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	<title>Solarzellen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Solarzellen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Reflex Aerospace und Flexell Space: Gemeinsam nächste Satellitengeneration voranbringen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 16:36:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutsche Reflex Aerospace und Flexell Space aus Südkorea haben einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet, um fortschrittliche Solarzellen in zukünftige Satellitenplattformen zu integrieren. Eine Pressemitteilung von Reflex Aerospace. Quelle: Reflex Aerospace / B2P Communications Consulting GmbH 16. April 2024. München, Deutschland und Seongnam, Südkorea – Reflex Aerospace und Flexell Space geben die Unterzeichnung eines [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die deutsche Reflex Aerospace und Flexell Space aus Südkorea haben einen Letter of Intent (LOI) unterzeichnet, um fortschrittliche Solarzellen in zukünftige Satellitenplattformen zu integrieren. Eine Pressemitteilung von Reflex Aerospace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Reflex Aerospace / B2P Communications Consulting GmbH 16. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DennisMooreTaehunAhn2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dennis Moore (re.) &amp; Tae Hun Ahn (li.). (Bild: Reflex Aerospace)" data-rl_caption="" title="Dennis Moore (re.) &amp; Tae Hun Ahn (li.). (Bild: Reflex Aerospace)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DennisMooreTaehunAhn26.jpg" alt="Dennis Moore (re.) &amp; Tae hun Ahn (li.). (Bild: Reflex Aerospace)" class="wp-image-138358"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dennis Moore (re.) &amp; Tae Hun Ahn (li.). (Bild: Reflex Aerospace)</figcaption></figure>



<p>München, Deutschland und Seongnam, Südkorea – <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/reflex-aerospace/" data-wpel-link="internal">Reflex Aerospace</a> und Flexell Space geben die Unterzeichnung eines Letters of Intent bekannt. Ziel ist, Flexells hochmoderne Solarzellen in die von Reflex hergestellten Satellitenplattformen einzubinden. Diese internationale Partnerschaft bringt zwei wichtige NewSpace Akteure zusammen, um gemeinsam Innovationen bei Solarenergie und im Satellitenbau mit kurzen Vorlaufzeiten umzusetzen.</p>



<p>Reflex Aerospace beschreitet neue Wege, um das Satellitendesign zu verbessern und die Serienproduktion maßgeschneiderter Satelliten zu ermöglichen. Flexell Space, ein Unternehmen der südkoreanischen Hanwha-Gruppe, hat wegweisende Solarenergietechnik mit reduzierter Masse entwickelt und gleichzeitig die Haltbarkeit und Effizienz erhöht. Mit ihrer Partnerschaft setzen sie sich dafür ein, die steigende Nachfrage nach flexiblen, robusten und leistungsstarken Satelliten zu bedienen.</p>



<p>„Leistung und Schnelligkeit werden die Satellitenbranche von morgen prägen. Flexells mutige Vision für die nächste Generation von Weltraum-Solarzellen passt perfekt zu unserer eigenen Vision von leistungsstarken, maßgeschneiderten Satellitenplattformen“, sagte Reflex CEO Walter Ballheimer. „Gemeinsam können wir die Satellitenlösungen der nächsten Generation liefern und unsere Stärken in der Herstellung nutzen!“</p>



<p>Der Kern der Zusammenarbeit liegt darin, gemeinsam die Anwendung von Solarenergietechnologien im All weiterzuentwickeln. Flexell Space ist hier führend und bereit, neue Designs umzusetzen. Die Vorteile sind vielversprechend. Es geht darum, die Masse zu reduzieren, die Haltbarkeit zu erhöhen und die Flexibilität zu verbessern. Ein neuer Ansatz sind etwa selbsterneuernde Technologiefähigkeiten. Dies ergänzt Reflex&#8216; Expertise in der schnellen Satellitenherstellung durch algorithmisches Engineering, agile Designprinzipien und effiziente Produktionsmethoden.</p>



<p>„Unsere Fähigkeit, fortschrittliche Solarzellen in Massenproduktion herzustellen, löst nicht nur bestehende Markthindernisse, sondern überschreitet auch Leistungsanforderungen und positioniert uns als Gamechanger im Bereich der Solartechnologie im All,“ sagte Tim Ahn, Geschäftsführer von Flexell Space.</p>



<p>Beide Partner legen die Bedingungen der Vereinbarung nicht offen. Sie erwarten, dass die Zusammenarbeit die Entwicklung neuer Satelliten vorantreibt, die den wachsenden Bedarf von Regierungs-, kommerziellen und wissenschaftlichen Kunden nach flexiblen, belastbaren und wirtschaftlichen Lösungen erfüllen. Die Partnerschaft steht nicht nur für Innovation im kommerziellen Weltraumsektor, sondern unterstreicht auch die erfolgreichen bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Südkorea.</p>



<p><strong>Flexell Space</strong><br>Flexell Space agiert als Inhouse-Unternehmen unter der Leitung von Luft- und Raumfahrt- sowie Energieexperten von Hanwha Systems. Flexell konzentriert sich hauptsächlich auf die Entwicklung und Herstellung von Solarzellen für das All und zielt darauf ab, differenzierte Produkte für seine Kunden in der Raumfahrtindustrie bereitzustellen. Flexell widmet sich bahnbrechenden Kostensenkungen und technologischen Fortschritten in der Raumfahrtindustrie und erzielt Fortschritte nicht nur auf dem Markt für Satellitenherstellung, sondern auch bei solarenergetischen Raumfahrtmissionen und der Erforschung des Weltraums.<br><a href="https://flexellspace.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://flexellspace.com/</a></p>



<p><strong>Reflex Aerospace GmbH</strong><br>Mit Sitz in München und Berlin ermöglicht Reflex Aerospace durch die Gestaltung und Herstellung von Satellitenplattformen für dualen Einsatz im Bereich von 100 bis 500 kg innerhalb von 12 Monaten schnelle Innovationen im Weltraum. Reflex definiert die Satellitenentwicklung neu, indem es eine vertikal integrierte Inhouse-Entwicklung und -Fertigung, umfassende Unterstützung, sicherheitsorientierte Module, hardwarebeschleunigte Verschlüsselung und die leistungsfähigste Kernavionik in ihrer Klasse kombiniert.<br><a href="https://www.reflexaerospace.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.reflexaerospace.com/</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20193.msg560857#msg560857" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Reflex Aerospace</a></li>
</ul>
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		<title>DCUBED und Solestial kündigen Entwicklung von ‚Solar Array‘ für Weltraumeinsatz an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dcubed-und-solestial-kuendigen-entwicklung-von-solar-array-fuer-weltraumeinsatz-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Nov 2023 16:46:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>DCUBED und Solestial kündigen die Entwicklung eines neuen Solarmoduls an, das das Potential hat die Energiekosten im Weltraum drastisch zu senken. Das Produkt ebnet den Weg für energieintensivere Satellitenanwendungen, die mit den aktuell verfügbaren Lösungen nicht möglich sind. Eine In-Orbit-Demonstration ist für 2024 geplant. Eine Pressemitteilung von DCUBED und Solestial. Quelle: DCUBED / Solestial / [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">DCUBED und Solestial kündigen die Entwicklung eines neuen Solarmoduls an, das das Potential hat die Energiekosten im Weltraum drastisch zu senken. Das Produkt ebnet den Weg für energieintensivere Satellitenanwendungen, die mit den aktuell verfügbaren Lösungen nicht möglich sind. Eine In-Orbit-Demonstration ist für 2024 geplant. Eine Pressemitteilung von DCUBED und Solestial.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: DCUBED / Solestial / B2P Communications Consulting GmbH 14. November 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/verkleinertPrototeinerimAllhergestellSolaranlage.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verkleinerter Prototyp einer im Weltraum hergestellten Solaranlage. (Bild: DCUBED / Solestial) Im Hintergrund ein Wand-Graffity mit einem vor dem Sternenhintergrund freischwebenden Raumfahrer im Raumanzug." data-rl_caption="" title="Verkleinerter Prototyp einer im Weltraum hergestellten Solaranlage. (Bild: DCUBED / Solestial) Im Hintergrund ein Wand-Graffity mit einem vor dem Sternenhintergrund freischwebenden Raumfahrer im Raumanzug." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/verkleinertPrototeinerimAllhergestellSolaranlage26.jpg" alt="Verkleinerter Prototyp einer im Weltraum hergestellten Solaranlage. (Bild: DCUBED / Solestial)" class="wp-image-133514"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Verkleinerter Prototyp einer im Weltraum hergestellten Solaranlage. (Bild: DCUBED / Solestial)</figcaption></figure>



<p>München und Tempe, Arizona, 14. November 2023: Der deutsche NewSpace-Hardware Hersteller DCUBED, und Solestial, ein US-amerikanisches Unternehmen für Solarenergie im Weltraum, haben heute ein neues Solarenergie-System angekündigt, das Weltraumanwendungen kostengünstiger machen soll.</p>



<p>Das neue Produkt, das auf der diesjährigen SpaceTechExpo in Bremen als maßstabsgetreues Modell zu sehen sein wird, kombiniert die spezialisierten Technologien beider Unternehmen. Es nutzt DCUBEDs Trägerstruktur und Solestials dünne, flexible SiliziumSolarmodule. Die Trägerstruktur, die als „Rückgrat“ des Solarpaneels fungiert, wird direkt am Einsatzort im Weltraum hergestellt.</p>



<p>Da Kleinsatelliten, die heute den Großteil aller Satellitenkonstellationen ausmachen, immer mehr Energie verbrauchen, leistet die entfaltbare Solaranlage einen unverzichtbaren Beitrag zur Kostensenkung, da durch die kompakte Lagerung der Materialien beim Transport in den Orbit Fracht- und Materialkosten gespart werden. Ersten Schätzungen zufolge könnte das Produkt die Kosten bis um das Zehnfache reduzieren.</p>



<p>DCUBED und Solestial planen, bereits in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres eine InOrbit-Demonstration der Solaranlage durchzuführen. 2025 soll eine 1 Kilowatt starke Version, ab 2026 eine 10 kW-Version verfügbar sein.</p>



<p>Thomas Sinn, CEO von DCUBED, kommentierte: &#8222;Ich freue mich, dass wir mit Solestial an einem Produkt arbeiten, das schon in wenigen Jahren den Energieverbrauch für Kleinsatelliten revolutionieren könnte. Unsere geplante Solaranlage wird die Kosten für die Energieversorgung von orbitalen Transportfahrzeugen, In-Orbit-Service-Missionen und die Tausenden von Kleinsatelliten, die Konstellationen bilden, drastisch senken. Unsere Erfahrung in der Raumfahrt bei der Herstellung und der einzigartige Ansatz von Solestial für ultradünne Solardecken bedeuten einen Best-of-Both-Worlds-Ansatz zur Erfüllung der Energiebedürfnisse der Tausenden von Satelliten, die in den nächsten zwei Jahren gestartet werden.&#8220;</p>



<p>&#8222;Wir freuen uns, mit DCUBED an diesem spannenden Projekt zusammenzuarbeiten&#8220;, sagte Stan Herasimenka, Mitbegründer und CEO von Solestial. &#8222;Unsere SiliziumSolardecken bieten eine einzigartige Kombination aus Erschwinglichkeit, Flexibilität, hohem Energieoutput relativ zum Gewicht und Haltbarkeit, die auf dem Markt unübertroffen ist. DCUBED ist ein ausgezeichneter Partner, und wir freuen uns darauf, die Fähigkeiten beider Technologien unter Beweis zu stellen“.</p>



<p>Die beiden Unternehmen, die derzeit die letzten Vertragsvereinbarungen abschließen, haben bereits bei der Entwicklung eines Solarpanels für ein SmallSat-Projekt zusammengearbeitet, das Anfang 2024 starten soll.</p>



<p>Nach der Vorstellung des Produkts auf der SpaceTechExpo werden DCUBED und Solestial Gespräche einleiten, um erste Anwender und Pilotkunden zu identifizieren.</p>



<p><strong>Über DCUBED</strong><br>DCUBED (kurz für Deployables Cubed GmbH) ist ein deutsches NewSpace-Unternehmen, das Auslösevorrichtungen, technische Komponenten und bewegliche Strukturen für eine Vielzahl von Raumfahrtanwendungen entwickelt und herstellt. DCUBED startete 2018 mit einem 3D-Drucker und einem Team von zwei Mitarbeitern. Heute bietet das Unternehmen mehrere Produktlinien an und beliefert die Raumfahrt-Marktführer in 15 Ländern auf 4 Kontinenten.</p>



<p>Mit der Mission, Großes im Weltraum zu ermöglichen, ist DCUBED ein Pionier bei der Herstellung von Strukturen im All (In-Space-Manufacturing).</p>



<p><strong>Über Solestial</strong><br>Solestial, Inc. (&#8222;Solestial&#8220;) ist ein Solarenenergie Unternehmen für den Weltraum. Solestial entwickelt eine Silizium-Solarzelle, die sich unter Sonnenlicht bei einer durchschnittlichen Betriebstemperatur von 80°C selbst regenerieren kann. Solestials Solarzellen sind in einer ultradünnen, flexiblen und leichtgewichtigen Solardecke verpackt, die darauf ausgelegt ist, bis zu 10 Jahre im Erdorbit zu bestehen. Die Solardecken von Solestial können rein maschinell hergestellt werden, was zu Kosteneinsparungen von bis zu 90% führt. Solestial plant, bis 2025 eine Produktionsanlage in Betrieb zu nehmen, die in der Lage ist Solardecken mit einer Leistung von 10 Megawatt pro Jahr herzustellen. Die innovative Technologie von Solestial bedeutet einen Paradigmenwechsel bei Solarenergie im Weltall für die heutigen Satellitenkonstellationen und Forschungsprojekte bis hin zu möglichen Mondsiedlungen und Dienstleistungen im Weltraum in der Zukunft. So bietet Solestial eine erschwingliche, langlebige, skalierbare Lösung zur Energieversorgung der NewSpace Wirtschaft. Solestial ist ein US-Unternehmen, das Zellen und Decken in Tempe, Arizona, herstellt.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20059.msg555847#msg555847" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DCUBED (Deployables Cubed GmbH)</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Medizin und Weltraum – Freigeist-Fellowship für Dr. Felix Lang</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/medizin-und-weltraum-freigeist-fellowship-fuer-dr-felix-lang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 08:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal erhält ein Wissenschaftler der Universität Potsdam das renommierte Freigeist-Fellowship der Volkswagen Stiftung, die damit exzellente Postdocs mit risikobehafteten Forschungsvorhaben über die Grenzen des eigenen Fachgebietes hinaus fördert. Mit seiner Nachwuchsgruppe wird der Physiker Dr. Felix Lang ein Team aufbauen, um neuartige weiche Halbleiter zu erforschen. Seine Vision sind hochempfindliche und hochauflösende Strahlungsdetektoren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zum ersten Mal erhält ein Wissenschaftler der Universität Potsdam das renommierte Freigeist-Fellowship der Volkswagen Stiftung, die damit exzellente Postdocs mit risikobehafteten Forschungsvorhaben über die Grenzen des eigenen Fachgebietes hinaus fördert. Mit seiner Nachwuchsgruppe wird der Physiker Dr. Felix Lang ein Team aufbauen, um neuartige weiche Halbleiter zu erforschen. Seine Vision sind hochempfindliche und hochauflösende Strahlungsdetektoren für die medizinische Diagnostik sowie eine neue Generation von flexiblen, ultraleichten Solarzellen für den Weltraum. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Potsdam 12. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2022054PMLangFreigeistprivat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2022054PMLangFreigeistprivat26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Felix Lang. (Bild: privat)</figcaption></figure>



<p>12. Mai 2022 &#8211; Dr. Felix Lang kam 2020 als Gastwissenschaftler mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an die Universität Potsdam, um gemeinsam mit der Forschungsgruppe PotsdamPero von Dr. Martin Stolterfoht sowie den Teams von Prof. Safa Shoaee und Prof. Dieter Neher am Institut für Physik und Astronomie an Tandem-Solarzellen zu forschen. Diese neuartigen Solarzellen kombinieren zwei Halbleiter mit unterschiedlichen Bandlücken, wie zum Beispiel unterschiedliche Perowskite oder organische Halbleiter und Perowskite. Solche Solarzellen können im Vergleich zu traditionellen Silizium-Modulen deutlich höhere Effizienzen erreichen – eine wichtige Weiterentwicklung für die zukünftige Stromversorgung.</p>



<p>Die Faszination für Solarzellen und erneuerbare Energien begleitet Dr. Felix Lang schon seit seinem Physikstudium. Während seiner Doktorarbeit am Helmholtz-Zentrum Berlin entwickelte er die ersten Tandem-Solarzellen aus Perowskit und Silizium. Die neuen Halbleitermaterialien könnten jedoch noch viel mehr, schwärmt er: „Sie tolerieren durch ihre weiche Kristallstruktur nicht nur Fehlstellen oder Defekte, wie sie z.B. durch mechanische Belastung oder Bestrahlung entstehen können. Diese Defekte heilen sich mitunter sogar selbst.“ Das Potenzial von Perowskit-basierten Tandem-Solarzellen für die Stromerzeugung auf Weltraum- oder Mond-Stationen entdeckte Dr. Lang schließlich als Feodor-Lynen-Fellow an der Universität Cambridge.</p>



