegt und sicher in Kisten verpackt per Lastwagen zum Startplatz, der Raketenbasis Esrange Space Center, im nordschwedischen Kiruna. Startklar ist das Sonnenobservatorium am 1. Juni nächsten Jahres. Sobald die Wind- und Wetterverhältnisse in Kiruna günstig sind, hebt der mit 850 Kilogramm Helium gefüllte Ballon das sechs Tonnen schwere Observatorium auf eine Höhe von 35 Kilometern. Von dort trägt der Wind Sunrise III nach Westen; einen eigenen Antrieb hat Sunrise III nicht. Gelandet wird nach mehrtägigem Flug am Fallschirm im Norden Kanadas.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201dMPSMMonecke.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201dMPSMMonecke26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sunrise III blickt in die Sonne. (Bild: MPS / M. Monecke)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mitternachtssonne und UV-Strahlung</strong><br>„Da wir zur Sommerzeit und jenseits des Polarkreise fliegen, kann Sunrise III während des gesamten Fluges ununterbrochen auf die Sonne schauen“, beschreibt Missionsleiter Prof. Dr. Sami K. Solanki vom MPS einen der Vorzüge der Mission. Auf 35 Kilometern Höhe hat das Observatorium den Großteil der Erdatmosphäre zurückgelassen; Luftturbulenzen trüben den Blick kaum. „Anders als erdgebundene Teleskope hat Sunrise III in dieser Höhe Zugang zur ultravioletten Strahlung von der Sonne“, erklärt Solanki weiter. Dieser Teil der Sonnenstrahlung hat seinen Ursprung in erster Linie in der heißen Atmosphäre der Sonne und enthält wertvolle Informationen aus dieser Region. Da die Ozonschicht der Erdatmosphäre das ultraviolette Licht von der Sonne weitestgehend absorbiert, steht es erdgebundenen Teleskopen nicht zur Verfügung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201eMehleHundertmarkFotografie.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mps2810201eMehleHundertmarkFotografie26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Etwa 60 Personen verfolgten den Hangtest vor Ort in Göttingen. (Bild: Mehle Hundertmark Fotografie)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Instrumente von Sunrise III sind auf verschiedene Wellenlängenbereiche spezialisiert. Auf diese Weise blickt Sunrise III gleichzeitig auf einen Bereich von mehr als 2000 Kilometer Höhe, der sich von knapp unter der sichtbaren Oberfläche der Sonne bis in die obere Chromosphäre erstreckt. Besser als bei jedem anderen Observatorium – ganz gleich ob im Weltraum oder auf der Erde – lassen sich die Messdaten von Sunrise III aus dieser Region einer genauen Höhe zuordnen. So lässt sich präzise verfolgen, wie beispielsweise kleinste Strahlungsausbrüche, sogenannte Mikroflares, entstehen oder wie sich wellenartige Phänomene in der Sonnenatmosphäre ausbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Sunrise III kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu verstehen, wie es der Sonne gelingt, ihre äußere Hülle auf unfassbare Temperaturen von mehr als eine Million Grad Celsius aufzuheizen“, so Solanki. „Um diese Frage zu beantworten, braucht es einen ganz besonderen Blick auf die Sonne.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Mission</strong><br>Das ballongetragene Sonnenobservatorium Sunrise III ist eine Mission des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS, Deutschland). Sunrise III blickt mit Hilfe eines 1-Meter-Teleskops, dreier wissenschaftlicher Instrumente und eines Systems zur Bildstabilisierung aus der Stratosphäre auf die Sonne. Maßgeblich an der Mission beteiligt sind ein spanisches Konsortium unter Leitung des Instituto de Astrofísica de Andalucía (IAA, Spanien), das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ, Japan), das Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University (APL, USA) und das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS, Deutschland). Weitere Partner sind die Columbia Scientific Ballooning Facility (CSBF) der NASA sowie die Swedish Space Corporation (SSC). Sunrise III wird unterstützt von der Max-Planck-Förderstiftung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg520684#msg520684" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18155.msg521551#msg521551" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1170.msg521555#msg521555" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1170.msg521555#msg521555" target="_blank" rel="noopener">SUNRISE &#8211; Sonnenobservatorium am Ballon</a></a></li></ul>
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		<title>Das Very Large Telescope der ESO feiert Jubiläum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-very-large-telescope-der-eso-feiert-jubilaeum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 09:03:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute vor 15 Jahren, am 25. Mai 1998, fertigte das erste von vier Großteleskopen, aus denen sich das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte zusammensetzt, seine ersten Aufnahmen an. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlichte die ESO am vergangenen Donnerstag eine Aufnahme, welche den Emissionsnebel IC 2944 zeigt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESO. Auf dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute vor 15 Jahren, am 25. Mai 1998, fertigte das erste von vier Großteleskopen, aus denen sich das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte zusammensetzt, seine ersten Aufnahmen an. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlichte die ESO am vergangenen Donnerstag eine Aufnahme, welche den Emissionsnebel IC 2944 zeigt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_small_1.jpg" alt="ESO, Babak Tafreshi" width="548" height="102"/></a><figcaption>
Die vier großen Unit-Teleskope Antu, Kueyen, Melipal und Yepun (von links nach rechts) des VLT. Ganz links in dieser Aufnahme sind die vier mobilen Hilfsteleskope zu erkennen, welche ausschließlich für die Interefrenzteleskopie eingesetzt werden. 
