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	<title>Sojus-TMA 09M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Sojus-TMA 09M &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Expedition 37</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2014 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 37 Mit der Abkopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 08M von der Station begann die ISS-Expedition 37. Im Verlaufe der Mission wurden etwa 100 Experimente auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin, Physik und Technik durchgeführt bzw. betreut. Eine Neuerung am Sojus-Raumschiff Sojus-TMA 10M, welches am 25. September den zweiten Teil der Basatzung brachte, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 37</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-13.png" alt="" class="wp-image-79519" width="249" height="247" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-13.png 258w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-13-150x150.png 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-13-100x100.png 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-13-120x120.png 120w" sizes="(max-width: 249px) 100vw, 249px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Abkopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 08M von der Station begann die ISS-Expedition 37. Im Verlaufe der Mission wurden etwa 100 Experimente auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Materialwissenschaften, Medizin, Physik und Technik durchgeführt bzw. betreut. Eine Neuerung am Sojus-Raumschiff Sojus-TMA 10M, welches am 25. September den zweiten Teil der Basatzung brachte, war die Verwendung eines verbesserten Leit- und Verbindungssystems Kwant, mit dem die Nutzung der Relaissatelliten vom Typ Lutsch möglich werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich sollte während der Dienstzeit der Besatzung das russische Labormodul Naúka an die Station ankoppeln. Aufgrund von ungenau ausgeführten Arbeiten, verzögert sich dessen Start allerdings weiter, mindestens bis November 2015.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste Raumfahrzeug, das per Manipulatorarm an die ISS angelegt wurde, war Cygnus 2 (Orb-CRS-1), der am 18. September startete, bei dem es aber ein Problem in der Formatierung der GPS-Daten gab, weshalb der Anflug auf die Station verschoben wurde. Der Frachter erreichte die ISS am 29. September.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec_37_crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_37_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a><figcaption>v.l.n.r.: Karen Nyberg, Fjodor Jurtschichin, Luca Parmitano, Michael Hopkins, Oleg Kotow und Sergej Rjasanski<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Oktober koppelte das vierte Automated Transfer Vehicle (ATV 4) vom Heck der ISS ab und verglühte nach mehreren Bremsmanövern am 2. November in dichten Atmosphärenschichten. ATV 4 wurde am 5. Juni vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch Guayana an der Spitze einer Ariane-5-Trägerrakete gestartet und trug den Beinamen Albert Einstein. Es besaß mit Treibstoffen und Fracht eine Gesamtmasse von reichlich 20,2 Tonnen. Davon entfielen etwa 6,6 Tonnen auf die einzelnen Bestandteile der Nutzlast. Den größten Anteil daran besaßen mit 3,44 Tonnen Treibstoffe für Bahnanhebungsmanöver der ISS mit den ATV-Triebwerken sowie zum Nachfüllen der ISS-Tanks. In weiteren Tanks befanden sich zudem 570 kg Wasser, 66 kg Luft und 33 kg Sauerstoff. Die sogenannte Trockenfracht umfasste etwa 1.400 verschiedene Teile mit einer Gesamtmasse von 2,5 Tonnen. Dazu zählten Bekleidung, Nahrungsmittel, Experimentiereinrichtungen und -materialien sowie Werkzeuge. Der Frachter hatte in den Monaten August, September und Oktober drei größere Bahnanhebungsmanöver für die gesamte, mehr als 400 t träge Station durchgeführt. Nach dem Entladen der Fracht waren Tanks und Frachtraum des Raumschiffs mit Abfällen versehen worden. Am 25. Oktober wurden die Luken am Heck der Station geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ATV 4 machte damit Platz für das Raumschiff Sojus-TMA 09M, das am 1. November von seinem Anlegeplatz am Modul Rasswjet abgekoppelt wurde und anschließend am Heck wieder andockte. Am 7. November startete das Raumschiff Sojus-TMA 11M, das dann an Rasswjet festmachte. Damit waren zum zweiten Mal drei Sojus-Raumschiffe an der ISS angekoppelt. Am 9. November wurde dann bei einem Außenbordeinsatz eine Olympische Fackel symbolisch übergeben, die anschließend mit Sojus-TMA 09M zur Erde zurück gebracht wurde. Damit endete die ISS-Expedition 37.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Außenbordeinsatz</strong><br>Bei einem Außenbordeinsatz am Nachmittag und Abend des 9. November 2013 wurde eine olympische Fackel, die am Donnerstag zur ISS gebracht worden war, außerhalb der Station von einem Läufer zum nächsten übergeben. Dies erfolgte kurz nach Beginn des Ausstiegs gegen 16 Uhr MEZ. 26 Minuten vorher hatten die beiden Kosmonauten Oleg Kotow und Sergej Rjasanski die Station über das Modul Pirs verlassen. Anschließend wurde die Fackel, die während der Aktion durch ein dünnes Kabel gesichert war, wieder im Ausstiegsmodul verstaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurden eine Fußhalterung und ein Handlauf demontiert und der Versuch unternommen, diese an einem neuen Einsatzort zu installieren. Nach einigen Problemen damit entschied man sich, diese zunächst zur Überprüfung in das Ausstiegsmodul mitzunehmen. Des Weiteren sollte eine Flachantenne für radiometrische Messungen zur Erdbebenvorhersage an der Außenseite von Swesda deaktiviert und zusammengeklappt werden, was aber nicht vollends gelang, so dass man sie wieder entfaltete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Abschließend wurde eine Vielzahl von Fotos verschiedener Arbeitsplätze und Objekte angefertigt. Der Ausstieg endete nach 5 Stunden und 50 Minuten gegen 21.24 Uhr MEZ, nach offizieller Moskauer Zeit war es bereits der 10. November (0.24 Uhr MoZ).</p>



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		<title>Expedition 38</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-38/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2014 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 38 Während der Expedition 38 wurden etwa 200 Experimente betreut bzw. absolviert, vier Außenbordeinsätze durchgeführt &#8211; zwei davon außerplanmäßig -, die ISS erlebte ihren 15. Geburtstag und drei Frachtraumschiffe wurden empfangen, zweimal Progress und einmal Cygnus. Zusätzlich wurden insgesamt 37 Kleinstsatelliten mit Massen jeweils um 1 kg über eine Schleuse aus der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 38</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="250" height="209" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-14.png" alt="" class="wp-image-79525"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Expedition 38 wurden etwa 200 Experimente betreut bzw. absolviert, vier Außenbordeinsätze durchgeführt &#8211; zwei davon außerplanmäßig -, die ISS erlebte ihren 15. Geburtstag und drei Frachtraumschiffe wurden empfangen, zweimal Progress und einmal Cygnus. Zusätzlich wurden insgesamt 37 Kleinstsatelliten mit Massen jeweils um 1 kg über eine Schleuse aus der ISS nach außen transportiert und anschließend mit einer speziellen Startvorrichtung ins All katapultiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Experimente