<p>Als Freigeist-Fellow hat Dr. Felix Lang mit seiner Nachwuchsgruppe „(Radiation-)Tolerant Electronics with Soft Semiconductors (ROSI)“ bereits konkrete Pläne: „Wir wollen neue Strahlungsdetektoren für die Medizin entwickeln, die mit höherer Empfindlichkeit und besserer Auflösung genauere Röntgenbilder bei gleichzeitig geringerer Strahlungsbelastung für den Patienten ermöglichen.“ Außerdem treibt er die Entwicklung von Solarfolien voran, die im Weltraum origami-artig auf Fußballfeld-Größe aufgefaltet werden können, um Strom zu erzeugen. „Zusammen mit Prof. Enrico Stoll, Leiter der Raumfahrttechnik der TU Berlin, wollen wir erste Prototypen OnBoard eines Nanosatelliten in den Weltraum bringen“, erklärt er.</p>



<p>Mit dem Freigeist-Fellowship ist für Dr. Felix Lang eine Förderung von rund 1,8 Millionen Euro über fünf Jahre durch die VolkswagenStiftung verbunden – die höchste Förderung unter allen 13 Freigeist-Fellows in diesem Jahr. Er ist bereits auf der Suche nach motivierten Doktorandinnen und Doktoranden für sein Team.</p>



<p><strong>Informationen zur Nachwuchsgruppe von Dr. Felix Lang:</strong><br><a href="https://www.uni-potsdam.de/en/pwm/rosi-group" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.uni-potsdam.de/en/pwm/rosi-group</a></p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14665.msg532671#msg532671" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bemannte Raumfahrt und Gesundheit</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/medizin-und-weltraum-freigeist-fellowship-fuer-dr-felix-lang/" data-wpel-link="internal">Medizin und Weltraum – Freigeist-Fellowship für Dr. Felix Lang</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>AV-062: WorldView 4 und Cubesats gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/av-062-worldview-4-und-cubesats-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Nov 2016 16:26:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17847</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der neue kommerzielle Erdbeobachtungssatellit des US-amerikanischen Unternehmens DigitalGlobe mit Sitz in Longmont im US-Bundesstaat Colorado namens WorldView 4 ist im All. Sein Start erfolgte zusammen mit einer Anzahl von Cubesats am 11. November 2016 auf einer Atlas-V-Rakete in der Version 401 von der Luftwaffenbasis Vandenberg im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien aus. Erstellt von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/av-062-worldview-4-und-cubesats-gestartet/" data-wpel-link="internal">AV-062: WorldView 4 und Cubesats gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der neue kommerzielle Erdbeobachtungssatellit des US-amerikanischen Unternehmens DigitalGlobe mit Sitz in Longmont im US-Bundesstaat Colorado namens WorldView 4 ist im All. Sein Start erfolgte zusammen mit einer Anzahl von Cubesats am 11. November 2016 auf einer Atlas-V-Rakete in der Version 401 von der Luftwaffenbasis Vandenberg im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien aus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Axel Nantes.   Quelle: DigitalGlobe, Harris, Lockheed Martin, NASA, ULA, USAF</p>



<p>Der 6. Start einer Atlas-V-Rakete im Jahr 2016 und der 66. insgesamt erfolgte zu Beginn eines 15 Minuten langen Startfensters um 19:30 Uhr MEZ und wurde am 11. November 2016 unter der Ägide der United Launch Alliance (ULA) abgewickelt. Der Flug begann auf der Space Launch Complex 3E (SLC-3E) genannten Startanlage der an der Pazifikküste gelegenen Luftwaffenbasis Vandenberg (Vandenberg Air Force Base, VAFB).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/WorldView4Beauty2LockheedMartin1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/WorldView4Beauty2LockheedMartin260.jpg" alt="WorldView 4 beim Hersteller
(Bild: Lockheed Martin)"/></a><figcaption>WorldView 4 beim Hersteller<br>(Bild: Lockheed Martin)</figcaption></figure></div>



<p>WorldView 4 mit einer Startmasse von rund 2.087 Kilogramm wurde von einer Atlas V in 401-Konfiguration transportiert. Das bedeutet, dass auf der Zentralstufe mit RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS eine Centaur-Oberstufe mit einem Triebwerk aufgesetzt war, an der Zentralstufe keine Feststoffbooster angebracht waren und die Nutzlastverkleidung vier Meter Durchmesser hatte.</p>



<p>Das Haupttriebwerk der Zentralstufe der Rakete mit der Seriennummer AV-062 wurde rund vier Sekunden vor dem Abheben gezündet. Die Zentralstufe trug Centaur und Nutzlast dann in die Höhe. Nach etwas über vier Minuten Flugzeit war die Zentralstufe ausgebrannt und abgetrennt, und es war nun Aufgabe der Centaur, mit einer einzelnen Brennphase ihres RL10C-Triebwerks von Aerojet Rocketdyne die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. Die erforderliche Brennphase dauerte rund 11 Minuten und 16 Sekunden.</p>



<p>Die Centaur-Oberstufe funktionierte wie vorgesehen und ermöglichte rund 19 Minuten nach dem Abheben ein Aussetzen von WorldView 4 im richtigen Orbit. Damit war der Job der Oberstufe aber noch nicht abgeschlossen. Im Rahmen einer weiteren rund zwei Stunden dauernden Flugphase sollten einige Kleinstsatelliten, sogenannte Cubesats, ausgesetzt werden, was auch gelang. Für Transport und Aussetzen der Cubesats wurde ein Dispenser mit dem Namen Enterprise am Heck der Oberstufe verwendet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/wv4cula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/wv4cula260.jpg" alt="WorldView 4 mit Nutzlastverkleidung
(Bild: ULA)"/></a><figcaption>WorldView 4 mit Nutzlastverkleidung<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden ins All transportierten AeroCubes 8C und 8D sind Cubesats im Format 1,5U. Sie dienen dem Unternehmen Aerospace Corporation aus El Segundo im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien als Technologiedemonstratoren. An Bord sind unter anderem neuartige Solarzellen und besondere Ionentriebwerke vom Typ SiEPro (Scalable ion-Electrospray Propulsion System). Außerdem kommen Kohlenstoffnanoröhren zum Einsatz, die dem Schutz vor Weltraumstrahlung dienen sollen.</p>



<p>Ein Cubesat-Experiment mit der Bezeichnung CELTEE für CubeSat Enhanced Locator Transponder Evaluation Experiment ist in einem 1U-Cubesat untergebracht. Mit dem Satelliten mit einer Masse von rund einem Kilogramm will das Forschungslabor der US-amerikanischen Luftwaffe (Air Force Research Laboratory, AFRL) die Leistungen eines neuartigen Transponders zur Positionsbestimmung des Raumfahrzeugs testen. Maximal sechs Monate sollen die Untersuchungen der von M42 Technologies aus Seattle im US-Bundesstaat Washington gelieferten Technik dauern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PrometheusSatUSSOCOM.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PrometheusSatUSSOCOM260.jpg" alt="Prometheus-Satellit - Illustration
(Bild: USSOCOM)"/></a><figcaption>Prometheus-Satellit &#8211; Illustration<br>(Bild: USSOCOM)</figcaption></figure></div>



<p>Prometheus 2-1 und 2-2 sind Entwicklungen des Los Alamos National Laboratory (LANL) für das United States Special Operations Command (USSOCOM). In erster Linie dienen sie der Erprobung der Kommunikation von Stationen im Feld mit günstig herzustellenden Cubesats im All, die Informationen zwischenspeichern und bei Bedarf an Empfänger am Erdboden weiterleiten. Die beiden Cubesats im Format 1,5U und mit je vier entfaltbaren Solarzellenauslegern sollen jeweils unter 100.000 US-Dollar gekostet haben.</p>



<p>RAVAN ist ein Cubesat im Format 3U. RAVAN steht für „Radiometer Assessment using Vertically Aligned Nanotubes“ und beschreibt damit die Aufgabe des von der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (National Aeronautics and Space Administration, NASA) finanzierten und vom Labor für angewandte Physik der Johns Hopkins Universität (Applied Physics Laboratory at Johns Hopkins University, JHU/APL) betriebenen Satelliten mit einer Masse von rund fünf Kilogramm.</p>



<p>Die günstige Radiometer-Technik von RAVAN könnte Prototyp für Instrumente an Bord einer Reihe von Kleinstsatelliten werden, wenn sie sich bei der Messung von Daten zur Earth Radiation Imbalance (ERI) bewährt. Bei der Absorption von Energie aus dem All und der Abstrahlung von Energie durch die Erde ins All gibt es ein Ungleichgewicht, von dem man vermutet, dass es vor Beginn der Industrialisierung nicht bestand. Im Klimasystem der Erde nimmt die Energie derzeit offenbar zu.</p>



<p>Die Bestimmung der von der Erde abgestrahlten Energie kann wertvolle Daten zur Klimaforschung liefern. Gelingt es, die Rückstrahlung über einen weiten Frequenzbereich mit einer bestimmten Genauigkeit zu erfassen, während parallel dazu die Einstrahlung aus dem All zuverlässig erfasst wird, könnte man zu zuverlässigeren Aussagen darüber kommen, ob eine Abkühlung oder eine Erwärmung der Erde zu erwarten ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/avwv4l211112016ula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/avwv4l211112016ula260.jpg" alt="AV-062 kurz nach dem Abheben
(Bild: ULA)"/></a><figcaption>AV-062 kurz nach dem Abheben<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p>WorldView 4 – die Hauptnutzlast der Atlas V AV-062 &#8211; basiert auf dem Satellitenbus LM 900 von Lockheed Martin. Das Raumfahrzeug gelangte auf eine annähernd kreisförmige Bahn in rund 620 Kilometern Höhe über der Erde, wo es für einen Orbit rund 97 Minuten benötigt. Die Bahn des dreiachsstabilisierten Satelliten ist um rund 98 Grad gegen den Erdäquator geneigt, es handelt sich um einen polaren, sonnensynchronen Orbit. Bis zu 680.000 Quadratkilometer der Erdoberfläche pro Tag gedenkt man mit WorldView 4 abtasten zu können. Dabei wird laut Lockheed Martin pro Tag eine Datenmenge von rund 19,5 Terabyte entstehen. Ein Großteil der Kapazität des Satelliten wird DigitalGlobe im Auftrag der US-Regierung einsetzen.</p>



<p>Der mit einem Teleskop mit einem Primärspiegel mit einem Durchmesser von rund 1,1 Metern ausgerüstete neue Erdtrabant besitzt ein Kamerasystem, von dem man sich bei einer Flughöhe von 617 Kilometern über der Erde panchromatische Bilder in einer Auflösung von 31 Zentimetern verspricht. Das von ITT Exelis &#8211; jetzt ein Teil der Harris Corporation &#8211; in den Vereinigten Staaten von Amerika gebaute System mit der Bezeichnung GIS-2 für GeoEye Imaging System &#8211; 2 auf Basis einer SpaceView 110 (SV-110) genannten Konstruktion arbeitet panchromatisch im Bereich zwischen 450 und 800 Nanometern. Multispektral stehen vier Bandbereiche zur Verfügung: 450 &#8211; 510 Nanometer (blau), 510 – 580 Nanometer (grün), 655 – 690 Nanometer (rot), 780 – 920 Nanometer (nahes Infrarot). Die multispektral maximal erreichbare Auflösung liegt im Bereich von 1,24 Metern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/161111FIV217061usaf1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/161111FIV217061usaf260.jpg" alt="AV-062-Start von der VAFB
(Bild: USAF)"/></a><figcaption>AV-062-Start von der VAFB<br>(Bild: USAF)</figcaption></figure></div>



<p>Für die Zwischenspeicherung großer Datenmengen an Bord besitzt WorldView 4 ein Halbleiter-Festplattensystem mit einer Kapazität von 3.200 Gigabit. Die Übertragung der gewonnenen Bilddaten zu entsprechenden Bodenstationen wird im X-Band mit einer Datenrate von 800 Megabit pro Sekunde erfolgen, wofür es an Bord entsprechende Funkausrüstung gibt. Telemetrie zum Zustand der Beobachtungsnutzlast und der raumflugtechnischen Systeme kann der Satellit im X-Band mit einer Datenrate von 120 Kilobit pro Sekunde senden. Zusätzlich kann Telemetrie auch im S-Band mit 64 Kilobit pro Sekunde übertragen werden. Der Empfang von Kommandos an Bord des Satelliten erfolgt ebenfalls im S-Band.</p>



<p>Erdbeobachtungsnutzlast und raumflugtechnische Systeme des Satelliten werden von fünf Solarzellenauslegern mit Strom versorgt. Die jeweils 1,17 Meter breiten und 2,01 Meter langen Ausleger sind an fünf der sechs Kanten der Basis des Servicemoduls des rund 5,3 Meter langen Satelliten mit einem Durchmesser von etwa 2,5 Metern montiert. Einen sechsten Ausleger gibt es nicht, um das Sichtfeld der Sternensensoren des Satelliten nicht zu behindern, die zusammen mit GPS-Daten zur exakten Lagebestimmung benötigt werden. Die Ausleger geben dem Satelliten eine Spannweite von rund 7,9 Metern. Der Speicherung elektrischer Energie an Bord dient ein Lithiumionen-Akkumulatorensatz.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/WorldView4aboveearthDigitalGlobe1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/WorldView4aboveearthDigitalGlobe260.jpg" alt="WorldView 4 über der Erde - Illustration
(Bild: DigitalGlobe)"/></a><figcaption>WorldView 4 über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: DigitalGlobe)</figcaption></figure></div>



<p>Zur Lageregelung und zur Bewältigung anfallender Bahnmanöver gibt es an Bord von WorldView4 zwölf jeweils einen Newton starke Einstofftriebwerke des Typs MR-106L von Aerojet Rocketdyne, in denen Hydrazin katalytisch zersetzt wird. Stellkreisel (CMGs, Control Moment Gyros) können ebenfalls zur Ausrichtung des Satelliten verwendet werden. Bei ihnen kann die Kreiselachse gekippt und so ein Drehmoment auf den Satelliten ausgeübt werden.</p>



<p>Die Auslegungsbetriebsdauer von WorldView 4 beträgt sieben Jahre. Erwartet wird allerdings ein Zeitraum für eine sinnvolle Nutzung des Satelliten von zehn bis zwölf Jahren. WorldView 4 war durch die GeoEye Inc. im Jahr 2010 als GeoEye 2 bei Lockheed Martin bestellt worden. Nach dem Zusammenschluss der GeoEye Inc. mit DigitalGlobe im Jahre 2013 wurde beschlossen, den neuen Satelliten zunächst einzulagern.</p>



<p>Mitte 2014 wurde der Start des zwischenzeitlich in WorldView 4 umbenannten Raumfahrzeugs wegen erwarteter Steigerung der Nachfrage von Erdbeobachtungsdaten für das Jahr 2016 angesetzt, und der Termin 2015 auf September 2016 konkretisiert. Brände im Bereich und auf dem Gelände der VAFB sowie ein Austausch eines Füll- und Ablassventils an der Trägerrakete verursachten anschießend einige Startverschiebungen.</p>



<p>WorldView 4 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.848 und als COSPAR-Objekt 2016-067A.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14551.msg372146#msg372146" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Atlas V 401 mit WorldView 4</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Kurz vor Schluss &#8211; Philae gefunden!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kurz-vor-schluss-philae-gefunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2016 16:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weniger als einen Monat vor dem geplanten Missionsende von Rosetta, konnten Wissenschaftler mit Hilfe der hochauflösenden OSIRIS Kamera den kleinen Lander Philae ausfindig machen. Erstellt von Klaus Donath. Quelle: ESA Darauf hatte man lange gehofft: Das Bild, welches nun definitiv Philae zeigt, wurde am 05.09.206 veröffentlicht und am 2. September aus einer Distanz von nur [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Weniger als einen Monat vor dem geplanten Missionsende von Rosetta, konnten Wissenschaftler mit Hilfe der hochauflösenden OSIRIS Kamera den kleinen Lander Philae ausfindig machen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Klaus Donath.    Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_foundbig.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_found.jpg" alt="Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Darauf hatte man lange gehofft: Das Bild, welches nun definitiv Philae zeigt, wurde am 05.09.206 veröffentlicht und am 2. September aus einer Distanz von nur 2,7 km über der Oberfläche aufgenommen. Schon seit langem bemühte man sich bei der ESA, den kleinen Lander zu finden und veröffentlichte bereits zahlreiche mögliche Kandidaten &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/mission-rosetta-die-suche-nach-philae-dauert-an/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p>Die Bilder bestätigen auch Philaes Orientierung und machen klar, warum die Kontaktaufnahme nach seiner Landung am 14. November 2014 so schwierig war: Er liegt auf der Seite in einem schattigen Plätzchen mit nur einem kleinen verfügbaren Winkel zur Kommunikation. &#8222;Nach monatelanger Arbeit und Konzentrierung der Suche auf das nun vorliegende Areal bin ich sehr aufgeregt und begeistert, dass wir nun dieses wichtige Bild von Philae in Abydos präsentieren können,&#8220; sagt Laurence O’Rourke von der ESA, der bisher die Koordination der Suche über die letzten Monate geleitet hat, zusammen mit der ESA, dem OSIRIS Team, dem Lander-Operationsteam sowie den Navigations-Centern von SONIS und CNES.</p>



<p>Philae wurde zuletzt gesehen, als er dabei fotografiert wurde wie er von der Oberfläche abgeprallt ist. Systeme die dafür sorgen sollte, dass sich Philae auf dem Kometen verankert, versagten. Allen voran das Kaltgassystem sowie die Harpune. Nach drei Tagen wissenschaftlicher Untersuchungen mit Hilfe der internen Batterie konnte nur im Juni und Juli 2015 noch zweimal Kontakt aufgenommen werden. Die Solarzellen konnten offensichtlich nicht genug Energie liefern und die Lage der Sonde erlaubte nur ein sehr eingeschränktes Sichtfeld zur Raumsonde Rosetta.</p>



