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	<title>JHUAPL &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>JHUAPL &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Pluto – die Überraschung des Jahres 2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2015 20:07:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Charon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu den gelungenen Überraschungen des Jahres 2015 zählen sicher die erstmaligen Nahaufnahmen Plutos durch die Sonde New Horizons. Der langsame Bilddatenstrom vom Rand des Sonnensystems zur Erde bietet auch drei Monate nach dem Vorbeiflug immer neue faszinierende Einblicke in eine mitunter erstaunlich Erd-ähnlichen Welt. Autor: Roland Rischer. Quelle: NASA, JHUAPL, SWRI, Spaceflight Now, Raumcon Die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zu den gelungenen Überraschungen des Jahres 2015 zählen sicher die erstmaligen Nahaufnahmen Plutos durch die Sonde New Horizons. Der langsame Bilddatenstrom vom Rand des Sonnensystems zur Erde bietet auch drei Monate nach dem Vorbeiflug immer neue faszinierende Einblicke in eine mitunter erstaunlich Erd-ähnlichen Welt.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Roland Rischer.   Quelle: NASA, JHUAPL, SWRI, Spaceflight Now, Raumcon</p>



<p>Die Jahre 2014/2015 waren aus Sicht der Planetologen, das kann man jetzt schon sagen, besondere Jahre. Gleich drei Langzeitmissionen – Rosetta/Philae, Dawn und New Horizons &#8211; kamen an ihren Zielen an und liefen dann nahezu perfekt nach Drehbuch ab. Nach jahrelanger Reisezeit im Weltraum ist das aus technischer Sicht keinesfalls selbstverständlich. Die von Rosetta gelieferten Bilder des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko bewiesen einmal mehr, dass man seiner Phantasie bezüglich des Formenreichtums dort draußen keine Grenzen setzen sollte. Der Asteroid Ceres überraschte aus der Distanz mit geheimnisvollen Details auf seiner Oberfläche. Beim Massenpublikum konnte man mit den von der Sonde Dawn gelieferten Bildern zwar nur kurz Interesse wecken. Dem Erkenntnisgewinn über den größten Himmelskörper im Asteroidengürtel tut das aber keinen Abbruch, zumal der Besuch von Dawn bei Ceres im Unterschied zu den Missionen Rosetta bei 67P und New Horizons zum Pluto noch länger andauern wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20020101_Pluto_by_Hubble_a.jpg" alt="" class="wp-image-15813" width="300" height="278"/><figcaption>Bild 1: Viel mehr Auflösung ging bis vor kurzem nicht &#8211; Hubble-Bild von Pluto aus 2002. Mit etwas Phantasie kann man Sputnik Planum vermuten.
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Zu den unerwarteten Überraschungen dieses Jahres zählen sicher die erstmaligen Nahaufnahmen des Pluto durch die Sonde New Horizons. Generationen weltraumbegeisterter Menschen wuchsen mit einem eng begrenzten Wissen über den neunten Planten auf. Die Krönung waren verwaschene Bilder wie etwa jenes des Weltraumteleskops Hubble (Bild 1) aus dem Jahr 2002. Dann wurde Pluto auch noch zum Zwergplaneten herabgestuft, unter anderem weil er die Neptun-Bahn kreuzt. Fehlte nur noch, dass einer behauptet hätte, da könne es aufgrund dieser und jener Annahmen nicht viel anderes aussehen wie auf dem Mond. Die einstige Nummer Neun wäre mittelfristig wahrscheinlich endgültig aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden und nur noch Spezialisten ein Begriff gewesen.</p>



<p>Das haben die Bilder von New Horizons nun aber für das erste verhindert. Ihr kurzer Pluto-Vorbeiflug am 14. Juli 2015 mit einer größten Annäherung von 12.500 Kilometer lieferte Bilder, wie sie sich selbst Science-Fiction-Illustratoren nicht besser hätten ausdenken können. Weil die Datenübertragungsrate von der Sonde zur Erde sehr gering ist, wurden die Daten an Bord der Sonde zwischengespeichert. Im Laufe der nächsten zwölf Monate werden wir noch viele weitere erstaunliche Bilder von Pluto und seinem Mond Charon bekommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150831_PlutoEnhanced_NewHorizons_960_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150928_Pluto_crop_p_color2_enhanced_release_a.jpg" alt="" class="wp-image-15821" width="300" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150928_Pluto_crop_p_color2_enhanced_release_a.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150928_Pluto_crop_p_color2_enhanced_release_a-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150928_Pluto_crop_p_color2_enhanced_release_a-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Bild 2: State of the art &#8211; New Horizons macht erstmals die Details auf Pluto sichtbar
(Bild: NASA, JHUAPL, SWRI)</figcaption></figure></div>



<p>Vorläufige Krönung im Bilderangebot der NASA ist ein <a href="https://science.nasa.gov/resource/the-rich-color-variations-of-pluto/?category=planets/dwarf-planets_pluto" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">70 Megabyte-Bild</a> (in bescheidenerer Auflösung siehe Bild 2). Es zeigt Strukturen ab einer Größe von 1,8 Kilometern. Bei der Aufnahme handelt es sich um die schärfe-optimierte und farbverstärkte Zusammensetzung von Einzelbildern der Multispektralkamera (Multispectral Visual Imaging Camera (MVIC)) im Kamerasystem Ralph an Bord von New Horizons, welches unzählige Details wie Kanäle, Krater und ausgedehnte Eisfelder mit ihren eigenen Strukturen zeigt. Die Farbkontraste wurden erhöht. Dem menschlichen Auge würde Pluto daher erheblich matter erscheinen. Spaceflight Now zitiert John Spencer vom Geologie-, Geophysik- und Bilder-Team des Southwest Research Institute (SWRI) in Boulder, Colorado, USA: „Plutos Oberflächenfarben wurden verstärkt, um feine Details im blassen Blau, Gelb, Orange und in intensiven Rottönen sichtbarer zu machen. Viele der Landschaften haben ihre eigene eindeutige Farbe, die uns eine interessante komplexe geologische und klimatologische Geschichte erzählt, die wir aber noch zu entschlüsseln haben.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20151005_nh-charon_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20151005_nh-charon_a.jpg" alt="" class="wp-image-15822" width="300" height="300" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20151005_nh-charon_a.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20151005_nh-charon_a-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20151005_nh-charon_a-100x100.jpg 100w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Bild 3: Pluto-Mond Charon wurde von New Horizons ebenfalls perfekt abgelichtet. Die Auflösung beträgt 2,9 Kilometer pro Pixel.
(Bild: NASA, JHUAPL, SWRI)</figcaption></figure></div>



<p>Nicht weniger beeindruckend sind die Bilder des Pluto-Mondes Charon (Bild 3). Von den fünf Pluto-Monden ist er mit Abstand der größte und hat mit 1.214 Kilometern Durchmesser etwa den halben Pluto-Durchmesser, relativ gesehen Rekord im Sonnensystem und fast schon ein Doppel-Zwergplanetensystem. Im Gegensatz zu Pluto entspricht Charons Oberfläche eher dem, was man bei einem Gesteinshimmelskörper erwartet, bietet aber Extreme, wie tiefe und lange Schluchten am Äquator und vergleichsweise glatte, an die Mond-Mare erinnernde Ebenen im Süden, deren Entstehung noch der Erklärung bedürfen. Dazu dürfte der Bilddatenstrom von New Horizons in den nächsten zwölf Monaten ebenfalls beitragen. Der rote, circa 475 Kilometer durchmessende Fleck im Norden, entlehnt aus Tolkiens „Herr der Ringe“ inoffiziell Mordor Macula genannt, ist vermutlich auf Tholine zurückzuführen. Dabei handelt es sich um Kohlenstoffverbindungen, deren Herkunft vom nahen Pluto vermutet wird (ausführlicher zu den Tholinen, siehe im Raumcon-Forum &#8222;New Horizons Mission&#8220; <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.msg342548#msg342548" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beitrag #1374</a>; zu den anderen Plutomonden ebenda ab <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.msg342827#msg342827" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beitrag #1386</a>; Dank an Forenmitglied <em>Gertrud</em>).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150924_new_methane_maps-lrg_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150924_new_methane_maps-lrg_a.jpg" alt="" class="wp-image-15819" width="300" height="150"/></a><figcaption>Bild 4: Neben Stickstoff und Kohlenmonoxid ist in der Pluto-Atmosphäre etwas Methan enthalten. Dessen hier purpur dargestellte Verteilung folgt den geografischen Strukturen.
(Bild: NASA, JHUAPL, SWRI)</figcaption></figure></div>



<p>Die zweite Baugruppe im Kamerasystem Ralph ist LEISA (Linear Etalon Imaging Spectral Array) für Aufnahmen im Infrarot-Bereich. Bereits beim Anflug kurz vor dem 14. Juli 2015 wurde Pluto mit Hilfe des Ralph/LEISA Infrarot-Spektrometers auf Methanvorkommen untersucht. Die Ergebnisse zeigt Bild 4. Erfasst wurde lediglich die linke Hälfte der Pluto-Scheibe. Die Methan-Verteilung zeigt auffällige regionale Unterschiede. Die intensive Purpur-Färbung deutet auf eine hohe Methankonzentration hin. Die schwarzen Flächen zeigen eine niedrigere Methankonzentration. Die Überlagerung der Methan-Karte mit dem entsprechenden Bild der LORRI-Kamera (Long Range Reconnaissance Imager) zeigt eine auffällige Übereinstimmung mit Flächenformationen, insbesondere der vorläufig Sputnik Planum genannten Ebene.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150917_nh-apluto-mountains-plains_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150917_nh-apluto-mountains-plains_a.jpg" alt="" class="wp-image-15817" width="300" height="193"/></a><figcaption>Bild 5: Gefrorene Landschaft im Gegenlicht &#8211; könnte man so ähnlich auch auf der Erde fotografieren.
(Bild: NASA, JHUAPL, SWRI)</figcaption></figure></div>



<p>Bild 5 sei stellvertretend für die vielen beeindruckenden Einzelbilder ausgewählt. Rund 15 Minuten nach der größten Annäherung blickte New Horizons zurück und machte aus 18.000 Kilometern Entfernung eine Gegenlichtaufnahme bei Sonnenuntergang von der Sputnik Planum getauften ebenen Fläche und den bis zu 3.500 Meter hohen Bergen im Westen. Das Bild erstreckt sich über eine Breite von 380 Kilometer. Die Berge im Vordergrund wurden vorläufig nach Tensing Norgay, jene im Hintergrund am Horizont nach Edmund Hillary benannt, den beiden Mount Everest-Erstbesteigern. Das Gegenlicht macht rund zwölf Dunstschichten in Plutos dünner Atmosphäre sichtbar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150917_nh-3flow-detail_big.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20150917_nh-3flow-detail_a.jpg" alt="" class="wp-image-15815" width="300" height="194"/></a><figcaption>Bild 6: Stickstoff-Eisströme fließen in das Sputnik Planum ab. Soviel Ähnlichkeit zu irdischen Glazial-Prozessen hatte kaum einer erwartet.
(Bild: NASA, JHUAPL, SWRI)</figcaption></figure></div>



<p>Zu den überraschenden Details gehören auch Indizien für Gletscheraktivitäten auf Bild 6. Die Aufnahme erstreckt sich über 630 Kilometer. Ähnlich wie im Wasserkreislauf auf der Erde scheint sich auf dem Pluto bei Temperaturen um minus 230 Grad Celsius vermutlich verdunsteter Stickstoff aus dem Sputnik Planum in gefrorener Form in den höheren östlichen Regionen niederzuschlagen. Das Bild zeigt Hinweise darauf, dass Stickstoff-Gletscher langsam in das Sputnik Planum fließen. Die roten Pfeile deuten auf die drei bis acht Kilometer breiten Abflusstäler. Die blauen Pfeile zeigen den Verlauf der Eisfront im Sputnik Planum. Dazu Alan Howard vom New Horizons-Team für Geologie, Geophysik und Bilder der University of Virginia, Charlottesville, USA: „Wir haben angesichts der Tiefkühlbedingungen des äußeren Sonnensystems nicht mit einem Stickstoff-basierten Eiszyklus auf dem Pluto gerechnet. In Gang gehalten vom schwachen Sonnenlicht scheinen die Vorgänge direkt mit jenen im hiesigen Wasserkreislauf vergleichbar zu sein, durch den die Eiskappen der Erde gebildet werden. Wasser verdunstet aus den Ozeanen, fällt als Schnee und kehrt als Gletschereis in die Meere zurück.“</p>



<p>„Pluto ist in dieser Hinsicht überraschend Erd-ähnlich“, resümiert Alan Stern, Leiter des New Horizons Wissenschaftler-Teams am SWRI, „und keiner hat das vorausgesagt.“</p>