<br>
(Bild: ESO, Babak Tafreshi)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Gipfel des 2.635 Meter hohen Cerro Paranal, einem in der Atacamawüste im Norden der chilenischen Anden gelegenen Berg, befindet sich das von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betriebene <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paranal-Observatorium#Very_Large_Telescope" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope</a> (kurz &#8222;VLT&#8220;). Diese Anlage setzt sich aus vier Großteleskopen (&#8222;Unit&#8220;-Teleskope) zusammen, welche jeweils über einen Hauptspiegeldurchmesser von 8,2 Metern verfügen, und die mit Hilfe eines <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Interferometrie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Interferometers</a> für ihre astronomischen Beobachtungen gegebenenfalls zu einem einzigen Teleskop &#8222;zusammengeschaltet&#8220; werden können. Ergänzt wird das VLT durch vier kleinere Hilfsteleskope mit jeweils 1,8 Metern Spiegeldurchmesser, die sogenannten &#8222;Auxiliary-Teleskope&#8220;, welche ausschließlich für die Interferenzteleskopie eingesetzt werden und für Interferenzmessungen mit bis zu 200 Metern Abstand eingesetzt werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Verwendung einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Adaptive_Optik" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">adaptiven Optik</a> ist es mittlerweile gelungen, mit den VLT-Aufnahmen das Auflösungsvermögen des <i>Hubble</i>-Weltraumteleskops zu übertreffen. Aber nicht nur deshalb gilt das VLT als eine der fortschrittlichsten, leistungsstärksten und produktivsten bodengebundenen astronomischen Beobachtungseinrichtungen, welche sich gegenwärtig im Betrieb befindet. Alleine im Jahr 2012 wurden von professionellen Astronomen <a class="a" href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann13009/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mehr als 600 wissenschaftliche Fachartikel</a> veröffentlicht, welche auf den Beobachtungsdaten des VLT basieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_small_2.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme der Sternentstehungsregion IC 2944 wurde anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Very Large Telescopes der ESO veröffentlicht. Das Bild zeigt eine Ansammlung dichter Staubwolken, die unter dem Namen Thackeray-Globulen bekannt sind, und welche sich gegen das rötlich leuchtende Gas des Nebels abzeichnen. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>First Light vor 15 Jahren</strong> <br>Das erste dieser vier Einzelteleskope, das Teleskop &#8222;Antu&#8220;, erlebte sein <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/First_light" target="_blank" data-wpel-link="external">&#8222;First Light&#8220;</a> vor genau 15 Jahren. Am 25. Mai 1998 wurden mit dem Antu-Teleskop unter der Verwendung einer Testkamera die ersten Aufnahmen des südlichen Sternhimmels erstellt. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlichte die ESO am vergangenen Donnerstag eine Aufnahme des Emissionsnebels IC 2944. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die veröffentlichte Aufnahme zeigt dichte Klumpen aus Staub, welche sich vor einem rötlichen Hintergrund abzeichnen. Die undurchsichtigen Flecken auf dem Bild wirken dabei wie die Tropfen dunkler Tinte. Diese eigenartigen Strukturen werden durch die energiereiche Strahlung verursacht, welche von nahegelegenen hellen und relativ jungen Sternen ausgeht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Bild ist die schärfste Aufnahme, welche jemals von diesem Objekt von der Erde aus gemacht wurde. Der Emissionsnebel befindet sich in einer Entfernung von etwa 6.500 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem im südlichen Sternbild Centaurus (der Zentaur). In diesem Bereich des Himmels sind viele ähnliche Nebel beheimatet, welche von Astronomen detailliert untersucht werden, um den Mechanismus der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternentstehung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternentstehung</a> zu erforschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kinderstuben für neu geborene Sterne</strong> <br>Interstellare <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Molek%C3%BClwolke" target="_blank" data-wpel-link="external">Molekülwolken</a> bestehen aus Ansammlungen von Gas und Staubpartikeln und beherbergen das Rohmaterial, aus dem sich im Rahmen des Prozesses der Sternentstehung neue Sterne bilden. Sobald sich in einem abgegrenzten Bereich einer solchen Wolke, welche hauptsächlich aus Wasserstoffgas besteht, genügend Materie ansammelt hat, beginnt diese unter ihrer eigenen Schwerkraft in sich zusammenzufallen. Bedingt durch das Kollabieren des Gases wird das Zentrum dieses Bereiches immer dichter und zugleich auch heißer. Schließlich wird dabei ein Punkt erreicht, an dem die thermonukleare Fusion von Wasserstoff zu Helium einsetzt und ein neuer Stern &#8222;geboren&#8220; wird. Die durch den Fusionsprozess freigesetzte Energie lässt die neugeborenen Sterne leuchten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_small_3.jpg" alt="ESO" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme des MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskops zeigt ebenfalls die Region des Emissionsnebels IC 2944. 