<p>&#8222;Diese bemerkenswerte Entdeckung kommt am Ende einer langen und zermürbenden Suche&#8220;, sagt Patrick Martin, Missions Manager bei der ESA. &#8222;Wir dachten, Philae sei für immer verschwunden. Es ist unglaublich, dass wir ihn im letzten Moment gefunden haben&#8220;.</p>



<p>Ab dem 30. September wird der Orbiter Rosetta in seiner finalen Mission auf den Kometen geschickt und wird vor seiner Deaktivierung letzte Daten aus dem Ma&#8217;at Gebiet des Kometen schicken.</p>



<p><strong>Rosetta Sonderseite bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta Sonderseite bei Raumfahrer.net</a></li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14544.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Philae gefunden!</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12224.msg277480#msg277480" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Statusthread Rosetta und Philae</a></li></ul>
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		<title>Rosetta soll auf ihrem Kometen landen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-soll-auf-ihrem-kometen-landen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 16:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Datenrate]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsverlängerung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Philae]]></category>
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		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumov-Gerssimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an. Erstellt von Viktoria Schöneich. Quelle: ESA Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf KometenDie Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits im Juni letzten Jahres wurde bei der Missionsverlängerung ein Landungsszenario vorgeschlagen und nimmt seit September immer weiter Form an.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Viktoria Schöneich.   Quelle: ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Comet_on_26_July_2015_B_node_full_image_ESA_260.jpg" alt="Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko am 26. Juli 2015.
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )"/></a><figcaption>Der Komet 67P/Tschurjumov-Gerassimenko<br> am 26. Juli 2015.<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/<br>UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA )</figcaption></figure></div>



<p><strong>Rosetta und Philae: Ein neuer Blick auf Kometen</strong><br>Die Rosetta-Mission, die sicher als eine der ambitioniertesten Missionen der ESA bezeichnet werden darf, hat unser Wissen über Kometen erheblich erweitert. Seit sie im August 2014 in den Orbit um 67P/Tschurjumov-Gerassimenko einschwenkte, versorgt sie die Öffentlichkeit mit spektakulären Bildern und die Wissenschaftsgemeinde mit wertvollen Daten. Unter anderem konnten bereits organische Verbindungen auf dem Kometen nachgewiesen werden, sein Magnet- und Gravitationsfeld wurde untersucht und der Periheldurchgang eines Kometen konnte erstmals aus nächster Nähe beobachtet werden. Die vollständige Auswertung der Daten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und so ist zu erwarten, dass wir auch nach Missionsende neue Erkenntnisse von Rosetta erhalten werden.</p>



<p>Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich die weltweit beachtete Landung von Philae auf dem Kometen. Zwar lief bei diesem Novum der Raumfahrt nicht alles nach Plan, trotzdem konnte auch Philae wertvolle Daten sammeln, bevor ihm der Strom ausging. Es wurde unter anderem gezeigt, dass das Wasser wahrscheinlich nicht von Kometen auf die Erde gebracht wurde.</p>



<p><strong>Wann endet die Mission und warum?</strong><br>Eine Besonderheit von Rosetta ist, dass sie ihre Energie vollständig von ihren Solarzellen bezieht und deshalb eine genügend hohe Sonneneinstrahlung zum Betrieb benötigt. Entfernt sich Rosetta zu weit von der Sonne, muss sie in einen Hibernations-Modus heruntergefahren werden. In diesem Modus befand sie sich bereits von 2011-2014. Jetzt, da der Komet seinen Periheldurchgang hinter sich gebracht hat, entfernt auch er sich weiter von der Sonne. Im September/Oktober 2016 wird die Entfernung schließlich so groß sein, dass Rosetta nicht mehr genügend elektrischen Strom produzieren kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/67P30092016_ESA_260.jpg" alt="Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Die Bahn von Rosetta und 67P (links im Bild)<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Ein weiteres Problem in diesem Fall ist die Kommunikation mit Rosetta. Ab diesem Herbst wird 67P von der Erde aus gesehen in die Nähe der Sonne rücken und kurzzeitig auch hinter ihr verschwinden. Die große Entfernung zur Erde wird weiterhin zu einer stark reduzierten Datenrate von 22-57 kbit/s führen. Beides zusammen bedeutet, dass der Kontakt mit Rosetta stark eingeschränkt oder unmöglich wird.</p>



<p>Bei diesen Bedingungen stellt sich natürlich die Frage, warum Rosetta nicht einfach wieder in den Winterschlaf versetzt und bei günstigeren Bedingungen geweckt wird. Das Hauptproblem ist hierbei, dass 67P sich weiter von der Sonne entfernen wird, als es auf der Hinreise der Fall war. Die Raumsonde ist also für diesen Kältefall nicht ausgelegt, eine Reaktivierung ist nicht garantiert. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die geringe Anziehungskraft von 67P und durch seine unregelmäßige Form zahlreiche Manöver notwendig waren, die viel Treibstoff verbraucht haben. Es ist gut möglich, dass der verbleibende Treibstoff nicht mehr für eine vollwertige Nachfolgemission ausreichen wird. Und schließlich arbeiten die Instrumente nach der Missionsverlängerung im Juni 2015 schon jetzt länger, als es vorgesehen war. Die Gefahr, dass die Instrumente nach einer erfolgreichen Reaktivierung nicht mehr arbeiten können, ist also groß.<br>Aus diesen Gründen hat man sich entschlossen, Rosetta auf ihrem Kometen landen zu lassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_full.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landing_near_NASA_260.jpg" alt="Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus ca. 120 m Höhe
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Das letzt Bild von NEAR Shoemaker aus<br> ca. 120 m Höhe<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Rosetta ist nicht der erste Orbiter, der seine Mission auf einem kosmischen Kleinkörper beenden soll. 2001 gelang es der NASA, die Raumsonde NEAR Shoemaker weitgehend unbeschadet auf dem Asteroiden Eros zu landen. Allerdings ist die Landung auf 67P durch sein unregelmäßiges Gravitationsfeld schwieriger, nach Angaben des Science Working Teams sogar komplexer als die Landung von Philae.<br>Innerhalb der nächsten Monate wird Rosetta auf eine immer niedrigere Umlaufbahn um ihren Kometen gebracht, was erst durch die verringerte Aktivität möglich ist. Hierbei wird – neben der Sammlung wissenschaftlicher Daten – auch das Gravitationsfeld in geringer Höhe vermessen, wovon die weitere Planung der Landungstrajektorie abhängt. Man erwartet durch die Unregelmäßigkeiten starke Schwankungen in der Apogäumshöhe und viele aufwändige Bahnmanöver. Zum Ende der Mission wird ein Orbit von lediglich einem Kilometer Höhe angestrebt, von dem aus man sich besonders hochwertige wissenschaftliche Daten verspricht. Nach Abschluss dieser Phase wird Rosetta auf Kollisionskurs gebracht, um am 30.09.2016 auf dem Kometen zu landen.</p>



<p>Während des Abstiegs soll es weiterhin Funkkontakt geben, um Bilder und Messungen, die während des Abstiegs vorgenommen werden, zur Erde zu senden. Beim Aufsetzen von Rosetta wird jedoch damit gerechnet, dass die langen Solarpaneele brechen und die Stromversorgung nur noch für kurze Zeit durch die Akkus erfolgen kann. Weiterhin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Rosetta, ähnlich wie Philae, schräg zum liegen kommt und ihre High-Gain Antenne nicht mehr auf die Erde richten kann. Bereits eine Abweichung von einem halben Grad an der Erde vorbei würde nach Angaben der ESA zu einem Verlust der Kommunikation führen. Vermutlich werden wir also nach dem Aufsetzen nichts mehr von Rosetta hören.</p>



<p>Unabhängig vom Ausgang dieses Vorhabens wird die Absenkung des Orbits zum Missionsende sicherlich neue Details von 67P offenbaren. Auch ein Foto von Philae auf dem Kometen aus nächster Nähe ist bereits im Gespräch.</p>



<p><strong>Ebenfalls bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13327.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Landung der Orbitersonde Rosetta auf Tschurjumow-Gerassimenko</a></li></ul>
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		<title>Rosetta sucht nach einem Signal vom Lander Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-sucht-nach-einem-signal-vom-lander-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 21:11:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Batterie]]></category>
		<category><![CDATA[CIVA]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kontaktaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Messungen]]></category>
		<category><![CDATA[ROLIS]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafmodus]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit dem 15. November 2014 befindet sich der drei Tage zuvor von der Raumsonde Rosetta auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko abgesetzte Lander Philae in einen energiebedingten Schlafmodus. Am kommenden Donnerstag soll Rosetta jetzt erstmals versuchen, einen erneuten Kontakt zu dem Lander herzustellen. Sollte dies gelingen, so könnte die direkte Erkundung der Kometenoberfläche durch den [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit dem 15. November 2014 befindet sich der drei Tage zuvor von der Raumsonde Rosetta auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko abgesetzte Lander Philae in einen energiebedingten Schlafmodus. Am kommenden Donnerstag soll Rosetta jetzt erstmals versuchen, einen erneuten Kontakt zu dem Lander herzustellen. Sollte dies gelingen, so könnte die direkte Erkundung der Kometenoberfläche durch den Kometenlander fortgesetzt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>.   Quelle: DLR</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/phliae_abstieg_12_11_2014_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/phliae_abstieg_12_11_2014_a-1.jpg" alt="Die Landeprozedur von Philae wurde mit der an Bord des Orbiters Rosetta befindlichen OSIRIS-Kamera dokumentiert. Dabei konnte diese Kamera den Lander mehrfach abbilden. Das Landegestell von Philae - so die Auswertung der entsprechenden Telemetriedaten - konnte bei dem ersten Aufsetzen zwar einen Teil der kinetischen Energie aufnehmen. Dennoch 'prallte' Philae von der Kometenoberfläche ab und stieg zunächst wieder mit einer Geschwindigkeit von 38 Zentimetern pro Sekunde von der Oberfläche des Kometen auf. Im Rahmen dieses 'Steigfluges' erreichte der Lander eine Höhe von eventuell bis zu einem Kilometer über der Oberfläche und legte dabei einer horizontale Distanz von bis zu einem Kilometer zurück, bevor nach 110 Minuten eine zweite 'Landung' erfolgte. Auch dieser Aufprall hatte ein erneutes Abheben von der Oberfläche zur Folge. Dieser nächste 'Freiflug' erfolgte mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Zentimetern pro Sekunde und dauerte diesmal nur noch etwa sieben Minuten. Das Einzelfoto ganz rechts in dieser Aufnahme zeigt den Lander zum Beginn des ersten 'Weiterfluges'. Der exakte Ort, wo Philae dann endgültig zum Stehen gelangte, konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Als sicher gilt jedoch, dass dieser sich ebenfalls auf dem 'Kopf' des Kometen befindet und in etwa in der Umgebung des ehemals ebenfalls als potentielle Landeregion ausgewählten Bereiches &quot;B&quot; liegen dürfte.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Die Landeprozedur von Philae wurde mit der<br> an Bord des Orbiters Rosetta befindlichen <br><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/rosetta/osiris" target="_blank" data-wpel-link="external">OSIRIS-Kamera</a> dokumentiert. Dabei konnte diese<br> Kamera den Lander mehrfach abbilden. Das<br> Landegestell von Philae &#8211; so die Auswertung<br> der entsprechenden Telemetriedaten &#8211; konnte bei<br> dem ersten Aufsetzen zwar einen Teil der<br> kinetischen Energie aufnehmen. Dennoch &#8218;prallte&#8216;<br> Philae von der Kometenoberfläche ab und stieg<br> zunächst wieder mit einer Geschwindigkeit von<br> 38 Zentimetern pro Sekunde von der Oberfläche<br> des Kometen auf. Im Rahmen dieses &#8218;Steigfluges<br>&#8218; erreichte der Lander eine Höhe von eventuell bis<br> zu einem Kilometer über der Oberfläche und<br> legte dabei einer horizontale Distanz von bis<br> zu einem Kilometer zurück, bevor nach <br>110 Minuten eine zweite &#8218;Landung&#8216; erfolgte. <br>Auch dieser Aufprall hatte ein erneutes Abheben<br> von der Oberfläche zur Folge. Dieser nächste<br> &#8218;Freiflug&#8216; erfolgte mit einer Geschwindigkeit von etwa<br> drei Zentimetern pro Sekunde und dauerte diesmal<br> nur noch etwa sieben Minuten. Das Einzelfoto ganz<br> rechts in dieser Aufnahme zeigt den Lander zum<br> Beginn des ersten &#8218;Weiterfluges&#8216;. Der exakte Ort, wo<br> Philae dann endgültig zum Stehen gelangte, konnte<br> bisher noch nicht ermittelt werden. Als sicher gilt <br>jedoch, dass dieser sich ebenfalls auf dem &#8218;Kopf&#8216;<br> des Kometen befindet und in etwa in der Umgebung <br>des ehemals ebenfalls als potentielle <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-fuenf-landeplatzkandidaten-fuer-philae/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Landeregion ausgewählten Bereiches “B“</a> liegen dürfte.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>.</p>



<p>Bereits am 12. November 2014 wurde dabei ein weiterer Höhepunkt dieser überaus ambitionierten und erfolgreichen Mission zur Erforschung unseres Sonnensystems erreicht: Der von der Raumsonde <em>Rosetta</em> mitgeführte Kometenlander <em>Philae</em> wurde von <em>Rosetta</em> abgetrennt und erreichte um 16:35 MEZ die Oberfläche des Kometen 67P (Raumfahrer.net berichtete live aus den Raumsondenkontrollzentren in <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-ist-gelandet-live-aus-dem-esoc/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Darmstadt</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/philae-landung-der-plan-und-updates-aus-dem-dlr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Köln</a>). Dort kam er schließlich nach einer <a href="https://www.raumfahrer.net/der-kometenhuepfer-philae-update/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">dreifachen Landung</a> an einem ungeplanten Standort zum Stehen, welcher aufgrund der dort gegebenen schlechten Beleuchtungsverhältnisse &#8211; die Sonne erreichte den Lander an diesem Standort pro &#8218;Kometentag&#8216; für lediglich etwa eine Stunde &#8211; keine Möglichkeit bot, seine Energiereserven in einem ausreichenden Umfang zu erneuern.</p>



<p>Trotzdem konnte der Lander &#8211; mit der Energie aus einer auf eine Einsatzdauer von etwa 60 Stunden ausgelegten Batterie versorgt &#8211; in den folgenden 56 Stunden eine Vielzahl an Messungen durchführen. Die dabei gesammelten Daten der <a href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">zehn Instrumente</a> des Landers wurden regelmäßig bei jedem sich öffnenden Kommunikationsfenster an die Erde übertragen, bevor die Energiereserven am 15. November so weit erschöpft waren, dass sich <em>Philae</em> um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte.</p>



<p><strong>Warten auf ein erneutes Lebenszeichen von <em>Philae</em></strong></p>



<p>Damit ist die Mission von <em>Philae</em> jedoch keineswegs zwingend beendet. Aufgrund der zunehmenden Annäherung des Kometen 67P an die Sonne verbessern sich im Bereich des jetzigen Standortes von <em>Philae</em> die dort gegebenen Beleuchtungs- und Temperaturbedingungen immer mehr. Hierdurch bedingt <em>könnte</em> in Zukunft wieder ausreichend Sonnenlicht zur Verfügung stehen, damit der Lander <em>Philae</em> aus seinem Winterschlaf erwacht und sich reaktiviert.</p>



<p>&#8222;<em>Philae</em> erhält zurzeit ungefähr doppelt so viel Sonnenenergie wie im November vergangenen Jahres&#8220;, so der für den Betrieb des Kometenlanders zuständige Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Immerhin ist der Komet derzeit &#8217;nur&#8216; noch rund 300 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. &#8222;Wahrscheinlich wird es trotzdem noch zu kalt für den Lander sein, um aufzuwachen &#8211; aber ein Versuch ist es wert. Die Chancen steigen mit jedem Tag.&#8220;</p>



<p>Deshalb wird am kommenden Donnerstag, dem 12. März um 05:00 MEZ erstmals die Kommunikationseinheit des <em>Rosetta</em>-Orbiters aktiviert, um den Versuch einer Kontaktaufnahme mit dem Lander durchzuführen. Allerdings, so die Mitarbeiter der Mission, sollten die damit verknüpften Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden, denn es wäre schon sehr viel Glück im Spiel, wenn bereits direkt am 12. März wirklich ein Signal von dem Lander zu empfangen wäre. Eine deutlich realistischere Wahrscheinlichkeit ergibt sich dagegen erst in einigen Monaten.</p>



<p><strong>Sowohl Temperatur- als auch Energiewerte sind entscheidend</strong></p>



<p>Damit der Kometenlander <em>Philae</em> aus seinem Winterschlaf erwachen kann müssen nämlich zunächst zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein.</p>