betrafen Astronomie, Atmosphärenforschung, Biologie, Materialwissenschafte, Medizin, Physik und Technik. Ein Teil davon ist an der Außenseite angebracht und läuft weitgehend automatisch ab. Auch ein Teil der Experimente im Inneren ist weitgehend automatisiert und bedarf nur hin und wieder der Betreuung durch einen Raumfahrer, beispielsweise zum Wechseln der Proben, zur Wartung oder zur Sicherung von Daten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_38_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/><figcaption>v.l.n.r.: Michael Tjurin, Kōichi Wakata, Richard Mastracchio, Sergei Rjasanski, Oleg Kotow und Michael Hopkins<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. November hatte Koichi Wakata drei Kleinsatelliten, die zuvor mit dem HTV Kounotori 4 eingetroffen waren, nach einer kurzen Überprüfung ihrer Funktion durch die Luftschleuse von Kibo außenbords gebracht und mit einer speziellen Einrichtung von der Station weg katapultiert. Am 20. November folgte ein weiterer Satellit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Dezember wurden Probleme mit dem Kühlkreislauf A des US-basierten Segments der Internationalen Raumstation gemeldet. Man stellte fest, dass das Durchflussregelventil, mit welchem der Fluss des Kühlmittels Ammoniak des äußeren Kühlkreislaufes gesteuert wird, nicht korrekt funktionierte. Damit wurde der Austausch des Pumpmoduls erforderlich, wofür es drei Ersatzmodule gab, die auf Express-Logistikmodulen oder externen Stauraum-Plattformen montiert sind. Der Start des zweiten Cygnus-Frachters wurde derweil auf Januar 2014 verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Station wurden im Verlauf der Mission eine Vielzahl an biologischen, physikalischen, medizinischen und technischen Untersuchungen vorgenommen. Zu letzteren zählten unter anderem die Inbetriebnahme eines Multi-Gas-Monitors, der gleichzeitig und in Echtzeit die Konzentrationen an Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak überwacht sowie Temperatur und Luftdruck erfasst. Das Messverfahren beruht auf der Anregung der Gase mit Laserlicht und der Erfassung der entstandenen stofftypischen Strahlung mittels zweier Fotosensoren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren werden an Bord der ISS kleine Satelliten erprobt, die sich mittels 12 Druckgasdüsen im Inneren der Station bewegen und sich dabei autonom untereinander synchronisieren können (SPHERES = Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites). So können sie beispielsweise ankoppeln oder sich im Formationsflug bewegen. In der nächsten Zeit sind mehrere Erweiterungsexperimente vorgesehen. Bei SPHERES-Inspire II geht es um zusätzliche Rechenkapazität und Sensorik. Dies begann bereits 2011 mit der Verbindung eines Satelliten mit einem Smartphone. Nun sollen Sensoren eine genaue Positionsbestimmung in der Station erlauben und 2 Kameras mit der entsprechenden Mustererkennung die Orientierung im Raum auf eine neue Stufe heben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für SPHERES-Rings wurden die Satelliten mit Ringen voller zusätzlichem Equipment ausgestattet. An der Außenseite befinden sich große Spulen, mit denen es möglich sein soll, dass zwei Satelliten in Formation fliegen können, obwohl einer komplett passiv bleibt. Ein Satellit wird mittels Druckgas angetrieben, während die Kräfte mittels Magnetfeldern auf den zweiten übertragen werden. Außerdem will man dieselbe Apparatur dazu nutzen, kontaktfrei Energie über elektromagnetische Wechselfelder zu übertragen. Im Februar wurden dazu mehrere Versuchsreihen absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich soll bei SPHERES-Slosh herausgefunden werden, welche Steuerbefehle die günstigsten sind, wenn man einen flüssigkeitsgefüllten Tank transportiert. Dabei sollen entstehende Vibrationen und Trägheitsbewegungen so weit wie möglich minimiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Februars wurden 28 vom Cygnus-Frachter gelieferten Flock-1-Satelliten mittels einer speziellen Startvorrichtung (SSOD = Small Satellite Orbital Deployer) dem All überlassen. Jeder der Satelliten besitzt Abmessungen von 10 x 10 x 30 Zentimetern und ist außen mit Solarzellen versehen. Zudem verfügt jeder Satellit über eine Kamera und Sendeeinrichtungen, mit denen Bilder der Erdoberfläche angefertigt und zur Erde übermittelt werden können. Flock, auf deutsch so viel wie Schar oder Schwarm, soll eine ganze Konstellation von Kleinsatelliten werden, die sich, zu unterschiedlichen Zeiten gestartet, über einen weiten Bereich des Orbits in etwa 400 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von knapp 52 Grad verteilen. Damit kann man jeden Punkt der Erde zwischen 52 Grad nördlicher und südlicher Breite in regelmäßigen Abständen wiederholt fotografieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flock-Konstellation wurde von der US-amerikanischen Firma Planet Labs initiiert und gebaut und soll weltweit Informationen über Veränderungen auf unserem Planeten zur Verfügung stellen. Jeder Satellit fertigt Bilder an, speichert diese und sendet die Daten zur Erde, sobald er eine Bodenstation des Systems überfliegt. Hier werden die Bilder aufbereitet und auf einem Server zur Verfügung gestellt. Am 28. Februar wurden zudem 4 weitere Kleinsatelliten für Litauen, die USA und Peru auf die gleiche Weise gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zu dem angeführten Forschungsprogramm wurden wiederholt Bilder bestimmter Regionen der Erdoberfläche angefertigt. Mit der Abkopplung des Raumschiffes Sojus-TMA 10M endete am 11. März 2014 die ISS-Expedition 38. Die Rückkehr war um einen Tag vorverlegt worden, um aufgrund einer schwierigen Wetterlage das ursprüngliche Landegebiet zu meiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frachterverkehr</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht wurde das unbemannte Raumschiff, das etwa 2,4 t Fracht transportiert, am Heck der Internationalen Raumstation angekoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst sah alles nach einem glatten Durchlauf aus. Das Raumschiff näherte sich zielstrebig der Raumstation, umrundete diese teilweise in etwa 250 Metern Abstand, um so an die richtige Position für den Endanflug zu gelangen. Diesen begann es dann zur richtigen Zeit und näherte sich dem Swesda-Heck bis auf etwa 53 Meter. Danach schaltete die Software auf den Modus &#8222;Position halten&#8220; um. Als man dies erkannt hatte, übernahm Oleg Kotow aus dem Inneren der Station die Kontrolle über das anfliegende Raumschiff. Dazu existiert eine TORU für Телеоператорный Режим Управления (deutsch etwa so viel wie Schaltpult für Teleoperationen), mit der man die Operationen des Raumschiffs über zwei Steuerhebel ähnlich wie bei einem Computerspiel kontrollieren kann. Mit hoher Präzision erfolgte dann die Ankopplung gegen 23.30 Uhr MEZ, nur etwa 3 Minuten später als geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Frachter war am 25. November vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet. Er brachte insgesamt 2,4 t Fracht zur Internationalen Raumstation, darunter 670 kg Treibstoffe, 420 kg Wasser, 300 kg Materialien für wissenschaftliche Untersuchungen, 187 kg Nahrungsmittel, 178 kg Materialien für die NASA, 134 kg Ausrüstung für die russischen Raumfahrer, 122 kg medizinische Materialien sowie weitere Betriebsmittel, Ausrüstungen, Ersatzteile, Dokumentationen und persönliche Artikel, darunter