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese neu gebildeten Sterne führen dem in der Umgebung verbliebenen Wasserstoffgas dabei mehr und mehr Energie zu. Die neu entstandenen Sonnen gehören üblicherweise zu den Sternen vom <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spektralklasse" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Spektraltyp</a> &#8222;O&#8220; oder &#8222;B&#8220; und verfügen daher über Oberflächentemperaturen im Bereich von 10.000 bis 50.000 Kelvin. Sie strahlen große Mengen hochenergetischer UV-Strahlung in ihre Umgebung ab, welche in der Lage ist, Wasserstoffatome zu ionisieren. Das verbliebene Gas gibt diese zugeführte Energie wieder ab, wobei das rote Leuchten entsteht. Ein solches Objekt wird von den Astronomen auch als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Emissionsnebel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Emissionsnebel</a> bezeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Fall von IC 2944 zeichnen sich gegen diese rötliche Kulisse eigenartig dunkle Strukturen ab, welche aus im sichtbaren Bereich des Lichtspektrums undurchsichtigen Staubkonzentrationen bestehen. Diese Wolken aus interstellarem Staub sind auch unter dem Namen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Globule" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bok-Globulen</a> bekannt. Sie sind nach dem niederländisch-amerikanischem Astronomen Bart Bok benannt, welcher in den 1940er Jahren als erster die These vertrat, dass sie möglicherweise als Stätten für eine Sternentstehung in Frage kommen. Diejenigen Globulen, welche in dem hier gezeigten Bild zu sehen sind, tragen zusätzlich nach ihrem Entdecker den Spitznamen Thackeray-Globulen. Sie wurden im Jahr 1950 von dem Astronomen Andrew David Thackeray von Südafrika aus entdeckt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Untersuchung der Globulen</strong> <br>Von besonderem wissenschaftlichen Interesse sind die Bedingungen, denen solche Globulen ausgesetzt sind. Größere Bok-Globulen kollabieren normalerweise und erzeugen dabei neue Sterne, sofern die weiteren äußeren Einflüsse dies zulassen. Die Globulen in diesem Bild befinden sich jedoch sozusagen unter einem permanent erfolgenden heftigen Beschuss durch die UV-Strahlung, welche von den nahegelegenen heißen, jungen Sternen ausgeht. Sie werden durch die Strahlung sowohl erodiert als auch fragmentiert, vergleichbar mit Butterstücken, welche in eine heiße Pfanne geworfen werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Thackeray-Globulen zerstört werden, bevor sie kollabieren und Sterne bilden können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25052013110326_small_4.jpg" alt="ESO, P.D. Barthel, M. McCaughrean, M. Andersen, S. Gillessen et al., Y. Beletsky, R. Chini, T. Preibisch" width="260"/></a><figcaption>
Eine Kollage verschiedener während der letzten Jahre durch das VLT aufgenommenen Bilder des Universums. 
<br>
(Bild: ESO, P.D. Barthel, M. McCaughrean, M. Andersen, S. Gillessen et al., Y. Beletsky, R. Chini, T. Preibisch)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Bok-Globulen zu untersuchen, gestaltet sich für die Astronomen allerdings als relativ kompliziert, da die Globulen für sichtbares Licht undurchlässig sind. Dadurch wird es für Astronomen schwer, die in ihrem Inneren ablaufenden Vorgänge zu beobachten, so dass andere Mittel benötigt werden, um die Geheimnisse zu enthüllen. Das hierfür verwendete Werkzeug stellen Beobachtungen im Infrarot- und Submillimeterbereich des elektromagnetischen Spektrums dar (<a href="https://www.raumfahrer.net/das-feurige-band-des-orion/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). In diesem Wellenlängenbereich leuchten zum Beispiel Staubwolken hell auf, deren Temperatur nur einige Grad über dem absoluten Nullpunkt liegt. Entsprechende Untersuchungen der Thackaray-Globulen haben bestätigt, dass in deren Inneren gegenwärtig kein aktiver Sternentstehungsprozess abläuft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die hier gezeigte Himmelsregion wurde bereits in der Vergangenheit unter anderem durch das <i>Hubble</i>-Weltraumteleskop abgebildet. Diese gezeigte Aufnahme des FORS-Instruments am Very Large Telescope der ESO deckt jedoch einen größeren Ausschnitt des Himmels ab und zeigt die gesamte Sternentstehungslandschaft unter einem für ein bodengebundenes Teleskop außergewöhnlich guten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Seeing" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Seeing</a> von lediglich 0,5 Bogensekunden. Der interessierte Betrachter erhält somit einen umfassenden Überblick über eine faszinierende Landschaft der Sternentstehung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufnahme wurde im Rahmen des &#8222;Cosmic Gems Programm&#8220; (übersetzt &#8222;kosmische Edelsteine&#8220;), einer ESO-Initiative zur Erstellung von astronomischen Aufnahmen für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, erstellt. Dieses Programm nutzt dabei hauptsächlich Zeiten, während derer die Beobachtungsbedingungen nicht den strengen Ansprüchen wissenschaftlicher Beobachtungsarbeit genügt. Hierbei werden in erster Linie Bilder von interessanten und faszinierenden Himmelsobjekten angefertigt, welche neben dem wissenschaftlichen Interesse auch ästhetische Gesichtspunkte erfüllen. Die Bilddaten sind anschließend im wissenschaftlichen Archiv der ESO für jedermann zugänglich. Auch professionelle Astronomen können sie für ihre Zwecke nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=451.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sternentstehung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6303.15" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Emissionsnebel</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/das-very-large-telescope-der-eso-feiert-jubilaeum/" data-wpel-link="internal">Das Very Large Telescope der ESO feiert Jubiläum</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SOFIA sieht erstes Sternenlicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sofia-sieht-erstes-sternenlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 20:25:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der fliegende Infrarot-Messkomplex Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) hat in der vergangenen Nacht seinen ersten Testeinsatz erfolgreich absolviert. