Sojus-TMA 11M gestartet und an ISS gekoppelt

Heute früh startete gegen 5.14 Uhr MEZ das Raumschiff Sojus-TMA 11M an der Spitze einer Sojus-FG-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur aus. Ziel war die Internationale Raumstation, an der gegen 11.27 Uhr angekoppelt wurde.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon.

NASA
Die Rakete hebt vom Starttisch ab.
(Bild: NASA)

An Bord des Raumschiffes befanden sich die Raumfahrer Michail Tjurin, Richard Mastracchio und Kōichi Wakata, die mittlerweile in die Raumstation umgestiegen sind. Die Kopplung erfolgte am kleinen Forschungsmodul Rasswjet etwa 4 Minuten zeitiger als ursprünglich vorgesehen. Nach der Begrüßung der Raumfahrer wurde eine Konferenzschaltung mit der Bodenstation in Moskau durchgeführt.

Hauptaufgaben der neuen Teilbesatzung sind die Durchführung wissenschaftlicher Experimente auf den Gebieten Astronomie, Biologie, Erderkundung, Materialwissenschaft, Medizin, Physik und Technik sowie die Wartung, Instandhaltung und ggf. Reparatur der technischen Einrichtungen der Station.

Dieser Besatzungswechsel weicht von vorhergehenden ab, da die neue Besatzung bereits eintraf, während sich die vorletzte noch an Bord der Station befindet. Dies geschieht vor allem deshalb, damit die soeben zur Station gebrachte symbolische Olympische Fackel in wenigen Tagen bereits zurück auf die Erde gebracht werden kann. Damit soll der olympische Fackellauf erstmals über die Grenzen unseres Planeten hinaus getragen werden.

NASA-TV
Neun Raumfahrer und eine Olympische Fackel
(Bild: NASA-TV)

Bei einem Außenbordeinsatz am Samstag soll die Fackel sogar außerhalb der Station ihr Licht verbreiten. Allerdings werden dazu keine Brennstoffe verwendet, stattdessen wird das Licht elektrisch erzeugt. Am 11. November soll die Fackel dann an Bord der Landekapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 09M gemeinsam mit dessen Besatzung, Fjodor Jurtschichin, Karen Nyberg und Luca Parmitano zur Erde zurückkehren.

Die neue Stammbesatzung soll hingegen gut 6 Monate im Weltraum leben und arbeiten. Ihre Rückkehr ist für den 14. Mai 2014 vorgesehen. Ursprünglich sollte während dieser Zeit mit Naúka ein weiteres, größeres Modul der Raumstation eintreffen.

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