<p>Unweigerlich fragt man sich, wie diese tiefgekühlte Welt aussehen würde, wenn sie in einer habitablen Zone ihre Bahnen zöge.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.1380" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">New Horizons Mission</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Raumsonde New Horizons &#8211; Der Fehler ist behoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumsonde-new-horizons-der-fehler-ist-behoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2015 17:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fehleranalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Flyby]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Problem, welches für den am 4. Juli erfolgten Übertritt der Raumsonde New Horizons in einen Sicherheitsmodus verantwortlich war, konnte identifiziert und behoben werden. Die Raumsonde soll den regulären wissenschaftlichen Betrieb bereits am 7. Juli wieder aufnehmen. Der am 14. Juli 2015 erfolgende Vorbeiflug am Pluto kann somit wie geplant stattfinden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Problem, welches für den am 4. Juli erfolgten Übertritt der Raumsonde New Horizons in einen Sicherheitsmodus verantwortlich war, konnte identifiziert und behoben werden. Die Raumsonde soll den regulären wissenschaftlichen Betrieb bereits am 7. Juli wieder aufnehmen. Der am 14. Juli 2015 erfolgende Vorbeiflug am Pluto kann somit wie geplant stattfinden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072015194238_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06072015194238_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons nähert sich dem Zwergplaneten Pluto immer weiter an. Diese Grafik zeigt die dabei zur Zeit (6. Juli 2015, 19:00 MESZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile fast neuneinhalb Jahren immer weiter dem primären Ziel ihrer Reise &#8211; dem im äußeren Bereich unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto, dessen Oberfläche am 14. Juli 2015 um 13:50 MESZ in einer Entfernung von 12.500 Kilometern passiert werden wird. </p>



<p>Nur zehn Tage vor diesem historischen Ereignis versetzte sich die Raumsonde jedoch am 4. Juli in einen Sicherheitsmodus (<a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-voruebergehender-sicherheitsmodus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Das autonom arbeitende Diagnoseprogramm der Raumsonde hatte an diesem Tag ein unvorhergesehenes Computerproblem registriert. Dies führte dazu, dass die Betriebssoftware von <i>New Horizons</i> &#8211; wie für derartige Fälle vorgesehen &#8211; von dem Hauptcomputersystem auf das redundante &#8222;B-Side&#8220;-Computersystem umschaltete, welches als Backupsystem fungiert. Bedingt durch diesen Wechsel versetzte sich <i>New Horizons</i> zudem in den besagten abgesicherten Betriebsmodus. </p>



<p>Eine kurzfristig einberufene Expertengruppe konnte mittlerweile den für die Umschaltung des Computersystems verantwortlichen Fehler identifizieren. Verantwortlich ist laut diesen Analysen weder ein Hardware-, noch ein signifikanter Softwarefehler, sondern vielmehr die fehlerhafte zeitliche Reihenfolge in einer speziellen Kommandosequenz, welche der Raumsonde erst unmittelbar vor dem Auftreten des Problems übermittelt wurde. Mit der entsprechenden Sequenz sollte <i>New Horizons</i> auf den Beginn des Pluto-Vorbeifluges vorbereitet werden. Bedingt durch die in der Sequenz enthaltenen fehlerhaften Zeitangaben kam es jedoch zu einem Programmkonflikt, welcher erst durch das bordinterne Diagnoseprogramm erkannt wurde. </p>



<p><strong>Erneuter regulärer Betrieb ab dem 7. Juli 2015</strong> <br>Das für die Kontrolle der Raumsonde verantwortliche Team am Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland ist gegenwärtig damit beschäftigt, die Beendigung des gegenwärtigen &#8222;Safe Mode&#8220; und die damit verbundene Rückkehr zum normalen wissenschaftlichen Betrieb vorzubereiten. Der reguläre Betrieb soll bereits am morgigen 7. Juli wieder aufgenommen werden. </p>



<p>&#8222;Ich bin sehr glücklich darüber, dass unser Missionsteam den Fehler so schnell erkannt hat und versichern konnte, dass sich die Raumsonde in einem guten Zustand befindet&#8220;, so Jim Green, der Leiter der Abteilung für Planetenforschung der NASA. &#8222;Jetzt &#8211; mit Pluto im Visier &#8211; stehen wir kurz vor der Rückkehr zum normalen Betrieb.&#8220; </p>



<p>Durch den mehrtägigen Safe Mode &#8211; in diesem Betriebsmodus sind die Aktivitäten von <i>New Horizons</i> auf ein notwendiges Minimum beschränkt, weshalb in dieser Zeit auch keine wissenschaftlichen Messungen durchgeführt werden können &#8211; sind allerdings glücklicherweise keine signifikanten Daten verloren gegangen. Lediglich bei einigen in ihrer Priorität als weniger wichtig eingestuften Messungen und Fotoaufnahmen müssen die an der Mission beteiligten Wissenschaftler mit dem Verlust von Daten rechnen. Die primären Ziele der Mission sind dagegen nicht betroffen und auch die wissenschaftliche Kampagne, welche die Zeit der dichtesten Annäherung der Raumsonde an den Pluto abdeckt, kann durch die Übermittlung der jetzt zeitkorrigierten Kommandosequenz wie geplant durchgeführt werden. </p>



<p><strong>Kein Sicherheitsmodus während der kommenden Tage</strong> <br><i>New Horizons</i> ist die erste und bis auf weiteres auch einzige Raumsonde, welche den Pluto und dessen fünf Monde erkunden wird. Von daher wäre es eine &#8218;wissenschaftliche Katastrophe&#8216;, wenn sich die Raumsonde direkt während des Vorbeifluges an dem Zwergplaneten erneut in einen Sicherheitsmodus versetzten würde. <i>New Horizons</i> befindet sich mittlerweile in einer Entfernung von rund 4,76 Milliarden Kilometern zur Erde und Radiosignale benötigen für die Überbrückung dieser Distanz mehr als 4,4 Stunden. Aufgrund der Signallaufzeit von fast neun Stunden für eine &#8218;Zwei-Wege-Kommunikation&#8216; würde es somit selbst im günstigsten Fall <i>mindestens</i> einen Tag dauern, bis die Raumsonde ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen und das wissenschaftliche Arbeitsprogramm fortsetzen könnte. </p>



<p>Gegen dieses Horror-Szenario haben die an der Mission beteiligten Ingenieure jedoch bereits vor längerer Zeit entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Raumsonde <i>New Horizons</i> wurde von vornherein so programmiert, dass sie sich in den neun Tagen rund um den eigentlichen Flyby beim Auftreten von unvorhergesehenen technischen Problemen definitiv nicht in einen Sicherheitsmodus versetzen wird. Sollten in dieser Zeit Probleme auftreten, so würden trotzdem so viele Daten gesammelt und aufgezeichnet, wie nur irgendwie möglich. </p>



<p>Mittlerweile ist die Raumsonde <i>New Horizons</i> weniger als neun Millionen Kilometer von ihrem Ziel entfernt und nähert sich dem für den 14. Juli 2015 angepeilten &#8218;Treffpunkt&#8216; mit dem Zwergplaneten dabei gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von 13,8 Kilometern pro Sekunde relativ zu Pluto an. Stündlich aktualisierte Angaben dieser Entfernungs- und Geschwindigkeitswerte finden Sie auf <a class="a" href="https://pluto.jhuapl.edu/Mission/Where-is-New-Horizons.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Internetseite</a> des JHU/APL. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.780" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=688.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kuiper-Gürtel und transneptunische Objekte (TNOs)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>New Horizons &#8211; Vorübergehender Sicherheitsmodus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-horizons-voruebergehender-sicherheitsmodus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 10:22:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Sicherheitsmodus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aufgrund eines Computerproblems versetzte sich die Raumsonde New Horizons am frühen Abend des 4. Juli 2015 in einen Sicherheitsmodus, was zu einem zeitweiligen Kommunikationsverlust mit dem zuständigen Raumsondenkontrollzentrum führte. Die Kommunikation ist inzwischen wieder hergestellt und aktuelle Daten der Raumsonde zeigen, dass sich New Horizons offenbar in einem guten Zustand, aber immer noch im Sicherheitsmodus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aufgrund eines Computerproblems versetzte sich die Raumsonde New Horizons am frühen Abend des 4. Juli 2015 in einen Sicherheitsmodus, was zu einem zeitweiligen Kommunikationsverlust mit dem zuständigen Raumsondenkontrollzentrum führte. Die Kommunikation ist inzwischen wieder hergestellt und aktuelle Daten der Raumsonde zeigen, dass sich New Horizons offenbar in einem guten Zustand, aber immer noch im Sicherheitsmodus befindet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JHU/APL, NASA, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05072015122239_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05072015122239_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons nähert sich dem Zwergplaneten Pluto immer weiter an. Diese Grafik zeigt die dabei zur Zeit (5. Juli 2015, 12:00 MESZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile fast neuneinhalb Jahren immer weiter dem primären Ziel ihrer Reise &#8211; dem im äußeren Bereich unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto. Am frühen Abend des 4. Juli 2015 &#8211; und somit fast genau zehn Tage vor dem am 14. Juli um 13:50 MESZ in einer Entfernung von 12.500 Kilometern über dessen Oberfläche erfolgenden Vorbeiflug am Pluto &#8211; durchlebte das für die Kontrolle der Raumsonde verantwortliche Team am Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland jedoch einige Schrecksekunden. </p>



<p><i>New Horizons</i> übermittelt seine bisher gesammelten Daten derzeit in regelmäßigen Abständen an ihr Kontrollzentrum. Um 19:54 MESZ verlor das Team jedoch den Kontakt zu der Raumsonde. Erst um 21:15 MESZ konnte das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> (kurz &#8222;DSN&#8220;) der NASA wieder Signale von <i>New Horizons</i> empfangen und diese an das Kontrollzentrum der Raumsonde weiterleiten. </p>



<p><strong>Sicherheitsmodus</strong>
<br>
Erste Analysen ergaben, dass das autonom arbeitende Diagnoseprogramm der Raumsonde offenbar ein unvorhergesehenes Computerproblem registriert hat. Dies führte dazu, dass die Betriebssoftware von <i>New Horizons</i> &#8211; wie für derartige Fälle vorgesehen &#8211; von dem Hauptcomputersystem auf das redundante &#8222;B-Side&#8220;-Computersystem umschaltete, welches als Backupsystem fungiert. Bedingt durch diesen Wechsel versetzte sich <i>New Horizons</i> zudem in einen abgesicherten Betriebsmodus. Anschließend nahm die Raumsonde die Kommunikation wieder auf und begann mit der Übertragung von Telemetriedaten, welche in diesem Zusammenhang aufgezeichnet wurden. </p>



<p>Diese Daten zeigten, dass sich die Raumsonde &#8211; abgesehen von dem Computerproblem &#8211; offenbar nach wie vor in einem guten Allgemeinzustand befindet. Eine noch in der vergangenen Nacht einberufene Expertengruppe ist derzeit damit beschäftigt, die Ursache für die Umschaltung auf das &#8222;B-Side&#8220;-System zu ergründen und einen Plan für die Wiederaufnahme des regulären Betriebes zu erstellen. Aufgrund der langen Signallaufzeiten &#8211; <i>New Horizons</i> befindet sich mittlerweile in einer Entfernung von rund 4,76 Milliarden Kilometern zur Erde und Radiosignale benötigen für die Überbrückung dieser Distanz mehr als 4,4 Stunden &#8211; wird es jedoch <i>mindestens</i> einen Tag dauern, bis die Raumsonde ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen und das wissenschaftliche Arbeitsprogramm fortsetzen kann. </p>



<p><strong>Vorläufig keine wissenschaftlichen Daten</strong>
<br>
Gegenwärtig steht <i>New Horizons</i> mit der DSN-Station bei Canberra/Australien in Verbindung und überträgt weitere Daten. In dem derzeitigen abgesicherten Betriebsmodus sind die Funktionen der Raumsonde jedoch auf ein notwendiges Minimum reduziert. Wissenschaftliche Daten werden in dieser Zeit dagegen nicht gesammelt. Zumindestens für die aufzunehmenden Fotos von Pluto und seinen Monden hat dies derzeit keine signifikanten Auswirkungen, da das &#8218;Arbeitsprogramm&#8216; der Raumsonde für den gesamten gestrigen Tag keine weiteren Fotoaufnahmen vorsah. Am heutigen Tag sollten dagegen einige Fotos angefertigt werden, auf welche die Wissenschaftler jetzt allerdings verzichten müssen. Auch für den 6. Juli ist lediglich eine einzige Aufnahme vorgesehen. </p>



<p>Unabhängig von dem derzeitigen Problem wird der Vorbeiflug von <i>New Horizons</i> am Pluto zumindestens aus technischer Sicht wie vorgesehen erfolgen, da bis zu dem Encounter keine weiteren Kurskorrekturmanöver durchgeführt werden müssen. Für diesen Vorbeiflug ist die Raumsonde von vornherein so programmiert, dass sie sich in den neun Tagen rund um den eigentlichen Flyby beim Auftreten von unvorhergesehenen technischen Problemen nicht in einen Sicherheitsmodus versetzen wird. </p>