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: DLR, Raumcon, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Beim knapp achtstündigen Ersteinsatz befand sich neben der dreiköpfigen Flugbesatzung im Cockpit auch ein Dutzend Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure in der Steuerzentrale im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der fliegende Infrarot-Messkomplex Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy (SOFIA) hat in der vergangenen Nacht seinen ersten Testeinsatz erfolgreich absolviert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: DLR, Raumcon, Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-06-01-35955.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26052010222553_small_1.jpg" alt="NASA/Tom Tschida" width="324" height="243"/><figcaption>
Der Hauptspiegel des SOFIA-Teleskops 
<br>
(Bild: NASA/Tom Tschida)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim knapp achtstündigen Ersteinsatz befand sich neben der dreiköpfigen Flugbesatzung im Cockpit auch ein Dutzend Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure in der Steuerzentrale im hinteren Teil der umgebauten Boeing 747SP. Diese besitzt einen kürzeren Rumpf und schafft damit sowohl eine höhere Reichweite als auch eine größere Flughöhe. Im Einsatz liegt diese zwischen 12 und 14 Kilometern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Licht fällt nach Öffnen einer 4,6 x 4,3 Meter großen Luke auf einen in Deutschland gefertigten 2,70 m durchmessenden Hauptspiegel und von dort über Sekundär- und Umlenkspiegel auf potenziell verschiedene wissenschaftliche Instrumente. Zur Grundausstattung gehören die High-resolution Airborne Wideband Camera, die Faint Object InfraRed CAmera for the SOFIA Telescope und die First Light Infrared Test Experiment CAMera. Außerdem sollen das Field Imaging Far-Infrared Line Spectrometer und der German Receiver for Astronomy at Terahetz Frequencies aus Deutschland sowie der Echelon-Cross-Echelle Spectrograph, der CAltech Submillimeter Interstellar Medium Investigations Receiver und das Submillimeter And Far InfraRed Experiment aus den USA zum Einsatz kommen. Speziell für SOFIA entwickelt wurde zudem das High-speed Imaging Photometer for Occultation. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26052010222553_small_2.jpg" alt="NASA" width="308" height="231"/><figcaption>
Die Steuerung der Instrumente und Erstauswertung der Daten erfolgt direkt an Bord. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Untersuchungsgegenstand ist Licht und Infrarotstrahlung kosmischer Objekte im Wellenlängenbereich von 0,3 bis 1.600 Mikrometern. SOFIA hat dabei einen Sichtwinkel von 8 Bogenminuten bei Elevationen von 15 bis 70 Grad über dem Horizont. Luftfeder-Dämpfungselemente sorgen dafür, dass eine Bildstabilität von 0,2 Bogensekunden (0,000056 Grad) erreicht werden kann. Teleskop und Instrumente haben zusammen eine Masse von etwa 20 Tonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">SOFIA ist ein Gemeinschaftsprojekt von NASA, Universities Space Research Association (USRA), des Deutschen SOFIA-Instituts in Stuttgart sowie der Cornell University. Das Flugzeug wird in Kalifornien stationiert sein und soll von dort aus in den nächsten 20 Jahren jeweils 160 Einsätze jährlich fliegen. Pro Jahr sollen sich damit knapp 1.000 Stunden Teleskopzeit ergeben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">SOFIA ist für Untersuchungen im Infrarotbereich deshalb von Vorteil, weil der Wasserdampf in der Troposphäre einen Teil der Strahlung im Untersuchungsbereich absorbiert. Im Vergleich zu Satelliten, denen die Atmosphäre ebenfalls nicht im Wege steht, ist SOFIA aber flexibler, da man täglich die Instrumente wechseln kann. Außerdem sind diese von weitaus höherer Qualität. Satelliten könnten eine derartige Masse kaum tragen. Mit Steuerungs-, Versorgungs- und Kommunikationssystemen kommen da leicht 50 Tonnen zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1149.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SOFIA</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Erfolgreiches First Light für Herschel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erfolgreiches-first-light-fuer-herschel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 12:15:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[Herschel]]></category>
		<category><![CDATA[M51]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Spiralgalaxie]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Whirlpool-Galaxie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Infrarot-Teleskop Herschel der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) hat sein erstes astronomisches Objekt abgebildet. Die beteiligten Wissenschaftler sprechen von einem sehr guten ersten Resultat. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Ziel der ersten Aufnahme Herschels war die Spiralgalaxie M51, von der ebenfalls Aufnahmen des Vorgängerteleskops Spitzer der NASA vorliegen. Im Vergleich zu dieser unwesentlich älteren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Infrarot-Teleskop Herschel der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) hat sein erstes astronomisches Objekt abgebildet. Die beteiligten Wissenschaftler sprechen von einem sehr guten ersten Resultat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19062009141524_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19062009141524_small_1.jpg" alt="ESA und PACS Consortium" width="287" height="226"/></a><figcaption>
Überlagerung dreier Wellenlängen ergaben diese Aufnahme von M51. 