Weihnachts- bzw. Neujahrspost für die Raumfahrer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Februar legte der Frachter Progress-M 20M von der Station ab. Mit ihm wurden mehrere Tage lang Untersuchungen zu gravitationssatbilisierten Fluglagen vorgenommen, bevor er am 11. Februar in dichten Atmosphärenschichten verglühte. Bereits am 5. Februar war ein weiterer Frachter, Progress-M 22M gestartet und hatte rund 6 Stunden später an der Station angedockt. Mit ihm gelangten rund 2,5 t Fracht an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Februar wurde das Anfang Januar gestartete und an die Station angelegte Transportraumschiff Cygnus 2 (CRS-Orb-1) mit Müll beladen von der ISS getrennt und mittels Canadarm2 in etwa 10 Metern Entfernung abgesetzt. Am 19. Februar erfolgten hier das finale Bremsmanöver und der zerstörerische Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bahnmanöver</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. Dezember wurde die Bahn in Vorbereitung auf die geplante Ankunft eines Frachtschiffes vom Typ Cygnus durch eine Antriebsphase von knapp 13 Minuten mit den Triebwerken des am Heck angekoppelten Frachters Progress-M 21M um etwa 1,7 Kilometer angehoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Manöver wurde am 18. Januar 2014 ausgeführt. Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M wurde das als Reboost bezeichnete Manöver zur Bahnanhebung der ISS durchgeführt. Reboosts sind regelmäßig erforderlich, da die ISS auf Grund der Bremswirkung der dünnen Restatmosphäre pro Tag zwischen 80 und 150 Meter Flughöhe verliert. Die 520 Sekunden lang andauernde Antriebsphase steigerte die Geschwindigkeit der ISS um rund 1,18 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund ca. 2 Kilometer an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Bahnanhebung für den 16. Januar 2014 geplant, musste jedoch wegen der Gefahr einer potentiellen Kollision mit Weltraumschrott verschoben werden. Die Verschiebung bewirkte, dass die Station nicht in einen gefährlich geringen Abstand zu einem alten Teil einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Delta 2914 geriet, welche 1977 den japanischen Wettersatelliten GMS 1 alias Himawari 1 in den Weltraum transportiert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Außenbordeinsätze</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 21. Dezember Gestern absolvierten Rick Mastracchio und Michael Hopkins einen ersten Ausstieg, bei dem ein Pumpenmodul mit defektem Flussregelventil vom Kühlkreislauf getrennt und demontiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiten begannen am 21. Dezember gegen 13 Uhr und dauerten reichlich 5 Stunden. Zunächst wurden die Leitungen vom Pumpenmodul gelöst und an eine Überbrückungsbox angeschlossen. Danach wurden die Befestigungsbolzen gelöst und das Modul mit Hilfe des kanadischen Manipulatorarms der Station zu einem Zwischenlager am Mobilen Transporter gebracht und dort befestigt. Damit hatte man mehr erreicht als für den ersten Ausstieg geplant war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Außenbordeinsatz wurden die Raumanzüge etwas modifiziert. Zum einen war im Inneren ein Schnorchel befestigt, den man während der Arbeit in den Mund nehmen konnte, so dass man seine Atemluft aus dem Körperbereich bezogen hätte. Zum zweiten befand sich ein Absorptionskissen im Nackenbereich, mit dem auslaufende Flüssigkeit hätte aufgenommen werden können. Außerdem sollten die Raumfahrer von Zeit zu Zeit gegenseitig kontrollieren, ob in einem der Anzüge ausgelaufene Flüssigkeit erkennbar wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Maßnahmen wurden als notwendig erachtet, nachdem beim letzten Außenbordeinsatz mit US-Raumanzügen im Nackenbereich bei Luca Parmitano Flüssigkeit ausgetreten war, die anschließend teilweise im Anzug herum schwebte, sich an Mund, Nase und Augen anlagerte und beim Sehen und Atmen behinderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim zweiten Ausstieg von Rick Mastracchio und Michael Hopkins wurde am 24. Dezember eine Ersatzpumpe in einem Kühlkreislauf der Internationalen Raumstation installiert. Im Verlaufe des mehr als 7 Stunden dauernden Außenbordaufenthalts wurde die neue Pumpe von ihrem Lagerort an der Externen Stauraumplattform 3 (ESP) mittels Manipulatorarm zum Einsatzort transportiert und in die vorgesehene Position gebracht. Nach dem Befestigen des Pumpenmoduls mit vier Bolzen wurden die Leitungen von einer Überbrückungsbox gelöst und an der neuen Pumpe angeschlossen. Dabei benötigte man an einem der 4 Schläuche mehrere Versuche, um den Verschluss zu lösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem trat aus einem der Schläuche eine kleine Menge erstarrtes Ammoniak aus, so dass man sich vor dem Einsteigen in die Schleuse noch einige Zeit von allen Seiten von der Sonne bestrahlen ließ, wobei sich das Ammoniak verflüchtigen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich wurden elektrische Verbindungen angeschlossen und das Gerät getestet. Da der Test erfolgreich verlief, konnte die Reparatur bereits beim zweiten Einsatz abgeschlossen werden. Das defekte Modul muss noch von seiner gegenwärtigen Position am Mobilen Transporter zur Externen Stauraumplattform 3 gebracht werden. Diese Aufgabe wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Dezember arbeiteten zwei Kosmonauten außerhalb der Internationalen Raumstation. Zu den Arbeiten gehörte auch die Installation zweier Kameras des kanadischen Unternehmens UrtheCast. Der Ausstieg begann gegen 15 Uhr MEZ mit dem Verlassen des Schleusenmoduls Pirs, das an der Unterseite von Swesda installiert ist. Den Hauptteil der Zeit verschlang dabei die Installation und der Test zweier Kameras nebst Übertragungseinrichtungen der kanadischen Firma UrtheCast. Nach Angaben aus dem Kontrollzentrum empfing man nicht die erwarteten Telemetriedaten. Anderen Quellen zufolge funktionierte zwar die hochauflösende Kamera, die zweite mit mittlerer Auflösung versagte aber den Dienst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich bekamen Oleg Kotow und Sergej Rjasanski die Anweisung, die Kameras wieder zu demontieren und in die Station zurück zu bringen. Außerdem sollten die elektrischen Anschlüsse auf der vor einigen Wochen installierten, um zwei Achsen beweglichen Plattform fotografiert werden, damit man die Ursache für das Versagen der Technik herausfinden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den ursprünglichen Aufgaben blieben dann noch einige unerledigt. Man demontierte das Experiment Всплеск (Ausschlag [eines Seismometers]), mit dem man die Auswirkungen seismischer Aktivitäten auf der Erde auf geladene Teilchen in deren unmittelbarem Umfeld erfasst hatte und stieß die Apparatur ins All. Statt dessen installierte man ein weiter entwickeltes Experiment mit dem Namen Сейсмопрогноз (Seismoprognose), mit dem man unter anderem Erdbebenvorhersagen aufgrund von Veränderungen im Plasmafeld der Erde gewinnen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstieg dauerte 8 Stunden und 7 Minuten und wurde damit zum längsten Außenbordaufenthalt russischer Kosmonauten bisher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Januar installierten Oleg Kotow und Sergej Rjasanski an der Außenseite der Station im Verlaufe eines etwa sechsstündigen Ausstiegs (6:08 h) zwei Kameras im Auftrag der kanadischen Firma UrtheCast. Nach einem vergeblichen Versuch bei einem zurück liegenden Ausstieg konnte man nun Erfolg melden: beide Kameras funktionieren.</p>