<p>Derzeit ist die Raumsonde <i>New Horizons</i> noch etwa 10,4 Millionen Kilometer von ihrem Ziel entfernt und nähert sich dem für den 14. Juli 2015 angepeilten &#8218;Treffpunkt&#8216; mit Pluto dabei gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von 13,8 Kilometern pro Sekunde an. Stündlich aktualisierte Angaben dieser Entfernungs- und Geschwindigkeitswerte finden Sie auf <a class="a" href="https://pluto.jhuapl.edu/Mission/Where-is-New-Horizons.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Internetseite</a> des JHU/APL. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.780" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=688.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kuiper-Gürtel und transneptunische Objekte (TNOs)</a></li></ul>
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		<title>Pluto und Charon &#8211; Erstmals in Farbe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/pluto-und-charon-erstmals-in-farbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2015 11:41:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Charon]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[LORRI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nur noch 23 Tage, dann hat die Raumsonde New Horizons das Ziel ihrer Reise &#8211; den Zwergplaneten Pluto &#8211; erreicht. Bisherige Analysen zeigten, dass die Raumsonde bei der Passage des Pluto wohl nicht durch ein dort vermutetes Ringsystem gefährdet sein wird. Erstmals konnte jetzt zudem eines der Kamerasysteme der Raumsonde sowohl Pluto als auch dessen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nur noch 23 Tage, dann hat die Raumsonde New Horizons das Ziel ihrer Reise &#8211; den Zwergplaneten Pluto &#8211; erreicht. Bisherige Analysen zeigten, dass die Raumsonde bei der Passage des Pluto wohl nicht durch ein dort vermutetes Ringsystem gefährdet sein wird. Erstmals konnte jetzt zudem eines der Kamerasysteme der Raumsonde sowohl Pluto als auch dessen Mond Charon in Farbe abbilden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richte</a>r. Quelle: JHU/APL, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_big_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_small_1.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Diese Animation setzt sich aus Aufnahmen der LORRI-Kamera zusammen, welche zwischen dem 28. Mai und dem 3. Juni 2015 aus Entfernungen von 56 bis hin zu 48,5 Millionen Kilometern zu Pluto erstellt wurden. Deutlich sind Variationen auf der Oberfläche des Zwergplaneten erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p>Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile mehr als neun Jahren immer weiter dem primären Ziel ihrer Reise &#8211; dem im äußeren Bereich unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto. Bereits am 15. Januar 2015 &#8211; und somit sechs Monate vor dem am 14. Juli um 13:50 MESZ in einer Entfernung von 12.500 Kilometern über dessen Oberfläche erfolgenden Vorbeiflug am Pluto &#8211; begann dabei eine systematische Beobachtungskampagne des Zwergplaneten und seiner Monde, bei der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-der-raumsonde-new-horizons/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">sieben verschiedene Instrumente</a> zum Einsatz kommen. Erst vor wenigen Wochen war die <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-lorri.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a> der Raumsonde in der Lage, erstmals alle fünf bisher bekannten Monde des Pluto abzubilden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-fotografiert-auch-plutos-kleinste-monde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Kurskorrekturmanöver</strong>
<br>
Diese Aufnahmen werden unter anderem erstellt, um fortlaufend die exakte Flugbahn der Raumsonde zu bestimmen und zu ermitteln, ob zwecks der erfolgreichen Durchführung des für den 14. Juli 2015 vorgesehenen Vorbeifluges am Pluto ein weiteres Kurskorrekturmanöver notwendig ist. Auf den so gewonnenen Daten basierend wurde bereits am 14. Juni ein entsprechendes Manöver durchgeführt. Im Rahmen einer um 06:05 MESZ beginnenden und 45 Sekunden andauernden Aktivierung der Triebwerke wurde die Geschwindigkeit der Raumsonde dabei um einen Wert von 52 Zentimetern pro Sekunde verändert. </p>



<p>Ohne dieses Korrekturmanöver, so der &#8222;<i>New Horizons</i> Encounter Mission Manager&#8220; Mark Holdridge vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland, von wo aus die Raumsonde kontrolliert und gesteuert wird, hätte <i>New Horizons</i> am 14. Juli  den angestrebten Rendezvouspunkt mit Pluto rund 84 Sekunden früher erreicht als beabsichtigt. Um 12:23 MESZ erreichten erste Telemetriedaten das Kontrollzentrum am JHU/APL, welche Auskunft über den Zustand der Raumsonde nach dem Abschluss des Manövers gaben. Die Auswertung dieser Daten zeigte, dass das Manöver wie vorgesehen ausgeführt wurde. <i>New Horizons</i> befindet sich &#8218;auf Kurs&#8216; und alle Systeme und Instrumente der Raumsonde arbeiten wie vorgesehen. Abhängig von der weiteren Auswertung der aktuellen Flugbahn könnte ein weiteres Korrekturmanöver nötig sein, welches in diesem Fall am 24. Juni durchgeführt werden soll. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_small_2.jpg" alt="NASA, ESA, Mark R. Showalter (SETI Institute)" width="260"/></a><figcaption>
Bisher konnten die Astronomen in der Umgebung des Zwergplaneten Pluto fünf Monde entdecken (
<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-hat-mindestens-fuenf-monde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>
). 
<br>
(Bild: NASA, ESA, Mark R. Showalter (SETI Institute))
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Suche nach potentiell gefährlichen Objekten</strong>
<br>
Zugleich dienen diese Aufnahmen jedoch auch der Suche nach weiteren, bisher unentdeckten Monden und der Klärung der Frage, ob dieser Zwergplanet eventuell von einem Ringsystem umgeben ist, denn nicht nur die Gasplaneten unseres Sonnensystems, sondern auch verhältnismäßig kleine planetare Objekte können offensichtlich von solchen aus Staubpartikeln und Eiskristallen bestehenden Ringen umgeben sein (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-chariklo-und-seine-ringe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Sollte dies auch bei Pluto der Fall sein, so könnte dies eine ernsthafte Gefahr während der Durchführung des Pluto-FlyBys darstellen. Da sich <i>New Horizons</i> während der Passage des Plutosystems mit einer Geschwindigkeit von etwa 14 Kilometern pro Sekunde relativ zum Pluto bewegen wird, könnte bereits die Kollision mit nur millimetergroßen Staubpartikeln zu ernsthaften Beschädigungen und Systemausfällen führen. Eine auf die eventuelle Existenz eines solchen Ringsystems im Bereich des Pluto bezogene Studie wurde zum Beispiel im Jahr 2014 von <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240610045318/https://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1108/1108.0712v1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">P. M. Pires dos Santos et al.</a> veröffentlicht. </p>



<p><a class="a" href="https://www.nature.com/articles/nature14469" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Aktuelle Untersuchungen</a> der Astronomen Mark R. Showalter und Douglas P. Hamilton deuten jedoch darauf hin, dass der Zwergplanet aufgrund des variablen Gravitationsfeldes und der dadurch bedingten Schwerkraftverhältnisse des Pluto-Charon-Systems sehr wahrscheinlich nicht von einem Ringsystem umgeben ist. Auch die Existenz weiterer Monde wird mittlerweile für eher unwahrscheinlich gehalten. Stabile Orbits für bisher unentdeckte Monde befinden sich demzufolge lediglich jenseits des äußeren Plutomondes Hydra oder aber in der unmittelbaren Nähe des Zwergplaneten. </p>



<p>Die bisherige Suche nach potentiell gefährlichen Objekten in der Umgebung des Pluto verlief allerdings ergebnislos. Sollten jenseits der Bahn des Mondes Charon &#8211; des innersten und mit Abstand größten Plutomondes &#8211; trotzdem bisher unentdeckte Monde existieren, so müssten diese rund vier mal lichtschwächer ausfallen als der Mond Styx &#8211; der kleinste Begleiter des Zwergplaneten. Auch über die Eigenschaften eines eventuellen Ringsystems kann das für die Suche nach für die Raumsonde potentiell gefährlichen Objekten zuständige &#8222;<i>New Horizons</i> Hazard Detection Team&#8220; Aussagen tätigen. </p>



<p>Dieses Ringsystem müsste demzufolge über eine geringe Ausdehnung und Materialdichte verfügen und würde weniger als den fünfmillionsten Teil des einfallenden Sonnenlichts reflektieren. Ansonsten wäre die LORRI-Kamera bereits in der Lage gewesen, diese Ringe abzubilden. Am 15. Juni begann eine weitere Suchkampagne nach bisher unentdeckten Objekten. Die Resultate dieser Kampagne sollen nach dem Abschluss der Auswertungen der dabei gewonnenen und noch höher aufgelösten LORRI-Daten voraussichtlich am 25. Juni vorgestellt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_big_3.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_small_3.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Diese Animation zeigt die Bewegung von Pluto und Charon um ihr gemeinsames 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baryzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Baryzentrum</a>
, welches hier durch ein &#8222;x&#8220; markiert ist. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Eine erste Farbanimation</strong>
<br>
In der Zwischenzeit nähert sich <i>New Horizons</i> ihrem Ziel immer weiter an, so dass neben der LORRI-Kamera inzwischen auch das Kamerasystem RALPH zum Einsatz gebracht werden kann. Neben der Kartierung der Oberflächen von Pluto und Charon mit einer Auflösung von bis zu maximal 250 Metern pro Pixel kann dieses Kamerasystem auch dazu genutzt werden, um Farbaufnahmen anzufertigen. Zu diesem Zweck verfügt das Instrument über ein Sechs-Zentimeter-Teleskop, welches das Licht &#8218;einfängt&#8216; und anschließend zu zwei getrennten Subsystemen weiterleitet. Für die Anfertigung der Farbbilder ist die &#8222;Multispectral Visible Imaging Camera&#8220; (kurz &#8222;MVIC&#8220;) zuständig, welche im sichtbaren und im nahinfraroten Lichtbereich bei 400 bis 975 Nanometern arbeitet. Eine ausführlichere Beschreibung der Ralph-Kamera finden Sie <a class="a" href="https://pdssbn.astro.umd.edu/holdings/nh-j-leisa-3-jupiter-v1.1/document/ralph_ssr.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a> in englischer Sprache. </p>



<p>Aus neun Aufnahmen der RALPH-Kamera, welche zwischen dem 29. Mai und dem 3. Juni 2015 unter der Verwendung von &#8222;Blau&#8220;-, &#8222;Rot&#8220;- und &#8222;Nah-Infrarot&#8220;-Filtern erstellt wurden, hat das <i>New Horizons</i>-Team jetzt eine kurze Video-Sequenz erstellt, auf der auch erstmals in Farbe zu erkennen ist, wie der rund 2.310 Kilometer durchmessende Zwergplanet Pluto zusammen mit seinem größten Begleiter, dem etwa 1.212 Kilometer großen Mond Charon, ein gemeinsames <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baryzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Massezentrum</a> umkreisen. Die Aufnahmen zeigen die beiden Objekte fast in Echtfarben, verfügen jedoch aufgrund der geringen Auflösung über eine extrem pixelige Form. </p>



<p>Dies soll sich jedoch in den kommenden Wochen ändern. &#8222;Die Farbaufnahmen werden in Zukunft noch viel besser werden und die Oberflächen von Pluto und Charon bis in den Kilometerbereich hinein auflösen&#8220;, so Cathy Olkin vom Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder im US-Bundesstaat Colorado, die stellvertretende Projektwissenschaftlerin der Mission. &#8222;Diese Daten werden uns dabei helfen, die Natur der Oberflächen und die dort ablaufenden Prozesse zu entschlüsseln.&#8220; </p>



<p>&#8222;Es ist aufregend Pluto und Charon in Bewegung und zudem erstmals in Farbe zu sehen&#8220;, so Dr. Alan Stern vom SwRI, der für die <i>New Horizons</i>-Mission verantwortliche wissenschaftliche Projektleiter. &#8222;Selbst bei dieser geringen Auflösung können wir erkennen, dass beide Objekte unterschiedlich gefärbt sind. Pluto erscheint beige-orange während sich Charon in einem grauen Farbton präsentiert. Die möglichen Ursachen für diesen Unterschied werden derzeit von uns diskutiert.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062015134105_small_4.jpg" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Für eine vollständige Drehung um seine Rotationsachse benötigt der Zwergplanet Pluto einen Zeitraum von sechs Tagen, neun Stunden, 17 Minuten und 34 Sekunden. Diese vier Einzelaufnahmen der LORRI-Kamera, welche in einem Zeitraum von fünf Tagen erstellt wurden, zeigen somit weite Bereiche der Plutooberfläche. Deutlich sind helle und dunkle Bereiche erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p>Aber auch die Aufnahmen der LORRI-Kamera von <i>New Horizons</i> enthüllen mittlerweile immer mehr Details von der Plutooberfläche. Die nebenstehend gezeigten Fotos wurden zwischen dem 29. Mai und dem 2. Juni 2015 aus Abständen zwischen rund 55 bis hin zu etwa 50 Millionen Kilometern angefertigt. Auf der gesamten dabei abgebildeten Oberfläche des Zwergplaneten lassen sich helle und dunkle Regionen erkennen. Speziell auf der nördlichen Pluto-Hemisphäre &#8211; hier im unteren Bereich der Aufnahmen erkennbar &#8211; scheint ein ausgedehntes dunkles Gebiet zu existieren. Die scheinbare &#8218;Deformation&#8216; des Pluto ist durch die Bildbearbeitung bedingt. In Wirklichkeit verfügt der Zwergplanet sehr wohl über eine kugelförmige Gestalt. </p>