<br>
(Bild: ESA und PACS Consortium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der ersten Aufnahme <i><a href="https://www.raumfahrer.net/herschel-und-planck-ein-blick-hinter-die-kulissen/" data-wpel-link="internal">Herschels</a></i> war die Spiralgalaxie M51, von der ebenfalls Aufnahmen des Vorgängerteleskops <i>Spitzer</i> der NASA vorliegen. Im Vergleich zu dieser unwesentlich älteren Aufnahme zeigt das ESA-Teleskop, welches Potential in ihm steckt. Immerhin wurde dieses First Light mit völlig unkalibrierten Instrumenten vorgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufnahme zeigt die von Charles Messier 1773 entdeckte Whirlpool-Galaxie in drei Wellenlängen von 70, 100 und 160 Mikrometern, die dann übereinander gelegt wurden. Das Bild wurde durch <i>Herschels Photoconductor Array Camera and Spectrometer</i> (PACS) aufgenommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem <a href="https://www.raumfahrer.net/herschel-und-planck-gestartet/" data-wpel-link="internal">Start</a> am 14. Mai 2009 war am 14. Juni die Schutzabdeckung für das 3,5 Meter durchmessende Teleskop geöffnet worden. Die hocheffektive Helium-Kühlung war problemlos angelaufen. Die ersten Bilder zeigen, dass die rund eine Milliarde Euro teure Mission ihre wissenschaftlichen Ziele erreichen kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19062009141524_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19062009141524_small_2.jpg" alt="Links: NASA/JPL-Caltech/SINGS, rechts: ESA and the PACS Consortium" width="476" height="306"/></a><figcaption>
Vergleich der M51-Aufnahme von 
<i>Herschel</i>
 mit der besten Aufnahme des NASA-IR-Teleskops 
<i>Spitzer</i>
 
<br>
(Bild: Links: NASA/JPL-Caltech/SINGS, rechts: ESA and the PACS Consortium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4228.msg103132#msg103132" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Herschel und Planck</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Venus Express sendet erste Bilder</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/venus-express-sendet-erste-bilder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Apr 2006 20:07:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Venus Express]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[VEX]]></category>
		<category><![CDATA[VIRTIS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA Raumsonde Venus Express hat ihre ersten Bilder von der Venus gesendet. Es sind wunderschöne Bilder vom Venus-Südpol. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: ESA. Venus Express war genau 206.452 Kilometer über der Venusoberfläche, als die Bilder gemacht wurden. Bereits auf den ersten Bildern gibt es erste Überraschungen. So gibt es überraschend klare und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA Raumsonde Venus Express hat ihre ersten Bilder von der Venus gesendet. Es sind wunderschöne Bilder vom Venus-Südpol.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a>. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Venus Express war genau 206.452 Kilometer über der Venusoberfläche, als die Bilder gemacht wurden. Bereits auf den ersten Bildern gibt es erste Überraschungen. So gibt es überraschend klare und überraschende Strukturen auf dem Venus-Südpol. Die Bilder wurden am 12. April 2006 gemacht, während Venus Express letzte Manöver der Orbiteinschwenkung machte. Venus Express war am 11. April <a href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-ist-am-ziel/" data-wpel-link="internal">erfolgreich in den Venus-Orbit</a> eingetreten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DarkVortexSouthPoleVenusESAINAFIASFObsdeParis.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DarkVortexSouthPoleVenusESAINAFIASFObsdeParis26.jpg" alt="" class="wp-image-82144"/></a><figcaption>Bilder vom Venus-Südpol von der Kamera VIRTIS an Bord von Venus Express
(Bild: Venus Express/ESA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum war Venus Express im Orbit, haben die ESA Techniker sämtliche Geräte der Raumsonde aktiviert. Die letzten zwei Geräte – <i>Venus Monitoring Camera (VMC)</i> und <i>Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer (VIRTIS)</i> &#8211; wurden gestern gestartet. Zum ersten Mal wurde die südliche Hemisphäre der Venus von einer Raumsonde untersucht. Die Raumsonde hat diese Region in einer elliptischen Umlaufbahn um die Venus passiert und so die Chance gehabt, diese Region erstmals in der Raumfahrtgeschichte zu untersuchen. Die Forscher sind speziell von den Wolkenformationen fasziniert, die sich scheinbar direkt über den Venus-Südpol befinden. Solche Phänomene wurden dort bereits vermutet aber bisher noch nicht bestätigt. Diese Wolkenformationen sind denen ähnlich, die man am Nordpol der Venus finden kann. „Nur einen Tag nachdem wir angekommen sind, sehen wir jetzt schon die heiße und dynamische Umgebung der Venus in Aktion“, sagt Dr. Hakan Svedhem, Venus Express Missionsforscher. „Wir werden viel mehr Details sehen und finden wenn wir nur näher an der Venus sind. Dann werden die Auflösungen bis zu 100 Mal höher sein als jetzt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fotos wurden eben aus weiter Distanz aufgenommen, weswegen die Qualität noch weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Aber die