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		<title>Sojus-TMA 09M mit drei Raumfahrern und Fackel zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-09m-mit-drei-raumfahrern-und-fackel-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2013 20:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Expedition 37]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 09M]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute früh ist die Landekapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 09M wie geplant in der kasachischen Steppe gelandet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, RN. Mit dem Verlassen der ISS durch die Raumfahrer Fjodor Jurtschichin, Karen Nyberg und Luca Parmitano ging auch die ISS-Expedition 37 zu Ende. Die drei Raumfahrer waren mit ihrem Raumschiff am [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute früh ist die Landekapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 09M wie geplant in der kasachischen Steppe gelandet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel.</a> Quelle: Roskosmos, NASA, RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11112013213451_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="350" height="248"/><figcaption>
Das Raumschiff entfernt sich von der Station. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Verlassen der ISS durch die Raumfahrer Fjodor Jurtschichin, Karen Nyberg und Luca Parmitano ging auch die ISS-Expedition 37 zu Ende. Die drei Raumfahrer waren mit ihrem Raumschiff am 28. Mai gegen 22.31 Uhr MESZ zur Internationalen Raumstation gestartet und hatten wenige Stunden später angekoppelt. Der Flug endete mit dem Aufsetzen der Landekapsel am 11. November, gegen 3.49 Uhr MEZ, nach gut 166 Tagen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11112013213451_small_2.jpg" alt="NASA" width="350" height="300"/><figcaption>
Kapsel am Schirm 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der etwa fünfeinhalbmonatigen Mission standen vielfältige Forschungsaufgaben auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Chemie, Erderkundung, Materialwissenschaft, Physik und Technik auf dem Programm. Neben routinemäßigen Wartungsaufgaben an Lebenserhaltungs-, Kommunikations- und Energieversorgungssystemen wurden auch mehrere Außenbordeinsätze absolviert, an denen Fjodor Jurtschichin bzw. Luca Parmitano teilnahmen. Zudem wurden vier Frachtraumschiffe (ATV 4 „Albert Einstein“/15. Juni – 28. Oktober, Progress-M 20M/27. Juli-28. Dezember, HTV Kounotori 4/9. August – 8. September, Cygnus COTS 1/29. September &#8211; 22. Oktober) abgefertigt, darunter erstmals ein Cygnus-Frachter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11112013213451_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="350" height="265"/><figcaption>
Auch die Olympische Fackel ist zurück auf der Erde. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während des ersten Ausstiegs am 26. Juni (Jurtschichin/Misurkin) wurden Reparaturen am Kühlsystem des Moduls Sarja vorgenommen, ein Teil des Experiments Molina-Gamma zur Messung von Strahlungsspitzen aus der Erdatmosphäre im Verlaufe von Gewittern geborgen, die Geräte des Kurs-Annäherungssystems getestet und Untersuchungen an der Außenhaut des Moduls Swesda angestellt werden. Die Ausstiege zwei und drei am 9. bzw. 16. Juli (Cassidy/Parmitano) hatten das Verlegen von Energie- und Netzwerkkabeln zum zukünftigen Andockplatz des russischen Labormoduls Naúka sowie Überbrückungskabeln zum Gitterelement Z1 zum Inhalt. Der dritte Ausstieg wurde vorzeitig abgebrochen, da Flüssigkeit aus einem Leck in Parmitanos Raumanzug austrat und dabei Sicht und Atmung des Raumfahrers stark beeinträchtigte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlaufe der Ausstiege vier und fünf (Jurtschichin/Misurkin), am 15. bzw. 21. August wurden die Energie- und Netzwerkkabel über den Rumpf von Sarja bis zum Modul Pirs verlegt. Zudem wurden ein Kopplungsziel und eine komplexe Laser-Kommunikationseinheit von Pirs demontiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11765.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 36</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11969.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 37</a></li></ul>
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		<title>Erfolgreiche Umkopplung an der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erfolgreiche-umkopplung-an-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 10:48:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
		<category><![CDATA[Rasswjet Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 09M]]></category>
		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh vom bisherigen Kopplungspunkt an kleinen Forschungsmodul Rasswjet abgelegt und nach etwa 20-minütigem Flug am Heck der Station wieder angedockt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Energija. Damit macht man sozusagen Platz für die nächste Stammbesatzung, die ausnahmsweise bereits vor dem Abflug der alten Besatzung auf der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh vom bisherigen Kopplungspunkt an kleinen Forschungsmodul Rasswjet abgelegt und nach etwa 20-minütigem Flug am Heck der Station wieder angedockt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Roskosmos, NASA, Energija.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112013114848_small_1.jpg" alt="Energija" width="360" height="237"/><figcaption>
Der Wechsel erfolgte von Rasswjet unterhalb der Mitte der Station ans Modul Swesda am Heck. 
<br>
(Bild: Energija)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit macht man sozusagen Platz für die nächste Stammbesatzung, die ausnahmsweise bereits vor dem Abflug der alten Besatzung auf der Internationalen Raumstation eintrifft. Für ein paar Tage werden dann 9 Raumfahrer an Bord der Station weilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Grund für dieses Vorgehen ist die Übergabe einer Olympia-Fackel, die mit Sojus-TMA 11M zur Station gebracht wird, bei einem Ausstieg am 9. November ihre Vakuumpremiere erleben und anschließend mit Sojus-TMA 09M zur Erde zurückkehren soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei werden zum zweiten Mal seit 2009 (Sojus-TMA 14, 15 und 16) drei bemannte russische Raumschiffe an der Internationalen Raumstation angekoppelt sein. Neun Personen an Bord der Station ist hingegen keine Besonderheit, waren doch mit zwei Stammbesatzungen und einer angekoppelten US-amerikanischen Raumfähre des Öfteren 13 Personen im Orbitalkomplex. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01112013114848_big_1.jpg" alt="" class="wp-image-37534" width="375" height="280"/><figcaption>Das Raumschiff manövriert in unmittelbarer Umgebung der ISS.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erweiterung der Station von russischer Seite macht indes nicht so schnell Fortschritte wie geplant. Im Wissenschaftsmodul Naúka wurden offenbar Treibstoffleitungen verbaut, die nicht den Anforderungen genügen. Das Modul geht daher kurz vor dem eigentlichen Starttermin zurück an den Hersteller Chrunitschew und soll hier umgebaut werden. Da die Leitungen teilweise tief hinter Apparaturen und Abdeckungen verborgen verlaufen, wird der Umbau längere Zeit in Anspruch nehmen. Mittlerweile spricht man von der zweiten Hälfte des Jahres 2015. Währenddessen ist das kugelförmige Kopplungsmodul Pritschal so gut wie fertig. Es wird wie auch das für 2016 vorgesehene Forschungs- und Energiemodul NEM 1 von Energija gebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3711.msg268422#msg268422" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema ISS &#8211; russisches Segment ab 22. Oktober 2013</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg259681#msg259681" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab 25. Juni 2013</a></li></ul>