<p><strong>Zeitnahe Freigabe der LORRI-Aufnahmen</strong>
<br>
Die bisher von der LORRI-Kamera angefertigten Aufnahmen finden Sie auch <a class="a" href="https://pluto.jhuapl.edu/soc/Pluto-Encounter/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">auf dieser Internetseite</a> des JHU/APL. Die dort veröffentlichten Aufnahmen sind allerdings nicht nachträglich bearbeitet oder kalibriert und zeigen somit lediglich die Originalaufnahmen, welche dabei zudem nur in dem verlustbehafteten JPEG-Format dargestellt werden. Allerdings werden hier neben allgemeinen Informationen zu der Entfernung zu dem abgebildeten Zielobjekt, dem Aufnahmezeitpunkt und der Belichtungszeit auch kurze Beschreibungen zu dem jeweiligen Foto veröffentlicht. Auch weiterhin sollen auf dieser Internetseite die zukünftig anzufertigenden Aufnahmen der LORRI-Kamera der interessierten Öffentlichkeit innerhalb von lediglich maximal 48 Stunden zur Verfügung gestellt werden. </p>



<p>Derzeit ist die Raumsonde <i>New Horizons</i> noch etwa 26,9 Millionen Kilometer von ihrem Ziel entfernt und nähert sich dem für den 14. Juli 2015 angepeilten &#8218;Treffpunkt&#8216; mit Pluto dabei gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von 13,78 Kilometern pro Sekunde an. Die Distanz der Raumsonde zu unserem Heimatplaneten beträgt dagegen zur Zeit etwa 4.747 Millionen Kilometer. Funksignale, welche zwischen <i>New Horizons</i> und der Erde ausgetauscht werden, benötigen für die Überbrückung dieser Distanz eine Signallaufzeit von etwa 4,4 Stunden. Stündlich aktualisierte Angaben dieser Entfernungs- und Geschwindigkeitswerte finden Sie auf <a class="a" href="https://pluto.jhuapl.edu/Mission/Where-is-New-Horizons.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Internetseite</a> des JHU/APL. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net</strong></p>



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<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.690" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=688.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kuiper-Gürtel und transneptunische Objekte (TNOs)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/pluto-und-charon-erstmals-in-farbe/" data-wpel-link="internal">Pluto und Charon &#8211; Erstmals in Farbe</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Merkurorbiter Messenger: Das Ende naht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/merkurorbiter-messenger-das-ende-naht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Dec 2014 17:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Helium]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetfeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Wassereis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach fast vier Jahren, in denen sich die Raumsonde Messenger in einer Umlaufbahn um den Planeten Merkur befand, bahnt sich jetzt das Ende dieser Mission an. Allerdings haben die beteiligten Ingenieure einen innovativen Weg gefunden, um dieses letztendlich doch unausweichliche Ende um weitere vier Wochen hinauszuzögern. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL. Am 18. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach fast vier Jahren, in denen sich die Raumsonde Messenger in einer Umlaufbahn um den Planeten Merkur befand, bahnt sich jetzt das Ende dieser Mission an. Allerdings haben die beteiligten Ingenieure einen innovativen Weg gefunden, um dieses letztendlich doch unausweichliche Ende um weitere vier Wochen hinauszuzögern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_small_1.jpg" alt="NASA, JHU/APL, Carnegie Institution of Washington" width="260"/></a><figcaption>
Im Verlauf der letzten fast vier Jahre konnte die Raumsonde Messenger die Oberfläche des Planeten Merkur vollständig abbilden. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 18. März 2011 trat die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>Messenger</i> (so die Kurzform für <i>MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging</i>) nach einem fast sieben Jahre dauernden Flug durch das innere Sonnensystem in eine Umlaufbahn um den Planeten Merkur ein und untersuchte diesen innersten und zugleich kleinsten Planeten unseres Sonnensystems in den folgenden Jahren intensiv mit den sieben an Bord der Raumsonde befindlichen wissenschaftlichen Instrumenten. Aufgrund des exzellenten technischen Zustandes und der hohen wissenschaftlichen Ausbeute wurde die ursprünglich auf 12 Monate ausgelegte <i>Messenger</i>-Mission zwischenzeitlich zwei mal verlängert.  <br> Seit ihrer Ankunft beim Merkur hat die Raumsonde mittlerweile mehr als 250.000 Aufnahmen von dessen Oberfläche angefertigt und dabei die gesamte Planetenoberfläche fotografisch erfasst. Weitere Untersuchungen bezogen sich auf den inneren Aufbau dieses als <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Terrestrischer_Planet" target="_blank" data-wpel-link="external">terrestrischer Planet</a> klassifizierten Himmelskörpers, auf dessen Magnetfeld, auf die früheren vulkanischen und tektonischen Aktivitäten des Merkur, auf die langfristige Entwicklung der dortigen Topographie sowie auf die Entstehung, Entwicklung und Zusammensetzung der Exosphäre des Merkur und auf die Interaktion der Planetenoberfläche und der Exosphäre mit der Sonne. Des weiteren konnten mit den Instrumenten von <i>Messenger</i> unter anderem auch Wassereisablagerungen in den Polarregionen des Merkur nachgewiesen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_small_2.jpg" alt="NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington" width="260"/></a><figcaption>
Der untere Bereich dieser am 24. September 2013 angefertigten Aufnahme der Raumsonde Messenger zeigt den 115 Kilometer durchmessenden Kasha-Krater auf dem Planeten Merkur. Diverse Ketten von Sekundärkratern umgeben diesen noch relativ jungen Impaktkrater. Das Innere des Kasha-Kraters ist dagegen sehr eben und wurde vermutlich durch Impaktschmelze oder durch vulkanische Lavaablagerungen verfüllt. 
<br>
(Bild: NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p>Um ihre elliptische Umlaufbahn um den Merkur beibehalten zu können musste <i>Messenger</i> in den vergangenen Jahren allerdings in regelmäßigen Abständen Bahnkorrekturmanöver durchführen, in deren Verlauf die Höhe der Umlaufbahn der Raumsonde über der Planetenoberfläche wieder angehoben wurde. Ohne derartige Manöver wäre <i>Messenger</i> innerhalb weniger Monate auf der Oberfläche des Merkur zerschellt. Mittlerweile sind die hierfür zur Verfügung stehenden Treibstoffreserven jedoch nahezu vollständig erschöpft. </p>



<p>Derzeit führt die gegenwärtige Umlaufbahn die Raumsonde bis auf eine Entfernung von nur noch rund 100 Kilometern zu der Merkuroberfläche heran. Am 21. Januar 2015 wird die Raumsonde ein letztes Manöver zur Anhebung der Umlaufbahn durchführen, bei dem dieser Wert von den dann nur noch etwa 25 gegebenen Kilometern wieder auf gut 80 Kilometer erhöht werden soll. Im Rahmen dieses Manövers werden jedoch auch die letzten Reste des für derartige Korrekturmanöver zur Verfügung stehenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrazin" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Hydrazins</a> aufgebraucht werden. Ohne weitere Orbitkorrekturen &#8211; so die Berechnungen der an der Missions beteiligten Flugdynamik-Ingenieuren &#8211; würde <i>Messenger</i> somit voraussichtlich Ende März 2015 auf der Merkuroberfläche aufprallen. </p>



<p><strong>Helium statt Hydrazin</strong>
<br>
Jetzt haben die beteiligten Ingenieure jedoch einen Weg gefunden, um dieses letztendlich unausweichliche Ende der <i>Messenger</i>-Mission noch einmal um mehrere Wochen aufzuschieben. Hierbei soll das Helium-Druckgas, welches eigentlich ausschließlich dazu gedacht ist, den Treibstofftank der Raumsonde &#8218;unter Druck&#8216; zu halten, zu einer weiteren Anhebung des Orbits genutzt werden. Dabei soll das Helium durch die Triebwerksdüsen geleitet werden und dabei einen &#8218;Schub&#8216; erzeugen, durch den die Höhe der Umlaufbahn des Merkur-Orbiters erneut angehoben werden kann. 
<br>
&#8222;Normalerweise ist eine Raumsonde nach dem kompletten Verbrauch ihrer Treibstoffvorräte nicht mehr dazu in der Lage, die erforderlichen Anpassungen an der Flugbahn durchzuführen&#8220;, so der <i>Messenger</i>-System-Ingenieur Dan O’Shaughnessy vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland. Für <i>Messenger</i> hätte dies bedeutet, dass die Raumsonde unwiderruflich Ende März 2015 auf der Merkuroberfläche aufprallt. &#8222;Allerdings können wir das Helium dazu nutzen, um auch weiterhin kleinere Anpassungen an der Flugbahn durchzuführen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_small_3.jpg" alt="NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington" width="260"/></a><figcaption>
Bereits am 29. Oktober 2011 fertigte Messenger diese Aufnahme des 134 Kilometer durchmessenden Sinan-Kraters an. Der äußere Rand und das Innere dieses relativ alten Kraters wurde nach seiner Entstehung durch diverse weitere Impakte nachhaltig verändert. 
<br>
(Bild: NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Meines Wissens nach ist dies das erste Mal, dass Helium bewusst als Kaltgastreibmittel in einem Hydrazin-Triebwerk verwendet werden soll&#8220;, so Stewart Bushman vom Applied Physics Laboratory, der leitende Triebwerksingenieur der <i>Messenger</i>-Sonde. &#8222;Die Triebwerke sind allerdings nicht dazu optimiert, um unter Druck stehendes Gas als Antriebsquelle zu verwenden.&#8220; 
<br>
Die Triebwerke sind vielmehr dafür ausgelegt, um flüssiges Hydrazin zu zersetzen und sind hierfür mit entsprechenden Durchflussbegrenzern, Druckminderern und Zerstäubern bestückt, welche den Förderdruck regulieren, um einen kontrollierten Schub zu erzeugen. Aufgrund seines im Vergleich zu Hydrazin geringeren Molekulargewichts kann mit dem Helium-Gas auch nur ein eher geringer Schub erzeugt werden. Dieser soll letztendlich trotzdem ausreichen, um die Mission der Raumsonde <i>Messenger</i> um bis zu voraussichtlich etwa vier Wochen zu verlängern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122014184357_small_4.jpg" alt="NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington" width="260"/></a><figcaption>
In den Polarregionen des Merkur befinden sich eine Vielzahl an Kratern, deren Inneres niemals von dem Licht der Sonne erreicht wird. Hier konnte die Raumsonde Messenger in der Vergangenheit Ablagerungen von Wassereis nachweisen. Der hier gezeigte Krater verfügt über einen Durchmesser von etwa 7,2 Kilometern und befindet sich bei 82,8 Grad nördlicher Breite und 38,9 Grad östlicher Länge. 
<br>
(Bild: NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Carnegie Institution of Washington)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Weitere Forschungen</strong>
<br>
Die beteiligten Wissenschaftler werden diese unerwartete &#8218;Bonuszeit&#8216; dazu nutzen, um aus einer geringen Entfernung zur Merkuroberfläche heraus weitere Daten zu gewinnen. Während des vergangenen Sommers konzentrierte sich das wissenschaftliche Interesse unter anderem auf die Anfertigung von hochaufgelösten Aufnahmen, mit denen verschiedene Fließfronten von vulkanischen Lavaströmen, tektonische Oberflächenverwerfungen und Schichtungen in Kraterwällen in noch nie zuvor erreichter Auflösung abgebildet werden konnten. </p>



<p>Während der zusätzlichen vier Wochen soll zusätzlich zu der Anfertigung weiterer Aufnahmen auch das Magnetfeld des Merkur in einer noch nie zuvor erreichten Detailgenauigkeit analysiert werden. Messungen mit einem Neutronen-Spektrometer werden zudem während der dichtesten Annäherungen an die Merkuroberfläche aus Entfernungen von lediglich sieben bis 15 Kilometern weitere Erkenntnisse über die Wassereisablagerungen liefern, welche bereits in den vorherigen Jahren in der Nordpolregion des Merkur nachgewiesen wurden. </p>



<p>Auch Dank der so zu gewinnenden Daten wird sich das Wissen der Menschheit über diesen innersten Planeten unseres Sonnensystems auch in den kommenden Monaten ungemein erweitern. Bereits für den Juli 2016 ist dann der Start einer weiteren, diesmal aus gleich zwei Orbitern bestehenden Merkur-Mission vorgesehen. Die von der europäischen Weltraumagentur ESA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA betriebene Mission <i>BepiColombo</i> soll nach dem bisherigen Planungsstand im Januar 2024 in einen Merkurorbit eintreten. </p>