<p>Zunächst muss im Inneren des Landers ein Temperaturwert erreicht werden, welcher oberhalb von minus 45 Grad Celsius liegt. Neben einer mehrschichtigen Thermalisolierung (engl. &#8222;Multi Layer Insulation&#8220;) ist <em>Philae</em> zu diesem Zweck mit einem elektrischen Heizsystem ausgerüstet, welches seit dem Übertritt in den derzeitigen Schlafmodus den Großteil der zur Verfügung stehenden Energiereserven beanspruchte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/suche_nach_philae_a.jpg" alt="Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort immer noch nicht ermittelt werden konnte. Der Orbiter befand sich dabei einer Entfernung von 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet von Philae. Der Lander würde aus dieser Entfernung lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme wurde von der OSIRIS-Kamera<br> am 13. Dezember 2014 angefertigt. Die <br>eingezeichnete Ellipse markiert das wahrscheinliche<br> Landegebiet von Philae, dessen exakter Standort<br> immer noch nicht ermittelt werden konnte. <br>Der Orbiter befand sich dabei einer Entfernung <br>von 20 Kilometern über dem finalen Landegebiet<br> von Philae. Der Lander würde aus dieser <br>Entfernung lediglich etwa drei Pixel breit erscheinen.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;<em>Philae</em> ist so konstruiert, dass er seit dem November 2014 jedes bisschen Sonnenenergie dafür nutzt, sich aufzuheizen&#8220;, so Dr. Koen Geurts vom DLR.</p>



<p>Zusätzlich zu diesem zwingend erforderlichen Temperaturwert muss der Lander über seine für die Energiegewinnung zuständigen Solarzellen mit mindestens 5,5 Watt Energie versorgt werden, damit er aufwachen kann. Sobald der Lander feststellt, dass er mit mehr als diesen 5,5 Watt Energie versorgt wird und seine Innentemperatur über den besagten minus 45 Grad Celsius liegt, beendet <em>Philae</em> den derzeitigen Schlafmodus automatisch, heizt sich weiter auf und versucht zudem zusätzlich, seine Batterie zu laden. Bisher fiel die Sonneneinstrahlung an dem mit dem Namen &#8222;Abydos&#8220; belegten finalen Landeplatz zu gering aus, um diesen erforderlichen Mindestwerte zu überschreiten.</p>



<p>Einmal aufgewacht, schaltet <em>Philae</em> alle 30 Minuten den Empfänger seines Kommunikationssystems ein und versucht dabei ein Signal von dem Kometenorbiter <em>Rosetta</em> zu empfangen. Diese Aktivierung des Kommunikationssystems kann der Lander bereits bei einem noch sehr niedrigen Energiestand durchführen.</p>



<p>&#8222;Zu diesem Zeitpunkt wissen wir aber noch nicht, dass er wach ist&#8220;, erläutert Koen Geurts diese zunächst nur passiv erfolgende Prozedur der Kontaktaufnahme. &#8222;Um uns eine Antwort zu schicken, muss <em>Philae</em> nämlich auch seinen Sender einschalten &#8211; und dafür benötigt er zusätzliche Energie.&#8220; Es könnte also durchaus der Fall eintreten, dass der Lander zwar in 500 Millionen Kilometern Entfernung zu Erde bereits aus seinem Winterschlaf aufgewacht ist, seine Energiereserven aber noch nicht ausreichen, um sein Kontrollteam auf der Erde darüber in Kenntnis zu setzen. Insgesamt benötigt der Lander 19 Watt, damit er in Betrieb gehen und zudem eine aktive Kommunikation aufnehmen kann.</p>



<p>Derzeit ist geplant, dass <em>Rosetta</em> zunächst bis zum 20. März versuchen wird, einen Kontakt mit <em>Philae</em> herzustellen. Diese Versuche einer Kontaktaufnahme werden dabei zu Zeitpunkten erfolgen, an denen sich <em>Rosetta</em> mehr oder weniger direkt über dem vermuteten Standort des Landers befindet. Zum gleichen Zeitpunkt muss die Kometenoberfläche dabei zudem von der Sonne beleuchtet werden. Denn nur dann &#8217;steht&#8216; <em>Philae</em> direkt im Sonnenlicht und wird über seine Solarpaneele direkt mit Energie versorgt.</p>



<p>&#8222;Sollten wir bis zum 20. März keinen Kontakt zu <em>Philae</em> aufbauen können, werden wir dies bei der nächsten Gelegenheit wiederholen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec. Die jetzt beginnenden Versuche einer Kontaktaufnahme gehen allerdings von einem optimistisch veranschlagten Szenario aus. Wahrscheinlicher ist dagegen, dass der Lander erst in den kommenden Monaten über genügend Energie verfügen wird, um auf eine &#8218;Anfrage&#8216; des Orbiters zu reagieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_civa_12_11_2014_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_civa_12_11_2014_a.jpg" alt="Diese Aufnahme fertigte die an Bord des Kometenlanders befindliche CIVA-Kamera am 12. November 2014 an. Im Bildvordergrund ist einer der drei Landefüße des Landers erkennbar.
(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)"/></a><figcaption>Diese Aufnahme fertigte die an Bord des<br> Kometenlanders befindliche CIVA-Kamera am<br> 12. November 2014 an. Im Bildvordergrund ist<br> einer der drei Landefüße des Landers erkennbar.<br>(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Blind Commanding</strong></p>



<p>Bisher konnte der exakte Ort, an dem <em>Philae</em> letztendlich auf der Oberfläche von 67P zum stehen kam, trotz aller Bemühungen noch nicht identifiziert werden. Aus diesem Grund arbeitet das <em>Philae</em>-Operations-Team des DLR derzeit mit den Informationen, welche ihnen die Aufnahmen der CIVA- und der ROLIS-Kamera des Landers sowie die Erfahrungswerte bezüglich der Solarenergie aus dem November 2014 bieten.</p>



<p>&#8222;Wir gehen aber davon aus, dass die Solarpaneele von Philae durch etwas abgeschattet werden, was wir auf den bisherigen Bildern nicht sehen können&#8220;, so Dr. Koen Geurts.</p>



<p>Als erstes sollen deshalb immer wieder neue Kommandos an den Lander gesendet werden, welche das Heizen optimieren und den so eingesparten Energieaufwand für die Kommunikation zur Erde zur Verfügung stellen sollen. Selbst wenn <em>Philae</em> noch nicht genügend Energie zur Verfügung hat, um auf die Kontaktrufe des Orbiter zu antworten, könnte der Lander diese Kommandos empfangen und in die Praxis umsetzen.</p>



<p>Diese Prozedur wird auch als &#8222;Blindes Kommandieren&#8220; bezeichnet und wurde zuvor an einem Bodenmodell des Landers, welches sich an dem für den Betrieb von <em>Philae</em> zuständigen <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.dlr.de/de/rb/forschung-betrieb/infrastruktur/lander-kontrollzentrum-lcc" target="_blank" data-wpel-link="external">Kontrollzentrum</a> &#8211; dem DLR-Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) in Köln &#8211; befindet, ausführlich getestet. Aber auch für den Fall, dass die aufladbare Batterie von <em>Philae</em> die jetzt bereits mehrere Monate andauernde Kältephase nicht unbeschadet überstanden hat, wappnen sich die an der Mission beteiligten Ingenieure und Wissenschaftler.</p>



<p>&#8222;Wir arbeiten gerade daran, dass wir mit dem Lander und den Instrumenten dann zumindest während der Kometentage und somit bei direkter Sonnenbestrahlung arbeiten können&#8220;, so Dr. Koen Geurts weiter.</p>



<p><strong>Telemetriedaten diktieren die weitere Vorgehensweise</strong></p>



<p>Erst wenn <em>Philae</em> nicht nur aufwacht, sondern auch aktiv senden kann, wird der Kometenlander aktuelle Telemetriedaten zur Erde übermitteln, welche den beteiligten Ingenieuren einen Überblick über den gegenwärtigen &#8218;Gesundheitszustand&#8216; des Landers bieten werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/instrumente_philae_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/instrumente_philae_a.jpg" alt="Insgesamt ist der Kometenlander Philae mit zehn wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet.
(Bild: ESA, ATG medialab)"/></a><figcaption>Insgesamt ist der Kometenlander Philae mit<br> <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> ausgestattet.<br>(Bild: ESA, ATG medialab)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Diese Daten werden wir dann auswerten: Wie geht es der aufladbaren Batterie? Funktioniert noch alles am Lander? Welche Temperatur herrscht? Wieviel Energie erhält er?&#8220;, so Koen Geurts.</p>



<p>Abhängig von diesen Ergebnissen sind auch die weiteren wissenschaftliche Arbeiten, welche dann von <em>Philae</em> noch ausgeführt werden können. Kann die Batterie keine oder nur wenig Energie speichern, so bestimmt die während eines Kometentages zu gewinnende Sonnenenergie, ob man eventuell eine &#8218;abgespeckte&#8216; Version an Messungen durchführen kann. Zurzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass <em>Philae</em> gegenwärtig während eines Kometentages etwa 1,3 Stunden lang direkt von der Sonne beleuchtet und somit auch mit Energie versorgt wird. Lädt die Batterie hingegen über einen längeren Zeitraum pro Kometentag &#8211; insgesamt dauert ein kompletter Tag-/Nachtzyklus auf 67P 12,4 Stunden &#8211; auf, dann könnte auch während der &#8218;Kometennacht&#8216; gearbeitet werden. In einem solchen Fall könnten beispielsweise auch Langzeitmessungen durchgeführt werden.</p>



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		<title>Feng Yun 2C: Deorbiting durch Bahnanhebung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/feng-yun-2c-deorbiting-durch-bahnanhebung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2014 12:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CMA]]></category>
		<category><![CDATA[Friedhofsorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40240</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben des Chinesischen Meteorologischen Amts (CMA) wurde der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2C zum 13. Dezember 2014 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort endgültig stillgelegt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CMA, Raumfahrer.net, WMO. Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben des Chinesischen Meteorologischen Amts (CMA) wurde der ehemals Geostationäre Wettersatellit Feng Yun 2C zum 13. Dezember 2014 in einen Friedhofsorbit gesteuert und dort endgültig stillgelegt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CMA, Raumfahrer.net, WMO.</p>



<p>Unter Deorbiting versteht man eine gezielte Änderung des Orbits eines Erdsatelliten mit der Absicht, sinnvoll nutzbare und dementsprechend belegte Orbits nicht mit ausgedienten Raumfahrzeugen zu verstopfen.
<br>
Mit einem Deorbiting ist derzeit nicht notwendiger Weise ein gezielt herbeigeführter zerstörerischer Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbunden. Für ein solches Manöver haben die meisten der derzeit im All befindlichen Satelliten nicht genug Treibstoff an Bord. Für Satelliten im Geostationären Orbit  (GEO) &#8211; rund 35.786 Kilometer über der Erde &#8211; wäre die benötigte Treibstoffmenge im Vergleich zu auf niedrigeren Erdumlaufbahnen befindlichen Satelliten außerdem höher.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30122014130914_small_1.jpg" alt="CMA" width="260"/><figcaption>
Satellit vom Typ Feng Yun 2 
<br>
(Bild: CMA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das CMA meldete mit Datum vom 26. Dezember 2014, am 10. Dezember 2014 sei mit den Arbeiten für das Deorbiting von Feng Yun 2C begonnen worden. Ihren Abschluss fanden diese Arbeiten laut CMA am 13. Dezember 2014 mit der Abschaltung aller an Bord des Satelliten befindlichen Instrumente.</p>



<p>Vor dem Deorbiting bewegte sich Feng Yun 2C zuletzt auf einer rund 5,8 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in rund 35.790 Kilometern über der Erde. Nach den chinesischerseits beschriebenen Arbeiten kann der Erdtrabant auf einem Orbit in Höhen zwischen 36.400 und 36.440 Kilometern über der Erde bei unveränderter Bahnneigung beobachtet werden. In Relation zum GEO wurde durch die Deorbiting-Arbeiten also ein Abstand von mindestens 600 Kilometern nach oben erzielt.</p>



<p>Feng Yun 2C befindet sich seit dem 19. Oktober 2004 im Weltraum. Der Satellit war auf einer Rakete des Typs <a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-3/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 3A</a> vom chinesischen Satellitenstartzentrum Xichang (XSLC) aus ins All transportiert worden (Start ~ 1:30 Uhr UTC). Er wirkte als Nachfolger zweier Testsatelliten als erster chinesischer geostationärer Wettersatellit mit einem Einsatz im Regelbetrieb. Nach Angaben der CMA stellte der Satellit am 25. November 2009 seine Arbeit ein und sei danach als Reserve vorgehalten worden. Positioniert war er bei 123,5 Grad Ost im Geostationären Orbit. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten lag im Bereich von drei bis vier Jahren.</p>



<p>Der trommelförmige Satellit mit 2,1 Metern Durchmesser war spinstabilisiert und drehte sich nominell mit 98 Umdrehungen pro Minute. Der Hauptkörper des Satelliten ist 2,1 Meter lang, mit dem aufgesetzten, entdrallten Antennenmast insgesamt rund 4,5 Meter. Die Startmasse von Feng Yun 2C betrug nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) rund 1.380 Kilogramm, als Leermasse des Satelliten werden 680 Kilogramm genannt.</p>



<p>Auf der Zylinderwand des Satelliten sind die zur Gewinnung elektrischer Energie verwendeten Solarzellen aufgebracht, welche die Satellitensysteme mit 300 Watt elektrischer Leistung versorgen konnten. Zur Stromspeicherung kam ein gegenüber den Testsatelliten von 17 auf 25 Amperestunden Kapazität erweiterter Akkumulatorensatz zum Einsatz.</p>



<p>Bestimmungen über die Vermeidung von <a href="https://www.raumfahrer.net/verdraengte-altlast-im-all-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Weltraumschrott</a> erfordern die vollständige Abschaltung elektrischer Stromversorgungssysteme, wenn Satelliten außer Dienst gestellt werden. So hofft man beispielsweise Explosionsereignisse zu verhindern, bei denen Weltraumschrott entsteht, welcher eine Gefahr für andere Raumfahrzeuge darstellt. Angaben über die Trennung der Solarzellen von der Ladeschaltung und zur Entladung des Akkumulatorensatzes an Bord von Feng Yun 2C machte das CMA nicht.</p>



<p>Das Auseinanderbrechen einiger Satelliten in der Vergangenheit wurde mutmaßlich von versagenden Akkumulatoren verursacht. Beteiligt waren daran in der Regel ältere Akku-Konstruktionen ohne Lithium-Ionen-Zellen.</p>



<p>Befindet sich ein Satellit &#8211; beispielsweise in einem Friedhofsorbit &#8211; in freier Drift, können wegen der Umgebungsbedingungen im Weltraum heftige Temperaturwechsel geschehen, Störungen und Ausfälle des Thermalmanagements auftreten, Bauteile versagen und Strahlungsschäden vorkommen. Dabei ist es wünschenswert, wenn an Bord eines solchen Satelliten befindliche Akkumulatoren trotz allem nicht lecken oder bersten.</p>



<p>Wegen der <a href="https://www.raumfahrer.net/wider-den-weltraumschrott/" data-wpel-link="internal">Gefahr für andere Raumfahrzeuge</a> ist es keinesfalls eine sinnvolle Alternative, einen ausgedienten Satelliten &#8222;einfach abzuschießen&#8220;, und dabei in eine &#8222;Schrottwolke&#8220; zu verwandeln, wie es China mit dem polaren Wettersatelliten Feng Yun 1C am <a class="a" href="/china-testet-weltraumwaffe-2/" data-wpel-link="internal">11. Januar 2007</a> praktiziert hat. Das allenfalls als Macht- und Technologiedemonstration geeignete Manöver bereitet  den Betreibern von unbemannten und bemannten Raumfahrzeugen noch heute, und auch in absehbarer Zukunft, regelmäßig Kopfzerbrechen und Aufwand.</p>



<p>Feng Yun 2C (FY-2C) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.451 und als COSPAR-Objekt 2004-042A.</p>
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		<title>Philae-Landung – der Plan und Updates aus dem DLR</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/philae-landung-der-plan-und-updates-aus-dem-dlr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2014 06:51:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es liegen vier von fünf &#8222;Go&#8220; vor. Mit der ersten sanften Landung auf einem Kometen wird die europäische Raumfahrt am 12. November 2014, wenn es denn gelingt, einen Höhepunkt in ihrer Geschichte markieren. Die Mission der Raumsonde Rosetta, von der aus die Landeeinheit Philae im Laufe des Tages abgesetzt wird, ist jetzt schon reich an [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Es liegen vier von fünf &#8222;Go&#8220; vor. Mit der ersten sanften Landung auf einem Kometen wird die europäische Raumfahrt am 12. November 2014, wenn es denn gelingt, einen Höhepunkt in ihrer Geschichte markieren. Die Mission der Raumsonde Rosetta, von der aus die Landeeinheit Philae im Laufe des Tages abgesetzt wird, ist jetzt schon reich an Superlativen und nüchtern betrachtet auch ohne den Lander ein enormer Gewinn für die Kometenforschung. Aber erst mit der gelungenen Landung von Philae und seinen Experimenten bekommt die Mission ihre Krönung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Roland Rischer.    Quelle: ESA, DLR, Raumcon</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Animation_Philae-Landung_a.jpg" alt="Künstlerische Darstellung: Philae trennt sich von Rosetta über 67P/Tschurjumow-Gerasimenko
(Bild: ESA)"/><figcaption>Künstlerische Darstellung: Philae trennt sich von Rosetta über <br>67P/Tschurjumow-Gerasimenko<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Wenn man bedenkt, dass von Kennedys Mondlande-Rede 1961 bis zur bemannten Mondlandung mit Apollo 11 nur acht Jahre vergingen, merkt man, was politischer Rückhalt bewirken kann. Davon konnte man seit der Zeit danach in den USA nur träumen &#8211; und schon immer in Europa. Folge knapper Budgets sind meist erheblich längere Projektplanungszeiten. Die Rosetta-Mission gibt ein Beispiel davon. 1984 wurde ein Kometen-Projekt in die langfristige Planung „Horizon 2000“ der Europäischen Raumfahrtagentur ESA aufgenommen. 30 Jahre später steuert es nun auf seinen Höhepunkt zu: die sanfte Landung auf einem Kometen. Die Anfänge waren nicht einfach. Von deutscher und französisch/US-amerikanischer Seite wurden zunächst getrennt zwei Teilprojekte für ein von Rosetta zu tragendes Kometen-Landegerät vorangetrieben: RoLand (für Rosetta Lander) und Champollion (französischer Ägyptologe, der u.a. mit Hilfe des Steins von Rosetta die Hieroglyphen entzifferte). Ab Mitte der neunziger Jahre mutierten diese Lander-Projekte zu einem gemeinsamen internationalen Projekt mit Namen Philae (Tempel-Insel im Nil). Am 02. März 2004 wurde Rosetta mit Philae auf einer Ariane 5G+ auf den Weg gebracht. Weitere zehn Jahre später, im August 2014, erreichte Rosetta ihr Ziel.</p>