Forscher waren überrascht, dass man jetzt schon solch klare Strukturen auf den Fotos erkennen kann. Neben den Bildern vom Südpol gab es auch noch ein Falschfarbenbild von der Venus-Tagseite. Ein Pixel repräsentiert auf diesem Bild jeweils 50 Kilometer auf der Oberfläche. Für dieses Bild mussten diverse Wellenlängenfilter eingesetzt werden, um die Reflektionen der Venus in den Griff zu bekommen. Nun sieht man am Bild relativ gut die reflektierenden Stellen in der Venus Wolkenschicht. Die Wolken reichen ja bei der Venus bis etwa 65 Kilometer über der Oberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dynamische spiralförmige Wolkenstruktur</strong> <br>Auch die Nachtseite der Venus wurde mit Hilfe von Infrarotfiltern untersucht. Die Bilder zeigen vor allem spiralförmige Wolkenstrukturen in der niederen Atmosphäre. Es gibt aber auch Stellen, an denen die Wolken dicker sind und Stellen, wo die Wolken dünner sind. Die dünne Wolkenschicht erlaubt es natürlich leichter auf die Oberfläche der Venus zu blicken. Durch diese dünnen Stellen gelangt auch mehr heiße Strahlung durch, so dass Venus Express diese auch messen kann. So soll man einen Überblick erhalten, wie die Venusoberfläche aufgebaut ist und wie heiß es dort unten ist. Aber nicht nur im sichtbaren Licht wurde die Venus untersucht. Auch Infrarot und Ultraviolett kamen zum Einsatz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NightanddayonVenusESAMPS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NightanddayonVenusESAMPS26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ein Südpol Bild im sichtbaren Licht von der VMC Kamera an Bord von Venus Express<br>(Bild: Venus Express/ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Venus Express befindet sich noch in den letzten Zügen der Orbiteinschwenkung um den Planeten Venus. Dieses Manöver begann mit dem Starten der Haupttriebwerke am 11. April und soll etwa neun Tage dauern bis Venus Express einen relativ fixen Orbit eingenommen hat. Bis es soweit ist wird Venus Express in einem Orbit fliegen, der sie am Südpol in hoher Entfernung und am Nordpol in niedriger Entfernung vorbeiführen wird. Diese Untersuchungen zum jetzigen Zeitpunkt waren sehr wichtig und ziemlich einzigartig. Da sich die Sonde gerade in hoher Entfernung über den Südpol befindet, konnte der gesamte Planet von den Kamerasystemen der Sonde auf einem einzelnen Foto erfasst werden. Diese Gelegenheit bietet sich kein zweites Mal in der Hauptmission, die im Juni beginnen soll. Denn im Laufe dieser Mission wird der Abstand immer zu klein sein, um den gesamten Planeten auf ein Foto zu bekommen. </p>


<p>Mit dem Starten der beiden letzten Systeme ist die Sonde nun komplett einsatzbereit. Alle Systeme laufen und werden nun überprüft – es scheint aber so, als ob alle Systeme einwandfrei funktionieren würden. Auch die ersten Fotos bestätigen diesen Verdacht. Wir dürfen uns also auf weitere wunderschöne Fotos von der Venus freuen.</p><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-sendet-erste-bilder/" data-wpel-link="internal">Venus Express sendet erste Bilder</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pluto Sonde New Horizons besteht erste Tests</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/pluto-sonde-new-horizons-besteht-erste-tests/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Mar 2006 12:13:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30183</guid>

					<description><![CDATA[<p>In ersten Tests wurden sechs der sieben Bordinstrumente erfolgreich daraufhin getestet, ob sie den Start unbeschadet überstanden haben. Die Tests werden noch bis Mitte April andauern. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer. &#8222;Die Instrumente senden reichlich Daten, aus denen hervorgeht, dass sie genau so funktionieren, wie es vorgesehen ist,&#8220; sagt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In ersten Tests wurden sechs der sieben Bordinstrumente erfolgreich daraufhin getestet, ob sie den Start unbeschadet überstanden haben. Die Tests werden noch bis Mitte April andauern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-31-20080.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032006141340_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30032006141340_small_1.jpg" alt="Dan Durda (SwRI) " width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Vorbeifluges der 
<i>New Horizons</i>
 am Jupiter. 
<br>
(Bild: Dan Durda (SwRI) )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Instrumente senden reichlich Daten, aus denen hervorgeht, dass sie genau so funktionieren, wie es vorgesehen ist,&#8220; sagt Mark Tapley, Systemingenieur für die <i>New Horizons</i>-Nutzlast. Alan Stern, <i>New Horizons</i>-Chefforscher fügt hinzu, &#8222;Das wissenschaftliche Missionsteam strahlt aufgrund des Wissens, dass die gesamte Nutzlast den Stress des Starts bei bester Gesundheit überlebt hat.&#8220; 
<br>
Während des Frühlings und des Sommers wird sich das Team weiteren Tests zuwenden und sicherstellen, dass jedes der Instrumente vollständig funktioniert und wissenschaftliche Daten senden kann. Diese Tests beinhalten neben Kalibrierungen verschiedener Instrumente auch das sogenannte &#8222;first light&#8220; (erstes Licht &#8211; der erste Blick durch ein Teleskop, Fernrohr, o.ä.).  