<p>Bis dahin finden Sie weitere Fotos, Grafiken, Videos und Animationen der <i>Messenger</i>-Mission auf <a class="a" href="https://messenger.jhuapl.edu/Explore/Images.html#highlights-collection%E2%80%A9" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">dieser Internetseite</a> der Johns Hopkins University. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=782.75" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Planet Merkur</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4199.360" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Messenger-Mission</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Kamera von New Horizons zeigt Plutomond Hydra</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-plutomond-hydra/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Sep 2014 21:41:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[LORRI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafmodus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Aufnahmen, welche die Hauptkamera an Bord der Raumsonde New Horizons im Juli 2014 aus einer Entfernung von rund 430 Millionen Kilometern anfertigte, ist der lediglich etwa 100 Kilometer durchmessende Pluto-Mond Hydra erkennbar. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL. Am 14. Juli 2015 soll die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde New Horizons [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf Aufnahmen, welche die Hauptkamera an Bord der Raumsonde New Horizons im Juli 2014 aus einer Entfernung von rund 430 Millionen Kilometern anfertigte, ist der lediglich etwa 100 Kilometer durchmessende Pluto-Mond Hydra erkennbar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014234115_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014234115_small_1.jpg" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Auf diesen Aufnahmen, angefertigt am 18. und am 20. Juli 2014 mit der LORRI-Kamera, ist der Plutomond Hydra knapp oberhalb des Zwergplaneten erkennbar. In der vergrößerten Version dieser Fotoserie (klick auf die Lupe) ist der Mond durch ein rotes beziehungsweise grünes Kreuz markiert. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 14. Juli 2015 soll die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nach einem 9,5 Jahre dauernden Flug durch unser Sonnensystem den Zwergplaneten Pluto erreichen und dessen Oberfläche im Rahmen eines Vorbeifluges in einer Entfernung von rund 10.000 Kilometern passieren. Die meiste Zeit ihres Fluges verbringt die Raumsonde in einem &#8218;Hibernationsmodus&#8216;, in dem alle nicht zwingend für den Betrieb benötigten Instrumente und Systeme deaktiviert sind. Im Rahmen von regelmäßig eingelegten &#8218;Wachphasen&#8216; werden allgemeine Systemüberprüfungen, Software-Updates, Kalibrierungen der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Instrumente" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">sieben wissenschaftlichen Instrumente</a> und eventuell notwendige Kurskorrekturmanöver durchgeführt. </p>



<p>Das letzte dieser Korrekturmanöver erfolgte am 15. Juli 2014 während der diesjährigen &#8222;Annual Checkout Phase&#8220;. Die Auswertung der aktuellen Daten über den gegenwärtigen Verlauf der Flugbahn von <i>New Horizons</i> führten zu dem Ergebnis, dass ein weiteres Kurskorrekturmanöver frühestens im März 2015 notwendig sein wird. </p>



<p>Ebenfalls während der diesjährigen &#8218;Wachphase&#8216; der Raumsonde konnte mit der <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://arxiv.org/pdf/2001.03524" target="_blank" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a> &#8211; der Hauptkamera an Bord von <i>New Horizons</i> &#8211; im Rahmen einer &#8218;optischen Navigationskampagne&#8216; der rund 1.200 Kilometer durchmessende Mond Charon &#8211; der größte der fünf zur Zeit bekannten Begleiter des Pluto &#8211; abgebildet werden. </p>



<p><strong>Eine unerwartete Zugabe: Der Mond Hydra</strong>
<br>
Eine im September 2014 von zwei Mitarbeitern der <i>New Horizons</i>-Mission &#8211; John Spencer vom Southwest Research Institute (kurz SwRI) und Hal Weaver vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland &#8211; durchgeführte eingehende Analyse von weiteren Aufnahmen der LORRI-Kamera förderte dann noch etwas zu diesem Zeitpunkt noch nicht Erwartetes zutage. Auf den Aufnahmen war zur Überraschung der beteiligten Wissenschaftler der Mond Hydra, der zweitgrößte und zugleich am weitesten von Pluto entfernten Mond des Zwergplaneten, erkennbar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16092014234115_small_2.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/><figcaption>
Eine Animation der Aufnahmen vom 18. und vom 20. Juli 2014 verdeutlicht nochmals die Bewegung des Mondes Hydra.  
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p>Aufgrund seiner sehr geringen Helligkeit von lediglich 22,96 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> ist über den erst am 15. Juni 2005 entdeckten Mond Hydra bisher nur sehr wenig bekannt. Selbst sein Durchmesser kann &#8211; basierend auf den Werten der Entfernung zur Erde, der &#8217;scheinbaren Helligkeit&#8216; und der angenommenen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Albedo" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Albedo</a> nur geschätzt werden. Hierbei kommen die Astronomen derzeit auf Werte zwischen 61 und 167 Kilometern. Erst durch die Daten, welche die Raumsonde <i>New Horizons</i> ab dem Januar 2015 über das Mini-System des Pluto zur Erde senden wird, werden sich weitere Aussagen über die kleinen Monde des Zwergplaneten ableiten lassen. </p>



<p>Eigentlich, so die Erwartungen der Mitarbeiter der <i>New Horizons</i>-Mission, sollte dieser Mond ebenfalls erst ab dem Januar 2015 auf den LORRI-Aufnahmen erkennbar sein, wenn die Distanz zwischen <i>New Horizons</i> und dem Pluto-System auf einen Wert von nur noch etwa 220 Millionen Kilometern gesunken ist. Die Aufnahmen, auf denen Hydra jetzt erstmals nachgewiesen werden konnte, wurden dagegen bereits am 18. und am 20. Juli 2014 angefertigt. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Entfernung von <i>New Horizons</i> zum Pluto immerhin noch rund 2,88 Astronomischen Einheiten, was in etwa einem Wert von 430 Millionen Kilometern entspricht. </p>



<p>An diesen beiden Tagen fertigte die LORRI-Kamera jeweils 48 Aufnahmen von Pluto an, welche dafür über einen Zeitraum von jeweils zehn Sekunden belichtet wurden. Die besten dieser Einzelbilder wurden anschließend überlagert. Auf den so erzeugten Bildprodukten ist eine deutlich erkennbare Bewegung eines Objektes erkennbar. Anschließende Analysen kamen zu dem Ergebnis, dass die jeweilige Position dieses Objektes mit der Position identisch ist, welche der Mond Hydra zu diesen Zeitpunkten einnehmen sollte. </p>



<p>&#8222;Ich bin sehr begeistern von diesem ersten Nachweis von Hydra durch unsere Raumsonde&#8220;, so Dr. Alan Stern vom SwRI, der wissenschaftliche Projektleiter der <i>New Horizons</i>-Mission. &#8222;Das hat ein bisschen was von einem unerwarteten Sonderbonus für unsere Sommeraktivitäten.&#8220; 
<br>
<strong>Erneute Schlafphase</strong>
<br>
Bereits am 29. August 2014 wurde <i>New Horizons</i> nach einer elf Wochen andauernden Aktivitätsphase wieder in den Hibernationsmodus versetzt, welcher diesmal aber lediglich 100 Tage andauern wird. Bereits am 7. Dezember 2014 wird die Raumsonde den Schlafmodus beenden und wieder in den aktiven Modus übergehen, welcher dann nach dem bisherigen Planungsstand bis zum Sommer 2017 beibehalten werden soll. </p>



<p>Nach einer allgemeinen Überprüfung der Systeme wird <i>New Horizons</i> ab dem 4. Januar 2015 mit der regelmäßigen und kontinuierlich erfolgenden Fernerkundung des Pluto-Systems beginnen. Hierbei soll unter anderem auch die LORRI-Kamera zu einer systematischen Suche nach bisher unbekannten Monden im Bereich des Pluto eingesetzt werden. Außerdem erhoffen sich die Mitarbeiter der Mission Hinweise darauf, ob der Zwergplanet eventuell von einem Ringsystem umgeben ist. </p>



<p>Gegenwärtig befindet sich <i>New Horizons</i> in einer Entfernung von 30,08 Astronomischen Einheiten beziehungsweise rund 4,499 Milliarden Kilometern zur Erde. Bis zum Erreichen des Pluto müssen noch weitere 2,39 Astronomische Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa 357 Millionen Kilometern &#8211; zurückgelegt werden. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.495" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Saturnmond Titan: Methan-Wolken über dem Ligeia Mare</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/saturnmond-titan-methan-wolken-ueber-dem-ligeia-mare/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Aug 2014 19:58:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[Wolken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39251</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aktuelle Aufnahmen der Raumsonde Cassini zeigen aus Methan bestehende Wolkenformationen, welche über einen mit Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllten See auf der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes Titan hinwegziehen. Bei dieser Wetteraktivität, so die an der Datenauswertung beteiligten Wissenschaftler, könnte es sich um ein Anzeichen für den gegenwärtig auf dem Titan einsetzenden Sommer auf dessen Nordhemisphäre handeln. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aktuelle Aufnahmen der Raumsonde Cassini zeigen aus Methan bestehende Wolkenformationen, welche über einen mit Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllten See auf der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes Titan hinwegziehen. Bei dieser Wetteraktivität, so die an der Datenauswertung beteiligten Wissenschaftler, könnte es sich um ein Anzeichen für den gegenwärtig auf dem Titan einsetzenden Sommer auf dessen Nordhemisphäre handeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, CICLOPS.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="888" height="296"/></a><figcaption>
Der Titan ist von einer dichten Atmosphäre umgeben, welche im Bereich des sichtbaren Lichts keinen Blick auf dessen Oberfläche zulässt (Aufnahme links). Durch die Verwendung verschiedener Filtersysteme kann diese Atmosphäre jedoch &#8222;durchdrungen&#8220; werden. Die hier gezeigte linke Aufnahme gibt den Mond in den Farben wieder, wie sie auch ein im Saturnsystem befindlicher menschlicher Betrachter wahrnehmen würde. Die mittlere Aufnahme wurde im nahen Infrarotbereich bei 938 Nanometern erstellt und ermöglicht einen Blick auf verschiedene Oberflächenstrukturen. Bei der rechten Aufnahme handelt es sich um ein Falschfarbenkomposit. Zwei Infrarotaufnahmen (erstellt bei 938 und 889 Nanometern) wurden hierzu mit einer im sichtbaren Lichtbereich erstellten Aufnahme kombiniert. Alle verwendeten Aufnahmen wurden am 16. April 2005 mit der WAC-Kamera von Cassini aus Entfernungen zwischen 173.000 bis 168.200 Kilometern zum Titan angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p>Bereits seit dem 1. Juli 2004 befindet sich die Raumsonde <i>Cassini</i> in einer Umlaufbahn um den Saturn. Neben dem Ringsystem dieses zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems erwecken dabei besonders die Atmosphäre des Saturn und der größte der bisher 62 bekannten Saturnmonde, der 5.150 Kilometer durchmessende Mond Titan, das Interesse der an dieser überaus erfolgreichen Mission beteiligten Wissenschaftler. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Speziell auf der nördlichen Hemisphäre des Titan konnten in den letzten Jahren mehrere mit flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllte Seen beobachtet werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Titan verfügt über eine dichte Atmosphäre, welche sich zu 98,4 Prozent aus Stickstoff zusammensetzt. Neben dem Edelgas Argon und der Kohlenwasserstoffverbindung Methan konnten in der Vergangenheit zudem mehr als ein Dutzend organischer Verbindungen wie zum Beispiel Ethan, Propan und Cyanwasserstoff nachgewiesen werden. Titans Atmosphäre erhebt sich rund zehnmal höher in den Weltraum als die Erdatmosphäre. Die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Troposph%C3%A4re" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Troposphäre</a> des Mondes reicht zum Beispiel bis in eine Höhe von etwa 50 Kilometern. </p>



<p><strong>Ein Flüssigkeitskreislauf auf dem Titan</strong> <br> In den letzten Jahren durchgeführte Studien haben zu dem Resultat geführt, dass auf dem Titan ein regelrechter Flüssigkeitskreislauf stattfindet, welcher im Gegensatz zu dem vergleichbaren Kreislauf auf der Erde allerdings nicht auf Wasser basiert. Bei Oberflächentemperaturen von rund minus 180 Grad Celsius regnen Methan und Ethan aus der Titanatmosphäre ab, welche sich anschließend auf der Oberfläche in ausgedehnten Abflusssystemen sammeln, von wo aus diese flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen zu verschiedenen Seen transportiert werden. </p>



<p>Somit hat sich der Titan neben der Erde als der einzige bekannte Ort innerhalb unseres Sonnensystems herauskristallisiert, an dem auch in der Gegenwart ein Flüssigkeitskreislauf stattfindet. Aus den daran beteiligten Kohlenwasserstoffen <i>könnten</i> sich unter bestimmten Bedingungen auch komplexere organische Verbindungen bilden, welche als die &#8222;Grundbausteine des Lebens&#8220; angesehen werden. Unter den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exobiologie" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exobiologen</a> gilt der Titan daher als einer der derzeit aussichtsreichsten Kandidaten für den Nachweis von extraterrestrischen Lebensformen. </p>