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		<title>&#8230; und angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/und-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2013 12:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Expedition 36]]></category>
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		<category><![CDATA[Sojus-TMA 09M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das gestern abend 22.31 Uhr MESZ gestartete Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh planmäßig an der Internationalen Raumstation festgemacht. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Vertont von Peter Rittinger. Nach zwei vorprogrammierten Bahnanhebungen im ersten Umlauf wurden genauere Positionsdaten von einer Bodenstation empfangen und die Daten für die folgenden Manöver präzisiert. Die automatische [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das gestern abend 22.31 Uhr MESZ gestartete Raumschiff Sojus-TMA 09M hat heute früh planmäßig an der Internationalen Raumstation festgemacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Roskosmos, NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-29-72354.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29052013145426_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="400" height="244"/><figcaption>
Kurzkonferenz zwischen ISS und Bodenstation 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach zwei vorprogrammierten Bahnanhebungen im ersten Umlauf wurden genauere Positionsdaten von einer Bodenstation empfangen und die Daten für die folgenden Manöver präzisiert. Die automatische Ankopplung am Mini-Forschungsmodul Rasswjet gelang gegen 4.10 Uhr MESZ, also nach einer Flugzeit von 5 Stunden und 39 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend konnten sich Karen Nyberg, Luca Parmitano und Fjodor Jurtschichin aus ihren Schutzanzügen befreien. Gegen 5.55 Uhr MESZ wurden die Luken zwischen Raumschiff und Station geöffnet und die Neuankömmlinge von ihren bereits seit Ende März auf der Station arbeitenden Kollegen Chris Cassidy, Alexander Misurkin und Kommandant Pawel Winogradow begrüßt. Anschließend gab es eine kurze Videokonferenz mit der Bodenstation in Moskau und die obligatorische Sicherheitseinweisung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der ISS-Expedition 36, die bis Mitte September läuft, stehen umfangreiche Forschungsaufgaben sowie Wartungs-, Reparatur- und Erweiterungsarbeiten. Insbesondere werden fünf Ausstiege unternommen, bei denen jeweils Vorbereitungen für die Ankunft des letzten Moduls der ursprünglich geplanten Ausbaustufe der Internationalen Raumstation getroffen werden. Naúka (deutsch: Wissenschaft) ähnelt äußerlich Sarja und entstammt noch der zweiten Generation russischer Stationsmodule. Es soll im Dezember zur ISS starten und andocken. Zuvor muss das derzeitige Ausstiegsmodul des russischen Segments, Pirs, abgekoppelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Besatzung wird bis Mitte November an Bord der Raumstation arbeiten, ab September als Teil der ISS-Expedition 37. Geplantes Rückkehrdatum ist der 11.11. Dabei soll die olympische Flamme nach einer kurzen Stippvisite im All mit Sojus-TMA 09M wieder zurück auf die Erde gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 36</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/und-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">&#8230; und angekoppelt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sojus-TMA 09M gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-09m-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2013 20:41:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 09M]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36541</guid>

					<description><![CDATA[<p>Soeben ist der zweite Teil der ISS-Expedition 36 zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Das Raumschiff soll in wenigen Stunden am Forschungsmodul Rasswjet ankoppeln. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA. Der Start vom Kosmodrom Baikonur aus erfolgte gegen 22.31 Uhr MESZ. Neun Minuten später waren alle Teile der Sojus-Trägerrakete ausgebrannt und abgeworfen, das Raumschiff befand [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-09m-gestartet/" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Soeben ist der zweite Teil der ISS-Expedition 36 zur Internationalen Raumstation aufgebrochen. Das Raumschiff soll in wenigen Stunden am Forschungsmodul Rasswjet ankoppeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Roskosmos, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052013224111_small_1.jpg" alt="Roskosmos-TV" width="414" height="345"/><figcaption>
Sojus-Trägerrakete beim Start 
<br>
(Bild: Roskosmos-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start vom Kosmodrom Baikonur aus erfolgte gegen 22.31 Uhr MESZ. Neun Minuten später waren alle Teile der Sojus-Trägerrakete ausgebrannt und abgeworfen, das Raumschiff befand sich im Orbit. An Bord befinden sich Fjodor Jurtschichin (Russland, 4. Raumflug, bisher 371 Tage im All), Karen Nyberg (USA, 2. Raumflug, 14 Tage) und Luca Parmitano (ESA/Italien, 1. Raumflug). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erneut wird der schnelle Pfad zur Station gewählt. Hier dauern Annäherung und Rendezvous nur etwa 6 Stunden, was für die Raumfahrer einen größeren Komfort bedeutet. Symptome der sogenannten Raumfahrerkrankheit, ein durch widersprüchliche Signale im Gleichgewichtsorgan verursachtes Unwohlsein, treten gewöhnlich erst nach 8 bis 10 Stunden merklich in Erscheinung. Dann befindet man sich nun aber bereits an Bord der weiträumigen Station. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der bis zum 11. September geplanten Expedition 36 stehen vielfältige Forschungsaufgaben auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Chemie, Erderkundung, Materialwissenschaft, Physik und Technik auf dem Programm. Neben routinemäßigen Wartungsaufgaben an Lebenserhaltungs-, Kommunikations- und Energieversorgungssystemen stehen sicherlich auch wieder unvorhersehbare Reparaturen an. Außerdem sollen 5 Außenbordaufenthalte mit umfangreichen Arbeiten absolviert und 3 Frachtraumschiffe (ATV 4 „Albert Einstein“/15. Juni – 28. Oktober, Progress-M 20M/27. Juli-28. Dezember, HTV Kounotori 4/9. August – 8. September) empfangen und entladen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des ersten Ausstiegs am 26. Juni (Jurtschichin/Misurkin) sollen Reparaturen am Kühlsystem des Moduls Sarja vorgenommen, ein Teil des Experiments Molina-Gamma zur Messung von Strahlungsspitzen aus der Erdatmosphäre im Verlaufe von Gewittern geborgen, die Geräte des Kurs-Annäherungssystems getestet und Untersuchungen an der Außenhaut des Moduls Swesda angestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstiege zwei und drei am 9. bzw. 16. Juli (Cassidy/Parmitano) haben das Verlegen von Energie- und Netzwerkkabeln zum zukünftigen Andockplatz des russischen Labormoduls Naúka (sprich Na-u-ka) sowie