<p>Allein bei Betrachtung der Zeitspanne bekommt man einen Eindruck von der Aufgabe, vor der die treibenden Kräfte u.a. im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und beim damaligen Max-Planck-Institut für Aeronomie in Katlenburg-Lindau (MPAe, heute MPS Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen) standen. Für eine Mission mit denkbar vielen Unbekannten ein langfristig erfolgversprechendes Konzept zu entwickeln, ist nicht ganz trivial. Wer dabei als Verantwortlicher ein gutes Dutzend Raumfahrtnationen mit ihren großen Ambitionen und meist etwas begrenzten Budgets unter einen Hut bringen muss, wird sicher kaum um seine Aufgabe beneidet. Und wer über einen so langen Zeitraum plant, muss nicht nur die Funktionsfähigkeit der Technik nach Jahren in der Weltraumkälte, davon knapp drei Jahre im Tiefschlaf, bedenken. Er muss sich beispielsweise auch Gedanken machen, wie das Spezialwissen ausscheidender Mitarbeiter dokumentiert und wiederauffindbar archiviert werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Comet_on_17_August_2014_a.jpg" alt="Die &quot;Gummiente&quot; 67P liegt quer, der &quot;Kopf&quot; mit Landeplatz ist rechts zu sehen.
(Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM )"/><figcaption>Die &#8222;Gummiente&#8220; 67P liegt quer, der &#8222;Kopf&#8220; mit Landeplatz ist <br>rechts zu sehen.<br>(Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM )</figcaption></figure></div>



<p>An Überraschungen sollte es im Rosetta-Projekt nicht fehlen. Der Ariane-5-Fehlstart vom Dezember 2002 machte den geplanten Rosetta-Start im Januar 2003 zu Makulatur. Den ursprünglichen Zielkometen 46P/Wirtanen musste man vorbeifliegen lassen. Als neues Ziel wurde der Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko ausgewählt. Und der hat zur Überraschung aller Beteiligten eine recht eigenwillige Form, wie sich erst bei der Annäherung Mitte dieses Jahres herausstellte. Statt einem vermuteten kartoffelförmigen Gebilde besteht 67P/Tschurjumow-Gerasimenko aus zwei ungleich großen Teilen, „Kopf“ und „Körper“, die über einen „Hals“ verbunden sind. Die an eine Gummiente erinnernde Form macht das Landevorhaben nicht einfacher.</p>



<p>Wie sieht nun die Planung für den Landetag aus? Vorweg muss festgestellt werden, dass die Entscheidung zur Trennung Philaes von Rosetta in der Nacht vom 11. Auf den 12. November wenige Stunden vor den geplanten Zeitpunkt getroffen wird. Rosetta wird vorher durch komplexe Flugmanöver in die optimale Ausgangsposition für die Philae-Landung gebracht. Wenn dieses gelungen ist und alle weiteren Entscheidungsparameter wie zum Beispiel die korrekte Ausrichtung von Rosetta für eine Landung sprechen, erfolgt die Abtrennung um 09:35 Uhr MEZ in etwa 22,5 Kilometern Entfernung vom Kometen. Die Signallaufzeit zur Erde beträgt 28 Minuten und 20 Sekunden, das entspricht einer Entfernung zur Erde von 510 Millionen Kilometern. Etwa um 10:03 Uhr sollte daher Klarheit über eine gelungene Abkopplung bestehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Philae_s_primary_landing_site_a.jpg" alt="Die Landeregion Agilkia - gewisse Risiken sind nicht zu übersehen.
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)"/><figcaption>Die Landeregion Agilkia &#8211; gewisse Risiken sind nicht zu übersehen.<br>(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/<br>SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Aus zehn ursprünglich in die engere Wahl genommenen Landeplätzen wurde das Zielgebiet J auf dem „Kopf“, inzwischen nach einer weiteren Nil-Insel Agilkia benannt, zunächst als erste Wahl bestimmt und letztendlich auch bestätigt. Alternativ zu J oder Agilkia wurde noch Landeplatz C auf dem Hauptkörper von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko in den Planungen seit Mitte September 2014 mitgeführt. Dieser wäre für eine Landung am 12. November aber nur in Erwägung gezogen worden, wenn sich bis zur endgültigen Landeplatzentscheidung am 15. Oktober grundlegende Erkenntnisse ergeben hätten, die gegen Agilkia sprechen. Kurzfristig wird man nicht auf C umschwenken. Dafür sind die notwendigen Flugmanöver von Rosetta zu komplex. Die Vorbereitung eines zweiten Landeversuchs nimmt zwei bis drei Wochen in Anspruch. Hätte man C ausgewählt, wäre die Trennung des Landers um 14:04 Uhr MEZ aus 12,5 Kilometern Entfernung erfolgt. Der Landeanflug hätte dann nur vier Stunden gedauert.</p>



<p>Anders bei Agilkia, der Abstieg zum Kometen dauert etwa sieben Stunden. Spätestens kurz nach 17 Uhr sollte also Klarheit über Erfolg oder Misserfolg bestehen. Unterstützt wird der Abstieg gegebenfalls durch ein kleines Kaltgastriebwerk, das bis zur Fixierung durch mindestens einen von zwei Harpunenankern und den Eisschrauben an den drei Füßen auch für den nötigen Andruck auf dem Kometen sorgen soll. Auf Eis wird Philae nach zwischenzeitlichen Erkenntnissen nicht treffen. Das war vor zwei Jahrzehnten noch ein ziemlich wahrscheinliches Szenario.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Rosetta_s_trajectory_12_November_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="258" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/image.jpeg" alt="Schematische Darstellung der Flugbahnen von Rosetta und Philae - die Animation siehe hier.
(Bild: ESA)" class="wp-image-16853" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/image.jpeg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/image-300x194.jpeg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption>Schematische Darstellung der Flugbahnen von Rosetta und Philae<br> &#8211; die Animation siehe <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2014/11/Rosetta_landing_on_a_comet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier.</a><br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Ein Landepunkt kann mangels entsprechender Triebswerksausstattung, das wäre zu schwer geworden, nicht exakt angesteuert werden. Die Orientierung des Landers wird durch ein Drallrad gewährleistet. Störungen dieser Orientierung können beim Abstoßen von Rosetta, beim Ausfahren der Landebeine und durch die Kometenaktivität auftreten. Auf einem akzeptablen Signifikanzniveau (95 Prozent) kann man selbst bei „ruhigen“ Flugbedingungen lediglich eine Landefläche mit 500 Metern Durchmesser bestimmen. Die Landeregion Agilkia hatte deshalb erste Priorität und bekam den endgültigen Zuschlag, weil sie große ebene Flächen mit geringer Neigung und wenigen großen Felsbrocken bietet. Außerdem verspricht man sich dort ausreichend Sonneneinstrahlung zum Wiederaufladen der Batterien von Philae über die Solarzellen.</p>



<p>Während des Abstiegs sind die Landegestellentfaltung, Steuerbefehle an das Kaltgastriebwerk zur Beschleunigung des vertikalen Abstiegs, das Einschalten einiger Nutzlasten und die Entsicherung der Harpunen wichtige Vorgänge. Die Zeitpunkte der jeweiligen Vorgänge werden vor Abtrennung von Rosetta festgelegt. Im Landeanflug werden neben den Kamerasystemen CIVA (seitlicher Rundumblick) und ROLIS (Abstiegs-, später Oberflächenbilder) bereits die wissenschaftlichen Experimentnutzlasten CONSERT („Durchleuchtung“ des Kometenkerns), ROMAP (Magnetfeldmessung) und SESAME (in der Flugphase Staub- und Gasanalyse) Messungen vornehmen. Die Instrumente arbeiten auch nach der Landung weiter. Hinzu kommen dann aber zusätzlich die Experimentiereinheiten COSAC &amp; PTOLEMY (Gaschromatograf und Massenspektrometer) in Verbindung mit einem Bohrer, APX (Messung der Elementzusammensetzung des Bodens), MUPUS (u.a. Untersuchung der Bodenfestigkeit) und SESAME (am Boden Analyse der elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Kometenoberfläche).</p>



<p>Nur auf den Primar-Akku gestützt, wäre nach maximal 65 Stunden Schluss mit den wissenschaftlichen Experimenten. Jüngst gestellte neue Anforderungen an eine Datenverbindung während des Abstiegs verkürzen die Akkuleistung jedoch. Momentan ist 67P/Tschurjumow-Gerasimenko rund 450 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Unter optimalen Bedingungen zur Stromversorgung, das heißt ausreichender Sonneneinstrahlung und geringem Verschmutzungsgrad der Solarzellen, könnte Philae bis März 2015 arbeiten. Danach droht ein schleichender Hitzetod.</p>



<p><strong>Update 08:40 Uhr</strong></p>



<p>Das &#8222;final go&#8220; liegt vor.</p>



<p><strong>Update 13:10 Uhr</strong></p>



<p>DLR-Vorstand Prof. Dr. Dittus erwähnt eine große Erleichterung im Lander-Control-Team. Probleme mit der Primärbatterie und der Kaltgasdüse hatten es nochmal spannend gemacht.</p>



<p><strong>Update 13:20 Uhr</strong></p>



<p>Barbara Cozzoni vom Missionteam LCC erklärt, dass nach erfolgreicher Landung der Stress bei ihr erst losgeht. Sie haben einen sonnigen Platz ausgesucht und Barbara ist überzeugt, dass alles gut geht und viel wissenschaftliche Arbeit vor ihr liegt. Ich komme mir vor wie bei Paolo Ferri. Die Italiener können Weltraum einfach gut verkaufen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Gerasimenko_DLR_a.jpg" alt=""/><figcaption>Hoher Besuch: Svetlana Gerasimenko, hier eingerahmt von ihrer<br> Dolmetscherin und DLR-Pressesprecher Andreas Schütz, entdeckte<br> 1969 zusammen mit Klim Tschurjumow den Kometen 67P.<br>(Bild: Roland Rischer)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 13:50 Uhr</strong></p>



<p>Svetlana Gerasimenko ist vor Ort und begrüßt die Medienvertreter.</p>



<p>Die LCC-Mitarbeiter werden hier auf die Bühne geholt. Letzte Auskunft: Der Lander ist in guter Verfassung. Auch das dritte Landebein scheint ordentlich ausgeklappt. Die leichte Drehung war erwartet worden und stellt kein Problem dar.</p>



<p><strong>Update 13:55 Uhr</strong></p>



<p>Michael Maibaum erläutert die Wärmeisolierung bei Philae. Nachfrage, warum man sich mit fünf Monaten Lebensdauer bis zum Wärmetod zufrieden gegeben hat. Man hätte einen Shutter gebraucht, der war auch entwickelt, hätte aber in einer start- und flugtauglichen Version zuviel Gewicht zu Lasten der Nutzlast an Bord gebracht.</p>



<p><strong>Update 14:15 Uhr</strong></p>



<p>Swetlana Gerassimenko hier, Ranga Yogeshwar sitzt vor mir, netter Typ, ganz wie im Fernsehen, fehlt nur noch, dass Alexander Gerst reinschaut. Leute, werdet Portalredakteure beim Raumfahrer.net, dann könnt ihr was erleben.</p>



<p><strong>Update 14:20 Uhr</strong></p>



<p>Ranga Yogeshwar fragt nach den Farewell-Bildern. Anwort: &#8222;Es gibt Diskussionen über die Daten.&#8220; Wir fragen uns, was das wohl heißen soll?</p>



<p><strong>Update 14:45 Uhr</strong></p>



<p>Dr. Rüdiger Gerndt von Airbus Defence &amp; Space spricht zu den teilweise völlig neuen Problemstellungen der Rosetta/Philae-Mission und ihren technischen Lösungen: Hochleistungs-Solarzellen, das heißt, wir haben einen &#8222;grünen&#8220; Satelliten; Sternensensoren, die sich vom Streulicht der Staubpartikel in der Nähe des Kometen nicht irritieren lassen; schwierige Flugbahn; hohe thermische Schwankungen; lange Tiefschlafphase; Harpune, die in Granit eindringen kann, aber auch in lockerem Boden Widerstand findet.</p>



<p><strong>Update 14:55 Uhr</strong></p>



<p>H.J. Jung, auch Airbus, bestätigt, dass die Landesysteme von Philae, Landebeine und Stoßdämpfer, korrekt arbeiten. Der Kaltgasantrieb macht noch sorgen.</p>



<p><strong>Update 15:20 Uhr</strong></p>



<p>Die ersten Philae-Civa-Bilder sind da. Ich muss da mal auf die Kollegen vom Raumfahrer.net im ESOC verweisen (<a href="https://www.raumfahrer.net/philae-ist-gelandet-live-aus-dem-esoc/" data-wpel-link="internal">Live aus dem ESOC</a>). Die sind mit dem Hochladen von Bildern schneller.</p>



<p><strong>Update 15:35 Uhr</strong></p>



<p>Jetzt habe ich es auch, das Abschiedsfoto der Civa-Kamera auf Philae von Rosetta:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_erstes-Philae-Civa-Foto_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_erstes-Philae-Civa-Foto_a.jpg" alt="Blick zurück auf Rosetta von Philae aus. Rosetta und nach links ausgestreckt einer der Solarzellenflügel sind gut zu erkennen.
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Blick zurück auf Rosetta von Philae aus. Rosetta und nach links ausgestreckt einer der Solarzellenflügel sind gut zu erkennen.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 16:20 Uhr</strong></p>



<p>Und hier das Gegenfoto der Osiris-Kamera auf Rosetta von Philae:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Osiris_Foto_von_Philae_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Osiris_Foto_von_Philae_a.jpg" alt="Schon ziemlich einsam da oben - Rosetta blickt von oben auf Philae
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Schon ziemlich einsam da oben &#8211; Rosetta blickt von oben auf Philae<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 17:05 Uhr</strong></p>



<p>Jubel beim Missionsteam im ESOC. Ein Signal ist da. Das ist schon mal ein gutes Zeichen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_Jubel_im_ESOC_a.jpg" alt="(Bild: Roland Rischer)"/><figcaption>(Bild: Roland Rischer)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 17:10 Uhr</strong></p>



<p>Beim LCC im DLR bleiben sie ruhig. Zu früh gefreut? Immerhin bestätigt Darmstadt eine gelungene Landung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_noch_gespanntes_Warten_im_LCC_a.jpg" alt="Bild aus dem LCC, wenige Sekunden nach dem ESOC-Bild oben aufgenommen. Prof. Dr. Dittus erklärte später dazu, man warte hier auf mehr als nur ein Signal von Philae.
(Bild: Roland Rischer)"/><figcaption>Bild aus dem LCC, wenige Sekunden nach dem ESOC-Bild oben aufgenommen. Prof. Dr. Dittus erklärte später dazu, man warte hier auf mehr als nur ein Signal von Philae.<br>(Bild: Roland Rischer)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 17:14 Uhr</strong></p>



<p>Jetzt gibt es auch Jubel im LCC.</p>



<p><strong>Update 17:45 Uhr</strong></p>



<p>Das LCC bestätigt eine sanfte Landung. Allerdings hätten die Harpunenanker nicht gezündet. Ohne diese sei die Stabilität für einige Experimente, gemeint sind wohl die Bohrungen, nicht hundertprozentig gewährleistet. Man prüfe einen neuen Zündbefehl.</p>



<p><strong>Update 18:10 Uhr</strong></p>



<p>Koen Geurts vom LCC ist vor der Presse. Touch down signal war da. Die Kaltgasdüse hat nicht gearbeitet. Es soll bis auf weiteres nicht versucht werden, die Harpunen zu zünden. Schwankungen in der Signalstärke machen Sorgen. Philae stehe eventuell nicht stabil. Deshalb sei die Freude gebremst. Die ersten Fotos sollen mehr Aufschluss geben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20141112_erstes_Bild_von_Rolis_a.jpg" alt="Premiere: Philae hat mit der Rolis-Kamera das Landeziel im Blick
(Bild: ESA)"/><figcaption>Premiere: Philae hat mit der Rolis-Kamera das Landeziel im Blick<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Update 18:40 Uhr</strong></p>



<p>Das erste Bild der von Philae nach unten blickenden Rolis-Kamera, aufgenommen um 15:38 Uhr MEZ etwa drei Kilometer über dem Kometen. Der Landeplatz befindet sich in der Mitte. Die Datenübertragung fand wahrscheinlich noch während des Landeanflugs statt.</p>



<p><strong>Update 20:15 Uhr</strong></p>



<p>Dordain bestätigt die sanfte Landung, den wissenschaftlichen und Betriebsdatenfluss und definiert die Landung als Erfolg. Stephan Ulamec erläutert den vermuteten Hüpfer von Philae mangels Verankerung: &#8222;Wir landeten heute vielleicht zweimal.&#8220;</p>