<p><strong>Wolken in der Titan-Atmosphäre</strong>
<br>
Ebenfalls im Fokus der Wissenschaftler steht seit dem Sommer 2004 das Wettergeschehen auf dem Titan. Aufgrund der hohen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Exzentrizit%C3%A4t_(Astronomie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Exzentrizität</a> der Umlaufbahn des Saturn um die Sonne, welche einen Wert von 0,05648 erreicht, treten auf dem Saturn &#8211; vergleichbar mit der Erde &#8211; markante Jahreszeiten und damit einhergehende Veränderungen in der &#8218;Großwetterlage&#8216; auf. Da der Planet &#8211; und somit auch der ihn umkreisende Mond Titan &#8211; für einen kompletten Umlauf um die Sonne knapp 30 Jahre benötigt, dauern diese vier Jahreszeiten jeweils rund 7,5 Jahre an. </p>



<p>Bei ihren kontinuierlich durchgeführten Beobachtungen konnten die an der <i>Cassini</i>-Mission beteiligten Wissenschaftler bisher zum Beispiel regelmäßig Wolken im Bereich der südlichen Titan-Hemisphäre registrieren. Dort &#8218;regierte&#8216; dabei zuerst der Spätsommer, welcher mittlerweile allerdings in den Herbst übergegangen ist. Über der nördlichen Titan-Hemisphäre, wo bisher Frühling herrschte, war der Himmel dagegen weitgehendst frei von solchen Wolken. Allerdings haben die Wissenschaftler Klimamodelle über die zu erwartende Entwicklung erstellt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Der Großteil der mit flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllten Seen auf dem Titan befindet sich in der Umgebung von dessem Nordpol. Über dem Ligeia Mare konnten jetzt Methan-Wolken beobachtet werden. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p>Diese Modelle besagen, das die Kohlenwasserstoffverbindungen, welche die auf der nördlichen Titanhemisphäre gelegenen Seen füllen, durch den mit dem Jahreszeitenwechsel einhergehenden minimalen Temperaturanstieg von wenigen Grad im Laufe der Zeit &#8218;verdunsten&#8216; werden. Das so freigesetzte Gas sollte über der Nordhemisphäre zuerst Wolken bilden und schließlich über der langsam &#8218;abkühlenden&#8216; Südhälfte des Titan in Form von Regen niedergehen. Tatsächlich konnte ein vergleichbares Phänomen bereits im Jahr 2010 registriert werden (<a href="https://www.raumfahrer.net/titan-atmosphaerische-wellen-fuehren-zu-niederschlaegen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Seitdem, so die Wissenschaftler, wurden in der Atmosphäre des Titan jedoch nur noch eine verhältnismäßig geringe Anzahl von weiteren Wolken beobachtet. </p>



<p>Dies hat sich jedoch kürzlich geändert. Im Rahmen des Titan-Vorbeifluges &#8222;T-103&#8220; bildete die &#8222;Narrow Angle Camera&#8220; (kurz &#8222;NAC&#8220;) &#8211; die Telekamera des ISS-Kameraexperiments, einem der <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://web.archive.org/web/20211128030251/https://www.dlr.de/cassini-huygens/desktopdefault.aspx/tabid-317/910_read-1147/" target="_blank" data-wpel-link="external">12 wissenschaftlichen Instrumente</a> an Bord von <i>Cassini</i> &#8211; zwischen dem 20. und dem 22. Juli 2014 auch mehrfach die nördliche Titanhemisphäre ab. </p>



<p><strong>Methan-Wolken über dem Ligeia Mare</strong>
<br>
Unter anderem richtete sich die NAC dabei auch auf die Umgebung des Ligeia Mare. Hierbei handelt es sich mit einer Ausdehnung von etwa 500 Kilometern um einen der größeren Methanseen auf dem Titan, welcher sich bei 79 Grad nördlicher Breite und 248 Grad westlicher Länge befindet. Während der Beobachtungen konnte die Kamera deutliche erkennbare Formationen von Methan-Wolken registrieren. Die Auswertung der entsprechenden Aufnahmen ergab, dass sich diese Wolken mit Geschwindigkeiten von etwa drei bis 4,5 Metern pro Sekunde bewegen. Diese Wolken, so die beteiligten Wissenschaftler, <i>könnten</i> den Beginn des Sommers auf der nördlichen Titanhemisphäre signalisieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_big_4.gif" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13082014215849_small_4.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Die Wolken wurden zwischen dem 20. und dem 22. Juli 2014 mit der NAC-Kamera abgebildet. Der Großteil der für die hier gezeigte Animation verwendeten Einzelaufnahmen wurde in Abständen von ein bis zwei Stunden angefertigt. Zwischen dem zweiten und dem dritten Bild, erkennbar an dem veränderten Ausschnitt der abgebildeten Region, besteht jedoch eine zeitliche Lücke von etwa 17,5 Stunden. Eine größere Version dieser Animation (7 MB) finden Sie 
<a class="a" href="https://science.nasa.gov/photojournal/clouds-over-ligeia-mare-on-titan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">hier</a>
. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Wir sind gespannt, ob diese Wolken den Beginn des Sommers anzeigen oder ob es sich dabei um einen Einzelfall handelt&#8220;, so Elisabeth Turtle vom Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland, eine der assoziierten Mitarbeiterinnen des <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220408025055/http://ciclops.org/?js=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Cassini Imaging Central Laboratory for Operations</a> (kurz &#8222;CICLOPS&#8220;), welches die Aktivitäten der ISS-Kamera plant und koordiniert. Eine weitere offene Frage stellt die Beziehung der beobachteten Wolkenformationen zu dem Ligeia Mare dar. Hat die ISS-Kamera die Wolken dort nur zufällig abgebildet oder haben diese sich wirklich an dieser Stelle gebildet? </p>



<p>Die Beobachtung der jahreszeitlich bedingten Veränderungen sowohl in der Atmosphäre als auch direkt auf der Oberfläche des Titan wird auch zukünftig eines der primären Ziele der <i>Cassini</i>-Mission darstellen. Der Großteil der derzeit mehr als <a class="a" href="https://science.nasa.gov/photojournal/titans-north-polar-region/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">400 bekannten Seen</a> auf der Titanoberfläche konzentriert sich in dessen Nordpolregion. Die Äquatorregion und die südliche Hemisphäre sich dagegen zumindestens gegenwärtig eher &#8218;trockenes Land&#8216;. Durch das erwartete &#8218;Verdunsten&#8216; eines Großteils der nördlichen Seen, des Transports der dabei freigesetzten Gase und deren anschließenden &#8218;Abregnens&#8216; über der Südhemisphäre dürften sich dann auch dort neue Kohlenwasserstoffseen bilden. </p>



<p>Die nächste Möglichkeit für eine eingehende Untersuchung des Titan bietet sich bereits am 21. August 2014. An diesem Tag wird die Raumsonde <i>Cassini</i> den Titan um 10:09 MESZ im Rahmen eines gesteuerten Vorbeifluges erneut passieren und aus einer Überflughöhe von 964 Kilometern mit verschiedenen Instrumenten untersuchen (<a href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-beginnt-saturnumlauf-nummer-208/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Die Mission <i>Cassini-Huygens</i> ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der italienischen Weltraumagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), leitet die Mission im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll <i>Cassini</i> den Saturn und seine Monde noch bis zum Jahr 2017 erkunden und am 15. September 2017 aufgrund des dann nahezu komplett aufgebrauchten Treibstoffvorrates kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=704.240" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.585" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumsonde CASSINI</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Internetseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220121074330/http://ciclops.org/index.php?js=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CICLOPS</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/saturnmond-titan-methan-wolken-ueber-dem-ligeia-mare/" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan: Methan-Wolken über dem Ligeia Mare</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2014 16:04:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Charon]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Nh]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Sternsensoren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen einer optischen Navigationskampagne fertigte die Hauptkamera der Raumsonde New Horizons Aufnahmen des Zwergplaneten Pluto an, auf denen auch dessen größter Begleiter &#8211; der Mond Charon &#8211; erkennbar ist. Einzelne Bilder dieser Beobachtungssequenz wurden zu einen kurzen Video zusammengefügt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL, The Planetary Society. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen einer optischen Navigationskampagne fertigte die Hauptkamera der Raumsonde New Horizons Aufnahmen des Zwergplaneten Pluto an, auf denen auch dessen größter Begleiter &#8211; der Mond Charon &#8211; erkennbar ist. Einzelne Bilder dieser Beobachtungssequenz wurden zu einen kurzen Video zusammengefügt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_big_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_small_1.gif" alt="B. Saxton (NRAO, AUI, NSF)" width="260"/></a><figcaption> Zwecks der hochpräzisen Bestimmung der aktuellen Position des Zwergplaneten Pluto innerhalb unseres Sonnensystems und dessen Entfernung zur Erde werden verschiedene erdgebundene und im Weltraum befindliche Teleskope eingesetzt. Dank der Auswertung der Daten, welche seit der Entdeckung des Pluto im Jahr 1930 gewonnen wurden, kann diese Position mittlerweile mit einer &#8218;Unsicherheit&#8216; von nur noch rund 1.000 Kilometern angegeben werden. Die genaue Kenntnis der absolut exakten Position des Pluto ist zwingend notwendig, damit die Raumsonde New Horizons am 14. Juli 2015 den für diesem Tag geplanten Vorbeiflug wie vorgesehen durchführen kann. Unter anderem kam hierbei zuletzt im Juli 2014 das  <a href="https://www.raumfahrer.net/das-radioteleskop-alma-ist-komplett/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">ALMA-Teleskop</a>  zum Einsatz. Einzelheiten zu der entsprechenden ALMA-Beobachtungskampagne finden Sie  <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://public.nrao.edu/news/alma-pluto/" target="_blank" data-wpel-link="external">hier</a> . Weitere ALMA-Beobachtungen des Pluto-Charon-Systems sind für den Oktober 2014 vorgesehen.  <br> (Bild: B. Saxton (NRAO, AUI, NSF)) </figcaption></figure></div>



<p>Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> soll am 14. Juli 2015 nach einem 9,5 Jahre dauernden Flug durch unser Sonnensystem den Zwergplaneten Pluto erreichen und dessen Oberfläche im Rahmen eines Vorbeifluges in einer Entfernung von rund 10.000 Kilometern passieren. Derzeit wird die Raumsonde einem ausführlichen &#8222;Annual Checkout&#8220; &#8211; einer umfassenden Systemüberprüfung &#8211; unterzogen, welche noch bis zum 29. August 2014 andauern wird (<a href="https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Ebenfalls während dieser &#8218;Wachphase&#8216; &#8211; die meiste Zeit ihres Fluges verbringt die Raumsonde in einem &#8218;Hibernationsmodus&#8216;, in dem alle nicht zwingend für den Betrieb benötigten Instrumente und Systeme abgeschaltet sind &#8211; hat die Raumsonde in den Morgenstunden des 15. Juli 2014 ein Kurskorrekturmanöver durchgeführt, in dessen Rahmen die Geschwindigkeit von <i>New Horizons</i> noch einmal minimal verändert wurde. Ohne dieses Manöver, so die aktuellsten derzeit zur Verfügung stehenden Bahndaten des Pluto, hätte die Raumsonde diesen am inneren Rand des <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuiperg%C3%BCrtel" target="_blank" data-wpel-link="external">Kuiper-Gürtels</a> beheimateten Zwergplaneten im nächsten Sommer rund 36 Minuten später erreicht als vorgesehen (<a href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-kurskorrektur-auf-dem-weg-zum-pluto/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p><strong>Optische Navigation</strong>
<br>
Zwecks der genauen Bestimmung des von der Raumsonde eingeschlagenen Kurses verfügt <i>New Horizons</i> über mehrere <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternsensor" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternsensoren</a> und <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnensensor#Einsatz_in_der_Raumfahrt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnensensoren</a>. Durch regelmäßig anzufertigende Aufnahmen kann durch die Auswertung der von diesen Systemen gewonnenen Bilddaten die exakte Flugbahn der Raumsonde sowie deren Orientierung im Raum ermittelt werden. Zusätzlich hat am  19. Juli 2014 eine erste von insgesamt vier &#8222;optischen Navigationskampagnen&#8220; begonnen, für welche die <a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/2001.03524" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a> &#8211; eines der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Instrumente" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">sieben wissenschaftlichen Instrumente</a> an Bord von <i>New Horizons</i> &#8211; eingesetzt wird. </p>