Überbrückungskabeln zum Gitterelement Z1, die Bergung von Materialproben der Experimente MISSE (Materials ISS Experiment) und ORME (Optical Reflector Materials Experiment), das Lösen von Isolationsmaterial von einer Umschalteinheit und kleinere Arbeiten, wie das Verlegen von Kameras oder Fußhalterungen an neue künftige Einsatzorte zum Inhalt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlaufe der Ausstiege vier und fünf (Jurtschichin/Misurkin), die für den 15. bzw. den 21. August geplant sind, sollen die Energie- und Netzwerkkabel über den Rumpf von Sarja bis zum Modul Pirs verlegt werden. Pirs soll im Dezember abgekoppelt und anschließend durch das erheblich größere Modul Naúka ersetzt werden. Hier fallen im nächsten Jahr ebenfalls umfangreiche Außenbordarbeiten an. Zu den Aufgaben der beiden Ausstiege gehören zudem die Demontage eines Kopplungsziels und einer komplexen Laser-Kommunikationseinheit von Pirs. Beide Installationen sollen später auf einer anderen Plattform bzw. an Naúka montiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 11. September endet mit der Abkopplung von Sojus-TMA 08M die ISS-Expedition 36, Nummer 37 beginnt. 14 Tage später soll das Raumschiff Sojus-TMA 10M starten und ankoppeln. Dazwischen soll der erste Cygnus-Frachter der US-Firma Orbital Technologies starten und per Hauptmanipulator angedockt werden. Nach dessen Abkopplung verlässt auch ATV 4 Ende Oktober die Station. Danach ist noch ein außergewöhnliches Ereignis geplant. Zunächst koppelt Sojus-TMA 09M von Rasswjet ab und am Heck der Station wieder an. Danach startet Sojus-TMA 11M und nimmt den vorherigen Platz von Sojus-TMA 09M ein. Damit befinden sich zum zweiten Mal drei bemannte russische Raumschiffe und deren Besatzungen an bzw. in der Station. Während eines Ausstieges soll die olympische Flamme im All leuchten. Anschließend kehrt sie am 11. November mit der Besatzung von Sojus-TMA 09M auf die Erde zurück. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11527.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 36</a></li></ul>
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		<title>Expedition 36</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-36/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2013 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ATV-4]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition 36]]></category>
		<category><![CDATA[HTV-4]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 18M]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 09M]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 36 Nach der erfolgreichen Reparatur eines Kühlkreislaufs am Solarzellenelement P6 am Ende der Expedition 35 bestimmte wieder Routine die Arbeitsabläufe an Bord der Station. Nach der Rückkehr des Raumschiffes Sojus-TMA 07M zur Erde arbeitete die Besatzung zunächst zwei Wochen lang zu dritt. Am 28. Mai starteten Fjodor Jurtschichin, Karen Nyberg und Luca [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 36</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="255" height="261" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-12.png" alt="" class="wp-image-79513"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der erfolgreichen Reparatur eines Kühlkreislaufs am Solarzellenelement P6 am Ende der Expedition 35 bestimmte wieder Routine die Arbeitsabläufe an Bord der Station. Nach der Rückkehr des Raumschiffes Sojus-TMA 07M zur Erde arbeitete die Besatzung zunächst zwei Wochen lang zu dritt. Am 28. Mai starteten Fjodor Jurtschichin, Karen Nyberg und Luca Parmitano mit Sojus-TMA-09M von Baikonur aus und koppelten bereits nach 5 Stunden und 39 Minuten am Modul Rasswjet an. Während der bis zum 11. September geplanten Expedition 36 stehen vielfältige Forschungsaufgaben auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Chemie, Erderkundung, Materialwissenschaft, Physik und Technik auf dem Programm. Neben routinemäßigen Wartungsaufgaben an Lebenserhaltungs-, Kommunikations- und Energieversorgungssystemen sind möglicherweise auch wieder unvorhersehbare Reparaturen darunter. Außerdem sollen 5 Außenbordaufenthalte mit umfangreichen Arbeiten absolviert und 3 Frachtraumschiffe (ATV 4 „Albert Einstein“/15. Juni – 28. Oktober, Progress-M 20M/27. Juli-28. Dezember, HTV Kounotori 4/9. August – 8. September) empfangen und entladen werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec_36_crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_36_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a><figcaption>v.l.n.r.: Alexander Misurkin, Pawel Winogradow, Christopher Cassidy, Luca Parmitano, Fjodor Jurtschichin und Karen Nyberg<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der ersten Wochen stand der Kühlmittelkreislauf des Energiezweigs 2B unter genauer Beobachtung. Hier war wenige Tage zuvor die Kühlmittelsteuerung ausgetauscht worden. Beim Ablegen von Sojus-TMA 07M kam es erneut zu einem Druckabfall, wobei aber keine Leckagen festgestellt werden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den wissenschaftlichen Untersuchungen der ersten Wochen zählten BASS, UBNT, BCAT-4, Seedling Growth, Coulomb-Kristall, Plasma-Kristall, Matrjoschka, MikroBIOM, Pro K und FASES zu den technischen Erprobungen Fundoscope, Vane Gap 1, SPHERES und das Surface Telerobotic Experiment.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen von BASS (Burning and Supression of Solids) werden Verbrennungsprozesse und deren Verlöschen an Festkörpern untersucht. Insgesamt wurden 13 Versuche mit unterschiedlichen Materialien in einer Handschuhbox durchgeführt. Diese sollen zu einer Verbesserung des Brandschutzes in der Schwerelosigkeit führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei UBNT (Ultrasound Background Noise Test) wird der „Geräuschpegel“ im Bereich des Ultraschalls gemessen. Der für Menschen nicht hörbare Schall bedeutet eine hochfrequente Schwingung, die auch Mikrogravitationsexperimente empfindlich stören kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit BCAT (Binary Collodial Alloy Test) werden seit vielen Jahren sogenannte Kolloide, das sind Gemische aus Flüssigkeiten und eingelagerten festen Partikeln untersucht. Ziel ist das Herausfinden von Bedingungen, unter denen sich die Partikel aneinanderlagern und Verklumpungen bilden. Diese Erkenntnisse, die man ohne den Einfluss der Schwerkraft gewinnt, können Erkenntnisse über die Hintergründe derartiger Anlagerungen bringen. Mittlerweile arbeitet man mit Technik der 4. Generation. Mit Emulsionen, also Gemischen zweier normalerweise nicht mischbarer Flüssigkeiten beschäftigt sich das Experiment FASES (Fundamental and Applied Studies of Emulsion Stability). Auch hier sollen ohne den Einfluss der Gravitation Erkenntnisse über Dynamik und Stabilität von Emulsionen gewonnen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Seedlings Growth wurden im European Modular Cultivation System, einem automatisch gesteuerten Mini-Gewächshaus, Setzlinge der Ackerschmalwand gezogen und in verschiedenen Entwicklungsstadien entnommen und für spätere Untersuchungen eingefroren. Bei Coulomb- und Plasma-Kristall geht es um Untersuchungen an geladenen oder elektrisch neutralen Partikeln, deren Verhalten unter verschiedenen Druckbedingungen erfasst wird. Dabei bilden sich kristallähnliche Strukturen, die auch Aufschluss über die Entstehung von Planeten in jungen Sonnensystemen Auskunft geben könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Matrjoschka