<p><strong>last Update</strong></p>



<p>Das Pressezentrum im DLR schließt. Damit enden auch die Aktualisierungen in diesem Artikel. Besten Dank an die DLR-Organisatoren. Das war eine wirklich produktive Arbeitsatmosphäre mit interessanten Gesprächspartnern hier in Köln.</p>



<p><strong>Sehen Sie die Live-Berichterstattung von Spacelivecast und Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">12.11.2014 – Landung auf dem Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit SpaceMech im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?utm_source=portal_home&amp;utm_medium=rn&amp;utm_term=portal_home&amp;utm_content=portal_home&amp;utm_campaign=rc_unbemannt&amp;topic=13009.msg309208#msg309208" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">PHILAE &#8211; die Landung am 12. Nov. 2014</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie ansonsten im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was macht eigentlich ESTCube 1?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/was-macht-eigentlich-estcube-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Sep 2014 19:11:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenwind]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=39501</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor über einem Jahr wurde Estland zur Weltraumnation. Seitdem kreist ein estnischer CubeSat um die Erde, und ein harter Kern von Weltraumenthusiasten wartet darauf, dass er seinen eigentlichen Auftrag erfüllt. Die auf einen elektrisch geladenen Draht wirkende Kraft des Sonnenwindes soll gemessen werden. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESTCube Forum, ESTCube Homepage. &#8222;Ein kleiner [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor über einem Jahr wurde Estland zur Weltraumnation. Seitdem kreist ein estnischer CubeSat um die Erde, und ein harter Kern von Weltraumenthusiasten wartet darauf, dass er seinen eigentlichen Auftrag erfüllt. Die auf einen elektrisch geladenen Draht wirkende Kraft des Sonnenwindes soll gemessen werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESTCube Forum, ESTCube Homepage.</p>



<p>&#8222;Ein kleiner Schritt für die Menschheit &#8211; ein großer für Estland&#8220;, könnte man in Anlehnung an Neil Armstrong mit Blick auf den ESTCube 1 sagen. Vor rund einem Jahr und vier Monaten –am frühen Morgen des 07. Mai 2013 europäischer Zeit &#8211; startete als Sekundärnutzlast der estnische Minisatellit ESTCube-1 auf Vega VV02 von Kourou aus in den Weltraum. Mit an Bord waren Proba V (Primärnutzlast) und VNREDSat 1A (weitere und viel größere Sekundärnutzlast). Die Mission wird von Studenten der estnischen Universität Tartu betrieben. Tartu erlangte bereits mit ihrer 1811 errichteten Sternwarte im 19. Jahrhundert einige Bedeutung in der astronomischen Forschung. Beteiligt sind auch die Estnische Luftfahrtakademie, die Universität Tallinn, das Finnische Meteorologische Institut und die Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).</p>



<p>Bereits die involvierten Institutionen lassen vermuten, dass das Projekt bei weitem nicht nur ein studentisches Lernprojekt zum Satellitenbetrieb ist, auch wenn man sich seit dem Start  hauptsächlich auf die Beherrschung der Kommunikation sowie die laufende Bestimmung von Position, Ausrichtung und des Verhaltens des Cube-Satelliten (10x10x11 Zentimeter und 1,05 Kilogramm Gewicht) konzentrierte. Dazu dienen Daten von an Bord befindlichen Sonnensensoren, Magnetometern und Gyroskopen. Die Sonnensensoren erlauben die räumliche Positionsbestimmung. Die Magentometer erfassen Ausrichtung und Stärke der irdischen Magnetfeldlinien und dienen als Kompass. Zusammen mit den Sonnensensoren ermöglichen sie eine ziemlich exakte Ermittlung von Ausrichtung und Bewegungsrichtung des Satelliten. Die Gyroskope messen Änderungen der Rotationsachse und –geschwindigkeit von ESTCube 1.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03092014211145_small_1.jpg" alt="Erik Kulu - University of Tartu/ESTCube" width="260"/><figcaption>
Der E-Sail-Draht wird abgespult &#8211; künstlerische Impression 
<br>
(Bild: Erik Kulu &#8211; University of Tartu/ESTCube)
</figcaption></figure></div>



<p>Ferner muss der Energiehaushalt des Cube-Satelliten mit seinen sechs kleinen Panels à 2 Solarzellen über die relativ lange Flugdauer ausgeglichen gestaltet werden. Ein Panel liefert 2,4 Watt, je nach Sonnenausrichtung können bis zu 3,6 Watt erzeugt werden. Im Juli 2014 wurde festgestellt, dass die Solarzellen-Leistung auf 60 Prozent abgesunken ist. Deshalb wurden zugunsten der Batterie-Aufladung einige Subsysteme abgeschaltet. Sie wurden nur bei Bedarf und ausreichender Batterieladung aktiviert. Weil das Aufladen unter diesen Umständen zu lange dauerte, wurde die Bordsoftware dahingehend angepasst, dass nun alle Subsysteme einschließlich der Kommunikation bis auf das Energiesystem abgeschaltet werden können. Ein Aufladevorgang dauert nun wieder nicht länger als kurz nach dem Start. Die Testplanung wird nicht weiter verzögert.  </p>



<p>Das Hauptziel der ESTCube-1-Mission stellt weitgehend weltraumtechnisches Neuland dar. Mittels eines zehn Meter langen und elektrisch positiv aufgeladenen Drahtes soll der Nachweis erbracht werden, dass sich mit Hilfe der Abstoßungskraft elektrisch positiv geladener Plasmateilchen des Sonnenwindes Weltraumkörper beeinflussen lassen. Allein das Ausbringen des Drahtes ist anspruchsvoller, als man gemeinhin denkt, und bisher anscheinend noch nicht zufriedenstellend gelungen. Eine Bordkamera dient primär der optischen Kontrolle dieses Vorgangs. E-Sails stellen letztendlich auch besondere Anforderungen an die Festigkeit des sehr dünnen Drahtes wegen möglicher Treffer duch Mikrometeoriten. Der ESTCube-1-Draht entspricht solchen Anforderungen jetzt schon. Die Drähte werden bei eventueller großtechnischer Anwendung mehrere Kilometer lang sein.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03092014211145_small_2.jpg" alt="ESTCube" width="260"/><figcaption>
Sekundäres Missionsziel des ESTCube 1 erfüllt &#8211; Bilderserie mit klarer Sicht auf Estland und seine Nachbarn
<br>
(Bild: ESTCube)
</figcaption></figure></div>



<p>Ein zusätzliches Missionsziel ist, mit der Bordkamera Aufnahmen von der Erde zu liefern, wenn möglich eine Weltraumaufnahme von Estland. Letzteres ist ohne Triebwerk und mit drei Luftspulen-Elektromagneten (Magnettorquer) zur Lageregelung schon einigemaßen ambitioniert, aber im April 2014 gelungen. Magnettorquer nutzen das Erdmagnetfeld zur Kraftentfaltung aus. Die Erledigung des Missionszieles „Estland-Selfie“ wurde vorgezogen, weil man die Gefahr sah, dass sich der bereits ausgebrachte Draht um den Satelliten wickelt, wenn dieser mit der Kamera zur Erde gedreht wird. </p>



<p>Nun sind seit dem Start (bis zur Freischaltung dieses Artikels) fast 485 Tage vergangen &#8211; die <a class="a" href="https://www.estcube.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESTCube-Homepage</a> zählt sekundengenau mit. Wenig überraschend kommt nach so langer Wartezeit in der Weltraum-Fangemeinde ab und zu die Frage auf, ob denn das E-Sail-Experiment schon gelaufen sei. Das ist noch nicht der Fall, am 07. August 2014 kam im ESTCube-Forum jedoch endlich die Ankündigung, dass die entsprechenden Vorbereitungen nun in die Endphase gingen. Zuvor müssten aber Probleme, verursacht durch unregelmäßige magnetische Störungen, gelöst werden. Die Ursache ließ sich bislang nicht identifizieren. Die magnetischen Störungen führen zu einer Instabilität der Rotationsachse, die auch durch eine korrigierte Steuerungs-Matrix der Magnettorquer bis Mitte August nicht in den Griff zu bekommen war. Bei Erhöhung der Rotationsgeschwindigkeit dreht sich der Satellit entgegen der ursprünglichen Planung um eine seiner Diagonalen.   </p>



<p>Wenn keine Lösung des Problems gefunden wird, wird man das E-Sail-Experiment mit der Drehung um die Diagonalachse durchführen. Dies sei, so die Aussage im ESTCube Forum, zwar nicht die günstigste Versuchsanordnung, erlaube aber ebenfalls das erfolgreiche Ausbringen des E-Sail-Drahtes und die Messung der darauf wirkenden Kräfte.  </p>



<p>Das kontrollierte Hoch- und Herunterfahren der Rotation war Ziel weiterer Übungen und auch einiger Software-Anpassungen. So führte eine unzureichende Zeitsychronisation mit den Sonnensensoren dazu, dass die Ausrichtung des Satelliten vom Bordcomputer falsch berechnet und das Beschleunigen der Rotation abgebrochen wurde. Die 15. Software-Aktualisierung heilte dieses Problem. Höhere Winkelgeschwindigkeiten verlangen zudem eine höhere Frequenz beim Ansprechen der Magnettorquer. Das hätte die elektrische Stromversorgung unvorhergesehenen Belastungen aussetzen können. Die erwähnte Software-Aktualisierung brachte auch hier anscheinend eine Lösung, die aber noch sorgfältig ausgetestet werden muss.  </p>



<p>Über die Diagonalachse kann ESTCube 1 inzwischen Winkelgeschwindigkeiten zwischen 10 und 280 Grad pro Sekunde ansteuern. Die estnischen Studenten haben bei der Lösung aufkommender Probleme dabei nicht nur viel gelernt. Sie sind auch stolz darauf, dass ESTCube 1 einer der wenigen Satelliten unter studentischer Verantwortung ist, der eine gezielte Steuerung der Rotation bis zur genannten Winkelgeschwindigkeit erlaubt.     </p>



<p>Der E-Sail-Draht wird erst bei einer Umdrehung pro Sekunde ausgebracht. Dies sind noch ein paar Winkelgrade mehr, als bislang erreicht und beherrscht werden. Da der Draht nur einmal abgewickelt werden kann, darf es bei der Berechnung der Satelliten-Ausrichtung keinerlei Zweifel an der Richtigkeit geben. Da bleibt im Endspurt also noch einiges zu tun.       </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3308.75" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sonnensegel    </a> </li></ul>
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		<title>Rosetta: Fünf Landeplatzkandidaten für Philae</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosetta-fuenf-landeplatzkandidaten-fuer-philae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2014 21:06:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Landeplatz]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
		<category><![CDATA[Osiris-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Relaisstation]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 6. August 2014 erreichte die Raumsonde Rosetta den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Mittels der detaillierten Informationen, welche die Raumsonde in den vergangenen Wochen gewonnen hat, haben die an der Mission beteiligten Mitarbeiter jetzt fünf mögliche Stellen ausgewählt, an denen am 11. November 2014 der von der Raumsonde mitgeführte Lander Philae auf der Oberfläche des Kometen abgesetzt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 6. August 2014 erreichte die Raumsonde Rosetta den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Mittels der detaillierten Informationen, welche die Raumsonde in den vergangenen Wochen gewonnen hat, haben die an der Mission beteiligten Mitarbeiter jetzt fünf mögliche Stellen ausgewählt, an denen am 11. November 2014 der von der Raumsonde mitgeführte Lander Philae auf der Oberfläche des Kometen abgesetzt werden könnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>.   Quelle: DLR, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, ESA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/moegliche_landeorte_philae_big-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/moegliche_landeorte_philae_a-1.jpg" alt="Aus ursprünglich zehn möglichen Landeplätze, bisher benannt mit den Buchstaben &quot;A&quot; bis &quot;J&quot;, wählten die für die für die Landeplatzauswahl verantwortlichen Wissenschaftler und Flugingenieure der ESA jetzt fünf mögliche Landestellen auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, der sich aus einem kleineren 'Kopf', einem größeren 'Körper' und einem schmalen, aber anscheinend sehr aktiven 'Hals' zusammensetzt. Drei der möglichen Landestellen (&quot;B&quot;, &quot;I&quot; und &quot;J&quot;) befinden sich auf dem 'Kopf', die beiden anderen Stellen liegen dagegen auf dem 'Körper'.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Aus ursprünglich zehn möglichen Landeplätze, bisher benannt mit den Buchstaben &#8222;A&#8220; bis &#8222;J&#8220;, wählten die für die für die Landeplatzauswahl verantwortlichen Wissenschaftler und Flugingenieure der ESA jetzt fünf mögliche Landestellen auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, der sich aus einem kleineren &#8218;Kopf&#8216;, einem größeren &#8218;Körper&#8216; und einem schmalen, aber anscheinend sehr aktiven &#8218;Hals&#8216; zusammensetzt. Drei der möglichen Landestellen (&#8222;B&#8220;, &#8222;I&#8220; und &#8222;J&#8220;) befinden sich auf dem &#8218;Kopf&#8216;, die beiden anderen Stellen liegen dagegen auf dem &#8218;Körper&#8216;.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem, bei dem eine Distanz von rund 6,4 Milliarden Kilometern zurückgelegt wurde, erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt) . Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> den Kometen, ohne sich dabei jedoch zunächst in einer wirklichen Umlaufbahn um 67P zu befinden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_a_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_a_a.jpg" alt="Dieses Foto der Landestelle &quot;A&quot; wurde am 16. August 2014 mit der OSIRIS-Kamera aus einer Entfernung von etwa 100 Kilometern zur Oberfläche des Kometen aufgenommen. Die Auflösung beträgt 1,85 Meter pro Pixel.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Dieses Foto der Landestelle &#8222;A&#8220; wurde am<br> 16. August 2014 mit der OSIRIS-Kamera aus einer<br> Entfernung von etwa 100 Kilometern zur <br>Oberfläche des Kometen aufgenommen. <br>Die Auflösung beträgt 1,85 Meter pro Pixel.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Seitdem waren die an der <em>Rosetta</em>-Mission beteiligten Wissenschaftler damit beschäftigt, den Kometen mit den <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf Instrumenten</a> an Bord der Raumsonde genauer zu untersuchen und zu charakterisieren. Neben den verschiedenen Messinstrumenten wird hierfür die <a href="https://www.mps.mpg.de/rosetta/osiris" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">OSIRIS-Kamera</a> &#8211; die vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen entwickelte und betriebene Hauptkamera an Bord von <em>Rosetta</em> &#8211; eingesetzt. Weitere Aufnahmen des Kometenkerns liefert die <a href="https://sci.esa.int/web/rosetta/-/54523-cometwatch-navcam-images" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Navigationskamera</a> der Raumsonde.</p>



<p><strong>Der Kometenlander <em>Philae</em> &#8211; Landeplatz gesucht&#8230;</strong></p>



<p>Neben der allgemeinen Charakterisierung des Kometen dienen diese Daten allerdings auch dazu, um einen geeigneten Landeplatz für den von der Raumsonde mitgeführten Kometenlander <em>Philae</em> zu finden. <em>Philae</em> soll nach dem derzeitigen Planungsstand am 11. November 2014 auf der Oberfläche von 67P niedergehen und dort anschließend über einen Zeitraum von mindestens zwei Tagen mit den <a href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">zehn mitgeführten Instrumenten</a> weitere Daten direkt von der Kometenoberfläche aus sammeln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_b_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_b_a.jpg" alt="Die Landestelle &quot;B&quot; befindet sich auf dem 'Kopf' des Kometen. Auch diese Aufnahme entstand - wie auch die weiter unten gezeigten Aufnahmen der weiteren Kandidaten - am 16. August 2014.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Die Landestelle &#8222;B&#8220; befindet sich auf dem &#8218;Kopf&#8216; <br>des Kometen. Auch diese Aufnahme entstand &#8211; <br>wie auch die weiter unten gezeigten Aufnahmen<br> der weiteren Kandidaten &#8211; am 16. August 2014.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Zwecks einer Vorauswahl für das zukünftige Landegebiet von <em>Philae</em> trafen sich am vergangenen Wochenende die Mitarbeiter der &#8222;Landing Site Selection Group&#8220; in Toulouse/Frankreich, um aus einem ersten, vorläufigen Kreis von zehn Kandidaten die fünf vielversprechendsten Landeplätze auszuwählen.</p>



<p>Aufgrund der <a href="https://www.raumfahrer.net/rosettas-komet-eine-stark-variierende-oberflaeche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">&#8218;Unebenheit&#8216; des Geländes</a> &#8211; auf der Oberfläche von 67P befinden sich nicht nur relativ &#8218;flache&#8216; Regionen, sondern auch zahlreiche Risse, Hänge, Krater und größere Felsblöcke &#8211; kommen hierfür allerdings nur wenige Regionen in Frage.</p>



<p><strong>Verschiedene Kriterien müssen hierbei bedacht werden&#8230;</strong></p>



<p>Hierbei mussten von den beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren verschieden Kriterien berücksichtigt werden. Aus rein wissenschaftlicher Sicht ist dabei natürlich eine Landezone erstrebenswert, welche ein möglichst aktives, ausgasendes, aber auch ursprüngliches Gebiet beinhaltet, in dem die Oberfläche von 67P seit seiner Entstehung vor etwa 4,5 Milliarden Jahren nur geringfügige Veränderungen erfahren hat.</p>



<p>Allerdings muss die Landezone auch verschiedenen anderen Kriterien entsprechen. Unter anderem müssen hierbei die Beleuchtungsverhältnisse bedacht werden, welche in der ausgewählten Landezone vorherrschen. <em>Philae</em> ist mit einer Batterie ausgestattet, welche genügend Energie liefert, um die mitgeführten Instrumente über einen Zeitraum von zunächst mindestens zwei Tagen zu betreiben. Weitere Energie wird durch Solarzellen gewonnen, welche sich an der Außenhülle des Landers befinden.</p>