<p>Zwischen dem 19. und dem 27. Juli fertigte die LORRI-Kamera hierzu pro Tag zwei Fotosätze von Pluto an, wobei jedes Bildset aus fünf Einzelaufnahmen bestand. Die dabei gewonnenen Aufnahmen sollen dem für den Flugbetrieb der Raumsonde verantwortlichen Team am Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland in erster Linie dazu dienen, den aktuellen Verlauf der Flugbahn noch weiter zu verfeinern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_big_2.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_small_2.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Diese Bildsequenz setzt sich aus 12 Einzelaufnahmen zusammen, welche die LORRI-Kamera von New Horizons zwischen dem 19. und dem 24. Juli 2014 angefertigt hat. Sie dokumentiert aus Entfernungen von 429 Millionen Kilometern bis hin zu 422 Millionen Kilometern einen nahezu kompletten Umlauf des Mondes Charon um den Zwergplaneten Pluto. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Der Mond Charon</strong>
<br>
Aus 12 der dabei angefertigte Aufnahmen hat das Team des Applied Physics Laboratory zudem eine kurze Video-Sequenz erzeugt. Neben dem Zwergplaneten Pluto ist auf dieser Sequenz auch dessen größter &#8218;Begleiter&#8216;, der rund 1.200 Kilometer durchmessende Mond Charon, deutlich erkennbar. Die entsprechenden Aufnahmen entstanden zwischen dem 19. und dem 24. Juli und dokumentieren somit zugleich einen fast kompletten Umlauf dieses Mondes um den Pluto &#8211; für einen Umlauf um den Zwergplaneten benötigt Charon etwa sechs Tage und neun Stunden. </p>



<p>Aus Entfernungen von zunächst 429 Millionen Kilometern und später von 422 Millionen Kilometern bedeckt der etwa 2.300 Kilometer durchmessende Zwergplanet Pluto auf den LORRI-Aufnahmen eine Fläche von vier Pixeln. Der in rund 19.500 Kilometern Entfernung umlaufende und nur etwa halb so große Charon nimmt dagegen eine Fläche von lediglich etwa zwei Bildpunkten ein. Die weiteren vier derzeit bekannten Monde des Pluto &#8211; die deutlich kleineren Monde Nix, Hydra, Kerberos und Styx &#8211; sind mit Durchmessern von mindestens zehn bis hin zu maximal 160 Kilometern dagegen deutlich zu klein, um von der LORRI aus dieser Entfernung &#8218;detektiert&#8216; zu werden. </p>



<p>Erst zu Beginn des Jahres 2015, so die Mitarbeiter des APL, wird sich <i>New Horizons</i> dem Pluto so weit genähert haben, dass auch diese Monde auf den Aufnahmen der LORRI-Kamera zu erkennen sein werden. Im Rahmen der während der zweiten optische Navigationskampagne, welche vom 25. Januar bis zum 6. März 2015 erfolgen soll, werden dabei zunächst Aufnahmen der Monde Nix und Hydra erwartet. Die dritte optische Navigationskampagne soll vom 5. April bis zum 15. Mai erfolgen und wird aufgrund der dann noch weiter verringerten Entfernung zum Pluto nochmals deutlich besser aufgelöste Bilder liefern. Die vierte Kampagne ist dann für den Zeitraum zwischen dem 27. Mai und dem 16. Juli angesetzt und beinhaltet auch erste Navigationsaufnahmen, welche erst nach dem Pluto-Vorbeiflug erzeugt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_big_3.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09082014180441_small_3.gif" alt="NASA, JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Diese Version der gleichen Bildsequenz basiert auf vergrößerten LORRI-Aufnahmen. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Noch 404 Millionen Kilometer</strong>
<br>
Am 25. August 2014, lediglich vier Tage vor der Beendigung der derzeitigen &#8218;Wachphase&#8216;, wird <i>New Horizons</i> die Umlaufbahn des Neptun, des am weitesten von der Sonne entfernt umlaufenden Planeten unseres Sonnensystems passieren. Gegenwärtig befindet sich die Raumsonde in einer Entfernung von rund 4,374 Milliarden Kilometern zur Erde. Bis zum Erreichen des Pluto müssen noch weitere 2,7 Astronomische Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa 404 Millionen Kilometern &#8211; zurückgelegt werden. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.480" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>New Horizons: Kurskorrektur auf dem Weg zum Pluto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-horizons-kurskorrektur-auf-dem-weg-zum-pluto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2014 19:38:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[REX]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39068</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf ihrem Weg zu dem Zwergplaneten Pluto hat die Raumsonde New Horizons am 15. Juli ein Kurskorrekturmanöver durchgeführt. Durch eine minimale Erhöhung der Geschwindigkeit wurde dabei sichergestellt, dass die Raumsonde den Pluto im kommenden Sommer zu dem vorgesehenen Zeitpunkt erreichen wird. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf ihrem Weg zu dem Zwergplaneten Pluto hat die Raumsonde New Horizons am 15. Juli ein Kurskorrekturmanöver durchgeführt. Durch eine minimale Erhöhung der Geschwindigkeit wurde dabei sichergestellt, dass die Raumsonde den Pluto im kommenden Sommer zu dem vorgesehenen Zeitpunkt erreichen wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072014213809_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072014213809_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
New Horizons befindet sich auf dem Weg zum Pluto. Diese Grafik zeigt die dabei zur Zeit (17. Juli 2014, 20:00 MESZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> soll am 14. Juli 2015 nach einem 9,5 Jahre dauernden Flug durch unser Sonnensystem den Zwergplaneten Pluto erreichen und dessen Oberfläche im Rahmen eines Vorbeifluges in einer Entfernung von rund 10.000 Kilometern passieren. </p>



<p>Fast auf den Tag genau ein Jahr vor diesem Ereignis hat die Raumsonde in den Morgenstunden des 15. Juli 2014 ein Kurskorrekturmanöver durchgeführt, in dessen Rahmen die Geschwindigkeit von <i>New Horizons</i> noch einmal minimal verändert wurde. Ohne dieses Manöver hätte die Raumsonde den  Pluto im nächsten Sommer rund 36 Minuten später erreicht als vorgesehen. </p>



<p>Durch die frühe Durchführung dieses für den Erfolg der Mission zwingend notwendigen Manövers konnte der damit verbundene Verbrauch an Treibstoff minimiert werden, so Mark Holdridge, der für die Encounter-Planung verantwortliche Missionsmanager vom Applied Physics Laboratory (JHU/APL) an der Johns Hopkins University in Laurel im US-Bundesstaat Maryland, von wo aus die Mission geleitet wird. </p>



<p>Im Rahmen der knapp 88 Sekunden andauernden Triebwerkszündung wurde die Geschwindigkeit der Raumsonde um 1,08 Meter pro Sekunde erhöht. Dabei wurden etwa 250 Gramm Treibstoff verbraucht. Weitere rund 53 Kilogramm befinden sich noch in den Tanks von <i>New Horizons</i> und können bei zukünftigen Manövern eingesetzt werden. Hierfür kommt in erster Linie eine nach der Pluto-Passage durchzuführende Kursänderung in Frage, durch welche die Raumsonde in die Lage versetzt werden könnte, einen weiteren Himmelskörper im Bereich des inneren <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kuiperg%C3%BCrtel" target="_blank" data-wpel-link="external">Kuiper-Gürtels</a> anzufliegen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072014213809_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17072014213809_small_2.jpg" alt="NASA, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Nach dem Vorbeiflug am Pluto ist die Bahn von New Horizons so ausgelegt, dass der Zwergplanet und sein größter Mond die Erde &#8218;bedecken&#8216; werden. Durch das Instrument REX lassen sich hierbei Daten über die Atmosphären dieser beiden Himmelskörper gewinnen. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Derzeit wird die Raumsonde einem ausführlichen &#8222;Annual Checkout&#8220; &#8211; einer umfassenden Systemüberprüfung &#8211; unterzogen, welche noch bis zum 29. August 2014 andauern wird (<a href="https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Aktuell erfolgte dabei am heutigen Tag eine Kalibrierung von einem der <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Instrumente" target="_blank" data-wpel-link="external">sieben Instrumente</a>, welche sich an Bord der Raumsonde befinden. Das Radiowellenexperiment REX soll nach dem Vorbeiflug am Pluto genutzt werden, um durch das Empfangen von Radiosignalen Daten über die dünne Atmosphäre des Pluto zu gewinnen. </p>



<p>Die Flugbahn der Raumsonde wurde zu diesem Zweck so geplant, dass sie sich rund 51 Minuten nach dem Passieren des Zwergplaneten von der Erde aus gesehen direkt hinter dem Pluto befinden wird. In den Minuten vor und nach dieser <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Okkultation</a> wird <i>New Horizons</i> Radiowellen empfangen, welche zuvor von einer der Antennen des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> in Richtung Pluto abgegeben wurden. </p>



<p>Diese Radiowellen werden beim Durchdringen der Pluto-Atmosphäre leicht verändert. Die Analyse der so gewonnenen Daten ermöglicht Aussagen über deren Zusammensetzung und Temperatur. Auf die gleiche Weise soll nochmals 85 Minuten später auch untersucht werden, ob der größte der bisher fünf bekannten Monde des Pluto &#8211; der etwa 1.200 Kilometer durchmessende Mond Charon &#8211; eventuell ebenfalls über eine Atmosphäre verfügt. </p>



<p>Gegenwärtig befindet sich <i>New Horizons</i> in einer Entfernung von rund 4,32 Milliarden Kilometern zur Erde. Bis zum Erreichen des Pluto müssen noch weitere 2,88 Astronomische Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa 432 Millionen Kilometern &#8211; zurückgelegt werden. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.465" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Messengers Ende weckt Freude bei Forschern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/messengers-ende-weckt-freude-bei-forschern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2014 13:33:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[MDIS]]></category>
		<category><![CDATA[Merkur]]></category>
		<category><![CDATA[MESSENGER]]></category>
		<category><![CDATA[MLA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einigen Monaten wird die MESSENGER Mission zu einem Ende kommen, indem die Sonde gezielt zum Absturz gebracht wird. Die durch die hochelliptische Bahn immer näher an die Oberfläche des Planeten kommende Sonde wird dadurch neue Daten mit noch nie dagewesener Auflösung produzieren können. Ein Beitrag von Stephan Keller. Quelle: Johns Hopkins University / NASA. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In einigen Monaten wird die MESSENGER Mission zu einem Ende kommen, indem die Sonde gezielt zum Absturz gebracht wird. Die durch die hochelliptische Bahn immer näher an die Oberfläche des Planeten kommende Sonde wird dadurch neue Daten mit noch nie dagewesener Auflösung produzieren können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Stephan Keller. Quelle: Johns Hopkins University / NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12072014153301_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12072014153301_small_1.jpg" alt="NASA / JHUAPL / CIW" width="547" height="347"/></a><figcaption>
Periapsis (merkurnächster Punkt) auf der Bahn von MESSENGER: Durch den Einfluss der Sonnenschwerkkraft sinkt dieser Punkt immer weiter ab, wenn die Sonde ihre Triebwerke nicht verwendet. Mit einem leeren Treibstofftank wird MESSENGER daher im März 2015 abstürzen.  
<br>
(Bild: NASA / JHUAPL / CIW)
</figcaption></figure></div>



<p>Die MESSENGER Sonde hat vor wenigen Tagen ein Bahnmanöver zur Anhebung des Periels durchgeführt. Dies war das erste von insgesamt vier Manövern zur Verlängerung der Lebensdauer der Sonde. Die nächsten Manöver finden im September, Oktober und schließlich im Januar 2015 statt. 
<br>
Dabei werden für einige Minuten am entferntesten Punkt von Merkur die Einstofftriebwerke gezündet. Dies hat eine Anhebung des planetennähesten Punktes zur Folge, was wiederum heißt, dass die Sonde länger um den Planeten kreisen kann, bevor sie auf der Oberfläche zerschellen wird. Leider reicht der Treibstoff nur noch für diese drei Manöver aus. Danach wird MESSENGER voraussichtlich im März 2015 auf Merkur einschlagen. Trotz dieser und anderer Schubmanöver ist im Laufe der Mission dabei der merkurnächste Punkt von etwa 200 Kilometer auf bis zu 50 Kilometer angesunken. </p>