handelt es sich um eine mit Strahlungsdetektoren gespickte Puppe, deren verschiedene Materialien unterschiedliche innnere Organe simulieren sollen. Auf diese Weise kann man recht genau die Strahlenbelastung eines Menschen während eines Raumfluges im erdnahen Orbit herausfinden. Weitere Strahlungsmessgeräte sind in der gesamten Raumstation verteilt. Bei MikroBIOM werden in regelmäßigen Abständen Abstriche verschiedener Körperstellen eines Raumfahrers gemacht und die Proben für eine weitere Untersuchung fixiert. So will man sich einen Überblick über die Besiedlung der Haut mit unterschiedlichen Mikroorganismen verschaffen. Im Rahmen von Pro K wird eine spezielle Diät eingehalten. Zweck ist es, über Urin- und Blutproben sowie Computertomographie herauszufinden, welchen Einfluss eine langandauernde Nahrungsumstellung auf die Erhaltung der Knochendichte und -form hat. Zurückliegende Untersuchungen haben gezeigt, dass verlorene Knochenmasse nach der Rückkehr auf die Erde zwar wieder zu alter Stärke aufgebaut wird, dabei jedoch Hohlräume im Knochen zurückbleiben, die Auswirkungen auf die Stabilität haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nasa-iss-spinal-ultrasound-karen-nyberg01.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/nasa-iss-spinal-ultrasound-karen-nyberg01.jpg" alt="NASA" width="400" height="267"/></a><figcaption>Ultraschalluntersuchung der Halswirbelsäule von Karen Nyberg<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fundoscope ist ein neues Gerät zur Ermittlung des Augeninnendrucks in der Schwerelosigkeit. Zudem werden Sehtests durchgeführt. In der Schwerelosigkeit leiden viele Raumfahrer unter abgeflachten Augäpfeln, eine Veränderung die auch nach der Rückkehr auf die Erde noch Auswirkungen haben kann. Neu sind auch Ultraschalluntersuchungen der Wirbelsäule, mit denen Veränderungen dreidimensional erfasst werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Vane Gap 1 wird erforscht, wie Flüssigkeiten ohne Verwendung einer aktiven Pumpe, allein durch Kapillarkräfte breite Leitungen, deren Querschnitt einem dünnen Spalt entspricht, transportiert werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt SPHERES (Synchronized Position Hold, Engage, Reorient Experimental Satellites) arbeitet mit programmierbaren, etwa 20 cm abmessenden Flugkörpern, welche sich innerhalb der Station einzeln oder in Formation bewegen können. Erprobt werden verschiedene Programme, in denen ein Zusammenspiel der drei Sphären erprobt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Surface Telerobobotic Experiment (STE) soll untersucht werden, inwiefern ein bodengestütztes Roboterfahrzeug aus der Umlaufbahn effektiv ferngesteuert werden kann. Normalerweise geschieht dies immer umgekehrt. Eine Vielzahl von Experimenten an Bord der ISS wird über spezielle Komandokanäle ferngesteuert und die Resultate per Video übertragen oder aufgezeichnet. Beim STE wurde nun erstmals eine Echtzeit-Steuerung aus dem All erprobt. Akteure waren dabei Christopher Cassidy und K10, ein am Ames-Forschungszentrum der NASA entwickeltes und gebautes Fahrzeug. Über Telemetrie und Video konnte Cassidy die Ausführung seiner Befehle beobachten. STE dient der Vorbereitung von Missionen, bei denen die Raumfahrer im Weltall bleiben und andere Himmelskörper mittels fernsteuerbarer Roboter untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erdbeobachtung wurde im Rahmen verschiedener Experimente durchgefürht, darunter Uragan, IServ und Seiner. Neben routinemäßigen Wartungsarbeiten an Lebenserhaltungssystemen, Computer- oder Kommunikationstechnik, wurde das Laufband TVIS im russischen Segment demontiert und durch ein neueres Modell BD-2 ersetzt, das zuvor mit dem Frachter Progress-M 19M eingetroffen war. Auch im US-basierten Teil der Station wurde ein Sportgerät modernisiert: ARED (Advanced Resistive Exercise Device), eine Art Kraftsportinstallation, die mit Vakuumzylindern anstelle von Gewichten arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frachterverkehr</strong><br>Am 11. Juni legte der mit Abfällen beladene Frachter Progress-M 19M vom Heck der Station ab. Er blieb für weitere Untersuchungen noch bis zum 19. Juni in einer Erdumlaufbahn und wurde dann über dem Pazifik zum Verglühen gebracht. Beim Ankoppeln im April hatte man auf Handsteuerung aus dem Inneren der Station umgeschaltet, da der Arm einer für die Navigation benötigten Radarantenne nicht ausgeklappt war. Beim Abflug wurden die vom Transporter übermittelten Bilder des Kopplungsstutzens der Station genau unter die Lupe genommen, um sicher zu gehen, dass keine Beschädigungen entstanden waren. Kurioserweise klappte der Antennenarm bei Abkoppeln aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. Juni koppelte das 10 Tage zuvor gestartete Automated Transfer Vehicle ATV 4 „Albert Einstein“ am Stationsheck an. Auch hier hatte man vor der Endphase des Rendezvous mittels Kamera und Laser die Funktionstüchtigkeit der entsprechenden Navigationsanlagen ausführlicher als sonst geprüft. Das Andocken geschah dann mit höchster Präzision, der Sporn trat ohne Kontakt zum Konus direkt ins Zielloch ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Herstellen einer festen Verbindung verzögerte sich das Öffnen der Luken etwas, da man eine Kontamination mit Schimmelsporen wie bei ATV 3 befürchtete. Die Besatzung bekam die Anweisung, bestimmte Frachttaschen so schnell wie möglich mit Desinfektionsmittel abzureiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Frachters befanden sich rund 3,44 Tonnen Treibstoffe für Bahnanhebungsmanöver der ISS mit den ATV-Triebwerken sowie zum Nachfüllen der ISS-Tanks, 570 kg Wasser, 66 kg Luft und 33 kg Sauerstoff. Die sogenannte Trockenfracht umfasste etwa 1.400 verschiedene Teile mit einer Gesamtmasse von 2,5 Tonnen. Dazu zählen Bekleidung, Nahrungsmittel, Experimentiereinrichtungen und -materialien und Werkzeuge. Eine speziell italienisch-kulinarische Fracht umfasste Lasagne und Tiramisu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 25. Juli wurde Progress-M 18M vom Modul Pirs abgekoppelt und verglühte in der darauf folgenden Nacht weitgehend in dichten Atmosphärenschichten. Mit dem Nachfolger, Progress-M 20M, der am Abend des 27. Juli startete und in der Nacht des Folgetages nach etwa 6 Stunden Flugzeit ankoppelte, gelangte neben Treibstoffen, Wasser, Nahrungsmitteln, Verbrauchsgütern und Ausrüstungen auch ein Reparaturkit für den Raumanzug von Luca Parmitano zur Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. August startete Kounotori 4 (HTV) vom japanischen Tangashima aus zur Internationalen Raumstation. Der Frachter navigierte am 9. August in die unmittelbare Nähe der Station und wurde mittels Manipulatorarm am Nadir-Port des Moduls Harmony angekoppelt. HTV 4 transportierte insgesamt etwa 5,4 t Material zur ISS, darunter Zubehör zu NASA- und JAXA-Einrichtungen, Nahrungsmittel, Trinkwasser, Versorgungsgüter, Experimentiergut, ein kleiner Roboter namens Kirobo sowie die vier Kleinsatelliten Pico Dragon, Ardusat 1, Ardusat X und TechEdSat 3. Nicht unter Druck stehende Fracht umfasste eine Energieumschalteinheit, ein Energie- und Datenverteiler für eine Rotationseinheit zur Nachführung der großen Solarzellenpaneele sowie der Experimentalkomplex Space Test Program &#8211; Houston 4. Mit diesem werden wissenschaftlich-technische Untersuchungen zu Atmosphärenphysik, Temperatursteuerung, Strahlungsmessung, Datenverarbeitung