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher hat lediglich das Instrument &#8222;Student Dust Counter&#8220; (SDC &#8211; studentischer Staubzähler) diese Sammlung von Erprobungen über sich ergehen lassen und erfasst nun entlang seines Weges zum Jupiter Daten über Staub, der durch Einschläge entstanden ist. Das erste von Studenten entwickelte Instrument, dass auf einer Planetenmission der NASA mitfliegt, das SDC, wird auf seiner langen Reise mikroskopisch kleine Staubpartikel aufspüren, die durch Kollisionen zwischen Asteroiden, Kometen und Kuiper-Objekten entstanden sind. Dies ermöglicht den Wissenschaftlern einen einmaligen Blick darauf, wie sich Kollisionsrückstände im Sonnensystem ausbreiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vollständige Inbetriebnahme der Nutzlast soll im frühen Herbst abgeschlossen sein, einige Monate bevor <i>New Horizons</i> im Februar 2007 das Jupitersystem durchqueren wird. &#8222;Die Begegnung mit Jupiter wird eine Art vertrauensbildende Maßnahme sein, wenn wir die Leistung der Instrumente in einem echten Vorbeiflug erleben,&#8220; sagt Tapley.  
</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-31-20080.mp3" length="2657050" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>SIRTF erwacht zum Leben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sirtf-erwacht-zum-lebenjpl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2003 07:15:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarot]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[SIRTF]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28694</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das am 25.&#160;August gestartete Infrarot-Weltraumteleskop SIRTF der NASA hat mittlerweile die ersten Test-Aufnahmen gemacht und damit seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten mit einem der vier für die Lagesteuerung zuständigen Gyroskope erwartungsgemäß durch eine Erhöhung der Temperatur des Instruments behoben worden sind hat das SIRTF-Missionsteam [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sirtf-erwacht-zum-lebenjpl/" data-wpel-link="internal">SIRTF erwacht zum Leben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading">Das am 25.&nbsp;August gestartete Infrarot-Weltraumteleskop <i>SIRTF</i> der NASA hat mittlerweile die ersten Test-Aufnahmen gemacht und damit seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04092003091501_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Dieses am 1. September von einem der drei 
<i>SIRTF</i>
-Detektoren aufgenommene Bild belegt die grundsätzliche Funktionsfähigkeit des Weltraumteleskops.
<br>
(Foto: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die <a href="https://www.raumfahrer.net/sirft-kleinere-anfangsschwierigkeiten/" data-wpel-link="internal">anfänglichen Schwierigkeiten</a> mit einem der vier für die Lagesteuerung zuständigen Gyroskope erwartungsgemäß durch eine Erhöhung der Temperatur des Instruments behoben worden sind hat das <i>SIRTF</i>-Missionsteam nun die ersten, noch sub-optimalen Aufnahmen geschossen. Im Vorfeld dieser ersten Test-Aufnahmen war die Staubschutzhülle des Teleskops am 29.&nbsp;August abgestoßen und die Teleskopblende am 30.&nbsp;August geöffnet worden.
<br>
&#8222;Wir sind extrem zufrieden, weil diese ersten Bilder unsere Erwartungen übertroffen haben&#8220;, sagte Dr.&nbsp;Michael Werner, <i>SIRTF</i>-Projektwissenschaftler beim <i>Jet Propulsion Laboratory (JPL)</i> der NASA. &#8222;Wir können es nicht erwarten die Bilder und Spektren zu sehen die wir bekommen werden, wenn das Teleskop erst einmal [auf seine Betriebstemperatur] heruntergekühlt ist und die Instrumente mit ihrer vollen Kapazität arbeiten.&#8220; Für die Anfang der Woche durchgeführten Tests wurden zwei der drei Instrumente des Weltraumteleskops aktiviert. Die von der NASA veröffentlichte Aufnahme wurde von der <i>Infrared Array Camera</i> gemacht, daneben wurde auch der <i>Multi-band Imaging Photometer</i> zum ersten Mal nach dem Start erfolgreich in Betrieb genommen (das dritte Instrument, ein Infrarot-Spektrograph, wird erst später aktiviert werden). Doch erst in etwa einem Monat, wenn das Teleskop auf seine Betriebstemperatur von etwa 5,5°&nbsp;C über dem absoluten Nullpunkt heruntergekühlt worden ist, wird die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Detektoren sichtbar werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde arbeitet derzeit im normalen Betriebsmodus, und alle Systeme funktionieren nominell. Insgesamt wird die Überprüfung aller Systeme und Instrumente von <i>SIRTF</i> etwa zwei Monate in Anspruch nehmen, an die sich eine einmonatige wissenschaftliche Verifikationsphase anschließt, um die Leistungsfähigkeit des Teleskops und der drei Instrumente zu überprüfen. Danach soll <i>SIRTF</i> seine im günstigsten Fall fünfjährige Arbeit aufnehmen und die Wärmestrahlung kosmischer Objekte beobachten. Mehr über dieses neue Weltraumteleskop können Sie in unserem Artikel <a href="https://www.raumfahrer.net/spitzer-das-letzte-der-grossen-teleskope/" data-wpel-link="internal">SIRTF &#8211; Das letzte der großen Teleskope</a> lesen.</p>