<p>Kann in der Folgezeit durch die Solarzellen nicht genügend Energie generiert werden, weil der Lander zum Beispiel im Inneren eines tiefen Kraters oder unmittelbar am Rand eines Hanges niedergegangen ist, so hat dies negative Auswirkungen auf die geplante &#8222;Long term science phase&#8220;, jener Phase, in der die Instrumente des Landers die Entwicklung des Kometen auf seinem weiteren Weg in das innere Sonnensystem über einen möglichst langen Zeitraum weiter untersuchen sollen. Angepeilt ist hierzu, dass der Lander an seinem Landeort pro Tag mindestens für einen Zeitraum von sechs Stunden direkt von der Sonne beschienen wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_c_big.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_c_a.jpg" alt="Die potentielle Landestelle &quot;C&quot; befindet sich auf dem 'Körper' des Kometen.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Die potentielle Landestelle &#8222;C&#8220; befindet sich<br> auf dem &#8218;Körper&#8216; des Kometen.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, <br>UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Aber auch &#8218;zu viel Sonnenlicht&#8216; muss vermieden werden, da eine permanente Sonnenlichteinstrahlung ein Überhitzen des Landers zur Folge haben könnte, wodurch die Lebensdauer von <em>Philae</em> beziehungsweise einzelner Instrumente unter Umständen deutlich reduziert werden könnte.</p>



<p>Und auch die Zeitspanne, welche zwischen der Trennung des Landers von der Raumsonde <em>Rosetta</em> bis zur eigentlichen Landung auf der Kometenoberfläche vergeht, hat Auswirkungen auf die geplanten Untersuchungen. Je länger der Landevorgang dauert, desto weniger Energie steht <em>Philae</em> nach seiner Landung für die erste wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche zur Verfügung. Optimalerweise sollten die Energiereserven der Bordbatterie ausreichen, um die Instrumente zunächst über einen Zeitraum von rund 64 Stunden unabhängig von der Sonnenenergie zu betreiben.</p>



<p>Ein weiterer Faktor ist die weitflächige Beschaffenheit der Oberfläche im Landegebiet, da dieses nur mit einer Genauigkeit von etwa einem Kilometer festgelegt werden kann. Somit darf die Landezone nicht zu sehr zerklüftet sein und zudem nur über eine begrenzte Anzahl von Vertiefungen, größeren Felsbrocken oder steilen Hängen verfügen, da eine Landung ansonsten zumindestens riskant wäre. Setzt der Lander nicht exakt in einem angepeilten flachen Gebiet auf, so könnte er in dem angrenzenden Gelände auf eine für die Landung ungeeignete Umgebung treffen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_i_big.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_i_a.jpg" alt="Auch die angedachte Landestelle &quot;I&quot; ist auf dem 'Kopf' des Kometen zu finden.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Auch die angedachte Landestelle &#8222;I&#8220; ist auf <br>dem &#8218;Kopf&#8216; des Kometen zu finden.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>Nicht zuletzt muss die Landezone von <em>Philae</em> auch mit dem <em>Rosetta</em>-Orbiter erreichbar sein. Selbst unter der Berücksichtigung aller denkbaren Geschwindigkeiten, Flugbahnen und Orientierungen der Raumsonde relativ zu dem Kometen im Moment des Abdockens des Landers sowie die verschiedenen möglichen Ablösegeschwindigkeiten der Landeeinheit selbst können nicht alle Punkte der Oberfläche von 67P durch <em>Philae</em> erreicht werden. Und auch in der Folgezeit muss <em>Rosetta</em> diese Region regelmäßig überfliegen und dabei mit <em>Philae</em> kommunizieren können. Da der Lander nicht direkt mit der Erde kommunizieren kann, sondern <em>Rosetta</em> als &#8218;Realissation&#8216; benötigt, können die gewonnenen Daten nur auf diese Weise zur Erde gelangen beziehungsweise neue Betriebskommandos den Kometenlander erreichen.</p>



<p><strong>Fünf Kandidaten bestanden das bisherige Auswahlverfahren</strong></p>



<p>67P setzt sich aus einem kleineren &#8218;Kopf&#8216;, einem größeren &#8218;Körper&#8216; und einem schmalen, aber anscheinend sehr aktiven &#8218;Hals&#8216; zusammen. &#8222;Wenn man die außergewöhnliche Form und die globale Topografie des Kometen sieht, ist es sicherlich keine Überraschung, dass viele Gebiete gleich aus der Auswahl herausfielen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec, der <em>Philae</em>-Projektleiter vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).&#8220;Es waren schwierige Beratungen, aber wir haben einige Stellen identifizieren können, mit denen sowohl die Flugingenieure als auch die Wissenschaftler sehr zufrieden sind&#8220;, ergänzt Dr. Hermann Böhnhardt vom MPS, der wissenschaftlicher Leiter der Landemission.</p>



<p>Erfolg versprechende Landeplatzkandidaten befinden sich laut der Meinung der beteiligten Wissenschaftler demzufolge auf den beiden Hauptteilen des Kometen. Gleich drei mögliche Landezonen befinden sich auf dem &#8218;Kopf&#8216;, zwei weitere auf dem &#8218;Körper&#8216;. Die &#8218;Halsregion&#8216;, welche vielen Wissenschaftlern aufgrund ihrer auffälligen hellen Färbung besonders interessant erscheint, bietet dagegen nicht die nötigen Voraussetzungen für eine sichere Landung und dem anschließenden erfolgreichen Betrieb des Landers.</p>



<p>Hier eine kurze Auflistung der am vergangenen Wochenende ausgewählten fünf Kandidaten, welche jetzt in den nächsten Wochen zunächst noch eingehender analysiert werden sollen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die potentielle Landestelle &#8222;A&#8220; befindet sich in einer interessanten Region auf dem größeren Kometenteil, welche einen direkten Blick zum Kometenkopf ermöglicht. Das schmale Gebiet zwischen diesen beiden Bereichen des Kometen ist sehr wahrscheinlich auch im November aktiv, denn dort gast der Komet bereits jetzt schon aus. Zunehmend höher aufgelöste Aufnahmen sollen nun genauere Untersuchungen ermöglichen, um die Risiken durch kleineren Vertiefungen und Hänge bei der Landung besser einschätzen zu können. Auch die Beleuchtungsbedingungen müssen noch detaillierter analysiert werden.</li><li>Landestelle &#8222;B&#8220; befindet sich einer kraterähnlichen Struktur am Kopf des Kometen und bietet für die Landung sehr wahrscheinlich ein relativ großes und flaches Gelände im Inneren des Kraters. Allerdings fällt an dieser Stelle das Tageslicht, welches <em>Philae</em> erreicht, geringer aus als es ideal wäre. Dies könnte zu einem Problem bei den geplanten längerfristigen wissenschaftlichen Untersuchungen führen. Mit weiteren Aufnahmen der Kometenoberfläche sollen zudem die Gefahren genauer abgeschätzt werden, welche sich durch die Gesteinsbrocken im Kraterinneren ergeben. Die Gesteinsbrocken in diesem Gebiet deuten zudem daraufhin, dass es sich um verändertes und somit nicht ursprüngliches Material handelt, wie es an anderen Orten auf dem Kometen untersucht werden könnte.</li><li>Landestelle &#8222;C&#8220; liegt auf dem &#8218;Hauptkörper&#8216; des Kometen. Die Wissenschaftler identifizierten hier diverse unterschiedliche Strukturen wie Vertiefungen, Klippen, Hügel und ebene Gebiete. Außerdem befindet sich hier auch Material, welches auf den Kameraaufnahmen heller als gewöhnlich erscheint und somit besonders interessant ist. Doch speziell diese unterschiedlichen Oberflächenstrukturen müssen jetzt noch genauer analysiert werden, um die Risiken für eine sichere Landung einzuschätzen. Die Landestelle &#8222;C&#8220; verfügt allerdings über genügend Tageslicht, von dem die späteren wissenschaftlichen Untersuchungsphasen profitieren würden.</li><li>Landestelle &#8222;I&#8220; befindet sich in einem relativ ebenen Gebiet und könnte zudem verhältnismäßig &#8218;frisches&#8216; Material enthalten. Mit Kameraaufnahmen soll in den nächsten Wochen die dortige Oberfläche im Detail betrachtet werden, um das Ausmaß der vorhandenen rauen Strukturen exakter bestimmen zu können. Die Beleuchtung der Landestelle hingegen ist günstig und gestattet eine länger andauernde wissenschaftliche Phase auf der Kometenoberfläche.</li><li>Die potentielle Landestelle &#8222;J&#8220; hat große Ähnlichkeit mit &#8222;I&#8220;. Diese Region befindet sich ebenfalls auf dem kleineren Kometenteil, weist interessante Oberflächenstrukturen auf und verfügt über eine gute &#8218;Beleuchtung&#8216; bei der Rotation des Kometen. Speziell für das <em>Philae</em>-Experiment CONSERT, bei dem Radiowellen von dem Lander durch das Innere des Kometen zu dem Orbiter gesendet und empfangen werden sollen, ist diese Landestelle günstiger als die Landestelle &#8222;I&#8220;. Da allerdings auch im Bereich von &#8222;J&#8220; einige größere Brocken und terrassenartige Geländeabstufungen zu erkennen sind, sind auch hier höher aufgelöste Kameraaufnahmen notwendig, um die Details des Geländes genauer zu charakterisieren.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_j_big.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/philae_landestelle_j_a.jpg" alt="Auch der letzte Kandidat - die Landestelle &quot;J&quot; - ist auf dem 'Kopf' des Kometen angesiedelt und weist zudem große Ähnlichkeiten mit &quot;I&quot; auf.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Auch der letzte Kandidat &#8211; die Landestelle &#8222;J&#8220; &#8211; ist<br> auf dem &#8218;Kopf&#8216; des Kometen angesiedelt und weist<br> zudem große Ähnlichkeiten mit &#8222;I&#8220; auf.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, <br>UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Jede Landestelle unter diesen Kandidaten hat das Potenzial für einmalige wissenschaftliche Entdeckungen&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec. Vor der entgültigen Entscheidung über den tatsächlichen Landeort werden in den kommenden Wochen noch diverse weitere Analysen erfolgen.</p>



<p>Bis zum 14. September wird die &#8222;Landing Site Selection Group&#8220; aus den Kandidaten ein primäres Landeziel auswählen und zudem eine zweite Stelle als &#8218;Ersatz-Landestelle&#8216; einstufen. Diese beiden dann noch verbliebenen Kandidaten sollen dann in den folgenden vier Wochen von <em>Rosetta</em> aus Überflughöhen von etwa 20 bis 30 Kilometern noch weiter studiert werden. Am 12. Oktober wird eine abschließende Empfehlung abgegeben, wo die Landung erflogen soll. Basierend auf dieser Empfehlung soll die endgültige Entscheidung am 14. Oktober getroffen werden.</p>



<p>Nochmals vier Wochen später soll am 11. November die Landung von <em>Philae</em> erfolgen. Dabei wird erstmals ein Raumfahrzeug direkt auf der Oberfläche eines Kometen niedergehen und diesen anschließend direkt untersuchen. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich 67P in einer Entfernung von etwa 450 Millionen Kilometern zur Sonne.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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		<title>Kehrt ICE zurück zur Erde, um zu bleiben?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kehrt-ice-zurueck-zur-erde-um-zu-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2014 12:20:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L1]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radioteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1977 und 1978 starteten NASA und ESA insgesamt drei Raumsonden in einem Programm namens International Sun Earth Explorer (ISEE). Ziel war die Gewinnung neuer Kenntnisse über das Magnetfeld der Erde und seine Wechselwirkung mit der Sonne. Die zuletzt gestartete Sonde ISEE 3 hatte die längste Missionsdauer und kehrt im Sommer 2014 zurück zur Erde. Das [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">1977 und 1978 starteten NASA und ESA insgesamt drei Raumsonden in einem Programm namens International Sun Earth Explorer (ISEE). Ziel war die Gewinnung neuer Kenntnisse über das Magnetfeld der Erde und seine Wechselwirkung mit der Sonne. Die zuletzt gestartete Sonde ISEE 3 hatte die längste Missionsdauer und kehrt im Sommer 2014 zurück zur Erde. Das ICE Reboot Project der Raumfahrtenthusiasten vom Space College möchte die Uraltsonde wieder einfangen und für die Wissenschaft nutzbar machen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Roman van Genabith. Quelle: AMSAT-DL, NASA, Space College, UniverseToday.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
ISEE 3 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Sonne-Erde Erkundung</strong>
<br>
Das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ISEE/ICE-Programm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ISEE-Programm</a> war ein von der US-amerikanischen Luft-und Raumfahrtbehörde NASA und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in den Jahren 1977-1978 begonnenes Programm, bestehend aus drei Raumsonden, den 1977 gestarteten ISEE 1 und ISEE 2, sowie der 1978 gestarteten ISEE 3. Ziel war die Erforschung der Wirkung des Sonnenwindes und dessen Wechselwirkung mit der äußeren Magnetosphäre der Erde. </p>



<p>Alle drei Fahrzeuge trugen europäische und amerikanische Instrumente gleichermaßen. Alle ISEE-Sonden verfügten über Solarzellen als primäre Energiequelle. Während ISEE 1 und 2, ursprüngliche Projektnamen ISEE a und b, in stark elliptischen Erdumlaufbahnen verblieben und nach einem Betrieb deutlich über der projektierten Einsatzzeit von drei Jahren 1987 in der Atmosphäre verglühten, trat ISEE eine interessante Reise an.</p>



<p><strong>Sonne, Erde und Kometen</strong>
<br>
Nachdem ISEE 3, die am 22. August 1978 mit einer Startmasse von 469 kg vom Launch Complex 17B der Cape Canaveral Air Force Station (CCAFS) an Bord einer von McDonnell Douglas gebauten Delta 2914 Rakete gestartet wurde, als erste Raumsonde drei Jahre in einem Orbit um den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Punkt" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt L1</a> in etwa 1,5 Millionen km Entfernung zur Erde gearbeitet hatte, leitete die NASA schließlich am 10. Juni 1982 verschiedene Manöver ein, die die Raumsonde aus dem Erde-Mond-System hinausführen sollten. Hierfür waren verschiedene FlyBys (auch Gravity Assist Manöver genannt) notwendig. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
ISEE-3-Manöver vom Erdorbit bis zur Kometenerkundung 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der erste FlyBy am Mond erfolgte am 16. Oktober 1982. Am 8. Februar passierte ISEE 3 schließlich L2, näherte sich dann wieder dem Mond, wo sie am 30. März 1983 einen weiteren FlyBy ausführte und anschließend die Erde mehrfach in niedrigerer Umlaufbahn umkreiste. Nach weiteren SwingBy-Manövern am Mond erreichte sie im Zuge eines letzten FlyBys am 22. Dezember die Fluchtgeschwindigkeit des Erde-Mond-Systems und trat in den interplanetaren Raum ein. Die Sonde wurde nun in ICE (International Cometary Explorer) umbenannt und ging auf Kurs zu <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Giacobini-Zinner" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Giacobini-Zinner</a>, dessen Schweif sie am 11. September 1985 erreichte und ihn rund 7800 km hinter dem Kometenkern durchflog, während sie wertvolle Messungen durchführte. </p>



<p>Die Sonde hatte ihre minimal projektierte Missionsdauer zu diesem Zeitpunkt bereits um drei Jahre überschritten. Da sich ISEE 3 / ICE aber noch immer in einem einwandfreien technischen Zustand befand, beschloss die NASA eine Weiternutzung, insbesondere, da eine gemeinsame Mission mit der ESA zur Erforschung des Halleyschen Kometen aufgrund von Etatkürzungen bei der NASA im Jahre 1981 scheiterte und diese Kometenerforschung ohne amerikanische Beteiligung zu bleiben drohte. ISEE 3 / ICE bot die nötigen Voraussetzungen: ausreichende Reichweite und passende wissenschaftliche Instrumentierung, sodass sie schließlich nach einer bereits erfolgreich erledigten Kometenerkundung Richtung <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Halleyscher_Komet" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Halleyscher Komet</a> in Marsch gesetzt wurde. </p>



<p>Der Vorbeiflug im März 1986 erfolgte schließlich in rund 31 Millionen km Entfernung und lieferte so nur begrenzt hilfreiche Ergebnisse. Doch der Weg von ICE war auch jetzt noch keineswegs zu Ende. Ab 1991 erforschte ICE ergänzend zur europäisch-amerikanischen Sonnensonde <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ulysses_(Sonde)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ulysses</a> unser Zentralgestirn von einer Umlaufbahn um die Sonne aus. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_small_3.jpg" alt="Space College" width="260"/></a><figcaption>
ISEE 3 und ihre Antennen im richtigen Verhältnis &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Space College)
</figcaption></figure></div>