und zur Beobachtung von durch Blitze verursachten Phänomenen angestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bahnmanöver</strong><br>Am 19. Juni wurden zwei Triebwerke des am Heck der Station angekoppelten Frachters ATV 4 für 6 Minuten und 47 Sekunden gezündet und damit eine Anhebung auf etwa 404 x 427 km Höhe erreicht. Dabei handelte es sich um einen Testlauf für zukünftigere größere Bahnanhebungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juli wurde ein weiteres Manöver mit den Triebwerken des ATV 4 vorgenommen. Im Verlaufe der zehnminütigen Antriebsphase wurde die Geschwindigkeit des Komplexes um 1,45 m/s erhöht, worauf die Bahnhöhe um 2,5 km anstieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Außenbordarbeiten</strong><br>Während des ersten Ausstiegs am 24. Juni (Jurtschichin/Misurkin) wurden Reparaturen am Kühlsystem des Moduls Sarja vorgenommen, ein Teil des Experiments Molina-Gamma zur Messung von Strahlungsspitzen aus der Erdatmosphäre im Verlaufe von Gewittern geborgen, die Geräte des Kurs-Annäherungssystems getestet, Klammern für das spätere Befestigen von Strom- und Datenkabeln angebracht und Untersuchungen an der Außenhaut des Moduls Swesda angestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst wurde die Technik des Kurs-Annäherungssystems am Modul Swesda getestet. Diese wird nach dem Abkoppeln des gegenwärtigen Schleusenmoduls Pirs zu Beginn des nächsten Jahres für das Rendezvous des Mehrzwecklabors Naúka benötigt. Der Test verlief erfolgreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend wurde ein Flussregelventil des Kühlsystems an der Außenhaut von Sarja gewechselt. Das alte Ventil hat den geplanten Funktionszeitraum erreicht, funktionierte aber noch. Entlang des Moduls Sarja wurden danach Kabelklemmen angebracht. Hier sollen bei den nächsten Ausstiegen Daten- und Stromkabel vom US-basierten Segment zur Versorgung des Labormoduls Naúka verlegt und gesichert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde das Experiment Indikator am Modul Poisk installiert. Abschließend wurden Proben des Experiments Wuinosliwost und das gesamte Experiment Foton-Gamma geborgen. Zwischendurch wurden noch mehrere Handläufe am Modul Swesda befestigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstieg begann gegen 15.32 Uhr MESZ planmäßig und dauerte 6 Stunden und 34 Minuten. Bis auf das Anbringen zweier Handläufe wurden alle Aufgaben gelöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim zweiten Ausstieg am 9. Juli arbeiteten Chris Cassidy und Luca Parmitano insgesamt 6 Stunden und 7 Minuten an verschiedenen Aufgaben. Zunächst wurde ein ausgefallener Transmitter an einer der beiden Ku-Band-Antennen ausgetauscht und eine Probe des Materialexperiments MISSE 8 geborgen. Anschließend wurden Bilder des Alpha Magnetic Spectrometers angefertigt, auf denen man nach einer Ursache für eine nachlassende Leistung suchen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend wurden ein Energiekabel vom Modul Unity zum Pressurized Mating Adapter 1 verlegt, Halterungen an Radiatoren (Radiator Grapple Bars) befestigt und eine defekte Kamera demontiert. Danach wurden zwei Überbrückungskabel zum Gitterelement Z1 gezogen und eines davon angeschlossen. Schließlich wurde eine thermische Abdeckung am derzeit nicht benötigten Kopplungsadapter PMA 2 am Bug der Station angebracht, ein mit Energieleitungen versehener Ankerpunkt (Power and Data Grapple Fixture) für den kanadischen Manipulatorarm auf dem Modul Swesda überprüft und eine Datenleitung zu PMA 1 gezogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausstieg am 16. Juli von Chris Cassidy und Luca Parmitano wurde aufgrund von Wasser in Lucas Raumanzug nach etwa einer Stunde vorzeitig abgebrochen. Das Wasser unbekannter Herkunft stammte nach Aussage von Luca Parmitano weder aus dem Trinkbehälter noch aus dem Kühlsystem des Anzugs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schwerelosigkeit sinkt Wasser nicht zu Boden sondern bildet kleine Kugeln, die entweder durch den Anzug schweben oder sich großflächig an Körperteilen anlagern. Dabei besteht immer die Gefahr, dass man Wasser einatmet und sich dieses in der Lunge sammelt. So geschah dies auch diesmal. Zudem bedeckte ein Wasserfilm auch Ohren, Nase und Augen des Astronauten, so dass dieser zeitweilig nichts mehr hören oder sagen konnte. Als die erste Wasseransammlung im Nacken von Parmitano festgestellt war, wurde der Außenbordeinsatz sofort abgebrochen. Nach dem Wiedereinstieg in die Luftschleuse Quest schloss Luca seinen Raumanzug nicht an die externe Stromversorgung an, um nicht das Risiko eines Kurzschlusses oder eines Stromschlages einzugehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Öffnen der inneren Luke half man Parmitano aus dem Anzug und versuchte dabei, die umherschwebenden Wassertröpfchen sowie die Wasserfilme im Inneren des Anzugs einzufangen bzw. zu binden. Insgesamt dauerte der Einsatz 1 Stunde und 32 Minuten, geplant waren mehr als 6 Stunden. Ursprünglich sollte während des Ausstiegs ein zweites Überbrückungskabel am Gitterelement Z1 installiert, Datenkabel für Sarja und das zukünftige Modul Naúka verlegt, Führungsschienen angebracht, eine Antenne umgesetzt und eine Schutzabdeckung an einer Schalteinheit entfernt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlaufe der Ausstiege vier und fünf (Jurtschichin/Misurkin), die für den 16. bzw. den 22. August geplant sind, sollen die Energie- und Netzwerkkabel über den Rumpf von Sarja bis zum Modul Pirs verlegt werden. Pirs soll im Frühjahr 2014 abgekoppelt und anschließend durch das erheblich größere Modul Naúka ersetzt werden. Hier fallen im nächsten Jahr ebenfalls umfangreiche Außenbordarbeiten an. Zu den Aufgaben der beiden Ausstiege gehören zudem die Demontage eines Kopplungsziels und einer komplexen Laser-Kommunikationseinheit von Pirs. Beide Installationen sollen später auf einer anderen Plattform bzw. an Naúka montiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Abschluss der Mission</strong><br>Die Rückkehr von Sojus-TMA 08M zur Erde und damit der Abschluss der ISS-Expedition 36 erfolgte am 11. September 2013.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-09m-gestartet/" data-wpel-link="internal">Sojus-TMA 09M gestartet</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/und-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">&#8230; und angekoppelt.</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atv-4-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">ATV 4 erfolgreich gestartet</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atv-albert-einstein-hat-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">ATV Albert Einstein hat angekoppelt</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/zweite-eva-der-expedition-36-sehr-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Zweite EVA der Expedition 36 sehr erfolgreich</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/abgebrochener-ausstieg/" data-wpel-link="internal">Abgebrochener Ausstieg</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/vierter-storch-mit-nachschub-auf-dem-weg-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Vierter Storch mit Nachschub auf dem Weg zur ISS</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/expedition-36/" data-wpel-link="internal">Expedition 36</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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