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		<title>INTEGRAL: Die erste Woche im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/integral-die-erste-woche-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2002 18:28:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[First Light]]></category>
		<category><![CDATA[Gammastrahlung]]></category>
		<category><![CDATA[Integral]]></category>
		<category><![CDATA[Spektralanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem Start am 17.&#160;Oktober hat das europäische Gammastrahlen-Teleskop Integral alle geplanten Schritte zur Aktivierung der Onboard-Systeme erfolgreich absolviert. Bereits am 20.&#160;Oktober wurde die erste &#8222;First Light&#8220;-Aufnahme eines der vier Integral-Beobachtungsinstrumente gemacht und genau eine Woche nach dem Start zum ersten Mal das Triebwerk des Satelliten gezündet, um den erdnächsten Punkt der elliptischen Umlaufbahn anzuheben. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit dem Start am 17.&nbsp;Oktober hat das europäische Gammastrahlen-Teleskop <i>Integral</i> alle geplanten Schritte zur Aktivierung der Onboard-Systeme erfolgreich absolviert. Bereits am 20.&nbsp;Oktober wurde die erste &#8222;First Light&#8220;-Aufnahme eines der vier <i>Integral</i>-Beobachtungsinstrumente gemacht und genau eine Woche nach dem Start zum ersten Mal das Triebwerk des Satelliten gezündet, um den erdnächsten Punkt der elliptischen Umlaufbahn anzuheben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26102002202825_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Die erste Aufnahme der OMC an Bord von &#8222;Integral&#8220;: Die Himmelsregion im Bereich der Konstellation &#8222;Triangulus Australis&#8220;.
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(Aufnahme: Miguel Mas-Hesse [LAEFF/INTA])
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Integral</i> wurde von der russischen <i>Proton</i>-Trägerrakete mit nur minimalen Abweichungen in den vorgesehenen Transferorbit befördert. Nachdem die beiden Solarpaneele voll entfaltet waren begannen die Missionsspezialisten damit, während des ersten Erdumlaufs sukzessive die verschiedenen Instrumente und Versorgungssysteme an Bord des Forschungssatelliten zu aktivieren. Am 20.&nbsp;Oktober wurde dann zum ersten Mal das Perigäum (= erdnächster Punkt der Umlaufbahn) passiert, was gleichzeitig den Abschluss des ersten Orbits bedeutete.
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Einen Tag später wurde die erste Testaufnahme mit dem Gammastrahlen-Bildaufzeichner <i>IBIS</i> (= <i><strong>I</strong>mager on <strong>B</strong>oard the <strong>I</strong>ntegral <strong>S</strong>atellite</i>) gemacht, der zukünftig Gammastrahlenquellen mit einer bisher nicht erreichten Winkelauflösung aufnehmen soll. Die zweite &#8222;First Light&#8220;-Aufnahme eines <i>Integral</i>-Instruments ließ nicht lange auf sich warten, schon am folgenden Tag öffnete sich die Schutzklappe des Refraktor-Teleskops <i>OMC</i> (= <i><strong>O</strong>ptical <strong>M</strong>onitoring <strong>C</strong>amera</i>), um die erste Aufnahme im Spektralbereich des sichtbaren Lichts zu ermöglichen.
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Während des dritten, am 22.&nbsp;Oktober beginnenden Umlaufs schließlich wurde zum ersten Mal das Triebwerk von <i>Integral</i> gezündet, um das Perigäum anzuheben. Hierzu wurden am 24.&nbsp;Oktober bei einer Brenndauer von 39&nbsp;Minuten 84&nbsp;kg Treibstoff verbrannt und die Geschwindigkeit um 48,1&nbsp;m/sek. erhöht, wodurch das Perigäum von 651 auf 2.258&nbsp;km angehoben wurde. Auch diese Aktion verlief vollkommen problemlos. Am Tag zuvor wurde die erste Aufnahme mit einem von acht Modulen des &#8222;Low Energy Detector Array&#8220; (<i>ISGRI</i>) des Gammastrahlen-Bildaufzeichners <i>IBIS</i> gemacht &#8211; erneut konnten die Projektwissenschaftler sich über exzellente Ergebnisse im Rahmen der Vorhersagen freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am heutigen Samstag um 20:44 Uhr sowie 22:47 Uhr (MESZ) stehen erneut zwei Triebwerkszündungen auf dem Programm, wodurch das Perigäum auf 7.033&nbsp;km angehoben werden soll. Zwei weitere Zündungen am 29. und 31.&nbsp;Oktober schließlich werden das Perigäum des <i>Integral</i>-Orbits auf die endgültige Höhe von 9.078&nbsp;km anheben. Der vollständigen Aktivierung der vier Beobachtungsinstrumente an Bord des Weltraumteleskops wird dann noch eine mehrwöchige Kalibrierungsphase folgen, bevor im Januar 2003 die reguläre Operationsphase beginnt. Wir werden Sie natürlich weiterhin im Rahmen unseres Integral-Specials über alle wichtigen Ereignisse und Ergebnisse dieser Mission informieren.</p>
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