<p>Der wissenschaftliche Betrieb von ICE durch die NASA endete im Jahr 1997, wie viele Raumfahrzeuge wurde sie am Ende ihrer Einsatzbetriebszeit jedoch nicht ausgeschaltet. Vergleichbares gilt z.B. für die Zwillingsmarsrover Spirit und Opportunity, deren Funktionsdauer hauptsächlich durch ihre technische Betriebsfähigkeit limitiert wird. Ein beabsichtigtes Herunterfahren der Gefährte wird häufig nicht implementiert, um einen versehentlichen Shutdown zu verhindern, nach dem kein erneutes Inbetriebnehmen mehr möglich wäre. Da die Flugbahn von ICE eine Rückkehr zur Erde im August 2014 vorsah, wurden Antennen des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> im Jahr 2008 auf die erwartete Position von ICE ausgerichtet, 11 Jahre nach Außerdienststellung und 19 Jahre nach ihrem Start. Aufgefangene Telemetrie lies erkennen, dass die Sonde noch immer in Betrieb ist, sowie 12 von 13 ihrer wissenschaftlichen Instrumente. Nur fehlte der NASA nun die Möglichkeit zur aktiven Kommunikation mit der Sonde, da die hierfür benötigten Sender bereits 1999 abgebaut worden waren.</p>



<p><strong>Mission Rückkehr</strong>
<br>
Seit bekannt war, dass ICE noch immer aktiv ist, weitgehend funktionsfähig und zudem noch über ausreichend Treibstoff für weitere Triebwerkszündungen verfügt, wurden verschiedentlich Überlegungen angestellt die Sonde wieder unter Kontrolle zu nehmen und einer neuen Aufgabe zuzuführen. Dabei muss auf die Infrastruktur der NASA verzichtet werden, obwohl die Sonde noch immer deren Eigentum ist.</p>



<p>So gelang es Anfang März 2014 einer <a class="a" href="https://amsat-dl.org/projects/ice-isee-3/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gruppe von Funkamateuren</a>, Signale von ICE, welche zwei 5 Watt S-Band-Sender an Bord hat, an der Sternwarte Bochum zu empfangen, und es wurde in Betracht gezogen, dort einen Uplink einzurichten.</p>



<p>Erste Schritte in diese Richtung unternahm schließlich die <a class="a" href="https://spacecollege.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space College Foundation</a>, eine nicht gewinnorientierte Stiftung, die weltweit Studierenden und Jungforschern durch die Teilnahme an akademischen Kursen und Projekten einen Einstieg in eine Laufbahn in der Raumfahrt und Weltraumforschung ermöglichen möchte. Schlüsselaspekte ihrer Tätigkeit bilden dabei Konzepte wie Open Source, Open Data oder Crowd Sourcing, die eine Beteiligung und Einbeziehung weiter Teile der interessierten Allgemeinheit adressieren. Das ICE Reboot Project wird die erste größere Unternehmung der Stiftung und kann schon jetzt als bemerkenswerte Leistung betrachtet werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13062014142022_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
ISEE 3 vor dem Start in einer Testkammer 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Status und Ausblick</strong>
<br>
Am 29. Mai 2014, vor bald zwei Wochen, gelang es Studenten des Space College eine Zwei-Wege-Kommunikation mit ICE herzustellen. Die Studenten hatten ihr Hauptquartier in einem geschlossenen Schnellrestaurant auf dem Gelände des NASA Ames Research Park aufgeschlagen. In diesem sog. Building 596 hatte sich zuvor bereits das <a class="a" href="https://moonviews.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lunar Orbiter Image Recovery Project</a> eingerichtet, dessen Ziel es ist, 50 Jahre alte Bandaufzeichnungen eines frühen NASA Mondorbiters zu digitalisieren. Von dieser auch als McMoons bezeichneten provisorischen Kommandozentrale kommunizieren die Space College-Studenten seit Kurzem über ihre Laptops mit dem über 30 Jahre alten Raumfahrzeug.</p>



<p>Als Bodenstation für das ICE Reboot Project fungiert das Radioteleskop in <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arecibo-Observatorium" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Arecibo</a>. Um überhaupt mit dem Versuch der Rückholung von ICE beginnen zu können, benötigte Space College zunächst eine Genehmigung der NASA. Dieser mit der Firma SkyCorp Inc., die als Partner von SpaceCollege.org auftritt, abgeschlossene „Non-Reimbursable Space Act Agreement“ (<a class="a" href="https://spacecollege.org/isee3/nasaisee-3-reboot-project-space-act-agreement.html#more" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NRSAA</a>), der am 21. Mai 2014 unterzeichnet wurde, erlaubt die Kontaktaufnahme und ggf. Steuerung von ICE bis zum 25. Juni 2014.</p>



<p>In den folgenden Tagen wurde eine Auswertung der empfangenen Telemetrie vorgenommen. Die erreichte Bitrate lag bei 512 Bit pro Sekunde. Mit einer ihrer ersten Aktionen versetzten die Amateur-Spacecraft Operators ICE in den Engeneering Telemetry Mode, um den Zustand von Sonde und Instrumenten besser diagnostizieren zu können. Bei den ersten Kontakten mit ICE kam unter anderem ein eigens angepasster Transmitter der deutschen Dirk Fischer Elektronik zum Einsatz.</p>



<p>Laut empfangener Telemetrie verfügt ICE derzeit über eine Eigenrotation von 19,16 Umdrehungen pro Minute (rpm), die Missionsspezifikation lag bei 19,75 rpm bei einer Abweichung von +-0,2. Die Ausrichtung zur Ekliptik beträgt derzeit 90,71 Grad, der Missionsparameter sieht hier einen Wert von 90 Grad bei einer Abweichung von +-1,5 Grad vor. Die empfangenen Werte zeigen die Sonde somit vergleichsweise nah an den ursprünglichen Vorgaben, und das nachdem ICE inzwischen 14 Jahre auf sich selbst gestellt ist. Ferner konnten erste Erkenntnisse über den Status der wissenschaftlichen Nutzlast gewonnen werden, welche <a class="a" href="https://spacecollege.org/uncategorized/isee-3-experiment-summary.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier im Detail</a> nachzulesen sind. ICE verfügt über eine Power Margin von +28 Watt, ein Wert, der für einen Zeitpunkt nach vier Jahren im Einsatz projektiert                   wurde.</p>



<p>Als ein nächster Schritt ist der Versuch eines Bahnkorrekturmanövers für den 17. Juni 2014 geplant, wie <a class="a" href="https://www.universetoday.com/articles/contact-with-36-year-old-spacecraft-results-in-dancing-hugs-now-comes-even-bigger-challenge" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UniverseToday</a> berichtet. Das wird u.A. nötig, um sicherzustellen, dass ICE nicht auf dem Mond zerschellt, da sich die Sonde nicht am vom JPL vorausberechneten Punkt befunden hat, als Space College den Kontakt wiederherstellte. Auch ein Einschlag auf der Erde, bzw. in diesem Fall das Verglühen der Sonde, läge im Bereich des Möglichen, auch wenn die Wahrscheinlichkeiten für beide Szenarien gering sind.</p>



<p>Ziel des ICE Reboot Project ist es, ISEE 3 / ICE wieder in eine stabile Umlaufbahn um die Erde zu bringen und ihre wissenschaftlichen Instrumente der weltweiten akademischen Öffentlichkeit als freie Forschungsplattform zur Verfügung zu stellen.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4096.msg290460#msg290460" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISEE-3/ICE &#8211; NASA Mission of Opportunity</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Oka-T: Technisches Projekt für Experimentierplattform</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/oka-t-technisches-projekt-fuer-experimentierplattform/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 16:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Energija]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=35284</guid>

					<description><![CDATA[<p>RKK Energija hat den Auftrag bekommen, eine frei fliegende Experimentierplattform für das Umfeld der Internationalen Raumstation zu entwickeln. Das technische Projekt soll bereits 2013 stehen, der Start könnte fünf Jahre später erfolgen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Energija, Roskosmos, Raumcon, Wikipedia. Dabei handelt es sich um OKA-T-MKS, ein knapp 8 t schweres Raumfahrzeug, welches [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">RKK Energija hat den Auftrag bekommen, eine frei fliegende Experimentierplattform für das Umfeld der Internationalen Raumstation zu entwickeln. Das technische Projekt soll bereits 2013 stehen, der Start könnte fünf Jahre später erfolgen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Energija, Roskosmos, Raumcon, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122012175754_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21122012175754_small_1.jpg" alt="RKK Energija" width="260"/></a><figcaption>
OKA-T-Entwurf von Energija 
<br>
(Bild: RKK Energija)
</figcaption></figure></div>



<p>Dabei handelt es sich um OKA-T-MKS, ein knapp 8 t schweres Raumfahrzeug, welches auf einer Sojus-Trägerrakete gestartet werden soll und in dem regelmäßig betreute Experimente unter besonders guter Mikrogravitation, besser als 10<sup>-6</sup> g absolviert werden können. Autonom soll OKA-T 90 bis 180 Tage operieren und nach Abschluss der Experimente und Fixierung der Proben an der ISS (russisch MKS) ankoppeln. </p>



<p>Hier werden dann die Proben entnommen und können anschließend zur Erde transportiert werden. Außerdem werden Wartungsarbeiten vorgenommen, neue Proben oder Experimente eingebaut, aufgetankt und wieder abgekoppelt. Insgesamt soll OKA-T etwa 5 Jahre lang eingesetzt werden können. </p>



<p>Hauptanwendungsgebiet wird die Grundlagenforschung, vor allem in den Bereichen Nanotechnologie, Nanoelektronik, humane und sonstige Zellkulturen, Kristallzüchtung z.B. für neuartige Sensoren sowie Herstellung biologisch aktiver Substanzen und Medikamente. Über das Experimentierstadium hinaus sollen aber auch kleine Mengen besonderer Substanzen produziert werden können, so u.a. für Sensoren, die anschließend möglicherweise wieder in der Raumfahrt zum Einsatz kommen würden (z.B. Quecksilber-Cadmium-Tellur-Kristalle). </p>



<p>Nach Abschluss des technischen Projekts (2. Phase im russischen Entwickungsprozess) soll die Frage entschieden werden, ob das Raumfahrzeug, dass über einen zylindrisch geformten hermetischen Bereich mit etwa 18 Kubikmetern Rauminhalt sowie Solarzellen mit einer Gesamtleistung von etwa 3,5 kW verfügen soll, von Baikonur, Wostotschni oder Kourou aus gestartet werden soll. Ein Start von Kourou aus würde wegen der Äquatornähe eine größere Startmasse erlauben. </p>



<p>Eine Besonderheit stellt eine außenbords angebrachte Anlage zur Herstellung von Halbleiterkristallen mittels Molekularstrahlepitaxie dar. Dabei lagern sich neue Atome aus einem Strahl gezielt und regelmäßig an eine bereits bestehende Kristallstruktur an. </p>



<p>Energija hatte bereits Anfang des Monats eine Ausschreibung für ein Wissenschafts- und Energiemodul gegen Chrunitschew gewonnen. Bei OKA-T gab es allerdings nur einen einzigen Bewerber. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3711.msg244339#msg244339" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Diskussion im Rahmen des Themas: Russisches Segment der ISS</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/oka-t-technisches-projekt-fuer-experimentierplattform/" data-wpel-link="internal">Oka-T: Technisches Projekt für Experimentierplattform</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Türkischer Aufklärungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tuerkischer-aufklaerungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2012 18:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-2D]]></category>
		<category><![CDATA[Jiuquan Satellite Launch Centre]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits am 18. Dezember wurde der Satellit Göktürk 2 an der Spitze einer chinesischen Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 2D gestartet. Startort war Jiuquan, Startzeit 16.13 Uhr MEZ. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumcon, Skyrocket. Bei Göktürk 2 handelt es sich um einen weitgehend in der Türkei entwickelten und gebauten Aufklärungs- und Überwachungssatelliten mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits am 18. Dezember wurde der Satellit Göktürk 2 an der Spitze einer chinesischen Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 2D gestartet. Startort war Jiuquan, Startzeit 16.13 Uhr MEZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumcon, Skyrocket.</p>



<p>Bei Göktürk 2 handelt es sich um einen weitgehend in der Türkei entwickelten und gebauten Aufklärungs- und Überwachungssatelliten mit einer Masse von etwa 450 kg. Er umläuft die Erde auf einer sonnensynchronen Bahn zwischen 669 und 689 km Höhe bei einer Bahnneigung von etwa 98 Grad. Er wurde im Auftrag des türkischen Verteidigungsministeriums gebaut und soll etwa 5 Jahre lang Dienst tun. Die Kamera soll eine Auflösung von etwa 2,5 Metern haben und wurde in Südkorea gebaut. 
<br>
Im Dezember 2008 hatten Telespazio und Thales Alenia Space, einen Vertrag mit dem türkischen Verteidigungsministerium zu Entwicklung und Bau eines Aufklärungssatelliten mit einer Auflösung unter 1 Meter geschlossen. Dabei sollte Telespazio lokale türkische Unternehmen in die Entwicklung der Systeme des Satelliten sowie eines Bodensegments einbeziehen. Ein Starttermin für Göktürk 1 wurde bisher offenbar noch nicht festgelegt. Stattdessen hat das Projekt Göktürk 2 das ältere überholt. </p>



<p>Als Zulieferer u.a. der Solarzellenpaneele wirkte auch die SpaceTech GmbH Immenstaad an Göktürk 2 mit. Zusätzlich zu den drei am Satelliten angebrachten Auslegern lieferte SpaceTech zuvor Qualifikationseinheiten zu Testzwecken. Die Solarzellen selbst stammen von der AZUR SPACE Solar Power GmbH aus Heilbronn und besitzen einen Wirkungsgrad von etwa 28%. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11370.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Göktürk 2</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutscher Kleinsatellit TET 1 im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/deutscher-kleinsatellit-tet-1-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 14:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Fernerkundung]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[sonnensynchrone Bahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Start des deutschen Technologie-Erprobungs-Trägers 1 am 22. Juli 2012 und Tests im Orbit arbeitet der Satellit mittlerweile im Regelbetrieb, teilte die mit der Leitung der Entwicklung des Raumfahrzeugs beauftragte Kayser-Threde GmbH am 16. Oktober 2012 mit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: DLR, Kayser-Threde. Ein fünfköpfiges Review-Board hatte die Aufgabe, zu überprüfen, ob [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach dem Start des deutschen Technologie-Erprobungs-Trägers 1 am 22. Juli 2012 und Tests im Orbit arbeitet der Satellit mittlerweile im Regelbetrieb, teilte die mit der Leitung der Entwicklung des Raumfahrzeugs beauftragte Kayser-Threde GmbH am 16. Oktober 2012 mit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: DLR, Kayser-Threde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_small_1.jpg" alt="Wikipedia/Chris Falter" width="260"/></a><figcaption>
TET 1 in einer Testkammer 
<br>
(Bild: Wikipedia/Chris Falter)
</figcaption></figure></div>



<p>Ein fünfköpfiges Review-Board hatte die Aufgabe, zu überprüfen, ob TET 1 auf seinem annähernd kreisförmigen Orbit in rund 512 Kilometern über der Erde erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Vorher war zuerst die Aktivierung der einzelnen Systeme des Satellitenbusses vorgenommen worden. Anschließend hatte man die Bestandteile der Nutzlast von TET 1 erst einzeln und dann in verschiedenen Kombinationen in Betrieb gesetzt. Mit dem Resultat der Arbeiten war das Review-Board zufrieden. Es stellte den gelungenen Abschluss der orbitalen Inbetriebnahme fest und gab die Freigabe für den Regelbetrieb des Satelliten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_small_2.jpg" alt="DLR/Astrofein" width="260"/></a><figcaption>
TET 1 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: DLR/Astrofein)
</figcaption></figure></div>



<p>Jetzt kann der etwa kühlschrankgroße Erdtrabant also seinen eigentlichen Aufgaben nachkommen. Im Rahmen eines OOV für On-Orbit Verifikation genannten Programms des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) geht es um die Überprüfung von elf Technologiemustern in der Nutzlast von TET 1 beim Betrieb im Weltraum. </p>



<p>An Bord von TET 1 befinden sich unter anderem neuartige Solarzellen, ein Navigationsgerät, ein Satellitenantriebssystem in besonders kleiner Baugröße, Computer-Hardware, ein von Kayser-Threde entwickeltes Sensor-Bus-System zur Temperaturerfassung, Lithium-Ionen-Akkumulatoren, und eine Infrarot-Kamera, mit der Waldbrände detektiert werden können. </p>



<p>Die genannten Instrumente, Anlagen und Geräte werden im Rahmen des jetzt aufgenommenen Regelbetriebs in regelmäßigen Abständen eingeschaltet und auf ihre Weltraumtauglichkeit untersucht. Mindestens ein Jahr lang soll TET 1 auf seiner sonnensynchronen Erdumlaufbahn die Tests ermöglichen. Bei der Energieversorgung der einzelnen Testobjekte muss sich ein von Kayser-Threde eigens entwickeltes System bewähren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19102012163014_small_3.jpg" alt="Kayser-Threde" width="260"/></a><figcaption>
TET 1 mit Einzelbauteilen &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Kayser-Threde)
</figcaption></figure></div>



<p>TET 1 mit einer Startmasse von rund 115 Kilogramm ist eine Konstruktion der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH (Astrofein), die ihn als Subunternehmer der Kayser-Threde GmbH assemblierte. Die Abwicklung der Mission des Satelliten obliegt dem Deutschen Raumfahrt-Kontrollzentrum (GSOC, German Space Operations Center), einer Einrichtung des DLR. Den Datenempfang der Testobjekte an Bord von TET 1 erledigt die Bodenstation des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) des DLR in Neustrelitz. </p>



<p>Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellte Mittel zur Realisierung von TET 1 bereit. Für Entwicklung und Herstellung des Raumfahrzeugs wurden rund 27 Millionen Euro aufgewendet. In die Abwicklung der Mission des Satelliten steckte man bis dato 2 Millionen Euro. </p>



<p>TET 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 38.710 bzw. als COSPAR-Objekt 2012-039D.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9063.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">TET für On-Orbit Verification</a></li></ul>
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