<p>Was ein baldiges Ende für die Raumsonde bedeutet, ist aber gleichzeitig Glück für die Wissenschaftler, denn ja näher die Sonde und somit die Instrumente an die Oberfläche des Planeten kommen, desto höher ist deren Auflösung und sind die Daten entsprechend aussagekräftiger. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12072014153301_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Anordnung der Instrumente von MESSENGER 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Durch die extreme Nähe der Sonde zur Oberfläche profitieren insbesondere drei Sparten: Geologie, Geochemie und planetare Gravimetrie sowie Magnetologie. Die Geologie kann die Daten der Instrumente Mercury Dual Imaging System (MDIS), Mercury Laser Altimeter (MLA) und das Mercury Atmospheric and Surface Composition Spectrometer (MASCS) am besten verwerten und dabei Rückschlüsse auf den Ursprung des Vulkanismus auf Merkur ziehen, vulkanischen Schmelzflussverläufe beobachten und auch tektonische Eigenschaften bestimmen. Darüber hinaus werden Phänomene wie die hohe Anzahl der Einschlagkrater untersucht oder die planetare Schrumpfung, welche Merkur in seiner frühen Phase durchlebte.  Durch die geringere Höhe der Sonde kann all dies besser untersucht werden und selbst unerwartete Ergebnisse wie Permafrost in Kratern, der Schichtaufbau der Kraterwände und die Höhlenbildung können intensiver erforscht werden als bisher.  </p>
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		<title>Plutomission New Horizons: Der letzte Checkout</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/plutomission-new-horizons-der-letzte-checkout/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2014 13:20:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DSN]]></category>
		<category><![CDATA[interstellarer Staub]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[LORRI]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafmodus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen hat die Raumsonde New Horizons erneut ihren Hibernationsmodus verlassen. Während der kommenden neun Wochen stehen ausführliche Überprüfungen der Systeme auf dem Programm, bevor die Raumsonde am 29. August zum letzten Mal vor dem Erreichen des Pluto in den Tiefschlafmodus versetzt werden soll. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL. Seit ihrem Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor wenigen Tagen hat die Raumsonde New Horizons erneut ihren Hibernationsmodus verlassen. Während der kommenden neun Wochen stehen ausführliche Überprüfungen der Systeme auf dem Programm, bevor die Raumsonde am 29. August zum letzten Mal vor dem Erreichen des Pluto in den Tiefschlafmodus versetzt werden soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062014152026_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062014152026_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
New Horizons befindet sich auf dem Weg zum Pluto. Die Grafik zeigt die dabei zur Zeit (21. Juni 2014, 14:00 MESZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p>Seit ihrem Start am 19. Januar 2006 hat die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> auf ihrem Weg zu dem Zwergplaneten Pluto mittlerweile eine Distanz von mehr al 4,76 Milliarden Kilometern zurückgelegt. Nach ihrem am 28. Februar 2007 erfolgten Vorbeiflug an dem Planeten Jupiter befand sich die Raumsonde dabei die meiste Zeit in einem Hibernations-Modus &#8211; einem &#8222;Schlafmodus&#8220;, in dem sämtliche nicht für den Betrieb der Sonde zwingend benötigten Instrumente und Systeme vorübergehend deaktiviert sind. </p>



<p>Eine Ausnahme stellt dabei lediglich das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Horizons#Instrumente" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Venetia Burney Dust Counter&#8220;-Experiment</a> dar. Hierbei handelt es sich um ein Instrument zur Untersuchung von kosmischen Staubpartikeln entlang der gesamten Flugroute der Raumsonde, welches die auftreffenden Partikel zählt und zugleich deren Masse bestimmen kann. Venetia ist das einzige der sieben von <i>New Horizons</i> mitgeführten wissenschaftlichen Instrumente, welches während der meisten Zeit des Fluges aktiv ist und Daten sammelt. </p>



<p>Lediglich einmal pro Woche wird von der Raumsonde ein kurzes Zustandssignal an das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> (DSN) der NASA übermittelt, welches den für den Betrieb von <i>New Horizons</i> zuständigen Technikern und Ingenieuren Aufschluss über den Gesamtzustand der Raumsonde gibt. </p>



<p>Außerdem wird die Raumsonde in regelmäßigen Abständen für jeweils mehrere Wochen aus diesem Schlaf-Modus aufgeweckt, um die Software der Raumsonde mit Updates zu versehen und eventuell notwendige Kurskorrekturmanöver durchzuführen. Zugleich werden bei diesen als &#8222;Annual Checkouts&#8220; (kurz &#8222;ACO&#8220;) bezeichneten Gelegenheiten die während der letzten Monate von dem Dust Counter Experiment gesammelten Daten sowie ausführliche Telemetriewerte der Sonde an das Kontrollzentrum übermittelt. Zusätzlich werden diese Wachphasen außerdem dazu genutzt, um die wissenschaftlichen Instrumente und die verschiedenen elektronischen Komponenten von New Horizons einer eingehenden Überprüfung zu unterziehen. </p>



<p><strong>Der achte und finale &#8222;Annual Checkout&#8220; hat begonnen</strong>
<br>
Und genau dies ist jetzt wieder der Fall. <i>New Horizons</i> hat am 15. Juni 2014 den Hibernationsmodus verlassen und das für die Kontrolle der Raumsonde verantwortliche Team hat mit einem weiteren Annual Checkout begonnen. Dieser ACO-8 stellt dabei die letzte umfassende Systemüberprüfung vor dem Beginn der eigentlichen Anflugsphase an den Pluto dar. Eine erste Auswertung der an diesem Tag übermittelten Telemetriewerte ergab, dass alle Systeme der Raumsonde wie vorgesehen arbeiten. </p>



<p>&#8222;<i>New Horizons</i> befindet sich in einem guten Gesamtzustand und ist bereit für den letzten großen Sommer-Check vor dem Erreichen des Pluto&#8220;, so Alice Bowman vom Applied Physics Laboratory (JHU/APL) an der Johns Hopkins University in Laurel im US-Bundesstaat Maryland, von wo aus die Mission geleitet wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062014152026_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21062014152026_small_2.jpg" alt="JHU/APL, SwRI" width="260"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde New Horizons bei der Untersuchung des Pluto und seiner Monde. 
<br>
(Bild: JHU/APL, SwRI)
</figcaption></figure></div>



<p>Während der letzten Tage wurden über das NASA-DSN zunächst weiterführende Kommandos an <i>New Horizons</i> übermittelt, durch welche die Raumsonde für den finalen Checkout konfiguriert werden sollte. Erste Checkout-Aktivitäten beinhalten dabei die intensive Überprüfung des Computersystems. Anschließend soll unter anderem auch der Zustand der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sternsensor" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternsensoren</a> und der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnensensor#Einsatz_in_der_Raumfahrt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnensensoren</a> ermittelt werden, durch deren Einsatz es <i>New Horizons</i> möglich ist, die jeweilige aktuelle Position und Orientierung im Weltraum autonom zu bestimmen und gegebene Abweichungen durch den Einsatz von Lagekontrolltriebwerken selbstständig zu korrigieren. Eine solche Lageregelung ist zum Beispiel nötig, um die Instrumente der Raumsonde exakt auf ein zu untersuchendes Ziel ausrichten zu können. </p>



<p>Ende Juni soll dann im Rahmen einer viertägigen Kampagne die endgültige Version der <i>New Horizons</i>-Flugsoftware an die Raumsonde übertragen werden, durch die alle während des Vorbeifluges an Pluto durchzuführenden Aktivitäten autonom gesteuert werden sollen. Aufgrund der großen Entfernung zwischen dem Pluto und der Erde &#8211; obwohl <i>New Horizons</i> bis zum Erreichen des Pluto in den kommenden fast 13 Monaten noch mehr als 450 Millionen Kilometer zurücklegen muss beträgt die Signallaufzeit bereits jetzt drei Stunden und 58 Minuten &#8211; hat das für die Steuerung der Raumsonde verantwortliche Team keine Möglichkeit, um zeitnah aktiv in den vorgesehenen Arbeitsablauf einzugreifen. </p>



<p>Vielmehr müssen die Kommandos für die durchzuführenden Beobachtungssequenzen bereits im Vorfeld an <i>New Horizons</i> übermittelt, zunächst im Speicher des Bordcomputers abgelegt und anschließend autonom durchgeführt werden. Außerdem beinhaltet diese Software verschiedene Szenarios, mit denen <i>New Horizons</i> selbstständig auf während des Vorbeifluges auftretende Probleme reagieren kann. </p>



<p>Des weiteren sollen in den kommenden Wochen sowohl das Primär- als auch das Backupsystem der Raumsonde sowie die verschiedenen Instrumente intensiv getestet werden. Letztere sollen bei dieser Gelegenheit ebenfalls mit Software-Updates versehen und erneut kalibriert werden. Durch diese Updates sollen die Instrumente in die Lage versetzt werden, auch bereits aus größeren Entfernungen wissenschaftlich verwertbare Daten von dem Zwergplaneten Pluto und seinen derzeit fünf bekannten Monden zu sammeln. </p>



<p>Außerdem soll die <a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/2001.03524" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a>, die wissenschaftliche Hauptkamera der Raumsonde, erstmals eingesetzt werden, um eine optische Navigationskampagne durchzuführen, welche dem verantwortlichen Team dabei helfen soll, den Kurs der Raumsonde zu verfolgen und den Verlauf der Flugbahn zu verfeinern. </p>



<p>Sollte es sich als nötig erweisen, so ist für den 15. Juli 2014 außerdem ein zusätzliches Kurskorrekturmanöver vorgesehen, durch welches die Raumsonde auf einen exakten Kurs zu dem Rendezvouspunkt gebracht werden soll, an dem <i>New Horizons</i> am 14. Juli 2015 den Pluto gegen 14:50 MESZ passieren wird. </p>



<p>Zuvor wird die Raumsonde jedoch am 25. August 2014 die Umlaufbahn des Neptun, des sonnenfernsten Planeten innerhalb unseres Sonnensystems überschreiten. Am 29. August 2014 soll <i>New Horizons</i> dann zum letzten Mal vor dem Erreichen des Pluto in den Tiefschlafmodus versetzt werden, welcher dann allerdings bereits im Dezember 2014 wieder beendet werden soll. Ab diesem Zeitpunkt sind regelmäßige Beobachtungen des Zwergplaneten vorgesehen, welche ab dem April 2015 täglich erfolgen werden. Ab etwa 90 Tage vor dem Vorbeiflug wird die LORRI-Kamera in der Lage sein, Aufnahmen der Plutooberfläche zu erstellen, welche über bessere Auflösungen als das Weltraumteleskop <i>Hubble</i> verfügen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.450" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Bruchstücke im Erdorbit antworten nicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bruchstuecke-im-erdorbit-antworten-nicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2002 23:15:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[CONTOUR]]></category>
		<category><![CDATA[JHUAPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kometensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktverlust]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=28195</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Kometensonde Contour, die keine Signale mehr von sich gab, zählt nun als verloren. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Contour Missionshomepage. &#8222;Alle Versuche mit Contour endeten heute kurz nach Mittag ohne ein Signal von dem NASA-Raumfahrzeug zu empfangen.&#8220; Dies vermeldete die offizielle Projekt-Webseite der kleinen Kometensonde Contour der NASA. Zudem wollen die Missionsmanager &#8222;nicht [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Kometensonde Contour, die keine Signale mehr von sich gab, zählt nun als verloren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Contour Missionshomepage.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/6c586864-0001-0005-0000-000000194314_w420_r1.1506849315068493_fpx39.05_fpy44.94.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/6c586864-0001-0005-0000-000000194314_w420_r1.1506849315068493_fpx39.05_fpy44.94.jpg" alt="None" width="260"/></a><figcaption>
  Die NASA-Kometensonde Contour ist nun offiziell verloren.  
<br>
(Bild: NASA)  
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Alle Versuche mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/CONTOUR" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Contour</a> endeten heute kurz nach Mittag ohne ein Signal von dem NASA-Raumfahrzeug zu empfangen.&#8220;  Dies vermeldete die offizielle Projekt-Webseite der kleinen Kometensonde Contour der NASA. Zudem wollen die Missionsmanager &#8222;nicht noch einmal Kontakt zu der stillen Sonde aufnehmen.&#8220; Damit sind wohl alle Hoffnungen, das im Sommer gestartete Raumfahrzeug intakt wiederzufinden endgültig erloschen.     <br>&#8222;Wegen dem vermuteten Zustand von Contour und der Tatsache, dass wir nach vielen Kontaktversuchen keine Antwort erhielten, gehen wir nicht davon aus, dass die Sonde wiederherstellbar ist,&#8220; sagt auch Edward Reynolds, Contour Projektmanager am John Hopkins Applied Physics Laboratory (APL), das die Countour-Mission für die NASA leitet. &#8222;An diesem Punkt empfehlen wir der NASA, dass die Versuche die Sonde zu erreichen beendet werden sollten und das Projekt formell eingestellt wird.&#8220;     <br>Nach dem Start am 3. Juli 2002 war Contour still geworden, als die Schubdüsen an Bord gezündet wurden. Bei diesem Manöver am 15. August sollte das Raumfahrzeug den Parkorbit um die Erde verlassen. Bodengestützte Teleskope hatten danach drei Objekte nahe der vermuteten Contour-Position entdeckt, die den Schluss nahelegten, die Sonde sein in mehrere Teile zerbrochen. Mit dem Ausbleiben jeglicher Daten, konnte das Missionsteam nur vermuten, dass Contour irreparabel beschädigt war. Alle darauf folgenden Kontaktversuche waren erfolglos geblieben.     <br>Das Team hatte den letzten Kontaktversuch für diese Woche festgelegt, da sie davon ausgingen, dass das die Antenne des Raumfahzeugs dann am besten ausgerichtet sein würde, Signale von der Erde zu empfangen. Am 17. Dezember sendeten die Mitarbeiter erneut Signale über das <i>Deep Space Network</i> der NASA an die vermutete Position des größten Bruchstücks im Erdorbit, das aus dem Rumpf von Contour zu bestehen scheint. Nach 16 Stunden des Datensendens und Lauschend, kam jedoch kein Signal zurück.</p>
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